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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Dezember 1652


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIa, fol. 190v-212v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Dezember 1652
Dessau
  • Gestriges Gespräch mit dem Unterdirektor Dietrich von dem Werder
  • Beratungen mit den Fürsten August, Johann Kasimir und Johann VI. sowie mehreren anhaltischen Amtsträgern
  • Abreise der Bernburger Bürgermeister mit dem Prinzenlehrer und Ballenstedter Diakon Johann Abraham Menzelius
  • Abschiedsbesuche bei Fürst Johann Kasimir und durch Fürst Johann VI.
02. Dezember 1652
Dessau → Bernburg
  • Abschied von Fürst Johann Kasimir und dessen Gemahlin Sophia Margaretha
  • Rückkehr mit dem Söhnen Viktor Amadeus und Karl Ursinus nach Bernburg
  • Administratives
  • Durchreise des früheren kaiserlichen Feldmarschallleutnants Lorenz von Hofkirchen
03. Dezember 1652
Bernburg
  • Bericht durch den Prinzenlehrer Johann Christian Hammel
  • Gespräch mit dem Küchenmeister Philipp Güder
  • Besuch durch einen jungen Herrn von Schaffgotsch
  • Schaffgotsch als Essensgast
  • Geldangelegenheiten und Wirtschaftssachen
  • Durchreise von Fürst August mit seiner Gemahlin Sibylla sowie den Kindern Johanna, Lebrecht, Sophia und Elisabeth
04. Dezember 1652
Bernburg
  • Traum
  • Gestriges Gespräch mit dem Kammerschreiber Johann Senf
  • Gespräch mit dem Stadtvogt Johann Georg Albinus
  • Korrespondenz
05. Dezember 1652
Bernburg
  • Nächtliche Stimmen im fürstlichen Zimmer
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Schaffgotsch, Ladislaus Pribik Sekyrka, Helena von Rindtorf und der Kammermeister Tobias Steffeck als Mittagsgäste
  • Nachrichten
06. Dezember 1652
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
07. Dezember 1652
Bernburg
  • Nächtliche Dämonen im fürstlichen Zimmer
  • Nachrichten
  • Abschied vom Kammerjunker Ernst Dietrich von Röder
  • Korrespondenz
  • Wildbretlieferung aus Dessau
08. Dezember 1652
Bernburg
  • Hasen- und Vogeljagd
  • Entlassung des Pagen Georg Ehrenreich von Roggendorf
  • Abschied von Roggendorf
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch und Mittagessen mit dem Hofprediger Johann Menzelius
  • Administratives
  • Spuk am Morgen
09. Dezember 1652
Bernburg
  • Forellenlieferung
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Bericht durch den Amtmann Georg Reichardt
  • Nachrichten
  • Abfertigung eines Lakaien nach Norburg durch Gemahlin Eleonora Sophia
  • Gartenspaziergang
  • Rückkehr von Hammel aus Halle (Saale)
10. Dezember 1652
Bernburg
  • Gespräche mit dem Bürgermeister Martin Tornau sowie dem Diakon und Schulrektor Andreas Hesius
  • Spaziergang
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
11. Dezember 1652
Bernburg
  • Alpträume
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit Schaffgotsch
  • Rückkehr des Johann Esche von Wallwitz aus Prag und Dessau
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
12. Dezember 1652
Bernburg
  • Erneute Alpträume
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Schaffgotsch, Wallwitz, Frau von Rindtorf, Hofprediger Menzelius und Sekyrka als Mittagsgäste
  • Wirtschaftssachen
  • Schaffgotsch und Wallwitz als Abendgäste
  • Jüngste Beobachtung eines dunklen Sterns am Himmel
13. Dezember 1652
Bernburg
  • Gestriger Bericht durch Wallwitz
  • Nächtliche Plage von Karl Ursinus durch Geister
  • Gespräche mit Güder und dem Hofbarbier Johann Wenzel Rothe
  • Entsendung von Steffeck nach Plötzkau
  • Besuch durch Christoph Jahn
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
14. Dezember 1652
Bernburg
  • Schnee nach mehrtägigem Frost
  • Korrespondenz
  • Fuchs-, Hasen- und Vogeljagd
  • Beobachtung des jüngst entdeckten Sterns am Himmel
15. Dezember 1652
Bernburg
  • Kirchgang
  • Abfertigung des Bediensteten Philipp May und von Jahn
16. Dezember 1652
Bernburg
  • Gespräche mit Reichardt und dem Prinzenlehrer Menzelius
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
17. Dezember 1652
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Beratungen mit dem Hofrat und Lehenssekretär Paul Ludwig am Vor- und Nachmittag
  • Ludwig als Mittagsgast
  • Hasenjagd
  • Rückkehr von Wallwitz aus Plötzkau
18. Dezember 1652
Bernburg
  • Entsendung von Steffeck nach Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Geldangelegenheiten
  • Administratives
  • Abreise von Wallwitz nach Dessau
  • Brand in der Mühle
19. Dezember 1652
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Schaffgotsch und andere Personen als Mittagsgäste
  • Gespräch mit dem Superintendenten Joachim Plato
  • Beichte durch die Gemahlin auf dem Schloss
  • Korrespondenz
20. Dezember 1652
Bernburg
  • Empfang des Abendmahls durch die Gemahlin und Töchter
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gänsejagd
  • Abreise des Alslebener Predigers Otto Gise
  • Korrespondenz
  • Rückkehr von Steffeck aus Ballenstedt
21. Dezember 1652
Bernburg
  • Kälte
  • Kauf eines Pferdes
  • Ankunft und Verabschiedung des anhaltischen Reichstagsgesandten Martin Milag
  • Milag und Schaffgotsch als Essensgäste
22. Dezember 1652
Bernburg
  • Anhaltende Kälte
  • Vogeljagd
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Gestriges Gespräch mit Milag
23. Dezember 1652
Bernburg
  • Nachtsturm und Kälte
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit dem Leibarzt Dr. Levin Fischer
  • Nachrichten
  • Besuch durch Tornau
  • Wildfleischlieferung aus Dessau
  • Wirtschaftssachen
24. Dezember 1652
Bernburg
  • Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit Reichardt und Tornau
  • Anhörung der Predigt
25. Dezember 1652
Bernburg
  • Tauwetter und Regen
  • Anhörung zweier Predigten und Empfang des Abendmahls zum ersten Weihnachtsfeiertag
  • Schaffgotsch, Frau von Rindtorf, Sekyrka und Steffeck als Mittagsgäste
26. Dezember 1652
Bernburg
  • Frost
  • Anhörung der Predigt zum zweiten Weihnachtsfeiertag
  • Frau von Rindtorf, Schaffgotsch, Sekyrka, Steffeck und Hesius als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
27. Dezember 1652
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Reichardt und Güder
  • Rückkehr von Senf
  • Spielende fürstliche Kinder
28. Dezember 1652
Bernburg
  • Gespräche mit Ludwig und Güder
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
29. Dezember 1652
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Rückkehr von Wallwitz, des Kammerdieners Ludwig Röber und des Lakaien Johann Balthasar Oberlender aus Dessau
  • Hasen- und Wildkatzenjagd
  • Nachrichten
30. Dezember 1652
Bernburg
  • Administratives
  • Gespräch mit dem gräflich-bentheimisch-tecklenburgischen Abgesandten Gottfried Travelmann
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Nachrichten
31. Dezember 1652
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Administratives
  • Dr. Fischer und Steffeck als Mittagsgäste
  • Seltsame Entdeckung im Frauenzimmer
|| [[Handschrift: 190v]]

Mittwoch den 1. December 1652.


Parlant hier, au Colonel Werder, d'ün sübside, (qu'il m'a
voit fait esperer, extraordinaire en mes necessitèz) il
s'en excüsa. Que la noblesse estoit tellement
chargèe de fardeaux, qu'elle n'en pouvoit plüs,
& qu'en tel cas, la dissension dès Villes,
leur estoit nuysible, car sans eux, ils pou-
voyent peu faire, ou rien. Le mesme m'at
il fait dire, par le maître d'hostel, Heinrich Friedrich d'Einsidel,
mon Conseiller. Voyla le fruict de leur charitè,
& affection volontaire, ne voulans plüs recog-
noistre, aulcün devoir! Mais leür fils,
peüvent bien se vestir en Princes, et
changer en 3 semaines, consecütives
tous <les> iours d'habits somptüeux, & iouer
aux cartes, grand jeü, &cetera &cetera &cetera[.]


Jls üsent ün nouveau style, voulans
nommer, comme aux Dietes Jmperialles, nostre
miserable constitütion icy, üne sanctio
Pragmatica, et irrevocable, &cetera &cetera &cetera[.]
Duo, cum faciunt idem; non est jdem!1
perge

|| [[Handschrift: 191r]]


Le Prince Jean, soupçonneux, a voulü voir, le petit
Memoire, avec la reserve düquel, i'ay signè l'in-
strüction des Ambassadeurs quj vont a Ratißbonne,
& comme on faysoit difficültè, a le luy monstrer,
a cause dü premier Poinct, lequel parle de l'ad-
herence des Electeurs & Princes, de la Religion,
& de la forte manütention d'jcelle, i'ay
voulü, qu'on le luy monstrast, tout entier, &
qu'on donnast la gloire a Dieu, & a sa Veritè,
sans respect de personne, quj que ce soit!


Le Chancellier Milagius, avec le Lieutenant Colonel Knoche,
l'ont dissuadè mais Keppe, (qui l'a desja veü,)
l'a conseillè. Bien est vray, que Milagius & Knoche,
ont eü dès bonnes considerations, a cause, de
l'accord, qu'on recerche[!] en la Religion, mais ie ne
scaurois dissimüler, en matiere, de religion.
Milagius a dit aussy: Que son coeur, luy dictoit
assèz, en sa Conscience, ce, qu'il devoit faire, en
tel cas, sans memoriaulx.


Meine Bürgemeister[!]2, von Bernburgk, seindt
heütte darvon, undt vorahn gezogen, undt unser
Magister Menzelius, meines Carolj Ursinj, Præceptor,
mit ihnen. Gott wolle Sie geleitten! perge

|| [[Handschrift: 191v]]


Vormittagß, ist man in der RahtStube, zusammen kommen, undt
die Fürsten, haben die expeditiones, undterschrieben, Sonderlich
die Creditif an Kayserliche Mayestät[,] auch andere Chur: undt Fürs[ten.]
Jtem: hat man etzliche beylagen, undt befehlich, undterzeich[net.]


Die Cöhtner, haben sich auch heütte disponiren laßen,
zu undterschreiben. Also restiret Zerbst alleine.


Nachmittagß in Raht gegangen.


Schwartzburgische sache. 1500 ThalerThlr: iährlich. Künitz, undt Blan-
ckenburg verschriebener Maßen einzunehmen, durch die Legaten,
die übermaße wieder herauß zu geben. Wirdt gestellet
auf die Apprehension, der poßeßion, nicht auf ferrnere
Tractaten. 10 ThalerThlr: pro cento, annua præstatio mehr
alß ein zinß. Vielleicht laßen Sie sich terriren.
Alßdann 6 pro cento zu nehmen, wiewol es nicht
ein mutuum. Jnventarien aufzurichten, per unsern
bedienten Secretarium, welcher dorthin zu ablegiren.
Wollen Sie sich nicht accommodiren, herzog Wilhelm zu
Sachßen, zur assistentz, zu ersuchen. Der Doctor Frantzkius zu
Gohta Cantzler, darzu zu vermögen, unser bestes
zu suchen, undt es (wo müglich) auf hertzogk Ernst von
Gohta, die Schuldt zu transportiren.


Cantzler Milagius. Denominatio personarum zur legation[.]
Jngredientia oder Materialia guht. Territio mit
der apprehension. hertzog Ernst, zu beantwortten, undt die || [[Handschrift: 192r]]
assistentz, des Doctor Frantzken, zu procuriren.


Doctor Schrigkel. Neẅe verpflichtung nöhtig, zu Künitz,
Jtem: die Confirmatio Regis Bohemiæ, auf Könitz,
wehre guht, bey den pflichten, wormitt Sie der wittibe
Sehliger verwandt gewesen, undt also unserm Fürstlichen hause.


Doctor Mechovius. Approbat. Hacke. Licentiat Keppe.
Die Königlich Böhmischen lehen, müßten decidiret werden,
secundum jura Jmperij; nicht aber, nach denen
Böhmischen lehen. Jmprobat die Königlich Böhmische con-
firmation, alß unnöhtig, kostbahr, undt unnütze.


Paulus. Conformirt sich. Fürst hanß, identidem.


Fürst Augustus. approbat, die neẅe verpflichtung,
oder huldigung. Benennet die personen, alß: Frey-
bergk, oder<undt> Keppe.


Jntroductio des Heinsij, zum Rectorat nacher
Zerbst. hanß von Bergen, expectantz zu
Güsten. Doctor Müllers, undt Zaunschleiferinn
Protestationes, wieder den landTagsschluß.
ChurSaxen intercessiones. Publication des<r>
gesindeordnung, vor den weyhenacht Fest. Trompter
privilegien. Pappiermacher befreyen. Subscription
etzlicher briefe, Allerley ansuchen, so theilß nachzuschigken.


voma

|| [[Handschrift: 192v]]


Meinen Schwager, Fürst Iohann Casimir haben wir diesen abendt,
besucht, undt valedicirt.


Aufn abendt, hat man etwaß poculiret, & Tra-
velmann, a tèsmoignè d'estre yvre!


Gar spähte, ist Fürst hanß, noch zu mir kommen, gar alleine
in mein losament, undt hat Treẅhertzig abschiedt genomme[n.]

<Donnerstag> Mittwoch den 1<2>. December 1652.


Noch einmahl abschiedt, von Meinem vetter, undt
Schwager, Fürst Johann Casimirs Liebden alß herren im hause,
genommen, da er mir dann Treẅhertzig valedicirt, undt
sachen von importantz, gerahten. Darnach, habe ich
der Schwester Liebden a Dieu, gesagt, welche auch gar
Treẅhertzig, sich erwiesen.


Bin in Gottes Nahmen, mit meinen Söhnen forth
gezogen, nacher Bernburgk, undt habe Meine freundliche herzlieb(st)e ge-
mahlin, undt Töchter, wol gefunden. Gott dem Aller-
höchsten, seye lob! Ehr! undt dangk gesaget, vor
seinen gnadenreichen Segen! Der wolle ferner
das wergk seiner hände, segenen! undt unsern
landtTagsSchluß, unß, undt unserm lande, zum
besten, gerahten, undt wolgedeyen laßen!


Jch finde allhier zu Bernburgk, vollauf zu thun,
allerley gute, undt böse verdrießliche händel!

|| [[Handschrift: 193r]]


General herr von hofkirchen paßirte vor
unß vorbey, von halle nach Agken fahrende.


hammeln, bey mir gewesen, relation abzulegen,
von seiner Gohtischen rayse, undt verschickung.


Philipp Güder, hat sich auch præsentiret.


Ein iunger Schafgotzsch, hat sich bey mir præsentirt
wegen seines vettern, welchen man den graven
Schafgotzsch nennet, zu sollicitiren, odiosa.


hertzogk Geörge Rudolf von der Lignitz, Kayserlicher Ober-
Amptßverwallter, in Schlesien, intercediret auch vor
ihn, undt nennet ihn, seinen vetter (als seiner Liebden
Schwester Sohn,) herr Christoff Leopoldt Schaffgotzsch
genandt Semperfrey, auf Kynast, undt Greiffen-
stein, Kayserlicher Ober Amptßraht. Kömbt ihme auch,
mit seiner intervention, zu statten.


Jch habe ihn, mit Mir, eßen laßen, ihn hieroben
losiret, undt nach der mahlzeitt, meine Rähte,
Doctor Mechovium, undt Paulum Ludwigen, über seiner
unzeittigen anmahnung, undt prætension, vernommen.


Wegen der wiederkaüflichen zinßen, ist mir auch
heütte plage, undt anmahnung, von Gerike zu Mag-
deburgk angethan worden. Jtem: plage vielfältig, in
Oeconomicis.

|| [[Handschrift: 193v]]


Fürst Augustus, ist nachmittags, vor Meinem SchloßThor,
vorüber paßiret, deme ich zugesprochen, undt hereiner
Jhre Gnaden gebehten, nebenst dero Gemahlin, undt Töchter,
auch Fürst Lebrechtt. Sie haben sich aber excusiret[.]

Samstag den 4. December 1652.

<Böses somnium, von Carolj Ursinj Tod[t.] Gott verhüte es gned[ig.]>


Jean Moutarde estoit hier au soir avec moy.
Dieu le vueille accomplir, & reconduire heüreü-
sement!


Der Stadtvogtt, <Albinus> hat sich heütte præsentirt
undt allerley, mir referiren müßen.


Nota Bene[:] de Jean Moutarde relation, d'ün quidam (a Maga)
qui s'est laissè eschapper, ce mot, que si ie ne
jouirois pas, de la Gratification Jmpériale que
mes enfans, en pourroyent iouir, id est: Ad
Calendas Græcas.


J'ay expediè cejourd'huy, deux depesches
importantes, y adioustant la troisièsme. Dieü
les vueille rendre fortünèes!

Sonntag den 5ten: December 1652.


Man hat diese Nacht, in unserer kammer, eine wehe-
klage gehöret, ich aber nicht, Sondern Meine herzlieb(st)e gemahlin[.]
Gott helffe, das es nichts böses bedeütten möge!

|| [[Handschrift: 194r]]


Jn die kirche vormittagß, conjunctim, da
dann dangksagung geschehen, wegen des landTags.


Extra gehabtt, zu Mittage, nicht allein den
Schafgotzsch, Sondern auch, den iüngern Se-
kerka, die Fraw von Rindtorf, Tobias Steffeck von Kolodey
perge


Nachmittagß, cum filijs, in die kirche,
undt predigtt Ern Jonij.


Avis von hartzgeroda, undt Erffurdt, daß mein Bruder,
Fürst Friederich, allererst, gegen Ostern, oder Johannis, herauß
kommen wollen.


Der Cardinal Mazzarinj, gehet auf Paris, der Printzen,
undt Jnnwohner Schwürigkeitt, nimbt zu, wegen continuj-
render beschwehrungen, undt großen Theẅerung.


Jn Engellandt, nimbt undter dem Parlament, die
uneinigkeitt, auch Täglich zu, worzu die Geistlichen
helfen mögen.


Die herren Staaden, seindt auch uneins. Etzliche Pro-
vintzien, wollen den Printzen von Uranien, zu ihrem
General haben, den etzliche schon erwehlet,
andere wollen gahr von keinem capo wißen.
Wegen des wintters, undt fleißigem aufpaßen der
Engelländer, sol die flotta diß iahr, nicht außlauffen.


ChurSaxen, ist wieder zu Dreßden, Chur Brandenburg
hat die kunstkammer, Stall, zeüghauß undt anders
besehen, undt ist auf Berlin, forthgereyset.


Der Kayser, sol den 20ten: November von Prag, nach Regenspurgk,
abgereiset sein.

|| [[Handschrift: 194v]]

Montag den 6ten: December 1652.


Schreiben von Wien, undt Breßlaw.


Die Avisen geben:


Daß in Frangkreich der Printz von Condè, Saint Menehoud,
Retel, Verdün, undt andere Städte gewunnen,
keinen pardon begehre, undt Generalissimus der
Spannischen, zu Brüßel, werden solle, weil der
Ertzhertzogk, (so gewesen) nacher Regenspurgk, gehe
der König in Spannien, wolle diesem Printzen,
das Königreich Navarra, geben. Der Cardinal
Mazzarinj, würde wiedergeruffen, nach Paris,
der Visconte de Türenne, stärgkte sich.


Der hertzogk von Lottringhen, droẅete
den Staden, in der Meyerey vor Hertzogenpusch,
dieweil Sie seine völgker verhindert, in Schiffen
nacher Jrrlandt zu gehen. Er hette auch etzliche
Regimenter, in die Jülichische lande, undt
in daß Reich von Agken, gesandt.


Der Kayser, will Chur Pfaltz, helfen,
wegen der Jülichischen Strittigen lehengühter
undt des pfaltzgraven von Neẅburgk ange-
setzter LandtTag, hat sich, re infecta, zerschlagen.


Zu Regenspurgk seindt etzliche Churfürsten3, ankommen,
undt der Kayser wirdt erwartett.

|| [[Handschrift: 195r]]


Chur Brandeburg ist zu Dreßen[!] gewesen, ist in die Churfürsten
verein genommen, hat die rariteten aldar besichtiget,
undt ist nachm Berlin, gegangen.


Jm lande zu Lüneburgk, undt in Dennemargk
wirdt stargk geworben, zur assistentz der Staaden,
wieder die Engelländer.


Admiral Tromp, ist außgefahren, mit: 80 Or-
logsSchiffen, 12 brandtschiffen, undt 300 kauffahrers.
Blacke retiriret sich, vor ihm.


<General> Breston (so vor iahren, in Gennep gelegen)
wehret sich in Jrrlandt, aufs eüßerste. hat sich,
auf eine Jnsel, endtlich retiriret, da er ver-
meint sich zu halten, biß er secours bekömbt,
wieder die Parlamentischen.


Jn der Themis, haben sie 2 Spannische
Schiffe aufbracht, mit 1600000 Realen von
Achten, aber endlich restituiret.


Nach dem Oratore im Parlament, ist
mit Steinen geworfen, der Thäter aber, ein-
gezogen worden.


Die Parlamentischen, haben auch dem
Conte d'Oignon, nach Roschelle hülfte gesandt,
undt halten große freündtschafft (dem ansehen
nach) mit Spannien.

|| [[Handschrift: 195v]]


Die übergabe Barcellona, continuirt, undt daß
große freẅde darüber zu Madrill endtstanden,
undt general Amnistia allen ertheilet, außge-
nommen Don Joseph de Margarith.


Leücata undt Collievre seyen auch den Span-
nischen, verkauft.


Zu Lysabonna ist eine reiche flotta auß
Jndien, ahnkommen, wie auch, zu Duynkirchen,
eine vor Portugall, die andere, vor Spannien.


Zu Rom, läßet der pabst, seinen vetter, den
Printzen Pamphilio, vor Spannien, werben,
darüber sich Frangkreich beschwehret.


Jn Schweden, ist man geschäftig mit selbigem
ReichßTage, undt andern verfaßungen.


Jn Dennemargk, wirdt stargk armiret.


Venedig, tractirt, undt armirt, wie
auch die Türgken thun. Jn Ungarn, leßet
sichs, zum kriege, ansehen.


Die Staden, haben auch reichbeladene Schiffe,
in salvo gebracht.


Die Maltheser, verarrestiren den holländern
ihre Schiffe, dadurch ihrer Comptereyen, intraden, zu
erhalten, undt herauß, zu zwingen.

|| [[Handschrift: 196r]]

Dienstag den 7. December 1652.


Die jncubj, undt Succubj, (alß wir meynen!) ha-
ben diese Nacht, alhier zu Bernburgk, Meinen
Carolum Ursinum <Le petit Charles, m'a confessè depuis, d'avoir veü, ceste nuict, üne femme blanche, devant son lict, avec ün masque noir, & avec des yeüx estincellans. Chose horrible! & non ordinaire!>, so in unserer Cammer, schläft,
item: Meine herzlieb(st)e gemahlin, undt mich, geängstiget,
undt geplaget. Deus avertat omnia mala!


Avis: daß hertzog Christians von Brigk
gemahlin, einer iungen Tochter genesen,
die Gott, nebst der Fraw Mutter Liebden
segenen, stärgken! undt fristen wolle!


Ernst Dieterich Röder, nach dem er mir über
Sechß wochen lang, abermahl fleißig aufgewar-
tett, undt den landtTag, über außgeharret,
(mit hindahnsetzung, seiner Familie, undt
haußhaltung,) ist von mir, in gnaden, dimittiret
worden. Jch habe ihm ein pferdt, biß nach
Ermßleben, geliehen.


Risposta von Dessaw, avec Venayson, de sanglier.

|| [[Handschrift: 196v]]


Es ist nichts darahn, daß die Grävin von Styrumb,
graf heinrichs von Naßaw, relicta, sol baldt
nach ihrem herren, gestorben sein.

Mittwoch den 8ten: December 1652.

<4 hasen, Viktor Amadeus gehezt. 4 Räphüner, und 16 große vogel Nathanael Jahn[.]>


heütte hat Geörge Ehrenreich, Freyherr von Rog-
gendorf, nach dem er mir, in das 12te. iahr
gediehnet, undt sich from[,] still, undt wol
verhalten, seine dimission, zu seines verstorbenen
vatters, gühtern, undt erbschaft, zu sehen,
auf innstendiges ansuchen, von Mir, erhalten.
Gott wolle ihn, geleitten! undt gesegenen!


Er hat gar einen Treẅhertzigen abschiedt genommen[.]


Jn die kirche, undt wochenpredigt, cum filijs.


Avis: daß der Notarius Bähr, welcher mich neẅlich,
wegen Kohlmanns, despectiren helfen, in die
Achtt, von Chur Brandenburg seye erklähret
undt vogelfrey gemacht worden, weil er den
Churfürsten, undt daß dombcapittel
in einander gehetzt. Er ist aber, nach Prag
gelauffen, (verwegener weyse) den Churfürsten
wieder zu verklagen beym Kayser.

|| [[Handschrift: 197r]]


Extra zu Mittage, den hofprediger Menzelium gehabt,
undt vor der mahlzeitt, mit ihm, conversiret.


Jch habe ein exempel statuirt, undt Tobiaß
Salmuht, den Mundtschengken, wegen seiner
Nachläßigkeitt, undt daß er den wein,
undt das bier, so übel wartett, undt
verderben leßett, incontinentj, abgeschaft.


Diesen Morgen, umb vier Uhr, hat es
greẅlich gespigkt, gepoltert, undt
an den kuven, wie zweene bötticher, ge-
pocht, undt gearbeitett. perge

Donnerstag den 9ten: December 1652.

<32 dürre Forellen von Nathanael Jahn[.]>


Briefe geschrieben, in Franckreich, in Jtalien,
nacher Wien, nach Hanover[,] item: in Schlesien, etcetera[.] Gott gebe succeß!


Die Quarta, auf die Steẅren, ist heütte auch
außgeschrieben worden, wegen der vechtischen
garnison, landtTagsspesen, ReichßTagsspesen,
et similia. Sie sol gantz, im December undt
noch halb im Januario, eingefordert werden.


Jch habe auch viel neẅen Jahres gratu-
lationes, undterzeichnet, undt also wenig
ruhe, diesen vormittag, gehabtt.

|| [[Handschrift: 197v]]


J'ay estè aussy inquietè, pour les affaires, de Schaf-
gotzsch. Dieu, m'en delivre!


Georg Reichardt ist bey Mir gewesen, importantzen zu referiren[.]


Avis: das Bürgemeister[!] Tornaw, vor ein par Tage[n,]
im zorn, der Schlag getroffen. Gott erbarme sich seiner!


Der Nordburgische lackay, ist von Meiner freundlichen herzlieb(st)en
Gemahlin, abgefertiget, sans mon sceü!


Jn gartten spatzirt, die große eingefallene
lügke, an der Mawer, zu besichtigen.


hammeln, ist von halle wiederkommen, dahin er
den guten Roggendorf, begleittet, mit bericht,
daß Sie wol überkommen, undt in der herberge
Jacob Antonij von Krosigk, mit seinem Schwager
Aßeburgk, in der vorstadt, angetroffen.
Leür fortüne a voulü, qu'ils n'ont sceü
avoir dü Vin, pour dèspendre, & faire dèsbausche!


Bürgermeister Tornaw, ist bey Mir gewesen, mit seine Noht,
undt anliegen, zu klagen, wieder den Stadtvogtt.


Ern Hesium bey mir gehabt, welcher sich numehr
resolvirt in meinen diensten, am predigAmpt zu bleiben
undt die Vocation nachm Berlin, zu recusiren. perge

|| [[Handschrift: 198r]]


A spasso ümb das hauß, der miserie abzuhelfen,
mit der eingefallenen Mawer, wo müglich.


Victualien, undt briefe von Ballenstedt. perge


13 wagen, mit 50 pferden, seindt von Sanderßleben
nacher Deßaw, frey über paßiret. perge


Avis: daß es gewiß, daß der vetter, undt
Schwager zu Deßaw, ein Großvatter
worden, in deme seine Tochter, die hertzoginn
zum Brigk, eines iungen Freẅleins, genesen,
undt bey erträglichem hinkommen, (Gott lob!)
sich befinden soll. Gott helfe ferner, mit gnaden!

Samstag den 11ten: December 1652. perge


Somnia horrifica gehabt.


Oeconomica tractirt. <Mit Schafgotzsch, conversirt.>


Walwitz, ist von Prag, undt Deßaw, wiederkommen, von
Madame, ihrer abschickung.


Abermahlige post von Ballenstedt, bekommen.


heütte seindt wieder Deßawische Fuhren, mit 78 pferden,
frey überpaßiret.

Sonntag den 12ten: December 1652.

<Abermals, somnia horribilia gehabt. perge>


Jch habe hieroben, aufm Sahl, predigen laßen, vormittags
den Hofprediger, Ern Menzelium.


Notification auß Schlesien, durch eigenen bohten, wegen hertzog
Christians, vom Brigk, iüngstgebornen Töchterleins.

|| [[Handschrift: 198v]]


Extra zu Mittage, neben Schafgotzsch, der
Walwitz, die Rindtorfinn, der hofprediger
Menzelius, der iüngere Sekerka. etcetera etcetera


10 wagen, mit 40 pferden, habe ich wieder frey
über, paßiren laßen müßen von Fregkleben, mit blèd.


Zu abends, wieder Schafgotzsch, undt Walwiz gehabt.


Ein drey abendt hero einen seltzamen, großen
Tunckeln Stern, gesehen, wie ein Mond, was er bedeütten mag?
Er hat einen großen hof, wie ein Comet, wirdt
erst hindter dem Eülenspiegel4, hernacher aber,
von demselben, nach dem Stall zu, undt dann
gegen dem blawen Thurm, undt also
herumb gehende, nach dem Neẅen gebeẅde
zu, mit verwunderung, gesehen.

Montag den 13den: December 1652.


Walwitz sagte auch gestern: Sie hetten zu anfangß,
in den paß Meiner gemahlin zu Prag, den Tittul -
canien, außen gelaßen. Derowegen dann,
er so lange sollicitiret, mit Mühe, biß man
den paßbrieff renoviren müßen, undt
den gebührlichen Tittul, Aßcanien, hinein
gesetzet. Der Bischoff von Münster, hat Neẅ-
lichst an herrvettern Fürst Augustum geschrieben, undt gleichs-
fals dieses prædicat obmittiret. Jst aber wiedersprochen || [[Handschrift: 199r]]
worden. Allso fänget man, hin: undt wieder ahn,
unsere Dignitet, undt wolhergebrachte reputation, zu
beschneiden. Gott wolle unß, in pristjnam dignitatem,
restituiren!


Carl Ursinus ist von den Fantaseyen oder spiritibus, diese
nacht wieder exagitiret worden. Gott beßere es!


Philipp Güder, ist bey Mir gewesen, Jtem:
Hans Wenzel Rothe[.]


Tobias Steffeck von Kolodey nacher Plötzkau geschickt, pour demander
conseil, a l'allegement de mes soings, pour
les incommoditèz dü Septentrion, pour l'ablegation
dès Ambassadeurs a Ratisbonne, pour l'ennuy, de Schafgotzsch,
& pour la nouvelle Estoille, que le bon Prince, a
creü denoter mortalitè, dü bestail, ou des hommes,
qu'elle a dürè desja huict iours, & qu'il en
pourra devenir, üne Comete, desirant au
reste, a me donner satisfaction, au possible!


Christof Jahn, hat sich bey mir præsentiret,
undt allerley referiret, de son frere Nathanael.
et cetera


Eilf wagen, mit 44 pferden, Deßawer, undt
Sanderßlebische, seindt abermals frey übergangen.
Cela n'apporte pas, grand proffit, a mon bacq. Pacience!


Schreiben von halle, das aldar aufn Mittwoch ein Fast:[,] Buß: undt
BehtTag, angeordnet, wegen des ReichßTages, undt das
der Neẅe Stern, viel nachdengken mache.

|| [[Handschrift: 199v]]


Die Avisen geben:


Daß in Frankreich der Printz von Condè, noch große progreß <mache> habe,
Toul undt Verdün, auch eingenommen, mit Spannien
also sich vertieft, daß ohne einen General frieden, er
mit dem Könige in Franckreich, nicht accordiren,
noch a part, tractiren kan. Visconte de Türenne
werde am Königlichen hofe, sawer ahngesehen, daß er
Sainte Menehoud, nicht endtsetzen können, undt
andere Generallen, werden ihm, an die seitte gesetzt,
der Cardinal wirdt wieder, nacher Paris, geholet.


Catalonien, wirdt alles vom Könige in Spannien,
recuperiret, nach erfolgter Amnestie. Gleichwol
sollen zwey castellen, in Barcellona erbawet
werden, auf ihren unkosten, damitt Sie nicht mehr
rebelliren können. Portugall, sol numehr
mit Machtt, von Spannischer seitten, ahngegriffen
werden, wiewol der König daselbst, gewaltige
reichbeladene Schiffe, auß OstJndien, mit
16 millionen, (darvon er 4 millionen, vor seine
person, bekömbt,) sol zu Lisabona bekommen haben.


Engellandt, undt hollandt, suchen einander noch,
mit ihren flotten zu beleydigen, wiewol doch auch, die
gühtliche Tractaten, undter ihnen, nicht undterlaßen
werden, undt der König in Schottland soll baldt in haag kommen, || [[Handschrift: 200r]]
undt den Düc de Boucquingham, nacher Regenspurgk senden.
Die Staaden, sollen mit Dennemargk, Schweden, undt
Franckreich, contra Engellandt, in alliantz tretten, undt
auch die See Städte (welchen auch, die Engelländer, viel
Schiffe, hinweg nehmen) darzu invitiren. Sie wollen auch
neben Venedig, undt andern, Mediatores sein zu Lübegk,
in den FriedenßTractaten, zwischen Polen, undt Schweden.


Jn Polen, versiehet man sich, eines neẅen Türcken-
krieges, wie auch stargken einfalß von Tattarn,
undt Cosagken, wiederumb, und rüstet sich, dargegen.
Der Türgke tractirt mit Venedig.


Jn Ungarn, scheinet es auch, alß wolle der Türgke,
unruhe wieder anrichten.


Der Kayser, ist forth nach Regenspurg wie auch,
theilß Chur: undt Fürsten5, welche sehr content,
sollen von Prag, abgeschieden sein. Jhre Mayestät
haben etwaß, das podagra. Wollen dero ferien
zu Straubinghen hallten, undt concediren
den Evangelischen, vor der proposition des Reichß-
Tages, auch noch ihre weyhenachten, undt Neẅen
iahrs, feyerTage, zu celebriren.


Die Staaden, wollen auch Gesandten, nach Regenspurgk
schigken, undt ihre prætensiones, richtig machen.
Aber, der Spannische Ambassadeür im Haagen
sol noch droẅwortt von sich stoßen, undt hohe wortt brauchen.
Dörffte die annehmung des neẅen Generals, befördern.

|| [[Handschrift: 200v]]

Dienstag den 14den: December 1652.

<Schnee, nach voriger Tage, hartten Frösten.>


J'ay èscrit en Hollande, par Philipp May! Dieu nous favorise.


Meine Söhne, haben geiagt, im Krumphalse, undt 5 hasen,
undt einen Fuchß bekommen. Noch Fünf hasen, undt
2 Füchße, beynebenst einer wilden katze, seindt
durchgegangen. Es seindt auch 2 wilde Endten,
undt eine Schneppe, einbracht worden. Jst also,
ein guter JagtTag gewesen.


Der neẅe Stern, so zuvor ad oculum Taurj,
gesehen, hat sich numehr gewendet, gar nahe,
zu den Plejades, oder Siebengestirn, diesen abendt.

Mittwoch den 15den: December 1652.


Jn die kirche, cum filijs, da die verenderung des Rahts
vorm berge annuncijret worden.


Philipp Mey, diesen abendt expedirt. Gott gebe zu
glügklichem succeß!


Christof Jahn, habe ich, inngleichem abgefertiget.
Gott bewahre allerseitß, vor unglügk!

Donnerstag den 16den: December 1652.


Der Amptmann Georg Reichardt ist bey Mir gewesen. Jtem:
der Magister Menzelius, welcher sich beklaget, über die spectra
inusitata, in seinem hauße, undt præfiguriret Sich,
böse omina, quæ Deus avertat! benigne!


So ist auch, bey mir gewesen, von andern personen,
welche, in Oeconomy: undt Polizeysachen, beyrähtig sein.

|| [[Handschrift: 201r]]

Freitag den 17den: December 1652.


Risposta von Nathanael Jahn per il messo.


Paul Ludwig bey mir gehabt, alß hofraht, undt lehensSecretarium
allerley zu deliberiren, alß vormittagß:
1. wegen Feyerung des Sabbaths, so aufm landtTage
geschloßen, habe ich mich resolvirt, ein Mandat affigiren zu
laßen, undt den Benachtbahrten, auch zu advertiren,
zur nachricht, wegen verenderung der Jahrmärckte, am Sonntage☉tage.
2. Schuelemburgk, sache undt unnöhtige Gravamina.
Sollen in die Schuele, ihn führen.
3. Gravamina betreffend Jn specie der Hoymer befrie-
digung. Jst resolvirt, dieselben, zwischen dem Neẅen Jahr,
undt den 3 Königen, anhero zu citiren, undt gühtliche
handlung, zu versuchen.
4. Den Aufsatz, der Quartæ zu dirigiren, undt die jura
Collectandj, auch contra Nobiles, zu reserviren.
5. Trottens gravamina, erörtern laßen, per Geörg Reichardt.
6. Carll Diemen gravamen, wegen eingezogener
brawgerechtigkeitt. Stehet auf tractaten.
7. Steẅerschulden, Meiner herzlieb(st)en gemahlin. Kan bey weittem
durch Compensationes, nicht getilget werden, Sondern
die abrechnung, wirdt es weisen, daß noch ein ansehlicher
rest, darhindten seye. Die Discussion der Steẅerresten,
wirdt alles erklähren.
8. Die Neẅe, angelegte Schäferey, zu Palbergk, ab-
zustellen, oder durch Fürst Augusti interposition, zu cassiren. || [[Handschrift: 201v]]
9. hinundter geschickte Acta, & Actitata von Deßaw,
seindt in der Cantzeley deponiret.
10. Schafgotzsch sache, undt prætensiones anlangende,
So stehet dieselbe, auf hanß Bernds relation.
11. Die Wittemberger, werden wegen ihrer an-
forderungen, noch vor den Feyertägen, beschieden, zu handeln.
12. Doctor Fischer zu contentiren, ne abitum acceleret!
13. Kohlmann. Der lawret, ist numehr, zweene
ahngesetzte Termin, zu ablangung der Acten, außen blieben.
14. Avisen, auß Erfurdt, zu communiciren.
15. Schwartzenberger, undt Knüttels, Fichtelbergische
Bergkwergkssache, bey Chur Bayern, zu recommendiren,
per Legatos nostrates, zu Regenspurgk.
16. Wegen Knesebegks, mit der Cammer, allhier,
ist der abgehandelte vergleich, (meo bono), mitgebracht.
17. Wegen eines subsidij, zur peregrination, Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt[.]
Daßelbe stehet, auf Discussion, undt fleißiger auß-
arbeittung, der Steuerrest.
18. Ahnweisung der Geistlichen, undt SchuelCollegen,
an die Fundation, zu verordnen, auch in camera mea[.]
19. Otto Gericke, wegen der Alemannischen, undt
Zieringischen wiederkaüflichen zinßforderungen.
Stehet auff Tractaten. || [[Handschrift: 202r]]
20. Freybergk will capitalia auß dem Cöhtnischen, in
den Bernburgischen Antheil einschieben. Wirdt abgewiesen, weil
es zum præjuditz meiner Patrimonialgelder, geraicht.
21. Milagio, noch vor seinem abzuge, zu senden, die
aufgezeichnete competentz: undt præcedentzsachen.
22. Siebe6 will ein bawbrawen haben, da er doch
ein gebawetes hauß, schon hat. Wirdt ab: undt
zur ruhe, gewiesen, weil es wieder die Jnnungsartickel!
23. Martin Tornaw, undt Stadtvogtt, sollen in
ihren injurien händeln, morgen gehöret werden.
24. Item: sol Tornaw, undt Schwartzenberger, in
der geklagten zehendtsache, gegeneinander gehöret
werden, durch Commissarien, alß hofmeister Ein-
sideln, Tobias Steffeck von Kolodey, undt den Amptmann.
25. Alten hofpredigerinn, (pro posse!) zu helfen.
26. Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt ein Deputat iährlich zu machen,
wenn er bey Mir ist, neben Futter, undt Mahl,
von 200 ReichsthalerRthlr: biß auf andere zeitten. perge
27. Er Marggravius, will 30 ThalerThlr: Steẅren
noch in diesem Antheil, vor angehendem landt-
TagßSchluß, auf Johannis, versichert wißen. Conceditur!
28. Fürst Augustus intimirt, daß ChurSaxen, undt der
Bischoff von Münster fordern mitt ehistem, die Vechtische
evacuation gelder, welche mehrentheilß, mir assigniret. || [[Handschrift: 202v]]
Jubetur! ie eher, ie beßer.
29. Teichmann, Panße, finden sich graviret, undt
dißputiren, die allte Steẅerrolle. Conclusio:
Man solle ihnen, helfen, nach genungsahmer revision
undt discussion, des moderirten quantj!


Darauf wardt malzeitt gehalten. Darnach
zogen meine Söhne, auf die hasen[-], undt Fuchsiagtt,
Paulus Ludwig, bliebe extra hieroben, undt
Nachmittags, gab es wiederumb, eine kleine Consultation[:]
1. Supplicatio des Forsters7 zu Lösewitz. Klaget
über den ziegelStreicher, wegen 30 ThalerThlr: so er,
wegen nicht innehaltung, seinem Juncker, zahlen muß.
Resolvitur ihn zur gedultt zu vermahnen, undt zu
weisen, biß hülfe sein kan, in des zigelstreichers
(alß eines verdorbenen <m>plers,[)] fahrnüße.
2. Der Raht sucht seinen abgang, undt
verenderung <auch abnahme>, der Rechnung. Conclusio: weil
Bürgermeister Tornaw, undt Beügke, einander gescholten,
kan man sie nicht recipiren, biß die Sache verglichen,
interim sol das vorige Mittel, continuiren.
3. Moderation des BierTaxes, wirdt gesucht.
Conclusio[:] ein par Monat, es ahnzusehen, ob die gerste
steigen oder fallen wollte? wie auch, ob interim || [[Handschrift: 203r]]
die allten Teẅren maltze, wol gehen möchten[.]
4. Benedix Friederichs Sehligen bruder Christianus kla-
get contra heitfeldt
<undt klaget contra> Johann Bergen Gerenrödische praetensiones.
5. Capittul zu halberstadt, klaget contra heitfeldt,
undt hoym. Jtem: hejtfeldt, contra Krosigk8, heitfeldt
Contra Stammer, die Miehische landtter[b]en, contra die
lehensfolgere, gegen den 27. Jan<uarij> (gebe gott) vorzunehmen.
Jtem: So klagen: Rahtmeister contra Miehen Gallatin[?]9
erben zu Töndin[?]<nach Tondorff>, contra Obrist Werder.
6. Wieterßheimische, undt Krosigkische, be-
leyhung, ist angestellet, auf den 11ten: Januarij;
7. Nettelbegk, undt Jehna vergleich, mitt ehistem.
8. Feldtscherer, zu privilegiiren, daß
er möge herberge hallten, alß ein Gastgeber.
perge
9. Dem Tecklenburgischen Gesandten, Travelmann,
seine 500 Assignirte ReichsthalerRthlr: in bereittschaft,
zu halten.
10. Rhejnschmidt, pfarrer zu Poley, scandala zu coerciren.
11. hecklingen, kirche, undt pfarrbaw, erinnern.
12. Hesium alhier zu behalten, im PfarrAmptt.
perge
13. Molweide undt Panße streitt, zu vergleichen.
14. Provision hauß, wieder in ordinem, zu redigiren.
15. Fundationzinßen, inngleichen.
16. Erbgerichte, undt Polizeyordnung, zu versichern.

|| [[Handschrift: 203v]]


Von Jehna auß Zerbst schreiben bekommen, mit beylagen,
auß Polen, da zu Leßna collecten gesucht werden, zur
erbawung einer neẅen reformirten kirche,
dieweil die Pontificij, die andere einziehen wollen,


Jtem: von Speyer, in Kohlmanns sache, aldar
der proceß, aufgehalten wirdt. perge


Meine Söhne, haben heütte geiagt, im Dröblischen
holtze, undt 6 hasen gefangen.


Walwitz, ist von Plötzkaw, wiederkommen. perge

Samstag den 18. December 1652.


J'ay envoyè Tobias Steffeck de Kolodey à Ballenstedt. Dieu, le conduy[se.]
Jtem: üne autre depesche, á Halle, que Dieu prospere!


Fertzschius ist bey mir gewesen, pour me payer.


Der Amptmann Reichardt, undt Philipp Güder, haben
Wolfgang Sutorius per le sue furbarie, in die cuhr genommen, undt
mir darvon undterthänig referiret.


Walwitz ist wieder forth, nacher Deßaw et cetera[.]


Jch bin von der Universitet Wittembergk, sehr
vexirt, undt geplaget worden, wegen wiederkaüflichen zinßen[.]


heütte wehre baldt, ein groß unglügk alhier zu
Bernburgk, wieder endtstanden, in deme zwo
arme weiber, vor der Mühlstube, am herdt
eine Suppe gekocht, das feẅer hat die darneben
liegende Spähne ergriffen, angezündet, undt || [[Handschrift: 204r]]
das Feẅer, biß an daß Strohedach gebracht,
welches Gott lob, noch baldt gelescht worden,
wiewol wegen des eyses, nicht eben das waßer
so füglich in eil zur handt sein können, als sonsten.
Das Strohdach, ist auch mit Schnee bedegkt
gewesen, undt das stille wetter, seindt die
Mittel gewesen, durch welche Gott der All-
mächtige diesen angedroheten großen schaden,
undt abbrennung der mit schwehren kosten
in etwaß neẅerbaweten Mühle, abgewendet.
Jhm seye lob! undt dangk gesagt, vor seine gühte,
Er wolle unß ferner gnedig sein, undt vor allem
unheyl, undt unglügk, gnediglich, und väterlich bewahren.

Sonntag den 19den: December 1652.


Jn die kirche vormittags, aufm Sahl, da
der Superintendens, geprediget.


Extra zu Mittage, den Schafgotzsch,
undt andere gehabt, auch mit dem Superintendenten conversirt.


Meine herzlieb(st)e gemahlin, hat heütte, (ohne mein vorbewust
undt einwilligung, dem vorigen stylo zuwiederb)
ihren Beichtvatter, herr Otto von Alßleben, laßen
anhero, auf mein hauß kommen, zur beicht, undt morgenden
communion. <On allonge, de plüs en plüs, ses griffes, au Regime.>


Mit meinen Söhnen, in die Nachtmittagspredigt, Ern Ionij.

|| [[Handschrift: 204v]]


Schreiben von halla vom Maximilian Wogau mit 16 großen vögeln.

Montag den 20ten: December 1652.


Meine Freundliche herzlieb(st)e Gemahlin, hat heütte, auf ihre
luttrische arth, mit den Töchtern, communicirt.
Gott wolle die irrenden, bekehren! undt wieder
auf rechten weg, führen!


Die Erfurdter avisen geben:


Daß es in Frangkreich, ie mehr, undt mehr, ad extrema
kömptt. Der Printz von Condè, ist vom Könige in Spannien,
zum Generalissimo, über dero Arméen, erklähret,
wendet sich nach Burgundt, undt thut große progreß.


General Turenne, ist durch den General<Cardinal> Mazzarinj, sehr
verstärgkt, allein der printz vermeint ihm wol bastant zu sein
undt hat sich vernehmen laßen, er wehre dem Könige in
Spannien, so hoch verbunden, daß er sich nicht a part accommo-
diren könne, ohne schließung eines general Friedens,
zwischen Spannien, undt Frangkreich.


cAuß Hollandt ist wenig zuberichten, der Sommer ist numehr Vorbey
die große flotta hat wegen contrarj windes nicht aus lauffen können
haben also die Engelländer diesen Sommer den größten Vortheil erhalten.
Jn Engellandt mögen die sachen so klar nichts sein alß man gemeinet,
dann die Priester sambt den Schottischen Prædicanten einig Vnd nebens
den gemeinen Mann nochmalß nach einem Könige Verlangen.


Jn Pohlen ist man in großer furcht wegen der Coßacken, Türcken
Vndt Tartarn darumb auch der König sich nach Lettau begeben,
zumahl besorget wirdt, es möchten die Schweden ihre izige || [[Handschrift: 205r]]
Armatur wieder Pohlen gebrauchen.


Am 2. December haben Keyserliche Mayestät perge zu Regenspurg dero
Einzug sehr stattlich gehalten, vnd seind Von Chur Mainz[,]
Cölln vnd Trier, wie auch Vor dem Bischoff zu Regenspurg
Vnd Paderborn, sambt dem Abt zu Fulda sehr statlich
eingeholet worden. Ob Chur Sachsen vnd Brandenburg
dahin reysen möchten, wird sehr gezweifelt. Man
höret gar nichts, was Chur Bayern thuen will, Churpfalz
aber ist mit dero Gemahlin Vor 8 tagen aus Heydelberg mit
großem Comitat nacher Regenspurg abgereiset, Es hat
zwar die proposition auf den 8. dieses [Monats] beschehen sollen,
alleine man hat noch Viel mit den Visiten zu thuen gehabt,
Vnd haben alle Churfürsten vnd Stände bey Kayßerlicher Mayestät au-
dienz erhalten. Der Bischoff zu Basel mit den Schwei-
tzern, sambt dem Elsaß vnd Regierung zu Brüsach, auch Statt
Straßburg haben ein defensions werckh vff 15000 Mann
beschloßen, laßen starckh werben wieder die Jenige, welche
etwan sich an ihnen Vergreiffen oder mit gewalt einquartiren
wollen. Jn Spannien leßet der König sehr große kriegsrüstungen
machen, ob es wieder Portugal oder einen andern orth angesehen
kan man noch nicht wißen. Man hat nun über 14 tage
alhier zu Erffurt neben den Jacobsstab an dem himmel einen großen
bleichen stern mit strahlen umbgeben gesehen, welcher Viel ge-
schwinder als andere fort laufft, Ezliche halten ihn Vor einen
Cometen, nimmet seinen lauff von hinnen gleichsam gegen Nürnberg.
Was Gott darmit anzeigen will, sonderlichen, weil sich auch ein
stern am tage, als die ChurFürsten bey Keyserlicher Mayestät in Prag
gewesen, sehen laßen, wirdt die zeit lehren.


dMein Sohn Victorio Amadeo, hat eine wilde Ganß
geschoßen, baldt nach der Mittagsmalzeitt, in Borniker Awe.


Der luttrische Priester, ist nachmittagß, wieder
forth gezogen, undt nacher Alßleben. Sein Jungker
Krosigk unser gewesener page, hat sich neẅlich gebalget
mit einem Zigesar, unerachtet seines lahmen arms.

|| [[Handschrift: 205v]]


Schreiben von Croßen, Dreßen[!], Leiptzigk, halla.


Tobias Steffeck von Kolodey ist von Ballenstedt wiederkommen.


Die Leiptziger avisen bringen:


Daß die Türcken, Tattarn, undt Cosagken, abermal
feindlich in Polen, undt Littawen, einfallen wollen,
undt das man sich, wieder sie rüste. Ein vornehmer
Medicus, hette stattliche proben, am Königlichen hofe,
undt sonsten, in der pest zeitt gethan, solche
Seüche, zu curiren, an vornehmen, undt schlechten leütten.
Doctor Paulitz heißet derselbige Königliche leibmedicus
so auch den General Hubaldt, (nechst Gott,) beym leben,
erhallten. Die Tartarn, laßen ihnen in die 100000
peltze machen. Der iunge Chmielinßky, hat seine
Brautt, <weil man ihm die Festung Gnotsin10 nicht einreümen wollen> dem hospodar, in der Wallachey11 wiedergeschickt[.]


Zu Krakaw, schreibt man an itzo, seyen 50000 Men-
schen gestorben, die Königinn, hat 30000 Gulden (florenus)f: den armen
zum undterhalt geschicktt.


Jn Ungarn, undt zu Venedig, wirdt auch armirt.


Die Schweden, haben ein auge, auf Polen.


Der König in Dennemarck fortificirt Coppenhagen,
undt andere Meerport.


Der NiederSäxische Crayß, armiret.


Die lottringher liegen noch, in den Jülichischen
landen, undt in dem Reich, von Aacken.

|| [[Handschrift: 206r]]


Jm Elsaß, Schweitzerlandt, Stift Basel, undt
Straßburgk, wirdt auch ein Defensionswergk verfaßet.


Jn Frangkreich, continuiret die unruhe. Printz
von Condè, ist Königlich Spannischer Generalissimus.
Es continuirt, waß darvon, in den Erffurter avisen,
stunde, undt von dem Cardinal.


Admiral Tromp, sol die Englische flotta geschla-
gen, undt den Admiral Blake, biß in die Tämis
geiagt, auch etzliche schöne Schiffe bekommen,
theilß ruiniret, gleichwol auch darbey etwas
eingebüßet, aber dennoch, die Victoria erhalten haben.
Er hat nur 20 Schiffe, bey sich gehabt, undt
darmitt 40 der wiedrigen, angegriffen.
Man schreibet von einer alliance, offensive
undt defensive, zwischen den Staaden, undt
Frangkreich, Dennemargk, Schweden, Schotten. perge


Der Kayser, König, undt die Churfürsten,
seindt stattlich eingezogen, undt empfangen worden,
zu Regenspurgk. Die proposition sol nach den
FeyerTagen, geschehen.


Pfaltzgraf Ruprecht, tummelt sich noch in der See.
Die Holländer helfen ihme, hat 15 Schiffe, in der See.


Spannien continuirt seine Victorien, undt Progreß,
hin: undt wieder, in Europa.

|| [[Handschrift: 206v]]


Jn Böhmen, auf dem landtTage seindt dem Kayser
600000 Gulden (florenus)f: undt die fernere verpflegung der
einquartirten völgker, bewilliget.

Dienstag den 21ten: December 1652.

<Käldte.>


J'ay acheptè ün Alzan[!] de Thomaß Preüßer,
pour 60 Dalers. Dieu me donne bonne fortüne!


Cantzler Milagius, ist anhero kommen. perge
Jch habe ihn, mit Mir eßen laßen, zusampt Schafgotzsch,
postea aber, in gnaden, ihn dimittiret, auch glügk
undt heil zur rayse nacher Regenspurg gewüntzschet.

Mittwoch den 22. December 1652.

<Käldte.>

<11 große vogel Muschwitz.>


Die große kälte continuiret noch etzliche Tage hero[.]


Victualien, von Ballenstedt, ankommen.


Hier Milagius disoit, comme ie luy remonstray, qu'a
nostre Diete Provincialle on nous auroit prejüdiciè
entr'autres, en l'exclüsion d'ün poinct, des
sübsides, en cas de necessitè notoire, il repliqua:
<1.> Que ce poinct, n'estoit pas bien decidè encores,
(comme si üne chose notoire auroit besoing de
decision, ou explication?) 2. qu'il n'estoit encores
iamais venü en consideration, Voire refüsè au
Prince Augüste, lors qu'il l'avoit recerchè[!], en la || [[Handschrift: 207r]]
rüine de la Tetrarchie de Zerbst. Cela peüt
estre en quelque façon, mais pour cela l'obligation
de l'an 1611 n'est pas aneantie, & le devoir
des sermens de fidelitè jürèe aux hommages
& aux vassallages, le monstre clairement,
qu'il faut contribüer biens, & sang, a l'honneür
& au service de son Prince. Aussy ont ils
beaucoup contribüè, au Prince Augüste, &
au Prince Louys, & basty leurs chasteaux.
A moy, ils donnerent 500 Dalers, l'an 1636
en la ruine d'alors, s'excüsans, de m'avoir
assistè de si peü de chose, a cause de leür disette.
Que leur devoir seroit plüs grand. Voyla
desia ün prejüdice!

Donnerstag den 23. December 1652.

<Windt. Käldte.>


Ein stargker Sturmwindt, diese Nacht, hat nicht
allein, an unsern Fenstern, rumoret, Sondern auch, dem
Bürgermeister Sehsen, an seinem hause, da Unser Magister Menzelius
schläfet, Carl Ursinus' itziger informator, ein groß theil eingeworfen.


Addreßen von Zerbst 1. wegen Travelmanns, gelder,
so er nach Teckelnburgk, überbringen soll. 2. wegen einer
Nebenjnstruction, so den Gesandten, nach Regenspurg mittzugeben.
3. wegen der abermahligen Abordnung, nacher Krannichfeldt. perge

|| [[Handschrift: 207v]]


Doctor Fischer, ist bey Mir gewesen. Undter andern, haben
wir geredet, von dem Neẅen Stern, welcher vor-
gestern abendt, vergangen, undt ohngefehr Neün
Tage, am himmel gestanden. Er sagt: Fürst Augustus
vermeinte in einem brieflein, vom 20ten: huius:
Jhre Gnaden hetten sich, circa septimam horam
serotinam, darnach umbgesehen, undt den Stern, genaw
über dem Sidere Algol erkennen können, der herr vetter
befahre, er seye durch das Caput Medusæ, gelauffen,
undt wo er die Andromedam erreichet, darinnen ver-
leschen. Circa decimam hernach, schreibet Fürst Augustus,
seye es tungkel, das man für den exhalationibus
nichts wol mehr anmergken können, ob er, ex lepore,
oder Eridano, (wie herrvetter vom 9ten: diß [Monats], observirt)
endtstanden, stelle er dahin, undt gebe es andern,
zu dijudiciren, welche numehr baldt damitt dörften,
sonder zweifel, hervor kommen. Etzliche wolten gerne,
es wehre eben der Stern, welcher sich neẅlichst
zu Prag, (inusitato miraculo!) über dem hause,
am hellen lichten Tage, hat sehen laßen, wie Kayserliche
Mayestät von Chur Sachßen, seindt begastet worden.


Jn Meißen, seindt die Bergkwerge, in großem
auffnehmen, undt außbeütte. Finden viel roht gülden
Ertz. etcetera etcetera etcetera

|| [[Handschrift: 208r]]


Bürgermeister Tornaw, ist bey mir gewesen, sich zu excusiren.


Briefe von Meinem Bruder, auß Siena.


Item: von Deßaw, mit Schwein[-] undt Rehewildpreth,
umb die bezahlung.


Doctor Fischer ist heütte, zu glück, von mir beruffen worden,
Sintemahl er bey Peter heldts, des Schmidts12 hauß,
vorüber gegangen, undt gesehen, in dem Sie embsig
gearbeitett, daß die Funcken, ins dach, geflogen,
undt daßelbige angezündet, worüber ein großes
unglügk hette endtstehen dörfen, welches er mit
mühe, undt vorsichtigkeitt, abgewehret, Gott
lob, undt dangk! bey dem großen winde, da die
Strohedächer alle, sich hetten vorm berge, anzün-
den dörffen, undt großen schaden thun. perge


Fürst Augustus, hat 26 wagen, mit holtz, von Wolfen
auß, laßen über daß eiß alhier gehen, in einer
Rotte, darnach, seindt annoch 62 wagen darauf
gefolget, auch von Wulfen auß.

Freitag den 24ten: December 1652.

<1 Rehe von Ballenstedt[.]>

<1 Hase, Abraham von Rindtorf[.]>


Schreiben von Deßaw, vom Travelmann, wegen
beförderung einer guten expedition nacher Tecklemburg[.]


Jtem: supplicationes wegen des Fleischtaxes.


Jtem: zweene addreßen nacher Plötzkaw, in publicis.


Amptmann Georg Reichardt bey Mir gewesen, postea: Bürgermeister Tornaw.

|| [[Handschrift: 208v]]


Nachmittagß, in die vorbereittungspredigt, welche
Er Mencelius gehalten, cum filijs. Gott laße uns
mit Andachtt, undt hertzensbewegung, der himmlischen
Seelenspeise, genießen! undt Theilhaftig werden!

Samstag den 25. December 1652. ChristTag.


Thauwetter, nach voriger Tage, harttem Froßt.


Mit meinen Söhnen, zur kirchen, in des hofpredigers
Mencelij predigt, undt communion, mit meinem
Elltisten Sohn, <in feiner frequentz> gehalten. Gott seye dafür gelobet,
undt mache unß ferner, zu würdigen, undt ewigen
Tischgenoßen, in seinem himmelreiche!


Extra zu Mittage, neben Schafgotzschen, Fraw
Rindtorfinn, den iungen Sekerka, Tobias Steffeck von Kolodey[.]


Es hat heütte geregenet, <iedoch nicht viel.>


Nachmittag, wieder in die kirche, cum filijs, & nobilibus,
da dann Er Mencelius, wie heütte vormittags wieder ge-
prediget, undt den Text, explicando, continujret.

Sonntag den 26ten: December 1652. <Ander Feyertag.>

<Reiff. Froßt.>


Vormittags, habe ich, aufm Sahl laßen predigen, Ern
Hesium, welcher eine gelehrte, schöne predigt gethan.


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, der Schafgotzsch[,]
iüngere Sekerka, Tobias Steffeck von Kolodey[,] Hesius.


Nachmittags wieder cum filijs in die kirche, undt predigt
<Jonij.>

|| [[Handschrift: 209r]]


Die Erffurter avisen, bringen: daß der Schwedische Gesandte, Graf
Ochßenstirn, zu Prag dißgustiret, wieder nach Schweden
zu, gehe, undt daß daselbst, werbungen obhanden seyen!


eJn Dennemarckh will man ferner nicht trauen, der König hat noch etliche
Stück geschüz vndt Viel Schanz körbe nach Cronenburg bringen laßen, Vnd
in Dennemarckh wirdt Viel geldt zusammen gebracht, Vnd dar Von weder
Geistliche noch Weltliche, auch kein Beambter befreyet.


Allem ansehen nach hat man in bevorstehenden Sommer in Pohlen
einen schweren krieg, dann gewiß ist, daß die Cosacken[,] Türcken
vnd Tartarn große kriegespræparatoria machen.


Zu Regenspurg ist man mit den Visiten annoch geschäfftig,
Vor dem Neüen Jahr soll die proposition nicht geschehen, vnder-
deßen kommen täglich mehr Gesandten dahin.


Jn dem Elsaß seind die Stände sehr geschäfftig, ihr defensions-
wesen schleinig werckstellig zu machen, vnd ihre Völcker zusam-
menzubringen, aus beysorge, daß die Spannischen oder Lotringischen
Völcker in dem Elsas winterquartier, auch recruiten zu nehmen
sich vnterstehen möchten, sonderlichen, weiln der General Turenne
sich sehr Verstercket, vndt den Printzen Von Conde schon ezliche örter
wieder abgenommen hat. Zu Breßlau befinden sich Viel
Pohlnische Officirer, welche nit allein starck werben, sondern
auch alle munition vnd waffen weg kauffen, auch bereits grosse
quantiteten fortgeschicket, dann in Pohlen große furcht, Weil
der Türcke dem Könige den frieden aufgekündiget.


       Dantzig, den 1. ⁄ 11. December
Der Königliche hoff befindet sich annoch zu Lebez, wartet nur
auf größere kälte fortzureisen, worzu 500 fuhrwagen
bestellet, die hofhaltung fortzuführen, sonst muß Mann
vnd pferdt nothleiden, Vnd hunger sterben.


General Chmielinzky hat wiederumb 30000 Tartarn bey
sich vnd einen anschlag bey anfallenden frost, worzu er
damit die Völcker nicht erfrieren, über 100 mille Pelze
machen laßen, vndt ihnen nochmalß alle schaffelle || [[Handschrift: 209v]]
zugeführet werden, hatt sich gegen des Königs Commissarien
mit hochmüetigen wortten herauß gelaßen, wan ihm
der König nicht wolte laßen bey den vnter Berostezko
geschloßenen frieden, So solte er thuen was er wolte, Er
fürchte sich gar nicht, deßwegen der König beschloßen, die Ex-
trema wieder ihm Vorzunehmen, Vnd ist gewiß, daß der Türcke
dem Könige in Pohlen den Frieden aufgekündiget, maßen
gewisse nachrichtigung erscheinet, daß sowol die Coßagken
vndt Tartarn, alß die Türcken überauß große kriegs-
rüstungen machen, Jhre grenzen starckh besezen, auch öffters
herüber in Pohlen streiffen perge

fMontag den 27ten: December 1652.


Risposta von Fürst Augusto undt dero Gemahlin, Liebden gratulando
zum Neẅen iahr, darneben, hatte der herrvetter, ein ei-
genhändiges zettelein, eingeleget, mit nachfolgenden
gantz beweglichen wortten, undt beschreibung,
Jhrer Gnaden, zustandts, darbey Sie Gott, die ehre gaben, also:
gGott vnserem treüen himmlischen vatter zu lob vnd Ruhm berichte
Euer Liebden Jch hiermit, daü ich etliche tage mit dem Stein hart beschweret
geweßen, daß auch die Vrinen, mit lob, wie eine lauge ausgesehen, vndt
nach dem ich diese nacht was geruhet, ist heut vmb 7 uhr ein zimblich harter
schmertzlicher stein (halt von der Vrin) geferbt, weggangen, dieweil sein aber
mehr vorhanden zu sein verspüret worden, vnd mich fast zum waßer gedrungen
haben sich die genge mit großen schmerzen versezet, daß in 2 stunden kaum
ein tropfen alß geblüt gangen, worauf ich gesehen, daß den gengen müste
geholffen werden, vnd mit eüßerlichen auflegen vnd reinigung etwa ein
3 oder 4 löfel gunderman waßers mit wein gebrandt getruncken Vnd
mich darauf nider gelegt, hat noch etwa eine ½ stunde michs sehr ge-
dringet, da ich Salva Venia im gange fühlen können, wo es angestanden,
worauf ich in beysein meines Sohns Lebrechts aufgestanden, Vnd den Vrin
laßen wollen, aber Vergebens, biß ich Gott mit einem vertraulichen
seuffzen vnd munde zu helffen angeflehet, So seindt sobalden || [[Handschrift: 210r]]
2 dergleichen, wie vor, ins becken gesprungen, daß es geklungen
mit einer zimblichen notturfft braunen vrin, vndt also
dißmahl, Gott sey die Ehre, liberiret worden, Halleluja.
perge


hDen Amptmann, undt Philipp Güder, bey mir, gehabtt.


Jean Moutarde est revenü, Dieumercy!


Briefe von Croßen, Breßlaw, Halle, undt Leipzig.


Diesen abendt, haben meine kinder, im spielen
auf meinem Sahl, sich ergetzt, <avec les Nobles.>

Dienstag den 28ten: December 1652.


Paulum Ludwig bey Mir, gehabtt.


Jtem: Philipp Güder.


Die Avisen gestern, confirmirten des Admirals Tromp
Victorie, wieder die Engelländer, undt daß er ihren Admiral
Blake, in der Tämbß, besetzt hette, also: daß kein Schiff, auß
oder einkommen köndte. Man hette noch mehr schießen gehöret.
Die alliance zwischen Franckreich, Schottlandt, Staaden,
Dennemargk, Schweden, würde befördert.


Der Kayser, wehre zu Regenspurgk, stattlich eingezogen,
undt beneventiret worden. Jhre Mayestät aber, wehren sehr
unwillig darüber, daß so wenig Fürsten, undt Stände,
ankommen wehren. Die proposition, solte baldt nach den
ferien, geschehen, undt die zeitt würde mit visiten, zugebracht.


Jm Elsaß, Schweitz, undt Oberlande, gehen die werbungen,
undt Defensionsverfaßungen, stargk forth, wieder Spannien, undt
Lottringhen, auch wieder der Printzen völcker.

|| [[Handschrift: 210v]]


Jm NiederSäxischen Krayß, rüstet man sich auch, zur
Defension, vielleicht Dennemargk zu assistiren.


König in Dennemargk versichert sein vfer, undt
Festungen, mit volgk, geldt, proviandt, munition, undt Schiffen.


Königinn in Schweden, wirbt ebenmeßig. Jhr
Gesandter, hat gleichwol zu Regenspurgk audientz
gehabt, ob man schon zu Prag, Graf Oxenstiern, nicht
admittiren wollen, dieweil derselbe allzu pompose aufgezogen.


Die Türgken, Tattarn, Cosagken, præpariren sich, zu
einem grawsahmen kriege, in Pohlen. Man macht
sich aber auch gefaßt, ihnen zu begegnen.


Die venezianer, armiren zu waßer, undt zu
lande, unangesehen ihrer tractaten, mit den
Türgken. Die Generalln in Candiâ, La Riva,
undt Gil de haaß, zweyen sich, von wegen des
commando, undt daß dieser, wieder deß
andern willen, einen unglücklichen außfall,
auß der Festung Candiâ gethan.


Der hospodar in der Wallachey, sol
dem großen Cham[!] in der Tartarey, vier Pollen
verrahten haben, deren einer vielen Christen
durch unbekandte wege, durch geholffen, und
auch seinen dreyen gesellen, so Edel gewesen. Sie
seindt aber alle viere, iämmerlich gespießet worden, || [[Handschrift: 211r]]
nach dem Sie der hospodar, dem großen Cham[!], gelifert, undt
der hospodar in der Wallachey, hat solche unchristliche
That, dem Könige in Polen, avisiret.


Der König in Polen, ist in die Littaw, verrayset,
mit der Königinn, undt hofstadt.


Jn Frangkreich, continuiret die unruhe, undt enervi-
rung beyder Theil, da baldt dieser, baldt iehner Theil
undter den partheyen, die oberhandt behelt, undt
der Cardinal ist, bey der Königlichen armada, des
Visconte de Türenne.


Jn Jtalien, seindt die meisten Printzen wiederumb
gut Spannisch, undt wieder Franckreich, alliiret.


<Der> König in Portugall, hat eine flotta, von 40 millionen
werth, an goldt, Silber, Edelgesteinen, zugker, Speze-
reyen, undt andern wahren, auß Jndien bekommen.
Seine sachen aber, stehen gefährlich, dieweil ihn Spannien,
(nach eroberung Barcelonna, undt gantz Catalonien,)
mit Machtt, ahnzugreiffen, gedengket, undt nu-
mehr, beßere Mittel, darzu hatt.

Mittwoch den 29ten: December 1652.


Jm vorrath, geschrieben, nacher Croßen, hanover,
undt Kayserslauttern.


Den hofmeister Einsidel, mit Rindtorf, in einer
Schuldtsache, durch commission componiret. Die
Commissarien, wahren: der Amptmann, Georg Reichardt undt
Tobias Steffeck von Kolodey[.] Gott gebe, pacifica consilia!

|| [[Handschrift: 211v]]


Walwitz ist von Deßaw wiederkommen.


Mein Sohn, Viktor Amadeus hat 2 hasen einbracht, undt
eine wilde katze.


Mein kammerdiehner, Ludwig Röber ist auch von Deßaw, wieder
kommen, nebst Oberlendern. perge Gott gebe überall succeß!


Er hat mir ein Rehe mittgebracht, zur Neẅen Jahrs,
verehrung, undt einen brief von Meiner Schwester Liebden
wie auch, vom Freybergk, welcher gestern, mit
Cantzler Milagio, nacher Regenspurg alß unsere Abge-
sandten, forthgereyset, dem großen ReichßTage
beyzuwohnen. Gott wolle sie geleitten! undt
alle wolgemeindte consilia, gesegenen!


Avis von Plötzkau daß mein Bruder, Fürst Friedrich zu
Venedig, seine ferien helt, undt baldt nacher
Genff, kommen will, welches zwahr nicht, der
gerade weg, nach Regenspurgk ist.


Jtem: d'üne bonne metamorphose Nepotiale,
que Dieu Vueille fortüner! conserver, & benir!


Die Berner, sollen in großen schaden kommen,
wegen vernichtung, undt abschlag ihrer Nachge-
müntzten Batzen, in Frangkreich, undt sonsten.


Die pogken, oder kinderblattern, regieren, undt
graßiren, noch gar sehr, zu Deßaw, undt Cöhten.
Gott steẅre ferrneren landtStrafen!

|| [[Handschrift: 212r]]

Donnerstag den 30ten: December 1652.


Jn publicis, undt Privatis, habe ich travaglijret.


Superintendens Raumerus, hat mir Ernst Rheinschmidt
vorgeschlagen, zum Pædagogo, vor meinen Carl Ursinus secundogenitum.
Mais i'ay dés graves considerations, pour cela!


Travelmann hat sich præsentiret, umb
der Bentheimisch Tecklenburgischen Ehegelder willen. Darnach
ist er, nacher Plötzkaw, gezogen. perge


Victualien von Ballenstedt, undt aviß:
daß mein alter Schegke, gestern, auf ebener
erde, vf die lincke seitte, niedergefallen,
undt das lingke hinterbein auß dem würbel,
gefallen, stehet auf 3 beinen, Jst schwehr, zu curiren!


Jtem: das auf dem Quedlinburger holtzwege einem
knecht, der Schengkel, zweymal entzwey
gefahren werden.


Jtem: das ein weib in Quedlinburgk nur zwey
stuffen hoch, von der Treppe, ins hauß, gefallen,
undt MauseTodt geblieben. Jst also
ein unglügksehliger böser Tag, (viel-
leicht auch anderstwo), gewesen.
Gott bewahre vor mehreren bösen zu-
fällen, unheyl! unglück! undt verderben!

|| [[Handschrift: 212v]]

Freitag den 31. December 1652.


<3 hasen.>


Mit Hanß Ernst von Freybergk, welcher allhier im
gasthove liegt, habe ich tractiren laßen, wegen
eines freyen guts, so zu vererben. Er hat es zimlich
difficultiret, da doch, sein Mittvormundt Erlach,
darzu geneigt gewesen. Tobias Steffeck von Kolodey hat
mein anbringen, (so gestern Schwartzenberger
gethan) wiederholet, undt er der Freybergk
hat daß Podagra bekommen. Gott helfe ihm!


Extra zu Mittage, Doctor Fischer, gehabt, undt Tobias Steffeck von Kolodey[.]


Si sono scoperte stranj cose, nel Gyneceo. Jddîo ammo[l]-
lisca lj petti, di duro marmo!


Textapparat
a Abweichende Kustode.
b Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Schreiberwechsel zu unbekannt.
d Schreiberwechsel zu Christian II.
e Schreiberwechsel zu unbekannt.
f Schreiberwechsel zu Christian II.
g Schreiberwechsel zu unbekannt.
h Schreiberwechsel zu Christian II.

Kommentar
1 Lateinisches Sprichwort nach Ter. Ad. 823f. (ed. Rau 2012, S. 294).
2 Nur teilweise ermittelt.
3 Personen nicht ermittelt.
4 Eulenspiegelturm (früherer Bergfried des Bernburger Schlosses).
5 Personen nicht ermittelt.
6 Identifizierung unsicher.
7 Person nicht ermittelt.
8 Identifizierung unsicher.
9 Person nicht ermittelt.
10 Ort nicht ermittelt.
11 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
12 Irrtum Christians II.: Er dürfte den Hufschmied Christoph Heldt gemeint haben.
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XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
ablegiren
jemanden entsenden, beordern
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
achten
hinten (achtern)
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
admittiren
gestatten, zulassen
advertiren
hinwenden, zuwenden
advertiren
benachrichtigen, aufmerksam machen
affigiren
aushängen, anheften
annunciiren
ankündigen, mitteilen, melden, berichten
Anschlag
Plan, Absicht
Apprehension
Ergreifung von Besitz
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Armatur
Rüstung
assigniren
zuweisen
Aufnehmen
Förderung, Wohlfahrt
aufpassen
anlegen
aufpassen
auflauern
Aufsatz
Aufschlag auf etwas, Erhöhung von etwas (z. B. des Preises)
Aufsatz
Absicht, Vorsatz, Plan, Vorhaben
Aufsatz
Bestimmung, Verordnung, Einsetzung, Einführung
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Baubrauen
Brauen von Bier für den eigenen Verbrauch während der Errichtung eines Hauses
befahren
(be)fürchten
begasten
bewirten
beirätig
mit Rat zur Seite stehend, behilflich
Beisorge
Sorge, Besorgnis, Bedenken, Furcht
beleidigen
jemandem etwas Nachteiliges zufügen
Beleihung
Belehnung
beneventiren
gut aufnehmen, freundlich empfangen
besorgen
befürchten, fürchten
Biertax
Biersteuer
Brandschiff
mit Brennstoff beladenes altes Schiff, mit dem man Schiffe oder Bauwerke des Gegners in Brand zu stecken versucht
Braugerechtigkeit
Braubefugnis
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
coerciren
zwingen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Competenzsache
Angelegenheit eines Rangkonflikts
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
Compterey (Komturei)
Pfründe bzw. Amt eines Komturs
Confirmation
Bestätigung
confirmiren
bestätigen
conformiren
beistimmen, übereinstimmen, sich fügen
conformiren
anpassen
conformiren
abstimmen, vergleichen
contentiren
zufriedenstellen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contrarie
entgegengesetzt, ungünstig
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
decidiren
bestimmen, entscheiden
Defension
Verteidigung
Defensionsverfassung
Regelwerk zur (Landes-)Verteidigung, beruhend auf vom Landesherren aufgebotenen bürgerlich-bäuerlichen Militärverbänden
Defensionswerk
Verteidigungsanlage, Befestigung
Defensionswerk
Gesamtheit aller Verteidigungsmaßnahmen
Defensionswesen
Angelegenheiten der Verteidigung
deliberiren
überlegen, beratschlagen
Deputat
Aufwendung für den Lebensunterhalt
Deputat
Unterhaltsleistung
despectiren
gering schätzen, verachten
despectiren
geringschätzig machen, beleidigen
difficultiren
erschweren
difficultiren
ablehnen, kritisieren
difficultiren
sich widersetzen
Dignitet
Würde, Standeswürde
dijudiciren
etwas genau erkennen, unterscheidend beurteilen
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
disponiren
etwas verteilen, über etwas verfügen
Dreikönigstag (Tag der Erscheinung des Herrn = Epiphanias)
Gedenktag für das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu aufgrund der Anbetung durch die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland (6. Januar)
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
Ehegeld
Mitgift, Aussteuer, Morgengabe (Gabe des Mannes an die neue Ehefrau am Morgen nach der Hochzeit zum Zeichen, dass sie als Jungfrau in die Ehe gegangen sei)
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
einziehen
verhaften
Erbgericht
mit einer Wirtschafts- oder Territorialeinheit (z. B. einem Kloster, Dorf) verbundene und mit dieser vererbbare niedrige Gerichtsbarkeit
exagitiren
aufregen, reizen
excusiren
entschuldigen
Expectanz
Anwartschaft bzw. Aussicht auf etwas
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
Fleischtax
Fleischsteuer
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Fundationszins
Zinsertrag aus einer Stiftung
genungsam
genügend, hinreichend
graviren
(jemanden mit etwas) beschweren, belasten
graviren
sich beschweren, jemandem etwas zu Last legen
Großvogel
allgemeine Bezeichnung für größere essbare Vögel
Hümpler
schlecht gehender und etwas hinkender Mensch
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
Interposition
Vermittlung
intimiren
bekannt machen
Intraden
Einkünfte
invitiren
einladen
Johannistag
Gedenktag für Sankt Johannes den Täufer (24. Juni)
Kindsblattern
Windpocken
kostbar
kostspielig
Kur
Prüfung
Landtagsschluss
schriftlich niedergelegtes Ergebnis der auf einem Landtag geführten Verhandlungen, das mit Unterschrift und Siegel beider Seiten durch die landesfürstliche Publizierung Rechtskraft erhält
Lehensfolger
die nach Lehnsrecht zur Erbfolge in das Lehen berufene Person
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
losiren
jemanden unterbringen, mit Unterkunft versehen
losiren
Quartier haben, wohnen
losiren
einquartieren
Mandat
obrigkeitlicher Befehl
Meerport
Hafen am Meer
Moderation
Minderung, (mäßigende) Abänderung
Moderation
Mäßigung, Zurückhaltung
moderiren
mindern, herabsetzen, (mäßigend) abändern, modifizieren
moderiren
(sich) mäßigen, zähmen
nachmünzen
eine Münze nachprägen
obhanden
vorhanden
obmittiren
außer Acht lassen, übergehen, unterlassen
Patrimonialgeld
Einnahme aus dem väterlichen Grundbesitz
Peregrination
Wanderschaft, Aufenthalt in der Fremde
poculiren
zechen
Polizeiordnung
rechtliche Regelung, die auf die Herstellung und/oder Erhaltung des Zustandes guter Ordnung (des Gemeinwesens) gerichtet ist
Polizeisache
Angelegenheit, welche die Herstellung und/oder Erhaltung des Zustandes guter Ordnung (des Gemeinwesens) betrifft
Präcedenzsache
Angelegenheit eines Rangkonflikt
prägfiguriren
(im Geiste) sich vorstellen, einbilden
procuriren
besorgen, beschaffen
procuriren
für eine Sache eintreten
Provisionshaus
Vorratsgebäude
Ratsmeister
Vorsitzender eines Stadt- oder Gemeinderates bzw. der lokalen Selbstverwaltung
recipiren
etwas (zur eigenen gedanklichen Verarbeitung, Beurteilung, Entscheidung) aufnehmen
recipiren
(in eine Körperschaft) aufnehmen
recipiren
(durch eine Körperschaft oder Person) annehmen, empfangen
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
redigiren
in Ordnung bringen
Relation
Bericht
renoviren
für ein Gut oder in einem Gebiet geltende Besitz- und Herrschaftsrechte (erneut) verzeichnen
renoviren
modifizierend erneuern
reserviren
vorbehalten, ausnehmen
reserviren
aufbewahren, aufheben
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
Schanzkorb
ein der Deckung vor feindlichem Geschützfeuer dienender, mit Erde gefüllter Korb auf Schanzen und Wällen
Schneppe
Schnepfe
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
spiken
spuken
Steuerrolle
Verzeichnisse von Untertanen zur Steuererhebung
Subscription
Unterschrift, Unterzeichnung
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
terriren
erschrecken, in Furcht versetzen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
transportiren
übertragen
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Trompter
Trompeter
Übermaß
Überschuss
unzeitig
nicht zur rechten Zeit
unzeitig
vorzeitig
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
Verehrung
Beschenkung, Geschenk
verschreiben
schriftlich versichern
verschreiben
schriftlich empfehlen
verschreiben
schriftlich mitteilen
verschreiben
schriftlich vorladen
verschreiben
schriftlich zusichern
Victorie
Sieg
vielfältig
vielfach, vielmalig, oft, wiederholt
Visite
Besuch
Volk
Truppen
Vorbewußt
Vorwissen
werkstellig machen
bewerkstelligen, ausführen
wiederkäuflich
durch Rückzahlung ablösbar
Ziegelstreicher
Arbeiter in einer Ziegelei
zweien
streiten
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Alemann, Familie

Anm.: Im Jahr 1602 nobilitierte Magdeburger Bürgerfamilie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Johann August von der Asseburg

geb. 1611
gest. 1660
Anm.: Sohn des Christoph Johann von der Asseburg (1580-1651); Erbherr auf Ampfurth und Eggenstedt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Theodor Bähr

Anm.: Um 1652 kaiserlicher "notarius immatriculatus" in Halberstadt(?).
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1615
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623); seit 1624 regierender Graf von Tecklenburg und Limburg sowie Herr von Rheda (bis 1634 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Paul Beucke

gest. nach 1661
Anm.: Um 1639/58 Reitherr der Bernburger Talstadt, ab 1658 Kämmerer (noch 1661).
Matthias Bioerenklou
Matthias Mylonius

geb. 1607
gest. 1671
Anm.: Sohn des Müllers Erik Mattsson; ab 1627 Studium in Uppsala; 1632-1637 Lehrer des späteren schwedischen Reichskanzlers Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö (1622-1686); seit 1637 Rhetorikprofessor an der Universität Uppsala; daneben ab 1640 königlich-schwedischer Kanzleisekretär; 1643-1647 schwedischer Gesandtschaftssekretär in Osnabrück; 1647-1649 Resident in Münster; 1650-1656 Rat und seit 1656 Präsident der Regierung des Herzogtums Bremen; schwedischer Gesandter in Wien (1651) und auf dem Regensburger Reichstag für Pommern (1653/54); 1659 diplomatische Mission in Frankreich; ab 1661 Hofkanzler der Vormundschaftsregierung; seit 1664 Reichsrat und Kanzleirat; Nobilitierung 1646.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Robert Blake

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Humphrey Blake; 1640, 1645, 1653, 1654 und 1656 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); ab 1646 englischer General at sea; seit 1656 Lord Warden of the Cinque Ports.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Antoine Brun

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Sohn des Dôler Parlamentsrates Claude Brun (gest. 1621); 1622 Promotion zum Dr. jur.; ab 1622 Anwalt in Dôle; seit 1626 diplomatische Missionen, u. a. nach Brüssel (1627-1629); ab 1632 Procureur Générale am Parlament zu Dôle; 1636/37 Organisator der Verteidigung der Stadt gegen die Franzosen; 1640/41 Teilnahme am Regensburger Reichstag; seit 1642 Staatsrat von Flandern und Burgund; 1643-1648 spanischer Bevollmächtigter für Burgund bei den Friedensverhandlungen in Münster; ab 1649 spanischer Botschafter in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ruxandra Chmelnyzkyj
Geburtsname: Ruxandra Lupu

geb. ca. 1630/32
gest. ca. 1686/87
Anm.: Tochter des Vasile Lupu, Fürst von Moldau (ca. 1595-1661); 1652/53 Ehe mit dem Kosakenhauptmann Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj (1632-1653).

Weiterführende Informationen in VIAF
Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1632
gest. 1653
Anm.: Sohn des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657); seit 1648 Hauptmann unter seinem Vater im Kosakenaufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Karl (1) Diemen
Karl Thiemen

gest. vor 1664
Anm.: Um 1652/53 Bürger und Hufschmied in Bernburg.
Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Johann Georg Fertschius

geb. 1627
gest. 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Advokaten und Ratskämmerers Georg Fertschius (gest. 1626); ab 1640 Studium in Leipzig; um 1650 Präzeptor der Kinder des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661); seit 1653 Ratskämmerer sowie 1663, 1666, 1669, 1673, 1676, 1679 und 1682 Bürgermeister der Talstadt von Bernburg.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis Foucault
Comte Louis du Daugnon

geb. ca. 1616
gest. 1659
Anm.: Sohn des Gabriel Foucault, Seigneur de Saint-Germain-Beaupré (gest. 1636); ab 1640 Vizeadmiral von Frankreich; 1644-1653 Lieutenant-général des Aunis und von La Rochelle; 1646-1651 französischer Maréchal de camp; 1651-1653 Teilnahme an der Fronde; seit 1653 Maréchal de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Frantzke

geb. 1594
gest. 1659
Anm.: Sohn des Kaufmanns Georg Frantzke aus Leobschütz/Schlesien; Studium in Frankfurt/Oder (1612/13) und Königsberg (1613); ab 1619 Hofmeister und 1622 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Jena; seit 1626 Assessor des Jenaer Hofgerichts; 1629/30 Rat des Grafen Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630), danach auch auch von dessen Witwe Anna Sophia (1584-1652) in Kranichfeld; 1633-1640 zugleich Hofrat der Herzöge von Sachsen-Weimar; 1640/41 sächsisch-weimarischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1641 Geheimer Rat, Kanzler und Konsistorialpräsident des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601-1675); 1659 Berufung in die neugeschaffene sächsisch-gothaische Geheime Ratskammer; 1646 Nobilitierung und Palatinat ad personam; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Ernst von Freyberg

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Erbherr auf Elsdorf; Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; um 1639 im Dienst des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); um 1643/49 und erneut ab 1656 Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); um 1650/56 anhaltisch-plötzkauischer Rat und Hofmeister; später Hofmeister und ab 1660 auch Wittumsrat der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); spätestens seit 1642 Mitglied des Größeren, später auch des Engeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; zugleich Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Benedikt Friedrich

gest. 1646
Anm.: Vor 1643 Konrektor der Bernburger Lateinschule; bis 1646 Präzeptor des Fürsten Emanuel von Anhalt-Plötzkau (1631-1670).
Christian Friedrich

Anm.: Bruder des Bernburger Schulkonrektors Benedikt Friedrich (gest. 1646).
Christoph Bernhard von Galen
Bischof Christoph Bernhard von Münster
Abt Christoph Bernhard von Corvey

geb. 1606
gest. 1678
Anm.: Sohn des Dietrich von Galen (ca. 1570-1645); Domherr, 1630-1634 Domthesaurar, 1634-1642 Geistlicher Rat, ab 1642 Domküster und 1643-1650 bischöflicher Geheimer Rat in Münster; seit 1650 Bischof von Münster; ab 1661 zudem Fürstabt von Corvey.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Otto Gise
Otto Gesenius

gest. 1658
Anm.: Sohn des Strenznaundorfer Pfarrers Joachim Göse; seit 1625 Prediger an der Stiftskirche St. Johannes Baptistae in Alsleben; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 3, Leipzig 2005, S. 277.
Joachim von Gravenegg
Abt Joachim von Fulda

geb. 1594
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinand von Gravenegg; Benediktiner in den reichsunmittelbaren Stiftern Kempten (1619-1635) und Fulda (ab 1635); Propst von Petersberg bei Fulda (1635-1638), St. Michael (Michaelsberg) bei Fulda (1635-1642) und Holzkirchen (1638-1644); seit 1644 Abt von Fulda.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Otto von Guericke

geb. 1602
gest. 1686
Anm.: Sohn des Magdeburger Ratskämmerers Hans Gericke (1555-1620); Studium in Leipzig (1617-1619), Helmstedt, Jena (1621-1623) und Leiden (1623/1624); 1624/25 Bildungsreise durch England und Frankreich; ab 1626 Ratsherr und 1646-1678 Bürgermeister der Stadt Magdeburg; daneben in schwedischen (1631-1635) und kursächsischen Diensten (1636-1646); mehrfach Magdeburger Gesandter, u. a. bei den Westfälischen Friedensverhandlungen, beim Nürnberger Exekutionstag (1649/50) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1681 Leben in Hamburg; zudem bedeutender Physiker (Begründer der Vakuumtechnik); 1666 Nobilitierung (mit Namensänderung in "von Guericke").

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Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

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Heinrich von Hake

geb. 1621
gest. 1693
Anm.: Sohn des braunschweigisch-lüneburgischen Rats sowie oldenburgisch-delmenhorstischen Rats und Kanzlers Robert Hake (1580-1649); Schulbesuch in Bremen; Studium in Leiden, Basel (1647 Dr. jur.) und Straßburg; um 1652/65 Hofrat in Plötzkau; ab 1665 fürstlicher Vormundschaftsrat, Kanzler und Kammerdirektor in Köthen; 1686 Nobilitierung; seit 1654 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Jüngere") .

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Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Johann Andreas Heidfeld

geb. 1622
gest. 1685
Anm.: Sohn des Quedlinburger Ratssyndikus Timotheus Heidfeld (1587-1641); anhaltischer Hof- und Wittumsrat; 1664, 1667, 1671/72, 1676, 1679, 1682 und 1685 regierender Bürgermeister der Alstadt zu Quedlinburg.
Simon Heinsius
Simon Heinze

gest. 1660
Anm.: Geboren in Coswig (Anhalt); Studium in Zerbst (1628) und Frankfurt/Oder (1632); ab 1634 Schulrektor in Berlin; seit 1640 Professor für Hebräisch und Logik sowie ab 1653 zugleich Rektor am Gymnasium illustre in Zerbst.

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Christoph Heldt

Anm.: Seit 1652 berittener Knecht und Reitschmied des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Peter Heldt

Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Kaspar Heldt; Bürger der Bergstadt; seit 1639 fürstlicher Jäger in Bernburg.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Lorenz von Hofkirchen

geb. 1606
gest. 1656
Anm.: Sohn des Wolfgang von Hofkirchen (1555-1611); 1620 Ächtung und Emigration wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; kursächsischer Obrist (1631-1633) und Generalwachtmeister (1632/33); 1633-1638 schwedischer Generalleutnant unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); 1639-1644 kaiserlicher Feldmarschallleutnant.

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Christoph von Houwald

geb. 1601
gest. 1661
Anm.: Sohn des Grimmaer Tuchmachers Christoph Haubal (ca. 1575-1617); 1616-1618 kaiserlicher Musketier; später nacheinander Soldat der böhmischen Konföderation, der kursächsischen Armee sowie unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626) und Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1624-1634 in schwedischen Kriegsdiensten als Leutnant (1625), Hauptmann (1627), Major (1629), Obristleutnant (1630), Obrist (1630) und Generalmajor (1632); 1634/35 kursächsischer Generalwachtmeister; 1635-1648 Oberkommandant der Danziger Soldaten; 1647/48 zugleich polnischer Kammerherr, Kriegsrat und Obrist; seit 1648 kurbrandenburgischer Generalmajor; ab 1651 Geheimer Kriegsrat; 1631 Nobilitierung (Schweden).

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Christian Julius von Hoym

geb. 1586
gest. 1656
Anm.: Sohn des anhaltischen Oberpräsidenten und Kammerrats Christoph von Hoym (1534-1605); Erbherr auf Droyßig und Burgscheidungen; Erbkämmerer des Hochstifts bzw. kurbrandenburgischen Fürstentums Halberstadt; vgl. Gottfried Lobeck: Geistliches Sterbe-Bettlein/ Aus dem güldenen Macht-Spruch Joh. 3. v. 16 [...], o. O. 1656, o. S.

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Christoph (2) Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649); um 1643 Student am Gymnasium Illustre in Zerbst; bis 1651 Hofmeister und um 1654 erneut im Dienst des schwedischen Offiziers (Jobst) Gerhard von Efferen (1625-1670/73).
Nathanael Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649).
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Hempo (1) von dem Knesebeck

geb. 1595
gest. 1656
Anm.: Sohn des Thomas von dem Knesebeck (1559-1625); 1618-1626 zunächst Kammerjunker und Stallmeister, bald darauf Rat und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 kurbrandenburgischer Kriegskommissar; seit 1646 Landeshauptmann der Altmark und Direktor der altmärkischen Ritterschaft; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gute").

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Johann (2) Köppen

geb. nach 1612
gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Kanzlei- und Justizrats Johann Köppen (1584-1641); Studium in Wittenberg (1626), Zerbst (1630) und Marburg (1633-1636); Lic. jur.; danach Syndikus und Prof. juris et politices am Gymnasium illustre in Zerbst; ab 1642 anhaltisch-zerbstischer Hofrat; 1657-1664 anhaltischer Gesamtrat; seit 1664 kurbrandenburgischer Geheimer Rat; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dritte").

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Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

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Volrad Ludolf von Krosigk

geb. 1620
gest. 1671
Anm.: Sohn des Volrad von Krosigk (1577-1626); Erberr auf Poplitz, Beesen, Gröna, Plötzkau und Laublingen; 1633 Page bei Christoph Vitzthum von Eckstädt (1594-1653); bis ca. 1641 in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1651 Angehöriger des Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1646 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Liebe"); vgl. Jacob Tögel: Der allergröste und beste Sterbe-Trost [...], Halle (Saale) [1671], fol. Gij v-Hij v.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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William Lenthall

geb. 1591
gest. 1662
Anm.: Sohn des William Lenthall (gest. 1596); 1607-1609 Studium in Oxford; danach juristische Ausbildung am Lincoln's Inn in London; anschließend Tätigkeit als Rechtsanwalt; 1624/25 und 1640-1660 Mitglied des englischen Parlaments; 1640-1647, 1647-1653, 1654/55 und 1659/60 Speaker of the House of Commons; 1643-1659 Master of the Rolls (ernannt durch das Parlament); 1645-1648 Kanzler des Herzogtums Lancaster; 1646-1648 Commissioner of the Great Seal.

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Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Vasile Lupu
Fürst (Woiwode) Vasile von Moldau

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des moldauischen und walachischen Hofbeamten Nicolae Coci; Großschatzmeister (1619/20), zweiter Logothet (1625), Mundschenk (1627) und Hetman (1629/30) in der Walachei; 1631 Statthalter der unteren Moldau; 1633 Führer eines Aufstandes der Bojaren gegen den walachischen Fürsten Alexandru IV Iliaș (gest. 1666); seit April 1634 bis 13. April 1653 und vom 8. Mai bis 16. Juli 1653 Fürst von Moldau.

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Josep de Margarit i de Biure
Marquès Josep d' Aguilar

geb. 1602
gest. 1685
Anm.: Sohn des Felip de Margarit; 1641-1652 militärischer Führer der Katalanen im Aufstand der Schnitter gegen Spanien; zudem französischer Gouverneur von Katalonien (1641-1659), Maréchal de camp (1642), Lieutenant-général des armées du roi (1651) und Vizekönig von Katalonien (1658/59); seit 1648 Marquès d'Aguilar.

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Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Philipp May
Philipp Mey(er)

geb. ca. 1593
Anm.: Aus Hanau stammender Exulant, der sich lange in den Niederlanden aufhielt; seit 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1653).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Miehe, Familie

Anm.: Anhaltisches Adelsgeschlecht.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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N. N. Molweide (4)

Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Bürgers Matthias Molweide.
Gottfried Müller

geb. 1577
gest. 1654
Anm.: Sohn des Ascherslebener Bürgermeisters und Syndikus Dr. jur. Andreas Müller (1547-1610); Studium in Helmstedt (1593), Jena (1596) und Wittenberg (1599); Dr. utr. jur.; ab 1616 anhaltisch-dessauischer Rat und Kanzler; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufweckende").
Salomon (2) Muschwitz
Salomon (2) Munschwitz

geb. ca. 1577
gest. 1654
Anm.: Teilnahme am Langen Türkenkrieg; ca. 1618-1620 Fourier des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1625 Hoffourir von dessen Sohn Christian II.; um 1642/50 Bürger in Bernburg sowie fürstlicher Pachtinhaber.
Graf Heinrich von Nassau-Siegen

geb. 1611
gest. 1652
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); 1639 Gesandter der Vereinigten Niederlande in Paris; 1642/43 Reise durch Skandinavien, Polen und Österreich; 1644 venezianischer Obrist; ab 1645 Gouverneur von Hulst und Waës; seit 1647 niederländischer Obrist.

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Gräfin Maria Magdalena von Nassau-Siegen
Geburtsname: Gräfin Maria Magdalena von Limburg-Styrum und Bronckhorst

geb. 1632
gest. 1707
Anm.: Tochter des Grafen Georg Ernst von Limburg-Styrum und Bronckhorst (1593-1661); 1646-1652 Ehe mit Graf Heinrich von Nassau-Siegen (1611-1652).
Cornelius Nettelbeck

geb. 1597
gest. 1678
Anm.: Sohn des Bernburger Tischlermeisters Hans Nettelbeck (1558-1637); Bürger und Tischlermeister in Bernburg.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Bengt Gabrielsson Oxenstierna af Korsholm och Wasa

geb. 1623
gest. 1702
Anm.: Sohn des späteren schwedischen Reichsadmirals Gabriel Bengtsson Oxenstierna (1586-1656); 1650/51 schwedischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; ab 1654 Reichs- und Kanzleirat; Generalgouverneur von Warschau (1655-1659) und Livland (1662-1665); 1671-1680 Reichskanzleirat; 1674/75 schwedischer Botschafter in Wien; seit 1680 Kanzleipräsident.

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Camillo Francesco Maria Pamphilj
Principe Camillo Francesco Maria di San Martino al Cimino

geb. 1622
gest. 1666
Anm.: Sohn des Pamphilio Pamphilj (1563/64-1639) und Neffe des späteren Papstes Innonzenz X. (1574-1655); ab 1644 General der päpstlichen Armee; 1644-1647 Kardinal; 1645-1647 Präfekt der Apostolischn Singnatur; seit 1647 Principe di San Martino al Cimino.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Christian von Paulitz

Anm.: Dr. med.; Arzt in Danzig; um 1652 königlich-polnischer Leibarzt.

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Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Charlotte von der Pfalz
Geburtsname: Landgräfin Charlotte von Hessen-Kassel

geb. 1627
gest. 1686
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1650-1657 (geschiedene) Ehe mit Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Thomas Preston
Viscount Tara

geb. 1585
gest. 1655
Anm.: Sohn des Christopher Preston, 4th Viscount Gormanstown (gest. 1599); zunächst in spanischen Kriegsdiensten; 1641-1652 General der irisch-konföderierten Armee; ab 1650 1st Viscount Tara; seit 1652 Exil als royalistischer Adliger in Frankreich.

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Thomas Preußer

Anm.: Vermutlich Kaufmann in Leipzig.
Georg Raumer

geb. 1610
gest. 1691
Anm.: Sohn des Gerbers Friedrich Raumer (gest. 1666) aus Eschenbach (Operpfalz); Schulbesuch in Auerbach und Weißenburg; Studium in Leipzig, Wittenberg, Marburg und Tübingen; ab 1635 Hauslehrer in Dessau; 1636-1638 Pfarrer in Jeßnitz; 1638-1646 Subdiakon und seit 1646 Archidiakon an St. Marien sowie Superintendent, Hofprediger und Konsistorialrat in Dessau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 386.

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Dietrich Adolf von der Recke
Bischof Dietrich Adolf von Paderborn

geb. 1601
gest. 1661
Anm.: Sohn des kurkölnischen Rats Dietrich von der Recke zu Kurl (gest. 1624); Studium in Fulda und Mainz; Dr. jur.; ab 1619 Domherr in Münster, später auch in Paderborn; 1627-1643 Domdechant und 1643-1650 Domprobst in Paderborn; seit 1650 Bischof von Paderborn.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Ernst Reinschmidt

geb. 1624
gest. 1683
Anm.: Vermutlich Sohn des Dessauer Amtsschreibers Christian Reinschmidt; seit 1659 Pfarrer in Reupzig; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 390.
Johann Christian Reinschmidt

geb. 1627
gest. 1666
Anm.: Sohn des Dessauer Amtsschreibers Christian Reinschmidt; seit 1652 Pfarrer in Poley; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 390.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Giacomo da Riva

Anm.: 1648-1650 venezianischer General und Befehlshaber einer Kriegsflotte gegen die Türken; um 1652/53 Provveditor generale dell'armi nel Regno di Candia.

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Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Röder, Familie

Anm.: Harzgeröder Adelsgeschlecht.
Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf

geb. 1596
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

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Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Tobias Heinrich Salmuth

gest. 1668
Anm.: Sohn des Schackstedter Pfarrers Joachim Salmuth (ca. 1572/73-1636); 1650-1652 Mundschenk des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 Hof- und Mundschenk in Dessau; vgl. Gerhard Seibold: Die Salmuth. Entwicklungsgeschichte einer Familie, Neustadt a. d. Aisch 1996, S. 87.
N. N. von Schaffgotsch (3)

Anm.: Um 1652/53 junger Angehöriger des aus Schlesien stammenden Adelsgeschlechts.
Barbara Agnes von Schaffgotsch
Geburtsname: Herzogin Barbara Agnes von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau

geb. 1593
gest. 1631
Anm.: Tochter des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1620 Ehe mit Hans Ulrich von Schaffgotsch (1595-1635).

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Graf Christoph Leopold von Schaffgotsch

geb. 1623
gest. 1703
Anm.: Sohn des Hans Ulrich von Schaffgotsch (1595-1635); 1636 Konversion zum katholischen Glauben; zunächst in kaiserlichen Kriegsdiensten (1647 Hauptmann); ab 1649 erster Oberamtsrat in Schlesien; seit 1654 kaiserlicher Kämmerer; ab 1655 Vizepräsident der schlesischen Kammer; seit 1665 Präsident der schlesischen Kammer sowie Landeshauptmann des Herzogtums Schweidnitz-Jauer; 1672-1675 auch amtierender Oberlandeshauptmann von Schlesien; 1654 Erhebung in den Grafenstand; ab 1694 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Brieg

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Ludwig (1616-1663) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Ohlau und Schlesien-Wohlau; seit 1664 auch Herzog von Schlesien-Brieg und Schlesien-Liegnitz; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beliebige")

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Fürstin Louise von Anhalt-Dessau

geb. 1631
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1648-1672 Ehe mit Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau (1618-1672).

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Herzog Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Schlesien-Liegnitz und Schlesien-Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Charlotte von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg
Geburtsname: Herzogin Charlotte von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau

geb. 1652
gest. 1707
Anm.: Tochter des Herzogs Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau (1618-1672); seit 1672 Ehe mit Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg (1651-1724); um 1687 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Franz von Schönau
Bischof Johann Franz von Basel

geb. 1619
gest. 1656
Anm.: Sohn des Marx Jakob von Schönau; ab 1639 Domherr und später Dekan in Eichstätt; seit 1640 Domherr und 1649-1651 Dompropst in Basel; 1648 Priesterweihe; ab 1651 Bischof von Basel (Bischofsweihe erst 1653).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Johann Schrickel

geb. 1601
gest. 1674
Anm.: Sohn des Hildburghausener Bürgermeisters Johann Schrickel (1547-1626); Studium in Jena, Altdorf und Straßburg (1626 Promotion zum Dr. jur. utr.); um 1624 Advokat in Amberg; ab 1630 hennebergischer Landrat in Schleusigen; sächsisch-weimarischer Amtmann von Mellrichstadt (1634) und von Königsberg in Franken (1635-1641); danach sächsisch-eisenachischer Hofrat; seit 1645 anhaltisch-zerbstischer Kanzler.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Kasimir von der Schulenburg

geb. 1623
gest. 1672
Anm.: Sohn des Levin von der Schulenburg (1581-1640); Erbherr auf Schochwitz, Liebsdorf, Erdeborn und Lütgendorf; seit 1669 anhaltischer Landrat; vgl. Johann Friedrich Danneil: Das Geschlecht der von der Schulenburg, Bd. 2, Salzwedel 1847, S. 508f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1613-1630 Ehe mit Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630); anschließend Witwensitz in Kranichfeld; seit 1619 Gründungsmitglied und Oberhaupt der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Getreue").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Seese

gest. 1677
Anm.: Geboren in Zerbst; um 1644 Stadtleutnant und seit 1646 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1646-1649, 1651, 1654, 1657, 1660, 1662, 1668 und 1671 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Christoph Siebe

geb. 1599
gest. 1661
Anm.: Bernburger Bürger und Sattler; ab 1643 Reitherr und seit 1651 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henning (von) Stammer

geb. 1581
gest. 1660
Anm.: Sohn des magdeburgischen Amtshauptmanns Arndt (von) Stammer (gest. 1626) in Querfurt; Erbherr auf Ballenstedt, Wörlitz, Wedlitz und Wispitz (Anhalt); ca. 1605-1608 in spanischen Kriegsdiensten; ca. 1610-1618 kursächsischer Kammerjunker; Angehöriger des engeren Ständeausschusses und gelegentlich Kriegskommissar des Fürstentums Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hitzige"); vgl. Andreas Hesius: Herrliche Belohnung Der Standhafftigen Kämpffer und überwinder [...], Köthen 1661, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Johann Teichmann
Johann Deichmann

geb. 1600
gest. 1671
Anm.: Sohn des Bernburger Kramers Johann Teichmann (gest. 1639); Kaufmann und Bürger in Bernburg; seit 1646 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Cäcilie Christina Theopold
Geburtsname: Cäcilie Christina Flemming

Anm.: Tochter des Wulfener Pfarrers Christian Flemming (1575-1653); 1627-1651 Ehe mit dem Bernburger Hofprediger Konrad Theopold (1600-1651).
Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Gottfried Travelmann

gest. 1659
Anm.: Westfälischer Adliger aus Münsteraner Erbmännergeschlecht; zunächst Page und später bis höchstens 1629 Stallmeister des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); spätestens ab 1654 gräflicher Hofmeister in Tecklenburg; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dicke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Wolf Thilo von Trotha

geb. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Gänsefurth und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 215-310.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
George Villiers
Duke George (2) of Buckingham

geb. 1628
gest. 1687
Anm.: Sohn des George Villiers, 1st Duke of Buckingham (1592–1628); ab 1628 2nd Duke of Buckingham; Teilnahme am englischen Bürgerkrieg auf royalistischer Seite; 1648-1650 Exil mit der königlichen Familie in den Niederlanden; seit 1650 Mitglied des Privy Council; 1650/51 Teilnahme am Feldzug des Königs Karl II. von England, Schottland und Irland (1630-1685) in Schottland; 1651-1657 erneutes Exil in den Niederlanden; 1658/59 Inhaftierung im Tower von London; ab 1660 königlicher Gentleman of the Bedchamber; 1661-1674 Lord Lieutenant of the West Riding of Yorkshire; 1668-1674 Master of the Horse; 1670-1672 englischer Sonderbotschafter in Paris; 1671-1679 Custos Rotulorum of the West Riding of Yorkshire; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Franz Wilhelm von Wartenberg
Bischof Franz Wilhelm von Osnabrück
Bischof Franz Wilhelm von Verden
Bischof Franz Wilhelm von Minden
Bischof Franz Wilhelm von Regensburg

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des Herzogs Ferdinand von Bayern (1550-1608), dessen Kinder 1602 zu Grafen von Wartenberg erhoben wurden; 1614-1621 Präsident des bayerischen Geistlichen Rates; 1621-1640 kurkölnischer Obersthofmeister und Geheimratspräsident; ab 1625 Bischof von Osnabrück; 1629/30 kaiserlicher Kommissar für die Exekution des Restitutionsedikts zwischen Rhein und Elbe; zudem Bischof von Verden (1630/31) und Minden (1630-1648); 1643-1648 kurkölnischer Hauptgesandter auf dem Friedenskongress in Münster und Osnabrück; seit 1649 auch Bischof von Regensburg; ab 1660 Kardinal.

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Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich Julius von Wietersheim

geb. ca. 1624
gest. 1669
Anm.: Sohn des schleswig-holsteinisch-gottorfischen Kanzlers Anton (1) von Wietersheim (1587-1647); Erbherr auf Stadthagen und Sachsenhagen.
Maximilian Wogau

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Johann David Wogau (1582-1636); 1627-1631 Studium der Rechte in Wittenberg; 1632-1637 Reise nach Holland, England, Frankreich und Seeland; ab 1639 Verwalter des städtischen Salzpfannen-Werks, danach Kornherr (1640), Achtmann (1641), Bierherr (1642), Vorsteher der Ulrichskirche (1643), Gräfenherr (ab 1644), Vierherren-Worthalter (1649), Holzherr (seit 1650), Geheimder (ab 1658) und Stadtkämmerer (seit 1661) in Halle (Saale); außerdem Hallenser Verbindungsmann des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Elisabeth Zaunschleiffer
Geburtsname: Elisabeth Curdes

gest. nach 1660
Anm.: Bis 1630 vermutlich Ehefrau des Dessauer und Sanderslebener Schlossvogts Johann Zaunschleiffer (gest. 1630).
N. N. von Ziegesar (2)

Anm.: Adliger, der sich 1652 mit Heinrich von Krosigk (1631-1705) prügelte.
Ziering, Familie

Anm.: Magdeburger Bürgerfamilie.
Aachen
weiterführende Informationen
Aken
weiterführende Informationen
Alsleben
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Basel, Hochstift
weiterführende Informationen
Beresteczko (Berestetschko)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bern, Stadt und Republik
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Blankenburg (Bad Blankenburg)
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
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Bornische Aue
Anm.: Nach der wüstgefallenen Siedlung Borna benannte Aue an der Saale zwischen Bernburg und Gröna in der Gegend des heutigen Bernburger Stadtteils Neuborna.
Bourgogne
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Breisach am Rhein
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Collioure
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dohndorf
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbelscher Busch
Anm.: Waldgebiet am linken Saaleufer bei Dröbel nahe Bernburg.
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Elsass
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Europa
weiterführende Informationen
Fichtelberg
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Freckleben
weiterführende Informationen
Genf (Genève)
weiterführende Informationen
Gennep
weiterführende Informationen
Gernrode
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Greiffenstein (Gryf), Burg
weiterführende Informationen
Güsten
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heidelberg
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Indien
Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff sowohl für den amerikanischen Kontinent (Westindien) als auch für die südasiatischen Gebiete von Vorder- und Hinterindien sowie des Malaiischen Archipels (Ostindien).
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Jülich, Herzogtum
weiterführende Informationen
Kaiserslautern
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Könitz
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Krakau (Kraków)
weiterführende Informationen
Kranichfeld
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Kronborg, Schloss (Helsingør)
weiterführende Informationen
Krumbholz (Krumbhals)
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Kynast (Chojnik), Burg
weiterführende Informationen
La Rochelle
weiterführende Informationen
Łęczna
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Leucate
weiterführende Informationen
Lissabon (Lisboa)
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
Lösewitz (Lösewitzer Werder)
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung an der Saale zwischen Gröna und Plötzkau, auf deren Gebiet sich heute ein Auwald befindet.
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Łowicz
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Lüneburg, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Madrid
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Meierij van 's-Hertogenbosch
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Herzogtums Brabant.
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Niedersächsischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Norburg (Nordborg)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Oberdeutschland (Süddeutschland)
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Paris
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Poley
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
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Quedlinburg
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Rethel
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Sainte-Menehould
weiterführende Informationen
Sandersleben
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzburg-Rudolstadt, Grafschaft
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
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Siena
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Speyer
weiterführende Informationen
Straßburg (Strasbourg)
weiterführende Informationen
Straubing
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
Tecklenburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Themse (Thames), Fluss
weiterführende Informationen
Toul
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Verdun
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg)
weiterführende Informationen
Wulfen
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Anhalt, Landstände
Bernburg, Rat der Bergstadt
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Halberstadt, Domkapitel
weiterführende Informationen
Hanse(bund)
weiterführende Informationen
Kurfürstenverein
Anm.: Vertragsmäßiger Zusammenschluss mehrerer oder aller Kurfürsten.
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Universität Wittenberg
weiterführende Informationen
Publius Terentius Afer: Adelphoe = Die Brüder, in: Komödien. Lateinisch und deutsch, Bd. 2, hg. von Peter Rau, Darmstadt: 2012, S. 217-311. [Nachweis im GVK]