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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juni 1653


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIa, fol. 343v-373v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Juni 1653
Bernburg
  • Gespräch mit dem Prinzenlehrer Johann Christian Hammel
  • Korrespondenz
  • Hofrat und Lehenssekretär Paul Ludwig als Essensgast
  • Regen
  • Schwere Erkrankung des Hofmeisters Heinrich Friedrich von Einsiedel
  • Nachrichten
  • Besuch durch den Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius
02. Juni 1653
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit dem Dohndorfer Pfarrer Christian Engelhardt
03. Juni 1653
Bernburg
  • Gespräch mit dem Amtmann Georg Reichardt
  • Lektüre und Arbeit
  • Zeitweiser Regen und windiges Wetter
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
04. Juni 1653
Bernburg
  • Regen
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Erfolglose Rückkehr des Kammermeisters Tobias Steffeck aus Ballenstedt
05. Juni 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Zweimaliger Kirchgang zum Dreifaltigkeitsfest
  • Abreise der Hofjungfer Agnes Christina von Werleben mit Hammel nach Barby
  • Administratives
  • Veranlasster Krankenbesuch bei Einsiedel
06. Juni 1653
Bernburg
  • Gespräche mit Ludwig und Menzelius
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
07. Juni 1653
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Abreise des Kammerjunkers und Stallmeisters Abraham von Rindtorf nach Weimar
  • Gespräch mit dem Kammerschreiber Johann Senf
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang zur Wasserkunst
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Gestrige Rückkehr von Werleben aus Barby
  • Administratives
  • Ausfahrt mit Gemahlin Eleonora Sophia sowie den ältesten Töchtern Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta über die Felder nach Zepzig
  • Bericht durch Steffeck
08. Juni 1653
Bernburg
  • Rückkehr des Hofmeisters Gottlob Sekyrka aus Dresden und Böhmen
  • Kirchgang zum Bettag
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Mittagsgast
  • Abschickung nach Halle (Saale)
  • Gespräch mit Sekyrka
  • Korrespondenz
  • Ankunft des Johann Esche von Wallwitz aus Dessau
09. Juni 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Entsendung von Engelhardt und Seffeck nach Hohenerxleben
  • Administratives
  • Gespräche mit Senf und dem Kammerschreiber Hans Friedrich Eckardt
  • Audienz für Wallwitz
  • Bericht durch Engelhardt und Seffeck
  • Rückkehr des Leibarztes Dr. Levin Fischer aus Regensburg
10. Juni 1653
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Rückkehr des Kammerdieners Gebhard Loyß
  • Wirtschaftssachen
  • Ausritt mit dem Kammerjunker Wolf Curt von Einsiedel nach Zepzig bei Gewitter
  • Besuche durch Menzelius und Wallwitz
  • Ankunft des Bediensteten Martin Nickel aus Cölln an der Spree und Crossen an der Oder
  • Korrespondenz
11. Juni 1653
Bernburg
  • Abreise von Wallwitz nach Dessau
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Erneuter Regen
12. Juni 1653
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Helena von Rindtorf, Steffeck und der Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgäste
  • Gespräch mit dem Bernburger Bürger Matthias Orlob
13. Juni 1653
Bernburg
  • Abreise von Sekyrka mit der Kammerjungfer Eleonora Elisabeth von Ditten nach Dessau
  • Gespräche mit Senf und dem Diakon Bartholomäus Jonius
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Dr. Fischer als Mittagsgast
  • Bericht durch den Hofrat Christoph von Jena
14. Juni 1653
Bernburg
  • Abfertigung von Nickel
  • Gespräch mit Ludwig
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Erneuter Besuch durch Senf
  • Abendliche Spazierfahrt mit der Gemahlin, einer Tochter und dem jüngeren Sohn Karl Ursinus bei großer Hitze
  • Aufenthalt von Steffeck in Hohenerxleben
15. Juni 1653
Bernburg
  • Starke Hitze seit zwei Tagen
  • Besuch durch Wallwitz
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch mit Jena
  • Abendspaziergang an die Saale
  • Wirtschaftssachen
16. Juni 1653
Bernburg
  • Abreise des Kammerpagen Albrecht Czenek Sekyrka nach Dresden
  • Korrespondenz
  • Besuch durch Senf
  • Regen gegen Abend
  • Kriegsnachrichten
  • Gespräch mit Jena
17. Juni 1653
Bernburg
  • Regen mit Gewitter
  • Theologische Prüfung von Karl Ursinus durch den Superintendenten Joachim Plato, den Hofprediger Menzelius und den Prinzenlehrer Menzelius
  • Ausfahrt mit der Gemahlin
  • Kohlenlieferung aus Ballenstedt
  • Nachrichten
18. Juni 1653
Bernburg
  • Regen
  • Gestrige Gewitterschäden
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Anhörung der Predigt
  • Korrespondenz
19. Juni 1653
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Entsendung von Steffeck nach Quedlinburg
  • Anhörung zweier Predigten und Empfang des Abendmahls
  • Administratives
  • Mittagsgäste
20. Juni 1653
Bernburg
  • Schlechter Zustand des früheren fürstlichen Leibrosses in Hohenerxleben
  • Administratives
  • Ankunft von polnischen Gauklern
  • Dr. Mechovius, Jena, der Kanzlist Georg Knüttel und Wallwitz als Mittagsgäste
  • Rückkehr von Steffeck aus Quedlinburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
21. Juni 1653
Bernburg
  • Administratives
  • Erneuter Aufenthalt von Engelhardt in Hohenerxleben
  • Gespräche mit Wallwitz und Jena
22. Juni 1653
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Ärger
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Aufenthalt der fürstlichen Kinder im Freien bei schönem Wetter
  • Ausfahrt mit der Gemahlin, Karl Ursinus und zwei Töchtern auf die Felder nach Zepzig
23. Juni 1653
Bernburg
  • Gespräche mit Ludwig und Jena
  • Korrespondenz
  • Erneuter Aufenthalt von Steffeck in Hohenerxleben
  • Wirtschaftssachen
24. Juni 1653
Bernburg
  • Administratives
  • Bericht durch Reichardt
  • Korrespondenz
  • Spaziergang
  • Abschied von Jena und Steffeck
25. Juni 1653
Bernburg
  • Abreise von Steffeck nach Quedlinburg und von Jena nach Zerbst
  • Traum
  • Geldangelegenheiten
  • Bitte um Almosen durch den 106jährigen Bettler Hans Müller
  • Gespräch mit dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
26. Juni 1653
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Frau von Rindtorf und Georg Friedrich von Miltitz als Mittagsgäste
  • Katharina von Wallwitz, Frau von Rindtorf und Miltitz als Abendgäste
  • Unwohlsein des älteren Sohnes Viktor Amadeus
  • Späte Rückkehr von Steffeck aus Quedlinburg
27. Juni 1653
Bernburg
  • Regen
  • Gespräche mit dem Küchenmeister Philipp Güder, Knüttel und dem Amtsschreiber Wolfgang Sutorius
  • Behandlung von Viktor Amadeus durch Dr. Fischer
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
28. Juni 1653
Bernburg
  • Erneuter Regen
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Abschied von Wallwitz
29. Juni 1653
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Kirchgang
  • Miltitz, Steffeck und Hofprediger Menzelius als Mittagsgäste
  • Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Hofmeister Einsiedel
  • Abendliche Ausfahrt mit der Gemahlin nach Zepzig
  • Ärger über Bedienstete im fürstlichen Pferdestall
30. Juni 1653
Bernburg
  • Administratives
  • Ankunft des Herzogs Franz Karl von Sachsen-Lauenburg mit seiner Gemahlin Christina Elisabeth in der Stadt
|| [[Handschrift: 343v]]

Mittwoch den 1. Junij; 1653.


Hammeln, bey Mir gehabtt. Nacher Zerbst geschrieben.


Postea: hofraht, Paulum Ludwigen, extra!


Es hat Gott lob, undt dangk, vormittagß,
gar fein geregenet, eine gute halbe stunde.
Der liebe Gott, wolle seinen gnadenSegen,
unß vermehren!


Der hofmeister Einsidel, ist sehr krangk!
Wüntzschet eine Sehlige auflösung! Gott
wolle ihn Trösten, stärgken! undt erquicken!


Der avis, von Secretarij Christoff
Bärenreütts, gesterigem plötzlichem Todt,
auf dem Felde, continujret nicht, Sondern,
das er, als seine Fraw, ohnmächtig worden,
sich endtsetzt, undt in die Schwehre noht, ge-
fallen, aber baldt wieder, restituirt worden. et cetera
<Gott Helffe ihm, ferrner, mit gnaden!>

|| [[Handschrift: 344r]]


Nachmittagß, hats etwas wieder geregenet. Der
windt aber, hats die wolgken baldt wieder vertrieben.
Der Allmächtige wolle an unß, seinen Segen, nicht spahren!


Magister Menzelius jst bey Mir gewesen, nachmittage, nach
dem er, in seinem neẅen pfarrAmptt, zu Aldenburg,
seine predigtten, absolviret.

Donnerstag den 2. junij; 1653.

<Haze viento!>


Der windt, vertreibet den regen. Patientia!


Mit Abraham von Rindtorf, habe ich, in der
Cantzeley, tractiren laßen, sed incassum!
Obstinatio nimia, impedit optima consilia!


Jch habe, an unsern Abgesandten, Freybergk,
undt ahn Wilhelm <Christian>, herrn von Roggendorf nacher Regenspurg geschrieben.


Mit Didike, reden laßen, undt ihn absolviret,
nach verspührter reẅ, undt leidt, undt nach
deme es ihm sein übel tractirter Tochtermann1,
(auf gewiße abgefundene maße) vergeben,
undt gerne verziehen, er auch mir eine
kleine Strafe gegeben, welche mit dem ver-
brechen gar keine gleichheitt, noch proportion hatt.


Mit Thörichten leütten, muß man bißweilen gedultt haben!


Der pfarrer von Palbergk<Tondorf> Angelocrator, hat sich
bey mir wiederumb præsentiret, wegen des Fux.
<undt ihn besuchtt.>

|| [[Handschrift: 344v]]

Freitag den 3. Junij; 1653.


Jch habe den Amptmann Georg Reichardt bey mir gehabt in
Oeconomicis, undt justitziensachen, ihn zu hören, wie
auch, wegen etzlicher benachtbahrter händel.


Sonst gelesen, undt lucubrirt.


Der liebe Gott hat unß erhört, auch gne-
dige regen, vor: undt Nachmittage, per inter-
valla, beschehret. Er segene uns ferner,
undt seye gelobet, undt gepreiset!


Gestern, vorgestern, undt heütte,
ists sehr windig gewesen.


Avisen von Erfurdt:


Daß der Römische König, unanimj consensu Electorum
erwehlet seye, zu Augspurg undt zu Regenspurg
solle gekröhnet werden. Jnterim deliberirt
man von Römerzügen, von ersetzung deß
Cammergerichts, undt richtigmachung ihrer an-
forderungen.


Die rebellion der Schweitzer pawren, siehet
gefährlich auß, zumahl, da sich andere
Potentaten, darein mengen dörften, undt ihnen,
media, undt gute Officirer, suppeditiren.

|| [[Handschrift: 345r]]


Der Cromwell commandiret absolute in Engellandt,
tractiret ahn itzo, mit den Staaden. Admiral Tromp,
hat 100 kauffahrer auß Frankreich in salvo brachtt.
Stellet sich numehr, gegen die Engelländer wiederumb
zu schlagen, wo nicht friede wirdt?


Jn Frangkreich, wirdt ein bluhtiger krieg.
Prince de Condè, will mit 15000 pferden, undt
10000 Mann zu Fuß, zu felde gehen, der Conte de
Fuensaldaigna auch, mit den Spanniern.
Der König, hingegen, armirt e contra.
Beyden Theilen, ermangelts mehr an geldt,
alß an volgk.


Der Fürst Ragozzi, hat den hospodar
auß der Wallachey2, von landen, undt
leütten, vertrieben. Man besorget sich,
vor ihm in Ungarn.


Vor Brehmen, fortificiren sich, die Schweden,
undt machen ombrage.


Avis: das Ernst Dietrich Röder, mein allter
diehner, undt CammerJungker, in arrest, zu Ermß-
leben sitze, dieweil er auß zorn, einen pfändener
im Felde, erstochen. Jst wol zu bedawren.

|| [[Handschrift: 345v]]

Samstag den 4. Junij; 1653.


Es hat (Gott lob) ferner fein geregenet.
Gott wolle unß, seinen Segen genießen laßen!


Relationes, von Regenspurg Numero 21 undt 22.
On persecüte encores, les Servestans!


Der König wirdt erwehlet zum Römischen Könige.


Polen, sucht eilende hülfe, wieder die Barbarn.


Engellandt i[nng]leichem, contra Parricidas.


Die Neẅen <Fürstlichen> ha[üs]er, competiren annoch,
undt wollen sich, hervor dringen. Sehen
sehr auf das hauß Oesterreich. Wirtemberg
aber siehet, auf die Reichßfreyheitt, Jedoch,
hat er wenig beyfall, undt assistentz.
Saltzburgk, undt Braunschweig, reden
gar hoch bißweilen. Laßen sich aber
gar baldt, intimidiren. heßen, so
wol Caßel, alß Darmstadt, reden mehr
vor die Churfürsten, alß vor die Fürsten.
Magdeburg thut bißweilen sich hervor,
leßet aber auch baldt nach. Schweden
undt Brandeburg certiren noch stargk mitt-
einander, wegen noch nicht erfolgter Pommerischen restitution.

|| [[Handschrift: 346r]]


Tobias Steffeck von Kolodey ist diesen abendt, von Ballenstedt
wiederkommen, avec maigre expedition, Pacience!


Das bluht zu Quedlinburg hat sich numehr ver-
lohren. Der gesundtbrunnen hindter Egeln,
rinnet noch.

Sonntag den 5ten: Junij; 1653. Festo Trinitatis Sanctissimae


Jch habe nacher Zerbst, an Jehna geschrieben.
Dieu vueille proteger; les innocens, affligèz, & desolèz!


Conjunctim, in die kirche, vormittages.


Jungfer Wirleben, rayset nach Barby, mit hammeln.
Gott geleitte sie! undt gebe ihr glügkliche expedition!


Nachmittagß, cum filijs, in Jonij predigtt. perge


Jn Ernst Dietrich Röderß, unglügkßfall, (da er
einen pfendemann, zu Ermßleben, entleibet!)
laße ich, meine Rähte, nacher halberstadt, ahn
selbige Regierung, intercediren, seine allte dienste
undt außgestandene treẅe, in lieb undt leidt,
so wol zu hause, alß auf raysen, repræsentiren,
undt, da es müglich, ohne abbruch, der heilsahmen
iustitz sein köndte, auch, in ahnsehung seiner
unertzogener kinder3 willen, ihme auch, umb
meinent willen, gnade vor recht, wiederfahren zu
lassen, mich zu verobligiren. Gott gebe verlangten effect! || [[Handschrift: 346v]]
undt daß sich auch ein ieder, recht gubernire!


Jch habe den hofmeister Einsidel, abermalß
besuchen laßen. Gott wolle ihm, seine große
schmertzen lindern! ihn trösten! undt stärgken!


Ein particular: Schreiben, vom Cantzler Milagio,
habe ich Numero 7 per Cöhten, bekommen. Jl
tasche de me contenter, en l'affaire Servestan.

Montag den 6ten: Junij; 1653.


hofraht Paul Ludwig ist bey Mir gewesen, in expediendis.


Magister Menzelius ist auch bey Mir gewesen.


On a traittè avec Abraham de Rindtorf[,] item: avec
d'autres, mais sans fruict!


Schreiben von Paris, von <Adolf Börstel> undt Croßen, <von der churfürstinn>[,] auch von Trau
auß Dalmatia, vom Christiano Robero Medicinæ Doctore[.]


Jtem: Relation von Regenspurg daß den 21. May,
zu Regenspurg die Kayserinn, einer iungen Tochter
genesen, undt Ferdinandus IVus. einhelliglich,
zu Augspurgk, von den Churfürsten, zum
Römischen Könige, erwehlet, solenniter proclami-
ret, undt alles, magnifice, angestellet worden.


Es hat auch der leühtsehlige König selber,
unß höflichst prævenirt, mit einem sehr civilen
handbrieflein, darinnen er unß, seine wahl, no-
tificirt, undt sich zu unsers hauses auffnehmen, || [[Handschrift: 347r]]
undt bestem, sehr Cortesisch, offeriren thut. Gott helfe
daß diese wahl, dem Römischen Reich, sehr vorträglich,
undt anstendig sein, undt uns allen, zur ersprießligkeitt,
gereichen möge!


Die avisen geben:


Ebenmäßig von der wahl, undt genesung der Kayserinn,
wie auch, daß die Churfürstinn von heidelbergk
zu Augspurgk, mit einer<m> iungen Toch Sohn, gelegen,
so aber baldt hernach, (leyder!) gestorben.


Der Kayser, undt König, kommen baldt wieder
nach Regenspurg zu der kröhnung.


Die Schweitzer pawren, rebelliren noch,
seindt aber von Bern, durch die gesampte Eidt-
genoßen, abgetrieben worden.


Die Brehmer, haben auch noch ihre bedreng-
nüß von den Schwedischen, welche Leyhe forti-
ficiren, die Brehmer beampten, wegiagen,
undt einen zoll, daselbst, an der Wehser, anlegen.


Die restitution hindterPommern, hat sollen,
itzt im anfang des Junij, vor sich, gehen,
undt alßdann, die Schwedische Königlichen gesandten,
zur seßion, undt Proposition, admittiret werden.


Der Schwedische4 Stadthalter in Pommern, so die Sache
getrieben, ist zum Berlin gestorben, undt hertzogk
Frantz Heinrich von Saxen Lawenburgk, alldar ahnkommen.

|| [[Handschrift: 347v]]


hertzog Geörge Rudolff von der Lignitz, ist
solenniter, den 14. May, zur erden, bestattet worden.


Admiral Tromp, undt Blake sollen ehistes
wieder aufeinander gehen, wiewol auch Cromwell
mit den Staaden, tractiret. Viel kauffahrer
Schiffe, auß Frankreich seindt in salvo, zu Texel,
undt im Vlie, arriviret. Die Provintz hollandt
hat noch lußt, zum friede mit Engellandt,
die andern provintzien aber, suchen continuation
des krieges.


Jn Dennemargk rüstet man sich auch, zu
waßer, undt zu lande, undt continuiret
der herren Tag zu Coppenhagen, annoch.


Die restitution hindterPommern, wirdt un-
zweiflich gehofft.


Der König in Polen, zeücht zu felde persöhnlich,
wieder die Tartarn, undt Cosagken.


Der Türckische Kayser, hat noch den venezianischen
Bailo im arrest, zu Adrianopel, undt hatt
2 vornehme Türgken, weil Sie zum Friede,
mit venedig gerahten, hinrichten laßen.
Vor Candia undt in Dalmatia sollen die
Türgken, etwas eingebüßet haben.

|| [[Handschrift: 348r]]


Zu Napolj sol wieder eine rebellion vor gewesen,
undt kawm gestillet sein, weil die bürger
aldar, mit Spannischen Soldaten, uneins
worden, undt ein kindt darüber umbkommen.


König in Engellandt, undt seine FrawMutter,
sollen haben zum pabst geschicktt, umb assistentz,
wieder den Cromwell, ahnzuhalten, undt
zu offeriren, wenn es geschähe, undt der König
seine reiche recuperirte, die Päbstische re-
ligion in allen dreyen Königreichen, frey
exerciren zu laßen.


hingegen, haben die Frantzösischen Printzen, von
Condè, undt Conty Schutz undt hülfe, bey dem
Parlament, undt bey General Cromwell, gesuchtt.


Ein Königlich Engelländischer Gesandter5, ist zu ham-
burgk durch, nach Dennemargk zu, paßiret.

Dienstag den 7. Junij; 1653.


Abraham von Rindtorff, ist nacher Weymar,
undt Grafschaft Schwartzburgk zu. Gott
wolle ihn geleitten!


Hans Senf ist bey mir gewesen, sich zu expectoriren
undt abcopiirte dinge, mittzubringen.


heütte, wirdt mein Rübesaht abgeschnitten. Gott gebe
zu Segen! glügk! undt gedeyen!

|| [[Handschrift: 348v]]


Jch bin in die waßerkunst, spatziren gegangen,
undt habe an dem Thambgebeẅde, undt sonsten,
Mängel gesehen. Gott beßere es!


Avis: daß mein Fuchß, nach 5wochentlichen
Stillestandt, abermalß anfängt zu toben,
alß ob er bezaubert wehre?


Die Regenspurger relationes, de Numeris 23
undt 24 haben sich numehr, von Zerbst
auß, auch eingestellet.


Jungfer Wirleben, ist gestern wiederkommen, <von Barby.>


Die Königin in Schweden, approbirt selbsten
die wahl des Kaysers Sohn, will hinder-
Pommern, gerne restituiren, Jedoch, erstlich,
mit Chur Brandeburg wegen der gräntzen, richtig-
keitt haben. Erbeütt sich, gegen den Kayser,
zu allem gutem! Lobet die intention des
ReichßTages, undt wüntzschet die beför-
derung der proposition, undt die bestehtigung
des friedens.


Die allten Gräflichen haüser, wollen den
neẅen Fürsten vorgehen, wann Sie Fürsten
worden, welches improbirt wirdt.

|| [[Handschrift: 349r]]


Die vechtische gelder, undt die Cammer-
gerichtsziehle, werden sehr urgiret.


Wegen Gernroda votj, undt belehnung,
gibt es auch noch difficulteten.


Einer von Voht, oder Voytt, ist bischof
zu Bambergk worden. Sol gar gelehrt sein.


Chur Bayern, hat den Kayser, undt
4 Churfürsten, zu sich, nacher München, gebeh-
ten. Er will auch, nicht eher hinkommen,
nacher Regenspurg biß die Cröhnung geschehen.


Die intercession, vor die evange-
lische, undt bedrengete exulanten,
in den Erblanden, ist eyferig, von den
Protestirenden, wegen freyen exercitij,
in kirchen, undt Schulen, undt anderer
Privilegien, eingewendet worden, wie
auch, von der Königinn in Schweden, abson-
derlich, nach anleittung, des jnstrumentj
Pacis, Gott gebe verlangten effect!
Zwahr, ist vergeßen, vor den gefangenen
abgeordneten, Michael Ringhammer, zu intercediren!

|| [[Handschrift: 349v]]


Gegen abendt, bin ich, mit Meiner gemahlin,
undt beyden Elltisten Töchtern, alhier, undt
nacher Zeptzigk, auf unsere felder, gefahren,
den Segen Gottes, zu besichtigen, undt zu preisen!


Avis: das heütte hertzogk Friederich von
Wirtembergk, alß Braüttigam seinen ein-
zugk zu Wolfenbüttel helt, [...] in
undt wirdt getrawet, mit Freẅlein
Clara, hertzogs Augustj, von Braunschweig
Mittelsten Tochter. Gott gebe ihnen, seinen Segen!
Es sol sonst alles stille, retirat, undt
ohne große weittlaüftigkeitt,
undt gäste (am allerbequehmsten,
undt besten!) itziger zeitt gelegenheitt
nach, zugehen. A quoy sert la Vanitè, et
pomp extraordinaire, qu'a s'incommoder,
& <a> s'endebter, au preiüdice, de la Posteritè!
& au dam de soy mesme, voire au blasme, dés
plüs Sages, et aviséz! Et au partir de
là, un peü de fümèe est bien tost passèe.
Qu'est ce doncq autre chose; la pompe mondajne?

|| [[Handschrift: 350r]]


Tobias Steffeck von Kolodey ist heütte bey meinem Fuchß, zu Erx-
leben gewesen. Erzehlet wunder, wie sich das pferdt
heütte, gestern, undt vorgestern, wieder angestel-
let, da man ihm etwas gebrauchen wollen,
undt es will fast eine augenscheinliche be-
zauberung ahndeütten. Gott wolle sich,
des armen Thiers, erbarmen! undt daß
große übel dempffen! undt straffen!

Mittwoch den 8ten: Junij; 1653.


Der Allte Sekerka, so von Dreßen[!], undt auß
Böhmen, wiederkommen, hat sich wiederumb, bey mir præsentirt.


Jn die kirche, am heüttigen behtTage,
conjunctim. Der Textus: Förchte dich nicht, du kleine herde.
et cetera6


Extra zu Mittage, den CammerRaht, Doctor Mecho-
vium gehabtt.


Nacher Hall geschicktt, Doctor Fischern, abzuholen.


Mit Sekerka, gesprachet, von dem zustande, zu
Dresen[!], undt Böhmen. perge


An Adolf Börstel <in Frankreich> undt nacher Croßen, geschrieben, nemlich: an
die Churfürstliche wittwe. Dieu benie; nos correspondances!


Walwitz Johann Esche, ist spähte von Deßaw ahn-
kommen. Dieu nous garde, de brouilleries, & dü remuë-
mèsnage! par sa Sainte grace. perge

|| [[Handschrift: 350v]]

Donnerstag den 9ten: Junij; 1653.


Post von Ballenstedt[,] Ermßleben, undt Hoym.


Pfarrer von Dohndorf, ist abermalß, bey mir gewesen,
welchen ich, nacher Erxleben, mit Tobias Steffeck von Kolodey geschickt.
Gott gebe! zu glügk! Segen! undt gedeyen! undt
erlöse unß doch einmahl, von dem zauberwergk!


Expedienda expedirt, vor die Cantzeley,
undt in publicis, et Privatis.


Hans Senf undt Hans Eckardt seindt successive, bey mir gewesen,
in Oeconomicis, & publicis.


Walwitz, hat audientz gehabt, undt allerley
vom hertzogk Christian von Mecklenburgk,
mir referiret, memoranda!


Die, so zu Erxleben gewesen, kommen wieder,
undt berichten, den so gar schlechten zustandt,
mit meinem armen, unglügksehligem Fuchß.
Gott erbarme es!


Mein leibMedicus, Doctor Levinus Fischer, ist wieder-
kommen, (Gott lob!) frisch, undt gesundt, undt mit
zimlicher expedition, von <der> Regenspurger rayse. Gott
helfe ferner, überall, mit gnaden! undt Segen!

|| [[Handschrift: 351r]]

Freitag den 10ten: Junij; 1653.


Gebhard Loyß ist (Gott lob, undt dangk!) fæliciter wiederkommen,
aber, mit dilatorischer anthwortt. Ma fortüne,
n'est encores ferme, en Occident!


Der Gaw, hat wieder 4 schiffe, anhero
geschickt, welche zoffrey, mit paß, von
halle, undter dem Nahmen, des Churfürsten
von Saxen, (sans honte) paßiren wollen.
Solcher gestaltt, ist das ertheilte Privilegium,
nichts nütze, undt will ich, lieber das Schleüse-
wergk (dieweil sie, wieder gegebene zusage,
Treẅ, undt glauben handeln, undt mir schaden
undt præjuditz zufügen) gantz zergehen laßen.


Jch bin hinauß geritten, nacher Zeptzigk, mit
dem iungen Einsjdeln, nebst einem page, undt knechtt
da unß dann, ein stargker regen, auch donner-
wetter überfallen, undt unß, zurügkea zu eilen, getrieben.


Magister Menzelius jst, bey mjr, gewesen, diesen Abendt,
undt darnach, Walwitz, pour se licentier,
pour peü de jours.


Martin Nickel est revenü, de Cölln et de Crossen avec Réponse dilatoire.


Schreiben, vom Freyherrn von Schrahtembach.

|| [[Handschrift: 351v]]

Samstag den 11. Junij; 1653.


Walwitz, ist wieder forth, nacher Deßaw,
in meynung, gar baldt wieder zu kommen.


Meine Oeconomica, undt wochenrechnungen revidirt.


Die avisen von Erfurdt, undt von hanover,
geben: daß man mit der Proposition, so wol
alß mit der kröhnung zu Regenspurg geschäftig.


Daß der Kayser, den ReichsTag, länger
nicht, alß in den November, halten würde.


Daß der Moßkowiter, mit einer großen
Macht, Schmolenßko, belägert, undt dem
Chmielinßky (zu deme sich der vertriebene
hospodar, auß der Wallachey7 salviret,)
assistiren wolle. Der Fürst Ragozzj,
macht sich feste, in seinem eroberten lande,
der Wallachey8.


Der Türgke, tractirt friede, mit
den venezianern, undt hat numehr, den
zu Adrinopolj, verarrestirten Bajlo, liberiret.


General Cromwell, recommendirt numehr,
nach abgeschafftem Parlament, Regium statum, || [[Handschrift: 352r]]
undt gedengkt vielleicht selber König zu werden,
undt mit den benachtbahrten zu tractiren, oder
denselben, einen fortheil abzugewinnen.


Jn Franckreich wirdt ein bluhtiger krieg, præsagijret.


Der Kayser, sol den Jesuwitern, eine
grafschaft im Reich, geschengkt haben, cum comminatione
im fall sie die Stände, nicht recipiren wollten?


Die Schweden, sollen Meppe eingenommen,
undt die ChurCöllnische besatzung außgeiagt haben.


Die pawren Rebellion hoffen die Schweitze-
rischen Eidtgenoßen, durch die waffen, (mit
Göttlicher hülffe,) baldt zu stillen, oder
durch gute ordentliche tractaten, zu pacificiren.


Es hat abermalß, heütte fein geregnet.
Gott seye lob, undt dangk gesagt
vor seinen gnadenreichen, milden segen!
Er wolle ihn unß väterlich genießen laß[en.]

Sonntag den 12ten: junij; 1653.


Jn die kirche, conjunctim. Textus: vom Reichen Mann
undt armen Lazaro9, da unß der hofprediger, die helle heiß gemacht.


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, Tobias Steffeck von Kolodey[,] den
Hofprediger, behalten laßen.

|| [[Handschrift: 352v]]


Nachmittags, in die Catechismj predigtt, cum filijs.


Matz Urlob, ist bey mir gewesen, avec offres.

Montag den 13den: Junij; 1653. perge


Der Alte Sekerka, ist forth, nacher Deßaw,
seine iüngste Tochter10, (welche nacher Strehlitz,
kommen soll) zu überlifern, der Schwester,
Freẅlein Dorothea Bathilde[.] Gott gebe, zu glügk
undt Segen! undt gebe der Schwester
Bathilde, dahin zu der hertzoginn, nacher
Strehlitz, undt allenthalben, eine glügk-
liche gedeyliche rayse! Die Jungfer
Eleonora Elisabeth von Ditten ist auch mitt nacher Deßaw,
g spatzirt, der jungfer, zur Gesellschafft,
undt den Walwitz mit seiner Fraw,
abzuholen. Le Düc de Mecklenburg est encores lá!


Hans Senf ist bey mir gewesen.


Philipp Güder, hat ein unglügk gehabt, daß sein
Töchterlein, plötzlich gestorben, von 1½ iahren,
am iammer, nach dem es gefallen, aufs haüptlein,
undt von einem weibe, ihme daß genicke übel
eingerichtet worden, darahn es darnach immerforth
unleidliche Schmertzen empfunden, biß es gestorben. || [[Handschrift: 353r]]
Gott wolle die affligirten trösten! undt auch Mei-
nen hofmeister Einsidel, mit deme es sich, baldt
wol baldt, übel anläßet. Der hollsteinische
gärtner Caspar, ist auch gählingen, krangk worden.
Gott wolle alles übel dempfen! undt alle be-
trübten, erquigken, alß ein gnediger Barm-
hertziger vater! Doctor Fischer, extra zu Mittage!


Der Caplan Jonius, ist nachmittags bey Mir gewesen.


Christof von Jehna, ist von Zerbst ahnkommen,
undt hat sich, bey Mir, præsentiret, auch al-
lerley Nohtwendigkeitten referiret. perge


Die avisen von Leiptzigk geben:


Daß die kröhnung des Römischen Königs, zu Regenspurgk
bevor stehe, undt Præparatoria darzu gemacht worden.


Die Churfürsten, wehren nacher München, invitiret,
undt pompose daselbst tractiret.


Die venezianer reassumirten, die Friedenßtracta-
ten, mit dem Türgken, nach dem der Bassa von Boßna,
wegen schlaferiger anstaltt, verarrestiret, undt die
Morlacchi in Dalmatia, einen straif inß landt,
weitt hindter Clissa, mit progreß, gethan.


Der Pabst, wehre auf den König in Frankreich alteriret,
wegen noch anhaltender captur, des Cardinals de Raiz.

|| [[Handschrift: 353v]]


Die Barbarinj wollen sich in der venezianer landt,
setzen, undt Pallatia zu Padoua bawen.


Die Schweitzer pawren, seindt noch insolent,
vor Bern, undt vor Lucern. Es wirdt ihnen
aber auch, armata manu, begegnet.


Bourdeaux, wirdt vom Könige in Frankreich hart
stringiret. Sucht hülfe, bey Engellandt, undt
Spannien.


<herzog von> Lottringhen, übergibt seine völgker, diese
campagne über, dem Ertzhertzogk zu Brüßel.


Admiral Tromp, ist auf die Duyns zu, geseh-
gelt, interim der Engelländer flotte, vor den vlie
erschienen, mit brandschiffen, deren schaden,
man an den 500 aldar liegenden kaufaardy-
schiffen, sehr geförchtet, undt dörfte baldt
eine bluhtige Seeschlacht, wieder zu vernehmen
sein, wiewol auch die tractaten wiederumb gehen.


<König in> Dennemargk, stehet auf seiner huet,
wirbet, armiret, undt befestiget sich.


Jn Schweden, siehet man, wo es hinauß will?


Das neẅe Königliche Cammergericht, zu Wißmar,
ist solenniter introduciret worden.

|| [[Handschrift: 354r]]


Chur Brandenburg nimbt die Possession von hindter-
Pommern ein. hertzog Frantz Carll, sol wiederumb, zum
Berlin, ahnkommen sein, alda der Schwedische11 Stadthalter
Horn, noch vor der einreümung, gestorben.


König in Polen, hat mit den Cosagken, undt Tartarn,
vollauf zu thun. Die Moßkowiter, liegen vor
Schmolenßko. Der Chmielinßky, sol seinen
Schwäher, den allten Hoßpodar, in der Wallachey12,
gefangen haben, undter dem Schein, der freündtschaft,
undt sein landt genießen, welches die Türgken,
zu recuperiren, trachten.


Jn 2 iahren, sollen 200 mille Seel[en], in Polen, undt
in der Lyttaw, an der pest, umbkommen sein.


General Cromwell, guberni[r]et in Engelland[,] Schottland
undt Jrrlandt, absolute, mit seinen, pro forma
gemachten rähten, undt findet keine innerliche
oppositiones, sondern regieret biß dato, pacate.
Suchet auch, die benachtbarten, zu pacificiren.


Man tractiret, den frieden, zwischen Spannien,
undt Frangkreich, iehne wollen, die exclusion Portugalls.


Die Schlesier, beklagen sich, über die Persecutiones
in Religione, undt daß die Jesuwiter, ein Gymnasium
zu Breßlaw auffrichten wollen.

|| [[Handschrift: 354v]]


Eine erschregkliche Feẅerßbrunst,
ist zu Prag endtstanden, welche in die 272
haüser, ohne die Ställe, undt Scheünen,
verzehret, alß man eben, mit dem Fron-
leichnam, in proceßion, wallfahrten gegangen.

Dienstag den 14den: Junij; 1653.


Martin Nickel abgefertiget. Dieu benie, son voyage!


Paul Ludwig ist bey Mir gewesen, expedienda zu
expediren, undt mit Jehna, zu conferiren.


Schreiben, vom Hertzogk Augusto, von Braunschweig
in der zollsache, in terminis moderatis.


Hans Christoph Wischers vetter13, ist von Straßburgk
mit dem Ludolf Lorenz von [K]rosigk wiederkommen, undt mit
dem Königlich frantzösischen Obrist leütnant Wilcknitz,
undter dem Ludolf Lorenz von Krosigk, Rittmeister wirdt,
mit avantageüser condition. Jl a gaignè,
à Straßbourg, avec le ieü, & avec les courses
a la bague, et aultres avantüres, plüs
de 1300 Dalers, mais tout cela s'en va
estre dissipè. Magnum Vectigal; Parsimonia!14


Post von den beampten zu Ballenstedt.

|| [[Handschrift: 355r]]


Avis: daß zu hildeßhejm, ein donnerwetter, an ge-
beẅden, getreydig, vieh, undt pferden, im Felde,
großen schaden gethan, undt wehren schlooßen,
alß hünerEyer groß gefallen, maßen daß
liebe wetter, [hätte] drey Tage, da herumb
gestanden, undt wehre alles, die drey Tage
über, der Nacht fast gleich finster gewesen,
welches alles, großen schrecken, causirt.
Der liebe G[e]treẅe Gott, wolle unß
allenthalben vor der[glei]chen schwehren wettern,
gnädiglich behüten [u]nd[t b]ewahren!


Zu Ballenstedt soll noch eine große
dürre, un[dt ...] sein. Gott
erbarm[e ...]ch daselbst, gnediglich!


Hans Senf ist abe[rm]alß bey mir gewesen.


Die addreße in publicis, mit 4 Regenspurger
Relationen, nacher [Plötz]kaw, ist verfertiget
undt forthgeschickt. [G]ott laße einmahl,
dem armen lande, respirament wiederfahren!


Mit Madame, undt einem Töchterlein15,
zu abends, spatziren gefahren. Die hitze, ist groß.
Carl Ursinus ist ein wenig mittgeritten.


<Tobias Steffeck von Kolodey ist beym Fuchs, zu Erxleben, gewesen. perge>

|| [[Handschrift: 355v]]

Mittwoch den 15. Junij; 1653.

<Große hitze, wie gestern undt vorgestern.>


Nach dem Johann Esche von Wallwitz, seine
Familiam, gestern abendt, in gesellschaft Sekerka
undt der CammerJungfraw, Eleonora Elisabeth von Ditten anhero
tranßportiret von Deßaw auß, ist er
heütte frühe, anhero selber kommen.
Gott gebe! daß er nichts ungeschicktes
vornehme, no[ch] böses, wieder unß,
undt unsere reform[irt]e Religion, machinire!


Jn die kirch[e un]dt woche[np]redigt conjunctim
cum filijs, undt [...]n Töchtern16.


Mit Jeh[na] [...] [a] meridie conversirt.


Zu abends, [...] an die Sahle, spatzirt.


Die wintt[e]rger[ste ist abge]bracht, undt
heütte eingeführet, n[em]lich: 4 Schockßo: 15 garben
auß 4 Schefel (Scheffel)schfl: Sahmen, allhier, zu Bernburgk,
undt [...]oben, auß 2 Schefel (Scheffel)schfl
Sahmen, zu Ze[pzig][.] Facit: 6 Schefel (Scheffel)schfl: 23 garben
ohngefehr, zu [...] gerechnet facit 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 15 Schefel (Scheffel)schfl
ich hoffe aber, es sol 8 Schefel (Scheffel)schfl: geben.


RübeSaht ist den 9. huius, 15½ Schockßo: auß 1 Schefel (Scheffel)schfl:
Sahmen allhier zu Bernburg undt 2 Schockßo: 8 bundt || [[Handschrift: 356r]]
auß 1 Viertel (Hohlmaß)v: sahmen zu Zeptzigk, geerndtet.
Facit: 17 Schockßo: 38 bundt. Gott gebe zu segen!

Donnerstag den 16den: Junij, 1653.


Mein Cammerpage Albrecht Sekerka, ist forth,
nacher Dreßen[!], auf seines bruders hochzeitt. Gott
gebe zu segen! undt glück!


J'ay desseignè, üne nouvelle depesche! Dieu
la vueille benir, & fortüner!


Jean Moutarde a estè ce soir, auprès de moy. Jddîo
lo mantenga salvo, e gli dîa, prospero successo!
Nota Bene Il patientissimo; Nota Bene Nota Bene[.]


Nach etzlicher Tage, [g]roßer hitze, undt besorg-
ter dürre, hat der liebe Got[t], unser verlangen
erfüllet, undt daß landt, gegen abendt, mit regen,
erquicket. Er seye, vor seine gühte, undt gnade
gelobet, undt gepreiset. Er wolle ferner,
Früheregen, undt Spähtregen, zu rechter
zeitt geben! undt unß, undt unserm lande, gnedig sein!


Böser avis, von Hamburgk; per Magdeburg das
die Holländische flotte, vom Engelländer, geschla-
gen seye! undt Sie die holländer in die 40 Schiffe ver-
lohren hetten. Sol dann die ungerechtigkeitt, noch
länger überhandt nehmen? undt, den obsieg, behalten? Ach!

|| [[Handschrift: 356v]]


Conversatio diesen abendt, mit deme von Jehna.

Freitag den 17den: junij; 1653.

<Regen.>


Nach dem ich diesen Morgen, allerley elaboriret,
habe ich Nachmittagß, den Superintendenten
Ern Joachimum Platonem, undt
den hofprediger Johannem Mencelium,
zu mir, in Carolj Ursinj meines iüngsten
Sohnes, gemach kommen, undt durch
den Magistrum Johannem Abrahamum Mencelium,
itzigen pfarrers zu Aldtenburgk, seinen
Præceptorem, i[n] den vornehmsten fundamenten
Christlicher Religion, (nach seiner
undterweisung,) <den Carolum Ursinum> examiniren laßen,
in gegenwartt, beyder obgedachter
Theologen. Es hat auch der page Geüder,
mitt darbey, aufgewartett. Der kleine
Carolus, numehr, in seinem 12. iahr, (Gott lob!)
ist dermaßen im examine seines Catechismj,
undt Christlicher religionspuncten, bestanden, || [[Handschrift: 357r]]
das ich, Gott dem Allmächtigen höchlich davor
zu dangken, die bestehtigung, der schönen gratulationen
so ihme, von allen dreyen Geistlichen, beschehen,
zu seiner bestendigkeitt, undt verharrung im
glauben, undt in der wahren Reformirten
Confession, eyferig zu wüntzschen, undt Gott
den Allmächtigen, sehnlich ahnzurufen, undt
zu bitten haben, er wolle ihn ferner vollbe-
reitten, stärgken, kräftigen, gründen, undt
durch die gnade seines Heiligen Geistes,
ie mehr, undt mehr, zur vollkommenheit, erleüchten!
undt die gabe der beharrligkeitt, nimmermehr, von
ihm nehmen!


Gegen abendt, bin ich mit Meiner freundlichen herzlieb(st)en ge-
mahlin, zur zigelscheüne, gefahren, undt
wir haben kawm, im rügkwege, einem
schregklichen donner, <blitz> undt regenwetter,
entkommen. Können, wiewol Gott dem All-
mächtigen, billich, vor daß gesegnete
regenwetter, lob! ehr! preiß! undt
dangk zu sagen, undt umb vermehrung,
seiner gühte, ahnzuruffen! et cetera

|| [[Handschrift: 357v]]


11 karren kohlen, von Ballenstedt, mit aviß,
das es (Gott lob, undt dangk gesagt!) auch alldar,
etwaß geregnet, undt das lechtzende dürre
Erdtreich, erquicktt. Vielleicht wirdt es wol
auch heütte alldar beßer geregnet haben?
Gott wolle regen, undt Segen, allenthalben
kommen laßen, undt unß die gnade verleyhen,
das wir in lieb, undt leidt, in guter, undt
böser zeitt, seine Milde undt gühtigkeitt,
mit Freẅdigem hertzen, undt willigem
Geiste, gerne rühmen, undt preisen mögen!

Samstag den 18den: Junij; 1653.

<Regen.>


Diesen Morgen, hat mans erfahren, daß
gestern abendt, ein stargker streich, vom
donner, in Matz Urlobs hauß, an der
Mühle, oben am gibel eingeschlagen, <undt an dem Stall etwas getsreiffet> an
welchem orth, vor 23 iahren, dergleichen geschehen.


Der regen, hat auch hin: undt wieder, in
den gebeẅen, sehr eingeweichet. Alleine
ist zu hoffen, der Segen des herren, so den lieben
Feldtfrüchten wiederfahren, werde solche geringe
Schäden leichtlich wieder ersetzen. Gott gebe es!

|| [[Handschrift: 358r]]


Avis, daß der alte Marggraf Christian, zu
Bareütt, sehr caducq wirdt, auf den Todt
leytt, undt fast nicht mehr reden kan,
das sein Sohn, Marggraf Geörge Albrechtt,
in seiner Tollen weyse, continuiret, seine ge-
mahlin betrübet, undt machet, daß Sie an
itzo, im kindtbett, (da sie einen iungen Sohn
gebohren) von Sinnen kommen. Gott wolle sie
gnediglich restitujren. Es ist, umb so viel mehr
empfindtlich, weil sie zu der heyrath, fast
gezwungen worden, undt Meiner herzlieb(st)en gemah-
lin Liebden <Bruders> hertzogk Philips So Tochter ist.


Zu Alstedt, in der grafschaft Manßfeldt,
hats so viel geregenet, in vorigen Tagen,
das die leütte, umb SonnenSchein, gebehten,
undt 2 Meilenm. darvon, zu Eißleben, ist eben damalß,
solche hitze, undt SonnenSchein gewesen, das
die leütte, umb regen, gebehtet. Beydes,
sol ihnen endtlich, von Gott, beschehret worden sein.


Zu Weymar, ist große dürre. Zu Ballenstedt
wahr es auch, aber Gottes gnade, ist inß
mittel, getretten, die wolle uns ferrner favorisiren!


Mein Zerbster bier, hat sich auch gestern, durch das wetter, verkehret.

|| [[Handschrift: 358v]]


Jn der Præparationspredigt, cum filijs, da
der hofprediger Mencelius, explicirt den Text:
Siehe, das ist Gottes Lamb, welches der
weltt Sünde, trägt.17 perge Gott seye
unß gnedig! undt laße unß, würdige
Tischgenoßen, an seiner Tafel, erfunden werden!
umb seines heiligen nahmens Ehre, undt umb seines
Heiligen leidens willen, Amen!


Numero 26 ist abermals, eine Regenspurger relation
ahnkommen, mitt allerhandt particularien.


Die avisen, von Erffurdt, bringen:


Das den 8. diß [Monats], die Cröhnung des Römische Königes,
zu Regenspurg vorgehen sol, undt darzu præparatoria
gemacht werden, wie auch, unsere legaten, referiren.


Jn der Schweitz endert sichs, (Gott lob!) die von
Basel, seindt in die 1000 stargk, auf ihre undter-
thanen, außgezogen, welche den hundeßweilischen
bundtsbrief, sampt 24 Rädelinsführern,
außgelifert, undt umb gnade, gebehten.


Der pawren General Lawensperg, mit 2000
pawren, ist von der Stadt Bern, völgkern, auch geschlagen,
undt von denselben, er, der General selbst, nebenst
40 Rädelßführer gefangen, undt an strigken, || [[Handschrift: 359r]]
nacher Bern, geführet worden, Numehr, gilt es der
Lucerner pawren. Die Schweitzerische Eidtgenoßen,
haben sehr geeilet, dieses Feẅer zu leschen, weil
die Rebellische pawren, auch die Burgunder, undt
Elsaßische pawren, aufzuwickeln, undt umb bey-
standt ahnzusuchen, sich undterstanden.


Die extradition hindter Pommern, auf Schwedischer
seitten, ist den 1. junij, nicht erfolget, weil der
Königinn ratification, noch nicht ahnkommen gewesen,
ist aber bäldiste vertröstung, Chur Brandeburgs geschehen.


Wegen der tractaten fortgang, zwischen Holl:
undt Engellandt, item: ob die flotten aufeinander
getroffen, darvon will noch keine gewißheitt
verlautten. Cromwell hat zwahr, an die herren Staaden
geschrieben, undt Londen abermals, zun Tractaten
vorgeschlagen, ahn stadt eines begehrten neütralorths.


König in Frankreich undt Prince de Condè, leiden
beyderseitß mangel an gelde. haben derhalben
ihre rendevous, verschoben. Jedoch, meinet man, es
dörfte hernachmalß, desto bluhtiger hergehen.


Die Cosagken, seindt muhtig, haben mit 10000
Mann, 30000 geschlagen, nemlich: die Macht des
Sibenbürgers, Wallachey, undt Moldawer, so coniungi-
ret, gewesen sein sollen. Droẅen der Cron Pohlen || [[Handschrift: 359v]]
hefftig, mit 300000 Mannen, sie zu überziehen.
Die hospodaren in der Moldaw, undt Wallachey,
haben anfangs, das spiel in Polen, nicht ungerne,
gesehen, zumahl, da die Cosagken vorgegeben,
es wehre ihnen nur, umb ihre Religion, undt
Freyheitt zu thun, deren man, in beyden ländern,
auch zugethan. An itzo aber, greiffen Sie diese
herren selbst ahn, undt vertreiben sie von
land undt leütten. Dem Fürst Ragozzi, (der
auch anfangß die diminution der krohne
Polen, mag etwaß gerne gesehen haben)
droẅen sie numehr auch, unangesehen
der Türckischen Protection. General Chmie-
linßky, sol zwahr, an die Ottomannische
Porta, geschicktt, undt erhalten haben,
das die Tartarn, commandiret werden,
aufzubrechen, undt die Polen, zu bekriegen.
Der Pollnische gesandte, bittet, umb eilende
hülfe, zu Regenspurg vom Kayser, undt vom
Reich, in diesen dreyen Monaten, Junio,
Julio, Augusto. Sonst dörfte das Königreich
Polen, nicht bastant sein, wieder eine solche menge || [[Handschrift: 360r]]
volcks, undt die angrentzenden länder, alß:
Ungarn, Oesterreich, Schlesien, Mähren, Pommern,
die Margk Brandenburg es zu späht, empfinden,
weil die Polen, zu schwach, an Mannschaft,
daß landt eben, undt mit keinen Festungen,
noch rechten päßen versehen, undt die waßer,
Ströhme, der Weichßel, Oder, undt Elbe, noch
wol im Sommer, zu transitiren, etcetera[.]


Jn einer zeittung stehet, die kröhnung, des Römischen
Königes, seye geschehen, den 8. dito. Es wehren alle
gaßen in Regenspurg gedrenge voll volgks gewesen.
Von manchem fenster, hette man einen, oder
zweene Ducaten, zahlen müßen. Wegen
aufsetzung der Crohne, hetten sich, zwischen
Chur Pfaltz, undt den Chur Brandeburgischen gesandten
streittgkeitten erreget. Endtlich, hette man die
Sache also verglichen, das Chur Pfaltz, die krohne
dem Römischen Könige, aufgesetzt, undt hernacher die
Chur Brandeburgischen Sie demselben, wieder abgenommen.


Einige lackayen hetten die wache angefallen,
darüber etzliche Todt blieben. Den anfänger,
hette man ertapt, dörffte ihm, übel gehen.


Man hat von wegen Kayserlicher Mayestät am FronleichnamsTage,
das spatziren fahren, und alle ergernüß, geben, auch den Evangelischen legatis verbotten[.]

|| [[Handschrift: 360v]]

Sonntag den 19den: Junij; 1653.


<Regen. Windt.>


Tobias Steffeck von Kolodey nacher Quedlinburg geschickt, in jmportantissimis[.]
Gott wolle ihn geleitten, undt glügklichen succeß geben!


Am heüttigen 2. Sontag nach Trinitatis,
ist der Text: vom Großen Abendmahl, Lucas 1418
vom hofprediger, Mencelio, wol außgeleget,
Meines Carolj Ursinj, profectus, undt admission
zum heiligen Nachtmahl, berühret, abgekündiget,
undt hernacher, post preces, & concionem, auch
ablesung, wie braüchlich, das heilige abendt-
mal gehalten, undt celebriret worden,
von mir, undt beyden meinen Söhnen,
Victorio Amadeo, undt Carolo Ursino,
(welcher zum ersten mahl heütte
mittgegangen) Gott wolle das angefangene
wergk, zu seiner Seelen Sehligkeitt,
vollführen, undt ihn ferner vollbereitten,
stärgken, kräfftigen<!> gründen! auch vor
allen schändlichen Jrrthumben, unserer
wiedersacher, gnediglich behüten! undt bewahren!
undt ihn ia Treẅlich, biß ans ende, in der || [[Handschrift: 361r]]
warheitt, (so er einmahl erkandt, undt
bekandt) verharren, auch biß an den Todt,
getreẅ, verbleiben laßen! Seinem heiligen
Nahmen, seye, lob, ehr, preiß, undt
dangk gesagt, von nun ahn, biß zu
ewigen zeitten Amen!


Gleich wie nun Sathan gerne, eine capelle
darneben bawet, wo Gott der herr eine
kirche stiftett, Also hat er mich gestern,
undt heütte, mit unnützen nebensachen,
sehr inquiet[ire]t, [son]derlich, von halle her,
wegen d[es Pfaffen zu] [P]eißen, (da man
sub prætextu Dioceseos, eine jurisdiction
über mich, erhärten will) undt sonst,
mit verdrießlichen supplicationen!
Gott helfe, alle adversitet, überwinden!


Nachmittagß, wiederumb zur kirchen, cum filijs
in des Jonij, predigt, da er von des Ahasverj
panckeet19, einen Sermon gehalten. perge


Zu Mittage <zum eßen>, undterschiedliche extra gehabtt,
aber wenig von adversa parte, haben, dem Gottesdienst, beygewohnt.
Patientia! Patientia! Patientia! Gott bekehre die Jrrenden!

|| [[Handschrift: 361v]]

Montag den 20ten: Junij; 1653.


Avis von Erxleben, daß mein Fuchß, das arme
Thier, sich so iämmerlich quehlet, undt ängstiget,
auch (wie man gäntzlich vermeinet) vom
Teüfel, oder von hexen, undt zauberern,
geritten wirdt, das es einen Stein, in der
erde, erbarmen, undt iammern möchte.
Der Schmidt daselbst, will weg, undt
auf Johannes, ist seine dienstzeitt, ohne
daß, auß. Je croy aussy; qu'il s'ennuye!
Das gesindlein, wirdt überdrüßig,
das pferdt zu wa[rten ...], undt zu
beschicken, för[cht]en sich [eine]s theilß auch,
bey solchem hechßenwergk, länger zu bleiben.
Jn Summa, das arme Thier, ist gantz verlaßen!
Gott der Allmächtige, der sich aller seiner
creaturen, erbarmet, wolle sich auch, über
diß mein leibroß, undt gewesenes gutes
pferdt, (darauf ich mich verlaßen, undt im
Nohtfall, mein leben defendiren können)
in gnaden erbarmen, undt das übel dempfen!
<auch Mir, undt den meynigen, gnedig sein, umb Christj willen!>

|| [[Handschrift: 362r]]


heütte seindt Commissiones, nicht allein in Rech-
nungßsachen, sondern auch, mit den Hoymischen,
vorgenommen worden. Gott gebe, zu gesegnetem succeß!
undt zu meiner erleichterung, von so vielen beschwerden!


Etzliche Polen, haben sich sehen laßen, mit
dreyen Tantzbähren, undt andern gauckelpoßen.


Doctor Mechovius, Jehna undt Cnüttel, haben ihre
anbefohlene Commißion, mit dem flegken hoym, vorgenommen.
Wallwitz, hat Meiner herzlieb(st)en gemah[lin] [p]artes, agiret. perge
Also, hat man sie e[xtra zu] Mi[tt]age, behallten.


Tobias Steffeck von Kolodey i[st von] [Q]uedlinburg vom Doctor Lentzen,
mit dilatorische[r erk]lärung.


Die [Trac]taten [m]it dem Flegken Hoym,
haben sich (Gott lob!) nach vielen difficulteten,
glücklich geendiget!


Schreiben, von meinem Bruder, Jtem: vom Pozzo.


Die Leiptziger avisen mel[de]n:


Das der holländische Admiral Tromp, die Stadt Douvere
in Engellandt, canoniret, undt ahngegriffen, auch
grawsamlich hinein gedonnert, darüber
krautt undt loht darauf gegangen. hingegen,
ist ihme auß dem Casteel, mit schießen, wieder
wol geantwortett worden. Die Engelländische flotte,
hat ihr tempo auch in acht genommen, undt alß Sie gesehen, || [[Handschrift: 362v]]
das Tromp mangel an krautt, undt loht gehabt,
sollen sie, hindter ihn kommen sein, den fortheil
des windes abgeiagt haben, darüber
ein erschregkliches gefechte undt naumachia
abermalß, sol angegangen sein, mit ver-
brennung undt verderbung vieler Schiffe,
undt volgks, auf beyden Theilen, iedoch sollen
die holländer [diß]mal den kürtzern
gezogen, undt [üb]er [40] kriegsschiffe,
eingebüßet haben, [daß] die menge
der kauffahrer schiff[e dana]ch dißmahl
verlohren wor[d]en. [Al]ß sich [nun] Tromp,
(nach gethanem eüßerstem Devoir, vor
sein vaterlandt, undt vor die gerechte
Sache!) in Seelandt, mit etzlichen Schiffen,
retiriren müßen, andere Schiffe aber, in
die Holländischen Meerhaven, hin undt
wieder, wo sie hingekondt, retiriret,
haben sich die obsigenden Engelländer, dar-
zwischen geleget, vor die häfen, ihre: der
Holl: undt Seeländer, außfahrt, undt con- || [[Handschrift: 363r]]
iunction, auch secours der dähnischen Schiffe,
(welche sie erwartten) zu verhindern, undt mag
also groß Schregken, undt alteration, in den Unirten
Provintzien sein. Gott erbarme sich ihrer, in gnaden!


Cromwell trachtet hingegen, nach der krohne,
undt königlichen dignitet, achtet das holländische
wesen, wie nichts, verleßet sich, auf die assis-
tentz von Spannien, dißiungiret die vorge-
wesene alliance, zwischen Frangkreich,
Schweden, Portugall, undt den Staaden,
undt mag in Schweden zimlich gehör schon haben,
gebraucht auch severitet, gegen seine wieder-
wertigen, insonderheit aber die iehnigen, welche
seine absolute gewaltt, ihm dißputiren, undt
daß Parlament zu Londen, restabiliret
wißen wollen, undt findet beyfall, auch
wunderseltzames glück undt succeßen!


König in Frankreich hingegen, erigiret sich auch, hat
succeß vor Bourdeaux, hoffet dieselbige
Stadt, baldt einzubekommen. Bellegarde
hat sich ergeben, nach zimlicher resistentz.
Die Franche Contè, helt sich Neütral. Der König,
undt Cardinal, hoffen, den Prinzen von Condè, baldt zu gewinnen. || [[Handschrift: 363v]]
Dieser hingegen, hat assistentz, von Spannien, ahn
volgk undt geldt. Leücata, ist auch wieder
dem König in Frankreich durch erkauffung, oder
contentirung selbigen Gouverneürs, mit
250000 livres, zu theil worden.


Der pabst, verharret, die unnützen
Münchsorden, zum Theil zu cassiren, worin-
nen sich Spannien, undt Venedig, etwas wiedersetzen,
undt offendirt befinden.


Der Türckische Kayser, ist numehr, in seinem
14. iahr, mündig worden, hat seine Regie-
rung angetretten, undt alsobaldt den
Primo Visier, gefraget, ob die Schiffar-
mada gantz beysammen, wol außge-
rüstet, undt zum außlauffen, fertig
wehre? welches der Visier, mit Ja,
demühtig beantwortett. Darauf aber,
ist baldt der Capitan Bascia, oder Gene-
ral del Mare, herzu getretten, undt
hats wiedersprochen, auch alle mängel,
so an dieser flotte, equippirung, zu befinden, || [[Handschrift: 364r]]
dem iungen Kayser, angezeiget, welcher baldt
den Primo Visier niedersebeln, seine stelle,
einem andern geben, undt den mängeln bey der
flotta, remediiren laßen. Dörften also die
Venezianer, numehr, (wo nicht friede wirdt?)
einen schwehreren krieg, alß zu vor, übern halß,
kriegen. Baldt darauf, ist er der Groß-
Türgke, persöhnlich, mit 200 mille Mann,
zu felde gezogen, auf Dalmatiam
zu. hat vom Römischen Kayser, den paß, durch
Croatiam begehret, undt sich zu erstattung
aller schäden, in diesem transitu, offeriret.
Allein, es wirdt, schwehrlich getrawet,
undt die päße an den Crabahtischen gräntzen,
werden wol besetzet, undt verwahret.


Fürst Ragozzi, sol auch geschlagen,
undt kawm endtkommen, hingegen, die Hoß-
podaren, in der Wallachey, undt Moldaw,
restabiliret sein. Ein Moßkowitrischer gesandter,
wirdt zu Warschaw erwartett. Die pest
undt Flegk Fieber, regen sich wieder, in Polen.
Des Königes Feldtzug, nach Leonberg, wirdt verschoben.
Die Königin, endtfernet sich, wegen der infection. perge

|| [[Handschrift: 364v]]


Die restitution von hindterPommern, wirdt noch
erwartett. Zu Stogkholm, sol der Portughesische
Gesandte, abgefertiget, hingegen der Spannische
noch aufgehalten worden sein, darauß præsu-
miret wirdt, daß man mit Spannien, sich
werden coniungiren, undt Portugall
fahren laßen. Die Königinn in Schweden,
hat auch, dem Kayser, undt dem Neẅen
Römischen Könige, zur election, gratuliret,
ihre approbation contestiret, undt
will allein zu dem ende noch, einen
extraordinarium legatum, dahin abordnen.


Zu Regenspurg ist alles, auf der kröhnung,
magnifice & pompose zugegangen, undt
die gebraüchlichen solennia darbey gehalten.
Etzliche unordnungen undt verübte exceß
des gesindleins, undt insolentzien etzlicher
lackayen, sonderlich Todtschläge, werden
gestraft, undt zuvor erkundiget werden.


Die proposition, undt Deliberationes,
hoffet man auch baldt, zu absolviren.

|| [[Handschrift: 365r]]

Dienstag den 21. Junij; 1653.


Jehna, hat sich frühe wieder præsentiret.
Jst fleißig, undt embsig, in anbefohlenen
commißionen. Jnngleichen, hat auch
Tobias Steffeck von Kolodey sampt seinen collegen, die ahn-
vertrawte commißion wieder reassumiret.
Gott gebe allenthalben zu Segen! undt gedeyen!


Den pfarrer von Dohndorf habe ich abermal zu
Erxleben, undt bey Mir gehabtt. Er dubitirt
numehr, darahn, ob mein Fux, die sch zauberey
habe, Sondern vermeinet, es seye die schwehre noht.
Le monde illecq, est las, des peines & incommodi-
tèz, que mon cheval cause! perge <Ainsy il est vrayement miserable!>


Mit Walwitz, mit Jehna, undt andern
conversiret.

Mittwoch den 22ten: Junij; 1653. perge


Jn die kirche, conjunctim gezogen, da unser
hofprediger, unß vom dritten Tage der Schöpfung,
den Text: ex primo capitulo Geneseos20, expliciret.
Gott gebe, daß wir allerseitß, gute lehren, zu hertzen nehmen! <et cetera>
undt dem Heiligen Geist, nicht muhtwillig wiederstreben!


J'ay eü dès fatigues, et d'intrigues a l'ordinaire.
Ô Dieu delivre moy; de tout d'angoisses, peines & travaulx!

|| [[Handschrift: 365v]]


Mit Madame, in gartten, spatzirt.


Meine Söhne, undt Töchter, haben sich auch, des
schönen wetters, (wie zum öftern geschicht) gebrauchtt.


Aufn abendt, bin ich mit Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin,
undt zweyen Töchtern, auf unsere Felder,
allhier, undt zu Zeptzigk, spatziren gefahren,
Carl Ursinus ist auch mittgeritten. perge

Donnerstag den 23ten: Junij: 1653.


Paul Ludwig ist bey mir gewesen. Sie haben viel zu
schaffen, mit Philipp Güders verwirreten rechnungen.


Abermahlige depesche, que le bon Dieu, vueille benir!


Tobias Steffeck von Kolodey ist zu Erxleben, wiederumb, bey
Meinem Fuchß, gewesen, undt hat daß elendt
mitt angesehen, wie schon zum öftern. Beyde
gebrüdere, Jacob Antonij, undt Lüdolff
Lorentz, seindt alldar gewesen.


Discorsj, mit Christoph von Jehna, de diverses choses jmpor-
tantes, & necessaires. Il est treshonneste, & tressincere.
Nous plaignons l'injüstice, dès Grands et petits!
Dieu y vueille apporter, prompt remede!


6 Schockßo: 2 Metzen Rübesaht, seindt zu Zeptzigk
auß 2 Schockßo: undt 8 bundt, außgedroschen,
Jtem: allhier, 18 Schefel (Scheffel)schfl: 3 Viertel (Hohlmaß)v: wintergersten,
auß 3 Schockßo: 5 garben.

|| [[Handschrift: 366r]]

Freitag den 24ten: Iunij; 1653.


Zähme ist hehrkommen, mit deme die handlung wegen Kiritz
guht sich schwehr ahngelaßen, undt endtlich so viel zerschlagen.


Amptmann Georg Reichardt ist bey mir gewesen, von allerley
undterthänig zu referiren.


Risposta von Quedlinburg en bons termes, Dieu les accomplisse!


Avis A spasso: nach meinem bawholtz, undt theilß gersten,
undt rogken, wie auch, nach der Mühle, undt kleinem weinberge zu.


Jehna, undt Tobias Steffeck von Kolodey haben Valediciret.

Samstag den 25ten: Junij; 1653.


Tobias Steffeck von Kolodey ist forth, nacher Quedlinburg[.] Gott gesegene ihn! undt
Meine expedienda!


Jehna, ist inngleichen forth, wieder nacher Zerbst,
in seiner Stadt beschwehrden, remediiren zu helfen (pro posse!)
wieder die ungerechten ahnfeinder, undt verfolger.
Gott dempfe, alle boßhafte, verweigene
übelthäter! sampt allen Großen, undt kleinen Tyrannen!
Jch habe sonst ungerne, den guten Jehna, ahn itzo,
mitten in seinen besten verrichtungen, undt commissionen,
allhier zu Bernburgk, wegziehen laßen müßen. Pacience!


Mir hat diesen Morgen, getraẅmet, ich wehre
mit meinen Söhnen, nach Jerusalem, Constantinopel, undt
Egyptenlandt, in kurtzer zeitt verrayset, undt glücklich
wiederkommen, durch eines Ungarn, verahnlaßung, || [[Handschrift: 366v]]
welcher mir Türgkische päße gebracht, undt gegeben.
wiewol ich nun solchen wenig getrawet, undt
mich darüber geängstiget, iedoch forthgemußt,
wehre der kerll, den ersten Tag, plötzlichen ge-
storben, undt hette sich gantz verlohren. Wir aber,
wehren forthgewandert, im lieben Nahmen Gottes,
undt hetten solche schöne raysen, in einem ¼
iahr, ohne einigen ahnstoß glügklich absolviret,
auch Gott dem herren, lob, ehr, preiß, undt
dangk, davor gegeben. Je ne scay, si ce
songe, sera bon, ou malencontreüx, pour moy,
& pour mès fils. Dieu confirme le premier,
& divertisse, le dernier, par sa Sainte grace, & benediction!


Mit Anlehen, undt rechnungen, zu thun gehabtt.


Ein allter Mann, Hanß Müller genandt, so 106 iahr
altt, undt von Adorf ist, hat sich præsentiret, das
Allmosen zu samlen, undt zu referiren, wie
es ihm, in seinem langen leben, undt raro
contingentj, ergangen? <Sein vatter ist 105 iahr, undt sein Großvatter, 120 Jahr altt worden.>


Mit Magister Menzelius viel conversjret.


Schreiben, vom hertzogk Rudolph Augusto von Wolfenbüttel[.]
Jl s'opiniastre; contre l'avis dü Pere mesme,
wegen der überfahrt zu Dochumb, undt Barby. Pacience!

|| [[Handschrift: 367r]]


Die Avisen von Erfurdt, bringen mitt:


Daß die holländer, im letzten gefechte, nicht 40 sondern 30
kriegesschiffe verlohren, der Admiral Tromp, mit seinem
Schiffe, gesungken, undt kawm gerettet worden, also daß
er sich, nach Oostende zu, salviren können. Der Vice
Admiral Witte Wittens, hette ihn übel secundiret, undt
mit 20 Schiffen, nicht fechten wollen. Die Engelländer,
hetten auch ihr Theil bekommen, undt keine seide, darbey gesponnen.
Die holländer stärgkten ihre flotta zwahr, wann
ihnen nur, die obgelegenen Engelländer, nicht allzuge-
schwinde, über den halß kähmen? Der König in Denne-
margk, schickt den Staaden, vermöge ihrer alliance,
zehen OrlogßSchiffe, zu hülffe.


Jn Engellandt, gibts motus intestinos[.] Cromwell
hat den Raht, zu Londen, abgesetzt, dieweil derselbe
von restitution des Parlaments, gesprochen.
Spannien, wirdt auch, von Cromwell dißgustiret,
wegen einer menge, verarrestirten Jndianischen
Silbers, so in der Engellandt, eingelauffen.


Jn Frangkreich, will der krieg recht stargk angehen,
undt alles in einen hauffen, leyder! geworfen werden.


Zu Regenspurg suchet der Kayser, den dißgustirten
Churfürsten von Cölln, zu begühtigen. Der Churfürst
hat dem Römischen König, auf der Cröhnung, die Crohne
aufsetzen wollen, (inmaßen auch bey dem itzigen Kayser,
anno 1636 geschehen) So hat es aber Chur Meintz, nicht leiden || [[Handschrift: 367v]]
wollen, Sondern alleine solche Ehre praetendirt, undt erhalten.
Alß Chur Cölln, solches vermergket, hat er sich von Re-
genspurgk, zeitt währender krönung, absentirt,
in ipso actu coronationis aber, wieder solches
beginnen, alß eine unzuläßige Neẅerung, pro-
testiren laßen, undt ist noch nicht wiederkommen
gewesen. Jhre Mayestät sähen ihn gerne, bey der
Proposition, haben den graven von Fürstembergk
derenthalben, zu ihm geschickt, in Bayern, ihn
placide zu ersuchen, undt zu ermahnen, wiederumb
zu erscheinen. Die Proposition, wirdt nun,
nicht mehr, von Schweden, gehindert werden
können, dieweil den 6ten: junij, hindter Pommern
restituiret, undt von Chur Brandenburg die
Possession, numehr ergriffen worden.


Jn der Schweitz, hat der krieg, baldt ein
ende genommen, undt wirdt numehr, bey den
Republicquen deliberiret, wie? undt welcher
gestaltt<?>, die gefangenen Rebellen, undt
Rädlinßführer, zu bestrafen sein möchten?


Avis: daß mein Schwager, Fürst Johann Casimir
abermals einen anstoß gehabt, in dem er ge-
fallen, undt eine handt verstauchtt. <Gott woll es baldt beßern.>

|| [[Handschrift: 368r]]

Sonntag den 26. Junij; 1653.


Conjunctim, zur kirche, Text: Lucas 1521 vom verlor-
nen Schaf, undt groschen, vormittagß.


Extra: zu Mittage, die Rindtorfinn, undt
einen von Miltitz, Walwitz Schwager,
gehabtt, deme ich zugesprochen.


Nachmittagß, mit beyden Söhnen, undt zwo
Töchtern 22, abermalß zur kirchen, da dann der
Caplan Jonius außgeleget, waß heütte
Morgen, der hofprediger Mencelius übrig gelaßen,
nemlich, den Text: vom verlornen Sohn23. perge


Zu abends, wiederumb extra gehabt: die Wall-
witzinn, die Rindtorfinn, Miltitz, et cetera[.]


Mein Sohn, Victor, hat ist unpaß worden,
Gott erhalte mir doch, den lieben Sohn!
undt mache mich nicht abermalß affligirt!


Tobias Steffeck von Kolodey ist noch vor Mitternacht spähte,
iedoch glügklich, wieder ahnkommen, vom Doctor
Lentz, auß Quedlinburg[.] Gott gebe, zu ferr-
nerem segen! undt gedeyen! Amen! perge


Ô Dieu! ne me chasties derechef, en ton jre!
Ne me delaisses pas mon Dieu! affin que ie
ne te delaisse pas aussy!

|| [[Handschrift: 368v]]

Montag den 27ten: Junij; 1653.


<Regen.>


Die Beampten, wegen des Thambs24, neben
Philipp Güder, undt Doctor Fischer, wegen meines Sohns,
Viktor Amadeus hieroben gehabt. Es leßet sich,
(Gott seye lob, ehr, undt dangk gesagt)
mit Viktor Amadeus zur beßerung ahn. Er helfe
ferner mit gnaden, zur gesegneten
continuation!


Geörg Cnüttel, habe ich auch bey Mir
gehabtt, in CantzeleySachen.


Gott hat unß abermal einen schönen Frucht-
bahren regen gegeben. Seine gühte, (die da ewig-
lich währet) seye davor gelobet, undt gepreiset.
Er wolle unß ferner seines Segens, genoß,
mildiglich entpfinden laßen, insonderheitt
auch, zu Ballenstedt, allda zimliche große
dürre, an itzo, sein soll!


Wolfgang Sutorius hat in Oeconomicis, auch sich præsentiret,
undt relation gethan.


Die Leiptziger Ordinarien, bringen mitt:


Daß Admiral Tromp, sehr wol gefochten, undt
bey nahe, gesungken wehre, vom vielen schießen,
in dem sein Schiff, 7 Fuß tief waßer gehabtt. || [[Handschrift: 369r]]
Seine gesellen, eines theilß, haben ihr devoir übel
gethan. Windt, undt waßer, neben einem Mächtigen
Feinde, seindt ihme zuwiederb gewesen. Er hat
auch, seine brandtschiffe derhalben, nicht anbringen
können. hingegen hat der feindt, den windt,
undt alles, zum fortheil gehabt, ist auch immer,
mit frischen Schiffen, von der Tämeß, verstärgkt
worden. hat also endtlich Admiral Tromp, nach
eüßerstem devoir, undt gethaner gegenwehr,
sich retiriren müßen, mit verlußt, des
vierdten Theilß, seiner flotte. Man will nun,
nicht allein, sein Schiff, repariren, sondern auch
in 14 Tagen, noch 150 Orlogsschiffe auß-
rüsten, ihn darmit zu verstärgken, inmaßen
auch 10 große Königliche kriegsschiffe, erwartett
werden. hingegen, creützen die Engelländer
nach ihrer victoria, die See, haben sich, mit 100
Schiffen, vor den Holl: undt Zeeländischen haven
sehen laßen, paßen auf, damitt kein Schiff,
weder auß: noch einkomme, undt hoffen
viel OostJndianische Schiffe, hinweg zu kriegen.
Zu Londen, will der Stadtraht, ein Neẅes Parlament
haben. Man reassumirt die Friedenstractaten mit den Staden.

|| [[Handschrift: 369v]]


Jn Frangkreich, continuirt die eroberung der
Festung Bellegarde, auf Königlicher seitte. Der
Gouverneur in Franche Contè, hat ordre vom
Könige in Spannien, gehabt, es zu endtsetzen,
hat auch, nebst dem Adel, sich undterstanden,
solches ins wergk zu setzen, es hat es aber,
das Parlament zu Dole, verhindert,
dieweil diese action, wieder die neütra-
litet lauffen möchte.


Bourdeaux, wirdt tentiret, durch intelli-
gentzen, darüber abermal der Prince de
Conty, einen iungen Conseiller hengken
laßen. Die Jrren, so daherumb, dem
Könige in Spannien, gediehnet, fallen zum
König in Frankreich[.] Zu Sankt Sebastian, sol eine flotte
parat liegen, den Printzen zum secourß.
Prince Thomaß von Savoya, ist Grand
Maistre de la cour dü Roy worden. Der Ma-
reschal de Türenne, gehet in Champagne,
Maréchal de Hocquincourt aber in Catalonien,
undt ein ander Maréchal de France, in Savoyen || [[Handschrift: 370r]]
wieder den Gubernator von Meylandt. Die
Staaden, wollen die alliance mit Frankreich verneẅern.
Der König in Frankreich aber, renovirt mit Portugall die alliance,
also, das ihme iährlich, selbiger König, so lange der
krieg, contra Spannien, währet, 3 millionen,
bahr, erlegen solle!


Zu Regenspurg ist die kröhnung, des Römischen Königs
Ferdinandj IV.ti solennissime abgegangen.
<Er hat 16 Cavalliers, zu Rittern geschlagen.>
Es geschehen viel gratulationes, undt freẅden-
zeichen, hin: undt wieder. Gott wolle alle gute
Vota bestehtigen! Chur Pfaltz, hat sein neẅes
ErtzSchatzmeister Amptt, wol verwaltett,
undt mit Tragung der Königlichen Crohne,
undt geldt außwerfen, sich gebrauchen laßen.
Die Proposition: undt Deliberationes, sollen
nun täglich, ihren forthgang haben.


Die extradition hindterPommern, ist geschehen,
Chur Brandenburg hat die Poßeß ergriffen,
die festung Colbergk besetzt, einen Neẅen
Stadthalter Kleist, installiret, undt will
persöhnlich, die huldigung einnehmen.
Die Schweden, nach vielen Festiviteten, seindt abge-
zogen, der gewesene Stadthalter Horn25, ist zum Berlin gestorben.

|| [[Handschrift: 370v]]


Jn Polen, graßirt wiederumb die pest. Es continuirt,
das die Siebenbürger, Moldawer, undt die
Wallachen, übel gefochten, undt von den
Cosagken, geschlagen worden. hingegen wollen
etzliche melden, der Chmielinßky suche friede,
undt wolle durch seines Sohnes Schwäher,
den allten Hospodar in der Wallachey26,
friede mit Polen machen, undt der alliance
mit den Tartarn, renuncijren.
Andere meinen, es gebe große apparatus
wiederumb, auf beyden seitten, undt
es werde der krieg, schärfer utrimque angehen.


Die venezianer finden auch, ihre laßt.
General Foscolo, hat zwar wiederumb
gute beütten im Arcipelago gemacht,
etzlicher Türckischen galleren, undt Schiffe,
auch Pilgramsfahrer, so nach Mecha, gewoltt,
hingegen seindt die Türgken, mit 92 Segel
stargk, auß den Dardanellj, heraußer
kommen, zu schlagen, undt Canea zu endtsetzen.


Jn einem außfall auß Candia sollen die
venezianer glügk gehabt haben, wie auch die || [[Handschrift: 371r]]
Morlacchj, in Dalmatia. Der Bailo Cappello
ist zwahr noch im arrest. Man hat ihn aber, von
Adrianopel, nach Constantinopel, gebrachtt, undt
es scheinet, als sollen die Friedenßtractaten,
reassumiret werden. Der Türckische Kayser,
hat den Bassa von Boßna, laßen in die eisen
schmieden, dieweil derselbe so schlechte ge-
reittschaft gemacht, zum kriege, in Dalmatien,
undt wirdt also nach Constantinopel, gebracht.
Die Türgken, sollen Cataro belägert haben.
Es vaciren numehr, 7 Cardinalstellen,
zu Rom. Zu Napolj, verfolget die ViceRè
die banditen, auf dem lande.


Zu Antorff, sol viel Silber, zu vermüntzen,
auß Spannien, ankommen sein.


Zu Dantzigk, regiert die pest, von
dannen sie nach Warschow, durch ein
weib, (deren Mann, undterwegens, darahn
gestorben) gebracht, undt bey lebensStraf
in Polen verbotten worden, nach Dantzigk
nicht zu handeln, oder zu frequentir[e]n!

|| [[Handschrift: 371v]]

Dienstag den 28. Junij; 1653.

<Abermals geregenet.>


Schreiben von Ballenstedt[.]


Bescheidt dahin gegeben. perge


Schreiben vom Freybergk von Regenspurg
vom 11ten: Junij; wegen der cröhnung des Römischen
Königs, undt wie die Schweden, in particularj,
darzu invitiret worden, durch den Reichß-
Marschalck. Chur Cölln, hat sich denselben
Morgen, absentiret, weil er die kröhnung
nicht verrichten sollen, hingegen Chur Meintz,
solche allein, zu verwalten, aufgetragen.
Der Marggraf von Baden aber, hat ihn
wieder gesucht, undt von wegen Kayserlicher Mayestät
berufen, weil er nur, eine meile von Re-
genspurgk sich absentiret.


Der Churfürst Pfaltzgrave hat die
krohne, im ein: undt außgang des
Thumbs, getragen, vor ihren Mayesteten,
undt hat im anfang, geldt undter daß
volgk außgeworfen, deme der Grave
von Zinzendorff, alß Erbschatzmeister, || [[Handschrift: 372r]]
vom Churfürsten creiret, gefolget, undt den
Nachschuß des geldes, <von Silber> außgeworffen.
Nota Bene[:] des Churfürsten pferdt aber, wardt
an den halß gestochen. Man meinet, es
seye ein MeßerStich, das einer etwan
im gedrenge, dem Churfürsten Pfaltzgraven, habe
wollen, den beüttel <gar> abschneiden, undt
hat darahn gefehlet. O capita nequam!


Der Spannische Ambassador, hat nachfolgenden
Tages, ein Stadtlich bancqueet, den Chur:
undt Fürsten, gehalten. Die 3 anwesende
Churfürsten, der Landtgrave von Darmstadt,
hertzogk Julius heinrich, von Sachßen,
undt ein iunger Marggrave von Baden
Durlach, seindt gegenwertig gewesen,
mit andern Kayserlichen Officirern. Der
Landtgrave Geörge, ist mit Seiner gemahlin,
abends den dinstag ahnkommen, alß den
folgenden Mittwoch, die kröh[n]ung vorgegangen.
Jl Cancelliere si raccommanda, jn grazia!
perge

|| [[Handschrift: 372v]]


Alß ChurPfaltz, bey der kröhnung, goldt
außgeworfen, un alß Ertzschatzmeister,
undt sein erwehlter Erbschatzmeister,
der Graf von Sintzendorf gefolget,
mit silber außgeworfen, hat sich ein dieb,
oder Meüchelmörder, im gedrenge
hervor gethan, undt vielleicht den
Churfürsten verwunden, oder ihme, den
geldtseckel abschneiden wollen,
der Stich ist aber dem pferde, in
den halß gegangen, undt also das
unglügk, dißmal (Gott lob!) abge-
wendet worden. Gott bewahre ihn
ferner, mit gnaden, vor allen bösen
machinationen! undt vor allen
bubenstügken! Sic Mundus, vult decipj!27
Der Freybergk, unser Abgesandter,
schreibet mir, diese dinge!


Wallwitz hat heütte aufn abendt
abschiedt genommen. Er will Morgen, (gebe gott)
nach Ballenstedt, undt Miltitz sein Schwager, nach Deßaw.

|| [[Handschrift: 373r]]

Mittwoch den 29ten: Junij; 1653.


Jn die kirche, conjunctim.


Extra zu Mittage, Miltitz, Tobias Steffeck von Kolodey undt
hofprediger Mencelium, gehabt.


Mit dem Allten hofmeister Einsidel, leßet
sichs gar schlimm ahn. Gott wolle sich, seiner er-
barmen! seine schmertzen lindern! undt es
mit ihm schigken, wie er weiß, das es
dem Pacienten, sehlig: nützlich, undt guht ist!
umb Christi Jesu willen, Amen.


Mit Madame, bin ich, diesen abendt, hinauß
spatziren, gefahren, nacher Zeptzigk. et cetera


Mes chevaulx, n'ont point eü d'avoyne
cejourd'huy. Ce desordre, m'a fait enrager,
Dieu me pardonne, mes pechèz! & la grande
nonchalence de mes gens, quj me tourmente.
Ces fayneants, attendent, iusqu'a la der-
niere heüre, ordinairement, avec telles
choses, pour m'affliger davantage!
Mais i'ay enfin, trouvè moyen, d'y
remedier, non sans peine, et dèsdaing!
Ô Dieu! allege moy, cés travaulx!

|| [[Handschrift: 373v]]

Donnerstag den 30ten: Junij; 1653.


Avis: daß vergangene woche, einer vom Adel,
von Rodenburgk, im Crentz, mir zu nahe
gehetzt, darnach aber, biß vor Zeptzigk an
gartten, geritten, undt des kuhehirtten
Fraw, iämmerlich geschlagen, geprügelt,
auch vorn kopf, gehawen, dieweil ihr Mann,
ihme, vor diesem, gediehnet, undt
(weil er ihn übel tractiret) nicht
bey ihm, bleiben wollen. Diese frevel-
that, wehre billich, zu bestraffen!


hertzog Frantz Carll ist mit Seiner lieb(st)en
gemahlin, unbekandt, anhero in die
Stadt kommen.


händel, mit Fürst Augusto wegen der Aße-
burgischen lehen.


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Person nicht ermittelt.
2 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
3 Personen nicht ermittelt.
4 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um den ersten kurbrandenburgischen Statthalter.
5 Person nicht ermittelt.
6 Lc 12,32.
7 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
8 Irrtum Christians II.: Erobert wurde das Fürstentum Moldau.
9 Lc 16,19-31.
10 Entweder Anna Ursula oder N. N. Sekyrka von Sedschitz.
11 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um den ersten kurbrandenburgischen Statthalter.
12 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
13 Person nicht ermittelt.
14 Zitat aus Cic. parad. 6,49 (ed. Nickel 1994, S. 240f.).
15 Vermutlich entweder Maria oder Anna Elisabeth.
16 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
17 Io 1,29.
18 Lc 14.
19 Est 7.
20 Gn 1,14-18.
21 Lc 15,4-9.
22 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
23 Lc 15,11-32.
24 Hier: Dammes.
25 Irrtum Christians II.: Es handelte sich nicht um den früheren schwedischen, sondern um den ersten kurbrandenburgischen Statthalter in Hinterpommern.
26 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
27 Zitat aus Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
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abkündigen
von einer erhöhten Stelle aus bekanntgeben
absolviren
vollenden, abschließen
absolviren
jemanden von etwas befreien, freisprechen, entbinden
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
Admission
Zugang, Zulassung, Zutritt
admittiren
gestatten, zulassen
Adversitet
Widerwärtigkeit, Ungunst
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Alteration
Aufregung, Ärger
Alteration
Veränderung (zum Schlimmeren)
alteriren
verwandeln, verändern
alteriren
(sich) aufregen
alteriren
aus der Fassung bringen, erschrecken, aufregen
Anlehen
Anleihe
Approbation
Billigung, Zustimmung
approbiren
billigen
arriviren
ankommen, eintreffen
Aufnehmen
Förderung, Wohlfahrt
aufwickeln
aufwiegeln
avantageus
vorteilhaft, nützlich
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bailo
ständiger Gesandter der Republik Venedig in Konstantinopel
beschicken
einen Boten entsenden, schriftlich vorladen
beschicken
füttern, pflegen
besorgen
befürchten, fürchten
Brandschiff
mit Brennstoff beladenes altes Schiff, mit dem man Schiffe oder Bauwerke des Gegners in Brand zu stecken versucht
Bubenstück
gemeine Tat, Schurkenstreich, Freveltat, Verbrechen
caduc
hinfällig
Captur
Verhaftung
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
causiren
verursachen
certiren
streiten, wetteifern
civil
gesittet, gesellschaftlich verfeinert, taktvoll, von geschliffenem Benehmen, höflich, umgänglich
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
competiren
im Rangkonflikt stehen
competiren
konkurrieren
competiren
gebühren, zuständig sein
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
Contentirung
Zufriedenstellung
contestiren
bezeugen
contestiren
eine Auseinandersetzung in Gang bringen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
cortesisch
höflich
creiren
jemanden in ein Amt wählen oder zu einem Amt ernennen, jemanden zu etwas machen
Dammgebäude
Dammbau (als Tätigkeit), Bauarbeit an einem Damm
defendiren
verteidigen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
Difficultet
Schwierigkeit
Dignitet
Würde, Standeswürde
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
disjungiren
trennen
dubitiren
zweifeln, bezweifeln
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
elaboriren
ausarbeiten
Election
Wahl
erfinden
entdecken, finden
erfinden
befinden, ansehen
erfinden
auffinden, vorfinden
erigirien
aufrichten, erheben
erigirien
errichten, gründen
exerciren
(aus)üben
expectoriren
sich deutlich und aufrichtig wegen einer Sache erklären
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
Extradition
Aushändigung, Herausgabe
Exulant
aus Glaubensgründen vertriebene Person (meist für vertriebene Protestanten aus den habsburgischen Erbländern und anderen rekatholisierten Territorien)
Freundschaft
Verwandtschaft
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
gähling
plötzlich, unversehens
Gereitschaft
Bereitschaft, Verfügbarkeit
guberniren
verwalten, regieren
guberniren
sich verhalten
Handbrieflein
kleines Handschreiben
Herrentag
jährliche Zusammenkunft des dänischen Königs mit dem Reichsrat
improbiren
missbilligen, tadeln
inquietiren
beunruhigen
installiren
(in ein Amt) einsetzen
Intelligenz
Einverständnis
Intelligenz
(geheime) Zuträgerschaft, Informanten, Spitzel
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
intimidiren
einschüchtern
invitiren
einladen
Johannistag
Gedenktag für Sankt Johannes den Täufer (24. Juni)
Kammergerichtsziel
durch die Reichsstände zu entrichtender Beitrag zur Unterhaltung des Reichskammergerichts
Kraut und Lot
Pulver und Blei
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
lucubriren
bei Nacht/Licht arbeiten
machiniren
intrigieren, etwas anzetteln
Metze
beim Getreidemahlen der gesetzlicher Anteil (die Mahlmetze) des Müllers
Metze
Hohlmaß (meist für Getreide)
Obsieg
Sieg
offendiren
beleidigen, kränken
Offizier
Amtsträger, Beamter, Bediensteter
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
pacificiren
(miteinander) vergleichen, einig werden, aussöhnen, Frieden schließen
Particularie
Einzelheit
Particularschreiben
Einzelschreiben
Pfändnemann
Person, die Pfändungen vornimmt
Pfändner
Person, die Pfändungen vornimmt
Posseß
Besitz
Präparationspredigt
Predigt zur Vorbereitung auf den Empfang des Abendmahls
präsagi(i)ren
mutmaßen, ahnen, voraussagen
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
präveniren
zuvorkommen
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
recipiren
etwas (zur eigenen gedanklichen Verarbeitung, Beurteilung, Entscheidung) aufnehmen
recipiren
(in eine Körperschaft) aufnehmen
recipiren
(durch eine Körperschaft oder Person) annehmen, empfangen
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
Relation
Bericht
remedi(i)ren
abhelfen
renunciiren
verzichten
restabiliren
wiederherstellen, wieder in den vorigen Stand versetzen
restituiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
retirat
zurückgezogen
Römerzug
von den Reichsständen zu entrichtender, in Matrikeln festgelegter finanzieller Beitrag, der ursprünglich zur Finanzierung des Begleitzuges der deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom, später zur Deckung der monatlichen Kosten für die Unterhaltung und Besoldung von Truppenkontingenten des Reichs und der Kreise diente
salviren
retten
Schiffarmada
Kriegsflotte
Schloße
Graupel- bzw. Hagelkorn
Schwerenot
(durch Verwünschung hervorgerufene) Epilepsie, auch Todeskampf
Secours
Entsatz, Hilfe
Seide spinnen
Nutzen/Vorteil von etwas haben
Session
Sitz, Platz
Session
Sitzung
Severitet
Ernst, Strenge, Härte
stringiren
binden, verpflichten
stringiren
berühren
stringiren
abschneiden
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
suppeditiren
verschaffen
Supplication
Bittschrift
Teil
Partei, Seite
Tempo
rechte Zeit und Gelegenheit
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
Thum(b)
Dom
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Trinitatis
Fest der Heiligen Dreifaltigkeit (erster Sonntag nach Pfingsten)
vaciren
frei oder unbesetzt sein
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
verkehren
umschlagen, verderben
verobligiren
verpflichten
Volk
Truppen
vollbereiten
ganz zubereiten
vollbereiten
stärken, kräftigen
vorträglich
nützlich, heilsam, zuträglich
Zeitung
Nachricht
Abaza Siyavuş Pascha

gest. 1656
Anm.: Geboren in Abchasien; Sklave des Schatzmeisters Abaza Mohammed Pascha ; 1634 Aufnahme in die Kammer der Seferli; ab 1634 Tschokadar-Aga (Marine); seit 1639 Silidhar-Aga; 1640 Wesir der Kuppel; 1640-1642 Kapudan Pascha (Großadmiral); Beylerbey (Provinzgouverneur) von Erzurum (1644/45), Silistra (1645-1648) und Ofen (1648-1650); 1650 erneut Wesir der Kuppel; 21. August bis 27. September 1651 Großwesir des Osmanischen Reiches; danach Beylerbey von Bosnien (1652/53) und Rumelien (1653-1656); 5. März bis 25. April 1656 erneut Großwesir; vgl. Anton Gévay: Versuch eines chronologischen Verzeichnisses der türkischen Statthalter von Ofen, in: Der österreichische Geschichtsforscher, Bd. 2 (1841), S. 80.
Ahasveros

Anm.: Biblische Figur.
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Asseburg, Familie

Anm.: Niedersächsisches Adelsgeschlecht.
Markgraf Wilhelm von Baden-Baden

geb. 1593
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Eduard Fortunat von Baden-Baden (1565-1600); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Baden (1631-1634 Vertreibung durch die Schweden), 1634-1648 ebenso von Baden-Durlach; seit 1630 kaiserlicher Geheimer Rat sowie Obrist (1630-1646), Generalfeldwachtmeister (1633) und Feldzeugmeister (1635); ab 1652 Reichskammerrichter; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Markgraf Friedrich VI. von Baden-Durlach

geb. 1617
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659); schwedischer General (1655) und Generalfeldmarschall (1656); ab 1659 regierender Markgraf von Baden-Durlach; seit 1674 Reichsgeneralfeldmarschall; ab 1676 auch kaiserlicher Feldmarschall.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Anna (2) Bährenreutter
Anna (2) Bernreuth
Geburtsname: Anna von Affeln

Anm.: Tochter des herzoglich-braunschweigischen Hauptmanns Antonius von Affeln; seit 1652 Ehe mit dem anhaltisch-bernburgischen Sekretär Christoph Bährenreutter (geb. 1624).
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Barberini, Familie

Anm.: Florentiner Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Claude de Bauffremont
Marquis Claude de Meximeux

geb. 1590
gest. 1660
Anm.: Sohn des Guillaume II de Bauffremont, Baron de Scey et de Sombernon (1566-1599); ab 1599 Marquis de Meximeux; seit 1641 spanischer Gouverneur der Freigrafschaft Burgund (Franche Comté de Bourgogne).
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Luis Francisco de Benavides Carrillo de Toledo
Marqués Luis Francisco de Caracena
Marqués Luis Francisco de Frómista
Conde Luis Francisco de Pinto

geb. 1608
gest. 1668
Anm.: Sohn des Luis Francisco de Benavides y Cortés, Marqués de Frómista; Marqués de Caracena und de Frómista sowie Conde de Pinto; seit 1629 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General; 1648-1656 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1659-1664 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1664/65 Inhaber des Oberkommandos im Restaurationskrieg gegen Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Matthias Bioerenklou
Matthias Mylonius

geb. 1607
gest. 1671
Anm.: Sohn des Müllers Erik Mattsson; ab 1627 Studium in Uppsala; 1632-1637 Lehrer des späteren schwedischen Reichskanzlers Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö (1622-1686); seit 1637 Rhetorikprofessor an der Universität Uppsala; daneben ab 1640 königlich-schwedischer Kanzleisekretär; 1643-1647 schwedischer Gesandtschaftssekretär in Osnabrück; 1647-1649 Resident in Münster; 1650-1656 Rat und seit 1656 Präsident der Regierung des Herzogtums Bremen; schwedischer Gesandter in Wien (1651) und auf dem Regensburger Reichstag für Pommern (1653/54); 1659 diplomatische Mission in Frankreich; ab 1661 Hofkanzler der Vormundschaftsregierung; seit 1664 Reichsrat und Kanzleirat; Nobilitierung 1646.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Robert Blake

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Humphrey Blake; 1640, 1645, 1653, 1654 und 1656 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); ab 1646 englischer General at sea; seit 1656 Lord Warden of the Cinque Ports.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Friedrich von Blumenthal

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Sohn des Christoph von Blumenthal (1579-1624); ab 1633 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat sowie Kammerjunker; 1635-1641 Direktor des Kriegsrats; mehrfach Gesandter Kurbrandenburgs, u. a. beim Kurfürstentag (1636) sowie den beiden Reichstagen (1640/41 und 1653/54) in Regensburg; 1638 Generalkommissar der kurbrandenburgischen Truppen in Kleve; 1638-1641 wirklicher Geheimer Rat; seit 1646 kaiserlicher Rat und Oberster Kriegskommissar; 1649 Generalkriegskommissar des Westfälischen Reichskreises; 1649 kaiserlicher Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1649/50 Reichshofrat; ab 1649 zudem kurfürstlicher Statthalter von Halberstadt und Amtshauptmann von Gröningen; seit 1651 kurbrandenburgischer Staatskammerrat; 1652/53 Direktor des Geheimen Rates; 1646 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar Böke
Kaspar Böckmann

Anm.: Geboren in Holstein; um 1646/56 Gärtnermeister und fürstlicher Schlossgärtner in Bernburg.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Friedrich Bohle

geb. 1601
gest. 1658
Anm.: Geboren in Miltau (Lettland); um 1630 herzoglich-pommerscher Sekretär; ab 1640 schwedischer Hofrat; seit 1652/53 Kanzler der Regierung von Schwedisch-Pommern; 1653/54 Gesandter auf dem Regensburger Reichstag für die Herzogtümer Bremen und Verden; 1646 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri de Bourcier de Barry
Baron Henri de Lésignan

geb. ca. 1608
Anm.: Sohn des Hercule de Bourcier, Baron de Barry; Seigneur de Saint-Aunais; französischer Colonel (1632), Maréchal des camps et des armées du Roi (1644) und Lieutenant-général des armées du Roi (1649); ab 1649 Gouverneur von Leucate und Termes; 1652/53 Offizier unter dem Frondeur Louis II de Bourbon, Prince de Condé (1621-1686); danach erneut in königlichen Kriegsdiensten; 1655 Erhebung zum Baron de Lésignan; 1661 Inhaftierung; 1665 Flucht nach Spanien.
Georg Brand

geb. 1611
gest. 1671
Anm.: Geboren in Calbe; 1634-1645/50 zuerst Baccalaureus, später Rektor in Calbe; 1645/50-1655 Pfarrer in Unterpeißen; seit 1656 Pfarrer in Beesenlaublingen; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 2, Leipzig 2004, S. 15.
Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1581
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollblühende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Markgraf Christian Philipp von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1653
gest. 1653
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Albrecht von Brandenburg-Bayreuth (1619-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Georg Albrecht von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1619
gest. 1666
Anm.: Sohn des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgräfin Maria Elisabeth von Brandenburg-Bayreuth
Geburtsname: Herzogin Maria Elisabeth von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1628
gest. 1664
Anm.: Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663); seit 1651 Ehe mit Markgraf Georg Albrecht von Brandenburg-Bayreuth (1619-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1627
gest. 1704
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1660 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachsinnende").

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Giovanni (2) Cappello

geb. 1584
gest. 1662
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Lorenzo Cappello (1555-1625) di Piero; 1612 Mitglied der Quarantia civil nova; 1615 bzw. 1618 Mitglied der Quarantia ordinaria; 1615 Provveditore alla Sanità; 1616 Auditor novissimo; 1625 Vorsitzender des Rates der Zehn; 1625 Podestà von Brescia; 1627 Mitglied der Pregadi; 1628 Savia alla mercanzia; 1630-1633 venezianischer Bailo (Repräsentant) und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1641-1642 und 1647-1649 Provveditore generale in Terraferma; 1652/53 erneut Bailo und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1653-1658 in Adrianopel inhaftiert; ab 1653 Prokurator von San Marco. .
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1632
gest. 1653
Anm.: Sohn des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657); seit 1648 Hauptmann unter seinem Vater im Kosakenaufstand gegen Polen-Litauen.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Christian Engelhardt
Christian Angelocrator

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des späteren Köthener Hofpredigers und Superintendenten Daniel Engelhardt (1569-1635); 1635-1637 schwedischer Feldprediger bei Feldmarschall Johan Banér (1596-1641); 1637-1643 Pfarrer von Pißdorf; seit 1643 Pfarrer in Dohndorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 204.
Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

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Graf bzw. Fürst Franz Egon von Fürstenberg
Bischof Franz Egon von Straßburg
Bischof Franz Egon von Metz

geb. 1626
gest. 1682
Anm.: Sohn des Grafen Egon VIII. von Fürstenberg (1588-1635); ab 1644 Domherr in Köln; 1649/50 Gesandter für das Kurfürstentum Köln und das Hochstift Münster auf dem Nürnberger Exekutionstag; seit 1650 kurkölnischer erster Minister und Obristhofmeister; 1653/54 kurfürstlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; 1655-1663 Domdechant in Köln; 1658-1663 Bischof von Metz (ohne päpstliche Bestätigung); ab 1660 Domherr in Speyer und Fürstabt von Stablo-Malmedy; seit 1663 Dompropst in Köln und Bischof von Straßburg; 1664 Erhebung in den Fürstenstand.

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Hans Heinrich Gau

Anm.: Pirnaer Handelsmann, der ab dem Jahr 1650 eine Saaleschleuse in Bernburg bauen wollte; 1661-1664 Salzfaktor in Dresden.
Philipp Karl Geuder von Heroldsberg
Philipp Karl Rabensteiner

geb. 1636
gest. 1694
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Johann Philipp Geuder von Heroldsberg (1597-1650); 1651-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1665/68 Hofmeister in Bernburg; zuletzt anhaltisch-bernburgischer Geheimer Rat, Kammerdirektor und Hofmeister.

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Jean-François Paul de Gondi
Erzbischof Jean-François Paul von Paris
Kardinal de Retz

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Sohn des Philippe-Emmanuel de Gondi, Comte de Joigny (1580-1662) (aus dem Haus der Duc de Retz); 1638 Priesterweihe; 1643-1654 Koadjutor und designierter Nachfolger seines Großonkels Jean-François de Gondi, Erzbischof von Paris (1584-1654); ab 1644 zugleich Titularerzbischof von Korinth; 1648-1652 Beteiligung an der Fronde; seit 1652 Kardinal; 1652-1654 Inhaftierung als Frondeur; 1654-1662 Leben im Exil und (nominell) Erzbischof von Paris; Verfasser bedeutender Memoiren.

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Johanna Dorothea Güder

geb. 1651
gest. 1653
Anm.: Tochter des fürstlichen Küchenmeisters Philipp Güder (1605-1669) in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Landgräfin Sophia Eleonora von Hessen-Darmstadt
Geburtsname: Herzogin Sophia Eleonora von Sachsen

geb. 1609
gest. 1671
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1627-1661 Ehe mit Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Philipp von Horn

geb. ca. 1595
gest. 1659
Anm.: Sohn des pommerschen Hofgerichtsverwalters und Kanzlers Burkhard von Horn (1558-1623); 1625-1630 pommerscher Kanzler in Wolgast; 1627-1637 zudem herzoglicher Geheimer Rat; ab 1630 Domherr in Cammin; 1630-1632 und 1634-1642 schwedischer Rat; 1637-1642 Parteigänger Schwedens in Pommern, zuletzt seit 1640 als Geheimer Rat und Kommissar; daneben 1632-1637 pommerscher Hofgerichtspräsident; ab 1647 kurbrandenburgischer Wirklicher Geheimer Rat; seit 1653 kurfürstlicher Statthalter in Hinterpommern; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 503f.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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N. N. Ki(h)ritz

Anm.: Vermutlich anhaltischer Gutsbesitzer.
Ewald von Kleist

geb. ca. 1615
gest. 1689
Anm.: Sohn des Georg von Kleist (gest. 1635); 1642-1648 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat; ab 1644 auch Rittmeister; 1648-1662 Wirklicher Geheimer Rat und kurfürstlicher Kammerherr; 1653-1662 Präsident der Regierung von Hinterpommern in Kolberg und Amtshauptmann von Marienfließ; 1663 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1667 kurbayerischer Geheimer Hofrat und Pfleger von Rottenburg (Niederbayern); ab 1674 Hofratspräsident; seit 1682 kurfürstlicher Kämmerer; 1682-1686 oberpfälzischer Vizestatthalter; ab 1686 Kriegsratspräsident und Kanzler der Oberpfalz; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergetzliche"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 517.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
Koca Derviş Mehmet Pascha
Mehmet Pascha

gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Tscherkesse; 1635/36 Teilnahme am türkischen Feldzug gegen Persien; Beylerbey (Provinzgouverneur) von Damaskus (1637/38), Diyarbekir (1638/39), Bagdad (1639-1642), Aleppo (seit 1642), Anatolien, Silistra und Bosnien (1648/49); 1649/50 und 1652/53 Kapudan Pascha (Großadmiral) der osmanischen Marine; 1653/54 Großwesir des Osmanischen Reiches.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Matthias von Krockow

geb. 1600
gest. 1675
Anm.: Sohn des Georg von Krockow (1575-1642) auf Ossecken; zunächst pommerscher Hofrat und Hofgerichtsverwalter; 1637-1646 Angehöriger der pommerschen Zwischenregierung; 1646-1648 polnischer Resident bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück; später kurbrandenburgischer Gesandter am Kaiserhof (1651), beim Kölner Kurfürstentag (1652/53), auf dem Regensburger Reichstag (1653/54) und dem Regensburger Deputationstag (1659/60); zudem Hofgerichtsverwalter und seit 1672 Hofgerichtspräsident in Kolberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Lazarus der Arme

Anm.: Biblische Figur.
Friedrich Lentz

geb. 1591
gest. 1659
Anm.: Geboren in Wittenberg; 1615 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; Kanzler (1617-1635) und Geheimer Rat (1635-1645) der Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg (1587-1645); 1645-1648 gräflich-stolbergischer Kanzler und Rat des Fürsten Christian II. Anhalt-Bernburg; seit 1648 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; vgl. Justus Söffing: Seligkeit im Glauben und Schawen [...], Jena 1659, Bl. E2 v-Fiv v.

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Niklaus Leuenberger

geb. 1611/15
gest. 1653
Anm.: Geboren als Sohn des Bauern Hans Leuenberger in Schönholz bei Rüderswil (Emmental); 1653 Anführer der Berner Untertanen im Schweizer Bauernkrieg; 1653 Hinrichtung in Bern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Paris von Lodron
Erzbischof Paris von Salzburg

geb. 1586
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Niklas von Lodron (1549-1621); Domherr in Trient (1605) und Salzburg (1606); 1616-1619 Salzburger Dompropst und Präsident der erzbischöflichen Hofkammer; seit 1619 Erzbischof von Salzburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Eleonora Maria Josepha von Lothringen und Bar
Königin Eleonora Maria Josepha von Polen
Großfürstin Eleonora Maria Josepha von Litauen
Geburtsname: Erzherzogin Eleonora Maria Josepha von Österreich

geb. 1653
gest. 1697
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1670-1673 erste Ehe mit König Michael I. von Polen (1640-1673); 1678-1690 zweite Ehe mit Herzog Karl V. von Lothringen und Bar (1643-1690).

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Gebhard Loyß
Gebhard Louis

geb. 1613
gest. nach 1660
Anm.: 1635/36 und 1647-1656 Kammerdiener, zuletzt auch Geheimer Kammerschreiber und Bibliothekar des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1637 Hofkastner in Amberg; Inhaber eines lehnbaren Gülthofs in Büchelberg (Oberpfalz).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Vasile Lupu
Fürst (Woiwode) Vasile von Moldau

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des moldauischen und walachischen Hofbeamten Nicolae Coci; Großschatzmeister (1619/20), zweiter Logothet (1625), Mundschenk (1627) und Hetman (1629/30) in der Walachei; 1631 Statthalter der unteren Moldau; 1633 Führer eines Aufstandes der Bojaren gegen den walachischen Fürsten Alexandru IV Iliaș (gest. 1666); seit April 1634 bis 13. April 1653 und vom 8. Mai bis 16. Juli 1653 Fürst von Moldau.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Agnes Christina von Miltitz
Geburtsname: Agnes Christina von Werleben

Anm.: Thüringische Adlige; spätestens ab 1648 fürstliche Hofjungfer in Bernburg (bis 1656); seit 1656 Ehe mit Georg Friedrich von Miltitz (geb. 1627).
Georg Friedrich von Miltitz

geb. 1627
gest. nach 1669
Anm.: Sohn des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); Erbherr auf Podelwitz, Priesteblich und Groß Rosenburg.
Charles de Monchy
Marquis Charles de Hocquincourt

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Georges de Monchy, Seigneur d’Hocquincourt; 1635-1639 Lieutenant-genéral von Santerre sowie Gouverneur von Péronne und Montdidier; französischer Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général des Armées du Roi (1645) und Maréchal de France (1651); seit 1642 Grand Prévôt de l’Hôtel du Roi; 1645-1655 erneut Gouverneur von Péronne, Montdidier und Roye; nach 1651 Erhebung zum Marquis d'Hocquincourt; 1652-1656 Gouverneur von Ham; 1655 Wechsel in spanische Kriegsdienste.

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Francisco de Moura Corte Real y Melo
Marquês Francisco de Castelo Rodrigo
Conde Francisco de Lumiares
Duca Francesco di Nocero

geb. 1621
gest. 1675
Anm.: Sohn des portugiesischen Adligen Manuel de Moura e Corte Real, Marquês de Castelo Rodrigo (1590-1651); 1648-1656 spanischer Botschafter in Wien; ab 1651 Marquês de Castelo Rodrigo und Conde de Lumiares; seit 1656 Duca di Nocera (im Königreich Neapel); Vizekönig von Sardinien (1657-1661) und Katalonien (1663/64); 1664-1668 Statthalter der Spanischen Niederlande; seit 1669 königlicher Caballerizo mayor (Großstallmeister).

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N. N. Müller (7)

Anm.: Angeblich im Alter von 120 Jahren verstorbener Großvater von Hans Müller (3) (geb. ca. 1547).
N. N. Müller (8)

Anm.: Angeblich im Alter von 105 Jahren verstorbener Vater von Hans Müller (3) (geb. ca. 1547).
Hans (3) Müller

geb. ca. 1547
Anm.: Um 1653 vagierender Bettler.
Martin (2) Nickel

geb. 1630
Anm.: Sohn des späteren Bernburger Bürgermeisters Martin (1) Nickel (gest. 1651); um 1653 fürstlicher Bediensteter in Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Matthias (1) Orlob
Matthias (1) Urlob

geb. 1589
gest. 1660
Anm.: Sohn des Bernburger Kämmerers Andreas Orlob d. Ä. (gest. 1612); um 1622 Bauherr und um 1623/26 Kämmerer der Bernburger Bergstadt.
Graf Wolf Philipp von Pappenheim

geb. 1618
gest. 1671
Anm.: Sohn des Georg Philipp von Pappenheim (1595-1622); 1628 Erhebung in den Grafenstand; 1645 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1651 Senior des Hauses Pappenheim und Reichserbmarschall; seit 1653 kaiserlicher Kämmerer.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Alonso Pérez de Vivero y Menchaca
Conde Alonso de Fuensaldaña
Vizconde Alonso de Altamira

geb. 1603
gest. 1661
Anm.: Sohn des Juan Pérez de Vivero, Conde de Fuensaldaña y Vizconde de Altamira; nach dem Tod des Vaters Conde de Fuensaldaña y Vizconde de Altamira; spanischer Capitán (1632), Maestre de campo (1636), General (1640) und Generalkapitän (1648); 1656-1660 Gouverneur von Mailand; 1660/61 außerordentlicher Botschafter in Paris.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Friedrich von Pfalz-Simmern

geb. 1653
gest. 1654
Anm.: Sohn des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680).
Kurfürstin Charlotte von der Pfalz
Geburtsname: Landgräfin Charlotte von Hessen-Kassel

geb. 1627
gest. 1686
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1650-1657 (geschiedene) Ehe mit Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Antonio Pimentel de Prado

geb. 1604
gest. 1671/72
Anm.: Sohn des Lorenzo Pimentel de Prado; 1646-1651 spanischer Gouverneur von Nieuwpoort; 1652-1654 Gesandter Spaniens in Stockholm und Vertrauter der Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1655/56 nach deren Abdankung Aufenthalt bei ihr in Rom; 1659 spanischer Gesandter in Paris; 1660-1670 Gouverneur von Cadiz; seit 1670 Rat und Befehlshaber der spanischen Armee in Antwerpen.

Weiterführende Informationen in VIAF
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Giovanni Ferdinando Pozzo
Johann Ferdinand Puteus

geb. ca. 1630
Anm.: Geboren in Neapel; um 1652 Sprachmeister in Deutschland.
Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringhammer

Anm.: Um 1636 Sekretär, später Konsulent der niederösterreichischen Landstände Augsburgischer Konfession; 1653 Abgesandter der evangelischen Stände des Erzherzogtums Österreich unter der Enns an die protestantischen Reichsstände auf dem Regensburger Reichstag; deshalb Inhaftierung in Wien; danach Emigration nach Halle (Saale).
N. N. von Rodenburg

Anm.: Vermutlich mitteldeutscher Adliger.
Christian Röber
Christian Roberus

Anm.: Bruder des fürstlichen Kammerdieners Ludwig Röber; 1650 kurzzeitig Präzeptor der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); später wohl Feldscherer in Diensten der Republik Venedig; nach 1650 Promotion zum Dr. med.; um 1652 Stadt- und Landarzt in Traù (Trogir) in Dalmatien.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Wilhelm Christian von Roggendorf

geb. 1623
gest. 1685
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1642 im Dienst des Herzogs Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg (1598-1642) und danach bis 1652 des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); Tod in Breslau.
Herzogin Christina Elisabeth von Sachsen-Lauenburg
Christina Elisabeth Teufel von Guntersdorf
Geburtsname: Christina Elisabeth von Meggau

gest. 1669
Anm.: Tochter des Ferdinand Balthasar von Meggau (1582-1620); bis 1650 erste Ehe mit Christoph Adolf Teufel von Guntersdorf (1599-1650); 1651-1660 zweite Ehe mit Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg (1594-1660).
Herzog Franz Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1604
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1634-1643 schwedischer Obrist; ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Scharfe").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg

geb. 1594
gest. 1660
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1621-1623 und 1625/26 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1626/27 dänischer Obrist; 1630-1633 schwedischer Obrist; 1633-1635 kurbrandenburgischer Obrist; 1635-1637 kursächsischer Obrist und Generalmajor; 1637 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1638 kaiserlicher Generalfeldwachtmeister; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schönste").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Tommaso Francesco di Savoia-Carignano
Principe Tommaso Francesco di Carignano
Comte Thomas-François de Soissons
Comte Thomas-François de Dreux

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I di Savoia (1562-1630); ab 1620 Principe di Carignano; spätenstens seit 1634 spanischer General; ab 1641 de iure uxoris Comte de Soissons et de Dreux; seit 1642 Generalissimus der Armeen Frankreichs und Savoyens in Italien; ab 1654 Grand maître de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Schlesien-Liegnitz und Schlesien-Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

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Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1584
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

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Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Anna Ursula Sekyrka von Sedschitz
Anna Uršula Sekerka ze Sedčic

gest. 1683(?)
Anm.: Tochter des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658).
N. N. Sekyrka von Sedschitz
N. N. Sekerka ze Sedčic

Anm.: Tochter des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658).
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
António da Silva e Sousa

geb. 1601
gest. 1676
Anm.: Sohn des Henrique da Silva e Sousa; Dr. jur.; 1652/53 und 1654-1658/59 portugiesischer Resident in Stockholm.

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Graf Georg Ludwig von Sinzendorf

geb. 1616
gest. 1681
Anm.: Sohn des Pilgram von Sinzendorf (1576-1632); seit 1650 kaiserlicher Kämmerer; 1650/51 Hofkammerrat; 1651-1656 Hofkammervizepräsident; 1653 Belehnung mit dem Reichserbschatzmeisteramt und Konversion zum katholischen Glauben auf dem Regensburger Reichstag; 1656-1680 Hofkammerpräsident und Geheimer Rat; 1680 Verurteilung wegen Untreue im Amt; 1648 Erhebung in den Grafenstand.

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Tarhuncu Ahmed Pascha

gest. 1653
Anm.: Gebürtiger Albaner; osmanischer Beylerbey (Provinzgouverneur) von Diyabakir; 1648-1651 Statthalter in Ägypten; seit Juni 1652 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1653 Hinrichtung.
Eberhard Thydick
Eberhard Didike

gest. nach 1654/vor 1664
Anm.: Vor 1650 Bürger und Brauer in Egeln; um 1653/54 in Bernburg ansässig.
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

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Andrzej Trzebicki
Bischof Andrzej von Krakau
Bischof Andrzej von Przemyśl

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wieluńer Kastellans Marcin Trzebicki; Domherr in Płock (ab 1633), Gnesen (seit 1642) und Krakau (ab 1644); 1652-1658 Unterkronkanzler des Königreiches Polen; 1655-1658 Bischof von Przemyśl; seit 1658 Bischof von Krakau; 1653 polnischer Gesandter beim Regensburger Reichstag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

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Philipp Valentin Albrecht Voit von Rieneck
Bischof Philipp Valentin Albrecht von Bamberg

geb. 1612
gest. 1672
Anm.: Sohn des Johann Emmerich Voit von Rieneck (1573-1617); Domherr in Würzburg (ab 1625) und Bamberg (seit 1635); 1642-1651 Vizedom für die Besitzungen des Hochstifts Bamberg in Kärnten; 1648-1651 Domdechant und 1651-1653 Domprobst in Bamberg; seit 1653 Bischof von Bamberg; vgl Philipp Kisel: Mors Preciosa. Köstlicher Todt [...], Bamberg 1672, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Matthäus d. J. von Wesenbeck

geb. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Anastasius Wesenbeck (1569-1606); 1622-1627 Studium der Rechte; ab 1630 Rat bei der neumärkischen Regierung; seit 1639 kurbrandenburgischer Kriegs-, Hof- und Kammergerichtsrat; zudem mehrmals Gesandter, u. a. für den brandenburgischen Teil von Pommern auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), dem Reichsdeputationstag in Frankfurt/Main (1643-1645), dem Westfälischen Friedenskongress in Osnabrück (1645-1648), bei den Nürnberger Exekutionsverhandlungen (1649/50) und dem Reichstag von Regensburg (1653/54); ab 1651 Kanzler des Fürstentums Minden; seit 1655 Wirklicher Geheimer Rat in Cölln; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fähige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Witte Corneliszoon de With

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Cornelis Wittenszoon de With (gest. 1602); zunächst im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (1616-1628) und Westindien-Kompanie (1628/29); 1629-1635 Kapitän der Kriegsmarine; 1635/36 Ratsherr in Brielle; seit 1637 Vizeadmiral von Holland und Westfriesland; 1652/53 auch Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsflotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ludwig von Wülcknitz

geb. 1619
gest. 1659
Anm.: Sohn des Karl von Wülcknitz (1589-1624); Erbherr auf Crüchern; ab 1638 in französischen Kriegsdiensten, u. a. als Leutnant (vor 1642) und Obristleutnant (bis 1655); danach kurpfälzischer Oberamtmann in Germersheim sowie seit 1658 Kommandeur der kurfürstlichen Landkompanie zu Pferd; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bekannte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Clara Augusta von Württemberg-Neuenstadt
Geburtsname: Herzogin Clara Augusta von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1632
gest. 1700
Anm.: Tochter des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); 1653-1682 Ehe mit Herzog Friedrich von Württemberg-Neuenstadt (1625-1682); seit 1682 Witwensitz im Weißenhof in Weinsberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Friedrich von Württemberg-Neuenstadt

geb. 1615
gest. 1682
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); 1638/39 Offizier unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); danach in französischen und hessisch-kasselischen (1646-1648 als Generalmajor) Kriegsdiensten; seit 1649 Inhaber der Ämter Neuenstadt, Möckmühl und Weinsberg (teilweise); 1672 kaiserlicher Reichsfeldzeugmeister und General der Infanterie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
N. N. von Zehmen

Anm.: Um 1653 junger Angehöriger des sächsischen Adelsgeschlechts.
Adorf
weiterführende Informationen
Adrianopel (Edirne)
weiterführende Informationen
Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Ägypten
weiterführende Informationen
Ärmelkanal
weiterführende Informationen
Allstedt
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Antwerpen
weiterführende Informationen
Appenzell, Land
weiterführende Informationen

Anm.: Seit 1597 geteilt in das katholische Innerrhoden und das reformierte Ausserrhoden.
Augsburg
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bamberg, Hochstift
weiterführende Informationen
Barby
weiterführende Informationen
Basel, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Bellegarde (Seurre)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bern
weiterführende Informationen
Bern, Stadt und Republik
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Bremen
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Burgund, Freigrafschaft (Franche-Comté)
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Cattaro (Kotor)
weiterführende Informationen
Champagne
weiterführende Informationen
Clissa (Klis)
weiterführende Informationen
Cölln an der Spree
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Dardanellen
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dohndorf
weiterführende Informationen
Dover
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Egeln
weiterführende Informationen
Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
Elsass
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Freiburg im Üechtland (Fribourg), Stadtstaat
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Gernrode, Stift
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Glarus, Land
weiterführende Informationen
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Heidelberg
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hildesheim
weiterführende Informationen
Hinterpommern
weiterführende Informationen
Hinterpommern, Herzogtum (Brandenburgisch Pommern)
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Huttwil
weiterführende Informationen
Indien
Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff sowohl für den amerikanischen Kontinent (Westindien) als auch für die südasiatischen Gebiete von Vorder- und Hinterindien sowie des Malaiischen Archipels (Ostindien).
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Jerusalem
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kolberg (Kołobrzeg)
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Krenz
Anm.: Westlich von Peißen zur Saale hin gelegenes Feuchtgebiet.
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Kroatien, Königreich
weiterführende Informationen
Lehe
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lemberg (Lwiw)
weiterführende Informationen
Leucate
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Luzern
weiterführende Informationen
Luzern, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Mähren, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzbistum
weiterführende Informationen
Mansfeld, Grafschaft
weiterführende Informationen
Mekka (Makkah)
weiterführende Informationen
Meppen
weiterführende Informationen
Moldau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
München
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Oder (Odra), Fluss
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Oostende
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Padua (Padova)
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Peißen
weiterführende Informationen

Anm.: Geteilt in Oberpeißen (Fürstentum Anhalt) und Unterpeißen (Erzstift Magdeburg).
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
San Sebastián (Donostia)
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schaffhausen, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Schwyz, Land
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Siebenbürgen, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Smolensk
weiterführende Informationen
Solothurn, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Straßburg (Strasbourg)
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Texel, Insel
weiterführende Informationen
The Downs
weiterführende Informationen
Themse (Thames), Fluss
weiterführende Informationen
Tochheim
weiterführende Informationen
Traù (Trogir)
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Unterwalden, Land
weiterführende Informationen
Uri, Land
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Vlie
Anm.: Schifffahrtspassage zwischen den westfriesischen Inseln Vlieland und Terschelling.
Walachei, Fürstentum
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weichsel (Wisła), Fluss
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Weser, Fluss
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Zürich, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Zug, Stadt und Land
weiterführende Informationen
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichskammergericht
weiterführende Informationen
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
London, Rat der Stadt
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Parlement de Dole
Anm.: Oberster Gerichtshof der Freigrafschaft Burgund (Franche Comté de Bourgogne)
Schweden, Wismarer Tribunal
weiterführende Informationen
Marcus Tullius Cicero: De legibus = Über die Gesetze. Paradoxa Stoicorum = Stoische Paradoxien. Lateinisch und deutsch, hg. von Rainer Nickel, Darmstadt: 1994. [Nachweis im GVK]
Sebastian Franck: Paradoxa, hg. von Siegfried Wollgast, Berlin: 1995. [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]