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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Mai 1653


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIa, fol. 316v-343v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Mai 1653
Bernburg
  • Nachrichten
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Helena von Rindtorf, der Kammermeister Tobias Steffeck, der Hofrat Christoph von Jena und der Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgäste
  • Bestrafung von Bediensteten
  • Abschied von Jena am Abend
02. Mai 1653
Bernburg
  • Rückkehr des Kammerschreibers Johann Senf aus dem Herzogtum Sachsen-Altenburg
  • Korrespondenz
  • Abreise von Jena nach Zerbst
  • Gespräch und Mittagessen mit dem Kammerrat Dr. Joachim Mechovius
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
03. Mai 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit dem Hofrat und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Abschied von Steffeck am Abend
04. Mai 1653
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Entsendung von Steffeck nach Gotha und des Lakaien Johann Balthasar Oberlender nach Dessau
  • Ankunft eines jungen Herrn von Ditten
  • Kirchgang zum Bettag
  • Ausritt mit den Söhnen Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Gartenspaziergang mit Gemahlin Eleonora Sophia
  • Nachrichten
05. Mai 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit dem Bürgermeister Martin Tornau
  • Besuch durch einen angeblichen Herren von Götze
  • Rückkehr des Hofjunkers Christian Wilhelm von Wartensleben aus Hohenerxleben
  • Gartenaufenthalt mit der Gemahlin
06. Mai 1653
Bernburg
  • Geldsorgen
  • Früherer Hofjunker Christoph Wilhelm Schlegel als Mittagsgast
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Ausfahrt mit der Gemahlin, Karl Ursinus und einigen Töchtern auf die Felder
  • Rückkehr von Oberlender aus Hohenerxleben
07. Mai 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Erneutes Gespräch mit Tornau
  • Weiterer Herr von Ditten als Mittagsgast
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Wirtschaftssachen
08. Mai 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Anhörung zweier Predigten
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Gartenaufenthalt mit der Gemahlin
09. Mai 1653
Bernburg
  • Gespräche mit dem Amtmann Georg Reichardt und dem Küchenmeister Philipp Güder
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
10. Mai 1653
Bernburg
  • Gespräch mit Ludwig
  • Audienz für den Jenaer Juristen Prof. Dr. Ernst Friedrich Schröter
  • Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
11. Mai 1653
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Leibarzt Dr. Levin Fischer und der Cörmigker Pfarrer Valentin Reichard als Mittagsgäste
  • Gespräch mit Güder
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Geldangelegenheiten
  • Rückkehr von Steffeck
12. Mai 1653
Bernburg
  • Lachsfang
  • Bericht durch Reichardt
  • Gespräche mit dem Amtsschreiber Wolfgang Sutorius und dem Dohndorfer Pfarrer Christian Engelhardt
  • Korrespondenz
  • Geldangelegenheiten
13. Mai 1653
Bernburg
  • Gespräche mit Ludwig und Reichardt
  • Korrespondenz
  • Entsendung von Steffeck nach Ballenstedt
  • Ausfahrt der Gemahlin mit Viktor Amadeus
  • Veranlasste Krankenbesuche beim Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel und bei Menzelius
  • Nachrichten
14. Mai 1653
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gespräche mit Senf, dem Kammerjunker Wolf Curt von Einsiedel sowie dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius
  • Ärger
  • Wirtschaftssachen
15. Mai 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Anhörung zweier Predigten zu Vocem jucunditatis
  • Dr. Mechovius als Mittagsgast
  • Besuch durch den früheren Kammerdiener Ludwig Röber
16. Mai 1653
Bernburg
  • Gespräch mit dem Altenburger Pfarrer Menzelius
  • Wirtschaftssachen
  • Schlegel als Mittagsgast
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Ein junger Herr von Zehmen als Abendgast
  • Rückkehr von Steffeck aus Ballenstedt
17. Mai 1653
Bernburg
  • Abfertigung des Bediensteten Martin Nickel
  • Gespräch mit dem Sekretär Christoph Bährenreutter
  • Korrespondenz
  • Bericht durch Steffeck
  • Wirtschaftssachen
  • Durchzug eines kaiserlichen Bereiters mit zwei Hofjuden
  • Entsendung von Steffeck nach Hohenerxleben
  • Nachrichten
18. Mai 1653
Bernburg
  • Gespräche mit Senf, Sutorius und Güder
  • Wirtschaftssachen
  • Durchreise von Fürst August
  • Korrespondenz
  • Administratives
19. Mai 1653
Bernburg
  • Beunruhigungen zum Himmelfahrtstag
  • Hofprediger Menzelius, Steffeck und Frau von Rindtorf als Mittagsgäste
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Anhörung zweier Predigten
20. Mai 1653
Bernburg
  • Reh- und Hasenlieferung aus Ballenstedt
  • Spaziergang
  • Rückkehr von Steffeck aus Hohenerxleben
  • Wiederaufnahme der Handelsgeschäfte durch die Gemahlin
  • Veranlasster Krankenbesuch beim Hofmeister Einsiedel
  • Abendspaziergang mit der Gemahlin im Garten
21. Mai 1653
Bernburg
  • Schäden durch neue Quellen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gespräche mit Ludwig, Reichardt und Senf
  • Ärger
  • Korrespondenz
22. Mai 1653
Bernburg
  • Nachrichten
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Korrespodenz
  • Gespräch mit Reichardt
  • Missfallen über Handelsgeschäfte der Gemahlin
  • Administratives
23. Mai 1653
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Gespräche mit Güder und Senf
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Tod eines fürstlichen Fohlens
  • Ausritt auf die Felder nach Zepzig
  • Gartenaufenthalt mit der Gemahlin am Abend
24. Mai 1653
Bernburg
  • Prüfung von Karl Ursinus
  • Heutige Störungen
  • Starker Wind am Nachmittag
  • Entsendung von Steffeck nach Hohenerxleben und zum kranken Hofmeister Einsiedel
  • Post und Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
25. Mai 1653
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Hofprediger Menzelius als Mittagsgast
  • Rückkehr von Nickel
  • Abfertigung von Güder und Oberlender nach Dessau
  • Nachrichten
26. Mai 1653
Bernburg
  • Lebensmittel- und Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Administratives und Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Rückkehr von Güder und Oberlender aus Dessau
27. Mai 1653
Bernburg
  • Ausritt in die Weinberge
  • Krankenbesuch beim Hofmeister Einsiedel
  • Traum
  • Morgenreif
  • Wiederholte Betteleien in den letzten Tagen
  • Ausfahrt der Gemahlin mit Viktor Amadeus
  • Nachrichten
  • Verärgerung über ungehorsame Adlige
  • Besuch durch Brigitta von Krosigk
  • Post und Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
28. Mai 1653
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Erneuter Aufenthalt von Steffeck in Hohenerxleben
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
29. Mai 1653
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang zum Pfingstsonntag
  • Frau von Rindtorf und Steffeck als Mittagsgäste
  • Gebete
30. Mai 1653
Bernburg
  • Traum
  • Anhörung zweier Predigten zum Pfingstmontag
  • Frau von Rindtorf, Steffeck, der Bürgermeister Johann Weyland und Hofprediger Menzelius als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Warten auf Regen
  • Diakon Bartholomäus Jonius, Frau von Rindtorf und Steffeck als Abendgäste
  • Leichter Regen
31. Mai 1653
Bernburg
  • Abreise von Steffeck nach Ballenstedt
  • Gespräch mit dem Stadtvogt Johann Georg Albinus
  • Entsendung von Nickel nach Cölln an der Spree und Crossen an der Oder
  • Korrespondenz
  • Spazierfahrt der fürstlichen Kinder auf der Saale
  • Administratives
  • Besuch durch den Pirnaer Handelsmann Hans Heinrich Gau
  • Ausfahrt mit der Gemahlin auf die Felder
|| [[Handschrift: 316v]]

Sonntag den 1. May; 1653.


Vor ein par Tagen, hat unser guter allter
Superintendens, Er Plato, eine Mauß
Todt tretten wollen, ist darüber, auß-
geglitzscht, undt iämmerlich gefallen, also das
der Bader, zu ihm gehen muß, undt der rügken
versehrt mag sein. Gott wolle dem guten
Manne, seine schmertzen lindern! undt ihn
noch lange erhalten!


Ein bohte der kahlkopf genandt, (so von
Meiner herzlieb(st)en gemahlin, nacher Ballenstedt geschickt
worden) ist undterwegens, zu Ascherß-
leben, nach gethanem hastigem Trungk
in der hitze, plötzlichen gestorben.
Solche, undt dergleichen fälle erinnern
unß, unserer fragilitet, undt lernen
unß, daß Memento morj vor Augen!


Vormittags conjunctim, in die kirche.


Extra: zu Mittage, die Rindtorfinn,
Tobias Steffeck von Kolodey[,] Jehna, hofprediger Mencelius.

|| [[Handschrift: 317r]]


Nachmittagß, wieder in die kirche, mit beyden
Söhnen, undt mit zweyen Töchtern1. Der Caplan
Jonius, nahm daß Achte gebott vor: du solt nicht stehlen!


Vellacos muchachos y otros, para gastigar!
mas perdonados, a esta vèz! cinco personas.
Han abierto, serruras los pajes, y moços,
por bever, y ün lacquayo, hà butado, un paje
nella nuessa stanza, adelante la tabla,
con la puerta, hazienda cascarlo, una
cobertura d'argento<de plata>, adelante nuestros piedes!
y el uno hà commettido abuso, con la llave, de cabeçá.


Diesen abendt, hat der gute Jehna,
seinen undterthänigen abschiedt genommen,
avec beaucoup de bons souhaits, &
avertissemens, s'en voulant
aller, demaina mattin. Dieu
le conduyse & le reconduyse, a son temps,
heüreüsement! a bon entiere satisfaction!


Von meinem, vermeintlich verzauberten,
Fuchß, seindt abermalß von Erxleben,
böse zeittungen erschollen. <Gott straffe alle zauberer, undt zauberinnen, undt helffe dem armen, unschuldigen Thier! Amen!>

|| [[Handschrift: 317v]]

Montag den 2. May; 1653.


Jean Moustarde, ist auß dem Aldenburgischen lande,
wiederkommen, hat Mir aber oculariter demon-
striret, das ich mehr schaden, alß fortheil,
von selbigem præsentirten holtz, haben würde.


Schreiben, vom Cantzler Milagio, auß
Regenspurg[.] Jl monstre son zele, contre Zerbst. <et cetera>
et me donne diverses particularitéz.


Jehna, ist heütte wieder nacher Zerbst, ver-
rayset. Gott wolle ihn geleitten!


Der CammerRaht Doctor Mechovius, ist bey Mir
gewesen, undt extra zu Mittage, geblieben,
nach dem er bey Carl Ursinus' examen gewesen.


Avis vom Gebhard Loyß per H. P.b Alles gehet auf
steltzen. Patientia! Gott bewahre, vor unglügk!


Es seindt greẅliche Schloßen, die Tage, zu
Halberstadt, gefallen. perge


Avis, von Ballenstedt, von einem greẅlichen
hagel, welcher mir daselbst, undt Meiner ge-
mahlin zu Padeborn, viel getreydig verderbet,
Gott wolle sich unser erbarmen, die zorn-
ruhten, von unß abwenden, undt unß gnedig
undt barmhertzig sein! auch unß, als ein vater versorgen!

|| [[Handschrift: 318r]]


Jch habe briefe bekommen, von Paris, Wien,
Plötzkaw, Hall, Leiptzigk. <Brehmen> etcetera[.]


Die avisen geben: daß die Engelländer undt holländer
mitteinander tractiren, undt armiren.


Pfaltzgraf Moritz, wehre in den Canarien
Jnsulen, arriviret, den man, vor verlohren gehalten.
Pfaltzgraf Ruprechtt, wehre, von Nantes,
nach Pariß, kommen.


Die Staaden, wolten mit Frangkreich,
eine alliance machen.


Die Stadt Pignaruolo, wehre vom wetter,
sehr verderbet, undt leütte darinnen, ümbkommen.


Venedig, tractirte zwahr mit dem Türgken.
Jhr gesandter, Cappello, aber, würde übel
gehalten, undt der Primo Vesier, wie auch der
dollmetzscher, des Frantzösischen Ambassadors, strangulirt
worden, weil sie, (ohne vorbewußt der
Türgkischen Regierung), dem Gesandten,
sicher geleitte, procuriret, undt gegeben.
Jn Canêa, wehren 10000 Mann, ankommen,
Candia zu stringiren.


König in Spannien, assistirt die Printzen. Suchet,
durch den Freyherren von Sebach, Roses zu erobern,
undt Bourdeaux, zu endtsetzen.

|| [[Handschrift: 318v]]


Der König in Spannien, schickt geld undt volck
den Printzen, zu hülfe.


Schweden, undt Schweitzer interponiren
sich, zwischen Holl: undt Engellandt.


Polen, hat wieder die Cosagken, aber-
malß victorisiret, auch Städte
gewunnen, mit Sturm, in der Ukrayne.
Die Stände, wollen den König, nicht mehr
inß feldt ziehen laßen, oder hazardiren.
Chmielinßky suchet hülfe wiederumb,
bey den Tartarn, undt alliance
in der Moßkaw.

Dienstag den 3. May; 1653.


J'ay meditè üne nouvelle depesche, parmy
tant d'anxietèz. Dieu la benie! & prospere!


Paul Ludwig ist, bey mir, gewesen, undt hat aller-
ley, zu referiren, undt zu expediren, bekommen.


Tobias Steffeck de Kolodey a prins ce soir, son congè,
pour partir demainc, Dieu aydant, a üne
expedition confièe, que Dieu vueille benir!

|| [[Handschrift: 319r]]

Mittwoch den 4. May; 1653.


<1 Rehe von Ballenstedt[.]>


Tobias Steffeck von Kolodey nacher Gohta verschickt. Gott gebe zu
gesegnetem succeß!


Hans Balthasar Oberlender nacher Deßaw, ablegiret, wegen
Röhrholtzes, weinpfähle, undt mit Schwester
Dorothea Bathilde ihrem Bagage. Gott gebe zu glügk!


Der Jungfer Dütten, ihres bruders Sohn,
ist anhero kommen.


Jn die kirche, conjunctim, am
heüttigen behtTage. Text: ex 1. capitolo Genesis
versu 12.


Nachmittags bin ich, mit meinen Söhnen,
hinauß geritten, vor ihnen aber, von Zeptzigk
wieder zurügkd kommen, undt mein getreydig,
im felde besehen. perge Gott wolle es gesegenen!
undt mir, wol gedeyen laßen!


A spasso, in gartten, avec Madame!


Abermahliger avis, von Ballenstedt wegen des hagels,
so wie welsche h Nüße, theilß auch, wie hüner-
eyer groß gewesen. Umb halberstadt, sol
auch, fast alles <winttergetreydig> verhagelt sein, Jtem: die
gartten Früchte, undt blühte, auff den baẅmen.

|| [[Handschrift: 319v]]

Donnerstag den 5ten: May; 1653.


An Jehna geschrieben, mit einer Zerbster bier Fuhre.
Dieu benie mes desseings!


Gestern, habe ich, in beysein Märtin lac-
kayens, undt Wolfgang Sutorij, meinem
Schafvieh, laßen die wolle abnehmen,
allhier zu Bernburgk. Es wahren
664 haüpter, darvon ist wolle ge-
worden, in 3½ großen Sägken.


Bürgermeister Tornaw, ist bey mir gewesen, allerley
vorzutragen.


Jch habe geschrieben, nach Leiptzigk, Paris, &cetera[.]


Es ist einer herkommen, mit päßen, vom Könige
in Engellandt, hat


Einer ist hehrkommen, vom König in Engellandt,
will ein Götze sein, undt des großen
Kayserlichen undt Chur Bayerischen Generals bruder
(der in der Schlacht vor Janckow, geblieben)
will in WestJndien, 7 iahr gewesen
sein, item: in hollandt, Engellandt, Denne-
margk, will auch dem Könige in Engelland
in der letzten Schlacht, assistiret, undt gediehnet
haben. Seine discurß aber, gehen nicht recht aufeinander. || [[Handschrift: 320r]]
Vide, cui fidas! Er hat zwahr päße, vom
Könige, undt andern Officirern, aber die wortt
seindt verdächtig. Fide; sed cuj? vide!


Castiga vellacos!


Wartemßleben, ist von Erxleben wiederkommen,
(dahin ich ihn gesandt gehabtt!) undt hat mir
greẅliche sachen, undt besorgliche
hexereyen, von meinem leibroß,
dem Fuchß, erzehlet. Gott wolle
beßern! remediiren, dem bösen steẅren!
undt wehren!


Jn gartten, ce soir avec Madame.

Freitag den 6ten: May; 1653. perge


J'ay estè fort angoissè, par faulte de
moyens, a ma sübsistance!


Christof wilhelm Schlegel, ist bey Mir
gewesen, undt extra zu Mittage, geblieben.


Schreiben von Ballenstedt vom Amptmann,
undt AmptSchreiber.


Zu Zeptzigk, seindt 237 Stügke Schafvieh,
(so mein eigen) abgeschnitten worden.

|| [[Handschrift: 320v]]


Mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin, bin ich gegen abendt, auf
meine Felder, spatziren gefahren, haben ein
par Töchter3, mittgenommen. Carll ist mitgeritten.


Hans Balthasar Oberlender welcher zu Erxleben, gewesen, hat
den elenden zustandt, mit meinem Fuchß,
nicht genungsam bedawren, undt be-
schreiben können. Gott wolle es beßern!

Samstag den 7. May; 1653.


Zweene große Pacquet, von Zerbst,
darundter 1. die relation, unserer le-
gatorum, 2. die fernere anfeindung der Stadt Zerbst.


Bürgermeister Tornaw, ist abermalß bey mir
gewesen, undt hat wegen seiner Stadt
richtigkeitt getroffen.


Einer von Dütten, (welchen man gleichsam
vor Todt geachtet, undt welcher im kriege
in 19 iahren abwesend, sich versuchtt,
in Ungarn, undt in die Türckey verrayset)
hat sich bey mir præsentiret, undt
ist extra zu Mittage, geblieben.


Jch bin mit Madame, in gartten spatzirt.


<Die kefer continuiren noch, schaden zu thun.>

|| [[Handschrift: 321r]]

Sonntag den 8ten: May; 1653.


Brief von Strehlitz, (re infecta.)


Avisen, auß Erfurdt, daß die praecedentzStreitig-
keitten, noch zu Regenspurg währen. Der Kayser
hat die Stände, zu alterniren, vermahnet.
Von der proposition, ist es noch altum silentium!
Die Currir auß Schweden, werden erwartett.


Die wahl des Römischen Königs, sol auf den 14den:
May; noch forthgehen, darnach allererst
die Proposition geschehen.


Jn der Schweitz, rebelliren die pawren
aufs neẅe, halten conventicula, man
wirdt ihnen aber, begegnen.


Freyherr von Bluhmenthal, ist Chur Brandenburgischer
gesandter auf den wahlTag, nach Augspurg.


Jn Schweden, seindt die rebellischen pawren,
mit gewaltt, bezwungen, undt 14 iusti-
ficiret worden.


Zu Riga in Liflandt, haben die Schweden,
alle holländische Schiffe, in beschlag genommen,
volgk undt provision nacher Stettin, überzubringen,
undt durch Caßuben in Preüßen, die Polen
zu attacquiren, wiewol Polen mächtig, undt die Cosagken || [[Handschrift: 321v]]
geschlagen.


Zu Frangkfurth, am Mayn, befinden sich an
itzo, Spannische[,] Frantzösische[,] Savoysche werber.
haben großen zulauff, wo geldt vorhänden?


Die Spannischen undt Condeischen, sollen
Calais belägert haben. Der Cardinal
suchet nur rache, an seinen wiederwertigen.
hat auch den General Türenne dißgustirt,
daß derselbe malcontent von hofe gewichen.


Jn Engelland undt hollandt
armiren zwahr, beyde theil, stargk
tractiren aber auch. Die Staaden provintzien
dißentiren undtereinander. hollandt
dringet auf den Frieden. Seelandt
aber, will lieber krieg haben, undt
machen sich beyde anhang von andern Provintzien.


Zu Londen, ist auch zwytracht, undter
den hohen Geistern, alterniren, undt endern
ofte[!] die Stellen, damit sie alle in die
höhe kommen, welches doch endtlich alles,
auff uneinigkeit, außlauffen dörffte!

|| [[Handschrift: 322r]]


Jn die kirche, conjunctim. Er Marggravius
hat geprediget, weil der hofprediger krangk ist.


4<8> Schiffe, seindt heütte ahnkommen,
vom Gaw. Wollen frey paßiren, mit
Saltz, undt holtz vor Chur Saxen.


Zu Hegklingen, hat Georg Reichardt zwahr exequi-
ren wollen, allein die Edelleütte, undt ihre
undterthanen, haben eingepackt, undt
endtlaufen wollen, auch umb dilation
gebehten, ob sie etwaß erborgen köndten?
Sonst, hat verlautten wollen, alß hette
Trohta, (nach eingeschickten protestationschrei-
ben, unlengst an mich) gedroẅet, dem
Amptmann, undt andern Deputirten, so
hinauß würden kommen, zu exequiren, mit
dichten Stößen, zu begegnen, welches
aber gleichwol, nicht zu leiden stünde!


Nachmittags, wieder in die kirche,
undt predigt, Ern Jonij; da er das
Neündte gebott, außgeleget. perge Filij e-
rant mecum! nulla filia, &cetera &cetera &cetera[.]


Jn den gartten, con Madama; la sera.

|| [[Handschrift: 322v]]

Montag den 9<ten:> May; 1653.


Georg Reichardt ist bey mir gewesen.


Postea Philipp Güder undt andere Oeconomj.


Schreiben, von Croßen, vom Hoff, undt Leiptzigk[,] <Regenspurg> etcetera[.]


Die Avisen melden: daß die wahl, eines
Römischen Königs, zu Augspurgk, baldt geschehen werde.
Darnach erst die proposition zu Regenspurg wann
die currirer auß Schweden, wiederkommen.


Der vergleich, zwischen Chur Brandeburg undt
der Königinn in Schweden, wegen restitution
Pommern, sol richtig sein.


Die pawren rebellion in Schweden, sol
noch continuiren, wie auch die, im Schweitzerlande.


Der Türgke will Candia gantz haben,
Sonst nicht tractiren. Beruft sich, auf seinen
Alcoran. Rüstet sich gar gewaltig, gegen
Candiam, undt Dalmatiam, woselbst, der
General, Gil de haaß, gebraucht sol werden.


Jn Polen, sollen die Cosagken gewaltige
victorie erlanget, undt in die 6000 der
Pollnischen niedergemacht haben. Daß vfbott,
die Poßpolite Rußenie, ergehet hin: undt wieder.


Der Fürst in Sibenbürgen, sol mit hülffe || [[Handschrift: 323r]]
der Türgken, dem hospodarn in der Wallachey4,
inß landt gefallen sein, undt ihn, in Pohlen veriagt
haben.


Schweden, correspondirt, mit dem Parlament
in Engellandt, tractirt ihre gesandten5 herrlich,
deßgleichen ist, die Schwedische legation, in Londen,
gehalten worden.


Die attacque des Sundes, vom Parlament,
wirdt besorget. Die Staaden aber vigiliren dargegen,
dem Könige in Dennemargk zu hülfe, wiewol der
Admiral Tromp, (in ansehung schläferiger præpa-
ratorien,) willens gewesen ist, abzudangken,
iedoch endlich, zu bleiben, sich bereden laßen,
undt man thut ihm satisfaction, undt armiret.


Vor Calais, sollen die Spannier liegen, undt
sonst gewaltig, contra Frangkreich, sich rüsten,
auch auf Pignaruolo, in Piemont, ein auge haben.
Der Cardinal, kühlet sein Mühtlein, an seinen
adversarijs. Auf seinen König, undt auf ihn,
sol zu Paris, ein schuß geschehen sein, doch, ohne schaden,
undt hat ihre gemühter, noch mehr, exacerbirt.


Hertzogk von Lottringhen, stellet sich noch, im harnisch,
undt macht mine, zu anderen einquartirungen.


Die Lucerner pawren, sollen vornehmlich, die Bibel begehren.


Der Kayser, continuiret die Persecutiones, in den Erblanden.

|| [[Handschrift: 323v]]

Dienstag den 10ten: May; 1653.


Paul Ludwig ist bey mir gewesen, in importantzen.


Der iunge Doctor Ernst Friederich Schröhter,
unsers gewesenen Cantzlers Sohn, ist bey
mir gewesen, undt von Jehna, anhero kommen,
wegen etzlicher prætensionen. Jch habe ihm
Audientz gegeben, undt, zur Mittagsmalzeitt,
extra, behalten laßen.


Die Bernburger wolle, hat dißmahl gewogen:
12 St 39 Stein, 11 Pfund (libra)℔:[,] die Zeptziger
wolle: 12 Stein, 15 Pfund (libra)℔: Facit: 52 Stein (Gewichtsmaß für Flachs und Wolle)St: 4 Pfund (libra)pf:


Darvon gehen ab: 38 Pfund (libra)℔: die Sägke.
Jtem: 2 Stein (Gewichtsmaß für Flachs und Wolle)St: 9 Pfund (libra)℔: dem Zeptziger Schäfer.
Jtem: 7 Stein (Gewichtsmaß für Flachs und Wolle)St: 14 Pfund (libra)pf: dem Bernburger Schäfer,

Summa

15 Stein (Gewichtsmaß für Flachs und Wolle)St:

17 Pfund (libra)℔:

tara abgezogen.
Bleibet, dem Fürstlichen Amptte: 36 Stein (Gewichtsmaß für Flachs und Wolle)St: 9 pfundt.
                 Matz Urlob.


Schlechter abermahliger bericht, ist einkommen,
wegen meines bezauberten Fuchßes. Gott
dempfe das übel!

|| [[Handschrift: 324r]]

Mittwoch den 11ten: May; 1653.


Jn die kirche, undt wochenpredigtt conjunctim.
Er Valentin Reichardt, pfarrer von Cörmigk, hat
vor den krangken hofprediger geprediget.


Extra zu Mittage, Doctor Fischer, (lequel
m'a dit a Dieu! pour son progréz, que Dieu
benie! & vueille prosperer!) undt Er Reichardt.


Philipp Güder ist gleichßfalß, bey mir, gewesen.


Jch bin in gartten spatzirt, avec Madame.


Gestern, hat Mir, Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin,
durch Paul Ludwig der Rindtorfinn Schuldt, antragen
laßen, undt davor 50 hufen landeß.
Jch habe es vfn versuch ahnzunehmen, mich
erklähret, wenn ich mit Rindtorf, zu
rechtt, undt überein kommen köndte?
Er hat aber, biß dato, noch nicht tractiren
wollen.


Tobias Steffeck von Kolodey, ist diesen abendt, wieder-
ahnkommen. Gott gebe zu beßerm glügk! alß
ich mirs vorbilde! Ne deseras me Domine! etcetera
Finallement i'ay sceü, que ceste depesche, n'a pas
estè entierement inütille, Dieumercy! <qui nous aide!>

|| [[Handschrift: 324v]]

Donnerstag den 12. May; 1653.


heütte ist ein Lachß, von 30 Pfund (libra)℔: im Mühl-
gerenne zum 1. mal, (Gott lob, der gebe
ferner glügk! undt Segen!) gefangen worden.


Der Amtmann Georg Reichardt ist bey mir gewesen, viel
undt mancherley, zu referiren.


Jtem: Wolfgang Sutorius.


Jtem: der pfarrer von Dohndorf, Angelocrator, welcher
mit Wartemßleben, nacher Erxleben, gewandert,
undt meinen Fuchß, gar in schlechten
zustandt, zu helfen, gefunden. Gott helfe ihm!
undt erbarme sich auch, der Thiere!


Geschrieben, nacher Regenspurgk,
Paris, Croßen, undt Venedig. Deo dantet[.]


Nota Bene[:] heütte diesen abendt, habe ich Meiner
freundlichen herzlieb(st)en gemahlin Liebden cediret, undt abgetretten,
die Aldtenburgische holtzschuldt, undt deren
acta, extradiret, undt übergeben,
nebenst den ChurSäxischen[,] Weymarischen undt
Fürstlichen päßen. Gott gebe, zu glügk! undt succeß!

|| [[Handschrift: 325r]]

Freitag den 13den: May; 1653.


Den hofraht, Paulum Ludwigen, wie auch den
Amptmann Georg Reichardt bey mir gehabtt, in importantzen.


An Fürst Augustum geschrieben. Gott gebe zu glügk!


Tobias Steffeck von Kolodey nacher Ballenstedt geschicktt. Deus benedicat!


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist nacher <Pfuhle zu, spatziren>ihrer zigelScheüne
zu
, gefahren. Victor, ist mittgeritten. perge


hofmeister Einsidel, undt hofpredigern, habe
ich besuchen laßen. Mit dem ersten, stehets
schlechtt. Mit dem andern, beßert sichs. Gott lob!


Post von Ballenstedt, durch meinen bohten, undt
avis; daß hindter Quedlinburgk, undt bey Kroppen-
stedt, bluht gequollen.

Samstag den 14den: May; 1653.


Avis: daß Fürst Augustus, gestern nacher Cöhten, undt
Deßaw, mit der gantzen hofstadt, verrayset.


Der Hanß Senff, ist bey mir gewesen, expedienda zu expediren.


Der iüngere Einsidel, undt Magister Menzelius seindt bey mir gewesen.


Avis: daß am donnerstage, das kindttäuffen des
Wallwitzens Tochter, zu Deßaw, wol vollnbracht,
auch Meine GevatterStelle, durch Fürst Johann
Casimirs, Meines vetters, undt Schwagers Liebden wol vertretten worden.


Jntrighi, capriccij, dispettj, rispettj, sospettj, havutj hoggidj!

|| [[Handschrift: 325v]]


Jch bin an die Sahle, an Wolfgangßkirche, Mühle,
undt sonsten, gegen abendt, spatzirt, mit Abraham
von Rindtorff, das geschlagene undt ahngeführte
bawholtz, von Agken, zu besehen.


Avis: daß gestern, eine große zauberinn,
zu Gaterßleben, hindter hoym, gebrandt worden.
Sie hat auf viel leütte bekandt, undt alß sie
auch vornehme personen, nahmhaft gemachtt,
hat man mit ihr, zum Feẅer, zugeeilet.
Dat veniam corvis, vexat censura columbos!6
Gott bewahre unß, vor solchem Gottlosen geschmeiß,
undt boßhaften, hochschädlichem ungezifer!


Die avisen geben: das beyde Kayserliche Currirer,
mit gutem contento auß Schweden, wiederkommen.


Die Proposition zu Regenspurgk, würde erst
im Junio, geschehen. Die wahl des Römischen
Königes aber, m auf Trinitatis, zu Augspurgk,
von dorth auß, würden die meisten Churfürsten,
nacher hauß, verraysen. Der Kayser, der König,
undt Chur Meintz aber, solten wieder,
zur proposition, undt zur erledigung, derer,
inndeßen elaborirten, gravaminum, k nacher
Regenspurgk kommen.

|| [[Handschrift: 326r]]


Die pawren empöhrung, in der Schweitz, ergrößerte
sich, undt würde (ohne große gewaltt,) von den Städten,
schwehrlich zu stillen sein.


Die Spannischen stringirten Calais sehr,
deßen verlußt mehr, als Barcellona
importiren dörfte.


Engelländische Parlamentisten, tractiren
zwahr, mit hollandt, trawen aber einander,
wenig, undt beyde Schifarmaden, sollen aber-
malß, scharf ahneinander, gewesen sein.
Die Engelländer, rüsten sich stargk.

Sonntag den 15den: May; 1653. <Dominica Vocem jucunditatis.>


Eine Relation Numero 20 von unsern Legatis von Re-
genspurgk; ist einkommen.


Jn die kirche, coniunctim, da der hofprediger,
Gott lob, wieder geprediget, undt von seiner
krangkheit, genesen. Gott wolle ihn lange erhalten!


Extra zu Mittage, den CammerRaht, Doctor Mechovium.


Nachmittagß, wiederumb in die kirche, undt Catechismj
predigtt, des jonij cum filijs. perge


Ludwig Röber (gewesener Cammerdiehner) ist bey mir gewesen. perge
Jl s'est bien changè, depuis peu, vivant maintenant
au village, dü travail de ses mains! Dieu le
vueille fortifier! & benir!

|| [[Handschrift: 326v]]

Montag den 16den: May; 1653.


Mit Magister Menzelius conversiret.


Oeconomica tractiret.


Christof Wilhelm Schlegel, ist zu Mittage,
allhier gewesen. hat mir Nostitz, (in seinen
desiderijs, undt Schuldtsachen, an Kayser,)
recommendirt, undt gehet inß landt zu Lünenburgk.


Die Ordinarij avisen, geben:


Daß zu Regenspurg alle Churfürsten, neben dem
Kayser, nacher Augspurgk aufgebrochen, splendide,
zur Königlichen wahl. interim, sollen die gravamina,
competentzsachen, undt cameralia, zu Regenspurg
von den Ständen, debattiret, undt deliberiret werden.


Jn Frangkreich, continuiren die dißidia.
Cardinal Mazzarinj, recuperirt vorige authoritet.
Zu Tholouze, undt Bourdeaux, regirt die pest.
Die Bourdeloyer, schicken gesandten, zu dem
Engelländischen Parlament, umb secours. Denen
will der König in Frankreich zuvor kommen laßen.
Die belägerung Calais, wirdt besorget.
Prince de Condè, jst zu Brüßel, undt Antorff
wirdt magnificq tractiret. Der secours vom
Könige in Frankreich so die hertzoginn von Savoya, begehrt,
bleibet lange zurücke. Dörffte sich, mit Spannien vergleichen. || [[Handschrift: 327r]]
Der Spannische General, Freyherr von Sebach, setzet der
festung Roses, heftig zu, in meinung, von dorth auß
die Stadt Bourdeaux, undt die Printzen, zu assistiren.
Die Reformirten, in Frankreich haben permission erhalten,
einen Synodum, zu Charenton, zu celebriren,
iedoch, sol ein Königlicher Præses, darbey sein.


Casal die Cittadella, ist den Jtalienischen Fürsten,
ein dorn, in augen. Sie bitten, umb deßen
rasirung, damit die durchzüge, undt Ein-
quartirungen, von selbigen landen, abgewendet
werden. Sie wollen sonst gerne, dem hertzog
von Mantoua, in andere wege, assistiren.


Der Gubernator zu Meilandt, bringt ein
stargkes heer, wieder Savoya inß feldt,
der ViceRè zu Neapels, armiret eine stargke
Schiffarmada, wieder Franckreich und andere adversarios.


Zu Napolj, seindt die Duella scharf
verbotten, dennoch, haben neẅlichst, nicht al-
lein etzliche Mannspersonen, Sondern auch zweene
vornehme Courtisanen, (auß neidt undt ialou-
sie, gegen einander ergrimmet) sich mit rappier
undt Tolchen, auf leib, undt leben, außgefordert,
undt das cartel offentlich ahngeschlagen, darüber
Sie aber ertapt, undt in das gefängnüß, geführet worden.

|| [[Handschrift: 327v]]


Die venezianer, rüsten sich sehr, mit geldt, volgk,
proviandt, munition, undt Schiffen, die festung
Candia zu mainteniren, undt die Dardanellj,
oder deren außfahrt, den Türgken, zu sperren.


Die Bascha, von Sirien, undt Cypern7,
sollen rebelliret haben, undt der König
in Persien, mit 80000 Mann, zu felde sein.


Die Morlacchj, in Dalmatia, sollen dem
Türgken, auch großen abbruch thun.


700000 Jndianer, sollen dem Großen Mogor,
inß landt gefallen, undt eine festung belägert
haben. Dieweil, aber, in derselben, 12000
wol bewehrte Mann gelegen, undt auß-
gefallen, auch in die 70000 übel bewehrte
Jndianer, erschlagen haben, alß sol die belägerung
wieder aufgehaben8 worden sein.


Jn Polen, sollen die Cosagken abermalß
geschlagen sein, undt die reliquien verfolget werden.


Jn Schweden, armiret man zwahr. Man suchet
aber auch, friede mit dem Kayser, undt dem Reich,
zu stabiliren, mit Chur Brandenburg sich zu vereini-
gen, undt auch mit dem Engelländischen Parlament in alliance, zu tretten.

|| [[Handschrift: 328r]]


Jn Dennemargk, ist ein herrenTag gehalten.


Die holländer, wollen zwahr tractiren mit
Engelländischem Parlament, allein inndeßen, haben sie
Witte Wittens, mi[t] 50 undt Admiral Tromp,
mit 90 Schiffen, in die See, wieder die Anglos gesandt.
Jhre der Parlamentischen, häringsschiffe, sollen in
salvo, vor Londen, arriviret, hingegen die
Parlamentischen, zu lande, von den hochländern,
in Schottlandt, geschlagen sein. Der Cromwell,
hat das Parlament, von einander geiagtt,
sich selbst den güldenen Scepter, undt Schlüßel
zum Parlament reservirt, undt sich, mit seinen
Officirern, inß Nest, gesetzet. Es seindt kurtz
zuvor, Schwedische, undt Frantzösische gesandten9,
bey dem Parlament gewesen.


Die Schweitzer pawren, umb Bern, Basel,
Frieburgk, Solothurn, Lucern, stärgken sich,
fordern iniqua postulata, von den Städten,
welche sich dargegen, in verfaßung stellen,
undt mit liebe, oder mit leidt, sie suchen zu bezwingen.
Jm Elsaß, sol auch, etwaß empörung vor sein.


Jn mare Mediterraneo, vagiren, die Engelländer
so wol, als die Holländer.


Der Düc de Glochester, bruder des Königs, in Engellandt,
sol auß dem haag, nacher Frangkreich, abgerayset sein.

|| [[Handschrift: 328v]]


Ein iunger Zähme, ist zu abends, extra
gewesen, wegen Kihritz guht zu handeln.


Tobias Steffeck von Kolodey ist von Ballenstedt, wiederkommen.

Dienstag den 17den: May; 1653.


Martin Nickel est depeschè. Dieu le conduyse! et
reconduyse, a mon souhait, heureusement!


Secretarius Bährenreütt, ist diesen Morgen, bey
Mir gewesen, hat mir, von dem elenden statu,
zu Brehmen, bericht erstattet, undt ein
höfliches schreiben, von dannen, mittgebracht.
et cetera


Tobias Steffeck von Kolodey hat mir seltzahme sachen
referiret, 1. von dem quellenden bluht,
am Stadtgraben, an 4 orthen, zu Quedlinburg,
welches er gesehen, undt am Sonntage☉tage
aldar, in selbiger Stadt, sehr darvon
geprediget, undt die leütte zur
buße, vermahnet worden.
2. Das es wahr wehre, das auch zu
Kroppenstedt, in eines pfarrers agker,
recht bluht, wehre aufgepflüget worden.
3. Das der verstorbene Amptmann zu || [[Handschrift: 329r]]
Gaterschleben, Sebastian Jahn, solte bißwei-
len, herumb reittende, auf einem schwartzen gaul
sich sehen laßen. Sonderlich aber, wehre neẅlichst
ein Schäfer, von seiner wittwe angemahnet
worden, umb 200 ThalerThlr: (welche er kurtz vor Sebastians
ende, ihm richtig, auf Trawen, undt glauben
ohne quittung, außgezahlt solte haben) wie sehr
sich nun der Schäfer hingegen, vermeßen, undt
endtschuldiget, So hette alles nichts helfen
wollen, es müßte beweiß da sein. Der
Schäfer gehet hinweg, inß feldt, seüftzet
zu Gott, das er sol unschuldig leiden,
undt vor der Obrigkeitt, beklaget werden,
da kömbt ein Mann zu ihm, tröstet ihn, gehet
mit ihm, an einen pusch, darinnen brennet Sebastian
Jahr, redet mit ihm, undt gibt ihm zur<m> warzeichen,
daß er ihn bezahlet, seine Mütze, so ihm die Fraw, mitt
inß grab gegeben, zeiget ihm auch, wo er in einem buch,
solches angeschrieben, undt ahngezeichnet finden
sollte, daß er das geldt vom Schäfer bekommen,
begehret zu seiner beruhigung, man solle ihn unmolestiret
laßen hinführen. Alles hat sich also befunden. Das weib aber,
ist hartneckig, will es ungerne worth haben. Er sol sie
im Schlaff, offt sehr hart drügken, wie auch sein iüngstes || [[Handschrift: 329v]]
kindt, von acht iahren, das es gantz zerschmettert
sein solle. Man behtet auf den cantzeln, vor Sie,
undt daß kindt, alß ob sie das fieber hetten?
Daß grab, zu Ballenstedt, darein er geleget
worden, ist gantz unversehrt. Jch höre
ungerne solche händel, (wiewol sie sehr
fabuloß lautten, doch sehr confirmirt werden)
weil er unser Amptschreiber, vor iahren,
erstlich zu hartzgeroda, darnach zu Ballenstedt,
auch mir wol bekandt, undt in meinen diensten,
hiebevor gewesen. Gott gebe! daß keiner dem
andern, Unrecht thue, wie er beschuldiget
wirdt, mit executionen, sich übereilet
zu haben, alß er Amptmann zu Gaterßleben gewesen.
Sonst heißt es: De mortuis, et absentibus; nihil; nisj bonum!
Er sol sonst nur, eines kuhehirtten, Sohn, gewesen sein. <et cetera>
Gott bewahre vor des Sathans, illusionen!
4. Tobias Steffegk, berichtet auch, das vor ein par
Tagen, zu Gaterschleben, hindter hoym gelegen, (alda
eben itztgedachter Sebastian Jahns, Amptmann, zu der
Schwedischen zeitten, undt seidthero, bey Chur Brandeburg
gewesen!) noch gewiß die zauberinn, seye decol-
liret, undt ins Feẅer, geworfen worden, weil Sie
viel vieh getödtet, undt verzaübert, wie auch kinder behext.
Gott wolle solch ungezifer extirpiren!

|| [[Handschrift: 330r]]


Gaw ist abermal mit 4 Schiffen <undt 2 grossen kähnen>, herauf paßiret,
durch unsere Schleüse. Jch habe ihm zugesehen. Zu beklagen
ist es, das er die Schleüse, nicht wieder bawet, undt immer-
forth, mit freyen päßen, suchet unverzollt durchzupaßiren.


Diesen Morgen, paßirte ein Kayserlicher bereütter,
mit zweene hofJuden, hatten päße vom Kayser,
zwahr nicht undterschrieben, aber besigelt, item:
päße vom Louys Gonzaga, von graf Julius von
hardegk, vom General Enckefordt, zu erkauffung
Frießländischer pferde in der Grafschaft Oldenburg
undt in Ost Frießlandt, dahin sie wollten. Jch
mußte sie auch geleittefrey, zu lande, mit ihren
Oesterreichischen, und Ungrischen pferden, paßiren laßen.
Dergleichen verminderung meiner intraden, bringet
in Meiner küche, wenig ein! Patientia!


Tobias Steffeck von Kolodey habe ich wiederumb verschicktt, aber
nicht weitt, nemlich: nach Erxleben, nach meinem
Fuchß, zu sehen, undt berichtt einzubringen.
Da es dann gar schlecht bestellet. Der gaul frißt
keinen hafer, sondern nur graß mehr. Das hertz ist frisch.
Aber kein leben in schengkeln, zu empfinden. Der gaul
fället sich aller wundt, fället ein. Es schwehren
ihm, stügker fleisch, auß der hautt, Faüste groß.
Gott erbarme sich, des armen Thieres!

|| [[Handschrift: 330v]]


Sonst höret man, noch mehr greẅliche Sachen.
Jm lande zu Braunschweig, sol eine große zauberinn,
ihrer leiblichen Schwester kindt, gestohlen, ermordet,
in stügken zerhawen, undt gekocht haben. Alß nun
die Mutter des kindes, kläglich thut, undt ihr verlornes
kindt, (mit weinen, undt seüftzen,) suchen, undt nicht
finden kan, kömbt ein Mann, zu ihr, der saget,
Sie sol in ihrer Schwester küche gehen, da würde
sie ihr kindt wol finden. Die leibliche Mutter,
verwundert sich, geht doch hin, undt findet, nach
langem suchen, ihres kindes, gliedmaßen, ohnge-
fehr, in einem Topf am feẅer, sieden, undt kochen.
Zeigets, der Obrigkeitt, ahn. Dieselbige
zeücht das lose weib ein, undt schicket sie
nach Wolfenbüttel, allda sol ihr, ihr recht geschehen.
Sie sol schon bekandt haben, wenn sie hette zeitt
gehabt, ihrer Schwester kindt, so lange zu kochen,
biß die knochen vom fleisch, gefallen wehren,
wollte sie alles vieh, undt pferde, in selbigen
gegenden, getödtet haben<!> scilicet: Deo permittende!


Eine kuhe, sol hindter halberstadt, in harttem
weidelande, gantz versungken sein, daß man sie nicht
hinauß kriegen können. Lauttet Fabuloß, undt unglaublich!

|| [[Handschrift: 331r]]


Avis: daß der itzige priester zu Peißen, meinem gewesenen
Schäfer zu Zeptzigk, welcher doch luttrisch ist, undt
nur darumb, daß er eine reformirte Fraw hatt, sein
neẅgebornes kindt, durchauß nicht tauffen will,
wo Reformirte gevattern, darzu stehen? Kan der
lose pfaff (wieder das Christenthumb, wieder
die gebühr, wieder den Friedensschluß, undt
Observantz, in ehrlichen Christliebenden versam-
lungen) eines, so kan ich daß andere, undt weil
derselbige pawer, Putzmann genandt, in meinem
Territorio, zu OberPeüßen wohnhaft, will
ich einen pfarrer von unser religion, dahin
schigken, undt in seinem hause, sein kindt,
mit ruhe, undt friede, in beysein seiner
erbehtenen Taufzeügen, (wilß Gott) taüfen laßen.
Obgedachter pfaff, sol auch greẅlich lästern,
schmähen, undt debachiren, wieder unsere
wahre reformirte Religion, sonsten aber,
(wie solche clamanten, gemeiniglich zu thun
pflegen) in controversien, gar schlecht bestehen,
noch fundiret darinnen sein, daher es auch
kommen mag, das er (leichtsinniger weyse!)
hiebevor verredet, keinen reformirten mehr zu
admittiren, weil bey dergleichen gevatterschafft, im
convivio ein Reformatus disputando, ihne überwiesen.

|| [[Handschrift: 331v]]

Mittwoch den 18den: May; 1653.


Hans Senf ist bey mir gewesen. Postea: Wolfgang Sutorius.


Meine Oeconomica, laßen sich, gar schwehr ahn.


Avis: das Gaw, dem Churfürsten von Sachßen,
16000 ReichsthalerRthlr: außgezahlt, vor ein Privilegium,
daß er allein den Saltzhandel, im gantzen
ChurFürstenthumb, treiben mag. Dörfte Mir
also, ahn fehrgeldt, geleitte, auch Schiffzoll,
viel abgehen, wenn er, mit freyen päßen,
undterschlaif suchen sollte?


Difficilia! quæ pulchra.10 perge


Philipp Güder, hat sich auch præsentiret.


Fürst Augustus, ist vorüber paßirt, von
Deßaw, wiederkommende.


Walwitz, hat an mich geschrieben,
sich vor die gevatterschaft, undt præsent
beko bedangkende, undt daß Fürst Johann
Casimir, meine stelle vertretten, notificiren-
de, undt sich sonderlich, zu meinen diensten,
(Gott gebe nur aufrichtig!) offerirende!


Jch habe ein scharfes, ahnzügliches schreiben,
von den dreyen herrnvettern, Fürst Augusto[,] Fürst Lud: || [[Handschrift: 332r]]
Fürst Johann Casimirn, undt Fürst Johannßen bekommen,
weil sie das schreiben, an Kayser, (welches ich mit
vorbehaltt, undterschrieben, undt diese abgenöh-
tigte subscription, wieder die Zerbster, welche
man sufficienter hören sollen, beklaget)
umb confirmation des landtTagsSchlußes,
aufgebrochen, undt nicht überlifert, vorge-
bende, es wehre maculiret worden?
Bitten, undt begehren, eine andere, absolute
subscription, oder, das ich nicht bey den Zerbstern,
wieder den allgemeinen <Landtags>Schluß, stehen, noch
Sie, in ihrer wiedersetzligkeitt, undt unge-
horsam, wieder Fürst Johannßen, steiffen,
undt stärgken sollen, mit vielen, unleidlichen
imputationen, welche ich aber, beantwortten muß.
Der Plötzkawischer Trompter, welcher es ge-
bracht, hat alsobaldt antworth begehret,
undt mir kaum zeitt übrig gelaßen,
die Sache recht zu lesen, viel weniger, zu
ponderiren. Jch werde mich aber, an solches
ungestümmes procedere nicht kehren, son-
dern alles, Gott, undt der zeitt, befehlen.

|| [[Handschrift: 332v]]

Donnerstag den 19den: May; 1653. himmelfahrtsTag.


Jch habe viel verwirrungen gehabt, da
man doch, am heüttigen Heiligen Fest, pfleget,
mit ruhe, seiner andachtt, abzuwartten,
die herrnvettern aber, mich nicht, mit
ruhe, sein laßen können. Gott verzeyhe es jhnen!


Extra zu Mittage, den hofprediger
Menzelium, wie auch, Tobias Steffeck von Kolodey undt
die Rindtorfinn gehabtt.


Der <hofprediger> Menzelius, ist hinauß geschickt
worden, des kerlls zu Peüßen, kindt,
(so der luttrische pfaffe nicht taüffen
wollen) im hause zu taüffen.


Mal Herbe a aussy demandè, a moy, <avec instance> auiourd'huy
de moy, dès choses impertinentes, & preiüdiciables.


Guht gruß, gute antwortt, ad patruum, et
Patrueles. et cetera


Nach<vor>mittage coniunctim, in die predigtt,
des hofpredigers Menzelij; Nachmittage
cum filijs, et 4 filiabus11, in die predigtt, des
Jonij; am heüttigen FestTage.

|| [[Handschrift: 333r]]

Freitag den 20ten: May; 1653.

<1 Rehe, undt 4 hasen von Ballenstedt[.]>


A spasso, da ich gesehen, daß die reiffe, so etz-
liche Nacht hero, gefallen, der blühte schaden
gethan. Die kefere haben sich zwahr verlohren.


Tobias Steffeck von Kolodey ist wiederkommen von Erxleben, dahin
ich ihn gestern abendt, abermalß verschickt
gehabt, mit 3 diehnern, zuzusehen, undt
dem Fuchß, (pro posse,) zu helfen. Er ist über
Nacht, daselbst blieben, hat den gaul biß
aufs leben, tief, heütte frühe, an den beyden
förderschengkeln, außwürgken sehen,
undt allerley referiret, wie der Schmidt,
sich gefreẅet, das er das leben, (wiewol tief)
noch wjeder gefunden, undt etwas hofnung bekommen,
item: wie er die spähne von außgewirckten
huff, in einen birnbawm gegraben, dami<undt>
wol verstopft, wie auch neẅlichst ein
groß Stügke fleisch, (als 2 Maüse anein-
ander ahnzusehen) dem gaul, auß der
einen Arschbagke geschwohren, undt unvor-
sehens, von Krosigks hunde, dem Türgken, (so
noch ein gedechtnüß, von meinem Sohn, Erdtmann
Sehligen ist) gefreßen worden vor 4 Tagen, hat ihm aber, biß dato, || [[Handschrift: 333v]]
nichts geschadet, dem hunde. Wie des pfarrers
von Dohndorf rauch, dem gaul, sehr gut
gethan? wieder die zauberey! wie der
gaul, wieder anfängt, haber zu freßen,
undt etwaß muht zu kriegen? wie man
billich, ein solch edel pferdt, mein leibroß,
(darauf ich mich zu verlaßen, auch im fall
der Noht, mein leib, undt leben, zu defendiren)
nicht zu verwahrlosen, undt zu verseümen,
den Segen, undt gedeyen aber, zu solcher
cur, Gott dem Allmächtigen, andächtig,
zu befehlen, undt ordentliche hülfsMittel,
nicht zu spahren! Gott lob! das es
noch nicht gar auß, mit diesem haüpt-
pferde ist! undt helfe, daß ichs ferner
gebrauchen könne! Gott der Schöpfer,
seye gelobet, undt gespeiset, in seinen
Creaturen! undt wergken seiner hände!


La mia moglie, ricommincia, le sue mer-
catantie, e navigazionj contro il parere,
di parecchi, e di me stesso, pur; che non inciampi!

|| [[Handschrift: 334r]]


Jch habe den hofmeister Einsidel, in seiner
leibesschwachheitt, undt Fieber, besuchen laßen.
Der zustandt, mag sehr krängklich sein.
Gott wolle ihn, stärgken! undt gedeyen,
zu seiner cur, geben!


Gegen abendt, bin ich, mit Meiner gemahlin,
in gartten, gegangen.

Samstag den 21ten: May; 1653.


Es ist seltzam, daß zu Zeptzigk, nicht allein, in den feldern
sondern auch, im hause, undter dem Thor, Mawren, keller,
garttenwänden, sich neẅe waßerquellen, (welche
zuvorn nie gewesen) eraignen, undt den gebeẅden,
wie auch draußen, den ägkern, großen schaden zufügen.


Jn Düringhen, undt anderstwo, wie auch, im Cöhtnischen
sol eben dergleichen sich erweisen, viel verwundern
sich darüber, nennen es hu[n]gerquellen, besorgen
eine Theẅrung, oder dü[rr]e, oder prognosticiren gar,
daß es ein zeichen seye, vor dem iüngsten Tage!
Gott erscheine unß, mit gnaden! und lindere seine Strafen!


Avis: von Ballenstedt undter andern, das zu Kleinen
Germerschleben, nicht weitt, von Egeln, ein gesundt-
brunnen endtstanden, hette albereitt (dem bericht
nach) Stumme, undt lahme, gesundt gemacht, und es wehren,
viel bresthaffte leütte, alldar. Zu Quedlinburg conti-
nuirten annoch, die bluhtquellen, undt darauff gerichtete bußpredigtten.

|| [[Handschrift: 334v]]


Jch habe hofraht: Paul Ludwig[,] Jtem: den Amptmann Georg Reichardt in
importantzen, zu referiren, postea: Hans Senf bey mir
gehabtt.


Jntrighi, fastidij; ghiribizzi di Donne!


Responsum von Zerbst lamentable! Extract von Venedig,
von Fürst Friedrich[.] Der helt es, (von hören sagen), mit Milagio,
undt dem größesten hauffen, contra Zerbst, undt
glaübet, den ungerechten imputationen, sicut maior
Pars impiorum! Gott wolle die warheitt,
den interessenten, laßen in die augen scheinen!


Avisen von Erffurdt: daß der Kayser forth ist, nacher
Augspurgk, auf die wahl des Römischen Königs.
Jnterim deliberiren die ReichßStände von
den Gravaminibus, zu Regenspurg[.]


Die pawren, in der Sch[w]eitz, stellen sich, als wolten
Sie sich submittiren, di[e S]tädte, trawen ihnen aber nicht,
sondern verbiehten ihnen, alle zufuhr, von Proviant, undt
stehen, in ihrer huht, Sie, mit liebe, oder mit leidt, zu bezwingen.


Cromwell, hat das Parlament, undt den StadtRaht, zu
Londen, cassiret. Machet sich absolut. Offerirt, dem Könige
in Schottlandt, seine Tochter, mit allen dreyen Königreichen.
hat, bey der verenderung, die angekommene briefe, von
den Staaden, erbrochen. Rüstet, 150 große Orlogß-
Schiffe, auß. Der Schwedische gesandte, zu Londen, wirdt
herrlich gehalten, undt eine gewiße alliance || [[Handschrift: 335r]]
præsumiret, auß welcher coniunction, ihrer etzliche,
eine unüberwindtliche Macht, schließen wollen. Jedoch:
hilft keine weiheitt, kein Raht, keine Machtt,
wieder den HERRen, aller herren!


Die Stadt Brehmen, wirdt leyder! hart bedren-
get, undt geängstiget 1. durch intestina dissidia
undt erregte Mißverstände, zwischen dem Raht,
undt der Bürgerschafft. 2. Durch den Graven
von Oldenburgk, welcher, unahngesehen derselbe,
den Wehserzoll erhalten, dennoch eine große
unerschwingliche Summa geldes, noch von der armen
Stadt, zu erpreßen, begehrt. 3. Durch die Schweden,
welche ihnen das herrliche reiche Amptt Löhe,
de facto, abgenommen, undt eine Schantze dahin,
ahn die Wehser, geleget.


Jn die 80 Engelländische Schiffe, sollen sich, an den
Zeeländischen Jnseln, præsentirt haben, undt albe-
reitt, etzliche Schiffe, hinweg bekommen, weil
Admiral Tromp, noch in Texel, sich aufhelt,
undt mit außrüstung, seiner Armada, zu thun, hatt.


Die Spannischen, undt Printzischen, in Franckreich
armiren gewaltig, mit zweyen armèen,
wieder den König in Frankreich zu felde, zu gehen.

|| [[Handschrift: 335v]]

Sonntag den 22ten: May; 1653.


Avis: daß hertzogk Moritzen von Sachßen
einiges Söhnlein, auch gestorben. Gott tröste
Jhre Liebden undt alle affligirten!


hertzogk Christian Ludwig, zu Zell, ist
nicht gestorben in Dennemargk, (wie man
spargiret hat) sondern rüstet sich, gar
prächtig, zu seinem hochzeittlichen Beylager.
Gott laße alles, ohne Sünde abgehen!


Jn die kirche, vormittagß, conjunctim.


Schreiben vom Obrist leutnant Micrander, welcher
von Regenspurg glügklich wiederkommen.


Der Amptmann, Georg Reichardt ist bey mir gewesen.


Nachmittags cum filijs, wieder in die kirche,
undt predigtt, des Diaconj, Jonij; et cetera[.]


Ma femme continue sès trafficqs,
croyant, que son jnterest soit prefe-
rable, a nostre dignitè, & Repütation!
Chose! a moy, tres désplaysante!


In Publicis, habe ich 6erley zu expediren bekommen.

|| [[Handschrift: 336r]]

Montag den 23ten: May; 1653.


Philipp Güder ist bey mir gewesen, wie auch: Hanß Senff.


Gestern abendt, seindt 4<6> feine haüser, in München-
Neẅburgk, abgebrandt, <durch verwahrlosung eines Trunckenen welcher einschlafende, ein licht an der wandt, anbrennen laßen!> Wahr ein großes Feẅer. perge
Gott erbarme sich, der armen leütte!


Die Leiptziger avisen, melden: daß der Kayser, undt die Churfürsten
gewiß, nach Augspurgk, forth sein, zur wahl des Römischen Königs.
Jnterim deliberiren, die hindterbliebene Stände, zu Regenspurgk.


Frangkreich, hat noch seine intestina dissidia, & bella civilia.
Düc d'Orleans, will seine Trouppen, zu den Königlichen stoßen, doch,
das Sie nicht, wieder den Printz von Condè, diehnen sollen.
Ein grave von hollach, ist Feldtmarschalck12, des Printz von Condè
undt wirbet deützsche Reütter, undt knechtte.


<General> Cromwell, hat zu Londen, das Parlament, armata
manu, cassiret, undt andere Rähte, geordnet, welche er,
Custodes libertatis Reipublicæ Anglicana, nennet. Prætendirt,
das Parlament hette sich nur, zu perpetuiren, undt eigen-
Nutz, gesuchet, nicht aber das publicum bonum. Ja Sie
hetten auch alle<viel> Potentaten, der Christenheitt, zum
kriege wieder Sie, irritiret. Er aber, undt seine
Rähte, wollten alles wieder in ruhe undt Friede setzen.


Jnterim, sein: 85 Engelländische Orlogsschiffe, in Zeelandt,
ahnkommen, undt haben 50 Fischer, auch andere kauff-
fahrer, hinweg genommen, den Commandeur Evertß, mit
seinen 18 Schiffen, veriagt, undt die coniunction, mit || [[Handschrift: 336v]]
dem Admiral Tromp, abgeschnitten. Dörften wol, auf
das feste landt, etwaß tentiren! Tromp, ist eben den Tag
zuvor weg gewesen, mit seiner armada, in die
200 kauffahrerSchiffe, Nordenwarttß, zu convoyiren.
Jedoch, seindt die festen Städte, undt plätze, in Holl:
undt Zeelandt, wol besetzt. Gott wolle sie bewahren!
undt ihr Schutz, undt beschirmer sein! väterlich!
Cromwell, hat ein Manifest, laßen außgehen,
darinnen er scheinbahr uhrsachen anzeücht, zu
dieser großen verenderung ihn verlaßende,
undt von Gottes nahmen, undt Ehr, gar heilig
oftermalß zu sprechen weiß. Wehre es nur
nicht heücheley, oder Scheinheiligkeitt?


Jn Dennemargk, wirbt man, helt herrenTäge,
macht neẅe ordnungen, undt fortificirt man, helsingburgk.


Jn Schweden, wirdt eine General Musterung,
nach dem allgemeinen behtTage, gehalten.
General Feldtmarschall Wrangel, undt Axel Lillie,
werden in Deützschlandt, geschicktt. Die restitu-
tion hindterPommern, sol geschloßen sein.


Jn Polen, sollen die Cosagken, etwas victorisirt
haben, undt die Tartarn, wieder an sich ziehen.
Der Fürst Ragozzi, undt der hospodar in der Moldaw,
sollen dem Chmielinsky, assistiren, undt albereitt den || [[Handschrift: 337r]]
Hoßpodar, in der Wallachey13, von land undt leütten,
vertrieben haben, also: daß derselbe sich, in Polen hat kaum
salviren können, undt man hat ihn doch nicht, in die
Festung Caminiec Podolsky, einlaßen wollen, damit
man nicht daselbst, ungelegenheitt, umb seinentwillen,
zu gewartten hette. Der König in Polen, will abermals
zu felde, in der person, ziehen.


Die Türgken, rüsten sich gewaltig in Dalmatia,
wieder die venezianer. hingegen, sollen die Baschen von
Alepo, undt Cypern14, rebelliren. Wollen der itzigen
Türckischen regierung, nicht pariren, Sondern selbst ihre
provintzien, guberniren, biß der Türckische Kayser, Mündig
werden wirdt, undt solcher gestaltt, ihme den gehorsam
reserviren, undt vorbehalten.


Die Schweden halten die Stadt Brehmen, fast wie
blocquirt. Vorenthalten das schöne Amptt die Liehe[,]
befestigen sich an der Wehser. Graf Gustavus,
will dem Kayserlichen mandat, wegen restitution des
Capitulj Bremensis kein genügen thun.


Jn der festung Roses, an den Spannischen gräntzen,
haben die Frantzosen, eine Conspiration entdegktt,
undt die Thäter, stranguliren laßen.


Der Conte d'Oignon, hat Rochelle, dem Könige in Frankreich
mit dem gantzen gouvernement, übergeben, unerachtet, daß
ihme dargegen, der Prince de Condè, 600000 Gulden (florenus)f. offeriret.

|| [[Handschrift: 337v]]


Die Schweitzer pawren, seindt noch rebellisch. Sie
stellen sich zwahr ahn, alß wolten sie sich sub-
mittiren. Tractiren aber hartt, die leütte, so
bey jhnen, durchraysen, undt fordern iniqua postulata!
Jn kurtzen, wirdt sichs außweisen, wie mit ihnen,
in lieb, oder leydt, zu rechte zu kommen?


Conte de la Süze, ist gantz Printzisch. perge


Heütte zu Mittage, hat sich das schöneste, undter
den fohlen, von der langen Schweißfüchßichten
Stuhte, in ihrer Mutter, heftzügel, oder halfter,
stranguliret, alß die Stallpursche, beym
eßen, gewesen. Jst schade! undt unglügk! Patientia!


Nachmittages, bin ich hinauß spatziren
geritten, allhier, undt zu Zeptzigk, auf meine felder,
den segen Gottes, zu betrachten. perge <Aufn abendt in gartten, avec Madame.>

Dienstag den 24ten: May; 1653.


Jch bin, bey dem examine Carolj Ursinj, <vor: undt Nachmittags> gewesen.
Gott mehre ihm, seine Profectus!


Disturbj, havutj hoggidì! Jddîo, cj salvj!


Nachmittagß, ist ein stargker windt endtstanden,
hat aber nicht lange gewähret.


Tobias Steffeck von Kolodey ist nach Erxleben zum Fuchß, geritten,
undt hat nach deme, den krangken hofmeister
Einsidel, wiederumb besuchtt, per se; & meo nomine! || [[Handschrift: 338r]]
Der gute hofmeister Einsidel, ist sehr krangk, Gott wolle
ihn trösten! undt stärgken! Mit dem pferde, ist auch
noch zur zeitt, schlechte beßerung, zu sehen. Gott beßere es!


Post, undt Victualien von Ballenstedt, bekommen.

Mittwoch den 25ten: May; 1653.


Jn die kirche, coniunctim! der wochenpredigt beyzuwohnen.


Extra zu Mittage, den Hofprediger, Mencelium, gehabtt.


Martin Nickel jst wiederkommen, mit dilatorischer antworth.


Philipp Güder, wirdt abgefertiget, nacher Deßaw, zu den weinpfählen.
mit Oberlender. Gott gebe zu glügk!


heütte Nachmittag, leßt Christof Bärnreütt,
mein Secretarius, seinen erstgebornen Sohn, taüffen.
Gott gebe zu segen, undt guter ordnung! On dit,
qu'il n'a que 33 ou 34 semaines, et qu'il est trop tempre!
Laßet alles ordentlich, undt fein zugehen!


Avis: daß (über verhoffen, undt vorigen berichtt)
Mein allter bekandter, Graf Friederich Casimir,
von Ortemburgk noch leben soll. Man gibt
ihm iährlich 1000 ReichsthalerRthlr:<Gülden> zu seinem undterhalt.
Er sol kümmerlich leben, undt seine übrige
schöne intraden, sollen ihm von seinen creditoren,
(auf befehl des Kaysers, undt des Churfürsten
von Bayern,) alle sequestriret sein. Patientia!
et cetera

|| [[Handschrift: 338v]]

Donnerstag den 26ten: May; 1653.


<1 Rehe von Ballenstedt[.]>


Jch habe justitziensachen, mit dem Amptmann Georg Reichardt zu bestellen
gehabtt, Jtem: die Bawfuhren, undt anders.


Geschrieben, nacher Paris, an Monsieur Drelincourt, undt
nacher Loudün, an Adolf von Börstel. Gott gebe succeß!


Mit Madame, bin ich in gartten spatzirt.


Philipp Güder, undt Oberlender, seindt mitt 10000
weinpfählen, auß dem Deßawischen Forst, ahnkommen.


Victualien, undt Rehebogk von Ballenstedt.

Freitag den 27ten: May; 1653. perge


Jch bin hinauß geritten, post preces matutinas, die
weinberge, undt eintheilung der weinpfähle, in
Augenschein zu nehmen. Gott gebe darzu reichen Segen! <Postea: habe ich den Hofmeister Einsidel, in seinem Siechbette, besuchtt, undt ihn sehr Matt: undt kraftloß, aber auch Christlich, befunden. Gott wolle ihn trösten! undt stärgken!>


J'ay songè ce mattin, d'avoir estè averty, par Caspar Pfaw,
comme l'Empereur auroit indiquè, üne grande disgrace,
au Prince Auguste, & a tous ceulx de nostre mayson,
sür tout contre ma Personne, a cause de nos se-
parations, & desünions! & qu'en ün clin d'œil,
nous estions sür le poinct, de tout perdre!
Mais, ce n'est encores, qu'ün songe! ou mensonge!

|| [[Handschrift: 339r]]


Alß ich heütte, in den weinbergen, spatzirte, fand ich undter
andern einen reben im Zigelberge, in welchem 108 traüblein
gezehlet wahren, weißer weintrauben, heünisch gewächß,
Gott wolle es gesegenen! undt alles mitteinander, unß
wol genießen, undt gedeyen laßen! Die kefer, haben zwahr,
zimlichen schaden gethan, iedoch hoft man, es noch zu verwinden,
ob Gott will!


Diesen Morgen, hat es abermal gereifft, wie es
schon etzliche Mahl, gethan.


Es kommen fast alle Tage, ia oftermals, in einem Tage,
2 oder 3 parthien, so auß andern provintzien, unserß
Deützschlandes, zu reparirung, ihrer verödeten, v<z>er-
stöhrten, oder abgebrandten kirchen, das Allmosen, undt
umb eine beysteẅer bitten, bringen auch Testimonia
mitt, von ihren Herrschaften, ohne waß andere
exulanten, verarmte leütte, undt theilß Türckische
gefangene importune sollicitiren, undt bitten.
Es will des bettelns, undt gebens, solcher gestaltt,
kein maß, noch ende werden. Gott gebe unß nur
gnedige Mittel, zur hülfreichen continuation,
undt das unsere <eigene> kirchen, undt Hospitäler,
wie auch Schulen, undt Gottshaüser, mögen repa-
riret, undt wieder erbawet werden. Wer?
undt waß? gibt man aber darzu? Leider! wenig,
undt die Christliche liebe, vieler Neben Christen,
gegen ihre benachtbahrte, ist sehr erkaltet, oder gar verloschen!

|| [[Handschrift: 339v]]


Meine herzlieb(st)e gemahlin, ist nachmittagß, hinauß spatziren
gefahren, zur zigelscheüne, undt Victor hat mitt-
reitten müßen.


Avis: daß hertzogk Christian von Mecklenburg von Re-
genspurgk wiederkommen, zu Deßaw, angelanget,
undt des Kaysers gnade, auch gute expedition, sehr
gerühmet. Er dörfte eine zeitlang, im Fürstenthumb verbleiben.


Johann Esche de Wallwitz fait le restif, envers Madame; et ne veut point
aller a Dresen[!], trouvant des excüses, & dès eschappatoires,
quj me dèsplaysent. Le monde d'aujourd'huy, n'a pas
l'obbeissance dü Monde ancien, nj mesme de celuy,
que j'ay cognü, il y a 30 ou 40 ans. Et sür tout
les Nobles, & autres qui veülent paroistre, par
dessüs le vülgaire, scavent pallier, leur oultre-
cuidance, ou desreiglemens, par üne voye inüsitèe,
croyans, que leur condition, les mette, en estat,
si non èsgal a leur Prince, au moins, peü moindre,
& tel, qu'ils puissent faire, ce quj leur plaist,
sans se soucier gueres, de la volontè de leurs Süpe-
rieurs, ni de leurs Commandemens, voire, si on
ne leur commande a leur fantasie, dès choses,
a eulx aggreables, ils osent bien dire: Je ne suis
point ün esclave, ie suis noble, ie suis Conseiller,
ie suis Officier, & ainsy, ün chascün, contrefait le Maistre!

|| [[Handschrift: 340r]]


Die Krosigkin, von Erxleben, ist auch herkommen.


Überlauf, von gefangenen Polnischen vom Adel, so in der Tartarey
sitzen, undt mit weib, undt kindt, pro: 800 ReichsthalerRthlr: sich rantzioniren sollen.


Man gibt billich, auß Christlicher liebe, undt Theilet mitt, pro posse.


Schreiben, undt Victualien, von Ballenstedt. et cetera

Samstag den 28ten: May; 1653.


Gaw, leßet heütte wiederumb, 6 Schiffe
mit Saltz beladen, frey durchpaßiren, undterm vor-
wandt, alß stünden Sie, dem Churfürsten von Sachßen, ei-
genthümblich zu, in seinen vorrath, nach Dreßen[!],
undt haben fein, darauff einen paß, vom Admi-
nistratore zu Halle.


A spasso, in schönem wetter, da der Regen, wol
zu wüntzschen, wenn es Gottes wille wehre?


Tobias Steffeck von Kolodey ist abermals zu Erxleben gewesen, den
wunderlichen zustandt, meines Fuchß, erzehlende.
Gott beßere, alle contrarieteten!


Schreiben, von Thomaß Benckendorf, daß ihn Gott
wunderbahrlich, in ein schönes kastnerAmptt, nacher
Cotbuß, beruffen, undt daß es ihm, noch wol ergehe. Jn
meinen desiderijs, gehet es schläferig zu bey ChurBrandenburg
combien que l'Electrice Douairiere, me vueille dü bien!
Landgraf Wilhelm von heßen, undt dero ge-
mahlin, seindt in der Margk, undt wollen zum
Berlin, die Pfingsten halten, Gott gesegene Jhre Liebden Liebden!

|| [[Handschrift: 340v]]


Avis: das Augustin Banße, (so hiebevorn zu
Ballenstedt, mein copiist, nachgehends aber, Ampt-
schreiber alldar, in meinen diensten gewesen) mit
Todt abgegangen. Gott genade ihm! Er war zwahr
from, undt stille, aber ich habe doch, schlechte ehre,
undt schlechten Nutzen, von seinen diensten, gehabt.
Er mag numehr ruhen! Mors omnia solvit!

Sonntag den 29ten: May 1653. <Pfingsten.>


Am heüttigen PfingstFest, coniunctim zur
kirche. Gott vermehre, undt breitte über unß
auß, ie mehr, undt mehr, Seines Heiligen Geistes, gaben!
Er gebe unß auch, einen gnedigen regen! undt Segen!


Na Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, undt Tobias Steffeck von Kolodey[.]


Nachmittagß, wieder conjunctim, zur kirche, da
abermal der hofprediger Mencelius, eine schöne
predigtt, so wol, alß vormittagß, gethan. et cetera


Gott bekehre die irrenden! undt erleüchte
Sie, mit seinem Heiligen Geist, zur warheitt!


Nota Bene Nota Bene[:] preghiere calde, per non concedere l'apertura
del corpo, quando sarà passato, (si come sj teme<!>)
all'altra Vita, in un batter d'occhio, i quali pensieri, mj
fanno paura, che derivino d'una diffidenza, non necessaria! et cetera
Jddîo schifi tal diffidenze e cattivi pensierj!

|| [[Handschrift: 341r]]

Montag den 30ten: May; 1653. Pfingstmontag.


J'ay songè d'avoir perdü, üne quantitè d'argent, en
chemin, revenant d'ün voyage lointain. Mes poches
& bources, auroyent eü dés pertuis. Et Röder
descendant dü carosse, & voyant les Dücats, ès-
parpillèz au chemin, m'en auroit rapportè aulcüns,
et cerchè[!] les autres. Oberlender, auroit dit:
On a tant de peine, a acquerir de l'argent,
et l'on le perd si legerement, so liederlich.
J'eüsse prins, en bonne part, ceste correction!
et fait cercher[!] le reste, qui estoit bien plüs,
que ce, que j'aurois recouvert[!]. Le Conte de Schlick
(defünct) auroit dit: Que voulèz vous faire en
France? ce voyage vous sera infrüctueux, et
mon Empereur, s'en formalisera. J'eüsse reparty:
Voire! i'y ay dès bonnes pretensions. Mais mon
argent est perdü. Il m'est bien jnterdit, d'aller en
France, ou en ün grand Voyage! J'eüsse fort
prisè, la fidelitè de Röder, d'Oberlender & de ceux, quj
m'auroyent admonestè encores de la perte de mon
argent, autrement, j'eüsse tout perdü, sans y penser,
& les paysans, ou aultres passans, l'auroyent enlevè.

|| [[Handschrift: 341v]]


Vormittagß conjunctim, in die kirche, da dann
der hofprediger Menzelius, den Text: Johannes 3 Also
hat Gott die weltt geliebet, etcetera15 außf der
maßen schön außgeleget. Gott erbawe die verstogkten!


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, gehabtt,
Jtem: Tobias Steffeck von Kolodey[,] den Bürgermeister Weylandt, undt
den Hofprediger


Schreiben, von Caspar Pfawen, Sohn, dem itzigen
Amptmann zu Gernroda, von seiner Gohtischen
verrichtung, welche entredeux gewesen, Mir aber,
keinen Nutzen gebrachtt.


Nachmittags, mit beyden Söhnen, undt mit denen
beyden mittelsten Töchtern, wiederumb in die kirche,
da dann, der Diaconus Jonius, seine pfingstpredigt, abgeleget.


Die Leiptziger avisen geben:


Daß der Kayser, durch niederkunft der Kayserinn
mit einem iungen Printzen16, abermalß, erfreẅet
undt gesegenet worden. Gott stärgke! undt erhalte!


Die wahl, des Römischen Königes, gehet zu
Augspurgk, forth.


Die pawren in der Schweitz, rebelliren stargk,
haben Arburgk ejngenommen, Bern belägert,
die interposition, des Königlichen Frantzösischen gesandten rejicirt,
undt stellen sich zwahr, zun Tractaten, nicht abgeneigt.

|| [[Handschrift: 342r]]


Die beyden Currirer, auß Schweden, seindt wieder
zum Kayser, mit großer satißfaction, wiederkommen.
Die Königinn, hat sich, zu allem gutem, erbotten, wie
es Jhre Kayserliche Mayestät begehret, undt hat die
Kayserlichen currirer, frey gehalten, begnadiget,
undt beschengket.


General Cromwell, dominirt, mit seinen Neẅen
Decemviris, (so Officirer, von seiner armèe sein sollen)
nach belieben, in Engellandt. Jn dem Admiral
Tromp, die Nordfahrer kaufleütte, convoyiret,
haben die Engelländer, ihren fortheil ersehen,
undt mit 85 Schiffen, der Staaden landt, geschreckt,
Fischer in Zeelandt, hinweggenommen, undt sonsten
schaden gethan. Es scheinet, es seyen wieder Tractaten
obhanden, wiewol keine, von den Vereinigten
Provintzien, als hollandt alleine lußt darzu hatt.


Jn Frangkreich, continuiren, die motus intestinj!


Zu venedig, ist die forcht groß vor dem Türckischen
gewaltt. Gleichwol, leßet mans auch, an gegenwehre,
undt gehöriger gegenverfaßung, nicht ermangeln.


Der Fürst Ragozzi, sol den Hoßpodar auß der
Wallachey17, etzliche schreiben auß der Moldaw,
veriaget, undt vertrieben haben, auf befehl des
Türgkischen Kayserß, wegen seiner Tiranney,
undt anderer geklagten unthaten.

|| [[Handschrift: 342v]]


Die Cosagken, undt Tartarn, stärgken sich
wieder Polen, undt gehen mit parthien, stargk
aufeinander, da baldt diese, baldt iehne obsiegen.


Zu Dantzigk, seindt zweene lottringher,
iustificiret worden, wegen geprägter falscher Müntze,
dergleichen handtwergk, Sie auch in Schweden getrieben
haben sollen.


Jedermann verlanget, nach einem gnedigen Regen,
undt eruickung, des letzenden erdtreichß,
(welches nur, eine halbe erndte, geben dörffte,
wenn der regen, noch wenig Tage, außen bliebe!)
wir haben darumb, heimlich, undt offentlich,
gebehtet. Gott wolle unß erhören! undt
die auftziehende wolgken, wie etzliche
Tage hero, geschehen, nicht vorüber ziehen laßen!


Zu Abendts, bey Mir gehabt, den Caplan Ionium,
welcher auch extra geblieben, neben Fraw Helena
undt Tobias Steffeck von Kolodey[.]


Es hat ein klein wenig geregenet, Gott lob! Der
wolle seinen Segen, gnediglich vermehren!

|| [[Handschrift: 343r]]

Dienstag den 31. May; 1653.


Tobias Steffeck von Kolodey ist heütte nacher Ballenstedt. Gott geleitte
ihn! undt gesegene seine expeditiones! a mon profit!


Der Stadtvogtt, ist bey mir gewesen. Klaget über
die refractarios, in der Stadt, wegen der fuhren, zum Tamm.
Sie opponiren sich, zu ihrem eigenem verderben.


Martin Nickel ablegirt, á Cölln & Crossen[.]


Schreiben, vom Thomas Benckendorf perge per Doctorem Mechovium.


Meine Söhne, undt Töchter, seindt auf der Sahle,
Nachmittags, spatziren gefahren, sich zu recreiren.


Unahngesehen des verbotts, daß man kein pfingst-
bier, undt üppigkeitt, halten, undt treiben
solle, lauffen doch, knechte, undt Mägde, auf
die dörfer, undt Trotzen ihre herren. perge


Viel vermeinen, der heüttige, seye der
dritte pfingst FeyerTag, an deme man
Sauffen, schwelgen, spatziren gehen
müße, undt nichts thun dörffe!


Der Gaw, ist einmahl erschienen,
hat sich viel erbotten, wegen seiner
Schiffarth, aber in der That, ists nichts.
Gott gebe! das er nur die Schleüse, aufs
wenigste wieder bawe! heütte kommen wieder
4 Freye Schiffe ahn. Er muß sich, verreversiren. etcetera etcetera etcetera

|| [[Handschrift: 343v]]


Jch bin mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden hinauß gefahren,
auf unsere breitten allhier, undt bey Zeptzigk,
der regen (wie schön es sich auch überzeüchtt,)
will gar nicht herab fließen, sondern
tröpfelt nur gar eintzeln. Gott wolle
mit seinem gnaden Thaw, unß nicht verlaßen!


Textapparat
a Die Silben "de" und "main" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Abkürzung nicht auflösbar.
c Die Silben "de" und "main" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
e Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
f Das Wort "auß" ist zu streichen.

Kommentar
1 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
2 Gn 1.
3 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
4 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
5 Personen nicht ermittelt.
6 Zitat aus Iuv. 2, 63 (ed. Adamietz 1993, S. 26f.).
7 Person nicht ermittelt.
8 Hier: aufgehoben.
9 Personen nur teilweise ermittelt.
10 Zitat nach Erasmus: Adagia, S. 22.
11 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
12 Hier: Maréchal de camp.
13 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
14 Person nicht ermittelt.
15 Io 3,16.
16 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um eine Tochter.
17 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
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ablegiren
jemanden entsenden, beordern
admittiren
gestatten, zulassen
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
anziehen
anführen, erwähnen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
arriviren
ankommen, eintreffen
Aufbot
Zusammenruf des Heeres, Aufgebot zur Heeresfolge
ausfordern
zum Kampf herausfordern
auswirken
etwas erreichen, von jemandem erlangen
auswirken
schwinden, sich verzehren
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
begnadigen
begaben, beschenken
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
besorgen
befürchten, fürchten
besorglich
zu Besorgnis Anlass gebend, heikel, zu befürchtend
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
bresthaft
mit einem körperlichen oder geistigen Mangel behaftet, krank, gebrechlich
Cartel
schriftliche Herausforderung zum Zweikampf
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
cediren
weichen, nachgeben
cediren
abtreten, übereignen
Clamant
Schreier
Competenzsache
Angelegenheit eines Rangkonflikts
Confirmation
Bestätigung
confirmiren
bestätigen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Contrarietet
Hindernis, Widerwärtigkeit, Unannehmlichkeit
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
debachiren
schimpfen
decolliren
enthaupten
defendiren
verteidigen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
dicht
mächtig, kräftig, fest
Dilation
Aufschub
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
einig
einzig
einziehen
verhaften
elaboriren
ausarbeiten
exacerbiren
erbittern
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
extirpiren
ausmerzen, ausrotten
extradiren
an einen Berechtigten aushändigen/übergeben
Exulant
aus Glaubensgründen vertriebene Person (meist für vertriebene Protestanten aus den habsburgischen Erbländern und anderen rekatholisierten Territorien)
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
Gartenwand
Gartenmauer
Gegenverfassung
Gegenmaßnahme
genungsam
genügend, hinreichend
guberniren
verwalten, regieren
guberniren
sich verhalten
Heftzügel
Halfter
Herrentag
jährliche Zusammenkunft des dänischen Königs mit dem Reichsrat
heunisch
Adjektiv für eine minderwertige (ursprünglich aus dem Osten stammende) Trauben- und Weinsorte im Unterschied zu einem besseren Wein, der als fränkisch bezeichnet wurde
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
importiren
von Belang sein, wert sein
importiren
etwas auf sich haben, bedeuten
Imputation
Beschuldigung, Zurechnung
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Interposition
Vermittlung
Intraden
Einkünfte
irritiren
reizen, antreiben, bewegen
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
Kastner
eigentlich Verwalter eines Kornspeichers, teils auch Amtmann über alle Einkünfte
Knecht
Landsknecht, Soldat
Landtagsschluss
schriftlich niedergelegtes Ergebnis der auf einem Landtag geführten Verhandlungen, das mit Unterschrift und Siegel beider Seiten durch die landesfürstliche Publizierung Rechtskraft erhält
maculiren
beschmutzen, verunreinigen, unbrauchbar machen
mainteniren
(sich) behaupten
mainteniren
in Stand und Ordnung halten
Mandat
obrigkeitlicher Befehl
mitteilen
(einen Anteil von etwas) abgeben
mitteilen
etwas (z. B. Schutz, Frieden, Gerechtigkeit, Gnade, ein Recht) gewähren
Mühlgerenne
Vorrichtung, in der das Wasser dem Mühlrad zugeleitet wird
obhanden
vorhanden
Observanz
Befolgung
Observanz
durch Übung (oder Ausübung mit Billigung der zur Rechtsetzung befugten Personen) zum Recht gewordenes Herkommen
Observanz
herkömmliche Gewohnheit
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
ponderiren
bedenken, erwägen
Präcedenzstreitigkeit
Rangkonflikt
Präparatorie
Vorbereitung
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
procuriren
besorgen, beschaffen
procuriren
für eine Sache eintreten
Provision
Vorrat, Vorsorge
Provision
Unterhalt, Versorgung, Verpflegung, regelmäßige (jährliche) Zahlung
Provision
Fürsorge, Vorkehrung
ranzioniren
gegen Geldzahlung auslösen
ranzioniren
mit einer Lösegeldforderung belegen
Rasirung
Zerstörung/Schleifung (einer Festung, Schanze oder Stadtmauer)
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
reifen
mit Reif bedecken
rejiciren
verwerfen, abweisen
rejiciren
abwerfen, wegstoßen, zurückdrängen
rejiciren
(auf jemanden) schieben, verweisen
rejiciren
ausstoßen
Relation
Bericht
Reliquie
Rest, Zurückgebliebenes
remedi(i)ren
abhelfen
reserviren
vorbehalten, ausnehmen
reserviren
aufbewahren, aufheben
Röhrholz
Holz, das dem Wasserröhren hergestellt werden
salviren
retten
Schiffarmada
Kriegsflotte
Schloße
Graupel- bzw. Hagelkorn
schwären
schwellen
schweißfüchsig
Adjektiv für ein rötliches Fell, das so mit weißen Haaren durchsetzt ist, dass es mit Schweiß bedeckt scheint
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
stabiliren
fest machen, versichern, bestätigen
steifen
sich (auf etwas) versteifen, beharren
steifen
(jemanden) bestärken, unterstützen
steifen
sich (auf etwas/jemanden) stützen
Stein
Gewichtseinheit für Flachs, Talg und Wolle
auf Stelzen gehen
in üblem/schlechtem Zustand sein
stringiren
binden, verpflichten
stringiren
berühren
stringiren
abschneiden
submittiren
unterwerfen
Subscription
Unterschrift, Unterzeichnung
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Teil
Partei, Seite
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Trinitatis
Fest der Heiligen Dreifaltigkeit (erster Sonntag nach Pfingsten)
Trompter
Trompeter
überweisen
nachweisen, beweisen
überweisen
jemanden einer Sache überführen
ungefähr
zufällig
unmolestirt
ungeängstigt, unbelästigt, ungenötigt, unverfolgt
Unterschleif
Aufnahme, Beherbergung, Unterschlupf
Unterschleif
Täuschung, Betrug, Unterschlagung
Unterschleif
Vorschubleistung
in Verfassung stellen
Bereitschaft herstellen, geordnete Anstalten machen, insbesondere Kriegsvorbereitungen treffen
verlassen
aufgeben, dahingeben, etwas (käuflich) überlassen
verlassen
hinterlassen
verlassen
veranlassen
verreden
sich selbst geloben, etwas nicht wieder zu tun
verreden
zu viel reden
verreversiren
eine schriftliche Zusage machen, sich schriftlich verpflichten
Verwahrlosung
Nachlässigkeit, Unachtsamkeit
Victorie
Sieg
victorisiren
siegen, siegreich sein
vigiliren
wachsam sein, auf etwas Acht geben
Vocem jucunditatis
fünfter Sonntag nach Ostern (Rogate oder Bittsonntag)
Volk
Truppen
Vorbewußt
Vorwissen
vorbilden
vorstellen
Weinpfahl
Pfahl, an dem der Weinstock im Weinberg befestiget wird
welsche Nuss
Walnuss
Zeitung
Nachricht
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Christoph Ludwig Bährenreutter
Christoph Ludwig Bernreuth

geb. 1653
Anm.: Sohn des fürstlichen Sekretärs Christoph Bährenreutter (geb. 1624).
Augustin Banse

gest. 1653
Anm.: Sohn des Ballenstedter Bürgers Nikolaus Banse (gest. vor 1638); um 1638 Schreiber der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1640 Gastwirt in Bernburg ("Zu den Drei Kronen"); um 1647/48 fürstlicher Korn- und zuletzt Amtsschreiber in Ballenstedt.
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Luis Francisco de Benavides Carrillo de Toledo
Marqués Luis Francisco de Caracena
Marqués Luis Francisco de Frómista
Conde Luis Francisco de Pinto

geb. 1608
gest. 1668
Anm.: Sohn des Luis Francisco de Benavides y Cortés, Marqués de Frómista; Marqués de Caracena und de Frómista sowie Conde de Pinto; seit 1629 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General; 1648-1656 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1659-1664 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1664/65 Inhaber des Oberkommandos im Restaurationskrieg gegen Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Thomas Benckendorf

gest. vor 1658
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Geheimsekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1646 zudem Amtmann von Bernburg; ab 1647 kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock (noch 1649); seit 1653 "Kastner" in Cottbus.
Joachim Friedrich von Blumenthal

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Sohn des Christoph von Blumenthal (1579-1624); ab 1633 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat sowie Kammerjunker; 1635-1641 Direktor des Kriegsrats; mehrfach Gesandter Kurbrandenburgs, u. a. beim Kurfürstentag (1636) sowie den beiden Reichstagen (1640/41 und 1653/54) in Regensburg; 1638 Generalkommissar der kurbrandenburgischen Truppen in Kleve; 1638-1641 wirklicher Geheimer Rat; seit 1646 kaiserlicher Rat und Oberster Kriegskommissar; 1649 Generalkriegskommissar des Westfälischen Reichskreises; 1649 kaiserlicher Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1649/50 Reichshofrat; ab 1649 zudem kurfürstlicher Statthalter von Halberstadt und Amtshauptmann von Gröningen; seit 1651 kurbrandenburgischer Staatskammerrat; 1652/53 Direktor des Geheimen Rates; 1646 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Brand

geb. 1611
gest. 1671
Anm.: Geboren in Calbe; 1634-1645/50 zuerst Baccalaureus, später Rektor in Calbe; 1645/50-1655 Pfarrer in Unterpeißen; seit 1656 Pfarrer in Beesenlaublingen; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 2, Leipzig 2004, S. 15.
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Giovanni (2) Cappello

geb. 1584
gest. 1662
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Lorenzo Cappello (1555-1625) di Piero; 1612 Mitglied der Quarantia civil nova; 1615 bzw. 1618 Mitglied der Quarantia ordinaria; 1615 Provveditore alla Sanità; 1616 Auditor novissimo; 1625 Vorsitzender des Rates der Zehn; 1625 Podestà von Brescia; 1627 Mitglied der Pregadi; 1628 Savia alla mercanzia; 1630-1633 venezianischer Bailo (Repräsentant) und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1641-1642 und 1647-1649 Provveditore generale in Terraferma; 1652/53 erneut Bailo und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1653-1658 in Adrianopel inhaftiert; ab 1653 Prokurator von San Marco. .
Gaspard de Champagne
Comte Gaspard de La Suze

geb. 1617
gest. 1694
Anm.: Sohn des hugenottischen Adligen Louis de Champagne, Comte de La Suze (gest. 1636); seit 1636 Comte de La Suze; französischer Maître de camp (um 1649) und Lieutenant-général des armées du Roi; zudem Conseiller du Roi; 1653 Teilnahme an der Fronde.
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Defterzade Mehmed Pascha

gest. 1656
Anm.: 1652/53 osmanischer Beylerbey (Provinzgouverneur) von Damaskus.
N. N. von Ditten (1)

Anm.: Vermutlich Sohn des Otto Christoph von Ditten.
N. N. von Ditten (2)

Anm.: Vermutlich mecklenburgischer Adliger, der vor 1653 neunzehn Jahre lang in Kriegsdiensten stand.
Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Otto Christoph von Ditten

gest. nach 1652
Anm.: Sohn des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1649 als Gesandter im Dienst der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg; um 1638 Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Charles Drelincourt

geb. 1595
gest. 1669
Anm.: Sohn des herzoglichen Sekretärs Pierre Drelincourt in Sedan; Studium der Theologie in Sedan und Saumur; seit 1620 Pastor der reformierten Gemeinde von Charenton-le-Pont.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Adrian von Enckevort

geb. 1603
gest. 1663
Anm.: Sohn des bayerisch-ligistischen Obristwachtmeisters Wilhelm von Enckevort (gest. 1621); ab 1619 in kurbayerisch-ligistischen und seit 1629 kaiserlichen Kriegsdiensten u. a. als Obristleutnant (1631), Obrist (1634), Generalfeldwachtmeister (1636), Feldmarschallleutnant (1644), Feldzeugmeister und Hofkriegsrat (1647); ab 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1648/49 kurbayerischer Feldmarschall; seit 1656 kaiserlicher Wirklicher Geheimer Rat; ab 1658 kaiserlicher Feldmarschall; 1658 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Antonio Schmidt-Brentano: Die kaiserlichen Generale 1618-1655. Ein biographisches Lexikon, Wien 2022, S. 139-143.

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Christian Engelhardt
Christian Angelocrator

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des späteren Köthener Hofpredigers und Superintendenten Daniel Engelhardt (1569-1635); 1635-1637 schwedischer Feldprediger bei Feldmarschall Johan Banér (1596-1641); 1637-1643 Pfarrer von Pißdorf; seit 1643 Pfarrer in Dohndorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 204.
Prinz Heinrich von England, Schottland und Irland
Duke Henry of Gloucester

geb. 1640
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); seit 1659 Duke of Gloucester.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Johan Evertsen

geb. 1600
gest. 1666
Anm.: Sohn des Kapitäns Johan Evertsen (gest. 1617); ab 1618/22 Kapitän der niederländischen Kriegsmarine; 1637-1664 Vizeadmiral und seit 1664 Leutnant-Admiral von Zeeland.

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Firari Kara Mustafa Pascha

Anm.: 1651 und 1653 osmanischer Beylerbey (Provinzgouverneur) von Aleppo.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Louis Foucault
Comte Louis du Daugnon

geb. ca. 1616
gest. 1659
Anm.: Sohn des Gabriel Foucault, Seigneur de Saint-Germain-Beaupré (gest. 1636); ab 1640 Vizeadmiral von Frankreich; 1644-1653 Lieutenant-général des Aunis und von La Rochelle; 1646-1651 französischer Maréchal de camp; 1651-1653 Teilnahme an der Fronde; seit 1653 Maréchal de France.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Heinrich Gau

Anm.: Pirnaer Handelsmann, der ab dem Jahr 1650 eine Saaleschleuse in Bernburg bauen wollte; 1661-1664 Salzfaktor in Dresden.
N. N. von Götz(en) (1)

Anm.: Angeblicher Bruder des kaiserlichen Feldmarschalls Graf Johann von Götzen (1599-1645).
Graf Johann von Götz(en)

geb. 1599
gest. 1645
Anm.: Sohn des Halberstädter Domherrn Peter von Götz (1550-1608); zunächst in Kriegsdiensten der böhmischen Konföderierten, danach bis 1626 unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); kaiserlicher Obrist (1626), Generalfeldwachtmeister (1633), Feldmarschalleutnant (1634) und General (1634); ab 1634 kaiserlicher Kämmerer; bayerischer Obrist (1636-1638) und Feldmarschall (1636); 1637/38 und erneut seit 1640 kaiserlicher Feldmarschall; 1638-1640 Inhaftierung wegen verlorener Schlacht gegen Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) bei Wittenweiher; Erhebung in den Freiherren- (1633) und Grafenstand (1635).

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Carlo III Gonzaga di Nevers
Duc Charles II de Nevers et Rethel
Duca Carlo II di Mantova e Monferrato
Duc Charles IV de Mayenne

geb. 1629
gest. 1665
Anm.: Sohn des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1632-1654 Duc de Mayenne; seit 1637 Duca di Mantova e Monferrato; 1637-1659 zudem Duc de Nevers et Rethel (bis 1647 unter Vormundschaft).

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Luigi Gonzaga di Bozzolo

geb. 1599
gest. 1660
Anm.: Sohn des Ferrante Gonzaga, Marchese di Gazzuolo (1550-1605); ab 1622 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1625), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschalleutnant (1639); seit 1633 Gouverneur von Raab.
Großmogul (Mogulreich) Schah Dschahan

geb. 1592
gest. 1666
Anm.: Sohn von Großmogul Jahangir (1569-1627); 1627-1657 Großmogul des Mogulreiches; seit 1658 Leben als Gefangener seines Sohnes und Nachfolgers Großmogul Aurangzeb (1618-1707).

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Julius von Hardegg

geb. 1594
gest. 1684
Anm.: Sohn des Grafen Georg Friedrich von Hardegg (1568-1628); 1629-1636 kaiserlicher Obrist; zeitweise auch Stallmeister von Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland (1583-1634); seit 1633 kaiserlicher Kämmerer.
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Landgräfin Hedwig Sophia von Hessen-Kassel
Geburtsname: Markgräfin Hedwig Sophia von Brandenburg

geb. 1623
gest. 1683
Anm.: Tochter des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); 1649-1663 Ehe mit Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel (1629-1663); 1663-1677 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihre unmündigen Söhne Wilhelm VII. (1651-1670) und Karl (1654-1730).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Wolfgang Julius von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1622
gest. 1698
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); 1641-1677 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender und ab 1677 alleinregierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; 1644-1652 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal de camp (1650); 1652-1657 Maréchal de camp unter dem Frondeur Louis II de Bourbon, Prince de Condé (1621-1686); seit 1658 Generalleutnant und ab 1664 Generalfeldmarschall der Truppen des Rheinbundes.

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N. N. Jahrs (1)
N. N. Jahns (1)
N. N. Janus (1)

Anm.: Ehefrau des Ballenstedter Amtsschreibers Sebastian Jahrs (gest. 1652).
N. N. Jahrs (3)
N. N. Jahns (3)
N. N. Janus (3)

geb. ca. 1645
Anm.: Jüngstes Kind des Gaterslebener Amtmannes Sebastian Jahrs (gest. 1652).
Sebastian Jahrs
Sebastian Jahns
Sebastian Janus

gest. 1652
Anm.: Zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode, dann in Ballenstedt (1628-1637); ca. 1638-1643 halberstädtischer Amtmann von Gatersleben; um 1648/52 kurbrandenburgischer Amtmann von Gatersleben; daneben zeitweise in schwedischen Diensten.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kahlkopf

gest. 1653
Anm.: Zuletzt fürstlicher Bote in Bernburg.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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N. N. Ki(h)ritz

Anm.: Vermutlich anhaltischer Gutsbesitzer.
Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
Koca Derviş Mehmet Pascha
Mehmet Pascha

gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Tscherkesse; 1635/36 Teilnahme am türkischen Feldzug gegen Persien; Beylerbey (Provinzgouverneur) von Damaskus (1637/38), Diyarbekir (1638/39), Bagdad (1639-1642), Aleppo (seit 1642), Anatolien, Silistra und Bosnien (1648/49); 1649/50 und 1652/53 Kapudan Pascha (Großadmiral) der osmanischen Marine; 1653/54 Großwesir des Osmanischen Reiches.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

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Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Jean de La Barde
Marquis Jean de Marolles-sur-Seine

geb. 1602
gest. 1692
Anm.: Zunächst Baron, später Marquis de Marolles-sur-Seine; 1635-1644 französischer Premier commis des affaires étrangères; 1645/46 Resident Frankreichs in Osnabrück; 1648-1660 ordentlicher und 1661-1663 außerordentlicher französischer Botschafter in Solothurn.

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Jean de La Haye

Anm.: Seigneur de Vantelet; 1639-1665 französischer Botschafter in Konstantinopel.
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Israel Lagerfelt

Anm.: April bis November 1653 außerordentlicher schwedischer Gesandter in London.
Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

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Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Herzogin Eleonora Maria Josepha von Lothringen und Bar
Königin Eleonora Maria Josepha von Polen
Großfürstin Eleonora Maria Josepha von Litauen
Geburtsname: Erzherzogin Eleonora Maria Josepha von Österreich

geb. 1653
gest. 1697
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1670-1673 erste Ehe mit König Michael I. von Polen (1640-1673); 1678-1690 zweite Ehe mit Herzog Karl V. von Lothringen und Bar (1643-1690).

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Gebhard Loyß
Gebhard Louis

geb. 1613
gest. nach 1660
Anm.: 1635/36 und 1647-1656 Kammerdiener, zuletzt auch Geheimer Kammerschreiber und Bibliothekar des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1637 Hofkastner in Amberg; Inhaber eines lehnbaren Gülthofs in Büchelberg (Oberpfalz).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Vasile Lupu
Fürst (Woiwode) Vasile von Moldau

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des moldauischen und walachischen Hofbeamten Nicolae Coci; Großschatzmeister (1619/20), zweiter Logothet (1625), Mundschenk (1627) und Hetman (1629/30) in der Walachei; 1631 Statthalter der unteren Moldau; 1633 Führer eines Aufstandes der Bojaren gegen den walachischen Fürsten Alexandru IV Iliaș (gest. 1666); seit April 1634 bis 13. April 1653 und vom 8. Mai bis 16. Juli 1653 Fürst von Moldau.

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Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Wilhelm von Micrander

gest. 1676
Anm.: Sohn des kaiserlichen Obristleutnants N. N. Micrander; 1628 Hofmeister des Grafen Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms (1593-1635); ab 1630 Genfer Bürger; Offizier in kursächsischen Diensten, u. a. Hauptmann (1634/37) und Obristleutnant (1639); Wechsel in kaiserliche (um 1643) bzw. schwedische Dienste (um 1645/48); 1649-1658 Geheimer Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; zugleich kaiserlicher Obristleutnant; 1657-1660 erneut in schwedischen und zuletzt wieder in kaiserlichen Diensten als Obristleutnant bzw. Obrist (spätestens 1671); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entledigende").

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Martin (2) Nickel

geb. 1630
Anm.: Sohn des späteren Bernburger Bürgermeisters Martin (1) Nickel (gest. 1651); um 1653 fürstlicher Bediensteter in Bernburg.
Karl Heinrich von Nostitz

geb. 1613
gest. 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Nostitz (1563-1629); vor 1632 Page bei seinem Vetter Johann von Axt; 1632-1634 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1634-1636 Musketier, Student der Ritterakademie und Kammerjunker in Orange; 1636-1641 Kammerjunker und seit 1639 zugleich Stallmeister Christians II., den er auf Reisen nach Polen, in die Niederlande, ins Reich und nach Frankreich begleitete; 1641 Rückkehr in die Oberlausitz; ab 1644 Landeskommissar im Kreis Bautzen; seit 1650 auch Hofgerichtsassessor; ab 1672 kursächsischer Kämmerer; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glatte").

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Matthias (1) Orlob
Matthias (1) Urlob

geb. 1589
gest. 1660
Anm.: Sohn des Bernburger Kämmerers Andreas Orlob d. Ä. (gest. 1612); um 1622 Bauherr und um 1623/26 Kämmerer der Bernburger Bergstadt.
Graf Friedrich Kasimir von Ortenburg

geb. 1591
gest. 1658
Anm.: Sohn des Grafen Heinrich VII. von Ortenburg (1556-1603); ab 1628 Erbe der Grafschaft Ortenburg, die jedoch bis zu seinem Tod verpfändet blieb; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verharrende").

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Schah Abbas II. von Persien

geb. 1633
gest. 1668
Anm.: Sohn des persischen Schahs Safi I. (1611-1642); 1642-1666 Schah von Persien.

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Kaspar (2) Pfau

geb. ca. 1627
gest. 1655
Anm.: Sohn des anhaltischen Gesamtrats Kaspar (1) Pfau (1596-1658); spätestens seit 1652 Amtmann von Gernrode und Sekretär des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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N. N. Putzmann (1)

Anm.: Zunächst fürstlicher Schäfer in Zepzig; um 1653 Bauer in Oberpeißen.
N. N. Putzmann (2)

Anm.: Um 1653 Ehefrau des Oberpeißener Bauern N. N. Putzmann (1).
N. N. Putzmann (3)

geb. 1653
Anm.: Kind des Oberpeißener Bauern N. N. Putzmann (1).
Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Valentin Reichard

gest. 1661
Anm.: Geboren in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1636 Lehrer in Großweissandt; 1636/37 Pestpfarrer in Köthen; Pfarrer in Edderitz (1637/38?), Neudorf (1638?-1641) und Cörmigk (seit 1641); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 387.
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Frances Russell
Frances Rich
Geburtsname: Frances Cromwell

geb. 1638
gest. 1720
Anm.: Tochter von Oliver Cromwell (1599-1658); 1657/58 erste Ehe mit Robert Rich (1634-1658); 1663-1669 zweite Ehe mit Baronet John Russell (gest. 1669).

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Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

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Herzog Moritz (1) von Sachsen-Zeitz

geb. 1619
gest. 1681
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Zeitz (kursächsische Sekundogenitur); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sittsame").

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Herzog Moritz (2) von Sachsen(-Zeitz)

geb. 1652
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Moritz von Sachsen(-Zeitz) (1619-1681).
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Duchessa Cristina di Savoia
Geburtsname: Dauphine Christina von Frankreich und Navarra

geb. 1606
gest. 1663
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1619-1637 Ehe mit Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); 1637-1648 Regentin des Herzogtums Savoyen.

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Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Graf Heinrich Schlick von Passaun
Graf Jindřich Šlik z Pasounu

geb. ca. 1580
gest. 1650
Anm.: Sohn des Grafen Georg Ernst Schlick (gest. 1612); ab 1598 in Kriegsdiensten verschiedener Herren; 1619/20 Obrist in der mährischen Ständearmee; kaiserlicher Obrist (1621-1631), Feldzeugmeister (1626) und Feldmarschall (1627-1630); 1622 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; 1632-1649 Geheimer Rat und Hofkriegsratspräsident; 1628-1631 Inhaber der Herrschaft Querfurt; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Ernst Friedrich Schröter

geb. 1621
gest. 1676
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernbrgischen Kanzlers Peter Elias Schröter (gest. 1625); Studium in Marburg, Gießen und Jena; 1645 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Jena; seit 1652 Professor der Rechte in Jena sowie Assessor am Hofgericht und Schöppenstuhl.

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Peter Elias Schröter

geb. ca. 1590
gest. 1625
Anm.: Sohn des Bautzener Stadtarztes Johann Friedrich Schröter (1559-1625); Rechtsstudium (ab 1612) und Promotion zum Dr. jur. in Marburg; 1615-1622 Jurist in Jena; seit 1623 Kanzler des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630).

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Hans Georg von Seebach

geb. 1594
gest. 1653
Anm.: Sohn des Philipp Jakob von Seebach (geb. 1562); 1628-1633 erzherzoglicher Kämmerer am Innsbrucker Hof; danach kaiserlich-spanischer Obrist (um 1635); zuletzt spanischer Generalfeldmarschall; 1631 Erhebung in den Freiherrenstand.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Wolf Thilo von Trotha

geb. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Gänsefurth und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 215-310.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

Weiterführende Informationen in VIAF
Dorothea Sophia von Wallwitz

geb. 1653
Anm.: Tochter des Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Graf Gustaf Gustafsson af Wasaborg
Gustaf Gustafsson
Administrator Gustav von Osnabrück

geb. 1616
gest. 1653
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); ab 1633 schwedischer Obrist; 1634-1648 "postulierter Administrator" des Hochstifts Osnabrück; seit 1645 Gouverneur von Estland; ab 1646 schwedischer Reichsrat; seit 1650 Inhaber der Herrschaft Wildeshausen und Huntlosen; 1637 Nobilitierung ("af Wasaborg"); 1646 Erhebung in den Freiherren- und Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Weyland

geb. 1601
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Böttchers Joachim Weyland (gest. 1610); zunächst Reitherr, um 1624 Kämmerer sowie seit 1634 Bürgermeister (1634, 1636, 1639, 1642 regierend) der Talstadt von Bernburg.
Witte Corneliszoon de With

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Cornelis Wittenszoon de With (gest. 1602); zunächst im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (1616-1628) und Westindien-Kompanie (1628/29); 1629-1635 Kapitän der Kriegsmarine; 1635/36 Ratsherr in Brielle; seit 1637 Vizeadmiral von Holland und Westfriesland; 1652/53 auch Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsflotte.

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Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Zehmen

Anm.: Um 1653 junger Angehöriger des sächsischen Adelsgeschlechts.
Aarburg
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Ärmelkanal
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Aken
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Anhalt-Bernburg, Fürstentum
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Anhalt-Köthen, Fürstentum
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Anhalt, Fürstentum
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Antwerpen
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Aschersleben
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Augsburg
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Badeborn
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Ballenstedt
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Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barcelona
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Basel
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Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
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Berlin
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Bern
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Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Bordeaux
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Brandenburg, Markgrafschaft
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Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Bremen
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Brüssel (Brussels, Bruxelles)
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Calais
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Candia (Irákleion)
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Canea (Chania)
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Casale Monferrato
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Celle
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Charenton-le-Pont
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Cölln an der Spree
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Cörmigk
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Cottbus
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Danzig (Gdańsk)
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Dardanellen
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dohndorf
weiterführende Informationen
Dresden
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Egeln
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Elsass
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England, Commonwealth von
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England, Königreich
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Erfurt
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Frankfurt (Main)
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Frankreich, Königreich
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Freiburg im Üechtland (Fribourg)
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Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Gatersleben
weiterführende Informationen
Gatersleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Hochstifts bzw. Fürstentums Halberstadt.
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Gernrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Gotha
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Groningen (Stadt und Umland), Provinz
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
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Harzgerode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Hecklingen
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Helsingborg
weiterführende Informationen
Hinterpommern
weiterführende Informationen
Hof
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Hohenerxleben
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Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Hoym
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Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
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Jankau (Jankov)
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Jena
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Kamieniec Podolski (Kamjanez-Podilskyj)
weiterführende Informationen
Kanarische Inseln
weiterführende Informationen
Klein Germersleben
weiterführende Informationen
Köthen
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Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
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Kroppenstedt
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La Rochelle
weiterführende Informationen
Lehe, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Erzstifts bzw. Herzogtums Bremen.
Leipzig
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Livland, Herzogtum
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London
weiterführende Informationen
Loudun
weiterführende Informationen
Lüneburg, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Luzern
weiterführende Informationen
Luzern, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Mittelmeer
weiterführende Informationen
Mogulreich
weiterführende Informationen
Moldau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Nantes
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale)
weiterführende Informationen
Oberpeißen
Anm.: Im Fürstentum Anhalt gelegener Ortsteil von Peißen.
Öresund (Øresund)
weiterführende Informationen
Oldenburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostfriesland, Grafschaft
weiterführende Informationen
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Peißen
weiterführende Informationen

Anm.: Geteilt in Oberpeißen (Fürstentum Anhalt) und Unterpeißen (Erzstift Magdeburg).
Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Piemont
weiterführende Informationen
Pinerolo
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Preußen (königlich-polnischer Teil)
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Riga
weiterführende Informationen
Roses
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen-Altenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Sachsen-Weimar, Herzogtum
weiterführende Informationen
Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Solothurn
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stettin (Szczecin)
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Texel, Insel
weiterführende Informationen
Thüringen
weiterführende Informationen
Toulouse
weiterführende Informationen
Ukraine
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Weser, Fluss
weiterführende Informationen
Westindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Ziegelberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg nahe der Ziegelscheune.
Bremen, Domkapitel
Bremen, Rat der Freien und Hansestadt
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Friesland, Provinzialstände
Gelderland, Provinzialstände
Groningen (Stadt und Umland), Provinzialstände
Holland, Provinzialstände
weiterführende Informationen
London, Rat der Stadt
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Overijssel, Provinzialstände
Polen, Stände der Rzeczpospolita
Seeland (Zeeland), Provinzialstände
Utrecht, Provinzialstände
Oliver Cromwell: The declaration of the Lord Generall, and his Councell of Officers, shewing the grounds and reasons for the dissolution of the Parliament, April 20. 1653, o. O.: 1653. [Nachweis im GVK]
Erasmus von Rotterdam: Collected Works of Erasmus: Adages II i 1 to II vi 100, übers. von R. A. B. Mynors, Toronto/Buffalo/London: 1991. ( Collected Works of Erasmus 33 ) [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Decimus Iunius Iuvenalis: Saturae = Satiren. Lateinisch-deutsch, hg. von Joachim Adamietz, München: 1993. [Nachweis im GVK]