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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Januar 1653


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIa, fol. 212v-235r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Januar 1653
Bernburg
  • Anhörung der Neujahrspredigten des Hofpredigers Johann Menzelius sowie des Pfarrers Johann Joachim Plato
  • Neujahrsglückwünsche
  • Helena von Rindtorf, der Kammermeister Tobias Steffeck und weitere als Essengäste
  • Erkrankung des Superintendeten Joachim Plato
  • Streitereien
02. Januar 1653
Bernburg
  • Predigtanhörungen
  • Die von Rindtorf, Leibarzt Dr. Levin Fischer, Ladislaus Pribik Sekyrka und weitere als Essensgäste
  • Reise adeliger Hofangehöriger nach Altenburg
  • Verschickung Dr. Fischers nach Plötzkau
  • Nachrichten vom ausländischen Kriegsgeschehen und weitere Neuigkeiten
  • Anstehende Krönung von König Ferdinand IV.
  • Erkrankung des Kaplans Bartholomäus Jonius und des Fürsten Karl Ursinus'
03. Januar 1653
Bernburg
  • Nachricht von Hofrat Kaspar Pfau über baldige Rückkehr Fürst Friedrichs von Anhalt-Bernburg-Harzgerode aus Italien und über Sichtung schlechter Omen
  • Möglicher Angriff Portugals durch Spanien und Englands durch die vereinigten Niederlande
  • Rückkehr Dr. Fischers aus Plötzkau sowie auch gestrige Rückkehr der nach Altenburg verreisten Hofadeligen
  • Tödlicher Unfall eines Bürgers
  • Neujahrsschreiben
  • Weitere Nachrichten von Sternsichtungen, dem polnischen Kriegsgeschehen und anderen Neuigkeiten
04. Januar 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Abreise von Schaffgotsch nach Plötzkau
  • Korrespondenz
  • Rückkehr von Menzelius aus Ballenstedt und des Bediensteten Johann Berndt aus Schlesien
  • Köthnischer Höfling Gottfried Travelmann zur Unterredung hinsichtlich eines Erbanteils aus der Grafschaft Tecklenburg
05. Januar 1653
Bernburg
  • Ausflug nach Aderstedt zu Unterredungen mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau und Fischfang
  • Zinsenforderung aus Wittenberg
  • Travelmann und weitere als Essensgäste
  • Geflügellieferung aus Anhalt-Dessau
06. Januar 1653
Bernburg
  • Predigtanhörungen
  • Die von Rindtorf, Sekyrka, Pfarrer Daniel Marggraf und weitere als Essensgäste
  • Denkwürdiger Traum und anhaltende Erkrankung des Fürsten Karl Ursinus
  • Denkwürdiger Traum und anhaltende Erkrankung des Fürsten Karl Ursinus
07. Januar 1653
Bernburg
  • Nächtlicher Wind
  • Korrespondenz
  • Abschickung Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedels und Johann Balthasar Oberlenders nach Dessau
  • Unterredung mit Berndt
08. Januar 1653
Bernburg
  • Wind
  • Schlechte Träume Fürst Karl Ursinus‘
  • Abreise Travelmanns nach Plötzkau
  • Wirtschafts-, Regierungs- und Bürgersachen
  • Korrespondenz
  • Fehlgeburt der Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Liegnitz
  • Vorbereitungen zu Kammerdiener Ludwig Röbers Hochzeit
  • Wildfleischlieferung aus Dessau
09. Januar 1653
Bernburg
  • Predigtanhörungen
  • Joachim Plato, die von Rindtorf und weitere als Essensgäste
  • Nachrichten von Erkrankung des Kaisers Ferdinand III., kriegerischen Konflikten und Verhandlungen im In- und Ausland
  • Unterredung mit Berndt
  • Rückkehr des Lakaien Michael Ringk
10. Januar 1653
Bernburg
  • Besprechung zu Travelmanns Angelegenheit
  • Travelmann, Berndt, Kammerverwalter Tobias Steffeck von Kolodey und weitere als Essensgäste
  • Hochzeit Röbers
  • Unterredung mit Berndt
  • Aufkommen von Krankheiten und Todesfällen
11. Januar 1653
Bernburg
  • Neujahrsschreiben
  • Nachrichten vom Reichstag in Regensburg, ausländischem Kriegsgeschehen und weitere Neuigkeiten
  • Tod des Bamberger Bischofs Melchior Otto Voit von Salzburg
  • Ächtung von schlesischen Äbten
12. Januar 1653
Bernburg
  • Traum
  • Kirchgang
  • Schaffgotzsch, Sekyrka, Steffeck und Johann Joachim Plato als Essensgäste
  • Nachrichten
13. Januar 1653
Bernburg
  • Hasenjagd und -lieferung
  • Angelegenheiten zum Reichstag und Regierungssachen
  • Beratungen in diversen Punkten
  • Von Schaffgotsch, Steffeck von Kolodey und weitere als Essensgäste
  • Viktualienlieferung aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Nach gestriger Hochzeit Röbers heutige Tauffeier von Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenbergers Tochter
  • Kürzliche Sichtung des Bernburger Wassergeistes Nickert durch Fährgäste
14. Januar 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz bezüglich Fürst Friedrich und der fürstlichen Vetter Ernst-Gottlieb und Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
  • Sorge um finanzielle Situation
15. Januar 1653
Bernburg
  • Abschickung Steffecks von Kolodey
  • Wirtschaftssachen
  • Regierungssachen
  • Rückkehr des verschickten Pagen Christian Wilhelm von Wartensleben
  • Sorge um Bedienstete
16. Januar 1653
Bernburg
  • Regen
  • Gemeinsame Predigtanhörungen
  • Erkrankung der Tochter Fürstin Anna Sophia
  • Schaffgotsch, die von Rindtorf, Sekyrka und weitere als Essensgäste
17. Januar 1653
Bernburg
  • Unterredung mit dem genesenen Küchenschreiber Philipp Güder
  • Besuch durch den Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
  • Neujahrsschreiben
  • Thüringer Abschickungen und Geldforderungen
  • Schreiben in Travelmanns Angelegenheit
  • Jonius als Essensgast
  • Rückkehr des Steffeck von Kolodey
  • Nachricht vom Tod Herzog Georg Rudolfs von Schlesien-Liegnitz-Wohlau
  • Nachricht vom Regensburger Reichstag, ausländischem Kriegsgeschehen und weitere Neuigkeiten
18. Januar 1653
Bernburg
  • Unterredung mit dem Ballenstedter Amtsschreiber Matthias Knüttel
  • Korrespondenz
19. Januar 1653
Bernburg
  • Regen schwemmt Wege auf
  • Gemeinsame Predigtanhörung
  • Von Schaffgotsch, Steffeck von Kolodey und weitere als Essensgäste
  • Sorge aufgrund von Fehlmengen
20. Januar 1653
Bernburg
  • Gutes Wetter
  • Hasenjagd
  • Regierungssachen mit Güder
  • Klärung von Fehlmengen
  • Neujahrsschreiben
21. Januar 1653
Bernburg
  • Wind
  • Unterredungen mit Bediensteten
  • Lektüre
  • Herrschaftshandlungen
22. Januar 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Beängstigender Traum
  • Tagesausflug der fürstlichen Kinder
23. Januar 1653
Bernburg
  • Nebel
  • Predigtanhörungen
  • Von Schaffgotsch und weitere als Essensgäste
  • Nachrichten vom ausländischen Kriegsgeschehen, vom Reichstag in Regensburg und weitere Neuigkeiten
  • Kriegsfolgen
24. Januar 1653
Bernburg
  • Rachebedingte Gewalttat eines Knechts
  • Regierungssachen
  • Nachricht vom Tod des Pfalzgraf Ludwig Kasimir von Pfalz-Simmern
  • Neuigkeiten aus Regensburg und weitere Auslandsnachrichten
25. Januar 1653
Bernburg
  • Jagdausflug
  • Wind
  • Geflutete Wiesen
  • Schriftliche Auseinandersetzung mit Rat Christian Ernst von Knoch
26. Januar 1653
Bernburg
  • Gemeinsame Predigtanhörung
  • Rückkehr Berndts
  • Unterredung mit Kanzleisekretär Paul Ludwig
27. Januar 1653
Bernburg
  • Frost
  • Kanzleisitzung mit Fürst Friedrichs Rat Johann Georg Bohse
  • Bericht durch Berndt
  • Korrespondenz
  • Besonderer Mond
28. Januar 1653
Bernburg
  • Frost
  • Wirtschafts- und Rechnungssachen
  • Bericht durch Amtmann Georg Reichardt
  • Lektüre
29. Januar 1653
Bernburg
  • Frost und Regen
  • Hasenjagd
  • Wirtschafts- und Rechnungssachen
  • Unterredung mit Reichardt und Berndt
30. Januar 1653
Bernburg
  • Nebel
  • Predigtanhörungen
  • Von Schaffgotsch und weitere als Essensgäste
  • Verabschiedung Berndts
31. Januar 1653
Bernburg
  • Nebel
  • Gespräch mit Reichardt
  • Schaffgotsch und Dr. Fischer als Essensgäste
  • Korrespondenz
  • Zufriedenheit mit dem Kammerschreiber Johann Senf und Güder
  • Kriegsnachrichten und andre Neuigkeiten
|| [[Handschrift: 212v]]

Samstag den 1. Januarij; 1653.

<Quod Fœlix et Faustum sit!>


Gott gesegene unß, im Neẅen iahr,
undt erfülle meine Anschläge! Amen!
Der hofprediger Er Menzelius, hat <aufm Sahl> geprediget.
Viel gratulationes, von meinen kindern,
undt andern, ahngenommen. Gott erfülle sie mit gnaden.


Extra zu Mittage, gehabt, Schafgotzsch, Walwiz
die Rindtorfinn, Tobias Steffeck von Kolodey Sekerka juniorem,
Jtem: den hofprediger Menzelium.


Nachmittags in die predigt, Ern Jonij conjunctim
gezogen, da der iunge Plato geprediget, || [[Handschrift: 213r]]
weil Er Jonius, krangk worden. Gott beßere es!
Diffidenze! contrastj! per le stravaganze Donnesche!

Sonntag den 2. Januarij; 1653.


Vormittagß, aufm Sahl, Magister Enderling,
predigen laßen.


Extra gehabt: Die Rindtorfinn, <Doctor Fischer> den
iüngern Sekerka, Tobias Steffeck von Kolodey Magister Enderling,
undt an unserer Tafel, Schafgotzsch, undt Walwiz.


Unsere iungfern, seindt nacher Altenburg


Doctor Piscator, ablegatus fuit, Plötzkaviam, in arcanis.


Avisen, auß Erffurdt: daß der holländer, Victoria continuirt.
Admiral Tromp, helt mit 14 schiffen, die Rivier vor
Londen beschloßen. Admiral Blake, hat sich hinein salviret,
undt hat Mangel, an Schiffmaterialien. Jnndeßen,
haben die holländer 40 kohlSchif, sampt 6 großen
convoyenden OrlogsSchiffen, hinweg genommen.


Jn Frangkreich, suchet der König sich absolut zu machen,
undt das Parlament zu cassiren, maßen er ihnen, in einer
Audienz gesaget: Er bedörfte ihrer remonstrationen
gar nicht, wüste selber wol, waß er thun sollte!


Die dem Parlament, oder den Printzen, affectionirt
sein, werden gefangen, oder sonsten verfolget. Düc d'Or-
leans, trawet sich nicht, mit seiner Madamoyselle, nacher
Paris, zu kommen, auß Bloys. Cardinal will eher nicht hinkommen
bis der Düc d'Orleans, erscheine.

|| [[Handschrift: 213v]]


Jm Elsaß, undt in der Schweitz, wirdt daß Defensions-
wesen, eyferig forthgesetzet, undt stargk geworben,
theilß dißcuriren, alß solte auch, im OberSäxischen
Crayß, ebenfalß, von einer Crayßverfaßung,
gerahtschlaget werden.


Jn der Stadt Brehmen, ist die Kayserliche Achtts-
erklährung, noch nicht angeschlagen, dann der Kayserliche
Heroldt1, befindet sich noch zu Oldenburgk, undt
man tractiret aldar, gühtlichen vergleich.


Der iüngst gesehene Cometstern, (welcher also
hoch gestiegen, das man ihn, zu Erfurdt, nicht mehr
wol, den 29. December, annj præteritj, sehen können)
ist von seiner ersten stelle, forthgerücket, undt
machet zu Regenspurgk, zimliche Perplexitet,
undt nachdengken.


Der Kayser, empfindet es, daß so wenig Evangelische
Stände, zur stelle, undt hat die proposition verschoben.
Interim: gehen die Visiten, undt Reichsberahtschlagungen,
täglich forth.


Jn Oesterreich, setzet man täglich, die Reformation forth.
Graf Ochßenstern, ist numehr, zu Regenspurgk, ankommen,
von dannen, der hertzog von Mecklenburg nacher hause, gerayset.


Zu Bordeaux, gibt es 4 Factionen, undt täglich, großen
Tumult.

|| [[Handschrift: 214r]]


Man helt davor, daß der Römische König, zu Prag, schon
erwehlet worden, undt baldt zu Regenspurg gekröhnet
werden möchte, inmaßen den Nürnbergischen Legatis,
ahngedeüttet, die gehörigen krohnen, undt solennite-
ten, gefast zu halten.


Nachmittagß, hat man die predigtt, alhier vorm
Berge, eingestellet, von wegen des caplans Jonij
Schwachheitt.


Mon petit Charles, n'est pas bien dispost,
ayant eü six iours, en ça, üne forte diarrhèe,
et dès tranchèes, au Ventre, & aux costéz.
Le Medecin, Docteur Fischer, luy a donnè üne liqueür,
de laquelle nous esperons, qu'il s'en trouvera mieux,
moyennant la grace de Dieu! qui en soit
ardemment priè, & jnvoquè! au nom de Iesus Christ,
Nostre Saulveür, & Redempteür. Amen!

Montag den 3. Januarij; 1653.


Avis: von Caspar Pfawen, post gratulationes & auspicia Novj
annj, &cetera daß Mein Bruder, Fürst Friedrich baldt kommen dörfte von
Venedig. Gott gebe, mit glück! undt Segen!


Er der hofraht Pfaw, klaget, über die Zorn-
zeichen, gestaltt der Oberforster Türckhammer,
bey Hartzgeroda, des Morgens frühe, einen Sebel || [[Handschrift: 214v]]
am himmel, stehende gesehen. Zu Deßaw, sol es
auch, omina & portenta gegeben haben.


Spannien will numehr Portugall, mit Macht
angreiffen.


Die holländer, wollen aufn frühling, Engellandt
mit Machtt, angreiffen, haben zwahr den Blacken
bestritten, undt besetzt, aber jnnzwischen 3 reich
beladene Schiffe in der WestSee, verlohren.


Der Pollnische krieg, zeücht große conse-
quentzen, nach sich. <Ein Neẅer Stern, so zu Prag, erschienen, sol zu Regenspurg alß der Kayser eingezogen, vergangen sein. Man ominiret Tragica!>


Doctor Piscator, ist von Plötzkau wiederkommen, non sans
expedition, & arrierepensèe, des jnteressèz.


Nos Damoyselles, ont estè hier, auprès d'Erlach,
& de sa femme, a Aldenbourg, en compagnie de Walwitz
& de Tobias Steffeck von Kolodey.


Gestern abendt, ist ein Drescher in der Sahle
ertrungken, in dem er zu weitt, undt zu tief
hinein geritten, nahe an der Mühle, das pferdt
ist aber wieder herauß geschwummen. Memento mor[j]

|| [[Handschrift: 215r]]


Einen hauffen Neuiahrs gratulationes, per Leiptzigk
bekommen. Theilß guht, theilß kaltsinnig, in
spetie, vom Berlin, vom Graf Moritz von Nassau. Pacience!


Die Avisen geben: daß man auch zu Regenspurg ungewöhn-
lichen Sterne siehet, undt 40-stündiges gebeht, destwegen
angestellet. Die Proposition, hat sollen, nachm Neuiahr, geschehen.


Jn Polen, scheinet es, alß ob die Tartarn, undt Cosagken
sich begühtigen laßen, oder in der Moldaw, einfallen wollen?
Jn den signis & prodigiis, haben sie auch, ihre furchtt.


Jn Schweden, währet der Reichstag, zu Stockholm,
annoch, undt præparatoria <zu> freẅden festen, an der
Königinn geburttstag.


Jn Dennemargk, besorget man krieg, und armirt.
Engellandt, undt hollandt, tumeln einander,
geben sich die revange, mit abnahme der Schiffe.
Trump sol haben eine Stadt geplündert, hotham
genandt, 4 meilen, von Londen, gelegen. hingegen,
sol Blake, 2 holländische Schiffe, mit 25 Tonnen Schatzes,
erobert haben. In Mari Mediterraneo attacquiren
Sie einander, inngleichem, mit gewinn, undt verlußt.


Jn Franckreich prævaliret abermal die Königliche undt
Mazzarinische faction, wieder die Printzliche und Condeische.


Jm Elsaß, undt in der Schweitz, treibet man, das defensionswesen!


Jn Jtalien, will der Duca di Modena, uneins werden,
mit dem Pabst, wegen Commachio. Der Pabst armirt.

|| [[Handschrift: 215v]]


Zu Brehmen, ist ein Kayserlicher Gesandter, die Achtt ist
noch nicht publicirt, oder affigirt. Alles stehet auf
gühtlichen Tractaten, mit dem Grafen zu Oldenburg
wegen des Delmenhorstischen Territorij; undt der zollsache.

Dienstag den 4ten: Januarij; 1653.

<2 hasen, Mein Carl Ursinus gefangen.>


Monsieur Schafgotzsch, ist hinüber, nacher Plötzkaw, nach
dem er gestern, schreiben, von Breßlaw, bekommen.
J'ay eu lettres de noirmont, dilatoires, en la
recerche de la Düchesse de Curlande, ou plüstost ne-
gatives, touchant quelques Damoyselles, de la cour.


Nihil est, ab omnj parte, beatum!2


Der Magister Menzelius, ist von Ballenstedt, wiederkommen,
undt hat sich frühe præsentiret. et cetera


Hanß Bernds, hat sich præsentirt. Jst auß der
Schlesie wiederkommen, adhuc re jnfecta.


Godtfridt Travelmann, ist von Plötzkaw,
wiederkommen, wegen der Tecklenburgischen Ehegelder,
zu sollicitiren. Mein Antheil gibt zu diesem Termin
500 ReichsthalerRthlr: welche am ersten parat hatt.

Mittwoch den 5. Januarij; 1653.


Fürst Augustus, hat mich durch Börsteln, nacher Aderstedt
an die Streüne, invitiren laßen. Dahin bin ich, mit
Meinem Sohn, Viktor Amadeus geritten, undt habe eine conferentz || [[Handschrift: 216r]]
gehalten, in Schafgotzsch beschwehrlicher Sache,
item: per conto delle Donne, item: wegen Travelmann
item: wegen loser Müntze, welche sich, inß landt, ein-
schleicht, item:


Vetter Lebrecht, wahr auch darbey, undt
es wurde gefischet, undter dem Eiße. Schafgotzsch
wahr gleichsfalß auch mitt, Jtem: Rindtorf,
undt hammeln, von den unserigen, Ernst Gottlieb
von Börstel, von den ihrigen.


Die Wittemberger, haben mich, undt meine
Rähte, sehr tormentirt, mit abforderung <völliger> wiederkäuflicher
zinßen, undt vorschützung der Authoritet ihres Chur-
fürsten, welchem ich doch, kein commando gestehe!


Zu Mittage, habe ich wieder extra, den Travelmann
den gehabt an unserer tafel, an der Nebentafel
aber, den hanß Berndß, undt Tobias Steffeck von Kolodey et cetera et cetera


Vetter hanß Geörge, hat vögel anhero
geschickt, zur proba, des Reygerbeißens.

Donnerstag den 6ten: Januarij; 1653.

<Trium Regum. gelinde wetter.>


Jn die predigt vormittagß,
welche Er Marggravius aufm Sahl gehalten.


Extra gehabt zu Mittage, die Rindtorfinn,
den iüngern Sekerka, den prediger, undt Tobias Steffeck von Kolodey an
der Nebentafel, an der Fürstlichen tafel aber, Travelmann, undt Doctor Mechovius.

|| [[Handschrift: 216v]]


Nachmittagß, mit beyden Söhnen, undt zweyen
töchtern3, in die kirche gezogen, da der hofprediger
geprediget.


Nota Bene[:] Nota Bene[:] Mein kleiner Carolus Ursinus, hat diesen
Morgen, getraẅmet, er führe, mit seinen
vier größern Schwesterlein, gen himmel. Es
wehre so hüpsch daroben gewesen. Er hette
auch unsern herrenGott, in einem grawen
haüpt, undt bartt, mit einem grawen Rogk
angethan, in seinem Thron, sitzen gesehen. Dar-
nach wehren sie wieder, vom himmel herundter
gefahren. Da hette Carll, die Schwester Ernesta
gefraget, wie Sie es doch gemacht, das sie so
geschwinde, gen himmel gefahren. Darauf
hette Sie sich, dreymal übergaückelt,
alß wenn sie es also gemacht hette,
welches dem kleinen, im Schlaf, also lächerlich
vorgekommen, das er drüber lautt lachende,
erwachet. Nota Bene[:] Mais ce songe, ne m'est nüllement ridicüle!
Dieu vueille divertir de nous, les Mortalitèz! & malheürs!


Carl Ursinus Diarrhæa, will noch nicht nachlaßen!
Diesen abendt, haben meine kinder, mit den
Adelichen, abermals gespielet, undt also das große
Neẅe iahr, beschlossen, par la Volontè de Madame.

|| [[Handschrift: 217r]]

Freitag den 7. Januarij; 1653.


Ein grawsahmer Sturmwindt, hat in dieser
Nacht, gewehet. Dörfte etwas portendiren!


An Fürst Augustum geschrieben, undt in Schafgotzsch
Sachen, zu Plötzkaw, zu erscheinen, mich excusirt.


Heinrich Friedrich Einsiedel undt Oberlendern, nacher Deßaw,
ablegiret. Gott gebe, zu glügk!


Conversatio, mit hanß Berndßen, wegen der Schle-
sischen intricaten prætensionen, (darinnen er wol
informiret ist) gehabtt.

Samstag den 8ten: januarij; 1653.

<Windig wetter. Somnia Carl Ursinus, von 2 leichen, so er zu Deßaw, im felde gesehen. item: vom Türcken.>


Travelmann, ist forth, wiederumb, nacher Plötzkaw.


Oeconomica vorgenommen, undt allerley dieberey,
undt SchelmStügke, abermahl erfahren. Gott remedijre!
undt helfe mir doch gnediglich ab, von bösen leütten!


Risposta von Plötzkaw, Jtem: Neẅen iahrs gratulatio, von
dem allten hertzogk von der Lignitz.


Der Abortus hertzog Ludwigß vom Brigk gemahlin, <Liebden> gibt
abermals Nachdengken. Gott tröste, undt stärgke Sie!


Supplicationes, auß der Stadt, undt sonsten,
zu decidiren, gehabt.


Jn Hanß Berndts sachen, auch informationes eingenommen.


Allerley præparatoria machen laßen, zu Meines kammer-
diehners, Ludwig Robers hochzeitt, Gott gebe zu glück! undt Segen!

|| [[Handschrift: 217v]]


Von Deßaw schreiben bekommen, mit Oberlendern,
undt Ludwig Robern, zusampt einem keiler, vor 7 ReichsthalerRthlr:.

Sonntag den 9ten: januarij; 1653.


Der Superintendens Plato, hat aufm Sahl geprediget.
Extra derselbe, wie auch die Rindtorfinn, Junge Sekerka
hanß Bernds, Tobias Steffeck von Kolodey &cetera.


Avisen von Erfurdt: daß der Kayser am podagra
gar krangk darnieder liege zu Regenspurgk.
Gott helfe ihrer Mayestät zu völliger gesundtheitt!
Marggraf Wilhelm von Baden, ist beschrieben,
in Jhrer Mayestät nahmen, die proposition zu thun.


Der König in Franckreich, gedengkt sich absolut
zu machen, undt alle Parlament abzuschaffen,
worüber etzliche übel ominiren wollen. Die
Printzen, stärgken sich. Es beruhet, auf einer Baittaille. et cetera


Jn Engellandt, mangelts an geldt, undt
munition<Schifsmaterialien.>. Auß Schweden, hat etwas ankommen sollen,
Jst aber, von Dennemargk im Sunde verarresti-
ret worden. Dörfte motus causiren. Jnterim,
ist alliance zwischen Franckreich, Staaden,
undt Dennemargk, vor.


Die Schweden, sollen sich, wieder Polen,
auch stargk rüsten.


In Candia schlummert man sich, mit Tractaten, ein.

|| [[Handschrift: 218r]]


Die Tractaten, zwischen dem Graven von Oldenburgk,
undt der Stadt Brehmen, haben sich zerschlagen, undt dörfte
daher, eine Neẅe unruhe erfolgen.


Venedig, tractiret mit Hollandt, undt Frankreich,
eine Neẅe alliance. Mein bruder, Fürst Friederich,
hat zu Venedig, unsere communion gehalten, undt
daß Weyhenachten Fest, celebriret.


Die Polen werben stargk.


Der Frantzösische General la Motte hat den Commen-
danten zu Leucata noch erhalten, mit erlegung
300000 Gulden (florenus)f oder Pfund (libra) das er Frantzösisch geblieben,
undt dem König in Spannien; die 150000 Pfund (libra) wieder
zurücka geschickt.


Zu Barcellona, werden zwey castell gebawet,
aldar, seindt 60 Rebellen, (unahngesehen, des pardons)
aufgehengkt, 600 auf die Galleren, geschmiedet,
undt bey 800 familien, auß gantz Catalogna,
bandisiret worden.


Man wartett noch, mit der proposition zu
Regenspurgk, biß die ChurSäxischen Gesandten,
ahnkommen. Dieselben aber, seindt schon forthgezogen.


Zu Paris, werden viel unschuldige leütte, denen
Man nicht guht ist, in die Bastillie, gesetzt.


Nachmittags, wiederumb in die kirche, undt predigtt
des Caplans Jonij, gezogen.

|| [[Handschrift: 218v]]


Mit hanß Bernds, viel geredet.


Michel Ringk ist auß der Schlesie, undt von
Croßen, wiederkommen, mit vielen gratulation-
schreiben. perge

Montag den 10ten: Januarij; 1653.


Schafgotzsch, ist von Plötzkaw, wiederkommen,
mit seinen importunen sollicitaturen. Jch habe
ihn, zur Mittagßmalzeitt behalten, undt meine Rähte
auch herauf kommen laßen. Die Tractaten aber,
laßen sich sehr schwehr, ia fast unmüglich ahn! perge
Patientia! Gott helfe mir auch, auß diesem labyrinth!


Seindt also auch meine rähte, zusampt hanß Bernds,
zu Mittage, nebst Tobias Steffeck von Kolodey extra hieroben, geblieben.


Mein kammerdiehner, Ludwig Rober, hat diesen
Nachmittag, hochzeitt gehalten, mit Johanna
Barbara Schmidin, Meines frommen, Sehligen,
treẅen diehners, Jeans tochter. Gott gebe jhnen,
seinen Segen! glügk! heyl! undt gutes gedeyen! auß-
kommen! undt alle ersprießligkeit, an leib, undt Seel!


Discorsj, mit Hanß Bernds, gehabt.


Aviß: daß die krangkheitten zimlich regieren,
undt die leütte auf den dörfern, undt sonsten,
gegen Leiptzigk, undt Halle zu, geschwinde wegsterben. perge

|| [[Handschrift: 219r]]

Dienstag den 11. Januarij; 1653.b


Ein groß pacquet, congratulationes, zum Neẅen
iahre, von Chur- undt Fürstlichen personen, wie auch von
Meinem Bruder, Fürst Friedrich per Leiptzigk bekommen.


Gott wolle alle gute wüntzsche, adimpliren!
undt nach seinem gnedigen willen, an ihnen, undt
ahn unß, wahr machen!


Avisen von Leiptzigk, geben:


Daß der Kayser, zu Regenspurgk, comædien anstelle,
der Regierende hertzogk von Wirtembergk
daselbst ankommen seye, Chur Pfaltz aber
erwartett werde.


Jn Frangkreich, continuirt, des Cardinals
de Retz, gefängnüß. Keine intercession der
Geistlichen oder welttlichen, will helfen. Cardi-
nal Mazzarinj insinuiret sich wieder.
Barledüc ist vom Könige, wieder eingenommen,
sampt andern plätzen, mehr. Prince de Condè,
stärgket sich, mit Spannischem secours.
Lottringher liegen im Landt von Lüttich.
Der Kayser will Sie helfen, auß der Chur-
fürsten lande, sonderlich der Geistlichen, auß-
treiben, wo sie nicht auf erfolgte Kayserliche Man-
data, gutwillig weichen.

|| [[Handschrift: 219v]]


Jn Engellandt, trotzet man zwahr auf alliantzen
Man förchtet sich aber doch vor den holländern.
Admiral Tromp, hat viel schiffe erobert,
undt sol einen anschlag haben, auf die Jnsul Wight.


Die Staaden, in den vereinigten provintzien,
haben placat laßen außgehen, undt alle
Commercia, auf Engellandt, Schottland undt
Jrrlandt, nebst aller zufuhr, so wol von
frembden, alß Jnnheimischen, verbotten,
mit großem ernst.


Dennemargk, hat der SeeStädte Schiffe,
auß Schweden mit zufuhr, endtlich durch den
Sundt, paßiren laßen, doch also: daß die
Niederländer, (im fall sie unfreye wahren
haben) sie verfolgen mögen.


Jn Schweden, ist der Reichßtag, zu Stockholm,
noch nicht geendiget. Zu Lübegk, werden
die Tractaten, zwischen Polen, und Schweden reassumiret.


Jn Polen, rüstet man sich, mit Macht, wieder
die Cosagken, Türcken, undt Cosagken<Tartarn>.


Der Pabst bannisiret, etzliche herren, es wirdt
aber nichts geachtet.

|| [[Handschrift: 220r]]


Mantua, wirdt völlig, in daß herzogthumb
Montferrat restituiret.


Wieder den Pabst, werben die Jtaliänischen Fürsten,
undt er stellet sich auch, in gegenverfaßung. Es
wollen etzliche klöster reformiret, undt die bösen
mißbraüche der Münchsorden, getilget werden.


Venedig, hoft stargk auf den friede, mit dem
Türgken. Diese suchen auch friede, weil sie
keine seyde, bey diesem kriege, gesponnen,
undt ihr Alkoran sie lehret, daß sie keinen
krieg, mit einer nation, über sieben iahr,
continuiren sollen. Der Extraordinarie Ambassador
Capello, (welcher mit stadtlichen præsenten,
nach Constantinopel, geschickt worden, zu
solchen Tractaten, von Venedig) sol gar
herrlich, bey den Türgken, beneventirt sein
worden. Der GranVisier, sol auch guht
Venezianisch sein. Die Dardanellj
sein besetzt, also stehet der krieg, in
Candia, noch im æquilibrio. Jn den dreyen
andern Jnsuln, der Venezianer, alß Cephalonia
Cerigo, Zante, mag der Adel, schwierig sein, undt viel-
leicht, mit dem volck zwyspalt haben. Wirdt
aber, durch vermittelung, gestillet. perge et cetera

|| [[Handschrift: 220v]]


Jm letzten Sturm, im December sol Admiral
Tromp, an Schiffen, etwaß schaden gelitten haben.


Der Bischoff von Bambergk, Melchior
Otto (ein voytt, von Saltzburgk) ist ge-
storben. Müßen wir also, unsere lehen, abermals
renoviren!


Drey Aeptte, in der Schlesie, seindt vom Ertzbischoff von Breß-
law, in die Achtt, erklähret worden, haben aber, an Pabst, appelliret. et cetera


Ein Somnium gehabt, wie ich gerayset, undt an ein secret
orth, auf einer höhe, in einem schlechten hause, undter
dem Strohdach, gehen wollen. Alß ich nun daroben
gewesen, undt alles bawfällig, undter mir,
gesehen, hette ich nicht gewußt, wie ich sicher
wieder hinundter kommen sollte, dann alles
greßlich, undt niedrig ahnzusehen gewesen.
Endtlich, hette ich mich doch noch, an der einen
seitte, (alda es zwahr mißlich, dennoch aber
nicht so gähe gewesen,) hinundter gemacht,
undt wehre halb gehende, halb glitzschende
hinundter kommen. Mich daucht, es wahr, in
einem dorf, zwischen Brehmen, undt Oldenburgk.


Als ich nun, also halb hinundter wahr, ersahe ich
eine Schwalbe an der seitte hangen, undt fladdern, || [[Handschrift: 221r]]
solche nahm ich mitt, undt mit der lingken handt.
Brachte sie also hinundter, da stunde hangwitz,
der nahm sie mit freẅden zu sich, sagte: er wolte
etwaß lustiges machen, das dem thierlein, nicht
wehe thun sollte. Stach ihm drauf, ein draht, ins
lincke auge, undt an dem draht, war ein
stügklein rohten taffet, wie ein fähnlein
gewunden, damitt flog das thierlein herumb,
undt kehrete sich, (hin- undt her fladdernde)
wunderbahrlich, das etzliche darüber lachten,
andere aber, neben mir, mittleidig wahren,
daß hangkwitz, wieder sein versprechen,
das arme thierlein, also gemartert hette.


Er aber disputirte steif dagegen, als
thete es dem vögelein nicht wehe. Jn dem
nun, wurde ein Menschen köpflein darauß,
undt wie ein kindt, bekahm die schwehre
noht, greẅlich, viel mahl, <überwarf sich> undt mußte
endlich sterben. hangwitz, wurde auch, in eine
andere person, <nemlich: in Salomon Neve> verwandelt, undt mich deücht, Doctor Brandt,
der Superintendens Sachße von Cöhten, undt Reichardt, wehren auch <darbey gewesen. perge>


Jn die kirche, cum filiis, gezogen.


Schafgotzsch, Sekerka iunior, Tobias Steffeck von Kolodey undt
der iunge Plato, (so geprediget) seindt extra gewesen,
zue Mittage. perge et cetera

|| [[Handschrift: 221v]]


Schreiben vom hertzogk Ernst, von Gohta, daß ihn Gott
der Allmächtige abermals, mit einem iungen Sohn, er-
freẅet hat. Der wolle ihn gesegenen!

Donnerstag den 13den: Januarij; 1653.

<2 Hasen, von Ballenstedt 1 Hase alhier. >


Schreiben, undt addreßen von Zerbst, in publicis, von
wegen Pfaltzgraf Ludwig Philips, welcher den
Cantzler Milagium begehret, zu vollmächtigen,
zu seiner Liebden stelle, auf dem Reichßtag, zu Regenspurg
welches ihm abgeschlagen wirdt, nomine,
weil Canzler Milagius, ob adversam Valetudinem,
nur auf eine kleine zeitt urlaub hatt, undt
auch unsere landeßsachen, seine absentz,
nicht wol vertragen können, re vera
aber, weil wir unß noch zur zeitt, in Seiner Liebden
differentzien, mit Chur Pfaltz Liebden zu stegken,
(worauf Sie es doch vornehmlich ahngesehen)
bedengken tragen, undt lieber einen
gütlichen vergleich, undter so nahen
blutsfreünden, befördern helfen wolten.


Jtem: ist die maturation der absendung
des Hanß Ernst Freybergs, nacher Krannich-
feldt urgiret worden. perge et cetera


Jch habe heütte durch meine Rähte, undt andere, || [[Handschrift: 222r]]
abermalß mit Schafgotzschen, tractiren laßen, ihn aber
sehr zehe undt hart, (unangesehen seiner höflichen
wortt), gefunden.


Extra zu Mittage, tractiren laßen, Schafgotzsch,
Tobias Steffeck von Kolodey hanß Bernds, wie auch, Doctor Mechovium.


Vorgestern, haben Wieterßheim, heinrich
Julius, undt Jacob Antonij von Krosigk,
in der Cantzeley, die lehen entpfangen perge et cetera


Victualien, von Ballenstedt. et cetera


Schreiben, nacher Croßen, undt Venedig, stylisiret.


Nach deme gestriges abendts, die hochzeitt
Meines Cammerdiehners, Ludwig Robers, wol
geendiget, (wiewol mir, mit dem dreytägigen
luxu, undt erlaßung meiner diener, nicht
gedienet gewesen) Gott gebe, zu Segen!
So ist heütte Nachmittags, Jacob Ludwigß
Schwartzenbergers, töchterleins, kindttaüffen,
angegangen, undt Meiner Gemahlin, erbehtene
Gevatter Stelle, durch dero CammerJungfer
Eleonora Elisabeth von Ditten vertretten worden, in der AltStädter kirchen.


Avis, daß vor 3 Tagen, der Nickardt, sich offenbarlich,
am hellen lichten tage, hette auf der Sahle, sehen lassen,
undt mit seiner einen klawe, den fehrkahn ange-
griffen, darauf, der Schuester 4, undt die fischer 5 gefahren,
undt gebehtet, biß der teüfel verschwunden. Libera nos Domine!6

|| [[Handschrift: 222v]]

<Depesche! 3 hasen. >


Risposta von Plötzkau perge Avis: daß der Kayser krangk
am Podagra zu Regenspurg daß Marggraf
Wilhelm von Baden, die posposition gethan,
den 6⁄ 16 huius. Daß mein bruder Fürst Friedrich ein auge,
auf die proposition hat, zu anstellung seiner
abrayse, von Venedig. Daß die Vetter
von Plötzkau noch zu Genff, sein, undt nacher
Pariß, wollen, einer darnanch den Rhein
herab, der ander noch länger, in Frankreich zu verbleiben.


Admiral Tromp, sol über die 50 tonnen
Schatzes, in kurtzer zeitt, von Engellän-
dern, erobert, undt gewunnen haben.
Ach! das doch auch, ein par, aufs aller-
wenigste, zur tilgung unserer Schulden,
anhero fliegen wollten. Mais
Sathan me resiste, & est acharnè,
a m'endommager! Pacience!
Ne quæso, more judicis, Quid egerim quid dixerim,
quid cogitarum, pondera! Peccata sed mea Omnia!
Tuo cruore deleas7! et cetera

|| [[Handschrift: 223r]]

Samstag den 15den: Januarij; 1653.


J'ay envoyè Tobias Steffeck de Kolodey a Zerbst & Dessau Dieu le benie!
& face sücceder, ou reüssir, son Voyage!


In Oeconomicis, travaglijret. perge et cetera


Addreßé in publicis, wegen ChurSaxens erinnerung
der Schwedischen satisfaction, undt erledigung der
Vechtischen garnison. perge


Wartemßleben, hat sich, (nach langwierigem außen-
bleiben etzlicher Monat) wieder undterthänig(st) præsentiret,
mit schreiben, von seinem Stiefvatter, dem Freyherren von
Schrahtembach, undt von der FrawMuhme von Grönaw.
Gott Lob! daß sich meine leütte, noch wieder zusammen finden,
wiewol dieser, eine zeitlang, krangk undt unpaß
gewesen.

Sonntag den 16den: januarij; 1653.

<Regen.>


Unser hofprediger Menzelius, hat aufm Sahl
geprediget, gar erudite, von der hochzeitt, zu Cana in Galilea.8


Mein töchterlein Anne Sofie ist gählingen
krangk worden, entpfindet Stechen zum hertzen, in
der seitte, im haüpt, undt in allen gliedern.
Gott erbarme sich, des armen würmleins, undt
schigke es, zur gesegneten beßerung!


Extra zu Mittage, Schafgotzsch, (welcher numehr,
fast ein Ordinarius will werden) Rindtorfjnn, iüngere
Sekerka, undt der concionator Aulicus, item: Doctor Fischer. et cetera

|| [[Handschrift: 223v]]


Nachmittags, zur kirchen, mit zweyen Söhnen, undt
zweyen töchtern9. perge

Montag den 17den: januarij; 1653.


Philipp Güder, bey mir gehabt, welcher sehr
krangk gewesen, undt (Gott Lob!) in etwas wieder
genesen. Gott helfe ihm ferner, mitt gnaden!


Jtem: hat sich Märtin Schmidt, Ampt-
mann von Ballenstedt, præsentiret.


Jtem: viel schöne gratulationes, auß hollstein,
Braunschweiger Landt, Zinna, undt andern orthen.


Die expeditiones, in Düringhen, werden mir
uhrplötzlich zugeschickt, wegen selbiger legation
undt ich werde damitt übereilet, alß der
letzte, nur geldt darzu, zu contribujren. perge


Von den NiederSäxischen krayßStänden, habe ich,
wegen der Gesindeordnung, per Gotfridt Travel-
mann, ein alltes schreiben, bekommen, zur conformitet. et cetera


Er Jonius, Diaconus vorm berge, ist auch bey Mir
gewesen, undt zu Mittage, extra verblieben. perge


Einen gantzen hauffen, Chur- undt Fürstliche gratulationes,
per Leiptzigk, entpfangen.


Tobias Steffeck von Kolodey ist wiederkommen, von Dessau und Zerbst mitt
dilatorischer antworth.


Avis: auß der Schlesie, das Hertzog Geörg Rudolff || [[Handschrift: 224r]]
von der Lignitz, Kayserlicher Mayestät OberAmptßver-
wallter, in Schesjen, mein naher vetter Sehliger, todeß
verblichen, undt ich also abermalß, einen vornehmen
freündt, (in diesem zeittlichem leben,) undt allten
bekandten, verlohren, oder vorahn geschickt. Gott
seye seiner Seelen gnedig! undt unß allen!


Die Avisen geben:


Daß der Kayser zwahr z wegen der käldte, undt be-
mühung, so er in den weyhenachtferien, guht-
willig, auß Devotion, erlitten, todtkrangk
gewesen, iedoch genesen seye. Gott Lob!


Die proposition seye geschehen, beruhe,
1. auf erledigung, der ReichßStände Gravaminum.
2. auf execution des friedens hinderstelligkeitten.
3. auf der TürgkenSteẅer, und Römerzügen.
4. auf der wahl des Römischen Königes.


Der Lottringher, wirdt auch erinnert,
seine plätze zu reümen, oder man
wirdt ihn armata manu darzu bringen.


Er hat sich schon umb Aachen, undt in die
Gülichischen Lande, de facto einquartiret.


Die OberRheinischen, werden sich auch,
in verfaßung, stellen. perge

|| [[Handschrift: 224v]]


Die Türgken, machen sich formidable in Polen, undt Un-
garn, weil sie mit den Venezianern, friede tractjren,
undt mit den Tartarn, alliance machen.


Die Schwedische Tractaten, mit Polen, wollen zu
Lübeck, auch sich schwehr ahnlaßen, dieweil der
König in Polen, den Tittul des Königreichs Schweden
noch gebrauchet, undt von Liflandt nicht ab-
stehen will.


König in Dennemargk, besorget sich auch, vor
außwärttigen feinden, undt nimpt seiner Schantze <wol> wahr.


Die Staaden, prosperiren zimlich, contra
Engellandt, in abnehmung, reichbeladener
Schiffe, undt machen ihnen die Commercia
beschwehrlich. Die Jrrländer, undt Schotten,
gedengken auch, ahn ihren König, und Königes Sohn,
in hofnung die Staaden (welche ihren krieg,
in des Königes Nahmen, führen) zu secundiren.


Frangkreich gleichwol, tractiret mit den
Parlamentischen, und hat einen legaten, nach hollandt
geschicktt,


Jn Franckreich continuiret, die detention
in der Bastille des Cardinals de Réz, welcher
ein heimlicher Condeist, undt wiedersacher,
des Cardinals Mazzarinj, sein solle.

|| [[Handschrift: 225r]]


Die waffen daselbst, stehen fast im æquilibrio,
undt werden kleine plätze hinc inde, eingenommen,
undt wieder verlohren. Der gubernator zu Leu-
cata hat sich wieder auf Frantzösische seitte disponiren
laßen, durch den Marechal de la Motte Haudencourt,
undt hat 300000 Gulden (florenus)f genommen, undt dem Könige
in Spannien, seine præsentirte 150000 Gulden (florenus)f wieder
geschickt, zusampt seinen Spanniern, undt Jrr-
ländern, welche er schon in die festung ge-
nommen gehabt. Er hat auch noch andere kleinere
plätze dadurch vor Frangkreich, erhalten,
undt zu wege gebracht, daß man seine
des gouverneürs, Baron d'Aunè verarrestir-
te zweene Söhne, in Paris, wieder relaxiret.
Jn Guienne; seindt auch motus obhanden,
inmaßen der printzen partheyen, von Spannien,
sehr gestärgket wirdt.


Jn Corfu; gibts auch, rebelliones, wieder den Adel. <Ein Mußkowiter, so sich, von des Großfürsten familie genandt, undt undter des hertzogs von hollstein Schutz, salviret, ist in arrest genommen worden. perge>


(Nota Bene[:] d'ün quidam, de Dresden qui se nomme Christof Schlemmer)
Tobias Steffeck von Porfia alcança.)

|| [[Handschrift: 225v]]


Der Neẅ erschienene wunderStern, macht
diversa & Varia judicia, zu Regenspurgk;
zu Leiptzigk, halle, Hamburgk, in
Frangkreich, undt andern orthen! Gott
laße ihn uns, ein Bußprediger sein, und zur warnung, diehnen!

Dienstag den 18den: januarij; 1653.


Mit dem Amptschreiber Cnütteln, von Ballenstedt
zu reden, undt zu thun gehabt, in Oeconomicis, undt anderm.


Angefangen, nacher Croßen, undt Creützenach, zu
schreiben, undt allerley zu expediren.

Mittwoch den 19den: januarij; 1653.c

<Regen.>


Jn die kirche, undt wochenpredigt, cum filijs &
Nobilibus, da unser hofprediger Mencelius, den
23. psalm10, gar schön, lehr, undt trostreich, außgeleget.


Extra zu Mittage, nicht allein Schafgotzsch
bey unß gehabt, Sondern auch, an der Neben-
Tafel, den iüngern Sekerka, Tobias Steffeck von Kolodey undt andere. et cetera
Es hat allerley dißcurs, undt conversationes gegeben,
sonderlich, wegen hertzogk Geörge Rudolfs Sehliger absterben. perge et cetera


Die wege, werden, wegen des großen regens,
sehr grundtloß, undt die commercia gehemmet.


Furbarie stravagantj, alcunj giornj, in quà, nelle
mie cassine. Jddio scuopra glj malfattorj!

|| [[Handschrift: 226r]]

Donnerstag den 20ten: januarij; 1652[!].

<Gut wetter. 1 Hasen Meine Söhne gehezt. >


Philipp Güdern, habe ich bey Mir, gehabtt, undt
in etzlichen sachen, consuliret, in Oeconomijsachen.
Commissiones, undt Supplicationes, per le furbarie
expediret. Man ist hindter dem diebstall komen,
allein, die Engken, undt Knechte, bestehen darauf,
undt meinen festiglich, es seye nicht unrecht, dieweil
Sie es meinen pferden, zum besten gethan, wie-
wol man es ihnen scharf verwiesen, undt ernste
strafen gedroẅet. Gleichwol solten die korn-
schreiber, undt homeester, beßer achtung darauf
geben, undt die pferde, auch keinen mangel leiden laßen,
mit richtigem zumeßen der scheffel, mit
genungsahmen futter, haber, heẅ, heckerlingen,
undt anderer aufsichtt, undt warttung.


Gratulationes zum Neuiahr, von Coßwigk, undt Oldenburgk.

Freitag den 21ten: januarij; 1653.

<Windig wetter.>


Den Geleittsmann, postea den Stadtvogtt, bey Mir
gehabt, in Oeconomicis, Jtem: hanß Fritz Eckardt.


J'ay leü, aux Histoires de France comme souvent.
Commissiones angestellet, contra lj furbj, e ladrj!
Befreyungen außgetheilet, d'una hosteria,
al Barbiere. et cetera undt andere supplicationes erörtert. perge

|| [[Handschrift: 226v]]

Samstag den 22ten: januarij; 1653.

<4 hasen, Abraham von Rindtorf gehezt. >


Ein Somnium gehabt, wie sich in die 1000 Türcken,
mit straifen, an einen orth, genähert, alda wir
raht gehalten. Fürst Johann Casimir, hette solches gar
nicht glaüben wollen, undt unß außgelacht.
Jch aber, undt Fürst Augustus, hetten contradicirt,
(auß glaubwürdigem rapport,) undt hetten
zur retirade gerahten, in mangel des entsatzes.
Wehren also zurügkd gezogen. Siehe da, so
wehre es Wien gewesen, undt der erste
orth, Preßburgk. Die Türgken hetten sich baldt
præsentiret, ehe wir fast endtweichen können,
undt hetten das gantze landt, mit schregken, ahngefüllet.


Meine kinder, seindt nachmittagß, nacher Palbergk
gezogen spatziren, die Söhne geritten, die Töchter gefahren.
Gott seye lob! der allerseitß, vor unglügk, bewahret hat. perge

Sonntag den 23ten: januarij; 1653.

<Nebel mane.>


Gratulation, zum neẅen iahr, von der Eptißinn, zu Quedlinburg.
Unser Magister Mencelius, hat die vormittagßpre-
digtt, auf unserm Sahl gehalten, von dem
Außätzigen, undt von des Haüptmanns zu
Capernaum, krankgen knechtt, Matthäus 811 gar erudite.

|| [[Handschrift: 227r]]


Extra zu Mittage gehabtt, nicht allein, herrn
Schafgotzsch, ordinarie numehr extraordinarium,
sondern auch: Tobias Steffeck von Kolodey perge et cetera


Erfurdter avisen geben:


Daß die holländer muhtig werden, dann Sie den Engelländern
zweene Schiffe abgenommen, so bey 40 Tonnen goldes
geschätzt werden, wie auch 70 prinsen.


Der Kayser ist zu Regenspurgk sampt Chur
Cölln, Chur Pfaltz, undt Chur Trier, ein par Tage,
auf der iagt gewesen, etzliche Schweine ge-
fället, undt wieder nach Regenspurg gekehret.


Die Pragerische proposition soll geendert,
Undt an jtzo, also eingerichtet sein:
1. auf erörterung, der ReichsStände gravaminum.
2. auf der wahl eines Römischen Königes.
3. auf völlige execution, des jnstrumenti pacis.
4. auf einer Reichßverfaßung, wieder
alle Außländische feinde, welche puncten
viel nebenpuncten nach sich ziehen dörften.


Jnmittelst hat Chur Brandenburg ein
Kayserliches Mandatum erlanget, das Schweden
weder zur session noch zur ReichsberahtSchlagung
gelaßen werden solle, biß Sie zuvor, nach dem in-
strumento pacis, alles evacuiret, und wergkstellig gemacht.

|| [[Handschrift: 227v]]


Jn Schweitz, undt Elsaß wirdt das Defensionswergk
eyferig forthgestellet.


Der Printz von Condè, undt hertzogk von
Lottringhen, sollen sich itzo in Brüßel befinden,
undt der herzog von Lottringhen nicht wol zufriedene
sein, daß Seine Soldaten, also sehr zum fechten,
von Printzen von Condè, ahngeführet werden,
undt derselbigen, in weniger zeitt, 1500 todt blieben.


Der König in Frankreich bemühet sich eüßerst
mit der gühte, oder schärfe, frieden
zu erlangen, aber niemandt will trawen.


Zwischen Engellandt undt hollandt
paßiret wenig: Admiral Tromp
helt noch die Thämis bloquiret, leßet
nichts auß, oder ein, erobert inndeßen
viel prinsen, durchstraifet die See,
undt hat neẅlichst viel Schiffe,
undt prinsen, erobert. Sol noch, mit 30
Schiffen, verstärgket werden.


Nachmittagß, mit beyden Söhnen, undt
2 Töchtern12, in die kirche, undt predigt
des Jonij gezogen, perge et cetera

|| [[Handschrift: 228r]]

Montag den 24ten: januarij; 1653.


Vor ein par tagen, hat Hagens zu Biendorf, sein
knechtt13, Meiner gemahlin Schäfer14 rencontrirt,
undt seinen hundt, (welcher gar from gewesen,
undt sonst schon etzliche mahl, die Schafe vor
den wölfen, defendiret, undt gerettet) auß
frevel undt muhtwill, mit zweyen kugeln,
durchgeschoßen, undt den Schäfer, mit bloßem
degen, iämmerlich abgeschmieret, vorgebende,
weil ich befohlen, man solte seine winde
todtschießen, (so doch nur einem einigem
wjederfahren, darumb, daß Sie mir zu nahe,
etzliche mahl in meinem Territorio, gehetzt)
so wehre es numehr wette, in deme er unsern
hundt, (aber ohne uhrsach), auch todtgeschoßen.
Jst viel, das ein kahler knechtt, so viel
hertz gehabt, dergleichen zu sagen, sich
zu undterstehen. Jch habe nicht simpliciter
befohlen, seine hunde todtzuschießen, Sondern
hinweg zu nehmen, undt ihn darzu, zusampt
dem pferde, im fall man sich seiner bemächtigen
köndte. Nun haben Sie die Biendorffischen, das hetzen
in Meinem gebiehte, gar zu gemein gemacht. Jhre
hunde seindt böse undt beissig. Man hat sich ihrer
andern nicht bemächtigen können!

|| [[Handschrift: 228v]]


Cantzeley sachen, habe ich diesen Morgen, tractiret,
lehenbrief undterschrieben, Commissiones, dieser
Stadt Bernburgk zum besten, außgefertiget,
publica & privata embsig befördert.


Schreiben, undt avisen, mit hauffen, bekommen.
Pfaltzgraf Ludwig Philips Liebden seindt zu beklagen,
daß dero Elltister Sohn <ein herr> von großer hofnung,
verschieden, alß Sie mitteinander, nacher Regenspurg
ziehen wollen. Gott tröste Jhre Liebden!


Die proposition zu Regensburg verschiebt sich.
Jnterim kommen, ie mehr, undt mehr, Stände, ahn.
Der Kayser, undt König, mit den Chur- undt
Fürsten, erlustigen sich inndeßen, auf den Jagtten.
Brehmen, undt Oldenburg seindt noch nicht verglichen.
Daß defensionswesen, im Elsaß vndt in der
Schweitz, continuiret.


Der Türcke leßet sich wieder sehen,
mit straifen in Ungarn.


Der hospodar in der Wallachey, will mit
hülfe der Cosagken, die Moldaw einnehmen.
Die Tartarn, seindt uneins undtereinander
undt theils seindt in der Moßkaw eingefallen.

|| [[Handschrift: 229r]]


Der König in Polen, suchet hülfe beym
Kayser, undt dem Reich, wieder seine feinde.


König in Engellandt, inngleichem, wil so
wol, als Polen, nacher Regenspurg legaten
schigken, undt hat seine resolution
selbst dahin zu kommen, numehr geendert.


Die holländer wollen auch nach Regenspurg
schigken, undt der Admiral Tromp, helt
die Parlamentischen in der enge,
undt plündert ihre vfer, macht reiche
beütten zur See, gleichwol hat er auch,
in abermahligem Sturm, großen schaden erlitten.
Die Jrren, undt Schotten, kriegen wieder
einen Muht, ihren König wieder zu helfen.


Schweden, undt Spannien, assistiren
theilß heimlich, theilß offentlich, dem Parlament.


Dennemargk hingegen, den Staaden,
undt nimbt seine Festungen, und uffer in achtt.


Jn Schweden, ist ihr Reichstag geschloßen,
undt etzliche Regimenter, haben ordre bekommen,
zu marchiren. Zu Lübegk gehen dennoch, die
Tractaten, mit Polen noch vor sich.

|| [[Handschrift: 229v]]


Die Venetianer tractiren zwahr mit den Otto-
mannischen, haben aber große außrüstungen vor,
undt in Candia viel pulver, in einer
heimlichen mine, gefunden, so ein Türckischer
Soldat, bey der Nachtt, von der wache,
ihnen entdegkt, hetten sonst selbige festung
dörfen verliehren, davor Sie dangkfest
gehalten.


König in Spannien, hat ihnen, 100000 kronen,
zur continuation des krieges, geschengktt,
<welches geldt zu Malta schon arriviret.>
König in Portugall, hat abermalß
reichbeladene Schiffe, auß OostJndien, bekommen.
Barcellona wirdt mit Casteelen bezähmet,
undt können keine remission erlangen.


Der Pabst, ist in Mißvernehmen, mit
andern Jtalienischen Printzen.

Dienstag den 25ten: januarij; 1653.

<1 hase. Windig. >


Jch bin mit Carolo Ursino, hinauß hetzen ge-
ritten, im gehege, gegen Roschwitz, Zeptzigk, hin
undt wieder, haben aber nichts angetroffen.
Schafgotzsch, undt Rindtorf wahren auch mitt.


Als ich nun Zeptzigk, das fuhrwergk besehen,
haben darnach Schafgotsch undt Wartemsleben, zusampt || [[Handschrift: 230r]]
dem Trompter Zachariaß haugk, unferrne
hindter mir, einen hasen gefangen.


Es gibt viel waßer auf den feldern, auch
quellen undter dem thor, zu Zeptzigk,
undt im Cöhtnischen sol auch viel waßer,
auf den feldern undt ägkern, stehen,
also: das übel zu pflügen ist. perge et cetera


Vor 40 iahren, sol alhier im Bernburgischen,
dergleichen geschehen sein. Bedeüttet mutationes.


Jnsolens responsum, vom Obrist leutnant Knochen, an Paul Ludwig
meinen hofraht, wegen der gesterigen, nicht
intimirten erscheinung, zu Cöhten, undt wirdt
der status controversiæ, recht invertiret,
dann man hat zwahr, aufm LandtTage geschloßen,
jn 14 tagen, nach demselben, eine zusammen-
kunft zu Cöhten, mitt zusammenschickung
der Deputirten, zu halten, wegen einthei-
lung der Steẅern, in die Antheile,
undt wegen erfüllung der lacunen. Es ist
aber numehr nicht 14 tage, sondern 8 wochen,
da man immer, auf die convocation gewar-
tett, undt nicht errahten können, daß Sie eben
gestern sein würde. Cest homme, perd le sens, de malice!

|| [[Handschrift: 230v]]

Mittwoch den 26ten: Januarij; 1653.


Jn die wochenpredigt, cum filiis, undt 2 töchtern15.


Der hofprediger, hat von der Conversion Sacri
Paulj Apostolj, erudite disseriret.


Hanß Bernds, ist wiederkommen.
Paul Ludwig den hofraht, bey Mir gehabtt.
J'ay sceü des envies extraordinaires.

Donnerstag den 27ten: januarij; 1653.

<Frost.>


Hanß Geörge Pose, meines Bruders Raht,
(so gestern <sollen> ankommen) hat heütte in der Cantzeley,
den gesampten deliberationibus, beyhe<zu>wohnet<n> <sich endtschuldiget.>
Ce m'est une espine, au pied, de souffrir
en ma Chancellerie, ün autre Conseiller,
avec les miens. Pacience! par
force! iusqu'a meilleüre sayson!


hanß Bernds, hat heütte auch
allerley zu referiren, und <zu> scrupuliren, gehabt,
wegen der Schlesischen prætensionen, wiewol er
es treẅlich, undt guht meinet. Gott
gesegene ihn! undt laße alles wol succediren!


Jch habe nacher Croßen, geschrieben. perge

|| [[Handschrift: 231r]]


Diesen abendt, hat sich ein treflicher großer,
undt weißtrüber krayß, oder zirckel, umb
den Mond herumb sehen laßen. Dörfte froßt
oder windt, bedeütten. perge

Freitag den 28ten: januarij; 1653.

<frost.>


In Oeconomijsachen, travagliiret.
Den Amptmann Georg Reichardt gehöret, welcher in Landeß-
sachen, zu Cöhten, gewesen.


Gelesen, in frantzösischen historien.


Meinen Sohn, Viktor Amadeus def<n> ballon schlagen sehen.
Rechnungen, undt andere dinge tractiret.

Samstag den 29ten: januarij; 1653.

<frost. Regen.> <3 hasen, Rindtorf gehezt. 1 Hasen Viktor Amadeus gehetzt>


Mit Oeconomicis, viel zu thun, undt wenig
außzurichten, gehabt.


Den Amptmann Georg Reichardt bey mir gehabtt, undt
allerley anstaltt, in Polizeysachen gemachtt.


Die wochenrechnungen vorgenommen.


Mit Hanß Bernds, importantzen tractiret. perge

Sonntag den 30ten: januarij; 1653.


Nebel mane.


Er Jonius hat unß auf dem Sahl geprediget.
Extra zue Mittage, gehabt: den Schafgotzsch, (wie
ordinarium) die Rindtorfinn aber, den Tobias Steffeck von Kolodey den
prediger, undt Hans Bernds, an der NebenTafel, extra:


Nachmittags, cum filiis, in die predigt in der kirche, Marggravij.

|| [[Handschrift: 231v]]


Hanß Berndts, a Dieu, gesaget. Gott behüte ihn!
auf wegen, undt steigen!

Montag den 31ten: Januarij; 1653.

<Digker Nebel.>


hanß Berndts ist forth. Dieu le conduyse!
Amptmann Georg Reichardt bey mir, undt in Oeconomijsachen,
anzuordnen gehabtt.


Extra zu Mittage, ist über Schafgotzsch, noch
der Doctor Fischer, hieroben bey unß gewesen.


Zweyerley depeschen, von Regenspurgk, be-
kommen, von unsern allda wol angekommenen gesandten.
Gott Lob! der sie begleittet hat! der wolle
ferner, unsere consilia gesegenen!


Jean Moutard & Philipp Gueder m'ont contentè, de leur
diligence. Dieu en face reüssir les effects!


Avis: daß der Adolf Wilhelm von Krosigk, wegen
heßen Caßel, zu Regenspurgk erschienen.


Des Reichßtagsproposition, wirdt verschoben,
biß mehr Stände, sonderlich die ChurSäxischen ankommen.


ChurPfaltz, welcher doch persöhnlich zugegen,
wirdt von den ChurBayerischen, undt von andern
Churfürstlichen gesandten, die præcedentz, undt vorsitz,
(zur ungebühr) disputiret.


Der Cron Schweden wirdt das Suffragium, undt
Session, vor der restitution Pommern, dißputiret.

|| [[Handschrift: 232r]]


Die NiederSäxischen CrayßStände, erscheinen nicht,
stellen sich, alß ob Sie particular verfaßung machten,
undt mit Schweden colludiren wollten, Sintemahl
ihre Gesandten alle, bey den Schwedischen Gesandten,
undterwegens, sich aufhalten sollen. Machen dem
Kayser, undt den Churfürsten ombrage.


Chur Meintz, hat meiner, gar honorifice gedacht,
undt in sonderbahre existimation, meine person, gehalten,
nach dem ich, vorm iahr, mit Jhrer Liebden bekandt worden.


Heßen Caßel, sol auch, mit den NiederSächsischen
verfaßungen, sich immisciren wollen.


Unsere legatj, besorgen große aufwendungen,
weil sonderlich die losamenter daselbst zu Regenspurg
sehr theẅer fallen, bitten umb nachschüße.


Es wirdt gerahten, auf den Cantzeln, das gemeine
gebeht zu halten, vor glügklichen gesegneten ahn,
undt fortgang des Reichstages, auch ende deßelbigen.
Gott gebe ia glück, undt Segen! zu heylwärtigen Consilijs!
undt das der güldene friede, nicht durchlöchert werde. perge


Der Kayser, hat, neben den Churfürsten, geschloßen,
Man solle zwahr, der Crohn Schweden, die licenten in
hinderPommern, reserviren, iedoch, Jhrer Mayestät biß
zum vergleich, in händen laßen, undt, (wie vorgedacht),
die Schwedischen Gesandten, Sie kommen an, oder nicht,
keines weges zum Voto oder Session, wegen Pommern, Brehmen,
undt Verden, admittiren, es seye dann Sache, das Sie Chur
Brandenburg wegen restitution HinderPommern, satisfaction gethan.

|| [[Handschrift: 232v]]


Nebst dem Kayser, undt dem Könige, seindt die drey
Churfürsten, Meintz, Cölln, undt Trier, alß
Geistliche, undt der Churfürst Pfaltzgrave,
alß ein welttlicher, persöhnlich ahnwesendt,
Jtem: sehr viel Bischoffe, undt Prælaten.


Der Hertzogk Eberhardt von Wirtembergk,
undt Marggraf Wilhelm von Baden, seindt auch
zugegen, beynebenst vielen Gesandten. Es werden
aber noch mehr Fürsten, undt Stände, erwartett.
Gott gebe, aufrichtige, deützsche, treẅgemeinte Consilia!


Jhre Kayserlichen Mayestäten befinden sich (Gott Lob!) gar
wol wieder auff, undt seindt in der nähe, mit
den Churfürsten, auf der Jagtt, gewesen. Sie
können aber, mit gehen, undt stehen, nicht
wol viel bewegung leiden, undt sitzen
mehrenteilß, auch in den Audientzen, über landt
fahren sie, oder laßen sich, in einer Senfte, tragen.


Les Ambassadeurs de Weymar, et de Gohte, n'ont
point d'ordre, de leürs maistres, pour visiter
le Roy, l'ayans de mesme voulü persuader,
aux nostres, mais ceux-cy, sont obligèz, a
leur instrüction. Sonst stehen wir billich, den
Weymarischen bey, in ihrer gerechten prætension,
contra Aldenburgk, wegen des PræcedentzStreitts.

|| [[Handschrift: 233r]]


Jn der Gernrödischen sache, will man unß, die Session
dißputiren, undterm vorwandt, alß ob die durch den
krieg, eingezogene Stifter, keine session hetten?
herr Vollmar, sol solcher meinung sein. Man hoft
aber dennoch, die sachen, zu verglimpfen, undt die
lehen zu erhalten.


Es stehet darauf, das der Chur Printz, von Dreßen[!],
in der person, aufn Reichstag, kommen solle.


Hollstein, gedenckt in die alternativam
zu kommen, mit Wirtemberg, Braunschweig, undt
andern vorsitzenden haüsern. perge


Bernklaw ist zu Regenspurg alß ordinarij Ambas-
sadeur von Schweden, Pohle aber alß ordinarij
Agent, allein der Königliche extraordinarie Ambassador
Graf Oxenstiern, helt sich noch zu Waldt-
münchen auf, undt lieget im Armbrust,
zu dem kommen, viel NiederSäxische undt andere
Abgesandten.


Jch habe schreiben bekommen, von Meinem
bruder Fürst Friedrich auß Venedig, item: auß Regenspurg
vom Fürsten von Dietrichstain, item: auß Brigk
von allen dreyen hertzogen, die trawrige no-
tification, hertzog Geörge Rudolffs, von der Lignitz
Sehliger ableiben, item: auß Paris, von Adolf Börsteln,
auß Wien, von der Fraw, von Roggendorff. et cetera

|| [[Handschrift: 233v]]


Die Avisen geben:


Daß Admiral Tromp, gute beütten machet, undt
bey der Jnsul Saint Martin lieget. hingegen, nehmen
auch die Engelländer, ihrer schantze wahr, rüsten
sich stargk in die See, undt haben auch nach Coppen-
hagen ablegirt, die verarrestirten Schiffe, loß zu machen.
Tromp sol einen anschlag, auf die Jnsuln Wyght,
undt Scilly, Black aber, auf Gorèe vorhaben.
Das Niederländische volck, contribuiret den 200sten
pfenning zum kriege, ist sehr willig darzu, undt
verbittert, auf die Engelländer.


General Feldtmarschall Brederode, marschiret
mit 6000 Mann, zu roß, undt fuß, wieder
die lottringher, sie von Maestricht, undt
auß der Meyereyen Hertzogenpusch, undt andern
gräntzen, (da sie übel hausen sollen) abzutreiben.


Der Kayser, hat den Graven von Starhemberg
gleichsfalß abgesandt nacher Brüßel, damit
gedachte Lottringhische völcker, von des Reichs-
boden, nemlich von der Maase, Mosel, undt
Rhein, (aldar herumb, Sie große gewaltt
üben, undt Sich noch, biß in die 10000 Mann
verstärcken) mögen abgehalten, undt der friede befördert
werden.

|| [[Handschrift: 234r]]


Alle vereinigte Provintzien, biß auf hollandt,
(welches sich noch wiedersetzet) sollen den kleinen
Printzen von Uranien, zu ihrem general Gouver-
neur, bestaltt, undt angenommen haben. Die friesen
aber, behalten ihren gubernator, graf Wilhelm
von Naßaw, welcher gleichwol in den andern
Provintzien, des kleinen Printzen, general lieu-
tenant werden soll.


Jn Schweden, geschehen große armaturen.
Jn Polen, hat die pest etwas, aber nicht gar
nachgelaßen. Die Cosacken undt Tartarn, cediren
noch nicht, undt haben große impresen vor. Zu
Dantzigk, regieret auch die pest. Die tractaten
zu Lübegk, gehen schläferig von statten.


Waß gestern, wegen der Schwedischen session
undt votj admission, von Regenspurg geschrieben,
wirdt auch, in den avisen, confirmiret.


Pfaltz Neẅburgk præparirt sich auch, nacher Regenspurg
zu raysen, undt fordert große beyhülfen darzu,
von seinen landtStenden.


Zum Kiel, ist ein omen gesehen worden, so
sehr prodigioß, wie nemlich, der himmel sich
aufgethan, undt etzliche canonschöße knallen
laßen, auch armèen auffeinander, mit trommeln,
undt pfeiffen, sollen marchiret sein, darnach verschwunden.

|| [[Handschrift: 234v]]


Zu Rudelstadt, sol die Cantzeley, das Ampthauß
forwergk, undt viel haüser, in einer gantzen
gaße, abgebrandt sein, undt großen schaden
gethan haben. Das feẅer, wehre durch
eine Brandtewein brennerin außkommen.


Zu Constantinopel sollen auch, durch großen
brandt, in die 5000 haüser, in die Asche
geleget, undt in die 4 millionen, undt
mehr, schade geschehen sein.


General Foscolo, macht noch reiche
beütten, in dem Archipelago. Candia
die Stadt undt Festung, helt sich noch.


Jn Ungarn, wollen die Türgken auch
einbrechen, undt gebrauchen sich der zuge-
frornen waßer, zum fortheil, wie die
Coßagken in Polen, welche auf die Mol-
daw, ihr absehen gerichtet haben sollen.


Jn Franckreich hat Visconte de Türenne, das
Castell Porcien, eingenommen, undt geschlaift,
Seine Mißverstände, mit dem General Seneterre,
hindern, des Königes progreßen. Printz von
Condè schläfft inndeßen, auch nicht, undt || [[Handschrift: 235r]]
hat abermals einen stargken Spannischen secours,
durch die conjunction des Conte di Fuensaldagna
bekommen, Rhetel, undt andere plätze, occupirt.
Jn Guienne, hat Spannien, ein auge, auf die
festung Bayonne, selbige zu belägern.


Zu Paris, gibt der arrest, des Cardinals
de Rez, (æmulj des Cardinals Mazzarinj!) großen
auflauf, sonderlich undter den Geistlichen,
welche sich von der Weltlichen Obrigkeitt,
nicht iudiciren laßen wollen, Sondern
remittiren ihre sachen, an den Pabst. Der
König in Frankreich aber, fraget nichts, nach
solchen oppositionen, undt fähret forth, zu
inquiriren, auf die, so seinen Staat verwirren.
Cardinal Mazzarini ist zu Saint Germain
en Laye ankommen, undt lauret auf seine
gelegenheitt, seine adversarios, zu dempfen.


Die Madame d'Orleans, ist auch in höflichem arrest,
undt viel andere vornehme Dames, undt Cavagliers.


König in Spannien, providiret die Mantuanische
festung Cazal, und bezahlet selbige garnison.


Die Jtaliänischen Fürsten, sollen eine liga
wieder Frangkreich gemacht haben. perge


Textapparat
a Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Bislang unidentifiziertes Kreissymbol.
c Bislang unidentifiziertes Kreissymbol.
d Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
e Die Silben "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Person nicht ermittelt.
2 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
3 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
4 Identifizierung unsicher.
5 Personen nicht ermittelt.
6 Mt 6,13.
7 Zitat aus Flaminio: De rebus divinis carmina, o. S.
8 Io 2,1-11.
9 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
10 Ps 23.
11 Mt 8.
12 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
13 Person nicht ermittelt.
14 Person nicht ermittelt.
15 Hier kommen am wahrscheinlichsten die Fürstinnen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, und Angelika in Frage.
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ablegiren
jemanden entsenden, beordern
ableiben
sterben
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
adimpliren
erfüllen
admittiren
gestatten, zulassen
affectionirt
gewogen, geneigt
affigiren
aushängen, anheften
Anschlag
Plan, Absicht
arriviren
ankommen, eintreffen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
bandisiren
verbannen
bandisiren
ächten
bannisiren
des Landes oder der Stadt verweisen
beneventiren
gut aufnehmen, freundlich empfangen
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
causiren
verursachen
cediren
weichen, nachgeben
cediren
abtreten, übereignen
confirmiren
bestätigen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
consuliren
um Rat fragen, zu Rate ziehen
consuliren
beraten
consuliren
einen Rat geben
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contradiciren
widersprechen
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
decidiren
bestimmen, entscheiden
defendiren
verteidigen
Defensionswerk
Verteidigungsanlage, Befestigung
Defensionswerk
Gesamtheit aller Verteidigungsmaßnahmen
Defensionswesen
Angelegenheiten der Verteidigung
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
disponiren
etwas verteilen, über etwas verfügen
disseriren
sich auseinandersetzen, diskutieren
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Enke
Knecht
excusiren
entschuldigen
Existimation
Ansehen, Wertschätzung
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung
Faction
(politische) Partei
Faction
(politische) Entzweiung
gähling
plötzlich, unversehens
immisciren
einmischen
immisciren
hineindrängen, hineinziehen
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
insinuiren
(ein Schriftstück) einhändigen, übergeben, zustellen
insinuiren
sich beliebt machen, sich einschmeicheln
insinuiren
andeuten, durchblicken lassen, (heimlich) hinterbringen
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
intimiren
bekannt machen
Intricat
Verwicklung, Schwierigkeit
invitiren
einladen
Licent
Abgabe für ausgeführte Waren, Zoll, Akzise
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Maturation
Beschleunigung
ominiren
prophezeien
portendiren
ankündigen, prophezeien
präsentiren
schenken, als Geschenk geben
präsentiren
beschenken
prävaliren
schadlos halten
prävaliren
dem Übergewicht beugen
prävaliren
überwiegen, vorherrschen, dominieren
Pri(n)se
vom Feind erbeutetes Schiff
providiren
versorgen, versehen
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
Reigerbeiße
Reiherjagd
relaxiren
freilassen
relaxiren
rückgängig machen, annullieren, aufheben
remedi(i)ren
abhelfen
Remission
Verzicht auf einen Anspruch, Nachlass auf eine Forderung
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
Remonstration
(gerichtliche) Erwiderung, Gegenvorstellung, Einwand
rencontriren
antreffen, begegnen
renoviren
für ein Gut oder in einem Gebiet geltende Besitz- und Herrschaftsrechte (erneut) verzeichnen
renoviren
modifizierend erneuern
Römerzug
von den Reichsständen zu entrichtender, in Matrikeln festgelegter finanzieller Beitrag, der ursprünglich zur Finanzierung des Begleitzuges der deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom, später zur Deckung der monatlichen Kosten für die Unterhaltung und Besoldung von Truppenkontingenten des Reichs und der Kreise diente
salviren
retten
scrupuliren
bekümmern
scrupuliren
nachgrübeln, zweifeln
Session
Sitz, Platz
Session
Sitzung
Sollicitatur
Betreibung, Förderung einer (Rechts-)Angelegenheit
Sollicitatur
Gesuch um rasche Erledigung einer anhängigen Rechtssache
Sollicitatur
Forderung
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
stilisiren
schriftlich darstellen
succediren
folgen, nachfolgen
succediren
erfolgreich sein, Glück haben
tormentiren
foltern, quälen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Trompter
Trompeter
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
Visite
Besuch
Volk
Truppen
Wind
Windhund (großer schlanker Jagdhund)
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Timoschka Ankudinow
(Pseudo-)Fürst Iwan Schuiski

gest. 1654
Anm.: Aus dem Moskauer Reich geflohener Schreiber, welcher sich als Sohn des verstorbenen Zaren Wassili IV. (1552-1612) ausgab; 1650-1652 Aufenthalte als Thronprätendent am polnischen und schwedischen Königshof; 1652/53 Exil in Schleswig-Holstein; 1654 Hinrichtung in Moskau.
Markgraf Wilhelm von Baden-Baden

geb. 1593
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Eduard Fortunat von Baden-Baden (1565-1600); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Baden (1631-1634 Vertreibung durch die Schweden), 1634-1648 ebenso von Baden-Durlach; seit 1630 kaiserlicher Geheimer Rat sowie Obrist (1630-1646), Generalfeldwachtmeister (1633) und Feldzeugmeister (1635); ab 1652 Reichskammerrichter; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
Geburtsname: Fürstin Johanna Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1612
gest. 1695
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1674 Ehe mit Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Matthias Bioerenklou
Matthias Mylonius

geb. 1607
gest. 1671
Anm.: Sohn des Müllers Erik Mattsson; ab 1627 Studium in Uppsala; 1632-1637 Lehrer des späteren schwedischen Reichskanzlers Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö (1622-1686); seit 1637 Rhetorikprofessor an der Universität Uppsala; daneben ab 1640 königlich-schwedischer Kanzleisekretär; 1643-1647 schwedischer Gesandtschaftssekretär in Osnabrück; 1647-1649 Resident in Münster; 1650-1656 Rat und seit 1656 Präsident der Regierung des Herzogtums Bremen; schwedischer Gesandter in Wien (1651) und auf dem Regensburger Reichstag für Pommern (1653/54); 1659 diplomatische Mission in Frankreich; ab 1661 Hofkanzler der Vormundschaftsregierung; seit 1664 Reichsrat und Kanzleirat; Nobilitierung 1646.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Robert Blake

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Humphrey Blake; 1640, 1645, 1653, 1654 und 1656 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); ab 1646 englischer General at sea; seit 1656 Lord Warden of the Cinque Ports.

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Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Friedrich Bohle

geb. 1601
gest. 1658
Anm.: Geboren in Miltau (Lettland); um 1630 herzoglich-pommerscher Sekretär; ab 1640 schwedischer Hofrat; seit 1652/53 Kanzler der Regierung von Schwedisch-Pommern; 1653/54 Gesandter auf dem Regensburger Reichstag für die Herzogtümer Bremen und Verden; 1646 Nobilitierung.

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Johann Georg Bohse

geb. 1578
gest. 1669
Anm.: Sohn des Juristen Johann Georg Bohse; Studium in Helmstedt; Dr. jur. utr.; anhaltischer und mecklenburgischer Rat; ab 1629 Stadtsyndikus von Halle (Saale); um 1647/53 Advokat und spätestens seit 1654 Rat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).

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Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Marguerite de Bourbon
Duchesse Marguerite d' Orléans
Geburtsname: Prinzessin Marguerite von Lothringen

geb. 1615
gest. 1672
Anm.: Tochter des Franz von Lothringen, Graf von Vaudémont (1572–1632); seit 1632 Ehe mit Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660).

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N. N. de Bourcier de Barry (1)

Anm.: Sohn des Henri de Bourcier de Barry, Seigneur de Saint-Aunais.
N. N. de Bourcier de Barry (2)

Anm.: Sohn des Henri de Bourcier de Barry, Seigneur de Saint-Aunais.
Henri de Bourcier de Barry
Baron Henri de Lésignan

geb. ca. 1608
Anm.: Sohn des Hercule de Bourcier, Baron de Barry; Seigneur de Saint-Aunais; französischer Colonel (1632), Maréchal des camps et des armées du Roi (1644) und Lieutenant-général des armées du Roi (1649); ab 1649 Gouverneur von Leucate und Termes; 1652/53 Offizier unter dem Frondeur Louis II de Bourbon, Prince de Condé (1621-1686); danach erneut in königlichen Kriegsdiensten; 1655 Erhebung zum Baron de Lésignan; 1661 Inhaftierung; 1665 Flucht nach Spanien.
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Obrist (1633), Generalleutnant der Artillerie (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von 's-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672).

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Giovanni (2) Cappello

geb. 1584
gest. 1662
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Lorenzo Cappello (1555-1625) di Piero; 1612 Mitglied der Quarantia civil nova; 1615 bzw. 1618 Mitglied der Quarantia ordinaria; 1615 Provveditore alla Sanità; 1616 Auditor novissimo; 1625 Vorsitzender des Rates der Zehn; 1625 Podestà von Brescia; 1627 Mitglied der Pregadi; 1628 Savia alla mercanzia; 1630-1633 venezianischer Bailo (Repräsentant) und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1641-1642 und 1647-1649 Provveditore generale in Terraferma; 1652/53 erneut Bailo und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1653-1658 in Adrianopel inhaftiert; ab 1653 Prokurator von San Marco. .
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Graf bzw. Fürst Maximilian von Dietrichstein

geb. 1596
gest. 1655
Anm.: Sohn des Grafen Sigmund von Dietrichstein (1560-1602); ab 1614 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1622-1637 Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora (1598-1655); seit 1651 kaiserlicher Obersthofmeister sowie Mitglied und Präsident des Geheimen Rates; 1629 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Hans (2) Ehrich

geb. 1587
gest. 1665
Anm.: Bürger und Schuhmachermeister in der Bernburger Talstadt; spätestens 1636 auch fürstlicher Hofschuster (noch 1653).
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Sibylla Eleonora von Erlach
Geburtsname: Sibylla Eleonora von Börstel

geb. 1619
gest. 1670
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); 1635-1642 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1642 Ehe mit August Ernst von Erlach (1616-1684).

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Francesco I d' Este
Duca Francesco I di Modena e Reggio

geb. 1610
gest. 1658
Anm.: Sohn des Alfonso III d'Este, Duca di Modena e Reggio (1591-1644); ab 1629 Duca di Modena e Reggio; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Hans Ernst von Freyberg

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Erbherr auf Elsdorf; Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; um 1639 im Dienst des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); um 1643/49 und erneut ab 1656 Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); um 1650/56 anhaltisch-plötzkauischer Rat und Hofmeister; später Hofmeister und ab 1660 auch Wittumsrat der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); spätestens seit 1642 Mitglied des Größeren, später auch des Engeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; zugleich Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich d. J. von Friesen

geb. 1610
gest. 1680
Anm.: Sohn des Heinrich d. Ä. von Friesen (1578-1659); ab 1639 kursächsischer Hofrat; danach mehrere diplomatische Missionen, u. a. als kurfürstlicher Gesandter auf den Regensburger Reichstagen von 1640/41 und 1653/54; seit 1650 Geheimer Rat; ab 1665 Direktor des Geheimen Rats; 1653 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Belohnende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Sächsische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jean-François Paul de Gondi
Erzbischof Jean-François Paul von Paris
Kardinal de Retz

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Sohn des Philippe-Emmanuel de Gondi, Comte de Joigny (1580-1662) (aus dem Haus der Duc de Retz); 1638 Priesterweihe; 1643-1654 Koadjutor und designierter Nachfolger seines Großonkels Jean-François de Gondi, Erzbischof von Paris (1584-1654); ab 1644 zugleich Titularerzbischof von Korinth; 1648-1652 Beteiligung an der Fronde; seit 1652 Kardinal; 1652-1654 Inhaftierung als Frondeur; 1654-1662 Leben im Exil und (nominell) Erzbischof von Paris; Verfasser bedeutender Memoiren.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Michael Hermann von Hagen

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Sohn des Sigmund von Hagen (1564-1631); Erbherr auf Biendorf; 1645-1651 Hof- bzw. Kammerjunker des Herzogs August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680); 1659-1661 Hofmeister und Rat der Fürsten Lebrecht (1622-1669) und Emanuel von Anhalt-Plötzkau (1631-1670); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Georg Achatz Heher

geb. 1601
gest. 1667
Anm.: Sohn des Jursiten Georg Heher aus Nürnberg; Studium in Altdorf (1616-1620; Dr. jur. 1623) und Jena (1622); ab 1624 Advokat in Nürnberg; seit 1628 Assessor am dortigen Untergericht sowie Konsulent in Altmühl; ab 1630 Stadtgerichts-Konsulent in Nürnberg; seit 1632 Rat der schwedischen Regierung in Würzburg; 1633 Vizekanzler und Direktor der Regensburger Kriegskanzlei unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1636 erneut Konsulent in Nürnberg; ab 1640 sächsisch-gothaischer Hofrat; 1645-1648 Gesandter der Herzöge von Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha, der Fürsten von Anhalt sowie der Reichsstadt Nürnberg auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 sächsisch-gothaischer Oberamtmann in Königsberg, Heldburg, Eisfeld und Veilsdorf; 1649/50 Gesandter der ernestinischen Herzöge auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1653/54 sächsisch-gothaischer und anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1659 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; 1644 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mittheilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Louise Charlotte Kettler
Herzogin Louise Charlotte von Kurland und Semgallen
Geburtsname: Markgräfin Louise Charlotte von Brandenburg

geb. 1617
gest. 1676
Anm.: Tochter des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1645 Ehe mit Jakob Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen (1610-1682).

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
Koca Derviş Mehmet Pascha
Mehmet Pascha

gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Tscherkesse; 1635/36 Teilnahme am türkischen Feldzug gegen Persien; Beylerbey (Provinzgouverneur) von Damaskus (1637/38), Diyarbekir (1638/39), Bagdad (1639-1642), Aleppo (seit 1642), Anatolien, Silistra und Bosnien (1648/49); 1649/50 und 1652/53 Kapudan Pascha (Großadmiral) der osmanischen Marine; 1653/54 Großwesir des Osmanischen Reiches.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Adolf Wilhelm von Krosigk

geb. 1609
gest. 1665
Anm.: Sohn des (Albrecht) Christoph von Krosigk (1576-1638); 1632 sächsisch-weimarischer Hauptmann; ab 1636 in hessisch-kasselischen Diensten als Hofmeister (1637/37) und Geheimer Rat (seit 1638); 1644-1649 Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Resident in Wien; 1653/54 Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; Präsident des Geheimen Rats in Kassel; 1656 Erhebung in den Frei- und Panierherrenstand; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zerstöbernde").

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Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Philippe de La Mothe-Houdancourt
Duc Philippe de Cardone
Duc Philippe du Fayel

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des Philippe de La Mothe-Houdancourt (1558-1652); 1622-1652 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal de camp (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1641) und Maréchal de France (1642); 1642-1644 und 1651-1653 Vizekönig von Katalonien; 1642-1653 Duc de Cardone; ab 1652 Pair de France; seit 1653 Duc du Fayel.

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Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Eleonora Maria Ludwig
Geburtsname: Eleonora Maria Schwartzenberger

geb. 1653
gest. 1740
Anm.: Tochter des fürstlichen Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger (gest. 1696); seit 1686 Ehe von mit dem fürstlichem Hof-, Lust- und Kunstgärtner Franciscus Ludwig (gest. nach 1699) in Dessau.
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Diez

geb. 1613
gest. 1664
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Kasimir von Nassau-Diez (1573-1632); zunächst in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1640 Statthalter von Friesland, seit 1650 auch von Groningen und Drenthe; 1650 Schlüsselrolle beim gescheiterten Umsturzversuch des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); 1640-1654 regierender Graf und ab 1654 erster Fürst von Nassau-Diez.

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Salomon Nefe

geb. 1606
gest. 1662
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Bürgers Hans Nefe; ab 1641 Küster (Äditus) an der Bernburger Schlosskirche St. Aegidien (noch 1653); seit spätestens 1642 zugleich Stadtschreiber der Bernburger Bergstadt (noch 1649); zuletzt Schulmeister in Ilberstedt.
Nickert

Anm.: Sagenhafter, im Bernburger Saale-Altarm "Nickertsumpf" lebender Wassergeist, der als männlicher Geselle der Nixen den Menschen je nach Laune helfen oder schaden soll.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Anne-Geneviève d' Orléans
Duchesse Anne-Geneviève de Longueville
Duchesse Anne-Geneviève d' Estouteville
Princesse Anne-Geneviève de Châtelaillon
Comtesse bzw. Princesse Anne-Geneviève de Neuchâtel
Geburtsname: Anne-Geneviève de Bourbon

geb. 1619
gest. 1679
Anm.: Tochter des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1642-1663 Ehe mit Henri II d'Orléans, Duc de Longueville (1595-1663).

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Graf Axel Gustafsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Gustaf Gabrielsson Oxenstierna (1551-1597); ab 1604 königlicher Kammerjunker; seit 1609 Reichsrat; ab 1612 schwedischer Reichskanzler; 1632/34-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1645 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewünschte").

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Paulus Heiliger

Anm.: Apostel.

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Alonso Pérez de Vivero y Menchaca
Conde Alonso de Fuensaldaña
Vizconde Alonso de Altamira

geb. 1603
gest. 1661
Anm.: Sohn des Juan Pérez de Vivero, Conde de Fuensaldaña y Vizconde de Altamira; nach dem Tod des Vaters Conde de Fuensaldaña y Vizconde de Altamira; spanischer Capitán (1632), Maestre de campo (1636), General (1640) und Generalkapitän (1648); 1656-1660 Gouverneur von Mailand; 1660/61 außerordentlicher Botschafter in Paris.

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Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgraf Ludwig Kasimir von Pfalz-Simmern

geb. 1636
gest. 1652
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655).
Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Joachim Plato

geb. 1627
gest. 1672
Anm.: Sohn des Hoymer Pfarrers und späteren Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659); 1651-1653 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1653-1672 Pfarrer in Sandersleben; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 380.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Prinz Karl Ferdinand von Polen
Bischof Karl Ferdinand von Breslau
Herzog Karl Ferdinand von Schlesien-Neisse
Bischof Karl Ferdinand von Płock
Herzog Karl Ferdinand von Schlesien-Oppeln
Herzog Karl Ferdinand von Schlesien-Ratibor

geb. 1613
gest. 1655
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); ab 1625 Bischof von Breslau und Herzog von Schlesien-Neisse; seit 1640 auch Bischof von Płock; ab 1650 ebenso Herzog von Schlesien-Oppeln und Schlesien-Ratibor (Pfandbesitz).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Zacharias Prüschenk von Lindenhofen

geb. 1610
gest. 1678
Anm.: Sohn des Sebastian Prüschenk von Lindenhofen; ab 1628 Studium der Rechtswissenschaft; 1635 Promotion zum Dr. jur. in Jena und Antritt einer Professur ebenda; ab 1640 Rat in herzoglich Weimaranische Dienste; seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fördernde").

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Johanna Barbara Röber
Geburtsname: Johanna Barbara Schmidt

geb. 1632
gest. 1713
Anm.: Tochter des Hans Schmidt aus Bern; ab 1653 Ehe mit dem fürstlichen Kammerdiener Ludwig Röber (1619/20-1687).
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Johanna von Roggendorf
Geburtsname: Johanna Drnowska von Drnowitz
Geburtsname: Johanka Drnovská z Drnovic

geb. 1599
gest. 1667
Anm.: Tochter des mährischen Ritters Bogislaw Drnowsky von Drnowitz; 1619-1652 Ehe mit Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652).
Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

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Herzog Christian von Sachsen-Eisenberg
Herzog Christian von Sachsen-Gotha-Altenburg

geb. 1653
gest. 1707
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601-1675); 1675-1680 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg; ab 1680 nach der Landesaufteilung regierender Herzog von Sachsen-Eisenberg.

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Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

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Henri II de Saint-Nectaire
Duc Henri de La Ferté-Senneterre

geb. 1599
gest. 1681
Anm.: Sohn des Henri I de Saint-Nectaire, Marquis de La Ferté-Nabert (1573-1662); französischer Capitaine (ab ca. 1627), Mestre de camp, Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général (1648) und Maréchal de France (1651); seit 1643 Gouverneur des Herzogtums Lothringen; ab 1665 Duc de La Ferté-Senneterre und Pair de France.

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N. N. von Schaffgotsch (3)

Anm.: Um 1652/53 junger Angehöriger des aus Schlesien stammenden Adelsgeschlechts.
Christoph Schlemmer

Anm.: Aus Dresden; um 1653 vermutlich in Bernburg.
Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Brieg

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Ludwig (1616-1663) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Ohlau und Schlesien-Wohlau; seit 1664 auch Herzog von Schlesien-Brieg und Schlesien-Liegnitz; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beliebige")

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Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg

geb. 1611
gest. 1664
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1635-1639 Statthalter im Herzogtum Schlesien-Brieg; 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Ludwig (1616-1663) und Christian (1618-1672) regierender, ab 1653 alleiniger Herzog von Schlesien-Brieg; seit 1663 auch Herzog von Schlesien-Liegnitz; ab 1639 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unfehlbare").

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Herzog Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Schlesien-Liegnitz und Schlesien-Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

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Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Liegnitz
Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1628
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1649-1663 Ehe mit Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Brieg bzw. Schlesien-Liegnitz (1616-1663).

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Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Liegnitz
Herzog Ludwig von Schlesien-Brieg

geb. 1616
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Christian (1618-1672) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Liegnitz; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilsame").

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Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1597
gest. 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

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Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1584
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

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Hans (1) Schmidt
Jean Schmidt

Anm.: Geboren in Bern; bis 1628 Küchenmeister und Sattelknecht des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; fürstlicher Gutsverwalter in Hoym (1628-1632) und Zepzig (1632-1637); seit 1637 Hausbesitzer in Baalberge.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

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Schuiski, Dynastie
Fürsten Schuiski

Anm.: Von den Rurikiden abstammende Fürsten von Nischni Nowgorod-Susdal (bis ins 15. Jahrhundert), das 1606-1610 einen Zaren des Moskauer Reiches stellte.

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Graf Heinrich Wilhelm von Starhemberg

geb. 1593
gest. 1675
Anm.: Sohn des Reichard von Starhemberg (1570-1613); ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; 1630 Konversion zum katholischen Glauben; 1631-1637 Hofmarschall von König Ferdinand III. (1608-1657); 1637-1671 kaiserlicher Obersthofmarschall; seit 1656 Geheimer Rat; ab 1672 Landeshauptmann von Oberösterreich; 1643 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 246-259.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Gottfried Travelmann

gest. 1659
Anm.: Westfälischer Adliger aus Münsteraner Erbmännergeschlecht; zunächst Page und später bis höchstens 1629 Stallmeister des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); spätestens ab 1654 gräflicher Hofmeister in Tecklenburg; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dicke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Andreas Türckhammer

geb. 1597/98
gest. 1664
Anm.: Spätestens 1631 fürstlich-anhaltischer Oberförster im Harz.
Melchior Otto Voit von Salzburg
Bischof Melchior Otto von Bamberg

geb. 1603
gest. 1653
Anm.: Sohn des Johann Wolf Voit von Salzburg (gest. 1618); ab 1612 Domizellar und seit 1627 Domkapitular in Würzburg; 1622-1640 Domherr in Mainz; ab 1627 Domherr in Bamberg; 1628-1630 Landrichter des Herzogtums Franken; seit 1635 Propst des Würzburger Stifts Neumünster; 1638-1642 Dompropst und bischöflicher Statthalter in Bamberg; ab 1642 Bischof von Bamberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Isaak Volmar

geb. 1582
gest. 1662
Anm.: Sohn des württembergischen Vogts Abraham Volmar in Streußlingen; 1599 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Tübingen; 1606-1613 Professor für Rhetorik und 1613-1615 Advokat in Freiburg im Breisgau; ab 1615 im Dienst und seit 1621 Kanzler der vorderösterreichischen Landesregierung in Ensisheim im Elsaß; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; nach 1627 zeitweise im Dienst des ebenfalls konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); ab 1630 Reichshofrat; 1632-1642 Präsident der Innsbrucker Hofkammer; 1638 Kommandant die Rheinfestung Breisach; kaiserlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster (1643-1649), auf dem Reichstag in Regensburg (1653/54) und auf dem Deputationstag in Frankfurt/Main (1656); 1649 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Graf Maximilian Willibald von Waldburg-Wolfegg
Maximilian Willibald Truchseß von Waldburg-Wolfegg

geb. 1604
gest. 1667
Anm.: Sohn des Heinrich Truchseß von Waldburg-Wolfegg (1568-1637); 1628 Erhebung in den Grafenstand; Kämmerer (1631) und Oberstallmeister (1632) des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; kaiserlicher Obrist (1633), Generalwachtmeister (1642) und Feldmarschallleutnant (1647); ab 1637 regierender Graf von Waldburg-Wolfegg und kurbayerischer Geheimer Rat; 1640-1649 Stadtkommandant von Lindau; 1649 kurbayerischer Feldzeugmeister; seit 1650 Statthalter der Oberpfalz; bayerischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1653/54).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Heinrich Julius von Wietersheim

geb. ca. 1624
gest. 1669
Anm.: Sohn des schleswig-holsteinisch-gottorfischen Kanzlers Anton (1) von Wietersheim (1587-1647); Erbherr auf Stadthagen und Sachsenhagen.
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Aachen
weiterführende Informationen
Aderstedt
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Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bar-le-Duc
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Bayonne
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Biendorf
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Blois
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Bordeaux
weiterführende Informationen
Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Bremen
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Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
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Breslau (Wrocław)
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Brieg (Brzeg)
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Brüssel (Brussels, Bruxelles)
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Candia (Irákleion)
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Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Casale Monferrato
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Château-Porcien
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Comacchio
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Coswig (Anhalt)
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Danzig (Gdańsk)
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Dardanellen
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Delmenhorst, Grafschaft
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dresden
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Elsass
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England, Commonwealth von
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Erfurt
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Frankreich, Königreich
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Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Galiläa
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Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Genf (Genève)
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Gernrode
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Goedereede (Goeree)
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Gröna
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Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Guyenne
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
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Hamburg
weiterführende Informationen
Harzgerode
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Hinterpommern
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
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Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hotham
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Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Jülich, Herzogtum
weiterführende Informationen
Kanaan
weiterführende Informationen

Anm.: Biblisches "gelobtes Land".
Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kefalonia, Insel
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Kiel
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Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
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Kopenhagen (København)
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Korfu, Insel
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Kranichfeld
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Kreuznach (Bad Kreuznach)
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Krim, Khanat
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Kythira (Cerigo), Insel
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Leipzig
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Leucate
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Livland, Herzogtum
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London
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Lübeck
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Lüttich (Liège), Hochstift
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Maas (Meuse), Fluss
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Maastricht
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Malta (Inselgruppe)
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Mantua (Mantova)
weiterführende Informationen
Mantua, Herzogtum
weiterführende Informationen
Meierij van 's-Hertogenbosch
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Herzogtums Brabant.
Mittelmeer
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Moldau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Moldau (Vltava), Fluss
weiterführende Informationen
Montferrat, Herzogtum
weiterführende Informationen
Mosel, Fluss
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Niedersächsischer Reichskreis
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Nordsee
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Oberrheinischer Reichskreis
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Obersächsischer Reichskreis
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Öresund (Øresund)
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Österreich, Erzherzogtum
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Oldenburg
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
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Ostindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Paris
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Plötzkau
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Preßburg (Bratislava)
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Quedlinburg
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Regensburg
weiterführende Informationen
Rhein, Fluss
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Roschwitz
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Rudolstadt
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Saale, Fluss
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Saint-Germain-en-Laye
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Saint-Martin, Insel
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Salzburg
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
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Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Scilly-Inseln (Isles of Scilly)
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stockholm
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Strenge
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Tecklenburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Themse (Thames), Fluss
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Thüringen
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Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Vechta
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Verden, Hochstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Wien
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Wight, Insel (Isle of Wight)
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Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg)
weiterführende Informationen
Zakynthos, Insel
weiterführende Informationen
Zepzig
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Zerbst
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Zinna, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Erzstifts Magdeburg.
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Hanse(bund)
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Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Parlement de Bordeaux
weiterführende Informationen
Parlement de Bretagne (Parlement de Rennes)
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Parlement du Dauphiné (Parlement de Grenoble)
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Parlement de Dijon
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Parlement de Metz
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Parlement de Navarre et de Béarn (Parlement de Pau)
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Parlement de Normandie (Parlement de Rouen)
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Parlement d'Orange
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Parlement de Paris
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Parlement de Pontoise
Anm.: Während der Fronde im Jahr 1652 kurzeitig aus Paris nach Pontoise verlegtes königstreues Parlament.
Parlement de Provence (Parlement d'Aix)
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Parlement de Toulouse
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Marcantonio Flaminio: De Rebvs Divinis Carmina Ad Margaritam Henrici Gallorum Regis sororem, Antwerpen: Christophe Plantin, 1558. [Nachweis im GVK]
Quintus Horatius Flaccus: Oden, in: Oden und Epoden. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2002, S. 8-261. [Nachweis im GVK]