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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: April 1652


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 446v-469r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. April 1652
Bernburg
  • Lachsfang
  • Vorbereitungen für den Empfang von Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Ausbringen von Getreidesaaten
02. April 1652
Bernburg
  • Wind
  • Vorbereitungen für den Empfang der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Grenzübertritte ins Jagdrevier durch Christoph von Hagen
  • Bericht durch Ladislaus Pribik Sekyrka
  • Besuch des erkrankten Superintendenten Joachim Plato durch Kanzleisekretär Georg Knüttel
  • Abschickung des Lakaien Michael Ringk
  • Ausbringen von Getreidesaaten
  • Schriftliche Ankündigung des Obristen Andreas von Schönberg durch Rittmeister Christoph Albrecht von Zanthier
03. April 1652
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Ausbringen von Getreidesaaten
  • Obrist von Schönberg und Rittmeister von Zanthier als Besuch und Essensgäste
  • Nachricht vom Tod des Prinzen Friedrich von Dänemark und Norwegen
  • Baldige Rückkehr des Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Calenberg aus Italien
  • Nachrichten vom erkrankten Ballenstedter Amtsschreiber Matthias Knüttel, vom Amtmann Martin Schmidt und bezüglich der Anreise der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Abendliche Ankunft der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
04. April 1652
Bernburg
  • Wind
  • Abreise des Hofmeisters von Bützow der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf nach Schermcke
  • Anhörung der Vormittagspredigt
  • Zwei Besuche bei der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Frau von Rindtorf, Sekyrka, Steffeck, der Hofprediger Johann Menzelius, der Pfarrer Georg Enderling und der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Essensgäste
  • Nachmittäglicher Kirchgang
05. April 1652
Bernburg
  • Wind und Hagel
  • Regierungssachen
  • Rückkehr des Küchenmeisters Philipp Güder aus Quellendorf
  • Lieferung von Wildvögeln
  • Nachrichten von Kriegs- und Verhandlungsgeschehen aus dem Aus- und Inland
  • Nachricht vom Tod des Prinzen Johann Sigismund von Polen
  • Nachricht von der Geburt der Erzherzogin Theresia Maria Josepha von Österreich
06. April 1652
Bernburg
  • Frost
  • Ausritt nach Zepzig
  • Zwei Besuche bei der sich erholenden Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Ausbringen von Getreidesaaten
07. April 1652
Bernburg
  • Kirchgang
  • Besuch bei der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Sekyrka und Ernst Gottlieb von Börstel als Essensgäste
  • Uneinigkeiten mit dem passierenden Händler Hans Heinrich Gau
  • Wirtschaftssachen
08. April 1652
Bernburg
  • Besuch durch einen ehemaligen Berater von König Karl I. von England
  • Rückkehr Bützows
  • Sortieren von Medikamenten
  • Ausbringen von Getreidesaaten
  • Pestaufkommen in Hamburg
  • Erhalt der Leichenpredigt von Christian Sachse
09. April 1652
Bernburg
  • Nächtlicher Regen
  • Besuch durch Leibarzt Dr. Levin Fischer
  • Schreiben aus Altenburg
  • Ausbringen von Getreidesaaten
  • Rückkehr von Bediensteten aus Calbe mit Eid Gaus
  • Gespräch mit Bützow
10. April 1652
Bernburg
  • Unterredungen mit Amtmann Georg Reichardt, Kanzleisekretär Paul Ludwig und Dr. Fischer
  • Korrespondenz
  • Ausritt mit Söhnen
  • Besuch beim durchreisenden Obristen Jaroslaus Peter Kinsky von Wchinitz und Tettau
  • Besuch bei der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Ausbringen von Getreidesaaten
11. April 1652
Bernburg
  • Regen
  • Anhörung der Predigt von Pfarrer Johann Joachim Plato
  • Bützow, Menzelius, Sekyrka, Steffeck und Dr. Fischer als Essensgäste
  • Erkrankung der Schwester Dorothea Bathilde und der Töchter Eleonora Hedwig und Anna Sophia
  • Kirchgang mit den Söhnen und Bützow
  • Zuteilung eines Empfangsscheins
  • Gespräch zwischen Dr. Fischer und der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
12. April 1652
Bernburg
  • Geburt eines Fohlens
  • Zwei besondere Träume
  • Regierungssachen
  • Ausführungen zur Behandlung der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf durch den Arzt Dr. David Heimburger
  • Ausritt mit Fürst Karl Ursinus
  • Abschickungen und Korrespondenzen
  • Ausbringen von Getreidesaaten
  • Nachrichten von Neuigkeiten und Kriegsgeschehen im Aus- und Inland
13. April 1652
Bernburg
  • Frost
  • Zählung der Schafe
  • Dr. Fischer und Bützow als Essensgäste
  • Ausbringen von Getreidesaaten
  • Begegnung mit der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Bestrafung von Bediensteten
14. April 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Versuch eines Besuches bei der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf durch Dr. Heimburger
  • Abwägen von Bestrafungsmodalitäten für ein Fehlverhalten des Rüstmeisters Johann Balthasar Oberlender
  • Besuch und Bericht durch Dr. Fischer
  • Besuch bei der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Besuch bei der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
15. April 1652
Bernburg
  • Gutes Wetter
  • Kirchgang
  • Unterredungen mit Reichardt und Menzelius
  • Sekyrka und von Bila als Essensgäste
  • Ausflug der fürstlichen Kinder nach Baalberge
  • Korrespondenzen und Vorratslieferung
  • Ausbringen von Getreidesaaten
16. April 1652
Bernburg
  • Gutes Wetter
  • Saalpredigt
  • Die von Rindtorf, Sekyrka, Jonius, Steffeck von Koloday und Ludolf Lorenz von Krosigk als Essensgäste
  • Ausbringen von Getreidesaaten
  • Kirchgang mit den Söhnen
  • Tod der Pfarrersfrau Susanna Plato
17. April 1652
Bernburg
  • Wildlieferung
  • Nachricht von einem Betrüger in Dessau und einem reformierten, spanischem Grafen in Zerbst
  • Nachricht von seltsamen Ereignissen in Nienburg
  • Ludwig zur Unterredung und als Essensgast neben von Bützow und weiteren
  • Kirchgang
  • Spaziergang und abergläubisches Ritual im Garten
18. April 1652
Bernburg
  • Kirchgänge mit der Familie
  • Nachricht und Neuigkeiten aus dem Aus- und Inland
  • Besuch bei der erkrankten Schwester Fürstin Dorothea Bathilde
  • Ausbleiben eines Besuchs bei der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Spaziergang mit der Gattin Fürstin Eleonora Sophia
19. April 1652
Bernburg
  • Predigtanhörung und Abreise des Superintendenten Plato
  • Bützow, Gebhard Paris von dem Werder und weitere als Essensgäste
  • Kirchgang mit Familie
  • Verschickung der Söhne bezüglich der Angelegenheit Aschersleben
  • Abreise Werders und Krosigks und Rückkehr der Söhne
  • Neuigkeiten und Nachrichten aus dem Ausland und vom Kaiserhof
20. April 1652
Bernburg
  • Besuch Dr. Fischers bei erkrankter Tochter Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg
  • Abreise es von Schierstedt
  • Andauerndes Fieber der Fürstin Dorothea Bathilde
  • Schwankender Zustand der Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Spaziergang der Kinder
  • Ausbringen von Getreidesaat
21. April 1652
Bernburg
  • Unterredung mit Sekretär Christoph Bährenreutter
  • Korrespondenz und Lektüre
  • Ausbringen von Getreidesaat
  • Spaziergang im Garten
  • Jagdausflüge des Fürst Karl Ursinus
  • Spaziergang mit Fürstin Eleonora Sophia
22. April 1652
Bernburg
  • Ausritt mit Fürst Karl Ursinus
  • Dr. Fischer als Essensgast
  • Krankheit Fürst Augusts und Fürstin Marias
  • Erholung Fürstin Dorothea Bathildes
  • Ausflug mit Fürstin Eleonora Sophia und Fürst Karl Ursinus
  • Ausbringen von Getreidesaaten
  • Besuch durch von Krosigk und Rückkehr Menzelius‘
23. April 1652
Bernburg
  • Verwirrender Traum
  • Unterredung mit Güder und Reichardt
  • Durchreise von beladenen Handelsschiffen Gaus
  • Aderlass Fürstin Dorothea Bathildes und Bützows
  • Krankheiten der Fürstinnen Dorothea Bathilde und Maria
  • Erholung Fürst Augusts
  • Versuch eines Besuchs bei der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
24. April 1652
Bernburg
  • Kälte
  • Unterredung mit dem zurückgekehrten Mechovius
  • Ausbringen von Getreidesaat
  • Besuch bei der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
25. April 1652
Bernburg
  • Nebel und Kälte
  • Zwei Kirchgänge mit Kindern
  • Die von Rindtorf, Menzelius, Steffeck und Sekyrka als Essensgäste
  • Unterredungen mit Bützow
  • Abschiednahme der Sekyrkas
  • Abendessen mit der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
26. April 1652
Bernburg
  • Regen und Kälte
  • Neuigkeiten, Nachrichten und Avisen aus dem In- und Ausland
  • Anhaltende Krankheit Fürst Karl Ursinus‘, Fürstin Marias, Fürstin Dorothea Bathildes und der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Gespräche mit Menzelius und Einsiedel
  • Abreise der Sekyrkas
  • Unfall bei der Durchfahrt von Handelsschiffen
  • Ausbringen von Getreidesaaten
  • Ankunft Krosigks
27. April 1652
Bernburg
  • Aufbruch der Fürstinnen Ernesta Augusta und Eleonora Hedwig nach Halle
  • Anhaltende Krankheit des Fürst Karl Ursinus
  • Besuch durch Dr. Fischer und Unterredungen mit demselben wie auch mit Reichardt
  • Kenntnis von Betrug bei den Brauereieinnahmen
  • Besuch der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf durch Dr. Fischer
  • Spaziergang mit Fürstin Eleonora Sophia bis zu einem Regeneinbruch
  • Fieberausbrüche in Polen, Hamburg und Zerbst
  • Rückkehr des Gottlob Sekyrka
  • Ausbringen von Getreidesaaten
28. April 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Kirchgang mit Fürstin Dorothea Bathilde und den Söhnen
  • Mechovius, Dr. Fischer und Hans Christoph von Witzscher als Essensgäste
  • Ankunft des Grafen Christian von Rantzau und des Herzogs Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg in Halle
  • Besichtigung des Lustgartens durch die Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Gewitterwetter
28. April 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Ankunft und Begrüßung der Töchter in Halle durch den Grafen Rantzau, die Herzogin Anna Maria Dorothea von Sachsen-Weißenfels und Herzog August von Sachsen-Weißenfels
  • Dr. Fischer als Essensgast
  • Frühstück und gemeinsame Betstunde mit Fürstin Eleonora Sophia
  • Unzufriedenheit Fürstin Eleonora Sophias über Inhaftierung eines Bürgers
  • Abfertigung eines Gärtnerlehrlings nach abgeschlossener Ausbildung
30. April 1652
Bernburg
  • Gestriger Besuch bei der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Beginn einer krankhaften, wahnhaften Episode der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Ablehnung Fürstin Eleonora Sophias durch die Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Schutzhaft der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf
|| [[Handschrift: 446v]]

Donnerstag den 1. Aprilis, 1652.

<Ein lachß zum erstenmal gefangen diesen frühling alhier zu Bernburgk Jst aber ein kupferlachß.>


heütte ist allerley anstaltt
gemacht worden, wegen abholung der iungen hertzogin von Eüttin.


1 wispel Gestern, ist in die Suhlepredigt<breitte>, geseet
worden, zu Zeptzigk, in beysein, Oberlenders, undt
12 Schefel (Scheffel)schfl: haber alhier in das Mittelgewende,
der Gerichtsbreitte, im beysein, Hans Georg Lackayens,
Gott gebe zu wachßthumb! undt gesegnetem gedeyen!

Freitag den 2. Aprilis, 1652.

<Windig wetter.>


Diesen Morgen, hat Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin,
ihre CammerJungfer1, mit Tobias Steffeck von Kolodey undt zweyen
Caretten, nacher Magdeburg abgeschickt, die
iunge hertzogin von Eüttin, abzuholen.
Gott gebe zu glügk! undt reconvalescentz
derselbigen!


Gestern, hat Hagen, zu Biendorf, unß wieder
zu nahe gehetzt. Jch avisiere es, dem Obrist Leutnant Knochen.


Der iüngere Sekerka, (so von Halle wiederkommen)
hat relation gethan, wegen der vorseyenden festivitet,
& aliarum rerum perge et cetera.


Jch habe, durch Geörge Cnütteln, unsern Superintendenten,
in seinem haußcreütz, undt vielfältigem anliegen,
besuchen laßen. Er hats wol aufgenommen, und sich fein getröstet.


Michael Ringk depeschè ce soir, a H & a Aa. Deus benedicat!


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: Gestern, zu Zeptzigk per Ludwig Röber undt 12 Schefel (Scheffel)schfl: haber alhier, seen
lassen, per Hans Georg[.] Gott gebe, zu Segen! undt Gedeyen!

|| [[Handschrift: 447r]]


Christof Albrechtt Zanthier, hat anhero geschrieben,
von einem Obersten Schömbergk, der mich Morgen
(gebe gott) zu Mittage, ansprechen will. Gott gebe! daß
er Mir, etwas gutes, undt nichts verdrießliches bringe!

Samstag den 3. Aprill: 1652.

<Regenicht. Windig.>


heütte Morgen, hat Oberlender wiederumb 6 Schefel (Scheffel)schfl: haber<Gersten,>
zu Zeptzigk, <sollen> außseen laßen. Gott gebe, zu segen! und gedeyen!


Der Oberste Schömbergk, kriegsraht, undt Commendant
zu Zelle, auch hauptmann über drey Aempter, hat
sich, mit Zanthiern, gegen Mittage, præsentiret,
undt ich habe ihn gerne admittiret zur Audientz,
(weil er ein wolqualificirter Cavaglier ist)
Er ist auch, zum Mittagseßen, bey unß geblieben.
Darnach, ist er, nach endigung guter dißcurße,
(sonderlich, von den Niederlendischen kriegen, darinnen
er den Staaden gedienet, vor hertzogenpusch,
Maestricht, &cetera undt von den Schwedischen
kriegen, darinnen er, undter hertzogk Geörgen
Sehligen, undt undter dem commando, des General
Klitzings, gewesen) wieder von unß geschieden, cum socio!
Er will auch nach Plötzkaw? Muß baldt wieder nach
Zell, weil der Churfürst von Cölln, dorthin kommen
wirdt. Vetter Hans Geörge, undt Landgraf Fritze,
seindt auch bey hertzogk Christian Ludwig, auf der reygerbeiße.


Des Königs in Dennemarck, iüngstes Söhnlein, ist gestorben.
Der Hertzogk von Hanover, will bald auß Italien, wieder sa sein.

|| [[Handschrift: 447v]]


Post von Ballenstedt, von Matz Cnüttels, haußcreütz.
Gott tröste ihn! Dieu luy a ostè, ün fils, mort au
Ventre de sa Mere.


Der Amptmann Schmidt, hat auch geschrieben wegen
kohlmanns, undt anderer sachen.


Post von Niemburgk; wegen der hertzoginn von Eüttin,
welche aldar ankommen, & sa restitütion n'est pas enco-
res affermie. Le bon Dieü; aye pitiè d'elle, & la guerisse!
par sa grace & Benediction! Le Medecin, & le Maistre
d'hostel, sont desünis! Unita vis fortior esse solet!


Diesen Abendt, ist in der demmerung, die Hertzoginn
von Eüttin, ankommen, undt man hat allerley signa,
non adhuc sanæ mentis, an ihr, deprehendiret. Gott
verleyhe, bäldiste beßerung!

Sonntag den 4ten: Aprilis, 1652. Dominica Judica. et cetera

<Windig Aprillenwetter.>


Der iungen Hertzoginn, ihr hofmeister, ist frühe von
hinnen, verrayset, eine Gevatterschaft zu Scher-
mike zu verrichten! Je croy, que le bon Cavaglier,
(Bützaw nommè) est bien ayse, d'estre èsloignè,
de ces miseres! Dieu le conduyse! & nous aussy! par
sa Sainte grace! & Paternelle assistance!


Magister Enderling, hat hieroben, aufm Sahl geprediget.
Jch habe vormittags, die iunge hertzogin, (nach anmeldung)
besuchtt, undt Sie noch gar höflich, gegen Mir, befunden,
ob Sie schon ihre intervalla gehabt, undt von der gesterigen || [[Handschrift: 448r]]
rayse, auch vieler cur, undt blödigkeitt, sehr Matt,
undt ermüdet gewesen. Sie lag im bette. Gott helfe ihr!


Extra zu Mittage: die Rindtorfinn, den iüngeren Sekerka,
Tobias Steffeck von Kolodey Magister Menzelium, so auch den prediger, Magister En-
derling, gehabtt, insonderheitt, den CammerRaht, Doctor Mechovium perge.


Nachmittags, cum sorore, & filijs, in die kirche, undt
predigtt, des Diaconj Jonij, gezogen.


Postea, die hertzoginn von Eüttin, wieder besuchtt.

Montag den 5ten: Aprilis, 1652.

<Windt. Schloßen.>


Jn Rechnungß- undt Oeconomijsachen, allerley
facende gehabt.


Philipp Güder, ist mit weinpfählen, von Quahlendorf
wiederkommen, 25000 perge et cetera.


25 drußeln, undt zjimer, von halle, Jtem: 2 Endten,
alhier bekommen perge.


Die avisen bringen: Daß Xaintes, in Franckreich,
von den Königischen, erobert wehre. Der Lottringher,
(so gegen das Stift Basel, gehet, undt noch im Elsaß,
übel hauset) stellet sich, baldt, dem Könige,
baldt den Printzen, zu assistiren. Taillebourg,
sol auch, vom Königlichen General, Harcour, erobert sein.
Visconte de Türenne, sol Königlicher General werden.


Engellandt undt hollandt, stehen noch in Tractaten.


Dennemargk, undt Schweden, haben auch Gesandten
zu Londen. Schottland wil sich noch nicht laßen capistriren.
Jrrlandt dubitiret auch noch. Die HanseeStädte || [[Handschrift: 448v]]
accommodiren sich ebenmäßig dem Parlament, durch ihren
abgeordneten, Leo von Aißema. Manche meinen,
die Engelländer, undt hollender, dörften conjunctim,
nach Frangkreich zu, gehen.


Die evacuation Frangkenthal sol den 16⁄26ten:
Aprill geschehen, wiewol ChurPfaltz, mit hinderlichen
Conditionen, sich selbst remoriren solle.


Vom ReichßTage, ist es noch stille.


Die Türgken, sollen 30000 stargk in Ungarn
sein, auch große præiudicia machen, an den
gräntzen, auch mit streiffen, rauben, undt
brennen, insolentzien verüben. Die Ungarn
bitten umb einen Türckenkrieg, undt
revange. Der Kayser, helt es noch, vor unrahtsam.


Jm Arcipelago, sol der Venezianische Generalissimo
Foscarinj, die Jnsel Chio erobert, undt
36 Türckische galleren in selbigen porto, ver-
nichtet haben, auch große beütten überkommen.


hingegen, haben die Türgken, Canea wieder
endtsetzt, undt proviandtiret, wie auch in
Morea, wieder alle Christen, sæviiret, so wol
die Griechischen, als lateinischen kirchen, || [[Handschrift: 449r]]
verbrandt, etzliche Christen ermordet, andere
gefänglich eingezogen, umb vermuhteter jntelligentzen willen.
(Vielleicht, ist der Türgken, alß Orientalischer An-
tichristen ruin, undt Undtergang, vor der Thür!)


Jn Polen, hat sich zwahr der ReichßTag, umb eines
Landbohten Kühnen wiedersprechens, undt Protestirens
willen, zerschlagen, iedoch hoft man friede, mit
Moßkaw, undt mit den Cosagken, zu erhalten,
wiewol die Pollnischen Stende, den König selbst im
verdacht haben, alß ob er heimlich, mit den Cosagken
colludire, zu manutenentz, seiner Authoritet.


Des Königes Sohn, ist gestorben, wie auch des
Königs in Dennemargk, iüngstes Söhnlein.
Gott tröste die affligirten!


Die Kayserinn, ist mit einer Princeßinn,
gesegnet wo undt frölich endtbunden worden.
Man hat dieselbe, Tiresia Maria Josepha
in der Tauffe genandt.


Der Pabst hat viel neẅe Cardinäle solenniter
wieder creiret, auf recommendation Kayser, und Könige.


Barcellona, sol in großen angustiis sein.
Die Spannischen davor, stärgken ihr läger,
undt die Frantzosen zum secours, seindt schwach,
bleiben auch, zum theil, gar außen, umb ihrer
innheimischen zwytracht willen. perge

|| [[Handschrift: 449v]]

Dienstag den 6ten: Aprilis; 1652.

<Froßt, mane.>


Jch bin hinauß, nach Zeptzigk, geritten,
selbigen gebrechen, zu remediiren, pro posse.


Darnach, die Hertzoginn besuchtt, welche
sich anfängt, gar fein zu endern, undt etwaß
zu recolligiren. Gott gebe ferner, gnade! und segen!
auch succeß, zu völliger, reconvalescentz.


12 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten, hat Oberlender seen laßen, zu Zeptzigk,
14 Schefel (Scheffel)schfl: Ge haber alhier, undt 2 Viertel (Hohlmaß)v: Hans Georg in daß
Mittelgewende, an der gerichtsbreitte. Gott gebe, zu segen!


Gegen abendt, die hertzoginn wieder besucht, undt
allerley gute gespräche, mit ihr gehalten.
Gott verleyhe, gnediglich, völlige restitution!

Mittwoch den 7ten: Aprilis; 1652.


Jn die Kirche, cum sorore, auch beyden Söhnen,
undt zweyen Töchtern2, sampt anderm Comitat.


Postea: Die hertzoginn besuchtt, undt gar
moderat befunden. Mein kleiner Carll hat
mit jhr, zu Mittage, eßen müßen.


Extra zu Mittage, der jüngere Sekerka,
undt Ernst Gottlieb, von Börstel, gewesen.


Einen stargken Disputat, mit Gawen gehabtt,
welcher in 5 durchpaßirenden Schiffen, nur 110 wispel || [[Handschrift: 450r]]
angegeben, nemlich 75 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: weitzen, undt 35 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten,
alles Bernburgischen maßes, da ich doch vermeint, es wehre noch
eins so viel darinnen endthalten. Jch hatte
Rindtorf, undt andere deputirt, solche Schiff, zu
besehen, undt umbzumeßen. Jnterim kahm er
herauf, machte eine große differentz zwischen
dem visitiren der Schiffe, (so ein ieder
herr der zölle, macht hette) undt dem umb-
meßen, welches ihm schaden brächte, undt seine
Schifleütte veriagen würde, auch an keinem
orth braüchlich wehre, Sondern ihme, darvor,
die unkosten des schadens, undt verseümnüß,
(im fall er richtig befunden, undt angegeben
hette, anderst wolte er gerne strafe leiden,
nebenst der confiscation, seines v̈berleyen
guhts) von mir werden müsten. Dieweil
er dann, nach vielem contestiren, alles, hoch
betheẅerte, das deme also, undt nicht anders
wehre, er auch baldt wiederzukommen, promittirte
(fast wochentlich, bey gutem wetter,) undt das
er, an der Schleüse, bawen wollte, versprach,
dimittirte ich ihn, dieses mahl, also, doch muste
er iemands von den Meynigen, zum umbmeßen, nacher
Calbe, da es ohne das, geschicht in andere Schiffe, mittnehmen.

|| [[Handschrift: 450v]]


Oberlender, hat laßen, zu Zeptzigk, 13 Schefel (Scheffel)schfl:
Gersten, außseen. Gott gebe, zu wachßthumb!
Segen! undt gedeyen!

Donnerstag den 8ten: Aprill; 1652.


Wilhadus Bo<e>thius, Heidelbergensis so dem Könige in
Engellandt Sehliger zehen iahr in der cantzeleyen
gediehnet, weib undt kindt hat, auch eigene
gühter gehabtt, undt verlaßen, müßen,
hat sich angemeldet. Jch habe ihm zugesprochen,
angehöret, undt bedachtt, mitt einem Viatico!


Hofmeister Bützow, ist wiederkommen. Jch habe
Medicamenten geordnet, in arcanis, perHans Wenzel Rothe
undt hofmeister Bützaw, nachm eßen, zugesprochen.


Die hertzoginn, hat heütte etwas extravagirt,
undt niemands acceß verstatten wollen. Sie ist
auch, über des Bützaw, ankunft, wenig erfreẅet worden.


10 Schefel (Scheffel)schfl: haber, in die 100 Morgen, außseen laßen,
Gott gebe zu segen! Wachßthumb! undt gedeyen!


Avis: daß zu Hamburgk, die pest zim-
lich grassiren mag. Gott lindere, solche Landstraffen!
undt wende fromme hertzen, zur wahren buße.


Magister Sachße Superintendent zu Cöhten, hat mir seines Sohns
Christiani Sehligen leichpredigt, condolenter geschicktt!

|| [[Handschrift: 451r]]

Freitag den 9ten: Aprilis; 1652.

<Regen die Nachtt, wie auch heütte, per intervalla.>


Den Medicum, Doctor Fischern, bey mir gehabt.


Risposta von Aldenburgk, en termes incertains.


20 Schefel (Scheffel)schfl: haber, hat Hans Georg alhier, auf den
hundert Morgen, undt Iohann Balthasar Oberlender zu Zeptzigk
18 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten, seen laßen. Gott gesegne beyderley!
Meine deputirte, seindt von halle<Calbe> wiederkommen,
haben Gawen, seinen weitzen umbmeßen
gesehen, undt zimlich richtig befunden,
die Gerste aber, hat er nicht wollen
umbmeßen laßen, umb besorgter verseümnüß
willen, Sondern auf einen Eidt, gestellet.


Mit Bützow, conversiret.

Samstag den 10ten: Aprilis; 1652.


Den Amptmann, Georg Reichardt bey Mir gehabt.
Postea: den Secretarium; Paul Ludwig. Jtem: Doctor Fischern.


J'ay èscrit au Duc Jean a Eutin. Dieü, nous favorise!


Nachmittagß, bin ich, mit meinen Söhnen, hinauß
spatziren geritten. Postea aber, baldt wieder
umbgekehret, weil ich, den Obersten Graffen
Kinßky, (welcher, in 10 tagen, 100 meilen weges,
gefahren, und sehr müde gewesen, auch sich nicht angemeldet)
im Gasthofe verspühret. Er ist aber bald wieder weggezogen.

|| [[Handschrift: 451v]]


Die Hertzoginn, habe ich besuchtt, welche zimlich
fein gewesen, wiewol sie diese Tage über,
ein par mal, etwaß fantasieret.
Gott wolle Jhrer Liebden wieder zu rechte helfen!


12 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten<haber,> seindt heütte zu Zeptzigk<alhier,>
in præsentia Iohann Balthasar Oberlender<Hans Georgs> außgeseet worden,
Gott gebe, zu segen! undt gedeyen!

Sonntag den 11ten: Aprilis; 1652.

<Regen.>


Vormittags hat aufm Sahl, der iunge Plato, geprediget.
Extra zu Mittage, nicht allein Bützow, sondern
auch, Doctor Mechovius, Magister Menzelius, der iüngere Sekerka,
Tobias Steffeck von Kolodey gewesen, wie auch Doctor Fischer.


Jch habe die iunge Hertzoginn besuchtt,
undt zimlich fein gefunden.


Meine Schwester, Dorothea Bathilde undt meine Töchter, Eleonora Hedwig
undt Anna Sophia seindt krangk worden. Gott beßere es, mit jhnen!


Nachmittagß, cum filiis, zur kirchen, in Jonij predigt.
hofmeister Bützaw, wanderte auch mitt.


Dem Notario Bähr, habe ich, ein vor ihn gehöriges
Recepiße, auß meiner Cantzley, geben laßen.


Den Medicum, Doctor Fischer, hat die hertzogin heütte,
zum ersten mahl, gesprochen, undt sehen wollen.

|| [[Handschrift: 452r]]

Montag den 12ten: Aprilis; 1652.


Gestern<Am Freytage>, hat eine grawe Stuhte zu Zeptzigk gefohlet,
undt ein Stuhtenfohlen gebrachtt. Gott gebe zu glügk!


Somnium hesternum, vom außsterben des Gräflichen
hauses Hohenlohe, (cum Circumstantijs) gehabt,
Somnium hodiernum; wie ich bey einem Engellischen
Ambassador undt mit dem General la Riva, bey den
Dardanellj, vor dem Hellesponto gewesen, a la
Veille d'üne grande battaille navale!


Oeconomica, undt rechnungen heütte vorgehabt.


I'ay sceü, que la bonne Düchesse, a estè tourmentèe
40 fois, en 6 mois, dü Medecin, Docteur Haimburger,
a luy faire, ouvrir la veine, & tirer dü sang,
quelquesfois, üne demie livre a la fois, puis
la pürger, aultant de fois, & quelquesfois
aussy luy donner dès Vomitifs. Les premiers
huict iours, il l'a fait seigner <par force> si fort, dès
bras, & dü front, puis pürger, huict fois,
c'est-a-dire quattre fois, de chasque chose, puis l'a
fait voyager a Magdebourg. Il luy a fort
aussy contrariè en sès discours, & l'a mal
traittèe, l'irritant avec vilaines parolles.
C'est assèz pour ecerveler üne Personne sage!

|| [[Handschrift: 452v]]


Dieü luy vueille ottroyer, la desirèe guerison!


Nachmittage, bin ich hinauß geritten, mit Carolo Ursino,
nacher meinen breitten, alhier, undt zu Zeptzigk.


J'ay depeschè, vers Zerbst; et Ballenstedt.
Schreiben von Wien, undt Croßen. et cetera


12 Schefel (Scheffel)schfl: haber, hat hanß Geörge Lackay, auf den
100 Morgen, alhier, außseen laßen. Gott gebe zu Segen!


Die Ordinarij Avisen, geben:


Daß die Venezianer, sich gewaltig, gegen den
Türgken, rüsten, undt daß der Renegat, so mit
zweyen Christen Schiffen, zum Türgken vor diesem
übergefallen, undt in großen gnaden, bey dem
Türckischen Kayser, ist, also: das derselbe vor ihn,
geschrieben, (weil er, in letzter waßerschlachtt
gefangen, undt nach Candia, geführet worden,
auch gegen einem iungen Rahtsherren, Delphino,
außgewechßelt werden sollen) man solte ihn wol
halten, oder es sollten es, alle Christen, im Türckischen
Reich, bevorab die venezianischen, übel zu entgeldten
haben, auß seiner custodia endtrunnen, undt seine
wächter corrumpiret. Er heißt: Natalin Furlan,
ist schon vor 4 iahren, zum Türgken übergangen,
undt ein berühmbter SeeCapitain gewesen.

|| [[Handschrift: 453r]]


Der Türckische Kayser, undt Sein Divan, hat ihn, so baldt
er zum Mammelucken worden, zu seinem ViceAdmiral
über alle kriegsSchiffe gemacht, und in hohem werth,
gehalten. Auch in der Custodia, hat der Türckische Kayser,
wie vorgedacht, nicht allein, fleißig, vor ihn, geschrieben,
Sondern auch geldt zu seiner herrlichen undterhaltung,
nebst den 12 personen, so zu seiner guardia bestaltt
wahren, abundanter, ihn providiret.


Der Große Cham[!], in Tartaria, sol numehr
zum andern mahl, von beyden ungerahtenen
Söhnen3 (welche feinde gegeneinander selber ge-
wesen, dennoch aber, in diesem bubenstück, ihren
vatter, vom Reich, zu vertreiben, sich vereiniget)
auß seinem Reich, sein veriaget worden, undt
seidthero, in Persien, ankommen sein. Die Tartarn,
sollen wieder auß China, vertrieben sein.


Die Araber, sollen den Portughesen, im Sinu
Arabico, überlegen sein, Schiffe, undt Städte wegnehmen.


Die Engelländer undt Holländer armiren zwahr
annoch, handeln aber auch also mitteinander, das
viel vermeinen, es werden die Tractaten, auf
einen gühtlichen vergleich, außschlagen.


Das beylager, des Graven von Naßaw, Gouver-
neürs in Frießlandt, mit dem jungen Freẅlein von
Uranien, sol zu Cleve, den 2. May; celebriret werden.

|| [[Handschrift: 453v]]


Die Lottringhischen trouppen, stellen sich an itzo, gut
Printzisch, alß ob Sie den Printzen in Frankreich assistiren
wollten? Sie hausen sonst noch übel, im Stifft
Basel, undt zu im Elsaß die Schweitzer
rüsten sich, auf sie loß zu gehen.


Die evacuation Frangkenthals, wirdt
noch erwartett, im Aprilj.


Zu Wien, gehen die stargken Reformationes
eiferig forth, undt man will auch, daß bene-
ficium emigrandj, den Uncatohlischen verwehren.
Jn Ungarn fänget man auch ahn, zu reformjren.


Es continuiret, das des Königß in Frangkreich
partie, prævaliret, daß Xaintes, Taillebourg,
undt andere örther, den Königlichen waffen,
sich submittirt, nach dem der Conte de Harcour,
den Printzen von Condè geschlagen. Jn Orleans
aber ist die Madamoyselle d'Orleans, ein-
kommen, mit gutheißen ihres herrnvatters,
in meynung, diese Stadt, wieder die Königlichen, zu
manuteniren. Des Charlevois arrest, hat
der König gut geheißen. Die Savoysche heyrath,
der Prinzessin Adelheidt, mit dem Churfürsten von Bayern, || [[Handschrift: 454r]]
sol nach Ostern, vor sich gehen, undt Graf Kurtz,
solenniter sie abholen. Der Marchese de
Caracena Gubernator zu Meylandt, hat
auch gar pompose beylager gehalten.


Etzliche Jtalienische Fürsten, wollen zu Parma
oder Modena zusammen kommen, undt alß
man zu turnieren, præparatoria gemachtt,
haben zweene Graven mit lantzen, im
balgerennen oder FreyTurnier, einander ab-
gestochen, undt beyde verwundet, darvon
der eine, in diesem Ritterspiel, undt grobem
Schertz, en Tag hernacher gestorben.


Vom Reichstag, ist noch nichts gewißes,
wiewol der Kayser, darnach trachtett.


Jn Polen, ist der status auch noch verwirret.
Jn Schweden, wil man den Nahmen nicht
haben, daß man es mit dem Englischen Parlament
halte, zumahl, da an itzo, ein Dähnischer
abgeschickte4 zu Londen, admittiret worden.


Das Parlament sol auch progreß, in America haben, in den Jnseln Barbados.


Der Pabst, creiret viel Cardinäle.

|| [[Handschrift: 454v]]

Dienstag den 13den: Aprilis; 1652.

<Froßt mane.>


Man hat heütte frühe die lämmer gezehlet, undt
großen abgang, (contre rayson) gefunden. Gott straffe
die diebe! undt übelthäter!


Doctor Fischer, ist extra zu Mittage, bey unß gewesen,
so wol, als der hofmeister Bützow perge et cetera.


La Malice de mès gens, a occasionnè dès desordres. Le
bon Dieu, me vueille ottroyer dès bons serviteürs!


<1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 6 Scheffelschffl: haber, seen laßen, Hans Georg Berger vormittags 18 undt Iohann Balthasar Oberlender 12 Schefel (Scheffel)schfl: Nachmittags et cetera.>


Die hertzoginn, ist nach der Mahlzeitt, auf den Sahl
kommen unversehens, durch die Gemächer, hat sich aber
fein geberdet, undt ich habe ihr zugesprochen, undt sie
wieder in ihr losament, begleittet.


J'ay fait chastier, l'insolence dès malicieux. Dieü
lès vueille convertir! & induire, a repentance! sür tout,
les obstinèz!

Mittwoch den 14den: Aprilis; 1652.

<2 hasen, von der hatz.>


Doctor Haimburger, ist anhero kommen, hat zur Hertzoginn
gewoltt. Jst aber kurtz abgewiesen, undt wieder
abgefertiget worden.


Ob sich schon Tobiaß der Schengke, undt Hanß Geörge
Lackay, gutwillig <wegen Schlägereyen undt vollsauffens> gestern abendt, incarceriren
laßen, So hat doch Hanß Baltzer Oberlender, kein
gut thun wollen, Sondern, trungkener weyse, gewaltig
sich wiedersetzt, den hofmeister, so ihm sein verbrechen
angekündiget, undt vorlesen wollen, nicht hören mögen, || [[Handschrift: 455r]]
sondern halstarrig, trotzig, undt übermühtig, sich bezaigt,
auch nur so hingesagt, er hette es nicht verdienet, Man
köndte viel von ihm herliegen, er hette mir nun so lange, redlich,
undt ehrlich gediehnet, et cetera undt ob man ihn schon zum 5ten: mal
gewarnet, undt warnen laßen, sich zu submittiren, hat
er doch nicht gehen wollen, sondern sich armiret, mit <geladener> büchßen,
undt gewehr, undt v gedroẅet, den ersten, der ihm zu
nahe kähme, vor den kopf zu schießen, welcher hochstrafbah-
re unverandtworttliche exceß, ihme diesen Nüchternen
Morgen, noch einmal, durch den hofmeister, nebenst
den übrigen puncten, eigentlicher vorgehalten, undt
waß gestern wegen seines verbrechens prothocolliret
vorgelesen worden. Er ist aber, auf seiner obstination
verharret, (da er doch nüchtern) mit vorwandt,
er wollte endtlich wol in den Eülenspiegel5 heütte
gehen, zu den andern, nicht aber in den blawen Thurm,
welchen ich ihme, alß ein ärger gefängnüß, zugedacht,
undt er hette solches verschworen. Gestern, ließe
er mit, trotzige wortt sagen, ich hette kein uhrsach,
ihn beystegken zu laßen. Nun hatte er gleichwol,
meinen pagen, undt seinen ehrlichen alten vatter,
<deme man es nicht sagen dörffen> bey offentlichem tische, vor einen fuchßschwäntzer,
hunds etcetera ohne einige redliche uhrsache gescholten,
undt viel Tage, nacheinander, sich toll undt voll gesoffen.


Rindtorff, undt Tobias Steffeck von Kolodey als zugeordnete commissarien des
hofmeister Einsidels, haben ihm gestern, undt heütte, auch zugesprochen.

|| [[Handschrift: 455v]]


Endtlich, hat er sich etwaß erkandt, die vorgegangene
wiedersetzligkeitt bereẅet, iedoch verglimpfen
wollen, undt das er es, so böse nicht gemeinet, als
man mir es anbrächte. Der trungk hette ihn übereilet.
Man wüßte wol, das er ohne daß einen Närrischen
kopf hette, undt offt nicht wüste, waß er thete.
Er hette viel Neider, undt falsche Angeber.
hette mir ia, so viel, undt lange iahr, treẅlich
gediehnet, undt sein leben oft geringe genung
geachtet, in kriegsgefahr, in verschickungen,
undt sonsten. Er wollte das er todt ehre, undt
daß ihm, sein, kopf, schon herundter wehre. Jm
blawen thurm köndte, er nicht sitzen. Es hetten
sich allerley übelthäter darinnen, vor diesem
gefunden, theilß auch sich endtleibet, undt er-
hengkt, es gebe gespenster, undt abscheẅliche
gedangken darinnen. Er bähte, umb Gottes
willen, undt mit vergoßenen Thränen, ich
möchte ihn, darmit verschonen, undt seiner Allten
dienste, viel mehr gedengken. Ob man ihn schon
regeriret, es wehre eine hofstrafe, undt ehrliche
diehner, auch Adeliche, (als Rabe von Reithorn, &cetera)
wehren darinnen gesessen, wie auch der Grosse Kersten, || [[Handschrift: 456r]]
Märtin lackay, die Mußcketirer, undt andere, viel ehrliche,
bürger, so fast wochenthlich hinein, alß in eine Amptsgefäng-
nüß kommen, auch andere hofdiehner, vor diesem, ia wol eher
auch im Eülenspiegel 6 geseßen, wann die
andern gefängnüße voll gewesen, (inmaßen ich in Mei-
ner iugendt selber es gesehen) So hat er doch lieber
eine langwierige gefängnüß im Eülenspiegel, undt
waß darauf ferner vor ein sententz, erfolgen dörfte,
erwehlen wollen, als den beförchteten blawen thurm.
Jst ihm derowegen, auf des guthertzigen pagen,
Sekerka, (seines eigenen billichen anklägers,)
selbst vorbitte, die einführung in den Eülenspiegel,
zu theil worden. Gott gebe, das er Reẅ, undt
leidt, über seine verbrechen habe! undt sich beßere!
Wer sich gerne strafen leßett, der wirdt klug
werden, wer aber ungestraft will sein, der bleibt
ein Narr. Proverb 12. Vers 17 Er bildet sich ein, er
müße im EülenSpiegel, sein leben enden, wenn er
vier wochen darinnen, sitzen sollte? Gleichwol,
muß er solches, vor eine gnade erkennen.


Doctor Fischern, bey mir gehabtt. hat allerley referiret.
Schreiben, von Tecklenburgk, entpfangen.
Die Hertzoginn besuchtt, in zimlichem stande.

|| [[Handschrift: 456v]]


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber zu Zeptzigk, auf die Evangelions-
breitte, hat Ludwig Röber seen laßen, Item:
½ <Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:> haber alhier auf die 100 morgen,
Gott segene beyderley!

Donnerstag den 15den: Aprilis; 1652. grünDonnerstag

<Schön wetter.>


Jn die kirche, cum filiis tantum. Gott gebe
kraft dem donner, seines wortts.


Georg Reichardt bey Mir, gehabtt. Postea: den
Magister Menzel welcher nach Ballenstedt verrayset.


Extra zu Mittage, gehabtt: den iüngeren
Sekerka, nebenst Bülaw, welcher numehr
wie Ordinarius, ist.


Meine, Söhne, undt Töchter8, seindt hinauß
nach Palbergk, spatzirt, nachmittage, undt
haben Bützaw, undt den iungen Einsidel mittgenommen.


Schreiben, undt Victualien, von Ballenstedt.


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 6 Schefel (Scheffel)schfl: haber, zu Zeptzigk; undt 12 Schefel (Scheffel)schfl:
haber, alhier, sehen laßen. Gott gebe zu Segen!


Ludwig Röber ist darbey gewesen, an beyden orthen. perge


Jch habe an Freẅlein Catharina, geschrieben. perge
pour mon fils. Le bon Dieu, nous assiste!

|| [[Handschrift: 457r]]

Freitag den 16den: Aprilis, 1652. Charfreytag,

<Schön, Stille wetter.>


Der Caplan Jonius, hat auf unserm Sahl geprediget
vormittagß.


Extra zu Mittage, ohne Bützow, die
Rindtorfin, iüngere Sekerka, Jonium,
Tobias Steffeck von Kolodey gehabtt, Jtem: Krosigk von Erxleben.


12 Schefel (Scheffel)schfl: haber, auf die 100 morgen
alhier, hat Wolfgang Sutorius undt Ludwig Röber nachmittags
außseen laßen. Gott gebe, zu Segen!


Jterum: nachmittagß, in die kirche, cum filiis,
da man die Historia von der paßion abgelesen,
gesungen, undt gebehtet, Er Jonius. perge


Gestern, ist die Fraw, des iungen Platonis pfarrers
zu Altenburgk, gestorben, undt er also ein iunger
wittwer worden. Gott wolle jhn trösten!


Sie war schon vor etzlichen tagen, vor todt
gehalten, eingekleidet mit dem Sterbkittel,
undt lag da, also etzliche Stunden, wie todt.
Endtlich, kahm sie wieder zu sich selbst, undt gienge
zu ihrem betrübten Mann, lebendig vors bette.
Diese freẅde aber, hat auch numehr nicht
lange gewehret, in dieser, elenden, vergänglichkeitt!

|| [[Handschrift: 457v]]

Samstag den 17den: Aprilis, 1652.

<1 Rehebogk, von Ballenstedt. <5 hasen, hic.>>


Avis: daß der Münch, so nähermalß alhier gewe-
sen, undt revociren wollen, von Deßaw,
mit einem Schelm, endtlauffen, den Superintenden-
ten Raumerum betrogen, undt andere mehr.


Patientia! Non erant, ex nostris! nam
si fuissent ex nobis; apud nos mansissent! <1. Iohannis 2. Vers 19.>


Jtem: daß ein Spannischer Grave zu Zerbst,
Luttrisch, undt zu Deßaw, reformirt sein wollen.


Jst sich also wol vorzusehen, undt nicht allen
zu trawen, welche sich angeben perge et cetera


Andere aviß, daß die Fischer zu Niemburg
am tage der letzten finsternüß, in der Nacht
fischen wollen, undt erstlich Niemburgk
in vollem feẅer, gesehen, wie auch
am himmel einen Tropp Schwartzer Reütter,
undt eine Todten bahre darneben, mit
weißem Tuch überzogen, über welchem
allem, sie erschrogken, undt als er ver-
schwunden, seindt Sie gegen Altemburgk
zu, fischen gezogen, welches ebenmeßig,
im feẅer gestanden, solche Vision aber, baldt verschwunden.

|| [[Handschrift: 458r]]


Paul Ludwig extra gehabt, nach dem ich mit ihm conversiret.
Darzu auch Bützow, undt andere extra. perge


Nachmittagß, in die ,
des Jonij; (cum vere & recite credentibus ) & alijs,
qui auscultant, sed non credunt puriorj Doctrinæ!)


Gott laße unß würdige Tischgenoßen erfunden worden!


A spasso, gegen abendt, eine wächßerne
kugel, zu verbrennen, welche mir die Con-
scientz graviret, dann mir die zigeüner
unlengst solche præsentiret, alß wehre Sie
guht, vor Feẅersnoht, undt ohne aberglau-
ben zu gebrauchen, alß wehre eine verborgene
kraft, in der darinnen verborgenen, wurtzel,
ich aber befinde (im ferrneren nachsinnen) das
contrarium, so haben mirs auch, geistliche undt
welttliche personen, dissuadiret. Ergo:
habe ichs sehen verbrennen, undt will
Gott vertrawen. Er kan, undt wirdt
mich dennoch, wol, vor unglügk, bewahren,
ob schon die zigeüner vorgegeben, es hette der
Hertzogk <Johann> Ernst, von Saxen Weymar,
undt andere Fürsten, dergleichen von ihnen,
mit großem gelde, (als einem summo arcano), abgekauft.
Non tj fidare; e non saraj gabbato! et cetera

|| [[Handschrift: 458v]]

Sonntag den 18den: Aprilis, 1652. OsterTag.


Jn die kirche, mit beyden Söhnen, undt zwo Töchtern10,
undt vieler frequentz. Wir haben predigt gehöret,
gesungen, gebehtet, undt darnach communiciret,
in zimlicher anzahl, Gott gebe kraft, dem donner
seines wortts! Er wolle erhalten, undt vermehren,
seine Rechtglaübige kirchen, undt gemeinden!


Mein Sohn Victor, hat mit mir, communiciret.
Gott gesegene! undt stärgke ihn, in der warheitt!


Nachmittags, conjunctim zur kirche, mit Mei-
ner herzliebsten gemahljn, vndt unsern Söhnen, undt Töchtern,
auch andern Comitat. Die predigtt, hat ge-
halten der hofprediger Menzelius, wie vor-
mittages, derselbige, mutatis mutandis.


Avisen von Erfurdt: das der Prince de Condè,
die Nemourische undt Beaufortische Armèe füh-
rende, der Königlich Frantzösischen Armèe, undter
General Harcourt entgegen gezogen, undt
einander battaglie gelifert, darinnen, nach
schargken Scharmützeln, endtlich, mit verlust)
über 3000 Mann, sampt aller bagage, undt
artillerie; die Königlichen, auß dem Felde || [[Handschrift: 459r]]
geschlagen worden, General Harcour soll
ersoffen, undt Cardinal Mazzarinj, kümmerlich,
mit 3 pferden, endtkommen sein. Dieses wirdt
große verenderungen, causiren, undt des
Königs in Frankreich sachen, böse machen. Der hertzog
von Lottringhen, agiret numehr auch, vor sich,
in Franckreich.


Zu Speyer, ist der herr von Metternich,
zum bischof erwehlet worden.


Engelländer, undt holländer, tractiren
noch mitteinander heimlich, und armiren
interim wiedereinander, greiffen auch zu-
weilen die Schiffe einander ahn. Die
coniecturen lauffen noch ungleich, ob
krieg, oder friede, undter jhnen, werden soll?


Der iunge Dänische Printz, ist unlengst
zu Coppenhagen, gestorben.


Die evacuation Frangkenthal, hat den
16. huius geschehen sollen. Chur Bayern aber, oppo-
niret sich, biß er mit Chur Pfaltz, verglichen.


Zu Briesach ist eine conspiration entdegkt, dann
9 compagnien Frantzosen, haben wollen 2 Charlevosische undt
Bullionische compagnien, mit den Deützschen, undt meisten bür-
gern niedermachen, aber 4 Rädlinsführer, seindt gehengkt, und 17 gefangen.

|| [[Handschrift: 459v]]


Jch habe meine krangke Schwester, Dorothea Bathilde besuchtt.
Sie hat daß fieber, redet aber gar freymühtig.
Gott wolle es zur beßerung schigken! Jch habe sie
vorgestern, undt öfters, auch besuchtt.


Die hertzoginn, hat diese woche wollen stille
sein, undt keine visiten, admittiren mögen. Also
habe ich sie auch nicht importuniren wollen. perge


A spasso, in gartten, con Madama, wie gestern abends.

Montag den 19den: Aprilis: 1652. OsterMontag.


Jch habe hieroben, vfm Sahl, den Superintendenten
Platonem, predigen laßen, welcher wegen Seiner SchwiegerTochter <begräbnüß, baldt hernach, dimission gebehten.>


Extra zu Mittage, gehabt, Bützow, undt
Gebhardt Paris, von dem Werder. Jtem: draußen:
Doctor Fischer, Fraw Rindtorfinn, Tobias Steffeck von Kolodey
Schreiben von Croßen, bekommen perge et cetera Man helt
davor, Fürst Ragozzi Sigismundus, seye vergeben
worden, item: seine FrawMutter. Theilß
vermeinen auch der Regierende Fürst,
Georgius Ragozzi, in Siebenbürgen, seye auch
gestorben, undt vergeben. Gott erbarme sich,
ihrer! undt strafe, die Veneficos! nach verdienst!


Nachmittags, coniunctim, in die kirche, cum uxore & liberis.

|| [[Handschrift: 460r]]


Der herrvetter Fürst Augustus, hat nach der predigtt, seiner
iungen herrschaft hofmeister, Geysel ahn mich geschicktt,
wegen der Aßcanischen Sache, die er mit ChurMeintz, durch
Doctor heher tractiren, undt (weil ichs angefangen)
continujren laßen, undt dann, mir anzudeütten,
daß vetter Ernst Gottlieb, undt Jmmanuel, forth
raysen sollen, nach Frangkreich zu. Gott geleitte sie!
haben sich also excusiret, undt licentz genommen. Jch habe
aber, meine Söhne, zu ihnen nach Aderstedt, geschigktt.


Werder, ist wieder forth, nach der predigtt. Lüdolf
Lorentz von Krosigk, ist wiederkommen, undt hat
sich darnach auch wieder forth gemachtt.


Meine Söhne haben sich wieder gegen abendt,
eingestellet. Ein Schierstedt, (welcher der Prin-
ceßinn zu Caßel, Jungker ist) hat sich auch bey
Mir, præsentiret, undt ahnbefohlene grüße, abgeleget.


Jn den Leiptziger Ordinarien stehet:


Das der Printz von Condè, zwahr tödtlich verwundet, aber
doch, den Harcour, Königlich Frantzösischen General geschlagen,
also: das derselbe in der fluchtt ersoffen, 3000 Mann,
auf der WahlStadt, geblieben, alles Königliche geschütz,
undt Bagage verlohren worden, undt der Cardinal
Mazzarinj, selbdritte kümmerlich entrunnen.
Dörfte große alterationes geben!

|| [[Handschrift: 460v]]


Der König in Engellandt, will nach Heidelbergk kommen.
Jn Schottlandt gibts noch viel Königische, zusampt
den Prædicanten, wie auch in Walliß.


Die Parlamentischen, undt holländer, rüsten sich noch
gegeneinander, alß die allerärgsten feinde.
Gleichwol meinet man, sie werden sich vertragen.


Dennemargk, hat das Parlament, (mit vieler
leütte verwunderung) vor eine freye Repüblique
numehr erklähret, undt deliberiret auf dem
HerrenTage zu Coppenhagen, wie doch man sich
auf dähnischer seitten zu verhalten, wann man
den Staaden schuldige assistentz, (vermöge ge-
schloßener alliance), leisten solle, damit
man die Engelländer nicht offendire!


Schweden, caressiret auch, die Parlamentischen.
Jn Polen, hoft man friede, mit Moßkaw, undt
mit den Cosagken.


Der Türgke hat wieder stargk gestreift,
bey Neẅhaüsel. Jst aber geschlagen worden.
Ein Bascha11 sol vom GroßTürgken, abgefallen sein.
Die Venezianer armiren im Candia, im Arcipelago
in Albania, undt in Dalmatia, trawen denen
Griechischen Soldaten, nicht zu viel.

|| [[Handschrift: 461r]]


Barcellona helt sich noch, vor Frangkreich.
Spannien, will Duynkirchen belägern, zu lande,
undt einen secours zu waßer, darvor, auß Engellandt,
erwartten. Theilß gedengken auch, auf Grävelingen.


Printz Robert vagiret in America, ist aber-
malß von Engelländern, geschlagen, undt mit 4
Schiffen endtrunnen, hat dennoch eine stadtliche
prinse dem König in Engellandt, zu dienst, bekommen,
undt thut sein bestes, wie er kan? undt mag?


Der Pabst, creirt Cardinäle, undt rottet die
Banditen, hin- undt wieder auß.


Der Kayser, will nach Prag kommen, undt der
Reichßtag, sol endtweder, zu anfang<ende> dieses,
oder zum anfang, künftigen iahres, erfolgen.

Dienstag den 20ten: Aprilis, 1652.


Doctor Fischer heroben gehabt, dieweil meine Tochter,
Marichen, diese nacht, krangk worden, undt etwas
deliriret. Gott helfe dem armen Würmlein, mit gnaden!


Schierstedt, ist wieder verrayset.


Schwester Dorothea Bathilde ist auch noch krangk am fieber.


Die Hertzoginn, ist entre deüx.


Meine Söhne, undt Töchter12, eines theilß, seindt
hinauß, nach Palbergk spatzirt.


6 Scheffelschffl: haber, hat Ludwig Röber zu Zeptzigk, seen laßen. Gott gesegene es!

|| [[Handschrift: 461v]]

Mittwoch den 21ten: Aprilis, 1652.


Christoph Bärnreütt, mein <neẅer> Secretarius, hat sich præsentiret,
vor seines bruders Gottlieb, übel gerahtene sponsalien,
zu intercediren, undt mein gemüht, zu mitigiren.
Jch habe mich erklähret, weil das factum klahr,
undt die eingekommene attestata von Croßen, unverwerflich,
so köndte es nicht wol negiret, viel weniger daß Qua-
trimonium, da es so weitt kommen, (mit gutem gewißen,)
dissolviret werden, Jedoch, weil es nicht, in meinem Terri-
torio, sondern in der Margk geschehen, stellete ich dahin,
waß die Theologen, Consistoria, undt juristen facul-
tet, hierundter einwilligen, undt gut finden würden.
Es köndte auch wol (undter verdegktem Nahmen, umb
mehreren glimpfs willen) dergleichen consilium
eingeholet werden. Waß ich ehren, undt gewißens-
halben, bey dieser Sache, würde thun können, wollte
ich nicht undterlaßen. Alleine, köndte ich gleichwol
die vorgegangene levitatem, undt inconstantiam
seines iüngeren bruders, (so er vielleicht in Frangk-
reich gelernet, da er doch die laster darinnen laßen,
undt die Tugenden, mitt heraußer bringen sollen)
nicht loben, noch billichen, viel weniger die unver-
werflichen attestata, so vortreflicher Männer, als
der Marschalck zu Croßen, der hofprediger13, in Siebenbür-
gen, der hofraht Herdesianus, undt andere Secretarien || [[Handschrift: 462r]]
undt gelehrten, sein, welche auch ihre außsage, da
nöhtig, mit einem iurament, bekäftigen wollen,
lügen strafen, noch einigerley weise Tadeln. Jch
sähe gerne, man machte keinen injurienhandel da-
rauß, undt ließe solche leütte <unangegriffen, undt> unahngetastet.
Die weittlaüftigkeitt dörfte sonst über
den iehnigen, außlauffen, welcher sie verahnlaßete.
Beßer wehre es, man prüfete sich selber, man
gienge in sein gewißen, undt bereẅete, die vorge-
gangenen fehler, undt liederligkeitten, undt
exonerirte, (nach genungsahmer erforschung,)
das<die> so hoch gravirte conscientz<examen conscientiæ>. Sonst wehre
die Mutter, undt der elltiste bruder, nicht schuldig,
<unrecht, recht zu heißen, noch auch selber> sich an des iüngern verbrechen, interessirt zu machen,
viel weniger hetten sie seiner zu endtgeldten,
zumahl da er sie nicht, in einem so hochwichtigen
vorhaben, umb raht gefraget, undt gar præcipi-
tanter, ia recht unverantworttlich verfahren,
welches alles zwahr seiner iugendt zuzuschrei-
ben, dennoch aber nicht allerdingß<wol> zu excusiren.


Wann er <auß der Margk> wieder kähme, undt von seiner
krangkheitt genesen thete, (so ich ihm zur re-
convalescentz und völligen restitution, gerne gönne-
te, undt wüntzschen thete) wollte ich ihme die Sachen
lassen genungsam vorhalten, undt ver weisen, auch seine
undterthänigste erklärung erwartten. Er bahte, umb gnedige gewogenheitt!

|| [[Handschrift: 462v]]


Postea: geschrieben, an Obrist leutnant Knoch, undt gelesen, tam in
sacris, quam prophanis.


Ludwig Röber hat in die Trögkbreitte zu Zeptzigk, 15 Schefel (Scheffel)schfl: gersten,
undt Hans Georg zu in die 100 Morgen alhier, 12 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seen
laßen, Gott gebe, an beyden orthen, segen! undt gedeyen!


A spasso, nel giardino, per far seminar peponi d'Ongheria. perge


<Iddio le benedica!> Mein Carolus Ursinus, hat zu Palbergk gefischet
aber mit schlechtem succeß, weil er nur ei<ein> hechtlein
gefangen, hingegen aber 2 hasen, undterwegens, gehezt.


Neẅlichst am Ostermontage gegen abendt, alß er bey Fürst
Augusto zu Aderstedt gewesen, undt geangelt, haben
weder er, noch der allte herr, ein einiges fischlein, fangen können.


A spasso, in gartten, mit Madame, la sera.

Donnerstag den 22ten: Aprilis; 1652.


hinauß, mit Carolo Ursino, nacher Zeptzigk, undt
Palbergk, in warmem wetter, geritten.


Doctor Fischer, (nebenst Bützow) extra zu Mittage gehabtt.
Avis: daß Fürst Augustus gar krangk worden.


Mit Schwester Dorothea Bathilde alhier, hat sichs etwaß
gebeßert, Gott Lob, mit Marichen meiner
Tochter, ist es diese Nacht, gar schlimm gewesen.
Gott wolle es, zur gnedigen beßerung, fügen!


Jch bin gegen abendt, mit Meiner herzlieb(st)e gemahlin Liebden
hinauß, nacher Palbergk spatziren gefahren, undt haben
daselbst, nebst Carolo Ursino, gegeßen, und die felder besehen!

|| [[Handschrift: 463r]]


13½ Schefel (Scheffel)schfl: haber, hat Hans Georg lackayen, noch in die
hundertmorgen breitte alhier, seen laßen. Gott
gebe zu glügk! segen! undt gedeyen!


Ludolf Lorenz von Krosigk ist hehrkommen abermalß.


Magister Menzelius, ist von Ballenstedt, wiederkommen.

Freitag den 23ten: Aprilis; 1652.


Somnium: di 4 mille imprestitj, del Cesare Regni. Iddîo le dîa!


Philipp Güder bey Mir, gehabt, undt viel exploriret.


Item: Georg Reichardt weil heütte Gaw, in 7 schiffen, 163 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:
Bernburger maß, durchgeführet. perge oder 3262 Scheffelschffl: Hällisch <maß.>


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, hat Ludwig Röber außseen laßen, zu Zeptzigk.
Gott gebe zu glügk! Segen! undt gedeyen!


Meine Schwester, Freẅlein Dorothea Bathilde hat heütte zur Ader
gelaßen, wie auch hofmeister Bützow, Gott laße es ihnen wol bekommen!


Ma seür Dorothea Bathilde a aultrement üne terrible, deflüxion en la
face; undt mein kleines Marichen, ist mit dem hußten,
sehr geplaget. Gott erbarme sich, des armen Würmleins!


Avis von Plötzkaw, das sichs mit dem herrnvetter
Fürst Augusto, (welcher einen stargken Affectum, in
der rechten seitte bekommen, den Tag als seine Söhne
abgerayset) Gott Lob, fein gebeßert. Gott helfe ferner gnedig!


Gegen abendt, gieng ich zur Hertzoginn. Sie wahr fein.
Als aber meine leütte, Sie nicht hoch genung titulirten,
wollte Sie nicht haben, daß ich zu der schon erbehtenen Malzeitt, kommen sollte.

|| [[Handschrift: 463v]]

Samstag den 24ten: Aprilis; 1652.

<Kühle lufft.>


Mit Doctor Mechovio, conversiret, von jmportantissimis perge
nach dem er von Ballenstedt, wiederkommen, perge


1 ẅ Gersten, hat Ludwig Röber zu Zeptzigk, seen laßen.


Gott gebe, zu glügk! undt Segen!


Jch bin bey der Hertzoginn, zu abends, gewesen.
Sie hat sich fein erzeiget. Gott beßere es ferner!

Sonntag den 25ten: Aprilis, 1652. Quasimodogenitj.

<Nebel frühe. Postea: Kühle.>


Jn die kirche, mit zweyen Söhnen,
zweyen Töchtern14.


Extra zu Mittage, gehabtt: Die Rindtorfinn,
Magister Menzelium, Tobias Steffeck von Kolodey et cetera den iüngern Sekerka,
dann, hofmeister Bützow, rechne ich numehr nicht extra.


Discorsj, post prandium, cum ipso gehalten perge et cetera


Nachmittags, wieder in die kirche, cum filiis perge.


Beyde Sekerka haben mir valediciret,
wegen ihrer vorhabenden rayse.


Diesen abendt, habe ich, mit der Hertzoginn eßen
müßen, undt Sie hat sich, noch fein ahngelaßen.

Montag den 26. Aprilis; 1652.

<Regen. Kühler Tag.>


Avisen von Erffurdt: das zwahr der König in Franckreich nicht
totaliter geschlagen, iedoch die neẅliche Victoria die
Printzen sehr animiret, undt alles noch confuse beschaffen ist.

|| [[Handschrift: 464r]]


Von Briesach, erwartet man novellen, weil derselbige
Gouverneür Charlevois, von Philipßburgk wiederumb dahin
gebracht. Die Soldaten schreyen sehr, nach geldt. Die
Evacuation Frangkenthal hat den 16den: diß, geschehen
sollen. Jn Engellandt, laßen sich annoch die Trac-
taten schwehr ahn, undt werden geheim gehalten.
Man rüstet sich, zu beyden theilen, stargk. hingegen,
haben die Staadischen legatj, ihr losament, von
Neẅem, auf ein Jahr, besprochen. Das Parlament
zu Londen, hat einen Ambassadeür, durch Hamburg
nacher Stogkholm, geschicktt. Beyde Königreiche
Engellandt, undt Schweden, sollen einen wunderlichen
anschlag, vorhaben. Die Spannischen, liegen
noch vor Grävelinghen, mit großem succeß, in
hofnung, baldt Meister zu werden.


So baldt Kayserliche Mayestät zu Prag, angelanget,
sollen Chur Meintz, Chur Sachßen, auch noch wol
andere Chur- undt Fürsten, dahin erscheinen, umb
wegen bevorstehenden ReichßTags, einen Schluß, zu machen.


Mein kleiner Carll ist wieder unpaß,
an halßflüßen, wie auch Marichen ihren husten,
undt unpäßligkeitt, noch fühlet. Jnngleichem
Schwester Dorothea Bathilde ihr fieber noch hatt, undt unsere hertzoginn
ihre haüptblödigkeitt. Gott der Öberste Artzt, wolle
remedia, undt hülfsmittel, gnediglich bescheren, durch seine gühte!

|| [[Handschrift: 464v]]


Mit Magister Menzelio, undt dem Jüngeren
Einsidel, successive conversiret.


Der Sekerka ist mit den Seinigen,
nacher hall verrayset. perge et cetera


Die Leiptziger Ordinarien, bringen mitt:


Das Grävelinghen, von den Spannischen, belägert,
undt ihnen die Engelländer assistiren würden.


Die tractaten zwischen den Staaden, und Parlament
wehren in den Terminis, wie die Erffurter avisen melden.


Die Schotten, solten auch in die Neẅe Engellische
Republicq incorporiret werden.


Der Dennemärkische gesandte15, wehre mit gutem Contento
von Londen, abgeschieden, wie auch, der Oldenburgische.


Die Engelländer Schiffe, attacquirten auch, die Portughesen.


Jn Frangkreich, wehre die Battaille nicht so groß
bey Montargis, als man sie gemacht, iedoch, hette
der Prince de Condè den Marechal de Hocquincourt
in dreyen quartieren vfgeschlagen, demselben,
sein bagage, geschütz, undt pferde abgenommen,
800 wehren geblieben, undt 1500 gefangen,
darundter 150 officirer. Der Marechal de Türenne
hette noch die übrigen, von der Königlichen armèe,
mit seinen wolgefasten retranchementen,
undt wolplantirten Canonen, salviret.

|| [[Handschrift: 465r]]


Der hertzogk von Lottringhen, marchirte durch die
Grafschaft Mümpelgardt, undt durch Burgundt, den
Printzen in Frankreich zu hülfe, wiewol die Burgunder,
undt auch die Schweitzer, wieder solche Lottringhische völgker,
stark armiren, undt ihnen, nicht trawen.


Die Parlamenten in Frangkreich die Printzen, der
Adel, die Städte, suchen noch die außschaffung des
Cardinals Mazzarinj.


Briesach, hat sich noch nicht rotunde erklähret,
vor den König, oder die Printzen. Seindt schwührig, wegen
der Conspiration, so man bey selbiger garnison entdegkt.


Barcellona, versiret in angustiis, dörfen sich
noch nicht ergeben, wiewol ihnen vom Spannischen Gene-
ral, gute conditiones angebotten werden. Der
Marechal de la Motte Haudencourt, animiret Sie,
sich aufs eüßerste zu defendiren.


Sardinia will sich auch frey machen. Suchet
hülfe undt assistentz bey Frangkreich.


Der Kayser, gedengkt nacher Lintz, Prag,
undt Regenspurgk, zu gehen.


An der evacuation Frangkenthal, undt
an dem ReichßTage, wirdt nicht mehr gezweifelt.


Die Türgken, laßen, ihre stargke streiffereyen
in Ungarn, noch nicht.


Die NiederOesterreichischen Stände, haben demühtigst
gebehten, umb einstellung der scharffen Reformation16.

|| [[Handschrift: 465v]]


Der Ungarische Graf Jliaß Hazy17, (welcher von
seiner Evangelischen Religion, zur Römisch Catolischen,
abgetretten gewesen) hat wieder revociret,
undt als er in einer Evangelisch ungarischen kirchen
communiciren wollen, hat er zuvor offentlich,
durch einen knaben, seine revocation ablesen laßen.


Die Venezianer, haben noch mit dem Türgken
zu schaffen. Canea ist abermals endtsetzt,
undt die Festung Candia, in angustiis.


Jn Polen, rüsten sich die Barbaræ nationes, weil
sich, der ReichßTag, zerschlagen, wieder das Königreich.
Schweden undt Engellandt, tractiren mitteinander,
gar vertraẅlich, ungewiß noch, wieder wen?


Graf Kurtz, ist forth nach Turin, alß Legatus
Electoralis Bavariæ, mit einem schönen Comitat,
in meynung, die Savoysche Princeßinn (alß
Churfürstliche brautt) abzuholen. Benedictus benedicat!


heütte seindt wieder, etzliche Schiffe, von Calbe
herauf, mit holtz, undt einem großen Stöer,
von<r> den Administrator, zu Halle, ankommen,
undt als man das eine durch die Schleüse gezogen,
undt die leütte am ufer beym Pfaffenpusch, die höltzer
undt das rad, wormitt Sie d<die> Schiffe, am Sail ziehen, || [[Handschrift: 466r]]
zu geschwinde allzugleich remittirt, und gehen laßen,
(weil sie gesehen, das der eine kahn waßer geschöpft,
undt besorget, er möchte undtergehen) seindt zwey
Schiffknechtte, so gezogen, von solchen höltzern, übel
beschädiget, undt dem einen das schienbein morß ent-
zweyen geschlagen, großer schmertz veruhrsacht,
dem andern aber auch, ein guter Stoß gegeben
also: das ihnen, ihre sawere mühe undt arbeitt,
auch wolmeinung, mit unglügk, übel belohnet,
undt vergolten worden. <8 Scheffelschffl: gersten, hat Ludwig Röber außseen lassen, zu Zeptzigk. Deus benedicat!>


Krosigk, ist wieder anhero kommen, meine
Töchter, morgen, (gebe gott) nacher Marwitz<Halle>, zu convoyiren. perge

Dienstag den 27ten: Aprilis; 1652.


Meine beyden Elltisten Töchter, seindt, (auf begehren,)
nacher halle gezogen, werden zu Marwitz,
zu Mittage, einsprechen. Sie haben eine hof-
meisterinn, undt zwey Jungfern, bey sich, wie
auch hofmeister Bützow, undt Lüdolf Lorentz,
von Krosigk, sampt anderm comitat. Sie werden,
den solenniteten, der Einsegnung zu halle,
(weil das kindttaüffen, schon geschehen) beywohnen.
Gott gebe glückliche hin- undt herrayse. & obvie,
a toute menèe & machination cachèe, & manifeste!


Mein Carolus Ursinus ist sehr unpaß, an halß- und hauptflüßen.

|| [[Handschrift: 466v]]


Doctor Fischer, ist bey mir gewesen, undt wir haben
mitteinander, gekünstelt. Gott gebe zu gedeyen!


J'ay sceü, en cachette, ce quj s'ensuit:


Einnahme, alhier zu Bernburgk; bey den Brawern.
ReichsthalerRthlr: Groscheng. deniers (Pfennige)d.
90 - - vor 30 faß, so außgeladen werden, zu 3 ThalerThlr:
66 16 - vor 20 faß, so Außgemeßen werden, undt muß
iedes, 40 Stübichen halten, daß Stübe 2 gulden
3 - - vor dem Seyhe.
1 12 - vor den Covent.


Summa 161 ThalerThlr: 4 Groscheng. -deniers (Pfennige)d. Unkosten darauff:


ReichsthalerRthlr: Groscheng. deniers (Pfennige)d.
72 - - An 4 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, zu 18 ReichsthalerRthlr:
5 - - vor 15 Schefel (Scheffel)schfl: hopfen, a 8 Groscheng.
6 - - BjerSteẅer.
10 - - Feẅerwergk.
10 - - Tafelgeldt; Fehrgeldt, Pfannengeldt,
Item: den Geistlichen, undt andere unkosten. et cetera.


Summa 103 ThalerThlr: perge Abgezogen, von obigem, jst lucrum: <58 ThalerThlr: 4 Groscheng. -deniers (Pfennige)d.>


Nota Bene die Brawer, solten nur 3 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 8 Schefel (Scheffel)schfl: einschütten,
So verbrawen sie, 4 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, Sie solten nur,
44 faß brawen, So brawen Sie 50 faß.


Con arte, e con inganno; Si vive, mezzo l'anno;
Con inganno, e con Arte; Si vive l'altra parte! perge


Doctor Fischer, hat unsere iunge Hertzoginn, wol disponirt befunden, || [[Handschrift: 467r]]
undt gute hofnung, von ihrer restitution, geschöpft. Gott gebe es!


Jn gartten, mit Madame. Es hat unß aber, der
Regen, baldt wieder heraußer geiaget.


Conversatio, mit dem Medico, Doctor Fischer, undt dann
mit Georg Reichardt in vielen importantzen, gehabtt. La
vie d'aulcüns, icy, & a l'entour, est scandaleüse!


Avis: daß nicht allein in Polen, undt Hamburg,
Sondern auch zu Zerbst, pestilentzialische fieber, ein-
reißen, welche die Menschen geschwinde wegnehmen.
Gott steẅre allem unheil, undt landplagen!


Der allte Sekerka ist von halle wiederkommen,
hat seine fraw, undt Sohn, auch beyde Töchter,
nacher Dresen[!], undt Prag geschicktt.


17 Schefel (Scheffel)schfl: Gerste, hat Ludwig Röber in die Evangelij-
breitte, zu Zeptzigk, außseen laßen, Gott
gebe zu glügk! undt segen, auch gedeyen!

Mittwoch den 28ten: AugustAprilis; 1652.

<1 hasen. Carl Ursinus gestern gehetzt.>


Jn die kirche, cum sorore, et filiis. perge


Extra zue Mittage, den hofprediger, alß auch, Doctor
Mechovium, undt Doctor Fischern, gehabtt. So ist auch
Hanß Christof Wischer, außm Lande zu Meckelnburgk,
darzu kommen, mit deren ieglichem, es successive, gute
dißcurß, gegeben hatt.


Avis: das Graf Rantzow, dennoch, nacher halle, absque
uxore, angekommen sein solle! Dieu nous garde; de tout incon- || [[Handschrift: 467v]]
venient! On parle aussy, dü Düc de Zelle, & de son arrivèe!


Diesen abendt, ist die blöde hertzoginn, durch
Mein Gemach, in unsern lußtgartten, gegangen,
undt doch gar discret gewesen.


Es hat darnach, alß wir wieder herein gewesen,
gewittert, gedonnert, undt geregenet. Gestern,
hats auch etwaß gedonnert, undt ist gestern,
gegen abendt, ein schöner Regenbogen, gesehen worden.

Donnerstag den 29ten: Aprilis; 1652.

<1 hasen, von Ballenstedt>


Avis: von halle, daß meine Töchter, aldar,
vorgestern, wol (Gott Lob!) überkommen, undt
von entgegen geschickten vom Adeln, ent-
pfangen, oder angenommen worden, nomine Principis
Administratoris. Graf Rantzow, wehre
auch daselbst. Meine Töchter, wehren in einem
großen platzregen, eingezogen. hetten
den abendt alleine gespeiset, de mit
der Administratorinn. Eine von unsern
kutzschen, ist gestern abendt, wiederkommen,
undt hat diesen berichtt mitgebracht, von
andern angekommenen Fürstlichen personen aber, nichts
gewußt, noch zur zeitt, iedoch sol ein großer
Adel nacher Halle, beschrieben werden. perge

|| [[Handschrift: 468r]]


Der Administrator, ist auch meinen Töchtern,
in den hofplatz, entgegen gegangen, undt
hat sie hinauf inß losament begleittet,
sich auch endtschuldiget, daß er ihnen nicht
endtgegen geritten, dann, Sie wollen vor andere
zu gevatter, stehen. Wehre iedoch unvonnöhten
gewesen, so viel Ceremonien, mit ihnen, zu machen. perge


Doctor Fischern, habe ich bey Mir gehabtt, extra zu Mittage.


J'ay fortifiè, sa sinceritè, & candeür ordinaire!


Alß ich, mit Meiner gemahlin, gefrühestügkt, undt
ihre neẅ angeordnete behtstunde, unß überfallen,
hat sie mich ersucht, derselbigen beyzuwohnen,
welches ich auch (dißmahl!) gethan. perge et cetera


Elle a estè fort insensèe, de ce, que j'avois
fait emprisonner, l'estülvier, pour dès crimes
assèz atroces, c'est-a-dire pour avoir aggrandy üne
playe, & pour avoir presque tüè, üne mere &
son enfant, puis, pour avoir calomniè, mès Com-
missaires, sans respect, de ma Personne mesme.
Mais, ceste Mala Herba, prend tout, au pis! perge et cetera


Ô Dieu! delivre moy; de ceste jniüstice, & de ce Pürgatojre!


Geörge Preüße, mein undterthan, nach vollbrachten
3 lehriahren, in der Gärtnerkunst, ist dimittirt, undt
abgefertiget worden, zu wandern, nacher Heidelbergk, et cetera
Gott gebe ihm, glügk! undt Segen! Daß er seine zeit, wol anlege!

|| [[Handschrift: 468v]]

Freitag den 30ten: Aprilis; 1652.


Gestern abendt, habe ich noch die Hertzoginn besucht,
welche zwahr etwas unwillig auf andere, dennoch
fein, gegen Mir, gewesen. Gott tröste! und stärcke Sie!


Unsere Hertzoginn, ist heütte Morgen, gar unlüstig,
sonderlich aber, auf Meine gemahlin, (wegen gesteriger
Contradictionum, undt Erinnerungen!) übel zu sprechen,
gewesen. Gott wolle, ihren zustandt, beßern!
undt Jhre Liebden, zum vollkommenen verstande, undt zur
erkendtligkeitt ihrer selbst, gnediglich, wiederkommen,
undt gelangen laßen! Sie auch sonst, vor sortilegiis,
magicis incantationibus, & Veneficijs, gnediglich,
schützen, Schirmen, behüten! undt bewahren!


Car ie crains grandement, quelque, chose, de tel;
Dieu nous en garde, dr<e> tous, benignement; par
sa Sainte grace, & Benediction!


Nachmittags, undt abends, ist die gute hertzoginn
wiederumb, <anderer bericht nach> auf böse gedangken kommen, que
mille Diables estoyent e l'entour d'elle.


Qu'elle Voleroit avec eulx, hors de la
fenestre. Qu'elle estoit üne Imperatrice
Romaine, & que ma femme & moy la respec-
tions trop peü, l'appellans, Vostre Dilection. || [[Handschrift: 469r]]
Qu'elle nous marqueroit dès coups de couste-
aux. Qu'elle donneroit, ün pincement, (ein Knipp)
au premier, qui la deshonoreroit, qu'il auroit a
penser <a> elle. Que ie pourrois venir, manger avec
elle, quand ie vouldrois, a condition de la respecter
& intitüler plüs, que je ne faysois, si ie ne Vou-
lois m'occasionner dü malheür, mais ma
femme, elle ne la veüt jamais plüs Voir.
Elle s'immagine de parler aux esprits, &
aux Deesses marines, auxquelles mesmes,
elle jette dü pain a manger, & de la boisson
a boire, leur donne le bon soir, & a, dés fan-
taysies estranges. Neantmoins, elle a sou-
haittè, qu'on luy dist, quelque chose de bon,
en sa grande tristesse, & s'est declarè
d'aller vers Monsieur son Mary, sans cohabiter
toutesfois, en femme, avec luy. Elle parle
souvent, comme si quelqu'un estoit près d'elle,
enfermant neantmoins, dans son poile.
Ne veüt prier Dieü, ni lire, ni chanter.
Le bon Dieü la vueille rammeiner au bon chemin.


Jch habe wachten verordnen, und bestellen lassen.


Elle dit: qu'elle est desia morte, & resüscitèe trois fois.


Textapparat
a Abkürzungen nicht auflösbar.

Kommentar
1 Identifizierung unsicher.
2 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika und Anna Sophia in Frage.
3 Personen nicht ermittelt.
4 Person nicht ermittelt.
5 Eulenspiegelturm (früherer Bergfried des Bernburger Schlosses).
6 Eulenspiegelturm (früherer Bergfried des Bernburger Schlosses).
7 Prv 12,1.
8 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika und Anna Sophia in Frage.
9 1. Io 2,19.
10 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta in Frage.
11 Person nicht ermittelt.
12 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika und Anna Sophia in Frage.
13 Person nicht ermittelt.
14 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika und Anna Sophia in Frage.
15 Person nicht ermittelt.
16 Hier: Gegenreformation.
17 Identifizierung unsicher.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1652_04.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
Acceß
Zutritt
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
admittiren
gestatten, zulassen
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Blödigkeit
Zaghaftigkeit, Furchtsamkeit, Feigheit
Blödigkeit
Schwäche
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
capistriren
anbinden
caressiren
umschmeicheln
Carette
kleine Kutsche
causiren
verursachen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Conjectur
Mutmaßung, Vermutung
Conscienz
(religiöses) Gewissen, Gewissenhaftigkeit
contestiren
bezeugen
contestiren
eine Auseinandersetzung in Gang bringen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
creiren
jemanden in ein Amt wählen oder zu einem Amt ernennen, jemanden zu etwas machen
defendiren
verteidigen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
deprehendiren
erfassen, wahrnehmen, entdecken, erkennen
deputiren
zuweisen, bestimmen
deputiren
absenden
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disponirt
aufgelegt, gestimmt, überredet
Disputat
Streitigkeit, Uneinigkeit
dissolviren
auflösen
dissuadiren
abraten, ausreden
dubitiren
zweifeln, bezweifeln
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
excusiren
entschuldigen
Fluß
Katarrh (Entzündung der Schleimhäute)
Fluß
Rheuma, Gicht
genungsam
genügend, hinreichend
graviren
(jemanden mit etwas) beschweren, belasten
graviren
sich beschweren, jemandem etwas zu Last legen
Hauskreuz
Krankheit, Unglück, Sorgen im häuslichen Bereich
importuniren
belästigen, Ungelegenheit verursachen
incarceriren
einkerkern
Intelligenz
Einverständnis
Intelligenz
(geheime) Zuträgerschaft, Informanten, Spitzel
Judica
fünfter Sonntag der Passionszeit
Jurament
Eid, Schwur
Licenz
Berechtigung, Erlaubnis, Freiheit
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Manutenenz
Handhabung, Schutz
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
mitigiren
lindern, abmildern
offendiren
beleidigen, kränken
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
prävaliren
schadlos halten
prävaliren
dem Übergewicht beugen
prävaliren
überwiegen, vorherrschen, dominieren
promittiren
versprechen, zusagen
providiren
versorgen, versehen
Quasimodogeniti
erster Sonntag nach Ostern (weißer Sonntag)
Recepisse
Empfangsschein, Empfangsbestätigung
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
regeriren
aufs neue einwenden, erwidern, antworten
Reigerbeiße
Reiherjagd
Relation
Bericht
remedi(i)ren
abhelfen
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
remoriren
verzögern, zurückhalten, aufhalten
Retranchement
Verschanzung
Revocation
Abberufung
revociren
zurück(be)rufen
revociren
widerrufen
saevi(i)ren
wüten, toben, rasen
salviren
retten
Schloße
Graupel- bzw. Hagelkorn
selbdritt
eine Person mit noch zwei anderen, zu dritt
Sentenz
Gerichtsurteil, Rechtsspruch
submittiren
unterwerfen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
in alten/vorigen/(sehr) guten/passlichen/weit(läufig)en/verwirrten/ziemlichen Terminis
in altem/unverändertem/(sehr) gutem/annehmbarem/ungewissem/unklarem/angemessenem Zustand
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
versiren
sich bewegen, sich befinden, schweben
versiren
sich mit etwas beschäftigen, mit etwas umgehen
Visite
Besuch
visitiren
besuchen
visitiren
untersuchen, begutachten
Volk
Truppen
Ziemer
Rückenstück beim Wild oder Großvieh
Ziemer
Wacholderdrossel
Lieuwe van Aitzema

geb. 1600
gest. 1669
Anm.: Sohn des Meinardus van Aitzema und Neffe des Foppe van Aitzema (ca. 1580-1637); niederländischer Diplomat, Historiker, Jurist und Staatsmann; um 1633/45 Resident der Hansestädte in Den Haag.

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

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Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

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Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

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Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

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Theodor Bähr

Anm.: Um 1652 kaiserlicher "notarius immatriculatus" in Halberstadt(?).
Anna (1) Bährenreutter
Anna (1) Bernreuth
Geburtsname: Anna Hafreitz

geb. 1594
gest. 1664
Anm.: Seit 1612 Ehefrau des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652).
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Gottlieb Bährenreutter
Gottlieb Bernreuth

Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652).
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

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Kurfürstin Henrietta Adelheid von Bayern
Geburtsname: Enrichetta Adelaide di Savoia

geb. 1636
gest. 1676
Anm.: Tochter des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1650/52 Ehe mit Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern (1636-1679).

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Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

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Luis Francisco de Benavides Carrillo de Toledo
Marqués Luis Francisco de Caracena
Marqués Luis Francisco de Frómista
Conde Luis Francisco de Pinto

geb. 1608
gest. 1668
Anm.: Sohn des Luis Francisco de Benavides y Cortés, Marqués de Frómista; Marqués de Caracena und de Frómista sowie Conde de Pinto; seit 1629 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General; 1648-1656 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1659-1664 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1664/65 Inhaber des Oberkommandos im Restaurationskrieg gegen Portugal.

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Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1615
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623); seit 1624 regierender Graf von Tecklenburg und Limburg sowie Herr von Rheda (bis 1634 unter Vormundschaft).

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Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
N. N. von Bila (6)

Anm.: Um 1652 in Bernburg; Angehöriger des mitteldeutschen Adelsgeschlechts.
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

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N. N. Boethius (1)

Anm.: Um 1652 Ehefrau des Wilhadus Boethius aus Heidelberg.
N. N. Boethius (2)

Anm.: Um 1652 Kind des Wilhadus Boethius aus Heidelberg.
Wilhadus Boethius

Anm.: Vermutlich geboren in Heidelberg; Kanzleimitarbeiter unter König Karl I. von England (1600-1649); um 1652 auf Durchreise in Bernburg
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg
Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1582
gest. 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1611/12 dänischer Obrist bzw. Generalwachtmeister; 1619-1624 und 1634 General des Niedersächsischen Reichskreises; 1626-1630 kaiserlicher Obrist; 1630-1635 schwedischer General; ab 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1636 Hannover als Residenz); seit 1636 Befehlshaber einer kleinen unabhängigen Armee der welfischen Teilfürstentümer Calenberg-Göttingen, Lüneburg-Celle und Wolfenbüttel; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fangende").

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Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Calenberg
Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1625
gest. 1679
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1651 Konversion zum katholischen Glauben; regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg (1665) und Braunschweig-Calenberg (1665-1679).

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Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Georg von Bützow

gest. 1666(?)
Anm.: Sohn des Christoph von Bützow zu Poppendorf; um 1652 Hofmeister der Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf (1619-1661) in Eutin.
Pierre de Charlevoix

gest. 1682
Anm.: Französischer Generalmajor; seit 1645 Garnisonskommandant in Breisach (noch 1653).
Prinz Friedrich (2) von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich (2) von Schleswig-Holstein

geb. 1651
gest. 1652
Anm.: Sohn des Königs Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670).
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
N. N. Dolfin (1)

Anm.: Um 1652 Angehöriger der venezianischen Patrizierfamilie und Ratsherr der Republik Venedig.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Girolamo Foscarini

geb. 1597
gest. 1655
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscarini; ab 1617 Mitglied des Maggior Consiglio; seit 1622 Gouverneur von Zara; ab 1627 Richter im Collegio dei dodici; 1630-1635 Capitano (Stadthauptmann) und Podestà (Amtmann) von Vicenza, Bergamo und Sebenico; seit 1635 Senator; seit 1641 Camerlengo del Consiglio dei dieci; 1642/43 Capitano von Brescia; 1643/44 Provveditore alle Fortezze; 1647 Kommissar von Dalmatien; 1650-1653 Provveditore generale in Dalamtien und Albanien; ab 1654 Capitano generale da Mar.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Natalin Furlan

gest. 1652
Anm.: Um 1651 italienischer Adliger, der als Seekapitän in den Diensten des osmanischen Reiches steht.
Hans Heinrich Gau

Anm.: Pirnaer Handelsmann, der ab dem Jahr 1650 eine Saaleschleuse in Bernburg bauen wollte; 1661-1664 Salzfaktor in Dresden.
N. N. Geisel

Anm.: Seit 1651 Hofmeister des Fürsten Emanuel von Anhalt-Plötzkau (1631-1670).
Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Christoph von Hagen

geb. 1592
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bergbauunternehmers Otto von Hagen (1562-1626); Erbherr auf Berga; Bergbauunternehmer im Südharzraum.

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Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Georg Achatz Heher

geb. 1601
gest. 1667
Anm.: Sohn des Jursiten Georg Heher aus Nürnberg; Studium in Altdorf (1616-1620; Dr. jur. 1623) und Jena (1622); ab 1624 Advokat in Nürnberg; seit 1628 Assessor am dortigen Untergericht sowie Konsulent in Altmühl; ab 1630 Stadtgerichts-Konsulent in Nürnberg; seit 1632 Rat der schwedischen Regierung in Würzburg; 1633 Vizekanzler und Direktor der Regensburger Kriegskanzlei unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1636 erneut Konsulent in Nürnberg; ab 1640 sächsisch-gothaischer Hofrat; 1645-1648 Gesandter der Herzöge von Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha, der Fürsten von Anhalt sowie der Reichsstadt Nürnberg auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 sächsisch-gothaischer Oberamtmann in Königsberg, Heldburg, Eisfeld und Veilsdorf; 1649/50 Gesandter der ernestinischen Herzöge auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1653/54 sächsisch-gothaischer und anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1659 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; 1644 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mittheilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
David Heimburger

geb. 1613
gest. 1663
Anm.: Sohn des Quedlinburger Sattlers David Heimburger; ab 1628 Studium in Leipzig; danach Hauslehrer in Quedlinburg und Königsberg; 1640 Promotion zum Dr. med. an der Universität Königsberg; seit 1642 Stadtarzt in Magdeburg; daneben auch fürstlicher Leibarzt in Köthen und Plötzkau sowie gräflich-mansfeldischer Leibarzt; vgl. Caspar Andreae: Medicorum Piorum Et Persona Et Corona [...], Magdeburg 1663, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Herdesianus
Christian von Hardesheim

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bernburger Goldschmieds Bartholomäus Hardesheim (gest. 1625); Studium in Frankfurt/Oder (1624) und Wittenberg (1626); ab 1628 Reise in die Niederlande, England und Frankreich; seit 1635 Geheimsekretär sowie nach 1640 Hof- und Justizrat der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 3, Hannover 1979, S. 1467f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgräfin Elisabeth (2) von Hessen-Kassel
Äbtissin Elisabeth (2) von Herford

geb. 1634
gest. 1688
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1658 Kanonissin und seit 1680 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Hohenlohe, Familie
Grafen von Hohenlohe

Anm.: Südwestdeutsches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Graf Georg Illésházy
Illésházy György (Illésházai gróf)

geb. 1620
gest. 1689
Anm.: Sohn des Kaspar Illésházy (1593-1648); seit spätestens 1646 kaiserlicher Kämmerer; 1648 Erhebung in den Grafenstand.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Jaroslaus Peter Kinsky von Wchinitz und Tettau
Jaroslav Petr Kinský z Vchynic a Tetova

gest. 1669
Anm.: Sohn des Adam Kinsky von Wchinitz und Tettau (1569-1648); seit 1627 in schwedischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (um 1631/47) und General der Kavallerie; um 1650 in Hamburg; später polnischer General; 1669 Tod in Pirna.
Hans Kaspar von Klitzing

geb. 1594
gest. 1644
Anm.: Sohn des Hans von Klitzing (gest. 1616); schwedischer Hauptmann (1625) und Obrist (1627-1630); danach kursächsischer Obrist (1631) und Generalmajor (1637); 1637-1639 kurbrandenburgischer General; 1639 braunschweigisch-lüneburgischer Generalleutnant; seit 1640 wieder in schwedischen Diensten, zuletzt als Generalleutnant (1642).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
Kunigunde Knüttel
Geburtsname: Kunigunde Sutorius

geb. 1610
gest. 1695
Anm.: Tochter des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); seit 1636 Ehefrau des Ballenstedter Stadt- bzw. Amtsschreibers Matthias Knüttel.
Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
N. N. Kühn (3)

Anm.: Um 1652 Landbote.
Graf Maximilian Kurtz von Senftenau

geb. 1595
gest. 1662
Anm.: Sohn des Philipp Kurtz von Senftenau (gest. 1643); bayerischer Truchsess (1618), Mundschenk (1620), Kämmerer (1622), Hofrat (1624), Hofmarschall (1635), Geheimer Rat (1636), Oberstkämmerer (1643) sowie Obersthofmeister und Landhofmeister (1649); 1638 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Philippe de La Mothe-Houdancourt
Duc Philippe de Cardone
Duc Philippe du Fayel

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des Philippe de La Mothe-Houdancourt (1558-1652); 1622-1652 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal de camp (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1641) und Maréchal de France (1642); 1642-1644 und 1651-1653 Vizekönig von Katalonien; 1642-1653 Duc de Cardone; ab 1652 Pair de France; seit 1653 Duc du Fayel.

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Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Friedrich von Loeben

geb. 1595
gest. 1667
Anm.: Sohn des Friedrich von Loeben (1571-1617); 1623-1630 kursächsischer Oberamtsverweser und 1630-1632 Landrichter in der Niederlausitz; ab 1632 kurbrandenburgischer Oberhauptmann des Herzogtums Crossen mit Züllichau; mehrfach kurfürstlicher Gesandter, u. a. auf den Regensburger Reichstag (1640/41), am Wiener Kaiserhof (1641ff.), in Kopenhagen (1643) und bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648); seit 1642 Geheimer Rat; ab 1644 Hauptmann über die Grafschaft Ruppin und das Land Bellin; seit 1652 Ritter des Johanniterordens; ab 1660 Johanniterkomtur in Lagow; 1642 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Lothar Friedrich von Metternich
Erzbischof und Kurfürst Lothar von Mainz
Bischof Lothar von Speyer

geb. 1617
gest. 1675
Anm.: Sohn des Gerhard von Metternich (um 1579-nach 1639); Domizellar (1625) und Domkapitular (1640) in Trier; Domizellar (1631) und Domkapitular (1641) in Speyer; 1652 Wahl zum Bischof von Speyer; 1670 Wahl zum Koadjutor im Erzbistum Mainz, 1672 Wahl zum Dompropst in Mainz und ab 1673 Erzbischof und Kurfürst von Mainz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Charles de Monchy
Marquis Charles de Hocquincourt

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Georges de Monchy, Seigneur d’Hocquincourt; 1635-1639 Lieutenant-genéral von Santerre sowie Gouverneur von Péronne und Montdidier; französischer Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général des Armées du Roi (1645) und Maréchal de France (1651); seit 1642 Grand Prévôt de l’Hôtel du Roi; 1645-1655 erneut Gouverneur von Péronne, Montdidier und Roye; nach 1651 Erhebung zum Marquis d'Hocquincourt; 1652-1656 Gouverneur von Ham; 1655 Wechsel in spanische Kriegsdienste.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hermann Mylius von Gnadenfeld

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Sohn des Müllermeisters Ocko Müller (gest. 1625) in Berne und Hahnenknoop; Rechtsstudium in Helmstedt (1616), Rostock (1626), Straßburg (1627), Tübingen (1628), Basel (1632) und Leiden (1633); ab 1634 Kanzleisekretär des Grafen Anton Günter von Oldenburg und Delmenhorst (1583-1667); seit 1636 mehrfach oldenburgischer Gesandter, u. a. auf dem Friedenskongress von Osnabrück und Münster (1644-1648), in London (1651/52) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); ab 1642 gräflicher Rat; seit 1647 Landrichter in Kniphausen; ab 1648 Inhaber des Gutes Gnadenfeld am Jadebusen; seit 1656 Geheimer Rat; 1652 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin bzw. Fürstin Albertina Agnes von Nassau-Diez
Geburtsname: Gräfin Albertina Agnes von Nassau-Dillenburg

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); 1652-1664 Ehe mit Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Dietz (1613-1664); 1664-1679 amtierende Statthalterin von Friesland, Groningen und Drenthe für ihren unmündigen Sohn Heinrich Kasimir II. (1657-1696).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Diez

geb. 1613
gest. 1664
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Kasimir von Nassau-Diez (1573-1632); zunächst in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1640 Statthalter von Friesland, seit 1650 auch von Groningen und Drenthe; 1650 Schlüsselrolle beim gescheiterten Umsturzversuch des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); 1640-1654 regierender Graf und ab 1654 erster Fürst von Nassau-Diez.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzogin Theresia Maria Josepha von Österreich

geb. 1652
gest. 1653
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Joachim Plato

geb. 1627
gest. 1672
Anm.: Sohn des Hoymer Pfarrers und späteren Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659); 1651-1653 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1653-1672 Pfarrer in Sandersleben; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 380.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Susanna Plato
Geburtsname: Susanna Teichmann

geb. 1632
gest. 1652
Anm.: Tochter des Bernburger Kaufmanns und Kämmerers Johann Teichmann (1600-1671); seit 1651 Ehe mit dem Altenburger Pfarrer Johann Joachim Plato (1627-1672); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 380.
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Prinz Johann Sigismund von Polen

geb. 1652
gest. 1652
Anm.: Sohn des Königs Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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Georg Preuße
Georg Preiße

Anm.: Ehemaliger Mönch, der vor 1643 vermutlich aus Italien emigriert und zum evangelischen Glauben konvertiert war; bis 1645 Aufenthalt am Dessauer Hof; 1645 Landesverweis wegen vorehelichen Beischlafs.
Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Sigismund II. Rákóczi
II. Rákóczi Zsigmond
Graf Sigismund von Munkatsch

geb. 1622
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); vor 1648 Erhebung zum Grafen von Munkatsch.

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Susanna Rákóczi
Rákóczi Zsuzsanna
Geburtsname: Susanna Lorántffy
Geburtsname: Lorántffy Zsuzsanna

geb. ca. 1600
gest. 1660
Anm.: Tochter des Michael Lorántffy (gest. 1614); 1616-1648 Ehe mit Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648).

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Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

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Gräfin Dorothea von Rantzau

geb. 1619
gest. 1662
Anm.: Tochter des dänischen Amtmanns Detlef von Rantzau (1577-1639); seit 1636 Ehe mit dem späteren Grafen Christian von Rantzau (1614-1663).
Georg Raumer

geb. 1610
gest. 1691
Anm.: Sohn des Gerbers Friedrich Raumer (gest. 1666) aus Eschenbach (Operpfalz); Schulbesuch in Auerbach und Weißenburg; Studium in Leipzig, Wittenberg, Marburg und Tübingen; ab 1635 Hauslehrer in Dessau; 1636-1638 Pfarrer in Jeßnitz; 1638-1646 Subdiakon und seit 1646 Archidiakon an St. Marien sowie Superintendent, Hofprediger und Konsistorialrat in Dessau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 386.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Rabe von Reithorn

Anm.: Bis 1634 Edelknabe des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1634/35 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Giacomo da Riva

Anm.: 1648-1650 venezianischer General und Befehlshaber einer Kriegsflotte gegen die Türken; um 1652/53 Provveditor generale dell'armi nel Regno di Candia.

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Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Christian Sachse

gest. 1652
Anm.: Sohn des Köthener Superintendenten und Konsistorialrats Daniel Sachse (1596-1669).
Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

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Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar

geb. 1594
gest. 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1605-1620 regierender Herzog von Sachsen-Weimar (bis 1615 unter Vormundschaft); 1620 Obrist der böhmischen Konföderierten; später in niederländischen Kriegsdiensten; dänischer Obrist (1625/26) und Generalleutnant der Kavallerie (1626); 1617 Gründungsmitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Käumling").

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Herzogin Anna Maria Dorothea von Sachsen-Weißenfels
Geburtsname: Herzogin Anna Maria Dorothea von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1627
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); seit 1647 Ehe mit Herzog August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680).

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Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Tobias Heinrich Salmuth

gest. 1668
Anm.: Sohn des Schackstedter Pfarrers Joachim Salmuth (ca. 1572/73-1636); 1650-1652 Mundschenk des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 Hof- und Mundschenk in Dessau; vgl. Gerhard Seibold: Die Salmuth. Entwicklungsgeschichte einer Familie, Neustadt a. d. Aisch 1996, S. 87.
Savoia, Haus
Herzöge von Savoyen

Anm.: Italienisches Reichsfürstengeschlecht.

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Marie de Savoie-Nemours
Princesse Marie de Neuchâtel
Duchesse Marie de Nemours
Duchesse Marie de Genevois
Duchesse Marie d' Aumale
Geburtsname: Marie d' Orléans

geb. 1625
gest. 1707
Anm.: Tochter des Henri II d'Orléans, Duc de Longueville (1595-1663); 1657-1659 Ehe mit Henri II de Savoie-Nemours, Duc de Nemours (1625-1659); 1672-1674 Mitregentin und 1679-1682 Regentin des Fürstentums Neuchâtel; seit 1696 Princesse de Neuchâtel.

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N. N. von Schierstedt (3)

Anm.: Angehöriger des mitteldeutschen Adelsgeschlechts; um 1652 Hofmeister der Landgräfin Elisabeth von Hessen-Kassel (1634-1688).
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

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Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Julia Felizitas von Württemberg-Weiltingen

geb. 1619
gest. 1661
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); 1640-1653 Ehe mit Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1653 Ehescheidung auf dessen Initiative; nach 1636 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Dankbare").
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Andreas von Schönberg

geb. 1600
gest. 1688
Anm.: Sohn des sächsischen Hauptmanns Christoph von Schönberg (1554-1608); zuerst in kursächsischen, dänischen (ab 1626), niederländischen (seit 1629) und schwedischen Kriegsdiensten (1633); ab 1634 in braunschweigisch-lüneburgischen Diensten, u. a. als Obristleutnant (1640) und Obrist (1646); zudem Kommandant von Hannover (1642-1648) und Celle (seit 1648); ab 1652 Kriegsrat sowie Amtshauptmann und seit 1658 Oberhauptmann von Gifhorn; ab 1666 Kommandant von Wolfenbüttel; seit 1674 Gouverneur von Braunschweig; ab 1677 kursächsischer Kriegs-und Geheimrat sowie Oberkommandant von Dresden und Königsstein.

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Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Anna Ursula Sekyrka von Sedschitz
Anna Uršula Sekerka ze Sedčic

gest. 1683(?)
Anm.: Tochter des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658).
N. N. Sekyrka von Sedschitz
N. N. Sekerka ze Sedčic

Anm.: Tochter des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658).
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Katharina Sekyrka von Sedschitz
Kateřina Sekerka ze Sedčic
Geburtsname: Katharina Audrzky von Audritz
Geburtsname: Kateřina Údrcký z Údrče

gest. 1656
Anm.: Erste Gemahlin des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658).
Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Christoph Albrecht von Zanthier

geb. 1602
gest. 1667
Anm.: Sohn des Christoph Ernst von Zanthier (gest. 1621/22); Erbherr auf Brösigk; Kriegsdienst unter Markgraf Karl von Baden-Durlach (1598-1625) und Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1621/22) sowie in der niederländischen Marine (1623/24); 1625-1629 Stallmeister sowie zugleich Hofmeister des Prinzen Georg Aribert von Anhalt-Dessau (1606-1643); mit diesem bis 1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1629-1631 Hofmeister der verwitweten Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau (1581-1631) in Sandersleben; ab 1631 schwedischer Rittmeister; seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fette").

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Aderstedt
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Ägäisches Meer
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Albanien (Montenegro), Provinz
Anm.: Verwaltungseinheit der Republik Venedig.
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
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Amerika
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Arabien
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Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Baalberge
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Ballenstedt
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Barbados, Insel
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Barcelona
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Basel, Hochstift
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Bernburg
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Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Biendorf
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Bourgogne
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Breisach am Rhein
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Calbe
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Candia (Irákleion)
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Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Canea (Chania)
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Celle
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China, Kaiserreich
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Chios, Insel
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Dardanellen
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dresden
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Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
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Elsass, Landgrafschaft
Anm.: Habsburgische Besitzungen im Elsass.
England, Commonwealth von
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Erfurt
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Eutin
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Frankenthal
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Frankreich, Königreich
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Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Gravelines (Grevelingen)
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Halle (Saale)
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Hamburg
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Heidelberg
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Hohenerxleben
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Irland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
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Kassel
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Kleve
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Köthen
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Kopenhagen (København)
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Leipzig
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Linz
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London
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Maastricht
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Magdeburg
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Mailand, Herzogtum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Mark, Grafschaft
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Mecklenburg, Herzogtum
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Merbitz
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Modena
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Mömpelgard (Montbéliard), Grafschaft
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Montargis
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Morea (Peloponnes), Halbinsel
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Neuhäusel (Nové Zámky)
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nienburg (Saale)
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Nova Candia, Festung
Anm.: In den Jahren 1650 bis 1652 zur Belagerung der Stadt Candia (Iraklio) errichtete osmanische Festung.
Orléans
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Osmanisches Reich
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Parma
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Persien (Iran)
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Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Philippsburg
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Anm.: Bis 1615 Stadt Udenheim.
Plötzkau
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Polen, Königreich
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Quellendorf
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Regensburg
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Rotes Meer
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's-Hertogenbosch
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Saintes
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sardinien (Sardinia), Insel
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Schermcke
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Siebenbürgen, Fürstentum
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Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Spanien, Königreich
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Speyer
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Stockholm
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Taillebourg
weiterführende Informationen
Turin (Torino)
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Wales, Fürstentum
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Wien
weiterführende Informationen
Zepzig
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Zerbst
weiterführende Informationen
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Hanse(bund)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Niederösterreich (Österreich unter der Enns), Landstände
Polen, Stände der Rzeczpospolita