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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: September 1652


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIa, fol. 43r-69r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. September 1652
Bernburg
  • Jahrmarkt
  • Gewitter
  • Klagen des Bernburger Stadtvogts Johann Georg Albinus
  • Rückkehr des ältesten Sohnes Viktor Amadeus aus Rudolstadt
  • Behandlung einer Verletzung von Viktor Amadeus
  • Sorge um die Söhne
  • Regierungssachen
  • Verschickungen des Kammermeisters Tobias Steffeck
  • Gespräche mit dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf, dem Pageen Georg Ehrenreich von Roggendorf sowie dem Prinzenlehrer Johann Christian Hammel
02. September 1652
Bernburg
  • Wind
  • Markteinkäufe
  • Unterredungen mit Hammel
  • Erfassen von Attentätern in Aschersleben
  • Verhaftung eines Trickbetrügers
  • Unmut über durchpassierende Dessauer Pferde
  • Zusätzliche Erkrankung des bereits verletzten Viktor Amadeus
  • Ladislaus Pribik Sekyrka als Essensgast
03. September 1652
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Regen und Wind
  • Besuch von Amtmann Georg Reichardt durch Steffeck
  • Besuch durch den Buchbinder Christoph Carl
  • Verspätetes Erfahren eines Anschlags auf Karl Ursinus
  • Korrespondenz
  • Unterredung mit Kanzleisekretär Paul Ludwig
  • Lebensmittellieferung von Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen
04. September 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Vogelfang
  • Vorbereitungen
  • Besuch durch Ludwig
  • Anhörung der Predigt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
05. September 1652
Bernburg
  • Regen
  • Vogelfang
  • Korrespondenz
  • Anhörung zweier Predigten zum Erntedankfest
  • Helena von Rindtorf, Sekyrka und Steffeck als Mittagsgäste
06. September 1652
Bernburg
  • Wind
  • Wirtschaftssachen
  • Besuch durch einen Herrn von Wuthenau
  • Korrespondenzen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
07. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Unterredung mit Küchenmeister Philipp Güder
  • Fieberausbrüche in Bernburg und Umgebung
  • Ausbringen von Getreidesaat
  • Besuch durch den erkrankten Reichardt
  • Erwarten einer Mondfinsternis
  • Erkrankung der Kammerjungfer Katharina von Ditten
08. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Abfertigung
  • Anhörung der Predigt zum Bettag
  • Sekyrka als Mittagsgast
  • Nachrichten
09. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Besuch durch Güder
  • Korrespondenz
  • Besuch durch Freiherr Wilhelm Christian von Roggendorf und selbiger als Essensgast
10. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Gespräche mit Reichardt und dem Leibarzt Dr. Levin Fischer
  • Roggendorf, der Kammerjunker Ernst Gottlieb von Börstel und Steffeck als Mittagsgäste
  • Abreise von Roggendorf
  • Wirtschaftssachen
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Kuriose pflanzliche Fundstücke
  • Ankunft des früheren Pagen Ernst Gottlieb von Lampe
  • Angst vor Verletzungen und Unfällen
11. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang und Hasenjagd
  • Abschickung nach Zerbst
  • Abreise des von Roggendorf
12. September 1652
Bernburg
  • Morgendlicher Nebel
  • Vogelfang
  • Zweifacher Kirchgang mit Kindern
  • Die von Rindtorf, Sekyrka und Steffeck als Essensgäste
  • Nachrichten von Auslandskriegsnachrichten und anderen Neuigkeiten
  • Gartenspaziergang mit Fürstin Eleonora Sophia
  • Ankunft Hammels, Jenas und Philipp Mays
13. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Neuartige Gewächse im Gebiet der Grafschaft Hanau
  • Ratstreffen und -besprechung auf Schloss Bernburg
  • Verabschiedung des Hoymer Hauptmanns Hans Ernst von Börstel, des Amtmanns Martin Schmidt und Jenas
  • Unterredung mit den Räten
  • Seltsame Vorkommnisse in Preißen und Nürnberg
  • Angst vor Epidemien
  • Nachrichten zum ausländischen Kriegsgeschehen, von den Reichstagsvorbereitungen und weitere Neuigkeiten
  • Ankunft zweier von Krosigk
14. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Regionaler Fund des neuartigen Eichelgewächses
  • Besuch durch Güder
  • Spaziergang
15. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kirchgang mit Kindern
  • Abschickung einer Kutsche zur Abholung Fürstin Dorothea Bathildes aus Dessau
  • Sekyrka und Steffeck als Essensgäste
  • Ärger über Fürstin Eleonora Sophia
  • Abschickung von May, Menzelius, Reichardt, Dr. Fischer und Güder
  • Nachrichten
16. September 1652
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Abreise von May, Menzelius, Reichardts, Dr. Fischer, Güder und des Lakaien Michael Ringk
  • Nachrichten
  • Menzelius als Essensgast und zum Gespräch
  • Ausritt mit den Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Wolfsriss bei den Schafen
  • Ankunft der Schwester Dorothea Bathilde
17. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang und Hasenjagd
  • Nach dem Gottesdienst Spaziergang
  • Jagdausflüge von Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Regierungssachen
  • Geldstreit zwischen Herzog August von Sachsen-Weißenfels und Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
18. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang und Hasenjagd
  • Unterredung mit Amtsaufseher Matthias von Biedersee
  • Abreise der Kammerjungfer Elisabeth Eleonora von Ditten
  • Besuch bei Fürstin Dorothea Bathilde
19. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kirchgänge mit Familienmitgliedern
  • Die von Rindtorf, Dr. Mechovius, Sekyrka und Steffeck als Essensgäste
  • Nachrichten aus dem Kriegsausland, von den Reichstagsvorbereitungen und sonstige Neuigkeiten
  • Gestrige Ankunft von Dr. Fischer, Reichardt und Güder
  • Regen
20. September 1652
Bernburg
  • Regen
  • Wirtschaftssachen
  • Unterredung mit Güder
  • Hochzeitsfeier des Küchenschreibers Andreas Hetzler
  • Ankunft Menzelius‘, Reichardts und des Kammerdieners Ludwig Röber
21. September 1652
Bernburg
  • Hasen- und Vogeljagd
  • Für die Ernte hinderlicher Regen
  • Hochzeit des Cörmigker Pfarrers Valentin Reichard
  • Drohendes Hochwasser im Harz
  • Ankunft der englischen Hauslehrerin Elizabeth Trowell für die fürstlichen Kinder
  • Gestrige, gelungene Hochzeitsfeierlichkeiten
  • Bericht durch Reichardt
  • Korrespondenz
  • Nachricht eines Jagdunfall des Herzogs Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau und weitere Neuigkeiten
  • Epidemien in Dänemark, Polen, Spanien, auf Sardinien und in der Türkei
  • Ankunft der von Ditten
22. September 1652
Bernburg
  • Gutes Wetter
  • Bericht über die gestrige Hochzeitsfeier Hetzlers durch von Rindtorf
  • Kirchgang mit Familienmitgliedern
  • Abschicken Mechovius‘ auf heutige Hochzeitsfeier des Kanzleisekretärs Christoph Bährenreutter
  • Verordnung Schmidts auf morgige Hochzeit des Gernröder Amtmanns Kaspar Pfau (d. J.)
  • Trowell und Sekyrka als Essensgäste
  • Spaziergang
  • Durchreise Jenas
  • Sonnenfinsternis
23. September 1652
Bernburg
  • Hasenjagd der Söhne und Vogelfang
  • Abreise Jenas
  • Korrespondenz
  • Spaziergang zum Vogelherd
  • Opulente Hochzeitsfeier Pfaus
  • Erkrankung Pfaus an einer Gesichtsrose
24. September 1652
Bernburg
  • Gutes Wetter
  • Vogelfang
  • Regierungssachen
  • Besuch durch den Plötzkauer Hofprediger Andreas Hesius
  • Verabschiedung der Altfrau Maria Crimmelius vom Hof
  • Spaziergang
25. September 1652
Bernburg
  • Morgennebel
  • Abreise der Crimmelius
  • Gespräch mit Güder
  • Rückkehr des fürstlichen Bediensteten Martin Nickel
  • Nachrichten
26. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Plan des Grafen Christian von Rantzau an der Hochzeit des Herzogs Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg teilzunehmen
  • Zwei Kirchgänge mit Familienmitgliedern
  • Wirtschaftssachen mit Güder
  • Die von Rindtorf, Mechovius und Steffeck als Essensgäste
  • Gelddiebstahl bei einer geizigen Bernburgerin
  • Unwohlsein des Hofbarbiers Johann Wenzel Rothe
27. September 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Unterredung mit Ludwig und Reichardt
  • Beginn der Weinlese
  • Korrespondenzen
  • Nachrichten vom Kriegsgeschehen im Ausland, von Reichstagsvorbereitungen und Epidemieentwicklungen
  • Ausritt
  • Tödlicher Unfall in Aderstedt
  • Abendlicher Regen
28. September 1652
Bernburg
  • Vögel aus Leipzig
  • Übersetzung einer Abhandlung zur Verlängerung des Lebens aus dem Lateinischen durch Dr. Fischer
  • Abgebrochener Jagdausflug von Viktor Amadeus
  • Lehenswechsel in Plötzkau
29. September 1652
Bernburg
  • Michaelistag
  • Kirchgänge mit Familienmitgliedern
  • Predigten des Pfarrers Daniel Marggraf und des Diakons Bartholomäus Jonius
  • Die von Rindtorf, Sekyrka, Steffeck und Marggraf als Essensgäste
  • Positive Bilanz der Weinernte
30. September 1652
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Vogelfang
  • Zufriedenheit über das Ergebnis der Weinernte in Aderstedt
  • Jonius und Steffeck als Essensgäste
  • Indienstnahme des Knechts Christoph Heldt
  • Korrespondenz
  • Post aus Ballenstedt
|| [[Handschrift: 43r]]

Mittwoch den 1. September 1652.


Auf Ægidij heüttigen tag, ist wiederumb Jahrmargkt
alhier, zu Bernburgk. Es hat vor Mitternacht,
das greẅliche donnern, so bey der Abendt-
mahlzeit, undt zuvorn noch angefangen, continujret.


Der Stadtvogtt Albinus, ist bey mir gewesen,
undt beklaget sich, über die Bernburger refractarios,
deren leyder! viel sein, und vielen ihr Amptt, und beruff, sawer machen.

|| [[Handschrift: 43v]]


Mein Sohn, Victor Amadeus, ist gegen
Mittage, Gott lob, undt dangk, von Plötzkaw,
wol wiederkommen, nach dem er seine rayse, auf
das fürstliche leichbegengnüß, der frawMuhme
Sehliger, nacher Rudelstadt, wol verrichtet.
Gott erhalte ihn, ferner gnediglich! undt
helfe zu weitterem glügk! undt Segen! undt
bewahre ihn ia väterlich, vor heimlichen, so wol
alß offentlichen, bösen machinationen!
Malherbe est enragèe, pour rien, contre luy.
Mein Sohn Victor, hat doch etwas einen
bösen Schengkel, oder die Rose, von dieser
rayse, mitgebracht. Gott helfe ihm!
undt daß ihm, kein Sathan, schaden thun möge!
Ernst Gottlieb, von Börstel, ist auch
mitt, anhero kommen, wie auch hammeln. perge


Diesen Abendt, hat sich Victor, (nach dem ich ihn
väterlich besuchtt) desto eher, zu ruhe, begeben.
Der Doctor Fischer, undt der Feldtschährer, seindt
bey ihm gewesen. Seltzam ist es, daß nach dem
er, das Nürnberger pflaster, über den einen Schengkel
geleget, alles vergangen, vorgestern, undt ihm, in den
andern Schengkel, die wehelage, undt geschwulst, auch röhte || [[Handschrift: 44r]]
gekommen. Gott laße es baldt, zur beßerung, mit ihm,
gelangen, undt das ihm, kein Sathan, durch seine
Organa, schaden zufügen. möge! Le coeur me pese
fort, pour mes deux fils. Le bon Dieu, les vueille benigne-
ment conserver, & preserver de tout mal, par sa Sainte
grace, et ne les oster, en la moitiè de leurs jours,
de nostre Conversation! comme il a fait aux autres
six, a mon grand regret, & crevecoeur, indicible!
sür tout avec les derniers. Mais sa paternelle
Volontè soit faite, en la Terre, comme au Ciel, car
elle est tousjours, iüste, tousjours bonne, quoy que
nostre chair (attachèe a la Terre), s'en ressente
vivement, et regimbe parfois, contre l'aiguillon!


Jn publicis, nemlich : wegen des Reichß-
undt LandtTags, habe ich meine meinungen, undt
Addreßen, Fürst Augusto zugefertiget.


Gestern, wahr Tobias Steffeck von Kolodey zu Plötzkaw,
heütte zu Cöhten, bey Travelmann, sed incassum
invita, et reluctante Minerva Patientia!


Jch habe, mit Rindtorff, Roggendorf, Hammeln,
(so meines Sohnes raysegeferten gewesen) geredet,
successive, mit einem, nach dem andern.

|| [[Handschrift: 44v]]

Donnerstag den 2. September 1652.

<Vento.>


Jch habe auf dem Margkt, etwaß ein-
kaüffen laßen.


Es hat sich mit meinem Sohn, etwas ge-
beßert. Gott helfe ferner, mit gnaden!


Discorsj, mit hammeln, wegen seiner
verrichtung, bey der inventur, zu
Krannichfeldt, gehabt, undt wegen
meines Sohnes, zustandt.


Disparerj, sospettj, dispettj, rispettj!


Aviß: das zweene Mordtbrenner, mit Lundten,
pech, undt dergleichen zunder Materie, in Ascherß-
leben, ertapt, undt eingezogen worden.


Jtem: daß ein iunger kerll1, (welcher
am Sontage, vorm Schloßthor, gewesen,
undt mich, umb eine beysteẅer, angesprochen,
dieweil er durch Sturm, auf der Elbe, bey
Dresen[!], in die 5000 ThalerThlr: werth, wollte
verlohren haben, undt numehr kein zehr-
geldt mehr hette, auch falsche zeügnüß,
vom Obersten Schweinitz, producirete,
da ich alsobaldt, einen Argwohn auf ihn schöpfte, || [[Handschrift: 45r]]
undt ihn abweisen ließe) in der Stadt, alhier, in Cri-
mine Falsj, ertapt, undt beygestegkt worden.


Von Deßaw kommen abermalß zehen wagen, zu be-
huef der wiederanrichtung der Mühle zu Mähringen,
führen drey Mühlwellen, wie auch etzliche Eichene
Bohlen, zu kampf, undt waßerrädern, undt
eine anzahl bretter. Wollen zoll- undt Geleitte-
frey paßiret sein, mit 40 pferden. Sie fahren
also lieber umb, undt auf Mich, zu, mich zu beschwehren,
(da sie doch, eine meile weges näher, in die richte
ziehen köndten, auf Wirßleben, undt Plötzkaw zu,)
alß Füst Augusto die geringste ungelegenheitt, zuzufügen,
ohne respect, der vetter- undt Schwägerlichen freündtschaft!


Mein Sohn, Victor, hat auch halßwehe, bekommen,
will auch, an seinem Schengkel, noch etwaß fühlen.
Gott helfe zur bäldisten beßerung!


Jl a fait üne mauvayse cheüte, au pen-
chant d'üne montagne, entre Weymar, &
Rudelstedt, avec son cheval, sür des pierres.


Il est allè a cheval, fort court, avec les
estriers, (le drap de dueil, estant tirè, par dessüs les
courroyes, sans ouvertüres,) & s'est sans doute, fort
incommodè, a aller tant de jours, a cheval, a estre debout long
temps, a boire prou, a dormir peü, a estre en soucy, pour nos dissensions!

|| [[Handschrift: 45v]]


Der Junge Sekerka, ist extra zu Nachts, ge-
wesen, undt hat sich bey Mir præsentiret, nach
vollnbrachter rayse, gen Prag. et cetera relation zu thun. et cetera

Freitag den 3. September 1652.

<23 lerchen, Andreas hetzler undt Friederich holst, undt gärtner.>

<Regen. Windt.>


Tobias Steffeck von Kolodey habe ich hinundter, zum Amptmann
Reichardt, geschickt, welcher krangk worden,
undt ihn besuchen laßen.


Christof Carll, ist hieroben gewesen, der
Buchbinder, mit welchem Man, allerley
conferiret.


J'ay sceü (aujourd'huy seulement!) qu'estant
la derniere fois, á Ballenstedt, mon fils Charles
demeürant hors dü presche, & jouant avec lés
pages la haut au chasteau, a l'entour dü
Temple dü chasteau, ou M Cloistre, quelque
malin Esprit, luy ietta par deüx diverses
fois, dès grosses pierres, ou tuiles, en
plein jour, quj eüssent tüè l'enfant,
s'ils l'eüssent arrivè, tombans neantmoins,
fort près de luy; Cela est horrible, & re-
marquable, comme le Malin, est dangereüx,
a mes Pauvres Fils, en ce Pays icy? & || [[Handschrift: 46r]]
comme ce bon enfant, a estè si circomspect, & avisè, de
le scavoir, si long temps, celer, & tenir secret, devant
moy? Dieu soit louè; de l'avoir conservè, si pater-
nellement avec son frere, & tous mes enfans, iüsque
icy! Il vueille èspandre d'oresenavant, <encores> ses graces,
& son bras paternel sür eulx, & resister, par
sès Saincts Anges, & <robüstes> a Sathan, & a tous ses
pernicieux efforts, et Organes!


Schreiben vom Obrist leutnant Knoche, wegen des Martij stipendij,
welches Sie die Testamentarien, auf meine, Recommendation
bewilliget, undt ahngewiesen undterthänig(st) etcetera etcetera etcetera


Secretarius Paulus, ist bey Mir gewesen. perge Kohlmann, hat
abermal einen Notarium, mit zweyen zeügen, zu
ihm, geschickt, undt umb die edition, der acten,
copeylich angesucht. Paulus hat sich zwahr excusirt
die acten ahnzunehmen, z in seinem privathause,
ohne befehl. Alß ihm es aber, der notarius, alß einem
Fürstlichen diehner, undt Officirer, aufgedrungen,
undt liegen zu laßen, gedroẅet, hat er die
requisition angenommen, undt zu referiren, sich erbotten. perge et cetera


42 Pfund (libra) butter, 15 großvogel, 15 Endten, 15 klei-
ne hüner, 1 Schockßo: balays, 3 Schockßo: Eyer von Ballenstedt kommen.


Die Erndte alda, ist schlecht gewesen, 1 Sechtzig 39 Schockßo: 8 garben
weitzen, 4 Sechtzig 6 Schockßo: rogken, 3 Sechtzig 13 Schockßo: 41 garben Gersten
1 Sechzig 46 Schockßo: 22 garben haber, 59 Schockßo: 45 garben erbßen, etcetera

|| [[Handschrift: 46v]]

Samstag den 4ten: September 1652.

<30 lerchen, hanß Cohte, kammerdiener, nebenst den beyden lackayen, Märtin, und Michel haben auch 1 hasen, einbracht.>

<3 hasen Abraham von Rindtorf gehetzt.>


Præparatoria zur præparation.


Secretarius Paulus bey Mir gewesen.


Nachmittags, cum filijs, in die vorbereittungspredigt,
gezogen, welche der hofprediger Menzelius, gehalten,
ex cap. 11 epist: 1 ad Corinth: vers 27, 28, 29.2


Die Erffurter avisen, geben: Daß die Türgken, in die
4000 stargk, biß hindter Niclaßpurgk, in Mähren,
gestraift, undt daß ejn Türckenkrieg, zu besorgen.


Jtem: daß Barcellona, von den Spannischen sehr
bedrenget, undt der Ritter Ferriere, (welcher es
endtsetzen wollen) geschlagen, undt gefangen worden.


Der Cardinal, Mazzarinj, wollen sich, nach
Sedan, retiriren. Das volck zu Paris, mutinirt,
undt wollen ihren König, wieder haben, darzu
auch fast die Printzen, numehr selbst incliniren,
weil es ihnen, an allem anfängt, zu gebrechen.


Die holländer haben ihre verlorne Schiffe wieder
bekommen, biß auf Sechße, undt armiren stärgker,
also: daß Sie hoffen, den Engelländern gewachßen zu
sein. Cromwells anschläge, gehen den krebßgang,
das Parlament zu Londen, ist uneins, Jhre aber-
mahlige Gesandten3, im haagen, (darundter ein
Schulmeister) seindt nicht admittiret worden, perge et cetera. || [[Handschrift: 47r]]
Sondern, weil ihnen, der krieg einmal ahngekündiget, So sol
es darbey bleiben.


Die Schweitzer, haben mit dem Bischof von Basel, eine
krayßverfassung undt defension geschloßen, auf 15 iahr lang.
Dergleichen, sol im Elsaß, undt am Rhein, auch geschehen.
Die Churfürsten, sonderlich Maintz, Cölln, undt
Brandenburgk, werden zu Prag, erwartett.

Sonntag den 5ten: September 1652.

<Regen. 17 lerchen, 4 wachteln, Oberlender, Bangkoch, und hündeiung.>


Post von Ballenstedt.


Am heüttigen dangkFest, vor die liebe Erndte,
(deren geringes ansehen, auch der liebe Gott,
undt Mildreiche vatter, gesegenen wolle!)
cum filiis, zur predigt, undt communion, gezogen.
Gott kröhne die wahre Andacht, undt
dangkbahre hertzen, mit vielem guhte,
undt strafe die muhtwilligen Außenbleiber,
undt undankgbahren! biß Sie sich zu ihm, bekehren,
undt rechtschaffene früchte, der Buße,
erweisen mögen. Auß! mit den todten wergken!


Extra zu Mittage die Rindtorfinn, der iüngere
Sekerka, auch Tobias Steffeck von Kolodey perge Der hofprediger, th[at eine]
Schöne predigt, zum dangkfest, auß dem 147. [psalm et cetera]
Es war auch, eine Schöne Communion darbey. Gott [stärgke]
seine wahre gemeine, undt sende ferner, gnadenhungerig[e hertzen!]

|| [[Handschrift: 47v]]


Nachmittage, cum filijs, in Jonij predigtt,
welcher den gewöhnlichen Text: des tauben Menschen
so Jesus geheilet, Marcus 74 Dominica 12. post Trinitato
genommen, undt wol expliciret.


Wieder nach Ballenstedt, depeschirt.


Risposta vom Jehna, von Zerbst. perge et cetera

Montag den 6ten: September 1652.

<Windt. Kühle.>


Jn Oeconomicis, travaglirt.


Der von Wutena, ist zu mir kommen, von
Heidelbergk, mit schreiben, undt bericht,
daß Chur Pfaltz, mit ChurBayern verglichen,
undt daß Chur Pfaltz, nacher Prag, undt
Regenspurgk, zu der kayserlichen Mayestät verray-
sen werde. Er hat mir auch erzehlet,
von den wunden, so er in Candia, vor 4
iahren, an 4 orthen, seines leibes, undt
haüpts, von den Türgken, entpfangen,
alß drey Mußcketenschöße, durch
seinen Schengkel, in das haüpt, undt
durch den leib, undt einen pfeil,
in die brust. Jtem: noch von andern || [[Handschrift: 48r]]
drey Stichen, so er theilß<einen> im kriege, undt zweyen
zu Paris, auf den gaßen, (alß er in der nacht
in seines Printzen Eduardj Pfaltzgraven,
deßen page er dazumahl gewesen, undt
nach hause, von balletten, gehen wollen)
entpfangen, also das er sehr incommodiret ist,
undt mittleiden billich, mit ihme, zu haben.
Printz Edouardt, hat ihn auch wehrhaftig gemacht.


Nachmittags, ist Wutena, wieder verrayset.
Will in kurtzem, wieder kommen, (gebe gott)


Schreiben von Croßen, Prag, undt Schlesien.


Die Avisen geben:


Daß Duynkirchen, mit Macht, zu waßer, und zu
lande, von den Spannischen angegriffen wirdt.


Die Staaden wollen der Engelländer legatos, nicht
mehr admittiren, iedoch will sich Dennemarck
in den Tractaten, interponiren, und neütral bleiben.


Admiral Tromp, hat sich wieder bedacht,
undt gehet noch einmal, in die See, adversus Anglos.


Ein treffen zu waßer, sol bey Zeelandt vor-
gegangen sein, zwischen etzlichen Schiffen, da-
rinnen die Angli, den kürtzern gezogen.


Der Engellische Admiral Blacke hat ahnschläge, auff || [[Handschrift: 48v]]
etzliche Seehaven, in hollandt, undt Zeelandt. Es ist
aber dargegen, ordre gestellet, weil es verkundtschaft.


Die herren Staaden, haben den König in Engellandt
invitiret, in den haag, wollen ihm von 20. biß
in 30000 Mann, undtergeben, undt mit ihm con-
sultiren, wie er seine drey Königreiche wieder
erobern könne, durch Göttliche verleyhung?


Jn Engellandt, seindt viel tausendt Königisch
gesinnete, welche supplicationes übergeben,
undt umb richtige bestellung, eines andern
Parlaments, bitten. Jn Schottlandt, undt Jrrlandt,
seindt die meisten, Königisch, undt richten ihre
Haüpter, empor.


Jn Frangkreich, endtfernet sich der Cardinal
gegen Bouillon, undt Sedan. Davor dangket
der Düc d'Orleans, die Printzen, (welchen es, an
volgk, an geldt, undt einigkeit, ermangelt) undt
das Parlament zu Paris, dem Könige, undt
wollen sich ihme submittiren, wo ferne er ver-
spricht: general pardon, amnistie, undt das er
den Cardinal, nicht wolle laßen wieder ein-
kommen, noch sich seines rahts, ferner gebrauchen,
undt einen ieden, nach seinem Stande, bey gleich || [[Handschrift: 49r]]
undt recht, schützen etcetera Des Königes Turennische
armèe ist mächtig. Man tractiret auch, mit Spannien,
undt Lottringhen, welchem letzten, weder die Printzen,
noch der König trawen. Jn den armèen, regirt die Seüche.


Wegen Barcellona, melden, die Frantzösischen avisen,
es seye endtsetzt, undt proviantiret, durch den
Ritter, Ferriere, die Spannischen undt Jtalienischen avisen
aber sagen, der Ferriere seye mit dem endtsatz
geschlagen, er aber gefangen, undt verwundet.
Der tapfere Frantzösische General la Motte Hau-
dencourt, (alß noch incommodirt, an seinen hiebe-
vorigen wunden, wie er Barcellona so gloriose
endtsetzt gehabt) hette sich, in einem Stuel
an die bresche, vor einer stargken Schantze
vor Montjouy, eine höhe eines klosters, unferne
von Barcellona, tragen laßen, commandiret,
gefochten, undt im dritten Sturm, das fort erobert.


Der Pabst sol krangk, undt große hun-
gersnoht in Rom sein, weil die zufuhr,
von verdächtigen orthen, der Seüche halben, verbotten.


General Foscolo, sol abermalß, gute beütten
im Archipelago von den Türcken, gewunnen haben.


Jn Dalmatia, undt Candia, continuiret der krieg, annoch.

|| [[Handschrift: 49v]]


Jn Ungarn, seindt die Türgken, über etzliche
straifende Ungarn, hehr gewesen, undt ihnen zu
stargk worden, haben vier Ungrische graven nieder-
gemacht, die übrigen, geschlagen, undt gefangen,
biß der Oberste Meütter, mit seinem Regiment
zu Roß, darzu kommen, undt die Türgken
zu weichen, gezwungen. Der nähermalß
aber avisirte einfall in Mähren, sol nichts sein.


Fürst Ragozzj sol 40000 Mann, in beraitschaft
haben, wieder die Türcken, undt Tartarn.


Jn Polen, ist nach der nähermahligen Niederlage
alles wieder, erträglich. Der Reichßtag zu
Warschaw, ist wol abgegangen, iedoch weiß
der Chmielinßky, oder Chmielnicky, miß-
trawen zwischen dem Könige, undt den Stenden,
zu disseminiren. Er excusirt seine verübte
grawsamkeitt, dieweil man ihm, nach dem leben,
gestanden, bittet umb pardon, amnistiam
aller offensen, undt reconciliation. Jedoch, trawen
ihm die Polen, noch nicht perge et cetera Der König, armiret.


Man hat das indigenat, dem iungen hertzogk
von Sachßen Lawenburgk, dem Obersten Schafgotzsch,
undt andern Deützschen Officirern, umb ihrer || [[Handschrift: 50r]]
erwiesenen tapferkeitt willen, conferiret in Polen,
undt sonst mit recompenßen sie versehen, den außge-
trettenen undtercantzler aber, pro Perduellj,
erklähret, undt seine gühter, confisciret.


Jn Schweden, sol die Königinn kranck, undt
Graf Magnus de la Garde, gestorben, <sein> auch
viel leütte an graßirender seüche darniederliegen.
Jn Dennemarck, continuiret es, daß in die 60
personen zu hofe krangk worden.

Dienstag den 7ten: September 1652.

<9 lerchen, Albrecht Sekerka, Zacharias Trompter, Friederich Sattelknecht.>


Philipp Güder, ist bey mir gewesen, undt
hat mir importantissima referiret.


Es sterben viel kinder alhier in der
Stadt Bernburgk. Auf der Vicinia
sonderlich zu Ascherßleben, Ermßleben, undt
gegen Quedlinburgk, sol sowol die Rohte
Ruhr, alß heimliche Fieber, graßiren!
Gott bewahre, vor ferrneren ahnsteckenden
morbis malignis, undt bewahre, die Seinigen!

|| [[Handschrift: 50v]]


Heütte, wirdt <wintergerste undt> Weitzen zu Zeptzigk gesehet.
Gott gebe zu Segen, undt gedeyen!


Der Amptmann Reichardt, ist nachmittags, bey
mir gewesen, undt etwas genesen. (Gott lob!)


heütte aufn abendt, umb 7 uhr, haben
wir abermalß eine sichtbahre Mondtfinsternüß
gehabt. Gott laße sie unß, nichts böses bedeütten!


Jungfer Catherine von Dütten, ist am Asthma
gar krangk worden. Gott beßere, den zustandt!

Mittwoch den 8ten: September 1652.

<16 lerchen, Michel Bötticher, Rindtorfs knecht, undt der marmiton.>


Üne depesche jmportante, est allèe.
Dieu la vueille benir!


Am heüttigen Behttage, zur kirchen, cum filijs,
da unser Magister Menzelius geprediget, ex Cantico
Canticorum, Capitel 4 Vers5


Extra zu Mittage, den iungen Sekerka gehabt.


Avis von Rom, von meinem Bruder, Fürst Friedrich das ihm
die Stadt Genff, die werbung vor Venedig auch
concediret, undt er seinen Michaeliswechßel,
erwartten thue! Jnterim: bliebe er bey seiner
gefaßeten meinung, wegen des landtTages.
Zu Rom, wehre man froh, wegen des angeblasenen
feẅers, in Engellandt, undt hofte in Deützschlandt, in similj || [[Handschrift: 51r]]
undter den Evangelicis, dergleichen zu thun, wie
zwischen Holländern undt Engelländern, angegangen.
Vetter Gustaf von Meckelnburg würde initio
mensis Septembris auß Jtalien, nacher Deützschlandt,
abraysen. perge et cetera


Der Churfürst von Brandenburg zeücht, zu
Antorf, undt in den Spannischen Niederlanden,
herumb spatziren, nicht ohne gefahr.

Donnerstag den 9ten: September 1652.

<41 lerchen, mein kammerdiener Ludwig Rober, Andreas hetzler küchenschreiber, undt Michel vorreütter. 3 Endten Oberlender. 9 kleine vögel vom herdt.>


Philipp Güdern, bey Mir, gehabtt.
Nach Croßen, undt sonst geschrieben.


Der Elltere herr von Roggendorf, ist von Wolfen-
büttel, anhero kommen. Jch habe ihm, condoliret!
undt extra zum eßen behalten, auch sonst viel discuriret.

Freitag den 10ten: September 1652.

<14 lerchen, Geörge Mußketier der Schneidergeselle, und Stalliunge. 57 kleine vögel.>


Mit Georg Reichardt conferiret.


Jtem: mit dem Medico; Doctor Fischern, von importantzen.


Extra gehabt, an der tafel, den herren
Christian Wilhelm von Roggendorf, undt am
Nebentisch, Ernst Gottlieb, von Börstel, undt
Tobias Steffeck von Kolodey et cetera zu Mittage.


Gegen abendt, war gleichsfalß der von Roggendorf
der eltere noch bey unß zur mahlzeit, und nahm seinen underthänigen abscheidt.

|| [[Handschrift: 51v]]


Weitzen, undt Wintergerste, habe ich heütte seen
laßen, Gott gebe zu segen! glügk! undt gedeyen!
undt das nicht mit Mir, gespielet werde:


Sic Vos, non Vobis!6 etcetera etcetera etcetera


Post, undt Victualien, von Ballenstedt, auch
Eckern, mit cascquetten, oder gewächßen, wie
nähermalß, von Jehna, Leiptzigk, halle, undt
andern orthen vor eine raritet, anhero geschickt
worden, undt numehr auch also umb den Fal-
ckenstain herumb, undt auch bey Plötzkaw
haüffig gefunden werden, alß mir heütte an-
noch referiret, undt mir proben mitgeschickt
worden. Der Page Lampe, so den arm zer-
brochen) ist Gott lob, genesen, undt vom Bader
Thomaß zu Ballenstedt, curiret, wol wieder an-
kommen. Gott bestehtige, solche cur, mit Segen!
undt bewahre, vor mehreren unglücksfällen. perge
Er wende auch in gnaden, von unß ab, alle böse
omina, so die signa undt Prodigia bedeütten möchten!
undt das wir eines theilß, in betrachtung solcher
dinge, nicht allzu superstitiose, in excessu, anderß-
theilß aber nicht, allzu Sicher, undt Sorgloß, in de-
tectu, pecciren mögen! Nil facit incassum! Natura Deusque.7

|| [[Handschrift: 52r]]

Samstag den 11ten: September 1652.

<24 großvogel von Ballenstedt. 1 Hase, Carl Ursinus> <1 schock kleinvogel der vogelsteller. et cetera> <21 lerchen, hanß Cohte, Märtin, undt Michel, beyde Lackayen gestrichen. Mein Sohn und Einsidel seindt auch mittgegangen.>


Depesche nacher Zerbst, zu Jehna.


heütte frühe hats genebelt, darnach geregenet. perge
herr Christian Wilhelm, von Roggendorff, ist forth, nacher
halla zu seinem weg, auf Prag, undt Wien, zu nehmen.
Gott wolle ihn, sicher, hin- undt her, geleitten!
undt glügk, zu seinen expeditionen, verleyhen. perge


Carllchen, ist hinauß hetzen geritten, undt
hat 1 hasen, eingebracht.

Sonntag den 12ten: September 1652.

<Nebel,a mane.> <26 lerchen, Oberlender, banckkoch, undt hundeiung.>


Jn die kirche gezogen, mit beyden Söhnen,
undt 3 Töchtern8, in des hofpredigers
Menzelij predigt, vormittags.


Extra: zu Mittage, die Rindtorfinn,
den iungen Sekerka, undt Tobias Steffeck von Kolodey.


Nachmittags, cum filijs, in die Nachmittags-
predigt, Ern Jonij Diaconij.


Die Erffurdter avisen, bringen:
Das die holländer getrost sein, contra Anglos.
Jn Franckreich ist der Cardinal absent, der König ge-
braucht sich aber doch, seines rahts. Die Printzen
haben mangel, an geldt, und volck. Man ist des krieges
müde. Düc d'Orleans, wirdt caressirt, und gesucht abzuziehen von Prin[tzen]. || [[Handschrift: 52v]]
Barcellona, versiret noch, in incertis.


Der Türgkenkrieg, wirdt besorget in Ungarn,
wegen der vielen Streiffereyen, undt daß
der Türgke, nicht ruhen will.


Der Churfürsten ahnkunft, zu Prag, oder zu
Regenspurgk, wirdt vermuhtet.


Jn gartten, avec Madame, spatziret. perge et cetera
heütte ist hammeln, auß dem Weymarischen
lande, (dahin ihn, Meine herzlieb(st)e gemahlin, ge-
schickt gehabtt) wieder kommen. perge et cetera


Der Hauptmann von Hoym, Börstel,
ist diesen abendt, ahnkommen, beschriebener-
maßen, wie auch Jehna.
<5 Mandeln kleine vogel Ernst Vogelsteller gelifert.>
Philip May, ist von Hanaw, auch wiederkommen.

Montag den 13den: September 1652.

<10 großvogel von Ballenstedt.> <5 lerchen, Hans perge Eckardt, Hortulanus undt Hans Böttcher.>


Es ist seltzam, das auch in der grafschaft hanaw,
umb Fulda herumb, umb Vach, umb Eisenach,
den weg, wo Philip May, hehrkommen überall
solche gewächße, Sturmhauben, oder Mußkowiter
oder Cosagkenhauben, oder Tartarn, undt Türckenköpffe || [[Handschrift: 53r]]
auf den Eckern, gefunden worden, eben in der gestaltt,
wie umb Plötzkaw, umb den Falckenstain, umb
Jehna, undt Leiptzigk herumb.


heütte, haben die Rähte, alß: haüptmann
Börstel, Christof von Jehna, Doctor Mechovius,
Secretarius Paulus Ludwig, eine Conferentz,
hieroben, aufm Schloß, gehalten, wegen des
Kohlmanns händel, mit zuziehung
des Amptmanns, von Ballenstedt. et cetera undt


Die jntervalla, undt ejnfälle, seindt mir
bißweilen, referiret worden. Gott gebe heylsahme
raht- undt anschläge, damit Man mit ehren,
undt reputation auß diesem labyrinth,
undt confusion, kommen möge!


Nachmittags, ist der haüptmann Börstel
wieder verrayset, undt hat abschiedt genommen.
Conversatio postea, mit Jehnen.


Seltzamer avis, von Milch, so zu Peißen, in
bluht, verwandelt worden, von einer Seüle
(so auß der erde zu Prag, endtsproßen,) darahn ge-
schrieben: der Türckische Kayser, würde alda eßen, Jtem:
an einem bawm zu Nürnbergk: der Türckische Kayser, würde aldar
sein pferdt anbinden. Deus advertat!

|| [[Handschrift: 53v]]


Zu Cöhten, kriegen die leütte böse geschwollene
hälße. Alhier regieret die Breüne, undt
die Dyssentheria. Andere prodromj, böser
Seüchen, erregen sich. Gott seye unß, gnedig!


Der Amptmann Märtin Schmidt, hat gegen
abendt, seinen undterthänig(st)en abschiedt genommen.


Schreiben, von Wien, undt Prag, die
Türgken, haben die Ungarn, bey Papa,
übel geputzt.


Die Leiptziger Ordinarien, reden auch darvon, undt
das von 12000 Türgken, 3000 geblieben, auf Unga-
rischer, oder Kayserlicher seitten aber, 4 graven
Esterhasy, undt andere tapfere leütte, wiewol
die überkommende Deützsche Reütter, (nach dem
die Ungarn schon geschlagen, undt in einen hin-
dterhalt, gebracht gewesen) den Erbfeindt, diß-
mahl zu weichen, gezwungen. Dieser straif,
hat groß schrecken, in Mähren, undt Schlesien, gebracht.


Jn Candia sol es noch zimlich wol stehen,
undt im Arcipelago solle der General Foscolo,
undt die Maltheser Ritter, gute beütten erobert haben.


Jn Dalmatia, droẅen die Türcken abermalß
den Festungen, Sebenico, Spalatro, undt Cataro, in Albania, || [[Handschrift: 54r]]
undt rüsten sich, stargk darzu.


Jn Polen, rüstet man sich auch zum kriege, undt
werden doch inndeßen, die Tractaten, mit den Cosagken,
undt Schweden, nicht verabseümet, Der König, ist
wieder (Gott lob) gesundt. Der Ertzbischof von
Gnesen aber, gestorben, undt andere grandes mehr.


Ragozzi, ist in armis.


Des undterCantzlers Radzicowsky, geheimster diener,
ist ertapt, angeschloßen, undt viel geheime
briefe, so er von den Schweden, undt Cosagken
gebracht, bekommen worden.


Chur-Brandenburgk undt hertzogk von Curlandt,
müßen auch dem Könige in Polen, hülfe, schicken,
deßgleichen Man, von Kayserlicher Mayestät, assistentz,
undt gutwillige hülfe vermuhtet.


Zu Prag, erwartett man noch, der Churfürsten
persöhnliche erscheinung, in hofnung, daß Sie
auch dahin so wol als nach Regenspurg kommen werden.


Jn Dennemargk hütet man sich, die holländer
undt Engelländer, zu offendiren. Dennoch seindt schon
im Sunde, undt undter der festung Cronenburg, ren-
contres, zwischen den Schiffen, vorgegangen, also: das
man von der festung, feẅer auf Sie geben müßen.

|| [[Handschrift: 54v]]


Bey Engellandt aber seindt die Zeeländischen
Schiffe, mit den Parlamentischen, scharf aneinander
gewesen, undt die Engelländer haben den kürtzern
gezogen, undt etzliche Schiffe, eingebüßet.


Duynkirchen, versirt in extremis. Der Ertz-
hertzogk hat alle Außenwercke innen.
Es sollen nur 1600 Mann darinnen liegen,
undt mangel leiden. Der Mareschal
d'Aumont, wolte es gerne von Calais auß,
endtsetzen, hat aber noch zur zeitt, nicht durch-
kommen können.


König in Frankreich hat den Cardinal, vom hofe
ziehen laßen. Die Tractaten, mit den Printzen,
seindt auf gutem wege, gestanden, allein
der hertzogk von Lottringhen ist darzu
kommen, hat sich abermahl, mit den Printzen
coniungiret, undt nebenst den Spannischen, dero
macht, sehr gestärckt, also: das der König,
(so undter dem Marechal de Turenne, nur 8000
Mann beysammen hat) in gefahr sein, undt den
kürtzern ziehen dörffte. Viel meinen, der Cardinal
fingire seine absentz, werde sich, in seinem Neẅen
guberno zu Metz, desto absoluter machen, undt einmahl || [[Handschrift: 55r]]
wiederkommen, auch an itzo albereit heimlich, dem Könige,
undt der Alten Königinn, fernere Consilia suggeriren.


Der Conte de Harcour, sol auch in ungnaden beym
Könige sein, weil er 3 millionen frangken in Gui-
enne sol von der Königlichen Schatzung, an sich genommen
haben, undt vor das gouvernement zu Briesach,
dermaßen jalousie haben, das er sich verwahret,
damit es der Cardinal Mazzarinj ihm nicht abnehme.


Barcellona sol sehr geängstiget, undt der secours
mit dem Ferriere geschlagen, er aber gefangen sein.


Meylandt, undt Genua, sollen von der pestilentz,
wieder liberiret, Sardinia aber, wie auch Majori-
ca, und Minorica, sollen noch stargk inficiret,
auch derowegen zu Rom undt anderstwo, (biß
auf erwüntzschte beßerung,) im bando sein,
id est: daß kein Mensch, darf von dannen, dahin kommen.


Ein armes weib9, sol zu einer Matron10 in einer
Stadt, in Engellandt, kommen sein, undt hat von ihr,
einen zweyer, zu Allmosen begehrt. Die fraw, hat es
dem weibe abgeschlagen, mit vorwandt, die zweyer,
wehren so haüffig, nicht bey ihr. Darauf hat das Bettel-
weib gesaget: Sie sollte ihr die Nadel doch geben, die sie
vorn an der brust stegken hette, welches Sie gethan, und die bett-
lerinn, solches mit vieler großen dangksagung ahngenommen. || [[Handschrift: 55v]]
Darauf hat die Matron11 ihr12 nachgerufen, als Sie
hinweg gegangen, sie solte doch noch verziehen, Sie
wollte ihr zu eßen, geben. Die Bettlerinn aber,
hat angefangen zu fluchen, sie undt ihr eßen
zu vermaledeyen, mit droẅwortten, Sie solte
noch diese woche, wegkommen, daß niemandt
wüste wohin? undt eben so arm werden,
als Sie, daß Sie auch keines zweyers, solte
mächtig sein können. Die Matron, hat
es andern erzahlet, welche sich verwundert,
über solchem anmuhten, haben ihr aber nicht,
zu rahten, gewußt, vielleicht es auch, in
den windt geschlagen. Fünf Tage hernach,
ist die gute matron hinweg kommen, vor
ihrer haußthür, das niemandt gewußt, wohin?
Jhr Mann13, hat sie gesucht, undt suchen laßen,
auch große recompenßen, undt zehrungskosten
deme zu geben, so Sie wieder finden würde,
verheißen, aber biß dahin, vergebens. Das Bettel-
weib hat sich auch verlohren, Man meynet, es
seye, eine große zauberinn. Gott dempffe
das große übel, undt stehe dem unschuldigen bey!

|| [[Handschrift: 56r]]


Mein Raht Jehna, hat diesen abendt, seinen undterthe-
nigen abschiedt genommen.


Die Krosigkinn, ist mit ihrer Tochter, herkommen.

<30 kleine vögel der vogelsteller.> <30 lerchen, Albrecht Sekerka. Zacharias Trompter, Fritz der knechtt.>


Zu Pfuhle, ist eben so ein Eichel gewächße,
(wie an itzo, mit wunder umbgetragen
wirdt, auß den benachtbahrten Landen,) gefunden worden.


Philipp Güder, ist bey mir gewesen. et cetera


Gegen Abendt, in den kleinen weinbergk,
undt gartten, spatzirt. perge et cetera

Mittwoch den 15den: September 1652.

<2 Räphüner, 35 lerchen, haben gefangen, Valtin<Rindtorfs> raysiger knechtt, Michel Böttcher, undt der kücheniunge, über der Sahle. perge>


Jn die kirche, cum filiis, & 3 filiabus14.


heütte, ist eine kutzsche, mit 6 pferden, (darinnen,
eine Jungfer, undt ein hofiungker, geseßen) nacher
Deßaw, abgeschickt worden, Schwester Bathilden
abzuholen. Gott gebe zu glügk! Zachariaß
der Trompter, ist auch mittgeritten.


Extra zu Mittage, den jungen Sekerka, undt Tobias Steffeck von Kolodey
gehabt. Malherbe; me tourmente incessamment. perge et cetera


Philipp May; habe ich diesen abendt epedirt, in holland
Gott gebe zu glügk! undt succeß!


So habe ich auch, Magister Menzelio, dimission gegeben, nacher Ballenstedt,
dem dangkfest daselbst, undt der celebration der communion bey-
zuwohnen, undt mit Richardten, Doctor Fischern, undt Philipp Güdern, auf commission, dahin zu raysen.
Gott gebe ihnen, glück! Segen! undt success! et cetera

|| [[Handschrift: 56v]]


heütte habe ich erst erfahren, daß der thorwärter15,
(ein alter kerll von 70 undt mehr iahren) am Neẅstedter
thor, (welcher wieder beßer gewißen undt wißen,
mit falschem zeügnüß, am Dröblischen holtze, Mir
<vielleicht> unrecht thun wollen) undt die herrnvettern, wieder
mich verleittet) unlengst, von einem leineweber,
mit steinen zu tode geworfen worden. Jch laße
darauf, inquiriren. Gott ist wunderbahr, in seinen
gerichten! N'a gueres, i'ay admirè ün exemple
pareil, (mutatis mutandis) avec Sebastian Jahn,
mort inoptinement. On luy impütoit, qu'il me vou-
loit accüser a la chambre Imperialle, á Spire, a
cause de la mayson a Hoim, ou on brasse, la-
quelle m'est devenuë cadücque, ayans obmis
14 ans, ou ils n'ont recerchè l'infeüdation,
& ie l'ay cedèe, a ma Femme! Ceste resistance, & op-
position, non necessaire dès süjets, envers leurs Süperi-
eürs, ne peüt estre aggreable, a Dieu. Toutesfois,
ie ne me rèsjouis pas pourtant, de leur mort
soudaine, & ne puis pas fonder ün iügement trop
asseurè, sür telles choses conjectüralles!
Quj stat; videat, ne cadat!

|| [[Handschrift: 57r]]

Donnerstag den 16den: September 1652.

<1 Hase 40 kleine vogel.>


Depart de Philipp May; vers Hollande, de Doctor Fischer, Georg Reichardt,
Philipp Güder, & Magister Menzelius, vers Ballenstedt, item: Michael Ringk vers
F. G.b etcetera Dieu les vueille conduire dre tous, benignement
par sa Sainte grace, & les reconduire heüreüsement, avec
salütajre expedition! & tous ceulx, qui sont, ou
seront en voyage, par cy devant, a present, &
a l'avenir!


Avis, von Leiptzigk, extraordinarie: Daß die Cosagken
in Polen, sich feindtlich erklähren, undt wollen numehr, ihr vori-
ges landt, vor ihr eigen, einnehmen. General Chmielinßky,
oder Chmielnicky, sol ihr Fürst sein. Der hat den Türckischen
Kayser, vor seinen Schutzherren, erkandt, mit Tartarn,
undt Mußkowitern, verbündtnüß gemacht, undt laßen
sich also im lande nieder. Wollen nur, defensive
gehen. Jn Polen, ist aber der krieg, wieder sie, beschloßen,
doch, daß noch vorhero, verordnete Commissarien, mit
ihnen, tractiren sollen. General Maior Houbaldt, hat
den indigenat diesen Reichstag zu Warschaw, er-
langet, Sein wapen, wirdt ihme, von der Crone verbeßert.
Der König, hat ihm eine schöne Starostey verehret,
undt ihn zum undterFeldthauptmann, gemacht. Zur con-
tinuation des Pollnischen krieges, sollen noch 6000 Mann, geworben
werden. Jn Preüßen, ist Mißwachß, undt große theẅerung.

|| [[Handschrift: 57v]]


Extra: habe ich zu Mittage, den hofprediger
Menzelium gehabtt perge und mit jhm, conversiret,
le consolant, en quelque façon. perge


Nachmittages, bin jch, mit meinen Söhnen, in die
weinberge, geritten, den Segen Gottes, zu besehen.
Er wolle ihn unß genießen laßen! undt vermehren. perge


Diese Nacht, hat sich der wolf, zwischen
beyden thoren, eingeschlichen, undt mir 5 schafe,
im SchafStall, niedergerißen, auch eines darvon,
aufgefreßen. perge Jst kein guht Omen! perge et cetera


Meine Schwester, freẅlein Dorothea Bathildis,
ist von Deßaw, gegen abendt, glücklich ahnkommen.

Freitag den 17den: September 1652.

<30 kleine vogel. 2 Hasen. 4 endten. >


Jch bin hinauß, auf den vogelherdt, spatzirt,
post sacra peracta.


Meine Söhne seindt auch hinauß, einer, schießen,
der ander, hetzen gegangen.


Pacqueet von Zerbst, in publicis, sonderlich:
wegen der Gesindeordnung, undt dann,
wegen der Schwartzburgischen rügkfalßgelder.


Avis: das der Bischoff, oder Administrator zu halle
sich beschwehret, daß ihm der allte Administrator Marggrave
Christian Wilhelm, mit neẅen Prætensionen, händel machet.

|| [[Handschrift: 58r]]


Il y a peü de repos, au monde!

Samstag den 18den: September 1652.

<14 lerchen, KüchenSchreiber Andreas hetzler Valtin knecht, undt Michel vorreütter. 2 Hasen, Carl Ursinus gehetzt.>


Matz Biedersehe, ist bey Mir gewesen, in allerley
importantzen, zu referiren. Dieu vueille faire tout sücceder.


Jtem: Eleonora Elisabeth von Ditten ist nacher halla, verrayset perge et cetera
bey dem Marschalck Sastrow, zu gevattern, zu stehen. perge


Schwester Dorothea Bathilde habe ich besucht, undt allerley infor-
mation, von ihr, eingenommen.

Sonntag den 19den: September 1652.

<35 großvogel von Ballenstedt perge> <Geörge Mußketier Michel haußknecht und Stalliunge, 7 lerchen. >


Jn die kirche, cum duobus filijs, & 2 filiabus16.


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, Doctor Mechovium,
den iüngern Sekerka, undt Tobias Steffeck von Kolodey gehabt.


Die Erffurter avisen geben: daß der Cardinal
Mazzarinj zwahr, sich vom hofe, absentiret,
iedoch alle consilia, noch dirigiret. Die
Printzen, legen die waffen noch nicht nieder,
ob sie sich schon darzu erklähret, nach er-
folgender Amnistia. Der hertzog von Lottringhen,
hat sich, mit ihnen, und den Spannischen, conjungiret,
undt seindt in die 10000 stargk, auf den -
renne an marchiret. Jn Barcellona, seindt von
36 Barcken secours, nur 13 hinein gekommen.

|| [[Handschrift: 58v]]


Die übrigen, haben die Spannischen endtweder
erobert, oder in grundt geschoßen, und haben
die belägerten, einen Außfall gethan,
worüber ihrer in 1000 der Spannischen
aber, bey 500 todt geblieben. Ob sich nun
der orth halten kan, ist zweifelhaftig.


Jn Engellandt, glimmet ein wunderlich
feẅer. Die Levelleürs, undt viel große
herren, begehren von itzigem Parlament
Rechnung, undt ein neẅ Parlament,
zu erwehlen, neben etzlichen andern
puncten. Das Parlament selbst,
ist undter sich uneinig, undt straiffen
die holländer, sehr stargk auf die
Engelländischen Schiffe.


Jn Polen, leget zwahr die furcht
sich etwaß, wegen der Cosagken,
alleine trawet man, den Türcken,
undt Tartarn nicht darumb auch, die
werbungen eyferig forthgesetzt werden.

|| [[Handschrift: 59r]]


Ob die ReichßChurfürsten, nach Prag, kommen
möchten, darahn will numehr schier ge-
zweifelt werden, hingegen wollen andere
davor halten, das die Churfürsten (außer
Sachßen, undt Brandenburgk) undt andere
Fürsten, persöhnlich, nacher Regenspurgk
sich erheben, undt viel Spannische
consilia hindtertreiben möchten.
Maßen dann, hertzogk Ernst zu
Sachßen Gohta, innerhalb 3 wochen,
mit 18 personen, sich persöhnlich
nacher Regenspurgk, begeben, undt
eine zeitlang daselbst, verbleiben werden. perge


Doctor Fischer, der Amptmann Richardt, undt
Philip Güder, seindt gestern abendt,
von Ballenstedt, wiederkommen.


heütte nachmittage, wieder in die
kirche, mit der Schwester, Freẅlein
Bathilde, mit zweyen Töchtern17, undt beyden Söhnen. et cetera


Stargker regen, den gantzen tag.

|| [[Handschrift: 59v]]

<Stargker regen. >


Oeconomica tractiret.


Philipp Güder, bey mir gehabt, undt relation
ahngehöret, von der Ballenstädtischen rayse, <da er> mit Doctor Fischern,
herbatum gewesen.


heütte Nachmittagß, hat Andreaß
hetzler, der küchenschreiber, mit Anna
Panßin, der CammerMagdt, hochzeitt
gehalten. Man hat wegen regen- undt
ungestümmen wetters willen, des Adelichen
Frawenzimmers, undt anderer wegen, diese
hochzeitt, im hause, permittiren müßen.
Undt weil es nicht auf dem Schloße
geschehen, hat man es in Matz Urlobs
hause, vorm berge, angestellet. Die
consideration, unserer trawer, des ab-
schleppens, und andere motifecen, haben
mich abgehalten, auf dem Schloße, solches
nicht zu concediren. Gott gebe seinen Segen!


Magister Menzelius, undt mein Cammerdiehner Ludwig Röber nebst
dem Amptmann Georg Reichardt seindt diesen abendt, von Ballenstedt wiederkommen.

|| [[Handschrift: 60r]]

Dienstag den 21ten: September 1652.

<2 hasen, Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt.> <29 großvogel, von Ballenstedt. > <Regen. Nebel mane.>


Der regen, hindert die heẅerndte, undt die winter-
außsaht, macht auch den weinwachß, faulen. Patientia!


Der pfarrer von Kermigk, Er Valentinus Reichardt,
hat mich gestern auch, auf seine andere nuptias
gebehten. Kommen also die hochzeitten, geschwin-
de auf einander. Sie freyeten undt ließen
sich freyen, wie zur zeitt Noah. Gott gebe
ihnen, undt allen Christlichen hochzeittern,
seinen reichen, mildten, gnaden Segen!


Von dem regen, lauffen schon die waßer
sehr an sonderlich am hartz. Patientia!


Eine hollendische<Engellendische> Jungfer, Elizabeth Trowell,
so Meine gemahlin, (sans mon sceü) bestellet, (weil
Sie Frantzösisch, undt andere mehr sachen, vor die
kinder, kan) ist unvermuhtend ankommen. perge


Gott gebe! Das Sie unß, wol gerahte!


Nach dem sich gestern zu anfangß, des Küchenschreibers
hochzeit, schwehr ahngelaßen, ist Sie doch endt-
lich <zu abende> gar wol, ehrlich, undt friedlich abge-
gangen, undt in die 50 personen (utriusque sexus),
darbey gewesen, mehrentheilß unsere hofdiener,
undt dann, beyder anverwandten, und bekandten, von hinnen, undt
von Cöhten. Nachmittage, gehet Man wieder dahin, und wirdt geschenckt.

|| [[Handschrift: 60v]]


Georg Reichardt der Amptmann, ist wiederkommen, relation zu thun,
wie seine Commission, zu Ballenstedt undt Padeborn,
wegen anrichtung, der kirchen, undt pfarrgebeẅde,
abgelauffen? Gott gebe ferneren succeß!


Schreiben auß Schlesien, Croßen, Leiptzigk
hall, Curlandt, Dresen[!], Caßel alda
eines freẅleins geburtt, angekündiget <Mir> worden.
In Schlesien, sol hertzogk Christian von Brigk
nach einem hirsch, nebenst einem forster, haben
schießen wollen. So hat ein ander heimlicher
Schütze, eben auch, nach dem hirsch, geziehlet,
undt geschoßen, also daß die kugel dem forster
durch beyde Schengkel, undt dem hertzogk,
in den einen fuß, gegangen, also: das es ihm, im
knöchel, stegken blieben. Jst ein unglück! so
seltzames nachdengken macht, undt billich
umb heylsahme geneseung, Gott ahnzurufen!


Die avisen, geben: daß Duynkerchen, vom
Ertzhertzogk occupiret, undt 2000 Mann, mit zimlicher
provision, darauß gezogen, undt nacher Calais, con-
voyiret worden seyen, nach dem der entsatz
undt armada zu wasser, so der Duc de Vandosme || [[Handschrift: 61r]]
mit 30 Schiffen, hinein zu bringen vermeint, erst
von 40 Engelländischen Schiffen, rencontriret, undt
totaliter, biß auf 4 OrlogsSchiffe, (welche auch
hernacher, den Spannischen kriegsSchiffen,
ebenmeßig, zu theil worden) geschlagen, undt
ruiniret, auch die Schiffe, hinweg bekommen worden.


Die occupation der Außerwergke, vor Duyn-
kirchen, (welche viel blut gekostet) undt
daß ihnen alle hofnung des entsatzes, so wol
zu lande, (da es der Mareschal d'Aumont,
von Calais auß, vergeblich versucht) als zu
waßer, benommen, hat die übergabe, acceleriret.


Der König in Frangkreich ist auch in gefahr, ob
er schon den Cardinal Mazzarin von sich gelaßen,
Sintemahl der Düc d'Orleans, Prince de Con-
, undt hertzogk von Lottringhen, nebenst den
Spannischen, (so der hertzogk Ulrich, von Wirtemberg,
commandiret) numehr, 36000 Mann, effective
stargk sein, undt dem Könige, welcher undter
dem Visconte de Türenne, nur 8000 Mann starck
leges vorschreiben wollen. Gleichwol ist der König
wolgemuht, hat sich wol verschantzt, suchet die Pari-
ser, zu gewinnen, undt droẅet dem Düc d'Orleans, mit der con- || [[Handschrift: 61v]]
demnirung, in das Crimen Læsæ Majestatis.


Barcellona sol dennoch von Frantzosen, in
etwas, endtsatz erlanget haben.


Der pabst, ist krangk.


Die Venezianer, führen noch ihren
Türckenkrieg, zu waßer, undt lande, hoffen
aber doch, die auf Tractaten. Gil de haaß,
hat die Türgken vor Suda, abgeschlagen.
hingegen haben Sie, Venezianische, undt
Maltheser, Kaufmanns- undt ProviantSchiffe
erobert.


Jn Ungarn, continuiret die forchtt, vor
dem Türgken, undt es laßen sich Seltzahme
signa, undt Prodigia, am himmel sehen,
von treffen, von Schlachten, der Reütter, undt
knechte, undt Seltzamer thiere etcetera etcetera


Zu Prag, werden noch die Churfürsten erwartet.


Jn Polen, ists wie neẅlich gemeldet.
Jn Schweden macht man präpäratoria zu den
Tractaten, mit Polen, undt Moßkaw, wie
auch, zum begräbnüß, des alten pfaltzgraven.
Der Königinn FrawMutter, ist krangk, graff || [[Handschrift: 62r]]
Magnus ist krangk. Viel andere herren mehr. Etzliche
sterben, alß auch, der Reichsraht Salvius.


Jn Dennemargk graßirt die Seüche, undt sollen
täglich, in die 100 personen, zu Coppenhagen, begraben
werden. Die Princeßinn ist forth, durch das
Landt zu Meckelburgk undt durch die Marck
auf da ihr beylager, nach Dresen[!].


Jn Polen, regiert auch die pest, wie auch, in
Spannien, Sardinien, Türckey.


Die Zeeländer, haben den iungen Printzen
von Uranien, zu ihrem Capitain General
erwehlet, undt ahngenommen. Die andern
Provintzien, incliniren gleichßfalß darzu.
hollandt alleine, sonderlich Amsterdam
opponirt sich.


Die Parlamentischen Engelländer nehmen viel Frantzösische
undt holländische Schiffe hinweg, so reich beladen.
hingegen, gibts motus in Engellandt, das volgk,
fordert rechnung von ihren vielen Contributionen.
Wollen ein Neẅ Parlament haben. Schottlandt,
undt Jrrlandt seindt guten theilß, noch vor den König.
Pfaltzgraf Ruprecht, ist stargk zur See, undter Neẅ Engellandt.


Jungfrau Eleonora Dütten, ist von Halla wiederkommen. perge

|| [[Handschrift: 62v]]

Mittwoch den 22ten: September 1652.

<Bel tempo. >


Rindtorf, (so mein Gesandter gewesen, auf Andreæ
hetzlers hochzeitt) hat mir heütte referiret,
wie alles fein still, ordentlich, undt wol,
abgelauffen. Gott gebe ferner, seinen Segen!


Jn die kirche, cum sorore; & filijs, auch
dreyen töchtern18.


heütte Nachmittage, ist des CantzleySecretarij
Bährenreütts hochzeitt. Der CammerRaht, Doctor Mecho-
vius, ist dahin, mejn gesandter. Gott gebe ihnen,
seinen Segen!


Morgen (gebe gott) ist Caspar Pfawens, Sohnes
hochzeitt, darzu ich gebehten, undt den
Amptmann zu Ballenstedt, verordnet.
Gott gebe ihnen, geleichßfalß Segen! Zu
Gernroda, auf dem hause, sol die hochzeit
celebriret werden, weil er, der Sohn,
Amptmann daselbst ist, undt auch Secretarius,
bey Meinem Bruder, Fürst Friederichen. et cetera


Extra zu Mittage, nicht allein die Engel-
ländische Jungfer, (welche numehr Ordinarin ist)
sondern auch, den jüngern Sekerka, gehabt.

|| [[Handschrift: 63r]]


A spasso, in die Bornicker Awe, an vogelherdt.
I'ay contè, de la, jusqu'au chasteau & a ma chambre
3000 de mes pas, au retour.


Jehna ist von hall wiederkommen, (alda er
mit Posen geredet, per conto dj Kohlmann)
undt hat seinen abschiedt genommen, post Coenam,
in meynung, Morgen, (gebe gott) wieder nach Zerbst,
zu wandern. Er hat auch, unvermuhtete
gelegenheit gehabt, in der herberge zu halle
im Goldring, Hertzogk Frantz Carllen, zuzuzu-
sprechen. Derselbe ist eben vom Kayserlichen hofe,
unbekandt ahnkommen, hat zum Churfürsten
von Brandenburg gewoltt, daselbst condition
ahnzunehmen, undt volgk dem Könige in
Polen, zuzuführen. Er hat nur 4 personen
auf einer landtkutzsche, bey sich, gehabtt,
undt ob ihn schon der Administrator zu halle,
hinauf bitten laßen, hat er sich doch excusiret.


heütte ist abermalß eine unsichtbahre
Sonnenfinsternüß. perge et cetera Gott gebe daß so viel
Ecclypses, nichts böses indigetiren mögen!

|| [[Handschrift: 63v]]

Donnerstag den 23. September 1652.

<4 hasen. 1 Schockßo: 2 große vogel.>

<Iohann Balthasar Oberlender, Märtin haug, undt hundeiunge Lorentz, haben 1 Schockßo: undt 11 lerchen, undt 5 wachteln, gefangen.>


Christophorus von Jehna,
Mein Raht, undt bestalter Syndicus zu Zerbst,
ist wieder forth, nach Zerbst zu. Gott
wolle ihn begleitten!


Nacher Caßel, undt Croßen, geschrieben.


Zum vogelherdt, gegangen, 54 kleine vogel gefangen.
Darzu seindt noch 6 kommen, thut die liferung, ein schogk.


Meine Söhne, seindt hinauß hetzen geritten,
undt haben 4 hasen, einbracht.


Victualien, von Ballenstedt. et cetera


heütte helt des hofrahts, Caspar Pfawens Sohn,
(welcher Amptmann, zu Gernroda ist, undt Secreta-
rius Meines bruders Fürst Friedrichs zu hatzgeroda[!]), auf
dem hauße Gernroda, hochzeitt, undt
der allte hat Mich, darzu gebehten. Jch
habe auch dem Amptmann zu Ballenstedt, Märtin
Schmidt, meine stelle zu vertretten, verordnet.


Er sol 3 lange tafeln, undt 16 tische
speisen wollen, undt darzu angeschaft
haben, herrliche Victualien, undter andern
10 Eimer Rheinischen wein, 9 faß Zerbster || [[Handschrift: 64r]]
Bier, 6 faß Brüehahn, undt andere sachen. Jn die
10 wagen, voller feiner vornehmer leütte,
seindt durchpaßiret, auf die hochzeitt, die
Brautt (welche des vorigen Syndicj Fingerlings
tochter, undt Licentiat Keppen itzige Stiftochter ist)
begleitten. Man meinet auch es werden
etzliche Rähte, undt vornehme außm lande,
alda gegenwärtig sein, undt solche auß-
richtung, wol in die 500 ReichsthalerRthlr: kosten.


A quoy sert, ce lüxe, & dissolütion?


Der Braüttigam aber, alß er der brautt
entgegen ziehen wollen, hat er die rose
an bagken bekommen, undt mit fetten
oliteten, es zu heilen, vermeinende, noch mehr
verderbet, also: das er von Warmstorf
auß, seinen curß, (mit hertzeleidt, undt
großer ungedultt), sistiren, undt wieder
umbkehren müßen. Man besorget, der schade
dörfte wol gar fistuliren, undt gefahr,
undt schaden, dem iungen Mann, (den Gott davor
bewahren, undt Segenen wolle!) darauß endtstehen.
Nihil est, ab omnj parte, beatum!19

|| [[Handschrift: 64v]]

Freitag den 24ten: September 1652.

<Bel Tempo. 5 Mandel, und 9 kleine vogel.> <27 lerchen, Cammerdiener Hanß Kohte, heinrich Stalliunge, Rindtorfs iung. >


Zweene große pacquet,
wegen des Reichßtages, landttags, undt
wegen belehnung, mit Gernroda, von
Zerbst, sampt denen addreßen, von
Deßaw, undt Plötzkaw, entpfangen.
Gott gebe heilsahme Consilia.


Er Hesius, ist bey Mir, gewesen, allerley
zu referiren, undt eine dimission in die Margk
zu begehren.


Die allte 75iährige Maria Kindinn,
(so in die 28 iahr lang, Altfraw, auf dem
Schloße alhier gewesen, undt treẅlich,
Meiner frawMutter Sehlig wie auch meinen
Schwestern, So dann auch, Meiner gemahlin,
successive gedienet, undt die großen
plünderungen, anno 1636 undt 1644
mitt außgestanden, undt viel ungemach
gehabt, aber alles mit Gottsehligem, Standt-
haftem Muht, vertragen) hat diesen Nachmittag,
valediciret, undt abschiedt genommen. Sie will
nacher Niemburgk; zu ihren freündinnen, ob ich Sie || [[Handschrift: 65r]]
schon gerne, ex commiseratione, & Christiana caritate
alhier in der Stadt, undterhalten hette. Gott gebe
nur, daß der Segen Gottes, nicht von unß, hinweg ziehe.
Veritas, et Fidelitas sincera, eam extulit;
invidia vero maligna, eam depressit. Sie
ist eines pfarrers tochter, undt eine wittibe
von zweyen predigern, voller treẅe, undt Gott-
sehligkeitt. Der Schlag, hat sie etzliche mahl
getroffen, undt Sprachloß gemacht, alß
auch noch neẅlichst. Gott hat aber noch
allemahl, (gleichsam miraculose) ihr
wieder aufgeholfen, undt zu guten medicamentis
seinen, Segen, gegeben, wiewol sie an itzo
nicht so fertig reden kan, alß vorhin, undt
nur einer sehligen auflösung, auß diesem
jammer- undt thränenthal, in Christo, gewärtig jst!
Gott gebe! Daß wir unß, weder an ihr, noch
ahn andern, mit undangk versündigen!
undt stehe ihr, undt allen bedrengten, mit
der trostreichen kraft, des heiligen Geistes, gnediglich bey!
Damit Niemandt zu klagen, undt zu zagen, vrsach habe.


Jn schönem wetter, mit Madame, in gartten. perge
spatzirt.

|| [[Handschrift: 65v]]

Samstag den 25. September 1652.

<Nebel mane.> <30 lerchen, Mein page Albrecht Sekerka, Zacharias Trompter, und Friederich holst gestrichen. 3 mandel kleine vogel 12 heidelerchen. >


Die Altfraw, ist heütte
forthgeschaft, Gott tröste sie!


Philip Güder, ist bey Mir gewesen.


Martin Nickel ist wiederkommen, de Prag20 avec dü Vent!


Die leidige zeittung, mit hertzogk Christian vom
Brigk, continuiret, also; daß mit variirten Circum-
stantijs, gleichwol die that verübet, nemlich: das der un-
vorsichtige Schütze, in der Demmerung gesehen, das hertzogk
Christians, forster, seines herren undt seine büchße, auf
beyden Achßeln, in die höhe getragen, undt darauß
(unbesonnen) iudiciret, es wehre ein hirschgewehe, darauf
er <nach dem vermeindten Hirsch> feẅer gegeben, undt so niedrig geschoßen, wie am
nähern, schon gemeldet worden. Der gute herr sol sehr
über große schmertzen am fußknöchel klagen, undt der
gemahlin, (welche Schwanger ist) sehr übel thun. Gott
wolle trösten, undt diese trübsall lindern, auch mitt
Christlicher Gedultt, überwinden helffen! hertzogk
Ludwig vom Brigk, hat auch mitt hinauß gewoltt,
aber seine gemahlin, hat ihn so sehr gebehten, (weil ihr
angst undt bange umbs hertz, vor ihn gewesen,)
das er es dißmahl, eingestellet, und nicht mittgezogen.


Es ahnet oft manchen Menschen, etwaß, undt weiß
nicht wie? oder worümb? es ihme geschicht. Gott bewahre vor Meher unglück!

|| [[Handschrift: 66r]]

Sonntag den 26ten: September 1652.

<38 lerchen, gestrichen, Ludwig Rober, Valtin knechtt undt der Banckkoch >


Avis: das Graf Rantzaw, unversehens,
zu Plötzkaw, eingesprochen, undt gewillet seye, auf halla,
undt Dresen[!], zum Beylager, zu gehen.


Jn die kirche, vormittagß, mit beyden Söhnen, und zweyen
töchtern21 gezogen, wie auch mit der Schwester Liebden.


Philipp Güdern, in Oeconomicis, undt anderm, bey Mir, gehabt.
Extra zu Mittage: die Rindtorfinn, Doctor Mechovium,
undt Tobias Steffeck von Kolodey. Die Engelländerinn, rechene ich nicht
mehr, wie: auch den Magister, alß Ordinarios.


Advertentz: Daß der Fertzigkinn eingebrochen,
undt 800 ReichsthalerRthlr: gestohlen worden, da sie doch
gestern, ihrem leiblichen Sohn, Rittmeister
Schawern, 100 ThalerThlr: zu leyhen, recusiret,
mit vorwenden, Sie hette es nicht. Also
kan der Mammon, (von welchem heütte
Morgen, viel geprediget worden) die leütte
einnehmen! perge et cetera


Nachmittags, wieder in die kirche, undt predigt,
cum sorore, undt zweyen Söhnen, auch zweyen töchtern22, gezogen. et cetera


FeldtScherer, undt Balbirer, Hanß Wentzel
Rohte, ist ein par tage her, gantz unpaß gewesen.
Gott wolle es, mit ihme zur beßerung, schicken.

|| [[Handschrift: 66v]]

Montag den 27ten: September 1652.

<23 lerchen, Oberlender, Märtin Lackay, undt der hundeiunge, gefangen. >


Secretarius Paul Ludwig ist bey mir gewesen, expedienda, zu befördern.


Postea: Georg Reichardt der Amptmann.


Die Weinlese, ist heütte angefangen. Gott gebe
glück! undt Segen, darzu!


Schreiben, von Croßen, undt Breßlaw, auch, von Wien.
Die Avisen geben: daß Barcellona über seye.


Daß friede in Frangkreich, tractiret werde, durch
interposition des hertzogs von Lottringhen, nach dem
der Visconte de Türenne, mit der Königlichen Armèe,
etwas schaden gelitten. König in Spannien, hat den
Düc de Guise, liberiret, undt den Printzen 200
Crohnen, bahrschaft zugeschickt.


Die Frantzösische armèe navale, so nach Duyn-
kirchen, gewoltt, ist vom Engellischen Black, undt
von den Spannischen, geschlagen, undt darauf ein
guter accord, denen zu Duynkirchen, bewilliget worden.


Kleine rencontres, werden berichtet, zwischen
den Staadischen, undt Engelländischen Schiffen, allein
die Engelländer nehmen den andern, reiche prinsen,
Die holländer ihnen aber, nur kohlen, häring, schlechte sachen.


Zu Amsterdam ist ein großer Auffstandt ge-
wesen, wegen 2 meütinirischen matroßen,
welche gehenckt worden, weil Sie geldt gefordert, || [[Handschrift: 67r]]
undt darüber, 9 unschuldige bürger, im gedrenge
erschoßen worden, als sie die zu liberiren vermeint,
vorm WestJndianischen hause. Nun werden die
Mußcketirer gesucht, so geschoßen, undt die ca-
pitains, so es commandirt, da es ihnen doch befohlen
gewesen, auf das empörete volck feẅer
zu geben, wann sie nur die recht zeitt, ge-
troffen hetten.


Zeelandt, undt Gelderlandt, haben
den Printzen von Uranien tergiversiret,
hollandt opponiret sich.


Der Türgke tractiret friede mit Venedig,
undt leßet sich in Ungarn, stargk finden.
Die Grafschaft Neütra, will er in Schutz
haben. Die Kayserlichen tergiversiren.


Die Churfürsten, werden zu Prag erwartett
außer Chur Cölln, so krangk. Landgraf Ernst
ist auch daselbst ankommen, selb neündte.


Die Maltheser haben eine Türckische
gallere, mit 500 Mann, und großem gut, bekommen.


Die Silberflotte ist in Spanien, 15 millionen ducaten
Reich, wol ahnkommen.

|| [[Handschrift: 67v]]


Jn Dennemargk und Schweden, remittiret die Seüche.
Schweden tractiret heimlich, mit den Cosagken.
Zu Lübegk gehen die Pollnischen Tractaten, forth.


Schweitz, undt Elsaß, gehen auf eine Landeß-
defension.


Zu Briesach, gibt es wieder unfriedt, undt
Tumult, mit dem Conte de la Süse, so
guht Printzisch ist, wieder die Königliche garnison.


Jn Polen, gehen die werbungen, noch forth.


Nachmittags, bjn ich mit Meinen Söhnen, undt etzlichen
pferden, in die weinberge, undt Weinlese, geritten.
Es leßet sich alles, schwehr ahn. Der wein fänget
an, sehr zu faulen. Difficilia, quæ pulchra!


Gestern abends, umb 10 uhr, ist der homeester23
von Plötzkaw, alß er mit zweyen knechten24
in Fürst Augustj weinbergk, zu AderStedt, gegangen,
undt trauben stehlen wollen, vom wintzer25
durch den kopf, todtgeschoßen worden. Ein unglügk!


Quilibet faber, suæ Fortunæ!26


Gott gebe, daß er sehlig, verschieden seye!


Gegen abendt, hat es sehr geregnet. Es fieng schon
ahn, als wir zu Aderstedt wahren. Dörffte die faü-
lung des weins, (leider) befördern. Gott wirdt es dennoch wol machen.

|| [[Handschrift: 68r]]

Dienstag den 28ten: September 1652.

<5 Mandel fette lerchen, von Leiptzigk, vor 22 groschen erkaufft.>


Artephius, ein Griechischer Medicus, hat geschrieben,
de prolunganda Vita, (welches an itzo herrvetter Fürst Augustus,
durch Doctor Fischern, verdeützschen leßet) undt <er> sol 1000
iahr, altt worden seyn, welches vor gar gewiß,
will gehalten werden, wiewol es unglaüblich
ihrer vielen, anscheinet. Theologice zu reden,
kan sich kein mensch, sein leben verlängern,
dann Gott hat einem ieglichen sein ziel gesetzt,
welches niemandt überschreitten kan. Allein
Medice, undt Politice, (in sano intellectu,)
kan man wol die Mittel verseümen, oder
gebrauchen, undt solcher gestaltt, (iedoch alles,
undter Göttlicher regierung; providentz, undt
willen des Allerhöchsten!) sich das leben durch
gebrauch von Gott verordneter heylsahmer
Mittel, <Diæt> undt dienlicher Artzneyen, erhalten,
verlängern, oder durch mißbrauch der gaben Gottes,
unordentliches leben, undt exceß, oder undterlaßung
undt verachtung dienlicher Mittel, undt artzneyen,
sich, vor Menschlichen augen sein leben verkürtzen, ia wol
gar in unglügk, Mordt, undt unfälle sich præcipitiren!

|| [[Handschrift: 68v]]


Mein Sohn, Victor, ist heütte nachm frühestügk auf Deßaw,
geritten, selb vierdte. Gott wolle ihn begleitten. undt
vor unglück bewahren! in itziger bösen zeitt,
da man nicht viel gutes höret. perge et cetera


Gegen abendt, aber, ist mein Sohn, wiederkommen,
dieweil ihm, ein Jäger von Deßaw, begegnet, welcher
ihm angezeiget, daß die künftige woche, allererst,
das iagen, vor sich, gehen würde, undt die hunde,
von Sanderßleben, geholet werden sollten. perge et cetera


Avis: das der Allte Adrian Voytt, zu Plötzkaw,
gestorben, undt sein lehensfolger27, ankommen.
Iceluy, ne veüt reconnoistre lés debtes, de son de-
vancier, auxquelles il n'a nüllement acconsenty!


Victualien von Ballenstedt 2 Schockßo: großvogel weniger 2
butter, Endten, hüner.

Mittwoch den 29ten: September 1652.

<Michaelistagk.>


Jn die predigt, mit der Schwester Dorothea Bathilde mit beyden
Söhnen, undt zweyen töchtern28, vormittagß.


hofprediger, auf dem lande, zur kirchenrechnung, gewesen.


Extra: zu Mittage, die Rindtorfinn gehabtt,
item: den iungen Sekerka, den Tobias Steffeck von Kolodey undt
Ern Marggravium.


Die weinlese, hat sich wol gelöset. Gott lob! undt dangk!
undt es seindt über die 50 Eimer, wein, auß dem Aderstedter berge kommen.

|| [[Handschrift: 69r]]


Nachmittagß, wiederumb in die kirche, gezogen,
cum sorore, & filijs, undt be zweyen töchtern 29. Er Jonius
hat geprediget, der Diaconus, einen Text, ex Apocalypsj
vom Ertzengel, Michael, undt dem drachen. perge et cetera30

Donnerstag den 30ten: September 1652.

<Regen. Windt.c>

<30 lerchen, der Schneidergeselle31, der hundeiunge, undt kücheniunge, die Nacht, gestrichen, zur hofküche.>


Die weinlese, im AderStedtischen Berge
ist Gott lob, ein drey tage her, wol
abgegangen, undt darauß 64 Eimer, 55 maß, gewunnen.
Gott laße uns seinen Segen, genießen! undt wol gedeyen!


Extra zu Mittage Jonium den Diaconum
gehabt, undt Tobias Steffeck von Kolodey.


Toffel heldt, zum knechtt, im raysigen Stalle,
undt zum ReittSchmidt ahngenommen. Gott gebe zu glügk!


Nacher Croßen, Brigk, Breßlaw, Fulda,
geschrieben, undt schreiben laßen.


Post, von Ballenstedt; con qualche sussidio.


Textapparat
a Bislang unidentifiziertes Kreissymbol.
b Abkürzung nicht auflösbar.
c Bislang unidentifiziertes Kreissymbol.

Kommentar
1 Person nicht ermittelt.
2 1. Cor 11,27-29.
3 Personen nicht ermittelt.
4 Mc 7.
5 Ct 4.
6 Zitat nach einem Vergil zugeschriebenen Lobgedicht auf Kaiser Augustus nach Don. Vita Verg. 70 (ed. Diehl 1911, S. 35).
7 Zitat nach Palingenio Stellato: Zodiacus vitae, 8, 219, S. 295f.
8 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
9 Person nicht ermittelt.
10 Person nicht ermittelt.
11 Person nicht ermittelt.
12 Person nicht ermittelt.
13 Person nicht ermittelt.
14 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
15 Person nicht ermittelt.
16 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
17 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
18 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
19 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
20 Identifizierung auflösbar.
21 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
22 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
23 Person nicht ermittelt.
24 Personen nicht ermittelt.
25 Person nicht ermittelt.
26 Zitat nach Ps-Sall. rep. 1,1,2 (ed. Eisenhut/Lindauer 32006, S. 318f.).
27 Person nicht ermittelt.
28 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
29 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
30 Apc 12,7.
31 Person nicht ermittelt.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1652_09.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
acceleriren
fördern, vorantreiben
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
admittiren
gestatten, zulassen
Advertenz
Beachtung, Zuwendung gegenüber jemandem/etwas
Advertenz
Benachrichtigung
Ägidiustag
Gedenktag für den Heiligen Ägidius (1. September)
Außenwerk
Befestigungsanlage außerhalb des Hauptwalles
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Bräune
Angina (Mandelentzündung)
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
condemniren
verurteilen, verdammen
Condition
Dienststelle
conferiren
jemandem etwas (z. B. ein Amt oder ein Lehen) übertragen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
Consideration
Überlegung, (eingehende) Betrachtung, reifliche Erwägung
Consideration
Wichtigkeit
consultiren
(gemeinsam über etwas) beraten, beratschlagen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
copeilich
abschriftlich
Defension
Verteidigung
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
disseminiren
etwas verbreiten, ausstreuen, sähen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
ein
ungefähr
excusiren
entschuldigen
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
herbatum ziehen
draußen sein, um Pflanzen zu sammeln
Herd (Vogelherd)
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Homester
Hofmeister (vom Besitzer eingesetzter Verwalter eines Landgutes)
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
incliniren
zu etwas neigen
Indigenat
Verleihung der Rechte eines einheimischen an einen ausländischen Adligen
indigitiren
aufweisen, nachweisen, andeuten
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Interposition
Vermittlung
invitiren
einladen
Landesdefension
Landesverteidigung
Levellers
Anhänger einer politischen Bewegung in England, welche z. B. vollständige Religionsfreiheit, die Abschaffung der Stände und die Gleichheit aller vor dem Gesetz forderte
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Mandel
Anzahl von fünfzehn
Michaelistag
Gedenktag für den Erzengel Michael (29. September)
mutiniren
meutern
mutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
Nürnberger Pflaster
Wundpflaster, das unter Verwendung verschiedener Öle hergestellt wird
offendiren
beleidigen, kränken
Offens
Beleidigung, Kränkung
Offizier
Amtsträger, Beamter, Bediensteter
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
pecciren
fehlen, sündigen, Unrecht tun
präcipitiren
übereilen, überstürzen
präcipitiren
herabstürzen
Präparation
Vorbereitung
Pri(n)se
vom Feind erbeutetes Schiff
Provision
Vorrat, Vorsorge
Provision
Unterhalt, Versorgung, Verpflegung, regelmäßige (jährliche) Zahlung
Provision
Fürsorge, Vorkehrung
putzen
verschönern, schmücken, zieren
putzen
übel behandeln, schelten, zurechtweisen, abfertigen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
Relation
Bericht
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
rencontriren
antreffen, begegnen
Requisition
Forderung, Verlangen
Rose
auch als Rotlauf bezeichnete flächenhaft ausgebreitete Hautentzündung
Rote Ruhr
Ruhr mit schleimig-blutigem Stuhl
selbneunt
eine Person mit noch acht anderen, zu neunt
selbviert
eine Person mit noch drei anderen, zu viert
sistiren
sich einfinden, vorstellig werden
streichen
zur Ehrerbietung (Flagge oder Segel) herunterziehen
streichen
Vögel mit Hilfe eines Netzes (massenhaft) fangen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
tergiversiren
zögern, sich weigern, Ausflüchte suchen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Trompter
Trompeter
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
versiren
sich bewegen, sich befinden, schweben
versiren
sich mit etwas beschäftigen, mit etwas umgehen
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Volk
Truppen
Zeitung
Nachricht
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Agnes Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1612
gest. 1629
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Züchtige"); seit 1628 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Amoena Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1609
gest. 1628
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Sparsame"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; 1617 Gründerin und Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Enthaltende").

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Fürstin Anna Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1603
gest. 1611
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Holdselige").

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Louise Amalia von Anhalt-Bernburg

geb. 1606
gest. 1635
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; seit 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Sanftmütige").

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Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Artephius

Anm.: Alchemist des 12. Jahrhunderts.

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Antoine d‘ Aumont
Duc Antoine d‘ Aumont
Marquis Antoine de Villequier
Comte Antoine de Berzé
Baron Antoine d‘ Estrabonnes

geb. 1601
gest. 1669
Anm.: Sohn des Jacques d‘Aumont; früher Einstieg ins französische Militär und Teilnahme an zahlreichen Schlachten und Belagerungen; 1646 Ernennung zum Lieutenant-général; 1651 Ernennung zum Maréchal de France, 1662 zum Militärgouverneur von Paris und 1665 zum Pair de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Theodor Bähr

Anm.: Um 1652 kaiserlicher "notarius immatriculatus" in Halberstadt(?).
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

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Matthias von Biedersee

geb. 1601
gest. 1664
Anm.: Sohn des Georg von Biedersee (gest. 1606); Erbherr auf Ilberstedt; langjähriger Kriegskommissar des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Aufseher über die Ämter des Teilfürstentums Anhalt-Köthen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Niederlegende").
Robert Blake

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Humphrey Blake; 1640, 1645, 1653, 1654 und 1656 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); ab 1646 englischer General at sea; seit 1656 Lord Warden of the Cinque Ports.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kaspar Böke
Kaspar Böckmann

Anm.: Geboren in Holstein; um 1646/56 Gärtnermeister und fürstlicher Schlossgärtner in Bernburg.
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

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Johann Georg Bohse

geb. 1578
gest. 1669
Anm.: Sohn des Juristen Johann Georg Bohse; Studium in Helmstedt; Dr. jur. utr.; anhaltischer und mecklenburgischer Rat; ab 1629 Stadtsyndikus von Halle (Saale); um 1647/53 Advokat und spätestens seit 1654 Rat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).

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Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d’Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb. 1587
gest. 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1631 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; dänischer Obrist (1625-1627) und Generalleutnant (1626); 1630/31 auch erzstiftisch-magdeburgischer Obrist; 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanzielle Entschädigung durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christoph (2) Carl

geb. 1619
gest. 1688
Anm.: Sohn des Buchbindermeisters Christoph (1) Carl (gest. 1636); um 1650/53 Buchbindermeister in Bernburg; einige Jahre vor 1650 zugleich Tafeldecker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach bis Ende 1650 kriegsbedingter Aufenthalt in Preußen; seit 1654 zugleich Schulmeister in Waldau.
Gaspard de Champagne
Comte Gaspard de La Suze

geb. 1617
gest. 1694
Anm.: Sohn des hugenottischen Adligen Louis de Champagne, Comte de La Suze (gest. 1636); seit 1636 Comte de La Suze; französischer Maître de camp (um 1649) und Lieutenant-général des armées du Roi; zudem Conseiller du Roi; 1653 Teilnahme an der Fronde.
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Maria Crimmelius
Maria Reinhard
Geburtsname: Maria Kind

geb. ca. 1577
gest. 1651
Anm.: Tochter des Zerbster Diakons und Gymnasialprofessors Nikolaus Kind (1541-1598); bis 1617 erste Ehe mit dem Aderstedter Pfarrer Augustin Reinhard (gest. 1617); 1620-1621 zweite Ehe mit dem Riederer Pfarrer Valentin Crimmelius (1554-1621); ca. 1624-1652 Altfrau auf dem Bernburger Schloss; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 324 und 388.
Valentin Crimmelius

geb. 1554
gest. 1621
Anm.: Pfarrer in Ried.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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Esterházy, Haus

Anm.: Ungarisches Adelsgeschlecht; 1712 Verleihung der dauerhaften Fürstenwürde.

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Zacharias Fingerling

gest. 1638
Anm.: Geboren in Ziesar; Studium in Wittenberg (1613); Syndikus sowie 1631, 1634 und 1637 (regierender) Bürgermeister der Stadt Zerbst.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Georg (4) N. N.

Anm.: Um 1649/52 fürstlicher Küchenjunge in Bernburg.
Hans Gnöpel
Hans Knöpel

Anm.: Um 1642 Hofböttcher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (1599-1656); vor 1648 auch dessen Weinschenk.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

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Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Hans (12) N. N.

Anm.: Um 1651/53 Bediensteter des fürstlichen Kammerjunkers Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Heinrich (2) N. N.

Anm.: Um 1651 Hunde- bzw. Jägerjunge des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Christoph Heldt

Anm.: Seit 1652 berittener Knecht und Reitschmied des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels
Landgraf Ernst von Hessen-Kassel

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1641 Volontär in französischen Kriegsdiensten; danach hessisch-kasselischer Kapitän (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1648); seit 1649 Titularlandgraf von Hessen-Rheinfels unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; 1651 Konversion zum katholischen Glauben; Erbe der Mediat-Landgrafschaften Hessen-Eschwege (1655) und Hessen-Rotenburg (1658); 1663 Ernennung zum kaiserlichen Feldmarschallleutnant (Stellung jedoch nicht angetreten).

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Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
Anna Hetzler
Geburtsname: Anna Banse

Anm.: Bis 1652 fürstliche Kammermagd in Bernburg; seit 1652 Ehe mit dem Küchen- und Kellerschreiber Andreas Hetzler.
Friedrich Holst

Anm.: Möglicherweise Sohn des fürstlichen Stallknechts Friedrich Georg Holst; um 1652/56 Stall- bzw. Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Christoph von Houwald

geb. 1601
gest. 1661
Anm.: Sohn des Grimmaer Tuchmachers Christoph Haubal (ca. 1575-1617); 1616-1618 kaiserlicher Musketier; später nacheinander Soldat der böhmischen Konföderation, der kursächsischen Armee sowie unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626) und Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1624-1634 in schwedischen Kriegsdiensten als Leutnant (1625), Hauptmann (1627), Major (1629), Obristleutnant (1630), Obrist (1630) und Generalmajor (1632); 1634/35 kursächsischer Generalwachtmeister; 1635-1648 Oberkommandant der Danziger Soldaten; 1647/48 zugleich polnischer Kammerherr, Kriegsrat und Obrist; seit 1648 kurbrandenburgischer Generalmajor; ab 1651 Geheimer Kriegsrat; 1631 Nobilitierung (Schweden).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Sebastian Jahrs
Sebastian Jahns
Sebastian Janus

gest. 1652
Anm.: Zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode, dann in Ballenstedt (1628-1637); ca. 1638-1643 halberstädtischer Amtmann von Gatersleben; um 1648/52 kurbrandenburgischer Amtmann von Gatersleben; daneben zeitweise in schwedischen Diensten.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Jakob Kettler
Herzog Jakob von Kurland und Semgallen

geb. 1610
gest. 1682
Anm.: Sohn des Wilhelm Kettler, bis 1615 Herzog von Kurland und Semgallen (1574-1640); 1615-1621 Erziehung am kurfürstlichen Hof in Berlin; ab 1638 Mitregent im Herzogtum Kurland und Semgallen; seit 1642 regierender Herzog von Kurland und Semgallen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Nikolaus Kind

geb. 1541
gest. 1598
Anm.: Zerbster Diakon und Gymnasialprofessor.
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann (2) Köppen

geb. nach 1612
gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Kanzlei- und Justizrats Johann Köppen (1584-1641); Studium in Wittenberg (1626), Zerbst (1630) und Marburg (1633-1636); Lic. jur.; danach Syndikus und Prof. juris et politices am Gymnasium illustre in Zerbst; ab 1642 anhaltisch-zerbstischer Hofrat; 1657-1664 anhaltischer Gesamtrat; seit 1664 kurbrandenburgischer Geheimer Rat; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dritte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Johann Kothe

gest. 1696
Anm.: Seit Januar 1651 füstlicher Prinzen-Kammerdiener in Bernburg; spätestens 1662 Stadtschreiber und zuletzt Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

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Katharina (2) von Krosigk

geb. 1628
gest. 1661
Anm.: Tochter des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630), die kurz vor der Hochzeit mit Andreas von Meyendorff auf Ummendorf starb.

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Michael Krüger

gest. 1653
Anm.: Seit spätestens 1636 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1649/53 fürstlicher Hausknecht in Bernburg.
N. N. La Ferrière

Anm.: Um 1652 französischer Chevalier in königlichen Diensten.
Philippe de La Mothe-Houdancourt
Duc Philippe de Cardone
Duc Philippe du Fayel

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des Philippe de La Mothe-Houdancourt (1558-1652); 1622-1652 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal de camp (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1641) und Maréchal de France (1642); 1642-1644 und 1651-1653 Vizekönig von Katalonien; 1642-1653 Duc de Cardone; ab 1652 Pair de France; seit 1653 Duc du Fayel.

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Henri de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Ernst Gottlieb (von) Lampe

geb. ca. 1640
gest. 1675
Anm.: Sohn des Ernst Konrad (von) Lampe (gest. 1644); Erbherr auf Güsten; um 1650/56 fürstlicher Page in Bernburg; spätestens 1666 in kurmainzischen Kriegsdiensten in Erfurt, um 1668 als Leutnant; zuletzt kaiserlicher Leutnant.
Peter Laue

Anm.: Sohn des Köthener Bürgers Andreas Laue (gest. vor 1652); um 1651/1652 "Bankkoch" des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Lorenz (3) N. N.

Anm.: Um 1652/53 Hunde- und Jägerjunge des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Maciej Łubieński
Erzbischof Maciej von Gniezno
Bischof Maciej von Włocławek
Bischof Maciej von Poznań
Bischof Maciej von Chełm

geb. 1572
gest. 1652
Anm.: Sohn des polnischen Adligen Jan Łubieński (1530-1592); ab 1607 Sekretär und Notar in der königlichen Kanzlei; Bischof von Chełm (1621-1626), Poznań (1626-1631) und Włocławek (1631-1641); seit 1641 Erzbischof von Gniezno und Primas von Polen; 1648 zudem Interrex des Königreiches Polen.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Philipp May
Philipp Mey(er)

geb. ca. 1593
Anm.: Aus Hanau stammender Exulant, der sich lange in den Niederlanden aufhielt; seit 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1653).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
N. N. Meuter (1)

Anm.: Um 1652 Obrist in kaiserlichen Diensten.
Michael (5) N. N.

Anm.: Um 1652 Geselle des Hofböttchers Hans Schuster in Bernburg.
Michael (6) N. N.

Anm.: Um 1651/52 fürstlicher Vorreiter in Bernburg.
Michael

Anm.: Erzengel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin (2) Nickel

geb. 1630
Anm.: Sohn des späteren Bernburger Bürgermeisters Martin (1) Nickel (gest. 1651); um 1653 fürstlicher Bediensteter in Bernburg.
Nikolaus (3) N. N.

Anm.: Um 1651 fürstlicher Stalljunge in Bernburg.
Noach
Noah

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Matthias (1) Orlob
Matthias (1) Urlob

geb. 1589
gest. 1660
Anm.: Sohn des Bernburger Kämmerers Andreas Orlob d. Ä. (gest. 1612); um 1622 Bauherr und um 1623/26 Kämmerer der Bernburger Bergstadt.
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern

geb. 1625
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1645 heimliche Konversion zum katholischen Glauben; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1589
gest. 1652
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); ab 1604 regierender Landesfürst von Pfalz-Zweibrücken im Amt Kleeburg; 1618-1620 Verbindungsmann zwischen König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632) und Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1620-1622 Exil in Straßburg; seit 1622 in Schweden; 1630-1633 militärischer Oberbefehlshaber in Schweden; Leiter der schwedischen Finanzverwaltung (1631-1633) und Kriegsökonomie (1632/33); ab 1634 faktisch Reichsschatzmeister und Mitglied der Vormundschaftsregierung für seine Nichte, Königin Christina von Schweden (1626-1689).

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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N. N. Pfau (3)
Geburtsname: N. N. Fingerling

Anm.: Tochter des Zerbster Syndikus und Bürgermeisters Zacharias Fingerling (gest. 1638); seit 1652 Ehe mit dem Gernröder Amtmann Kaspar (2) Pfau (gest. 1655).
Heinrich Ludwig Pfau

geb. 1639
gest. nach 1658
Anm.: Sohn des anhaltischen Gesamtrats Kaspar Pfau (1596-1658).
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Kaspar (2) Pfau

geb. ca. 1627
gest. 1655
Anm.: Sohn des anhaltischen Gesamtrats Kaspar (1) Pfau (1596-1658); spätestens seit 1652 Amtmann von Gernrode und Sekretär des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).
Polen, Haus
Könige von Polen

Anm.: Polnischer Zweig der (1521-1654 die schwedischen Könige stellenden) Dynastie der Wasa, der 1587-1668 in Polen und Litauen herrschte.
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Hieronim Radziejowski

geb. 1612
gest. 1667
Anm.: Sohn des Stanisław Radziejowski (1575-1637); Starost von Łomża (1637-1652), Kamionek (1642-1652) und Solecki (1650-1663); 1637-1650 Vorschneider der Königin Marie Louise von Polen (1611-1667); 1650-1652 Unterkronkanzler des Königreiches Polen; 1652-1662 nach Verbannung wegen Majestätsbeleidigung Exil in Schweden; 1656-1660 in schwedischer Haft; 1662 Begnadigung durch den polnischen Sejm; 1667 Woiwode von Livland und polnischer Gesandter im Osmanischen Reich.

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Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

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Valentin Reichard

gest. 1661
Anm.: Geboren in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1636 Lehrer in Großweissandt; 1636/37 Pestpfarrer in Köthen; Pfarrer in Edderitz (1637/38?), Neudorf (1638?-1641) und Cörmigk (seit 1641); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 387.
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Augustin Reinhard

gest. 1617
Anm.: Pfarrer in Aderstedt.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Graf Christian von Roggendorf

geb. 1635
gest. 1704
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1668 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1685 kaiserlicher Kämmerer; mährischer Landrechtsbeisitzer und Kreishauptmann von Brünn; 1686 Erhebung in den Grafenstand.
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Wilhelm Christian von Roggendorf

geb. 1623
gest. 1685
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1642 im Dienst des Herzogs Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg (1598-1642) und danach bis 1652 des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); Tod in Breslau.
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen-Altenburg-Coburg
Prinzessin Magdalena Sibylla von Dänemark und Norwegen
Geburtsname: Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen

geb. 1617
gest. 1668
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1634-1647 erste Ehe mit Kronprinz Christian von Dänemark und Norwegen (1603-1647); ab 1652 zweite Ehe mit Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gütige").

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Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

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Herzog Franz Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1604
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1634-1643 schwedischer Obrist; ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Scharfe").

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Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg

geb. 1594
gest. 1660
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1621-1623 und 1625/26 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1626/27 dänischer Obrist; 1630-1633 schwedischer Obrist; 1633-1635 kurbrandenburgischer Obrist; 1635-1637 kursächsischer Obrist und Generalmajor; 1637 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1638 kaiserlicher Generalfeldwachtmeister; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schönste").

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Herzog August (2) von Sachsen-Weißenfels

geb. 1650
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzog August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680); ab 1660 Dompropst in Magdeburg; seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Behutsame").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Graf Christoph Leopold von Schaffgotsch

geb. 1623
gest. 1703
Anm.: Sohn des Hans Ulrich von Schaffgotsch (1595-1635); 1636 Konversion zum katholischen Glauben; zunächst in kaiserlichen Kriegsdiensten (1647 Hauptmann); ab 1649 erster Oberamtsrat in Schlesien; seit 1654 kaiserlicher Kämmerer; ab 1655 Vizepräsident der schlesischen Kammer; seit 1665 Präsident der schlesischen Kammer sowie Landeshauptmann des Herzogtums Schweidnitz-Jauer; 1672-1675 auch amtierender Oberlandeshauptmann von Schlesien; 1654 Erhebung in den Grafenstand; ab 1694 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Johann Schauer
Johann Schaubert
Johann Schubardt

geb. 1609
gest. 1682
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Zacharias Schauer (gest. 1610); spätestens 1642 fränzösischer Rittmeister; später in Bernburg ansässig.
Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Brieg

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Ludwig (1616-1663) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Ohlau und Schlesien-Wohlau; seit 1664 auch Herzog von Schlesien-Brieg und Schlesien-Liegnitz; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beliebige")

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Herzogin Louise von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Fürstin Louise von Anhalt-Dessau

geb. 1631
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1648-1672 Ehe mit Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau (1618-1672).

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Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Liegnitz
Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1628
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1649-1663 Ehe mit Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Brieg bzw. Schlesien-Liegnitz (1616-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Liegnitz
Herzog Ludwig von Schlesien-Brieg

geb. 1616
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Christian (1618-1672) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Liegnitz; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilsame").

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Ernst Schmidt

Anm.: Geboren in Biendorf; um 1643/48 Schlossmusketier in Bernburg; um 1643/53 zugleich fürstlicher Vogelsteller; um 1651 außerdem Gastwirt in Peißen.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Franz von Schönau
Bischof Johann Franz von Basel

geb. 1619
gest. 1656
Anm.: Sohn des Marx Jakob von Schönau; ab 1639 Domherr und später Dekan in Eichstätt; seit 1640 Domherr und 1649-1651 Dompropst in Basel; 1648 Priesterweihe; ab 1651 Bischof von Basel (Bischofsweihe erst 1653).

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Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1613-1630 Ehe mit Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630); anschließend Witwensitz in Kranichfeld; seit 1619 Gründungsmitglied und Oberhaupt der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Getreue").

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Königin Maria Eleonora von Schweden
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1620-1632 Ehe mit König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640 Flucht aus Schweden.

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Georg Hermann von Schweinitz

geb. 1602
gest. 1667
Anm.: Sohn des Georg von Schweinitz (ca. 1570-1607); 1622/23 Kriegsdienst unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); später kursächsischer Hauptmann (1634), Obristwachtmeister (1638), Obristleutnant (1641) und Obrist (1643); 1642-1648 Stadtkommandant von Freiberg; danach kursächsischer Kämmerer, Kriegsrat sowie Amtshauptmann von Stolpen, Radeberg und Hohnstein; 1663 Stadtkommandant von Breslau; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bringende").

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
Georg Seydeler

Anm.: Um 1649/52 fürstlicher Musketier in Bernburg.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Thomas (2) N. N.

Anm.: Um 1652 Bader in Ballenstedt.
Gottfried Travelmann

gest. 1659
Anm.: Westfälischer Adliger aus Münsteraner Erbmännergeschlecht; zunächst Page und später bis höchstens 1629 Stallmeister des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); spätestens ab 1654 gräflicher Hofmeister in Tecklenburg; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dicke").

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Agnes Troldenier
Agnes Fertschius
Agnes Schauer
Geburtsname: Agnes Windolph

geb. 1582
gest. 1658
Anm.: Bis 1610 erste Ehe mit Zacharias Schauer (gest. 1610); 1612-1626 zweite Ehe mit dem Bernburger Advokaten und Ratskämmerer Georg Fertschius (gest. 1626); seit 1631 dritte Ehe mit Samuel Troldenier (gest. vor 1641).
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Elizabeth Trowell

Anm.: Katholische und unverheiratete Engländerin, die seit 1652 als Sprachlehrerin die fürstlichen Kinder in Bernburg unterrichtete.
Valentin (4) N. N.

Anm.: Um 1651 (älterer) Einspänniger bzw. Bereiter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Adrian Voit von Salzburg

gest. 1652
Anm.: Um 1652 vermutlich plötzlich verstorbener Lehensinhaber und Angehöriger des fränkischen Adelsgeschlechts in Plötzkau.
Herzog Ulrich von Württemberg-Neuenbürg

geb. 1617
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); 1639/40 in venezianischen Kriegsdiensten; kurbayerischer Rittmeister (1644), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1647); 1649-1657 spanischer General der deutschsprachigen Truppen; 1658/59 französischer Generalleutnant; 1664 kaiserlicher Offizier im Türkenkrieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
N. N. von Wuthenau (6)

Anm.: Bis 1650 lothringischer Obristleutnant unter Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern (1627-1650).
N. N. von Zastrow (1)

Anm.: Vermutlich Angehöriger des pommerschen Adelsgeschlechts und um 1652 vermutlich Marschall in Halle.
Aderstedt
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Ägäisches Meer
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Albanien (Montenegro), Provinz
Anm.: Verwaltungseinheit der Republik Venedig.
Amsterdam
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Anhalt-Bernburg, Fürstentum
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Anhalt, Fürstentum
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Antwerpen
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Aschersleben
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Badeborn
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Ballenstedt
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Barcelona
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Basel
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Bernburg
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Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bornische Aue
Anm.: Nach der wüstgefallenen Siedlung Borna benannte Aue an der Saale zwischen Bernburg und Gröna in der Gegend des heutigen Bernburger Stadtteils Neuborna.
Bouillon
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Breisach am Rhein
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Breslau (Wrocław)
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Brieg (Brzeg)
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Calais
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Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Cattaro (Kotor)
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Cörmigk
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dresden
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Dröbelscher Busch
Anm.: Waldgebiet am linken Saaleufer bei Dröbel nahe Bernburg.
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
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Eisenach
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Elbe (Labe), Fluss
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Elsass
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England, Commonwealth von
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Erfurt
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Ermsleben
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Falkenstein, Burg
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Frankreich, Königreich
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Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Fulda
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Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Genf (Genève)
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Genua (Genova)
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Gernrode
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Gernrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Großwirschleben
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Guyenne
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Halle (Saale)
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Hanau
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Hanau, Grafschaft
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Harz
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Harzgerode
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Heidelberg
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Holland, Provinz (Grafschaft)
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Hoym
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Irland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
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Jena
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Kassel
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Kleiner Berg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an den westlichen Saalehängen bei Bernburg.
Köthen
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Kopenhagen (København)
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Kranichfeld
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Krim, Khanat
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Kronborg, Schloss (Helsingør)
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Kurland, Herzogtum
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Leipzig
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London
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Lübeck
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Mähren, Markgrafschaft
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Mailand (Milano)
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Mallorca, Insel
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Mark, Grafschaft
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Mecklenburg, Herzogtum
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Mehringen
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Menorca (Minorca)
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Metz
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Montjuïc, Burg
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Neutra (Nyitra), Grafschaft
Niederlande, Spanische
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nienburg (Saale)
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Nikolsburg (Mikulov)
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Nürnberg
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Öresund (Øresund)
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Osmanisches Reich
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Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Pápa
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Paris
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Peißen
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Anm.: Geteilt in Oberpeißen (Fürstentum Anhalt) und Unterpeißen (Erzstift Magdeburg).
Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Plötzkau
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Polen, Königreich
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Prag (Praha)
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Preußen, Herzogtum
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Quedlinburg
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Regensburg
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Rhein, Fluss
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Rom (Roma)
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Rudolstadt
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Saale, Fluss
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Sachsen-Weimar, Herzogtum
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Sandersleben
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sardinien (Sardinia), Insel
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Schlesien, Herzogtum
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzburg-Rudolstadt, Grafschaft
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Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Sebenico (Šibenik)
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Sedan
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Spalato (Split)
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Spanien, Königreich
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Speyer
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Suda (Souda)
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Ungarn, Königreich
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Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Vacha
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Warmsdorf
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Warschau (Warszawa)
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Weimar
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Wien
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Wolfenbüttel
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Zepzig
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Zerbst
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England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
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Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederlande, Generalstaaten
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Parlement de Paris
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Polen, Stände der Rzeczpospolita
Aelius Donatus: Vita Vergilii, in: Die Vitae Vergilianae und ihre antiken Quellen, hg. von Ernst Diehl, Bonn: 1911, S. 26-37. [Nachweis im GVK]
Quintus Horatius Flaccus: Oden, in: Oden und Epoden. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2002, S. 8-261. [Nachweis im GVK]
Marcello Palingenio Stellato: Le Zodiaque de la Vie = Zodiacus Vitae. XII Livres, übers. von Jacques Chomarat, Genf: 1996. [Nachweis im GVK]
Gaius Sallustius Crispus: Epistulae ad Caesarem senem de re publica, in: Werke. Lateinisch und deutsch, hg. von Werner Eisenhut / Joseph Lindauer, Düsseldorf: 2006, S. 318-349. [Nachweis im GVK]