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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Oktober 1652


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIa, fol. 69r-99r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Oktober 1652
Bernburg → Bornische Aue → Bernburg
  • Vogel- und Hasenjagd
  • Geschäfte der Ehefrau Fürstin Eleonora Sophia
  • Erledigungen
  • Ausflug zur Bornischen Aue zum Vogelfang
  • Schönes Wetter zur Fortsetzung der Weinlese
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Unterredung mit dem italienischen Sprachmeister Giovanni Ferdinando Pozzo
01. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Rückholung von Fohlen von Mietweide
  • Träume
  • Gespräch mit Pozzo
  • Wirtschaftssachen
03. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Helena von Rindtorf, der Kammermeister Tobias Steffeck und Ladislaus Pribik Sekyrka als Mittagsgäste
04. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Unterredungen mit Bürgermeister Joachim Döring und Amtmann Georg Reichardt
  • Besuch durch den Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
05. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Fortgang der Weinlese
  • Durchsicht von Rechnungen
  • Rückkehr der Hofjungfer Agnes Christina von Werleben
06. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Geburtstag des Sohnes Fürst Viktor Amadeus
  • Kirchgang
  • Jagdunfall des Fürsten Johann Kasimir
  • Unfall des Prinzenpräzeptors Johann Abraham Menzelius
07. Oktober 1652
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Ertrag der Weinlese
  • Spaziergang der fürstlichen Kinder in den Weinbergen am Vortag
  • Rückkehr und Bericht Schmidts
  • Terminierung eines Landtags
  • Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Spaziergang zum Vogelherd bei schönem Wetter
  • Fortsetzung der Weinlese
08. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Fortsetzung der Weinlese
  • Unterredung mit Reichardt
  • Gespräch mit Menzelius
  • Erledigungen
  • Rückkehr des gräflich bentheim-tecklenburgischen Gesandten Gottfried Travelmann
  • Neuigkeiten
  • Ankunft von Eleonora Maria und Dorothea Ursula von Erlach
09. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang und Geflügellieferung aus Ballenstedt
  • Starker Regen als Beeinträchtigung der Weinlese
  • Rückkehr des Lakaien Michael Ringk
  • Belehnung des Sigmund Levin Bock von Wülfingen
  • Dieser und Travelmann als Mittagsgäste
  • Vorbereitung einer Absendung
10. Oktober 1652
Bernburg
  • Geflügellieferung vom Harz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Die von Rindtorf, Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, Sekyrka und Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgäste
  • Vogelfang
  • Besuch durch Andreas Orlob
11. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang und Hasenjagd
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
12. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang und Hasenjagd
  • Wildlieferung aus Ballenstedt
  • Spaziergang zum Vogelherd
  • Hochzeitseinladung für die Gemahlin nach Wolfenbüttel
13. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kirchgang
  • Superintendent Joachim Plato und Stadt- und Leibarzt Dr. Levin Fischer zum Besuch und als Mittagsgäste
  • Abschluss der Weinlese
  • Unterredung mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Ankunft von Christoph Wilhelm und Matthias (von) Schlegel mit Jagdfalken
  • Neuigkeiten
14. Oktober 1652
Bernburg
  • Administratives
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Vogeljagd
15. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang und Geflügellieferungen
  • Spaziergang zum Vogelherd
  • Weitere Ladungsunterschriften
  • Korrespondenz
  • Für- und Widerabwägungen zum Besuch des Landtags
  • Abreise der Schlegel
16. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang und Hasenjagd
  • Gestriger Viehmarkt und Beginn des Gallusjahrmarkts
  • Ausritt der Söhne Viktor Amadeus und Karl Ursinus zur Jagd und zum Jahrmarktsbesuch
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Spaziergänge
17. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kirchgang
  • Neuigkeiten
  • Vereidigung zweier Knechte
  • Die von Rindtorf, Steffeck, Sekyrka und Hofprediger Menzelius als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Unterredung mit dem ehemaligen venezianischen Waffenmeister Robert Angus
  • Vorbereitung eines Haferverkaufs
18. Oktober 1652
Bernburg
  • Geflügellieferung aus Ballenstedt
  • Staats- und Familienangelegenheiten
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
19. Oktober 1652
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Vogelfang
  • Ausritt zur Hasenjagd und zum Vorwerk in Zepzig
  • Rückkehr Ringks aus Magdeburg
  • Korrespondenz
20. Oktober 1652
Bernburg
  • Entenjagd und Vogelfang
  • Kirchgang
  • Dr. Mechovius, Sekyrka und Steffeck als Mittagsgäste
  • Abfertigung Steffecks nach Plötzkau
  • Neuigkeiten
21. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Unterredung mit dem Küchenmeister Philipp Güder
  • Absendung Ringks nach Magdeburg
  • Rückkehr von Andreas Hesius aus Berlin
22. Oktober 1652
Bernburg
  • Vogelfang
  • Lieferung von Getreide, Mastvieh und Geflügel aus Ballenstedt
  • Annahme des Sekretärs Ludwig zum Rat
  • Spaziergang
  • Korrespondenz
23. Oktober 1652
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Unterredung mit Sekretär Christoph Bährenreutter
  • Durchsicht von Rechnungen
  • Besuch durch den Harzgeröder Hofrat Kaspar Pfau
  • Korrespondenz
  • Reisevorbereitungen
  • Neuigkeiten
  • Überraschende Ankunft des Herzogs Manfred von Württemberg-Weiltingen
24. Oktober 1652
Bernburg
  • Nebel
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Der Herzog, Pfau, Dr. Mechovius, Frau von Rindtorf, Sekyrka und Steffeck als Mittagsgäste
  • Ankunft des Kammerjunkers Ernst Dietrich von Röder
  • Ankunft des Zerbster Kammerjunkers Kasimir Dietrich von Krage
  • Korrespondenz
25. Oktober 1652
Bernburg → Dessau
  • Reise nach Dessau
  • Krankenbesuch bei Fürst Johann Kasimir
  • Ankunft der Fürsten August und Johann
  • Überraschende Ankunft des Landgrafen Friedrich von Hessen-Eschwege
  • Beratung der Verhandlungsgegenstände des Landtages
26. Oktober 1652
Dessau
  • Kirchgang
  • Schriftliche Beratung zur Landtagsproposition
  • Eröffnung des Landtags
  • Gemeinsames Mittagessen
  • Abreise von Fürst Wilhelm Ludwig
  • Gespräche mit den älteren Fürsten und den Räten
  • Schießübungen und Ballspiel der jungen Fürsten
  • Gemeinsames Abendessen mit Gesprächen
27. Oktober 1652
Dessau
  • Beratungen zum Landtag
  • Wildschweinjagd des Landgrafen und der jüngeren Fürsten
  • Fernbleiben vom Abendessen
  • Veränderungen am eigenen Urin und dem von Karl Ursinus
28. Oktober 1652
Dessau
  • Geldgeschenk
  • Neuigkeiten
  • Lehnsangelegenheiten
  • Kirchgang
  • Wildschweinjagd des Landgrafen und der jüngeren Fürsten
  • Travelmann als Mittagsgast
  • Unterzeichnung eines Vergleichs mit Kurbrandenburg
  • Holzforderung des Dichters Philipp von Zesen
  • Besuch bei Fürst Johann Kasimir
  • Gespräche nach dem Essen mit Fürst Johann
  • Verhältnis der Landständekurien untereinander
29. Oktober 1652
Dessau
  • Weitere Beratungen zum Landtag
  • Instruktion und Ausstattung der Gesandtschaft zum Reichstag in Regensburg
  • Korrespondenz
  • Dachs- und Wildschweinjagd
  • Besuch bei Fürst Johann Kasimir
  • Besuch durch Hans Ernst aus dem Winkel
  • Streit unter Bediensteten
30. Oktober 1652
Dessau
  • Reh- und Hasenjagd
  • Weitere Beratungen
  • Gemeinsames Mittagessen
  • Unterredung mit Travelmann
  • Lektüre und Beratung der Gesandtschaftsinstruktion mit den Räten
31. Oktober 1652
Dessau
  • Geldgeschenke und -ausgaben
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Neuigkeiten
  • Nasenbluten des Landgrafen als schlechtes Vorzeichen
  • Besuche bei Fürst Johann Kasimir
  • Treffen und Musikanhören bei der Schwester Fürstin Sophia Margaretha
  • Gemeinsames Abendessen und Zechen
|| [[Handschrift: 69r]]

<1 Schockßo: kleine vogel. 2 Hasen.>

<31 lerchen, der bangkkoch, der Stalliunge undt Rindtorfs iunge.>


Meine herzlieb(st)e gemahlin, hat mir etwas
entdegkt, von ihrer handlung, mit Jarlof Brandt,
kornhändler, undt mit Johann Bluhm, zu hamburgk
per henrich Köer. Gott gebe! daß Sie nur nicht
betrogen werde! comme les autres fois!

|| [[Handschrift: 69v]]


Jch bin, post expedita expedienda, auf den vogelherdt
in die Bornickerawe, gegangen, undt habe nur,
ein par kleine vogel, undt eine heydelerche, gefangen.
wiewol der vogelsteller, schon zuvorn, in die
27 kleine vogel, gezo gerückt gehabtt.


heütte ist es Gott lob, schön wetter wieder,
nach voriger Tage, regen, undt wechßelwetter,
zur gesegneten continuation der weinlese.


Schreiben von Hall, da mich der Administrator
zur abstatttung des Fehrgeldes, zu Agken,
vor Meine hofstadtswahren, astringiren will,
undter dem prætext, es wehre kein zoll,
Sondern nur, ein überfahrtsgeldt, und herkommen.


Avisen von Erfurdt: Daß zu Briesach, undt
Philipsburgk, die Frantzosen, tumultuiren,
theilß Königisch, theils Printzisch, sich erzeigen,
undt das landt, in contribution setzen. Kayserliche
Mayestät haben befohlen, man solle gewaltt,
mit gewaltt, abtreiben, dieweil solche proce-
duren, wieder den Friedenschluß, lauffen.


ChurBrandeburg bittet auch, der Kayser,
wolle die Königinn in Schweden, mit Pommern.
nicht beleyhen, biß Sie dem instrumento Pacis, ein völliges
genügen, præstire.

|| [[Handschrift: 70r]]


Den Düc d'Orleans, hat man, nur zu terriren
mit der Acht, undt dem crimine læsæ Majestatis,
gedroẅet, ihn vom Printzen von Condè abzutrennen.
Allein, es scheinet doch, der König in Frankreich wolle sich,
mit den Printzen, vergleichen, undt die Amnistj-
am publiciren.


Engellandt, undt hollandt, gehen aufeinander.
Nehmen einander Schiffe, wo sie können, und mögen.


Zu Prag, werden baldt Chur Meintz, Trier,
undt Pfaltz, erwartett. Mit Sachßen
undt Brandenburg ists noch zweifelhaftig. Je-
doch, sol Chur Brandenburg Morgen, (gebe gott)
zu Grüninghen, anlangen.


Die Præliminaria des ReichßTages, sollen
zu Prag, abgehandelt werden.


Man besorget, einen Türgkenkrieg, in Ungarn. perge


Adam heinrich, vom Ende, hat wiederumb an unsern
hofmeister Einsidel, seinen Ohm, geantwortett,
durch Giovannj Ferdinando Pozzo, Napolitano,
daß er ihn, nicht zum Sprachenmeister, undterzu-
bringen, beym iungen Graven, vermag, dieweil
solches eigentlich, in der vormünder Mächten, stehet.
Jch habe mit Puteo, geredet. Er ist 22 iahr, altt. et cetera

|| [[Handschrift: 70v]]

Samstag den 2. October 1652.

<56 lerchen, Albrecht Sekerka, Zacharias Trompter, undt Friederich Sattelknechtt.>


Jch habe meine fohlen, laßen auß der weyde, zu Borgß-
dorf, (darein sie geschlagen gewesen) wiederholen.
Sie seindt aber, sehr Mager, undt elendt,
wieder heraußer kommen, undt übel gestanden,
unahngesehen ich, guht geldt, vor solche weyde,
gegeben. Ein schlecht Nachtbar: oder freündtStücke.


Ein Somnium, die Nacht gehabt, wie ich dem Kayser
zu Prag, die handt geben sollen, undt gerne
gewoltt, aber ich hette erstlich den handt-
schuech, nicht außziehen können, darnach
hette mir etwaß den arm undt handt
zurügka gehalten, undt hinderung eingeschoben,
das ich meine schuldigkeitt nicht ablegen
können, ob mich schon der Kayser selber gnedigst
bey der handt mit dem handtschuch, gefaßet,
darüber ich mich sehr geschähmet, bemühet,
undt anfangs vom Kayser gravitetisch ahnge-
sehen, hernachmalß aber, von denen darbey
stehenden ChurFürsten, ia endtlich von Jhrer
Mayestät selber, außgelacht worden, undt alß
ich lange weile zugebracht, biß ich Meine handt,
wieder frey gemacht, undt dem Kayser allererst hernach || [[Handschrift: 71r]]
biehten wollen, s wehren Jhre Mayestät zurückb gewichen,
hetten sich selber, vor den leütten, endtfärbet, undt gesagt:
Es ist nun schon guht. Die Cammerherren, eines theilß,
hetten Mich darnach auch gewaltig außgelacht,
undt mich confundiret, ob ich mich schon endtschuldiget.


Gegen Morgen, traẅmete mich darnach wieder,
ich wehre zu einem Ertzhertzogk kommen, derselbige
hette roht undter dem Antlitz, außgesehen,
undt viel Cammerherren gehabt. Alß ich nun
anfangs in einem gartten audientz bey ihm,
gehabt, hette der hauptmann, hans Ernst Börstel
auch etwaß darzu sagen müßen, undt als
ich ihm, wegen des Erthertzogs, unferne von
einem bawm, auch etwas sagen müßen,
hette Börstel, seinen hut baldt nach mir,
aufgesetzt, welches den Ertzhertzogk, undt seine
Cammerherren, ia auch mich selbst, verschmähet,
undt als ichs ihm verwiesen, hette er selbst da-
rauf gescholten, und es improbirt, gleich, alß ob es
andere, undt er selbst nicht, gethan hetten?
wehre so bleich worden, alß ein Todter, und hette
sehnlichen abschiedt, von Mir, genommen. Darnach wehre
ich mit dem Ertzherzog durch viel irrgänge, undt seltzahme winckel
in einen Pallast, zur rechten Audientz geführet worden, || [[Handschrift: 71v]]
darinnen hette mich, dieser Erzthertzog (welcher einen
braunen bartt gehabt, roht undt küpfericht undter
dem Antlitz außgesehen, undt nicht andern Ertzhertzogen,
ähnlich, undt lang von person geschienen) gar
Sawer angesehen, wann ich ihn Euer Liebden geheißen,
wann ich aber, Euer Liebden undt Durchleüchtigkeit gesaget,
daßelbe hette ihm gar wol gefallen. Nach
etzlichen discurßen, hette er mich, wieder licen-
tiiret, (nach der weise, undt mit den Ceremonien,
wie die Ertzhertzoge, zu thun pflegen) undt ich
wehre per multas ambages, undt vielerley
irrgänge, endtlich wieder, mit mühe, sorge,
undt unruhe meines gemühts, in mein losament
kommen, undt hette mich, durch die wingkel
undt irrwege, (ohne anderer leütte, hülfe,
raht, undt ahnweisung, nicht zu rechte finden
können. Jn dem ich aber, in meine stube, undt
ruhetstte, gehen wollen, dauchte Mir, ich hö-
rete einen lieblichen harmonischen gesang,
undt weyse, unsers 103 psalms1, auß dem
Lobwaßer, insonderheitt, diese wortt:
Undt in vergeßenheit, mit nichten stelle:
Was er dir guts, iemals bewiesen hatt! 2 || [[Handschrift: 72r]]
Darüber erwachte ich wol content, in meinem gemüht,
undt kondte mich nicht besinnen, vieler anderer dinge
mehr, welche mir, sowol im ersten, alß anderm Trawm
vorkommen, undt vielleicht nachdengklich gewesen.


Der Jtaliäner, Giovanni Ferdinando Pozzo, hat sich
wieder, bey Mir præsentiret, undt umb recommen-
dation, ahn ferrnere orth, undt gelegenheit, gebehten.
Gott gebe! daß er wol undterkommen möge!
Jch halte ihn vor aufrichtig, undt daß er liebe zur
warheitt habe, encores qu'il est Italien, &
que son frere soit Iesuite. Dieü qui est
le scrütateür dès coeurs, & des reins, &
quj est le Dieu de Veritè, èsprouvera
mieulx, que nous, les jntentions, de ce jeüne homme!
& nous envoyera, au lieu, de tant de trompeürs,
ün honneste en nous contregardant, dès
griffes de Sathan, & de sès perverses machinations!


2 Schockßo: undt 10 kleine vogel, 5 heedelerchen.


Jch habe diesen Abendt, den Jtaliäner Pozzo, ab-
gefertiget, mit recommendation:schreiben, undt
mit gutem contento. Gott gebe! das es gelinge!


heütte ist die wintterSaht, zu Zeptzigk, beschloßen
worden. Gott gebe, zu Segen! undt gedeyen!

|| [[Handschrift: 72v]]

Sonntag den 3. October 1652.

<1 Schockßo: kleine vogel.>

<44 lerchen, Hans Kohte, Hanß Eckardt, undt Caspar, der Gärtner.>


Jn die kirche, Conjunctim.
Text: von der wittwen Sohn zu Naim.3


Extra zu Mittage: die Rindtorfinn, Tobias Steffeck von Kolodey
undt der iüngere Sekerka.


Nachmittags cum sorore, undt beyden Söhnen,
undt einer Tochter 4, in Magister Menzelij predigt,
ex Apocalypsi Capitel 12 vers 12.5

Montag den 4ten: October

<5 Mandel kleine vogel. 31 große vogel.>

<22 lerchen, Ludwig Rober, Andreas hetzler küchenschreiber, undt Toffel der neẅe knechtt und ReittSchmidt.>


Bürgermeister Döhring, ist bey
Mir gewesen.
Postea: Georg Reichardt, Amptmann. J'ay conversè de
beaucoup de choses, avec eux.


Nachmittage hat sich der Amptmann von Ballenstedt
bey mir, præsentiret. Wandert, nacher Deßaw.


Briefe von halle, Leiptzigk, <Zürich[,] Rom> Breßlaw, Prage.


Es continuirt, daß hertzogk Moritzen, zu Dresen[!]
gemahlin, in dem lecu puerperio, (mit
einem iungen Söhnlein) gestorben, undt
einen großen luctum, gegen daß,
nichts desto minder forthgehende beylager
gemacht: Es war eine liebe Dame, Meiner herzlieb(st)en
gemahlin bruders, hertzogk Philippi zu || [[Handschrift: 73r]]
Hollstein, Tochter, undt billich zu beklagen.


Die angestellte fröligkeitten, undt festiviteten, oder
Täntze undt Ritterspiele zu Dreßden, sollen numehr
mehrentheilß, eingestellet sein, undt das beylager,
gar Trawrig abgehen. Homo proponit! Deus disponit!6


Duynkirchen, ist gewiß über.


Von Barcellona, undt Casal, vermuhtet man
dergleichen, undt das die Spannier, La Bassèe,
die Engelländer aber, Calais belägern dörften.


Zu Paris, gehen die Tractaten forth. hertzogk
von Lottringhen, bleibt verglichen, mit den Printzen.
Der König, stärgkt sich. Cardinal Mazzarinj, ist zu
Sedan, will nicht weitter, mit vorwenden, er
erwartete einen paß, von Chur Cölln. Düc
d'Orleans, wirdt mit minis terriret.


Die holländische Schiffe, undter dem Commandeur
Ruitter, haben 15 Engellische reich beladene
Schiffe, darundter zwey convoyer, ertapt,
zwischen Frangkreich, undt Engellandt.
Vor Livorno, haben die holländer auch wieder
etzliche Engellische Schiffe, Victorisiret. Der
Witte Wittenß aber, hat den Blake, nicht
rencontriren können, wegen ungewitters, undt
das derselbe Sich, in die Engelländische Seehaven, retirirt.

|| [[Handschrift: 73v]]


hingegen continuirt es, daß die Engelländer, mit
Spannien sich conjungirt, Duynkirchen helfen
einnehmen, undt die gantze Frantzösische flotte
des Düc de Vandosme, (so zum en<t>satz kommen) ruiniret,
auch weittere progreß, contra Frankreich vorzunehmen
gewillet. Der Prince de Condè, hette
seine iährliche pension, so ihm Spannien
gibt, nemlich 300000 florins (Gulden)f: dem Düc de Lorrayne,
überlaßen. Hertzogk Ulrich, von Wirtem-
bergk, läge zu Pariß, krangk darnieder.
Cardinal de Réz, ritte hin: undt wieder,
in den friedenstractaten, sich zu jnterponiren.


Zu Prag, wehren Chur Meintz, Chur
Pfaltz, undt die Churfürstin von Bayern,
ankommen. Würden wol gehalten, undt
Chur Trier, würde auch erwartett.


Der Türcke ließe sich viel Tausendt
stargk, an den Ungarischen gräntzen, sehen.


Der Kayser, hetten den Venezianern
die werbungen in Deützschlandt abgeschlagen,
undt Sie sehr dißgustiret dadurch, weil
ihre Mayestät ihnen auch, den begehrten Paß, durch
dero Königreich Vngarn, zu lande, in || [[Handschrift: 74r]]
Dalmatiam, nicht gönnen wollen, besorgende die
Türgken zu irritiren.


Jn Candia, sol es noch, in vorigem wesen, stehen.
Gil de haaß, undt General la Riva, sich Tummeln.
Die Maltheser, sollen auch etzliche Türckische galle-
ren erobert haben, mit guten beütten.


Der Venezianer extraordinarium gesandter, ist
zwahr solenniter entpfangen worden, an der
Ottomannischen Pfortten, allein mit der frie-
denshandlung daselbst, will es noch nicht forth,
weil der Sultan minderiährig, die Türckische
regierung, an itzo Aristocratisch, undt von
12 vornehmen herren, bestellet sein soll,
auch zu Alcairo, undt Damasco, die Bassa
tumultuiren, wegen des Primo Visiers, arrestirung.


Die Cosagken, undt Tartarn, seindt wieder
in armis, werden heimlich, vom bandisirten
undtercantzler, Radziecofsky gestärgket,
undt hoffen gar assistentz, auß Schweden.


Die krangkheitten, halten noch ahn, in Denne-
margk, undt Schweden, wie auch in Am[...]


Der Allte Pfaltzgraff Johann Casjmir Se[hlig ist zu]
Stregneß in Schweden, solenniter beygesetzt [worden.]

|| [[Handschrift: 74v]]

Dienstag den 5ten: October 1652.

< 30 kleine vogel.>


Die Weinlese, gehet zimlich, von statten.
Gott lob! der gebe ferner, segen! undt glügk!


Jch habe, etzliche Rechnungen durchsehen,
undt viel mühe gehabtt.


Jungfer Wirleben, ist auß der Graf-
schaft Schwartzburgk, wiederkommen.

Mittwoch den 6ten: October

<26 kleine vogel.>

<37 lerchen, Schneidergeselle Rindtorfs knecht, undt kücheniunge.>


heütte ist unser Sohn,
Victor Amadeus, 18 iahr altt worden. Gott
seye gelobet, der ihn biß dato gefristet!
Seine Allmacht undt gühtigkeit wolle
ihn ferner segenen, undt noch lange er-
halten, zu Gottes Ehren, der undterthanen
Trost! undt unserer Freẅde!
nebst Carolo Ursino, undt den andern
lieben kindern! Er nehme sie doch nicht
Mehr von mir hinweg, in der helfte, ihrer Tage!


Jn die kirche, am heüttigen behtTage,
[cum] sorore, undt zweyen Töchtern7, wie
[auch be]yden Söhnen.

|| [[Handschrift: 75r]]


Böser aviß von Deßaw, daß Mein Schwager
Fürst Johann Casimir, iämmerlich, von einem hawenden
Schwein, (nach welchem er geschoßen) überlauffen,
geschlagen, verwundet, undt zutretten worden.
Gott wolle es, mit ihme zur beßerung,
schigken, undt mehr unglügk, abwenden!
Jch dangke Gott, das mein Sohn Victor, (wie
vor, wahr!) nicht ist darbey gewesen. Solches
unheyl, hette ihn, eben so baldt betreffen können,
Sintemahl, vetter hanß Geörgen eben der<as>
gleichen Schwein, ahngelauffen. Er hat sich
aber baldt, (auf einen bawm steigende,)
salviret, undt gerettet, in eben derselbigen iagt,
nach dem er zuvor, seinen herrn vatter, (welcher
auf seinem Antlitz gelegen, undt vom Schwein
übel zertretten, undt zugerichtet worden, nach
dem er im schießen gefehlt gehabtt) liberiret,
dem Schwein, (welches ihm erst, ein Stügke
vom peltz gehawen) einen Tödtlichen Schuß
gegeben, undt es niedergefellet. Es hat fünf
Centner, undt 20 Pfund (libra) gewogen. Man hat aber dar-
von, zu Hofe weder eßen, noch speisen laßen mögen,
undt ist den armen im Spittal, zu verzehren, gegeben worden.

|| [[Handschrift: 75v]]


Carolj Ursinj, itziger Præceptor, Magister Menzelius,
hat sich gestern abend, im hinundter gehen, in sein
losament, einen fuß vertretten. Leidet schmertzen
darahn, undt wirdt also Carl Ursinus' institution ge-
hindert. Jst abermalß ein unglügk!
Gott wolle es beßern!

Donnerstag den 7<ten:> October 1652.

<4 Hasen. 7 mandel kleine vogel.>

<25 lerchen, undt 1 wachtel hat Oberlender, Märtin, undt der bangkkoch, gestrichen.>


Gestern, haben Fürst Johann Casimirs
leütte, in allem gerechnet 154 Eimer,
wein, so Sie diese Weinlese über, in dem
Grenischen Weinberge, gewonnen.


Meine Söhne, Töchter, undt Jungfern,
wahren gestern auch, in meinen weinbergen,
spatziren.


Der Amptmann, Märtin Schmidt, ist von Deßaw
wiederkommen, alda er gewesen, undt referirt
mit mehreren umbständen, von dem großen
unglügk, welches meinem Schwager, Fürst Johann Casimir
am Montage (bedawerlich) begegnet.
Gott wolle remediiren! undt überwinden helfen!
auch vor ferrnerem unheyl gnediglich bewahren!

|| [[Handschrift: 76r]]


Cependant, c'est ün grand cas, que ce mesme iour,
assavoir, Lündy le 4me d'Octobre, a estè destinè
(contre mon grè, & contre mes oppositions equitables)
determinêment, au landtTag, ou a la Diete
Provincialle, affin d'èslever le condominat de
la landtschafft, qu'elle cerche a l'instinct,
de peü de nobles, & avec cooperation (inique
& aveügle) dès Princes Augüste & Iean Casi-
mir, mesmes, pour ruiner, eulx, & leür posteritè,
avec la nostre. Et ce landtTag, a este pübliè
desia, a Dessaw, au lieu mesmes, la ou Dieu
a voulü retarder l'effect, de tels prejüdices,
d qui visoyent principallement a ma ruine,
& a la destrüction de mes conseils jüstes, &
raysonnables. Ie ne puis doncques assèz
admirer les jügemens de Dieu, & adorer <en> sa
bontè, & Toutpuissance merveilleüse! Dieu
vueille meliorer l'estat deplorable, & rebastir
les masüres tombantes!


Avis von Hammeln, daß er zu Gohta, nicht
die erwüntzschte expedition, haben kan perge
Difficilia quæ pulchra videntur!8

|| [[Handschrift: 76v]]


Jn dje post, diversas Epistolas, aufgegeben.


Jn schönem wetter, nachmittags, hinauß spatzirt,
gegen den vogelherdt.


Die weinlese, wirdt (Gott lob, undt
dangk!) forthgetrieben, iedoch nicht, mit
solchem Nachdrugk, wie anfangß, weil unsere
kutzsch: undt wagenpferde, (so ohne daß,
vom heẅrigen Futter, geringe sein)
sehr ermüden, so ofte auf dem pflaster
in der Stadt, zu gehen, den bergk herauf,
laßtwagen mit Most, zu führen, undt die
Fehre, auß: undt ein zu fahren. Es faulet
auch, der weinwachß, sehr, undt gibt nicht
mehr, so viel, alß jn den ersten Trauben.
So werden die leser, auch müde, undt es gibt
derselbigen, immer weniger, weil Sje sich
satt genascht, undt gefreßen, in weintrauben,
undt lieber müßig gehen, oder andere
geringere arbeitt, verrichten, alß Sich
dermaßen antreiben, oder zwingen laßen mögen.
Nihil est, ab omnj parte; beatum!9

|| [[Handschrift: 77r]]

Freitag den 8ten: October 1652.

<5 mandel kleine vogel, der vogelsteller, gefangen.>


Die weinlese fortstellen laßen, wiewol nicht
so schön wetter gewesen, alß in vorigen Tagen.
Gott gesegene, undt gebe unß genoß, seiner
milden gnadengaben!


Den Amptmann, Georg Reichardt bey mir gehabtt.


Conversatio, mit Magister Menzelio.


Andere expedienda expedirt. perge


Travelmann, gräflich Teckelnburgischer
legatus, hat sich wieder præsentiret, gegen abendt.


Post von Grüninghen, daß der Churfürst
von Brandenburg schon auf Barby zu, über
die Elbe, forthgegangen, undt Princesse
Catherine, albereitt, vor 14 Tagen, von
Schöninghen, hinweg, auf Croßen zu
gegangen, undt es sich mit ihr gebeßert,
Gott lob! der gebe bestendige continuation!


Les Estats, de l'Eveschè de Münster, ont
donnè, a leür Evesque, & Prince en six mois,
128000 Dalers, & iüsqu'a l'hommage, au
terme, de 3 ans par mois 2000 Dalers, a
cause dès dommages soufferts, par la guerre.

|| [[Handschrift: 77v]]


Erlachs schwestern, (so in der Schweitz lange sich aufge-
halten) haben sich bey Meiner herzlieb(st)en gemahlin præsen-
tiret, undt viel zu erzehlen, gewußtt,
von dem General Erlach sehliger, von Hallwyl,
undt andern.

Samstag den 9ten: October 1652.

<4 lerchen, Zacharias Trompter, Friederich knecht, der Stalliung.>

<eine Schneppe, undt 30 Große vogel von Ballenstedt.>


Es hat gestern abendt ahngefangen, undt die
gantze Nachtt hindurch, auch heütte stargk
geregenet, undt also der schönen gesegneten
weinlese, einen starcken Stoß, gethan.
Jst also nichts vollkommenes, auf dieser Erden!
Patientia! vincit omnia! perge Gott
wirdt unß doch, unser bescheiden Theil geben!
und beschehren, waß uns sehliglich, undt guht
ist, umb Christj willen perge


Michael Ringk ist Gott lob, (nach langem verzug)
erschiehnen, con speranze! Pacienza!
Huio Otto pernicj arrecati, sono andatj,
per quelle lunghezze, in malhora!


Jch habe Sigmundt Levin Bock, heütte vormittags,
durch meine Rähte, in der Cantzeley mit Paßbruch, be-
leyhen laßen. Gott gebe zu glügk! undt Segen! || [[Handschrift: 78r]]
Er hat sich darnach, bey Mir præsentiret, undt nebenst
Travelmann, zu Mittage, mit Mir gegeßen.


J'ay derechef elabourè, üne depesche jmportante, que
le bon Dieu, vueille benir! & prosperer!


Apres disner, i'ay expediè Travelmann,
& Bock, tous deüx, l'ün d'ün autre façon
que l'autre. Il a demandè le Vassallage
en proprietaire, ce, que difficillement, ie
pourray, conceder, ainsy absolüement,
affin de ne prejüdicier, a mon frere absent
(au Territoire düquel, cela est situè),
nonobstant la Plenipotence, que j'ay en main.

Sonntag den 10ten: October 1652.

<4 Haselhühner, undt 30 großvogel vom harz.>


Avis von Caspar Pfawen, daß er bey dem
Churfürsten von Brandenburg zu Grüningen, gewesen. Man
hielte davor, der ReichßTag würde vor dem
Frühling, schwehrlich, seinen fortgang erreichen,
undt daß zuvorhero zu Prag, das vornehmste, sonderlich
wegen des neẅen Römischen Königes, wie auch, wegen
des Römerzugs, würde verglichen werden.
Es stünde darauf, das Chur Brandenburg selbst,
auff den ReichßTag, ziehen dörffte! Von dem || [[Handschrift: 78v]]
Holländischen undt Engelländischen wesen, würde ambigue
geredet, diese undt iehne büßen ein. Graf Moritz
von Naßaw sol gesaget haben, die flotten lägen
gegeneinander, undt würde in kurtzem, müßen
dem ansehen nach, zu einem hauptstreich, kommen.


Avisen, auß Erffurdt:


Das Man in Franckreich zwahr viel von Frieden,
redet, es erscheinet aber täglich, mehr krieg, die Un-
dterthanen, seyen des kriegens, undt Contribuirens,
müde, undt lieben ihren König, also: das vf
der printzen seitte, die Sachen, schlecht stehen.


Jn hollandt, undt Engellandt, sol es an
geldt undt volck, anfangen zu mangeln.


Jm Elsaß, seindt die Briesacher, undt der
Conte de la Süze, noch stargk wiedereinander,


Der Türgke, straift stargk, an den
Ungarischen, undt Crabahtischen gräntzen,
undt erwecket große Furchtt.


Die Polen, sollen von den Coßagken, wiederumb
geschlagen sein.


Chur Meintz, Chur Pfaltz, undt Chur Trier,
seindt zu Pilsen, beysammen gewesen, vermuhtlich, || [[Handschrift: 79r]]
eine Resolution zu faßen, weßen Sie sich, auf einen,
oder den andern punct in Prag zu resolviren, undt
seindt baldt darnach, mitteinander, nacher Prag,
gezogen, wie auch die Churfürstlich Bayerische wittibe,
daselbst, zusampt dem Chur Cöllnischen gesandten,
erschienen. Der Churfürst von Cölln, ist wieder
genesen. Es sollen wichtige Sachen, zu Prag,
obhanden sein, aber geheim gehalten werden. perge


Jn die Predigtt, vormittagß, conjunctim.


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, gehabtt,
Doctor Mechovium, den iüngeren Sekerka, den
hofprediger Menzelium et cetera


Nachmittags, wieder in die kirche, mit meiner Schwester,
undt beyden Söhnen, auch zweyen Töchtern10, der Cate-
chismj predigtt, des Diaconj Jonij; zuzuhören. Die
Englische Jungfer, wahr auch darinnen, da man
eben, von dem undterscheidt, des Abendtmalß des
herren, undt des greẅels der Päbstischen Meße,
predigte. Sie ist Päbstisch annoch, die Trowell.


Der Vogelsteller, hat heütte 57 lerch kleine vogel gefangen.


Der iunge Vrlob, Matz Urlobs Sohn, (welcher ein Academicus
gewesen, undt fein peregriniret) ist bey mir gewesen.

|| [[Handschrift: 79v]]

Montag den 11ten: October 1652.

<49 kleine vogel. 1 hase, 30 große vogel.>


Aviß auß dem lande zu Meckelnburgk undt
Extract auß Magister Ioachimi Mencelij, hofpredigers
Meiner Frawen Schwester Liebden zu Strehlitz schreiben,
vom 24ten: 7bris 1652.


Auß dem Malchinischen See, hat ein großer
frembder, vorhin nie gesehener vogel, einen
großen armlangen Bärß, gefangen, mit dem-
selben, für der Stadt, auf ein hauß, geflogen,
undt ihn, verzehren wollen. Er ist aber, darüber,
von andern auch unbekandten vögeln, dermaßen
ahngefochten worden, daß er sampt dem Barß,
undt ihnen, herundter gefallen, da dann, der knechte
einer, herzukommen, undt den hut, undter die vögel
geworffen, daß sie darvon geflogen, undt den bärß
liegen laßen. Weil aber derselbe noch
gantz frisch, undt lebendig gewesen, befihlet
der herr, dem knechtt, er solle den Fisch, in die
küche, tragen, undt reißen laßen, welches, als
es die Magd thut, wirdt in des Fisches Magen,
gefunden: ein lebendiger krebß, der die Schehren
kreützweise, übereinander, geleget, undt in
der lincken Schehren, einen Funckelneẅen || [[Handschrift: 80r]]
gemüntzten Lübeckischen Schilling, gehalten.
Waß nun das bedeüttet, ist dem Allwißenden
Gott, alleine, bekandt, der wolle diß landt,
für Frembder herrschaft, behüten, undt alle
wolverdiente Strafen, in gnaden, abwenden!
Huc usque Menzelij frater perge


Schreiben, von Breßlaw, Wien, Prag, halle.
Leiptzigk, Rom, Stuckgardt, alda ein iunger Sohn.


J'ay èscrit a Dessaw, condolendo, par ün exprès.


Avis von Wolfenbüttel, diesen spähten abendt, daß her-
tzogs Manfredo von Wirtembergk hochzeitt, aldar
sol vor sich gehen den 31. October und solle nur
eine Abendthochzeitt, auch niemandt darzu
gebehten werden, alß Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin,
undt dero Fraw Schwester, hertzog Manfredj
FrawMutter, Jtem: der grave von Oldenburgk.
Man wollte, kein großes wesen, machen. Ie
crains, pourtant, que j'en auray icy, de l'incommoditè!


Die Leiptziger avisen geben:


Daß zu Genff, umb eines capitains willen, ein
großer Tumult endtstanden, zwischen dem
gemeinen pöbel, undt den deützschen, also daß
herr Omnes gesindlein, ein Hauß stürmen, undt || [[Handschrift: 80v]]
anstegken wollen, darinnen deützsche iunge
herren gelegen, (Gott gebe! daß es nicht die vettern
von Plötzkaw, seyen!) Der Magistrat, ist
aber noch darzu kommen, undt hat es ver-
wehret, also: daß zwahr kein schade geschehen,
die Rädlinsführer aber, eingezogen worden,
gleichwol seindt die meisten deützschen, von
dannen, theilß nacher Italien, theilß nacher
Frangkreich zu, endtwichen.


Zu Wormß, hat sich der krayßTag, ahn-
gefangen, undt Frangkreich suchet wich-
tige postulata, daselbst, sich im
Römischen Reich, desto considerabler zu machen.


Zu Prag, ist Chur Pfaltz, mit der Chur-
fürstinn von Bayern, eingezogen, undt so-
lennissime, vom Kayser, undt König,
entpfangen worden. hat auch, audientz
gehabtt. So ist auch Chur Meintz, undt Chur Trier
ankommem. Werden alle wol gehalten, undt tractiret.


Zu Schweidnitz, undt Jawer, hat der Kayser,
undt der Böhmische König, den Evangelicis per-
mittirt, eine kirche zu bawen, nach dem FriedenSchluß.

|| [[Handschrift: 81r]]


Der Türgke macht händel in Ungarn, mit einfällen,
führet leütte hinweg, will die undterthanen hin: undt
wieder zum huldigen zwingen, undt man redet noch
immerforth, von einem Türgkenkriege, zumahl
da man nachricht hat, daß er sehr stargk ar-
mire, undt daß die Venezianer, friede tractjren.


Der General Foscolo, tummelt sich noch im
Arcipelago, hat aber umb obiger Tractaten
willen, undt daß der Bascia, von Alepo
rebellirt, undt mit 10000 Mannen, sich zu
felde begeben, etzliche Schiffe, abgedangkt.


Die Cosagken, Tartarn, undt Moßkowiter
sollen sich auch zu hauffe rottiren, in Polen, einzufallen.


Der Ertzhertzogk, ist nach eroberung Duynkirchen,
vor Saint Omer, undt vor La Bassèe, gegangen,
undt hat mehr völgker in Franckreich, geschickt.


Daselbst tractiret der König, noch immerforth
mit seinen Printzen, undt hat den Printz
Thomaso von Savoya an stadt des Cardinals
Mazzarinj, zum ministre d'estat, erwehlet.
Der Prince de Condè ist krangk. Der Düc
de Lorraine tractiret, sein landt wieder zu
bekommen, undt auch den Frieden, mit<im nahmen> Spannien.

|| [[Handschrift: 81v]]


Die Engelländer, nachdem sie die Frantzösische flotte,
(welche Duynkirchen, endtsetzen wollen) geschlagen,
undt diese festung, den Spannischen erobern helfen,
braviren numehr den König in Frangkreich,
undt wollen ihm den krieg, offentlich denun-
ciiren, wo ferne er nicht die Engellischen herren,
welche bey ihme, sich salviret, ihnen über-
lifert, welches sie innstendig urgiren.


Die Staadischen, undt Engellischen flotten,
liegen noch gegeneinander, nehmen einander
schiffe wo sie können, undt man vermuhtet
einen haüptstreich, darzu die hollender
geneigt, die Engelländer aber, suchen die
andern zu consumiren.


Dennemargk, stellet sich gut Parlamentisch.
Daselbst, undt in Schweden, sol noch die Seüche
graßiren, wie auch in Polen.


Casal im Montferrat, undt Barcellona
in Catalogna, schätzet man numehr auch,
in Spannischen händen.


Die Parlamentischen, wie auch die herren Staaden,
haben Manifesta gegeneinander, außgehen laßen.

|| [[Handschrift: 82r]]


Zu Paris seindt neẅe seditiones in der Stadt
gewesen, undt kawm gestillet worden,
in dem etzliche seditios geruffen:
Vive le Roy sans Compagnon! undt pappier auf
ihre hüte gestegkt, alß gut Königisch, das Strohe
aber, alß Printzisch, hinweg gethan. Der
Düc d'Orleans, hat inquiriren, einziehen, undt
das übel dempfen laßen.

Dienstag den 12ten: October 1652.

<4 lerchen. hanß Kohte, Gärtner, Rindtorfs iunge.>

<5 hasen, Viktor Amadeus gehetzt, 1 Hasen, von Ballenstedt 23 kleine vogel alhier.>


Auf den vogelherdt, bin ich spatzirt.


Ein Tragoner, ist heütte vormittags, von Wolfen-
büttel, ankommen, undt hat Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin,
der hertzogk Augustus, mit demselben, schriftlich
invitiret, undt eingeladen, gegen den
30. October daselbst persöhnlich, auf dem
angesetzten Fürstlichen beylager, des hertzogs
Manfredj von Wirtembergk, mit Freẅlein
Iuliana von Oldenburgk, Delmenhorst, zu er-
scheinen. Es sol nur eine abendthochzeitt, undt nicht
viel wesens, werden. Meiner gemahl, hats auch
gestern abendt, spähte, die hertzoginn zugeschrieben.
Meine gemahl bedangkt sich der ehre, wil gerne (meo consenti-
ente) erscheinen, wo ferne Sie gesund bleibet, undt dero gelegenheit leidet[.]

|| [[Handschrift: 82v]]

Mittwoch den 13den: October 1652.

<41 kleine vogel.>


Jn die kirche, conjunctim, zur wochenpredigtt.


Der Superintendens, Er Plato, undt Doctor Fischer, seindt
Nach<vor>mittages, bey Mir gewesen, undt extra
geblieben.


heütte endet sich, die liebe weinlese. Gott
wolle sie unß gesegenen, undt gedeyen laßen!


Paul Ludwig Secretarium, habe ich bey Mir, gehabtt, undt
de importantissimis, geredet.


Beyde Schlegel11, seindt herkommen, mit ihren Falcken.


Avis: daß hertzogk Moritz von Sachßen, alß er
sein zimmer, mit schwartzem Tuch, bekleiden laßen,
von seinem page bey nahe, erschoßen worden, in
dem derselbige, einen puffer, nach der Thür, an
ein ziel, gelöset, da eben von der andern seitte
unversehens, hertzog Moritz, gegangen kommen,
undt ihme die kugel, durch sein haar geflogen,
Man hat aber, den unvorsichtigen page, in
arrest nehmen laßen. <Gott lob! daß hertzog Moritz unversehrt geblieben.>


Der grave von Waldegk (welcher ein Ertz-
iäger sonst ist) hat auch die büchße unvorsich-
tiger weyse, am pferde geführet, undt auff seinen || [[Handschrift: 83r]]
fuß, durch einen dornstrauch, reittende gestellet
Siehe! so zeücht sich der abzug, in dörnern loß, undt
schießet ihn durch seine große zehe, also: das
umb des kalten brandts, willen, dieselbe hat
müßen, neben andern zehen, abgenommen werden.
Jst ein bedawerliches unglügk! so dem Chur-
fürsten von Brandenburg (bey welchem er der
graf in diensten ist) sehr zu gemüthe gehet.
Gott wolle heylen, segenen, und fristen!


Antworth, von Deßaw, alda es sich (Gott lob)
mit meinem vetter undt Schwager, fein beßern soll.
Gott helfe ferner, zu völliger restitution!

Donnerstag den 14den: October 1652.


Jntimation des landtTages, gegen den 25ten: huius
zu Deßaw, la ou on est precipitè, a le tenir.


Die weinlese, hat mir, 540 Eimer, 20 Maß (Raum- und Hohlmaß)m:
durch Gottes segen gebracht, alß:
64 Eimer,
235 Eimer (Hohlmaß für Flüssigkeiten)Eim:,
71 Eimer (Hohlmaß für Flüssigkeiten)Eim:,
31 Eimer,
137 Eimer,
55 kannen,
43 kannen,
34 kannen,
3 kannen,
13 kannen,
auß dem Aderstedtischen berge.
auß dem Zigelberge,
auß dem Rahtsberge.
auß dem Kochßberge.
auß dem langen berge.
Summa 540 Eimer, 20 kannen. et cetera

|| [[Handschrift: 83v]]


Risposta vom Nathanael Jahn durch Martin Nickel Dieumercy!
(quoy qu'il y aye, dès dilations.)


Schreiben, nacher Rom, Venedig, Prag[,] Leipzig[,] Halle bestellet.


Meine Söhne, seindt mit beyden Schlegeln12,
hinauß geritten, Räphüner zu beißen, haben
aber nichts ahngetroffen. perge


Diesen Nachmittag, kömbt ein kerll herauf,
præsentiret seine dienste, dieweil er gehöret,
ich bedörfte einen kutzscher. Jn dem man nun
zu wercke ist, mir solches anzuzeigen, undt zu
berichten, gehet der ehrliche vogel, aufs
Forwergk; in den Stall, undt findet niemandt
darinnen, (weil das gesindlein im Felde zu thun)
nimpt dem Oberknechtt, einen schönen neẅen
Rogk, auß dem Stalle, sampt einem feinen
undterhembde, undt andern sachen, undt gehet also
der erbahre angegebene kutzscher, damit durch.
Man hat ihn zwahr verfolget, aber spähte,
doch endtlich, hat man ihn, zu Lattorff, ertapt.


Jch habe 123 citationes <undt zum 124. eine addresse> zum landtTage
gegen den 25ten: huius einzukommen, undt den 26.
den landttag zu Deßaw ahnzufangen, mitt undterschrieben.
Gott gebe, zu Segen! glück! undt succeß!

|| [[Handschrift: 84r]]

Freitag den 15den: October 1652.

<33 groß vogel von Ballenstedt 59 kleine vogel vom vogelherdt so Ernst gelifert. 15 kleine vogel, vom Didrich Werder.>


Auf den vogelherdt spatzirt, in feinem wetter.


Noch 4 nachgeschickter briefe, wegen des landt-
Tags, undterschreiben müßen.


Schreiben, von dem vor verlohren
geschätzten, Christiano Robero, auß
Trau in Dalmatia, bekommen, das er
daselbst, ein landt: undt Stadt Medicus
worden, von dem Raht geehret, besoldet,
undt wol undterhalten wirdt, auch
von der Signoria zu Venedig, 300 Reichßthaler,
iährlichen undterhalt, bekömbt, undt
undter des Truckseß Regiment erst gewesen.
Er beklaget sich noch, über Doctor Engelhardt,
Sehligen undt andere, so er meynet, die
ihn verfolget, undt rühmet Gottes gühte,
der ihn, durch unglück zu hause, in seinem
vaterlande, zu solchem glügk, in der fremb-
de, gerahten laßen. Ein Schotte, hat seinen
brief überbracht. Er beklaget sich auch, das
er so wenig schreiben bekommen. <Dieu Vueille, qu'il soit bon Medecin!>

|| [[Handschrift: 84v]]


Der bevorstehende landtTag, lieget mir sehr
im Sinn. Jch habe viel rationes, pro, et contra,
worümb ich nicht hin? undt worumb ich hin-
zuziehen, bewogen werde? je combats, en moy,
mesme, & mets en balance, le proffit, & le dommage!
Dieu me vueille ottroyer, üne souhaittable resolütion!
car j'ay rayson, d'estre perplex, en cest'affaire!


Beyde gebrüdere, die Schlegel13, haben diesen
abendt, abschiedt genommen, sich excusirende, das
Sie in den beyden Tagen, nichts fangen können,
undt wollen Morgen, (gebe gott) wieder forthwandern.
Gott geleitte Sje!

Samstag den 16den: October 1652.

<1 Schockßo: kleine vogel. 5 Hasen, meine Söhne gehetzt.>


Gestern, wahr viehemargkt, allhier zu
Bernburgk. heütte gehet der Jahrmarckt ahn,
auf Galli Tagk.


J'ay permis a mes fils, de sortir, a cheval.


Die Avisen auß Erffurdt, melden:


Daß in Frangkreich, auf der Printzen seitten, es sjch gar
schlecht ahn leßet. Man gienge desperat, undt ermangelte
an gelde. Die Gemeinen würden hin: undt wieder
Schwürig, undt suchte der König, cunctando, obzusiegen,
undt die Printzen, außzumatten. Der Printz von Condè || [[Handschrift: 85r]]
ist bißher mehr im gemühte, alß am leibe, undt also für Me-
lanckoley, krangk gewesen.


Jn Engellandt, gehet es, in bißherigen Terminis. Man
wirdt (vermuhtlich,) baldt von einer SeeSchlacht, hören.


Das Beylager, zu Dreßden, hat numehr seinen forth-
gang gehabt.


Zu Prag, hoffet man nochmalß, es werde Chur
Saxen, nach vollendetem beylager, sich auch dahin finden.
Es mögen sonst die consilia, etwas langsam gehen,
undt dörfte wol diß iahr, auß dem ReichßTag, nichts
werden.


Jm Elsaß, gibts auch neẅe kriege, möchten doch
schwehrlich lange dawren, inmittelst, wirdt der landt-
Mann eüßerst ruiniret.


Die Venezianer, seindt, des krieges müde, undt
suchen friede von dem Türgken, zu erkauffen. perge


A spasso, in die Mühle, an die Sahle, undt sonsten in
gartten, post expedita negotia, spatzirt.


Meine Söhne, seindt über die Sahle, geritten, undt haben
5 hasen, einbrachtt, auch (en passant), den Margkt besehen.


Aviß: das die hertzoginn von Schöninghen, in ihrer an-
noch währenden Schwehrmuht, (undt raserey leyder! so
Gott beßeren wolle!) sich unvorsehens, auffgemachtt, undt
dem Chur Fürsten, von Brandenburgk; nachm Berlin, gefolget.

|| [[Handschrift: 85v]]

Sonntag den 17den: October 1652.

<30 kleine vogel, Ernst auceps.>


Cum sorore, in die kirche, auch 2 Söhnen, undt 2 Töchtern.14


Avis: daß Fürst hanß abermalß, einen iungen Sohn
bekommen. Gott gebe zu Segen! undt gedeyen!


Friederich holst, der Sattelknechtt, undt
Toffel heldt, der raysige knechtt, undt
Rheittschmidt, seindt vereydiget worden,
vormittagß, Gott gebe, zu segen! undt gedeyen!


Extra zu Mittage gewesen, die Rindtorfinn,
Tobias Steffeck von Kolodey[,] der iüngere Sekerka, undt hofprediger.


Post von Ballenstedt, pequeña!


Robert Anges, ein Schotte, (welcher vorzeitten dem
Manßfelder vor Deßaw, alß ein quartiermeister,
gediehnet, anitzo aber, viel iahr, in der
Venezianer diensten, <als Feldtwaibel, Capitain d'armes, &cetera> wieder den Türgken, sich
gebrauchen laßen, undt numehr abgedangktt)
hat sich bey mir præsentiret, undt allerley von
des Christianj Robers, (meines kammerdiehners
bruders) wolstandt undt herrligkeitt
zu Traw, wie auch von dem Türgkenkriege,
mir erzehlet. Ie l'ay expediè content!


Depesche bestallt, auf morgen (gebe gott) nacher Magdeburgk;
per havere danarj, per biade!

|| [[Handschrift: 86r]]

Montag den 18den: October 1652.

<43 großvogel, undt 1 haselhuhn, von Ballenstedt.>


Jn publicis, et privatis, habe ich travaglijret.


An Fürst Johannßen geschrieben, (gratulando.)


Es ist ein eigener bohte, vom Herdesiano, von
Croßen, ankommen, a cause dü mèscredit, de ma
femme helas! Die Churfürstin, schreibet mir
auch seltzame particularia von Chur Pfaltz,
undt daß Freẅlein Princesse Catherine
Sofie, wol überkommen seye, Gott lob!


Schreiben von Wien[,] Prag, Leiptzigk, Halle, etcetera
undt allerley besorgliche mortaliteten, Treẅer freünde.
Gott wolle alles unheyl! gnediglich abwenden!
undt einen ieglichen, zum SterbStündlein, bereitt machen!


Die Avisen bringen: daß der Kayser, die Churfürsten, Meintz, Pfaltz,
Trier, besucht, undt tractiret habe, auch bey ihnen hinwieder
malzeitt gehalten, undt gar vertraẅlich mit ihnen, gewesen seye.
Man redet abermalß, vom vffbruch, nacher Regenspurgk.


Venezianer, tractiren friede mit dem Türgken, undt
schicken einen gesandten, mit 400000 Ducaten, undt 40000
Zecchinj, nacher Constantinopel, wie auch, mit undterschiedenen
Türgkischen schönen kleidern, undt zeügen, den friede, zu erkauffen.


Jn Polen, graßiret die pest heftig, deßen alle krangken,
auch viel gesunde, umb sperrung der haüser, undt böser ordnung willen, || [[Handschrift: 86v]]
elendiglich zu Warschaw, undt anderer orthen, endtgelten müßen.
Die Polen, haben ein armes weib, zu Warschow, welches krangk
gewesen, keine handtreichung bekommen, undt sonst verhungern
müßen, undt darumb auß dem hause gegangen, brodt zu holen,
mit Schroht erschoßen. Chmielinsky Sohn, hat mit des
Hoßpodars, in der Wallachey15 Tochter, hochzeitt gehalten,
hat sich darnach wieder, nach Chrim zu, gewendet,
undt man trawet den Cosagken, noch nicht rechtt.


Zu Venedig, hat ein Alchimist, in der Signorîa Müntze,
goldt gemacht, biß auf 3 millionen, es hat aber den
stich nicht gehalten, Sondern, alß man es probiret,
im rauch aufgeflogen.


Casal, hat Camillo Gonzaga, mit seinen Span-
nischen völgkern, biß auf die Citadella den Frantzo-
sen, undt Savoyern, abgenommen. Die hertzoginn von
Savoya, hat dem Könige in Frangkreich, sagen
laßen, Sie müßte mit Spannien, tractiren, wenn
Sie keinen endtsatz bekähme?


Barcellona sol auch im accord stehen, mit Spannien.


Jn Frangkreich, tractiren, undt kriegen sie zu-
gleich. Prince de Condè ist krangk. Düc de
Lorrayne sol in einem treffen, geblieben sein.
Zu Paris, gibt es seditiones, undt factiones,
auch heimliche Pasquillanten, undt Aufwiegler.
Der Cardinal helt noch seine verborgene intelligentzen.

|| [[Handschrift: 87r]]


Jn Engellandt, ist das volgk, des krieges, undt der geldtpreßuren
Müde. Admiral Blacke, hat mit Wytte Wyttens, in
den Duyns, drey Tage geschlagen. Es mag beyderseits volgk
geblieben sein. Die holländer haben nicht victorisiren
können, weil 20 Seeländische Schiffe, im besten schlagen,
sich retiriret, undt von den holländern, nicht commandiren
laßen wollen, außer, wann der Admiral General
Tromp, darbey wehre. Dieser aber, will nicht forth,
er habe denn, einen ordentlichen Printzen, zum obergeneral.


Dennemargk caressirt die Parlamentischen, undt hat
ihre Schiffe, bey Elsenöer, vor den holländern gewar-
net, auf diese Feẅer geben laßen auß Cronenburgk,
iehne aber, undter seine protection, in den haven zu
Coppenhagen, genommen. Dennoch, haben die holländer,
zweene Engellische Schiffe, im Sunde, weggekriegt,
undt seindt mit der übrigen, ihrer flotte daselbst,
von OrlogßSchiffen, undt etzlichen CoffardySchiffen,
wieder darvon gefahren, nach dem vatterlande zu.
haben aber, einen Gesandten, zum Könige in Denne-
margk, ablegiret.


Jn Schweden, will der Spannische, wie auch der Staa-
dische Gesandte, den wintter über, bleiben, so auch
der Pollnische undterCantzler, Radziecofsky, undt der
Dähnische vertriebene Reichshofmeister, Ulefeldt.
Man wehlet neẅe Reichsrähte, an die stelle, der abgestorbenen.

|| [[Handschrift: 87v]]


Die Frantzosen, haben hammerstein, dem Lottringher
abgenommen, hingegen seindt die Lottringhischen
völgker, in ü in des herren von Flegkensteins, güh-
ter gefallen, undt haben geraubet, geplündert,
auch Städte, undt dörfer occupiret.


G Conte de Harcour, so in Briesach, hat den
König in Frankreich seine Treẅe versichern laßen,
undt gebehten, man wolle des Cardinals, undt
seiner feinde anbringen, wieder ihn, keinen
glauben, beymeßen.


Die Printzen in Frankreich fordern 1. die Amnistiam.
2. Restitutionem damnorum. 3. Coniunctionem
beyder Parlament zu Paris, undt Pontoyse. 4.
Außschaffung, frembder außländischer rähte.
Der König hingegen sucht 1. eine absolute
submißion, ohne bedinge. 2.

Dienstag den 19den: October 1652.

<14 kleine vogel, undt 3 drußeln, darvon 1 lebendig behalten.>


Jch bin hinauß hetzen geritten, undt habe
zweene hasen, einbracht, auch Zeptzigk besichtiget.
Ie trouve par tout, dü desordre.


Michel Ringk, ist von Magdeburg wiederkommen.


J'ay èscrit a Prag & a Crossen.

|| [[Handschrift: 88r]]

Mittwoch den 20ten: October 1652.

<5 endten, Johann Balthasar Oberlender geschoßen. 9 kleine vogel, der vogelsteller gelifert.>


Jn die kirche, mit der Schwester, undt beyden Söhnen,
wie auch, mit zweyen Töchtern.16


Extra zu Mittage, gehabt, den CammerRaht, Doctor Mechovium,
den iüngeren Sekerka, Tobias Steffeck von Kolodey et cetera


Apres disner, i'ay envoyè Tobie, á Plötzka. Dieu donne, bon süccèz.


Avis von Deßaw, das sichs (Gott lob!) mit dem Schwager, fein
zur beßerung, ahnlaße, undt er numehr aufgericht sitzen könne.

Donnerstag den 21ten: October 1652.

<15 kleine vogel, undt 2 zihmer, der vogelsteller Ernst gebrachtt.>


Philipp Güdern, habe ich bey Mir, gehabt.


Michael Ringk nach Magdeburgk mit getreydig abgefertiget.
Gott gebe zu glügk!


Er Hesius, hat sich vom Berlin auß, wieder præsentiret.
Jl ayme mieulx, de demeürer icy, avec moy, (nonob-
stant les beaux offres, qu'on luy a fait illecq)
qu'a changer. Dieu le vueille conforter, & conserver!


Die Rähte zum Berlin, welche ihn in das reformirte
Gymnasium, zum Rectorat, nomine Chur Brandeburgs beruffen,
seindt: der herr von Rahden, Doctor Tornaw Iuris Consultus,
Doctor Bötticher Medicus, undt Doctor Bergius Theologus perge.
Er hat bedengkzeitt, biß auf weyhenachten, genommen.
Interim, wolle Gott der herr, allenthalben Seine
wahre kirche, mit dienlichen leütten versorgen!

|| [[Handschrift: 88v]]

Freitag den 22ten: October 1652.

<15 kleine vogel, Auceps wiederumb. 55 großvogel von Ballenstedt.>


Paulum Ludwigen, bey Mir, gehabt, importantissima,
resolviret, undt ihn nebenst dem lehensSecretariat,
zum Consiliario ahngenommen. Gott gebe zu glügk!
Segen! undt gedeyen! lange zeitt, in langem leben,
friede, undt erquickung, unseres Staatß!


A spasso, in zimblicher frischer lufft, iedoch
schönem wetter. Die zihmer, oder Crammetsvögel,
wollen auf den vogelherdt, noch nicht fallen,
ob sie schon, ringß umbher, fliegen.


Risposta von Deßaw. Es stehet alda noch
paßlich. Vetter Hanß Geörge, continuirt die
Jagtten, undt hat in zweyen Tagen, 119 Schweine
gefangen. Der Schwager Fürst Johann Casimir,
beßert sich. Gott gebe bestendige beßerung!


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: weitzen, 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: erbßen, 3 Rinder, 6 Schweine,
zur Mastung, undt 55 großvogel, seindt von Ballen-
stedt, ahnkommen.


Risposta dal castrato, e dal Duca Ernesto di Sassonia Gotha per il
mîo messo, spedito. Il Duca Ernesto di Sassonia a Gotha mi tratta non
da Cavagliero, mà, da banquiero indegnamente.
Ohj bo!

|| [[Handschrift: 89r]]

Samstag den 23. October 1652.

<2 hasen, Abraham von Rindtorf.>

<8 zihmer, undt 1 klein vogel der vogelsteller gefangen.>


Secretarius Christoff Bärnreütt, ist bey mir gewesen,
allerley zu referiren.


Postea: habe ich die rechnungen revidirt.


hofraht Pfaw, ist bey Mir gewesen, undt ankommen.


Abermahlige Depesche, nacher Deßaw, <mit dem Furrierzettel.>


Jtem; nacher hecklingen, Wolf Thylo, von Trota,
zu beschreiben.


Man hat heütte viel händel undt vollauf zu
thun, gehabt, sowol wegen meiner rayse nach
Deßaw, als wegen meiner gemahlin, vorha-
bender rayse, nacher Wolfenbüttel, undt darvon
dependirenden rayse, der Schwester, Freẅlein
Dorothea Bathildis Liebden nacher herwaerden.


Avis: daß hertz Landgraf hermann
mit dero gemahlin Liebden albereitt zu Gohta
ahnkommen, vielleicht unseren landtTag
zu besuchen, undt seine Freẅlein Steẅer, zu fordern.
Graf Moritz von Teckelnburgk, undt
der Graf von hanaw, dörften mit
ihren Gemahlinnen, auch baldt folgen.


Die von der landtschafft, erregen, einen Concursum Creditorum.

|| [[Handschrift: 89v]]


hertzogk Manfredo von Wirtembergk
(künftiger braüttigam, zu Wolfenbüttel)
ist unvorsehens, diesen abendt, von Ze ankommen.


Jch habe böse post, von Zerbst, gekriegt,
wie auch von Speyer, in Kohlmanns sachen.
Gott wolle ihn, undt alle meine feinde
dempfen!

Sonntag den 24ten: October 1652.

<Nebel.>


Jn die kirche, vor: undt Nachmittags, cum
sorore, undt beyden Söhnen, auch theilß Töchtern.17


Extra zu Mittage gehabt, den hertzogk Man-
fredo, die beyden Rähte, Caspar Pfawen,
undt Doctor Mechovium, die Rindtorfinn,
den iüngeren Sekerka, Tobias Steffeck von Kolodey, undt
des hertzogs Jungker.


Es hat aber keiner, in unserm eingeheitzten
gemach, mittgegeßen, alß die Fürstlichen personen. Die
andern, haben auf dem Sahl, gespeiset.


Nachmittage, wieder in die kirche, undt
Ernst Dietrich Röder, ist ahnkommen.


Krahe ist von Zerbst anhero kommen, mich zu
invitiren zu der Gevatterschafft.

|| [[Handschrift: 90r]]


Briefe von Croßen, J. S.c vom 16 ⁄ 26ten: October
undt sonsten mancherley Avisen.

Montag den 25ten: October 1652.


Jch bin nacher Deßaw, auf den großen landtTag, gefahren,
habe Doctor Mechovium, undt Paulum Ludwigen meine Rähte
mittgenommen, wie auch Secretarien<um> Christof Bärnreütt,
vornehmlich aber, meinen Sohn, Carolum Ursinum,
So dann, meinen Raht, undt hofmeister, Einsidel, Jtem:
Ernst Dietrich Röder, undt Abraham von Rindtorf.


Zu Deßaw, habe ich meinen vetter, undt Schwager
Fürst Johann Casimir in paßlichem zustandt, ahngetroffen, iedoch Schwach,
wiewol bey guter vernunft. Gott beßere es!


Vetter Hanß Geörge, war auch aldar, undt
das Fürstliche Frawenzimmer, nebenst meiner Schwester.


herrvetter Fürst Augustus, wie auch Fürst Johannes, kahmen
auch dahin, wie auch die beschriebene landtschaft,
in großer frequentz. Gott gebe gesegnete consilia!


Landtgrave Friederich von heßen Caßel,
ist auch anhero, (unvermuhtend) kommen, von Dreßen[!],
la ou son Segretaire luy a iouè son argent, en se
sauvant avec le reste. Dieu garde; d'autre malheür!


Man hat heütte, von der Proposition, deliberiret. || [[Handschrift: 90v]]
Nemlich, post Vota, et Curialia.
1. de Modo, wie die Allgemeine Schulden, in die Antheile
zu vertheilen, nach proportion der Steẅern?
2. hindterstellige EheSteẅren einzubringen.
3. die Schulden, beym kriegswesen gemacht, zu tilgen.
4. die casus reservatos, undt künftige Freẅlein
Steẅern, ohne vermengung mit dem landtschaft-
wergk18, zu halten, undt zu erschwingen.
5. Anstaltt, wegen des gesindes, der Tagelöhner,
handtwergksleütte, undt Bettler, zu bedengken,
damit daß landt nicht damitt ferner graviret werde.


Darein incurriren, noch nebenpuncta, alß:
1. Wie die Stellen, im Außschuß, zu ersetzen?
2. ReichßTagesspesen. 3. Satisfactiongelder,
ahn 1158 ReichsthalerRthlr: seindt schon erlegt, undt werden
nochmalß gefordert. 4. die Vechtische garnison
muß verpfleget werden. 5. die bevorstehende
Römerzüge, muß man geben, undt alsobaldt
25 Monat, auf die dem Kayser, bewilligte 100 Mille
6. der modum zu bedengken, wie solche am be-
quehmsten, aufzubringen.
Jtem: ob noch mehrere puncta nöhtig, zu deliberiren?
Diß wahr der kern, der proposition. Jedoch wurde
alles mit mehrerem, deduciret.

|| [[Handschrift: 91r]]

Dienstag den 26ten: October 1652.


heütte frühe giengen wir Fürsten sämptlichen
iung, undt altt, in die kirche, undt predigtt, des Superin-
tendenten Raumerj, welcher eine schöne predigt,
ex Apocalypsi Capitel 3 thate; undt den Text: haltt
waß du hast, das niemandt deine krohne nehme19 perge
wol explicirte, auch auf gegenwärtigen landtTag,
artig zu appliciren wußte.


Nach der predigt, undt wiederkunft, auß der
kirche, vom Gottesdienst, wurde ein wenig pausiret,
undt die proposition, schriftlich deliberiret.


Darnach, kahm man, auf dem großen Sahl,
zusammen, die Fürstliche herrschaft stunde oben, nemlich:
Fürst Augustus, Jch am nähesten, (weil Fürst Johann Casimir
unpaß ist, undt <uns> nicht beywohnen kan) darnach Fürst hanß,
postea: die iungen herren, als: Fürst Lebrechtt, Fürst hanß
Geörge, Fürst Wilhelm Ludwig, Carolus Ursinus
undt <vetter> Wilhemchen, meines bruders Sohn. Zur seitten,
gieng auß unsern Rähten, der Cantzler Milagius hervor
undt That eine schöne zierliche oration, an die haüffig
alda versamlete landtschafft, ihnen, die proposition desto
anmuhtiger zu machen, welche ihnen darnach überantwor-
tett, undt vom Obristen Werder, im nahmen der landtStende,
angenommen, auch von ihme, mit einer zierlichen (jedoch nachdencklichen)
rede, im nahmen der versamlung, beantwortett wardt.

|| [[Handschrift: 91v]]


Es wurde Mittagsmahlzeitt gehalten, wie gestern abendt,
außer etzlicher anderer, so heütte an die Tafel, gesetzt worden.


Der vetter Wilhelm Ludwig, (welcher gestern abendt,
undt heütte zu Mittage, mit unß, mahlzeitt ge-
halten, die beyden kleinen aber, haben mit dem
Fürstlichen Frawenzimmer, gegeßen) ist nachmittagß,
nach erlangter dimission, wieder verrayset. perge


Conversationes mit Fürst Augusto undt den Fürstlichen personen.
Jtem: mit Meinen Rähten, undt beampten.


Die iungen herren, haben mit Landgraf Fritz geschoßen,
undt den ballen geschlagen.


A la table au soir, tout plein de discours.

Mittwoch den 27. October 1652.


Diesen Morgen, hat man Raht gehalten.
1. Wegen des vergleichs, der gräntzen zwischen Großen
Alßleben, mit dem Fürstenthumb Halberstadt.
2. Wegen ersetzung der RectoratStelle bey dem
gesampten Gymnasio zu Zerbst, undt die übrigen
Professiones, zu beobachten.
3. Wegen des ReichßTags beschickung, ist biß nachmittag
außgesetzt, wegen enge der zeitt, undt etzlicher requisiten.
4. Wie man sich, wegen angesonnener Correspondentz gegen
ChurBrandenburg undt begehrter Nachschickung halber || [[Handschrift: 92r]]
zu bezeigen?
5. Waß bey ChurBrandeburg in acht zu nehmen, so wol wegen
der Aßcanischen titulatur, alß wegen der Frosischen vorge-
schlagenen versur, mit Nachterstedt.
6. Wegen der nichtswürdigen Müntze, wie man solcher
loß zu werden, undt das böse geldt, auß dem lande, zu bringen?


Fürst Augustus, that die Umbfrage, undt wahren anwesendt
an rähten, in der session: 1. Cantzler Milagius 2. Obristleütnant
Knoche 3. Cantzler, Doctor Müller. 4. Mein Cammerraht, Doctor
Mechovius. 5. Monsieur Freybergk, hofmeister undt raht, alhier
zu Deßaw. 6. Doctor Schrigkel, Cantzler zu Zerbst. 7. der
hofraht Pfaw. 8. hacke hofraht zu Plötzkaw. 9. Licentiat
Keppe hofraht zu Zerbst. 10. Paulus Ludwig, mein raht.


Nach solcher umbfrage, der Rähte, fragte der
OberDirector consilij, Fürst Augustus den iüngeren Fürsten
nemlich: Fürst Johannes, erstlich, darnach mich, endlich
concludirte er, wie die Prothocolla außweysen!
undt gratulirte unß, die wolangelegte zeitt perge


Nachmittags, wardt der außgesetzte 3. punct,
wegen des ReichßTages, stadtlich deliberiret, iedoch
nicht gar zu ende gebracht, wegen etzlicher requisiten, so
der cantzler Milagius mit seinem Fleiß, undt Dexteritet,
zu ergäntzen, weile haben muß. Postea wurde auch
vom 6ten: punct, so heütte frühe außgesetzt, geredet
undt also ist der heüttige Tag, (Gott lob!) wol vollbracht!
< || [[Handschrift: 92v]] Der rügkfalßgelder, ist auch gestern <Nachmittage> geredet worden, ob solche, auf Hertzogk Ernst, zu Gohta, zu transportiren? wegen seiner authoritet, guten credits, undt innehaltung. Er würde unß können, per anticipationem, contentiren.>


Interim, seindt die iüngeren herren, (außer der
kleinesten) mit Landtgraf Fritzen, auf die Schwein-
hatz, heütte gezogen, haben den Tag, mitt zuge-
bracht, undt seindt gegen abendt, wiederkommen,
nach dem sie 6 wilde Saẅe gefangen, viel
mehr aber durchlauffen laßen.


Jch habe mich, vom abendteßen, absentiret,
meiner Diæt halben, wie auch Fürst Augustus gethan. perge


J'ay trouvè grande alteration en mon ürine,
& de celle de Charles. Ie ne scay, si cela proced[e]
de la chair de sanglier, dont nous mangeons
en quantitè, ou de la biere nouvelle Servestane[.]
Dieu nous vueille contregarder, de maladies!
& garder aussy mon pauvre Victor, avec ma Com-
paigne & autres enfans! Ô Dieu! exauce moy!

Donnerstag den 28ten: October 1652.

<1 ReichsthalerRthlr: Ludwig Rober>


Von Rantzow ahnbringen, der neẅen alliancen || [[Handschrift: 93r]]
mit dem NiederSäxischen Krayß, ist nur præliminar diß-
curß gepflogen, die Sache selbst aber, noch nicht ordentlich
consultiret worden.


Fürst hanß, hat mir auch, die annehmliche zeitung
referiret, daß numehr der Churfürst von Saxen, (nach vorigen
tergiversationen,) sich endlich resolviret, Jhre Liebden mitt
WaltterNiemburgk, zu beleyhen, in eventum defec-
tionis lineæ masculinæ Comitum Barbiensium.
Er hoft auch, unß andere, in die Mittbelehnschaft,
zu bringen. Sein CammerJuncker Marschalck,
ist derentwegen, noch zu Dreßen[!], zu sollicitiren.


Donnerstag den 28ten: October 1652.


Jn die kirche, frühe am behtTage, dahin auch, Fürst Augustus,
Landtgraf Fritz, undt die iungen herren, Fürst Lebrechtt,
undt Fürst hanß Geörge, gekommen, in Raumerj predigtt.


Postea: ist Landgraf Fritz, mit den iüngeren herren, auf
die Jagtt, undt Schweinhatz, gezogen.


Zue Mittage, wahr bey unß, extrâ: undter andern,
der Teckelnburgische Abgesandte, Travelmann.
Man hat etwaß poculiret; undt allerley, dißcurriret.


Der vergleich, mit Chur Brandenburg ist subscribiret worden,
wegen avisirter ahnkunfft, des halberstädtischen Cantzlers Fromholdt zu Grüningen.


Nota Bene[:] Cæsius, est icy, cerchant üne quantitè de bois, de mon Cousin,
et Beaufrere, pour estre ammeinè, pour argent comptant, pour la Ville d'Amsterdam.


Jch habe Meinen vetter, undt Schwager, besucht, undt wol gefunden.

|| [[Handschrift: 93v]]


On dit: Que les Villes, se separent, d'avec la Noblesse,
& se reioignent, par l'entremise dü Prince Augüste, leür
Procüreür. Il m'a attacquè, ceste apres disnèe, pour cela,
en presence dü Prince Jean, lequel va doucement, en
ceste besoigne, mais avec finesse. Il a èsplüchè, le Prince Iean,
que la Noblesse, s'est resolüe, de payer, la 4me. partie, de
plüs, sür les Tribüts, c'est a dire: 7500 Dalers. Le Prince
Augüste, (comme fauteür des Estats, pour estre le Chef de
ceüx, quj bastissent ün estat en nostre Estat!) repliqua:
Que cela seroit beaucoup, & qu'il n'avoit pas pensè,
qu'ils consentiroyent plüs, de 3 ou 4000 Dalers. C'est:
pour leür monstrer le chemin, a transgredier, leür devoir!


Tout cela füt dit, apres disner. Car a disner, on
ne parla pas de telles choses, mais on fit la guerre
á Travelmann, qui vouloit avoir üne assignation
sür moy, a cause dés deniers Matrimoniaulx,
& ie luy repartis, en gausserie, plüsieurs galanteries,
par forme de raillerie. A table, a disner: estoit;
le Prince Augüste, Moy, le Prince Iean, Mon fils Charles,
mon nepheü, Guillaume, l'Ambassadeur Travelmann,
le Lieütnant Colonel Knoche, l'escuyer Pröke, le Conseiller Pfaw,
le Conseiller & Maître d'hostel, Einsidel, le Chancellier de Zerbst,
Doctor Schrigkel, l'escüyer de Zerbst, Monsieur Krahe, a nostre table.

|| [[Handschrift: 94r]]


I'expliquay aussy, apres disner, au Prince Iean, dès choses, quj
touchent la preseance, a la Diete Imperialle, & les tiltres, que
l'on donne a plüsieürs moindres, dont nous füsmes, en dispüte!

Freitag den 29ten: October 1652.


Mane, in Consilio, ist vorgenommen worden, der punct
wegen abschickung, aufn ReichßTag.


Man hat consultiret, <1.> die Quæstionem An? 2. die
personen, so zu ablegiren. 3. die Media. 4. die Zeitt
der abschickung. Man hat ponderiret, große Sachen,
so auf diesen Comitijs, zu expediren, die Execution
des Friedenß, die neẅe session, der Cron Schweden,
die Gernrödische neẅe Session, die Aßcanische
prætension, die Magdeburgische compactsache, die
Milingische Sache, die neẅen anlagen, undt
Römerzuge, &cetera Man hat auf Cantzler
Milagium geschloßen, undt auf remedia gedacht,
seine excusationes abzuwenden, 1. adversæ Valetu-
dinis, 2. Fürst Augusti hohen Allters, 3. Nachrede der verpraßung
der landesbeschwehrung, so in seiner absentz, uxorj
eius, obiiciret worden. 4. die angenommene Compromiß-
Sache, undt religionssache Chur Brandeburgs contra Pfaltz Neẅburg
darinnen Fürst Augustus pro Arbitro, erwehlet. Man will ihme || [[Handschrift: 94v]]
hoffmeister Freybergk adjungiren, wegen der Sprachen,
guter kunde, undt anderer guten qualiteten, damit
landtkinder auch zu etwaß gezogen werden möchten.
Licentiat Keppen, nachzusenden, wenn es Milagius, nach 6
Monaten, endern, undt wiederkommen wollte.


Die Media, von der landtschaft zu erwartten,
darinnen man, das beste hoffet, interim aber, von
den Cammern etwas herzugeben, Jch, undt Fürst Johann,
unß excusiret haben. Die legatos außzu-
staffiren, auf 6 Monat, richtige provision zu machen,
aufs künftige zu gedengken, mit Secretarien,
undt dienern zu versehen, undt Sie also, selbSechsße
oder Siebene, zu ablegiren, mit Miehtkutzschen,
oder mit eigenen kutzschen, Freyberg aber, mit 2 pferden,
da dann sein knechtt ein kutzscher sein, undt seine
pferde, einspannen köndte. Fürst Augustus will nichts,
auß den SenioratEmptern, hergeben, unange-
sehen von Mir, undt von Fürst hanßen, die pacta angezo-
gen worden. Losamenter zeitlich zu bestellen.
Creditifen zu verfertigen. Schrimpf sol cito:
Cæsaris abzugk notificiren, auch die Gernrödische
jnfeüdation, wie Sie stehet, Jtem: was die Churfürsten || [[Handschrift: 95r]]
zu Prag verrichtet, undt tractiret? Bey Chur Brandeburg
inquiriren, wegen selbiges aufbruchs. Communicatio, mit Saxen Gohta.


Abfaßung der jnstruction wirdt Milagio, committiret.
Bestehet 1. in befestigung des Friedens. 2. exequenda zu
erstatten, 3. reservata zu erledigen. 4. derFürstlichen herrschaft
desideria, adimpliren pro posse.


Die albereit gemachten Sextern, sollen verlesen werden,
biß die andern darzu kommen. Es wirdt auch erin-
nert, wegen meines bruders Fürst Friedrichs persöhnlicher erscheinung.
2000 ThalerThlr: equippage zum anfang, den legatis. Fürst Iohann Casimir
wirdt ersucht, Freybergk zu dimittiren. Secretarius
Kniche, wirdt von etzlichen gelobet, von andern
wegen seiner garrulitet reijciret, undt durch
ein jurament, ihn zu Vinculiren, gerahten.


Man sol auch die session, vor den Neẅen Fürsten
in acht nehmen, undt sich mit nichten, zurügkd setzen
laßen. Es wirdt auch erinnert, man solle zu vermei-
dung unkostens, hertzogk Ernst, gevollmächtigten,
unsere negocia auftragen. Die gräflich Ol-
denburgische Wehserzollsache, wirdt auch moviret, von Fürst
Johann, Liebden umb assistentz willen. In consessu wahren:
Fürst Augustus, Jch, Fürst hanß, Obristleütnant Knoche, Doctor Müller, Freybergk,
Doctor Mechovius, Doctor Schrigkel, Hacke, Caspar Pfaw, Licentiat Keppe, Paulus Ludwig. perge

|| [[Handschrift: 95v]]


Schreiben von Bernburg daß Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin,
gestern aufgebrochen, mit hertzog Manfredo von Wir-
tembergk, auf selbiges Beylager. Mein Sohn Victor,
undt 4 meiner Töchter20, seindt mitt dahin gezogen.
Gott gebe, zu glügk! Segen! undt gedeyen!


heütte frühe, hat der Landgrave Fritz, undt
vetter hanß Geörge, drey Täxe, auf der Renn-
bahne, gehetzt, undt ist darnach wieder, auf
die Schweinhatz, gezogen, <hat aber nichts gefangen.>


Jnterim, habe ich erst, meinen vetter, undt
Schwager Fürst Johann Casimirs Liebden besuchtt,
darnach haben wir, wie vorgedacht, deliberiret.


Postea: habe ich die Visite, Fürst Johannsens Liebden
wieder gegeben, die Sie mir gestern gegeben.


Hanß Ernst auß dem Wingkel, ist bey mir gewesen,
wegen verseümter lehen, undt hat sich sonsten
gar wol erklähret.


Mès Valets ont eü hier, apres soupper, dès
grandes dispütes, avec les Valets, dü LandGraf Friedrich ie
ne scay, ce quj en sera, auiourd'huy a ce soir?


Apage Sathana! <Mais Dieu m'a exaucè a ce soir, chassant les menèes de Sathan pervers, & addoucissant lés fougues.>

|| [[Handschrift: 96r]]

Samstag den 30ten: October 1652.


Diesen vormittag, ist der Landtgrave Fritz, wieder
hinauß gezogen, <Carolus Ursinus auch mitt, undt haben 1 Rehe, undt 2 Hasen gefangen.>


Unsere Rähte, haben sich, zusammen gesetzt, undt wegen des Reichß-
Tages beschickung, erst deliberiret. Darnach, seindt wir zusammen
kommen.


Meine gedangken seindt pos<auf> die propositionspuncten:


Ad 1. Nemlich: waß den modum ahnlanget, die allgemeinen
Schulden, in die Antheile zu vertheilen, nach proportion der Steẅern?
Responsum[:] die Eintheilung, undt Administration der landeßSchulden,
stünde wo nicht länger, iedoch auf 6 iahr lang, zu versuchen.
(Protestatio, wo nöhtig, in jure quæsito, wegen Meiner Real
assecuration solcher Patrimonialgelder, so ich an statt des hinge-
gebenen Ampts Plötzkaw, zu fordern, undt zu erheben, undt
Mich in der erlangten, præscribirten Poßeß, undt Manu-
tenentz, mit nichten, turbiren zu laßen.)


Ad 2. durch den restirenden überschuß, undt durch eine Neẅe
Ahnlage, nach der revision, welche von 6 iahren, zu 6 iahren,
zu wiederholen. Die restirenden Freẅlein Steẅern,
darauf einzutheilen, solche in 12 iahren, abzuführen. Durch solche
durchgehende revision, würde den unvermögenden, durch
die vermögende des gantzen landeß, geholfen, undt eine
vertraẅliche zusammensetzung, im lande, gestifftet.


Ad 3. gantze Communen, undt Städte, sollen gegeneinander liquidiren,
abrechnung halten, auch so viel müglich, compensiren, die Fürsten, die
Gastwirthe, undt Privatj aber, So wegen gantzer Communen, oder wegen des landes || [[Handschrift: 96v]]
ihr vermögen hergegeben, mit denen ist billich zu transigiren,
undt dieselben, auß einem, oder dem andern Antheil, oder auß dem
gantzen lande, zu contentiren, darzu dann eine Anlage
erfordert wirdt, so extraordinarie zu exigiren.


der 2. propositionspunct, wahr, die hindterstellige EheSteẅren.
der 3. die Schulden, beym kriegswesen, gemacht, zu Tilgen.


der 4. betrifft die Casus reservatos, undt künftige
FreẅleinSteẅren, ohne vermengung mit dem landt-
schafftwergk21 zu halten, undt zu erschwingen.


Responsum[:] wegen aufbringung der casuum reservatorum
insonderheit der FräuleinSteẅern, müste in rem præsentem
gegangen, undt revision der Steẅerrollen angestellet
werden, worauf das facit, von 6 iahren, zu 6 iahren,
zu machen. Wehre ein überschuß, wehre solcher zu den Fürstlichen
FreẅleinSteẅern, ahnzuwenden, das übrige aber, durch
eine extraordinariam collecte, zu erheben, ohne vermengung
mit den Steẅern.


Der 5te betrift die Anstaltt, wegen des gesindes,
der Tagelöhner, handtwergkßleütte, undt Bettler,
damit das landt nicht ferner damitt, graviret werde.


Responsum[:] gute haußwirthe, auß allen Antheilen, zu deputiren,
das wergk nach der Antheile gelegenheitt, vollendß einzu-
richten, undt pro posse, mit der Nachtbarschaft, sich zu conformiren,
inmaßen darzu albereitt, ein guter anfang, gemacht worden.

|| [[Handschrift: 97r]]


Auff die Nebenpuncta meine gedangken; zu eröfnen, nachfolgender maßen:


1. Ersetzung der Vacirenden Stellen, im Außschuß.
Responsum[:] Jn gleicher ahnzahl die vom Adel, auß den Antheilen, zu nehmen.


2. ReichßTagsspesen. Responsum[:] werden billich vom lande, exemplo
Vicinorum getragen, weil bey den Fürstlichen Cammern, kein vorrath,
undt inter casus reservatos die ReichßSteẅren begriffen. Die
kosten, sol man nach der revidirten Steẅerrolle, anlegen,
undt aufbringen.


3. die 1158 ReichsthalerRthlr: Satisfactiongelder betreffend Responsum[:] zu fragen
wohin? solche kommen, undt wenn solche a Svecis begehret?
Sonst müßte das landt solche doppelt aufbringen.


4. Vechtische garnison vndterhalt. <Responsum[:]> Jst billich, weil
es bewilliget worden, zu refundiren, undt wehre
prævia revisione der Steẅerrollen, durchgehends
ahnzulegen.


5. die bevorstehende Römerzüge. Responsum[:] Solche bewilligte,
müßten auch angeleget werden, wie vorgedacht, prævia
revisione Tributorum.


6. des Modj halber, wie solche am bequehmsten, aufzubringen?
Jtem: ob noch mehrere puncta, zu berahtschlagen? Responsum[:]
Stadt undt Amptt Bernburgk, in acht zu nehmen, bey dem
Modo, nach vorhergehender revision im lande. Dann außer
Solcher revision (gleichwol cum protestatione, daß auch dieselbe,
Meiner hoheitt, unpræjudicirlich, undt unabbrüchig sein solle!)
Man sich, in dem ruinirten Bernburgischen Antheil, zu keinem beytrag, verstehen kan. perge

|| [[Handschrift: 97v]]


Der Landtgrave, ist zu Mittage, wiederkommen.
Unsere iugendt auch mitt, undt haben noch Tafel
mitteinander gehalten.


Post Vor der mahlzeitt, habe ich noch meinen
Schwager besuchtt, undt Jhre Liebden zimlich disponirt
befunden. Gott stärgke! undt vermehre seinen Segen!


Travelmann, ist bey mir gewesen, nicht allein,
zu sollicitiren, umb seines herren, (in 17 iahren
schon, fällig gewesenen) eheSteẅren, zu Tecklenburg
Sondern auch, zu bitten, umb assistentz, undt inter-
cession, an Kayserliche Mayestät wegen der Wevelinghofischen
Pfarrsachen, da der Churfürst von Cölln, einen Päbstischen
pfaffen, de facto, eingesetzt, welches anno: 1624
nicht gewesen.


J'ay sceü, qu'entre les Nobles icy, on a fait üne
Loy, que ceux qui ne reviendroyent pas, estans
derechef citèz, devroyent payer, üne amende,
de 20 florins d'or (Goldgulden)☉f: av a la casse. Ainsy, jls pünissent
en Princes! Ils s'enquestent aussy, de l'ün
a l'autre, s'il n'a point dès griefs, a produire?
instigans, tantost l'ün, tantost l'autre, a lès manj-
fester, et a demander satisfaction. Puis en ayans assem- || [[Handschrift: 98r]]
blè ün comble de tels griefs, ils nous Veülent prescrire,
& nous contraindre, a leür donner de la satisfaction, &
contentement parfait, aultrement, ils ne veülent nülle-
ment condescendre, a aulcüne contribütion, ou sübside!
comme si tout consistoit en leür bonne Volontè? & non
en leür devoir, & obbeissance, convenable, & comme si
c'estoit a eülx, de prescrire dès Loix, a leurs Princes!


Les Villes, estoyent separèz d'eulx, en ayans leurs
gravames, (comme ils les nomment) particüliers, mais
maintenant, ils commencent, a se rejoindre, & ils
font mine, de nous vouloir braver icy; en ceste congregation.


On cerche aussy, a faire dès prejüdices, avec Leüch-
tembergk, (nonobstant més remonstrances) & a le laisser
preceder, a nostre mayson, quoy que i'aye precedè au
Prince de Leüchtenbergk, dernier de la famille mesmes,
& ünique, l'an 1636 au Couronnement de l'Empereur.


En l'affaire de la Contè d'Ascanie, on a dès conseils
püsillanimes, pernicieüx, & en partie, corrompüs.
Pacience!


Die jnstruction, (welche nacher Regenspurgk, auf
den ReichßTag, gehöret) ist vom Cantzler Milagio,
in vielen wichtigen ahngelegenheitten, stadtlich aufge-
setzt, tam in publicis, quam privatis, unsers hauses,
undt ich habe 3 Stunden zugebracht (loco cænæ) cum consilia-
riis meis, die sache zu belesen, undt in etwas zu erwegen.

|| [[Handschrift: 98v]]

Sonntag den 31ten: October 1652.

<1 Ducaten Heinrich Friedrich von Einsidel 1 Ducaten dem Seltenreich. — 1 ReichsthalerRthlr: Ludwig Rober. — — 6 Groscheng: vor eine Schähre. <6 Groscheng: in klingbeüttel.>>


Zweymahl in die kirche, vor:
undt Nachmittagß, das erste mahl, conjunctim, mit der
übrigen Fürstlichen herrschaft, daß ander mahl, mit Fürst hanßen
alleine. Vormittagß, predigte der Deßawische
Superintendens, Raumerus, nachmittags aber, Albinus.


Avis: daß das iüngstgeborne Fraẅlein zu Caßel,
gestorben. Landgraf Fritz, erzehlete mirs, mit vermelden,
das ihme vor 3 oder 4 Tagen, drey blutstropfen,
auß der Nase gefloßen, welches ihm allezeitt
zu geschehen pflegte, wann ihm ein unglügk
bevorstünde, oder iemands auß seiner Freündt-
schafft, undt hause, abstürbe. Jst seltzam!


Nach der Nachmittagßpredigtt, habe ich,
gleich wie vor: also auch Nachmittags, meinem
vetter, undt Schwager Fürst Johann Casimir, die ge-
hörige Visite gegeben, undt ihre Liebden (gestallten
sachen nach) zimlich disponirt, befunden. <Gott helfe ferner gnädig!>


Jn der Schwester, Seiner Liebden gemahl gemach, haben
wir unß, vorm abendteßen, versamlet, undt
des Obersten Werders Tochter, hören in Seiner
gegenwartt, auff der kitarrha spiehlen, undt || [[Handschrift: 99r]]
schöne geistliche gesänge, undt Todtenlieder, mit lieb-
lichen melodeyen, singen, undt musiciren, gar auf eine
eigene anmuhtige, undt Andächtige arth.


Bey der Abendtmahlzeitt, hat sich herrvetter Fürst Augustus
absentiret, undt mich alleine, mit dem Landgrafen gelaßen.
Es seindt aber doch, die iüngeren Fürsten, darzu kommen,
undt man hat zimlich stargk, poculiren müßen.


Ô Dieu! delivres nous, de ceste servitüde, dü
boire, & pardonnes nous, tous nos pechèz, par
ta misericorde. Car nostre coeur, s'èsleve a toy,
et vouldroit, pouvoir cheminer, en droictüre!


Textapparat
a Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Abkürzung nicht auflösbar.
d Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Ps 103.
2 Zitat nach Ps 103,2 aus Lobwasser: Psalter Davids, Psal. CIII, Bl. Mm vi rv
3 Lc 7,11-17.
4 Infrage kommen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
5 Apc 12,12.
6 Zitat nach Thomas von Kempen: De imitatione Christi, S. 82f.
7 Infrage kommen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria oder Anna Elisabeth.
8 Zitat nach Erasmus: Adagia, S. 22.
9 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
10 Infrage kommen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
11 Identifizierung unsicher.
12 Identifizierung unsicher.
13 Identifizierung unsicher.
14 Infrage kommen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
15 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
16 Infrage kommen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
17 Infrage kommen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
18 Gemeint ist das "Schuldenwerk", d. h. die Tilgung der fürstlichen Schulden durch die anhaltischen Landstände; vgl. den Einführungstext "Territorialgeschichte".
19 Apc 3,11.
20 Infrage kommen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
21 Gemeint ist das "Schuldenwerk", d. h. die Tilgung der fürstlichen Schulden durch die anhaltischen Landstände; vgl. den Einführungstext "Territorialgeschichte".
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ablegiren
jemanden entsenden, beordern
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
adimpliren
erfüllen
artig
kunstvoll, meisterhaft
artig
fruchtbar
Assecuration
Zusicherung, Sicherheitserklärung
Assecuration
Absicherung, Sicherheit
astringiren
verbinden, verpflichten
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
bandisiren
verbannen
bandisiren
ächten
Bars
Barsch
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
beleihen
belehnen
besorgen
befürchten, fürchten
besorglich
zu Besorgnis Anlass gebend, heikel, zu befürchtend
braviren
trotzen, Trotz bieten
caressiren
umschmeicheln
Coffardischiff
Handelsschiff
committiren
(jemanden) beauftragen
committiren
(etwas) auftragen
Compactatsache
Vertragsangelegenheit mit einer ranghöheren Person (z. B. Lehnsherr)
concludiren
beschließen
conformiren
beistimmen, übereinstimmen, sich fügen
conformiren
anpassen
conformiren
abstimmen, vergleichen
confundiren
verwirren
confundiren
vermischen, vermengen
confundiren
aus der Fassung bringen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
consultiren
(gemeinsam über etwas) beraten, beratschlagen
consumiren
verzehren
contentiren
zufriedenstellen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
deduciren
abziehen, ableiten
deduciren
erklären, darlegen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
denunci(i)ren
ansagen, verkünden
Dexteritet
Geschicklichkeit, Gewandtheit
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
disponirt
aufgelegt, gestimmt, überredet
Ehesteuer
Mitgift, Aussteuer, Vermögen, das eine Braut bei der Heirat in die Ehe einbringt
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
einziehen
verhaften
excusiren
entschuldigen
exigiren
fordern, verlangen, eintreiben
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
Freundschaft
Verwandtschaft
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Gallustag
Gedenktag für den irischen Mönch Sankt Gallus (16. Oktober)
Garrulitet
Weitschweifigkeit, Schwatzhaftigkeit
Geldpressur
Gelderpressung
graviren
(jemanden mit etwas) beschweren, belasten
graviren
sich beschweren, jemandem etwas zu Last legen
hauendes Schwein
über fünf Jahre altes und deshalb besonders gefährliches Wildschwein
Hauptstreich
großer, bedeutsamer militärischer Schlag
hinterstellig
rückständig
hinterstellig
zurückbleibend
improbiren
missbilligen, tadeln
incurriren
einfließen, einlaufen
Infeudation
Belehnung
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
Institution
Anweisung, Einrichtung, Unterweisung
Intelligenz
Einverständnis
Intelligenz
(geheime) Zuträgerschaft, Informanten, Spitzel
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Intimation
Bekanntmachung, Mitteilung
invitiren
einladen
Jurament
Eid, Schwur
kriegen
Krieg führen
kriegen
bekriegen
Lehenspflicht
die aus der Eingehung eines Lehensverhältnisses entspringende besondere Treue- und Leistungspflicht eines Lehensmannes
Lerchen streichen
Lerchen mit Hilfe eines Netzes massenhaft fangen
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
licentiiren
entlassen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Manutenenz
Handhabung, Schutz
Mortalitet
Sterbefall
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
obiiciren
Vorwürfe machen, vorwerfen, (tadelnd) vorhalten
Ohm
Hohlmaß
Ohm
Neffe, Vetter
Patrimonialgeld
Einnahme aus dem väterlichen Grundbesitz
peregriniren
reisen, sich auf Wanderschaft begeben
peregriniren
bewandert sein
poculiren
zechen
ponderiren
bedenken, erwägen
Posseß
Besitz
prästiren
darreichen, leisten
Prätext
Vorwand, Scheingrund
Puffer
Taschenpistole
rejiciren
verwerfen, abweisen
rejiciren
abwerfen, wegstoßen, zurückdrängen
rejiciren
(auf jemanden) schieben, verweisen
rejiciren
ausstoßen
remedi(i)ren
abhelfen
rencontriren
antreffen, begegnen
Requisit
Erfordernis, Zubehör
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
Römerzug
von den Reichsständen zu entrichtender, in Matrikeln festgelegter finanzieller Beitrag, der ursprünglich zur Finanzierung des Begleitzuges der deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom, später zur Deckung der monatlichen Kosten für die Unterhaltung und Besoldung von Truppenkontingenten des Reichs und der Kreise diente
salviren
retten
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
Schneppe
Schnepfe
selbsechst
eine Person mit noch fünf anderen, zu sechst
selbsiebend
eine Person mit noch sechs anderen, zu siebt
Senioratgut
Besitzung, die dem Ältesten bzw. Oberhaupt eines Adelshauses gehört
Session
Sitz, Platz
Session
Sitzung
Sextern
Lage oder Heft von sechs Bogen (zwölf Blatt)
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
Submission
Unterwerfung, Demütigung
subscribiren
unterschreiben, unterzeichnen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tergiversation
Ausflucht, listige Verzögerung
terriren
erschrecken, in Furcht versetzen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
transigiren
zu Stande bringen, übereinkommen, einen Vergleich schließen
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
Trompter
Trompeter
tummeln
(ein Pferd) in bestimmten Gangarten zur Übung reiten
tummeln
in heftige Bewegung versetzen
tummeln
sich in Unruhe/Aufruhr befinden
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
turbiren
stören
überlaufen
ungestüm auf etwas/jemanden zulaufen, jemanden berennen
überlaufen
jemanden durch Laufen niederstoßen, umrennen
unpräjudicirlich
nicht nachteilig, keine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
vaciren
frei oder unbesetzt sein
verschmähen
verärgern
Versur
Geldaufnahme, Aufnahme eines Kredits
victorisiren
siegen, siegreich sein
vinculiren
sich binden, verpflichten
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Volk
Truppen
Zeitung
Nachricht
Ziemer
Rückenstück beim Wild oder Großvieh
Ziemer
Wacholderdrossel
Justus (2) Albinus

geb. 1616
gest. 1667
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); 1646-1667 Archidiakon an St. Marien zu Dessau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 201.

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Robert Angus

Anm.: Geboren in Schottland; um 1626 Quartiermeister unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); später (vor 1652) in venezianischen Kriegsdiensten als Feldwebel bzw. Waffenmeister.
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürst Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1643
gest. 1709
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Neffe Christians II.; seit 1670 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode.

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

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Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Karl Wilhelm von Anhalt-Zerbst

geb. 1652
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); ab 1667 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst (bis 1674 unter Vormundschaft); seit 1672 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schattichte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Graf August Ludwig von Barby und Mühlingen

geb. 1639
gest. 1659
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen (1597-1641); seit 1641 regierender Graf von Barby und Mühlingen, bis 1651 unter Vormundschaft seines Onkels Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen (1598-1651).

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Barby, Familie
Grafen von Barby und Mühlingen

Anm.: Mitteldeutsches Reichsgrafengeschlecht.
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

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Herzog Albrecht von Bayern
Herzog Albrecht von Leuchtenberg

geb. 1584
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); 1646-1650 Regent der Landgrafschaft Leuchtenberg durch seit 1636 bestehende Lehnsanwartschaft über seine Gemahlin Mechthilde von Leuchtenberg (1588–1634), der Tante des letzten Landgrafen Maximilian Adam (1611-1646); seit 1650 Reichsgraf von Haag; 1651-1654 zudem Kuradministrator von Bayern.

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Kurfürstin Maria Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1610
gest. 1665
Anm.: Tochter des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); 1635-1651 Ehe mit Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

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Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

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Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
Geburtsname: Fürstin Johanna Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1612
gest. 1695
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1674 Ehe mit Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).

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Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1615
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623); seit 1624 regierender Graf von Tecklenburg und Limburg sowie Herr von Rheda (bis 1634 unter Vormundschaft).

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Johannes (Peter) Bergius

geb. 1587
gest. 1658
Anm.: Sohn des Stettiner Stadtpredigers Dr. Konrad Bergius (1544-1592); Studium in Heidelberg (1604), Straßburg, Oxford, Cambridge (1608; Mag.) und Frankfurt/Oder (Dr. theol. 1614); 1614-1617 außerordentlicher und 1617-1624 ordentlicher Professor der Theologie sowie 1619 Rektor der Universität Frankfurt/Oder; ab 1623 kurfürstlicher Hofprediger; seit 1637 Konsistorialrat in Berlin.

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Coenraad van Beuningen

geb. 1622
gest. 1693
Anm.: Sohn des Amsterdamer Korngroßhändlers Dirk van Beuningen (1588-1648); Rechtsstudium in Leiden (1643 Promotion zum Dr. jur. utr.); ab 1643 Stadtsekretär, seit 1651 Pensionär, ab 1660 Mitglied der Vroedschap, seit 1668 Schepen sowie 1669, 1672, 1680, 1681, 1683 und 1684 Bürgermeister von Amsterdam; niederländischer Gesandter in Schweden und Dänemark (1652/53), Dänemark (1657), Frankreich und England (1660); 1673-1676 und 1682/83 Mitglied der Generalstaaten; ab 1681 einer der Direktoren der Niederländischen Ostindien-Kompanie.

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Robert Blake

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Humphrey Blake; 1640, 1645, 1653, 1654 und 1656 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); ab 1646 englischer General at sea; seit 1656 Lord Warden of the Cinque Ports.

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Johann Bluhm

Anm.: Um 1652 Kaufmann in Hamburg.
Sigmund Levin Bock von Wülfingen

geb. ca. 1630
gest. 1662
Anm.: Sohn des Wulbrand Georg Bock von Wülfingen (1590-1651); Erbherr auf Elze, Gronau, Neuhaus und Paßbruch; Pfandinhaber der gräflich-mansfeldischen Güter in Morungen und Leinungen.
Kaspar Böke
Kaspar Böckmann

Anm.: Geboren in Holstein; um 1646/56 Gärtnermeister und fürstlicher Schlossgärtner in Bernburg.
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

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Otto Bötticher

geb. 1581
gest. 1663
Anm.: Sohn des Falkenburger Pfarrers Otto Bötticher (1550-1606); Schulbesuch in Falkenburg und Stettin; Studium in Helmstedt, Marburg, Leipzig (1609), heidelberg (1610), Gießen (1611), Straßburg (1613) und Basel (Dr. med. 1613); ab 1614 praktischer Arzt in Berlin; seit 1621 kurbrandenburgischer Rat und Leibarzt; Bartholomäus Stosch: Der Christen Trost und Hoffnung [...], Berlin 1663, S. 36-45.

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Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jarlof Brandt

Anm.: Um 1652 Kornhändler in Hamburg.
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg
Geburtsname: Herzogin Sophia Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1635-1666 Ehe mit Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg bzw. Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales; nach 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gutwillige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Giovanni (2) Cappello

geb. 1584
gest. 1662
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Lorenzo Cappello (1555-1625) di Piero; 1612 Mitglied der Quarantia civil nova; 1615 bzw. 1618 Mitglied der Quarantia ordinaria; 1615 Provveditore alla Sanità; 1616 Auditor novissimo; 1625 Vorsitzender des Rates der Zehn; 1625 Podestà von Brescia; 1627 Mitglied der Pregadi; 1628 Savia alla mercanzia; 1630-1633 venezianischer Bailo (Repräsentant) und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1641-1642 und 1647-1649 Provveditore generale in Terraferma; 1652/53 erneut Bailo und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1653-1658 in Adrianopel inhaftiert; ab 1653 Prokurator von San Marco. .
Gaspard de Champagne
Comte Gaspard de La Suze

geb. 1617
gest. 1694
Anm.: Sohn des hugenottischen Adligen Louis de Champagne, Comte de La Suze (gest. 1636); seit 1636 Comte de La Suze; französischer Maître de camp (um 1649) und Lieutenant-général des armées du Roi; zudem Conseiller du Roi; 1653 Teilnahme an der Fronde.
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ruxandra Chmelnyzkyj
Geburtsname: Ruxandra Lupu

geb. ca. 1630/32
gest. ca. 1686/87
Anm.: Tochter des Vasile Lupu, Fürst von Moldau (ca. 1595-1661); 1652/53 Ehe mit dem Kosakenhauptmann Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj (1632-1653).

Weiterführende Informationen in VIAF
Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1632
gest. 1653
Anm.: Sohn des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657); seit 1648 Hauptmann unter seinem Vater im Kosakenaufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Adam Heinrich von Ende

geb. 1595
gest. 1667
Anm.: Sohn des Ehrenfried von Ende (gest. 1600) auf Kleinberbisdorf; um 1610/22 gräflich-schönburgischer Page in Glauchau und Lichtenstein; 1622-1624 in halberstädtischen Kriegsdiensten; 1624-1627 Reisehofmeister des Grafen Friedrich von Schönburg-Lichtenstein (1604-1628); 1627-1631 Hofmeister des Grafen August Seyfried von Schönburg-Forderglauchau (1596-1631); seit 1633 Hofmeister der Grafen Albrecht Friedrich (1597-1641) und Jost Günther von Barby und Mühlingen (1598-1651); 1641/42 Hofmeister der verwitweten Gräfin Sophia Ursula von Barby und Mühlingen (1601-1642); 1642-1659 Hofmeister des Grafen August Ludwig von Barby und Mühlingen (1639-1659); 1651-1659 zugleich Rat und Landeshauptmann der Grafschaft Barby; 1659-1667 magdeburgischer Rat und Landeshauptmann von Barby und Rosenburg; vgl. August Stock: Euodia Piorum Mystica Et Beatissima [...], Weißenfels 1668, Bl. Fv-Hiir.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Matthias Engelhardt d. Ä.

gest. 1651
Anm.: Sohn von Laurentius Engelhardt, Beisitzer im Großen Rat der Stadt Straßburg; Dr. med.; seit 1627 Leibarzt des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und vor 1638 auch des Fürsten Georg Aribert von Anhalt-Dessau (1606-1643); daneben noch 1640 Stadtarzt in Köthen; um 1650 vermutlich Arzt in Aschersleben.
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Dorothea Ursula von Erlach

geb. 1611
gest. nach 1680
Anm.: Tochter des Burkhard von Erlach (1566-1640).
Eleonora Maria von Erlach

geb. 1608
gest. nach 1655
Anm.: Tochter des Burkhard von Erlach (1566-1640); um 1652/55 vermutlich Hofjungfer in Bernburg.
Johann Ludwig von Erlach

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Rudolf von Erlach (1563-1617); 1611-1616 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); zunächst im Kriegsdienst für die Republik Venedig (1616), dann als Fähnrich bzw. Hauptmann der Protestantischen Union und böhmischen Konföderierten (1618-1620); 1621 Major unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622 Hauptmann unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1622/23 Obristleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); zeitweise Kammerjunker und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; 1625-1627 schwedischer Obrist und Generalquartiermeister; Mitglied des Großen (1627-1629) und Kleinen Berner Rates (1629-1638); 1630/31 in französischen Kriegsdiensten; 1633-1638 Oberbefehlshaber der Berner Truppen im Aargau; Obrist (1637) und Generalmajor (1638) unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) und seit 1638 Gouverneur von Breisach; nach dem Tod des Herzogs einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen Diensten (1639-1647); später Generalleutnant (1647) und Kommandant (1649) der französischen Armee im Reich; 1650 Maréchal de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Friedrich Wolfgang von Fleckenstein-Windeck

gest. 1674
Anm.: Sohn des Friedrich von Fleckenstein-Windeck (1568-1621); französischer Maréchal de camp.
Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in VIAF
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Fromhold

geb. 1602
gest. 1653
Anm.: Sohn des Prokurators, Hofrichters und Küstriner Bürgermeisters Matthias Fromhold (gest. 1610); Studium in Frankfurt/Oder (1616), Königsberg (1619), Wittenberg (1621) und Leipzig (1625 Bacc., 1626 Mag. phil., 1631 Promotion zum Dr. iur.); 1637-1648 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat; 1637-1641 auch Kriegsrat; 1645-1648 kurfürstlicher Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster und Osnabrück; ab 1648 Wirklicher Geheimer Rat; zudem seit 1650 Kanzler des Fürstentums Halberstadt; 1653 kurbrandenburgischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 479f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Christoph Bernhard von Galen
Bischof Christoph Bernhard von Münster
Abt Christoph Bernhard von Corvey

geb. 1606
gest. 1678
Anm.: Sohn des Dietrich von Galen (ca. 1570-1645); Domherr, 1630-1634 Domthesaurar, 1634-1642 Geistlicher Rat, ab 1642 Domküster und 1643-1650 bischöflicher Geheimer Rat in Münster; seit 1650 Bischof von Münster; ab 1661 zudem Fürstabt von Corvey.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Jean-François Paul de Gondi
Erzbischof Jean-François Paul von Paris
Kardinal de Retz

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Sohn des Philippe-Emmanuel de Gondi, Comte de Joigny (1580-1662) (aus dem Haus der Duc de Retz); 1638 Priesterweihe; 1643-1654 Koadjutor und designierter Nachfolger seines Großonkels Jean-François de Gondi, Erzbischof von Paris (1584-1654); ab 1644 zugleich Titularerzbischof von Korinth; 1648-1652 Beteiligung an der Fronde; seit 1652 Kardinal; 1652-1654 Inhaftierung als Frondeur; 1654-1662 Leben im Exil und (nominell) Erzbischof von Paris; Verfasser bedeutender Memoiren.

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Camillo Gonzaga di Bozzolo

geb. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Ferrante Gonzaga, Marchese di Gazzuolo (1550-1605); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Generalfeldwachtmeister (1640) und Feldmarschalleutnant (1643); seit 1643 venezianischer Artilleriegeneral.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Gürcü Mehmed Pascha

gest. 1665
Anm.: Gebürtiger Georgier; zunächst Sklave des Großwesirs Koca Sinan Pascha (1520-1596); danach Karriere im Verwaltungsdienst; Beylerbey (Provinzgouverneur) von Diyarbakir (ab 1625), Aleppo, Anatolien (seit 1634 und nach 1638), Erzurum (1637/38), Maraş (ab 1638) und Damaskus (seit 1643); 1651/52 Großwesir des Osmanischen Reiches; später Beylerbey von Temeschwar (nach 1653) und Zypern (ab 1656).
Hadım Abdurrahman Pascha

Anm.: Beylerbey (Provinzgouverneur) von Ägypten (1651-1652).

Weiterführende Informationen
Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

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Heinrich von Hake

geb. 1621
gest. 1693
Anm.: Sohn des braunschweigisch-lüneburgischen Rats sowie oldenburgisch-delmenhorstischen Rats und Kanzlers Robert Hake (1580-1649); Schulbesuch in Bremen; Studium in Leiden, Basel (1647 Dr. jur.) und Straßburg; um 1652/65 Hofrat in Plötzkau; ab 1665 fürstlicher Vormundschaftsrat, Kanzler und Kammerdirektor in Köthen; 1686 Nobilitierung; seit 1654 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Jüngere") .

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hartmann von Hallwyl

gest. 1654
Anm.: Sohn des Berner Adligen Hans Friedrich von Hallwyl‏‎ (1570-1638); Herr auf Schaffisheim; 1620 Teilnahme an der Schlacht am Weißen Berg unter Prinz Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; um 1621/22 Kammerjunker und seit 1622 Stallmeister desselben; um 1631 in Berner Diensten.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Graf Johann Philipp von Hanau-Lichtenberg

geb. 1626
gest. 1669
Anm.: Sohn des Grafen Philipp Wolfgang von Hanau-Lichtenberg (1595-1641); ab 1647 Inhaber des hanauischen Amtes Babenhausen.

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Gräfin Susanna Margaretha von Hanau-Lichtenberg
Geburtsname: Fürstin Susanna Margaretha von Anhalt-Dessau

geb. 1610
gest. 1663
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1651 Ehe mit Graf Johann Philipp von Hanau-Lichtenberg (1626-1669).

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Haseki Mehmed Pascha

Anm.: Schwiegersohn von Sultan Murad IV. (1612-1640) und Sultan Ibrahim (1615-1648); seit 1650 Wesir; Beylerbey (Provinzgouverneur) von Damaskus (1650-1652, 1656), Ägypten (1652-1656), Bagdad (1656-1659) und Aleppo (1659-1661).

Weiterführende Informationen
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Christoph Heldt

Anm.: Seit 1652 berittener Knecht und Reitschmied des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Christian Herdesianus
Christian von Hardesheim

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bernburger Goldschmieds Bartholomäus Hardesheim (gest. 1625); Studium in Frankfurt/Oder (1624) und Wittenberg (1626); ab 1628 Reise in die Niederlande, England und Frankreich; seit 1635 Geheimsekretär sowie nach 1640 Hof- und Justizrat der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 3, Hannover 1979, S. 1467f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgräfin Louise (2) von Hessen-Kassel

geb. 1652
gest. 1652
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm VI. von Hessen-Kassel (1629-1663).
Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg
Landgraf Hermann von Hessen-Kassel

geb. 1607
gest. 1658
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Koadjutor des Stifts Hersfeld; seit 1622 Propst des hersfeldischen Klosters Petersberg; ab 1627 Titularlandgraf von Hessen-Rotenburg unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fütternde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Landgräfin Kunigunde Juliana von Hessen-Rotenburg
Geburtsname: Fürstin Kunigunde Juliana von Anhalt-Dessau

geb. 1608
gest. 1683
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1642-1658 Ehe mit Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg (1607-1658); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Willfertige").
Hessen, Haus
Landgrafen von Hessen

Anm.: Aus der Dynastie der Reginare (Brabant) im Jahr 1264 hervorgegangenes deutsches Reichsfürstengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
Friedrich Holst

Anm.: Möglicherweise Sohn des fürstlichen Stallknechts Friedrich Georg Holst; um 1652/56 Stall- bzw. Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Ibşir Mustafa Pascha

geb. 1607
gest. 1655
Anm.: Beylerbey (Provinzgouverneur) von Damaskus (1649) bzw. Aleppo (1651-1654); 1654-1655 Großwesir des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in VIAF
Nathanael Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649).
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Nanning Keyser
Nanning Kayser

geb. 1611
gest. 1655
Anm.: Sohn des Hoorner Bürgermeisters Cornelis Corneliszoon Keyser (gest. 1641); Dr. jur.; 1649 Syndikus (pensionaris) der Stadt Hoorn; seit 1650 Anwalt (advocaat-fiscaal) bei der Admiraliät in Nordholland (Noorderkwartier); 1653 niederländischer Gesandter in Dänemark.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Rudolf Gottfried von Knichen

geb. ca. 1605
gest. 1682
Anm.: Sohn des späteren anhaltisch-zerbstischen Rats und Kanzlers Andreas von Knichen (1560-1621); anhaltisch-dessauischer Sekretär (um 1652/54) und Rat (seit 1658); später herzoglicher und zuletzt kaiserlicher Rat in Liegnitz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich Köer

Anm.: Um 1652 vermutlich Bankier in Norddeutschland.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann (2) Köppen

geb. nach 1612
gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Kanzlei- und Justizrats Johann Köppen (1584-1641); Studium in Wittenberg (1626), Zerbst (1630) und Marburg (1633-1636); Lic. jur.; danach Syndikus und Prof. juris et politices am Gymnasium illustre in Zerbst; ab 1642 anhaltisch-zerbstischer Hofrat; 1657-1664 anhaltischer Gesamtrat; seit 1664 kurbrandenburgischer Geheimer Rat; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dritte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Johann Kothe

gest. 1696
Anm.: Seit Januar 1651 füstlicher Prinzen-Kammerdiener in Bernburg; spätestens 1662 Stadtschreiber und zuletzt Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Kasimir Dietrich von Krage

geb. 1615
gest. 1667
Anm.: Sohn des Heinrich von Krage (gest. 1630); Erbherr auf Gödnitz und Schrenz; 1631-1635 in schwedischen Kriegsdiensten, u. a. als Fähnrich (1634); 1635-1637 kursächsischer Kornett; vor 1650 fürstlicher Hofjunker, ab 1650 Kammerjunker und um 1654 Stallmeister in Zerbst; seit 1658 Zerbster Amtshauptmann; ab 1665 anhaltisch-zerbstischer Hofmarschall, Landeshauptmann und Kammerrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbestehende"); vgl. Johann Dürr: Scutum Fidei Nobilissimum [...], Zerbst 1667, fol. G r-Hij v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Peter Laue

Anm.: Sohn des Köthener Bürgers Andreas Laue (gest. vor 1652); um 1651/1652 "Bankkoch" des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Leuchtenberg, Haus
Landgrafen von Leuchtenberg

Anm.: Im Jahr 1646 ausgestorbenes oberpfälzisches Reichsfürstengeschlecht.Weiterführende Informationen in der NDB
Landgraf Maximilian Adam von Leuchtenberg

geb. 1611
gest. 1646
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm von Leuchtenberg (1586-1634); ab 1634 regierender Landgraf von Leuchtenberg; seit 1641 kaiserlicher Kommandant von Nördlingen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Vasile Lupu
Fürst (Woiwode) Vasile von Moldau

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des moldauischen und walachischen Hofbeamten Nicolae Coci; Großschatzmeister (1619/20), zweiter Logothet (1625), Mundschenk (1627) und Hetman (1629/30) in der Walachei; 1631 Statthalter der unteren Moldau; 1633 Führer eines Aufstandes der Bojaren gegen den walachischen Fürsten Alexandru IV Iliaș (gest. 1666); seit April 1634 bis 13. April 1653 und vom 8. Mai bis 16. Juli 1653 Fürst von Moldau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort

geb. 1580
gest. 1626
Anm.: Unehelicher Sohn des Grafen Peter Ernst I. von Mansfeld-Vorderort (1517-1604); 1594/95 und 1603 Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1604-1606 spanischer Offizier in den Niederlanden; 1609 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1610 Übertritt zur Protestantischen Union; 1617-1620 General der böhmischen Ständearmee; danach Heerführer des geächteten Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und einer der bedeutendsten Condottiere gegen die Habsburger und deren Verbündete.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Georg Job von Marschall
Georg Job Marschall von Bieberstein

geb. 1625
gest. 1682
Anm.: Sohn des kursächsischen Rats Alexander Marschall von Bieberstein (1604-1668); Erbherr auf Hedersleben; 1646 Begleiter der kursächsischen Delegation zum Westfälischen Friedenskongress in Osnabrück; ab 1647 Hofjunker des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); seit 1649 (und noch 1651) Kammerjunker für dessen Tochter, Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst (1630-1680); um 1652/60 Kammerjunker, auch Rat und Hofmeister des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1663-1670 Hofmarschall des Herzogs August von Sachsen-Weißenfels, Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680); ab 1664 zugleich Domherr und seit 1681 Senior des Domkapitels in Magdeburg; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mehrende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Menzelius

geb. 1616
gest. 1673
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); ab ca. 1634 Studium in Frankfurt an der Oder (immatrikuliert bereits 1628); Magister; 1644-1652 Hofprediger der verwitweten Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow (1600-1657); 1652-1662 Prediger der reformierten Gemeinde in Frankfurt an der Oder; seit 1662 kurbrandenburgischer Hofprediger in Küstrin; vgl. Otto Fischer: Evangelisches Pfarrerbuch für die Mark Brandenburg seit der Reformation, Bd. 2/2, Berlin 1941, S. 546.

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Agnes Christina von Miltitz
Geburtsname: Agnes Christina von Werleben

Anm.: Thüringische Adlige; spätestens ab 1648 fürstliche Hofjungfer in Bernburg (bis 1656); seit 1656 Ehe mit Georg Friedrich von Miltitz (geb. 1627).
Gottfried Müller

geb. 1577
gest. 1654
Anm.: Sohn des Ascherslebener Bürgermeisters und Syndikus Dr. jur. Andreas Müller (1547-1610); Studium in Helmstedt (1593), Jena (1596) und Wittenberg (1599); Dr. utr. jur.; ab 1616 anhaltisch-dessauischer Rat und Kanzler; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufweckende").
Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Martin (2) Nickel

geb. 1630
Anm.: Sohn des späteren Bernburger Bürgermeisters Martin (1) Nickel (gest. 1651); um 1653 fürstlicher Bediensteter in Bernburg.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Andreas (2) Orlob
Andreas (2) Urlob

geb. 1628
gest. 1715
Anm.: Sohn des Bernburger Kämmerers Matthias Orlob (1589-1660); Studium in Jena, Frankfurt (Oder) und Wittenberg; Handelsmann in Bernburg.
Matthias (1) Orlob
Matthias (1) Urlob

geb. 1589
gest. 1660
Anm.: Sohn des Bernburger Kämmerers Andreas Orlob d. Ä. (gest. 1612); um 1622 Bauherr und um 1623/26 Kämmerer der Bernburger Bergstadt.
Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

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Pfalzgraf Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1589
gest. 1652
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); ab 1604 regierender Landesfürst von Pfalz-Zweibrücken im Amt Kleeburg; 1618-1620 Verbindungsmann zwischen König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632) und Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1620-1622 Exil in Straßburg; seit 1622 in Schweden; 1630-1633 militärischer Oberbefehlshaber in Schweden; Leiter der schwedischen Finanzverwaltung (1631-1633) und Kriegsökonomie (1632/33); ab 1634 faktisch Reichsschatzmeister und Mitglied der Vormundschaftsregierung für seine Nichte, Königin Christina von Schweden (1626-1689).

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Antonio Pimentel de Prado

geb. 1604
gest. 1671/72
Anm.: Sohn des Lorenzo Pimentel de Prado; 1646-1651 spanischer Gouverneur von Nieuwpoort; 1652-1654 Gesandter Spaniens in Stockholm und Vertrauter der Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1655/56 nach deren Abdankung Aufenthalt bei ihr in Rom; 1659 spanischer Gesandter in Paris; 1660-1670 Gouverneur von Cadiz; seit 1670 Rat und Befehlshaber der spanischen Armee in Antwerpen.

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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Giovanni Antonio Pozzo
Johann Anton Puteus

Anm.: Geboren in Neapel und Bruder des Sprachmeisters Giovanni Ferdinando Pozzo; um 1652 Jesuit.
Giovanni Ferdinando Pozzo
Johann Ferdinand Puteus

geb. ca. 1630
Anm.: Geboren in Neapel; um 1652 Sprachmeister in Deutschland.
Wilhelm von Proeck

geb. 1585
gest. 1654
Anm.: Sohn des Andreas von Proeck; zunächst in kaiserlichen und brandenburgisch-bayreuthischen Kriegsdiensten; nach 1607 zunächst Hof- und Kammerjunker, ab 1615 Rat und Stallmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1623 zudem anhaltischer Rittmeister und Kriegskommissar; ab 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Räuchernde").

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Hieronim Radziejowski

geb. 1612
gest. 1667
Anm.: Sohn des Stanisław Radziejowski (1575-1637); Starost von Łomża (1637-1652), Kamionek (1642-1652) und Solecki (1650-1663); 1637-1650 Vorschneider der Königin Marie Louise von Polen (1611-1667); 1650-1652 Unterkronkanzler des Königreiches Polen; 1652-1662 nach Verbannung wegen Majestätsbeleidigung Exil in Schweden; 1656-1660 in schwedischer Haft; 1662 Begnadigung durch den polnischen Sejm; 1667 Woiwode von Livland und polnischer Gesandter im Osmanischen Reich.

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Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

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Georg Raumer

geb. 1610
gest. 1691
Anm.: Sohn des Gerbers Friedrich Raumer (gest. 1666) aus Eschenbach (Operpfalz); Schulbesuch in Auerbach und Weißenburg; Studium in Leipzig, Wittenberg, Marburg und Tübingen; ab 1635 Hauslehrer in Dessau; 1636-1638 Pfarrer in Jeßnitz; 1638-1646 Subdiakon und seit 1646 Archidiakon an St. Marien sowie Superintendent, Hofprediger und Konsistorialrat in Dessau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 386.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Lucius von Rhaden

gest. 1686
Anm.: Sohn des Arndt von Rhaden auf Globzow und Bargelo; kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat (ab 1650), Lehnsrat (seit 1650), Direktor des Ravensbergischen Appellationsgerichts (1653-1686), Vizekanzler (1658-1686), Geheimer Rat und Konsitorialpräsident (ab 1665) und Lehnsdirektor (seit 1682); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 562f.

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Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Giacomo da Riva

Anm.: 1648-1650 venezianischer General und Befehlshaber einer Kriegsflotte gegen die Türken; um 1652/53 Provveditor generale dell'armi nel Regno di Candia.

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Christian Röber
Christian Roberus

Anm.: Bruder des fürstlichen Kammerdieners Ludwig Röber; 1650 kurzzeitig Präzeptor der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); später wohl Feldscherer in Diensten der Republik Venedig; nach 1650 Promotion zum Dr. med.; um 1652 Stadt- und Landarzt in Traù (Trogir) in Dalmatien.
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
N. N. Ruitter

Anm.: Um 1652 niederländischer Kapitän und Flottenkommandant.
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

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Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

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Herzog Moritz (1) von Sachsen-Zeitz

geb. 1619
gest. 1681
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Zeitz (kursächsische Sekundogenitur); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sittsame").

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Herzog Moritz (2) von Sachsen(-Zeitz)

geb. 1652
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Moritz von Sachsen(-Zeitz) (1619-1681).
Herzogin Sophia Hedwig von Sachsen(-Zeitz)
Geburtsname: Herzogin Sophia Hedwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1630
gest. 1652
Anm.: Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663); seit 1650 Ehe mit Herzog Moritz von Sachsen(-Zeitz) (1619-1681).

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Tommaso Francesco di Savoia-Carignano
Principe Tommaso Francesco di Carignano
Comte Thomas-François de Soissons
Comte Thomas-François de Dreux

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I di Savoia (1562-1630); ab 1620 Principe di Carignano; spätenstens seit 1634 spanischer General; ab 1641 de iure uxoris Comte de Soissons et de Dreux; seit 1642 Generalissimus der Armeen Frankreichs und Savoyens in Italien; ab 1654 Grand maître de France.

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Duchessa Cristina di Savoia
Geburtsname: Dauphine Christina von Frankreich und Navarra

geb. 1606
gest. 1663
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1619-1637 Ehe mit Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); 1637-1648 Regentin des Herzogtums Savoyen.

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Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Matthias (von) Schlegel

geb. 1619
gest. 1669
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau, später auf Calbe; französischer Kornett und Leutnant (bis 1650); um 1656/60 schwedischer Major; um 1669 französischer Major.

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Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1584
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

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Ernst Schmidt

Anm.: Geboren in Biendorf; um 1643/48 Schlossmusketier in Bernburg; um 1643/53 zugleich fürstlicher Vogelsteller; um 1651 außerdem Gastwirt in Peißen.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Johann Schrickel

geb. 1601
gest. 1674
Anm.: Sohn des Hildburghausener Bürgermeisters Johann Schrickel (1547-1626); Studium in Jena, Altdorf und Straßburg (1626 Promotion zum Dr. jur. utr.); um 1624 Advokat in Amberg; ab 1630 hennebergischer Landrat in Schleusigen; sächsisch-weimarischer Amtmann von Mellrichstadt (1634) und von Königsberg in Franken (1635-1641); danach sächsisch-eisenachischer Hofrat; seit 1645 anhaltisch-zerbstischer Kanzler.

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Jonas Schrimpf

geb. 1605
gest. 1696
Anm.: Geboren in Weißenkirchen in der Wachau; 1640/42-1695 kursächsischer Agent beim Reichshofrat in Wien; um 1651/52 auch Agent des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; daneben auch tätig für die Herzöge von Württemberg, Landgrafen von Hessen-Darmstadt und die Reichsstädte Bremen, Kempten und Nördlingen.

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
N. N. Seltenreich

Anm.: Um 1652 vermutlich fürstlicher Bediensteter in Dessau.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Johannes Tornau

geb. 1610
gest. 1662
Anm.: Sohn des Johannes Tornau, Bürgermeister und Syndicus der Neustadt Brandenburg; Studium in Leipzig (1631), Wittenberg, Königsberg (1634)und Frankfurt/Oder (1636; 1642 Dr. jur.); kurbrandenburgischer Kammergerichtsadvokat (1639), Kammergerichtsrat (1648), Lehnssekretär (1649) und Geheimer Rat (1650); vgl. Bartholomäus Stosch: Was einer Stats-Person und Rahts höchster Wundsch und Absehn seyn soll [...], Berlin 1662, S. 49-65.

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Gottfried Travelmann

gest. 1659
Anm.: Westfälischer Adliger aus Münsteraner Erbmännergeschlecht; zunächst Page und später bis höchstens 1629 Stallmeister des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); spätestens ab 1654 gräflicher Hofmeister in Tecklenburg; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dicke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Wolf Thilo von Trotha

geb. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Gänsefurth und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 215-310.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Elizabeth Trowell

Anm.: Katholische und unverheiratete Engländerin, die seit 1652 als Sprachlehrerin die fürstlichen Kinder in Bernburg unterrichtete.
Graf Martin Sigismund Truchseß von Wetzhausen

geb. 1616
gest. 1656
Anm.: Sohn des Hans Truchseß von Wetzhausen (1566-1635) zu Glaubhütten/Ostpreußen; königlich-polnischer Kammerherr, auch Obrist in Diensten der Republik Venedig; 1636 Erhebung in den Grafenstand.

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Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Georg Friedrich von Waldeck-Eisenberg
Fürst Georg Friedrich von Waldeck
Graf Georg Friedrich von Cuylenburg

geb. 1620
gest. 1692
Anm.: Sohn des Grafen Wolrad IV. von Waldeck-Eisenberg (1588-1640); ab 1642 niederländischer Kapitän; seit 1651 kurbrandenburgischer Staatskammerrat, Generalleutnant, Geheimer Rat und Kriegsrat; ab 1652 Dompropst in Halberstadt und Johanniter-Komtur in Lagow; 1653-1658 leitender Minister im Kurfürstentum Brandenburg; 1658-1660 schwedischer General; seit 1663 Feldmarschalleutnant der westfälischen Kreistruppen; ab 1664 Regent der Grafschaften Cuylenburg und Waldeck-Eisenberg; seit 1665 kaiserlicher Feldmarschall; ab 1672 niederländischer Feldmarschall; seit 1681 Generalfeldmarschall der Reichs- und Kreistruppen; 1682 Erhebung in den Reichsfürstenstand; ab 1688 Generalkapitän der Niederlande; seit 1689 Herrenmeister der Balley Brandenburg des Johanniterordens; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 609.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina Viktoria von dem Werder

geb. ca. 1620
gest. 1653
Anm.: Tochter des Dietrich von dem Werder (1584-1657); um 1643/52 vermutlich Hofjungfer in Dessau.
Hans Ernst aus dem Winckel

geb. 1585
gest. 1667
Anm.: Sohn des Hans aus dem Winckel (1539-1610); Stallmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1675-1653); seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Austeilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Witte Corneliszoon de With

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Cornelis Wittenszoon de With (gest. 1602); zunächst im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (1616-1628) und Westindien-Kompanie (1628/29); 1629-1635 Kapitän der Kriegsmarine; 1635/36 Ratsherr in Brielle; seit 1637 Vizeadmiral von Holland und Westfriesland; 1652/53 auch Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsflotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Ulrich von Württemberg-Neuenbürg

geb. 1617
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); 1639/40 in venezianischen Kriegsdiensten; kurbayerischer Rittmeister (1644), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1647); 1649-1657 spanischer General der deutschsprachigen Truppen; 1658/59 französischer Generalleutnant; 1664 kaiserlicher Offizier im Türkenkrieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Herzogin Anna Sabina von Württemberg-Weiltingen
Geburtsname: Herzogin Anna Sabina von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1635 Ehe mit Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); seit 1626 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Leutselige").

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Herzogin Juliana von Württemberg-Weiltingen
Geburtsname: Gräfin Juliana von Oldenburg-Delmenhorst

geb. 1615
gest. 1691
Anm.: Tochter des Grafen Anton II. von Oldenburg-Delmenhorst (1550-1619); 1652-1662 Ehe mit Herzog Manfred von Württemberg-Weiltingen (1626-1662); nach 1636 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Einhellige").

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Herzog Manfred von Württemberg-Weiltingen

geb. 1626
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); seit 1635 regierender Herzog von Württemberg-Weiltingen.

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Herzog Friedrich Karl von Württemberg-Winnental

geb. 1652
gest. 1698
Anm.: Sohn des Herzogs Eberhard III. von Württemberg (1614-1674); seit 1677 Paragiatherrschaft in Winnental; 1677-1693 vormundschaftlicher Regent für Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg (1676-1733); 1684-1698 zudem Administrator der Grafschaft (Württemberg-)Mömpelgard.

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Philipp (2) von Zesen
Philippus Caesius

geb. 1619
gest. 1689
Anm.: Sohn des Pfarrers Philipp Zesen in Priorau; Schulbesuch in Halle; Studium in Wittenberg; Schriftsteller und Kirchenlieddichter, auch Sprachtheoretiker und Übersetzer; 1653 Nobilitierung; 1667 Ernennung zum Hofpfalzgrafen; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlsetzende").

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Aderstedt
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Ägäisches Meer
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Aken
weiterführende Informationen
Aleppo
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Dessau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Harzgerode, Fürstentum
Anm.: 1635-1709 existierendes, bis 1647 jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barby
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Barcelona
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Borgesdorf
weiterführende Informationen
Bornische Aue
Anm.: Nach der wüstgefallenen Siedlung Borna benannte Aue an der Saale zwischen Bernburg und Gröna in der Gegend des heutigen Bernburger Stadtteils Neuborna.
Brandenburg, Kurfürstentum
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Breisach am Rhein
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Calais
weiterführende Informationen
Casale Monferrato
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Damaskus
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
Elsass
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Frose
weiterführende Informationen
Genf (Genève)
weiterführende Informationen
Gernrode, Stift
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Gotha
weiterführende Informationen
Gröna
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Großalsleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hammerstein
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Helsingør
weiterführende Informationen
Herford
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Italien
weiterführende Informationen
Jauer (Jawor)
weiterführende Informationen
Kairo
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kochsberg (Kukesberg/Küxberg)
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg.
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Halbinsel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Kroatien, Königreich
weiterführende Informationen
Kronborg, Schloss (Helsingør)
weiterführende Informationen
La Bassée
weiterführende Informationen
Langer Berg (Saale)
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg am Hang linkerhand von Wipper und Saale westlich von Bernburg zwischen dem heutigen Tiergarten und der Zörnitzer Mühle.
Latdorf
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Livorno
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Malchin
weiterführende Informationen
Malchiner See
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Montferrat, Herzogtum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Mühlingen, Grafschaft
weiterführende Informationen
Nachterstedt
weiterführende Informationen
Naïn
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Niedersächsischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Öresund (Øresund)
weiterführende Informationen
Oldenburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Paßbruch
weiterführende Informationen
Pfalz-Neuburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Philippsburg
weiterführende Informationen

Anm.: Bis 1615 Stadt Udenheim.
Pilsen (Plzeň)
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Plötzkau, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt; 1611-1665 unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum (vgl. Anhalt-Plötzkau, Fürstentum).
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Ratsberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg.
Regensburg
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Saint-Omer
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schöningen
weiterführende Informationen
Schwarzburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweidnitz (Świdnica)
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Sedan
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Speyer
weiterführende Informationen
Strängnäs
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Stuttgart
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
The Downs
weiterführende Informationen
Traù (Trogir)
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Vorpommern, Herzogtum (Schwedisch Pommern)
weiterführende Informationen
Walternienburg
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weser, Fluss
weiterführende Informationen
Wevelinghoven, Herrschaft
Anm.: Rheinisches Lehen, das sich seit 1513 vollständig im Besitz der Grafen von Bentheim befand.
Wien
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Worms
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Ziegelberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg nahe der Ziegelscheune.
Zürich
weiterführende Informationen
Anhalt, Landstände
Anhalt, Großer Ausschuss der Landstände
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Genf, Rat der Stadt
Gymnasium Illustre Berlin (Berlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster)
Anm.: Im Jahr 1574 gegründete höhere Schule im Kurfürstentum Brandenburg.
Gymnasium Illustre Zerbst
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1582 gegründete höhere Landesschule für das gesamte Fürstentum Anhalt.
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Münster, Landstände des Hochstifts
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Parlement de Paris
weiterführende Informationen
Schweden, Reichsrat (Sveriges riksråd)
weiterführende Informationen
Traù (Trogir), Rat der Stadt
Venedig, Kleiner Rat (Serenissima Signoria) der Republik
Erasmus von Rotterdam: Collected Works of Erasmus: Adages II i 1 to II vi 100, übers. von R. A. B. Mynors, Toronto/Buffalo/London: 1991. ( Collected Works of Erasmus 33 ) [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Quintus Horatius Flaccus: Oden, in: Oden und Epoden. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2002, S. 8-261. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Ambrosius Lobwasser: Der Psalter desz Königlichen Propheten Dauids. Jn deutsche reymen verstendiglich vnd deutlich gebracht, mit vorgehender anzeigung der reymen weise, auch eines jeden Psalmes Inhalt, Leipzig: Hans Steinman und Ernst Vögelin, 1576. [Nachweis im GVK]
Thomas von Kempen: De imitatione Christi = Nachfolge Christi, in: De imitatione Christi. Nachfolge Christi und vier andere Schriften. Lateinisch und deutsch, hg. von Friedrich Eichler, München: 1966, S. 31-493. [Nachweis im GVK]