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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: März 1653


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIa, fol. 253v-285v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. März 1653
Bernburg
  • Gespräch und Mittagessen mit dem Kammerrat Dr. Joachim Mechovius
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Hasenjagd
02. März 1653
Bernburg
  • Gespräch mit dem Amtmann Georg Reichardt
  • Nachrichten
  • Anhörung der Predigt zum Bettag
  • Ausritt der Söhne Viktor Amadeus und Karl Ursinus bei schönem Wetter
  • Hilfsgesuch durch den Zerbster Schul-Subrektor Gottfried Encke
03. März 1653
Bernburg
  • Abreise des Prinzenlehrers und Ballenstedter Diakons Johann Abraham Menzelius nach Köthen
  • Gespräch mit dem Stadtvogt Johann Georg Albinus
  • Nachrichten
  • Absendung an den Superintendenten Joachim Plato
  • Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgast
  • Korrespondenz
  • Besuch durch den früheren Hofjunker August Ernst von Erlach und dessen Neffen Andreas von dem Knesebeck
04. März 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Hasenlieferung aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Pferdehaltung
  • Vormittagsspaziergang bei schönem Wetter
  • Besuch durch Heinrich Julius von Wietersheim
  • Erneute Ballenstedter Lebensmittellieferung
05. März 1653
Bernburg
  • Schönes Wetter
  • Gestrige Mondfinsternis
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit dem Leibarzt Dr. Levin Fischer
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
06. März 1653
Bernburg
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Helena von Rindtorf, Ladislaus Pribik Sekyrka, der Kammermeister Tobias Steffeck und der Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Administratives
  • Besuch durch den früheren braunschweigisch-wolfenbüttelischen Kammerjunker und Oberforstmeister Adam von der Tanne
  • Tanne und ein junger Herr von Schaffgotsch als Abendgäste
07. März 1653
Bernburg
  • Gestriges Gespräch mit Tanne
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Abreise von Tanne nach Wolfenbüttel
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr des Prinzenlehrers Johann Christian Hammel aus Dessau
08. März 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Regen am Abend
09. März 1653
Bernburg
  • Regen und Wind am Nachmittag
  • Anhörung der Predigt
  • Sekyrka, Dr. Mechovius, Steffeck und Schaffgotsch als Mittagsgäste
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit dem Küchenmeister Philipp Güder und dem Kammerschreiber Hans Friedrich Eckardt
  • Administratives
10. März 1653
Bernburg
  • Sonnenschein nach Regen
  • Nachrichten
  • Administratives
  • Feldspaziergang bei schönem Wetter
  • Korrespondenz
11. März 1653
Bernburg
  • Regen und schönes Wetter
  • Entsendung von Eckardt nach Zerbst
  • Administratives
  • Äußerungen am Jungferntisch beim gestrigen Mittagessen
  • Beratung mit dem Hofrat und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Korrespondenz
  • Abendspaziergang
  • Wirtschaftssachen
  • Erinnerung an die Plünderung des Bernburger Schlosses im Jahr 1636
  • Unwohlsein der Gemahlin Eleonora Sophia
12. März 1653
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Gestrige Tag- und Nachtgleiche
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
13. März 1653
Bernburg
  • Schönes Wetter nach Morgenfrost
  • Rückkehr von Eckardt aus Zerbst
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Schaffgotsch, Sekyrka, Steffeck und der Diakon Menzelius als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
14. März 1653
Bernburg
  • Rückkehr des Lakaien Michael Ringk aus Regensburg
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit dem Kammerschreiber Johann Senf, dem Diakon Menzelius und dem Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf
  • Wirtschaftssachen
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
15. März 1653
Bernburg
  • Erneuter Besuch durch Senf
  • Gespräche mit dem Kammerdiener Ludwig Röber und dem Reinstedter Pfarrer Wolfgang Benjamin Giegelsberger
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Korrespondenz
16. März 1653
Bernburg
  • Tod einer fürstlichen Stute
  • Korrespondenz
  • Anhörung der Predigt
  • Dr. Fischer, Schaffgotsch und Sekyrka als Mittagsgäste
  • Gespräch mit Albinus
  • Besuch durch Senf
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Nachrichten
17. März 1653
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Zugebundene Hosen am Morgen
  • Ankunft des anhaltisch-harzgerödischen Rates Dr. Johann Georg Bohse
  • Administratives
  • Nachrichten
  • Abreise von Senf nach Amsterdam
  • Entsendung eines Boten nach Berlin
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
18. März 1653
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Jüngste Aussage von Karl Ursinus über seine Lebensdauer
  • Gespräche mit Reichardt und Güder
  • Entsendung des Hofjunkers Christian Wilhelm von Wartensleben durch die Gemahlin nach Barby
  • Spaziergang
  • Früherer Hofjunker Christoph Wilhelm Schlegel und Schaffgotsch als Mittagsgäste
  • Administratives
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
19. März 1653
Bernburg → Klipperberge → Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Nachrichten
  • Spaziergang auf die Klipperberge bei Wind und etwas Regen
  • Rückkehr von Marggraf aus Zerbst
  • Bericht durch Marggraf
  • Wirtschaftssachen
  • Aktivitäten von Viktor Amadeus und Karl Ursinus außerhalb des Schlosses
20. März 1653
Bernburg
  • Rückkehr von Wartensleben aus Barby
  • Nachrichten
  • Anhörung zweier Predigten
  • Hofprediger Menzelius, Schaffgotsch, Sekyrka, Dr. Mechovius und Schlegel als Mittagsgäste
  • Gespräche mit Schaffgotsch und Schlegel am Abend
21. März 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Jonius als Mittagsgast
  • Grassierende Windpocken
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
22. März 1653
Bernburg
  • Gestriges Gespräch mit dem Hofrat Christoph von Jena
  • Beratung mit Ludwig
  • Administratives
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Abschied von Jena am Abend
23. März 1653
Bernburg
  • Bericht durch Wartensleben
  • Abreise von Jena nach Zerbst
  • Feldspaziergang bei schönem Wetter
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
24. März 1653
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
  • Ausritt auf die Felder mit Hasenjagd
  • Korrespondenz
25. März 1653
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang zu Mariä Verkündigung
  • Gespräche mit Schaffgotsch und dem Bürgermeister Martin Tornau
26. März 1653
Bernburg
  • Administratives
  • Nachrichten
  • Gespräch mit Ludwig
  • Behandlung der Zahnschmerzen von Karl Ursinus durch den Hofbarbier Johann Wenzel Rothe
  • Wirtschaftssachen
  • Erfolglose Krähenjagd
27. März 1653
Bernburg
  • Rehlieferung aus Dessau
  • Anhörung zweier Predigten
  • Sekyrka, Steffeck, der Hofprediger Menzelius und Schaffgotsch als Mittagsgäste
  • Gespräche mit Reichardt und dem zukünftigen Ballenstedter Diakon Johann Georg Stannius
  • Nachrichten
  • Rückkehr von Ringk
  • Korrespondenz
28. März 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Güder und dem Sekretär Christoph Bährenreutter
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Erneute Entsendung von Wartensleben nach Hohenerxleben
  • Rückkehr des Bediensteten Philipp May
  • Wirtschaftssachen
29. März 1653
Bernburg
  • Administratives
  • Gespräch mit Reichardt
  • Dr. Mechovius als Mittagsgast
  • Ausritt
  • Wirtschaftssachen
30. März 1653
Bernburg
  • Traum
  • Anhörung der Predigt
  • Reise von Schaffgotsch nach Plötzkau
  • Wirtschaftssachen
31. März 1653
Bernburg
  • Rückkehr von Schaffgotsch aus Plötzkau
  • Schaffgotsch als Mittagsgast
  • Abreise von Schaffgotsch nach Schlesien
  • Pferdezucht
  • Lektüre
  • Ärger
|| [[Handschrift: 253v]]

Dienstag den 1. Martij; 1653.


Jch habe den CammerRaht, Doctor Mechovium, bey Mir gehabtt,
undt extra zu Mittage, behallten.


Angefangen zu schreiben, nacher Croßen, Venedig, etcetera[.]


Die Commißion in der Stadt, abermalß forthgestellet[.]
Gott verleyhe doch, erwüntzschten succeß!


<2 hasen, von der hatz.>

Mittwoch den 2. Martij; 1653.


Den Amptmann Reichardt, habe ich bey Mir gehabtt.


Aviß: das vetter Hanß Geörge, nach der
Schlesie zu, gerayset ist, selb sibende. Gott geleitte ihn!


Jn die kirche, undt wochenpredigtt, am heüttigen
behtTage, cum filijs.


heütte nachmittagß, wirdt der dicke hilliger
begraben. Jst dieser Stadt, mit seinen handlungen,
undt vorschößen, nicht unnützlich gewesen.


Meine Söhne, seindt auch hinauß geritten,
nachmittagß in schönem wetter, nach dem es vormittags,
waßerkalt gewesen.


Unsere Jungfern, stehen bey Erlach zu Altemburgk
zu gevattern. Einer lacht, der ander weint!
Vicissitudo rerum Humanarum!1


Alß der allte herr Plato Superintendens,
dem hilliger Sehligen die leichtpredigt diesen Nachmittag
gethan, ist ihme in der predigtt ein Schwindel, undt || [[Handschrift: 254r]]
ohnmachtt, auf der Cantzel ahnkommen, also: das er stille
schweigen, undt von der cantzel sich führen laßen müßen,
biß er sich wieder erholt, undt darnach die Personalia
abgelesen. Gott stärgke<!> undt bewahre doch gne-
diglich, den lieben frommen Mann! Er hat die
gemeine derentwegen, umb verzeyhung gebehten.
Es sollen wol ein 300 personen, mitt zu grabe gegangen sein.
et cetera


Godtfridt Engke Subrector zu Zerbst in der Schule,
ist bey mir gewesen, wegen etzlicher retardaten,
so an seines Schwagers, Ern Superintendenten Beckmannj
Sehliger salo<a>rio, noch rügkstendig, undt seiner
wittibe, undt unmündigen, zum Nottürftigen
undterhalt, undt zum studieren, gebühren,
in die 248 Gulden (florenus)f: anregung zu thun. perge

Donnerstag den 3. Martij; 1653.


Magister Menzelius, ist nach Cöhten, in prjvatis.


Den Stadtvogtt, bey mir gehabtt, con dineros.


Avis: daß zu Zerbst, ein Jtaliäner verbrandt worden, wegen
getriebener unzuchtt, mit einer Stuhte, oder Mutterpferde.
Er hat vermeinet, in seinem lande, wehre es gar gemein,
undt man strafte es nur, mit ein wenig bastonaden.
Man würde ihm ia darumb nichts, am leben thun. perge
Gott bewahre vor solchen viehischen, unordentlichen
gedangken, undt unnatürlicher unlust, oder Teüffe-
lischen, nichtswehrtigen, himmelsschreyenden wollust!

|| [[Handschrift: 254v]]


Jch habe den Superintendenten, Ern Joachimum
Platonem, besuchen laßen. Er klaget, daß er diß
iahr, in seinem anno clymacterico, 63. viel
anstöße habe, undt zur Appoplexia sehr geneigt
seye, darüber ihm, der gesterige affectus zugestoßen
auf der Cantzel, bey hilligers leichpredigtt.
hat sich undterthenig der Visite bedangktt,
in sein andächtiges, eyferiges gebeht, mich einzu-
schließen, sich offerirt, mir viel Segen, undt
Gottes lohn, gewüntzschet, undt will gerne
die offerirte Aquam Apoplecticam annehmen,
undt gebrauchen. et cetera Gott gebe zu gedeyen! zur
stärgkung! undt zur erhaltung!


Extra: habe ich zu Mittage, den hofprediger
Menzelium gehabtt, undt allerley
mit ihm, conversirt. perge


Die Erlachischen, kindttaüffe2 gäste, seindt wieder
herein kommen.


Post von Ballenstedt.


Erlach, undt seiner Schwester Sohn, der iunge Knesebegk,
haben sich, bey Mir, præsentirt, undt ich habe
einen nach dem andern, (auf ihr anhalten,) wieder di-
mittiret, nach gegebener audientz.

|| [[Handschrift: 255r]]

Freitag den 4ten: Martij; 1653.

<3 hasen, hetzen laßen.>

<1 Hase von Ballenstedt[.]>


Nacher Deßaw, undt Zerbst, geschrieben.


Meinen großen Fuchß, nach Erxleben, gesandt,
alldar ihn der Schmidt curiren soll. Gott
gebe zu glügk! undt gedeyen!


A spasso, vormittags, in schönem wetter.


Nachmittagß, ist Wieterßheim, zu mir kommen,
undt hat allerley conversiret.


<Abermals Victualien von Ballenstedt, bekommen. et cetera>

Samstag den 5ten: Martij; 1653.

<Schön wetter, wie gestern.>


Gestern frühe umb 5 uhr ohngefehr, ist eine Mond-
finsternüß, allhier am Himmel, gesehen worden.
Gott laße sie, nichts böses andeütten!


Man fänget schon ahn, gestern, undt
heütte, in den feldern zu seen, wie auch im
Amptt Ballenstedt. Mes poltrons icy, n'y
songent pas encores!


Doctor Fischer, ist bey Mir gewesen, hat mir undter
andern, referiret, wie schon den 3. huius, die
Finsternüß, am Mond gesehen worden, so wol als
gestern, undt also zween Tage, nach einander,
worüber sich zu verwundern. Er hats auß Tycho
Brahe, auß Origenis, auß Keplerj, undt anderer
Observationen, gehabt, das die Eclypsis, den 3<4> sein würde! || [[Handschrift: 255v]]
Der Mond, sol gar seltzam, roht, undt feẅerig,
(wieder die gewohnheitt, solcher Finsternüße)
in die 3 oder 4 Stunden lang, außgesehen haben.


Gestern acht Tage, sol es auch gegen abendt
alß die Sonne undtergangen, in occidentj,
gerade gegen über in Oriente, wie feẅer
geregenet haben, undt der himmel daselbst, gar
feẅerig ahnzusehen, gewesen sein. Gott
laße solche prodigia, nichts böses ominiren!


Der Medicus Helmondt, (welcher an itzo,<vor diesem,>
viel leütte, nicht hohe personen, per magiam
zu verführen, beschuldiget worden) sol an itzo,
in der Moßkaw, sein. Gott bewahre vor betriegern!


Ein Goldschmidts geselle zu halle, hat von seinem
Meister, etzliche Tausendt werth, von kleino-
dien, undt Juweelen, zu verarbeitten, bekommen,
von hof undt sonsten. Sol auch ehrlicher leütte
kindt daselbst, undt in die 3000 ThalerThlr: reich
sein. Er hat sich aber, dieser schönen sachen, gelüsten
laßen, und als der Meister schlafen gegangen,
undt dieser geselle neben dem lehriungen allein
gelaßen, zusampt den preciosis, bringet der
Geselle, aus des Sathans antrieb, den iungen || [[Handschrift: 256r]]
umb, schneidet ihm die gurgel ab, packt ihn geschwinde
zusammen, so guht, alß er kan, undt wirft ihn also in ein
offenloch. Alß es Tag wirdt, macht er ein geschrey,
als wehre der iunge entlauffen, undt hette die klei-
nodien endtwandt. Der Meister, erschrigkt, bittet
umb hülfe, suchet, verfolget, schicket nach, auf
allen Straßen, aber umbsonst. Endtlich, über eine
kleine zeitt, will des goldtschmidts weib, feẅer
im ofen anlegen, da findet sie die zerstümmelte
gliedmaßen, des iungen, zeigets ahn, undt
wirdt der gottlose gesell eingezogen,
bekennet auch alsoforth, auß angst des bösen
gewißens, die übelthat, undt wirdt also
sein recht außstehen müßen. Jst schregklich,
wie der Teüfel, durch böse lußt, die leütte
verführet! Dieser ist von reichen, ehrlichen
Elltern gewesen, hat auß Armuth, nicht stehlen
dörffen, noch andere mit sich, in ungelegenheitt,
ia <umb> leib, undt leben bringen. Nun, hat er nicht
allein, seinen Mittchristen, Meüchelischer weyse,
ermordet, Sondern auch sich selbst, umb seine
zeittliche wolfahrt, ehr, undt guht gebracht,
und dörfte, (wo ihm seine buße kein rechter ernst wehre!)
baldt neben der ewigen Sehligkeitt, hin spatziren.
Also kan einem der Sathan, die wollust dieses lebens, verkehren! || [[Handschrift: 256v]]
Gott bewahre, vor solchen Teüfelischen gedangken!


Die Erffurter avisen, geben: daß der Chur Meintzische Doctor Mehl,
mit verlangen, erwartett wirdt. Jst schon von Stettin
auf Berlin, undt Dreßden zurücka kommen, nacher Regen-
spurgk wieder zu kehren. Die zeitt wirdt zu Regensburg
zugebrachtt, mit FaßnachtMummereyen, gastereyen,
undt freẅdenfesten. Der Kayser, hat eine stattliche
Comœdie, 14000 ReichsthalerRthlr: kostende, halten laßen,
dergleichen bey Menschengedengken, keiner
gesehen solle haben. Den ReichsStenden, wirdt
inndeßen die zeitt sehr lange, wegen der unkosten,
undt so lange verweilung der proposition.


Jn Frangkreich liegen die Armèen, in den quar-
tieren stille. Der Cardinal wirdt größer.
Die Königlichen consilia, gehen auf einen absoluten
Dominat. Niemandt darf contradiciren.


Die Engelländer suchen vergleich, mit hollandt,
die Staaden aber, werden zum kriege sehr animirt.
Die Seeländer befinden sich insonderheit, wol darbey.


Polen, undt Schweden haben geringen lust zum friede.
Schweden führet viel völgker, in Liflandt, undt
hat Riga, mit 4000 Mann, besetzt. Polen, achtet
solches nicht, suchen den Chmielinsky zu begühtigen, || [[Handschrift: 257r]]
darnach aber, desto heftiger, ihre feinde ahnzugreiffen.


Zwischen Chur Brandeburg undt Schweden, wehren zwahr
die geschwebte zoll: undt andere Strittigkeitten,
numehr, biß auf die ratification der principalln verglichen[.]


Der Königlich Engelländische gesandte zu Regenspurg
hette bey Kayserlicher Mayestät audientz gehabtt, undt umb
hülffe, angehalten.


Jn der Schweitz, Lucerner gebiehts, fangen ahn
zu rebelliren, befinden sich über 2000 Mann starck
in waffen, verstärgken sich täglich, haben 12 Gra-
vamina der Stadt Lucern, übergeben, welchen
sie abgeholffen haben wollen.


Schreiben, von Regenspurgk von unsern gesandten.
Melden dergleichen, wie oben, iedoch in etwas variirenden
terminis. Beklagen, die verweilung der proposition, auf
Chur Brandeburgs anhalten, item: den abzug des grafen Oxen-
stierns, die große Theẅrung, die verspilderung, der
zeitt, undt unkosten, das pancketiren, undt faß-
nachtmummereyen, comœdien:spiel, undt dergleichen,
die großen ärgerlichen divisiones, zwischen Chur
Pfaltz, undt pfaltzgraf Ludwigen, undt andere disordinj,
sonderlich auch, das ihnen, weder briefe, noch wechßel, auß An-
haltt, zukommen. Milagius schreibt mir auch in particulari,
in etzlichen privatis, undt was ihm, von venedig zukommen.

|| [[Handschrift: 257v]]

Sonntag den 6ten: Martij; 1653.


Er Jonius, hat geprediget, auf unserm Sahl,
tröstlich, undt Schriftmeßig, vom Cananeischen weiblein3.


Extra zu Mittage gehabtt, die Rindtorfinn[,]
den iüngern Sekerka, Tobias Steffeck von Kolodey undt Jonium.


Risposta von Deßaw, undt Zerbst, commiserando.


Nachmittags, cum filijs, in Jonij predigtt.


Avis: daß im Amptt Lindaw der Oberste reformirte
prediger, auch verstorben, undt daß an deßen
Stelle, numehr auch wieder, ein lutheraner
soll verordnet werden. Jn Zerbst haben sich
auf der kirchen zu Sankt Bartolomej vorm Schloße,
aufm Tache, undt zigeln, drey abendt nach-
einander, drey Sterne sehen laßen, auf dem
dache, undt zigeln. Vor weniger zeitt, haben die
lutherischen Bürger zu Zerbst, an den Raht allda
geschrieben, undt begehrt, ihnen darinnen,
einen luttrischen prediger, zu verstatten.
Der Raht, hat solches, gesampter Fürstlicher herrschaft,
notificirt, undt erwartett gnedige resolution.
Der luttrische Superintendens, will mit ehistem,
in der großen Stadtkirche, zu Sankt Nicolaj, eine || [[Handschrift: 258r]]
predigt thun, undt will sich, durch die luttrischen Bürger, an
die Cantzel begleitten laßen. Gott erhalte daselbst,
seine reformirte gemeine, undt stehe ihnen bey, mit
seiner gnade, mit seinem Heiligen Geist, mit Christlicher
gedultt, aufrechtem glauben, hofnung, undt
wahrer bestendigkeitt!


Einer von Thanne (auß der grafschaft Manßfeldt
bürtig) CammerJungker, undt Forstmeister zu
Wolfenbüttel, welcher hertzogk Friederich Ul-
rich Sehliger, von anno 1617 biß 1634 gediehnet,
hernachmalß aber hertzogk Augusto aufgewartett,
hat sich bey Mir præsentiret, undt
mit unß, zusampt dem Schafgotzsch, zu
nacht gegeßen. Er hat Meiner gemahlin,
briefe gebracht, von Wolfenbüttel, undt halle.

Montag den 7ten: Martij; 1653.


Der von Thanne, sagte auch gestern, das heütte
acht Tage, die Administratorinn zu Halle, mit einer
iungen Tochter, abermal genesen wehre. Gott gesegene sie!


Jtem: daß aufn Mittwoch, 3 contra 3 sich balgen
wollten, bey Magdeburg umb einer Fraw willen,
welche einer schon 2 iahr gehabt, undt des andern
maistresse, vorhin gewesen. Die eine parthey seindt holl-
steiner, der principal ein Buchwoldt4, die andere Meißner, der principal Burckrodt. || [[Handschrift: 258v]]
O curas Hominum! o quantum est in rebus inane!?5


Er beiahete auch den letztmals überschriebenen
Mordt, des goldtschmidtsiungen, vom gesellen
ahngethan, undt das gestern frühe seines
des gesellen stiefvatters schönes hauß, abge-
brandt wehre, zu vermehrung, seines un-
glücks. Er hette auch bekandt, das er in Polen,
dergleichen diebstall, mit Juweelen, begangen,
undt darzu, einen Pollnischen herren, deme sie
zugehöret, und dem er gediehnet, meüchelischer
weyse, umbgebracht hette. Man helt noch sein
endurtheil auf, mehr unthaten, von ihm, zu erfahren.


Jl me confia aussy, qu'on se met en
deffence, contre toute inique Violence, aux
cercles, de la Basse Saxe, de la Westphalie,
& dü Cercle jnferieür dü Rhyn. Qu'on craint
lés Lorrains. Que la Pouloigne & le Denne-
marck se joindront, pour attacquer de deüx costèz,
la Swede, & que les Cosacques, ayderont aux
Polonnais. Que la forteresse de Wolffenbüttel,
aura dès nouvelles fortifications, par l'indüstrie || [[Handschrift: 259r]]
Commendeür Busch, qui y est, Hollandois Jngegneür
& Colonel. Que les Estats dü Pays de Brunswig,
contribüoyent, üne grande somme de denier<s>, a cela,
outre d'autres jmposts, a payer les debtes, &
pour dèsfrayer, l'Ambassade de Ratißbonne. perge


Que le Düc de Zelle, est allè en Holsace,
celebrer sés nopces, avec la niepce, de ma femme.


Que le Vieil Düc de Wolfenbüttel n'a conviè
nül Prince au baptesme, n'a gueres fait
dü petit enfant de son fils, s'accommodant au Temps.


Que les Hollandois, sont en alliance, avec le Roi de Danemark[.]


Que le Roi d'Angleterre sera secourü.


Que le feü Düc Frideric Ulric son maistre,
a eü dü Roy Jacques de bonne mémoire en Angleterre,
üne medaille au chappeau, de la valeür,
de 50000 Dalers, & üne chaine d'or, avec
Diamants, de mesme valeur. Le Prince
Henry de Galles, a donnè alors, a ce sien
cousin, üne belle chaine, dü prix de 20000 DalersDal:
luy laissant au Testament, ses armes,
de pied en cap, sa meilleüre hacquenèe, et deux
beaux chiens d'Angleterre.

|| [[Handschrift: 259v]]


Die Avisen von Leiptzigk, geben:


Daß der König in Dennemark mit Engellandt zerfalle,
wegen etzlicher verarrestirten Schiffe.


Admiral Tromp, hette nach dreyTägigem
schifstreitt, den Admiral Blacke geschlagen,
victorisirt, undt 12 Schiffe abgenommen,
zwahr nach verlußt 9 kaufschiffe.


Der Frantzösische gesandte zöge auch diß-
gustirt auß Londen.


Cardinal Mazzarinj, solte Connestable
in Frankreich werden, des Düc de LongueVille
Tochter heyrathen, seinem vetter, den Cardinals-
huet abtretten, sich aber 100 mille kronen jntraden,
von geistlichen beneficien, reserviren.
Prince de Talmont, oder Tarante, wehre
von den Printzen abgewichen, und in haag kommen.
Harcour, hette noch das guberno zu Briesach,
welches gerne Cardinal Mazzarin haben, undt gegen
das kriegerische in Guienne vertauschen möchte.
Die Schweitzer seindt schwührig, wegen er-
manglender bezahlung, wollen alle den 30. Martij || [[Handschrift: 260r]]
stylo novo kraft habenden befehlichs, von ihren obern,
abmarchiren, auch das Regiment dés gardes,
auß Frangkreich wo man sie nicht befriediget.


Barcellona wirdt mit 2 castellen bezäh-
met, undt die Königlich Spannische außrüstung,
contra Portugall, ist extraordinarie groß,
von seinen Tapfersten officiren, undt besten Soldaten.


Der Kayser recreirt seine Chur: undt
Fürsten6, zu Regenspurg mit Comœdien, wirth-
schaften, undt dergleichen Freẅdenfesten.
Jnterim, wirdt die Proposition, von einer zeitt,
zur andern, verschoben, wiewol der vergleich, zwischen
E<C>hur Brandeburg undt Schweden, gehoft wirdt.


Viel gesandten, (auch außerhalb Reichß,)
kommen aldar ahn, auß Engellandt, Polen, etcetera[.]


Jn Schweden, graßiren noch krangkheitten.


Der Türcke, armirt gegen Candia,
undt Dalmatia, in währenden tractaten,
mit Venedig.


Die lottringher, haben sich in das landt
von Lüttich, retiriret, nach dem die Staaden sie ver-
iaget, undt thun schaden, im Luycker gebieht, biß
ans Trierische hinan, welches zu Regenspurg, alarm machet.

|| [[Handschrift: 260v]]


Der holländische Pensionarius Paw, herr von Hemsteede,
ein sehr erfahrner wolqualificirter Mann, so an
Catzens stelle kommen, undt auch Ambassadeur hiebevor,
in Engellandt, gewesen, sol auch gestorben sein.
Jst billich, zu beklagen! <Et ie le plains, particülierement[.]>


Die Schweitzer im lucernischen, haben
auch rebelliret, undt über 12 gravamina, ein-
gegeben.


Der Gubernator von Meylandt, verwahret
seines anbefohlenen landeßgräntzen, gegen
die Schweitzer, undt Grawpündtner.


Jm Altenburgischen Fürstenthumb, bey
Salfeldt, höret man von vielerley
Seltzahmen prodigijs.


Zu Magdeburg hat eine beseßene
Magd, greẅlich, sich geberdet,
endtlich aber, allerley von des Türgken
ahnkunft, außgesaget, wie auch von andern
orthen, hin: undt hehr, damit gedroẅet
wirdt, es seye serio, oder auß anstiftung,
arglistiger leütte! Gott bewahre, vor mehr unheyl!

|| [[Handschrift: 261r]]


Der Administrator von halle hat mir, die fröliche
genesung, undt endtbindung seiner gemahlin Liebden mit einer
iungen Tochter, heütte 8 Tage, an itzo notificirt.


Der von Thanne, ist heütte frühe, wieder nacher
Wolfenbüttel, verrayset. Gott geleitte ihn!


heütte, haben meine kornschreiber
<gersten> seen laßen <4 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 3 Schefel (Scheffel)schfl: auf die Klipperbreitte[.]> Gott gebe, zu segen undt gedeyen!


hammeln ist von Dessaw, wiederkommen. perge

<3 hasen, Abraham von Rindtorf[.]>


Jch habe abermal, nacher Zerbst, undt Deßaw, geschrieben.


Jn Oeconomysachen, travagliiret.


A spasso, in schönem wetter, gegangen.


Gegen abendt, hats geregenet.


Abermalß 4 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten alhier, undt 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: zu Zeptzigk
sehen laßen. Gott gebe, zu Segen! undt wachßthumb!

Mittwoch den 9ten: Martij; 1653.

<Windt, regen, nachmittags[.]>


Jn die wochenpredigt, cum filijs, undt passionpredigt[.]


Extra der iunge Sekerka, undt Doctor Mechovius, zu Mittage,
wie auch der Tobias Steffeck von Kolodey nebenst Schafgotzsch,
welcher allein mit unß, gegeßen, undt ordina-
rius extraordinarius ist. Sie haben ihn gestern
abendt, als er den keller besehen wollen, voll
gesaüfft, darüber er gar krangk worden.

|| [[Handschrift: 261v]]


Alhier, seindt heütte wiederumb 3 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 19 Schefel (Scheffel)schfl: gerste,
undt zu Zeptzigk 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gerste, undt 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 5 Schefel (Scheffel)schfl:
hafer, gesehet worden. Gott gebe zu segen!
Mehr zu seen, hat regen, undt windt gehindert.


Philipp Güder, hat sich bey mir præsentirt,
wie auch Hans Friedrich Eckardt, in Amptß: und Cammersachen.


Es seindt abermalß Numero 7 undt 8 Relationes,
von Regenspurg einkommen. Die proposition ist
noch nicht geschehen. Man cunctirt, wegen
Schweden undt ChurBrandeburgs differentz, mit
der restitution Pommern. Schwedische urgiren
die admission zur session, undt Voto, biß dato,
frustra. Es gibt auch streitt, wegen der præce-
dentzen, im Churfürsten[-], undt FürstenRaht.
Die Stadt Zerbst, ist bey Kayserlicher Mayestät ein-
kommen, protestirt wieder unsern landtTag,
undt hindert die Kayserliche confirmation. Un-
sere Abgesandten, tumultuiren darüber,
begehren originalia, blanckeet, undt
andere Sachen. Unsere Vota discrepiren
ein wenig, wegen der blanckeet, undt das man den
gantzen landTagsabschied, nicht dahin schicken mag.

|| [[Handschrift: 262r]]

Donnerstag den 10ten: Martij; 1653.


<Post nubila! Phœbus perge>


Abermalß relationes, von Regenspurg Numero 9 undt 10.
Pfaltzgraf Ludwig Philipß, ist mit dero gemahlin
auch zu Regenspurg ahnkommen, undt von Chur Pfaltz Liebden
visitirt worden. Die Proposition wirdt aber-
malß verschoben Chur Brandeburg zu gefallen.
Die Schweden braviren, sagen Sie fragen numehr
nichts darnach, man möge sie admittiren, oder nicht.
Unsere gesandten geben visiten, undt kriegen
ansehliche revisiten. Bekommen guten respect.
Die Geistlichen Fürsten, förchten sich auch, vor
Schweden, und suchen ein Temperament, so wol
alß die Evangelischen wie sie mit Chur Brandeburg
zu vergleichen, undt zur session, voto, undt be-
leyhung, zu admittiren? Der Stadt Zerbst,
sache, wirdt sehr urgirt, auch von unsern legatis.
Jn Ungarn, irritirt man die Türgken, ex parte
Cæsareanorum. Schweden armirt gewaltig.
Naßaw Sarbrügk, will auch numehr, ein Fürst sein.
Vor die vertriebenen Evangelischen, in den Fürsten-
thümern, Oppeln, undt Ratibor, wirdt jntercediret.

|| [[Handschrift: 262v]]


Avis: daß hertzogk Geörge Rudolf von der Lignitz, als
Kayserlicher undt Königlicher OberAmptßverwalter, in Schlesien,
den 4. ⁄ 14. Januarij, Morgends umb 2/4 auf 9 unver<muh>-
tende, an einem Schlag: undt Stichfluße, Todes ver-
blichen, alß Jhre Liebden noch den abendt zuvor, noch alle
wohl zufrieden gewesen, auch zimlich lustig, in
conversation, mit etzlichen neẅbestellten Rähten,
sich erzeiget. Es seindt ihr, solche flüße, bey Nacht
im Schlaff gefallen, undt haben alsobaldt, die
Sprache, verstandt, undt fühlen, mitt hinweg
genommen. Die 3 herrenvettern, die herrn hertzoge
zu Brieg, haben sich, der Possession des Fürsten-
thumbs Lignitz, alß nächste agnaten, alsoforth
bemächtiget, undt auf jnterim, herrn Zedlitzen,
herrn Schweinitzen, beyde vom Adel, item: Eichhorn,
undt Lindern, gelehrten, das Regiment ahnvertrawet.
Des verstorbenen hertzogs Freẅlein Schwester,
Fräulein Maria Sophia (so auch, der reformirten
religion ist) giebet sich, vor eintzige Allodial
erbin ahn, undt prætendiret alle bahrschaften,
undt viel anders, deren herr Schildtbach (ün mütin)
bediehnet ist. Man hat sich aber, mit ihr, nun schon
(Gott lob) gühtlich, undt noch leidlich verglichen, || [[Handschrift: 263r]]
undt sol Sie, der Grafschaft Parchwitz, ad Vitam,
undter andern, zu genießen haben. Der Schiltbach, sol
ihr raht, undt der Marschalck Christof7, ihr
hofmeister, undt Burggraf bleiben. Sie sol ein
stadtliches, mittererbet haben, weil kein
Testament vorhanden, betauret herr Schafgotzsch
das ihm, undt seinen herrn brüdern8, ein großes
endtgangen. Gott hat es aber dißmahl,
den Nähesten blutsverwandten, gegönnet!
et cetera
Andreaß Müller, der <Fraw> Schwester von Meck-
lenburg raht undt Secretarius, hat dieses
alles, vom 2. Februar stylo novo auß Schlesien,
an den Hanß Bernds, gelangen laßen.
perge


A spasso, in schönem wetter, gegen abendt,
(nach bestelletem postTage) auf meine felder.


Risposta von Deßaw, undt Zerbst per expreßen.


Les Lüthériens taschent a se fourrer, en la grande
Eglise Servastienne pour l'occüper, mesme avec le consen-
tement, dü Chef Süperieür. Dieu nous en garde!


Le Prince Jean, fait estat d'aller a Oldenburg &cetera &cetera[.]


Le nouveau Recteür Heinsius, sera installè, a Zerbst,
le 16. de ce mois, & l'on y ira en personne, ou par depütation.


Les Vierges nobles, retractent le Voyage de Curlande. perge

|| [[Handschrift: 263v]]


L'Electeur de Saxe, persecüte aussy nostre Religion
á Brehmen, ayant commandè a sés Ambassadeurs a Ratis-
bonne, de s'opposer, au saufconduict, que l'Empereur
leür a Voulü ottroyer. perge Dieu nous Vueille assister!

Freitag den 11ten: Martij; 1653.

<Regen, Vormittags[.] Schön wetter nachmittags.>


Hanß Fritz Eckardt, habe ich nacher Zerbst, umb
Zerbsten[!] Bier, geschicktt. Gott geleitte ihn!


Hanß Kohte, ist gestern mit Hanß Geörgen
Berger, (nach einem langen groll) verglichen
worden.


On a üsè hier, a <la> table <dès Damoyselles>, au disner, des
jnvectives jnsüpportables, contre nos Ministres.
Dieu confonde, ces Esprits mensongers,
quj n'ont point de honte, de les injürier
ouvertement, les serviteürs de Dieu!


Nostre bouthillier, a estè rüdement
battü, par le Baillif, en 4e. endroits, ayant
querelle, avec ün autre bouthillier.
et cetera


Jch habe den Obrist leutnant Knochen hofraht Paulum
Ludwigen, wegen allerley wichtigen sachen, so zu
referiren, undt zu deliberiren gewesen, bey Mir gehabt.
Gott gebe überall, glück! undt succeß!

|| [[Handschrift: 264r]]


Briefe von Zerbst, in consenßsachen der lehengühter,
undt wie die Dotes darauf zu mindern, oder zu
erhöhen, so wol als die schulden zu determiniren,
damit der MannsStamm, nicht beschwehret werde,
fraget mich, Fürst hanß, umb raht, undt ich
habe darauf wieder geantwortett. perge


A spasso gegen abendt, in schönem wetter.


Meine leütte, haben Nachmittagß, in die ge-
richtsbreitte, gesehet, 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 12 Schefel (Scheffel)schfl: gersten,
Gott laße es wol aufgehen, wachßen! undt gedeyen!


heütte ist es 17 iahr, das unser unglück, in
der plünderung, anno: 1636 recht angegangen,
iedoch, durch Göttlichen beystandt, undt augen-
scheinlichen Schutz, der lieben Heiligen Engel, gemiltert
worden. Gott helfe, (so wir länger leben sollen,)
daß wir allezeitt, seine gühte preisen!
unß, mit dem beschehrten Segen, genügen
laßen, undt auch in diesem zeittlichen hinführo
beßer glück haben mögen, doch nach seinem
gnädigen, väterlichem willen, und wolgefallen.


Ma femme n'a pas estè bien, cejourd'huy,
ayant mangè ce mattin, dès sürjons, de sam-
bucus, holunder, etcetera[.] Dieu la Vueille reguerir!

|| [[Handschrift: 264v]]

Samstag den 12ten: Martij; 1653.


<Regen, windt.>


Gestern wahr das Æquinoctium Vernum, wiewol es
auch etzliche, auf vorgestrigen Tag, rechnen.


Avis: daß der übelthäter, der goldtschmidtsgeselle zu halle
gerichtet, von undten auf gerädert, undt mit glüenden
zangen, gekneipt worden. Seine wolhabende Freünde,
sollen dem Administratoj 400 ThalerThlr: an gelde, undt
eine hufe agkers, gebotten haben, wenn er ihn möchte
köpfen laßen? Jhre Liebden haben aber, das billichmeßige
strenge urtheil, gegen einem solchen dieb, undt
Meüchelmörder, exequiren laßen. perge


7 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten, seindt noch heütte Morgen, auf die
Gerichtsbreitte, gesehet worden. Gott gebe zu segen! undt gedeyen!


Die avisen von Erffurdt, geben: daß die proposition zu Regenspurg
abermals verschoben, biß auf den 15. Martij. Die Stände
werden schwührig, schwatzen vom hinwegraysen. Die
ruptur der friedenßtractaten, zu Lübegk zwischen
Polen, undt Schweden, dörfte die resolution befördern.
Der Pollnische gesandte zu Regenspurg ist, mit 92 personen,
undt 83 pferden, sampt 4 kutzschen, undt 5 reyse-
wagen, eingezogen, stattlich eingeholet, undt den fol-
genden Tag, zur Kayserlichen audientz, admittiret worden.
Graf Strozzj, undt graf Caprara haben kugeln
gewechßelt, iedoch unbeschädiget darvon kommen. Der
Kayser, hat alle beyde, in arrest nehmen laßen.

|| [[Handschrift: 265r]]


Jn der Schweitz, währet der pawren Rebellion noch, im
Lucerner gebiehte. Die andern Eydgenoßen, seindt bemü-
het, solch feẅer zu löschen, damit es nicht weitter, umb sich greiffe.


Zu Meintz, sol neẅlichst zu endt des Februarij; ein
Erdbebem[!] gewesen sein, abends umb 7 uhr.


Die lottringhischen völgker, nehmen mit gewaltt, quartier,
im Cöllnischen, undt Trierischen, welches diese beyde
Churfürsten, hoch empfinden, zur gegenwehre, anstaltt
machen, auch am Kayserlichen hofe sich beschwehren, das man
ihnen keinen wiederstandt thut.


Fürst Hanß Ludwig von Naßaw, meines brudern
Schwiegerherrvatter, so bey den Friedenßtractaten,
zu Münster, undt Oßnabrügk, Kayserlicher Ambassador
gewesen, nach dem er in die 17 wochen, krangk gelegen,
ist neẅlich zu hadamar, Todes verblichen. Gott gebe!
das er nur sehlig gestorben seye. Wahr ein herr, von
großen qualiteten, gutem verstande, undt schönen
gaben, undt mein allter freündt, undt bekan-
dter, schon von anno 1613 hehr. Schade ists, daß
er die einmal wol erkandte, undt bekandte,
auch zuvor bey ihm wol gegründete warheitt,
unserer religion, verleügnet hat. Ach! das er seinen
Mißtritt, erkandt, undt wieder sich bekehret hette!


Jn dem iüngsten SeeTreffen, sollen so wol die Holl:
als Engelländer, undterschiedene Schiffe, verlohren haben,
undt kein Theil großer victorie, sich rühmen können, || [[Handschrift: 265v]]
außer: daß die Holländer, ihre kauffardySchiff, in salvo
gebracht. Zu Londen, nimpt die uneinigkeitt noch über-
handt, die gemeine will ein neẅes Parlament, undt darzu
den General Cromwell, seines Generalats, entsetzt
haben, das itzige Parlament, leßet auch, eine Neẅe Bibel machen.


Jn Frangkreich, bemühet sich der Cardinal, mit
großen promissis, den Printzen von Condè, auf die
Königliche seitte, zu ziehen, undt zu gewinnen. Derselbe
Printz wangket, weil viel seiner vornehmsten
Officirer, sich retiriren, undt beym Könige, wieder
zu gnaden zu kommen sich bemühen. Nach diesem,
wirdt berichtet, daß die hollend: undt Engellendische
Flotte, iede 70 kriegsSchiffe stargk gewesen.
Sie haben 3 Tage mitteinander, heftig geschlagen,
worüber viel Schiffe, zu grunde gegangen, endtlich
haben die Anglj, weichen müßen, undt den Batavis,
(welchen aber auch, etzliche Schiffe verbrandt, undt
in grundt geschoßen worden) 10 Schiffe gelaßen.
Die holländer wollen numehr den krieg
eiferig forthsetzen, undt dem Könige in Schott-
landt, 40 OrlogsSchiffe, außrüsten, welcher
mit ehistem, im haag, erwartett wirdt,
dahin auch der Düc de Clochester angelanget,
undt auß Anglia, von guten leütten, salviret worden, || [[Handschrift: 266r]]
als iüngster Bruder vom Könige in Engellandt.
Man verhoffet, noch, Schweden werde, gleich Dennemargk
gethan, sich für den König in Engelland und Schottlandt declariren.

Sonntag den 13den: Martij; 1653.

<Reiff, Frost, mane. Postea: schön wetter.>


hanß Eckardt, ist von Zerbst wiederkommen. Klaget
über groß gewäßer, undt daß er zu Dochumb,
großen zoll: undt Fehrgeldt vom Zerbst[isch]en bier geben
müßen, auf sonderbahren befehl, undt verordnung,
des iungen hertzogs von Braunschweig als Protutoris Liebden
bey welchem sich die Rähte bescheidts erholet,
über welcher incivilitet, undt scharfen bescheidt,
(darinnen ohne undterscheidt, allen die freye
überfahrt, inhibiret, undt benommen wirdt!)
ich mich verwundern müßen.


Aufm heüttigen Sontag Oculj, hat unser Magister
Mencelius, auf unserm Sahl geprediget, das Evan-
gelium, wieder etzliche errores, stattlich, (der
reinen warheitt zu Steẅer,) außgeleget, undt
bey den rechtglaübigen, großen dangk, bey
etzlichen Adversarijs aber, undangk in fine
laborum, (welches der weltt dangk ist) verdienet,
unahngesehen er unsere lehr, u mit wieder-
legung, der falschen beschuldigungen, gar mit
Christlicher bescheidenheitt, mehr defendirt, undt
excusiret, als andere, zu offendiren, begehret, undt || [[Handschrift: 266v]]
viel mehr selber, wieder das lästern, undt schmähn,
alß vom Sathana herrührende, vernünftig geprediget.
Einem ist das Evangelium, ein geruch des lebens,
zum leben, dem andern, ein geruch, des Todes, zum Tode9
davor Gott gnediglich bewahren wolle!


Extra zu Mittage, Schafgotzsch, a ma table, postea:
Sekerka junior, Tobias Steffeck von Kolodey undt Magister Mencelius.


Nachmittagß, cum filijs, in die kirche, undt Passionspredigtt,
Ern jonij.

Montag den 14den: Martij; 1653.


Michael Ringk est revenü heüreüsement Dieumercy, de Ratisbonne sans expe-
dition neantmoins, que dilatoire, ou pleine de refüs. Jl
m'a apportè lettres, de Madame Eljzabeth, dü Düc Ever-
hardt, de Wirtembergk, de Piccolomini[,] dü Prince de Dietrichstein,
dü Cancellier Milagius, et de Monsieur Freybergk, toutes six,
en termes bonnes, courtoyses, et instrüctives. etcetera


Jean Moutarde ist bey Mir gewesen, ayant bien expediè
ses èscritüres enjoinctes.


Postea: hat sich Magister Mencelius præsentirt, me confiant
ses persecütions clandestines, a cause dü presche d'hier.
Dieu le vueille fortifier, en sa Vocation!


6 Schefel (Scheffel)schfl: wigkFutter hat man heütte geseet alhier[,]
Jtem: 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 6 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten<hafer> zu Zeptzigk, gegen Peüßen,
item: dahin 5 Schefel (Scheffel)schfl: gersten. Gott gesegene es!


Er Marggravius, ist bey mir gewesen, wegen
seines pfarrgebeẅdes. perge

|| [[Handschrift: 267r]]


Post, undt Victualien, von Ballenstedt.

Dienstag den 15den: Martij; 1653.


hanß Senff, abermals bey Mir gehabtt.


Ludwig Rober, ist auch bey mir gewesen,
mir referirende, wie es seines Schwagers, des
pfarrers zu Palbergk Sohn, <Hilario> so wunderlich gehe,
Jch habe ihm nicht allein giftöhl, sondern auch,
das Nürnberger pflaster mittgetheilet. Gott
wolle seinen Segen, zur heilung, auß gnaden,
mittheilen!


Die Leiptziger Avisen, geben: daß man zu Regenspurg
die proposition, biß nach Ostern verschoben, weil
Man hofnung hette, zum vergleich, zwischen Schweden, und Brandeburg
so wol in der licenten[-], alß in der Pommerischen restitutionssache.


Die Evangelicj, würden sehr verfolget, in den
Erblanden, incarcerirt, vertrieben, von hauß
zu hauß, außgesucht, undt übel geplaget,
numehr auch das beneficium emigrandj, ihnen
abgenommen, undt sie zur Päbstlichen religion gezwungen.


Die Fürsten hetten auch wegen der seßionen, noch
viel Strittigkeitten, undt beschwehrungen, in-
sonderheit aber, daß man den Churfürsten, die innersten
consilia, ihnen aber, das wenigste communicirte!

|| [[Handschrift: 267v]]


Die Türgken theten in Ungarn, schaden, undt
der accord mit Venedig, würde zwahr vermuhtet,
dennoch aber, so große præparatoria, zum kriege
wieder Candia gemacht, das es nicht außzusagen.


Gil de haaß, hat von den venezianern, abgedangkt,
undt gehet, zum Könige in Spannien, contra Portugall.


König in Engellandt, undt König in Polen,
suchen assistentz, bey Kayserlicher Mayestät zu Regenspurg[.]


Die Cosagken, stellen sich geneigt zum frieden.
Schweden stellen sich in verfaßung, neigen sich
doch, zur friedenßbegierigkeit.
Dennemargk, hindert die Engelländischen Schiffe
im Sundt, assistirt den Staaden, und faßet sich.


Jn Schweden, wie auch zu Regenspurg haben viel
Schlittenfahrten, in der Faßnacht, gehen müßen.


Die ParlamentsEngelländer, undt hol-
länder, haben 3 Tage lang, grimmig,
wiedereinander, geschlagen, die holländer
undt Seeländer, sollen 11 Schiffe, undt die
Engelländer, 9 große orlogsschiffe verloh-
ren haben. Den holländern, sollen auch
15 kaufffahrer Schiffe, von der beyhabenden
convoyirten Flotta, abgenommen worden sein. || [[Handschrift: 268r]]
Dennoch haben die Staadischen, obgesiget, undt
ihre große kaufmannsflotta, (welcher convoy,
ihnen an völliger Victoria sehr hinderlich,
undt überlästig gewesen) vollends in salvo
gebracht, undt die Engelländer, (mit verlußt
derselben größesten Schiffe), abgetrieben.
Die herren Staaden, haben Gott dem herren, ge-
dangkt, dem Admiral Tromp, umb seiner
(großem Tapferkeitt, undt vorsichtigkeit willen)
8 güldene ketten verehrt, seinen Vice-
Admiral Jan Evertß 2 undt dem Comman-
deür Ruyter, 1 Goldkette, sie desto weitter
zu encouragiren. Jn die eilf capitains,
sollen auf der Staaden seitte, todt blieben
sein, undt viel Tapfere Soldaten. Die
Engelländer, haben die Victorie, auf ihrer seitte,
vor gewiß gehalten, undt ihren Soldaten,
die gantze hollendische flotta, aber zu frühe,
preiß gegeben. haben aber, ihren ViceAdmiral,
undt den Schout, bey Nacht, (beyde große
principalSchiffe,) verlohren, undter den 9 undt immer
auß ihren häven, frisch volck, undt Schiffe bekommen. || [[Handschrift: 268v]]
Den holländern, ist es sehr beschwehrlich gewesen,
das sie auf die kauffahrer Schiffe, alß
eine reichbeladene flotta, undt des vatter-
landes groß vermögen, ihr absehen richten, müßen,
undt nicht also freye handt, überall zu fechten,
haben können, darüber sie auch, etzliche
albereitt eroberte Engellische Schiffe,
wieder verlaßen müßen. Darnach, hat
kawm die helfte ihrer flotte, munition
genungsam gehabtt, welches sie sehr in-
commodirt, undt übel<er> würde geplaget haben,
wann es ihr gegentheil, recht hette wißen
sollen, inmaßen ihre meisten Schiffe, gar zeitt-
lich diesen gebrechen gefühlet, undt sich baldt
verschoßen gehabt, aber durch großmühtige
vorsichtigkeit, des Tapfern, undt erfahrnen
Tromps, sich undter die andern Schiffe,
gemenget, undt salviret, undt keine mine,
zu weichen, machen dörfen, biß sie wieder
zum fechten, mit munition erfrischt gewesen,
undt aufß neẅe angehen können. Theils
Schiffe sollen in brandt aufgegangen, theils
im wasser, durch das viele Schießen, gesuncken sein.

|| [[Handschrift: 269r]]


Eine Jnsel in OostJndien, Amboya genandt, sol
wieder die Holländer, rebelliret haben.


Der König in Schottlandt, wirdt ehistes Tages,
im haag, erwartett, gestaltt auch Printz Robert,
mit einer stargken flotta, in den Provintzien,
erwartett wirdt.


Des Königs in Engellandt, gesandter zu Re-
genspurg heißet, der graf von Willmout.


Die Kayserinn Eleonora, wirdt auch zu
Regenspurg erwartett, weil die Regierende
Kayserinn, baldt niederkommen soll.


Vor Magdeburg haben sich am Mittwoch,
der hollsteiner vom Adel, Bluhm, undt Burke-
rodt, der Meißner, gebalget. Viertzehen
andere haben zum rechten gesehen. Alß
sie lange mitteinander, biß sie müde
worden, gefochten, undt keiner dem andern,
etwas abgewinnen können, seindt sie zu pferde
geseßen, kugeln wechßelnde, da dann der Blum
dem andern, sein pferdt, durchn kamb, der
Burkerodt aber, Blumen, sein pferdt, todtgeschoßen.
Endtlich, hat man Sie von einander gebracht, weil
Sie ihren ehren, ein genügen gethan, undt so weitt
des Churfürsten von Saxen, eigene concession gehabtt. || [[Handschrift: 269v]]
Bluhm will doch, sie sollen wieder an einem andern
orth, einander suchen, biß einer auf dem platz, bleibet.
Bluhm sol haben vor 2 iahren, nach einer Ran-
tzowinn, (welche schön undt reich gewesen)
gefreyet, undt den Burckerodt, alß seinen
vertrawten freündt, mit einem brieflein,
an die Dame, zum freywerber, gemacht,
undt abgefertiget. Dieser aber, hat un-
recht verstanden, das brieflein hindterhalten,
undt seine willige dienste selber, vor
andern, anpræsentiret, auch die schöne
Dame, mit 100000 ReichsthalerRthlr: vor sich selbst,
undt keinen andern, gesucht, undt erhalten.
Sie sol auch numehr Schwanger sein,
undt in 3 wochen, ohnegefehr, niederkommen.
Diß sol die uhrsach, des unversöhnlichen
haßes, welchen der Hollsteiner, wieder
den Meißner träget, sein, undt dörfte
noch allerley consequentzen, nach sich, ziehen.
Gott wolle die gemühter vereinträchtigen!


Zu Paris gibt es Metamorphoses, daß die ärg-
sten Feinde, zu freünden, undt diehnern des Königes || [[Handschrift: 270r]]
werden. Der Cardinal thut sein bestes, ihrer viel
auf des Königs seitte, zu ziehen. Visonte de -
renne, ist in großem respect, undt größer ge-
macht. Jnngleichem, der Düc de Guise. Die
quartier werden bezogen. Die lottringher,
graßiren, im Stift Lüttich. Zu Paris,
hat eine trouppe Raüber, (nach einem stattlichen
Königlichen ballet, in den Faßnachtfreẅden,)
die Caroßen angegriffen, die Damen geplün-
dert, ketten, kleinodien, armgeschmeide,
undt dergleichen, auch Theilß mäntel, ihnen
abgenommen. Darnach, hat man erst, (post
Festum,) die wache, in allen gaßen, beßer
bestellet, undt vorsehung gethan.


Der Großhertzogk von Florentz ist mit
seiner gallere, spatziren gefahren, hat an
einem theil, die Holländische, an dem andern
die Engelländische flotte, gegen einander
liegende gesehen, undt weil Sie ihn,
mit salven geehret, hat er sie hin-
wiederumb, beschengken laßen, undt
etzliche verarrestirte Engelländer, relaxirt.


Der Hoßpodar, in der Wallachey10, will den frieden
zwischen Polen, undt den Cosagken vermitteln helffen.
perge

|| [[Handschrift: 270v]]


Jm Lucerner gebieht, währet die rebellion des
landtvolgks, noch. Sie wollen Bibeln haben, die
schatzungen, undt Tiranney der landtvögtte,
abgestellet wißen. Jm Berner gebieht,
sollen auch etzliche aufrührische sein.


Frangkreich, contentiret, undt stillet
numehr, die mutinirten Schweitzer.


Er Benjamin Gigelßperger, ist heütte bey
Mir gewesen, pour l'amour dès collectes Belgiques.


heütte seindt zu Zeptzigk, 18 Schefel (Scheffel)schfl: haber,
undt 6 Schefel (Scheffel)schfl: erbßen, gesehet worden. Gott
gebe, zu wachßthumb! undt gedeyen!


A spasso; in schönem wetter.


Schreiben, vom Obrist Leutnant Micrander, daß er aufn Donnerstag (gebe gott)
nacher Regenspurg verraysen will. Erholet sich, bescheidts,
ob ich ihme etwas zu befehlen. perge


J'ay èscrit, aux Dücs de Braunschweig pere, & fils. perge

Mittwoch den 16den: Martij; 1653.


Diese Nacht, hat meine schönste grawe
Stuhte, im Forwergk verfohlet, undt
ist mit dem Fohlen, (welches man, mit 4
pferden, von ihr tregken müßen) Todt blieben,
<an der Wolffsgeburtt, wie man es nennet.> || [[Handschrift: 271r]]
Malheür! unglück! Schade! Patientia!


Jch habe an Cantzler Milagium[,] an Madame Elizabeth,
undt Obrist leutnant Micrander geschrieben, welche<r> morgen
nach Regensburg will. Gott gebe zu glügk! <undt succeß!>


Jn die wochenpredigtt, mit beyden Söhnen, undt
zweyen Töchtern11.


Extra zu Mittage, Doctor Fischern, nebenst Schafgotzsch,
undt andern, gehabtt, <item:> den iüngern Sekerka.
perge


Den Stadtvogtt, nachmittage bey mir gehabtt.


Jean Moutarde ist auch bey mir gewesen. J'ay èscrit
a Berlin & Crossen & Amsterdamb[.] Dieu vueille fortüner més desseings!


3 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, seindt heütte alhier geseet
worden. Gott gebe zu Segen! undt gedeyen.


Jn religions sachen der Stadt Zerbst anliegen, Jtem:
der Ritterschaft, neẅe desideria zu Regenspurg
So dann, zwey relationes, de Numero 12<11> undt
13<12> entpfangen. Man hoft noch, einen guten vergleich,
zwischen Schweden, undt Brandenburg[,] vor die Evangelischen
in den Erblanden, wirdt intercedirt. Zwischen Chur-
Pfaltz, undt Pfaltz Lauttern, jst noch zwiespaltt.
Naßaw Sarbrügk; will auch ein Fürste sein,
undt session über die neẅen Fürsten, haben.
Die proposition, dörfte allem ansehen nach, biß nach denen
Oster: Feyertagen, verschoben werden. et cetera

|| [[Handschrift: 271v]]

Donnerstag den 17den: Martij; 1653.

<Windig. I'ay trouvè derechef ce mattin, mès chausses fermèes avec l'esguillette de devant. et cetera>


Meines bruders Raht, Hans Georg Bohße, ist auch anhero
kommen, etzliche expedienda, in der Cantzley, mit helfen zu expediren.


Jch habe auch etzliche sachen, in publicis, & privatis
zu expediren, vollauf zu thun, gehabtt.


Avis: daß der berühmbte Simon Jrnsingher, zu Nürnbergk
(so das weittberühmbte Emplastrum præpariret) dennoch,
vorm iahr, gestorben, undt noch eine Magdt, hinterlaßen
haben soll (dieweil er nie gefreyhet) welche es
soll gar recht machen können. Jst doch darahn, zu
zweifeln, undt großer schade, daß der verstorbene
allte Mann, sein Talent, also vergraben, undt
Niemanden, communiciren mögen. Waß hilft es
ihm nun, in seiner grube, undt Todtengrufft,
undt wo bleibet, die liebe des Nechsten?


Jean Moutarde est party ce mattin, vers Amsterdam[.] Dieu le conduyse!
et ün messager est allè, a Berlinc[.] Dieu le conduyse[!]


Responsum von Sanderßleben, vom Obrist leütnant Micrander,
welcher numehr sich anders bedacht, undt aller-
erst, auf den Montag☽tag, an stadt heütte Donnerstag forth will.
perge


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 13 Schefel (Scheffel)schfl: 3 Viertel (Hohlmaß)v: seindt allhier, an gersten,
gesehet worden, jtem: zu Zeptzigk, 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:
Ferner 2 Schefel (Scheffel)schfl: hafer zu Zeptzigk, undt
4 Schefel (Scheffel)schfl: wyckFutter daselbst. Gott gebe,
zu gnade! segen! undt gedeyen!
et cetera

|| [[Handschrift: 272r]]

Freitag den 18den: Martij; 1653.


<Windig.>


Devant 3 ou 4 jours, mon petit Charles,
disoit a table, au disner, comme sans y penser,
dist il: Je ne vivray, plüs long temps. Quand
j'auray quatorze ans, ie mourray <perge>! Ce
qu'a Dieu, ne playse! Ô Dieu,<!> saulve cest
enfant, & son frere, dès griffes, de la mort!
ne permets, qu'ils meürent, en la moitiè, de
leurs jours! Fay luyre, ta misericorde sür
eulx, tout le cours, de leurs Vies, & verse
sür eux tes benedictions temporelles, et
eternelles, en abbondance, tout ainsy,
que sür toutes les aultres, mes filles, & enfans!
et fay les cheminer tous, et toutes, au droict
sentier, de tes Voyes, & en ta Vraye crainte!
par Jesus Christ, nostre Saulveür, & Redemp-
teür, en Vertü efficacieüse, dü Saint Esprit; Amen!


Den Amptmann Georg Reichardt bey mir gehabt.


Wartemßleben, ist von Meiner herzlieb(st)en gemahlin, nacher
Barby, zum Hertzogk Rudolff Augusto <von Braunschweig>, ge-
schickt worden, welcher des graven, vormundt ist. et cetera

|| [[Handschrift: 272v]]


A spasso, ans waßer, in gartten, an die Mühle.


Extra zu Mittage: Christof Wilhelm Schlegel,
ohne Schafgotzsch, undt andere.


Philip Güder, ist bey Mir gewesen.


Der Christian heinrich von Börstel, hat
der commission beygewohnet. Jtem: <Tobias Steffeck von Kolodey>
<hofmeister Einsidel principaliter, undt>
hammeln <et cetera[.]> undt andere perge


Victualien von Ballenstedt bekommen.

Samstag den 19den: Martij; 1653.


Rechnungen, Oeconomysachen, vorgehabtt.
et cetera


Commissiones, vornehmen laßen.


Avis: Que le jeüne Marquis George Albert,
insiste aux traces, de feü son frere
aisnè, assommant (quand il est yvre), les
personnes nobles, et ignobles, sans
rayson & apparence, courrant avec
l'espèe nuë süs, a sa pauvre femme innocente,
& parlant plüs dü Diable, que de Dieu.
On dit: qu'il doibt avoir, üne esprit familier,
ce qu'aulcüns attribuent aussy, au Düc
Christian de Mecklenburg & que tous deux, soyent Athèes! || [[Handschrift: 273r]]
C'est grand pitiè d'ün mauvais natürel,
& d'üne mauvayse edücation! Dieu les con-
vertisse, & les induyse, tous deux, a repentance!
Maintenant, il doibt avoir, depuis peü,
occis, ün hallebardier, de Monsieur son Pere, qui
tenoit la garde, devant la porte dü Vieil
Marquis Christian. Jl vint yvre en fürie,
avec ün pistolet bandè, chargè, & le chien
abbattü, contre ce pauvre trabant, luy
disant, bayse la bouche, de ce pistolet. Le
Trabant le fait, ou de crainte, ou d'asseü-
rance, ne pensant pas, qu'il luy feroit
dü mal, sans süjet, en sa garde, devant
la porte dü poile de son Pere. L'autre
descharge, le tire ainsy, par la teste, & le
place, roide mort, en terre. Le Pere, accourt,
a ce bruict, poursuit le fils meürtrier,
& le fait arrester prisonnier. Le pauvre
vieil Prince, a rayson, de grisonner, de soing,
& de soucis, sürvivant, <a> tant de crimes de ses
enfans, de meurtres, d'adülteres, paillardises,
incestes, dèsbauches, desordres, dissolütions! || [[Handschrift: 273v]]
Dieu Vueille consoler, le pauvre Veillard, &
convertir l'impietè extraordinaire dü jeüne!


Au contraire mon Nepheü, le Düc Güstave
Adolffe, jeüne Prince, est louè, pour sa Pietè,
et Vertü. Jl ne boit nüllement[.] Aux excéz
qui se sont faits a Schwerin, il n'a beü,
que deüx, ou trois gouttes, de chasque Verre,
d'ordinaire il ne boid, aux repas, que
deüx petits verres de vin. C'est le fruict
dès voyages de France, & d'Jtalie, & de la
sobrietè & attrempance qui y regne! Cela
est louable, & digne, d'ün Prince, d'attirer
aux peregrinations, les vertüs, a son üsage,
& de fuir les vices, qu'on laisse a chasque
pays, en abomination. Jl jeüsne ordinaire-
ment, aux vigiles dü Dimanche, & dès festes.
Jl ne voyage point, aux Dimanches, & aux
festes, s'estant pacientè souvent en ün
meschant cabaret, pour y passer, mesme
en Voyage sa devotion dü Dimenche.
Jl frequente devotement, lés presches || [[Handschrift: 274r]]
dü mattin, & de l'avant: & apres disnèe!
ne donnant mesme audience a personne,
qu'avant disner, pour eviter les occasions, dü
boire. Son gouverneür le loue grandement,
& ma seür, la Düchesse, (pauvre & desolèe
Vefue!) auprès de laquelle il a estè, a Streh-
litz, se console fort, de ce fils, lequel est
maintenant á Güstrow, & prend les resnes
en main, dü Regime, de son beau Pays. Le
bon Dieu, le vueille conserver, sain et
sauf, longues annèes! le vueille mainte-
nir, & conforter, au beau chemin, de la
Pietè, et Vertü! le vueille entierement
convertir, a la Püretè Orthodoxe, de l'Evangile, s<v>ueilled effacer, de son esprit,
toute Tradition vaine, & hümaine, & tout
ferment Papistique, & luy donner, avec ün
heüreux gouvernement, la cognoissance
& la distinction dü bien, & dü mal, pour
bien iüger de tout, avec Prüdence, & sür tout,
affin de pouvoir discerner, & corriger, le mal, qu'on
a commis, contre sa pauvre Mere affligèe, & contre sa <propre> personne!

|| [[Handschrift: 274v]]


A spasso, in zimlichem wetter, da man geseet
aufm Klipperberge. Es hat zwar, etwaß
gewehet, undt geregenet. perge


Er Marggravius, ist von Zerbst wiederkommen. Klaget
über bösen weg, undt groß gewäßer. Referiret,
wie mit großer solennitet, der Neẅe Rector, Heinsius
am 16den: huius, zu Zerbst, introduciret worden, undt
waß vor eine schöne Oration, der vetter von
Cöhten, Fürst Wilhelm Ludwig, publice perorando
lateinisch, in die 1½ stunden lang, darbey
gehalten? mit vieler verwunderung, über
seine gute dexteritet, memorie, animositet,
alles artig, undt wol, ohne anstoßen, vorzubringen.


hagke Plötzkawischer Abgeordneter, hat den
ersten vortrag, im Auditorio, gethan. Postea
hat der vetter peroriret, die wolfahrt der
Schulen recommendirt, den Rectorem <in unser aller nahmen> vorgestellet,
die professores, mit ihm, zum fleiß vermahnet,
die studiosos, zum gehorsam, undt aufmergken.
Darnach, hat Licentiat Keppe, peroriret, hoch ge-
rühmet unsern eifer zu den Schulen, undt deren
erhaltung, postea: des vetters, schöne, dengkwürdige
rede, celebriret, undt unsern allerseits Christlichen eiffer. Undt
dann auch, was auf Heinsium, applicirlich gewesen, nicht vergeßen,
<wie auch die Professores ad Concordiam, et Pacem, vermahnet,> || [[Handschrift: 275r]]
undt der Fürstlichen herrschaft laudes extolliret. Endtlich
hat der Heinsius, cum gratiarum actione, & notitia
suæ indignitatis, alß auch guten oblationibus, undt
admonitionibus, beschloßen. CammerRaht Gehse, hat
Fürst Johann Casimirs Liebden repræsentiret, undt
Mein Raht oder Consulent, der Stadt Syndicus
Jehna, die meynige. Obrist leütnant Knoche, ist
auch darbey gewesen, undt eine große frequentz,
Geistlicher, welttlicher, <personen, Officirer, undt gelehrten>, undt studiosorum. et cetera
Fürst Johannes, mein vetter, ist auch in der person,
gegenwärtig gewesen, mit ansehlichem comitat.
Der <gantze> Actus sol, von 9 uhr ahn, vormittags,
biß umb 1 uhr, gewähret haben. perge Gott
gebe, das der rechte scopus getroffen werde,<!>
Gott zu ehren, undt zur wolfahrt der kirchen,
undt Schulen! das ia der Rector, sein Amptt,
wol verrichten, undt verwallten möge!


Die itzigen Professores, nach dem Rectore
Heinsio, seindt: Licentiat Keppe, Doctor Magyrus
undt Magister Wulstorpius. Dieser letzte aber,
wirdt mutiren, undt zum Berlin, eine Vocation
zum Rectorat, bekommen. Mag dißgustiret sein,
weil man ihm, als einem Seniorj, undt wolgelehr-
ten erfahrenen Mann, den juniorem Heinsium, vorgezogen. et cetera

|| [[Handschrift: 275v]]


heütte, seindt zu Zeptzigk, ein wispel gersten,
allhier aber, ein halber wispel hafer, auf
dem Klipperberge geseet worden. Gott gebe
zu segen! wachßthumb! undt gutem gedeyen!


Més fils, ont estè pourmener, a tirer dès oiseaulx,
a planter des arbres, a prendre dés perdrix.

Sonntag den 20ten: Martij; 1653.


Wartemßleben, (welcher von Barby wiederkommen)
berichtet gestern abendt, spähte, das hertzogk
Rudolf Augustus, von Barby, nachm Berlin, gezogen.


Ein Lüttich von geschlecht, so zu Deßaw, gewe-
sen, von halle nachm Berlin, geschickt, den
Churfürsten von Brandeburg zu gevattern
zu bitten, im nahmen des Administratoris Liebden
hat die sachen vom Marggraven Geörge
Albrechtten, berichtet, welche auf voriger
pagina leider! stehen. perge Gott beßere es!


Der hofprediger Mencelius, hat hieroben,
aufm Sahl geprediget. Extra zu Mittage,
ist er geblieben, wie auch Schafgotzsch, der iüngere
Sekerka, Doctor Mechovius, <Schlegel> undt andere.


Der digke Börstel, Rindtorf, des Tromp-
ters Fraw, undt andere, seindt gählingen,
krangk worden, wie auch Geörge Cnüttel. et cetera || [[Handschrift: 276r]]
Die<Viel> leütte sollen gählingen an itzo krangk werden.
Gott wolle den zustandt beßern!


Nachmittagß, wiederumb zur predigt des jonij,
mit beyden Söhnen, undt zweyen Töchtern12.
et cetera


Zu abendts, conversirt, mit Schafgotzschen,
postea mit Schlegeln, welchem ich, a Dieu gesagt.

Montag den 21ten: Martij; 1653. et cetera


Risposta von Wolfenbüttel, vom allten hertzogk
Augusto allein, (weil hertzog Rudolff Augustus
nachm Berlin, verrayset) undt zween
große pacqueet, in die Cantzley, nach Barby.
Gott gebe, zu meinem besten!


Er Jonius, ist zu Mittage, extra, bey unß, gewesen.


Die kinderpocken, fangen ahn, hier zu Bernburg zu regieren,
gleich wie zu Cöhten, undt zu Zerbst, nach deme
sie zu Deßaw, undt Wörlitz, aufm landtTage, graßirt.
Unsere kammermagd Lisabeth, ist auch krangk
worden. Es reißet die leütte, im haüpt, undt
in den gliedmaßen, wie auc eine reißende gicht!
Gott wolle es beßern! undt die lufft reinigen!


Des Caplans Fraw, ist auch krangk worden.


2 wispel haber, seindt allhier in die lange breitte,
geseet worden, undt 15 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten, zu Zeptzigk.
Gott gebe zu gutem wachßthumb! undt gedeyen!

|| [[Handschrift: 276v]]


Die Avisen melden:


Das eine erschreckliche Feẅersbrunst zu Eißleben
gewesen, welche über 200 haüser, in die asche gelegt.


Zu Regenspurg ist man noch gar geschäftig, aber man
verrichtet wenig. Der Pollnische gesandte, ist von
dannen abgereyset, umb des Königs in Polen Schwach-
heitt, undt umb des neẅen littawischen ReichsTags
willen. Will aber wiederkommen. Der Churfürst
von Meintz, hat auf eine Fischerey, außfahren
wollen, aber umbgeworfen, undt seinen arm
außgefallen. Gott wolle den guten herren, restitujren!


Zwischen Schweden undt Pohlen, wirdt doch noch, ein
gütlicher vergleich, verhofft, durch inter-
position des Königs in Frankreich[,] der venezianer, undt
der herren herren Staaden.


Schweden wirbt, will aber doch, von dem
vergleich, mit Chur Brandenburg nicht abhorriren.


Chur Cölln, ist auß devotion, nach Paßaw, gezogen.


Der Graf von Lämbergk, so Kayserlicher Ambassadeür,
auch zu Osenbrügk, gewesen, wirdt in Span-
nien, abgesandt, an des <abgestorbenen> Marchese de Grana oder
de Carretto, stadt, meines allten bekandten.


Die Frantzosen, seindt noch wiedereinander.
Prince de Condè, hat Königlich Spannische vollmacht || [[Handschrift: 277r]]
mit dem König in Frankreich zu tractiren. Verdün versiret
in angustijs. Prince de Condè, sucht assistentz auch bey
den Engelländern.


Die große grimmige SeeSchlacht, zwischen den
holländern, undt Parlament(ar)ischen Engelländern, sol so graw-
sam gewesen sein, alß noch keine sieder anno 1571
da Don Juan d'Austria, die Türgken, vor Lepanto,
schlug, Beyde Theil, rühmen sich, der Victoria
gleichwol haben die Engelländer, (unahngesehen
ihres großen fortheils, an stargken wolmun-
tirten, undt proviandtirten, auch mit munition
versehenen schiffen, undt das sie auß ihren
häfen, immer frische Schiffe, undt secours,
zu hülfe schigken können, da hingegen, über
die 25 holländische kriegsschiffe, weder
krautt, loht, noch proviandt gehabtt, undt
ihr absehen, auf die 200 kaufmannsschiffe,
solche in salvo zu bringen, haben, undt also
nicht so freye handt, zu fechten, haben müßen)
endtlich, die See reümen, undt weichen sollen,
nach dem auf beyden seitten, Schiffe, und volgk eingebüßt[.]
Die Engelländer, sollen numehr, gar kleinlautt sein || [[Handschrift: 277v]]
wiewol sie zu hamburgk, mit großsprechen, undt
wettungen, sehr geprahlet, biß der hinckende
bohte hernacher gekommen.


Die venezianer, tractiren zwahr, mit dem
Türgken, iedoch sol derselbe abermals, über
die 100 Schiffe, wieder sie außrüsten.


Jn Polen, sollen die Tartarn, undt
Cosagken, auch wieder stargk in armis
sein, undt mit krieg droẅen.


Dennemargk will den Staaden, contra
Parlamentarios assistiren, inmaßen
man auch von Schweden verhoft, dahin
ein<e> dähnische gesandtschaft solenniter
erschienen. Sucht friede, commercia, ab-
weisung des Ulefeldts, freyheit des
Sundts, undt dergleichen dinge.
Ein Spannischer, undt Staadischer gesandter,
seindt noch zu Stogkholm.


Admiral Tromp, sol ein gantz güldenes
handtfaß, undt gießbegken, von den herren herren
Staaden, zur verehrung bekommen haben, wegen
geleisteter großen dienste. Die andern hohen
Officiers, nach advenant Goldketten, & talia.

|| [[Handschrift: 278r]]


Jch habe von Adolf Börstel abermalß schreiben bekommen.
Monsieur du Moulin, lebet (Gott lob), noch, undt
erbawet, mit predigen, undt Schriften, die
reformirte gemeinden, wie auch andere thun,
alß Mestrezat, Drelincourt, Dalliè, Faucheür,
undt andere. Gott erhalte lange, solche lumina!

Dienstag den 22ten: Martij; 1653. perge


Christof von Jehna, mein Raht, undt consulent,
hat sich gestern abendt, eingestellet, undt ist
von Zerbst, herüber kommen, allerley, bey
mir anzubringen, undt zu expediren.
Gott gebe zu gutem succeß!


hofraht Paul Ludwig ist diesen Morgen, bey Mir, gewesen.
Jch habe ihn auch laßen mit Jehna, conferentz hallten.
So ist auch, in Oeconomicis, etwas abgehandelt worden.


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: Gersten, ist zu Zeptzigk, undt 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 8 Schefel (Scheffel)schfl: hafer,
allhier außgesehet, Gott gebe zu segen, genoß! undt gedeyen!


Schreiben, vom grafen Schafgotzsch, undt erklährung,
in zimlichen höflichen terminis. Jedoch, Geldt, ist die losung!


Jehna, hat abschiedt genommen, diesen abendt. perge
Jl m'a relationnè plüsieurs choses importantes,
& dignes de ma Notice. Je luy ay donnè, de l'huyle,
contre le Venin, & l'emplastre de Nürnberg a cause de ses
infirmitèz. Dieu le guerisse, benignement perge

|| [[Handschrift: 278v]]

Mittwoch den 23ten: Martij; 1653.


Wartemßleben, (welcher gestern zu Erxleben gewesen)
hat mir von meinem Fuchß, undt deßen seltzahmen
zustandt, bericht gethan, Gott wolle es beßern!


Jehna, ist heütte wieder forth, nach Zerbst,
Gott wolle ihn geleitten!


A spasso, in schönem wetter, auf meine rogken-
breitten. Gott wolle den gezeigten Segen, erhalten,
undt vermehren!


heütte, seindt, 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 8 Schefel (Scheffel)schfl: gerste haber, allhier,
in die lange breitte, gesehet, undt zu Zeptzigk 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:
12 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten. Gott gebe, zu gutem genoß, zum
wachßthumb! undt gedeyen!


Nacher Deßaw, habe ich geschrieben, wie auch nacher Zerbst,
undt tentationes, von Plötzkau bekommen.

Donnerstag den 24. Martij; 1653.


<1 hasen gehetzt.>


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, wirdt heütte zu Zeptzigk,
gesehet. Gott gebe, zu wachßthumb! undt
gedeyen! <Magdelena der Altfraw Tochter, ist heütte begraben worden.>


Hilarius, des pfarrers zu Palbergk, Sohn, ist Vorgestern
gestorben, ein frommer knabe, undt der beste, qualificirte
allhier beym Rectore Hesio, in der Schule zu Bernburg
gewesene Discipul. Gott genade ihm! Mein Nürnbergisches
pflaster, undt giftöhl, so ich gerne mittgetheilet,
(wiewol spähte) hat keine miracula dißmahl thun können.
et cetera

|| [[Handschrift: 279r]]


Jch bin hinauß geritten, auf meine Zeptzigkische
Saatfelder, undt habe von 3 gehetzten haasen,
einen einbrachtt. <Einsidel, Wartemßleben, undt Sekerka wahren mitt.>


Briefe von meinem bruder, Fürst Friedrich undt
von andern orthen. Rien de constant!

Freitag den 25ten: Martij; 1653. <Mariæ verkündigung.>


Jn die kirche, vormittagß, mit beyden Söhnen,
undt zweyen Töchtern13.


Discours, mit Schafgotzschen.


Bürgermeister Tornaw, ist bey Mir, gewesen, wegen
eines gefundenen hasen.


Nachmittage, wieder in die kirche,
cum filijs, et nobilibus, (wie ordinarie)
in die Paßionspredigtt.


Anmahnung, vom landtrentmeister, wegen der contribution
zur vechtischen garnison. Vorzeitten, thate es Fürst August selber.
An itzo, muß man sich, von kahlen kerllen, vexieren laßen.


Gestern abendt, ist ein Schneidergeselle, von hinnen
bürtig, ein frommer Stiller Mensch, (so nie gefluchtt,
sich eingezogen gehalten, wol gearbeittet, wol
gewandert, undt eben, bey mir suppliciren wollen,
Meister zu werden) als ihn unsere Gottlose, theils hofpursche
zum übermäßigen Tringken genöhtiget, undt gezwungen,
undt kein bitten, darwider helffen wollen, er auch also || [[Handschrift: 279v]]
sich hinundter gemacht, undt zu seinem Meister
gewoltt, da er doch wol hieroben hette schlafen können,
elendiglich, auß der Fehre, darinnen er geschla-
fen, (weil auch die Fehrleütte zu bette, undt nicht
bey der handt gewesen) in die Sahle gefallen,
undt ertrungken. Jst ein großes unglügk!
Er hatte meine hosen, (salvo honore) geflickt.
Jch wolte lieber, Sie wehren davor
in 1000 stücke zerrißen, undt wolte
gerne viel geldeß, ihn vom Tode, zu
redimiren, gegeben haben, wenn es
Gottes wille, also gewesen wehre?
Gott gebe! das er Sehlig verschieden,
undt nicht vom Tode, übereilt worden seye!
Er ist sonst gerne zur kirchen, gegangen,
hat gerne gebehtet, undt ist unserer
wahren reformirten Religion, wol zuge-
than gewesen. Wir wollen an seiner
Sehligkeitt, nicht zweifeln, unahngesehen
er zu diesem trungk, mehr auß zwang,
anderer, als auß seinem bösen h vorsatz, ver-
leittet worden. Gott wirdt es ihm nicht imputiren, || [[Handschrift: 280r]]
Sondern viel mehr, seinen letzten seüftzer
in gnaden, erhöret, undt ahngenommen haben.
Wer da stirbet, ehe er stirbt, der stirbt
nicht, wann er stirbet! Memento morj!
Disce morj! Vive; memor lethj!14


Er hieß Godtfridt Kerrner, ist eben da der Strohm
am stärgksten fleüßt, in der Fehre gelegen, undt
wie sie meinen, daselbst heraußer gefallen,
vorn hinauß, als er etwan schlaftrungken,
oder sonst noch truncken gewesen. Es hat in der
Nachtt, geregenet, (zu seinem unglück) da mag
er desto eher außgeglitzscht sein. Seinen Man-
tel, undt huht, hat man gefunden, den
cörper aber, (biß dato vormittags, umb
zehen uhr,) noch nichtt, worüber sich die Fischer
verwundern. Gleichwol hat man gespüret,
daß an der stelle, wo er mit dem Mantel gelegen,
derselbe umb, undt umb, naß, die stelle aber noch
trugken gewesen. Mag also wol erst heütte
frühe, inß waßer gefallen sein, als er sich
vielleicht waschen wollen, undt ihm der kopff
zu schwehr mag sein worden. Man hat ihn nicht
bereden können, hieroben zu bleiben, und außzuschlafen.
Als er gestern, von der magdt in seines Meisters hause, abschied
genommen, hat er gesagt: Vielleicht sehe ich eüch, zum letzten mahl! || [[Handschrift: 280v]]
Also hat es ihm doch, im hertzen, geahnet. Gott
bewahre, vor mehreren unfällen. J'ay peür,
pour Philipp May, & Jean Moustarde! Dieu
les vueille garentir, par ses Saints Anges!
Mais i'ay plüs de crainte & d'apprehension
encores, pour mes enfans, sür tout les fils!
Dieu les garentisse, par sa Sainte grace, et
benediction, & aye pitiè de leür Vie,
les gardant, de tout peril, malheür, &
mauvayse rencontre! ne les ostant en
ce monde, en la moytiè, de leurs jours, ains
les preservant, par sa grace & misericorde,
en santè & heüreuse vie, comme lés bons
Roys, Princes, & Patriarches, de son peüple!
par Jesus Christ, son Fils bien aymè, nostre
Saulveür, & Redempteür, en Vertü dü Saint
Esprit! Amen! Ainsy soit il! Amen! Amen!
et cetera


Der hofraht Paulus Ludwig, ist bey Mir gewesen,
allerley expedienda, zu referiren.


Postea: den hofbalbirer gehabt, wegen
Carolj Ursinj, zahnwehes, so er etzliche
Tage lang, erlitten. Gott wolle es beßern!

|| [[Handschrift: 281r]]


Charles Diemen, a voulü desesperer, & tüer ses
d six fils, & üne fille, a cause de la faim, pource que
ma femme, ne luy veüt donner satisfaction, de sa
brasserie, qu'elle luy osta, & a sa devanciere,
Elstermann, laquelle pareillement, se precipita
á mort, par üne<la mesme> fenestre, en bas, par laquelle
ce desesperè a voulü precipiter, ses enfans,
si on ne les luy eüst ravy, de sés mains.
Jl demande satisfaction de sa Brasserie,
non seülement que Madame l a payè a sa devan-
ciere, pour 80 Dalers, (quoy qu'elle vaille
huict fois aultant, qu'üne mayson
à brasser, de de là l'eau) mais aussy,
qu'on ne luy oste, sa mayson propre, & son
heritage, contre droict, & rayson. Jl se
contenteroit <neantmoins> pour tout, de brasser alter-
natifuement, avec ma femme, c'est a dire üne
fois, pour l'autre, & mesme ünefois,
quand ma Femme brasseroit deux fois.
Mais on le desespere, avec difficültèz.
Jl s'en est plaint, aux estats, de tout le
Pays, & aux autres Princes, & menace de s'en
plaindre, a la chambre ou a la cour Impériale[.] De tout cela, on ne || [[Handschrift: 281v]]
s'en soucie point!


Mit Carl Ursinus auf die krähenhütte, gegen abendt, aber
nichts geschoßen.

Sonntag den 27ten: Martij; 1653.


<1 Rehe von Dessau[.]>


hofprediger Menzelius, hat vf unserm Sahl ge-
prediget, Dominica Judica.


Extra zu Mittage, der iüngere Sekerka,
der Tobias Steffeck von Kolodey undt der hofprediger gewesen.
Schafgotzsch, hat mit unß, gespeiset.


Nachmittags hat Stannius geprediget, (welcher
Diaconus zu Ballenstedt werden soll) von der historia
Abrahams, undt Jsaacs15, fein concinne.


Postea: habe ich mit ihm, aufm Schloße
conversiret, nach angehörter predigt, cum filijs, in der kirchen.


Georg Reichardt wahr zuvor, auch bey Mir, aller-
ley referirende.


Unser herr Gott, hat Magistri Menzelij, iunge
Fraw, gesegenet, mit einem Söhnlein, zum
ersten mahl, in deme er in der kirche, gewesen.
Gott wolle es gesegenen! undt zu seines
Nahmens ehre, erhalten!


Michael Ringk, ist wiederkommen, mit brieffen, von
Zerbst, Deßaw, undt einem Rehe.

|| [[Handschrift: 282r]]


Avis: daß Pfaltzgraf Wolfgang Wilhelm,
zu Duysseldorff, mit Todt, abgangen.
Jst auch mein allter bekandter, undt ein
vornehmer qualificirter herr, gewesen.
Gott gebe! das er sehlig gestorben seye!
Er wahr sonst eiferig Päbstisch, wiewol
er im lutterthumb, lange zeitt gelebet! perge

Montag den 28ten: Martij; 1653.


Nacher Zerbst, geschrieben, an Fürst Hans undt Christoph von Jena[.]


Philipp Güder ist bey mir gewesen, & m'a apportè
dès lettres, de Berlin; qui ne valent rien!
Jngratis, servire nefas!


Secretarius Bärnreütt, ist bey mir, gewe-
sen, undt ist gesinnet, nacher Brehmen, undt
Rinttelen, zu verraysen. Gott geleitte ihn!
Dieu luy vueille donner, heüreüse expedition!


Wartemßleben, a estè à Erxleben derechef,
voir mon Alezan, malade, qu'on croyt estre ensor-
cellè. Dieu vueille dèscouvrir, & pünir la fourbe!


Avis: das zu Ascherßleben, kurtz verwichener
zeitt, eine weheklage über Deützschlandt, 3mal
gehöret, undt Engel in derselben kirche, gesehen worden?

|| [[Handschrift: 282v]]


Philipp May; ist vom Nathanael Jahn mit dilatorischer
risposta. Gott helfe doch, zu endtlicher resolution!


Schreiben, von Wien, Leiptzigk, Halle,
Aldenburgk entpfangen. Dieu nous soit en ayde!


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten zu Zeptzigk seen laßen.
Gott gebe, zu segen! undt gedeyen!


Die Ordinarien geben: <Zu Eisleben seyen 200 haüser abgebrandt.>


<Item:> Daß die holländer undt Engelländer beyderseitß
viel Schiffe verlohren, gleichwol ist Admiral
Tromp, sonderlich darumb Victorioß, daß
er die kauffardySchiffe, in die 150 mit
ihrem aufhabenden guht, salviret,
undt seinem feindt, mit ermangelnder
munition, getrost undter augen gegangen,
da doch der Engelländer Schiffe, noch eines so
stargk als der holländer, auch mit
doppeltem volgk, undt munition
versehen gewesen, und in ihrem fortheil,
gelegen. Gleichwol haben die Parla-
mentischen auch dangkFeste gehalten,
als ob Sie obgesiget hetten. Die Staaden || [[Handschrift: 283r]]
rüsten wieder viel Schiffe auß, undt hoffen secours
von Dennemargk, undt vom Pfaltzgrafen Ruprechtt.


Pfaltzgraf von Neẅburgk, ist so wol gestorben
alß graf hanß Ludwig von Naßaw, undt
als unlengst, hertzogk Geörge Rudolf
von der Lignitz, drey meiner allten freünde.


Die lottringer hausen übel, im Jülicher lande.


Zu Regenspurg gibts noch haspeleyen, undt
competentzen. Die proposition verweilet
sich. Der König, sol zu Augspurgk im Maijo,
gekröhnet werden. <Jn Oesterreich persequirt man Evangelicos.>


Polen, undt Schweden brechen mitteinander.
Chmielinsky, stellet sich friedlich. Chur Brandenburg
wirdt auch impliciret, Polen zu assistiren.


Der Türgke, zerschlägt die Tractaten,
mit Venedig, undt hat ihren Gesandten
Cappello zu Adrianopel, in arrest genommen.
Armiren beyderseitß gewaltig.


Zu Barcellona ist Don Juan d'Austria
Gubernator worden, viel Privilegia gemindert,
was guht Frantzösisch, vertrieben, und justificiret.


Zu Casal ist der Spannische gouverneür, ein geborner
Frantzose16, wegen intelligentzen, in arrest genommen.

|| [[Handschrift: 283v]]


Die Lucerner pawren, seindt sehr re-
bellisch gewesen, undt in armis gestanden,
über der Tiranney, ihrer landtvögtte, undt
anderer Gravaminum, die andern orth,
aber, haben sich interponirt, undt den
hader, durch einen Außspruch, gestillet.
Siehet man also, das die Schweitzer,
(unahngesehen der diversitet, in religi-
onssachen) sich wißen, in ihrem Staadt,
wol zu guberniren, undt die Eintracht
zu ihrem Schutz, langwierig zu erhalten!

Dienstag den 29ten: Martij; 1653.


Jch habe meine Rähte, bey mir, vor-
mittags gehabt, undt mit Schafgotzsch
tractiren laßen, da es gar zehe,
undt hartt hergegangen.


Postea: den Amptmann Georg Reichardt bey
mir gehabt, in vielen dissert<at>iunculis.


Extra zu Mittage, den CammerRaht Doctor Mechovium
behallten, undt Schafgotzsch entreteniren laßen.


Postea: bin ich, hinauß geritten.

|| [[Handschrift: 284r]]


2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, seindt, zu Pfuhle, gesehet.
Gott gebe, zu segen! undt gedeyen!

Mittwoch den 30ten: Martij; 1653.


Somnium gehabtt, wie ich mit meinen Söhnen,
zum Berlin gewesen. Da hetten sich Königlich
Frantzösische Pollnische gesandten, undt
theils Fürsten befunden. Wir wehren
durch vom Adel, entpfangen worden.
Alß ich nun zum Churfürsten, gehen
sollen, hette ich vor einem gemach, einen
krayß, voll lebendiger Schlangen gesehen.
Eine kleine schlange wehre aufgefahren,
undt hette sich unvorsehens mir, umb
einen handt gewunden am pulß, aber
mich nicht beschädiget, undt sich wieder
verlohren, das ich sie, nicht wieder
sehen können. Darauf hette ein Brandenburgischer
vom Adel, zu meinen Söhnen, inß ohr gesagt:
Eẅer fürstliche fürstliche gnaden gnaden sehen wir allhier von hertzen gerne,
wollen Sie auch wol iahr, undt Tag hier behalten,
wann nur eẅer Herrvatter, nicht mitt wehre?

|| [[Handschrift: 284v]]


Jn die wochenpredigt, eine feine Paßions-
vermahnung, von der creu<von creütz> undt Trübsallen,
ahnzuhören, wie Christus von Pilato zum Tode
unschuldig verdammet, Herodj zugeschicktt,
undt den Jüden (wiewol wieder beßer
wißen, undt gewißen) überantwortett
worden. Gott laße unß folgen, unsers
Sehligmachers, sehligen fußstapfen!
undt bereitte unß darzu, durch die
kraft seines Heiligen Geistes, Amen!


Meine beyde Söhne, undt zwo
Töchter17, zogen mitt, in die kirche.


Sagk<Schafgotzsch>e, ist heütte nacher
Plötzkaw, verrayset, nach deme er
seinen bescheidt alhier bekommen, <und mitgenommen.>


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber, ist zu Zeptzigk, undt ein
½ Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, allhier gesehet worden,
Gott gebe zu segen! glügk! und gedeyen!


Der hofprediger Menzelius, sagte heütte,
auch in der predigt, daß 900000 personen,
innerhalb 70 iahren, nemlich: von anno: 1517
biß in annum 1587 inclusive, wegen der religion || [[Handschrift: 285r]]
wehren umbkommen, in Papatu, theilß gehengkt,
theils geköpft, verbrandt, oder erseüft, in Belgio, Gallia,
Anglia, Jtalia, Hispania, undter denen wehren,
39 Fürstliche personen, 148 Graven, 235 Frey-
herren, 147518 Edelleütte, 752060 gemeine leütte.
Thut die Summa von 900 mille! Wo bleibt ahn itzo,
(in Deützschlandt sonderlich), derselbige eyfer?
umb des <reinen> wortts Gottes willen, schmach zu
leiden, ia umb der warheitt willen, zu sterben!
Jch trage leider Sorge, das Sprichworth, werde wahr:
Germania, non fert Martyres! Es hat obiges
alles, Magister Johannes Rosa, Professor in Academia
Jenensj, geschrieben, auß deme es Mencelius genommen,
undt ist eine recht schöne Mergkwürdige observation!
sonderlich, wenn man, die dengkwürdigen, erlittenen,
standthaftigen Martyria, specifice lesen wirdt!
undt sich darauß beßernde, selber zur Standt-
haftigkeitt <wjrdt> resolviren, umb Christj willen, sein
blut, willig, gerne, undt freẅdig, zu vergießen. perge
Dann es wirdt dorth keiner gekrönet werden,
er muß vorhero hieniden auf erden, recht kämpfen,
undt biß aufs bluht, wiederstandt thun. Solchen
stargken glauben, gebe Gott, mit Freẅdigem
bekändtnüß, allen seinen frommen, Außerwehlten, kindern!

|| [[Handschrift: 285v]]

Donnerstag den 31ten: Martij; 1653.


Schafgotzsch, ist wiederkommen, diesen Morgen, von Plötzkau[.]
hat audientz bey Mir gehabt, Mittagsmahl-
zeitt <mit Mir> gehalten, undt darnach, abschiedt
nehmende, seine rayse nacher Schlesien, forthgesetzet.
Gott gebe ihm glück! succeß! undt daß er
favorabiliter, referiren möge!


Die Grawe Stuhte, im Forwergk, die Ursul
genandt hat gefohlet, undt ein hengstfohlen gebracht.
Gott gebe zu segen! undt glügklichem gedeyen!


Jch habe die 2 schöne gedrugkte predigten
gelesen, welche Doctor Bergius, zu Prage, vor dem Chur-
fürsten zu Brandenburgk, gehalten.


J'ay eü dès traverses, des autres cours, de
nos Princes. Dieu, me delivre, de ce labyrinthe!


Textapparat
a Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Auflösungen unsicher.
c Auflösungen unsicher.
d Im Original "Püretè, de l'Evangile Orthodoxe, s<v>ueille" korrigiert in "Püretè Orthodoxe, de l'Evangile, s<v>ueille".
e Gestrichenes im Original verwischt.

Kommentar
1 Römisches Sprichwort unklarer Herkunft, nachweisbar in Petrarca: Epistolae familiares, Bd. 2, S. 463.
2 In Betracht kommen hierfür Burkhard Heinrich oder Johanna Eleonora von Erlach.
3 Mt 15,21-28.
4 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Benedikt von Blome.
5 Zitat aus Pers. 1,1 (ed. Kißel 1990, S. 20f.).
6 Personen nicht ermittelt.
7 Identifizierung unsicher.
8 Personen nicht ermittelt.
9 2. Cor 2,16.
10 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
11 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
12 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
13 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
14 Zitat aus Pers. 5,153 (ed. Kißel 1990, S. 54f.).
15 Gn 22,1-19.
16 Person nicht ermittelt.
17 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1653_03.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abhorriren
etwas verabscheuen, vor etwas zurückschrecken
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
Admission
Zugang, Zulassung, Zutritt
admittiren
gestatten, zulassen
Allodialerbin
Erbin des dem Lehnsverband nicht unterworfenen Gutes
Ambassador
Gesandter, Botschafter
Animositet
Beherztheit, Leidenschaftlichkeit, Mut
anpräsentiren
etwas oder jemanden eindringlich anbieten
Anstoß
Angriff (der Gesundheit), (körperliche) Beeinträchtigung, Schaden
Anstoß
Hindernis, Behinderung, Unterbrechung, Beeinträchtigung
Anstoß
(militärischer) Angriff
applicirlich
anwendbar
artig
kunstvoll, meisterhaft
artig
fruchtbar
ausfallen
aus dem Gedächtnis entfallen
ausfallen
sich verrenken, etwas ausrenken
Ausspruch
Urteil, Entscheidung, Schiedsspruch
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
bancquetiren
üppige Festmähler halten, schlemmen, prassen
Beleihung
Belehnung
braviren
trotzen, Trotz bieten
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Competenz
Rangkonflikt
Confirmation
Bestätigung
Consulent
Ratgeber, Rechtsberater, Anwalt
contentiren
zufriedenstellen
contradiciren
widersprechen
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
cunctiren
zögern
declariren
sich deutlich äußern, klar aussprechen, deutlich ausdrücken
defendiren
verteidigen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
Devotion
Andacht, Frömmigkeitsübung
Dexteritet
Geschicklichkeit, Gewandtheit
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
Discipel
Schüler
discrepiren
(in der Meinung) voneinander abweichen
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
Dominat
absolute Herrschaft, Vorherrschaft
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
einziehen
verhaften
encouragiren
ermutigen
entreteniren
unterhalten
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Expresser
mit einem wichtigen eiligen Einzelauftrag entsandter Bote
extolliren
erheben, preisen, rühmen
Fastnachtsmummerei
Fastnachtsmaskerade, Fastnachtsverkleidung
Fluß
Katarrh (Entzündung der Schleimhäute)
Fluß
Rheuma, Gicht
Freiwerber
Mann, der (für einen andern) um die Braut wirbt
Freund
Verwandter
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
gähling
plötzlich, unversehens
Gegenteil
Feind, Gegner
Gemeine
(Kirchen)Gemeinde, Gesamtheit der Einwohner eines Ortes
genungsam
genügend, hinreichend
Gießbecken
Handwaschbecken
Giftöl
gegen eine Vergiftung angewandte Flüssigkeit
großsprechen
prahlen, affektiert/überhöht sprechen
Gubernator
Gouverneur
Gubernator
Befehlshaber
Gubernator
Statthalter
guberniren
verwalten, regieren
guberniren
sich verhalten
Handfaß
Behälter zum Waschen der Hände und des Gesichtes
Haspelei
hastiges und ungeordnetes Agieren
hinkender Bote
später eintreffende schlechte Nachricht
hinterhalten
zurück(be)halten
impliciren
verwickeln
imputiren
zurechnen, zur Last legen
incarceriren
einkerkern
Incivilitet
Ungebührlichkeit
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
Intelligenz
Einverständnis
Intelligenz
(geheime) Zuträgerschaft, Informanten, Spitzel
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Interposition
Vermittlung
Intraden
Einkünfte
irritiren
reizen, antreiben, bewegen
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
kahl
dürftig, armselig, elend, von geringem Wert
Kamm
oberer Teil des Pferdehalses, auf dem die Mähne wächst
Kaufschiff
Handelsschiff
Kinderpocken
Windpocken
Kraut und Lot
Pulver und Blei
Landtagsabschied
schriftlich niedergelegtes Ergebnis der auf einem Landtag geführten Verhandlungen, das mit Unterschrift und Siegel beider Seiten durch die landesfürstliche Publizierung Rechtskraft erhält
Licentensache
Angelegenheit der Abgaben für ausgeführte Waren, des Zolls, der Akzise
Mariä Verkündigung (In Annuntiatione Beatae Mariae Virginis)
Gedenktag an das Ereignis der Verkündigung durch den Engel Gabriel, dass die Jungfrau Maria den Sohn Gottes vom Heiligen Geist empfangen habe und ihn gebären werde (25. März)
Memorie
Erinnerung, Andenken
Memorie
Gedächtnis, Erinnerungsvermögen
mitteilen
(einen Anteil von etwas) abgeben
mitteilen
etwas (z. B. Schutz, Frieden, Gerechtigkeit, Gnade, ein Recht) gewähren
mutiniren
meutern
mutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
mutiren
verändern
mutiren
wechseln
nach advenant
je nachdem, im Hinblick auf, im Verhältnis zu
Nürnberger Pflaster
Wundpflaster, das unter Verwendung verschiedener Öle hergestellt wird
Oculi
dritter Fastensonntag (vierter Sonntag vor Ostern)
offendiren
beleidigen, kränken
Offizier
Amtsträger, Beamter, Bediensteter
ominiren
prophezeien
Oration
Rede
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
peroriren
laut und in weitläufigen Ausführungen eine Rede halten
persequiren
verfolgen, mit Gewalt überziehen
Präcedenz
Vortritt, Vorrang
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
principal
wichtigst, bedeutendst
Principalschiff
Hauptschiff
redimiren
freikaufen, loskaufen
reißen
(einen Hengst) kastrieren
reißen
schmerzen
reißen
zeichnen, skizzieren
reißende Gicht
Gicht an mehreren Gliedmaßen
relaxiren
freilassen
relaxiren
rückgängig machen, annullieren, aufheben
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restituiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
Retardat
ausstehende (Rest-)Schuld, Zahlungsrückstand
Revisite
Gegenbesuch
Roggenbreite
Roggenfeld
Ruptur
Bruch, Trennung
salviren
retten
Schatzung
Erpressung von Geld als außerordentliche Kontribution
Schatzung
(häufig wegen einer Notlage erhobene) Abgabe, Steuer
Schiffstreit
Seeschlacht
Schlagfluß
Schlaganfall
Seetreffen
Seeschlacht
selbsiebend
eine Person mit noch sechs anderen, zu siebt
Session
Sitz, Platz
Session
Sitzung
sieder
seit
Stichfluß
Katarrh (Entzündung der Schleimhäute), der den Patienten plötzlich erstickt
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Teil
Partei, Seite
Temperament
Vergleich, Mittelweg, richtiges Maß
Temperament
Mäßigung, Zurückhaltung
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
überlästig
lästig, beschwerlich, zur Last fallen
Unlust
Ekelhaftigkeit, Schweinerei
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
verehren
schenken
verehren
beschenken
Verehrung
Beschenkung, Geschenk
in Verfassung stellen
Bereitschaft herstellen, geordnete Anstalten machen, insbesondere Kriegsvorbereitungen treffen
verfohlen
ein totes Fohlen zur Welt bringen
verschießen
vorschießen, vorstrecken
verschießen
die Munition aufbrauchen, sodass keine mehr vorhanden ist
verschießen
schnell vorübergehen
versiren
sich bewegen, sich befinden, schweben
versiren
sich mit etwas beschäftigen, mit etwas umgehen
Verspilderung
Vergeudung, Verschwendung
verweilen
aufhalten, hemmen, verzögern
Verweilung
Verzögerung
Victorie
Sieg
victorios
siegreich
victorisiren
siegen, siegreich sein
Visite
Besuch
visitiren
besuchen
visitiren
untersuchen, begutachten
Volk
Truppen
wasserkalt
nasskalt
Wettung
Wetteinsatz, Wette
Wick(en)futter
Futtermischung aus Erbsen, Wicken, Gerste und Hafer
Wirtschaft
adlige Maskerade, die eine dörfliche oder städtische Gast- bzw. Hauswirtschaft imitieren soll
Wispel
Raum- und Getreidemaß
wohlmontirt
gut ausgerüstet
zeitlich
rechtzeitig
zeitlich
früh, zeitig
zeitlich
vorzeitig
zerfallen
uneins werden, sich entzweien
zerfallen
zerschlagen, zerbrechen
Abraham

Anm.: Biblische Figur; einer der drei Erzväter des Volkes Israel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Don Juan de Austria

geb. 1547
gest. 1578
Anm.: Unehelicher Sohn von Kaiser Karl V. (1500-1558); 1568-1576 Befehlshaber der spanischen Mittelmeerflotte (1571 Sieger der Seeschlacht von Lepanto als Flottenkommandant der Heiligen Liga); seit 1576 Statthalter der Spanischen Niederlande.

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Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

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Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Graf August Ludwig von Barby und Mühlingen

geb. 1639
gest. 1659
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen (1597-1641); seit 1641 regierender Graf von Barby und Mühlingen, bis 1651 unter Vormundschaft seines Onkels Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen (1598-1651).

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Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

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Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

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Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

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Christian Beckmann

geb. 1580
gest. 1648
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); ab 1599 Studium der Theologie in Leipzig, Wittenberg und Jena; 1604 Promotion zum Mag. phil. an der Universität Leipzig; Schulrektor in Naumburg (1608-1612), Mühlhausen (1612-1615) und Amberg (1615-1625); 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1625-1627 Schulrektor in Bernburg; seit 1627 Pfarrer an der Nikolaikirche sowie Superintendent und Professor für Theologie am Gymnasium illustre in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 211f.

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Johann Christoph Bec(k)mann

geb. 1641
gest. 1717
Anm.: Sohn des Zerbster Superintendenten und Gymnasialprofessors Christian Beckmann (1580-1648); 1659-1661 Studium in Frankfurt/Oder (1661 Mag.); danach Studienreise nach Leiden, Amsterdam, London und Oxford; ab 1667 Professor für griechische Sprache, seit 1670 oder 1678 für Geschichte, ab 1687 für Geschichte und Politik und seit 1690 zusätzlich für Theologie an der Universität Frankfurt/Oder; 1672 Promotion zum Dr. theol.; ab 1673 auch Bibliothekar der Viadrina; u. a. Verfasser der "Historie des Fürstenthums Anhalt" (Zerbst 1710).

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Margaretha Beckmann
Geburtsname: Margaretha Encke

Anm.: Tochter des Zerster Stadtkämmerers Gregor Encke; 1637-1648 Ehe mit dem Zerbster Superintendenten und Gymnasialprofessor Christian Beckmann (1580-1648).
Luis Francisco de Benavides Carrillo de Toledo
Marqués Luis Francisco de Caracena
Marqués Luis Francisco de Frómista
Conde Luis Francisco de Pinto

geb. 1608
gest. 1668
Anm.: Sohn des Luis Francisco de Benavides y Cortés, Marqués de Frómista; Marqués de Caracena und de Frómista sowie Conde de Pinto; seit 1629 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General; 1648-1656 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1659-1664 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1664/65 Inhaber des Oberkommandos im Restaurationskrieg gegen Portugal.

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Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Johannes (Peter) Bergius

geb. 1587
gest. 1658
Anm.: Sohn des Stettiner Stadtpredigers Dr. Konrad Bergius (1544-1592); Studium in Heidelberg (1604), Straßburg, Oxford, Cambridge (1608; Mag.) und Frankfurt/Oder (Dr. theol. 1614); 1614-1617 außerordentlicher und 1617-1624 ordentlicher Professor der Theologie sowie 1619 Rektor der Universität Frankfurt/Oder; ab 1623 kurfürstlicher Hofprediger; seit 1637 Konsistorialrat in Berlin.

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Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Coenraad van Beuningen

geb. 1622
gest. 1693
Anm.: Sohn des Amsterdamer Korngroßhändlers Dirk van Beuningen (1588-1648); Rechtsstudium in Leiden (1643 Promotion zum Dr. jur. utr.); ab 1643 Stadtsekretär, seit 1651 Pensionär, ab 1660 Mitglied der Vroedschap, seit 1668 Schepen sowie 1669, 1672, 1680, 1681, 1683 und 1684 Bürgermeister von Amsterdam; niederländischer Gesandter in Schweden und Dänemark (1652/53), Dänemark (1657), Frankreich und England (1660); 1673-1676 und 1682/83 Mitglied der Generalstaaten; ab 1681 einer der Direktoren der Niederländischen Ostindien-Kompanie.

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Robert Blake

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Humphrey Blake; 1640, 1645, 1653, 1654 und 1656 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); ab 1646 englischer General at sea; seit 1656 Lord Warden of the Cinque Ports.

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Benedikt von Blome

geb. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des Otto von Blome (1589-1645) auf Nienhof und Kaltenhof; Erbherr auf Nienhof, Kaltenhof und Birkenmoor.
Katharina Böhme
Geburtsname: Katharina Colerus

Anm.: Vermutlich Tochter des Dessauer Pfarrers Johann Colerus (1583-1646); bis 1637 Ehe mit dem Quellendorfer Pfarrer Alexander Böhme (gest. 1637); seit 1649 Altfrau auf dem Bernburger Schloss.
Magdelena Böhme

gest. 1653
Anm.: Vermutlich unverheiratete Tochter des Quellendorfer Pfarrers Alexander Böhme (gest. 1637).
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Georg Bohse

geb. 1578
gest. 1669
Anm.: Sohn des Juristen Johann Georg Bohse; Studium in Helmstedt; Dr. jur. utr.; anhaltischer und mecklenburgischer Rat; ab 1629 Stadtsyndikus von Halle (Saale); um 1647/53 Advokat und spätestens seit 1654 Rat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).

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Antoine de Bordeaux

geb. ca. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Guillaume de Bordeaux, Seigneur de Neuville (gest. 1673); Seigneur de Genitay, de Neufville et de Gambais; ab 1640 Conseiller au parlement de Paris; seit 1642 Maître des requêtes; ab 1651 Président au Grand conseil; seit 1652 französischer Gesandter in London.

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Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Tycho Brahe
Tyge Ottesen Brahe

geb. 1546
gest. 1601
Anm.: Sohn des Otte Tygesson Brahe (1518-1571); ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; danach bedeutender Astronom; ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; 1576-1597 astronomische Forschungen in den Sternwarten Uraniborg und Stjerneborg auf der Öresundinsel Ven; seit 1599 Hofmathematiker von Kaiser Rudolf II. (1552-1612).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1581
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollblühende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Markgraf Erdmann August von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1615
gest. 1651
Anm.: Sohn des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Georg Albrecht von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1619
gest. 1666
Anm.: Sohn des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgräfin Maria Elisabeth von Brandenburg-Bayreuth
Geburtsname: Herzogin Maria Elisabeth von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1628
gest. 1664
Anm.: Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663); seit 1651 Ehe mit Markgraf Georg Albrecht von Brandenburg-Bayreuth (1619-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Dorothea (Sophia) von Brandenburg
Herzogin Dorothea (Sophia) von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Herzogin Dorothea (Sophia) von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1636
gest. 1689
Anm.: Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663); 1653-1665 Ehe mit Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg (1622-1665); seit 1668 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Calenberg
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Grubenhagen

geb. 1591
gest. 1634
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); ab 1613 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel und Braunschweig-Calenberg sowie Braunschweig-Grubenhagen (bis 1617); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dauerhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1627
gest. 1704
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1660 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachsinnende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
N. N. von Buchwald (2)

Anm.: Holsteinischer Adliger.
Johann Friedrich von Burkersroda

geb. ca. 1630
gest. 1686
Anm.: Sohn des Hans Friedrich von Burkersroda (1574-1640); Erbherr auf Pauscha und Pitzschendorf; kursächsischer Hof- und Justizrat sowie Amtsauptmann von Pegau und Borna; zudem Dompropst in Naumburg und Domherr in Merseburg; ab 1568 Kammer- und Bergrat; 1666 Konversion zum katholischen Glauben; 1667-1680 Wirklicher Geheimer Rat; danach noch Reichspfennigmeister des Ober- und Niedersächsischen Kreises; 1666 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Sächsische Biographie
Luzia Olegard von Burkersroda
Geburtsname: Luzia Olegard von Rantzau

geb. 1635
gest. 1705
Anm.: Tochter des Heinrich von Rantzau (1590-1644); ca. 1651-1686 Ehe mit Johann Friedrich von Burkersroda (ca. 1630-1686).
Cornelius von dem Busch

geb. 1616
gest. 1657
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Johann von dem Busch; Studium der Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Geometrie in den Niederlanden; 1638 kurpfälzischer Regiments- und Quartiermeister sowie Ingenieur; danach schwedischer Ingenieur (ab 1638) und Armeequartiermeister (1646-1650); seit 1650 braunschweigisch-wolfenbüttelischer Obrist und Kommandant der Festung Wolfenbüttel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Giovanni (2) Cappello

geb. 1584
gest. 1662
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Lorenzo Cappello (1555-1625) di Piero; 1612 Mitglied der Quarantia civil nova; 1615 bzw. 1618 Mitglied der Quarantia ordinaria; 1615 Provveditore alla Sanità; 1616 Auditor novissimo; 1625 Vorsitzender des Rates der Zehn; 1625 Podestà von Brescia; 1627 Mitglied der Pregadi; 1628 Savia alla mercanzia; 1630-1633 venezianischer Bailo (Repräsentant) und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1641-1642 und 1647-1649 Provveditore generale in Terraferma; 1652/53 erneut Bailo und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1653-1658 in Adrianopel inhaftiert; ab 1653 Prokurator von San Marco. .
Conte Lodovico Girolamo Caprara di Pantano

geb. 1629
gest. 1695
Anm.: Sohn des Bologneser Patriziers Niccolò Caprara, Conte di Pantano (1580-1634); kaiserlicher Rittmeister, Obristleutnant (1650) und Obrist (1656); später toskanischer Sergente Generale di battaglia.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Francesco Antonio del Carretto
Marchese Francesco Antonio di Grana
Conte Francesco Antonio di Millesimo

geb. 1590
gest. 1651
Anm.: Sohn des Prospero del Carretto, Marchese di Grana (1568-1591); ab 1622 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1631-1642), Generalfeldzeugmeister (1631) und Feldmarschall (1639); seit 1637 Hofkriegsrat; 1641-1651 kaiserlicher Botschafter in Spanien; ab 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jacob Cats

geb. 1577
gest. 1660
Anm.: Sohn des Adriaen Corneliszoon Cats in Brouwershaven; Herr von Wulpen und Finningly; Studium in Leiden und Orléans (Dr. jur.); Anwalt in Middelburg und im Haag; 1621-1623 Pensionär von Middelburg; 1623-1636 Pensionär von Dordrecht; 1629-1631 und 1636-1651 Ratspensionär von Holland sowie Mitglied der niederländischen Generalstaaten; 1651/52 außerordentlicher Gesandter in London; daneben Tätigkeit als Dichter; 1627 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Jean Daillé

geb. 1594
gest. 1670
Anm.: Geboren in Châtellerault; Studium in Poitiers und Saumur; 1612-1621 Präzeptor von zwei Enkeln des hugenottischen Adligen Philippe de Mornay, Seigneur du Plessis–Marly (1549-1623); später reformierter Pastor in Saumur (1625/26) und Charenton-le-Pont (seit 1626).

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Hartmann Siegmund Diemen

geb. 1642
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Karl (1) Diemen.
Johann Ernst Diemen

geb. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Karl (1) Diemen.
Johann Georg Diemen

geb. 1639
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Karl (1) Diemen; Bürger und Zinngießer in Bernburg.
Johann Martin Diemen

geb. 1644
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Karl (1) Diemen.
Karl (1) Diemen
Karl Thiemen

gest. vor 1664
Anm.: Um 1652/53 Bürger und Hufschmied in Bernburg.
Karl (2) Diemen

geb. 1641
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Karl (1) Diemen.
Konrad Diemen

geb. 1649
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Karl (1) Diemen.
Margaretha Magdalena Diemen

geb. 1653
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgers Karl (1) Diemen.
Graf bzw. Fürst Maximilian von Dietrichstein

geb. 1596
gest. 1655
Anm.: Sohn des Grafen Sigmund von Dietrichstein (1560-1602); ab 1614 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1622-1637 Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora (1598-1655); seit 1651 kaiserlicher Obersthofmeister sowie Mitglied und Präsident des Geheimen Rates; 1629 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Katharina Margaretha von Ditten

gest. 1667
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1652/55 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1658 Ehe mit Levin von Ditten (1624-1696); vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Charles Drelincourt

geb. 1595
gest. 1669
Anm.: Sohn des herzoglichen Sekretärs Pierre Drelincourt in Sedan; Studium der Theologie in Sedan und Saumur; seit 1620 Pastor der reformierten Gemeinde von Charenton-le-Pont.

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Pierre Du Moulin
Petrus Molinaeus

geb. 1568
gest. 1658
Anm.: Sohn des reformierten Pfarrers Joachim Du Moulin; französischer calvinistischer Theologe; 1588-1592 Studium in Cambridge; 1592-1597 Professor für Philosophie an der Universität Leiden; Pastor in Grigny (1599-1601), Ablon (1601-1606) und Charenton-le-Pont (1606-1615); 1615 Verleihung des Doktortitels durch die Universität Cambridge; seit 1621 Pastor in Sedan und Professor für Theologie an der dortigen Hugenottenakademie; daneben 1624/25 Pastor der französischen Kirche in London.

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Johann Dürr

geb. 1613
gest. 1689
Anm.: Sohn des Dresdener Goldschmieds Christian Dürr; Studium in Wittenberg (1636 Mag.); Dr. theol.; ab 1643 lutherischer Hofprediger, seit 1644 auch Pfarrer an der Bartholomäuskirche, ab 1648 zudem Superintendent und seit 1682 ebenso Gymnasialprofessor in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 237.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Gottfried Eich(h)orn

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Sohn des Groß Tschirnauer Pfarrers Elias Eich(h)orn (gest. 1605); 1621-1625 Studium in Wittenberg; 1625-1627 Präzeptor eines jungen Herrn von Kreckwitz; 1629-1636 Hofmeister der Brüder David Gottfried und Alexander von Stosch; ab 1637 schlesisch-liegnitzischer Landsyndikus; seit 1652 auch herzoglicher Rat; vgl. Laurentius Baudis: Heiliger und Seeliger Todes-Wunsch/ [...], Liegnitz 1667, o. S.

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Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Elisabeth N. N.

Anm.: Um 1653 fürstliche Kammermagd in Bernburg.
N. N. Elstermann
N. N. Thieme

gest. 1639
Anm.: Erste Ehe mit N. N. Thieme; zweite Ehe mit dem Ratsbauherrn Christoph Elstermann (gest. 1635) der Bernburger Bergstadt.
Gottfried Encke

Anm.: Sohn des Zerbster Stadtkämmerers Gregor Encken; um 1653 Schul-Subrektor in Zerbst.
Prinz Heinrich von England, Schottland und Irland
Duke Henry of Gloucester

geb. 1640
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); seit 1659 Duke of Gloucester.

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Prinz Heinrich Friedrich von England, Schottland und Irland
Prince Henry Frederick of Wales

geb. 1594
gest. 1612
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland bzw. Jakob I. von England (1566-1625); seit 1603 Prince of Wales.

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König Jakob I. von England
König Jakob I. von Irland
König Jakob VI. von Schottland

geb. 1566
gest. 1625
Anm.: Sohn der Königin Maria I. von Schottland (1542-1587); ab 1567 König von Schottland (bis 1583 unter verschiedenen Regenten); seit 1603 auch König von England und Irland; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Burkhard Heinrich von Erlach

geb. ca. 1653
gest. vor 1670
Anm.: Sohn des August Ernst von Erlach (1616-1684).
Eleonora Maria von Erlach

geb. 1608
gest. nach 1655
Anm.: Tochter des Burkhard von Erlach (1566-1640); um 1652/55 vermutlich Hofjungfer in Bernburg.
Johanna Eleonora von Erlach

geb. ca. 1653
gest. vor 1670
Anm.: Tochter des August Ernst von Erlach (1616-1684).
Johan Evertsen

geb. 1600
gest. 1666
Anm.: Sohn des Kapitäns Johan Evertsen (gest. 1617); ab 1618/22 Kapitän der niederländischen Kriegsmarine; 1637-1664 Vizeadmiral und seit 1664 Leutnant-Admiral von Zeeland.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Hilarius Friedrich

gest. 1653
Anm.: Sohn des Baalberger Pfarrers Bartholomäus Friedrich (gest. 1664).
Heinrich d. J. von Friesen

geb. 1610
gest. 1680
Anm.: Sohn des Heinrich d. Ä. von Friesen (1578-1659); ab 1639 kursächsischer Hofrat; danach mehrere diplomatische Missionen, u. a. als kurfürstlicher Gesandter auf den Regensburger Reichstagen von 1640/41 und 1653/54; seit 1650 Geheimer Rat; ab 1665 Direktor des Geheimen Rats; 1653 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Belohnende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Sächsische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Joachim Friedrich (von) Gans

geb. 1623
gest. 1700
Anm.: Sohn des Friedrich Wilhelm (von) Gans (1585-1648); zunächst königlicher Page in Kopenhagen; 1649-1653 Hofmeister des Herzogs Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow (1633-1695) auf dessen Kavalierstour durch Frankreich, Italien, die Niederlande und Schweiz; seit 1654 mecklenburgisch-güstrowischer Hofmarschall; 1659-1661 auch Amtshauptmann von Boizenburg; 1673-1697 "Präsident aller Collegien" und erster Minister.

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Bernhard Gese

geb. 1595
gest. 1659
Anm.: Sohn des Coswiger Superintendenten Joachim Gese (1561-1623); Besuch der Gymnasien in Zerbst und Joachimsthal (1618); 1620 Studium in Frankfurt (Oder); 1622-1626 Konrektor an der reformierten Schule in Cölln an der Spree; Stadtkämmerer (1628) und Bürgermeister (1629) von Dessau; ab 1630 anhaltisch-dessauischer Lehns- und Justizsekretär; seit 1639 Landrentmeister; ab 1641 Kammerrat; seit 1647 auch Kanzleirat; vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 382f.

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Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

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Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Ursula Haug
Ursula Hugk

Anm.: Zunächst Waschmagd; um 1652 Ehefrau des fürstlichen Trompeters Zacharias Haug in Bernburg.
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Johannes Heinemann

geb. 1594
gest. 1653
Anm.: Sohn des Zerbster Bäckers Vincentius Heinemann; 1620-1623 Substitut und 1623-1637 Pfarrer in Deetz; seit 1637 Pfarrer in Lindau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 278.

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Simon Heinsius
Simon Heinze

gest. 1660
Anm.: Geboren in Coswig (Anhalt); Studium in Zerbst (1628) und Frankfurt/Oder (1632); ab 1634 Schulrektor in Berlin; seit 1640 Professor für Hebräisch und Logik sowie ab 1653 zugleich Rektor am Gymnasium illustre in Zerbst.

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Franciscus Mercurius van Helmont

geb. 1614
gest. 1699
Anm.: Sohn des flämischen Arztes und Philosophen Johan Baptista van Helmont (1680-1644); 1644-1656 Tätigkeit als Arzt, Berater und Diplomat für verschiedene deutsche Fürsten, u. a. für die kurpfälzischen Wittelsbacher; 1661/62 Inhaftierung durch die Römische Inquisition; seit 1668 pfälzisch-sulzbachischer Hof- und Kanzleirat; 1670 diplomatische Mission in England; 1671-1679 Aufenthalt in England als Arzt der Viscountess Anne Conway (1631-1679); zuletzt Leben in Deutschland.

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Bernhard Herre

geb. 1604
gest. 1682
Anm.: Zunächst fürstlicher Botenmeister in Dessau; spätestens seit 1643 anhaltischer Landrentmeister.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Kaspar Hilliger

geb. 1589/90
gest. 1653
Anm.: Bürger und Handelsmann in Bernburg.
Simon Irnsinger

geb. 1586
gest. 1651
Anm.: Nürnberger Kaufmann und Erfinder des "Nürnberger Pflasters" (Wundpflaster, das unter Verwendung verschiedener Öle hergestellt wird).

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Isaak

Anm.: Biblische Figur.

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Nathanael Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649).
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Margaretha Jonius
Geburtsname: Margaretha Bergmann

Anm.: Ehefrau des Bernburger Diakons Bartholomäus Jonius (1603-1657).
König Herodes I. von Judäa
Gaius Iulius Herodes

geb. ca. 73 v. Chr.
gest. 4 v. Chr.
Anm.: Sohn des Antipatros aus Idumäa (gest. 43 v. Chr.); ab 47 v. Chr. römischer Statthalter von Galiläa; seit 37 v. Chr. römischer Klientelkönig in Judäa, Galiläa, Samaria und angrenzenden Gebieten.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb. 1598
gest. 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Johannes Kepler

geb. 1571
gest. 1630
Anm.: Sohn des Händlers und Söldners Heinrich Kepler (1547-1590) in Weil der Stadt; 1589-1594 Studium in Tübingen, ab 1591 der Theologie; 1594-1600 Professor für Mathematik und Astronomie an der evangelischen Stiftsschule in Graz; 1601-1612 kaiserlicher Hofmathematiker in Prag; 1612-1626 Mathematiker an der evangelischen Landschaftsschule in Linz; seit 1628 Astrologe des Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein (1583-1634) in Sagan.

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Andreas von dem Knesebeck

geb. ca. 1639
gest. ca. 1640
Anm.: Sohn des Hempo von dem Knesebeck (1595-1656).
Anna Lukretia von dem Knesebeck
Geburtsname: Anna Lukretia von Erlach

geb. 1603
gest. 1630
Anm.: Tochter des Burkhard von Erlach (1566-1640); seit 1624 Ehe mit Hempo von dem Knesebeck (1595-1656).
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Johann (2) Köppen

geb. nach 1612
gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Kanzlei- und Justizrats Johann Köppen (1584-1641); Studium in Wittenberg (1626), Zerbst (1630) und Marburg (1633-1636); Lic. jur.; danach Syndikus und Prof. juris et politices am Gymnasium illustre in Zerbst; ab 1642 anhaltisch-zerbstischer Hofrat; 1657-1664 anhaltischer Gesamtrat; seit 1664 kurbrandenburgischer Geheimer Rat; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dritte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gottfried Körner
Gottfried Kerrner

gest. 1653
Anm.: Bis 1653 Schneidergeselle in Bernburg; in der Saale ertrunken.
Johann Kothe

gest. 1696
Anm.: Seit Januar 1651 füstlicher Prinzen-Kammerdiener in Bernburg; spätestens 1662 Stadtschreiber und zuletzt Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann Maximilian von Lamberg

geb. 1608
gest. 1682
Anm.: Sohn des Georg Sigmund von Lamberg (1565-1632); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1649 Reichshofrat; 1644-1649 kaiserlicher Prinzipalgesandter bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen; 1653-1660 kaiserlicher Botschafter in Madrid; seit 1657 Geheimer Rat; 1661-1675 Obristkämmerer; ab 1675 Obersthofmeister und Geheimer Konferenzminister; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Michel Le Faucheur

geb. 1585
gest. 1657
Anm.: Geboren in Genf; Studium der reformierten Theologie; Pastor in Dijon (1603-1607), Annonay (1607-1611), Montpellier (1611-1623) und Charenton-le-Pont (seit 1636).

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Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

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N. N. Linder

Anm.: Um 1653 schlesisch-liegnitzischer Rat.
Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Friedrich Apel von Lüttichau

geb. 1619
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Kaspar von Lüttichau (gest. 1629); Erbherr auf Kamern, Scharlibbe, Morl und Gonna; ab 1650 Pachtinhaber des Amtes Rothenburg; um 1654 Stallmeister, später Kammerjunker und Reisemarschall des Herzogs August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator von Magdeburg (1614-1680); zudem Amtshauptmann von Sangerhausen; seit 1654 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohltätige"); vgl. Mondrian W. Graf v. Lütttichau (Hg.): Genealogische Familiengeschichte der Herren und Grafen von Lüttichau in benutzerfreundlicher Gliederung, Berlin 2013, S. 164.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Vasile Lupu
Fürst (Woiwode) Vasile von Moldau

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des moldauischen und walachischen Hofbeamten Nicolae Coci; Großschatzmeister (1619/20), zweiter Logothet (1625), Mundschenk (1627) und Hetman (1629/30) in der Walachei; 1631 Statthalter der unteren Moldau; 1633 Führer eines Aufstandes der Bojaren gegen den walachischen Fürsten Alexandru IV Iliaș (gest. 1666); seit April 1634 bis 13. April 1653 und vom 8. Mai bis 16. Juli 1653 Fürst von Moldau.

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Johannes Magirus

geb. 1615
gest. 1697
Anm.: Sohn des Philosophen Prof. Tobias Magirus (1586-1652) in Frankfurt/Oder; Studium der Mathematik und Medizin in Wittenberg (1635/36), Frankfurt/Oder, Frankreich und Leiden; danach Arzt und Mathematiker in Berlin; ab 1646 Leibarzt der verwitweten Königin Maria Eleonora von Schweden (1599-1655); 1651-1656 Stadtarzt in Zerbst; 1652-1656 zudem Professor für Mathematik und Physik am Gymnasium Illustre Zerbst; 1656-1659 Professor für Mathematik und seit 1659 Professor für Geschichte in Marburg; ab 1670 zudem Leibarzt der Landgräfin Hedwig Sophia von Hessen-Kassel (1623-1683); seit 1676 auch hessisch-kasselischer Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Philipp May
Philipp Mey(er)

geb. ca. 1593
Anm.: Aus Hanau stammender Exulant, der sich lange in den Niederlanden aufhielt; seit 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1653).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolf von Ratzeburg

geb. 1633
gest. 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Ferdinando II de' Medici
Granduca Ferdinando II di Toscana

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

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Sebastian Wilhelm (von) Meel

geb. ca. 1597
gest. 1666
Anm.: Studium der Rechte in Mainz; Dr. iur.; Vizekanzler und Geheimer Rat des Würzburger Bischofs bzw. Mainzer Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn (1605-1673); kurmainzischer Gesandter am französischen Königshof (1647/48), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück (1645-1648) und auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649/50); 1653/54 kurmainzischer Reichsdirektor auf dem Reichstag in Regensburg; ab 1654 würzburgischer Kanzler; 1655 kurmainzischer Gesandter auf dem Frankfurter Deputationstag; seit 1660 kurmainzischer Vizekanzler; ab 1662 kurmainzischer Reichsdirektor auf dem Immerwährenden Reichstag in Regensburg; 1654 Nobilitierung.

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Christian Viktor Menzelius

geb. 1653
Anm.: Sohn des Altenburger Pfarrers Johann Abraham Menzelius (1624-1665).
Elisabeth Menzelius
Geburtsname: Elisabeth Seese

geb. ca. 1630
gest. nach 1665
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgermeisters Christoph Seese (gest. 1677); 1652-1665 Ehe mit dem Ballenstedter Diakon und späteren Bernburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius (1624-1665).
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Jean Mestrezat

geb. 1592
gest. 1657
Anm.: Sohn des Genfer Bürgers Ami Mestrezat; Studium in Saumur; seit 1614 Pastor der reformierten Gemeinde von Charenton-le-Pont.

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Wilhelm von Micrander

gest. 1676
Anm.: Sohn des kaiserlichen Obristleutnants N. N. Micrander; 1628 Hofmeister des Grafen Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms (1593-1635); ab 1630 Genfer Bürger; Offizier in kursächsischen Diensten, u. a. Hauptmann (1634/37) und Obristleutnant (1639); Wechsel in kaiserliche (um 1643) bzw. schwedische Dienste (um 1645/48); 1649-1658 Geheimer Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; zugleich kaiserlicher Obristleutnant; 1657-1660 erneut in schwedischen und zuletzt wieder in kaiserlichen Diensten als Obristleutnant bzw. Obrist (spätestens 1671); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entledigende").

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Agnes Christina von Miltitz
Geburtsname: Agnes Christina von Werleben

Anm.: Thüringische Adlige; spätestens ab 1648 fürstliche Hofjungfer in Bernburg (bis 1656); seit 1656 Ehe mit Georg Friedrich von Miltitz (geb. 1627).
Andreas (2) Müller

geb. 1611
gest. 1668
Anm.: Sohn des Aschersleber Stadtschreibers und späteren Bürgermeisters Heinrich Müller (1580-1624); Besuch des Gymnasiums in Zerbst; Studium in Jena (1632) und Wittenberg (1633); Lehrer der Söhne des Freiherrn von Gödenitz in Ostfriesland; deren Reisehofmeister in Gröningen und Leiden; ab 1639 anhaltischer Sekretär im Dienst der verwitweten Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow (1600-1657) und der Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg (1602-1648); seit 1648 Wittums- und Hofrat sowie Sekretär der Herzogin von Mecklenburg-Güstrow in Strelitz; ab 1657 Hof- und Kanzleirat, seit 1660 zugleich Kammerrat und ab 1667 Kammerdirektor in Dessau; vgl. Georg Raumer: Wie Wol Gott der Herr den guten und frommen Hertzen thue [...], Köthen 1668, fol. Gijr-Hiijv .

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Graf bzw. Fürst Johann Ludwig von Nassau-Hadamar

geb. 1590
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); 1607-1650 regierender Graf und ab 1650 erster Fürst von Nassau-Hadamar; 1629 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; ab 1636 Reichshofrat; seit 1643 Geheimer Rat von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1643-1649 kaiserlicher Primargesandter für die Verhandlungen mit Frankreich beim Westfälischen Friedenskongress; ab 1614 Ritter des Hosenbandordens; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erklärende"); ab 1647 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Johann Ludwig von Nassau-Ottweiler
Graf Johann Ludwig von Nassau-Saarbrücken

geb. 1625
gest. 1690
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm Ludwig von Nassau-Saarbrücken (1590-1640); 1651-1659 Regent der Grafschaft Nassau-Saarbrücken (als Vormund für seine jüngeren Brüder); 1656-1667 französischer Obrist; ab 1659 regierender Graf von Nassau-Ottweiler (mit Homburg, Wöllstein und Jugendheim); seit 1681 Generalwachtmeister der Armee des Oberrheinischen Reichskreises; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dünne").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Origenes

geb. 185
gest. 253/54
Anm.: Geboren in Alexandria; frühchristlicher Philologe, Philosoph und Theologe.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Bengt Gabrielsson Oxenstierna af Korsholm och Wasa

geb. 1623
gest. 1702
Anm.: Sohn des späteren schwedischen Reichsadmirals Gabriel Bengtsson Oxenstierna (1586-1656); 1650/51 schwedischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; ab 1654 Reichs- und Kanzleirat; Generalgouverneur von Warschau (1655-1659) und Livland (1662-1665); 1671-1680 Reichskanzleirat; 1674/75 schwedischer Botschafter in Wien; seit 1680 Kanzleipräsident.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adriaen Pauw

geb. 1585
gest. 1653
Anm.: Sohn des Amsterdamer Bürgermeisters Reynier Pauw (1564-1635); Herr von Heemstede, Hoogersmilde, Bennebroek und Nieuwerkerk; Kaufmann in Amsterdam; 1611-1637 Pensionaris der Stadt Amsterdam; ab 1618 wiederholt in diplomatischen Diensten; seit 1627 Rat und Rechenmeister der Provinzen Holland und Westfriesland; 1631-1636 Ratspensionär (Regierungschef) der Provinz Holland; 1646-1648 Gesandter der Provinz Holland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643); 1648-1652 präsidierender Rat und Rechenmeister der Domänen von Holland und Westfriesland; 1651-1653 erneut Ratspensionär; 1649 und 1652 niederländischer Gesandter in London.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Pfalzgräfin Maria Eleonora von Pfalz-Simmern
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1607
gest. 1675
Anm.: Tochter des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1631-1655 Ehe mit Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655); 1655-1658 Regentin des Fürstentums Pfalz-Simmern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Pontius Pilatus

Anm.: 26-36 n. Chr. römischer Präfekt (Statthalter) in den Provinzen Judäa und Samaria; biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Antonio Pimentel de Prado

geb. 1604
gest. 1671/72
Anm.: Sohn des Lorenzo Pimentel de Prado; 1646-1651 spanischer Gouverneur von Nieuwpoort; 1652-1654 Gesandter Spaniens in Stockholm und Vertrauter der Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1655/56 nach deren Abdankung Aufenthalt bei ihr in Rom; 1659 spanischer Gesandter in Paris; 1660-1670 Gouverneur von Cadiz; seit 1670 Rat und Befehlshaber der spanischen Armee in Antwerpen.

Weiterführende Informationen in VIAF
Johann Ernst von Pistoris

geb. 1605
gest. 1680
Anm.: Sohn des Hartmann Pistoris d. J. (1572-1622); Erbherr auf Seußlitz; ab 1639 kursächsischer Hofrat; seit 1645 Justiz- und Appellationsrat in Dresden; 1646/47 kurfürstlicher Prinzipalgesandter bei den Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück; nach 1650 Präsident des Appellationsgerichts; 1653/54 kursächsischer Prinzipalgesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1655 Oberhofrichter in Leipzig; 1655/56 Vertreter Kursachsens auf dem Reichsdeputiertentag in Frankfurt am Main; um 1660 Amtshauptmann von Pegau und Borna.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Johannes (1) Rosa

geb. 1532
gest. 1572
Anm.: Sohn des Hellinger Pfarrers Marcus Roß; Studium in Wittenberg (1550-1553) und Jena (1553-1555); 1555 Verleihung des Mag. phil. an der Universität Wittenberg; ab 1556 Privatdozent sowie seit 1558 Professor für Geschichte und Ethik, Logik und Theologie in Jena.

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Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Michiel Adriaenszoon de Ruyter

geb. 1607
gest. 1676
Anm.: Sohn des Seemannes und späteren Bierlieferanten Adriaen Michielszoon de Ruyter; ab 1618 Ausbildung zum Seemann; 1633-1635 Steuermann auf einem Walfangschiff; 1637-1640 Kapitän bei der Vlissinger Lampsen-Reederei; 1641 Schout-bij-nacht (Konteradmiral) der niederländischen Kriegsmarine; danach Handelsschiffkapitän und Kaufmann; 1652-1654 Geschwaderkommandeur der Admiralität von Zeeland; 1654-1665 Vizeadmiral der Admiralität von Amsterdam; 1665-1675 Admiralleutnant und seit 1675 General-Admiralleutnant der niederländischen Kriegsflotte.

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Herzogin Anna Maria von Sachsen-Weißenfels

geb. 1653
gest. 1671
Anm.: Tochter des Herzogs August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680).

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Herzogin Anna Maria Dorothea von Sachsen-Weißenfels
Geburtsname: Herzogin Anna Maria Dorothea von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1627
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); seit 1647 Ehe mit Herzog August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680).

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Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Marie de Savoie-Nemours
Princesse Marie de Neuchâtel
Duchesse Marie de Nemours
Duchesse Marie de Genevois
Duchesse Marie d' Aumale
Geburtsname: Marie d' Orléans

geb. 1625
gest. 1707
Anm.: Tochter des Henri II d'Orléans, Duc de Longueville (1595-1663); 1657-1659 Ehe mit Henri II de Savoie-Nemours, Duc de Nemours (1625-1659); 1672-1674 Mitregentin und 1679-1682 Regentin des Fürstentums Neuchâtel; seit 1696 Princesse de Neuchâtel.

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N. N. von Schaffgotsch (3)

Anm.: Um 1652/53 junger Angehöriger des aus Schlesien stammenden Adelsgeschlechts.
Graf Christoph Leopold von Schaffgotsch

geb. 1623
gest. 1703
Anm.: Sohn des Hans Ulrich von Schaffgotsch (1595-1635); 1636 Konversion zum katholischen Glauben; zunächst in kaiserlichen Kriegsdiensten (1647 Hauptmann); ab 1649 erster Oberamtsrat in Schlesien; seit 1654 kaiserlicher Kämmerer; ab 1655 Vizepräsident der schlesischen Kammer; seit 1665 Präsident der schlesischen Kammer sowie Landeshauptmann des Herzogtums Schweidnitz-Jauer; 1672-1675 auch amtierender Oberlandeshauptmann von Schlesien; 1654 Erhebung in den Grafenstand; ab 1694 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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N. N. Schiltbach

Anm.: Um 1653 Rat der Herzogin Maria Sophia von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1601-1654).
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Brieg

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Ludwig (1616-1663) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Ohlau und Schlesien-Wohlau; seit 1664 auch Herzog von Schlesien-Brieg und Schlesien-Liegnitz; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beliebige")

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Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg

geb. 1611
gest. 1664
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1635-1639 Statthalter im Herzogtum Schlesien-Brieg; 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Ludwig (1616-1663) und Christian (1618-1672) regierender, ab 1653 alleiniger Herzog von Schlesien-Brieg; seit 1663 auch Herzog von Schlesien-Liegnitz; ab 1639 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unfehlbare").

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Herzogin Maria Sophia von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau

geb. 1601
gest. 1654
Anm.: Tochter des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Herzog Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Schlesien-Liegnitz und Schlesien-Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

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Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Liegnitz
Herzog Ludwig von Schlesien-Brieg

geb. 1616
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Christian (1618-1672) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Liegnitz; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilsame").

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Herzogin Dorothea Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön
Geburtsname: Herzogin Dorothea Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1653
gest. 1722
Anm.: Tochter des Herzogs Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); 1673-1704 Ehe mit Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1634-1704).

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Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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David von Schweinitz

geb. 1600
gest. 1667
Anm.: Sohn des Christoph von Schweinitz (gest. 1621); Erbherr auf Seifersdorf und Petersdorf; schlesischer Politiker und Erbauungsschriftsteller; ab 1622 Hof- und Kammerjunker sowie seit 1628 Rat des Herzogs Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau (1595-1653); 1631-1633 Landeshauptmann des Herzogtums Schlesien-Wohlau; 1633-1650 Exil in Polen; 1651-1653 schlesisch-liegnitzischer Hofrichter; ab 1654 Hofrichter und Rat des Herzogs Ludwig IV. von Schlesien-Liegnitz (1616-1663); seit 1657 Landeshauptmann des Herzogtums Schlesien-Liegnitz.

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Johann Georg Stannius

geb. ca. 1625
gest. 1701
Anm.: Sohn des aus der Oberpfalz vertriebenen Pfarrers Johann Stannius (ca. 1593-1636); 1654-1656 Diakon in Ballenstedt; 1656-1676 Pfarrer in Badeborn; seit 1676 Oberprediger in Ballenstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 436.
Maria Elisabeth von Steffeck von Kolodey
Geburtsname: Maria Elisabeth von Schierstedt

gest. 1690
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; um 1643/55 vermutlich Bernburger Hofjungfer; seit 1674 Ehe mit Tobias Steffeck von Kolodey (1615-1679).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Augustin Strauch

geb. 1612
gest. 1674
Anm.: Sohn des Delitzscher Superintendenten Ägidius Strauch (1583-1657); ab 1628 Studium in Wittenberg (1639 Lic. jur. 1639; 1641 Dr. jur.); Studienreise durch die Niederlande, England, Frankreich und die Schweiz; seit 1640 Prof. jur. an der Universität Wittenberg; Assessor des Wittenberger Hofgerichts; 1643 und 1649 Rektor der Universität Wittenberg; ab 1649 zugleich Rat von Haus aus für die verwitweten Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst (1585-1657) in Coswig (Anhalt); seit 1649 auch Assessor des Landgerichts der Niederlausitz; ab 1652 Ordinarius der Juristischen Fakultät; seit 1661 kursächsischer Geheimer Rat; ab 1662 kursächsischer Gesandter beim Reichstag (1653/54) und Immerwährenden Reichstag in Regensburg (ab 1662); seit 1668 zudem Rat für Grenz- und Kammergerichtssachen.

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Graf Peter Strozzi von Schrattenthal
Pietro Strozzi

geb. 1626
gest. 1664
Anm.: Sohn des kaiserlichen Generals Graf Jakob Strozzi von Schrattenthal (1578-1636); ab 1647 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1656), Generalfeldwachtmeister (1660) und Feldmarschallleutnant (1663); 1648-1654 Kämmerer von König Ferdinand IV. (1633-1654); seit 1654 kaiserlicher Kämmerer.

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Adam von der Tanne

gest. 1666
Anm.: Adliger aus der Grafschaft Mansfeld; 1617-1634 braunschweigisch-wolfenbüttelischer Kammerjunker und Oberforstmeister; 1626-1653 zudem Kanoniker des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.
Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Andrzej Trzebicki
Bischof Andrzej von Krakau
Bischof Andrzej von Przemyśl

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wieluńer Kastellans Marcin Trzebicki; Domherr in Płock (ab 1633), Gnesen (seit 1642) und Krakau (ab 1644); 1652-1658 Unterkronkanzler des Königreiches Polen; 1655-1658 Bischof von Przemyśl; seit 1658 Bischof von Krakau; 1653 polnischer Gesandter beim Regensburger Reichstag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Heinrich Julius von Wietersheim

geb. ca. 1624
gest. 1669
Anm.: Sohn des schleswig-holsteinisch-gottorfischen Kanzlers Anton (1) von Wietersheim (1587-1647); Erbherr auf Stadthagen und Sachsenhagen.
Henry Wilmot
Earl Henry of Rochester

geb. 1612
gest. 1658
Anm.: Sohn des Charles Wilmot, ab 1616 1st Viscount Wilmot (ca. 1572-1644); fünf Jahre in niederländischen Kriegsdiensten; 1640/41 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); royalistischer Colonel (1642/43) und Lieutenant-general of horse (1643/44); seit 1644 2nd Viscount Wilmot; ab 1649 königlicher Gentleman of the bedchamber; seit 1652 1st Earl of Rochester; 1653/54 Gesandter des exilierten Königs Karl II. von England, Schottland und Irland (1630-1685) auf dem Regensburger Reichstag; ab 1656 erneut royalistischer Colonel.

Weiterführende Informationen in VIAF
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Ernst Wulstorp

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Geboren in Zerbst; Studium in Wittenberg (ab 1614) und Frankfurt/Oder (seit 1618); 1621/22 Schulrektor in Bernburg; danach Aufenthalt in Zerbst; 1626-1628 Pfarrer in Bornum; 1629-1653 Rektor der Zerbster Johannisschule; daneben 1640-1653 Professor für Philologie am Gymnasium Illustre Zerbst; 1653-1658 Rektor am Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin; 1658 Rückkehr nach Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Helena Zaborsky
Helena Zabořsky

Anm.: Vermutlich Tochter des böhmischen Adligen N. N. Zaborsky (gest. 1636); seit 1637 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Christoph von Zedlitz

geb. 1585
gest. 1657
Anm.: Sohn des Brieger und Liegnitzer Landeshauptmannes Wenzel von Zedlitz (1551-1613); Erbherr auf Bienowitz und Grünthal; ab 1610 schlesisch-liegnitzischer Rat und Hofrichter; 1617-1626 Hofmarschall des Herzogs Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau (1595-1653); seit 1626 Landeshauptmann des Herzogtums Schlesien-Liegnitz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adrianopel (Edirne)
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Ärmelkanal
weiterführende Informationen
Altenburg
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Amboina, Insel (Pulau Ambon)
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anm.: 1611-1665 existierendes, jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt, Fürstentum
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Appenzell, Land
weiterführende Informationen

Anm.: Seit 1597 geteilt in das katholische Innerrhoden und das reformierte Ausserrhoden.
Aschersleben
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Augsburg
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
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Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barby
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Barcelona
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Basel, Stadtstaat
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Berlin
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Bern, Stadt und Republik
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Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Brandenburg, Kurfürstentum
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Breisach am Rhein
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Bremen
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Casale Monferrato
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Celle
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dresden
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Düsseldorf
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Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
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England, Commonwealth von
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England, Königreich
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Erfurt
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Frankreich, Königreich
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Freiburg im Üechtland (Fribourg), Stadtstaat
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Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Glarus, Land
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Graubünden (Freistaat der Drei Bünde)
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Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Güstrow
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Guyenne
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Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
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Hadamar
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Halle (Saale)
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Hamburg
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Hinterpommern
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Hohenerxleben
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Holland, Provinz (Grafschaft)
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Holstein, Herzogtum
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Italien
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Jülich, Herzogtum
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Klipperberge
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg am Osthang der Saale südlich des Bernburger Schlosses.
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
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Köthen
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Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Kurland, Herzogtum
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lepanto (Náfpaktos)
weiterführende Informationen
Lindau (1), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
Livland, Herzogtum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège), Hochstift
weiterführende Informationen
Luzern
weiterführende Informationen
Luzern, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mainz
weiterführende Informationen
Mainz, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Mansfeld, Grafschaft
weiterführende Informationen
Mecklenburg-Güstrow, Herzogtum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Niederlande (beide Teile)
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Niedersächsischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Öresund (Øresund)
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Oldenburg
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Parchwitz (Prochowice), Herrschaft
Anm.: Teil des Herzogtums Schlesien.
Paris
weiterführende Informationen
Passau
weiterführende Informationen

Anm.: Gebildet aus den damals drei eigenständigen Teilen Alt-, Ilz- und Innstadt.
Peißen
weiterführende Informationen

Anm.: Geteilt in Oberpeißen (Fürstentum Anhalt) und Unterpeißen (Erzstift Magdeburg).
Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Plötzkau
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Polen, Königreich
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Regensburg
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Riga
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Rinteln
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Saale, Fluss
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Saalfeld
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Sachsen-Altenburg, Herzogtum
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Sandersleben
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schaffhausen, Stadtstaat
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Schlesien-Liegnitz, Herzogtum
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Schlesien-Oppeln, Herzogtum
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Schlesien-Ratibor, Herzogtum
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Schlesien, Herzogtum
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Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Schwerin
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Schwyz, Land
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Solothurn, Stadtstaat
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Spanien, Königreich
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Stettin (Szczecin)
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Stockholm
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Strelitz (Strelitz-Alt)
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Tochheim
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Trier, Kurfürstentum (Erzstift)
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Ungarn, Königreich
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Unterwalden, Land
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Uri, Land
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Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Vechta
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Venedig (Venezia)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Verdun
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Wien
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Wörlitz
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Wolfenbüttel
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Zepzig
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Zerbst
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Zürich, Stadtstaat
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Zug, Stadt und Land
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Anhalt, Landstände
Braunschweig-Wolfenbüttel, Landstände
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Heiliges Römisches Reich, Kurfürstenrat (Kurfürstenkollegium)
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Heiliges Römisches Reich, Reichsfürstenrat
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Niederlande, Generalstaaten
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Universität Jena
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Zerbst, Rat der Stadt
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Johannes Bergius: Zwey Catholische Predigten: Die Erste Von dem recht Catholischen Glauben/ Liebe und Hoffnung. Die Andere Von der Liebe Catholischer Warheit und Friedens: Am 25. und 26. Sontag nach Trinitatis 1652. Jahres Zu Prag in Böhmen Für Seiner Churfürstl. Durchl. zu Brandenburg/ in dero Hofflager daselbst gehalten und auff begehren publiciret, Berlin: Christoph Runge, 1653. [Nachweis im GVK]
Aulus Persius Flaccus: Satiren, hg. von Walter Kißel, Heidelberg: 1990. [Nachweis im GVK]
Francesco Petrarca: Epistolae de rebus familiaribus et variae. tum quae adhuc tum quae nondum editae familiarum scilicet libri 24 variarum liber unicus nunc primum integri et ad fidem codicum optimorum vulgati, Bd. 2, hg. von Giuseppe Fracassetti, Florenz: 1862. [Nachweis im GVK]