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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: August 1653


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIa, fol. 398v-430v; Bd. XXIIIb, fol. 3r-3r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. August 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Abreise des Hofjunkers Christian Wilhelm von Wartensleben nach Dessau
  • Gespräche mit Johann Esche von Wallwitz, dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius, dem Hofrat Christoph von Jena und dem früheren Hofjunker August Ernst von Erlach
  • Einkäufe
  • Besichtigung der fürstlichen Pferde
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
02. August 1653
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Ausritt mit dem älteren Sohn Viktor Amadeus nach Zepzig
03. August 1653
Bernburg
  • Bettag
  • Nachrichten
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch und Mittagessen mit dem Amtsrat Georg Banse
  • Korrespondenz
  • Administratives
04. August 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit dem Küchenmeister Philipp Güder
  • Bebräbnis des früheren Hofmeisters Heinrich Friedrich von Einsiedel
  • Ankunft der verwitweten Markgräfin Eva Christina von Brandenburg-Jägerndorf
  • Abreise der Trauergäste Jakob Anton von Krosigk und Wolf Thilo von Trotha
05. August 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Bericht durch den Hofrat und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Gewitter und Wind gegen Abend
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Abendlicher Tanz
06. August 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Weiterreise der Markgräfin von Brandenburg-Jägerndorf mit Gemahlin Eleonora Sophia nach Plötzkau
  • Nachrichten
  • Wirtschaftssachen
07. August 1653
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Katharina von Wallwitz und der Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgäste
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Abendgast
  • Nachrichten
08. August 1653
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Bericht durch den Stadtvogt Johann Georg Albinus
  • Entsendung des Kammerschreibers Hans Friedrich Eckardt nach Halle (Saale)
  • Gespräche mit Banse und Ludwig
  • Rückkehr der Gemahlin aus Plötzkau
  • Korrespondenz
09. August 1653
Bernburg
  • Reh- und Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Berichte durch den Sekretär Christoph Bährenreutter und Güder
  • Gespräch mit Jena
  • Ausritt auf die Felder
  • Krosigk, Bährenreutter und Jena als Mittagsgäste
  • Krosigk und der frühere Hofjunker Christoph Wilhelm Schlegel als Abendgäste
10. August 1653
Bernburg
  • Hasenjagd sowie Lerchen- und Wachtelfang
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf, dem Amtmann Georg Reichardt und dem Kammerjunker Wolf Curt von Einsiedel
  • Administratives
  • Krosigk als Essensgast
  • Ankunft von Bediensteten
  • Kriegsnachrichten
11. August 1653
Bernburg
  • Feier des vierundfünfzigsten Geburtstages
  • Nachrichten
  • Administratives
  • Rückkehr des Kammerdieners Gebhard Loyß aus Regensburg und Nürnberg
  • Ankunft der Fürsten Ernst Gottlieb, Lebrecht und Johann Georg II. mit den Fürstinnen Eva Katharina, Sophia und Elisabeth
  • Gespräche mit den fürstlichen Gästen, dem magdeburgischen Hof- und Justizrat Gebhard von Alvensleben, dem landständischen Ausschussmitglied Volrad von Krosigk, Erlach sowie dem früheren anhaltisch-dessauischen Geheimen Rat und Hofmeister Christian Heinrich von Börstel
12. August 1653
Bernburg
  • Heute und gestern schönes Wetter
  • Abreise der fürstlichen Geburtstagsgäste nach Dessau und Plötzkau
  • Gespräche mit Gebhard Paris von dem Werder, Ludwig von Wuthenau, Schlegel und Jena
  • Spiel und Tanz der fürstlichen Kinder am Nachmittag
  • Besuch durch Georg Friedrich von Miltitz
13. August 1653
Bernburg
  • Abreise von Werder, Krosigk und Schlegel
  • Administratives
  • Beratung mit Jena
  • Nachrichten
  • Abschied von Jena am Abend
14. August 1653
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Abreise von Jena nach Zerbst
  • Bibellektüre statt Kirchgang am Nachmittag
  • Frau von Wallwitz und Miltitz als Mittagsgäste
15. August 1653
Bernburg
  • Bevorstehende Abreise von Wallwitz mit Miltitz nach Dessau und Dresden
  • Korrespondenz
  • Entsendung des Hofböttchers Hans Schuster nach Zerbst
  • Gespräche mit Reichardt, dem Hofmeister Gottlob Sekyrka und Wallwitz
  • Administratives
  • Nachrichten
  • Durchreise der Fürstin Sophia mit dem anhaltisch-köthnischen Vormundschaftsregierungsdirektor Christian Ernst von Knoch
16. August 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Ausfahrt mit der Gemahlin
  • Durchreise von Fürst Johann VI. nach Plötzkau
17. August 1653
Bernburg
  • Nachlassende Hitze und windiges Wetter
  • Gespräche mit Ludwig und Reichardt
  • Besuch durch den Hofbarbier Johann Wenzel Rothe
  • Korrespondenz
  • Mitteilung durch den kranken Fürsten August
18. August 1653
Bernburg → Plötzkau → Bernburg
  • Besuch beim kranken Fürsten August und seiner Familie in Plötzkau
  • Administratives
19. August 1653
Bernburg
  • Gestrige Unterhaltung mit Fürst August
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit Reichardt
20. August 1653
Bernburg
  • Administratives
  • Gespräch mit dem Buchbinder Christoph Carl
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
21. August 1653
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Frau von Wallwitz, Helena von Rindtorf und der Hofprediger Menzelius als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Erkrankung von Fürst August
22. August 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Windiges Wetter seit einigen Tagen
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Besuch durch den böhmischen Exulanten Georg Falvagerius
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Lieferung aus Ballenstedt
  • Bericht aus Plötzkau durch den Kammermeister Tobias Steffeck
23. August 1653
Bernburg
  • Tod von Fürst August
  • Erneuter Bericht aus Plötzkau durch Steffeck
  • Korrespondenz
24. August 1653
Bernburg
  • Regen
  • Korrespondenz
  • Lerchen- und Wachtelfang
  • Gespräch mit dem Leibarzt Dr. Levin Fischer
25. August 1653
Bernburg
  • Hasenjagd und Lerchenfang
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Jena
  • Reise der Gemahlin mit Viktor Amadeus nach Plötzkau
  • Jonius als Mittagsgast
  • Rückkehr der Gemahlin am Abend
26. August 1653
Bernburg
  • Lerchen- und Wachtelfang
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Besuch durch den kurbrandenburgischen Witwen-Kammerjunker Ernst Gottlieb von Börstel
  • Ankunft des anhaltisch-plötzkauischen Sekretärs und Kammerverwalters Nagler
  • Intensives Nachdenken
27. August 1653
Bernburg
  • Hasenjagd und Lerchenfang
  • Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen
  • Prüfung des jüngeren Sohnes Karl Ursinus durch den Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius
  • Gespräche mit Jena und anderen Personen
  • Anhörung der Predigt
  • Rückkehr des Bediensteten Martin Nickel
28. August 1653
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Anhörung zweier Predigten und Empfang des Abendmahls zum Erntedankfest
  • Gespräch mit Güder
29. August 1653
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Gespräche mit Ludwig und Reichardt
  • Rückkehr von Eckardt aus Braunschweig
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
30. August 1653
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Ausritt bei Sonnenschein
  • Wirtschaftssachen
  • Inspektionsgänge
  • Gestriger Besuch der Gemahlin durch die Witwe Brigitta von Krosigk und deren Tochter Katharina
  • Abfertigung von Jena nach Ballenstedt
31. August 1653
Bernburg
  • Lerchen- und Wachtelfang
  • Viehmarkt in der Bergstadt
  • Abreise von Jena nach Ballenstedt
  • Gespräche mit Güder, dem Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger und Bährenreutter
  • Schlegel als Mittagsgast
  • Besuch durch holländische Gaukler
|| [[Handschrift: 398v]]

Montag den 1. Augustj; 1653.

<3 hasen Carl Ursinus gehetzt.>


<1 hasen, Viktor Amadeus gehetzt.>


Wartemßleben, ist hinüber, nach Deßaw, et cetera
Dieu le conduyse! & reconduyse!


Discorsj, mit Wallwitz, undt Magister Menzelius[.]


Serpentingeschirr erkauft.


Meine pferde besehen.


Das Thamgebeẅde poussiret. Etzliche
vom Adel beschrieben, zu führung, Meiner
Töchter, zu des hofmeister Einsidelß Seligen leichbegängnüß.
Gott wolle alles wol abgehen laßen!


Conversatio, mit Jehna, <undt> Erlach, so he<h>rkommen.


Die Avisen, geben von Leiptzigk:


Das die Engelländer, durch contrarij windt, ver-
stöbert, der holländer haven, verlaßen, undt
ihnen, die verhinderte conjunction, wieder frey
laßen müßen. Sie die Engelländer,
stärgken sich, mit 130[,] die holländer aber,
mit 120 OrlogsSchiffen. Dörften numehr
wieder einander besuchen. Jnterim, armiren
die Schotten, stargk, auf Königlicher seitte.
Dennemargk ist perplex, wegen böser
zeittungen, auß hollandt. Die OostJndianischen
flotten, seindt in gefahr. Die Staaden, suchen || [[Handschrift: 399r]]
alliance mit Frangkreich. Cromwell
vermehret seine authoritet, im Neẅen Parlament
contentirt die frembden Gesandten1, auß Spannien,
Portugall, Schweden, Frantzösischen Printzen, undt andern orthen.
Armiret, zu waßer, undt lande. Gibt
satißfaction der gemeine, undt stabiliret sich
ie mehr, undt mehr, so lange Gott will.
Die dähnische flotte, nach Jßlandt zu, wirdt
gehindert, undt unsicher gemachtt.


Jn Frankreich prosperiren des Königs waffen,
nach eroberung Rethel, undt Bellegarde,
Bourdeaux, ist blocquiret, undt zeücht lin-
dere seitten, zum accommodament, auff,
Spannien, vertröstet sie zwahr, mit secours.
Jn den Spannischen Niederlanden, armiret
der Ertzhertzogk, undt hertzog von Lottringhen,
wieder den König in Frankreich auf der Prinzen seitte.
Der Visconte de Türenne, macht sich meritirt.


Zu Regenspurg rüstet sich der Kayser, zum vfbruch,
gegen den September[.] Die kröhnung der Römischen Kay-
serinn, ist geschehen, mit solenniteten. Die Delibe-
rationes werden forthgesetzt. Der Chur Brandeburgische Canzler
Fromholdt, ist daselbst gestorben, undt solenniter || [[Handschrift: 399v]]
begraben. (Wir Anhaltischen, haben einen guthertzigen
gönner, an ihm, verlohren.) Den Königen von
Engellandt, undt Polen, sol der gebehtene succurß,
abgeschlagen sein.


Die Türgken moviren sich in Ungarn. haben aber
stöße gekriegt. Sie suchen noch (wie man vorgibt)
den paß, nacher Dalmatien. Stärgken auch, der
Cosagken factiones, in Polen.


General Foscolo, victorie, wieder die Türgken,
will nicht continuiren, im canal vor Rhodiß.


Chmielinßky sol zum creütz kriechen, umb
gnade, undt pardon bitten, weil sein Sohn
gestorben, undt der Fürst in Siebenbürgen,
wie auch die Moldawer, undt Wallachen,
dem Könige in Polen favorisiren sollen.
Andere vermeinen zwahr, Fürst Radzivil
Feldtherr, in Lyttawen, undt des iüngeren
Chmielinßky Schwager, wolle der Cosagken
partie, anfangen zu stärgken, undt zu halten.


Jn Preüßen, undt Polen, regiert die pest.


Jn Schweden, wirdt eine Schiffflotta auß-
lauffen, Man weiß noch nicht, cui bono seü malo?


Die Schweitzer, justificiren noch, ihre Rebellen.

|| [[Handschrift: 400r]]


Der Pabst, favorisiret numehr, die Barbarinj sehr,
undt scheinet, alß wolle er mit Spannien, dißentiren.


Jn Savoya, undt Piemont, wollen die Frantzösischen
waffen, prævaliren, dem Schein nach.


Schreiben von Regensburg in dilatorischen Sperantzen. perge

Dienstag den 2. Augustj 1653. perge


Es stunde auch gestern, in avisen, daß der
lottringher, sehr übel hausete, in der provintz
Nahmen. <Ein häring, gilt an itzo, zu Garleben, 6 groschen.>


Jtem: daß zwischen dem iungen Pfaltzgraven
Philips wolfgang[!], von Neẅburgk, undt
Landgraf Geörgens Tochter, (so bey der
allten hertzoginn von Zelle ist) eine heyrath
tractiret werde, auf eben die conditiones,
welche sein herrvatter, Christmilden andengkens,
mit seiner Mittlern gemahlin, <von Zweybrügk> wegen der
religionslibertet, contrahirt gehabtt.


Die Schweitzer deliberiren zu Baden, ob sie
länger, in der Frantzösischen alliance, bleiben
wollen, oder nicht, dieweil man ihnen, die ver-
sprochene gelder, hinderhelt, undt ihrer viel
in diesen bellis civilibus, umbkommen seindt.


A spasso, nacher Zeptzigk geritten, mit Viktor Amadeus[.]

|| [[Handschrift: 400v]]

Mittwoch den 3. Augustj; 1653.

<BehtTag.>


Avis: daß zwischen Freybergk, undt Dreßen[!],
am Freytage Acht Tage, etzliche Feẅer
vom himmel, in einem stargken wetter, ge-
fallen, undt die leütte, in forchten, nieder-
geknihet, in meynung, der iüngste Tag,
wehre vor der Thür. <L'Electeur de Saxe est malade!>


Bey Jglaw, in Mähren, ist, in der
Abgöttischen Proceßion, am Frohnleichnambs-
Tage, das donnerwetter, in die monstrantz,
geschlagen, hat den brodtgott, in kleine
Stügken, zerschmettert, undt drey pfaffen
darneben, erschlagen, die andern seindt
darvon, ohnmächtig, undt kraftloß worden.
Dieses, seindt wunderbahre indicia
des zorns, undt gestrengen Gerichts
Gottes, wieder solche, augenscheinliche, Abgötterey!


Die Zerbster fuhren mit bier, seindt wiederkommen.


Geörge Panße, wahr nach der predigt <in> bey
mir,
welche ich conjunctim gezogen) bey mir,
gab gute jnformationes, mir, undt Jehna,
undt blieb extra, zu Mittage. perge

|| [[Handschrift: 401r]]


Jch habe verdrießliche Schreiben, wegen der Gern-
rödischen lehensSachen entpfangen.


Mit den Personalien, meines abgestorbenen Sehligen
hofmeisters, undt Rahts, des von Einsidels, bin ich undter
andern, auch occupat gewesen, solche zu revidiren, und zu examjniren.
Gott laße alles, zu schuldigem Ehrengedechtnüß,
undt zur erbawung, auch Christlicher nachfolge,
undt beßerung, unß allen Mitteinander, diehnen!

Donnerstag den 4ten: Augustj 1653. perge


An Adolf Börstel geschrieben, pour ün Tailleür.


Philipp Güder, bey Mir, gehabtt.


Diesen Nachmittag, ist das begräbnüß meines
Sehligen Rahts, undt hofmeisters, heinrich Frie-
derich von Einsidels, geschehen, in ansehlicher
versamlung, deren ich, undt meine
beyde Söhne, auch vier, meiner Töchter,
in der person beygewohnet, undt
viel Adeliche, undt andere personen.
Der hofprediger Mencelius, hat den
leichSermon gehalten, außm 7. capitulo Apocalypsis2
undt die Personalia auch recitiret.
Gott lasse uns baldt, zur vollkommenheit, nachfolgen!

|| [[Handschrift: 401v]]


Risposta von hanover, vom Baron Balthasar de Schrahtenbach.


Die allte Marggrävin, geborne hertzogin
zu Wirttembergk, meine base, (nemlich
herrnvatters Sehligen schwester Tochter,) ist
unversehens, von Zerbst, anhero kommen.
Fürst hanß, hat ihrer Liebden dero Cammeriun-
gker, Metzsch, mittgegeben.


<Krosigk undt Trohte, so beschrieben gewesen, seindt wieder, nach der aufwartung, weggezogen.>

Freitag den 5ten: Augustj; 1653. perge

<3 hasen, Viktor Amadeus gehetzt.>


Der hofraht Paulus Ludwig, ist bey Mir
gewesen, allerley expedienda zu referiren,
undt sich bescheidts, zu erhohlen.


Windt, <blitz> undt donner, auch regen, gegen
abendt, gehabt.


Den Amptmann bescheiden.


Die Regenspurger 4 relationes, Fürst Augusto
addreßiret, nebst meinem Voto,
wie auch, in Gernrödischer undt andern sachen.
Noch eine Regensburger relation ist aufn abendt,
ahnkommen. Man hat zu abends, getantztt,
undt sich recreiret.

|| [[Handschrift: 402r]]

Samstag den 6. Augustj; 1653.


<2 hasen, meine Söhne.>


heütte nach dem Mittageßen, ist die Marggrävin,
(welche zwahr nur einmahl, am Tage, ißet) wieder
verrayset, nacher Plötzkaw, abschiedt nehmende.
Meine herzlieb(st)e gemahlin, hat ihr Liebden dahin, das geleidte
gegeben, undt meine Söhne, sollen an die gräntze,
mittreitten, wie auch geschehen, undt sie seindt
noch heütte alhier zu Bernburgk, umb 3 uhr
Nachmittags, wieder eingelanget, Gott lob!


Avis: das der hertzogk von Braunschweig, zu
Barby, ahnkommen, undt daß man vermuhtet, er
die Anhaltischen höfe, visitiren dörffte! Dieu
nous garde; de trop d'hostes, sür tout, d'hostes,
saulvages, dissolüs, & dèsordonnèz!


Jch bin auf meine lange breitte spatzirt,
undt habe auch daselbst, den ungehorsam
der außen bleibenden herrendienster,
undt Fröhner, zur genüge verspühret.
Muß also der Segen Gottes, offtermalß, durch
böse leütte, verderbet, oder vernachleßiget werden,
undt wir haben doch nur eine Erndte
im Jahr, darvon wir zeittlich, leben müßen!


Jch habe auch, das <hochnöhtige> Thamgebeẅe besehen, welches
zimlicher maßen, von Statten, gehet, hingegen, die Erndte hindert.

|| [[Handschrift: 402v]]

Sonntag den 7. Augustj; 1653.


Jn die kirche, mit beyden Söhnen, undt 3 Töchtern3.


Extra zu Mittage, (wie offt,) die Walwitzinn,
undt den hofprediger Mencelium gehabtt.


Den Amptmann Georg Reichardt bescheiden.


Darnach, nachmittagß, wieder zur kirchen,
mit beyden Söhnen, undt 3 Töchtern. perge Gott
laße unß nicht allein zuhörer, sondern auch
Thäter seines wortts, erfunden werden!


Gegen abendt, ist avis von Plötzkaw ahn-
kommen, darinnen Meine gemahlin, ihr außen-
bleiben, annoch heütte, excusiren leßet,
durch Wallwitzen, undt morgen (gebe gott) wieder-
zukommen, vertröstet, auch umb nicht übele
aufnehmung, dieser cunctation bittet.


Den Caplan Jonium, zu abendts, extra gehabtt.


Avis: daß ehergestern zu Pißtorf, der donner,
ein weib erschlagen, undt ihr die haare,
undt die kleider versenget, in deme sie
auf die hargke, neben andern zwo wei-
bern, gehen wollen, welchen das wetter
neben ihr, keinen schaden gethan. Jst seltzam!
iedoch nicht unerhört.

|| [[Handschrift: 403r]]

Montag den 8. Augustj; 1653.


Avis: daß Fürst hanßen, in seinem Zerbster Antheil
nicht allein die Schafe, sondern auch, in die 40
gute pferde gestorben, jnmaßen ihme auch
neẅlichst, in die 16 wispel Gerste, undt
18 wispel hafer, (außsaht,) vom hagel,
zernichtet, undt verderbet worden.
Jl dit luy mesme, qu'il est malheureüx
en ce pays, depuis son arrivèe. Mais
aussy, il ne devroit pas cercher[!], son mal-
heür, ou sa malediction, en persecütant
de gayetè de coeur, nos Eglises, contre
tous les droicts de conscience, & de Police!
& contre les loix fondamentalles de l'Estat
de ceste Principautè.


Der Stadtvogtt Albinus, hat sich, bey mir, praesentirt,
undt allerley referiret.


Jch habe Hanß Eckardt, nacher halle, geschicktt.


Avisen, auß Erffurdt daß zu Regenspurg alles zum
ende sich nähert. Die krö[hn]ung der Kayserinn,
ist am 25. Julij geschehen, aber nicht mit
so stattlichen solenniteten, alß beym Römische Könige.
Chur Meintz, hat die kröhnung verrichtet, || [[Handschrift: 403v]]
der Apt zu Fulda, hat der Kayserinn, die Crohne
auff: undt abgesetzet, der<die> Bischoff zu Padelborn,
undt Regenspurgk, haben das Scepter, undt den
Reichßapfel vorgetragen, undt ist alles,
glügklich, undt wol abgegangen. Undterdeßen,
gehen die ReichßStände, fleißig zu raht,
bemühen sich sehr, die Vechtische undt
lottringhische sachen, zu erörtern, umb dadurch
das Reich, in völligen frieden, zu setzen, undt
zu erhalten. Die übrigen sachen, scheinet,
werden auf Deputation, nach Frangkfurth,
verwiesen werden.


Jn der Schweitz, ist es wieder stille.
Die Meisten rebellen, seindt, undt zwahr
theilß am leben, theils an ihrem vermögen,
etzliche mit landeßverweisung, andere
mit langwierigen gefängnüß, gestraft.


Daß der Ertzhertzogk Leopoldus, den Bur-
gundern angemuthet, Sie solten die neü-
tralitet, mit Frangkreich, brechen,
oder, Er wollte sie, mit Contribution
belegen, wirdt von undterschiedlichen othen, gemeldet.

|| [[Handschrift: 404r]]


Der Printz von Condè, sampt den Spannischen völgkern,
liegen unweitt Saint Quintin, undt scheidet solche
die Soome. Die Frantzosen, seindt stärgker, alß
sichs die Spannischen vermuhtet haben.


Jn Engellandt, gehet dem General Cromwell
alles nach wuntzsch. Der hat itzo, ein Parlament
nach eigenem willen, von seinen Creaturen. Nie-
mandt darf ihm wiedersprechen. Die holländer
bemühen sich eüßerst wiederstandt zu Thun,
undt wo müglich, 200 Schiffe, in die See, zu bringen,
hat also, ein gefährliches außsehen. Allein,
daß lamentiren, das die handlung, gantz
darnieder liege, undt eingehe, Jnngleichem,
das kein häring gefangen werden kan,
erwegket überauß große klagen,
undt ist zu besorgen, es werden endtlich,
die Rebellionen, und aufrühren folgen, aber
schlechten Nutzen bringen. Gott wolle es verhüten!
Den Engelländern, ist es kein rechter ernst,
sich mit hollandt zu vergleichen, Sie vermeinen gar,
den König in Dennemark von der Staaden alliance, abzuziehen.
hingegen, halten es in Schottlandt, viel herren,
undt gemeine leütte, noch mit ihrem Könige,
derowegen Cromwell, wieder sie etzliche völgker, außgeschickt.


Die Cosagken, sollen vor den Polen, gewichen sejn.

|| [[Handschrift: 404v]]


Geörge Panße, der Amptßraht, ist auch bey
Mir gewesen.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist von Plötzkau nachmittage
wiederkommen. Gebhardt Pariß von dem
Werder, auch, welcher mir, durch Wallwitz,
sein anbringen thun laßen. perge


Den hofraht Paulum Ludwigen, bey Mir gehabtt
luy dèscouvrant, & commüniquant dès choses
horribles, entendüs de la femme de Martin Nickel[.]


Astrologisches Symbol für den Glückspunkt (Pars Fortunae) = glücklicher/erfolgreicher Tag Schreiben, von Regensburg[,] Croßen, undt Paris. perge


Die Leiptziger avisen geben:


Das Bourdeaux, mit dem Könige in Frankreich
accordiret, die amnistie erlanget, undt
entledigung der imposten, darneben aber,
der Prince de Conty, undt andere haüpter,
(welche sich nicht submittiret) gefänglich
angenommen worden. Der Spannische secours,
hette nicht hinein kommen können.


So sollen auch in Catalonien, die
Königlich Frantzösischen waffen, wieder
empor kömmen.


Die Barbarinj, kommen wieder empor,
am Päbstlichen hofe, undt werden befördert. || [[Handschrift: 405r]]
hingegen will man den König in Portugall <zu Rom>, anderst
nicht, als vor einen Duca dj Braganza erkennen.


Die Türgken, sollen vor Rhodis besetzt sein,
undt 17 galleren, verlohren, hingegen die
Morlaccj in Dalmatia, geschlagen haben.


Die Schotten moviren sich, vor ihren König,
wie auch die Jrren. Cromwell undt sein
Parlament, haben die friedenßconditiones,
so hoch gespannet, das man dieselben nicht
hat auf Staadischer seitte, annehmen können.
Sondern, zum kriege alle fernere præpa-
ratoria auf beyden Theilen, pro posse gemachtt.


Die Provintzien, wollen den iungen Printzen
von Uranien zu ihrem General haben.
hollandt alleine, bedengkt sich annoch.
Admiral Tromp, ist resolvirt, noch eines, zu wagen.


Zu Regenspurg ist man geschäftig, in deliberatio-
nibus. Man hat die Kayserinn gekröhnet.
Den Königen in Engellandt undt Polen, die
assistentz recusirt, undt nur, volgk zu werben,
concediret. Kayserliche Mayestät wollen im September
wieder nacher wien. thun ein rayßlein nacher München.


Die Cosagken, stellen sich, als kröchen Sie, zum creütz,
der wallachische Hospodar4, hat sein land5 wiederbekommen. || [[Handschrift: 405v]]
Fürst Ragozzi, helts mit Polen.


Die Schweitzer, fahren zimlich gelinde, mit
ihren rebellen, laßen wenig iustificiren,
verweisen etzliche, strafen viel umb geldt,
geben auch vielen pardon, iedoch, in einer
Republicque6 mehr, alß bey der andern.


Die Schweden erweisen sich hartt,
gegen die Stadt Brehmen, fordern von
ihnen, huldigung, contribution, undt
satißfaction, wollen anderst ihre
gesandten, weder hören, noch admittjren.

Dienstag den 9ten: Augustj 1653.


<1 Rehe, von Ballenstedt[.]>


<J'ay> Depeschè, a Regensburg[.] Dieu nous benie!


Allerley mir referiren laßen, vom Secretario
Bärnreütt, Jtem: vom Philipp Güder. Die
gesterigen abominanda wollen nicht conti-
nuiren! Quis innocens esse poterit, si accu-
sasse sufficiat?


Conversatio, mit Jehna, & alijs.


Ein Rehe, undt andere Victualien, seindt, von
Ballenstedt, ahnkommen.


Jch bin hinauß, auff meine Felder, in die
Erndte, geritten.

|| [[Handschrift: 406r]]


Extra zu Mittage, Jacob Antonij von Krosigk,
undt Secretarij Christof Bärenreütt, ohne Jehna.


Jtem: zu abends, gedachter Krosigk, undt Schlegel.

Mittwoch den 10ten: Augustj; 1653.

<7 hasen, hetzen laßen. 34 lerchen, undt wachteln Carl Ursinus mit Schlegel.>


Avis: von Deßaw, daß vetter hanß Geörge,
Freẅlein Eva Catherina, undt der kleine vetter
wilhelm, Morgen (gebe gott) ahnkommen wollen, mit
28 Personen, undt 24 pferden. Gott gebe,
zu allerseitß glügk1 undt wolfahrt!


Mit Abraham von Rindtorf[,] mit dem Amptmann Georg Reichardt undt
andern, geredet, undt allerley ahnzuordnen gehabtt.
Jtem: mit dem iungen Einsidel, undt andern.
perge


Christof von Jehna, mein Raht, hat
heütte, wie auch voriger Tage, viel tra-
vailliren gehabt, mir, undt dieser Stadt,
zum besten, undt das glück gehabt, fast
unmügliche dinge, zur perfection zu beför-
dern. Deus Optimus Maximus illum benedicat!
& labores exantlatos!


Extra: heütte, Jacob Antonij; von Krosigk gehabtt.


Trompter, und ander gesindlein seindt ahnkommen.


Avis: daß die holländer, wieder die Engelländer
obgesiget, aber der Admiral Tromp, leyder! geblieben!

|| [[Handschrift: 406v]]

Donnerstag den 11. Augustj: 1653.


Gratulationes, von Meiner herzlieb(st)en Gemahlin, undt
kindern. Gott gesegene sie reichlich! davor,
mit allen wol intentionirten freünden.


heütte erfülle ich, das 53<4>. iahr, meines
allters, undt trette in mein 55. Gott seye
gedangkt, vor seine gnadengühte!
Er wolle unß ferner, gedultt verley-
hen, unser Creütz, undt väterliche
züchtigung, ohne Murmelung zu ertragen,
undt ihme, den Sohn Gottes, im leiden,
recht ähnlich zu werden, auch getreẅ
biß ahn den Todt, zu verbleiben!


Unsere vorhabende freẅde, undt recrea-
tion, wirdt versaltzen, in deme Daniel
Fischer, Meines leib Medicj, Doctoris Levinj Sohn,
herauf kömbt, mir carmina gratulato-
ria mittbringet, aber darneben anzeiget,
daß der liebe alte herrvetter, Fürst Augustus,
Tödtlich krangk seye. Gott wolle beßerung
geben, wie öfters geschehen. Es sol der Stein,
undt retentio Urinæ vorhanden sein!

|| [[Handschrift: 407r]]


Die Gratulationes, von meinen Rähten, undt be-
dienten, haben diesen Morgen continuiret. Gott
erfülle dieselben, mit gnadensegen!


Es gibt viel zu thun, undt vollauf zu schaffen,
mit allerley præparatorijs. Gott gebe succeß!


Gebhard Loyß ist wiederkommen, von Regensburg undt Nürnberg[.]


Beyde vettern, Fürst Ernst Gottlieb, undt Fürst Lebrechtt,
seindt mit ihren beyden Schwestern, anhero
kommen, baldt nach der malzeitt, darnach,
Freẅlein Eva Catherina, von Deßaw, undt
vetter Hanß Geörge.


Postea: ist eine schöne repræsentation,
von Meinen Söhnen, undt Töchtern, auch
etzlichen Adelichen, undt andern bedienten,
gespielet, von Paride, undt der Helena,
nach außgeworfenem zangkapfel,
der Disc[o]rd[i]æ, undter die Götter,
da es viel reden gegeben. Es seindt
gar viel Spectatores, darbey gewesen,
von Adelichen, undt andern Standeß-
persohnen. Gott segene meine lieben
kinder, vor so viel gute Gratulationes!

|| [[Handschrift: 407v]]


Man hat diesen abendt, nach gehaltener
mahlzeitt, getantzt. Darnach, ist mir
abermalß eine gratulation geschehen, von
den vier Jahreszeitten, welche wahren:
Mein Sohn Victor, der von Wallwitz,
Jacob Antonij von Krosigk, undt Tobias Steffeck.
Darzu sich darnach, zweene pawren<andere, als die Faßnachtzeitt, undt hundsTage>,
nach gehaltenen interludiis, alß Wartemßleben,
undt hammeln, adjungirtena,
undt mir ebenmäßig, wie die andern,
mutatis mutandis, mit kleinen zierlichen
glügkwüntzschungen, wiederumb gratulirten.


Discorsj gehabt, nicht allein, mit den Fürstlichen
personen, Sondern auch, absonderlich, mit dem
von Alvenßleben, Raht zu Halle, Jtem:
mit Rittmeister Krosigk, meinem Vasallen,
mit Erlachen, mit Börsteln, etcetera etcetera etcetera[.]


Es ist spähte worden, also: daß wir
kawm, umb 5 uhr, des Morgends, zu bette
gehen, undt etwas schlaffen können. Gott
seye lob! das alles, noch fein abgegangen! Der
seye uns, ferrner gnedig!

|| [[Handschrift: 408r]]

Freitag den 12ten: Augustj; 1611<53>.

<Schön wetter, undt SonnenSchein, wie gestern.>


Die vettern, undt Bäßgen, von Plötzkaw, seindt
wieder dahin verrayset, zu ihrem krangken herrn vater.
Nach der Mittagßmahlzeitt, undt Musica
aber, seindt das Bäßgen, von Deßaw, undt
vetter Hanß Geörge, wie auch der kleine vetter
Wilhelm, wieder verrayset.


Discorsj gehabt, mit Werder, undt Wutena.
Jtem: mit Schlegel, welcher seinen undterthänigen
abschiedt, sehr Treẅhertzig genommen.


Mit Jehna, habe ich gleichßfalß gesprachet.


Meine kinder, haben sich abermalß diesen
nachmittag, mit Tantzen, undt spiehlen,
ergetzet, gleichsam, zur dangksagung, vor
ihre gehabte Mühe. Miltitz, ist auch darzu
kommen, Wallwitz Schwager. Wehre er doch, eher-
gestern ahnkommen?

Samstag den 13den: Augustj; 1653.


S Der [di]gke werder, Jacob Antonij, von Krosigk,
undt Schlegel, so gestern auch, dem convivio,
undt fröhligkeit, zu abends, meinen kindern
gesellschafft geleistet, undt aufgewartett,
seindt heütte wieder frühe nacher hause, gezogen.

|| [[Handschrift: 408v]]


Jch habe die verdrießliche Gravamina
dieser Stadt Bernburgk abermalß, zu
decidiren, nach gnungsahmer ponderation,
neben der Rähte bedengken, mir vorge-
nommen. Gott gebe glücklichen succeß!


Mit Jehna, habe ich Raht gehalten,
ratione gravaminum dieser Stadt Bernburgk.


Verworrene händel, in hofjustitzien-
sachen, gehabtt.


Aviß: daß Fürst Augustus wiederumb, am Stein,
sehr krangk seye! Gott lindere
ihm, seine schmertzen! undt helfe wieder
gnediglich, zur beßerung!


Jehna diesen abendt, a Dieu, gesagt.

Sonntag den 14den: Augustj, 1653.


Conjunctim, in die kirche, am heüttigen
10. Sontag, nach Trinitatis Lucas 197 des [herrn] Jesu,
scharffe Bußpredigt, wie er über Jerusalem
geweinet, welches unser hofprediger Mencelius,
unß auch stadtlich zu appliciren, auf unsre
zeitten, uns zu warnen, undt zur buße zu vermah-
nen gewust, sonderlich auch vor muhtwilligen || [[Handschrift: 409r]]
wißentlichen Sünden, unß abgemahnet.
Gott laße sein wortt, durch die ohren, in die hertzen
eindringen! undt gebe sejnem donner krafft!


Der gute redliche Jehna, ist heütte
forth, wieder nach Zerbst. Gott wolle ihn begleitten!
undt vor allem unheyl, undt wiederwertig-
keitt, gnediglich bewahren! Il a dés ennemis!


Nachmittagß, ist die Historia, von zerstöhrung
der Stadt Jerusalem8, (bekandter maßen)
abgelesen worden, an statt der Nachmittags-
predigt, welche zu besuchen, wir eingestellet.


Extra zu Mittage, die Wallwitzinn,
undt Miltitz, ihr bruder.

Montag den 15. Augustj; 1653.


Wallwitz, rayset nacher Deßaw, undt
Dreßden. Gott geleitte ihn! mit seinem
Schwager Miltitz! J'ay èscrit, a ma seür!


Den Bottajo, nach Zerbster bier, verschicktt.


Den Amptmann Georg Reichardt[,] Jtem: Sekerka, Wall-
witz, undt a[n]dere, successive gehöret.


Es sein viel w[u]nderliche dinge, aufs neẅe, rege
geworden, welche sieder vergangenen Montag☽tag, haben
nicht allein, negligirt, Sondern gar supprimirt werden wollen. || [[Handschrift: 409v]]
Jch habe sie numehr dem Consistorio, undt Conscien-
tzien Rähten, committirt, undt undtergeben, auch
jhnen adjungiret, 2 vom hofe, nebst dem Amptmann.
Gott wolle die warheitt offenbahren!
undt das böse, dempfen, undt strafen!


Abermalß eine Relation von Regenspurg
undt sonst ein groß pacquet, wegen
der expectantz, mit Sachßen Lawenburgk
entpfangen. Gott dirigire alles, zu unsers
uhrallten Fürstlichen hauseß, bestem!
undt aufnehmen.


Zu Regensburg gibt es dißidia, in der Evangelischen
raht. Der Stadt Brehmen, will man
nicht pardoniren, Sie nehmen dann Jesuiter
ein. Das Calendarium Gregorianum will
man den Evangelicis, aufbürden. Theilß
stimmen darzu, wann man es Calendarium Ferdj-
nandeum nennen, und nicht vom Pabst,
halten will. Lottringhen werden 300000
ThalerThlr: bewilliget, vor die e[v]acuation,
der plätze, hammerstein, Homburgk, Landstuel.

|| [[Handschrift: 410r]]


Der Frantzösische Ambassadeür ist dißgustirt, im Nahmen
seines Königs, durch die Postulata von Jnsprugk.


Den Königen von Engellandt, undt Polen, will
keine, assistentz, concediret werden. Der Kayser,
ist nacher München, in meinung, baldt wiederzukommen.
Jnterim, begehren Jhre Mayestät man solle vorm
ende des Septembers die deliberationes schließen,
undt Jhre Mayestät rüsten sich alßdann, zum vf-
bruch, noch vor wintters.


Zu Plötzkaw, mag es, mit dem frommen, Alten
herrenvetter, Fürst Augusto, gar schlecht stehen.


Diesen Nachmittag, ist die FrawMuhme
von Cöhten, unvorsehens, alhier zu Bernburg
durchpaßiret über die Fehre, nach
Warmbstorf zu. Will in Westphah-
len, in die Grafschaft Schawenburgk
verraysen. Gott gebe zu glügk! und Segen!
Obrist leütnant K[n]oche, geht mitt, biß
nach Warmbstorf, undt ist ein anseh-
licher Comita[t], darbey gewesen.

|| [[Handschrift: 410v]]

Dienstag den 16den: Augustj; 1653.


<1 Hase Viktor Amadeus gehetzt.>


Schreiben von Regenspurgk entpfangen,
dal Capo dj buona speranza! Jddîo
ce ne faccj godere, il frutto!


Avis: daß den 13den: huius, auch des Administrators
zu halle, geburttsTag, mit predigen,
schöner Musica, undt Comædien, celebriret worden.


Die Holländer, haben zwahr wieder
die Engelländer, in einem bluhtigen ge-
fechte, victorisirt, undt ihnen 17 schiffe
in b grundt geschoßen, theilß verderbet,
abgenommen, oder verbrandt, hingegen,
sol der Tapfere hochberühmbte, undt
erfahrnen General Admiral Tromp,
(welches ein unverwindlicher Schade,
undt hoch zu bedawren ist) todt blieben sein.
Nülle rose, sans e[sp]ine! Keine Freẅde
ohne leidt. Nihil est, ab omni parte; beatum.9


Er ist mit einer Mußke[et]en kugel, baldt
im anfang des Seetreffens, durchs hertze
getroffen worden. hat 84 Schiffe bey || [[Handschrift: 411r]]
sich gehabtt, undt hat noch den ViceAdmiral Wytte
Wyttens, mit 28 Schiffen, ahn sich gezogen. Die
Engelländer sollen 120 Schiffe stargk gewesen sein.
Jn die 8000 Mann, wehren beyderseitß geblieben.
theilß schreiben, das nur 14 Schiffe, auf
beyden theilen vernichtet worden. Die Engel-
länder spannen ihre tractaten hoch, wollen
auß beyden Republicquen, eine machen,
darnach erst der satisfaction halben, sich vergleichen.
Dennemarck, hat ein großes absehen,
auf der verallirten holländer thun, undt
man ist kleinlautt zu Coppenhagen, das es
nicht recht forth will. Die Duyn-
kircher, alß neütrale leütte, ziehen numehr,
den häringßfang ahn sich, und werden reich.
Destructio unius, est ædificatio alterius!
Der iunge Tromp, kömbt auch wieder, ex
mare Mediterraneo, mit [s]einer Flotta,
dem vaterlande, zu assistiren. Die
bluhtige Seeschlacht, sol den 9. Augustj, ange-
gangen sein. Folgendentags aber, haben die
Flotten wegen ungewitters, einander verlaßen
müßen. Den Tag hernach, ists hefftiger, wieder angegangen.

|| [[Handschrift: 411v]]


Vor Brehmen, seindt die Schweden bemühet, mit
pflantzung stücke, undt Schantzen aufwerfen,
die gute Stadt, zu ängstigen, undt undters
Joch, zu bringen, auch fernere dissidia,
zwischen dem Raht, undt der bürgerschaft,
zu dißeminiren. <Königsmarck, undt Wrangel setzen ihnen zu[.]>


Zu Coppenhagen, macht man den proceß,
dem gewesenen Reichshofmeister Ulefeldt,
undt seinen dienern, undt versichert
die gräntzen!


Jm haag, ist ein aufruhr gewesen,
wieder die holländer, undt Amsterdammer,
welche nicht die Uranischen Flaggen
leiden wollen, undt daß man rufen solte
Vive le Prince d'Orange, als die
Princeßinn <Royale> mit ihrem Sohn, von Breda,
wieder ahnkommen. Man hat kawm
den pöbel durch die garde, undt
Reütterey stillen können, mit
bluhtigen Streichen, undt Sie haben
der Amsterdammer deputirten, die Fenster
mit Steinen eingeschmißen, auch das hauß,
spoliiren, undt Stürmen wollen.

|| [[Handschrift: 412r]]


Jn Franckreich stehen des Königs sachen wol. Bourdeaux
hat sich ergeben, den pardon undt die Amnistiam
ahngenommen, unahngesehen der Spannischen succurß
auf der Garonne gewesen. Jn Piccardie gibt
es auch scharmützel, auf gewinst, undt verlust.


Des Königs in Portugall, einiger Sohn, Theodosius,
ist gestorben, gibt auch alterationes. Die Portughesen,
sollen daß Reciff, in Brasilien, belägert haben.


Der Ertzhertzogk Leopoldt Wilhelm, will
nicht leiden, daß die Franche Contè, oder
grafschaft Burgundt, länger in neütralitet
bleibe, mit dem Könige in Frangkreich wie biß dato,
geschehen. Sie aber, wollen nicht brechen, meinen,
es lauffe, wieder ihre allte Privilegia, undt
seye ihrer Nahrung, und commercien hochnachtheilig.


Die Schweitzer continuiren die bestrafung
ihrer Rebellen, iedoch gnedig. Jhrer wenige
werden am leben gestraft. Viel aber an ehr,
haab, guht, mit landes verweisung, undt dergleichen.
Etzliche werden auch zur Strafe, in Candia,
in den Türckenkrieg geschicktt.


Die Frantzosen, zünden wieder ein Feẅer ahn,
in Catalonien, undt in Piemont.


Die Türckische armada, sol wieder, in dem Port zu Rhodis,
vom General Foscolo, blocquiret sein.

|| [[Handschrift: 412v]]


Jn Polen besorget man sich, auf einer seitte,
vor den Cosagken, Türgken, undt Tartarn,
auf der andern aber, vor dem Moßkowiter,
welcher Schmolenßko, nebst andern schwehren
postulatis, wieder fordert. Chmielinßky
stellet sich zwahr, als suche er pardon,
man Trawet ihm aber, mit nichten.


Waß zu Regenspurg wegen lottringhischer
satißfaction, <geschlossen worden, undt> gestern gemeldet, wirdt
auch in den Ordinarien confirmiret.
Jtem: das die verwittibte Kayserinn
Eleonora, vom hause Mantua, Meine
weylandt, Allergnedigste Kayserinn,
undt Patronin, Christmildester gedechtnüß,
zu Wien, mit Todt abgegangen seye.
Gott genade ihrer Seelen!
undt ersetze mir, solche Patrocinia!


Der Kayser, ist nach München verray-
set. Etzliche vermeinen, Jhre Mayestät
werden wieder nach Regenspurg kommen,
andere nicht, undt das Sie wol alles,
auff Deputationes stellen dörfften!

|| [[Handschrift: 413r]]


Jhre Mayestät sollen auch gewillet sein, eine
wahlfahrt, nacher Alten Oettingen ahnzustellen,
undt vielleicht von dannen, nacher Wien zu, zu gehen.


Der Apt von Fulda, der Landgrave von heßen
Darmstadt, der Pfaltzgraff von Neẅburgk,
undt andere Fürsten, seindt schon abgereiset,
denen Pfaltz Lauttern, Wirtembergk
undt andere baldt folgen dörften.


Jch bin Nachmittagß, mit Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin,
zu dero zigelScheüne, undt zu meinen
weinbergen, gefahren. Die hitze, undt
dürre ist groß. Die weyde, vor
daß viehe, will auch fast gar verdorren.


Fürst Hanß, ist unvermuhtendt,
bey unß vorüber, etwaß ferrne
geritten, selb vierdte, auf Plötzkaw zu,
von dannen Trawrige post ankommen, wie
der allte liebe herrvetter, Fürst Augustus, sich
so kläglich plaget, undt maceriret, mit
großen SteinStügken, so ihm gestern, undt
heütte noch nicht abgehen wollen, undt große
Schmertzen, veruhrsachen. Gott wolle sich Jhrer
Gnaden mildiglich erbarmen, undt die schmertze[n] lindern!

|| [[Handschrift: 413v]]

Mittwoch den 17den: Augustj; 1653.

<Nachlaß der gesterigen hitze. windig wetter.>


Den hofraht Paulum Ludwigen, bey Mir gehabtt.
Postea: den Amptmann, in jmportantzen.


Jtem: den Hans wenzel Rothe in cura corporis.


Abermalß, wie gestern, hinüber, nacher Plötzkau
geschicktt, undt schreiben laßen, damit
man wiße, wie es dem herrnvetter Fürst Augusto
ergehen möge. Gott gebe gnedige linde-
rung! undt beßerung!


Eine seltzame dedication, wieder etzliche
Theses nostratium, ex Academia Viadrina
von den Adversarijs, unvermuhtende, bekommen.


Avis: von Plötzkaw, daß die Vires, bey
dem herrnvetter Fürst Augusto noch guht, (Gott lob) sein.
Allein, der Stein, der Stein, macht lose händel.
Le pis est, que Son Altesse me fait dire, que si j'a-
vois dès contrarietèz (wiederwillen gefaßet)
contre luy, que ie les voulois deposer. Jch
wolte sie doch ablegen, er hette sie nicht
veruhrsachet. et cetera Je suis innocent, de tout cela!
Le Voysinage des Estats, cause par fois, dés
dissensions, & oppositions, mais point d'jnimitièz,
pour cela.

|| [[Handschrift: 414r]]

Donnerstag den 18den: Augustj 1653.


Jch habe mich vormittagß, resolviret, hinüber, nacher
Plötzkaw, zu reitten, aldar ich, den krangken her[r]n-
vetter, Fürst Augustum, besuchtt, den vettern, den
Bäßgen, undt der FrawMuhme, zugesprochen,
Mittagßmahlzeit daselbst, gehalten, nachmittage
aber, dem herrnvetter Fürst Augusto wieder zugesprochen,
abschiedt genommen, undt also wieder verrayset.


Der herrvetter, nahm gar einen Treẅhertzigen
sehnlichen abschiedt, vermahnete mich, zur
Einigkeitt, in unserm hauße, undt soviel
müglich, mit den Vicinis, undt das man alle
Mißverstände, allen rancor, und mißtrawen
möchte beyseitte legen, den exteris, nicht
anzeige der Dißension, geben, in der
Gernrödischen, undt anderen Sachen, undt
also, die Eintrachtt, undt zusammensetzung,
in unserm uhrallten hause, befördern.
Er hette auch gestern, Fürst Johannsen, der-
gleichen erinnert, sonderlich in religions-
sachen, mit der Stadt Zerbst, undt in andern dingen,
weil Sie sich, numehr wol accommodirte. Er wuste
sich in seinen Schmertzen, gar schön zu trösten, mit
dieser zeitt leiden, undt gedu[l]tiger ertragung des ☩ || [[Handschrift: 414v]]
undt führete, sehr Gottsehlige, Christliche gespräche.


Undter andern, gedachte auch, der herrvetter,
daß der nahme Augustus, zuvor nit, in unserm
hause braüchlich gewesen, undt ihme Ominoß,
er wollte warnen, das man hinführo
inß künftige, auch keinen mehr, also nennen
sollte. Es hette uhrsachen. Er klagete sehr,
über die gewaltt, so der Stadt Brehmen
ahngethan würde, wegen Einnehmung
der Jesuwiter, undt daß alles
zu Regenspurg partheyisch zugienge. Besorgte
große verenderungen.


Gebhardt Pariß Werder, der hofrath
hagke, Stallmeister Pröegke, undt
andere, wahren auch alldar, <nebst Doctor Fischer.>


Man hat im willens, den hervorra-
genden Stein, auß der Röhre, zu seciren,
Gott gebe ia! daß es wol abgehen möge!
Jch habe mich endtsetzet, zu solchem
thun, meinen rath, undt beyfall zu geben.


heütte frühe, ist Fürst Hanß, von hinnen
<nempe> Plötzkau abgereyset nacher Zerbst.

|| [[Handschrift: 415r]]


Als ich nachmittags, wieder von Plötzkau wegritte,
gab mir, vetter Lebrechtt, biß herüber,
an die Grähnische kirche, das geleitte,
vetter Ernst Gottlieb aber, (welcher mich,
biß in den platz, des Schloßes Plötzkaw, ac-
compagniret) bliebe beym krangken herrn-
vatter. Sie wachen, eine Nacht, umb
die andere, bey ihrem herrnvatter, pflegen,
undt wartten denselben, sehr fleißig,
inmaßen auch, ihre FrawMutter, die
fromme Fürstin, thut, welche selber krangk,
Matt: undt kraftloß, darüber wirdt.
Gott stärgke Sie, neben ihrem herren!


Alß ich wieder nach Bernburg <kahm> hat Mir,
das Consistorium, durch den Amptmann
Georg Reichardt und Magister Menzelius laßen referiren,
wie die verhör, in Märtin Nickelß
beschuldigungssache, wegen des Alraün-
chens, undt des diebes Fingers, zimlich übel
abgelauffen, auff ihrer seitte. Ad indagandam
Veritatem, wirdt man ferner nichts, undterlaßen.

|| [[Handschrift: 415v]]

Freitag den 19den: Augustj; 1653.


Gestern, alß herrvetter Fürst Augustus, mit Mir
redete, (wiewol mit etwas Schwacher Stimme,)
gedachten Jhre Gnaden auch undter andern,
viel von dero intraden, undt einkommen,
auch was Sie annoch, im vorrath, undt zu
prætendiren hetten, darundter auch,
Kayserliche posten begriffen. Jch kondte nicht
alles aufmergken, undt behallten. perge


Jch habe nacher Zerbst, an Jehna, geschrieben.
perge


Den Amptmann Georg Reichardt bey mir, gehabt, wegen
der Märtin Nickeljschen Sache, jnculpation.


S Vom Jehna, per expreßen, auß Zerbst,
auch ein schreiben beko[mm]en, undt ihme
wieder geantwortett.

Samstag den 20ten: Augustj: 1653.


Mit rechnungs: undt andern verworrenen
händeln, zu thun gehabtt.


Den Buchbinder, bey mir gehabtt, in affarj, dj consequenza.
Jddîo le felicitj!


Avis: von Plötzkau daß es gar schlecht aldar stehet.
herrvetter Fürst Augustus, hat sein Testament gemachtt.
Der Stein stegket noch, in glande, und er hat darbey, tertianam[.] || [[Handschrift: 416r]]
Der Balbirer [v]on Zerbst, ist verpichtt, auf
daß seciren. Jch dissuadire es, so wol, als Doctor Fischer.
Gott helfe überwinden! undt gebe linde-
rung! undt beßerung!


Risposta von Zerbst, von dem von Jehna,
undt überschickung waßernüßen.
perge


Avisen von Erfurdt: daß ein bluhtiges treffen,
abermahl zwischen dem Neẅen Hospodar auß
der Wallachey10, dem Fürsten Ragozzj, undt Mol-
dawer, eines Theilß, anders Theilß aber, dem
allten Hospodar, auß der Wallachey11, nebenst
seinem Eydam, dem iungen Chmielinßky, in der
Wallachey, vorgelauffen, und zwahr bey Stregor-
zib12, in welcher renc[on]tre, diese gantz aufs
haüpt, geschlage[n], undt 8000 Cosagken,
nebens 2000 Tartarn, vf der wahlstadt,
geblieben, der rest aber, gäntzlich zerstreẅet
worden. Er der alte Hoßpodar hette sich,
mit seinem Eydam, undt 200 Mann, kümmerlich, auf
Mocelowa13, salviret, seine gemahlin aber, neben
dem besten Schatz, auf czeczawa geflohen,
darinnen Sie baldt berennet worden, und weil || [[Handschrift: 416v]]
nur, 80 Tragoner, nebens so viel duppel-
hacken, undt 4 Stügken geschütz, zu ihrer
defension vorhanden gewesen, wirdt ver-
muhtet, der orth werde sich, nicht lange
halten, sondern sich haben ergeben müßen.


Die uhrsache dieser großen dès-
faitte, ist endlich gewesen, daß die Wallachen14,
an ihrem eigenem herren, untreẅ
worden, und mit dem feinde, auf die
Cosagken, geschlagen. Die exorbitantzien
im marsch verübet, hat der König in
Polen, den Soldaten pardoniret,
undt sie bezahlet, auch durch seine autho-
ritet in läger, alles o[m]iniret. Præpariret
sich, der Moßkowitrischen bohtschaft, audientz zu
geben, die da bißhero in der Cron Pohlen,
frey spesiret worden, mit 600 Mann.
Der König, hat eine armèe, von 40 mille Mann,
stargk, darundter, 16000 deützsche, in 9
Regimenter Fußvolgk, 5 Regiment Reütter, undt
7 Regiment Tragoner, vertheilet, die übrigen || [[Handschrift: 417r]]
24000 ist lautter Pollnische Cavallerie, darzu
noch 10000 Volontaires, auß der Cron Polen, er-
wartett werden, nebst dem General aufbott,
auch die nach der hufenzahl geworbene Solda-
tesca. Die armèe, hat den 10ten: Augustj,
marchiren sollen, und sich a[u]f 6 wochen, mit
Proviant, versehen, weil der alte Chmielinsky
dem vertriebenen Hospodar, 16000 Mann
succurß, zugesendet, alß wirdt diesen
Cosagken, bey Camieniec der Paß dißpu-
tiret werden.


Der Kayser, ist von Regenspurg nebenst der Kayserinn
undt Römischem Könige, gegen München, undt Oettingen,
abgerayset, die anwesende Fürsten,
undt graven, seindt auch wieder forth.
Landgraf Geörge, will nach Dreßden.
Der Kayser, hat die Vechtische evacuation
ernstlich urgiret, undt die maturation
des ReichstagsSchlußes, zur wiederkehr, in
die Erblande. Die Schweden hingegen,
eilen nicht gar sehr, zur vechte, wolten
gerne länger, contributiones, einnehmen. || [[Handschrift: 417v]]
Der Kayser hingegen, hat durch ein Decret
solche abgebung, inhibiret, undt die restanten
einzubringen befohlen.


Jn den Niederlanden, gloriiret man, vom
iüngsten SeeTreffen, die holländer haben
3 oder 4 Schi[ff]e, hingegen die Engelländer
in die 20 verlohren, darundter, daß
Engelländische AdmiralSchiff, und melden etzliche
daß der Ammiral Penn selbst, todt blie-
ben, undt undtergangen. Es haben die
holländer sich, derentwegen, in Texel
salviren müßen, weil, wegen des
Todtgebliebenen Trompen, und etzlicher
Officirer, kein commando mehr respectiret
werden wollen, und seindt im Grafenhaagen
über 20 Capitains eingebracht, gefangen,
welche ihre Schuldigkeitt, nicht gethan,
sonsten die Engelländer, gantz ruiniret
gewesen wehren. Beyderseitß sollen in
die 8000 Mann, geblieben sein, undt
wollen die Holländer, mitt ehistem wieder in die See[.]

|| [[Handschrift: 418r]]


Jn Jtalien, will der krieg heftig wieder angehen.
Die Spannischen, so wol alß die Frantzosen,
stärgken sich, gegen einander.


Der Printz von Condè, zusampt seinen
Spannischen völgkern, liegen 8 stunden von
Pariß, straifen, biß an die Pariser Thor.
General Türenne, so nicht bastant,
hat sich an die Oyse retiriret, undt ver-
schantzet, erwartett menr endtsatz!


General Königßmargk ängstiget die
Stadt Brehmen, will ihr, alle zufuhre
zu waßer, undt lande, sperren,
die innerliche uneinigkeitt, thut
ihnen auch, großen schaden. Dennoch,
hoffen Sie baldt wieder auß der Acht, zu kommen.
perge

Sonntag den 21ten: Augustj; 1653. perge


Jn die kirche vormittags conjunctim.


Extra zu Mittage, die Wallwitzinn, Rindtorfinn,
undt der Hofprediger Menzelius.


Nachmittages, mit beyden Söhnen, undt
4 Töchtern15, wieder zur kirchen.


Schreiben, von Cöhten, vom Magister Sachsio. et cetera

|| [[Handschrift: 418v]]


Abermahliger berichtt vom elenden zustandt,
des herrnvetters Fürst Augustj, Sein großer Stein,
will auß der Röhre, noch nicht forth. Leidet
große schmertzen, die Vires gehen ab. Die
rede wirdt gar leise, undt er stille.
Ein Tertianfiber, kömpt darzu.
Der Balbirer von Zerbst, ist discrepant
mit dem Medico Doctor Fischer. Jehner hette
gerne seciret, dieser aber, dissuadiret
es billich. Nun gibt der Balbirer vor, es
seye zu lange geharret, undt der kalte
brandt, seye doch d[a]rzu geschlagen,
durch vulnerirung des Steins. Die
Natur, wirdt so schwach, das Sie fast
keine medicamente, noch conformantia
weiß ahnzunehmen. Der Allmächtige,
wolle sich doch, über diesen elenden zustandt
väterlich erbarmen, die schmertzen
undt zufälle gnediglich lindern, alles
unheyl abwenden, dem Pacienten ferr-
nere Christliche gedultt, undt Standhaftigkeit
verleyhen, auch alles creütz, und Trübsall übertragen || [[Handschrift: 419r]]
helfen, undt es schigken, wie er weiß, das es seinem
Heiligen Nahmen rühmlich, dem pacienten aber, Nützlich
undt sehlig ist, umb Jesu Christj willen, Amen!

Montag den 22ten: Augustj; 1653. perge

<2 Hasen, Carl Ursinus gehetzt.>


<Sehr windig ein par tage her.>


Von denen aufs neẅe veraccordirten extraordinarij
brawen, so ich iährlich, allhier in der Stadt Bernburgk
verrichten laßen werde, undt also eines Monatlich,
habe ich das erste, der Magister Ursinußinn im Augusto[,]
daß andere dem hofSchuester, im September zu
verrichten, aufgethan, undt verschrieben. Gott
gebe zu glügk! segen! undt gedeyen!


Jacob Ludwig Schwartzenberger, hat sich
bey Mir, undterthenig eingestellet, undt ist
plenarie [...] worden. Gott gebe! das
er mir noch viel gute Nützliche dienste,
thun, undt leisten möge! seiner guten suffici-
entz, undt bey [...], den feinen Talentis nach,
auch vorigen Treẅen geleisteten guten
Officijs, seine, undt der Seynigen, gemäß!


Die Commission, ist forthgestellet worden,
mit der Märtin Nickelinn, undt hat
viel wiederwertigkeitt, undt travaillen
gegeben, Mir, undt meinen Deputirten. perge

|| [[Handschrift: 419v]]


Georgius Falvagerius, oder Valvigerius,
Böhmischer exulant, undt goldarbeitter, hat
sich bey mir, præsentiret. perge


Schreiben vom Giovanni Antonio Pozzo, item: vom
Maximilian Wogau undt G: [...]b[,] auch Tobias Seltenschlag von Friedenfeldt,
undt herrn Georg Ehrenreich freiherr von Roggendorf auf Mollenburg[.]


Die avisen geben auß Leiptzigk:


Das etzliche pawren, in Böhmen, etzliche in
der Steẅermargk, rebelliren.
Jn der Schweitz, werden die Schlößer, und päße
besetzt, undt die Oesterreichischen pawren, haben
ihrer der gefangenen etzliche loßgemachtt,
welche man in Candiam führen wollen,
undt wieder den Türgken, [...].


Der Kayser, is[t] nacher Mün[c]hen, undt hat die
Deliberationes zu Regenspurg zu maturiren befohlen.


Die Türgken, [...] noch in Ungarn,
undt Dalmatia.


Die Cosagken niederlage, wirdt confirmirt.


Jn Schweden, gibt es auch alterationes.


Jn Dennemargk, hat der König, kindt-
taüffen gehalten, fortificirt seine gräntzen,
undt trachtet, hollandt zu assistiren.

|| [[Handschrift: 420r]]


Die Schlachtt, ist zwahr geschehen, zwischen Holl:
undt Engelländern, da die Engelländer 20[,] die holländer
4 Schiffe, nebst dem Admiral Tromp, verlohren,
darnach aber, nach Tromps Tode, hat kein
Commando, mehr gelten, noch rechte parition
erfolgen wollen. Der Vice Admiral, Jan
Evertts, sol selber, das seinige, mit 26
Schiffen, nicht gethan haben, undt viel
Capitains, darüber, gefangen sjtzen, denen
ihr proceß, auch wol dürfte gemacht werden.


Jn Schottlandt seindt noch ihrer viel in armis.


General Cromwell, thut zu Londen, waß er
will, undt gedengkt auch, das itzige,
neẅe Parlament, zu caßiren.


Jn Frangkreich, stärgken sich die Printzen sehr,
straifen, biß an Pariß. Die Grafschaft
Burgundt steift sich, auf ihre neütralitet!
Die Printzischen, undt Spannischen, seindt
denen Königlichen, zu stargk.


Jn Piemont, undt im Meyländischen,
sol der krieg, gewaltig angehen, zwischen
den Spanniern, undt Frantzosen. perge

|| [[Handschrift: 420v]]


Es seindt, von Ballenstedt Victualien ahnkommen,
nemlich: 8 Endten, 16 hüner, 20 ballayen16, 1 Schockßo:
hufeisen, 8 Schockßo: hufnägel.


Tobias Steffeck von Kolodey habe ich wieder zu Plötzkaw,
gehabtt. Er bringet schlechte zeittung. Das elendt
wirdt immer größer. Die zeitliche Trübsall
aldar mehren sich. Der gute alte herrvetter,
redet numehr, gar wenig, undt schwehrlich,
hat fast febrim continuam. Die kräffte
nehmen ab. Die dolores währen annoch, vom
Stein. Der Medicus Doctor Fischer, vermeint, es
seye wegen der innerlichen verschwellung
der kalte brandt, zu der geschwulst,
innerlich zugeschlagen, undt es seye kein
remedium, Menschlich mehr vorhanden,
zumahl, bey so hohem allter. Doctor Schneider
von Wittembergk, ist auch ankommen.
Der Naseweyse Balbirer von Zerbst,
will recht behalten, hette den Schnitt
gerne gethan, welchen er doch auch an
keinem iemalß probirt. Jn Summa: das liebe
gebeht, undt die heiße zähren, der affligirten,
seindt numehr, die besten Mittel, Gott dem herren || [[Handschrift: 421r]]
den nohtleidenden übelgeplagten Fürstlichen Pazi-
enten, treẅlich zu befehlen, man helt fleißige
behtStunden, undt leßet es an Geistlichen waffen
billich nicht ermangeln, der Allmächtige
wolle so viel Seüftzen, Thränen, undt wehe-
klagen, (nach seinem gnedigen willen, undt
wohlgefallen) nicht unendthöret laßen.
Der hofprediger zu Plötzkaw, Stubenrauch,
ist heütte die meiste zeitt, bey dem herrenvetter
gewesen, Jhre Gnaden zu trösten, undt aufzurichten.
Die FrawMuhme, ängstiget sich, gleicher
gestaltt, von Tage zu Tage, von stunden,
zu stunden, immer sehrer, undt wirdt
darüber auch Matt, Schwach, undt krangk.
Will von ihrem herzlieb(st)en herren, nicht weg-
gehen, noch sich hinweg bringen laßen.
Maceriret sich, mit weinen, hertzensent-
pfindung, undt stehtigem wachen. Jn Summa,
der gantze hof aldar, ist angst, undt Traw-
rens voll, wie auch alle Freünde, und underthanen.
Gott wolle trösten, stärgken, lindern!
erquigken, undt Seine gnadenhandt, von den
Sterbenden, undt überlebenden, keines weges, abziehen!
umb Jesu Christj willen, Amen! Amen! Amen!

|| [[Handschrift: 421v]]

Dienstag den 23ten: Augustj 1653.


Die Trawrige post, ist kommen, von Plötzkaw,
daß diese nachtt, der herrvetter Fürst Augustus,
(unzweifelich) sehlig verschieden. Wirdt
gewißlich, nicht allein, den seinigen liebsten
ahngehörigen, Sondern auch, dem gantzen
Fürstlichen hauße, undt lande, groß wehe,
undt hertzeleidt, veruhrsachen. Gott
habe seine Seele, in Abrahams Schooß!
undt tröste die affligirten! mit unß
allen. Wir mögen wol sagen, mit Davidt:
Wißet ihr nicht, daß ein Fürst, undt
großer, gefallen ist, in Jsrael?17 Er
war unsers hauses, undt unsers landeß,
Crohne, welcher mit seiner authoritet,
die dißentirenden gemühter, vereinigen,
undt mit seiner moderation, undt leütt-
sehligkeit, verstandt, Dexteritet, undt
erfahrung, viel ungleiches, zu rechte
bringen kondte. Seine Gottesfurchtt, undt
erbawliche discurß, wahren zu admiriren, || [[Handschrift: 422r]]
undt hoch zu hallten, undt man kondte sich, in Jhrer
Gnaden anmuhtigen, undt lieblichen Conservation,
kawm zur genüge, ersättigen. Aber, waß hilfts?
Die krohne unsers haüpts, ist abgefallen,
ia schmertzlich, in dero hohem allter, von 79
iahren, abgebrochen worden. O wehe! das wir
so gesündiget haben! Gleichwol, ist die
güte des herren, alle Morgen Neẅ! Die
ist es, das wir nicht gar auß sein.
Er wolle unß ferner, in Reichß: undt landes-
sachen, undt in allem unserm Thun, undt
wandel, durch seines Heiligen Geistes kraft,
beystandt leisten, unß, auf den rechten
weg, regieren, undt führen, undt unß
übrige Fürsten, nicht waysen laßen!
Jnsonderheitt aber, wolle der König, aller
Könige, undt herr aller herren, unsere
hertzen, zur wahren Gottesfurchtt, undt
Einigkeitt lengken, undt dem Stöhren-
friede, dem leydigen Sathan, keinen rawm,
noch Stelle geben gönnen, die Fürstliche,
undt andere gemühter, zu trennen, und zu alteriren!

|| [[Handschrift: 422v]]


Jch habe zum überfluß Tobias Steffeck von Kolodey hinüber
nacher Plötzkaw, geschicktt, derselbe bericht, von
Trübsall, noht, angst, undt elendt, undt wie
der Sehlige, liebe, fromme herrvetter, Fürst Augustus,
zwahr gestern abendt, zwischen 8 undt 9 uhren,
sanfft, undt sehlig verschieden, die Seinigen,
undt den gantzen hof aber, mit weinen,
Trawren, undt weheklagen, erfüllet. Gott
der herr, seye gepreiset, vor die sehlige auflö-
sung! Der Tröste, schütze, stärgke, kräftige[,]
gründe, die affligirte, undt das gantze landt!


Es mögen wol gar viel Steine, tam
in renibus, quam in vesica, in dem Sehligen
Cörper, gewesen sein. Gott der Aller-
höchste, hat seinen willen. Wol deme!
der sehlig überwindet! Jn unserm hause,
ist es selten gebraüchlich, die leichen, zu
eröfnen. Die Fürstin, die liebe Fraw-
Muhme, ist auch halb Todt, von betrübnüß
undt Vigilijs. Sie haben einander, numehr, in
die 35 iahr lang, in lieblicher Friedlicher
Ehe, gehabtt. Jch bin selbst anno: 1618 bey ihrem
Fürstlichen beylager zu Anspach, gewesen. Scheiden, thut wehe! || [[Handschrift: 423r]]
Gott wolle die liebe fromme Fürstin, trösten! undt
erquigken!


Beyde vettern, von Plötzkaw, <Fürst Ernst Gottlieb, und Fürst Lebrechtt> haben mir heütte
gegen abendt, den Trawrigen leideßfall, ihres
Sehligen herrnvattern, Fürst Augustj, (welcher gestern abendt,
zwischen 8 undt 9 uhren, verblichen) leidmühtig,
undt mit Treẅgemeinten wüntzschen, notificiret.
Gott wolle Jhre Liebden undt die leidtragende
FrawMutter, trösten! stärgken! undt wieder
aufrichten, auch der wittwen, undt waysen vatter sein!

Mittwoch den 24ten: Augustj; 1653. Bartolomej. et cetera


<Regen Schloßen.>


Depesche, nacher Ballenstedt. <12 lerchen, und 1 wachtel vom lerchen Streichen. Albrecht Sekerka, Andreß hetzler, Märtin haug.>


Den Doctor Fischer bey Mir
gehabtt, allerley relationes, von dem
zustandt, zu Plötzkaw, zu vernehmen.
perge


Von Rudelstedt, ist ein eigener bohte vom
Doctor Lentz, anhero geschickt worden, in geldsachen,
wegen verdrießlicher schreiben, von Gohta.
Gott helfe unß auch, auß diesem labyrinth!


Den Plötzkawischen vettern, habe ich, condolendo,
wieder geantwortett, sonsten aber, an hertzogk
Ernst, nacher Gohta, in obiger sache, geschrieben.

|| [[Handschrift: 423v]]

Donnerstag den 25ten: Augustj; 1653.

<17 lerchen, der page Geüder, Zacharias Trompter, undt Paul <Nickel> koch, vom streichen.>


Geschrieben, en hc:c <3 hasen, von der hatz.>


Christoph von Jehna, ist von Zerbst, herüber kommen. hat
condoliret, undt referiret, a meridie!


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist hinüber, nacher Plötz-
kaw, die Fraw Muhme zu trösten, undt
ihr persönlich, zu condoliren. Sie hat auch,
meinen Sohn, Victor, mittgenommen. perge
Gott gebe zu glügk! undt succeß!


Vormittage, ist auch, Er Jonius, bey mir gewe-
sen, undt zu Mittage extra geblieben.


Abermahlige relation von Regenspurgk
bekommen. Sie ist aber præpostera, weil diese
de Numero 35 nach der lengst eingekommenen, de Numero 36
eingeschickt worden, von Zerbst auß.


Meine herzlieb(st)e gemahlin, ist vor abends, mit ihrem
comitat, glügklich wiederkommen, undt ist der
FrawMuhme, undt den ihrigen daselbst,
gar angenehm, undt tröstlich gewesen.


Von meinem bruder Fürst Friederichen habe
ich ein schreiben auß Venedig, entpfangen,
undt wieder beantwortett, durch
addreße, des Philipp Jüngers, zu Leiptzigk.


Mit Jehna, conversirt.

|| [[Handschrift: 424r]]

Freitag den 26ten: Augustj; 1653.

<3 wachteln undt 3 lerchen, Carolus Ursinus cum comitibus, vom Streichen, mit dem NachtNetze.>


Post von Ballenstedt, dilatorie.


Vom Obristen Werder, seine gemachte schöne
24 sterbelieder bekommen. Les Lüthériens a Leipsigk
n'ont pû laisser d'attacquer, ces medj-
tations fort impertinemment! <sür tous: Docteur Hülsemann.>


Les Lütherans erigent fort le menton,
maintenant pensans de tout engloutir!
N'a gueres, l'Electeur de Brandenbourg,
a transferè l'Èscole ou Gymnase, du
Joachimsthal, à Berlin, Cela a faschè
les Lüthériens[.] Sept Süperintendans, & prestres,
entr'iceulx, se sont assemblèz, pour cela.
En fin, ün d'eulx, le plüs temeraire,
s'est resolü, d'aborder l'Electeur á Berlin,
dedans sa chambre, a quoy sa robbe
Presbyteriale luy a concedè l'entrèe
audacieüse, contre les meürs, dès princi-
paux de la cour. Entrant doncques, et
voyant l'Electeur assis a sa table, á lire ou èscrire,
il luy dit hardyment: Je viens, comme Ehud, pour
Vous dire, comme au Roy Eglon: Jch habe Gottes wortt, an dich!18 || [[Handschrift: 424v]]
L'Electeur replicque: Quoy? qu'est ce donc. Il repart:
Monseigneur Vous ne pouvèz avec bonne conscience
nous oster nostre éscole, & l'attribuër, aux
Refformèz, et pour cela, nous venons vous
prier, & ils m'ont envoyè au nom de tous,
vous annoncer l'ire Divine, si Vous perse-
verèz en ceste jntention, & n'empeschèz
cela, a nostre hümble re[q]ueste. L'Electeur
(ün peü sürprins,) dit: Qu'i[l] y aviseroit;
en son Conseil, et qu'il s'en [a]llast, pour
ceste fois, en attendant, pour ün
autre jour, sa Declaration, sür ce point.
Depuis l'Electeur en parla, a ün de sès Conseillers
nommè Tornaw, desirant la declaration,
de l'histoire d'Ehud19. Le Sieur Tornaw,
s'en souvenant tresbien, dü livre dès
Jüges20, en fit le recit, et l'application,
comme il la pouvoit comprendre, en son opinion.
L'Electeür dit: Que s'il se füst souvenü
de l'histoire, et a l'instant l'eüst èsplüchèe
il eüst voulü percer de son espèe, cest
audacieux Prestre d'outre en oultre. || [[Handschrift: 425r]]
Mais qu'il falloit neantmoins, chastier, sa
temeritè. Le faysant donc poursuivre, il le
fit arrester, & asprement reprimande son outrecui-
dance, et audace, mal assaysonnèe.


Ernst Gottlieb, von Börstel, ist abermalß
anhero kommen, vom Berlin. Berichtett, daß
der Churfürst, mit seiner gemahlin, nach
Küstrin gezogen, umb dem Pommerischen landt-
Tage, etwaß näher zu sein. Die pest
sol sich, in Preüßen, undt in Pommern, etwas
vermergken laßen. Pfaltzgraf Ludwig
Philips, sol nach Croßen kommen, mitt
dero fürstlichen ahngehörigen, von Regenspurg auß.


Secretarius Nagler, ist anhero geschigkt
worden, von Plötzkaw, Trawerzeüg, zu
endtlehnen, so ihm, nach müglichkeitt, abge-
folget worden.


Ernst Gottlieb von Börstel hat mir auch, ejn schreiben, von
Thomas Benckendorf gebrachtt, en fort bons termes,
mais a l'accoustumèe, en ces lieüx lá, dilatojres.


J'ay eü la teste rompuë, de plüsieurs pensèes
Pübliques, et Particülieres. Dieu m'assiste!

|| [[Handschrift: 425v]]

Samstag den 27ten: Augustj; 1653.

<5 hasen, Abraham von Rindtorf gehetzt. 1 Rehebock, von Ballenstedt[.]>

<13 <lerchen> Friederich Sattelknechtt. hanß kutzscher[,] Rindorfs iunge.>


Gestern, undt vorgestern, hat Wolfgang Sutorius undt hans Balthasar Oberlender
meine Schafe alhier zu Bernburg laßen
schähren, undt nur: 548 haüpter, iung,
undt altt, nebenst 13 böcken, befunden. Gott
segene! undt vermehre, meine jntraden!


Jch habe diesen vormittag, mehrentheilß
zugebracht, Carolum Ursinum examiniren
zu hören, vom Magistro Menceljo, undt jm Christen-
thumb, erbawen zu helfen. Gott gebe
beständigkeitt! undt Christliche Andachtt!
zumahl, zu bevorstehender præparation!


Discorsj, mit Jehna, undt andern, damit
ich postea: desto liberius, meiner Devotion,
abwartten könne! (wilß Gott!)


Jn die kirche, undt vorbereittungspre-
digtt, mit meinen Söhnen, undt Junckern.
Gott laße un[s] würdige Tischgenoßen sein!


Martin Nickel ist wiederkommen, avec ün gros
pacquet, de Jean Moutarde[.] Cela m'a
rompü fort la teste, & m'a fait estre,
en cervelle, craignant, d'estre sürprins!
Dieu me vueille assister; de bon conseil!

|| [[Handschrift: 426r]]

Sonntag den 28. Augustj; 1653.

<16 lerchen, diese nacht, vom Streichen. <Der gärtner, Toffel heldt, Geörg vorreütter.>>


heütte haben wir, das Erndtedanckfest
celebriret. Der hofprediger Menzelius, hat
den Text: auß dem 145. ψalm genommen,
vom 14. vers ahn, biß zum ende21, undt
wol appliciret, und expliciret.


Nach der predigtt, hat man abgekündiget
den Trawrigen Todeßfall des herrnvetters Fürst Augustj
Sehligen, undt die zuhörer, zu undterthäniger condolentz,
undt einstellung der Saytenspiel, vermahnet,
more solito, in solchen fällen.


Darnach, nachm gebeht, undt verlesung,
der form, das Heilige Abendmal zu halten, habe
ich mit beyden Söhnen, undt Edlen,
auch sonst in feiner frequentz, (Gott lob!)
mit der Gemeine des herren, communion
gehalten. Gott helfe, das wir alle,
(keiner außgeschloßen,) würdige Tisch-
genoßen, haben sein mögen, undt das
sich das rechtglaübige haüflein, ie
mehr, undt mehr samlen, undt vermehren möge!
<Meine herzlieb(st)e gemahlin, und Töchter, seindt nicht mitt, zur kirche kommen.>

|| [[Handschrift: 426v]]


Nachmittagß, wie vormittags, zur kirchen
wiederumb, cum filijs ambobus, & nobilibus,
in Ern Jonij, unsers Diaconj, predigtt,
welcher daß ordinarij Evangelium,
dieses, 12ten: Sontags, nach Trinitatis,
Marcj 7 vom Tauben, undt Stummen
Menschen, den der herr Jesus geheylet22, außgeleget.
Gott seye lob! undt dangk, gesagt,
daß das heüttige Fest, noch so wol
vollbracht worden. Er segne ferner!
Undt gebe unß auch Bestendigkeitt!
zu unsrer Seelen Sehligkeitt! Amen! et cetera


Philipp Güder, ist bey Mir gewesen.

Montag den 29ten: Augustj; 1653.

<21 lerchen, vom Streichen. Ernst vorreütter, hunde iunge, gärtneriunge.>


Der hofraht, Paul Ludwig ist bey mir gewesen.


hanß Eckardt, ist von Braunschweig,
in Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin Liebden nöhtigen
anliegen, wiederkommen. Gott
helfe, auß allen verwirrungen!


Der Amptmann, Georg Reichardt ist auch, bey mir gewesen.

|| [[Handschrift: 427r]]


Die avisen von Leiptzigk, melden:


Das die Engelländer vermeinen, in nähermahligen Seetreffen,
victorisirt zu haben, undt triumphiren gewaltig. Geben vor,
sie hetten nur, 2 Schiffe verlohren, aber viel wehren schadhaft,
hingegen beklagen die holländer sehr, den verlust ihres Ad-
mirals Tromp. Sonst wollen sie nicht verlohren haben. Sie geben
vor, die Engelländer, hetten anfangß 20[,] darnach, noch
20 Schiffe verlohren, ohne waß an volgk, undt sonsten
noch darauf gegangen. Die Engelländer schreiben, es hetten
die holländer, über 14 schiffe verlohren. Die Tractaten,
zwischen beyden Republicquen, laßen sich schwehr ahn.
Beruhen 1. auf ersetzung der schäden, so die Engelländer
instantissime urgiren. 2. auf reduction beyder
Republiquen, in eine. Der König in Engellandt,
sol an itzo, zu Breda, sein. Jn Schottlandt, hat das
Engelländische Parlament, noch immer progreß, undt zerstöhren,
die Presbyterianischen zusammenkunften, der Geistlichen.


Der König in Dennemargk, rüstet sich stargk
zu waßer, undt zu lande, theilß den Staaden, zu
assistiren, theilß sein königreich, vor einfällen, zu bewahren.


Kayserliche Mayestät werden zu München, stattlich gehal-
ten, undt dringen auf das ende, des ReichsTages,
wiewol in Ecclesiasticis, Politicis, undt Justitzien-
Sachen, noch viel gravamina abzuhandeln sein, sonderlich auch,
wegen etzlicher dubiorum, So das Instrumentum Pacis, verahnlaßet.

|| [[Handschrift: 427v]]


Jn Franckreich, wirdt die occupation Bourdeaux bestehtiget,
in angesichtt, des in die Garonne, ankommenden Spannischen secourßes.
Jn Piccardie, victorisiren hingegen die Condeischen, undt
Spannischen waffen, welche Roye, mit Sturm eingenommen,
gute beütten gemacht, undt das landt, in contribution gesetzet.
Der Königliche General Turenne, gehet defensive. Der
Ertzhertzogk, kömpt persöhnlich, in das Spannische läger.
Jn Catalonien, regen sich auch wieder, die Königlich Frantzösischen
waffen, wiewol noch zur zeitt, zu ihrem schaden.


Jn Jtalien, liegen beyde armèen, so wol die Span-
nischen, als Frantzosen, gegen einander, im Mont-
ferrat, undt Alexandrinischen, zu felde. Zu Rom,
gibt es auch factiones, undter den Barbarinj, selber.


Der ViceRè zu Neapels, Conte d'Ogniata, ist
vom König in Spannien, (den Pabst, zu gefallen,)
wieder nacher hause abgefordert worden.


Die venezianer, tractiren <zwahr> noch, mit den Türgken.
halten inndeßen, durch ihren General Foscolo, iehner
armada noch blocquirt. Die Morlacchj, haben
übel eingebüßt, undt die Türgken, seindt mit
ihren gefangenen Officirern, grawsam umbgegangen.
Gehen stargk auf Dalmatiam zu, undt thun
den venezianern, mit straiffen, brennen, sengen,
undt verwüsten, großen schaden. Die venezianer
hingegen, thun ihr bestes, und wehren sich, so gut Sje können.

|| [[Handschrift: 428r]]


Jn Polen, hat der Könjg, zu Lemberg, die Moßkowitrische
große bohtschaft, herrlich entpfangen, wiewol sich dieselbe
nicht allein prächtig, Sondern auch, hochmühtig, sol erzeigt haben.
Selbige bohtschaft, mag schwehre Postulata bringen,
undt den Cosagken adstipuliren wollen, wegen ihrer kirchen.


Die Pollnische soldatesca, hat wollen meütiniren.
Man hat sie aber, mit geldt, gestillet, <und marchiren laßen.>


Es continuirt, das der neẅe Hospodar, in der
Wallachey, Stephanus23, Vom Türgken bestehtiget,
mit hülfe des Hospodarn in der Moldaw24, wie auch
des Fürsten Ragozzj, den allten Hospodarn
Basilium, veriaget, seine gemahlin, in ein
festes Schloß zusampt ihren Schätzen, getrieben,
undt beschloßen, auch den iungen Chmielinßky,
aufs haüpt, geschlagen.


Die pest, sol wieder nachlaßen in Polen.


Die Postpolite[!] Russenie, wirdt vfgebotten. Die
Cosagken, stärgken sich wieder, mit Tartarn.
Der Fürst Ragozzj, befahret sich auch, vor
dem Einfall, des Römischen Kaysers, (nescio; cur?)


Jn Natolia, sol groß erdbebem[!] geschehen,
undt eine große Stadt, mit 12000 Menschen,
undtergangen sein.

|| [[Handschrift: 428v]]

Dienstag den 30ten: Augustj; 1653.

<11 lerchen, vom lerchen Streichen. <Der page Biedersee, Nickel bangkkoch, haußknecht Paul.> Gärtneriunge. Hundeiunge Lorentz, und Ernst vorreütter.>


Jch bin in schönem wetter, undt SonnenSchein,
(nach heüttigem frühem reiff.) hinauß spatziren
geritten, habe aber nichts, zu hetzen, angetroffen!


Man hat auch heütte, noch immerforth, mit
RechnungßSachen, zu laboriren gehabt, Sonderlich,
die verordnete commißarien, alß die Rähte, der
von Jehna, undt Paulus Ludwig, So dann, der
Cantzeliste, Geörge Cnüttel.


Nachmittages, habe ich auch, daß Thamge-
beẅde besehen, wie auch den kleinen weinberg,
Scheüne, vogelherdt, undt dergleichen sachen,
in schönem wetter, undt lieblichem SonnenSchein.


Gestern abendt, ist Berndt Krosigks Sehligen
wittwe, mit ihrer Tochter, Catherina, (welche
am hofe zu Dreßen[!], ist) anhero kommen,
Meiner herzlieb(st)en gemahlin zuzusprechen. On a estè -
rieüx, pour la faire venir jcy. <Je ne dis pas tout!d>


Jch habe Jehna, diesen abendt, expedirt,
in meynung, ihn (gebe gott) Morgen, nacher Ballenstedt abzuordnen.

Mittwoch den 31. Augustj;

<Albrecht Sekerka, Andreß hetzler, undt Märtin lackay, 4 <eine> wachteln undt 4 lerchen, mit dem Nachtnetze, gestrichen.>


heütte ist viehemarckt
allhier vorm berge Bernburgk.


Jehna, ist heütte forth, nach Ballenstedt. Gott gebe
zu gesegnetem glücklichen succeß! undt geleitte!

|| [[Handschrift: 429r]]


Philipp Güder, ist bey Mir gewesen. Postea: Schwartzenberger.
Postea: Secretarius Bärnreütt, wegen Buraw, undt
mit einer Regenspurger abermahligen relation, welche von Deßaw,
undt Zerbst, eingelanget.


Extra: Schlegel zue Mittage, gehabt, auf
die invitation, Meiner gemahlin liebden (laquelle ayme a
me rujner, & incommoder! Dieu le luy pardonne!


Ein holländer, ist kommen, mit seinem weibe, dienern,
undt einem Mägdlein, welches sol neündtehalb iahr
altt sein, undt 200 pfundt schwehr, 3 ellen digk, in seiner
Mitte, undt hat brüste so groß, gleich einem weibe, wel-
ches wol zehen kinder, geseüget hette, fein von gesichte
undt zimlich wolgestaltt, nur das sie am leibe
fast lautter feist ist. Sie ist auch so groß, als wann sie
14 oder 15 iahr altt wehre? Die Doctores sollen vermeinen,
es seye in diesem Mägdlein, Hertz, lunge, undt leber,
ahneinander gewachßen, iedoch, ohne schaden, undt lebensgefahr.
Sie hat aber einen schwehren Athem, redet, undt singet fein.
Darnach hatte er einen schönen Jsabellfarben Pavia<Pellican,>
(wie der zu Amsterdam, anno 1645 wahr, <auß America> den wir sahen)
iedoch, wahr er etwaß weißlichter, ist größer, als ein
Schwahn, sein schnabel ist fast so lang, als ein halber Arm,
undt so breitt, als eine handt. Der Schnabel ist roht, gelb,
weiß undt graw, wie Tulipahnen bletter, undt undter
dem Schnabel, gleich einem leder. Dieser Pellican, sol auß
Egypten kommen. Sol seinen iungen, auß der Brust, blut geben, || [[Handschrift: 429v]]
wann sie schon von der Schlangenbiß Tödtlich verwundet
sein, auch durch solches bluht, wieder zu kräften kommen.
Darumb es auch ein Hyerogliphicum, des Pellicans,
mit dem herren Christo ist, weil er duch sein Rosin-
farbes, theẅres bluht, seine kinder, vom ewigen
Todt, undt verderben, erlöset, und erkaufft hatt.


So hatten sie auch ein StachelSchweinlein, ge-
nandt: Porc espicq, so auß Affrica kommen soll. Jst
erst, (ihrem bericht nach!) 9 Monat altt. Sie er-
zehlten, das die allten, undt iungen, wann sie die
wilden wollen fangen, die Stacheln von sich schießen,
gegen die wilden zu. Sol unheilsam sein. Diß
Thier, (wann es recht groß, undt erwachßen, in-
maßen ich dergleichen, in Frangkreich, zu Saint Germain
en Laye, gesehen) hat stacheln, über eine halbe elle lang.
Sie seindt gesundt, vors zahnwehe, zu zahnstöchern,
gebrauchtt, seindt schwartz, undt gelbe, auf dem
leibe, wann man es überstreicht, ist diß Thier, sonst
gantz gelbe. Es schriehe, wie ein iung geboren kindt.


Ein Pavian wahr auch dar, machte allerley
wunderliche künste, u tantzte, undt übergaückelte
sich, machte lufftsprünge, wie ein Mensch, auf gleicher erden,
baldt mit 2<3> Meßern, baldt mit 2 brennenden kertzen,
undt auch, mit 2 bloßen degen. Satzte hüte, undt || [[Handschrift: 430r]]
körbe auf seinen kopf, tantzte undt überwarf sich damitt.
Sie sagten, er köndte auch reitten, und zu pferde sitzen, wie ein Mensch.


Ein kleinerer, undt iunger Pavian, wahr auch dar. Der-
selbige fieng auch schon ahn, etwas zu lernen, undt sie hatten
beyde, eine kleine katze, so lieb, und immer im busem[!].
Thaten übel, wann man sie ihnen <ab>nahm. Der größere
mußte auch einmal das kätzlein, aufm kopf halten,
undt darmitt Tantzen, welches ihn sehr verdroß, das das
kätzlein schrie, undt mawete. Gab ein gelächter!
weibesbilder, können sie übel leiden, sonderlich: wenn
sie ihnen etwas commendiren, oder in die Faüste klatzschen,
darzu wir unserer waschmägden eine, mit Mühe,
persuadiret, darüber ihr, der Pavian, baldt seine
Mütze, baldt ein hütlein, baldt einen korb, nach
dem kopf, (gantz lächerlich!) geworfen.


Es wahr auch, bey diesen leüttlin, zu sehen, ein
Mummenet, auß Malacca, ist schön, von allerhandt
farben, undt haaren, im gesichte rauch, mit blawen durch-
kerbten bagken, rothe Nasen, undt gelben bartt.
Sol, (etzlicher gelehrten Meinung nach) diese arth,
wie auch die Pavian<en>, undt Affen, verfluchte Menschen sein.
Diß Mummenet, wahr stargk, undt grimmig, kan
eine eiserne kette, entzwey beißen. Wann man
es überstreicht, reücht es, wie biesem.
Wenn es weibes-
bilder siehet, thut es fein gegen sie. Gegen unbekandte
Mannspersonen aber, ist es feindsehliger, sonderlich, wann Sie sich
stellen, als ob Sie die weibesbilder schlagen, oder beschädigen wollten, || [[Handschrift: 430v]]
So will es, den weibspersonen, zu hülfe, kommen. Jn Summa
diese rariteten, wahren alhier zu Bernburgk, seltzam,
auch sonst wol zu sehen. Das Porc espic roche wie
Biesem, <wurtznelcken> wenn man es mit der handt überstriche.


Das Mägdlein, sol ein armer holländischer pawer,
diesen leüttlein, umb undt vor 400 ReichsthalerRthlr: Jährlich
verpachtet haben, also: daß er daßelbige geldt,
bey den Oldermanns eines hospitals, dem kinde,
zum besten, als capitalien, iährlich deponiren <muß>, undt
nur die zinßen, zu sein, undt seines weibes, auch anderer
kinder undterhalt, behalten, undt erheben darff.


Diese leütte aber, (welche also das arme kindt
herümber führen, undt ihren gewinst, darmitt
treiben) behalten vor sich, alles das iehnige, waß Sie
über diese Summa der 400 ThalerThlr: gewinnen iährlich.
Sie geben vor, sie hetten schon 2400 ThalerThlr: in hollandt
übermacht, zum capital, dem Mägdlein, zum besten,
undt <wehren> also 6 iahr, herümber gezogen.


Wir haben sie ehrlich abgefertiget, und also wieder
forth wandern laßen. Gott wolle sie geleitten!


Das Mägdlein, kan lesen, schreiben, undt behten. Kan
aber sonst nicht viel lernen. Jst ein seltzames, iedoch,
nicht unförmbliches, noch gar abscheẅliches monstrum!
Sie kan nicht wol gehen, wo man ihr nicht den leib bindet,
hat kleine Füße, aber sehr digke stargke schenckel,
und ist so schwehr, das es unmüglich, Sie aufzuheben, noch recht zu faßen.

|| [[Handschrift: 3r]]


Ludit in Humanis; Divina Sapie[n]tia, rebus!25


Textapparat
a Im Original "alß hammeln, undt Wartemßleben, adjungirten" korrigiert in "alß Wartemßleben, undt hammeln, adjungirten".
b Abkürzung nicht auflösbar.
c Abkürzung nicht auflösbar.
d Der letzte Satz wurde im Original eingerahmt.

Kommentar
1 Personen nur teilweise ermittelt.
2 Apc 7.
3 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
4 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
5 Irrtum Christians II.: Erobert wurde das Fürstentum Moldau.
6 Hier: Ort der Eidgenossenschaft.
7 Lc 19.
8 4. Rg 25,8-21.
9 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
10 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um den neuen Fürsten von Moldau.
11 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um den alten Fürsten von Moldau.
12 Ort nicht ermittelt; gemeint ist vermutlich die Schlacht bei Finta Mare.
13 Ort nicht ermittelt.
14 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um die Moldauer.
15 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
16 Bedeutung nicht ermittelt.
17 2. Sm 3,38.
18 Idc 3,20.
19 Idc 3,12-30.
20 Idc.
21 Ps 145,14-21.
22 Mc 7,32-37.
23 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um den Fürsten von Moldau.
24 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Matei Basarab, Fürst der Walachei.
25 Zitat nach Ov. Pont. 4,3,49 (ed. Willige/Holzberg 52011, S. 482f.).
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1653_08.xml
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abfolgen
herausgeben
abkündigen
von einer erhöhten Stelle aus bekanntgeben
abwarten
verrichten
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
accompagniren
begleiten
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
addressiren
schreiben
adjungiren
anfügen, anhängen
adjungiren
beigeben, zuordnen
admiriren
bewundern
admiriren
(hoch) achten, viel aus etwas machen
admittiren
gestatten, zulassen
adstipuliren
beistimmen
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Alräunchen
der Menschengestalt ähnliche (bzw. entsprechend geschnitzte) Wurzel der Mandragora oder einer in Deutschland heimischen Pflanze, die als Zaubermittel und Talisman Verwendung fand
alteriren
verwandeln, verändern
alteriren
(sich) aufregen
alteriren
aus der Fassung bringen, erschrecken, aufregen
anmuten
zumuten, verlangen, auffordern
anmuten
(etwas Unannehmbares) begehren, erbitten
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
aufmerken
genau hinhören
Aufnehmen
Förderung, Wohlfahrt
aufwerfen
(ein Zeichen) aufstellen, sichtbar anbringen
aufwerfen
sich erheben, sich empören, sich entgegenstellen
aufwerfen
jemanden oder sich erheben oder in eine bestimmte Position bringen/erhöhen
aufwerfen
etwas (Erdmaterialien o. ä.) aufhäufen
aufwerfen
ausstoßen, absondern
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Balbier
Barbier
Bankkoch
für Pfannengerichte verantwortlicher Koch
Bartholomäustag
Gedenktag für den Heiligen Bartholomäus (24. August)
befahren
(be)fürchten
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
bescheiden
einberufen, vorladen
bescheiden
unterrichten, informieren
beschreiben
schriftlich ein- oder vorladen
beschreiben
auftragen, befehlen, vorschreiben
besorgen
befürchten, fürchten
besuchen
durchsuchen
besuchen
in feindlicher Absicht angehen, angreifen, überfallen, bedrängen
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Capital(ien)
verzinsliches Bargeld
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
committiren
(jemanden) beauftragen
committiren
(etwas) auftragen
confirmiren
bestätigen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
Conscienzrat
Amtsträger für Religionsangelegenheiten
contentiren
zufriedenstellen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contrarie
entgegengesetzt, ungünstig
Creatur
Günstling
Cunctation
Zögerung, Zaudern
Dammgebäu
Dammbau (als Tätigkeit), Bauarbeit an einem Damm
Dammgebäude
Dammbau (als Tätigkeit), Bauarbeit an einem Damm
decidiren
bestimmen, entscheiden
Defension
Verteidigung
deliberiren
überlegen, beratschlagen
Dexteritet
Geschicklichkeit, Gewandtheit
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
disseminiren
etwas verbreiten, ausstreuen, sähen
Dissension
Meinungsverschiedenheit, Uneinigkeit
dissuadiren
abraten, ausreden
Doppelhaken
schweres Gewehr, das beim Abfeuern auf eine Gabel gelegt wird
ehe(r)gestern
vorgestern
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
erfinden
entdecken, finden
erfinden
befinden, ansehen
erfinden
auffinden, vorfinden
excusiren
entschuldigen
Exorbitanz
Überschreitung des Maßes, Übergriff
Expectanz
Anwartschaft bzw. Aussicht auf etwas
Expresser
mit einem wichtigen eiligen Einzelauftrag entsandter Bote
Exulant
aus Glaubensgründen vertriebene Person (meist für vertriebene Protestanten aus den habsburgischen Erbländern und anderen rekatholisierten Territorien)
Freund
Verwandter
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
Gemeine
(Kirchen)Gemeinde, Gesamtheit der Einwohner eines Ortes
Generalaufbot
allgemeiner Zusammenruf des Heeres, allgemeines Aufgebot zur Heeresfolge
genungsam
genügend, hinreichend
gloriiren
sich rühmen, triumphieren, frohlocken, prahlen
Herrendienster
zu Frondiensten verpflichteter Untertan
hinterhalten
zurück(be)halten
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
impost
Steuer
Inculpation
Anschuldigung
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
intentioniren
beabsichtigen, vorhaben
Intraden
Einkünfte
Invitation
Einladung
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
kalter Brand
Absterben von Gewebe
Lerchenstreichen
massenhaftes Fangen von Lerchen mit Hilfe eines Netzes
maceriren
sich abquälen, mürbe machen
Maturation
Beschleunigung
maturiren
beschleunigen
meritiren
verdienen
meutiniren
meutern
meutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
Moderation
Minderung, (mäßigende) Abänderung
Moderation
Mäßigung, Zurückhaltung
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
Mummenet
Meerkatzenart
Murmelung
Gerücht
Murmelung
als eigenbezüglich betrachtetes, einer Protesthaltung zugeschriebenes Murren
Nachtnetz
Netz zum Fangen von Lerchen
occupat
beschäftigt, in Anspruch genommen
ominiren
prophezeien
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Parition
Folgeleistung, Gehorsam
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
perdoniren (pardoniren)
begnadigen
persuadiren
überreden, überzeugen
Pflanzung
Hinsetzung, Hinstellung
Ponderation
Bedenkung, Erwägung
poussiren
treiben, forttreiben, befördern, durchsetzen
Präparation
Vorbereitung
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
prävaliren
schadlos halten
prävaliren
dem Übergewicht beugen
prävaliren
überwiegen, vorherrschen, dominieren
Rancor
alter Hass, alter Groll
rauch
rauh
rauch
behaart, gefiedert
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
Reichstagsschluss
Zusammenfassung der Beschlüsse eines Reichstages, wobei verschiedene Einzelgesetze wiedergegeben oder zahlreiche Einzelnormen kompiliert werden
Relation
Bericht
Religionslibertet
Religionsfreiheit
Repräsentation
Aufführung eines Bühnenwerks oder theatralischer Szenen, Inszenierung, Vorstellung
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Restant
noch ausstehende Zahlungsforderung
Restant
mit fälligen Zahlungen im Rückstand befindlicher Schuldner
salviren
retten
Schloße
Graupel- bzw. Hagelkorn
Secours
Entsatz, Hilfe
Seetreffen
Seeschlacht
selbviert
eine Person mit noch drei anderen, zu viert
sieder
seit
Speranz
Hoffnung
spesiren
verköstigen, verpflegen
spoliiren
berauben, plündern
stabiliren
fest machen, versichern, bestätigen
streichen
zur Ehrerbietung (Flagge oder Segel) herunterziehen
streichen
Vögel mit Hilfe eines Netzes (massenhaft) fangen
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
submittiren
unterwerfen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Succurs
(militärische) Unterstützung, Hilfe
Teil
Partei, Seite
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Travaille
Mühe, Qual, Arbeit
travailliren
arbeiten
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
Trinitatis
Fest der Heiligen Dreifaltigkeit (erster Sonntag nach Pfingsten)
Trompter
Trompeter
übergaukeln
kopfüber stürzen
übertragen
tragfähig sein
übertragen
eine Last auf sich nehmen, ertragen, dulden
übertragen
verschonen, bewahren
überwerfen
erbrechen
überwerfen
sich nach vor- oder rückwärts überschlagen
unenthört
nicht erhört/gehört
veraccordiren
einen Vertrag schließen
verpicht
auf etwas versessen/bedacht sein
verschreiben
schriftlich versichern
verschreiben
schriftlich empfehlen
verschreiben
schriftlich mitteilen
verschreiben
schriftlich vorladen
verschreiben
schriftlich zusichern
verstöbern
vertreiben, verjagen
Victorie
Sieg
victorisiren
siegen, siegreich sein
visitiren
besuchen
visitiren
untersuchen, begutachten
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Volk
Truppen
Vulnerirung
Verletzung, Verwundung
waisen
zur Waise machen
Wassernuß
Wasserpflanze aus der Familie der Weiderichgewächse
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Zeitung
Nachricht
Zufall
unerwartete spürbare Veränderung der Gesundheit
Zufall
Ereignis, Vorfall
Zufall
etwas, das einem zufällt
Zufall
Zulauf, Parteinahme, Beistand
Abraham

Anm.: Biblische Figur; einer der drei Erzväter des Volkes Israel.

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Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Gebhard von Alvensleben

geb. 1618
gest. 1681
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Amtshauptmanns Gebhard von Alvensleben (1584-1627); Erbherr auf Neugatterleben, Glötha, Brumby und Seedorf; ab 1647 in Diensten des Magdeburger Administrators Herzog August von Sachsen(-Weißenfels) (1614-1680), u. a. als Hof- und Justizrat (seit 1649), Geheimer Rat (ab 1656) sowie Amtshauptmann von Giebichenstein und Moritzburg (seit 1659); mehrfach dilpomatische Missionen, u. a. als erzstiftisch-magdeburgischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649/50); 1668 Amtsverzicht und Rückzug auf seine Güter; ab 1671 Rat von Haus aus für Herzog Christian von Sachsen-Merseburg (1615-1691); seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausjagende"); vgl. Johann Bär: Theatrum Coelestis Gloriae [...], Wolfenbüttel 1682, S. 33-55.

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Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

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Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Barberini, Familie

Anm.: Florentiner Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Thomas Benckendorf

gest. vor 1658
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Geheimsekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1646 zudem Amtmann von Bernburg; ab 1647 kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock (noch 1649); seit 1653 "Kastner" in Cottbus.
August Bernhard von Biedersee

geb. 1637
gest. 1707
Anm.: Sohn des Adam von Biedersee (gest. 1655); 1649-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1673/78 fürstlicher Stallmeister in Bernburg.
Kaspar Böke
Kaspar Böckmann

Anm.: Geboren in Holstein; um 1646/56 Gärtnermeister und fürstlicher Schlossgärtner in Bernburg.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Markgräfin Eva Christina von Brandenburg-Jägerndorf
Geburtsname: Herzogin Eva Christina von Württemberg

geb. 1590
gest. 1657
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich I. von Württemberg (1557-1608); 1610-1624 Ehe mit Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624).

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Herzogin Anna Eleonora von Braunschweig-Calenberg
Herzogin Anna Eleonora von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Landgräfin Anna Eleonora von Hessen-Darmstadt

geb. 1601
gest. 1659
Anm.: Tochter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1617-1641 Ehe mit Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg bzw. Braunschweig-Calenberg (1582-1641); danach Witwensitz auf Schloss Herzberg am Harz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

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Christoph (2) Carl

geb. 1619
gest. 1688
Anm.: Sohn des Buchbindermeisters Christoph (1) Carl (gest. 1636); um 1650/53 Buchbindermeister in Bernburg; einige Jahre vor 1650 zugleich Tafeldecker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach bis Ende 1650 kriegsbedingter Aufenthalt in Preußen; seit 1654 zugleich Schulmeister in Waldau.
François Cazet de Vautorte
Comte François de Vautorte

geb. 1607
gest. 1654
Anm.: Sohn des Louis Cazet, Seigneur de Vautorte (1586-1651); Conseiller am Parlement de Bretagne; später Avocat général au grand conseil d'état in Paris; seit 1645 französischer Intendant de justice et finances für das Hochstift Speyer, das Erzstift Mainz, die Markgrafschaft Baden und die Unterpfalz; 1647/48 Intendant de justice bei der französischen Rheinarmee; Gesandter Frankreichs auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649/50) und dem Regensburger Reichstag (1653/54); Conseiller d'État; 1653 Erhebung zum Comte de Vautorte.

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Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1632
gest. 1653
Anm.: Sohn des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657); seit 1648 Hauptmann unter seinem Vater im Kosakenaufstand gegen Polen-Litauen.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Hans (2) Ehrich

geb. 1587
gest. 1665
Anm.: Bürger und Schuhmachermeister in der Bernburger Talstadt; spätestens 1636 auch fürstlicher Hofschuster (noch 1653).
Ehud

Anm.: Biblische Figur.

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Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Royal Consort Georg von England, Schottland und Irland
Royal Consort Georg von Großbritannien und Irland
Duke George of Cumberland
Prinz Georg von Dänemark und Norwegen

geb. 1653
gest. 1708
Anm.: Sohn des Königs Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); ab 1683 Ehe mit Anna Stuart (1665-1714); seit 1689 Duke of Cumberland; durch seine Gemahlin 1702-1707 Royal Consort von England, Schottland und Irland, ab 1707 Royal Consort von Großbritannien und Irland; seit 1684 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Ernst (2) N. N.

Anm.: Um 1653 fürstlicher Vorreiter in Bernburg.
Johan Evertsen

geb. 1600
gest. 1666
Anm.: Sohn des Kapitäns Johan Evertsen (gest. 1617); ab 1618/22 Kapitän der niederländischen Kriegsmarine; 1637-1664 Vizeadmiral und seit 1664 Leutnant-Admiral von Zeeland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Falvagerius
Georg Valvigerius

Anm.: Um 1653 böhmischer Exulant und Goldschmied.
Daniel Fischer

Anm.: Sohn des Bernburger Stadt- und fürstlichen Leibarztes Dr. Levin Fischer; seit ca. 1651 Sekretär der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in VIAF
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Fromhold

geb. 1602
gest. 1653
Anm.: Sohn des Prokurators, Hofrichters und Küstriner Bürgermeisters Matthias Fromhold (gest. 1610); Studium in Frankfurt/Oder (1616), Königsberg (1619), Wittenberg (1621) und Leipzig (1625 Bacc., 1626 Mag. phil., 1631 Promotion zum Dr. iur.); 1637-1648 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat; 1637-1641 auch Kriegsrat; 1645-1648 kurfürstlicher Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster und Osnabrück; ab 1648 Wirklicher Geheimer Rat; zudem seit 1650 Kanzler des Fürstentums Halberstadt; 1653 kurbrandenburgischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 479f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Georg (5) N. N.

Anm.: Um 1651/53 fürstlicher Gärtnerjunge in Bernburg.
Georg (6) N. N.

Anm.: Um 1653 fürstlicher Vorreiter in Bernburg.
Philipp Karl Geuder von Heroldsberg
Philipp Karl Rabensteiner

geb. 1636
gest. 1694
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Johann Philipp Geuder von Heroldsberg (1597-1650); 1651-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1665/68 Hofmeister in Bernburg; zuletzt anhaltisch-bernburgischer Geheimer Rat, Kammerdirektor und Hofmeister.

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Gonzaga, Haus
Herzöge von Mantua und Montferrat
Herzöge von Nevers und Rethel

Anm.: Italienisches Reichsfürstengeschlecht; Herzöge von Mantua (ab 1530), Montferrat (seit 1533), Nevers und Rethel (1565-1659).

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Joachim von Gravenegg
Abt Joachim von Fulda

geb. 1594
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinand von Gravenegg; Benediktiner in den reichsunmittelbaren Stiftern Kempten (1619-1635) und Fulda (ab 1635); Propst von Petersberg bei Fulda (1635-1638), St. Michael (Michaelsberg) bei Fulda (1635-1642) und Holzkirchen (1638-1644); seit 1644 Abt von Fulda.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Heinrich von Hake

geb. 1621
gest. 1693
Anm.: Sohn des braunschweigisch-lüneburgischen Rats sowie oldenburgisch-delmenhorstischen Rats und Kanzlers Robert Hake (1580-1649); Schulbesuch in Bremen; Studium in Leiden, Basel (1647 Dr. jur.) und Straßburg; um 1652/65 Hofrat in Plötzkau; ab 1665 fürstlicher Vormundschaftsrat, Kanzler und Kammerdirektor in Köthen; 1686 Nobilitierung; seit 1654 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Jüngere") .

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Hans (11) N. N.

Anm.: Um 1650/53 Kutscher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Hans (12) N. N.

Anm.: Um 1651/53 Bediensteter des fürstlichen Kammerjunkers Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Christoph Heldt

Anm.: Seit 1652 berittener Knecht und Reitschmied des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Helena

Anm.: Figur der griechischen Mythologie.

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Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
Friedrich Holst

Anm.: Möglicherweise Sohn des fürstlichen Stallknechts Friedrich Georg Holst; um 1652/56 Stall- bzw. Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Johann Hülsemann

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des ostfriesischen Superintendenten Heinrich Hülsemann (1569-1624) in Esens; Schulbesuch in Norden (1614), Stade (1615) und Hannover (1618); Studium in Rostock (1621), Wittenberg (1623), Leipzig (1627, Magister) und Marburg (1628, Lic. theol.); 1629-1646 ordentlicher Professor für Theologie in Wittenberg; 1630 Promotion zum Dr. theol.; ab 1646 Professor für Theologie und Oberpfarrer an der Nikolaikirche in Leipzig; seit 1647 Domherr in Zeitz; ab 1651 Propst und Senior des Domkapitels in Naumburg; seit 1657 Oberpfarrer an der Thomaskirche und Superintendent in Leipzig sowie Domherr in Meißen.

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König David von Israel

Anm.: Biblische Figur; Herrscher des vereinigten Königreichs Israel.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Philipp Jünger

geb. 1603
gest. 1674
Anm.: Sohn des Delitzscher Bürgers Philipp Jünger; 1617-1624 Lehre bei dem Zerbster Handelsmann Jakob Püßel; 1624-1636 Diener bei dem Leipziger Kaufmann Georg Winkler (1582-1654); ab 1636 selbständiger Handelsmann in Leipzig; seit 1662 auch kursächsischer Akziserat; Erbherr auf Liebertwolkwitz, Dölitzsch und Kleinpösna; vgl. Johann Ullrich Mayer: Des Rechten Jüngers Christi Billigste und willigste Folge [...], Leipzig 1675, o. S.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb. 1598
gest. 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Bernhard (1) von Krosigk

geb. 1582
gest. 1620
Anm.: Sohn des Adolf von Krosigk (gest. 1605); Erbherr auf Maxdorf und Badegast; 1596-1602 Page und Reisebegleiter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1609 fürstlicher Kammerjunker in Dessau; um 1612 anhaltisch-köthnischer Rittmeister; 1620 Tod als böhmischer Obristleutnant in der Schlacht am Weißen Berg; 1617 Gründungsmitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinliche").

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Brigitta (1) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Radestock

geb. ca. 1580/85
gest. nach 1654
Anm.: Tochter des Heinrich von Radestock (gest. vor 1609); 1609-1620 Ehe mit Bernhard von Krosigk (1582-1620).
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Katharina (1) von Krosigk

geb. ca. 1613
gest. 1672
Anm.: Tochter des Bernhard von Krosigk (1582-1620); um 1653 Aufenthalt am kurfürstlichen Hof in Dresden; spätestens 1668 Leben in Halle (Saale).
Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Israel Lagerfelt

Anm.: April bis November 1653 außerordentlicher schwedischer Gesandter in London.
Friedrich Lentz

geb. 1591
gest. 1659
Anm.: Geboren in Wittenberg; 1615 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; Kanzler (1617-1635) und Geheimer Rat (1635-1645) der Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg (1587-1645); 1645-1648 gräflich-stolbergischer Kanzler und Rat des Fürsten Christian II. Anhalt-Bernburg; seit 1648 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; vgl. Justus Söffing: Seligkeit im Glauben und Schawen [...], Jena 1659, Bl. E2 v-Fiv v.

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Lorenz (3) N. N.

Anm.: Um 1652/53 Hunde- und Jägerjunge des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Gebhard Loyß
Gebhard Louis

geb. 1613
gest. nach 1660
Anm.: 1635/36 und 1647-1656 Kammerdiener, zuletzt auch Geheimer Kammerschreiber und Bibliothekar des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1637 Hofkastner in Amberg; Inhaber eines lehnbaren Gülthofs in Büchelberg (Oberpfalz).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Ecaterina Lupu
Fürstin (Woiwodin) Ecaterina von Moldau

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Tscherkessische Adlige; 1639-1661 Ehe mit Vasile Lupu, Fürst von Moldau (ca. 1595-1661).
Vasile Lupu
Fürst (Woiwode) Vasile von Moldau

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des moldauischen und walachischen Hofbeamten Nicolae Coci; Großschatzmeister (1619/20), zweiter Logothet (1625), Mundschenk (1627) und Hetman (1629/30) in der Walachei; 1631 Statthalter der unteren Moldau; 1633 Führer eines Aufstandes der Bojaren gegen den walachischen Fürsten Alexandru IV Iliaș (gest. 1666); seit April 1634 bis 13. April 1653 und vom 8. Mai bis 16. Juli 1653 Fürst von Moldau.

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Johann Ernst von Metzsch

geb. 1629
gest. 1710
Anm.: Sohn des Joachim Christian von Metzsch (1587-1640); um 1653 fürstlicher Kammerjunker in Zerbst; ab 1672 Amtshauptmann von Rosslau; seit 1687 anhaltischer Landrat; 1699 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Georg Friedrich von Miltitz

geb. 1627
gest. nach 1669
Anm.: Sohn des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); Erbherr auf Podelwitz, Priesteblich und Groß Rosenburg.
König Eglon von Moab

Anm.: Biblische Figur.

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N. N. Nagler

gest. 1656
Anm.: Spätestens seit 1647 anhaltisch-plötzkauischer Sekretär und Kammerverwalter.
Nassau-Oranien, Haus
Fürsten von Oranien

Anm.: Zweig der Grafen von Nassau, der seit 1530 im Besitz des Fürstentums Oranien war.

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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N. N. Nickel

Anm.: Um 1653 Ehefrau des fürstlichen Bediensteten Martin (2) Nickel in Bernburg.
Martin (2) Nickel

geb. 1630
Anm.: Sohn des späteren Bernburger Bürgermeisters Martin (1) Nickel (gest. 1651); um 1653 fürstlicher Bediensteter in Bernburg.
Nikolaus (4) N. N.

Anm.: Um 1653 fürstlicher "Bankkoch" in Bernburg.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Paris

Anm.: Figur der griechischen Mythologie; Sohn des trojanischen Königs Priamos und der Hekabe.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
William Penn

geb. 1621
gest. 1670
Anm.: Sohn des englischen Kapitäns Giles Penn; 1642-1644 Kapitän, 1644-1648 Konteradmiral, 1648-1650 Vizeadmiral und 1650-1652 Kommandant der Südflotte der Kriegsmarine des Parlaments; 1653/54 General der englischen Flotte; 1654/55 Kommandant der Westindien-Flotte; seit 1660 Commissioner of the Navy Board und Mitglied des Parlaments (House of Commons).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Alonso de Peralta y Cárdenas
Vizconde Alonso de Villahermosa de Ambite

geb. ca. 1592
gest. 1666
Anm.: Sohn des Urbán de Peralta; 1638-1655 spanischer Botschafter in London; 1655-1660 königlicher Berater in Brüssel; außerdem Mitglied im Consejo de Guerra, Consejo de Estado (ab 1652) und Consejo Real y Supremo de las Indias (seit 1660); ab 1663 Vizconde de Villahermosa de Ambite.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgräfin Katharina Charlotte von Pfalz-Neuburg
Geburtsname: Pfalzgräfin Katharina Charlotte von Pfalz-Zweibrücken

geb. 1615
gest. 1651
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann II. von Pfalz-Zweibrücken (1584-1635); seit 1631 Ehe mit Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653).

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Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgraf Ludwig Heinrich Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1640
gest. 1674
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655); ab 1655 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim, zunächst unter Vormundschaft des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); seit 1654 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Tugendhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Pfalzgräfin Maria Eleonora von Pfalz-Simmern
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1607
gest. 1675
Anm.: Tochter des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1631-1655 Ehe mit Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655); 1655-1658 Regentin des Fürstentums Pfalz-Simmern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Amalia von der Pfalz
Pfalzgräfin Elisabeth Amalia von Pfalz-Neuburg
Herzogin Elisabeth Amalia von Jülich und Berg
Geburtsname: Landgräfin Elisabeth Amalia von Hessen-Darmstadt

geb. 1635
gest. 1709
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); 1653-1690 Ehe mit Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, seit 1685 Kurfürst von der Pfalz (1615-1690).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Infant Theodosius von Portugal
Duque Teodósio III de Bragança
Príncipe Teodósio I do Brasil

geb. 1634
gest. 1653
Anm.: Sohn des Königs Johann IV. von Portugal (1604-1656); ab 1640 Duque de Bragança und Infant von Portugal; seit 1645 Príncipe do Brasil.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Giovanni Antonio Pozzo
Johann Anton Puteus

Anm.: Geboren in Neapel und Bruder des Sprachmeisters Giovanni Ferdinando Pozzo; um 1652 Jesuit.
Wilhelm von Proeck

geb. 1585
gest. 1654
Anm.: Sohn des Andreas von Proeck; zunächst in kaiserlichen und brandenburgisch-bayreuthischen Kriegsdiensten; nach 1607 zunächst Hof- und Kammerjunker, ab 1615 Rat und Stallmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1623 zudem anhaltischer Rittmeister und Kriegskommissar; ab 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Räuchernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Dietrich Adolf von der Recke
Bischof Dietrich Adolf von Paderborn

geb. 1601
gest. 1661
Anm.: Sohn des kurkölnischen Rats Dietrich von der Recke zu Kurl (gest. 1624); Studium in Fulda und Mainz; Dr. jur.; ab 1619 Domherr in Münster, später auch in Paderborn; 1627-1643 Domdechant und 1643-1650 Domprobst in Paderborn; seit 1650 Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
João Rodrigues de Sá e Meneses
Conde João Rodrigues de Penaguião

geb. 1619
gest. 1658
Anm.: Sohn des Francisco de Sá e Meneses, Conde de Penaguião (1598-1647); ab 1647 Conde de Penaguião; seit 1641 königlich-portugiesischer Kammerherr; ab 1642 Mitglied des Staats- und Kriegsrats; 1652-1655 außerordentlicher Botschafter in London.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzogin Elisabeth Maria Charlotte von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Maria Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1638
gest. 1664
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655); seit 1660 Ehe mit Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz (1611-1664).

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Konrad Viktor Schneider

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Bitterfelder Amtschössers Michael Schneider (1582-1649); Studium in Wittenberg (ab 1621, 1632 Mag. phil.) und Jena (1635/36; 1636 Dr. med.); 1638-1640 Bildungsreise in die Niederlande und nach Frankreich; seit 1640 Professur der Anatomie und Botanik in Wittenberg; ab 1652 zudem anhaltischer Hof- und Leibarzt; seit 1668 auch kursächsischer Leibarzt von Haus aus.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Schuster
Hans Schuester

Anm.: Geboren in Gemünden am Main; Bürger und Böttchermeister in Bernburg; seit 1650 zugleich fürstlicher Hofböttcher in Bernburg (noch 1655).
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Tobias Seltenschlag von Friedenfeld
Tobiáš Seltenšlag z Fridenfeldu

Anm.: Böhmischer Adliger; um 1649/52 Agent verschiedener protestantischer Reichsstände in Wien.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Gheorghe Ștefan
Fürst (Woiwode) Gheorghe von Moldau
István Görgicze

gest. 1668
Anm.: Sohn des Bojaren Dumitrașcu Ceaur; leitender Miniter (Logofate) des moldauischen Fürsten Vasile Lupu (ca. 1595-1661); 1652/53 Anführer eines Aufstandes gegen den Regenten; 13. April 1653 bis 8. Mai 1653 und 16. Juli 1653 bis 13. März 1658 Fürst (Woiwode) von Moldau; danach Leben im Exil; 1668 Suizid in Stettin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Rudolf Stubenrauch

geb. 1594
gest. 1655
Anm.: Sohn des Dessauer Diakons Johann Stubenrauch (1558-1608); 1619-1622 Lehrer in Köthen; 1622-1625 Pfarrer in Osternienburg; 1625/26 Pfarrer in Großweißandt; 1626-1629 Diakon an der Zerbster Nikolaikirche; seit 1629 Pfarrer und Inspektor sowie Hofprediger in Plötzkau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 441f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Johann von Tornow

geb. 1610
gest. 1662
Anm.: Sohn des Brandenburger Bürgermeisters und Syndikus Johannes Tornow (1579-1629); Studium in Leipzig (ab 1631), Wittenberg (bis 1634), Königsberg (1631-1633) und Frankfurt/Oder (1636-1639); 1639-1648 kurbrandenburgischer Kammergerichtsadvokat; 1642 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Frankfurt/Oder; seit 1648 Hof- und Kammergerichtsrat; ab 1649 auch kurfürstlicher Lehnsekretär sowie Vorsteher der Schulen von Cölln/Spree und Joachimsthal; ab 1650 Wirklicher Geheimer Rat; seit 1651 zudem Staatskammerrat; 1658 außerordentlicher kurbrandenburgischer Gesandter in Hannover; 1654 Nobilitierung; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 604.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Cornelis Maartenszoon Tromp
Graf Cornelis Maartenszoon von Sølvesborg

geb. 1629
gest. 1691
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Maarten Harpertszoon Tromp (1598-1653); 1645 Lieutnant (1645), Kapitän (1649), Konteradmiral (1653), Vizeadmiral (1665) und Lieutenant-Admiral-General (1679) der niederländischen Marine; dazwischen 1658-1662 Entzug des Kommandos wegen illegaler Handelsgeschäfte; 1666-1673 zeitweilige Entlassung aus dem Kriegsdienst; seit 1676 dänischer Admiral-General im Schonischen Krieg; 1677 Erhebung zum Grafen von Sølvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Wolf Thilo von Trotha

geb. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Gänsefurth und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 215-310.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Paul Ulrich

Anm.: Seit 1653 fürstlicher Hausknecht in Bernburg (noch 1656).
Maria Ursinus
Geburtsname: Maria Heydenreich

geb. 1600
gest. 1658
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgers Joachim Heydenreich (gest. 1637); 1633 bis 1648 Ehe mit dem Bernburger Reitherrn und Ratskämmerer Erhard Ursinus (1578/79-1648).
Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

Weiterführende Informationen in VIAF
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Witte Corneliszoon de With

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Cornelis Wittenszoon de With (gest. 1602); zunächst im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (1616-1628) und Westindien-Kompanie (1628/29); 1629-1635 Kapitän der Kriegsmarine; 1635/36 Ratsherr in Brielle; seit 1637 Vizeadmiral von Holland und Westfriesland; 1652/53 auch Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsflotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Maximilian Wogau

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Johann David Wogau (1582-1636); 1627-1631 Studium der Rechte in Wittenberg; 1632-1637 Reise nach Holland, England, Frankreich und Seeland; ab 1639 Verwalter des städtischen Salzpfannen-Werks, danach Kornherr (1640), Achtmann (1641), Bierherr (1642), Vorsteher der Ulrichskirche (1643), Gräfenherr (ab 1644), Vierherren-Worthalter (1649), Holzherr (seit 1650), Geheimder (ab 1658) und Stadtkämmerer (seit 1661) in Halle (Saale); außerdem Hallenser Verbindungsmann des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Sibylla von Württemberg
Geburtsname: Fürstin Sibylla von Anhalt

geb. 1564
gest. 1614
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Tante Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1581-1608 Ehe mit Herzog Friedrich I. von Württemberg (1557-1608).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ludwig von Wuthenau

geb. 1614
gest. 1669
Anm.: Sohn des Albrecht von Wuthenau (gest. 1622); Erbherr auf Cösitz (bis 1665), Zeundorf, Trebbichau und Groß Trinum.
Ägypten
weiterführende Informationen
Ärmelkanal
weiterführende Informationen
Afrika
weiterführende Informationen
Alessandria
weiterführende Informationen
Altötting
weiterführende Informationen
Amerika
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anatolien (Kleinasien)
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Ansbach
weiterführende Informationen

Anm.: Bis ins 18. Jahrhundert meist Onolzbach genannt.
Baden (Aargau)
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Barby
weiterführende Informationen
Bellegarde (Seurre)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Braunschweig
weiterführende Informationen
Breda
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Burgund, Freigrafschaft (Franche-Comté)
weiterführende Informationen
Buro, Kommende
Anm.: Verwaltungseinheit des Deutschen Ordens.
Celle
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Finta Mare
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Freiberg
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Gardelegen
weiterführende Informationen
Garonne, Fluss
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Gernrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Gernrode, Stift
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Gotha
weiterführende Informationen
Gröna
weiterführende Informationen
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hammerstein
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hinterpommern, Herzogtum (Brandenburgisch Pommern)
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Homburg
weiterführende Informationen
Iglau (Jihlava)
weiterführende Informationen
Innsbruck
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Island
weiterführende Informationen
Israel, Königreich
weiterführende Informationen
Italien
weiterführende Informationen
Jerusalem
weiterführende Informationen
Kamieniec Podolski (Kamjanez-Podilskyj)
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Köthen
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Küstrin (Kostrzyn nad Odrą)
weiterführende Informationen
Landstuhl
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lemberg (Lwiw)
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Mähren, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Mailand, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Malakka
weiterführende Informationen
Mittelmeer
weiterführende Informationen
Moldau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Montferrat, Herzogtum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
München
weiterführende Informationen
Namur, Grafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Teil der Spanischen Niederlande.
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederländisch-Brasilien (Neuholland)
weiterführende Informationen
Niederlande, Spanische
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Oise, Fluss
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Picardie
weiterführende Informationen
Piemont
weiterführende Informationen
Pissdorf
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Recife (Maurícia/Mauritsstad)
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Rethel
weiterführende Informationen
Rhodos (Ródos)
weiterführende Informationen
Rhodos, Insel
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roye
weiterführende Informationen
Rudolstadt
weiterführende Informationen
Sachsen-Lauenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Saint-Germain-en-Laye
weiterführende Informationen
Saint-Quentin
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schaumburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Smolensk
weiterführende Informationen
Somme, Fluss
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Steiermark, Herzogtum
weiterführende Informationen
Suceava
weiterführende Informationen
Texel, Insel
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Walachei, Fürstentum
weiterführende Informationen
Warmsdorf
weiterführende Informationen
Westfalen
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg)
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Anhalt, Landstände
Bernburg, Konsistorium
Anm.: Landesherrliche kirchliche Verwaltungs- und Justizbehörde im Teilfürstentum Anhalt-Bernburg.
Brandenburg, Geheimer Rat
weiterführende Informationen
Bremen, Rat der Freien und Hansestadt
Corpus Evangelicorum
weiterführende Informationen
Duinkerker (Dünkirchener) Freibeuter
Anm.: Freibeuter, die während des Achtzigjährigen Krieges (1568-1648) im spanischen Auftrag von der flämischen Küste (v. a. Dünkirchen) aus Kaperfahrten gegen die Vereinigten Niederlande unternahmen.
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Gymnasium Joachimsthal (Gymnasium Electorale Brandenburgium in valle Joachimica)
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1607 im Jagdschloss Joachimsthal bei Eberswalde gegründetes Gymnasium, das 1636 nach Berlin verlegt wurde.
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Universität Frankfurt/Oder (Academia Regia Viadrina)
weiterführende Informationen
Quintus Horatius Flaccus: Oden, in: Oden und Epoden. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2002, S. 8-261. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Epistulae ex Ponto = Briefe vom Schwarzen Meer, in: Briefe aus der Verbannung. Tristia. Epistulae ex Ponto. Lateinisch und deutsch, übers. von Wilhelm Willige / Niklas Holzberg, Mannheim: 2011, S. 292-546. [Nachweis im GVK]
Dietrich von dem Werder: Vier und zwantzig Freuden-reiche Trost-Lieder/ oder Trost-reiche Freuden-Gesänge/ Auff die Stunde des Todes/ oder tödtlicher Schmertzen [...]: Nur mit einer Stimme/ Jedoch von einem gar stil-lautendem Säitenspiel begleitet/ ein- und vorzusingen, Leipzig: Tobias Riese & Timotheus Ritzsch, 1653. [Nachweis im GVK]