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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Februar 1653


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIa, fol. 235v-253r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Februar 1653
Bernburg → Gröna → Bernburg
  • Geflügellieferung
  • Korrepondenz
  • Fuchsjagd
02. Februar 1653
Bernburg
  • Schnee
  • Kirchgang zu Mariae Lichtmess
  • Schlittenfahrt der Söhne Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Administratives und Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
03. Februar 1653
Bernburg
  • Abschickung nach Zerbst und Dessau
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
04. Februar 1653
Bernburg
  • Kälte und Sonnenschein
  • Erkrankung eines Pferdes und Suche nach Hilfsmitteln
  • Rechnungswesen
05. Februar 1653
Bernburg
  • Frost und Sonnenschein
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Spaziergang
  • Rückkehr der Fuhrleute aus Magdeburg
06. Februar 1653
Bernburg
  • Frostige Kälte
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Herr von Schaffgotsch, die ehemalige Hofjungfer Helena von Rindtorf, Kammerrat Dr. Joachim Mechovius und Pfarrer Georg Enderling als Mittagsgäste
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Entsendung des Kammermeisters Tobias Steffeck nach Plötzkau
07. Februar 1653
Bernburg
  • Kälte und Frost
  • Erteilung von Aufträgen
  • Besuch und Bericht durch den anhalt-zerbstischen Hofrat Johann Köppen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
08. Februar 1653
Bernburg
  • Kälte und Frost
  • Nachrichten
  • Abfertigungen
09. Februar 1653
Bernburg
  • Kälte und Frost
  • Korrespondenz
  • Kirchgang
  • Gespräch durch den Kammerschreiber Johann Senf
  • Unglück eines Küchenjungen
  • Nachrichten
10. Februar 1653
Bernburg
  • Zwei Abschickungen
  • Traum
  • Begutachtung einer Straße durch den Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf
11. Februar 1653
Bernburg
  • Schnee und Wind
  • Nachrichten
  • Rückkehr des fürstlichen Bediensteten Johann Berndt
  • Gespräch mit dem Amtmann Georg Reichardt
  • Entsendung des Prinzenlehrers Johann Christian Hammel nach Plötzkau
12. Februar 1653
Bernburg
  • Besuch durch Berndt
  • Besuch bei einem kranken Pferd
  • Wirtschaftsangelegenheiten
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
13. Februar 1653
Bernburg
  • Wildlieferung aus Ballenstedt
  • Neuigkeiten
  • Predigt auf dem Schloss
  • Die von Rindtorf, Dr. Mechovius, Steffeck von Kolodey, Diakon Andreas Hesius sowie Schaffgotsch als Mittagsgäste
  • Ausfall der Nachmittagspredigt aufgrund des Jahrmarkts
14. Februar 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Morgens Frost, später schönes Wetter
  • Gespräch mit dem Hofrat Paul Ludwig
  • Ausritt des Sohnes Karl Ursinus
  • Beginn des Jahrmarktes
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Spaziergang
15. Februar 1653
Bernburg
  • Wirtschaftsangelegenheiten
  • Neuigkeiten
16. Februar 1653
Bernburg
  • Wind und Regen
  • Ende des Jahrmarkts
  • Kirchgang mit den Söhnen
  • Unterredungen mit Reichardt und Stadtvogt Johann Georg Albinus
17. Februar 1653
Bernburg
  • Wind
  • Korrespondenz
  • Besuch durch Bürgermeister Joachim Döring
18. Februar 1653
Bernburg
  • Wind, Regen und Schnee
  • Erneuter Besuch durch Senf
  • Besuch durch Reichardt
  • Vorbereitungen der Kinder für eine Theater- und Ballettaufführung
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
19. Februar 1653
Bernburg
  • Wirtschaftsangelegenheiten
  • Besuch durch Senf
  • Rückkehr des Bediensteten Philipp May
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
20. Februar 1653
Bernburg
  • Stürmischer Wind
  • Predigt auf dem Schloss
  • Schaffgotsch, Prinzessinnenhofmeister Johann Esche von Wallwitz, Steffeck und Pfarrer Johann Abraham Menzelius als Essensgäste
  • Vokation von Johann Joachim Plato nach Sandersleben
  • Ballettprobe der Kinder
21. Februar 1653
Bernburg
  • Wind und Schnee
  • Korrespondenz
  • Beihilfe für einen ausgeraubten von Bernstorff
  • Unterhaltung mit Wallwitz
  • Theaterprobe der Kinder
  • Administratives
22. Februar 1653
Bernburg
  • Wildlieferung
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
23. Februar 1653
Bernburg
  • Schnee und Wind
  • Neuigkeiten
  • Kirchgang mit den Söhnen
  • Schaffgotsch, Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz, Steffeck und Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgäste
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Theater- und Ballettprobe der Kinder
24. Februar 1653
Bernburg
  • Schönes Wetter und abendlicher Schnee
  • Fünfzigster Geburtstag der Gemahlin Eleonora Sophia
  • Ausstattung des Pagen Christian Wilhelm von Wartensleben mit einem Degen
  • Gestriger Unfall des Pagen Philipp Karl Geuder
  • Weiterer Unfall
  • Gespräche mit Reichardt und anderen
  • Theater- und Ballettauffühung durch die Kinder zum Geburtstag der Mutter
  • Maskerade und Tanz am Abend
25. Februar 1653
Bernburg
  • Rückkehr zum Alltag
  • Besuch durch David Schmidt
  • Spiele der Kinder und Adligen
26. Februar 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Abreise von Wallwitz, Ludolf Lorenz von Krosigk und Wartensleben
  • Besuch einer Kleinhändlerin bei der Gemahlin
27. Februar 1653
Bernburg
  • Wildlieferung aus Ballenstedt
  • Frost
  • Abreise von Wallwitz nach gestriger Rückkehr mit Wartensleben
  • Predigt auf dem Schloss
  • Die von Rindtorf, der Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf, Sekyrka von Sedschitz, Steffeck und Schaffgotsch als Mittagsgäste
  • Kirchgang mit den Söhnen
28. Februar 1653
Bernburg
  • Administratives
  • Unterredung mit Sekretär Christoph Bährenreutter
  • Zwei Gespräche mit Senf
  • Erneute Abschickung Mays
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
|| [[Handschrift: 235v]]

Dienstag den 1. Februarij; 1653.

<10 Räphüner, 2 waßerSchnepfen von Eichenzelle.>


Schreiben von Wolfenbüttel, vom hertzogk Augusto,
das dero herrn Sohns gemahlin, niederkommen,
undt mit einer iungen Tochter erfreẅet,
er also zum Großvatter gemacht worden. perge
Gott erhalte ihm, seinen Segen!


Nachmittages, haben wir im Grähnischen
pusch, geiaget, undt einen Fuchß gefangen.


Post von Ballenstedt, con ghiribizzij et cetera


Post von Eichenzelle, in terminj ristrettj.

Mittwoch den 2. Februarij; <Lichtmeße.>

<Schnee.>


Am heüttigen BehtTage, in die kirche, cum filijs.


Nachmittags haben meine Söhne, in der Schlittenfahrt,
sich probiret.


Jch habe, in gewöhnlichen occupationibus,
alß Regierungs: Polizey: undt Oeconomischen
sachen, auch Theilß correspondentzen, die
zeitt, zu vertreiben, gehabtt.


Eine Fuhre, nacher Magdeburgk bestellet, mit
etwas getreydig. Gott gebe, zu glücklichem succeß!


Nacher Croßen, geschrieben.

|| [[Handschrift: 236r]]

Donnerstag den 3. Februarij; 1653.


Depesche, nacher Zerbst undt Deßaw.


Aviß extraordinarie auß hollandt: daß der herzog
von Lottringhen, den herren Staden in 2 kleine Städtlein
bey Hertzogenpusch gelegen, feindtlich eingefallen,
worauf die herren Staaden etzliche 1000 Mann, verordnet,
den feindt mit aller macht, wieder außzutreiben.
Dörfte einen bösen handel setzen.


Am FreyTag, den 24ten: Januarij, (stilo novo) hat
man zu Leyden, an einem Freitag drey Sonnen, am himmel
gesehen, alß auch eine gantz Feẅrige handt,
haltende eine Ruhte in den Mondt, waß der Aller-
höchste damitt andeütten will, ist ihm alleine
bekandt.


Zwischen den Engelländern undt holländern, ist iüngsthin
ein stargker Scharmützell, zur See vorgangen,
undt haben die holländer oben, die Engelländer
aber undten gelegen, so seindt auch die Engelländer
in einen hafen getrieben, worinn sie noch dato
liegen, den 18. ⁄ 28. Januarij; die holländer aber, spielen den
Meister, zur See, undt ist kein Englisches Schiff, fast vf der Seekandte
zu verspühren. Dennoch, wollen die holländer, mit den
Engelländern, Friede, undt alliance zu schließen,
(wie etzliche schreiben) sich bemühen. perge

|| [[Handschrift: 236v]]

Freitag den 4ten: Februarij; 1653.

<Kalter SonnenSchein.>


Mein leibroß, der Fuchß, ist heütte treflich
wieder, in die Schwehre Noht, gefallen,
Jst schade, umb das schöne pferdt!


Rechnungen durchgesehen.


Jtem: artificia & remedia, pro equis, colligirt.

Samstag den 5ten: Februarij; 1653.

<Frost. Kälte. Sonnenschein.>


Victualien von Ballenstedt, bekommen.


A spasso, in die Mühle, in gartten, undt alibj.


Unsere leütte, seindt von Magdeburg glücklich wiederkommen.
Il y a eü, tout plein de füsèes a demèsler. Pacience!

Sonntag den 6ten: Februarij; 1653.

<Kälte. Froßt.>


Magister Enderling, hat unß auf dem Sahl, geprediget.


Extra zu Mittage, gehabt, (nicht allein den Schaf-
gotzsch alß numehr ordinarie extraordinarium)
die Fraw Rindtorfinn, den CammerRaht,
Doctor Mechovium, Magister Enderling etcetera etcetera


Man höret, von vielen, undt Seltzahmen
Prodigijs, alhier herumb, in vicinia, zum
Saltze, undt alibj. Gott laß es nichts böses bedeütten!


Avisen von Erffurdt: das der König in Ungarn,
undt Böhmen, zu Regenspurg gewiß soll Römischer König werden, || [[Handschrift: 237r]]
undt das man des Churfürsten von Saxen persöhnlicher
erscheinung, gewärtig.


Chur Pfaltz, wehre mit Chur Bayern, in dem
præcedentzStreitt, verglichen. Sonst gebe es
viel competentzdissidia.


Schweden, wehre wegen des suffragij undt
der session, dermaßen abgewiesen, (weil es
Pommern, nicht restituiret) das auch der graf
Oxenstiern, alle nach Regenspurg gesandte
mobilien abholen, undt seinen rügkweg
nacher Wißmar, præpariren leßett.
Jst also, ein Neẅer krieg, zu besorgen!


Die Staaden suchen eine alliance, sowol
bey Schweden, als bey Dennemargk, geschehen.


Die Stadt Brehmen, ist in gefahr. Dann die
Schweden instigiren heimlich, den Graven von
Oldenburg zu werbungen, interim: suchen sie,
die Stadt Bremen zu begühtigen. Eßken
ist darinnen, undt Königsmargk vigilirt
Sie zu bezwingen, mit lieb, oder mit leidt.
Dennoch, hat ihnen, der Kayser, (nach publicir-
ter Acht), einen salvum conductum vergönnet.


Admiral Tromp, sol wiederumb, etzliche reichbeladene
Engellische Schiffe, erobert haben.

|| [[Handschrift: 237v]]


Auß Candia, ist Gil de haaß, malcontent
undt dißgustirt, zu Venedig ankommen.


Nachmittags, mit beyden Söhnen, undt
zweyen Töchtern1 in die kirche, undt predigt Jonij;


J'ay envoyè: Tobias Steffeck de Kolodey a Plötzkau: 1. pour la condoleance
de Düc de Lignitz, & enqueste de son enterrement.
2. pour l'expedition dès Ambassadeurs envoyèz a la Contè
de Schwartzburg 3. pour l'affront, que ie crains,
en Holsace, de la vente de mes joyaulx,
dèsgagèz, & rengagèz de Madame sans mon sceü.
4. pour l'incommoditè que Schafgotzsch m'attire.


Ad 1. Tout a estè bien prins, & ma propre
passion, en la perte d'ün tel amy, considerèe.
On m'a assecürè, que le Prince Iean George,
y iroit, ainsy nos rangs, pourroyent fort
bien estre remplacéz. perge ad 2. qu'hier
les Ambassadeurs (nonchalents a èscrire) seroyent
revenüs personnellement, & deposeroyent
leurs relations, <de la Possession prinse> plaignans le grand
dèsgast & ruine, par le feü a Rudelstedt,
& <de> tous les actes, de la Chancellerie.
3. Que l'arrest, que ie cerchois, icy en ce || [[Handschrift: 238r]]
Pays, aux deniers matrimoniaulx, que l'on
doibt dèsbourser, entre cy, & la Saint Iean, au Duc Friderich
de Hollstein Norburg n'estoit pas a conseiller, ni a
l'Honneür de la mayson, veü, que la femme, ne
devoit souffrir, pour le mary; mais que moy,
& ma Femme pouvions recercher, envers luy
le Prince Auguste son intercession, a l'endroict, dü
Düc Friderich affin de le divertir, de la Vente
honeüse de mes joyaulx engagéz.
Ad. 4. qu'il souhaitteroit, que ie conten-
tasse Schafgotzsch, mais ne pouvant le
faire, il falloit enfin, qu'il se con-
tentast commes les autres, avec l'es-
perance a l'avenir!


On tient, que l'Electeur de Brandenburg
vendra sa nouvelle Principautè de
Halberstadt, en ses grandes necessitèz,
& disette d'argent. Il demande selon
le dire d'aulcüns, 40 tonnes d'or, ce quj
seroit prou, d'autres disent: 16 & que l'on
luy a desja, offert: 14 qu'il ne veut
accepter. Le temps nous en èsclaircira!

|| [[Handschrift: 238v]]

Montag den 7. Februarij; 1653.

<Frost. Käldte.>


Commissiones angeordnet, 1. Ratione Gravaminum
in der Stadt, damit dieselben. zu erledigen.
2. Ratione der fuhrleütte, welche die Krosigke
zu Erxleben, gepfändet, darumb das
Sie über ihre ägker, den oberweg gefahren,
Sie aber eine landtstraße darauß machen wollen.


Licentiat Keppe, ist, bey Mir, gewesen, undt
hat relation gethan, von seiner verrich-
tung, in der Grafschaft Schwartzburgk.
Jst auch darnach wieder forth, dieweil
das grundteiß gehet, undt er sich befah-
ret nicht wol über die Elbe zu kommen.


Risposta von Zerbst, undt Deßaw, bekommen
sampt relationen von Regenspurg undt
andern orthen.


Schreiben von Croßen.


Die Avisen bringen: daß der Prince de Condè,
etzliche Turennische Regimenter geschlagen.


Daß der Cardinal Mazzarinj, mit dem Turenne,
zerfallen, undt vom Pabst, excommuniciret seye!


Jn Guienne wehren auch noch stargke motus.

|| [[Handschrift: 239r]]


Zu Londen, wehre man, des Cromwells Tiranney Müde.
Schottland undt Jrrlandt, wangken, wieder das Parlament.
Die Jesuiter, undt Papisten, würden bannisiret.
hingegen zugelaßen, das Spannien in Jrrlandt,
undt Portugall in Schottland undt Engellandt, wer-
bungen anstellete. Admiral Tromp, suchte
die Frantzfahrer, sicher zu convoyiren. Der
Vice Admiral Wytte Wittens, stärgkte sich
auch, contra Anglos.


Schweden, undt Dennemargk, stärckte sich,
bey den Staaden, mit alliantzen.


Die Lottringhischen völcker, würden verfolget
von den Staadischen.


Jn Schweden, NiederSaxen, Oldenburgk et cetera
stellet man sich, in verfaßung.


Jn Polen, continuirt der krieg, mit den Cosagken.
Der Türgke, hat auch ein auge, dahin, undt
auf Ungarn. Der friede mit Venedig, ist noch im fierj.
Der Türcke will Candia gantz haben, quod recusatur.


Der Kayser, dringet, auf die eröfnung, der Propo-
sition zu Regenspurgk, die Schweden, klagen, daß sie
übereilet, undt nicht genungsam gehöret seyen,
protestiren wieder den despect, der abgeschlagenen
session undt Votj. Wollen sich, (pro posse), gern accommodiren.

|| [[Handschrift: 239v]]

Dienstag den 8ten: Februarij; 1653.

<Froßt. Käldte.>


Es stunde auch, in gestrigen novellen: das der
Fürst von Lobkowitz, zu Nürnbergk
ankommen, undt sich bey der Pfaltzgrävin
von Sultzbach, præsentiret, eine heyrath,
mit dero Freẅlein Tochter, zu schließen. perge


J'ay fait derechef, dès depesches de consequence!
Dieu les vueille benir!

Mittwoch den 9ten: Februarij; 1653.

<Frost. Käldte.>


Schreiben, vom Cantzler Milagio, auß Regenspurg[.]


Jn die kirche, undt wochenpredigt, cum filijs, & nobilibus,
da unß der hofprediger Mencelius, eine
scharfe bußpredigt gethan: auß dem Text:
Sie aßen, Sie truncken, Sie freyeten,
undt ließen sich freyen, zun zeitten Noah,
biß die Sündfluth kahm, undt sie alle erseüfte. perge


Jean Moutarde bey mir gehabt. Le bon
Dieu, vueille benir, mes desseigns, et jntentions!


Unser großer kücheniunge hat heütte frühe
ein unglügk gehabt, in dem er ein kalb außhawen
wollen, undt sich selbst, mit einem scharffen Meßer,
drey finger verwundet, undt fast abgehawen.

|| [[Handschrift: 240r]]


Avis: daß des Marschall Krosigks, hindterlaßene
wittwe (geborne von Pöblitz) gestorben. Jst eine
hofjungfer, Meiner Frau Mutter Sehliger noch gewesen,
undt eine alte bekandte von iugendt auff.
Jtem: das der gute alte, Albrecht Schultze,
hollsteinischer Factor, zu hamburgk auch gestorben.
Gehen also die allten diener, nacheinander hin!
Gott wolle unß baldt, mit gnaden erscheinen!

Donnerstag den 10ten: Februarij; 1653.


J'ay depeschè a Gotha Jean Moutarde[.] Dieu le conduyse!


Ein Somnium gehabt, wie ich schwester
Bathilden, Schwester Sibillen, undt Schwester Anna Sophia
gesehen, schwartz gekleidet in seiden.
Jch hette aber mit ihnen starck dispu-
tiret, bevorab den beyden letzten,
das sie gespenst, undt geister wehren,
Sie hetten aber alle drey darwider protestirt.


Rindtorf hat gestern die Straße
wegen der Fuhren bey Erxleben, be-
sichtiget, undt relation gethan,
auch Krosigken2 darbey gehabtt.


Michael Ringk verschickt nachera Gott wolle ihn geleitten!

|| [[Handschrift: 240v]]

Freitag den 11ten: Februarij; 1653.


<Schnee. Windt.>


Abermahlige Relationes, von unsern Gesandten, von
Regenspurgk Numero 4 undt 5 bekommen. Sie
haben undterschiedliche Audientzen, bey Chur: undt
Fürstlichen personen <undt gesandten>, gehabt. Seindt wol angesehen.
haben aber viel spendirt, undt müßen noch,
viel spendiren, besorgen übel außzukommen,
wegen großer Theẅrung, aller dinge,
so noch steiget, undt die losamenter, enge machet.
Chur Pfaltz Liebden ist wol ahngesehen, am Kayserlichen
hofe. Macht Chur Bayern, ialousie. Dieser
sucht immer neẅe sachen, als das man seinen
Gesandten, den Tittul Excellentz geben solle,
Jtem: daß seine gesandten, an<bey> der propositioneröfnung,
nicht sollen, wie andere Fürstliche, vor dem
Kayser hergehen, sondern, das Sie, wie die Di-
rectoria Oesterreich, undt Saltzburgk,
zu pferde, dem Kayser, folgen sollen, undt
dieses suchen Sie seinet wegen, nicht als im
Nahmen eines Churfürsten, sondern, alß hertzogs
in Bayern, welche novation, die andern gesandten
alle irritirt, (welche ihnen gleich sein wollen,) || [[Handschrift: 241r]]
undt verhindert, sowol die Bayerischen visiten, undt proposition,
alß andere correspondentzen. Chur Pfaltz macht auch
noch händel contra Pfaltzgraf Ludwigen, deßen ahn-
kunft, man erwartett, undt sie zu componiren trachtet.
Er exequirt, wieder seinen vetter, militarisch, undt ver-
iaget seiner Undterthanen, welches übel gethan ist.
Die præcedentz aber, wirdt er billich, auch über die
Churfürstlichen gesandten, (alß anwesend) erhalten, ob es ihm
schon Bayern, dißputirlich gemacht hat. Zwischen
Schweden, undt Brandenburg hoffet man, noch einen
vergleich, wegen Pommern, undt wegen der licenten,
wiewol es stargke disputata, abgegeben.


Mit Gernrödischer beleyhung, will es noch nicht forth.


Die proposition, wirdt noch nicht eröfnet. Mehr
Fürsten, Stände, undt Gesandten, werden erwartett.


Chur Pfaltz, Wirtembergk, vndt Rantzow,
erweisen sich, gar vertraẅlich, gegen unsere Gesandten.


Die 25 Monat Römerzuge, werden erinnert.
Jtem: die nachschüße, zun legationkosten.


Hanß Bernds, ist von der Weyda, vom
Obristen Schleünitz, wiederkommen, satisfait. perge


Der Ambtmann, Georg Reichardt ist bey mir gewesen.


Hammeln, nach Plötzkaw, geschicktt.

|| [[Handschrift: 241v]]


Es wirdt auch von Regenspurgk, geschrieben, daß der
Kayser, nach ertheilter acht, der Stadt Brehmen,
einen Salvum conductum gegeben.

Samstag den 12ten: Februarij; 1653.


Jch habe Hanß Bernds, bey mir gehabtt.


Meinen schönen Fuchß, besucht, welcher abermalß,
in der Streẅ, niedergefallen. Gott wolle
hülfsMittel, unß zaigen, damit das schöne Thier erhalten,
undt ferner gebraucht werden könne, ist es sein gnediger wille?


In Oeconomysachen, habe ich, meine zeitt zugebracht
mit rechnungen, undt allerley anstallten. perge


Schreiben, undt avis vom Caspar Pfawen: daß Mein bruder,
Fürst Friedrich noch mit den Venezianern, tractire, undt numehr,
nur 500 Mann, anfangs werben wolle, biß er successi-
ve, die werbegelder erlanget habe. Es fehlen ihm
noch, 10000 ThalerThlr: welche er in zweyen iahren, auß hatz-
geroda[!], wol erlangen köndte. Vocationes, sunt diversæ!


Avisen, auß Erffurdt: daß die wahl, eines Römischen
Königs, acceleriret werde, zu Regenspurgk.


Jtem: daß die Vaniteten, mit den sessionenStreitt ,
die liebe zeitt, undt unnützlich geldt, noch consumjren.


Jtem: das Chur Meintz, sich interponire, zwischen
Chur Brandenburg undt der Cron Schweden, wegen ihrer
differentzien, hette auch derentwegen, absendung gethan.

|| [[Handschrift: 242r]]


Jtem: daß in Engellandt die gemeine anfänget der
Neẅen Regenten, undt des Cromwells, überdrüßig zu werden,
undt einen König haben wollen. Die vielen schatzungen,
undt auflagen, seindt ihnen, unerträglich. So können
sie auch mit reparation der Schifflotta, so baldt nicht
aufkommen. Interim, stärgken sich die holländer,
undt hoffen, im Martio, (gebe gott) auf eine große jmpresa.


Der Türcke, movirt sich, in Ungarn, undt
die Tattarn, in Polen.

Sonntag den 13den: Februarij; 1653.

<1 Rehe, undt 1 Hase von Ballenstedt.>


Jn gestrigen Erffurdter avisen, stunde auch geschrieben,
daß der Cardinal Mazzarinj, schon heimlich, solte,
bey dem Könige, in Frankreich, ahnkommen sein, undt die
verwirrung, in selbigem Königreich, annoch
sehr groß sein.


Ein Königlich Pollnischer gesandter, ein Fürst Radzivil3,
kähme nach Regenspurgk, succurß vom Reich, zu begehren.


Er Hesius, hat hieroben, aufm Sahl geprediget,
stadtlich undt erudite, von 4erley Sahmen, Lucas 8.4


Extra zu Mittage, die Rindtorfjnn, Doctor Mechovius,
Tobias Steffeck von Kolodey undt Hesius, ohne Schafgotzsch,
welcher mit unß zu Mittage, gegeßen.


Die Nachmittagspredigt, ist eingestellet worden,
wegen des iahrmargkts, wiewol man die
heiligung, undt endtheiligung des Sabbahts, (dem
landtTagsSchluß, gemeß) intimiren lassen.

|| [[Handschrift: 242v]]


Aviß: daß ein luttrischer pfaffe, offendtlich auf der Cantzel
zu Wittembergk, predigen dörfen, ein Fürst von An-
haltt, wehre itzo neẅlich, zu Rom, Päbstisch worden.
Jst eine lose diffamation, von Meinem bruder,
Fürst Friederich, undt unleidlich. Vorm iahre alß
ich nach Heidelbergk raysete, hat ein Churfürstlich
Sächßischer raht, vorgeben dörfen zu Dreßden,
er hette gewiße nachricht, ich wehre nach
Rom gezogen, wo nicht selber Catohlisch
zu werden, doch meinen bruder vom Römisch
Catolischen glauben, abzumahnen. Beydes
ist Gott lob, unwahrhaftig. Man siehet
doch darauß, wie man auf unß refor-
mirte, (weil auch von ChurPfaltz Liebden
das er im willens habe, dergleichen zu
werden, geschryen wirdt) ein scharfes
auge hat, undt den balcken in
ihrem auge, wenig consideriret, da
ihrer der Lutterahner doch, viel mehr,
bey weittem, alß der unserigen, abfallen.
Man solte von solchen unwahrhafften, undt unge-
wissen dingen, Stilleschweigen, und sich nicht kitzeln, mit Mählein.

|| [[Handschrift: 243r]]

Montag den 14den: Februarij; 1653.

<3 hasen, Carl Ursinus prins.>

<mane frost a meridie schön wetter.>


Den hofraht Paulum Ludwigen, bey Mir gehabtt.


Mein Carl Ursinus ist außgeritten, undt der
Jahrmargktt, hat sich wol gelöset.


Gestern, sol der Schwedische Gesandte, Graf
Oxenstirn, bey Sanderßleben, vorbey paßiret,
undt auf Wißmar zu, gegangen sein, mit
schönem train, undt verkapten vielen pferden.
Jst also ohne zweifel, dißgustirt, von
Regenspurgk, oder unferrne darvon, zu
rügke gekommen. perge Gott bewahre vor krieg!


A spasso, in die Mühle, undt alibj.


Schreiben, auß OostFrießlandt, vom Pfaltzgraf
Ludwig Philips, & alijs.


Die avisen gebe, daß zu Regenspurg abermal die
Proposition, auf 4 wochen, verschoben, undt inndeßen,
Chur Cölln, nacher München, verrayset seye.
Die Panckeet werden lustig gehalten.
Die disputationes, wegen der sessionen, theils
verglichen, theils forthgesetzet. Der Pollnische
gesandte, so dahin gehet, wirdt abhorriret,
wegen der Pest, der Schwedische graf Oxenstirn,
ist malcontent abgerayset. Vom Engellischen || [[Handschrift: 243v]]
Parlament, sol auch ein Gesandter5, dahin kommen,
wie inngleichen vom Könige.


Die Schweden, seindt lustig, in ihrem lande. Spielen
Comœdien. Ordnen officia. Rüsten sich, zu lande
undt zu waßer. Die Holländischen bohtsknechte aber,
wollen kurtzumb wißen, obman sie, wieder
ihr vaterlandt, führen wolle? Solcher gestaltt,
begehren sie nicht zu diehnen. Man will es ihnen
aber nicht sagen, wohin sie sollen geführet werden?
Alles kupfer, ist verbotten, auß Schweden
herauß zu führen, weil man, auß mangel
geldes, kupfern geldt, müntzen leßett!


Die Staaden, haben die alliantz, mit
Dennemargk, der Stadt Brehmen, undt
den hanseeStädten, renoviret, wie auch
mit Frangkreich, Portugall, Schott-
landt, undt andern <ihren> confœderatis sich ein-
gelaßen, dieweil Spannien sucht, nicht
allein, den Engelländern zu helfen, Sondern
auch, die Jrrländer mit großer Machtt,
an sich, zu ziehen, undt Portugall zu lande,
undt zu waßer zu bekriegen. Admiral
Tromp, hat noch glügk; Schiffe hinweg zu nehmen.

|| [[Handschrift: 244r]]


Die Eidtgenoßen, interponiren sich, zwischen Hollandt
undt Engellandt.


Chur Meintz interponirt sich, zwischen Schweden
undt Chur Brandenburg[.]


Polen hat gefahr, von Tartarn, Türcken,
undt Moßkowitern, zu besorgen, Suchet
darumb hülfe vom Reich. Chmielinßky
will Fürst in SchwartzReüßen, sein.


Die Tractaten, zu Lübegk, gehen gar schläferig.


Jn der Venezianer gebiehte, rüstet man sich
zu lande, undt zu waßer, wieder den Türgken,
unangesehen derselbigen tractaten.


Die Lottringhischen völgker, seindt vor den Staa-
dischen, außgewichen, mit complimenten, &cetera


Zu Paris, ist Cardinal Mazzarinj,
mit 100 Caroßen, ahnkommen, undt solenniter
eingeholet worden, vom Könige selber.
Des Cardinals de Rèz, custodia ist laxior.
Es seindt undterschiedliche große
Feẅersbrunsten in Paris, nacheinander
endtstanden, sonderlich eine, in des Düc d'Anjou
losament, Man besorget verrähterey.


Der Kayser, schickt etzliche Regimenter, in Ungarn.

|| [[Handschrift: 244v]]

Dienstag den 15den: Februarij; 1653.


In Oeconomysachen, travagliiret, undt viel
trava<e>rsen gehabtt, ab<a> Gynecoeo, (more solito!)


Aviß: daß Fürst Augusto, bey die 500 Eimer
landwein, umbgeschlagen, undt verdorben,
darumb dann, mein Böttcher, hin vociret wirdt.
Le Malheür, est Medecin!

Mittwoch den 16den: Februarij; 1653.

<Windt. Regen.>


Der Jahrmargkt währet noch, undt ist zimlich guht,
gewesen, aber heütte ziehen sie wieder voneinander.


Jn die kirche, cum filijs, zur wochenpredigt.


Jch habe diesen Morgen, den Amptmann Reichardt,
nachmittagß aber, den Stadtvogtt, bey mir gehabtt,
in undterschiedtlichen expeditionibus. <Gott segene, alles guhte!>
Nota Bene Nota Bene Præcipitantia, Comes Poenitentiæ!

Donnerstag den 17den: Februarij; 1653.

<Windig, la notte, e'l dì.>


heütte ist postTag. Es ist nacher Regenspurgk,
nachm Hoff in Voyttlandt, Leiptzigk; hall,
undt anderer orthen, geschrieben worden.
Gott gebe überall, glügklichen succeß!


Bürgermeister Döhring, ist bey mir gewesen, undt hat
den handel, wegen Börstels, Frühevfs guht, richtig gemacht.

|| [[Handschrift: 245r]]

<Noch regen, undt windt. Schnee gegen abendt.>


Iean Moutarde hat sich wieder præsentirt, con speme!


Der Amptmann Richardt, jst bey Mir gewesen.


Meine kinder haben sich præparirt, eine Comœdie
zu agiren, undt einen Ballet zu machen, gegen Madame geburtsTag.


Victualien, undt briefe von Ballenstedt, bekommen.

Samstag den 19den: Februarij; 1653.


Oeconomica, undt rechnungen tractirt.


Iean Moutarde wieder bey mir gehabtt.


Philipp May, ist wiederkommen, mit vielen
briefen, undt gratulationen. Er ist inß
waßer gefallen in Frisia, con pericolo.
Gott lob! daß er in salvo geblieben!
Gott helfe ferrner, mit gnaden!


Avis: Que l'Empereur redemande dès Estats, les Villes,
Campen, Schwoll, & Deventer.


Item: Que le Roy d'Angleterre, viendra a Ratisbonne.


Item: Que 300 pütains, de Vienne, & 200 courtisa-
nes de Venize, chascüne, avec 6 chevaulx, & en
grande pompe sont entrèes a Ratisbonne,
pour gaster, & envenimer tout ün pays!
Que les pays de Cleves, Iuilliers, & Bergues
demandent ün certain maistre asseürè, n'en de-
mandans, qu'ün pour tous, ou desirans, a se revolter. et cetera

|| [[Handschrift: 245v]]


Die Engelländer undt holländer, stutzen noch zusammen.
Jn hollandt, bevorab, zu Amsterdam, seindt im Sommer
viel, undt vornehme leütte, an seüchen, undt krangk-
heitten, gestorben, <in spetie Louys de Gueeres.>


Die compagnien, in den vereinigten Provintzien,
werden reducirt, auß zweyen, eine gemacht,
undt mehrentheilß, der Staaden, oder kaufleütte
kindern, gegeben, undt die particular
Provintzien, ziehen an sich, die dispositia[!] von allem.


Schweden, Dennemargk, undt Staaden, wollen sich,
mit Frangkreich contra Anglos, alliiren.
Gleichwol trawet Dania, dem Sweco, nicht
recht, wirbt volgk, befestigt seine gräntzen,
undt leßet keine Schiffe mit waffen,
oder mit muition durch den Sundt, Sie mögen
den Parlamentischen, oder Schweden zugehören.
Interim haben die Parlamentarij, 3
reich beladene Schiffe, den Schweden zugehörig,
(darauf, viel goldt, auß Guinêa gewesen!)
hinweg genommen, undt gedengken es nicht wieder
zu restituiren. Der allte Louys de Gheer,
ein Mecoenas, omnium Orthodoxorum, (deme
viel guht, auff diesen Schiffen, zugehöret) ist gestorben, || [[Handschrift: 246r]]
hat 13 erben, zu seinem Reichthumb, hindterlaßen,
undt ein Christliches, schönes, gesegnetes ende, genommen.
Er hat auch noch auf 2 andern, von den Anglis
endtwendeten Schiffen, viel guts gehabt.
Sic transit gloria Mundj!


Der gewaltige hochgelehrte, undt berühmbte
prediger in Frangkreich Monsieur <Pierre> dü Moulins sol noch
leben <zu Sedan>, undt in predigen undt lehren, die ge-
meine Gottes, zu erbawen, nicht nachlaßen,
undt 85 iahr, altt sein. Gott gesegene
ihn! undt seine stattliche labores.
Der wirdt leüchten, wie des himmelß-
Glantz, undt wie die Sternen immer, undt
ewiglich.6


Der allte prediger zu Delfft, Monsieur de l'Escher-
piere, sonst La Riviere genandt, lebet auch
noch, in seinem 78. iahr, undt höret nicht auff,
der Frantzösischen gemeine aldar, wol zu dienen.


Godofredus Hotton, lebet auch noch zu Amsterdam.


Der Lottringer, hat einen anschlag auf Maestrich
gehabt, welcher ihm mißlungen. Feldtmarschalck
Brederode, wirdt ihn von der Meyerey hertzogenbusch wegschlagen.
Die Spannier, sollen auch einen anschlag, auff die SchenckenSchanze gehabt haben. || [[Handschrift: 246v]]
Die Spannier zwahr, beschwehren sich auch, das die
holländer, in 47 articuln, dem frieden contraveni-
ret haben, das sagen illj; hi aber, negiren es perge


Graf Moritz von Naßaw, sol zum Reichßfürsten
sein vom Kayser, creiret worden, de quo ambigo!


Der König in Pohlen, hat zum Türckischen Kayser, gesandt,
den frieden zu confirmiren. Die Cosagken, (welche
durch den krieg, undt pest enervirt), suchet er,
par force, zum gehorsam, undt æquis conditionibus
zu compelliren. Postea: will er, auf die
Schweden, mit Macht, loß gehen, weil die tractaten
zu Lübegk, nicht forth wollen. Vielleicht
dörften alßdann von Dänischer seitten, die
Schweden, auch attacquirt werden.


Die Staaden, sollen arbitrj sein, einen
außschlag zu geben, zwischen der Allten,
undt iungen Princeßin von Uranien,
in ihren streittigen vormundschaft händeln.


Graf Wjlhelm von Naßaw, Gouverneür
zu Löevaerden, lebet auch noch wol. (Gott lob!)


Zu Cölln, ist ein schregklich erdbeben gewesen, im herbst,
als man eben, von der zerstöhrung Jerusalem, geprediget,
undt hat die kirchen erschüttert, die bilder undt leüchter, auff den
alltären, umbgeworffen.

|| [[Handschrift: 247r]]

Sonntag den 20ten: Februarij; 1653.

<Windig wetter Sturm Nachmittage.>


Magister Menzelius, hat auf unserm Sahl geprediget.


Extra: Schafgotzsch, Walwitz, Tobias Steffeck von Kolodey
undt Magister Menzelius, &cetera


Grawsahmer Sturm, nachmittags, da meine
Söhne, kurtz zuvorn, in die kirche gefahren gewesen. perge
Gnade Gott, den Seefahrern!


Mein vetter, undt Schwager Fürst Johann Casimirs Liebden
begehren von Mir, freundlich den iungen Platonem,
zum pfarrAmptt, nacher Sanderßleben,
an des abgestorbenen Flämings statt perge


☽ db diesen abendt, hats exerciren in
balletten, mit meinen kindern, gegeben.

Montag den 21. Februarij; 1653.

<Windt, nacht, undt Tag, item: Schnee.>


Risposta von Deßaw, in terminj differentj.


Ein vom Adel, auß der Schlesie, hat sich angegeben,
ein Bernstorf von geschlecht, alß ob er außgeplündert
wehre, undt hat subsidia begehret, undt erlangt.


Conversazione co'l Walwitz della corte Cesarea.


Meine kinder, haben ihre Comœdie exercirt.


Mein Fuchß, ist entredeux. Tout nous contrarie.


Wegen der Trompter Privilegien, undt wegen des
Pappier Müllers, zu Roßlaw, ist heütte meine erklährung abgegangen.

|| [[Handschrift: 247v]]

Dienstag den 22ten: Februarij; 1653.


Eine Bache (pro 5 ThalerThlr:) ist von Deßaw, ahnkommen.


Schreiben auß Cuhrlandt, Croßen, &cetera


Die Avisen geben:


Daß dem Lottringher 3 Regimenter von den
Staaden ruiniret, undt abgeschlagen, undt der
hertzogk seiner leütte, sich nichts annehme.


Die Engelländer, hetten turbas, in ihrem
Reich. Cromwell wolte das parlament anders
bestellen. Interim machte der Staadische Admiral
Tromp, gute beütten.


Jn Frangkreich, wehre Mazzarinj der
Cardinal in Paris stattlich eingezogen, vom
Könige selber, mit 100 carossen <zu 6 pferden> eingeholet,
undt groß angesehen. Vervins, so der
Prince de Condè eingenommen, wehre recuperirt.


Jn Catalogna, wehre alles wieder
Spannisch, undt würden die rebellen gesucht, undt exequirt,
unangesehen verheißenen pardons.


Der Pabst beklaget mit Thränen, des
Cardinals, de Réz detentation.


Die Schweitzer seindt dißgustirt von Frankreich
wegen nicht erfolgter bezahlung.

|| [[Handschrift: 248r]]


Der Kayser, contentirt die Chur: undt Fürsten
zu Regenspurg mit Visiten, Comœdien, <iagten>, Wirtz-
schaften, &cetera biß die proposition erfolget.


Graf hanß Ludwig von Naßaw,
numehr Fürst, will Melanders Tochter heyrathen.


Die Türgken, straifen in Ungarn.


Die Venezianer, finden, jn Canea, undt
Dalmatia, auch genung zu Thun, undt zu armiren.


Die Cosagken, sollen von der pest, enerviret
sein. König in Polen, will sie bekriegen.


Die Tractaten zu Lübeck gehen schläferig
von statten, undt werden urgiret.


Ein Voytt von Saltzburgk7, sol wiederumb
an des vorigen verstorbenen Voytts, Bischofs
von Bambergk statt, sein zum bischof erwehlet
worden. Jst seltzam, diese geschwinde succession
zweyer personen, von einem geschlechte.8


Der Großmeister von Malta,
sol auch gestorben sein.


On tient que mon cousin defünct, le Düc de
Lignitz, George Rudolffe defünct, s'est voulü
revolter, s'il eüst vescü 8 jours, encores?

|| [[Handschrift: 248v]]

Mittwoch den 23ten: Februarij; 1653.

<Schnee. Windig.>


Es stunde auch, in den avisen: der Fürst von Lob-
kowitz, hette zu Nürnbergk mit dem Freẅlein
von Sultzbach, hochzeitt gehalten.


Diese Nachtt, ist ein dieb, vorm berge, herümber gegangen,
undt hat ahn undterschiedlichen orthen, tentirt einzubrechen,
wol an 4 orthen, beym Richter, beym Bergkholtz,
undt andern. Er hat aber überall, die Thüren, wol
verrigelt, undt wol verwahrt, gefunden. perge


Jn die kirche, undt wochenpredigt cum filijs.


Extra zu Mittage gehabtt: Schafgotzsch, den iüngern
Sekrka, (so von Dreßen[!] wiederkommen) Tobias Steffeck von Kolodey
den hofprediger, undt andere.


Victualien von Ballenstedt, seindt ahnkommen.


Unsere kinder, auch theilß iungkern, undt iungfern, haben ihre
Comoedie, undt Ballet exerciret, welche sie Meiner gemahlin Liebden
zu ehren, (auf morgenden ihren geburtsTag,) zu spielen,
gesinnet sein. Gott helfe! das alles, wol, undt ohne
exceß, abgehen möge!

Donnerstag den 24ten: Februarij; 1653.

<Schön wetter. Gegen abendt, Schnee.>


heütte ist die Hochgeborne Fürstin, Meine freundliche herzlieb(st)e
Gemahlin, 50 iahr altt worden, undt hat also ein
halbes seculum, durch Gottes gnade, erlebet.
Gott laße Jhre Liebden noch lange leben, zu seiner
wahren erkendtnüß sie kommen, und den Segen, zu behallten!

|| [[Handschrift: 249r]]


Dieser Morgen, ist viel mit Gratulationen, undt mitt
anstaltt, zur begehrten festivitet zugebracht worden.
Gott gebe! das alles, ohne Sünde abgehen möge!


Christian von Wartemßleben, ist heütte von Mir
wehrhaftig gemacht worden, in præsentia vieler
Junckern. Gott gebe ihm glügk undt Segen darzu
undt das er den gegebenen guten vermahnungen,
folgen möge! und seinen eigenen anerbiehten perge


Gestern, hat der page Geüder, unvorsehens,
eine stegknadel, eingeschlucktt, der kopff
ist, zu glück, undter sich, gegangen. Gott
bewahre ihn, vor mehrerem schaden, undt jnconvenient!


Die Jungferknechtische9 hat auch eine
stecknadel eingeschluckt, welche sie sehr
schmertzet. Unvorsichtigkeitt, schadet ofte!
Gott bewahre, hohes undt niedriges Standeß, vor unfällen!


Der Amptmann Reichardt, ist bey Mir gewesen,
AmptsSachen, zu referiren. Jtem: viel andere,
tam in Oeconomicis, quam Politicis perge


Nachmittagß, haben meine Söhne, undt Töchter,
eine Schöne Comœdie gespielt, (Meiner gemahl zu ehren)
vom Fortunato. Etzliche Jungfern, undt iunckern,
haben mitt agiret, undt einen ballet getantzet.
(Ie n'ay point causè tout cela!)

|| [[Handschrift: 249v]]


Zu abends, haben sie bey der Collation, eine
wirtschaft gespiehlet, undt sich verkleidet.


Nach der mahlzeitt, (so ich mit Meiner gemahlin
undt den beyden kleinesten Töchtern, allein
gehalten) seindt wir beyde unvorsehens,
auß meinem gemach, hinauß, zu ihrem Tantz
gekommen, undt haben demselbigen, eine zeitt-
lang beygewohnet, Madame, zu gefallen. et cetera
darnach, aber, zu rechter zeitt, unß retirirt,
undt die fröhliche iugendt, beysammen gelaßen.
Dieu nous pardonne, ce desordre, & libertinage!

Freitag den 25ten: Februarij; 1653.


Nach gesteriger unruhe, hat man heütte wieder
zu arbeitten in affaires, genung gehabtt.


Davidt Tappe[!], des Amptmanns zu Ballenstedt
sein Sohn, ist bey mir, gewesen, undt hat
Mir, von Amptssachen, undt von seiner Niederlendischen
rayse, allerley referiret.


Meine kinder, haben noch Nachmittage mit der
Noblesse, (so anwesendt!) spielen, und lustig sein, müßen.

Samstag den 26ten: Februarij; 1653.

<2 Hasen, Abraham von Rindtorf gehetzt, mit unsern windthunden.>


Schreiben von Venedig, von meinem bruder, Fürst Friedrich
Es scheinet, er will noch die charge, bey Venedig, annehmen.

|| [[Handschrift: 250r]]


Die Erffurter avisen geben: daß der Cardinal Mazzarinj, zu
Paris, in vorige authoritet, restabiliret seye. Bey dem
Könige heiße es, an itzo: Sic Volo, sic jubeo, stat pro ra-
tione, Voluntas.10 Das Parlament, undt andere
contradicentes, werden exterminirt, undt veriaget.
Gibt große verbitterung, undt besorglich, einen fu-
nestum exitum zu befahren, wie etzliche, ominiren!


Jn hollandt, wächßet der Muht, undt wirdt
die armatur, ernstlich forthgestellet.


Jn Engellandt, incliniret der gemeine Mann, zum
frieden, verlanget nach einem Könige, ist schwührig,
undt des contribuirens, so wol als des kriegens
müde, kan mit außrüstung der Schiffe, nicht wol auf-
kommen, wollen aufs neẅe, mit den Holländern,
tractiren. Diese aber, dörften ihre conditiones
höher, alß vorm iahr, spannen.


Jn Lübegk gehen die tractaten, zwischen Polen
undt Schweden, schläferig von statten, als ob es kein
ernst beyden wehre? Die Schweden fordern viel, die
Polen stellen sich hochmühtig, nichts wiederzugeben,
Sondern, wollen noch von den Schweden, viel haben.
Dann Sie hoffen, mit den Cosagken, baldt friede zu erlangen,
undt alßdann ihre große Machtt, wieder die Schweden,
defensive und offensive, zu gebrauchen, zumahl in Schweden,
großer Geldtmangel undt die geworbenen völgker || [[Handschrift: 250v]]
sehr, über außenbleibende zahlung klagen.


Zu Stogkholm, sol es allerhandt Mißverstände
undter den Großen, geben. Der ErbFürst man
wiederumb sehr krangk sein.


Zu Regenspurgk, verzehrt man die zeitt,
mit gastereyen, kurtzweilen, undt Faß-
nachtspielen. Von der Proposition, ist die hofnung
noch gar langweilig, undt Dilatorisch.
Man hat sie schon zum dritten Mahl, geendert,
undt anderst eingerichtet. Alleine die
berahtschlagung von der wahl des Römischen Königs,
gehet vor sich, undt wirdt ernstlich getrieben. Die Städte
Augspurgk, Nürnbergk, und Frangkfurth, werden
zur kröhnung, vorgeschlagen.


Cantzler Milagius schreibet von Regenspurgk, er seye noch
(Gott lob!) gesundt am leibe, aber krangk am gemüht,
dieweil er seine zeitt, mit Müßiggang zubringen,
müste, undt nichts Nützliches vornehmen köndte.
Viel speßen werden unnützlich verzehrt, undt die
Præludia des ReichßTags, gehen einen gefährlichen weg.
Ochßenstern, ist vorüber, nach SchwedenReich zu, ge-
rayset. Gott verhüte! das nicht das Reich, in den
krieg, zwischen Schweden undt Polen, implicirt werde!

|| [[Handschrift: 251r]]


Jn Italien, ist eine stargke alliance vor, eines Theilß
zwischen Frangkreich, undt den Jtaliänischen Fürsten,
anders theils, auf des Pabsts, undt Königs in Spannien seitte.
Die Venetj bemühen sich derhalben, Engellandt undt
hollandt zu vergleichen. Die holländer aber, seindt resol-
virt, in ihrer gerechten impresa, undt hoffen sich zu stärgken
mit einer Königlichen flotta, undter pfaltzgraff Ruprechtten.


Mein bruder, Fürst Friedrich fähet seinen brief, mit gratulationen
undt guten Votis zu Gott, vor unsere subsistentz ahn.
Schreibet vom landtTage zu Deßaw, ob schon daselbst
viel zurückc geblieben, so zu der Fürstlichen herrschaft versicherung,
undt consideration unserer Fürstlichen hoheitt dienlich, undt nöhtig
gewesen wehre, iedoch finden Jhre Liebden darinnen einen guten
anfang, daß die anlaße vieler ungühtlichen imputationen,
undt der besorgte concursum creditorum zurügkd getrieben,
hingegen der herrschaft aufrechte intention der Ritter:
undt landtschaft, gezeiget worden, wodurch, (als Jhre
Liebden vermeinen) viel strittigkeitten abgeschnitten, undt
die erhaltung guten vertrawens, inß künftige, ver-
ahnlaßet ist. Damit aber dieser anfang Treẅlich,
forthgesetzt, bestehtiget, undt letzlich zu solcher vollkommenheitt
gebracht werde, dadurch aller Theile hohes anliegen, billich-
meßig erfüllet werden möge, darumb ist Gott inniglich
undt stättig anzuruffen, undt kein fleiß, mühe, noch arbeitt,
zu spahren. Gott zeige uns darzu, dienliche annoch un-
gefundene Mittel und wege. Ein Iesuiter ist zu Ve- || [[Handschrift: 251v]]
nedig, welcher seinen orden verlaßen, undt zu Zante
ein buch geschrieben de notis hæreticorum11, darinnen
er die itzige Römische Päbstische kirche gar deüttlich
abmahnen, undt dahin schließen soll, das diese
die rechte ketzerkirche, undt grundtSuppe
aller greẅel seye. Pater Fulgentius Servita
(welcher sich meiner noch sehr wol erinnert, undt
mein conterfect fleißig conserviret, sieder anno
1614 hehr,) hat sich mit seinen gehorsamen bestendigen
diensten, mir offeriret, undt Gott den herren fleißig
vor meine, undt aller Reformirten haüpter
wolfahrt innbrünstig ahnzuruffen, sich eyferig
erklähret. Jch hoffe, er werde mir, ein exem-
plar, von obigem buch, zukommen laßen.


Obschon der Türckische friede, undt<oder> Stillestandt,
durch Frangkreichs undterhandlung, tractiret
wirdt, so hoft mein bruder dennoch eben die
charge, welche ihm in Candia angetragen worden,
in Terraferma, zu continujren.


Jch habe die Cammerrechnungen, dieser wochen,
iustificirt, mit Hans Friedrich Eckardt


Walwitz, Krosigk12, undt Wartemßleben,
seindt forth, nacher Plötzkaw.


Die krähmerinn, die Brün, auß hollandt, hat sich wieder
bey Meiner gemahlin præsentirt sieder gestern.

|| [[Handschrift: 252r]]

Sonntag den 27ten: Februarij; 1653.

<1 hase von Ballenstedt[.]>

<Frost, wie gestern, undt in vorigen Tagen.>


Wallwitz, ist wieder forth, nach Deßaw, zu seiner hoch-
schwangeren Frawen, undt krangken Söhnlein, Gott
gebe! das er ihnen, mit Trost, undt hülfe beyrähtig
sein könne! undt sie in gutem wolstandt, finden möge!
Er ist gestern, nachmittage zeitlich, von Plötzkaw,
nebst Wartemßleben, wiederkommen. Krosigk13 aber,
ist nacher Erxleben, geritten.


Er Marggravius, hat auf unserm Sahl gepredigett,
am heüttigen ersten Sontage, in der Fasten.


Extra: zu Mittage, ist gewesen die
Rindtorfinn, der prediger Marggravius, der
iüngere Sekrka, Tobias Steffeck von Kolodey undt Schafgotzsch
bey unß, als ordinarius, undt extraordinarius.


Nachmittage, cum filijs, in die predigtt des jonij,
eine Paßionpredigtt anzuhören.

Montag den 28ten: Februarij; 1653.


Gelesen, studirt, ordinirt, wie zum öftern.


Secretarius Bährenreütt, jst, bey mir, gewesen,
wegen verenderung, etzlicher Geistlichen
stellen, undt des Rectorats, mit Mir, zu conferiren,
im Nahmen, der Rähte, undt des Superintendentens,
undt meine resolution, zu erforschen, wie
auch, wegen der klage der Schuelmeisterinn14, zu hartzgeroda,
contra Knüttel.

|| [[Handschrift: 252v]]


Jean Moustarde, ist abermahl bey mir <2 mahl heütte> gewesen.
Jtem: Philipp May; que ie redepesche. Dieu le conduyse!
& face reüssir mes souhaits, par sa grace.


Schreiben, von Croßen, Halle, Leiptzigk;
undt Pariß et cetera[.]


Die Ordinarij avisen geben: daß man zu Regenspurg
mit Comœdien, gastereyen, Spielen, musicken, wirth-
schaften, undt dergleichen, die zeitt consumiret,
in seriis aber mehrentheilß præcedentzStrittig-
keitten, disputiret. Zwischen Schweden, undt
ChurBrandeburg ist der vergleich, noch dilatorisch.


Die Staaden, undt der König in Engellandt,
(welche numehr, mitteinander in alliance)
wollen auch hinschigken, wie auch, Savoye.


<König in >Frangkreich alliirt sich inngleichen, mit dem
Könige, undt den Schotten, wie auch mit den Staaden.


Printz von Condè, stärgket sich. Mazzarinj aber, ist
so groß, undt so authorisirt beym Könige, alß
zuvor nie. Der Visconte de Türenne, wirdt
tentirt, mit der hohen Charge de Connestable
de France, wann er wollte Päbstisch werden. Gott
wolle ihn aber, in der beständigen warheitt, die
er bißhero bekennet, undt profitiret, verharren laßen.

|| [[Handschrift: 253r]]


Jn Piemont, hat man etzliche Nächte, eine große
armèe zwischen Turin, undt Pignarol gesehen. Dieselbe
hat eine kutzsche mit 6 pferden, undt eine königliche
leiche darauf, bey sich gehabtt. Etzliche per-
sonen, Geistliche, undt welttliche, so auß curio-
sitet diesen gespenstern, zu nahe gekommen,
sollen übel angelauffen, Theils auch, umbkommen sein.


Zu Barcellona, gehet es noch scharf her,
mit execution verdächtiger personen.


Der König Lottringher niederlage, undt verlust
dreyer Regimenter, continuirt. Man hat ihnen
die abgenommene beütten, nicht restituiret,
So hat er auch seine eigene leütte desadvouirt.


Dennemargk irritirt die Parlamentischen,
undt Trawet den Schweden, nicht zu viel,
Sintemahl diese 4000 Mann, in Schonen, gelegt.
Polen hingegen gibt den Schweden, kein guht
wortt, zu Lübeck. Sucht, mit denen, vom
Moßkowitter, undt Tartarn, verlaßenen
Cosagken, sich zu vertragen, contra Suecos.


Venedig, tractiret Friede, mit dem Türcken,
durch den Extraordinario Bailo Cappello, undt Gil de Haaß,
ist zu Venedig, im arrest. Die Türgken, wollen Malta angreiffen.


Textapparat
a Dahinter folgt im Original eine Lücke, in die vermutlich der Ort nachgetragen werden sollte.
b Im Original verwischt.
c Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Infrage kommen Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
2 Identifizierung unsicher.
3 Irrtum Christians II.: Der polnische Gesandte war Andrzej Trzebicki.
4 Lc 8.
5 Person nicht ermittelt.
6 Dn 12,3.
7 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Philipp Valentin Albrecht Voit von Rieneck.
8 Irrtum Christians II.: Die fränkischen Adelsfamilien Voit von Rieneck und Voit von Salzburg waren stammesungleich.
9 Person nicht ermittelt.
10 Zitat aus Iuv. 6, 223 (ed. Adamietz 1993, S. 106f.).
11 Werk nicht ermittelt.
12 Identifizierung unsicher.
13 Identifizierung unsicher.
14 Person nicht ermittelt.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1653_02.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abhorriren
etwas verabscheuen, vor etwas zurückschrecken
acceleriren
fördern, vorantreiben
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
Armatur
Rüstung
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bailo
ständiger Gesandter der Republik Venedig in Konstantinopel
bannisiren
des Landes oder der Stadt verweisen
befahren
(be)fürchten
Beleihung
Belehnung
besorgen
befürchten, fürchten
besorglich
zu Besorgnis Anlass gebend, heikel, zu befürchtend
Bootsknecht
Matrose
Collation
Mahlzeit (außerhalb des Mittagessens)
colligiren
sammeln, zusammentragen
compellieren
zu etwas zwingen
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
confirmiren
bestätigen
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
consumiren
verzehren
contentiren
zufriedenstellen
Conterfect
Bildnis
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contraveniren
entgegenhandeln
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
Curiositet
Neugier
Despect
Geringschätzung, Beleidigung, Verachtung
Detentation
Gefangenhaltung, Haft
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
disputirlich
anfechtbar, zweifelhaft, infrage gestellt
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
genung
genug
genungsam
genügend, hinreichend
impliciren
verwickeln
Imputation
Beschuldigung, Zurechnung
incliniren
zu etwas neigen
instigiren
anregen, antreiben, bewegen
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
intimiren
bekannt machen
Johannistag
Gedenktag für Sankt Johannes den Täufer (24. Juni)
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
kriegen
Krieg führen
kriegen
bekriegen
Landtagsschluss
schriftlich niedergelegtes Ergebnis der auf einem Landtag geführten Verhandlungen, das mit Unterschrift und Siegel beider Seiten durch die landesfürstliche Publizierung Rechtskraft erhält
Licent
Abgabe für ausgeführte Waren, Zoll, Akzise
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Mariä Lichtmess bzw. Reinigung (Purificatio Mariae) oder Darstellung des Herrn
Gedenktag an die symbolische Reinigung von Maria nach der Geburt Jesu bzw. zur Darstellung des Kindes im Tempel (2. Februar)
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
Novation
Neuerung
Novelle
Neuigkeit
ominiren
prophezeien
ordiniren
verordnen, befehlen, festlegen
ordiniren
regeln, einrichten
ordiniren
jemanden bestimmen, beauftragen, einsetzen
ordiniren
in einem liturgischen Akt eine kirchliche Weihe (meist Priesterweihe) erteilen (in der katholischen Kirche), in ein geistliches Amt einsetzen (in der evangelischen Kirche)
Präcedenz
Vortritt, Vorrang
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
Relation
Bericht
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restabiliren
wiederherstellen, wieder in den vorigen Stand versetzen
Römerzug
von den Reichsständen zu entrichtender, in Matrikeln festgelegter finanzieller Beitrag, der ursprünglich zur Finanzierung des Begleitzuges der deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom, später zur Deckung der monatlichen Kosten für die Unterhaltung und Besoldung von Truppenkontingenten des Reichs und der Kreise diente
Schatzung
Erpressung von Geld als außerordentliche Kontribution
Schatzung
(häufig wegen einer Notlage erhobene) Abgabe, Steuer
Schwerenot
(durch Verwünschung hervorgerufene) Epilepsie, auch Todeskampf
Session
Sitz, Platz
Session
Sitzung
sieder
seit
spendiren
ausgeben, aufwenden
Stillstand
Waffenstillstand
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Succurs
(militärische) Unterstützung, Hilfe
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Traverse
Behinderung, Zuwiderhandlung, Widerspruch
Trompter
Trompeter
Vanitet
Eitelkeit, Nichtigkeit, Vergänglichkeit
vigiliren
wachsam sein, auf etwas Acht geben
Visite
Besuch
vociren
rufen, berufen, vorladen
Volk
Truppen
wehrhaftig machen
in einer Zeremonie den Degen überreichen
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Jeanne Amija
Geburtsname: Jeanne De Geer

geb. 1613
gest. 1681
Anm.: Tochter des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); seit 1639 Ehe mit dem Amsterdamer Kaufmann Michael Amija (Amya) (gest. 1673?).
Elisabeth Andreae
Geburtsname: Elisabeth De Geer

geb. 1617
gest. 1659
Anm.: Tochter des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); seit 1643 Ehe mit dem Groninger Professor Tobias Andreae (1604-1676).
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; 1617 Gründerin und Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Enthaltende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Holdselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christoph Berckholtz

gest. 1672
Anm.: Aus Aken gebürtig; spätestens 1643 Bürger und Bäckermeister in Bernburg; um 1655 zugleich Brauer; zuletzt Bürgermeister der Bergstadt.
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
N. N. von Bernstorff

Anm.: Angehöriger des niedersächsisch-mecklenburgischen Adelsgeschlechts; um 1653 vermutlich in herzoglich schlesischen Diensten.
Ida de Besche
Geburtsname: Ida De Geer

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Tochter des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); seit 1637 Ehe mit Carl de Besche (1612-1681).
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philippe de Bourbon
Duc Philippe d' Anjou
Duc Philippe d' Orléans
Duc Philippe de Chartres
Duc Philippe de Valois
Duc Philippe de Nemours
Duc Philippe de Montpensier
Duc Philippe de Beaupréau
Duc Philippe de Châtellerault

geb. 1640
gest. 1701
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIV. (1638-1715); 1640-1668 Duc d'Anjou; ab 1660 Duc d'Orléans, de Chartres et de Valois; seit 1672 Duc de Nemours; ab 1695 Duc de Montpensier; ferner Duc de Beaupréau und de Châtellerault.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Christiane Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Gräfin Christiane Elisabeth von Barby und Mühlingen

geb. 1634
gest. 1681
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen (1597-1641); seit 1650 Ehe mit Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1627
gest. 1704
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1660 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachsinnende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Obrist (1633), Generalleutnant der Artillerie (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von 's-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Brün

Anm.: Aus den Niederlanden stammende und um 1653 in Anhalt tätige Kleinhändlerin.
Giovanni (2) Cappello

geb. 1584
gest. 1662
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Lorenzo Cappello (1555-1625) di Piero; 1612 Mitglied der Quarantia civil nova; 1615 bzw. 1618 Mitglied der Quarantia ordinaria; 1615 Provveditore alla Sanità; 1616 Auditor novissimo; 1625 Vorsitzender des Rates der Zehn; 1625 Podestà von Brescia; 1627 Mitglied der Pregadi; 1628 Savia alla mercanzia; 1630-1633 venezianischer Bailo (Repräsentant) und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1641-1642 und 1647-1649 Provveditore generale in Terraferma; 1652/53 erneut Bailo und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1653-1658 in Adrianopel inhaftiert; ab 1653 Prokurator von San Marco. .
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christina van Crommon
Geburtsname: Christina De Geer

geb. 1630
gest. 1654
Anm.: Tochter des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); seit 1650 Ehe mit Gerard van Crommon (gest. nach 1662).
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Benjamin De Geer
Benjamin de Geer

geb. 1634
gest. 1657
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652).
Emanuel De Geer
Emanuel de Geer

geb. 1624
gest. 1692
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); Herr auf Leufsta; schwedischer Hüttenbesitzer.

Weiterführende Informationen
Jean De Geer
Jan de Geer

geb. 1632
gest. 1696
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); Herr auf Godegård; schwedischer Hüttenbesitzer.

Weiterführende Informationen
Laurens De Geer
Laurens de Geer

geb. 1614
gest. 1666
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); Erbherr auf Österby; Kaufmann und Hüttenbesitzer; schwedischer Kommissar in den Niederlanden.

Weiterführende Informationen
Louis (1) De Geer
Lodewijk (1) de Geer

geb. 1587
gest. 1652
Anm.: Sohn von Louis de Geer, Seigneur de Gaillarmont (1535-1602), der als Cavinist um 1595/96 mit seiner Familie von Lüttich nach Dordrecht übersiedelte; zunächst Kaufmann in Dordrecht und Amsterdam; ab 1627 Leben als reicher Hüttenbesitzer in Schweden; wichtiger Kreditgeber und -vermittler für König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1634 wiederholte Aufenthalte in Amsterdam; 1642 Aufnahme im schwedischen Ritterhaus.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis (2) De Geer
Lodewijk (2) de Geer

geb. 1622
gest. 1695
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); Erbherr auf Finspång, Ringstaholm und Fossala sowie Rhynhusen und Nyvaal; ab 1645 schwedischer Obrist; seit 1677 Assessor des Bergskollegiums in Schweden.
Steven De Geer
Steven de Geer

geb. 1629
gest. 1685
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); Herr auf Gimo; schwedischer Hüttenbesitzer.
Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Pierre Du Moulin
Petrus Molinaeus

geb. 1568
gest. 1658
Anm.: Sohn des reformierten Pfarrers Joachim Du Moulin; französischer calvinistischer Theologe; 1588-1592 Studium in Cambridge; 1592-1597 Professor für Philosophie an der Universität Leiden; Pastor in Grigny (1599-1601), Ablon (1601-1606) und Charenton-le-Pont (1606-1615); 1615 Verleihung des Doktortitels durch die Universität Cambridge; seit 1621 Pastor in Sedan und Professor für Theologie an der dortigen Hugenottenakademie; daneben 1624/25 Pastor der französischen Kirche in London.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Alexander Erskein
Alexander Erskine

geb. 1598
gest. 1656
Anm.: Sohn des schottischen Adligen und Greifswalder Kaufmanns Walter Erskein (1569-1643); ab 1628 in schwedischen Diensten als Hofrat und Agent in Stralsund; 1632-1634 Resident für Thüringen in Erfurt; 1634-1636 Kriegsrat bei der Hauptarmee; seit 1637 pommerscher Assistenzrat; ab 1643 Präsident des pommerschen Appellationsgerichts; 1645/46 Assistenzrat des schwedischen Generalfeldmarschalls Lennart Torstensson (1603-1651) in Leipzig; 1647/48 Vertreter der von der schwedischen Armee erhobenen Entschädigungsansprüche beim Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Kriegsratspräsident und Reichsrat; 1649/50 Unterhändler auf dem Nürnberger Exekutionskongress; Rat in den schwedisch besetzten Herzogtümern Bremen (1650) und Verden (1652); ab 1653 Kriegs- und Etatspräsident der Herzogtümer Bremen und Verden; seit 1655 Kriegspräsident der schwedischen Armee in Polen; 1656 polnischer Kriegsgefangener; 1655 Erhebung in den Freiherrenstand; ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürsichtige").

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Joachim Flemming

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Weidener Pfarrers und späteren Zerbster Diakons Andreas Flemming (1558-1625); Studium in Wittenberg (1611/18); Dr. theol.; Konrektor (1620) bzw. Rektor (1621) in Dessau; 1627-1636 Pfarrer in Mehringen; 1636-1652 Pfarrer in Sandersleben; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 248.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

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N. N. Frühauf

Anm.: Vor 1630 anhaltischer Gutsbesitzer.
Graf bzw. Fürst Hermann Egon von Fürstenberg

geb. 1627
gest. 1674
Anm.: Sohn von Graf Egon VIII. von Fürstenberg (1588-1635); seit 1651 Geheimer Rat des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); später in Diensten von dessen Sohn, Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern (1636-1679) als Oberhofmeister, Kämmerer, Geheimrat und Hofmarschall; bayerischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); nach finanziellem Ausgleich mit den Brüdern 1655/57 Alleinerbe der Grafschaft Fürstenberg; 1664 Erhebung in den Fürstenstand; 1670-1674 Erbvogt des Erzstifts Köln.

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Philipp Karl Geuder von Heroldsberg
Philipp Karl Rabensteiner

geb. 1636
gest. 1694
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Johann Philipp Geuder von Heroldsberg (1597-1650); 1651-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1665/68 Hofmeister in Bernburg; zuletzt anhaltisch-bernburgischer Geheimer Rat, Kammerdirektor und Hofmeister.

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Jean-François Paul de Gondi
Erzbischof Jean-François Paul von Paris
Kardinal de Retz

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Sohn des Philippe-Emmanuel de Gondi, Comte de Joigny (1580-1662) (aus dem Haus der Duc de Retz); 1638 Priesterweihe; 1643-1654 Koadjutor und designierter Nachfolger seines Großonkels Jean-François de Gondi, Erzbischof von Paris (1584-1654); ab 1644 zugleich Titularerzbischof von Korinth; 1648-1652 Beteiligung an der Fronde; seit 1652 Kardinal; 1652-1654 Inhaftierung als Frondeur; 1654-1662 Leben im Exil und (nominell) Erzbischof von Paris; Verfasser bedeutender Memoiren.

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Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

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Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Godefroid Hotton

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Geboren in Stavelot (bei Lüttich); Studium der reformierten Theologie in Heidelberg und Genf (bis 1621); später Prediger in Frankenthal, Aix und Bremen (bis 1629); danach Pfarrer der wallonisch-reformierten Gemeinden in Limbourg (bis 1633) und Amsterdam (seit 1634).

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Maria Jonckers
Geburtsname: Maria De Geer

geb. 1620
gest. 1703
Anm.: Tochter des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); seit 1644 Ehe mit Hendrick Jonckers (gest. 1681).
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Johann (2) Köppen

geb. nach 1612
gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Kanzlei- und Justizrats Johann Köppen (1584-1641); Studium in Wittenberg (1626), Zerbst (1630) und Marburg (1633-1636); Lic. jur.; danach Syndikus und Prof. juris et politices am Gymnasium illustre in Zerbst; ab 1642 anhaltisch-zerbstischer Hofrat; 1657-1664 anhaltischer Gesamtrat; seit 1664 kurbrandenburgischer Geheimer Rat; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dritte").

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(Albrecht) Christoph von Krosigk

geb. 1576
gest. 1638
Anm.: Sohn des Adolf von Krosigk (gest. 1605); Erbherr auf Beesedau, Hohnsdorf, Alt- und Neusandersleben sowie Gnölbs; anhaltisch-dessauischer Kammerrat, Hofmarschall und Amtshauptmann von Dessau; seit 1623 Hauptmann der anhaltischen Landesdefension; seit 1628 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; 1617 Gründungsmitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbekommende").

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Krosigk, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

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Katharina Elisabeth von Krosigk
Geburtsname: Katharina Elisabeth von Peblis

gest. 1653
Anm.: Tochter des Wilhelm von Peblis (gest. 1623) aus schottischer Adelsfamilie (Peebles); Hofjungfer der Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg (1579-1624); seit vor 1608 Ehe mit dem Dessauer Hofmarschall (Albrecht) Christoph von Krosigk (1576-1638).
Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

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Samuel de L'Echerpière

geb. 1574
gest. 1660
Anm.: Aus der Normandie in die Niederlande emigrierter reformierter Adliger; Seigneur de La Rivière; Hofmeister des jungen Floris II. von Palant, ab 1598 Graf von Culemborg (1577-1639); später Prediger in Rouen; seit 1621 Pastor der wallonischen Gemeinde in Delft.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Jean-Paul Lascaris-Castellar

geb. 1560
gest. 1657
Anm.: Sohn des Jean Lascaris de Vintimille; ab 1584 Ritter und seit 1636 Großmeister des Malteserordens.

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Karl August von Leubelfing

geb. 1626
gest. 1666
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Leubelfing; Studium in Ingolstadt (1641; Bacc. 1644, Dr. jur. 1648); seit 1652 kurbayrischer Kämmerer und Hofrat; 1653/54 Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; 1657-1663 Assessor am Reichskammergericht für das Kurfürstentum Bayern; 1664-1666 Vitztum von Straubing.

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Fürstin Augusta Sophia von Lobkowitz
Fürstin Augusta Žofie z Lobkovic
Geburtsname: Pfalzgräfin Augusta Sophia von Pfalz-Sulzbach

geb. 1624
gest. 1682
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen August von Pfalz-Sulzbach (1582-1632); 1653-1677 Ehe mit Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz (1609-1677).

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Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz
Fürst Václav Eusebius z Lobkovic
Wenzel Eusebius Popel von Lobkowitz
Václav Eusebius Popel z Lobkovic
Herzog Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb. 1609
gest. 1677
Anm.: Sohn des Sidonius Adalbert Popel von Lobkowitz (1568-1628); ab 1628 Fürst; kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschall (1647); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; ab 1646 Herzog von Schlesien-Sagan; seit 1647 Geheimer Rat; 1650-1665 Hofkriegsratspräsident; 1651/52 zugleich Oberstkanzler von Böhmen; 1665-1674 Obersthofmeister; ab 1670 erster Minister von Kaiser Leopold I. (1640-1705); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Philipp May
Philipp Mey(er)

geb. ca. 1593
Anm.: Aus Hanau stammender Exulant, der sich lange in den Niederlanden aufhielt; seit 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1653).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Peter Melander
Graf Peter von Holzappel
Peter Eppelmann

geb. 1589
gest. 1648
Anm.: Sohn des gräflich-nassauischen Landreiters Wilhelm Eppelmann (gest. 1592); Besuch des Pädagogiums bei der Hohen Schule zu Herborn; um 1604 Studium in Leiden; Page des Grafen Johann Ernst von Nassau-Siegen (1582-1617); 1615-1617 und 1625-1631 in venezianischen Kriegsdiensten; 1620 Obrist eines Schweizerregiments in Basel; 1633-1640 hessisch-kasselischer Generalleutnant und Kriegsrat; seit 1642 kaiserlicher Feldmarschall; 1641 Erhebung in den Grafenstand.

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Fulgenzio Micanzio
Fulgentius, Frater

geb. 1570
gest. 1654
Anm.: Geboren in Passirano; früher Eintritt in den Servitenorden; theologische Klosterausbildung in Brescia und Venedig; 1597-1600 Lehrer für Theologie am Kloster Santa Maria del Monte in Vicenza; 1600-1606 Dozent für Theologie in Bologna; 1606-1623 Sekretär des obersten venezianischen Theologen Paolo Sarpi (1552-1623); daneben 1609/10 auch Tätigkeit für Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) in Venedig; seit 1623 oberster Theologe der Republik Venedig.

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Diez

geb. 1613
gest. 1664
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Kasimir von Nassau-Diez (1573-1632); zunächst in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1640 Statthalter von Friesland, seit 1650 auch von Groningen und Drenthe; 1650 Schlüsselrolle beim gescheiterten Umsturzversuch des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); 1640-1654 regierender Graf und ab 1654 erster Fürst von Nassau-Diez.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf bzw. Fürst Johann Ludwig von Nassau-Hadamar

geb. 1590
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); 1607-1650 regierender Graf und ab 1650 erster Fürst von Nassau-Hadamar; 1629 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; ab 1636 Reichshofrat; seit 1643 Geheimer Rat von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1643-1649 kaiserlicher Primargesandter für die Verhandlungen mit Frankreich beim Westfälischen Friedenskongress; ab 1614 Ritter des Hosenbandordens; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erklärende"); ab 1647 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gräfin Amalia von Nassau-Dillenburg
Fürstin Amalia von Oranien
Geburtsname: Gräfin Amalia zu Solms-Braunfels

geb. 1602
gest. 1675
Anm.: Tochter des Grafen Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels (1563-1623); seit 1619 Hofdame der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); 1625-1647 Ehe mit Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Gräfin bzw. Fürstin Elisabeth Charlotte von Nassau-Schaumburg
Geburtsname: Gräfin Elisabeth Charlotte von Holzappel

geb. 1640
gest. 1707
Anm.: Tochter des Peter Melander, Grafen von Holzappel (1589-1648) und Erbin der Grafschaft Holzappel-Schaumburg; seit 1653 Ehe mit Graf (seit 1654 Fürst) Adolf von Nassau(-Dillenburg)-Schaumburg (1629-1676).

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Noach
Noah

Anm.: Biblische Figur.

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Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Graf Johan Axelsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1611
gest. 1657
Anm.: Sohn des schwedischen Reichskanzlers Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654); ab 1632 schwedischer Obrist und mehrere diplomatische Missionen für seinen Vater; seit 1639 Reichsrat; 1643-1649 Prinzipalgesandter Schwedens auf dem Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Generalgouverneur in Schwedisch-Pommern; ab 1654 Reichsmarschall und Graf af Södermöre.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgräfin Hedwig von Pfalz-Sulzbach
Geburtsname: Herzogin Hedwig von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575−1616); 1620-1632 Ehe mit Pfalzgraf August von Pfalz-Sulzbach (1582-1632).

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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Johann Joachim Plato

geb. 1627
gest. 1672
Anm.: Sohn des Hoymer Pfarrers und späteren Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659); 1651-1653 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1653-1672 Pfarrer in Sandersleben; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 380.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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N. N. von Schaffgotsch (3)

Anm.: Um 1652/53 junger Angehöriger des aus Schlesien stammenden Adelsgeschlechts.
Hans Georg Haubold von Schleinitz

geb. 1599
gest. 1666
Anm.: Sohn des Haubold von Schleinitz (gest. 1632) auf Kospoda; Erbherr auf Kospoda; 1619-1622 in kursächsischen Kriegsdiensten; 1625 dänischer Korporal; danach Leutnant unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); 1628-1630 kaiserlicher Leutnant; danach kursächsischer Rittmeister unter Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1631/32), Obristwachtmeister (1632), Obristleutnant (1632) und Obrist (1634-1646); ab 1647 kursächsischer Amtshauptmann in Weida, Arnshaugk und Ziegenrück; Kriegsrat, Kammerherr und Obrist des Kurfüsten Johann Georg II. von Sachsen (1613-1680); seit 1662 auch Hofmarschall des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz (1619-1681); ab 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Öffnende"); vgl. Philipp Saltzmann: Miles Christianus Oder Der Geistliche Obriste [...], Zeitz 1666.

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Herzog Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Schlesien-Liegnitz und Schlesien-Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

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Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1581
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

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Herzogin Dorothea Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön
Geburtsname: Herzogin Dorothea Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1653
gest. 1722
Anm.: Tochter des Herzogs Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); 1673-1704 Ehe mit Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704).

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Schleswig-Holstein, Haus
Herzöge von Schleswig-Holstein

Anm.: Seit 1460 herrschende königlich-dänische Seitenlinie des Hauses Oldenburg.
David Schmidt

geb. ca. 1630/32
gest. nach 1660
Anm.: Sohn des Harzgeröder Amtsschreibers und späteren Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt; seit 1648 Studium am Gymnasium Illustre in Zerbst; um 1658/60 Amtsverweser der Ämter Ballenstedt und Hoym.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Albrecht Schulte
Albrecht Schultze
Albrecht Schultheß

geb. 1576
gest. 1652
Anm.: Sohn des Hamburger Senators Johann (1) Schulte (1537-1597); Hamburger Kaufmann und Ratsschenk; ab 1621 Sechziger, seit 1623 Kämmereibürger, ab 1628 Kriegskommissar, seit 1629 Jurat, ab 1631 Bürger am Niedergericht, seit 1648 Oberalter und Präses sowie ab 1652 Leichnamsgeschworener der Freien und Hansestadt Hamburg; zudem Beauftragter der Herzöge von Schleswig-Holstein für Finanz- und Handelsangelegenheiten in Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Die hamburgischen Oberalten, ihre bürgerliche Wirksamkeit und ihre Familien, Hamburg 1857, S. 95.
Hans Schuster
Hans Schuester

Anm.: Geboren in Gemünden am Main; Bürger und Böttchermeister in Bernburg; seit 1650 zugleich fürstlicher Hofböttcher in Bernburg (noch 1655).
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Adriana Trip
Geburtsname: Adriana De Geer

geb. 1627
gest. 1684
Anm.: Tochter des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); seit 1645 Ehe mit Adriaen Trip (1621-1684).

Weiterführende Informationen
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

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Andrzej Trzebicki
Bischof Andrzej von Krakau
Bischof Andrzej von Przemyśl

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wieluńer Kastellans Marcin Trzebicki; Domherr in Płock (ab 1633), Gnesen (seit 1642) und Krakau (ab 1644); 1652-1658 Unterkronkanzler des Königreiches Polen; 1655-1658 Bischof von Przemyśl; seit 1658 Bischof von Krakau; 1653 polnischer Gesandter beim Regensburger Reichstag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Voit von Rieneck, Familie

Anm.: Fränkisches Adelsgeschlecht.
Voit von Salzburg, Familie

Anm.: Fränkisches Adelsgeschlecht.
Melchior Otto Voit von Salzburg
Bischof Melchior Otto von Bamberg

geb. 1603
gest. 1653
Anm.: Sohn des Johann Wolf Voit von Salzburg (gest. 1618); ab 1612 Domizellar und seit 1627 Domkapitular in Würzburg; 1622-1640 Domherr in Mainz; ab 1627 Domherr in Bamberg; 1628-1630 Landrichter des Herzogtums Franken; seit 1635 Propst des Würzburger Stifts Neumünster; 1638-1642 Dompropst und bischöflicher Statthalter in Bamberg; ab 1642 Bischof von Bamberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Philipp Valentin Albrecht Voit von Rieneck
Bischof Philipp Valentin Albrecht von Bamberg

geb. 1612
gest. 1672
Anm.: Sohn des Johann Emmerich Voit von Rieneck (1573-1617); Domherr in Würzburg (ab 1625) und Bamberg (seit 1635); 1642-1651 Vizedom für die Besitzungen des Hochstifts Bamberg in Kärnten; 1648-1651 Domdechant und 1651-1653 Domprobst in Bamberg; seit 1653 Bischof von Bamberg; vgl Philipp Kisel: Mors Preciosa. Köstlicher Todt [...], Bamberg 1672, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Graf Maximilian Willibald von Waldburg-Wolfegg
Maximilian Willibald Truchseß von Waldburg-Wolfegg

geb. 1604
gest. 1667
Anm.: Sohn des Heinrich Truchseß von Waldburg-Wolfegg (1568-1637); 1628 Erhebung in den Grafenstand; Kämmerer (1631) und Oberstallmeister (1632) des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; kaiserlicher Obrist (1633), Generalwachtmeister (1642) und Feldmarschallleutnant (1647); ab 1637 regierender Graf von Waldburg-Wolfegg und kurbayerischer Geheimer Rat; 1640-1649 Stadtkommandant von Lindau; 1649 kurbayerischer Feldzeugmeister; seit 1650 Statthalter der Oberpfalz; bayerischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1653/54).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ascanius Christian von Wallwitz

geb. 1652
Anm.: Sohn des Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Henry Wilmot
Earl Henry of Rochester

geb. 1612
gest. 1658
Anm.: Sohn des Charles Wilmot, ab 1616 1st Viscount Wilmot (ca. 1572-1644); fünf Jahre in niederländischen Kriegsdiensten; 1640/41 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); royalistischer Colonel (1642/43) und Lieutenant-general of horse (1643/44); seit 1644 2nd Viscount Wilmot; ab 1649 königlicher Gentleman of the bedchamber; seit 1652 1st Earl of Rochester; 1653/54 Gesandter des exilierten Königs Karl II. von England, Schottland und Irland (1630-1685) auf dem Regensburger Reichstag; ab 1656 erneut royalistischer Colonel.

Weiterführende Informationen in VIAF
Witte Corneliszoon de With

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Cornelis Wittenszoon de With (gest. 1602); zunächst im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (1616-1628) und Westindien-Kompanie (1628/29); 1629-1635 Kapitän der Kriegsmarine; 1635/36 Ratsherr in Brielle; seit 1637 Vizeadmiral von Holland und Westfriesland; 1652/53 auch Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsflotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Sara Wolters
Geburtsname: Sara De Geer

geb. 1626
gest. 1667
Anm.: Tochter des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); seit 1647 Ehe mit dem Amsterdamer Kaufmann Jan Wolters (1611-1669).

Weiterführende Informationen
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Augsburg
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barcelona
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Delft
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Deventer
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Eichenzell
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
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Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Gernrode, Stift
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Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Gotha
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Gröna
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Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Groß Salze (Bad Salzelmen)
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Guinea
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Guyenne
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Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Halle (Saale)
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Hamburg
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Harzgerode
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Hinterpommern
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Hof
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Hohenerxleben
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Holland, Provinz (Grafschaft)
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Holstein, Herzogtum
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Irland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
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Jerusalem
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Jülich, Herzogtum
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Kampen
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Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve, Herzogtum
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Köln
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Kreta (Candia), Insel
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Krim, Khanat
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Kurland, Herzogtum
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Leeuwarden
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Leiden
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Leipzig
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London
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Lothringen, Herzogtum
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Lübeck
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Maastricht
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Magdeburg
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Malta (Inselgruppe)
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Meierij van 's-Hertogenbosch
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Anm.: Teil des Herzogtums Brabant.
Moskauer Reich (Großrussland)
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München
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Niedersächsischer Reichskreis
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Nürnberg
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Öresund (Øresund)
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Österreich, Erzherzogtum
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Oldenburg, Grafschaft
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Osmanisches Reich
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Ostfriesland, Grafschaft
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Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Paris
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Piemont
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Pinerolo
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Plötzkau
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Polen, Königreich
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Portugal, Königreich
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Regensburg
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Rom (Roma)
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Roßlau (Dessau-Roßlau)
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Rudolstadt
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's-Hertogenbosch
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Sachsen, Kurfürstentum
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Salzburg, Erzstift
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Sandersleben
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
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Schenkenschanze (Schenkenschanz)
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Anm.: In den Jahren 1586/87 erbaute, heute nicht mehr existierende niederländische Festung.
Schlesien, Herzogtum
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Schonen (Skåne)
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzburg, Grafschaft
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Schwarzruthenien
Anm.: Teil des Königreiches Polen (heute im Westen von Belarus).
Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Sedan
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Spanien, Königreich
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Stockholm
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Terra ferma (Domini di Terraferma)
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Anm.: Oberitalienische Festlandsbesitzungen der Republik Venedig.
Turin (Torino)
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Ungarn, Königreich
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Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Venedig (Venezia)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Vervins
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Vogtland
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Weida
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Wien
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Wismar
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Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg)
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Wolfenbüttel
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Zakynthos (Zante)
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Zerbst
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Zwolle
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Bernburg, Rat der Bergstadt
Bernburg, Rat der Talstadt (Alt- und Neustadt)
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Friesland, Provinzialstände
Groningen (Stadt und Umland), Provinzialstände
Hanse(bund)
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Holland, Provinzialstände
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Jesuiten (Societas Jesu)
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Niederlande, Generalstaaten
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Overijssel, Provinzialstände
Parlement de Paris
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Seeland (Zeeland), Provinzialstände
Utrecht, Provinzialstände
Decimus Iunius Iuvenalis: Saturae = Satiren. Lateinisch-deutsch, hg. von Joachim Adamietz, München: 1993. [Nachweis im GVK]