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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: September 1653


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 3r-34v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. September 1653
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Regen
  • Jahrmarkt zum Ägidiustag
  • Wirtschaftssachen
  • Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgast
  • Veranlasste Einkäufe
  • Rückkehr des Frauenzimmer-Hofmeisters Johann Esche von Wallwitz aus der Markgrafschaft Meißen
02. September 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Gespräch mit dem Amtmann Georg Reichardt
  • Einkäufe
  • Abreise der Witwe Brigitta von Krosigk und ihrer Tochter Katharina
  • Administratives
03. September 1653
Bernburg → Plötzkau → Bernburg
  • Lerchen- und Rebhühnerfang
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Fahrt mit Gemahlin Eleonora Sophia nach Plötzkau
  • Kondolenzbesuche bei Fürstin Sibylla, den Cousins Ernst Gottlieb und Lebrecht sowie den Cousinen Sophia und Elisabeth
  • Rückkehr nach Bernburg
  • Administratives
  • Früherer Hofjunker Christoph Wilhelm Schlegel als Abendgast
04. September 1653
Bernburg
  • Vogelfang
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Essensgast
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
05. September 1653
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Rückkehr des Hofrats Christoph von Jena aus Ballenstedt
  • Entsendung von Wallwitz nach Zerbst durch Fürstin Eleonora Sophia
  • Bericht durch Jena
  • Gespräch mit dem Kammerjunker Wolf Curt von Einsiedel
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
06. September 1653
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Nachrichten
  • Administratives
  • Spaziergang mit dem jüngeren Sohn Karl Ursinus zum Vogelherd bei schönem Wetter
  • Gespräch mit Jena
  • Wirtschaftssachen
  • Abschied von dem Prinzenlehrer Johann Christian Hammel
  • Rückkehr von Wallwitz aus Zerbst
07. September 1653
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kirchgang am Bettag
  • Abwesenheit der Gemahlin und lutherischen Bediensteten beim Gottesdienst
  • Gespräche mit Jena und dem Küchenmeister Philipp Güder
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
08. September 1653
Bernburg
  • Vogelfang
  • Besuch durch Christian Tappe
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit dem Hecklinger Pfarrer Matthias Cratius
  • Jena sowie der Hofrat und Lehenssekretär Paul Ludwig als Mittagsgäste
  • Ausfahrt der Töchter
  • Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
  • Audienz für Ludwig
09. September 1653
Bernburg
  • Vogelfang
  • Vorgestrige Durchreise des kurfürstlichen Kanzlers Matthäus d. J. von Wesenbeck aus Minden
  • Nachrichten
  • Gespräche mit dem Superintendenten Joachim Plato, dem Bernburger Pfarrer Georg Enderling, dem älteren Sohn Viktor Amadeus, Wallwitz, Jena sowie dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Wirtschaftssachen
10. September 1653
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Traum
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
11. September 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Dr. Mechovius, Georg Friedrich von Miltitz, Wallwitz, Jena und der Hofjunker Christian Wilhelm von Wartensleben als Mittagsgäste
12. September 1653
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Vogelfang
  • Gespräche mit Reichardt, Jena und Wallwitz
  • Gestohlenes fürstliches Fohlen
  • Besuch durch Matthias von Krosigk
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
13. September 1653
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Vogelfang
  • Ausritt nach Zepzig mit Hasenjagd
  • Gestriger Verlust des Fohlens
  • Ludwig und der Kanzlist Georg Knüttel als Mittagsgäste
  • Nachrichten
  • Miltitz als Abendgast
  • Wirtschaftssachen
14. September 1653
Bernburg
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Audienz für Miltitz
  • Miltitz und der Hofprediger Menzelius als Mittagsgäste
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit Jena und anderen Personen
15. September 1653
Bernburg
  • Hasenlieferung aus Ballenstedt
  • Rückkehr des Bediensteten Martin Nickel aus Regensburg
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Reichardt und Güder
  • Wirtschaftssachen
16. September 1653
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Audienz für den anhaltisch-dessauischen Hof- und Kanzleirat Georg Hermann
  • Gespräch mit dem Leibarzt Dr. Levin Fischer
  • Hermann, Dr. Mechovius, Dr. Fischer und der Kammermeister Tobias Steffeck als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Abfertigung von Hermann
  • Nachrichten
  • Wirtschaftssachen
17. September 1653
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Wirtschaftssachen
  • Hasenjagd
  • Entsendung von Dr. Fischer und Steffeck nach Plötzkau
  • Reise der Gemahlin mit Viktor Amadeus und der zweitältesten Tochter Ernesta Augusta nach Plötzkau
  • Administratives
18. September 1653
Bernburg
  • Dichter Morgennebel
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Gespräche mit Wallwitz und Jena
  • Korrespondenz
  • Außergewöhnlich großer Apfel aus Jenas Garten
19. September 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
20. September 1653
Bernburg
  • Nachrichten
  • Bericht durch Dr. Fischer
  • Spaziergang
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
21. September 1653
Bernburg → Plötzkau
  • Fahrt mit Viktor Amadeus und Karl Ursinus nach Plötzkau
  • Begrüßung durch den anhaltisch-plötzkauischen Stallmeister Wilhelm von Proeck
  • Begräbnis von Fürst August
22. September 1653
Plötzkau → Bernburg
  • Beratungen mit den Fürsten Johann Kasimir, Johann VI., Ernst Gottlieb und Lebrecht sowie einigen fürstlichen Amtsträgern
  • Einnahme der Mahlzeiten in langen Trauermänteln
  • Gespräch mit Fürstin Sibylla sowie deren Töchtern Johanna, Sophia und Elisabeth
  • Trauer um Fürst August im ganzen Land
  • Rückkehr mit Viktor Amadeus und Karl Ursinus nach Bernburg
23. September 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit dem Kammerschreiber Johann Senf
  • Wirtschaftssachen
  • Nächtliches Klopfen an der Plötzkauer Zimmertür am vergangenen Mittwoch
  • Nachrichten
24. September 1653
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr und weitere Entsendung von David Schmidt
  • Sinnsprüche
25. September 1653
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Anhörung der Vormittagspredigt
  • Administratives
  • Gespräche mit Jena und Wallwitz
  • Nachrichten
  • Ausfall der Nachmittagspredigt
  • Lektüre
  • Verdrängung der reformierten Geistlichkeit aus dem Zerbster Landesteil
26. September 1653
Bernburg → Ziegelberg → Bernburg
  • Hasenjagd und Lerchenfang
  • Ausritt zum Ziegelberg bei schönem Wetter
  • Wirtschaftssachen
  • Besichtigung der Neustädter Kirche
  • Gespräche mit Enderling, dem Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf und dem Bürgermeister Joachim Döring
  • Besteigung des reparierten Altstädter Kirchturms
  • Jena, Ludwig, Dr. Mechovius, Reichardt, Wallwitz, Dr. Fischer und andere als Mittagsgäste
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
27. September 1653
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Administratives
  • Gespräche mit Jena, Hammel und dem Hofmeister Gottlob Sekyrka
28. September 1653
Bernburg
  • Hasenjagd und Lerchenfang
  • Korrespondenz
  • Erneuter Besuch durch Senf
  • Gespräche mit Jena und Wallwitz
29. September 1653
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Korrespondenz
  • Zweimaliger Kirchgang zum Michaelistag
  • Hofprediger Menzelius und Katharina von Wallwitz als Mittagsgäste
  • Nachrichten
30. September 1653
Bernburg
  • Regen
  • Wirtschaftssachen
  • Abreise von Wallwitz nach Leipzig
  • Erneute Ankunft von Schmidt
|| [[Handschrift: 3r]]

Donnerstag den 1. September 1653.

<9 lerchen, Carolus Ursinus, cum socijs, seü servis, gestrichen.>

<Graphisch nicht darstellbares (spiralartiges) Symbol mit nicht ermittelter Bedeutung.[...] Regen.>


Gestern, wahr viehemarcktt, heütte ist der rechte
Ægidij, iahrmarckt alhier, zu Bernburgk, auf
welchen es gemeiniglich, stargk zu regenen pfleget.


Die verbiehtung der Müntze, will auch lose händel,
in dem handel, undt wandel machen. Zu Leiptzigk
undt Churfürstenthumb Saxen, hat man offentlich, das
verbott, der Brandenburgischen Müntze, ahngeschlagen laßen.


Alhier, ist es nur tacite geschehen, durch instiga-
tion, meiner Rähte, undt anderer optimatum, welche
besorget, es möchten die krähmer viel solches
geldt, inß landt bringen, undt hetten gerne guht
geldt, allein, weil man es vorhero nicht ange-
kündiget, noch den leütten zeitt gelaßen, die
Müntze, zu verwechßeln, gibt es confusion,
dann es den leütten dennoch kundt worden.
Preßen derhalben, der armuth, das geldt
also abe[!], daß Sie einen Brandenburgischen groschen, vor
5 Pfennige (denarii)d: undt einen doppelten, vor 10 Pfennige (denarii)d: nehmen.
Die kaufleütte, sehen doch wol, wo sie bleiben,
sonderlich, wann Sie wieder in das Brandeburgische oder halber-
städtische kommen, Auch die bierSchinder, undt handt-
wercksleütte allhier, verderben, darbey nicht. Nur die armuht
wer weiß? wie es Chur Brandenburg wird aufnehmen, daß man seine Müntze Tadel? || [[Handschrift: 3v]]
Da doch meine Empter, mit seinen landen, impliciret,
undt verwickelt gleichsam sein? Die Müntze zwahr,
an ihr selbst, ist nicht guht, ia sehr kupfericht, welches
die Churfürstlichen bedienten, undt Müntzmeister, zu halber-
stadt, oder in der Marck, zu verantwortten, billich haben.
Allein, solche uhrplötzliche verenderungen, machen confusion.
Man will auch, ahn itzo, alhier die Saxen Weymarische
dreyer, nur vor einen pfenning, aufs höchste 2 Pfennige (denarii)d: nehmen,
von denen ich doch, keine meldung thun laßen.
Man hat mich auch persuadirt, es wehre dergleichen
Brandeburgischen müntze, zu Zerbst, Deßaw, undt Cöhten,
verbotten, (inmaßen allbereitt, auf nähermahligem
LandtTage, zu Deßaw, im November, anno 1652 darvon
deliberiret, undt fast durchgehends, geschloßen worden)
alleine Schlegel, (welcher gestern, bey mir wahr,
undt heütte wieder verrayset), berichtet, das gantz
nichts, an dieser inhibition wehre. Man hette
doch den iahrmarckt, mögen also hingegen laßen,
Es gehet mir selber ab, an geleidte, Fehrgeldt,
undt andern Sachen, undt undter dem prætext der
verbeßerung, undt einer guten intention, mögen
PrivatPersonen, ihren schändtlichen eigennutz, durch
undterdrückung, den Armuhts suchen. Kan man also,
auch bey guten intentionen, den Mißbrauch, spühren, undt || [[Handschrift: 4r]]
nicht genungsam vigiliren! Gott verleyhe dienliche remedia!


Die wolgemeinte, undt zu Deßaw, resolvirte landeß-
Ordnung, hat man auch dieser Tagen, publiciret. Alleine wem?
Die beampten, halten vornehmlich darüber, bey den Bohten,
dreschern, Tagelöhnern, Encken, Agkergesinde, undt der-
gleichen gemeinen leüttlin, (bey denen es doch auch nicht,
recht forth will, undt der mißbrauch dennoch inhæriret)
den großen reichen bawern aber, item: handtwergks-
leütten, alß: Beckern, Schmieden, Schuestern, Sporern,
Schneidern, Tischern, Stellmachern, undt dergleichen,
sagt man nichts: das bier bleibet in theẅrem kauff,
die monopolia continuiren, der handtwergksmann, über-
setzt die leütte im Tax, ihrer arbeitt, und viel mehr,
als in benachtbarten Städten, also kan die Gesindeord-
nung, nicht wol bestehen, wann nicht in einem, so
wol als in dem andern remediirung, geschaft, undt
abgeholfen wirdt. Die iehnigen, so in Meinen pflichten
sitzen, undt darauf bestellet sein, sollten beßer handt
anlegen, undt den unordnungen, abhelfen, So würden
Mir, die labores nicht wieder anheim wachßen,
noch alles so schwehr, so Sawer, undt so verdrießlich werden.


Aber, der Teüffelische eigennutz, bey etzlichen,
machet, das Sie Mir selber resistiren, Sonderlich, die
iehnigen, welche Mir helfen sollten, undt also kan ich
Schwehrlich anders, als mit gewaltt, forthkommen, und durchdringen. || [[Handschrift: 4v]]
Ergo, weil ich auch sehe, das mirs abgang, undt
Schaden, an meinen jntraden, alß: Fehrgeldt, geleitte,
undt dergleichen bringet, auch darneben heütte erfahren,
das inngleichen bey Chur:Brandenburg etzliche Mejßnische
undt Erffurter groschen, auf 6 Pfennige (denarii)d: reducirt, undt abge-
setzt werden, Alß laße ich billich, beyde Churfürsten,
hierüber, (alß Potentiores) zusammen, undt concedire
tacite wieder, waß mir zu schwehr fället, noch
zur zeitt, alleine zu endern, undt zu verbeßern, zu-
mahl da es nur tacite auch verbotten, undt inhibiret worden.
Præcipitantia Consiliariorum, mihi nocuit, in hoc Passu!
Jedoch, habe ich befohlen, Man solte nicht zu haüffig,
solch geldt nehmen, sondern nur etwaß, damit dieser
orth, nicht überführt würde, und man auch, in
das Churfürstenthumb Saxen, handeln, solch geldt
aber, nur zum schiedtpfennig, gebrauchen köndte!


Extra zue Mittage, ist der hofprediger
Mencelius, herauf erfordert worden.


Privilegia, seindt, den kupferSchmieden, zu Zerbst,
gegeben worden, auf ihr innstendiges, demühtiges
imploriren, daß niemands, von frembden, solle dörfen,
im lande, kupfer, undt Meßing, verkauffen,
alß die Jnnlendischen, (außer der iahrMärgktte)
dann die frembden, verfälschen beydes, undt bringen in || [[Handschrift: 5r]]
das landt, verdorbene wahren.


Auf dem jahrmargktt, habe ich heütte, allerley
Notturften, zur Trawer, zur küche, zum Stall, zur haußhal-
tung, einkauffen laßen.


Wallwitz, ist auß dem lande zu Meißen wiederkommen.

Freitag den 2. September 1653.


Schreiben vom Cantzler Milagio auß Regenspurgk.


Kayserliche Mayestät seindt nach München, undt Alten Oettingen,
gerayset. Werden wieder zu Regensburg erwartett.


Die Gernrödische[,] Ascanische undt Magdeburgische compactat-
Sache, bleibet noch, in suspenso.


Ein Savoyscher Gesandter, ist zu Regensburg ankommen,
Nimbt seinen Sitz, nach Sachßen Lawenburgk.


Pfaltzgraf von Neẅburgk, hat den Meckelburgischen
gesandten1, weder zur audientz, admittiren,
noch das creditif annehmen wollen, sondern
ignominiose remittirt, dieweil der Titul
Durchleüchttig, nicht darauf gestanden.


Die Fürsten, seindt fast alle von Regensburg hinweg,
biß auf Chur Meintz.


Fürst Piccolominj, undt Fürst von Dietrichstain, certiren,
umb die præcedentz.


Er der Cantzler ist am Chiragra, etwas genesen, hingegen
sein collega, an Flüßen, krangk worden. Gott beßere es!

|| [[Handschrift: 5v]]


Den Amptmann Georg Reichardt bey Mir gehabtt.


Allerley, auf dem Marcktt einkaüffen laßen,
per Abraham von Rindtorf und Hans Friedrich Eckardt nebenst Clamor dem Schneider.


Heütte vormittage, ist Berndt Krosigks wittibe,
mit ihrer Tochter, Catherina, wieder forth gewandert.


Jch habe einen losen handel zwischen hofmeister
Sekerka, auf einer seitte, undt zwischen hofprediger
Menzelio, und seiner Frawen, wegen zweyer
Böhmischen mägde, und waßerträgerinnen,
umb injurien willen, durch Tobias Steffeck von Kolodey in etwaß
vertragen. Gott gebe ferner Friede! und einigkeitt!


Risposta von Ballenstedt von Jehna. Es leßet sich alles,
gar schwehr ahn. Doch kan Gott, endlich helffen!
Er hat mit Caspar Pfawen, conferentz gehalten, wegen al-
lerhandt Steẅerrechnungen. Pfaw, hat auch berichtet,
daß Fürst Johann Casimir, aufn Montag, zu Plötzkaw,
sein würde, hette sich schon resolvirt, das Directorium
ahnzutretten, wie Sie dann, die Poßeßion (wiewol
noch nicht würgklich,) deß Seniorat Amptß,
Gernroda, apprehendiret, (welches ihm Obrist Leutnant Knoche
ahngedeüttet)[.] Fürst Hanß, hette ihm auch allbe-
reitt, darzu gratuliret, so wol wegen deß
OberDirectorij; als Seniorats. Dringet man
sich also, de facto, darzu, ohne mein zuthun, und consenß!

|| [[Handschrift: 6r]]

Samstag den 3. September 1653.

<24 lerchen, 4 Räphüner, Hanß Cohte, Oberlender, und heinrich Stalliunge, mit dem NachtNetze, gestrichen.>


Schreiben, von der schwester von
Deßaw, durch den Superintendeten Raumerum.


Oeconomica, undt Rechnungen, revidirt.


Nachmittags, bin ich, mit Meiner freundlichen herzlieb(st)en Gemahlin, nacher
Plötzkaw, hinüber gekutzscht, undt eine Jungfer
mittgenommen, habe meinen langen TrawerMantel
umbgehabt. Wartemßleben ritte vorher. Ein Page,
undt raysiger knechtt, folgten nach. Also habe ich
der FrawMuhme, mündlich, das leid geklaget,
Jhrer Liebden wie auch den vettern, undt Bäßgen,
eine Nachtbahrliche wisite gegeben, undt Sie
getröstet. Alß ich herkahm, (wiewol unvorse-
hens, ward ich, mit Meiner gemahl, (im platz ab-
steigende), von Jungkern und rähten, in langen
Mänteln, entpfangen. Die nicht flugks mäntel
umbhatten, holeten dieselbigen, baldt hernach.
undt man führte mich, in ein zubereittetes
schönes gemach, das beste, im hause alda ver-
wartete ich, biß ich vernahm, das es der Fraw-
Muhme gelegen wehre, mich zu admittiren,
welches über eine kleine weile, vom Stallmeister
Pröecke mir angedeüttet, und zu meiner commoditet || [[Handschrift: 6v]]
gestellet wardt, Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin aber, wahr
alsobaldt, von der kutzsche auß, mit ihrer Jungfer, zur
FrawMuhme hinauf gegangen. Alß ich nun, zur
FrawMuhme, kahm, undt Jhrer Liebden condolirte,
undt das leidt klagte, kahmen beyde vettern, Fürst Ernst,
undt Fürst Lebrechtt, in langen Trawermänteln, auch
hinein, denen ich, nach vollbrachter klage, gleichsfalß
condolirte, wie inngleichem, beyden anwesenden iüngern
Freẅlein, (dann die Elltiste, Fraẅlein Johanna, war
etwaß unpaß, undt in ihrem zimmer, hatte Artzeney
gebraucht, wurde aber, von Meiner herzlieb(st)en gemahlin besuchtt!)
undt von allen, Christlich, Tröstlich, undt wol beant-
wortett wardt. Alß ich nun, ein 1½ Stunden
lang, mich aldar, mit guter Christlicher conversation
ergetzet, seindt wir, wieder abschied nehmende,
undt Von dem Stallmeister Pröegke, vom hofraht
Hacke, von Ernst Gottlieb von Börstel, hinundter
in langen Mänteln, biß ahn die kutzsche, begleittet
seyende, mit unsern leüttlin, nach hause, gezogen.


Die liebe Fromme FrawMuhme, als ein rechter
TugendtSpiegel, undt Gottsehlige Fürstin, wuste
sich, so schön, in gedultt zu faßen, undt zu trösten,
daß ich mich d[a]rüber, verwundern mußte,
zumahl, da mir nicht unbekandt, wie hertzlich || [[Handschrift: 7r]]
diese Gottsehlige Eheleütte, einander, geliebet, undt
eine, fast unvergleichliche, liebliche, friedliche Ehe, in
35 iahren, mitteinander, beseßen, da kein böß
wortt, kein Sawersehen, einander, gegeben worden.


Jhre Liebden erkandten es auch, undt verglichen es selber, einem
Jrrdischen Paradiß, die gehabte Ehe, hoffeten auch,
undt wüntzschten hertzlich, dero Sehligem herzlieb(st)em herren, baldt
nachzufolgen, inmaßen, Jhre Gnaden deroselben, prophezeyet
solten haben. Als nun meine antwortt, undt vota
dargegen wahren, wolten Jhre Liebden doch, gerne darauf behar-
ren. Es wurde auch viel geredet, von des Sehligen
herrnvetters Schwachheitt, undt lengst gehabten sterbens-
gedancken, insonderheit von dem Freẅdigen Muth,
welchen Jhre Sehligen Gnaden, in überwindung dero
schmertzen, und Sanftem stillem Tode, erwiesen,
undt wie Sie, so getrost in demselben gewesen.
Sol unß billich, zum beyspiel diehnen! Gott
gebe! das wir den Treẅen vermahnungen, des
Sehligen herrnvettern nachsetzen, undt die Einigkeitt
unsers Uhrallten Fürstlichen haußes, befördern mögen!


Zu Bernburgk, hat man inndeßen, mühe
gehabtt, Wallwitz, mit Hanß Cohten, undt
Sekerka, mit dem hofprediger, zu vereinigen!
Der Sathan, richtet immerdar gerne, unfriede ahn! perge


Extra zu abends, Christof Wilhelm Schlegel gehabtt.
<Er hat mit Christj Jesu wurtzel, gebracht, so in Ungarn, allein wächßet, und gut ist, vor zauberey.>

|| [[Handschrift: 7v]]

Sonntag den 4ten: September 1653.

<30 kleine vogel Vom vogelherdt[.]>


Jn die kirche, cum filiis allein, & nobilibus.


Extra: den CammerRaht, Doctor Mechovium gehabtt.


Nachmittags, wieder in die kirche, (undt abermahligen
anfang der Catechismuspredigtten,) cum filijs. &cetera


Die Relation auß Regenspurg de Numero 38 ist numehr
auch ahnkommen. Man will unser Fürstliches hauß, auch mitt
in die Deputation der Evangelischen ziehen. Gibt unß
einen splendorem, ist doch etwaß oneroß.
Jedoch, mit ehren nicht abzuschlagen. Andere,
dörften es, ambabus manibus, apprehendiren.


Der Grave von Sintzendorf, <Kayserlicher Reichshofrath> ist numehr auch,
Päbstisch worden, wie auch, ein luttrischer priester2, von Augspurg perge
Doctor Weidembach, will abdangken. Jst also, kein Evangelischer
Reichßhofrath, mehr, alß Doctor Bonn.


Wirtembergk, undt Baden, ambiren, daß
Prædicat, Fürstliche Durchleüchtigkeitt.

Montag den 5ten: September 1653.

<32 lerchen, Gärtner, Toffel Heldt, und Lorentz vorreütter.>

<1 hase, Viktor Amadeus gehezt.>


<13 kleine vogel, vom vogelherdt.>


Gestern abendt ist Jehna, mit guter verrichtung,
von Ballenstedt, Gott lob, wiederkommen.
Gott helfe ferner, mit gnaden! Er hat etwaß
angefangen, die Discußion der Steẅern, vorzunehmen, Jtem:
den vergleich, mit Fürst Friedrich in einen gewißen modum, zu reducjren,
undt auch, nach der Oeconomia, zu sehen.

|| [[Handschrift: 8r]]


Wallwitz, ist heütte von Meiner gemahlin Liebden nacher Zerbst,
geschickt worden.


Jehna hat relation, noch ferner gethan.


Jtem: den iüngern Einsidel, (numehr Elltisten Sohn, des Sehligen
hofmeisters!) bey Mir gehabtt, nach dem er, mit dem von
Jehna, von hoym, von seinem vettern, oder Mutter bruder,
Hanß Ernst, von Börstel, und von Ballenstedt, wiederkommen.
Gott gebe richtigkeitt überall, undt aller wegen.


Schreiben, auß Paris, vom herrn Drelincour, mit Dedicationen,
Jtem: vom Grafen von hatzfeld[,] Jtem: von Croßen, leiptzigk, Hall. perge


Die Avisen geben: daß die holländer im letzten treffen,
zur See, Acht Schiffe verlohren, auch etzliche beschädiget seyen!
Sie rüsten sich noch stargk, zu beyden Theilen, undt continujren
dennoch auch, die Tractaten. Der Admiral Tromp, sol gar
magnifice, zu Delfft, zur erden, bestattet werden, deßen
Stelle, ist noch nicht ersetzet. Jn Dennemargk, undt
Norwegen, seindt reichbeladene OostJndianische Schiffe
eingelauffen, dieselbigen sol Witte Wittenß, einholen.


Der König in Dennemargk ist in Lawlandt, auf die iagtt,
gezogen, undt leßet hin: undt wieder, volgk mustern, <undt> werben.


Jn Schweden, ist Pfaltzgraf Adolf Johanns, gemahlin
gestorben. Des gewesenen Feldtmarschalls TorstenSohns, wittwe,
eine von La Garde, heyrathet wieder, undt nimbtt
den ReichßTrotz3, Graf la Brahe. Die Königin, hat
etzliche Rähte, undt Nobiles, zu Freyherren, creiret. || [[Handschrift: 8v]]
Es sol eine große hitze, in Schweden, lange continujrt haben.


Jn Polen, will sich zwahr, der große Czaar, in der
Moßkaw, zum Mediatore gebrauchen laßen, undt den
frieden, solcher gestaltt, halten, er will aber darneben,
Man solle den Cosagken, undt Griechen, ihre kirchen,
wieder einraümen, undt etzliche privatos strafen,
welche hiebevor, im reden, undt schreiben, den Großfürsten,
nicht recht tituliret, undt sich sonsten etwan an
etzlichen Moßkowitern, vergriffen. Es continuiret,
daß der neẅe Hoßpodar in der Wallachey4, den Allten
veriaget, undt geschlagen, undt deßen gemahlin, in
einer Festung Sokol, belägert, undt daß der Ragozy,
dem König in Polen, beystandt leiste, hingegen aber,
die Cosagken, mit den Tartarn, sich wiederumb stärgken.


Kayserlicher Mayestät wiederkunft, von Regenspurg undt dero
ahnwesenheitt, wirdt von Oesterreichischen und Ungrischen
Ständen, sehr verlanget. Man vermeinet, Sie
werden noch im Novem<September> gewiß von Regensburg aufbrechen,
von dannen fast alle allte Fürstliche haüser, schon abgereiset,
undt die consultationes, durch deputirte, forthsetzen,
wann Jhre Mayestät werden, von der wahlfarth, nacher
Oettinghen, wieder gekommen sein.


Jn Böhmen, sollen die neẅlichst gefundene gesundt-
brunnen, viel krangkheitten, heilen, undt die endtstandene
pawren rebellion, mit der soldatesca, gedempfft werden.

|| [[Handschrift: 9r]]


Zu der Schwedischen satißfaction, wegen der Vechte, sollen
4 RömerMonat, bewilliget werden.


Die Spannische armèe, ist mit zuthun des Printz von Condè,
undt des hertzogs von Lottringhen, in Piccardie, und Champaigne
sehr stargk, nehmen viel städte ein, setzen daß land in con-
tribution, brennen, undt sengen. Die Königliche armèe undter
dem Visconte de Türenne, gehet defensive und verschan-
tzen sich. perge hingegen, haben die Königlichen, undter den Dücs
de Vandosme, undt de Candalle, Bourdeaux gewiß occupirt,
undt etwaß hart darinnen verfahren, also daß man be-
sorget, dieselbe große Stadt, wieder rebelliren, die nicht
gehaltene Amnistie verfechten, undt die Cittadellen sich
ungerne aufbürden laßen dörften. Jn Catalogna,
sollen die Frantzosen, zimlich wieder, empor kommen.
Dem Cardinal de Rèez, hette der König in Frankreich seine erledigung
versprochen, wenn er zu Rom, biß auf ferneren bescheidt bleiben,
undt des Pabsts, undt der Cardinälle erkandtnüß, seine Sachen,
submittiren wollte? Jn Piemont, undt Montferrat,
liegen die Spannier, undt Frantzosen, stargk gegen einander, zu felde.


Der venezianer, ihr Bailo, ist noch bey dem Türckischen Kayser,
im arrest. Es sol abermals, Türckischer secourß, in Canêa, ankommen
sein, in die 4000 Mann, mit 50 galleren. Jn Dalmatia besorgt
man, es werde Sebenico, oder Spalatro belägert werden,
undt denen Morlacchj, so venezianisch worden, stargk zugesetzt.
Der Türckische Kayser, leßet scharf inquiriren, auf die ieh-
nigen, so an seines herrnvatters Tode, schuldig sein sollen.

|| [[Handschrift: 9v]]


Jn Schottlandt, sollen sich viel prediger, undt andere
redliche leütte, vor den König, moviren, der König
aber, am fieber krangk sein.


Jn Preüßen, graßiret die pest, hefftig.


Jn Pommern, sol das begräbnüß, des letzten
Hertzogs Bogislaj Seligen angestellet, 80000 ReichsthalerRthlr:
vom lande, darzu contribuiret, darnach aber
die Erbhuldigung, so wol, von Königlich Schwedischer
alß Churfürstlich Brandenburgischer seitten, eingenommen werden.

Dienstag den 6ten: September 1653.

<3 hasen, Abraham von Rindtorf von der hatz.>


<12 vogel vom herde.>


Es stunde auch gestern, in zeittungen, daß das geschrey,
von der Kayserinn Eleonora Todt, noch zur zeitt, falsch
wehre. Sie wehre nur krangk, nicht aber Todt.
Gott gebe Jhrer Mayestät gesegnete beßerung!


Jn Polizey, <sachen, und wegen der> Oeconomy: undt verdorbener Müntze,
allerley anstaltt, zu machen gehabtt.


Post expedita negocia, mit Carolo Ursino, auf den
vogel herdt, spatzirt, es wahr zwahr schön wetter,
iedoch etwas Windig, 12 Vogel, hatte Ernst gefangen.


Conversatio, wie täglich, mit Jehna.


Avis, von Plötzkau daß mein vetter, undt Schwager, Fürst Iohann Casimir
mit Seiner gemahlin, daselbst gewesen, sich excusirende,
daß Sie dißmahl vorüber gezogen, wegen eilfertigkeitt.


Man dringet sehr, auf die beförderung, des begräbnüßes.
<zu Plötzkaw.>

|| [[Handschrift: 10r]]


heütte laße ich, Rübesaht, undt winttergerste außseen,
Gott gebe zu diesem anfang, segen! glück! undt gedeyen!


Hammeln hat abschiedt genommen, will nacher Zerbst.


Wallwitz, ist von Zerbst, wiederkommen.

<17 Lerchen, 1 wachtel, Fritz Sattelknechtt, Hanß kutzscher, Rindorfs iunge.>


<87 kleine vogel, vom herde.>


Am heüttigen BehtTage, cum
filijs, & nobilibus meis, zur kirchen, <gebeht> undt Allmosen. perge
Die Factio Lutherana uxoris meæ, ist mehren-
theilß, mit den höheren, zu hause geblieben!
Regis, ad exemplum; totus componitur Orbis! perge


Conversatio, mit Jehna, undt andern, in specie, mit Philipp Güder Nota Bene[.]


Post von Ballenstedt, bekommen, von der schlechten
Erndte, undt schlechtem vorrath aldar, wegen
des hagelschadens, undt dürren wetters. Patientia!


heütte ist ein wispel weitzen, alhier zu dem
vorwergk Bernburg außgeseet worden. Gott
gebe zu glügk! segen! undt gedeyen!

Donnerstag den 8ten: September 1653.

<8 Lerchen, vom Streichen, perge 9 mandel, kleine vogel.>


Jch habe den iungen Christian Tappe, bey mir gehabtt,
(welcher bey den Schwedischen gewesen) undt allerley
von ihme vernommen, undt mir berichten laßen.


J'ay depeschè vers Crossen et Ordonnè aussy, d'autres
Correspondances, èscrivant mesme, au Chancellier Milagius,
& a Monsieur Drelincourt.

|| [[Handschrift: 10v]]


Der pfarrer zu Hecklinghen, Cratzius, ist bey Mir
gewesen, klaget 1. das die von Trotta, auf ihren
haüsern communiciren, undt Taüffen laßen, wenn
sie wollen, da ichs doch, ihren Elltern, alß
allten Schwachen leütten, mit den ihrigen,
interimsweyse, tanquam personale, ad tempus
concediret, biß der kriegsSchwall vorüber
wehre, undt solches nicht auf die hæredes, zu
restringiren. 2. Daß sie zu solcher communion, auch
die undterthanen vociren, denen solch Privi-
legium, doch nicht erlaübet ist, undt Sie also
doppelt, meine jura Episcopalia violiren,
undt das privilegium, oder concession, abutiren.
3. Das ihre beampten, schreiber, undt pachtt-
leütte sich auch deßen gebrauchen, undt
Taüffen laßen, durch frembde pfarrer,
auf derer von Trohta, haüsern, da doch, in
der Concession, keiner tauffe gedacht ist worden,
viel weniger andern privatis, solches permittiret.
4. Daß Sie, wieder parolle, undt offtermahlige
erinnerungen, weder die kirche, noch das
pfarrhauß, wieder bawen, und der pfarrer, im kaldten, || [[Handschrift: 11r]]
im wintter, undter dem bloßen himmel, predigen
muß, die Schöne kirche, so von meinen vorfahren ge-
bawet, nicht wieder angerichtet wirdt, undt das
pfarrhauß, auch öde, undt wüste stehet. 5. Das
endtlich, auß den vielen gewohnheitten, ein rechtt
dörfte erzwungen werden, inmaßen schon
viel actus ein 1½ iahr, nacheinander sollen sein
erzeüget<exerciret> worden. Es seindt aber solche actus,
(darvon man mir nichts referiret,) actus
clandestinj, oder davor zu achten. Meine
Cammer, undt hofrähte, haben auch die Sache, gar
lawlichtt getrieben, und fast nicht anbringen
wollen, auch die concession allzu late jnterpretirt.
Je n'espere pas, qu'ils se laissent corrompre, dès Trota.


Extra zu Mittage, neben Jehna, den hofrath,
Paul Ludwig gehabtt. Jl y a eü, dés dispütes; entre nos nobles. perge


Meine Töchter, seindt hinauß spatziren gefahren Nachmittags[.]


heütte, werden wieder, 18 Schefel (Scheffel)schfl: weitzen, zu Zeptzigk
gesehet. Gott gebe zu glügk! segen! undt gedeyen!


Mauvayses nouvelles, que non seülement la
monnoye, de l'Electeur de Brandenburg a estè cassèe,
en l'Electorat de Saxe, & aux Estats circonvoysins,
mais aussy, que ce bon Pieux, et Vertuëux Prince,
L'Electeür de Brandenbourg, soit mort. Dieu, ne le Vueille pas!

|| [[Handschrift: 11v]]


Paul Ludwig Nach deme er, seine Rechnungßcommission, mit
Jehna, continuiret, undt zu Mittage, extra geblieben,
hat sich, bey mir, præsentiret, undt ist, nach geendig-
ter Audientz, undt conferentz, wieder hinundter, jn die Stadt[.]

Freitag den 9ten: September 1653.

<14 lerchen. Bidersehe, Banckkoch, haußknechtt.>

<1 Schockßo: undt 17 kleine vogel; vom herdt.>


Matthias Wesembecius, Churfürstlicher Cantzler, zu Minden,
(so vorgestern allhier zu Bernburg gewesen) hat von
seines gnädigisten herren, des Churfürsten von Brandenburg
Tode, nichts berichtett. Von der Müntze, mag
es hehrkommen, daß etwan einer gesagt hat: Nun ist
der Churfürst von Brandenburgk Todt. Dann,
wann eines herren Müntze verbotten wirdt,
pfleget wol, der gemeine Mann, dergleichen
Sprichwortt, zu gedengken. Gott helfe ia, in
gnaden, daß diese böse zeittung, nicht wahr seye!


Wesembeck hat auch berichtett, wann Engellandt,
undt hollandt, friede machen, undt sich coniun-
giren sollten, das alßdann, einer solchen formi-
dablen Machtt, der Kayser, der König in
Spannien, undt Schweden, sich conjunctis viribus,
opponiren würden, undt dörften wol Dennemargk
(welches an itzo etwaß laviret) mitt, in solche alliance, || [[Handschrift: 12r]]
ziehen, auch die Chur: undt Fürsten des Reichß, nebenst
den ReichsStädten.


Die Stadt Brehmen, stünde in großer gefahr, weil
sie noch in der Acht wehre. Der Kayser, setzt ihr zu,
auf einer, der Schwede, auf der andern seitte, sonderlich,
General Königßmargk, welcher der Stadt sehr aufsetzig
wehre, auf der dritten wehre der Grave von Ol-
denburgk, ihr wiedersacher, wegen des Wehserzolls.
Sie hetten denselbigen, mit 200 mille ThalerThlr: redimiren
können anfangs, Solch geldt, hetten sie numehr,
auf rechtfertigungen, und abschickungen spendiren,
keinen dangk darzu haben, undt noch viel ein
mehreres, zubüßen müßen. Sie wehren aber,
resolvirt dennoch, wieder die Schweden (welche hin: undt
wieder Schantzen aufwerffen, sie rings herumb
blocquirt, auch heimlich intelligentzen, in der Stadt,
halten, undt sie mit gewaltt, oder verrähterey,
zu bezwingen, vorhabens sein sollen) sich zu wehren.


Chur Brandenburg hat sich, durch ihn Wesembecium
interponirt, zwischen dem Raht, undt der Stadt Breh-
men, sie, in ihren großen, durch die Schweden, undt
andere, fomentirte differentzien, zu vergleichen.


Die Kayßerlichen wollen die Jesuwiter kirche, noch
eingereẅmet haben, ehe sie die Acht aufheben wollen.


Der NiederSäxische Krayß, siehet ihr unglügk nicht gerne,
wollte ungerne, das die Schweden, eine solche Stadt || [[Handschrift: 12v]]
übermeisterten, welche ihnen so wol gelegen, daß
Sie wol eine armèe von 20000 Mann, ordinarie
darinnen, und an dem WehserStrohm, würden
bequehmlich halten können. Die gute Stadt,
wehre numehr, fast von iedermann verlaßen, in
ihren nöhten, oder doch, kaltsinnig, undt mit furchtten,
assistiret. Die Staden, hetten ihnen die alliance
aufgesaget, so baldt sie gehöret, daß sie mit
dem Kayser, zerfallen, undt in die Achtt, erklähret
worden wehren. Dann, sie wolten, weder den
Kayser, noch das gantze Reich, umb einer
Stadt willen, wieder sich, reitzen, undt zu feinden,
machen. Chur Brandenburg hülfe ihnen, gerne,
darff aber nicht, die Schweden, seine Nachtbarn,
offendiren. Chur Pfaltz, ist zu weitt endtseßen,
hat auch keine kraft, noch vermögen, zu helffen.
Der NiederSächsische Crayß, lieget im Armbrust.
Heßen, verleßet sie, ebenmäßig, auß furchtt.
Die innerliche uneinigkeitt, Mißtrawen, undt
böse affection, zwischen dem Raht, und der bürger-
schafft, so sich noch nicht, stillen will, dörfte ihnen,
den garauß machen, wo Gott nicht ihnen wunderlich hilfftt, || [[Handschrift: 13r]]
undt sich der guten Stadt, erbarmet, undt annimbtt?
Jn Summa: es heißt: Ruente quercu; quivis ligna colligit!
Gott wolle allem bösem! und allem unheyl steẅren!
undt kräftiglich wehren! perge


Der Superintendens, Er Joachim Plato, ist bey Mir
gewesen, allerley zu referiren, 1. wegen angestel-
leter Catechisation. 2. Wegen verenderung der
Tage, der wochenpredigtten, und wie es, mit dem
BehtTage, zu halten? 3. Wegen der restirenden
besoldung, undt daß er müße noht leiden.
4. Ob unsere nohtleidende reformatj, sonderlich, die
iehnigen, welche unß mitt collecten, guts ge-
than) mitt in das allgemeine gebeht, nicht mitt
einzuschließen. Jch habe ihn auf alles bescheiden!


Magister Enderling, ist darnach auch, bey Mir gewesen,
undt hat sich, (nach etwaß difficulteten,) fein accom-
modiret. et cetera <A spasso, in schönem wetter. perge>


Wallwitzen, ist sein iunge, (welchen er von Dresen[!]
mittgebracht) endtlauffen. Dergleichen händel,
gibts ahn itzo, viel, wegen des Gottlosen gesindes!


Oeconomica bestellet, <per Tobias Steffeck von Kolodey und durch Hans Friedrich Ecka[r]dt.>


Mit meinem Sohn, Viktor Amadeus[,] Jtem: mit Wallwitz, Jehna
undt andern, (wie gewöhnlich!) conversiret, <Jtem: mit Magister Menzelius[.]>


ein ½ wispel weitzen, ist wiederumb, alhier geseet. Gott segene es!

|| [[Handschrift: 13v]]

Samstag den 10ten: September 1653.

<26 lerchen, Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt[,] Albrecht von Sekerka, Andreß hetzler, küchenschreiber[,] Märtin haug, lacquay.>


Ein Somnium gehabt, wie ich
mit Carl Ursinus verrayset, undt alß ich auf die See ge-
kommen, undt bey zeitten, mich an eine Jnsul, wie-
wol mit Mühe, anlenden laßen, Carolus Ursinus
aber, mit Tobieß, kleinen Erdtmann, undt
andern größeren, auf dem Schiffe geblieben,
undt noch länger schiffen wollen, hette
sie ein Sturmwindt ergriffen, und nach
vielem laviren, undt gespötte, endlich das
Schiff gantz umbgeschlagen, da hette
ich gesehen vom ufer, wie man sich bemühet,
einen undt den andern, zu retten, biß
Carl Ursinus undt der andere klei[n]e, nackendt
undt bloß, weinende, noch wehren anß
landt gebracht worden, zu mir, davor ich
Gott gedangktt, ihnen, und andern, ihren
ungehorsam, und vermeßenheitt, verwiesen,
undt Sie vor fernerem unglügk gewarnet.
Wir wahren, an einem schönen, lustigen orth,
da drey Jnseln, undt auf einer ieglichen, ein || [[Handschrift: 14r]]
schön Schloß, undt casteel, auf felsenbergen, nahe
beyeinander lagen, undt allerley lustgärtten,
Springbrunnen, undt dergleichen dinge (meinem bedün-
cken nach,) darbey wahren. Baldt dauchte Mich, es
wehre in dem Oceano, bey Schottlandt, baldt wiede-
rumb, in marj Mediterraneo. Alß ich nun meinte,
auf diesen Jnsulen, undt Casteelen, sicher zu leben, wehre,
ein heimtückischer Jäger, (so mir wildt zu nahe
geschoßen, undt ich ihn darumb strafen wollen,)
auf den leib, mir gegangen, undt hette mich in einem
großen Sahl, oder gemach, gegen abendt, auß einem
winckel, erschießen wollen, So wehre eben
der oberlender, auß der NebenCammer, herauß
gesprungen, undt hette ihn von rügkling zu,
beym leibe gekriegt, und lange mit ihm
gerungen, in dem ich eben, meine büchße
angeschlagen gehabt, den iäger zu erschießen.
Da hette er so gewaltig gebehten, daß
ich ihm endlich, auß beysorge, er möchte auß
desperation, Oberlender, und andere beleydigen,
oder beschädigen, (weil er mit vielem giftigen
gewehr, büchßen, Tölchen, plautten, und Faüstlingen
versehen) impunitet dißmahl versprochen, auch
besorget, er möchte noch mehr verrähter, und heim-
tückische gesellen, in seiner Rotte, von der garnison, haben. || [[Handschrift: 14v]]
Darüber, erwachte ich.


Die Avisen, von Erfurdt, undt Hartzgeroda geben:


Daß die Engelländer, mit ihrem prahlen, alß
ob sie victorisiret, dennoch keinen Sieg erhalten,
sondern geschlagen seyen, viel Schiffe verlohren
hetten, undt auch etzliche selber in brandt
gestegkt, so Sie in der retirada, nicht forthbringen können.
Armirten wieder stargk, so wol als die holländer.


Jn Franckreich gehet Türenne, defensive.
Seine völgker, lauffen sehr, zu der Spannischen,
und Condeischen, weil solchen aldar, aller
Muhtwille zugelaßen, und verstattet, wirdt.


Der Ertzhertzogk Leopoldus, will Halber-
stadt und selbiges Fürstenthumb, mit gelde,
von Chur Brandenburg redimiren.


Dem Königsmargk wirdt es vom Kayser,
undt von den ReichßStänden, sehr vor übel
gehalten, daß er sich also, an der Stadt Brehmen,
vergreifft, undt sie, (propria authoritate) ängstiget.


Der Kayser, eilet mit dem ReichßTage, zu ende[.]
Stellet das übrige, auf deputationes. Jhre Mayestät
wehren gerne, auf Michaelis, wieder von dannen. || [[Handschrift: 15r]]
Die Stände hingegen, abhorriren die Deputationes
undt hetten gerne, die erörterung der Sachen, vor Jhrer
Mayestät aufbruch.


Der Pabst leidet abermalß, auch anstoß, von etzlichen
gelehrten leütten (darundter 72 Bischoffe sein sollen,
mit welchen es auch, die Sorbonne in Frankreich heldt)
welche ihm 200 Mängel zeigen wollen, darmitt
die itzige Römische kirche behaftett, so alle, wieder
die Schrifft streitten, inmaßen mein bruder Fürst Friedrich
inß landt, geschrieben. <Sic mundus, vult decipj!5>


heütte im winde, hat man zu Zeptzigk, wieder 6 Schefel (Scheffel)schfl: weitzen,
gesehet. Gott wolle es wol auffwachßen laßen.

Sonntag den 11ten: September 1653. perge


Die invitationschreiben, zum begräbnüß, undt
leichbegängnüß, des herrnvettern Fürst Augustj Sehligen Gnaden
gegen den 21. diß [Monats], seindt diesen Morgen, von
Fürst Ernst Gottlieb, undt Fürst Lebrechtt, mir ein-
geschickt worden, auch eines an beyde Söhne.
Gott laße alles, wol abgehen, und ruhig vollbringen.


Jn die kirche, cum filijs, solis, et aliquot nobilibus.


Extra zu Mittage, Doctorem Mechovium gehabtt, <Miltitz> undt
die extraordinarios, eine zeitthero gewöhnlichen, alß
Wallwitz, Jehna, Wartemßleben, mit etzlichem Gynecæo.


Nachmittags, cum filijs, in des Diaconj Jonij, Catechismus predigtt.
perge

|| [[Handschrift: 15v]]

Montag den 12ten: September 1653.

<Regen, windt, wie auch, herj.>

<9 kleine vogel, vom herde.>


Den Amptmann Georg Reichardt bey Mir gehabtt, wegen der
Märtin Nickelischen, sachen.


Postea: Jehna, umb guhtachten, in aliquibus.


Avis von Böhsen, daß mir daselbst, daß beste fohlen,
so ich ihnen, in der weyde, ahnvertrawet, hinweg
genommen, undt auß dem Stalle, gestohlen worden.
Solches, undt dergleichen unglügk, muß man in der
haußhaltung, gewärtig sein, dennoch aber,
nicht verzagen, undt Gott vertrawen, auch
zugelaßene Mittel, undt Remedia, vor die handt
nehmen. Nihil est; ab omni parte, beatum!6


Baldt darnach, kömpt die nachrichtt ein, daß
mein fohlen, in den Werderischen gerichtten, mit
dem diebe, ertapt worden. Gott lob!


Discorsj mit Wallwitz.


Postea, mit Matthiaß Krosigk, welcher sich præsentirt.
Er sagt: Königsmarck, continuire, mit seinem
Schantzenbaw, vor Brehmen, da die Aller, in die
Wehser kömptt. Er wolle in der großen Schantze,
eine Stadt bawen. Sie die Brehmer, möchten sich nur
mit dem Kayser, vergleichen, undt die Acht aufheben
laßen. Dem Hertzogk zu Zelle, wie auch dem Administrator || [[Handschrift: 16r]]
zu Halle, wehre schon die execution der Achtt, vom Kayser
demandiret, undt aufgetragen. Sie hetten sich aber excusirt.
Sähen ungerne, daß die Schweden, daselbst einnistelten. Die
verfaßung des NiederSächsischen crayßes, wehre von den meisten,
improbirt, und vom Kayser selbst, inhibirt, wiewol
etzliche gerne sehen, man sollte die Schweden, herauß
stöbern, undt den Königßmarck nicht so forth bawen laßen.
Gegen den 19den: solte das beylager zu Zelle werden
zwischen hertzog Christian Ludwig, und Meiner gemahlin
bruders, hertzog Philips, Tochter. Gott gebe, zu glück!
Man machte, stattliche præparatoria darzu, nemlich, zu
Täntzen, Feẅerwergk, kindtTaüffen, Turnieren, Ring-
rennen, undt dergleichen. Ein Jtaliänischer Tantzmeister,
forderte 10000 Thaler. Wollte 140 personen, zu seinen
inventionen, undt Balletten haben. Das Feẅerwergk,
solte wol 18000 ThalerThlr: kosten. Auf 4000 pferde,
würde anstaltt gemachtt. Viel vom Adel, wehren
beschrieben, splendide aufzuziehen. Würde also, im
rauchdampf in Vanitate Vanitatum, viel aufgehen!
<Seine Landschafft, hette erst 40000 ThalerThlr: an itzo aber, auf ferners begehren, noch 60000 darzu contribuiret.>


Jm Stift Brehmen, wehre fast alles getreydig,
verhagelt, undt hagelSteine gefallen, (vor 6 wochen)
ein 1½ pfundt schwehr. Fast alles getreydig, hasen,
krähen, räphüner, wehren vfm felde, erschlagen.
Die commercia, wegen der Stadt Bremen, ohne das gehemmet.
General Königsmarck, berieffe sich, auff Königlich Schwedischen befehl. || [[Handschrift: 16v]]
Jn Fischwahren, machte diese blocquade, zusampt
dem Engelländischen undt holländischen krieg, hemmung.


Jn Böhmen, wehre das getreydig, von der dürre
sehr verbrandt, würde also wol, im kauf, steigen.


Der handel, mit dem Ertzhertzogk, wegen ver-
kauffung, des Stifts Halberstadt, würde wol
zurügkea, gehen.


Der Churfürst von Saxen, solte wieder unpaß sein.
Qu'on apprehendoit la revolte au Papisme, dü Prin-
ce Electoral, combien que Son Altesse ait pübliè, ün Ma-
nifeste7, a l'encontre, de ce bruit, ou diffamation.


Der Kayser, hette dem Administrator zu halle, sagen
laßen, als er sich besorget<endtschuldiget>, daß er die Mittel,
nicht hette, wieder die Stadt Brehmen, zu exequiren:
Er könnte wol die Mittel, von seinem herrnvatter,
auß dem OberSächsischen crayß, bekommen. Jehner aber,
hat vermeinet, Nein, der Churfürst, hette es verwaigert.


Die hertzoge, von Wolfenbüttel, undt von Zelle,
hetten es auch nicht thun wollen, undt
außflüchte gefunden, zur Kayserlichen anbefohlenen execution. perge


Die Staaden, wehren gantz Schach Matt,
köndten nichts anfangen, ihnen zu hülffe.


Die HanSeeStädte, wehren forchtsam, vermöchten nichts.

|| [[Handschrift: 17r]]


Die Edeln, undt das landt, im Braunschweigischen und Lünenburgischen
wehren nicht also ruinirt, wie man alhier wehre, weil
Sie gute städte, und festungen, gehabt hetten, dahin
sie, ihre sachen flehen, undt in salvo, sein können.


Das defension wesen, im NiederSächsischen crayß, hette
der Administrator von halle, einstellen müßen, dieweil
die meisten landStende, darwider gewesen,
undt da man sie zwingen wolte, solches, dem
Kayser klagen würden. perge


Die Avisen, bringen: daß an stadt des Admirals
Tromp, (welcher den Staaden, in die 20 iahr lang,
treẅlich gediehnet, und große Thaten verrichtett,
auch mit heroischen solenniteten, zu Delft, begraben
worden, undt im 63. iahr, seines allters, geblieben)
der herr Hautin, von Oydam, ein zeeländer, so in
WestJndien, Admiral8 gewesen, und die Spannischen,
tapfer befochten haben solle, erwehlet, und creiret
worden, iedoch, sol der Commendeür Ruyter, sein zuge-
ordneter kriegsraht sein, und mit ihme, auf einem
Schiffe fahren. Dieser neẅe Admiral
General, Oydam, sol numehr auch außfahren,
wieder die Engelländer, welche noch sehr bravj-
ren, undt von sich schreiben, als ob Sie neẅlichst
die Victorie erhalten, viel Staadische Schiffe, beschä-
diget, und genommen, die wenigsten aber, eingebüßet hetten? || [[Handschrift: 17v]]
Die Tractaten continuiren annoch, zwischen den Holl:
undt Engelländern, wie auch beyderseitß stargke armaturen.


Die Engelländer, haben ein wachendes auge, auf die
OostJndische schiffe, ob sie solche ertappen köndten?


Jn der Elbe, sollen 8 Engelländische lackenSchiffe,
über eine million werth, in salvo, ankommen sein.


Zu Brehmen, continurirt Königsmarck sein
schantzen, wie Krosigk heütte gemeldet.


Zu Regenspurg sähen zwahr, Jhre Kayserliche Mayestät das
ende des ReichßTags, gerne, (nach deme sie, von
Oettingen, undt München, glügklich wiederkommen,
undt in Bayern, splendide tractiret, auch mit
köstlichen geschengken, und gaben, reciprociret worden)
alleine es verziehen sich noch, die consultationes.


Auf die Königlich Schwedische intervention, wie auch, der
Chur: undt Fürsten, intercession, wegen des freyen
gebehtenen exercitij, der Augspurger confeßionsver-
wandten, in des Kaysers, Erbkönigreich, und landen,
hat noch keine resolution, erfolgen wollen.
Jhre Mayestät hohe ministrj, excusiren sich, Sie müßten,
in einer so hochwichtigen restitutionssache, dero
gehorsahme Stände, in Böhmen, Oesterreich, und andern
landen, zuvorhero, darüber hören, undt vernehmen.

|| [[Handschrift: 18r]]


Der Pabst hat das Podagra. Jst stadtlich, vom Cardinal
Antonio Barberinj, beschengkt worden.


Der ViceRè zu Napolj, hat 30 vornehme herren,
in arrest nehmen laßen, weil dieselben eine neẅe
Schatzung, nicht willigen wollen, darüber, haben sich,
300 vom Adel, zusammen rottirt, undt sie mit gewaltt
wiederumb erlediget. Jm Montferrat, sollen die
Spannischen sich sehr stärgken, wieder die Frantzosen, im
Piemont.


Die Maltheser Ritter, sollen mit hülfe etzlicher
Frantzösischer Freybeütter, den Türgken, 30 Schiffe, mit
Proviant, undt anderer Notturfft, so in Canêa ge-
wollt, abgenommen haben.


General Foscolo, sol noch die Türckische armada bloc-
quiret halten. Die venezianer suchen wiederumb
geldMittel, ihren krieg, zu continuriren. Der
Pabst, hat ihnen, 500000 kronen, zu geben, bewilliget,
und zugelaßen, so viel auch, auß ihrer Geistlichen,
beneficien, zu nehmen, <ohngefehr.>


Jnterim, hoffen die venezianer noch immer noch, auf Tractaten.


Jn Catalonien, sol Girona, von den Frantzosen, belägert sein.


Bourdeaux, ist zwahr, in des Königs in Frankreich händen, iedoch,
kan darumb der accord, wegen der Cittadellen, nicht gehalten
werden, weil die Spannische armada, undter dem Marchese di
San Croce, stärgker als nie, in der Garonne lieget, undt leicht
einen Neẅen aufstandt, erwegken köndte.

|| [[Handschrift: 18v]]


Die Jrrländer, sollen sehr, zu den Frantzosen, von den Spannischen
überfallen. Jn Piccardie, sollen die Spannischen sehr stargk
sein, undt einen haüptstreich, vorhaben. Visconte de -
renne, muß nur an itzo, defensive gehen. Der König
sol zu Saint Denys, mit schlechten Ceremonien, sein gekröhnet
worden. An itzo, stehet es darauf, daß er sich, zu Rheims,
will salben laßen, wenn er nur sicher dahin kommen
kan, vor seinen feinden. Düc d'Orleans, endtschul-
diget sich, stärgker, alß nie, nacher hof, zu kommen.
Prince de Condè, will sich, von den Spannischen, separiren,
undt eine armèe, á part führen. Der Ertzhertzogk, will
selber, in das Spannische läger, in Frankreich kommen.


Die Schweden, haben ein auge, auf Brehmen.


Zu Stogkholm, ist ein deützscher9, von Lübegk, bürtig,
(welcher sich in priester Johannjs landt, haüßlich
niedergelaßen,) ahnkommen, denselben, hat die
Königin, außführlich gehöret, ihn darnach aber,
mit einem stügk geldes, wiederumb, ziehen laßen.
Die Königinn, delectirt sich, mit iagen, nach dem sie
die seria, undt audientzen expedirt.


Schreiben, von Adolf Börstel auß Paris, item: von Leiptzigk;
Halle, undt andern orthen.

|| [[Handschrift: 19r]]

Dienstag den 13. September 1653.

<30 kleine vogel.>


<2 hasen gehezt.>


Jch bin hinauß hetzen geritten, undt haben 2 hasen
einbrachtt, auch das pflügen, undt seen, zu Zeptzigk
beobachtet.


Die gesterige freẅde, wegen meines fohlens,
hat nicht lange gewähret, dieweil zwahr in
den Werderischen gerichtten, fohlen ahngehalten worden,
aber es seindt nicht die rechten, auch daß brandt-
mahl, nicht auf denselbigen gewesen. Also wirdt
man oftermals, durch ungleiche bericht, verführet,
undt irre gemachtt. Gott allein, kan alles wißen,
alles sehen, undt allenthalben zugegenb sein sein. Er siehet
auch, in das innerste, undt verborgene, der hertzen,
Gott den herren, alleine, kan niemandt betriegen!
Er wolle diß, und andere bubenstügke, offenbahren,
undt heylsamlich straffen! andern zum abscheẅ,
undt zur warnung, exemplarisch! perge


Extra: zu Mittage, ist ge[we]sen, der hofrath,
Paulus Ludwig, Jtem: Geörge Cnüttel, undt die Ordinarij
extraOrdinarij.


On dit derechef; dès mauvayses nouvelles, de l'E-
lecteür de Brandenbourg, & de son decèz. Dieu<!> ne le Vueille pas!

|| [[Handschrift: 19v]]


<Miltitz, extra zu abends, cum Ordinarijs, extraordinariis[.]>


heütte seindt 14 Schefel (Scheffel)schfl: rogken, geseet worden, zu Zeptzigk
an der Nachthuet. Gott gebe, zu Segen! undt gedeyen!
Es ist kein Mensch, darbey gewesen, bey Clemen Pegaw,
dem hofeMeister, daselbst. Je me fie, en sa fidelitè.

Mittwoch den 14den: September 1653.


Responsio abermalß, von Ballenstedt, worselbsten,
der iunge Plato, des Superintendenten Sohn, mit des
Amptmanns Schmidts Tochter, Maria Sibilla, ver-
löbnüß gehalten, zu Padeborn, in gegenwarth,
beyderseitß Elltern, auch etzlicher befreündten.
Gott gebe ihnen, seinen Segen!


Risposta von F. undt A.c &cetera &cetera &cetera[.]


Extra Miltitz, (deme ich, audientz gegeben,)
cum Ordinarijs, extraordinarijs, wie auch hofpredigern.


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 2 Schefel (Scheffel)schfl: rogken, seindt allhier geseet,
Gott gebe, zu segen! wachßthumb, und gedeyen!


Discorsj, mit Jehna, & alijs.

Donnerstag den 15. [Se]ptember 1653.


<1 hase von Ballenstedt[.]>


Martin Nickel ist Gott lob, wiederkommen, von Regensburg <cum litteris, vom Hans Senf[,] Pozzo, und Lodron.>


Briefe geschrieben, in Galliam.


Den Amptmann Georg Reichardt[,] postea Philipp Güder, bey
Mir gehabtt, in angelegenheitten.

|| [[Handschrift: 20r]]


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: Rogken, ist heütte wiederumb alhier gesehet.
Gott gebe zu Segen! wachßthumb! undt gedeyen!

Freitag den 16den: September 1653.

<22 lerchen, Geüder, cum socijs, vom streichen.>

<1 hasen gehetztt.>


Jch bin hinauß hetzen geritten. <90 kleine vogel, aufm herde.>


Jnterim ist Geörge Hermann hofraht von Deßaw
mit creditiven, in angelegenheitten, ankommen, Man
hat mich beruffen, darauf ich baldt einkommen,
undt ihn herauf, hol[en] laßen, <nach dem er zu Zerbst gewesen.>


Mit dem Medico Doctor Fischern, conversirt; von
unserm statu, sonderlich aber, von Fürst Augusti Sehligen ende,
undt dero gemahlin, itzigem zustande. Es scheinet,
Sie habe Paralysim. Gott bewahre! undt beßere es!


Extra: zu Mittage behalten, den hofraht, undt abge-
ordneten, von Deßaw, Jtem: Doctor Mechovium. So ist
auch der Medicus, Doctor Fischer, hieroben, geblieben, undt Tobias Steffeck von Kolodey[.]


heütte seindt abermalß, zwey Relationes, de
Numeris 40 undt 41 von Regenspurgk ahnkommen.
Die Gesandten, rahten, undt bitten, umb die avocation.
Die Churfürsten attendiren[!] wenig, das Fürstliche Collegium,
viel weniger[,] die Städte, als wenn es Senatores Pedanej
nur wehren. Legatj, bitten, umb nachschuß, wegen der Trawer, undt
abrayse. Gernrödische sache, gehet schläferig. Jn causa Ascaniensi will
die gütliche handlung, die beste sein. Die Deputation gehet langsam forth,
weil Gülich wegen, Pfaltz Neẅburg noch nicht recipiret. Brehmen, wirdt verlassen. || [[Handschrift: 20v]]
Jl semble, qu'on connivera, aux Swedois, a se saysir, de la
bonne Ville, de Brehmen; et au Düc de Brunswigk, a occüper Brunswyck,
mais tout cela pourroit occasionner, une crüelle guerre! Dieu
vueille, que nostre Paix, en Allemaigne, soit constante, & per-
dürable!


Gegen Abendt, habe ich, den Deßawischen Abgeordneten,
wieder expediret, undt etzliche vollzogene schreiben, mittgegeben.


Jl y a derechef, eü a Zerbst, ün cas de Sodomie Abominable,
la ou ün <ieüne> marmiton, <en [...]> [] chasteau, a estè decapitè, pour
s'estre vilainement mèslè a[v]ec üne jüment, laquelle
on a fait assommer aussy, le Diable ayant immaginè
a ce garnement, qu'il avoit affaire, avec üne tres-
belle Dame. On le trouva en l'ac[ti]on, dans l'estable,
& la semence, spermatique jettèe [en] Terre auprès
de l'animal &cetera[.] N'a gueres, en la Tetrarchie
de Zerbst, ün Jtalien, fürst execütè <a mort par glaive, et feü>, en la jüris-
diction dès nobles. Davier, pour mesme crime! perge Et
il s'en mocquoit encores, comme si en son Pays, cela seroit
fort coustümier? & demeüroit impüny? On assomma aussy
alores, la cavalle, par l'execüteür, de la Haulte jüstice,
& sès Valets. Dieu vueille<!>, que tels abominables
crimes, ne nous ominent, des nouvelles maledictions!
comme i'en ay veü, & sürvescü, dès exemples extraordinajres.
Le bon Dieu, ne vueille retirer, sa main Paternelle, de nous,
et de nostre Pays, ni nous abbandonner, a le Proye dü Loup Ravissant!

|| [[Handschrift: 21r]]


Es ist heütte allhier zu Bernburg 19 Schefel (Scheffel)schfl: rogken, zu Zep-
tzigk aber, 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 8 Schefel (Scheffel)schfl: 1 Viertel (Hohlmaß)v: geseet worden, Gott laße
alles wol gedeyen, undt aufwachßen! Allhier, ist bey
der Außsaht, Hanß Baltzer Oberlender, zu Zeptzigk
aber, der Trompter Zachariaß.

Samstag den 17den: September 1653.

<29 lerchen, hanß Cohte, Hans Balthasar Oberlender, heinrich Stalliunge.>


Jn Oeconomicis, travaglijret. <3 hasen, Carl Ursinus gehetzt.>


Doctor Levinum Fischer, meinen leibmedicum, undt Tobias Steffeck von Kolodey
nacher Plötzkaw, geschicktt, in angelegenheitten.


Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin, ist nachmittage, selber hinüber,
nach Plötzkau gezogen, undt hat Viktor Amadeus und Ernesta Augusta mittgenommen,
nebst einem Jungker, undt einer Jungfer.


12 Schefel (Scheffel)schfl: Rogken, seindt heütte zu Zeptzigk, geseet. Gott
laße es, zu gesegnetem gedeyen, wol aufwachßen!


<Jch habe> Jn Publicis, sonderlich, wegen avocation, unserer gesandten, etwas
erlanget, darinnen, gestern, durch ungleichen berichtt, des
Abgeordneten Hermannj, zimlich verstoßen, undt gar anderer
berichtt, diesen abendt, <von Zerbst auß> erstattet worden, habe derowegen
auch, meine gesterige Meinung, endern, retractiren, undt
Meinem vetter, undt Schwager, Fürst Johann Casimirs Liebden nachschigken
müßen. Gott gebe! das es, zu rechter zeitt, überkomme!
Quj ben[e] distinguit; bene docet. et: Præcipitantia Comes Pænitentiæ.
Gleichwol, hette auch, ein Fürstlicher legatus, reinen wein, einschencken,
undt die runde, lauttere warheitt, berichten sollen, nicht aber,
Mich, undt andere Rähte, hindter das licht, führen, undt sagen, alle
andere herren, wehren mit der Avocation, zufrieden, wenn ich nur auch assentirte!

|| [[Handschrift: 21v]]

Sonntag den 18den: September 1653.


<Dicker Nebel mane.>


Jn die kirche, cum filijs, Textus Matthäus 6.10 Niemandt
kan zweyen herren diehnen.


Man hat auch abgekündiget, künftigen leichSermon Mittwoch (gebe gott)[.]


Nachmittagß, cum filijs, wieder in die kirchen.


Wallwitz hat sich præsentirt, al suo ritorno dj Gröptzigk[.]


Jtem: Discorsj, mit Jehna, gehabt, di consequenza.


Abermahlige post, von Ballenstedt bekommen, per Friedrich Holst[.]


Der von Jehna, hat mir heütte einen großen apfel
auß seinem gartten, zu Zerbst, gegeben, welcher
1 pfundt, undt 3 loht gewogen, dergleichen raritet
nicht baldt zu finden, in solcher größe! Jch kan
mich auch nicht erinnern, einen so großen gesehen zu haben.

Montag den 19den: September 1653.


<2 hasen, Carl Ursinus einbrachtt.>


Zu arbeitten, undt præparatoria zu machen, geschäftig
gewesen, undt dennoch, seindt auch unnütze lose
verdrießliche händel, meiner eigenen leütte,
darzu kommen. Gott helfe mir, auß allen turbis!


heütte, sol Fürst Johann Casimir, mein vetter, undt Schwager,
nacher Köhten, ankommen, cum filio, & patruele, damit
Morgen (gebe gott) der einzugk, zu Plötzkaw, geschehe!
Gott gebe! das wir mit Ruhe, Friede, undt einig-
keitt, das Fürstliche leichbegengnüß (Schuldigermaßen,) halten mögen! || [[Handschrift: 22r]]
Jch, vor meine Person, habe mich <auff die Nachfrage, von Plötzkau auß> endtschuldigen laßen. Köndte
wegen obliegender geschäfte, (undt umb anderer Circumstantzien
willen,) vor Mittwochß, nachm frühestück, gegen das ange-
stellete Fürstliche leichbegengnüß, nicht erscheinen, undt ich wollte
alßdann, meine gebühr, schon ablegen.


Die Ordinarien geben von Leiptzigk:


Daß der Rebellischen pawren General, Loẅenberger
zu Bern, in der Schweitz, enthaüptet, darnach gevier-
theilt, undterm galgen, begraben, undt sein bundesbrief,
auf den galgen, angenagelt worden seye.


Der Ertzhertzogk Leopoldus ist bey der Armada in Franckreich[.]
haben Rocroy belägert, hoffen es baldt zu emportiren,
zumahl da der Printz von Condè, dem Visconte de Tu-
renne, etzliche völgker geschlagen, und ruiniret.
Gedachter Printz von Condè, sol den Düc de Guise, (weil
er die Stadt Guise, nicht eingenommen,) beschimpft, undt
im Due[l]l, erstochen haben, nach dem ihn, der ander, gefordert.


Der König in Frankreich wil sich noch zu Rheims salben laßen,
undt hoffet, mit dem Düc d'Orleans, undt Printz von Condè,
sich zu vergleichen. Zu Bourdeaux, werden die Ormisten
außgei[a]gtt, die Mawren geschleift, undt Cittadellen
gebawet. Der Cardinal de Rèz, sol dem pabst zu
ehren, loß kommen. Cardinal Mazzarinj, übet große libe-
raliteten, gegen die Schifleütte zu Paris, dieweil Sie
zum aufruhr, gar geneiget sein. hat ihnen, als schlech-
ten leütten, in die 200000 Livres tournois₶: verehren laßen.

|| [[Handschrift: 22v]]


Die Engelländer, rüsten sich wieder stargk zur See, undt
haben 15 holländische kauffahrer, aufs neẅe hinweg
genommen. Der ViceAdmiral Witte Wittens, auf
holländischer seitte, gehet den OostJndianischen Schiffen, (so
in Dennemargk, undt Norwegen, angelendet sein,
undt über 122 Tonnen goldes reich, geschätzet),
entgegen, sie inß vaterlandt zu convoyiren. hingegen,
möchten die Cromwellischen Sie lieber in Engellandt
sehen, oder doch etwaß abzuzwagken, versuchen. General
Cromwell, hat 7 Regiment zu roß, und fuß,
wieder die hoch: oder Highländer, in Schottlandt
geschicktt, weil dieselben, dem Könige, und den
Predicanten, zum besten, sich stargk machen sollen,
und albereit in einem treffen, in die 1200
Engelländer, erleget. Die Staaden, wollen ihnen
auch, munition, undt gewehr zuschicken.
1400 Jrrländer, so Cromwell in Spannien, hat
schigken wollen, (damit er das land von Jrren
undt natürlichen innwohnern saübere) haben
den poßen gemergkt, sich der Schiffe, der boots-
knechtte, undt der Engelländer, darauf bemächtiget,
undt seindt auch, zu den Schotten, gestoßen. Der
herr von Oydam, hat noch nicht die angetragene
Admiralschafft, wollen acceptiren, von den herren Staaden. || [[Handschrift: 23r]]
Dem Admiral, Martin Herperts Tromp Sehliger, hat der
Professor zu Leyden, Boxthornius, ein stadtliches lateinischen
Epitaphium, zu e[h]ren, aufgerichtet, und seine wahrhaftige
Laudes, celebrire[t].


Der König in Denn[e]mark armiret wieder die Engelländer, zu lande
undt zu waßer, ihnen nicht trawende. Der OostJndianischen
Schiffe Admiral hat dem Kö[ni]ge, schöne rariteten verehrt,
der König hinge[ge]n ihme [wi]eder, gute weine [p]-
sentiren laße[n.]


Jn Pr[eußen] [...] zu Königßbergk, gra[ßi]ret
di[e pe]st [...] Polen [sol] die fe[st]ung,
(darin [...] auß der Wallachey11
gemahlin ge[...]rn entsetzet
sein. Sie hat 300000 Ducate[n de]nselbigen, gegeben,
daß sie den Ragozzi bekriegen [soll]ten, und zur recompenß.
Der vor[tra]b, der Pollnischen armèe, sol vom Chmielins-
ky, undt [den] [Ta]rtarn, geschlagen sein.


Der [Türkische Kayser] sol 30 vornehme herren
ahn seinem ho[f], haben niede[rm]achen laßen, weil
er Sie, an seines herrn vatters Kaysers Jbrahim
Tode, schuldig erfunden.


Canêa, ist abermalß endtsetzt, undt mit
Frischem volgk[,] proviant, und munition, versehen.
General Foscolo, hat zwahr etzliche Türckische
galleren, blo[q]uirt, undt viel Jnsulen, im Ar[ch]ipelago,
in contribut[i]on, gesetzet. Die Morlacchi armiren wieder. || [[Handschrift: 23v]]
Zu Rom, ist den venezianern erlaübet, 4000 Mann, in
des pabsts stato, zu werben, und 50000 krohnen, zur assis-
tentz, gegeben, auch zugelaßen, in der venezianer eigenem
lande, von den Geistlichen, in die 400 mille cronen, zum Tür-
ckenkriege, zu erheben.


Der Vice Rè von Napolj, Conte d'Og[ni]ata, ist
wieder auf 3 iahr, vom Kön[ige i]n Spannien, confirmiret,
der hat befehl, des pabs[ts] lande, [a]hnzugreiffen,
so baldt der König in Portug[all] [...] [pabs]ts, vor
einen König e[rka]ndt [wo]rde[n] <sein> [...]den möchte.


Den Duca di [...] er wieder
Spannisch worde[n.]


Es seindt heyra[...]r, zwischen de[m] Düc de Savoye,
undt der Made[moy]selle d'Orleans, zwischen dem
Düc de Beaufort, undt einer Ertzhertzoginn12 zu Jnsprugk,
zwischen noch einem Grandes in Frankreich [un]d Mademoy-
selle de Longuevill[e]. Er wirdt [...] [d]e Rheims,
genandt, ich halte aber, [...]ugkt.


Es continuirt, daß die [...], von [M]alta, dem
Türcken, 10 Schiffe, (welche na[c]h Canea gewoltt), abgenommen


Zu Regenspurg ist man noch geschäftig, mit denen
Deljberationibus, iedoch, mit geringem effect.


Der Kayserlichen Mayestät abrayse, ist noch nicht resolvirt.


Jn der Schlesie, opponiret sich, der [A]del, undt das
landt, wieder die neẅe Reformation13.

|| [[Handschrift: 24r]]

Dienstag den 20. September 1653.


Jn den gesterigen Avisen, stunde auch: daß der Kayser, den Gra-
ven von Awerspergk, (welcher des Römischen Königes, Oberster
Cammerherr ist) in den Fürsten Standt, erhaben14.


Jtem: daß die gesandten15 von Brehmen, zu Regenspurgk,
dem Oldenburgischen gesandten, an stadt des graven,
auf die Strafe, 100 [m]argk löhtiges goldes,
bringen, undt einschaffen müßen, und wirdt doch, von
der guten Stadt, außsöhnung, und absolution auß
des Reichß Achtt undt Aber acht, nichts gemeldet. perge


Der Fürst von Lobkowitz, (welcher unlengst
das Freẅlein von Sultzbach, geheyrathet) sol in
große Kayserliche ungnade gerahten, und seine gühter
in Böhmen, ihme, guten theilß, confisciret sein.
perge


Pfalt[z]g[r]af Moritz, (welchen man lange Todt
gesaget, undt daß er mit 3 Schiffen, undtergangen,
gehalten) sol noch leben, und frisch, undt ge-
sundt, in Armerica, in der Jnsel, Sankt Dominico, <angelendet> sein.
et cetera


Doctor Fischer, ist bey mir gewesen, hat mir, von
dem gesterigen zustandt undt zufällen, der
Fürstinn, von Plötzkaw, referiret. Die liebe
FrawMuhme, wirdt von allter, (in itzigem
ihrem clymacterico, 63 iahr) von grahm, von zufällen,
sehr Schwach. Gott wolle Sie trösten! stärgken! erquicken!
perge

|| [[Handschrift: 24v]]


A spasso, in den kleinen weinbergk, & alibj!


Discorsj, mit etzlichen, alhier bleibenden, Oeconomis.


Nota Bene Jch habe in den aufgesetzten personalien,
des herrnvettern Fürst Augustj, die vom Obrist leutnant Knoche
undt Obristen Werdern, unzeittig erinnerte
respective freündt[li]che, undt undterthenige
antragung, des OberDirectorij, <so weitt> außleschen
undt von den Cantzeln, in Meinem Antheil,
abzukündigen, verbotten, daß nemlich,
die wortt nur stehen bleiben sollen:
Auf gewöhnliche freündliche an-
tragung des OberDirectorij etcetera dann
solches, ist den Actis gemäß, das ander
aber, findet sich nirgendt, wehre auch,
hochpræjudicirlich unserm Erbrechtt,
succession, und FürstenStande, wann
unß die von der landschaft, unseren
Staat, undt in den pactis verfaßeten
Seniorat, auff: undt antragen sollten.


Gestern stunde auch, in avisen, daß die
Staaden heimlich, in Enckhuysen, unvorsehenß || [[Handschrift: 25r]]
300 Mann, hinein gebracht hetten, dieweil die Stadt
allzu gut Printzisch wehre. So hetten auch, die Staaden
verbotten, das keine hohe Standeßperson, durch ihr
landt, an itzo raysen sollte, und solches hette man
dem Könige in Dennemargk, auch vielen gesandten,
notificjret. Vielleicht, besorgen Sie sich, innerlicher
aufruhr, undt anhangs. perge

Mittwoch den 21ten: September 1653.


heütte nach dem eßen, bin ich mit beyden Söhnen,
(in die 28 personen stargk,) nacher Plötzkaw,
gezogen, auf das Fürstliche leichbegengnüß,
Jch hatte 4 reysige, undt 6 kutzschenpferde. Mein Sohn,
Victor Amadeus, hatte 3 pferde, Carolus Ursinus, hatte 2 pferde,
Meine Cammer: undt hofrähte Doctor Mechovius, und Paulus Ludwig,
hatten, 4 kutzschpferde, Meine vier Cammer: und hofiunckern
hat<alß:> Abraham, von Rindtorff, Wolff Curdt, von Einsidel, Christjan
von Wartemßleben, undt Tobiaß Steffegk, von Kolodey,
wahren auch mit 4 pferden, angesetzt, (wiewol Einsidel,
undt Wartemßleben, mit mir fuhren) Sonst wahr mitt:
Johann Christian Hammel, meines Sohnes, præceptor, Jtem:
3 Edelknaben, Sekerka, Geüder, undt Biedersehe. Jtem:
3 Cammerdiehner, Rober, Cohte, undt Eckardt. Ferner, 2
Lacquayen, 2 Raysige, 4 iunckeriungen, darundter, 1 den räh-
ten gediehnet. 4 kutzscher, und vorreütter. Summa: seindt
28 Personen, undt 23 pferde, zusammen.

|| [[Handschrift: 25v]]


Mit diesem train, bin ich baldt nach der mahlzeitt, zu
Plötzkaw, erschiehnen, undt bin auf dem hofe, vom allten
Stallmeister, Pröegke, alß Marschalgk, nebst einer
schönen Noblesse, gebührlich angenommen, undt in mein
losament, begleittet worden.


Baldt darnach, seindt wir Fürsten, in Meines vetters,
undt Schwagers Fürst Johann Casimirs Liebden (welcher schon
gestern abendt, nebenst des vettern, Fürst Johannsen Liebden
sich eingestellet, und einen ansehlichen comitat mitt-
gebracht, dann alle Cöhntnische beschriebene vom Adel,
sich zu Jhrer Liebden geschlagen, inmaßen auch <vetter Hans Geörge,> der vetter,
Wilhelm Ludwig, von Cöhten, undt vetter Wilmchen,
meines brudern, Fürst Friedrich Sohn, mittkommen) zimmer, und losier,
am Sahl, zusammen kommen, einander willkomb geheißen,
baldt darnach, zu den klägern, nemlich vetter Ernsten
Gottlieb, undt vetter Lebrechtt, in ihr losament gegangen,
condoliret de novo, und die ordnung, des leichconducts,
wie wir gehen sollen, ablesen hören, Auf beyde kläger,
folgte: ich, vor<Mein vetter> undt Schwager, obgedachtt, vor sich, und wegen
hertzog Wilhelms, von Weymar, neben deme, gienge ich, vor
mich, und wegen hertzog Ernsts, von Gohta, undt noch neben
unß beyden, gienge, der vetter Fürst Hanß, vor sich, und wegend
Darnach giengen, vetter hans geörge, vetter<mein> Sohn Victor Amadeus,
undt vetter Wilhelm Ludwig, endlich, die beyden kleinen. Postea: die
Rähte, und alles in seiner ordnung. Die FrawMuhme, wardt geführet, || [[Handschrift: 26r]]
vom Obrist leütnant Knochen, und von Zerbst, die Freẅlein, von andern vom Adeln. Die <Fahnen und> pferde
wurden vorgeführt, dem stylo gemeß. 16 vom Adel trugen die leiche. Stubenrauch, that den leichsermon.

[Donnerstag, 22. September]


eDonnerstag den 22. September ist man zu Plözkaw zu rath gangen.


       Deliberanda, ins gemein:
1. Was den Abgesandten nacher Regenspurgk zu antwortten,
auf ihre Vnderschiedliche erinnerungen vnd desideria, sowol
in der Ascanischen, alß Gernrödischen sache.
2. Ob die Abgesandten bey sothanen zustande vnd beschaffenen dingen
abzufordern, oder noch lenger zu Regenspurg zulaßen?
3. Woher auf ein oder andern fall die spesen zunehmen?
4. Erinnerung vndt Vorstellung zuthun, wegen einlifferung
der noch ruckstendigen quartæ.
5. Weil die vom Engern Ausschuß den Landrechnungstag urgiren,
wie?, wo?, vnnd Wan solcher anzustellen?
6. Des Landtrentmeisters suchen vorzutragen, wegen der Abrechnung.
7. Was für ein schluß zu nehmen wegen der Müntze?


       Deliberanda in der Gernrödischen sache.
1. Ob ratsamb vndt dienlich in den Seniorat Ämbtern die huldigung
förderlichst einzunehmen.
2. Die Notul des huldigungs Eids aufzusezen vnd zu vergleichen.
3. Wie mit der huldigung zu verfahren, vndt was für ein
modus zugebrauchen?
4. Wegen der formul des gebehts sich in den Seniorat Ämbtern
zubereden vnd zu Vergleichen.
5. Wie künfftig der Seniorat gütter halber eine gewiße
verfaßung zu machen?
6. Der Plözkauischen Stewren halben, einen gewißen
Schluß zu nehmen. perge



Fürst Johann Casimir, proponirt deliberanda in publicis.
1. Responsa legatis in Ascanischer[,] Gernrödischen vndt andern perge
2. Avocatio legatorum. ob solche ratsam oder nicht?
3. Spesen, unde? 4. ruckstendige Quartæ. 5. Landt-
rechnungstag. quomodo? ubi? et quando? 6. Landrentmeisters suchen,
wegen der abrechnung. 7. Müntze schluß.

|| [[Handschrift: 26v]]


Obrist Leutnant Knoche. Machet zwey Classes, 4 ersten, Regenspurgisch
andere 3 lezten in landt sachen. Die Vier erste zu recommendiren
die lezte zu suspendiren. Jnsonderheit die Gernrödische à part zu
Wien, in absenz der Vieler Papisten. Jn einen lehenbrief des Fürsten-
thumbs Gernroda mitzusuchen. Ascanien Recommendiren Keyser vnd Könige.
Bey Chur Brandenburg vnderbawen. Commission tentiren zur gebühr
oder æquivalenz. Tractaten ChurBrandenburgs mit dem Erzhertzoge
zu observiren. Avocatio Legatorum nöthig, weil in Publicis wenig
zuhoffen, vndt die Spesen Vnerschwinglich. 1. quittung ablegen per Knichen[,]
2. confirmation des Landtages. 3. rectification, der Reichsmatricul[.]
4. Buraw. 5. Deputation per Legatos tentiren, oder Doctor hegern Substituiren[.]
An ChurSaxen schreiben ratione tertij. Deputation wird nicht eher fort-
gehen, bis das Jülichische votum zwischen Chur Brandenburg Vnd Pfalz Neuburg
verglichen. Biß Galli ihren staadt gemacht. Zöge der Keyser hinweg,
so wehren sie nichts nütze da. Bliebe er da, ihnen frey zustellen, ob
sie länger bleiben oder durch die substitution. 3. Spesen betreffend
will der engere Ausschuß auf den Ausschußtag es stellen, weil es in
dero mächten nicht, den vorlag aber durch einen Vorschuß zuthun, zu
ehrlicher ersezung, auf Fürst Augusti noch ansinnen. 125 Thalerthlr. aus iegli-
chem Antheil oder mehr. 4. Satisfactions gelder. Vechtische. Kayßerliche
assignationen, auß allen antheilen bittet er richtigkeit zutreffen, execu-
tiones zu Vermeiden.


CammerRaht Gehse. Conformat sese. Hoffraht Hermann referirt
sich auf seine abordnungs relation. Doctor Mechovius. Suspensio Gern-
rödischer mit Verwahrung etcetera à part. A part Ascenas. Nicht gar zu abban-
doniren in aula, vnd doch bey ChurBrandenburg zu vnterbauen. Erzhertzog.
2. Avocandi. Doctor Heger vnd Kniche zu Substituiren. Obrist Leutnant Knochen.
3. eine halbe quarta oder vorschuß. 4. Gravamina Bernburgensis Jedoch
muß es sein. Caspar Pfaw. Conformat sese, vnd allegirt ein schreiben Von
Fürst Friedrich wegen der Deputation. Paulus Ludwig. Approbat. Hagke. approbat[.]
Gengel hofmeister[.] Keppe. Schuemacher et cetera[:] 1. Responsa legatis. Surprinse
de Harzgerode[.] Gernroda, attestatum, herrschaft in einen lehenbrief. Ascanien Keyser
Vnd König recommendiren. Erzhertzog. Chur Brandenburg vnterbauen. <Protestiren wieder den Kauff, damit die sache nicht weitter vulnerirt werde.>
2. Avocation betreffend Knochens, Gengel etcetera Nur bey dem punkt der Deputation.
Fürst Friedrichs Votum, die Ehre nicht zu recusiren. Bis galli oder lenger ihnen freizustellen[.]
Milagij Person auch beobachtet. substituiren. 3. Spesen Vorlag, Vorschuß, in eines an-
dern beütel votirn. Nota Bene[.] 4. gravamina doch einzubringen was gewilliget executiones zu verhüten.
Fürst Lebrecht. Fürst Johannes. Fürst Ernst Gottlieb. Fürst Christian[.] Fürst Johann Casimir[.] || [[Handschrift: 27r]]
Concludit: Responsa Legatis, wie die maiora votirt, durch Post Scriptum Vnd
freystellung ihnen nach befindung, ob der Keyser hinweg oder nicht.
Protestation in causa Ascaniensi approbat. Spesen. Conformat sese.
Einbringung der Quartæ. Schreiben an Chur Saxen.


Obrist Leutnant Knoch. Expedienda 1. auf dem Post Scriptum nach der Kaiserlichen resolution ihr ab-
sehen auf reputation vnsers hauses zurichten. 2. Verwahrung der
Confirmation des Landtages.f
4. Deputation zu acceptiren. 5. Secularisirten Stifter præcedenz.
6. Milagij gutachten wegen der denunciation oder protestation in causa Ascaniensi
vnd wie es zu insinuiren. 2. Creditive in causa Ascaniensi an Keyser vndt
König. Lehensmuthungen bey Bamberg. Verenderungen der Lehens muh-
tungen etcetera[.] 3. An ChurSaxen schreiben, zur manutenenz bey der
gerechten repartition. Schreiben an Metzschen. Diese briefe
werden eingetheilet, vnd die Labores.


1. Landrechnungstag, wie? wan? wo? 2. abrechnungen dem Landrent-
meister maturiren vndt was zu resolviren? vnd davon zu dependiren. Zu Deßaw.
Milagius. 3. Die Müntze Verbeüt sich selber tacite, nicht publice.
Chur Saxen vnd ChurBrandenburg nicht zu offendiren, auch nicht zu Viel
einzureumen. (monetar noi stessi)


1. huldigung: Obrist Leutnant Knoche in Senioratu. 2. Notul der huldigung.
Eine gesambte Vollmacht, oder auß ieglichem Antheil[,] 3. einen Rath
deputiren. Spesen einzuziehen. 4. gebeth. 5. Künfftige verfaßung.
Fürst Friedrich præiudiciren. 6. Plötzkauische Steuren Von gesambten herren versichern.
Caspar Pfaw. erinnert wegen Gernroda, daß es ein Stifft zunennen, wegen praeiudicien.
Die Räthe Vnd Vettern Conformiren sich meistentheils, Wie auch die Vettern.


gEs werden die schreiben, außgetheilt, zu elaboriren, und alles
außgefertiget, undt abgelesen, theilß vor: theils nachmittage.


Zu Mittage, haben wir wieder, wie gestern, <abends> aufm
Sahl, mit langen Trawermänteln, mahlzeitt gehalten,
undt ist, die bediehnung, durch vom Adel, wie gestern, beschehen,
außer, das etzliche diesen Morgen, wieder abgerayset.


Gleich, wie ich gestern, nachm begengnüß, der FrawMuh-
me, freundlich zugesprochen, undt Sje getröstet, nebenst den Freẅlein,
also habe ich wieder von ihr <Liebden>, undt ihnen, abschied genommen, vor abends. || [[Handschrift: 27v]]
Gott tröste! Jhre allerseitß Liebden Liebden undt laße des Sehligen
herrenvatters, Fürst Augustj segen! undt nachruhm,
an ihnen auch, perpetuiret, undt erfüllet werden!


Das volgk, hat ihren herren, ia das gantze landt,
ihren landeßvatter, heftig bedawret, undt betrawret,
auch nicht ohne uhrsache. Gott ersetze den riß, gnediglich!


Gestern, ist auch eine leichpredigtt, eben in der
stunde, wie allhier zu Plötzkaw, also auch, zu Bern-
burgk, dem Sehligen herrnvetter, zu ehren, gehalten
worden, und meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, hat derselbigen
beygewohnet, nebenst meinen Töchtern. Man hat
auch die personalia daselbst, gleicher gestaltt,
wie allhier, (außer etwaß weniges, so ich
darbey <geendert undt> corrigiret) <ab>gelesen, von der<n> Cantzeln,
in meiner Stadt, undt Antheil. Gott tröste alle Trawrigen.


So bin ich dann, wol vergenüget, (wiewol affligiret)
diesen abendt, noch vor der Mahlzeitt, von Plötzkaw,
wieder abgereyset, nach dem ich, von den Fürstlichen
freünden, freundlich abschiedt genommen, und so wol von beyden
<Fürstlichen> klägern, als vom Obrist leütnant Knochen, Stallmeister Pröegken,
undt vielen vom Adeln, biß an die kutzsche begleittet,
nebst beyden, Meinen Söhnen, und comitat, (unangesehen,
man mich zu erlaßen, sehr difficultiret, und davor gebehten)
von dannen, content, über verspührter guter ordnung, höflig- || [[Handschrift: 28r]]
keitt, wie auch allerseitß moderation, discretion, und guter
affection, von dannen geschieden, und in der finstere zu Bernburg,
bey den Meynigen, glügklich wieder, angelanget.
Gott gebe ferner, seinen Segen, zu allem glügk! und wolstande!

Freitag den 23ten: September 1653.


Schreiben, vom Baron de Schrahtembach, entpfangen.
Jl me recommende quelqu'ün! Jtem: lettres de Crossen en termes
mediocres.


Hanß Senff, hat sich wieder eingestellet. Jl a bien ex-
pediè, sès affaires, quoy qu'il m'ait apportè, rèsponce
dilatoire, & peüt estre, bien longue encores!


Nihil est, ab omni parte, beatum!16


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 3 Schefel (Scheffel)schfl: rogken zu Zeptzigk, undt
1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: rogken, allhier außseen laßen,
Gott, gebe zu segen, undt gedeyen!


J'ay oubliè, de [m]ettre, que Mercredy passè, a
Plötzkaw, la nuict, apres l'enterrement, il heürta
a minuict, a la porte, de nostre chambre
par trois diverses fois, sübtillement[.] Dieu vueille
diventir, par sa bontè, tous malheürs, & presages!


Avis: daß gestern abendt, bey der mahlzeitt beyde
vettern, von Plötzkaw, mit Fürst Johann Casimirs, und Fürst Johann Liebden Liebden
stargk poculiret, diesen Morgen aber, wieder von einander, gezogen.


Jtem: das zu Breßlaw, so wol, als, zu Königsbergk, die Pest
stargk grassirete. Gott helfe, daß Sie nicht weitter, einreiße!

|| [[Handschrift: 28v]]

Samstag den 24ten: September 1653.


<2 lerchen vom Streichen.>


Es seindt heütte, wieder einmahl vier Schiffe, mit gütern
beladen, ahnkommen, undter Churfürstlichem zollfreyen paß, undt
nahmen hertzogk Christians, des Churfürsten Sohn.
Sie sollen von Dreßen[!], nacher Merßburgk, und fahren
den weitten umbweg, die Elbe herab, undt die Sahle
wieder aufwarts. Wer bawet mir aber, meine
Schleüße? und wo bleibet, Gawens versprechen?
Jch werde mich deßen beschwehren, und ein Gravamen
darauß machen, an gehörigen orthen.


El hijo, del uffizial Docopolitano, es arrivado,
con muchedumbre; de buena ropa, yo lo hè embiado,
adelante, para callar l'empresa, merced'a Dios!


Antes morir; que suciar, el bivir!


Malo morj; quam fædarj! ist dje jmpresa vom Hermelin.


Zu Zeptzigk seindt heütte, 9 Schefel (Scheffel)schfl: rogken,
gesehet worden. Gott geb[e z]u Segen! undt glück!

Sonntag den 25ten: September 1653.


<15 lerchen, vom Streichen>


Jn die kirche cum filijs. Text: von der wittiben
Sohn, zu Naim17. Schigkt sich wol, auf neẅ-
lichste erinnerung, unsers SterbStündleins. perge


Den Amptmann Georg Reichardt bey mir gehabtt, zu expediren,
die supplicationes. &cetera


Dicorsi, mit Jehna, wie auch mit Wallwitz. et cetera

|| [[Handschrift: 29r]]


Als wir in die predigt, undt angestellete catechisation
gewoltt, bekommen wir nachrichtung, daß der caplan
Jonius, gählingen, heütte nach gehaltener predigtt,
zu Dröble krangk worden, und zwischen die wände
gefallen. Gott beßere, diesen seinen zustandt!


Jnterim, hat die Nachmittagspredigt, einge-
stellet werden müßen, weil es aufn stutz kommen.
haben also, mit lesen, und sonsten, die zeitt zugebracht.


Vergangenen Freytag, ist der Chor, an der Neẅ-
stedter kirche, eingefallen, wie es neẅlich, der Magister En-
derling, mir prophezeyet. Gott lob! das es nie-
mandt beschädiget, und nicht, an einem predigt-
Tage geschehen. Wirdt wol, ein 50 <oder> 60 wo nicht
100 ThalerThlr: zu repariren kosten. Omnium rerum Vicissitudo!


Les Ecclesiastiques Lüthériens que le Prince Jean, a
installè, en la place, dès Refformés dürant son regime,
sont les ensuivands: Premierement en la Ville de
Zerbst, il a confisquè, le Temple dü Chasteau,
er, contre la parolle donnèe, il <y> a èschangè,
par intervalle de temps, tous nos ministres.


Secondement, on a debütè, tous nos Ministres
Refformèz, de la ville, et dü baillage de Coßwigk,
remplaçant les places vuides, dès trespasséz, et
persecütant secrettement les vivans, jüsqu'a les faire resigner, || [[Handschrift: 29v]]
les gens de bien, en retenant leurs gages, en syndiquant
leurs preches, et en cerchent[!] aysêment, a les disgracier.


En 3me lieu, on a mis, dès prestres Lütheriens, aux
bourgs de Lindow, de Badewitz, Reiden, Stackelitz, Deetz,
Quast, Doberitz, Jtem: au bourg de Roßlaw, a Weiden,
Nöcken, Brambach, Steckbey, l'ün apres l'autre,
ainsy, que la moitiè, de la Tetrarchie Servestaine,
est presque retombèe, entre les mains dès Lütherans.


Les Refformèz Ecclesiastiques, & Ministres, sont enco-
res en estre, tant qu'ils vivent, ou bien, s'ils ne se
mèsprennent, au moindre mot? & si on ne les casse,
car aussy tost, qu'ils meürent, et les èschange!
sans autre ceremonie. Mais Dieu, les peüt
maintenir! & ie l'jnvoque, qu'il le vueille!
iüsqu'au bout dü monde, & a sa fin, avec leurs
Vrays süccesseürs Orthodoxes. Ce sont donc,
tant qu'il plaira, au bon Dieu.


Ceux, qui, se maintennent encores, tellement
quellement, au Temple de la Ville de Zerbst,
a Saint Nicolas. Jtem: ceux, qui sont aux Villages,
de Nöckholtz, Biaß, Lepß, Wertlo, Gütricho,
hohe: undt niedere Lepta, Milstedt, Stretz, undt
Milstorff, Steütz, Nuhta, Grimmen, (beyde Junckern- || [[Handschrift: 30r]]
dörfer) Hundelufft, Natho, Dießen, Rögesen, Gartz,
auch Junckerndörfer, Jtem: à Strinumb, Kuberge, Kurcho,
Bornimb, Trieben. Le faulxbourg Ankuhn, devant
la Ville de Zerbst, et trois Villages, aupres, assavoir:
Bohna, pultforda, Bonitz. Ce sont les lieux,
que i'ay peü apprendre, jüsques jcy. Mais on n'en
demeürera pas là, & on est fort desireux,
a confisquer aussy, le Temple de la Ville, & a
en recüler, les Refformèz, ou a fourrer, au
moins, parmy eülx, quelque ministre Lütherien.


On a demandè conseil aux Academies Saxonnes,
pour opprimer, et exterminer nos gens, qu'ils
appellent, dü nom Odieux, Calvinistes. On a
conseillè, qu'il y falloit aller doucement, en besogne,
n'y estans pas encores, les Adversaires, les plüs
forts. Mais qu'on lès pouvoit oppresser secrette-
ment, en ne les endürant nüllement, aux
charges, ni Offices, en taschant, de les dès-
placer, hors dü magistrat, & y remplacer, les
aultres, en les sürchargeant, avec lés con-
tribütions, tailles, et sübsides, plüs que les
Lütheriens, en les pünissant, et confisquant leurs
biens, & en somme, en faysant, comme l'enseigne Macchiavellj.
perge

|| [[Handschrift: 30v]]

Montag den 26. September 1653.

<20 lerchen, Bidersehe, und Banckkoch, und haußknecht[.]>


<3 hasen Carl Ursinus gehezt.>


Jch bin heütte hinauß geritten, zum Zigelberge
aldar, Gott lob, in schönem wetter, die weinlese
angegangen. Gott gebe zu segen! und gedeyen!
Der wein stehet schön, (Gott lob!) wann nur
die wintzer, recht fleißig wehren?


Jm rügkwege, habe ich die Neẅstedter
kirche, undt den darinnen eingefallenen
Chor, besehen, auch wie zu remediiren, mit
Magister Enderling, undt Marggravio geredet.


Darnach, auf den Aldtstedter kirchThurm
gestiegen, wie er wieder repariret, besichtiget,
und mit Bürgermeister Döhring, mich undterredet. perge


Extra zu Mittage, gehabtt: die Rähte18,
(so in Rindtorfs sachen, sich gebrauchen laßen,
wegen der Schuldt, so er von Madame zu fordern)
Jtem: Doctor Fischern, undt die Rechnungßcommissarien.


Der Allte Sekerka hat heütte, die inspec-
tion, über die weinlese, gehabtt, undt
Hanß Cohten, zu sich genommen.


Die einkommenden Ordinarien, geben:


Das der König in Dennemargk, sich zwahr, stadtlich || [[Handschrift: 31r]]
gerüstet, und seine Ritterschaft in hollstein, vfgebotten,
zum beylager, nacher Zelle, in der person, gegen den
9ten: October zu erscheinen, alleine man hieldte doch
davor, er werde in seinem Reich Dennemargk, verbleiben,
undt daßelbe defendiren müßen.


Die Schweden, sollen 30 mille beysammen haben, undt
nacher Finlandt zu, marchiren laßen. Jtzt
bricht es (auch, in die avisen,) auß, das eine alliance
vor seye, zwischen dem Kayser, dem Könige in
Spannien, undt der Krohne Schweden.


Jn Polen, sollen die Cosagken abermals ge-
schlagen sein, vor Soczow den kürtzern gezogen
haben, undt des alten Wallachischen hospodars19
Gemahlin, darinnen stargk belägert, noch sein.


Die Moldawer, undt Siebenbürger, helfen
den Polacken. Jnterim graßiret die
pest heftig, nicht allein in Polen, sondern auch,
in Preüßen, bevorab, in den großen Städten,
Dantzigk, undt Königßberg, inmaßen
wochentlich zu 4[00,] 500 hinwegsterben sollen.


Der GroßTürcke sævirt wieder die so
suspect sein, wegen seines herrnvatters Tode. Jn
Candia, stärcken sich, die Türgken, und haben die
Festung Selena erobert, und den accordo gebrochen.

|| [[Handschrift: 31v]]


Zu Regenspurg hat man, mit vielen re: undt correlationen
zu schaffen. Die Stände, wollen von keiner dilation
undt anheimschiebung der sachen, auf deputation-
Täge, hören, Sondern, ihren Gravaminibus,
auf diesem kostbahren ReichßTage, abgeholfen
wißen. Kayserlicher Mayestät abrayse, ist noch unge-
wiß. Gleichwol, werden die Schiffe, auf
der Thonaw, zur abfuhre zugerichtet,
undt außgerüstet. Der Grave von Awer-
spergk, des Römischen Königs, Obrister hofmeister,
ist nicht allein, in den ReichsFürstenStandt
erhoben, sondern der Kayser, hat ihme auch,
die herrschaft Welß, in OberOesterreich,
undt eine herrschafft, in Schlesien, geschengkt.
Die Stadt Brehmen, ist numehr, pardonirt,
undt die ergangene Reichßacht, cassiret.
Die erlegte Strafe, ist von den Reichßhof-
rähten, außgebehten worden. Jnterim,
fehret Königsmargk immerforth, mit seinen
Schantzen, undterm vorwandt, die Cron Schweden,
thete solches dem Reich, zum besten, undt den
WeserStrohm, wieder außwertige Nachtbarn, || [[Handschrift: 32r]]
als Engelländer, undt holländer, zu beschützen, weil
die Stadt Brehmen, solches alleine zu thun, zu schwach wehre.
Gleichwol, krieget darüber, so wol der Nieder-
Sächßische, alß Westpfählische Krayß, starcke jalousie.


Der Bischof von Münster, fordert auch
lehen, undt unsere sachen, so vom Reich, aba-
lieniret sein sollen, von den Staaden, wieder.


Die Staaden, ha[b]en nach prächtiger beysetzung
ihres Seehelden, des Admirals Tromp Sehliger,
vollauf zu thun, mit ihrem Mächtigen feinde
dem Cromwell. Man vermeinet, die Seear-
maden, seyen wieder aneinander. Die
Engelländer, stärgken sich sehr. Gleichwol
fället mißversten[d]nüß vor, zwischen dem
Cromwe[ll u]ndt dem Parlament.
Die S[ch]otten, armiren stargk vor den König,
darzu die [r]echtgl[aü]bige u[n]d wolgesinnete
prediger, (so verachtet, [vo]n den independenten
worden) treẅlich helfen. Gott gebe zu glügk!
Jrrlandt, helt es auch mit Schottlandt.


Die Reformirten, in La[n]guedocq, undt Provence
armiren, [b]itten ihren Köni[g] umb Schutz, und justitz,
weil der Conte de Rieux, d[e]s Düc d'Elbœuf, Sohn, ihnen
ihre Privilegia, geschwäche[t], Velay geplündert, undt || [[Handschrift: 32v]]
die undterthanen, übel tractiren, sonderlich aber, die
Reformirte kirche allda, verbrennen laßen.


Zu Bourdeaux, ist die Amnistie angenommen,
undt die Stadt numehr wieder, in des Königes
Treẅe undt gehorsam gebracht.


Rocroy, ist noch von den Spannischen belägert,
undt kan nicht endtsetzt werden. Sie vermeinen
noch vor winters, es zu em[p]ortiren.


Der König in Frankreich ist z[u] Amiens. Seine
armèe, sol sich mächtig verlauffen. Der Vis-
conte de Turenne, thut sein bestes, sich zu re-
colligiren, undt defensive zu gehen.

Dienstag den 27. September 1653.

<4 lerchen, Albrecht Sekerka, Ernst vogelsteller, Märtin lacqay.>


Die gesterige commission, darzu
ich, Jehna, Paulum, und Richardt deputiret,
Meine gemahlin aber, Wallwitz, u[...]n, zu assis-
tenten undt wortthalt[e]r, hingegen [d]em Doctor Mechovio
concediret, Abra[h]a[m] von Rindtorf beyzustehen,
ist zwahr gut gemeint gewesen, auch wol
getrieben worden, alleine Sie hat bey Unver-
nünftigen Obstinaten köpfen, welche keine
Rationes hören, noch a[d]mittiren, verfangen wollen. || [[Handschrift: 33r]]
Patientia! Wem nicht zu rahten ist, deme ist auch nicht
zu helfen. perge


Jch habe heütte nochmalß, mit ihm reden laßen,
undt meine Authoritet interponirt, es hat aber
kein verstandt, keine vernunfft, wieder seine
hertzenhärtigkeitt, statt finden wollen. perge


Gott erweiche alle Adamantische gemühter!


Discorsj, mit Jehna, wie gewöhnlich, in meinen anliegen.
Jtem: mit Hammeln, undt andern, gleichßfals successive,
alß auch, mit Hofmeister Sekerka.

Mittwoch den 28ten: September 1653.

<Geüder der page, Zachariaß Trompter, Lorentz der Jägeriunge. 14 lerchen.>


Jch bin hinauß hetzen geritten,
undt habe 2 hasen, einbrachtt, auch meinen
weinbergk, visitiret.


Schreiben, von Plötzkaw, undt antworth darauff,
durch eigenen lackayen, so vetter Ernst Gottlieb, mir zugefertiget.


Hans Senf ist bey mir, wiederumb gewesen.


Discorsj, mit J[e]hna, wie fast täglich, gehabtt, item:
mit Wallwitz, undt andern.

Donnerstag den 29ten: September 1653. Michaelis.

<14 lerchen, hans Cöhte, hernach Stalliunge, und gärtner.>


<Depesche: nacher Crossen und Leipzig[.]>


Am heüttigen MichaelisFest, vormittags, conjunctim, zur kirche.


Extra zu Mittage, ohne die Ordinarij extraordinarien20,
den hofprediger Mencelium, undt die wallwitzinn. perge


Nachmittage, wieder in die kirche, cum filijs, da Er Marggravius,
weil Jonius der caplan, krangk ist, geprediget.

|| [[Handschrift: 33v]]


Depesche; nacher Crossen und Leipzig perge nelle mie facende!


Abermahlige relation von Regenspurg Numero 43[:] Die Stadt
Brehmen, hat depreciret, im Reichßhofrath, kniende,
undt ist, a banno Jmperialj, numehr solenniter absolvirt,
hat umb manutenentz, der Reichßmediätet21, ge-
behten. hingegen opponirt sich Schweden heftig,
weil es im Hertzogthumb Brehmen, in die jura der
vorigen Ertzbischoffe getretten, undt die Stadt,
vor eine Landtstadt halten will. Spannien,
favorisiret hierinnen, die Suecos. Cæsar aber,
ist Magnanimus hierinnen, & Prudens, will sie
nicht deseriren, achtet, daß interesse des Reichß,
höher, zumahl solche Stadt zu defendiren, eines krieges
noch wol würdig, und man nachricht hat, daß die
Schweden, nicht allein des WehserStroms, sondern
auch, des ElbStroms sich bemächtigen wollen, in deme
sie nicht allein, an der Wehser, umb die Stadt Brehmen,
herumb, <immerforth> schantzen bawen, Sondern auch, gegen
GlügkStadt, über, auf der Jnsel KrauttSandt,
und bey dem einfluß der Schwinge, in die Elbe.


Chur Brandenburg spricht, auch, den Kayser, undt das
Reich ahn, umb erstattung der einkommen, so auf-
gewachßen, auß hindterhaltung, der hindterPomme-
rischen landen. Wirdt übel auffgenommen.

|| [[Handschrift: 34r]]


Pfaltz Neẅburg hat unserm hauße, condoliret, undt die
Kayserliche commission in Religionssachen, mit Chur Brandeburg auf
den itzigen Seniorem, unsers hauses, nemlich: auf Fürst Iohann Casimirs Liebden
nach Fürst Augusti absterben, renoviren laßen.


Die Camerales, zu Speyer, fordern viel geldt,
in retardaten. Marggraf von Baden, jst CammerRichter.


Die satißfactiongelder, undt die vechtische garnison,
macht mit den Schweden, noch viel Mugken.


Bey Chur Brandeburg prævaliren noch, die Schwartzenbergischen
consilia, undt sieder Cantzler Fromholdts Tode, ist kein confident mehr.


Der Kayser, will noch, drey Monat lang, viel-
leicht auch, den gantzen wintter über, zu Regenspurg
subsistiren, welches die Stände gar gerne, undt
viel lieber, alß die DeputationTäge, sehen.


Die Kayserliche confirmation, unsers landtTages-
Schlußes, sol in vigore, bleiben, undt nicht allein,
dem Reichßhofraht, Sondern auch, dem Cammer-
gerichtt, zu Speyer, darnach zu sprechen,
anbefohlen werden, unerachtet, ein anderer
ReichßSchluß, wegen der zinßen moderation,
oder voriger manutenentz, erfolgen sollte.


Die Gernrödische undt Aßcanische sachen, werden, ie
länger, ie beschwehrlicher, undt laßen sich, übel ahn.
Bey Chur Brandeburg gibts numehr, verenderliche consilia.


Jn den Erblanden, will noch nicht, die Reformation22, einge-
stellet werden, noch ein bescheidt, auff die reformationes<intercessiones,> erfolgen.

|| [[Handschrift: 34v]]

Freitag den 30ten: September 1653.


Der heüttige Regen, hat die weinlese sehr
verhindert. Der wein, so zwahr schön gestanden,
aber schlecht, sich gesamlet, auch sehr faulet,
will nicht wie vorm iahr, sich mehren.
Gott gesegene unß, das wenige, undt
strafe die diebe! undt partitenmacher!


Wallwitz, meiner Gemahlin, hofmeister,
ist nacher Leiptzigk gerayset, undt von Madame
geschigkt worden. hat mir vorhero, sich undterthänig
præsentirende, á Dieu! gesaget. Dieu le conduyse!


Des Amtmanns von Ballenstedt Sohn, hat sich abermals, eingestellet.
Gott gebe alles, zum besten! On est extremement
cürieux, aux enquestes!


Suspicio, est Venenum Amicitiæ!23


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Wortbestandteile "zu" und "gegen" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Abkürzungen nicht auflösbar.
d Satz bricht hier ab.
e Schreiberwechsel zu unbekannt.
f Im Original befindet sich dahinter eine Lücke, in die vielleicht der fehlende dritte Punkt nachgetragen werden sollte.
g Schreiberwechsel zu Christian II.

Kommentar
1 Entweder Dr. Daniel Nicolai oder Balthasar Joachim von Rieben.
2 Person nicht ermittelt.
3 Hier: Reichsdrost.
4 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um den neuen Fürsten von Moldau.
5 Zitat aus Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
6 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
7 Publikation nicht ermittelt.
8 Irrtum Christians II.: Wassenaer war ein Holländer und diente vor 1653 niemals als niederländischer Admiral in Westindien.
9 Person nicht ermittelt.
10 Mt 6,24.
11 Irrtum Christians II.: Es handelt sich um das Fürstentum Moldau.
12 Identifizierung unsicher.
13 Hier: Gegenreformation.
14 Hier: erhoben.
15 Personen nicht ermittelt.
16 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
17 Lc 7,11-17.
18 Nur teilweise ermittelt.
19 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um den alten Fürsten von Moldau.
20 Hier: außerordentlichen Essensgäste.
21 Irrtum Christians II.: Die Stadt wollte ihre Reichsimmedietät bewahren.
22 Hier: Gegenreformation.
23 Zitat aus Aelred: De spirituali amicitia III, 89, S. 86.
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abalieniren
etwas entfremden, entziehen
abandonniren
verlassen, zurücklassen
abandonniren
aufgeben
abandonniren
im Stich lassen
Aberacht
erneuerte, verschärfte und endgültige Acht
abhorriren
etwas verabscheuen, vor etwas zurückschrecken
abkündigen
von einer erhöhten Stelle aus bekanntgeben
absolviren
vollenden, abschließen
absolviren
jemanden von etwas befreien, freisprechen, entbinden
abutiren
missbrauchen
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
adamantisch
besonders hart
admittiren
gestatten, zulassen
Ägidiustag
Gedenktag für den Heiligen Ägidius (1. September)
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber (meist Gewogenheit, Zuneigung)
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
allegiren
anführen, sich berufen, sich beziehen
ambi(i)ren
anstreben
apprehendiren
ergreifen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Armatur
Rüstung
Armut
arme Leute, Minderbegüterte
assentiren
zustimmen
Assignation
(schriftliche) Anweisung, Zahlungsanweisung
Assignation
Quartierzuweisung
attentiren
versuchen, wagen
auf den Stutz
plötzlich, sogleich, auf der Stelle
aufsagen
aufkündigen, widerrufen
aufsetzig
feindlich, feindselig, bedrohlich, gefährlich
aufwerfen
(ein Zeichen) aufstellen, sichtbar anbringen
aufwerfen
sich erheben, sich empören, sich entgegenstellen
aufwerfen
jemanden oder sich erheben oder in eine bestimmte Position bringen/erhöhen
aufwerfen
etwas (Erdmaterialien o. ä.) aufhäufen
aufwerfen
ausstoßen, absondern
Ausschußtag
Versammlung eines landständischen Ausschusses
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avocation
Abberufung
Befreunde
Verwandte
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Beisorge
Sorge, Besorgnis, Bedenken, Furcht
beleidigen
jemandem etwas Nachteiliges zufügen
beschreiben
schriftlich ein- oder vorladen
beschreiben
auftragen, befehlen, vorschreiben
besorgen
befürchten, fürchten
Bierschinder
Person, die gern mittrinkt, wenn andere bezahlen, die aber sehr lange vor einem Glas sitzt, wenn sie selbst bezahlt
Bootsknecht
Matrose
braviren
trotzen, Trotz bieten
Bubenstück
gemeine Tat, Schurkenstreich, Freveltat, Verbrechen
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
certiren
streiten, wetteifern
Circumstanz
Umstand
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Compactatsache
Vertragsangelegenheit mit einer ranghöheren Person (z. B. Lehnsherr)
Confident
Vertrauter
Confirmation
Bestätigung
confirmiren
bestätigen
conformiren
beistimmen, übereinstimmen, sich fügen
conformiren
anpassen
conformiren
abstimmen, vergleichen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
Correlation
Mit- oder Gegenbericht des Korreferenten
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
creiren
jemanden in ein Amt wählen oder zu einem Amt ernennen, jemanden zu etwas machen
defendiren
verteidigen
Defensionswesen
Angelegenheiten der Verteidigung
deliberiren
überlegen, beratschlagen
demandiren
etwas auftragen, anempfehlen
Denunciation
Ankündigung, Mitteilung
dependiren
abhängen, abhängig sein
depreciren
Abbitte tun
Deputationstag
Tagung eines Reichsausschusses außerhalb der Reichstagssitzungen
deseriren
jemanden verlassen, etwas aufgeben
Desperation
Verzweiflung
dick
dicht
Difficultet
Schwierigkeit
difficultiren
erschweren
difficultiren
ablehnen, kritisieren
difficultiren
sich widersetzen
Dilation
Aufschub
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
einnisteln
sich festsetzen, sich einnisten
elaboriren
ausarbeiten
emportiren
einnehmen, erobern
Enke
Knecht
entseßen
abgelegen, weit entfernt
erledigen
befreien, freilassen
Erledigung
Befreiung, Freilassung
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Fäustling
kleine Handfeuerwaffe, die mit der Faust abgedrückt wird
flehen
flüchten, in Sicherheit bringen
Fluß
Katarrh (Entzündung der Schleimhäute)
Fluß
Rheuma, Gicht
fomentiren
anstiften, schüren, aufwiegeln
gähling
plötzlich, unversehens
Gallustag
Gedenktag für den irischen Mönch Sankt Gallus (16. Oktober)
genungsam
genügend, hinreichend
Gericht
Gebiet, das den Raum umfasst, für den die Gerichtshoheit gilt
Geschrei
Gerücht, öffentliche Meinung
Geschrei
Ruf
Gewehr
Bewaffnung
Gewehr
Waffe
Hauptstreich
großer, bedeutsamer militärischer Schlag
herausstöbern
verjagen, vertreiben, hinauswerfen
Herd (Vogelherd)
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Hinterhaltung
Zurück(be)haltung
hochpräjudicirlich
sehr nachteilig, eine starke Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
Hofmeister
vom Besitzer eingesetzter Verwalter eines Landgutes
im Armbrust liegen
lange zögern, sich unschlüssig verhalten
impliciren
verwickeln
imploriren
anflehen, erflehen, um etwas ansuchen
improbiren
missbilligen, tadeln
Impunitet
Straflosigkeit
inhaeriren
anhängen, an etwas festhalten, fest darauf bestehen
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
Inhibition
obrigkeitlicher bzw. gerichtlicher Untersagungsbefehl, Verbot
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
insinuiren
(ein Schriftstück) einhändigen, übergeben, zustellen
insinuiren
sich beliebt machen, sich einschmeicheln
insinuiren
andeuten, durchblicken lassen, (heimlich) hinterbringen
Instigation
Anregung, Verführung
Intelligenz
Einverständnis
Intelligenz
(geheime) Zuträgerschaft, Informanten, Spitzel
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
interimsweise
vorläufig, übergangsweise
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Intraden
Einkünfte
Invention
Erfindung, Einfall
Invitationsschreiben
schriftliche Einladung
Jesus-Christus-Wurzel
Adler- oder Saumfarn
Kläger
Trauernder
köstlich
teuer, aufwändig
köstlich
prächtig, herrlich, schön
köstlich
kostbar
kostbar
kostspielig
Lakenschiff
Segelschiff
Landrechnungstag
Tag der jährliche Rechnungslegung über die Einnahmen und Ausgaben eines Landes
Landrentmeister
oberster Finanzbeamter und Verwalter der Landesfinanzen
Landstadt
im Unterschied zur Reichsstadt unter der Landeshoheit stehende Stadt
Lehensmutung
förmliches Gesuch um Erneuerung oder Übertragung eines Lehens
Liberalitet
Freigebigkeit, Freisinnigkeit
lötig
rein, unvermischt
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Losier
Unterkunft, Wohnung
lustig
vergnüglich, anmutig, ergötzlich, von angenehmer Erscheinung
lustig
(etwas) begehrend, verlangend, gierig (auf), geneigt (zu)
lustig
rührig, munter
Mandel
Anzahl von fünfzehn
Manutenenz
Handhabung, Schutz
Mark
Gewichtseinheit für Gold und Silber
maturiren
beschleunigen
Michaelistag
Gedenktag für den Erzengel Michael (29. September)
Moderation
Minderung, (mäßigende) Abänderung
Moderation
Mäßigung, Zurückhaltung
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
Nachtnetz
Netz zum Fangen von Lerchen
Notul
kurze Nachricht, kleine Notiz
Notul
förmliche Verpflichtung
offendiren
beleidigen, kränken
oneros
beschwerlich, mühevoll
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Partitenmacher
Ränkespinner
perdoniren (pardoniren)
begnadigen
persuadiren
überreden, überzeugen
Plaute
kurzer und breiter Degen
poculiren
zechen
Polizei
Zustand der guten, allgemeinen Ordnung eines Gemeinwesens; Rechtssatzung, die auf die Herstellung und/oder Erhaltung des Zustandes guter Ordnung (des Gemeinwesens) gerichtet ist; Mittel und Wege zur Herstellung und Beobachtung der guten Ordnung und zur Durchsetzung der entsprechenden Gesetze
Präcedenz
Vortritt, Vorrang
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
präsentiren
schenken, als Geschenk geben
präsentiren
beschenken
Prätext
Vorwand, Scheingrund
prävaliren
schadlos halten
prävaliren
dem Übergewicht beugen
prävaliren
überwiegen, vorherrschen, dominieren
recipiren
etwas (zur eigenen gedanklichen Verarbeitung, Beurteilung, Entscheidung) aufnehmen
recipiren
(in eine Körperschaft) aufnehmen
recipiren
(durch eine Körperschaft oder Person) annehmen, empfangen
reciprociren
erwidern
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
redimiren
freikaufen, loskaufen
reduciren
zurückführen
referiren
sich beziehen
Reichsimmedietät
Reichsunmittelbarkeit (unmittelbare Zuordung von Körperschaften, Gütern und Personen zu Kaiser und Reich ohne Vermittlung durch einen Landesherrn)
Reichsmatrikel
Verzeichnis der Reichstände und/oder der von ihnen (z. B. für die Reichshilfe) aufzubringenden Truppenkontingente und Steuern
Reichsmedietät
Reichsmittelbarkeit (mittelbare Zuordung von Körperschaften, Gütern und Personen zu Kaiser und Reich dürch Vermittlung über einen reichsunmittelbaren Landesherrn)
reisig
beritten
reisig
zur Reise brauchbar, dienend, verwendbar
reisig
für den Kriegsdienst ausgerüstet
Reisiger
berittener Knecht
Relation
Bericht
remedi(i)ren
abhelfen
Remedi(i)rung
Abhilfe
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
renoviren
für ein Gut oder in einem Gebiet geltende Besitz- und Herrschaftsrechte (erneut) verzeichnen
renoviren
modifizierend erneuern
Repartition
Zuteilung, Verteilung, Austeilung
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
Retardat
ausstehende (Rest-)Schuld, Zahlungsrückstand
retractiren
widerrufen, rückgängig machen
Ringrennen
Wettkampf, bei dem der Reiter in vollem Galopp mit der Lanze oder dem Wurfpfeil einen Ring berühren musste
Römermonat
monatliche Kosten für die Unterhaltung und Besoldung des Reichsheeres
saevi(i)ren
wüten, toben, rasen
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
Schatzung
Erpressung von Geld als außerordentliche Kontribution
Schatzung
(häufig wegen einer Notlage erhobene) Abgabe, Steuer
Schiedpfennig
Kleinmünze (Geldsorte von geringem Wert), die insbesondere als Wechselgeld verwendet wird
Secours
Entsatz, Hilfe
Seearmada
Kriegsflotte
Senioratamt
Verwaltungseinheit, deren Einkünfte dem Ältesten bzw. Oberhaupt eines Adelshauses zustehen
Senioratgut
Besitzung, die dem Ältesten bzw. Oberhaupt eines Adelshauses gehört
sieder
seit
sothan
solcher, -e, -es
spendiren
ausgeben, aufwenden
Sporer
Handwerker, der Sporen und anderes Gerät zur Führung eines Pferdes aus Metall herstellt
Staat
Zustand, Beschaffenheit
streichen
zur Ehrerbietung (Flagge oder Segel) herunterziehen
streichen
Vögel mit Hilfe eines Netzes (massenhaft) fangen
submittiren
unterwerfen
subsistiren
zu leben haben, auskommen
subsistiren
haltmachen
Tax
Steuer, Abgabe
Tax
(von Rechts wegen vorgenommene) Schätzung, Festsetzung von Kosten
Tax
Zahlung, Gebühr
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
Trompter
Trompeter
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
übersetzen
höher ansetzen als üblich oder gerecht
unzeitig
nicht zur rechten Zeit
unzeitig
vorzeitig
verehren
schenken
verehren
beschenken
verlaufen
hinweglaufen
verlaufen
durch Flucht verlassen
verwarten
Zeit mit Warten zubringen
verwechseln
auswechseln, eine Änderung mit etwas vornehmen, durch etwas anderes ersetzen
verwechseln
Geld wechseln
verweisen
vorwerfen, vorhalten, zum Vorwurf machen, tadeln
Victorie
Sieg
victorisiren
siegen, siegreich sein
vigiliren
wachsam sein, auf etwas Acht geben
violiren
verletzen
visitiren
besuchen
visitiren
untersuchen, begutachten
vociren
rufen, berufen, vorladen
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Volk
Truppen
vollziehen
unterschreiben
Vorlag
Geldmittel
vulneriren
verletzen
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Worthalter
Fürsprecher, Vertreter, Verteidiger
wunderlich
auf wunderbare Weise
Zeitung
Nachricht
zerfallen
uneins werden, sich entzweien
zerfallen
zerschlagen, zerbrechen
zubüßen
hinzutun
Zufall
unerwartete spürbare Veränderung der Gesundheit
Zufall
Ereignis, Vorfall
Zufall
etwas, das einem zufällt
Zufall
Zulauf, Parteinahme, Beistand
zusammenrottiren
sich in schädlicher Absicht versammeln oder verbinden

1. quittung ablegen perdurch Knichen[,]

2. confirmation des Landtages.

3. rectification, der Reichsmatricul[.]

4. Buraw.

5. Deputation per Legatosdurch Gesandte tentiren, oder Doctor hegern Substituiren[.] An ChurSaxen schreiben ratione tertijwegen des Dritten. Deputation wird nicht eher fort gehen, bis das Jülichische votumAbstimmung zwischen Chur Brandenburg Vnd Pfalz Neuburg verglichen. Biß Galli ihren staadt gemacht. Zöge der Keyser hinweg, so wehren sie nichts nütze da. Bliebe er da, ihnen frey zustellen, ob sie länger bleiben oder durch die substitution.
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1643
gest. 1709
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Neffe Christians II.; seit 1670 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Graf bzw. Fürst Johann Weikhart von Auersperg
Herzog Johann Weikhart von Schlesien-Münsterberg

geb. 1615
gest. 1677
Anm.: Sohn des Dietrich von Auersperg (1578-1634); ab 1640 Reichshofrat; kaiserlicher Gesandter in Den Haag (1641) und Primargesandter in Osnabrück (1643/44); 1644-1654 Erzieher und Obersthofmeister von König Ferdinand IV. (1633-1654); 1646-1669 Geheimer Rat; seit 1654 Herzog von Schlesien-Münsterberg; 1655-1657 auch Obersthofmeister; 1669 Verbannung vom Kaiserhof wegen Hochverrats; Erhebung in den Grafen- (1630) und Fürstenstand (1653); ab 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Markgraf Wilhelm von Baden-Baden

geb. 1593
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Eduard Fortunat von Baden-Baden (1565-1600); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Baden (1631-1634 Vertreibung durch die Schweden), 1634-1648 ebenso von Baden-Durlach; seit 1630 kaiserlicher Geheimer Rat sowie Obrist (1630-1646), Generalfeldwachtmeister (1633) und Feldzeugmeister (1635); ab 1652 Reichskammerrichter; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach

geb. 1594
gest. 1659
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Durlach; 1634-1649 abgesetzt und Leben im Exil; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verwandte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Antonio Barberini
Erzbischof Antonius von Reims
Bischof Antonio von Frascati
Bischof Antonio von Palestrina

geb. 1608
gest. 1671
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630) und Neffe von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1627 Kardinal; 1628-1632 Präfekt der Apostolischen Signatur; seit 1632 Präfekt der Glaubenskongregation; ab 1638 Kämmerer der Römischen Kirche; seit 1653 Großalmosenier von Frankreich; 1655–1661 Bischof von Frascati; ab 1657 Erzbischof von Reims und Pair de France; seit 1661 Bischof von Palestrina.

Weiterführende Informationen in VIAF
Álvaro de Bazán y Manrique de Lara
Marqués Álvaro III de Santa Cruz de Mudela
Marqués Álvaro I del Viso

gest. 1660
Anm.: Sohn des Álvaro de Bazán y Benavides, Marqués de Santa Cruz de Mudela (1571-1646); ab 1611 Marqués del Viso; seit 1644 Marqués de Santa Cruz de Mudela; spanischer Admiral und General.
Wilhelm Bidembach von Treuenfels

geb. 1588
gest. 1655
Anm.: Sohn des Waiblinger Diakons Felix Bidembach d. Ä. (1564-1612); ab 1602 Studium in Tübingen; 1618 Promotion zum Dr. jur. utr.; danach gräflich-hohenlohischer Kanzler in Neuenstein; später dänischer und württembergischer Resident in Wien; 1628-1630 Professor der Rechtswissenschaft in Tübingen; 1630 viermonatige Verhaftung wegen Geheimnisverrats; seit 1648 Reichshofrat; 1654 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Bernhard von Biedersee

geb. 1637
gest. 1707
Anm.: Sohn des Adam von Biedersee (gest. 1655); 1649-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1673/78 fürstlicher Stallmeister in Bernburg.
Giovanni Battista Bigliore
Conte Giovanni Battista di Luserna

geb. ca. 1625
gest. 1677
Anm.: Sohn des Gianfrancesco Bigliore, Conte di Luserna; Studium in Turin; 1649 Promotion zum Dr. jur. utr.; ab 1650 piemontesischer Senator; savoyischer Gesandter in Wien (1652-1655) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1656 Presidente della Camera dei conti; ab 1658 Terzo Presidente di Camera; seit 1662 Terzo Presidente del Senato di Piemonte e del marchesato di Saluzzo; savoyischer Botschafter in Venedig (1664-1670) und Rom (1670/71); ab 1666 Presidente del contado di Asti; seit 1668 Presidente del Monferrato.
Kaspar Böke
Kaspar Böckmann

Anm.: Geboren in Holstein; um 1646/56 Gärtnermeister und fürstlicher Schlossgärtner in Bernburg.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Philipp von Bohn

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Wormser Bürgers Johann Philipp Bohn (gest. nach 1620); seit 1613 Rechtsstudium in Gießen, Marburg und Heidelberg (1620 Promotion zum Dr. jur. utr.); 1622-1633 Prokurator am Reichskammergericht in Speyer; 1634-1638 Kanzler des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); 1638-1642 braunschweigisch-wolfenbüttelischer Geheimer Rat und Kanzler sowie Gesandter auf dem Nürnberger Kurfürstentag (1640) und Regensburger Reichstag (1640/41); 1642-1651 gräflich-oldenburgischer Geheimer Rat und Kanzler sowie zeitweise Gesandter bei den Westfälischen Friedensverhandlungen (1645/46); 1652-1657 Reichshofrat; 1654 Nobilitierung; vgl. Hans Friedl: Bohn, Johann Philipp, in: Ders. / Wolfgang Günther / Hilke Günther-Arndt / Heinrich Schmidt (Hg.), Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg, Oldenburg 1992, S. 82-84.

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Anne-Marie-Louise de Bourbon
Duchesse Anne-Marie-Louise de Montpensier
Princesse Anne-Marie-Louise d' Orléans
Princesse Anne-Marie-Louise de Dombes
Princesse Anne-Marie-Louise de Joinville
Dauphine Anne-Marie-Louise d' Auvergne
La Grande Mademoiselle

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Tochter des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); 1648-1653 Anhängerin der Fronde; 1653-1657 Verbannung vom französischen Königshof; 1681-1684 heimliche Ehe mit Antonin Nompar de Caumont, Marquis de Puyguilhem (1633-1723).

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César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

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François de Bourbon
Duc François de Beaufort

geb. 1616
gest. 1669
Anm.: Sohn des César de Bourbon, Duc de Vendôme (1594-1665); 1648-1653 Teilnahme an der Fronde; danach in königlichen Kriegsdiensten; ab 1665 Duc de Beaufort; seit 1665 französischer Grand-maître de la navigation.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Marcus Zuërius van Boxhorn

gest. 1653
Anm.: Geboren in in Bergen op Zoom; Professor für Eloquenz (ab 1632) und Geschichte (seit 1648) an der Universität Leiden.

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Gräfin Beata Johansdotter Brahe af Visingsborg
Gräfin Beata Johansdotter Torstensson af Ortala
Geburtsname: Beata Johansdotter De la Gardie

geb. 1612
gest. 1680
Anm.: Tochter des Johan Pontusson De la Gardie (1582-1642); 1633-1651 erste Ehe mit Graf Lennart Torstensson af Ortala (1603-1651); seit 1653 zweite Ehe mit Graf Per Abrahamsson Brahe af Visingsborg (1602-1680).
Graf Per Abrahamsson Brahe af Visingsborg

geb. 1602
gest. 1680
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Graf Abraham Pedersson Brahe (1569-1630); ab 1626 königlicher Kammerherr; seit 1628 schwedischer Obrist; ab 1629 Landmarschall; seit 1630 Reichsrat; 1632 Beisitzer im Svea Hovrätt; 1637-1641 Generalgouverneur über Finnland; seit 1641 Reichsdrost und Präsident des Svea Hovrätt; 1641-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1648-1654 erneut Generalgouverneur über Finnland.

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Kurfürstin Dorothea (Sophia) von Brandenburg
Herzogin Dorothea (Sophia) von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Herzogin Dorothea (Sophia) von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1636
gest. 1689
Anm.: Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663); 1653-1665 Ehe mit Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg (1622-1665); seit 1668 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

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Giovanni (2) Cappello

geb. 1584
gest. 1662
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Lorenzo Cappello (1555-1625) di Piero; 1612 Mitglied der Quarantia civil nova; 1615 bzw. 1618 Mitglied der Quarantia ordinaria; 1615 Provveditore alla Sanità; 1616 Auditor novissimo; 1625 Vorsitzender des Rates der Zehn; 1625 Podestà von Brescia; 1627 Mitglied der Pregadi; 1628 Savia alla mercanzia; 1630-1633 venezianischer Bailo (Repräsentant) und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1641-1642 und 1647-1649 Provveditore generale in Terraferma; 1652/53 erneut Bailo und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1653-1658 in Adrianopel inhaftiert; ab 1653 Prokurator von San Marco. .
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Matthias Cratius

geb. 1628
gest. 1669
Anm.: Sohn des Heinrich Kratz aus Ilberstedt; seit 1651 Pfarrer in Hecklingen, vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 322.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Graf bzw. Fürst Maximilian von Dietrichstein

geb. 1596
gest. 1655
Anm.: Sohn des Grafen Sigmund von Dietrichstein (1560-1602); ab 1614 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1622-1637 Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora (1598-1655); seit 1651 kaiserlicher Obersthofmeister sowie Mitglied und Präsident des Geheimen Rates; 1629 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Charles Drelincourt

geb. 1595
gest. 1669
Anm.: Sohn des herzoglichen Sekretärs Pierre Drelincourt in Sedan; Studium der Theologie in Sedan und Saumur; seit 1620 Pastor der reformierten Gemeinde von Charenton-le-Pont.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Anna Katharina von Einsiedel
Geburtsname: Anna Katharina von Börstel

gest. 1628
Anm.: Tochter des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); seit 1619 Ehe mit Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653).
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ernst (2) N. N.

Anm.: Um 1653 fürstlicher Vorreiter in Bernburg.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in VIAF
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Fromhold

geb. 1602
gest. 1653
Anm.: Sohn des Prokurators, Hofrichters und Küstriner Bürgermeisters Matthias Fromhold (gest. 1610); Studium in Frankfurt/Oder (1616), Königsberg (1619), Wittenberg (1621) und Leipzig (1625 Bacc., 1626 Mag. phil., 1631 Promotion zum Dr. iur.); 1637-1648 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat; 1637-1641 auch Kriegsrat; 1645-1648 kurfürstlicher Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster und Osnabrück; ab 1648 Wirklicher Geheimer Rat; zudem seit 1650 Kanzler des Fürstentums Halberstadt; 1653 kurbrandenburgischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 479f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Christoph Bernhard von Galen
Bischof Christoph Bernhard von Münster
Abt Christoph Bernhard von Corvey

geb. 1606
gest. 1678
Anm.: Sohn des Dietrich von Galen (ca. 1570-1645); Domherr, 1630-1634 Domthesaurar, 1634-1642 Geistlicher Rat, ab 1642 Domküster und 1643-1650 bischöflicher Geheimer Rat in Münster; seit 1650 Bischof von Münster; ab 1661 zudem Fürstabt von Corvey.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Hans Heinrich Gau

Anm.: Pirnaer Handelsmann, der ab dem Jahr 1650 eine Saaleschleuse in Bernburg bauen wollte; 1661-1664 Salzfaktor in Dresden.
Kaspar von Gengel

geb. 1607
gest. 1659
Anm.: Geboren in Österreich; spätestens seit 1648 Hofmeister, zuletzt Geheimer Rat und Hofmarschall des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).
Bernhard Gese

geb. 1595
gest. 1659
Anm.: Sohn des Coswiger Superintendenten Joachim Gese (1561-1623); Besuch der Gymnasien in Zerbst und Joachimsthal (1618); 1620 Studium in Frankfurt (Oder); 1622-1626 Konrektor an der reformierten Schule in Cölln an der Spree; Stadtkämmerer (1628) und Bürgermeister (1629) von Dessau; ab 1630 anhaltisch-dessauischer Lehns- und Justizsekretär; seit 1639 Landrentmeister; ab 1641 Kammerrat; seit 1647 auch Kanzleirat; vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 382f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philipp Karl Geuder von Heroldsberg
Philipp Karl Rabensteiner

geb. 1636
gest. 1694
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Johann Philipp Geuder von Heroldsberg (1597-1650); 1651-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1665/68 Hofmeister in Bernburg; zuletzt anhaltisch-bernburgischer Geheimer Rat, Kammerdirektor und Hofmeister.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jean-François Paul de Gondi
Erzbischof Jean-François Paul von Paris
Kardinal de Retz

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Sohn des Philippe-Emmanuel de Gondi, Comte de Joigny (1580-1662) (aus dem Haus der Duc de Retz); 1638 Priesterweihe; 1643-1654 Koadjutor und designierter Nachfolger seines Großonkels Jean-François de Gondi, Erzbischof von Paris (1584-1654); ab 1644 zugleich Titularerzbischof von Korinth; 1648-1652 Beteiligung an der Fronde; seit 1652 Kardinal; 1652-1654 Inhaftierung als Frondeur; 1654-1662 Leben im Exil und (nominell) Erzbischof von Paris; Verfasser bedeutender Memoiren.

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Heinrich von Hake

geb. 1621
gest. 1693
Anm.: Sohn des braunschweigisch-lüneburgischen Rats sowie oldenburgisch-delmenhorstischen Rats und Kanzlers Robert Hake (1580-1649); Schulbesuch in Bremen; Studium in Leiden, Basel (1647 Dr. jur.) und Straßburg; um 1652/65 Hofrat in Plötzkau; ab 1665 fürstlicher Vormundschaftsrat, Kanzler und Kammerdirektor in Köthen; 1686 Nobilitierung; seit 1654 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Jüngere") .

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Hans (11) N. N.

Anm.: Um 1650/53 Kutscher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Hans (12) N. N.

Anm.: Um 1651/53 Bediensteter des fürstlichen Kammerjunkers Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Graf Hermann von Hatzfeldt
Graf Hermann von Gleichen

geb. 1603
gest. 1673
Anm.: Sohn des kurmainzischen Rates Sebastian von Hatzfeldt (1566-1631); kaiserlicher Rittmeister (1623) und Obrist (1632); seit 1639 gemeinsam mit seinem Bruder Melchior (1593-1658) regierender Graf von Gleichen; 1653-1657 Reichshofrat; 1635 Erhebung in den Grafenstand.

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Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Georg Achatz Heher

geb. 1601
gest. 1667
Anm.: Sohn des Jursiten Georg Heher aus Nürnberg; Studium in Altdorf (1616-1620; Dr. jur. 1623) und Jena (1622); ab 1624 Advokat in Nürnberg; seit 1628 Assessor am dortigen Untergericht sowie Konsulent in Altmühl; ab 1630 Stadtgerichts-Konsulent in Nürnberg; seit 1632 Rat der schwedischen Regierung in Würzburg; 1633 Vizekanzler und Direktor der Regensburger Kriegskanzlei unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1636 erneut Konsulent in Nürnberg; ab 1640 sächsisch-gothaischer Hofrat; 1645-1648 Gesandter der Herzöge von Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha, der Fürsten von Anhalt sowie der Reichsstadt Nürnberg auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 sächsisch-gothaischer Oberamtmann in Königsberg, Heldburg, Eisfeld und Veilsdorf; 1649/50 Gesandter der ernestinischen Herzöge auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1653/54 sächsisch-gothaischer und anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1659 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; 1644 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mittheilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich (3) N. N.

Anm.: Um 1653 Stalljunge des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Christoph Heldt

Anm.: Seit 1652 berittener Knecht und Reitschmied des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Georg Hermann

geb. 1608
gest. 1666
Anm.: Sohn des Georg Hermann (ca. 1570-1651); Studium in Zerbst und Bremen; 1630-1636 Präzeptor verschiedener junger Adliger; 1636-1641 Advokat in Dessau; 1641-1644 fürstlicher "Amtsverwalter" in Dessau; 1648-1657 anhaltisch-dessauischer Hof- und Kanzleirat; seit 1657 Kanzleidirektor; vgl. Georg Raumer: Hiobs Meinung/ Streit und Hoffnung von der Todten Menschen Leben [...], Köthen 1667, o. S.

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Bernhard Herre

geb. 1604
gest. 1682
Anm.: Zunächst fürstlicher Botenmeister in Dessau; spätestens seit 1643 anhaltischer Landrentmeister.
Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
Friedrich Holst

Anm.: Möglicherweise Sohn des fürstlichen Stallknechts Friedrich Georg Holst; um 1652/56 Stall- bzw. Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Johannes Priester(könig)
Johannes Presbyter

Anm.: Sagenhafte Gestalt des Mittelalters, die angeblich von den Drei Weisen aus dem Morgenland abstammte und ein unermessliches christliches Reich in Asien oder Afrika beherrscht haben soll.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Claudia Felizitas
Königin Claudia Felizitas von Böhmen
Königin Claudia Felizitas von Ungarn
Erzherzogin Claudia Felizitas von Österreich

geb. 1653
gest. 1676
Anm.: Tochter des Erzherzogs Ferdinand Karl von Österreich (1628-1662) in Tirol; seit 1673 Ehe mit Kaiser Leopold I. (1640-1705).

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb. 1598
gest. 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Rudolf Gottfried von Knichen

geb. ca. 1605
gest. 1682
Anm.: Sohn des späteren anhaltisch-zerbstischen Rats und Kanzlers Andreas von Knichen (1560-1621); anhaltisch-dessauischer Sekretär (um 1652/54) und Rat (seit 1658); später herzoglicher und zuletzt kaiserlicher Rat in Liegnitz.

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Clamor Knoche

gest. nach 1670
Anm.: Bürger in der Bernburger Altstadt; seit ca. 1620 fürstlicher Frauenzimmer- bzw. Hofschneider in Bernburg.
Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Johann (2) Köppen

geb. nach 1612
gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Kanzlei- und Justizrats Johann Köppen (1584-1641); Studium in Wittenberg (1626), Zerbst (1630) und Marburg (1633-1636); Lic. jur.; danach Syndikus und Prof. juris et politices am Gymnasium illustre in Zerbst; ab 1642 anhaltisch-zerbstischer Hofrat; 1657-1664 anhaltischer Gesamtrat; seit 1664 kurbrandenburgischer Geheimer Rat; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dritte").

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Johann Kothe

gest. 1696
Anm.: Seit Januar 1651 füstlicher Prinzen-Kammerdiener in Bernburg; spätestens 1662 Stadtschreiber und zuletzt Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Bernhard (1) von Krosigk

geb. 1582
gest. 1620
Anm.: Sohn des Adolf von Krosigk (gest. 1605); Erbherr auf Maxdorf und Badegast; 1596-1602 Page und Reisebegleiter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1609 fürstlicher Kammerjunker in Dessau; um 1612 anhaltisch-köthnischer Rittmeister; 1620 Tod als böhmischer Obristleutnant in der Schlacht am Weißen Berg; 1617 Gründungsmitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinliche").

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Brigitta (1) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Radestock

geb. ca. 1580/85
gest. nach 1654
Anm.: Tochter des Heinrich von Radestock (gest. vor 1609); 1609-1620 Ehe mit Bernhard von Krosigk (1582-1620).
Katharina (1) von Krosigk

geb. ca. 1613
gest. 1672
Anm.: Tochter des Bernhard von Krosigk (1582-1620); um 1653 Aufenthalt am kurfürstlichen Hof in Dresden; spätestens 1668 Leben in Halle (Saale).
Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Niklaus Leuenberger

geb. 1611/15
gest. 1653
Anm.: Geboren als Sohn des Bauern Hans Leuenberger in Schönholz bei Rüderswil (Emmental); 1653 Anführer der Berner Untertanen im Schweizer Bauernkrieg; 1653 Hinrichtung in Bern.

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Fürstin Augusta Sophia von Lobkowitz
Fürstin Augusta Žofie z Lobkovic
Geburtsname: Pfalzgräfin Augusta Sophia von Pfalz-Sulzbach

geb. 1624
gest. 1682
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen August von Pfalz-Sulzbach (1582-1632); 1653-1677 Ehe mit Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz (1609-1677).

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Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz
Fürst Václav Eusebius z Lobkovic
Wenzel Eusebius Popel von Lobkowitz
Václav Eusebius Popel z Lobkovic
Herzog Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb. 1609
gest. 1677
Anm.: Sohn des Sidonius Adalbert Popel von Lobkowitz (1568-1628); ab 1628 Fürst; kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschall (1647); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; ab 1646 Herzog von Schlesien-Sagan; seit 1647 Geheimer Rat; 1650-1665 Hofkriegsratspräsident; 1651/52 zugleich Oberstkanzler von Böhmen; 1665-1674 Obersthofmeister; ab 1670 erster Minister von Kaiser Leopold I. (1640-1705); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
N. N. Lodron

Anm.: Um 1653 Korrespondenzpartner des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Lorenz (3) N. N.

Anm.: Um 1652/53 Hunde- und Jägerjunge des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Lorenz (5) N. N.

Anm.: Um 1653 fürstlicher Vorreiter in Bernburg.
Charles II de Lorraine
Duc Charles II d' Elbeuf
Comte Charles II de Lillebonne
Comte Charles II de Rieux

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Duc d'Elbeuf sowie Comte de Lillebonne et de Rieux; seit 1607 gemeinsame Erziehung mit dem späteren König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); Gouverneur der Normandie und Picardie; 1631-1642 Exil in Brüssel; 1649 Teilnahme an der Fronde; 1652 Kommandeur der französischen Armee in Flandern.

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François-Louis de Lorraine
Comte François-Louis d' Rieux
Comte François-Louis d' Harcourt

geb. 1627
gest. 1694
Anm.: Sohn des Charles II de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1596-1657); ab 1657 Comte de Rieux; seit 1666 Comte d'Harcourt.

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Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Ecaterina Lupu
Fürstin (Woiwodin) Ecaterina von Moldau

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Tscherkessische Adlige; 1639-1661 Ehe mit Vasile Lupu, Fürst von Moldau (ca. 1595-1661).
Vasile Lupu
Fürst (Woiwode) Vasile von Moldau

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des moldauischen und walachischen Hofbeamten Nicolae Coci; Großschatzmeister (1619/20), zweiter Logothet (1625), Mundschenk (1627) und Hetman (1629/30) in der Walachei; 1631 Statthalter der unteren Moldau; 1633 Führer eines Aufstandes der Bojaren gegen den walachischen Fürsten Alexandru IV Iliaș (gest. 1666); seit April 1634 bis 13. April 1653 und vom 8. Mai bis 16. Juli 1653 Fürst von Moldau.

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Niccolò Machiavelli

geb. 1469
gest. 1527
Anm.: Sohn des Florentiner Advokaten Bernardo Machiavelli (gest. 1500); 1498-1512 Staatssekretär (zuständig für Außen- und Verteidigungspolitik) der Zweiten Kanzlei des Rats der "Dieci di pace e di libertà" der Republik Florenz; danach Tätigkeit als Philosoph, Geschichtsschreiber und Dichter; 1526/27 päpstlicher Auftrag zur Verteidgung von Florenz gegen das kaiserliche Heer.

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Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Veronika Menzelius
Veronika Kübitz

Anm.: Erste Ehe mit N. N. Kübitz; um 1653 zweite Ehe mit dem Bernburger Hofprediger und Pfarrer Johann Menzelius (ca. 1596-1671).
Friedrich von Metzsch

geb. 1579
gest. 1655
Anm.: Sohn des Abraham von Metzsch (1528-1590); 1619-1638 kursächsischer Hof- und Justizrat; 1620-1628 Appellationsrat; ab 1628 Präsident des Oberkonsistoriums; kursächsischer Gesandter auf dem Regensburger Kurfürstentag (1636/37) und Reichstag (1640/41); seit 1638 Geheimer Rat; ab 1642 Reichspfennigmeister für den Nieder- und Obersächsischen Kreis; vgl. Jacob Weller: Christlichen Ritters-Grund [...], Chemnitz 1707, S. 40-56.

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Georg Friedrich von Miltitz

geb. 1627
gest. nach 1669
Anm.: Sohn des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); Erbherr auf Podelwitz, Priesteblich und Groß Rosenburg.
Hermann Mylius von Gnadenfeld

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Sohn des Müllermeisters Ocko Müller (gest. 1625) in Berne und Hahnenknoop; Rechtsstudium in Helmstedt (1616), Rostock (1626), Straßburg (1627), Tübingen (1628), Basel (1632) und Leiden (1633); ab 1634 Kanzleisekretär des Grafen Anton Günter von Oldenburg und Delmenhorst (1583-1667); seit 1636 mehrfach oldenburgischer Gesandter, u. a. auf dem Friedenskongress von Osnabrück und Münster (1644-1648), in London (1651/52) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); ab 1642 gräflicher Rat; seit 1647 Landrichter in Kniphausen; ab 1648 Inhaber des Gutes Gnadenfeld am Jadebusen; seit 1656 Geheimer Rat; 1652 Nobilitierung.

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Martin (2) Nickel

geb. 1630
Anm.: Sohn des späteren Bernburger Bürgermeisters Martin (1) Nickel (gest. 1651); um 1653 fürstlicher Bediensteter in Bernburg.
Daniel Nicolai von Greiffencrantz

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Geboren in Parchim; Studium in Rostock (ab 1629) und Bourges (1645 Promotion zum Dr. jur.); 1648-1656 mecklenburgisch-schwerinischer Hof-, Kammer- und Kanzleirat; 1653/54 mecklenburgischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1656 Kanzler der Herzogtümer Bremen und Verden; 1664 Nobilitierung ("Nicolai von Greiffenkrantz").

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Nikolaus (4) N. N.

Anm.: Um 1653 fürstlicher "Bankkoch" in Bernburg.
Louis-Charles-Gaston de Nogaret de La Valette
Comte bzw. Duc Louis-Charles-Gaston de Candale
Marquis Louis-Charles-Gaston de La Valette

geb. 1627
gest. 1658
Anm.: Sohn des Bernard de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon et de La Valette (1592-1661); ab 1627 Marquis de La Valette; 1627-1639 Comte und seit 1639 Duc de Candale; französischer Colonel (1649), Kommandant der Guyenne-Armee (1652-1654) und Lieutenant-général der Katalonien-Armee (ab 1654); seit 1651 zudem Gouverneur und Lieutenant-général der Haute und Basse Auvergne.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Clemens Pegau

Anm.: Ab Januar 1651 Hausknecht des Bernburger Schlosses; danach Gutsverwalter auf den fürstlichen Vorwerken in Bernburg (seit Oktober 1651) und Zepzig (spätestens Oktober 1653).
Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Adolf Johann I. von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1629
gest. 1689
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); 1651-1654 Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland; 1653/54 zudem schwedischer Reichsmarschall; seit 1654 regierender Landesfürst von Pfalz-Zweibrücken im Amt Kleeburg; 1656 Generalissimus der schwedischen Armeen in Polen und Preußen; 1657-1659 Generalgouverneur von Preußen.

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Pfalzgräfin Elsa Beata von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg
Geburtsname: Elsa Beata Brahe

geb. 1629
gest. 1653
Anm.: Tochter des Grafen Per d. J. Brahe af Visingsborg (1602-1680); seit 1649 Ehe mit Pfalzgraf Adolf Johann I. von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1629-1689).
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Anna (2) Plato
Geburtsname: Anna Leising
Anna Kiesewetter

geb. 1601
gest. 1676
Anm.: Tochter des Bernburger Schenken Georg Leising; seit 1632 erste Ehe mit Christian Kiesewetter, Amtsschreiber in Harzgerode (gest. vor 1651); seit 1651 zweite Ehe mit dem Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659).
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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Johann Joachim Plato

geb. 1627
gest. 1672
Anm.: Sohn des Hoymer Pfarrers und späteren Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659); 1651-1653 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1653-1672 Pfarrer in Sandersleben; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 380.

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Maria Sibylla Plato
Geburtsname: Maria Sibylla Schmidt

geb. 1636
gest. 1664
Anm.: Tochter des Bernburger Amtmanns Martin Schmidt (gest. 1657?); seit 1653 Ehefrau des Altenburger Pfarrers Johann Joachim Plato (1627-1672).
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzog Bogislaw XIV. von Pommern
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern-Stettin
Bischof Bogislaw von Cammin

geb. 1580
gest. 1637
Anm.: Sohn des Herzogs Bogislaw XIII. von Pommern-Stettin (1544-1606); ab 1622 regierender Herzog von Pommern-Stettin und Titularbischof von Cammin; seit 1625 Landesfürst des gesamten Herzogtums Pommern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Giovanni Ferdinando Pozzo
Johann Ferdinand Puteus

geb. ca. 1630
Anm.: Geboren in Neapel; um 1652 Sprachmeister in Deutschland.
Wilhelm von Proeck

geb. 1585
gest. 1654
Anm.: Sohn des Andreas von Proeck; zunächst in kaiserlichen und brandenburgisch-bayreuthischen Kriegsdiensten; nach 1607 zunächst Hof- und Kammerjunker, ab 1615 Rat und Stallmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1623 zudem anhaltischer Rittmeister und Kriegskommissar; ab 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Räuchernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Georg Raumer

geb. 1610
gest. 1691
Anm.: Sohn des Gerbers Friedrich Raumer (gest. 1666) aus Eschenbach (Operpfalz); Schulbesuch in Auerbach und Weißenburg; Studium in Leipzig, Wittenberg, Marburg und Tübingen; ab 1635 Hauslehrer in Dessau; 1636-1638 Pfarrer in Jeßnitz; 1638-1646 Subdiakon und seit 1646 Archidiakon an St. Marien sowie Superintendent, Hofprediger und Konsistorialrat in Dessau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 386.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Balthasar Joachim von Rieben

gest. nach 1663
Anm.: Sohn des Jürgen von Rieben (1589-1644); Erbherr auf Schönhausen, Voigtsdorf, Matzdorf und Lauerhagen; mecklenburgischer Landrat; 1653/54 mecklenburgischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Michiel Adriaenszoon de Ruyter

geb. 1607
gest. 1676
Anm.: Sohn des Seemannes und späteren Bierlieferanten Adriaen Michielszoon de Ruyter; ab 1618 Ausbildung zum Seemann; 1633-1635 Steuermann auf einem Walfangschiff; 1637-1640 Kapitän bei der Vlissinger Lampsen-Reederei; 1641 Schout-bij-nacht (Konteradmiral) der niederländischen Kriegsmarine; danach Handelsschiffkapitän und Kaufmann; 1652-1654 Geschwaderkommandeur der Admiralität von Zeeland; 1654-1665 Vizeadmiral der Admiralität von Amsterdam; 1665-1675 Admiralleutnant und seit 1675 General-Admiralleutnant der niederländischen Kriegsflotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Sachsen-Lauenburg, Haus
Herzöge von Sachsen-Lauenburg

Anm.: Im Jahr 1689 ausgestorbene Linie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg

geb. 1615
gest. 1691
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Merseburg (kursächsische Sekundogenitur); seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kröhnende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Duca Carlo Emanuele II di Savoia

geb. 1634
gest. 1675
Anm.: Sohn des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1638 Duca di Savoia, bis 1648 unter der Regentschaft seiner Mutter Cristina (1606-1663), die bis zu ihrem Tod faktisch weiterregierte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri II de Savoie-Nemours
Duc Henri II de Nemours
Duc Henri II d' Aumale
Duc Henri II de Genevois
Erzbischof Henri von Reims

geb. 1625
gest. 1659
Anm.: Sohn des Henri I de Savoie-Nemours, Duc de Nemours (1572-1632); 1651-1657 Erzbischof vom Reims; seit 1652 Duc de Nemours, de Genevois et d'Aumale.

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Marie de Savoie-Nemours
Princesse Marie de Neuchâtel
Duchesse Marie de Nemours
Duchesse Marie de Genevois
Duchesse Marie d' Aumale
Geburtsname: Marie d' Orléans

geb. 1625
gest. 1707
Anm.: Tochter des Henri II d'Orléans, Duc de Longueville (1595-1663); 1657-1659 Ehe mit Henri II de Savoie-Nemours, Duc de Nemours (1625-1659); 1672-1674 Mitregentin und 1679-1682 Regentin des Fürstentums Neuchâtel; seit 1696 Princesse de Neuchâtel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1584
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
David Schmidt

geb. ca. 1630/32
gest. nach 1660
Anm.: Sohn des Harzgeröder Amtsschreibers und späteren Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt; seit 1648 Studium am Gymnasium Illustre in Zerbst; um 1658/60 Amtsverweser der Ämter Ballenstedt und Hoym.
Ernst Schmidt

Anm.: Geboren in Biendorf; um 1643/48 Schlossmusketier in Bernburg; um 1643/53 zugleich fürstlicher Vogelsteller; um 1651 außerdem Gastwirt in Peißen.
Margaretha Schmidt
Geburtsname: Margaretha Limpach

gest. 1654
Anm.: Spätestens seit 1636 Ehefrau des Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt (gest. 1657?).
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich Schumacher

geb. 1606
gest. 1675
Anm.: Geboren in Bremen; Studium in Greifswald (1626, Lic. jur.), Groningen (1633) und Bourges (1635); anhaltisch-köthnischer Hofrat (1637-1650), Vormundschaftsrat (1650-1660), Kanzleidirektor (1660-1665) und Vizekanzler (ab 1665); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Arbeitsame").
Graf Adam von Schwarzenberg

geb. 1584
gest. 1641
Anm.: Sohn des Adolf von Schwarzenberg (1551-1600); 1599 Erhebung in den Grafenstand; ab 1610 kurbrandenburgischer Geheimer Rat und kurfürstlicher Oberkammerherr; seit 1619 als enger Berater des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) Direktor des Geheimen Rates und Oberkämmerer; ab 1625 katholischer Herrenmeister des lutherischen Johanniterordens in der Ballei Brandenburg; seit 1630 Statthalter im Herzogtum Kleve; ab 1638 auch Statthalter der Mark Brandenburg; 1641 Inhaftierung und Tod auf der Festung Spandau.

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Graf Georg Ludwig von Sinzendorf

geb. 1616
gest. 1681
Anm.: Sohn des Pilgram von Sinzendorf (1576-1632); seit 1650 kaiserlicher Kämmerer; 1650/51 Hofkammerrat; 1651-1656 Hofkammervizepräsident; 1653 Belehnung mit dem Reichserbschatzmeisteramt und Konversion zum katholischen Glauben auf dem Regensburger Reichstag; 1656-1680 Hofkammerpräsident und Geheimer Rat; 1680 Verurteilung wegen Untreue im Amt; 1648 Erhebung in den Grafenstand.

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Gheorghe Ștefan
Fürst (Woiwode) Gheorghe von Moldau
István Görgicze

gest. 1668
Anm.: Sohn des Bojaren Dumitrașcu Ceaur; leitender Miniter (Logofate) des moldauischen Fürsten Vasile Lupu (ca. 1595-1661); 1652/53 Anführer eines Aufstandes gegen den Regenten; 13. April 1653 bis 8. Mai 1653 und 16. Juli 1653 bis 13. März 1658 Fürst (Woiwode) von Moldau; danach Leben im Exil; 1668 Suizid in Stettin.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Rudolf Stubenrauch

geb. 1594
gest. 1655
Anm.: Sohn des Dessauer Diakons Johann Stubenrauch (1558-1608); 1619-1622 Lehrer in Köthen; 1622-1625 Pfarrer in Osternienburg; 1625/26 Pfarrer in Großweißandt; 1626-1629 Diakon an der Zerbster Nikolaikirche; seit 1629 Pfarrer und Inspektor sowie Hofprediger in Plötzkau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 441f.

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Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Christian Tappe

geb. 1631
gest. 1682
Anm.: Sohn des Bernburger Amtsschreibers David Tappe (gest. 1636); vor 1653 in schwedischen Diensten; um 1654/55 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg; um 1657/58 Stadtkämmerer und Stadtschreiber sowie spätestens 1682 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Graf Lennart Torstensson af Ortala

geb. 1603
gest. 1651
Anm.: Sohn des Torsten Lennartsson (1561-1631); ab 1618 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1624 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1628), Obrist (1630), General (1632) und Feldmarschall (1641); ab 1641 auch Reichsrat; 1641-1648 Generalgouverneur von Pommern; seit 1648 Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

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Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

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Bertha von Trotha
Geburtsname: Bertha von Alvensleben

geb. 1578
gest. 1638
Anm.: Tochter des Gebhard von Alvensleben (1543–1609); 1612-1634 Ehe mit Melchior Andreas von Trotha (1580-1634).
Friedrich Gebhard von Trotha

geb. 1613
gest. 1677
Anm.: Sohn des Melchior Andreas von Trotha (1580-1634); Erbherr auf Gänsefurth; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 160-204.

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Martha von Trotha
Martha von Bottfeld
Geburtsname: Martha von Hanfstengel

gest. 1639
Anm.: Tochter des Christoph von Hanfstengel; erste Ehe mit Abraham von Bottfeld; 1616-1637 zweite Ehe mit Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637).
Melchior Andreas von Trotha

geb. ca. 1580
gest. 1634
Anm.: Sohn des Friedrich von Trotha (ca. 1550-1615); Erbherr auf Gänsefurth und Burg Schadeleben; Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landschaft; seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Rote"); vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 57-88.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Wolf Friedrich von Trotha

geb. ca. 1583
gest. 1637
Anm.: Sohn des Friedrich von Trotha (ca. 1550-1615); Erbherr auf Hecklingen, Schkopau und Teutschenthal; zeitweise Fähnrich; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchstärkende"); vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 92-129.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Wolf Thilo von Trotha

geb. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Gänsefurth und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 215-310.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Paul Ulrich

Anm.: Seit 1653 fürstlicher Hausknecht in Bernburg (noch 1656).
Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

Weiterführende Informationen in VIAF
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Jacob van Wassenaer Obdam

geb. 1610
gest. 1665
Anm.: Sohn des holländischen Admiralleutnants Johan van Duvenvoorde Wassenaer (1574-1623); zunächst niederländischer Hauptmann (1631) und Obrist (1643); seit 1653 Admiralleutnant von Holland und Westfriesland (Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsmarine).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Werder, Familie

Anm.: Anhaltisches Adelsgeschlecht.
Matthäus d. J. von Wesenbeck

geb. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Anastasius Wesenbeck (1569-1606); 1622-1627 Studium der Rechte; ab 1630 Rat bei der neumärkischen Regierung; seit 1639 kurbrandenburgischer Kriegs-, Hof- und Kammergerichtsrat; zudem mehrmals Gesandter, u. a. für den brandenburgischen Teil von Pommern auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), dem Reichsdeputationstag in Frankfurt/Main (1643-1645), dem Westfälischen Friedenskongress in Osnabrück (1645-1648), bei den Nürnberger Exekutionsverhandlungen (1649/50) und dem Reichstag von Regensburg (1653/54); ab 1651 Kanzler des Fürstentums Minden; seit 1655 Wirklicher Geheimer Rat in Cölln; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fähige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Witte Corneliszoon de With

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Cornelis Wittenszoon de With (gest. 1602); zunächst im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (1616-1628) und Westindien-Kompanie (1628/29); 1629-1635 Kapitän der Kriegsmarine; 1635/36 Ratsherr in Brielle; seit 1637 Vizeadmiral von Holland und Westfriesland; 1652/53 auch Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsflotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Ärmelkanal
weiterführende Informationen
Aller, Fluss
weiterführende Informationen
Altötting
weiterführende Informationen
Amerika
weiterführende Informationen
Amiens
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Dessau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Harzgerode, Fürstentum
Anm.: 1635-1709 existierendes, bis 1647 jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anm.: 1611-1665 existierendes, jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Ankuhn
weiterführende Informationen

Anm.: Bis 1849 selbständige Vorstadt von Zerbst.
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Augsburg
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Badewitz
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bamberg, Hochstift
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Beesen (Beesenlaublingen)
weiterführende Informationen
Bern
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Bias
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Bone
weiterführende Informationen
Bonitz
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Bornum
weiterführende Informationen
Brambach
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Braunschweig
weiterführende Informationen
Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Bremen
weiterführende Informationen
Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Buro, Kommende
Anm.: Verwaltungseinheit des Deutschen Ordens.
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Celle
weiterführende Informationen
Champagne
weiterführende Informationen
Coswig (Anhalt), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Coswig (Anhalt)
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Deetz
weiterführende Informationen
Delft
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dobritz
weiterführende Informationen
Donau, Fluss
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbel
weiterführende Informationen
Eichholz (Neckholz)
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Enkhuizen
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Finnland
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Königreichs Schweden.
Frankenstein (Ząbkowice Śląskie), Herrschaft
Anm.: Teil des Herzogtums Schlesien.
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Garitz
weiterführende Informationen
Garonne, Fluss
weiterführende Informationen
Gernrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Gernrode, Stift
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Girona
weiterführende Informationen
Glückstadt
weiterführende Informationen
Grimme
weiterführende Informationen
Gröbzig
weiterführende Informationen
Großalsleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Guise
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Highlands
weiterführende Informationen
Hinterpommern, Herzogtum (Brandenburgisch Pommern)
weiterführende Informationen
Hohenlepte
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Hundeluft
weiterführende Informationen
Innsbruck
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Jülich, Herzogtum
weiterführende Informationen
Jütrichau
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kerchau
weiterführende Informationen
Kirchenstaat
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Königsberg (Kaliningrad)
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Krautsand, Insel
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
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Kuhberge
weiterführende Informationen
Languedoc
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Leps
weiterführende Informationen
Lindau
weiterführende Informationen
Lolland, Insel
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Lüneburg, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Merseburg
weiterführende Informationen
Minden, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Mittelmeer
weiterführende Informationen
Moldau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Montferrat, Herzogtum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Mühlsdorf
weiterführende Informationen
Mühlstedt
weiterführende Informationen
München
weiterführende Informationen
Naïn
weiterführende Informationen
Natho
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Neeken
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Niederlepte
weiterführende Informationen
Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Niedersächsischer Reichskreis
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Norwegen, Königreich
weiterführende Informationen
Nutha
weiterführende Informationen
Obersächsischer Reichskreis
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Österreich ob der Enns (Oberösterreich), Erzherzogtum
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Oldenburg, Grafschaft
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Osmanisches Reich
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Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Paris
weiterführende Informationen
Picardie
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Piemont
weiterführende Informationen
Plötzkau
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Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Preußen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Provence
weiterführende Informationen
Pulspforde
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Quast
weiterführende Informationen
Ragösen
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Regensburg
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Reims
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Reuden
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Rocroi
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Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roßlau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen-Weimar, Herzogtum
weiterführende Informationen
Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Saint-Denis
weiterführende Informationen
Santo Domingo (Hispaniola), Island
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Schwinge, Fluss
weiterführende Informationen
Sebenico (Šibenik)
weiterführende Informationen
Selino, Festung
weiterführende Informationen
Siebenbürgen, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Spalato (Split)
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Speyer
weiterführende Informationen
Stackelitz
weiterführende Informationen
Steckby
weiterführende Informationen
Steutz
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Streetz
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Strinum
weiterführende Informationen
Suceava
weiterführende Informationen
Thießen
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Trüben
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Vals-les-Bains
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Walachei, Fürstentum
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Weiden
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Wels, Herrschaft
Anm.: Teil des Erzherzogtums Österreich ob der Enns.
Wertlau
weiterführende Informationen
Weser, Fluss
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Westindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
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Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Ziegelberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg nahe der Ziegelscheune.
Anhalt, Landstände
Anhalt, Kleiner Ausschuss der Landstände
Böhmen, Stände
weiterführende Informationen
Braunschweig-Lüneburg, Landstände
Bremen, Rat der Freien und Hansestadt
Corpus Evangelicorum
weiterführende Informationen
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Hanse(bund)
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Kurfürstenrat (Kurfürstenkollegium)
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichsfürstenrat
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichshofrat
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichskammergericht
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichsstädterat (Reichsstädtekollegium)
weiterführende Informationen
Hermelinorden (Ordine dell'Ermellino)
weiterführende Informationen
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Magdeburg, Landstände des Erzstifts
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Niederösterreich (Österreich unter der Enns), Landstände
Oberösterreich (Österreich ob der Enns), Landstände
Ormisten (Parti de l'Ormée)
weiterführende Informationen
Ungarn, Stände
Universität Leiden (Rijksuniversiteit Leiden)
weiterführende Informationen
Universität Leipzig
weiterführende Informationen
Universität (Collège de la Sorbonne) Paris (Universitas Magistrorum et Scholarium Parisiensis)
weiterführende Informationen
Universität Wittenberg
weiterführende Informationen
Aelred von Rievaulx: De spirituali amicitia = Über die geistliche Freundschaft. Lateinisch-deutsch, übers. von Rhaban Haacke, Trier: 1978. [Nachweis im GVK]
Sebastian Franck: Paradoxa, hg. von Siegfried Wollgast, Berlin: 1995. [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Quintus Horatius Flaccus: Oden, in: Oden und Epoden. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2002, S. 8-261. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]