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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Februar 1652


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 403v-424v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Februar 1652
Bernburg
  • Leichter Frost
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Anhörung zweier Predigten
  • Helena von Rindtorf, der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, der Kammermeister Tobias Steffeck und der Diakon Johann Abraham Menzelius als Mittagsgäste
  • Administratives
  • Abschied durch den Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger
02. Februar 1652
Bernburg
  • Regend und Wind
  • Träume Christians II., der Gemahlin Eleonora Sophia und des jüngsten Sohnes Karl Ursinus
  • Ein Unfall im Gemach der Gemahlin als schlechtes Vorzeichen
  • Reise Schwartzenbergers nach Ballenstedt und Harzgerode
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
03. Februar 1652
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Küchenmeisters Philipp Güder aus Würzburg
  • Nachrichten
  • Abreise des Kammermeisters Hans Friedrich Eckardt nach Magdeburg
04. Februar 1652
Bernburg
  • Beschädigungen durch Sturm in Bernburg
  • Anhörung einer Predigt
  • Korrespondenz
  • Ankunft von Christoph Wilhelm und Hans Heinrich Schlegel zur Rebhuhnjagd
05. Februar 1652
Bernburg
  • Rebhuhnjagd
  • Korrespondenz
  • Christoph Wilhelm und Hans Heinrich Schlegel sowie der Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgäste
  • Rückkehr Schwartzenbergers aus Ballenstedt und Harzgerode
06. Februar 1652
Bernburg
  • Rebhuhnjagd
  • Absendung eines Boten nach Hannover
  • Christoph Wilhelm und Hans Heinrich von Schlegel sowie der Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig als Mittagsgäste
  • Administratives
  • Durchreise einer Jungfrau Wulsdorf und einer Frau aus Frankreich
07. Februar 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Abreise von Christoph Wilhelm und Hans Heinrich von Schlegel
  • Weiterreise der Wulsdorf nach Halle
  • Behandlung der geschwollenen Knie von Karl Ursinus durch den Leibarzt Dr. Levin Fischer
  • Ankuft von Wein aus Würzburg
  • Kriegsheimkehr des Ladislaus Pribik Sekyrka
  • Rückkehr des vormaligen Hofjunkers Hans Christoph von Wischer von seinen Gütern
08. Februar 1652
Bernburg
  • Windig und Regen
  • Anhörung zweier Predigt
  • Helena von Rindtorf, Sekyrka, Dr. Mechovius, den Bernburger Pfarrer Georg Enderling, Diakon Menzelius und Steffeck als Mittagsgäste
  • Erneute Behandlung der geschwollenen Knie von Karl Ursinus durch den Leibarzt Dr. Levin Fischer
  • Rückkehr Eckardts aus Magdeburg
09. Februar 1652
Bernburg
  • Regen
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuche durch den köthnischen Amtsaufseher Matthias von Biedersee und den Pagen Matthias von Röder
  • Abreise einer Holländerin
  • Erkrankung der Ursula Haug, Ehefrau des fürstlichen Trompeters Zacharias Haug
  • Gespräch mit dem Jäger und Rüstmeister Johann Balthasar Oberlender
  • Korrespondenz
10. Februar 1652
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch und Mittagessen mit Dr. Fischer
  • Ankunft des Hallenser Kaufmannes Johann Senf
  • Nachrichten
11. Februar 1652
Bernburg
  • Frost, aber kein windiges Wetter
  • Nachrichten
  • Traum Christians II.
  • Gespräche mit dem Bernburger Amtmann Georg Reichardt, Güder und dem Zerbster Bürger Hans Kornführer
  • Anhörung einer Predigt
  • Sekyrka und Schwartzenberger als Mittagsgäste
12. Februar 1652
Bernburg
  • Schönes Wetter und Regen
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Traum Christians II.
  • Abreise Senfs
13. Februar 1652
Bernburg
  • Frost
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Korrespondenz
  • Gepräch mit dem anhalt-zerbstischen Hofmeister Kaspar von Gengel
14. Februar 1652
Bernburg
  • Frost
  • Traum Christians II.
  • Augenentzündung Christians II.
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abreise Steffecks nach Regensburg und Erfurt
  • Abreise Gengels nach Plötzkau
  • Gespräch mit Hans Heinrich von Schlegel
  • Rückkehr Schwartzenbergers
15. Februar 1652
Bernburg
  • Schnee und Frost
  • Anhörung zweier Predigten
  • Dr. Mechovius, Sekyrka und Diakon Menzelius als Mittagsgäste
  • Erneuter Besuch durch Gengel
  • Rückkehr eines Boten aus Hannover
  • Übernahme des Patenamtes für einen Sohn Johann Berndts
  • Nachrichten
16. Februar 1652
Bernburg
  • Kälte
  • Hasenjagd
  • Bestellung von Zerbster Bier
  • Der Hofrat Kaspar Pfau und der Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgäste
  • Abreise von Pfau und Dr. Mechovius nach Köthen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
17. Februar 1652
Bernburg
  • Regen
  • Gespräche mit dem Bernburger Stadtvogt Johann Georg Albinus sowie Reichardt
  • Erkrankung von Haugs Frau
18. Februar 1652
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Anhörung einer Predigt
  • Rückkehr Steffecks aus Leipzig, Regensburg, Erfurt und Magdeburg
19. Februar 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Sekretärs Paul Ludwig aus Wilsleben
  • Nachrichten
20. Februar 1652
Bernburg
  • Regen
  • Gespräche mit Ludwig und dem Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsidel
  • Erkrankung von Karl Ursinus
  • Rückkehr von Dr. Mechovius und Pfau aus Köthen sowie des Kammerdieners Hans Wenzel Kothe aus Würzburg und Nürnberg
  • Bierlieferung aus Zerbst
21. Februar 1652
Bernburg
  • Schnee
  • Gespräche mit Kothe sowie Eleonora Sophia
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
22. Februar 1652
Bernburg
  • Leichter Frost
  • Kriegsnachrichten
  • Frau von Rindtorf, Johann Lorenz von Lucke, Dr. Mechovius, Ludolf Lorenz von Krosigk, Jonius, Steffeck und Diakon Menzelius als Mittagsgäste
  • Anhörung einer Predigt
  • Einstellung der Nachmittagspredigt wegen Jahrmarkts
23. Februar 1652
Bernburg
  • Windig
  • Traum des Karl Ursinus
  • Gespräch mit Ludwig
  • Jahrmarkt in Bernburg
  • Wildschweinlieferung aus Ballenstedt
24. Februar 1652
Bernburg
  • Sturm
  • 49. Geburtstag von Eleonora Sophia
  • Gespräche mit Güder und Reichardt
  • Kauf bunter Gläser
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Musikvortrag der Kinder für Eleonora Sophia
25. Februar 1652
Bernburg
  • Traum Christians II.
  • Nachrichten
  • Anhörung einer Predigt
  • Der Kammerpage Sekyrka als Mittagsgast
26. Februar 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Nachrichten
  • Gespräch mit dem Hoymer Pachtmann Rudolf Kohlmann
  • Fahrt Güders nach Dessau wegen Weinpfählen
27. Februar 1652
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Dr. Fischer als Mittagsgast
28. Februar 1652
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
  • Ankunft des schleswig-holstein-gottorf'schen Hofmeisters von Bützow
29. Februar 1652
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Bützow, Frau von Rindtorf, Dr. Mechovius, Sekyrka und Diakon Menzelius als Mittagsgäste
  • Abschied Bützows
  • 27. Hochzeitstag Christians II.
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
|| [[Handschrift: 403v]]

Sonntag den 1. Februarij; 1652.


<Etwaß froßt.>


Tobias Steffeck von Kolodeys bericht gehet dahin, es hette sich gebeßert, mit
hanß Pfannenschmidt, undt er hette iedermann, umb
verzeyhung, gebehten, da er einen, undt den andern,
mit seinem unreümischen humor, beleydiget hette,
auch hernachmalß fleißig gebehtet, undt gesungen,
alß ihm, der pfarrer, zugesprochen, und mittgesungen.
Gott wolle sich, des armen Menschen, in gnaden
erbarmen! Er schläfft nicht viel, undt hat allerley
affectus, es mag Schwehrmuht, mitt unterlauffen!

|| [[Handschrift: 404r]]


Jn die predigt, vormittagß aufm Sahl, Magistri Menzelij.


Extra: zue Mittage; die Rindtorfinn, Doctor Mechovium,
Tobias Steffeck von Kolodey undt Magister Menzelium gehabtt.


Den weg, so der bohte, nacher Würtzburgk (einem be-
richt nach) gelauffen, folgender gestaltt; so aber nicht der nechste:
                    von Bernburg vf Eißleben: 4 meilen.
Erfurdt: 10 Meilenm.
Gohta. 3 Meilenm.
Schmalkalden: 4 Meilenm.
<Nota Bene: wirdt Mellerstadt, heißen sollen.> Minderstadt: 4 Meilenm.
Neẅstadt: 2 Meilenm.
Schweinfurth: 4 Meilenm.
Würtzburgk: 5 Meilenm.

Summa

36 meilen.

<Zu 3 Groscheng: die meile gelohnt Michel lauschen, fac: 4 ThalerThlr: 12 Groscheng: darzu noch, 7 tage wartgeldt 14 Groscheng: geben müßen, weil man ihm nichts zu eßen, dorth gegeben.>


Avis von Hartzgeroda, von
Meines bruders, Fürst Friedrichs tractaten, mit den Vernezianern. perge


Nachmittags, wieder, in die kirche, undt predigt, des Jonij;
cum sorore, & Carolo Ursino.


Avis: von meines bruders, Fürst Friedrichs tractaten zu Venedig,
daß die religion zu hause, undt zu felde, in der Vene-
zianer gebiehte frey behelt, auch die absolute
vergebung der Officien, welches noch keinem General
wiederfahren. An itzo, disputiren sie den punct der
iustitz. Er hoft auch die condotta in friedenszeitten,
so wol als in kriegeszeitten, zu behalten, item: die werbegelder,
undterhaltung der völgker et cetera. Er hat 3000 Mann, zu fuß, undt
500 pferde zu werben, dem Senatui anpræsentiret. et cetera Deus fælicitet[.]

|| [[Handschrift: 404v]]


Avis: daß der hertzogk von Lottringhen, von einem
Graven, im Duel, zu Brüßel, erstochen worden seye1,
wehre eine große verenderung! undt alteration.


J'ay dit a Dieü, ce soir, á Noirmont.
Dieü le conduyse! & felicite mès propositions!

<Regen. Windt.>


Somnia insomnia, & horrifica gehabtt,
Jch, Meine herzlieb(st)e gemahlin, und Carll, alle drey.


Diesen morgen, hats einen stargken fall
gethan, zun haüpten, bey Meiner gemahlin. Gott
gebe, das es niemanden, auch Victorio Ama-
deo, nicht, böses ominire! noch bedeütte!


J'ay envoyè Jakob Ludwig Schwartzenberger a Ballenstedt &Harzgerode[.]


Avis von Palbergk; daß pfannenSchmidt
gestern stille gewesen, nicht mehr, wie zuvorn
behten, undt singen wollen. Er sol beseßen sein,
undt den pfarrer nicht mehr admittiren,
sondern wißen, wem er undterwegens ist,
zu ihm zu wandern. Gott erbarme sich seiner!
undt unser aller!


Schreiben, an Mich, undt gratulationes vom
Kayser, König in Dennemargk, von Curlandt[,]
Grätz, item: notification von halle.

|| [[Handschrift: 405r]]


Die avisen melden:


Daß der Kayser, baldt nach Prag, kommen werde, auf daß
längste im monat Junio. Die Mandata gehen
scharf auß, in den Erblanden, wieder die Uncatohlischen.


Die Venezianer, haben gut glück, undt progreß,
wieder den türgken. Der general Foscolo hat so viel
leütte gewonnen, in den Jnseln, von Levante, das er
hoft, ein gantz iahr, darmitt, krieg zu führen.
Ein 60 geschlechter, contribuiren gutwillig, zum
türckenkriege 200000 Ducaten. General Moce-
nigo, ist bandisiret, weil er kein hertz gehabt, die
belägerten, in Candiâ, zu endtsetzen.


Florentz, Modena, Parma, machen einen bundt
wieder den Pabst, wegen etzlicher usurpirten gühter.


Barcellona ist in angustiis, weil der Cardinal
Mazzarinj, die völgker, welche er dorthin, zum se-
cours schicken sollte, bey sich behelt, zum inner-
lichen kriege in Frangkreich. Die Parlamenter[,]
der Düc d'Orleans, undt die andern Printzen, haben
ihn, zweymahl bannisiret. Unerachtet deßen, hat
er gantz Frangkreich traversiret, biß nach Bourdeau
Poictiers, zum königlichen hofe, alda er mit ehren,
undt freẅden, sonderlich von der Königin, entpfangen
worden. Man saget, seine undt des Conte de Har-
cours trouppen, hetten den Prince de Condè, gantz geschlagen.

|| [[Handschrift: 405v]]


Engelland undt Spannien, wollen noch den Printzen
assistentz leisten. Die Jnseln, Garnsey, undt
Jersey, gehen verlohren, vor den König in Engellandt.
Die gubernatores aldar, haben sich, zur un-
nöhtigen übergabe, mit geldt, bestechen laßen.


Es stehet darauf, daß, unahngesehen vieler
repreßalien, undt affronten, so die Engelländer
den holländern, gethan, Sie dennoch, mit
ihnen, zu schließen, beliebung tragen dörften,
wegen ihres hohen jnteresse der commercien,
des fischfanges, undt der navigationen.


Jn Schweden, seindt die historienschreiber,
oder vielmehr, pasquillen macher, iämmerlich
hingerichtet worden, Vatter, undt Sohn2.


Der gesuchte Sußky aber zu Revel,
ist ex carcere endtrunnen, alß ihn der
mußkowitrische Legatus3, begehret.


Jn Polen, ists mit den Cosagken, unklahr.
Der König hat einen iungen Sohn, undt freẅde darvon.
türgken, Tattern, undt Chmielinßky machiniren.


Lottringen, grassiret zwahr, im Elsaß, undt
findet wiederstandt, grassiret<hat> aber ein
auge, auf die Frantzösischen motus.

|| [[Handschrift: 406r]]

Dienstag den 3. Februarij; 1652. perge


<Windig wetter.>


Risposta: von Gotha Erffurt et cetera undt auß Düringhen.


Philipp Güder, ist von Wirtzburgk wiederkommen,
Gott lob! undt dangk! Der ihn geleittet! beschir-
met! undt durch viel mühesehligkeitten, mit
seinen zugeordneten, geführet hat,
Gott gebe mir ferner gnade! undt Segen!


Diesen morgen, ist der kleine Apoteker,
Geörge Böhme, auß seinem arrest, (darein
er, wegen unverantworttlicher außgestoße-
ner reden, wieder die hohe, undt niedere
Obrigkeitt, gerahten) endtwichen, undt auß-
gerißen, undt hat seine sache dadurch ärger ge-
macht. Gott wolle beßerung verleyhen!


Philipp Güder hat mir briefe mittgebracht, von
Chur Meintz, von dem Obersten Herrison, gar
höflich, Jtem: von Weymar, vom hertzogk,
undt Hertzoginn.


Post, von Deßaw, mit einem Frischling,
so 31 Pfund (libra) mit hautt, undt haar, gewogen, pro 2 ReichsthalerRthlr:[.]


Hanß Eckardt, habe ich, diesen abendt, mit Com-
missionen versehen, nacher Magdeburgk et cetera wo
ferrne, wegen bösen weges, undt stargken windes, forthzukommen[.]

|| [[Handschrift: 406v]]


Der grawsahme Sturm, hat diese nachtt,
unser gebeẅde, alhier zu Bernburg sehr beweget,
undt erschüttert, Fenster aufgeschlagen,
gemälde, undt andere sachen, aufm Sahl
(unahngesehen man die Fenster zweymal
zugemachtt) herundter geschmißen,
undt ärger rumoret, als gestern.


Quid portendat? nescio!
Deus avertat mala! & mortes!


An den dächern, hats auch schaden gethan.


Jn die kirche, am heüttigen behttage,
cum sorore, & Carolo Ursino, & duabus filiabus4,
da dann der alte Menzelius, ex Hosea: capitulum 145
eine stadtliche bußpredigt gethan. Gott wolle
dieselbe wol in unsern hertzen, operiren laßen!


Jedermann klaget, über den gestrigen großen
windt, undt erdbeben, da wir, undt andere
undß eines überfalß der gebeẅde, vermuhten müßen.
Gott bewahre ferrner, mit gnaden!


Jch habe schreiben, von Fürst August undt von
Fürst Friedrich vom 16./26. Januarij; entpfangen.


Zwey Schlegel seindt herkommen, umb die Rephüner.

|| [[Handschrift: 407r]]

Donnerstag den 5ten: Februarij; 1652.

<9 Räphüner hodie[,] 2 Räphüner herj, die Schlegel, einbracht[.]>


Schreiben nacher Croßen, Gohta, hanover, etcetera[.]


Extra: zu mittage, beyde Schlegel, Christof
Wilhelm, undt Hanß heinrich, gehabt, undt
den hofprediger Menzelium. perge


Negromonte ist wiederkommen, von Harzgerode und Ballenstedt[.]
Gott gebe zu glück! undt succeß! Seine
verrichtung ist mediocre!

Freitag den 6. Februarij; 1652.

<3 Räphüner, vormittags. 3 Räphüner nachmittags.>


Jch bin, mit Carolo Ursino, undt beyden Schlegeln,
hinauß geritten, räbhüner zu fangen, deren
wir drey bekommen. Es wahr windig,
undt nicht so schön wetter, alß gestern,
auch der vogel badte sich, der blawfuß,
anstadt das er sollen rivieren, also
kahmen mehr Räphüner weg, die wir
sonst gefangen <hetten>, auch schon theilß gedeckt hatten,
Es ist wol alle tage, iagttag, aber nicht alle
tage, Fangetage, wie das JägerSprichworth lauttet.


Einen bohten, nach hanover geschickt. Gott
gebe zu glügk! undt succeß!


Extra zu Mittage, neben den Schlegeln, Paul Ludwig bey Mir,
gehabt, in publicis, & Privatis.

|| [[Handschrift: 407v]]


Eine Jungfer auß Dennemargk; hat sich, bey
Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin præsentiret. Jtem: eine
andere Fraw, welche auß Frankreich mag kommen.
Beyde begehren vorspann, eine nacher halle,
die andere nacher Quedlinburg[,] fuor di tempo!


Nachmittags ist mein Carll, mit den Junckern, undt
beyden Schlegeln, wieder draußen gewesen, undt Sie
haben, drey Räphüner, wiederumb gefangen.

Samstag den 7ten: Februarij; 1652.

<3 hasen hetzen laßen.>


Die beyden Schlegel seindt wieder hinweg.
Die Jungfer Wulfßdorfinn auch, welcher
ich habe vorspann, biß nach Halle geben müßen.


Doctor Fischern, habe ich, bey mir, gehabtt,
undt er hat Carolo Ursino, etwaß aufgelegt,
weil ihm sein knihe geschwollen. Gott
bewahre mir doch, dieß liebe< >kindt, wie
auch den andern, vor bösen zufällen. Jch
trage leider! sorge, ich dörfte beyde
Söhne, nicht lange mehr behallten.
Ach! waß würde mir daß, vor eine
unaußsprechliche pein, undt elendt sein!
Qui me servasti puerum; invenemque Virumque.
Nunc fer opem misero, Christe benigne, Senj!

|| [[Handschrift: 408r]]


Meine vier Fuder wein, (welche der Churfürst von
Meintz, zu Wirtzburgk, mir verehret) seindt
heütte glügklich, mit dem Oberlender, undt
Bötticher, wie auch, mit Philip Güdern, (welchen
ich ihnen, nacher Eißleben, entgegen geschicktt) ankommen.
Gott seye es gedangkt! der verleyhe gnade
daß mir seines segens, recht genießen,
undt deßen, nicht, durch verplemperung,
oder verfälschung, frustriret werden mögen!


Des allten Sekerka, Elltister Sohn, ist anhero
unvorsehens, auß dem Brandenburgischen kriege, kommen,
undt hat seine <verlebte> elltern, (so ihn todt geachtet,
weil er todtkrangk, zu Wehsel gelegen)
hertzlich erfreẅet. Wollte Gott! mein
Sohn Victor, möchte mich auch, so wol mit bäl-
dister wiederkunft, als glücklicher expediti-
on, undt guter, Frischer, leibesgesundtheitt,
sampt allem wolergehen, am leibe undt
gemühte, inniglich erfreẅen! Faxit Deus; Amen!


hanß Christof, von Wischer, (welcher ein
drey tage, auf seinen gühtern, mag gewesen
sein) ist auß dem Cöhtnischen, auch wieder arrivirt.

|| [[Handschrift: 408v]]

Sonntag den 8ten: Februarij; 1652. Neumond

<Windig Regen.>


Jch habe hieroben Magister Enderling, predigen
laßen.


Extra zu Mittage, gehabtt, die Rindtorfinn,
der iunge Sekerka, Doctor Mechovius,
Magister Enderling, Magister Menzelius, Tobias Steffeck von Kolodey.


Nachmittags wieder in die Kirche, undt predigtt
des Diaconj Jonij; da dann die Schwester
Dorothea Bathilde undt Carolus Ursinus mittgezogen.


Doctor Fischer, ist abermals, bey Carolo Ursino
gewesen, nachmittages, wegen seiner
beyden geschwollenen Knihe.


Hanß Eckardt ist von Magdeburg mitt
Victualien, wiederkommen, (Gott lob!)

Montag den 9ten: Februarij; 1652.

<Regen.>


Jn der Gernrödern Sache, hat unß,
Chur Saxen, eine gute recommendation,
undt attestation der warheitt, daß
nemlich: Gernroda, anno: 1624 keine
Eptißinn gehabt, undt wir in posses-
sione daselbst, gewesen, gegeben. Können
uns also numehr, beleghen laßen. Man hat
umb diese billigkeitt dem ChurFürsten demisissime, gedangktt.

|| [[Handschrift: 409r]]


Avis: daß gestern vorm berge, in Jllmers
hause, ein Schnaphahne aufm boden, ver-
stegkt, undt incarceriret worden. Noch drey
hetten die nacht, wieder alda einbrechen wollen,
wehren aber, durchgangen, alß man wach worden.


Aufm lande, undt in Stiftern, höret
man auch, von unfällen, undt hinwegreitten
der pferde.


Matz Bidersehe, undt Matz Röder, haben
sich wegen ihrer prætensionen, intempestive
ahngemeldet.


Die holländische Fraw, ist wieder forth.


Jakob Ludwig Schwartzenberger bey mir gewesen, zu Commissionen.


Des Trompters, Zachariæ, weib, wirdt
nur am Sontage krangk, inmaßen Sie
numehr, Fünf Sontäge, nacheinander
geschwollen, undt erkranckt. Jst seltzam,
mag wol zaüberey sein!


Discorsi mit dem Oberlender, von ihrer Seltzahmen
rayse, nacher Wirtzburgk; undt wie sie abgelauffen?
Gott lob! undt dangk! der sie gnediglich geführet,
bewahret, undt beschirmet hat, bey so seltzahmen
wiedrigkeitten. perge

|| [[Handschrift: 409v]]


Schreiben, von Chur Saxen, zum Neuen iahr, gar höflich,
item: von Stugkgardt, abermalß, von Hilpoltstein,
undt anderen orthen.


Die Avisen geben: daß Cardinal Mazzarinj,
in großem ansehen, zu Poictiers am Königlichen hofe
ist, undt das der Prince de Condè vom Grafen
von Harcour, geschlagen seye, wiewol er
sich, auf Spannische, undt Engellische hülfe
verleßet, undt den General Gromwell
selber in Frankreich zu ziehen, trachtet.


Die Lottringher, (so auch mit ihrem
hertzogk, undt mit Spannien, im bunde
der Printzen, begriffen,) hausen im Elsaß
übel. General Rosa, ist ihnen nicht bastant.


Düc d'Orleans, undt Düc de Longueville
suchen, sich zu stärgken, wieder den Cardinal.


Zu Londen, siehet es noch, einem kriege
wieder die holländer gleich, wegen vieler
repreßalien der Schiffe, undt anderer händel.


Die Engelländer haben die Jnseln Garnsey,
undt Gersey, numehr überwältiget, undt
auch das castell Dunbarton in Schottlandt.


Die Staden kauffen Duynkirchen, vom Könige
in Frankreich. perge <Spannien, protestirt dargegen.>

|| [[Handschrift: 410r]]


Dennemargk wirbt auch, undt trawet
dem friede nichtt.

<general Midleton in Engelland ist der harquebüzade, so ihm zuerkandt, endtronnen.>


Jn Pommern, wollen die VorPommern, den Schweden,
die MühlenAccisen nicht geben, weil es die Chur
Brandenburger in HindterPommern, abgeschafft. et cetera


Jn Polen, gibts motus intestinos, auf dem Reichß-
Tage zu Warschow, undt die Cosagken, undt
rebellische pawren, erregen neẅe motus.


Jn Ungarn, greiffen die Türgken aber-
malß stedte, undt schlößer ahn. perge


Jn Candia, haben etzliche Officirer6, wieder
den General Foscolo, mutiniret. Der
Persianer, sol auch in armis sein, contra Turcam.
Viel Venezianische Soldaten, in Candia sollen
gestorben sein, weil böse leütte, kalgk
undter das Mehl, darvon brodt gebagken
worden, gemenget. perge


Der Römische Kayser, sol seine rayse
nacher Prag, im Junio, (gebe gott) ahnzustellen,
gesinnet sein. perge <Umb Erffurdt, gibts ungewöhnliche Wölffe.>


Barcellona versiret in extremis, undt
ist innerlicher Zwytracht, undterworfen.


Die Jnsulen Virginiæ, opponiren sich, mit Macht
dem Engellendischen Parlament. perge

|| [[Handschrift: 410v]]

Dienstag den 10ten: Februarij; 1652.


Jn Oeconomicis, travagliiret.


Doctor Fischern, bey mir gehabt, arcana zu lernen,
& quidem arcana, summe necessaria.
habe ihn auch extra zu Mittage behalten.


Jl m'a enseignè dès belles choses!
Altro diletto, ch'imparar, non truovo, oder pruovo7,
saget, der Jtalienische berühmbte Poet: Petrarca.


Jean Moustarde tant attendü, est arrivè, Dieü mercy.
Le bon Dieü, vueille bienheürer, mon propos!


Avis: daß umb Aldenburgk in Meißen
herumb, ein treflicher regen eingefallen,
welcher gantze dörfer, fast überschwemmet.

Mittwoch den 11ten: Februarij; 1652.

<Froßt. >


Avis: daß er zu Magdeburg mit der iungen hertzo-
ginn von Eütin, wieder schlimm geworden.
Gott wolle es beßern!


Gestern abendt, undt die nacht gar windig.


Ein Seltzahmes Somnium gehabt, vom Allten,
undt itzigen Kayser, wie Sie mir zwischen
Prag und Wien, auff einer Caleße beyeinander
sitzende begegnet, undt darnach, in der
ersten audientz, hette mich der allte Kayser || [[Handschrift: 411r]]
mit großer gravitet angehöret, undt mit dilato-
rischer antworth versehen, wie auch der itzige Cæsar,
wormitt ich aber malcontent, noch einmahl
audientz begehrt, undt schlecht abgewiesen worden.
Alß ich mich nun, bey den Rähten, Cammerherren, undt
andern beschwehret, daß ich mich, im zunehmenden
allter, mit sperantzen nicht mehr, wie vor
diesem, köndte abspeisen laßen, sondern
mein wesen, an itzo realiteten, erforderte,
undt im unmuht, nach vielen travaglien
außzurufen, mich auf bette geworfen, wehre
der itzige Kayser, zu mir kommen, hette mir
freündtlich zugesprochen, mich caressiret, ge-
hertzt, undt gebehten, allen wol aufzuneh-
men, undt daß hauß Oesterreich, nicht zu abban-
doniren, Sondern alles, der bösen zeitt, zuzuschreiben,
undt sich gewaltig gegen mir offeriret,
wie er inß künftige, sich so wol erzeigen wollte.
Darüber wachte ich auf, con impurità!


<Der Amptmann Georg Reichardt undt Philipp Güder haben sich præsentiret. et cetera>


Jn die wochenpredigt, mit Schwester, Dorothea Bathilde[,]
zweyen Töchtern, Ernesta, Augusta, undt Angelica,
wie auch mit Carolo Ursino. Menzelius a triomphè!


Extra: zu Mittage den iungen Ladislaum Sekerka, undt Jakob Ludwig Schwartzenberger[.]


Nachmittags den Kornführer von Zerbst gehabt, der promittiret mir, cose grandi!

|| [[Handschrift: 411v]]

Donnerstag den 12ten: Februarij; 1652.

<Vormittags schön wetter[,] Nachmittags regen.>


Am heüttigen postTage, ist zu schreiben.


Man hat, mit Oeconomysachen, immerforth zu thun,
viel mühe, undt arbeitt, viel verdruß,
außzugeben, undt wenig <freẅde> einzunehmen!


Muß nicht der Mensch, immer im Streitt
sein, auf erden? undt seine Tage seindt,
wie eines Tagelöhners, als hiob8 sprichtt.


Avis von Venedig, vom 23 Januarij; <2. Februarij;> das
die woche die Respublica, meinem bruder, Fürst Friedrich
ihre endtliche erklährung, habe wißen laßen,
welche er, auf alle, undt iede puncta hat
schriftlich begehret, undt darauf die
letzte recharge, thun will. Jhr
hauptdifferentz beruhet ohngefehr
auf 5 ThalerThlr: auf ieden Mann, so der
bruder, auß eigenem beüttel, nicht zubüßen
will. Die Zeitt, meinet der bruder, wehre
genungsam, wann die handlung, sich noch solte
verziehen, undt also, Die innstehende cam-
pagne, verseümet werden, waß meines
bruders, person anlanget, hat so wol er.
als die Republicq, die Generalwachtmeisters || [[Handschrift: 412r]]
charge, zu geringe gehalten, sonderlich, da ihme mehr
Gage, alß allen andern Generalspersonen, bewilliget
worden, daher Sie ihme, eine absolute Generalscharge
aufzutragen, resolviret haben, darbey leicht zu erachten,
das in respectu der werbung, solches <vornemlich> geschicht,
also wirdt in kurtzem, der gehofte Schluß, oder die
aufhebung der handlung erfolgen. Alle religions-
verwandten, haben ein zimlich auge, darauf
geschlagen, undt hat Pater Fulgentius, sonderlich
erinnert, so viel müglich, auf reformirte völgker,
undt gute Prediger, zu gedencken, damit andere
böse zungen, durch unsern guten wandel über-
zeüget, undt viel frommer hertzen erbawet,
auch endtlich der zwergk, so vom Padre Paolo
Sehliger, geführet, möchte gesucht, undt mit
Göttlicher verleyhung, erhalten werde.
Er schreibt darbey, mein Bruder, Fürst Friedrich diese
wortt: Gott wirdt das iehnige, was an Seel
undt leib, am zuträglichsten ist, väterlich beför-
dern, undt Mittel undt wege, darzu zeigen,
dem ich billich, in Christlichem gehorsam, folgen werde. perge


Ô Dieü! permets a més vrays amis leür hon-
neür, & accroissement, & a mes ennemis,
envoye honte! & confüsion! iüsgu'a leür conversion[.]

|| [[Handschrift: 412v]]


J'ay songè derechef ceste nuict, d'üne caresse,
& bayser tres ardent, que m'auroit donnè,
par deüx diverses intervalles, avec reprin-
ses intimes, en habit honneste, feü Ma-
dame la Landgrave, de Cassel, desirant
mon mariage, & a me vouloir aymer,
& enrichir. Je n'eusse sceü, que rès-
pondre, estant comme violentè d'accep-
ter tels beysers, doux, & forcèz!


J'ay depeschè derechef Jean Moustarde pour s'accommoder. perge


Ein iunger Steinbach, ist, von Krannichfeldt, anhero
kommen, mit briefen, a Madame.

Freitag den 13den: Februarij; 1652.

<Froßt.>


Oeconomica zu tractiren, gehabtt.


A spasso in schönem wetter, wiewol es gefrohren.


Risposta von Gohta, gegen abendt.


Der hofmeister Gengel, ist gegen abendt,
en Ambassade, mit creditif, von
Zerbst anhero kommen, in der WalterNiem-
burgischen expectantz sache. Man dringet
auf meine resolution. Ce baillage ne doibt
renter, que 2000 Dalers, & n'a que 2 villages, & peü
de maysons. Jl a aussy 28000 Dalers, de debtes acconsenties || [[Handschrift: 413r]]
dessüs. L'Electeur de Saxe se monstre fort rüde, &
peü courtois, en ce poinct. Pacience!

Samstag den 14den: Februarij; 1652.

<Froßt[.] böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag (tatsächlich oder befürchtet)>


Somnium: wie ich in ein groß bette, mich ge-
leget, undt Christof Mahler, (mein, vor iahren,
gewesener kammerdiehner Sehliger) mir
das Strohe und alles geschichtet, undt zu
rechte gemacht, zu meinem unwillen, undt
undangk. Meine Söhne, die elltisten
beyde, (darundter Erdtmann Sehliger gar
schön außgesehen, Victor wie sonsten)
hetten zu meinen füßen, ihre füße
legen sollen, undt als schlafen, darüber
wachte ich auf, undt observire dieses Somnium!
Jn manu Dej, sunt sortes meæ!


Gestern, habe ich gar ungewöhnliche Flüße,
in die augen, bekommen, also: das mir beyde augen,
sehr roht worden, undt inflammiret, contra morem solitum.


Avis, daß der Churfürst von Brandenburg nicht allein
dem Oberkämmerer Conradt von Borgßdorf, seine Ehren-
Aempter, genommen, Sondern ihm auch inhibiret keines ge-
führten EhrenTittuls mehr, sich ahnzumaßen, darüber
er sich, zu Tode, gegrähmet. O fortunæ instabilis; lusus!
Jst doch zu beklagen, als ein wolqualificirter Cavaglier[,] || [[Handschrift: 413v]]
religionsverwandter, undt mein gevatter.
Er hat auch lange, dem Churhause Brandenburg
(meines wißens) aufrichtig gediehnet, undt
keinen größeren Mangel gehabt, als das
er zur pomp undt spendiren, geneigt< >gewesen.


Es sol der grave von Naßaw, der
graf von Wittgenstain, beyde wolquali-
ficirte herren, undt religionsgenoßen,
wie auch der vornehme raht, Wesembeck,
(so zu Münster undt Osnabrück treẅlich die pacifica-
tion, undt Chur Brandeburgische jnteresse befördert)
der gelehrte qualificirte, Knesebeck,
der hofmarschalck herr von Pudlitz,
undt andere rähte, undt bediente
mehr, alle religionsverwandten, cassiret sein.
Solche reformation, gefället mit nicht!


J'ay expediè Tobias Steffeck de Kolodey à Regensburg & Erfurt[.] Dieu
le conduyse benignement, par sa sainte grace!


Nachmittags ist der hofmeister Gengel, (mit disgusto,)
wieder nacher Plötzkaw, verrayset, seines Fürsten
sachen, zu avanciren, undt die difficulteten zu removiren.


Der iüngere Schlegel, hanß heinrich, hat sich auch
præsentiret, in meinung, Fürst hans Geörgen, undt Landgraf
Fritzen, nachzufolgen, so in OstFrießlandt, wollen.

|| [[Handschrift: 414r]]


Landgraf Fritz, sol werben, vor die herren Staaden,
welche mit Spannien, brechen dörften.


Man sagt, Königßmargk habe Brehmen
mit list eingenommen, weil sie Schweden nicht
huldigen, noch eine Landtstadt sein wollen.
wehre schade, undt ein Füngkelein, zu ei-
nem großen Feẅer.


Noirmont est de retour, de sa petite mais
importante expedition. Dieü la vueille benir!


Avis: daß es mit dem pawer zu Palbergk
PfannenSchmidt, (Gott lob!) beßer wirdt,
nach dem er von der Docterinn9 zu Lebgin,
ein pülverlein, undt ein wäßerlein, gebraucht.
Gott gebe continuation! undt daß es mit
rechten stügken, zugehe! Er sol an itzo, gar
fleißig behten! perge und gar wenig fantasiren. perge

Sonntag den 15den: Februarij; 1652.

<Schnee. Froßt.>


Vormittags, hat Er Hesius, aufm Sahl geprediget.


Extra: gehabt, den CammerRaht, Doctor Mechovium, den
iungen Sekerka, den Hesium, undt Magister Menzelium.


Nachmittags ist hofmeister Gengel, content, von
Plötzkaw, wiederkommen, undt content abgeschieden.


Postea: in die kirche nachmittags cum sorore.

|| [[Handschrift: 414v]]


Ritorno del messo dj Hanover[.]


Einen gevatterbrief, vom Hanß Bernds bekommen,
zu einem iungen Sohn, welcher mit der Mutter
in ihrer 24stündigen angstproba, schon vor
todt gehalten worden.


Er Hesius, hat mir heütte referiret,
daß er einen 10iährigen Sohn habe, welcher
so hoch alß mein gemach ist, in der Schule
oben durchgefallen, undt auf die Füße
auf das estrich , zu stehen kommen, ohne ver-
letzung einiges gliedes. Jst ein mirackel
undt Gottes lob darinnen zu preisen!

Montag den 16den: Februarij; 1652.

<Käldte.>


<3 hasen, Hans Balthasar Oberlender tirè.>


Depesche nacher Zerbster Bier. Sie müßen umb
raysen, auf Deßaw zu, wegen der lachen.


Pfaw, ist extra zu Mittage, bey unß ge-
wesen, gehet mit h CammerRaht Mechovio, nacher
Cöhten, auf die Zusammenkunft. Gott gebe zu glügk!
Der Diaconus Jonius wahr auch da, extra!


Depeschè ce soir, vers Fla Dieu benie, mès desseings!


Schreiben, an unß drey herren, in gesamptt, als
Fürst Augustus, Fürst Lud Johann Casimirn, undt Mich, wegen
beurlaubung, des Cantzlers Milagij, an Landtgraff
Herman, so differiret wirdt, wegen des Cöhtnischen convents.

|| [[Handschrift: 415r]]


Schreiben, von Croßen, Wien, undt Leiptzigk.


Die Avisen geben: daß die Staden stargk werben,
undt sich in alliantzen einlaßen, contra Engellandt,
weil die Parlamentischen ihre gesandten hochmühtig
tractiren, mit pasquillen sie beschmitzen, undt
in ihren losamentern, mit fenster einschmeißen
auch andern insolentzen, beschimpfen laßen,
auch die großen repreßalien, undt abnehmung
der Schiffe, nicht einstellen, sondern pro
imperio, die auf gutem wege, gewesene
Tractaten, ihnen vorschreiben wollen.


Malta braucht auch repreßalien contra
hollandt, auf anstiftung Landtgraf Fritzens
von Darmstadt, großprior von Malta, weil
Sie die undter ihnen gelegene, undt wieder
abgeforderte eingezogene comptereyen, nicht
alsobaldt, auf begehren, zu restituiren gesinnet.


Der alte Churfürst von Trier, mein gewesener
bruder, ist Todes verblichen! Gott genade!


Franckenthal, wirdt noch nicht evacuirt,
sondern exequiret, wie auch, die garnisonen von
Hailbrunn thun, undt sich bezahlt machen, par force.


Zum ReichsTage, macht man præparatoria.

|| [[Handschrift: 415v]]


Zu Wien, ist pro malo Omine alle das Feẅer-
wergk, so zur Kayserinn, künftigen niederkunft,
gemacht worden, im rauch, aufgegangen.


Der Abfall, vom Evangelio, wirdt groß.
Die Venezianer, reassumiren die Tractaten
mit dem Türcken, in hofnung, weil Sie dissidia
intestina haben, undt der Persianer in
Mesopotamiam undt Siriam, eingefallen
einen guten frieden, zu erlangen.


hingegen, tractiren die Türcken, mit den
Cosagken undt Tartarn, wieder die
(von Polen, welche auch motus intestinos
foviren, undt den König querelliren,
das er die Cosagken nicht zu ruhe gebracht.


Jn Frangkreich, sucht der König, den
Düc de Longueville, mit großen pro-
meßen, undt offerten, als: des Ampts
dü Connestable, des nechsten Sitzes,
nach den Königlichen geblüts Printzen,
undt des importanten gouvernements
Havre de grace zu gewinnen, undt
abzutrennen. Den Prince de Condè || [[Handschrift: 416r]]
(deme 5. Regiment, vom Harcour abgeschlagen)
hat man zu Libourne, ermorden wollen. Dieweil
aber, die conspiranten gefangen, undt iustificirt
worden, als hat diese heimtückische trahison
nichts gefruchtet. Der Cardinal ist bey
dem Könige in höchstem ansehen. Der Düc
d'Orleans wirbt eine considerable armèe
vor die Printzen. Spannien, hat ein wachsendes
auge darauf, sie zu secundiren, undt will
Duynkirchen, denen gerne laßen, so es nehmen,
undt mainteniren können, es seyen Staaden,
oder Engelländer, so es von Franckreich, kauffen.


Große prodigia, sollen sich zu Maselanen
Schluyß haben sehen laßen am himmel,
von reüttern, fußvölgkern, undt
Schifarmaden. Gott weiß, die bedeüttung!


Die Lottringher, haben übel gehauset,
bey den Pfaltzgraven von Zweybrügk, undt
von Birckenfeldt, aber wol im Simmerischen
Creützenachischen, undt Kayserslauttern.


Der Churfürstlich Brandenburgische Obercammerherr,
Borgßdorff, ist in ungnaden seines herren, gestorben.
Nemo; ante obitum, Beatus!10heißt es wol.

|| [[Handschrift: 416v]]

Dienstag den 17den: Februarij; 1652.

<Regen.>


Jch habe den Stadtvogtt Albinum, bey Mir,
gehabtt, allerley mir referiren zu laßen.


Postea: den Amptmann, Georg Reichardt bey mir gehabtt.
Ursul, unsere gewesene Waschmagdt, des Tromp-
ters Zachariæ weib, ist am Sontage, wieder
krangk worden, so baldt Sie über die Schwelle
gegangen. Mag wol etwaß überNatürliches
darbey sein. Gott wolle die boßheit, strafen,
undt entdegken!

Mittwoch den 18den: Februarij; 1652.

<Windig.>


Jn die wochenpredigt des hofpredigers, cum
sorore & filio, eine schöne erklährung, ex
epistola 1. Johannis capitulum 3 ahnzuhören, vers 1[,] 2[,] 3 biß 411.


Tobias Steffeck von Kolodey ist von leipzig[,] Regensburg[,] Erfurt undt Magdeburg wiederkommen,
avec rèsponce dilatoire, & ambigüe.

<2 hasen, von der hatz.>


J'ay èscrit dès lettres importantes, à Braunschweig[,]
a Stuttgart & à Crossen[.] Le bon Dieü, vueille fortüner
mès intentions, & bons desseings!


Quien quiere, a Beltram,
Tambien quiere, a su can!


Schreiben von Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt von Tecklenburg vom 12ten:
Januarij; item: von Chur Brandenburg sans tiltre
süffisant, de Comtè d'Ascanie, zum Neuen iahr. Ohi Bó!

|| [[Handschrift: 417r]]


Paulus Secretarius ist wiederkommen, von Wilschleben,
von hanß Bernds, gevatterschaft, so wol
abgegangen, Gott lob! der gebe ferner, seinen Segen!


J'ay respondü, a Viktor Amadeus Prince d'Anhalt vers Tecklenburg item:
i'ay escrit, a Anna Elisabeth Princesse d'Anhalt Comtesse de Bentheim & cetera & cetera & cetera[.]


Avis: daß die Päbstischen Geistlichen, zusammen
schießen, undt dem Kayser, helfen wollen, die
Ober: und Niederlausitz, vom Churfürsten,
von Saxen, umb, undt vor 84 Tonnen goldes, <zu>
redimiren, darumb auch die Kayserlichen gesandten12,
zu Dreßen[!], beysammen sein, nebenst der wahl
eines <Römischen> Königes, in vor des Kaysers Sohn,
auch dieselbige einlösung, zu urgiren.


So hat auch, ein Churfürstlich <Säxischer> allzukluger, Raht,
vor gewiß, spargiret, ich wehre nacher Rom,
zu meinem bruder, Fürst Friedrich gezogen, undt
man redet, gar ungleich, von etzlichen Apostatis.


Drey weltliche Churfürsten, halten es, mit
Oesterreich, drey Geistliche mit Bayern,
zu der wahl, eines Römischen Königes.


Graf Max von Wallenstein, ist zu Dreßen[!],
nebst Doctor Krahn, ins hauß, zu horchen.


Daß beylager, der Princeßinn von Dennemarck
mit dem Hertzogk von Altemburg sol auf Pfingsten vor sich gehen.

|| [[Handschrift: 417v]]


Die Theologische faculteten, Leiptzigk, Wittem-
bergk, undt Jehna, haben befehlich, sich mit dem
Calixto zu vergleichen, undt die Calixtiner,
zu dempfen, inmaßen auch zu Dreßen[!],
seine bücher verbotten sein.

<Regen.>


Secretarius Paul Ludwig ist bey mir gewesen, undt
hat Mir, viel undt mancherley referiret,
in publicis, et privatis.


hofmeister Einsidel, bey mir, gehabtt.
Lamentj, von den Hoymischen subditis,
wegen ihres brawhauses.


Mon petit Charles, a eü üne espece de
Düssentherie, hier, & aviourd'huy. Le
bon Dieu le vuille conserver; & delivrer,
de tout mal & inconveniens!


Die rähte seindt von Cöhten, wiederkommen,
Doctor Mechovius, undt Pfaw, mit guter hofnung.
Gott gebe den erwüntzschten effect!


Mein hofBalbirer, undt Geleidtsmann,
Hans Wentzel Rohte, ist von Wirtzburgk
undt Nürnbergk, Gott lob, glücklich wiederkommen[.]

|| [[Handschrift: 418r]]


hanß Eckardt, ist mit Zerbster bier, von
Zerbst, wiederkommen. hat mit mühe
zu Deßaw, wegen großen waßers,
undt sonst nirgendswo überkommen können.

Samstag den 21ten: Februarij; 1652.


<Schnee.>


Den hofbalbirer, oder Feldtschärer, Hans Wentzel Kohte
bey mir gehabt, derselbe hat mir
wunderliche sachen, von Nürnberg referiret. perge


Visites, bey denen, da ich, conversation haben kan,
im fürstlichen Gynecoeo, undt sonsten.


Victualien von Ballenstedt, entpfangen.


Jn Oeconomicis, undt hofhaltungssachen,
Ordinarie, undt extraordinarie zu schaffen gehabtt.

Sonntag den 22ten: Februarij; 1652.

<Wenig Froßt.>


Ün quidam, a Nürnberg Simpliciste Insidiateur a prophetizè n'agueres,
Que la guerre, seroit cruëlle, & sanglante
pour Franckendal, entre cy, & l'an 1654
& que le Roi d'Espagne ne restitüeroit point,
icelle forteresse, comme on se l'immaginoit.


Extra zu Mittage gehabtt, die Rindtorfinn,
den ObristLeütnant Luck, Doctor Mechovium, Lüdolf Lorentz
von Krosigk, Diaconum Jonium, (welcher aufm Sahl geprediget)[,]
Tobias Steffeck von Kolodey undt den Magister Menzelium.

|| [[Handschrift: 418v]]


Nachmittagß, ist die predigt, eingestellet
worden, alhier zu Bernburgk, dieweil die
Krähmer, gegen Morgen dem iahrmarckt,
heütte die buden anfangen aufzuschlagen.

Montag den 23ten: Februarij; 1652.

<Windig.>


Gestern frühe, hat meinem Carolo Ursino ge-
traẅmet, meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin, wehre
sehr krangk gewesen, darnach hette sie,
zweene Söhne, zwillinge, auf einmal
geboren. Cela se pourroit faire!


Secretarius Paul Ludwig ist bey mir gewesen,
me faysant, dès bons services.


heütte, ist iahrmarckt, alhier zu Bernburg[.]


Ein wildt Schwein, ist von Ballenstedt, ankommen,
so von hartzgeroda, erkäufet worden.

<Sturm windt, nacht, undt Tag.>


Geburtstag, Meiner herzlieb(st)e gemahlin, an deme
Jhre Liebden 49 iahr altt worden, undt numehr, in
das 50ste tretten. Gott gebe zu segen, zu
friede, undt eintrachtt, zur buße, undt
bekehrung, undt zur ewigen Sehligkeitt!


Philipp Güdern, undt auch den Amptmann
bey mir, gehabtt.

|| [[Handschrift: 419r]]


Ein glaser von Dampach, ist erschienen, welcher mir,
schöne gläser verkaufft.


Die Leiptziger avisen, geben:


Daß hollandt, über 14000 Schiffe, nebenst
Dennemargk zusammen bringet, contra
Engellandt, undt Schweden. Gott stehe
der gerechten bewusten sache, bey!


Die Spannier, haben hertzogenpusch, durch
practiken überrumpeln wollen. Die con-
spiranten aber, Jesuiter, undt andere,
seindt gefangen.


Dennemargk armirt, neben hollandt.


Jn Pommern, werben die Schweden,
undt die Pommerischen Stände, seindt schwürig.


Jn Polen, beförchtet man, viel orien-
talische rottirte völgker, alß Tartarn,
Türgken, Wallachen, Moßkowiter,
Moldawer. Der König, hat den undter-
Cantzler, caßirt, auf dem ReichsTag, zu
Warschaw, undt einen andern angenommen.


Frangkenthal, wirdt noch nicht resti-
tuiret, sondern sie fordern noch contributiones.

|| [[Handschrift: 419v]]


Der Kayser, will in Ungarn, Böhmen, darnach
gen Regenspurg aufn ReichßTag, raysen.


Die Venezianer, tractiren friede mit
dem Türgken, nach dem die ihme, den
secours, nacher Candia undt Canea, abge-
schnitten, undt den Persianer, auf den
halß, gehetzt. perge


Zu Clewe, sol es an der pest, sterben.
Dieu garde mon fils, Viktor Amadeus.


Jn Frangkreich, ist ein bluhtiger krieg,
undt die armes, in balance. Der König,
hat treffen gewunnen, undt verlohren.
Suchet die partie der printzen, zu schwächen,
undt die hertzoge von Bouillon,
undt Visconte de Türenne, von ihnen,
abzuziehen, durch große promiß. perge


Jn Engellandt, victorisiren die Parla-
mentischen noch, in Jrrlandt, Schottlandt,
undt wo sie sich nur hinwenden.


Jn Böhmen grassiren die wölfe, also das
einer, bey hellem lichtem Tage 21 menschen
beschädiget, bihs er, mit einem Meßer erwürget worden.

|| [[Handschrift: 420r]]


Diesen Nachmittag, alß mein Carolus Ursinus,
(noch in zimblichem winde) aufn iahrmargkt,
über die fehre, gezogen, hat er erfahren, das
des Superintendenten Magister Daniels Saxen, zu
Cöhten Sohn, (ein iunger Mann, undt feiner
prediger) bey Palbergk, mit seinem pferde
im reitten, den halß gestürtzt, undt
baldt Todt geblieben. Jst ein groß unglügk!
Gott genade ihm! undt unß allen!


Meine Kinder haben meiner herzlieb(st)en gemahlin
eine schöne Musica gebracht, diesen
abendt, auf ihren geburtsTagk
Gott segene die lieben döckchen, undt
leitte sie, zur warheitt!

Mittwoch den 25ten: Februarij; 1652.


J'ay songè d'avoir logè icy à Bernburg au poile
de feü Son Altesse monseigneur mon Pere, de bonne mémoire & Son Altesse au
mien. Comme elle fit donc l'honneür a moy,
de me donner familierement en pourpoinct üne
petite, & prompte visite, ie la suivis au pièd,
iüsqu'a son logis, ou ie loge a ceste heüre. Et
en y entrant, i'y vis mès deux freres, Ernest, || [[Handschrift: 420v]]
& Frideric, avec dès grands & longs Manteaux
de dueil, parler a Son Altesse laquelle estoit accom-
modèe de mesme, & parloit a eux, mon frere
Ernst, commença le propos, raccontant
(avec üne barbe rousse, quaree a l'J-
talienne) dès grands services, qu'il
avoit rendü, & alloit encores rendre
a l'Empereür, avec sa Cavallerie.


Mon frere Frideric seconda ce
discours, se vantant dès services,
rendüs, aux Swedois, & dès prouesses,
qu'il alloit encores faire, a la guerre.


Son Altesse lès èscuta attentivement avec
üne mine joviale, louant leür vertü,
& se tournant puis apres vers moy,
qui me tenois de loing auprès dü
fourneau, (tout honteüx de n'avoir
point aussy de monteau, comme les
autres, & de ce que Son Altesse n'avoit pas
fait semblant de me voir là)[.] Son Altesse
me fit donc üne mine Austere || [[Handschrift: 421r]]
& sembla me vouloir reprimander de ce
que i'avois enfouy mon Talent, & ne faysois
rien pour èslever, & accroistre ma mayson
& repütation. Et comme i'estois muet, a ne
scavoir rien dire, & avois peür, que Son Altesse
feroit entrer le Colonel Werder, Boden-
hausen, ou aultres principaux gentils-
hommes, (lesquels se tenoyent, devant
le poile, a ma sale) tous en grand dueit,
paresse, ie m'èsveillay. Si ce songe,
ne denote la fin de més travaulx,
& de ma Vie, ? ie ne me tromperay gueres!
Fiat Voluntas tua13! Domine!

<Gott bewahre meine Söhne!>


Avis: daß gestern der iunge Sachße,
noch wol zwey stunden lang, (nach
dem pferde fall an meiner gemahlin
Scheüne, zu Palbergk) gelebet, undt
schön gebehtet. Er hat auch alhier, ehe
er weggeritten, schöne Schriftmeßige
discurß, mit andern Geistlichen geführet,
undt sich etwas præsagiiren laßen!

|| [[Handschrift: 421v]]


Jn die kirche, cum sorore, & filiolo Carolo Ursino
am heüttigen Mittwoch.


Extra zu Mittage, den iüngern
Sekerka, gehabtt.


Jl y a eü grands malheürs, & scandales
consecütifs. Hier le bon ieüne ministre,
Sachße, a estè tüè par la cheüte d'ün
cheval renversè, près de la grange a Palberg.
Cès iours, passèz, on a trouvè ün enfant
exposè davant al porte de mon ministre
Aulique, qu'üne garce de soldats, y a
mis, pour impüter, au fils dü Ministre14, de l'avoir
fait l'enfant. Jceluy, le nie, & ne pouvant
estre convaincü, i'ay fait releguer, la
pütain secrettement avec l'enfant,
faysant donner, sa correction, au ieüne
homme, par le Süperintendant, & par le baillif,
affin d'eviter scandales. En 3me lieu,
on a trouvè ce mattin ün ioly enfant, <mas le>
mort & enterrè au champ, dü Cimetiere,
qu'on croyt, qu'üne autre meschante
garce, l'ait fait, & ie fay enqueste sür ce Crime!

|| [[Handschrift: 422r]]

Donnerstag den 26ten: Februarij; 1652.

<3 hasen.>


Es ist heütte postTag, undt ein verdrießlicher,
beschwehrlicher, böser Tag, vor mich gewesen.
Ô Dieu! gardes nous d'impacience, & de dèsespoir!


Aßeburgk, (den sein Schwager, Veltheimb
umlengst umbgebracht) sol nach dem Tode
gerungen, undt das 7. capitel Hiobs15, zu
guter letzte gelesen haben (mal appliquè!)


Ein Balbirer, des ChurPrintzen zu Dresen[!],
hat sich unlengst, die kähle abgeschnitten.
On croyt, a cause de la gande per-
secütion, & Pürgatoire, de sa femme!


Kohlmann, hat mich heütte, mit seinen
lügen, undt calumnien, sehr exagitiret!
undt ist selber anhero erschienen.


Philipp Güder, ist heütte nacher Deßaw,
wegen der weinpfähle, gesandt worden.


Man hat heütte, einen schregklichen avis,
bekommen, von einem Amptschreiber, auß
Böhmen, welcher sich selbst ermordet, dieweil
ihn sein herr, so hart tractiret.


Jtem: von des ChurPrintzen zu Dresen[!], seinem
Balbirer, welcher sich gleichßfals selber umbgebracht.

|| [[Handschrift: 422v]]

Freitag den 27ten: Februarij; 1652.


Lettres de mon frere, auquel la Repüblique de Venise
offre par an 8000 Dücats de Venise (,Ducati Venezianj,)
le Generalat sür sa milice propre, & qu'il doibt
dependre, dü Generalissime seülement.
Jl doibt depend<avoir> la religion & exercice d'icelle
libbre, pour soy, & pour sés regimens. Jl
doibt exercer la iüstice absoluement
sür son corps d'armèe. Son Advocat
Jtalien, l'a trompè, & fait dilayer,
lès resolütions. Jls luy offrent aussy,
de 4 en 4 ans, de meliorer sa pen-
sion. Jls ne luy veülent donner,
que 20 Ducati, pour homme, qu'il doibt
lever. Jl endemande 30 pour homme,
tout aussy tost. Jls ne luy veülent
donner lès 20 que lors, qu'il ammeinera
lès trouppes. Jls s'accorderont, mais
ils demandent caution de luy, & il en
demande d'eulx, par repütation.


Jl fauldra rompre, ou ployer. Jl
est près a empoigner, üne belle Fortüne!

|| [[Handschrift: 423r]]


Den Medicum; Doctor Fischer, extra zu Mittage, gehabtt.
Jl m'a raccontè, dès choses signalèes!

Samstag den 28ten: Februarij; 1652.


Depesche; von Deßaw, durch Philipp Güdern,
wegen der weinpfähle, undt anderer sachen.


Depesche nach Ballenstedt.


Oeconomica heütte expediret, wie Samstag braüchlich.


Vorgestern, hat der ObristLeütnant Knoche, zu
Cöhten, mit der gewesenen hofiungfer,
Freybergin, sich copuliren laßen, undt nur
eine abendthochzeitt gehalten. Gott
gebe ihm, seinen Segen!


Den Tag, welchen der prediger Sachße, zu
Palbergk mit dem pferde gestürtzt, sollen
noch andere unfälle, mit fallen, undt hälse
brechen, zu Cöhten, Deßaw, undt anderst-
wo, sich zugetragen haben, also: das der-
selbige Tag, unglügklich gewesen.
Morgen, sol gedachter prediger, in Cöhten,
begraben werden. Memento morj!


Ein Bützaw, der Fürstin von Eüttin, hofmeister
ist anhero kommen, mit offerten, undt grüßen, vom
Hertzogk Hanßen, berichtet Trawrig, wie der
zustandt der Hertzoginn, übel bewandt, undt es mit der cur nicht
recht fortt will.

|| [[Handschrift: 423v]]


So ist auch der Trawrige bericht kommen,
daß numehr der ander Sohn, Fürst Johannsens Liebden
zu Zerbst auch Todeß verblichen. Gott tröste sie,
die hochbetrübten Elltern! und Großelltern!

Sonntag den 29ten: Februarij; 1652.


Vormittags predigt, conjunctim,
auf unserm Sahl, gehöret.


Extra: zu Mittage, den von Bützaw,
die Rindtorfinn, Doctor Mechovium,
den iungen Sekerka, Tobias Steffeck von Kolodey
undt Magister Menzelium, (welcher ge-
prediget) gehabtt.


Nach der mahlzeitt, habe ich den
Hollsteinischen hofmeister, den von Bützaw,
in gnaden dimittiret, weil er zu eilen.


Cum sorore & duabus filiabus16, nachmittags
zur kirchen, in des Diaconj, predigtt.


heütte, am Sontag, Esto mihi, ists
iährig, daß wir, vor 27 iahren, zu Arns-
pörck, in hollstein, beylager gehalten.
Gott seye dangk vor seine gnade!
undt väterliche heimsuchungen! Er helfe
uns ferrner überwinden! perge

|| [[Handschrift: 424r]]


Die avisen, von Erfurdt, geben.


Daß die holländer, mit dem Parlament von
Engellandt, noch nicht einig, undt große auß-
rüstungen, zu waßer thun, da dann im haagen
ein überschlag, ist gemacht worden, wie stargk
Sie aufm Nohtfall, zur See kommen köndten?
Da sich dann befunden, das sie itzo, 172 Schiffe,
in der See an der handt haben, deren, daß geringste
24 Stück geschütz führet inngleichem seindt noch
80 ihrer Schiffe, in andern landen. Dennemargk
undtb gibt 54 Schiffe, vermöge der alliance,
innerhalb 4 Monath, können Sie noch, 100 Schiffe
zu 30 Stügken, bawen, undt außrüsten, undt
wann die herren Staaden wollen repreßalien
ertheilen, So erbieten sich die Amsterdammer
200 Schiffe, in die See, zu bringen, undt die
Admiralitet vermeinet, in zeit der noht,
ebenfalß über 900 Schiffe, zu lifern, welches eine
große Summa, doch geben die waßerkriege,
kurtze kriege, undt seindt die Schlachten,
am schrecklichsten, weil kein außreißen gilt.


Jn Frangkreich, macht sich, der Düc d'Orle-
ans, formidable, stärgket sich, mit völgkern,
Städten, undt ländern, so vom Könige abfallen.
Die Printzen, haben guten succeß!

|| [[Handschrift: 424v]]


Der Kayserliche Legat, herr Vollmar, tröstet noch zu
Frangkfurth wol, wegen evacuation der
Festung, Frangkenthal, wo geldt vorhanden?
Nun haben sich 40000 ReichsthalerRthlr: bahr, zu
Frangkfurth, befunden, so dem Kayserlichen
pfenningmeister, bezahlet ist, undt sol
ia die Kayserliche ordre, zur evacuation da sein.
Gott gebe verlangten effect!


Waß den ReichsTag anlanget, So
wollen die Churfürsten difficultiren,
die Stimmen, auf des Kaysers Sohn, zum
Römischen Könige, zu geben. Der Kayser
aber, will es versichert sein, ehe er den
ReichsTag außschreibet.


Anstatt des Churfürsten von Trier, so
verstorben, hat der Coadiutor, herr von
der Leye die Regierung, numehr angetretten.


Der Churfürst von Cölln, befindet sich, an
itzo, zu hildeßheim, hat im Staat Cölln,
dem Printzen von Lottringhen, die Regierung interim
aufgetragen.c Die Venezianer, haben
bißhero, gut glück wieder den Türgken, gehabt,
auch ihre leütte, wol bezahlt, kriegen zu fall.


Textapparat
a Danach hat Christian II. eine größere Lücke gelassen, in die er vermutlich den Ortsnamen nachtragen wollte. Abkürzung nicht auflösbar.
b Danach hat Christian II. eine größere Lücke gelassen.
c Danach hat Christian II. eine größere Lücke gelassen.

Kommentar
1 Vielleicht meint Christian II. das Duell zwischen Jacques de Saulx, comte de Tavannes und Brandelis Goyon de la Moussaye, comte de Saint-Quentin, bei dem Letztgenannter den Tod fand.
2 Personen nicht ermittelt.
3 Person nicht ermittelt.
4 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
5 Os 14.
6 Personen nicht ermittelt.
7 Zitat aus Petrarca: Triumphi, S. 546, Z. 21.
8 Iob 7,1.
9 Person nicht ermittelt.
10 Zitat nach Ov. met. 3,136f. (ed. Fink 2004, S. 128f.)
11 1. Io 3,1-4.
12 Personen nicht ermittelt.
13 Mt 6,10.
14 In Betracht kommen hierfür die Söhne Johann Christian und Gottfried.
15 Iob 7.
16 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
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abandonniren
verlassen, zurücklassen
abandonniren
aufgeben
abandonniren
im Stich lassen
Abendhochzeit
abends stattfindende (bescheidenere) Hochzeitsfeier
admittiren
gestatten, zulassen
Alteration
Aufregung, Ärger
Alteration
Veränderung (zum Schlimmeren)
anpräsentiren
etwas oder jemanden eindringlich anbieten
arriviren
ankommen, eintreffen
avanciren
vorrücken (im militärischen Sinne)
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Balbier
Barbier
bandisiren
verbannen
bandisiren
ächten
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Blaufuß
Würgfalke
Calixtiner
Anhänger des lutherischen Theologen und Irenikers Georg Calixt(us) (1586-1656).
Calumnie
falsche Beschuldigung, Verleumdung
caressiren
umschmeicheln
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
Commercien
Handelsgeschäfte
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
Conspirant
Verschwörer
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
copuliren
trauen, verheiraten
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
differiren
verschieben
Difficultet
Schwierigkeit
difficultiren
erschweren
difficultiren
ablehnen, kritisieren
difficultiren
sich widersetzen
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
Döckchen
Püpplein
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Estomihi
letzter Sonntag vor der Passionszeit (siebter Sonntag vor Ostern)
exagitiren
aufregen, reizen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Expectanz
Anwartschaft bzw. Aussicht auf etwas
Fluß
Katarrh (Entzündung der Schleimhäute)
Fluß
Rheuma, Gicht
foviren
warm halten, begünstigen
Fuder
Raum- und Hohlmaß
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
genungsam
genügend, hinreichend
Harkebüsade
Hinrichtung mit der Hakenbüchse, standrechtliche Erschießung
Hofbalbier
Hofbarbier
Humor
Laune, Stimmung
Humor
Wesen, Naturell
Humor
Gesinnung
important
bedeutend, wichtig
incarceriren
einkerkern
inflammiren
entzünden
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
machiniren
intrigieren, etwas anzetteln
mainteniren
(sich) behaupten
mainteniren
in Stand und Ordnung halten
mutiniren
meutern
mutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
observiren
einhalten, beachten
Offizie
Amt, Dienst
ominiren
prophezeien
Pacification
Beilegung von Streitigkeiten, Befriedung
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
Pasquillenmacher
Verfasser einer Schmähschrift
Practike
Intrige, List, schädliche Handlung
präsagi(i)ren
mutmaßen, ahnen, voraussagen
Promeße
Versprechen
Promiß
Versprechen
promittiren
versprechen, zusagen
queruliren
(meist ohne Grund oder wegen Nichtigkeiten) klagen
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
redimiren
freikaufen, loskaufen
Reformation
Abdankung (auch Neugliederung) von Truppen
Reformation
Wiederherstellung von als bewährt, authentisch besser empfundenen Gegebenheiten mit dem Ziel der Verbesserung bestehender Vehältnisse
reformiren
(Truppeneinheiten) abdanken oder neu aufstellen
reformiren
ermahnen, zurechtweisen
removiren
entfernen, absetzen, beseitigen
Repressalie
Recht, sich am Eigentum Fremder für die Nichterfüllung einer Verpflichtung oder die fehlende Wiedergutmachung erlittenen Unrechts schadlos zu halten, auch wenn diese hierfür unmittelbar nicht verantwortlich waren
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
riviren
in einem Gebiet, Revier nach Beute suchen
rottiren
sich in schädlicher Absicht versammeln oder verbinden
Schiffarmada
Kriegsflotte
Schnapphahn
Strauchdieb, Wegelagerer, Räuber
Secours
Entsatz, Hilfe
seltsam
selten, unhäufig, bemerkenswert
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
Speranz
Hoffnung
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
stürzen
brechen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Travaglie
Mühe, Qual, Arbeit
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
traversiren
durchkreuzen, hintertreiben
traversiren
quer durch etwas gehen
traversiren
durchqueren (auch im Zickzackkurs gegen den Wind segeln)
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
Trompter
Trompeter
Überfall
Einsturz
unreimisch
albern, närrisch, toll, töricht
usurpiren
benutzen, gebrauchen, beanspruchen
verehren
schenken
verehren
beschenken
versiren
sich bewegen, sich befinden, schweben
versiren
sich mit etwas beschäftigen, mit etwas umgehen
victorisiren
siegen, siegreich sein
Volk
Truppen
Wartegeld
Überbrückungssold für die Zeit zwischen der Anwerbung und dem Kriegseinsatz
Werbegeld
Mittel zur Anwerbung von Truppen (eventuell Handgeld für neu geworbene Soldaten)
zubüßen
hinzutun
zusammenschießen
gemeinsam beisteuern
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

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Fürst Friedrich Ludwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1619
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Georg Rudolf von Anhalt-Zerbst

geb. 1651
gest. 1652
Anm.: Sohn des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb. 1585
gest. 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Leben in Wittenberg bzw. Oldenburg (1633-1642); seit 1642 Witwensitz in Coswig (Anhalt).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Timoschka Ankudinow
(Pseudo-)Fürst Iwan Schuiski

gest. 1654
Anm.: Aus dem Moskauer Reich geflohener Schreiber, welcher sich als Sohn des verstorbenen Zaren Wassili IV. (1552-1612) ausgab; 1650-1652 Aufenthalte als Thronprätendent am polnischen und schwedischen Königshof; 1652/53 Exil in Schleswig-Holstein; 1654 Hinrichtung in Moskau.
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gräfin Anna Elisabeth von Bentheim-Steinfurt
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Dessau

geb. 1598
gest. 1660
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1617-1632 Ehe mit Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt (1584-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Berndt (1)

Anm.: Um 1652 Ehefrau des fürstlichen Bediensteten Johann Berndt.
N. N. Berndt (2)

geb. 1652
Anm.: Sohn des fürstlichen Bediensteten Johann Berndt.
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Matthias von Biedersee

geb. 1601
gest. 1664
Anm.: Sohn des Georg von Biedersee (gest. 1606); Erbherr auf Ilberstedt; langjähriger Kriegskommissar des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Aufseher über die Ämter des Teilfürstentums Anhalt-Köthen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Niederlegende").
John Bingham

geb. 1613
gest. 1673
Anm.: General der Parlamentsarmee im Englischen Bürgerkrieg; 1645-1659 Mitglied des House of Commons; 1651-1660 Gouverneur von Guernsey.
Hubert Bleymann

gest. 1657
Anm.: Um 1651 bis vermutlich 1657 kaiserlicher Reichspfennigmeister.
Bodo von Bodenhausen

geb. 1603
gest. 1636
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); 1627 Begleiter des Fürsten Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632) nach Wien; 1630/31 kaiserlicher Rittmeister unter diesem; 1632 Rittmeister unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); später bis 1635 kursächsischer Obristleutnant; seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hübsche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Böhme

geb. 1610
gest. 1659
Anm.: Sohn des Oberauer, dann Peritzer Pfarrers Jakob Böhme (1565-1627); 1645-1655 Apotheker in Bernburg; 1655 Übersiedlung nach Zerbst.
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Brandenburg, Haus
Kurfürsten von Brandenburg
Markgrafen von Brandenburg

Anm.: Seit 1415 reichsfürstliche Dynastie der Hohenzollern.

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Georg von Bützow

gest. 1666(?)
Anm.: Sohn des Christoph von Bützow zu Poppendorf; um 1652 Hofmeister der Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf (1619-1661) in Eutin.
Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Goldbeck, Buckow, Oberstorf und Groß-Machenow; ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise Verbannung als Kommandant nach Küstrin (Oktober 1638); 1642-1652 Geheimer Rat und erster Minister, kurfürstlicher Oberkammerherr (Oberkämmerer) und Oberkommandant aller kurmärkischen Festungen; Johanniterkomtur zu Lagow; ab ca. 1651 Dompropst in Halberstadt; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

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Georg Calixt(us)
Georg Calissen

geb. 1586
gest. 1656
Anm.: Sohn des Medelbyer Pfarrers Johann Callisen, genannt Calixtus (1539-1618); Studium der Philosophie (1603-1607, Mag. phil.) und Theologie (1607-1609) in Helmstedt; 1609-1613 Studienreise durch Deutschland, die Niederlande, England und Frankreich; seit 1614 Professor für Theologie und 1616 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Helmstedt; seit 1636 Abt von Königslutter; bedeutendster lutherischer Ireniker des 17. Jahrhunderts.

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Jacob Cats

geb. 1577
gest. 1660
Anm.: Sohn des Adriaen Corneliszoon Cats in Brouwershaven; Herr von Wulpen und Finningly; Studium in Leiden und Orléans (Dr. jur.); Anwalt in Middelburg und im Haag; 1621-1623 Pensionär von Middelburg; 1623-1636 Pensionär von Dordrecht; 1629-1631 und 1636-1651 Ratspensionär von Holland sowie Mitglied der niederländischen Generalstaaten; 1651/52 außerordentlicher Gesandter in London; daneben Tätigkeit als Dichter; 1627 Nobilitierung.

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Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Christian III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian III. von Schleswig-Holstein

geb. 1503
gest. 1559
Anm.: Sohn des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen (1471-1533); seit 1534 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Adam Georg Gans zu Putlitz

geb. 1590
gest. 1660
Anm.: Sohn des Philipp Gans zu Putlitz (gest. 1603); Erbherr auf Putlitz, Wolfshagen und Wittenberge in der Prignitz; kurbrandenburgischer Geheimer Rat (ab 1640), Obermarschall (1640-1652), Obrist und Oberkämmerer (1652-1660); seit 1652 zudem Dompropst in Brandenburg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 559.
Kaspar von Gengel

geb. 1607
gest. 1659
Anm.: Geboren in Österreich; spätestens seit 1648 Hofmeister, zuletzt Geheimer Rat und Hofmarschall des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).
Brandelis Goyon de la Moussaye
Comte Brandelis de Saint-Quentin

gest. 1651
Anm.: Um 1651 Quartiermeister des régiment de Bourgogne; Tod im Duell mit Jacques de Saulx, comte de Tavannes.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Ursula Haug
Ursula Hugk

Anm.: Zunächst Waschmagd; um 1652 Ehefrau des fürstlichen Trompeters Zacharias Haug in Bernburg.
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
James Heane

gest. 1655
Anm.: Parlamentischer General im Englischen Bürgerkrieg, 1651-1654 Gouverneur von Jersey.
Philippe-Philibert de Herissem

gest. 1681
Anm.: Sohn des Louis de Herissem (gest. 1647); kurbayerischer Obristwachtmeister (um 1645) und Obrist (1649); bis 1649 Stadtkommandant in Heidelberg; danach kurmainzischer Rat und Oberstallmeister in Würzburg; zudem bambergischer und würzburgischer Obrist; ebenso Oberamtmann von Klingenberg und Volkach; 1658 Erhebung in den Freiherrenstand.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Georg Simon Hesius

geb. 1641
gest. 1711
Anm.: Sohn des Bernburger Schulrektors und Diakons Andreas (1) Hesius (1610-1693); 1671-1674 Pfarrer in Waldau; 1674-1681 Diakon an St. Marien zu Bernburg; 1681-1682 Diakon, 1682-1696 Archidiakon und 1696-1711 Pastor an St. Nikolai in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.
Landgraf Friedrich von Hessen-Darmstadt
Bischof Friedrich von Breslau

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1637 Konversion in Rom zum katholischen Glauben sowie Eintritt in den Malteser- und Johanniter-Orden; ab 1638 Coadjutor des Johanniterpriors für Deutschland; um 1640 Admiral der Malteser-Flotte; seit 1648 Großprior der Malteser für Ober- und Niederdeutschland in Heitersheim; ab 1652 Kardinal; 1668-1671 Domdechant und seit 1671 Bischof von Breslau; ab 1675 zudem Landeshauptmann von Ober- und Niederschlesien.

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Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

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Landgräfin Hedwig Sophia von Hessen-Kassel
Geburtsname: Markgräfin Hedwig Sophia von Brandenburg

geb. 1623
gest. 1683
Anm.: Tochter des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); 1649-1663 Ehe mit Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel (1629-1663); 1663-1677 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihre unmündigen Söhne Wilhelm VII. (1651-1670) und Karl (1654-1730).

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Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg
Landgraf Hermann von Hessen-Kassel

geb. 1607
gest. 1658
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Koadjutor des Stifts Hersfeld; seit 1622 Propst des hersfeldischen Klosters Petersberg; ab 1627 Titularlandgraf von Hessen-Rotenburg unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fütternde").

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N. N. Illmer

Anm.: Um 1652 Hausbesitzer in Bernburg.
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb. 1578
gest. 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Leopold I.
König Leopold I. von Böhmen
König Leopold I. von Ungarn
Erzherzog Leopold V. von Österreich

geb. 1640
gest. 1705
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand III. von Österreich (1608-1657); ab 1655 König von Ungarn; seit 1656 König von Böhmen; ab 1657 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1658 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1654 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Jakob Kettler
Herzog Jakob von Kurland und Semgallen

geb. 1610
gest. 1682
Anm.: Sohn des Wilhelm Kettler, bis 1615 Herzog von Kurland und Semgallen (1574-1640); 1615-1621 Erziehung am kurfürstlichen Hof in Berlin; ab 1638 Mitregent im Herzogtum Kurland und Semgallen; seit 1642 regierender Herzog von Kurland und Semgallen.

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Thomas (2) von dem Knesebeck

geb. 1594
gest. 1658
Anm.: Sohn des Thomas von dem Knesebeck (1559-1625); Erbherr auf Tylsen; ab 1618 kurbrandenburgischer Kammergerichtsrat; 1626-1646 Landeshauptmann der Altmark und Kreiskommissar; seit 1646 Direktor der Amtskammer in Cölln/Spree und kurbrandenburgischer Wirklicher Geheimer Rat; ab 1651 Interimsvorsitzender des Kammergerichts; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Emsige").

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Anna Dorothea von Knoch(e)
Geburtsname: Anna Dorothea von Freyberg

geb. 1613
gest. 1677
Anm.: Tochter des Ernst von Freyberg (1578-1626); Kammerjungfer der Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen (1599-1654); seit 1652 Ehe mit Christian Ernst von Knoch (1608-1655); vgl. Johann Sachse: Christ-Adeliches Ehren-Gedächtniß Der HochEdelgebohrnen/ HochEhr- und Tugendsamen Frauen Annen Dorotheen/ Gebohrnen von Freyberg/ [...], Köthen 1677, Bl. K r-Lij r.

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Hans Kornführer

Anm.: Um 1651/54 Visionen habender Bürger in Zerbst.
Stefan Koryciński

geb. ca. 1617
gest. 1658
Anm.: Sohn des Mikołaj Koryciński (1586-1637); ab 1651 Starost von Wolbrom, Oświęcim, Warschau, Kowal und Ojców; Unterkronkanzler (1652) und Großkronkanzler (seit 1652) des Königreiches Polen.

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Johann Kothe

gest. 1696
Anm.: Seit Januar 1651 füstlicher Prinzen-Kammerdiener in Bernburg; spätestens 1662 Stadtschreiber und zuletzt Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
N. N. Krahn

Anm.: Dr., um 1652 vermutlich Hausbesitzer in Dresden.
Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

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Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Michael Lausch(e)

Anm.: Um 1652 vermutlich fürstlicher Bote.
Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

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Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Herzog Nikolaus II. Franz von Lothringen und Bar
Bischof Nikolaus Franz von Toul

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); 1624-1634 Bischof von Toul; seit 1627 Kardinal; 1634 regierender Herzog von Lothringen und Bar anstelle seines Bruders Karl IV. (1604-1675), noch im gleichen Jahr Flucht und anschließend Leben im Exil; 1648 Rückkehr in den geistlichen Stand; 1654-1659 Oberbefehlshaber der lothringischen Armee.

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Johann Lorenz von Lucke

gest. 1684
Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Kaspar von Lucke (gest. 1655?); seit 1651 Erbherr auf Waldau; schwedischer Obristleutnant.
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Fulgenzio Micanzio
Fulgentius, Frater

geb. 1570
gest. 1654
Anm.: Geboren in Passirano; früher Eintritt in den Servitenorden; theologische Klosterausbildung in Brescia und Venedig; 1597-1600 Lehrer für Theologie am Kloster Santa Maria del Monte in Vicenza; 1600-1606 Dozent für Theologie in Bologna; 1606-1623 Sekretär des obersten venezianischen Theologen Paolo Sarpi (1552-1623); daneben 1609/10 auch Tätigkeit für Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) in Venedig; seit 1623 oberster Theologe der Republik Venedig.

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Earl John of Middleton

geb. ca. 1608
gest. 1674
Anm.: Sohn des Robert Middleton of Caldhame; zunächst Kriegsdienst in Frankreich; bis 1648 militärische Kommandos im Dienst der schottischen Covenanters und des englischen Parlaments; 1648-1654 royalistischer Offizier; 1655-1660 im Exil mit der königlichen Familie; seit 1656 1st Earl of Middleton; 1660-1663 Commander in chief der Armee in Schottland; 1661/62 zudem Lord High Commissioner to the Parliament of Scotland; 1663-1668 Governor of Rochester Castle; seit 1670 Governor of English Tangier.

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Alvise Mocenigo
Leonardo Mocenigo

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Mocenigo; ab 1609 Mitglied des Maggior Consiglio; 1613-1615 Provveditore e Capitano a Legnago; 1621/22 Provveditore e Capitano della flottiglia di fuste del Lago di Garda; 1622/23 Provveditore ad Asola; später u. a. Provveditore sopra Danari (1633/34, 1637/38 und 1640/41), Provveditore alle Fortezze e Governatore di galea grossa (1638/39) und Kommandant einer Galeere (1645/46); 1646/47 Provveditore generale delle Tre Isole; 1647/48 Provveditore generale in Candia; 1648-1651 und seit 1653 Capitano generale da Mar.

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Paulus van de Perre

geb. ca. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des Adriaan van de Perre (gest. 1618); 1636/37 und 1639 Schöffe, 1638 und 1641-1644 Rat, 1638 und 1643 Tresorier, 1640 Bürgermeister, 1645-1651 Sekretär und seit 1650 Pensionär der Stadt Middelburg; 1651/52 und 1653 außerordentlicher niederländischer Gesandter in England.

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Schah Abbas II. von Persien

geb. 1633
gest. 1668
Anm.: Sohn des persischen Schahs Safi I. (1611-1642); 1642-1666 Schah von Persien.

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Francesco Petrarca

geb. 1304
gest. 1374
Anm.: Sohn des Arezzoer Notars Pietro di Parenzo, genannt Petracco/Patraca; italienischer Dichter und Mitbegründer des Renaissance-Humanismus; abgebrochenes Jurastudium in Montpellier (1316-1320) und Bologna (1320-1323); seit 1326 Leben in Avignon, Fontaine-de-Vaucluse, Mailand, Venedig und Arquà; 1341 Krönung zum poeta laureatus auf dem Kapitol in Rom.

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Pfalzgraf Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld

geb. 1591
gest. 1669
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Karl I. von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1560-1600); ab 1600 regierender Landesfürst von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Andere").

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Pfalzgraf Friedrich Ludwig von Pfalz-Zweibrücken
Pfalzgraf Friedrich Ludwig von Pfalz-Zweibrücken-Landsberg

geb. 1619
gest. 1681
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Friedrich Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Landsberg (1585-1645); 1645-1661 regierender Landesfürst von Pfalz-Zweibrücken im Amt Landsberg; seit 1661 Regent des gesamten Fürstentums Pfalz-Zweibrücken.

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Pfalzgraf Friedrich von Pfalz-Zweibrücken
Pfalzgraf Friedrich von Pfalz-Zweibrücken-Veldenz

geb. 1616
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann II. von Pfalz-Zweibrücken (1584-1635); seit 1635 regierender Landesfürst von Pfalz-Zweibrücken; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Artige").

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Hans Pfannenschmidt

Anm.: Um 1652 Bauer in Baalberge.
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Prinz Johann Sigismund von Polen

geb. 1652
gest. 1652
Anm.: Sohn des Königs Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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Hieronim Radziejowski

geb. 1612
gest. 1667
Anm.: Sohn des Stanisław Radziejowski (1575-1637); Starost von Łomża (1637-1652), Kamionek (1642-1652) und Solecki (1650-1663); 1637-1650 Vorschneider der Königin Marie Louise von Polen (1611-1667); 1650-1652 Unterkronkanzler des Königreiches Polen; 1652-1662 nach Verbannung wegen Majestätsbeleidigung Exil in Schweden; 1656-1660 in schwedischer Haft; 1662 Begnadigung durch den polnischen Sejm; 1667 Woiwode von Livland und polnischer Gesandter im Osmanischen Reich.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Christoph Rieck(e)

geb. ca. 1573
gest. 1640
Anm.: Geboren in Schwäbisch Gmünd; 1614 Bekanntschaft mit dem Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, dem er vor allem auf dessen Reisen diente, u. a. 1622/23 als Kammerdiener und 1633 als Kammermeister; um 1630 Bernburger Hofmaler; später Maler der Fruchtbringenden Gesellschaft.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Matthias (2) von Röder

geb. ca. 1630/35
gest. 1652(?)
Anm.: Vermutlich Sohn des Harzgeröder Adligen Ernst Dietrich von Röder (ca. 1608-1686).
Reinhold (2) von Rosen
Der Gute

geb. 1604/05
gest. 1667
Anm.: Sohn des Otto von Rosen (gest. nach 1638) auf Gresten (Linie Groß-Roop); Erbherr auf Ninigal, Bollweiler und Dettweiler; um 1621 Page am Stockholmer Hof; spätestens ab 1631 schwedischer Obrist, zuletzt unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1639 einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen (1639-1647) und später schwedischen Diensten als Generalmajor und Obrist; um 1649 französischer Lieutenant-général und Kriegsrat; ab 1652 Kommandant im Elsass.

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Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Christian Sachse

gest. 1652
Anm.: Sohn des Köthener Superintendenten und Konsistorialrats Daniel Sachse (1596-1669).
Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

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Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb. 1603
gest. 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer Obrist (1632/33) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg und Sachsen-Coburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen-Altenburg-Coburg
Prinzessin Magdalena Sibylla von Dänemark und Norwegen
Geburtsname: Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen

geb. 1617
gest. 1668
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1634-1647 erste Ehe mit Kronprinz Christian von Dänemark und Norwegen (1603-1647); ab 1652 zweite Ehe mit Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gütige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Eleonora Dorothea von Sachsen-Weimar
Geburtsname: Fürstin Eleonora Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1602
gest. 1664
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1625-1662 Ehe mit Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); seit 1619 Gründungsmitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Demütige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

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Paolo Sarpi
Geburtsname: Pietro Sarpi

geb. 1552
gest. 1623
Anm.: Sohn eines venezianischen Kaufmanns Francesco Sarpi; jesuiten- und papstkritischer Theologe und Historiker; 1566 Eintritt in den Servitenorden unter Annahme des Namens Paolo; ab 1575 Lesemeister; seit 1579 venezianischer Ordensprovinzial; ab 1587 Generalprokurator des Ordens; seit 1606 oberster Theologe der Republik Venedig.

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Jacques de Saulx de Tavannes
Comte Jacques de Tavannes

geb. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Kapitänleutnants Claude de Saulx-Tavennes, Comte de Buzançais (gen. Comte "de Tavannes") (gest. 1638); in französischen Militärdiensten als Maréchal des camps et armées du roi (1645) und Lieutenant-général des armées du roi (1651); 1653 Abschied und Rückzug auf seine Güter.

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Graf Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein

geb. 1601
gest. 1657
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig II. zu Sayn-Wittgenstein (1571-1634); ab 1630 in schwedischen Diensten; 1633/34 Mitgliedschaft im Consilium formatum des Heilbronner Bundes; später in hessisch-kasselischen Kriegsdiensten; 1645-1648 Leiter der kurbrandenburgischen Delegation bei den Westfälischen Friedensverhandlungen; seit 1645 auch kurbrandenburgischer Geheimer Rat; 1647 Belehnung mit der Grafschaft Hohenstein; ab 1649 kurbrandenburgischer Statthalter im Fürstentum Minden und in der Grafschaft Ravensberg; seit 1651 regierender Graf zu Sayn-Wittgenstein; ab 1655 auch Statthalter in der Kurmark; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 568f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie
Gerard Schaep

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: 1638-1647 Mitglied des Stadtrats von Amsterdam und ab 1649 des Rechnungshofes von Holland; 1651/52 außerordentlicher Gesandter der Generalstaaten in England.
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Hans Heinrich (von) Schlegel

geb. 1624
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lokkende").
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

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Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Julia Felizitas von Württemberg-Weiltingen

geb. 1619
gest. 1661
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); 1640-1653 Ehe mit Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1653 Ehescheidung auf dessen Initiative; nach 1636 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Dankbare").
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Hans Schuster
Hans Schuester

Anm.: Geboren in Gemünden am Main; Bürger und Böttchermeister in Bernburg; seit 1650 zugleich fürstlicher Hofböttcher in Bernburg (noch 1655).
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Katharina Sekyrka von Sedschitz
Kateřina Sekerka ze Sedčic
Geburtsname: Katharina Audrzky von Audritz
Geburtsname: Kateřina Údrcký z Údrče

gest. 1656
Anm.: Erste Gemahlin des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658).
Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
N. N. (von) Steinbach (5)

Anm.: 1652 als junger Sendbote aus Kranichfeld in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Gottfried Theopold

geb. 1636
gest. 1699
Anm.: Sohn des Nathoer Pfarrers Konrad Theopold (1600-1651).
Johann Christian Theopold

geb. 1633
gest. 1706
Anm.: Sohn des Nathoer Pfarrers Konrad Theopold (1600-1651); Universitätssekretär zu Frankfurt a. d. Oder.
Isaak Volmar

geb. 1582
gest. 1662
Anm.: Sohn des württembergischen Vogts Abraham Volmar in Streußlingen; 1599 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Tübingen; 1606-1613 Professor für Rhetorik und 1613-1615 Advokat in Freiburg im Breisgau; ab 1615 im Dienst und seit 1621 Kanzler der vorderösterreichischen Landesregierung in Ensisheim im Elsaß; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; nach 1627 zeitweise im Dienst des ebenfalls konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); ab 1630 Reichshofrat; 1632-1642 Präsident der Innsbrucker Hofkammer; 1638 Kommandant die Rheinfestung Breisach; kaiserlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster (1643-1649), auf dem Reichstag in Regensburg (1653/54) und auf dem Deputationstag in Frankfurt/Main (1656); 1649 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Graf Maximilian von Waldstein
Graf Maxmilián z Valdštejna

geb. 1598
gest. 1655
Anm.: Sohn des Adam d. J. von Waldstein (1569-1638); zunächst in spanischen Kriegsdiensten; kaiserlicher Obrist (ab 1620), Generalwachtmeister und Oberbefehlshaber von Prag; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer, 1627-1651 Oberststallmeister und ab 1651 Oberstkämmerer von Erzherzog bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); seit 1647 Geheimer Rat; 1628 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Matthäus d. J. von Wesenbeck

geb. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Anastasius Wesenbeck (1569-1606); 1622-1627 Studium der Rechte; ab 1630 Rat bei der neumärkischen Regierung; seit 1639 kurbrandenburgischer Kriegs-, Hof- und Kammergerichtsrat; zudem mehrmals Gesandter, u. a. für den brandenburgischen Teil von Pommern auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), dem Reichsdeputationstag in Frankfurt/Main (1643-1645), dem Westfälischen Friedenskongress in Osnabrück (1645-1648), bei den Nürnberger Exekutionsverhandlungen (1649/50) und dem Reichstag von Regensburg (1653/54); ab 1651 Kanzler des Fürstentums Minden; seit 1655 Wirklicher Geheimer Rat in Cölln; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fähige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

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Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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N. N. von Wulfsdorf

Anm.: Um 1652 königlich-dänische Kammerjungfer.
Ahrensbök
weiterführende Informationen
Altenburg
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Braunschweig
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Dumbarton
weiterführende Informationen
Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
weiterführende Informationen
Elsass
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Eutin
weiterführende Informationen
Florenz (Firenze)
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Gernrode, Stift
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Gotha
weiterführende Informationen
Graz
weiterführende Informationen
Guernsey, Insel
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heilbronn
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hildesheim
weiterführende Informationen
Hilpoltstein
weiterführende Informationen
Hinterpommern, Herzogtum (Brandenburgisch Pommern)
weiterführende Informationen
Hoym, Amt
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Jersey, Insel
weiterführende Informationen
Kaiserslautern
weiterführende Informationen
Kleve
weiterführende Informationen
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kranichfeld
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Kreuznach, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Vorderen Grafschaft Sponheim.
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Le Havre
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Levante
weiterführende Informationen

Anm.: Östlicher Mittelmeerraum.
Livorno
weiterführende Informationen
Löbejün (Wettin-Löbejün)
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Mellrichstadt
weiterführende Informationen
Mesopotamien
weiterführende Informationen
Modena
weiterführende Informationen
Moldau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Neustadt an der Saale (Bad Neustadt an der Saale)
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Niederlausitz, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Oberlausitz, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Ostfriesland
weiterführende Informationen
Parma
weiterführende Informationen
Pfalz-Simmern, Fürstentum
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Poitiers
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Preußen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Reval (Tallinn)
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
's-Hertogenbosch
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schleswig-Holstein-Gottorf, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, (Titular-)Herzogtum
Schmalkalden
weiterführende Informationen
Schortewitz
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweinfurt
weiterführende Informationen
Sluis
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stuttgart
weiterführende Informationen
Syrien, Ejalet
weiterführende Informationen

Anm.: Verwaltungseinheit des Osmanischen Reichs.
Tambach (Tambach-Dietharz)
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
Thüringen
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Virginia, Kolonie
weiterführende Informationen
Vorpommern, Herzogtum (Schwedisch Pommern)
weiterführende Informationen
Walachei, Fürstentum
weiterführende Informationen
Walternienburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Barby.
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Wesel
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wilsleben
weiterführende Informationen
Würzburg
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Admiralität von Amsterdam (Admiraliteit van Amsterdam)
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1586 gegründete und größte der fünf Admiralitäten der Vereinigten Niederlande.
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Parlement de Bordeaux
weiterführende Informationen
Parlement de Bretagne (Parlement de Rennes)
weiterführende Informationen
Parlement du Dauphiné (Parlement de Grenoble)
weiterführende Informationen
Parlement de Dijon
weiterführende Informationen
Parlement de Metz
weiterführende Informationen
Parlement de Navarre et de Béarn (Parlement de Pau)
weiterführende Informationen
Parlement de Normandie (Parlement de Rouen)
weiterführende Informationen
Parlement de Paris
weiterführende Informationen
Parlement de Provence (Parlement d'Aix)
weiterführende Informationen
Parlement de Toulouse
weiterführende Informationen
Pommern, Landstände
Universität Jena, Theologische Fakultät
weiterführende Informationen
Universität Leipzig, Theologische Fakultät
weiterführende Informationen
Universität Wittenberg, Theologische Fakultät
weiterführende Informationen
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Metamorphosen. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2004. [Nachweis im GVK]
Francesco Petrarca: Triumphi = Triumphe, in: Das lyrische Werk: italienisch und deutsch, übers. von Karl Förster / Hans Grote, Düsseldorf/Zürich: 2002, S. 543-673. [Nachweis im GVK]