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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Oktober 1651


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 275v-299v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Oktober 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Wirtschaftssachen
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Besuch durch die Brüder Christoph und Nathanael Jahn
  • Korrespondenz
  • Diakon Johann Abraham Menzelius und der Kammerdiener Jakob Ludwig Schwarzenberger als Mittagsgäste
02. Oktober 1651
Bernburg
  • Lerchen- und Meisenfang sowie Hasenjagd
  • Gespräch mit Menzelius
  • Wirtschaftssachen
  • Abschiedsbesuch durch Gottlieb Bärenreutter
03. Oktober 1651
Bernburg
  • Frost
  • Vogelfang und Hasenjagd
  • Wirtschaftssachen
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Essensgast
  • Korrespondenz
  • Durchreise von Fürst Johann Georg II. und der Cousine Eva Katharina
  • Ausritt in die Weinberge mit dem ältesten Sohn Viktor Amadeus
04. Oktober 1651
Bernburg
  • Vogelfang
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
05. Oktober 1651
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Amtseinführung des neuen Hofpredigers Johann Menzelius
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Helena von Rindtorf, der Kammermeister Tobias Steffeck, Johann Abraham Menzelius und Schwartzenberger als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Abfertigung des Kammerschreibers Hans Friedrich Eckardt nach Zerbst
06. Oktober 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Bericht durch den Küchenmeister Philipp Güder
  • Administratives
  • Siebzehnter Geburtstag von Viktor Amadeus
  • Wirtschaftssachen
  • Beobachtung der Weinlese durch die Kinder
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
07. Oktober 1651
Bernburg
  • Administratives
  • Wirtschaftssachen
  • Ankunft des Kammerjunkers Ernst Dietrich von Röder
  • Nachrichten
08. Oktober 1651
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, der Leibarzt Dr. Fischer und Röder als Mittagsgäste
  • Wirtschaftssachen
  • Bestattung des vormaligen Bernburger Bürgermeisters Martin Nickel
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit dem Bediensteten Johann Berndt
  • Rückkehr von Eckardt aus Zerbst und des Kammerdieners Ludwig Röber aus Dessau
09. Oktober 1651
Bernburg
  • Hasen- und Dachsjagd sowie Vogelfang
  • Korrespondenz
  • Streitereien
  • Besuch durch Brigitta von Krosigk
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Gespräch mit Ludolf Lorenz von Krosigk
10. Oktober 1651
Bernburg
  • Vogelfang
  • Traum
  • Besuch durch Berndt
  • Administratives
  • Abreise der Kammerjungfer von Ditten nach Magdeburg
  • Kriegsnachrichten
11. Oktober 1651
Bernburg
  • Vogelfang und Hasenjagd
  • Traum
  • Administratives
  • Wirtschaftssachen
12. Oktober 1651
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Ordination des künftigen Hecklinger Pfarrers Matthias Cratius
  • Frau von Rindtorff und Steffeck als Mittagsgäste
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
13. Oktober 1651
Bernburg
  • Nächtliche Träume und Erscheinungen
  • Besuchsankündigung und -absage durch die Quedlinburger Äbtissin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
  • Besuch durch den Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
  • Wirtschaftssachen
  • Hochzeit der Tochter des Bernburger Bürgermeisters Martin Schmidt
  • Erbschaftssachen aus Köthen
  • Neuigkeiten
  • Fischfang
14. Oktober 1651
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
15. Oktober 1651
Bernburg
  • Viehmarkt in Bernburg
  • Gespräch mit Dr. Mechovius
  • Ankunft des Hallenser Kaufmannes Johann Senf
  • Wirtschaftssachen
  • Ankunft und Verköstigung von Frankenwein
  • Spaziergang um den Bernburger Schlossberg
  • Abschied Berndts
  • Auseinandersetzung mit dem Hoymer Pachtmann Rudolf Kohlmann
16. Oktober 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Abreise Berndts nach Leipzig
  • Auseinandersetzung mit Kohlmann
  • Rückkehr Schmidts aus Dessau
17. Oktober 1651
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Schönes Wetter nach zweitägigem Regen
  • Hasenjagd
  • Nachrichten
  • Nächtliche Erscheinung eines Gespensts als schlechtes Vorzeichen
  • Entlassung Röders
  • Krankheit Steffecks nach am Vortag übergebener Jahresrechnung
  • Ausritt mit dem Sohn Karl Ursinus zu Jagd und Baubesichtigung in Zepzig
  • Übernachtung eines Stallmeisters des dänischen Königs in Bernburg
18. Oktober 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Weiterreise des Stallmeisters des dänischen Königs nach Dessau
19. Oktober 1651
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Frau von Rindtorff, Johann Menzelius, dem Prinzenlehrer Johann Christian Hammel, den Kammerpagen Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz, Witzscher und den Pagen Georg Ehrenreich von Roggendorf als Mittagsgäste
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Hcohwasser der Saale
  • Planung von Maßnahmen gegen Wölfe
20. Oktober 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Mögliche Erscheinung eines Gespensts während des nächtlichen Lerchenstreichens
  • Besuch durch Güder
21. Oktober 1651
Bernburg
  • Fahrt Röbers nach Dessau wegen Erneuerung der Fähre
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
22. Oktober 1651
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Hochwasser
  • Anhörung einer Predigt
  • Gespräche mit dem Bernburger Stadtvogt Johann Georg Albinus, Johann Abraham Menzelius, Hammel und anderen
  • Rückkehr Röbers aus Dessau
23. Oktober 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Administratives
  • Rückkehr des Bernburger Juden Simon Frangke aus Leipzig
  • Genesung Steffecks
  • Taufe von Anna Elisabeth von Einsiedel
  • Gespräch mit Dr. Mechovius
  • Korrespondenz
  • Durchfahrt zweier Getreideschiffe
24. Oktober 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang und Besichtigung zweier Mühlen
  • Korrespondenz
25. Oktober 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Hochwasser der Saale
  • Verderben von Haferernte und Gebäuden durch Feuchtigkeit
  • Gespräch mit Güder
  • Spaziergänge
26. Oktober 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Anhörung zweier Predigten
  • Gespräch mit dem Bernburger Pfarrer Georg Enderling
  • Frau von Rindtorff, Enderling und Menzelius als Mittagsgäste
  • Wirtschaftssachen
  • Abschied des Johann Abraham Menzelius vor Abreise nach Ballenstedt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
27. Oktober 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gespräch mit dem Bernburger Amtmann Georg Reichardt sowie Dr. Fischer
  • Reise des Johann Abraham Menzelius zu seiner Installation nach Ballenstedt
  • Dr. Fischer als Mittagsgast
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
28. Oktober 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Administratives
  • Reise Dr. Fischers nach Plötzkau
  • Sechzehnter Geburtstag der Tochter Eleonora Hedwig
  • Besuch durch Ludolf Lorenz von Krosigk
  • Erkundigung über Hochwasser in Agken und Dochum durch Lakaien und Reiter
29. Oktober 1651
Bernburg
  • Lerchenfang und Hasenjagd
  • Reise der Gemahlin Eleonora Sophia sowie der Töchter Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta nach Zerbst
  • Anhörung einer Predigt
  • Neubesetzung des Rates der Bernburger Bergstadt
  • Eindringen eines tollwütigen Hundes in das Schloss
  • Verhandlungen der Räte in Hecklingen am Vortag wegen dortiger Kirche
  • Ludwig, Steffeck und Lochau als Mittagsgäste
  • Durchreise des Grafen Christian Günther von Schwarzburg-Arnstadt nach Barby
  • Abreise Einsiedels nach Barby
  • Einrichtung einer Untersuchungskommission wegen des im Gefängnis verletzen Kersten
  • Zweimaliger Spaziergang
  • Wirtschaftssachen
  • Reflexion über den bevorstehenden Weltuntergang
30. Oktober 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Träume
  • Erkrankung des Pagen August Bernhard von Biedersee
  • Spaziergang bei schönem, warmem Wetter
  • Nachrichten
  • Rückkehr des Dr. Fischer aus Plötzkau
  • Gespräch mit Reichardt
31. Oktober 1651
Bernburg → Ballenstedt
  • Lerchenfang
  • Übergabe der Bernburger Wirtschaftssachen an Viktor Amadeus
  • Reise nach Ballenstedt mit dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf und Roggendorf
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit dem Ballenstedter Amts- und Kornschreiber Matthias Knüttel sowie Röder
  • Sichtung zweier Wölfe
  • Nachrichten
|| [[Handschrift: 275v]]

Mittwoch den 1. October 1651.

<7 lerchen in stargkem winde, haben Ludwig Rober, Andreaß Hetzler, undt Rindtorfs hanß, mit dem Nachtnetze, gefangen, undt ein Jrrwisch, oder lichtmännlein, hat sie verführet.>


<Die Vindemia, wirdt continuirt. perge>


<10 großVogel von Ballenstedt[,] 28 kleine vogel[.]>


Christophorus, undt Nathana-
el Jahn, seindt bey mir gewesen. et cetera
Vor: undt Nachmittags,
& i'ay sceü beaucoup des
choses d'eux! Dieu les benie! Jch habe dem Ellteren
ein recommendationschreiben, nach Hanaw, mittgegeben.


Post von Ballenstedt durch hanß Preüßen. perge


Extra zu Mittage, den Magister, undt
Schwartzenbergern, gehabtt.

Donnerstag den 2. October 1651.


<6 hasen Viktor Amadeus gehetzt. 40 kleine vogel[,] 22 mehsen.>

<12 lerchen, hanß Kohte, kammerdiener[,] Nickel Stalliung, Märtin vorreütter.>


Aufn vogelherdt, undt mehsentantz.
bin ich spatziret, <undt haben, 40 kleine vogel, und 22 mehßen, bekommen.>


Conversatio, mit Magistro Menzelio.


Jn Oeconomicis travagliirt. <Die weinlese, continuiren laßen.>


Gottlieb Bärenreütt, hat abschiedt genommen,
gehet nach Lübegk, undt in hollstein, mit recommendationschreiben.

Freitag den 3. October 1651.


<Reif. Frost.>

<4 lerchen Oberlender cum socijs, vom lerchenstreichen.>

<40 kleine Vögel. 2 hasen.>


Die weinlesen gehet noch Gott lob zimlich, vonstatten,
wiewol des weines, wenig wirdt.


Der Caplan Jonius, bey mir gewesen, undt <hat> mittgegeßen.


Post nacher Ballenstedt, mit Fräulein Eleonora so hingefahren.


Jch habe vetter hans Geörgen, undt Freẅlein Eva, so alhier
durchpaßiret, (von Weymar, undt Plötzkaw auß) complimen-
tiren laßen.

|| [[Handschrift: 276r]]


Jch bin hinauß geritten, nacher den weinbergen zu, mit
meinem Sohn Viktor Amadeus nachmittags. perge

Samstag den 4ten: October 1650.

<Albrecht Sekerka, Michel lackay, kochpeter, haben nichts von lerchen fangen können.>

<15 kleine vögel der VogelSteller.>


Rechnungen, undt Oeconomysachen
tractiret, wie am Sonnabendt, gebraüchlich.


Secretarium Paul Ludwig bey mir gehabt, undt die dissolution
seiner vorgehabten Eheberedung, des Hans Georg horenburgß,
(weil die unahnstendig) befördert.


Avis: daß der Marggraf von Anspach, ein Freẅlein
von Oettingen, werde heyrathen. perge <Gott gebe zu glügk!>


Es will abermal verlautten, alß sollten, die Schotten,
geschlagen sein, undt kein quartier, bey den Engelländern,
bekommen, so wenig, als die Engelländer, welche dem Könige
gediehnet, der König würde verfolget, dieses, hat eine
person, von Hamburgk kommende, berichtet. Gott gebe
das die böse zeittung, nicht wahr seye, hingegen,
will vor gewiß, außgesprengt werden, Chur Brandenburg
seye, mit Pfaltz Neẅburgk, gäntzlich verglichen, undt
die völgker abgedangkt. Pfaltz Neẅburg hette dem
Lottringher, pro redimenda repa, zwey Tonnen goldes, erlegen <müßen.>


Mit dem Zigelberge, seindt heüttiges abends, meine
leütte fertig worden. Jst wenig gewesen, gegen voriger
iahre weinlese. Gott wolle uns auch, das wenige, gesegnen!
undt wolgedeyen laßen, auch die bösen leütte, undt muht-
willige übertretter, hin: und wieder straffen, die
der herrschafft, den segen Gottes, nicht gönnen, oder abkürtzen!

|| [[Handschrift: 276v]]


Jn die kirche, mit zweyen Söhnen, undt zweyen
töchtern1. Nach der predigt, ist der neẅe
hofprediger, Johannes Menzelius, durch den
Superintendenten, <Platonen> undt Amptmann Reichardt,
tam Politice, quam Ecclesiastice, der gemeine
alhier, zum pfarrer undt Sehlsorger, vorge-
stellet, angewiesen, undt darbey schöne ver-
mahnungen, undt erinnerungen, gethan
worden. Gott gebe zu glück! und Segen!


Avis: daß man Rittmeister hügiken,
zu Zerbst, verbotten von hofe, alle seine
exemplaria, (so Magister Sachße, wieder Magister
Dürren, geschrieben, undt den grundt der
warheit, deßen, waß von den vorelltern
geglaübet worden, dargethan) welche
ihme in die 60 außzutheilen, von Cöhten
auß, zugefertiget worden, niemands mehr
außzutheilen, sondern zu überlifern, nebst
einer Nahmhaften Strafe. Jst eine tirannische
grawsahme zunöhtigung, dergleichen unß an
diesen orthen, nicht, in Sinn gestiegen, unsers ortts,
iemanden anzumuhten! perge

|| [[Handschrift: 277r]]


Die avisen continuiren: daß der König in Engellandt,
gäntzlich geschlagen, bagage, undt geschütz verlohren,
undt kawm ¼ stunde zvor, ehe General Cromwell
Worchester erobert, mit einer partey darauß entrunnen,
auch sein gülden hosebandt, auch waß er etwas zu kendtlich
bey sich gehabt, von sich geworffen. Undter den gefangenen
seyen, der hertzog von Hamilton, viel graven undt Frey-
herren, des Königs Secretarius, 28 Obersten, 17 Obrist leüte-
nampte, 21 Obrist Wachtmeister, 37 Rittmeister, 72 capitains,
145 Quartiermeister, 84 lieutenants, 76 cornettes,
99 Fähndrich, 30 königliche diener, 158 fahnen,
sampt der königlichen Standarde. Jst ein großes
versehen, undt ein elendt, anzuhören. <O gühtiger Gott!!!>


Jn Frangkreich, glümmet auch das feẅer noch,
der König, hat seine rayse nach Fontainebleau eingestellet,
der Printz von Condè mit 1000<200> Reüttern, <zur leibgarde> undt 1000 vom
Adel, auf sein gouvernement nach Bourdeaux gerayset,
man will seine favoriten corrumpiren.


Churfürst von Bayern, leichnamb, ist nacher München,
gebracht, daß hertz ist zu Oettingen, daß eingeweide
zu Jngolstadt, beygesetzt.


Es sol Barcellona, von den Spannischen, sehr
benawet, undt Barden eingenommen worden sein.


Die Academia zu Heidelberg, wirdt stadtlich
restauriret, undt mit gelehrten leütten, wieder versehen.
Gott gebe zu glück! undt gesegnetem succeß!


Nachmittags wieder in die kirche, cum filiis, & una filia2, in Jonij, Catechismi predigt[.]

|| [[Handschrift: 277v]]


heütte, ist der haußknecht, Clemen Pegaw, zum
hofmeister aufm Forwergk alhier zu Bernburgk
an Andreaß Münchs stadt (so mit seinem weibe
abgedangket) ahngenommen worden, mit seinem weibe,
Gott gebe, zu glügk! segen! undt zu meinem
undt der meynigen, nützlichem, undt ersprießlichem
guten dienst, weil uns an den Agkerbaw, undt viehe-
zuchtt, nicht wenig gelegen, ia daß es ein
theil unserer zeittlichen wolfahrt, undt
subsistentz ist.


Zur Mittagßmahlzeitt, ist geblieben, extra:
die Fraw Rindtorfinn, der Tobias Steffeck von Kolodey
undt der Magister Johannes Abrahamus
Menzelius, (welcher numehr fast ordinarius
wirdt, weil er Carolum Ursinum lernet,
Gott gebe zu gesegnetem succeß!) Jtem:
Schwartzenberger, welcher den neẅen homeester
annehmen, hat helffen.


Post von Ballenstedt, von la Damizella, Eleonora Elisabeth von Ditten
welche von dannen, wiederkommen.


Hans Christof von Wischers vetter3, hat ein re-
commendationschreiben, nacher Zelle von Mir, erhalten.


Hans Eckardt, diesen abendt, nacher Zerbst, abgefertiget.

|| [[Handschrift: 278r]]

NeumondMontag den 6ten: October 1651.


<2 lerchen, vom streichen.>


Philipp Güder, ist bey mir gewesen, allerley necessaria zu referiren.


heütte ist der neẅe haußknechtt4, (wiewol vor iahren,
ein allter diehner) wieder, an des neẅem homeesters
stelle ahngetretten. Gott gebe, zu meinem besten!


Die hoymischen subditj, haben mich contentiret,
wegen der mißhelligkeitten, so mit ihnen, vorgewesen.
Gott gebe zu ferrnerem undterthenig vertrawen!


Mein Sohn Victor Amadeus, hat heütte sein
Siebentzehende iahr, durch Gottes gnade, undt
segen, completiret. Gott wolle ihn ferner segenen,
erhalten, undt beschützen, daß er möge wachsen,
undt zunehmen, an Allter, weißheitt, undt gnade,
bey Gott, undt bey den Menschen, umb Christj willen, Amen!


heütte laße ich wiederumb, 29 Scheffelschffl: rogken,
durch Hans Georg undt Clemen, rogken außseen, Gott segne es!


Meine Söhne, undt Töchter, seindt in die weinlese gezogen.


Post und Victualien, von Ballenstedt, ankommen.


Schreiben von Croßen, undt Wien. et cetera


Die avisen auß Leiptzigk, undt andern orthen,
variiren sehr, wegen des Königs in Engellandt,
einer schreibt von Victorie, der ander von Niederlage,
iedoch scheinet es, auß vielerley umbständen,
das die Niederlage, (leyder!) dörfte sein, undt das,
die sachen, sehr übel stehen. Gotte wolle sie beßern!
und das gute wahr, das böse falsch sejn laßen!

|| [[Handschrift: 278v]]


Auß Franckreich continuiren die Mißverstände,
zwischen dem Könige, undt Printzen von Condè, undt
das man hoft, es werde die Mazzarinische faction,
revociret werden, so auch etzliche förchten!


Barcellona helt sich noch. Barden ist verlohren.
Jn Piemont gehet der Krieg, zwischen Frankreich undt
Spanien ie länger, ie heftiger ahn.


Der Pabst, ist zwahr krangk aber sehr übel
zufriedena, daß man auf seinen Todt gehoft,
undt schon von der wahl eines andern, geredet.
Macht auf dem bette, zu Cardinälen, wen er
will, undt vor getreẅ helt an der vacanten stelle.


Chur Pfaltz, ist geschäftig zu Frangkfurth,
seine Sachen, contra Chur Bayern, außzuüben.


Zu Erffurdt, undt Goßlar, haben die
großen waßer übergewöhnlichen schaden gethan.


Die præparatoria zum ReichßTage, continuiren.
Dörfte wol baldt, außgeschrieben werden.


Die Venezianer hoffen durch ihre Mannheitt,
so ihre Soldaten, zu waßer, undt lande
erweisen, den Türgken, ad conditiones pacis,
zu bewegen.


Jn Polen, ist der krieg, wieder die Cosacken, noch
nicht gestillet, der König ist zu Dantzigk ankommen.

|| [[Handschrift: 279r]]


Jm Niederlande, sol der Ertzhertzogk Duynkirchen
noch nicht erobert haben.


Die unruhe zwischen Chur Brandenburg und Pfaltz
Neẅburg sol zwahr componiret, iedoch Herforden,
(so Chur Brandenburgisch) vom Kayser, eingenommen worden sein.

Dienstag den 7ten: October 1651.


Depesche nacher Ballenstedt, undt andere befehliche,
in Polizey:[,] justitzien: und Steẅer:sachen, hier, undt
dorth, ertheilet, auch diener befriediget.


Die weinlese continuiren laßen.


heinrich Eckardt, raysiger knecht, ist abgeschafft.


Ernst Dietrich Röder, ist von Ermßleben, anhero kommen.
Der Oberkämmerer Borgkerßdorf, muß numehr, (auf
wiederholte Kayserliche mandata), die Thumbprobstey, zu
halberstadt, dem vorigen besitzer, Cardinal von harrach,
Ertzbischof von Prag, wiederumb abtretten.


Der Churfürst von Brandenburg sol gegen Martinj,
(wilß Gott,) wieder in das Fürstenthumb Halber-
stadt, kommen, nacher Grüninghen.

Mittwoch den 8ten: October 1651.


Am heüttigen BehtTage, cum duobus filiis, & tribus
filiabus5, zur kirchen, da dann der neẅe hofprediger
Menzelius, auß dem dritten psalm6, eine stadt-
liche predigt gethan. Gott wolle ihn erhalten, undt stärgken.


Extra zu Mittage, Doctor Mechovium, Doctor Fischern, Rödern,
gehabt. Die weinlese, gehet schlecht von statten! || [[Handschrift: 279v]]
Patientia! Patientia! Patientia!


Jch habe diesen Nachmittag, meiner hofpursche erlaübet,
mit zu grabe zu gehen, zu Bürgemeister[!] Märtin
Nickels Sehlig, leichbestattung. Er ist noch, mit
Meinem herrnvatter Sehligem in Böhmischen kriege,
gewesen. Jst hernachmalß leütenampt, im felde,
auch Stadtleütenampt, alhier zu Bernburgk,
endtlich Bürgermeister, durch meine beförderung,
worden. Er hatte feine wißenschaft, undt Er-
fahrung, in dieser Stadt sachen, auch eine feine
memorie, alles zu behalten, undt zu erzehlen.
Die Schwind: undt lungensuchtt, hat ihn hin-
gerichtet. Gott genade ihm!


Avis von Magdeburg daß gestern abendt, hertzogk
Hanßen von Eütin, gemahlin, auß Hollstein, daselbst,
glügklich ankommen, sich in des Medjcj, Doctor haimbur-
gers cur, zu begeben, Gott gebe zu glügklichem
succeß! undt das alles wol ablauffen möge!


Jtem: das die Pollnischen, undt Schwedischen
Tractaten, zu Lübegk, einer ruptur
ähnlich sehen.


So sollen auch, die Lottringhischen Völgker
Rintelen in Westphalen, (allda eine Univer-
sitet ist) außgeplündert haben.

|| [[Handschrift: 280r]]


Es seindt schreiben, undt post von Ballenstedt, ankommen.


Hanß Bernds, hat mir, zugesprochen.


Von Zerbst, ist Hanß Eckardt, wiederkommen,
mit Zerbster bier, welches mir disputiret worden. perge


Ludwig Rober, ist mit schreiben von Deßaw,
auch wiederkommen. perge

Donnerstag den 9ten: October 1651. perge

<2 hasen, 1 dachß. Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt[.]>

<21 kleine vogel heütte. 3 gestern.>


Am heüttigen postTage, nach Croßen, geschrieben.


J'ay eü, dès dispütes domestiques, comme de coustüme!


Mein Sohn, Viktor Amadeus ist hinauß geritten, zu hetzen, hat 2 hasen,
undt einen Tachs, gefangen, undt außgegraben. perge


Die Krosigkin, ist herkommen, wie öfters geschicht?


Jch laße zu Zeptzigk, 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 15 Scheffelschffl: <1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: rogken> außsehen. Gott
gebe, zu forthgang, wachßthumb, glück! undt segen!


Unsere leütte, mengen den rohten, undter den
weißen wein, jn meynung, solcher gestaltt, werde
er beßer werden, weil eines, undt anderes,
wenig worden seye. Die weinlese, continuiret,
in heüttigem, schönem wetter.


heütte ist ein GerichtsTag, in der Cantzley
alhier, zu Bernburgk, gehalten worden. Pose ist
wegen meines bruders, Fürst Friedrich Liebden auch darbey ge-
wesen. Man hat, die drey Krosigke von Erx-
leben, mit Hanß Bernds, einmal Gott lob, nach
18iähriger verdrießligkeitt, verglichen. Lüdolf Lo-
rentz, hat mit zugesprochen. Seine Mutter, meiner gemahlin Liebden[.]

|| [[Handschrift: 280v]]

Freitag den 10ten: October 1651.


<36 kleine Vogel, 3 Vogelsteller>


Ein Somnium gehabt, wie zu Berlin, Mein herrvatter
Sehliger, in einem Talar von schwartzem Damaßk geseßen,
rath gehalten, undt den Churfürsten, undt mich vor
medicamentis gewarnet. Jch hette mich verwundert,
daß Jhre Gnaden also oben ahn allein sitzende, præsidiret,
undt das sie noch lebeten. Es wehre mir aber,
de nova resurrectione, etwaß inspiriret worden. perge


Hanß Bernds, hat sich bey mir präsentjret.


Durch eine commission, habe ich meine diehner,
eines Theils, cum civibus, & cerevisiæ coctoribus
vorm berge, verglichen.


Jungfer Eleonora Elisabeth von Ditten zeüchtt, nacher Magdeburgk.


A spasso, nacher Zeptzigk, geritten, cum filijs,
dem gebeẅde zuzuschawen aldar, wie auch,
dem feldtbaw. perge Gott gesegene es!


La mauvayse nouvelle continüe de la mal-
heüreüse dèsroute du Roy d'Angleterre, & de sa
fuite, a Saint Malo, en France. Jtem: que les
Èscossois traittent desja, avec Crommwell.
Dieu iüste, & Veritable, vueille assister, ceux
qui cheminent sincerement, davant luy, &
vueille confondre l'esprit d'erreür!

|| [[Handschrift: 281r]]

Samstag den 11ten: October 1651.

<22 lerchen <kleine Vogel>, Vogelsteller. 1 Hasen, Viktor Amadeus gefangen.>


Abermalß ein Somnium gehabt, wie mein herrvatter noch
lebte, undt regierte alhier zu Bernburgk, wie zuvorn.


Jch wehre außspatziret, undt hette die Stadt Bernburgk
gantz geendert schön erbawet, sonderlich aber, daß
Neẅstädter Thor, schön gebawet, neẅ geweißet,
mit Thürnen, undt rohten dächern, alltanen,
undt portallen ansehlich geziehret, befunden,
undt hanß Geörgen lackayen gefraget,
obs das Neẅstädter Thor, undt diese Stadt
wehre? Da ich doch darinnen gewesen, auf
einer kutzsche, mit Meiner gemahlin, undt den
meynigen. Jch h Er hette es beiahet. Jch hette
mich verwundert, undt der lackay hette gesagt:
es würde noch schöner werden. Meiner gemahlin Liebden
hette es auch sehr wolgefallen. Darnach, wehren
wir, auf ein andermal, wir Mannßpersohnen,
ich, mein bruder, undt Söhne, Rindtorf, undt andere,
in die Stadt spatziret, alß das es niemandt
mergken sollen, etwas zu besehen, da wehre herrvatter
unversehens zu pferde nachgefolget, undt alß wir
uns zu verbergen, in den Gernrödischen hof, reti-
riret (welcher so schmutzig außgesehen, als sonsten)
hette herrvatter durch den Mist, reitten wollen, der
wehre gesuncken, undt herrvatter wehre iämmerlich
hinein gefallen, undt hette sich heßlich zugerichtet.

|| [[Handschrift: 281v]]


Jch aber, hette mich immerforth an einer pforte, mit
ein par dienern, verboren gehalten, daß mich herrvatter
nicht sehen sollte, (weil ich zur unrechten stunde, auß-
spatziret gewesen) Mein bruder aber, wehre ihm
getrost undter augen, gegangen, ihm zu helfen
auß dem Schlamm, undt hette mich, alßbaldt
verrahten. Darauf hette es zwahr, ein gelächter
gegeben, also ich auch herbey nahen müßen, allein
ich hette doch observiren können, daß es Seiner Gnaden sehr
mißfallen, darnach, hetten wir unß wieder
voneinander gescheiden. Mein herrvatter hette
mir eine schachtel gegeben, zum abschiede, ich solte
sie nicht baldt aufmachen, undt würde etwas
darinnen, finden. Meinem bruder inngleichem.


Alß ich nun die Meynige hernachmalß eröfnet,
hette ich nichts darinnen gefunden, alß eine
Nehenadel, undt ein Zettelein darbey: Meinen
Nota Bene: Sohn, Christian, will ich evehiren.
Mein bruder, Fürst Friedrich hette in seiner Schachtel
gefunden: Meinen Sohn Friederich, will ich
præferiren. Alß man nun voneinander
gewandert, ein ieglicher, zu den Seinigen,
hetten ich, undt meine angehörige, einer schönen || [[Handschrift: 282r]]
Comedie, zugesehen. Fürst Ludwig, wehre auch darzu kommen,
nebenst dem Obersten Werder, undt anderen mehr. Nach
zugehörten poßen, wehren die Comedianten mehren-
theilß nackicht worden, welches ihnen Obrist Werder
verwiesen, undt Sie zu beßerem respect, moderation,
undt verenderung, aller liebessachen, undt prophanite-
ten, in schöne Geistliche comœdien, undt repræsentatio-
nen, der Biblischen Historien, vermahnet, deme
Sie zugehöret, undt das sie viel, auß Armuth, undt
zwang, der weltt zu gefallen, thun müßten, so Sie
sondt nicht theten, sich, endtschuldiget, welches er ih-
nen noch schärfer verwiesen, undt vorgehalten,
wer Gottes freündt, undt der weltt freündt
zugleich sein köndte. Er hette auch, seine eigene
vor diesem, zu Caßel, gespielte welttsachen.
detestiret, undt zu Gottsehligem wandel angeleittet.
Sein Orlando furioso, wehre ihm, nicht mehr lieb, etcetera[.]


Jn dem man also gesprachet, in einem schönen
wolerbawetem Theatro, undt daraus stehenden,
zierlichen losamentern, vor herren, undt dergleichen,
wie auch vor Frawenzimmer, wehre ich gewahr
worden, daß ich selber nackendt gewesen, wie
Nota Bene: mich Gott erschaffen. Meine leütte, hetten mir
schnupTücher, hembder, undt andere sachen zuge-
worffen, Meine Schahm, zu bedecken, welches ich so-
baldt nicht thun können, das es nicht <zu meiner hächsten Schmach und schande>, viel männer, undt weiber gesehen!

|| [[Handschrift: 282v]]


Diesen Morgen, habe ich, mit Rechnungssachen, zu thun,
gehabt, undt viel verworrene händel, zu extriciren.


Avis: daß die Aeptißinn, von Quedlinburgk,
zu Plötzkaw, ankommen, die weinlese, zu besehen,
(ou bien, ceux, qui ont part, a la Vendange!)


Heütte hat die weinlese, ein ende. Sie ist
schlecht gewesen. Gott helfe zu gedeyem! undt künf-
tiger beßerung! An itzo, hats die mühe, nicht
verlohnet, noch die unkosten, ertragen wollen.


Man hat bekommen:   92 Eimer, 18 kannen,
alß nemlich: Auß dem Aderstedtischen berge,
habe ich bekommen: 9 Eimer, 47 kannen.
Auß dem Zigelberge: 43 Eimer, 4 kannen.
Auß dem Rahts: undt
Kochßberge:

17 Eimer, 59 kannen.
Auß dem Langenberge: 21 Eimer, 37 kannen[.]

Summa Summarum:

92 Eimer, 18 kannen. perge

Sonntag den 12ten: October 1651.


<6 kleine vogel.>


Jn die kirche, mit Söhnen, undt Töchtern,
in des Menzelij.


Cratzius, pfarrer nach hecklingen wirdt ordinirt
in der hauptkirchen alhier. Gott gebe zu glück,
Segen! undt succeß!

|| [[Handschrift: 283r]]


Extra: zu Mittage, gehabt: die Rindtorfinn, Röder,
Tobias Steffeck von Kolodey[.]


Die avisen, von Erfurdt geben: daß der König von Engellandt,
nicht allein, die Schlacht verlohren, sondern auch nacher
Saint Malo, in Frangkreich, endtwichen seye. Die Parlamentischen
hetten die Stadt Worchester, außgeplündert, demoliret,
undt zum dorf gemacht, weil sie den König, aufgenommen.


In Frangkreich, tumultuiret, der Printz von
Condè noch, suchet Spannischen secourß, undt hat
seine völgker, wieder den König in Frankreich zu diehnen,
zwingen wollen, so sie ihm aber, abgeschlagen,
undt ihrer viel durchgegangen.


Frangkenthal macht viel handel, dörfte
neẅe bella civilia, verahnlaßen. Chur Pfaltz,
dissentiert noch, mit Chur Bayern, wegen auß
laßung, des so lange geführten Reichßapfels,
im wapen, undt des Tituls.


Die Schweden schicken 10000 Mann, in
hindterPommern, man meinet contra Polen.


Mit Chur Brandenburg ist die Stettinische
gräntzsache, noch nicht endtscheiden.
Stehet, auf inspectionen, oculariter.


Nachmittags cum liberis, wieder in die kirche,
undt predigt des Diaconi Jonii; in articulis fidej.
außm Catechismo.

|| [[Handschrift: 283v]]

Montag den 13den: October 1651.

<Nota Bene: Somnia insomnia von vielen apparitionen, undt spectris nocturnis, auch streitt, wieder dieselbigen.>


Avis von Plötzkaw, daß die Eptißinn will hehrkommen.


Der Amptmann von Ballenstedt hat sich bey mir, angemeldet.


Jn Oeconomicis, Justitzien: undt anderen sachen,
habe ich viel zu thun gehabt.


Bürgermeister Schmidts ho tochter hochzeitt, mit einem
iungen Moldenawer, habe ich, durch den
Amptmann von Ballenstedt, Martinum Schmidt,
honoriren laßen. perge


Böse briefe von Cöhten, von den Testamentarien,
entpfangen. Sie gönnen mir, keine prærogativam!
Gott erweiche, alle Adamantische hertzen!


Die Aeptißinn von Quedlinburg hat von
Plötzkaw, unß wieder abgeschrieben.


Avis: daß vetter Lebrechtt, leyder! in
Frangkreich, sehr gefährlich krangk
seye! Gott wolle es baldt zur beßerung,
mit ihm schicken, und ihn gnediglich erhalten!


Meine Söhne, seindt hinauß, fischen gezogen,
in dem Bläser See, an der Bude, haben aber
wenig hechte, undt weißfische gefangen, weil
die See tieff, undt voller Schlammes, undt Schilffs
gewesen.

|| [[Handschrift: 284r]]

Dienstag den 14den: October 1651.

<22 kleine Vogel, Meesen, zeißgen, & cetera[.]>


Mit Matthes Cnütteln, Ambtschreiber von Ballenstedt
lange geredet, von Oeconomysachen.
Postea: mit Geörg Richardt, von Amptssachen alhier.


Die avisen geben: daß der gute König in Engel-
landt, gewiß geschlagen, gleichwol aber, darvon kommen
seye, nacher Saint Malo, in Britannien. Man exequiere
undterschiedliche gefangene Schottische Officirer, undt
Cromwell, sampt den Parlamentischen, hette hohe
Strafen, darauf gesetzet, wer den König
hegen, herbergen, oder undterschlaif geben würde,
hingegen, große promiß denen getran, so ihn auß-
kundtschaffen, undt überlifern würden. Der
Cromwell, wehre, mit großem Triumph, in Londen,
eingezogen, undt entpfangen worden. Worchester
eine schöne Stadt, wehre zu einem dorf gemacht,
undt rasiret, weil sie den König eingenommen. Man
hette alles darinnen, niedergemacht, was man im
gewehr gefunden. Die meisten, undt vornehmsten
Städte in Schottlandt, giengen verlohren. Die Schottische
armèe, wehre meistentheilß, ruiniret, undt die vor-
treflichsten officirer, (außer dem Könige, undt Düc de
Boucquingham,) gefangen. Jst wol ein Elendt! das die
Gerechtigkeitt, so lange sohle die überhandt, behalten!

|| [[Handschrift: 284v]]


Jn Frangkreich, continuiren die dissidia intestia.
Printz von Condè, suchet außländische hülfen. Will den
Cardinal abgeschaft haben. Duynkirchen, ist zu waßer
von Spannischen mit hülfe der Engelländischen Schiffe
blocquiret. Barcellona ist von Spannischen noch
nicht occupiret. Die Königinn, in Spannien,
befindet sich wieder, wol auff.


Der Pabst, hat daß Podagra. Viel
Cardinalat stellen vaciren.


Die türgken, haben Canea endtsetzt,
undt beyde Generalln, Mocenigo, undt
Foscolo, haben es nicht verwehren können.
Sie die Türgken, armiren stargk, den
schaden, so Sie neẅlichst erlitten, zu revangiren.
Hingegen, rüsten sich Venetj, zur gegenwehr,
undt suchen assistentz bey denen Potentaten,
welche am Mittelmeer, jnteressirt seyen.
Der türckische General zur See, oder Capitan
Bassa, hat seinen eigenen Sohn, undt bruder,
nebst vielen andern Officirern, (weil sie nicht
wol gefochten, in der letzten waßerSchlachtt)
zum tode sententioniret. Der Sohn, ist noch von
den Begen, erbehten worden. Die andern aber alle, haben die || [[Handschrift: 285r]]
köpffe laßen müßen.


Jn Ungarn, reget sich auch noch immer, die krieges-
glutt, undt man will den türgken, nicht trawen.
Es sol auch der Fürst Ragozzj, 36000 Mann, wieder
Polen, armiren. Türgken, tattarn, undt
Cosagken, zielen auf Polen. Der littawische
Feldtherr Januhius Radzivil, soll in die 40000
tartarn, de novo, geschlagen haben. Chmielinsky
sucht zwahr friede, beym Könige in Polen.
Er armirt aber darneben, stargk. König in
Pollen, ist noch zu Dantzigk, macht jalousie
wegen allerhandt postulaten, so ihnen, mißfallen.


Chur Brandenburg undt Pfaltz Neẅburg sein
verglichen. Der Reichstag, sol gegen den
1. May (gebe gott) gehalten werden.


Der Ulefeldt, ist zu Stogkholm, unversehens
ankommen, sich in Königlich Schwedische protection zu geben.


Die Tractaten zu Lübeck, undt zu Stettin,
sollen wol progredjren. Die Victu<a>lien, gerahtet,
zum besten. An guter beyhülfe, wirdt nicht gezweifelt.


Chur Pfaltz, dissentiret, cum Bavaro, et Cæsare. perge

|| [[Handschrift: 285v]]


<Viehemargk.>


Mit Doctor Mechovio, conversiret, <undt relation angehöret.>


Es ist Viehmarckt, alhier zu Bernburgk.


Jean Moustarde, est arrivè. perge


Jn Oeconomicis mancherley disponiret.
Gott gebe doch, zu gesegnetem succeß!


Jl Vino dj Franconia è stato attaccato, e pruovato!


A spasso herundter, umb den berg spatzirt.


Hanß Bernds, bey Mir gehabt, undt
ihn abgefertiget. Gott gebe zu glügk!
undt gebenedeyetem erwüntzschtem succeß!


<Kohlmann, hat mich heütte sehr inpertiret. et cetera>

Donnerstag den 16den: October 1651. perge

<Gallj. 2 Hasen.>


Hans Bernds, idt erst diesen Morgen forth,
nacher Leiptzigk. Gott gesegene, seine rayse!


Mit Kohlmann, habe ich viel zu thun gehabt.
Gott erlöse mich, von diesem verdrießlichen Menschen!
Mein Sohn, Viktor Amadeus ist in diesem Regenwetter hi-
nauß, hetzen geritten, undt hat 2 hasen, eingebrachtt.


Der Amptmann Schmidt, ist von Deßaw, wie-
derkommen, berichtet leyder! das die Princesse Hen-
riette des Ragozzi gemahlin, todt seye. Gott gebe
beßere zeittung! heütte sol Landtgraf Fritz, nacher Deßaw || [[Handschrift: 286r]]
ankommen.

Freitag den 17den: October 1651.

<Schön wetter, nach gesterigem, undt vorgesterigem vielem regen. 2 hasen von der hatz.>


Jn dieser Nacht, ist unsers allten Sibentzigk
iährigen hofmeisters, des von Einsidels, hauß-
Fraw, abermal niederkommen, mit einer iungen
Tochter. Gott stärgke undt erhalte, diesen Segen.
Jst fast ein wunder, vor unsern augen!


En me rèsveillant ce jour d' huy, ie vis passer
comme ün fantosme blanc, devant le iour de mon
lict, qui paroissoit entre les rideaux, & ie croy,
que ce ne soit pas, üne simple imagination.
Dieu nous vueille benignement contregarder,
de mortalitè, en ceste mayson!


Ernst Dietrich Röder, habe ich in gnaden dimittiert.
Tobias Steffeck von Kolodey nach dem er mir, gestern abendt,
seine letzte iahres rechnung, (so er geführet,)
übergeben, ist diese nacht plötzlich krangk,
undt hinfällig worden. Gott wolle ihn bewahren!
undt es mit ihm, zur gedeylichen beßerung, schigken!


Mit Carolo Ursino, bin ich Nachmittags, hinauß
hetzen geritten, undt haben zweene hasen gefangen.
Jch habe auch Zeptzigk gesehen, wie langwei-
lig selbiger baw, von statten, gehet?

|| [[Handschrift: 286v]]


Von Deßaw, will es bestehtiget werden, das die gute
Princesse Henriett todt seye. Jhr herr, hat Sie gar
sehr geliebet, undt ihr, alle hertzensvergenü-
gung, wiederfahren laßen, inmaßen Sie selber auch
nach Croßen geschrieben, daß Sie hette, waß ihr eigen
hertz wüntzschte, undt begehrte, ihr herr Fürst Ragozzj,
(den sie wol uhrsach zu lieben hette) ehrte Jhre Liebden
undt liebte sie höchlich. Wie wüste nichts auf der welt
waß ihr mangelte? hat also ihre irr-
dische herrligkeitt, undt vergenügung, alhier,
eine kleine zeitt lang gewähret, undt hingegen
die ewige, wirdt ihrer Sehlig Liebden numehr, auch
unzweifelich worden sein. Jhr herr, Sigismundus
Rogozzj, sol sehr übel, darüber thun, undt gar,
sich fast nicht wollen trösten laßen, So sehr
lieb, hat er sie gehabt. Ach der elenden, iämmerlich
mühesehligen! kurtzen, wellt Freẅde! Ach! Ach!
Einmal habe ich auch uhrsach, dem löblichen vhrallten
Churhause, Pfaltz, darüber, zu condoliren, zu bedawern
undt eine tugendthafte Princessin, welche als
wir eine bluhme, so baldt verwelgket, zu
beklagen! undt Gott den herren, umb abwendung mehrerer
Straffen, iammer, angst, undt noht, inniglich anzuruffen!

|| [[Handschrift: 287r]]


Mein Tobiaß krongket sehr. Gotte beßere es mit ihm!
Ün Èscuyer dü Roy de Dennemarck est venü icy,
quj a demandè a m'accoster, & voytüre, pour demain,
vers Dessaw. Je luy fis faire dire, puis qu'il
estoit tard, & que ie me trouvois indispost,
& qu'il voudroit mal volontiers traverser la
riviere aux tenebres, que ie le lairrois reposer,
á l'hostellerie, mais demainb, s'il pouvoit s'ar-
rester, ie le verrois, Dieü aydant, volontiers, et
tascherois, (nonoustant la ruine evidente, & le mise-
rable estat ocülaire, de ce lieü) de luy donner
la Voytüre desirèe, iüsqu'a Dessaw. perge

<2 hasen, filij mej.>


Ein Stallmeister, vom Könige in Dennemargk, (so gestern
abendt anhero kommen, undt in der herberge, überm waßer,
zum Schwartzen bähren, eingekehrt)c ist
heütte Morgen, forth, nacher Deßaw, mit vorspann,
darumb er mich ansprechen ließe, ich hette
ihn zwahr gerne zu Mir geruffen, undt neẅe
zeittungen, von ihme verstanden, dieweil
er aber überm waßer lag, undt im finstern etwaß
mißlich überzufahren, (bevorab, wenn die Fehrleütte
trungken sein,) ich auch schon, in procinctu zur tafel, undt
er sich erbotten, mit diesen Morgen, oder im rügkwege zu-
zusprechen, under heütte fortheilete, habe ich ihn dißmal ziehen laßen.

|| [[Handschrift: 287v]]


Meine Söhne, seindt nachmittags hetzen geritten, undt
haben zweene hasen einbrachtt.

Sonntag den 19den: October 1651.


Jch habe heütte vormittags, auf dem Sahl, laßen
predigen. Der hofprediger Menzelius hat den anfang
mit einer schönen predigt gemacht: von dem Köni-
gischen, Johannis 47.


Extra: zu Mittage, ist die Rindtorfinn, undt
dieser Johannes Menzelius, behalten worden.
Dann die beyden Præceptores, meiner Söhne,
alß: der Magister Johannem Abrahamum Menzelium,
undt hammeln, kan ich nicht vor extraordinarios
mehr rechnen, so wenig, als Sekerka, Wischer,
undt Rogkendorff.


Nachmittags, in die Kirche gezogen, cum filiis,
et parte filiarum8, da dann, der Caplan
Jonius, außm Catechismo geprediget:


Die avisen von Erfurdt, melden:
Das in Frangkreich, der König, wieder den Printzen
von Condè, stargk wirbet, wiewol er den
Printzen, gerne begühtigen wollte, undt die
Königin, sampt andern verhaßten Personen, abschaffen. || [[Handschrift: 288r]]
Der Printz hingegen, findet großen beyfall, undt
henget sich an die Spannier, undt Engelländer.
Der König, hat den Conte de Harcour, zum General
wieder den Printzen, erklähret, und mit 6000 Mann,
wieder ihn commandiret.


Jn Engellandt, verfolget daß Parlament, seine Victory
also das fast die gantze Schottische Armèe verlohren,
die gefangenen, werden zum Theil, in Virginiam, theilß
auch, zu fortpflantzung der Engelländischen nation
in Americam, geführet, undt ist dem iehnigen,
welcher den König lifern wirdt, 1000 pfundt Sterlings
versprochen. O Domine! quid agis? cur
permittis tantam iniquitatem, tot scelera! O Deus mj!


Jn Ungarn, hoft man den bestandt des Friedens.
Die Janitzscharen, undt Spachy seindt zu Constantinopel
uneins worden, haben tumultuiret, auch in Asia.


Die pest graßiret in Polen. Jhre armèe hat biß auf
8000 Mann, abgenommen. Die Tartarn, undt Cosagken,
ziehen noch sehr stargk zusammen. Die Pollnischen[,] Schwe-
dischen undt Churländischen Gesandten, seindt zu Lübegk
voneinander höflich gezogen, mit vorwandt gegen Ostern,
(gebe gott) wieder zu erscheinen.


Der Churfürst von Brandenburg hat Hervorden, wieder blocquirt.
Man gibt wieder hofnung, zur evacuation Frangkenthal.

|| [[Handschrift: 288v]]


Die Sahle wächst wieder gewaltig. Gott bewahre
vor mehreren inundationibus!


Wegen der Wölffe, seint schreiben, undt
vorschläge, von Deßaw, undt Plötzkaw,
ahnkommen, wann die nur practicirlich wehren?

Montag den 20ten: October 1651.

<36 lerchen, Ludwig Rober, Oberlender, und Peter bangkkoch gestrichen.>


Meine leütte klagen, alß Sie diese
Nacht, lerchen streichen gewesen, das sie
von einem reitter den spectro, ohne haüpt, vom
gerichte heer, in selbigen breitten, sehr infesti-
ret worden. Jn Gallaaß gewesenen läger,
über der Sahle, sollen sich auch viel gespenster,
noch sehen laßen, undt parthien weyse, zu
10[-]12 stargk, in der nacht herauß reitten.


Gleichwol, ist es auch, wahr, daß rechte
Reütter, undt Straßenraüber, an itzo die wan-
derßleütte perturbiren, angreiffen, plündern,
undt die Straßen, unsicher machen. Gott
steẅre allem bösem!


Philipp Güder ist bey Mir gewesen, me dèscouvrant de secrets
dont Dieu vueille üne fois, faire reüssir, les proiects
par sa sainte grace; & benediction, benignement, & Paternellement[.]

|| [[Handschrift: 289r]]

Dienstag den 21ten: October 1651.

<Nota Bene Astrologisches Symbol für den Glückspunkt (Pars Fortunae) = glücklicher/erfolgreicher Tag monstrè, mais reüssy. böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag (tatsächlich oder befürchtet)böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag (tatsächlich oder befürchtet)>


Meinen Kammerdiehner, Ludwig Rober, habe ich heütte
nacher Deßaw, geschicktt, vornehmlich, umb der
Fehre willen, Gott gebe, zu glügklichem succeß!


Schreiben von Croßen, das die Princesse Henriette,
deß Ragozzy gemahlin, in Ungarn, mit großem empfindt-
lichem hertzeleidt, ihres herren Sigismundj Ragozzj,
durch eine recidivam des fiebers, gewiß gestorben,
undt bey großen, undt kleinen, da sie geliebt ge-
wesen, umb ihrer Frömmigkeitt, undt Tugendt
willen, betrübnüß veruhrsachet. Gott wolle,
ihre Königliche Fraw Mutter, undt angehörige, in
dieser affliction, trösten! ergetzen! undt erquigken!
Ach! des elenden welttwesens! Ach! der elenden
iämmerlichen, nichtswerdigen, weltt Freẅde!
Der Frommen, tugendtsahmen Princeßin, zwahr,
ist der Sehlige wechßel, nicht zu mißgönnen.
Hingegen, ist die Hertzoginn von Curlandt,
auß dem tode, gleichsam wieder lebendig worden,
auß einer tödtlichen Krangkheitt, erstanden.


Also spielet Gott der herr, mit den Menschen-
kindern, auf erden. Beydes afficiret die Chur-
fürstinn, so mir dieses alles geschrieben. Gott gebe gedultt!
trost! undt erquickung!

|| [[Handschrift: 289v]]


Die Avisen geben:


Das ob man wol hin: undt wieder spargirt, alß wehre der
König in Engellandt, baldt todt, baldt endtwichen, nacher
Saint Malo, in Frangkreich, balt in Schottlandt, ankommen,
So wehre doch dieses, daß gewißeste, daß er zu
Leiden gewesen, undt zu seiner Fraw schwester, der
Princesse Royalle, im Bredawischen, zugesprochen,
undt also dem Cromwell, nicht in die hände gerahten,
welcher 1000 pfundt Sterlingß, dem iehnigen pro-
mittiret, so ihn lifern würde. Gott helfe ferner.


Die Staaden, undt die ParlamentsEngelländer,
wollen auch, ineinander gerahten, wegen des hägingfangs.


So wollen auch die Engelländer, undt Spannier,
dem Prince de Condè, assistiren, wieder den
König in Frangkreich. Der Printz ist in
Guienne, hat 10000 Mann, beysammen.
Suchet, die außschaffung des Cardinals
Mazzarinj, undt der Königinn. Kriegt
großen anhang. Düc d'Orleans, favorisiret
ihn heimlich, undt suchet güthliche remedia.
Der König, gehet mit Macht, auf den Printzen.
Die Engelländer helfen Duynkirchen attacquiren,
undt suchen der Spannier hülfe Callais zu übermeistern.

|| [[Handschrift: 290r]]


Die holländer declariren den krieg, wieder Portugall.
Barcellona helt sich noch vor Frangkreich.
Jn Flandern, grassiret die pest, in der Frantzösischen armèe!


Der Pabst kranckt. perge Die Cardinäle lauffen
zusammen, hoffen auf einen andern pabst. Der
Cardinal Mazzarinj, ist zu Lüttich, siehet auf
die Frantzösische, undt Jtalienische mutationes!


Die Venezianer haben genung, mit den türgken,
zu waßer, undt lande zu schaffen. Die Türckische
Generallen, procediren nach der schärfe, mit denen,
so übel gefochten, undt rüsten sich aufs neẅe.


Ein 7000 Arabier, sollen von der Mahumeta-
nischen türgkischen außlegung, undt Secte ab,
unst zur Persianischen, übergefallen sein.
Die türckische Suldanin, des türkischen Kaysers,
Mutter, Regentin, undt vormünderinn, sollen
die Janitzscharen, strangulieret haben, weil
sie es in einem Tumult, mit dem Bassa
von Natolia, undt denen Spachy, gehalten.


Jn Polen sol die pest, sonderlich undter dem kriegs-
volgk, sehr grassiren, die Cosagken, undt Tartarn,
rüsten sich noch stargk. Die tractaten zu Lübegk,
gehen den krebsgang, in hofnung der beßerung.
Der König in Polen, ist zu Dantzigk, so oneriret wirdt.

|| [[Handschrift: 290v]]


Die Schweden, laßen 10000 Mann in hindterPommern,
marchiren, auf daß Pollnische wesen, ein wachendes auge
zu haben. Der Ulefeldt dähnischer Reichshofmeister
ist von Stogkholm, wieder hinweg. Sol macht haben,
im hertzogthumb Bremen, sicher zu verbleiben.
Boxtehude, undt Staade, werden stargk befestiget.


Chur Brandenburg undt Pfaltz Neẅburg sollen
ia endtlich verglichen, undt des iungen hertzogs
von Neẅburgk Gemahlin, plötzlich an einem
Schlagfluß, gestorben sein. Die lottringhischen
völgker, wollen gleichwol satisfaction haben.
Chur Pfaltz, wirdt am Kayserlichen hofe, übel ange-
sehen, weil er daß ErtztruchseßenAmpt, nicht
quittiren, noch daß angetragene Ertzschatz-
meisterAmpt, nicht acceptiren, undt also, in
mora des friedens, selber sein will.


Jn Schwaben, sol eine reiche erndte sein.
Der Kayser, trawet dem türcken, in Ungarn,
nicht zu viel, undt verlanget im Majo, den Reichßtag.


Der Königlich dennemarkische Stadthalter Rantzow, sol
im rügkwege von Coppenhagen, nacher hollstein,
einen gefährlichen fall, im umbschlagen, mit der kutzsche || [[Handschrift: 291r]]
gethan haben. Jn Schweden, haben sie auch eine versam-
lung, aller Stände abermalß vor.


Jn der Moßkaw, hat sich ein Schatzmeister, bey dem
Großfürsten, von freyen stügken, selbst angegeben,
in Meinung gnade zu erlangen, so ihm auch zu
anfangß promittiret sol worden sein, den avisen nach.
Er hat aber 15000 Rubeln, in seinen eigenNutz bey
vorgefallenen Nöhten, verwendet gehabt. Diese
hat er doppelt wieder eingebracht, und überli-
fert. Als er nun gemeinet, es wehre alles
wieder gut, vergeßen, undt vergeben, sol man
ihn eingezogen, scharf hergenommen, undt exami-
niret haben, darauf dann, viel undterofficirer
undt Schatzverwahrer, seine complices, auch ein-
gezogen, undt scharf examiniret worden. Man
vermeinet, der OberSchatzmeister, (welcher
sich, doch so gutwillig, selbst verrahten) werde
zum feẅer, die übrigen aber, zum Strange,
undt Viertheilung, condemniret werden. perge


Die huldigung, der Mußkowitrischen undter-
thanen, an den lifländischen gräntzen, sol geschehen sein.


Zu Caßel sol das christliche leichbegengnüß der
Fraw landgrävin Sehlig mit gehörigen solenniteten,
celebriret sein worden. perge

|| [[Handschrift: 291v]]

Mittwoch den 22. October 1651.


<Regen, windt.>


Die vielen regen, machen daß waßer sehr anlauffen,
undt die Mühlen fast stille stehen. Gott beßere
es, undt remediire gnediglich, dem bevorstehenden
brodtmangel!


Am heüttigen predigtTagen, zur kirchen, cum
filiis, da dann der hofprediger Menzelius,
auß dem ersten Capittel, der ersten Epistel
Johannis9, eine schöne predigt formiret.


Postea: ist der stadtvogtt und Notarius
Albinus zu mir kommen, mir zu referiren,
wie seine rayse, nach Ballenstedt, in des
Kohlmanns sache, abgelauffen?


Discorsj, mit Magister Menzelius, mit hammeln, mit Wischern,
undt andern, successive.


Ludwig Rober, ist von Deßaw, wiederkommen, dahin
ich ihn, eben zu rechter zeitt, geschickt gehabt,
hette sonst diesen wintter, das neẅe Fehrichen
nicht verfertiget, bekommen. Können, in deme die
iehnigen, so es gebawet, in procinctu gewesen,
abzuraysen, inß landt zu Meißen. perge

|| [[Handschrift: 292r]]

Donnerstag den 23ten: October 1651.


<4 hasen, von der hatz.>


Jn publicis; ist viel einkommen, deßen, waß man
hette vorzunehmen, undt anzuordnen, 1. aufm Reichs-
tage, 2. aufm bevorstehenden landttage, 3. am
Kayserlichen hofe. 4. in traubotts sachen, am
Cammergerichtt, derer zu renuncijren. perge
Gott gebe guten heilsahmen Raht, undt effect!


Simon Jude, hat sich von Leiptzigk, wieder eingestellet.
Mein Sohn Viktor Amadeus ist hinauß hetzen geritten, hat
vier hasen einbrachtt.


Tobias Steffeck von Kolodey ist an seiner heftigen Pleuresj,
wie auch am calculo, etwaß wieder genesen.
Gott helfe ihm ferner gnädiglich! Er hat ein
großes erlitten, undt außgestanden. perge


Heütte Nachmittags, ist des allten 70iährigen,
Meines Rahts: undt hofmeisters, heinrich Friedrich,
von Einsidel, neẅgebornes töchterlein, ge-
taufft worden. Die vornehmbste gevatterin,
darzu, ist mein töchterlein, Anne Sofichen,
gewesen, weil sie die erste gewesen, bey
deren Kindttaüffe außrichtung, gedachter
hofmeister, seine Amptßverrichtung versehen.

|| [[Handschrift: 292v]]


Den CammerRaht, Doctor Mechovium, habe ich, bey mir,
gehabtt, undt wegen Kohlmanns, auch anderer dinge, gehört.


Nacher Croßen, geschrieben, an die Churfürstinn,
condolenter.


Nachmittags, seindt wieder zweene Schiffe
ankommen, mit 50 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: getreydigs, von halle,
so nacher Magdeburg wollen.

Freitag den 24ten: October 1651.

<40 lerchen, vom streichen, Ludwig Rober, Andreas hetzler, undt Michel Ringk.>


Jn Oeconomicis, et publicis laborirt.
Zum B Spatziren gegangen, <die neẅerbawte zweene Mühlgänge, auch besehen. Gott gebe, zu gutem glück!>
Correspondentzen befördert.

<21 lerchen, hanß Cohte, Hans Balthasar Oberlender, Michel Sattelknechtt.>


Die Sahle, ist wol einer Elle hoch, diese
nacht, wieder gewachsen. Man kan,
kaum mahlen. Jch habe mit schmertzen, meine haber-
diehmen, gesehen, wie dieselbigen durch den regen,
gantz verfaulen. stinckendt werden, undt außwachsen.


Also, waß man mit Mühe, undt arbeitt, eingesam-
let, idt numehr großen theilß, auß Mangel
der gebewde, elendiglich, verdorben. Patientia!
Alle undterthanen, undt leütte aufm lande,
klagen darüber, daß ihnen so mächtiger schaden,
aufm felde, undt in den diemen, geschehen. Gott beßere es.

|| [[Handschrift: 293r]]


Auch au in den gebeẅden, welche nicht zum besten,
verwahret, hats durchgeweichet, undt schadt gethan.
Jch weiß nicht, wie ich mich außbringen werden?
Jedoch, wil ich Gott vertrawen! der wirdt unß nicht
verlaßen! noch verseümen! ist es sein gnediger wille?


Philipp Güder, hat Mir importantissima referiret.
Mà, la mîa fortuna, a me, sempre nemica,
non mi concedi dj guadagnar la! Pacienza!


Vor: undt Nachmittags, bin ich spatziren gegangen,
avec dèsdaing, de voir dès choses malaggreables!

Sonntag den 26ten: October 1651.

<17 lerchen, Albrecht Sekerka Märtin haug lackay, Valtin Stallknechtt.>


Daß waßer wächßt noch immerforth.
Waß will endtlich darauß werden? Patientia!


Zu Mittage, Extra gehabt, die Rindtorfinn,
Magister Enderljng, (welcher vormittags geprediget,
undt mit mir hernacher conversiret) undt
Magister Menzelium!


Nachmittags, cum filiis in die kirche, undt
Catechismjpredigt, des Jonij; die fragen de Providentia!


Dispositiones, in justitzen, undt Oeconomysachen, gemacht.
Magister Menzelius hat valedicirt, in meynung, Morgen (gebe gott)
nacher Ballenstedt zu verraysen, sich installiren zu laßen, zum Diacono.
Gott gebe, zu glügk! segen! gedeyen! undt erbawung allerseits!

|| [[Handschrift: 293v]]


Avisen von Erfurdt: daß zwischen Chur Brandenburg undt
Pfaltz Neẅburg in puncto der kirchen, ein compromiß aufge-
richtet, darinne ein Fürst von Anhaltt, benennet.


Das Parlament in Engellandt, (welches doch Crom-
well iährlich verendert haben will) bemühet
sich sehr, in Frangkreich, beyfall zu bekommen, das
die forma Reipublicæ auf ihren schlag, möge
eingeführet werden. Der Gouverneür
von Rochelle, ist auf des Printzen von Condè
seitte, getretten.


Landgraf Ernst, hat an die Fürsten zu Heßen,
inngleichem, in die Theologos: Calixtum, Crocium,
undt haberkorn, geschrieben, darinnen er sie zu
einem colloquio, nacher Franckfurth, erfordert.
Scheinet in puncto Religionis, confundirt zu sein. perge


Jn Frangkreich, nimmet daß Feẅer der unei-
nigkeitt, noch täglich, mehr überhandt, der Printz
von Condè machet sich großen anfang, nennet
sich Generalissimum des Königs Armèe, wieder den
Mazzarinj, undt seine Adhærentes, hat großen
zulauf, undt sich also sehr gestärcket, das er
ohne Spannische ihme angebottene hülfe, den Ge-
neral Harcourt, bastandt zu sein, vermeinet. || [[Handschrift: 294r]]
Düc de Bouillon, undt General Türenne, halten sich
neütral, Düc de Longueville helt sich, in Normandie
gantz still, auf seinem gouvernement. Düc d'Orle-
ans, will des Printzen von Condè actiones nicht
improbiren. Wirdt Prince de Condè contentirt, wol guht,
wo nicht? wirdt Frangkreich, ein großes leiden müßen.


Jn Engellandt, bringet man die zeitt zu, mit
execution, wieder des Königes offenbahrte favoriten,
und wieder die gefangenen Schottische herren,
(dann die gemeine alle in Schiffe gebrachte, undt
in Americam, geführet worden) der König
soll in eines Fischers habit, unweitt Leyden,
zu Döllingen, bey seiner Fraw Mutter, angelanget sein.


Wegen Franckenthal verhoffet man ehistes,
die evacuation, alle Crayße seindt mit ihren
geldern, erschienen, außer der Sächsische.


Chur Brandenburg hat herforden blocquirt,
durch sein landtVolck. Seine geworbene völgker,
seindt in die quartier gegangen. Pfaltz Neẅburg
hat ebenmeßig seine völgker, in die quartier gehen
laßen, allein die lottringhischen völcker, suchen
quartier. verlangen nach der Wetteraw.
Die Wetterawische graven, deliberiren zu
Friedebergk, von einem Defensionswesen. || [[Handschrift: 294v]]
Kayserliche Mayestätt machen præparatoria zu dero rayse
aufn Reichßtag, nacher Regenspurgk, werden
doch zuvorhero, nacher Prag, undt Preßburgk
verraysen, dero Gemahlin zur Ungarischen
undt Böhmischen Königinn, krönen zu laßen.


Jn Catalonien, spielen die Spannischen,
den Meister, liegen nahe an Barcelona, ha-
ben undterschiedliche Proviandtwägen
so hinein gewoltt, hinweg genommen,
undt solle der Frantzösische General
Marchinj, auß Catalonien hinweg, mit
meisten völgkern, zum Printzen von Condè
gegangen sein. perge

Montag den 27ten: October 1651.

<Geörge Mußcketier[,] Geörge gärtner, Michel Vorreüter, ceperut nihil.>

<2 hasen, Viktor Amadeus gefangen.>


Den Amptmann, Georg Reichardt habe ich bey mir gehabtt,
undt ihm allerley committiret.


Magister Menzelius wandert heütte mit dem
Superintendenten, nacher Ballenstedt, alda in-
stalliret zu werden. Gott gesegene, seine rayse!


Doctor Fischer ist bey mir gewesen, in allerley zu
informiren. Jst auch, extra zu Mittage, geblieben.

|| [[Handschrift: 295r]]


Die Leiptziger avisen, confirmiren die Erfurdtischen,
undt melden: daß der Kayser, sich stargk rüste, auf die rayse,
undt Cröhnung der Kayserinn, in Ungarn, undt Böhmen,
undt dann auf den Reichstag, nach Regenspurgk.


Chur Pfaltz, undt Chur Bayern, seindt noch streittig,
wegen des Tituls. Die evacuation Frangken-
thal, wirdt gehemmet, undterm vorwandt, der
noch nicht völlig eingekommenen gelder.


Jn Frangkreich glimmet daß Feẅer, Printz von
Conde, stärgket sich. Jedoch hoffen etzliche den vergleich.
Catalognien, gehet vor Frangkreich verlohren.
Duynkirchen, wirdt von Spannischen blocquiret.
Jn Engellandt, ist man geschäftig, eheliche leütte,
undt hohe Schottische Officirer, (deren in die 800
gefangen sein sollen, undt deützsche darunter)
zu exequiren, undt die gemeinen Soldaten,
(deren in die 6000 sein sollen, auch ihrer viel vor
hunger, undt kummer, hinweg sterben) in Virgi-
niam, undt Americam, zu schigken. General Crom-
well, welcher Triumphirlich in Londen eingezogen,
sol das Parlament verendern wollen. Jn
Jrrlandt, haben die Königlichen victorisiret.
Die Engelländer armiren zu waßer, undt zu lande,
fordern neẅe Postulata, undt wollen die Staadische
Legatos, fast nicht admittiren.

|| [[Handschrift: 295v]]


Wjeder Portugall, haben die Staaden, den krieg declarjret.


Der Pabst, ist wieder genesen, hat gefeyret, das
er acht iahr numehr regiret.


Die Venezianer hoffen ihren Erbfeindt
zu übermeistern, wiewol Canêa, durch
übersehung ihrer Generalln, (welche allzuviel
zeitt, mit complimenten, undt gratulationen
als sie einander begegnet zugebracht, nemlich:
Mocenigo; undt Foscolo) vom türckischen General
(vortheil suchende), endtsetzet worden.


Zu Constantinopel, sol es auch rebelliones, undt
uneinigkeitten geben.


Die Tartarn, undt Cosagken, sollen sich
zwahr sehr gestärgkt, und Polen gedreẅet,
endtlich aber doch, nach erhaltenen guten
artickeln, zum frieden, accommodiret haben.


Die Pollnische armèe sol sehr verhungert,
undt biß auf 8000 Mann, durch die pest, abge-
nommen haben.


Der König in Polen, will bey der Stadt Dantzigk
parition haben. hat seine Mandata, wegen der
reformirten, renoviret, undt geschärffet.

|| [[Handschrift: 296r]]


Jn Schweden, helt man landttäge, undt præparatoria
zum Reichstage.


Ulefeldt, sol zu Wißmar ankommen sein,
mit seiner Frawen, welche Mannskleider angehabt.


Am Kayserlichen hofe ist ein türckischer Chiauß wegen
bestettigung des friedens, undt zur satisfaction
des Canisischen handelß wegen.


Chur Brandenburg undt Pfaltz Neẅburg sollen
verglichen, die religionssachen aber, auf ein
Compromiß, gestellet sein.


Jn der Schweitz, werden auch, selbige
Dissidia, durch mediatorn, componiret.


Der iunge Churfürst von Cölln, von dem hause
Bayern, ist solenniter, zum Ertzbischoffe, einge-
weyhet worden, mit großem apparat.


Chur Meintz, ist noch zu Meintz, auf selbige
Tractaten, undt zu Franckfurth, zu vigiliren.

<Wartemßleben, Hans Geörge lackay. Rindtoffs Hanß, nur 1 lerche, ex petulantia.>


Allerley haspeleyen, habe ich zu recht
gebracht, (pro posse!)


Doctor Fischer, der Medicus, ist hinüber nacher Plötz-
kaw, eilends gefordert worden, wegen Geisels, neẅen hofmeisters.


heütte, ist meine annoch Elltiste tochter, Freẅlein
Eleonora hedwig, 16 iahr altt worden. Gott gesegene, und erhalte Sie!

|| [[Handschrift: 296v]]


Lüdolf Lorentz von Krosigk, ist diesen abendt, (be-
gehrter maßen) erschienen.


Jch habe lackayen, undt Reütter, nacher
Agken, undt Dochum, außgeschickt, wegen des
großen gewäßers, undt erkundigung beßern überkommens.

Mittwoch den 29ten: October 1651.

<Geüder, der page, küchenPeter, Wischers knechtt, nur eine lerche.>


<3 hasen, hat Carl Ursinus gefangen.>


Meine Gemahlin, ist heütte forth, nacher
Zerbst, auf dieselbige gevatterschaft, oder viel mehr
einsegnung, weil daß kindtTaüffen, schon geschehen.
Sie hat bey sich, meine zwey Elltiste
töchter, drey Jungfern, undt zweene Junckern,
nebst anderm comitat. Gott geleitte
sie, in diesem gewäßer. und regenwetter!


Jch bin mit meinen Söhnen, zur kirchen
gefahren, predigt zu hören, auß dem 122 Ψalm10,
Man hat den neẅen Raht, vorm berge
aufgeführet, undt verendert. Gott gebe zu segen!


Ein toller rasender schwartzer hundt, ist
diesen Morgen herein inß Schloß gelauffen
kommen, hat sich mit unsern hunden herumb
gebißen, undt unsern Storch, (daß dangkbahre thier)
erwürget, pro malo omine!

|| [[Handschrift: 297r]]


Gestern, seindt Meine Rähte zu hecklingen
gewesen, wegen der kirche, undt kirchen ge-
bewdes daselbst, undt haben gute er-
klärung, von den Troten, in undterthenig-
keitt, erlanget.


Extra zu Mittage, Secretarium Paul Ludwig[,]
Tobias Steffeck von Kolodey undt Jakob Ludwig Schwartzenberger gehabtt.


Ein Grave von Schwartzburgk
Arnstedt, ist heütte, unvorsehens, alhier
durchpaßiret, nacher Barby, aufß
begräbnüß zu gehen, dahin heütte
auch, mein Raht, undt hofmeister, Ein-
sidel, (beschriebener maßen) gezogen.


Jch habe eine Commission ergehen laßen, wegen
des Großen Kersten, welcher todtkrangk
daher worden, daß ihn, der Richter alhier,
mit füßen, in die seitte, gestoßen, undt
der Bürgermeister Fuß, mit stergken, geschlagen, als
er unverhörter dinge, neẅlichst, in
ein böses gefängnüß, geworffen worden.
Sie hetten nicht iudicis, undt Partis Stellen, zu-
gleich vertretten, undt zu groben Mördern, werden sollen.

|| [[Handschrift: 297v]]


A spasso zweymal, verdrießliche sachen,
zu hören, undt zu schlichten, pro posse; in
minutissimis, als pferde beschlagen, & talia!


Zweene Schiffe, mit 40 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: getreydig,
seindt gegen abendt, abermals, von halle,
herundter kommen, undt haben mir Tribut gegeben.


Nota Bene: Contemplations: Malheüreüse annèe, pour moy,
anno: 1651. Bonheür, (Dieu aydant) l'an: 1651. etcetera
Mercket ihr nicht, etcetera etcetera etcetera Nuncio Bue! Nota Bene:
Ernst Gottlieb Fürst zu Anhalt perge Les annèes: 1653. 1654. 1655. 1656.
Nota Bene: grandes revolütions; & (peüt estre) la fin dü Monde,
sj l'an 1665 elle n'avient? Quj Vicerit! Apo-
calypsis: 2. vers 711.1112.1713.2614. Apocalypsis 3. vers 515.1216.2117.
Regeneratio facillima! Regenitj, non peccant,
peccata, ad Mortem? Unser glaube, ist der Sieg!
Übe, eine gute Ritterschafft! Abyssus, abyssum
vocat!18 Sie (die Antigristianj) werden gequeh-
let werden, mit Feẅer, undt Schwefel, tag, undt
nacht, für den Engeln, undt für dem Lamb, undt
der Rauch ihrer quahl, wirdt aufsteigen
von ewigkeitt, zu ewigkeitt!

|| [[Handschrift: 298r]]

Donnerstag den 30. October 1651.

<Hans Eckardt, Matz Mußcketirer, undt der gärtner, haben 1 lerche gefangen.>


Somnia: von Chur Meintz,
undt Chur Trier, gehabt, wie ich bey ihnen in leib:
undt lebensgefahr gewesen, und sie sich mir wiedersetzet
in allen gefährlichen dißcurßen.


Der page Bidersehe Carolj Ursinj, ist diesen
Morgen, gählingen krangk worden, wie es scheinet
am fieber, undt gelben suchtt. Gott beßere es!


A spasso, in schönem warmen wetter.


Avis von Agken, daß gestern, Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin,
glügklich daselbst überkommen. Kurtz zuvor,
war der Administrator, transitirt, mit
125 pferden, undt sol ver vetter, Fürst Johann
von Zerbst, mit 100 pferden stargk, auch
mit keßeltrummeln, undt tromptern, in
großer magnificentz, die gäste angenommen
undt im felde, entpfangen haben,
sonderlich, weil der administrator gesandter, von
Seiner Liebden herrnvatter, dem Churfürsten daselbst
ist, undt die gemahlin, wegen der Churfürstinn.


Man sagt, vetter Fürst Johann Casimir, seye auch alda
undt werde den Administrator nacher Dessaw, auff die Schweinhatz
invitiren. Mundus vult decipi!19 et exercet Histrioniam20.

|| [[Handschrift: 298v]]


Doctor Fischer, der Medicus, so von Zerbst Plötzkaw,
wiederkommen, hat sich, bey mir, præsentiret, wegen
des kleinen krangken page, des Biedersehes,
ihm remedia zu rahten. Er berichtet auch, daß
ein grave von Schwartzburgk, zu Plötzkau gewesen,
undt hertzogk Rudolf Augustus, hinkommen würde.
So bringt er auch, gedrugkte acta mitt,
darinnen Landtgraf Ernst, die conferentz
zweyer partheyen, zu einem colloquio nacher
Franckfurth am Meyn, begehrt, folgende
beyde puncta, nohtwendig zu decidiren.
1. De necessitate successionis Petrj, in Papa-
tu seü Cathedra illus, & quod <an> Papa non
possit errare? 2. De potestate Ecclesiæ.
undt wirdt dabey, der modus colloquendj, vorgeschla-
gen, wie man den vortrag, undt waß beyde
theil, opiniren würden? alsbaldt, (ohne dispu-
tation, undt erhitzung der gemühter, noch
verkehrung der wortt,) zu pappier bringen,
undt prothocolliren sollte? Auf Päbstlicher seitte,
sollte Pater Valerianus ein Jesuit21, nebenst zweyen
Capuzinern stehen, auf Evangelischer aber: Doctor Calixtus,
Doctor Crocius, undt Doctor Haberkorn. Gott beßere die Irrenden[!] || [[Handschrift: 299r]]
Er der Landgraf, will sonst noch nicht gestehen, daß
er sich, zur Päbstischen Religion verbindtlich ge-
macht, noch mit ihnen communiciret. Er schildt
auch auf die iehnigen, so es ihme nachsagen.
Gleichwol movirt er dubia! so er billich,
wißen, undt nicht zwefeln sollte!


Den Amtmann Reichardt, habe ich diesen
abendt, bey Mir, gehabt, allerley Mir re-
feriren, undt vortragen zu laßen.

Freitag den 31. October 1651.

<Diese nacht, seindt Geörge der gärtneriunge, (an stadt Zacharias trompter,) item: der böttichergeselle, undt heinrich, der iägeriunge, lerchen streichen gegangen, haben auch nur eine eingebracht.perge>


Jch habe mich heütte resolvirt,
auf Ballenstedt, zu reytten, undt
einen kutzschwagen, (wegen des wetters
kalte küchen, undt zeügs) mit zunehmen.
habe meinem Sohn, Viktor Amadeus die Oeconomica anver-
trawet, (Gott gebe zu glück, segen, succeß! und gesundtheit!)
auch sonst genungsahme anstaltt gemachtt!


Es hat sich alles schwehr zu Bernburgk, noch viel
schwehrer, zu Ballenstedt, ahngelaßen. Patientia!


Undterwegens, unferrne von Ascherßleben, ist
mir ein böser brief, oder relation von den hoymischen
refractarijs, zukommen. Patientia! quj potest?
wegen der kirchenrechnungen, zu Padeborn, so
die Beampten, undt Geistlichen, anbefohlener massen,
verrichtet, ist niemandt zu mir, nacher Ballenstedt kommen, als Matthias Cnüttel || [[Handschrift: 299v]]
Mit diesem Amptschreiber, habe ich alles deliberiret.
Ernst Röder, hat sich auch eingestellet, (begehrter
maßen)[.] Jch habe sonst, Rindtorf, undt Roggendorf,
bey Mir! <Zweene wölfe, heütte im felde gesehen worden.>


Das große gewäßer, hat die wege aufm
hartz, gantz verderbet, Gott wolle es beßern!


Ich habe briefe, nach Bernburgk, geschrieben.


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Silben "de" und "main" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Danach hat Christian II. eine größere Lücke gelassen.

Kommentar
1 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
2 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
3 Person nicht ermittelt.
4 Person nicht ermittelt.
5 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
6 Ps 3.
7 Io 4,46-53.
8 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
9 1. Io 1.
10 Ps 122.
11 Apc 2,7.
12 Apc 2,11.
13 Apc 2,17.
14 Apc 2,26.
15 Apc 3,5.
16 Apc 3,12.
17 Apc 3,21.
18 Ps 41,8.
19 Zitat aus Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
20 Vermutlich spielt Christian II. mit dieser Ergänzung auf das traditionell Petronius zugeschriebene, in dessen überlieferten Schriften jedoch nicht nachweisbare Zitat Mundus universus, exercet histrioniam! an, welches in Lipsius: De constantia, I, 8, S. 54-57, sowie Montaigne: Les Essais, III, 10, S. 1057, belegt ist.
21 Irrtum Christians II., Valerian von Magnis war ebenfalls Kapuziner.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1651_10.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abschaffen
sich oder etwas abarbeiten, sich abmühen, etwas wegschaffen, erledigen
abschaffen
von einem Amt absetzen, entlassen
abschreiben
etwas schriftlich absagen
abschreiben
das vorher geschriebene aufkündigen, widerrufen
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
adamantisch
besonders hart
admittiren
gestatten, zulassen
afficiren
bewegen, rühren, einwirken
Affliction
Qual, Plage, Ängstigung
angeben
etwas in Auftrag geben
angeben
anmelden
angeben
anzeigen, denunzieren, rügen
anlaufen
drängend angehen, anfallen, überfallen, tätlich angreifen
anlaufen
dringend bitten, ansuchen
anlaufen
auflaufen, anwachsen
anlaufen
auf verbotenem Gelände laufen, weiden (vom Vieh)
anmuten
zumuten, verlangen, auffordern
anmuten
(etwas Unannehmbares) begehren, erbitten
Apparition
Sichtbarwerden, Erscheinung
aussprengen
verbreiten, unter die Leute bringen, bekannt machen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bassa
Pascha (Befehlshaber über eine Armee oder Provinz des Osmanischen Reiches)
benauen
bedrängen, bedrücken
Bey (Beg)
Statthalter einer Unterprovinz des Osmanischen Reiches
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Chiaus
türkischer Bote, Diener oder Dolmetscher
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
committiren
(jemanden) beauftragen
committiren
(etwas) auftragen
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
complimentiren
höflich reden, Ehre erweisen
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
condemniren
verurteilen, verdammen
confirmiren
bestätigen
confundiren
verwirren
confundiren
vermischen, vermengen
confundiren
aus der Fassung bringen
contentiren
zufriedenstellen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
decidiren
bestimmen, entscheiden
Defensionswesen
Angelegenheiten der Verteidigung
deliberiren
überlegen, beratschlagen
Dieme
Haufen von Heu, Stroh, Getreide und sonstigen Feldfrüchten
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
disponiren
etwas verteilen, über etwas verfügen
Eheberedung
Ehevertrag
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
evehiren
hinausbefördern
examiniren
ausfragen
examiniren
verhören
examiniren
prüfen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
extriciren
herauswinden, entwickeln, befördern
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung
Faction
(politische) Partei
Faction
(politische) Entzweiung
gähling
plötzlich, unversehens
Gallustag
Gedenktag für den irischen Mönch Sankt Gallus (16. Oktober)
Gemeine
(Kirchen)Gemeinde, Gesamtheit der Einwohner eines Ortes
Gewehr
Bewaffnung
Gewehr
Waffe
Großvogel
allgemeine Bezeichnung für größere essbare Vögel
Haferdieme
Haufen von Hafer
Hofmeister
vom Besitzer eingesetzter Verwalter eines Landgutes
Homester
Hofmeister (vom Besitzer eingesetzter Verwalter eines Landgutes)
infestiren
angreifen, anfallen
inpertiren
in unverschämter Weise angehen
installiren
(in ein Amt) einsetzen
invitiren
einladen
Jalousie
Eifersüchtelei, Neid
Landvolk
Landestruppen
Lerchen streichen
Lerchen mit Hilfe eines Netzes massenhaft fangen
Lerchenstreichen
massenhaftes Fangen von Lerchen mit Hilfe eines Netzes
Lichtmännlein
Irrlicht
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Lungensucht
Erkrankung der Lunge, Schwindsucht, Tuberkulose
Martinstag (Tag Martini)
Gedenktag für den Heiligen Martin von Tours (11. November)
Meisentanz
Gestell aus mehreren Stangen und Vorrichtungen zum Meisenfang
Memorie
Erinnerung, Andenken
Memorie
Gedächtnis, Erinnerungsvermögen
Moderation
Minderung, (mäßigende) Abänderung
Moderation
Mäßigung, Zurückhaltung
Mühlgang
Vorrichtung, in der das Getreide und Mehl transportiert oder auf den Mühlstein geschüttet wird
Nachtnetz
Netz zum Fangen von Lerchen
oneriren
mit einer Abgabe belasten
opiniren
eine Meinung äußern
Parition
Folgeleistung, Gehorsam
Partei
kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde
Partei
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partei
(sich gegenüberstehende) Seite
partienweise
als Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
perturbiren
beunruhigen, stören, verwirren
Pleuresis
Seitenstechen, Rippenfellentzündung (Pleuritis)
Polizeisache
Angelegenheit, welche die Herstellung und/oder Erhaltung des Zustandes guter Ordnung (des Gemeinwesens) betrifft
practicirlich
hinterhältig, intrigant
practicirlich
brauchbar, praktisch
progredi(i)ren
fortschreiten, vorgehen, vorrücken
Promiß
Versprechen
promittiren
versprechen, zusagen
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Stabsoffizier
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
rasiren
(eine Festung, Schanze oder Stadtmauer) zerstören/schleifen
reisig
beritten
reisig
zur Reise brauchbar, dienend, verwendbar
reisig
für den Kriegsdienst ausgerüstet
Relation
Bericht
remedi(i)ren
abhelfen
renunciiren
verzichten
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
revociren
zurück(be)rufen
revociren
widerrufen
Ruptur
Bruch, Trennung
Secours
Entsatz, Hilfe
sentenzioniren
(in einer Rechtssache) entscheiden, ein Gerichtsurteil sprechen
Sipahi (Spahi)
Reiter im osmanischen Heer
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
streichen
zur Ehrerbietung (Flagge oder Segel) herunterziehen
streichen
Vögel mit Hilfe eines Netzes (massenhaft) fangen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Testamentarie
Testamentsvollstrecker
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Trompter
Trompeter
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
überliefern
übergeben, überantworten, herausgeben, abliefern
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
Unterschleif
Aufnahme, Beherbergung, Unterschlupf
Unterschleif
Täuschung, Betrug, Unterschlagung
Unterschleif
Vorschubleistung
vaciren
frei oder unbesetzt sein
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
Victorie
Sieg
victorisiren
siegen, siegreich sein
vigiliren
wachsam sein, auf etwas Acht geben
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Vogelsteller
Vogelfänger
Volk
Truppen
Wissenschaft
Kenntnis, Wissen
Zeitung
Nachricht
Zunötigung
Belästigung, Bedrohung, Zumutung
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

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Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

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Fürst Georg Rudolf von Anhalt-Zerbst

geb. 1651
gest. 1652
Anm.: Sohn des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Gottlieb Bährenreutter
Gottlieb Bernreuth

Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652).
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

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Bayern, Haus
Herzöge von Bayern
Kurfürsten von Bayern

Anm.: Seit 1180 reichsfürstliche Dynastie der Wittelsbacher.

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Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
August Bernhard von Biedersee

geb. 1637
gest. 1707
Anm.: Sohn des Adam von Biedersee (gest. 1655); 1649-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1673/78 fürstlicher Stallmeister in Bernburg.
Kaspar Böke
Kaspar Böckmann

Anm.: Geboren in Holstein; um 1646/56 Gärtnermeister und fürstlicher Schlossgärtner in Bernburg.
Johann Georg Bohse

geb. 1578
gest. 1669
Anm.: Sohn des Juristen Johann Georg Bohse; Studium in Helmstedt; Dr. jur. utr.; anhaltischer und mecklenburgischer Rat; ab 1629 Stadtsyndikus von Halle (Saale); um 1647/53 Advokat und spätestens seit 1654 Rat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb. 1620
gest. 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Markgräfin Sophia).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Markgräfin Sophia Margaretha von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Gräfin Sophia Margaretha von Oettingen-Oettingen

geb. 1634
gest. 1664
Anm.: Tochter des Grafen Joachim Ernst von Oettingen-Oettingen (1612-1659); seit 1651 Ehe mit Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1620-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1627
gest. 1704
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1660 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachsinnende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Goldbeck, Buckow, Oberstorf und Groß-Machenow; ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise Verbannung als Kommandant nach Küstrin (Oktober 1638); 1642-1652 Geheimer Rat und erster Minister, kurfürstlicher Oberkammerherr (Oberkämmerer) und Oberkommandant aller kurmärkischen Festungen; Johanniterkomtur zu Lagow; ab ca. 1651 Dompropst in Halberstadt; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Calixt(us)
Georg Calissen

geb. 1586
gest. 1656
Anm.: Sohn des Medelbyer Pfarrers Johann Callisen, genannt Calixtus (1539-1618); Studium der Philosophie (1603-1607, Mag. phil.) und Theologie (1607-1609) in Helmstedt; 1609-1613 Studienreise durch Deutschland, die Niederlande, England und Frankreich; seit 1614 Professor für Theologie und 1616 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Helmstedt; seit 1636 Abt von Königslutter; bedeutendster lutherischer Ireniker des 17. Jahrhunderts.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Jacob Cats

geb. 1577
gest. 1660
Anm.: Sohn des Adriaen Corneliszoon Cats in Brouwershaven; Herr von Wulpen und Finningly; Studium in Leiden und Orléans (Dr. jur.); Anwalt in Middelburg und im Haag; 1621-1623 Pensionär von Middelburg; 1623-1636 Pensionär von Dordrecht; 1629-1631 und 1636-1651 Ratspensionär von Holland sowie Mitglied der niederländischen Generalstaaten; 1651/52 außerordentlicher Gesandter in London; daneben Tätigkeit als Dichter; 1627 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Matthias Cratius

geb. 1628
gest. 1669
Anm.: Sohn des Heinrich Kratz aus Ilberstedt; seit 1651 Pfarrer in Hecklingen, vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 322.
Ludwig Crocius

geb. 1586
gest. 1653/55
Anm.: Sohn des Laaspher Pfarrers Paul Crocius (1551-1607); ab 1600 Studium in Herborn, Marburg (1604 Mag.), Bremen, Basel (1609 Promotion zum Dr. theol.) und Genf; Prediger an der Bremer Sankt-Martini-Kirche (1610-1628) und Liebfrauenkirche (1628-1652); zudem seit 1610 Professor für Philosophie und Theologie sowie 1630-1639 und ab 1647 Prorektor am Gymnasium Illustre Bremen.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Christian III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian III. von Schleswig-Holstein

geb. 1503
gest. 1559
Anm.: Sohn des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen (1471-1533); seit 1534 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Johann Dürr

geb. 1613
gest. 1689
Anm.: Sohn des Dresdener Goldschmieds Christian Dürr; Studium in Wittenberg (1636 Mag.); Dr. theol.; ab 1643 lutherischer Hofprediger, seit 1644 auch Pfarrer an der Bartholomäuskirche, ab 1648 zudem Superintendent und seit 1682 ebenso Gymnasialprofessor in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 237.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Eckardt

Anm.: 1650/51 Stallknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Anna Elisabeth von Einsiedel

geb. 1651
gest. 1734
Anm.: Tochter des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); blieb unverheiratet.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Justina Maria von Einsiedel
Geburtsname: Justina Maria von Schierstedt

gest. 1700
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; bis 1640 Hofjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); 1640-1653 Ehe mit Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653).
Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Fischer

Anm.: Um 1651 Hauptmann von Mitau.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Melchior von Fölckersam

geb. 1601
gest. 1665
Anm.: Sohn des Johann von Fölckersam (gest. 1624); ab 1622 Hofmeister des Grafen Enno III. von Ostfriesland (1563-1625); 1624/25 Hofrat in Emden; 1625-1628 Hofmeister des Herzogs Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1595-1671); 1628/29 mecklenburgischer Hofmarschall in Schwerin; seit 1630 kurländischer Rat; ab 1638 Oberhauptmann von Goldingen; seit 1650 Kanzler des Herzogtums Kurland und Semgallen.

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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Louis Foucault
Comte Louis du Daugnon

geb. ca. 1616
gest. 1659
Anm.: Sohn des Gabriel Foucault, Seigneur de Saint-Germain-Beaupré (gest. 1636); ab 1640 Vizeadmiral von Frankreich; 1644-1653 Lieutenant-général des Aunis und von La Rochelle; 1646-1651 französischer Maréchal de camp; 1651-1653 Teilnahme an der Fronde; seit 1653 Maréchal de France.

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Simon Frangke

Anm.: Seit Dezember 1648 jüdischer Einwohner von Bernburg.
Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Balthasar Fuß

geb. 1596
gest. 1668
Anm.: Sohn des Bernburger Kürschners und Ratskämmerers Matthias Fuß; um 1624/26 Ratsbauherr, um 1628 Ratskämmerer und spätestens seit 1630 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt; zugleich Inhaber des Gasthofs "Zum Weißen Ross".
Graf Matthias Gallas
Duca Matthias di Lucèra

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen und kaiserlichen Kriegsdiensten (1615-1617); 1626-1630 ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1629), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632); seit 1635 Duca di Lucèra.

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N. N. Geisel

Anm.: Seit 1651 Hofmeister des Fürsten Emanuel von Anhalt-Plötzkau (1631-1670).
Georg (5) N. N.

Anm.: Um 1651/53 fürstlicher Gärtnerjunge in Bernburg.
Philipp Karl Geuder von Heroldsberg
Philipp Karl Rabensteiner

geb. 1636
gest. 1694
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Johann Philipp Geuder von Heroldsberg (1597-1650); 1651-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1665/68 Hofmeister in Bernburg; zuletzt anhaltisch-bernburgischer Geheimer Rat, Kammerdirektor und Hofmeister.

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Zbigniew Gorajski

geb. 1596
gest. 1655
Anm.: Polnischer calvinistischer Adliger, ab 1641 Kastellan von Chełm.

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Peter Haberkorn

geb. 1604
gest. 1676
Anm.: Evangelisch-lutherischer Theologe; Studium in Marburg (1627 Magister), Leipzig, Jena, Straßburg und Köln; 1632 Professor für Physik in Marburg; Promotion 1633 zum Dr. theol.; 1633 Hofprediger in Darmstadt; 1643 Superintendent in Gießen; 1650 Professor für Theologie und Hebräisch an der Universität Gießen, dort auch Rektor.

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Duke William of Hamilton
Earl William of Cambridge
Earl William of Lanark

geb. 1616
gest. 1651
Anm.: Sohn des James Hamilton, 2nd Marquess of Hamilton und 4th Earl of Arran (1589-1625); ab 1639 1st Earl of Lanark; 1640 Mitglied des englischen House of Commons; 1641-1649 Secretary of State für Schottland; seit 1649 2nd Duke of Hamilton und 3rd Earl of Cambridge (1606-1649); Anhänger der schottischen Covenanters (1643-1647) und Royalisten (ab 1647).

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Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Hans (12) N. N.

Anm.: Um 1651/53 Bediensteter des fürstlichen Kammerjunkers Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Ernst Adalbert von Harrach
Erzbischof Ernst Adalbert von Prag
Bischof Ernst Adalbert von Trient

geb. 1598
gest. 1667
Anm.: Sohn des Karl von Harrach (1570-1628); ab 1621 Cameriere segreto von Papst Gregor XV. (1554-1623); seit 1623 Erzbischof von Prag; ab 1626 Kardinal; seit 1665 auch Bischof von Trient.

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Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
David Heimburger

geb. 1613
gest. 1663
Anm.: Sohn des Quedlinburger Sattlers David Heimburger; ab 1628 Studium in Leipzig; danach Hauslehrer in Quedlinburg und Königsberg; 1640 Promotion zum Dr. med. an der Universität Königsberg; seit 1642 Stadtarzt in Magdeburg; daneben auch fürstlicher Leibarzt in Köthen und Plötzkau sowie gräflich-mansfeldischer Leibarzt; vgl. Caspar Andreae: Medicorum Piorum Et Persona Et Corona [...], Magdeburg 1663, o. S.

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Heinrich (2) N. N.

Anm.: Um 1651 Hunde- bzw. Jägerjunge des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

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Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

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Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

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Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

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Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels
Landgraf Ernst von Hessen-Kassel

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1641 Volontär in französischen Kriegsdiensten; danach hessisch-kasselischer Kapitän (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1648); seit 1649 Titularlandgraf von Hessen-Rheinfels unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; 1651 Konversion zum katholischen Glauben; Erbe der Mediat-Landgrafschaften Hessen-Eschwege (1655) und Hessen-Rotenburg (1658); 1663 Ernennung zum kaiserlichen Feldmarschallleutnant (Stellung jedoch nicht angetreten).

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Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg
Landgraf Hermann von Hessen-Kassel

geb. 1607
gest. 1658
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Koadjutor des Stifts Hersfeld; seit 1622 Propst des hersfeldischen Klosters Petersberg; ab 1627 Titularlandgraf von Hessen-Rotenburg unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fütternde").

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Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
Hans Georg Horenburg

geb. ca. 1625
Anm.: Spätestens ab 1646 Kammerdiener der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); seit 1649 im Dienst des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665), um 1650 als dessen Kammerdiener.
N. N. von Hünicke

Anm.: Rittmeister, der im Sommer 1646 den "Gesundbrunnen" in Hornhausen besuchte.
Hüsambeyzade Abdulkadir Pascha

gest. 1661
Anm.: Sohn des Hüsambeyzade Ali Pascha, nach dessen Tod 1661 kurzzeitig Großadmiral (Kapudan Pascha) der Marine des Osmanischen Reiches.
Hüsambeyzade Ali Pascha

gest. 1661
Anm.: Sohn des Hüsameddin Hasan Bey, 1650-1652 und erneut ab 1660 Großadmiral (Kapudan Pascha) der Marine des Osmanischen Reiches; zwischenzeitlich Gouverneur von Morea.
Hüsambeyzade N. N.

gest. 1651
Anm.: Bruder des Hüsambeyzade Ali Pascha, durch diesen 1651 hingerichtet.
Christoph (2) Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649); um 1643 Student am Gymnasium Illustre in Zerbst; bis 1651 Hofmeister und um 1654 erneut im Dienst des schwedischen Offiziers (Jobst) Gerhard von Efferen (1625-1670/73).
Nathanael Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649).
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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N. N. Kersten

Anm.: Vermutlich Sohn des Philipp Kersten.
Louise Charlotte Kettler
Herzogin Louise Charlotte von Kurland und Semgallen
Geburtsname: Markgräfin Louise Charlotte von Brandenburg

geb. 1617
gest. 1676
Anm.: Tochter des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1645 Ehe mit Jakob Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen (1610-1682).

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Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
Koca Derviş Mehmet Pascha
Mehmet Pascha

gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Tscherkesse; 1635/36 Teilnahme am türkischen Feldzug gegen Persien; Beylerbey (Provinzgouverneur) von Damaskus (1637/38), Diyarbekir (1638/39), Bagdad (1639-1642), Aleppo (seit 1642), Anatolien, Silistra und Bosnien (1648/49); 1649/50 und 1652/53 Kapudan Pascha (Großadmiral) der osmanischen Marine; 1653/54 Großwesir des Osmanischen Reiches.
Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Johann Kothe

gest. 1696
Anm.: Seit Januar 1651 füstlicher Prinzen-Kammerdiener in Bernburg; spätestens 1662 Stadtschreiber und zuletzt Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

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Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Michael Krüger

gest. 1653
Anm.: Seit spätestens 1636 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1649/53 fürstlicher Hausknecht in Bernburg.
Michael Kuhne

Anm.: Gebürtig aus Reinstedt; seit 1649 Stall- und Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1652).
Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Peter Laue

Anm.: Sohn des Köthener Bürgers Andreas Laue (gest. vor 1652); um 1651/1652 "Bankkoch" des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Jan Leszczyński

geb. 1603
gest. 1678
Anm.: Sohn des Andrzej Leszczyński (ca. 1559-1606); Kastellan von Śrem (1644) und Gniezno (1644-1653); 1645 königlicher Legat beim Thorner Religionsgespräch; 1649-1651 Hofmarschall der Königin Marie Louise von Polen (1611-1667); Woiwode von Łęczyca (1653-1656) und Posen (1656-1661); Unterkronkanzler (1661-1666) und Großkronkanzler (1666-1677) des Königreiches Polen; 1678 Woiwode von Krakau.

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Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Valerian von Magnis
Maximilian de Magni

geb. 1586
gest. 1661
Anm.: Sohn des kaiserlichen Geheimen Rates Konstantin von Magnis (1527-1606); ab 1602 Kapuziner; nach der Priesterweihe Tätigkeit als bedeutender Prediger, philosophischer Lektor und Provinzial der österreichisch-böhmischen Ordensprovinz; daneben Berater des Kaisers und verschiedener Fürsten; seit 1645 Apostolischer Missionar für Kursachsen, Hessen, Brandenburg und Danzig.

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Jean-Gaspard-Ferdinand de Marchin
Comte Jean-Gaspard-Ferdinand de Granville

geb. 1601
gest. 1673
Anm.: Sohn des wallonischen Adligen Jean de Marchin, Seigneur de Romezée (gest. 1652); ab 1647 französischer Lieutenant-général und Kommandeur in Katalonien; 1649/50 Teilnahme an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; seit 1651 durch Heirat Comte de Granville; ab 1653 spanischer Generalkapitän; seit 1658 Ritter des Hosenbandordens.
Matthias (5) N. N.

Anm.: Um 1651 fürstlicher Musketier in Bernburg.
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Michael (6) N. N.

Anm.: Um 1651/52 fürstlicher Vorreiter in Bernburg.
Alvise Mocenigo
Leonardo Mocenigo

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Mocenigo; ab 1609 Mitglied des Maggior Consiglio; 1613-1615 Provveditore e Capitano a Legnago; 1621/22 Provveditore e Capitano della flottiglia di fuste del Lago di Garda; 1622/23 Provveditore ad Asola; später u. a. Provveditore sopra Danari (1633/34, 1637/38 und 1640/41), Provveditore alle Fortezze e Governatore di galea grossa (1638/39) und Kommandant einer Galeere (1645/46); 1646/47 Provveditore generale delle Tre Isole; 1647/48 Provveditore generale in Candia; 1648-1651 und seit 1653 Capitano generale da Mar.

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Anna Moldenhauer
Geburtsname: Anna Schmidt

Anm.: Tochter des Bernburger Bürgermeisters Heinrich Schmidt (gest. 1668); ab 1651 Ehe mit Christian Moldenhauer (1623-1675).
Christian Moldenhauer

Anm.: Sohn des Bernburger Bauherrn Andreas Moldenhauer (gest. 1626); um 1654/55 Kirchvater zu St. Aegidien in Bernburg; um 1669 Kämmerer und um 1675 Bürgermeister der Bergstadt.
Andreas Münch
Andreas Mönch

Anm.: Spätestens 1637-1640 und vermutlich erneut 1641-1651 Gutsverwalter auf dem fürstlichen Vorwerk in Bernburg.
N. N. Münch (2)

Anm.: Ehefrau des Bernburger Gutsverwalters Andreas Münch.
Alexander Naraschkewitz

Anm.: Um 1651 Hauptmann von Lida.
Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Martin (1) Nickel
Martin Nicol

gest. 1651
Anm.: 1618-1620 Teilnahme am böhmischen Krieg, zuletzt als Leutnant; um 1631/38 Leutnant der Bernburger Bürgerwehr; um 1636 auch Kriegskommissar; ab spätestens 1636 Bauherr, seit 1640 Kämmerer und ab 1643 Bürgermeister der Talstadt von Bernburg (1643/45 regierend).
Nikolaus (3) N. N.

Anm.: Um 1651 fürstlicher Stalljunge in Bernburg.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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N. N. Pegau

Anm.: Ehefrau des Hausknechts und Gutsverwalters Clemens Pegau.
Clemens Pegau

Anm.: Ab Januar 1651 Hausknecht des Bernburger Schlosses; danach Gutsverwalter auf den fürstlichen Vorwerken in Bernburg (seit Oktober 1651) und Zepzig (spätestens Oktober 1653).
Paulus van de Perre

geb. ca. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des Adriaan van de Perre (gest. 1618); 1636/37 und 1639 Schöffe, 1638 und 1641-1644 Rat, 1638 und 1643 Tresorier, 1640 Bürgermeister, 1645-1651 Sekretär und seit 1650 Pensionär der Stadt Middelburg; 1651/52 und 1653 außerordentlicher niederländischer Gesandter in England.

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Titus Petronius Arbiter

geb. ca. 14
gest. 66
Anm.: Römischer Senator und Schriftsteller.

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Pfalzgräfin Anna Katharina Konstanze von Pfalz-Neuburg
Geburtsname: Prinzessin Anna Katharina Konstanze von Polen

geb. 1619
gest. 1651
Anm.: Tochter des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); seit 1642 Ehe mit Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1615–1690).

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Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

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Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Hans Preuße

Anm.: Um 1647 fürstlicher Torwächter in Bernburg.
Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

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Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Henrietta Maria Rákóczi
Rákóczi Henrietta Mária
Gräfin Henrietta Maria von Munkatsch
Geburtsname: Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern

geb. 1626
gest. 1651
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1651 Ehe mit Sigismund II. Rákóczi, Graf von Munkatsch (1622-1652).

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Sigismund II. Rákóczi
II. Rákóczi Zsigmond
Graf Sigismund von Munkatsch

geb. 1622
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); vor 1648 Erhebung zum Grafen von Munkatsch.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Martin Reese

gest. 1652
Anm.: Um 1651/52 Vorreiter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Valentin Reupsch

Anm.: Um 1651/52 Stall- bzw. Reitknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Schering Rosenhane

geb. 1609
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-schwedischen Kanzleivorstehers Johan Jöransson Rosenhane (1571–1624); ab 1624 Studium in Uppsala; seit 1628 Auskultant und ab 1632 Assessor am Svea Hofgericht; seit 1628 auch Unterstatthalter in Stockholm; 1629-1631 Reisen durch England, Frankreich und die Niederlande; 1634-1637 mehrfach schwedischer Gesandter; ab 1635 Geheimer Rat der verwitweten Königin Maria Eleonora von Schweden (1599-1655); 1635-1645 Landeshauptmann von Östergötland, 1645-1647 schwedischer Resident bei den Westfälischen Friedensverhandlungen; 1647-1649 Botschafter in Paris; seit 1650 Reichsrat; 1650-1661 zugleich Kanzleirat; ab 1652 Oberstatthalter in Stockholm; 1653/54 Gesandter im Heiligen Römischen Reich zur Beilegung des Konflikts mit der Stadt Bremen; 1652 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 406.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Maria Dorothea von Sachsen-Weißenfels
Geburtsname: Herzogin Anna Maria Dorothea von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1627
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); seit 1647 Ehe mit Herzog August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Magdalena Sibylla von Sachsen
Geburtsname: Herzogin Magdalena Sibylla von Preußen

geb. 1587
gest. 1659
Anm.: Tochter des Herzogs Albrecht Friedrich von Preußen (1553-1618); 1607-1656 Ehe mit Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Milde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Gerard Schaep

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: 1638-1647 Mitglied des Stadtrats von Amsterdam und ab 1649 des Rechnungshofes von Holland; 1651/52 außerordentlicher Gesandter der Generalstaaten in England.
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Julia Felizitas von Württemberg-Weiltingen

geb. 1619
gest. 1661
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); 1640-1653 Ehe mit Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1653 Ehescheidung auf dessen Initiative; nach 1636 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Dankbare").
Heinrich Schmidt

gest. 1668
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); um 1643 Kirchvater an St. Aegidien zu Bernburg; seit 1644 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Graf Christian Günther von Schwarzburg-Arnstadt
Graf Christian Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1616
gest. 1666
Anm.: Sohn des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578–1642); 1642-1651 gemeinsam mit seinen Brüdern Anton Günther I. (1620-1666) und Ludwig Günther II. (1621-1681) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen; ab 1651 alleiniger Regent in Arnstadt; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewährte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Georg Seydeler

Anm.: Um 1649/52 fürstlicher Musketier in Bernburg.
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Trauboth, Familie

Anm.: Anhaltische Juristenfamilie.
Wolf Thilo von Trotha

geb. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Gänsefurth und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 215-310.

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Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

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Gräfin Leonora Christina Ulfeldt af Sölvesborg
Geburtsname: Gräfin Leonora Christina von Schleswig-Holstein

geb. 1621
gest. 1698
Anm.: Tochter des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1636-1664 Ehe mit Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg (1606-1664).

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Valide Sultan (Osmanisches Reich) Kösem Mahpeyker

geb. ca. 1598
gest. 1651
Anm.: Geboren in Griechenland; seit ca. 1605 Haseki Sultan des Sultans Ahmed I. (1590-1617); 1623-1632 Valide Sultan und faktische Regentin für ihren Sohn Murad IV. (1612-1640); 1648-1651 erneut Valide Sultan für ihren minderjährigen Enkel Mehmed IV. (1642-1693); 1651 Ermordung.

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George Villiers
Duke George (2) of Buckingham

geb. 1628
gest. 1687
Anm.: Sohn des George Villiers, 1st Duke of Buckingham (1592–1628); ab 1628 2nd Duke of Buckingham; Teilnahme am englischen Bürgerkrieg auf royalistischer Seite; 1648-1650 Exil mit der königlichen Familie in den Niederlanden; seit 1650 Mitglied des Privy Council; 1650/51 Teilnahme am Feldzug des Königs Karl II. von England, Schottland und Irland (1630-1685) in Schottland; 1651-1657 erneutes Exil in den Niederlanden; 1658/59 Inhaftierung im Tower von London; ab 1660 königlicher Gentleman of the Bedchamber; 1661-1674 Lord Lieutenant of the West Riding of Yorkshire; 1668-1674 Master of the Horse; 1670-1672 englischer Sonderbotschafter in Paris; 1671-1679 Custos Rotulorum of the West Riding of Yorkshire; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Hans Claesson Wachtmeister af Björkö

geb. 1609
gest. 1652
Anm.: Sohn des Landrats Claes Hansson Wachtmeister (gest. 1631); schwedischer Major (vor 1631), Obristleutnant (1631), Obrist (1637) und Generalmajor (1644); ab 1640 königlicher Hofstallmeister; seit 1644 Landrat in Estland; ab 1646 schwedischer Kriegsrat und Assessor am Kriegskollegium; seit 1647 Reichsstallmeister; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Wildmann

Anm.: Um 1651 kurländischer Rat.
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Aderstedt
weiterführende Informationen
Aken
weiterführende Informationen
Altötting
weiterführende Informationen
Amerika
weiterführende Informationen
Anatolien (Kleinasien)
weiterführende Informationen
Arabien
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Asia
weiterführende Informationen
Badalona
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barby
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Bläser See
Anm.: Alter Flussarm der Saale zwischen Bernburg und Nienburg (Saale).
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Breda, Herrschaft (Baronie)
weiterführende Informationen
Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Bretagne
weiterführende Informationen
Buxtehude
weiterführende Informationen
Calais
weiterführende Informationen
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Celle
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Eutin
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Fontainebleau
weiterführende Informationen
Franken
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friedberg (Hessen)
weiterführende Informationen
Gernrode, Stift
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Goslar
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Guyenne
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hanau
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Herford
weiterführende Informationen
Hinterpommern
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Ingolstadt
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kanischa (Nagykanizsa)
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kochsberg (Kukesberg/Küxberg)
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg.
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Kurland, Herzogtum
weiterführende Informationen
La Rochelle
weiterführende Informationen
Langer Berg (Saale)
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg am Hang linkerhand von Wipper und Saale westlich von Bernburg zwischen dem heutigen Tiergarten und der Zörnitzer Mühle.
Leiden
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
Livland, Herzogtum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège)
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mainz
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Moskau
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
München
weiterführende Informationen
Niederlande, Spanische
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Normandie
weiterführende Informationen
Obersächsischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Persien (Iran)
weiterführende Informationen
Piemont
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Prag (Praha), Erzbistum
weiterführende Informationen
Preßburg (Bratislava)
weiterführende Informationen
Ratsberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg.
Regensburg
weiterführende Informationen
Rinteln
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Saint-Malo
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwaben
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stade
weiterführende Informationen
Stettin (Szczecin)
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Teylingen
weiterführende Informationen
Tochheim
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Virginia, Kolonie
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Westfalen
weiterführende Informationen
Wetterau
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wismar
weiterführende Informationen
Worcester
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Ziegelberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg nahe der Ziegelscheune.
Bernburg, Rat der Bergstadt
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichskammergericht
weiterführende Informationen
Hosenbandorden (Most Noble Order of the Garter)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Schweden, Stände
Universität Heidelberg
weiterführende Informationen
Universität Rinteln (Academia Ernestina)
weiterführende Informationen
Wetterauisches Reichsgrafenkollegium
weiterführende Informationen
Ludovico Ariosto: Die Historia vom rasenden Roland, übers. von Dietrich von dem Werder / Achim Aurhammer / Dieter Martin, Stuttgart: 2002. ( Bibliothek des Literarischen Vereins in Stuttgart 29-31 ) [Nachweis im GVK]
Sebastian Franck: Paradoxa, hg. von Siegfried Wollgast, Berlin: 1995. [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Justus Lipsius: De constantia = Von der Standhaftigkeit. Lateinisch-deutsch, übers. von Florian Neumann, Mainz: 1998. [Nachweis im GVK]
Michel Eyquem de Montaigne: Les Essais, hg. von Jean Balsamo, Paris: 2007. [Nachweis im GVK]