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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: November 1653


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 63v-83r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. November 1653
Bernburg
  • Wind, Regen und Schnee
  • Nachrichten
  • Herzensschwere wegen ausbleibender Nachrichten vom älteren Sohn Viktor Amadeus
  • Gespräche mit dem Kammerschreiber Johann Senf und dem Amtmann Georg Reichardt
  • Hochzeitsfeier in Bernburg
  • Besuch durch Gebhard Paris von dem Werder
  • Rückkehr des Buchbindermeisters Christoph Carl aus den Niederlanden
02. November 1653
Bernburg
  • Kirchgang mit dem Sohn Fürst Karl Ursinus
  • Lektüre und Gespräche
  • Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgast und zur Audienz
  • Empfang eines Empfehlungssschreibens für Ludwig Heinrich von Meusenholt
  • Korrespondenz
03. November 1653
Bernburg
  • Regen
  • Unterredungen mit Reichardt
  • Abschluss der Hochzeitsfeierlichkeiten
  • Reisebericht Carls
  • Vereidigung Meuseholts als Prinzenpage und -kammerdiener
  • Erneuter Dienstantritt des Kammerdieners Ludwig Röber
  • Rückkehr des ehemaligen Obereinnehmers Johann von Bergen
04. November 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Unterredung mit dem Sekretär Christoph Bährenreutter
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Unterredungen mit dem Altenburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius sowie Wallwitz
  • Korrespondenz
  • Staats- und Familienangelegenheiten
  • Administratives
  • Vorzeitige Geburt von Zwillingen des Hofbraumeisters
05. November 1653
Bernburg
  • Regen
  • Korrespondenz
  • Wirtschafts- und Rechnungssachen
  • Besuch durch den ehemaligen Kammerpagen Georg Heinrich von Biedersee
06. November 1653
Bernburg
  • Regen und trübes Wetter
  • Predigt auf dem Schloss
  • Superintendent Joachim Plato und Biedersee als Essensgäste
  • Kirchgang mit dem Sohn
  • Rechnungsangelegenheiten
07. November 1653
Bernburg
  • Regen, trübes und nebliges Wetter
  • Besuch durch den Leidener Juristensohn Cornelius van de Locht
  • Unterredung mit Senf
  • Traum
08. November 1653
Bernburg
  • Leichter Wind
  • Empfang des langerwarteten Briefes vom Sohn
  • Stadt- und Leibarzt Dr. Levin Fischer und den Schlossdiakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgäste
  • Rückkehr der fürstlichen Räte Christoph von Jena und Paul Ludwig aus Ballenstedt
  • Verschiedene Gespräche mit dem Hofmeister Gottlob Sekyrka von Sedschitz, Fischer, Jonius und anderen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Bericht Jenas über erfolgte Steuerrevision
09. November 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Neuigkeiten
  • Kirchgang mit dem Sohn
  • Rückkehr Wallwitz' aus Halle
10. November 1653
Bernburg
  • Umritt des Küchenmeisters Philipp Güder in Bernburg zur Einforderung des Fronpfennigs
  • Korrespondenz
11. November 1653
Bernburg
  • Regen und Schnee
  • Wirtschaftssachen
  • Verschiedene Unterredungen mit Dr. Fischer, Jena und Röber
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Sekyrka von Sedschitz und Kammerjunker Wolf Curt von Einsiedel
12. November 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Rechnungs- und Wirtschaftssachen
13. November 1653
Bernburg
  • Regen
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, der Hofprediger Menzelius und der Kammermeister Tobias Steffeck als Mittagsgäste
  • Beurlaubung von Dr. Mechovius
  • Kirchgang mit dem Sohn
14. November 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Verabschiedung Ludwigs
  • Unterredung mit Güder
  • Besuch durch den Hallenser Kalendermachers Bartholomäus Schrimpf
  • Unterredung mit Senf
15. November 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
16. November 1653
Bernburg
  • Frost
  • Abreise des Hofjunkers Christian Wilhelm von Wartensleben
  • Gespräche mit Jena, dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf sowie anderen
  • Korrespondenz
  • Geldangelegenheiten
  • Kirchgang
17. November 1653
Bernburg
  • Abschickung
  • Gespräch mit Güder
  • Korrespondenz
18. November 1653
Bernburg
  • Regen
  • Beten, Lektüre, Gespräche
  • Korrespondenz
19. November 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Rechnungs-, Wirtschafts- und andere Dinge
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr der Räte aus Ballenstedt
  • Unterredung mit Reichardt
20. November 1653
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Predigt auf dem Schloss
  • Dr. Mechovius und Pfarrer Georg Enderling als Mittagsgäste
  • Kirchgang mmit dem Sohn
21. November 1653
Bernburg
  • Hasen- und Entenjagd
  • Regen
  • Abreise von Wallwitz und Rindtorf nach Ballenstedt
  • Unterredung mit Ludwig
  • Dr. Fischer, Ludwig und andere als Mittagsgäste
22. November 1653
Bernburg
  • Gespräch mit dem Löbejüner Pfarrer Andreas Seyfart am Vortag
  • Unterredung mit Johann Abraham Menzelius
23. November 1653
Bernburg
  • Schnee, Regen und Sturm
  • Kirchgang mit dem Sohn
  • Ratswechsel in der Bergstadt
  • Der Bedienstete Johann Berndt als Mittagsgast
  • Verspätete Ankunft des erkrankten Nachrichtenbotens
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Mehrfache Unterredung mit Jena
  • Gespräch mit Senf
24. November 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Frost
  • Abschickung
  • Unterredung mit Güder
  • Gespräch mit Berndt
  • Unterredung mit Jakob Anton von Krosigk
  • Gespräch mit Reichardt
  • Entsendung Jenas nach Halle (Saale)
  • Kindtaufe beim ehemaligen Stadtvogt Georg Banse
  • Rückkehr von Wallwitz und Rindtorf
  • Korrespondenz
25. November 1653
Bernburg
  • Starker Frost
  • Träume
  • Neuigkeiten
  • Spaziergang
  • Gespräch mit Wallwitz
  • Inhaftierung eines Landjunkers
  • Abreise Jenas nach Halle
  • Neuigkeiten
26. November 1653
Bernburg
  • Regen
  • Neuigkeiten
  • Harnverhaltung und weitere Beschwerden von Fürst Karl Ursinus
  • Besuch durch Ludwig
  • Rückkehr Jenas
27. November 1653
Bernburg
  • Predigt auf dem Schloss
  • Reichardt, Katharina von Wallwitz und andere als Mittagsgäste
  • Kirchgang mit dem Sohn
  • Besprechungen mit Jena und anderen
  • Ankunft des ehemaligen Hofjunkers Christoph Wilhelm (von) Schlegel
28. November 1653
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
29. November 1653
Bernburg
  • Mildes Wetter
  • Spaziergang
  • Abschluss eines Vergleichs zwischen Fürstin Eleonora Sophia und Rindtorf
  • Dr. Mechovius, Ludwig und Reichardt als Mittagsgäste
  • Erledigungen
  • Unterredungen mit Dr. Mechovius, Wallwitz, Jena, Rindtorf
30. November 1653
Bernburg
  • Mildes Wetter
  • Kirchgang mit dem Sohn
  • Unterredungen mit Jena, Wallwitz, Rindtorf und Johann Abraham Menzelius
|| [[Handschrift: 63v]]

Dienstag den 1. November 1653.

<Wind, Regen, Schnee!>


Jn den gesterigen avisen, stunde auch, von den
Banditen, daß sie sich, im Königreich Napolj,
sehr verstärgken, wie auch, in Abbruzzo,
unerachtet der ViceRè, etzliche haüpter,
undter ihnen, justificiren laßen. Man höret
auch sonsten, von schrecklichen Mord' undt untha-
ten, wiederumb, in selbigen landen, wie
auch aufm hartz, auf dem Radegaster Tham1,
undt in unserer Nachtbarschaft, auch hin:
undt wieder, auf den Straßen. Gott der
Allmächtige, wolle allem unheyl, wehren, insonder-
heitt aber, meinen lieben Sohn, Victorem Amedeum,
vor aller gefahr, gnediglich! undt väterlich, be-
hüten! beschützen! und beschirmen! Jch weiß
nicht, wie Mir, mein hertz, so schwehr ist,
über ihm, undt das ich so gar keine Nach-
richtung, diese Post, von ihm, bekommen mögen!
Ach Gott! bewahre ihn, ach Gott! tröste ihn!
Ach Gott errette ihn! laß deine Heiligen Engel eine
Feẅrige wagenburgk, umb ihn hehr sein!
das ihn ia nicht, der Engel, des verderbens, möge antasten! || [[Handschrift: 64r]]
Ach herr! schone, ach herre! seye gnedig, du Vatter der
Barmhertzigkeitt, undt alles Trostes, auß gnaden!
umb dein selbst, undt deines eingeliebten Sohnes,
willen! in kraft des Heiligen Geistes, Amen! Amen! Amen! perge


Hanß Senff, ist bey Mir, gewesen.


Postea: der Amptmann Reichardt, zu referiren.


Nachmittagß, hat Koppe, mit Krausen Tochter, allhier
zu Bernburgk, hochzeitt gehalten, darhin theilß
unserer Jungfern, undt Junckern, gegangen. Gott gebe! zu Segen! perge


Gebhardt Pariß, von dem Werder, hat sich præ-
sentiret, undt von dem prächtigen beylager, zu
Zelle, referiret, ist darnach, wieder forth, nach Biendorf, <auch auf ein kindtTaüffen.>


Der Buchbinder, Christof Carll, ist auß Hollandt,
wiederkommen, mit vielen briefen, so doch wenig
in recessu, haben. perge La fortüne; se lasse de moy; par tout.


Jn die kirche, mit Carolo Ursino, am heüttigen
behtTage. <Apres cela; i'ay leü, & conversè.>


Extra zu Mittage, den hofprediger, Ern Mencelium
gehabt, undt zur Audientz, admittirt.


Ein schreiben, auß Hanover, vom herrn von Schrohtem-
bach, bekommen, durch des verstorbenen Obersten
Meüsenholdt Sohn, den er mir recommendiret.


Eine Relation, de Numero 48 ist wiederumb, auß Regensburg ankommen.

|| [[Handschrift: 64v]]

Donnerstag den 3. November 1653.

<Regen.>


Jch habe den Amptmann, Geörge Richardt, be Mir ge-
habt, ordinanda zu ordiniren, vor: undt nachmittags.


Der Strakin Tochter hochzeitt<Fest>, hat heütte, ein ende,
Gott gebe jhnen, seinen Segen.


Christoph Carl ist abermalß bey mir gewesen, zu referiren,
von seiner holländischen rayße et cetera


Carolj Ursinj, neẅem pagen, undt Cammerdiehner,
welchen der Freyherr von Schrahtembach, wol recommen-
dirt, ist heütte, durch den hofmeister Sekerka, vor-
haltung geschehen, undt der handStreich, von ihme,
durch Sekerka, genommen worden, treẅ, holdt, fleißig,
undt unverdroßen zu sein etcetera Gott gebe darzu,
glück! gnade! undt Segen! er heißt: Ludwig
Heinrich, von Meüßenholt, des Obersten Sehligen Sohn,
hat noch zweene brüder, einen Elltern, undt einen
iüngern. Er, vor seine person, ist 21 iahr altt.


Mein Ludwig Röber, ist auch gestern wieder
ahngetretten, seinen würgklichen Cammer-
dienst, ferner zu continuiren, undt sein
Ackerwergk, zu Palbergk, einem andern, zu überlaßen.
Gott gebe mir auch, darzu, glück! undt Segen!


Hanß von Bergen, der gewesene contributions Einnehmer,
hat sich auch, (Gott lob!) wieder eingefunden, nachdem
ihn eine Magd, umb 70 ThalerThlr: bestohlen, undt betrogen, || [[Handschrift: 65r]]
die er vergebens verfolget, dieweil sie entsprungen,
undt in ein Päbstisches kloster gelauffen, dahin man Sie,
(alß in einem asylo nequitiæ) nicht verfolgen dörffen.

Freitag den 4ten: November 1653.

<4 hasen, Abraham von Rindtorf einbracht[.]>


Secretarius Bährenreütt, ist bey mir gewesen,
so wol in publicis, alß in Cantzeleysachen, zu
referiren, und zu expediren.


Jch werde auß hollandt, avisiret:


Daß die Engelländer 225 Schiffe, zum kriege, in die
See, bringen, undt [80]000 Mann, zu Roß, undt Fuß,
beysammen haben. Zur un[dt]erhaltung einer solchen
großen, formidabeln Machtt, nimbt Cromwell undt
sein Parlament, alle zehenden der Geistlichen,
zusampt, 2⁄3 derselben orinarintraden, es
mag ihnen nun, lieb, oder leid sein. Jtem: das
land muß noch eins so hoch, als vorm iahre, con-
tribuiren. Wer zuvor 5 Pfund (libra) Sterlings gegeben,
gibt an itzo, 10 Pfund (libra) und so fortahn, nach Advenant.
Die confiscirten Königlichen, undt andere<derer so Königisch sein> gühter,
werden auch, zum kriege angewendet,
wie inngleichem die bona caduca, undt andere
confiscationes, der Delinquenten. Sie haben
70 OrlogsSchiffe, nach dem Sunde, undt nach Norwegen zu,
geschigkt den eingelauffenen OostJndianischen Staadischen Schiffen || [[Handschrift: 65v]]
(welche 20 millionen, reich sein sollen) aufzupaßen.
hingegen, offeriren sich die Schotten, eine armèe von
30000 Mann, in das Feldt zu bringen, vor den König,
undt vor die Staaden, undt dadurch, eine diversion zu
machen, wann ihnen nur 80000 gülden, köndten bahr
gelifert, und vorgeschoßen werden. Die Provintz
Gelderlandt, incliniret darzu, undt will
man sol den krieg offensive & defensive
wieder Engelland, (gleich wie man wieder
Spannien, gethan), mit er[n]st, führen, allein
die andern Provintzien, sonderlich Hollandt,
dißentiren, undt laviren zu ihrem schaden.
Der neẅe Admiral General, herr von Opdam,
ist, wegen seines vermögens, undt Freündschaft,
Admiral worden, vornehmlich darumb, weil
sich, die ViceAdmirallen, Jan Everts, Witte Wittens,
und Ruyter, einen von dem andern, nicht comman-
diren laßen wollen. Sonst sol er, in dem See-
kriege, gantz unerfahren sein. Er kömpt
von den herren von Waßenaer hehr.
Printz Moritz von Naßaw, Churfürstlicher Stadhalter
zu Cleve, guberniret daselbst, und bekümmert
sich umb die Staadische Admiralschafft nicht.

|| [[Handschrift: 66r]]


Die Princesse Royalle, bleibet bey ihrem Sohn, und
will noch von keiner andern heyrath hören.


Die unerkendtligkeitt etzlicher Niederlender, gegen
daß hauß Uranien, undt Naßaw, ist sehr groß.


Die gewesene Königinn in Böhmen, ist noch im haag,
bleibet viel schuldig, und leidet große noth.
Kan nicht wol nach heidelbergk ziehen, dahin sie ihr
herr Sohn, der Churfürst invitiret, weil er ihr
keine geldmittel zu dero undterhalt verschaffen
kan. hingegen, wollen sie, ihre creditores, ehe sie
befriediget, nicht hinweg laßen, undt die subsidia
auß Engellandt, bleiben außen, weil Sie sich
dem Cromwell, undt dem Neẅen Parlament nicht
submittiren will, noch kan. Gott wolle ihr helfen!


Pfaltzgraf Ruprechtt, hat zweene Monat,
nacheinander, die rohte ruhr gehabt, undt
ist sterbekrangk darahn, darnider gelegen,
zu Nantes, dennoch, hat ihm Gott, wieder
aufgeholfen. Er hat seine prisen verkauft,
darinnen ihn, seine Engelländer denen er ge-
trawet, iämmerlich betrogen, undt verführet.
Muß an itzo, noht leiden, wegen vieler, so von ihm fordern.
Pfaltzgraf Moritz leben, wirdt von etzlichen in zweifel
gezogen, wehre wol schade, wann er schon versawern sollte?


Zwischen Frankreich und den Staaden gibt es langsahme tractaten.

|| [[Handschrift: 66v]]


Des Obersten Schnetters Todt, vor Maestricht,
wirdt hoch, vom hertzogk von Lottringhen, entpfunden.


Mit Magistro Mencelio, Jtem: mit Wallwitz, conferiret.


Risposta von Deßaw, bekommen, in Publicis, & Privatis.
1. wegen der Wittumbsverschreibung. 2. wegen
des Gymnasij zu Zerbst, undt der Communitet aldar.
3. wegen der landschaft bedengken, zur Vechtischen,
undt Lotthringischen Contribution, wie auch, des
vorseyenden außschußTages.


Jch habe den Amptmann, wie auch Philipp Güder,
in der Märtin Nickelschen sache, vernommen.
Es scheinet numehr, Sie wolle sich, submittiren.
Gott gebe, zur beßerung!


Der bohte von hanover, Tegklenburgk,
undt haerderwyck hat sich auch wieder
eingestellet, mit briefen. speranze vane!


Meines vettern, graf Moritz zu Tegklenburg gemahlin,
ist wiederumb, eines iungen Sohnes, gelegen.
Gott wolle ihn fristen, segenen! und erhalten!


Unsers brawers weib, ist alhier, aufm
Schloß, unversehens, durch einen zufall, mit
einer zu frühe zeittigen, geburt, 2 zwillinge
und Megdlein, niederkommen, am Montag perge <heütte, ist eines gestorben.>

|| [[Handschrift: 67r]]

Samstag den 5ten: November 1653 perge

<Regen.>


Schreiben vom Obristleutnant Micrander, von Sanderßleben perge


Oeconomica vorgehabt, rechnungssachen, undt
dergleichen.


Geschrieben, ins Niederlandt. Dieu me
face ünefois trouver; ce; que je recerche!


Aspettar, e non venir. Star in letto; e non dormir,
Servir! e non aggradir! Sono tre cose; da morir!


Geörge heinrich, von Biedersehe, mein gewe-
sener page hiebevor, welcher etzliche iahr hero,
Chur Brandenburgischer undter dero leibguardy, ge-
diehnet, und abgedangkt neẅlich worden,
hat sich præsentiret. Dieu vueille! qu'il
ne soit chargè de sang! & entaschè, en sa conscience!

Sonntag den 6ten: November 1653.

<Regen. Trübe.>


Der Superintendens <Plato>, hat hieroben, auf dem Sahl,
geprediget, und darnach, mir zugesprochen.
Darnach, ist er, extra behalten worden,
wie auch der Bidersehe.


Nachmittagß, cum filio Carolo Ursino, zur kirche,
undt nachmittagspredigtt, Ern jonij.


Landrentereyrechnungen, seindt eingeschicktt
worden.

|| [[Handschrift: 67v]]

Montag den 7. November 1653.

<Regen. Trübe. Nebelicht.>


Cornelius, von der Locht, eines Juris Consultj in Leyden Sohn,
(wie er saget) hat sich bey mir præsentiret. Will
nach Napolj, zu seinem vetter, raysen. Bittet
umb zehrung, weil ihme der paß wechßel
außgeblieben, und er einen andern, zu Leiptzigk
erheben soll. Er weiß viel, von den Spannischen
Niederlanden, vom Brüßelischen hofe, vom
Ertzhertzoge, von dem hertzoge von Lottringhen,
vom Prince de Condè, undt den Spannischen kriegen,
zu schwatzen. Jch habe ihn wol abgefertiget.
Gott gebe! daß er, kein impostor seye!


Hanß Senff, bey Mir gehabt. Er hat des
kornschreibers, Wolfgangs Sutorij, verwirrete rech-
nungen, einzurichten, viel mühe, undt arbeitt.


Jch habe heütte frühe, einzuschreiben vergeßen,
wie ich ein Somnium gehabt, als ob ich mit
meinem v herrnvatter, in einem schönen gartten,
auf einer bahne, wie zu Deßaw gewesen, spazirt
und dißcuriret, vom grafen von hollach,
gewesenem general in Böhmen, daß derselbe
verständig, und von großen qualiteten, aber
doch allzu nachdengklich, undt irresolut gewesen || [[Handschrift: 68r]]
und es dauchte mir, der herrvatter (Sehlig) nahme
es übel auf, und wardt ialoux darüber, das
ich gedachten graven allzusehr lobete. Jn dem
kahmen 3 zimliche Stügkkugeln, von unbe-
wußten orthen, umb unß herumb, nieder-
fallende, daher geflogen. Jn solcher ver-
meinten gefahr, erwachte ich. perge

Dienstag den 8ten: November 1653.

<etwas windt.>


Schreiben, von meinem lieben, gehorsahmen Sohn,
Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt und seinem Ephoro, auß Augspurgk
mit freẅden, entpfangen. Gott gebe ferner
glügk! Segen! undt succeß! zu ihrer ange-
fangenen rayse, undt geleitte Meinen Sohn,
durch seine Heilige liebe Engel, auf wegen,
undt stehgen! gnediglich, undt väterlich!


Doctor Fischern, undt den Caplan jonium extra gehabt,
zu Mittage.


Nachmittage, ist Jehna, vndt Paulus Ludwig, alßa meine Rähte, und Commißarien,
von Ballenstedt, wiederkommen.


Discorsj, mit Sekerka, Doctor Fischern, Ionio, und andern,
successive, gehabtt, in diversis rebus.

|| [[Handschrift: 68v]]


Avisen geben: daß Kayserliche Mayestät lange krangk
gewesen, endlich aber, (Gott lob,) beßer worden,
undt die Deliberationes forthstellen, zu Regenßpurg.
Der Römische König recreirt sich, mit Jagtten,
undt weydwergk.


Mit Lottringhen, gibt es, neẅe händel.


Die 100 RömerMonat, sollen dem Kayser, bewilli-
get sein.


Dem Könige, in Engellandt, geschicht auch, ein
subsidium charitativum, weil der secours abgeschlagen.


Jn der Schweitz, gibt es neẅe motus weil
sich, die rebellen, wiederumb regen, undt die
Frantzosen auß Briesach, ihren alliirten, der
Stadt Mülhausen, zusetzen.


Ein Currier, ist zu Pariß, von Regenspurg
ankommen, welcher suchet, die erhebung, der
3 millionen, jm nahmen, der Ertzhertzogen
von Jnspruck, vorß Elsaß.


Die Kayserinn Eleonora, und die Archiduces
zu Wien, haben Seelmeßen zu Wien, gehalten,
mit großer magnificentz, vor die abgestor-
benen, auß dem hause Oesterreich.


Königs in Frankreich armèe, ist, vor Saint Menehoud, gegangen. || [[Handschrift: 69r]]
Die Spannischen hingegen, wiederumb, vor Mouzon.


Zu Bourdeaux, regirt die pest. Die Starcke Spannische
Flotte, lieget noch, in der Garomne, sie incommodirende.


Die hertzogin, von Longueville, ist, mit ihrem herren,
wieder außgesöhnet. Die Staaden tractiren mit Frankreich[.]
Prince de Condè, sol krangk sein. Die von der
Religion, sollen sich in Vivarets, dem Könige, accom-
modiret, undt die waffen, niedergeleget haben.


Jn die 43 personen, sol man zu Pariß, exequiren,
weil Sie, wieden den Cardinal Mazzarinj conspirirt.


Der Pabst, macht neẅe Cardinäle. Wil nicht
haben, das Sie von frembden Königen, und Fürsten,
mehr dependiren, noch pensionen nehmen sollen. Er
will auch, neẅe ordnungen machen, wegen des Pabsts Wahl.


Die Napolitanischen Banditen, mehren sich, in Abbruzzo.


Der Conte d'Ognatè, sol disgraciiret, in Spannien
beruffen, undt ein anderer ViceRè, installiret werden.


Jn Dalmatia, bawen die Türgken, eine festung,
gegen Zara, über, solche feste Stadt, zu übermeistern.
General Foscolo, leßet sich, curiren. Die Malthe-
ser, seindt disgustiret, mit ihren galleren, nach hauße
gefahren, weil sie, in der Jnsel Malvasia, fechtende,
übel secundiret worden. Jm Königreich Candia
spielen die Türgken, den Meister, undt armiren, per mar, e per || [[Handschrift: 69v]]
terra, gegen das voriahr.


Jn Pohlen, lieget der König, unferne von Soczaw.
Der große Cham[!], ist im anzuge, es zu endtsetzen.
Die Cosagken, haben es wollen aufgeben, die
alte Hospodarinn aber, hat sie, mit ge-
schengken, (einem ieglichen Soldaten, zu
8[,] zu 9 bis 10 ReichsthalerRthlr: verehrende) noch
eine zeitlang, gestillet.


Jn China, sollen die Tartarn, durch ver-
rähterey der Chinesen selbst, eingebrochen
sein, den Meister spielen, und ihren König2
(welcher vor wenig iahren, ein Christ
worden, undt sich täuffen laßen) zu solcher
unchristlichen Desperation, gebracht haben,
daß er sich selber, umbs leben gebrachtt,
nachdem er zuvorhero, seine einige Tochter3,
entleibet.


Jn Engellandt, dominiret Cromwell. Zeüchtt
der Officirer gemühter, mit lobsprüchen,
EhrenAempttern, und recompenßen an sich,
gibt nach, wo es nöhtig undt tractiret
numehr, mit den Staaden, friede.

|| [[Handschrift: 70r]]


Ohne ist es nicht, daß sich, diesem Friede, die Provin-
tzien, Zeelandt, Ütrecht, Frießlandt, Ove<r>yßel
heftig wiedersetzet, und den krieg zu continujren
gerahten, allein: hollandt prævaliret, undt
haben Gelderlandt, undt Grüninghen, numehr
auff ihre seitte, gezogen.


Jn Schottlandt, tumultuiren zwahr, die
Schotten, wieder daß P[a]rlam[e]nt. Sje sollen
aber schwach, von gewehr, undt munition ent-
blößet, undt gleichsam verlaßen sein.
Die Orcades, zwahr, halten sjch, annoch, undt
es kommen auch, eintzelne, holländische Schiffe
dahin, aber die Engelländer, haben ein wachendes
auge darauff.


Die Flotta, auß Osten, zusampt den OostJn-
dianischen Schiffen, sol in salvo, arriviret sein, in
den Niederlandischen häfen, darüber, große
Freẅde, undt Frologken, en[d]tstanden, undt
der ViceAdmiral, Wytte Wyttens, hat sje, mit
80 orlogßSchiffen, convoyiret.


Jn Schweden, sol die infection, nachlaßen, undt
die Königin, dengkt noch, auf ihre rayse, nacher Gohtenburgk.

|| [[Handschrift: 70v]]


Jehna, hat mir referiret, von seiner, verrichtung,
zu Ballenstedt, hoym, undt andern gemeinden, darbey
er dann, mit zuziehung Paulj Ludwigs, großen
fleiß, undt embsigkeitt, spühren laßen, undt
billich zu loben. Sie haben große Mühe, ange-
wendet, aber auch, eine Nützliche arbeit, gethan,
daß Steẅerquid, herauß zu bekommen, und richtig,
(bey so großen, vn[dt] vielen, eingerißenen confu-
sionen) einzutheilen. Vielleicht, wirdt es ihnen,
die Posteritet, in 50[,] 60 und mehr jahren, noch
dangk wißen. Nihil difficile; volentj!

Mittwoch den 9. November 1653.

<3 hasen, Carl Ursinus gehetzt.>


Avis: daß zum Berlin, an itzo, viel frembde
herrschaften, zugegen sein, alß: der ChurPrintz,
von Dreßden, der Margraf von Anspach,
ein Margrave von Baden4, ein hertzogk
von Sachßen Lawenburgk5, etcetera


Si quid mente va[l]emus, quid nobis agendum? nisj
ut Deum assidue celebremus, ej hymnos, ej gratia-
rum actiones canamus!


Am heüttigen predigtTage, bin ich, mit
Carolo Ursino, in die wochenpredigt, Ern
Menzelij des hofpredigers, gefahren, ex Genesj et cetera6

|| [[Handschrift: 71r]]


Wallwitz, meiner herzlieb(st)en gemahlin hofmeister ist von Halla
wiederkommen, avec peu de satisfaction!

Donnerstag den 10ten: November 1653. <MärtinsAbendt>.


Philipp Güder, ist heütte Morgen, in der Stadt
alhier, zu Bernburgk, herumb geritten, den
Frohnpfenning, an stadt des StadtVogtts,
(oder viel mehr meiner) mit bedegktem
haüpt, zu pferde, einzufordern. Jst ein Regale!
undt (mergklich, mir daran gelegene,) recognition. perge


Schreiben, von der hertzoginn von Norburgk Liebden nilvalet. perge


yo hè, èscribido, muchas cartas, al mj
hyo, allo Schmehrtosch, al Wogaw, y a otros perge

Freitag den 11ten: November 1653. perge

<Regen. Schnee.>


Allerley Oeconomysachen, vorgenommen.


Doctor Fischern, abermalß, bey mir gehabt.
Jtem: den von Jehna. So dann auch den Ludwig Röber
undt nacher Deßaw, geschrieben.


Mit Sekerka Seniorj, undt dann, mit
meinem CammerJungker Einsidel, zu Abends,
conversiret, undt geredet.

|| [[Handschrift: 71v]]

Samstag den 12ten: November 1653.

<2 hasen, Abraham von Rindtorf gehetzt.>


Jn den Rechnungß: undt Oeconomysachen, laboriret,
auch sonst, meine gewöhnliche travaillen, gehabt.

Sonntag den 13den: November 1653.

<Regenwetter.>


hofprediger, Er Mencelius, hat auf unserm
Sahl geprediget.


Extra zu Mittage gehabt, den CammerRath,
Doctor Mechovium, den Hofprediger, undt Tobias Steffeck von Kolodey[.]


Doctor Mechovius habe ich, seine dimission gegeben,
dieweil er nacher Ballenstedt, auß deß
Amptmanns Tochter hochzeitt, mit des
Superintendenten Platonis Sohn, zu verraysen,
willens. Gott gebe ihnen, seinen Segen! et cetera


Nachmittages, wieder in die kirche, mit
Carolo Ursino, da Man dann, <auch> der catechisation
nach der predigt, des Diaconj Ionij; zugehöret.

Montag den 14den: November 1653.

<2 hasen, Zacharias einbracht.>


Dem hofrath Paulo Ludwigen, Valediciret
so nebst dem CammerRath, Doctor Mechovio, auf des
Amptmanns zu Ballenstedt Tochter hochzeit, <mit dem Superintendenten> verraysen
wollen. Er hat mir auch expedienda undterthänig
befördern helfen. Gott gebe glück, zur rayse!

|| [[Handschrift: 72r]]


Philipp Güder bey mir gehabt, wegen des Pechlitzer,
undt Zechlitzer Schoßes.


Bartolomeus Schrimpfer, ist vom Zellischen
beylager, wiederkommen, allerley, zu referiren,
undt wieder nach halle, zu gehen.


Hans Senf ist gegen abendt, bey mir gewesen.

Dienstag den 15. November 1653.

<3 hasen, Abraham von Rindtorf einbrachtt.>


A spasso, in schönem wetter.


Briefe von Croßen, Leiptzigk, <Venedig> halle, <Nürnbergk> &cetera


Die Avisen melden:


Das (Gott lob) die holländische flotte, in die 74
Orlogß: undt 500 kauffahrer Schiffe, Stargk,
auß Dennemarck, vndt Norwegen, undter
dem ViceAdmiral, Witte Wittenß, in
salvo arriv[ir]et, und große Freẅde, mit
den OostJndi[a]nischen Schätzen, erwegket.


Interim: tractirten die Engelländer mit den
Provintzien, deren etzliche zum friede ge-
neigt, andere aber denselben, alß suspect, scheẅeten.


Die Schotten, tumultuiren noch, wiewol
die Engelländer, ihnen stargk zusetzen,
undt Sie verfolgen, als auch, die Jrren.

|| [[Handschrift: 72v]]


Die Lottringher, suchen revange, an die Staden,
wegen verlusts des Obristen Schnetters, undt
seiner trouppen, vor Maestricht.


Jn Schweden, sol die Seüche nachlaßen,
die Königin, guht Spannisch sein worden,
undt mit Spannien, undt Engellandt,
alliance suchen, auch neẅe ReichsRähte
creiren, wie auch, über der charge eines
Capitains von der garde, der herr Christoff
von Dhona, <meines gewesenen hoffmeisters Sohn>, mit des Obristen Todts Sohn, kugeln
gewechßelt.


Vor Brehmen, schantzet Königßmargk
immerforth, der Schwedische resident, Rosenhan,
ist eilends mit seiner familie, außgewichen.
Siehet, einem neẅen feẅer, nicht ungleich. perge


Jn Polen, sol auch, die pest cessiren.
Die Festung Soczawa, sol sich den Königlichen
Pollnischen völckern ergeben, in die 5000 Co-
sagken aldar, <sich> untergestellet, der iunge
Chmielinsky, das leben eingebüßet,
(als hiebevor gemeldet) und große verende-
rung, sich begeben haben. Die Hospodarin, || [[Handschrift: 73r]]
die allte, wehre zwahr, im accord begriffen, undt
außgezogen. Sie hette aber, den rechten schatz,
im stiche, und den Polen, Sibenbürgern, undt
Moldawern, zur beütte, hindterlaßen müßen.
Der Neẅe hospodar, wil numehr auch lieber
von dem Könige in Pohlen, alß von der Ottoman-
ischen Porta, dependiren. Der alte Chmie-
linßky [g]ehet alla disperata, vnd wirdt
von den Tartarn, abbandoniret.


Der Türgke hat in Candia die festung
Seleno, durch intelligentz des commendanten7,
überwältiget, undt die Jnsel Tine auch
überrumpelt, undt viel gefangene Christen
zu Schklaven daselbst, gemacht. General
Foscolo, ist [hinwe]gk, an deßen stelle Molino8
kommen s[oll.]


Der [Pabst] wirdt (über vermuhten) gut
Portughesi[sch][.] Macht solche Cardinäle,
nimbt præsent[e]n an, [u]nd verwirft, die Spannische Protestation.


Der Kayser, wi[ll] den wintter über, zu Regen-
spurgk, verbleiben.


Der König, in Frankreich, hat Saint Menehoud belä-
gert. Zu Bourdeaux, regieret die pest. Sie
genießen wenig, der versprochene Amnistitiæ!
Spannien, hat noch, eine armada, in der Garonne! et cetera

|| [[Handschrift: 73v]]


Notification, von Zerbst, von Fürst Johannßen,
daß ihn Gott abermahl, durch gesegnete
Niederkunft, dero gemahlin Liebden mit einem
iungen Söhnlein, erfreẅet, und begabet.
Gott friste! und erhalte es! zu seinen
ehren, in der wahren Gottesforchtt!
und leitte es ab, vom Jrr[e]wege,
der verführerischen argen weltt!
insonderheitt derer, so dar[in]nen die ober-
handt haben!

Mittwoch den 16den: November 1653.

<Froßt.>


Christian von Wartemßleben, ist
heütte, nacher Hanover, [...] [u]ndt
anderer orthen, verraysett. [Gott g]eleitte ihn!


Mit Jehna, habe ich (hie[r soir]) conversirt
von den seltzsamen accidentzien, so
mir begegnen, undt wi[e] mich Gott
dennoch, alß einen Fürsten im Reich,
(wunderbahrer weise) biß dato
gnediglich, gefristet, und erhalten, da
andere meine wiederwerttige bedrenger || [[Handschrift: 74r]]
entweder gar Todt, oder doch also dahin sein,
daß man von ihnen, weder mehr siehet noch
höret, und ich gleichwol (unerachtet der
vorgegangenen, unvergleichlich großen ruin!)
meinen Standt, fürstlich, und erträglich
führen, undt dennoch, leben kan. Jsts dann
nicht, mit scheffeln, so seye es mit leffeln,
in zimlicher vergenügsamkeitt! der
Allmächtige, seye gepreiset vor seine
mildreiche gühte! Er wolle seine väter-
liche gnadenhandt, nicht von unß
abziehen, und ferner über unß waltten!


Schreiben, vom Churfürsten von Saxen, (erst
Nota Bene nacher Bernburgk addreßiret) da unß
mit der execution, wegen der Römerzüge, ge-
droẅet wirdt, wo mans nit bald einbringet?


Jtem: einen unvermuhtenden brief, von
der Stadt Nürnbergk, entpfangen, welche
mahnet, umb einen allten veriährten,
nicht undterschriebenen, unionsrest, nahe
bey die 10000 Gulden (florenus)f: Seindt faule Fische! perge

|| [[Handschrift: 74v]]


Am heüttigen Mittwoch, bin ich mit
Carolo Ursino, in die wochenpredigtt, unsers
hofprediger Mencelij, gezogen.


Discorsj, mit Jehna, Rindtorf, undt andern. perge

Donnerstag den 17den: November 1653.


J'ay expediè derechef, üne depesche. perge
Dieu la benie! & ma face, ünefois jouir, dès
fruicts, de mès travaulx! par sa Sainte grace!


Philipp Güder ist bey mir gewesen.


Relation von Regenspurg de Numero 49 ankommen.


Undterschiedliche briefe geschrieben, nacher
Croßen, Venedig, undt in die Niederlande. perge
Gott gebe überall guten succeß!

Freitag den 18den: November 1653.

<Regen.>


Mit behten, lesen, schreiben, dißcuriren, den
heüttigen Tag, zugebrachtt, Es ist auch,
eine Relation Numero 50 (vielleicht die letzte)
von Regenspurg von unsern Abgeordneten, einkommen.
Sie seindt, im procinctu ihres vfbruchs,
undt der Gohtische Gesandte, Doctor Heher, wirdt
ihnen, von unß, (permissu Principis suj) substituirt.

|| [[Handschrift: 75r]]


Es gehet noch bundt durcheinander hehr, zu Regenspurg
sonderlich in puncto deputationis ordinariæ, & jn materia
Collectarum, da die Churfürsten von den Fürstlichen dissenti-
ren, nur umb ihrer grandezza willen, undt das
publicum nicht beobachten, sonderlich, waß den
Evangelicis selbst, zum besten, im instrumento
pacis, beliebet, undt geschloßen worden.

Samstag den 19den: November 1653.

<2 hasen, Abraham von Rindtorf gehezt.>


Jn Rechnungß: undt Oeconomy:Sachsen, travaglijret.


On a eü, a travajller; aussy; en d'autres choses. perge


Avis: daß zu hertzbergk, (alß frembde herrschaft
dorthin kommen,) der Marschalck Bähr, in ab-
wesen des CammerJunckers Vieregk, deßelben
pferdestall, mit gewaltt eröfnen, undt der
frembden pferde, da hineyn stellen laßen.
Alß nun Vieregk, wjederkommen, undt
sich hierüber beschwehret, auch ein wortt, das
andere gegeben, hette der Marschalck, (welcher
hiebevor, GeneralMajor, gewesen,) ihn mit dem
Stabe, ein par schläge gegeben, welches Vieregk
zu revangiren gedroẅet, und des Morgens hernach,
zum Marschalck, sich eingeschlichen, (alß er noch,
bey der darüber hermenden, und kermenden
Frawen, im bette, gelegen,) und in der einen handt || [[Handschrift: 75v]]
einen prügel, in der andern, ein geladen, undt
gespannet pistol, mit aufgestrichenem hahn,
gehalten, und den Marschalck also, jm
hembde, iämmerlich zerprügelt, wenn
er aber, sich wehren wollen, das andere<Pistol>
ihme vorgehalten, und ihn zu erschießen,
gedroẅet, also das er innehalten müßen.
Darauf, wehre Vieregk, darvon gegan-
gen, vors Schloß, zu seinem knechtt, welcher
seine beyde pferde, fertig gehalten.
Alß er nun zu seinem pferde, also in
der furia, gegangen, und geschwinde
aufsitzen, undt darvon s reitten wollen,
wehre ihm, das geladene pistol, (welches er,
noch immerforth, in der handt gehalten)
in der Faust, loßgegangen, und er hette
sein eigenes pferde, also unversehens, durchschoßen.
Sein knechtt, hette ihm, gerathen,
sich, auf sejn, des knechts klepper zu setzen,
und forthzureitten, welches er gethan.
Es hette ihn aber, der Marschalck, mit
etzlichen pferden, baldt verfolget, undt
(weil es das beste pferdt, nicht gewesen) || [[Handschrift: 76r]]
ihn, an einer hegke, ereilet, in welche der Viereck
absitzende gefallen, und sich retiriret. Der Marschalck
aber, hette ihn, mit seinem Pistol, durchschoßen,
das man noch nicht wüßte, ob er lebendig,
oder Todt wehre? Jst ein erbärmlicher handel!


Meine Rähte, seindt gestern abendt, von Ballenstedt
von der hochzeitt, wiederkommen.


Der Amptmann Georg Reichardt jst bey mir gewesen, allerley
undterthänig zu referiren, undt expedienda, zu befördern.

Sonntag den 20ten: November 1653.

<Regen. Windt.>


Magister Enderling, hat unß, aufm Sahl
geprediget, vom bluhtflüßigen weiblein.9


Doctor Mechovius, und Magister Enderling
extra zu Mittage, gehabt, ohne
die extraordinarios ordinarien.


Nachmittags, w[ie]der in die kirche,
mit Carolo Ursino, jn des Diaconj Jonij; predigtt.

Montag den 2[1den:] November 1653.

<1 hase, Carl Ursinus gehetzt.>

<Regen.>


Wallwitz, und Rindtorff, [s]eindt nacher Ballenstedt gezogen.
Gott wolle Sie gelei[tt]en!


Paulus der hofrath, ist bey mir gewesen,
zu referiren, undt zu expediren.


Extra zu Mittage, Doctor Fischern, Paulußen, &cetera &cetera

|| [[Handschrift: 76v]]


Carl Ursinus hat einen hasen, gehetzt, undt
Oberlender, hat einen geschoßen. Biedersehe
hat eine Endte, geschoßen.

Dienstag den 22. November 1653.


Es war gestern auch ein pfarrer von
Lebchin, (Seyfardt genandt) bey Mir.
Derselbige hieldte, umb persöhnliche
audientz ahn, in Schuldtsachen, welche
ich ihm nicht wol verwaigern können.
Er prætendirte, auf Miehens gut, zu
Gröptzigk, 200 ThalerThlr: perge Jch will die
Sache, in verhör ziehen, undt nach befindung
der gerechtigkeitt, und billigkeitt, in
meiner Cantzeley; decidiren laßen.


Conversatio, mit Magistr[o] Mencelio. Es sol sich
mit Erlachs Töchtern, etwas beßern,
Gott lob! der helfe fernerm mit gnaden.
Nach undterla[ß]ung, des Medicj Doctor Brandts
cuhr, sol sich, die beschwehrung, gemiltert haben.


Mit meinem Fux, leßet sichs, sehr übel
ahn, und es siehet zauberwesen ähnlich. Gott beßere es!

|| [[Handschrift: 77r]]

Mittwoch den 23ten: November 1653.

<Windig. Schnee. Regen. Sturm.>


Jn die kirche, und wochenpredigt, mit Carolo
Ursino. Die predigtt, ist auf die hohe,
und Niedere Obrigkeitt, appliciret
worden, ex Capite 13 ad Romanos10 von wegen
der Neẅen Rahtßpersonen, welche
heütte, vorm berge, aufgeführet
worden, auß der kirche, durch den Amptmann.
Gott gebe zu Segen! und wolstande!


Extra zu Mittage, Hanß Bernds gehabt.


Der krangke avisenbohte, ist zu Mittage,
allererst kommen.


Die Avisen geben: daß die holländer mit
den Engelländern, ernstlich friede tractiren,
undt offensive, auch defensive, eine alliance schließen
wollen. Die holländer, in Schottlandt, hetten,
eine Victorie, wieder die Parlamentischen, erhalten.
Printz Robert, armiret in Franckreich wieder das Parlament.


König in Frankreich belägert,Saint Menehoud, wieder
der Mareschaulx de Türenne, undt Ferte Seneterre,
als allter Generalln, raht, undt guhtachten.


Zu Bourdeaux, graßiret noch, die Pest. Es wollen
die Spannische, undt Frantzösische flotten, in der Garomne, mitteinander || [[Handschrift: 77v]]
schlagen, sobaldt Sie können.


Jn hollandt, sollen über die 20 Schiffe,
durch einen geschwinden Sturmwindt, undter-
gangen, undt beschädiget sein.
Jn die 400 Schiffe, seindt gleichwol,
von der großen flotte, in salvo arriviret,
auß Dennemargk und Norwegen. Witte
Wittenß, sol die übrigen, mit seinen
OrlogßSchiffen, nachholen. Zwischen ihm,
und dem ViceAdmiral Jan Everts, gibt
es, wegen des commando, große differentzien.
Diesen favorisiren, die Seeländer, iehnen,
die holländer.


Jn Dennemargk, stellet man sich, in
gegenverfaßung, wegen besorgenden
einfalß, der Schweden, und Engelländer.


Jn Pohlen, stehet man auch, in sorgen,
weil die Schweden, etzliche völgker, in
Liflandt, marchiren laßen. Sonsten ist
Soczaw, gewiß über, undt in die 4000
Cosagken, herauß gezogen. Sie haben
dem König in Polen, schwehren müßen, Treẅ || [[Handschrift: 78r]]
undt holdt zu sein, wieder die Crohne Polen, wieder
den Fürsten in Sibenbürgen, undt wieder beyde
itzige hospodarn, in der Moldaw, undt Wallachey,
nicht mehr zu dienen, noch dem allten hospodar
in der Wallachey, viel weniger, dem Chmie-
linßky, zuzuziehen, noch von der hospodarinn
Schatz, undt andern kriegsrüstungen, das
geringste, auß dem Schloß, zu endtführen.
Sie sollen aber, baldt eidbrüchig worden
sein, undt dem Chmielinßky, ihre trouppen
zugeführet haben.


Die Venezianer, haben an itzo, wenig
succeß, mit ihrem Türckenkriege. Die
Morlacchj in Dalmatia, thun das meiste.


Der Kayser, will nach Prag, und von dannen,
wieder nacher Regenspurgk. Es scheinet, die
Kayserinn, dörfte zur Königinn, in
Böhmen, gekröhnet werden.


Die Maltheser Ritter, klagen, durch eine
legation, die Staaden ahn, zu Regenspurgk.
Wollen ihre Comptereyen, im Niederlande, wieder
haben, oder bitten den Kayser, und das Reich, umb Schutz, und hülfe.


Der Pabst, hat eines Türckischen Baschen Sohn11, taüffen lassen.

|| [[Handschrift: 78v]]

<Jehna, habe ich bey Mir etzliche mahl gehabtt.>


Hans Senf ist bey mir gewesen, in jmportantzen perge

Donnerstag den 24ten: November 1653.

<3 hasen, von der hatz.>

<Frost.>


J'ay expediè derechef, üne depeche, de conse-
quence. Dieu la vueille benir! et bienheürer!


Philipp Güder, ist bey mir gewesen, expeditiones
zu referiren, undt sich bescheidts, zu erholen.


Hanß Bernds, hat sich abermahl praesentiret,
wegen der Schlesischen sachen, undt briefe.


Nach der mahlzeitt, ist Jacob Antony von
Krosigk, kommen, hat sich ebenfalß
præsentiret, undt über hanß Bernds,
beschwehret.


Den Amptmann Reichardt, habe ich
auch bey Mir, gehabtt, undt
Jehna, nacher Halle, dimittirt.


Diesen abendt aber, gehet mein Rath
Jehna, nebenste Tobias Steffeck von Kolodey zur gevatter-
schaft, zu Geörge Panßen perge


Wallwitz, undt Rindtorf, seindt von der
Ballenstedter rayse, diesen abendt, wiederkommen.


Risposta von Deßaw, durch landRichter Bergen perge

|| [[Handschrift: 79r]]

Freitag den 25. November 1653.

<harter Frost.>


Böse Somnia gehabtt, von bösen zeittungen, so ich von
Meinen Söhnen, sonderlich von Viktor Amadeus erfahren würde,
wie auch von meinen dienern, und außgeschicktten
bohten. Gott helfe! daß Sie nicht wahr werden! perge


Avis: daß Graf Gustaff, in Schweden,
plötzlich gestorben. Er ist zu beklagen, nicht
allein darumb, daß er eines großen
Königes Sohn, undt mit unß, wegen seiner
gemahlin, einer Grävin von Wiedt, ver-
schwägert, sondern auch, weil er ein
Frommer <Tapferer> herr, undt mit feinen Tugenden,
undt qualiteten, geziehret gewesen.
Jl n'estoit point enemy, de nostre religion,
nj a nous contraire, & ne pouvoit souffrir,
les mèsdisances, & calomnies, des mi-
nistres Lütheriens, en chaire, contre nous,
ayant èspousè Madame sa femme, de nostre Religion. perge
Dieu l'ait, en sa grace! & en sa gloire!


Dergleichen Todt, will auch, vom Graf Magnus
de la Garde, gesaget werden. Wehre schade, umb ihn,
dann er auch, ein wagkerer, wolqualificirter herr gewesen.
Vielleicht, mag die graßirende Seüche, sie weggenommen haben.

|| [[Handschrift: 79v]]


A spasso in gartten, und an die Sahle, vormittagß.


Discorsj, mit Walwitz, von der Ballenstedtischen verrichtung
und Gerhardt Blühten, wiedersetzligkeitt, gehabtt.


Der Voytt von Saltzburgk (welcher auch gestern
bey Panße zu gevattern gestanden) habe ich
heütte verarrestiren laßen, (wegen einer
hinderstelligen Strafe, undt verübten exceßes,
vor 4 iahren, contra Bertram) Er hat
umb schön wetter, gebehten, ist zum creütze
gekrochen, hat aber keine caution
leisten können. Endtlich, habe ich ihm, 100 ThalerThlr:
<undt des arrests, aus der ThorStube>
erlaßen, undt eine Obligation, auf 200 ThalerThlr: von ihm,
genommen, mich ehistes zu befriedigen. Gott gebe! das er glauben hallte!


Jehna, ist heütte, nacher hall, in seinen
eigenen angelegenheitten. Gott helfe ihm!
auß dem unbefugten labyrinth, zu Zerbst,
undt laße seine unschuldt, ans Tagelicht, kommen.


Avis: daß im Fürstenthumb Halberstadt, wie
auch zu Rheinstedt, in itzigem wintter,
die Störche, (mit verwunderung) häuffig
wiederkommen sollen. Jtem: das die holländer,
durch Sturm, nicht allein 15 OrlogsSchiffe, undt
über die 1000 Menschen, sondern auch, den ViceAdmiral || [[Handschrift: 80r]]
Witte Wittens, und den Commandeur, Reütter
verlohren. Gott helfe! daß es nicht wahr sein möge!
wie inngleichen, das Seltzahme Omen, welches man
bestendig vorgibt, wie nemlich, einer Jungfraw,
über der Stadt Amsterdam erschienen, eine güldene
kette, umbhabende, welche sie hette fallen
laßen, und alle Tage, hette Sie sich vermindert,
undt wehre ein gliedt, darvon kommen. Viel
Tausendt Menschen, solten es gesehen haben. perge

Samstag den 26ten: November 1653 perge

<Regen.>


Es wurde auch gestern, mit verwunderung,
berichtet, daß frösche wieder hervor kähmen,
undt sich hören ließen, am hartz[e], welches ein unge-
wöhnliches, umb diese zeitt ist.


Mon petit Charles a eü ceste nuict, üne re-
tention, de son ürine, & <senty> üne acrimonie, lors qu'il
l'a voulü pisser. Dieu le vueille preserver, de
la gravelle! & d'autres maulx, que je crains.
Il y a 6 ans, (allant avec Madame, en
Pomeranie) qu'il a senty le mesme mal,
en s'en revenant à Strehlitz. On l'a reme-
diè, ün peü, avec l'huile de genevre, qu'on luy a oinct,
en l'èspine dü dos, en bas, & on met sür le membre Viril, || [[Handschrift: 80v]]
la peau, <blanche delièe> interieüre, d'ün œuf, ou bien la peau
interieüre, d'ün oignon. Cela fait rendre l'ürine!
Le Medecin a jügè, que c'estoit la chaude
passe, & aussy üne partie de la gravelle.
Qu'il falloit tascher, a prevenir ce mal,
par la grace de Dieu, & par preservatifs.
Que le pacient, devoit prendre soir, &
mattin, (tandis que ceste retention
de l'ürine dürera,) üne petite cueillie-
rèe d'eau de vie, brüslèe de grains de genevres,
& ne point manger, de viande beaucoup
salèe, comme de la mollüe, dü harang,
de la chair sallèe, dü formage[!], &cetera ni de jam-
bons, ou chair de pourceaux, iüsqu'a ce,
qu'on soit bien guery, par la benediction
de Dieu! Qu'il estoit bon, de manger
des aulx, (knoblauch) en faysant cuire.
& rostir, cest' ingredient, avec la Viande,
si nous pouvois souffrir, ceste odeur?
Cela preservoit le pacient, de la coa-
gülation de la gravelle. Dieu l'assiste, de sa grace! || [[Handschrift: 81r]]
Le Medicin, Doctor Fischer, a aussy admonnestè,
qu'on ne le devoit pürger, en façon quelconque!


Der hofrath, Paulus Ludwig, ist bey Mir gewesen.


Gegen abendt, ist Jehna, von halle, in bösem
wege, wiederkommen, Gottlob! der helfe ihm ferner gnediglich.


Carl Ursinus klaget noch, bald über sein haüpt, baldt
über den leib, baldt über die zähne, baldt über die
retentionem Urinæ, undt stranguriam.
Wir haben ihm, ein kleines halbes leffelein voll
wacholderbeer brandtewein, Morgends, undt
abends, einnehmen laßen, auf einrahten des
Medicj. Auf den abendt, habe ich ihm auch,
Talck oder Unßlicht, vom brennenden licht,
also warm, auf den Nabel schmiehren laßen.
So ist, Gott lob, und dangk, diesen Morgen, <den 27. November>
das malum vergangen, die urina
haüfig wiederkommen, (so gestern, und die
Nacht, nur per jntervalla, Tröpflingweise,
et quidem cum dolore kahm,) und hat sich
die acrimonia, Gott lob, verlohren. Er gebe
gnediglich, daß es bestandt möge haben, undt
laße alle Schmertzen, und unheil feine wegweichen! || [[Handschrift: 81v]]
Jch schreibe, diesen Morgen, nemlich Sonntag den
27. November damitt meynende. perge

Sonntag den 27ten: November 1653. <1. Advent>.


Am heüttigen ersten Advent, hat Magister Mencelius,
auf unserm Sahl, geprediget.


Extra zu Mittage, den Amptmann Georg Reichardt gehabtt,
d[ie] Wallwitzinn, und andere ordinarien
extraordinarien.


Nachmittags, mit Carolo Ursino, und
den gewöhnlichen Edelen, in die Nach-
mittagßpredigt, und Catechisation des jonij.


Conferentzen, mit Jehna, und andern perge


Christof Wilhelm Schlegel, ist hehr kommen.

Montag den 28ten: November 1653.


Die Leiptziger avisen geben:


Daß in Polen, der König zwahr victorisiret
vor Soczow, allein, sol der große Cham[!], undt
die Cosagken, wieder stargk im anzuge sein.
Sie haben viel, und mancherley anschläge
mit dem eroberten Schatz, und wißen nicht
ob ihn der König, oder der hospodar, oder der Fürst
Ragozzi, haben, undt behalten soll, oder ob || [[Handschrift: 82r]]
man ihn wirdt undter die Soldaten, vertheilen,
zu jhrer befriedigung, oder der Cron Polen, laßen.
Das decisum, dörfte, auf einem Pollnischen ReichsTage,
heraußer kommen.


Jn Candia, mag es schlecht stehen, die Türgken
setzen der Stadt, undt Festung Candia heftig zu.
Laßen nicht nach, unangesehen Sie viel stürme
davor verlohren. Vor Rhodiß, soll noch eine
Venezianische Seearmada liegen.


Zu Regenspurg will der Kayser bleiben, biß
in den Martium hinein. Jhre Mayestät haben das
Podagra. Gott beßere es! Alle zugerüstete
Schiffe, sollen wieder verendert, und aufs landt
gezogen werden, welche den Kayser, die Thonaw
hinab, bringen sollen.


Zu Bourdeaux, hat der Düc de Vandosme,
dje Spannische flotte, in der Garomne angreiffen
wollen, welche aber, des anfalß unerwartett,
sich retiriret, und denen zu Bourdeaux, luft gemacht.
Saint Menehoud, ist vom Könige in Frangkreich belägert,
in hofnung, solches baldt zu emportiren. Der Marquis
de la Force, sol darinnen, vor den Printzen von Condè,
commandiren, und sich wol wehren.

|| [[Handschrift: 82v]]


Roses in Catalonien, sollen die Spannischen, be-
lägert haben, und der Frantzosen, sachen, schlecht
daselbst stehen.


Der Frantzösische Ambassadeur Vautour zu Regenspurg
klaget, das man dem friedensjnstrument
contravenire, in dem, die Elsaßischen sachen,
nicht in richtigkeitt, gebrachtt, und der
hertzogk von Savoya, <nicht> beliehen werde.


Jm neẅlichsten Sturm, sollen die
holländer, bey Petten, eilf vornehme
Schiffe, undt in die 1400 Menschen,
verlohren, auch die Engelländer, keine
seide darbey, gesponnen haben.


Die Tractaten, zwischen den Staaden,
undt den Parlamentischen, werden reassumirt.
Cromwell, hoft auch, die Schotten, zu gewinnen.


Schweden, armirt stargk. Wieder wen?
ist noch unbekandt. Jhre Vicinj aber,
sehen sich wol vor, in Dennemargk, und Polen.


Graf Rantzow, Königlich Dennemärkischer legatus,
ist im rückwege von Regenspurg auf Arnstedt,
undt Cöhten, zukommen. Hat sehr forthgeeilet.

|| [[Handschrift: 83r]]

Dienstag den 29ten: November 1653.

<gelinde wetter.>


A spasso, jn gelindem wetter, per pedes!


heütte, ist der langwierige verdrießliche
vergleich, zwischen Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin, undt
Abraham von Rindtorf, geschloßen, undt
richtig gemacht worden. Gott gebe zu glück!
Zu diesem ende, haben wir extra
zu Mittage behalten, Doctor Mechovium,
Paulum Ludwig, Geörge Richardt, etcetera


Sonst seind auch andere expedienda vorgenommen.


Conversatio, mit Doctor Mechovio, mit Walwitz,
mit Jehna, mit Rindtorfen per jntervalla.

<gelinde wetter.>


Jn die kirche, undt wochenpredigtt,
mit Carolo Ursino, & nobilibus.


Conferenze, mit Jehna, Wallwitz, Rindtorf,
Magistro Mencelio, per intervalla!


Textapparat
a Im Original "ist Paulus Ludwig, vndt Jehna, alß" korrigiert in "ist Jehna, vndt Paulus Ludwig, alß".

Kommentar
1 Hier: Damm.
2 Identifizierung unsicher.
3 Person nicht ermittelt.
4 Vermutlich einer der jüngeren Markgrafen aus der protestantischen Linie Baden-Durlach, also Friedrich, Karl Magnus oder Gustav Adolf.
5 Identifizierung unsicher.
6 Gn.
7 Person nicht ermittelt.
8 Irrtum Christians II.: Nachfolger als Generalkapitän wurde erneut Alvise Mocenigo.
9 Mc 5,25-34.
10 Rm 13.
11 Personen nicht ermittelt.
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XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abandonniren
verlassen, zurücklassen
abandonniren
aufgeben
abandonniren
im Stich lassen
Accident
Krankheitsanfall, Begleitumstände bzw. Symptome einer Krankheit
Accident
Missgeschick, Unglück
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
admittiren
gestatten, zulassen
arriviren
ankommen, eintreffen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avisenbote
Nachrichtenbote
Basche
Pascha (Befehlshaber über eine Armee oder Provinz des Osmanischen Reiches)
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
besorgen
befürchten, fürchten
cessiren
aufhören, wegfallen
Compterey (Komturei)
Pfründe bzw. Amt eines Komturs
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contraveniren
entgegenhandeln
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
decidiren
bestimmen, entscheiden
dependiren
abhängen, abhängig sein
Desperation
Verzweiflung
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disgraciiren
in Ungnade bringen
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
emportiren
einnehmen, erobern
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Freundschaft
Verwandtschaft
Fronpfennig
Hoheitliche Abgabe; als Anerkennungsgebühr auf jedes Haus und Gut in der Alt- und Neustadt Bernburg am Martinsabend (10.11.) durch Umritt erhoben
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
guberniren
verwalten, regieren
guberniren
sich verhalten
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
incliniren
zu etwas neigen
installiren
(in ein Amt) einsetzen
Intelligenz
Einverständnis
Intelligenz
(geheime) Zuträgerschaft, Informanten, Spitzel
Intraden
Einkünfte
invitiren
einladen
irresolut
unentschlossen
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
Magnificenz
Herrlichkeit
Martinsabend
Vorabend des Gedenktages für den Heiligen Martin von Tours (10. November)
nach advenant
je nachdem, im Hinblick auf, im Verhältnis zu
prävaliren
schadlos halten
prävaliren
dem Übergewicht beugen
prävaliren
überwiegen, vorherrschen, dominieren
Pri(n)se
vom Feind erbeutetes Schiff
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
Recognition
(schriftliche) Bestätigung des Empfangs einer Sache oder der Durchführung einer Handlung
Relation
Bericht
Römermonat
monatliche Kosten für die Unterhaltung und Besoldung des Reichsheeres
Römerzug
von den Reichsständen zu entrichtender, in Matrikeln festgelegter finanzieller Beitrag, der ursprünglich zur Finanzierung des Begleitzuges der deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom, später zur Deckung der monatlichen Kosten für die Unterhaltung und Besoldung von Truppenkontingenten des Reichs und der Kreise diente
Seearmada
Kriegsflotte
Seide spinnen
Nutzen/Vorteil von etwas haben
Steuerquid
Steueranteil, Steuersoll
submittiren
unterwerfen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Travaille
Mühe, Qual, Arbeit
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
verehren
schenken
verehren
beschenken
Victorie
Sieg
victorisiren
siegen, siegreich sein
Volk
Truppen
Zeitung
Nachricht
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Dorothea Margaretha Angus
Dorothea Margaretha Faber
Geburtsname: Dorothea Margaretha Banse

geb. 1653
gest. 1696
Anm.: Tochter des Bernburger Amtsrats Georg Banse (1605-1670); 1676-1679 erste Ehe mit dem Bernburger Ratskämmerer Ernst Faber (gest. 1679); seit 1681 zweite Ehe mit dem Baccalaureus bzw. Konrektor Johann Joachim Angus (gest. 1697).
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürst Anton Günther von Anhalt-Zerbst

geb. 1653
gest. 1714
Anm.: Sohn des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); ab 1674 in niederländischen Kriegsdiensten; 1676 Offizier in der Reichsarmee; seit 1683 in kursächsischen Kriegsdiensten; kurbrandenburgischer bzw. preußischer Obrist (1689), Generalmajor (1698) und Generalleutnant (1705); ab 1690 Kommandant in Ath (Brabant); seit 1672 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürtreffliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

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Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
García de Avellaneda y Haro
García de Haro y Sotomayor
Conde García de Castrillo

geb. 1584
gest. 1670
Anm.: Sohn des Luis Méndez de Haro y Sotomayor; ab 1623 de iure uxore Conde de Castrillo; seit 1625 Mitglied des Rats und der Kammer von Kastilien sowie Kammerherr des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1629 Mitglied des Consejo de Estado; 1632-1653 Präsident des Consejo de Indias; 1643-1645 zugleich Präsident des Consejo de Hacienda; 1653-1658 Vizekönig von Neapel und 1655-1658 auch Präsident des spanischen Consejo de Italia; 1658-1660 Mayordomo mayor des Königs; 1658-1668 zudem Präsident des Consejo de Castilla; seit 1665 Mitglied des Vormundschaftsrates für König Karl II. von Spanien (1661-1700).

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Markgraf Bernhard Gustav von Baden-Durlach
Geburtsname: Markgraf Gustav Adolf von Baden-Durlach
Abt Bernhard Gustav von Fulda
Abt Bernhard Gustav von Siegburg
Abt Bernhard Gustav von Kempten

geb. 1631
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659); in schwedischen Diensten u. a. als Generalmajor (um 1655); 1660 Konversion zum Katholizismus und Namenswechsel zu "Bernhard Gustav"; 1663-1665 in venezianischen Kriegsdiensten; 1665 Empfang der niederen Weihen; seit 1666 Koadjutor der Fürstabtei Fulda; ab 1668 zugleich Koadjutor der Fürstabtei Kempten; 1668 Priesterweihe; ab 1671 Fürstabt zu Fulda und Koadjutor der Reichsabtei Siegburg sowie Kardinal; seit 1672 zugleich Abt zu Siegburg; ab 1673 auch Fürstabt zu Kempten; seit 1676 Kardinalpriester zu Santa Susanna in Rom.

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Markgraf Friedrich VI. von Baden-Durlach

geb. 1617
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659); schwedischer General (1655) und Generalfeldmarschall (1656); ab 1659 regierender Markgraf von Baden-Durlach; seit 1674 Reichsgeneralfeldmarschall; ab 1676 auch kaiserlicher Feldmarschall.

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Markgraf Karl Magnus von Baden-Durlach

geb. 1621
gest. 1658
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659); schwedischer Rittmeister (1640), Obristleutnant (1641), Obrist (1644-1649 und seit 1655) sowie Generalleutnant (1655).

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Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

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N. N. von Behr (1)

Anm.: Vermutlich niedersächsischer oder pommerscher Adliger; vor 1653 Generalmajor; um 1653 Hofmarschall bei der der verwitweten Herzogin Anna Eleonora von Braunschweig-Calenberg (1601-1659) in Herzberg am Harz.
N. N. von Behr (2)

Anm.: Um 1653 Ehefrau des Herzberger Hofmarschalls N. N. von Behr
Graf Friedrich Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1653
gest. 1710
Anm.: Sohn des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674); regierender Graf von Limburg (1680/81-1710) und Tecklenburg (beansprucht, faktisch seit 1701 preußisch besetzt) sowie Herr von Rheda (1701-1710); spätestens 1677 bischöflich-münsterischer Obrist, 1677-1686 in dänischen Diensten.

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Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
Geburtsname: Fürstin Johanna Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1612
gest. 1695
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1674 Ehe mit Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1615
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623); seit 1624 regierender Graf von Tecklenburg und Limburg sowie Herr von Rheda (bis 1634 unter Vormundschaft).

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David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Adam Bertram

Anm.: Bis September 1631 Einspänniger des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach schwedischer Kornett (1631), Leutnant (um 1637) und Rittmeister (um 1642/46); um 1643/46 Hausbesitzer in Gröna.
August Bernhard von Biedersee

geb. 1637
gest. 1707
Anm.: Sohn des Adam von Biedersee (gest. 1655); 1649-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1673/78 fürstlicher Stallmeister in Bernburg.
Georg Heinrich von Biedersee

geb. 1623
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee (gest. 1653); Erbherr auf Amesdorf; seit 1639 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1648 Edelknabe ihres Gemahls Christian II.; später bis 1653 Mitglied der kurbrandenburgischen Leibgarde.
Gerhard Blühte

Anm.: Um 1653 vermutlich in Ballenstedt wohnhafter Pächter der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Sibylla Henrietta von Börstel
Geburtsname: Sibylla Henrietta von Erlach

geb. 1646
gest. 1686
Anm.: Tochter des August Ernst von Erlach (1616-1684); Ehe mit Wilhelm von Börstel (1646-1697).
César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb. 1620
gest. 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Markgräfin Sophia).

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Christoph (2) Carl

geb. 1619
gest. 1688
Anm.: Sohn des Buchbindermeisters Christoph (1) Carl (gest. 1636); um 1650/53 Buchbindermeister in Bernburg; einige Jahre vor 1650 zugleich Tafeldecker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach bis Ende 1650 kriegsbedingter Aufenthalt in Preußen; seit 1654 zugleich Schulmeister in Waldau.
Jacques-Nompar de Caumont
Marquis bzw. Duc Jacques-Nompar de La Force

geb. 1558
gest. 1652
Anm.: Sohn des in der Bartholomäusnacht ermordeten François de Caumont, Seigneur de Castelnau (1524-1572); lange militärische Karriere unter Henri de Navarre, dem späteren König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1593-1621 Gouverneur und Lieutenant-général von Béarn und Navarra; 1621 Teilnahme am lezten Hugenottenkrieg unter dem Duc Henri de Rohan (1579-1638); ab 1622 Maréchal und französischer General im Dreißigjährigen Krieg; 1609-1637 Marquis sowie seit 1637 Duc de La Force und Pair de France.

Weiterführende Informationen in VIAF
François Cazet de Vautorte
Comte François de Vautorte

geb. 1607
gest. 1654
Anm.: Sohn des Louis Cazet, Seigneur de Vautorte (1586-1651); Conseiller am Parlement de Bretagne; später Avocat général au grand conseil d'état in Paris; seit 1645 französischer Intendant de justice et finances für das Hochstift Speyer, das Erzstift Mainz, die Markgrafschaft Baden und die Unterpfalz; 1647/48 Intendant de justice bei der französischen Rheinarmee; Gesandter Frankreichs auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649/50) und dem Regensburger Reichstag (1653/54); Conseiller d'État; 1653 Erhebung zum Comte de Vautorte.

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Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1632
gest. 1653
Anm.: Sohn des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657); seit 1648 Hauptmann unter seinem Vater im Kosakenaufstand gegen Polen-Litauen.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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Burggraf Christoph von Dohna

geb. 1583
gest. 1637
Anm.: Sohn des Burggrafen Achatius von Dohna (1533-1601); 1606/07 Pariser Reisebegleiter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630), der ihn anschließend in seine Dienste nahm, u. a. als Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1615 kurpfälzischer Geheimer Rat und Diplomat; 1619 Landvogt in Neuburg; 1620 Oberstkämmerer des Königreichs Böhmen; 1620 Flucht zuerst nach Kurbrandenburg, 1624 nach Ostpreußen, 1626 in die Niederlande; seit 1629 Gouverneur des Fürstentums Orange; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilende").

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Burggraf Christoph Delphicus von Dohna

geb. 1628
gest. 1668
Anm.: Sohn des Burggrafen Christoph von Dohna (1583-1637); bis 1639 gemeinsame Erziehung mit dem Prinzen Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1646 in niederländischen Kriegsdiensten; danach schwedischer Capitain (1651?), Obrist der Leibgarde (1653), Generalmajor (1654), Generalleutnant (1658?), General (1659), Generalfeldmarschalleutnant (1665) und Feldmarschall (1666); seit 1653 zudem königlicher Kammerherr und Oberkammerherr; ab 1658 Vizegouverneur des Herzogtums Bremen; 1659/60 Gouverneur der besetzten dänischen Inseln Falster, Laaland und Möen; 1667/68 schwedischer Gesandter in Breda und Den Haag.

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Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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Anna Sophia von Erlach

geb. ca. 1647
gest. vor 1670
Anm.: Tochter des August Ernst von Erlach (1616-1684).
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Johan Evertsen

geb. 1600
gest. 1666
Anm.: Sohn des Kapitäns Johan Evertsen (gest. 1617); ab 1618/22 Kapitän der niederländischen Kriegsmarine; 1637-1664 Vizeadmiral und seit 1664 Leutnant-Admiral von Zeeland.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Sigmund Volrad von Hagen

geb. 1653
gest. 1657
Anm.: Sohn des Michael Hermann von Hagen (1620-1666).
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Georg Achatz Heher

geb. 1601
gest. 1667
Anm.: Sohn des Jursiten Georg Heher aus Nürnberg; Studium in Altdorf (1616-1620; Dr. jur. 1623) und Jena (1622); ab 1624 Advokat in Nürnberg; seit 1628 Assessor am dortigen Untergericht sowie Konsulent in Altmühl; ab 1630 Stadtgerichts-Konsulent in Nürnberg; seit 1632 Rat der schwedischen Regierung in Würzburg; 1633 Vizekanzler und Direktor der Regensburger Kriegskanzlei unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1636 erneut Konsulent in Nürnberg; ab 1640 sächsisch-gothaischer Hofrat; 1645-1648 Gesandter der Herzöge von Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha, der Fürsten von Anhalt sowie der Reichsstadt Nürnberg auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 sächsisch-gothaischer Oberamtmann in Königsberg, Heldburg, Eisfeld und Veilsdorf; 1649/50 Gesandter der ernestinischen Herzöge auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1653/54 sächsisch-gothaischer und anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1659 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; 1644 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mittheilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim

geb. 1569
gest. 1645
Anm.: Sohn des Grafen Wolfgang von Hohenlohe-Neuenstein (1546-1610); Obrist der fränkischen Kreistruppen (1595-1597); kaiserlicher Obrist (1598-1600 und 1604-1607) und Generalwachtmeister (1604); ab 1610 regierender Graf von Hohenlohe in Weikersheim; Generalobristleutnant (1618-1620) und Obrist (1619/20) der böhmischen Konföderierten; 1621-1623 Reichsacht; 1632 schwedischer Generalstatthalter im Schwäbischen Reichskreis; 1633 schwedischer Statthalter von Augsburg; daraufhin bis 1637 erneut geächtet; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Getreue").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Leopold I.
König Leopold I. von Böhmen
König Leopold I. von Ungarn
Erzherzog Leopold V. von Österreich

geb. 1640
gest. 1705
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand III. von Österreich (1608-1657); ab 1655 König von Ungarn; seit 1656 König von Böhmen; ab 1657 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1658 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1654 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Shaowu Kaiser (China)
Wenzong Kaiser (China)
Zhu Yuyue

geb. 1605
gest. 1647
Anm.: Sohn des Zhu Qisheng, Fürsten von Tang (gest. 1632?); seit 1645 Fürst von Tang; 1646-1647 Kaiser der (Südlichen) Ming-Dynastie; 1647 Selbstmord nach Gefangennahme durch die Qing.

Weiterführende Informationen
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb. 1598
gest. 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Christian Koppe

gest. 1699
Anm.: Sohn des Lauchaer Stadtrichters Christoph Koppe; Bürger und Handelsmann zu Zerbst, später zu Bernburg.
Maria Katharina Koppe
Geburtsname: Maria Katharina Stracke

geb. 1637
gest. 1713
Anm.: Tochter des Bernburger Handelsmanns Dietrich Stracke (gest. 1645); seit 1653 Ehe mit dem Zerbster, dann Bernburger Bürger und Handelsmann Christian Koppe (gest. 1699).
Anna Krause
Anna Stracke
Anna Hilliger

gest. 1692
Anm.: Spätestens seit 1637 erste Ehe mit dem Bernburger Handelsmann Dietrich Stracke (1562-1645); 1646-1647 zweite Ehe mit dem Bernburger Kramer Dietrich Hilliger (1621-1647); 1649-1692 dritte Ehe mit dem Bernburger Bürger Johann Krause (gest. nach 1692).
Johann (2) Krause

gest. nach 1692
Anm.: Sohn des Briloner Bürgers Johann Krause; um 1649/92 Bürger in Bernburg.
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. van de Locht

Anm.: Um 1653 praktischer Jurist in Leiden.
Cornelius van de Locht

Anm.: Sohn des Leidener Juristen N. N. van de Locht; um 1653 in Bernburg; später angeblich in Neapel.
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Ecaterina Lupu
Fürstin (Woiwodin) Ecaterina von Moldau

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Tscherkessische Adlige; 1639-1661 Ehe mit Vasile Lupu, Fürst von Moldau (ca. 1595-1661).
Vasile Lupu
Fürst (Woiwode) Vasile von Moldau

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des moldauischen und walachischen Hofbeamten Nicolae Coci; Großschatzmeister (1619/20), zweiter Logothet (1625), Mundschenk (1627) und Hetman (1629/30) in der Walachei; 1631 Statthalter der unteren Moldau; 1633 Führer eines Aufstandes der Bojaren gegen den walachischen Fürsten Alexandru IV Iliaș (gest. 1666); seit April 1634 bis 13. April 1653 und vom 8. Mai bis 16. Juli 1653 Fürst von Moldau.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
N. N. von Meusenholt

geb. ca. 1635
gest. nach 1653
Anm.: Jüngerer Sohn des schwedischen Obristen Johann von Meusenholt.
Johann von Meusenholt

gest. nach 1634/vor 1653
Anm.: Mglw. aus einer urspr. aus Gent stammenden, in Nürnberg bzw. Hanau (Neustadt) ansässigen Juweliersfamilie; um 1622 Rittmeister unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); um 1633/34 schwedischer Obrist.
Johann Baptist von Meusenholt

geb. 1631
gest. nach 1653
Anm.: Älterer Sohn des schwedischen Obristen Johann von Meusenholt.
Ludwig Heinrich von Meusenholt

geb. 1632
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des schwedischen Obristen Johann von Meusenholt; seit 1653 Page und Kammerdiener des Fürsten Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) (noch 1655).
Wilhelm von Micrander

gest. 1676
Anm.: Sohn des kaiserlichen Obristleutnants N. N. Micrander; 1628 Hofmeister des Grafen Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms (1593-1635); ab 1630 Genfer Bürger; Offizier in kursächsischen Diensten, u. a. Hauptmann (1634/37) und Obristleutnant (1639); Wechsel in kaiserliche (um 1643) bzw. schwedische Dienste (um 1645/48); 1649-1658 Geheimer Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; zugleich kaiserlicher Obristleutnant; 1657-1660 erneut in schwedischen und zuletzt wieder in kaiserlichen Diensten als Obristleutnant bzw. Obrist (spätestens 1671); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entledigende").

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Burkhard Heinrich Miehe

Anm.: Vermutlich anhaltischer Adliger; um 1630 Gutsbesitzer in Gröbzig.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Alvise Mocenigo
Leonardo Mocenigo

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Mocenigo; ab 1609 Mitglied des Maggior Consiglio; 1613-1615 Provveditore e Capitano a Legnago; 1621/22 Provveditore e Capitano della flottiglia di fuste del Lago di Garda; 1622/23 Provveditore ad Asola; später u. a. Provveditore sopra Danari (1633/34, 1637/38 und 1640/41), Provveditore alle Fortezze e Governatore di galea grossa (1638/39) und Kommandant einer Galeere (1645/46); 1646/47 Provveditore generale delle Tre Isole; 1647/48 Provveditore generale in Candia; 1648-1651 und seit 1653 Capitano generale da Mar.

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N. N. da Molin

Anm.: Vermutlich Angehöriger der Venezianischen Patrizierfamilie und Verwandter des Dogen Francesco da Molin (1575-1655); um 1653 Schiffskapitän und Marineoffizier der Republik Venedig.
Nassau-Oranien, Haus
Fürsten von Oranien

Anm.: Zweig der Grafen von Nassau, der seit 1530 im Besitz des Fürstentums Oranien war.

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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N. N. Nickel

Anm.: Um 1653 Ehefrau des fürstlichen Bediensteten Martin (2) Nickel in Bernburg.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Ferdinand Karl von Österreich

geb. 1628
gest. 1662
Anm.: Sohn des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; ab 1632 regierender Landesfürst von Tirol, bis 1646 unter der Regentschaft seiner Mutter Erzherzogin Claudia (1604-1648); seit 1635 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Karl Joseph von Österreich
Bischof Karl Joseph von Passau
Bischof Karl Joseph von Breslau
Bischof Karl Joseph von Olmütz

geb. 1649
gest. 1664
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); ab 1662 Bischof von Passau und Olmütz sowie Hochmeister des Deutschen Ordens; seit 1663 auch Bischof von Breslau.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Erzherzog Sigismund Franz von Österreich
Bischof Sigismund Franz von Augsburg
Bischof Sigismund Franz von Gurk
Bischof Sigismund Franz von Trient

geb. 1630
gest. 1665
Anm.: Sohn des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; ab 1646 Bischof von Augsburg; seit 1653 Bischof von Gurk; ab 1659 Bischof von Trient; seit 1662 regierender Landesfürst von Tirol; ab 1663 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Anne-Geneviève d' Orléans
Duchesse Anne-Geneviève de Longueville
Duchesse Anne-Geneviève d' Estouteville
Princesse Anne-Geneviève de Châtelaillon
Comtesse bzw. Princesse Anne-Geneviève de Neuchâtel
Geburtsname: Anne-Geneviève de Bourbon

geb. 1619
gest. 1679
Anm.: Tochter des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1642-1663 Ehe mit Henri II d'Orléans, Duc de Longueville (1595-1663).

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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Johann Joachim Plato

geb. 1627
gest. 1672
Anm.: Sohn des Hoymer Pfarrers und späteren Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659); 1651-1653 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1653-1672 Pfarrer in Sandersleben; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 380.

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Maria Sibylla Plato
Geburtsname: Maria Sibylla Schmidt

geb. 1636
gest. 1664
Anm.: Tochter des Bernburger Amtmanns Martin Schmidt (gest. 1657?); seit 1653 Ehefrau des Altenburger Pfarrers Johann Joachim Plato (1627-1672).
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Beata Ribbing af Zernava
Geburtsname: Beata Rosenhane

geb. 1638
gest. 1674
Anm.: Tochter des Schering Rosenhane (1609-1663); seit 1671 Ehe mit Erik Ribbing af Zernava (1640-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Anna Catharina Rosenhane

geb. 1646
gest. 1685
Anm.: Tochter des Schering Rosenhane (1609-1663); unverheiratet.
Beata Rosenhane
Geburtsname: Beata Sparre af Rossvik

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Tochter des Bengt Göransson Sparre af Rossvik (1570-1632); seit 1636 Ehe mit Schering Rosenhane (1609-1663).
Christina Rosenhane

geb. 1640
gest. 1703
Anm.: Tochter des Schering Rosenhane (1609-1663); unverheiratet.
Fredrik Rosenhane

geb. 1653
gest. 1709
Anm.: Sohn des Schering Rosenhane (1609-1663); schwedischer Kornett (1676) bzw. Rittmeister (1679).
Göran Rosenhane

geb. 1649
gest. 1677
Anm.: Sohn des Schering Rosenhane (1609-1663); zuletzt schwedischer Rittmeister.
Schering Rosenhane

geb. 1609
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-schwedischen Kanzleivorstehers Johan Jöransson Rosenhane (1571–1624); ab 1624 Studium in Uppsala; seit 1628 Auskultant und ab 1632 Assessor am Svea Hofgericht; seit 1628 auch Unterstatthalter in Stockholm; 1629-1631 Reisen durch England, Frankreich und die Niederlande; 1634-1637 mehrfach schwedischer Gesandter; ab 1635 Geheimer Rat der verwitweten Königin Maria Eleonora von Schweden (1599-1655); 1635-1645 Landeshauptmann von Östergötland, 1645-1647 schwedischer Resident bei den Westfälischen Friedensverhandlungen; 1647-1649 Botschafter in Paris; seit 1650 Reichsrat; 1650-1661 zugleich Kanzleirat; ab 1652 Oberstatthalter in Stockholm; 1653/54 Gesandter im Heiligen Römischen Reich zur Beilegung des Konflikts mit der Stadt Bremen; 1652 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 406.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sofia Rosenhane

geb. 1651
gest. 1693
Anm.: Tochter des Schering Rosenhane (1609-1663).
Michiel Adriaenszoon de Ruyter

geb. 1607
gest. 1676
Anm.: Sohn des Seemannes und späteren Bierlieferanten Adriaen Michielszoon de Ruyter; ab 1618 Ausbildung zum Seemann; 1633-1635 Steuermann auf einem Walfangschiff; 1637-1640 Kapitän bei der Vlissinger Lampsen-Reederei; 1641 Schout-bij-nacht (Konteradmiral) der niederländischen Kriegsmarine; danach Handelsschiffkapitän und Kaufmann; 1652-1654 Geschwaderkommandeur der Admiralität von Zeeland; 1654-1665 Vizeadmiral der Admiralität von Amsterdam; 1665-1675 Admiralleutnant und seit 1675 General-Admiralleutnant der niederländischen Kriegsflotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Franz Erdmann von Sachsen-Lauenburg

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665); ab 1665 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; seit 1646 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fortwuchernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri II de Saint-Nectaire
Duc Henri de La Ferté-Senneterre

geb. 1599
gest. 1681
Anm.: Sohn des Henri I de Saint-Nectaire, Marquis de La Ferté-Nabert (1573-1662); französischer Capitaine (ab ca. 1627), Mestre de camp, Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général (1648) und Maréchal de France (1651); seit 1643 Gouverneur des Herzogtums Lothringen; ab 1665 Duc de La Ferté-Senneterre und Pair de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Duca Carlo Emanuele II di Savoia

geb. 1634
gest. 1675
Anm.: Sohn des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1638 Duca di Savoia, bis 1648 unter der Regentschaft seiner Mutter Cristina (1606-1663), die bis zu ihrem Tod faktisch weiterregierte.

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Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzogin Eleonora von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg
Geburtsname: Fürstin Eleonora von Anhalt-Zerbst

geb. 1608
gest. 1681
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1632-1658 Ehe mit Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658).

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Martin Schmertosch von Riesenthal
Martin Smertos z Rysontlialu

geb. 1564
gest. 1654
Anm.: Bürgermeister und Kaufmann in der Prager Altstadt; ab 1627 Exulant in Kursachsen, zuächst als Kaufmann in Torgau, seit 1630 in Leipzig; 1631-1634 Aufenthalt in Böhmen; 1651 Verleihung des Leipziger Bürgerrechts.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Arnold von Schnetter

geb. 1624
gest. 1653
Anm.: Sohn des kurbayrischen bzw. kurkölnischen Obristen und späteren Generalfeldwachtmeisters Kaspar (von) Schnetter zu Cortenbach (gest. 1644); zuletzt lothringischer Obrist.
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Bartholomäus Schrimpf

geb. 1605
gest. 1696
Anm.: Um 1653 vermutlich Kalendermacher, wohl in Halle (Saale) ansässig, der sich immer wieder in Bernburg aufhält.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Gustav II. Adolf von Schweden

geb. 1594
gest. 1632
Anm.: Sohn des Königs Karl IX. von Schweden (1550-1611); ab 1611 König von Schweden; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Andreas Seyffart

geb. 1616
gest. 1674
Anm.: Sohn eines Hallenser Juristen und Ratsmeisters Dr. jur. Andreas Seyffart (1580-1633); Magister; 1649-1674 Oberpfarrer in Löbejün; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V.: Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 8, Leipzig 2008, S. 228.
Gheorghe Ștefan
Fürst (Woiwode) Gheorghe von Moldau
István Görgicze

gest. 1668
Anm.: Sohn des Bojaren Dumitrașcu Ceaur; leitender Miniter (Logofate) des moldauischen Fürsten Vasile Lupu (ca. 1595-1661); 1652/53 Anführer eines Aufstandes gegen den Regenten; 13. April 1653 bis 8. Mai 1653 und 16. Juli 1653 bis 13. März 1658 Fürst (Woiwode) von Moldau; danach Leben im Exil; 1668 Suizid in Stettin.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Åke Henriksson Tott

geb. 1598
gest. 1640
Anm.: Sohn des Henrik Claesson Tott (1552-1603); 1623 Kammerherr des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Obristleutnant, Obrist (1627), Kavalleriegeneral (1630-1632) und Feldmarschall (1631/32); seit 1630 Reichsrat.

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Graf Claes Åkesson Tott af Karleborg

geb. 1630
gest. 1674
Anm.: Sohn des Åke Henriksson Tott (1598-1640); ab 1654 schwedischer Reichsrat; 1654-1656 Reichskanzleirat und Reichsstallmeister; schwedischer Generalmajor (1656), Generalleutnant (1658) und Feldmarschall (1665); 1661/62 Botschafter in Paris; 1664/65 Oberstatthalter von Stockholm; 1665-1671 Generalgouverneur von Livland; seit 1672 erneut Botschafter in Frankreich; 1652 Erhebung in den Grafenstand (af Karleborg).

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Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

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N. N. von Vieregg (3)

Anm.: Vermutlich Angehöriger des mecklenburgischen Adelsgeschlechts; um 1653 herzoglicher Hofjunker in Herzberg am Harz.
Valentin Johann Wilhelm Voit von Salzburg

geb. 1624
gest. 1672
Anm.: Sohn des Moritz Heimert Voit von Salzburg (gest. 1627); 1645-1647 Domherr in Würzburg; durch Heirat spätestens 1647 Erbherr auf Güsten.
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Gräfin Anna Sofia af Wasaborg
Geburtsname: Gräfin Anna Sophia von Wied-Runkel

geb. 1616
gest. 1694
Anm.: Tochter des Grafen Hermann II. von Wied-Runkel (1581–1631); ca. 1640-1653 Ehe mit Graf Gustaf Gustafsson af Wasaborg (1616-1653).
Graf Gustaf Gustafsson af Wasaborg
Gustaf Gustafsson
Administrator Gustav von Osnabrück

geb. 1616
gest. 1653
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); ab 1633 schwedischer Obrist; 1634-1648 "postulierter Administrator" des Hochstifts Osnabrück; seit 1645 Gouverneur von Estland; ab 1646 schwedischer Reichsrat; seit 1650 Inhaber der Herrschaft Wildeshausen und Huntlosen; 1637 Nobilitierung ("af Wasaborg"); 1646 Erhebung in den Freiherren- und Grafenstand.

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Wassenaer, Familie

Anm.: Holländisches Adelsgeschlecht.

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Jacob van Wassenaer Obdam

geb. 1610
gest. 1665
Anm.: Sohn des holländischen Admiralleutnants Johan van Duvenvoorde Wassenaer (1574-1623); zunächst niederländischer Hauptmann (1631) und Obrist (1643); seit 1653 Admiralleutnant von Holland und Westfriesland (Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsmarine).

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Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anna Winter

geb. 1653
Anm.: Tochter des Bernburger Hofbraumeister Hans Winter.
N. N. Winter

Anm.: Um 1653 Ehefrau des Bernburger Hofbraumeister Hans Winter.
Hans Winter

Anm.: Um 1652/53 Hofbraumeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Maria Winter

geb. 1653
Anm.: Tochter des Bernburger Hofbraumeister Hans Winter.
Witte Corneliszoon de With

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Cornelis Wittenszoon de With (gest. 1602); zunächst im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (1616-1628) und Westindien-Kompanie (1628/29); 1629-1635 Kapitän der Kriegsmarine; 1635/36 Ratsherr in Brielle; seit 1637 Vizeadmiral von Holland und Westfriesland; 1652/53 auch Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsflotte.

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Maximilian Wogau

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Johann David Wogau (1582-1636); 1627-1631 Studium der Rechte in Wittenberg; 1632-1637 Reise nach Holland, England, Frankreich und Seeland; ab 1639 Verwalter des städtischen Salzpfannen-Werks, danach Kornherr (1640), Achtmann (1641), Bierherr (1642), Vorsteher der Ulrichskirche (1643), Gräfenherr (ab 1644), Vierherren-Worthalter (1649), Holzherr (seit 1650), Geheimder (ab 1658) und Stadtkämmerer (seit 1661) in Halle (Saale); außerdem Hallenser Verbindungsmann des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Abruzzen (Abruzzo)
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Anm.: Region im Königreich Neapel.
Amsterdam
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Arnstadt
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Augsburg
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Baalberge
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Ballenstedt
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Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Berlin
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Bernburg
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Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Biendorf
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Böhmen, Königreich
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Bordeaux
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Breisach am Rhein
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Bremen
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Brüssel (Brussels, Bruxelles)
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Candia (Irákleion)
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Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Celle
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China, Kaiserreich
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Donau, Fluss
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Dresden
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England, Commonwealth von
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Frankreich, Königreich
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Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Garonne, Fluss
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Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Göteborg
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Gröbzig
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Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Hagenau, Landvogtei
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Anm.: Verwaltungseinheit im Unterelsass, welche die kaiserlichen Herrschaftsrechte in 10 Reichsstädten und 45 Reichsdörfern umfasste.
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Halle (Saale)
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Hannover
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Harderwijk
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Harz
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Heidelberg
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Herzberg am Harz
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Holland, Provinz (Grafschaft)
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Hoym
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Innsbruck
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Irland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve
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Kleve, Herzogtum
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Köthen
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Kreta (Candia), Insel
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Krim, Khanat
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Leiden
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Leipzig
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Livland, Herzogtum
weiterführende Informationen
Löbejün (Wettin-Löbejün)
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Maastricht
weiterführende Informationen
Malta (Inselgruppe)
weiterführende Informationen
Moldau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Monemvasía (Malvasia), Insel
weiterführende Informationen
Mouzon
weiterführende Informationen
Mülhausen (Mulhouse)
weiterführende Informationen
Nantes
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederelsass
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Spanische
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Norwegen, Königreich
weiterführende Informationen
Nürnberg
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Oberelsass
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Öresund (Øresund)
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Orkney, Inselgruppe
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Osmanisches Reich
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Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Paris
weiterführende Informationen
Pechlitz
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung südlich von Dröbel und östlich von Bernburg.
Petten
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
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Radegast
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Reinstedt
weiterführende Informationen
Rhodos, Insel
weiterführende Informationen
Roses
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
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Sachsen-Gotha, Herzogtum
weiterführende Informationen
Sainte-Menehould
weiterführende Informationen
Sandersleben
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Selino, Festung
weiterführende Informationen
Siebenbürgen, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
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Suceava
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
Tinos, Insel
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Vivarais
weiterführende Informationen
Walachei, Fürstentum
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Zara (Zadar)
weiterführende Informationen
Zechlitz
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung südlich von Dröbel und östlich von Bernburg.
Zerbst
weiterführende Informationen
Anhalt, Landstände
Bernburg, Rat der Bergstadt
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Gymnasium Illustre Zerbst
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1582 gegründete höhere Landesschule für das gesamte Fürstentum Anhalt.
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederländische Ostindien-Kompanie (Verenigde Oostindische Compagnie)
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1602 gegründete Handelskompanie für Ostasien (Indonesien).
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Protestantische Union
weiterführende Informationen
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]