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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: März 1652


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 425r-446r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. März 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Regen am Abend
  • Wirtschaftssachen
  • Ausritt des jüngsten Sohnes Karl Ursinus mit den Pferden
  • Korrespondenz
02. März 1652
Bernburg
  • Schnee und Wind
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Zwei Träume
  • Sturmschäden
03. März 1652
Bernburg
  • Frost
  • Kirchgang zum Bettag
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Dachsjagd
  • Ladislaus Pribik Sekyrka als Mittagsgast
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
04. März 1652
Bernburg
  • Frost
  • Hasenjagd
  • Erkrankung der Töchter Ernesta Augusta und Anna Sophia
  • Abreise von Gemahlin Eleonora Sophia mit den Töchtern Eleonora Hedwig und Angelika nach Magdeburg
  • Administratives
  • Leibarzt Dr. Levin Fischer und der Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgäste
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
05. März 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Administratives
  • Nachrichten
  • Besserung der Gesundheit von Ernesta Augusta und Anna Sophia
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Vogellieferung aus Eichenzell
  • Gespräch mit dem Amtmann Georg Reichardt
06. März 1652
Bernburg
  • Gespräch mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Bauchschmerzen von Ernesta Augusta
  • Korrespondenz
  • Besuch durch den zum reformierten Glauben konvertierten früheren Benediktiner Johann Ernst Müller
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr der Gemahlin mit Eleonora Hedwig und Angelika aus Magdeburg
07. März 1652
Bernburg
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Korrespondenz
  • Helena von Rindtorf, Dr. Fischer, Sekyrka, der Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf, der Kammermeister Tobias Steffeck und der Ballenstedter Diakon Johann Abraham Menzelius als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Entsendung des Kammerjunkers und Stallmeisters Abraham von Rindtorf nach Ballenstedt
08. März 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Windiges Wetter
  • Erfolgreiche Behandlung von Ernesta Augusta durch Dr. Fischer
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr des ältesten Sohnes Viktor Amadeus von seiner Kavalierstour
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
09. März 1652
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Traum
  • Beobachtung von Karl Ursinus beim Lernen
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Reisebericht durch Viktor Amadeus
10. März 1652
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Ankunft des Hallenser Kaufmannes Johann Senf
  • Früherer Page Ernst Gottlieb von Börstel, Sekyrka und der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Kammerdieners Ludwig Röber aus Magdeburg
  • Nachrichten
  • Wirtschaftssachen
11. März 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Windiges Wetter
  • Beschäftigung
  • Wirtschaftssachen
  • Ausritt von Karl Ursinus nach Baalberge und Weddegast
  • Ankunft des Hofrats Christoph von Jena
12. März 1652
Bernburg
  • Anzapfung des geschenkten Weins aus Würzburg
  • Erkrankung von Schwester Dorothea Bathilde und Steffeck
  • Beratungen mit Jena
  • Spaziergang bei Regen
  • Wirtschaftssachen
13. März 1652
Bernburg
  • Traum
  • Weitere Beratung mit Jena
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Erneute Erkrankung von Ernesta Augusta
  • Rückkehr von Jena und Dr. Fischer aus Plötzkau sowie des Wundarztes aus Leipzig
  • Besserung der Gesundheit von Steffeck
14. März 1652
Bernburg
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Frau von Rindtorf, Sekyrka, der Diakon Menzelius, Steffeck, Dr. Fischer und Jena als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Unwohlsein von Ernesta Augusta und Dorothea Bathilde
  • Wirtschaftssachen
15. März 1652
Bernburg
  • Morgenfrost
  • Mondfinsternis vor Sonnenaufgang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Hochwasser durch Quellen
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit Gottlieb Bährenreutter, dem Diakon Bartholomäus Jonius und Jena
  • Medizinische Ratschläge durch Dr. Fischer zur Mondfinsternis
  • Besuch durch den früheren Hofjunker Christoph Wilhelm Schlegel
  • Geldangelegenheiten
  • Korrespondenz
16. März 1652
Bernburg
  • Hasen- und Rebhühnerjagd
  • Administratives
  • Besuch durch den durchreisenden französischen Lautenisten Josué de Béthune
  • Gespräch mit Jena
  • Wirtschaftssachen
  • Ankunft des Abgesandten Wurmb aus Kranichfeld
  • Abschied von Schlegel
17. März 1652
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Dr. Fischer, Sekyrka und Jena als Mittagsgäste
  • Wirtschaftssachen
  • Beichte durch die Gemahlin und einige Töchter beim lutherischen Pfarrer Otto Gise aus Alsleben
  • Abschied von Jena
18. März 1652
Bernburg
  • Morgenfrost
  • Abreise von Jena und Dr. Fischer
  • Nachrichten
  • Lutherischer Abendmahlsempfang durch die Gemahlin und vier Töchter
  • Stephan Hermann von Schkölen als Mittagsgast
  • Wirtschaftssachen
19. März 1652
Bernburg
  • Dichter Morgennebel
  • Administratives
  • Gespräch mit Reichardt
  • Besserung der Gesundheit des Pagen Christian Wilhelm von Wartensleben
  • Besuch durch Marggraf
  • Nachmittagsspaziergang bei schönem Wetter
  • Wirtschaftssachen
  • Starke Erkrankung von Ludwig
20. März 1652
Bernburg
  • Vogeljagd
  • Korrespondenz
  • Gestrige Rückkehr von Dr. Fischer aus Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Ballenstedter Geld- und Lebensmittellieferung
  • Spaziergang bei schönem Wetter
21. März 1652
Bernburg
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Hofprediger Menzelius, Sekyrka, der Diakon Menzelius, Steffeck, Ludolf Lorenz von Krosigk und Dr. Mechovius als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Abschied von Krosigk und dem früheren Hofjunker Hans Christoph von Witzscher
  • Kollekte für den alten böhmischen Exulanten Johann Theodor Sixtus von Ottersdorf
22. März 1652
Bernburg
  • Morgenfrost
  • Besuch der Gemahlin durch die Witwe Anna Margaretha von Thale
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Hasenjagd
23. März 1652
Bernburg
  • Nachtfrost und windiges Wetter
  • Administratives
  • Gespräch mit Witzscher
  • Wirtschaftssachen
  • Inventarisierung der fürstlichen Kleidungsstücke
24. März 1652
Bernburg
  • Erneuter Nachtfrost sowie windiges Wetter mit Hagel und Schnee
  • Gespräch mit Dr. Fischer
  • Spaziergang nach dem Unwetter
  • Wirtschaftssachen
25. März 1652
Bernburg
  • Wölfe
  • Anhörung zweier Predigten zu Mariä Verkündigung
  • Sekyrka, Steffeck und der Diakon Menzelius als Mittagsgäste
  • Gespräch mit dem Wundarzt
  • Besuch durch Krosigk
26. März 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Wirtschaftssachen
  • Erfolglose Wolfsjagd
  • Gespräche mit dem Küchenmeister Philipp Güder und dem Zerbster Bürger Hans Kornführer
  • Schreiben und Lesen
27. März 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gespräche mit Ludwig und Reichardt
  • Wirtschaftssachen
  • Erfolglose Wolfsjagd
  • Administratives
28. März 1652
Bernburg
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Abreise von Krosigk
  • Frau von Rindtorf, Sekyrka, Steffeck und der Diakon Menzelius als Mittagsgäste
  • Wirtschaftssachen
  • Bitte eines durchreisenden früheren schwedischen Quartiermeisters mit zwanzig "Zigeunern" um Unterkunft
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Seltsame Einfälle der Frauen
29. März 1652
Bernburg
  • Morgenfrost
  • Problemlose Übernachtung der "Zigeuner"
  • Sonnenfinsternis am Vormittag
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
30. März 1652
Bernburg
  • Morgenfrost
  • Abreise von Wartensleben
  • Entsendung von Sekyrka nach Halle (Saale)
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
31. März 1652
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Hofprediger Menzelius als Mittagsgast
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
|| [[Handschrift: 425r]]

Montag den 1. Martij; 1652.

<2 Hasen, von der hatz.>

<Regenwetter zu abends.>


In Oeconomysachen, laboriret.


Meine pferde, undt Carl Ursinus hinauß reitten laßen,
undt hetzen.


Depesche importante, vers Cöhten.
Dieu la vueille fortüner! Ainsy soit il!


Schreiben, von Meiner Schwester, Liebden der hertzoginn
von Mecklenburg auß Schlesien.


Victualien, sonderlich getreydig auß Ballenstedt et cetera[.]
Gott laße die gerste zu Sahmen, wol gedeyen!


Es seindt, 10 wispel Ballenstedter maßes, welche
ich, von Hans Ernst Börstel erkauffe, undt ieden Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:
gersten, mit 19 ReichsthalerRthlr: bezahlen muß.
Autrement, il ne vaut icy, que 16 Dalers.

Dienstag den 2. Martij; 1652.

<Windt. Schnee. Wehen. Drehen.>


Schreiben von Croßen, undt auß Franckreich.
Vetter Lebrecht, ist eilends, auß Frankreich avocirt,
darinnen große gefahr, undt confusion ist.
Der Oberkämmerer Borgßdorf, ist Christlich
gestorben, hat sich aller weltlichen, vor
diesem beliebter gedangken, endtschlagen.
Seine creaturen werden abgedangkt.
Der Churfürst hat in die 82 Aempter verpachtet,
allte diehner, abgeschafft, undt zu Cleve
wieder neẅ ahngenommen.

|| [[Handschrift: 425v]]


Gott der Allmächtige, leßet seine gerechte
Gerichte, an dem abtrünnigen Landgraf
Ernst von heßen, schon sehen, in dem ihm, sein
abfall, von der warheit, nichts hilfft, weil
der Kayser, generose vor den Landgraf
Wilhelm, billich, undt gerecht, gesprochen.


Ein großer luttrischer herr in Polen, pa-
trocinirt den Reformirten zu Dantzigk
auch billichmeßig, undt gerecht wieder
der Dantziger Lutheraner beginnen.
Also, kan Gott, die hertzen lengken.
Sonst wollen die reformirten alda, den
König in Polen, undt die luttrischen daselbst
die Königinn in Schweden, zu hülfe rufen.


Die grentzstreittigkeitten, in Pommern,
zwischen Schweden, undt Brandenburgk
sollen durch Chur Saxen, undt Braun-
schweig Wolfenbüttel, componiret werden.


J'ay songè la nuict, d'estre entrè
en Swede fort facillement mais couchant
la nuict, en la maysonnette d'ün
iardin, ie me trouvay destituè de lincueil || [[Handschrift: 426r]]
et üne hoste, qui avoit mis dans ceste cham-
brette plüsieurs exilèz avec moy de Boheme
& d'Allemaigne nous ennuya. Mais le jardin
estoit grand & spacieux. Le lendemain ie de-
vois voir la Roine, & estre receü avec honneur,
mais a cest instant, ie m'èsveillay.


Auparavant, ie songeay, d'estre allè
incognü a Constantinople, avec ün
Ambassadeur Jmperial fort content & satisfait
de la cour de Vienne. perge


Jn den Leiptziger avisen stehet, daß (unahngesehen
der harten antwortt, so die Engelländer den holländern
gegeben, undt repreßalien gebraucht, undt
darauf erfolgender starcken armatur, also
daß die Niederländer hoffen, über 1000 Schiffe,
in die See, zu bringen) dennoch hofnung, zu einem
vergleich, zwischen beyden Republiken, zu gelangen seye.


Der hertzogk von Lenox, in Schottlandt, sol
von den Preßbiterianern, abgewichen, undt
zu den Engelländischen Parlementischen getretten sein.
Das Parlament, stehet in accord, mit den Schotten.


König in Portugall, Spannien, Schweden, sol sich
ie mehr, undt mehr, dem Parlament, accommodiren,
wie auch die Printzen in Frankreich secours aldar suchen.

|| [[Handschrift: 426v]]


Jn Franckreich ist der krieg heftig. Die Printzen
suchen sich ie mehr, undt mehr, zu stärcken
auch mit Spannischem secours. Düc de Rohan,
defendiret Angiers, wieder den König.
Der König ist von Poictiers, nach Saulmür
gezogen. Düc d'Orleans, undt die Pariser,
wie auch viel provintzien in Frankreich wollen
vom Cardinal Mazzarinj, nichts hören.
Düc de Longueville, helt sich stille.
Barcellona gehet verlohren, weil es
mangel, an allem hatt, undt die Spannier
hingegen davor, endtsatz bekommen.


Die lottringischen völgker, hausen
in dem Elsaß, grawsam, brandtschätzen
die leütte, veriagen viel inß elendt,
achten keine Religion, plündern
die kirchen, die klöster, Spittäler,
schänden die Nonnen, undt weibsbilder,
machen daß viel leütte altt, und iung,
in die wildnüße lauffen, und verhungern,
auch sonst sterben, undt hausen, unchristlich.
General Rosa opponirt sich ihnen, so gut er kan.

|| [[Handschrift: 427r]]


Jn Polen, macht sich der König absolut, hat ohne der
Stände willen, den undercantzler cassiret, einen neẅen
erwöhlet, undt sich wegen des Cosagken krieges,
suspect gemacht. Gehet retenü, geheim, undt
resolut, in seinen consiliis. Jnterim: währet
der ReichsTag zu Warschaw noch, undt die gefahr
von den armaturen der Türgken, Tartarn,
Cosagken, Mußkowiter, Schweden. perge


Jn Ungarn, streifen die Türgken sehr.


Franckendal sucht noch neẅe contributio-
nes, undt deßen evacuation will, biß
auf den ReichßTag, außgesetzt werden.
Der Kayser sol nach Prag kommen.
Man suchet Chur Pfaltz anderwerts zu
contentiren. Chur Cölln kömbt nacher
hildeßheim. Chur Trier, wirdt begraben.


Oldenburg undt Brehmen, certiren noch,
mitteinander, wegen des zolls.


Der Uncatohlischen, sollen, in die 40000
noch, undter den NiederOesterreichischen sejn,
undt außgeschaft werden, daselbst, undt in
andern landen, da ihrer, noch mehr sein.


Der Alte fenestratus graf Schlawata Obrist
Cantzler in Böhmen, mein bekandter, ist begraben.

|| [[Handschrift: 427v]]


Der grawsahme Sturm, undt wirbelwindt,
hat nach der Mittagsmahlzeit, alhier schaden
gethan, sonderlich, an der garttenbrügke
mit umbwerfung der bohlen an gelendern,
undt mit greẅlichem wehen, undt drehen,
wie auch mit geschwinder vertunckelung
des himmels, undt verenderungen.
Gott laße es, nichts böses andeütten!


Jch habe das notificationschreiben, von Fürst Johann
von<von> Zerbst entpfangen, wegen seiner Liebden
Söhnleins absterben, auch wieder geant-
wortett, undt condoliret.

Mittwoch den 3. Martij; 1652.


<Froßt.>


Am behtTage coniunctim, in die kirche.


Réponse de Cöhten, du Lieutenant Colonel Knoch <en bons termes.>


Graf hanß Moritz von Naßaw, ist
herrmeister worden. Sol zu Berlin, residiren.


herr von Pudlitz ist Thumbprobst, zu Brandenburg
worden. Der favorite, graf von Waldegk,
hat auch eine Compterey hinweg. Solches
alles wehre Fürstlichen personen, wol angestanden.


Mein kleiner Carolus Ursinus, hat einen dachß
gehetzt. <Extra zu Mittage, war Sekerka junior.>

|| [[Handschrift: 428r]]


heütte ist mit der Sahmzeitt, angefangen worden,
Gott gebe zu glück! Oberlender hat 6 Schefel (Scheffel)schfl:
wickfutter, am Dröblischen wege, außseen laßen.


Der allte hofmeister Einsidel, ist mit Rindtorf
verglichen worden, durch meine interposition
in einer langwierigen Schuldtsache, de
anno: 1629 her. Meine commißarien, so
ich darzu verordnet wahren: hofmeister
Sekerka, Doctor Mechovius, undt Wischer. perge

Donnerstag den 4ten: Martij;

<Froßt.>

<3 hasen, hetzen laßen.>


Meine Tochter, Ernesta Augusta, ist krangk worden.
Gott beßere es, mjt ihr! <Jtem: Anna Sophia hat ein böß auge.>


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist nach Magdeburgk, gezogen,
die hertzoginn von Eütin, aldar, zu besuchen.
Meine Töchter, Lenörchen, undt Angelica, seindt
mitt, Jtem: eine Jungfer, zweene vom Adel,
eine Magd, ein page, ejn lackay, 2 knechte,
2<3> kutzscher.


Der Schelm, der Kohlmann, hat einen Kayserlichen
Notarium immatriculatum, in meine Cantzeley
geschickt, wieder daß Decret mit zeügen,
zu protestiren, undt sich über Vim publicam, so
ihme zu hoym, durch meine Commißarien, geschehen
sein solle, zu beschwehren.


Extra zu Mittage, den Medicum, Doctor Fischer,
undt den hofprediger Menzelium gehabtt.

|| [[Handschrift: 428v]]


Nachmittage, hat Hans Georg lackay 30 Schefel (Scheffel)schfl. gersten,
außseen laßen, weil es vormittage, wegen der
käldte, nicht sein können. Gott gebe segen! undt
gedeyen!


J'ay èscrit, a Crossen, a Paris, a Mag-
debourg; a Cleve, etcetera[.]


Die vorige Nachtt, ist ein wolf zu Zeptzigk
an der Scheüne, bey dem übel verwahrtem
Thorwege (mit hecke) übergestiegen,
undt hat ein Schwein, gewürget.

Freitag den 5ten: Martij; 1652.

<1 hasen, hezen laßen.>


Jch habe dieser Tagen, den Jüden alhier zu Bernburg
vorhaltung Thun laßen, im consistorio, ob sie
möchten, in die kirche zu gehen, Gottes wortt
anzuhören, zu vermögen sein. Sie haben aber
nicht darahn gewoltt. O durities!


Der Allte 75iährige Muschwitz, (so
vor iahren, unser Furrirer gewesen, undt
9 züge in Ungarn, mittgethan) ligt numehr
Todtkrangk. Gott tröste ihn! Man hat sich sehr
bemühet, ihn mit Magister Enderling, zu ver-
gleichen, (mit deme er in 14 iahren, als doch
mit seinem pfarrer, undt Seelsorger, in wieder-
willen, undt unversöhnligkeitt, gelebet) || [[Handschrift: 429r]]
undt ihn wiederumb, in deßelben verschworne kirche,
undt Communion, vergebens zu bringen, dann es ist
ein allter, harter Mann, undt Soldat. Numehr
aber, hat es Gott gethan, was die Menschen nicht
thun können, undt hat ihm sein hertz, in dieser
krangkheit, erweichet, also: das er von sich
selbst, zu Magister Enderling geschickt, denselben,
umb verzeyhung bitten laßen, sich von freyen
stügken, mit ihme versöhnet, undt da ihm
Gott aufhelfen würde, in seine kirche,
wieder zu gehen, ahngelobet. Gott stärgke
ihn, in seinem guten vorsatz, undt seye gelobet,
undt gepreiset! in seinen herrlichen Thaten, und gerichten!


Mit meinen Töchtern, Ernesta Augusta und Anna Sophia leßet
sichs etwaß, zur beßerung ahn, Gott lob, undt
dangk, der wolle bestandt undt continuation geben!


A spasso, zuzuschawen, wie sie vormittags, abermahl
auf der Klipperbreitte, (mit hanß Geörgen) auß-
geseet, 30 - Schefel (Scheffel)schfl: gersten? Gott gesegene es!
Nachmittags, wiederumb dahin, 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten. perge
Gott gebe uns segen! glück! ein sehliges außkommen!


Risposta von Eichenzell dilatorisch. perge


Nachmittags wieder 21 Schefel (Scheffel)schfl: auf die Klipperbreitte.


Ein Birckhun, undt 15 großvogel von Aichezell.


Georg Reichardt bey mir gehabtt. Risposta von Cöhten. perge

|| [[Handschrift: 429v]]

Samstag den 6ten: Martij; 1652.


Paul Ludwig Secretarium, bey Mir gehabt, in jmportantissimis[.]


Meine Tochter, Ernesta Augusta, ist diese
Nacht, undt heütte, am bauchgrimmen sehr
unpaß. Gott wolle es, zur bäldisten
beßerung, schigken!


Schreiben, von Meinem Sohn, Viktor Amadeus daß er
zu hartzgeroda glügklich, Gott lob, ange-
kommen, undt in ermanglung der geldtmittel,
seine fortüne, nicht poussiren können.
Pacience!


Johannes Ernestus Molitor, olim Monachus
et Sacerdos ordinis Sancti Benedictj, revocans,
so zu unserer religion sich begibt, von
den Pontificiis, & aliis, quj fermentum
Papisticum, habent, hat sich bey Mir,
præsentiret, undt contestiret einen
großen eyfer. Gott stärgke ihn, in
der warheitt!


Zu Zeptzigk, hat hans Geörge lackay
heütte 30 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten, seen laßen,
vormittags, undt 4 Schefel (Scheffel)schfl: nachmittage, Jtem:
alhier, 6 Schefel (Scheffel)schfl: wickfutter. Gott laße es, wol gedeyen!

|| [[Handschrift: 430r]]


Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin, ist diesen abendt noch
von Magdeburg nebst beyden Töchtern, wiederkommen,
Gott lob. Sie hat der blöden Hertzoginn von
Eütin, in ihrer cur aldar, die visite gegeben.


Jch habe noch ein alltes schreiben, de dato
Ham, vom 17. Februarij per Leiptzigk<Magdeburg> entpfangen,
von meinem Sohn, Victore Amadeo.


Er findet auch difficulteten, undt resistentzen!
perge

Sonntag den 7. Martij; 1652.


Er Marggravius, hat auf unserm Sahl geprediget[.]


Schreiben, vom Obrist leutnant Micrander. perge


Extra zu Mittage, gehabt die Fraw Rindtorfinn,
Doctor Fischer, den Medicum, den iungen Sekerka,
undt Marggravium, alß auch Tobias Steffeck von Kolodey und Magister Menzelium[.]


Nachmittags, cum sorore Dorothea Bathilde & filia Angelica, &
filio, Carolo Ursino, zur kirchen, in Jonij predigt.


Rindtorfen, habe ich noch zu Mittage, mit
vier kleppern, undt mit den windthunden,
zu Meinem Sohn, nach Ballenstedt, geschicktt.
Gott laße alles, wol überkommen!


Abermahlige depesche von Ballenstedt, vom
Knüttel, undt eine andere lose, vom Amptmann,
wie sich die Kohlmannische abgeschickte, übel comportiret.
Gott erlöse mich, auch von diesem übel!

|| [[Handschrift: 430v]]

Montag den 8ten: Martij; 1652.

<1 hase von der hatz.>


<Windig.>


Der Medicus, Doctor Fischer, ist diesen Morgen, bey
mir gewesen, undt hat mir, mit freẅden
ahngekündiget, das sichs, mit meiner
Tochter, Ernesta Augusta, nach gebrauchten
medicamenten, (Gott lob!) gebeßert.
Gott gebe! das es bestandt, habe!


2<3> Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, hat Hans Georg lackay,
heütte vor: undt Nachmittag, alhier zu
Bernburgk, am Dröblischen wege, auß-
seen laßen. Gott gebe, zu segen! undt gedeyen!


Mein Sohn Victor Amadeus, ist Gott lob
mit seinem comitat, gegen abendt, von
Ballenstedt, glügklich arriviret, undt
hat seine excursion, nacher Cleve,
Braunschweiger landt, Westfalen[,]
Heßen, Amsterdam, etcetera in kurtzer
zeitt, mit geringen unkosten, wol
vollbrachtt. Gott gebe ferrneren,
(noch beßeren!) succeß, glügk! undt Segen!
zu anfang, Mittel, undt Ende, alles guten Vorhabens!
umb Christi willen, Amen, Amen! Amen!

|| [[Handschrift: 431r]]


Jch habe briefe gewexelt, mit Obrist leutnant Micrander.
Jl m'a commüniquè de bonnes choses!


Die avisen von Leiptzigk melden:


Daß die Spannischen, undt lottringhischen, einen
ansehlichen secours, undter dem Düc de Nemours,
den Printzen, in Franckreich, zugesandt.
Düc de Longueville, wehre auch Printzisch worden.
Der König in Frankreich läge vor Angiers,
darinnen sich, der neẅe Düc de Rohan,
tapfer wehrete, undt wehren vornehme
leütte, schon davor, geblieben.


Barcellona hielte sich noch.


Die Parlament(ar)ischen Engelländer, hetten zwahr
den schein, mit den Staaden, zu zerfallen,
armirten auch stargk beyderseitß,
iedoch, vermeinten die Spannischen, es
wehre nur, ein Spigelfechten, undt
auf eine schädliche conjunction angesehen.


Der Kayser invitiret, durch
Legationes, alle Churfürsten,
auff dem ReichßTage, zu erscheinen.


Die evacuation Franckenthals
wirdt noch remoriret.

|| [[Handschrift: 431v]]


Die Engellender accordiren mit Portugall,
undt sollen auf den Sundt, ein dissegno
haben.


Der dähnische Reichßhofmeister,
Ulefeldt, hat Schutz, jn Schweden, erlangt.


Die venezianer, haben Candia wol
versehen, undt hetzen dem Türgken,
die Cosagken, auf den halß, an dem
Schwartzen Meer, mit großem
gelde, zu hülfe, etzlichen rebellischen Cosagken<Baschen.>


Jn Polen, förchtet man wieder, einen
Cosagken[-], undt Tartarnkrieg, in-
maßen überall, schrecken ist.


Die Türcken, streiffen auch,
aufs neẅe, sehr stargk, in Ungarn.


Ein vornehmer herr, zu Meylandt hat
den 12ten: Sohn, gezeüget, hat diesem nach,
befreyung erlanget, aller zölle, undt con-
tributionen, Accisen, undt Schatzungen.


Zu Napolj wirdt stargk geworben.


Zu Rom, macht der Pabst, neẅe Cardinäle,
undt favorisiret Spannien. et cetera

|| [[Handschrift: 432r]]


Man meinet, es sollen sich die motus intestinj, in Frankreich
dennoch legen, wenn nur der König, der Stadt Paris, sich
nähert, undt den Cardinal, etwaß endtfernet,
wiewol auch, der Düc d'Orleans, wieder denselben,
sehr verbittert ist.


Die heyrath, zwischen Bayern, undt Savoye
sol ihren forthgang gewinnen.


Der Savoysche Ambassadeur, Marchese
di Lullino, nachdem er pompose gelebet,
zu Wien, undt sonst von männiglich, wegen
seiner schönen qualiteten, gut lob erhalten,
ist mit disgusto, von dannen, abgerayset.

Dienstag den 9ten: Martij; 1652.

<Windig.>


Mir hat getraẅmet, in wehre von Meiner
herzlieb(st)en gemahlin, undt Von andern, animirt worden,
zu einem herrlichen, schönen, hohen gebeẅde,
wie ein Tempel, Sie hette eine Seüle
von weißem Marmel, daran aufgefüh-
ret gar in kurtzer zeitt, undt Hieroglifica
daran, mit rohtem porfir, eingeschnitten
künstlich machen laßen, Melchior Loys, hette
mich auch animirt, dergleichen zu Thun, ich hette aber
cunctirt, die weymarischen Fürsten, undt Schwartzburgischen
Graven, hetten auch Seülen daran aufgeführt, darüber erwachte ich.

|| [[Handschrift: 432v]]


Jch habe meinem Carolo Ursino, im Studieren,
zugehöret. Non vult cogi! Jngenium est
satis fælix!


Avis: daß der gute pfarrer Cordier, in der
Frantzösischen kirchen, zu Leyden, mit Todt abgangen,
welches mich dawert, weil er mein guter be-
kandter, undt der kirchen Gottes, sehr nütz gewesen.
Gott wolle, vor solchen riß, stehen!


Risposta vom herzog Friedrich von holstein en termes bons, & mauvais.


Der wolf hat abermal zu Zeptzigk vorgestern
im hofe, ein Schwein zerrißen, undt heütte
auf der gerichtsbreitte, einen hundt.


heütte hat Hans Georg lackay, seen laßen,
in die Fuhnebreitte, 9 Schefel (Scheffel)schfl: 2 Viertel (Hohlmaß)v: gersten,
undt in die Steinbruchsbreitte, 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 2 Schefel (Scheffel)schfl: 2 Viertel (Hohlmaß)v.
Gott gebe zu Segen! Vormittags geschahe
es, dann nachmittags kondte man, von
wegen des stargken windes, nicht seen.


Mein Sohn, Victor Amadeus, hat unß mit
lußt referiret, wie er innerhalb acht wochen
zeitt, 16 hofhaltungen, gesehen, Alß:
Schöninghen, Wolfenbüttel, Hanover,
Pickeburgk, Iburgk, Tecklenburgk,
Bentheim, Cleve, Paderborn, Caßel, Rotenburg[,] || [[Handschrift: 433r]]
Eschwege, Ebeleben, Sonderßhausen, Häringhen,
Hartzgeroda. Die wege seindt sehr böse ge-
wesen. Die waßer angelauffen, anfangs
käldte. Gott hat doch gnediglich durchgeholfen.
Sein Heiliger nahme, seye davor gepreiset.
Mein Sohn, hat darneben auch andere schöne
Städte, undt örtter, gesehen, in hollandt,
Overyßel, Gelderlandt, Westpfahlen,
Heßen, Braunschweiger landt, etcetera
wie auch, in den Clevischen landen. perge
Gott helfe ferrner, mit gnaden!

Mittwoch den 10ten: Martij; 1652. perge


Jn die kirche, undt Passionpredigt, cum sorore,
& filiis, & 3 filiabus1. <J<ean:> Moustarde est arrivè. D. d. b. h.a>


Extra zu Mittage, Ernst Gottlieb von Börstel[,] den iüngeren Sekerka,
Doctor Mechovium, undt andere gehabt. <Responsum von Gotha de nül poids.>


Ludwig Röber ist von Magdeburg wiederkommen, con dineros!


Greẅliche zeittungen, auß Böhmen, erfahren,
von 6 personen, groß, undt klein, welche in einem
hof ermordet, durch einen hindterlaßenen hundt
aber, verrahten worden. Gott dempfe das übel!


Wegen Kohlmanns, bekomme ich heütte aber-
mahl, lose verdrießliche händel. Gott erlöse mich!

|| [[Handschrift: 433v]]


3 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gerste, hat Hans Balthasar Oberlender, in die Steinbruchsbreitte,
Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:, hat Hans Georg Berger, zu Zeptzigk, seen laßen.
Gott gebe gesegnetes wachßthumb! undt gedeyen!

<3 hasen, Carl Ursinus gehezt.>


<Windig.>


Geschrieben, undt travagliiret.


Hans Georg lackay, hat 2 wispel auf die
Steinbruchsbreitte seen laßen. Gott gebe
zu glügk! wachßthumb! undt Segen!


Mein Carolus Ursinus, ist hinauß, hetzen
geritten, nacher Palbergk, undt Wedegast.


Hans Balthasar Oberlender, hat zu ZeptzigkWispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten,
seen laßen, Gott segene es, zu gedeyen!


Christophorus von Jehna, mein Consulent,
Syndicus von Zerbst, ist hehrkommen.
Gott suggerire, gute consilia!

Freitag den 12ten: Martij: 1652.

<Nota Bene[:] des Churfürsten von Meintz, wirtzburger wein, anstegken laße[n.]>


Schwester Bathilde, ist gestern, undt
Tobias Steffeck von Kolodey ist heütte sehr krangk worden.
Gott wolle bäldiste beßerung verleyhen!


Conferentzen, mit Jehna.


A spasso, in regenwetter. Gott segene was geseet!


Oberlender, hat zu Zeptzigk seen laßen, 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)wisp: 6 Schefel (Scheffel)schfl haber,
Hans Georg, 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber ins Mittelgewende, 17 Schefel (Scheffel)schfl: gerste, in Steinbruchbreite.

|| [[Handschrift: 434r]]


Mit Jehna viel conferiret. Car il est actif!

<Somnium: von einer abermahligen Victoria Maritima contra Turcam!>


Mit Jehna abermalß frühe, conferentz gehalten,
darnach aber, ihn hinundter, in die Cantzeley geschicktt,
allerley mit den Rähten zu expediren.


Epistolas, ex Silesia, accepj, von den Hertzoginnen
zur Liegnitz undt Brieg[,] Jtem von Meiner Frau Schwester Liebden en termes
dilatoires, et timides, &cetera[,] Jtem: vom Hayneccio, auch
in terminis dilatoriis. perge La fortüne me contrarie!


Jn negocio religionis jmportantissima, von Chur Saxen,
einkommen, undt man wirdt sich mainteniren, avec
assistance de l'Electeur de Brandenbourg si on peut? Dieu nous assiste!


Sunt res gravissimæ, et Odiosissimæ, sed propter glo-
riam Dej, & charitatem proximj, non intermittendæ!
Deus in adjutorium nostrum, intendat! <Ernesta Augusta ist wieder kranck.>


Iehna, undt Doctor Fischer, seindt von Plötzkaw, wiederkommen.


Le Chirürgien est revenü de Lipsie, m'apportant
dès medicamens, non commüns. Dieu les benie!


Tobias Steffeck von Kolodeys seine krangkheit, hat sich (Gott lob) gebeßert,
wiewol er unsägliche Schmertzen, vom Stein, gehabt,
Gott bewahre Mir ferner gnediglich, diesen Treẅen diehner!


Ne quæso, more judicis, quid egerim, quid dixerim, quid cogitarim <pondera,>
 Peccata sed mea omnia; Tuo cruore, deleas!2


Venj Sancte Spiritus, Et emitte cælitus, Lucis tuæ radium,
Consolator Optime, Dulcis hospes animæ, Dulce refrigerium!
Sine tuo Numine, Nihil est in Homine, Nihil est innoxium,
Da salutis exitum! Da perenne gaudium!3

|| [[Handschrift: 434v]]

Sonntag den 14den: Martij; 1652.


Predigen laßen, Magister Menzelium, aufm Sahle.


Extra zu Mittage: die Rindtorfinn, den iüngern
Sekerka, Magister Menzelium, Tobias Steffeck von Kolodey[,] Doctor Fischern,
undt auch, Christophorum von Jehna.


Nachmittagß, wieder zur kirche, cum filiis, <in Jonij concionem.>


Meine Tochter, Ernesta Augusta, ist abermals
unpaß, wie auch, Meine Schwester, Dorothea Bathilde worden,
Gott wolle es, zur beßerung, schigken!


Abermahlige molestien, in Kohlmanns sachen. perge


heütte hat Fürst Augustus, zwey Schiffe, mit 40 wispel
Gersten, zollfrey durchzupaßiren, begehrt, undt erhalten.
Er verkauft solch getreydig, nacher Magdeburg undt
von halle auß, hat er auch, einen zollfreyen paß bekommen.

Montag den 15den: Martij.

<Froßt mane.>


Mondfinsternüß, von
4 frühmorgends ahn,b
in schönem Stillen wetter, zu aufgang biß der Mond undtergangen,
gegen Niedergang, undt die Sonne hervor gebrochen.
Gott laße solche Eclypsien, nichts böses, ominiren! und
bekehre unß von Sünden! undt Schanden!


Die leütte fangen ahn, zu krongken, und geschwinde
hinweg zu sterben, zu Leiptzigk, zu halle, Lebchin, und
anderer orthen[,] <auch zu Hamburgk[,]> zu Eißleben, regieren die kinderpocken.


Das ist auch seltzam, undt ominoß, das die waßer
alhier, auß der erden, stargk <hervor> quellen, also: das
man auch auf den höhen solches, in den kellern || [[Handschrift: 435r]]
entpfindet, nemlich, zu Waldaw, alhier auch
vorm berge, Jtem: in dem born vor Wolfgangskirche,
undt zu Zeptzigk im keller, auch in andern brunnen.
Undt klagen die leütte, auf den dörfern,
Poley, Palbergk, <Peißen[,]> Wirschleben, Dröble, etcetera sehr,
das sie fast in ihren kellern, nichts mehr er-
halten, noch vertheidigen können. Jn 30 undt
mehr iahren, wollen sich alte leütte dergleichen
nicht erinnern. Es sol Theẅrung ominiren. <Man heißet solche Quellen, ohne das: hunger Quellen, ordinarie.>
Gott bewahre, vor mehreren landtplagen!
undt wende alles unheil, in gnaden, väterlich abe!


Gestern, habe ich abermalß verdruß
bekommen, in Kohlmanns Sache, von Ballenstedt.
Gott erlöse unß auch von dieser beschwehrung!


heütte seindt erst, Fürst Augustj, 40 wispel
mit Gawens Schiffen, zollfrey <durch>paßiret,
undt darüber noch, 19 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: verzollet worden.
Gott gebe mehrere incrementa! wo es unß nütze[,]
sehlig, undt gut ist?


Der iüngere Bärenreütt, (Gottlieb genandt)
ist bey mir gewesen, seine anliegen zu entdegken.
Ein ieder, hat sein creütz. Gott helfe übertragen!


Er Jonius, ist bey Mir gewesen, wegen seines Primogenitj.

|| [[Handschrift: 435v]]


Doctor Fischer dissuadiret, in die luft zu gehen, oder
zu reitten, diesen Tag, ohne erhebliche Noht, viel weniger
zu purgiren, zu Aderlaßen, oder einige Artzney zu
gebrauchen, wil man anders, seiner gesundtheitt,
keinen schaden thun, an solchen Tagen, da Finsternüße
einfallen. Er dissuadiret auch, raysen, seen, oder andere
sachen ahnzufangen, umb besorglichen unglügklichen
außgangs willen. Jch habe aber, doch in so schönem
stillen wetter, mich der zeitt gebraucht, nach
dem die Finsternüß sich verzogen, (weil sie
kawm über eine stunde lang, sichtbar gewesen)
undt in Gottes nahmen, deßen segen hoffende
seen laßen, alhier 14 Schefel (Scheffel)schfl: haber, durch Hans Georg lackay
undt zu Zeptzigk, durch Hans Balthasar Oberlender 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 12 Schefel (Scheffel)schfl: haber.


Mit Jehna, habe ich viel conversiret.


Christof Wilhelm Schlegel, hat sich præsentiret,
mit einem Räphuhn.


Martin Nickel a estè a Brigk, pretend: 57 lieuës, de
chascüne 3 gros (Groschen)g: font: 7 Dalers, 3 gros (Groschen)g: item: trois
iours, pour attendre, font 9 gros (Groschen)g: chasque iour; 3 gros (Groschen)g:
Somme en tout, 7 Dalers, 12 gros (Groschen)g: qu'il a receü.
Jl conte ainsy: 9 lieuës a Wittembergk, 5 lieues (Meilen)l. a Torgaw,
2 lieues (Meilen)l. a Mülbergk, 3 lieues (Meilen)l. a Grossen hahn, 3 lieues (Meilen)l. a Künspergk[,]
2 lieues (Meilen)l. a Camitz, 3 lieues (Meilen)l. a Bautzen, 4 lieues (Meilen)l. a Reichenbach, || [[Handschrift: 436r]]
2 lieues (Meilen)l. a Görlitz, 5 lieues (Meilen)l. a Buntzel, 3 lieues (Meilen)l. a Kleinhahn,
2 lieues (Meilen)l. á Lignitz, 4 lieues (Meilen)l. a Neẅenmargktt,
4 lieues (Meilen)l. a Breßlaw, 6 lieues (Meilen)l. á Brigk. Font: 57 lieuës.


Schreiben von Rom, von Meinem Bruder, Jtem:
von Croßen, von Freẅlein Catherine Sofie.


Die avisen geben: daß den Spiering Schwedischen Ambassadeur
vorgehabter Audientz zu Londen, der Schlag
gerühret, undt er in hollandt, Todt gesandt worden.


Die Engelländer disgustiren, die holländischen legaten,
sollen auch schon, in die 90 reichbeladene Schiffe,
ihnen abgenommen haben, darauß nichts, anders,
als verbitterung, undt krieg, zu vermuhten,
wiewol etzliche vermeinen, der holländer Pacientz,
undt lust zu den Commercien, werde alles verbeißen,
undt einigkeitt verahnlaßen. Der kauf
mit Duynkirchen, dörfte noch vor sich gehen.
Die Geldrischen, Overyßeler, Ütrechter,
undt Frießländer, difficultiren die bey-
hülfen, zum Engelländischen krieg, weil sie
wenig darbey jnteressirt sein wollen,
undt gedengken, die laßt, den Holl: undt
Seeländern, alleine aufzubürden.
Die Staaden, haben dem Printzlein von Uranien,
seines herrn vatters compagnie, zum Neẅen iahr
verehret.

|| [[Handschrift: 436v]]


Der Kayser, gedengkt an den ReichßTag, im
November, oder October. perge


Man hat gewaltige Comedien, undt Faß-
nachtkurtzweile zu Wien gemacht, wie auch,
wirtzschaften[!], undt Pastorellen, mit unkosten.


Die Türgken droẅen Ungarn, undt wollen
eine große macht, in Dalmatiam wenden,
auch Candiam endtsetzen, alda Gil de haaß,
sich Tapfer helt.


Jn Frangkreich, ist der krieg heftig, der
Printzen, partie stargk, des Cardinals
Macht, beym Könige groß, des Visconte de
Türenne authoritet beym Könige schlecht,
des Königs selbst eigener respect sehr
gefallen. Barcellona ist in angustiis.


Die Schotten, sollen meistentheilß, wie auch
die Jrren, von den Engelländern, gedempft sein.


Jn Polen, zu Warschow, gibt es diversa
studia, diversa consilia. Der König, hat sich vorzusehen.


Zu Dantzigk, wehren, die dissidia annoch,
undt man will des Königs mandaten, nicht pariren.


Malta gebraucht auch repreßalien, wieder
die holländer, wegen ihrer eingezogenen
Comptereyen! <Die lottringer, grassiren noch im Elsaß.>

|| [[Handschrift: 437r]]


Jn Polen, ist der iüngstgeborne Printz, gestorben,
wie auch in Dennemargk.

Dienstag den 16den: Martij; 1652.

<4 hasen, von der hatz. 2 Räphüner.>


Allerley anordnungen zu machen, gehabt.


Josue von Bethüne, ist mit seinem Sohn, ankommen,
sich zu præsentiren. Kömbt auß Schweden, will zum Kayser.
Jst ein treflicher lauttenist! Er sagt, die Roine Mere,
Marie de Medicis, hette ihn lernen laßen, bey dero
er, Sechß iahr lang gewesen. Jtem: bey der Königinn
in Schweden, hette er noch 1000 ReichsthalerRthlr: alle iahr.
Der Kayser, hette seinem camerade, Vignon, 1200 Kronen₶:
iährlich, offeriret. Mit dem hertzog von Lottringhen,
ist er wol bekandt. perge Er gedengket nach halle, von dar,
nach Wien. Seine beyden Söhne, ein großer, undt
ein kleiner, spielen auch gar wol auf der lautte.
Er hat eine invention, von einem seytenspiel
erdacht, welches er, Angelique nennet. Daßelbe
ist zwahr, wie eine lautte gemacht, mit seytten,
iedoch, klinget es, auf die arth, einer harffen. perge
Wir haben ihn, undt seine Söhne gehöret, undt
mit guter satisfaction, undt recommendation, wieder abgefertiget.


Mit Christophoro von Jehna, habe ich seria tracti-
ret, undt beßere sachen, als vorige ludicra.


Hans Balthasar Oberlender, hat 2 wispel, 12 Schefel (Scheffel)Schfl: haber,
seen lassen, zu Zeptzigk, Gott gebe zu segen!


Ein Gesandter von Krannichfeldt, ein Wurm von geschlecht
ist anhero kommen, undt Schlegel post cænam dimittiret.

|| [[Handschrift: 437v]]

Mittwoch den 17den: Martij; 1652.


Jn die kirche, undt wochenpredigt, cum filiis.


Extra zu Mittage, Doctor Fischer, Sekerka, Jehna, &cetera[.]


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 6 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, hat Hans Georg lackay sehen
laßen, auf der langen breitte. Gott gebe zu segen!
Nachmittags, hat er wieder dorthin, laßen zwelf
Schefel (Scheffel)schfl: gersten, seen. Gott wolle es gleichsfalß gesegenen!
aufwachßen! undt wol gedeyen laßen!


Der priester von Alßleben, Er Otto, ist anhero
geholet worden. Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin,
hat mit den theilß Töchtern, undt anderen,
gebeichtet, dann sie will Morgen (gebe gott) zur
luttrischen Communion gehen. Gott gebe, beßerung!
bekehrung! hertzens Andacht, undt leitte sie,
auß dem Jrrthumb, auf richtigere wege der warheitt!


Jehna, mein Raht, undt consulent, hat
diesen abendt, post peracta negocia, seinen undter-
thänigen abschiedt genommen, in meinung, Morgen
(wilß Gott,) nacher Zerbst, zu wieder kehren.
Gott wolle ihn geleitten! fristen! und erhalten!
undt mir viel dergleichen aufrichtige, erfahrne,
eyferige Christen, und wolqualificirte leütte beschehren.

|| [[Handschrift: 438r]]

Donnerstag den 18den: Martij; 1652.

<Reif. Frost. wie fast alle Morgen.>


Christophorus von Jehna, ist heütte forth, in Gottes geleitte!


Doctor Fischer, ist nacher Ballenstedt, herbatum! gezogen.


Avis: daß Cantzler Milagius, wegen seines Podagra,
wieder umbkehren müßen, da er zu Landtgraf Her-
manns Liebden (auf deßen ansuchen) gewoltt.


Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin, hat heütte, ihre luttrische
Communion gehalten, undt alle vier Töchter, darzu
gezogen, Gott erbarm es, undt führe sie, auf beßern weg!
Gott gebe bekehrung, buße, reẅe, und abtritt, vom Jrrwege!
Dann Meiner gemahlin, nicht competirt, Meine
kinder, ihres gefallens, zu verführen. perge


Der leütenampt Schkele, Krosigks, zu
Erxleben Schwager, ist extra zu Mittage,
undt bey mir, gewesen. perge


Hans Balthasar Oberlender, hat zu Zeptzigk 6 Schefel (Scheffel)schfl: haber,
Hans Georg lackay aber, alhier, auf der langen
breitte, 18<6> Schefel (Scheffel)schfl: gerste seen laßen. Gott segene es!


La 4me. de més filles, est allè, a la Cene
secrettement contre mon grè, tout ainsy, que les
precedentes. Dieu les vueille convertir!
& divertir, de nostre Mayson, tous scandales.

|| [[Handschrift: 438v]]

Freitag den 19den: Martij; 1652.


<Digker Nebel, <mane.>>


Avis: daß gestern, die Niemburger, meinem Budefischer,
(weil er, billich dem herkommen nach, an iehnem ufer
sein Netze außgezogen) das Netze, undt den kahn
genommen. Jch habe wieder solches attentatum meine
beampten, protestiren, undt die sa ablata <zu> restituiren
sie gezwungen, cum minis, der Repreßalien.


Georg Reichardt ist vormittags, bey mir gewesen.


Mein page Wartemßleben, ist durch hülfe meines
giftöhls, undt des Nürnbergischen pflasters,
von seinem starren halse, undt schmertzen, in allen
gliedern, augenscheinlich, (vermittelst Göttlicher
gnade vor allen dingen!) gebeßert. Gott seye lob,
vor das gedeyen, so er diesen herrlichen Medica-
menten, gegeben, undt verleyhe fernere continuation
zu erwünschter gesegneten beßerung!


Er Marggravius, ist bey Mir, gewesen, seine
anliegen, zu entdegken.


A spasso, nachmittagß, in schönem wetter.


27 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten, hat Hans Georg lackay, heütte auf
der langen breitte außseen laßen. Gott gebe, zu segen!


Mein Treẅer Secretarius, Paulus Ludwig, ist
sehr krangk worden, an Flüßen, SeittenStechen,
rügkenwehe, undt dergleichen, Gott wolle es beßern!

|| [[Handschrift: 439r]]

Samstag den 20ten: Martij; 1652.

<1 Birckhuhn, 6 Räphüner, 2 großvogel.>


Schreiben, auß Meckelnburg von einer Milden Stiftung,
welche meine Fraw Schwester, der Studirenden Jugendt,
von ihren eingebrachten Ehegeldern, vermachen will.
Gott dangke Jhrer Liebden vor ihren guten willen, undt
gebe nur, daß solche Stiftung, de concedendis, seye!


Doctor Fischer, der Medicus, ist gestern abendt, von Ballenstedt
wiederkommen. Die Kohlmannische sache, ist noch arg.
Die Sahmzeitt, gehet fein (Gott lob!) von statten,
der liebe Gott, wolle unß hier, undt dorth, gesegenen!
Mein viehe stirbt alhier, zimlicher maßen! Gott
beßere es! undt strafe böse leütte, wo die es veruhrsachen?


Risposta von F. en bons termes, de N. J. de G.c &cetera[.]


J'ay fait parler a Noirmont, amplement, sür ses demandes,
puis qu'il commence a ressentir, ma disgrace, & sés faultes
commisses! Dieu luy vueille donner, vraye repentance!


18 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, hat Hans Georg heütte, auf der langen breitte
außseen laßen. 6<10> Schefel (Scheffel)schfl: gersten<erbßen,>, hat Wolfgang
Sutorius, (alleine), zu Zeptzigk seen laßen. Gott
gebe zu Segen! glück! undt gedeyen! <& pünisse, le larcin!>


Geldt, undt Victualien, von Ballenstedt, erhalten.


Rien; sans peine, & difficültèz, apprehensions, &cetera &cetera[.]


A spasso, in schönem, lieblichem wetter!

|| [[Handschrift: 439v]]

Sonntag den 21. Martij; 1652.


Vormittagß, hat auf unserm Sahl, der hofprediger Menzelius
geprediget.


Extra, ist derselbe, zu Mittage, bey unß, geblieben,
wie auch der iüngere Sekerka, Magister Menzelius,
undt Tobias Steffeck von Kolodey alß auch, der vom Gyneceo, beschrie-
bene, Lüdolf Lorentz, von Krosigk, <item: Doctor Mechovius.>


Schreiben von Caspar Pfawen, undt avis, ex Jtalia,
von meines bruders, Fürst Friedrich vorhaben, nacher Napolj,
undt die Tractaten zu Rom, cum Venetis, zu reassumjren.


Nachmittags in die kirche, cum sorore, undt
zweyen Söhnen, auch zwo Töchtern4.


Postea: Krosigken, nacher Erxleben, undt
Wischern, nacher halle, dimittiret.


Man hat heütte, dem Allten, 83iährigen
vom Adel, Sixto, von Otterßdorf, eine collecte
auß den begken, auf sein innstendiges anhalten,
in seiner noht, undt hohem allter, gesamlet.
Er ist ein reicher wolhabender Mann, in Böhmen
gewesen, undter den Directorn damalß anno
1620 hat sollen, nach der Prager Schlacht,
decolliret werden, ist aber noch von der bühne erbehten || [[Handschrift: 440r]]
worden, von seinem vetter, einem Thumbherren.
Dieser Johannes Theodorus Sixtus, aber, ist eiferig,
unserer reformirten Religion, zugethan, gelehrt, er-
fahren, undt hat sollen zu Prag, neben andern vorneh-
men leütten, zu Prag, dazumahl endthaüptet werden,
ist aber, wie gemeldet, erbehten worden, wie gedacht,
als er albereit, auf der bühne gewesen.
Seidthero, hat er sich, im exilio, aufgehallten,
meistentheilß zu Pirna, undt zu Dresen[!].
Zu Pirna, hat er seinen größesten schaden,
erlitten, alß der Schwedische General
Banner, selbige stadt, mit stürmender handt,
eingenommen, undt plündern laßen, auf den sie
die exulanten, doch meistentheils, als ihren
zeittlichen Erlöser, ihre hofnung gesetzt gehabt,
aber iämmerlich, ihrer viel, frustriret worden sein[.]

Montag den 22ten: Martij; 1652.

<Frost. mane.>


<1 Rehe. 1 hase.>


Die Fraw von Thale, Wartemßleben Muhme,
ist anhero kommen, zu Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden[.]


Briefe, undt zeittungen von Leiptzigk, inter
alia, daß der Cardinal Mazzarinj, in einem Tumult,
bey einem ballet, in der Königin gegenwarth, er-
stochen worden seye; quod vix, cum talibus circumstantijs, creditur!

|| [[Handschrift: 440v]]


Die Stadt Angiers, habe der neẅe hertzogk von Rohan,
Chabot, umb seines privatjntereße willen, dem König
in Frangkreich, ohne noht, übergeben.


Die Spannische völgker, hetten sich auch, undter
dem Düc de Nemours, zum endtsatz der printzen,
eingestellet. Visconte de Türenne, commandirte
numehr auch, eine Königliche armèe. Conte de Harcour,
wehre dißgustirt, weil ihme der Cardinal Mazzarinj,
alß Generalissimus, wie auch andere Mareschaulx
de France, vorgezogen worden wehren. Barcellona
hielte sich noch, vor Frangkreich, undt der Maréchal
de la Motte Haudencourt, thete sein eüßerstes,
undt bestes, wiewol er, (ohne secours,) nicht sub-
sistiren köndte.


Jn Engellandt, sähe es einem kriege ähnlich,
zwischen ihnen, undt hollandt, man armirte
auch gewaltig zur See, iedoch hoften ihrer viel
noch, auf ein accommodament. Der vergleich des
häringfangs, solte schon getroffen sein. Die
Schotten, undt Jrrländer, wehren subiugirt.


Die Staaden, opponirten sich, dem graven von
Oldenburgk, wegen des Wehser zolls, undt
nehmen sich stargk, der Stadt Brehmen ahn.

|| [[Handschrift: 441r]]


Die hanseeStädte, wollten auch, in die Engelländischen repreßalien
impliciret werden, wie auch Spannien.


Jn Mari Mediterraneo, gibt es, gewaltige
beütten, undt Seeraubereyen.


Der Türcke hat Canea abermals endtsetzt,
undt die Festung Candia, hart belägert. hingegen
hat General la Riva, alß Gouverneur, im -
nigreich Candia, viel volcks, und Schiffe colligiret,
sich zu opponiren. Man will dem General Morosinj,
seinen proceß machen, weil er Canea, auß zagheitt,
endtsetzen laßen. Jn Dalmatia sol General Fosca-
rini gute progreß, undt feste castellen, erobert
haben, gleich wie general Foscolo, im Archipelago.


Der Türcke, sol in die 300000 Mann, in Ungarn,
stargk sein, undt händel machen, ob er nun aldar
kriegen, oder in Dalmatiam, gehen werde,<?> lehret
die zeitt. Der Kayser, gehet derentwegen, auf
einen landtTag, nach Preßburgk.


Jn Polen, sol sich der ReichßTag, re infecta zer-
schlagen haben, undt die Tartarn, und Cosagken, wieder armjren.


Frangkenthal, sol gewiß, evacuiret werden,
weil die gelder, numehr beysammen, undt alle
Conditiones, richtig, gegen erledigung heilbrunn.


Der gute Fürst Sigismundus Ragozzj, welcher die Prin-
cesse Henriette, gehabt, sol an kindßblattern, gestorben sein. et cetera
<Dem Gott genade! Jst zu bedawren, in seiner besten blühte!>

|| [[Handschrift: 441v]]


Die lottringhischen völgker, sollen sich etwaß zurügkd
nacher Straßburgk gezogen haben, hausen ärger, alß
Türgkisch, oder Barbarisch, mit grawsahmen unthaten,
alß ermordung kleiner kinder, schändung der
weibsbilder, undt schwangern weiber, seltzamer
plagen, die sie nicht allein den Männern, sondern
auch itztgedachten weibspersonen, undt kindern, umb
des schnöden geldes willen, anthun, undt andern
recht bestialischen, unmenschlichen proceduren.
Gott erbarm es! undt sehe darein! Sie sollen
baldt mit dem Könige, baldt mit den Printzen, tractiren.
perge


Die Contesse de Guebrian, hat durch etz-
liche bestallte Reütter, den General Maior
Charlevois, alß der derselbe auß Briesach, spatziren
gefahren, gefangen nehmen laßen, undt
nacher Philipsburgk führen, mit prætension,
Sie hette es, als die rechte gubernantinn
auf befehl gethan, Es seindt aber, über diesem
indigno attentato, ihre eigene officirer endtrüstet
worden, undt von ihr abgefallen, sie auch gezwungen,
den Charlevoy, wieder loß zu geben, undt
in die Festung wieder hin: zu liffern. perge

|| [[Handschrift: 442r]]


Ein Rehebock, ist von Ballenstedt, kommen.


Demnach, ich vernommen, daß hagen zu Biendorf, in
Meinem Territorio, am Samstag hasen vfgehetzt, Alß habe
ich, meinen Söhnen, wieder erlaübet, in seinen gerich-
ten zu hetzen, da sie dann, einen hasen, ihm wieder
abgefangen, gleich wie er unß, am Sonnabendt gethan.
Jst eine species, erlaubter Repreßalien.

Dienstag den 23ten: Martij; 1652. perge

<Nachtfrost abermal. Windig am Tage. Schnee hagel>


Travagliirt, in allerley negociis.


Wischer, ist von hall wiederkommen, in terminis dilatorijs,
<gehet nacher Schwerin, ayant dit a Dieu, a moy.>


2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 6 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, hat Hans Balthasar Oberlender alhier,
in die lange breitte seen laßen. Gott gebe zu Segen!


heütte nachmittage, seindt meine kleider
aufs neẅe, gelüftet, undt inventiret worden.
Vicissitudo omnium rerum, renovationem causat!

Mittwoch den 24ten: Martij; 1652.

<Nacht Frost! wiederumb. Windt. hagel. Schnee.>


Schreiben von Jehna, von Zerbst, durch Hammelium,
wegen Quartiermeister undt das, das begräbnüß alda, den 30. huius: sein soll.


Doctor Fischern, den Medicum, habe ich bey mir, gehabt.


A spasso, nach dem sich das ungewitter geleget, vor abends.


Ludwig Rober, hat heütte, einen wispel Gerste, zu
Zeptzigk, seen laßen, gegen Peüßen, undt Oberlender alhier,
in das Mittelgewende, an der Gerichtsbreitte, 8 scheffel
Erbßen, Jtem: 1 Schefel (Scheffel)schfl: linsen dahin, Gott gebe an beyden orthen,
zu glügk! Segen! wachßthumb! undt gedeyen!

|| [[Handschrift: 442v]]

Donnerstag den 25ten: Martij; 1652. <Mariæ verkündigung, sive potius, Festum Conceptionis Christj.>


Die Wölfe continuiren schaden zu Thun, undter meinen Schweinen
zu Zeptzigk. Man kan ihnen, biß dato, keinen abbruch thun.
Sie haben auch zu Poley undt Palbergk, Schweine,
hämmel, undt pferde, niedergerißen. Gott helfe! daß
wir diß ungezifer, auch einmahl, tilgen mögen!


Jn die kirche vormittags, (da der hofprediger Menzelius
geprediget) cum sorore, et filiis ambobus, & tribus filiabus5.


Extra zu Mittage, über die Ordinarien6, den iüngern
Sekerka, Tobias Steffeck von Kolodey undt Magister Menzelium perge


Nachmittags, wieder zur kirchen, in des Diaconj Jonij
predigt, cum sorore, undt beyden Söhnen, auch einer Tochter. perge


Il Cirurgo, m'hà contato miracolj delle Virtù,
dell'empiastro, dj Nürnberg[.] <Jddîo, ne sia lodato, di talj pruove!>


Lüdolf Lorentz von Krosigk, ist wieder anhero kommen,
in meinung, unß lust zu bringen, undt nutzen zu schaffen,
mit der wolffsiagtt.

Freitag den 26ten: Martij; 1652.


<3 hasen, von der hatz.>


<1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 3 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten, seindt geseet worden, zu Zeptzigk, Gott gebe zu segen!>


Meine Söhne, seindt hinauß geritten, mit Krosigk, undt
andern Jungkern, <als Rindtorff undt Einsidel> wölfe zu hetzen. <Sie haben aber nur, 3 hasen, gefangen.>


Philipp Güder, bey Mir gewesen. Postea Kornführer, von Zerbst.


Jch habe allerley geschrieben, undt gelesen.

Samstag den 27ten: Martij; 1652.

<3 hasen, mejn Sohn, gehetzt.>


Secretarius Paul Ludwig ist bey mir, gewesen, allerley zu referiren.
Postea der Amptmann, Georg Reichardt in aliis rebus & negociis.


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, hat Hans Balthasar Oberlender seen laßen, zu am Gottsagker,
Gott gebe, zu Segen, undt gedeyen!

|| [[Handschrift: 443r]]


Den Wolf hat mein Elltister Sohn, mit Krosigk, nicht
antreffen können, wiewol er den meisten Tag, wie auch
gestern, darnach geritten, undt hat davor, 3 hasen gehetzt.


Gestern sol<len> nach meiner Söhne abzug, alsobaldt
an den orth, da sie gewesen, fluchs hernach, die
wölfe sich haben sehen laßen, also, das daß glügk,
unß noch nicht, hat favorisiren wollen, in diesem stügk. perge


J'ay eü Tobias Steffeck de Kolodey auprès de Christian Heinrich de Börstel a cause
de la nonchalence, de Georg Friedrich de Börstel & Ernst Gottlieb de Börstel perge

Sonntag den 28ten: Martij; 1652.


Vormittags, aufm Sahl, hat Magister Menzelius geprediget.


Krosigk, ist zuvor noch hinweg, nach erlangter dimission.


Extra: zu Mittage, Fraw Rindtorfinn, der iunge Sekerka,
Tobias Steffeck von Kolodey undt der Magister. perge


Meiner herzlieb(st)en Gestern, ist Flößholtz ankommen.


heütte ist ein Schwedischer, gewesener Quartiermeister,
mit 20 zigeünern, ankommen, hat paß, undt quartier
umb sein geldt, erbehten, <wie in anderer Fürsten lande, auch geschehen.>


Nachmittags wieder zur kirchen, cum sorore & filiis.


Ghiribizzj di Donne, stravagantj. Pacienza!


<Frost; mane.>


Die zigeüner, (so vorgeben, Sie haben sich bekehret, zum
Christenthumb) haben sich diese nacht, wolgehalten,
vor ihr geldt, gezehret, undt keine überlast gethan,
auch ein wächßernes kügelein, in eine Feẅersbrunst zu
werffen, hindterlaßen, so leschen soll. Solches ist aber, cum conditione,
acceptiret worden, wann keine magica, oder superstitiones, dahinder stecken.

|| [[Handschrift: 443v]]


heütte vormittagß, haben wir allhier zu Bernburgk
die erschreckliche SonnenFinsternüß, gesehen,
welche gegen 10 uhr, vormittagß, angefangen, undt
umb 12 sich geendet, die Sonne, ist biß auf ein
C: (welchen buchstaben, wie ein Mondviertheil
sie gemachtt) verfinstert worden, undt hat
wol 2½ wo nicht 3 Stunden gewähret.
Gott verhüte unglück! undt daß Sie nicht,
absterben hoher personen, gefängnüß,
Pestilentz, hunger, Tiranney, (wie etzliche
kalenderschreiber wollen) bedeütte! undt
Wende alles unheyl, gnediglich, von unß abe!
Es wahr sonst, schön hell, klahr, stille
wetter, also daß wir diese SonnenFinsternüß,
mitten am himmel über unserm Schloßplatz,
durch ein durchstochenes blawes pappier,
etzliche auch, in einem Niedergelegtem Spiegel,
theilß in einem Niedergesetztem waßer-
begken, gar bescheidentlich, sehen können.
Groß, seindt die wergk des herren!
wer ihr achtet? der hat eyttel lust darahn!
was er ordnet, das ist löblich, undt herrlich! undt
Seine Gerechtigkeitt, bleibet ewiglich. Ψalm: 1117.

|| [[Handschrift: 444r]]


Die Avisen, von Leiptzigk, melden:


Daß die lottringher, noch im Elsaß, graßiren, undt
dominiren, auch in Franckreich gehen wollen.


Frangkendal, bestehet auf der evacuation.


Der Kayser helt einen landtTag, zu Preßburgk, von
wegen der Türcken Streiffereyen, undt will dar-
nach, gen Prag, marchiren.


Jn Polen, hat sich der ReichßTag zerschlagen, umb
eines eintzigen landtbohten willen, welcher wieder
die formam deliberandj, protestiret. Die Moßkowi-
ter, suchen auch, alte prætensiones hervor, undt
wollen mit den Cosagken, undt Tartarn, colludiren.


Jn Ungarn, ist der gute Fürst, Sigismundus
Ragozzy, an pocken, gestorben, undt der segen aldar,
sehr abgegangen.


Die venezianer, hoffen noch, ihre<m> Mächtigen
Erbfeindt, gewachßen zu sein. Die Janitzscharen
undt Spahy zu Constantinopel, sollen an
einander gerahten sein, undt viel Tausendt,
<einander> ermordet haben, auf den gaßen. Jn Candia
undt in Dalmatia, hoffen die Venetj, noch progreß!


Jn Engellandt, gibt es auch dissidia. Dennoch
wollen Sie, mit den Staaden, noch friede machen,
unangesehen erlittener affronten, undt repressalien.

|| [[Handschrift: 444v]]


Jn Frangkreich, sol der Printz von Condè, vom Harcour
geschlagen, Angiers gewiß vom Könige, erobert sein,
wie auch, Pont de Cè. Der Cardinal wehre
heimlich außgerißen. Die Engelländer, undt Spannier,
kähmen den Printzen, zu hülfe. Barcellona
hielte sich noch, in summis angustiis.


Die Staaden, brächten, eine Mächtige armada
zwahr zusammen, wehren aber doch, in hofnung,
mit den Engelländern, zu pacisciren.


Der Churfürst von Cölln, hat zu Hildeßheim,
die huldigung, eingenommen, undt Meß gehalten.


Die 24 kaufleütte zu Venedig, welche wieder
den Türcken, excurriren wollen, können nicht
forth, weil ihnen, die holländer die Schiffe,
so sie gemeinet, nicht hüren, oder vermiehten wollen,
zur anrichtung ihrer Neẅen gesellschaft8.


Ein gefangener Christ, welcher den Kay-
serischen, einen anschlag entdegkt, auf etzliche
Ungarische Städte, so der Türgke, überrumpeln
wollen, ist, von ihnen, lebendig gebrahten,
undt ein Märterer worden.


Jn Jrrlandt, undt Schottlandt, spielen die
Parlamentischen, den Meister.

|| [[Handschrift: 445r]]


Die Königinn, in Engellandt, bemühet sich, ihren
Sohn Päbstisch, undt zum Cardinal, zu machen.


Cromwell imaginiret sich, er seye der iehnige,
der alle Monarchische Regierung, in kurtzem,
abschaffen solle, weil ein buch9, in Engellandt
gedrugkt worden, daß einer, der einen loẅen
im wapen, führet, (wie er thun soll) den
Pabst von Rom, veriagen, undt alle Monarchen
vertreiben solle, anno: 1656. Sed; non credo!


Der Grave von Oldenburgk, correspondiret
auch, mit den Parlamentischen, zu Londen. perge


Jn Schottlandt, halten sich noch viel prediger,
undt undterthanen feste, wieder die Engelländische
neẅe Regenten, undt wollen ihnen nicht undterthan
sein, unangesehen, Sie von ihnen überwunden,
undt hart tractiret werden.


Man moviret, dem kleinen Printzen von
Uranien, quæstionem status, wegen der herr-
schaft Bevergern, von Frangkfurth auß.


Der Kayser, continuirt, seine Reformation10
in den Erblanden, außer in Ungarn, da Sie
sich opponiren.


Schreiben von Croßen, entpfangen. perge

|| [[Handschrift: 445v]]

Dienstag den 30ten: Martij; 1652.


<Frost, sta mattina.>


Christian, von Wartemßleben, unser Page, ist heütte
forth, nacher hause zu raysen. Gott wolle ihn geleitten!


Sekerka den iüngern, nach halle, geschicktt.


Avis: daß hertzogk Moritz von Sachßen, Sohn
gestorben, undt groß Trawren zu Dresen[!], ver-
uhrsachet. Gott wolle, die affligirten, trösten!


Depesche, nacher Zerbst, bestellet, an Jehna.


Avis von Magdeburg das es sich aldar, mit der hertzoginn
zu Eütin, fein (Gott lob,) anleßet. Gott helfe
ferner, mit gnaden, zur beßerung! Die <3> Räphüner,
so dahin geschickt worden, seindt nicht überkommen. perge
Es stehet darauf, das diese Hertzogin, in kurtzem,
will anhero kommen, sich zu divertiren. perge


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 6 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, hat Hans Georg alhier seen
laßen, hindterm Gottßacker. Gott gebe zu segen!


Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin, ist zum ersten mal,
diß iahr, mit Mir, in gartten alhjer zu Bernburgk,
spatziren gegangen. Gott gebe zu glügk! die raysen
aber, nacher Kr Zerbst, Krannichfeldt, undt Magdeburgk,
(so theilß, im herbst, theils im wintter geschehen) werden
von Jhrer Liebden nicht mitt angerechnet.

|| [[Handschrift: 446r]]

Mittwoch den 31ten: Martij; 1652.


Jn die kirche, undt wochenpredigt, vormittags,
mit Meiner Schwester, Dorothea Bathilde[,] mit beyden Söhnen, undt
zweyen Töchtern, Angelica, undt Anna Sophia. perge


Extra zu Mittage, habe ich den hofprediger Menze-
lium gehabt, undt in conscientziensachen, privatim
ihn consuliret, da er mir dann, die warheitt nicht verhehlet.


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:Schefel (Scheffel)schfl: Gersten, inß Mittelgewende,
hindterm Gottsagker alhier zu Bernburg hat Hans Georg lackay
seen laßen, undt 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten zu Zeptzigk, in die Suhl-
breitte, hat Oberlender seen laßen. Gott segne beyderley!


Risposta von Zerbst, von Jehna, per expreßen. Die leichbe-
gengnüß, ist wol, undt gar eingezogen, abgegangen.
Münchhausen, von Kloster Litzke, ist Fürst hanßen zur lincken<rechten> seitte,
(ohne zweifel, als ein Abgesandter,) gegangen. Der Cantzler
zu Zerbst, aber zur lincken, sine dubio, auch, als ein Legatus.
Darauf seindt gefolget, die Rähte, undt Amptmann,
hernacher, die Fürstliche Gemahlinn, und Fürstliche FrawMutter,
dann, daß Adeliche Frawenzimmer. Nur Acht
vom Adel, haben die leiche des verstorbenen herrleins,
getragen, vier haben das Fürstliche Frawenzimmer geführet,
undt viere seindt Marschälcke gewesen, Außer
diesen, ist keiner vom Adel mehr gesehen worden.
Vor der Fürstlichen leiche giengen vier kriegsOfficirer, 2 Rittmeister[,]
ein Capitain, undt ein leütenampt, so nicht Nobilis. Alles gar retirat!


Textapparat
a Abkürzung nicht auflösbar.
b Im Original stehen die ersten beiden Zeilen dieses Absatzes rechts neben der Datumszeile.
c Beide Abkürzungen nicht auflösbar.
d Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
2 Zitat aus Flaminio: De rebus divinis carmina, o. S.
3 Zitat aus der Pfingstsequenz "Veni Sancte Spiritus" in Graduale de Tempore (1614), S. 382-385.
4 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
5 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
6 Hier: die gewöhnlichen Essensgäste.
7 Ps 111,2-3.
8 Körperschaft nicht ermittelt.
9 Buchtitel nicht ermittelt.
10 Hier: Gegenreformation.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1652_03.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Angélique
Zupfinstrument der Lautenfamilie
Anschlag
Plan, Absicht
anstecken
etwas (Behälter) anstechen, anzapfen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Armatur
Rüstung
arriviren
ankommen, eintreffen
aufführen
errichten, aufbauen
aufführen
ins Amt einführen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
avociren
jemanden von einem Ort weg oder zu einem Ort hin beordern bzw. befehlen
Ballet
höfischer Schau- oder Bühnentanz
beschreiben
schriftlich ein- oder vorladen
beschreiben
auftragen, befehlen, vorschreiben
besorglich
zu Besorgnis Anlass gebend, heikel, zu befürchtend
blöd
(physisch oder psychisch) schwach, empfindlich, anfällig, gebrechlich
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
certiren
streiten, wetteifern
colligiren
sammeln, zusammentragen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commercien
Handelsgeschäfte
competiren
im Rangkonflikt stehen
competiren
konkurrieren
competiren
gebühren, zuständig sein
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
comportiren
sich verhalten, sich benehmen
Compterey (Komturei)
Pfründe bzw. Amt eines Komturs
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
Conscienzsache
Angelegenheit des (religiösen) Gewissens
Consulent
Ratgeber, Rechtsberater, Anwalt
consuliren
um Rat fragen, zu Rate ziehen
consuliren
beraten
consuliren
einen Rat geben
contentiren
zufriedenstellen
contestiren
bezeugen
contestiren
eine Auseinandersetzung in Gang bringen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Creatur
Günstling
cunctiren
zögern
decolliren
enthaupten
defendiren
verteidigen
dick
dicht
Difficultet
Schwierigkeit
difficultiren
erschweren
difficultiren
ablehnen, kritisieren
difficultiren
sich widersetzen
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
dissuadiren
abraten, ausreden
divertiren
unterhalten, zerstreuen
divertiren
ablenken
divertiren
abwenden, entfernen
drehen
wirbeln
Ehegeld
Mitgift, Aussteuer, Morgengabe (Gabe des Mannes an die neue Ehefrau am Morgen nach der Hochzeit zum Zeichen, dass sie als Jungfrau in die Ehe gegangen sei)
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
entschlagen
sich von etwas (negativ Bewertetem) befreien/fernhalten
Erledigung
Befreiung, Freilassung
excurriren
hinauslaufen
Exulant
aus Glaubensgründen vertriebene Person (meist für vertriebene Protestanten aus den habsburgischen Erbländern und anderen rekatholisierten Territorien)
Fluß
Katarrh (Entzündung der Schleimhäute)
Fluß
Rheuma, Gicht
Gericht
Gebiet, das den Raum umfasst, für den die Gerichtshoheit gilt
Giftöl
gegen eine Vergiftung angewandte Flüssigkeit
Großvogel
allgemeine Bezeichnung für größere essbare Vögel
Gubernantin
Gouverneurin
herbatum ziehen
hinausgehen, um Pflanzen zu sammeln
hüren
vermieten
Interposition
Vermittlung
Invention
Erfindung, Einfall
inventiren
ein Bestandsverzeichnis erstellen
invitiren
einladen
Kinderpocken
Windpocken
Kindsblattern
Windpocken
kroncken
erkranken
kroncken
krank sein
künstlich
kunstfertig, geschickt
Landbote
Mitglied einer Ständeversammlung (z. B. Landtag)
mainteniren
(sich) behaupten
mainteniren
in Stand und Ordnung halten
Mandat
obrigkeitlicher Befehl
Mariä Verkündigung (In Annuntiatione Beatae Mariae Virginis)
Gedenktag an das Ereignis der Verkündigung durch den Engel Gabriel, dass die Jungfrau Maria den Sohn Gottes vom Heiligen Geist empfangen habe und ihn gebären werde (25. März)
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
Nürnberger Pflaster
Wundpflaster, das unter Verwendung verschiedener Öle hergestellt wird
ominiren
prophezeien
Pacienz
Geduld
pacisciren
einen Vertrag abschließen
patrociniren
fördern, bevorzugen
poussiren
treiben, forttreiben, befördern, durchsetzen
purgiren
sich von einer Beschuldigung rein machen
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Stabsoffizier
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
remoriren
verzögern, zurückhalten, aufhalten
Repressalie
Recht, sich am Eigentum Fremder für die Nichterfüllung einer Verpflichtung oder die fehlende Wiedergutmachung erlittenen Unrechts schadlos zu halten, auch wenn diese hierfür unmittelbar nicht verantwortlich waren
retirat
zurückgezogen
Schätzung
zwangsweise erhobene außerordentliche Geldzahlung, Sondersteuer
Sipahi (Spahi)
Reiter im osmanischen Heer
subjugiren
unterwerfen
subsistiren
zu leben haben, auskommen
subsistiren
haltmachen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Thum(b)herr
Domherr
Thum(b)propst
Dompropst (Vorsteher und Vertreter eines Domkapitels nach außen)
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Überlast
übermäßige Belastung, Belästigung, Beschwerung
verbeißen
durch Zusammenbeißen der Zähne den Ausbruch einer Gefühlsäußerung zu unterdrücken versuchen
verehren
schenken
verehren
beschenken
verschwören
einen Meineid schwören
verschwören
stark schwören
verschwören
abschwören
Volk
Truppen
Wick(en)futter
Futtermischung aus Erbsen, Wicken, Gerste und Hafer
Wirtschaft
adlige Maskerade, die eine dörfliche oder städtische Gast- bzw. Hauswirtschaft imitieren soll
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Zeitung
Nachricht
zerfallen
uneins werden, sich entzweien
zerfallen
zerschlagen, zerbrechen
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Georg Rudolf von Anhalt-Zerbst

geb. 1651
gest. 1652
Anm.: Sohn des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb. 1585
gest. 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Leben in Wittenberg bzw. Oldenburg (1633-1642); seit 1642 Witwensitz in Coswig (Anhalt).

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Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

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Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Theodor Bähr

Anm.: Um 1652 kaiserlicher "notarius immatriculatus" in Halberstadt(?).
Gottlieb Bährenreutter
Gottlieb Bernreuth

Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652).
Johan Gustafsson Banér

geb. 1596
gest. 1641
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Banér (1547-1600); schwedischer Obrist (1621), Generalmajor (1623), General der Infanterie (1630) sowie Feldmarschall im Nieder- und Obersächsischen Reichskreis (1634); ab 1630 Reichsrat; seit 1634 Oberbefehlsshaber der schwedischen Armee in Deutschland; ab 1638 zugleich Generalgouverneur in Pommern; seit 1633 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Haltende").

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Kurfürstin (Henrietta Maria) Adelheid von Bayern
Geburtsname: (Enrichetta Maria) Adelaide di Savoia

geb. 1636
gest. 1676
Anm.: Tochter des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1650/52 Ehe mit Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern (1636-1679).

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Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

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Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

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Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
N. N. de Béthune (1)

Anm.: Älterer Sohn des Lautenisten Josué de Béthune.
N. N. de Béthune (2)

Anm.: Jüngerer Sohn des Lautenisten Josué de Béthune.
Josué de Béthune

Anm.: Französischer Lautenist und Erfinder der Angélique (Zupfinstrument der Theorbenfamilie); sechsjährige Ausbildung auf Kosten der verwitweten Königin Maria von Frankreich (1575-1642); 1649-1651 Lautenist der Königin Christina von Schweden (1626-1689).
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

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Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

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Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

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Renée Budes de Guébriant
Comtesse Renée de Guébriant
Renée de Chépy de Grouches
Geburtsname: Renée Crespin du Bec

geb. 1613
gest. 1659
Anm.: Tochter des René I Crespin du Bec, Marquis de Vardes (gest. 1633); 1616-1628 erste (geschiedene) Ehe mit Jean de Chépy de Grouches (gest. 1650); 1631-1643 zweite Ehe mit Jean-Baptiste Budes de Guébriant, Comte de Guébriant (1602-1643); 1645/46 außerordentliche französische Gesandte in Polen.

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Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Goldbeck, Buckow, Oberstorf und Groß-Machenow; ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise Verbannung als Kommandant nach Küstrin (Oktober 1638); 1642-1652 Geheimer Rat und erster Minister, kurfürstlicher Oberkammerherr (Oberkämmerer) und Oberkommandant aller kurmärkischen Festungen; Johanniterkomtur zu Lagow; ab ca. 1651 Dompropst in Halberstadt; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

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Henri de Chabot
Duc Henri II de Rohan

geb. ca. 1616
gest. 1655
Anm.: Sohn des Charles Chabot, Seigneur de Saint-Aulaye; französischer Offizier; durch Heirat (1645) mit Duchesse Marguerite de Rohan (1617-1684) als Tochter und Alleinerbin des Duc Henri I de Rohan (1579-1638) ab 1648 Duc de Rohan; seit 1649 Gouverneur von Anjou; 1651/52 Teilnahme an der Fronde.
Pierre de Charlevoix

gest. 1682
Anm.: Französischer Generalmajor; seit 1645 Garnisonskommandant in Breisach (noch 1653).
Pierre Cordier
Petrus Corderius

gest. 1652
Anm.: Geboren in der Pfalz; reformierter Theologe; vor 1645 vermutlich Pfarrer in ’s-Hertogenbosch; seit 1645 Prediger der reformierten wallonischen Gemeinde in Leiden.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Prinz Friedrich (2) von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich (2) von Schleswig-Holstein

geb. 1651
gest. 1652
Anm.: Sohn des Königs Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670).
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
Prinz Heinrich von England, Schottland und Irland
Duke Henry of Gloucester

geb. 1640
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); seit 1659 Duke of Gloucester.

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Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

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König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Girolamo Foscarini

geb. 1597
gest. 1655
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscarini; ab 1617 Mitglied des Maggior Consiglio; seit 1622 Gouverneur von Zara; ab 1627 Richter im Collegio dei dodici; 1630-1635 Capitano (Stadthauptmann) und Podestà (Amtmann) von Vicenza, Bergamo und Sebenico; seit 1635 Senator; seit 1641 Camerlengo del Consiglio dei dieci; 1642/43 Capitano von Brescia; 1643/44 Provveditore alle Fortezze; 1647 Kommissar von Dalmatien; 1650-1653 Provveditore generale in Dalamtien und Albanien; ab 1654 Capitano generale da Mar.

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in VIAF
Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Maria von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Maria de' Medici

geb. 1575
gest. 1642
Anm.: Tochter des Francesco I de' Medici, Granduca di Toscana (1541-1587); 1600-1610 Ehe mit König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1610-1617 Regentin von Frankreich für ihren Sohn Ludwig XIII. (1601-1643); seit 1631 im Exil, u. a. in den Spanischen und Vereinigten Niederlanden sowie in England.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adam Georg Gans zu Putlitz

geb. 1590
gest. 1660
Anm.: Sohn des Philipp Gans zu Putlitz (gest. 1603); Erbherr auf Putlitz, Wolfshagen und Wittenberge in der Prignitz; kurbrandenburgischer Geheimer Rat (ab 1640), Obermarschall (1640-1652), Obrist und Oberkämmerer (1652-1660); seit 1652 zudem Dompropst in Brandenburg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 559.
Hans Heinrich Gau

Anm.: Pirnaer Handelsmann, der ab dem Jahr 1650 eine Saaleschleuse in Bernburg bauen wollte; 1661-1664 Salzfaktor in Dresden.
Alberto Eugenio di Ginevra
Marchese Alberto Eugenio di Lullino
Marchese Alberto Eugenio di Pancalieri

geb. 1602
gest. 1664
Anm.: Sohn des Cleriado di Ginevra, Marchese di Lullino e di Pancalieri (gest. 1619); Staatsrat und Kammerherr der Herzöge von Savoyen; savoyischer General der Kavallerie; 1651/52 herzoglicher Gesandter in Wien; Gouverneur des Chablais.
Otto Gise
Otto Gesenius

gest. 1658
Anm.: Sohn des Strenznaundorfer Pfarrers Joachim Göse; seit 1625 Prediger an der Stiftskirche St. Johannes Baptistae in Alsleben; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 3, Leipzig 2005, S. 277.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Michael Hermann von Hagen

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Sohn des Sigmund von Hagen (1564-1631); Erbherr auf Biendorf; 1645-1651 Hof- bzw. Kammerjunker des Herzogs August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680); 1659-1661 Hofmeister und Rat der Fürsten Lebrecht (1622-1669) und Emanuel von Anhalt-Plötzkau (1631-1670); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Paul Hartmann

Anm.: Ab 1636 anhaltisch-zerbstischer Kammerschreiber; danach Amtmann in Lindau (seit 1641) und Zerbst (spätestens 1648).
Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels
Landgraf Ernst von Hessen-Kassel

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1641 Volontär in französischen Kriegsdiensten; danach hessisch-kasselischer Kapitän (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1648); seit 1649 Titularlandgraf von Hessen-Rheinfels unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; 1651 Konversion zum katholischen Glauben; Erbe der Mediat-Landgrafschaften Hessen-Eschwege (1655) und Hessen-Rotenburg (1658); 1663 Ernennung zum kaiserlichen Feldmarschallleutnant (Stellung jedoch nicht angetreten).

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Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg
Landgraf Hermann von Hessen-Kassel

geb. 1607
gest. 1658
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Koadjutor des Stifts Hersfeld; seit 1622 Propst des hersfeldischen Klosters Petersberg; ab 1627 Titularlandgraf von Hessen-Rotenburg unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fütternde").

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Georg Heyneccius
Georg Heinecke

Anm.: Um 1651 Advokat und Bürger in Breslau.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Christian Jonius

geb. ca. 1625/30
gest. 1685
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Bartholomäus Jonius (1603-1657); bereits um 1646/48 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, bis 1649 als Küchenschreiber; danach bis 1654 Aufenthalt in Utrecht; um 1656/57 fürstlicher Kammerdiener und zuletzt Kammerschreiber in Bernburg.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Hans Kornführer

Anm.: Um 1651/54 Visionen habender Bürger in Zerbst.
Stefan Koryciński

geb. ca. 1617
gest. 1658
Anm.: Sohn des Mikołaj Koryciński (1586-1637); ab 1651 Starost von Wolbrom, Oświęcim, Warschau, Kowal und Ojców; Unterkronkanzler (1652) und Großkronkanzler (seit 1652) des Königreiches Polen.

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Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

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Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

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Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

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Philippe de La Mothe-Houdancourt
Duc Philippe de Cardone
Duc Philippe du Fayel

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des Philippe de La Mothe-Houdancourt (1558-1652); 1622-1652 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal de camp (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1641) und Maréchal de France (1642); 1642-1644 und 1651-1653 Vizekönig von Katalonien; 1642-1653 Duc de Cardone; ab 1652 Pair de France; seit 1653 Duc du Fayel.

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Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

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Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Melchior Loyß
Melchior Louis

geb. 1576
gest. 1650
Anm.: Ab 1606 in anhaltisch-bernburgischen Diensten, zunächst als Einnehmer(?) der oberpfälzischen Regierung, spätestens seit 1620 als Pfennig- (bis 1633) und Schatzmeister, ab 1634 als Amtmann von Harzgerode und fürstlicher Obereinnehmer der Harzämter (bis 1637) sowie als Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650); 1638/39 Bernburger Stadtvogt; 1639-1646 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Wilhelm von Micrander

gest. 1676
Anm.: Sohn des kaiserlichen Obristleutnants N. N. Micrander; 1628 Hofmeister des Grafen Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms (1593-1635); ab 1630 Genfer Bürger; Offizier in kursächsischen Diensten, u. a. Hauptmann (1634/37) und Obristleutnant (1639); Wechsel in kaiserliche (um 1643) bzw. schwedische Dienste (um 1645/48); 1649-1658 Geheimer Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; zugleich kaiserlicher Obristleutnant; 1657-1660 erneut in schwedischen und zuletzt wieder in kaiserlichen Diensten als Obristleutnant bzw. Obrist (spätestens 1671); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entledigende").

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Giuseppe Morosini

Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Marcantonio Morosini; 1650-1653 "Duca di Candia"; danach mehrfach Kapitän venezianischer Kriegsschiffe im Krieg um Kreta.
Johann Ernst Müller

Anm.: Mönch und Priester des Benediktinerordens, der um 1652 zum reformierten Glauben konvertierte.
Philipp Adolf von Münchhausen

geb. 1593
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hilmar d. J. von Münchhausen (1558-1617) auf Schwöbber; Erbherr auf Wendlinghausen (ab 1624) und Leitzkau (seit 1638); enger Berater des Grafen Anton Günther von Oldenburg (1583-1667); vgl. Andreas Wolleben: Eine Christliche Leichpredigt Auß den Worten des 118. Psalms v. 17. [...], Hannover [1657], S. 54-69.

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Salomon (2) Muschwitz
Salomon (2) Munschwitz

geb. ca. 1577
gest. 1654
Anm.: Teilnahme am Langen Türkenkrieg; ca. 1618-1620 Fourier des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1625 Hoffourir von dessen Sohn Christian II.; um 1642/50 Bürger in Bernburg sowie fürstlicher Pachtinhaber.
Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Martin (2) Nickel

geb. 1630
Anm.: Sohn des späteren Bernburger Bürgermeisters Martin (1) Nickel (gest. 1651); um 1653 fürstlicher Bediensteter in Bernburg.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Johann Theodor Sixtus von Ottersdorf
Jan Theodor Sixt z Ottersdorfu

geb. ca. 1569
gest. 1654
Anm.: Sohn des Prager Bürgers und Humanisten Sixtus von Ottersdorf (ca. 1500-1583); ab 1589 Studium in Wittenberg; 1618/19 Mitglied des Direktoriums der böhmischen Ständeregierung; 1621-1623 nach der Niederschlagung des Ständeaufstandes Verhaftung und Begnadigung nach Todesurteil; 1627 Emigration nach Pirna; um 1640 Aufenthalt in Zittau; seit 1644 Leben in Dresden (1654 Bürgerrecht).
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Ernst Plateis von Plattenstein
Jan Arnošt Platejs z Plattenštejna
Bischof Johann Ernst von Olmütz

geb. 1586
gest. 1637
Anm.: Sohn des böhmischen Hofkammersekretärs Johann Plateis von Plattenstein; ab 1601 Domherr in Olmütz; Studium der Theologie am Collegium Germanicum in Rom; 1608 Priesterweihe; Archidiakon von Brünn; 1622-1636 Generalvikar des Bischofs von Olmütz; 1629-1636 Propst des Olmützer Domkapitels; seit 1636 Bischof von Olmütz.
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Prinz Johann Sigismund von Polen

geb. 1652
gest. 1652
Anm.: Sohn des Königs Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Hieronim Radziejowski

geb. 1612
gest. 1667
Anm.: Sohn des Stanisław Radziejowski (1575-1637); Starost von Łomża (1637-1652), Kamionek (1642-1652) und Solecki (1650-1663); 1637-1650 Vorschneider der Königin Marie Louise von Polen (1611-1667); 1650-1652 Unterkronkanzler des Königreiches Polen; 1652-1662 nach Verbannung wegen Majestätsbeleidigung Exil in Schweden; 1656-1660 in schwedischer Haft; 1662 Begnadigung durch den polnischen Sejm; 1667 Woiwode von Livland und polnischer Gesandter im Osmanischen Reich.

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Henrietta Maria Rákóczi
Rákóczi Henrietta Mária
Gräfin Henrietta Maria von Munkatsch
Geburtsname: Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern

geb. 1626
gest. 1651
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1651 Ehe mit Sigismund II. Rákóczi, Graf von Munkatsch (1622-1652).

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Sigismund II. Rákóczi
II. Rákóczi Zsigmond
Graf Sigismund von Munkatsch

geb. 1622
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); vor 1648 Erhebung zum Grafen von Munkatsch.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Giacomo da Riva

Anm.: 1648-1650 venezianischer General und Befehlshaber einer Kriegsflotte gegen die Türken; um 1652/53 Provveditor generale dell'armi nel Regno di Candia.

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Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Reinhold (2) von Rosen
Der Gute

geb. 1604/05
gest. 1667
Anm.: Sohn des Otto von Rosen (gest. nach 1638) auf Gresten (Linie Groß-Roop); Erbherr auf Ninigal, Bollweiler und Dettweiler; um 1621 Page am Stockholmer Hof; spätestens ab 1631 schwedischer Obrist, zuletzt unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1639 einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen (1639-1647) und später schwedischen Diensten als Generalmajor und Obrist; um 1649 französischer Lieutenant-général und Kriegsrat; ab 1652 Kommandant im Elsass.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Sachsen-Weimar, Haus
Herzöge von Sachsen-Weimar

Anm.: Seit 1572 bestehende Seitenlinie der ernestinischen Herzöge von Sachsen.
Herzog Johann Philipp von Sachsen(-Zeitz)

geb. 1651
gest. 1652
Anm.: Sohn des Herzogs Moritz von Sachsen(-Zeitz) (1619-1681).

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Herzog Moritz (1) von Sachsen-Zeitz

geb. 1619
gest. 1681
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Zeitz (kursächsische Sekundogenitur); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sittsame").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Charles-Amédée de Savoie-Nemours
Duc Charles-Amédée de Nemours
Duc Charles-Amédée d' Aumale
Duc Charles-Amédée de Genevois

geb. 1624
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri I de Savoie-Nemours, Duc de Nemours (1572-1632); ab 1641 Duc de Nemours, de Genevois et d'Aumale; seit 1646 in französischen Kriegsdiensten; 1651/52 Teilnahme an der Fronde; 1652 Tod im Duell.

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Stephan Hermann von Schkölen

geb. 1614
gest. 1658
Anm.: Sohn des Rittmeisters und Ratsherrn Hans Christoph von Schkölen (gest. 1639) zu Groß Salze; Pfänner und Erbherr auf Groß Salze (Bad Salzelmen) und Glöthe; 1631-1634 Page bei Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1634-1639 in kursächsischen Kriegsdiensten als Einspänniger bzw. Kornett (um 1636/39); seit 1641 Ratsherr in Groß Salze.
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Fürstin Louise von Anhalt-Dessau

geb. 1631
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1648-1672 Ehe mit Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau (1618-1672).

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Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Liegnitz
Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1628
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1649-1663 Ehe mit Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Brieg bzw. Schlesien-Liegnitz (1616-1663).

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Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Julia Felizitas von Württemberg-Weiltingen

geb. 1619
gest. 1661
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); 1640-1653 Ehe mit Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1653 Ehescheidung auf dessen Initiative; nach 1636 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Dankbare").
Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1581
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

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Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Johann Schrickel

geb. 1601
gest. 1674
Anm.: Sohn des Hildburghausener Bürgermeisters Johann Schrickel (1547-1626); Studium in Jena, Altdorf und Straßburg (1626 Promotion zum Dr. jur. utr.); um 1624 Advokat in Amberg; ab 1630 hennebergischer Landrat in Schleusigen; sächsisch-weimarischer Amtmann von Mellrichstadt (1634) und von Königsberg in Franken (1635-1641); danach sächsisch-eisenachischer Hofrat; seit 1645 anhaltisch-zerbstischer Kanzler.

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Schwarzburg, Familie
Grafen von Schwarzburg

Anm.: Thüringisches Reichsgrafengeschlecht.

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Peter Silfvercrona
Pieter Spiering

geb. ca. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Delfter Kaufmanns François Spiering; ab 1626 in schwedischen Diensten u. a. Zollverwalter in Danzig (1626) bzw. Generalzollverwalter für Preußen und Kurland (1627-1635); seit 1636 königlicher Kammerherr und Finanzrat; 1636/37-1640 schwedischer Resident in Amsterdam; ab 1642 zugleich Generalverwalter der Lizenten in Livland, Pommern und Mecklenburg; schwedischer Gesandter bei den Generalstaaten in Den Haag (1640-1650, erneut seit 1651) sowie in London (1651/52); 1636 Nobilitierung ("Silfvercrona").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Wilhelm Slawata von Chlum
Graf Vilém Slavata z Chlumu

geb. 1572
gest. 1652
Anm.: Sohn des Adam Slawata (1546-1616); 1597 Konversion zum katholischen Glauben; 1600-1604 böhmischer Hofmarschall und 1604-1606 amtierender Oberstkämmerer von Kaiser Rudolf II. (1552-1612); 1605-1611 Burggraf von Karlstein; 1611-1617 Obersthoflehensrichter, 1612-1625 Kammerpräsident, 1617-1625 Oberstlandrichter, 1623-1627 Oberstkämmerer, 1627/28 Obershoflandmeister und ab 1628 Oberstkanzler des Königreichs Böhmen; seit 1621 kaiserlicher Kämmerer; ab 1624 Geheimer Rat; 1621 Erhebung in den Grafenstand; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
James Stewart
Duke James of Lennox
Duke James of Richmond

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Esmé Stewart, 3rd Duke of Lennox (ca. 1579-1624); ab 1624 4th Duke of Lennox; seit 1625 königlicher Gentleman of the Bedchamber; ab 1626 Lord High Admiral of Scotland; seit 1633 Mitglied des englischen Privy Council; 1640-1642 Lord Warden of the Cinque Ports; ab 1641 auch Mitglied des schottischen Privy Council und 1st Duke of Richmond; seit 1644 Lord Steward of the Household; Beteiligung am englischen Bürgerkrieg auf royalistischer Seite; ab 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Anna Margaretha von Thale
Geburtsname: Anna Margaretha von Knigge

Anm.: Tochter des Jobst von Knigge (1572-1626); seit 1625 erste Ehe mit Georg Heinrich von Thale; 1636-1641 zweite Ehe mit Christoph Ernst von Thale (gest. 1641).
Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jérôme Vignon

gest. nach 1659
Anm.: Französischer Lautenist; 1631-1640 Lautenist des Herzogs Karl IV. von Lothringen und Bar (1604-1675); danach Lautenlehrer in Paris.
Graf Georg Friedrich von Waldeck-Eisenberg
Fürst Georg Friedrich von Waldeck
Graf Georg Friedrich von Cuylenburg

geb. 1620
gest. 1692
Anm.: Sohn des Grafen Wolrad IV. von Waldeck-Eisenberg (1588-1640); ab 1642 niederländischer Kapitän; seit 1651 kurbrandenburgischer Staatskammerrat, Generalleutnant, Geheimer Rat und Kriegsrat; ab 1652 Dompropst in Halberstadt und Johanniter-Komtur in Lagow; 1653-1658 leitender Minister im Kurfürstentum Brandenburg; 1658-1660 schwedischer General; seit 1663 Feldmarschalleutnant der westfälischen Kreistruppen; ab 1664 Regent der Grafschaften Cuylenburg und Waldeck-Eisenberg; seit 1665 kaiserlicher Feldmarschall; ab 1672 niederländischer Feldmarschall; seit 1681 Generalfeldmarschall der Reichs- und Kreistruppen; 1682 Erhebung in den Reichsfürstenstand; ab 1688 Generalkapitän der Niederlande; seit 1689 Herrenmeister der Balley Brandenburg des Johanniterordens; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 609.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Wurmb (2)

Anm.: Vermutlich Angehöriger des thüringischen Adelsgeschlechts; im März 1652 Abgesandter der verwitweten Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt (1584-1652) nach Anhalt.
Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Alsleben
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Angers
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Bautzen
weiterführende Informationen
Bentheim (Bad Bentheim)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bevergern, Herrschaft
Anm.: Teil des Hochstifts Münster.
Biendorf
weiterführende Informationen
Bode, Fluss
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brandenburg an der Havel
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Breisach am Rhein
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Brieg (Brzeg)
weiterführende Informationen
Bückeburg
weiterführende Informationen
Bunzlau (Bolesławiec)
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbel
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Ebeleben
weiterführende Informationen
Eichenzell
weiterführende Informationen
Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
weiterführende Informationen
Elsass
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Eschwege
weiterführende Informationen
Eutin
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Fuhne, Fluss
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Görlitz
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Großenhain
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hamm
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Haynau (Chojnów)
weiterführende Informationen
Heilbronn
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Heringen (Helme)
weiterführende Informationen
Hessen, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hildesheim
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Iburg (Bad Iburg)
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kamenz
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Kleinwirschleben
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Kleve
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Kleve, Herzogtum
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Königsbrück
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Köthen
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Konstantinopel (İstanbul)
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Kranichfeld
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Kreta (Candia), Insel
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Krim, Khanat
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Leiden
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Leipzig
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Leitzkau
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Les Ponts-de-Cé
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Liegnitz (Legnica)
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Löbejün (Wettin-Löbejün)
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London
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Lothringen, Herzogtum
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Magdeburg
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Mailand (Milano)
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Malta (Inselgruppe)
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Mittelmeer
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Mühlberg/Elbe
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Neapel (Napoli)
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Neapel, Königreich
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Neumarkt in Schlesien (Środa Śląska)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nienburg (Saale)
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Öresund (Øresund)
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Österreich unter der Enns (Niederösterreich), Erzherzogtum
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Oldenburg, Grafschaft
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Osmanisches Reich
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Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Paderborn
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Paris
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Peißen
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Anm.: Geteilt in Oberpeißen (Fürstentum Anhalt) und Unterpeißen (Erzstift Magdeburg).
Philippsburg
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Anm.: Bis 1615 Stadt Udenheim.
Pirna
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Plötzkau
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Poitiers
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Polen, Königreich
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Poley
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Pommern, Herzogtum
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Preßburg (Bratislava)
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Reichenbach
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Rom (Roma)
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Rotenburg an der Fulda
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Saumur
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Savoyen, Herzogtum
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Schlesien, Herzogtum
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Schöningen
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzes Meer
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Schweden, Königreich
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Schwerin
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Sondershausen
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Spanien, Königreich
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Straßburg (Strasbourg)
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Tecklenburg
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Torgau
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Ungarn, Königreich
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Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Venedig (Venezia)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Waldau
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Warschau (Warszawa)
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Weddegast
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Weser, Fluss
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Westfalen
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Wien
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Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg)
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Wolfenbüttel
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Zepzig
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Zerbst
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Benediktiner (Ordo Sancti Benedicti)
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Bernburg, Konsistorium
Anm.: Landesherrliche kirchliche Verwaltungs- und Justizbehörde im Teilfürstentum Anhalt-Bernburg.
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Hanse(bund)
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Niederlande, Generalstaaten
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Polen, Stände der Rzeczpospolita
Marcantonio Flaminio: De Rebvs Divinis Carmina Ad Margaritam Henrici Gallorum Regis sororem, Antwerpen: Christophe Plantin, 1558. [Nachweis im GVK]
Graduale de Tempore iuxta Ritum Sacrosanctae Romanae Ecclesiae. Editio Princeps (1614). Edizione anastatica, Introduzione e Appendice, hg. von Giacomo Baroffio / Manlio Sodi, Città del Vaticano: 2001. [Nachweis im GVK]