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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juli 1652


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 523v-533v; Bd. XXIIIa, fol. 1r-13v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Juli 1652
Bernburg
  • Regen
  • Tote Fische in der Saale
  • Korrespondenz
  • Abschickung
  • Rückkehr des Hofpredigers Magister Johann Menzelius und des Kammerrechnungsführers Hans Friedrich Eckardt
02. Juli 1652
Bernburg
  • Bergung eines in der Saale Ertrunkenen
  • Nachrichten von weiteren Ertrinkungsopfern im Umland
  • Verwüstung in benachbarten Gebieten aufgrund von Unwettern
  • Ausritt
  • Nachricht von der Geburt eines Sohnes des anhaltisch-plötzkauischen Rats Gebhard Paris von dem Werder
  • Jahrmarkt
  • Genesung von Fürst August von Anhalt-Plötzkau und Erkrankung von Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
03. Juli 1652
Bernburg
  • Donner und starker Regen
  • Jahrmarkt
  • Bericht des Leibarztes Dr. Levin Fischer von den Erkrankungen Fürst Augusts, Fürstin Sibyllas und Fürst Lebrechts von Anhalt-Plötzkau
  • Nachricht vom französischen Kriegsgeschehen und weitere Neuigkeiten
04. Juli 1652
Bernburg
  • Regen
  • Wasserschäden an Gebäuden
  • Seltsamer Traum
  • Kirchgänge
  • Menzelius und der Kammermeister Tobias Steffeck als Essensgäste
  • Ende des Jahrmarkts
05. Juli 1652
Bernburg
  • Gutes Wetter
  • Ausritt
  • Regierungssachen
  • Tagesausflug Fürstin Eleonora Sophias nach Plötzkau
  • Ankunft und Begrüßung von Herzog Manfred von Württemberg-Weiltingen
  • Weitere Unwetter und Regengüsse in Ballenstedt
  • Nachrichten vom ausländischen Kriegsgeschehen und weitere Neuigkeiten
06. Juli 1652
Bernburg
  • Nachrichten
  • Administratives
  • Entsendung von Steffeck als Hochzeitsgast
  • Gespräch mit Amtmann Georg Reichardt
  • Erkrankung des älteren Sohnes Viktor Amadeus
  • Ankunft des Junkers Christoph Wilhelm von Schlegel
  • Vergebliche Einladung des Herzogs von Württemberg-Weiltingen zu Unternehmungen
07. Juli 1652
Bernburg → Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Kirchgang
  • Schachspiel mit dem Herzog von Württemberg-Weiltingen
  • Anhaltende Krankheit von Viktor Amadeus
  • Besuch durch anhaltisch-plötzkauische Räte
  • Spaziergang
08. Juli 1652
Ballenstedt
  • Regen
  • Reisevorbereitungen
  • Ärger
  • Korrespondenz
  • Spiel der fürstlichen Jugend mit dem Herzog von Württemberg-Weiltingen
  • Ankunft Werders
  • Unterredungen mit dem Herzog von Württemberg-Weiltingen und dessen Junker
09. Juli 1652
Ballenstedt
  • Aufschieben der Reise
  • Abreise Werders
  • Jagdausflug des Herzogs von Württemberg-Weiltingen mit den Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Spaziergang
  • Starker Regen
10. Juli 1652
Ballenstedt
  • Ausritt
  • Korrespondenz
  • Gnadenersuch Ludolf Lorenz von Krosigks durch Rat Christian Heinrich von Börstel
  • Rückkehr Steffecks
  • Gedanken zu Luxus in kriegsgeprägten Zeiten
  • Ausflug mit einzelnen Familienmitgliedern nach Baalberge
11. Juli 1652
Ballenstedt
  • Regen
  • Predigtanhörung und Kirchgang
  • Superintendent Joachim Plato, Helena von Rindtorf, Steffeck und der Herzog von Württemberg-Weiltingen als Essensgäste
  • Besuch durch den britischen Exulanten John Williams und Werder
  • Gegensätzliche Nachrichten zum Kriegszustand zwischen den Niederlanden und England und weitere Neuigkeiten
12. Juli 1652
Ballenstedt
  • Abreise des Herzogs von Württemberg-Weiltingen in Begleitung von Viktor Amadeus, der Fürstinnen Eleonora Sophia und Eleonora Hedwig samt einiger Höflinge und Gefolge
  • Vorhaben des Herzogs von Württemberg-Weiltingen, in Wolfenbüttel eine Heiratskandidatin zu treffen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Essensgast
  • Rückkehr des Hauslehrers Johann Christian Hammel
  • Fehlen der verreisten Pferde zur Feldarbeit
  • Pfarrer Wolfgang Benjamin Giegelsberger und der Hofrat Christoph von Jena als Essensgäste
13. Juli 1652
Ballenstedt
  • Aufschub für Kanzler Martin Milag
  • Unterredung mit Jena
  • Korrespondenz
  • Abreise Giegelsbergers und Jenas
  • Klärung einer Grenzfrage
14. Juli 1652
Ballenstedt
  • Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen mit Reichardt
  • Spaziergang mit Fürst Karl Ursinus
  • Mittägliche Ruhe
  • Nachricht zum Tod Jahrs
15. Juli 1652
Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Besuch durch den Stadtvogt Johann Georg Albinus
  • Empfehlung des Johann Andreas Wageners durch seinen Vater
  • Spaziergang
  • Gespäche mit dem Hofmeister Gottlob Sekyrka von Sedschitz, Hammel, Einsiedel sowie dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf
16. Juli 1652
Ballenstedt
  • Gespräch mit dem Küchenmeister Philipp Güder und dem Kammerschreiber Johann Senf
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Essensgast
  • Wirtschaftssachen
  • Abreise von Rindtorf nach Weimar
17. Juli 1652
Ballenstedt
  • Gedanken zur Schwarzburgischen Testamentseröffnung
  • Haferlieferung und Erntebescheid aus Ballenstedt
  • Besuch eines Pferdes durch den Schmied und Arzt
18. Juli 1652
Ballenstedt
  • Seltsamer Traum
  • Gespräch mit Amtsschreiber Wolfgang Sutorius
  • Kirchgänge mit Kindern
  • Die von Rindtorf, Steffeck, Menzelius und weitere als Essensgäste
  • Spaziergang
  • Negative Gedanken
19. Juli 1652
Ballenstedt
  • Regen
  • Nachricht zu baldiger Rückkehr Fürstin Eleonora Sophias aus Wolfenbüttel
  • Nachricht vom Tod des Pfalzgraf Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg
  • Korrespondenz
  • Nachrichten vom ausländischen Kriegsgeschehen und weitere Neuigkeiten
  • Angeblicher Tod des König Philipp IV. von Spanien
20. Juli 1652
Ballenstedt
  • Unwetter
  • Nachricht von übernatürlichen Ereignissen in Dresden, Zittau und Langenburg
  • Militärischer Verstärkung im Kurfürstentum Sachsen
  • Jonius als Essensgast
  • Plötzliche, schwere Erkrankung des verschickten May wie auch seiner Begleiter
  • Vergebliches Warten auf die Ankunft Fürstin Eleonora Sophias aus Wolfenbüttel
21. Juli 1652
Ballenstedt
  • Abfertigung des Bürgers Johann Schinckel
  • Nachricht von veränderten Reiseplänen der Fürstin Eleonora Sophia
  • Begleiteter Ausritt
  • Überfall auf den Stadtschreiber Matthias Knüttel
22. Juli 1652
Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Nachricht vom Tod eines Kindes des Kammerjunkers Ernst Dietrich von Röder
  • Kirchgang
  • Röder, Einsiedel, Amtmann Martin Schmidt und weitere als Essensgäste
  • Befassen mit Bittschriften
  • Nachricht von der Beerdigung Jahrs‘
  • Ausritt Fürst Karl Ursinus‘ nach Badeborn
  • Mordfälle im Harz
  • Vergebliche Rehjagd
  • Nachricht aus Bernburg zum Herzog von Württemberg-Weiltingen
  • Getreidelieferung durch Bernburg hindurch
23. Juli 1652
Ballenstedt
  • Regen
  • Korrespondenz
  • Abermals vergebliche Rehjagd
  • Wetterlage erschwert Ernte
  • Besichtigung reparierter Häuser
  • Geänderte Reisepläne des Herzogs von Württemberg-Weiltingen
  • Viktor Amadeus und Hammel als Essensgäste
  • Verabschiedung Röders auf die Beerdigung seines Sohnes
  • Handelsaufsicht durch Knüttel
24. Juli 1652
Ballenstedt
  • Weiterhin vergebliche Rehjagd
  • Abfertigung Schmidts nach Harzgerode
  • Korrespondenz
  • Ausritt
  • Nachrichten vom ausländischen Kriegsgeschehen und weitere Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
25. Juli 1652
Ballenstedt
  • Regen
  • Kauf von Stiefeln für Fürst Karl Ursinus
  • Kirchgang
  • Korrespondenz
  • Neuaufnahme der Verhandlungen zwischen den vereinigten Niederlanden und England
  • Vermutung einer Vergiftung Giegelsbergers, Mays, und Schmidts
  • Unfall des Ernst Gottliebs von Lampe
26. Juli 1652
Ballenstedt
  • Anreise des Feldschers Johann Wenzel Rothe zur Versorgung von von Lampes Wunden
  • Verschickung des Lakaien Michael Ringk nach Frankreich
  • Unterredung und Frühstück mit Ballenstedter Pfarrer Petrus Gothus
  • Züchtigung Sekyrkas in der Küche
  • Korrespondenz
  • Nachrichten von besonderen Wetterereignissen
27. Juli 1652
Ballenstedt
  • Unterredung mit Hofrat Paul Ludwig und Reichardt
  • Mehrfaches Stürzen eines Pferdes
  • Spaziergang
28. Juli 1652
Ballenstedt
  • Unterredung mit Güder
  • Plötzliche, schwere Erkrankung der Altfrau Maria Crimmelius und Medikation derselben
  • Erholung des gestürzten Pferdes
  • Abendlicher Ausflug mit Fürstin Eleonora Sophia, Fürstin Anna Sophia und Fürst Karl Ursinus nach Baalberge
29. Juli 1652
Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Gespräch mit Güder und Senf
  • Erholung der Crimmelius und Besuch bei derselben
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Einladung zur Beerdigung der Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
  • Unwetterbedingte Sorge um den Sohn Karl Ursinus
30. Juli 1652
Ballenstedt
  • Starker Regen nachts wie tags und nächtliche, schwere Gewitter
  • Sorge um wetterbedingte Ernte- und Gebäudeschäden
  • Schwankender Gesundheitszustand der Crimmelius
  • Plötzliche, schwere Erkrankung des Jonius und Medikation desselben
  • Unterredung mit Senf
31. Juli 1652
Ballenstedt
  • Regen
  • Hoffen auf reiche Ernte
  • Feststellen von Gebäudemängeln
  • Korrespondenz
  • Nachricht von Reichstagsvorbereitungen, drohenden Kriegsausbrüchen und den innerfranzösischen Unruhen
|| [[Handschrift: 523v]]

Donnerstag den 1. Julij; 1652.

<Regen, mane.>


Man hat vorgestern, in die 6[,] 7 biß 8 todte läxe
in der Sahle, schwimmen sehen. Mag nichts guts anzeigen!


Jch habe nacher Croßen, geschrieben.


Labores, in Schwartzburgischen ahngelegenheitten, expediret.


Magister Menzelius ist neben hans Eckardt, von Zerbst, wiederkommen. Il
m'a apportè, tout plein de nouvelles!

|| [[Handschrift: 524r]]


heütte ist ein todter aufgefangen worden, welcher zu
Alßleben ertruncken, undt gekrebßet haben solle,


Jtem: ist in neẅligkeitt, auch einer zu Kalbe
ertrungken, wil also die Sahle tribut haben.
Gott genade, den armen Seelen!


Avis: daß das neẅlichste wetter, (so alhier
durch Gottes milde gnade, vorüber paßiret,)
zwischen Magdeburgk undt Saltza, einen lan-
gen strich, wie auch hindter Magdeburg das liebe
getreydig, iämmerlich zerschlagen, undt verderbet
hatt. Gott erbarme sich des elends, undt gebe
rechtschaffene Früchte der buße, unß! und unsern Nachtbarn!


Avis, daß zu halle 4 personen, undt 2 kinder
ertrungken. Man höret wenig gutes!


Nachmittagß, bin ich, gegen Pfuhle, Zeptzigk, undt
sonsten, meine felder zu besichtigen, hinauß geritten.


Avis: von Gröptzigk, vom Gebhardt Pariß
von dem Werder, daß ihn Gott, mit einem
iungen Sohn, erfreẅet, will jhn, aufn Sonntagtag,
taüffen laßen. Bittet, umb permission der
Musjck; welche ich ihm, (in der Stille) concedire.


heütte, ist Jahrmargkt alhier, zu Bernburgk.


Avis: daß es sich, mit dem herrnvetter Fürst Augusto, zwahr, (Gott lob)
bessert, die Fürstin zu Plötzkau aber, wehre
am husten, gar krangk? Gott beßere es!

|| [[Handschrift: 524v]]

Samstag den 3. Julij; 1652.

<Donner, Regen, Nachmittags.>


Man hat heütte zu margktten, gehabt, allhier
zu Bernburgk.


Doctor Fischer, ist bey Mir, gewesen, hat mir erzehlt,
wie der gute allte 77-iährige herr, Fürst
Augustus, mit dreyen gefährlichen morbis
zu colluctiren gehabtt, zugleich, alß mit
dem calculo doloroso, mit dem Miltzwehe,
undt mit ergießung der galle, oder
gelben sucht, darzu baldt catharrj,
undt Asthma geschlagen wehren,
wenn man nicht præserviret, curiret,
undt præcaviret hette! Gott seye
gedangkt, vor seinen heilsahmen Segen!
undt helfe ferner fæliciter curiren.


Die Fürstin, undt vetter Lebrecht,
erholen sich auch (Gott lob) fein wieder!
zu Plötzkaw. Gott gebe zu segen!


Avis von Erffurdt: das der Lottringher,
vom Könige in Frangkreich, geldt genommen,
undt sich, von den Printzen, abgethan, welches
bey denenselben, wie auch, bey den Spannischen,
alteration erwecket. Zwischen Engelland
undt Hollandt, stehen die Tractatten, in || [[Handschrift: 525r]]
extremis, undt ehe der krieg, alß der vergleich, zu
vermuhten. Der Churfürst von Brandenburgk,
hat mit Graf Moritzen, undt einem Reütter, zu
Amsterdam, unbekandt einreitten wollen,
Es isr aber, verkundtschaft gewesen, und hat
der Rhat sie vor dem Thor, solenniter angenommen.


Jn Polen, siehet es noch gefährlich auß,
wiewol es diß iahr, so große Noht, noch
nicht haben möchte?


Das wetter, hat sich diesen nachmittag, mit
vielem donnern, undt stargkem regenen, sehr
erleichtert. Gott gebe, dienlich erndtewetter!
Zur heẅerndte, will es zwahr, wol dienen. perge

Sonntag den 4ten: Julij; 1652.


Der Regen, hat diese Nacht, continuiret, undt
unsere gebeẅde, zimlich beschädiget, undt durchge-
drungen, in vielen zimmern, im Schloße.


Finden sich also überall, commoda, et incommoda!


Ein Somnium habe ich gehabtt, wie ich in Engel-
landt gewesen, zu Londen, (mit Männiglichs verwun-
derung, das ich da hinüber traijciret) Alß ich aber
kawm außgestiegen, wehre mir das hertz schwehr worden,
undt ein Schwartz bärtig männlein, so mich gekandt,
(ob ich schon unbekandt sein wollen,) hette mich alsobaldt || [[Handschrift: 525v]]
beneventiret, undt mir fürstliche Tittul gegeben,
darüber ich erschrogken. Er aber, hette mich ge-
fraget, ob ich ihn nicht mehr kennete, wie in
meiner Jugendt, da er Capitain Spannier,
geheißen, und mir familiar gewesen,
nun aber endtlich ein Oberster worden
wehre? Andere aber, hetten mich vor ihm
gewarnet, undt vor Cromwells, inquisition.


Also hette ich, dem geschäftigen Spannier
zu thun gegeben, undt liederliche geringe
Sachen, vom schiffe, abtragen laßen, inn-
deßen, nach einem guten holländischen abfahrenden
Schiffe, mich ümbgesehen, undt umbhören
laßen, auch baldt eines gefunden,
darein ich geschwinde geseßen, meine
leütte, undt beste sachen, mittgenommen,
das übrige dem <noch> außen gebliebenen Spannier
überlaßen, undt also auß der angst
liberiret (vor dem Tirannischen Cromwell
undt andern jndependenten) darvon ge-
fahren, undt Gott gedangkt, darüber
ich baldt, erwachen thete, nach andern wenigen
somniis, was mir in hollandt, begegnet. etcetera

|| [[Handschrift: 526r]]


Jn die kirche, cum filiis, in stargkem regen, perge et cetera


Extra: den hofprediger, zu Mittage, cum Tobias Steffeck von Kolodey


Nachmittage, wieder in die kirche, cum filiis, & nobilibus.


Der Jahrmargkt, alhier zu Bernburgk,
hat heütte, ein ende.

Montag den 5ten: Julij; 1652. perge

<Schön wetter, wiederumb.>


Jch bin hinauß geritten, auf meine felder, allhier,
undt zu Zeptzigk, den segen Gottes, zu besehen.
Carolus Ursinus, war auch mitt.


Postea: in Oeconomij sachen, mit dem Amptmann,
mit Philip Güder, undt mit Wolfgang, geredet.


Ma femme est allè, par üne soudaine boutade,
ceste apres disnèe a Plötzkaw, desirant avec soy,
deux filles1, & mon fils aisnè, avec üne Damoyselle,
comme aussy le Medecin, Docteur Fischer. Dieu vueille
benir sés conseils bien intentionnèz, & confondre
tout conseil insensè! & pernicieux!


Hertzogk Manfredo, von Wirtembergk, meiner
freundlichen herzlieb(st)en Gemahlin, Schwester Sohn, jst gegen abendt,
anhero kommen, (wiewol er, zu Mittage, unversehens,
unbekandt, in der Stadtherberge gewesen) hat sich,
auß dem Gasthofe, <vorm berge durch einen vom Adel> anmelden laßen, undt ich habe ihn,
in meinem hause, beneventiret, nebenst Carolo Ursino.
Er hat mir briefe, von Leonbergk; undt Gohta, mitgebrachtt. et cetera

|| [[Handschrift: 526v]]


Meine herzlieb(st)e Gemahlin, ist noch zur Mahlzeitt,
wiederkommen.


Post von Ballenstedt, von mehr donner-
wettern, undt großem Regen. Gott be-
wahre vor unglügk!


Die Avisen geben:


Continuation, der verenderung, des hertzogs
von Lottringhen, undt das er gantz, auf des
Königs in Frangkreich seitten, getretten seye,
zur recuperation seines landeß, undt gegen
erlegung einer großen Summa geldeß.


Die Printzen, seindt darüber, sehr alteriret.


Bourdeaux suchet seine libertet.
Duynkirchen, wirdt vom Ertzhertzogk belägert.
Barcellona helt sich noch.
Die Engelländer, wollen den printzen assistiren.
Zwischen holland undt Engellandt stehen die
Tractaten, aufn fall, undt armiren beyde.


Dennemargk, hat ein Auge darauff.


Schweden, interponirt sjch, bey Frangkreich.


Jn Polen stehets gefährlich, wegen der Cosagken,
undt Tartarn. Die Deützschen völcker, seindt erlegt.
Das Dritte vfbott, ergehet.

|| [[Handschrift: 527r]]


Die Venezianer, haben mit den Morlacchj mi
zu thun, sie wieder die Türgken, in Dalmatia zu
defendiren.


Jn Schottlandt, progrediren die Engellischen Par-
lamentischen, immer forth! und occupiren, einen
orth, nach dem anderen.


Der Kayser, kömpt nach Prag.


Chur Pfaltz, undt Pfaltz Simmern, dissentiren.

Dienstag den 6ten: Julij; 1652.


Jn den gesterigen Avisen stunde auch:
Daß zu Dordrecht, in hollandt, das wetter,
in einen Thurm, eingeschlagen, darinnen viel
Feẅerwergk, pulver, Cartuschen, undt
granaten, undt dergleichen, gewesen, undt
hette den Feẅerwergker2, mit seinen Söhnen3,
erschlagen, auch sonst schaden gethan.


Jtem: zu Zürich, im Schweitzer landt, hette
das wetter auch, in einen pulfer Thurm geschlagen,
undt fast die gantze Stadt verderbet.
Gott bewahre, vor mehrerem unglügk!


Jn Schweden, wehre große Dürre, wie
auch in Polen, in Preüßen, undt anderstwo, undt
dahero, Theẅerung, undt hungersnoht zu besorgen

|| [[Handschrift: 527v]]


Jch habe vormittagß, in Schwartzburgischen angelegenheitten,
wieder, zu travagliiren, gehabtt.


Tobias Steffeck von Kolodey abgeschicktt, nacher Zerbst, auf
Matz Urlobs Sohnes hochzeitt. Gott gebe zu segen!
Den Amptmann, Geörge Reichardt, bey Mir, gehabt.
Mon fils Victor, a la ioue enflèe. Dieu le guerisse!
Christof Wjlhelm Schlegel, jst anhero kommen.


Meine gemahlin, hat, zum spielen, unsere iunge
herrschaft, undt freẅlein, instigiret, mit
dem hertzogk, lequel ne se soucie point, de cela,
car il a autres fois, rompü üne jambe! &
le dueil si proche, & si recent, devroit empescher
ou retarder, telle forcenerie!

Mittwoch den 7ten: Julij; 1652.


Schreiben, von Caspar Pfawen. Risposta nacher Ballenstedt.
Vormittagß, in die kirche, am heutigen Behttage.
Nachmittagß, habe jch, mit hertzogk Manfredo,
im Schach, ein wenig gespielet. Mais voyant, qu'il
en devenoit saoul, bien tost, & qu'il aymoit
mieux, d'aller, vers ma femme, & mès filles, ie
le laissay aller. Mon pauvre fils, Victor,
a encores mal, a sa joue enflèe, & ne sort
point. Au soir, il est venü Vers moy, Dieü le guerie!
par sa Sainte grace!

|| [[Handschrift: 528r]]


Des Morgends, seindt die Rähte, zu mir kommen,
wegen Fürst Augusti in sachen, malam herbam, betreffend
ihr anbringen, zu thun, so Sie vom Cantzler Milagio, gehöret.
Cest' affaire, ne vaut rien dü tout.


Gegen abendt, a spasso, an Tham4, in gartten, Mühle. et cetera

Donnerstag den 8ten: Julij; 1652.

<Regen.>


Es gibt viel Confusiones, wegen einer præcipitirten
reyse, nacher Wolfenbüttel. Gott bewahre, vor allem übel!


Jch habe auch sonsten, meine travaillen gehabtt,
wegen des verfluchten Gynecæj! Gott strafe<beßere> es!
J'ay èscrit, à Crossen, a Gohta, a Leonbergk.
Mes enfans, ont jouè, avec le Düc Manfredo,
de Wirtembergk, comme des enfans, a Meridie.


Gebhardt Pariß, von dem Werder, ist (be-
schriebener maßen) anhero erschienen.


Discorsj, mit dem hertzoge, undt le fer,
seinem Juncker, Ritter dü Saint Esprit. perge

Freitag den 9ten: Julij;


Die vorgewesene rayse, hat müßen, wegen
vieler impedimenten, suspendiret werden.


Quod differtur; non aufertur!


Werder ist wieder weggerayset. Will sehen, ob er
sich, in die trawer, bekleiden kan?


Der Hertzogk, ist mit Victore Amedeo, hinauß hetzen geritten,
hat zu Palberg, kalte küche, gehalten, darnach ist Carll auch hinauß geritten.

|| [[Handschrift: 528v]]


Auf den Abendt, vor eßens, mit Madame, in
gartten, da es dann stargk angefangen, zu regenen.

Samstag den 10ten: Julij; 1652.


Jch bin hinauß geritten, auf meine felder,
alhier, undt zu Zeptzigk Gottes segen, zu preisen.
Schreiben auß hollandt, bekommen, per Philipp May;
Christian heinrich von Börstel, ist bey Mir
gewesen, im nahmen seiner, undt Ludolf Lorenz von Krosigk
Erlachs, vor Ludolf Lorenz von Krosigk zu intercediren,
damit derselbe wieder zu gnaden angenommen,
undt zu raysen, admittiret werden möchte,
inmaßen er nacher Meckelburgk, vndt von
dannen, in Frangkreich zu gehen, gewillet.
Wolte aber gerne zuvorn, meine gnade haben.


Ie luy ay rèspondü la veritè, & sinceritè,
(nonobstant les faussetèz dü Gynecèe!)


Tobias Steffeck von Kolodey ist von Zerbst, wiederkommen, von
Matz Urlobs Sohnes, hochzeitt. perge et cetera alldar,
in des hofmanns hochzeitt<hause>, alles splendide, et pompose
angestellet gewesen, undt zugegangen! Ce lüxe,
& ceste dissolütion, consüme les nerfs dü pays! perge
Mais en Allemaigne on ne s'en veüt point dèsfaire.


Mit Madame, bin ich diesen abendt, nacher Palberg
gefahren, daselbst zu eßen, undt die erndte zu besehen.
Angelica ist auch mitt gewesen, wie auch, Carolus Ursinus.

|| [[Handschrift: 529r]]

Sonntag den 11ten: Julij; 1652.

<Regen.>


Jn die predigt aufm Sahl, welche der Superintendens,
Er Plato gehalten, undt ist extra hieroben, geblieben,
so wol, als die fraw Rindtorfinn, undt Tobias Steffeck von Kolodey. perge
neben dem hertzogk Manfredo, undt deßen leütten.


Nachmittagß, cum filijs, in die kirche, undt
predigtt, des Diaconj Ionij.


Johann Wilhelmsohn, ein Königischer vertrie-
bener auß Engellandt, so des Conte d'Arondelle
hofmeister gewesen, hat sich bey Mir præsentirt.


Gebhardt Pariß, von dem Werder, hat sich ein-
gestellet, undt ich habe heütte, abschiedt genommen.


Avisen von Erfurdt; das in 8 Tagen, 40 hollän-
dische Schiffe, genommen seyen worden, undt das
es auf der ruptur, bestehe.


Avisen, auß hollandt dergleichen, weil die Engel-
länder hochmühtig werden, undt den holländern,
über 200 Schiffe, abgenommen, sindt deme, <nur> die
Staadischen gesandten, zu Londen, gewesen.


hingegen, particulier aviß von Brehmen,
daß Engellandt, mit hollandt, gantz verglichen,
undt die holländer, mit Schimpff, alles nachgegeben hetten.


Die genandte Königinn in Böhmen, hat vetter hanß
Geörgen, im haag erzehlet, ihr Sohn, Pfaltzgraf Ruprecht
hette bey Guinea, 5 Engelländische Schiffe, mit 50 Tonnen goldes
beütte erobert, undt in salve gebracht, mit großem glück!

|| [[Handschrift: 529v]]


heütte Morgen, ist meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin,
mit meinem Sohn, Victore Amadeo, undt zweyen
Töchtern, Eleonore hedwig, undt Angelica,
nacher Wolfenbüttel zu verraysen, forthge-
zogen, undt haben ihrer Schwester Sohn,
Hertzogk Manfredum von Wirtemberg,
auch dahin accompagnirt, pour traitter
ün mariage. Dieu les conduyse; & donne
sa benediction, a toute bonne œuvre!


Gebhardt Pariß von dem Werder,
Geörg Ehrenreich Baron von Roggendorf,
undt der Monsieur la Fer, beynebens
zweyen Jungfern5, seindt auch mitt. Jch
halte darvor, Sie werden heütte zu
Halberstadt, pernoctiren. Gestern,
hat der hertzogk, abschiedt von mir, genommen.


Sie seindt 33 personen, undt 28 pferde
in allem, mitteinander stargk. Der hertzogk
zeücht unbekandt dahin, alß ein Rittmeister
von Liebenhorst, davor er sich außgibet. Er
dörffte aber baldt, mit dem freẅlein, von
Delmenhorst, bekandt werden, zu Wolfenbüttel!

|| [[Handschrift: 530r]]


Jn den gesterigen avisen, stunde auch; von Erfurdt:


Das: Alß der hertzogk von Lottringhen, bey Vitrey, auf
den gräntzen ankommen, habe er sich, im Dißcurß vernehmen
laßen, Er hette numehr, seine dem Könige, gethane zusage,
erfüllet, undt wehre auß Frangkreich, marchiret, Er
wehre numehr, so frey, alß er vor diesem gewesen, möchte
numehr dem Könige, oder den Printzen, oder auch wiederumb
nach Flandern, den Spannischen zu, gehen, hat man
also auf selbiges procedere, achtung zu geben.


Zu Paris, ist großer alarm. Die Parlamentsherren
daselbst, sollen ihres Lebens, nicht sicher sein. Der
König, marchiret recta auf Paris, zu, undt
ist zu Saint Denis ankommen. Der gemeine Mann
in Paris, träget verlangen, nach dem Könige,
undt will vom Mazzarinj, nichts hören!


An Chur Sachßens ahnkunft, nacher Dres
Prag, fänget man ahn, zu dubtiren.


Die holländer, undt Engelländer, haben beyderseitß
scharf verbotten, daß man, von ihren Tractaten,
nichts wegschreiben solle. Der gemeine Mann,
in Hollandt, ist gantz schwürig, undt wüntzschen
den krieg, weil dem Staat, so viel Schiffe abgenomm[en,]
undt schaden zugefüget worden.


Der König in Franckreich, hat mit dem Hertzogk von
Lottringhen, gar einen geheimen accord, geschloßen.

|| [[Handschrift: 530v]]


Er Jonius, ist bey un<mir> gewesen, undt extra
zue Mittage, behalten worden.


Hammeln, ist auß der Margk auch wiederkommen.


Je souffre dü dam, ayant envoyè 10 chevaulx,
de carosse, maintenant, avec Madame, au
mitan de la moisson.


Die Leiptziger avisen, berichten:
Daß der gute allte Pfaltzgraf Johann Casimir,
des Generalissimi, in Schweden, hervatter,
todtkrangk seye. Gott beßere es, mit Ihrer Liebden!


Die ungewöhnliche dürre zeitt continuiret
in Schweden. Macht sorgen, zu Mißwachs.
Der Engellische Parlamentische gesandte Daniel Jßle,
ist zu Stogkholm, wol gehalten, beschenckt,
undt wol abgefertiget worden.


König in Dennemargk, fortificiret noch
mehr Coppenhagen, undt leßet eine Schif-
flotta außrüsten. Wollen auß hollstein,
wieder umbkehren, nach ihrem reich zu,
wegen der Engellischen undt holländischen großen
kriegespræparatorien. Der holländische
Resident, hat bey der Königinn in Dennemark audientz
gehabt, en passant, undt deroselben, des iungen
freẅleins halber, (worzu die GeneralStaaden || [[Handschrift: 531r]]
vor 3 iahren, gevattern gewesen,) die gevattergeschencke
[ü]berreichet, welche in zweyen güldenen Pocalen, einer
güldenen Schachtel, undt einer acte iährlich, mit
4000 Gulden (florenus)f. zu bezahlen, bestanden. Selbiger resident
hat auch die gefaßte resolution der holländer undt
Zeeländer, contra Engellandt, zu rühmen, gewußt.


Zu Barcellona, suchen die Spannier uneinigkeit
zu disseminiren. Der krancke beschädigte Vice-
Roy, de la Motte Haudencourt leßet sich in
einem Stuel herumb tragen, auf den gaßen
undt avenuën der Stadt. Stellet auf alles,
gute Ordre, undt bricht der Spannier vornehmen, pro posse.


Ein Venezianisch Schiff, der güldene hahn genandt,
ist in einem Sturm, durch unerfahrne Schifleütte
im Arcipelago, auf Schropfen, oder felßen, zu grunde
gegangen. Undt alß sie mitten im Sturm, durch
einen canonschuß, hülfe begehret, hat General
la Riva, ihnen sein boht zugeschicktt, undt den
herren Bragadjno, nebenst 40 personen erhalten,
in die 100 aber, seindt zu grunde gegangen.


Ein anderer General Barbarino genandt, ist
auch in diesem Sturm, mit seinen Schiffen, verschlag[en]
worden, undt als er allein mit seinem Schiff, gewesen,
von 13 türckischen galleren umbringet worden, biß
er endtlich, nach langem gefechte, 2 in brand gebracht, und sich erlediget.

|| [[Handschrift: 531v]]


General la Riva, ist numehr in Candia confirmiret,
hat succurs, undt bahrschaft dahin gebracht,
undt seinen antecessorem General Mocenigo er<abgelöset>,
welcher in 13 Tagen, nach Venedig, glücklich geschift.


Der Pabst, ist am Stein, sehr krangk gewesen,
siehet sich nach kriegßofficirern umb, undt
leßet werben, undt fortificiren, weil ihm
die zusammenkunft der Jtaliänischen Fürsten,
zu Florentz, verdächtig ist!


Zu Paris, ist wegen verübter insoletzen, undt
raübereyen vfm lande, verbotten, keine beütte
mehr, an vieh, und haußraht, in der Stadt,
zu verkauffen.


Zu Bourdeaux gibt es noch, tumult und aufruhr.
Der König, stärcket sich, undt gibt vertröstung,
zur endteüßerung des Cardinals Mazzarinj.


Der Lottringhische gesandte, Rousselet de He-
dival, ist nicht allein zu Stogkholm, wol
expediret, sondern auch, in Dennemargk wol
angenommen, undt tractiret worden.


Der Hertzogk von Lottringen, endtschuldiget
seinen abtritt, mit der großen uneinigkeitt,
welche er, nicht allein, in der Stadt Paris, sondern
auch an des Düc d'Orleans hofe gefunden, in dem || [[Handschrift: 532r]]
der eine, es mit dem Könige, der andere, mit den Printzen,
der dritte aber, mit keinem, halten wollen, sagende:
[W]er, solcher gestaltt, vf nichts gewißes, sich versichern
können, wann ihm dann von den Printzen, die ver-
[s]prochene gelder, noch nicht bezahlet, weniger die
Conjunction würcklich beschehen, alß würde ihn,
das er sein eigenes interesse beobachtet, niemandt
können verdengken.


Die zeittungen auß Erfurdt, werden auch bestehtiget.
Jn Polen, continuiret die gefahr der Cosacken.
Es kömbt auch avis, auß Schweden, vom absterben
des allten Pfaltzgraven Johann Casimirs Liebden
Sehliger, meines weylandt großen, treẅen freündes,
deme Gott genade! Jst im 67. iahr, seines
allters, an der Rohten Ruhr, undt andern accj-
dentzien, auß dieser weltt, geschieden!


Corvix von Ulefeldt, ist auch auß Pommern, zu
Stogkholm angelanget. Suchet schutz, contra Daniam.
General Axel Lillie, ist CammerRaht worden.


Jn Ungarn, machen die Türgken, wieder lose handel.


Es werden in Oesterreich, undt Böhmen, Mordt-
brenner außgeschickt, auf welche man inquiriret.


Zu Prag, erwartet man den Kayser. Zwey
Soldaten alda seindt stranguliret worden, weil
sie in die 20000 gülden <werth>, gestohlen.

|| [[Handschrift: 532v]]


Duræus, ist auß Schweden, mit dem Engellischen envoy[é]
wiederkommen. Zu Lübegk gehen die Tractaten
zwischen Polen, undt Schweden vor sich.


Der Tartarn einfall, ist mit 1000 mille
ducaten, von dem hospodar in der Wallachey
redimiret worden.


Ragozzi hat 40000 Mann, beysammen.
Die Türgken, irritiren die Deützschen.


Die holländische gesandten, werden zu Londen
bewachtt, undt die Violentzen der Engelländer,
continuiren. Dennoch, tractiren sie noch.


Ertzhertzogk Leopoldt Wilhelm, stärgket die
Printzen, in Frangkreich, mit 10000 Mann.


Alß der hertzogk von Lottringhen, mit dem
Könige, sich verglichen, ist ein anschlag vorhanden
gewesen, den Prince de Condè, undt Düc de Beau-
fort, gefangen zu nehmen, so gleich im läger
gewesen, undt sie dem Könige, zu überlifern.


Zu Münster in Westpfahlen, seindt viel
häuser, durch unglügk des pulvers <durch donner>, nieder-
geworfen, die meisten aber, beschädiget,
viel menschen umbs leben, gebracht, undt
sehr viel hart verletzet worden.

|| [[Handschrift: 533r]]


Ein Lackay der Königin, (so sich verlautten laßen, er
[m]üßte zwey personen, ihr zu gefallen, ermorden) ist in
des Prince de Condè pallast, gesehen worden. Alß
[e]r aber baldt vorm thor, ein pferdt bekommen,
[u]ndt außgerißen, hat man ihm nachgesetzt, ihn
in der Nacht ertapt, undt erschoßen, bey ihm ge-
funden: 2 Stillet, 2 granaten, 2 pistolen, mit
doppelten laüffen, undt ein zauberey buch.


Die Königlichen trouppen in Guienne sollen geschlagen sein.


Die GeneralStaaden haben fast- undt behttäge
angestellet, zu abwendung des angedroheten
grimmigen zorns Gottes, ihm in die Ruhte
zu fallen, buße zu thun, undt daß übel zu depreciren!


Duynkirchen, ist von Spannischen, blocquiret.


Der hagel, hat in heßen, die feldtfrüchte beschädiget.
Die Türgken, tactiren mit Venedig, sub clypeo,
undt wollen Sebenico belägern.


Kayserliche Mayestät, cum uxore, & Rege filio, seindt
solenniter zu Prag, beneventiret worden.


[]en, hertzogk Iulio heinrich zustendig, ist abgeb[]
[]lia ist ein aufruhr gewesen, kawm g[]
[]Frankreich tractiret mit den Printze[n]
[r]ahthauß zu Amsterdam, ist ab[]

|| [[Handschrift: 533v]]


Die Cosagken, haben vor Caminiec Podolßky [?]
7 Stürme, undt viel volck verlohren. [?]
Seindt auch wieder abgezogen dißmahl.


Die Engelländer, haben 100 kriegs- undt 6[?]
brandtschiffe, die holländer aber, 140
kriegsSchiffe, undt 16 brandschiffe, in der See [gelaßen.]
Dörften hart aneinander gerahten.


Engelländer fordern satisfaction 40
tonnen goldes, item: zur Versicherung: Briel,
Vließingen, Ramekens, etcetera undt alles [?]
waß sie weggenommen, zu behalten.


Er Benjamin Gigelßberger, hat mi[r]
zugesprochen. Jst auß hollandt, wiederkom[men]
iedoch ist successus itineris schlecht gewes[en]


Jehna, ist auch herkommen, undt habe
beyde extra hieroben, gespeiset.


Avis: daß mein undterthan, Sebastian Jahns [?]
so vor iahren, mein Amptschreiber zu Ballenst[edt]
[g]ewesen, postea Schwedischer, an itzo Ch[ur]
[brande]nburgischer Amptmann zu Gaterschleben) vor[gewesener]
[?]

|| [[Handschrift: 1r]]

Dienstag den 13den: Julij; 1652.


Die Commission, wegen des Dröblischen holtzes, hat Milagius selber
abgeschrieben, dilation, auf vier wochen, gebehten, undt sich
mit raysen, undt Occupationen, endtschuldiget.
Interim (weil Jehna, in seinen privatis alhier ist)
habe ich ihn g erinnert, mit Schütze Geörgen, welcher
angekommen, das Dröblische holtz, undt den Streitt,
zu besichtigen.


Jch habe auch Jehna zugesprochen, von wegen seines
handelß, mit Nettelbegken, so zu Zerbst, vorgegangen.


J'ay èscrit a Nathanael Jahn[.] Dieu vueille seconder mon propos!


Er Benjamin, ist auch heütte wieder forth, nacher Rheinstedt. perge


Nachmittage, bin ich umb meine breitten, hin- undt
wieder, zu fuß, gegangen, undt habe Gottes segen,
angeschawet, umb genoß deßelben, zu bitten,
undt seine gühte, zu preisen!


Jehna, Rindtorf, Einsidel, undt Schütze Geörge, haben
die differentzien, im Dröblischen pusche, besehen, undt
meine jura erkennen müßen. Nota Bene: kein bescheidt von Commissarien, <zu erleiden.>
Diesen abendt, hat Jehna seinen undterthänigen abschiedt
genommen, undt will morgen nacher Zerbst, wiederkehren,
nach dem seine sache, contra Nettelbeck lis pendens worden.


Jch habe ihm auch, an Wendelinum, des Falckeniers
bücher mitgegeben, darvon zu judicjren perge.

|| [[Handschrift: 1v]]

Mittwoch den 14den: Julij; 1652.

<1 Rehe, von Ballenstedt.>


Den Amptmann, Georg Reichardt bey Mir gehabt, in Œconomicis.


Jehna ist wieder verrayset. Gott wolle ihn geleitten!


A spasso hinauß geritten, mit Carolo Ursino,
alhier, undt zu Zeptzigk, in die erndte, vormittags.


Nachmittags, in der hitze, geruhet, undt doch, mich be-
flißen, ohne Müßiggang, Gott, undt meinem Nechsten, zu dienen!


Avis von Ballenstedt, nebst einem Rehe, undt mehreren
specialien, wegen uhrplötzlichen abgangs zu Padeborn,
des Sebastianj Jahnj, Sehligen Ergo vive, memor lethj!6

|| [[Handschrift: 1v]]

Donnerstag den 15den: Julij; 1652.


Nach Wolfenbüttel, an Meine herzlieb(st)e gemahlin, undt Viktor Amadeus geschrieben
den Stadtvogtt Albinum, bey mir gehabtt.


Jch habe den Cantor Wagener von Jeßnitz, bey mir gehabtt
dieweil er ein Bernburgensis ist, undt in die 24 iahr
lang, alhier an der Schule, vor diesem, gewesen. Er
hat mir, seinen Elltisten Sohn, Johann Andreaß, re-
commendiret, welcher numehr, im 16. iahr, seines allters i[st.]


A spasso nachmittags, hinauß, nach Zeptzigk, undt
alhier, die Erndte zu besehen, undt den unordnun[gen]
pro posse, zu remedijren, geritten.


Schreiben, vom Bützow, von Eüttin. Omnia manent, in uno eodem quam state.


Discorsj, co'l Sekerka, co'l Hammeln, co'l Einsidel,
Rindtorff, e con altrj.

|| [[Handschrift: 2r]]

Freitag den 16den: Julij; 1652.


Philipp Güder, undt Senf Johann seindt bey mir gewesen.
Postea: der CammerRaht, Doctor Mechovius, welcher extra
zu Mittage, hieroben behalten worden.


Man hat, mit der Erndte, undt andern Oeconomij-
sachen, vollauf zu thun, gehabt.


Abraham von Rindtorff, mein Stallmeister, undt
CammerJungker, hat seinen undterthänigsten abschiedt genommen,
in meynung, nacher Weymar, zu ziehen, undt seine
privata, in Düringhen, contra: den Obersten Stejnbach,
zu treiben. Gott geleitte ihn! undt gebe ihm, succeß!

Samstag den 17den: Julij; 1652.


Jn abermahliger relation der Schwartzburgischen gesandten,
habe ich, zu travagliren, gehabt, weil undterschiedliche
Dubia, zu Rudelstadt, moviret worden. Gott gebe succeß!


Das Testament, der frawMuhmen Sehliger, sol, den 12. huius publiciret
werden, der Terminus, ist schon verstrichen. Secretarius Müller, wirdt
dem actuj, unserentwegen, beywohnen, auf Fürst Augustus præliminar geheiß!


Ils dependent, par semaine, 150 florins (Gulden)f. les Officiers, & gens restèz a
Krannichfeldt, C'est üne dèspence, en Prince!


Von Ballenstedt, ist haber anhero gesandt worden, undt
avis, das die lieben feldtfrüchte, mit gewaltt, reiff werden.
Gott gebe darzu, seinen milden Segen! und erwüntzschten
genoß! Zu erfreẅlicher wolfahrt, undt guten gedeyen!


Jch habe den Schmidt, undt Roßartzt7 von Bösem, bey meinem
Schönen fuchß, gehabt. Er tröstet aber, gar schlechtt!

|| [[Handschrift: 2v]]

Sonntag den 18den: Julij; 1652.


Ein Somnium, habe ich gehabt, wie ich mit Doctor Brandt gere-
det hette, zwahr gnedig, undt familiariter. Er wehre
aber, in einem langen Schwedischen Habit, vor mir ge-
standen, gar reputirlich, undt gravitetisch, auch so groß
vor mir gewesen, das ich, wie ein zwerg, gegen ihm hi-
nauf sehen müßen. Ce songe ne me plaist nüllement!
Dieu me garde! et mes enfans, de secrettes menèes, & drogues
medecinales, mal preparèes, per tertium!


Mit Wolfgang Sutorius geredet.


Jn die kirche, vormittags, gezogen, mit Carolo Ursino,
undt 4 alhier gebliebenen Töchtern.


Extra: zue mittage, die Rindtorfinn, Tobias Steffeck von Kolodey. Der
hofprediger, undt meine kleine töchter, haben mit mir,
gegeßen, nebst den andern kindern, wie auch fraw
Ritzawinn, undt hofmeister Einsidel.


Nachmittags wiederumb, cum filiabus 4 & filio, zur kirche
undt predigt, des Diaconj, Ern jonij.


Postea, a spasso nel horto, e all' acqua.
Differenze; disparerj, sospettj, dispettj, rispettj!

Montag den 19den: Julij; 1652.

<Regen.>


Avis von Wolfenbüttel, das alles daselbst, wol abgegangen,
undt das Morgen (Gebe Gott) der hertzogk Manfredo, mit
Meiner gemahlin Liebden hof undt Viktor Amadeus, hoffen wieder, alhier zu sein.


Schreiben auß Schweden vom Generalissimo Pfaltzgraven Carolo
Gustavo, welcher mir das absterben, seines lieben Sehligen || [[Handschrift: 3r]]
herrnvaters, Pfaltzgraven Johann Casimirs Liebden
(meines weylandt, wehrten, undt brüderlichen freündes,)
höflich notificiret.


Jtem: briefe, vom Nathanael Jahn undt von Meiner fraw Schwester
Liebden auß Schlesien.


Die Ordninarijen avisen geben:


Das die holländer undt Engelländer, den krieg undtereinander
anfangen, undt publicirt, auch undterschiedliche prisen, schon
einander, abgenommen. Die Staadische Gesandten, wehren
wieder zu hause arrivirt, undt die handlung zerschlagen.


Jn Schottlandt, wehren die Prædicanten, undt
viel gemeinen, gut Königisch, und wehren insurgiret,
wieder die Parlamentischen.


Die blocquade zu lande vor Duynkirchen, hette der
Ertzhertzogk quittirt, undt den Conte de Fuensaldagna
nacher Paris geschickt, mit 10000 Mann, zu hülfe, den Printzen.


Die Königlichen frantzosen, hetten mit den Printzlichen,
in den vorstädten, Saint Denis, Saint Antoine, Saint Honorè,
vor Paris, geschlagen, undt eine bluhtige Victoria
erhalten, also daß der Königlichen 1200 Mann, undt
60 officirer, geblieben, auch General Türenne selbst,
verwundet worden, der Printzlichen aber 3000 geblieben,
undt undter dem Prince de Condè, zwey pferde, undter dem Düc
de Beaufort, ein pferdt geschoßen, und die Tractaten reassumirt worden.

|| [[Handschrift: 3v]]


Die Printzlichen, hetten viel bagage undt munition
verlohren, undt kawm, von herr Omnis, zu Paris, erhalten,
daß man sie in die Stadt eingelaßen, undt ihnen die
retirade gegönnet. Sonst wehre alles capot gemacht worden.


Der hertzogk von Mantua, begehret Casal,
mit lieb, oder mit leyd, von den Frantzosen wieder.


König in Spannien, wirdt abermals todt gesagt,
undt daß ein großer aufruhr zu Sevillia, undt
in Andaluzia, wegen der vielen contributionen, wie
auch, in Peru, undt in America, endtstanden.


Der Papst, sol gar stargk werben.


Die Türgken seindt in Candia, bey der Erndte
überfallen, undt zimlich niedergemacht worden.


General Foscolo, tummelt sich im Arcipelago,
undt macht gute beütten, in selbigen Jnsulen.


General Foscarinj, findet zu thun, in Dalmatia
weil die Türgken, in selbigen provintzien, eine
große macht, zusammen bringen, wiewol
die Morlacchj, ihnen stargk resistiren.


An den Ungrischen gräntzen, rüsten sich auch
die Türgken, undt suchen unfriede, schicken
auch Mordbrenner, in Deützschlandt auß, denen
Sie 1 ReichsthalerRthlr: von ieglichem abgebrandten hause, verheißen.

|| [[Handschrift: 4r]]


Jn Polen, ist zwahr, das Königliche läger geschlagen,
undt die armen Deützschen, (welche Ritterlich gefochten)
ruiniret, weil die Polen außgerißen, auf welche
zwahr tapfer feẅer gegeben worden, sie aber
nicht zu erhalten gewesen, dennoch, hat der iunge
Chmielinßky (welcher die haüptfestung, undt
Schlüßel zum Königreich Polen, Caminiec Podolßky,
fünfmahl mit 200000 Mann, grawsamlich
angefallen, undt gestürmet, aber mannlich
alle mahl, von denen darinnen liegenden
Deützschen, abgeschlagen, undt ihr, zu nacht
eingeworfene große menge holtz, zu
außfüllung der gräben, das tages wieder
abgenommen, undt in die festung gezogen worden,)
wieder abziehen müßen. Alß er seine brautt
in der Wallachey, mit gewaltt zu holen, vermeinet,
hat der hospodar, durch gute wortt, die Tartarn,
von den Cosagken, abgesondert, undt den Tartarn,
zur Ritterzehrung 100000 ReichsthalerRthlr: verehret.
Also seindt Sie wieder darvon, in ihr landt
gezogen, undt haben den Chmielinsky, (welcher zu
schwach mit den Cosagken, wieder den Hospodar, sich befunden) deserirt. || [[Handschrift: 4v]]
Gleichwol, trawet man den Cosagken, undt Tartarn
in Polen nicht, undt wirdt die auf den 23. Julij an-
gestellte zusammenkunft, oder Reichßtag, zu Warschow,
etwaß licht geben. Die Poßpolite Rußenie zwahr,
so aufgebotten, hat nicht forthgewoltt, alß sie
gehöret, daß die Cosagken, wieder in ihr
landt gezogen. Jedoch, wirdt der ReichßTag, ihnen,
die wege, weisen.


Der Kayser, ist zu Prag, erwartett etzlicher
Churfürsten undt Fürsten, wiewol fast alle klagen,
das keinem, in seinen anliegen, geholfen wirdt.


Pfalz Neẅburgk, hat, auf dem landttage
zu hambach, 100000 ThalerThlr: von den Gülichischen
Ständen, undt 40000 von den Bergischen, erhalten.


Der Principe Borghese will Kayserlicher gesandter,
zu Rom werden.


König in Spannien, sol todt sein, undt große
alterationes, causiren.


Es stehet darauff, daß der Cardinal Mazzarinj,
das Königreich Frangkreich, reümen, undt friede
zwischen dem Könige, undt den Printzen, ge-
schloßen sein solle!

|| [[Handschrift: 5r]]


Die Dähnischen, undt Schwedischen Gesandten, sollen
dißgustirt, von Londen, abgeschieden sein.


Zu Constantinopel, sollen sich gespänste hören
laßen, hindter Sacræ Sofiæ kirchen, zum aufpacken,
undt außreümen, wie von Venedig, geschrieben wirdt.


Des General Foscolo, hauptgallere, alß sie forthge-
bracht werden sollen, haben die Ruderknechte, einen ahn-
schlag, mit forthzugehen, zum Türcken zu, gemacht,
undt 50000 Ducaten, mitt weg führen wollen. Es
hat aber einer, auß den bösen buben, die Sache ver-
kundtschaft, undt offenbahret, wovor er überflüßig
recompensiret, die andern aber, eingezogen,
zweene alsobaldt harquebusiret, 50 aber, in
ketten, undt eiserne bande, geschmiedet worden.


Viel hexen, undt zauberinnen, sollen in Ungarn,
entdecket undt verbrandt sein, auch ihrer noch
etzliche, eingezogen werden. Gott dempfe, das übel!



heütte ist ein urtheil einkommen, vom Schöppenstuhl
von Halla, wegen, eines Jnwohners, so sich zu Alden-
burgk, niedergelaßen, undt ein Eheweib, mit drey
kindern gehabt, daßelbe aber, malitiose verlaßen,
undt eine concubin gehabtt<lten>, 17 iahr lang, mit deren
er 6 kinder gezeüget, die Staupenschlag, undt relegation
ist ihme zuerkandt, (wo sein weib, so ihm folgen soll, nicht vor ihn bittet),
die concubin, (welche abermals partui vicina,) sol auch, landes verwiesen werden!

|| [[Handschrift: 5v]]

Dienstag den 20ten: Julij; 1652.

<Regen. Donner.>


Particular aviso von Dreßden:
Daß daselbst, in einem brahten, von drey tage altt,
bluht gesehen worden, item: in einem hirßebrey.
Jtem: bey der Sittaw, wehren kugeln, vom himmel
gefallen, Alß man dieselben aufgenommen, wehren
es wie Spinneweben gewesen. Bey Langenburgk8,
wehren 900 Schafe auf einmahl, in einer
herde, vom wetter erschlagen worden.


Der Churfürst von Saxen, beütt, den 4ten: Mann
auff, in seinem lande. Zu waß ende, ist unbewußt.


Der Caplan Ionius, ist extra, zu Mittage, bey
Mir gewesen.


Avis von Sanderßleben, das der alte Philip May,
plötzlich kranck worden, undt umb abholung meiner
briefe gebehten, weil er nicht weiß, wie es Gott, mit
ihme schicken möchte? Zu kloster Manßfeldt, hat ihme
die wirttin, nicht eine Suppe gönnen, oder geben wollen.
Also feindt, seindt unsere tiranische Nachtbarn, unß reformirten.
Derowegen, ist er wieder zu rück gelaufen, nacher
Sanderßleben, alda zu erwartten, wie es Gott, mit
ihme schicken möchte? Jst ihm also seine rayse, in die
Niederlande, übel bekommen, wie auch seinen raysege- || [[Handschrift: 6r]]
ferten, (unlengst), alß des Amptmanns von Ballenstedt, Sohn,
undt Ern Benjamin Gigelßberger, pfarrer zu Rheinstedt,
welche beyde, auch an itzo, an fibern, krangk darnider
liegen. Gott wolle es, mit allen dreyen, zur beßerung
schigken, undt heimliche Seüchen, abtreiben! Jch habe
hingeschickt, nach Sanderßleben, zu seiner erquickung,
undt die briefe wieder abzuholen. Gott gebe gedeyen!
undt wende alles unheyl gnediglich ab, von unß, undt
den lieben unserigen!


Gegen abendt, biß nach Neüne haben wir
vergebens, auf Meine herzlieb(st)e gemahlin, undt ihren Comi-
tat, gewartett, undt endlich gegeßen, in Gottes
Nahmen, undt zur ruhe, unß begeben. perge

Mittwoch den 21ten: Julij; 1652.


Hanß Schingkel, ist ehrlich von mir abgefertiget,
undt mit guten recommendationen, versehen worden.
Gott gebe ihm, glück! undt gedeyen!


Schreiben, diesen vormittag, von Meiner gemahlin Liebden
bekommen, das Jhrer Liebden dero resolution geendert,
undt von heßen, auf Schöninghen zu, gegangen,
dahin die hertzoginn von Wolfenbüttel, mitt-
gezogen, undt Princesse Catherine von Croßen,
auch dahin kommen. Ergetzen Sie sich also, in anmuhtiger
Conversation, undt werden heütte kawm anlangen.
Gott gebe allerseitß, gesundheit, undt wolstandt!

|| [[Handschrift: 6v]] || [[Handschrift: 7r]]


Mittwoch 21. Julij; Mit Carl Ursinus nacher Ballenstedt in stargkem regen undt
donnerwetter, <geritten> so unß bey Güsten überfallen und continujret.


Der Junge Einsidel, alß CammerJunker wahr mitt, item: 1 Kammerdiener
2 pagen, 1 Lackay, 1 knechtt, 1 Junkerdiehner. Der Magister Menzelius
fuhr auch mitt, auf dem pawerwagen. Kahm in spähter nacht ahn, <wegen bösen weges, umb 12 uhr mit unsern betten, und kalter küche.>


<[Epistre]Madame wegen ihrer ankunft, rayse nach Schöningen>
congreß, mit der hertzoginn von Wolfenbüttel Princesse Catherine
undt der hertzogin von Schöninghen.


Matthias Cnüttel überfallen.

Donnerstag 22. Julij:

<geschrieben nach Bernburgk, mit dem wagen.>


Ernst Dietrich Röder zu mir kommen. Sein iüngstes Söhnlein, Viktor Amadeus pahte, ist gestorben.
Jn die kirche alhier, zu Ballenstedt, alda Er Peter Goht geprediget.


Zue Mittage, conversation gehabt, undt mit Mir, eßen laßen:
Meinen Sohn, Carolum Ursinum, die beyden Jungkern, Ernst Röder,
undt Einsidel, den Amptmann Märtin Schmidt, beyde pfarrer,
Ern Petrum, undt Magister Menzelium.


Gestern, undt heütte, bin ich, mit undterschiedenen
supplicationen, sonderlich, von benachtbarten, angefallen worden.


Am Sontage, ist Sebastiani Jahnj, begräbnüß, gar stattlich, celebriret worden,
undt viel leütte, seindt von Halberstadt, undt Quedlinburg darbey gewesen.
Justus es Domine! et recta sunt judicia tua! Gott wolle allen
rechtglaübigen, ein sehliches, Christliches, vernünftiges ende gnediglich verleyhen!
undt beschehren, umb Christj willen, undt vor bösem, schnellen tode bewahren!


Mein Carolus Ursinus, jst nachmittags, hinauß nacher Padeborn.


Man höret, von Mördereyen, abermalß, so im hartz, vorgehen. Gott
bewahre, die raysenden! undt die iehnigen, so in höltzern wandeln müßen.


Jch bin Reheblahten, <gegen abendt mit Rödern, Einsideln, undt 2 dienern> gegangen, aber umbsonst, ein Rehe ist
vermerckt, aber von mir nicht gesehen worden. Jch habe auch den Neẅen
angelegten teich, auff der rohten wiese besichtiget.

|| [[Handschrift: 7v]]


Schreiben von Bernburgk; von Wolfenbüttel &cetera der hertzogk
ist noch alldar<zu Bernburg>, erwartett, der seinigen, auß hollstein,
undt auß dem Lande zu Braunschweig. et cetera Ma femme est
cause de ce desordre.
100 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: getreydig, paßiren zollfrey
durch, in Gawens Schiffen, auf des Administratoris Nahmen.

Freitag 23. Julij; 1652.

<Regen.>


Rispostanach Bernburg, an Meine herzlieb(st)e gemahlin, an Tobias Steffeck von Kolodey etcetera vormittages perge


Es hat heütte morgen, mit dem Reheblahten, auch den
forstern, gar nicht gelücken wollen. Sie klagen,
man finde, undt sehe wenig Rehe, dieweil vor 2 iahren,
im tieffen schnee, viel Rehe, umbkommen, auch von den
wölffen, gefreßen worden.


Die Erndte, wirdt durch daß unbestendige wetter, auch
sehr geseümet. Jedoch, wirdt es der liebe Gott, wol machen.


Jch habe die gebeẅde, alhier, so Matz Cnüttel, repariren
laßen, besehen, so wol an der kirche, alß an dem hauße alhier
zu Ballenstedt, daran denn, wol gearbeitett worden.
Gott gebe! Das alles guten bestandt habe!


Abermahlige post von Bernburgk, wegen verenderung,
des hertzogs Manfredo, resolution, undt vorhabender
rayse meines Sohns, Victoris Amadej, anhero zu kommen.
Gott gebe zu glück! segen! undt succeß!


Mein Sohn Victor, ist zu Mittage anhero kommen, zur
malzeitt, undt hat Hammeln mittgenommen, undt nicht viel pferde.


Ernst Dietrich Röder, habe ich, nachmittags in gnaden, dimittirt, weil er
auffn Sontag, sein abgestorbenes Söhnlein, will begraben laßen.


Nota Bene[:] 20 ThalerThlr: von Quedlinburg auff blè, per Matthias Cnüttel

|| [[Handschrift: 8r]]

Samstag 24ten: Julij; 1652.


Mein Sohn Victor, ist hinauß Reheblahten gegangen, mitt
Einsideln, undt dem forster, undt ein par diehnern, sed frustra.


Jch habe den Amptmann, in gnaden, nacher Padeborn dimittirt <undt er will Morgen (gebe gott) nacher hartzgeroda, auf hofraht Caspar Pfawens Tochter, hochzeitt, mitt Eisenbergern Amptmann zu Warmstorf.>


An die Aeptißinn zu Quedlinburg undt an die Reichß-
Stadt Goßlar, in abgesonderten civilsachen, geschrieben.


Jch bin heütte, vormittagß, in schönem wetter, auf meine
Aecker, (so hier zu Ballenstedt, zum Amptt, gehören, undt
guten theilß, bestellet sein) herumb geritten, den Segen
Gottes, im felde zu besichtigen, undt seine gühte zu preisen.
Er wolle unß, seine gaben, wol genießen laßen. perge et cetera


Avisen von Erfurdt, per hartzgeroda, das in Jta-
lien, undt andern Päbstischen orthen, groß frologken
endtstanden, über den erregten kriege, zwischen En-
gelland undt Hollandt. Von Rom wirdt berichtet, das
die Chineser heüffig zum Christlichen glauben, tretten, hingegen
in Jtalien, Frangkreich, undt Spannien, der Atheismus mit ge-
waltt, zunimbt. Jn der letzten rencontre bey Paris seindt
beyderseitß, viel vornehme herren todt blieben, undt beschädiget,
undter wehrendem solchen treffen, hat der Pöbel zu Pariß,
undterschiedliche haüser geplündert, Solcher tumult hat conti-
nuiret, also das männiglich zu seiner versicherung Strohezeichen
zur bezeigung, das er nicht Mazarinisch seye, tragen muß,
sonst wirdt er alsobaldt, vom Pöbel attaquiret. Die Parlamts-
herren, können kawm sicher, über die gaße, gehen, undt der Düc d'Orleans
hat viel hohe, undt vornehme Personen, auß Paris, geschaffet.

|| [[Handschrift: 8v]]


Jn Polen, wirdt es auch gefährlicher, dann die Cosagken undt Tartarn,
weitt herumb straifen, darumb auch, am Kayserlichen hofe, undt bey etz-
lichen Reichßfürsten schon von einem Defensionswesen, undt von be-
obachtung des OderStroms, gerahtschlaget wirdt, weil zu besorgen
es möchten die Cosagken, Tartarn, undt Türcken, endtlich durch
Pohlen, undt Schlesien, ferners herauß, in Ober- undt NiederSachßen,
straifen, also das es das ansehen gewinnet, das dem Römischen Reich,
von den Außlendischen Potentaten, der innerliche friede, nicht
gegönnet, Sondern das Reich, genöhtiget wirdt, an einem oder
anderm orth, kriege zu führen, sonderlich erwegket es
viel gedangken, das bereits, zu Prag viel außgeschickte
Mordtbrenner, welche alß bettler, Pilgram, undt Cavallier
theilß zu Roß, undt theilß zu fuß, umbher ziehen, undt feẅer
einlegen, die meistes auß Podolien, seindt gefährlich einbrachtt
worden, undt ist zu Brinn albereitt die kirche, sampt dem
Pfarrhofe, undt 22 schöner haüser, von eingelegtem
feẅer, abgebrandt. Man redet nochmalß stargk
darvon, daß Chur Meintz, ehistens in die Nachtbarschaft
kommen, undt mit Chur Saxen, persöhnliche conferentz hal-
ten, alßdann endtweder beyde zugleich, oder doch Chur Meintz
zue Kayserlichen Mayestäten verreisen werden.


Der Türcke, ist gewillet, mit der Republique von
Venedig, einen frieden zu schließen. <interim hat General Foscolo die Jnsel Zorzi d'Jschion geplündert, und weil Sie sich gewehret, die alten Männer niederhawen, || [[Handschrift: 9r]] die stargken aber, auf die galleren, schmieden laßen. In Dalmatia wirdt der Türcken feldtzug eingestellet, weil die drey Bassa, so ihn vorgenommen, selber uneins worden.>

|| [[Handschrift: 8v]]


Jn Ungarn, werden viel hexen verbrandt, und registrirt.


Der Pabst wirbt 8000 Mann, zur defension des kirchenStaadts.

|| [[Handschrift: 9r]]


An den gräntzen in Bosna, streiffen noch die Venezianer
undt Türgken, auf einander, undt thun schaden, wo sie können.


In Candia, ist den Türgken, von den Venezianern schade zugefüget,
undt in ihrer erndte, eingefallen worden.


Barcellona helt sich noch, haben proviantschiffe bekommen:


Die pest regieret, in selbiger Stadt, wie auch im Spannischen läger
draußen. Die Savoyschen, seindt auß Crescentino,
in die 1100 Mann stargk außgezogen, deren theilß bey
Spannien, theilß aber bey Venedig, sich haben undterhalten
laßen, die andern, seindt nach der Schweitz, convoyiret worden.


Die Parlamentischen in Engellandt, nehmen noch den holländern
viel schiffe hinweg, haben die abgesandten weg ziehen laßen,
undt fordern noch die Städte: Mittelburgk, Vließingen,
Briel, undt andere an der See, gelegene plätze. Die hol
Staaden sollen davor, 100000 pfundt Sterlings, præsentiret
haben, welches aber nicht ahngenommen.


Der Engelländische abgefertigte, Daniel Jßle, vor ist zu Stogk-
holm, stadtlich beschenckt worden, undt wieder abgerayset von
dannen, mit dem Theologo Duræo, und zu hamburg angelanget.


Caminiec Podolßky, ist von der Cosagken belägerung, wieder
quittiret, undt viel volcks davor, sitzen blieben. Die feinde haben
sich retiriret, theils: wegen undter ihnen, graßirenden pest
theils auch, wegen der Tartarn feyertäge, Man besorget aber,
Sie dörfften; mit hülffe der Türcken, wiederkommen.

|| [[Handschrift: 9v]]


Die halbe armèe der Pohlen, ist zwahr ruiniret, vom
Chmielinsky, die andere helfte, in 6 oder 7000 stargk, hat
sich über den Nieper, retiriret, undt seidthero mit der
lyttawischen Armada, coniungiret, zu welchen noch etz-
liche Regimenter, auß Reüßen stoßen, undt ihrem feinde
bastant zu sein vermeinen. Der iunge Chmielinßky
hat auß der Wallachey, umbkehren, müßen, mit
100000 Ducaten, contribution vom hospodar, da dann die
Tartarn, zu rücke gegangen, undt beyde Chmielinsky
vater undt Sohn, sich coniungiret, der festung Caminiec Podolsky
hart zugesetzet, undt sieben Stürme, davor verlohren,
darnach aber, mit verlust vieles volgks, abgezogen,
weil die festung, undter einem vornehmen Obersten, mit 5000
Mann, besetzet, undt überflüßig, proviantiret ist.
Die Türcken, haben wol eher, an dieser hauptfestung,
die köpfe gewaltig ding, zerstoßen. Der Pollnische
Adel, ist bereitt aufzuziehen. Jnnerliche unruhe,
undt pest, graßiren, im Königreich Polen.


Die hertzoge von Lüneburgk, seindt nacher Glückstadt,
zum Könige in Dennemargk, verrayset.


Die herrenStaaden, schicken 25 OrlogsSchiffe, nach dem
Sunde, umb der Engelländischen flotta, (welche mit eisen, kupfer,
holtz, pech, undt andern dergleichen wahren, in großer Menge,
beladen, auß Schweden, erwartett wirdt) aufzupaßen,
dann in verbleibung solcher flotta, den Engelischen schwehr fallen
würde, ihre flotta anderweitt, oder eine neẅe außzurüsten.

|| [[Handschrift: 10r]]


Zu Pariß, seindt in dem aufruhr des Pöbels, vorm Rahthause,
viel leütte, (so außreißen wollen) umbkommen, undt
wehre fast über den Marechal de l'Hospital außgangen.
Sie dringen noch, auf endtferrnung des Cardinals,
sol anderst friede werden. Jn Paris ist große thewrung.


Jn Schweden, ist auch der Pfaltzgrave Generalissimus
nach seines herrnvaters tode, krangk worden. Graf
Magnus, wirdt noch an Kayserlichen hof, geschicktt. Jn Schweden
ist ungewöhnliches heißes wetter, und dürre zeitt.


Zu Breßlaw, seindt viel feẅrige kugeln, über
selbige Stadt, geflogen, eine darvon ist niedergefallen
hat großen rauch, undt dampf von sich, gegeben.
Man hat auch am himmel, zweene <krieges>heer wieder
einander streittende gesehen.


Von dem Engelländischen undt holländischen kriege, ertheilten repreßalien,
undt macht, seindt alle avisen voll! General Tromp,
sol 98 schiffe haben, undt 11 Brandtschiffe, auf holländischer seitte.
General Blagke, auf Engellischer seitte sol 66 OrlogsSchiffe
haben, undt auch Brenner darbey. Sie meynen numehr
einander, offensive, undt defensive. Gott helfe dem gerechten!
undt strafe die böse gesjnneten! Die Engellischen Schiffe,
mögen beßer proviandtiret, undt mit geschütz versehen,
auch stärgker gezimmert, einen puff, außzustehen, als die Staa-
dischen sein.


Gegen Abendt, spatziren gegangen, mit Carl Ursinus in gartten, undt
in das forwergk nach dem ich ihm erlaübt gehabt, gen Riedern, zu reitten.

|| [[Handschrift: 10v]]

Sonntag 25. Julij; 1652.

<Regen. (2 ThalerThlr: vor Carl Ursinus stifeln.)<per Ludwig Röber>>


Jn die kirche, alhier im flecken, gefahren, predigt
Ern Petrus Gohten anzuhören, undt der angestalten
communion, mit andachtt zuzusehen, zu singen, zu
behten, undt Gott zu loben.


Der textus wahr: Es seye dann eẅre gerechtig-
keitt beßer, alß der Schriftgelehrten, undt Phariseer.
So könnet ihr nicht, inß himmelreich kommen9, perge


Schreiben abermals von Bernburg bekommen.
Daß sie alle Gott lob, noch wol auff.
Daß die erndte wol von statten gehet.
Das hangkwitz da gewesen, weil er
RahtsCämmerer, zu Cöhten worden.
Daß Doctor Mechovius, auch nach hatzgeroda[!] auf die
hochzeitt kömbtt.


Das die Engelländer, einen currirer, den holländischen
abgerayseten Gesandten, nachgeschickt, mit
denen, aufs neẅe zu tractiren, undt die handlung
zu reassumiren. Dieser avis, kömbt von Cöhten.


Nachmittags, wieder zur kirchen, cum filijs, dadann
Magister Menzelius, alß Diaconus allhier zu Ballenstedt
geprediget, kom auß dem Spruche: kombt her zu Mir alle10, e[t cetera]


Avis von Rheinstedt, daß Er Benjamin einen gifttrungk au[f]
der Niederländischen rayse, bekommen zu haben, von Medicis, iudiciret wir[dt.]
Dahero er, undt seine comites itineris, Davidt Schmidt, und Philipp Mey, alle 3 <zugleich> kron[ken.]


Gott wolle es baldt, zur beßerung, schigken!


Alß ich dieses schreibe, gegen abendt, umb Sechß uhr,
erfahre ichs, daß der kleine Lampe, auf ein drehendt
creütz, vor dem schloßpförttlein, sich gesetzt, undt
alß daßelbige, Albrecht Sekerka, mein großer
page, <geschwinde> umbgedrehet, ist er herundter auf die Steine
gefallen, undt hat den lincken arm, mit großem
geschrey, zerbrochen, auch ein loch in kopf gefallen, auf die Steine.
Gott beßere diß unheyl! undt bewahre vor mehr unglügk!

Montag den 26ten: Julij; 1652.


Der Bader, hat erst in der Nacht, von Gaterßleben,
(alda er eine fraw in der cur hatt) abgeholet werden
müßen. Jnndeßen, ist Lampen, sein arm, (welcher
am wirbel des Ellnbogens entzweyen, undt gefährlich
zu curiren) sehr verschwollen. Gott verleyhe gnediglich,
erwüntzschte beßerung! undt wende ab die Symptomata!


Michel Ringken, habe ich nacher Frankreich verschickt,
Gott wolle ihn vor unglügk! plünderung, und ermor-
dung, gnediglich bewahren!


Er Peter Goht, ist zu mir kommen. Jch habe ihn zum frühe-
stück behalten. Darnach, bin ich mit meinen Söhnen,
undt comitat, wieder nach Bernburg gezogen, meine freundliche herzlieb(st)e
Gemahlin (Gott Lob) mit den kindern wol wieder findende.


J'ay fait mener, mon page Albert Sekerka, a la Cuysine,
pour avoir aydè hier, a la cheüte dangereuse de Lampe.

|| [[Handschrift: 11v]]


Schreiben, von halle, Leiptzigk, Croßen, Zürich etcetera


Die Leiptziger avisen, confirmiren die Erfurdter, undt sagen
hin- undt wieder, von großer ergießung, der waßer,
von seltzamen Visionen, in Schlesjen, vom blut in Böhmen,
von donnerwettern, so eingeschlagen, zu Zürich erschregklich,
& alibj, von Victorien, der Cosagken, undt Tartarn, vom kriege,
zwischen Engellandt undt hollandt, von des Königs in Frankreichs
Victorie, wieder die Prjntzen, von verenderung aber-
mals, des hertzogs von Lottringhen, so zu den Printzen,
wiederkehren will, undt dergleichen dingen.


Secretarius Paul Ludwig ist bey mir gewesen, publica, vorzutragen.


Postea: der Amptmann Georg Reichardt in Oeconomij- undt bawsachen[.]
Gestern, ist mein fuchß, viermal, wie in die
schwehre Noht, gefallen. Gott verhüte, mala omina.


Je suis en peine, & soing, pour Michael Ringk[.]
Dieu le vueille benignement preserver!


Abraham von Rindtorf, zugesprochen, welcher, (re infecta)
auß dem Lande zu Düringen, wiederkommen.


Mein fuchß, ist heütte wieder, <4 mal nider> in der Streẅ, gefallen[.]


Friederich holst: mein Sattelknechtt, thut darbey,
sein bestes, wer kan aber, vor unglügk, Gott beßere es[.]


A spasso, con Madama, in gartten, diesen abendt, perge

|| [[Handschrift: 12r]]

Mittwoch den 28. Julij; 1652.


Philipp Güder, bey mir gehabt, in Oeconomicis, undt andern.
Notre bonne vieille, a este touchèe de l'Apoplexie,
en son aage, de 76 ans. Dieu la vueille gracieüsement
assister, & ne luy encharger davantage, qu'elle peüt
süpporter, la consolant, par son Saint Esprit! perge et cetera


Apres avoir perdü quelque heüre, sa parolle, & son ouye,
ella a recouvert tout cela, (par maniere de miracle,)
apres que ie luy avois envoyè, de l'eau de Vie d'or,
tresexcellente, n'ayant point a la main, de l'eau
Apoplectique de Crollius. Dieu soit louè, pour sa miracüleüse
delivrance, & benignitè gracieuse. Il nous vueille contj-
nuër ses benedictions, & bienfaits paternels!


Mein fuchß, ist heütte gar lustig gewesen, undt
hat keinen mangel mehr gehabt. Gott gebe lange!


Zu Abendts, mit Madame nacher Palbergk, auf
die Erndte, undt darnach, zu nacht aldar gegeßen,
Anna Sophie undt Carl Ursinus wahren auch mitt, im warmen stillen wetter.


Die Altfraw, Maria Kindin, hat wieder die sprache,
<gegen abendt> undt das gehör verlohren. Gott tröste Sie! undt
erbarme sich ihrer! undt unser aller!

Donnerstag den 29ten: julij; 1652.

<2 Hasen, Viktor Amadeus gehezt.>


Philipp Güder undt Jean Moutard bey mir gehabt. Gott gebe zu glügk!


Die Altfraw, hat diesen morgen, etwas wieder
die rede, undt das gehöre, recuperirt, wann es nur bestandt hette?

|| [[Handschrift: 12v]]


Briefe geschrieben, nach Croßen, Wien, undt alibj.
Diesen Nachmittag, ist Thomaß Preüßers, sein einige[r]
Sohn, so hüpsch gereyset gehabt, in Frangkreich,
Schweden, Niederlandt, begraben worden. Seine
krangkheit, oder todt, mag sein acceleriret
worden, von ungewohntem tringken, damit man
ihn übernöhtiget, auf einer hochzeitt! Schade!


Invitatio Fürst Augusti zum begräbnüß, gegen den
11ten: Augustj, der frawMuhme Sehliger, nacher Rudelstedt.
I'en commünique, á Dessaw, pour conformitè.


Die Altfraw, habe ich besucht. Sie redete zwahr,
undt hörete übel. Wahr aber vernünftig.


Es hat gegen abendt, stargk gedonnert, undt
geregenet, wie eben Carl Ursinus draußen gewesen, einen fuchß
außzugraben. Gott bewahre ihn! undt alle vor unglügk
wie auch, (Gott lob,) geschehen, alß er zu Palbergk ge-
wesen, undt daß wetter eine Scheüne eingeschlagen.

Freitag den 30. Julij; 1652.

<Regen. platzregen, continue.>


Das stargke donnern, hat biß umb Mitternacht
continuiret. Es ist auch, bey dem wetterleüchten,
Schwefelgeruch gespühret worden. Der regen,
hat stargk angehalten, undt continuiret
noch. Macht unß, eine böse naße erndte. Gott erbarm es
undt helfe zur beßerung!

|| [[Handschrift: 13r]]


Man hat heütte viel ungemach, in den Ædificijs, gespühret,
undt es ist überall, satt zu repariren. Gott beßere es!
Mit der Altfraw, ist es gestern, Matthej, am letzten,
gewesen, heütte, sol es sich etwaß, (mit verwunderung) beßern.
Gott gebe überall seinen Segen! undt succeß!


Der Caplan Jonius, ist todtkranck worden. Jch
habe ihm, vom rohten, oder güldenen Aqua Vitæ
innerlich, undt vom Oleo contra Venenum eüßerlich
zu gebrauchen, geschickt. Gott gebe darzu seinen Segen!


Jean Moustarde, ist bey mir gewesen, la sera
ihn zu ablegiren, in importantzen. Gott gebe darzu segen!
forthgang! undt erwüntzschten exitum!


Das stargke Regenwetter, hat diesen gantzen Tag,
continuiret, undt ahngehalten. Gott erbarme
sich unser undt unserer armen undterthanen!
Philipp Güder, ist auch bey mir, gewesen, in Oeconomicis. perge et cetera

Samstag den 31. Julij; 1652.


heütte hat sichs <etwas> wieder vfgeklehret, <baldt aber wieder geregnet.> Gestern wahr es
einer Sündfluth gleich. Gott seye unß gnedig! und barmhertzig!.


Man befindet, das meine gerste im felde, sehr außgewachsen.
Der liebe Gott, wolle uns sonst väterlich, ernehren! undt
mittel zu unserm, undt der unserigen Auffendthalt, beschehren!
umb Christi unsers lieben heylands, undt Emanuels11 willen, perge


Die gebeẅde, mawren, undt wände, fallen auch, hin- undt wieder
sehr ein, undt nehmen schaden. Omnia caduca; et transitoria!

|| [[Handschrift: 13v]]


Man höret, hier, undt dar wenig guts. Gott beßere es!
Schreiben auß Rom, von meinem Bruder Fürst Friedrich: Cerca l'ami-
cizia deg'l Orsinj, si congiunge co'l suo cugino Megapolitano hora
ammalata, dà auvertimo che l'Imperatore, vouol sempre citare
alle Diete Imperale il Seniore, e ciò, per havere ottenuto
il Privilgio della jnfeudazione, e per le dissensioni, e sottodivi-
sioni dj moltj, in casa nostra.


Avisen auß Erfurdt: daß die Victualien in Prag, theẅer
werden, undt der Kayser, baldt verraysen wirdt, nach Regen
spurgk zu, noch vor anfang des ReichßTages.


Die gefahr der Cosagken auß Polen, wirdt dermaßen
besorget, daß Jhre Kayserliche Mayestäten mit dem Chur- undt Fürstlichen
hause Saxen, deliberiren wollen, wie der OderStrohm,
zu defendiren? undt Könige in Polen, zu succurriren,
damit sie nicht gar, durch Polen, in Schlesien, oder in
die Margk, straiffen undt kommen mögen.


Jn Ungarn, siehet es auch einem Türcken kriege ähnlich
wiewol der Kayser, nicht uhrsach darzu gibet.


Jn Frangkreich, helt das Parlament zu Paris, <und die Printzen> den König,
vor des Cardinals, gefangenen. Wollen ihn liberiren.


Zwischen Engelland undt hollandt, helt man den krieg
vor einen Schein, undt hoffet noch friede. Die
Engelländer, mögen lindere seitten, aufziehen.


Gegen den 6ten: September sollen die ChurFürsten
zu Prag, erscheinen.


Kommentar
1 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika und Anna Sophia in Frage.
2 Person nicht ermittelt.
3 Personen nicht ermittelt.
4 Hier: Damm.
5 Personen nicht ermittelt.
6 Zitat nach Pers. 5,153 (ed. Kißel 1990, S. 54f.).
7 Person nicht ermittelt.
8 Identifizierung unsicher.
9 Mt 5,20.
10 Mt 11,28.
11 Vermutlich Bezeichnung für Jesus Christus gemäß Matthäus 1:23.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1652_07.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
ablegiren
jemanden entsenden, beordern
acceleriren
fördern, vorantreiben
Accidenz
unglückliches Ereignis, Unglück
Accidenz
zufälliges Ereignis
Accidenz
Nebeneinkunft, Nebeneinnahme
Accidenz
Krankheitsanfall, Begleitumstände bzw. Symptome einer Krankheit
accompagniren
begleiten
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
admittiren
gestatten, zulassen
Alteration
Aufregung, Ärger
Alteration
Veränderung (zum Schlimmeren)
alteriren
verwandeln, verändern
alteriren
(sich) aufregen
alteriren
aus der Fassung bringen, erschrecken, aufregen
arriviren
ankommen, eintreffen
Aufbot
Zusammenruf des Heeres, Aufgebot zur Heeresfolge
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
beneventiren
gut aufnehmen, freundlich empfangen
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
causiren
verursachen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
confirmiren
bestätigen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
defendiren
verteidigen
Defensionswesen
Angelegenheiten der Verteidigung
deliberiren
überlegen, beratschlagen
depreciren
Abbitte tun
deseriren
jemanden verlassen, etwas aufgeben
Dilation
Aufschub
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
disseminiren
etwas verbreiten, ausstreuen, sähen
dubitiren
zweifeln, bezweifeln
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
harkebusiren
jemanden mit der Hakenbüchse hinrichten, standrechtlich erschießen
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
instigiren
anregen, antreiben, bewegen
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Matthiastag
Gedenktag für den Apostel Matthias (24. Februar)
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
Occupation
Beschäftigung
Ordinaravis
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht oder Zeitung
pernoctiren
übernachten
Pilgram
Pilger
präcaviren
verhüten
präcipitiren
übereilen, überstürzen
präcipitiren
herabstürzen
Präparatorie
Vorbereitung
präserviren
vor etwas bewahren
Pri(n)se
vom Feind erbeutetes Schiff
progredi(i)ren
fortschreiten, vorgehen, vorrücken
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
recompensiren
belohnen, vergüten, vergelten
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
redimiren
freikaufen, loskaufen
rehblatten
mit Hilfe eines Blattes im Mund den Ruf eines Rehs imitieren, um in der Brunftzeit einen Rehbock anzulocken
Relation
Bericht
Relegation
Ausweisung, Verbannung aus einem Rechtskreis (d. h. einer Stadt oder einem Land), Ausschluss aus einer Gemeinschaft
remedi(i)ren
abhelfen
Repressalie
Recht, sich am Eigentum Fremder für die Nichterfüllung einer Verpflichtung oder die fehlende Wiedergutmachung erlittenen Unrechts schadlos zu halten, auch wenn diese hierfür unmittelbar nicht verantwortlich waren
Rote Ruhr
Ruhr mit schleimig-blutigem Stuhl
Staupenschlag
eine gewöhnlich mit der Landesverweisung und mit Ausstellung am Pranger verbundene Strafe des Auspeitschens
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
succuriren
zu Hilfe kommen
Succurs
(militärische) Unterstützung, Hilfe
Supplication
Bittschrift
suspendiren
eine bestimmte Zeit aussetzen, auf längere Zeit verschieben, aufschieben, hinauszögern
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
trajiciren
hinüberfahren, hinüberbringen
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Travaille
Mühe, Qual, Arbeit
Victorie
Sieg
Volk
Truppen
Zeitung
Nachricht
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

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Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
N. N. Barbarino (1)

Anm.: Vermutlich bis zu seinem Tod 1652 General der venezianischen Kriegsflotte.
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

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Robert Blake

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Humphrey Blake; 1640, 1645, 1653, 1654 und 1656 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); ab 1646 englischer General at sea; seit 1656 Lord Warden of the Cinque Ports.

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Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

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Marcantonio Borghese
Principe Marcantonio di Sulmona
Principe Marcantonio di Montecompatri

geb. 1598
gest. 1658
Anm.: Sohn des Giovanni Battista Borghese; ab 1605 Duca die Montecompatri; ab 1610 Duca di Sulmona; Grande von Spanien; Neffe Papst Pauls V. (1552-1621).

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Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Marcantonio Bragadin

geb. 1523
gest. 1571
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Marco Bragadin; ab 1543 militärische Karriere in der venezianischen Kriegsflotte; seit 1569 Oberbefehlshaber und Gouverneur von Zypern.

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Calenberg

geb. 1624
gest. 1705
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1648-1665) und Braunschweig-Lüneburg (seit 1665).

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Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

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Herzogin Christiane Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Gräfin Christiane Elisabeth von Barby und Mühlingen

geb. 1634
gest. 1681
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen (1597-1641); seit 1650 Ehe mit Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704).

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Georg von Bützow

gest. 1666(?)
Anm.: Sohn des Christoph von Bützow zu Poppendorf; um 1652 Hofmeister der Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf (1619-1661) in Eutin.
Jacob Cats

geb. 1577
gest. 1660
Anm.: Sohn des Adriaen Corneliszoon Cats in Brouwershaven; Herr von Wulpen und Finningly; Studium in Leiden und Orléans (Dr. jur.); Anwalt in Middelburg und im Haag; 1621-1623 Pensionär von Middelburg; 1623-1636 Pensionär von Dordrecht; 1629-1631 und 1636-1651 Ratspensionär von Holland sowie Mitglied der niederländischen Generalstaaten; 1651/52 außerordentlicher Gesandter in London; daneben Tätigkeit als Dichter; 1627 Nobilitierung.

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Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Ruxandra Chmelnyzkyj
Geburtsname: Ruxandra Lupu

geb. ca. 1630/32
gest. ca. 1686/87
Anm.: Tochter des Vasile Lupu, Fürst von Moldau (ca. 1595-1661); 1652/53 Ehe mit dem Kosakenhauptmann Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj (1632-1653).

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Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1632
gest. 1653
Anm.: Sohn des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657); seit 1648 Hauptmann unter seinem Vater im Kosakenaufstand gegen Polen-Litauen.

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Maria Crimmelius
Maria Reinhard
Geburtsname: Maria Kind

geb. ca. 1577
gest. 1651
Anm.: Tochter des Zerbster Diakons und Gymnasialprofessors Nikolaus Kind (1541-1598); bis 1617 erste Ehe mit dem Aderstedter Pfarrer Augustin Reinhard (gest. 1617); 1620-1621 zweite Ehe mit dem Riederer Pfarrer Valentin Crimmelius (1554-1621); ca. 1624-1652 Altfrau auf dem Bernburger Schloss; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 324 und 388.
Oswald Croll

geb. 1560
gest. 1609
Anm.: Sohn des Wetterer Bürgermeisters Johann Croll (gest. 1590/1591); 1576-1582 Medizinstudium in Marburg, Straßburg, Genf und Heidelberg; 1582 Promotion zum Dr. med. in Heidelberg; bis 1593 Reisen und Tätigkeiten als Hauslehrer, u. a. für Graf Maximilian von Pappenheim (1593-1597); ab 1593 Arzt in Brünn und Prag; seit 1598 Leibarzt des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); Tätigkeit als Alchemist und Pharmazeut.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Königin Sophia Amalia von Dänemark und Norwegen
Herzogin Sophia Amalia von Schleswig-Holstein
Gräfin Sophia Amalia von Oldenburg und Delmenhorst
Geburtsname: Herzogin Sophia Amalia von Braunschweig-Calenberg

geb. 1628
gest. 1685
Anm.: Tochter des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1643-1670 Ehe mit König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670).

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Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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John Dury
Johannes Duraeus

geb. 1596
gest. 1680
Anm.: Sohn des Edinburgher presbyterianischen Pfarrers Robert Durie (1555-1616), der 1606 nach Holland emigrieren musste; Studium in Leiden, Sedan und Oxford; 1621 Tätigkeit als Erzieher in Frankreich; 1624-1626 Prediger einer geheimem reformierten Gemeinde in Köln; 1628 anglikanischer Pfarrer in Elbing; ab 1630 Reisen nach England, Deutschland, den Niederlanden, Schweden, Dänemark und in die Schweiz, um eine Union der evangelischen Konfessionen zu erreichen; seit 1661 Leben in Kassel und Fortsetzung seiner Unionsbestrebungen.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Johann Jakob Eisenberg(er)

geb. 1606
gest. 1667
Anm.: Sohn des Dessauer Amtmanns Dr. Jakob Eisenberg(er) (gest. 1640); spätestens 1636 fürstlicher Amtsschreiber (bis 1641) und ab 1641 Amtsverwalter in Warmsdorf (noch 1652); seit 1666 Inhaber des Ritterguts Giersleben.
Margaretha Eisenberg(er)
Geburtsname: Margaretha Pfau

geb. 1625/26
gest. 1692
Anm.: Tochter des anhaltischen Gesamtrats Kaspar (1) Pfau (1596-1658); 1652-1667 Ehe mit Johann Jakob Eisenberg(er) (1606-1667).
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Burkhard (2) von Erlach

geb. 1600
gest. 1686
Anm.: Sohn des Anton von Erlach (1557-1617); Herr auf Kiesen; 1623 Kriegsdienst unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626).
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Girolamo Foscarini

geb. 1597
gest. 1655
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscarini; ab 1617 Mitglied des Maggior Consiglio; seit 1622 Gouverneur von Zara; ab 1627 Richter im Collegio dei dodici; 1630-1635 Capitano (Stadthauptmann) und Podestà (Amtmann) von Vicenza, Bergamo und Sebenico; seit 1635 Senator; seit 1641 Camerlengo del Consiglio dei dieci; 1642/43 Capitano von Brescia; 1643/44 Provveditore alle Fortezze; 1647 Kommissar von Dalmatien; 1650-1653 Provveditore generale in Dalamtien und Albanien; ab 1654 Capitano generale da Mar.

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Königin Maria Theresia von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Maria Theresia von Spanien

geb. 1638
gest. 1683
Anm.: Tochter des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); seit 1660 Ehe mit König Ludwig XIV. von Frankreich (1638-1715).

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Hans Heinrich Gau

Anm.: Pirnaer Handelsmann, der ab dem Jahr 1650 eine Saaleschleuse in Bernburg bauen wollte; 1661-1664 Salzfaktor in Dresden.
Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Carlo III Gonzaga di Nevers
Duc Charles II de Nevers et Rethel
Duca Carlo II di Mantova e Monferrato
Duc Charles IV de Mayenne

geb. 1629
gest. 1665
Anm.: Sohn des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1632-1654 Duc de Mayenne; seit 1637 Duca di Mantova e Monferrato; 1637-1659 zudem Duc de Nevers et Rethel (bis 1647 unter Vormundschaft).

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Petrus Gothus
Peter Goth(a)

geb. 1599
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Petrus Gothus; 1625 Pestprediger in Bernburg und Koadjutor an der Nikolaikirche; Pfarrer in Schielo (1626-1633), Poley (1633-1642), Baalberge (1636-1642) und Ballenstedt (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 261.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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Friedrich Georg Holst

Anm.: Geboren in Kiel; zunächst in Diensten des Prinzen Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); seit 1628 Stallknecht von dessen Bruder Christian d. J.
Thomas Howard
Earl Thomas of Arundel
Earl Thomas of Norfolk
Earl Thomas of Surrey

geb. 1585
gest. 1646
Anm.: Sohn des Philip Howard, 13. Earl of Arundel (1557-1595); katholischer Peer of England; ab 1604 14. Earl of Arundel und 4. Earl of Surrey; seit 1622 Earl Marshal of England; 1640-1644 königlicher Lord Steward of the Household; ab 1644 5. Earl of Norfolk; mehrfach englischer Botschafter auf dem europäischen Kontinent, u. a. 1636 bei Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); 1642 bürgerkriegsbedingte Emigration aus England; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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Nathanael Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649).
Sebastian Jahrs
Sebastian Jahns
Sebastian Janus

gest. 1652
Anm.: Zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode, dann in Ballenstedt (1628-1637); ca. 1638-1643 halberstädtischer Amtmann von Gatersleben; um 1648/52 kurbrandenburgischer Amtmann von Gatersleben; daneben zeitweise in schwedischen Diensten.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
François de L'Hôpital
Comte François de Rosnay

geb. 1583
gest. 1660
Anm.: Sohn des Louis de L'Hôpital; Seigneur du Hallier; 1615-1655 in französischen Kriegsdiensten als Sous-lieutenant des gendarmes de la garde (1615), Maréchal de camp (1621), Lieutenant général (1637) und Maréchal de France (1643); ab 1643 Gouverneur der Champagne; 1648-1657 Gouverneur von Paris; seit 1651 Comte de Rosnay.

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Philippe de La Mothe-Houdancourt
Duc Philippe de Cardone
Duc Philippe du Fayel

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des Philippe de La Mothe-Houdancourt (1558-1652); 1622-1652 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal de camp (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1641) und Maréchal de France (1642); 1642-1644 und 1651-1653 Vizekönig von Katalonien; 1642-1653 Duc de Cardone; ab 1652 Pair de France; seit 1653 Duc du Fayel.

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Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Ernst Gottlieb (von) Lampe

geb. ca. 1640
gest. 1675
Anm.: Sohn des Ernst Konrad (von) Lampe (gest. 1644); Erbherr auf Güsten; um 1650/56 fürstlicher Page in Bernburg; spätestens 1666 in kurmainzischen Kriegsdiensten in Erfurt, um 1668 als Leutnant; zuletzt kaiserlicher Leutnant.
N. N. Le Fer

Anm.: Um 1652 Junker des Herzogs Manfred von Württemberg-Weiltingen; angeblich Ordensritter vom Heiligen Geist.
Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Daniel Lisle

Anm.: 1652 Agent des Englischen Parlaments in Stockholm.
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Philipp May
Philipp Mey(er)

geb. ca. 1593
Anm.: Aus Hanau stammender Exulant, der sich lange in den Niederlanden aufhielt; seit 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1653).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Herzog Johann Christian von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1629
gest. 1631
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Alvise Mocenigo
Leonardo Mocenigo

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Mocenigo; ab 1609 Mitglied des Maggior Consiglio; 1613-1615 Provveditore e Capitano a Legnago; 1621/22 Provveditore e Capitano della flottiglia di fuste del Lago di Garda; 1622/23 Provveditore ad Asola; später u. a. Provveditore sopra Danari (1633/34, 1637/38 und 1640/41), Provveditore alle Fortezze e Governatore di galea grossa (1638/39) und Kommandant einer Galeere (1645/46); 1646/47 Provveditore generale delle Tre Isole; 1647/48 Provveditore generale in Candia; 1648-1651 und seit 1653 Capitano generale da Mar.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Andreas (2) Müller

geb. 1611
gest. 1668
Anm.: Sohn des Aschersleber Stadtschreibers und späteren Bürgermeisters Heinrich Müller (1580-1624); Besuch des Gymnasiums in Zerbst; Studium in Jena (1632) und Wittenberg (1633); Lehrer der Söhne des Freiherrn von Gödenitz in Ostfriesland; deren Reisehofmeister in Gröningen und Leiden; ab 1639 anhaltischer Sekretär im Dienst der verwitweten Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow (1600-1657) und der Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg (1602-1648); seit 1648 Wittums- und Hofrat sowie Sekretär der Herzogin von Mecklenburg-Güstrow in Strelitz; ab 1657 Hof- und Kanzleirat, seit 1660 zugleich Kammerrat und ab 1667 Kammerdirektor in Dessau; vgl. Georg Raumer: Wie Wol Gott der Herr den guten und frommen Hertzen thue [...], Köthen 1668, fol. Gijr-Hiijv .

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Cornelius Nettelbeck

geb. 1597
gest. 1678
Anm.: Sohn des Bernburger Tischlermeisters Hans Nettelbeck (1558-1637); Bürger und Tischlermeister in Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Orlob
N. N. Urlob

Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Matthias Orlob (1589-1660).
Matthias (1) Orlob
Matthias (1) Urlob

geb. 1589
gest. 1660
Anm.: Sohn des Bernburger Kämmerers Andreas Orlob d. Ä. (gest. 1612); um 1622 Bauherr und um 1623/26 Kämmerer der Bernburger Bergstadt.
Orsini, Familie

Anm.: Römisches Hochadelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Adriaen Pauw

geb. 1585
gest. 1653
Anm.: Sohn des Amsterdamer Bürgermeisters Reynier Pauw (1564-1635); Herr von Heemstede, Hoogersmilde, Bennebroek und Nieuwerkerk; Kaufmann in Amsterdam; 1611-1637 Pensionaris der Stadt Amsterdam; ab 1618 wiederholt in diplomatischen Diensten; seit 1627 Rat und Rechenmeister der Provinzen Holland und Westfriesland; 1631-1636 Ratspensionär (Regierungschef) der Provinz Holland; 1646-1648 Gesandter der Provinz Holland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643); 1648-1652 präsidierender Rat und Rechenmeister der Domänen von Holland und Westfriesland; 1651-1653 erneut Ratspensionär; 1649 und 1652 niederländischer Gesandter in London.

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Alonso Pérez de Vivero y Menchaca
Conde Alonso de Fuensaldaña
Vizconde Alonso de Altamira

geb. 1603
gest. 1661
Anm.: Sohn des Juan Pérez de Vivero, Conde de Fuensaldaña y Vizconde de Altamira; nach dem Tod des Vaters Conde de Fuensaldaña y Vizconde de Altamira; spanischer Capitán (1632), Maestre de campo (1636), General (1640) und Generalkapitän (1648); 1656-1660 Gouverneur von Mailand; 1660/61 außerordentlicher Botschafter in Paris.

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Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

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Pfalzgraf Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1589
gest. 1652
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); ab 1604 regierender Landesfürst von Pfalz-Zweibrücken im Amt Kleeburg; 1618-1620 Verbindungsmann zwischen König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632) und Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1620-1622 Exil in Straßburg; seit 1622 in Schweden; 1630-1633 militärischer Oberbefehlshaber in Schweden; Leiter der schwedischen Finanzverwaltung (1631-1633) und Kriegsökonomie (1632/33); ab 1634 faktisch Reichsschatzmeister und Mitglied der Vormundschaftsregierung für seine Nichte, Königin Christina von Schweden (1626-1689).

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Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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N. N. Preußer

gest. 1652
Anm.: Sohn des Leipziger Kaufmanns Thomas Preußer.
Thomas Preußer

Anm.: Vermutlich Kaufmann in Leipzig.
Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Elisabeth von Ritzau

Anm.: Möglicherweise mecklenburgische oder märkische Adlige; um 1650/56 ("alte") Hofmeisterin der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Giacomo da Riva

Anm.: 1648-1650 venezianischer General und Befehlshaber einer Kriegsflotte gegen die Türken; um 1652/53 Provveditor generale dell'armi nel Regno di Candia.

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Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
N. N. von Röder (4)

gest. 1652
Anm.: Sohn des Ernst Dietrich von Röder (ca. 1608-1686).
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Antoine de Rousselot d‘Hédival

geb. vor 1613
gest. 1654
Anm.: Sohn des Gérard Rousselot, Seigneur d'Hédival, de Fremerey, Val-de-Vaxi und Morville (gest. 1639), Domherr in Verdun; herzoglich-lothringischer Rat und Sekretär; 1646-1648 Gesandter des Hochstifts Verdun und des Herzogtums Lothringen auf dem Westfälischen Friedenskongress.

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Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (2) von Sachsen-Weißenfels

geb. 1650
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzog August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680); ab 1660 Dompropst in Magdeburg; seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Behutsame").

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Sachsen, Haus
Kurfürsten von Sachsen
Herzöge von Sachsen

Anm.: 1298-1423 reichsfürstliche Dynastie der Askanier, ab 1423 diejenige der Wettiner, welche seit der Leipziger Teilung (1485) in eine albertinische und eine ernestinische Linie gespalten war.

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Johann Schinckel

geb. 1628
Anm.: Sohn des Johann Schinckel, Kirchendiener an St. Nikolai zu Bernburg; Bernburger Untertan, der 1644-1651 in Pommern lebte.
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzogin Frederike Amalia von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Prinzessin Frederike Amalia von Dänemark und Norwegen

geb. 1649
gest. 1704
Anm.: Tochter des Königs Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); 1667-1694 Ehe mit Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641−1694); seit 1697 Witwensitz im Kieler Schloß.

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David Schmidt

geb. ca. 1630/32
gest. nach 1660
Anm.: Sohn des Harzgeröder Amtsschreibers und späteren Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt; seit 1648 Studium am Gymnasium Illustre in Zerbst; um 1658/60 Amtsverweser der Ämter Ballenstedt und Hoym.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Georg Schütze

Anm.: Vor 1648 Bediensteter der Fürsten Christian I. (1568-1630) und Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1613-1630 Ehe mit Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630); anschließend Witwensitz in Kranichfeld; seit 1619 Gründungsmitglied und Oberhaupt der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Getreue").

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Schwarzburg, Familie
Grafen von Schwarzburg

Anm.: Thüringisches Reichsgrafengeschlecht.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Wolf Jaroslaus Steinbach von Stambach
Jaroslav Volf Štampach ze Štampachu

gest. nach 1655
Anm.: 1620 Hauptmann der böhmischen Konföderierten; danach Emigration aus Böhmen; sächsisch-weimarischer Hauptmann (1623), Major (1626), Obristleutnant (1631) und Obrist (1632); seit 1637 möglicherweise in kaiserlichen Kriegsdiensten.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

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Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Wagener

Anm.: Geboren in Bernburg; zunächst Lehrer in Bernburg; um 1652 Kantor in Jeßnitz.
Johann Andreas Wagener

geb. ca. 1636
Anm.: Sohn Jeßnitzer Kantors N. N. Wagener.
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
August Lebrecht von dem Werder

geb. 1652
gest. 1655
Anm.: Sohn des Gebhard Paris von dem Werder (1621-1679).
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
John Williams

Anm.: Hofmeister des Thomas Howard, 14. Earl of Arundel (1585-1646); um 1649 englischer Emigrant in Bernburg.
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Sabina von Württemberg-Weiltingen
Geburtsname: Herzogin Anna Sabina von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1635 Ehe mit Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); seit 1626 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Leutselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Juliana von Württemberg-Weiltingen
Geburtsname: Gräfin Juliana von Oldenburg-Delmenhorst

geb. 1615
gest. 1691
Anm.: Tochter des Grafen Anton II. von Oldenburg-Delmenhorst (1550-1619); 1652-1662 Ehe mit Herzog Manfred von Württemberg-Weiltingen (1626-1662); nach 1636 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Einhellige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Manfred von Württemberg-Weiltingen

geb. 1626
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); seit 1635 regierender Herzog von Württemberg-Weiltingen.

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Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Alsleben
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Amerika
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Andalusien
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barcelona
weiterführende Informationen
Beesen (Beesenlaublingen)
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Bosnien, Ejalet
weiterführende Informationen

Anm.: Verwaltungseinheit des Osmanischen Reiches.
Boussy-Saint-Antoine
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Braunschweig und Lüneburg, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Die Teilfürstentümer Braunschweig-Wolfenbüttel, Lüneburg, Calenberg und Grubenhagen umfassendes Gesamtterritorium der welfischen Herzöge.
Bremen
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Brielle
weiterführende Informationen
Brünn (Brno)
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Casale Monferrato
weiterführende Informationen
China, Kaiserreich
weiterführende Informationen
Crescentino
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dnepr (Dnjepr/Dnjapro/Dnipro), Fluss
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Dordrecht
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Dresden
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Dröbelscher Busch
Anm.: Waldgebiet am linken Saaleufer bei Dröbel nahe Bernburg.
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
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England, Commonwealth von
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Erfurt
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Eutin
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Flandern, Grafschaft
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Florenz (Firenze)
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Fort Rammekens (Vlissingen)
Anm.: Im 16. Jahrhundert erbautes Seefort östlich der seeländischen Stadt Vlissingen.
Frankreich, Königreich
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Gatersleben
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Glückstadt
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Goslar
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Gotha
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Gröbzig
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Groß Salze (Bad Salzelmen)
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Guinea
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Guyenne
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Halberstadt
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Halle (Saale)
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Hambach
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Hamburg
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Harz
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Harzgerode
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Hessen
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Holland, Provinz (Grafschaft)
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Holstein, Herzogtum
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Ischia, Insel
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Italien
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Jeßnitz
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Kamieniec Podolski (Kamjanez-Podilskyj)
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Kirchenstaat
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Köthen
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Konstantinopel (İstanbul)
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Kopenhagen (København)
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Kranichfeld
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Krim, Khanat
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Langenberg
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Anm.: Heute Ortsteil der sächsischen Gemeinde Glaubitz im Landkreis Meißen.
Leipzig
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Leonberg
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Litauen, Großfürstentum
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London
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Lübeck
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Magdeburg
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Mansfeld
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Mark, Grafschaft
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Mecklenburg, Herzogtum
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Middelburg
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Münster
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Niedersächsischer Reichskreis
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Obersächsischer Reichskreis
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Oder (Odra), Fluss
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Öresund (Øresund)
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Österreich, Erzherzogtum
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Osmanisches Reich
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Paris
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Peru, Vizekönigreich
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Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Plötzkau
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Podolien, Woiwodschaft
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Anm.: Verwaltungseinheit des Königreiches Polen.
Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Prag (Praha)
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Preußen, Herzogtum
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Quedlinburg
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Regensburg
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Reinstedt
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Rieder
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Rom (Roma)
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Rudolstadt
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Saale, Fluss
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Sachsen, Kurfürstentum
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Saint-Denis
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Saint-Rémy-l'Honoré
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Sandersleben
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
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Schlesien, Herzogtum
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Schöningen
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzburg, Grafschaft
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Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Sebenico (Šibenik)
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Sevilla
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Spanien, Königreich
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Stockholm
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Thüringen
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Ungarn, Königreich
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Venedig (Venezia)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Vitry-le-François
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Vlissingen
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Walachei, Fürstentum
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Warmsdorf
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Warschau (Warszawa)
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Weimar
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Westfalen
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Wien
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Wolfenbüttel
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Zepzig
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Zerbst
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Zittau
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Zürich
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Berg, Landstände
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Jülich, Landstände
Niederlande, Generalstaaten
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Parlement de Paris
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Aulus Persius Flaccus: Satiren, hg. von Walter Kißel, Heidelberg: 1990. [Nachweis im GVK]