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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Mai 1652


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 469v-498r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Mai 1652
Bernburg
  • Besuch durch die Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Spaziergang zu Fuß bei schönem Wetter
  • Korrespondenz
  • Ausritt auf die Felder mit dem jüngsten Sohn Karl Ursinus
  • Gartenaufenthalt mit der Gemahlin Eleonora Sophia
02. Mai 1652
Bernburg
  • Gottesdienstbesuche mit der Schwester Dorothea Bathilde, Töchtern und den beiden Söhnen Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Helena von Rindtorf, der Hofprediger Johann Menzelius, der Diakon Johann Abraham Menzelius und der Kammermeister Tobias Steffeck als Mittagsgäste
  • Mögliche Erkrankung der Herzogin Julia Felizitas
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
03. Mai 1652
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Administratives
  • Ausritt der Söhne Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
04. Mai 1652
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Administratives
  • Der Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgast
  • Besuch durch die Herzogin Julia Felizitas
  • Schafschur
05. Mai 1652
Bernburg
  • Gottesdiensbesuch mit Dorothea Bathilde, einer Tochter sowie Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Besuch durch die Herzogin Julia Felizitas
  • Frau von Rindtorf und der fürstlichen Leibarzt Dr. Levin Fischer als Mittagsgäste
  • Abreise von Dorothea Bathilde nach Plötzkau
  • Rückkehr der beiden ältesten Töchter Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta aus Halle
06. Mai 1652
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Gepräche mit dem vormaligen Bediensteten Georg Schütze, dem Eutiner Hofmeister von Bützow und dem Diakon Menzelius
  • Essem mit der Herzogin Julia Felizitas und Karl Ursinus
  • Geburt eines Fohlens in Zepzig
07. Mai 1652
Bernburg
  • Besuch durch Dr. Fischer mit Silberblattkräutern für den Garten
  • Gartenaufenthalt der Herzogin Julia Felizitas mit von Bützow
  • Ausritt des Viktor Amadeus zum Dröbelschen Busch
  • Passieren von sechs Getreideschiffen
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Von Bützow und Steffeck als Abendessensgäste der Herzogin Julia Felizitas
08. Mai 1652
Bernburg
  • Gutes Wetter nach Frost wie am Vortag
  • Wirtschaftssachen
  • Gartenaufenthalte
  • Gepräch mit dem Amtmann Georg Reichardt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
09. Mai 1652
Bernburg
  • Zustand der und Abendessen mit der Herzogin Julia Felizitas
  • Gottesdienstbesuche mit Viktor Amadeus, Karl Ursinus und zwei Töchtern
  • Gartenaufenthalt mit der Gemahlin
  • Von Bützow, Dr. Mechovius und andere als Mittagsgäste
10. Mai 1652
Bernburg → Zepzig → Baalberge → Bernburg
  • Abschied vom Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf
  • Tod und Erkrankung von Pferden
  • Hochzeit des Diakons Menzelius
  • Ausfahrt und -ritt nach Zepzig und Baalberge mit der Gemahlin, Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Genesung der Töchter Angelika und Anna Sophia sowie Erkrankung der Tochter Maria an Husten
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
11. Mai 1652
Bernburg
  • Traum Christians II.
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit dem Stadtvogt Johann Georg Albinus
  • Spaziergang mit der Gemahlin und Töchtern in den Garten und an den Pfaffenbusch
  • Fortsetzung der Hochzeit des Diakons Menzelius
12. Mai 1652
Bernburg
  • Gottesdienstbesuch
  • Dr. Fischer, den Bürgermeister Joachim Döring, von Bützow und andere als Mittagsgäste
  • Unwohlsein der Herzogin Julia Felizitas und Gespräch mit dieser
  • Tod von Pferden
  • Rückkehr Reichardts aus Ballenstedt
  • Neuigkeiten
  • Abkühlung und Regen gegen Abend
  • Viktualienlieferung aus Ballenstedt
13. Mai 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Abschluss der Hochzeit des Diakons Menzelius
  • Ausflug der Gemahlin nach Aderstedt mit Viktor Amadeus, Karl Ursinus und zwei Töchtern sowie von Bützow, dem vormaligen Hofjunker Hans Christoph von Witzscher, dem Kammerjunker Wolf Curt von Einsiedel und anderen
  • Gespräch mit von Bützow
  • Neuigkeiten
14. Mai 1652
Bernburg
  • Nachrichten
  • Besuch bei der Herzogin Julia Felizitas
  • Rückkehr von Rindtorfs
  • Korrespondenz
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Leichter Regen gegen Abend
  • Gespräch mit Jonius
  • Viktualienlieferung aus Ballenstedt
15. Mai 1652
Bernburg
  • Besuch durch den fürstlichen Sekretär Christoph Bärenreutter
  • Reise des von Bützow nach Zerbst
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abschied durch Christian Heinrich von Börstel sowie den Studenten Johann Friedrich Döring
  • Besuch bei der Herzogin Julia Felizitas
  • Korrespondenz
16. Mai 1652
Bernburg
  • Gottesdienstbesuche mit Viktor Amadeus, Karl Ursinus, Ernesta Augusta und Angelika
  • Frau von Rindtorf, Dr. Mechovius, den Diakon Menzelius und Steffeck als Mittagsgäste
  • Gespräch mit dem Neapolitanischen Konvertiten Johannes Antonius Puteus
  • Neuigkeiten
17. Mai 1652
Bernburg
  • Rückkehr Bährenreutters aus Zerbst
  • Korrespondenz
  • Ausritt mit Viktor Amadeus und Karl Ursinus in den Dröbelschen Busch
  • Besuch bei der Herzogin Julia Felizitas
18. Mai 1652
Bernburg
  • Windig kühles Wetter nach Hitze
  • Katechismuslektüre mit von Bützow und dem Diakon Menzelius
  • Abschied durch den Reinberger Pfarrer Wolfgang Benjamin Gigelberger
  • Besuch durch den Hofjunker Ludolf Lorentz von Krosigk
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gartenaufenthalt mit der Gemahlin
19. Mai 1652
Bernburg
  • Gottesdienstbesuch
  • Abschied durch Dr. Fischer
  • Buchgeschenke an von Bützow
  • Abschied durch den Reinberger Pfarrer Wolfgang Benjamin Gigelberger
  • Neuigkeiten
  • Administratives
  • Gartenaufenthalt mit der Gemahlin
20. Mai 1652
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Besuch durch den Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
  • Traum Christians II.
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gespräch mit von Bützow und dem Diakon Menzelius
  • Korrespondenz
  • Spazierfahrt nach Zepzig mit der Gemahlin und zwei Töchtern
21. Mai 1652
Bernburg
  • Bestellung von Kommissaren
  • Gespräch mit dem Bediensteten Philipp May
  • Ausrichtung einer Grasmahlzeit durch von Bützow
  • Erneuter Besuch durch Puteus
  • Besuch durch den Hohenerxlebener Amtmann Pleber
  • Besuch bei der Herzogin Julia Felizitas
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Nachricht
22. Mai 1652
Bernburg
  • Administratives
  • Gespräche mit dem Hofmeister von Einsiedel
  • Spaziergänge in den Pfaffenbusch, mit Viktor Amadeus sowie der Gemahlin
  • Gespräche mit Witzscher
  • Wachteljagd durch Karl Ursinus
23. Mai 1652
Bernburg
  • Lachsfang
  • Passieren von drei Getreideschiffen
  • Frau von Rindtorf, Dr. Mechovius, Steffeck und andere als Mittagsgäste
  • Gottesdiensbesuche mit Viktor Amadeus, Karl Ursinus und Töchtern
  • Ankunft der Pferde der Herzogin Julia Felizitas
  • Besuch bei der Herzogin Julia Felizitas
  • Abschied durch Witzscher
  • Besuch durch den Eutiner Stallmeister von Tettau
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
24. Mai 1652
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Ausrichtung eines Gastmahls durch den Hofmeister von Einsiedel
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Krankhet von Pferden
  • Krebs- und Fischfang durch Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Bedeckter Himmel und leichter Regen
25. Mai 1652
Bernburg
  • Regen nach längerer Dürre
  • Gespräche mit Reichardt und von Tettau
  • Administratives
  • Nachrichten
  • Von Tettau und der Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Zustand der Herzogin Julia Felizitas
26. Mai 1652
Bernburg
  • Nebel
  • Korrespondenz
  • Nachricht
  • Abreise der Herzogin Julia Felizitas
  • Besuche durch Dr. Fischer, Reichardt sowie den Korn- und Amtsschreiber Wolfgang Sutorius
  • Abschied durch von Bützow, von Tettau und andere
  • Gespräch mit der Herzogin Julia Felizitas
  • Besuch durch den angehenden Apotheker Daniel Cellarius
27. Mai 1652
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Frau von Rindtorf, den Diakon Menzelius und Steffeck als Mittagsgäste
  • Besuch durch den fürstlichen Jäger und Rüstmeister Johann Balthasar Oberlender
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Regen gegen Abend
28. Mai 1652
Bernburg
  • Nachrichten
  • Spaziergang
  • Regen
29. Mai 1652
Bernburg
  • Regen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
30. Mai 1652
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Steffeck, den Hofprediger Menzelius, den Diakon Menzelius und andere als Mittagsgäste
  • Ablehung einer Ladung auf den Landtag des Erzstiftes Magdeburg
  • Prägung von Münzen durch Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst
31. Mai 1652
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuch durch Herzog Bernhard und Herzog Friedrich von Sachsen-Weimar
  • Korrespondenz
|| [[Handschrift: 469v]]

Samstag den 1. May; 1652.


<Walpurgis.>


Wir seindt in ängsten diese Nacht, von wegen der
Hertzoginn zu Eüttin, gewesen. Man hat billich,
vor Sie, gebehtet, undt gesungen. Gott der
Allerhöchste, hat auch endtlich gnade verliehen,
(der seye davor gepreiset!) daß sie sich, nach
vielen, Schwehrmühtigen gedangken, selbst
nicht beleydigen, noch beschädigen hat können,
Sondern endlich zu ruhe sich begeben. Gott
wolle ferner, seine gnade, undt Heiligen Geist, zur
beßerung, verleyhen! undt die bösen Geister,
ferrne weg treiben! umd Jesu Christj willen, Amen!


Elle a fort iürèe & blasphemèe, hier au
soir & la nuict, contre Madame Anne Sabine,
qui se disoit sa Mere, n'estant qu'üne Contesse,
& luy auroit dèsrobbè ses ioyaulx, entr'
aultres, l'anneau nüptial, ün Diamant,
avec ün laurier a l'entour, de grande Valeür
que c'estoit üne meschante, legere femme,
comme aussy la mienne, qui l'auroit precipi-
tèe en ce malheür, de la cüre de ce bourreau
dü Medecin, Doctor Haimburger, & que ma femme ne || [[Handschrift: 470r]]
la vouloit traitter, avec respect, estant seülement
üne Contesse, & rien plüs, & estoit si outrecuidèe, de la
vouloir envoyer, comme son esclave, a Eüttin. Qu'elle
avoit 6 chasteaulx Royaulx, en ce pays, auxquels
elle pouvoit bien habiter, suivant son bon playsir,
sans dèspendre, de la Volontè d'autruy, ni se
faire tracasser d'ün lieu, a l'autre.


Qu'elle voyoit auprés dü lict, d'üne de ses servan-
tes, ün homme noir, demandant qui c'estoit, &
les servantes, n'ont rien veü, ni apperçü.


Elle a dit aussy: Que devant neüf ans, elle
eüst desia envie, de se precipiter, par la fenestre,
& de se rompe en mille pieces, & monstra d'a-
voir eü envie, ceste nuict, de faire le sem-
blable, & de voler par la fenestre. Ainsy, on
a bien eü, a prendre garde, a elle.


On l'a ouy beaucoup parler seüle, comme s'il
y avoit des hommes avec elle? Le mal est,
qu'elle ne veüt souffrir, les servantes, pour
coucher, dans sa repütation. Et ainsy elle couche
seüle, & s'enferme seüle, dans sa chambre,
mais les filles1, ne laissent pas pourtant, d'y
entrer par fois, quand il est besoing, & quand elles
croyent, qu'il y ait dü danger, ou autre inconvenient?

|| [[Handschrift: 470v]]


A spasso, in schönem wetter, zu fuß, vorm eßen.
Schreiben von Croßen, von der Churfürstinn. et cetera et cetera


Die Hertzoginn, hat sich imaginiret,
Sie hette, daß Fieber, bekommen.


Jch bin nachmittags, mit Carolo Ursino hinauß,
auf meine breitten, geritten, den segen Gottes
anzuschawen. Gott gebe! daß ichs genießen möge!


Jn gartten, avec Madame.

Sonntag den 2. May; 1652.


Jn die kirche, cum sorore, unica filia2, & filijs.
Extra: zu Mittage, gehabtt: die Rindtorfinn,
den hofprediger Menzelium, den Magister Menzelium
Diaconum numehr zu Ballenstedt, vndt Tobias Steffeck von Kolodey[.]


Die hertzoginn, ist heütte gar stille gewesen,
hat niemandt admittiren wollen, undt
vermeint, Sie hette daß fieber, Car hier
elle s'est estonnèe la nuict, des esprits
quj l'ont tourmentèe 3 heüres dürant,
estans a l'entour de son lict, avec flam-
beaux, & deüx gisans, dans son lict, et cetera[.]
Cela est horrible! Dieü la convertisse!


Elle dit, ne croyre pas, la resürrection dès
morts, & qu'elle soit morte, & resüscitèe trois fois.

|| [[Handschrift: 471r]]


Elle ne Veüt pas aussy, qu'on chante dès chansons
Ecclesiastiques, nj, qu'on face dés prieres, devant elle.
Chose deplorable! que Dieu vueille gracieüsement amender!


Nachmittags, in die kirche, cum sorore, & altera
filia3, & ambobus filiis. perge


Avisen von Erfurdt:


Daß Spannien, mit dem Engelländischen Parlament,
eine alliance geschloßen, contra Franckreich.


Die Tractaten, zwischen Engelland undt
hollandt, fluctuiren annoch, in ambiguis.


Jn Frankreich wollen die Printzen durchauß,
die wegschaffung, des Cardinals Mazzarinj,
eher wollen Sie die waffen, nicht niederlegen.


Die königischen verlaßen sich darauff, daß
Sie vermeinen, der gemeine Mann, seye des
kriegens, undt contribuirens müde, undt
werde insurgiren, wie dann zu Bourdeaux,
albereitt destwegen, großer Tumult, endtstanden,
also: daß die Princeßinn von Condè, sampt dem Printzen
von Conty, auch andere sich darvon machen müßen.


Zu Wien ist beschloßen, der ReichßTag, solle auf
den 12ten: Octobrii forthgehen, undt die außschreiben
auff den 2. May, darzu außgefertiget werden.
Den 10. Junij; sol die Kayserliche rayse, nach Lintz, und Prag, forthgehen.

|| [[Handschrift: 471v]]


Die gehörige gelder, zur evacuation Francken-
thal, seindt außgezahlet, undt in Franckfurth,
bey dem ChurMeintzischen Directorio, deponiret,
dem Spannischen Ambassador auch der Schlüßel darzu
gegeben worden. So hat auch ChurPfaltz, ordre
nach hailbrunn, zum außzug selbiger garnison
gegeben, also das an der evacuation nicht zu
zweifeln. Zu Briesach, ist der tumult
durch wiederkunft des GeneralMajor Charlevois
gestillet. Des Administratoris zu Halle
Gesandten4, zu Wien, haben die lehen entpfangen,
aber landgraf Wilhelms gesandter, Krosigk
welcher wegen der primogenitur zwey iahr
lang, negocijret, ist unverrichter sachen,
vom Kayserlichen hofe, abgerayset, undt hat der
ChurPfältzische5, auch noch keine jnvestitur
erlangen können. perge


Die Hertzoginn, von Eüttin, ist diesen abendt,
wieder fein gewesen, undt hat sich alles gutes, gegen
mir, erbiehten laßen. Gott helfe ferner, zur beßerung.
& que Sathan puisse perdre son escrime!


Et ne nos inducas, in tentationem, sed
libera nos, ab omni malo!6

|| [[Handschrift: 472r]]

Montag den 3. May; 1652.

<Windig.>


Nacher Croßen, habe ich wieder geschrieben.
Jn Oeconomicis, travaglijret.
Sonst auch, Commissiones ertheilet.
Die Hertzoginn, ist wieder gar stille gewesen.
Meine Söhne, seindt hinauß geritten, Nachmittags.
Schreiben vom Hertzogk hanß von Eüttin. perge


Die Avisen, von Leiptzigk melden:


Das (Gott lob! undt dangk!) numehr, die lang-
gewüntzschte evacuation Franckenthals
solenniter vorgegangen, undt ChurPfaltz
völgker, hinein gezogen seyen, auch hette
man, alß die Spannischen außgezogen,
gewaltig, mit Stügken, daselbst, undt
Festungen, von einer garnison zur andern,
gespielet, undt salve geschoßen, alß:
zu Speyer, Wormbß, Meintz, et cetera[.]
Gott wolle fernere gnade, undt segen geben!


Es continuiret, das die Kayserlichen vorge-
nommen, der ReichßTag aber im Octobri angestellet
werden, undt die außschreiben darzu schon im
wergk sein. Gott gebe zu Nutz, der Christenheitt!

|| [[Handschrift: 472v]]


Es continuiret aber auch leyder! das Chur
Pfaltz gesandter7 zu Wien, die lehen, noch nicht
erhalten, undt der heßenCaßelische Krosigk,
nach vielen geldtspesen, undt zweyiährigem
aufwartten, nichts vor seinen herren, außrich-
ten können. Patientia! Patientia!


Die Türcken, weil sie etzliche mahl in
Ungarn, gestrigelt worden, fangen numehr
ahn, gute wortt, zu geben, undt den frieden
zu halten.


Die Venezianer, tummeln sich auch, im
Archipelago, und gewinnen gute beütten.


Jn Polen, tumultuiren abermalß
die Cosagken. Der ReichsTag bleibet zerschlagen.


Die Tartarn, sollen, mit großem
verlust, wieder auß dem Königreich
China, geschlagen, undt getrieben worden sein.


Die Portughesen, leiden großen schaden,
im Sinu Arabico, da man ihnen, acht
große Schiffe abgenommen, undt etzliche
Städte, von Arabischer seitten.


Des Königs in Portugalls armèe, sol auch || [[Handschrift: 473r]]
in Spannien, in Estremadura geschlagen sein.


König in Portugall, tractirt eine heyrath
mit Frangkreich, und eine nähere alliance.


Barcellona wirdt vor verloren geschätzt,
weil kein secours von Frankreichs seitten, weder zu
lande, noch zu waßer, durchkommen kan,
undt allerley gebrechen, in der Stadt, sich eraig-
nen, sonderlich die Seüche, der Pestilentz, hingegen
in der Spannischen armèe, zufuhr, geldt, munition,
volgk, proviant, alles vollauff ist.


Grävelinghen, versiret gleichßfallß, in
angustiis, undt verhoft der Ertzhertzogk, mitt
ehistem, die übergabe.


Die Schantze Maerdyck, ist schon in Spannischen
händen, und von Frantzosen, gesprenget,
und verlaßen worden.


Der Ertzhertzogk hoft auch, Duynkirchen
baldt zu kriegen, mit hülfe der Engelländer,
weil wenig volck, undt mangel an holtz
darinnen. Cromwell will Grävelingen,
undt Duynkirchen, den Spannischen, hingegen
diese den Engelländern, helfen, Calais,
undt Bouloigne, wieder gewinnen.


Der Engelländischen tractaten, mit Hollandt, versiren noch
im cunctiren, undt ungewissen Terminis.

|| [[Handschrift: 473v]]


Jn Dennemarck, hütet sich auch der König,
undt hat einen herrenTag vor, damit
er sich recht so wol gegen die Holländer als
Engelländer, comportiren, undt keinen, nicht
auf allen fall, der ruptur, irritiren möge.


Schweden, will die Tractaten mit
Polen reassumiren, undt hat der[!] König
in Polen, die Königinn, zu gefattern ge-
behten, wiewol daß herrlein gestorben,
alß dieser Gesandte8 auf der rayse gewesen,
undt dennoch forthgezogen.


Zu Dantzigk, wirdt die wieder auf-
kommung, der reformirten, sehr behindert
(am königlich Pollnischen hofe), durch ihre Adversarios!


Die allte Königin, in Schweden, will
wieder herauß in Deützschlandt raysen,
vermuhtlich in Pommern, zu bleiben.


Die iunge Königinn hat auch progreß
vor, in ihre endtlegene länder, undt
Provintzien, maßen der König in Dennemarck
auch, nach dem herrenTage, in Norwegen,
zu saigeln, gedengket.

|| [[Handschrift: 474r]]


Jn Frangkreich, nimpt die unruhe nicht
ab, so lange der Cardinal subsistiret.
Hertzogk von Lottringhen, gehet mit
seiner armèe forth, zum secours der Printzen.
Unerachtet, dieses alles, marchiret
der König recta gegen Paris zu, umb zu
verhindern, damit nicht der Düc d'Orle-
ans, zum Protectore des Königreichs,
declarirt, undt angenommen werde.


Der Mareschal d'Hocquincourt
ist in ungnade, ob er schon schaden ge-
nung erlitten, weil er des Königs
armèe, also temerarie, newlichst,
in die Schantze gewaget, und verderbet.
Und sol der Mareschal de Turenne,
numehr alleine, die königliche armèe führen.


Zu Bourdeaux, seindt die Printzen, wegen
Tumults, des pöbels, endtwichen, dann Sie wollen
nicht leiden, daß die Printzen, mit Spannien,
so genaw sich verbinden sollen, undt Sie seindt des
krieges, undt vielen Contributionen alles müde.


Man will den König in Spannien, Todt sagen, wehre
an itzo, nicht guht. Diese zeittung aber, ist incertj rumoris!

|| [[Handschrift: 474v]]

Dienstag den 4ten: May; 1652.


<Windig wetter.>


Hans Wenzel Rothe bey mir, gehabt.
Postea: Georg Reichardt den Amptmann.


Commissiones abermals vorgehen laßen,
wegen der Schuldt, damitt die Bärnreüttischen
wittibe, undt Erben, der Kohlischen wittwe
verwandt, die 100 ThalerThlr: nemlich, so Bürgermeister
Weylandt in vormundschaft Benedix Friederich
vorgeschoßen, undt von dieser Schuldt
absolviret worden, weil die halbe hufe
davor gehafftet. perge Gott lob, das alles
wol erörtert, undt transigiret worden.
Meine gesterige, undt heüttige darzu
verordnete Commissarien wahren, der
hofmeister Einsidel, Tobias Steffeck
von Kolodey, mein Aufwärtter, undt
Philipp Güder, Küchenmeister. perge Jnner-
halb iahres frist, wirdt die Kohlin, auf
vier termine, bezahlet. perge Gott erhalte
Friede! ruhe! undt einigkeit, in <der> Stadt,
und <im> lande!

|| [[Handschrift: 475r]]


Der Diaconus Jonius ist heütte extra zu Mittage,
auf erforderung, bey unß, gewesen. perge


Die Hertzoginn, ist heütte, zimlich stille
gewesen. Lieget zu bette. Wüntzschet ihre
pferde zu haben. Sehnet sich etwaß nach
Eüttin, undt höret doch etwaß gerne,
daß ihr herr wieder gesundt worden. Sie
will sonst niemandt vor sich laßen, undt
abhorriret in sonderheit, die conversation
meiner gemahlin, von dero sie deprecation
auf den knihen begehrt, wegen unrechter
titulirung, & talia vaga. perge


Die wolle, ist heütte, meinen Schafen,
abgenommen worden. Gott gebe zu segen!

Mittwoch den 5ten: May; 1652.


Jn die kirche, am heüttigen BehtTage,
cum sorore, Dorothea Bathilde[,] unica filia9, & ambobus filijs.


Die hertzoginn, ist vormittags stille gewesen,
undt gebehten man solte sie heütte allein
laßen, undt die ankunft ihres geschmugks
undt ihrer pferde, befördern.


Nachmittags aber, hat Sie begehrt, ich solte
mit ihr, in den Stall undt keller gehen.

|| [[Handschrift: 475v]]


Extra zu Mittage, gehabt, <Fraw Rindtorffinn, undt> Doctor Fischern,
undt allerley, mit ihme, conferiret.


Postea: hat die hertzoginn sagen laßen,
Sie müste erst schlafen, daß wetter, enderte
sich, würde regenicht, undt Sturmicht, (wie es auch
sich anleßet) undt der Stall wehre, ohne daß,
ihr eigen. Sie köndte <doch> hinein gehen, wann sie wollte?


Schwester Bathilde, ist nach Plötzkaw
gezogen.


Meine Töchter, die beyden Elltisten, seindt
von halle, gegen abendt, glügklich wiederkommen,
mit ihrem Comitat, Gott lob! undt seindt
alda wol gehalten worden. perge

|| [[Handschrift: 127r]]

Donnerstag den 6ten: May; 1652.


Correspondentzen gehalten, am heüttigen PostTage.
Jn Oeconomicis commissiones <an>geordnet.


Den Allten, SchützGeörg, bey mir gehabt,
welcher mir, utilia, in grentzsachen, entdegktt.


Jch habe mit der hertzoginn, eßen müßen,
wie auch, Carolus Ursinus, Sie hat sich höflich
erzeigt, dennoch aber, nach der malzeitt
exorbitante discurs gehabtt.


Schreiben, von Wartemßleben, von Hanover.

|| [[Handschrift: 476r]]


<Vorgestern, habe ich wieder ein Fohlen zu Zeptzigk bekommen.>


Post von Ballenstedt daß es aldar schneyet.
Conferenze, mit dem von Bützow, Jtem: mit Magistro Menzelio.

Freitag den 7ten: May; 1652.


Doctor Fischer, ist bey mir, gewesen, hat mir
die Lunariam Herbam, frisch gebracht, solche
in meinen gartten, zu setzen. Gott gebe zu glück!


Die Hertzoginn, ist nachmittags, in den garten
gegangen, mit Bützow.


Mein Sohn, Viktor Amadeus ist hinauß geritten, die undter-
scheidung, im Dröblischen holtze, ahnzusehen, undt
zu observiren. Gott gebe, zum bestandt!


Jl semble, que dü costè, de Plötzkaw, l'on cerche
dés dispütes, mais droict, demeüre droict!


Gaw hat nachmittags in 5 schiffen, 2207 Schefel (Scheffel)schfl
hällisch maß, oder 2700 Schefel (Scheffel)schfl Bernburgisch maß,
durchgeschift, an gersten, undt im 6ten:
Schif, an haber, 16 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w und 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w rogken.


Die 2700 Schefel (Scheffel)schfl thun: 112 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w, 12 Schefel (Scheffel)schfl
undt 14 gute Groschengg: vom Wispel (Raum- und Getreidemaß)w thut: 18 ThalerThlr: 18 Groscheng:
Jtem: ein Schiff, daß 6te mit 16 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w haber, undt 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w rogken, fac: 3 ThalerThlr:[.]


Mit meiner herzlieb(st)en gemahlin, bin ich, gegen Abendt,
in gartten, spatziren gegangen.


Die Hertzoginn, hat laßen hofmeister Bützow,
undt Tobias Steffeck von Kolodey zu nacht, mit sich, eßen.

|| [[Handschrift: 476v]]

Samstag den 8ten: May; 1652.

<Frost mane sicut herj, postea: bel tempo.>


Jch habe viel verdrießliche OeconomySachen,
gehabt, & j'apperçoy de l'infidelitè. Dieu la
vueille dèscouvrir! & pünir! & me pardonner,
mon jmpacience!


Darnach, bin ich mit Georg Reichardt in discurß, gerahten,
von allerhandt nohtwendigkeitten.


Postea: in gartten, undt zu meinen ædificijs,
spatziret, vor: und nachmittags wieder in hortum.


Avisen von Erfurdt:


Daß der heßen Caßelische Gesandte, Krosigk,
zu Wien, in puncto Primogenituræ für seinen herren,
einen guten sententz erhalten.


Der König in Franckreich, thut sich wieder herfür,
Er sol nicht ferne von Paris, angelanget sein.
Zwischen Engelland undt Hollandt, wirdt baldt
eine beschloßene alliance, herauß kommen.
Waß bishero vorgegangen sein mag, sol nur,
zu stillung des Pöbels, in Engellandt (weil bey
wehrendem Englischen Kriege, in OstJndien, ihnen,
von den holländern großer schade geschehen)
angesehen gewesen sein. Printz Robert macht
gleichwol große beütten, undt theilet darvon,
[d]em Könige mitt. Zwischen Spannien, undt
[En]gellandt, ist auch eine alliance beschloßen, || [[Handschrift: 477r]]
dörfte wol Calais gelten.


Frangkenthal ist (Gott lob) von Spannischen
evacuirt, folgendes Tages ist auch, die Stadt
hailbrunn, von der ChurPfältzischen guarnison
quittiret, unst solcher gestaltt, verhoffentlich,
dem Römischen Reich, innerlicher friede, undt ruhe
geschaft worden, Gott seye davor, lob! Ehr!
undt dangk! gesagt, der vollende sein wergk gnediglich.


Zu Dreßden, werden allerhandt præparatoria
gemacht, zu bevorstehendem beylager
des hertzogs von Aldtemburgk, mit des
königlichen Printzen, in Dennemark hindterlaßener
wittibe, welches in bevorstehenden Pfingst-
feyertagen, seinen fortgang gewinnen solle.


Zu Briesach, gibt es wiederumb händel,
zwischen dem Charlevois, und Generalleütnant
Rose. Ein ieder sucht ejnen anhang. Vielleicht
dörfte Charlevois sich vor die Printzen, der
General Rosa aber, vor den König, erklähren,
undt solcher gestaltt, dem lande, einen gefähr-
lichen krieg, erwegken.


Der Raht zu Erfurdt, hat am Samstag zuvor, ihren Wal-
purgisritt, oder außzug, zu roß, undt Fuß, in das nechste
Chur: Meintzische holtz gethan, so sonsten alle iahr beschehen,
aber in der kriegsunruhe, bey 20 iahren, nit gehalten worden.

|| [[Handschrift: 477v]]

Sonntag den 9ten: May; 1652. perge


<Jubilate!>


Mit unserer Ducissa, wollen sich, die Phantasiæ,
noch nicht recht verliehren. Deus in adjutorium intendat!


Ribuffo d'un luogo insperato. Pacienza!


Jn die kirche, conjunctim, vormittages.


Nachmittags wieder in die kirche, mit beyden
Söhnen, undt zweyen Töchtern10. perge


Postea, in gartten, avec Madame.


Darnach, habe ich, mit der Hertzoginn,
eßen müßen, welche zimlich fein sich erzeiget.
Gott helfe ferner, mit gnaden!


A Midy; Bützow, & Docteur Mechovius
mangeoyent, avecques nous, oultre
les aultres extraordinaires qui sont avec les nobles.

Montag den 10ten: May; 1652.


Abraham von Rindtorf hat dimission, zu seinem Bruder11.
Gott gebe zu glügklicher expedition!


Ein füllichen, ist mir gestorben, undt
ein allter brauner Agker hengst,
über, undt über, also geschwollen, das
er auch wol umbfallen dörfte. Jst
abermalß Schade, undt unglügk!

|| [[Handschrift: 478r]]


Nachmittags ist die meiste hofpursche, zu Magistrj
Menzelij, hochzeitt, sonderlich, die Jungkern,
undt Jungfern, gegangen. Gott gebe ihnen, seinen
Segen! Er heyrathet Bürgermeister Sehsen Tochter. perge


Jnterim, bin ich gegen abendt, mit meiner
gemahlin, nacher Zeptzigk, undt gegen Palbergk
spatziren gefahren. Meine Söhne, seindt auch
mittgeritten, wie inngleichem, andere diener.


Die hußten, fangen wieder ahn zu re-
gieren. Meine Töchter, Angelica undt
Anna Sofia, seindt kawm genesen,
So ist Marichen sehr daran krangk
worden, wie auch mein Elltister Sohn
sehr hußtet. Jst wunder, in dieser
warmen zeitt. Gott beßere es!


Die Leiptziger ordinarien, bringen:


Daß Grävelingen, sehr von Spannischen
benawet seye, und deßen eroberung,
von ihnen, gehoft wirdt. Dennoch
aber, suchen die Frantzosen, auch, es zu endtsetzen,
undt solle der König in Frangkreich, durch
interposition des Königs in Engellandt,
mit den Printzen, vor Paris im accord stehen.

|| [[Handschrift: 478v]]


Den Cardinal suchen sie außzuschaffen, oder
doch an ein grentzorth, zu relegiren.


Das Engelländische Parlament, hat dem Printzen
von Condè, die gesuchte hülfe, platt abgeschlagen.


Jn Schottlandt, scheinet es, das alles sich
fast submittiret, außer der Conte d'Ar-
gille, oder d'Argail, zusampt dem predig-
amptt, welche sich, (nach vermögen,) dem
Engelländischen Parlament, opponiren. perge


Jn Jrrland sol auch daß Parlament
itztgedacht, progreß haben.


Mit den Staaden, besorget man <doch> noch,
eine alliance, unahngesehen, die Engel-
länder albereitt, mitt Spannien,
offensivè, und defensivè sollen geschloßen
haben, undt anahngesehen der Spannische
Ambassador im Haag, dargegen laboriret,
und die holländer und Jrrländer, auch stargk armiren.


Pfaltzgraf Ruprecht, macht große
beütten, zur See, undt schickt seinem vetter,
dem Könige in Engellandt, nach Paris statt-
liche Summen, an geldt, goldt, undt Silber, || [[Handschrift: 479r]]
zu seinem undterhalt, undt nahrung. perge


ChurPfaltz, ist erfreẅet, mit recuperation
Frangkenthals, welches in 32 iahren, seinem
Vero & Legitimo Domino, vorendthalten gewesen.


Der Spannische Gubernator, Frangipane, ist
mit Ceremonien auß: hingegen, der Churfürst
mit dero Gemahlin Liebden solenniter eingezogen,
hat den Spannischen Gesandten, Pater Sarria,
wie auch den Gouverneür, nebst andern
Officirern, bancquetirt, undt wol tractirt,
in sonderheit auch, den kayserlichen Obersten,
Lucas Spick, sie herrlich beschenckt,
seine völgker hinein ziehen laßen,
undt den abzug der Spannier, mit
Schiffen, undt wagen befördert.
Das Salve schießen auß Stügken,
undt Mußckeeten, ist bey solcher Freẅde
nicht vergeßen worden, wiewol die
Spannier darbey, nicht gar frölich gewesen.
Das gantze landt, dorth herumb, hat
sich sonst sehr content erzeiget, und correspondirt.
Gott helfe ferner, mit gnaden, das ein ieglicher
zu seiner befugnüß, gelange, auch Gott recht dangken!
loben! und preisen möge! vor seine gühte, und wolhaten!

|| [[Handschrift: 479v]]


Barcellona, sol noch nicht über gewesen
sein, wiewol es die Spannier vermeint in händen
zu haben, undt selbiger festung, hart zusetzen.


Tanger, sol der König in Spannien,
dem König in Portugal, an dem Stretto
dj Gibilterra abgenommen haben.


Die Venezianer, sollen friede, mit
dem GroßTürgken tractiren, interim
aber, ihre armaturen auch nicht einstellen.
Gil de haaß, helt sich wol, mit auß-
fällen, in der Festung Candia.
Jm Arcipelago, sollen die Türgken,
abermalß, 13 Galleren, eingebüßt haben.


Jn Polen, ist ein neẅer ReichsTag,
im Julio, determiniret. Der Chmielinsky,
sol wiederumb, mit den Tartarn, undt
Moßkowitern, heimlich conspiriren.


Die Kayserliche rayse, nacher Lintz,
undt Prag, sol im Junio, gewiß, vor
sich gehen, wie auch der ReichsTag, zu Re-
genspurgk, zu ende des Octobris oder zu anfang,
des Monats Novembris, vor sich, gehen solle.

|| [[Handschrift: 480r]]


Jn Ungarn, befahret man einen TürgkenKrieg,
wann die Venezianer, friede machen sollten?


Churfürst von Cölln, ist von Hildeßheim, (nach
entpfangener huldigung) gen Wolfenbüttel
gezogen, undt daselbst, vom hertzogk Augusto
splendide beneventirt, undt tractiret worden.
Von dannen, will er auch auf Zell, undt auf
Hanover, sich bekandt, und freünde zu machen.


<Zu Brisach, stehets noch, gar mißlich. et cetera>


Schreiben, von Croßen, von Freẅlein Catherine[.]

Dienstag den 11ten: May; 1652.

<Somnium: wie ich mit dem Kayser, geredet, welcher gantz mager, dürre, und kleiner worden.>


Jn Oeconomicis, zu schaffen gehabt.
Nach Croßen, geschrieben, et depesche, encor autrepart.
Den StadtVogtt, bey mir, gehabt. Jl m'a
fait ün petit treshümble service.


Mit meiner gemahlin, Liebden und Töchtern12, in gartten,
undt an den pfaffenpusch, spatziret.


Unsere leütte, seindt heütte
wieder auf die hochzeitt gegangen,
(post prandium) des Magistri! undt
heütte seindt die præsenten außgetheilet.


Travaglij; disagij; intrighj, contrastj!
Tra gli disagij; la Virtù s'affina!
Dulcia non meruit; qui non gustavit amara.

|| [[Handschrift: 480v]]

Mittwoch den 12ten: May; 1652.


Jn die kirche conjunctim. perge
Extra zu mittage, gehabt, Doctor Fischer, Bürgermeister Döhring,
Bützaw, undt andere.


Die hertzoginn, ist nicht wol, in dieser hitze.
Mein brauner hengst, ist Todt. Pacience!


Georg Reichardt ist von Ballenstedt, wiederkommen.
On a estè contraint, de me tüer le bon
cheval, ancien, que i'avois a Zeptzigk,
Ainsy, ün malheür, talonne l'autre!
Soprapaese, è liberato, dopò 4 settimane,
di prigione. Jddîo, lo convertisca! Hà
fatto grandj promesse, se le osservasse?


Gegen Abendt, hats ein wenig geregenet,
undt die hitze abgekühlet.


Jch habe die Hertzoginn besucht. Sie
lag zwahr zu bette, undt klagte, über
häupt: undt hertzwehe, wahr aber doch,
in ihren dißcurßen, discret, undt Sittsam,
ob gleich bißweilen, jntervalla <darzwischen> kahmen?


Alß ich abschiedt von ihr nahm, sprach sie: Sie
wehre so gantz verlaßen, hette keine vff-
warttung, oder iemands, der sich ihrer sachen, an-
nehme, wenn mirs wol gienge, solte ich, an || [[Handschrift: 481r]]
Sie gedengken, undt ihrer nicht vergeßen. Diß
sagte sie, mit Sehnlichen wortten, alß wann sie
gantz von hinnen, scheiden wollte?


Victualien, von Ballenstedt, habe ich bekommen.

Donnerstag den 13den: May; 1652.

<1 hase, von Poley.>


Jch habe meine briefe, undt Correspondentzen
befördert, sonderlich, in die niederlande,
dahin ich sie, mit gelegenheitt forthzusenden, willens.


heütte, hat sich niemands weitter, zu
Magistri Menzelij; hochzeitt, gefunden, weil solche,
in vorigen dreyen Tagen, (Gott lob!) glügklich
aufm Rahthause, alhier, in der Stadt Bernburgk,
vollbracht, undt vollendet worden.


Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin, ist nachmittags,
mit beyden Söhnen, undt zweyen Töchtern13,
nacher Aderstedt, gezogen, herrnvettern Fürst
Augusto, undt dero gemahlin Liebden, zuzusprechen.


Monsigneur Bützow, wie auch, Wischer, undt der
iüngere Einsidel, haben mittreitten müßen,
nebst anderm gemeinem comitat, undt es sol
Schwester Dorothea Bathildis, abholung, bedeütten,
gestaltt Sie dann mitteinander, vor dem abendteßen,
an: unddt wiederkommen. Monsigneur mon Oncle, a estè quinteux!

|| [[Handschrift: 481v]]


Conversatio, mit Bützow.
La Signora Duchessa è stato stravagante hoggi.


Man hat große feẅer gesehen, gegen
Zerbst zu, undt undterschiedliche judicia
darvon gefellet. Gott bewahre, vor unglück!

Freitag den 14den: May; 1652.


Avis: daß die gestrigen feẅer, von
dem Schilf hehrkommen, so in einem
Teich, hindter Wolfen, angezündet worden.


Bey der hertzoginn, bin ich vormittags
gewesen. Sie ist noch nicht recht wol.
Gott schigke es, zu gnediger beßerung!


Avis: von Häringhen, das die Fürstin
zu Sonderßhausen, eines iungen, aber
Todten Sohns, genesen. Also haben andere
auch ihr creütz, undt Trübsall. Gott
tröste die affligirten!


Abraham von Rindtorf, ist von Seiner
rayse wiederkommen, gestern abendt.


Ein Rohtwang, von hartzgeroda, hat
mir briefe auß Schlesien, von der Schwester
von Mecklenburg mittgebracht.

|| [[Handschrift: 482r]]


A spasso, in gartten, con Madama.
Es hat etwaß, gegen abendt, geregenet.


Der Caplan Jonius, ist Nachmittage, bey
Mir gewesen, 1. wegen, urgirung, der Belgischen
Collecten, 2. wegen eines bedengken, meines
Consistorij; in puncto propositj, sed non concessj
Divortij, etcetera etcetera etcetera[.]


Victualien, von Ballenstedt bekommen. perge
Bützow, Wischer, undt Einsidel junior,
seindt hinauß nacher Aldtenburgk, zu
Erlachen, diesen Abendt, zur recreation.


A spasso, mit Madame, und mit
Schwester Dorothea Bathilde in gartten, con disgusto.


Die Avisen von hamburgk, geben:
Daß der Großfürst, in der Moßkaw, die
Deützschen undt außländer, sehr perse-
quire. Sie sollen sich laßen umbtaüffen,
undt den Reüßischen glauben, annehmen,
oder keine dienstleütte mehr behalten,
bey hoher Strafe. Wo nicht, mögen
Sie auß seinem lande ziehen, undt alles
zu rücke lassen, darüber viel abfallen.
Der allte General Leßle sitzt gefangen.

|| [[Handschrift: 482v]]

Samstag den 15den: May; 1652.


Der Secretarius Christophorus Bärnreütt, jst
bey mir gewesen, venant de Zerbst, & y allant.
hat mir auch schreiben, vom Syndico
Jehna, mitgebracht.


hofmeister Bützow, rayset heütte
auch nach Zerbst, darzu ich ihm pferde gegeben.


Avisen von Erfurdt:


Daß in Frangkreich, noch alles, in großer
Confusion gehet. Die Printzen verharren
auf des Cardinals außschaffung, der König,
undt Königinn aber, wollen darzu nicht
verstehen, darüber wirdt das gute
Königreich, in grundt ruiniret, die un-
derthanen aber werden des Krieges müde.


Jn Engellandt, stehet es, in vorigen Terminis,
die Tractaten, mit Hollandt, helt man, vor
beschloßen, dann der hauptpunct, nemlich der
Engelländischen Prætension, wegen des in OstJndien,
zugefügten schadens, ist auf Erkendtnüß
endtweder des Cammergerichts, oder unpar-
teyscher kaufleütte, außgesetzet, es || [[Handschrift: 483r]]
möchte denn, die vermuhtete eroberung, Düyn-
kirchen, undt Grevelingen, von den Spannischen, viel
consilia endern, undt den Staaden wunderliche ge-
dangken erwegken, als welche dadurch, gleichsam
eingeschloßen werden.


Barcellona in Catalogna helt sich länger,
alß man vermuhtet, und weil dem<r> General
Haudencourt, in 500 Reütter, sampt 700
Mußcketirern in Barcellona gebracht,
alß zweifeln etzliche, ob die Spannier solche
bißhero geführte, kostbahre belägerung,
werden continuiren können.


Jm Elsaß währet der krieg, auch
noch, zwischen General Rosa, undt dem
Commendanten zu Briesach. Das Elsaß
wirdt darüber, sehr verderbet.


Daß beylager, des hertzogs von Alten-
burgk, mit der Princeßinn von Dennemark
sol auf Pfingsten, (gebe gott) zu Dreßden, ge-
wiß vor sich gehen. Er der hertzogk sol
auch schon der Princeßinn entgegen gezogen sein.


Mon frere, a veü Naples, est de retour a Rome
la ou il traitte avec l'Ambassadeur de Venise, & se
laisse repaistre, d'autres belles esperances.

|| [[Handschrift: 483v]]


Christian Heinrich von Börstel, ist bey
mir gewesen, abschiedt zu nehmen, weil er
in na inß Brehmer landt, verraysen will.


Bürgermeister Döhrings Sohn, <Johann Friederich> ist bey Mir gewesen,
abschiedt zu nehmen, weil er in die Nie-
derlande verraysen will, dahin ich ihm
recommendationes, mittgebe.


<Jch bin Bey der Hertzoginn gewesen, eine visite abzulegen.>


Avis: daß in der Bude, ein Seehundt
geschoßen worden, umb Untzeburgk
welches ein portentum. Jtem: daß
ein Stöer, in der Bude sich sehen laßen.
Jst gleichsfalß ominoß.


Vor Abends, haben alle drey herren,
FürstAugustus, Fürst Ludwig<Johann> Casimir, undt
Fürst Johannes, coniunctim, ein ahnzüglich
schreiben, an Mich, abgehen laßen, wegen
deßen, waß voriger Tage, der holtzhawer
halben, [...] in dem Dröblischen holtz, (umb
beßerer richtigkeitt, undt ahnweisung
willen) vorgegangen. Sie thun mir un-
recht, ohne Scheẅ, undt habens durch
einen Trompter, mir insinuiren laßen.
Jch habe es dißmahl, mit einem Recepiße beant- || [[Handschrift: 484r]]
wortett. Es sol aber schon weitter, die gebühr da-
rauf, verfüget werden, der Sachen Notturfft nach. perge

Sonntag den 16den: May; 1652.


Jn die kirche conjunctim, vormittages.
Extra zu Mittage, die Fraw Rindtorfinn, den
CammerRaht, Doctor Mechovium, den Magister Menzelium,
undt Tobias Steffeck von Kolodey gehabtt.


Nachmittags wieder in die kirche, cum ambobus
filijs, et duabus filiabus, Ernesta Augusta,
& Angelica.


Johannes Antonius Puteus Neapolitanus,
<ein Sohn, eines Advocaten zu San Germano, im Königreich Napolj,>
eines Jesuiters, zu Cracaw bruder, (wie er
saget), hat sich præsentiret. Kan undter-
schiedliche sprachen, alß Jtaliänisch, Frantzösisch,
Spannisch, Lattrinisch. Will einen Sprache-
meister agiren, undt luttrisch <worden> sein. Jch
habe mit ihm conversirt, undt (dem ansehen nach)
jhn redlich befunden. Gott kennet aber die hertzen!


Jch habe ihn zwahr wollen nach Rheinßdorf, undt
nach Zerbst, recommendiret, allein man will es<weiß ich nicht,>
mit<ob man> ihm, <trawen, undt er> in erlernung der Sprachen, versuchen<begehret werden wirt>. et cetera


Die Hertzoginn von Eüttin, ist heütte zimlich
fein gewesen, undt hat auch die nachlaßung,
der heißen lufft, entpfunden. Gott helfe ferner!

|| [[Handschrift: 484v]]

Montag den 17den: May; 1652.


Christoph Bärenreütt, ist von Zerbst wiederkommen,
mit recommendationen, vom Jehna, und Wendelino.


J'ay rèspondü de bon anchre, aux Princes
Augüste, Jean Casimir, & Jean, en l'affre[!]
dispütè, dü bois, a Dröble, & receü au soir, ün Recepisse.


hinauß bin ich geritten, mit meinen Söhnen,
inß Dröblische höltzlein, den streittig gemachten
orth, zu besehen, da dann die Mahlbaẅme,
die darein gehawene allte Creütze,
die gräben, etcetera undt waß aufeinander
gehet, indicia genug sein, das mir
unrecht geschicht. Sed Mundus vult decipi!


Bey der Hertzoginn, bin ich, vor abends, gewe-
sen. Sie wahr fein, undt gar höflich, gegen Mir,
nur das sie ihre hohe gedangken hatte.

Dienstag den 18den: May; 1652.

<Windig, kühle, nach voriger Tage hitze.>


Mit Bützawen, gestern Abendt, Gott lob,
vormittags, mit Magistero Menzelio, den heidelbergischen
Catechiscum[!], cum explicationibus, & sententiis
sacræ scripturæ, wol absolviret. Gott
gebe ferner seinen Segen, zu seiner informa-
tion, undt education! undt erhalte ihn
bestendig, in der reinen warheitt! Amen!

|| [[Handschrift: 485r]]


Jch habe Ern Benjamin Gigelberger, abgefertiget, in die
Niederlande, in angelegenheitten, dem Ministerio, zum
besten, Gott gebe progreß! glück! heyl! gesundheitt! und Segen!


Ludolf Lorenz von Krosigk hat sich, hierher gemacht, (unahngemeldet,)
wie eine zeitlang her, sein gebrauch gewesen.
Male audit, propter scortationem Erxlebianam. perge


Die Avisen geben:
Daß Grävelingen, in extremis, versire.
Jtem: daß Duynkirchen, auch baldt folgen dörfte.
Engellandt, undt Staden, tractiren noch, doch
sollen sich die Staaden, zu einer ljgue defensive,
undt weitter nicht, erbotten, und erklähret haben.


Jn Frangkreich, brennet daß feẅer noch. Der König,
will den Cardinal, nicht erlaßen. Der
hertzogk, von Lottringhen, stellet sich, alß wolle
er, den Printzen, zuziehen, mit seiner Armèe.


Der ReichsTag, sol gegen den 1. November
inn Regenspurgk, vor sich gehen, undt der
Kayser, soll nach Prag im Junio, kommen.


<Die Stadt> Barcellona, helt sich noch, mit verwunderung,
undt der Marechal de la Motte <Haudencourt>, hat secourß,
hinein gebracht. Doch dörfte es endlich übergehen.


Nach der evacuation Frangkenthal, ist die
Stadt Hailbrunn, auch evacuiret worden, von Chur-
Pfältzischen völgkern, mit guter ordre, undt alles bezahlet.


Die Türgken, stärgken sich, contra Venetos, & Persas.


Jn gartten, avec Madame.

|| [[Handschrift: 485v]]

Mittwoch den 19den: May; 1652.


Jn die kirche conjunctim, gezogen.


Doctor Fischern, dimittirt, nacher Plötzkaw.


J'ay presentè a Monsigneur Bützow, quelques livres, de la Compagnie
früctifere, qui luy ont estè fort aggreables, sür tout,
ceulx de ma tradüction.


Ern Benjamin Gigelberger, habe ich nach den
Niederlanden, abgefertiget. Gott gebe zu glücklichem
succeß! undt erhebung der Collecten!


Meinem Fuchs, habe ich einen anstrich machen laßen.
Die hertzoginn, ist heütte wieder etwaß wunderlich gewesen.


J'ay envojè ün Decret, en Prince, à Erxleben, a cause
dü scandale Commis en icelle mayson.


Le soir, avant soupper, ie suis allè au jardin, avec Madame.

Donnerstag den 20ten: May; 1652.

<Diese Nacht, habe ich, ein Somnium gehabtt: Jch wehre zu der Königinn in Böhmen, in ihr gewöhnliches gemacht, zu heidelbergk kommen, undt hette ihr sehr gratuliret ihre wiedereinkunft. Ein Oberster Kinsky, ein langer, grawer Mann, wehre auch im gemach gestanden. Die (genandte) Königinn hette mich sehr freündtlich entpfangen, undt caressiret, auch mir, Madamoyselle Apßle (welche vor iahren, anno: 1616 ihre Jungfer gewesen, mir bekandt) || [[Handschrift: 486r]] mir zur Ehr kurtzumb, geben wollen. Jch hette mich aber excusiret. So hette ich müßen, der Königinn, einen schönen rubinengeschmugk weisen, darinnen viel rubin, wie auf einem güldenen brustleibischen gewesen, vndt in der Mitten deßselben, <geschnitten> ein schöner Kopf in der Mitten mit einem geistljchen barätlein, alles in rubin künstlich, da mir einer gesagt, es solte Fürst Geörge zu Anhaltt, gewesener Thumbprobst zu Magdeburgk, sein. Die Königinn, hette solches alles, mit lust, angesehen. Darnach, mir wiedergegeben. Jch hette es aber Gottlieb Bährenreütt, aufzuheben, anvertrawet, undt wehre doch immer Sorgfältig, darneben gewesen, ob mir auch dieser Schatz, nicht fleißig verwahret, oder weil er zum eßen, oder sondt weggienge, gestohlen werden dörfte. Jn diesen gedangken, wachte ich auff. et cetera>


Der Amptmann von Ballenstedt, Martinus Schmidt,
ist bey mir gewesen, von der hochzeitt zu Warmstorf kommende.

|| [[Handschrift: 486r]]


Avisen von hamburgk: daß Grävelingen
in extremis versire, undt der General Marchese
Sfondratj, davor mit einer Stügkkugel, ver-
wundet worden. Neün Engelländische Schiffee[!],
wehren den Spannischen zu guht, vor Duynkirchen
ahnkommen. Der König in Franckreich wolte den
Cardinal nicht weglaßen, darauß groß übel, besorget wirdt.

|| [[Handschrift: 486v]]


Jn Barcellona, wehre secours ankommen, in deme der
Mareschal de la Motte Haudencourt, durch daß feste
Spannische läger, bey der nacht, sich durchgeschlagen,
ahn zweyen orthen alarm gemacht, undt nicht gar
viel armèevolgks verlohren, doch ein pferdt, undter seinem
leibe, nebst etzlichen Tapferen officirern, undt also
hette er einen glorieüsen einzug, in Barcellona
gehalten, mit 600 Mann zu fuß, 600 pferden,
undt vielen Sägken getreydigß, so er hinein gebracht.
Es dörfte diese belägerung, den Spannischen,
noch viel mühe, zeitt, undt blutt kosten, auch
sie sehr ruinieren, wo ferne Sie sich davor, opiniastriren.


Die Silberflotte, sol auch außen bleiben.
Der König in Spannien, wirdt abermal Todt gesagt.
Der ReichsTag, sol auf den 1. November gewiß
außgeschrieben sein, nach Regenspurgk.


Ob schon Frangkenthal restituiret ist, So
sol doch Homburg, Landstuel, hammerstein,
noch fest halten, weil der hertzogk, von
Lottringhen, dieselben nicht restituiren will,
ohne eine nahmhafte Summa geldes. Derowegen
bleiben noch die Schwedischen <deputirten>, in Franckfurt.


Es sol eine große dürre in hollandt sein.
Die Staden, sollen des hauses Naßaw, müde sein,
undt die meisten von ihnen, cassiren, auch nicht || [[Handschrift: 487r]]
das Printzliche Uranische wapen, in der Fahne von
der garde mehr leiden wollen. Man meynet, Sie
vergleichen sich gantz mit den Engelländern, undt
Spannien werde die alliance, mit dem Parlament,
brechen müßen. Die andern Provintzen, sollen
mit den General Staden, nicht einig sein, undt
auch der gemeine Mann, weil sie dem hause
Orange wolaffectionirt, undt keines weges,
independentisch sein mögen, hingegen die General
Staden, undt die province hollandt, gut Parlamentisch. et cetera


Viel förchten, es dörfte: Schweden, Dennemargk,
Oldenburgk, undt die hertzoge von Lüneburgk
zusammen sich coniungiren, die Stadt Brehmen,
zu attacquiren, undt zu belägern, welches
die Holländer, sonst wol verwehren köndten. perge


Die Türcken, continuiren noch, ihren krieg, contra
Venetos, Eine galeazza, sol hindter Corfû, von
18 Türckischen galleren, zugleich, sein angefallen,
undt bestritten worden. hat sich Tapfer geweh-
ret, biß das noch 3 andere galleazzen,
(nach langem gefecht), zu großem glügk, ohngefehr,
ihnen zu hülfe gekommen, undt Sie liberiret,
also: das die Türckische galleren, mit großem
verlußt, abgetrieben worden sein.

|| [[Handschrift: 487v]]


Conversatio mit hofmeister Bützowen.
Postea: mit Magistro Menzelio.


Schreiben, von Zerbst. perge


Mit Madame, zu abends, nacher Zeptzigk, spatziren
gefahren, zusampt zweyen Töchterlein14.

Freitag den 21ten: May; 1652.


Jn der Erxlebischen inculpationssache, habe ich
zu Commissarien verordnet, Meinen Raht,
undt hofmeister, den von Einsidel, Jtem: den
Secretarium Paulum Ludwig, undt dann, den
Amptmann Reichardt. Es ist aber, vormittagß
niemandts erschienen, wiewol auch daßselbe
nicht groß begehret worden, Sondern nur
Schriftliche relation außführlich.


Der allte Philipp May, hat sich præsentiret,
er will mit Ern Benjamin, nacher Niederlandt zu.


Der hofmeister Bützow, hat heütte
eine gasterey, (undter dem Nahmen, eines
grasemahls) angestellet, undt meine kinder,
Jungkern, undt Jungfern, darzu, gebehten,
zur anzeige, seines dangkbahren gemühts,
vor erwiesene gnade, undt wolthaten.


Der Jtaliäner, ist von Rheinßdorff, undt Zerbst, || [[Handschrift: 488r]]
(dahin ich ihn recommendirt gehabt), wiederkommen, re infecta.
Man hat ihn, gar kaltsinnig, abgewiesen, undt kein labsall
gebotten. Jch habe ihn nacher Dresen[!], undt Altenburgk, meine
gemahlin aber, hat jhn, nach Krannichfeldt recommendirt.
Gott gebe ihm, dorthin, beßer glügk! weil er sehr
kleinlautt wirdt, daß er nicht undterkommen kan!
Köndte man einem, oder dem andern, inß hertze sehen,
undt dörfte trawen, so hülfe man gerne beßer!


Umb 11 uhr, ist Pleber, der Ambtschreiber, oder
Schößer von Erxleben, erschiehnen, hat im Nahmen
seiner Principalln, der Krosigke, ein Memoriale
eingegeben, vndt darauß, erhärten wollen,
alß, ob sie, ihren verliehenen gerichten, ein genü-
gen gethan, undt rite, mit relegation procediret,
darneben aber, nicht nöhtig gehabt, mirs zu avisiren,
über diß sich beschwehret, das ich ihnen, den hof
verbotten, undt sie so hoch beschimpft, gebehten die un-
gnade fallen zu laßen. Jch habe aber daran
noch kein sattes genügen, undt begehre die acta
von ihnen, zu sehen, undt zu wißen, ob? undt wie?
eigentlich verfahren worden. Sie protestiren
auch, daß ihre meinung nicht gewesen, mir einen
Termin zur verhör zu præfigiren, bitten, ihre simpli-
citet, nicht zu mißdeütten, da das recepisse etwas unrecht
geschrieben, oder stylisirt gewesen.

|| [[Handschrift: 488v]]


Jch bin diesen Abendt, bei der hertzoginn gewesen,
welche mich noch zimlich leiden mögen, undt er-
träglich, in ihrem zustande gewesen. Gott beßere es!


Mit Madame, in gartten, spatzirt la sera, da
unsere kinder, gar spähte, vom grasemahl seindt wiederkommen.


Avis: daß vetter Lebrecht zu Plötzkau von Cleve, ankommen.

|| [[Handschrift: 482v]]

Samstag den 22ten: May; 1652.


Oeconomica vorgehabt. Rechnungen gesehen.


Discorsj; col maggiorduomo, Einsidel.


Spatziergänge, in den pfaffenpusch, vormittags,
alleine, undt mit Victore Amedeo, nachmittags,
mit Meiner freundlichen herzlieb(st)en Gemahlin


<Discorsj gehabtt, questa sera mit Hans Christoph Wischern.>


Mein Carl Ursinus ist zu abends, außgegangen, wachteln
zu fangen, sed frustra.

Sonntag den 23ten: May; 1652.

<3 lächse gefangen[.]>


1108 Schefel (Scheffel)schfl hällisch maß, in 3 Schiffen, gibt Gaw
am zoll ahn, durchzupaßiren. Thun 57 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w 15 Schefel (Scheffel)schfl Bernburger m[.]


Extra zu Mittage, gehabt, Fraw Helena,
Doctor Mechovium, Tobias Steffeck von Kolodey et cetera ohne Bützow, undt andere
ordinarios extraordinarios.


Jn die kirche vormittags, cum filiis, undt zweyen
Töchtern15, nachmittags, wieder cum filijs, und einer Tochter16.


Der Hertzoginn, pferde, seindt von Eüttin
ahnkommen, mit einem Stallmeister, 2 Einspän-
nigen, undt 1 lackayen, zusammen, 14 Pferde stargk.

|| [[Handschrift: 489r]]


Nach der predigtt, habe ich die Hertzoginn besucht, welche
gar fein gewesen, weiwol wiel von ihrer Liebden wunderlig-
keitt, gestern abendt, undt heütte frühe, gesagt worden.


Hanß Christof Wischer, hat seinen undterthänigsten abschiedt
genommen, in meynung, Morgen (gebe gott) zu verraysen,
nach dem Meckelburger lande zu, allda er zu
eines iüngeren herren, hofmeister zu Schwerin,
verordnet, undt mitt in Franckreich, ge-
schickt sol werden. Gott gebe zu glügk!


Der Stallmeister von Eüttin, einer von Tettaw,
hat audientz begehret, undt erlanget, auch
ein brieflein, von seinem herren, Hertzogk hanßen,
mir überlifert, welches eine höfliche antworth,
auf mein schreiben ist, gleichwol aber, an der
cur des Medicj, Doctor Fischers, so wol al anderer,
desperiret. Jl me donne aussy a entendre,
qu'a la recerche[!] de ma femme, il revoque sa femme
d'icy, chose malcourtoyse, & incivile de Malherbe. perge


Avis von Erffurt: daß Grävelingen, über seye, undt das
Duynkirchen auch baldt wieder Spannisch werden dörffte.


Krosigk Caßel heßischer Gesandter, hat zu Wien,
in puncto primogenituræ, für das hauß Casel, noch zimliche
verrichtung gehabt, ob ihm schon Kayserliche rähte17, zuwiedera gewesen.


Pater Valerianus, ist mit seinen conversions:vorschlägen,
gar schlecht abgefertiget worden, bey ChurBrandeburg und ChurPfaltz. || [[Handschrift: 489v]]
ob er schon von Chur:Meintz, undt Cölln, recommendationes
gehabt. Dann bey ChurBrandeburg hat er den bescheidt
erlanget, wenn er etwaß ahnzubringen hette,
solte er es des Churfürstlichen hofprediger ahnzeigen, welches
er aber nicht thun wollen, undt also ohne Audientz
darvon gezogen. ChurPfaltz hat eine statt-
liche ablehnung der beschuldigung halber, alß
wann Sie viel mit Papisten umbgiengen, nachm
Berlin geschrieben, also bleibet Pater Valerianus
Magnus, mit seinem ruhm, wol stegken, er hat
auch ein colloquium mit Doctor haberkorn, und etzlichen
Gießischen professoren18 gehalten, so gar schlecht,
und er selber gestehen müßen, er köndte
weder auß der Bibel noch auß den alten Concilijs
des Pabsts infallibilitet beweisen.


Jn Franckreich, dringen die Printzen, noch darauf,
daß der Cardinal außweiche, anders ist kein friede.


Unser Catzler Milagius, hat gute expedition, in
Heßen, gehabt, Jst auch zu Gohta, undt Weymar,
gewesen, undt wol beschenckt worden. Undter
andern, hat er, 12 inn: undt außwendig vergül-
dete Tischbecher, (so wohl 100 ThalerThlr: werth) undt
dann noch 2 pocal bekommen.


Der ChurBrandeburgische Oberkämmerer Borgkerßdorf
Sehliger, ist zu Berlin, stattlich begraben worden.

|| [[Handschrift: 490r]]

Montag den 24ten: May; 1652.


Schreiben von Erxleben in dilatorischen Terminis. Dieu m'assiste!


Gestern abendt, hat Mein hofmeister Einsidel, ein
gastmahl in seinem hause, gehalten, undt darzu
die frembden, hofmeister Bützow, Stallmeister Tettaw,
wie auch Wischern, eingeladen, undt ihnen, gute ge-
sellschaft geleistet. Sein Sohn, der iüngere Einsidel, wie
auch Tobias Steffeck von Kolodey ist ebenmäßig darbey gewesen.
Jst wol aufgenommen worden. Gott gesegene es!
und behüte unß, vor Sünden, undt exceßen!


<Nota Bene:> Die große continuirende dürre, will
unß große Theẅerung, undt landtstrafe
ominiren. Gott bewahre davor in gnaden!
Die Geistlichen, haben auf den Cantzeln,
auch gestern, darvon gute meldung gethan,
undt zur wahren buße, anvermahnet. perge


Die Leiptziger ordinarien, confirmiren, daß iehnige
waß von Erfurdt, undt Hamburgk, eingelanget,
undt den Todt, des beklagten Tapferen Spannischen
Generals, Marchese Sfondratj, vor Grävelingen,
auch die vermuhtete eroberung, selbiger Festung,
undt daß 9 Engelländische Schiffe davor gelegen, undt wieder
abgezogen, weil ihrer, die Spannischen, nicht von nöhten,
undt gedencken, ohne sie, Duynkercken, wol zu gewinnen.

|| [[Handschrift: 490v]]


Zwischen Staden, undt Engellandt, wirdt noch der
Accord vermuhtet, wiewol die OrlogsSchiffe, sich
mehren, undt die Engelländer, den holländern,
in der See, hin: undt wieder, schaden thun:


Schottlandt, submittiret sich, meistentheilß,
wie auch Jrrlandt, darinnen Galloway
verlohren, nebst andern orthen.


Dennemargk, accommodirt sich auch, dem Parlament.
Der ReichßTag, gehet gewiß forth, den 1. November[.]
Die evacuation Frangkenthalß, erwegket
große freẅde, und zu Briesach hoft man auch ruhe.


Der Visconte de Türenne, hat ein scharfes
treffen, nebenst den königlich Französischen trouppen, auf die
Printzischen, bey Estampes gethan, undt sonderlich
viel Deützsche und Spannier überfallen,
darnach aber, seindt ihnen, die Pariser, zu
hülfe gekommen, undt haben ihm wieder viel
volck ruiniret. Beyde Theile, rühmen sich, der Victorie.


20000 lackayen sollen alleine sich rottirrn
in Paris, den Cardinal außschlagen zu helfen.
Der Hertzogk von Lottringhen, ist durch falsche
briefe verführet worden, hette sonst, zu rechter
zeitt, den Prientzen entsatz zugeführet.

|| [[Handschrift: 491r]]


Die Spannische Silberflotta, sol zu Calis Malis,
ahnkommen sein, undt in Westindien, etzliche völcker,
wegen staigerung der Müntze, sich empöret haben, contra Spannien.


Der glorieuse einzug des Marechal de la Motte
in Barcellona, durch daß Spannische läger, mit Macht
hindurch, wirdt confermiret, undt daß auch 4000
Sägke, mit getreydich hinein gebracht, hingegen
der ViceRè zu Neapolj, übel ahngesehen worden,
das er es nicht zeitlich, beßer belägert, welches
auß ambition, daß man ihme allein nicht die Ehre
gegönnet, geschehen sein soll.


Königs in Portugalls trouppen, sollen auch
eine schnappe in Castiglien, erlitten haben.


Die Türgken, haben eine verrähterey auf
die Festung Candia, vorgehabt, durch die Dal-
matier, welche ihnen ein Thor lifern sollen,
Jst aber entdegkt worden.


Printz Radzivil littawischer Feldherr sol
gestorben sein. Wehre schade!


Der Pollnische ReichßTag ist in Junium verschoben.
Tattaren, Cosagken, Moßkowiter, 7benbürger,
sollen contra Polen, zusammen conspiriren.


Graff Magnus de la Garde, sol Schwedischer Ge-
sandter, am Kayserlichen hof werden, wegen der Pommerischen lehen.

|| [[Handschrift: 491v]]


Chur Brandenburg undt Pfaltz Neẅburgk tractiren
abermal mitteinander, wegen der religion, in selbigen
Gülichischen landen, ob ein vergleich zu treffen,
in deme Chur Brandenburg alles in dem Stande (billich)
haben will, wie es anno: 1609 in dem Xantischen
vertrage verglichen? Pfaltz Neẅburgk aber,
fundiret sich, auf daß Münsterische instrumen-
tum pacis, undt will daßelbe dahin
ziehen, alß wehren alle vorige pacta an-
nulliret, undt in dem Stande, alles zu laßen,
wie es, von anno: 1624 hehr, gewesen. perge


Mein beste pferdt, der große fuchß, hat ein 8
Tage, nur her, sich mergken laßen, (nach dem an-
strich,) daß er die Schwehre noht bekommen, undt
schregklich <sonderlich heütte> von sich geschlagen. Gott bewahre
mir doch, das schöne, undt gute pferdt!


Mit dem Türgken, stehets auch nicht, zum
besten, wegen der lunge undt seines hustens.
Jst mein allter leibklepper.


Ces deux accidents, (a ce, que ie crains) me
denotent, quelque malheür! Dieu, nous en preserve!
benignement, par sa Sainte grace!


Meine Söhne, seindt krebßen vndt Fischen, gegangen.
Es hat sich der himmel fein bezogen, nachmittags, aber
wenig zu trüppeln, angefangen. Gott helfe weitter, in gnaden!

|| [[Handschrift: 492r]]

Dienstag den 25. May; 1652.


Es hat (Gott seye lob, undt dangk gesagt)
diese nacht, gar schön geregenet, nach so langwie-
riger dürre, undt besorgtem Mißwachß.
Gott wolle ferner, seinen milden segen, über
unß, außbreitten! undt unß nicht verlaßen!
undt seine himmelische gühte, nimmermehr, von unß wenden!


Jch habe mit dem Amptmann, Georg Reichardt viel conferiret
in justitzien: Amptß: und OeconomySachen. perge


Avis: daß es vergangene woche, zu Halle
rechten schwefel geregenet hat. Die be-
deüttung, ist Gott bekandt. perge


Extra: jst zu Mittage, allhier gewesen, nicht
allein, der Stallmeister Tettaw, Sondern auch,
der hofprediger Menzelius.


Avis: daß es vor wenig tagen, drey meilen von
Prag, bluht geregnet habe. Seindt seltzame omina!


J'ay èscrit a Zerbst, a Monsigneur Wendelinus, a Jehna
& a George l'Archer, par Philipp Güder.


Die hertzoginn, ist heütte wieder, etwaß unlustig gewesen.


Avis von Ballenstedt daß daselbst auch große dürre seye, undt
in vorigen tagen, nicht geregnet hette. Gott wolle es beßern!


Mit dem Stallmeister Tettaw, habe ich viel conversiret. et cetera

|| [[Handschrift: 492v]]

Mittwoch den 26ten: May; 1652.


<Nebel frühe.>


Post von Ballenstedt, undt wie daß kindt-
taüffen, bey Rödern zu Ermßleben, nomine Viktor Amadeus
meines Sohns, durch einen von hoym, wol ver-
tretten worden? Gott gebe zu segen!


Es schickt sich alles, zum abzuge, mit der hertzoginn.
Der von Bützow, ist bey mir gewesen. Jch habe sehr
gebehten, umb heüttiges, undt Morgendes Stillager.
Es hat aber nicht sein können. 1. weil expreßer
befehl vom Hertzogk Hanß da ist, sich nicht
länger, mit den angekommenen pferden, zu
saümen. 2. weil die Hertzoginn, zur ab-
rayse, sich numehr disponiren laßen, undt
andere intervalla baldt kriegen möchte.
3. weil die lufft, noch kühl, undt die
hitze, baldt einfallen möchte, da es nicht
gut raysen, undt der hertzoginn, an haüpt schädlich.
4. weil die PfingstFeyertage herbeyrügken.
5. weil sie unß länger keine ungelegenheitt
machen mögen, worwieder ich zwahr sehr protestiret,
undt ke von keiner ungelegenheitt hören wollen!


Dem von Bützow, (alß einem höflichen, wolqua-
lificirten Cavaglier,) habe ich, vor geschehene
auffwartung, meinen Töchtern, an hofmeisters || [[Handschrift: 493r]]
Stadt, undt vor gehaltene schöne reden, mein
bildnüß, undt gnadendenarium verehret, welches er sehr
wol ahn: undt aufgenommen.


Doctor Fischer, ist darnach auch bey mir gewesen.
Jtem: der Amptmann Reichardt.
Postea: Wolfgang, so nacher Ballenstedt soll.


Jch habe abschiedt genommen, von der hertzo-
ginn, nachmittags in præsentz meiner herzlieb(st)en gemah-
lin. Es hat zwahr exorbitantzien gegeben,
iedoch, alles, mit manier, noch zimlich. <Nota Bene La Düchesse a fort admonnestè ma femme, de persister, en la religion, en laquelle sa vocation l'appelloit, c’est à dire en la religion Calvinienne, ou refformèe, aultrement elle seroit malheüreüse. perge Et cela elle disoit, avec ün zele extraordjnaire. perge Mais elle estoit ün peü malcontente!>


Abschiedt genommen, von Bützow, Tettaw,
undt andern. perge


Nach der mahlzeitt, über eine weile, ist
die hertzoginn, (welche übel zu sprechen gewesen)
abgerayset. Gott gebe, zu glück! undt beßerung!


Daniel Cellarius von Magdeburgk, ist
alhier gewesen. Will Apoteker werden. perge Er
hat den Schwefel gesehen, welcher auf dem Margkt zu halle, gefallen.

|| [[Handschrift: 493v]]


Meine Söhne, seindt mit der Hertzoginn,
ein stügk weges, hinauß geritten, undt wiederkommen.
Sie gehet heütte auf Saltze. Gott geleitte Sie!

Donnerstag den 27ten: May; 1652.

<himmelfahrtsTag.>


Am heüttingen Fest, vormittags, in die kirche, mit
zweyen Söhnen, undt zweyen Töchtern, Eleonora Hedwig und, Anna Sophia
da unß dann der hofprediger Menzelius, den
Tröstlichen Artickel, von der Himmelfahrt
Christj, undt vom Sitzen zur rechten Gottes,
gar schön außgeleget, undt wieder allerley
hæreses, undt abusus defendiret. perge


Extra zu Mittage, gehabt, die Rindtorfinn,
den Magister, undt Tobias Steffeck von Kolodey.


Sopra paese, è di nuovo ricevuto, in grazia,
dopò penitenza di 4 settimane, in carcere, e
dj dua, (non osando comparire al servizion, dj tavola.)
Jddîo, lo convertisca! immantinente!


Avis von Saltza, das die Hertzoginn alldar
glügklich angekommen, undt vol disponiret seye,
zum raysen! Sie hat auch, den hundt Ladron
wieder zu rügk, geschicktt.


Nachmittags, wieder in die kirche, mitt
beyden Söhnen, undt dreyen Töchtern19, in die
predigt, des Caplans Jonij.


Responsa von Jehna, undt Wendelinus.

|| [[Handschrift: 494r]]


Doctor Jonas Eucharius Erhardt, Kayserlicher Cammerge-
richts Advocatus undt Procurator, dienet der Stadt Zerbst,
zu Speyer, & on le sondera, en mes affaires contre Kohlmann.


Schreiben, an Nathanael Jahn mit der ordinarij Post, bestellet. perge


<Gegen abendt, hats gar schön wieder geregnet. perge>


<Deus fælicitet!>


Avis: daß in hollstein, ein großer landtschade seye,
1. in dem vom frost, die blühte der obst: undt
mastbaẅme, (da die <Schweine>Mast ein großes zu, tragen
iährlich sonst pfleget, an büchen, undt Eichen, gantz
verdorben. 2. hernacher aber, die große dürre
eingefallen, undt daß getreydig zu nichte gemacht.
Gott helfe überall, mit gedultt, creütz ertragen!


A spasso, nach der Mühle, nachm Thamm, kunst, undt
gartten, auch andern gebeẅden. perge


Es hat, (Gott lob) wieder geregenet, heütte.

Samstag den 29. May; 1652.

<Regen.>


Avisen von Erffurdt: daß zu Paris, 50000 Mann sich rüsteten,
ihren König einzuholen, den Cardinal aber, mit gewaltt zu verfolgen.
Der Hertzog von Lottringen, laviret hin, undt her, ungewiß:
welchem Theil er noch assistiren wolle?


Zwischen Engelland und holland, versichert man sich, des vergleichs.
General Rosa, undt die Briesacher, haben stillestandt gemacht.


Barcellona ist von den Frantzosen, zwahr endtsetzt, und biß
vf weynachten proviantiret, doch continuiret Spannien, noch die blocquade.


Chur Meintz, undt Chur Saxen, wollen in Mülhausen, zusammenkommen,
wegen des ReichßTages, undt Römischen Königs, wahl sich zu undterreden,
undt zu resolviren, ob Sie nacher Prag, ober Regenspurg in person, kommen wollen.

|| [[Handschrift: 494v]]

Sonntag den 30ten: May; 1652.

<Domine Exaudj[.]>


Jn die kirche, conjunctim, eine schöne Trost:
undt lehrpredigt, vom Creütz und leiden, anzuhören.


Extra zu Mittage, gehabt: Tobias Steffeck von Kolodey[,] Menzelium
den Hofprediger, Magistrum Menzelium, Diaconum
zu Ballenstedt, undt perge


Nachmittagß, cum filijs tantum, zur kirchen, da dann
der Rheinschmidt, pfarrer zu Poley geprediget,
weil unser Diaconus Jonius, krangk ist. et cetera


Der Administrator von halle, hat unß
abermal auf einen landtTag, gegen vergange-
nen 24 huius, nacher halle, invitirt gehabt, in
Geistlichen, Polizey: undt iustitziensachen, zu deli-
beriren helfen, dieweil wir aber nicht, alß
seine landtStende, oder undterthanen, zu
tractiren, undt ein 70 iahr hero, ein anders
hergebracht, auch allemahl solche Citationes
ihnen wiedergeschicktt Alß ist auch dißmal
geschehen, weil unß ihre landtsachen, nicht angehen.
So haben wir Fürsten zu Anhaltt, auch ein Privi-
legium, vom Kayser, Carolo V. schon her, wann
die Stifter, sollten in welttliche hände gerah-
ten, oder secularisiret werden, (wie an itzo, durch
das Jnstrumentum pacis, zu Münster, und zu || [[Handschrift: 495r]]
Oßnabrügk, geschehen) daß wir alßdann, mit ihnen
unverwirret, undt keine gemeinschaft der lehen
recognitionen haben, mit ihnen (alß ohne daß,
freye Reichßfürsten,) haben sollten. Können unß
derowegen, mit nichten, weder vom Ertzbischof
selbst, noch vom Thumbcapittul, præiudiciren laßen.


Ohne ist es nicht, daß vor iahren, im Pabsthumb
die <uhr>allten Fürsten, unsere vorelltern,
sich bißweilen, in den kriegen, wieder, undt
vor die bischoffe, sich gebrauchen laßen, undt
bißweilen mit ihnen, umb mehrerer sicherheitt
willen, verbunden, undt confæderiret. Auß
solcher reciprocirten assistentz, (zumahl
da unser Fürstlich hauß, mächtiger gewesen,
undt zweene Churhüte Saxen, undt Bran-
denburgk, nebenst der grafschaft Aßcanien,
undt andern, (numehr leyder! entzogenen)
Aemptern, in poßeß würgklich gehabt,) haben die
hoffertigen Geistlichen, vor iahren, eine Protec-
tion machen, undt unß, alß ihre Clienten
tractiren wollen, auch etzliche wenige gehabte feuda
allzuweitt <zu> extendiren, undt unß, als subdites zu
t subiiciren, sich undterstehen dörffen, welches masculè
contradiciret, und bey Menschen gedengken, keine lehen
mehr gesucht, noch entpfangen worden. Was die compactata || [[Handschrift: 495v]]
anlanget, so wir mit dem Stift Magdeburg haben,
dieselben, werden auch nicht gehalten, auf Magdeburgs
seitten, Sondern gebrochen, ergo: seindt wie
auch nicht mehr daran verbunden, sonderlich
itziger zeitt, wie vorgedacht. Jn den Compacta-
ten, seindt sonst unsere iura wol beobachtet.
Man will unß aber davor, einen disputat,
an halß werfen. Ces voysins, nous ont
estè jadis, & nous sont encores nuisibles;
ut solent facere vicinj potentiores. perge


Fürst hanß zu Zerbst, will müntzen
laßen zu Zerbst, kleine sorten. Begehret
unsern consenß, welches wir gerne conce-
diren, damitt das Müntzregale erhalten,
undt in unserm hause, nicht præscribiret werde.
Jch habe auch gerahten, er möchte nicht
allein, kleine sorten, Sondern auch Ducaten,
undt Reichßthaler pregen laßen, wie
andere benachtbahrte Fürsten, Grafen,
undt Städte thun. Wollte Gott! die berg-
wergke am hartz, giengen recht, jm Schwange
undt geben zum Müntzen, außbeütte, an goldt, undt Silber!

|| [[Handschrift: 496r]]

Montag den 31. May; 1652.


Avis von Plötzkaw, daß beyde iunge printzen von
Weymar, hertzogk Bernhardt, undt hertzog Friederichen,
daselbst ahnkommen, undt heütte zu Mittage, alhier
einsprechen wollen. Gedengken nacher Cöhten.


Avis: daß der ObristLeütnant Krosigk von Alßleben,
durch mein Territorium beym Lösewitzer pusch
durchgezogen, daßelbige armata manu,
violiret, mit vielen gewapneten, undt hinüber
in das Plötzkawische geschoßen, gefrefelt,
gescholten, trunckener weise, heütte, vor
Acht Tagen.


Die iungen hertzoge, von Weymar, seindt
gegen 9 uhr, ahnkommen, undt haben Schwechhausen,
undt ihren Præceptorem mittgebracht. Der
Stallmeister Dehnstedt, von Cöhten, wahr
mit den Cöthnischen kutzschpferden, auch
darbey, weil diese rayse eigentlich
gemeinet ist, den vetter, Wilhelm Ludwig
daselbst, zu besuchen.


Sie haben mit unß, Mittagsmalzeitt
gehalten, undt seindt darnach wieder
von hinnen, verrayset, nacher Cöhten. perge


Schreiben von Crossen, bekommen.

|| [[Handschrift: 496v]]


Die Avisen geben: daß Grävelingen, gewiß über,
undt Duynkirchen, benawet seye!


Die Staaden tractiren mit Engellandt, sub clypeo,
id est: mit einer flotte von 80 Schiffen, welche
undter dem Admiral Tromp, vor der Temß liegen.


Dennemargk, laviret auch noch, undt hat sich
so sehr, noch nicht accommodiret, dem Parlament,
alß man gemeint gehabt, sintemal es ihren
Schiffen, im Sundt, leßet frisch zoll geben,
undt achtet der Schiffer, undt kaufleütte
murren nicht.


Schweden, schickt einen gesandten, nicht
allein, nach Londen, Sondern auch, nach Constantino-
pel.


Polen, præparirt sich, zu einem Neẅen
reichßTage, weil theilß Cosacken, mit
den Tartarn, auf neẅe motus gedengken,
wiewol daßelbe eigentlich, wieder die
Wallachey, solle angesehen sein.


Mit der Päbstischen reformation, fähret
man stargk forth, in Böhmen, undt incorpo-
rirten landen, wie auch, in Oesterrich.


Der Türgke, sol wieder, im Venezianischen waßerkriege,
13 galleren, verlohren haben.

|| [[Handschrift: 497r]]


Die Stadt Barcellona helt sich noch, wirdt aber
schwerlich dem Spannischen Gewaltt, länger resistiren können.
Trino in Montferrat, ist auch von Spannien, belägert.
Der König in Spannien, ist wieder genesen, undt
dero Gemahlin, hat eine iunge infantin bekommen.


Der Cardinal Mazzarini, hat den festen
orth: L'Esclüse, hindter Genff, laßen einnehmen,
zu seiner dermahligen retirade.


Der Printz von Condè, hat Saint Denis, mit gewaltt,
eingenommen, der König in Frankreich aber, hats recupe-
riret, undt neütral gemacht. Es gibt heiße
Scharmützel, undt bleibet volgk, beyderseitß.
Viel meinen, der albereitt vorgegangene
verlust, Grävelingen, undt der besorgende
mit Duynkercken, nebst dem vielen innerlichen
kriegsbeschwerden, bluhtvergießen, contribuiren
undt überdruß des armen volcks, in Frangk-
reich, dörfte die vereinigung des Königs, mit
den Printzen befördern, und sie, die Frantzosen
sämptlich, klüger machen. Dennoch, will der
hochmuth, undt reputation noch nicht zulaßen,
daß die Königinn auf ihr leibgedinge, undt der
Cardinal auß dem Königreich, dimittiret, undt
verwiesen werde. Zu Briesach, ist Stillestandt;
nach deme der Conte de la Süse, von wegen der Printzlichen || [[Handschrift: 497v]]
undt der General la Rosa, von wegen des Königes,
lächerlich, ahneinander gewesen. Dann nach dem
der Rose, mit großer furie auf den andern
loß gegangen, undt der Conte de Süse
sich zu schwach, undt imparat gedeüchtet;
hat er angefangen zu rufen: Friede, Friede,
seine Soldaten aber, gnade, gnade!
über welche sich der la Rose, noch mehr, alß
über iehnen, erbarmet, undt also, den degen
eingesteckt, auch seine leütte, (so anfallen
wollen), zu rügke gehalten, mit vermelden:
er suchte der Soldaten undtergang nicht,
Sondern nur die rechten Rebellen seines
Königes, zu dempfen, undt zu tilgen. Wann
der la Süse andere ordre vom Könige brächte,
als er, der la Rose hette, wolte er gerne
andere anstaltt machen, und dem Könige,
pariren.


Der gewesene Oberkämmerer Borgßdorf, ist
mit großem pomp, undt Magnificentz, zum
Berlin zur erden bestattet, undt von 24 vom
Adeln zu grabe getragen, vier pferde ihm vor-
geführet, wie auch etzliche insignia ihme vorge- || [[Handschrift: 498r]]
tragen worden, sonderlich: der Thumbprobsthuet <oder Mütze>, der
güldene kammerherrenschlüßel, & cetera[.] Eine compagnie
zu roß, undt 22 compagnien zu Fuß, sollen auch, den
Conduct begleittet, undt mit salveschießen, die
letzte ehre gethan haben. Doctor Crellius, hat die
leichpredigt gehalten. Ohne die 3 gedchten
Trawerpferde, ist auch einer in einem küriß, vor
der leiche her geritten, wie bey Fürsten gebräuchlich.
Die Thumbprobstmütze, daß RitterCreütz,
Sein güldener Schlüßel, iedes ist, auf schwartzen
Sammeten küßen, von Edelleütten getragen worden,
wie auch sein wappen, von zweyen vom Adeln.
Die degk über den Sargk, hat von Schwartzem
Sammet, sein müßen, so Doctor Crellius bekommen.


Avis vom Doctor heher, auß Düringen,
daß er, die lehen, wegen BurgkScheidingen,
undt anderer, bekandten, undt unbekandten
örther, in unser gesampten Fürsten Nahmen,
vom Bischof von Bambergk, Melchior Otto,
(gebornen Voytt von Saltzburgk) solenniter
entpfangen, undt also selbiger actus wol abgegan-
gen, gleichwol die lehensträgerey, (so der Se-
nior gesucht,) nicht erhalten noch zur zeitt worden.


Jtem: hat er auch berichtet, was er bey dem Churfürsten
von Meintz (dahin ihn Fürst Augustus alleine ablegiret) außgerichtet!


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 In Betracht kommen hierfür Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
2 In Betracht kommen hierfür Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
3 In Betracht kommen hierfür Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
4 Person nicht ermittelt.
5 Person nicht ermittelt.
6 Mt 6,13.
7 Person nicht ermittelt.
8 Person nicht ermittelt.
9 In Betracht kommen hierfür Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
10 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
11 In Betracht kommen hierfür Daniel und Kaspar von Rindtorf.
12 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
13 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
14 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
15 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
16 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
17 Personen nicht ermittelt.
18 Personen nicht ermittelt.
19 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
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abhorriren
etwas verabscheuen, vor etwas zurückschrecken
ablegiren
jemanden entsenden, beordern
absolviren
vollenden, abschließen
absolviren
jemanden von etwas befreien, freisprechen, entbinden
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
admittiren
gestatten, zulassen
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Ambassador
Gesandter, Botschafter
Armatur
Rüstung
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
bancquetiren
üppige Festmähler halten, schlemmen, prassen
Barrett
viereckige und am Rand versteifte Kopfbedeckung hochrangiger katholischer Geistlicher
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
benauen
bedrängen, bedrücken
beneventiren
gut aufnehmen, freundlich empfangen
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
caressiren
umschmeicheln
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Compactat
Vertrag, der von einer ranghöheren Person (z. B. Lehnsherr) bestätigt wurde
comportiren
sich verhalten, sich benehmen
confirmiren
bestätigen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contradiciren
widersprechen
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
cunctiren
zögern
Deprecation
Abbitte
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
disponiren
etwas verteilen, über etwas verfügen
disponirt
aufgelegt, gestimmt, überredet
Disputat
Streitigkeit, Uneinigkeit
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
excusiren
entschuldigen
Exorbitanz
Überschreitung des Maßes, Übergriff
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
Gnadenpfennig (Gnadendenarius)
Bildnismedaille, die von Landesherren als Auszeichnung oder Geschenk verliehen wird
Grasmahlzeit
eine im Freien eingenommene Mahlzeit
Gubernator
Gouverneur
Gubernator
Befehlshaber
Gubernator
Statthalter
Herrentag
jährliche Zusammenkunft des dänischen Königs mit dem Reichsrat
Inculpation
Anschuldigung
insinuiren
(ein Schriftstück) einhändigen, übergeben, zustellen
insinuiren
sich beliebt machen, sich einschmeicheln
insinuiren
andeuten, durchblicken lassen, (heimlich) hinterbringen
Interposition
Vermittlung
invitiren
einladen
irritiren
reizen, antreiben, bewegen
Jubilate
dritter Sonntag nach Ostern
Küriß
Harnisch (Panzerrüstung) der schweren Reiterei
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Maulbaum
Baum, der mit Grenzmarkierungen versehen ist
Memorial
Denkschrift und Information über noch zu erledigende Aufgaben, Bittschrift
Memorial
Erinnerungsschrift
negociiren
verhandeln, (Geschäfte) betreiben
opiniastriren
hartnäckig auf etwas bestehen/beharren
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
persequiren
verfolgen, mit Gewalt überziehen
Posseß
Besitz
präfigiren
anzeigen, vorsetzen
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
Recepisse
Empfangsschein, Empfangsbestätigung
Recognition
(schriftliche) Bestätigung des Empfangs einer Sache oder der Durchführung einer Handlung
Recuperation
Zurückeroberung
Recuperation
Wiedererwerbung, Wiedererlangung
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
Relation
Bericht
Relegation
Ausweisung, Verbannung aus einem Rechtskreis (d. h. einer Stadt oder einem Land), Ausschluss aus einer Gemeinschaft
relegiren
verbannen
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
rottiren
sich in schädlicher Absicht versammeln oder verbinden
Ruptur
Bruch, Trennung
Schnappe
Niederlage, Schlappe
Secours
Entsatz, Hilfe
Sentenz
Gerichtsurteil, Rechtsspruch
Stillager
Feldlager
Stillager
Ruhezeit
Stillager
Untätigkeit
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Stückkugel
Kanonenkugel
subjiciren
unterwerfen
submittiren
unterwerfen
subsistiren
zu leben haben, auskommen
subsistiren
haltmachen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
in alten/vorigen/(sehr) guten/passlichen/weit(läufig)en/verwirrten/ziemlichen Terminis
in altem/unverändertem/(sehr) gutem/annehmbarem/ungewissem/unklarem/angemessenem Zustand
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
transigiren
zu Stande bringen, übereinkommen, einen Vergleich schließen
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
verehren
schenken
verehren
beschenken
versiren
sich bewegen, sich befinden, schweben
versiren
sich mit etwas beschäftigen, mit etwas umgehen
violiren
verletzen
Volk
Truppen
Walpurgistag
Gedenktag für die Heilige Walburga (1. Mai)
wohlaffectionirt
günstig gewogen, sehr zugeneigt
Zeitung
Nachricht
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Holdselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Georg III. von Anhalt-Plötzkau
Fürst Georg III. von Anhalt-Dessau

geb. 1507
gest. 1553
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516); 1525-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann IV. (1504-1551) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); ab 1526 Dompropst in Magdeburg; seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Plötzkau; 1544-1549 Koadjutor des Bistums Merseburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
N. N. Apsley

Anm.: Vermutlich englische Adlige; um 1616 Hofjungfer der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662).
Anna (1) Bährenreutter
Anna (1) Bernreuth
Geburtsname: Anna Hafreitz

geb. 1594
gest. 1664
Anm.: Seit 1612 Ehefrau des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652).
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Gottlieb Bährenreutter
Gottlieb Bernreuth

Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652).
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Johannes (Peter) Bergius

geb. 1587
gest. 1658
Anm.: Sohn des Stettiner Stadtpredigers Dr. Konrad Bergius (1544-1592); Studium in Heidelberg (1604), Straßburg, Oxford, Cambridge (1608; Mag.) und Frankfurt/Oder (Dr. theol. 1614); 1614-1617 außerordentlicher und 1617-1624 ordentlicher Professor der Theologie sowie 1619 Rektor der Universität Frankfurt/Oder; ab 1623 kurfürstlicher Hofprediger; seit 1637 Konsistorialrat in Berlin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Claire-Clémence de Bourbon
Princesse Claire-Clémence de Condé
Duchesse Claire-Clémence de Bourbon
Duchesse Claire-Clémence de Bellegarde
Duchesse Claire-Clémence de Châteauroux
Duchesse Claire-Clémence d' Enghien
Duchesse Claire-Clémence de Montmorency
Geburtsname: Claire-Clémence de Maillé

geb. 1628
gest. 1694
Anm.: Tochter des Urbain de Maillé, Marquis de Brézé (1597-1650); 1641-1686 Ehe mit Louis II de Bourbon, Prince de Condé (1621-1686).
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Calenberg

geb. 1624
gest. 1705
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1648-1665) und Braunschweig-Lüneburg (seit 1665).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Antoine Brun

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Sohn des Dôler Parlamentsrates Claude Brun (gest. 1621); 1622 Promotion zum Dr. jur.; ab 1622 Anwalt in Dôle; seit 1626 diplomatische Missionen, u. a. nach Brüssel (1627-1629); ab 1632 Procureur Générale am Parlament zu Dôle; 1636/37 Organisator der Verteidigung der Stadt gegen die Franzosen; 1640/41 Teilnahme am Regensburger Reichstag; seit 1642 Staatsrat von Flandern und Burgund; 1643-1648 spanischer Bevollmächtigter für Burgund bei den Friedensverhandlungen in Münster; ab 1649 spanischer Botschafter in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Georg von Bützow

gest. 1666(?)
Anm.: Sohn des Christoph von Bützow zu Poppendorf; um 1652 Hofmeister der Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf (1619-1661) in Eutin.
Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Goldbeck, Buckow, Oberstorf und Groß-Machenow; ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise Verbannung als Kommandant nach Küstrin (Oktober 1638); 1642-1652 Geheimer Rat und erster Minister, kurfürstlicher Oberkammerherr (Oberkämmerer) und Oberkommandant aller kurmärkischen Festungen; Johanniterkomtur zu Lagow; ab ca. 1651 Dompropst in Halberstadt; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

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Archibald Campbell
Earl bzw. Marquess Archibald of Argyll

geb. 1598/1607
gest. 1661
Anm.: Sohn des Archibald Campbell, 7th Earl of Argyll (gest. 1638); 1625-1628 Justice General of Scotland; ab 1628 Mitglied des schottischen Privy Council; 1637-1641 und seit 1643 einflussreicher Führer der Covenanters; ab 1638 8th Earl of Argyll; seit 1645 1st Marquess of Argyll; 1661 Hinrichtung wegen Hochverrat.

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Daniel Cellarius

Anm.: Um 1652 angehender Apotheker aus Magdeburg.
Gaspard de Champagne
Comte Gaspard de La Suze

geb. 1617
gest. 1694
Anm.: Sohn des hugenottischen Adligen Louis de Champagne, Comte de La Suze (gest. 1636); seit 1636 Comte de La Suze; französischer Maître de camp (um 1649) und Lieutenant-général des armées du Roi; zudem Conseiller du Roi; 1653 Teilnahme an der Fronde.
Pierre de Charlevoix

gest. 1682
Anm.: Französischer Generalmajor; seit 1645 Garnisonskommandant in Breisach (noch 1653).
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Wolfgang Crell

geb. 1593
gest. 1664
Anm.: Sohn des Wittenberger Theologen Wolfgang Crell d. Ä. (1535-1593); Studium der Theologie in Marburg (Magister); anschließend Hofprediger in Kassel; vor 1620 Promotion zum Dr. theol.; ab 1616 Professor der Theologie und 1620 auch Rektor der Universität Frankfurt/Oder; seit 1626 Domprediger in Berlin.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Prinz Christian von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1603
gest. 1647
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); Erbprinz von Dänemark und Norwegen.

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König Christian III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian III. von Schleswig-Holstein

geb. 1503
gest. 1559
Anm.: Sohn des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen (1471-1533); seit 1534 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein.

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Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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Hans Christoph von Denstedt

geb. 1622
gest. 1670
Anm.: Sohn des Hans von Denstedt; Erbherr auf Pißdorf (bei Köthen); seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angreifende").
Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Johann Friedrich Döring

geb. 1631
gest. 1665
Anm.: Sohn des Bernburger Talstadt-Bürgermeisters Joachim Döring (gest. 1658); seit 1648 Student in Wittenberg.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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Jonas Eucharius Erhard

Anm.: Um 1652 Prokurator und Anwalt am Reichskammergericht.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Graf Giulio Antonio Frangipani

geb. 1606
gest. 1656
Anm.: Kaiserlich-königlicher spanischer Kriegsrat; Obristleutnant im Regiment Beck; seit 1646 Gouverneur der Unterpfalz und spanischer Kommandant von Frankenthal.

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Benedikt Friedrich

gest. 1646
Anm.: Vor 1643 Konrektor der Bernburger Lateinschule; bis 1646 Präzeptor des Fürsten Emanuel von Anhalt-Plötzkau (1631-1670).
Hans Heinrich Gau

Anm.: Pirnaer Handelsmann, der ab dem Jahr 1650 eine Saaleschleuse in Bernburg bauen wollte; 1661-1664 Salzfaktor in Dresden.
Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Peter Haberkorn

geb. 1604
gest. 1676
Anm.: Evangelisch-lutherischer Theologe; Studium in Marburg (1627 Magister), Leipzig, Jena, Straßburg und Köln; 1632 Professor für Physik in Marburg; Promotion 1633 zum Dr. theol.; 1633 Hofprediger in Darmstadt; 1643 Superintendent in Gießen; 1650 Professor für Theologie und Hebräisch an der Universität Gießen, dort auch Rektor.

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Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

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David Heimburger

geb. 1613
gest. 1663
Anm.: Sohn des Quedlinburger Sattlers David Heimburger; ab 1628 Studium in Leipzig; danach Hauslehrer in Quedlinburg und Königsberg; 1640 Promotion zum Dr. med. an der Universität Königsberg; seit 1642 Stadtarzt in Magdeburg; daneben auch fürstlicher Leibarzt in Köthen und Plötzkau sowie gräflich-mansfeldischer Leibarzt; vgl. Caspar Andreae: Medicorum Piorum Et Persona Et Corona [...], Magdeburg 1663, o. S.

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Hessen-Kassel, Haus
Landgrafen von Hessen-Kassel

Anm.: Seit 1567 bestehende Linie des deutschen Reichsfürstengeschlechts.

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Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

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N. N. von Hoym (7)

geb. 1652
Anm.: Kind des Christoph Levin von Hoym (gest. vor 1692).
Christoph Levin von Hoym

geb. 1620
gest. vor 1692
Anm.: Sohn des August von Hoym (ca. 1580/85-1633); Erbherr auf Ermsleben und Konradsburg.
Nathanael Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649).
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Karl V.
König Karl I. von Spanien
Erzherzog Karl I. von Österreich
Herzog Karl III. von Luxemburg

geb. 1500
gest. 1558
Anm.: Sohn des Herzogs Philipp I. von Burgund (1478–1506), ab 1504 König von Kastilien und León; 1516–1555 Herzog von Luxemburg; 1516–1556 König von Spanien; 1519-1556 römisch-deutscher König; 1519–1521 regierender Erzherzog von Österreich; 1520-1556 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1501 Ritter und 1506-1555 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1508 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Margarita Theresa
Königin Margarita Theresa von Böhmen
Königin Margarita Theresa von Ungarn
Erzherzogin Margarita Theresa von Österreich
Geburtsname: Infantin Margarita Theresa von Spanien

geb. 1651
gest. 1673
Anm.: Tochter des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); seit 1666 Ehe mit Kaiser Leopold I. (1640-1705).

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Radislaw Kinsky von Wchinitz und Tettau
Radslav Kinský z Vchynic a Tetova

geb. 1582
gest. 1660
Anm.: Sohn des Johann d. Ä. Kinsky von Wchinitz und Tettau (1536-1590); 1618-1620 Direktor und Landrat der böhmischen Stände und konföderierter Obrist; 1621 Ächtung und Verlust der Güter; seit 1621 Exil in Leiden.

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Anna Kohl
Geburtsname: Anna Trümpler

geb. 1601
gest. 1677
Anm.: Tochter des Bernburger Schneiders Bastian Trümpler; seit 1618 Ehe mit dem späteren Bernburger Bürgermeister Andreas Kohl (1576-1662).
Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Adolf Wilhelm von Krosigk

geb. 1609
gest. 1665
Anm.: Sohn des (Albrecht) Christoph von Krosigk (1576-1638); 1632 sächsisch-weimarischer Hauptmann; ab 1636 in hessisch-kasselischen Diensten als Hofmeister (1637/37) und Geheimer Rat (seit 1638); 1644-1649 Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Resident in Wien; 1653/54 Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; Präsident des Geheimen Rats in Kassel; 1656 Erhebung in den Frei- und Panierherrenstand; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zerstöbernde").

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Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Philippe de La Mothe-Houdancourt
Duc Philippe de Cardone
Duc Philippe du Fayel

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des Philippe de La Mothe-Houdancourt (1558-1652); 1622-1652 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal de camp (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1641) und Maréchal de France (1642); 1642-1644 und 1651-1653 Vizekönig von Katalonien; 1642-1653 Duc de Cardone; ab 1652 Pair de France; seit 1653 Duc du Fayel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Alexander Leslie of Auchintoul

geb. 1590
gest. 1663
Anm.: Schottischer Adliger; 1618 als polnischer Offizier in russischer Gefangenschaft; 1626-1632 schwedischer Obrist; 1632-1634 auf Grund der Allianz des Moskauer Reiches mit Schweden russischer Obrist gegen Polen; um 1637/38 Rückkehr nach Schottland; Teilnahme am Englischen Bürgerkrieg; ab 1647 erneut russischer Obrist, zuletzt erster General aus dem Ausland; 1652 Konversion zur orthodoxen Kirche; seit 1654 Gouverneur von Smolensk; vgl Paul Dukes: Alexander Leslie and the Smolensk War 1632-1634, in: Steve Murdoch (Hg.), Scotland and the Thirty Years' War 1618-1648, Leiden 2001, S. 173-189.
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Valerian von Magnis
Maximilian de Magni

geb. 1586
gest. 1661
Anm.: Sohn des kaiserlichen Geheimen Rates Konstantin von Magnis (1527-1606); ab 1602 Kapuziner; nach der Priesterweihe Tätigkeit als bedeutender Prediger, philosophischer Lektor und Provinzial der österreichisch-böhmischen Ordensprovinz; daneben Berater des Kaisers und verschiedener Fürsten; seit 1645 Apostolischer Missionar für Kursachsen, Hessen, Brandenburg und Danzig.

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Philipp May
Philipp Mey(er)

geb. ca. 1593
Anm.: Aus Hanau stammender Exulant, der sich lange in den Niederlanden aufhielt; seit 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1653).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Elisabeth Menzelius
Geburtsname: Elisabeth Seese

geb. ca. 1630
gest. nach 1665
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgermeisters Christoph Seese (gest. 1677); 1652-1665 Ehe mit dem Ballenstedter Diakon und späteren Bernburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius (1624-1665).
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Charles de Monchy
Marquis Charles de Hocquincourt

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Georges de Monchy, Seigneur d’Hocquincourt; 1635-1639 Lieutenant-genéral von Santerre sowie Gouverneur von Péronne und Montdidier; französischer Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général des Armées du Roi (1645) und Maréchal de France (1651); seit 1642 Grand Prévôt de l’Hôtel du Roi; 1645-1655 erneut Gouverneur von Péronne, Montdidier und Roye; nach 1651 Erhebung zum Marquis d'Hocquincourt; 1652-1656 Gouverneur von Ham; 1655 Wechsel in spanische Kriegsdienste.

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Nassau-Oranien, Haus
Fürsten von Oranien

Anm.: Zweig der Grafen von Nassau, der seit 1530 im Besitz des Fürstentums Oranien war.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bengt Gabrielsson Oxenstierna af Korsholm och Wasa

geb. 1623
gest. 1702
Anm.: Sohn des späteren schwedischen Reichsadmirals Gabriel Bengtsson Oxenstierna (1586-1656); 1650/51 schwedischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; ab 1654 Reichs- und Kanzleirat; Generalgouverneur von Warschau (1655-1659) und Livland (1662-1665); 1671-1680 Reichskanzleirat; 1674/75 schwedischer Botschafter in Wien; seit 1680 Kanzleipräsident.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Charlotte von der Pfalz
Geburtsname: Landgräfin Charlotte von Hessen-Kassel

geb. 1627
gest. 1686
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1650-1657 (geschiedene) Ehe mit Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
N. N. Pleber

Anm.: Um 1652 Amtsschreiber bzw. Schösser in Hohenerxleben.
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Puteus (1)

Anm.: Um 1652 Advokat in Piedimonte San Germano.
N. N. Puteus (2)

Anm.: Sohn eines Advokaten aus Piedimonte San Germano; um 1652 Jesuit in Krakau.
Johannes Antonius Puteus

Anm.: Sohn eines Advokaten aus Piedimonte San Germano; 1652 als lutherischer Konvertit in Bernburg.
Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Johann Christian Reinschmidt

geb. 1627
gest. 1666
Anm.: Sohn des Dessauer Amtsschreibers Christian Reinschmidt; seit 1652 Pfarrer in Poley; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 390.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Daniel von Rindtorf

geb. ca. 1600
gest. 1679
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben; um 1645/46 Amtshauptmann von Großalsleben.
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Kaspar von Rindtorf

geb. ca. 1605
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Reinhold (2) von Rosen
Der Gute

geb. 1604/05
gest. 1667
Anm.: Sohn des Otto von Rosen (gest. nach 1638) auf Gresten (Linie Groß-Roop); Erbherr auf Ninigal, Bollweiler und Dettweiler; um 1621 Page am Stockholmer Hof; spätestens ab 1631 schwedischer Obrist, zuletzt unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1639 einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen (1639-1647) und später schwedischen Diensten als Generalmajor und Obrist; um 1649 französischer Lieutenant-général und Kriegsrat; ab 1652 Kommandant im Elsass.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
N. N. Rotwang (2)

Anm.: 1652 als Sendbote aus Schlesien in Bernburg.
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb. 1603
gest. 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer Obrist (1632/33) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg und Sachsen-Coburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen-Altenburg-Coburg
Prinzessin Magdalena Sibylla von Dänemark und Norwegen
Geburtsname: Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen

geb. 1617
gest. 1668
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1634-1647 erste Ehe mit Kronprinz Christian von Dänemark und Norwegen (1603-1647); ab 1652 zweite Ehe mit Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gütige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Bernhard von Sachsen-Jena

geb. 1638
gest. 1678
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); ab 1672 regierender Herzog von Sachsen-Jena; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachfolgende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Friedrich (2) von Sachsen-Weimar

geb. 1640
gest. 1656
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedenreiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Niccolò Sagredo

geb. 1606
gest. 1676
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Zaccaria Sagredo; venezianischer Botschafter in Wien (1648-1651) und Rom (1651-1655/60); seit 1675 Doge der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Tomás de Sarria

geb. 1602
gest. 1683
Anm.: Spanischer Dominikaner aus Pontevedra bei Santiago de Compostela; ab 1635 in Köln; Professor an der Universität Köln; um 1645 Provinzial der Ordensprovinz Böhmen; 1646 Hofprediger (concionator ordinarius) der Kaiserin Maria Anna; 1656 Erzbischof von Trani; 1665 Erzbischof von Tarent.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Julia Felizitas von Württemberg-Weiltingen

geb. 1619
gest. 1661
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); 1640-1653 Ehe mit Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1653 Ehescheidung auf dessen Initiative; nach 1636 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Dankbare").
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Georg Schütze

Anm.: Vor 1648 Bediensteter der Fürsten Christian I. (1568-1630) und Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Gräfin Maria Magdalena von Schwarzburg-Sondershausen
Geburtsname: Gräfin Maria Magdalena von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld

geb. 1622
gest. 1689
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); 1644-1666 Ehe mit Graf Anton Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1620-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Maria Eleonora von Schweden
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1620-1632 Ehe mit König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640 Flucht aus Schweden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Christoph Seese

gest. 1677
Anm.: Geboren in Zerbst; um 1644 Stadtleutnant und seit 1646 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1646-1649, 1651, 1654, 1657, 1660, 1662, 1668 und 1671 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Sigismondo Sfondrati
Marchese Sigismondo di Montafià

geb. ca. 1600
gest. 1652
Anm.: Sohn des Francesco Sfondrati, Marchese di Montafià (gest. nach 1602); Marchese di Montafià; Generalkapitän der spanischen Artillerie in Flandern; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in VIAF
Peter Silfvercrona
Pieter Spiering

geb. ca. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Delfter Kaufmanns François Spiering; ab 1626 in schwedischen Diensten u. a. Zollverwalter in Danzig (1626) bzw. Generalzollverwalter für Preußen und Kurland (1627-1635); seit 1636 königlicher Kammerherr und Finanzrat; 1636/37-1640 schwedischer Resident in Amsterdam; ab 1642 zugleich Generalverwalter der Lizenten in Livland, Pommern und Mecklenburg; schwedischer Gesandter bei den Generalstaaten in Den Haag (1640-1650, erneut seit 1651) sowie in London (1651/52); 1636 Nobilitierung ("Silfvercrona").

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Bengt Johansson Skytte af Duderhof

geb. 1614
gest. 1683
Anm.: Sohn des schwedschen Reichsrats Johan Bengtsson Skytte af Duderhof (1577-1645); ab 1633 Kämmerer und Günstling der Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1637 Assessor am Kammerkollegium; ab 1638 Revisor in der Reichskammer; seit 1640 Kammerrat; 1646-1649 Gouverneur von Uppsala; ab 1647 Reichsrat und Landmarschall des ritterschaftlichen Standes im Schwedischen Ständereichstag; 1648/49 Kanzler der Universität Dorpat; 1652 schwedischer Gesandter in Konstantinopel; 1654-1656 Gouverneur von Estland; danach Privatgelehrter an verschiedenen Orten.

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Lukas Spieck zu Bibergau und Langenau

gest. 1664
Anm.: Kaiserlicher Obristleutnant, Obrist (1641) und Generalfeldwachtmeister (1659); 1646-1650 Kommandant der kurtrierischen Festung Ehrenbreitstein; 1652 kaiserlicher Festungskommandant von Frankenthal.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
N. N. von Tettau

Anm.: Um 1652 Stallmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655) in Eutin.
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

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Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

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Melchior Otto Voit von Salzburg
Bischof Melchior Otto von Bamberg

geb. 1603
gest. 1653
Anm.: Sohn des Johann Wolf Voit von Salzburg (gest. 1618); ab 1612 Domizellar und seit 1627 Domkapitular in Würzburg; 1622-1640 Domherr in Mainz; ab 1627 Domherr in Bamberg; 1628-1630 Landrichter des Herzogtums Franken; seit 1635 Propst des Würzburger Stifts Neumünster; 1638-1642 Dompropst und bischöflicher Statthalter in Bamberg; ab 1642 Bischof von Bamberg.

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Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

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Johann Weyland

geb. 1601
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Böttchers Joachim Weyland (gest. 1610); zunächst Reitherr, um 1624 Kämmerer sowie seit 1634 Bürgermeister (1634, 1636, 1639, 1642 regierend) der Talstadt von Bernburg.
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

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Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Herzogin Anna Sabina von Württemberg-Weiltingen
Geburtsname: Herzogin Anna Sabina von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1635 Ehe mit Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); seit 1626 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Leutselige").

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Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

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Aderstedt
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Ägäisches Meer
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Altenburg
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Altenburg (bei Nienburg/Saale)
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Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anm.: 1611-1665 existierendes, jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Arabien
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Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Baalberge
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Ballenstedt
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Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barcelona
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Berlin
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Bernburg
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Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bode, Fluss
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Böhmen, Königreich
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Bordeaux
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Boulogne-sur-Mer
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Breisach am Rhein
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Bremen
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Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
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Burgscheidungen
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Cádiz
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Calais
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Candia (Irákleion)
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Celle
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China, Kaiserreich
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Danzig (Gdańsk)
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dresden
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Dröbelscher Busch
Anm.: Waldgebiet am linken Saaleufer bei Dröbel nahe Bernburg.
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
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Elsass
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England, Commonwealth von
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Erfurt
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Ermsleben
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Eutin
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Extremadura
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Fort l'Écluse
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Anm.: Festung in der Cluse de Gex oberhalb der Rhone, nahe Léaz.
Frankenthal
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Frankfurt (Main)
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Frankreich, Königreich
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Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Galway
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Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Genf (Genève)
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Gotha
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Gravelines (Grevelingen)
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Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Groß Salze (Bad Salzelmen)
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Halle (Saale)
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Hamburg
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Hammerstein
weiterführende Informationen
Hannover
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Harz
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Harzgerode
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Heidelberg
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Heilbronn
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Heringen (Helme)
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Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hildesheim
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
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Holstein, Herzogtum
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Homburg
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Jülich, Herzogtum
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Kastilien, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve
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Köthen
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Konstantinopel (İstanbul)
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Korfu, Insel
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Krakau (Kraków)
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Kranichfeld
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Krim, Khanat
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Landstuhl
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Leipzig
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Linz
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Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
Lösewitz (Lösewitzer Werder)
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung an der Saale zwischen Gröna und Plötzkau, auf deren Gebiet sich heute ein Auwald befindet.
London
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Mähren, Markgrafschaft
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Magdeburg
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Mainz
weiterführende Informationen
Mainz, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Mardijk, Festung (Fort-Mardyck)
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Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Montferrat, Herzogtum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Mühlhausen
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
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Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Niederlausitz, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Norwegen, Königreich
weiterführende Informationen
Oberlausitz, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Öresund (Øresund)
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Österreich, Erzherzogtum
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Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Paris
weiterführende Informationen
Persien (Iran)
weiterführende Informationen
Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Pfalz, Kurfürstentum
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Piedimonte San Germano
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Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Poley
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
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Regensburg
weiterführende Informationen
Reinsdorf
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Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Rotes Meer
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Sachsen, Kurfürstentum
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Saint-Denis
weiterführende Informationen
Salzburg
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
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Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
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Schwerin
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Siebenbürgen, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Sondershausen
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Speyer
weiterführende Informationen
Straße von Gibraltar
weiterführende Informationen
Tanger
weiterführende Informationen
Themse (Thames), Fluss
weiterführende Informationen
Thüringen
weiterführende Informationen
Trino
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Unseburg
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Vorpommern, Herzogtum (Schwedisch Pommern)
weiterführende Informationen
Walachei, Fürstentum
weiterführende Informationen
Warmsdorf
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Westindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
weiterführende Informationen
Wolfen
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Worms
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Bernburg, Konsistorium
Anm.: Landesherrliche kirchliche Verwaltungs- und Justizbehörde im Teilfürstentum Anhalt-Bernburg.
Bernburg, Ministerium
Anm.: Kollegium aller Geistlichen in der Stadt Bernburg.
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Fruchtbringende Gesellschaft
weiterführende Informationen
Anm.: Vgl. den Einführungstext zur Fruchtbringenden Gesellschaft im Rahmen dieser Edition unter: http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=32.
Heiliges Römisches Reich, Reichskammergericht
weiterführende Informationen
Magdeburg, Domkapitel
weiterführende Informationen
Magdeburg, Landstände des Erzstifts
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Universität Gießen (Academia Gissensis)
weiterführende Informationen
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Provisional-Vergleich, wie solcher wegen der Succession der Gülich-Clev- und Bergischen Landen, zwischen den beyden Gewalthabenden Fürsten von Brandenburg und Neuburg zu Xanten geschlossen worden (12. Novemberg 1614), in: Des Teutschen Reichs-Archivs Pars Specialis, Bd. 3, hg. von Johann Christian Lünig, Leipzig: 1713, S. 82-86. [Nachweis im GVK]