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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: November 1651


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 299v-339v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. November 1651
Ballenstedt → Gernrode → Güntersberge → Stolberg
  • Über Gernrode und Güntersberge Reise nach Stolberg
  • Schlechte Qualität der Wege und Ausweichen auf Umwege
  • Schlechte Kenntnis der Wege durch Bedienstete
  • Abwesenheit des Grafen Johann Martin von Stolberg-Stolberg
  • Veranlassung von Vorspann zur Weiterreise
02. November 1651
Stolberg → Sondershausen
  • Über Rottleberode und Heringen nach Sondershausen
  • Besuch bei Graf Anton Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen
  • Teilnahme an der gräflichen Tafelrunde
  • Schlechter Zustand der Reisewege und Regen
03. November 1651
Sondershausen → Ebeleben → Volkenroda
  • Anfängliches Weggeleit durch Graf Anton Günther I.
  • Mühsamer Fußweg aufgrund von Problemen mit der Kutsche
  • Unterstützung und Verpflegung durch den gräflich-schwarzburgischen Stallmeister Christoph Friedrich von Marschall in Ebeleben
  • Weiterreise nach Volkenroda und dortige Aufnahme durch Amtsschreiber Eusebius Jäger
  • Bericht des Amtsschreibers Jäger unter anderem über Herzog Johann Ernst II. von Sachsen-Weimar
04. November 1651
Volkenroda → Langensalza → Gotha
  • Über Langensalza Weiterreise bis nach Gotha
  • Flut der Unstrut
  • Schlechte Qualität des Weges und schlechtes Wetter
  • Aufgrund von Erkrankung inkognito Einkehr in einer Herberge
  • Bewunderung für die Pferde, die unter der Reise leiden und sich beweisen müssen
05. November 1651
Gotha
  • Besuch bei Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg
  • Teilnahme an der herzoglichen Tafelrunde
  • Schlossführung mit Herzog Ernst I. und Gespräch mit Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Gotha-Altenburg
  • Diverse Gesprächsthemen mit Herzog Ernst I.
  • Vorführung von Wertgegenständen, besonderen Schätzen, der Portraitgalerie und exotischer Früchte
06. November 1651
Gotha
  • Besuch durch Herzog Ernst I.
  • Glatteisbedingtes Ausrutschen Christians
  • Gespräche und Religionsstreitereien mit Herzog Ernst I.
  • Diskussionen über Religionsfreiheit und Kirchenbau
  • Begegnungen mit diversen Adeligen
07. November 1651
Gotha → Eisenach
  • Brief an Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg unter Beilegung einer exotischen Frucht
  • Frühstück und Gespräch mit Eckhard Adam von Stammer
  • Abschied von Herzog Ernst I. und Weiterreise nach Eisenach
  • Unmut über mangelnde Fürsorge der Bediensteten
  • Schlechter Zustand des Weges
  • Einkehr in einer Unterkunft
  • Kontaktaufnahme mit Herzogin Christine von Sachsen-Coburg-Eisenach
  • Bitte Herzogin Christines, sie auf der Rückreise zu besuchen
  • Kurze Reisebegegnung mit einem angeblichen Bediensteten eines Fuggers
  • Positive Einschätzung von Herzog Ernsts I. Umgang mit Geldern
  • Negative Einschätzung von Herzog Friedrich Wilhelms II. von Sachsen-Altenburg Umgang mit Geldern
  • Inhaftierung und Beschuldigung zweier Soldaten, ihren Quartiermeister erschießen gewollt zu haben
08. November 1651
Eisenach → Marksuhl → Frauensee → Vacha
  • Erinnerung an die Schlacht bei Prag im Jahr 1620
  • Weiterreise über Marksuhl und Frauensee nach Vacha
  • Schlechter Zustand des Weges
  • Anbau von Hopfen und Nutzwäldern in der Umgebung von Eisenach
  • Getreideanbau rund um Gotha
  • Schwierigkeiten mit dem Vorspann
  • Fahrt durch Mischwälder und Einnahme von Wacholderbeeren gegen Rückenschmerzen
09. November 1651
Vacha → Hünfeld
  • Schwierigkeiten mit der Organisation von Vorspann und aufgrund schlechter Wetter- und Wegbedingungen
  • Weiterreise über Hünfeld Richtung Fulda
  • Kriegsfolgen
10. November 1651
Hünfeld → Fulda
  • Ankunft in Fulda
  • Regen und Schneeregen
  • Mittagspause in einem Wirtshaus
  • Abholung durch Abt Joachim von Fulda und Teilnahme an dessen abendlicher Tafelrunde
  • Krankheitsbedingte Zurückhaltung beim Alkoholgenuss
11. November 1651
Fulda → Schlüchter
  • Aufbruch aus Fulda mit Vorspann auf schlechten Wegen nach Schlüchtern
  • Regen und Schneeregen
  • Sichtung eines Schlosses und einiger Dörfer und Berge
  • Besuch durch Sittich von Berlepschs Haushalter Nathanael Jahn
  • Gedanken zu Abt Joachim, seinen Untertanen und Wertvorstellungen, sowie zu seinen Nachkriegsaufgaben
  • Vertreiben von betrunkener Gesellschaft
12. November 1651
Schlüchter → Steinau an der Straße → Soden-Salmünster → Gelnhausen
  • Weiterreise nach Gelnhausen über Steinau und Soden-Salmünster
  • Ab Soden-Salmünster Geleit durch Obrist Georg Ludwig von Hutten, Sohn des befreundeten Johann Hartmann von Hutten
  • Morgendlicher Frost und schlechter Zustand des Weges
  • Ermüdung der Pferde
  • Unmut über Beschwerlichkeit der Reise
  • Nachricht von einem versuchten Einfall lothringischer Soldaten
13. November 1651
Gelnhausen → Hanau
  • Nach dem Frühstück entlang Schlössern, Bergen und Dörfern nach Hanau
  • Schlechte Wegverhältnisse und Regen
  • Entgegenkommen und festlicher Empfang durch Graf Friedrich Kasimir von Hanau und seinen Bruder Graf Johann Philipp von Hanau-Lichtenberg
  • Positive Beschreibung Hanaus
  • Erfordernis einer Losung
  • Gespräch mit den Cousinen Gräfin Sibylla Christina von Hanau und Gräfin Susanna Margaretha von Hanau-Lichtenberg und mit weiteren
14. November 1651
Hanau
  • Abreise von Graf Johann Philipp und Gräfin Susanna Margaretha nach dem Mittagessen
  • Außerordentliches, mittägliches Fasten des Grafen Friedrich Kasimir
  • Gespräche mit dem Grafen Friedrich Kasimir und mit Gräfin Sibylla Christina
  • Betstunde
  • Erneute Erfordernis einer Losung
  • Ungeduld hinsichtlich eigener Angelegenheiten
  • Ausbleiben von Gräfin Katharina Juliana von Wied-Runkel
15. November 1651
Hanau
  • Aufgrund von Regen verschlechterte Wege
  • Nennung der Regierungsgebiete des Grafen Friedrich Kasimir
  • Beschreibung des Regierungsgeschicks der Gräfin Sibylla Christina wie auch des Grafen Friedrich Kasimirs
  • Gedanken zu den angeblich weniger diplomatischen Brüdern Johann Philipp und Johann Reinhard von Hanau-Lichtenberg
  • Gleichzeitig positiver Eindruck von Graf Johann Philipp
  • Schlechte Versorgung der Pferde aufgrund des hohen Haferpreises
  • Schießübungen mit von Graf Friedrich Kasimir geschenkten Pistolen
  • Pferdeschau
  • Schachspiel und abendliches Fasten
  • Bericht durch Obristleutnant Schütze
16. November 1651
Hanau
  • Vormittäglicher Kirchgang mit Graf Friedrich Kasimir und Gräfin Katharina Juliana von Wied-Runkel
  • Mittagessen im Schloss zu Hanau
  • Schenkung eines Schwerts und eines Otters durch Graf Friedrich Kasimir
  • Nachmittäglicher Kirchgang mit dem Grafen Friedrich Kasimir
  • Aufstieg auf einen Aussichtsturm und Besichtigung des gräflichen Gartens und gräflicher Bauten
  • Besichtigung eines Bärenkäfigs
  • Geheime Überlegungen mit Graf Friedrich Kasimir und Gräfin Sibylla Christina bezüglich Christians weiteren Vorgehens
  • Verabschiedung von Graf Friedrich Kasimir und Gräfin Sibylla Christina
17. November 1651
Hanau → Frankfurt am Main
  • Frühmorgendlicher Aufbruch nach Frankfurt am Main bei Regen und schlechten Wegverhältnissen
  • Einquartierung in einer Unterkunft
  • Besuch durch den Stadtarzt Dr. Peter de Spina und den Residenten Johann Jakob Dimpfel
  • Auflistung diverser Geldbeträge an Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz
  • Anwesenheit diverser Gesandter
  • Auflistung verschiedener Treffen und Besprechungen sowie Geldforderungen und -versprechungen
  • Erkundigungen über Christians Identität seitens eines Offiziers
  • Ergebnislose Berichterstattung durch Dimpfel
  • Gesundheitliche und weitere Ratschläge durch Dr. Spina
  • Unzufriedenheit mit aktueller Situation und Unsicherheit über das Fortgehen
18. November 1651
Frankfurt am Main
  • Spesenzahlungen an Kammerjunker Ernst Dietrich von Röder und Stallmeister Abraham von Rindtorf
  • Fortführung des Gesprächs mit Dr. Spina zum weiteren Fortgang
  • Erinnerung an Gräfin Sibylla Christinas Abraten einer Reise zum Kurfürsten
  • Schreiben an Gattin Fürstin Eleonora Sophia
  • Abermaliges Gespräch über Ergebnislosigkeit mit Dimpfel
  • Mittagessen mit Dr. Spina und Dimpfel
  • Erläuterungen zum hiesigen Geldleihgeschäft
  • Erläuterungen zum Renommee des Dr. Spina und zu dessen ärztlichen Prinzipien
  • Beschreibung des gut haushaltenden Grafen Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern und seiner Familie
  • Beschreibung der Umstände des Grafen Christian I. von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler und dessen Familie
  • Eingehen auf weitere regionale Herrscher und ihrer Regierungssituationen
  • Neuigkeiten zu den Angelegenheiten anderer Vorsprecher, nicht aber zu Christians Angelegenheiten
  • Erbstreit zwischen Landgräfin Elisabeth von Hessen-Kassel und Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel
19. November 1651
Frankfurt am Main
  • Vergleich Frankfurts mit Nürnberg
  • Beschreibung der städtischen Verwaltung
  • Erläuterung zur Bepreisung von Wein und der Weinausfuhr
  • Nachricht über geplante Aufenthaltsorte vom kaiserlichen Gesandten Isaak Volmar
  • Auflistung weiterer Gesandter in Frankfurt
  • Titulaturstreit zwischen Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg und Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern
  • Beschreibung der Region Ringgau
  • Lob des Hochheimer Weins und Geringschätzung des Weines aus Bacharach
  • Bericht zu sämtlichen Themen durch Dimpfel
  • Erläuterungen zu umgebenden Flüssen und Stillgewässern und weitere Erläuterungen zur Struktur des Frankfurter Rats
  • Kriegsnachrichten und Neuigkeiten aus dem Ausland
  • Besichtigung von Dr. Spinas Unterkunft und weitere gesundheitliche Ratschläge desselben
  • Auflistung von Geschenken der Stadt Frankfurt an Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
  • Weitere Erläuterungen zum Erzbischof und Kurfürsten von Mainz, seiner Person und seinen Finanzen
  • Verbundenheit des ehemaligen Erzbischofs und Kurfürsten Anselm Kasimir von Mainz mit Spanien
  • Erläuterungen zum Haushaltsplan des verstorbenen Kurfürsten Maximilian I. von Bayern und zu dessen Unfreude über den Kriegseintritt im Jahr 1620
  • Erläuterungen zu König Gustav Adolf II. von Schweden aus Beschreibungen des Reichsrats Åke Henriksson Tott
  • Beschreibung des Todes von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz durch Dr. Spina
20. November 1651
Frankfurt am Main
  • Spesenzahlungen an Kammerdiener Ludwig Röber
  • Nachricht über Falschauskünfte zum Erzbischof und Kurfürsten von Mainz und zu Volmar
  • Dauerregen verhindert Überlegungen einer Weiterreise
  • Seltsamer, nächtlicher Traum
  • Verpassen eines Schiffs zur Weiterreise nach Mainz
  • Unterredungen und Essen mit Dimpfel und Dr. Spina
  • Schwierigkeiten mit dem Vorspann
  • Reiseüberlegungen
  • Erläuterungen zu Kurfürst Karl Ludwigs Einnahmen
  • Überlegungen zum Reisekostenaufwand nach Stuttgart
  • Ansteigen des Mainpegels
  • Angebliche Bigamie des Obristleutnant Schütze
  • Angebliche Toleranz des Kurfürsten Karl Ludwigs in Religionssachen
  • Nachrichten und Neuigkeiten aus dem Ausland, besonders auch von Extremwetterphänomenen
21. November 1651
Frankfurt am Main → Langen → Darmstedt
  • Spesenzahlungen an Röber
  • Gesundheitliche Empfehlungen durch Dr. Spina
  • Angebliche Läuterung des ehemaligen Feldmarschalls Lorenz von Hofkirchen
  • Erläuterungen zu Frankfurts Bevölkerung und stationierten Soldaten
  • Verabschiedung und Beschenkung von Dr. Spina
  • Ausreise aus Frankfurt Richtung Sachsenhausen über Mainbrücke
  • Reise über Langen nach Darmstadt
  • Vorspannkosten
  • Bei Regen eher schlechtes als rechtes Vorankommen
  • Abholung in der Herberge durch Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt und Sohn Landgraf Ludwig VI.
  • Gemeinsames Essen nach festlichem Empfang und anschließenden Gesprächen
  • Nachricht von einer Reise König Karls II. von England zu Kaiser Ferdinand III.
22. November 1651
Darmstedt → Zwingenberg
  • Frühmorgendlicher, eiliger Aufbruch nach Essen mit Landgräfin Sophia Eleonora von Hessen-Darmstadt
  • Angaben zu Unterhaltszahlungen des Landgrafen Georgs II., seinen Privilegien und zum Unterhalt seines Hofes
  • Landgräfliches Geleit bis zur Mittagspause in Zwingenberg
  • Beschreibung der Bergstraße Richtung Heidelberg
  • Befürchtung Landgraf Georgs II. eines Szenarios nach englischem Vorbild
23. November 1651
Zwingenberg → Heidelberg
  • Spesenzahlungen an Röber
  • Nach dem Frühstück Aufbruch aus Zwingenberg nach Heidelberg
  • Adelige als Geleit bis an die Grenze
  • Durchfahrt durch Bensheim und Weinheim über die reisefreundliche Bergstraße
  • Freude über Ankunft in Heidelberg
  • Aufgrund von Erkrankungs- und Erschöpfungserscheinungen Einreise und Einquartierung inkognito
24. November 1651
Heidelberg
  • Spesenzahlungen an Röber
  • Nachricht vom Tod des böhmischen Oberstkanzlers Georg Adam Borzita von Martinitz und weiterem
  • Abgaben an Geleitsleute
  • Einweihung des Kurfürsten Karl Ludwigs in Christians Anwesenheit
  • Abraten zur Reise nach Heidelberg auch durch Landgraf Georg II.
  • Dauerhafter Gegenwind als möglicher weiterer Indikator für eine andere Reiserichtung
  • Gestriger Tag als einziger schöner Tag der gesamten Reise
  • Nachricht von Kurfürst Karl Ludwig mit Bitte um Abwarten und schließlich Abholung auf das Schloss
  • Besuch durch Kurfürst Karl Ludwig in Christians Gästezimmer und gemeinsamer Besuch bei Volmar
  • Teilnahme an der kurfürstlichen Tafelrunde bei maßvollem Alkoholkonsum
  • Erläuterungen zu Kurfürst Karl Ludwigs Regelungen von Religion, seinem Sonderprivilegien und seinem Stand beim Adel
  • Besuch bei Kurfürstin Charlotte von der Pfalz nach Rückzug in eigene Unterkunft
  • Abendessen abermals an der kurfürstlichen Tafel
  • Trinken auf die Gesundheit
  • Details zum Tod der Gräfin Henrietta Maria von Munkatsch
25. November 1651
Heidelberg
  • Unterredung mit Volmar
  • Gemeinsames Essen mit Kurfürstin Charlotte
  • Dem Kurfürsten Karl Ludwig gegenüber Offenbaren der Fragen hinsichtlich Religionssachen, der Grafschaft Aschersleben und hinsichtlich alter Forderungen
  • Höflichkeit, aber Ungerührtheit des Kurfürsten Karl Ludwig
  • Unterredungen mit weiteren Räten
  • Johann Otto von Schönberg als einer der ältesten kurpfälzischen Bediensteten, nach kürzlichem Tod des Ludwig Camerarius
  • Bekanntschaft mit den Obristen Emanuel Kotz von Metzenhof und Lukas Spieck zu Bibergau und Langenau
  • Erklärungen des Volmar zu Friedensforderungen zwischen Frankreich und Spanien und deren Positionen zu England
  • Vermutungen Volmars zu Einkünften Kurfürst Karl Ludwigs
  • Einführen einer Losung
  • Eigenhändige Formulierung von Gesuchen
26. November 1651
Heidelberg
  • Schnee und Regen
  • Spesenzahlungen an Röber
  • Kirchgang mit Kurfürst Karl Ludwig
  • Ernüchternde Reaktion des Kurfürsten Karl Ludwigs auf Christians Anliegen
  • Besuch bei den Pfalzgräfinnen Elisabeth und Sophie von Pfalz-Simmern und Besichtigung der Portraitgalerie
  • Gedanken zur Zwickmühle der mit König Karl II. verbundenen Kurpfälzer, denen das Englische Parlament eine Kooperation anbietet
  • Abermalige Ausgabe einer Losung
27. November 1651
Heidelberg
  • Spesenzahlungen an Röber
  • Vielfältige Unterhaltungen beim gestrigen Abendessen über des Kurfürst Karl Ludwigs Lasten
  • Teilnahme Spiecks an der Tafelrunde wie auch des Volmars Stallmeister
  • Erläuterungen zu des Kurfürsten Karl Ludwigs und seiner Schwester Pfalzgräfin Elisabeths von Pfalz-Simmern Positionen in Religionsfragen
  • Ausführungen des Kurfürsten Karl Ludwig zu politischen Gegnern und Unterhaltskosten
  • Besichtigung des Heidelberger Johann-Casimir-Fasses und weiterer Sehenswürdigkeiten
  • Besuch des Pferdmarktes und des Gartens
  • Besuch durch Volmar und Verbleiben desselben zum Abendessen
28. November 1651
Heidelberg
  • Spesenzahlungen an Röber
  • Abermals Losungseingabe
  • Gestrige Nachricht vom Schiffbruch des Pfalzgrafen Ruprecht von Pfalz-Simmern
  • Gemeinsam mit Kurfürst Karl Ludwig Wegbegleitung für den ausreisenden Volmar
  • Feierlicher Abzug Volmars mit gemeinsamem Kirchgang und Essen
  • Abermaliges Ansprechen Christians der eigenen Anliegen
  • Beschreibung des Heidelberger Marstalls
  • Aufgebot von Soldaten während des Auszugs Volmars aus Heidelberg
  • Besuch durch den kurfürstlichen Stallmeister bezüglich Christians Weiterreise nach Stuttgart
  • Letztes gemeinsames Abendessen mit dem Kurfürsten Karl Ludwig und Verabschiedung
  • Im Geldwert geringes Geschenk des Kurfürsten Karl Ludwig
  • Ausgabe einer Losung
  • Rat zur Reise nach Stuttgart durch Haushofmeister von Botzheim
  • Höfliche Zurückhaltung auch durch von Schönberg
29. November 1651
Heidelberg
  • Spesenzahlungen an Röber
  • Nach dem Frühstück abermaliger Abschied durch Kurfürst Karl Ludwig unter Verweis auf seine vielen Unterhaltszahlungen als Familienoberhaupt
  • Kurpfälzisches Geleit bis nach Sinsheim
  • Beschreibung der kurpfälzischen Ämter und Regierungsgebiete wie auch der damit verbundenen Einnahmen
  • Klagen des Kurfürsten Karl Ludwig über den kurpfälzischen Adel
  • In Sinsheim Unterbringung durch den Kurfürsten von der Pfalz
30. November 1651
Heidelberg → Heilbronn
  • Adventssonntag
  • Nach dem Frühstück Aufbruch nach Heilbronn auf schlechten Wegen
  • Angaben zu militärischer Sicherung und geografischer Lage Heilbronns
  • Probleme mit der Kutsche verlangsamen das Fortkommen
  • Abgabe der Losung in Heilbronn
  • Gedanken zu den möglichen Einkünften des Kurpfälzer bei Anerkennung des Englischen Parlaments
  • Reparatur der kaputten Kutsche
  • Kriegsbedingte Ausdünnung der Heilbronner Bevölkerung
  • Einkehr in einer Unterkunft und durch Kotz Organisation von Vorspann
|| [[Handschrift: 299v]]

Samstag den 1. Novembris; 1651.

<Mois; a moy, malencontreüx coustümierement, non tousjours.>


[Meilenm.]
Von Ballenstedt, nachm frühestügk auf Gernroda 1
Von dannen, auf Güntersperge
über berge undt thal, undt außgewaschene
wege, da man einen hundt kawm hiniagen
2
sollen, biß endtlich, auf Stollbergk 1
alda wir auch, kurtz vor der Stadt, am Schloßsa
hinundter, einen greẅlichen berg hinab
wandern müßen. holtz, berg, thal,
tieffe, undt endtlich Steinklippen, seindt
heütte unsere anmuhtigkeitt, undt versaltzenes
wildpreth gewesen.
4


Jch habe zwar geritten, mit 4 oder 5 pferden
dennoch, mein theil empfunden. Die kutzsche aber hat
übel gefahren, undt kaum forthgebracht werden können.


Sie haben auch irre gefahren. Zu Güntersper- || [[Handschrift: 300r]]
ge ging dahin unser bohte, der allte Randthaner, kawm
die wege gewußt, undt uns übel geführet, von
wegen der außgewaschenen wege, undt das die
Bohten, mehrentheilß die fußsteige beßer,
als die fahrwege in acht <zu> nehmen pflegen,
zu Güntersperge sage ich, haben wir frische vorspann-
pferde genommen, welche unß auf Breitenstein
zu, (ob es schon umb ist) geführet. Der weg
war beßer, dadurch auf Stollbergk, zu kommen.


Von Ballenstedt auf Güntersperge hetten wir
auch nur sonst zwo meilen gehabt. Dieweil
es aber unmüglich, durchzukommen gewesen, alß
haben wir eine meile weges ümb, auf Gern-
roda zu, raysen müßen. Jst doch schlimm genung gewesen!


Patientia. Patientia. Patientia.


Zu Stollbergk bin ich, in einer schlechten herberge,
eingekehret. Sie klagen, über die kriegsruin.
Sonst, hats feine haüser zu Stollbergk, wiewol
wir, im finstern, dahinkommen, undt wenig sehen können.


Dieweil der grave abwesendt ist, nemlich: auf
dem begräbnüß, seines Schwagers, des Graven von Barby,
undt kein vorspann auch, vorgeldt, zu erlangen, weil nur
Kärner alhier wohnhaft, Alß muß ich nohtwendig,
zum Amptmann1 schicken, umb müglichste forthelfung.

|| [[Handschrift: 300v]]


Der Amptmann2, (zu deme ich Ludwig Robern geschicktt)
hat endtlich geordnet, daß in der Stadt, mir vorspann,
auf eine Tagerayse, gegeben werden sollten, oder
von den pawren, auß dem nechsten gräflichen
zugehörigen dorfe!

Sonntag den 2. Novembris: 1651.


Mit difficulteten, hat man vier vorspannpferde
auß der Stadt Stollbergk, erhalten, undt auß dem
nechsten dorfe, noch zwey. Wir haben über hohes
gebirge gemußt, nach dem wir anfangs, bey
Rotleberode (alda die Schmeltzhütten des Silbers,
kupfers, undt eisens sein,) vorüber paßiret, undt
andere dörfer, liegen gesehen. Man hat mit den
bösen fuhrleütten, zu Stollbergk, viel händel
gehabtt, weil sie auf ihre StadtPrivilegia gepocht,
undt weitter nicht, alß auf häringen, so
von Stollbergk gelegen, fahren wollen.
2 Meilen[m.]

Bey häringen, haben wir, in einem dörflein, gefüttert,
undt vorspann genommen.
Von dannen, nacher Sonderßhausen 1½ [Meilenm.]

alda ich zwahr, (wegen erlittenen <un>gemachs) retirat
sein wollen, undt im wirtzhauß, verbleiben, Allein
endtlich, habe ich hinauff geschickt, mich anmelden zu || [[Handschrift: 301r]]
zu laßen, welches Graf Antonij Günther, sehr
wol gefallen, undt er ist zu kutzschen hinundter
kommen, mich zu bewillkommen, undt abzuholen. Er
ist ein wolqualifizirter feiner herr. Ohngefehr, ein
33 oder 34 iahr altt. hat wol peregriniret,
undt verstehet seine sachen wol. Gibt einen guten
Reütter, haußhalter, undt hofmann. Seine
gemahlin, ist eine geborne Pfaltzgrävin, der
Aeptißinn zu Quedlinburgk Schwester.


Die Aepti Fürstin von häringhen, ist auch an
itzo, zu Sonderßhausen, (aufm Jahrmarcktt,)
hehrkommen, undt hat neben vorgedachter gemahlin,
und einem Freẅlein von Hollach, mit unß
Tafel gehalten, zusampt andern cavallieren,
undt meinen Junckern. Man hat zum Trungk, <niemandt genöhtiget.>


Daß wetter, undt der
weg, seindt sehr böse abermals gewesen, durch
berge, undt tiefe wege, in starckem regenwetter.

Montag den 3. Novembris: 1651.


Der höfliche Graff, ist mit Mir, hinauß geritten, in
sehr naßem, bösem wetter, ein stügke weges. Er hat
Meilen[m.]
mich führen laßen, biß nach Ebeleben 2.

undt einen vom Adel, Grießheim vom geschlecht, mitgeschickt.

|| [[Handschrift: 301v]]


Undterwegens, ist mir ein radt, an der kutzsche
etwaß wandelbahr worden, darüber ich, in
bösem wetter, undt wege, ein gut stücke
weges, zu fuße gehen müßen, weil meine,
vorahn gerittene leütte, so unachtsamb,
undt nachleßig, gewesen, daß sie nicht nach mir,
gesehen, sondern immer forth geritten, biß endtlich,
einer vom Adel, ein Marschalck von geschlecht,
Stallmeister des Graven von Ebeleben, sich über
mich erbarmet, undt durch seine Vigilantz,
meiner leütte (Abraham von Rindtorf cum sociis,) oscitantz, zuvor
kommen, undt mich im felde rencontriret, undt
gleichsam, meine füße auß dem tiefen Schlamm,
gezogen, daß ich also darvon reitten können, mit
einem guten klepper, des graven Ludwig Gün-
thers, deme an itzo, Ebeleben zugehöret, er aber,
zu Barby aufm begräbnüß, sich befinden solle.


Zu Ebeleben, hat mich dieser Marschalck wol
tractiret, undt accommodiret, daß schloß gezeiget, undt
daß iüngste Freẅlein, des graven Schwester3, mich an-
sprechen laßen, in dem ich die losamenter besichtiget,
Meilen[m.]
darnach vorspann mir gegeben, biß auf Volckaroda, 2.
|| [[Handschrift: 302r]]
welches hertzogk Ernst, von Saxen Weymar Liebden numehr
zuständig. Vor diesem, hatte es hertzogk Albrechtt Sehlig.


Die vorspann, so mir Marschalck gab, wahren
seines herren kutzschpferde.  Nachmittags,
ist es etwaß beßer wetter worden, als es,
in die 4 oder 5 Tage hero, nicht gewesen.


Volckaroda lieget etwas auß dem wege,
iedoch hat man, (umb der vorspann willen,) einen
umbweg nehmen müßen. Ce voyage m'est penible!


Zu Ebeleben, speiset nicht allein Marschalck
mit Mir, sondern auch, meine Junckern, item:
Der von Grießheim, ein Schwedischer gewesener
leütenampt, (avec lequel, j'eüs dés dispütes,
touchant la cruautè exercèe, il y a deux ans,
en mon pays, de Jsrael Jsaacs, contre les soldats,
un peü sinistrement persuadèz, ou jmbüs) undt
ein bereütter.


Marschalck, ritte eine egke, mit mir, hinauß,
ein gut stücke weges, biß an die Volckarodische
gräntze, darnach, nahm, der redliche Allte, erfahrne
Cavaglier, seinen undterthenigen abschiedt.


Zu Volckaroda, ist nur ein Ambtschreiber, ein feiner
kerll, welcher gar außrichtsam, undt willig gewesen.

|| [[Handschrift: 302v]]


Er heißt: Eusebius Jäger, ist schon 12 iahr lang, in
diensten, des Weymarischen hauseß, undt auch mitt
zu Münster, undt Osnabrügk, (alß ein legations-
Secretarius,) mitt gewesen. Er hat mir viel
wißen zu referiren, von selbigen Tractaten,
undt auch von dieses Landes Düringen gelegenheitt.


Undter andern, sagte er, Er hette hertzogk Ernsten,
in diesen, 12 iahren, niemalß trungken gesehen,
undt lobte seine Mäßigkeitt, Gottesfurcht, undt
hochweyse Regierung, Sitten, undt anstaltt, rühmlich.

Dienstag den 4. Novembris: 1651.


Nachm frühestügk, geritten von Volckaroda dem
Meilen[m.]
gewesenen kloster nach LangenSaltze 2.

Undterwegens, umbziehen müßen, wegen ergießung der Unstrutt, undt über eine
brügke, bey einem Städtlein, paßiret.


LangenSaltza, ist eine Stadt, so dem Churfürsten
von Saxen, zuständig, undt der General Maior
Trandorf, sol numehr Landßhaüptmann aldar
sein. Wir ritten, an der Stadt, hinweg.


Meilen[m.]
von dannen, nach Gohta vollends, 2.


Wegen bösen wetters, undt weges, auch umb-
raysens, undt ankunft, im finstern, gegen 6 oder 7 uhr,
habe ich mich nicht, anmelden lassen mögen. Bin derowegen, || [[Handschrift: 303r]]
in der vorStadt, in der herberge zum Schwartzen Mohren,
diesen abendt, (gleichsam unbekandt), verblieben, undt
die Stadt ist schon gesperret gewesen. Jch habe keinen
auflauff veruhrsachen mögen, zumahl da man
mit hußten, undt Catharris, befallen ist. Gott er-
halte unß, so wol als die hindterlaßenen,
bey guter frischer leibesgesundtheitt! undt seye
gelobt, daß man heütte kein sonderliches unglügk
gehabt, noch im finstern zu pferde gefallen!


Wie es leicht bey tage, undt bey nacht, gefährlich
in den digken gamaschen, (so gleichwol vor koht
undt regen, zu tragen, dienlich) hette geschehen können,
inmaßen mein fuchß etzlich mal, mit den Schen-
gkeln außgelitzschet, undt alß ein schwehres
pferdt, so wol von der rayse, alß sonderlich von dem
fall, den er mit mir, an einem Misthauffen,
zweymahl gethan, im dorf Sueroda, hindter
Gernroda, (so ich einzuzeichnen vergeßen) müde
worden, undt sich zimlich gerißen mag haben.


Jst sonst ein gutes dawerhaftes pferdt, Gott
bewahre mirs, vor unglügk! Jch bliebe
damals zu Sueroda drauf sitzen, ob es schon zwey-
mal nacheinander, in einem tiefen misthauffen fallen muste.
Er recolligirte sich aber, gar fein, dazumal, und erhub sich wieder. perge et cetera

|| [[Handschrift: 303v]]

Mittwoch den 5ten: Novembris: 1651.


Diesen Morgen, habe ich Röder, Meinen CammerJungker hinauf,
aufs Schloß zu Gohta, geschickt, mich anmelden, undt com-
plimentiren laßen. Der hertzogk Ernst, mein vetter,
hat dero Sohn, Stallmeister, Wangenheim, wieder zu mir
geschickt, mit mir reden, seine freẅde, über meiner an-
kunft, verkündigen, undt beklagen laßen, das ich daselbst
eingezogen, ist auch baldt hernacher, in person gefolget,
undt hat mich selber gar höflich abgeholet, undt in das
schöne Schloß, so Sie erbawet zu gedachtem Gohta, (so
vor diesem, Grimmenstein, geheißen, undt viel grimmes,
veruhrsachet, an itzo aber, friedenstain, genandt
wirdt) eingeführet, auf dero leibkutzschen.


Bey der tafel, zur Mittagsmalzeitt, hat sich befunden,
der hertzogk, die hertzoginn, zweene iunge herren, zwey
Freẅlein, meine drey Jungkern, undt 3 vom adel, des
hertzogs, alß: der hauptmann Vogel, ein Miltitz4, undt ein Joel<Jonas>.
Jch mußte allein, oben ahn, sitzen. Man trungk gar wenig.


Am nebentische, saß eine Jungfer, undt der Stallmeister
Wangenheim, nebenst andern.


Nachmittags hat mich der hertzogk herümber geführet, in
seinem schönen hauße, die vornehmsten losamenter,
kirche, schöne Bibliothecam, undt etzliche Rahtstuben,
mir gezeiget, wie auch, sein eigenes losament,
undt seiner Söhne, den Stall, Küche, Schlachthauß, etcetera || [[Handschrift: 304r]]
undt allerleyen satisfaction, mir gegeben, auch mit vielen
schönen, vernünftigen dißcurßen, mich underhalten.
Daß Ballhauß, wurde mir auch gezeiget.


Jch gienge darnach auch, zur hertzoginn, in ihr
feines zimmer, da wurden ihre kinder, 5 Söhne,
undt drey Töchter, zu hauffe gebrachtt. Gott segne Sie!


Nota Bene[:] discorso fra altrj, che il Duca Guigliermo riceveva
per anno più di 50 mille Taleri doppio tributo straordinario,
mà non poteva maneggiarlj convenevolmente?
così dissipa l'amore e la carità, de suoj sudditj.


Jtem: Nota Bene[:] hanno donato al Principe Augusto mille Talarj, liqualj
glj Duchi ci havevano imprestato al viaggio dj Münster & Osnabrück
ed jo, non ne sò niente.


Er zeigete mir auch, in seinem gemach, einen
schönes creützgefäß, mit golde versetzet,
welches der König in Frankreich hertzogk Berndt Sehlig
præsentiret gehabtt. Jtem: stücker von Elfen-
bein, schöne perspicilbrillen, undt andere sachen.


Jm großen Sahl, (welcher 100 ellen lang,
undt 40 ellen breitt,) wahren allerley
conterfect, nach Lebensgröße vieler Säxischer Churfürsten.


Jn der hertzogin gemach, sahe man auch, undterschiedene conterfect,
uhrwerck, undt andere hüpsche Sächelchen.


Wir sahen auch in einem zimmer, vielerley welsche
früchte, Pomerantzen, undt Citronen, auch viel andere baẅmlein.

|| [[Handschrift: 304v]]

Donnerstag den 6ten: Novembris: 1651.


Der hertzogk Ernst ist zweymal vormittags,
bey mir, gewesen, & nous nous sommes fort estocadèz,
en matiere de religion.


Alß er, mit Mir, spatziren gienge, durch
ein fenster, ahn eine zugbrügke, bin ich sehr
gefallen, weil es glatt gewesen, also: daß von
dem harten fall, aufs hindertheil des haüpts,
mirs, vor den augen, zu schimmern, angefangen,
hette auch leicht können, gar hinundter, in graben
fallen. Also seindt wir, täglichem unglügk,
undterworfen! Gott Lob, vor seine hülffe!


Wir giengen darnach spatziren, umb
den wall, auf den alltan, undt sonsten.


Nach der malzeitt, hat mein vetter, mich
wieder in Mein losament, begleittet, & il y a
eü dès rüdes dispütes longues, & diverses,
de la religion derechef.


Er sagt, er habe über eine million schulden,
in der theilung, auf sich, genommen.


Dispütes, qu'il allegue, avec Mademoiselle Eve,
de gratia universalj, m'impütant d'estre trop
de l'opinion de ceux de Heidelberg, &cetera

|| [[Handschrift: 305r]]


Nota Bene[:] Il a fort insistè, que ie devois permettre
a ses religionnayres, de bastir, ün Temple
à Bernbourg, afin d'èsmouvoir le Prince Jean,
a faire le semblable, c'est a dire a permettre
l'Eglise, qui y est desja, en quoy il y a
bien de la diversitè, & ce seroit ün eschan-
ge trop inèsgal, si tout doibt demeürer,
en l'estat, qu'il a estè l'an 1624. Selon
l'instrüment de la paix concluë?


Je me suis enfin declarè, apres plüsieurs
contestations, Que, si l'Electeur de Saxen,
concederoit le semblable aux refformèz en
ses villes, & pays, & luy, icy, & son frere a
Weymar, qu'alors, de ma part, i'y aviserois,
et que sans cela, i'avois assèz des Eglises
Lütheriennes, en ma Tetrarchie!


Der hofmeister Kötzschaw, undt der alte Valtin
bereütter, beyde gute bekandten, haben sich
præsentiret. So ist auch gegen abendt, ein
iunger Seckendorf, anhero kommen.


Viel conversationes undt conferentzen, mit
hertzogk Ernsten, gehabt, undt in die behtstunde gegangen.

|| [[Handschrift: 305v]]

Freitag den 7. Novembris: 1651.


hertzogk Ernsten, habe ich ein brieflein, an Meine
freundliche herzlieb(st)e gemahlin, nebst, einer Schachtel, mit einer
großen Citronat, zu bestellen, gebehten.


Postea gefrühestügkt, undt Oberhaüpt von
Arnstedt, hat mir zugesprochen.


Der vetter, ist baldt darnach, gefolget, undt
hat freundlich abschiedt, von mir genommen, auch mich hi-
nundter begleittet, biß ans pferdt, undt seinen
Stallmeister Wangenheim, mittreitten laßen,
nebst zweyen Tromptern. Er aber, ist in die
kirche, undt wochenpredigt, gegangen, nach deme
ich hinweg geritten gewesen.


Undterwegens, nach gepflogenem dißcurß, mit
Wangenheim, (welcher cornet, undter meines bruders,
Fürst Ernsts Sehlig leibcompagnie, vor Lützen gewesen)
habe ich ihn wieder von mir gelaßen, undt habe
die Trompter mittgenommen, vf 2 meilen, von Gohta,
allda ich, auf einem dorf, kalte küche halten wollen,
auch eingeritten, undt bey einer Stunde lang, meiner
kutzsche erwartett, allein durch unachtsahmkeitt || [[Handschrift: 306r]]
meiner diener, oder lacquayen, seindt sie forthge-
fahren, haben mir despect, undt hungerigen Magen
veruhrsachet, undt eine weile, (auß Mißverstandt)
vergebens wartten laßen, biß ich endtlich
ihnen gefolget, Sie eingeholet, sehr malcon-
tent, undt ungeduldig worden, undt nichts mehr
zu Mittage, eßen mögen, undt den einen Trompter,
wieder von mir, geschicktt, zu rücke, nach Gohta,
den andern aber, bey mir, behalten.


Wir seindt in zimlichem bösem wege, heütte
von Gohta, nach Eisenach geritten
etzliche rechenen es nur, von 2 oder 2½ meilen. perge
Meilen[m.]
3


Jm wirtzhauß zum Stern, bin ich eingekehrt,
unferrne vom Schloße, darinnen, die allte hertzo-
ginn, wohnet, habe zu Jhrer Liebden geschickt,
Meine dienste, offeriren laßen, alleine, Sie
ließen sich endtschuldigen, sie wehren unpaß,
köndten mich auch nicht aufnehmen, weil
Sie es nicht vorhero gewußt hette, undt Sie
nicht mit leütten, versehen wehre. Jm rückwege,
möchte ichs ihr avisiren, So wolten Sie mich gerne sehen!


Sie kan vor sich selbst, weder sehen, noch hören, höret
aber etwas, durch einen Silbernen Trichter, dadurch eine Fraw || [[Handschrift: 306v]]
(derer Sie gewohnet) ihr einspricht, waß andere
leütte mit ihr reden, undt sie ist, die Cammer-
fraw, wie der hertzoginn dollmetzscherinn.
Führet also ein elendes leben! Sie ist, eine ge-
borne landtgrävin von heßen, landtgraf Moritzen
Sehlig Schwester, undt wittibe des allten hertzogs, hanß
Ernsts von Eisenach Sehlig den ich in Meiner iugendt, gesehen.


Sie hat keine Junckern, noch Jungfern, bey sich, sondern
nur diese Cammerfraw, vndt sol mit rechenpfennigen, gar
perfect, noch zehlen können.


J'ay veü auiourd'huy, ün homme a cheval nous costoyer,
soy disant ün serviteür dü Conte de Kirchbergk, et ün
Conseiller de la Düchesse, parent d'ün Conseiller dü Düc Ernst,
sans se nommer toutesfois. Mes gens, le tenoyent pour
honneste homme, et il fit semblant, de vouloir nous accom-
pagner, vers Eisenach. Mais il se perdist, de nous, a
üne heüre distant de là. Pas ün de nos Trompettes, ne
le cognoissoit. Cela m'est süspect, et ie le tiens, pour
ün Voleür, ou èspion. Dieu nous garde de telle Vermine!


Ein cornet, undt ein knecht sitzen alhier zu Eisenach,
an itzo, weil sie einen Quartiermeister, (deme der
knechtt, untreẅ worden) viermal durchschoßen.


Le Düc Ernst, a de revenü annüel, 30000 florins (Gulden)f. paye force || [[Handschrift: 307r]]
debtes, bastit, mais ne dèspend rien jnütillement. Il paye
tous les quarts d'an, ses gens, parfaictement, ne greve
point, son pays, mèsnage tresbien, ordonne de belles reigles,
a ses affaires, & est fort estimè, par tout l'Empire, a
cause de son bel ordre, prüdence, sage conduitte, & scavoir perge et cetera
la ou d'autres, font grande dèspence, & n'ont iamais assèz!


Le Düc Guillerme a double, triple, quadrüple, quintüple, tribüt & do-
nations, de ses süjets, souventesfois, iüsqu'a 50 mille ReichsthalerRthlr: de
sübside extraordinaire par an. Mais tout cela, se dissipe!


Baldt, nach deme Rindtorf, von der hertzoginn, wiederkommen,
schickte die alte Fürstin, den Secretarium, Melchiorn
Nähring, zu Mir, ließe mich compljmentiren, und sich
nochmalß excusiren, insonderheit aber bitten, ihr im
rügkwege zuzusprechen, undt es vorhero zu avisiren,
Sie hette gerne, meine intentiones penetrirt,
Mais i'ay payè, ce depütè, de monnoye ambiguë.
Sie hat auch sehr gewüntzschet, die allte confidentz,
freündtschafft, undt vertraẅligkeit zu erneẅern perge
so Sie mit Meinen Sehligen Elltern, gepflogen.


Dieser Melchior, dienet eigentlich, hertzogk Albrechts
Sehligs wittwen. Jst nur endtlehnet, von der alten Fürstin
zu dieser deputation worden. Sie hat einen Stock im
Schloße ein, den andern stock, hat hertzogk Wilhelm,
den dritten, hat hertzogk Albrechts wittwe, welche an itzo
zu Aldenburgk, sich auffhelt. Die alte Fürstin, sol noch || [[Handschrift: 307v]]
eine Adeliche Jungfer, von Witzleben, bey sich, haben.


Ein hohes Schloß, zur lincken, aufm berge, Wartem-
bergk genandt, haben wir, über Eisenach, gesehen.


Der Cornet, undt der knecht, sollen den Quartiermeister, in
der meinung, alß wolte er mit Spannischem gelde, durchgehen,
geschoßen, aber nicht tödtlich verwundet haben.
Werden also, vor halbe Straßenraüber geachtet,
weil ihnen, die execution, nicht anbefohlen.
Der quartiermeister gleichwol ist außenblieben,
wieder parolle, undt nicht wiederkommen. perge

Samstag den 8. Novembris: 1651.


Am heüttigen dato, geschahe die Nahmhafte Schlacht,
vor Prag, den 8. Novembris anno: 1620. Darvon ich
noch, dengkzeichen, so wol, alß Ehre entpfinde.


Meilen[m.]
Von Eisenach, nacher Margksuhl 1.
Jst Sachßen Weymarisch. Von dannen,
nacher Frawensehe, welches heßisch ist,
undt Landtgraf Herman, zugehörig.
1.


Diese beyde meilen, in wäldern, bergen,
undt Thälern, auch sehr bösen wegen, seindt
unsern pferden, sonderlich, dem übelen vorspann,
sehr sawer worden, undt schwehr ankommen, undt
wir haben zu FrawenSehe, in der Schengke, kalte küche, gehalten. || [[Handschrift: 308r]]
An beyden orthen, seindt sonst Schlößer gebawet.
Meilen[m.]
Von FrawenSee, nach Vach <im heßen,>
Jst eine Stadt, so nacher Caßel, gehörig ist.
1.

Die heüttige drey meilen, seindt so schwehr worden,
alß andere Sechße, wegen bösen wetters,
undt wege. Gott hat dennoch, gnediglich hindurch
geholfen, der seye gelobet, vor alle wolthaten!


Die kutzsche ist etzlich mahl, gantz stegken
geblieben, undt mit mühe wieder fortzubringen
gewesen.


Umb Eisenach, herumb, gibt es viel hopfen-
gärtten, undt ein stargker handel mit hopfen.


Es mag auch, auß den brennholtzfuhren,
viel geldt gelöset werden.


Umb Gohta, wahr schön getreydig, undt also
in Düringhen überall, biß das gebirge angieng.


Wegen der vorspann gibt es überall
große, undt mannichfaltige difficulteten. perge


Die pawren, haben wenig pferde, mehrentheilß
Ochßen, wormitt Sie alle arbeitt, verrichten,
sonderlich jn heßen. perge


Man siehet, hin- undt wieder, nicht allein, Eichen-
Fichten- undt Tannenbaẅme, Sondern auch viel wachol-
derstauden. J'en mange lés grains, sentant mal au dos!
Le Vent, m'est presque tousjours contraire!

|| [[Handschrift: 308v]]

Sonntag den 9ten: Novembris: 1651.


Nach vielen großen difficulteten, so theilß der Ampts-
rentmeister zu Vach, theilß der Bürgermeister gemacht,
(in deme sie beyde, discrepant, wegen der vorspann
gewesen, undt die Stadt dem Amptt, nichts zu willen,
wißen wollen) bin ich endtlich, forthkommen, undt hat
der bürgermeister noch zu letzt, beßer als das Amptt,
hülfe gethan. Jch wehre zwahr gerne, in
die kirche gegangen, (zumahl, da ich eine reformirte
predigt hören können,) habe aber, (meinem ge-
brauch zuwiedera) auch noch diesen Sontag, avanciren
müßen, Sintemahl das böse wetter, undt der böse weg,
an itzo, gar nicht feyren, noch beßer werden wollen.
Gott verzeyhe mir alle sünde, undt undter-
laßung, undt<den> öffentlichen Gottesdiensts, undt
sehe meine privatgedancken, undt Herzseüftzerb,
mit gnedigen augen, väterlich ahn!


Meilen[m.]
Von Vach, nacher hinfeldt, ein Städtlein, im Stift Fulda
ein langweiliger, böser weg, im regen, geritten.
3.


Undterwegens, nicht allein berge, undt holtz, (mit
wacholdern, eichen, undt bircken erfüllet), sondern
auch, wüßte dörfer, gesehen, so noch reliquien vom kriege
außweisen.

|| [[Handschrift: 309r]]

Montag den 10ten: Novembris: 1651.


Meilen[m.]
Nach vieler difficultet, wegen des vorspanns, bin ich endtlich ge-
fördert worden, von hinfelden biß nacher Fulda

2.


Undterwegens, berge, holtz, bösen tieffen weg gehabtt.


Daß wetter, war auch regenicht, undt wiederwertig,
etwas mit schnee, vermenget. Undterwegens dörfer gehabt <undt klöster, zur seitten liegend gesehen. perge et cetera>


Nach gehaltener malzeitt, hat der Apt, erfahren, wer
ich wehre? mich willkommen heißen laßen, undt besuchen,
durch seinen Stallmeister5, da ich noch über tische saß
im wirtzhause, im Falcken, undt mich nicht beunruhigen
wollen. Gegen abendt, aber, ist der herr Apt, selber
zu mir kommen, zu kutzschen, undt hat mich abgeholet,
gar ansehlich, auf sein Schloß, alda mich wol logiret,
undt entreteniret, auch mit einer guten abendt-
mahlzeitt, tractiret. Bey der malzeitt wahr auch der
Thumbdechant, einer von Rindtorf, (meines Rindtorfs Bruder)
Jtem: ein probst, undt ein Vicarius, darnach meine
drey Jungkern, undt dann ein Medicus. Jch mußte
alleine, oben ahn sitzen, der Apt saße vorm tische, undt
es gab allerley gute gespräche. Der Vicarius bette
auch vor- undt nach der mahlzeitt lateinisch, undt laß
über der Tafel, die avisen, sonderlich, von des guten Königes
abentheẅerlichen errettung, auß der gefährlichen Crom-
wellischen Schlacht, undt wie er auß Engellandt, endtkommen,
davor billich, Gottes gühte, undt Allmacht, höchlich zu preisen.

|| [[Handschrift: 309v]]


Nach guten dißcurßen, undt nicht übermeßigen Trungk,
(weil ich davor protestiret, undt voller catharr undt
hußten bin) wanderten wir über eine weile, wieder
voneinander, mit gutem contento.

Dienstag den 11ten: Novembris: 1651.


Der höfliche Apt, hat mich, in seiner kutzschen,
ein Stügk weges, hinauß begleittet, wie
auch meine kutzsche, mit vorspann versehen,
undt einen Trompter zugeordnet. Seindt wir
also, in vielem waßer, undt bösem wege,
Meilen[m.]
gezogen, biß nach Schlichter, 3.

im Hanawischen, undt haben den gantzen
Tag, mitt zugebracht, Es hat geregenet,
undt geschneyet, und ich habe immer geritten.


Eine meile von Fulda, kahmen wir, auf ein hüpsch
Schloß zu, Neẅenhof genandt, so dem Apt zugehörig,
undt mit guten Mawern, rundeelen, undt breitten
waßergraben, wol versehen. Darnach, kahmen wir
auf dörfer, berge, undt wälder, ferrner zu.


Gestern besuchte mich, Christoph Jahn, zu Fulda,
heütte kahm Nathanael Jahn, Perlepsch haußhalter,
zu mir nach Schlichter, von Eichenzell seinem guht, her. perge

|| [[Handschrift: 310r]]


L'Abbè, est mal, avec sa noblesse, qui vëut estre libbre,
et ne recognoistre, (a ce, qu'il se plaint) leur Prince, düquel, ils
sont, vassaulx, et süjets, ne distinguans, les biens libbres,
qu'ils ont en Franconnie, d'avec leurs biens feodaux,
& ne voulans rien contribuër, ainsy: qu'il en est tres-
mal satisfait, & se plaint, qu'il est trop chargè avec
ses süjets, desirant assistance de tous Princes, contre sa
noblesse rebelle, laquelle avec l'ayde des Swedois,
ne luy veüt plüs estre süjette, comme il vouldroit. Il
dit; quil a plüs de cent gentilshommes vassaulx, et
plüsieurs Contes, et Seigneürs, quj luy font serment,
de fidelitè, entr'autres, les Contes, de Hanaw,
de Castel, de Schwartzburgk, item: dès Princes, comme
l'Electeur de Saxen, en la Contè de Hennebergk, le Prince
de Hesse, & autres, mais lés Princes, ne iürent point, nj
font iürer, ains touchent, a la main, comme nous
faysons, avec l'Electeur de Brandenbourg & l'Abbesse de Quedlinbourg.


Il est assignè l'Abbè de Fulde, au Düc Philippe Iüles de
Holsace, Sergeant de Battaille de l'Empereur (nepheü de ma femme)
par l'Empereur sür 30000 a 40000 Gulden (florenus)f. mais l'Abbè le remet
a la journèe Jmperialle, pour voir, sj l'affaire est pratticable? etcetera


L'Abbè, est ün Baron de Graveneck, fort dü party d'Austriche,
bon Espagnol, mauvais François. Il est Zelè, en sa religion, & fort Pa-
palin, mais il se scait moderer, & accommoder, au temps, pretendant, qu'il est
bon, que nous ayions, les trois religions en l'Empire, puis qu'icelles ont dès
Chefs certains, & asseürèz, mais qu'il n'en faut souffrir nülle autre.

|| [[Handschrift: 310v]]


Il veüt aussy: que lés Princes, viennent en personne,
a la Diete Imperialle, que cela facilitera lés resolütions,
& deliberations, accroistra, la confiance, entr'eulx,
& ostera lés longueurs accoustümèes, parmy les
depütations.


Il est Chancellier de l'Imperatrice, & a accous-
tümè, d'assister, a son Couronnement.


Les armèes, Swedoyse, Imperialle, & de Hesse, ont
fort ruinè, ce pays, de Fulde, qu'on appelle de Buchaw,
(Buchonia) & il se plaint, de diverses occüpations, de ceste
Ville, et de tant de dèsgasts, & qu'il a estè prisonnier,
ünefois, (avant qu'estre Prince), dès Hessiens. Il a 50 ans.


Je l'estime homme sincere, et rond, mais plüsieurs iügent,
qu'il a l'hümeür Italien, peut estre, iügent ils, par passions!


Il fait bon visage, au Doyen, & l'autre derechef, a luy,
mais on tient, qu'au coeur, ils s'entrehayssent, s'entre
resistans secrettement, car il fasche au Doyen, de ce,
qu'en l'election, l'Abbè, (n'estant que Prieür ailleurs)
luy ait estè preferè, & l'Abbè; estant jaloux de son
authoritè, & scachant, que plüsieurs ayment le Doyen,
porte envie a l'autre. Mais ces mysteres, ne sont
pas cognüs pübliquement, et la noblesse ayde tant
qu'elle peüt a fomenter ce feü de jalousie cachèe!


Ainsy il y a de mesentendüs, par tout! Mundus, exercet,
Histrioniam!

|| [[Handschrift: 311r]]


Il hayt aussy Nathanael a cause qu'iceluy doit mal mèsna-
ger, pour son maistre, mais fort bien dans sa bource, & tenir
le party insolent, de la Noblesse, affin qu'ils se taysent,
lors qu'ils voyent, qu'il s'enrichit, dès dèspouilles de
son maistre. Cela me confia l'Abbè luy mesme,
& dist en oultre: Qu'a Francfort, on n'auroit rien
fait pour luy, contre la noblesse, ainçois, que tout
demeuroit en süspens.


Ce soir, m'ont voulü incommoder, dès gens yvres, qui ont
estè autresfois dès Officiers de guerre, mais i'ay diverty,
en ma lassitüde, telle compagnie biberonne, et dèsaggreable!

Mittwoch den 12ten: Novembris: 1651.


Meilen[m.]
Von Schlichter, nacher Steinaw 1.


Jst ein feines Schloß, undt Städtlein, aldar vor
diesem, meine Muhme, die von Hanaw, bey
dero vorigem herren, ihr leibgedinge gehabtt,
undt da sie auch ist geplündert worden, von Kayserlichen.


Von Steinaw an der Straßen, nacher Salmünster 1.

ein Städtlein, so theilß Chur Maintzisch, theilß
einem von hutten, zugehörig, alda ich kalte
küche gehalten. Der alte 73-iährige von hutten,
(welcher mich in adolescentia gekandt) hat durch seinen iüngsten
Sohn6, mich beneventiren laßen, undt ihm befohlen, aufzuwarten,
mit Mir, biß nacher Hanaw, mittzureitten, auch sein gebrechliches
hohes allter, undt Schwachheit zu excusiren, mich in reditu zu sich bittende.

|| [[Handschrift: 311v]]


Meilen[m.]
Von Salmünster, nacher Gelhausen, Nachtlager,
graf von hanaw, ist Schutzherr, über diese ReichsStadt.

2.


Der Zentgrave zu Schlichter, wie auch Na-
thanael Jahn, sein Schwager, reitten auch
mitt, biß hanaw, wilß Gott! <Nathanael, ist Perlebsch Vogtt zu Aichenzell.>


Auf heüttigen tag, hatten wir, zu Morgends,
frost, undt zimlich wetter, nachmittags aber,
wieder, unlustigen regen, undt die meiste zeitt,
bergichten, tiefen, morastichen, auch steinichten weg.


Es ist gar unlustig solcher gestaltt, zu raysen,
undt meine reittpferde fangen numehr ahn,
sehr müde, undt matt zu werden.


Es ist solcher gestaltt, weder zu gehen, noch zu fahren,
noch zu reitten, lustig, undt bequehm, & ie trouve
en moy mesme, üne lassitüde, ennuy, et resis-
tance extraordinaire & inüsitèe; Dieu me garde
de malheür, & de mauvayse rencontre d'ores-
enavant, avec tous ceux, quj m'ayment!


Avis: daß über 7000 Lottringhische Reütter,
herübern übern Rhein gewesen, mit vorwenden,
Sie wehren Gottes freünde, undt iedermanns
feinde, allein, die Rheinischen Churfürsten, undt das
gantze hauß Hessen, haben Sie wieder hinüber iagen laßen.

|| [[Handschrift: 312r]]

Donnerstag den 13den: Novembris: 1651.


Zu Gehlhausen, hat man mir, noch ein Frühestügk
gegeben, undt der ChurPfältzische, undt hanawische
Amptmann, Capitain Wildt, hat mir zugesprochen,
undt mit Mir, gegeßen, nebenst meinen Dreyen
Edelleüten, undt deme von hutten7.


Meilen[m.]
Darnach forth, auf hanaw
durch Isenburgische berge, undt dörfer,
bin ich, undterwegens paßiret, auch zur seitten,
schlößer liegen laßen.
3.


Es hat wiederumb geregenet, undt jst übeler
weg, undt wetter gewesen.


Graf Friederich Casimir, von Hanaw, ein
regierender herr, (so bey die 20 Aempter hatt!)
ist mir, nebenst seinem bruder, grave Johann
Philipßen, entgegen kommen, auf ein Stügk
weges von hanaw, undt haben mich, in ihre
Stadt undt Schloß, eingeholet, gar magnifice. <auch mit Stügken salven schießen laßen.>


Hanaw, ist eine feste Stadt, mit außer-
wergken, wällen, undt gräben, nach Notturfft
versehen. Der Mayn, fleüßt daran hehr.


Jch habe das wortt Friederich Casimir, geben
müßen, dem Commendanten, Obrist Leütenampt Schützen.


Mit meinen bahsen, beyder herren Gemahlinnen Liebden
conversiret. Es wahren noch drey gräfliche Personen, vom hause hanaw, da! || [[Handschrift: 312v]]
nemlich der Landgrävin Sehliger Schwester, (welche einen graven von Solms Labach, erstlich, darnach einen graven von Wiedt, genommenc) item: ein freẅlein von Schwartzenfeldt, graven
Albrechts Sehliger Tochter, undt eine freẅlein Schwester, deß all-
hiesigen Graven.

Freitag den 14den: Novembris: 1651.


heütte ist nach der Mittagßmahlzeitt, graf hanß
Philips, mit dero gemahlin meiner Muhme, wieder
abgerayset, auf sein Schloß Bobenhausen, zu, einer nöhtigen
conferentz, beyzuwohnen.


Der grave Friederich Casimir, hat zu Mittage
gefastet, pour ün malheür, qu'il a eü, il y a deux
ans, d'avoir tuè ün page d'Austriche, a ce jour,
& il a fait voeu, dejeüsner, tout ce jour, par semaine!


Jch habe viel dißcuriret, mit dem graven, wie
auch, mit Meiner bahse, chascün á part.


Vor abendts, seindt wir, in die behtstunde, gegangen.


Dem Obrist Leütnant Schütze, habe ich, das wortt, Sybilla
Christina, gegeben.


Més affaires, semblent aller, le pas d'èscrevisse.
Pacience! Pacience! Pacience!


Der Landtgrävin Sehlige Schwester, ist heütte nicht hieroben ge-
wesen, Sondern, Sie hat sich gestern, in dero hauß alhier zu
Hanaw, retiriret.

|| [[Handschrift: 313r]]

Samstag den 15den: Novembris: 1651.


Daß Regenwetter, continuiret noch immerforth. Die wege
werden grundtloß. Gott helfe emergiren!


Der Grave von hanaw, hat in seiner OberMarg<Graft schaft> Bußweyler, in die 16 Aempter, undt alhier
in der Grafschaft Hanaw, sol er in die 11<7> Aempter haben.


Il defere beaucoup, a Madame sa femme laquelle
a prüdemment regnè, apres la mort, de Monsieur son premier
mary, presque huict ans. Mais la libertè Hollan-
doyse, (qui se glisse dedans ceste ville da Hanaw, & par
le voysinage, dü Commerce, & par les habitans, de la nouvel-
le Ville, iolyement bastie, par les Flamends, fort privi-
legièz) ne permet pas, aux süjets, de tèsmoigner si
fort leur amour & obbeissance, a leürs süperieurs,
comme ils vouldroyent, et devroyent bien!


Le Conte est tousiours, en alliance avec les cou-
ronnes de France, et de Swede, quoy qu'avec respect,
envers Sa Majestè Jmperialle et tient bonne correspondan-
ce, avec les Electeürs, & Princes Voysins, Papistes,
et Protestans. Il se conserve bien, est bien servy,
et suivy, mais il a dès grandes debtes. Jl a voyagè
en France, Jtalie, Angleterre & les pays-bas,
parle ses langues, a estüdiè, est jovial, allegre, se scait
accommoder au temps, & personnes, scait maintenant de || [[Handschrift: 313v]]
plüs en plüs temperer, sa colere, & ses passions, est plüs
moderè, que sès freres, & comprend bien les affaires
d'estat, & la Politique.


Ses freres (comme on dit) ont tuè plüsieurs de sang
froid, entr'aultres, 40 soldats d'üne partie
de Franckenthal, laquelle ne leur faysoit rien.
& par là ont offencè le Commendeur Frangipane
tellement que le Conte aisnè a perdü luy mesme, inno-
cemment tout bon credit, chèz iceluy, avec mena-
ces, de mettre son pays, à feü & a sang. Mais
il espere, de se remettre, par l'entremise du Düc
François de Lorraine. Ce Frangipanj, Conte &
Grand Seigneür, d'Jtalie a donnè a la priere,
de ma Cousine, femme dü Conte, 3000 Achtheil
ou malder, de blèd, que la Contè devoit luy
contribuër, ce qui est üne grande courtoysie,
digne, d'estre bien mèsnagèe.


Sès freres, Jean Philippe & Jean Reinhardt
s'ont voulü entrebattre & entretuër sou-
ventesfois, si on ne les eüst separè? Ils prennent
facillement süjet, de quereller, des Officiers, & dès
gentilshommes, entr'autres le Comte Iean Philippe a donnè n'a gueres, || [[Handschrift: 314r]]
ün soufflet, a ün noble Hutten8, qui me porte à boire
maintenant icy, à Hanaw, comme Vassal, dü Conte,
& on a eü de la peine, a faire l'accord. Mais ie puis
dire, avec Verité, que le Conte Iean Philippe, s'est
monstrè fort discret & civil envers moy, dissimülant
toute fürie, boutades, & jalousie envers Madame
sa Compaigne, dont on l'encoulpe.


L'avoyne est fort chere icy, & nos chevaulx
n'en reçoyvent pas assèz, pour loyer de leurs grands
travaulx, mangeans aussy, dü foin pourry, nuysible!


heütte zu Mittage, hat man den willkommen, undt sonst
ein wenig getrungken.


Der höfliche Graf Friederich Casimir, hat mir ein
schönes pahr pistolen verehret, mit denen ich wol geschoßen,
quoy qu'il y a long temps, que ie ne me suis exercè
a tirer avec la pistole.


Vormittags, ließ er viel schöne, deützsche,
Türckische, Barbarische, Neapolitanische pferde,
mir vorreütten, durch seinen Bereütter.


Nachmittags, schoßen wir, mit <des graven, mir geschengkten> pistolen, auß meinem
gemach, in die 30 oder 40 schritt weitt.


Darnach, spielte ich, mit dem Graven, im schach.


Zu abends, hielte ich meine fasten, auß Devotion, undt
wegen meines hustens, nach dem ich meine Muhme besuchtt,
undt ihr cabinet besehen.


Der Obrist Leüttnant Schütz, hat mir, viel wichtige sachen, refereriret,
in publicis.

|| [[Handschrift: 314v]]

Sonntag den 16. Novembris: 1651.


Der Graf von hanaw, ist heütte mit Mir, in die
reformirte predigt, in der kirchen, der Allten Stadt,
gefahren. Die Gemahlin, blieb, wegen unpäßlig-
keitt, zu hauße. Die Grävin von Solmß aber,
ließe sich darinnen, finden.


Nach deme, habe ich, zu Mittage, wie sonst vorhin, im
Schloß zu Hanaw, Tafel gehalten, undt ist der
Obrist Leutnant Knihe, (welcher den Graven von Bruch, oder
Falckenstein, im Duel erschoßen), auch mitt darbey
gewesen, zu Mittags, undt abendts.


Nach deme mich gestern, der Grave, mit einem pahr
schönen Pistolen, begabet, hat er heütte noch, einen
schönen, aufm Schnitt, versilberten degen, darzu gethan,
undt eine große Otter, welche in seiner Grafschaft,
gefangen worden, in der herrschaft Bußweiler.


Nachmittags, ist er mit Mir, zur Reformierten Fran-
tzösischen predigt, in die NeẅStadt, gefahren, alda wir,
nach gehörter predigt, singen, behten, undt examination
des Catechismj, daßelbe schöne gebeẅe, betrachtet,
und consideriret, wie es, in die Runde, gebawet, undt
zwey schöne kirchen, (in welchen beyden, geprediget
wirdt, nemlich, Frantzösisch, undt Niederlendisch, also: || [[Handschrift: 315r]]
das wegen einer Schiedewandt, oder mawer, keines
daß andere, verhindern kan undter einem dache hat,
oben auch, mit hangelwergk, undt vielem holtzwergk
darzu, ein gantzer waldt gehawen worden, tref-
lich verwahret, undt befestiget ist. Jn der mitten
stehen gantz keine Saülen, in den kirchen, nur an
den seitten der Mawern, wie zu leyden, in hollandt.


Auf den Thurm, sein wir auch gestiegen, undt haben
in die schöne Neẅstadt, hüpsche haüser, undt gerade
gaßen, auch gärtten, hinein gesehen. Darnach bin
ich mit dem Graven, nach seinem gartten zu,
gefahren, (darinnen wol in die drey fuder
wein, iährlich, ohne andere bluhmen, undt
Kraüterwergk, zu wachßen pflegen.) Es hat
auch waßerSpiel, undt Springbrunnen darinnen,
so aber, an itzo, nicht gangbahr.


Jm rückwege, habe ich, im Schloß, den großen
Sahl besichtiget, darinnen, die Luttrische predigt,
gehalten wirdt, der wahr, 55 meiner Schritt lang.


Jtem: besehen, einen andern, neẅen artigen Sahl,
(darinnen, an der degke, daß Anhaltische undt hanawische
wapen, zu besichtigen) so an itzo, gebawet worden.


Der Grave, hat auch, einen großen bähren, in einem haüß-
lein, welchen er, will hetzen laßen, al mîo ritorno.

|| [[Handschrift: 315v]]


Deliberationes secretæ, cum Comite et Comitissa,
wegen meines Progreßes.


Abschiedt genommen, von beyden, treẅhertzigk.

Montag den 17den: Novembris: 1651.


Diesen Morgen, in aller stille, bin ich aufgewesen,
undt habe den Obrist Leütnant Schütze, mein jntent
vertraẅlich entdegkt, der hat es helfen redlich
secundiren, Bin also stillschweigendt, im finstern
noch, außgeritten, nacher Frangkfurth zu, von Hanaw 2 <2 meilen>
in bösem, tiefem wege, undt regenwetter.


Die kutzsche, ist nachmittags nachgeschickt worden.
Zu Frankfurtt, bin ich, im Maulbeerhof, einquartirt,
weil Doctor Spina, undt herr Timpfel, theilß nicht
zu hause gewesen, theils nicht platz, zu lo-
samenten, vor mich gehabtt.


Baldt aber darnach, haben Doctor Spina, (mein
allter bekandter, de anno: 1614 von Padua
noch hehr) undt herr Timpfel Sachßen Weymarischer
Raht, undt Agent (auf erfordern) mich besucht.


Doctor Petrus Spina, ist Stadtmedicus alhier zu frankforth.
Der Grave von hanaw, ist 28 iahr altt.


100000 ReichsthalerRthlr: bahr, hat die Churfürstin
zu Heidelberg, von Caßel, auß, ihrem herren zubracht.

|| [[Handschrift: 316r]]


32000 ReichsthalerRthlr: hat der hertzogk von Lottringhen,
neẅlich ChurPfaltz, zu gevattergeschencken verehret.


Von den 13 anticipirten RömerMonaten, (so
500000 ReichsthalerRthlr: außtragen) bekömbt Chur Pfaltz,
auch einen guten partickel. herr Volmar
(Kayserlicher Gesandter) kriegt vor sich, 30000 ReichsthalerRthlr:
General Piccolominj, auch so viel, so alles schon assignirt.


Landtgraven Geörgen, zu Darmstadt, ist
diese Stadt Frangkfurth, mit 50000 ReichsthalerRthlr:
assigniret.


Es seindt Kayserliche Frantzösische Spannische, Schwedische
Churfürstliche undt andere legatj, allhier.


Gestern, ist der Pfaltzgraff, von Sultzbach,
bey dem frantzösischen legaten, Monsieur d'Avaugour
im Losament gelegen, undt splendide tractiret
worden. Gehet nach Duysseldorf. Landgrave
Ernst, sol gewiß Päbstisch worden, undt mit
Seiner gemahlin Liebden zur Meße, gegangen sein!
Proh dolor! Die Königin in Böhmen, fordert
iährlichen, von ihrem herren Sohn, 40000 ReichsthalerRthlr:.
Neẅlichst, seindt ihr, 12000 geschickt worden,
welche Sie weniger, als nichts geachtet. Freẅlein
Catherine, droẅet ChurPfaltz, mit abtrettung, dero Præ-
tensionen, an Chur Bayern.

|| [[Handschrift: 316v]]


Nach dem ich alhier, eine zeitlang gewesen, undt
die kutzsche, durch die Hanawische pferde undt
livrèe, hergeführet worden, ist ein Officirer, von
der Wache, in unsere herberge, ankommen, undt hat
im nahmen des rahts, kurtzumb wißen wollen,
wer ich wehre? undt ob ich nicht, ein Fürst von
Anhaltt, wehre, man solte nur, die nahmen recht
ansagen, Es ist aber, bey der ersten rede, gelaßen
worden, undt ich habe die kutzschpferde, wieder expedirt.


herr Timpfel, ist nachmittags wieder bey mir ge-
wesen. Il est tout plein, de bons offres, mais la rea-
litè, que j'attendois, de Fama, & de la Faye, m'a
manquèe, nonobstant : ses peines, & bons travaulx!


Alhier zu Frangkfurth, hats, in die 4000 Juden, in
ihrer Judengaße. Sie wuchern, mit der reichen Christen, geldern, unchristlich!


Doctor Spina, räht mir sehr, zum Venedischen Theriack, ein ½ quart
darvon, abends, oder morgens, bißweilen einzunehmen,
corroboriret den Magen, undt die partes interiores. Es
vermehret, das humidum radicale, wehret allem Gifft,
undt giftigen krangkheitten, undt steẅret dem durchfall,
undt vielen bösen zufällen. Er improbirt, den Balsamum
Vitæ, als zu hitzig, vor mich, undt meinet, die Fraw Landtgrävin
Sehlig zu Caßel, habe sich darmit verdorben. Suadirt mir auch, die Rosencon<servum.>

|| [[Handschrift: 317r]]


Il me dissuade fort & ferme, mon intention, d'aller à Heidel-
berg, 1. pource que l'Ambassadeur de l'Empereur Vollmar, y est, que tout sera
empeschè, en ces importantes deliberations, & qu'on n'aura pas
le temps de m'èscouter, en mès propos, nj de me traitter dignement.
2. Que l'Electeur Palatin, est fort miserable, qu'il ne paye
nülles pensions, qu'il a defalquè la moytiè de leurs gages,
(quoy que sans cela chetifs assèz) a ses serviteurs, Conseillers
et Domestiques. Qu'il est chargè, de l'entretien de Madame
sa Mere, a laquelle il faut, qu'il envoye par mois, mille
Dalers, à grand peine, (quoy qu'elle demande davantage,)
& ces mille Dalers, passent par les mains, du Docteur Spina.
Il a encores a donner a ses freres, & seurs, item: a payer dès
anciennes debtes, a tenir sa cour, la compagnie, & le regi-
ment de sés gardes, a redresser l'Academie, les Eglises, lés
èscoles, ayant desia plüs d'Ecclesiastiques, qu'il ne scauroit
entretenir. & estant fort mal accomodè, en sès baillages,
quj ne luy rentent presque rien. En somme, il semble, qu'on
ne veut pas estre, recerchè, ni visitè, et qu'on süborne de çà
de là, dès gens, qui doyvent empescher telles recerches[!].


D'aultres, m'ont conseillè le contraire, icy, a Fulde, &
ailleürs, & ont creü qu'il estoit bien solvendo!


Sic hæreo, inter spem, et metum, nec exitum reperire possum!


Car ie ne vouldrois pas volontiers, aussy me rendre süspect,
auprès des aultres, Potentats, qui ont l'æil fischè, sür mes actions.


Addesso, io vengo, in un vero tempo, di sospetto, in questj paesj!
Die evacuation von Frangkenthal, wirdt, zwahr verhofft, dennoch
aber, sehr schwehr gemacht. Non Vorrei spendere, il tempo, ne il danaro inutilmente!

|| [[Handschrift: 317v]]

Dienstag den 18den: Novembris: 1651.

<12 ThalerThlr: Ernst Dietrich Röder 24 ThalerThlr: Abraham von Rindtorf zu berechnen. <rest: 94 ducaten>>


Mit Doctor Spina, habe ich diesen Morgen, noch außführlich
geredet, in einem, undt dem andern. Er suadiret mir,
ferner, wie gestern notiret, undt extenuiret seines
Churfürsten media, undt intraden, über alle maßen, sehr, hingegen
multiplicirt er die Onera deßelben. Il me conseille,
d'aller a Duysseldorf, et y obtenir quelque chose, de mes iüstes
pretensions, car le ieüne Düc, a heritè, dès bonnes sommes,
& dès joyaulx, de Madame sa femme, dont il me pourroit
bien ayder, toutesfois il confesse, que maintenant, on aura
difficillement quelque chose, puis que le Conte Palatin de
Sultzbach y est allè avec sès pretensions, lequel on
y taschera de satisfaire, & de l'attirer, a la religion Romane.


Jterum igitur hæreo; et nodum in scirpo quæro!
Le bon Dieü me vueille dèsvelopper, de ce labyrinthe!


Nota Bene[:] Madame ma Cousine, à Hanaw, m'a fort aussy dèsconseillè, (avec prüdentes remonstrations,) le voyage,
á l'Electeur Palatin. J'ay escrit a ma femme!


herr Timpfel, fürstlich Gohtischer raht, undt Agent, ist wieder diesen
Morgen, zu mir kommen. Il n'a rien fait. Se plaint de la düre-
de quelquesüns. Il dit: que Docteur Spina est passionnè, pour
la mayson Palatine, & qu'il n'ose pas offencer, son maistre,
avec dès conseils preiüdiciables, a ses jnterests.


Doctor Spina, undt herr Timpfel, haben, <extra> mjt mir, zu Mittage,
gegeßen, & on a tenü, toute sorte dès discours! considerables.

|| [[Handschrift: 318r]]


Le Roy de Swede, & lès Princes sous luy, fürent sür le tapis,
& on blasma plüsieurs choses, selon la licence, de la langue!


Les juifs icy, emprüntent dü Magistrat, leurs deniers,
a dix, ou 12 pour cent, en prenans pour üsüre d'autres
pauvres gens, deux fois aultant. Si on s'en plaint?
les juifs icy, disent aux Senateurs, & aux aultres
riches : Monsieur, que voulèz Vous faire? C'est vostre
propre argent. Ainsy; il se faut contenter,
oultrageant le jüste, & donnant droict, au Pervers!


Ainsy les juifs, enervent la sübstance dès pauvres!
donnant par an, a 20, 30, 40 plüs ou moins, de florins (Gulden)f:
Schutzgeldt, & en dèsrobbans, cent fois aultant. perge


Doctor Spina, ist bestallter StadtMedicus, zu Frangkfurth,
undt hat auch heimliche bestallung, von Chur Pfaltz,
deme er gantz ergeben ist. Jedoch, gebraucht ihn auch
Chur Meintz, der hertzogk von Lottringhen, undt
andere Catohlische Römische Fürsten, alß einen berühmbten Doctorn.
Er wirdt, den 2. Februarij; 1652 (wilß Gott!) 60 iahr
altt, Er heldt, den Theriac, und<vor> ein herrlich universale,
Jtem: den Rosenzugker. Er verachtet, den Balsamum
Vitæ, alß ein allzuhitziges Medicament, so den calorem
nativum consumiret, undt der Landtgrävin Sehlig, den
rest, gegeben solle haben. Er helt auch gar viel, auf die
Fontanellen im Allter gebraucht, undt meinet, sie halten
auff, undt verzehren, die gesaltzenen flüße, sie voneinander
treibende, damit Sie nicht condensiren, undt catharros suffocativos machen.

|| [[Handschrift: 318v]]


Le Conte Palatin, Louys Philippe, a 7 baillages,
peü de revenüs, mais il mèsnage bien, tient bon
credit, et vit avec èspargne. Il a deux fils, et üne
fille, laquelle attend, grand heritage, de Madame sa Mere.
Il est en quelque mesentendü avec Monsieur l'Electeur son Nepheü,
ayans pour le partage dü pays dés pretensions reciproques.


Il a deux baillages, en la Marche de Brandenbourg,
pour iouir, a cause dès pretensions, qu'il a de Madame
sa femme. Son fils aisnè, a 15 ans, son second a 12.
Il lès nourrit, avec grand amour paternel, et
indülgence. Le Comte Palatin de Birckenfeld a 3 filles, (de feü
Madame la Düchesse de Deuxponts, fille de la Düchesse de Rohan)
dont la moyenne a de l'inclination cachèe, a la Religion
mais on les èsleve, ad crassos errores. Cès filles atten-
dent aussy l'heritage de belles richesses. Mais helas!
Le Düc de Deuxponts, & tous ces Princes, <& Contes> Circomvoysins,
ont presque la plüspart, (comme rencontre ün quidam)
dès revenüs de Prince, et dès debtes Royalles! &
mesme ont ils cela, de leurs Peres, & grands Peres,
lesquels en ün meilleür temps, que le Nostre, eüssent
peü, et deü payer, telles debtes. Le Conte de Nassaw
Sarbrügk, le Landgrave de Darmstadt, et plüsieurs
aultres, sont fort endebtèz. Le Landgrave oresdit, a
eü de l'Empereur üne assignation, de 50000 ReichsThaler, sür || [[Handschrift: 319r]]
ceste ville de Frangkfurth, mais elle ne l'a point
voulü accepter, disant: n'estre point obbligèz a re-
cevoir de telles assignationes, qu'ils se rendent envieux,
aux Seigneurs assignèz, et qu'ils livreront leür
portion, au Thresorier de l'Empire, Bleymann icy.
Piccolominj, est aussy assignè icy, mais cela n'a point
d'effect, car la ville ne veüt pas estre tant redevable!


Neantmoins, pour tèsmoigner leür affection, au
Prince Landgrave, leür voysin, il luy ont fait
ün beau present, de 12000 florins, le priant, de
l'avoir pour excüsè, en l'assignation süsdite.


Les 13 mois, de l'expedition Romaine, sont pour
la plüspart assignèz, de l'Empereur au Prince de Nassaw,
beau Pere de mon frere, au Düc d'Amalfij, au dit
Prince Landgrave, item: au Landgrave de Homburg,
au Düc Philippe Jüles de Hollstein, & a Madame
sa femme, & a tant d'aultres. Mais pour moy; il
n'y a point de nouvelles.


Le Düc de Wirtemberg, impose maintenant,
sür chasque teste, en son pays, soit riche ou pauvre
üne contribütion èsgalle, afin de payer <les Pensions de> ses debtes,
et affin de reparer sès forteresses, ce qui luy
doibt remporter üne somme immense, mais luy cause
bien aussy, dès plaintes, et de la jalousie!

|| [[Handschrift: 319v]]


Le Düc de Deuxponts, l'aisnè, a aussy, 6 ou 7 baillages.
Les Suisses Protestans, ont presentè a l'Electeur Palatin
pour sa bienvenuë, 6 a 8000 RixDalers, & estans
convièz pour Comperes, ils ont presentè deüx
grands Pocals, donnans plenipotence de l'Am-
bassade au Vieil Blawrer, serviteur de l'Electeur
ce qui a estè mal prins, de n'avoir deputè, ün
Ambassadeur exprés. Viel dißcuriret, mit dem Medico, Doctor Spina.


La fille puisnèe de Madame la Landgrave
defüncte, doibt attendre, ün grand heritage,
Mais son frere le luy dispüte, estant acquis,
de son Domaine, & non dès biens, propres, de la Mere.

Mittwoch den 19. Novembris: 1651.


La Ville de Francfort, est iolye, et bien bastie, sür tout,
vers le marchè dü Römer, la ou est, la mayson de Ville, & ou
on a acoustümè, d'èslire les Empereurs, mais la ville
de Nürenbergk, est bien a demy plüs grande. Toutesfois
Francfort, a cest avantage, qu'elle a meilleüre com-
moditè dès commerces, a cause dès belles foires, qui
y sont, deux fois, annuellement, & de la riviere dü
Mayn, qui la traverse, divisant Francfurt d'avec
Saxenhausen, & pas l'opportünitè de la navigation
car le Mayn entre dans le Rhyn, non loing de Mayence.

|| [[Handschrift: 320r]]


Es ist ein ReichsSchultheiß alhier, welcher der öberste im
Raht ist, undt ad dies Vitæ bleibet, die beyden
Bürgermeister aber, werden iährlich verendert,
undt sitzen sonst, über 40 Rahtsherren im Magistratu.


Der ReichsSchultheiß, ist vor allten zeitten,
vom Kayser gewehlet, undt installiret worden.
Der Raht aber, hat sich seidthero, mit 30000 ReichsthalerRthlr:
von dieser servitut loßgekauft, doch also, daß
er allezeitt noch, im nahmen des Römischen Kaysers,
eines ReichsSchultzen, selbst erwehlet, undt mehr
pro forma, maioris authoritatis gratia, alß in
realitate solches thut.


Ein Stügk wein, helt <7½ auch> 8 Eimer,<Ahmen,> sol an itzo,
118 biß 120 Gulden (florenus)f: <oder ThalerThlr:> gelten. Der wein ist Theẅer. Man
w rechnet alhier, nicht nach Eimern, sondern
nach Ahmen. Ein Ahme, thut 2 Eimer bey unß,
undt wieget 3 Ei Centner, helt 80 maß.
Solcher gestaltt, hielte der Eimer, nur 40 maß, dieselben
40 m aber, seindt doch größer, als die unserigen,
undt machen zu Bernburg 64 m oder zu Cöhten 72 m.


Ein Fuhrmann alhier, muß in der Stadt, mit
einem pferde, wann man will, ein Stügk wein, von ei-
nem orth, zum andern, aufm Pflaster, führen, thut 24 zentner.


Sonst über Landt, mit 4 pferden, oder auch 3 ist die ordinarij last, 36 zentner.

|| [[Handschrift: 320v]]


Avis: daß der Kayserliche Gesandte, herr Vollmar, diesen abendt
wirdt nach höchst, undt also von Heidelbergk
wiederkommen. Der Churfürst wirdt von Meintz weg,
zu ihm, sich nacher höchst, verfügen, undt morgen (gebe gott)
auf Aschaffenburgk, sich erheben. Darnach
sol herr Vollmar, wieder anhero kommen.


Sonst, ist Monsieur d'Avaugour, von wegen der Kron
Franckreich, alhier, Graf Oxenstirn, von wegen
der Krohn Schweden, Doctor Oechßle von wegen Chur
Meintz, Doctor Krebs, undt der herr von Vorburgk,
von wegen Chur Bayern, Eu Bambergk, undt
Culmbach, haben auch Gesandten, alhier, von
Wirtembergk, sol heütte, einer, oder zweene erscheinen.


Pfaltzgraf Wolfgang Wilhelm von Neẅburgk,
fänget numehr ahn, den Tittul eines Churfürsten,
dem iungen Printzen von Bayern, zu disputiren.


Das Rinckaw, ist ein Ländlein, 6 meilen groß,
eine meile, undterhalb Meintz, am Rhein gelegen,
dem Churfürsten von Meintz zugehörig, daselbst der
beste weinwachß, sein soll. Es hat drey
Städtlein darinnen, undt viel dörfer, vndt hat
zu Lande, nur drey avenuën. Jst sonst inaccessible, || [[Handschrift: 321r]]
außer vom Rhein her, welcher sehr tief, d selbiger orthen,
sein soll.


Sonst wirdt auch der hochemer wein, (vom Ampt
Hochheim, so dem Mayntzischen Thumbcapitul zustendig,
also genandt) vor andern, hoch gepriesen.


Den Bacharacher wein, will man alhier
zu Frangkfurth, nicht vor so gesundt halten,
dieweil er in die glieder, schlagen thut,
undt nicht so lüstig, undt spirituoß sein soll.


herr Timpfel ist <vormittags> abermalß, bey Mir gewesen,
undt hat mir, obiges alles, referiret, auch noch-
malß, ad iter Hoechst gerahten. Gott helfe mir doch emergiren!


Da der Mayn, in den Rhein, kömbt, dißeyt der Stadt
Meintz, bey der ruinirten, Schwedischen Gustavus-
burgk, sol das waßer des Mayns, gar weiß,
undt des Rheins, grün sein, undt wie eine bundte
binde, oder FeldtZeichen, artig außsehen. Der-
gleichen erinnere ich mich, in Meine iugendt, auf
der Frantzösischen rayse, gesehen zu haben, da 1.
der Rhodanus durch den Lacum Lemannum, gehet,
item: <2.> da, (auch bey Genff,) die Rhosne, mit der
Arve sich coniungiret. Jtem: bey Lion, da die
Sosne, undt die Rhosne, in einander kommen, welches zwahr
nicht so mergklich ist, als vorige beyde exempel.

|| [[Handschrift: 321v]]


Es seindt im Raht alhier, aufm Römer (wie also, das
Rahthauß, genandt wirdt) 42 personen, alß 14 von
den Patricijs, oder geschlechtern, 14 von den vornembsten
bürgern, undt 14 von den handtwergkszunften.


Diese drey Genera haben ihre abgesonderte bängke.


Avisen: daß es in Frangkreich hart hergehet, undt
daß der Prince de Condè, in die Acht erklähret, undt
verfallen seye, wie auch, daß Parlament zu Bour-
deaux, abgeschaft, doch gleichwol, haben sie aldar,
die Spannier, weder sehen, noch hören mögen.


Jn Engellandt undt Jrrlandt, victorisiren, die
Neẅen Regenten, nehmen eine Stadt, eine Jnsel,
nach der andern, ein, undt die Schotten, wollen sich auch,
ihnen accomodiren. O Domine! in quæ nos reservastj tempora?


Der Bascha von Ofen, zeücht viel volgks zusammen,
undt macht den Kayserlichen in Ungarn, bange. Der Kayser,
leßet zu schönen balletten, undt Turniren, praeparatoria
machen, undt rüstet sich auch, gegen den ReichßTag.


Die grentzscheidung zwischen den Königlich Schwedischen
undt Chur Brandenburg sol numehr in Pommern, verglichen sein.


Die Spannischen, seindt in Picardie eingefallen, denen,
so dem Printzen von Condè, anhangen, luft zu machen.

|| [[Handschrift: 322r]]


Jch habe diesen Nachmittag, Doctoris Spinæ losament,
ein wenig besichtiget, Jnsonderheit undten den Sahl,
So dann oben, seine Bibliotheca, undt allerhandt
schöne bücher, gemälde, undt antiquiteten, von goldt,
Silber, undt metall.


Doctor Spina, dissuadirt mir, die warmen bäder, die-
weil dieselbigen hochschädlich, denen, so nicht viel
zuzusetzen haben. Er lobet, undter den weinen,
1. den hochemer wein. 2. darnach, den wein, so
umb Meintz herumb, wächßet. 3. Den Ringkawer.
4. Den Bacharacher, als welcher, lieblich zu tringken.
Er saget, hochem, <Hochheim,> wehre nur ein flegken, es wehre
aber an itzo, vor 30000 ReichsthalerRthlr: wein, daselbst
gewachßen, diesen letzten herbst, oder 220 Stügk
von ieglichem Stügk, bekömbt der Churfürst von Meintz,
4 Goldgulden (Goldflorin)f: zum extraordinarien acciß. <Vor 400000 ReichsthalerRthlr: wein, sol diß iahr, im Rinckaw, gewachßen sein. perge>


Diesem Churfürsten von Meintz, gebornen von Schönborn,
Johann Philips genandt, auß der Rheinländischen Ritter-
schafft, sol die Stadt Franckfurth verehret haben,
zum willkommen, zweene lavoir, von silber vergüldt,
iedes 100 ducaten werth, item: 6 silber vergüldte
Schahlen, auch 100 ducaten wehrt, hette er also, 300 Ducaten
werth, entpfangen, ohne den gewöhnlichen wein, und haber, etcetera
Er ist drey Tage dazumal, alhier stille gelegen, in einem Privat-
hause. Wann er stirbt, undt kein Testament machet, So || [[Handschrift: 322v]]
nimbt daß Stift, oder das Thumbcapitul also dann alles
hinweg. Sonst kan er die mobilia vertestiren.
Worauf er auch, sein angebornes, Adeliches wapen,
stechen leßet, solches wirdt ihm nicht weggenommen,
worauf aber das Chur Meintzische wapen
stehet, solches nimpt das Thumbcapitul gleich
hinweg, nach seinem absterben. Also leßet er
auch, auf die vorgemeldete Schahlen, undt waß
ihm sonsten verehret wirdt, nicht das Chur-
sondern, sein angebornes wapen stechen.
Il tasche, d'enrichir, sès nepheüx, fils de son
frere, quj est baillif à Steinheim, ün de sès
Baillages, gueres loing d'icy, Est attentus ad
rem. Il a apprins, quelque chose de l'Electeur defünct,
de Baviere. Il veüt brasser, & introduire nou-
veau mèsnage! Il est fort pasle, mais de belle
presence, & de bonne mine, il a 47 ans, a desja
regnè, comme Evesque de Wirtzbourg, 8 ans,
et comme Archevesque, & Electeur de Mayence, 4 ans.
Jl vid avec pompe, et magnificence, ne laissant
pas, de bien mèsnager. Aussy tient on, qu'il a
par an, dès deux Principautèz, de revenü annüel, || [[Handschrift: 323r]]
maintenant, en ces mauvais temps, neantmoins,
500000 ReichßThalers, net. Jl est sage, expert aux
affaires, affectionnè a toute sorte de gens capa-
bles, sans distinction de la religion. Ayme l'inte-
gritè Allemande, & a conserver les droicts &
libertèz dès Princes de l'Empire. Ne se monstre
point partial, nj François, ni Espagnol, &
a üne bonne teste, capable a gouverner les af-
faires. En sa jeünesse, il a fait, dès dèsbauches
& a estè mesme, soldat, et Capitaine de Cavallerie,
sous le Düc <de> Fridlande. Il n'ayme pas le boire,
s'il n'y est, comme contraint? mais il ayme la so-
brietè, toutesfois, sans ostentation! Il doibt
estre, fort jovial, en compagnie. Jl a üne seur
marièe, laquelle doibt estre fort & ferme encores
Evangelique; mais nonobstant cela, il luy donne
(a ce qu'on rapporte) dès riches dons, annuellement,
affin d'avoir souvenance de luy! On craint, qu'il
ne vivra pas, long temps, tant a cause de sa com-
plexion natürelle, qu'a cause de l'envie & ja-
lousie, qu'il s'expose, par la conionction odieüse de ces
deux grandes puissances, & dignitèz de Wirtzburgk, &
de Majence, & par l'envie de sa Vertü, & franchise, en sès Conseils.

|| [[Handschrift: 323v]]


Son Predecesseür, a eü pension d'Espaigne. Celuicy,
n'y touche point. Son Predecesseür a estè aussy
ün Prüdent Prince, mais il a fort aymè, le boire!


Le Roy d'Espaigne luy faysoit remise de 20000
Philippes, s'il eust encores vescü, quinze iours,
mais la mort prevenant, le Roy retira a soy, &
a aultre üsage, cest'argent.


Le Düc et Electeur deffünct de Baviere, entra
au gouvernement de sa Düchè, n'ayant que de
18 a 20 ans. Toute sa Düchè estoit presque
venduë & engagèe. Le Düc Guillaume son Pere,
la luy quitta, comme par desespoir, estant tout
endebtè. Ce jeüne Prince Maximilian, alors,
ne scachant que faire, demanda conseil a ün sien
Confident, d'Augsbourg, Jlsung, lequel, deliberant
avec luy, l'affaire, trouva de si bons, & si beaux
expediens, pour reigler la cour, le conseil d'estat,
la chancellerie, la jüstice, la Police, la Venerie,
le mèsnage dès baillages, et aultres dèspendances
de l'Oeconomie, qu'il luy fist, abroger toutes süperflui-
tèz, & se reduire a l'èspargne, luy fist gouster le playsir
dès bons ordres, luy monstrant la pesanteür qu'apporte
le desordre en toutes choses, luy amassa en peü de temps || [[Handschrift: 324r]]
ün thresor jmmense, par cest ordre, & par dès nouveaux
revenüs dü sel, et de la chasse, qu'il donna a fer-
me, a la plüspart de sa noblesse, se reservant
ün petit coin, de sés grandes forests, le fit attirer
à soy, le brasser de la biere, & d'autres commerces,
& ainsy le delivra bravement, de sès debtes,
en retranchant tous excèz & süperfluitèz
dès personnes, & dès chevaux, a sa cour & mèsnage,
& en luy amassant plüs d'argent, qu'il n'eust pensè!


Le Chancellier de cest Electeur quj vivoit l'an
1620 a dit au Docteur Spina, que son Maistre, n'auroit
pas sellè ün seül cheval, contre son cousin, le Roy
Frideric V. sj l'Electeur de Saxen, n'auroit estè
le premier en armes, pour assister l'Empereur qu'alors,
son Maistre (qui aymoit plüs, a demeürer neütre,
qu'a se declarer partial!) comme Prince Catolique,
beaufrere, & proche Parent de l'Empereur Ferdinand 2 n'auroit
sceü faire, de moins, voyant la declaration precipitèe
de l'autre, non a s'interposer, comme il croyoit, ains,
a assister puissamment Sa Majestè Imperialle!


Le Roy Gustav Adolf de Swede, a cerchè a se rendre Monarque, en
Eürope, et plüs avant. Il a dèsgouste lès Principaux entre sès
süjets, les menant avec soy, a la guerre, par mèsfiance <qu'il avoit> d'eux,
& a la mayson il les a tourmentè, avec dès sübsides extraordinaires attirant
a soy, et en ses coffres, les meilleüres commoditèz, & sübstance. de ses süiets.

|| [[Handschrift: 324v]]


Son propre Cousin, le General Todt, fils d'üne fille
Roy Gustave le premier9, a dit luy mesme
tout cela, & que le Roy, estoit entierement insolent
après lès Victoires, (quoy que heroique, genereux,
& vertueüx!) mais doux, comme ün agneau, apres
lès dèsroutes, ou blessüres. Plusieurs Swedois, (quj
se vantent, d'estre dès estats libbres) ont estè
bien ayse, de la mort dü Roy, craignans üne trop
grande sübiügation & tyrannie. Car ils ne
veülent pas estre, trop dürement traittéz,
s'immaginans d'estre estats libbres, apres la
rejection violente dü Roy Christierne. perge et cetera


Comme le Roy Frideric, iadis de Boheme, mourüst
a Mayence de la peste, l'an 1632 peü avant
estre entrè en son logis, sa clochette d'argent
sonna deux fois, aux valets de chambre, dont
deux en fürent abüséz. Jl commença aussy fort
ressembler, a feü Monsieur l'Electeur Frideric IV. son
Pere, ce qu'il n'avoit iamais fait auparavant,
que peü de jours, avant sa mort, & Docteur Spina
dit; que c'est ün signe lethal, lors qu'on commen-
çe sür sa couche, a ressembler, a ün Pere, ou Mere, a
qui on n'a point dü tout, ressemblè, par le passè.

|| [[Handschrift: 325r]]

Donnerstag den 20ten: Novembris: 1651. d

<28 ThalerThlr: mane Ludwig Röber zu berechnen.>


Avis: daß Timpfels zeittungen falsch seyen, von des
Churfürsten von Meintz, seinem aufbruch, undt von herrn Voll-
mars wiederkunft von heidelbergk, dieweil sich
die handlungen daselbst, gar schwehr ahnlaßen, auch
herr Vollmar gedroẅet hat, die Stände würden
Chur Pfaltz, die contribution von hailbrunn,
aufkündigen, wann er sich nicht accommodirte, dero
wegen dann, Chur Pfaltz, den Schwedischen gesandten,
umb interposition ersuchet, auf das instrumentum
pacis, undt den Nürnberger vergleich, sich beruffet,
undt allegiret seine unschuldt. So armiren auch, die
Schweden, zu waßer, undt zu lande, gewaltig, undterm
prætext, (als man meinet!) wegen Brehmen, in effectu
vielleicht aber, einen Neẅen krieg, in Deützschlandt, zu führen.


Es hat diese Nacht, undt Tag, gleich wie voriger Tage,
fast continuè geregenet, undt also ein 6 wochen hero, meist-
lich gewähret. Du lieber Gott! was will darauß werden?
Die wege werden, ie länger, ie tieffer, undt grundt-
loser. Je ne scay, de quel bois, faire flesche? Dieu m'assiste!


Ein Somnium habe ich, diese Nacht, gehabtt, daß die
hertzoginn von Schöninghen zu Meiner gemahlin, <nach Bernburgk> kommen wehre,
undt hette gesagt, in Meiner Præsentz: Waß mich doch an-
gienge, das ich diese Mühesehlige, undt unzeittige rayse thete,
ich würde doch nichts außrichten, Sondern nur, schaden undt gefahr,
davon zu gewartten haben!

|| [[Handschrift: 325v]]


Jch bin perplex! Man hat mir gerahten, mit dem Ordinarij
Marckschiff, so täglich von Frangkfurth nacher Meintz,
gehet, umb 10 uhr forthzuwandern. Siehe, so ist es, wieder
den gebrauch, alß ich hingeschicktt, umb 8 uhr, schon forth-
gewesen. Kein schiffer, will sonst fahren, wegen der
großen gefahr, dann das waßer, ist gar zu groß,
undt im rückwege, besorgen sie sich, nicht fortzukommen,
weil die pferde, nicht anlenden vndt ziehen können.


Also bin ich, wie gefangen, undt kan weder zu lande,
noch zu waßer, forthkommen. Gott helfe emergiren!


herr Timpfel ist heütte zu Mittage, mein gast gewesen, undt
hat sich zu allem guten anerbotten, nebst Doctor Spina.


Jch habe viel verworrene händel, mit dem vorspann, undt
landtkutzschern, welche ein unchristliches geldt fordern, auch
fast gar nicht, forth wollen.


Meine gedangken, gehen, baldt nach Meintz, baldt nacher
heidelbergk, undt Stuckgardt. Mais l'iniquitè de ces gens
là, m'accroche! Je ne scay, a quoy me resouldre!


Chur Pfaltz, kriegt Monatlich, auß den contributionen,
nacher hailbrunn, 7000 ThalerThlr: undt exequirt dieselben, wann
man in mora ist, darüber, die Frängkische, undt Schwäbische
Stände, sehr schwührig sein, undt abstellung begehren.
3000 ThalerThlr: sol er noch Monatlich, vom Kayser, bekommen, (über
selbige 7000 ReichsthalerRthlr:) alleine der Kayser ist etwas, in mora solvendj,
interim: werden die Gravamina, undt die abalienationes der
Gemühter, hin- undt wieder größer!

|| [[Handschrift: 326r]]


Man sagt von vielen Thätligkeitten der Frangkenthaler,
undt wie sie, die leütte rädelen, undt ermorden, item: wie
der Caßelische bohte, ertrungken? wie umb Nürnbergk
herumb, Straßenraubereyen, vorgehen, item: in dem
Speßhartt, unferrne hiervon, undt an vielen orthen?
Gott bewahre unß, vor unglügk! undt verderben!
Nacher Darmstadt, seindt vier meilen, nacher Meintz 4 große Meilen.
Incertus hæreo! quo me vertam? nescio!


Ein Landtkutzscher, begehret, von hier, nacher Stuckgardt,
etzliche so biß in 60 ReichsthalerRthlr: nacher Meintz, trawen
sie sich gar nicht forthzukommen, nacher Darmstadt,
will er 8 ReichsthalerRthlr: undt ein futter, vor die pferde, haben.
Also ist summa iniquitas, allenthalben.


Das waßer des Mayns, gehet in die Stadt, undt
wächßet zusehens, also: das man diesen Tag, von
5 waßerthoren, nur eines eröfnet.


Aulcüns, ne louent pas, le Leutnant Colonel Schütze, disans
qu'il a deux femmes, & mene üne vie dissoluë,
& encores qu'il a de l'esprit, si est ce, qu'il
doibt l'employer plüs, a seduire son maistre,
qu'a choses solides.


L'Electeur Palatin doibt estre fort indifferent, en matie-
re de religion, et estimer l'üne comme l'autre,
ayant faute de bons Conseillers & de moyens a <leur> entretien.

|| [[Handschrift: 326v]]


Avisen, daß das feẅer, in Frankreich, lichter lohe brennet.
Der Prince de Condè, mit zuthun des Printzen de Tarante,
armirt bey Bourdeaux, item: in Xaintonge, Piccardie
Burgundt. Erwartett Spannischen undt Englischen secours,
die Engelländer haben mit 80 Segeln, die Spannier
secundiret, Jarsey, undt andere Jnsulen, im Oceano
erobert, undt gehen auf Frangkreich zu, sich formj-
dables zu machen, undt ihre Neẅerbawte Republicq,
zu stabiliren. Die hertzogin von Orleans,
hat, auß anverwandtnüß, undt guter affection,
dem König, in Engellandt, 30000 Pfund (libra) iährlicher jntraden,
abgetretten. Der König in Frangkreich, hat
zwahr auch, eine große macht beysammen, undt
einen gewaltigen anhang, bey gehorsamen undter-
thanen, undt vermeinet, bastant zur resistentz zu sein.


Der König in Portugall, leßet durch seinen
Sohn, einen einfall, in Castiglien thun, mit 15 mille Mann.
hingegen, ist Barcellona von den Spannischen
zu lande, gantz blocquiret. Zu waßer bemühen
Sie sich ebenmeßig.


Das ungewöhnliche Regenwetter, so in
Franckreich, ebenmeßig alle progreß ver-
hindert, sol die Spannischen, vor Duynkirchen,
hinweg getrieben haben.

|| [[Handschrift: 327r]]


Der hertzogk von lottringhen, hat noch 3000 Mann, umb
Trier, liegen, dieselbigen sollen den paß über die Mosel
nachm Elsaß zu, nehmen wollen, werden aber, durch
daß Landtvolgk, undt aufgebottene pawren, biß dato,
daran verhindert.


Jn Schweden, wirdt nicht viel, tractiret, weil sje
auch einen völligen ReichsTag daselbst zu Stogkholm, nach
dem Neẅen iahr, erwartten, undt es hat darinnen,
den 1⁄11 Novembris noch keinen frost, gethan gehabtt.


Die Pollnischen gesandten, seindt, von Lübegk, nacher
Warschaw, wiederkommen, undt man erwartett,
eines Pollnischen ReichsTages, im Januario, 1652 mit den
Cosagken, den gemachten frieden, zu bestehtigen.


Jn Mähren, wirdt ein LandtTag gehalten
Der Kayser, begehret vornehmlich: 1. Die
Außschaffung aller Uncatohlischen, ohne undterscheidt.
2. Ein subsidium, von 200000 Goldgulden (Goldflorin)f. zu Jhrer Mayestät freyen
Disposition. 3. Eine Summa, von 50000 Goldgulden (Goldflorin)f. zu bevorste-
hendem ReichßTage. 4. Etzliche ordnungen, in Lan-
deß; undt Regierungssachen. perge


Man schreibet, von vielen orthen, von dem vielen,
ungewöhnlichen gewäßer, regen, und ergießung.
Viel seindt der meynung, solche inundationes
in Deützschlandt, Frangkreich, Jtalien, undt
andern Königreichen, werden sehr große veren-
derungen, auch wol gar, das ende der weltt, ominiren!

|| [[Handschrift: 327v]]

Freitag den 21ten: Novembris: 1651.

<Ludwig Röber zu Frankfort, 14 ReichsthalerRthlr: zu berechnen.>


Docteur Spina, me conseille, les bains, dü Wildtbadt, & d'Embß,
item: le fango d'Abano, & l'üsage dü Theriac, & dü süccre
dès roses. Item: contre la gravelle, dès bains artifi-
ciels, dès clysteres, dü jüs de limons, de l'huile d'a-
mendres douces. Il dissouade, l'esprit de Vitriol.
Il conseille, a Viktor Amadeus contre l'inflammation des yeux,
dès diversions, a retirer lès deflüxions, item: enfin,
si l'amendement ne sürvient, dès fontanelles au bras.


Il dit, que la gravelle, l'attaint, lors que, il
boit de la biere icy, estant accoustümè au Vin.


Le Conte de Hanau me dit, que le General Baron de Hofkirchen, (qui a ès-
pousè sa Tante du Conte de Hanau c'est a dire la seür de Madame sa Mere,) a tuè
en duel, 25 hommes & entre iceux, dix innocens, mais qu'ün
d'eux luy est apparü en forme rèelle, qui l'a tellement estonnè,
& tourmentè, que maintenant, il s'amende, & evite les querelles.


Alhier zu Frangkfurth, sollen in die 7000 Seelen wohnhaft sein,
undt es liegen, in die 700 Soldaten, in garnison, darinnen,
undterm commando, des Obrist Leütnant Dewitz. Es ist teẅer
alhier, weil alle eßende, wahren, undt geträngke, auch
andere Sachen, mit accisen, undt imposten, (nach der Florentiner
exempel), beleget sein. Der Raht saget, er köndte sonst, die
gemeinen gebeẅde, Rahthaüser, kirchen, Schulen, häuser nicht erhalten
noch die besatzung, undt andere gemeine onera: || [[Handschrift: 328r]]
wann er nicht aufsätze machte? weil er zu wenig einkommens
hette, et talia!


Nachm frühestügk, undt a Dieu sagung, habe ich dem Doctor
Spina mein goldtbildtnüß, undt gnadendenarium verehret,
auch ihme sonsten offerte gethan, wie auch einen Rosenobel
Tranckgeldt inß hauß geschengkt. Je croy, qu'il est satisfait!


Man hat mir heütte frühe, das Thor eröfnet, zu Franc-
furt, undt zu Saxenhausen, dann sonst heütte behttag ist.


Bin also, mit anbrechendem Tage, in der stille aufgebrochen,
undt zwischen beyden Städten, über die Maynbrügke,
(welche 14 ioch hatt, undt gantz von Steine ist, auch mit
einem zollhause, versehen) geritten. 8 ThalerThlr: fuhrlohn dem vorspänner


Meilen[m.]
Von Frangkfurtt, nacher Langhe, einem flegken
gehöret dem Landtgraven von heßen, Darmstadt zu.
1 1⁄2
Von dannen, nacher Darmstadt die Fürstliche
ResidentzStadt, undt hoflager, Landgraf Geörgens

1 1⁄4
Facit 3 Meilen[m.]

wiewol Doctor Spina 4 meilen rechnet. Es ist
auch nicht gar unrecht, dieweil man 6 stunden,
über solchen dreyen meilen zubringen muß, undt
von ieglicher meile, umb 6 goldgulden oder 1⁄4 ReichsThaler, den
bohten, dieselben verlohnen.....


Der weg, ist im Sande, undt heiden, zimlich
gut, mehrentheilß aber Morasticht, undt voller
böser pfützen gewesen. Wir sejndt durch viel
wälder kommen, undt es hat ein wenig wieder geregenet,
damit wir nicht, auß der gewohnheit (vielleicht) kommen!

|| [[Handschrift: 328v]]


Der Landtgraf Geörge, ist mit seinem Sohn, Landtgrafen
Ludwigen, zu mir in die herberge kommen, mich abzuholen
splendide, undt hat mir, gar freundlich zugesprochen, auch
aufs Schloß, mich wol logirt, darnach privatim,
mit sich, undt Seiner gemahlin, <undt Sohne> undt Sohns gemahlin, nebenst
meinen Jungkern, allen dreyen, undt seinem Stallmeister
eßen laßen, auch allerley gesundtheitten zugetrungken,
sonderlich aber, eine große affection, zu mir, und meinem
hause, erwiesen, undt recht Treẅhertzigk gewesen.


Avis: daß der König in Engellandt, unbekandt durch-
paßirt, durch Franckfurth, nach dem Kayserlichen hofe zu
assistentz zu suchen.

Samstag den 22ten: Novembris: 1651.


Jch habe in heüttigem schönem wetter, und weil
ich zu eilen, abschiedt, undt vorspann gesuchtt.


Mit mühe, hat man mich, hinweg laßen wollen,
endtlich, habe ich, alles erhalten, undt noch eine
malzeitt, in der hertzoginn, oder Landtgrävin gemach, gehalten,
Nach derselbigen, abschiedt genommen, da dann, die
Töchter, mir vorgeführet worden, außer derer,
so dem Landgraven von homburgk zugefreyet worden,
Sie haben 12 Töchter, undt 3 Söhne gehabt,
6 Töchter, undt 2 Söhne, seindt noch darvon, am leben,
undt der eine Sohn, ist zu Sora, in Dennemargk || [[Handschrift: 329r]]
Er heißt auch Landgraf Geörge. Das eine freẅlein, ist,
auch neẅlich gestorben, darumb man, alhier, tief trawert,
wie ebenmeßig, umb Landgraf Johann, den bruder, dieses Fürsten.


Il donne par an, a ses freres, & cousins, de
60 a 70 mille Dalers. Le pays est fort ruinè, par les soldats.
sur tout dès françoys. Viel haüser, stehen öde.


Viel ägker, undt weinberge, ungebawet.


Der Landgraf Geörge, mit seinem Sohn, hat mich
ein stügk weges, hinauß, zu kutzschen begleittet.
Postea hat er mir, 2 geleittsleütte,
den Jägermeister, Bubenhausen, undt hauptmann
Engelhardt, zugeordnet, welche mit Mir,
Meilen[m.]
geritten sein, biß nach Zwingenbergk
alda man mich, in der kellerey, wol tractiret.
2


Undterwegens auf Eberstadt zu kommen.


Postea, das Schloß Frangkenstein, auf einem
berge zur lingken, liegen laßen, undt
andere Dörfer. Den berg Melibocum gesehen. perge


Die bergStraße, ist schön, zu raysen, gehet
von Darmstadt, an, oder von Eberstadt biß nacher heidelberg.


Der hofmeister zu Darmstadt, heißt: härtingß-
hausen (deßen Sohn, so zu Caßel iustificiret worden,
weil er den Marschalck erschoßen)10 der Stallmeister Dörnbach,
undt sonst waren noch wol 6 oder 8 vom Adel da. Der Landgraf speiset
täglich 230 personen an seinem hofe. Vivit splendide.

|| [[Handschrift: 329v]]


Il a pension annuëlle, de 10 a 12000 Pfund (libra)Roy d'Espagne
comme le Landgraf de Cassel la tire dü Roy de France, avec reserve
de leurs Privileges, religion, & Droicts de Prince. etcetera
Mais ces pensions, sont mal payèes!


Landtgraf Geörge, hat im anfang seiner Regie-
rung, ein Privilegium de non appellando erhalten, biß
auf 1200 Goldgulden (Goldflorin)☉f. zuvorn hats sein herrvatter nur auf 600 Goldgulden (Goldflorin)☉f.
gehabtt.


Il se plaint, de sa noblesse, qu'elle luy contrarie,
& qu'il craint, que le meschant exemple dés Anglois,
tirera apres soy, par tout, dès consequences pernicieüses!

Sonntag den 23ten: Novembris: 1651.

<4 ReichsthalerRthlr: Ludwig Roeber zu Zwingenberg; zu berechnen.>


Nach dem wir von den geleidtsleütten, undt dem kellaer,
alhier zu Zwingenbergk, im Nahmen, ihres gnedigen Fürsten,
undt herren, wol tractiret worden, undt diesen Morgen,
ein gut frühestück bekommen, auch die kutzsche (deren
Teißel im einfahren gestern abendt im Thor, zu glück
gebrochen) repariren laßen, seindt wir wieder forth
gerayset, in bösem regenwetter, auf heidelbergk zu,
Meilen[m.]
Seindt<Jst> von Zwingenbergk, endtlegen. 5

<Die vom adel gaben uns, das geleitte eine Meilenm. von Zwingenberg biß an die gräntze.>


Undterwegens, kahmen wir, auf Benßheim,
undt heppenheim zu,<im> Chur Meintzischen gebieht, numehr,
(weil Chur Meintz von Chur Pfaltz, die bergStraße, umb
undt vor 120000 ThalerThlr: wieder eingelöset hat) Jtem:

|| [[Handschrift: 330r]]


auf Weinheim, so Chur Pfältzisch wieder ist, undt andere
dörfer, etcetera auch berghäuser liegen sehen.


Die BergStraße, zu raysen, ist ein lustiger weg,
(wann es hüpsch wetter ist) wegen der schönen gebawten
weinberge an beyden seitten, item: wegen des feldt-
bawes, getreydigs, stehenden Nußbaẅmen, undt anderm
obst, auch wegen der varietet, so die wälder, auf den
bergen, (darahn man herzeücht) geben.


Jch habe mich hertzlich erfreẅet, Heidelberg, vor
meinem ende, noch einmal wieder zu sehen, in solchem Stande,
seines verj, & legitimj Possessoris. Gott erhalte ihn, fried-
lich, darbey! undt vermehre ihm, seinen gnadenSegen.


Dieweil es finster worden, zu meiner ankunft, ich
auch etwaß unpaß, an husten, Catharren, undt ermüdet,
einer von meinen nobilibus, Georg Ehrenreich freiherr von Roggendorf auch krangk
worden, (vom Sauffen, ohne zweifel, cum Darmstadinis,)
habe ich mich nicht wollen bekandt geben, undt
auflauff veruhrsachen, Sondern habe nur melden
laßen, es wehre ein herr von Roggendorf11 ankommen,
(wie es zwahr wahr ist) undt habe die comites i-
tineris nicht specificiret, ob schon die wachten,
an Thoren, undt an der Negkerbrügken, (darüber
wir gemußt) scharf inquiriret, gehabt.


Zum hecht, bin ich, jn der Stille <nahe an der Neckerbrücken> ejngekehret, weil der
Kayserliche Gesandte, herr Vollmar, in der besten herberge, jm hirsch,
mit seinen leütten, eingezogen ist.

|| [[Handschrift: 330v]]

Montag den 24ten: Novembris: 1651.

<4 ReichsthalerRthlr: zu heidelberg, vor die Darmstädter trompter, undt kutzscher. Ludwig Röber zu berechnen.>


Avisen: daß Graf Martinitz, Cantzler in Böhmen, todes verblichen, auch
große betrübnüß, undt alteration, am Kayserlichen hofe veruhrsachet.


Er ist ein aufrichtiger, feiner herr, guter justitiarius, undt
mein guter bekandter gewesen, undt billich zu beklagen.
Gott gebe! daß seine Stelle, wol möge wieder ersetzet werden!


Der Kayser, samlet viel geldt, gegen den Reichßtag.


Die Landtgräflichen Darmstädtischen, Trompter, undt kutzschen,
habe ich mit 2 ducaten, wieder abgefertiget.


Ernst Dietrich Röder hinauf aufs Schloß, geschickt, Chur Pfaltz Liebden
meine stille anwesenheit, vermelden, meine gebührende
dienste præsentiren zu laßen, undt raht zu fragen, ob ich
also incognito zu bleiben, die nechsten freünde besuchen,
undt herr Vollmars expeditiones, undt importantzen, nicht
interrumpiren, undt etwa privataudientz haben,
(biß man weiliger,) oder, ob ich mich præsentiren sollte?
undt auf allen fall, gebehten, mit mir keine Ceremonien
zu machen. perge


G Le Landgrave, m'a aussy, en qulque sorte dissuadè ce
progrèz, se dèsfiant, que j'obtiendrois quelque chose, a cause
de l'estat miserable, & grandes charges, de cest Electeür.
Nota Bene[:] Le Vent au voyage m'a estè contraire iusqu'a hier, venant
plüsieurs jours, dü Sud, & me monstrant, toute une autre
route, que j'eüsse peü prendre, sj ie l'eüsse bien observèe?


Vorgestern, ist ein eintziger schöner Tag, auf dieser meiner
gantzen rayse, gewesen.

|| [[Handschrift: 331r]]


Der Churfürst, hat mir wieder complimentiren, und sich
höchlich endtschuldigen laßen, daß er nicht gewußt, daß
ich gestern alhier angekommen, der wirth, hette nur
einen zettel von einem herren von Roggendorf12 eingeschickt.
Er hette mich sonst gestern, hinauf bitten wollen. Jch solte
mich aber nur gedulden. Er wollte baldt iemandes zu mir
schicken. Ohne wehre es nicht, herr Volmar Kayserlicher Gesandte
wehre alhier, undt die Tractaten, wegen Franckenthal,
ließen sich sehr schwehr ahn!


Postea: hat er seine leibgutzsche, mit einem kammerJuncker
Walborn13, mir geschickt, mich abholen, undt sich endtschuldigen, zu
laßen, daß er im Raht, wegen vieler geschäfte, so der Kayserliche
Gesandte, herr Vollmar, gebracht, sein müßte, undt mich
nicht entpfahen köndte. Der Marschalck Landaß,
unser Wutenaw14, undt noch andere drey von Adel,
haben mich im platz entpfangen, undt hinauf in ein schönes
Losament, begleittet, aldar ich eine zeitlang ge-
wartett, biß endtlich, nach eilfe, der Churfürst
Pfaltzgrave, Carll Ludwig, zu mir persöhnlich,
con spada e cappa kommen, undt gar höflich, sich erbotten.


Darnach, bin ich mit ihm, zum Kayserlichen Gesandten, herrn Vollmar,
gegangen, ihm die handt gebotten, undt, alß die Churfürstin
in die Tafelstube, geführet worden, seindt wir alle 3
hinein gegangen, da ich dann die Churfürstin, undt die
beyden Princeßinnen, Mesdames, Elizabeth, und Sofie;
angesprochen. Man hat etzliche wenig sanitates getruncken || [[Handschrift: 331v]]
über der malzeitt, undt nach der malzeitt.


L'Electeur n'a qu'üne eglise Lütherienne icy, au fauxbourg, puis
a Oppenheim, puis a Umstadt, per pacta conventa.
Il n'a point le Privilege, de non appellando, sinon: de 2000
florins, & croyt, que cela ne vaut pas la peine,
de tenir ün hofgericht.


Sa noblesse & sès Vassaulx, luy contrarient,
estans, ou voulans estre tous francs.


Jl veüt restituër Franckendal<Hailbrunn,> pourveü qu'on
luy restituë Franckendal, & veüt accepter, le
tiltre, de Ertzschatzmeister, au lieu de ErtzTruchseß, sj
on luy donne satisfaction, en d'autres poincts,
touchant l'extradition, de l'obligation dès 13 Millions,
pour Bavieres, voulant; qu'on insiste a l'jnstrüment
de Paix.


Nachmittags habe ich herrn Vollmar, im Sahl, quittirt,
undt bin darvon gegangen, alß der Churfürst wieder
zukommen verzog. Jch gieng in mein losament,
undt ließ mich bey der Churfürstin, anmelden, welche
ich eine weile hernacher, besuchte, undt complimentirte.
Postea wieder hinweg gieng, undt zur malzeitt,
Sie hin undt her, führte, undt zu abends lange da bliebe.


herr Vollmar, gieng zu abendts, nicht zu Tische. Der
Oberste Lucas aber, undt seine leütte, blieben bey unß.


L'Electeur beüt ma santè, et celle de ma femme; courtoysement || [[Handschrift: 332r]]
il me voulüst accompagner là haut en ma chambre,
par force, mais ie le divertis, luy laissant aussy tousjours
et a Madame sa femme, le haut bout.


La Princesse Henriette, a eü trois tasches bleuës
l'üne au dos, l'autre au costè, & üne au pièd,
mourrant en dormant, d'üne fievre pestilentielle
& maligne, fort regrettèe de son mary & de
Madame sa mere. Tous ses thresors, reviendront icy.

Dienstag den 25ten: Novembris: 1651.


heütte Morgen, bin ich bey dem Khayserlichen Gesandten, herrn Vollmar
gewesen, welcher gar schöne dißcurß, über eine stunde lang,
mit Mir, gehallten, undt sich gar wol offeriret, in meinen
desiderijs, alß: in causa Ascaniensj, item: wegen exemption der
Römerzüge, undt assignationes, etcetera etcetera <Il me donna le haut bout.>


Die Churfürstinn, habe ich zu, undt von der malzeitt,
abermalß geführet. Elle estoit triste, a cause de l'in-
disposition, de son fils, mais aultrement, de bon Discours.


Dem Churfürsten habe ich meine desideria, entdegket,
1. In causa Religionis. 2. In causa Ascaniensj. 3. wegen meiner
allten Prætensionen. Il s'est declarè courtois, mais
froid, & comme s'excüsant, avec tout. Neantmoins,
il faut tenter, encores de nouveau, la Fortüne. perge et cetera


Ô Dieu! Pourquoy, suis ie venü icy, comme cela.


Mit dem Cantzler Rochaw, habe ich mich auch besprochen, sonder-
lich, mit dem allten Schömberger, Amptmann zu Bacharach, undt raht.

|| [[Handschrift: 332v]]


Dieser Schömbergk, ist wol einer von den Elltisten be-
kandten, undt es seindt wenig Pfältzische diehner, noch am leben,
Doctor Camerarius, ist neẅlichst auch alhier todes verblichen,
undt hat sein grab, zu Heidelbergk gesucht, undt gefunden.


Mit dem Obersten Kotz, (welcher zu hailbrunn lieget)
bin ich auch bekandt worden. Der Oberste Lucaß, so
beym Gesandten ist, erweiset sich, sehr affectioniret.


L'Ambassadeur mesme le fait maintenant, ne m'ayant
bien cognü, au commencement.


Il dit: que lés François auroyent peü avoir üne bonne
Paix, avec l'Espagne s'ils eüssent Voulü? Car les Espagnols,
leür offroyent, á Münster, Porto Longone Casal, <la> Catalogne
entiere, pour 30 ans, Perpignan, avec le Contè de Roussillion,
& toutes les places de Conqueste, aux pays bas,
a perpetuitè. Jtem: permission, de secourir le Portügall,
sans bandieres ouvertes, de mesme que l'Espagne feroit
a sès amis, & allièz, & plüsieurs autres offres avantageüses.
Mais le Cardinal Mazzarinj, hayssant la paix, empescha
tout cela, & lés Mediateürs, de cès bonnes conditions, Messieurs
lés Estats, voyans aneantir cès propositions, se resolürent,
a avancer donc leur paix avantageüse, qu'ils avoyent
differèe. Maintenant les Êspagnols ont reconquis Porto Longone
avec plüsieurs aultres places, et ne donneroyent pas, la moytiè
de cès conditions, a ceste heüre aux François, s'ils les, en prioyent?
Le Prince de Condè, se va rendre Souverain, & emporter, üne piece || [[Handschrift: 333r]]
de la France, avec l'ayde dès Anglois, et Espagnols, si
lés Royalistes, n'y remedient? La France, a tousiours estè
contraire a la paix d'Allemande entrejettant, dès difficültèz.


L'Electeur Palatin m'a dit, qu'il n'a, que 8000 florins (Gulden)f: par an,
de Weyden, Pargkstein, & Pleyenstein, mais le Seigneur Vollmar
croyt: qu'il en tire 13000 florins (Gulden)f: voulant, qu'il l'engage
a l'Electeur de Bavieres, puis que les lieux là, ne sont
distinguèz nommêment, en l'instrüment de Paix;
d'avec le pays dü Haut Palatinat.


Der Churfürst, hat mir diesen abendt, durch seinen
Major<Obrist Leütnant> alhier Stockhemer, die ordre bringen, undt
wißlich machen laßen, nemlich: Christian, honoris causa.


Jch habe memorialia selber aufgesetzt, dieweil es
der Churfürst, also hat haben wollen.


Les Espagnols (dit le Sieur Vollmar) sont bons Parlamen-
taires Anglois, non pour approuver leurs meschantes
maximes, et Parricides, ains d'aultant, qu'ils ne scau-
royent faire aultrement, a cause de la navigation,
et dü commerce, et pour n'estre troublè aux thresors,
qu'il faut necessairement faire venir dés Jndes.


Le Roy d'Angleterre, va espouser Mademoyselle
d'Orleans, et le Düc d'yorck, celle de Longueville, seüle-
ment, pour avoir, a vivre, mais il y a danger de revolte de la
Foy, et qu'ils abalieneront entierement les èsprits des
Anglois, et dès Escossois, a reietter dü tout, leür Dominat.

|| [[Handschrift: 333v]]

Mittwoch den 26ten: Novembris: 1651.

<Schnee. Regen 10 ReichsthalerRthlr: Ludwig Röber zu berechnen.>


Jch bin, alhier, zu Heidelbergk, in die Schloßkirche, mit
dem Churfürsten vormittags, durch sein Gemach, gegangen,
predigt zu hören, undt Er Streitthagen, hat eine
feine vermahnung, undt Bußpredigt, auß dem
Propheten Jona, gethan. Je me suis derechef consolè,
& rèsiouy, d'entendre l'explication de la parolle de
Dieü, & de psalmodier, & prier Dieü, en son Temple, que
ie n'ay pas veü, en 33 ans.


Apres cela, i'ay eü, üne tresmaigre inesperèe froide, & reprocha-
ble resolütion, de Monsieur l'Electeur Palatin, secondèe, par les offices
charitables de ses Conseillers mesmes, de sa propre femme, & seur perge.


Cés gens, ne regardent, qu'a leürs propres jnterests,
mettans a costè: la charitè, la religion, le parentage, le
devoir, le respect, lès souffrances, pertes, dommages, & ce, qu'on
a fait, pour eulx, tant d'annèes, nj les obligations, de la main
de leürs propres Peres, ni toute bienseance! Pacience! par force!


Jch bin nachmittags, zu den Princeßinnen, Elizabeth, undt
Henriette15 , gegangen, ihnen, eine Visite zu geben, da Sie
mir dann, conterfecte undt rariteten, auch schöne gemälde,
von ihrer Schwester, Madame Louyse, gewiesen, so Sie
selber gemahlet hatt.


Si l'Electeur vouloit, ou pouvoit se sousmettre, au Parlement Anglois,
comme aussy Madame Elizabeth, ils auroyent la continüation de leurs
assignations, & traittemens, mais l'honneür, & la bienseance, avec || [[Handschrift: 334r]]
le proche parentage leür deffend, de recognoistre ce Parlement.
Ils sont aussy mèscontens dès Escossois, & ie trouve cès per-
sonnes Palatines, fort passionnèes, (& a bon droict), dü costè
de la famille Royalle, de la Gran Bretaigne. Dieu vueille
fleschir les coeurs discordans, & aneantir toute impie, &
dangereüse machination.


Der Churfürst, hat mir wieder, das wortt, oder die
Ordre geben laßen, durch den gesterigen Commendanten,
undt war: Ferdinandt heütte, wie gestern: Christian et cetera

Donnerstag den 27ten: Novembris: 1651.

<6 ThalerThlr: Ludwig Röber zu berechnen, in Stall, undt gartten!>


Hier á soupper, Monsieur l'Electeur discourroit beaucoup, avec
moy, á table, de sès affaires particülieres, au haut &
bas Palatinat, y mais notamment, (avec passion), de
la pacification, dès restitütions, qu'on luy devoit,
de l'affaire de Franckenthal, dès calomnies, qu'on luy
imposoit, et qu'on cerchoit son oppression, &cetera &cetera &cetera


Le Colonel Lucaß, & l'Escuyer de l'Ambassadeur estoyent
aussy a table, & i'avois peür, qu'ils entendroyent
nos discours, par fois, contradictoires.


L'Electeur dit aussy, qu'il aymeroit mieux, estre
sous le Pape, que sous la tyrannie dès Presbyteriens, &
qu'il n'acceptoit nül ministre trop addonnè, a cest ordre, de-
sirant de remettre tout, en l'estat; conforme a sés devanciers.
Il dit cela, avanthier, a disner, en presence, de l'Ambassadeur & en outre:
Pourquoy, Lüther, auroit si mal traduit la Bible Allemande? &
que ceste tradüction, estoit cause de beaucoup de changemens, en la chrétientè!

|| [[Handschrift: 334v]]


La Princesse Elizabeth, me dit hier, en la chambre de l'E-
lectrice, (discourrant & dispütant seüle avec moy)
qu'elle ne croyoit pas, que cest article estoit asseürè.
Que le Pape seroit l'Antichrist. Qu'on le pourroit
croyre, ou ne le croire pas! Que lès Papistes au-
royent èscrit dès livres, a l'encontre, & monstrè
le contraire, de ce que Pareus, & aultres Commenteürs
de l'Apocalypse veülent averer. Que Babel & l'i-
dolatrie, dont est parlè, denote le Paganisme, non
pas: le Christianisme. Que c'est üne grande
erreür, de s'attacher, a l'opinion, de certaines
personnes, qui ne sont pas èsgaux aux Apostres.


Elle est, de l'opinion de Docteur Bergius, en la Predestina-
tion, au franc arbitre, en la perte dü Saint Esprit,
& en d'autres erreürs Lütheriens & Arminiens.


Elle blasme Thülemeyer, (quoy qu'il soit attachè
aux opinions de Bergius) a cause de sès simples
presches, luy impütant, qu'il a fait tous ses ser-
mons, hors de la Postille de Scultetus, & quand icelle
luy manque, il est tout penaud, & n'en peüt plüs.


Elle ne confesse pas, d'avoir disputè avec Docteur Crellius,
a cause qu'il ne souffre nülle obiection, ni contra-
diction, ainçois dogmatize continuellement, mais elle || [[Handschrift: 335r]]
le tient, pour trop opiniastre, & austere en ses opinion[s.]
Elle ne se vouloit, ni pouvoit nüllement ressouvenir,
de la recompence promise á Crossen, a mon fils Victor Amadeus
pour le Voyage d'Hongrie.


Entr'aultres discours, elle me dit: Que ie ne
devois nüllement penser, que pour interest dü
Roy d'Angleterre, ou d'aulcün autre interest
particülier, Messieurs les Estats, ou nül autre
Potentat, bouleverseroyent leür jnterest d'estat,
denotant tacittement, (comme ie pouvois fort
bien comprendre) que l'Electeur Palatin ne se rujne-
roit pas, soy mesme, pour l'amour de moy, ou de mes
pretensions, que ie Voy estre mal prinses, au lieu
dü Gran mercy, que l'on m'en devroit icy rendre, et
mesme on me les explique odieüsement. Pacience!


Elle ne veüt pas, que ie croye, que l'Electeur aye
de l'inclination au Papisme, ou a d'autres erreurs,
comme on le calomnie, parmy les adversaires Papistes
& Lütheriens & que i'en doibs demander, sès ministres,
si ie ne veüx point croyre, ceste Veritè?


L'Electeur me dist: Que les Estats de l'Empire, sür tout, les
Saxons, luy auroyent estè grandement contraires, a Münster & Osnabrück
au traittèz, le contrequarrans, ou ils le pouvoyent faire!
comme aussy, ceux, dü Düc de Brunswig, et ce Tumbshirn,
Deputè d'Altenbourg. Il s'abbandonne fort, sür lés traittèz de Nürnbergk.

|| [[Handschrift: 335v]]


Il se plaint, que pour la BergStraße, l'Electeur de Mayen-
ce, luy a payè mauvayse monnoye, & luy a donnè
60000 Dalers, au lieü de 120000 luy prennant
plüs de Pays, qu'il ne devoit faire, & qu'on
luy racle, de çà de là, ses revenüs.


Il vouldroit, qu'on n'eüst jamais commencè
la guerre de Boheme, & la deteste, avec tout mauvais conseil.


Madame Elizabeth adjousta, louant ma Valeür & mes
deportemens; à table: Si tous eüssent fait, comme
Vous, nos affaires <en> seroyent bien en meilleur estat.
Mais a part, elle me dist: Qu'on n'auroit pas
trahy & vendü son Pere le Roy. Ie replicquay,
Si cela estoit, ainsy, les coulpables seroyent
obbligez a en rèspondre, non les innocens!


Jch habe das große faß, alhier zu heidelbergk besehen,
(so anno 1591 gebawet worden, undt ichs in meiner iugendt
auch gesehen) es heldt, 132 fuder weins, 3 Ahmen, undt
3 viertheil, ein fuder zu 10 ahmen, gerechnet, 18 fuß ist
die höhe, hat 24 reiffe, alles von holtz, 20 fuß ist die länge.
36 stuffen, gehet man hinauf. Jch habe oben auf, ein glaß
wein, außtringken müßen, undt Wutenawen, auch zugebracht,
des Churfürsten gesundtheitt, welcher es herümber gehen laßen.


Es war noch eine andere kufe, von 65 fuder darinnen,
undt viel ledige faß, biß in die 700 fuder, zu verwahren.
Das große faß aber, ist an itzo, auch leer.

|| [[Handschrift: 336r]]


Darnach, haben wir, den Sahl im digken Thurm besehen,
(den ich vor iahren, auch gesehen) undt wie im kriege, da-
rein geschoßen worden, alß auch anderwerts, vor meinem
gemach. Man repariret aber, die fenster, wie
auch den gläsern Sahl, undt was sonsten, brüchich, undt
bawfellig, undt mit Stügken, verderbet worden,
von den bergen herundter.


Die Churfürstinn, sol gerne auf die berge hinauf,
undt über weg, gehen, undt klettern, wie auch, der Churfürst.


Nachmittags in den Marstall, undt rüstkammer darauf,
gefahren, schöne pferde, undt etzliche zeüge zu besehen,
sonderlich, des Ragozzj verehrte zwey pferde, undt zeüg,
mit Türckißen versetzt. Postea: durch den alten
gartten, nach dem neẅen gartten am Schloß, zu,
die grotten, undt waßerwergk zu besehen, welche
gar artig gemacht sein, Jedoch siehet man
allenthalben, viel alteration, undt eine ver-
minderung, der alten glügksehligkeitt! Pacience!


Der Churfürst, hat interim, dem Gesandten, gute
gesellschaft geleistet, undt getrungken, contre son natürel:
gestaltt wir schon zu Mittage, zimlich angefangen.


Gegen abendt, hat mir der Kayserliche Gesandte, herr Volmar
eine visite gegeben, undt sich gewaltig offeriret.


Er ist, (seinem brauch zuwiedere) zur abendtmalzeitt, gegangen,
da dann noch mehr ist poculirt worden.

|| [[Handschrift: 336v]]

Freitag den 28. Novembris: 1651.

<2 ThalerThlr: pour le Valet de chambre.>


Das wortt so mir gestern abendt, der Churfürst ließ geben,
war: Leonora.


Gestern frühe, kriegte der Churfürst die traw-
rige avis: daß Printz Robert, sein herr bruder,
in der Spannischen See, Schifbruch erlitten, undt
nur selbviertef in einem bottchen, salviret worden
wehre, alle seine leütte, schatz, undt bagage,
so aufm Schiff, gewesen, auch theilß so ihn sal-
viret, wehren ertrungken, <in die 300 personen> er aber, auf
seines bruders, Prinz Moritz Schiff gebergt.


Sie wehren, mit 3 schiffen, zu Angra in Tercera
eingelauffen, 2 andere Englische Schiffe, wehren
von ihnen, außgerißen. Nulla calamitas, sola!16


Jch bin heütte, mit dem Churfürsten, zum Abgesandten
das geleidte zu geben, vormittags gegangen, undt wir haben
denselben, an des Churfürsten, leibkutzsche, begleittet,
undt unß mitteinander, aufgesetzt, undt mit großer
pomp, hinauß nacher hendtschuchsheim, durch die Stadt
gefahren. Jn dieser Stadt heidelberg, stunde alles
im gewehr, <so wol Soldaten, als bürger> undt es gienge alles magnifice zu, mit
fahnen, trommeln, undt dergleichen.


Zu hendtschuchsheim, wardt der gesandte vom Churfürsten, || [[Handschrift: 337r]]
undt von unß allen, biß an die Päbstische kirche, begleit-
tet, darnach gieng ich vo mit dem Churfürsten wieder hinweg,
in eines von Gengelß, behausung. Er aber der gesandte,
hörte meße, mit dem Obristen Lucaß, undt den Seinigen.


Wir hielten mahlzeitt, in fischen, undt lautter fastenspeise,
welche keinen mangel hatte, undt nach der malzeitt, undt
genungsahmen trunck, wurde der legatus dimittiret,
an die kutzsche, von mir, nebenst dem Churfürsten accompagnirt,
undt in allem kayserlich gehalten, weil in 30
iahren, keiner mag alhier gewesen sein, welcher
vom Kayser, ablegirt worden, undt so wichtige Sachen,
(daran dem gantzen Staat, Landen, undt leütten,
gelegen,) mag gebracht haben. perge et cetera als man vorgibt. perge


Also ist herr Volmar, Kayserlicher Gesandter, wol content
abgeschieden, undt nacher Benßheim, gezogen, perge et cetera


I'ay dit la Veritè a l'Electeur touchant mes
pretensions, a demy yvre, toutesfois discrettement.


Jm Marstall alhier zu heidelbergk, wie er an itzo
ist beschaffen, können nach der länge, in zweyen reyen,
102 pferde stehen, es stehen aber an itzo, in die
70 pferde würgklich darinnen. Das waßer
laüft auch nicht in dem Stall, wie vorzeitten.
Es wirdt aber repariret werden. Gestern sahe ich
auch noch den Sahl überm Stall, ungeendert. Sonst
mangelt viel, an nebengebeẅden.

|| [[Handschrift: 337v]]


heütte, wahren alhier, zu Heidelbergk, 200
Soldaten, undt 300 bürger, jm gewehr, am Margkt,
undt sonsten, alß der gesandte, mit uns, durchzog.


Gegen abendt, schickte der Churfürst seinen Stallmeister,
Monsieur de la Motte, zu mir, mich wegen der rayse
nacher Stugkardt, zu befragen, undt sich zu vergleichen. perge


Nach gehaltener abendtmahlzeitt, habe ich mit
dem Churfürsten geredet, undt abschiedt genommen. Il est
tres froid, en matiere de mes pretensions, & croyt,
qu'on l'ait plüstost desservy, que servy, & s'excüse!


Sonst hat er mich, biß in mein Losament, accom-
pagnirt, undt <stande, wie allezeit diese tage> meine gesundtheit, über tjsch, ge-
trungken, auch meiner herzlieb(st)en gemahlin, Söhne, undt Töchter.


Das iunge Printzlein, de von 3⁄4 iahren, Churfürstlicher
Printz Carlln, habe ich auch gesehen. Gott gesegene ihn!


L'Electeur Palatin m'a envoyè, ün fort maigre present,
par son Valet de chambre. Pacience! Ie ne l'ay osè refüser,
mais receü, comme üne pension, de mes fütüres pretensions.
Il me l'a offert, au lieü, d'une piece d'argenterie, quj
seroit difficille, a empacqueter, (60 Dalers).


L'Electeur s'est fort aultrement offert, a l'avenir,
si son estat s'amenderoit? Dilatoria! quis videt?
et videbit? Patientia! Der alte von Schömberg, nahm auch abschiedt.


Caub, wahr die Losung, so mir Elector, diesen abendt, geben ließ.

|| [[Handschrift: 338r]]


Der haußhofmeister Botzen, riehte auch, zur rayse,
nacher Stuckgardt, undt Leomberg. et cetera


Schömberg, offerirt sich wol, wie auch andere Rähte, mais ou
paroist l'effect? Ils craignent perdre, en donnant, a
d'autres, qui l'ont plüstost meritè qu'eüx! Pacience!

Samstag den 29. Novembris: 1651.

<12 ThalerThlr: Ludwig Röber zu berechnen.>


Diesen Morgen gefrühestügkt zu Heidelbergk, undt<darbey> der
Marschalck Landaß, der haußhofmeister Botzen, Monsieur Wutenaw17,
undt andere<Stockerem> <nebst meinen leütten> gewesen, darnach, hat der Churfürst noch einmahl
abschiedt von mir, genommen, undt mich, biß an die kutzsche,
begleittet, auch sehr excusirt, l'ün & l'autre etcetera
sür tout, il m'a priè de considerer, üne pauvre
vefue, Madame sa Mere, & les Orphelins, ses freres, &
seürs, (ce, qui m'a ésmeü, a pjtiè) s'offrant, a l'avenir!


Der Marschalck Landaß, ist mit mir, biß nach Rorbach,
eine halbe meile hinauß gefahren, undt die leibcompagnie
zu pferde, ist mir gefolget, ein stück weges, vor
der Stadt, alß ich mit der Churfürstlichen leibkutzsche hinauß fuhre.
<Nota Bene[:] Abentheẅer mit meinem Kästlein, mit geldt, so auß der kutzsche in heidelberg gefallen undt unvermuhtende wieder gefunden worden.>


Monsieur Wutenaw accompagnirt mich, im nahmen des


[Meilenm.]
Churfürsten biß nach Senßheim <ein Städtlein>, lieget von heidelbergk
Undterwegens, auf Nußloch, Wiseloch, undt andere
örther, zukommen, auch durch örther, so andern herren,
(als bischof zu Worms, undt edelleütten), zugehören.
3


L'Electeur a 8 Aempter, & 4 underempter, font, 12 baillages,
dont il ne tire, de rente annuelle maintenant, que 20000 Gulden (florenus)f:
au bas Palatinat. Les peages dü Rhyn ont rentè 100000 Dalers, autresfois, || [[Handschrift: 338v]]
maintenant, ils ne rentent, que 3000 florins. Il y a dés
baillages, quj rentent a l'Electeur 150 florins (Gulden)f: seülement, (a ce,
qu'on nous veüt persuader.) Il a 42 chevaux de carosse
& plüs de 70 chevaulx de selle, & davantage,
avec la compagnie de 50 harquebüziers. Il nourrit,
10 gentilshommes, 8 pags, 8 lacquays, a sa Cour, &
üne livrèe luy couste 6000 Dalers, donnant outre celle,
encores üne moindre par an. Maintenant, il a donnè,
pour le grand dueil, aussy, aux nobles, a chascün 50 Dalers.
Il a ün tambourin, pour le tambour d'airain, et
six trompettes, d'ordinaire, faysant üne grande dèspen-
ce, pour son petit revenü. Il est exact, en son mès-
nage, et il scait examiner ses contes diligemment.
Il ayme ceux, qui font dèspence <pour luy> avec leurs gages,
ün gentilhomme qui n'a que 80 Dalers & deux chevaux.
d'entretien & de gage, dèspendra avec cela, 3 ou 400
Dalers.


L'Electeur Palatin, se plaint fort, de l'inobedience
de sa noblesse, de mesme, que font le Landgrave de
Darmstadt, l'Abbè de Fulde, et d'autres. Est res,
periculj plena! et pessimj exemplj! Deus avertat omen!


Zu Senßheim, bin ich, von wegen des Churfürsten, accomo-
diret, undt tractiret worden. Jch habe aber, diesen abendt,
gefastet.

|| [[Handschrift: 339r]]

Sonntag den 30ten: Novembris: 1651.

<Primo Advent:>


Jch bin heütte, den ersten Advent, nach eingenommenem
Frühestügk, (mit meinen Jungkern, undt Monsieur Wutenaw,
So dann, dem Schultzen, undt einem Capitain zu Senßheim),
<welche alle vor mir her gegangen, in bösem wetter, undt wege,>
in die predigt geritten, undt haben sie also noch
mittgenommen, an diesem reformirten orth, Gott Lob.


Postea: Monsieur Wutena, à Dieu gesagt, wie auch,
dem andern, undt forthgeritten, biß nach hailbrunn,
[Meilenm.]
so von Senßheim, endtlegen 3

Jst eine ReichsStadt, undt an itzo, im
nahmen Chur Pfaltz, vom Obersten Kotz,
mit 800 Mann zu fuß, undt 70 pferden
besetzt, (biß FranckenThal evacuiret wirdt)


Sie lieget, am Neckar, <den wir passierten> war vorzeitten,
<in> der Union, undt hat guten weinwachß.
Der Oberste Kotz, kahm mir unweitt
vor der Stadt entgegen, mit ohngefehr, 10 pferden,
darundter viere seiner Officirer, wahren.


Ein radt, brach unß, morsch entzweyen, an
meiner kutzsche im felde, kurtz zuvor, ehe er
mir entgegen kahm. Cela m'incommode! et
m'empesche, au progrèz de mon Voyage. Pacience!


Berge, undt holtz, undterwegens gehabt.


I'ay donnè le mot, a Hailbrunn, Carll Ludwig.

|| [[Handschrift: 339v]]


Si l'Electeur Palatin, vouloit recognoistre, le
Parlement Anglois, il auroit sa pension annuëlle
assignèe dü feü Roy, ascavoir, 12000 Pfund (libra) Sterling,
et Madame Elizabeth     8000 Pfund (libra) Sterlings,
mais ils protestent, de ne pouvoir toucher, a cest
argent, ni de pouvoir recognoistre le Parlement
en quoy ils font genereüsement! <& ne scauroyent par devoir de natüre, de conscience, ni par rayson d'estat faire aultrement,>
Diesen abendt, ist meine kutzsche, noch mit
mühe, herein gebracht, undt repariret worden.
Gott helfe doch, ferner emergiren!


Der Magistrat alhier zu Hailbrunn,
hat zweene auß ihrem Mittel, zu Mir, ab-
geordnet, undt 12 kannen wein, mit gra-
tulationen, undt Complimenten, mir præ-
sentiren laßen. Jch habe die Deputirte,
zur Mahlzeitt, behalten, wie auch, den
StadtMaior, Lichtenthal, einen Oberpfältzer,
undt pfarrers Sohn.


Jn der Stadt, Hailbrunn, sollen vor iahren
1200 wehrhafte bürger, gewesen sein,
an itzo kaum, 450 wegen der kriegsruin.


Der Oberste Kotz, hat mir vorspann bestellet.


Unser wirtshauß, ist: zum Schwartzen Adler.


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Im Original steht "♥seüftzer" für "Herzseüftzer".
c Im Original "einen graven von Wiedt, erstlich, darnach, einen graven von Solms Labach, genommen" korrigiert in "einen graven von Solms Labach, erstlich, darnach einen graven von Wiedt, genommen".
d Unidentifiziertes Kreissymbol.
e Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
f Im Original steht "selb4te" für "selbvierte".

Kommentar
1 Identifizierung unsicher.
2 Identifizierung unsicher.
3 In Betracht kommen hierfür die Gräfinnen Anna Juliane, Sophie Elisabeth, und Clara Sabina von Schwarzburg-Rudolstadt.
4 Identifizierung unsicher.
5 Person nicht ermittelt.
6 Identifizierung unsicher.
7 Identifizierung unsicher.
8 Identifizierung unsicher.
9 Irrtum Christians II.: Sigrid Eriksdotter ist eine Tochter des schwedischen Königs Erik XIV. (1533-1577) und nicht des Königs Gustav I. (1496-1560).
10 Vermutlich Irrtum Christians II.: Der Vater des Moritz von Hertingshausen, der hessen-kasselsche Hofmarschall Friedrich Balthasar von Hertingshausen wurde im Jahr 1651 durch den Hofjunker Rudolf von Eckartsberg ermordet, worauf von Eckartsberg selbst zum Tode verurteilt wurde.
11 Christian II. reiste hier möglicherweise auch aus Sicherheitsgründen unter dem Namen des niederösterreichischen Adelsgeschlechts Roggendorf, aus dem zum Beispiel sein langjähriger Bekannter Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf stammt.
12 Christian II. reiste hier möglicherweise aus Sicherheitsgründen unter dem Namen des niederösterreichischen Adelsgeschlechts Roggendorf, aus dem zum Beispiel sein langjähriger Bekannter Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf stammt.
13 Identifizierung unsicher.
14 Identifizierung unsicher.
15 Irrtum Christians II.: Christian meint mit Sicherheit die Pfalzgräfin Sophie von Pfalz-Simmern (1630-1714).
16 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
17 Identifizierung unsicher.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1651_11.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
ablegiren
jemanden entsenden, beordern
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
accompagniren
begleiten
affectionirt
gewogen, geneigt
Ahm
dänisches Flüssigkeitsmaß für Wein
ahmen
das Volumen eines leeren Fasses messen
allegiren
anführen, sich berufen, sich beziehen
Alteration
Aufregung, Ärger
Alteration
Veränderung (zum Schlimmeren)
assigniren
zuweisen
avanciren
vorrücken (im militärischen Sinne)
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Ballet
höfischer Schau- oder Bühnentanz
Ballhaus
für das Ballspiel errichtetes Gebäude
beneventiren
gut aufnehmen, freundlich empfangen
Citronat
Frucht einer Zitronenbaumart
complimentiren
höflich reden, Ehre erweisen
Confidenz
Vertrauen, Vertraulichkeit
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
consumiren
verzehren
Conterfect
Bildnis
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
corroboriren
kräftigen, stärken
Devotion
Andacht, Frömmigkeitsübung
Difficultet
Schwierigkeit
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
dissuadiren
abraten, ausreden
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
ein
ungefähr
emergiren
emporkommen, herauskommen
entreteniren
unterhalten
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
extenuiren
verkleinern, abschwächen
Fuder
Raum- und Hohlmaß
Gnadenpfennig (Gnadendenarius)
Bildnismedaille, die von Landesherren als Auszeichnung oder Geschenk verliehen wird
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
impost
Steuer
improbiren
missbilligen, tadeln
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
installiren
(in ein Amt) einsetzen
Intent
Absicht, Vorhaben
Interposition
Vermittlung
interrumpiren
unterbrechen
Intraden
Einkünfte
Kärrner
Fuhrmann
Kanne
Hohlmaß für Flüssigkeiten
Kornett
Kompanie bei der Reiterei oder eine Truppeneinheit, die sich unter einer Standarte ("cornette") versammelt
Kornett
Offiziersgrad bei der Kavallerie (analog zum Fähnrich bei der Infanterie bzw. den Dragonern)
Kornett
Standarte
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Maß
Raummaß, Hohlmaß
Mittel
Mitte
ominiren
prophezeien
Oscitanz
Nachlässigkeit
penetriren
(etwas) durchsetzen
penetriren
verstehen, (geistig) erfassen, ergründen, durchschauen
penetriren
(etwas) ergreifen, sich anmaßen, unterstehen
peregriniren
reisen, sich auf Wanderschaft begeben
peregriniren
bewandert sein
Perspicilbrille
Fernglas, Fernrohr
poculiren
zechen
präsentiren
schenken, als Geschenk geben
präsentiren
beschenken
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
recontriren
begegnen, treffen, auf etwas/jemanden stoßen
retirat
zurückgezogen
Römermonat
monatliche Kosten für die Unterhaltung und Besoldung des Reichsheeres
Römerzug
von den Reichsständen zu entrichtender, in Matrikeln festgelegter finanzieller Beitrag, der ursprünglich zur Finanzierung des Begleitzuges der deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom, später zur Deckung der monatlichen Kosten für die Unterhaltung und Besoldung von Truppenkontingenten des Reichs und der Kreise diente
salviren
retten
selbviert
eine Person mit noch drei anderen, zu viert
stabiliren
fest machen, versichern, bestätigen
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
suadiren
raten, anraten, einen Rat geben
Teißel
Deichsel
Theriak
Mixtur, der heilende Wirkung zugeschrieben wurde; Gegenmittel gegen allerlei Vergiftungen; (angebliches) Universal- bzw. Wundermittel
Thum(b)dechant
Domdechant (zweiter Vorsteher eines Domkapitels)
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Trompter
Trompeter
verehren
schenken
verehren
beschenken
vertestiren
vertestamentieren
victorisiren
siegen, siegreich sein
Visite
Besuch
Volk
Truppen
Vorspänner
Person, die ihre Pferde zum Vorspann stellt
Zeitung
Nachricht
Zug
Gespann
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; 1617 Gründerin und Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Enthaltende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen

geb. 1598
gest. 1651
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); 1609-1641 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Albrecht Friedrich (1597-1641), danach Vormundschaft über dessen Sohn August Ludwig (1639-1659); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Güldene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Wilhelm V. von Bayern

geb. 1548
gest. 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht V. von Bayern (1528-1579); 1579-1597 regierender Herzog von Bayern (Abdankung zugunsten seines ältesten Sohnes Maximilian I.); seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Konrad Bergius

geb. 1592
gest. 1642
Anm.: Sohn des Stettiner Stadtpredigers Dr. Konrad Bergius (1544-1592); Studium am Gymnasium in Danzig; 1624-1629 Professor für Theologie sowie Oberpfarrer der Reformierten Kirche in Frankfurt/Oder; WS 1628/29 auch Rektor der Universität; ab 1629 Professor für Theologie und Konrektor am Akademischen Gymnasium in Bremen; zugleich 1629-1634 Pfarrer und seit 1634 Oberpfarrer an St. Ansgarii.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Sittich von Berlepsch

geb. 1587
gest. 1662
Anm.: Sohn des kursächsischen Rats Curt Thilo von Berlepsch (1540-1589); Erbherr auf Großurleben, Thamsbrück und Eichenzell; Pfandinhaber des gräflich-stolbergischen Amts Roßla; Page des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); um 1634 in Diensten des Grafen Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg (1605-1638); 1635 mit dessen Mutter Gräfin Katharina Belgica (1578-1648) ins französische bzw. niederländische Exil; 1637-1651 Hofjunker und Stallmeister der Fürstin Amalia von Oranien (1602-1675); ab 1653 Rückzug auf seine Güter; vgl. Johannes Conrad: Davidischer JammerSpiegel [...], Schmalkalden 1666, S. 26-48.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Konrad Blarer von Geyersberg

Anm.: Pfälzischer Adliger; 1619 kurpfälzischer Gesandter bei der Frankfurter Kaiserwahl; seit ca. 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; 1634 Abgesandter der Kurpfalz auf dem Frankfurter Konvent; 1649 kurpfälzischer Administrator des Klosters Limburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hubert Bleymann

gest. 1657
Anm.: Um 1651 bis vermutlich 1657 kaiserlicher Reichspfennigmeister.
Georg Adam Borzita von Martinitz
Jiří Adam Bořita z Martinic
Graf Georg Adam von Martinitz

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Sohn des (Grafen) Jaroslaus Borzita von Martinitz (1582-1649); seit 1625 kaiserlicher Kämmerer; ab 1638 Geheimer Rat; 1644-1651 Oberstkanzler von Böhmen (faktisch bereits seit 1637).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Karl von Bose

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Ernst von Bose (gest. 1625); 1614-1617 Soldat in zwei Leibregimentern des Königs von Frankreich; 1618-1620 Fähnrich und Capitainleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1621-1625 kaiserlicher Obristwachtmeister; kursächsischer Obristleutant (1631/32) und Obrist (1635-1644); Amtshauptmann von Zwickau und Werdau (ab 1649) sowie Stolberg (seit 1653); ab 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bewahrende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
N. N. von Botzheim (1)

Anm.: Vermutlich ab 1638 und noch um 1651 kurpfälzischer Haushofmeister in Heidelberg.
Anne-Marie-Louise de Bourbon
Duchesse Anne-Marie-Louise de Montpensier
Princesse Anne-Marie-Louise d' Orléans
Princesse Anne-Marie-Louise de Dombes
Princesse Anne-Marie-Louise de Joinville
Dauphine Anne-Marie-Louise d' Auvergne
La Grande Mademoiselle

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Tochter des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); 1648-1653 Anhängerin der Fronde; 1653-1657 Verbannung vom französischen Königshof; 1681-1684 heimliche Ehe mit Antonin Nompar de Caumont, Marquis de Puyguilhem (1633-1723).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin bzw. Herzogin Sophia von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Pfalzgräfin Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1630
gest. 1714
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1658-1698 Ehe mit Herzog bzw. Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698); seit 1701 designierte Thronfolgerin der britischen Monarchie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Bubenhausen

Anm.: Um 1651 Jägermeister des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661).
Ludwig Camerarius
Ludwig Kammermeister

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Nürnberger Arztes Joachim Camerarius (1534-1598); Studium in Altdorf (1588), Helmstedt (1592), Leipzig (1592) und Basel; 1597 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; 1597 Tätigkeit am Reichskammergericht in Speyer; ab 1598 kurpfälzischer Rat und Beisitzer am Hofgericht; seit 1603 Mitglied des Oberrats; ab 1610 Hofrat; seit 1611 Geheimer Rat; 1619 Leiter der pfälzischen Kriegskanzlei in Prag; 1619/20 böhmischer Geheimer Rat und Vizekanzler von Schlesien; 1623-1626 Leiter der kurpfälzischen Exilregierung im Haag; schwedischer Resident (1626-1629) bzw. Botschafter (1629-1641) bei den Generalstaaten; ab 1628 schwedischer Hofrat; 1641 Abschied und Ernennung zum Geheimen Rat; 1649 Nobilitierung (ohne Introduktion); vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 384.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Wolfgang Crell

geb. 1593
gest. 1664
Anm.: Sohn des Wittenberger Theologen Wolfgang Crell d. Ä. (1535-1593); Studium der Theologie in Marburg (Magister); anschließend Hofprediger in Kassel; vor 1620 Promotion zum Dr. theol.; ab 1616 Professor der Theologie und 1620 auch Rektor der Universität Frankfurt/Oder; seit 1626 Domprediger in Berlin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Emich von Daun-Falkenstein

geb. ca. 1614
gest. 1642
Anm.: Sohn des Grafen Johann Adolf von Daun-Falkenstein (1582-1623).
Erhard Deibitz

geb. 1594
gest. 1658
Anm.: Vermutlich Sohn eines Pfarrers in Franken; um 1632/50 schwedischer Obristleutnant; bis 1634 Kommandant von Nördlingen; ab 1634 Kommandant der Stadtgarnison in Frankfurt am Main.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Jakob Dimpfel

geb. 1605
gest. 1672
Anm.: Sohn des Regensburger Ratsherren Georg Dimpfel (1565-1626); Kaufmannsausbildung in Nürnberg; Handels- und Agentenreisen nach Österreich, Ungarn, Siebenburgen, den Niederlanden und Italien; Angestellter der Wiener Reichskanzlei; ab 1630 Tätigkeit für Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar; 1650 Rat von Herzog Ernst von Sachsen-Gotha und unter anderem Resident und Kriegskommissar in Nürnberg und Frankfurt am Main.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Dörnbach

Anm.: Um 1651 Stallmeister des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661).
August Adolf von Drandorf

geb. ca. 1590
gest. 1656
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Drandorf (gest. 1632) auf Belgern; kursächsischer Obristleutnant (1631), Obrist (1635-1650) und Generalwachtmeister (1649); Kommandant von Leipzig (1636-1638), Magdeburg (1638-1646) und Großenhain (1648-1650); 1649/50 kursächsischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1644 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Charles Du Bois
Baron Charles d' Avaugour

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Unehelicher, doch 1615 legitimierter Sohn des Claude d'Avaugour, Comte de Vertus (1581-1637); ab 1629 französischer Diplomat; 1633-1641 diplomatische Missionen im Heiligen Römischen Reich, Dänemark, Schweden, Polen und bei den Generalstaaten; 1643-1648 französischer Resident bei der Armee Schwedens; 1643-1649 zudem schwedischer Obrist; 1649-1651 französischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; seit 1654 Botschafter in Stockholm.

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Jacques Du Pont

Anm.: Sieur de la Motte; um 1658 Oberstallmeister, Regierungsrat und Kommandant in Heidelberg.
N. N. Engelhardt

Anm.: Um 1651 Hauptmann in Diensten des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661).
England, Haus
Könige von England

Anm.: Seit 1603 aus der Dynastie der Stuart.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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N. N. de la Fama

Anm.: Um 1651 vermutlich Resident in Frankfurt am Main.
N.N. de la Faye (1)

Anm.: Um 1651 vermutlich Resident in Frankfurt am Main.
Graf Giulio Antonio Frangipani

geb. 1606
gest. 1656
Anm.: Kaiserlich-königlicher spanischer Kriegsrat; Obristleutnant im Regiment Beck; seit 1646 Gouverneur der Unterpfalz und spanischer Kommandant von Frankenthal.

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Frankreich, Haus
Könige von Frankreich

Anm.: Geschlecht der Kapetinger, seit 1589 vertreten durch die Dynastie der Bourbonen.
König Ludwig XIII. von Frankreich
König Ludwig II. von Navarra

geb. 1601
gest. 1643
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); seit 1610 König von Frankreich und Navarra (bis 1617 unter Regentschaft seiner Mutter Maria).

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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N. N. Fugger (3)

Anm.: Angehöriger des schwäbischen Adelsgeschlechts.
N. N. von Gengel

Anm.: Um 1651 vermutlich Bürger in Handschuhsheim.
Joachim von Gravenegg
Abt Joachim von Fulda

geb. 1594
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinand von Gravenegg; Benediktiner in den reichsunmittelbaren Stiftern Kempten (1619-1635) und Fulda (ab 1635); Propst von Petersberg bei Fulda (1635-1638), St. Michael (Michaelsberg) bei Fulda (1635-1642) und Holzkirchen (1638-1644); seit 1644 Abt von Fulda.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
N. N. von Griesheim (1)

Anm.: Vermutlich thüringischer Adliger; vor 1651 schwedischer Leutnant.
Gräfin Anna Magdalena von Hanau-Lichtenberg
Geburtsname: Pfalzgräfin Anna Magdalena von Birkenfeld-Bischweiler

geb. 1628
gest. 1666
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Christian I. von Birkenfeld-Bischweiler (1598-1654); 1659-1666 Ehe mit dem Grafen Johann Reinhard II. von Hanau-Lichtenberg (1628-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann Philipp von Hanau-Lichtenberg

geb. 1626
gest. 1669
Anm.: Sohn des Grafen Philipp Wolfgang von Hanau-Lichtenberg (1595-1641); ab 1647 Inhaber des hanauischen Amtes Babenhausen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann Reinhard (II.) von Hanau-Lichtenberg

geb. 1626
gest. 1669
Anm.: Sohn des Grafen Philipp Wolfgang von Hanau-Lichtenberg (1595-1641).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Johanna von Hanau-Lichtenberg
Geburtsname: Gräfin Johanna von Oettingen-Oettingen

geb. 1602
gest. 1639
Anm.: Tochter Grafen Ludwig Eberhard von Oettingen-Oettingen (1577-1634); ab 1619 Ehe mit Graf Philipp Wolfgang bon Hanau-Lichtenberg (1595-1641).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Sophia Eleonora von Hanau-Lichtenberg

geb. 1630
gest. 1662
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Wolfgang von Hanau-Lichtenberg (1595-1641).
Gräfin Susanna Margaretha von Hanau-Lichtenberg
Geburtsname: Fürstin Susanna Margaretha von Anhalt-Dessau

geb. 1610
gest. 1663
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1651 Ehe mit Graf Johann Philipp von Hanau-Lichtenberg (1626-1669).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Albrecht von Hanau-Münzenberg

geb. 1579
gest. 1635
Anm.: Sohn des Grafen Philipp Ludwig I. von Hanau-Münzenberg (1553-1580); Inhaber der hanauischen Ämter Schwarzenfels und Ortenberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1615
gest. 1665
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht von Hanau-Münzenberg (1579-1635).
Graf Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg

geb. 1605
gest. 1638
Anm.: Sohn des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); ab 1612 regierender Graf von Hanau-Münzenberg (bis 1626 unter mütterlicher Vormundschaft); Obrist in kaiserlichen (1629) bzw. schwedischen Diensten (1631-1633); seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Faselnde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hanau, Familie
Grafen von Hanau

Anm.: Rheinfränkisches Herren- und Grafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Graf Friedrich Kasimir von Hanau
Graf Friedrich Kasimir von Hanau-Lichtenberg

geb. 1623
gest. 1685
Anm.: Sohn des Grafen Philipp Wolfgang von Hanau-Lichtenberg (1595-1641); 1641/42 regierender Graf von Hanau-Lichtenberg und seit 1642 Regent der gesamten Grafschaft Hanau (bis 1647 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Gräfin Sibylla Christina von Hanau
Gräfin Sibylla Christina von Hanau-Münzenberg
Geburtsname: Fürstin Sibylla Christina von Anhalt-Dessau

geb. 1603
gest. 1686
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1627-1638 erste Ehe mit Graf Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg (1605-1638); 1638-1641 Regentin der Grafschaft Hanau-Münzenberg für ihren Sohn Philipp Ludwig III. (1632-1641); 1641-1647 Witwensitz auf Schloss Steinau an der Straße; 1647-1685 zweite Ehe mit Graf Friedrich Kasimir von Hanau (1623-1685).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Friedrich Balthasar von Hertingshausen

geb. 1579
gest. 1615
Anm.: Sohn des Johann von Hertingshausen (ca. 1556-1590); hessisch-kasselischer Hofmarschall und Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Moritz von Hertingshausen

geb. 1613
gest. 1678
Anm.: Sohn des hessisch-kasselschen Hofmarschalls Friedrich Balthasar von Hertingshausen (1579-1615); ab 1651 Haushofmeister in Darmstadt; 1668 Geheimer Rat, dann Hofmarschall und Oberamtmann in Darmstadt sowie hessen-darmstädtischer Erbküchenmeister; ab 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Abkühlende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Landgraf Johann von Hessen-Braubach
Landgraf Johann von Hessen-Darmstadt

geb. 1609
gest. 1651
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1631-1635 schwedischer Obrist und zuletzt Generalmajor; ab 1636 Befehlshaber der hessisch-darmstädtischen Truppen im kaiserlichen Heer; 1641/42 Oberkommandierender der Armee des verstorbenen Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); seit 1643 Inhaber der Herrschaften Eppstein, Katzenelnbogen und Braubach; ab 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stattliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Landgräfin Agnes von Hessen-Darmstadt

geb. 1645
gest. 1645
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661).
Landgräfin Amalia Juliana von Hessen-Darmstadt

geb. 1639
gest. 1639
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661).
Landgräfin Anna Maria von Hessen-Darmstadt

geb. 1637
gest. 1637
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661).
Landgräfin Anna Sophia von Hessen-Darmstadt

geb. 1638
gest. 1683
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); 1656-1681 Pröpstin und seit 1681 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg., Hessische Biographie
Landgräfin Augusta Philippina von Hessen-Darmstadt

geb. 1643
gest. 1672
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661)., Hessische Biographie
Landgräfin Elisabeth Dorothea von Hessen-Darmstadt
Geburtsname: Herzogin Elisabeth Dorothea von Sachsen-Gotha

geb. 1640
gest. 1709
Anm.: Tochter des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601-1675); 1666-1678 Ehe mit Landgraf Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt (1630-1678); 1678-1688 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Friedrich von Hessen-Darmstadt
Bischof Friedrich von Breslau

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1637 Konversion in Rom zum katholischen Glauben sowie Eintritt in den Malteser- und Johanniter-Orden; ab 1638 Coadjutor des Johanniterpriors für Deutschland; um 1640 Admiral der Malteser-Flotte; seit 1648 Großprior der Malteser für Ober- und Niederdeutschland in Heitersheim; ab 1652 Kardinal; 1668-1671 Domdechant und seit 1671 Bischof von Breslau; ab 1675 zudem Landeshauptmann von Ober- und Niederschlesien.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB, Hessische Biographie
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Landgraf Georg III. von Hessen-Darmstadt

geb. 1632
gest. 1676
Anm.: Sohn des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); seit 1661 Inhaber der Herrschaft Itter.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgraf Johann von Hessen-Darmstadt

geb. 1643
gest. 1643
Anm.: Sohn des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661).
Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt

geb. 1577
gest. 1626
Anm.: Sohn des Landgrafen Georg I. von Hessen-Darmstadt (1547-1596); ab 1596 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt; seit 1604 Erbe der halben Landgrafschaft Hessen-Marburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Landgraf Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt

geb. 1630
gest. 1678
Anm.: Sohn des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); seit 1661 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgräfin Magdalena Sibylla von Hessen-Darmstadt

geb. 1631
gest. 1651
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661).
Landgräfin Maria Elisabeth von Hessen-Darmstadt
Geburtsname: Herzogin Maria Elisabeth von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1634
gest. 1665
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); seit 1650 Ehe mit Landgraf Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt (1630-1678).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgräfin Sophia Eleonora von Hessen-Darmstadt
Geburtsname: Herzogin Sophia Eleonora von Sachsen

geb. 1609
gest. 1671
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1627-1661 Ehe mit Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg

geb. 1633
gest. 1708
Anm.: Sohn des Landgrafen Friedrich I. von Hessen-Homburg (gest. 1638); schwedischer Obrist (1654) und Generalmajor (1659).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgräfin Sophia Eleonora von Hessen-Homburg
Geburtsname: Landgräfin Sophia Eleonora von Hessen-Darmstadt

geb. 1634
gest. 1663
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); seit 1650 Ehe mit Landgraf Wilhelm Christoph von Hessen-Homburg (1625-1681).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgraf Wilhelm Christoph von Hessen-Homburg

geb. 1625
gest. 1681
Anm.: Sohn des Landgrafen Friedrich I. von Hessen-Homburg (1585-1638) und 1650-1669 regierender Landgraf von Hessen-Homburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Landgräfin Elisabeth (2) von Hessen-Kassel
Äbtissin Elisabeth (2) von Herford

geb. 1634
gest. 1688
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1658 Kanonissin und seit 1680 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Hessen-Kassel, Haus
Landgrafen von Hessen-Kassel

Anm.: Seit 1567 bestehende Linie des deutschen Reichsfürstengeschlechts.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Moritz (1) von Hessen-Kassel

geb. 1572
gest. 1632
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel (1532-1592); 1592-1627 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, Abdankung auf Drängen der hessischen Landstände zugunsten seines Sohnes Wilhelm V. (1602-1637); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgenannte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels
Landgraf Ernst von Hessen-Kassel

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1641 Volontär in französischen Kriegsdiensten; danach hessisch-kasselischer Kapitän (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1648); seit 1649 Titularlandgraf von Hessen-Rheinfels unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; 1651 Konversion zum katholischen Glauben; Erbe der Mediat-Landgrafschaften Hessen-Eschwege (1655) und Hessen-Rotenburg (1658); 1663 Ernennung zum kaiserlichen Feldmarschallleutnant (Stellung jedoch nicht angetreten).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Landgräfin Maria Eleonora von Hessen-Rheinfels
Geburtsname: Gräfin Maria Eleonora zu Solms-Hohensolms

geb. 1632
gest. 1689
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms (1593-1635); seit 1647 Ehe mit Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels (1623-1693).
Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg
Landgraf Hermann von Hessen-Kassel

geb. 1607
gest. 1658
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Koadjutor des Stifts Hersfeld; seit 1622 Propst des hersfeldischen Klosters Petersberg; ab 1627 Titularlandgraf von Hessen-Rotenburg unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fütternde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hessen, Haus
Landgrafen von Hessen

Anm.: Aus der Dynastie der Reginare (Brabant) im Jahr 1264 hervorgegangenes deutsches Reichsfürstengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ludwig von Hörnigk

geb. 1600
gest. 1667
Anm.: Dr. med.; Dr. jur.; illegitimer Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); Studium der Medizin in Gießen und Promotion in Straßburg; Arzt und Jurist in Frankfurt a. M., Wien, Mainz; 1658-1659 Rektor der Universität Mainz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Agatha von Hofkirchen
Geburtsname: Gräfin Agatha von Oettingen-Oettingen

Anm.: Tochter Grafen Ludwig Eberhard von Oettingen-Oettingen (1577-1634); seit 1633 Ehe mit Lorenz von Hofkirchen (1606-1656).
Lorenz von Hofkirchen

geb. 1606
gest. 1656
Anm.: Sohn des Wolfgang von Hofkirchen (1555-1611); 1620 Ächtung und Emigration wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; kursächsischer Obrist (1631-1633) und Generalwachtmeister (1632/33); 1633-1638 schwedischer Generalleutnant unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); 1639-1644 kaiserlicher Feldmarschallleutnant.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin N. N. von Hohenlohe-Weikersheim

Anm.: Um 1651 Angehörige des fränkischen Adelsgeschlechts.
Georg Ludwig von Hutten

geb. 1622
gest. 1691
Anm.: Sohn des Johann Hartmann von Hutten (1579-1652); Hanauischer Obrist und Festungskommandant.
Johann Hartmann von Hutten

geb. 1579
gest. 1652
Anm.: Sohn des Johann von Hutten (1552-1617); württembergischer Rat und Oberamtmann; kurmainzischer Vizedom von Aschaffenburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Ilsung

gest. 1653
Anm.: Mitglied des geheimen Rats in Augsburg; Ratsherr.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Eusebius Jaeger

geb. 1616
gest. 1668
Anm.: Diplomat beim westfälischen Friedenskongress; um 1651 Amtschreiber in Volkenroda, dann Amtmann; Amtsschösser in Wachsenburg und Ichtershausen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph (2) Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649); um 1643 Student am Gymnasium Illustre in Zerbst; bis 1651 Hofmeister und um 1654 erneut im Dienst des schwedischen Offiziers (Jobst) Gerhard von Efferen (1625-1670/73).
Nathanael Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649).
Jona

Anm.: Prophet und biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Jones

Anm.: Um 1651 vermutlich in der Nähe von Gotha ansässiger englischer Adliger.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb. 1578
gest. 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kara Murad Pascha

geb. 1611
gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Albaner; militärische Karriere im Janitscharenkorps, ab 1648 dessen Kommandeur; Mai 1649 bis August 1650 und Mai bis August 1655 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1650-1653 Beylerbey (Gouverneur) von Ofen; 1653-1655 Kapudan Pascha (Großadmiral); 1655 Beylerbey des Ejalet Damaskus.
N. N. Knie (2)

Anm.: Bruder des kaiserlichen Obristen N. N. Knie (1); 1642 Tötung des Grafen Emich von Daun-Falkenstein (ca. 1614-1642) im Duell.
Georg von Kötschau

gest. 1659
Anm.: Sohn des Albrecht von Kötschau (gest. 1612); bis 1635 Hofmeister der Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt (1584-1652); 1636-1652 Haushofmeister des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601-1675); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Prangende").
Emanuel Kotz von Metzenhof

geb. 1604
gest. 1665
Anm.: Sohn des Konrad Kotz von Metzenhof (gest. 1633); bis 1651 in hessisch-kasselischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (spätestens 1643); 1633-1641 Stadtkommandant von Dorsten; seit 1651 kurpfälzischer Obrist, später auch Geheimer Rat und Oberamtmann von Oppenheim; 1651/52 Gouverneur von Heilbronn.
Johann Adolf von Krebs

gest. 1661
Anm.: Vermutlich Konvertit aus Dürkheim; ab 1624 Studium in Freiburg Breisgau (Dr. jur.); danach badisch-badischer Hofrat (16 Jahre lang) und Vizekanzler (seit 1642); ab 1644 kurbayerischer Hofrat; 1644-1646 auch Verweser der Hofkanzlei; 1647-1651 Geheimer Rat; 1645-1649 kurbayerischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; später Rückkehr in badisch-badische Dienste; 1633 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Friderich von Landas

gest. 1676
Anm.: Freiherr von Landas und Herr auf Handschuhsheim; kurpfälzischer Geheimer Rat und Hofmarschall.

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N. N. Lichtenthal (1)

Anm.: Um 1651 oberpfälzischer Stadtmajor in Heilbronn.
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Herzog Nikolaus II. Franz von Lothringen und Bar
Bischof Nikolaus Franz von Toul

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); 1624-1634 Bischof von Toul; seit 1627 Kardinal; 1634 regierender Herzog von Lothringen und Bar anstelle seines Bruders Karl IV. (1604-1675), noch im gleichen Jahr Flucht und anschließend Leben im Exil; 1648 Rückkehr in den geistlichen Stand; 1654-1659 Oberbefehlshaber der lothringischen Armee.

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Christoph Friedrich von Marschall
Christoph Friedrich Marschall von Herrengosserstedt

geb. 1592
gest. 1658
Anm.: Sohn des gräflich-schwarzburgischen Rats und Amtshauptmanns Hans Christoph von Marschall (gest. 1623); Erbherr auf Dannheim (bei Arnstadt); Hofjunker und Stallmeister des Grafen Ludwig Günther von Schwarzburg-Ebeleben (1621-1681).

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Hans Kaspar von Miltitz

geb. 1608
gest. 1670
Anm.: Sohn des Kaspar von Miltitz (1565-1631); ab 1634 Assessor am gemeinsamen Hofgericht der ernestinischen Herzöge von Sachsen in Jena; daneben seit 1637 Tätigkeit am Gothaer Hof; auch sächsisch-weimarischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41) und in Wien (1642); ab 1645 sächsisch-gothaischer Amtmann in Königsberg (Franken); seit 1649 Konsistorialrat und Kammerjunker in Gotha; ab 1654 Vizehofrichter in Jena; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochwachsende").

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Graf bzw. Fürst Johann Ludwig von Nassau-Hadamar

geb. 1590
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); 1607-1650 regierender Graf und ab 1650 erster Fürst von Nassau-Hadamar; 1629 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; ab 1636 Reichshofrat; seit 1643 Geheimer Rat von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1643-1649 kaiserlicher Primargesandter für die Verhandlungen mit Frankreich beim Westfälischen Friedenskongress; ab 1614 Ritter des Hosenbandordens; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erklärende"); ab 1647 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Gräfin Dorothea Katharina von Nassau-Ottweiler
Geburtsname: Pfalzgräfin Dorothea Katharina von Birkenfeld-Bischweiler

geb. 1634
gest. 1715
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Christian I. von Birkenfeld-Bischweiler (1598-1654); 1649-1690 Ehe mit Graf Johann Ludwig von Nassau-Ottweiler (1625-1690).
Graf Johann Ludwig von Nassau-Ottweiler
Graf Johann Ludwig von Nassau-Saarbrücken

geb. 1625
gest. 1690
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm Ludwig von Nassau-Saarbrücken (1590-1640); 1651-1659 Regent der Grafschaft Nassau-Saarbrücken (als Vormund für seine jüngeren Brüder); 1656-1667 französischer Obrist; ab 1659 regierender Graf von Nassau-Ottweiler (mit Homburg, Wöllstein und Jugendheim); seit 1681 Generalwachtmeister der Armee des Oberrheinischen Reichskreises; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dünne").

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Sigrid Eriksdotter Natt och Dag
Sigrid Eriksdotter Tott
Geburtsname: Prinzessin Sigrid Eriksdotter von Schweden

geb. 1566
gest. 1633
Anm.: Tochter des Königs Erik XIV. von Schweden (1533-1577); ab 1597 erste Ehe mit Henrik Claesson Tott (gest. 1602/03); ab 1609 zweite Ehe mit Nils Nilsson Natt och Dag (1554-1613).
Melchior Nehring

Anm.: Um 1651 Sekretär der Herzogin Dorothea von Sachsen-Eisenach (1601-1675).
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Johann Georg von Oexle

geb. 1606
gest. 1675
Anm.: Sohn des Göppinger Bürgermeisters Johann Konrad Oexle; Studium in Tübingen (1629 Dr. jur.) und Ingolstadt; Konversion zum Katholizismus; ab 1630 in kurbayrischen Diensten u. a. als Regierungsrat in Amberg und Mitglied des bayerischen Hofrats; 1641-1643 in salzburgischen Diensten; danach Rückkehr in die Dienste des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651) als Hofrat (1643), Geheimer Rat (1652) und Geheimer Ratskanzler (1662); seit 1663 kurbayerischer Gesandter am Immerwährenden Reichstag in Regensburg; 1667 Entlassung aus allen Ämtern; 1666 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Anne-Geneviève d' Orléans
Duchesse Anne-Geneviève de Longueville
Duchesse Anne-Geneviève d' Estouteville
Princesse Anne-Geneviève de Châtelaillon
Comtesse bzw. Princesse Anne-Geneviève de Neuchâtel
Geburtsname: Anne-Geneviève de Bourbon

geb. 1619
gest. 1679
Anm.: Tochter des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1642-1663 Ehe mit Henri II d'Orléans, Duc de Longueville (1595-1663).

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Graf Axel Gustafsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Gustaf Gabrielsson Oxenstierna (1551-1597); ab 1604 königlicher Kammerjunker; seit 1609 Reichsrat; ab 1612 schwedischer Reichskanzler; 1632/34-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1645 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewünschte").

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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David Pareus
David Wängler

geb. 1548
gest. 1622
Anm.: Sohn des Gerichtsschöffen Johannes Wängler (1515-1589) in Frankenstein (Schlesien); Besuch der Gymnasien in Hirschberg (1564-1566) und Amberg (1566); 1566-1570 Studium am Heidelberger Sapienzkolleg; 1570/71 Pfarrer in Niederschlettenbach; 1571-1573 Lehrer am Heidelberger Sapienzkolleg; Pfarrer in Hemsbach an der Bergstraße (1573-1577), Oggersheim (1577-1580) und Winzingen (1580-1584); 1584-1591 erneut Lehrer und 1591-1598 Leiter des Heidelberger Sapienzkollegs; Promotion zum Mag. art. (1587) und Dr. theol. (1593); 1592-1598 auch Mitglied des kurpfälzischen Kirchenrats; 1598-1603 Professor für Altes Testament und seit 1603 Professor für Neues Testament an der Universität Heidelberg; 1599, 1611 und 1619 zudem Rektor der Universität; 1621/22 Flucht nach Annweiler am Trifels und Neustadt an der Haardt.

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Pfalzgraf Christian I. von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler

geb. 1598
gest. 1654
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Karl I. von Pfalz-Birkenfeld (1560-1600); 1619 kurpfälzischer Rittmeister; 1622 Obrist unter Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); 1623 Reiterobrist unter Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar (1594-1626) in Ungarn; ca. 1626/27 vermutlich dänischer Obrist; ab 1630 regierender Pfalzgraf von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler; schwedischer Obrist (1631-1635) und Kavalleriegeneral (1632-1634); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schnabelnde").

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Pfalzgräfin Louise Sophia von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler

geb. 1635
gest. 1690
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Christian I. von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler (1598-1654).

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Pfalzgräfin Magdalena Katharina von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler
Geburtsname: Pfalzgräfin Magdalena Katharina von Pfalz-Zweibrücken

geb. 1607
gest. 1648
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann II. von Pfalz-Zweibrücken (1584-1635); seit 1630 Ehe mit Pfalzgraf Christian I. von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler (1598-1654).

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Pfalzgräfin Anna Katharina Konstanze von Pfalz-Neuburg
Geburtsname: Prinzessin Anna Katharina Konstanze von Polen

geb. 1619
gest. 1651
Anm.: Tochter des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); seit 1642 Ehe mit Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1615–1690).

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Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern

geb. 1625
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1645 heimliche Konversion zum katholischen Glauben; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

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Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

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Pfalzgräfin Louise Hollandine von Pfalz-Simmern

geb. 1622
gest. 1709
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Kindheit in Den Haag und Ausbildung in Leiden; 1657 Flucht nach Antwerpen; 1658 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1659 Nonne und seit 1664 Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Maubuisson.

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Pfalzgraf Ludwig Heinrich Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1640
gest. 1674
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655); ab 1655 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim, zunächst unter Vormundschaft des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); seit 1654 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Tugendhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Pfalzgraf Ludwig Kasimir von Pfalz-Simmern

geb. 1636
gest. 1652
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655).
Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

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Pfalzgräfin Maria Eleonora von Pfalz-Simmern
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1607
gest. 1675
Anm.: Tochter des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1631-1655 Ehe mit Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655); 1655-1658 Regentin des Fürstentums Pfalz-Simmern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgraf bzw. Herzog Christian August von Pfalz-Sulzbach

geb. 1622
gest. 1708
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen August von Pfalz-Sulzbach (1582-1632); 1632-1656 Herrschaft über Pfalz-Sulzbach unter pfalz-neuburgischer Landeshoheit; seit 1656 regierender Herzog von Pfalz-Sulzbach; 1656 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1589
gest. 1652
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); ab 1604 regierender Landesfürst von Pfalz-Zweibrücken im Amt Kleeburg; 1618-1620 Verbindungsmann zwischen König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632) und Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1620-1622 Exil in Straßburg; seit 1622 in Schweden; 1630-1633 militärischer Oberbefehlshaber in Schweden; Leiter der schwedischen Finanzverwaltung (1631-1633) und Kriegsökonomie (1632/33); ab 1634 faktisch Reichsschatzmeister und Mitglied der Vormundschaftsregierung für seine Nichte, Königin Christina von Schweden (1626-1689).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgräfin Katharina von Pfalz-Zweibrücken
Geburtsname: Catherine de Rohan

geb. 1578
gest. 1607
Anm.: Tochter des Vicomte René II de Rohan (1550-1586); seit 1604 Ehe mit Pfalzgraf Johann II. von Pfalz-Zweibrücken (1584-1635).
Kurfürstin Charlotte von der Pfalz
Geburtsname: Landgräfin Charlotte von Hessen-Kassel

geb. 1627
gest. 1686
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1650-1657 (geschiedene) Ehe mit Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Elisabeth Amalia von der Pfalz
Pfalzgräfin Elisabeth Amalia von Pfalz-Neuburg
Herzogin Elisabeth Amalia von Jülich und Berg
Geburtsname: Landgräfin Elisabeth Amalia von Hessen-Darmstadt

geb. 1635
gest. 1709
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); 1653-1690 Ehe mit Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, seit 1685 Kurfürst von der Pfalz (1615-1690).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz

geb. 1574
gest. 1610
Anm.: Sohn des Kurfürsten Ludwig IV. von der Pfalz (1539-1583); seit 1583 Kurfürst von der Pfalz (bis 1592 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz
König Friedrich I. von Böhmen

geb. 1596
gest. 1632
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1610-1623 Kurfürst von der Pfalz (bis 1614 unter Vormundschaft); 1619/20 ebenso König von Böhmen ("Winterkönig"); ab 1620 Exil in den Vereinigten Niederlanden; 1623 Übertragung der pfälzischen Kurwürde auf Herzog Maximilian I. von Bayern (1573-1651) durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1612 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Karl (II.) von der Pfalz

geb. 1651
gest. 1685
Anm.: Sohn des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); ab 1680 Kurfürst von der Pfalz; seit 1680 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Infant Theodosius von Portugal
Duque Teodósio III de Bragança
Príncipe Teodósio I do Brasil

geb. 1634
gest. 1653
Anm.: Sohn des Königs Johann IV. von Portugal (1604-1656); ab 1640 Duque de Bragança und Infant von Portugal; seit 1645 Príncipe do Brasil.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Henrietta Maria Rákóczi
Rákóczi Henrietta Mária
Gräfin Henrietta Maria von Munkatsch
Geburtsname: Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern

geb. 1626
gest. 1651
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1651 Ehe mit Sigismund II. Rákóczi, Graf von Munkatsch (1622-1652).

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N. N. Randthan

Anm.: Um 1651 Bote in anhalt-bernburgischen Diensten.
Israel Isaaksson Ridderhielm

gest. 1669
Anm.: Schwedischer Obristleutnant (1647), Obrist (1655), Generalmajor (1656) und Generalleutnant (1664); 1648 Nobilitierung.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Matthias Benedikt von Rindtorf

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); 1638-1643 Propst des Klosters Petersberg; seit 1640 Propst des Klosters Neuenberg; um 1646/63 Dekan des Stifts Fulda.
Hans Zacharias von Rochow

geb. 1603
gest. 1654
Anm.: Sohn des Wolf Dietrich von Rochow (1577-1653); zunächst in niederländischen und schwedischen Kriegsdiensten; 1631-1636 mecklenburgisch-güstrowischer Geheimer Rat; 1638-1640 Geheimer Rat und Pinneberger Statthalter des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); 1642-1650 im Dienst der verwitweten Herzogin Christina Margaretha von Sachsen-Lauenburg (1615-1666); ab 1651 kurpfälzischer Geheimer Rat und Kanzler; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Trucknende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Anton von Rodenstein
Bischof Georg Anton von Worms

geb. 1579
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Otto von Rodenstein; ab 1594 Domherr in Speyer; 1610 Priesterweihe; seit 1609 Domherr in Worms; ab 1612 Domherr in Mainz; 1622-1629 Domdekan in Speyer; seit 1629 Bischof von Worms; daneben 1634-1638 Domdekan und ab 1638 Dompropst in Mainz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Roggendorf, Familie

Anm.: Österreichisches Adelsgeschlecht.

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Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf

geb. 1596
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb. 1603
gest. 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer Obrist (1632/33) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg und Sachsen-Coburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Christina von Sachsen-Coburg-Eisenach
Herzogin Christina von Sachsen-Eisenach
Geburtsname: Landgräfin Christina von Hessen-Kassel

geb. 1578
gest. 1658
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel (1532-1592); 1598-1638 Ehe mit Herzog Johann Ernst von Sachsen-Coburg-Eisenach (1566-1638).

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Herzog Johann Ernst von Sachsen-Coburg-Eisenach
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Eisenach
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Coburg

geb. 1566
gest. 1638
Anm.: Sohn des ernestinischen Herzogs Johann Friedrich II. von Sachsen (1529-1595); 1572-1596 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Kasimir (1564-1633) regierender Herzog von Sachsen-Coburg (bis 1586 unter Vormundschaft); ab 1596 regierender Herzog von Sachsen-Eisenach; seit 1633 zudem alleinregierender Herzog von Sachsen-Coburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Albrecht von Sachsen-Coburg

geb. 1648
gest. 1699
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Weimar, Sachsen-Gotha bzw. Sachsen-Gotha-Altenburg (1601-1675); seit 1670 gemeinsame Regierung des Herzogtums Sachsen-Gotha; seit 1680 Herzog von Sachsen-Coburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Albrecht von Sachsen-Eisenach
Herzog Albrecht von Sachsen-Weimar

geb. 1599
gest. 1644
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Eisenach; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unansehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Dorothea von Sachsen-Eisenach
Geburtsname: Herzogin Dorothea von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1628-1633 Koadjutorin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; 1633-1644 Ehe mit Herzog Albrecht von Sachsen-Weimar bzw. Sachsen-Eisenach (1599-1644); seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Freudige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Gotha
Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Weimar
Geburtsname: Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Altenburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Philipp von Sachsen-Altenburg (1597-1639); 1636-1675 Ehe mit Herzog Ernst I. von Sachsen-Weimar, Sachsen-Gotha bzw. Sachsen-Gotha-Altenburg (1601-1675); nach 1637 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Keusche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha

geb. 1646
gest. 1691
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601-1675); 1672-1675 väterlicher Statthalter im Herzogtum Sachsen-Altenburg; 1674/75 Mitregent des Herzogtums Sachsen-Gotha; seit 1675 regierender Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Gotha

geb. 1641
gest. 1657
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst von Sachsen-Gotha (1601-1675).
Herzogin Johanna von Sachsen-Gotha

geb. 1645
gest. 1657
Anm.: Tochter des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601-1675).
Herzogin Sophia von Sachsen-Gotha

geb. 1643
gest. 1657
Anm.: Tochter des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601-1675).
Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg

geb. 1598
gest. 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1618-1620 in Kriegsdiensten der böhmischen Konföderierten; kaiserlicher Obristleutnant (1621), Obrist (1625-1632) und Generalfeldwachtmeister (1631); 1633-1635 kursächsischer Feldmarschall; 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; ab 1641 kaiserlicher Feldmarschall; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weiße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen
Herzog Bernhard von Sachsen-Gotha-Altenburg

geb. 1649
gest. 1706
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601-1675); 1675-1680 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg; seit 1680 alleinregierender Herzog von Sachsen-Meiningen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Maria Hedwig von Sachsen-Meiningen
Geburtsname: Landgräfin Maria Hedwig von Hessen-Darmstadt

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); seit 1671 Ehe mit Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen (1649-1706).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Herzog Heinrich von Sachsen-Römhild
Herzog Heinrich von Sachsen-Gotha-Altenburg

geb. 1650
gest. 1710
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601-1675); 1675-1680 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg; seit 1680 alleinregierender Herzog von Sachsen-Römhild; 1691-1693 zudem Co-Administrator des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar
Herzog Bernhard von Franken

geb. 1604
gest. 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); ab 1620 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; zunächst Kriegdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1622), Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622) und Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1623); 1625-1627 dänischer Obrist; schwedischer Obrist (1631-1634) und General (1632); 1633/34 Herzog von Franken (größtenteils ehemalige Hochstifte Würzburg und Bamberg als Lehen der schwedischen Krone); ab 1635 Heerführer im französischen Auftrag; seit 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Austrucknende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Sachsen-Weimar, Haus
Herzöge von Sachsen-Weimar

Anm.: Seit 1572 bestehende Seitenlinie der ernestinischen Herzöge von Sachsen.
Herzog Johann Ernst II. von Sachsen-Weimar

geb. 1627
gest. 1683
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); ab 1662 regierender Herzog von Sachsen-Weimar; seit 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Richtigste").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Marie de Savoie-Nemours
Princesse Marie de Neuchâtel
Duchesse Marie de Nemours
Duchesse Marie de Genevois
Duchesse Marie d' Aumale
Geburtsname: Marie d' Orléans

geb. 1625
gest. 1707
Anm.: Tochter des Henri II d'Orléans, Duc de Longueville (1595-1663); 1657-1659 Ehe mit Henri II de Savoie-Nemours, Duc de Nemours (1625-1659); 1672-1674 Mitregentin und 1679-1682 Regentin des Fürstentums Neuchâtel; seit 1696 Princesse de Neuchâtel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Elisabeth Maria Charlotte von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Maria Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1638
gest. 1664
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655); seit 1660 Ehe mit Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz (1611-1664).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1584
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Sophia Hedwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg
Geburtsname: Herzogin Sophia Hedwig von Sachsen-Lauenburg

geb. 1601
gest. 1660
Anm.: Tochter des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); seit 1624 Ehe mit Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Otto von Schönberg

geb. nach 1582
gest. 1659
Anm.: Sohn des kurpfälzischen Feldmarschalls Meinhard von Schönberg (1530-1596); Amtmann von Bacharach und Erbe auf Schloss Schönburg.
Franz Georg von Schönborn

geb. 1639
gest. 1674
Anm.: Sohn des Philipp Erwein von Schönborn (1607-1668); Domherr in Würzburg und Bamberg; Domkustos in Mainz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Lothar Franz von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Lothar Franz von Mainz
Bischof Lothar Franz von Bamberg

geb. 1655
gest. 1729
Anm.: Sohn des Philipp Erwein von Schönborn (1607-1668); 1694-1729 Bischof von Bamberg; 1694-1695 Koadjutor des Erzbischofs von Mainz; 1695-1729 Kurfürst und Erzbischof von Mainz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Melchior Friedrich von Schönborn

geb. 1644
gest. 1717
Anm.: Sohn des Philipp Erwein von Schönborn (1607-1668); kurmainzischer Staatsmann; Obermarschall; Geheimrat; Reichshofrat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philipp Erwein von Schönborn

geb. 1607
gest. 1668
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); kurmainzischer Oberamtmann zu Steinheim am Main; Erbtruchsess des Hochstifts Würzburg; Erhebung in den Freiherrenstand; Richshofrat und geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
N. N. Schütze (1)

Anm.: Um 1651 kurpfälzischer Obristleutnant.
Graf Ludwig Günther von Schwarzburg-Ebeleben
Graf Ludwig Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1621
gest. 1681
Anm.: Sohn des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578–1642); 1642-1651 gemeinsam mit seinen Brüdern Christian Günther II. (1616-1666) und Anton Günther I. (1620-1666) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen; ab 1651 alleiniger Regent in Ebeleben und seit 1666 auch in Arnstadt; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entlähmende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gräfin Clara von Schwarzburg-Frankenhausen
Geburtsname: Herzogin Clara von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1571
gest. 1658
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1593-1598 Ehe mit Graf Wilhelm von Schwarzburg-Frankenhausen (1534-1598); danach Witwensitz auf Schloss Heringen bei Nordhausen; seit 1624 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wahrhaftige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Anna Juliana von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1613
gest. 1652
Anm.: Tochter des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578-1642).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Anton Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Sohn des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578-1642); 1642-1651 gemeinsam mit seinen Brüdern Christian Günther II. (1616-1666) und Ludwig Günther II. (1621-1681) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen; ab 1651 alleiniger Regent in Sondershausen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgültige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gräfin Clara Sabina von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1623
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578-1642).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Maria Magdalena von Schwarzburg-Sondershausen
Geburtsname: Gräfin Maria Magdalena von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld

geb. 1622
gest. 1689
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); 1644-1666 Ehe mit Graf Anton Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1620-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Sophia Elisabeth von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1622
gest. 1677
Anm.: Tochter des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578-1642).
Schwarzburg, Familie
Grafen von Schwarzburg

Anm.: Thüringisches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Gustav I. von Schweden

geb. 1496
gest. 1560
Anm.: Sohn des Erik Johansson Wasa (1470-1520); 1521-1523 schwedischer Reichsverweser; seit 1523 König von Schweden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Gustav II. Adolf von Schweden

geb. 1594
gest. 1632
Anm.: Sohn des Königs Karl IX. von Schweden (1550-1611); ab 1611 König von Schweden; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Abraham Scultetus

geb. 1566
gest. 1624
Anm.: Geboren in Grünberg/Schlesien; Studium in Wittenberg (1588-1590) und Heidelberg (1590/91); ab 1595 Hofprediger an der Schlosskapelle in Heidelberg; 1600-1618 Visitator und Mitglied des Kirchenrats der Kurpfalz; 1615-1621 Hofprediger des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1618 Promotion zum Dr. theol.; 1618-1621 Professor für Theologie in Heidelberg; 1621 Flucht mit dem "Winterkönig" aus Böhmen; seit 1622 Prediger an der Großen Kirche in Emden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Veit Ludwig von Seckendorff

geb. 1626
gest. 1692
Anm.: Sohn des Joachim Ludwig von Seckendorff; ab 1645 Fähnrich der Leibgarde bzw. Hofmeister des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt, ab 1648 Hofjunker des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha, 1651 gothaischer Hof- und Justizrat, 1656 Geheimer Hof und Kammerrat sowie Hofrichter in Jena, 1663 Wirklicher Geheimer Rat und Kanzler; ab 1664 Geheimrat, Kanzler und Konsistorialpräsident des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz (1619-1681); ab 1682 auf seinem Gut Meuselwitz; 1692 Gründungskanzler der Universität Halle; ab 1654 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hülfreiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Albrecht Otto II. zu Solms-Laubach

geb. 1610
gest. 1639
Anm.: Sohn des Albrecht Otto I. zu Solms-Laubach (1576-1610); seit 1610 regierender Graf zu Solms-Laubach.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Lukas Spieck zu Bibergau und Langenau

gest. 1664
Anm.: Kaiserlicher Obristleutnant, Obrist (1641) und Generalfeldwachtmeister (1659); 1646-1650 Kommandant der kurtrierischen Festung Ehrenbreitstein; 1652 kaiserlicher Festungskommandant von Frankenthal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Peter de Spina

geb. 1592
gest. 1655
Anm.: Dr. med.; Sohn des Aachener Arztes Dr. Peter de Spina (1563-1622); Studium in Paris, Padua, Basel; Professor der Medizin in Heidelberg, Leibarzt der Landgrafen von Hessen-Darmstadt und Stadtphysikus in Frankfurt am Main.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Hieronymus Stallburger

geb. 1590
gest. 1662
Anm.: Dr. jur.; 1648-1662 Schultheiß in Frankfurt a. Main.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Eckhard Adam (von) Stammer

geb. 1608
gest. 1673
Anm.: Sohn des Eckhard Heinrich (von) Stammer (gest. 1630); Erbherr auf Westdorf, Arnstedt und Ballenstedt.
Johann Burkhard von Stockheim

Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Stockheim (1568-1627); um 1651 vermutlich Obristleutnant und als Stadtkommandant von Heidelberg in kurpfälzischen Diensten.
Graf Johann Martin von Stolberg-Stolberg

geb. 1594
gest. 1669
Anm.: Sohn des Grafen Christoph von Stolberg (1567-1638); 1639-1645 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Heinrich Ernst (1593-1672) Regent in allen stolbergischen Territorien; ab 1645 alleinregierender Graf von Stolberg; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bestehende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gräfin Louise Christina von Stolberg-Stolberg
Geburtsname: Landgräfin Louise Christina von Hessen-Darmstadt

geb. 1636
gest. 1697
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); seit 1665 Ehe mit Graf Christoph Ludwig I. von Stolberg-Stolberg (1634-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Peter von Streithagen

geb. 1591
gest. 1653
Anm.: Geboren in Aachen; Studium in Heidelberg; 1615-1622 Lehrer am dortigen Pädagogium; 1622-1625 Prediger der reformierten Gemeinde in Germersheim; später Feldprediger des Grafen Wilhelm von Nassau-Siegen-Hilchenbach (1592-1642); 1628-1631 reformierter Pastor zu Emmerich; 1631/32 Hofprediger des exulierten "Winterkönigs", Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1632 Pfarrer in Dirmstein; 1633/34 Prediger an St. Petri in Heidelberg; ab 1634 Hofprediger des Kurprinzen und späteren Kurfürsten Karl Ludwig (1617-1680) in Den Haag und Heidelberg (seit 1650); zugleich erneut Prediger an St. Petri sowie Erster Kirchenrat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Heinrich Thulemeyer

geb. 1619
gest. 1676
Anm.: Reformierter Prediger; bis 1647 gräflich-ortenburgischer Hofprediger; 1647-1660 Hofprediger der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660) und seit 1651 auch Pfarrer in Crossen (Oder).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wolfgang Konrad von Thumbshirn

geb. 1604
gest. 1667
Anm.: Sohn des Hans Heinrich von Thumbshirn; ab 1632 Hofmeister des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); seit 1639 sächsisch-altenburgischer Hof- und Justizrat; außerdem Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41) und bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück (1645-1648); ab 1653 Kanzler.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Åke Henriksson Tott

geb. 1598
gest. 1640
Anm.: Sohn des Henrik Claesson Tott (1552-1603); 1623 Kammerherr des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Obristleutnant, Obrist (1627), Kavalleriegeneral (1630-1632) und Feldmarschall (1631/32); seit 1630 Reichsrat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Valentin (4) N. N.

Anm.: Um 1651 (älterer) Einspänniger bzw. Bereiter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Heinrich John Vogel

gest. nach 1652
Anm.: Rittergutsbesitzer in Boilstedt; Hauptmann in sachsen-gotha-altenburgischen Diensten.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Isaak Volmar

geb. 1582
gest. 1662
Anm.: Sohn des württembergischen Vogts Abraham Volmar in Streußlingen; 1599 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Tübingen; 1606-1613 Professor für Rhetorik und 1613-1615 Advokat in Freiburg im Breisgau; ab 1615 im Dienst und seit 1621 Kanzler der vorderösterreichischen Landesregierung in Ensisheim im Elsaß; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; nach 1627 zeitweise im Dienst des ebenfalls konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); ab 1630 Reichshofrat; 1632-1642 Präsident der Innsbrucker Hofkammer; 1638 Kommandant die Rheinfestung Breisach; kaiserlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster (1643-1649), auf dem Reichstag in Regensburg (1653/54) und auf dem Deputationstag in Frankfurt/Main (1656); 1649 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Johann Philipp von Vorburg

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Dr. iur.; Sohn des fürstbischöflichen Hofrats Jean Conrad in Basel; Ausbildung in Rom; ab 1627 Geheimrat des Bischofs von Würzburg und ab 1647 auch des Kurfürsten und Erzbischofs von Mainz; 1648 Teilnahme an den Verhandlungen des Westfälischen Friedens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Maria Agatha Waldbott von Bassenheim
Geburtsname: Maria Agatha von Schönborn

geb. nach 1607
Anm.: Tochter des Georg von Schönborn (gest. 1613); Schwester des Mainzer Erzbischof und Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn (1605-1673); Ehe mit einem Angehörigen der Familie Waldbott von Bassenheim zu Olbrück.
Gräfin Henrietta Dorothea von Waldeck-Pyrmont
Geburtsname: Landgräfin Henrietta Dorothea von Hessen-Darmstadt

geb. 1641
gest. 1672
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); seit 1667 Ehe mit Graf Johann II. von Waldeck-Pyrmont (1623-1668)., Hessische Biographie
Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein
Albrecht Václav Eusebius z Valdštejna
Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein
Fürst Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht VIII. von Mecklenburg
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb. 1583
gest. 1634
Anm.: Sohn des Wilhelm von Waldstein (1547-1595); 1606 Konversion zum katholischen Glauben; 1607 kaiserlicher Hauptmann; 1615-1618 Obrist der mährischen Stände; kaiserlicher Obrist (1619), Generalfeldwachtmeister (1623) und zweimal Oberbefehlshaber der Armee des Kaisers (1625-1630 und 1632-1634); 1623 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1624 Fürst und seit 1625 Herzog von Friedland; 1628-1631 Herzog von Mecklenburg; ab 1628 Herzog von Schlesien-Sagan; 1634 Absetzung und Ermordung wegen Hochverrats; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Johann Conrad von Wallbrunn zu Ernsthoff

geb. 1589
gest. 1665
Anm.: Sohn des Anton von Wallbrunn auf Ernsthofen (1546-1600); Studium in Gießen, Bildungsreise, in kurmainzischen und später kurpfälzischen Diensten.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Anselm Kasimir Wambolt von Umstadt
Erzbischof und Kurfürst Anselm Kasimir von Mainz

geb. 1583
gest. 1647
Anm.: Sohn des Reichshofrats Eberhard Wambolt von Umstadt (1546-1609); Studium am Collegium Germanicum in Rom (1596-1597), in Würzburg (1597-1599) und erneut in Rom (1599-1602) und Padua (1605-1607); ab 1605 Diakon sowie Domkapitular in Mainz; seit 1610 auch Chorherr zu St. Alban; 1608-1618 erzbischöflich-mainzischer Hofrat; 1619-1629 Amtmann von Mombach; 1620-1624 und 1627 erzbischöflicher Statthalter in Mainz; 1620-1622 Rektor der Universität in Mainz; 1627-1647 Dompropst in Halberstadt; ab 1629 Erzbischof und Kurfürst von Mainz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Georg von Wangenheim

geb. 1606
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg Melchior von Wangenheim (1580-1628); Erbherr auf Tüngeda und Wangenheim; 1640–1652 Stallmeister und 1652-1659 Haushofmeister des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601-1675); vermutlich seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Freymühtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gräfin Katharina Juliana von Wied-Runkel
Gräfin Katharina Juliana von Solms-Laubach
Geburtsname: Gräfin Katharina Juliana von Hanau-Münzenberg

geb. 1604
gest. 1668
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1631-1639 erste Ehe mit Graf Albrecht Otto II. zu Solms-Laubach (1610-1639); 1642-1653 zweite Ehe mit Graf Moritz Christian von Wied-Runkel (1620-1653).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Moritz Christian von Wied-Runkel

geb. 1620
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Hermann von Wied (1581-1631); seit 1640 regierender Graf von Wied-Runkel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Wild (1)

Anm.: Hauptmann; um 1651 als hanauischer Amtmann in kurpfälzischen Diensten.
N. N. von Witzleben (1)

Anm.: Um 1651 Angehörige des thüringischen Adelsgeschlechts.
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Heinrich von Wuthenau

geb. 1598
gest. 1652
Anm.: Sohn des Bernhard von Wuthenau (1534-1596); ab 1614 Erbherr auf Großpaschleben, Locherau und Thurau; seit 1634 Kriegskommissar des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schwimmende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Altenburg
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Angra do Heroísmo
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Arnstedt
weiterführende Informationen
Arve, Fluss
weiterführende Informationen
Aschaffenburg
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Augsburg
weiterführende Informationen
Babylon
weiterführende Informationen
Bacharach
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bamberg
weiterführende Informationen
Barby
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Bensheim
weiterführende Informationen
Bergstraße
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Bourgogne
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Breitenstein
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Buchonia
weiterführende Informationen

Anm.: Hessisch-thüringisches Waldgebiet.
Buchsweiler, Grafschaft
Casale Monferrato
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Darmstadt
weiterführende Informationen
Düsseldorf
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Ebeleben
weiterführende Informationen
Eberstadt
weiterführende Informationen
Eichenzell
weiterführende Informationen
Eisenach
weiterführende Informationen
Elsass
weiterführende Informationen
Ems
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Fischen
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Florenz (Firenze)
weiterführende Informationen
Franken, Herzogtum
weiterführende Informationen
Frankenstein, Burg
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Frauensee
weiterführende Informationen
Fulda
weiterführende Informationen
Fulda, Stift
weiterführende Informationen
Gelnhausen
weiterführende Informationen
Genf (Genève)
weiterführende Informationen
Genfer See (Lac Léman)
weiterführende Informationen
Gernrode
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Groß Umstadt
weiterführende Informationen
Güntersberge
weiterführende Informationen
Hanau
weiterführende Informationen
Hanau, Grafschaft
weiterführende Informationen
Handschuhsheim
weiterführende Informationen
Heidelberg
weiterführende Informationen
Heilbronn
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Henneberg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Heppenheim an der Bergstraße
weiterführende Informationen
Heringen (Helme)
weiterführende Informationen
Hessen-Darmstadt, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hochheim am Main
weiterführende Informationen
Höchst am Main
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Hünfeld
weiterführende Informationen
Indien
Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff sowohl für den amerikanischen Kontinent (Westindien) als auch für die südasiatischen Gebiete von Vorder- und Hinterindien sowie des Malaiischen Archipels (Ostindien).
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Isenburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Italien
weiterführende Informationen
Jersey, Insel
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Kastilien, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kaub
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kulmbach
weiterführende Informationen
Langen
weiterführende Informationen
Langensalza (Bad Langensalza)
weiterführende Informationen
Leiden
weiterführende Informationen
Leonberg
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Lützen
weiterführende Informationen
Lyon
weiterführende Informationen
Mähren, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Main, Fluss
weiterführende Informationen
Mainz
weiterführende Informationen
Mainz, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Marksuhl
weiterführende Informationen
Melibocus, Berg
weiterführende Informationen
Mosel, Fluss
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Neckar, Fluss
weiterführende Informationen
Niederlande (beide Teile)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Nussloch
weiterführende Informationen
Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Ofen (Buda)
weiterführende Informationen
Oppenheim
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Padua (Padova)
weiterführende Informationen
Parkstein
weiterführende Informationen
Perpignan
weiterführende Informationen
Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Picardie
weiterführende Informationen
Pleystein
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Porto Longone (Porto Azzuro)
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Rhein, Fluss
weiterführende Informationen
Rhône, Fluss
weiterführende Informationen
Ringgau
weiterführende Informationen
Rohrbach
weiterführende Informationen
Rottleberode
weiterführende Informationen
Roussillon, Grafschaft
Anm.: Teil des Königreiches Spanien, seit 1659 französische Provinz.
Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Sachsenhausen
weiterführende Informationen
Saintonge
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlüchtern
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Sinsheim
weiterführende Informationen
Sionne, Fluss
Anm.: Nebenfluss der Rhone im heutigen Schweizer Kanton Wallis.
Soden-Salmünster (Bad Soden-Salmünster)
weiterführende Informationen
Sondershausen
weiterführende Informationen
Sorø
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Spessart
weiterführende Informationen
Steinau an der Straße
weiterführende Informationen
Steinheim am Main
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Stolberg (Harz)
weiterführende Informationen
Stuttgart
weiterführende Informationen
Suderode (Bad Suderode)
weiterführende Informationen
Terceira, Insel
weiterführende Informationen
Thüringen
weiterführende Informationen
Trier
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Unstrut, Fluss
weiterführende Informationen
Unterpfalz (Rheinpfalz)
weiterführende Informationen
Vacha
weiterführende Informationen
Volkenroda
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weiden in der Oberpfalz
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Weinheim
weiterführende Informationen
Wiesloch
weiterführende Informationen
Wildbad (Bad Wildbad)
weiterführende Informationen
Württemberg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Würzburg
weiterführende Informationen
Zwingenberg
weiterführende Informationen
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Parlement de Bordeaux
weiterführende Informationen
Württemberg, Landstände
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]