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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juli 1653


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIa, fol. 373v-398r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Juli 1653
Bernburg
  • Gespräch mit dem Sekretär Christoph Bährenreutter
  • Abreise des Herzogs Franz Karl von Sachsen-Lauenburg mit seiner Gemahlin Christina Elisabeth
  • Besuch durch Ernst Gottlieb von Börstel und Georg Friedrich von Miltitz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr des Boten Lourdsac aus Dresden
02. Juli 1653
Bernburg
  • Sorge um und Gedanken zu einem erkrankten Pferd
  • Regierungssachen
  • Korrespondenz
  • Rückkehr von Rat Johann Esche von Wallwitz und Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger
03. Juli 1653
Bernburg
  • Besuch durch Jakob Anton, Ludolf Lorenz von Krosigk und Brigitta, wie auch von Johann August von der Asseburg
  • Erholung des wettergeschädigten Ballenstedter Getreides
  • Die von Krosigks und von Asseburg neben weiteren als Essensgäste
  • Aussöhnung mit Ludolf Lorenz von Krosigk
  • Kirchgänge
  • Unterredungen Fürstin Eleonora Sophias mit von Asseburg und der von Krosigk
  • Abreise aller von Krosigks und des von Asseburgs
04. Juli 1653
Bernburg
  • Weniger Hitze
  • Reise der Söhne Viktor Amadeus und Karl Ursinus zu Pferd in den Harz
  • Jahrmarkt
  • Unterredung mit Amtsschreiber Philipp Güder und Präzeptor Johann Abraham Menzelius
  • Abreise aller von Krosigks und des von Asseburgs
05. Juli 1653
Bernburg
  • Besuch beim kranken Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel
  • Spaziergang
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgast
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
06. Juli 1653
Bernburg
  • Abschickung des Böttchers Hans Schuster
  • Gespräch mit dem Barbier Johann Wenzel Rothe über Einsiedels Zustand
  • Kirchgang
  • Katharina von Wallwitz, Hofprediger Johann Menzelius und Regierungsrat Georg Reichardt
  • Ausritt
  • Berichterstattung aus Regensburg
  • Rückkehr des Prinzenhofmeisters Melchior Loyß
07. Juli 1653
Bernburg
  • Nahrungsmittel aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Lakaien Martin Haug
  • Bericht durch den Kammermeister Tobias Steffeck
08. Juli 1653
Bernburg
  • Begehen der Getreidefelder und Gedanken zur Versorgung derselben
  • Besuch beim stetig schwächer werdenden Einsiedel
  • Korrespondenz
  • Nachrichten vom Reichstag in Regensburg und sonstige Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
  • Kaiserliches Mandat gegen Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst
  • Spazierfahrt mit Fürstin Eleonora Sophia
09. Juli 1653
Bernburg
  • Rückkehr des Kammerpagen Albrecht Czenek Sekyrka
  • Administratives
  • Gespräche mit dem Leibarzt Dr. Levin Fischer und Stephan Eberling
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Vorabendlicher Spaziergang mit Gemahlin Eleonora Sophia
  • Rückkehr des Bediensteten Martin Nickel
10. Juli 1653
Bernburg
  • Bericht von Reichstag in Regensburg
  • Kirchgang
  • Betrübnis über das Schwinden Einsiedels letzter Kräfte und schließlich Versterben desselben
  • Keine Besserung des erkrankten Pferdes
11. Juli 1653
Bernburg
  • Behandlung der fieberkranken Fürstin Ernesta Augusta durch Dr. Fischer
  • Wunsch nach einer Zusammenkunft durch Fürst August
  • Lateinunterreicht des Fürsten Karl Ursinus durch den Präzeptor Menzelius
  • Korrespondenz
  • Nachrichten vom Reichstag in Regensburg und ausländischem Kriegsgeschehen wie auch sonstige Neuigkeiten
12. Juli 1653
Bernburg
  • Nachricht von großen Johannistagsfeierlichkeiten in Dresden
  • Bestrafung von Schweizer Rebellen
  • Besuch durch eine Künstlergruppe
  • Unterredung mit dem Bediensteten Johann Berndt
13. Juli 1653
Bernburg
  • Abschickungen
  • Auslandsnachrichten aus Plötzkau
  • Trübsinnige Gedanken
14. Juli 1653
Bernburg
  • Nachricht vom Tod des Herzog Johann Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg
  • Rückkehr des Kalendermachers Bartholomäus Schrimpf
  • Korrespondenz
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
15. Juli 1653
Bernburg
  • Besuch durch Schrimpf
  • Jonius und Schrimpf als Essensgäste
  • Kondolenzschreiben an die Familie des verstorbenen Herzogs von Schleswig-Holstein-Sonderburg
  • Regenschauer
16. Juli 1653
Bernburg
  • Besuch durch den Bernburger Bürgermeister Tornau
  • Ausgiebiger Spaziergang
  • Durchreise Fürst Johanns VI. von Anhalt-Zerbst
17. Juli 1653
Bernburg
  • Vereidigung Paul Ulrichs zum Hausknecht
  • Kirchgänge
  • Die Rindtorf, Hofprediger Menzelius und Steffeck als Essensgäste
  • Unterredung mit Hofrat Paul Ludwig
  • Spätabendlicher Besuch durch Jakob Anton und Ludolf Lorenz von Krosigk
18. Juli 1653
Bernburg
  • Regen
  • Unterredung bezüglich einer Hoymer Schanklizenz
  • Besuch durch den von Wallwitz
  • Nachrichten vom Reichstag in Regensburg, vom ausländischen Kriegsgeschehen und weitere Neuigkeiten
19. Juli 1653
Bernburg
  • Regen
  • Abfertigungen
  • Verbitterung
  • Krankheits- und Sterbeaufkommen unter den Nutztieren
20. Juli 1653
Bernburg
  • Abfertigung des Pagen Ernst Gottlieb von Lampe
  • Anhaltende Unwetterlage
  • Abstruse Beobachtungen eines Reinsdorfer Bauern
  • Besuch durch die Gebrüder von Krosigk
  • Spaziergang
  • Einladung der fürstlichen Kinder nach Hohenerxleben zu den von Krosigk anlässlich eines Festmahls
  • Formeller Abschied des Ludolf Lorenz von Krosigk vor dessen Aufbruch nach Frankreich
  • Einbindung des Jakob Anton von Krosigk in ein Theaterspiel der fürstlichen Kinder
  • Erlaubnis des Besuchs der Kinder bei den von Krosigk
  • Wolfsriss unter Bernburger Schafen
  • Unterredung mit von Krosigk
21. Juli 1653
Bernburg
  • Bis in den späten Abend hin Teilnahme der fürstlichen Kinder am Fest der von Krosigk
  • Unterredung mit Ludwig
  • Spaziergang durch Getreidefelder
  • Rückkehr des Vorreiters Michael
  • Gespräch mit Rothe über dessen letzte Begegnung mit dem verstorbenen Einsiedel
  • Furcht vor Krankheitswellen im Herbst
22. Juli 1653
Bernburg
  • Johann Georg Stannius‘ Indienstnahme als Diakon in Ballenstedt
  • Regierungssachen mit Steffeck und Kammerschreiber Hans Friedrich Eckardt
  • Starke Unwetter in Merbitz, Hohenerxleben und Bernburg
  • Erkrankung der Anna Katharina von Krosigk
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
23. Juli 1653
Bernburg
  • Spaziergang
  • Besuch durch den Bediensteten Martin Nickel
  • Nachrichten vom ausländischen Kriegsgeschehen und Verzögerungen der Krönungszeremonie von Kaiserin Eleonora Magdalena
  • Nachricht vom Tod der kaiserlichen Prinzessin Theresia Maria Josepha
  • Eindruck Christians von allgegenwärtiger Ungerechtigkeit
24. Juli 1653
Bernburg
  • Kirchgänge mit Familien- und Hofmitgliedern
  • Gebhard Paris von dem Werder zu Besuch und als Essensgast neben Mechovius und der von Rindtorf
  • Besuch durch Schrimpf
25. Juli 1653
Bernburg
  • Abschickungen nach Dessau und Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen
  • Ausritt zur Erntearbeit
  • Kriegsnachrichten und weitere Neuigkeiten
26. Juli 1653
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Unterredung mit Dr. Fischer
  • Unannehmlichkeiten aufgrund von medizinischer Kur
  • Ausfahrt mit Fürstin Eleonora Sophia
27. Juli 1653
Bernburg
  • Ausritt der Söhne Viktor Amadeus und Karl Ursinus nach Merbitz
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Spaziergang
28. Juli 1653
Bernburg
  • Wind
  • Unterredung gestern mit Güder und heute mit Reichardt und Wallwitz
  • Bericht von der Reise der fürstlichen Söhne
  • Besuch durch den Hofrat Christoph von Jena
29. Juli 1653
Bernburg
  • Regen
  • Unterredungen und Unterhaltungen mit Ludwig und Jena zu diversen Themen
  • Abschied des nach Berlin aufbrechenden Börstel
30. Juli 1653
Bernburg
  • Rückkehr von Wallwitz
  • Wirtschaftssachen
31. Juli 1653
Bernburg
  • Kirchgänge mit Familienmitgliedern
  • Nachrichten vom Reichstag in Regensburg, ausländischem Kriegsgeschehen und sonstigen Neuigkeiten
  • In Preußen Verderben der Ernte durch Pestausbruch
|| [[Handschrift: 373v]]

Freitag den 1. Julij; 1653.


Secretarius Bährenreütt, ist bey Mir gewesen.
auß der Cantzeley zu referiren.


Hertzog Frantz Carll, ist unahngemeldet,
wieder forth, mit Seiner gemahlin, undt Comitat,
auff Schöninghen, zu. Gott geleitte ihn!

|| [[Handschrift: 374r]]


Ernst Gottlieb, von Börstel, ist anhero kommen,
mit bericht, daß vetter Ernst Gottlieb, auß
Frangkreich, undt hollandt, glügklich,
wieder, (Gott lob!) zu Plötzkaw arriviret.
Er, undt Miltitz, seindt extra zu Mittage
geblieben, undt Miltitz, hat seinen
abschiedt genommen, in meynung, forthzuwan-
dern, nacher Deßaw, undt Dreßden zu! perge et cetera


Avisen von Erfurdt: daß es in Hollandt schlecht
bestellet seye, Sintemahl eine Engelländische
Flotta, vor der Maase, undt eine für dem
Texel, lieget, sollen über 100 Schiffe,
stargk sein. Der Admiral Tromp, vermeinet
wieder 80 Schiffe, zusammen zu bringen. Gott
gebe, das er damit, viel verrichten möge!
Sonst dörften, die andern vollends, den Meister
spielen. Man siehet, daß in dieser weltt,
kein ding, lange bestendig bleibet.
Mit Brehmen, mag es auch nicht, zum
besten, stehen. Gott helfe den Seinigen!


Zu Regenspurg sol die Kayserliche Proposition,
den 20. junij, umb 10 uhr, mit voller Music || [[Handschrift: 374v]]
aund Trompetenschall, auf dem rathhause daselbst mit
großen solenniteten beschehen vnd folgenden? im Chur-
fürsten und Städtischen Rath in den consultationibus der anfang
gemacht worden, der Allmechtige wolle allerseits hinzu
seine gnade verleyhen vnd heylsame Consilia geben.
Es scheuet dieser Reichstag gegen dem herbst sich endigen
werde, zumahln bereits ezliche Chur vnd fürstem vom
wiederheimb reisen, vnd daß sie ihre gesanden bis zum
ende alda laßen wolten, zu reden anfangen.


Jn der Schweitz gehet der krieg zum ende, vnd wird
meistens geschehen sein, dan die Stände von abstraffung
der rädelsführer reden vnd sich einer gewißen straffe
vergleichen wollen. Franckreich wirdt diesen sommer
viel leiden müßen. Der Printz von Conde hat mit
20 mille mann bey Stenay randevous gehalten vnd ist vorhabend
einen vornehmen ort zubelagern, maßen er dann zu Brüßel
60000 ReichsthalerRthlr: empfangen, vnd zu einer wichtigen belager-
rung alle notturfft herzu schaffen laßen. Da wil der
Erzhertzog unterm grafen von Fuensaltagne gleichfalls
eine wichtige impresa vornehmen laßen.


Jn Holland stehet es zimblich gefährlich, die Englische ligen
vor dem vornehmbsten haven, vnd halten solchen versperret
welches im Lande große vngelegenheit verursachet, vnd
werden nicht vnterlaßen, der aus OstJndien kommenden
vnd auf dem wege begriffenen flotta aufzupaßen,
deßwegen die herrn Staadn ihr euserstes anwenden,
den Admiral Tromp mit einer wichtigen Flotta auf das
allereheste widerrumb in See zu bringen. perge


bHertzog Frantz Carlls, itzige Gemahlin, ist eine Grävin
vom Mirckawer geschlecht. Jhr gewesener herr,
ist ein Graf Teüfel gewesen, hat mit ihme, 4 kinder
gezeüget, welche noch alle am leben, undt zu Wien, studiren[.]
Sie mag, von 40 in 50 iahr, altt sein.

|| [[Handschrift: 375r]]


Der bohte Lourdsac, ist von Dresden wiederkommen, mit
dilatorischer antworth, vom F. M.c item: von D. St. St.d

Samstag den 2. Julij; 1653.


Mein armer fuchß, ist heütte, durch Tobias Steffeck von Kolodey
in der nacht, mit vielen leütten, von Erxleben,
anhero gebracht worden, siehet elendig
auß. Man hat 8 stunden, über dieser meile,
zubringen müßen. Der Schmidt hats
vor unglaüblich gehalten, das er so weitt
gehen köndte. Es zeücht ihn, in den fördersten
Schengkeln, in den kniehen, in den Cöhten, daß
er allezeitt im gehen, überschießen muß. Das
rechte<lincke> förderknihe, ist gantz umbgedrehet,
daß innerste, zu eüßerst. E Obs nun
böse dinger, undt angezauberte sachen
sein, mag Gott wißen, undt helfen!
Der sich auch der thiere, undt aller seiner
geschöpfe väterlich erbarmet, in ihrer arth;
undt dem Menschen zuguhte, erhalten kan.
Er wolle doch auch, in diesem Stügk, mir gnedig
erscheinen! An den hindterSchengkeln, mangelt
diesem gaul nichts. Wann man ihn etwaß gebrauchtt,
in sonderheit, wieder zauberey, So wütet, undt tobet er || [[Handschrift: 375v]]
greẅlich, beißet die umbgebundene sachen ab.
fället nieder in der Streẅ, oder machet sich
wundt, undt schläget von sich. Er hat auch un-
lengst, ein Jüdikenzopf bekommen, weil er
zu Erxleben, gewesen, welches ich selber
vor ein indicium von teüfelsgespenstern,
halten muß. Gott dempfe den Sathan!
undt zerstöhre seine wergke.
Der gaul frißt sonst wol, siehet
frisch auß den augen, nur daß er mit
den Schengkeln, nicht forth kan, undt
wann er in der Streẅ, oder sonsten
niederfellet, müßen ihn wol zehen
kerll helfen wieder aufheben.


Jesus Christus, wolle dem Sathan,
solche Machtt, benehmen, undt steẅren!


Jch habe heütte, mit Rechnung- undt Oeconomij-
sachen, viel zu thun gehabtt. Jn[t]righj; da per tutto!


Schreiben von Ballenstedt, in diversimodis.


Wallwitz ist von dannen, wiederkommen.
Schwartzenberger, hat sich auch, in Meiner gemahlin
navigationsachen, von Dresen[!] auß, wieder eingestellet.

|| [[Handschrift: 376r]]

Sonntag den 3. Julij; 1653.


Die Krosigk von Erxleben, Jacob Antony, undt
Lüdolf Lorentz, haben gestern, ihren Schößer
anhero geschigkt, undt vernehmen laßen, ob ich
ihre aufwarttung leiden, <köndte> undt <Sie> sich præsentiren
dörfften! wie auch ihr neẅer Schwager, der
von der Aßeburgk, gethan, welches ich
gerne geschehen laßen, undt ihrer erwartte!


Avis; gestern, von Ballenstedt: undter andern,
daß mein daselbst verhagelter Rogken,
undt Erbßen, (mit verwunderung!) sich der-
maßen erholet, daß numehr, an den Erbßen,
kein hagel mehr zu sehen, oder zu spühren,
der rogken aber, also erwachßen, das
er numehr gleichwol, einem guten Sommer-
rogken, gleich worden. Der liebe Gott, seye
vor seine gnadengühte, gelobet, undt ge-
preiset! Er wolle unß ferner seines Segens,
aldar, undt hier, würgklichen genoß
empfinden laßen, undt unß, vor un-
fall, unheyl, undt unglück, an leib,
undt guht, zu hause, undt zu felde, gne-
diglich, undt väterlich, behüten, undt bewahren! || [[Handschrift: 376v]]
Amen! Amen! umb Christj willen, Amen!


Aßeburgk, undt beyde Krosigk, seindt
mit ihrer Mutter erschienen, haben mir bey
der kirche, aufgewartett, allda wir con-
iunctim, eingezogen. Bey der malzeitt,
in unserm gemach, ist die Krosigkinn, undt
Aßeburgk behalten worden. Die andern
draußen, mit Walwitz, Doctori Mechovio,
undt andern Dames, undt Cavagliers.


Alles, ist wol abgegangen, undt
Krosigk, reconcilijret worden.


Nachmittags haben die Krosigk, mir
wieder aufgewartett, zur predigt,
dahin ich, mit meinen Söhnen, gezogen.


Jnterim: hat Madame mit Aßeburgen,
undt Krosigken per intervalla, geredet.


Gegen abendt, haben sie, ihren undterthenigen
undt gar cordialen abschiedt genommen.


Jn der vormittagspredigtt Magistri Mencelii wahr der Text
Lucas 6 von der Barmhertzigkeitt, vom Splitter, undt balcken.1


Jtem: Nachmittage hatte Ionius den Catechismus Text: vom Unser Vater.

|| [[Handschrift: 377r]]

Montag den 4. Julij; 1653.


Nach etzlicher tage, großen hitze, hat sich daß wetter,
mit gelinder lufft, wieder abgekühlet.


Meine Söhne, seindt nach Ballenstedt, undt
an den Hartz, gezogen. Gott wolle sie durch
seine Heiligen Engel geleitten, undt vor unglügk
undt bösen zufällen, gnediglich bewahren!


heütte ist Jahrmargktt alhier zu Bernburg
Philipp Güdern, postea den Magister Menzelius bey Mir, gehabtt.


Die Ordinarien von Leiptzigk bringen mitt:
daß es in hollandt, übel zugehe, undt so wol,
zu Ütrecht, alß in Engkhuysen, undt anderstwo
empörungen, undt vfstandt gegeben. Viel
wollen undter dem gemeinen Mann, ein haüpt
wieder haben. Sonderlich, den Printzen von Uranien.


Die Engelländer, sollen 13 Schiffe erobert,
4 in brandt geschoßen, auch noch 3 in der
Nachiagt bekommen, hingegen auch 11 große
Schiffe verlohren, undt ihren ViceAdmiral
Deane, eingebüßet, aber sehr viel gefangene
bekommen haben, an Capitainen, Soldaten, undt Matroßen.


Jhre flotte, vagiret an itzo, vor dem vlie, undt || [[Handschrift: 377v]]
Texel, undt laßen, keine Schiffe, auß, noch ein,
paßen gleichwol darneben, auf die OstJndia-
nische, undt andere flotten. Die holländer
armiren sich zwahr auch, dargegen. Es gehet
aber, mit consternation zu, Admiral Tromp,
thut sein bestes, wann er nur parition hette?
Die friedenßTracaten, mit Engellandt,
werden reassumiret, undt es seindt Staadische
Legatj, nacher hollandt, abgereyset.


Die Jrrländer, seindt noch gut Königisch,
undt wehren sich, wie sie können. Zweene
Obersten, haben sollen ihren sententz kniende
hören, aber <lange> nicht daran gewolt. Endtlich,
alß sie es, nach Landesmanier, thun müßen,
haben sie nach gesprochenem sententz, lautt
geruffen: Vivat Rex!


Die Schotten sollen auch zu dem Neẅen
Parlament, nacher Londen, admittiret werden.


Der König Carolus 2. undt seine brüder,
seindt zu Paris, werden wol gehalten.


Jn Schlesien, undt in Oesterreich, gehet die Reformation2
strenge forth, wie man auch freẅdenfeste celebriret
über des Römischen Königes wahl. et cetera

|| [[Handschrift: 378r]]


Jn Frangkreich, gehet der krieg heftig an, aufs neẅe.


Der König rüstet sich gewaltiger, alß die Printzen.
hat dem Cardinal de Raiz, etwaß libertet ge-
gönnet. Visconte de Turenne, hat das Gouverne-
ment in Limousin, weggekriegt, unangesehen
die Geistlichen darwider heftig sich gesetzt, so
lange derselbe reformirter Religion zugethan,
bleiben würde. Cardinal Mazzarinj brauchtt
seine gewaltt. Bourdeaux wancket, hatte
sich schon in Tractaten, mit dem Könige, ange-
fangen einzulaßen, So kahm zeittung dem
Prince de Conty, zue von bewilligung, des
Spannischen, undt Engelländischen securßes.


Hocquincourt, gehet, nach der Contè de Roussi-
lion zu, undt Languedocq, contribuiret, selbiger
armèe, zum besten, 600000 Gulden (florenus)f.


Der hertzogk von Lottringhen, hat dem Ertz-
hertzogk, undt den Spannischen, seine armèe,
vf eine zeittlang, überlaßen, davor ihm
die Grafschaft hennegaw, oppignoriret ist.


Der herrentag, währet noch, zu Coppenhagen,
wie auch, die außrüstung, der Dähnischen flotta.

|| [[Handschrift: 378v]]


Jn Schweden seindt hohe chargen, undt plätze, verendert
worden, auch Reichßrähte gestorben. Undt
weil sich, die Königinn, in allem accommodirt,
mit übergabe hindterPommern, undt dergleichen,
Alß ist numehr die Proposition zu Regenspurg
solenniter geschehen, die Schwedische gesandten
auch admittiret, sonsten peroriret, undt
zu den Deliberationibus, ein anfang ge-
macht worden. Gott gebe zu erwüntzschtem besten!


Die Kayserinn Eleonora, zeücht wieder
nach Wien. Chur Cölln, hat sich auch, inn-
undt nach der Cröhnung, dißgustirt, undt
gäntzlich absentiret.


Kayserliche Mayestäten haben die päße, in Croa-
tzien, wieder der Türgken, einbruch,
befestigen w undt besetzen laßen.


Durch einen stargken außfall, auß der
festung Candia, sol der Türgken heer,
weitt zurügke getrieben, undt ihr gene-
ral über die Cavallerie, gefangen worden,
auch ihre Armada, im Golfo die Rhodis, be- || [[Handschrift: 379r]]
setzt worden sein, vom General Foscolo.
Der Türckische Kayser, hat dem Fürsten Ragozzi
entsatz durch den Bascha von Ofen, decerniret,
wieder den allten hospodar, in der Wallachey3,
welcher ihn auß Moldaw, undt Wallachey geschlagen,
undt vertrieben gehabtt.


Jm Schwartzen Meer, sollen 100 Türckische, wol
beladene, proviant, undt munitionSchiffe, durch
ungewitter, undtergangen sein.


Jn Polen, ist eine Moßkowitrische ambassade ankommen,
fordern Schmolenßko, undt Siverien wieder.
So sol auch der König, sich stargk rüsten,
undt der iunge Chmielinsky, albereitt umb-
zingelt sein. Daß vfbott in Polen, ist numehr, zum
dritten mahl, ergangen, daß Mann, vor Mann,
in armis, erscheinen solle.


Jn Jtalien, siehets einem grawsahmen kriege,
in Savoya gleich, da die Frantzosen dem
Savoyer, wieder Spannien, <starck> assistiren.


Der Pabst, suchet sein hauß Pamphilio,
mit den Barberinj, durch heyrathen, zu
vereinigen, undt zu vergleichen.


Bey Staade, hat sich eine greẅliche Mordtthat zu-
getragen, in dem ein Müller, einen andern Müller selbsie-
bende, in seinem Hause, mit weib, undt kindt, erschlagen.

|| [[Handschrift: 379v]]


Die Schweitzer, seindt bemühet, ihre
Rebellen, abzustrafen. (A spasso, zur erndte etcetera)

Dienstag den 5ten: Julij; 1653.


Den Hofmeister Einsidel, habe ich abermals,
(wie fast täglich geschicht!) in seinem Schwachen,
undt recht elenden zustande, besuchen laßen.
Gott wolle sich seiner erbarmen, undt
ihme die großen schmertzen lindern, eine
sehlige beßerung, oder vflösung verleyhen,
umb Jesu Christj willen, Amen! Amen!


A spasso, auff meine felder, item: ahn
meine gebeẅde. Gott gebe forthgang!
gesegnetes gedeyen! undt strafe doch, den
großen Meineidt, unfleiß! undt untreẅ,
derer, die <da> freventlich, undt beharrlich, mißhandeln!


Extra habe ich, den Diaconum Jonium, ge-
habt, zu Mittage, und es hat allerley discurß,
undt relationes gegeben. perge


Avis: von Ballenstedt daß meine Söhne, (Gott lob!)
wol überkommen, undt weitter wollen. Gott
gesegene Sie! undt ihr vorhaben, mit allen wol-
intentionirten, undt beßere die iehnigen, welche
es böse mit unß meynen, undt böses gedencken!

|| [[Handschrift: 380r]]


Eine fuhre nach Zerbst, mit Zerbster bier, abzuholen, abgefertiget
undt darneben an Jehna geschrieben. Gott gebe glück! und segen!


Nacher Ballenstedt, habe ich auch geschrieben.

Mittwoch den 6ten: Julij; 1653.


Den Bötticher, habe ich, per Deßaw, nacher Zerbst, geschickt,
Gott wolle ihn begleitten!


Hans Wenzel Rothe bey mir gehabtt, wegen Heinrich Friedrich von Einsiedel
undt deßen erbärmlichen zustandes.


Am heüttigen behttage, conjunctim, zur
kirchen. Gott gebe kraft, dem donner
seines wortts! undt dempfe die wiederwerttigen!


Extra zu Mittage, gehabt, die Walwitzinn,
den hofprediger, undt den Stadtvogtt.


A spasso hinaußgeritten, nacher Zeptzigk,
undt auf meine felder.


Relationes, von Regenspurg undt Kayserliches
mandat, contra Zerbst, auch auf mein
ansuchen, deßen ich mich, keines weges, zu entsinnen.
Die Römisch Königliche capitulation, ist auch ankommen.


Melchior Loyß hat sich wieder eingestellet,
mit dilatorischer antworth, vom Nathanael Jahn.

|| [[Handschrift: 380v]]

Donnerstag den 7. Julij; 1653.

<21 großvogel von Ballenstedt.>


Antworth, vom hertzogk Rudolf Augusto, von
Braunschweig, auß Wolfenbüttel, wegen der
Barbyschen fehren. Sie bleiben, auf ihren 5 augen.
Die pumpsägke, opiniastriren sich! Pacience!


Martin haug<Märtin haugk> der lackay, hat sich wol eingestellet,
(Gott Lob,) nach dem er 300 ThalerThlr:, dorthin getragen,
zu bezahlung einer krähmerinn schuldt, wegen Madame:


Schreiben, undt berichtt, von Ballenstedt, von Tobias Steffeck von Kolodey.


fDaß am Dienstag bey früer tageszeit die jungen printzen
nebst dero Comitat von Ballenstedt nach dem Regen-
stein zu sich begeben, alles daselbst bey schönem hellen
wetter mit vergnügung besichtiget, vnd nach gehendts
nach gehaltener kalten küche zu Blankenburg
bey den Fürstlich Braunschweigischen holtzfactorn Rosen-
thalern noch selbigen tages nacher Werningeroda
vnd fürters bis vff Jlsenburg gereiset, daselbst
Jhrer fürstlichen gnaden liebden spat ankommen, vnd fast vnbekant im
wirtshauß logiret, Sintemal der harz Graff
von Stolberg nicht einheimisch, sondern über
8 wochen hero mit dero Gemahlin vnd Comitat
am Reinstrom sich befunden. Gestriges
Mittwochs nun bey anbrechendem tag ist die
reise von Jlsenburg nach dem Plockersberg hin-
nauf in Gottes namen fortgestellet worden.
Welche dann sehr beschwerlich vorfiel, weil
man nur die helffte des weges auf solchen
ghohen bergk, reitten können, die übrige helfte || [[Handschrift: 381r]]
haber zu fuß verrichtet werden müßen, der weg war
sehr vnwegsam, steinich, morastich, iedoch entlich noch Gotlob
glücklich hinauf vollendet, worzu wir dann 4 stunden zubrin-
gen müßen, in deme wir vmb 6 uhr früe daselbsten auf der
höchsten spitze angelanget. Alß wir hinauf kommen, so
befanden wir nicht allein eine solche kelte daroben, daß
wir vom reiff fast alle weiß gewesen, sondern es war auch
ein solcher dicker dunst vnd nebel, daß wir die wolcken bey vns vnd
vnser heubtern saußende durch hülffe des windes hinweg
vnd continuirlich vorbey streichen, bald darauf fienge
die Sonn an zu scheinen, da dan solche dicke wolcken sich ver-
lohren, darauf man dan mit höchster bewunderung von
solcher großen höhe vmb sich sehen, vnd gleichsam von allen vier
winden so viel Provinzien vnd Fürstenthümber des Reichs,
wie auch den ganzen harzwald gleichsam in einem augenblick
beschauen konte, weil es fast schiene, als wan man vom
himmel den gantzen Erdboden vor sich sehe, nicht lang darnach
haben sich von denen vnden und ebene zusammen geheufften
dünsten abermal solche nebel vnd wolcken zusammen gezogen
vnd den berg vmbgeben, daß wir abermals fast in einem
augenblick in solcher dunckelheit vns befunden, daß wir
einander selbst nicht sehen noch erkennen konten, Aber in
einen nun hernach hat sich abermal alles wieder vffgeclärt
daß man mit sonderbarer lust in die weite ebene herumb
hinwider wol sehen konte, vnd solche abwechßlung des
gewitters trieb es so lang alß wir darbey waren,
nemblich ein gute stunde lang, also daß man auf dersel-
bigen höhe nicht geringe wunder Gottes, vornemblich des
gewitters halben anschauen vnd verspüren muß. Wir haben
zwar auf der höhe anders nichts gefunden, als starckes
graß, allerley kreiter vnd blumen, wie auch etzliche große
steine, allein ganz kein holz oder bäume, insonderheit aber || [[Handschrift: 381v]]
ist ein brunnen quel von schönen klaren wasser einer
guten ellen tieff zu sehen, vnd daselbst zu finden gewesen,
Nach solcher besichtigung nun haben wir vnß bey zimblichem
feinem wetter widerum von dem berge hinab begeben.
vnd innerhalb 3 stunden wiederum vnten zu Jlsenburg
reittende vnd gehende, seind wir glücklichen angelanget
dem lieben Gott sey dafür gedancket, daß Jhre fürstlichen gnaden
die lieben Printzen beyderseits solche vnwegsame vnd vnge-
bauete hin vnd herweise fein wol content gedultig vnd in
guter gesundheit verrichtet. er wolle dieselbe ferner
viel lange Jahr bey gutem selbsterwünschtem wolergehen
gneiglich vnd väterlich erhalten. Alß Jhrer fürstlichen gnaden liebden nun
zu Jlsenburg daß mittagsmahl eingenommen, seind dieselbe
hernacher mit dero comitat von dannen abgereiset vnd
darauf gestern spaten abends nach 9 uhr, Gottlob,
glücklich wieder zu Ballenstedt angelanget. heut früe
ist Printz Victor Amadeus ausgeritten, vogel zu schießen
vnd hat vmb Riedern herumb 21 vogel nebst einer
türteltaube einbracht, so Jfgl hiermit in guter
gesundheit zu verzehren gehorsamblich überschickt worden.
Sonst seind Jhrer fürstlichen gnaden liebden beederseits vorhabens morgen (Gebe Gott)
gegen Elbingeroda sich miteinander zu begeben vnd da-
selbst auch ezliche rariteten vnd denkwürdige sachen
zu besehen, Gott gebe ferner zu glügk. Nach diesem
allem werden wir ob Got wil vnser wiederhinabkunfft
zu Euer fürstlichen gnaden Liebden schuldigermaßen nicht lang differiren.

iFreitag den 8ten: Julij; 1653.


A spasso hinauß, auf meine breitten,
da michs gefreẅet, daß der liebe Segen
Gottes, im felde stehet, undt reiff wirdt,
hingegen geschmertzet, das er durch die ungehor- || [[Handschrift: 382r]]
sahmen herrendienster, undt durch eigenNützige
leütte, einzubringen, verseümet, undt verzögert
wirdt. Nihil est, ab omnj parte, beatum!4 Gott
mache mir doch, mein volgk willig, undt undterthan!


Darnach, bin ich, en passant, frühe, bey dem
guten alten hofmeister Einsidel, gewesen. habe
denselben gar verendert, undt dem tode nahe
zu sein, gefunden. Die Mattigkeitt ist groß,
keine kräfte mehr vorhanden, nur hautt, undt
knochen, an seinem leibe. kein eßen, will mehr
enhinder. Die facultas respirandj, wirdt ihme
schwehr. Die innerliche, undt eüßerliche Schwach-
heitten, an ihme, mögen groß sein, sonderlich,
die wunden am creütz, da er sich wundt
gelegen, undt etwas verwahrloset worden,
daß ich besorge, der kalte brandt schlage mitt zu.
Die Natur, will schwach werden, so vielen
anstößen, zu wiederstehen. Die Sprache, wirdt
auch unvernehmlich, wiewol das Judicium annoch
gut ist, undt er weiß sich schön zu trösten, auch
seinen willen, in Gottes willen, zu resioniren.
Gott wolle ihn <durch seinen heiligen Geist in seinem Matten her[tzen]> stärgken, trösten, kräftigen, vol[??]
durch Jesum Christum, unseren Sehligmacher, A[men!]

|| [[Handschrift: 382v]]


Antworth, von Gohta, vom hertzog Ernsts Liebden
en termes avaricieux, et peu raysonnables!


Avis von hartzgeroda, undt Erffurdt. 1. Daß die
Kayserlichen Mayestäten von Regenspurg hinweg eilen, undt den
neẅen Römischen König daselbst laßen wollen, vielleicht
umb des Türgken willen. Die Kayserliche confirmation
über den Landttagsschluß sol ia nun erfolget sein.
Gott gebe (schreibet Caspar Pfaw paßionirt!) daß sich
die Zerbster, recht darein schigken, undt für andern
ungelegenheitten, hüten mögen! Sie haben,
(meldet er also ferner!) durch ihre wiedersetzligkeit
daß wergk, nach wuntzsch, in eines größeren
handt gespielet, werden es (wie er meinet)
gegen die posteritet, schwehr zu verantwortten haben.
Mà io; sono d'altra opinione! 2. Allem ansehen
nach, sol der Reichßtag zu Regenspurg sich baldt endigen,
weilln man auf deputationen, undt durch deren
abhandlung, ziehlet. Doch (meynet man) es werde
der Kayser schwehrlich, vor Michaelis abraysen.


Der Schweitzer krieg, ist (Gott lob) so viel als beygelegt.


Jn Frangkreich ist man zu felde wiederumb. Der
[König] sol Rethel belägert haben, und die Printzen,
[Bordeaux] entsetzen wollen.

|| [[Handschrift: 383r]]


Mit dem Holländischen wesen, siehets gefährlich auß.
Die Staaden, leiden einen verlust, nach dem andern, undt
in dem Lande, ist der gemeine Mann schwührig, wegen der
vielen vflagen. Die Spannischen lawren darauf, ani-
miren sich, auf gute hofnung. herr omnes, will haben,
der gute Admiral Tromp, soll beßer victorisiren.
Nota Bene[:] die Türgken, sollen in die 60000 stargk, in
Friaul eingefallen sein. Darumb ist der graf
von Buchhajm eilends von Regenspurg abgerayset,
die defension zu beobachten, zu derer behaüp-
tung, viel Kayserliche völgker, hin: undt her, im anzuge sein. perge et cetera


Der gute allte hofmeister Einsidel, hat heütte
gegen 9 uhr, noch communicirt, undt darzu
den hofprediger erfordern laßen, auch sein elltestes
töchterlein, von 12 iahren, hat mittcommuniciret
undter andern, zum ersten mahl. Gott gebe zu
glügk! segen! undt fernerer erbawung im wahren
Christenthumb! undt in aller Gottsehligkeitt!


Risposta von Jehna, von Zerbst, durchn Bötticher, mit Zerbster bier.
La pauvre ville, de Zerbst, sera contrainte, par ün
Mandat Imperial, a signer, (contre sa volontè) la
Conclüsion, de nostre Diete Provincialle! summum Jus!


Mit Madame außgefahren, sero, nacher Zeptzigk; undt Palbergk.

|| [[Handschrift: 383v]]

Samstag den 9ten: Julij; 1653.


Mein CammerPage, Albrecht Sekerka, hat sich von
seiner Dreßenischen[!] rayse, (von der er gestern
abendt, wol wiederkommen) diesen Morgen wieder eingestellet.


Jn Oeconomij: undt rechnungssachen laboriret.
Doctor Fischern, bey mir gehabt, zu conversiren, extra.
Postea: Steffan Eberling, von Deßaw.


Schreiben, von meinem Bruder Fürst Friedrich mit
bericht, wie der pabst anathematizirt,
undt condemnirt, die libertatem Eccle-
siæ Gallicanæ, undt die Theses, welche
statujret Cornelius Jansenius Episcopus J-
prensis, in seinem außgegangenen Augustino,
darinnen gleichwol gute heylsahme lehre
endthalten. perge Mundus vult decipj!5


Avis: daß die durch die Hällischen,
undt Deßawischen Gesandten, (alß
Alvenßleben, undt Paris Werder)
zu Wolfenbüttel, gesuchte vereinigung
zwischen hertzog Christian, von Mecklenburg
undt seiner gemahlin, noch nicht succediret,
ob schon auch, der Superintendens von Deßaw,
Raumerus, darzu gezogen worden, sondern || [[Handschrift: 384r]]
man hat es auf die außgelaßene Kayserliche Commission,
(so auf den Churfürsten von Brandenburg auf den hertzogk
Augustum von Braunschweig, undt auf den
hertzogk Friederich von hollstein Gottorf, gerichtet,)
undt auf deren außschlag, gestellet. Gott gebe succeß!
undt rechtmeßige erörterung, oder endtscheidung.


Mès Conseillers m'ont èscrit, se trouvans offencè
de la fürie d'Hünike, & de Hammeln. perge


Jn gartten, avec Madame; avant soupper. perge


Martin Nickel ist wiederkommen, ex Halle avec lettres
inütilles, mais considerables!


Meine Söhne, haben sich diesen spähten abendt,
auch (Gott lob!) wieder eingestellet. perge et cetera

Sonntag den 10ten: Julij; 1653.


Abermahlige Relation von Regenspurg die 28te:.
Es gibt noch immerdar SessionStreitt, undt Neẅe præjudicia.
Die Neẅen haüser, wollen sich hervor dringen. Die
Proposition, ist noch vfm Rahthause, geschehen. Chur Cölln,
hat sich absentiret, undt ist, nach genommenem abschiede,
gar verrayset. Die Gernrödische sache, ist in favorem
unsers Fürstlichen hauses, dem instrumento pacis gemäß, verabschie-
det. Vor den Römischen König, sol auch, daß gemeine gebeht,
gehalten werden. Schweden ist wegen Pommern, vor
Chur Brandenburg Liebden geseßen.


Zur kirchen, conjunctim gezogen.

|| [[Handschrift: 384v]]


Der hofmeister Einsidel, lieget heütte, wie
in agone! Man hat allgemeines gebeht, auf
der Cantzel, undt sonsten gehalten. Gott ver-
kürtze ihm, seine quahl, undt todesnoth!
Gott laße ihm die große angst
erleichtern, undt führe ihn, auß nöhten!
vergebe ihm seine Sünde, undt laße
seine Sehle, durch die heiligen Engell in Abrahams
Schooß, tragen! Er ist ein Gottsförchtiger
frommer, aufrichtiger Mann gewesen,
hat mir treẅlich gediehnet, undt
keinen Menschen, (mit willen!) erzörnet.
Jch zweifele nicht, er werde zum
friede kommen, undt ruhen in seiner kammer,
auch ewig sehlig werden! Er ist
schon ein 4 iahr hero, mit Sterbenßge-
dangken umbgegangen, undt hat sich
mit schönen gedangken, büchern, undt anhö-
rung Göttliches wortts, stadtlich darzu
præpariret, auch in seiner krangkheit, schön consoliret.

|| [[Handschrift: 385r]]


Es thut wehe, einen 15iährigen Allten treẅen
diehner, (welcher lieb, undt leidt, mit mir außge-
standen) zu verliehren, undt schmertzet sehr,
daß (unerachtet meiner großen vorSorge)
er mag sein, wegen seines vfgelegenenen
Schadens, verwahrloset worden, Gott erbarme es!
undt ersetze die vacirende stelle!
Er wolle auch, die affligirte kinder, und wittwe trösten!


Extra zu Mittage die Wallwitzinn, undt
haüptmann, Daniel Rindtorff, (meines Abrahams
Rjndtorf bruder) gehabt, jtem: Tobias Steffeck von Kolodey perge


Nachmittags cum filijs, undt 2 töchtern, wieder zur kirchen.
Meine Söhne, haben allerley zu erzehlen gewußt,
von ihrer rayse, an den Blockerßbergk, jtem: nacher
Elbingeroda, an Buhmannshöle, item: auf den
Reigenstein, undt waß Sie vor rariteten gesehen.
Gott laße ihnen, diese rayse, wol bekommen!
undt daß ihnen, die geschwinde verenderung
der luft, undt Nebeldünste, (so Sie, auf dem
Brogken, oder Blockerßberge, erlitten, undt auß-
gestanden) unschädelich, undt an ihrer ferneren
gesundtheitt, undt leben, unnachtheilig sein möge!
Sonst saget Doctor Fischer, die lufft auff der höhe des Brogken,
seye gar gesundt, in media regione aeris, undt mache guten appetit || [[Handschrift: 385v]]
zum eßen, wann einer schon den Appetit, verlohren hette?
Allein, wann man sich erhitzt hette, hinauf zu steigen,
müßte man nicht baldt tringken, auch nicht
allen waßern daroben trawen, sonst dürfte
man seine gesundtheitt verschertzen, wie ohne daß,
überall geschicht, wenn man allzuhastig
tringket, da man erhitzet jst! undt nicht
alle waßer, seindt rein, undt heylsam, zu tringken.


Mit meinem fuchß, hat sichs heütte
wieder gar schlecht ahngelaßen, & on
hayt les hommes, et les animaulx auxquels
l'on ne peüt, nj veüt ayder! Je parle
dés serviteürs, paresseüx, crüels, & mal-
affectionnéz!


Diesen abendt, umb 9 uhr, ist der
fromme redliche allte Mann, mein gewesener
Raht, undt Hofmeister, Heinrich Friederich, von
Einsidel, undter dem eyferigen gebeht, der
umbstehenden, nach langwieriger außge-
standener krangkheitt, Schmertzen, undt
Mattigkeitt, Christlich, undt Sanft, undt
also, (ungezweifelter zuversicht nach!) Sehlig verschieden.

|| [[Handschrift: 386r]]


Gott laße seine Sehle, in Abrahams Schooß, wol
ruhen! undt gebe ihm, undt allen Außerwehlten,
an iehnem großen, undt herrlichen tage, (da unsere
leiber, mit den Sehlen, wieder vereiniget werden sollen,)
die sehlige aufferstehung, zum ewigen leben, Amen!


Durch seinen abgang, (wiewol dem Sehligen
Mann, wol geschehen, undt der himmlische wechßel
in seinem erlebten 71iährigen allter, nicht zu miß-
gönnen!) verliehre ich gleichwol, einen vornehmsten
Rath, hofofficirer, undt Seüle des hofs. Es gibt
immerdar, zu hofe, viel zu thun. Die leüttlin,
ljeben bißweilen, die unordnungen. Die Stelle
kan so baldt, undt so wol, mit allen umbstenden,
nicht füglich, wieder ersetzet werden. Er wahr
meiner sachen inne, hatte schöne wißenschaften,
erfahrung, verstandt, treẅe aufrichtigkeitt,
undt die rechtschaffene, begierde, seinen herren
wol, undt redlich, zu dienen. Wahr Gottesförchtig,
gewißenhaft, fleißig, undt resolvirt recht zu thun,
es möchte auch der argen weltt, wol oder übel gefallen.
Gott hat ihn derowegen, auch (unzweifelich) lieb gehabt,
undt zum friede mit den gerechten kommen, undt in ihren
kammern, mitt ruhen lassen. Er hat in die 36iahr lang,
meinem herrnvatter Sehlig undt mir, in Emptern, undt zu hofe, gediehnet.

|| [[Handschrift: 386v]]

Montag den 11ten: Julij; 1653.


Dieweil meine tochter, Ernesta Augusta, am
dreytägigen fieber, krangk worden, Alß hat man
den Medicum, Doctor Fischer, erfordert. Derselbe,
tröstet gar wol. Gott wolle es bestehtigen!


Fürst Augustus leßet abermalß erinnerung
thun, iedoch, mitt reserve. 1. seiner fühlenden
unpaßligkeitt; 2. undt der enge seines hauses,
dieweil Fürst Hanß, mit dero gemahlin
auch sol hinüber kommen.


Nachmittagß, habe ich Carl Ursinus in der schule, mit Magister Menzelius
wie er im Lateinischen aufgesaget, zugehöret.


Schreiben, von Croßen. perge


Die Avisen geben:


Daß die Proposition zu Regenspurg geschehen seye!
Das Chur Brandeburg in völliger posseß hindterPommerns.
Das die Chur: undt Fürsten, von Regenspurg weg eilen.
Daß der Türcke mit 60000 Mann in Friaul, eingefallen,
undt ihnen der Kayser, 20000 entgegen geschicktt.
Cromwell agirt pro libitu, zu Londen. Die Staaden
submittiren sich ihme, zum frieden. Dennemarck
assistiret, den unirten Provintzien.


Schweden, hat den Spannischen Ambassador wieder abgefertiget.

|| [[Handschrift: 387r]]


Jn Polen, ist große furchtt, vorm Moßkowiter, Tartarn,
Cosagken, Türgken. Die pest graßiret wiederumb.
Der iunge Chmielinßky, sol vom Ragozzi, undt
Woywoda in der Moldaw, geschlagen sein, wie auch,
der alte hospodar in der Wallachey6, von ihnen, vertrieben.
Der Moßkowitische gesandte sucht Schmolenßko, undt Siverien,
oder krieg.


Der Pabst coyonnirt seine Münchsorden,
anathematizirt des bischofs von ypern schriften,
de Gratia, welche doch des Sankt Augustinj episteln,
undt Sankt Paulj, an die Römer, gemeß, undt oppri-
mirt die libertatem Ecclesiæ Gallicanæ


Bourdeaux, wirdt von Spanien, zu waßer
endtsetzt. Die Printzen, so wol alß der König
machen sich, gegen einander, mit armèen, considerabel.


König, in Portugall, offerirt seine tochter,
dem Könige in Frankreich mit 6 millionen, brauttschatz.
Chur Pfaltz, hat im geldtaußwerfen, einen
fall vom pferde, gethan, undt sein pferdt, hat
einen Stich im halß, bekommen.


Er hat sich, mit Pfaltz lauttern amice
undterredet, iedoch vorbeheltlich ihrer differentzien.


Jn Preüßen, ist Goldtstein, undt andere vor-
nehme leütte, gählingen gestorben.

|| [[Handschrift: 387v]]

Dienstag den 12ten: Julij; 1653.


Jn den gesterigen avisen, wurde auch gemeldet, von
dem großen luxu, undt pracht, so zu Dreßden,
auf den JohannisTag, getrieben worden,
einem convivio, von 600 Speisen, mit feẅer-
wergken, balletten, Comædien, zielschießen,
undt andern vergänglichen kostbahrkeitten!


Jn der Schweitz, werden die Rebellen, nach-
einander justificiret, undt die empörung gestillet.


heütte hat sich allhier, zu Bernburgk, præsentirt,
ein zwerg mit 4 füßen, seines alters, 27 iahr,
der stehet mit seinen hüften, auf einem leüchter,
undt mit den 4 füßen in der höhe, thut
zimliche Sprünge, mit händen, undt füßen.
Er hat auch einen hammel, oder Schaaf, mit 6
füßen, undt 2 Schwäntzen, an zweyen füßen,
als Adlers klawen, zu sehen. Jst aber todt.


Sie spiehlen auch comedien, mit puppen, undt
auß der großen taschen.


Man hat Sie, nach der mahlzeit kommen, undt agiren laßen.
Hanß Berndts, ist Nachmittage, bey Mir, gewesen.

|| [[Handschrift: 388r]]

Mittwoch den 13 Julij; 1653.


Depesche Megapolitaine, & Marchienne, que Dieu benie!


Nota Bene Nota Bene Nota Bene[:] Avis von Plötzkaw, daß die Engellische
Flotta, so eine zeithero, vor den holländischen hafen
gelegen, von den Holländern, (so bey gutem favo-
rablen winde, mit großer furie, vf den feindt
außgelauffen), totaliter geschlagen, undt
dißipirt worden, undt wehre numehr
nicht zu zweifeln, die Engelländer, würden
darob sein, damit ehist, ein guter friede erfolge.
Gott gebe solchen, daß er nicht böse,
sondern guht, undt der kirchen ersprießlich ! seye!
auch, das die gerechte sache, den obsieg behalte!
Gott seye lob, undt dangk gesagt, vor seine herrliche gnade!
Er gebe doch ferner, seinem rechtglaübigen haüflein, glück! undt sieg!
Segen! undt succeß! undt erhalten Sie, in seiner warheitt,
in friede, undt eintrachtt! in Christlicher liebe, gegen den <nohtleidenden> Nechsten. perge


Rotta è l'alta Colonna, e'l verde Lauro,
Che facean ombra, al mio stanco pensiero,
E ristorar no'l può; Terra, ne impero,
Ne gemma Oriental, nè forza d'auro!


E se consentimento è di destino! Che poss io piu ch'havere l'alma trista!
Humidj gl'occhj sempre; e'l viso chino! Ô nostra Vita, ch'è si bella in Vista;
Come perde agevolmente, in un mattino? Quel ch'in molt'anni, a gran pena s'achuista.

|| [[Handschrift: 388v]]

Donnerstag den 14den: Julij; 1653.


Trawriger aviß, von der hertzogin zu Sonderburgk daß
ihr herr, hertzogk Johann Christian, Sehlig todes verblichen.
Gott tröste die affligirten! Jst meiner herzlieb(st)en gemahlin
Bruders Sehlig hertzog Alexandrj, weilandt hertzogs zu
Schleßwyck hollstein Sohn, undt mir wol bekandt gewesen. perge
Transeundum est! Quo fata trahunt; retrahuntque, sequamur.7


Bartoldt Schrimpff, der kalendermacher, ist von
Hall, undt Plötzkaw, herüber kommen.


J'ay èscrit a Venise, & à Crossen perge et cetera


Victualien von Ballenstedt in geringer quantitet. perge
Patientia! ists nicht mit Scheffeln, so ists mit leffeln.

Freitag den 15. Julij; 1653.


Bartoldt Schrimpf, hat sich wieder præsentiret.
A spasso, in die Erndte.


Extra zu Mittage, Jonius, undt Schrimpf gehabtt.
Es hat allerley artige dißcurß gegeben.


Die Condolentzschreiben, nacher Sonderburgk,
seindt gestern auch mitt der post, im Nahmen
Mein, undt Meiner herzlieb(st)en gemahlin, <Liebden> gebührlich abgegangen.
Mit Madame, undt Carl Ursinus wie auch Angelica
hinauß gefahren, auff unsere felder. et cetera


Ein kleiner regen, hat das landt erquicket.
Gott lob! undt dangk!

|| [[Handschrift: 389r]]

Samstag den 16. Julij; 1653.


Bürgermeister Tornaw, ist bey mir gewesen, <sich gravirt befindende.>
Jch bin an den Thamb8, spatziren gegangen, undt
über gefahren, selbiger reparation zuzusehen.
Jn der Erndte, gibt es auch große jnterruptiones,
untreẅ, faulheitt, nachläßigkeitt! verseümnüß,
den Göttlichen Segen, recht einzubringen. Gott
wolle doch an solchen Meyneidigen, ein zeichen thun!


Fürst Hanß, ist heütte erst, allhier vorüber,
von Plötzkaw auß, mit kutzschen, undt pferden,
paßiret, auf Niemburgk zu, nacher Zerbst. perge et cetera

Sonntag den 17den: Julij; 1653.

<Haußknechtt Paul Ulrich, vereydet.>


Jn die kirche conjunctim.


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, den hofpre-
diger Mencelium, Tobias Steffeck von Kolodey gehabt. et cetera


Nachmittagß, mit beyden Söhnen, undt
zweyen töchtern, wieder zur kirchen, undt
predigtt des Diaconj Jonj. Meine tochter
Ernesta Augusta, (welche, Gott lob, das
dreytägige fieber verlaßen, nach deme Sie
es dreymahl gehabtt) wahr mitt, wie auch Anne Sofie.


Den hoffrath, Paulum Ludwigen, bey mir gehabt
allerley importantzen, zu debattiren, undt ihme zu gratificiren.

|| [[Handschrift: 389v]]


Beyde Krosigk, von Erxleben, Jacob Antonij,
undt Lüdolf Lorentz, seindt (unvorsehens,) zu
abends spähte, anhero kommen.

Montag den 18den: Julij; 1653.


Es hat ein wenig geregenet, diese Nachtt, undt das
wetter hat sich abgekühlet. Jst gut, vor die Schnitter, undt Mehder.
Der liebe Gott, breitte ferner, seiner gnadenflügel, über unß auß!
undt laße unß, seiner Mildigkeitt, fröhlich genießen!
Doch das wir darbey, der dangksagung nicht vergeßen. perge
Der Raht von Hoym, hat sich eingestellet, wegen
restitution, ihres brawhauses, Schengke ZigelScheüne,
sich abzufinden, undt ihre verschertzte Privilegia, zu recuperiren.


Wallwitz, (welcher gestern abendt, spähte von
Deßaw, wiederkommen) hat sich auch wieder
præsentiret.


Schreiben, von Regenspurg Schlesien, undt Leiptzigk. etcetera
Die ordinarien, melden: das die holländer, zwahr auch
den Engelländern, Schiffe abnehmen, undt beütten machen,
dennoch aber, spielen die Engelländer, den Meister in der See,
benawen die andern, in ihren häven, undt kriegen
die besten beütten, noch zur zeitt. Darüber wirdt
die navigation unsicher, das volgk schwürig,
die commercia gehemmet, und die theẅerung ergrößert.
Man hoffet aber, die Niederlande werden sich besser
angreiffen, als biß dato, geschehen, undt ein recht haüptt || [[Handschrift: 390r]]
wehlen, auch beßere ordnungen machen. Die tractaten in-
terim zu Londen gehen vor sich, undt Cromwell suchet den Staaden
leges zu præscribiren. Die hochländer in Schottlandt,
(so Königlich noch gewesen) sollen auch geschlagen sein. Der Ad-
miral Tromp, bemühet sich wiederumb, mit Machtt, wieder
die Engelländer, außzulauffen, undt sich, mit seinem
Sohn, (welcher mit einer flotta, auß dem Marj Mediterra-
neo ankömptt) zu coniungiren. Gott helfe, der gerechten Sache!


Jn Schweden, helt man an itzo, gute Nachtbahrschaft, mit
Chur Brandenburg undt gute correspondentz, mit Kayserlicher Mayestät.
Mit der Stadt Brehmen aber, gibt es große dissidia!


Zu Regenspurg ist man fleißig, in den consultationibus,
undt wann der Kayserinn Cröhnung, verrichtet, geden-
gken die Kayßerlichen undt Königlichen personen, baldt aufzu-
brechen, undt der Kayserinn Eleonora, zu folgen.


Etzliche Chur: undt Fürsten, seindt hinweg, Andere
kommen wieder. Man suchet die bewilligung mehrer
Römerzüge, sonderlich, wieder den Türgken, welcher in Un-
garn, undt in Friaul, lose händel machet.


Die Venezianer tractiren mit den Türgken, sub clypeo,
Jhr General Foscolo, sol 17 galleren, undt 4 andere
Schiffe erobert haben, im Archipelago. Der rebellische
Bassa von Alepo, ist vom Türckischen Kayser, zum bluht-
gerichte, condemniret worden, hat aber sein iudicium
mit einem, freẅdig eingenommenem tödtlichem gift-
trunck, præveniret. Der nach der Ottomannischen Porten, citirte || [[Handschrift: 390v]]
Bassa von Bosnia, aber, will sich sistiren, undt von dem
verdachtt, undt auflagen, purgiren.


Jn Polen, sol die pest noch regieren, undt die
außrüstung, der Cosagken, undt Tartarn,
wie auch die Niederlage, des iungen Chmielinßky,
continuiren. Der König, zeüchtt in person zu felde.


Jn Frangkreich, continuirt Spannien, die Printzen
zu endtsetzen, so wol zu waßer, vor Bourdeaux,
nebenst den Engelländern, alß zu lande auß den
Spannischen Niederlanden. Cardinal Mazzarinj, ist nacher
Rom citirt, rechenschaft zu geben, wegen der ge-
fängnüß des Cardinals de Réez, und anderer
administrationen, wieder die geistligkeitt.
Dörfte aber, nicht erscheinen. Viel großen
in Frankreich accomodiren sich, undt nehmen den pardon
zusampt ihren gühtern, gerne ahn.


Zu Rom, vergleicht man sich, mit den Barbarinj,
durch heyrathen, des pabsts vettern. Der König
in Spanien, hat gar magnifice den weißen zelter,
mit 7000 Crohnen, wegen des Königreichs Napolj,
dem Pabst, durch den Printzen d'Avellino, præsentiren laßen.
König in Portugall suchet auch, sich mit dem Pabst ver-
mittelst geldt, zu reconciliiren, undt die vacantzen,
etzlicher Bischoffe, durch einen Patriarchen, zu ersetzen, deme
aber, die Cardinäle, Spannischer faction, wiedersprechen.

|| [[Handschrift: 391r]]

Dienstag den 19den: Julij; 1653.

<Regen die Nachtt.>


J'ay expediè, dès depesches jmportantes.
Dieu les vueille benir! & fortüner!


Muß nicht der Mensch, immer im Streitt sein, auf
erden? undt seine tage, seindt wie eines tagelöhners?
Passando il male; sperando il bene!
La Vita passa; la morte viene.


Gegen abendt, hats wieder fein geregenet, Gott lob!)
Mein vieh, leyder! fänget ahn, krangk zu werden,
undt zu sterben, wie auch bey andern geschicht.
Patientia! Gott wolle es beßern!

Mittwoch den 20ten: Julij; 1653. perge

<Gottlieb Lampe á Dieu. perge qui le vueille conduyre.>


Diese Nachtt, ist ein stargkes langwieriges blitzen,
undt donnerwetter gewesen, Darnach hat es auch,
auf die letzte, mitt dreyn geregenet.


On dit, qu'ün paysan, a Reinßdorf, a veü dés
Türcs, quj ont prins, par les cheveux, le fils
Colonel Werder, comme l'emmeinans prisonnier,
ayans dit, qu'ils viendroyent bien tost, en
grande quantitè, pour faire choses semblables,
& pour ravager tout le pays. Dieu nous
vueille benignement garentir, de tels hostes!


Die beyden brüder, die Krosigk, seind, von Erxleben, vormittags hehrkommen.


A spasso, auff meine Erndte, Gott gesegene mir, dieselbige!

|| [[Handschrift: 391v]]


Krosigk bittet gäste, nacher Erxleben, meine kinder.
Je voy malvolontiers, telles dissolütions, machinèes
de ma Femme! ou plüstost, de ses Damoyselles. et cetera


Ludolf Lorenz von Krosigk hat sich bey mir angemeldet, meine
gnade zu conserviren, alle ungnade (so hie-
bevor verahnlaßet,) fallen zu laßen, gebehten,
undt undterthänig(st)en abschiedt genommen, dieweil
er, alß Rittmeister, nacher Frangkreich zu,
gehet, mit dem Obrist leütnant Wilcknitz,
dem Könige, zu diehnen. Er will auch
meine Söhne auf ein convivium zu sich haben,
darauf ich dilatorisch geantwortett,
daß übrige aber concediret. Die Mutter,
bittet meine herzlieb(st)e gemahlin, umb die Töchter,
(zu diesem valetbanckeet, ihres Sohns,)
ce que ie voy encores plüs malvolontiers.


Jacob Antonij, von Krosigk, sol an statt des
iüngern betrübten Einsidelß, in der
Comædie, meiner kinder, mitt agiren,
undt sich darauf exerciren. Lüdolf
Lorentz Krosigk aber, ist wieder verrayset.

|| [[Handschrift: 392r]]


Nachmittag, hat (per importunas preces) Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin
durch Wallwitz, wieder meinen willen, undt dangk
mit allerley zusammen gesuchten motiven, erhalten,
daß ich concediren müßen, waß ich ungerne gewoltt.
Gott verendere doch, den unruhigen humor, undt
verkehrten Sinn, dieses, mir allezeitt wiedrigen
bösen, undt eigensinnigen weibes.


Es hat heütte Nachmittage, wieder sehr gedonnert,
undt einen stargken Schlag, gethan, als hette es eingeschlagen?
Nota Bene Nota Bene[:] Jn der Nachtt, seindt etzliche wölfe, undter
meine Schafe im felde kommen, haben die horden zerrißen,
die Schafe voneinander veriaget, zerstreẅet, undt
etzliche zerbißen. Der Schäfer, so darbey gelegen,
hat müßen umb hülfe anleütten, undt hunden,
herein lauffen, undt sich nicht getrawet. Jst seltzam
im Sommer, undt diß omen will mir nicht gefallen. perge
Gott wende ferneres unheyl, von Menschen, undt vieh,
in gnaden ab! undt segene unß, mildiglich, undt väterlich!


Jacob Antonij von Krosigk, hat auf den abendt,
nach dem eßen, auch licentz begehret, undt im discurß,
allerley guter sachen, wegen des landttags, sich vermercken
laßen. Gott gebe! bestendige continuation, in heyl-
sahmen Oppositionen, wieder böse consilia! undt vornehmen!

|| [[Handschrift: 392v]]

Donnerstag den 21ten: Julij; 1653.


Meine Söhne, undt Töchter, haben hinauß gemußt,
nacher Erxleben. Gott wolle sie geleitten!


Der hofraht Paulus Ludwig, ist hieroben, bey
Mir gewesen, allerhandt zu referiren.


A spasso gegangen, in die weitzenErndte.
Leschmichel9, ist von halle wiederkommen, dahin er Gottlieb Lampe
convoyirt gehabtt, welcher von dannen, mit
einer landtkutzsche, nacher Leiptzigk, marchiret.


Gott gebe ferner gnade, segen! undt succeß!
Tutto'l mondo, giuoca Comedie!


Mundus universus; exercet Histrioniam!10


Alß ich mich, diesen Nachmittag, von meinem
hofbarbirer, Hanß Wentzel Rohte, balbiren
ließ, undt undter andern, mit ihm redete,
von des Sehligen hofmeister Einsidels, absterben,
undt wie er ihn oft verbunden, die Natur
aber, nichts mehr hette wircken, oder annehmen
wollen, undt er den verlust, oder abgang, eines
solchen frommen Mannes, sehr beklagte, da er-
zehlete er mir auch, wie ihm der Sehlige Mann
(in der Nacht, da er den abendt gestorben) recht
erschienen wehre, vor seinem lager, hette ein Schwartz
Mützlein, <auff> undt ein weißes hembde, angehabt, hette || [[Handschrift: 393r]]
mit seiner kallten handt, dem Balbirer, auf die
brust geleget, hette gar fein geputzt, undt venera-
ble außgesehen, (wie er darnach, nach seinem
ahnkleiden, ebenmäßig sol fein gestaltet gewesen)
undt diese vision hette ohngefehr, so lange
gewähret, alß man ein vater unser, auß-
behten möchte (wie man im Sprichworth saget!) dar-
nach wehre er verschwunden. Er, der Balbirer,
der ihn sonst, vor seinen großen patron, undt treẅen
freündt, iederzeitt gehalten, geliebet, undt ge-
ehret, & viceversa, von ihm lieb, undt werth, gehal-
ten worden, bildet sich ein, die auflegung der
kalten handt, undt erscheinung, des frommen Mannes Sehlig
werde ihm dem Balbirer bedeütten, daß er baldt
ihme nachfolgen, undt auch sterben solle, inmaßen
man dann mehr dergleichen exempel findet.
Gott wolle mir noch lange, diesen treẅen
diehner, fristen, undt gnediglich erhallten,
undt alle böse Omina, von ihm, undt allen
denen, (so es treẅlich, undt guht, mit unß meinen)
abwenden, auch alles androẅende unglügk, in glück
verwandeln! Faxit Deus; Omnipotens, & Misericors!


Er vermeinet auch, es dörften böse krangkheitten,
diesen herbst, bey unß, regieren, undt grassiren, auch ihn,
undt andere, leichtlich hinweg nehmen, quod Deus clementer advertat!

|| [[Handschrift: 393v]]


Aufn spähten abendt, (umb eilf uhr,) seindt meine Söhne
undt Töchter, content, von Erxleben, wiederkommen,
sampt ihrem comitat. Gott gebe! das alles, ohne
Sünde, abgelauffen sein möge! undt seye allezeit bey unß!

Freitag den 22ten: Julij; 1653.


Post von Ballenstedt, wegen Stannij installirung,
zum Diaconat. Gott gebe zu glück! undt Segen!


Rechnungen mit Tobias Steffeck von Kolodey undt Hans Friedrich Eckardt.


Avis: daß vor dreyen tagen, zu Marwitz, auf Matthes
Krosigk, seinem guht, ein solch donnern, undt
wetterleüchten gewesen, daß Sie auch kein
licht, in den gemächern, <brennende> behalten können, Sondern
vermeinet, der iüngste tag, wehre vorhanden,
undt es stünde alles, in vollem feẅer. Gemeldtes
Krosigks fraw, ist dermaßen darvon erschrocken,
daß sie krangk worden, undt noch darnieder liget.


Gestern, undt heütte, hat es auch wiederumb
etwaß allhier gedonnert, undt getrippelt.
Zu Erxleben, hat man gestern vermeinet,
es wehre allhier, ein grawsam wetter,
weil es hieherwarts, so ungewitterisch,
undt der himmel so schwartz außgesehen. Es
ist aber doch noch gar gnedig abgegangen, undt || [[Handschrift: 394r]]
feines Erndtewetter, alhier geblieben.


Post, abermalß undt vivres, von Ballenstedt. perge

Samstag den 23. Julij; 1653.


A spasso hinauß in meine erndte allhier,
undt zu Zeptzigk geritten, des segens Gottes,
mich zu erfreẅen.


Martin Nickel ist von Strehlitz, wiederkommen,
mit antworth, mal a mon grè.


Avisen auß Erfurdt: daß die holländer, in großen
angustiis seyen, verliehren jmmerforth, besorgen
die Engellischen brandtSchiffe, in ihren eigenen haven.
Koenig in Dennemark hat 45 große OrlogsSchiffe
den Staaden zum besten, außgerüstet. Jhre
conjunction aber wirdt verhindert.
handel undt wandel wirdt gehemmet,
das volgk wirdt aufrührisch, im Lande,
leidet noht, hunger, undt geldtpreßuren!


Zu Regenspurg ist der Kayser, krangk worden,
den Königen in Schottlandt, undt Polen, die
gesuchte assistentz abgeschlagen.


Jn Franckreich seindt beyde theil, sehr stargk.
Visconte de Türenne, hat Rethel <eingenommen, nach dem> mit 40000
Mann, belägert, die Printzischen undt Spannischen <haben es> wollen es entsetzen.

|| [[Handschrift: 394v]]


Eine Prinzeßinn zu Wien, sol auch gestorben sein,
darumb der Kayserinn Kröhnung zu Regenspurg
aufgeschoben worden.


Es scheinet, daß alle ungerechtigkeitt, undt
alles böse, solle (leyder! leyder!) überhandt
nehmen, eben alß wann kein Gott, jm himmel wehre?
Aber der liebe heylandt, hat unß diese
bohtschaft, schon lengst zuvor, verkündiget. perge
undt gesaget: Faßet eẅere Seelen, in gedultt!

Sonntag den 24ten: Julij; 1653.


Jn die kirche, mit beyden Söhnen, undt
zwey Töchtern11, vormittagß.


Gebhardt Paris, ist auch hehrkommen,
undt ist extra, bey unß, geblieben,
Zu Mittage, wie auch Doctor Mechovius,
die Rindtorfinn, &cetera[.]


Nachmittage, wieder in die kirche, (nur
mit meinen Söhnen, undt wenig Jungkern
undt diehnern,) gezogen.


Bartolomeus Schrimpf ist auch zu Mittage
allhier gewesen, zeüchtt nach Wolffenbüttel,
prophezeyet übele sachen, von hohen haüptern.

|| [[Handschrift: 395r]]

Montag den 25. Julij; 1653.


Nacher Deßaw, undt Ballenstedt, spediret.
Oeconomijsachen, tractirt, mit Didiken, und andern.
Nachmittagß, hinauß geritten, in die Erndte,
allhier, undt zu Zeptzigk. Gott gesegene Sie unß!
Carl Ursinus ist auch mittgeritten, hat versuchtt,
lerchen zu fangen, undt ist darnach, auf
Palbergk zu, geritten, pour voir les bleds, de Ma femme!


Die avisen von Leiptzigk, geben:


Daß die Cosagken, undt Tartarn, wieder Polen,
sich sehr stärgken, undt Caminiec Podolsky, ahn-
greiffen wollen. Der König, rüstet sich dargegen.
Der iunge Chmielinßsky, sol etwas geschlagen sein.


Jn Franckrreich victorisiert der König, hat Rethel
eingenommen, undt Bourg vor Bourdeaux hat auch,
eine stargke armada inß hertzogthumb Meylandt
gesandt. hingegen, endtsetzen die Spannischen Bour-
deaux, (alda eine jntelligentz, entdegktt,
undt gestraft worden!) undt stärgken sich,
mit den Engelländern, theilß vermeinen
auch gar, daß sie mit den Schweden, sich, confæderiren.


Der Spannische Ambassador12 ist noch zu Stogkholm.

|| [[Handschrift: 395v]]


Die Engelländer, haben noch, die Oberhandt,
wieder die holländer, undt stringiren sie,
in ihren haven, nehmen hin, undt wieder schiffe weg.
Dennemarck fänget auch ahn, von ihnen,
sich zu besorgen. Schweden, rüstet: 56
OrlogsSchiffe auß, ignoratem: contra quem?
es gemeinet seye? Die holländer
suchen ein haüpt. theilß vermeinen, es
werde auf den kleinen Printzen, von
Uranien, geschloßen werden, andere
wollen, den Feldtmarschall Brederode, undt
herrn von Beverswert13, haben. Die Tractaten
mit General Cromwell, haben sich zerschlagen.
Seindt auf der Engelländischen seitte, allzuhoch
gespannet gewesen. Numehr, armiren
die holländer, aufs neẅe, mit Machtt!


Zu Regenspurg ist Kayserliche Mayestät etwas unpaß.
Der Kayserinn Cröhnung, verschoben, iedoch
forthgängig. Chur Cölln, wieder abgerayset.
Die deliberationes, gehen von statten.


Der Türcke ist in Ungarn, eingefallen. || [[Handschrift: 396r]]
Graff von Buchheim, gehet ihm, entgegen.


Jn Dalmatia, haben die Morlacchi victorisiret.
Bey Rhodis, hat General Foscolo, etzliche Türckische
galleren, undt Schiffe, erobert, undt helt die
armada, in etwaß, blocquirt.


Der Pabst, befestiget sein hauß, mit heyrathen.
Jn Schottlandt, hat man auch zu thun. Viel
seindt gut Königisch. Jn Jrrlandt, regiert die Pest.


Die Spannier, seindt vor Roses, gewichen.
Die Catalonier, haben sich einen theilß,
salviret, in Frankreich vor der Spannier, gewaltt.


Die Schweitzer, iustificiren ihre rebellen, mit
köpfen, hencken, radebrechen, viertheilen, undt
dergleichen, nach ihren verdiensten, wiewol sich
zu Bern, bey dergleichen iustification, ein
grawsam wetter sol erhoben, undt
die aufgerichteten galgen, undt gerichts-
stetten, umbgeworfen haben. Von des
Generals der pawren Loẅenbergers, ende-
urtheil, höret man noch nichts.


Conte de la Süze, zu Befort, will wieder
Königisch werden.

|| [[Handschrift: 396v]]

Dienstag den 26. julij; 1653.


In Oeconomicis travagliiret.


Doctor Fischern, extra bey Mir, gehabtt, undt in etz-
lichen dingen, consuliret. Il m'a dèscou-
vert, dès meschancetéz de Ratisbonne,
quj me touchent! Dieu m'assiste!
Mon Pürgatoire m'a tourmentè, a l'ordjnaire!
Dieu, me vueille delivrer, de ce tourment!
et alleger, mès douleürs insüpportables,
a la longue!


Aufn abendt, bin ich mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden
auf unsere felder, spatziren gefahren.

Mittwoch den 27ten: Julij; 1653.


Meine Söhne, seindt nachm Peterßberge
gezogen. Gott wolle sie geleitten!


Antworth, von Deßaw, mit dem
Oberlender.


4 Regenspurger Relationes, seindt, von
Zerbst, ahnkommen, auff einmal, wie ein großbuch.
Die Kayserlich <Königliche> Capitulation, kömpt mitt, neben vielen
andern curiosischen Sachen. Gott gebe, zur wolfahrt!


A spasso, an den Tham14 gegangen, zu abendts.

|| [[Handschrift: 397r]]


Meine Söhne, seindt vom Peterßberge,
undt von Marwitz, (aldar Sie, bey
Matthiaß Krosigk, zue Mittage,
eingesprochen) wiederkommen, Gott lob!

Donnerstag den 28ten: julij; 1653.

<Windt.>


Philipp Güdern, gestern, undt heütte frühe,
den Amptmann Georg Reichardt bey mir, gehabtt.


Jtem: die relation von der rayse, an
Peterßbergk, abgehöret.


Conversatio, mit Wallwitzen, von importanzen.


Mein Raht, der Stadt Syndicus von Zerbst,
Jehna, ist anhero kommen, begehrter maßen.
<Gott gebe gute Consilia, allerseits!>

Freitag den 29ten: Julij; 1653.

<Regen.>


hofraht, Paul Ludwig bey Mir gehabt, undt
mit Jehna, conferiren laßen. Gott
verleye sana consilia, et actiones!
Jn Oeconomij; Sepultur, Medicinalischen,
Cantzleysachen, allerley anstaltt verordnet.
Gott gebe zu allem vorhaben, gesegneten succeß!

|| [[Handschrift: 397v]]


Ernst Gottlieb, von Börstel, ist anhero
kommen, abschiedt zu nehmen, dieweil
er nachm Berlin will.


Conversatio, mit Jehna.

Samstag den 30. Julij; 1653.


Wallwitz, ayant estè hier, a Gröna est
revenü, a ma satisfaction.


Mit Oecnonomij: und rechnungsschen zu
thun gehabt. Gott helfe alles erleichtern!


Die Erndte, ist wol continuirt worden, Gott lob,
iedoch, gibt es hin, undt wieder difficulteten!

Sonntag den 31ten: Julij; 1653.


Jn die kirche, vormittages, mit beyden Söhnen, undt 2 Töchtern 15[.]
Textus: Von den falschen Propheten; Matthäus 716.


Nachmittagß, wiederumb, in die kirche, mit
beyden Söhnen undt andern zweyen Töchtern17.


Die Erffurter avisen geben:


Das Kayserliche Mayestät nicht wol die lufft zu Re-
genspurg vertragen könne, undt immerzu unpaß
seye, derowegen zum vfbruch, gegen den September
sich gefast mache, undt der Kayserinn Cröhnung,
maturiren laßen wolle. Was andere unendtscheidene || [[Handschrift: 398r]]
deliberanda seyen, dieselbigen sollen, zu Franckfurth
am Mayn, durch hindterlaßene deputirte, erörtert
werden.


Die Türgken, haben abermal einen Straif in
Ungarn, undt schaden gethan. Sie seindt aber
ertapt, übel entpfangen, geschlagen, undt
von 1000 in die 400 niedergemachtt,
undt die beütte ihnen wieder abgeiagt worden.


Die Holländer, seindt in nicht genungsam
beschriebener gefahr, vor den Engelländern,
in ihren eigenen Seehaven gewesen. Allein
numehr, haben ihnen die Engelländer, lufft
gemachtt, in dem sie nach Norden zu, gegangen,
undt den Staaden raum gemacht, sich zu stär-
cken, undt außzubreitten.


Jn Franckreich sol Bourdeaux, vom Könige,
sehr benawet, undt in extremis, gehalten werden.


Jn Polen, sol die gefahr, vor den Cosagken,
ie länger, ie größer werden.


Jn Preüßen, graßirt die pest. Das getreyde
aldar wirdt wolfail, auß mangel der abfuhre,
undt sperrung der Commercien.


Textapparat
a Schreiberwechsel zu unbekannt.
b Schreiberwechsel zu Christian II.
c Abkürzung nicht auflösbar.
d Abkürzung nicht auflösbar.
e Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
f Schreiberwechsel zu unbekannt.
g Schreiberwechsel zu Christian II.
h Schreiberwechsel zu unbekannt.
i Schreiberwechsel zu Christian II.

Kommentar
1 Lc 6.
2 Hier: Gegenreformation.
3 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
4 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
5 Zitat aus Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
6 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um den alten Fürsten von Moldau.
7 Zitat aus Verg. Aen. 5,709 (ed. Holzberg 2015, S. 278f.).
8 Hier: Damm.
9 Identifizierung unsicher.
10 Ein traditionell Petronius zugeschriebenes, doch bei seinen überlieferten Schriften nicht nachweisbares Zitat, welches in Lipsius: De constantia, I, 8, S. 54-57, sowie Montaigne: Les Essais, III, 10, S. 1057, belegt ist.
11 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
12 Person nicht ermittelt.
13 Identifizierung unsicher.
14 Hier: Damm.
15 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
16 Mt 7,15-23.
17 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1653_07.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
admittiren
gestatten, zulassen
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
arriviren
ankommen, eintreffen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
benauen
bedrängen, bedrücken
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Capitulation
Vertrag, (Wahl-)Vereinbarung
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commercien
Handelsgeschäfte
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
condemniren
verurteilen, verdammen
Confirmation
Bestätigung
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
consoliren
trösten
consuliren
um Rat fragen, zu Rate ziehen
consuliren
beraten
consuliren
einen Rat geben
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
cordial
herzlich, innig, offen, fröhlich
coyonniren
schimpflich behandeln
decerniren
beschließen, entscheiden
differiren
verschieben
Difficultet
Schwierigkeit
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
dissipiren
zerstreuen, auflösen
exerciren
(aus)üben
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung
Faction
(politische) Partei
Faction
(politische) Entzweiung
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
fürters
über das
gähling
plötzlich, unversehens
genungsam
genügend, hinreichend
gratificiren
sich gefällig erweisen, einem Wunsch entsprechen
graviren
(jemanden mit etwas) beschweren, belasten
graviren
sich beschweren, jemandem etwas zu Last legen
Herrentag
jährliche Zusammenkunft des dänischen Königs mit dem Reichsrat
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
Johannistag
Gedenktag für Sankt Johannes den Täufer (24. Juni)
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
Landtagsschluss
schriftlich niedergelegtes Ergebnis der auf einem Landtag geführten Verhandlungen, das mit Unterschrift und Siegel beider Seiten durch die landesfürstliche Publizierung Rechtskraft erhält
Licenz
Berechtigung, Erlaubnis, Freiheit
maturiren
beschleunigen
Michaelistag
Gedenktag für den Erzengel Michael (29. September)
opiniastriren
hartnäckig auf etwas bestehen/beharren
oppignoriren
verpfänden
opprimiren
unterdrücken
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Parition
Folgeleistung, Gehorsam
peroriren
laut und in weitläufigen Ausführungen eine Rede halten
Posseß
Besitz
präveniren
zuvorkommen
purgiren
sich von einer Beschuldigung rein machen
reconciliiren
aussöhnen
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
Relation
Bericht
Römerzug
von den Reichsständen zu entrichtender, in Matrikeln festgelegter finanzieller Beitrag, der ursprünglich zur Finanzierung des Begleitzuges der deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom, später zur Deckung der monatlichen Kosten für die Unterhaltung und Besoldung von Truppenkontingenten des Reichs und der Kreise diente
salviren
retten
Secours
Entsatz, Hilfe
selbsiebend
eine Person mit noch sechs anderen, zu siebt
Sentenz
Gerichtsurteil, Rechtsspruch
Sepultur
Begräbnis, Beerdigung, Bestattung
Session
Sitz, Platz
Session
Sitzung
sint(er)
seit
sistiren
sich einfinden, vorstellig werden
stringiren
binden, verpflichten
stringiren
berühren
stringiren
abschneiden
submittiren
unterwerfen
succediren
folgen, nachfolgen
succediren
erfolgreich sein, Glück haben
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
vaciren
frei oder unbesetzt sein
Valetbanquet
Abschiedsfestmahl
victorisiren
siegen, siegreich sein
Volk
Truppen
Wissenschaft
Kenntnis, Wissen
Zeitung
Nachricht
Abaza Siyavuş Pascha

gest. 1656
Anm.: Geboren in Abchasien; Sklave des Schatzmeisters Abaza Mohammed Pascha ; 1634 Aufnahme in die Kammer der Seferli; ab 1634 Tschokadar-Aga (Marine); seit 1639 Silidhar-Aga; 1640 Wesir der Kuppel; 1640-1642 Kapudan Pascha (Großadmiral); Beylerbey (Provinzgouverneur) von Erzurum (1644/45), Silistra (1645-1648) und Ofen (1648-1650); 1650 erneut Wesir der Kuppel; 21. August bis 27. September 1651 Großwesir des Osmanischen Reiches; danach Beylerbey von Bosnien (1652/53) und Rumelien (1653-1656); 5. März bis 25. April 1656 erneut Großwesir; vgl. Anton Gévay: Versuch eines chronologischen Verzeichnisses der türkischen Statthalter von Ofen, in: Der österreichische Geschichtsforscher, Bd. 2 (1841), S. 80.
Abraham

Anm.: Biblische Figur; einer der drei Erzväter des Volkes Israel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gebhard von Alvensleben

geb. 1618
gest. 1681
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Amtshauptmanns Gebhard von Alvensleben (1584-1627); Erbherr auf Neugatterleben, Glötha, Brumby und Seedorf; ab 1647 in Diensten des Magdeburger Administrators Herzog August von Sachsen(-Weißenfels) (1614-1680), u. a. als Hof- und Justizrat (seit 1649), Geheimer Rat (ab 1656) sowie Amtshauptmann von Giebichenstein und Moritzburg (seit 1659); mehrfach dilpomatische Missionen, u. a. als erzstiftisch-magdeburgischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649/50); 1668 Amtsverzicht und Rückzug auf seine Güter; ab 1671 Rat von Haus aus für Herzog Christian von Sachsen-Merseburg (1615-1691); seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausjagende"); vgl. Johann Bär: Theatrum Coelestis Gloriae [...], Wolfenbüttel 1682, S. 33-55.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

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Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Johann August von der Asseburg

geb. 1611
gest. 1660
Anm.: Sohn des Christoph Johann von der Asseburg (1580-1651); Erbherr auf Ampfurth und Eggenstedt.

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Augustinus Heiliger
Bischof Augustinus von Hippo

geb. 354
gest. 430
Anm.: Christlicher Kirchenlehrer und Philosoph; seit 395 Bischof von Hippo.

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Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Barberini, Familie

Anm.: Florentiner Adelsgeschlecht.

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Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

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Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Anna Christina von Bellersheim
Geburtsname: Anna Christina von Einsiedel

geb. 1642
gest. 1686
Anm.: Tochter des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); seit 1669 Ehe mit Johann Ernst von Bellersheim, genannt Stürtzelsheim (1646-1729).
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Hiëronymus van Beverningh

geb. 1614
gest. 1690
Anm.: Sohn des Melchior van Beverningh; Studium in Leiden; ab 1644 Mitglied der Vroedschap von Gouda; 1646-1648 und 1650/51 Stadtrat in Gouda; 1652-1655 Mitglied der Generalstaaten; 1653/54 niederländischer Gesandter in England; 1657-1666 Thesaurier-generaal der Vereinigten Niederlande; später niederländischer Gesandter bei den Friedensverhandlungen von Breda (1667/68) und Nimwegen (1675-1679).

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Matthias Bioerenklou
Matthias Mylonius

geb. 1607
gest. 1671
Anm.: Sohn des Müllers Erik Mattsson; ab 1627 Studium in Uppsala; 1632-1637 Lehrer des späteren schwedischen Reichskanzlers Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö (1622-1686); seit 1637 Rhetorikprofessor an der Universität Uppsala; daneben ab 1640 königlich-schwedischer Kanzleisekretär; 1643-1647 schwedischer Gesandtschaftssekretär in Osnabrück; 1647-1649 Resident in Münster; 1650-1656 Rat und seit 1656 Präsident der Regierung des Herzogtums Bremen; schwedischer Gesandter in Wien (1651) und auf dem Regensburger Reichstag für Pommern (1653/54); 1659 diplomatische Mission in Frankreich; ab 1661 Hofkanzler der Vormundschaftsregierung; seit 1664 Reichsrat und Kanzleirat; Nobilitierung 1646.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Friedrich Bohle

geb. 1601
gest. 1658
Anm.: Geboren in Miltau (Lettland); um 1630 herzoglich-pommerscher Sekretär; ab 1640 schwedischer Hofrat; seit 1652/53 Kanzler der Regierung von Schwedisch-Pommern; 1653/54 Gesandter auf dem Regensburger Reichstag für die Herzogtümer Bremen und Verden; 1646 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1627
gest. 1704
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1660 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachsinnende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Obrist (1633), Generalleutnant der Artillerie (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von 's-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Antoine Brun

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Sohn des Dôler Parlamentsrates Claude Brun (gest. 1621); 1622 Promotion zum Dr. jur.; ab 1622 Anwalt in Dôle; seit 1626 diplomatische Missionen, u. a. nach Brüssel (1627-1629); ab 1632 Procureur Générale am Parlament zu Dôle; 1636/37 Organisator der Verteidigung der Stadt gegen die Franzosen; 1640/41 Teilnahme am Regensburger Reichstag; seit 1642 Staatsrat von Flandern und Burgund; 1643-1648 spanischer Bevollmächtigter für Burgund bei den Friedensverhandlungen in Münster; ab 1649 spanischer Botschafter in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Francesco Marino Carracciolo
Principe Francesco Marino de Avellino

geb. 1631
gest. 1674
Anm.: Sohn des Marino II. Caracciolo, 3. Principe d’Avellino.

Weiterführende Informationen in VIAF
Gaspard de Champagne
Comte Gaspard de La Suze

geb. 1617
gest. 1694
Anm.: Sohn des hugenottischen Adligen Louis de Champagne, Comte de La Suze (gest. 1636); seit 1636 Comte de La Suze; französischer Maître de camp (um 1649) und Lieutenant-général des armées du Roi; zudem Conseiller du Roi; 1653 Teilnahme an der Fronde.
Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1632
gest. 1653
Anm.: Sohn des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657); seit 1648 Hauptmann unter seinem Vater im Kosakenaufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Richard Deane

geb. 1610
gest. 1653
Anm.: Sohn des Edward Deane; militärische Laufbahn, ab 1644 auf befehlshabenden Posten in der englischen Artillerie; ab 1647 unter Oliver Cromwell Leutnant der Artillerie; ab 1649 Vizeadmiral der Marine.

Weiterführende Informationen in VIAF
Stephan Eberling

Anm.: In den 1640er Jahren fürstlicher Diener und Sattelknecht in Zerbst; um 1650 Rüst- und Unterstallmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Anna Elisabeth von Einsiedel

geb. 1651
gest. 1734
Anm.: Tochter des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); blieb unverheiratet.
August Ludwig von Einsiedel

geb. 1644
gest. 1707
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz und Bernburg; ab 1654 fürstlicher Edelknabe in Bernburg (noch 1660); 1667-1672 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1672-1674 Offizier der Obersächsischen Kreistruppen; 1674-1676 Wittumsrat und Hofmeister der Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1613-1676) in Lüchow; 1677 Rückkehr nach Bernburg zur Verwaltung seiner Güter; seit 1679 Rat und Hofmeister des Fürsten Emanuel Lebrecht von Anhalt-Köthen (1671-1704); 1685-1692 zugleich Amtshauptmann von Köthen und Nienburg/Saale; ab 1692 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Kammerdirektor; seit 1702 auch Gesamtrat der anhaltisch-bernburgischen Gesamtkanzlei; ab 1706 zudem Landrat für das Teilfürstentum Anhalt-Bernburg; zuletzt ebenso Direktor des gesamten Fürstentums Anhalt; vgl. Andreas Knochenhauer: Das Dem Herrn gewiedmete Leben und seelige Sterben der Gläubigen [...], Zerbst 1707, S. 23-30.

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Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Justina Maria von Einsiedel
Geburtsname: Justina Maria von Schierstedt

gest. 1700
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; bis 1640 Hofjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); 1640-1653 Ehe mit Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653).
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Prinz Heinrich von England, Schottland und Irland
Duke Henry of Gloucester

geb. 1640
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); seit 1659 Duke of Gloucester.

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König Jakob II. von England
König Jakob II. von Irland
König Jakob VII. von Schottland

geb. 1633
gest. 1701
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1644-1685 Duke of York; 1685-1689 König von England und Schottland; 1685-1690 König von Irland; von seiner Absetzung durch die Glorious Revolution (1688/89) bis zu seinem Tod jakobitischer Thronprätendent; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Katharina Henrietta von England
Königin Katharina Henrietta von Schottland
Königin Katharina Henrietta von Irland
Geburtsname: Infantin Katharina Henrietta von Portugal

geb. 1638
gest. 1705
Anm.: Tochter des Königs Johann IV. von Portugal (1604-1656); 1662-1685 Ehe mit König Karl II. von England, Schottland und Irland (1630-1685); 1692 Rückkehr nach Portugal; seit 1704 portugiesische Regentin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Johann Arndt von Goltstein

geb. 1606
gest. 1653
Anm.: Sohn des David von Goltstein; schwedischer Rittmeister (1633), Major (1634), Obrist (1636) und Generalmajor (1644); 1645 schwedischer Korpskommandeur in Niederösterreich.

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Jean-François de Gondi
Erzbischof Jean-François von Paris

geb. 1584
gest. 1654
Anm.: Sohn des Albert de Gondi, Duc de Retz (1522-1602); seit 1622 Erzbischof von Paris.

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Jean-François Paul de Gondi
Erzbischof Jean-François Paul von Paris
Kardinal de Retz

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Sohn des Philippe-Emmanuel de Gondi, Comte de Joigny (1580-1662) (aus dem Haus der Duc de Retz); 1638 Priesterweihe; 1643-1654 Koadjutor und designierter Nachfolger seines Großonkels Jean-François de Gondi, Erzbischof von Paris (1584-1654); ab 1644 zugleich Titularerzbischof von Korinth; 1648-1652 Beteiligung an der Fronde; seit 1652 Kardinal; 1652-1654 Inhaftierung als Frondeur; 1654-1662 Leben im Exil und (nominell) Erzbischof von Paris; Verfasser bedeutender Memoiren.

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Christoph Georg von Hünicke

geb. 1603
gest. 1679
Anm.: Sohn des Magdeburger Domherrn Christoph von Hünicke; Erbherr auf Schkopau; 1623-1652 Dompropst in Havelberg; ebenso Direktor der Landstände des Hochstifts Merseburg.

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Ibşir Mustafa Pascha

geb. 1607
gest. 1655
Anm.: Beylerbey (Provinzgouverneur) von Damaskus (1649) bzw. Aleppo (1651-1654); 1654-1655 Großwesir des Osmanischen Reiches.

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Nathanael Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649).
Cornelius Jansenius

geb. 1585
gest. 1638
Anm.: Flämischer Theologe; seit 1602 Studium der Theologie in Löwen; ab 1616 Leiter des theologischen Kollegs in Löwen; ab 1630 Professor an der Universität Löwen; ab 1638 Bischof von Ypern.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb. 1598
gest. 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Kara Murad Pascha

geb. 1611
gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Albaner; militärische Karriere im Janitscharenkorps, ab 1648 dessen Kommandeur; Mai 1649 bis August 1650 und Mai bis August 1655 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1650-1653 Beylerbey (Gouverneur) von Ofen; 1653-1655 Kapudan Pascha (Großadmiral); 1655 Beylerbey des Ejalet Damaskus.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Anna Katharina von Krosigk
Anna Katharina von Amelunxen

geb. 1624
gest. 1675
Anm.: Westfälisch-niedersächsische Adlige; seit 1651 Ehe mit Matthias von Krosigk (1616-1697).
Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

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Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ernst Gottlieb (von) Lampe

geb. ca. 1640
gest. 1675
Anm.: Sohn des Ernst Konrad (von) Lampe (gest. 1644); Erbherr auf Güsten; um 1650/56 fürstlicher Page in Bernburg; spätestens 1666 in kurmainzischen Kriegsdiensten in Erfurt, um 1668 als Leutnant; zuletzt kaiserlicher Leutnant.
Niklaus Leuenberger

geb. 1611/15
gest. 1653
Anm.: Geboren als Sohn des Bauern Hans Leuenberger in Schönholz bei Rüderswil (Emmental); 1653 Anführer der Berner Untertanen im Schweizer Bauernkrieg; 1653 Hinrichtung in Bern.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
N. N. Lourdsac (1)

Anm.: Um 1653 Bote in des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg Diensten.
Melchior Loyß
Melchior Louis

geb. 1576
gest. 1650
Anm.: Ab 1606 in anhaltisch-bernburgischen Diensten, zunächst als Einnehmer(?) der oberpfälzischen Regierung, spätestens seit 1620 als Pfennig- (bis 1633) und Schatzmeister, ab 1634 als Amtmann von Harzgerode und fürstlicher Obereinnehmer der Harzämter (bis 1637) sowie als Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650); 1638/39 Bernburger Stadtvogt; 1639-1646 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Vasile Lupu
Fürst (Woiwode) Vasile von Moldau

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des moldauischen und walachischen Hofbeamten Nicolae Coci; Großschatzmeister (1619/20), zweiter Logothet (1625), Mundschenk (1627) und Hetman (1629/30) in der Walachei; 1631 Statthalter der unteren Moldau; 1633 Führer eines Aufstandes der Bojaren gegen den walachischen Fürsten Alexandru IV Iliaș (gest. 1666); seit April 1634 bis 13. April 1653 und vom 8. Mai bis 16. Juli 1653 Fürst von Moldau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Christina Margaretha von Mecklenburg-Schwerin
Herzogin Christina Margaretha von Sachsen-Lauenburg
Geburtsname: Herzogin Christina Margaretha von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1615
gest. 1666
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1640-1642 erste Ehe mit Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg (1598-1642); 1650-1663 zweite Ehe mit Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin (1623-1692).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Michael (6) N. N.

Anm.: Um 1651/52 fürstlicher Vorreiter in Bernburg.
Georg Friedrich von Miltitz

geb. 1627
gest. nach 1669
Anm.: Sohn des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); Erbherr auf Podelwitz, Priesteblich und Groß Rosenburg.
Charles de Monchy
Marquis Charles de Hocquincourt

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Georges de Monchy, Seigneur d’Hocquincourt; 1635-1639 Lieutenant-genéral von Santerre sowie Gouverneur von Péronne und Montdidier; französischer Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général des Armées du Roi (1645) und Maréchal de France (1651); seit 1642 Grand Prévôt de l’Hôtel du Roi; 1645-1655 erneut Gouverneur von Péronne, Montdidier und Roye; nach 1651 Erhebung zum Marquis d'Hocquincourt; 1652-1656 Gouverneur von Ham; 1655 Wechsel in spanische Kriegsdienste.

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Martin (2) Nickel

geb. 1630
Anm.: Sohn des späteren Bernburger Bürgermeisters Martin (1) Nickel (gest. 1651); um 1653 fürstlicher Bediensteter in Bernburg.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Erzherzogin Theresia Maria Josepha von Österreich

geb. 1652
gest. 1653
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pamphili, Familie

Anm.: Römische Adelsfamilie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Paulus Heiliger

Anm.: Apostel.

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Alonso Pérez de Vivero y Menchaca
Conde Alonso de Fuensaldaña
Vizconde Alonso de Altamira

geb. 1603
gest. 1661
Anm.: Sohn des Juan Pérez de Vivero, Conde de Fuensaldaña y Vizconde de Altamira; nach dem Tod des Vaters Conde de Fuensaldaña y Vizconde de Altamira; spanischer Capitán (1632), Maestre de campo (1636), General (1640) und Generalkapitän (1648); 1656-1660 Gouverneur von Mailand; 1660/61 außerordentlicher Botschafter in Paris.

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Titus Petronius Arbiter

geb. ca. 14
gest. 66
Anm.: Römischer Senator und Schriftsteller.

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Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Graf Johann Christoph von Puchheim

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des Johann Christoph von Puchheim (1578-1619); kaiserlicher Obrist (1635), Generalfeldwachtmeister (1638), Feldmarschallleutnant (1644) und Feldmarschall (1648); ab 1632 kaiserlicher Kämmerer; 1639-1642 schwedischer Kriegsgefangener; seit 1643 Hofkriegsrat; ab 1649 Vizepräsident des Hofkriegsrats; seit 1653 Geheimer Rat; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zerbrechende"); 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Grigorij Gawrilowitsch Puschkin

geb. ca. 1605
gest. 1656
Anm.: Sohn des Gawril Grigorjewitsch Puschkin (ca. 1560-1638); 1635-1638 moskowitischer Kommissar zur Festlegung der Grenze zu Polen-Litauen; 1644 und 1650 Gesandter des Moskauer Reiches in Polen; 1654/55 Woiwode von Smolensk.
Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Georg Raumer

geb. 1610
gest. 1691
Anm.: Sohn des Gerbers Friedrich Raumer (gest. 1666) aus Eschenbach (Operpfalz); Schulbesuch in Auerbach und Weißenburg; Studium in Leipzig, Wittenberg, Marburg und Tübingen; ab 1635 Hauslehrer in Dessau; 1636-1638 Pfarrer in Jeßnitz; 1638-1646 Subdiakon und seit 1646 Archidiakon an St. Marien sowie Superintendent, Hofprediger und Konsistorialrat in Dessau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 386.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Daniel von Rindtorf

geb. ca. 1600
gest. 1679
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben; um 1645/46 Amtshauptmann von Großalsleben.
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Gotha

geb. 1641
gest. 1657
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst von Sachsen-Gotha (1601-1675).
Herzogin Christina Elisabeth von Sachsen-Lauenburg
Christina Elisabeth Teufel von Guntersdorf
Geburtsname: Christina Elisabeth von Meggau

gest. 1669
Anm.: Tochter des Ferdinand Balthasar von Meggau (1582-1620); bis 1650 erste Ehe mit Christoph Adolf Teufel von Guntersdorf (1599-1650); 1651-1660 zweite Ehe mit Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg (1594-1660).
Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg

geb. 1594
gest. 1660
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1621-1623 und 1625/26 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1626/27 dänischer Obrist; 1630-1633 schwedischer Obrist; 1633-1635 kurbrandenburgischer Obrist; 1635-1637 kursächsischer Obrist und Generalmajor; 1637 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1638 kaiserlicher Generalfeldwachtmeister; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schönste").

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Duca Carlo Emanuele II di Savoia

geb. 1634
gest. 1675
Anm.: Sohn des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1638 Duca di Savoia, bis 1648 unter der Regentschaft seiner Mutter Cristina (1606-1663), die bis zu ihrem Tod faktisch weiterregierte.

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Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1635
gest. 1654
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659).

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Herzog Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1573
gest. 1627
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg.

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Herzogin Anna von Schleswig-Holstein-Sonderburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Oldenburg-Delmenhorst

geb. 1605
gest. 1688
Anm.: Tochter des Grafen Anton II. von Oldenburg-Delmenhorst (1550-1619); 1634-1653 Ehe mit Herzog Johann Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1607-1653).

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Herzog Johann Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1607
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); seit 1627 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg.

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Bartholomäus Schrimpf

geb. 1605
gest. 1696
Anm.: Um 1653 vermutlich Kalendermacher, wohl in Halle (Saale) ansässig, der sich immer wieder in Bernburg aufhält.
Hans Schuster
Hans Schuester

Anm.: Geboren in Gemünden am Main; Bürger und Böttchermeister in Bernburg; seit 1650 zugleich fürstlicher Hofböttcher in Bernburg (noch 1655).
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Johann Georg Stannius

geb. ca. 1625
gest. 1701
Anm.: Sohn des aus der Oberpfalz vertriebenen Pfarrers Johann Stannius (ca. 1593-1636); 1654-1656 Diakon in Ballenstedt; 1656-1676 Pfarrer in Badeborn; seit 1676 Oberprediger in Ballenstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 436.
Gheorghe Ștefan
Fürst (Woiwode) Gheorghe von Moldau
István Görgicze

gest. 1668
Anm.: Sohn des Bojaren Dumitrașcu Ceaur; leitender Miniter (Logofate) des moldauischen Fürsten Vasile Lupu (ca. 1595-1661); 1652/53 Anführer eines Aufstandes gegen den Regenten; 13. April 1653 bis 8. Mai 1653 und 16. Juli 1653 bis 13. März 1658 Fürst (Woiwode) von Moldau; danach Leben im Exil; 1668 Suizid in Stettin.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Gräfin Anna Elisabeth von Stolberg-Wernigerode
Geburtsname: Gräfin Anna Elisabeth von Stolberg-Ortenberg

geb. 1624
gest. 1668
Anm.: Tochter des Grafen Heinrich Volrad von Stolberg-Ortenberg (1590-1641); seit 1649 Ehe mit Graf Heinrich Ernst von Stolberg-Wernigerode (1593-1672).

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Graf Heinrich Ernst von Stolberg-Wernigerode

geb. 1593
gest. 1672
Anm.: Sohn des Grafen Christoph von Stolberg (1567-1638); 1639-1645 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Johann Martin (1594-1669) Regent in allen stolbergischen Territorien; seit 1645 alleinregierender Graf von (Stolberg-)Wernigerode.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Teufel von Guntersdorf (3)

Anm.: Um 1653 lebendes Kind des kaiserlichen Kämmerers Christoph Adolf Teufel von Guntersdorf (1599-1650).
N. N. Teufel von Guntersdorf (4)

Anm.: Um 1653 lebendes Kind des kaiserlichen Kämmerers Christoph Adolf Teufel von Guntersdorf (1599-1650).
N. N. Teufel von Guntersdorf (5)

Anm.: Um 1653 lebendes Kind des kaiserlichen Kämmerers Christoph Adolf Teufel von Guntersdorf (1599-1650).
N. N. Teufel von Guntersdorf (6)

Anm.: Um 1653 lebendes Kind des kaiserlichen Kämmerers Christoph Adolf Teufel von Guntersdorf (1599-1650).
Christoph Adolf Teufel von Guntersdorf

geb. 1599
gest. 1650
Anm.: Sohn des Johann Christoph Teufel von Guntersdorf (1567-1624); seit 1624 kaiserlicher Kämmerer; zudem niederösterreichischer Regimentsrat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Eberhard Thydick
Eberhard Didike

gest. nach 1654/vor 1664
Anm.: Vor 1650 Bürger und Brauer in Egeln; um 1653/54 in Bernburg ansässig.
Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Cornelis Maartenszoon Tromp
Graf Cornelis Maartenszoon von Sølvesborg

geb. 1629
gest. 1691
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Maarten Harpertszoon Tromp (1598-1653); 1645 Lieutnant (1645), Kapitän (1649), Konteradmiral (1653), Vizeadmiral (1665) und Lieutenant-Admiral-General (1679) der niederländischen Marine; dazwischen 1658-1662 Entzug des Kommandos wegen illegaler Handelsgeschäfte; 1666-1673 zeitweilige Entlassung aus dem Kriegsdienst; seit 1676 dänischer Admiral-General im Schonischen Krieg; 1677 Erhebung zum Grafen von Sølvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Paul Ulrich

Anm.: Seit 1653 fürstlicher Hausknecht in Bernburg (noch 1656).
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Paris von dem Werder

geb. 1623
gest. 1674
Anm.: Sohn des Dietrich von dem Werder (1584-1657); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Reupzig und Bräsen; vor 1646 Page am Dessauer Hof; später anhaltisch-dessauischer Rat; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedfertige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ludwig von Wülcknitz

geb. 1619
gest. 1659
Anm.: Sohn des Karl von Wülcknitz (1589-1624); Erbherr auf Crüchern; ab 1638 in französischen Kriegsdiensten, u. a. als Leutnant (vor 1642) und Obristleutnant (bis 1655); danach kurpfälzischer Oberamtmann in Germersheim sowie seit 1658 Kommandeur der kurfürstlichen Landkompanie zu Pferd; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bekannte").

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Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Aleppo
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Barby, Grafschaft
weiterführende Informationen
Baumannshöhle (Höhle)
weiterführende Informationen
Belfort
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bern
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Blankenburg (Bad Blankenburg)
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Bosnien, Ejalet
weiterführende Informationen

Anm.: Verwaltungseinheit des Osmanischen Reiches.
Bourg
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Brocken, Berg
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Elbingerode
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Enkhuizen
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friaul (Friuli)
weiterführende Informationen
Gernrode
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Gröna
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hennegau (Hainaut), Grafschaft
weiterführende Informationen
Hinterpommern, Herzogtum (Brandenburgisch Pommern)
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Ilsenburg
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kamieniec Podolski (Kamjanez-Podilskyj)
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Kroatien, Königreich
weiterführende Informationen
Languedoc
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Limousin
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Maas (Meuse), Fluss
weiterführende Informationen
Mailand, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Mark, Grafschaft
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Merbitz
weiterführende Informationen
Mittelmeer
weiterführende Informationen
Moldau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande (beide Teile)
weiterführende Informationen
Niederlande, Spanische
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale)
weiterführende Informationen
Nova Candia, Festung
Anm.: In den Jahren 1650 bis 1652 zur Belagerung der Stadt Candia (Iraklio) errichtete osmanische Festung.
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Paris
weiterführende Informationen
Petersberg
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Preußen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Regenstein, Burg
weiterführende Informationen
Reinsdorf
weiterführende Informationen
Rethel
weiterführende Informationen
Rhein, Fluss
weiterführende Informationen
Rhodos, Insel
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roses
weiterführende Informationen
Roussillon, Grafschaft
Anm.: Teil des Königreiches Spanien, seit 1659 französische Provinz.
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schöningen
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzes Meer
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Sewerien, Fürstentum
Anm.: 1619-1667 Teil des Königreiches Polen (heute nördliche Ukraine und südwestliches Russland).
Smolensk, Fürstentum
weiterführende Informationen
Sonderburg (Sønderborg)
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stade
weiterführende Informationen
Stenay
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Texel, Insel
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Utrecht
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Vlie
Anm.: Schifffahrtspassage zwischen den westfriesischen Inseln Vlieland und Terschelling.
Walachei, Fürstentum
weiterführende Informationen
Wernigerode
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
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Ypern (Ieper)
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Zepzig
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Zerbst
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England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Niederlande, Generalstaaten
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Sebastian Franck: Paradoxa, hg. von Siegfried Wollgast, Berlin: 1995. [Nachweis im GVK]
Quintus Horatius Flaccus: Oden, in: Oden und Epoden. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2002, S. 8-261. [Nachweis im GVK]
Justus Lipsius: De constantia = Von der Standhaftigkeit. Lateinisch-deutsch, übers. von Florian Neumann, Mainz: 1998. [Nachweis im GVK]
Michel Eyquem de Montaigne: Les Essais, hg. von Jean Balsamo, Paris: 2007. [Nachweis im GVK]
Publius Vergilius Maro: Aeneis. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin/Boston: 2015. [Nachweis im GVK]