Text

➨ Hinweis: Zur Zeit sind geringfügige Änderungen und Korrekturen am Text und in den Apparaten noch möglich.

Nach Abschluss der Edition werden etwaige Korrekturen und Ergänzungen in einem Änderungsregister gelistet.

Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Oktober 1653


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 34v-63r (vgl. Quellenbeschreibung).

Zitierlink für den aktuellen Monat: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/id/edoc_ed000228_fg_1653_10_sm/start.htm

Bearbeitungsstand: transkribiert und kommentiert

[Zitierhinweis]
[Inhaltsverzeichnis]
01. Oktober 1653
Bernburg
  • Nachricht von Sterbefällen in Magdeburg
  • Besuch durch David Schmidt aus Ballenstedt
  • Freie Passage von vier kursächsischen Schiffen
  • Besuch der Familie Erlach auf Altenburg durch den Kammermeister Tobias Steffeck
  • Behandlung von Krampfanfällen zweier Töchter Erlachs durch Dr. Johann Brandt
02. Oktober 1653
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Zwei Kirchgänge
  • Besuch durch den durchreisenden Rat Gebhard Paris von dem Werder
03. Oktober 1653
Bernburg
  • Vormittäglicher Regen
  • Vogelfang
  • Gespräch mit dem Kammerrat Dr. Joachim Mechovius
  • Korrespondenz
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Geburt einer Tochter von Amtsschreiber Matthias Knüttel
  • Patenschaft von Fürstin Eleonora Sophia, Fürst Karl Ursinus, und Fürstin Anna Sophia
04. Oktober 1653
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Durchreise von Fürst Johann Kasimir
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
05. Oktober 1653
Bernburg
  • Gespräche mit dem Amtmann Georg Reichardt sowie den Hauslehrern Johann Abraham Menzelius und Johann Christian Hammel
  • Kirchgang
  • Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
06. Oktober 1653
Bernburg
  • Vogelfang
  • Gespräche mit Reichardt und dem Bürgermeister Martin Tornau
  • Abreise der Bediensteten Anna Schumann
  • Spaziergang
  • Geburtstag des älteren Sohnes Viktor Amadeus
  • Sorge um kränkelndes Pferd
  • Ausfahrt der fürstlichen Kinder
  • Korrespondenz
07. Oktober 1653
Bernburg
  • Nebel
  • Sorge um das sich erholende Pferd
  • Besuch durch den durchreisenden Kalendermacher Bartholomäus Schrimpf
  • Spazierfahrt mit teils erkrankten Familienmitgliedern
  • Gespräch mit Reichardt
  • Korrespondenz
08. Oktober 1653
Bernburg
  • Vogelfang und Hasenjagd
  • Nebel
  • Weitere Erholung des kränkelnden Pferdes
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr des Johann Esche von Wallwitz
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
09. Oktober 1653
Bernburg
  • Vogelfang
  • Zwei Kirchgänge mit einem Teil der fürstlichen Kinder
  • Wallwitz und Hofprediger Johann Menzelius neben weiteren als Essensgäste
  • Ärger über Unerreichbarkeit Wallwitz‘ während des Essens
  • Abreise des Hofjunkers Christian Wilhelm von Wartensleben nach Groß Salze
  • Rückkehr von Dr. Mechovius und Hofrat Paul Ludwigs
10. Oktober 1653
Bernburg
  • Unterredungen mit Mechovius, Ludwig und Reichardt wie auch Küchenmeister Philipp Güder
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Essensgast
  • Abschied von Viktor Amadeus
  • Nachricht von der Tötung Johann von Bergens durch Diebe
  • Korrespondenz
  • Nachrichten vom Regensburger Reichstag und weitere Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
11. Oktober 1653
Bernburg
  • Abreise von Viktor Amadeus‘
  • Arbeiten und Abfertigungen
  • Unstimmigkeit mit Fürstin Eleonora Sophia
  • Durchreise Fürst Johann Kasimirs
  • Nachrichten vom Reichstag in Regensburg
12. Oktober 1653
Bernburg → Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Anhörung der Predigt
  • Reise mit dem jüngeren Sohn Karl Ursinus sowie den ältesten Töchtern Eleonora Sophia und Ernesta Augusta nach Ballenstedt
  • Verabschiedung des Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger nach Böhmen
13. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Nebel
  • Hasenjagd
  • Gespräche mit Knüttel, dem Hofrat Christoph von Jena und Wallwitz
  • Administratives
  • Gottesdienst und Besichtigung der Kirchenbauarbeiten
  • Nachrichten
  • Spaziergang und Besichtigung des Fischzugs
  • Korrespondenz
14. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Nebel
  • Nachricht von Grenzkonflikt mit Halberstadt
  • Unterredung mit Jena, Schmidt und weiteren
  • Regierungssachen
  • Nachricht vom Reichstag in Regensburg
  • Überlegungen zum anhaltischen Reichstagsgesandten Georg Achatz Heher und weitere
  • Spaziergang
  • Ankunft Wartenslebens
15. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Nebel
  • Hasenjagd
  • Abschickung eines dessauischen Bediensteten
  • Unterredung mit Schmidt, Hofrat Kaspar Pfau, Jena, und weiteren
  • Ausritt zu einem zu kaufenden Gut nach Badeborn
16. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Zwei Predigtanhörungen
  • Pfarrer Petrus Gothus als Essensgast
  • Besuch durch Ernst Dietrich und Christian von Röder
  • Unterredungen mit Gothus, Jena und weiteren
17. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Nebel
  • Jahrmarkt in Bernburg
  • Seltsamer Traum
  • Pausieren der Verteilung von Aufträgen
  • Kaufabschluss des Badeborner Guts
  • Nachricht zur Bestallung Martin Milags und Wilhelm Heinrich von Freyberg als Reichstagsgesandte
  • Unterredungen mit Wallwitz, Jena, Kammerjunker Wolf Curt von Einsiedel, Wartensleben und weiteren
  • Korrespondenz
18. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Nebel
  • Fortgang des Badeborner Gutskaufes
  • Abschickungen nach Regensburg
  • Diakon Johann Georg Stannius zu Besuch und als Essensgast
  • Anhörungen in Regierungssachen
19. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Nebel
  • Voranschicken Fürst Karl Ursinus‘ nach Bernburg bei eigenem Verbleiben in Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Nachrichten vom ausländischen Kriegsgeschehen, vom Reichstag in Regensburg und weiteren Neuigkeiten
20. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Nebel
  • Gestrige Unterredungen mit Jena
  • Gestriger Aufbruch Fürst Karl Ursinus‘ nach Bernburg
  • Versterben eines wertvollen Falken Fürst Karl Ursinus‘
  • Regierungssachen mit Knüttel
  • Spaziergang zum alten Wasserwerk
  • Unterredungen mit Jena, Schmidt, Stadtarzt Dr. Levin Fischer, Magister Menzelius
  • Beschäftigung der Pferde
  • Besuch durch die Ehefrau des Eckhard Adam von Stammer und Amalia von Wietersheim
  • Spaziergang und Misslingen bei der Jagd
  • Besuch durch Ludwig, Dr. Fischer, und weitere mit Nachricht von Karl Ursinus Ankunft
  • Vergeblicher Jagdausflug Wartenslebens
  • Korrespondenz
21. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Raureif
  • Hasenjagd
  • Amtsübergabe des Magisters Menzelius an den neuen Diakon Johann Georg Stannius
  • Abreise Menzelius‘
  • Regierungssachen mit Jena, Ludwig und Schmidt
  • Tagesreise Wallwitz‘ nach Blankenburg
  • Unterredungen mit Dr. Fischer, Jena und Ludwig
  • Diebstahl eins Wamses auf Schloss Ballenstedt
  • Ausführungen Dr. Fischers zu Krankheiten und Therapieansätzen und aktuellen Patienten
  • Spaziergang
  • Verschlechterung des Sehvermögens
22. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Frost
  • Regierungssachen
  • Gespräch mit Kriegskommissar Henning von Stammer
  • Auftauchen des vermeintlich gestohlenen Wamses
  • Verschickung Dr. Fischers und Jenas zur Besichtigung eines Bergwerks in Mägdesprung
  • Lehenssache mit dem Hoymer Bürger Johann Böttiger
  • Korrespondenz
23. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Regen und Nebel
  • Predigtanhörung
  • Gothus, Dr. Fischer und weitere als Essensgäste
  • Regierungssachen
  • Erkrankung der Jungfer Katharina Margaretha von Ditten
24. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Pachtsachen der Fürstin Eleonora Sophia
  • Anhörung von Bittschriften
  • Pflege der erkranken von Ditten und weiterer Patienten durch Dr. Fischer
  • Verhandlungen mit Christian von Röder
  • Nachricht vom Bruder Fürst Friedrich
  • Unterredungen mit Jena, Dr. Fischer, Ludwig und weiteren
25. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Gutes Wetter
  • Schreckliche Träume
  • Besuch durch die von Wietersheim
  • Besichtigung von Landwirtschaftsgebäuden
  • Anhörung von Bittschriften
  • Steuerunterredung mit Hauptmann Hans Ernst von Börstel
  • Gedanken zur Kunst des Herrschens
  • Korrespondenz und Neuigkeiten vom ausländischen Kriegsgeschehen, Pestausbrüchen und weitere Nachrichten
26. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Abreise von Ludwig, Dr. Fischer und des Kammerpagen Albrecht Czenek Sekyrka nach Bernburg
  • Regierungsantritt vom Neffen Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow
  • Spaziergang
  • Aufbruch Wallwitz‘ zur Beisetzung von Hauptmann Christoph (2) Vitzthum von Eckstedt in Quedlinburg
  • Besuch Fürstin Eleonora Sophias bei Maria von Bila
27. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Zerbrechen eines Fensters im Schloss
  • Erscheinen eines Hundes
  • Denkwürdiger Traum
  • Abwesenheit von Verhandlungspartnern in Steuersachen
  • Neuabschickung von Gesandten für den Reichstag in Regensburg
  • Hasenjagd
  • Braunschweigisch-lüneburgische Hochzeitsfeierlichkeiten in Celle
  • Rückkehr des ehemaligen Pagen Georg Heinrich von Biedersee
  • Mäuseschaden an der Saat
  • Eheschließung zwischen Johann Roßner und Marie Knochenhauer
  • Unterredungen mit Jena, Schmidt und Knüttel
  • Korrespondenz
  • Spaziergang
28. Oktober 1653
Ballenstedt
  • Regen und Wind
  • Regierungssachen und Unterredungen mit Pfau, Jena, Schmidt und anderen
  • Besuch durch August von der Asseburg aufgrund des Grenzkonflikts mit Halberstadt
  • Reichstagsnachrichten
29. Oktober 1653
Ballenstedt → Bernburg
  • Wind und Regen
  • Gebietsansprüche des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg
  • Abschied von Jena, Gothus, Schmidt und Knüttel
  • Abschied von Jena, Gothus, Schmidt und Knüttel
30. Oktober 1653
Bernburg
  • Starker Wind, Regen und Schnee
  • Kirchgang
  • Dr. Mechovius und Georg Friedrich von Miltitz als Mittagsgäste
  • Reichstagsnachrichten von formellen Uneinigkeiten
31. Oktober 1653
Bernburg
  • Wildlieferung aus Ballenstedt
  • Gefängnisausbruch eines Diebes
  • Besuch durch Pfarrer Christian Engelhardt
  • Verabschiedung Paul Ludwigs
  • Korrespondenz
  • Nachrichten von Friedensverhandlungen und weiteren Neuigkeiten aus dem Aus- wie auch dem Inland
|| [[Handschrift: 34v]]

Samstag den 1. October 1653.


Avis: daß es zu Magdeburg anfängt zu sterben. Gott
wolle unß, undt die unserigen, gnediglich præserviren,
auch einem ieglichen Nechsten, und NebenChristen, daß Seinige.


Davidt Schmidt, des Amptmanns zu Ballenstedt Sohn,
hat sich, undterthänig(st) angemeldet, undt præsentiret,
Jst darnach, wieder auf Ballenstedt gerayset.

|| [[Handschrift: 35r]]


Vier Schiffe, (so freyen paß von Chur Saxen, haben,)
kommen wieder zurügka, leer, und paßiren also durch.
haben hertzog Christians, von Saxen, zuvor auf gehabt.


J'ay fait visiter, Erlach, a Aldtenburg par Tobias Steffeck de Kolodey luy
envoyant l'herbe Lunaria, contre la sorcellerie, priant
Dieu, d'ottroyer aux moyens, & remedes, sa Sainte benediction!
Deux de ses filles, l'üne de 6 a 7 l'autre
sont quelquesfois, comme Démoniaques, ou Possedèes, d'ün
malin Esprit, (a ce, qu'il semble, & a ce, qu'on craint!)
car la seconde, l'a eüe, iüstement quatrièmeb semaines, apres
la premiere, le mesme jour, la mesme heüre. Elles
ont donc, par fois, dès torsions, au visage, aux
levres, au dos de l'angoisse au coeur, difficültèz
a respirer, elles rient, elles pleürent, quand
cela leur avient. Cela leur leve le corps,
comme dès convülsions, & retire les nerfs,
dès pièds, dès jambes, &cetera Quand le paroxisme,
quj les attacque 3 ou 4 fois, par jour, passe,
elles sont joyeüses, & contentes, comme autrement.


Le dit Sieur d'Erlach, les fait penser, par le Me-
decin, Docteur Brandt, & se plaint douleureüsement de ceste
misere. Dieu la Vueille amender, & les guerir! par
sa Sainte grace, & benediction! au nom de Jesüs Christ! Amen!

|| [[Handschrift: 35v]]

Sonntag den 2. October 1653.

<Regenwetter. Windig.>


Jn die kirche, nur, cum filijs, vormittageß.
Nachmittags, wiederumb, cum ipsis, zur kirchen. perge
undt nach deme, der hofprediger Marggravius gepre-
diget, hat der hofprediger Mencelius, die catechisa-
tion ahngefangen, wie vorm kriege, braẅlich
wahr, und numehr, renoviret worden. perge et cetera


Gebhard Paris von Werder ist alhier en passant
gewesen. Hat bey Mir, eingesprochen,
(me satisfaysant!) und gehet, auf
das prächtige beylager, nach Zelle,
dahin er beschrieben. Gott gebe glügk!

Montag den 3. October 1653.

<Regen, vormittags[.] Nachmittags schön wetter.>

<1 Schockßo: kleine vögel.>


Doctor Mechovius ist bey mir gewesen, weil er
meo nomine, auf die huldigung, nacher Gernroda
verraysen, undt dem Seniorj, Fürst Johann Casimir assistiren soll.
Gott gebe ihm glück, undt gesundtheitt. Jl estojt
fort triste! & melancolique, en me disant, a Dieu.


Die extraordinarie antworth, von Regenspurg<Leipzig> bekommen, perge
Es hat heütte vielerley, zu expediren, gegeben.


Schreiben, vom Hertzogk Christian von Saxen, welcher
vorgestern, im Stargken regen, zu Merseburgk eingezogen, || [[Handschrift: 36r]]
undt waß allhier, mit 4 Schiffen leicht forthzubringen
gewesen, mit 100 wagen, von der Sahle hat abholen
laßen müßen. Er ersuchet mich, es zollfrey paßiren
zu laßen, dieweil es sein eigenes Fürstenguht
wehre. Es ist auch schon durchgelaßen, ehe dieses
schrejben, ahnkommen.


Victualien, undt schreiben, von Ballenstedt.
Mattheß Cnüttel, ist mit einer iungen Tochter, erfreẅet
worden, darzu er, Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, invitiret, undt
zu gevattern, erbehten. Gott gebe ihm, seinen Segen!


Ernst Dietrich Röder, ingleichem, hat Meine freundliche herzlieb(st)e ge-
mahlin, zu Gevattern, erbehten, so dann auch, meinen
Carolum Ursinum, undt mejne tochter, Anne Sophie.


Schreiben, auß Venedig, von meinem Bruder, Fürst Friedrich.

Dienstag den 4ten: October 1653.

<Von der hatz, 3 hasen. 1 Schockßo: kleine vögel.>


Gestern, ist mein vetter und Schwager, Fürst Johann Casimir vorüber
paßiret, und gehet auf Gernroda zu, die Seniorat-
huldigung, einzunehmen. Auß ieglichem Antheil,
wirdt ihm, ein Rhat, undt assistent, zugeordnet.
Also habe ich heütte, Doctor Mechovium, deputiret,
welcher, mit Jehna, undt Paulo, (so andere
commißionen von mir haben, nemlich, die diß-
cussion der Steẅerresten) zugleich nacher Bal-
lenstedt, heütte seinen weg, genommen. Gott
gebe glügk! undt succeß, zu allen theilen!

|| [[Handschrift: 36v]]


Die gesterigen avisen, brachten:
Daß der Kayser, noch würde, diesen wintter über zu Re-
genspurgk bleiben, die Gravamina entledigen,
undt die Papisten, mit den Evangelischen, componiren.


Die Staaden, gedächten sich, undter die protection
des Kaysers, undt des Reichs, zu geben, doppelt
so viel, als ein Churfürstenthumb, zu contribuiren,
nur daß sie geschützt würden, undt wieder die
Engelländer, assistentz haben möchten, hingegen
tractirten, die ParlamentsEngelländer auch
mit ihnen, 1. eine Republicq, auß beyden zu machen,
2. die schäden, so ihnen geschehen, bezahlt zu haben.


Der herr von Opdam, hat geschwohren, den
Staaden, wirdt numehr, ihr Admiral General
an Trompens stadt. Witte Wittens, sol die
OostJndische flotte, auß dem Sunde, undt
auß Norwegen, in salvo bringen.
Die Engelländer, e contra, lawren darauf.


Der König, in Dennemargk, schläget
den Staaden, den gehoften, undt stipulirten
succurß, der kriegesSchiffe ab, undterm
vorwandt, es seye zu spähte, im iahr, außzu-
lauffen. (Manet, alta mente, repostum!)

|| [[Handschrift: 37r]]


Jn Schottlandt, gibt es zwahr, viel rumores, al-
lein, Cromwell verfolget, seine adversarios, undt
viel meinen, es habe, mit der Schotten armatur, (wiewol
sie dem Könige, zum besten, guht gemeinet) gantz
keinen bestandt. (Le Diable, n'est pas mort, encores)
Das Parlament, sol mit Cromwell, dißentiren.


Jn Frangkreich sollen die Königischen Mouzon,
die Printzischen, undt Spannischen aber, Rocroy,
emportirt, undt eingenommen haben. Die Refor-
mirten, tumultuiren annoch, in Provence undt
Languedocq, haben 15000 Mann, auf den beinen,
wollen sich, bey ihren Privilegien, manuteniren.
Der König, gibt ihnen, gute worth, offeriret
ihnen Schutz, und die observantz, der freyen
übung, undt Privilegien. Jnterim schickt er
heimlich, dem Conte de Rieux, ihrem feinde,
volgk, geldt, undt assistentz, wjeder gewaltt.


Der Pabst, krieget händel, mit Spannien,
der Cardinal Antonio Barberinj, hilft darzu.
Man hemmet ihm, seine intraden, auß dem -
nigreich Neapolj.


Die Türgken, haben Canea entsetzt, Malva-
sia, undt Cerigo, geplündert, und sonst den Venezia-
nern, großen schaden gethan. Derhalben, ist General,
Foscolo, nach Venedig, citiret, rede, und antworth, zu geben.

|| [[Handschrift: 37v]]


Der Apt Bischof von Münster, suchet auch, seine
alte prætensiones, wieder hervor, an die herren Staden.


Königin in Schweden, will sich, mit den Engel-
ländern, und mit Spannien, confæderiren.


Jn Preüßen, Polen, wie auch zu Wien, sol die
pest grassiren.


Der iunge Chmielinßky (Tymosch genandt,)
sol von der Pollnischen armèe, umbzingelt sein,
undt lebendig, oder todt, gelifert werden müßen.


Der Allte hospodar, in der Wallachey1,
suchet, die gemahlin in der festung. Sochzow,
nebenst dem alten General Chmielinsky,
zu endtsetzen. Der Neẅe hospodar
hingegen, stellet sich gut Pollnisch, undt
will die Tartarn, von den Cosagken, abziehen.
Die Siebenbürger, undt Moldawer, halten
es auch, mit dem Könige in Pohlen.


Jch bin hinauß, hetzen geritten, undt an
meinen weinbergk, den sie heütte, undt
gestern, in schönem wetter, gelesen, undt
haben, 3 hasen, einbrachtt.


Gestern, hat mein schönes Provisionhauß, wollen || [[Handschrift: 38r]]
einfallen. Wehre schade, umb das schöne gebeẅde.
Wehre aber geschehen gewesen, wenn der Zimmermann,
(so ohngefehr in der Cantzeley gewesen) nicht wehre
darzu gekommen, undt es undterstützet hette?


Mag vielleicht, von dem vielen einpansen,
hiebevorigen getreydichs, (so theils, meinen
Cantzelisten, rähten, undt Secretarien, zuge-
höret) also verdorben sein.


Sic! aliis inserviendo, consumor! Patientia!

Mittwoch den 5ten: October 1653.


Den Amptmann, Georg Reichardt frühe, bey mir gehabtt. perge
Am heüttigen Behttage, conjunctim, zur kirchen.
Gestern, seindt noch, 10 Schefel (Scheffel)schfl: rogken, auf
der gerichtsbreitte, gesehet worden. Gott
gebe zu glügk! segen! wachßthumb! undt gedeyen! perge


Avis: daß gestern, die frawMuhme, von
Cöhten, auß Westpfahlen, glügklich, zu Plötzkaw,
ahnkommen, undt ein freẅlein, von der lippe, mitgebracht.


Conversatio, mit Magister Mencelio, mit Hammeln,
undt andern.


Post von Ballenstedt wegen der händel, so ich mit
Chur: Brandeburg im halberstedtischen bekomme, von
wegen, den neẅangelegten, zuvor nie erhörten
zollen, so meine subditj, im MeyerAmptt, geben müßen. perge

|| [[Handschrift: 38v]]


Es läuft, wieder die billigkeitt, wieder das aufge-
richtete friedenßinstrument, und wieder die
observantz, neẅe zölle, de facto, anzulegen,
undt zu manuteniren. Man wirdt sichs end-
lich, beym Kayser, beschwehren müßen.

Donnerstag den 6ten: October 1653.

Schockßo: kleine vögel.>


Georg Reichardt Amptmann, ist bey mir gewesen, wegen der hecklinger
pachtleütte.


Postea: Bürgermeister Martin Tornaw, (noiose.)
Aennichen Schuemanns, ist heütte wieder forth,
nach hollstein zu. Gott führe! und geleitte Sie!


Aufn vogelherdt spa[tz]irt.


heütte ist meines Sohns Viktor Amadeus geburtstag, an
deme er, durch Gottes gnadenreichen segen,
das 19. iahr, seines allters, erfüllet, undt
daß 10 iahr, (Gott seye lob! Ehr! undt dangk
davor gesaget) antritt. Gott wolle ferner
ihn mit langem leben, bestendiger <leibes>gesundt-
heitt, glücksehligem wolergehen, auch aller
zeitlicher gedeylicher, undt ewiger wolfahrt,
besehligen, undt mildiglich überschütten!
Durch Jesum Christum, Amen! et cetera


Mein schöner fuchß, hat sich iämmerlich geengstiget
und überworffen, dörfte wol, seinen rest, kriegen.

|| [[Handschrift: 39r]]


Meine Töchter, seindt Nachmittagß, in schönem wetter,
spatziren gefahren, an die weinberge. haben wenig
trauben mehr gefunden. Meine Söhne sein mittgeritten.


An hertzog Christian, nacher Mörseburgk, undt
an meinen bruder, Fürst Friedrich nach Venedig, geschrieben.

Freitag den 7. October 1653.

<Brouillard, au mattin.>


Diese gantze Nacht, ist mein fuchß, wieder
gestanden, hat sein futter, wol gefreßen,
alß wenn er nichtt krangk wehre?


Jch besorge, es seye zaüberey, (welche
ihn, per jntervalla anstößt, undt in
den beyden förderschengkeln, wie auch
im leibe, schelmerey und wehethumb,
veruhrsachen mag) Gott wolle alle übel-
that dempfen, strafen! und offenbahren!
auch alle seine Creaturen, die Menschen, undt
vieh, vor solcher hochstrafbahren boßheitt,
sampt allen seinen wergken, gnediglich, undt
väterlich, præserviren, undt bewahren!


Bartholomeus Schrimpfer, von Hall, ist an-
hero kommen. hat allerley referiret, undt
gehet, nach Zelle, auff daß beylager.
Ie l'ay satisfait! & contentè.

|| [[Handschrift: 39v]]


Bartolomeus Schrimpfer, hat sich wieder eingestellet. Jst
nur, zu Mittage, allhier geblieben. Gehet, nacher Zelle.


Postea: bin ich, mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin, undt zweyen
Töchtern2, an den Aderstedtischen weinbergk, spatziren
gefahren. Elle a estè mal disposte, comme aussy, la
fille puisnèe. Aulcüns de nos chiens, ont aussy fort vomy; <Cela me denote quelque malignitè, en l'air <ou en terre, puis que le brouillard d'a ce mattin, estoit püant, et que les souris, (qui ont tant endommagè la semence, dü seigle, & du for<ro>ment,) commençent aussy a mourir, sans cause apparente! Le bon Dieu, nous vueille contregarder, de peste! & d'autres mortalitèz, & jnfections!>>


Dem Amptmann, allerley, befohlen, in AmptsSachen.
Risposta von Ballenstedt vom Christoph von Jehna.

Samstag den 8. October 1653.

<1 Schockßo: kleine vogel.>

<Nebel; des morgends. perge 3 hasen, Rindtorff gehetzt.>


Mein fuchs, hat diese Nacht, wieder ruhe gehabtt,
Gott lob! der gebe, ferner, segen undt gedeyen!


heütte, hat unsere weinlese, ein ende:
Wir haben gewonnen, durch Gottes Segen:
138 Eimer, 62 kannen, auß dem Zigelberge.
60 Eimer, 24 kannen, im Langhenberge.
34 Eimer, 1 kanne, im Rahtsberge.
7 Eimer, 32 kannen, im Kochßberge.
18 Eimer, 40 kannen, im Aderstedtischen Berge.
Summarum Summa 259 Eimer, 31 Maß, oder kannen. Gott laße es uns
wol gedeyen! und vermehre seinen Segen!

|| [[Handschrift: 40r]]


Der hofmeister Wallwitz, ist von Leiptzigk, undt
Halle, wiederkommen.


Abermahlige Post, undt Victualien, von Ballenstedt.

Sonntag den 9. Octobris; 1653.

<24 kleine vogel.>


Jn die kirche, mit beyden Söhnen, undt
zweyen töchtern3.


Extra zu Mittage gehabtt, nicht allein, die
Ordinarios, extraordinarios, sondern auch, Wallwitz,
undt den hofprediger Mencelium.


C'est ün cas estrange, comme ie pensois parler,
a Wallwitz, l'apresdisnèe, (que j'avois attendü
hier a toutes les heüres, dü jour) aussy tost,
quil vinst en ma presence, il seigna dü néz,
s'en alla, & fit semblant de penser, a
se remettre, mais s'en alla tout droict,
vers ma femme, & ne revinst point, vers moy!
Ie croy; que le Diable, possede, ces gens lá!


Nachmittage, wieder in die kirche, undt
predigtt, des Diaconj Jonij; darnach
dann, der hofprediger abermalß, die
Catechisation gehalten, und vorgenommen.


Wartemßleben, habe ich, nacher Saltza, zu
einer seiner Muhmen4, erlaübet.


Meine Rähte, Doctor Mechovius, undt Paulus Ludowig, seindt
a meridie; von Ballenstedt undt von Gernroda, wiederkommen.

|| [[Handschrift: 40v]]

Montag den 10ten: October 1653.


Jch habe beyde Rähte, bey mir, nacheinander
gehabtt. Der CammerRaht, Doctor Mechovius, hat mir
referiret, wie Meines vetters, undt Schwagers,
Fürst Johann Casimir Liebden Seniorathuldigung, zu Gernroda
und Großen Alßleben, abgelauffen. Der
hofraht, Paulus Ludwig aber, wie zu
Ballenstedt, durch Jehna, undt ihn, der
anfang, mit der Steẅern revision, gemacht
worden. Gott wolle guhte ordnungen, wieder
einführen! erhalten! undt bestehtigen!


Jtem: den Amptmann Georg Reichardt bey mir gehabt.
Jtem: Philipp Güder. item: Jonium, zum eßen.
Nota Bene Nota Bene Nota Bene[:] Rissentimento d'una tenerezza
non pensata, nel mio cuore, per Viktor Amadeus Jddîo loguardj!


Mon fils, Viktor Amadeus a prins ce soir, ün congè trescordial.
Dieu le benie! & conserve benignement,
par sa Paternelle grace; misericorde, &
Toute Puissance! avec sa suitte!


Avis: das der gute hanß von Bergen,
(welcher hiebevor, durch so viel, und mancherley
gefahr, undter den Soldaten, errettet worden, undt
contribution einnehmen, hiebevor gewesen) von Schnaphanen || [[Handschrift: 41r]]
im Oberhartz, erschoßen worden. Jst wol zu beklagen.
Schreiben vom Cantzler Milagio, und Freybergk
auß Regenspurgk.


Die Avisen geben: daß Kayserliche Mayestät zwahr
krangk gewesen, aber, (Gott lob!) wieder genesen,
und dero abrayse, von Regensburg propter expedienda
noch zweifelhaftig seye.


Jtem: daß die Venezianer, vom Türcken, in
Candia, undt sonsten, sehr bedrenget werden,
undt stargker succurß, in Canea, eingelauffen.
Jtem: das in Polen, die festung Soczow hart
von den Königlich Pollnischen völckern, stringiret werde,
undt die eroberung, und übergabe zu hoffen.
Die Cosagken, litten noth. Der alte Chmielinsky
aber, suchte hülfe, und assistentz, bey Tartarn.


Die pest, graßirte dermaßen, in Preüßen,
daß auch die commercia und Schiffarthen,
nacher Dantzigk, und Königsperg, in Schweden,
undt Dennemargk, ernstlich verbotten wehren.


Der Neẅe Holländische Admiral herr von Opdam,
würde mit 100 Schiffen, außlauffen, und hette
das juramentum fidelitatis, abgeleget. Die Schotten
stärgkten sich. Die OostJndianischen Schiffe, so im Sunde
gelegen, hetten sich wol vorzusehen, vor den Anglis
so ihnen fleißig aufpaßetten. hingegen [?] || [[Handschrift: 41v]]
paßeten, die Staadischen OrlogsSchiffe, den Engel-
ländischen großen Schiffen auf, welche zu hamburgk
gelegen. Die Engelländer, hoffen, auf as-
sistentz, auß Schweden, die holländer aber, auf
dergleichen, auß Dennemargk. Etzliche
Schotten, undt Jrren, (so dem Könige in Engel-
landt, zu ehren, und diensten Schiffe ar-
miret, und außgerüstet) seindt mit ihren
Schiffen, von den Parlamentischen, ertapt,
aufgefangen, undt den Schifherren, undt
commendanten, ihr proceß gemacht worden.
Malheur! pour ce bon Roy! Ô Dieu! perge


Die Niederlendischen Provintzien, wüntzschen
eine erneẅerung, ihrer alliance, mit französischen
und andern Potentaten.


Jn Frangkreich sollen die Königlichen Mouson,
die Printzischen aber, Rocroy, mit accord
erobert haben. Die Reformirten,
in Provence, Languedocq, und Daulphinè,
seindt, noch stargk, auf den beinen. Suchen
satisfaction, und die Observantz, ihrer
stipulirten Privilegien. Bezahlen, ihre
völgker, wol. Conte Rieux aber, || [[Handschrift: 42r]]
zahlet übel, die seinigen. Man hoffet doch, der
König, werde ihnen, den genandten Hugonotten,
satisfaction geben, undt das feẅer dempfen!


Zu Lucern, in selbigem gebieth, sol sich
abermalß, tumult erregen, undt ihre pawren,
wiederumb, rebelliren wollen.

Dienstag den 11ten: October 1653. c


Mon fils, Viktor Amadeus est party. Dieu le conduyse,
& reconduyse heureusement, par sés Saints Anges!


Es hat heütte, viel zu thun, und zu be-
stellen gegeben, Gott verleyhe Segen! und succeß!


Depesche nouvelle de consequence!
Dieu la benie! & prospere.


Malherbe gronde comme ün Diable, ce jourd'huy;
et elle ne me dit pas: Pourquoy?


Mein vetter, undt Schwager, Fürst Johann Casimir
ist heütte stillschweigends, wieder hierdurch,
über die fehre, repaßiret. perge


Relation von Regenspurg Numero 44. Die Speyerischen
Cameralsachen, werden hoch urgirt. Kayser ist genesen.
Vechttische, und Lottringhische sache, wirdt eiferig sollicitirt.
Man begehrt einen Papistischen Postmeister auch im OberSächsischen Krayß.
Die Stadt Brehmen, ist verglichen, mit dem Graven von Oldenburg || [[Handschrift: 42v]]
deme sie, 70000 ThalerThlr: <ge>geben. Des Graven von
Naßaw, Sarbrügken Sohn, zu Regenspurg hat die
monita paterna, in den windt geschlagen,
ist Päbstisch worden, und ist, auß seinem losa-
ment, in das Chur Meintzische gebracht
worden, damit ihn, sein hofmeister, undt
Secretarius, (welche ihm, sein herrvatter
im abraysen hindterlaßen) nicht verfüh-
ren solten. Deme zur Neẅstadt
gefangenen Michel Ringhammer, der Evan-
gelischen Stände, deputirten, auß den Erblanden,
(so noch keine resolution, auf die vielfäl-
tigen Königlichen[,] Chur: und fürstlichen interven-
tiones, undt jntercessiones bekommen können,)
wirdt auch heftig zugesetzet, zu revoltiren,
wie auch seinem Elltisten Sohn. Der iüngste ist de facto, hinweg genommen, und undter
den Päbstlern, ihn zu erziehen, befohlen worden.
Es sollen unglaübliche verfolgungen, in den
Kayserlichen erblanden, vorgehen. Wegen der re:
und correlationum, mit den Städten, gibt es
noch disputationes, Streitt, und odiose sachen.

|| [[Handschrift: 43r]]

Mittwoch den 12ten: October 1653.

<1 hasen zu Ballenstedt, der forster5 geschoßen.>


A yer mucho tarde, yo he havudo, una carta
la primiera dal my caro, y bendito hyo, de Halla
Que Dios guarde! por su bondad, y clemencia!


Jch habe heütte, mit meinem Sohn, Carolo Ursino, pre-
digtt gehöret. Darnach, tafel gehalten, undt bin
nach dem eßen, mit Meiner gemahlin, mit tochter Ernesta
Augusta, undt Carolo Ursino, nacher Ballenstedt gezogen,
in schönem warmem wetter, undt Sonnenschein.
Wir haben zweene vom Adel, undt eine Jungfer
bey unß. Jehna, undt die beampten, wahren schon zu
Ballenstedt, undt entpfingen unß, mit freẅden! Gott
gesegene unser vorhaben! undt vorseyende labores!


Schwartzenberger, (welchen Madame, in Böhmen, schicket)
hat noch zu Bernburg seinen undterthänig(st)en abschiedt von Mir
genommen. Gott geleitte ihn! und segene, alle wol-
intentionirte vorhaben!

Donnerstag den 13den: October 1653.

<Nebel frühe. Nachmittags schön wetter. 1 hasen, hat Carl Ursinus von der hatz, einbracht.>


Allhier zu Ballenstedt, habe ich, Matz Cnütteln,
meinen Amptschreiber, über undterschiedliche puncta, in
Oeconomicis, undt sonsten, vernommen.


Jehna, undt der Amptmann, seindt mit ihrer Steẅer-
discußionscommission, jnterim forthgefahren.


Post sacra peracta, et lectiones, bin ich, in der kirche,
und auf derselbigen, umbher gegangen, undt habe besehen,
wie auch, aufm thurm, wie sie neẅ, gedeckt wirdt! Gott gebe bestandt.

|| [[Handschrift: 43v]]


Avis: das es so gar undterschiedtliche wölfe, im Hartz,
und alhier, umb Ballenstedt herumb, gibtt, Sie verderben
die wildbahne, greiffen das vieh an, undt thun schaden.
Unlengst, hat ein wolff, meinem zehender zu Pade-
born, zwischen den beinen hinweg, seinen hundt genom-
men, getötet, und bald hernacher, nahe darbey aufge-
freßen. Als nun solches, andere Ackerknechtte
gesehen, undt den wolf angreiffen wollen, hat
er sich gegen sie, gesetzt, mit den zähnen gegrintzt,
undt ihnen so bange gemachtt, das sie frohe gewesen,
vor ihme, mit friede zu bleiben, undt also, seiner
queitt zu werden. Jm wintter, dörften wol
Menschen, undt viehe, darüber leiden müßen, von
diesem ungeziefer, wo es nicht geiaget wirdt?


Discorsj, mit Jehna, Wallwitz, undt andern.


Mein Carl Ursinus ist hinauß hetzen geritten, hat einen hasen
eingebrachtt.


Jch bin gegen abendt, spatziren gegangen, inß forwergk
undt an die Steineiche. Wir haben auch laßen, einen fischzug
thun, nur die Satzcärplein, zu sehen.


Lettre de Bernburg, de Philipp Güder & de Crossen.


Ein digker stingkender Nebel, ist gestern, umb 2
uhr Nachmittagß, zu Bernburgk aufgestiegen, von
Barby, undt der Elbe her, kommende, undt hat gewehret,
biß heütte aldar, forth und forth, mit verwunderung. et cetera

|| [[Handschrift: 44r]]

Freitag den 14den: Octobris 1653.

<Nebel.>


Böse briefe vom hofraht Pfawen, wie vor ein par
tagen, die Chur Brandeburgischen von Halberstadt, in ihrem
Ermßlebischen, undt Sinßlebischen grentzzuge, unß,
im Anhaltischen Territorio præiudiciret, weitt herein
gezogen, undt unsere leütte, an der Geüttel, nieder-
schlagen wollen, auch armata manu, mit 200 Mann,
durchgedrungen, undt ihre gräntzSteine, setzen
wollen, de facto, wieder die gebühr. Viel dinge,
werden an itzo, rege, so im kriege, geschlafen. Gott
erbarme es! undt helfe auß allem labyrinth!
Der Brandenburgische hofraht Weiler, von halberstadt, sol
also trotzig, übermühtig, undt feindtsehlig sich erzeiget haben.
Die Ermßleber, undt Sinßleber, sollen gar auf unß genandte
Calvinisten, geschmähet haben, gleich alß ob sie nicht
wüßten, das ihr herr, der Churfürst von Brandenburg
selber, der Reformirten religion, zugethan wehre?
Die hudler, mögen voll gewesen sein. Jnterim, seindt
Mir ein iahr her, viel præiudicia geschehen, von den
benachtbarten zu Halberstadt, 1. Jn einer Schäfer-
pfändung, bey Hoym, 2. in der neẅen, angelegten
zollsache, bey halberstadt, (wieder die gebühr, wieder
die observantz, undt wieder daß instrumentum Pacis
lauffende) 3. Numehr, diese action! Gott helffe emergiren!
undt überwinden! undt Schütze unß, vor unbillichem Gewaltt! perge

|| [[Handschrift: 44v]]


Conversatio, mit Jehna, mit dem Amptmann zu Ballenstedt,
undt andern.


Ein groß pacquet, in publicis, ist von Deßaw,
mit einer Regenspurger relation, Mir zugefertiget
worden. Man dringet, auf die avocation der
Gesandten, zu Regensburg & ie le trouve encores jntempestif.


Car les principalles affaires, ne sont point expedièes.
Ni celle de Gernrode; nj celle d'Ascanie, nj dès Compactats,
de Magdebourg; nj l'importance, de la Depütation, dont
on a Voulü honorer, notre mayson, a la Diete, & dont il
semble, que nous voulions nous dèshonnorer, nous mesmes. perge


Man will zwahr Doctor hehern, substitujren. Derselbige
aber, hat noch keinen verlaüb, von seinem herren, hertzogk
Ernst, von Sachßen Gohta, er weiß auch nicht, wie lange,
er daselbst gelaßen möchte? undt ist nur endtlehnet.


Il n'est pas aussy, de la Religion refformèe, si dès
affaires, nous concernantes, entrevenoyent?


Den Secretarium Knichen zwahr, will man aldar
laßen, undt mit geldmitteln, versehen, vornehmlich,
wieder Gehsen, undt der Stadt Zerbst, anbringen,
zu agiren. Et on l'honore trop de tiltres, & Ceremonies!


A spasso, an die teiche, undt vorhöltzer, nach dem
der Nebel, sich ein wenig verlohren, undt verzogen, nachmittags.


Wartemßleben, ist gegen abendt, von Bernburgk ankommen,
hat alles (Gott lob) im wolstande, gelaßen.

|| [[Handschrift: 45r]]

Samstag den 15den: October 1653.

<Abermahliger digker Nebel. 7 Hasen Carl Ursinus gehetzt. 1 hasen hat der forster6 geschoßen.>


Jch habe den Trompter von Deßaw, mit antworth,
in publicis, (sonderlich, wegen sußpendirter avocation,
unserer Abgesandten, von Regenspurgk!) wieder
abgefertiget. Gott gebe zu glügk, undt approbation
meines Votj!


Jch habe den Amptmann, Märtin Schmidt, wieder bey
mir gehabt, allerley anzubefehlen, undt zu expediren. perge
Gott helfe emergiren, auß allem labyrinth!


Der hofraht Pfaw, ist bey Mir gewesen, allerley
zu referiren, undt die expeditiones zu befördern, inson-
derheitt, wegen des Streitts, mit Halberstadt.


Nachmittagß, ist er wieder verrayset.


Jch bin nacher Padeborn geritten, selbiges guht, ein
wenig, zu besehen, weil ichs, von Meiner freundlichen
herzlieb(st)en gemahlin, zu erkauffen, gewillet. Gott
gebe mir segen! undt glück darzu! Carolus
Ursinus, hat inndeßen, 2 hasen, gehetzt, und einbrachtt! perge


Discorsj, wie täglich, mit Jehna, & alijs. perge et cetera

Sonntag den 16den: October 1653.


Predigt gehöret, aufm Sahl, Ern Petrum Goht,
welcher extra zu Mittage behalten, worden.
und audientz gehabt, So dann auch beyde Röder,
Ernst Dietrich, (so zu Ermßleben, loß kommen,)
undt Christian, sein bruder.

|| [[Handschrift: 45v]]


Nachmittags, hinundter, in den flegken gefahren,
mit Carolo Ursino, des Stannij predigt, anzuhören.


Conferenze, mit Petro Gohta, mit Jehna, undt
andern gehabt.

Montag den 17den: October 1653.

<Nebel, von <frühe>, zu abendts, inngleichem. Mitten am Tagem wahr es helle wetter. etcetera>


Jtzt, wirdt der Gallj Marck zu Bernburg gehalten.
Ein Somnium; habe ich allhier, zu Ballenstedt, gehabtt,
wie der Obrist leutnant Knoche zu Cöhten, mir den einen schwartzen
handtschuech, wiedergeben sollen, aber nicht gewoltt,
Sondern ungebührlich, und mit scharfen heßlichen wortten
mich angefahren, alß ob er mein iunge, mein bern-
heütter nicht wehre, der mir, meine gefallene
oder verlegte handschuehe, wieder aufheben, oder
verwahren solte. Er wolte diesen affront nicht
leiden, hette auch sehr gescholten, und recht haben
wollen. Jch aber, der ihn nur gütlich ersuchtt,
mir meinen handtschuech, (den ich ihn doch gesehen
in der handt haben) wiederzuzustellen, hette
mich über solchen greẅlichen unzeittigen vehementz,
(also auf dem Schloße zu Cöhten, verübet) be-
klaget, allein ich hette müßen unrecht haben.
Darüber, wehre ich, aufs neẅe, mit ihm Knochen,
zusammen, undt also, mit wortten, aneinander
kommen, zimlich scharff, biß aufs degen außziehen. || [[Handschrift: 46r]]
Einmahl hette mir Knoche, gar gute wortt gegeben,
darnach hette er wieder invehirt, biß man unß wieder
mit Mühe, voneinander gebracht. Darnach wehren
wir, nach Regenspurgk kommen, und ich hette müßen
an einer langen tafel, mit dem Kayser, eßen, darahn
viel andere Chur und Fürsten, geseßen, sonderlich
auch, Geistliche Aepte, undt Prælaten. Es wehre
alles, gar herrlich zugegangen. Ehe ich zur tafel
kommen, wehre mir der allte (numehr verstorbene)
Pfaltzgrave Wolfgang Wilhelm, von Neẅburgk
entgegen kommen, hette mich caressiret, undt mit
Nota Bene[:]weißen, silberfarbenen kleidern, handtschuehen,
Nota Bene[:]undt gerähte wol versehen, wie auch sein Sohn
Nota Bene[:]Pfaltzgrave Philips Wilhelm, gethan, weil sie
nicht haben wollen, das ich trawen, oder schwartz
gehen sollte. Der Kayser, würde es nicht leiden.
Alß ich nun in solchem equippage, wol mit Silber glän-
tzende, undt verbremt, auch mit Silbernen Degen,
undt Sporen, angethan, erschienen, und mich gantz
undten ahn, an die Kayserliche tafel, (nach gethaner
reverentz, und gehabter gar kleinen audientz
beym Kayser, an seiner stelle, da er mir oben die hand ge-
botten, und mich bewjllkommet, iedoch gar sawer außge-
sehen!) setzen wollen, auch schon gesetzt, hette ich müßen wieder
auffstehen, mich oben neben Jhre Kayserliche Mayestät vor allen andern, || [[Handschrift: 46v]]
setzen, undt da wehre der Kayser, gar freündlich, gnedigst,
undt leühtsehlig, gegen Mir, gewesen, die andern Fürsten
aber, gar neidisch darüber worden, Sonderlich, auch
hertzogk Wilhelm von Weymar. Nicht lange,
hette diese herrligkeitt, also gewähret, da
wehren nur geistliche, Thumbherren, undt Prælaten,
(so nur vom Adel gewesen, und mir unbekandte
gesichter) auch etzliche wenig welttliche, vornehme
vom Adel, an stadt der Chur: und Fürsten,
an der Kayserlichen Tafel, geseßen, und gesetzt worden,
dieweil die andern, hinweg gegangen. Jch
aber, wehre gantz oben, beym Kayser, an der
schmahlen seitte, (weil es Jhre Mayestät also hette
haben wollen)[ s]itzen geblieben[. D]er Kayser,
hette mir gar gnedigst zugesprochen, iedoch,
seine authoritet, allezeitt darbey gehalten.
Undt wie das spiel am besten, wahr, und ich
hofnung, zu Meinem, wieder aufnehmen hatte,
erwachte ich. Siehe! da wahr es ein trawm!


Mich dauchte auch, es wehre mein herrvatter Sehlig
anfangs bey diesem Kaiserlichen panckeet gewesen. Jhre
Gnaden hetten aber wenig geredet, ernsthaftig außge-
sehen, und sich baldt wieder verlohren. Es wehren<hetten> auch alle
anwesende versamlete Chur: und Fürsten, zu Regensburg dem Pangkeet, beygewohnet.

|| [[Handschrift: 47r]]


<Die Commißion, aber; hat müßen, umb anderer eingefallenen umb[st]ände> willen, eingestellet werden,
biß morgen, oder b[i]ß auf ein ander mahl, wilß Gott!


Diesen Morgen ist Wallwitz, mit dem von Jehna, hinü-
ber gezogen nacher Padeborn, die poßeß deßelbigen, von
Mir erkauften guhts, im Nahmen Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden
mir einzuraümen; undt zu übergeben, mit
26 hufen, undt 10 Morgen landeß, Gott gebe
Mir, viel glügk undt segen darzu!! auch
meinen Nachkömling, immerdar! Amen.


Singulis moment[i]s vitæ, cogitandum est, nos
stare, ad fores æ[t]ernitatis! etcetera


Avis: von Caspar Pfawen, [weg]en avocation
des Milagij, undt Freybergs, unserer legaten,
dieweil [Dessaw,] Cöhten, undt Zerbst, damitt
einig sein sollten. Jch aber, undt Fürst Hanß, haben
noch nicht der[gleichen be]williget. Gott helffe emergiren!


Jch habe Je[hna] hinauß geschickt zu Caspar Pfawen,
nacher Radißleben die gräntze, zu besehen, undt den Streitt
welcher mit den Halbe[rst]ädtern, endtstanden. Gott helfe
auch, auß dies[e]m labyrinth!


Frühe, [erst] stunde [digker] Nebel, verlohr sich vor
eßens wieder. Nachmi[tt]age aber, umb 1 uhr, fiel
wieder, ein djgker Nebel ejn. Jst also, gar unstete wetter.


Conferentz, mit Wallwitz, Jehna, Einsideln, Wartemßle-
ben, & alijs.

|| [[Handschrift: 47v]]


Schreiben, von Bernburg von Tobias Steffeck von Kolodey Jtem: von Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt
Jtem: von Georg Reichardt undt andern. Viktor Amadeus ist Gott lob, frisch, ge-
sundt, undt wol, von Leipzig auf Naumburg gegangen, mit einer
landtkutzschen. Gott wolle i[h]n ferner gesegenen!
undt geleitten! Durch seine Heiligen liebe Engell!
Die himmlischen heerschahren, undt frohngeister-
lein, auf wegen, undt sta[i]gen! perge

Dienstag den 18den: October 1653.

<Abermahliger Nebel, per intervalla, diesen tag.>


Diesen morgen, ist die gesterige [i]nterrupirte Commißion,
nacher Padeborn, fortgängig worden. Gott bestehtige!
Die gethanen, guten wüntzsche mit väterlicher gühte! et cetera


Jch habe etwas nacher Regensburgk, abconjugiren laßen,
mit allerley expediendis, undt briefen! Gottt gebe zu glügklichem succeß!


Er Stannius ist bey mir gewesen[und zu Mi]ttage behalten worden.


Nihil est; ab omni parte beatum!7[??]fallen vor, allenthalben.


Jch habe Audientzen gegeben, [nicht nur ein]mal meinen Rähten,
und Beampten, sondern auch, gemeinsam [mit meinen Sö]hnen, Sie in ihren
anliegen zu hören.

Mittwoch den 19den: October 1653.

<Conti[nu]irender Nebel. ????>


Dieweil ich, (auf ansuchen [undth wunsch] Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden
meine rayse, undt wiederkunft nacher Bernburgk verschoben,
alß habe ich Carolum Ursinum, [??] undt
andern wenig Personen, vorahn geschickt, unß allhier
in etwaß, zu erleichtern, und Carl Ursinus auch allhier, nicht
allzusehr, Sondern zu Bernburg studieren zu laßen, Gott gebe glück!

|| [[Handschrift: 48v]]


Jch habe diesen Morgen, schreiben auß Freiberg Leiptzig, halle,
Bernburg sampt den avisen, bekommen.


Die Engelländer, haben durch Sturm, schaden an ihren
Schiffen, erlitten, armiren dennoch, weitter, undt tractiren
zwahr, mit den holländern, iedoch paßen Sie auch fleißig
auf, auf die OostJndischen außm Sunde, kommenden schiffe.
Jhr neẅer Admiral herr von Opdam, sol mit
80 Schiffen außlauffen, und große authoritet haben.
Jn Engelland undt andern landen, werden die Königlichen
adhærenten, scharf persequiret. Das Parlament
hat ein absehen, auf eine alliance, mit Schweden.
Es seindt auch holländische Schiffe zu hamburgk, ankommen,
hingegen, die Engellischen Schiffe, außgelauffen, vor
GlügksStadt, canoniret worden, (weil sie nicht die Segel
streichen wollen[)] und Mastloß in ihrem lande, arriviret.


Der Kayser, hat sich resolvirt, (auf bewegliches
ersuchen Chur Meintz, undt anderer,) noch diesen wintter
zu Regenspurgk zu verblejben, wiewol Jhre Mayestät
bettlägerig gewesen, aber, (Gott lob!) wieder genesen.


Graf Rantzow, geht wieder, zu seinem Könige.
Die kindeßblattern, sollen zu Regenspurg regieren.


Die festung Soczaw, helt sich annoch, ist
endtsetzt, und der alte Chmielinßsky zeücht
mit einer großen machtt, auf die Polen, mit
vielen Tartarn wieder ahn. Sie sollen über den Nieper
an unvermuhteten orthen, überkommen sein.

|| [[Handschrift: 49r]]


Jn Candia, sollen die Türgken den Meister spielen, undt die
festung Sileno, mit Sturm erobert, alles darinnen, biß auf die
weiber, undt kinder, niedergehawen haben, undt an itzo, vor
Suda gehen. Die Venezianer, seindt bekümmert, diesen platz,
sonderlich aber, die Stadt, undt festung Candia, noch zu majntenjren.


Jn Dalmatia, straifen auch die Türgken, biß an Zara, undter
welche festung, sich die Morlacchj, haben retiriren müßen,
weil Sie zu schwach, wieder die Türgken sich zu defendiren,
undt weil sie sich, in keine festung, einsperren laßen wollen.


Jn der Schweitz, sollen die Lucerner pawren,
wiederumb rebelliren.


Der Pabst, wirdt guht Frantzösisch, und Portughesisch.
Die Frantzosen, sollen im Alexandrinischen, von den
Spannischen, geschlagen, sein. Mantoua, will auch numehr
Frantzösisch werden, und Spannie[n] quittiren.


Der hertzog von Lotthringen, bekömpt vom Kayser,
300000 thaler, undt die ReichßStände, geben ihme
auch, so viel. Also verhoft man, die evacuation der plätze.


Ein Lottringhischer Oberster, Schnetter, (so mit seinem
Regiment, umb Mestrich, übel gelaufet) sol von
den Staadischen völgkern, totaliter ruinirt, auch er selbst,
mit etzlichen Officirern, geblieben, theilß auch gefangen sein.


Mouzon, hat der König in Frangkreich mit accord, und die
Printzen Rocroy, viceversa, auch mit accord, einbekommen.
Der Printz von Condè, sol davor, in einen Schengkel geschoßen sein.

|| [[Handschrift: 49r]]


Die Dücs de Vendosme, undt Candale, seindt malcontent
von Bordeaulx, hinweg gezogen, weil ein ieder gehoft gou-
verneür zu werden, und dennoch einem tertio, zuerkandt worden.


Man hat zweene Meüchelmörder ertapt, so der Cardinal
Mazzarinj, subornirt sol haben, dem Printzen, von Condè, nach dem
Leben zu stehen, derer noch drey, in der Königlichen armèe, sein sollen.


Der Spannische Admiral General, Marchese di Santa Croce,
lieget noch, in der Rivier vor Bourdeaulx, mit seiner flotta.
Sol den wintter über, noch aldar verharren.


Die iunge Königinn, in Spannien, sol, einer unzeittigen
geburth, genesen sein. Gott erbarme sich, der armen, jungen Dame!


Die Reformirten, in Provence, Languedocq, Daulphinè,
seindt noch stargk auf den beinen. Wollen satisfaction haben.


Die Meisten Fürsten, undt Stände, raysen ab, von Regenspurgk.


<Jn den avisen, stunde auch, daß die Staaden, eine Neẅe schatzung hetten angeleget, auf den tausenden pfenning, zum Engellischen kriege, welches, taus vier millionen, ertragen würde. Also müste das capital viertzigk millionen sein, eine große Summa.>


Jch habe an Adolf Börstel (auf morgen datirt), geschrieben, undt
ahn Tobias Steffeck von Kolodey schr[e]iben laßen. Gott gebe, zu gutem succeß!


Jtem: daß hertzogk Ernst Günther, von hollstein,
mit seiner gemahlin, die brautt, mit 800 pferden
nacher Zelle, convoyiren würden, im Nahmen des Königes
in Dennemargk. Er der Hertzogk, hat ohne daß, ihre Schwester.


Jtem: das zu Nicöpping, und in selbigem lande, das getreide
mit verwunderung, so wol gerahten, als in vielen zeitten, nicht geschehen.

|| [[Handschrift: 49v]]

Donnerstag den 20ten: October 1653.

<<Mane> Continuirender Nebel, iedoch nicht so sehr arg, als gestern, weil er verfallen.>


Conversatio, mit Jehna, noch gestriges abends, in vielen jmportantzen.
Derselbe, hat große labores verrichtett. Gott gesegene ihn,
davor! vielfältig! und gebe unß, und ihm, wolfahrt! und gedeyen!


Wir seindt nicht unbillich sorgfältig, vor unsern
Carolum Ursinum, dieweil derselbe gestern, in dem digken
continuirenden Nebell, also forthgeritten. Gott bewahre
ihn, vor unglück! undt unfällen. Seine thiere,
sterben ihme, geben böse omina! undter andern, jst
ihm, ein falcke so ihm lieb gewesen, umbkommen,
vor ein par Tagen, auf eine seltzahme weise. Dann
alß derselbe falgke, die gantze zeitt, sonst über, frisch
und munter allezeit gewesen, mit allem fleiß, gewartett
undt gekröpft worden, So hat ihn doch, am 17. diß, frühe,
der Tobias Steffeck von Kolodey alß er in das gemach <zu Bernburgk> k[o]mmen, ihn gewöhn-
licher weise, zu kröpfen, gantz erstarret, undt todt gefunden,
undt zu deme, gar seltzam, dann er, die angehabte riemlein
umb den kopf, undt umb die füßlein, gantz umbgewunden gehabtt,
alß wann es, mit allem muhtwillen, geschehen, ia die beinlein, undt
füße, wahren ihme gantz zerbrochen, und vf stügken, alß
wann es, mit allem muhtwillen, geschehen wehre, das sich also
Tobias Steffeck von Kolodey gar nicht darein richten kan, dann der vogel
sich selbst also nicht zurichten, erhengken, und erwürgen
können, weil er gar undten, an dem tischschehmel angebunden
wahr, Tobias Steffegk, von Kolodey, machte sich seltzahme
gedangken darüber, ob gar etwaß, in die Stube, des Nachts, || [[Handschrift: 50r]]
kommen, undt den vogel, also geängstiget, das er sich also verwickeln,
quählen, undt würgen, auch gar die beine zerbrechen müßen, dann
es gar waß unnatürliches, undt Tobias Steffeck von Kolodey weiß sich nicht, darein
zu richten, so wenig alß andere. Es iammert jhn recht, des
fälckleins, zuförderst darumb, weil es Printz Carll, lieb
hatte, und dann hernach, daß die wenige tage über, so Tobias Steffeck von Kolodey
den vogel gekröpfet, undt gewartett, derselbe ihn schon, so
hüpsch kennen lernen, undt an ihn, sich gewehnet. Jst schade
darumb! Am hartz, müste man andere außfragen. Müste
aber, wegen der flügel, undt des Schweiffs, beßer in acht ge-
nommen werden, alß dieser dann er nicht eine eintzige
gantze feder, weder in den flügeln, noch in dem schwantz, gehabtt,
und wann er gleich am leben blieben, besorglich, gantz un-
tüchtig, zur lußt, und vogelfang, worden wehre. perge etcetera


Mit Matthias Cnüttel von der Paderbornischen haußhaltung, geredet.
Die vom Adel, so anhero citirt gewesen, aufs hauß
Ballenstedt, wegen der Steẅerdißcußion, zu erscheinen,
haben sich mit allerley endtschuldigungen, theilß
absentirt, theilß elende gevollmächtigte
geschigckt, also habe ich die tagefarth, wiederumb,
biß über acht, tage, (gebe gott) prorogirt, und verschoben.


A spasso, das waßer: und Röhrwergk zu betrachten,
welches, etwaß wändelbahr worden. Jch laße,
(pro posse,) remedijren, an diesem schönen kleinodt, allhier,
undt zu Bernburgk, welches an beyden orthen, Meinem
frommen Sehligen lieben Herrenvatter, so viel gekostet,
auch ein sehr nutzbahr, undt löbliches wergk ist. perge et cetera

|| [[Handschrift: 50v]]


Jehna, undt den Amptmann, bey Mir, gehabtt, aller-
ley expedienda, zu absolviren. Deus detis fælicem eventum!


J'ay envoyè dehors; més chevaulx; courre le lievre.


Jls n'ont


La femme de Stammer, est venuë visiter la mienne, de
mesme, qu'a fait, par trois fois desja celle la Vefue
de Wieterßheim, & ma femme a souvent dés visites
en sorte, qu'elle ne devroit point se plaindre, de nostre
solitüde, & vie retireèe!


A spasso, vogel zu schießen, aber es ist mir miß-
lungen, weil die büchße, 6 mal nacheinander versaget.


Der hofraht Paulus Ludwig, der Medicus, Doctor
Fischer, mit seinem Sohn, undt Magister Mencelius,
seindt vor abends anhero kommen, mit aviß,
das Carolus Ursinus, gestern noch in hellem
wetter, wol arrivirt zu Bernburgk, da es
doch alhier den gantzen tag, biß in die Sin-
ckende Nacht, gestern, trübe und digk nebelicht
gewesen. heütte Nachmittagß aber, wahr es allhier
zu Ballenstedt, hüpsch wetter.


Wartemßleben, ist den gantzen tag<Nachmittag> herüber, geritten,
hat aber keinen eintzigen hasen antreffen können.


Es ist alle tage Jagttag, nicht aber fangetag.


heütte, hat ein großer wolf, mit unsern Schafen, sich geiaget,
aber doch keines ergreiffen können.

|| [[Handschrift: 51r]]


Discorsj mitt den Rähten, Jehna, undt Paulo, Jtem: mit Doctor
Fischern, mit Magistro Mencelio, mit den beampten, undt andern. perge et cetera


An Abraham von Rindtorf; nach Bernburg geschrieben, in Oeconomicis. perge.

Freitag den 21ten: October 1653.

<Schön wetter Reiff mane. 1 hasen der forster8 geschoßen.>


Jch habe, durch den von Jehna, durch Paulum Ludwigen,
undt durch den Amptmann, Märtin Schmidt, den gewesenen
allhiesigen Diaconum Magistrum Mencelium, mit seinem Successo-
re Stannio, vergleichen laßen, wegen etzlicher prætensionen,
zu verhütung Mißverstände, und weitterungen. perge Darnach
ist er der Magister, wieder nacher Bernburg gezogen, so wol
sein pfarrAmptt, zu Aldtenburgk, wieder zu versehen,
als auch die jnformation, mit Carolo Ursino, vorzunehmen.
Gott gebe ihm, eine glückliche rayse!


Darnach h[a]t Jehna, undt Paulus, mit dem Amptmann,
die Commißion [de]r Steẅerresta, weitter vorgenommen,
undt Amptßundterthanen, vorfordern laßen, darzu.


hofmeister Wallwitz, ist von Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin,
nach Quedlinburg<Blanckenburgk> geschickt worden, und wiederkommen.


Jch habe mit Doctor Fischern, viel conferiret, von Medicinalischen
undt andern sachen, Jtem: mit Jehna, und Paul Ludwig. Von andern <Staats, und Politischen dingen.>


Il y a eü dü larcin, en notre chasteau, icy, a Ballenstedt.
Dieu le vueille dèscouvrir, & chastier! Pour point, de Wartemsleben.


Nota Bene[:] Docteur Fischer le medecin dit: Qu'üne pierre, se peüt coagüler au
corps de l'homme, en 30 heüres, qu'il procede de mauvais Vin &
de quelques viandes salees, ou approprièes a ce mal sür tout, il vient
de la trop grande retention, de l'ürine, & qu'ün dès meilleürs Preser-
vatifs, a l'encontre, est, de manger souvent, des aux! Knoblauch! perge

|| [[Handschrift: 51v]]


Que lès grains de Genevre (iuniperus) (wacholderbeer)
sont fort souverains (par la benediction de Dieu,) a l'encontre.
Mais, qu'on a aussy, d'autres remedes d precieux, comme
la teintüre Antinephritique, dü feü Prince Augüste,
de 6 million dont il s'est servy, ün peü trop tard. Car
avant sa mort; (n'ayant eü la gravelle, que 5⁄4 ans
avant jcelle, & s'en soüciant peü) il en a prins,
les pierres estans desja congelèes, & endürcies.


On ne doibt point arracher dü membre Viril, avec
force, & violence, la pierre, (comme il a fait!) veü; qu'en
blessant, ce membre delicat, on ne le peüt guerir, on
avance, la gangrene (kalte brandt) ou la fievre,
puis que lés principaux nerfs, de tous les mem-
bres dü Corps, y sont concürrens, & le rendent
comme l'œil, tressensible. Il vau[t] mieux laisser
la pierre, dans ce membre, ou le r[e]pousser dedans
la vesie, puis qu'[on la] trouve moyen, avec dès si-
ringues a do[nner ]ouvertüre, a l'ürine, a nonob-
stant, la pier[re] qui est dedans le canal de la Verge;
auprès d'icelle. Il loue fort aussy, l'herbe, nom-
mèe Virga Aurea, & d'autres remedes, que i'ay oublièz.
Le feü bon Prince Auguste doit avoir dit: Mon Dieu!
que ie souffre dès douleurs en un membre, auquel ie
scay en ma conscience, avoir estè assèz pür, & chaste,
n'a ayant point pechè, contre le Proverbe: Per quæ; quis peccat, || [[Handschrift: 52r]]
iisdem, etiam punitur! perge Hors dü Matrimoine, on tient,
qu'il ne scait point pollü, ni contaminè, en l'acte Venerien.


Le Docteur Fischer tient, que le Dieu bening & misericordieux, nous a
ordonnè, par sa grace infinie [&] bontè jmmense, a chasque
maladie, dès bons remedes, comme [a] chasque, Venin son antj-
dote, pourveü, qu'on l'èsplüche avec diligence, & s'estü-
die, avec peine, a le scavoir. Car le bon Dieu ne se plaist
point, en la destrüction de [la] Natüre <et de sa creatüre> avant le temps,
& veüt, que nous jouission[s] de sès dons avec actions de graces,
avec prudence, circomspec[t]ion & prevoyance.


Que l'herbe, nommèe brunnkreße, est très salütaire,
mais, qu'il y en a, d['autres], quj luy ressemble nai-
fuement ple[in de venins], et qui fait enrager.
Jl l'appelle
Contre ce venin, le meilleür antidote, est de prendre
ün quintin de castoreum (bibergail) dans de la biere,
ou dü Vin, & qu'il scait, cela, par experience.
Ainsy, il faut prendre, bien garde, a ne manger,
l'üne herbe, pour l'austre. Il deteste fort aussy,
les malices de Satha[n], qu'il exerce, aux sorciers,
& par iceulx, ou par [les] sorcieres, avec pouldres,
& venins, pour tuër ou fasciner, ou faire en-
rager lès personnes & qu'il faut punir severement
telles grandes meschancetéz, voire grands crimes.


Il m'a contè divers exemples, de cela, arrivéz au Pays
de Brunswigk, & ailleurs. Dieu nous en preserve, par sa Sainte grace!

|| [[Handschrift: 52v]]


Er hat den Mann, <Müller9 genandt> welcher am Sonnabendt, so
übel vom wagen, gefallen, undt vom fall
und Schlage (Paralysis,) gerühret, sprach-
loß ist, ein hocke Müller genandt, besucht,
aber übeldisponirt befunden, vermeinende,
er seye verseümt worden, und man hette
ihn sollen auf dem [bei]n der andern seitte
da er nicht lahm ist, zu Ader, laßen,
damitt das bluht, (so sich, vom fall undt
Concußion, umb das hertze geronnen, undt
daßelbe preßirt) [wehre darauß ]weggebracht,
undt in zeitten, gelüftet worden. Numehr, dörfte es
zu spähte sein. Das dreyiährige, arme Mägdlein,
so die windsuchtt, Tympanites genandt, alhier hatt,
undt einen größeren leib; alß manche Schwangere
Fraw, wie eine trummel, hat er gleichßfalß be-
suchtt. Er hat ihr auch etwaß zu gebrauchen verord-
net, undt wenig hofnung, wo ferne sie es nicht
verwächßt, das es sich, so[l] ändern; das Mägdlein10,
leidet große schmertzen, ist doch [g]ar geduldig darbey,
Gottes kraft, welche in den Schwachen mächtig
ist, kan beyden pacienten helfen, Er wolle es auch thun,
ist es ihnen Sehliglich, Nützlich, und guhet, umb Christj willen Amen.

|| [[Handschrift: 53r]]


A spasso, drußeln, zu schießen. Le declin de ma Veüe, m'em-
pesche, a bien tirer. Tout va, en decadence, avec le temps! perge

Samstag den 22ten: October 1653. perge

<hasen.>

<Orta omnia; intereunt! perge>
Abermahliger froßt des
Morgens, wie gestern. perge


Meine Commißarien, haben heütte,
mit henning Stammern, undt andern tractirt, wegen der Steuern.


Jch habe darnach selber, Henning Stammer, audientz, gegeben,
undt nach gehaltenem gespräche, dimittiret, weil er nacher
Magdeburgk, verraysen will.


Wartemßleben, a retrouvè dans la paillasse dü
lict, son pourpoint, perdü avanthier, qu'il croyoit,
luy avoir, estè dèsrobbè, & cela le faysoit aller
ridicülement, en manteau, deux, jours dürant,
sans pourpoint.


Doctor Fischern, undt Jehna, habe ich, an den Megde-
sprung, geschickt, selbigen bergwergksStollen, zu
besichtigen, ob er der mühe, und unkosten werth, daselbst,
einschlag[en z]u laßen.


Hanß Bö[tticher, aus ]hoym, hat mir, auf abschlag, der
60 ThalerThlr: so er mir [schul]dig, (weil ich sein Mannlehen,
über sein hauß zu [hoy]m zum Erbzinßguht, gemachtt)
20 ThalerThlr: an itzo, endtrittet. perge Liebden


Jch, bjn Nachmittags [doch] hinauß, gegen Padeborn, hetzen
geritten, undt haben einen hasen, eingebrachtt.


Doctor Fischer, undt Jehna, seindt von Mägdesprung wieder-
kommen, undt haben ihren bericht gethan.


Schreiben, auß Hollant, vom 7. Octobris stylo novo

|| [[Handschrift: 52av]]

Sonntag den 23. October 1653.

<Regen, manè, helle meridi[e hiber] no tempore, Nebell sero!>


Jch habe Ern Peter Goht, predigen laßen, auf unserm
SchloßSahl, undt extra behalten, zu Mittage,
neben Doctor Fischern, undt unsern hofrähten, nemlich
Jehna, Paulo Ludwigen, undt unsern
Junckern, alß Wallwitz, Wartemßleben,
undt den Beampten, &cetera


In Publicis, hat man viel zu travailljren gehabtt,
in dem ich viel schreiben, undt abcopiiren laßen.
Es gibt dißcrepantzen, wegen avocation
unserer Abgesandten. Jch, undt Zerbst,
improbiren es, Deßaw, Cöhten, undt Plötzkaw
aber, approbiren es, instinctu, eines eintzigen
Menschen, des Obrist leutnant Knochens, cum summo
dedecore, unsers Fürstlichen haüses!


Unsere Jungfer Catherina <Margaretha> von Dütten, ist
krangk worden, am asthma, G[ot]t helfe ihr!

Montag den 24ten: October 1653.

<1 Hase.>


Jch bin hinauß hetzen g[egang]en, einen hasen ein <braten>
beym alten Schloß, dem Gern[???]pf, hehr.


Die Commißion mit Blühte[ w]egen Meiner herzlieb(st)en gemahlin
pacht Prætensionen, neben andern sachen, ist vorge-
nommen worden.


Klagen, undt Supplicationes, (wie vorige tage) genung bekommen:

|| [[Handschrift: 53r]]


Doctor Fischer, ist embsig, unsere krangke Jungfer zu curiren.
Es hat auch Tractaten, mit Christian Rödern, gegeben.


Doctor Fischer, hat auch den Paralyticum besuchtt,
mit welchem es sich, in etwas lindert. Gott gebe perfection!


Aviß: daß mein bruder, Fürst Friedrich wieder auf Genff,
im Frühling, (gebe[ gott) r]aysen will, damit er (auf
erfordernden [(erns]tfall), desto eher, allhier
sein könne. Die herren Venetj aber, sollen meinem
Bruder, aufs neẅe, bestallung antragen.


Discorsj, mit Jehna, mit Doctor Fischern, mit Paulo Ludwig
undt andern, gehabt, meine sachen, in ordnung, zu redigiren.

Dienstag den 25ten: October 1653.

<gelinde wetter.>

<Somnia horrifica gehabt hic Ballenstedij.>


Die Wieterßheimische wittibe (als sie gestern
bey Madame wahr) habe ich auch angesprochen. perge


Jch bin heütte, in das Forwergk, gegangen, den
heẅ: undt kornboden, Stall, undt pferde, Schäferey,
undt dergleichen, zu besichtigen, undt zu consideriren.


Mit undterschiedlichen klagen, und supplica-
tionen, bin ich behelliget worden, gleich wie in vorigen
tagen, und habe deren expeditiones maturiret.
Dij bona; laboribus vendunt!


Jch habe allerley verwirrungen gehabt, auch
wegen Hanß Ernst von Börstels, Haüptmann zu
Hoym, welcher sich, gar nicht, zu seinen Steẅren, von der
Mühle, und Schäffereyen, accommodiren will.

|| [[Handschrift: 53v]]


Mit Gerhardt Blühte, Meiner herzlieb(st)en gemahlin pachtmann,
hat es auch verwirrete händel gegeben, allhier zu Ballenstedt.


Il El Mundo, es redondo, Quien no sabe nadar, anda al <hondo.>


Die große, weitte, weltt, ist <gar> rundt,
wer nicht schwimmen kan, der geht zu grundt! perge et cetera


Ser Senor, no es saber! [sa]ber ; saberlo ser!


Ein Herr zu sein, ist keine k[uns]t,
Es recht zu sein! ist große kunst! perge et cetera


kunst ist es nicht, ein herr zu sein,
wol aber ists! es recht zu sein!


Wer herrschen will? undt kan es nicht,
demselben nur, die kunst gebricht!


Die beste kunst, ist es, recht zu herrschen,
wers nicht kan? ist unwerth, zu herrschen!


Ein ieder dengktt, ein Herr zu sein,
wers nicht kan, stegk sich, ia nicht drein!


Regieren, will, ein ieder können,
wers nicht kan, mag sich wol besinnen. perge et cetera


Regenten Amptt, ist nicht so leichtt,
Alß, manchem unerfahrnen, deüchtt.


Zu Herrschen ist, ein Schwehr beruff, wers nicht versteht, der <dring nicht druff!> perge

|| [[Handschrift: 54r]]


Schreiben von Bernburg mit den avisen, undt andern schreiben,
von Wien, Leiptzigk, Gohta, undt andern orthen.


Die avisen geben:


Daß die OostJndischen Schiffe der holländer, auß Dennemargk
bey ihnen, in salvo angekommen, und stargk contra
Anglos, armiret wirdt.


Die Engellischen hetten mehr Schiffe, durch Sturm
verlohren, alß ihnen, die hollender abgenommen.
Cromwell, würde von vielen, schehl angesehen.
Jn Schottland würden die prediger verfolget,
weil Sie vor den König, das gemeine gebeth, hielten.
Der Schotten armatur, zergienge, ob es schon
einen guten anfang gehabt.


Rocroy, würde höher gehalten, alß Mouson.
Der Ertzhertzog wehre persöhnlich, davor gelegen.
Perigueux, wehre in des Königes in Frankreich händen.
Die Refformirten, in Languedocq, wehren stargk,
wolten sich noch nicht stillen laßen. Girona,
in Catalonien, wehre von den Spannischen undter dem
Don d'Austria, endtsetzt. Am Tanaro, hetten
die Frantzosen, undter dem Marechal de Gransay, nebst
den Savoyschen völgkern, die Spannischen undter dem
Marchese di Caracena geschlagen, auch denselben, mit
verlust, sich zu retiriren genöhtiget. Blaye an der Garonne,
wehre von der Spannischen SeeArmada, investiret.

|| [[Handschrift: 54v]]


Der hertzog von Lottringhen, suchte winterquartiere
in Deützschlandt, unerachtet, der 60000 ThalerThlr:
so ihme, zur evacuation des Reichß, halb vom
Kayser, und halb von den Ständen, bewilliget worden.


Die Schiffe auf der Thonaw, würden zugerüstet
zu Regenspurg zur Kayserlichen abreyse, gleichwol
vermeinten viel, der Kayser dörfte, noch diesen
wintter über, zu Regensburg verbleiben, undt die de-
liberanda expediren.


Zu Wien, stürbe es, an der pest, wie auch,
in Polen, Preüßen, hinderPommern, und in Schweden.


Zu Zell wehre das Fürstliche beylager, magnificq
abgegangen, sonderlich hette sich, der brauttSchwager,
hertzogk Ernst Günther von hollstein, mit einer
suitte von 800 pferden, alß Königlich Dennemärkischer
Gesandter, wol sehen laßen. Der König
hette sich excusirt, daß ihn, seine ReichsStende
auß seinem Königreich, undt Erblanden, wegen
gefahr der Engelländer, nicht ziehen laßen wollen.


Die Lucerner pawren, seindt wiederumb,
in armis, inmaßen auch die Berner, ihre Schlößer
besetzt, sich vor ihren pawren, aufs neẅe, besorgende.


Ein Obrist wachtmeister, ist zu Wien<Regenspurg>, decolliret worden, || [[Handschrift: 55r]]
welcher seinen wirth, vorsetzlicher weise, ermordet.
hat sehr gebehten, iedoch vergebens, ihn, alß einen
kriegsofficirer, zu harquebusiren.


Der iunge Chmielinsky, (so mit einem Stücke
in Schengkel geschoßen) sol in der festung Soczaw,
an seinem schaden gestorben, undt der entsatz des
allten Chmielinßky, zu rügk geblieben sein.
Man verhoffet, numehr die übergabe Soczaw,
darinnen der hunger, die pest, und andere mängel
so wol alß der krieg, den Cosagken, hart zusetzen sollen.


Die Fürsten, in Siebenbürgend, Moldaw,
undt der neẅe hospodar, in der Wallachey, coniungi-
ren sich, mit dem Könige in Pohlen, wieder den alten
Hospodar, wieder die Cosagken, undt Tartarn.
Der Tartarhahn, oder große Cham[!], sol im
willens haben, durch des Römischen Kaysers Landt,
seine horden, in Sibenbürgen, einfallen zu laßen,
darumb Jhre Kayserliche Mayestät vom Könige in Polen
gewarnet worden, sich verzusehen, undt dero besatzun-
gen, an den gräntzen, zu verstärgken, wie
auch im wergk, zu geschehen, vermuhtet wirdt,
und albereitt der Stadtgraben zu Wien, sonderlich
am Burgkthor, sol erweittert, undt tiefer gemacht
w auch an die frontierplätze, Provision gemacht werden.

|| [[Handschrift: 55v]]


Der Türgke, hat Canea endtsetzt, auch darüber
sehr gefrohlockt. hingegen, haben die Venezianer,
7 Schiffe, mit Parmesanischem volck, dahin
senden wollen. Alß aber, die Soldaten,
(welche eigentlich vor Dalmatiam, geworben)
vermergkt, das man sie, so ferne, in Can-
diam, schigken wollte, haben sie mutiniret
Die Schiffe überwältiget, und in Apuliam
sie anzulenden, und außzusetzen, gezwungen,
und daselbst, mit den Banditen, in Abbruzzo,
sich coniungiret.


Der ViceRè von Napolj, hat weggesoltt,
ist aber, aufs neẅe, vom Könige in Spannien,
confirmiret, und sein StadthalterAmptt,
ihme prorogiret worden. Er hat 600000
krohnen, etzlichen vermögenden, abborgen
und nehmen laßen, und schickt solches geldt,
der nohtleidenden Spannischen armada
nacher Meylandt.


Des Bassa11 von Sidon, Sohn12, sol sich, zu Rom,
in der kirche Saint Louys, haben taüffen laßen,
da dann, undter andern, der Cardinal Barberinj,
bey ihme, zu gevatter gestanden, und ihme zum || [[Handschrift: 56r]]
pahten pfenning, ein schön kleinodt, von 400 krohnen,
undt ein Rubinen creütz darauf, verehret.


Wegen der Vechte, sollen dem Bischof von Münster
die evacuation gelder, gelifert werden.


Daß der Lottringhische Oberste Schnetter, mit
seinem Regiment, vor Maestrich, wegen verübter
insolentzien, geschlagen worden, und selbst darü-
ber todt blieben, veruhrsacht klagen, undt
Mißverstände. Die herren Staaden aber, werden
auch darwieder, ihre Notturfft, vorbringen.


Ein iunger Graf Verdugo, des Allten
Don Francisco Sohn, ist in einen wald, an
seinem lusthause, beye   in Böhmen,
spatziren gegangen, da seindt 7 bähren
auß dem walde kommen, undt haben
ihn dermaßen erschregkt, daß er
ihnen kawm endtrinnen können,
darvon der iunge herr, ein tödtliches
fieber bekommen, undt also sterben müßen.


Der hofraht, Paulus Ludwig hat, diesen
abendt, seinen undterthänig(st)en abscheidt genommen, in
meinung, Morgen, (gebe gott) wieder nach Bernburg zu gehen.

|| [[Handschrift: 56v]]

Mittwoch den 26ten: October 1653.

<2 Hasen, haben unsere leüttlin, alhier zu Ballenstedt, von der hatz, einbrachtt.>


Der hofraht Paulus, hat sich, noch einmahl, praesentiret,
undt gehorsamlich Valediciret, wie auch
der Medicus, Doctor Fischer, gethan. Mein Cammer-
page, Albrecht Sekerka, wirdt auch mit
ihnen, nach Bernburgk, fahren, Gott wolle
sie allerseitß, geleitten!


Aviß: daß vetter Gustaff von Meckelnburgk
veniam ætatis, vom Kayser, erlanget,
undt seine Regierung, baldt antretten,
wirdt. Gott gebe ihm, glück! heyl! undt
Segen, darzu! undt alle Fürstliche,
Regenten Tugenden! perge Wo ferrne Gott,
ihn, undt Meine Fraw Schwester, leben leßett,
dörfte die Schwester, wol baldt, zu ihrem
Sohn, nacher Güsterow, sich begeben, Gott gebe,
zum wahren friede, undt einigkeitt,
in Göttlichen, undt welttlichen vorhaben!


Jch habe unsere leütte, in etwas windigem wetter, hi-
nauß geschigkt, von 5 hasen, so Sie, mit meinen dreyen
(allhiesigen!) winden, gehetzt, haben sie 2 hasen einbrachtt,
die andern drey, haben Sie, lauffen laßen, wegen
der berge, undt püscher.


A spasso, in gelindem wetter.

|| [[Handschrift: 57r]]


Walwitz, unser frawenzimmerhofmeister, ist auch heütte
nacher Quedlinburgk, dem leichbegengnüß, des gewesenen haüpt-
manns daselbst, Obrist Fitzthumbs Sehliger, (welcher noch
zu meiner zeitt, im Böhmischen kriege, hauptmann, undter
dem hollachischen Regiment wahr) beyzuwohnen.
Er sol auch, an einem Stein, so jhm stegken blieben, (wie
der herrvetter Fürst Augustus Sehliger) gestorben sejn. Gott genade ihm!


Meine herzlieb(st)e gemahlin, jst nachmittagß, hinundter,
zu der Allten Bilawinn, (ejner gebornen BKrosigkinn,)
gefahren, sie zu besuchen, weil Sie altt, undt Schwach ist.
Jhr iungker Sehliger, wahr raht zu Deßaw, undt
mir wolbekandt, ein Mann, von guten qualiteten.
Sein Elltister Sohn, Christian, wahr mein pahte,
undt nach dem er, dem Könige, in Schweden, <Gustavo Adolpho> vor einen
Page, endtlich, <von ihme> wehrhaftig, <gemacht>, gediehnet, undt cornet
worden, ist ihm, in Preüßen, im kriege, mit einem Stücke,
ein arm, abgeschoßen worden, Seidthero er abgedangkt,
und mir aufgewartett, etzliche iahr, und alß Commißa-
rius, im kriegswesen, sich gebrauchen laßen, ist er endtlich,
an der pest, gestorben, nach dem er, eine Röderinn,
geheyrathet, undt allerley unglügk, außgestanden.
Seine brüder, haben nacheinander, dienste versehen,
bey Meinem herrnvatter Sehlig, bey Meiner gemahlin, undt
sonsten, als pagen, Sie seindt aber, seidthero, alle
auch gestorben, in der frembde, undt man höret nichts, von ihnen,
[in]maßen, hertzogk Ernst Günther, von Hollstein, den einen, in Frangkreich,
wol befördert gehabt, so hiebevor, Meiner gemahljn Page gewesen. perge

|| [[Handschrift: 57v]]

Donnerstag den 27ten: October 1653.


Gestern abendt, spähte, alß ich noch mit deme von
Wallwitz geredet, von Seinem ritt nacher Quedlinburg
undt vom angestelletem stattlichem begräbnüß,
des Fitzthumbs, gewesenen Obersten, undt haupt-
manns daselbst, ist in meiner Söhne gemach,
bey gar gelindem stillen wetter, unvorsehens,
durch einen unvermergkten, geschwinden, undt
darnach innehaltenden wirbelwindt,
ein gantz großes fensterfach, in præsentia
etzlicher diener, eingeworfen worden.


Eben fast in dem moment, ist unserer
Jungfer, und einer Magd, im großen
besten gemach, ein schwartzer hundt begeg-
net, undt verschwunden, welcher sie der-
maßen erschreckt, daß sie fast nicht zu bleiben, gewußt.
Gott gebe! das dieses alles, nichts böses
bedeütten! viel weniger ominoß sein!
noch weniger hexenwergk in sich haben möge!
wiewol es, wie ein Stügk feẅer, eingeschlagen,
undt der genandte drache, sein mag! Es ist mit
solcher furia eingeschlagen, das das gantze cabjnet
sich erschütterte.

|| [[Handschrift: 58r]]


Diese Nacht hat mir getraẅmet, ich wehre mit Carolo Ursino,
zu Regenspurgk, gewesen. Beym Kayser, und Könige, hette
ich gar gnedigste audientz gehabt. Alß wir darnach,
mit schönem Comitat, zum Churfürsten von Meintz, gezogen,
hette derselbige, in carten gespiehlet, und nichts
davon wißen wollen, das ich zu ihm geschicktt,
und mich anmelden hette laßen, unerachtet er mir
doch die Stunde der visite (gebührendt von Mir, ge-
suchtt) ernennen laßen. hette auch wenig mit mir
geredet, sondern jmmer, mit andern, und wenig Ce-
remonien gemachtt, darein ich mich nicht richten können.


Jnndeßen, hette ich, mit andern Cavallieren, gesprachet,
welche fein gegen mir, gethan, und Carl Ursinus hette fleißig
zugehöret. Alß aber endtlic[h], auch von der Religion
dißcurriret worden, hette Carl Ursinus zu Mir gesaget;
in præsentia vieler anderer, Papisten, undt Luthera-
ner: Es gefiel ihm wol daselbst, er müßte Päbstisch,
oder Luttrisch, einmahl werden, welche wortt mich sehr
geschmertzet, beyderley adversarijs aber, sehr wol-
gefallen, also: das Sie ihn, darinnen confirmiret.
Jch hette ihn doch, auf eine seitte gezogen, und ihn,
zu andern gedangken, vermahnet, darauf er, gar
anderst gegen mir, sich erklähret, auch seine vorige
reden, retractiren, undt verdrehen wollen. Endtlich,
hette ich, vom Churfürsten (seine kaltsinnigkeitt verspührende) || [[Handschrift: 58v]]
abschiedt genommen. Siehe! da wehre, weder Carolus Ursinus,
noch iemands, von allem meinem großen comitat,
mir gefolget, darüber ich mich, zurückf sehende,
verwundert, undt alteriret. Gleichwol hette
ich, nach dem abschiedt, forthgemußt, undt zu
meinem glück, den Cigogne, des Verdugo
Officirer, meiner bekandten einen, rencontriret,
der hette mir den weg, in der Stadt (welche
mir groß, unbekandt, auch viel größer, alß
Regenspurgk, ahnzusehen gewesen, undt vorkommen)
umbher gezeiget, und mich bey ehren erhalten.
Mich hette es, sehr geschmertzet, daß Carl Ursinus zurückeg
geblieben, undt alle meine leütte, im Chur Mein-
tzischen quartier, also aufgehalten worden,
iedoch, hette ichs müßen, nolens volens, ver-
beißen, und wachte in dem Schimpf, also auff.


Mich dauchte auch, alß Chur Meintz, in
cartten spielte, und verkleidet wahr, er
hette gewaltige, ungewöhnliche poßen,
vorbrachtt, da wehre eine Stimme, an mich
kommen, sagende: Er agirt! Jch hette mich,
in diese unanstendige Familiaritet, gar nicht
zu richten, gewußt. perge

|| [[Handschrift: 59r]]


Der LandtAdel, welcher wegen dißcußion der Steẅren,
in diesem Amptt Ballenstedt, citirt worden, auf heütte,
ist nicht erschienen, Sondern, sie seindt, mit tergiversa-
tionibus, undt endtschuldigungen, eingekommen.


Abermahlige post, von Bernburgk; undt Zerbst.
Die Avocation der Gesandten, will per majora
obtiniret, undt die spesirung, denen, so es ver-
hindern wollen, aufgebürdet werden. Mi-
lagius selber, hat nicht länger, lußt, zu Regenspurgk
zu verbleiben. Carolus Ursinus, hat unß gestern
vermeinet, entgegen zu reitten, die ehre aber,
ist nur dem Medico, Doctor Fischern, Secretario Paulo Ludwig
undt meinem Page, Albrechtt Sekerka, zu theil worden.
Und Carl Ursinus hat gleichwol, bey dieser occasion, einen
ungewöhnlichen, großen hasen, an den weinbergen,
gefangen, welcher über 9 Pfund (libra) gewogen. Carl Ursinus stu-
dieret sonst fleißig. Die Oeconomijsachen, gehen noch
zimlich die justitziensachen, inngleichem. Zu Zelle ist
das beylager, splendide, & pompose abgelauffen. Paris
Werder hst einen pocal, von 200 ThalernThlrn: auf dem Ring-
rennen, gewunnen. Ein Landgrave von heßen13, aber, ein
kleinodt, von 200 ThalerThlr:. Mein gewesener Cammer Page,
BiederSehe, ist wol montirt auß Pohlen, wiederkommen.
Der gefallene custodis Sohn, kehrt durch Gottes gnade, undt
meines krangken Balbirers, fleiß, wieder zu unerachteter zwey
stunden lang, vor todt gelegen. Die Meüse, verwüsten, die Saht.

|| [[Handschrift: 59v]]


heütte nimbt Rosener, ein iunger gelehrter Pfarrer
Drohndorf, des pfarrers, zu Radißleben Knochenhawers
tochter. Gott gebe ihnen, seinen Segen! Er hat viel
adversiteten erlitten, weil er unlengst, zu unserer
reformirten Religion, getretten gleich wie vor iahren,
sein Schwiegervatter gethan, alß auch der Superintendens
Raumerus, welcher ihn befördert. Gott mehre, undt
stärgke ferner, die anzahl, der Rechtglaübigen!


Discorsj, mit Jehna, undt mit dem Amptmann, und Matthias Cnüttel


Risposta auß der Margk, vom Fridrich von Jehna, Doctor und Professore
Juris, zu Frangkfurth, an der Oder.


A spasso, in zimlichem wetter. Auf den spähten abendt,
aber, ist es windig worden.

Freitag den 28t[en:] October 1653.

<Regen, undt windt.>


Caspar Pfaw, ist anhero kommen, und hat Mir zugesprochen.
Jehna, hat seine commißiones, mit zuziehung, des
Amptmanns, ferner vorgenommen, insonderheitt, mit
den Rhejnstedtern, undt Casparo Pfawen.


Augustus, von der Aßeburgk, vom Falgkenstain, ist mit
seiner Frawen, (einer von Grießheim,) unvorsehens, von Qued-
linburgk, anhero kommen, hat alhier eingesprochen, und sich
beklaget, daß der neẅlichste gräntzzug, also, bey Radißleben,
præjudiciret worden. Jhme selber, ist groß præiuditz geschehen.
Er droẅet, mit dem Kayser, wieder die Halberstädtischen rähte.
wo ferrne ihn, sejn herr, der Churfürst, nicht schützen würde?
Nach einer kleinen ahnsprache, ist er forthgerayset.

|| [[Handschrift: 60r]]


Conferenze, mit Jehna, mit dem Amptmann, undt anderen.
Die Relation, von Regenspurg Numero 46 ist ankommen, von Bernburg
nach dem sie, zu Zerbst, undt Deßaw, erbrochen, undt addreßiret,
Es gibt noch Streitt, wegen der deputation, undt einneh-
mung der haüser, wie auch paritet, beyder religionen. Die
Neẅen Fürsten, wollen auch eingenommen sein. Die deliberationes
gehen etwaß confuß. Die Resolutiones varijren. Schweden,
will wegen Brehmen alß hertzog, auch in die Deputation. Sie
setzen der Stadt Brehmen, sehr hartt zu. Wollen sie nicht
zur session, undter die ReichßStädte, admittiren. Finden
ihre Patronos, zu beyden theilen. Zur deputation, wirdt
auch das hauß Gülich reservirt, wann es der Poßeßion
halben, verglichen. Die Lotthringhischen undt Vechtische sa-
tißfaction gelder, werden scharf urgiret, wie auch,
die assistentz, des Königs in Engellandt, aufs neẅe,
gesucht wirdt. Der Kayser, will noch, den wintter
über, und biß in den Martium, 1654 zu Regenspurg
verbleiben. Viel Gesandten, raysen ab. Wer
nicht Mittel, zu bleiben hatt, muß forth. Jhre Mayestät
reconvalescirt. Die Staaden tractiren
mit dem Könige in Dennemargk, wegen verpachtung
der GlügksStadt, damit sie die Elbe, vor den Engellän-
dern, befreyen! La Reyne de Swede, doibt fort
correspondre, avec les Catoliques Romains, & s'allier
fort & ferme avec l'Espaigne, & la mayson d'Austriche.
Frangkreich, führet auch gravamina, wieder das friedensInstrument.

|| [[Handschrift: 60v]]

Samstag den 29ten: October 1653.

<Windt. Regen.>


Nota Bene[:] j'ay sceu, d'un quidam, que l'Electeur de Brandenbourg,
auroit estè bien ayse, d'avoir de l'Empereur la Principautè
de Glogaw, pour la contè d'Ascanie, et pour d'autres
pretensions, de quelques arrerages, en Pomeranie.
Pourquoy? n'at on pas avancè, cés traittéz?


Mit Jehna, mit Ern Petro Goht, mit dem Amptmann Schmidt
geredet, wie auch mit dem Amptschreiber Cnüttel, undt
ihnen valediciret.


Nach dem frühestügk: bin ich, mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden
von Ballenstedt, wieder aufgebrochen, unsern comitat
mittnehmende, und also, nacher Bernburgk, raysende!


Carolus Ursinus, mein Sohn, ist unß entgegen kommen.
Bey dem hofraht Paulo Ludwigen, bin ich ein wenig abgestiegen
seria mit ihm redende, darnach, auf das Schloß,
alldar alles (Gott lob) wol gefunden. Gott gebe, contjnuation!

Sonntag den 30ten: October 1653.

<Windt regen, undt zu abendts, windt, undt Schnee.>


Jn die kirche, mit Carolo Ursino, und 2 töchtern14.
Extra zu Mittage gehabt, den CammerRaht, Doctor
Mechovium, gehabtt. Aufn abendt, Miltitz, et cetera[.]


Zu Mittage, und zu abends, ist ein stargker
windt, endtstanden.


Relation von Regenspurg Numero 47 der Reichßhofrahts-
Præsident, Grave von Oettingen, macht diffi-
culteten, (den Jesuwitern zu gefallen) wegen || [[Handschrift: 61r]]
unserer, lengst schon bewilligten, Gernrödischen
beleyhung, contra Vota, & opinionem, reliquorum
Consiliariorum, Cæsaris. Die Deputation
unsers haußes<im Reich>, gibt viel Streitt. Es scheinet, man
wolle Anhaltt præteriren, undt Wetteraw, vorziehen,
auß oscitantz, unserer eigenen leütte. König in
Engellandt, helt abermalß, umb assistentz, ahn.
Die meisten, recusiren es. Die repartition, in die
Crayße, wirdt von Chur Meintz alleine, (ungehört
der Stände), præiudicirlich gemacht. Lächerliche
Protestation, zwischen den neẅen Fürsten, Naßaw,
undt Lobkowitz, im Fürstenrath, da der eine
die Westerwaldische sprache, unrecht verstanden,
undt die unzietige (unzeittige) protestation, vor
unzüchtig gehalten, und dem andern die unzuchtt
wieder undter geschoben, reprotestando, dieser
e contra, biß ein allgemeines, ärgerliches
lachen, darauß worden und kein nutzen darbey
verspühret. Mundus Universus, sic exercet Histrionjam!
oder aber Mundus stultorum cavea! perge et cetera

Montag den 31. October 1653. perge

<1 Stück wildt.>


Ein dieb so viel gestohlen, ist auß dem krumphalß
entrunnen. Man hat stargke Schlößer, an zweyen
thüren, unversehrt, gefunden, darinnen er geseßen.
Der Pfarrer, von Dohndorf Angelocrator, ist bey mir gewesen. perge

|| [[Handschrift: 61v]]


Der hofrath, Paulus Ludwig, ist bey mir gewesen,
abschied zu nehmen, weil er Morgen (gebe gott) nacher
Ballenstedt soll.


Der (vermeintlich) außgebrochene dieb, ist
diesen abendt, unvermuhtend in einer
grube, des gefängnüßes, undter einem
Stein, so er außgegraben, und sich in
die grube, (alles mit unnatürlicher
verwunderung) verstegkt, auch ohne
zweifel, der nachtt, zum außtretten,
erwartten wollen, nach dem das ge-
fängnüß, mehr als den halben tag,
offen gestanden, undt der hüter selbst
als im verdacht, incarceriret worden,
durch ein weib, welches ohngefehr, auf
den großen wackelnden Stein, getret-
ten, entdeckt, und wieder fest gemacht,
der hüter, oder Stadtknechtt aber, loß
wieder gelaßen worden. Gott wolle
das übel dempfen!


Ein Stügk wildt, jst von Ballenstedt, anhero kommen,
welches am Sonnabendt frühe, auf meiner Saht, geschoßen worden.

|| [[Handschrift: 62r]]


Schreiben, von Pariß, Leiptzigk, Halle, Wien, Dreßen[!].
Die avisen geben: daß die Engelländer und holländer
friede tractiren, und iehne sich näher zum ziel
legen wollen. Gleichwol seind die OostJndische
Schiffe, auß Dennemark und Norwegen, noch
nicht, in ihrem vaterlande arriviret, wegen
contrarij winden, und vfpaßen, der feinde.
Die hochländer in Schottland, seindt noch, in
Waffen, leiden aber mangel, an munition,
undt proviant, Cromwell, wird von etzlichen
Anglis, schähl angesehen. Die Sturmwinde
haben der Engelländischen flotte schaden gethan.
Printz Ruprecht, wirdt gesucht, wieder
die Engelländer, in holland sich gebrauchen zu laßen.
Frangkreich, sucht auch alliance bey hollandt.


Man exequirt zur Paris, wieder des Cardinals
Antagonisten. Zwischen den armèen in Pie-
mont ist ein scharfes treffen vorgegangen.
Beyde theil, so wol Marquèz de Caracena,
als der Marechal de Gransay, mögen wenig
darbey gewonnen haben. hingegen, hat Don
Juan d'Austria in Catalogna dem Marechal de Hoc-
quincourt, obgesieget, und Girona entsetzet.

|| [[Handschrift: 62v]]


Die Reformirten in Frangkreich, nemlich: in Provence
Languedocq, Daulphinè, seindt noch nicht gestillet. Der
König, sucht Mittel, und wege sie zu placidiren. Monsieur
Marcin15, gewesener General, in Guienne, ist von dem
Könige in Frrankreich ab, zu dem Könige in Spannien, ge-
tretten, nach dem ihn der König in Frankreich wol abgefertiget,
undt vermeinet, er sollte, in Littawen, sich retiriren,
woselbst er, zu hause, gehören mag.


Zu Regenspurgk, hoft man, das Kayserliche Mayestät
noch diesen wintter über, biß in den frühling
hinein, subsistiren werden. Jnterim, gehen die Delj-
berationes tapfer forth.


Die pest reget sich zu Wien, und graßiret
in Preüßen, Polen, undt hindterPommern, will
auch schon etwaß näher schleichen, Jn Denne-
margk, und in Schweden, sol sie etwas abnehmen.
Gott bewahre! Vor solchen Seüchen, undt
mehreren landplagen! perge


Jn Polen, sol der iunge Chmielinßky gewiß
todt sein, die Polen liegen noch vor Sochzaw.
Der alte Chmielinsky suchet sein leidt, mit
dem entsatz, durch Cosagken, undt Tartarn,
zu verbeißen. Die Polen aber, hoffen die Festung, zu occupiren.

|| [[Handschrift: 63r]]


Jn der Schweitz, sollen die Lucerner, wie auch die Berner,
ihre abermalß Rebellische pawren, gestillet haben, Gott
gebe! das es möge lange bestandt haben.


Die Türgken, rüsten abermalß, wieder die Vene-
zianer, zu waßer, undt lande, wiewol der Divano
will, der Türckische Kayser, solle friede machen.
Die alte Suldanin, sol mit ihrem vornehmsten
kämmerling, uneins worden sein, undt factiones machen.
Die Barbarischen Galleren, sollen Genueser
Schiffe, mit großem reichthumb, beladen, erobert,
undt gewaltige beütten, (der Christenheitt zu
schaden) gemacht, haben. Die Türcken, haben
ohne daß, über 1600 zu Scklaven gemacht,
undt nach Constantinopel, neẅlichst wieder geschicktt.


Man förchtet sich, vor der Lottringhischen völgker,
wintterquartier, so wol, am Rhein, alß in Frangkreich.
Der König in Dennemargk, leßet, etzliche kriegs-
Schiffe, außrüsten, den holländern, zur convoy; undt
assistentz.


Die Schweden, veralliiren sich, noch näher mit Span-
nien, in hofnung, Brehmen die Stadt, hinweg zu kriegen.


Chur Brandenburg fordert, von dem Kayser, undt dem
Reich, ersetzung der entbähreten einkommen, auß Pommern,
wegen so lange sußpendirter restitution.


Textapparat
a Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Im Original steht "4e" für "quatrième".
c Unidentifiziertes Kreissymbol.
d Im Original steht "7benbürgen" für "Siebenbürgen".
e Danach hat Christian II. eine Lücke gelassen, in der er wahrscheinlich den entsprechenden Namen nachtragen wollte.
f Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
g Die Silben "zu" und "rücke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um den neuen Fürsten von Moldau.
2 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
3 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
4 Person nicht ermittelt.
5 Identifizierung unsicher.
6 Identifizierung unsicher.
7 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
8 Identifizierung unsicher.
9 Person nicht ermittelt.
10 Person nicht ermittelt.
11 Person nicht ermittelt.
12 Person nicht ermittelt.
13 Person nicht ermittelt.
14 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
15 Identifizierung unsicher.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1653_10.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
absolviren
vollenden, abschließen
absolviren
jemanden von etwas befreien, freisprechen, entbinden
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
addressiren
schreiben
Adhaerent
Anhänger
admittiren
gestatten, zulassen
Adversitet
Widerwärtigkeit, Ungunst
agiren
schauspielern
alteriren
verwandeln, verändern
alteriren
(sich) aufregen
alteriren
aus der Fassung bringen, erschrecken, aufregen
anlenden
anlanden
approbiren
billigen
Armatur
Rüstung
arriviren
ankommen, eintreffen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avocation
Abberufung
Bärenhäuter
fauler und feiger Mensch
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
caressiren
umschmeicheln
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
confirmiren
bestätigen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
decolliren
enthaupten
defendiren
verteidigen
deputiren
zuweisen, bestimmen
deputiren
absenden
Difficultet
Schwierigkeit
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
emergiren
emporkommen, herauskommen
emportiren
einnehmen, erobern
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Gallustag
Gedenktag für den irischen Mönch Sankt Gallus (16. Oktober)
harkebusiren
jemanden mit der Hakenbüchse hinrichten, standrechtlich erschießen
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
improbiren
missbilligen, tadeln
incarceriren
einkerkern
Instrument
Dokument, Urkunde
Intraden
Einkünfte
invehiren
schimpfen, wettern
investiren
belehnen
investiren
in ein Amt einsetzen
investiren
besetzen
invitiren
einladen
Kanne
Hohlmaß für Flüssigkeiten
Kindsblattern
Windpocken
Losament
Unterkunft, Wohnraum
mainteniren
(sich) behaupten
mainteniren
in Stand und Ordnung halten
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
Maß
Raummaß, Hohlmaß
maturiren
beschleunigen
montiren
ausrüsten, ausstaffieren
mutiniren
meutern
mutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
Observanz
Befolgung
Observanz
durch Übung (oder Ausübung mit Billigung der zur Rechtsetzung befugten Personen) zum Recht gewordenes Herkommen
Observanz
herkömmliche Gewohnheit
obtiniren
durchsetzen, siegen, gewinnen
Oscitanz
Nachlässigkeit
persequiren
verfolgen, mit Gewalt überziehen
placidiren
besänftigen
Posseß
Besitz
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
präjudicirlich
nachteilig, eine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
präserviren
vor etwas bewahren
präteriren
übergehen
prorogiren
verlängern, aufschieben
Provision
Vorrat, Vorsorge
Provision
Unterhalt, Versorgung, Verpflegung, regelmäßige (jährliche) Zahlung
Provision
Fürsorge, Vorkehrung
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
redigiren
in Ordnung bringen
Relation
Bericht
remedi(i)ren
abhelfen
rencontriren
antreffen, begegnen
Repartition
Zuteilung, Verteilung, Austeilung
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
retractiren
widerrufen, rückgängig machen
Ringrennen
Wettkampf, bei dem der Reiter in vollem Galopp mit der Lanze oder dem Wurfpfeil einen Ring berühren musste
Schiffarmada
Kriegsflotte
Session
Sitz, Platz
Session
Sitzung
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
Speisekarpen
Karpfen zur Fütterung anderer Fische
Spesirung
Verköstigung, Verpflegung
stringiren
binden, verpflichten
stringiren
berühren
stringiren
abschneiden
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
suborniren
heimlich anstiften
subsistiren
zu leben haben, auskommen
subsistiren
haltmachen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Succurs
(militärische) Unterstützung, Hilfe
Supplication
Bittschrift
suspendiren
eine bestimmte Zeit aussetzen, auf längere Zeit verschieben, aufschieben, hinauszögern
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travailliren
arbeiten
Trompter
Trompeter
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
vielfältig
vielfach, vielmalig, oft, wiederholt
Visite
Besuch
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Volk
Truppen
Wind
Windhund (großer schlanker Jagdhund)
wohlintentionirt
gut beabsichtigt, wohlgesinnt
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
August von der Asseburg

geb. 1617
gest. 1658
Anm.: Sohn des Busso von der Asseburg (1586-1646); Erbherr auf Falkenstein (Unterharz).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Barbara Margaretha von der Asseburg
Geburtsname: Barbara Margaretha von Griesheim

gest. nach 1659
Anm.: Tochter des hochstift-halberstädtischen Amtshauptmanns Curt Apel von Griesheim (1593-1631); 1646-1658 Ehefrau des August von der Asseburg (1617-1658).
Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Antonio Barberini
Erzbischof Antonius von Reims
Bischof Antonio von Frascati
Bischof Antonio von Palestrina

geb. 1608
gest. 1671
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630) und Neffe von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1627 Kardinal; 1628-1632 Präfekt der Apostolischen Signatur; seit 1632 Präfekt der Glaubenskongregation; ab 1638 Kämmerer der Römischen Kirche; seit 1653 Großalmosenier von Frankreich; 1655–1661 Bischof von Frascati; ab 1657 Erzbischof von Reims und Pair de France; seit 1661 Bischof von Palestrina.

Weiterführende Informationen in VIAF
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Álvaro de Bazán y Manrique de Lara
Marqués Álvaro III de Santa Cruz de Mudela
Marqués Álvaro I del Viso

gest. 1660
Anm.: Sohn des Álvaro de Bazán y Benavides, Marqués de Santa Cruz de Mudela (1571-1646); ab 1611 Marqués del Viso; seit 1644 Marqués de Santa Cruz de Mudela; spanischer Admiral und General.
Luis Francisco de Benavides Carrillo de Toledo
Marqués Luis Francisco de Caracena
Marqués Luis Francisco de Frómista
Conde Luis Francisco de Pinto

geb. 1608
gest. 1668
Anm.: Sohn des Luis Francisco de Benavides y Cortés, Marqués de Frómista; Marqués de Caracena und de Frómista sowie Conde de Pinto; seit 1629 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General; 1648-1656 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1659-1664 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1664/65 Inhaber des Oberkommandos im Restaurationskrieg gegen Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Georg Heinrich von Biedersee

geb. 1623
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee (gest. 1653); Erbherr auf Amesdorf; seit 1639 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1648 Edelknabe ihres Gemahls Christian II.; später bis 1653 Mitglied der kurbrandenburgischen Leibgarde.
N. N. von Bila (1)

geb. ca. 1621/22
Anm.: Sohn des Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1626); seit 1629 Edelknabe der Schwestern des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
N. N. von Bila (2)
Geburtsname: N. N. von Röder

Anm.: 1636/37 Gemahlin des Hans Christian von Bila (1607-1637).
N. N. von Bila (7)

geb. ca. 1621/22
Anm.: Sohn des Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1626).
Christoph Sigmund von Bila

geb. ca. 1565
gest. zwischen 1623 und 1626
Anm.: Sohn des kursächsischen Rates und Merseburger Stiftshauptmanns Heinrich von Bila (1535-1584); Erbherr auf Reupzig und Primsdorf; um 1606/12 Hofrat in Dessau; 1619-1623 braunschweigisch-lüneburgischer Berghauptmann in Clausthal-Zellerfeld; ab 1623 Rat von Haus aus und Berghauptmann im Fürstentum Grubenhagen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Christian von Bila

geb. 1607
gest. 1637
Anm.: Sohn des Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1626); Page bei König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); Anfang 1630 königlich-schwedischer Hofjunker; auch Kornett; seit 1633 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und dessen Kriegskommissar im Amt Ballenstedt.
Maria von Bila
Geburtsname: Maria von Krosigk

geb. ca. 1580
gest. nach 1653
Anm.: Tochter des Adolf von Krosigk; seit ca. 1605 zweite Gemahlin des Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1626).
Gerhard Blühte

Anm.: Um 1653 vermutlich in Ballenstedt wohnhafter Pächter der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Sibylla Henrietta von Börstel
Geburtsname: Sibylla Henrietta von Erlach

geb. 1646
gest. 1686
Anm.: Tochter des August Ernst von Erlach (1616-1684); Ehe mit Wilhelm von Börstel (1646-1697).
Johann Böttiger

Anm.: Um 1653 vermutlich in Hoym.
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis (2) de Bourbon
Duc Louis de Mercœur
Duc Louis de Vendôme
Duc Louis d' Étampes
Duc Louis de Beaufort
Duc Louis de Penthièvre

geb. 1612
gest. 1669
Anm.: Sohn des César de Bourbon, Duc de Vendôme (1594-1665); ab 1612 Duc de Mercœur; in franzöischen Kriegsdiensten als Volontär (1630-1640), Regimentsinhaber (1649) sowie Armeekommandeur in der Provence (1652) und Lombardei (1656); 1649-1651 Lieutenant Général de Catalogne; seit 1665 Duc de Vendôme, Beaufort, Penthièvre et d'Étampes; ab 1667 Kardinal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Dorothea (Sophia) von Brandenburg
Herzogin Dorothea (Sophia) von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Herzogin Dorothea (Sophia) von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1636
gest. 1689
Anm.: Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663); 1653-1665 Ehe mit Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg (1622-1665); seit 1668 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1632
gest. 1653
Anm.: Sohn des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657); seit 1648 Hauptmann unter seinem Vater im Kosakenaufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Baltasar Cigogne
Baltasar Cigoigne

gest. nach 1630
Anm.: Um 1621 Wachtmeisterleutnant unter dem kaiserlichen Obristen Guillermo Verdugo (1578-1629).
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Katharina Margaretha von Ditten

gest. 1667
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1652/55 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1658 Ehe mit Levin von Ditten (1624-1696); vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Engelhardt
Christian Angelocrator

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des späteren Köthener Hofpredigers und Superintendenten Daniel Engelhardt (1569-1635); 1635-1637 schwedischer Feldprediger bei Feldmarschall Johan Banér (1596-1641); 1637-1643 Pfarrer von Pißdorf; seit 1643 Pfarrer in Dohndorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 204.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anna Sophia von Erlach

geb. ca. 1647
gest. vor 1670
Anm.: Tochter des August Ernst von Erlach (1616-1684).
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Daniel Fischer

Anm.: Sohn des Bernburger Stadt- und fürstlichen Leibarztes Dr. Levin Fischer; seit ca. 1651 Sekretär der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in VIAF
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christoph Bernhard von Galen
Bischof Christoph Bernhard von Münster
Abt Christoph Bernhard von Corvey

geb. 1606
gest. 1678
Anm.: Sohn des Dietrich von Galen (ca. 1570-1645); Domherr, 1630-1634 Domthesaurar, 1634-1642 Geistlicher Rat, ab 1642 Domküster und 1643-1650 bischöflicher Geheimer Rat in Münster; seit 1650 Bischof von Münster; ab 1661 zudem Fürstabt von Corvey.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Bernhard Gese

geb. 1595
gest. 1659
Anm.: Sohn des Coswiger Superintendenten Joachim Gese (1561-1623); Besuch der Gymnasien in Zerbst und Joachimsthal (1618); 1620 Studium in Frankfurt (Oder); 1622-1626 Konrektor an der reformierten Schule in Cölln an der Spree; Stadtkämmerer (1628) und Bürgermeister (1629) von Dessau; ab 1630 anhaltisch-dessauischer Lehns- und Justizsekretär; seit 1639 Landrentmeister; ab 1641 Kammerrat; seit 1647 auch Kanzleirat; vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 382f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Petrus Gothus
Peter Goth(a)

geb. 1599
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Petrus Gothus; 1625 Pestprediger in Bernburg und Koadjutor an der Nikolaikirche; Pfarrer in Schielo (1626-1633), Poley (1633-1642), Baalberge (1636-1642) und Ballenstedt (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 261.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Hans (6) N. N.

Anm.: Um 1639 Jägerjunge des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 fürstlicher Förster in Ballenstedt.
Georg Achatz Heher

geb. 1601
gest. 1667
Anm.: Sohn des Jursiten Georg Heher aus Nürnberg; Studium in Altdorf (1616-1620; Dr. jur. 1623) und Jena (1622); ab 1624 Advokat in Nürnberg; seit 1628 Assessor am dortigen Untergericht sowie Konsulent in Altmühl; ab 1630 Stadtgerichts-Konsulent in Nürnberg; seit 1632 Rat der schwedischen Regierung in Würzburg; 1633 Vizekanzler und Direktor der Regensburger Kriegskanzlei unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1636 erneut Konsulent in Nürnberg; ab 1640 sächsisch-gothaischer Hofrat; 1645-1648 Gesandter der Herzöge von Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha, der Fürsten von Anhalt sowie der Reichsstadt Nürnberg auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 sächsisch-gothaischer Oberamtmann in Königsberg, Heldburg, Eisfeld und Veilsdorf; 1649/50 Gesandter der ernestinischen Herzöge auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1653/54 sächsisch-gothaischer und anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1659 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; 1644 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mittheilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Friedrich von Jena

geb. 1620
gest. 1682
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Zerbst (1637), Wittenberg (1639) und Jena (1639); Examination zum Lic. jur. (1645) und Promotion Dr. jur. utr. (1653) an der Universität Wittenberg; um 1651 anhaltischer Hofrat; ab 1652 Professor der Rechte in Frankfurt (Oder); seit 1655 kurbrandenburgischer Geheimer Rat; 1660-1666 Kanzler des Fürstentums Halberstadt; 1662 Lehnssekretär der Kurmark; 1669 Leitung der geistlichen Angelegenheiten; 1674/75 interimistischer Hofkammerpräsident; 1675-1679 Aufenthalt in Zerbst; ab 1679 erster Minister, kurmärkischer Lehnsdirektor, Leiter der Landschaftssachen und des Postwesens; seit 1681 Kammerdirekor; ab 1668 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starkwirkende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Marcin Kątski

geb. 1636
gest. 1710
Anm.: Polnischer Adliger, der in den Jahren 1653-1657 im Auftrag des Königs Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672) in französischen Kriegsdiensten war.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Rudolf Gottfried von Knichen

geb. ca. 1605
gest. 1682
Anm.: Sohn des späteren anhaltisch-zerbstischen Rats und Kanzlers Andreas von Knichen (1560-1621); anhaltisch-dessauischer Sekretär (um 1652/54) und Rat (seit 1658); später herzoglicher und zuletzt kaiserlicher Rat in Liegnitz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Andreas Knochenhauer

geb. 1598
gest. 1670
Anm.: Sohn des Kleinalslebener Pfarrers Andreas Knochenhauer (gest. 1611); Pfarrer in Breitenstein (1627-1644), Altenburg bei Nienburg/Saale (1644-1646), Badeborn (1646-1656) und Radisleben (seit 1648); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 314.
Eleonora Sophia (2) Knüttel

geb. 1653
Anm.: Tochter des Matthias Knüttel.
Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin N. N. zur Lippe

Anm.: Um 1653 vermutlich unverheiratete Angehörige des westfälischen Reichsgrafengeschlecht.
Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz
Fürst Václav Eusebius z Lobkovic
Wenzel Eusebius Popel von Lobkowitz
Václav Eusebius Popel z Lobkovic
Herzog Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb. 1609
gest. 1677
Anm.: Sohn des Sidonius Adalbert Popel von Lobkowitz (1568-1628); ab 1628 Fürst; kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschall (1647); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; ab 1646 Herzog von Schlesien-Sagan; seit 1647 Geheimer Rat; 1650-1665 Hofkriegsratspräsident; 1651/52 zugleich Oberstkanzler von Böhmen; 1665-1674 Obersthofmeister; ab 1670 erster Minister von Kaiser Leopold I. (1640-1705); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Charles II de Lorraine
Duc Charles II d' Elbeuf
Comte Charles II de Lillebonne
Comte Charles II de Rieux

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Duc d'Elbeuf sowie Comte de Lillebonne et de Rieux; seit 1607 gemeinsame Erziehung mit dem späteren König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); Gouverneur der Normandie und Picardie; 1631-1642 Exil in Brüssel; 1649 Teilnahme an der Fronde; 1652 Kommandeur der französischen Armee in Flandern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Ecaterina Lupu
Fürstin (Woiwodin) Ecaterina von Moldau

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Tscherkessische Adlige; 1639-1661 Ehe mit Vasile Lupu, Fürst von Moldau (ca. 1595-1661).
Vasile Lupu
Fürst (Woiwode) Vasile von Moldau

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des moldauischen und walachischen Hofbeamten Nicolae Coci; Großschatzmeister (1619/20), zweiter Logothet (1625), Mundschenk (1627) und Hetman (1629/30) in der Walachei; 1631 Statthalter der unteren Moldau; 1633 Führer eines Aufstandes der Bojaren gegen den walachischen Fürsten Alexandru IV Iliaș (gest. 1666); seit April 1634 bis 13. April 1653 und vom 8. Mai bis 16. Juli 1653 Fürst von Moldau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolf von Ratzeburg

geb. 1633
gest. 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Friedrich von Miltitz

geb. 1627
gest. nach 1669
Anm.: Sohn des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); Erbherr auf Podelwitz, Priesteblich und Groß Rosenburg.
Charles de Monchy
Marquis Charles de Hocquincourt

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Georges de Monchy, Seigneur d’Hocquincourt; 1635-1639 Lieutenant-genéral von Santerre sowie Gouverneur von Péronne und Montdidier; französischer Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général des Armées du Roi (1645) und Maréchal de France (1651); seit 1642 Grand Prévôt de l’Hôtel du Roi; 1645-1655 erneut Gouverneur von Péronne, Montdidier und Roye; nach 1651 Erhebung zum Marquis d'Hocquincourt; 1652-1656 Gouverneur von Ham; 1655 Wechsel in spanische Kriegsdienste.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf bzw. Fürst Moritz Heinrich von Nassau-Hadamar

geb. 1626
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); zunächst in hessisch-darmstädtischen Kriegsdiensten; ab 1640 kaiserlicher Obrist; 1646 hessisch-kasselischer Kriegsgefangener; 1650 Erhebung in den Fürstenstand; seit 1653 regierender Fürst von Nassau-Hadamar; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Johann d. Ä. von Nassau-Idstein
Graf Johann von Nassau-Weilburg-Saarbrücken

geb. 1603
gest. 1677
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig II. von Nassau-Weilburg-Saarbrücken (gest. 1627); seit 1629 regierender Graf von Nassau-Idstein.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie
Graf Johann d. J. von Nassau-Idstein

geb. 1638
gest. 1658
Anm.: Sohn des Grafen Johann d. Ä. von Nassau-Idstein (1603-1677); 1653 nach Konversion zum katholischen Glauben von seinem Vater verstoßen.
Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Ernst von Oettingen-Wallerstein

geb. 1594
gest. 1670
Anm.: Sohn des Grafen Wolfgang von Oettingen-Oettingen (1573-1598); seit 1637 Reichshofratspräsident.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Raumer

geb. 1610
gest. 1691
Anm.: Sohn des Gerbers Friedrich Raumer (gest. 1666) aus Eschenbach (Operpfalz); Schulbesuch in Auerbach und Weißenburg; Studium in Leipzig, Wittenberg, Marburg und Tübingen; ab 1635 Hauslehrer in Dessau; 1636-1638 Pfarrer in Jeßnitz; 1638-1646 Subdiakon und seit 1646 Archidiakon an St. Marien sowie Superintendent, Hofprediger und Konsistorialrat in Dessau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 386.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
N. N. Ringhammer (1)

Anm.: Um 1653 ältester Sohn des Sekretärs der protestantischen Landstände Michael Ringhammer.
N. N. Ringhammer (2)

Anm.: Um 1653 jüngster Sohn des Sekretärs der protestantischen Landstände Michael Ringhammer.
Michael Ringhammer

Anm.: Um 1636 Sekretär, später Konsulent der niederösterreichischen Landstände Augsburgischer Konfession; 1653 Abgesandter der evangelischen Stände des Erzherzogtums Österreich unter der Enns an die protestantischen Reichsstände auf dem Regensburger Reichstag; deshalb Inhaftierung in Wien; danach Emigration nach Halle (Saale).
Christian von Röder

geb. 1610
gest. 1697
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Harzgerode; um 1635 Aufwärter des kaiserlichen Obristen Peter von Götz (gest. 1638).
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Johann Roßner

geb. 1630
gest. 1969
Anm.: Sohn des Aumaer Bürgermeisters Johann Roßner; ab 1653 Pfarrer in Drohndorf.
Marie Roßner
Geburtsname: Marie Knochenhauer

Anm.: Tochter des Radislebener Pfarrers Andreas Knochenhauer (1598-1670); seit 1653 Ehe mit dem Drohndorfer Pfarrer Johann Roßner (1630-1669).
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Jacques de Rouxel
Comte Jacques de Grancey
Comte Jacques de Médavy

geb. 1603
gest. 1680
Anm.: Sohn von Pierre I. de Rouxel, Baron der Médavy (1562–1617); spätestens 1620 in französischen Militärdiensten u. a. als Obrist (1629), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général des Armées (1644) und Maréchal de France (1651); seit 1636 Gouverneur von Mömpelgard und des Bistums Basel; 1644-1652 französischer Gouverneur von Gravelines; ab 1661 Gouverneur von Thionville; Comte de Grancey et de Médavy; seit 1661 Ritter des Ordens vom Heiligen Geist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg

geb. 1615
gest. 1691
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Merseburg (kursächsische Sekundogenitur); seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kröhnende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Auguste von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg
Geburtsname: Herzogin Auguste von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1633
gest. 1701
Anm.: Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663); seit 1651 Ehe mit Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1609-1689).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg

geb. 1609
gest. 1689
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); Inhaber einiger Güter und Bauernhöfe auf den Inseln Ærø und Alsen; um 1647 schwedischer Obrist; seit 1663 Residenz auf Schloss Augustenburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
David Schmidt

geb. ca. 1630/32
gest. nach 1660
Anm.: Sohn des Harzgeröder Amtsschreibers und späteren Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt; seit 1648 Studium am Gymnasium Illustre in Zerbst; um 1658/60 Amtsverweser der Ämter Ballenstedt und Hoym.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Arnold von Schnetter

geb. 1624
gest. 1653
Anm.: Sohn des kurbayrischen bzw. kurkölnischen Obristen und späteren Generalfeldwachtmeisters Kaspar (von) Schnetter zu Cortenbach (gest. 1644); zuletzt lothringischer Obrist.
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Bartholomäus Schrimpf

geb. 1605
gest. 1696
Anm.: Um 1653 vermutlich Kalendermacher, wohl in Halle (Saale) ansässig, der sich immer wieder in Bernburg aufhält.
Anna Schumann
Geburtsname: Anna Junghans

gest. nach 1657
Anm.: Geboren in Holstein; Schwester des anhaltisch-bernburgischen Kammerschreibers Paul Ehling, genannt Junghans (gest. 1649); 1635/36 Ehe mit dem fürstlichen Kammersekretär und Amtsschreiber Johann Schumann (gest. 1636); bis 1635, 1636-1649 sowie erneut seit 1650 Kammerfrau und Dienerin (noch 1657) der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Gustav II. Adolf von Schweden

geb. 1594
gest. 1632
Anm.: Sohn des Königs Karl IX. von Schweden (1550-1611); ab 1611 König von Schweden; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Constantin Șerban
Fürst (Woiwode) Constantin der Walachei
Fürst (Woiwode) Constantin von Moldau

gest. 1685
Anm.: Sohn des Radu Șerban, Fürst der Walachei (gest. 1620); 1654-1658 Fürst (Woiwode) der Walachei; 1659 und 1661 zudem Fürst (Woiwode) von Moldau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. (von) Stammer (5)

Anm.: Um 1653 Ehefrau des Eckhard Adam (von) Stammer (1608-1673).
Eckhard Adam (von) Stammer

geb. 1608
gest. 1673
Anm.: Sohn des Eckhard Heinrich (von) Stammer (gest. 1630); Erbherr auf Westdorf, Arnstedt und Ballenstedt.
Henning (von) Stammer

geb. 1581
gest. 1660
Anm.: Sohn des magdeburgischen Amtshauptmanns Arndt (von) Stammer (gest. 1626) in Querfurt; Erbherr auf Ballenstedt, Wörlitz, Wedlitz und Wispitz (Anhalt); ca. 1605-1608 in spanischen Kriegsdiensten; ca. 1610-1618 kursächsischer Kammerjunker; Angehöriger des engeren Ständeausschusses und gelegentlich Kriegskommissar des Fürstentums Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hitzige"); vgl. Andreas Hesius: Herrliche Belohnung Der Standhafftigen Kämpffer und überwinder [...], Köthen 1661, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Georg Stannius

geb. ca. 1625
gest. 1701
Anm.: Sohn des aus der Oberpfalz vertriebenen Pfarrers Johann Stannius (ca. 1593-1636); 1654-1656 Diakon in Ballenstedt; 1656-1676 Pfarrer in Badeborn; seit 1676 Oberprediger in Ballenstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 436.
Gheorghe Ștefan
Fürst (Woiwode) Gheorghe von Moldau
István Görgicze

gest. 1668
Anm.: Sohn des Bojaren Dumitrașcu Ceaur; leitender Miniter (Logofate) des moldauischen Fürsten Vasile Lupu (ca. 1595-1661); 1652/53 Anführer eines Aufstandes gegen den Regenten; 13. April 1653 bis 8. Mai 1653 und 16. Juli 1653 bis 13. März 1658 Fürst (Woiwode) von Moldau; danach Leben im Exil; 1668 Suizid in Stettin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Valide Sultan (Osmanisches Reich) Turhan

geb. 1627
gest. 1682
Anm.: Geboren in Ruthenien; seit ca. 1605 Haseki Sultan des Sultans Ahmed I. (1590-1617); ab 1651 Valide Sultan und wichtige Beraterin ihres Sohnes Mehmed IV. (1642-1693).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

Weiterführende Informationen in VIAF
Graf N. N. Verdugo (1)

gest. 1653
Anm.: Um 1653 Sohn des Grafen Francisco Verdugo (1583-1650).
Graf Francisco Verdugo

geb. 1583
gest. 1650
Anm.: Sohn des Francisco Verdugo (1537-1595); Erbherr auf Maschau und Duppau in Böhmen; ca. 1625/26 bayerisch-ligistischer Obristleutnant; 1628 kaiserlicher Obrist; um 1630 spanischer Kriegsrat und Obrist; 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Guillermo Verdugo

geb. 1578
gest. 1629
Anm.: Sohn des Francisco Verdugo (1537-1595); spanischer und kaiserlicher Obrist; ab 1612 Kriegsrat in Brüssel und Gubernator von Geldern; 1620 Gefangennahme des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg in der Schlacht am Weißen Berg; seit 1621 kaiserlicher Kämmerer; ab 1623 Generalgouverneur der eroberten Unterpfalz (Rheinpfalz); 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph (2) Vitzthum von Eckstedt

geb. 1594
gest. 1653
Anm.: Sohn des Quedlinburger Stiftshauptmannes Christoph Vitzthum von Eckstedt (1552-1599); Erbherr auf Warberg, Tiefensee und Neuhaus; 1615 erste Kriegserfahrungen als "Aventurier" unter Graf Wolfgang von Mansfeld-Vorderort (1575-1638); 1618-1620 konföderierter Fähnrich und Hauptmann unter Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645); anschließend braunschweigisch-lüneburgischer Obristwachtmeister und Kriegsdienst in Holland; danach bis 1626 Rat und Hofmarschall der verwitweten Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1573-1626); ab 1631 kursächsischer Obrist; seit 1651 Hauptmann des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; vgl. Johannes Hofer: Hertzliche Begierde des ewigen seligen Lebens der Gläubigen Gottes in diesem Leben [...], Quedlinburg 1653, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Jacob van Wassenaer Obdam

geb. 1610
gest. 1665
Anm.: Sohn des holländischen Admiralleutnants Johan van Duvenvoorde Wassenaer (1574-1623); zunächst niederländischer Hauptmann (1631) und Obrist (1643); seit 1653 Admiralleutnant von Holland und Westfriesland (Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsmarine).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Leonhard Weiler

gest. nach 1673
Anm.: Sohn des späteren kurbrandenburgischen Hofrentmeisters und Amtskammerrats Christian Weiler (1590-1638); Erbherr auf Gröningen; kurbrandenburgischer Regierungs- und Konsistorialrat im Fürstentum Halberstadt sowie Kanzleidirektor der Grafschaft Regenstein.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Amalia von Wietersheim
Geburtsname: Amalia von Böltzig

gest. nach 1660
Anm.: Tochter des Joachim (1) von Böltzig (gest. vor 1650); ca. 1621-1647 Ehe mit dem schleswig-holsteinisch-gottorfischen Kanzler Anton (1) von Wietersheim (1587-1647).
Anton (1) von Wietersheim

geb. 1587
gest. 1647
Anm.: Sohn des 1592 nobilitierten schaumburgischen Kanzlers Anton Smeckeworst, genannt Wietersheim (1539-1614); ab 1621 Erbherr auf Wörbzig, Opperode und Frenz, seit 1633 auch auf Stadthagen und Sachsenhagen; 1618-1624 halberstädtischer Geheimer Rat und Kanzler des Herzogs Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); ca. 1633-1637 holsteinisch-schaumburgischer Kanzler; ab 1640 Kanzler und Geheimer Rat des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659) sowie Drost von Barmstedt; 1642 Erhebung zum Hofpfalzgrafen; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Umfahende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Witte Corneliszoon de With

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Cornelis Wittenszoon de With (gest. 1602); zunächst im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (1616-1628) und Westindien-Kompanie (1628/29); 1629-1635 Kapitän der Kriegsmarine; 1635/36 Ratsherr in Brielle; seit 1637 Vizeadmiral von Holland und Westfriesland; 1652/53 auch Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsflotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Abruzzen (Abruzzo)
weiterführende Informationen

Anm.: Region im Königreich Neapel.
Aderstedt
weiterführende Informationen
Alexandria
weiterführende Informationen
Altenburg
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Dessau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Harzgerode, Fürstentum
Anm.: 1635-1709 existierendes, bis 1647 jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Apulien (Puglia)
weiterführende Informationen

Anm.: Region im Königreich Neapel.
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Badeborn
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barby
weiterführende Informationen
Bayerischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Bern
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Blankenburg (Bad Blankenburg)
weiterführende Informationen
Blaye
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Braunschweig und Lüneburg, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Die Teilfürstentümer Braunschweig-Wolfenbüttel, Lüneburg, Calenberg und Grubenhagen umfassendes Gesamtterritorium der welfischen Herzöge.
Bremen
weiterführende Informationen
Burgundischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Celle
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Dauphiné
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dnepr (Dnjepr/Dnjapro/Dnipro), Fluss
weiterführende Informationen
Dohndorf
weiterführende Informationen
Donau, Fluss
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Drohndorf
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Falkenstein, Burg
weiterführende Informationen
Fränkischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Frankfurt (Oder)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Freiberg
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Garonne, Fluss
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Genf (Genève)
weiterführende Informationen
Genua (Genova)
weiterführende Informationen
Gernrode
weiterführende Informationen
Getel, Fluss
weiterführende Informationen
Girona
weiterführende Informationen
Glückstadt
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
weiterführende Informationen
Groß Salze (Bad Salzelmen)
weiterführende Informationen
Großalsleben
weiterführende Informationen
Güstrow
weiterführende Informationen
Guyenne
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Highlands
weiterführende Informationen
Hinterpommern, Herzogtum (Brandenburgisch Pommern)
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Jülich
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Königsberg (Kaliningrad)
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Krumbholz (Krumbhals)
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Kurrheinischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Kythira (Cerigo), Insel
weiterführende Informationen
Languedoc
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Luzern
weiterführende Informationen
Maastricht
weiterführende Informationen
Mägdesprung
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mailand (Milano)
weiterführende Informationen
Mantua (Mantova)
weiterführende Informationen
Mark, Grafschaft
weiterführende Informationen
Merseburg
weiterführende Informationen
Moldau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Monemvasía (Malvasia)
weiterführende Informationen
Mouzon
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Naumburg
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Niedersächsischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Norwegen, Königreich
weiterführende Informationen
Nova Candia, Festung
Anm.: In den Jahren 1650 bis 1652 zur Belagerung der Stadt Candia (Iraklio) errichtete osmanische Festung.
Nyköping
weiterführende Informationen
Oberharz
weiterführende Informationen
Oberrheinischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Obersächsischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Öresund (Øresund)
weiterführende Informationen
Österreichischer Reichskreis
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Parma und Piacenza, Herzogtum
weiterführende Informationen
Périgord
weiterführende Informationen
Piemont
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Preußen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Provence
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Radisleben
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Reinstedt
weiterführende Informationen
Rhein, Fluss
weiterführende Informationen
Rocroi
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schlesien-Glogau, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwäbischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Selino, Festung
weiterführende Informationen
Sidon
weiterführende Informationen
Siebenbürgen, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Sinsleben
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Speyer
weiterführende Informationen
Suceava
weiterführende Informationen
Suda (Souda)
weiterführende Informationen
Tanaro, Fluss
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Westfalen
weiterführende Informationen
Wetterau
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wiener Neustadt
weiterführende Informationen
Zara (Zadar)
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichsstädterat (Reichsstädtekollegium)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Quintus Horatius Flaccus: Oden, in: Oden und Epoden. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2002, S. 8-261. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]