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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Dezember 1653


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 83r-105v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Dezember 1653
Bernburg
  • Mildes Wetter
  • Abreise des Frauenzimmer-Hofmeisters Johann Esche von Wallwitz sowie des Kammerjunkers und Stallmeisters Abraham von Rindtorf nach Ballenstedt
  • Gespräche mit dem Küchenmeister Philipp Güder, dem Hofrat Christoph von Jena, August Ludwig von Einsiedel sowie dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
02. Dezember 1653
Bernburg
  • Hasen- und Rebhühnerjagd
  • Gespräche mit Jena, dem Leibarzt Dr. Levin Fischer, dem Kammerjunker Wolf Curt von Einsiedel, Menzelius und dem Amtmann Georg Reichardt
  • Dr. Fischer als Mittagsgast
03. Dezember 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Frost
  • Entsendung des Kammermeisters Tobias Steffeck nach Zerbst
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit Jena, dem Kammerjunker Einsiedel und dem früheren Hofjunker Christoph Wilhelm Schlegel
  • Ausritt mit dem jüngeren Sohn Karl Ursinus
  • Nachrichten
04. Dezember 1653
Bernburg
  • Frost
  • Nächtliches Klopfen an der Zimmertür
  • Traum
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Diakon und Schulrektor Andreas Hesius, der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, Schlegel und Katharina von Wallwitz als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
05. Dezember 1653
Bernburg
  • Frost und Regen
  • Beschäftigung mit Lektüre, Schreiben und Audienzen
  • Rückkehr von Wallwitz und Rindtorf aus Ballenstedt
  • Abreise von Schlegel
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
06. Dezember 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Sturz des Bankkochs Nikolaus in den Schlossgraben
  • Gespräche mit dem Kammerschreiber Johann Senf und Dr. Fischer
  • Administratives
07. Dezember 1653
Bernburg
  • Frost
  • Administratives
  • Kirchgang zum Bettag
  • Rückkehr von Steffeck und des Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger
08. Dezember 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Administratives und Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
  • Gespräche mit Wallwitz, Jena, Steffeck, Schwartzenberger und dem Kammerschreiber Hans Friedrich Eckardt
09. Dezember 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Besuch durch Jakob Anton von Krosigk
  • Zahnschmerzen von Karl Ursinus
  • Gespräche mit Jena und Rindtorf
  • Spaziergang bei gutem Wetter
10. Dezember 1653
Bernburg
  • Frost
  • Erkrankung von Karl Ursinus
  • Gespräch mit Jena
  • Behandlung des kranken Sohnes durch Dr. Fischer
  • Administratives
11. Dezember 1653
Bernburg
  • Nebel, Rauhreif und Tauwetter
  • Anhörung der Predigt zum dritten Advent auf dem Schloss
  • Dr. Mechovius und der Diakon Bartholomäus Jonius als Essensgäste
  • Verzicht auf Ausgang am Nachmittag
  • Korrespondenz
  • Kürzester Tag des Jahres
12. Dezember 1653
Bernburg
  • Frost und mildes Wetter
  • Dr. Fischer als Mittagsgast
  • Gespräch mit Güder
  • Grassierende Krankheiten
  • Unpässlichkeit der Töchter sowie ihrer Kammerjungfern und Mägde
  • Rückkehr von Schlegel
  • Besserung des Zustandes von Karl Ursinus
13. Dezember 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Mildes Wetter
  • Traum
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
14. Dezember 1653
Bernburg
  • Dunst, Nebel und Frost
  • Anhörung der Predigt
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Dr. Mechovius, der Hofprediger Johann Menzelius und Dr. Fischer als Mittagsgäste
  • Nachrichten
15. Dezember 1653
Bernburg
  • Rebhühnerjagd
  • Morgenfrost, milder Mittag und Abendnebel
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Hofböttchers Hans Schuster aus Zerbst und Dessau
16. Dezember 1653
Bernburg
  • Frost und Abendnebel
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Jena, Schlegel sowie dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius
17. Dezember 1653
Bernburg
  • Kälte, Wind und Regen
  • Wirtschaftssachen
  • Beratungen mit Jena
  • Korrespondenz
  • Erfolglose Jagd mit Karl Ursinus
18. Dezember 1653
Bernburg
  • Anhörung der Predigt zum vierten Advent auf dem Schloss
  • Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf als Mittagsgast
  • Reise der Gemahlin Eleonora Sophia nach Plötzkau
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Rückkehr des Kammerjunkers Einsiedel
  • Abschied von Jena
19. Dezember 1653
Bernburg
  • Schnee und zeitweiliger Nebel
  • Hasenjagd
  • Entsendung von Jena nach Ballenstedt
  • Gespräch mit dem Hofrat und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Ankunft des Gesamtrats Martin Milag
  • Korrespondenz
  • Beratungen mit Milag
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
20. Dezember 1653
Bernburg
  • Frost
  • Beratungen und Mittagessen mit Milag
  • Abreise von Milag nach Köthen und Dessau
  • Entsendung des Kammerdieners Ludwig Röber nach Dessau
  • Befohlene Abholung der Gemahlin aus Plötzkau
  • Dr. Fischer als weiterer Mittagsgast
  • Rückkehr von Jena aus Ballenstedt und von Wallwitz aus Dessau
  • Korrespondenz
  • Beaufsichtigung eines Hundes durch den Kanzlisten Georg Knüttel
21. Dezember 1653
Bernburg
  • Kälte
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräche mit Reichardt, Wallwitz und Schwartzenberger
  • Ankunft der Kammerjungfer(?) Krosigk aus Köthen
  • Korrespondenz
22. Dezember 1653
Bernburg
  • Regen
  • Entsendung des Lakaien Johann Balthasar Oberlender nach Dessau
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit Ludwig, Jena sowie dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius
  • Rückkehr von Röber aus Dessau
  • Lektüre
23. Dezember 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Regen
  • Abreise von Wallwitz und Jena nach Aken
  • Prüfung der Lernfortschritte von Karl Ursinus
  • Dr. Fischer als Mittagsgast
  • Administratives
  • Spaziergang
  • Beratungen mit dem Hofmeister Gottlob Sekyrka, dem Kammerjunker Einsiedel sowie dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius
  • Wildtierlieferungen aus Dessau und Ballenstedt
  • Erfolglose Rückkehr von Wallwitz und Jena aus Aken
24. Dezember 1653
Bernburg
  • Mildes Wetter
  • Vorbereitung auf den Empfang des Abendmahls
  • Wirtschaftssachen
  • Anhörung der Predigt
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
25. Dezember 1653
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten und Empfang des Abendmahls zum ersten Weihnachtsfeiertag
  • Beratung mit Jena
26. Dezember 1653
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Anhörung zweier Predigten
27. Dezember 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Windiges Wetter
  • Dr. Mechovius als Mittagsgast
  • Beratungen mit Dr. Mechovius und Jena
  • Gespräche mit der Gemahlin und Bediensteten
  • Durchzug von Pferden
  • Korrespondenz
28. Dezember 1653
Bernburg
  • Starker Nachtwind
  • Entseundung von Röber nach Dessau
  • Nächtlicher Spuk im Schloss
  • Traum
29. Dezember 1653
Bernburg
  • Regen und Schnee
  • Posttag
  • Gespräch mit Reichardt
  • Korrespondenz
30. Dezember 1653
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr von Röber aus Dessau
  • Gespräch mit Güder
  • Nachrichten
  • Früherer Page Heinrich von Krosigk als Mittagsgast
  • Spaziergang
  • Beratungen mit Jena sowie dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius
  • Korrespondenz
31. Dezember 1653
Bernburg
  • Schnee und Regen
  • Gespräch mit Dr. Fischer, dem Leipziger Medizin-Professor Dr. Johannes Michaelis, Dr. Mechovius, Rindtorf und Steffeck
|| [[Handschrift: 83r]]

Donnerstag den 1. December 1653.

<Jmmer gelinde wetter.>


Wallwitz, undt Rindtorf, seindt forth, nacher Ballenstedt[.]


Philipp Güder ist bey mir gewesen, per cose segrete! perge
Jddîo, le benedica! e, cj dîa, prospero successo!

|| [[Handschrift: 83v]]


Schreiben, vom Baron de Schrahtenbach.


Discorsj, mit Jehna, mit dem iüngeren
Einsidel, undt mit Magistro Mencelio.


Die 52. Relation von Regenspurg ist
einkommen, die gesandten haben vom
Kayser, undt Könige, Chur: und Fürsten,
auch andern legatis, <respective> abschiedt, genommen,
und seind, den 22. November aufgebrochen,
in bösem wetter, und wege. Gott
wolle sie begleitten!


Geschrieben, nacher Croßen, Regenspurg[,] Wien,
Dreßden, Berlin, Stuckgardt, Darm-
Stadt, heidelbergk, undt Caßel,
Weymar, undt andere orth, gratu-
lationes, zum Neẅen iahr. perge


Ein schreiben, von graf Moritz von Teck-
lenburgk, entpfangen. Er sucht ehegelder.
undt begehret, meine jntercession. perge


Avis: das Bäßgen Amoena zu Bentheim
einen Graven von Solmß heyrathen werde,
Gott gebe, zu glück! undt Segen!


Jch habe nach Deßaw, addreßen gemacht.

|| [[Handschrift: 84r]]

Freitag den 2. December 1653.

<4 hasen von der hatz. 8 Räphüner Schlegel.>


Mit Jehna conversiret, wegen Caspar Pfawens
begehren, seiner ägker befreyung halben.
Gott gebe zu glügklichen succeß!


Den Medicum, Doctor Fischern, habe ich zu
Mittage, extra gehabtt.


Conversatio, mit demselben, Jtem: <mit Einsideln[,]> mit Magister Menzelius[,]
Jtem: mit dem Amptmann Georg Reichardt successive.

Samstag den 3. December 1653.

<1 hasen gehetzt.>


<Frost.>


Tobias Steffeck von Kolodey habe ich, nacher Zerbst abgesandt,
in angelegenheitten. Gott gebe zu glücklichem succeß!


Rechnungen, und hauß[h]altungssachen
vorgehabtt.


Discorsj, mit Jehna, Einsideln, Schlegeln,
undt andern bedienten. perge


Nachmittagß, bin ich, mit Carolo Ursino,
hinauß spatziren, undt hetzen, geritten.


Avis: daß hanß Ernsts von Börstels, hauß-
Fraw, zu Hoym, auch eine Börstelinn,
meines gewesenen Præsidenten Seligen Tochter,
plötzlichen, an der Schwindsuchtt, verschieden.
Gott macht es wunderlich! doch Sehliglich!
Ma femme, me l'a annoncè, avec joye, en esperance,
Que son mary l'ira suivre, bien tost. Cela est malfait!

|| [[Handschrift: 84v]]

Sonntag den 4ten: December 1653.


<Froßt.>


Diese Nacht, hats bescheidentlich geklopft,
ahn meiner CammerThür, von der Stuben
her, zwischen 1 undt 2 uhr, daß ichs, so
wol, alß Meine gemahlin, eigentlich gehöret.


Mir Traẅmete kurtz zuvor, wir
wehren in große waßersnoht, undt
ergießungen, oder zusammenfließungen
derselbigen, kommen, also: das wir
unß kawm retten können, in dem
wir zwischen den waßern, auf
grünen Jnseln, gestanden, und von
einer, auf die andere, kümmerlich,
unß salviret, dennoch, wegen ahn-
kunft, der großen waßerwellen,
nirgends sicher gewesen. Endlich,
wehre ein geschrey kommen, mein Sohn
Victor, wehre ertrungken. Gott gebe!
daß es ein Trawm bleibt, undt nimmer-
mehr wahr werde!

|| [[Handschrift: 85r]]


Er Hesius, hat heütte, den 2. Advent,
auf unserm Sahl, wol gepredigett.
Jst extra zu Mittage behalten worden,
neben Doctor Mechovio, Schlegeln, der
wallwitzinn, und andern. perge


Nachmittagß, wieder in die kirche gezogen,
mit Carolo Ursino, am heüttigen 2. Advent. perge

Montag den 5ten: December 1653.


<Frost. regen.>


Mit lesen, schreiben, audientzen, (gewöhnlicher
weise) die zeitt paßiret.


Wallwitz, undt Rindtorf, seindt von
Ballenstedt, wiederkommen, alda Rindtorf,
in Meiner gemahlin Liebden guht, zur bezahlung
eingewiesen worden. Gott gebe zu glügk!


Schlegel, ist heütte wieder forth. Beklaget
sich, das er in dieser gantzen woche, so
wenig <nur 8> gefangen. Er seye bezaubert, oder
ein weidemannspoße, ihm wiederfahren,
dergleichen ihm niemalß also begegnet.
Dann er in die 3 schogk Räphüner, (nach: und
nach) in dem garn, und hamen gehabt, Sie wehren
aber alzeit, wieder entkommen, und herauß gelauffen. || [[Handschrift: 85v]]
Er will, diesen hamen, verbrennen, undt einen
neẅen machen laßen. Mundus, regitur Opinionibus! perge


Schreiben, auß Frankreich von Pariß, entpfangen.
Jtem: von halle, Leiptzigk, Regenspurg etcetera[.]


Die Avisen geben:


Das Kayserliche Mayestät noch diesen wintter, zu
Regenspurg verbleiben, undt fleißig zu raht
gehen wollen. Lottringhen, hat noch
nicht satißfaction. Der ViceRè, oder
Palatinus in Hungarn, graf Paul Palfy,
ist gestorben, wie auch der Kayserliche Obriste
Stallmeister, graf von Losenstain, beyde
meine gute bekandten. Seindt zu beklagen!


Ein Spannischer extraordinarius gesandter Don Borria
ist zu Regenspurg ankommen, dem Römischen König, zu
gratuliren.


Zu Wien, graßirt die Pest.


Der Türcke will in 7benbürgen
einfallen, weil Fürst Ragozzi, wieder die
Cosagken, und Tartarn, den Polen geholfen.


Chmielinsky, hat den Cham[!], aufge-
bracht. Derselbige gehet auf den König loß || [[Handschrift: 86r]]
mit seinen Tartarn, und Cosagken.


Zu Stogkholm, graßiret die pest. Die Königinn,
ist nach Upsall, gezogen, der Seüche zu endtweichen.
Sie hat alle Niederländischen Schiffe der Staaden verarrestiren
laßen, wegen privatkaufmanns händel, undt
repreßalien. Der Staaden Ambassadeur aber,
suchet die verarrestirten Schiffe, und kauf-
leütte, wieder zu erledigen.


Die Tractaten zwischen Engelland undt
holland, werden reassumiret, und gehoft,
daß Sie zum FriedenSchluß, gelangen dörften.


Zu Londen, haben die matroosen, tumul-
tujret, man hat aber ihre meütination,
durch die Soldaten, baldt compescirt,
und etzliche hengken, etzliche geißeln laßen.
Cromwell, hat die prediger, unerachtet
der discrepantzien, in der lehre, zur ei-
nigkeitt, und gehorsam, stargk vermahnet.
Die bergkSchotten, seindt noch, in motu!
Jngleichem, die Jrren, welche aber sehr deprimirt werden.


Zu Bourdeaux regieret die Pest heftig.
Die Spannische flotte ist gewichen. Saint Menehoud,
so der La Force lange tapffer defendiret,
sol durch accord, dem Könige in Frankreich zu Theil worden sein. || [[Handschrift: 86v]]
Der Cardinal Mazzarinj hat seine jntelli-
gentzen darinnen gehabtt, und etzliche
Bürger bestochen, welche das pulfer,
undt Magazinhauß, angestegktt,
und großen schaden, gethan.
La Force, hat noch die verrähter
ertapt, und vor der übergabe, sie
iustificiren laßen.

Dienstag den 6ten: December 1653.

<3 hasen, von der hatz.>


heütte ist alhier, zu Bernburg des frühe-
Morgends, im finstern, unser bangkkoch,
(alß er seine Mutter1, von Deßaw, zum
Thor hinauß vom Schloße, führen helfen
wollen) in den Schloßgraben da er am
höchsten, undt Tiefsten ist, hinundter
gefallen, sich sehr beschädiget.


Plaustrum periculj; ansa!
perge


Hans Senf habe ich bey mir gehabtt.
Jtem: Doctor Fischern, <den Medicum.>


Caspar Pfaw, ist anhero kommen, citirter
maßen, wegen seiner Steẅersachen, zu Reinstedt.
Jch habe mit ihm, durch Jehna, undt Paul Ludwig tractiren laßen.

|| [[Handschrift: 87r]]

Mittwoch den 7ten: December 1653.

<Frost.>


<Eine> Demühtige supplication, vom haüptmann Börstel,
von Hoym, daß er aldar, undter unß
Reformirten, (seinem lengstgethanen
wuntzsch, undt verlangen nach)
möchte ein grab, vor sich, und seine
numehr verstorbene haußfraw, machen
laßen, entpfangen, und gerne dem-
selben, condolenter, mildiglich, deferiret.


Am heüttigen behtTage, zur kirchen, mit
Carolo Ursino, & Nobilibus.


Tobias Steffeck von Kolodey ist diesen abendt spähte,
von Zerbst, wiederkommen, hat seine
anbefohlene commißiones, wol abgeleget,
iedoch, wegen Jehna, eine schlechte
antworth, und ein schlechtes recreditif,
von Fürst Hanßen, erlanget. Man
bildest sich daselbst, viel ein, undt ad-
mittiret keine rationes! Gleichwol
seindt die Præsenten, zur gevatterschafft,
der Fürstin, und dem kinde, angenehm gewesen.

|| [[Handschrift: 87v]]


Schwartzenberger, ist in Meiner herzlieb(st)en gemahlin,
geschäften, wegen der navigation, auf der
Elbe, auch wiederkommen.

Donnerstag den 8ten: December 1653.

<1 hasen, von der hatz.>


Schreiben. Correspondentzen, verfertiget,
am heüttigen postTage.


Oeconomy: undt CantzeleySachen,
auch expedirt.


Avis: daß unsere gesandten von Re-
genspurg glücklich (iedoch, ohne einige
würdige verrichtung) von Regenspurg
zu Deßaw, Gott lob! wiederkommen.


Conferentz, mit Walwitz, Jehna[,]
Tobias Steffeck von Kolodey[,] Schwartzenberger, undt andern,
successive gehalten.


Hans Friedrich Eckardt bey mir, gehabt.

Freitag den 9ten: December 1653.

<2 Hasen, von der hatz.>


Jacob Antony, ist bey mir gewesen, in seinen desiderijs
contra seinen bruder, Volrath von Krosigk
undt gegen Hanß Bernds.

|| [[Handschrift: 88r]]


Carl Ursinus ist sehr krangk am zahnwehe gewesen.
Gott beßere es! und lindere ihm, die schmertzen.


Conferentz, mit Jehna, Rindtorf, & alijs.
perge


A spasso, in zimlichem wetter.

Samstag den 10ten: December 1653.


<Frost.>


Mit Carl Ursinus' zahn: und haüptwehe, hat sichs
Gott lob, gebeßert, allein die catharren[,]
husten, und brustflüße, halten noch ahn.


Jehna ist bey mir gewesen, in Oeconomicis[.]


Doctor Fischer, Carolj Ursinj, causa, auch
bey mir gehabtt.


Die Confirmation der Rahtswahl in der
Stadt, mit gewißem Reservat, auf
Morgen (gebe gott) angeordnet, Gott gebe zu glügk!
undt gesegnetem succeß!

Sonntag den 11ten: December 1653.

<Digker Nebel. Rohreiff. Tawwetter[.]>


Vormittagß, am heüttigen dritten Advent
hat Er Jonius, alhier aufm Schloß
vor unß, geprediget. <Doctor Mechovius, und Jonius extra[.]>


Nachmittags habe ich, wegen der hußten,
undt catharren, mich inne gehalten, cum liberis.

|| [[Handschrift: 88v]]


Frühe, und vormittagß, wahr es sehr
kaltt, und hart gefrohren, also daß
das grundeiß, gieng, und iedermann
meinete, es würde die Sahle zufriehren
und daß wetter continujren, Siehe: so
gienge das wetter nachmittage, unvermuh-
tend und gehlinge, durch ein Thaw-
wetter auf, und ist sich übel, darein zu richten.


Risposta vom Amptmann zu Ballenstedt perge
per Märtin lackayen.


heütte ist der kürtzeste Tag, jm iahr.

Montag den 12ten: December 1653.

<Frost, und gelinde.>


Doctor Fischer ist bey unß gewesen, undt
extra zu Mittage, behalten worden.


Philipp Güder wahr auch hieroben.


Die leütte krongken sehr, an hußten,
catharren, Fiebern. Gott erbarme sichs!


Avis: daß Wallwitz vatter,
der alte Esche, zu Deßaw, todes verblichen.
Gott genade ihm! Er wahr wol ein
redlicher, alter deützscher, und ein alter
Anhaltischer diener. perge

|| [[Handschrift: 89r]]


Jtem: wirdt avisiret, das des Obersten
Werders Tochter, gählingen gestorben.


Meine Töchter, ihre Jungfern, und Mägde,
seindt auch mehrentheilß, unpaß. Gott beßere es!


Christof Wilhelm Schlegel, ist wiederkommen.


Mit Carolo Ursino; leßet sichs, (Gott lob!)
zur beßerung, ahn. Gott helfe weitter, mit gnaden!

Dienstag den 13den: December 1653.

<4 hasen, von der hatz.>


<gelinde wetter.>


Ein Somnium gehabt, ob ich vom Römischen Kayser,
undt Römischen Könige, humanissime, zu einem
panckeet zu Regenspurg invitiret worden.
Alß ich mich nun eingestellet, hetten beyde
Mayesteten haben wollen, ich sollte
meinen huet aufsetzen. Jch hette gar
nicht gewoltt. Das hetten Sie, wie auch
andere anwesende Chur: undt Fürsten,
(so ihre haüpter bedeg[k]t, und ichs, im
reden, mit dem Kayser, zu spähte
animadvertiret) mir übel gedeüttet.
hette ich also lange mit bloßem haüptte
alleine stehen müßen, biß endlich der König,
Leise gesaget: Jch möchte nur, aufsetzen. || [[Handschrift: 89v]]
Man müste gehorsam sein, und mit allzu-
langem verwaigern, nicht unhöflich, dem
Kayser, sich wiedersetzen. Jch hette
viel cavaglierj gesehen, aber keinen
gekandt von denen aufwärttern.
An die Tafel, wehre ich zimlich
hoch gesetzt worden, undt keiner über
mich, als der Churfürst von Meintz,
undt der iunge Ertzhertzogk, derer
keiner außgesehen, wie sonsten.


Der Kayser, hette zwahr seine
vorige gestaltt behalten, das ich
ihn erkennen können. Baldt wehren
die Fürsten von Dietrichstain, und
Lobkowitz, darzu kommen, so ich noch
kennen können. Der König, (alß
welchen ich lange nicht gesehen,)
wehre mir auch, sehr verendert vorkommen.


Der Kayser, und König, hetten mir
per vices, baldt sehr gnedig, bald sehr
ungnädig, ernsthaft, und unfreündtlich, || [[Handschrift: 90r]]
(gleich alß ob Sie, ein Mißtrawen, in mich
hetten) mir zugesprochen. Jch hette mich nicht,
darein schigken können. Man hette mir
auch, einen, (mir unbekandten) Cammerherren,
zum aufwartten und Schengken, verordnet,
welcher anfangß fleißig, hindter mir, gestanden,
darnach aber baldt zusampt meinen
leütten, gar darvon gegangen. Alß mir
nun Kayserliche Mayestät <Stehende> einen großen pocal gebracht
(aweiß nicht mehr, ob es auf der Kayserinn
gesundheitt, (welche ich auch angesprochen
gehabt), hette ich mich endtsetzet, vor dem
großen ungeheẅren Trunck. Die umb-
stehenden, und beysitzer aber, hetten ge-
lacht, und gesaget: Diß würde mir
ia die größeste Schande sein, wenn
ich auf so große Kayserliche gnade, und ehre,
nicht correspondirte, und bescheidt
thäte, und ich würde noch wol beßer
darahn müßen, denn ich kähme auß
Sachßen, und mir vornehmlich zu ehren,
wehre diese gasterey, angestellet. Jch
müste dem Kayser, und Römischen Könige, keinen trungk || [[Handschrift: 90v]]
versagen, und bey leibe, nichts abschlagen.
Jch hette mich inniglich geängstiget,
vor Sünde, und Schande, so ich voller
weise, begehen möchte, geförchtet,
und Gott, im hertzen, angerufen, mich
vor unglügk, und vor dem Trungk
zu bewahren, und zu retten. Nach
deme nun der Kayser, (stando,) außge-
trungken, (wiewol ich nicht wißen
dörfen, ob der becher voll, auch ob es
wein, oder gefärbt waßer gewesen?)
und mit gnedigsten complimenten,
durch einen Cammerherrn, mir nochmalß
zu meiner ankunft gratuliren,
und zum willkomb, auf vorhoch-
gedachte [ge]sundtheitt, dieses bringen
wollen, habe ichs zwar, mit tiefster
demuth, dangkbahrlich, veneriren,
und die Kayserliche anerbottene gnade an-
nehmen müßen, iedoch darbey viel
Protestationes, meiner unwürdigkeitt, undt || [[Handschrift: 91r]]
Schwachheitt eingewendet, und umb aller-
gnädigisten perdon gebehten, wo ichs nicht gantz
außtringken würde können? Dann mir
vor mehreren nachfolgenden Trüngken,
(wann ich dieses so leichtlich, eingegoßen
hette?) angedroẅeter maßen, noch viel
bänger wahr, und das ich dann, also
blitzvoll einge grobheitt begehen dörfte!


Der Cammerherr, hette es zwahr, dem
Kayser, wieder inß ohr gesaget, undt
wehre also, hindter dem Kayser, stehen
blieben, den Seßel haltende, und wehre
nicht wieder zu mir geschickt worden.
Jch hette aber, auß Kayserlicher Mayestät mine ver-
mergktt, das Sie meine rationes,
und protestationes, nicht admittiren
wollen. Sondern, wehren stehen blieben,
hetten sich oft umbgesehen, nach der Schen-
cke, und wo das Tringkgeschirr geblieben,
das ich solte bescheidt thun. Sie hetten mir
aber nichts gesaget, sondern mit der Kayse-
rinn, dem Könige, und Churfürsten von Meintz, per intervalla || [[Handschrift: 91v]]
geredet, und doch gewiesen, das es ihr ver-
drießlich, so lange stehen zu bleiben, undt
auf mich, zu wartten. Meine beysitzer,
(darundter sich der Bischof von Oßnabrügk,
auch endtlich gefunden, zu anfangß aber nicht)
hetten mich fleißig vermahnet, ich solte mein
protestiren, und importunas preces, einstellen,
und dem oberhaüpt, keine bedinge, also
vorschreiben, und Jhre mayestät (so unhöflicher
unverantworttlicher weise,) nicht sich
Müde, <Matt ohne das am Podagra> und verdroßen, stehen laßen, auch
Sie, und die gantze compagnia <nicht länger> aufhalten.


Als ich nun gesehen, daß es anderst nicht
sein können, oder wollen, hette ich, nach mancher-
ley Tergiversiren, endlich in das schuldige
bescheid zu Thun, gewilliget. Allein, kein
Cammerherr, noch vffwärtter, noch meiner
eigenen Junckern, pagen, noch leütte keiner
hette sich finden wollen, der es den becher
hette wollen, vor mich, einschengken
laßen, die meynigen hetten sich absentirt
und verlohren, die Kayserlichen, undt der
andern herren, aufwärtter, hetten es auch nicht || [[Handschrift: 92r]]
thun wollen. Jch hette mich sehr geschähmet, und
niemand bekommen können, der Sie hette rufen
wollen, die beysitzende hohe haüpter, hetten
sich, theilß erzürnet, theilß meiner gespottet.
Der Kayser, wehre noch stehen blieben, hette
mich aber gar Sawer angesehen. Ein unbe-
kandtes Maul, undter dem hauffen, hette
gesaget: Jch wehre nicht werth, daß ich mit
dem Kayser, eßen sollte, undt das
der Kayser, so viel gepränge mit mir machte.
Meine beysitzende hetten aber immerforth
mich gepreßet, mit Stichelwortten, dem
Römischen Kayser, einmahl bescheid zu thun.
Jn dieser ängstlichen TrinckSorge, erwachte ich!


Hò ricevuto hoggi, (per grazia d'Jddîo,
qual ne sîa lodato, e ringraziato) due lettere
del mio benedetto figliuolo, Viktor Amadeus ilquale
hà passato, non solo, sicuramente, mà anche
con prospero successo, e bellissimo tempo, non sola-
mente, le Alpj, mà ancora l'Appennino!
Jl Nostro Signore Jddîo, gli dia ancora felicità
e contento! mantenendolo, per un istromento,
della sua gloria! e per un degno Nutritio, della Chiesa, di Dîo.

|| [[Handschrift: 92v]]


Die Avisen geben: daß Kayserliche Mayestät annoch
gar geschäftig seye die deliberanda,
gravamina, und Justitziensachen, zu Regenspurg
zu promoviren.


Der hertzogk, von Lottringhen, aber, seye, mjt
der verglichenen Satißfaction, keines weges,
content, wolte nur 3 plätze, evacujren,
und 8 plätze, innebehalten.


Mit der vechte, seye alles richtig.


Vor Brehmen, schantzen noch die Schweden. Sie
haben im Fürstenthumb Brehmen, einen
landTag außgeschrieben, undt darzu, die
landStende, wie auch die Stadt Brehmen,
erfordert, und citationes affigiret. Die
Stadt aber, hat jhre citationes, abgerißen.


Jn Schweden, wie auch, in Preüßen,
sol die pest nachlaßen, und remittiren,
ob schon die Königin, und der hof, nacher Upsal,
entwichen.


Dennemargk, undt Staaden, wollen zur
Engelländischen alliance, sollicitirt werden.

|| [[Handschrift: 93r]]


Die reichen flotten, auß den Jndien, und Oostlanden,
seindt mehrentheilß jn salvo, in den Niederländischen
haven, arriviret. Es wirdt wiederumb,
eine stargke flotta, armirt, gegen das voriahr.


Die Engelländer, armiren auch, sehr stargk.
Zweene tumult, zu Londen, seindt gestillet.
Cromwell, ist krangk. Die hochländer,
in Schottlandt, haben wieder den Conte de
Argille, undt wieder das Parlament victorisirt,
erwartten secourß, von waffen, und muni-
tion, auß Hollandt. Jnterim, wird doch
noch tractirt, inter Belgas, & Anglos Parlamentarios
ob ein bestendiger friede, und alliance zu schließen?
Die Engelländer, nehmen dennoch, viel schiffe
hinweg, auch große contributiones, in ihren
landen. Das gemeine volgk, wirdt schwührig.


König in Frangkreich hat seinct Menehaud,
in angesicht, der Condeischen, undt lottrin-
ghischen armèen, (so es vergebens, endtsetzen
wollen, und im lande, gebrennet, und gesenget)
auß mangel pulvers, par accord, erobert, || [[Handschrift: 93v]]
undt die besatzung, außziehen laßen. Zu
Bourdeaulx, nimbt die pest, abe[!], undt
es floriren wiederumb, die commercia daselbst.


Roses, in Catalonien, verhoffen die Span-
nischen, zu recuperiren.


Briesach, wirdt von den Spannischen, durch
intelligentzen tentirt, undt der König
in Frankreich hat befohlen, oder der Cardinal
Mazzarinj, man solle sich, beyder Gou-
verneürs des Conte de Harcour, undt
Conte de Charlevoyx, versichern. Sie
præsentijren es aber, und nehmen sich in achtt.


Die Engelländischen verarrestirten Schiffe,
in Frankreich seind alle vom arrest, liberiret.


Jn Jtalien, ist StilleStandt zwischen
Spannien, undt Frangkreich, undt
die Frantzosen, raysen interim nacher
Meylandt, spatziren, selbige Stadt, zu besehen.


Der Cardinal d'Este, ist, als ein
Extraordinarius Ambassador vom Könige in Portugall,
mit einer Compagnie Sperreütter, zu Rom, eingezogen.

|| [[Handschrift: 94r]]


Der Türgke, undt die Venezianer, continujren
annoch, ihren krieg, per mar; e per Terra.
Auß Clissa seindt etzliche Türgken,
außgefallen, und haben iämmerlich eingebüßt,
durch die Morlacchj, so Sie überfallen.
An des General Foscolo Stadt, ist General
Mocenigo, wieder einkommen.


Jn Polen, sol die pest, noch graßiren,
wie auch die ankommenden Tartarn,
undt Coßacken, so auf den König, anziehen.


Die repreßalien werden vorgenommen,
zwischen Polen, und Engel[l]andt, wegen
14 Nunnen, so auß Frankreich in Polen gewoltt,
und von den Anglis, undterwegens spoliiret,
undt geplündert worden.


Die Repreßalien, in Frankreich auch mit
den Engelländern, seindt numehr vfgehoben,
wiewol der König in Frankreich im Nohtfall, seine
Seearmada, den Staaden, zur assistentz, praesentirt.


Der König, in Frankreich hat, dem kleinen Printzen
von Uranien, einen Baston de Maréchal de France, nebst
einer Pension, von 12000 krohnen, iährlich, offeriret. et cetera

|| [[Handschrift: 94v]]

Mittwoch den 14den: December 1653.


<Tuft. Nebel. postea: Froßt, und käldte.>


Jn die kirche, undt wochenpredigtt. perge


Schreiben vom Neuen Jahr dilatorisch, <item: von Gröptzigk.>


Philipp Güder bey mir gehabt, und wegen der BierSteuer commission gegeben.


Extra zu Mittage gehabt, Doctor Mechovium, undt
den hofprediger Mencelium, wie auch, Doctor Fischern.
perge


Rindtorfs, krangke Fraw, hat heütte
die Donation, der gerade, jhrem Jungkern,
solenniter übergeben. Gott gebe zu segen!


Post von BallenStedt. perge

Donnerstag den 15den: December 1653.

<5 Räphühner hat Schlegel gefangen.>

<Frost. <Morgens> gelinde. <Mittags> Nebel. abends.>


Jch habe diesen heüttigen Tag, post sacra
peracta, mehrentheilß mit schreiben,
zugebracht, [s]ür tout; a Vienne et Silésieb[.]


Dieu face reüssir! & prosperer, nos desseings!


Hanß Bötticher, ist mit Zerbster Bier,
von Zerbst, und mit Fischen, <Quappen> von Deßaw,
wiederkommen.

<Frost den Tag. Zu abends, nebel.>


Post von Deßaw, mit schö Ballenstedt.


Conversatio, mit Jehna, und Schlegeln,
welcher dimission erhalten. Je l'ay contentè!


Jtem: mit Magistro Mencelio. perge

|| [[Handschrift: 95r]]

Samstag den 17den: December 1653.

<Kälte mane. Windt, etwas regen, a Meridie.>


Oeconomy: undt rechungssachen vorgehabt.


Conferentzen, mit Jehna.


Briefe von Ballenstedt, Jtem: von Plötzkaw.


A spasso nachmittags hinauß geritten,
mit Carolo Ursino, und ein par vom Adel.
haben aber nichts gefangen.

Sonntag den 18den: December 1653.


Am heüttigen vierdten Sontage des
Advents, hat Er Marggravius, hieroben
aufm Sahl geprediget. Jst extra
zu Mittage, behalten worden.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist heütte Nachmittags
gen Plötzkaw, excurriret, (toute seüle,
sans filles) mit einer Jungfer, (und anderm
comitat, zu Roß, so heütte wieder zurügkec kömbtt.)
Gott geleitte Sie! und gebe sana consilia!


Nachmittagß, bin ich in die kirche
undt catechisation gezogen, mit Carolo Ursino.


Einsidel, ist noch diesen abendt, mit meinen
pferden, (dahin er, Meine herzlieb(st)e gemahlin, gelifert) wie-
derkommen. <Jehna, hat mir valediciret. perge>

|| [[Handschrift: 95v]]

Montag den 19den: December 1653.

<Schnee. Nebelicht per intervalla.>

<2 hasen, Hans Balthasar Oberlender.>


Wochenzettel revidirt.


Rechnungssachen, calculjret.


Christoph von Jehna, nacher Ballenstedt, gesandt.
Gott gebe, zu gesegneter expedition!


Jn erwartung Cantzlers Milagij, habe
ich, mit Paul Ludwig conversiret.


Postea, ist der Cantzler, gegen abendt,
ahnkommen, hat mir einen gruß, vom Kayser
undt <Römischen> Könige, gebrachtt.


Schreiben von Croßen, und Regenspurg[.]


Conferenze mit Milagio von vielen.


Die Avise[n], [m]elden:


Daß der Kayser, wieder beßer, und außgefahren
auf die Schweinhatz mit dem Könige,
nicht ohne gefahr, ein par herren, so von
den Schweinen, geschlagen worden.


Jn puncto justitiæ, wirdt fleißig laboriret.


Der Fürst von Lobkowitz, ist in den Fürsten-
rath, persöhnlich kommen, und allen Fürstlichen
gesandten, der alten haüser, vorgetretten,
undt vorvotiret, contra stylum.

|| [[Handschrift: 96r]]


Die Fürsten, undt Gesandten, machen sich meh-
rentheilß, hinweg von Regenspurgk.


Don Giovanni d'Austria, lieget noch vor Roses, undt
stringiret es hart. Die Frantzosen, können es nicht
endtsetzen. Die Spannier, straifen schon, in Provence,
undt Languedocq. Der König in Portugall,
ist mit 12000 Mann, in Castiglien, eingefallen.


Die venezianer, haben mit dem Türgken,
zu waßer, undt lande, noch viel zu schaffen.


Savoya, wirdt numehr vor gantz Frantzö-
sisch gehalten, und feindt der Spannier. Durch
seine alliance, macht sich auch Bayern, am
Khayserlichen hofe, verdächtig.


Chur Pfaltz, ist mit seinem vetter pfaltz-
graf Ludwig Philips, verglichen, zu großem
abbruch, und nachtheil, dieses seinen vettern.
und mit des Churfürsten, großem fortheil.


Briesach, stehet auf dem Sprunge, daß
es, durch intelligentzen, des Conte de Har-
cour, Charlevois, undt anderer, dörfte
in die handt des Königs in Spannien, gespielet
werden, wiewol der Cardinal Mazzarin contraminiret.


Saint Menehaud, ist gewiß über. Der König in Frankreich
ist persöhnlich, davor gewesen, hat den Außländern,
freyen abzug, nicht aber den Frantzosen, vergönnet.

|| [[Handschrift: 96v]]


Die Düchesse de Longueville, des Printzen
von Condè, Schwester, ist wieder, mit
ihrem herren versöhnet, und verglichen.


Die Tractaten zwischen Holl: undt
Engellandt, gehen noch stargk forth, ob
wol etzliche, am succeß zweifeln.


Cromwell, desarmirt die bürger
und Jnnwohner zu Londen, undt
leßet die armèe herbey nahen.
Er will Protector Angliæ, und aller
dreyer Königreiche sein, undt daß
Parlament (welches darwider ist)
verändern. Die bergSchotten
seindt noch in armis, verlangen nach
waffen, proviant, und munition,
Die prediger disputiren daselbst, mit
den Remonstranten.


Die Staaden, und Engelländer,
rüsten so viel Schiffe auß in die See,
alß noch niemalß, undt bestellen
ihre gewiße SeeOfficirer, in den Provintzien,
so an den Seekandten liegen.

|| [[Handschrift: 97r]]


König in Frankreich offeriret den Staaden Calais, auch
große geldhülfe[n], wo sie den krieg, contra
Engellandt, continuiren, undt dem König in En-
gellandt, treẅlich helfen wollen?


Die Pest höret auf, zu Dantzigk, Stock-
holm, in Polen, in Oesterreich, Gott lob!
Die Könginn in Schweden ist gleichwol noch
zu Upsal mit der hofstadt, und hat ein
auge auf die Spannische und Englische alliance.


Jn Polen, seindt die Tartarn, undt
Cosagken, auf das Königliche läger, (welches
an hunger, geldmangel, undt an den
Seüchen, große noht gelitten) angezogen,
dörften friede machen, oder eine bluh-
tige battaille lifern, wiewol der Ge-
neral Chmielinßky, zum friede, sich abermahl
geneigt erweisen soll, undt der Tartar Cham[!],
mit seinen Mursen, undt Horden, gerne
wieder nach hause, eilete.


Der Hertzogk von Gottorff, hat den lange
<in> Arrest gehalten, endtwichenen Moßkowiter,
dem Moßkowitischen Gesandten2, in die hände lifern
lassen, dörfften übel mit ihme verfahren.

|| [[Handschrift: 97v]]

Dienstag den 20ten: December 1653.


<Frost.>


Nach vielen conferentzen, mit dem
Cantzler Milagio, (nach dem er
gestern abendt, undt heütte, zue
Mittage, mit Mir mahlzeitt
gehalten, undt geehret worden,
habe ich ihn, in gnaden, dimittirt,
nacher Cöhten, undt Deßaw.


Materia discursus; mehrentheils:
1. wegen der ordinarij Reichsdeputation.
2. wegen Ascanien. 3. Gernrödische lehen.
4. Magdeburgische compactatsachen.
5. Navigation. 6. Pfaltzgraf Ludwig
Philips, vergleich, mit Chur Pfaltz.
7. Eröfneter brief, an Kayser, in causa
Servestana. 8. Ob die 100
ersten RömerMonat, bewilliget?
9. Reichßlehen, und Bambergische lehen.
10. Neẅer Fürsten, competentz.
11. Haberfeldts lästerbuch.
12. Waßembergij refutation
halben.
<13. Oldenburgische sache, contra Brehmen, und OstFrießlandt.> || [[Handschrift: 98r]]
Jtem: in landtsachen: 1. Religio Reformata
Servestæ, zu beobachten. 2. Den AußschußTag,
befördern. 3. Mich einer antworth, außm
OberDirectorio, zu würdigen, wegen der
Nürnberger begehren, eines unbefugten
rests, zur Union, davor, im fall der solution,
daß gantze landt stehen, und ich nicht
alleine, angesprochen werden müßte.
4. Theilung, mit den SenioratAemptern
ahnzustellen, zu verhütung künftiger
dißensionen, bey der Posteritet.
5. Die hollsteinisch Norburgischen undt Teck-
lemburgischen ehegelder, dem Seniorj, zur beför-
dersahmen hülfe, zu recommendiren,
sonderlich, weil ich umb vorbitte, undt
kräftige cooperation, ersucht worden.
6. Meiner Stadt Bernburgk, zu schaden
und Nachtheil, die viele brawen,
und Schengken inhibitiones, (so unbe-
fugter weise, angeordnet) abzustellen,
zu Plötzkaw, Güsten, Niemburgk,
warmbstorff, Wulfen, etcetera sonst kömbt
die SteẅerSache, in decadentz. et cetera

|| [[Handschrift: 98v]]


Meinen Cammerdiehner, Ludwig Röber habe ich heütte
nacher Deßaw, ad sororem geschigktt.
Gott gebe, zu glück!


Meine herzlieb(st)e gemahlin, habe ich, durch
meine kutzschpferde, von Plötzkaw,
wieder abholen laßen, undt einen vom
Adel, Einsidel, wie vorgestern, mittgesandt.


Doctor Fischer, der Medicus, jst auch heütte zu
Mittage, behalten worden, extra et cetera[.]


Jehna, ist von Ballenstedt, wol wiederkommen.


Böse briefe, und anmahnungen, wegen
Ernst Herzogs zu Sachsen Gotha von Rudelstadt, und Rheinstedt.


Der Knüttel, lieget allezeit, bey dem
hunde. Nül pain; sans peine!


Wallwitz, ist von Deßaw, wiederkommen.

Mittwoch den 21. December 1653.

<Käldte.>


Jn die kirche, undt wochenpredigtt,
mit Carolo Ursino.


Den Amptmann, Georg Reichardt bey mir gehabtt.
Jtem: den von Wallwitz, welchem ich,
beweglich condoliret, <von> wegen des abster-
bens, seines Sehligen lieben Frommen vatters.

|| [[Handschrift: 99r]]


Der Schwartzenberger ist auch, bey Mir gewesen,
von Magdeburgk wiederkommende.


Die Jungfer Krosigkinn, ist von Cöhten
anhero kommen.


Neuiahres briefe, vom Könige in Dennemargk[,]
von Sonderburgk, undt von Reetwisch.

Donnerstag den 22ten: December 1653.


<Regen.>


Hans Balthasar Oberlender, nacher Deßaw geschicktt.


Jn andern Oeconomy quisquilijs labo-
riren müßen.


Den hofraht, Paul Ludwig bey mir gehabtt.


Ludwig Röber ist von Deßaw, mjt briefen wiederkommen.


Conversatio, mit Jehna, undt mjt Magister Menzelius[.]


Jch habe einen scharfen herben brief, gedrugkt,
gelesen, welchen graf Johann von Naßaw,
Jtzstein, von Sarbrügken, an seinen Sohn,
graf Johann den iüngern, undt eintzigen,
von selbiger linien, darumb abgehen
laßen, weil er zu Regenspurgk, vom
luttrischen glauben, abgefallen, undt
Päbstisch worden. Er verfluchet, undt ver-
wüntzschet ihn, iämmerlich, Suchet doch, ihn zu reducjren.

|| [[Handschrift: 99v]]

Freitag den 23ten: December 1653.

<3 hasen.>


<Regen. perge>


Wallwitz, und Jehna seindt nach Agken, in
Madame geschäften. Gott wolle sie geleitten!


Carl Ursinus habe ich, in examine zugehöret.
Gott stärgke, und vermehre seine profectus!


Extra: Doctor Fischer, zu Mittage, gehabtt.


Jtem: den buchbinder favorisiret mit
promotion, zu seinen nuptijs. Er heißet:
Christof Carll. Gott gebe ihm segen!


A spasso, gegen abendt.


Conferentzen, mit Sekerka, mitt
Einsideln, und Magistro Mencelio.
et cetera


Jn Publicis, addreßen gemacht, nacher Plötzkaw
et cetera[.]


Ein Schwein, und Rehe von Deßaw,
per Hans Balthasar Oberlender, (theẅer genung)


Ein schön Rehe, von BallenStedt,
2 haselhüner, und andere Victualien.


Wallwitz, und Jehna, seindt
(re infecta) von Agken, von dem Moro-
so creditore, Licentiat Keppe, wiederkommen.

|| [[Handschrift: 100r]]

Samstag den 24ten: December 1653.


<gelinde wetter.>


Præparatio ad Sanctam Synaxim, post sacra,
ordinaria, et Oeconomica, peracta! perge


Gerste von Gröptzigk, ist ankommen.


Jn die vorbereittungßpredigtt, mit
Carolo Ursino, gezogen. Gott
stärgke unß zur hochwürdigen Commu-
nion, mit seinem Heiligen Geist! und gaben!


Zwey Relationes, seindt von Regenspurg ankommen.
Chur Brandeburg undt Chur Pfaltz, animiren
die Evangelischen im Fürstenraht, welche die
Parification, im Churfürstenraht gerahten,
undt die Maiora, in den collecten, nicht
gelten laßen wollen. Dieses offendirt die
Römische Kayserliche Mayestät undt die Päbstlichen Churfürsten.


Fürst von Lobkowitz, hat seine erste Stelle
im Fürstenrath genommen, vor den gesandten
der alten Fürstlichen haüser, und erst vor ihnen votiret,
(nach dem er von Oesterreich, jntroduciret worden)
nemine contradicente. Mit Lottringhen
wirdt stargk tractiret, wegen der evacuation
der plätze, undt außzug, von des Reichs bodem[!].

|| [[Handschrift: 100v]]


Man besorget einen einfall vom Türgken, in Un-
garn, und in die Erblande. So sol auch der König
in Polen, eine Niederlage, erlitten haben. vor
den König in Engellandt, wegen seines subsidij,
discrepiren die vota. Das Churfürstliche collegium aber,
hat 4 RömerMonat zu geben bewilliget.


Die Geistlichen und welttlichen Fürsten, seindt
fast alle hinweg, von Regensburg[.] Pfaltzgraf Ludwig,
nach dem er sich mit Chur Pfaltz, verglichen,
undt viel nachgegeben, ist in procinctu
gleichmeßig vfzubrechen, und nachm Berlin.


Auf der Schweinhatz zu Straubingen, ist
des Römischen Königs, hartzschirer[-], undt
Trabanten hauptmann, die graven Strozzi
und Rabbata, überloffen, und übel zerhawen
worden, sonderlich der eine, so vor Todt aufgehaben3
worden, hat aber numehr, am leben, keine Noth.


Der Kayser, hat sich, wegen der Evangelischen
in den Erblanden, auf die bewegliche jnter-
cessiones, mit guten vertröstungen, endtlich
wol erklähret, und herauß gelaßen.


Des Königs, in Hispanien, GeburttsTag,
ist zu Regenspurgk, solenniter celebrirt worden. || [[Handschrift: 101r]]
Dem Könige in hispanien, wirdt zwahr, zur Recom-
penß der evacuation Franckenthalß, (über davor
schon erlegte, 18 Römer Monath,) Besançon ein-
gereümet, undt vom Reich, abgerißen, iedoch unbe-
schadet ihrer privilegien, und habenden jmmuniteten.


hertzog Christian, <von Mecklenburg> hat seinen Obrist leutnant Stellmacher
zum Kayser, geschickt, umb einstellung der com-
mißionen, in sachen, so ihn, und seine dissentirende
gemahlin betreffen, gebehten, und vorgegeben,
seine Sache, wehre undter den handen, des Con-
sistorij, zu Ratzeburgk, recht zu sprechen.


Der Kayser, und König, seind wiederumb, auf
einer Schweinhatz, zu Jngolstadt gewesen,
undt haben, in die 52 Sawen, gefangen.
Alleine, Jhre Kayserliche Mayestät haben, wegen dero
eine zeittlang hero, gewöhnlicher beschwehrung
an Schengkeln, der iagtt, nicht beywohnen
können, Sondern sich, zu Jngolstadt, inne gehalten,
darnach, aufm waßer, der Thonaw, wieder
herundter, zu Schiffe, bringen laßen.


Jn puncto justitiæ, & gravaminum, wirdt auch
gar fleißig, zu Regenspurg consultiret.


Die morosj so die vechtischen Satisfactiongelder, noch nicht
gezahlet, sollen vor die gehorsahmen, exequirt werden.

|| [[Handschrift: 101v]]

Sonntag den 25ten: December 1653.


Am heüttigen ChristTage, bin ich
alhier zu Bernburgk, mit Carolo Ursino,
zur kirchen, vorm berge, gefahren.
Wir haben predigtt gehöret, gesungen,
gebehtet, darnach, mitteinander,
das Heilige Abendmahl, in feiner frequentz
gehalten. Gott stärgke, seine gemeine!
von Tage, zu Tage, undt erhalte leib,
undt Sehle, unsträflich, biß auf die zu-
kunft, Jesu Christj!


Conferentz, mit Jehna, in sacris, & Prophanis.


Nachmittage wieder in die kirche, undt
predigtt, des hofpredigers Mencelij wiederumb.

Montag den 26ten: December 1653.


Schreiben von Siena, des es (Gott lob) aldar
Meinem Sohn, noch wol gehe. Gott helfe ferner, gnädig[.]


Die Avisen geben: daß der Kayser unpaß,
und einen Palatinum in Ungarn, im vorschlag habe.


Jtem: das der Bischoff von Münster, von Regenspurg
abgerayset, dieweil es mit der Vechte evacuation || [[Handschrift: 102r]]
nicht forth will. Jn Publicis, wirdt deliberirt, undt
die Evangelischen Churfürsten halten es mit den Fürsten,
wegen der parification, auch ordinarij, und extraordi-
narij Deputationen. heßen Caßel, accordirt
mit Landgraf Ernsten, gleich wie (mutatis mutandis)
Chur Pfaltz, mit Pfaltzgraf Ludwigen.


Engelländisch Parlament, und Staaden, con-
trahiren noch mitteinander, wiewol mit geringem
succeß. Die armaturen aber, gehen wol von
statten, beyderseitß, Sie nehmen einander, von
beyden Theilen, viel Schiffe hinweg. Die
Schottländer, stärgken sich, sehr, vorn König.
Cromwell, offendirt iedermann, auch die
Stadt Londen, die er disarmiren will. Das
Parlament, findet sich darahn offendiret.
Will weder, von einem Könige, noch von einem
Protectore Angliæ, hören, bey leibsStrafe.
Jnterim: desarmirt Cromwell, die bürger, zu
Londen, und leßt seinen exercitum herbey rügken.
Dörfte, einen seltzahmen außgang gewinnen.
Schweden tractiret auch, mit Engellandt, wegen
beförderung, der Commercien, und will sich interpo-
niren, zwischen den Staaden, und dem Parlament.

|| [[Handschrift: 102v]]


Der König in Franckreich tractirt mit den Staaden,
eine alliance. hat den Prince von Condè, aufs
neẅe, in die acht, erklähret, seine gühter
confiscirt, und deßen schlößer destruirt.
Der Düc d'Orleans, träget noch bedengken,
auf vielfältige einladung, am Königlichen
hofe, zu erscheinen, und sich zu sistiren.
Die Spannische armèe, in Catalonien,
sol, von den Frantzosen, geschlagen sein.
Briesach, wirdt tentirt, durch intelli-
gentzen, von Spannien, Lottringhen, und andern.


hertzog von Lottringhen, will mit den ange-
bottenen 300000 ThalernThlrn: zu Regenspurg (ohn-
erachtet sein gesandter Fournier, sol-
ches acceptiret) nicht zufriedend sein.
Pfaltz Neẅburgk, nimbt <ezliche> plätze undt
Schlößer, durch seine Soldaten, in den
Gülichischen[,] Cleveischen und Bergischen landen
ein, weil dieselben, in die grafschafft
Schawenburgk, gezogen worden.
Seine, und der Stadt Lüttich völgker, haben
die Lottringher Soldaten, abgetrieben.

|| [[Handschrift: 103r]]


hertzogk von Lottringhen, will seine <winter>quartier, im Elsaß
nehmen. Chur Cölln, opponirt sich auch, ihrem beginnen.


König in Polen, sol von den Tartarn, undt
Cosagken, in seinem verschantzten läger,
umbringet, undt gleichsam belägert
sein, da er kawm 15000 Mann stargk[,]
hingegen seine feinde, in die 100000 Mann
stargk, sein sollen. Die Ungarn
und Moldawer Soldaten, wie auch
die Pollnischen hüvenSoldaten4, gehen
von dem Könige, hinweg, inmaßen
auch der Reichßmarschalck undt
Crohne Fendrich5, dißgustirt, vom Könige
abgegangen sein sollen.


Der Ertzbischof von Saltzburgk, (mein
guter bekandter,) ein <gewesener> graf von Lodron,
ist, jm 68. iahr, seines allters, gestorben.


Jn den Schlesischen Fürstenthümern, sol von
den Kayserlichen Commißarien, mit großer Schärfe,
das Reformationwergk6, forthgestellet werden.


<Nota Bene[:] die predigten haben wir gehöret, vormittags Magistrum Mencelium, aufm Sahl, Nachmittags Jonium, in der kirchen. et cetera>

|| [[Handschrift: 103v]]

Dienstag den 27ten: December 1653.

<3 hasen, Carl Ursinus gehezt[.]>

<Windig.>


Doctor Mechovius, ist bey mir gewesen, und extra:
zu Mittage, behalten worden.


Conferenze, mit ihm, und Jehna in publicis.


Discorsj, mit meiner gemahlin Liebden und den Domesticis.


36 feine kuppelpferde, seind alhier durch-
paßiret.


Briefe, nacher Deßaw, und Sena, geschrieben.


<Neu iahres briefe und grüße von Norburgk in schlechten terminis.>

Mittwoch den 28. December 1653.

<gran Vento, sta notte.>


Ludwig Röber nacher Deßaw geschickt. Deus de<t> fælix iter!


<Nota Bene[:]> Der windt hat diese nacht, sehr rumoret.
wiewol etzliche beständig berichten, gehört zu
haben, das es im keller, nicht allein gewaltig
gespigket, so und an den bier, und wein Faßen,
nach einander, gepocht, undt geklopfet,
Sondern auch, das es, in Meines elltern
Sohnes Viktor Amadeus' Stube, einen großen stargken
erschregklichen fall gethan, alß fiehle
das gantze hauß, übern hauffen. Gott
wolle uns, nichts wiedriges, von dem lieben
Sohn, vernehmen laßen!

|| [[Handschrift: 104r]]


Mir traẅmete diesen Morgen, es wehre hofmeister
Schwechhausen, und andere feine leütte, bey ihm
gewesen, hetten ihm, etwas aufm instrument,
undt Musicalischen seytenSpiehlen, lernen wollen,
wie vor iahren, er wehre aber gantz dumm,
und ungeschickt, (wieder seine Natur, undt
hiebevorige Munterkeitt, und capacitet!)
darzu gewesen, alß ob er allen verstandt
verlohren, und nichts hette mehr faßen können?
Wir hetten unß darüber verwundert,
das er auch geringe leichte stügklein, (wie
oft er auch angefangen, undt vergebens sich
bemühet) nicht begreiffen, noch schlagen hette
können. Schwechhausen wehre böse, und überdrüßig
darüber worden, und es hette alle umbstehe-
de befrembdet. Er Victor Amadeus, hette sichs
selber geschähmet, starre augen gemacht,
und fast kein worth mehr, reden können.
Jch erwachte darüber. Gott gebe ia, gne-
diglich, das so wol der Fall, alß der Trawm,
nichts wiederwertiges ominiren müße!
Er geleitte meinen Sohn, durch seine heiligen engel,
undt schlage eine himmlische wagenburgk, umb ihn
her, damit ihn kein unfall, kein unglück, beleidigen könne!

|| [[Handschrift: 104v]]

Donnerstag den 29ten: December 1653.


<Schnee, Regen.>


heütte ist postTag, an deme man, zu schreiben, gehabtt.


Jnterim: hat sich auch der Amptmann <Georg Reichardt> præsentiret.


Mauvayses lettres de Zerbst, touchant mon
honneste, sincere, & fidelle serviteür, & Conseiller,
Christofle de Jehna, persecütè a tort, dü Prince
Jean, & de ses Conseillers pervertis! <Dieu face triompher, la bonne cause! et Veritè! perge>

Freitag den 30ten: December 1653. perge

<3 hasen, Tobias Steffeck von Kolodey gehezt.>


Die 48 EckerSchweine, seindt von Deßaw,
auß der Maßt, <nicht gar Fett> ahnkommen, gestern abendt,
undt mein kammerdiehner, Ludwig Röber diesen Morgen, mit briefen.


Philipp Güder bey mir gewesen, in Oeconomysachen.


Relatio von Regenspurg Numero 56. Man hat Pfaltzgraf
Ludwig Philips, in person, beliehen, mit dem
Fürstenthumb Simmern, nicht aber mit Lauttern.
Er ist von Regenspurg abgerayset. Gehet nacher Dreßen[!],
undt nachm Berlin, undt Croßen.


Hertzog Julius heinrich, von Sachßen, hat
weydlich spendiret, undt schmiralien gegeben,
auch dadurch, die erhöhung des Elbzolls, zu
Lawenburgk, den Mecklenburgischen zöllen gleich,
erhalten, (vor seinem abraysen) vom Kayser,
mit bewilligung der ChurFürsten.

|| [[Handschrift: 105r]]


Die Admission, der Fürsten, Piccolominj, Dietrichstein,
undt Awerspergk, ist in pleno urgiret worden.
Darwider aber, Naßaw, (alß vergeßen,) protestiret,
wiewol noch 6 Fürsten, einzunehmen sein sollen,
nemlich: Graf Johann Moritz von Naßaw,
Jtem: Naßaw Dillenbergk, Naßaw Sigen,
Naßaw hadamar, Naßaw Sahrbrügken,
undt der zu Regenspurg angekommene, Fürst von Salm.
Man vermeinet aber, Sie werden mit der zeitt,
nicht præteriret werden. Obgedachte drey,
werden cum conditione ahngenommen, wann Sie sich
(gleich wie Lobkowitz gethan) im Reich begühtern,
vor sich, undt ihre nachkommen, auch contribujren.


Den Kayserlichen ministris, gibt zum neẅen iahr,
das Churfürstliche Collegium, 200 ReichsthalerRthlr: ieglicher Fürst,
vor sein votum, 10 ReichsthalerRthlr: iegliche Grafen-
bangk, 50 ReichsthalerRthlr:[,] das Städtische collegium,
200 ReichsthalerRthlr: Jst ein fein geschengke.


Zwischen Verden, und dem hause Braunschweig,
hat es auch des vorvotirens wegen, disputata
gegeben, pro: undt reprotestationes.


Oesterreich, trachtet, nach der neẅen wahl, des
ErtzStifts Saltzburgk. Der vorige Ertzbischoff, ist
drey Monat lang, krangk gelegen, und hat 35 iahr regiert.

|| [[Handschrift: 105v]]


Die satißfactiongelder, wegen der Vechte
werden innstendig urgiret, undt contra
morosos, die execution gedroẅet.


Der iunge Krosigk von Alßleben, ist extra
zu Mittage, gewesen. perge


Post von Ballenstedt.


A spasso, den gartten, das Forwergk,
die <ecker>Schweine, zu besehen.


Conferenze, mit Jehna, und Magistro Mencelio.


Neẅe iahrs briefe, von Plötzkaw, Harburgk
undt andern orthen.

Samstag den 31ten: December 1653.

<Schnee, regen, Schlagkenwetter.>


Doctorem Levinum Fischerum, meinen leibMedicum, bey Mir
gehabt, und consulirt, wegen der Rindtorfinn,
weil Doctor Micheln, auch alhier ist. Doctor Mechovius mejn
CammerRath, ist auch darzu kommen, wie auch
Rindtorf, undt Tobias Steffeck von Kolodey und haben ein feines
Consilium Medicum, friedlich, undt ein-
trächtiglich, obgedachter beyder Aertztte,
über der Pazientin, mitt angehöret,
wiewol Doctor Brandt, mit großem disgusto, des Doctors
Mücheln, außen geblieben, und die Conferentz refugiiret.


Textapparat
a Die Klammer ist ebenfalls zu streichen.
b Auflösung unsicher.
c Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Person nicht ermittelt.
2 Beide Personen nicht ermittelt.
3 Hier: aufgehoben.
4 Bedeutung nicht ermittelt.
5 Personen nicht ermittelt.
6 Hier: Werk der Gegenreformation.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1653_12.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
Admission
Zugang, Zulassung, Zutritt
admittiren
gestatten, zulassen
affigiren
aushängen, anheften
Ambassador
Gesandter, Botschafter
animadvertiren
bemerken, zu Herzen nehmen
Armatur
Rüstung
arriviren
ankommen, eintreffen
Ausschußtag
Versammlung eines landständischen Ausschusses
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Beisitzer
Tischnachbar, Teilnehmer einer Tischrunde
beleidigen
jemandem etwas Nachteiliges zufügen
beleihen
belehnen
Bescheid tun
einen Zutrunk oder Trinkspruch erwidern, jemandem zutrinken, zuprosten
besorgen
befürchten, fürchten
Brustfluß
Entzündung der Lunge
Capacitet
Fähigkeit
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commercien
Handelsgeschäfte
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
Compactatsache
Vertragsangelegenheit mit einer ranghöheren Person (z. B. Lehnsherr)
compesciren
bezähmen, bändigen
Competenz
Rangkonflikt
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
Confirmation
Bestätigung
consuliren
um Rat fragen, zu Rate ziehen
consuliren
beraten
consuliren
einen Rat geben
consultiren
(gemeinsam über etwas) beraten, beratschlagen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contrahiren
einen Vertrag schließen, schriftlich übereinkommen
contraminiren
entgegenarbeiten
contraminiren
einen Stollen graben, um das unterirdische Legen von Pulver zur Sprengung von Befestigungsanlagen durch den Feind zu verhindern
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
correspondiren
sich gebührend verhalten
defendiren
verteidigen
deferiren
genehmigen, bewilligen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
deprimiren
niederdrücken, unterdrücken
dick
dicht
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
Discrepanz
Meinungsverschiedenheit, Misshelligkeit
discrepiren
(in der Meinung) voneinander abweichen
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
Dissension
Meinungsverschiedenheit, Uneinigkeit
Donation
Schenkung, rechtsförmige Übereignung
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
Eckerschwein
Schwein, das mit Bucheckern gemästet wird
Ehegeld
Mitgift, Aussteuer, Morgengabe (Gabe des Mannes an die neue Ehefrau am Morgen nach der Hochzeit zum Zeichen, dass sie als Jungfrau in die Ehe gegangen sei)
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
erledigen
befreien, freilassen
excurriren
hinauslaufen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
gähling
plötzlich, unversehens
Garn
(aus Garn gewirktes) Netz (besonders für den Fisch- und Vogelfang)
Gemeine
(Kirchen)Gemeinde, Gesamtheit der Einwohner eines Ortes
genung
genug
Gerade
aller Hausrat, der nach dem Tod des Mannes der Frau oder auch einer nahen Verwandten mütterlicherseits im Voraus zusteht
Hame
Fangnetz für Fische oder Vögel
Ha(r)tschierhauptmann
Kommandeur der berittenen Leibgarde
Immunitet
Befreiung von Diensten, Aufgaben oder Lasten zugunsten der öffentlichen Gewalt
Intelligenz
Einverständnis
Intelligenz
(geheime) Zuträgerschaft, Informanten, Spitzel
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
invitiren
einladen
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
kroncken
erkranken
kroncken
krank sein
Kuppelpferd
mit einem anderen Pferd zusammengekoppeltes Pferd (ein Paar Kutschpferde)
lernen
lehren, unterrichten, (eine Fähigkeit) vermitteln
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Magazinhaus
Provianthaus, Vorratsgebäude
Meutination
Meuterei
Murse
tartarischer Adliger
offendiren
beleidigen, kränken
ominiren
prophezeien
Parification
Gleichstellung
passiren
gelten lassen
passiren
(die Zeit) verbringen, zubringen
Pension
Gnaden- oder Ruhegehalt
Pension
Kostgeld
Pension
Dienstgeld, Besoldung
Pension
Auszahlung, Bezahlung
präteriren
übergehen
Promotion
Beförderung (zu Ehrenstellen), Berufung in ein Amt, Versetzung
Promotion
Beförderung einer Sache, Unterstützung
promoviren
befördern
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
Recreditiv
Abberufungsschreiben (Aufhebung des Beglaubigungsschreibens)
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
reduciren
zurückführen
refugi(i)ren
flüchten, Zuflucht suchen
refugi(i)ren
ausweichen
Refutation
Widerlegung
Reichsdeputation
außerhalb der Reichstagssitzungen tagender Reichsausschuss
Relation
Bericht
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
Remonstrant (Arminianer)
Anhänger der Lehren des reformierten Theologen Jacobus Arminius (1560–1609), der die strenge Prädestinationslehre Calvins ablehnte und stattdessen den freien Willen des Menschen propagierte
Repressalie
Recht, sich am Eigentum Fremder für die Nichterfüllung einer Verpflichtung oder die fehlende Wiedergutmachung erlittenen Unrechts schadlos zu halten, auch wenn diese hierfür unmittelbar nicht verantwortlich waren
Reservat
vorbehaltenes Recht, Sonderrecht
Reservat
Vorbehalt, Einschränkung, geltend gemachtes Bedenken
Römermonat
monatliche Kosten für die Unterhaltung und Besoldung des Reichsheeres
Rohreif
Rauhreif
salviren
retten
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
Schenke
(zur Ehre) eingeschenktes Getränk
Schlackwetter
Wetter mit anhaltendem (Schnee)Regen
Schmieral
Bestechungsgeschenk oder -geld
Secours
Entsatz, Hilfe
Seearmada
Kriegsflotte
Seekante
Meeresküste, Seeküste
sistiren
sich einfinden, vorstellig werden
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
Solution
Zahlung
Speerreiter
mit einem Speer bewaffneter Reiter
spendiren
ausgeben, aufwenden
spiken
spuken
spoliiren
berauben, plündern
Stillstand
Waffenstillstand
stringiren
binden, verpflichten
stringiren
berühren
stringiren
abschneiden
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Supplication
Bittschrift
Teil
Partei, Seite
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
tergiversiren
zögern, sich weigern, Ausflüchte suchen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Tuft
Dunst, Nebel, Dampf
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
überlaufen
ungestüm auf etwas/jemanden zulaufen, jemanden berennen
überlaufen
jemanden durch Laufen niederstoßen, umrennen
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
veneriren
verehren, sehr hochachten
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
victorisiren
siegen, siegreich sein
vielfältig
vielfach, vielmalig, oft, wiederholt
Volk
Truppen
vortreten
das Recht des Vortritts in Anspruch nehmen
vorvotiren
vor allen anderen Anwesenden abstimmen

11. Haberfeldts lästerbuch.

12. Waßembergij refutation
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Anton Günther von Anhalt-Zerbst

geb. 1653
gest. 1714
Anm.: Sohn des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); ab 1674 in niederländischen Kriegsdiensten; 1676 Offizier in der Reichsarmee; seit 1683 in kursächsischen Kriegsdiensten; kurbrandenburgischer bzw. preußischer Obrist (1689), Generalmajor (1698) und Generalleutnant (1705); ab 1690 Kommandant in Ath (Brabant); seit 1672 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürtreffliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1615
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623); seit 1624 regierender Graf von Tecklenburg und Limburg sowie Herr von Rheda (bis 1634 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Coenraad van Beuningen

geb. 1622
gest. 1693
Anm.: Sohn des Amsterdamer Korngroßhändlers Dirk van Beuningen (1588-1648); Rechtsstudium in Leiden (1643 Promotion zum Dr. jur. utr.); ab 1643 Stadtsekretär, seit 1651 Pensionär, ab 1660 Mitglied der Vroedschap, seit 1668 Schepen sowie 1669, 1672, 1680, 1681, 1683 und 1684 Bürgermeister von Amsterdam; niederländischer Gesandter in Schweden und Dänemark (1652/53), Dänemark (1657), Frankreich und England (1660); 1673-1676 und 1682/83 Mitglied der Generalstaaten; ab 1681 einer der Direktoren der Niederländischen Ostindien-Kompanie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Dorothea Louise von Börstel

geb. 1613
gest. 1653
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1635 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Ehe mit Hans Ernst von Börstel (gest. 1654).
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich (1) von Börstel

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; ab 1623 Regierungspräsident sowie Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt, danach Tätigkeit als unbestallter fürstlicher Berater; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
N. N. de Borja

Anm.: 1653 außerordentlicher spanischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag.
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Braunschweig-Wolfenbüttel, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Archibald Campbell
Earl bzw. Marquess Archibald of Argyll

geb. 1598/1607
gest. 1661
Anm.: Sohn des Archibald Campbell, 7th Earl of Argyll (gest. 1638); 1625-1628 Justice General of Scotland; ab 1628 Mitglied des schottischen Privy Council; 1637-1641 und seit 1643 einflussreicher Führer der Covenanters; ab 1638 8th Earl of Argyll; seit 1645 1st Marquess of Argyll; 1661 Hinrichtung wegen Hochverrat.

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Christoph (2) Carl

geb. 1619
gest. 1688
Anm.: Sohn des Buchbindermeisters Christoph (1) Carl (gest. 1636); um 1650/53 Buchbindermeister in Bernburg; einige Jahre vor 1650 zugleich Tafeldecker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach bis Ende 1650 kriegsbedingter Aufenthalt in Preußen; seit 1654 zugleich Schulmeister in Waldau.
Armand-Nompar de Caumont
Duc Armand-Nompar de La Force
Comte Armand-Nompar de Mussidan

geb. ca. 1580
gest. 1675
Anm.: Sohn des Jacques-Nompar de Caumont, Marquis und ab 1637 Duc de La Force (1558-1652); französischer Capitaine-lieutenant des gardes du corps (1610), Maréchal de camp (1625) und Maréchal de France (1652); 1632-1637 Maître de la garde-robe du roi; seit 1652 Duc de La Force und Pair de France.

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Pierre de Charlevoix

gest. 1682
Anm.: Französischer Generalmajor; seit 1645 Garnisonskommandant in Breisach (noch 1653).
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Graf bzw. Fürst Maximilian von Dietrichstein

geb. 1596
gest. 1655
Anm.: Sohn des Grafen Sigmund von Dietrichstein (1560-1602); ab 1614 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1622-1637 Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora (1598-1655); seit 1651 kaiserlicher Obersthofmeister sowie Mitglied und Präsident des Geheimen Rates; 1629 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
August Ludwig von Einsiedel

geb. 1644
gest. 1707
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz und Bernburg; ab 1654 fürstlicher Edelknabe in Bernburg (noch 1660); 1667-1672 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1672-1674 Offizier der Obersächsischen Kreistruppen; 1674-1676 Wittumsrat und Hofmeister der Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1613-1676) in Lüchow; 1677 Rückkehr nach Bernburg zur Verwaltung seiner Güter; seit 1679 Rat und Hofmeister des Fürsten Emanuel Lebrecht von Anhalt-Köthen (1671-1704); 1685-1692 zugleich Amtshauptmann von Köthen und Nienburg/Saale; ab 1692 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Kammerdirektor; seit 1702 auch Gesamtrat der anhaltisch-bernburgischen Gesamtkanzlei; ab 1706 zudem Landrat für das Teilfürstentum Anhalt-Bernburg; zuletzt ebenso Direktor des gesamten Fürstentums Anhalt; vgl. Andreas Knochenhauer: Das Dem Herrn gewiedmete Leben und seelige Sterben der Gläubigen [...], Zerbst 1707, S. 23-30.

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Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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Rinaldo d' Este
Bischof Rinaldo von Reggio-Emilia
Bischof Rainaldus von Montpellier
Bischof Rinaldo von Palestrina

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Alfonso III d'Este, Duca di Modena e Reggio (1591-1644); ab 1641 Kardinal; seit 1650 Bischof von Reggio-Emilia; 1653-1655 Bischof von Montpellier; ab 1671 Kardinalbischof von Palestrina.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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Nicolas Fournier von Neideck

gest. 1655
Anm.: Secrétaire d'État und Surintendant des Postes des Herzogs Karl IV. von Lothringen und Bar (1604-1675); 1653/54 lothringischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; 1654 Erhebung in den Freiherrenstand.
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

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Christoph Bernhard von Galen
Bischof Christoph Bernhard von Münster
Abt Christoph Bernhard von Corvey

geb. 1606
gest. 1678
Anm.: Sohn des Dietrich von Galen (ca. 1570-1645); Domherr, 1630-1634 Domthesaurar, 1634-1642 Geistlicher Rat, ab 1642 Domküster und 1643-1650 bischöflicher Geheimer Rat in Münster; seit 1650 Bischof von Münster; ab 1661 zudem Fürstabt von Corvey.

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

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Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels
Landgraf Ernst von Hessen-Kassel

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1641 Volontär in französischen Kriegsdiensten; danach hessisch-kasselischer Kapitän (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1648); seit 1649 Titularlandgraf von Hessen-Rheinfels unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; 1651 Konversion zum katholischen Glauben; Erbe der Mediat-Landgrafschaften Hessen-Eschwege (1655) und Hessen-Rotenburg (1658); 1663 Ernennung zum kaiserlichen Feldmarschallleutnant (Stellung jedoch nicht angetreten).

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Leopold I.
König Leopold I. von Böhmen
König Leopold I. von Ungarn
Erzherzog Leopold V. von Österreich

geb. 1640
gest. 1705
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand III. von Österreich (1608-1657); ab 1655 König von Ungarn; seit 1656 König von Böhmen; ab 1657 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1658 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1654 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Johann (2) Köppen

geb. nach 1612
gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Kanzlei- und Justizrats Johann Köppen (1584-1641); Studium in Wittenberg (1626), Zerbst (1630) und Marburg (1633-1636); Lic. jur.; danach Syndikus und Prof. juris et politices am Gymnasium illustre in Zerbst; ab 1642 anhaltisch-zerbstischer Hofrat; 1657-1664 anhaltischer Gesamtrat; seit 1664 kurbrandenburgischer Geheimer Rat; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dritte").

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N. N. von Krosigk (2)

Anm.: Um 1653 unverheiratete Angehörige des mitteldeutschen Adelsgeschlechts; damals vermutlich fürstliche Kammerjungfer in Köthen.
Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

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Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

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Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz
Fürst Václav Eusebius z Lobkovic
Wenzel Eusebius Popel von Lobkowitz
Václav Eusebius Popel z Lobkovic
Herzog Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb. 1609
gest. 1677
Anm.: Sohn des Sidonius Adalbert Popel von Lobkowitz (1568-1628); ab 1628 Fürst; kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschall (1647); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; ab 1646 Herzog von Schlesien-Sagan; seit 1647 Geheimer Rat; 1650-1665 Hofkriegsratspräsident; 1651/52 zugleich Oberstkanzler von Böhmen; 1665-1674 Obersthofmeister; ab 1670 erster Minister von Kaiser Leopold I. (1640-1705); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Paris von Lodron
Erzbischof Paris von Salzburg

geb. 1586
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Niklas von Lodron (1549-1621); Domherr in Trient (1605) und Salzburg (1606); 1616-1619 Salzburger Dompropst und Präsident der erzbischöflichen Hofkammer; seit 1619 Erzbischof von Salzburg.

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Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Graf Georg Achaz von Losenstein

geb. 1597
gest. 1653
Anm.: Sohn des Wolfgang Sigmund von Losenstein (1567-1626); 1623 Erhebung in den Grafenstand; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; bis 1637 Unterstallmeister; 1637-1651 Oberstfalkenmeister; 1640/41 kaiserlicher Prinzipalgesandter auf dem Regensburger Reichstag; 1642–1651 Landmarschall von Niederösterreich; seit 1651 Oberststallmeister; 1653 Geheimer Rat und Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

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Herzogin Christina Margaretha von Mecklenburg-Schwerin
Herzogin Christina Margaretha von Sachsen-Lauenburg
Geburtsname: Herzogin Christina Margaretha von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1615
gest. 1666
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1640-1642 erste Ehe mit Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg (1598-1642); 1650-1663 zweite Ehe mit Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin (1623-1692).

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Johannes Michaelis

geb. 1606
gest. 1667
Anm.: Sohn eines Soester Patriziers; Studium in Rostock, Leiden, Wittenberg und Leipzig; 1631 Promotion zum Dr. med. an der Universität Leipzig; ab 1633 Professor für Medizin in Leipzig; 1637, 1641, 1643, 1651, 1655, 1659/60 und 1663 außerdem Rektor der Universität; seit 1641 ebenso Leibarzt des Herzogs Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669), ab 1662 auch des Kurfürsten Johann Georg II. von Sachsen (1613-1680).

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Alvise Mocenigo
Leonardo Mocenigo

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Mocenigo; ab 1609 Mitglied des Maggior Consiglio; 1613-1615 Provveditore e Capitano a Legnago; 1621/22 Provveditore e Capitano della flottiglia di fuste del Lago di Garda; 1622/23 Provveditore ad Asola; später u. a. Provveditore sopra Danari (1633/34, 1637/38 und 1640/41), Provveditore alle Fortezze e Governatore di galea grossa (1638/39) und Kommandant einer Galeere (1645/46); 1646/47 Provveditore generale delle Tre Isole; 1647/48 Provveditore generale in Candia; 1648-1651 und seit 1653 Capitano generale da Mar.

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Graf bzw. Fürst Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg

geb. 1594
gest. 1662
Anm.: Sohn des Grafen Georg von Nassau-Dillenburg (1562-1623); 1623-1652 regierender Graf und ab 1652 Fürst von Nassau-Dillenburg; 1631-1635 schwedischer Obrist; seit 1635 kaiserlicher Generalfeldwachtmeister.

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Graf bzw. Fürst Moritz Heinrich von Nassau-Hadamar

geb. 1626
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); zunächst in hessisch-darmstädtischen Kriegsdiensten; ab 1640 kaiserlicher Obrist; 1646 hessisch-kasselischer Kriegsgefangener; 1650 Erhebung in den Fürstenstand; seit 1653 regierender Fürst von Nassau-Hadamar; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hegende").

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Nassau-Idstein, Familie
Grafen von Nassau-Idstein

Anm.: Nebenlinie des hessischen Reichsgrafengeschlechts.
Graf Johann d. Ä. von Nassau-Idstein
Graf Johann von Nassau-Weilburg-Saarbrücken

geb. 1603
gest. 1677
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig II. von Nassau-Weilburg-Saarbrücken (gest. 1627); seit 1629 regierender Graf von Nassau-Idstein.

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Graf Johann d. J. von Nassau-Idstein

geb. 1638
gest. 1658
Anm.: Sohn des Grafen Johann d. Ä. von Nassau-Idstein (1603-1677); 1653 nach Konversion zum katholischen Glauben von seinem Vater verstoßen.
Graf Johann Ludwig von Nassau-Ottweiler
Graf Johann Ludwig von Nassau-Saarbrücken

geb. 1625
gest. 1690
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm Ludwig von Nassau-Saarbrücken (1590-1640); 1651-1659 Regent der Grafschaft Nassau-Saarbrücken (als Vormund für seine jüngeren Brüder); 1656-1667 französischer Obrist; ab 1659 regierender Graf von Nassau-Ottweiler (mit Homburg, Wöllstein und Jugendheim); seit 1681 Generalwachtmeister der Armee des Oberrheinischen Reichskreises; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dünne").

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Graf bzw. Fürst Johann Franz Desideratus von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VIII. von Nassau-Siegen (1583-1638); 1638-1652 regierdender Graf (bis 1648 unter Vormundschaft) und ab 1652 Fürst von Nassau-Siegen; später spanischer General-Feldmarschall; Statthalter von Limburg (1665-1684) und Spanisch-Gelderland (seit 1680); ab 1661 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Nassau, Familie
Grafen bzw. Fürsten von Nassau

Anm.: Teilweise in den Fürstenstand erhobenes hessisches Reichsgrafengeschlecht.

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Nikolaus (4) N. N.

Anm.: Um 1653 fürstlicher "Bankkoch" in Bernburg.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Anne-Geneviève d' Orléans
Duchesse Anne-Geneviève de Longueville
Duchesse Anne-Geneviève d' Estouteville
Princesse Anne-Geneviève de Châtelaillon
Comtesse bzw. Princesse Anne-Geneviève de Neuchâtel
Geburtsname: Anne-Geneviève de Bourbon

geb. 1619
gest. 1679
Anm.: Tochter des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1642-1663 Ehe mit Henri II d'Orléans, Duc de Longueville (1595-1663).

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Graf Paul Pálffy von Erdőd
Erdődi Pálffy Pál (Gróf)

geb. 1592
gest. 1653
Anm.: Sohn des ungarischen Magnaten Nikolaus Pálffy (1552-1600); 1619-1621 und 1623/24 kaiserlicher Obrist; ab 1622 kaiserlicher Kämmerer; 1625-1646 Präsident der ungarischen Hofkammer; seit 1646 Obergespan und Burghauptmann von Preßburg sowie Geheimer Rat; ab 1649 Palatin von Ungarn; 1636 Erhebung in den Grafenstand; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Graf Joseph (Anton) von Rabatta
Conte Giuseppe (Antonio) di Rabatta
Bischof Joseph (Anton) von Laibach

geb. ca. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Anton von Rabatta (ca. 1590-1650); Erhebung in den Freiherren- (1622) und Grafenstand (1634); ab 1644 kaiserlicher Mundschenk; seit 1645 Kämmerer; später Kämmerer und Hauptmann der Leibgarde von König Ferdinand IV. (1633-1654); 1654-1664 Hofmarschall des Erzherzogs Karl Joseph von Österreich (1649-1664); ab 1664 Bischof von Laibach (Ljubljana).

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Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

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Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Fürst Leopold Philipp Karl zu Salm

geb. 1619/20
gest. 1663
Anm.: Sohn des Wild- und Rheingrafen Philipp Otto zu Salm (1575-1634); 1623 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1636 regierender Fürst zu Salm; seit 1640 kaiserlicher Obrist; ab 1647 venezianischer Obrist; 1648-1650 lothringischer Feldmarschall; seit 1656 französischer Generalleutnant für alle Truppen deutscher Nation; 1659 Generalfeldmarschall der Truppen des Rheinischen Bundes.

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Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1597
gest. 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

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Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1581
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

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Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

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Hans Schuster
Hans Schuester

Anm.: Geboren in Gemünden am Main; Bürger und Böttchermeister in Bernburg; seit 1650 zugleich fürstlicher Hofböttcher in Bernburg (noch 1655).
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Gräfin Amoena Elisabeth zu Solms-Laubach
Geburtsname: Gräfin Amoena Elisabeth von Bentheim und Steinfurt

geb. 1623
gest. 1701
Anm.: Tochter des Grafen Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643); 1654-1676 Ehe mit Graf Karl Otto zu Solms-Laubach (1633-1676).
Graf Karl Otto zu Solms-Laubach

geb. 1633
gest. 1676
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht Otto II. zu Solms-Laubach (1610-1639); seit 1639 regierender Graf zu Solms-Laubach.

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Konstantin Stellmacher

Anm.: Mecklenburgisch-schwerinischer Obristleutnant; 1653 Gesandter des Herzogs Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin (1623-1692) an den kaiserlichen Hof.
Graf Peter Strozzi von Schrattenthal
Pietro Strozzi

geb. 1626
gest. 1664
Anm.: Sohn des kaiserlichen Generals Graf Jakob Strozzi von Schrattenthal (1578-1636); ab 1647 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1656), Generalfeldwachtmeister (1660) und Feldmarschallleutnant (1663); 1648-1654 Kämmerer von König Ferdinand IV. (1633-1654); seit 1654 kaiserlicher Kämmerer.

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Esche von Wallwitz

geb. 1588
gest. 1653
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz; Kammerjunker, Kriegskommissar und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); um 1630/41 Leutnant; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reizende").

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Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Graf Franz Wilhelm von Wartenberg
Bischof Franz Wilhelm von Osnabrück
Bischof Franz Wilhelm von Verden
Bischof Franz Wilhelm von Minden
Bischof Franz Wilhelm von Regensburg

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des Herzogs Ferdinand von Bayern (1550-1608), dessen Kinder 1602 zu Grafen von Wartenberg erhoben wurden; 1614-1621 Präsident des bayerischen Geistlichen Rates; 1621-1640 kurkölnischer Obersthofmeister und Geheimratspräsident; ab 1625 Bischof von Osnabrück; 1629/30 kaiserlicher Kommissar für die Exekution des Restitutionsedikts zwischen Rhein und Elbe; zudem Bischof von Verden (1630/31) und Minden (1630-1648); 1643-1648 kurkölnischer Hauptgesandter auf dem Friedenskongress in Münster und Osnabrück; seit 1649 auch Bischof von Regensburg; ab 1660 Kardinal.

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Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

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Katharina Viktoria von dem Werder

geb. ca. 1620
gest. 1653
Anm.: Tochter des Dietrich von dem Werder (1584-1657); um 1643/52 vermutlich Hofjungfer in Dessau.
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Ärmelkanal
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Aken
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Alpen
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Alsleben
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Anhalt, Fürstentum
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Apennin(en)
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Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Ballenstedt
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Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bamberg, Hochstift
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Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berg, Herzogtum
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Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Besançon
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Bordeaux
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Breisach am Rhein
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Bremen
weiterführende Informationen
Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
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Calais
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Clissa (Klis)
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
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Danzig (Gdańsk)
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Darmstadt
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Donau, Fluss
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Dresden
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Elbe (Labe), Fluss
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Elsass
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England, Commonwealth von
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England, Schottland und Irland, Commonwealth von
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Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
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Gernrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Gernrode, Stift
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Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Gröbzig
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Großalsleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Güsten
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Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
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Halle (Saale)
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Harburg
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Heidelberg
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Highlands
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Hoym
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Ingolstadt
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Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
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Jülich, Herzogtum
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Kassel
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Kastilien, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve, Herzogtum
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Köthen
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Krim, Khanat
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Languedoc
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Lauenburg
weiterführende Informationen
Leipzig
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London
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Lothringen, Herzogtum
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Lüttich (Liège)
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Magdeburg
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Mailand (Milano)
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Moldau, Fürstentum
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Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale)
weiterführende Informationen
Norburg (Nordborg)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Oldenburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostfriesland, Grafschaft
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Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Paris
weiterführende Informationen
Pfalz-Lautern, Fürstentum
weiterführende Informationen
Pfalz-Simmern, Fürstentum
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Provence
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Reinstedt
weiterführende Informationen
Rethwisch
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roses
weiterführende Informationen
Rudolstadt
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen, (Stammes-)Herzogtum
weiterführende Informationen
Sainte-Menehould
weiterführende Informationen
Salzburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schaumburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Siebenbürgen, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Siena
weiterführende Informationen
Sonderburg (Sønderborg)
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Straubing
weiterführende Informationen
Stuttgart
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Uppsala
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Verden, Hochstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Warmsdorf
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Westindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
weiterführende Informationen
Wulfen
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Bernburg, Rat der Talstadt (Alt- und Neustadt)
Bremen, Landstände des Erzstifts bzw. Herzogtums
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Fränkisches Reichsgrafenkollegium
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Kurfürstenrat (Kurfürstenkollegium)
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichsfürstenrat
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichsstädterat (Reichsstädtekollegium)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Niederrheinisch-Westfälisches Reichsgrafenkollegium
weiterführende Informationen
Protestantische Union
weiterführende Informationen
Ratzeburg, Konsistorium
Anm.: Landesherrliche kirchliche Verwaltungs- und Justizbehörde im Fürstentum Ratzeburg.
Schwäbisches Reichsgrafenkollegium
Wetterauisches Reichsgrafenkollegium
weiterführende Informationen
Andreas Haberveschl von Habernfeld: Bellvm Bohemicvm: Recensente Andreæ ab Habernfeld Ab Anno MDCXVII, Leiden: Tuernhout, 1645. [Nachweis im GVK]
Graf Johann von Nassau-Idstein: Warhafftiger Abdruck Des von den Hochwohl gebornen Herrn/ Herrn Johansen/ Grafen zu Nassaw/ Saarbrücken/ etc. Vom dato Itzstein den 19. Septembris Anno 1653. an seinen zur Römisch Päbstischen Religion getretenen Sohn/ gethanen Schreibens etc., o. O.: 1653. [Nachweis im GVK]
Eberhard Wassenberg: Der Ernewerder Teutsche, Florvs Wassenberg: Mit Animaduersionen, Addition: vnd Correctionen deren in vorigen Eingeruckten, vngleichen Hystorien verbessert, der Warheit restituirt vnd biß Anno 1647 Continuirt, Frankfurt/Main: Anton Humm, ca. 1647. [Nachweis im GVK]