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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: April 1653


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIa, fol. 285v-316v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. April 1653
Bernburg
  • Entsendung des Kammermeisters Tobias Steffeck
  • Geburt eines Fohlens
  • Bitte des Küchenmeisters Philipp Güder zur Erhöhung der Patenzahl bei der Taufe seiner Tochter
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
02. April 1653
Bernburg
  • Seltsamer Traum
  • Abschickungen
  • Gespräche mit dem Amtmann Georg Reichardt und Johann Lorenz von Lucke
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
03. April 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Predigt durch Pfarrer Daniel Marggraf
  • Helena von Rindtorf und Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz als Essensgäste
  • Nachricht über die baldige Ankunft von Fürstin Dorothea Bathilde
  • Unterredung mit Reichardt
  • Rückkehr Steffecks
  • Gemeinsamer Kirchgang und Taufe des Christian Viktor Menzelius im Kreis seiner Patinnen und Paten
  • Ankunft des lutherischen Superintendenten Otto Gise
04. April 1653
Bernburg
  • Todestag des Sohnes Erdmann Gideon
  • Unfalltod des Hausknechten Michael Krüger
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Ausritt der Söhne Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Abendmahlsempfang durch die Gemahlin Eleonora Sophias
  • Bericht durch den Küster Salomon Nefe
  • Wirtschaftssachen
  • Baldige Ankunft von Schwester Dorothea Bathilde
05. April 1653
Bernburg
  • Abholung von Fürstin Dorothea Bathildes
  • Abschickung nach Ballenstedt und Halle
  • Diakon Bartholomäus Jonius zum Gespräch und als Essensgast
  • Korrespondenz aus Dessau und Breslau
  • Erstickungstod vom Sekretär des Herzogs Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau Zacharias Hertel
  • Unfalltod von Ballenstedter Kindern
  • Berichtabschrift des Verunglückens der Junker von Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau
  • Mehrere Nachrichten zu Geschehnissen rund um den Reichstag in Regensburg
  • Ausbringen von Getreidesaat
  • Ankunft Fürstin Dorothea Bathildes
06. April 1653
Bernburg
  • Gespräch mit dem Kammerschreiber Johann Senf
  • Nachrichten
  • Bericht durch den durchreisenden Kanzleirat Bernhard Gese
  • Besichtigung der fürstlichen Fohlen
  • Bestattung von Krüger
  • Wirtschaftssachen
07. April 1653
Bernburg
  • Wildfleisch aus Dessau
  • Regen
  • Kirchgang mit Familienmitgliedern
  • Abschiedsreise des Diakons und künftigen Präzeptors Magister Johann Abraham Menzelius nach Ballenstedt
  • Abschickung eines Pagen von Fürstin Eleonora Sophias
  • Besuch durch den Leibarzt Dr. Levin Fischer
  • Sekyrka und Steffeck sowie weitere als Essensgäste
  • Erschließen einer Quelle im Schlosskeller
  • Ausbringen von Getreidesaat
  • Durchpassieren von Getreidelieferungen aus Sandersleben
  • Korrespondenz
08. April 1653
Bernburg
  • Angsteinflößender Traum
  • Besuch durch einen Bediensteten des Georg Ehrenreich von Roggendorf
  • Predigtanhörung auf dem Schloss
  • Leichenfund
  • Kirchgang mit Familienmitgliedern
  • Nachricht vom Tod der Herzogin Wilhelmina Eleonora von Sachsen-Weimar
  • Erneute Nachricht zu den durch einen Blitzeinschlag verursachten Todesfällen
09. April 1653
Bernburg
  • Hasenlieferung
  • Besuch durch Nefe
  • Korrespondenz
  • Bericht Steffecks vom seltsamen Umstand eines Pferdes
  • Ausbringen von Getreidesaat
  • Kinderstreiche
  • Kirchgang mit Familien- und Hofmitgliedern
10. April 1653
Bernburg
  • Rehlieferung
  • Sichtung von Feuern
  • Seltsamer Traum
  • Zwei Kirchgänge mit Familien- und Hofmitgliedern
  • Sekyrka, die von Rindtorf und Steffeck als Essensgäste
  • Ankunft des zur Bestallung empfohlenen Georg Zenger aus Bobbau
11. April 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und weitere Neuigkeiten aus dem In- und Ausland, wie auch von den Reichstagsgeschehnissen
  • Predigtanhörung auf dem Schloss
  • Superintendent Joachim Plato, die von Rindtorf und Steffeck als Essengäste
  • Kirchgang mit Familienmitgliedern
12. April 1653
Bernburg
  • Regen
  • Lektüre
  • Bericht von einem plötzlichen Todesfall in Ballenstedt durch Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel
  • Bestattung des ertrunkenen Schneidergesellen
  • Abschickungen
  • Freizeit und Erholung der Kinder und des Hofadels
13. April 1653
Bernburg
  • Regen
  • Arbeitsunfall des Försters
  • Mutmaßungen zum Ertrinken des bestatteten Schneidergesellen
  • Ausbringen von Getreidesaat
  • Besuch und Bericht durch den aus Ballenstedt zurückgekehrten Menzelius
  • Vermutung von Verzauberung von Kutschpferden
  • Beobachtung eines auffälligen Pferdes durch Steffeck
  • Spukgeschichten aus Ballenstedt
14. April 1653
Bernburg
  • Regen
  • Korrespondenz
  • Besuch bei Fürstin Dorothea Bathilde
  • Nachricht vom Tod des reformierten Theologen Friedrich Reichel und der Verweigerung einer Leichenpredigt für denselben
15. April 1653
Bernburg
  • Ausbringen von Getreidesaat
  • Kommissionssachen
  • Befürchtung von Hexerei im Schloss Bernburg
  • Unterredungen mit Güder, Senf und weiteren
16. April 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Ausbringen von Getreidesaat
  • Nachrichten vom ausländischen Kriegsgeschehen und weitere Neuigkeiten
  • Spaziergang
  • Reise Fürstin Dorothea Bathildes nach Plötzkau
17. April 1653
Bernburg
  • Kirchgang mit Frau und Kindern
  • Kammerrat Joachim Mechovius, die von Rindtorf, Sekyrka und Steffeck als Essensgäste
  • Geburt eines Fohlens
  • Zweiter Kirchgang mit einigen Kindern
18. April 1653
Bernburg
  • Besuch durch Dr. Fischer, Güder, Senf und den Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
  • Geburtstagsessen im Freien für Fürst Karl Ursinus‘
  • Ausbringen von Getreidesaat
  • Korrespondenz
19. April 1653
Bernburg
  • Unwetter
  • Nachrichten von Friedensverhandlungen wie auch vom Kriegsgeschehen und weitere Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
  • Zusammenkunft anhaltinischer Räte trotz Widerspruch Christians II.
  • Abreise Gottlob Sekyrkas von Sedschitz und Ladislaus Pribik Sekyrkas von Sedschitz
  • Korrespondenz
  • Ausbringen von Getreidesaat
20. April 1653
Bernburg
  • Kirchgang
  • Aufenthalt im Garten
  • Hasenjagd mit den Söhnen Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Überstandene Erkrankung von Fürst August von Anhalt-Plötzkau
21. April 1653
Bernburg
  • Gespräche mit dem Hofrat Paul Ludwig und Reichardt
  • Hofprediger Menzelius als Essensgast
  • Rückkehr des Lakaien Michael Ringk, von Schmidt und des Hofrats Christoph von Jena
22. April 1653
Bernburg
  • Rechnungssachen durch Jena, Ludwig und weitere
  • Jena, Ludwig, Schmidt und Georg Knüttel als Essensgäste
  • Spaziergang im Garten
  • Ausbringen von Getreidesaat
  • Unterredung mit Jena
  • Regierungsschreiben an Fürst August von Anhalt-Plötzkau
23. April 1653
Bernburg
  • Regen
  • Abreise des Präzeptors Johann Christian Hammel
  • Erneute Abreise Steffecks zu dem auffälligen Pferd
  • Besuch durch Reichardt
  • Nachrichten von Verhandlungen im In- und Ausland, der bevorstehenden Wahl von Ferdinand IV. und von diversen Kriegsschauplätzen
  • Rückkehr von Fürstin Dorothea Bathilde aus Plötzkau
  • Spaziergang mit Fürst Karl Ursinus
24. April 1653
Bernburg
  • Abendliches Gewitter nach schönem Wetter tagsüber
  • Zwei Kirchgänge mit Familienmitgliedern
  • Die von Rindtorf, Jena und Steffeck als Essensgäste
  • Nachricht von kaiserlichen Vorhaben für den Reichstag in Regensburg
25. April 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Taufe des Christian Bernd von Lucke im Kreis seiner Patinnen und Paten
  • Nachrichten aus Regensburg, von Kriegshandlungen und sonstigen Neuigkeiten in In- und Ausland
  • Abreise Schmidts
  • Unterredung mit Jena
  • Abendliches Gewitter
26. April 1653
Bernburg
  • Abschickungen
  • Rückkehr des Lakaien Martin Haug und Besuch durch Unterstallmeisters Stephan Eberling
  • Gang durch den Garten mit Fürstin Eleonora Sophia
  • Abschickung des Pagen Ernst Gottlieb von Lampe
  • Geburt eines Fohlens
27. April 1653
Bernburg
  • Gemeinschaftliche Predigtanhörung
  • Abreise Lampes
  • Obduktion eines plötzlich verstorbenen Pferdes
  • Ausflug der Kinder
  • Bericht aus von Rangkonflikten in Regensburg und vom Wahlgeschehen in Augsburg
  • Korrespondenz
  • Flucht eines der Gotteslästerung beschuldigten Bürgers
28. April 1653
Bernburg
  • Besuch durch Pfarrer Bartholomäus Friedrich
  • Durchreise eines Spanischen Obristleutnants
  • Abreise von Fürstin Dorothea Bathildes nach Köthen und Dessau
  • Erscheinungen und seltsame Sichtungen
  • Besuch durch Lucke, Ludwig und Jena
29. April 1653
Bernburg
  • Schreiben zum geflohenen Gotteslästerer
  • Rechnungssachen mit Jena, Ludwig und Knüttel
  • Wirtschaftssachen mit Güder, Kammerschreiber Hans Friedrich Eckardt und Reichardt
  • Vermuten von Sabotageversuchen
  • Unterredung mit Magister Menzelius
  • Abschickung Steffecks
  • Nachricht aus Halle von einem festgenommenen Brandstifter
  • Abendliches Gewitter
  • Seltsamer Bericht aus Braunschweig
30. April 1653
Bernburg
  • Spaziergang zur neuen Fischerei an der Saale
  • Ungeziefer in den Weinbergen
  • Nachricht vom ausländischen Kriegsgeschehen, Reichstagsüberlegungen aus Regensburg und sonstige Neuigkeiten
  • Abschickung Steffecks zur Beobachtung, Untersuchung und Behandlung des auffälligen Pferdes
  • Nachricht vom angeblichen Tod des Herzogs Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
  • Verzauberung einer Adligen aus Wolfsburg
  • Nachricht vom plötzlichen Tod des Grafen Gustaf Gustafsson af Wasaborg
  • Hexenverbrennung in Gatersleben
  • Nachricht über eine Blutquelle in Kroppenstedt
  • Rückkehr des der Gotteslästerung beschuldigten Bürgers
|| [[Handschrift: 285v]]

Freitag den 1. Aprilis, 1653.


Tobias Steffeck von Kolodey expediè. Dieu nous donne bon süccéz!
Gott hat mir gestern abermalß, ein fohlen beehert
gestern abendt, umb 10 uhr, von der Fuchßichten
Stuhte <in der kutzsche> die lange genandt, ein Stuten füllen.
Gott gebe zu glügk! undt gedeyen!


Philipp Güdern, bey mir gehabtt. Er hat ein Töchterlein,
darzu bittet er dispensation zu 5 gevattern. Gott gebe, zu Segen!

|| [[Handschrift: 286r]]


12 Schefel (Scheffel)schfl: hafer, seindt zu Zeptzigk gesehet, undt 10
Schefel (Scheffel)schfl: erbßen allhier. Gott gebe zu gesegnetem wachßthumb! undt gedeyen!


Mit verlesung der weittlaüftigen commißion,
so ich Meinem Raht, undt hofmeister, deme von
Einsidel, Jtem: hofmeister Börsteln, Jtem: Tobias Steffeck von Kolodey
undt Hammeln, undtergeben, zu elaboriren,
habe ich viel zu thun, undt nachzudengken,
gehabt. Gott gebe! daß die interessenten,
mögen recht wol contentiret werden,
undt Mir, undt meiner Posteritet, kein ei-
niges præjuditz, darauß endtstehen. perge et cetera

<i'ay songè ce mattin, d'avoir veü au lict, ma femme extraordinairement belle, blanche, & ieüne, l'embrassant, etcetera d'ün amour, de ieünesse, & extraordinaire! Aulcüns explicqueroyent ce songe, sinistrement & de mauvais presage, dont Dieu, nous en vueille benignement preserver!>


J'ay depeschè derechef, vers Erfurt Dieu me benie!
Bärnreütt mein Secretarius Christoff, ist heütte nacher
Brehmen. Dieu le conduyse! & reduyse heüreüsement!
en felicitant més desseings!


Den Amptmann, Georg Reichardt bey mir gehabt, in jmportantzen.

|| [[Handschrift: 286v]]


Der Obrist leütnant Lugk, ist diesen Nachmittag, in
seinen anliegen, bey Mir, gewesen. Je desirerois
ayder a tout le monde, mais il faut ayder
aussy a soy mesme, sans se perdre entierement!


cAdvisen von Harzgeroda vnd Erffurt. perge


Daß der Gros Hertzog von Florentz die Engellendischen in
Porto Longone bis daher gelegene Schiffe ausgebotten
weil sie sich nicht gebührlich verhalten, darauf die
Hollendischen kriegsschiffe, so auf Sie gepast, solcher
angegriffen, 2 in brandt gestecket, den Vice admiral
zugrunde geschoßen, Vnd die übrigen erobert, welches
sonder zweifel in Engellandt mehr verwirrung
bringen wird, zumahl ihnen dergestalt das MittelMeer
auch zum theil abgestrickt, vnd der König in Denne-
mark ihnen die Oostsee auch verwehren wirdt,
Schweden aber, will neutral bleiben, und in der Oost-
See 3 flotten an drey ortten halten.
Zu Regensburg lauffen die Sachen, wunderlich durchein-
ander, der Fürsten rath wird wenig geachtet, Cantzler
Milagius wüntschet, er hette sich zu der legation nicht
gebrauchen laßen, Nach Ostern soll erst die
Proposition geschehen, Jnmittelst wird der Schluß
zu einem gütlichen vergleich gehoffet zwischen Schweden
und Chur Brandenburg.
Jn der Schweitz seind zwar die Lucerner bauern ge-
stillet, allein die Berner bauern seind wol 20 mille stark
beysammen, deswegen die Schweitzer viel völcker zu roß
vnd fuß werben, solcher mit gewalt zustillen.
Der Harcour soll dem Duc de Cantal das guberno
vber das Elsaß, Breisach, Vnd Philipsburg gegen das || [[Handschrift: 287r]]
Guberno in Burgundt Vnd erlegung 60000 Cronen ab-
tretten wollen, der Charlevoy soll aus Brisach nach
Burgund reisen, welches alles verenderung gibt.
Jn Frankreich continuirt die vnruh vnd ein alteration
nach der andern, der König persequiret seinen Adversarios
und deren Anhängern. Duc d'Orleans vnd Duc de Longe-
Ville seind selbst in gefahr, trauen auch nicht nach
Paris zu kommen, vnerachtet freundlicher einladung
vnd erforderung. Geldt mangelt an Königlicher seitten.
Printz Von Conde suchet volcks in Teützschlandt, vermeinet
20 mille ins feld zu bringen ohne der Spannischen starke macht.
Jn Engellandt mangelt es sehr an geldt. Die Gemeine
ist schwierig so wol über dem Vielen contribuiren, als über
dem neẅlichst erlittenen großen schaden, dörffte Verenderung
geben.
Jn Hollandt rüstet man sich starckh mit ehesten ein groß-
flotta den Engellendern wieder über den halß zuschicken, vnd
dem König in Schottland etzliche schiffe vnd völcker zu vndergeben
mit denen sich Printz Ruprecht conjungiren könne, in hofnung
daß viel Englische schiffe vom Plack durch: vnd zu ihm herüber
gehen werden. Die Schwedischen in der Vecht haben
Trunkferchen überstigen vnd besezt, gibt nachdencken, Es
lest sich ansehen, als ob die Schweden ganz an die Stadt Bremen
wolten, darumb sie auch den Graven, von Oldenburg sehr
animiren, die Stadt Brehmen, anzugreiffen, sie thun allen
Vorschub darzu an, Allein, wieder zu Regenspurg hierin
vigiliren, dann die Schweden intentionirt sein mögen, dem
Grafen zu holstein, die Statt Brehmen, selbst zubehalten, vnd
hernacher vmb allerhand prætensionen, sich des Blaken sambt
der Grafschafft Oldenburg selbst zubemuhtigen. Der Churfürst
Von Meintz ist vnlengst vor Regensburg von seinem kutscher vmb-
geworffen worden, vnd seither zu bett gelegen, also kan man
wenig zu rathe gehen, man ab arbeitet zwar gar fleißig, einen
Römischen König zu machen, vnd villeicht ohne Capitulation.

|| [[Handschrift: 287v]]

dSonntag den 3ten: Aprilis, Palmarum!

<1 Hase, gefunden so unsere winde allein gehetzt.>


Vormittags, hat auf unserm Sahl, Er
Marggravius, geprediget.
Extra: zu Mittage, die Rindtorfinn, der
iüngere Sekerka.


Avis, von Schwester Dorothea Bathildes ankunft, neben
der Fürstin von Bückenburgk1! et cetera


Den Amptmann Georg Reichardt bey Mir, gehabtt,
in allerley, ihme zu informieren, oder zu hören.
Tobias Steffeck von Kolodey ist von Ballenstedt wiederkommen,
mehr re infecta, als, daß etwas erkleckliches erfolget et cetera
Patientia!


Nachmittags, bin ich, mit meinen Söhnen,
(und sonsten gebührlich accompagnirt,)
in die Altstädter kirche, gezogen,
daselbst predigtt, zu hören, des
RheinSchmidts, darnach, habe ich,
(alß erbehtener gevatter,) des Magister Men-
celij Söhnlein, auß der tauffe, gehoben,
Es ist durch den Superintendenten Platonem,
getaufft, undt Christian Victor, genandt worden.

|| [[Handschrift: 288r]]


Die übrigen Gevattern darzu wahren,
Meine Fraw Schwester, die hertzoginn von Meck-
lenburgk, Mein Sohn, Victor Amadeus, Jungfer
Wirleben, hofraht Paulus Ludwig, Ephorus hammeln,
Schwartzenbergers Fraw, undt Hanß von Bergen
haußfraw. Gott lob! Das alles wol abgegangen,
der gebe ferner, segen, gedeyen undt fristung!


Meine gemahlin, hat heütte ihren Beicht-
vatter, von Alßleben, Otto Gehse, Superintendent
daselbst, anhero kommen laßen, mit ihren
glaubensgenoßen, zu hofe, Morgen, wils Gott!
zu beichten, undt zu communiciren. Gott wolle
die irrenden bekehren undt auf beßern weg, führen!

Montag den 4ten: Aprilis; 1653.

<Ô iour fünestee> <1 Hase, wieder wir gesehen!> <Windt. Regen. Trawerig wetter, auch donner. >


Je dis füneste a moy, a cause dü douleureux
souvenir, de la mort inopinèe, de feü mon bon
fils, le Prince Erdmann Gedeon, de tousjours
bienheüreüse, (quoy qu'amere) memoire!


Unser haußknechtt, Michel Krüger, (welcher
uns, in die 18 iahr lang gediehnet, undt trew
from, undt willig, außer dem Gottlosen trungk
gewesen, auch auff Ostern, communiciren wollen) hat gestern
abendt, voller weise, in den allten wänden, den halß gestürtzt. || [[Handschrift: 288v]]
Gott gebe! das er sehlig <(wie ich hoffe)> worden seye! Solche
schregkliche exempel, lebendige, undt Stumme
bußpredigtten, solten billich die leütte
beßern, undt bekehren, wann sie sich
doch, vor dem leydigen trungk undt vor
andern lastern, wollten warnen laßen?
Gott fähet oftermals sein gerichtte ahn,
am hause Gottes, undt will nicht, das
man auf gnade, wißentlich, undt vorsetz-
lich, in Sünden forthfahre, undt verharre!
Er bewahre unß alle gnädiglich, vor
der gleichen verstogkung undt verhärttung!


Aviß von Dresen[!], das vetter hanß
Geörge, in der Schlesie, in große waßers-
gefahr, gerahten, undt kawm salviret
worden, Seine beyde Jungkern, Schlegell,
undt Schilling, sollen neben einem knechtt,
ertrungken, undt umbkommen sein. Jst ein
groß unglügk! undt Gott darneben,
herztlich zu dangken, das der gute Printz,
undt liebe vetter, noch errettet worden. Gott || [[Handschrift: 289r]]
bewahre ihn ferner, undt helfe, daß er in seinen
wegen stets wandeln möge! Diß unglügk
sol auf der beiße mit den falgken geschehen
sein, da sie dem vogel mögen nachgeritten haben.


Meine Söhne, seindt hinauß geritten. Gott seye
lob! Der sie bewahret hat! Der bewahre sie
ferner gnädiglich! Vor allem unheyl, leibes, undt der Seelen!


heütte hat Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin, ihre Luttrische
Communion gehalten. Gott wolle, die irrenden, bekehren.


Salomon Neve, der küster vom berge, ist bey
Mir gewesen, Er referirt undter andern, das die
große glogke aufm Thurm, zu Sankt Ægidij, so altt
wehre, alß er, undt anno 1606 gegoßen, undt
55 Centner gewogen solle haben. Man
hat dieselbe am ersten, am pfaffenpusch,
gegoßen, woselbst sie mißlungen,
darnach ist Sie wieder nacher Magdeburg
geschicktt, undt alldar umbgegoßen worden,
von dannen sie hieher tranßferiret worden.


Avis: daß hertzog Rudolf Augustj, von Braunschweig
kammerdiehner2, ein Balbierer, sich selbsten, auß desperation
die kehle abgeschnitten. Siehet man also anderstwo auch, das unglügk.

|| [[Handschrift: 289v]]


2 wispel haber, seindt diesen Nachmittag,
allhier, auf der Steinbruchs, gesehet worden.
Gott gebe zu gesegnetem glügk! undt wachßthumb!


Jtzt aufn abendt, erfahre ichs, das der todte
cörper, des schneiders, (welcher gestern acht tage
alhier ertrungken,) zu Niemburgk, undter der
brügke, wieder gefunden worden. Jtem: daß
gestern, mit unserm gewesenen haußknechtt,
des Joachim Metzsch knechtt3, undt ein Mühl-
knechtt4, mitt getrungken, bey der Schuemännin5,
undt alle drey, mehr nicht, als 6 maß
bier, außgetrungken, darvon ist der
eine leyder! umbkommen, die andern
beyde, liegen todtkrangk darnieder.
Jst nachdengklich! undt einer inquisition würdig!


Man höret, nicht viel gutes! leyder!


(Nota Bene[:] ce mattin, au plüs mauvais temps, Wolfgang Sutorius et Aegidius Marggraf6
ont semè, (a ce qu'ils disent:) ün wispel d'avoyne,
Sür pays commüniant. Dieu vueille! qu'ils ne m'ayent
trompè! ou que la sayson, ne nous trompe!


Avis von Schwester Dorothea Bathilde daß Sie Morgen (gebe gott) ankommen will.

|| [[Handschrift: 290r]]


Die Avisen von Leiptzigk geben:
Das der Kayser mit Jagen, undt beitzen zu Regenspurg sich recreirt. Der
currirer vom Berlin ist wiederkommen. Man weiß noch nicht, ob der
accord, mit Schweden, richtig ist? Die Proposition verweilet sichs.


Die Türcken, haben einen anschlag, auf Neẅhaüsel gehabt,
welcher ihnen Mißlungen. hat doch alarm, undt mehrere vorsich-
tigkeitt, erwegket. Candia die festung vermeinet auch numehr
der Erbfeindt, zu übermeistern. Der Türckische General, Vsaim Bassa
daselbst, hat noch 30000 Mann begehrt, So wolte er, (bey ver-
liehrung seines kopfs) innerhalb dreyen Monaten, sie emportiren.
Die Venezianer aber, feyren interim auch nicht, mit stargker
gegenwehre, undt verfaßung, zu waßer, undt lande, sich, in
gute Postur, zu stellen.


Der vergleich der Lucerner, mit ihren empöreten pawren
continujret, hingegen aber auch, die rebellion der Berner
pawren, die Eidgenoßen suchen diese, mit liebe, undt
mitt leidt, zum gehorsam, zu bringen.


Umb Turin herumb, sol sich haben, eine unbekandte armèe,
in die 15000 stargk sehen laßen. Die pawren seindt davor
erschrogken, undt in die Stadt, geflohen. Der hertzogk,
undt Hertzoginn von Savoya, seindt auß curiositet,
solch wunder ahnzusehen, auch hinauß gezogen. haben die
armèe, campirende gesehen, insonderheit aber, eine schöne
weißbedegkte kutzsche, mit 8 weißen roßen, bespant,
undt ein schönes gläntzendes wapen herauß hengen,
welches man aber von weittem, nicht erkennen mögen. || [[Handschrift: 290v]]
Da haben sich 12 behertzte Edelleütte, auß des hertzogs
Comitat, hervor gethan, undt erbotten, näher hinan
zu reitten, welches der Hertzogk acceptiret, undt
ihnen befohlen, nur so nahe als müglich, biß Sie
das wapen erkennen köndten, hinan zu reitten,
welches sie zwahr exequirt. Es ist ihnen aber
übel gelungen, Sintemahl Sie alle 12 todt, von
den pferden abgeworfen worden, die pferde seindt
außgerißen, undt wieder zu rügke gelauffen,
undt ist von den vermeinten Soldaten, großer lerm
worden, also: das der hertzogk, undt seine Fraw-
Mutter, die hertzoginn eilends wieder nach Turin
umbgekehret, undt die verlorne, tapfere leütte, beklaget.


Spannien, rüstet sich, mit macht, wieder Frangkreich,
undt dem Prince de Condè, zu hülfe. Man meinet,
Calais dörfte belägert werden. Düc d'Orleans,
ist dem Könige in Frankreich auch suspect worden, weil er,
mit dem Prince de Condè, correspondiret, und solche briefe,
aufgefangen worden. Verdün stehet auch in gefahr.
Conte d'Oignon, hat sich mit dem König in Frankreich verglichen,
ist Düc, Pair, undt Mareschal de France worden,
hat die Amnisitie aller offenßen, erlanget, undt
noch darzu, eine gute Summa geldes, vor seine Schäden.
Prince de Tarente, tractiret auch, mit dem Könige.

|| [[Handschrift: 291r]]


Zu Bourdeaux, hoffen Sie, auf Spannische, undt Jrrländische
hülffe. Prince de Conty, dominiret da selbst. Der Düc
de Longueville, sol in Normandie, gestorben sein,
wahr auch, mein bekandter! perge undt ich beklage ihn billich!


Der Pabst, hat in die 1200 klöster, allerleyen or-
den, caßiret, undt, wegen geldtmangels, die jntraden
darvon eingezogen, undt also sich fein im Schatz, erholet,
ob schon viel Ordensbrüder, damitt, gar malcontent sein. perge


Die Engelländer suchen tractaten, damit sie sich mittler-
weile vielleicht recolligiren können. Die holländer aber,
trawen ihnen nicht, undt begehren keinen Scheinfriede.
Admiral Tromp, bittet, man wolle ihn nicht mehr,
zum convoyiren, gebrauchen, sondern eine flotta, von 30
Orlogsschiffen, undter einem Commandeür, darzu verordnen,
ihme hingegen, als Admiral General, 100 Orlogs-
Schiffe, undtergeben, So wollte er, (mit Gottes hülfe,)
beßer seinem Vaterlandt, dienen, undt die Engelländer
einhalten. Es sollen doch noch 200 kauffahrer Schiffe
ermangeln, weil ihrer 380 in allem, gewesen, undt
nur 180 mit Trompen, arriviret. Die Engelländer, sollen
50 solcher Schiffe, mit zimlicher beütte, bekommen, undt
andere verderbet haben. Der OrlogsSchiffe, mögen auch
etzliche, in ihren gewaltt, kommen sein. Die holländer haben aber
weniger volgk, undt OrlogsSchiffe verlohren, als die Engelländer,
welche an itzo anfangen, die Holländischen gefangenen, sehr wol zu tractiren.

|| [[Handschrift: 291v]]


Jn Schottlandt, halten sich noch die BergkSchotten Mannlich,
undt hoffen, auf der Staaden, undt auf Printz Ruprechts,
secours. Die herren Staaden, haben durch Placaten ernstlich
befohlen, allen ihren <matrosen undt> bootsgesellen daß Sie auß frembder
Potentaten dienst, ihrem Vaterlandt zu diehnen,
nach hause kommen sollen, item: daß keines von ihren
Schiffen mehr, durch den Canal bey Engellandt,
paßiren, sondern bey Jrrland undt Schottlandt,
umbfahren sollen. Jnngleichem, ist auch der häring-
fang, undt andere sachen, darauß unheyl endt-
stehen köndte, eingestellet. Zu Amsterdam, sollen
etzliche kaufleütte, in die 40 tonnen goldes,
zusammen geschoßen haben, neẅe flotten, außzurüsten.


Jn marj mediterraneo, seindt auch die Engelländer
undt holländer, hin- undt wieder, scharf aneinander,
und nehmen einander, die Schiffe, wo sie können?


Jn Engellandt, hat man so wol große dangk-
feste gehallten, als in hollandt.


Jm haage, gehet man, mit den Seegenerallen, gar
fleißig, zu raht. Witte Wittens, sol schon wieder
mit 40 OrlogsSchiffen, außgelauffen sein, undt
Admiral Tromp, ihme baldt folgen wollen.


In Polen, accomodiren sich, die Cosagken, zu des Königes, || [[Handschrift: 292r]]
dienst, durch undterhandlung, des Hoßpodars, in der
Wallachey7, welcher bürge vor Sie werden will, das sie
die pacta conventa, halten sollen.


Jn Schweden, (da man sich neütral im holländischen undt
Engelländischen kriege erzeiget) will man, 3 flotten,
in der OostSee, halten, zur defension selbiges Königreichs.
Gegen Dennemargk, stellet man sich, gar vertreẅ-
lich, undt Nachtbarlich, ahn.


Der allte Pfaltzgraf Wolfgang Wilhelm ist zu Duysseldorff, an einem Catharro
suffocativo gestorben.

Dienstag den 5ten: Aprilis; 1653.


Jch habe Wartemßleben, mit der kutzsche
der Schwester, Dorothea Bathilde entgegen geschicktt, nacher Ascherß-
leben. Gott gebe zu glück! undt succeß!


Depesche, nach Ballenstedt, undt Halle. Dieu la benie!
Er jonius, ist bey Mir, gewesen, undt extra zu Mittage, geblieben.


Schreiben, von Deßaw, undt Breßlaw.


Avis: daß Zacharias herttel, Fürstlich Lignitzischer Secretarius,
als er den 19. Martij zu Steffansdorf, bey herrn hansen
von Kreyschelwitzes, gewesen Fürstlich lignitzischer
rahts, undt hofmarschalcks Sehligem begräbnüß, ge-
wesen, undt aldar folgenden 2 oder 3 tages, nach hofes-
manier, mit einem guten rausche, abgefertiget
worden, undterwegens, zwischen Parchwitz, so 2 meilen dar-
von gelegen, im Wagen sitzende erstigktt, und also todt dahin
gebracht worden. Gott genade seiner Seelen. Jst ein tragicus casus!

|| [[Handschrift: 292v]]


Avis: das gestern zu Ballenstedt, im flegken,
das donnerwetter eingeschlagen, undt des vorigen
Diaconj Müllers, alldar gelaßene zwey kinder,
undt eine Magdt8 erschlagen. Ô Gott! erbarme
dich unser, undt laße uns hören! undt verkün-
digen deiner gnade zeichen! Ô herr, hilf unß!
Ô herr tröste unß! Ô herre erhöre unß!


eRelation des großen betrübten Vnglücks,
so den 23. Martij Monsieur Schlegeln9, seinen diener
vndt Schillingen betroffen.


Alß ich am Mitwoch, war der 23. Martij Stylo Veteri früh Morgens
vmb 5 uhr mit dem falcken, hasen vnd Endten, zu beitzen
in das feldt geritten wahr, vnd also wegen schönem hellem
wetter eine gute lust hatten, auch die falcken sehr wohl
das ihrige thaten, daß wir in 3 stunden 2 hasen, vnd 2 EndtVogel
beitzeten, kamen also gute zeit vor mittag vmb 9 uhr
wieder nach dem Brieg. Gegen die Mahlzeit kam der forster,
Von Leibisch, berichtete, daß selben Morgen bey dem schönen hellem
Vnd warmen wetter die Auerhanen treflich wol gepalzet
hetten, darauf thate, Johann Georg des herzog Christian anordnung
daß noch selben abendt der küchen undt bettschlagen nach Leibisch
geführet ward, vnd weil Sein Liebden noch selben nachmittag
wegen des hiesigen landtags zuthun hatten, wolten sie drauf
den morgen mir folgen, weiln eben Leibisch nicht weiter
dan Kleitsch von Deßaw gelegen, blieb ich mit dem hertzog
bis vmb 3 uhr bey der hertzogin meiner Schwester in ihrem
Cabinet vnd discurireten, von einen vnd andern affairen.
Alß ich mich dan nun auf den weg gemacht, vnd zur auf-
warttung alle meine leüte ohne die 3 falkenier vnd Paulen
den Stalknecht mitgenommen, ritten wir den kleinen<rechten> weg,
welcher von uns allen, zum öfftern schon ist geritten worden,
kommen <an> den orth, wo die Oder mitten in der rechten || [[Handschrift: 293r]]
landtstraßen, ein tieff loch von 6 eln tief vnd einer großen stuben
gros gerißen hatte, weil man aber von beyden seitten gantz
trocken) auf 40 oder 50 schritte selbiges loch sehr wol vnd ohn einiger
gefahr vmbreitten kan, thaten wir solches, Monsieur Schlegel10 aber
so wol ein 100 schritt vorangeritten, reitt im gedanken zweifelsohne
ans verhengnüs Gottes des Allerhöchsten geheiß zu, welches keiner von
vns allen eher als Schilling gewahr worden, vnd rief Schilling laut,
Schlegel wo wiltu hin, du wirst dich gewiß baden wollen, alß wir
vns vmbsehen, lag Schlegel schon mit dem pferd bis am Sattel in dem
selben loche, vnd als er das pferd wieder wolte vmbwenden, vberschlug
er sich, kam aus dem sattel, vnd fieng an schon vnder zu tauchen, rieff
hülffe, vnd bettet überlaut, Sein Junge, so seinen herrn in dieser angst
sahe, springt vom pferd, wil zu ihm hinein waten, fält hinein,
vnd verseufft wie ein stein, Schilling, so Schlegel gerne retten wolte,
sprengt mit dem pferd zu ihm hinein, rieff ihm zu er solte sich an das pferd
anhalten, er war aber nicht so bald im waßer, so überschlug sich das pferd
4 mal mit ihm, das er also selber wider seinen willen das pferd, woran er
sich lang fest angehalten, quittiren muste, lag also auch im waßer vnd
rieff erbärmlich nebst Schlegeln, vmb rettung, wir hieben alsobald stangen
von Ellern ab, sie damit zu erreichen, Schilling griff auch der ich ihm rei-
chete, weil er aber schon mat, fing er an zu sinken, Schlegel aber lag
auf dem rücken vnd lebete noch, vnd als auch keine hülfe mehr bey ihm, rief
ich ihm getrost zu, er solte Jesum Christum im gedechtnüs behalten, fieng er
darauf laut vnd sehr deütlich an zu beten, Herr Jesu Christ ich weiß gar
wol daß ich einmal muß sterben, darauf fing er auch an, zu sinken,
kam noch ein bar mal wieder herfur vnd rieff, Ach Jesus, ach Jesus, bis
er auch endlich ganz versunken, wie erbärmlich vnd kläglich dieses
anzuschauen gewesen, können dieienigen so der es lesen oder hören nimmer genung-
samb, als die es gesehen, empfinden vnd ist hieraus ia wol Gottes
schickung vnd providenz zu sehen der gewolt, nach seinem gerechtem rath
vnd willen, daß diese 3 Junge menschen in ihren besten blüten des al-
ters in einem so kleinen tümpfel ihr leben enden musten. Selben
Abend wunder anstalt gemacht, daß man sie suchte, wurden auch etwa
2 stunden nach ihrem tod alßbald gefunden, herein gebracht, bekleidet,
vnd in Särge gelegt worden, Gebe Gott künfftigen Sontag, in begleitung der hertzoge
vnd der ganzen Adelichen vnd bürgerlichen gemeine zu vorahn bestattet werden vnd wird
Herr Bierman der hiesige Superintendent die leichenpredigten thun. Gott wolle ein jeden
vor dergleichen ehen verfall gnediglich behüten, daß man wahr an sich oder dem
seinigen dergleichen vnglück nicht erleben müste. perge
Johann Georg Fürst zu Anhalt

|| [[Handschrift: 293v]]


fDrey relationes, seindt von Regenspurg ankommen,
Numero 13, 14 undt 15. Die Kayserliche Proposition wirdt
biß nach Ostern, verschoben. Schweden, undt Brandenburg
seindt noch nicht recht verglichen. Die Stadt Brehmen,
hat sicher geleidte, undt der accord mit dem Grafen von
Oldenburg wird gehoft. Churfürst von Meintz, ist noch nicht
restituirt, an seinem außgefallenen arm.
König, in Engellandt, undt König in Polen, suchen hülfe,
einer, wieder seine rebellen, der ander, wieder die Barbarn.


Die Geistlichen Fürsten, erzeigen sich höflich.
Suchen moderata, et sana consilia.
Die Fürstenbangk, wirdt sonst vilipendirt,
undt fast außgemustert. Wirtembergk
wirdt ahngefeindet, weil er auf die
hoheitt der Fürsten, siehet. Alle haüser
der Evangelischen haben fast competentzen,
undt hindern sich selbst, undt gute consilia.
Altenburgk, contra Weymar, die competi-
renden haüser, undtereinander selbst, in welche
competentz, sich numehr auch Saxen
Lawenburg sich eindringet, ia wol gar
die præferentz suchet, als von einem Churhause, || [[Handschrift: 294r]]
entsproßen. Chur Brandeburg competirt, contra Schweden, wegen
Pommern, undt dem Fürstenthumb Brehemen. (Nos gens,
ne font rien, en cela,) Chur Pfaltz, suchet favor, nimbt
sich keines dinges ahn, so offenß gebähren möchte. Die
Proposition, sol nicht aufm Rathhause, dem alten gebrauch
nach, sondern in der Ritterstube, geschehen, da die Chur:
undt Fürsten, allein sitzen können, die gesandten
aber, wegen enge des ortts, tumultuarie stehen
müßen. Der Oesterreichischen Evangelischen abgeordneter,
(so hin: undt wieder, bey Chur: undt Fürsten, undt den
gesandten, umb vorbitte sich beworben) Michael
Ringhammer genandt, ist gefangen nach Wien,
geführet, undt daselbst verwachet. Der
Schlesischen Fürstenthümber, Oppeln,
Schweinitz, undt Jawer, abgeordneter, einer
von Sagk, in dergleichen werbung, ist gewarnet
worden, nach gehabter Audientz, bey Kayserlicher Mayestät
sich auß dem staube zu machen, welches er gethan.
Die Directoria Oesterreich, undt Saltzburgk
im Fürstenraht, wollen reitten zur proposition.
Nehmen sich, keines Dinges, recht ahn. Die Stadt
Zerbst, hat sehr geklaget, wieder unsern Land-
ttagsSchluß, wirdt gehöret. Jhre klage, ist aber unsern
legatis, communiciret, von den Kayserlichen ministris.

|| [[Handschrift: 294v]]


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber, ist zu Zeptzigk gesehet. Gott gebe
zu glügk undt Segen!


Schwester Dorothea Bathilde ist gegen abendt, (Gott Lob)
glügklich ankommen, von ihrer rayse in
Westpfahlen, undt nacher Herforden. perge et cetera


Abermals, ist eine relation von Regensburg
diesen abendt, einkommen, Numero 16: Die Chur
Brandenburgischen dringen, auf die verzögerung
der proposition. Die Fürsten, undt gesandten,
tumultuiren dargegen. Es gehet confuß
daher. Der Kayser, abhorriret die ruptur.
Man hoffet noch, gute resolution auß Schweden.
Nos gens, ont laissè la preseance à Baviere
au nom de Leüchtembergk, a nostre prejüdice.
Die Wahl, des Römischen Königs, dörfte zu Aug-
spurgk, forthgestellet werden. Naßaw
Sarbrügken, dringet sich zum FürstenStande.
Die meisten haüser, alterciren, mit competentzen.


ChurPfaltz, hat auch die sessiones, wegen Lauttern,
undt Simmern, occupirt, wieder pfaltzgraf Ludwig
Philips, Scharffe Protestationes, undt reprotestationes.
Der Kayser, will ungerne die Königin in Schweden, offendiren.

|| [[Handschrift: 295r]]

Mittwoch den 6ten: Aprilis; 1653.


Hanß Senff, so von Amsterdam wiederkommen, hat sich præsentirt,
con qualche sodisfazzione, grazia di Dîo, che me la
faccj godere!


Avis: daß zu halle, in der residentz, lichter
in der nachtt, in einem gemach, gesehen worden,
da hat man befunden, das Türgken, Tattarn,
undt dergleichen Barbarische leütte, an einer
tafel beyeinander geseßen, gleich als ob sie
raht hielten, darnach seindt Sie verschwunden.
Der haußmann, sol auch, in stigk finsterer
Nachtt, die Stadt halle, in vollem feẅer, gesehen
haben. Es ist verbotten, von solchen Dingen zu reden,
gleichwol heißt es: Nil facit incassum, Natura Deusque.11


Der Deßawische CammerRaht Gehse, ist
hierdurch, paßiret, mit bericht. Das neẅlichst
zu Sanderßleben, ein Mühlradt ein kindt er-
griffen, ein Mägdlein12, von ohngefehr 10 iahren,
undt es eine gute weile herumb geworfen, das
man gemeinet, es würde in Stügken, zerschlagen sein,
es ist aber darnach, über eine weile, in ein ander
gerenne geworffen worden, also: daß es keinen schaden bekommen.
Waß thut Gott nicht, vor große wunderzeichen?

|| [[Handschrift: 295v]]


Hertzogk Augustus von Braunschweig sol an dem einen
auge, mit verwunderung, wieder sehen, undt sich
haben den Stahr stechen laßen.


Meine füllen, habe ich heütte, in schönem wetter,
so wol allhier zu Schloße, alß auf dem forwergk,
besehen. Gott gebe zu gedeyen!


Ceste apres disnèe, l'on enterrera honneste-
ment Michiel Krüger, haußknechtt. Dieu aye
pitiè de son Ame!


1 ẅ haber, ist zu Zeptzigk; undt 12 Schefel (Scheffel)schfl:
allhier, gesehet worden. Gott gebe, zu Segen! undt
gedeylichem wachßthumb!

Donnerstag den 7ten: Aprill 1653. GrünDonnerstag

<1 Rehe von Deßaw.>

<Regen. Windt.>


Jn die kirche, cum sorore & filijs, wie auch mit
zweyen töchtern13, da dann unser hofprediger
Mencelius, gar erudite, vom heiligen Abendtmahl, undt
deßen, Einsätzung, geprediget, undt die reine
warheitt, mit großer Sanftmuht, vorgebrachtt.
Gott laße unß alle, rechte Nachfolger,
Jesu Christj, undt seiner Aposteln, sein, undt bleiben!
So können wir in der lehre, undt leben, nicht irre gehen.


Magister Mencelius, ist forth, nach BallenStedt, allda
die Osternferien mit zu celebriren, undt das Heilige Abendtmahl, || [[Handschrift: 296r]]
zu administriren helfen, auch selbigem Diaconat, undt
Gemeine zu valediciren, weil Stannius sein
successor daselbst werden, Magister Menzelius aber pfarrer zu Aldten-
burgk, undt Carl Ursinus Præceptor, (so lange es Gott gefällig)
bleiben soll.


Ma femme renvoye son page Peltzigk à son Pere,
puis vers le Prince Jean, de crainte, qu'il ne de-
vienne refformè, à quoy on a apperçeü quelque inclination!


Der Medicus, Doctor Fischer, hat sich, bey Mir, præsentiret.
Extra zu Mittage, den iüngern Sekerka, und Tobias Steffeck von Kolodey
dann Schwester Dorothea Bathilde iungfer, so die 5te in der zahl
ist, nicht <zu> computiren, wiewol es die zahl vermehret.


Eine schöne, reine, waßerquelle, ist heütte
von gantz neẅem, <an 5 orthen> in unserm Schloßkeller,
endtsprungen. Jst auch etwaß seltzames!


9 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seindt heütte <nachmittags> zu Zeptzigk,
außgesehet. Gott gebe zu gesegnetem wachßthumb!


94 pferde undt 18 wagen seindt von Sanderßleben,
mit getraydig, anhero kommen, undt paßirt frey.
Cela donne ün grand eschecq a mon bacq.


Steffan Eberling, hat, an Tobias Steffeck von Kolodey von Deßaw,
wieder geschrieben, wegen des alten, Jean Danus, und anderm.

|| [[Handschrift: 296v]]

Freitag den 8ten: Aprilis, 1653. Stille Freytag,
oder CharfreyTag.


J'ay songè d'avoir estè en angoisse, pour m'entretenir
avec les miens, sans moyens, (comme de vray, ie
le suis en veillant!) & dürant ces soings
noctürnes, il me füt avis, de voir peü de grosches
puis plüsieurs bources vuides, grossieres, & süb-
tilles, grandes, et petites, simples, & de manifactüre.
Estant donc en peine, & me faschant, d'estre
ainsy dèsnüè, & vexè, voicy, que de tous costèz
i'appercoy, sans y penser, des monceaux,
d'argent, là de petite monnoye, icy dès
Dücats, en abbondance, en ün autre coin,
dès florins d'or, en ün autre dès RixDalers,
en sorte, que me voyloi content, & hors
de peine, sinon dès larrons, & qu'il fallüst
conter secrettement ces deniers.
Mais, sür ces entrefaites, ie m'èsveillay
de ce songe, & rèsverie, aussy pauvre
& miserable qu'auparavant, ayant
neantmoins tousiours bonne ésperance!
& me fiant en Dieu, mon Pere Eternel, la bontè
düquel ne m'abbandonnera nüllement, en mès calamitès

|| [[Handschrift: 297r]]


Des Elltisten herren von Roggendorf, knechtt14, ist
von Edenburgk, auß Ungarn, anhero kommen. Bringt
briefe, von Georg Ehrenreich Freiherr von Roggendorf mitt, undt allerley bericht,
wie fein sich 4 brüder halten, der Mittelste
undter den 5 aber, Ferdinandt genandt, gar
insolent übermühtig, undt dißolut seye, habe
sich nicht wollen ziehen laßen, Sondern den frommen
herrn Vatter mit seinem wilden wesen, undt wieder-
spenstigkeitt, undter die Erde, gebrachtt. perge et cetera


Also ungleiche hamores, seindt in der weltt!
Gott bekehre die Jrrenden!


Er Jonius, hat unß, auf unserm Sahl, geprediget,
Text: Lucas 23 Vater in deine hände, befehle
ich meinen Geist.15 et cetera Man hat ihn extra behalten, cum filijs.


heütte, hat man unvorsehens, bey dem
Einfluß der Fuhne, in die Sahle, den, mit
Mooß, bewachßenen Cörper, des Schneider-
gesellen, (welcher vor 14 tagen ertrungken)
<sehr zerstoßen, undt zerschlagen> gefunden. Es hat Streitt gegeben, zwischen
den Stadtgerichten, undt Ambtsdienern, wegen
auffnehmung des cörpers, weil er in der Stadt,
ein hauß gehabtt. Man hat aber, den aufgenommenen Orth, considerir[t.]

|| [[Handschrift: 297v]]


Nachmittage, bin ich mit der Schwester Dorothea Bathilde undt
mit beyden Söhnen, zur kirchen gefahren, die
historie des leydens, undt Sterbens, Jesu
Christj, ablesen zu hören, undt mitt zu
singen, undt zu behten.


Aviß: das Freẅlein Wilhelmina
zu Weymar, mit tode abgegangen,
undt großes betrübnüß veruhrsachet.
Gott wolle die affligirten freünde trösten!


Avis von Ballenstedt, daß am verschienenen
Montage frühe, umb 9 uhr, 3 personen,
in Bürgemeister[!] Joseph Müllers Sehliger hause, zu
tode, vom donner geschlagen worden,
alß: eines Schmiedes tochter, von 14 iahren,
ein Mägdlein, von 16 iahren16, (so in Gallaaß
wesen von Plötzkaw nacher Ballenstedt kommen,
welches lahm gewesen, undt sich mit nähen,
ernehret, auch den kindern, das nehen gelernet)
undt des abgeschaften Diaconj Müllers StiefSohn,
So alles schregklich ahnzusehen gewesen, gestaltt
dann, in obgedachtem hause, die Sparren, balgken, || [[Handschrift: 298r]]
undt Seülen, wie auch, die Fenster in der Stuben, von
dem donnerschlage, gäntzlich zerschmettert worden,
welches alles greẅlich ahnzusehen gewesen,
undt seltzam, weil es nur ein bloßer donnerschlag,
undt nicht angezündet. Gott wolle uns gnedig
sein, undt unser hinführo verschonen. Sie sollen
gleichwol alle drey entleibte kinder, bücher vor
sich gehabt, gesungen, undt gebehtet haben,
undt zweifels ohne, sehliglich, wiewol plötzlich
verschieden sein. Man hat keinen schaden,
vom Donnerschlag, an ihnen gesehen, das hauß
aber, hat es gantz zerschmettert, fenster, gibel,
wände, undt balgken eingeschmißen, daß es,
so wunderlich, als schregklich ahnzuschawen
sein müßen. Jn dem keller alldar, sollen
6 donnerkeile, in die erde, gefahren sein.
Der getreẅe, Barmhertzige Gott, gebe,
das wir unser leben beßern, undt unß,
zu einem Sehligen sterbstündelein, undt
abschiedt, auß dieser weltt, iederzeitt gefast
halten! Man höret ia, große zornzeichen! undt
wenig seindt ihrer, die es zu hertzen nehmen. et cetera

|| [[Handschrift: 298v]]

Samstag den 9ten: Aprilis, 1653.

<3 hasen von Ballenstedt.>


Salomon Neven, bey mir gehabt.
Jch habe, eine Nichtswerthige antworth, vom
hertzogk Rudolf Augusto von Braunschweig erlanget,
wegen der überpaßirung, zu Dochumb, da Sie
daß Fehrgeldt, nicht nachlaßen wollen!


Tobias Steffeck von Kolodey ist, bey meinem fuchß, zu Erxleben,
<gewesen> seltzahme, nachdengkliche sachen referirende.


Gott dempfe alles übel! undt unheyl!
<9 Schefel (Scheffel)schfl: 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: hafer, ist allhier geseet. Gott gebe zu Segen undt gedeyen!>


J'ay sceü, dès terribles vilainies, de pe-
tits enfans, quj appartiennent aux Valets
de ma cour. Dieu reduyse tout, en bon Ordre!


Nachmittags in die kriche, zur præparationpredigtt,
(welche Er Jonius gehalten) cum sorore, filiis & nobilibus.
Gott laße unß, würdige tischgenoßen erfunden werden!

Sonntag den 10ten: Aprilis; 1653. Ostertag.

<1 Rehe von Ballenstedt[.]>


Gestern abendt, hat man ein stargk feẅer, gegen
Zerbst hin, gesehen. Gott laße uns daher, nichts böses hören!
J'ay eü hier la nuict, <passèe> ün songe de beaucoup
de conversation familiere tenuë avec le Düc Char-
les Emanuel de Savoye, a Türin, sans satis-
faction de ma Pension, toutesfois, It mais ceste nuict
i'ay eü dès songes èspouvantables, de diverses caravanes, || [[Handschrift: 299r]]
& courses, que i'eüsses faites avec dès galleres,
contre les Türcs, auxquelles, descendant
ün jour en terre, le Bourggrave de Dhona, comme Commandeür
aux galleres, m'eüst vilainement abbandonnè,
& pensant estre perdü, voyla ün autre inconnü
sür üne gallere, qui auroit eü pitiè, de mes
plaintes, & m'auroit attendü, & rehaussè
sür üne gallere, nonobstant le combat
maritime, qui se faysoit, contre cest' ennemy!


Jn die kirche, undt Heilige communion, cum sorore, liberis<filio>
& nobilibus, &cetera in feiner frequentz. Gott stärgke
unsern glauben, undt vermehre in unß, durch
kraft des Heiligen Geistes, alle Christliche Tugenden,
im wege der Sehligkeitt, Amen. perge et cetera


Zweene meiner töchter17, undt Carolus Ursinus,
wohneten auch der predigtt bey, (so der hofprediger
Menzelius gehalten,) der communion aber,
wohnete neben Mir, Mein Sohn Victor Amadeus,
undt die Schwester Freẅlein Dorothea Bathildis bey.
Gott wolle, die zahl, der rechtglaübigen vermehren!
undt die Jrrenden, bekehren!


Extra: zu Mittage, der iüngere Sekerka, die Frau Rin-
dtorffinn, undt Tobias Steffeck von Kolodey gehabt.

|| [[Handschrift: 299v]]


NachMittags, wieder in die kirche, conjunctim.
Gott gebe, dem donner, seines worttes, krafft!
Der hofprediger Mencelius, hat wiederumb geprediget.


Geörge Zenger, ist von Deßaw, ankommen.
will sich zum vorreütter, gebrauchen laßen,
durch Steffan Eberlings, recommendation.
Jst Fürst Johann Casimirs, undterthan, von Bobbaw
undt hat 4 iahr aufm forwergk, zu
Deßaw, gediehnet. perge Gott gebe
Mir glügk, zu diesem! undt andern diehnern!

Montag den 11ten: Aprilis; 1653. OsterMontag.


Schreiben von Croßen, notabilia.
Die avisen, geben: daß der holländische Admiral Galen,
vor Livorno, undt Elba die Engellische flotta,
(mit verlußt, seines beins) geschlagen, undt
also, meister, in Marj mediterraneo, worden.


Blake, der Parlamentarische Admiral, wehre
taub, undt blindt worden, nach der Schlachtt
mit Admiral Tromp. Theils sagen ihn, gar todt.


Die Engelländer reassumiren, die Tractaten,
mit den Staaden. Diese aber trawen nicht,
undt favorisiren, den König, undt Printz Ruprechtt.

|| [[Handschrift: 300r]]


Der iunge Pfaltzgrave Philipp Wilhelm von Neẅburg
ist zu Duyßeldorf, zur succession, in der stille ahnkommen.
Die Staadischen Admirallen, undt Commendeürs
seindt wol recompensirt worden.


Den 15⁄25 Maij, soll der iunge König zu Augspurgk
zum Römischen König, gewehlet werden. Man wartett
auf antworth auß Schweden, ehe die Proposition
geschicht.


Der Türgke straift in Ungarn. Die
Türgken, wollen auch Candia, mit macht attacquiren.


Koenig in Spannien, hat einen anschlag, auf
Calais, mit zuthun der Engelländer.


Prince de Condè, wirdt sehr persequirt, vom
Cardinal Mazzarinj. Man hat ihn, mit der
festung Stenay dem Könige, überlifern wollen.
Der anschlag aber, hat mißlungen. Sein
anhang, wirdt sehr gewunnen, und verfolget.


Die Lottringher, dominiren in Münstereyfel.


Ein Mohr auß Prete Jans Landt, ist im haag,
will nach Schweden.


Mit Dennemargk verbinden sich, die holländer.

|| [[Handschrift: 300v]]


Chur Brandeburg hoft einen accord, mit Schweden.


Zu Wien, ist über dem Kärner thor, von freyen
Stügken, der Adler, (in stillem wetter,) herundter
gefallen, die krohne aber, stehen blieben.


Jn Polen, droẅet der König den Ständen, wo
sie nicht contribujren, undt volgk schaffen.
Sie trawen ihm, hinwider nichtt. perge et cetera


Jn Italien, ist es noch ein verwirretes wesen,
zu Casal, hat der Spannische commendant, ein ge-
borner Frantzose, intelligentz, mit seinen
landeßleütten, gehabt. Jst darüber, eingezogen
worden. Zu Genua, ist ein Schiff, 7 millionen
reich, ankommen. Jst zweymal, von einem
Türgkischen Seeraüber, bestritten, undt fast
übermeistert worden. hat aber die Türgken,
dennoch, mannlich abgeschlagen.


Chur Brandeburg ist persuadirt, es seye ihm
zu Regenspurg kein Standt mehr zuwiederg,
als der FürstenStandt. Pauvre persuasion!
C'est üne misere, que lés Grands croyent
tout ce, que leürs flatteürs, leur disent! &
ne scavent reconnoistre les merites, de leurs Vrays Amis!

|| [[Handschrift: 301r]]


Jn den Erblanden, werden die Evangelischen sehr persequiret.


Vormittage, hat auf unserm Sahl, der Superintendens
Er Plato, geprediget. Man hat ihn, zu Mittage,
extra behalten, wie auch die Rindtorfinn, undt Tobias Steffeck von Kolodey.


Nachmittage, zur kirchen, undt predigt, des Jonij,
mit der Schwester Liebden undt meinen beyden Söhnen,
auch 4 Töchtern18. perge Gott stärke, undt mehre unseren glauben!


Schreiben vom hertzog Wilhelm von Weimar, welcher mir das
absterben seiner elltisten tochter Freẅlein Wilhelminæ
trawrig zu erkennen gibt. Gott tröste Jhre Liebden undt alle
affligirten!

<Regen>


Jch habe, in der Historischen Relation, undt Astronomischen
beschreibung, vom letzt erschienenen Cometen, undter andern
auch, des Magister Eberhardj Welpern, Mathematicj undt Calen-
dariographj, zu Straßburgk iudicium gelesen. Derselbe
will vor den vornehmsten Mathematicum, Astronomum,
Astrologum, undt Kalendermacher, in Germania,
gehalten werden. Er hat doch dißmahl, es versehen,
undt diesen Cometen, nicht oberserviret, Sondern, ex re-
latione aliorum, sein iudicium gefellet. Leßt sich wol lesen.
Nil facit incassum, Natura Deusque.19 et cetera Kyrie Eleison!
Acht haüptStügk seindt, die ein Comet, Bedeütt, wenn er am Himmel steht?
windt, theẅrung, Pest, krieg, waßersNoht, Erdbeben, Enderung, HerrenTodt!

|| [[Handschrift: 301v]]


Avis, von Ballenstedt, durch den allten Heinrich,
(welcher nicht länger homeester sein will!) daß
am Heiligen Ostertage, alß Magister Mencelius, seine andere
predigtt, abgeleget, undt alß man auß der kirche
gegangen, plötzlich berichtet worden, das undter der
predigt, henning Stammers, Elltister diehner,
welcher sein gantzes Agkerwergk getrieben,
undt bestellet, auch bey vorigem Adrian Arendt
Stammer, lange gediehent, Lorentz, genandt,
gählingen gestorben, nach dem er gar wenig
tage darnider gelegen. Jst seinem Juncker
ein großer Schade! Gott verleyhe ihm, undt allen
Sterbenden Christen, die ewige Sehligkeitt!
unß aber, lehre er bedengken, daß wir auch
sterben müßen, auf daß wir klug werden!
Dann in der geburtt, undt im tode, seindt
wir allzumahl einander gleich! Ein Kayser,
ein König, ein Fürst, ein Graff, ein Freyherr,
ein Ritter, ein Doctor, ein Edelmann, ein Bürger, oder pawer et cetera


Diesen Nachmittag, ist der ertrungkene Schneider-
geselle, begraben worden. Gott genade seiner Sehle!


I'ay depesche á Güstrow20 et a Zerbst21. Dieu felicite mès desseings!

|| [[Handschrift: 302r]]


Meine kinder, undt Noblesse, haben diesen Nach-
mittag sich recreiret, undt gespiehlet, auf anhalten
des Gynecej! Jch bin in gartten gegangen.

Mittwoch den 13ten: Aprilis; 1653.

<Regen.>


Man hört immer mehr, undt mehr unglügk. Gestern
ist meiner holtzförster einer, (Braum genandt) mit
einer Mistgabel, gestochen worden, daß man ver-
meinet, er dörfte sterben. Gott erbarme sich
seiner, gnediglich! undt helffe, das der Recht-
schuldige, seinen verdienten lohn entpfange!
undt daß so viel böses abgewendet werde.


Jhrer viel wollen præsumiren, es haben
die Mühlpursche, oder fehrknechtte, den
gesterigen begrabenen Schneidergesellen,
auß zorn, oder hader wegen des überfahrens,
(so Sie ihm versagt, und wechselwortte versetzt)
erschlagen, weil man an der einen seitte des
kopfs, undt an dem einen auge, stargke indicia
darvon gesehen. Gott helfe, da deme also
wehre, das, der thäter geoffenbahret ge-
strafft, undt das anschuldige bluht gerochen werde.


Vielleicht hat ihm einer in der Nacht einen Streich gedacht
zu versetzen, und nicht vermeint, das es so übel ablauffen sollte!

|| [[Handschrift: 302v]]


heütte vormittagß, ist, in bösem wetter, ein
wispel haber, <in der breitte an der Dröbler brügke> außgeseet worden. Gott gebe, zu Segen!


Jch habe Magister Menzelio, zugesprochen,
welcher gestern, von Ballenstedt, spähte wiederkommen.
Il m'a relationnè dès choses estranges!


On tient, que non seülement, mon grand
Alezan, mais d'autres de mes chevaulx
de carosse, soyent ensorcellèz. Dieu vueille
dèscouvrir & pünir, ceste canaillerie, avec l'autheür.


Tobias Steffeck von Kolodey ist zu Erxleben, mein leibpferdt, den fux,
zu besehen, wie er sich engstiget, undt indicia zeiget
als ob es unnatührlich zugienge? Man wirdt
auf remedia dargegen bedacht sein müßen.
Gott wolle den teüfel dempfen! undt strafen!


A Ballenstedt, on entend, au chasteau,
dü tintamarre de fantosmes! Pour moy,
ie n'y ay rien de tout veü de tel! On parle
de moines, quj apparoissent, en ce cloistre.
Cela a estè jadis ordinaire, aux convents.
Dieu vueille confondre, les rüses, de Sathan!
& le renvoyer, en la gehenne! Ein großer
klumpe feẅer, sol vom himmel gefallen sein, als
der neẅlichste DonnerStreich, allda geschehen, als ob alle || [[Handschrift: 303r]]
häuser, im brandt stünden? Es hat aber nichts angezündet.
<Auch mitten in den straffen erweiset Gott dennoch seineh> gühte.

Donnerstag den 14den: Aprilis; 1653.

<Regen, stargk.>


Am heüttigen PostTage, habe ich meine corres-
pondentzen, expediret. Gott helfe emergiren!


Jch habe Schwester Bathilde besucht, wie
öfters, undt allerley conversirt. perge et cetera


Nacher Croßen, undt Weymar, geschrieben. perge
Avis: daß Richelius, <Sehliger> eint treflicher Professor in der
Academia zu Frangkfurth, an der Oder, nicht
hat können, eine leichtpredigt erhalten, dieweil
er auch ein prediger gewesen. Also verfolgen
die Lutheraner, unß reformierten!
an denen orthen, da sie die stärgksten sein. perge et cetera

Freitag den 15den: Aprilis; 1653.


heütte, ist ein wispel hafer, zu Zeptzigk, geseet
worden. Gott gebe, zu Segen! undt gedeyen!


In commissionssachen, zu negociiren gehabt.
Si teme, in questo castello, dj Bernburgh, che cj siano
delle streghe; o stregharie. Iddîo le castiga!


Philipp Güder, Hanß Senff, undt andere,
haben sich hieroben, præsentiret, undt meine
geschäffte, helfen expediren.

|| [[Handschrift: 303v]]

Samstag den 16den: Aprilis; 1653.

<2 Hasen, Viktor Amadeus gehetzt.>


Risposta vom Nathanael Jahn en termes dilatoires, per Martin Nickel[.]
Jtem: Von Meinem bruder, Fürst Friedrich Jtem: von Jehna.


Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: hafer, seindt heütte allhier außgeseet
worden, am Dröblischen wege. Gott gebe zu Segen! undt gedeyen!
Tobias Steffeck von Kolodey habe ich, nacher Erxleben, zum fux, geschicktt.


Avisen von Erfurdt: daß doch die Engelländer victo-
risirt, in die 70 kauffardy- undt 10 OrlogsSchiffe den
holländern, in neẅlichster SeeSchlachtt, sollen abgenommen
haben. Die herren Staaden, haben etzliche Capitains, in arrest
nehmen laßen. Mag, ohne erhebliche uhrsache, nicht ge-
schehen sein. Schweden, will neütral bleiben. Die
Spannischen, haben neben den Engelländern, ein absehen
auf Calais. Von der proposition zu Regenspurgk
wirdt es wieder stille. Die Kayserliche Mayestät undt die
herren Churfürsten, machen præparatoria nacher Augspurgk
zu raysen, umb die wahl des Römischen Königß, den
15⁄25ten: Maij; vorzunehmen. Darnach möchte erst, von
der Proposition, geredet werden, dann inndeßen
köndten die currirer auß Schweden, wiederkommen.
Die Fuhren nach Augspurg undt die Losamenter alldar,
werden schon bestellet. Jm Elsaß, wirdt es wieder
Stille. Der Grave von Harcour hat sich, mit dem || [[Handschrift: 304r]]
Conte de la Süze verglichen, daß er in Befford bleiben,
undt zu des Königes Diensten, ein Regiment volgk werben solle.


Die Schweitzerischen bawern, seindt meistes gestillet,
in dem man ihr meistes begehren, auch in etlichen puncten,
mehr freyheitt verwilligen müßen, alß Sie zuvor gehabt
haben. Man meldet auch, daß die Bürgerschaft zu
Straßburgk, wieder selbigen Rath, aufrührisch werden will.


Jnngleichem, sollen in Schweden, die Thaalpawren,
rebelliren, undt auf befehl der Königinn, deren bereits
etzliche 100 Nieder gemacht worden sein. Jn Frangkreich
paßiret wenig, dann die Königliche armèe so wol, alß die
Türennische<Printzliche>, in den quartiren stille liegen, gleichwol
laßen Sie in Deützschlandt, stargk werben, undt
es achtet, der Prince de Condè, die Frantzösischen völgker
nicht groß, vermuhtlich auß Mißtrawen, solle sich in
Stenay, zimlich unpaß befinden, auch sehr ungedultig
werden, undt sich in Occasionen, sehr fouriosisch er-
zeigen, dannenhero die Spannischen beförchten, es
möchte mit ihm, nicht lange dawern, undt er
in einer Occasion, endtweder todt bleiben, oder gefan-
gen werden. Jn Engellandt, undt hollandt paßi-
ret auch wenig. Man redet zwahr, von neẅen frie-
denßtractaten, allein, beyde theil, rüsten sich sehr stargk
vermuhtlich, suchen Sie beyderseitß zeitt zu gewinnen.


A spasso nachmittags, Schwester Dorothea Bathilde ist verrayset, nacher Pletzkaw.

|| [[Handschrift: 304v]]


Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber, seindt heütte allhier, zu Bern-
burgk, geseet. Gott gebe, zu gedeyen! undt Segen!

Sonntag den 17den: Aprilis; 1653. Quasimodogenitj!


Jn die kirche, conjunctim, cum uxore, & liberis.


Extra zu Mittage, den CammerRaht, Doctor Mechovium gehabtt.
<Die Rindtorfinn undt iüngern Sekerka, Tobias Steffeck von Kolodey.>


Gestern abendt, hat die Junge braune
Marike, gefohlt, undt ein Stuhtenfüllen
gebracht, Gott gebe, zu glügk! undt gedeyen!


Nachmittags, cum filijs, undt beyden Mittlern
töchtern, wieder zur kirchen, in des Diaconj predigtt.


Doctor Fischer, ist bey mir gewesen, Jtem Philipp Güder undt hans Senf.
Mein Söhnlein Carolus Ursinus, ist heütte
eilf iahr altt worden. Gott wolle ihn
wachßen, undt zunehmen laßen an Allter,
weißheitt, undt gnade, bey Gott,
undt den Menschen.


Nachmittag, haben Sie, ein kleines grasmahl,
an dem pfaffenpusch, gehalten.


Ambtmann von Ballenstedt, ist herkommen.
19 Schefel (Scheffel)schfl: hafer seindt, alhier gesehet. Gott
gebe zu Segen und reichem wachßthumb.


Vom Cantzler Milagius briefe, wie auch von Ballenstedt.

|| [[Handschrift: 305r]]

Dienstag den 19den: Aprilis; 1653.

<Ungestümb wetter.>


Die gesterigen avisen gaben: daß man hoft die Schweden
würden sich accomodiren, zum vergleich, mit Chur Brand[enburg]
Jtem: daß zu dem accord mit Polen, auch hofnung.
Die TahleKerll, oder Dalecarlj bawren hetten
rebellirt wegen der vielen Schatzungen, undt auflagen.
Man hette aber, auf befehl der Königinn, ihrer
etzliche 100 mit niedergehawen, undt die Aufruhr, gestillet.


Die Schweden, wollen neütral bleiben, zwischen
Engelland undt Hollandt, undt kriegen ablata wieder.


Zu Regenspurg rüstet man sich, zur wahl eines
Römischen Königs, welches zu Augspurgk, geschehen soll.
Von der Proposition, ist noch altum silentium!


Zwischen Engellandt, undt hollandt, werden,
so wol die friedenstractaten, alß stargke
außrüstungen, reassumiret, undt mögen
einander, beyderseitß, nicht wol trawen.


Die Spannischen, suchen Calais, conjunctim cum Anglis.
In marj Mediterraneo prevaliren die holländer.


Der Kayser, will der Stadt Brehmen, salvum
conductum, ertheilen, wenn Sie parition dociren?


Die Frantzösisch Mazzarinische, oder Königliche partey
bekömbt die Oberhandt, vindicirt sich an ihren adversarijs
undt der Prince von Condè gehet gar desperat.

|| [[Handschrift: 305v]]


Der Cardinal suchet astu Jtalico, die gemühter
an sich, undt von der printzen faction die vornehmsten
abzuziehen. Die Spannischen besorgen, einen fu-
nestum exitum, am Printzen von Condè, wegen seiner
großen furia, sich in Mancherley gefahr, zu præcipitiren.


Zu Rom, befahret man, neẅe hæreses,
undter den Römischen Catohlischen, in Frangkreich,
wegen etzlicher bücher, so zu Paris, außgangen.


Auß OostJndien, seindt undterschiedliche
reich beladene Schiffe, in hollandt, arriviret.


Die Türgken, haben den Venetum Legatum
Capello, in arrest, genommen, alß derselbe,
schon 5 tagerayse weitt, von Constantino-
pel gewesen. Wollen nicht tractiren,
Man restituire ihnen dann zuvor, Candia.


Jn Polen, siehet es wüste auß. Man trawet
nicht recht, dem Könige. Die Cosagken,
regen sich wiederumb, zusampt den Tartarn.
Es sollen über 400000 Barbarj, in Armis
sein, wiewol der Große Zaar, in der Moßkaw,
undt der hospodar, in der Wallachey22, sich zu
der undterhandlung, undt vermittelung,
wollen gebrauchen laßen.

|| [[Handschrift: 306r]]


König in Dennemargk, helt es eiferig, mit den Staaden,
contra Parlamentarios Anglicanos.


Abermahlige Relation de Numero 17 von Regenspurg erhal-
ten, Fürst von Dietrichstein hat meiner sehr rühmlich gedachtt,
undt große vertreẅligkeitt; contestiret. Er ist
Director, des Kayserlichen geheimen Rahts, undt wie fac
totum bey Jhrer Mayestät[.] Der König in Ungarn,
hat die intercession des Churfürsten von Saxen, vor die
Evangelischen emigranten, in den Erblanden, sehr wol
aufgenommen, undt sich zu allem guten, offeriret,
Seinem herrnvatter zu ehren, wie er, den Churfuersten
von Sachßen, nennet. Interim aber, gehen die
persecutiones, vor: wie nach forth. Sonst scheinet
es, man wolle iedermann, satisfaction gerne geben.


Wegen der seßionen, gibt es auch noch Strittig-
keitten, so wol undter Geistlichen, alß welttlichen.


Fürst Augustus Fürst Johann Casimir, undt Fürst Hanß, haben
sich zusammen gesellet, undt (unahngesehen
meiner opposition!) ein conventiculum, ihrer
rähte heütte zu Plötzkaw, ahngestellet,
mich, mit Stichelwortten, ahnlaßende das ichs,
vor unnöhtig gehalten, undt zum gütlichen vergleich, gerahten.

|| [[Handschrift: 306v]]


Es ist einmahl nicht recht, das man seine glau-
benßgenoßen, (wie die Stadt Zerbst ist) verfolget.


Der Alte Sekerka, undt sein Elltister Sohn,
seindt heütte verrayset, nacher Böhmen, undt
Meißen zu. Gott wolle sie geleitten!


Schreiben von Regenspurg vom Obrist leutnant Micrander
12 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seindt zu Pröderitz, gesehet, undt
9 Schefel (Scheffel)schfl: haber, zu Zeptzigk, Gott gebe, zu Segen!

Mittwoch den 20ten: Aprilis, 1653.


Jn die kirche, cum filijs, undt zweyen Töchtern23.


Postea in gartten, undt forwergk.


Jch bin nachmittags, mit meinen Söhnen,
hinauß geritten, Gottes Segen, im felde
zu besehen, undt haben ohngefehr, mit
2 hinauß geloffenen windthunden,
2 hasen gehetzt, undt gefangen. Den
Dritten, haben Sie nahe vorm thor, lauffen laßen.


Avis: daß von dem guten alten, Fürst Augusto gestriges
tages, ein Stein abgegangen, einer bohne groß,
undt große dolores causirt. Gott erhalte
den lieben allten herren, in gnaden.

Donnerstag den 21ten: Aprilis, 1653.


hofraht Paul Ludwig bey mir gehabtt, in angelegenheitten.
Postea: den Amptmann, Georg Reichardt in importanzen.

|| [[Handschrift: 307r]]


Zu Mittage, extra hofprediger Mencelius. et cetera


Michel Ringk, ist von Gohta wiederkommen, mit
Dilatorischen Schreiben, vom hertzogk Ernst von Gohta.


Der Ambtmann von Ballenstedt, Märtin Schmidt, ist
von Deßaw, wiederkommen. hat daselbst nachgesucht
im Archivo, von Abzugk Drittendl- undt Amptßsachen,
undt berichtet, daß hertzogk Christian von
von Mecklenburgk, alldar gewesen.


Jehna ist auch, von Zerbst, diesen abendt, ahnkommen.

Freitag den 22ten: Aprilis: 1653.


heütte haben, Jehna, Paulus Ludwig, undt
andere mitteinander die Rechnungen, der beampten,
allhier aufm Schloße, vorgenommen. Gott gebe, zu glück!


Extra zu Mittage, Jehna, Paulus, Ambtmann
zu Ballenstedt, Geörge Cnüttel.


Jn gartten mit Muhme24.
Ein halber wispel hafer: ist wiederrumb, zu
Pröderitz, gesehet. Gott gebe, zu Segen! undt gedeyen!


Conversatio, mit Jehna.


Addreße an Fürst Augustum, wegen der Zerbster, undt
der Auflagen, damitt dieselben, zur ungebühr,
undt mit ungrundt, beschuldiget werden.

|| [[Handschrift: 307v]]

Samstag den 23ten: Aprill: 1653.

<Regen.>


Hammeln, ist nacher Plötzkau in privatis.
Tobias Steffeck von Kolodey zu meinem fuchß, nacher Erxleben,
mit 7 fohlen, undt etwas hafer.
Der Amptmann Georg Reichardt ist bey Mir gewesen.
Die Avisen, von hartzgeroda undt Erfurdt,
geben: daß zwischen holland undt Engellandt,
tractaten obhanden, welches der König in
Groß Britannien, ungerne siehet.


Jn Brehmen, soll der Raht, undt die
bürgerschaft, uneins sein, welches
die Schweden, fomentiren.


Vor Johannis, ist die Proposition
zu Regenspurgk nicht zu hoffen.


Der vergleich, zwischen Schweden,
undt Brandenburg sol erfolget sein.
hindter Pommern, wirdt evacuiret.


Zu Regenspurg macht die Kayserliche undt Königliche
hoffStadt, sich fertig, nebenst den Churfürsten
nacher Augspurgk, zu raysen, auf den
14⁄24 Maij, die wahl, des Römischen Königs, zu befördern.

|| [[Handschrift: 308r]]


Jnmittels, laboriren die ReichßStände, an ihren
Gravaminibus.


Jn der Schweitz, ist die Unruhe gestillet, undt den
rebellirten bawern, ihr begehren verwilliget.


Jn Frankreich revangirt sich, Cardinal Mazzarinj,
an allen seinen wiederwerttigen. Thut alles,
nach absoluter gewaltt undt willen. Printz
von Condè aber, vertiefft sich, mit den Spannischen,
hat aber kein geldt, viele fallen von ihme ab,
zum Könige. Düc d'Orleans, ist noch zu Blois.
Trawet nicht, nach Pariß, zu kommen, ob er
schon ofte freündtlich vom Könige, ersucht worden.


Die holländer undt Engelländer rüsten sehr
stargk, auf einen grimmigen krieg, wo
nicht die Tractaten, geschloßen werden.
Die Spannischen finden sich offendirt, an den Engel-
ländern, wegen ihres vorenthaltenen Silbers.


Jn Pohlen, haben die Königlichen etzliche 1000
Cosagken, geschlagen, worauf Chmielinsky
sich etwaß retiriret.


Jn Jtalien, leßt es sich ansehen, zu einem
stargken krieg, zwischen Spanien undt Franckreich
der Pabst, undt die Italienischen Fürsten, werben derentwgen!

|| [[Handschrift: 308v]]


Schwester Dorothea Bathilde ist diesen Nachmittag, von Plötzkau
wieder anhero gekommen. Jch habe sie abholen
laßen.


A spasso, co'l Carolino Ursino, in schönem
wetter, Nachmittags dann es regenete vormittagß.

Sonntag den 24ten: Aprilis; 1653.

<Schön wetter.>


Jn die kirche, cum sorore, & filius, undt 2 töchtern25.


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, Jehna,
Tobias Steffeck von Kolodey der X


Nachmittagß, wieder zur kirchen, cum sorore,
& ambobus filijs, undt 2 töchtern26, et cetera


Avis: daß der Kayser, eine conjunction
in der religion, zu conformiren, vorhabe,
wie der König Vladislaus quartusi in Polen,
auf dem colloquio zu Toren, vorgehabtt,
aber nicht absolviren können. Gott
gebe, (wo dem also) daß sein worth,
der unparteysche Richter sein, undt
bleiben müße!


Es wollen auch geringe leütte, nach Regenspurg
lauffen, undt ihre desideria, wegen der
pfuscher, so sich intrudiren, verbeßert haben.

|| [[Handschrift: 309r]]


Viel bilden sich ein, dieser große Reichßtagk
zu Regenspurgk, müße alle leütte verge-
nügen undt iedermann contentiren.


Auf den abendt, ohngefehr umb 9 uhr, ist ein
schwehres donnerwetter, mit blitzen, endtstanden,
undt auch regen, undt hagel, darauf gefolget.

Montag den 25ten: Aprilis; 1653.


Die Schwester von Megklenburg hat mir geschrieben,
undt intercediret, wegen des Obrist leutnant Mey guht.


Mais ce n'est pas mon fait, de donner, de la sorte!


Nachmittags bin ich, zusampt Schwester Dorothea Bathilde zu ge-
vattern gestanden, bey dem Obrist leutnant Lugk, zu
einem iungen Sohn, in der Neẅstedter kirche,
den Magister Enderling, getaufft, undt Christian
Berndt, genandt. Der CammerRaht Doctor
Mechovius, stunde, vor die 3 Hertzoge von Brigk;
Christian heinrich Börstels, Fraw, vor die
Fürstin, zu Cöhten, die Erlachin, stunde, vor
die Knöchinn, Erlachs fraw<der> stunde vor sich
selber.


Nach dem Actu, begleitteten mich, biß an die fehre,
der Obrist leutnant Lugk, Christian heinrich, von Börstel, Erlach,
undt wer darbey wahr. Postea: zogen wir wieder hinauff! || [[Handschrift: 309v]]
undt Sie, giengen, zur Sechßwöchnerinn.


Gott gebe dem kinde, undt Elltern, seinen Segen!


Die Avisen, bringen: daß man zu Regenspurg
zum transport, nacher Augsp[ur]gk sich rüstet,
wegen des wahltages, zum Römischen Könige.


Zwischen Schweden, undt Brandenburg sol
der vergleich, richtig sein. Jedoch, wirdt der
Kayserliche currirer, dahero, noch erwartett.


Die pawren in Schweden, seindt gestillet.
Man hat sie zwahr pardoniret, iedoch,
greẅliche executiones, an ihre
aufgeworfenen neẅen haüptern, Könige
ReichsCantzler, undt dergleichen, vollstregktt.
Sie sollen wegen, der übergroßen Schatzungen
rebellisch worden sein.


Die pawren in der Schweitz, hat man
nicht also iustificiren dörfen, Sondern
alles bewilliget, was Sie haben begehret.


Die Frantzosen, continuiren noch, ihren krieg.


Prince de Condè, ist nach Brüßel, kommen.


Cardinal rächenet sich, an seinen Adversarijs.
Auff beyden theilen, gehen große Passiones, vor.

|| [[Handschrift: 310r]]


Der König in Engellandt, sol dem pabst, sich submittj-
ren wollen. Crommwells guberno, wirdt abhorriret,
die tractaten mit hollandt reassumiret, wiewol
die außrüstungen, auch nicht feyren.


Die Polen, continuiren, ihre Reichßtäge, undt
armaturen. Wollen die Cosagken geschlagen haben.
Die Tartarn, verliehren ihre lußt zu assistiren.


Jn Ungarn, Dalmatia, undt Candia, thun
die Türgken, große gewaltt.


Der Königlich Dennemarkische gesandte, ist, mit contento
von Stogkholm, geschieden, unahngesehen seine
expedition, gar heimlich gehalten wirdt.


Mit Portugal, sollen sich, die ParlamentsEngel-
länder auch verbunden haben, hingegen will der König
in Spannien, Portugall mit machtt, angreiffen,
undt Gil de haaß, darzu gebrauchen.
Undterschiedliche Schiffe, auß Jndien sollen
zu Amsterdam, wol arriviret, Printz
Ruprecht aber, zu Nantes, krangk sein.
Printz Moritz, pfaltzgrave, vagiret noch in der See.


Der Pabst, will keine werbungen, in seinem
Lande gestatten, weder vor Spannien, noch vor Frangkreich.


Die holländer, obsiegen, in mari Mediterraneo.


Das wetter, hat zu Dantzigk; undt zu Pignaruolo, eingeschlage[n.]

|| [[Handschrift: 310v]]


Vor abendts, hat der Amptmann Schmidt,
seinen undterthänigsten abschiedt genommen.


Mit Jehna conversirt.
Schwehre Donnerwetter, blitzen,
etcetera abermal, diesen abendt. perge et cetera

Dienstag den 26ten: Aprilis; 1653.


J'ay èscrit, & depeschè en Mecklembourg27 a Stendal28.
Märtin lackay, ist wiederkommen ex Marchia,
et Ducatu Megapolitano.


Steffan Eberling, ist von Deßaw, ankommen.
Nach der mahlzeitt, hat man ihn, wieder dimittirt.
Jch habe auch selber, mit ihm, geredet.


Jn den p gartten, avec Madame.
J'ay depeschè Gottlieb Lampe. Dieu le conduyse!


Die Ungrische kutzschen Stuhte, mit dem Didi-
kenzopff, hat ein Stühtlein bekommen. Gott
wolle es gesegenen! undt wol gedeyen
laßen!

Mittwoch den 27ten: Aprilis, 1653.


Jn die predigtt, conjunctim. Der hofprediger
Menzelius, hat das erste buch Mose ange-
fangen, unß zu erklähren. Gott gebe! Zur er-
bawung, undt Sehligkeitt!

|| [[Handschrift: 311r]]


Gottlieb Lampe est party, Dieu le conduyse!


Der allte Marx, ein kutzschpferdt, <ein wallach> (so über die
30 iahr altt gewesen, undt von Meinem Schwager
hertzogk Hanß Albrecht, von Mecklenburg
Sehlig auf dem todtbette <anno 1636 nach unserer plünderung> neben andern
kutzschpferden, undt füchßen, mir verehret
worden, undt große raysen, gethan,
auch viel länger, als keines auß-
gedawert, darumb ich ihm, daß
futter, sein lebetag geben laßen)
ist nach großer Mattigkeitt, plötzlich,
im Schloßßplatz, umbgefallen. Pacience!
Jst ein willig, thätig, stargkes
pferdt, (solange forthgekondt) gewesen!


Meine Söhne undt Töchter seindt
hinauß, nacher Palbergk, spatzirt. perge
Relation von Regenspurg Numero 18. Man will
kurtzumb die confirmation unsers landtagsabschieds
urgir<e>n. Der wahltag zu Augspurg gehet vor sich. Die
Proposition wird differirt, biß zur wiederkunft
des Kayserlichen currirs, auß Schweden. Die Differentzien,
zwischen ChurPfaltz, undt Pfaltzgraf Ludwigen, continuiren.
Der Fürstenraht, wirdt wenig geachtet.

|| [[Handschrift: 311v]]


Die competentzen der allten, undt Neẅen haüser
continuiren. Naßaw, will wegen seines
Allterthumbs, andern vorgezogen werden.
Piccolominj sol auch eine session haben.
Also accresciren 5 Vota den Päbstischen,
den Evangelischen aber, wollen 20
Vota, (sonderlich wegen der Stifter,) abgehen.
ChurSaxen intercedirt vor unß,
so wol wegen Gernroda, alß wegen
Confirmation des LandtTagsSchlußes.


hertzogk Ernst, gibt dilatorische
antworth, wegen des vertrösteten
Ahnlehens, undt will nicht forth, weil
er vielleicht siehet, daß <uns vor> die poßeß
der Aempter Künitz, undt Blanckenburg
von den Gräflich Schwartzburgischen dißputiret
werden will! Gott lengke die hertzen!


Avis: daß der neẅe Advocat, Doctor Lupp
(welcher concussionum, Gotteslästerungen,
frequentz mit dem Sathan, des Atheismj,
ineinander hetzung der partheyen, lügen, || [[Handschrift: 312r]]
undt triegen, beschuldiget,) gestern heimlich auß
gerißen, undt sich von hinnen, auß dem Staube,
gemacht. Er sol, umb solcher, undt dergleichen
händel willen, auch hiebevorn, von Delitzsch,
von Cöhten, undt von andern orthen, weg haben
gemußt. Mag sonst zimlich studiret haben,
wann ers nur recht anwenden wollte?
Vielleicht, hat ihn, sein gewißen veria-
get, dieweil er indigne von Mir, von
meinen Rähten, auch Amptmann, undt
StadtVogtt, sol geredet haben, undt
die Formam regiminis, sehr getadelt,
insonderheitt aber unß alle, unerweißlicher
iniustitz, inculpiret. Jmputet sibi!
fortunam suam. Quilibet faber suæ Fortunæ.29


Jch habe den Marx vfhawen laßen.
Man hat gefunden, das ihm der magen vf-
geplatzet, undt würme darinnen gewesen,
ob er etwas gift gekriegt, oder ein giftiges
krautt, gefreßen? Sonst hat man unver-
dawet graß (weil er kurtz zuvor im Schloß-
platz im grase geweidet) auch, <gantze> Gersten, undt ha-
berkörner, in seinem, (sonst gesunden leibe) gefunden.

|| [[Handschrift: 312v]]

Donnerstag den 28ten: Aprilis; 1653.


Der pfarrer von Palbergk, Er Bartholomeus
Fridericj, ist bey Mir gewesen.


Ein graf Kinßkij, Königlich Hispanischer
Oberster, ist anhero kommen. hat vor-
gewandt, er hette einen bösen halß,
hette mir sonst aufwartten wollen.
Begehrt vorspann nach halle So
man ihm aber abgeschlagen, dieweil
die undterthanen, ahn itzo nicht, wie
im kriegswesen, zu beschwehren, ihre
gesetzte dienste haben, undt mir
selbst, nicht gerne fahren. Umbs
lohn aber, wirdt ers, in der Stadt,
wol haben können.


Schwester Dorothea Bathilde hat heütte abschiedt genommen,
undt zeüchtt, nacher Cöhten, von dannen,
nacher Deßaw perge Die Cöhtnischen pferden,
holen sie ab, mit dem von Dähnstadt.


Avis: das am Montage, von dem kuhhirtten
gesehen worden am himmel 5 todtenbahren || [[Handschrift: 313r]]
3 große, undt 2 kleine gegen Calbe zu.
Er sol es eydlich, außgesaget haben. Jtem: sol
auf der Nachtbarschaft, bluht außgepflü-
get worden sein. Gott wende alles übel!


Der Obrist leutnant Lugk, ist hieroben gewesen.
Jtem: bey mir, der hofraht, Paulus Ludwig!


Discorsj, mit Jehna questa sera.

Freitag den 29ten: Aprilis; 1653.


Jch habe sehr böse attestata von Delitzsch gelesen,
(wegen des Doctor Lupps Atheismi, undt böser qualiteten)
welche so wol als Ministerien, alß der Raht
daselbst ihme gegeben. Er ist auch alda, durchge-
gangen. Werde ihn diesem nach, allhier, schwehr-
lich wieder einkommen laßen.


Jehna, Paulus, undt Geörge Cnüttel, haben
mit abhörung der rechnung, ihre commission continuirt,
die gantze woche hindurch, mit großem fleiß!


Philipp Güder, Hanß Eckardt, undt Georg Reichardt bey mir
gehabt, die schwehren Oeconomica, zu erleichtern.


L'impresa de' guastatori e stata dj nuovo
indarno. Ferro, per oro. Pacienza! Pacienza!


Discorsj, co'l Magistro Mencelio di varie cose.
Tobias Steffeck von Kolodey nacher Plötzkau geschicktt, in meinen angelegenheitten.
Bin mit dilatorischer Antworth, versehen word[en.]

|| [[Handschrift: 313v]]


Avis von Hall, daß ein Mordtbrenner ein-
gezogen, undt heütte verbrandt sol werden,
welcher bekandt, daß er, undt in die
300 Mordtbrenner, vom Pabst,
außgesandt, der Evangelicorum
Länder, zu verderben, gegen groß
recompenßen. herr Otto Gehße
priester zu Alßleben, hat mirs
avisiren laßen. <Den Mordtbrenner, bey halle, sol des Administrators hofmeister Curdt von Einsidel, auf seinem guht, in einem dorf bekommen haben. Er hat frantzösisch undt Jtaljänisch geredet, undt bekandt, daß er schon 5 Städte angestegktt. Merseburgk wehre die letzte gewesen, alda er an 3 ortten feẅer angeleget, welches nur an einem orth, in die 12 haüser eingeäschert, Sonst hette die gantze Stadt, im rauch auffgehen sollen, wenn das feẅer, an den andern beyden || [[Handschrift: 314r]] orthen auch endtbrandt wehre. Seiner rottgesellen einer, sol unlengst, die Stadt Eißleben, auch angestegkt haben. Man hat denselben aber nicht ertapt. Dieser hat vorgegeben (dem bericht nach) Sie hetten alle 300 dem pabst, einen Eidt geschworen, der Evangelischen Länder (gegen große recompenß) mit feẅer, zu verderben. Dieser Schelm, hat treflich gezecht, in den Schengken, undt gebettelt, durch seinen iungen, gestaldt dann gemeldter Einsidel, ihme schon 6 groschen gegeben gehabt, auß commiseration, welche er verzecht, undt durch seine frembde sprachen, (welche der von Einsidel undt seiner <kinder> præceptor verstanden,) wie auch durch seine droẅwortt, welche er wieder die pawren in der Schengke, außgestoßen, undt Sie mit feẅer bedroẅet, sol haben, (darüber man ihn verfolget, eingezogen, undt examiniret auch torquiret, undt feẅerzeüg, zum feẅer anlegen, bey ihm gefunden) verrahten worden. undt an den tag kommen. et cetera Gott bewahre! vor solchen übelthätern!>

|| [[Handschrift: 313v]]


Diesen abendt, hats wieder allhier
zu Bernburgk, gedonnert, geblitzt,
undt geregenet.

|| [[Handschrift: 314r]]


Zu Braunschweig, sollen 12 Männer, auf 12 Rappen, in eine her-
berge gekommen, baldt in 12 zigen, sich verwandelt, undt wieder
nach guter tractirung, außgeritten sein, vorgebende
Sie wehren vom Plutone aussgeschickt zu Regenspurg etliche <zu holen die falsch Schwehren.>

|| [[Handschrift: 314v]]

Samstag den 30ten: Aprilis; 1653.


A spasso, auf die neẅe fischerey, an der Schleüse
gefahren, item: sonst in gartten, undt ahn
die Sahle spatzirt.


Es hat ein tage oder drey hehr, treflich
viel kefer gegeben, welche in den weinbergen
schaden gethan, wie auch in den gärtten. Jedoch
hat Gott durch einen regen, diese nacht,
ihrer viel vertrieben, wiewol die heüttige
hitze, sie wiederkommen, undt den lesern
zu thun machet. Gott dempfe alles, ungezifer!


Avisen von Erffurt undt hartzgeroda:


Das Engellandt, mit Portugall, in alliance
getretten, undt viel volgk, auf die Schiffe, preßen,
dahero, ein bluhtiger krieg, diesen Sommer, zu
zu besorgen, zur See. Gott stehe, der warheitt bey!


Zu Regenspurg deliberiren, die Reichßcollegia,
1. wegen evacuation der Vechte. 2. wegen
der iustitzien, undt Cammergerichts Sache. 3.
wegen evacuation derer, mit Lottringhischen
besetzten plätze, worüber des hertzogs resolution
erwartett wirdt. 4. über den punctum resti-
tuendorum, undt 5. wegen des punctj competentium.

|| [[Handschrift: 315r]]


Es mögen auch der Fürsten, undt Städte Collegium,
über den punct der wahl, undt Kayserliche capitulation
gerahtschlaget haben, welches der Kayser, undt die
Churfürsten, übel aufgenommen. Die wahl
des Römischen Königs, sol den 15den: Maij, forthgehen.


Jn der Schweitz, rebelliren, die Lucerner
pawren, aufs neẅe. Andere dörften ihrem
exempel folgen.


Schweden, undt Chur Brandenburg haben
sich verglichen zu Stettin, wegen ihrer principalln
evacu <ratificationes, gegen den 4. Maij> undt evacuation hindter Pommern,
gegen den 1 Junij.


Jn Frangkreich, liegen beyde kriegende
partheyen, in ihren quartieren stille,
suchen einander mit list, feste plätze
abzugewinnen:
Jn Holland undt Engellandt, tractiret,
undt armiret man, beyderseitß.


Jn Jtalien, ist ansehen, zum kriege
die Tractaten, zwischen Türgken, undt Venedig
zerschlagen sich, die Türgken haben wieder
10000 Mann, nach Canea gebracht, die Stad Candia zu beengstigen.

|| [[Handschrift: 315v]]


Tobias Steffeck von Kolodey habe ich abermalß, selb ander, nacher
Erxleben, geschicktt. Er kan den elenden
zustandt, so er an meinem, vermeintlich be-
zauberten fuchß, gesehen, undt wie er
sich hin- undt wieder wirft, beißet,
ringet, undt windet, nicht genungsam
beklagen, undt sich darüber verwundern.
Die remedia, so man ihm darwider
gebrauchtt, die doch vor köstlich gehalten
werden, wollen ihm nichts helfen.
Machen ihn, viel mehr krängker. Numehr
will er auch nicht freßen, undt kömbt ihm
in den rügken, von einem Schengkel, in
den andern; Er<als> wann es böse dinger
wehren? Gott erbarme sich! des armen
thieres! Es scheinet, alß hette mir
einer, einen poßen reißen wollen,
das ich vielleicht, mit dem pferde, hette
den halß stürtzen sollen, wenn es
Gott nicht gnediglich verhütet hette.
Er wolle die übelthäter, strafen, undt
dempffen, undt das böse, außrotten.

|| [[Handschrift: 316r]]


Avis: daß hertzogk Christian Ludwig von Zelle,
(alß er auß hollstein wiederkommen, von seinen
heyrathstractaten mit hertzog Philips tochter)
plötzlich gestorben seye. Wehre wol zu beklagen!


Jtem: daß eine Jungfraw von Bartemßleben,
zur Wolfsburgk, bezaubert seye, alß ob
ihr Schlangen im kopfe herumb giengen,
undt machten sie gar irre am haüpte.
Der allte Schwedische Oberste Prinß, wehre
auch plötzlich gestorben, in Schwehrmuth,
gerahten, undt vor seinem ende, noch
blindt worden, (nach dem er ofte hertzogk Adolfs
von Mecklenburg seines landtfürsten, gespottet
wegen seines übelen gesichtes) endlich, sol
ihm Gott noch, auf seine sehnliche bitte,
undt kleinmühtigkeitt zum gnadenzeichen,
das gesicht auf eine stunde, vor seinem
ende, haben wieder gegeben.


Das kindttaüffen zu halle, sol
Morgen, (gebe gott) solenniter celebriret werden.


Eine zauberinn, ist zu AlltenGa-
terßleben, verbrandt worden: perge


Doctor Lupp, ist wieder herkommen, seine unschuldt, zu purgiren, || [[Handschrift: 316v]]
zu Kroppenstedt, sol im pflügen, in einem Agker,
eine bluhtsquelle, entsprungen sein.


Textapparat
a Bislang unidentifiziertes Kreissymbol.
b Weiteres, bislang unidentifiziertes Kreissymbol.
c Schreiberwechsel zu unbekannt.
d Schreiberwechsel zu Christian II.
e Schreiberwechsel zu unbekannt.
f Schreiberwechsel zu Christian II.
g Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
h Im Original "Gott erweiset dennoch seine" korrigiert in "erweiset Gott dennoch seine".
i Im Original steht "IVtus" für "quartus".

Kommentar
1 Identifizierung unsicher.
2 Person nicht ermittelt.
3 Person nicht ermittelt.
4 Person nicht ermittelt.
5 Identifizierung unsicher.
6 Identifizierung unsicher.
7 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
8 Person nicht ermittelt.
9 Identifizierung unsicher.
10 Identifizierung unsicher.
11 Zitat nach Palingenio Stellato: Zodiacus vitae, 8, 219, S. 295f.
12 Person nicht ermittelt.
13 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
14 Person nicht ermittelt.
15 Lc 23,46.
16 Personen nicht ermittelt.
17 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
18 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
19 Zitat nach Palingenio Stellato: Zodiacus vitae, 8, 219, S. 295f.
20 Identifizierung unsicher.
21 Identifizierung unsicher.
22 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
23 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
24 Identifizierung unsicher.
25 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth
26 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth
27 Identifizierung unsicher.
28 Identifizierung unsicher.
29 Zitat nach Ps-Sall. rep. 1,1,2 (ed. Eisenhut/Lindauer 32006, S. 318f.).
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1653_04.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abhorriren
etwas verabscheuen, vor etwas zurückschrecken
abstricken
entreißen, wegnehmen, rauben, vorenthalten, entziehen, abtricksen
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
accompagniren
begleiten
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accresciren
zuwachsen
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Alteration
Aufregung, Ärger
Alteration
Veränderung (zum Schlimmeren)
alterciren
einen Wortwechsel führen, streiten
Armatur
Rüstung
Arrest
Beschlagnahmung
arriviren
ankommen, eintreffen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Beiße
Beize
beißen
beizen, jagen
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Capitulation
Vertrag, (Wahl-)Vereinbarung
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
causiren
verursachen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
Competenz
Rangkonflikt
competiren
im Rangkonflikt stehen
competiren
konkurrieren
competiren
gebühren, zuständig sein
computiren
berechnen
conformiren
beistimmen, übereinstimmen, sich fügen
conformiren
anpassen
conformiren
abstimmen, vergleichen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
contentiren
zufriedenstellen
contestiren
bezeugen
contestiren
eine Auseinandersetzung in Gang bringen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
differiren
verschieben
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
Dispensation
Erlaubnis; Erlass, Befreiung von etw.
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
elaboriren
ausarbeiten
Ellre
Erle
emergiren
emporkommen, herauskommen
emportiren
einnehmen, erobern
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung
Faction
(politische) Partei
Faction
(politische) Entzweiung
fahen
fangen
fomentiren
anstiften, schüren, aufwiegeln
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
gähling
plötzlich, unversehens
Gemeine
(Kirchen)Gemeinde, Gesamtheit der Einwohner eines Ortes
genungsam
genügend, hinreichend
Grasmahlzeit
eine im Freien eingenommene Mahlzeit
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
inculpiren
beschuldigen
Intelligenz
Einverständnis
Intelligenz
(geheime) Zuträgerschaft, Informanten, Spitzel
Intraden
Einkünfte
intrudiren
hineinstoßen, hineindrängen
Johannistag
Gedenktag für Sankt Johannes den Täufer (24. Juni)
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
Landtagsschluss
schriftlich niedergelegtes Ergebnis der auf einem Landtag geführten Verhandlungen, das mit Unterschrift und Siegel beider Seiten durch die landesfürstliche Publizierung Rechtskraft erhält
Losament
Unterkunft, Wohnraum
negociiren
verhandeln, (Geschäfte) betreiben
occupiren
beschäftigen, in Anspruch nehmen
offendiren
beleidigen, kränken
Parition
Folgeleistung, Gehorsam
Partei
kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde
Partei
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partei
(sich gegenüberstehende) Seite
perdoniren (pardoniren)
begnadigen
persequiren
verfolgen, mit Gewalt überziehen
persuadiren
überreden, überzeugen
Posseß
Besitz
präcipitiren
übereilen, überstürzen
präcipitiren
herabstürzen
Präparationspredigt
Predigt zur Vorbereitung auf den Empfang des Abendmahls
prävaliren
schadlos halten
prävaliren
dem Übergewicht beugen
prävaliren
überwiegen, vorherrschen, dominieren
purgiren
sich von einer Beschuldigung rein machen
Quasimodogeniti
erster Sonntag nach Ostern (weißer Sonntag)
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
recompensiren
belohnen, vergüten, vergelten
Relation
Bericht
restituiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
Ruptur
Bruch, Trennung
salviren
retten
Schatzung
Erpressung von Geld als außerordentliche Kontribution
Schatzung
(häufig wegen einer Notlage erhobene) Abgabe, Steuer
Session
Sitz, Platz
Session
Sitzung
sint(er)
seit
submittiren
unterwerfen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Triegerei
Betrug
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
victorisiren
siegen, siegreich sein
vigiliren
wachsam sein, auf etwas Acht geben
vilipendiren
verunglimpfen
vindiciren
rächen, bestrafen
vindiciren
beanspruchen, in Anspruch nehmen
Volk
Truppen
Wind
Windhund (großer schlanker Jagdhund)
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
N. N. von Bartensleben (1)

Anm.: Um 1653 vermutlich Tochter des Achaz von Bartensleben (1592-1636) auf Wolfsburg.
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Albrecht von Bayern
Herzog Albrecht von Leuchtenberg

geb. 1584
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); 1646-1650 Regent der Landgrafschaft Leuchtenberg durch seit 1636 bestehende Lehnsanwartschaft über seine Gemahlin Mechthilde von Leuchtenberg (1588–1634), der Tante des letzten Landgrafen Maximilian Adam (1611-1646); seit 1650 Reichsgraf von Haag; 1651-1654 zudem Kuradministrator von Bayern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Anna Magdalena von Bergen
Geburtsname: Anna Magdalena Itter

geb. 1619
gest. 1701
Anm.: Tochter des Köthener Amtmanns Philipp Emmerich Itter; 1636-1680 Ehe mit dem anhaltischen Obereinnehmer Johann von Bergen (1604-1680).
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Johann Walter Biermann

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Gebürtig aus Hanau; Schüler in Frankfurt; Student in Marburg und Herborn; ab 1651 Erster Hofprediger und Superintendent in Brieg; 1660 auch Scholarch des Fürstentums Schlesien-Brieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Robert Blake

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Humphrey Blake; 1640, 1645, 1653, 1654 und 1656 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); ab 1646 englischer General at sea; seit 1656 Lord Warden of the Cinque Ports.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim (2) von Böltzig

gest. spätestens 1667
Anm.: Sohn des Christoph von Böltzig auf Brachstedt; Erbherr auf Staßfurt und Köckern; zudem anhaltisch-bernburgischer Lehnsmann.
Otto Rudolf von Böltzig

geb. 1636
gest. 1712
Anm.: Sohn des Joachim (2) von Böltzig (gest. spätestens 1667); Erbherr auf Zschortau (ab 1679) und Rodickau; seit 1651 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1667 in schwedischen Kriegsdiensten.
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christina von Börstel
Geburtsname: Christina von Wuthenau

geb. 1612
gest. 1682
Anm.: Tochter des anhaltisch-dessauischen Hofrats und Hauptmanns Albrecht von Wuthenau (gest. 1624); 1643-1661 Ehe mit Christian Heinrich von Börstel (1617-1661).
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

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Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Kurfürstin Dorothea (Sophia) von Brandenburg
Herzogin Dorothea (Sophia) von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Herzogin Dorothea (Sophia) von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1636
gest. 1689
Anm.: Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663); 1653-1665 Ehe mit Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg (1622-1665); seit 1668 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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N. N. Braum (1)

Anm.: Um 1653 Holzarbeiter in den Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

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Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1627
gest. 1704
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1660 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachsinnende").

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Giovanni (2) Cappello

geb. 1584
gest. 1662
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Lorenzo Cappello (1555-1625) di Piero; 1612 Mitglied der Quarantia civil nova; 1615 bzw. 1618 Mitglied der Quarantia ordinaria; 1615 Provveditore alla Sanità; 1616 Auditor novissimo; 1625 Vorsitzender des Rates der Zehn; 1625 Podestà von Brescia; 1627 Mitglied der Pregadi; 1628 Savia alla mercanzia; 1630-1633 venezianischer Bailo (Repräsentant) und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1641-1642 und 1647-1649 Provveditore generale in Terraferma; 1652/53 erneut Bailo und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1653-1658 in Adrianopel inhaftiert; ab 1653 Prokurator von San Marco. .
Gaspard de Champagne
Comte Gaspard de La Suze

geb. 1617
gest. 1694
Anm.: Sohn des hugenottischen Adligen Louis de Champagne, Comte de La Suze (gest. 1636); seit 1636 Comte de La Suze; französischer Maître de camp (um 1649) und Lieutenant-général des armées du Roi; zudem Conseiller du Roi; 1653 Teilnahme an der Fronde.
Pierre de Charlevoix

gest. 1682
Anm.: Französischer Generalmajor; seit 1645 Garnisonskommandant in Breisach (noch 1653).
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Jean Danus de Boidonville

Anm.: Gebürtiger Lothringer; fürstlicher Bereiter (um 1612/50) und Jäger (um 1633) in Dessau.
Richard Deane

geb. 1610
gest. 1653
Anm.: Sohn des Edward Deane; militärische Laufbahn, ab 1644 auf befehlshabenden Posten in der englischen Artillerie; ab 1647 unter Oliver Cromwell Leutnant der Artillerie; ab 1649 Vizeadmiral der Marine.

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Hans Christoph von Denstedt

geb. 1622
gest. 1670
Anm.: Sohn des Hans von Denstedt; Erbherr auf Pißdorf (bei Köthen); seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angreifende").
Graf bzw. Fürst Maximilian von Dietrichstein

geb. 1596
gest. 1655
Anm.: Sohn des Grafen Sigmund von Dietrichstein (1560-1602); ab 1614 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1622-1637 Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora (1598-1655); seit 1651 kaiserlicher Obersthofmeister sowie Mitglied und Präsident des Geheimen Rates; 1629 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Burggraf Christoph Delphicus von Dohna

geb. 1628
gest. 1668
Anm.: Sohn des Burggrafen Christoph von Dohna (1583-1637); bis 1639 gemeinsame Erziehung mit dem Prinzen Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1646 in niederländischen Kriegsdiensten; danach schwedischer Capitain (1651?), Obrist der Leibgarde (1653), Generalmajor (1654), Generalleutnant (1658?), General (1659), Generalfeldmarschalleutnant (1665) und Feldmarschall (1666); seit 1653 zudem königlicher Kammerherr und Oberkammerherr; ab 1658 Vizegouverneur des Herzogtums Bremen; 1659/60 Gouverneur der besetzten dänischen Inseln Falster, Laaland und Möen; 1667/68 schwedischer Gesandter in Breda und Den Haag.

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Stephan Eberling

Anm.: In den 1640er Jahren fürstlicher Diener und Sattelknecht in Zerbst; um 1650 Rüst- und Unterstallmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Curt von Einsiedel

geb. 1597
gest. 1668
Anm.: Sohn des Abraham von Einsiedel (1571-1642); ab 1620 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Hedwig von Sachsen (1581-1641); 1625-1629 Rat und Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf (1606-1655); seit 1631 kursächsischer Appellationsrat; ab 1632 Hofmeister des Kurprinzen Johann Georg II. (1613-1680); seit 1638 Geheimer Rat und 1638-1648 Hofmarschall des Adminsitrators des Erzstifts Magdeburg, Herzog August von Sachsen(-Weißenfels) (1614-1680); ab 1639 zudem Amtshauptmann auf Giebichenstein; seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ersprießliche").

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Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Sibylla Eleonora von Erlach
Geburtsname: Sibylla Eleonora von Börstel

geb. 1619
gest. 1670
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); 1635-1642 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1642 Ehe mit August Ernst von Erlach (1616-1684).

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Louis Foucault
Comte Louis du Daugnon

geb. ca. 1616
gest. 1659
Anm.: Sohn des Gabriel Foucault, Seigneur de Saint-Germain-Beaupré (gest. 1636); ab 1640 Vizeadmiral von Frankreich; 1644-1653 Lieutenant-général des Aunis und von La Rochelle; 1646-1651 französischer Maréchal de camp; 1651-1653 Teilnahme an der Fronde; seit 1653 Maréchal de France.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Johann von Galen

geb. 1604
gest. 1653
Anm.: Sohn des Johan von Galen; ab 1627 Marinelaufbahn im Dienst der Verinigten Niederlande, 1636 regulärer Kapitän mit krankheitsbedingten Unterbrechungen; ab 1652 Berufung in den Dienst gegen England.

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Graf Matthias Gallas
Duca Matthias di Lucèra

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen und kaiserlichen Kriegsdiensten (1615-1617); 1626-1630 ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1629), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632); seit 1635 Duca di Lucèra.

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Gazi Hüseyin Pascha
Deli Hüseyin Pascha

gest. 1659
Anm.: Geboren in Yenişehir; Teilnahme an den Feldzügen nach Bagdad und Jerewan; 1634/35 Kapudan Pascha (Großadmiral) der osmanischen Marine; danach Statthalter in Ägypten (1635-1637), Anatolien (1638/39), Silistra (1640), Bosnien, Bagdad (1644) und Ofen (1644/45); dazwischen 1640 abermals Kapudan Pascha; seit 1646 militärischer Oberbefehlshaber auf Kreta; dazwischen 28. Februar bis 5. März 1656 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1658 erneut Kapudan Pascha; 1659 Hinrichtung.
Bernhard Gese

geb. 1595
gest. 1659
Anm.: Sohn des Coswiger Superintendenten Joachim Gese (1561-1623); Besuch der Gymnasien in Zerbst und Joachimsthal (1618); 1620 Studium in Frankfurt (Oder); 1622-1626 Konrektor an der reformierten Schule in Cölln an der Spree; Stadtkämmerer (1628) und Bürgermeister (1629) von Dessau; ab 1630 anhaltisch-dessauischer Lehns- und Justizsekretär; seit 1639 Landrentmeister; ab 1641 Kammerrat; seit 1647 auch Kanzleirat; vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 382f.

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Otto Gise
Otto Gesenius

gest. 1658
Anm.: Sohn des Strenznaundorfer Pfarrers Joachim Göse; seit 1625 Prediger an der Stiftskirche St. Johannes Baptistae in Alsleben; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 3, Leipzig 2005, S. 277.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

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Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Zacharias Hertel

gest. 1653
Anm.: Um 1653 Sekretär des Herzogs Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau (1595-1653.
Nathanael Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649).
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf N. N. Kinsky von Wchinitz und Tettau (3)

Anm.: Um 1653 Obrist in spanischen Diensten.
Anna Dorothea von Knoch(e)
Geburtsname: Anna Dorothea von Freyberg

geb. 1613
gest. 1677
Anm.: Tochter des Ernst von Freyberg (1578-1626); Kammerjungfer der Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen (1599-1654); seit 1652 Ehe mit Christian Ernst von Knoch (1608-1655); vgl. Johann Sachse: Christ-Adeliches Ehren-Gedächtniß Der HochEdelgebohrnen/ HochEhr- und Tugendsamen Frauen Annen Dorotheen/ Gebohrnen von Freyberg/ [...], Köthen 1677, Bl. K r-Lij r.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Gottfried Körner
Gottfried Kerrner

gest. 1653
Anm.: Bis 1653 Schneidergeselle in Bernburg; in der Saale ertrunken.
Johann von Kreiselwitz

gest. nach 1650
Anm.: Schlesischer Adliger; Erbherr auf Stephansdorf, Samitz und Diebahn; kaiserlicher Obristleutnant und Obrist; Rat und Hofmarschall des Herzogs Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau (1595-1653).
Michael Krüger

gest. 1653
Anm.: Seit spätestens 1636 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1649/53 fürstlicher Hausknecht in Bernburg.
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Ernst Gottlieb (von) Lampe

geb. ca. 1640
gest. 1675
Anm.: Sohn des Ernst Konrad (von) Lampe (gest. 1644); Erbherr auf Güsten; um 1650/56 fürstlicher Page in Bernburg; spätestens 1666 in kurmainzischen Kriegsdiensten in Erfurt, um 1668 als Leutnant; zuletzt kaiserlicher Leutnant.
Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

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Christoffer Lindenov

geb. 1612
gest. 1679
Anm.: Um 1653 dänischer Marineoffizier und Gesandter.
Gräfin Sophia zur Lippe-Alverdissen
Gräfin Sophia von Schaumburg-Lippe
Geburtsname: Landgräfin Sophia von Hessen-Kassel

geb. 1615
gest. 1670
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1644 Ehe mit Graf Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681).

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Lorenz (4) N. N.

gest. 1653
Anm.: Zunächst Bediensteter des Adrian Arndt (ca. 1563-1636), später des Henning von Stammer (1581-1660).
Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Christian Bernd von Lucke

geb. 1653
Anm.: Sohn des schwedischen Obristleutnants Johann Lorenz von Lucke (gest. 1684).
Johann Lorenz von Lucke

gest. 1684
Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Kaspar von Lucke (gest. 1655?); seit 1651 Erbherr auf Waldau; schwedischer Obristleutnant.
Katharina von Lucke
Geburtsname: Katharina von Wesenbeck

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Tochter des Peter d. J. von Wesenbeck (1575/76-1637) auf Waldau; spätestens 1651 bis 1684 Ehe mit Johann Lorenz von Lucke (gest. 1684).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
N. N. Lupp

Anm.: Um 1653 wegen Gotteslästerung und ähnlicher Vergehen beschuldigter Anwalt in Bernburg und Delitzsch.
Vasile Lupu
Fürst (Woiwode) Vasile von Moldau

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des moldauischen und walachischen Hofbeamten Nicolae Coci; Großschatzmeister (1619/20), zweiter Logothet (1625), Mundschenk (1627) und Hetman (1629/30) in der Walachei; 1631 Statthalter der unteren Moldau; 1633 Führer eines Aufstandes der Bojaren gegen den walachischen Fürsten Alexandru IV Iliaș (gest. 1666); seit April 1634 bis 13. April 1653 und vom 8. Mai bis 16. Juli 1653 Fürst von Moldau.

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Ägidius Marggraf

gest. nach 1644/vor 1652
Anm.: Sohn eines Schulmeisters, vermutlich des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); um 1641 Vorreiter des Fürsten Christian II. von Anhalt Bernburg; um 1642/43 Kutschknecht auf Schloss Bernburg; zuletzt fürstlicher Leibkutscher.
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1590
gest. 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Adolf Friedrich (1588-1658) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow (1628-1631 Ersetzung durch Wallenstein); seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollkommene").

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Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

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Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

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Ferdinando II de' Medici
Granduca Ferdinando II di Toscana

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

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Christian Viktor Menzelius

geb. 1653
Anm.: Sohn des Altenburger Pfarrers Johann Abraham Menzelius (1624-1665).
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Joachim Metzsch
Joachim Mötzsch

gest. 1657
Anm.: Geboren in Amberg; spätestens seit 1642 fürstlicher Einspänniger in Bernburg.
Bernhard Meyer

geb. 1599
Anm.: Angehöriger des Basler Achtbürger- und Ratsgeschlechts Meyer zum Pfeil; Studium in Basel (1613); um 1636/37 schwedischer Obristleutnant; ab 1637 Erbherr auf Waldau; 1639/40 mecklenburgisch-güstrowischer Gesandter; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gültige").
Wilhelm von Micrander

gest. 1676
Anm.: Sohn des kaiserlichen Obristleutnants N. N. Micrander; 1628 Hofmeister des Grafen Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms (1593-1635); ab 1630 Genfer Bürger; Offizier in kursächsischen Diensten, u. a. Hauptmann (1634/37) und Obristleutnant (1639); Wechsel in kaiserliche (um 1643) bzw. schwedische Dienste (um 1645/48); 1649-1658 Geheimer Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; zugleich kaiserlicher Obristleutnant; 1657-1660 erneut in schwedischen und zuletzt wieder in kaiserlichen Diensten als Obristleutnant bzw. Obrist (spätestens 1671); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entledigende").

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Agnes Christina von Miltitz
Geburtsname: Agnes Christina von Werleben

Anm.: Thüringische Adlige; spätestens ab 1648 fürstliche Hofjungfer in Bernburg (bis 1656); seit 1656 Ehe mit Georg Friedrich von Miltitz (geb. 1627).
N. N. Müller (6)

gest. 1653
Anm.: Um 1653 Kind des Peußlitzer Pfarrers Johann Müller (1603-1656).
N. N. Müller (7)

Anm.: Angeblich im Alter von 120 Jahren verstorbener Großvater von Hans Müller (3) (geb. ca. 1547).
N. N. Müller (9)

Anm.: Um 1653 Stiefsohn des ehemaligen Ballenstedter Diakons Johann Müller.
Johann Müller

geb. 1603
gest. 1656
Anm.: Sohn des Ballenstedter Bürgermeisters Joseph Müller; 1632-1637 Pfarrer in Brambach; 1637-1649 Pfarrer in Steckby (als Reformierter abgesetzt); 1650-1652 Diakon in Ballenstedt; seit 1652 Pfarrer in Preußlitz; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 359f.
Joseph Müller

geb. ca. 1570/71
gest. nach 1639
Anm.: Um 1628/29 Bürgermeister in Ballenstedt.
Graf Johann Ludwig von Nassau-Ottweiler
Graf Johann Ludwig von Nassau-Saarbrücken

geb. 1625
gest. 1690
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm Ludwig von Nassau-Saarbrücken (1590-1640); 1651-1659 Regent der Grafschaft Nassau-Saarbrücken (als Vormund für seine jüngeren Brüder); 1656-1667 französischer Obrist; ab 1659 regierender Graf von Nassau-Ottweiler (mit Homburg, Wöllstein und Jugendheim); seit 1681 Generalwachtmeister der Armee des Oberrheinischen Reichskreises; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dünne").

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Salomon Nefe

geb. 1606
gest. 1662
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Bürgers Hans Nefe; ab 1641 Küster (Äditus) an der Bernburger Schlosskirche St. Aegidien (noch 1653); seit spätestens 1642 zugleich Stadtschreiber der Bernburger Bergstadt (noch 1649); zuletzt Schulmeister in Ilberstedt.
Martin (2) Nickel

geb. 1630
Anm.: Sohn des späteren Bernburger Bürgermeisters Martin (1) Nickel (gest. 1651); um 1653 fürstlicher Bediensteter in Bernburg.
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Friedrich Reichel

geb. 1608
gest. 1653
Anm.: Prof. theol. (1649); aus Schlesien; Studium in den Niederlanden, Cambridge und Frankfurt a. d. Oder; ab 1639 Magister und ab 1642 Professor an der Universität Frankfurt a. d. Oder; kurfürstlich-brandenburgischer Hofprediger in Küstrin.

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Ernst Reinschmidt

geb. 1624
gest. 1683
Anm.: Vermutlich Sohn des Dessauer Amtsschreibers Christian Reinschmidt; seit 1659 Pfarrer in Reupzig; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 390.
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringhammer

Anm.: Um 1636 Sekretär, später Konsulent der niederösterreichischen Landstände Augsburgischer Konfession; 1653 Abgesandter der evangelischen Stände des Erzherzogtums Österreich unter der Enns an die protestantischen Reichsstände auf dem Regensburger Reichstag; deshalb Inhaftierung in Wien; danach Emigration nach Halle (Saale).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Graf N. N. von Roggendorf (1)

Anm.: Um 1653 Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652).
Graf Christian von Roggendorf

geb. 1635
gest. 1704
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1668 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1685 kaiserlicher Kämmerer; mährischer Landrechtsbeisitzer und Kreishauptmann von Brünn; 1686 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Ferdinand von Roggendorf

Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652).
Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf

geb. 1596
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Wilhelm Christian von Roggendorf

geb. 1623
gest. 1685
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1642 im Dienst des Herzogs Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg (1598-1642) und danach bis 1652 des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); Tod in Breslau.
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

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Herzog Johann Ernst von Sachsen-Gotha

geb. 1641
gest. 1657
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst von Sachsen-Gotha (1601-1675).
Herzog August von Sachsen-Lauenburg

geb. 1577
gest. 1656
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); ab 1619 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hundertfältige").

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Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

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Herzogin Wilhelmina Eleonora von Sachsen-Weimar

geb. 1636
gest. 1653
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662).

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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N. N. von Sack

Anm.: Angehöriger des schlesisch-sächsischen Adelsgeschlechts; 1653/54 schlesischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag.
Duca Carlo Emanuele II di Savoia

geb. 1634
gest. 1675
Anm.: Sohn des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1638 Duca di Savoia, bis 1648 unter der Regentschaft seiner Mutter Cristina (1606-1663), die bis zu ihrem Tod faktisch weiterregierte.

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Duchessa Cristina di Savoia
Geburtsname: Dauphine Christina von Frankreich und Navarra

geb. 1606
gest. 1663
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1619-1637 Ehe mit Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); 1637-1648 Regentin des Herzogtums Savoyen.

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N. N. von Schilling (1)

gest. 1653
Anm.: Um 1653 Hofjunker des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693).
Daniel Schlegel

geb. 1591
gest. 1653
Anm.: Sohn des Alt-Stettiner Bürgers Nikolaus Schlegel; Erbherr auf Kestin; Bürger und Ratsherr in Altstettin; ab 1631 in schwedischen Diensten, u. a. als Proviantmeister bei der Armee in Deutschland; seit 1647 schwedischer Kammer- und Ökonomierat; 1643 Nobilitierung; vgl. Jully Ramsay: Frälsesläkter i Finland intill stora ofreden, Helsingfors 1909, S. 378.

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Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Brieg

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Ludwig (1616-1663) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Ohlau und Schlesien-Wohlau; seit 1664 auch Herzog von Schlesien-Brieg und Schlesien-Liegnitz; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beliebige")

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Herzogin Louise von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Fürstin Louise von Anhalt-Dessau

geb. 1631
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1648-1672 Ehe mit Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau (1618-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg

geb. 1611
gest. 1664
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1635-1639 Statthalter im Herzogtum Schlesien-Brieg; 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Ludwig (1616-1663) und Christian (1618-1672) regierender, ab 1653 alleiniger Herzog von Schlesien-Brieg; seit 1663 auch Herzog von Schlesien-Liegnitz; ab 1639 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unfehlbare").

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Herzog Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Schlesien-Liegnitz und Schlesien-Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

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Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Liegnitz
Herzog Ludwig von Schlesien-Brieg

geb. 1616
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Christian (1618-1672) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Liegnitz; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilsame").

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Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1584
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

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Herzog Johann Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1607
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); seit 1627 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg.

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Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Anna Schumann
Geburtsname: Anna Junghans

gest. nach 1657
Anm.: Geboren in Holstein; Schwester des anhaltisch-bernburgischen Kammerschreibers Paul Ehling, genannt Junghans (gest. 1649); 1635/36 Ehe mit dem fürstlichen Kammersekretär und Amtsschreiber Johann Schumann (gest. 1636); bis 1635, 1636-1649 sowie erneut seit 1650 Kammerfrau und Dienerin (noch 1657) der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Anna Kunigunde Schwartzenberger
Geburtsname: Anna Kunigunde Plato

gest. 1665
Anm.: Tochter des Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659); zunächst Kammermagd der Fürstinnen Sophia Margaretha (1615-1673) und Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg (1617-1656); seit 1646 Ehe mit Jakob Ludwig Schwartzenberger (gest. 1696).
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Schwarzburg, Familie
Grafen von Schwarzburg

Anm.: Thüringisches Reichsgrafengeschlecht.

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Adrian Arndt (von) Stammer

geb. ca. 1563/64
gest. 1636
Anm.: Sohn des Eckhard (von) Stammer auf Westdorf und Ballenstedt; Erbherr auf Rammelburg; um 1597 kurbrandenburgischer Kammerjunker; seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erquickende").

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Henning (von) Stammer

geb. 1581
gest. 1660
Anm.: Sohn des magdeburgischen Amtshauptmanns Arndt (von) Stammer (gest. 1626) in Querfurt; Erbherr auf Ballenstedt, Wörlitz, Wedlitz und Wispitz (Anhalt); ca. 1605-1608 in spanischen Kriegsdiensten; ca. 1610-1618 kursächsischer Kammerjunker; Angehöriger des engeren Ständeausschusses und gelegentlich Kriegskommissar des Fürstentums Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hitzige"); vgl. Andreas Hesius: Herrliche Belohnung Der Standhafftigen Kämpffer und überwinder [...], Köthen 1661, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Georg Stannius

geb. ca. 1625
gest. 1701
Anm.: Sohn des aus der Oberpfalz vertriebenen Pfarrers Johann Stannius (ca. 1593-1636); 1654-1656 Diakon in Ballenstedt; 1656-1676 Pfarrer in Badeborn; seit 1676 Oberprediger in Ballenstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 436.
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

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Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Graf Gustaf Gustafsson af Wasaborg
Gustaf Gustafsson
Administrator Gustav von Osnabrück

geb. 1616
gest. 1653
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); ab 1633 schwedischer Obrist; 1634-1648 "postulierter Administrator" des Hochstifts Osnabrück; seit 1645 Gouverneur von Estland; ab 1646 schwedischer Reichsrat; seit 1650 Inhaber der Herrschaft Wildeshausen und Huntlosen; 1637 Nobilitierung ("af Wasaborg"); 1646 Erhebung in den Freiherren- und Grafenstand.

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Eberhard Welper

geb. 1590
gest. 1664
Anm.: Sohn des tübingischen Oberamtmannes Felix Welper; Studium in Straßburg( Magister 1611) und Tübingen; ab 1623 Lehrtätigkeit am protestantischen Gymnasium in Straßburg; um 1629 Gründung einer Druckerei in Straßburg und Herausgabe von Kalenderreihen in Straßburg und Augsburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Katharina Margaretha Wentzel
Geburtsname: Katharina Margaretha Güder

geb. 1653
gest. nach 1672
Anm.: Tochter des fürstlichen Küchenmeisters Philipp Güder (1605-1669) in Bernburg; seit 1672 Ehe mit dem Ballenstedter Bürger und Töpfermeisters Jakob Wentzel.
Witte Corneliszoon de With

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Cornelis Wittenszoon de With (gest. 1602); zunächst im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (1616-1628) und Westindien-Kompanie (1628/29); 1629-1635 Kapitän der Kriegsmarine; 1635/36 Ratsherr in Brielle; seit 1637 Vizeadmiral von Holland und Westfriesland; 1652/53 auch Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsflotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Zenger

Anm.: Um 1653 aus Bobbau stammender Bediensteter.
Alsleben
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Altenburg
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt-Dessau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Augsburg
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Belfort
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bern
weiterführende Informationen
Bern, Stadt und Republik
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Blankenburg (Harz)
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Blois
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Bobbau
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Böhmen, Königreich
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Bordeaux
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Braunschweig
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Breisach am Rhein
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Bremen
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Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
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Breslau (Wrocław)
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Brieg (Brzeg)
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Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Burgund, Herzogtum
weiterführende Informationen
Calais
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Casale Monferrato
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Delitzsch
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbel
weiterführende Informationen
Düsseldorf
weiterführende Informationen
Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
weiterführende Informationen
Elba, Insel (Isola d'Elba)
weiterführende Informationen
Elsass
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Frankfurt (Oder)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Fuhne, Fluss
weiterführende Informationen
Gatersleben
weiterführende Informationen
Genua (Genova)
weiterführende Informationen
Gernrode
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Güstrow
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Herford
weiterführende Informationen
Hinterpommern
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Indien
Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff sowohl für den amerikanischen Kontinent (Westindien) als auch für die südasiatischen Gebiete von Vorder- und Hinterindien sowie des Malaiischen Archipels (Ostindien).
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kleutsch
weiterführende Informationen
Knönitz (Knínice)
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Kroppenstedt
weiterführende Informationen
Leibitsch (Liboc)
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Livorno
weiterführende Informationen
Luzern
weiterführende Informationen
Luzern, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mark, Grafschaft
weiterführende Informationen
Mecklenburg-Güstrow, Herzogtum
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Merseburg
weiterführende Informationen
Mittelmeer
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster, Hochstift
weiterführende Informationen
Nantes
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale)
weiterführende Informationen
Normandie
weiterführende Informationen
Nova Candia, Festung
Anm.: In den Jahren 1650 bis 1652 zur Belagerung der Stadt Candia (Iraklio) errichtete osmanische Festung.
Oder (Odra), Fluss
weiterführende Informationen
Ödenburg (Sopron)
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
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Österreich unter der Enns (Niederösterreich), Erzherzogtum
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Oldenburg, Grafschaft
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Osmanisches Reich
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Ostindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Ostsee
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Parchwitz (Prochowice)
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Paris
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Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Pfalz-Lautern, Fürstentum
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Pfalz-Simmern, Fürstentum
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Philippsburg
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Anm.: Bis 1615 Stadt Udenheim.
Pinerolo
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Plötzkau
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Polen, Königreich
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Porto Longone (Porto Azzuro)
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Portugal, Königreich
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Prederitz
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung bei Gröna südlich von Bernburg.
Reich des Priesterkönigs Johannes
Anm.: Mytisches, im östlichen Asien gelegenes Land des Priesterkönigs Johannes.
Regensburg
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Rom (Roma)
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Saale, Fluss
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Salzburg, Erzstift
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Sandersleben
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien-Oppeln, Herzogtum
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Schlesien-Schweidnitz-Jauer, Herzogtum
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Schlesien, Herzogtum
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Spanien, Königreich
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Stenay
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Stendal
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Stephansdorf (Szczepanów)
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Stettin (Szczecin)
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Stockholm
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Straßburg (Strasbourg)
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Thorn (Toruń)
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Tochheim
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Turin (Torino)
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Ungarn, Königreich
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Vechta
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Verdun
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Weimar
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Westfalen
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Wien
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Wolfsburg (Alt-Wolfsburg)
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Zepzig
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Zerbst
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Bremen, Rat der Freien und Hansestadt
Niederlande, Generalstaaten
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Österreich, Geheimer Rat
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Polen, Stände der Rzeczpospolita
Straßburg, Rat der Stadt
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Marcello Palingenio Stellato: Le Zodiaque de la Vie = Zodiacus Vitae. XII Livres, übers. von Jacques Chomarat, Genf: 1996. [Nachweis im GVK]
Gaius Sallustius Crispus: Epistulae ad Caesarem senem de re publica, in: Werke. Lateinisch und deutsch, hg. von Werner Eisenhut / Joseph Lindauer, Düsseldorf: 2006, S. 318-349. [Nachweis im GVK]