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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Januar 1654


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 106r-127r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Januar 1654
Bernburg
  • Schneefälle
  • Neujahrsglückwünsche
  • Zweimaliger Kirchgang
02. Januar 1654
Bernburg
  • Frostige Kälte
  • Wirtschaftssachen
  • Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgast
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
03. Januar 1654
Bernburg
  • Frostige Kälte
  • Gespräch mit dem Kammerschreiber Johann Senf
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgast
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Beratung mit dem Hofrat Christoph von Jena
  • Entsendung des Kammerjunkers und Stallmeisters Abraham von Rindtorf nach Ballenstedt
04. Januar 1654
Bernburg
  • Frostige Kälte
  • Abreise von Rindtorf
  • Entsendung des Lakaien Martin Haug nach Leipzig
  • Korrespondenz
05. Januar 1654
Bernburg
  • Frostige Kälte
  • Korrespondenz
  • Besuch durch den früheren Pagen Ernst Gottlieb von Börstel und dessen Vetter Friedrich von Börstel
06. Januar 1654
Bernburg
  • Frostige Kälte und Sonnenschein
  • Zweimaliger Kirchgang und Bettag zum Dreikönigsfest
  • Früherer Page Börstel, die Witwe Brigitta von Krosigk und deren Tochter Katharina als Mittagsgäste
07. Januar 1654
Bernburg
  • Kälte und Schnee
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit Jena
  • Administratives
  • Ankunft des Bediensteten Johann Berndt
08. Januar 1654
Bernburg
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Frau von Krosigk mit ihrer Tochter, der frühere Page Börstel, Menzelius und Berndt als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Gespräche mit Jena, Börstel und Berndt
  • Abfertigung von Berndt nach Schlesien
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr des Hofböttcher-Gesellen Michael aus Franken
09. Januar 1654
Bernburg
  • Frostige Kälte
  • Besuch durch Jakob Anton von Krosigk
  • Dieser und der frühere Page Börstel als Essensgäste
  • Beratungen mit Jena, dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius sowie Senf
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
10. Januar 1654
Bernburg
  • Schnee, Kälte, Sonnenschein und Tauwetter
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Beratungen mit Jena und Senf
  • Wirtschaftssachen
  • Abreise des früheren Pagen Börstel
  • Gartenspaziergang
  • Nachrichten
11. Januar 1654
Bernburg
  • Tauwetter, Regen und Wind
  • Fuchs- und Hasenjagd
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch mit Senf
  • Jonius und der Kammermeister Tobias Steffeck als Mittagsgäste
  • Nachrichten
12. Januar 1654
Bernburg
  • Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Regen, Tauwetter und Wind
  • Geldangelegenheiten
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
13. Januar 1654
Bernburg
  • Starker Nachtwind, Regen und Tauwetter
  • Geldangelegenheiten
  • Abfertigung nach Ballenstedt
  • Entsendung von Steffeck nach Plötzkau
  • Korrespondenz
  • Bericht durch Steffeck
14. Januar 1654
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Tauwetter
  • Anmeldung durch Hofprediger Menzelius
  • Administratives
  • Wirtschaftssachen
  • Überfall der fürstlichen Schafe durch vier Wölfe
  • Seltsames Verhalten einer Hündin im Frauenzimmer
15. Januar 1654
Bernburg
  • Rutschige und schmutzige Wege
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Superintendent Joachim Plato als Essensgast
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Gespräche
16. Januar 1654
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Mildes Wetter
  • Administratives und Wirtschaftssachen
  • Durchreise von Fürst Johann Kasimir mit seiner Gemahlin Sophia Margaretha
17. Januar 1654
Bernburg → Kesselbusch → Krumbholz → Bernburg
  • Schönes Wetter
  • Ritt des Kammerjunkers Wolf Curt von Einsiedel mit dem Harzgeröder Hofmeister Hans Ernst von Börstel und dem Harzgeröder Hofrat Kaspar Pfau nach Hoym und Reinstedt
  • Administratives
  • Fuchs- und Hasenjagd im Krumbholz
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
18. Januar 1654
Bernburg
  • Frost und dichter Nebel
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch mit dem Hofrat und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Abfertigung eines Boten nach Tecklenburg
19. Januar 1654
Bernburg
  • Frost und schönes Wetter
  • Korrespondenz
  • Erfolglose Wolfsjagd durch den jüngeren Sohn Karl Ursinus
  • Ankunft von Fürst Johann Kasimir und dessen Gemahlin Sophia Margaretha mit dem Rat und Hofmeister Wilhelm Heinrich von Freyberg
  • Gute Gespräche
20. Januar 1654
Bernburg
  • Mildes Wetter
  • Beratungen mit Fürst Johann Kasimir und Freyberg
  • Abschied vom anhaltisch-bernburgischen Kammerrat Dr. Joachim Mechovius
  • Aufwartung durch den früheren Pagen Börstel
21. Januar 1654
Bernburg
  • Kälte
  • Abreise von Fürst Johann Kasimir und dessen Gemahlin
  • Nachträgliches Hochzeitsgeschenk an Sophia Margaretha
  • Entsendung von Dr. Mechovius nach Dessau
22. Januar 1654
Bernburg
  • Frost, Hagel und Wind
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Diakon und Schulrektor Andreas Hesius, der Leibarzt Dr. Levin Fischer sowie Brigitta und Katharina von Krosigk als Essensgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Gestrige Ankunft des Prinzenlehrers und Altenburger Pfarrers Menzelius aus Zerbst
  • Korrespondenz
  • Beratung mit Jena
  • Spaziergänge
  • Gespräch mit der Gemahlin Eleonora Sophia sowie den Hof- und Kammerjunkern
23. Januar 1654
Bernburg
  • Gespräche mit Senf, Jena sowie dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius
  • Administratives
  • Teilnahme der meisten Hofangehörigen an der Hochzeit des Werdershausener Verwalters Wolfgang Matthias Kremplinger mit Anna Magdalena Kübitz
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
24. Januar 1654
Bernburg → Dröbelscher Busch → Bernburg
  • Frost
  • Jagd mit Karl Ursinus im Dröbelschen Busch
  • Unterwegs Treffen mit Fürst Ernst Gottlieb
  • Rückkehr von Dr. Mechovius aus Dessau
  • Erneute Teilnahme von Hofangehörigen an Kremplingers Hochzeitsfeierlichkeiten
25. Januar 1654
Bernburg
  • Kälte
  • Anhörung der Predigt
  • Mittagessen und Gespräch mit Dr. Mechovius
  • Korrespondenz
26. Januar 1654
Bernburg
  • Frost
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Wolfsjagd
  • Beratungen mit Jena sowie dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius
27. Januar 1654
Bernburg
  • Schnee
  • Gespräch mit Ludwig
  • Friedrich Gebhard von Trotha und Johann Lorenz von Lucke als Mittagsgäste
  • Audienzen für Trotha und Lucke
  • Nachrichten
28. Januar 1654
Bernburg
  • Nebel
  • Wirtschaftssachen
  • Dr. Fischer als Mittagsgast
  • Gespräch mit dem Hofbarbier Johann Wenzel Rothe
  • Nachrichten
  • Tod des Papageien von Karl Ursinus
29. Januar 1654
Bernburg
  • Frost
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Jonius und Dr. Mechovius als Mittagsgäste
  • Audienz für Jonius
  • Entsendung von Jena und des Amtmannes Georg Reichardt nach Gänsefurth und Hecklingen
  • Verzicht auf Kirchgang am Nachmittag
  • Korrespondenz
30. Januar 1654
Bernburg
  • Schnee, Kälte und schönes Wetter
  • Hasenjagd
  • Gespräch mit dem Küchenmeister Philipp Güder
  • Köthener Superintendent und Konsistorialrat Daniel Sachse als Mittagsgast
  • Audienz für Sachse
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Beratung mit Jena
31. Januar 1654
Bernburg
  • Frost
  • Andauernder Jahrmarkt
  • Nachrichten
  • Erstmaliger Aderlass bei Tochter Ernesta Augusta
  • Besuch durch Volrad Ludolf von Krosigk
  • Darbietungen von Gauklern auf dem Schlossplatz
  • Wirtschaftssachen
|| [[Handschrift: 106r]]

Sonntag den 1. Januarij; 1654.


<Schneewetter.>


Gratulationes, zum Neẅen iahr, meiner herzlieb(st)en
familiæ, und domesticis, (hinc inde) geschehen,
welche der Allerhöchste Gott, mit gnaden, er-
füllen, und zu Nutz, undt Sehligkeitt, wahr
machen wolle, in allem Segen, darbey
sonderlich auch, mein Sohn Victor Amadeus,
in frembden landen, nicht zu vergeßen.
Gott segene ihn! und unß alhier! reichlich, zu
allen Theilen. Gott bewahre, vor unglück!
vor unheyl! vor übelstandt! zu hause, und zu felde!
perge


Jn die kirche, mit Carolo Ursino, undt
zweyen Töchtern, Eleonora hedwig, und Angelica,
vormittagß, Nachmittags aber, eben dahin,
mit Carolo Ursino, undt beyden Töchtern, Ernesta
Augusta, undt Anna Sophia. Gott laße die
gute wüntzsche, (welche unß vormittagß, der
hofprediger Mencelius, nachmittags aber, der Caplan
Jonius, offentlich auf der Cantzel, wolmeinende
gethan) auf unß, und den unserigen, bekleiben,
undt überall wol gerahten, undt gedeyen!

|| [[Handschrift: 106v]]

Montag den 2. januarij; 1654.


<Frost. Käldte.>


Mit wochenrechnungen, und andern verdrießlig-
keitten, zu thun gehabtt.


Extra zu Mittage, den hofprediger, Mencelium
erfordert, undt behalten.


Noch mehrere gratulationes angehöret perge
undt schriftlich entpfangen, von dem Römischen
König, von der Churfürstinn von Croßen, vom
Marggraven von Anspach, <vom Administrator von halle[,]> Landgraven
von heßen, Darmstadt, undt Rotemburgk;
vom Graven von Oldenburgk, vom Graven
von Nassaw, Gouverneur zu Löevaerden.


Die Avisen geben:


Daß die Tractaten, zwischen den Staaden,
undt Engelländern, sich eher zerschlagen, alß
forthgesetzt werden dörften, die Engelländer
spannen ihre forderungen, gar zu hoch, dann sie
prætendiren den vorzug, die refusion aller
Schäden, und kriegßunkosten, den häringfang,
und andere unerträgliche praetensiones,
sonderlich auch, die exclusion der Crohn Dennemargk[.]


Jnterim: rüstet man sich stargk beyderseitß.
Cromwell findet Mißgönstige, und hat über || [[Handschrift: 107r]]
die 20000 Soldaten, in Londen, sich einschleichen laßen.
Die Portughesen, so den nähermahligen handel verübet,
seind eingezogen worden. Die Schotten stärgken
sich, zusampt den Jrrländern, undt etzlichen Engelländern.
Printz Ruprecht, armiret stargk zur See, vor
den König. Die Schweden, wollen in alliance
mit dem Parlament, und mit Spannien, eintretten.


hingegen, suchet Frangkreich, der Staaden
alliance, und wil ihnen, mit geldt, undt Schiffen,
reichlich assistiren. Der König in Frankreich suchet eine
amnistie zu publiciren, undt den Prince von
Condè, sampt seinem anhang, an sich zu ziehen.
Jn Catalonien, sollen die Spannier, geschlagen sein.
Jn Briesach, leßet noch der König, mit dem
Harcour tractiren, zur conservation, dieser
haüptfestung, wieder Spannien, undt Lottrin-
ghen, welche durch jntelligentzen, ge-
trachtet, dahinein, wie auch, in Philips-
burgk, zu kommen, aber biß dato, nicht gekondt.
Befort, wirdt auch von den Königlichen Frantzosen
belägert, hingegen, von den Condeischen Frantzosen,
und ihrem Gouverneür, dem Conte de la Süze,
wol defendiret. hertzog von Lottringhen, nimbt quartier
ina || [[Handschrift: 107v]]
den Gülichischen, und ChurRheinischen landen.
Die drey Geistlichen Churfürsten, wollen
sich, wieder ihn, in verfaßung stellen, wo
ferne die Tractaten, nicht forth wollten?


Zu Regenspurg sol die parificatio
der Stimmen, im Chur: undt FürstenRaht,
So dann die materia Collectarum, et plu-
ralitas votorum, also in consideration
kommen, stehet in avisen, eben auf die Maße,
wie in neẅlichster Relation gemeldet,
insonderheitt wegen Chur Brandeburgs
beyfall, undt resistentz der Römisch Cathohlischen.


Zu Napolj, will der Düc de Guise
abermalß, sein heyl versuchen, neẅe motus
zu tentiren. Der Pabst, will den
Portughiesischen Ambassador alß einen Königlichen
aufnehmen, undt es ist, der Cardinal d'Este.
Sonst, will er, etzliche neẅe Cardinäle
crejren. Er bemühet sich auch, zwischen
Spannien, und Frangkreich, einen Universal
Frieden, zu vermitteln, sonderlich aber in Jtalien,
damit der Türcke, auß Candia vertrieben || [[Handschrift: 108r]]
werde! Jn der Stadt undt Festung, sol große Noht,
und mangel, an proviandt, undt munition sein, ge-
staltt dann, die Türgken den venezianern, einen
schönen vorrath, an zufuhre, solcher nohtwendigkei-
ten, auf dem Meer, endtwandt, und abgenommen.


Der König in Polen, sol von den Cosagken, undt
Tartarn, geschlagen sein. Der neẅe hoßpodar
in der Wallachey1, sol auch ein auge, auf
die Tartarn haben, wie auch in 7benbürgen.


Der Römische König, delectirt sich, mit
Jagen, und sonderlich der Schweinhatz. Der
Römische Kayser aber, bleibet mehrentheilß
bey den consilijs, undt Audientzen.


Die Stelle eines Palatinj in Hungarn,
ist noch nicht ersetzet.


Die Reformationes, in Schlesien, gehen
strenge forth, und es sol sich, graf
Schafgotzsch auch darzu, gebrauchen laßen.


Die venezianer, haben abermalß, durch
neẅe modos, 400000 Ducaten, zum kriege,
von ihren subditis, zu wege gebracht.


Es ist kein weltlicher Fürst, oder Gesandter
mehr, zu Regenspurgk, anwesendt.


<Jm haag, ist Monsieur Brün, Spannischer Ambassador undt zu Londen, der herr von der Perre, Staadischer Ambassador gestorben. perge>

|| [[Handschrift: 108v]]

Dienstag den 3. januarij; 1653<4>.


<Käldte. Froßt.>


Hans Senf ist bey Mir gewesen, in rechnungß[-], undt
andern sachen, zu referiren.


Extra zu Mittage, der caplan jonius, gewesen.


Simultates, inter Bohemum, & concionem Aulicum[!],
taliter, qualiter, gestillet.


Schreiben, außm Niederlande, Cleve,
Westpfahlen, Parturiunt montes!
nascitur ridiculus Mus!2 (pro me!)


Conferentz, mit Jehna.


Rindtorfen diesen abendt, dimittirt,
undt committirt, nacher Ballenstedt. perge

Mittwoch den 4ten: Januarij; 1654.

<Frost. Käldte.>


Abraham von Rindtorf, ist forth. Gott geleitte jhn1


Märtin lackayen, habe ich, nacher Leiptzigk, geschickt,
mit landwein. Gott wolle guten succeß, gnädig verleyhen!


Nacher Croßen, im vorrath, geschrieben.

Donnerstag den 5ten: Januarij; 1654.

<Froßt. Käldte.>


Schreiben, von Coßwigk, gratulationes, zum Neuiahr.


Die beyden gebrü vettern, von Börstel, Ernst
Gottlieb, undt Friederich, haben sjch præsentiret. perge


Friederich kömbt auß Jtalien, von Meinem bruder, Fürst Friedrich[.]
Conversirt, mit beyden.

|| [[Handschrift: 109r]]

Freitag den 6ten: Januarij; 1653[!].

<Froßt. Käldte. Sonnen Schein.>


Am heüttigen Fest, der heiligen drey Könige, oder, beßer zu reden,
der heyden weyhenachtten, zur kirchen gefahren
mit Carolo Ursino. Es wahr auch behtTag zugleich.


Extra zu Mittage, gehabtt, noch: Ernst Gott-
lieb von Börstel, die alte Krosigkin von
Badegast, mit ihrer Tochter, (welche beyde
über 14 Tage, lang alhier sein) Jtem:
den hofprediger Mencelium.


Nachmittagß, wieder in die kirche, und predigtt
des Diaconj Ionij; mit Carolo Ursino, &cetera[.]

Samstag den 7ten: Januarij; 1653[!].

<Käldte. Eiß. Schnee. Käldte.>


Es hat heütte, allerley Rechnungß: undt
Oeconomysachen, zu consideriren, gegeben.


Jehna, ist bey mir gewesen, wie zum öftern.


Philipp Güder, hat Hans Senf zu mir geschickt, sich
beklagende, wie er biß in den Todt, ge-
schlagen, undt verwundet worden, von dem
Amptmann Georg Reichardt und seinem SchwiegerVatter
Bürgermeister Weylandt, im Rahtskeller, ohne uhrsach,
umb Schutz bittende, undt mir, sein weib, undt
kinder3, auf allen fall, recommendirende! <Ohime!>


Hanß Bernds, ist hehrkommen.

|| [[Handschrift: 109v]]

Sonntag den 8ten: januarij; 1654.


Vormittageß hat der hofprediger Mencelius,
hieroben, aufm Sahl geprediget.


Extra zu Mittage behalten, (über die
Krosigkinn, und ihre Tochter, welche numehr
in die dritte woche allhier ist) den iungen
Ernst Gottlieb, von Börstel, den hofprediger,
undt Hanß Berndts, gewesenen hofmeister,
undt Quartiermeister, bey Meinem Bruder,
Fürst Ernst, Sehliger.


Zu abends Nachmittagß, wieder
in die kirche gezogen, <in des Jonij predigtt> mit Carolo Ursino,
undt darnach conversirt, successive
mit Börsteln, mit Jehna, mit hanß Bernds,
auch extra behalten, und hanß Berndts,
abgefertiget, in die Schlesie, in einer able-
gation, welche Gott gesegenen wolle!
perge


Meine Fuhre, welche wein, nacher Leiptzigk
gebracht, ist wieder von dannen kommen.


Michel Bötticher, ist außm lande zu
Francken, auch wiederkommen. perge

|| [[Handschrift: 110r]]

Montag den 9ten: januarij; 1654.


<Frost. Käldte.>


Jacob Antonij, von Krosigk, ist hehrkommen, und
hat sich præsentirt, wegen Doctor Brands, retraction
in schuldtsachen. Er ist extra, nebst Börsteln,
undt andern, behalten worden.


Conferenze mit Jehna, mit Magister Menzelius[,] mit Hans Senf
undt andern, auch wegen Philipp Güders, inquiriren laßen.


Kayßerliche: Chur: undt Fürstliche Gratulationes,
zum Neẅen iahr, mit hauffen, bekommen. Gott
gesegene alles gute! undt gebe! waß Sehlig ist. perge


Undter andern, ist auch von den Rähten, undt
Officirern zu Rügenwalde auß Pommern, ein
Notificationschreiben, an Mich, alß auch
eines, an Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden ankommen, daß
Gott der Allerhöchste, nach seinem unerforschlichen
weysen, allezeit gerechten rath, und willen,
die weylandt hochgeborne Fürstin,
Fraw Elisabeth, Pommerische wittibe, geborne
hertzoginn zu Schleßwyck hollstein, etcetera
Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden StiefSchwester, durch einen
Catharr, Sanft, undt Sehlig, zu sich erfordert.
Dörfte also diese Fürstin, mit ihrem herren, dem letzten
Hertzogk in Pommern, Bogislao Sehligen noch zugleich begraben werden. || [[Handschrift: 110v]]
Dann deßelbigen herren, sepultur, jm Monat
Martio, angestellet sein solle. Gott tröste die
affligirten, nahe, undt ferne freünde, mit
unß allen! und schone gnediglich!


Die Ordinarien geben:


Daß General Cromwell, sich zum Protectorn, und vatter des
Königreichs, Groß Britannien, und Jrrland habe zu Londen,
proclamiren, auch Schwertt und krone vortragen laßen.
Darauf er, (in dem er 20000 Mann, von der armèe, in der
Stadt gehabtt, und alle posten besetztt) das Parlament
dissolviret, und nur, die ihme und seiner religion
günstig, an der außgestoßenen stellen, gesetztt.


Viel seind durchgegangen, nach Schottlandt
zu, alda sich die Königliche faction stärgket,
auch waffen, und proviandt, auß hollandt, vom
General Midleton, bekömbtt. Die tractaten
zwischen Cromwell undt den Staaden, gehen
annoch zweifelhaftig die Engelländer suchen zeitt zu gewinnen.
Gleichwol rüstet man sich gewaltig, auf beyden
seitten, und die Staaden haben 500 Metallene Stücke
auß Schweden auf ihre Schiffe, erkauft. Man
vermuhtet in kurtzem, große alterationes.


Der König in Engelland gehet in den haagen, will helfen
mit den herren Staaden, seine restitution, deliberiren.

|| [[Handschrift: 111r]]


Der König in Frangkreich, animirt die Staaden, zum kriege,
mit großen promeßen, seiner assistentz, und suchet
ligue offensive, et defensive.


Die Königlichen, in Frankreich triumphiren, wegen eroberung
Bourdeaux, Saint Menehaud, Mouson, undt anderer, diß iahr
eroberten plätze. Sie, die Frantzosen, haben auch Roses
endtsetzt, die Spannischen davor <an dem Paß Bardos> geschlagen, also: das
900 Mann geblieben, 1500 nebenst 300 Officirern
gefangen worden, und haben Briesach, und Philips-
burgk, von den Spannischen, und lottringhischen insidijs,
diß iahr liberiret. Dann, unangesehen der hertzog
von Lottringhen, dem Conte de Harcour offeriret,
wann er ihm Briesach lifern würde, seinem Sohn,
des hertzogs Tochter, mit 2 millionen zu geben,
So hat doch der König, durch gegenpromeßen,
des Harcourt gemüth gewonnen, undt bestendig
erhalten, wann er nur vor des Cardinals, adversi-
teten, gesichert ist? Den Printz von Condè, hat der König,
aufs neẅe, in die Acht erklähret, und seinem
bruder, dem Prince de Conty, alles zu geben,
so wol von gühtern, als die dignitet, des ersten
Fürsten von geblühte, wo ferne Condè, sich nicht bequehmet.


Der König in Portugall, sol mit 12000 Mann, in das
Königreich Castiglien eingefallen sein, und Rodrigo, belägert haben.

|| [[Handschrift: 111v]]


Man hat in Franckreich wieder neẅe anschläge, auf daß
Königreich Neapolj, durch den hertzogk von Guise,
welcher aufs neẅe gedengkt, sein glück, oder unglück zu suchen.


Zu Regenspurg deliberiret man fleißig, und man hat
nicht allein, den Fürsten von Lobkowitz, Sondern
auch die Fürsten, Amalfij, Dietrichstain, undt
Awerspergk, numehr, in die sessiones, admittirt.
Die tractaten, mit Lottringhen, werden renovirt,
undt die evacuation der vechtte, baldt gehofft.
Die Welttlichen Fürsten, von allten haüsern, seindt alle
von Regenspurgk numehr abgerayset. Der Kayser,
und König, erlustigen sich bißweilen, auch mit iagen.


Die unruhe, zwischen dem Churfürsten von Cölln,
undt derselbigen Stadt, ist noch nicht gestillet.
Die lottringhischen völcker, nehmen im Bisthumb
Lüttich, mit gewaltt, quartier, denen, der
Churfürst von Cölln, zu begegnen, gedengket.


Die Stadt Basel, klaget, über den überlast der
soldatesca, in ihrem Territorio, nach dem die Frantzo-
sen, Befort belägert.


Die Türgken, rüsten sich auch; contra venedig,
undt es wirdt spargirt, als hette sich: Usaim Bassa,
General in Candia, dem Großen Visier an der
Porten, wiedersetzt, und auff erfordern, nicht erscheinen || [[Handschrift: 112r]]
wollen, Sondern gedächte, sich, des Königreichs Candia,
vor sich selbst, zu bemächtigen, darnach aber, dem
Türckischen Kayser, sich zu wiedersetzen. So sollte,
der Capitan Bassa, oder General del Mare,
auch schwürig sein, und auß Schio, nicht forth wollen.
Die Morlacchj in Dalmatia, machen gute
beütten, plagen die Türcken, und thun den venezianern,
gute dienste.


Der Moßkowitter, hat 250000 Mann beysammen,
Mit einer armada, will er, nacher Schmolenßko
marchiren, mit einer andern, in Schwartz
Reüßen, alda selbige Pollnische undterthanen, mehren-
theilß, Griechisches glaubens sein. Mit der
dritten armèe, will er die Saporofsker Co-
sagken, alß seinen glaubenßgenoßen, wieder
die Polen, und ihre adhærenten, endtsetzen
helfen. Sol viel deützsche, undt Pollnische<Schottische>
Officirer, bey sich haben.


Zu Stogkholm remittirt die Pest. Die Köni-
ginn, in Schweden, ist zu Upsall, und erwartett
des Milord Wittelock, Engelländischen Parlament(ar)ischen
Ambassadeurs, mit großer pompe. Er sol schon
zu Gottemburgk, glücklich ahnkommen sein. perge

|| [[Handschrift: 112v]]

Dienstag den 10ten: Januarij; 1654.

<Schnee. Käldte. SonnenSchein, vormittages, Nachmittags aber, Thauwetter.>

<1 hase, Hans Balthasar Oberlender geschoßen.>


Briefe, von Regenspurgk, bekommen, hinc jnde.


Conferenze mit Jehna, mit Hans Senf und andern.


Rechnungen vorgehabtt.


Ernst Gottlieb, von Börstel, ist wieder verrayset, nach
dem er, gestern abendt, abschiedt von Mir genommen.


A spasso, in gartten, vormittags.


Avis: von halle, daß hanß Berndts, biß dorthin,
wol überkommen. Gott helfe ihm ferner, mit
gnaden! Jtem: aviß; das es wiederumb, zu
Merßeburgk, bluht geschwitzet. perge

Mittwoch den 11ten: Januarij; 1654.

<Thauwetter. regen, windt.>

<1 Fuchs, 1 Hase Carl Ursinus gefangen.>


Jn die wochenpredigtt, mit Carolo Ursino.


Postea: Hans Senf wieder bey mir gehabtt,
und allerley lamentj, wegen Philipp Güder gehöret,
hingegen, ihm, concept vfzusetzen, anbefohlen. perge


Extra: zu Mittage, den Caplan Jonium,
undt Tobias Steffeck von Kolodey gehabtt. perge


Mein iüngster Sohn, Carolus Ursinus, hat in
dem Grähnischen pusch, geiagt, undt nur
einen Fuchß, undt einen hasen, gefangen.

|| [[Handschrift: 113r]]


Avis: daß man zu Leiptzigk, neẅlichst am hellen
Mittage, einen schönen Stern geschehen, wie vorm iahr
zu Prage, geschach4, alß die ChurFürsten bey dem
Kayser, zusammen wahren, kurtz vor dem ReichßTage.


Jtem: avis, daß ein grawsahmer krauser
Comet, sich an itzo bey Prage, über dem weißen berge
sehen leßet. Dörfte nicht viel gutes bedeütten.
Gott wende alles unheyl! undt unglügk!


Zwey Relationes, seindt abermalß, von Regenspurg
ahnkommen. Die neẅen Fürsten, werden zwahr
admittirt, Dietrichstain, Piccolominj, und Awersperg,
wegen ihrer hohen meriten, iedoch sollen ihre Posterj,
nicht admittiret werden, biß Sie sich, mit Fürst-
mäßigen gühtern, und contributionen, zum Reich,
qualificirt machen. Chur Cölln, sucht secours,
wieder die lottringhischen völgker, welche in seinem
Stift Lüttich, übel hausen sollen, und 3 Städte,
mit hülfe der Spannischen, albereitt eingenommen haben.
Will sich sonst selbst helfen, defendiren, wie er kan?


Franckreich beschwehrt sjch auch darüber, und das
es, vermöge des jnstrumenti Pacis, nicht satisfaction habe,
das auch Savoya, mit dem Montferrat, nicht beliehen werde!
Mit dem lottringhischen abgeordneten Fournier, wirdt annoch
immerforth tractiret. Die admission der Stadt Brehmen,
zur immedietet, wird noch von Schweden angefochten. || [[Handschrift: 113v]]
Von den Staaden, begehret man, etzliche gühter,
und Comptereyen, wieder, zum Johanniter orden,
gehörig. Das hauß Naßaw, sucht undterschied-
liche Vota, so viel linien sein. Wirdt aber abgewiesen.
Chur Brandeburg hat repliciret, und bleibet
bestendig, auf der Fürsten seitte, ratione pari-
tatis votorum, im Churfürstenraht, et ratione materiæ
Collectarum, per majora, non exigendarum. perge

Donnerstag den 12ten: Januarij; 1654.

<1 Rehe von Ballenstedt[.]>

<Regen. Thauwetter.>

<Windt zu abends.>


Sie haben geiagt zu Ballenstedt, undt mir ein
Rehe geschickt. Sol das 5.te aufs deputat sein.


Christian <Ernst> Röder, ist herkommen, zu tractiren,
seiner zinßen, undt capitals halben. <Jch habe, durch Jehna, undt Paulum Ludwigen mit ihm tractjren laßen.>


Der gute Fritz Börstel, ist sehr krangk
worden, und in seinem rügkwege von Deßaw,
gestern in einem bette, durchgeführet worden,
zu Seiner Mutter, nacher Plötzkaw, da ich vermeinte
er solte mir fernere relation, von meines
Bruders Liebden und seinen raysen, und vorhaben thun.
Sic homo proponit; sed Deus disponit! 5
Gott wolle es, mit ihme, zur beßerung schigken!
et cetera


<Jch habe briefe geschrieben, nacher Strehlitz, Venedig, undt nacher Rügenwalde, schreiben laßen.>

|| [[Handschrift: 114r]]

Freitag den 13den: Januarij; 1654.

<großer windt, die Nachtt. Darnach regen, Thauwetter.>


Christian Ernst Röder, (nach dem ich mich, mit ihme,
wegen der 1500 Gulden (florenus)f: capitals, undt der zinßen,
so darauf geloffen, verglichen) ist content wieder
abgerayset. Dann er bekömbtt vor alles,
Evens guht, welches mir zu hoym, wegen
verschwiegener lehen, anheim gefallen,
nemlich: hauß, undt hoff, mit 3½ hufen landeß,
er wirdt, an diesem pawerguht, undt Mannlehen,
zum Schriftsaßen, gemacht, undt alle die
angeschwollene Steẅerresta, biß in die 200 ThalerThlr:
werden ihm geschenckt, undt erlaßen.
Gott gebe zu allen theilen, glügk! und segen darzu!


J'ay depeschè, a Ballenstedt.


Tobias Steffeck von Kolodey nacher Plötzkau zu dem krangken Fritz Börstel, geschicktt.


Schreiben, von Caspar Pfau mit einem einschluß, Fürst Friedrichs pour
avoir ün autre gentilhomme, au lieu de Börstel. Dieu
vueille fortüner, ce desseing! avec la personne, que
ie propose!


Tobiaß, ist glücklich, von Plötzkaw, in bösem
wetter, undt wege, aufn abendt, wiederkommen,
undt hat mir allerley bericht, von Friederich Bör-
stels zustandt, undt deßen rapport gethan.
Gott wolle alles, zur beßerung, verahnlaßen!

|| [[Handschrift: 114v]]

Samstag den 14den: Januarij; 1654.

<2 hasen von der hatz Carl Ursinus[.]>

<Feücht Thauwetter.>


Der hofprediger Mencelius, hat sich angemeldet,
wegen seiner Tochter hochzeitt, etzlicher gebehtenen
anordnungen halber, in der Stille.


So seindt auch undterschiedliche supplicationes
einkommen, in Steẅersachen. Ein ieder fast,
suchet remessiones. Wer kan allen, recht thun?


Jn rechnungßsachen, und justitzienhändeln
auch zu travaglijren gehabtt.


Mein Sohn Carll ist hinauß hetzen
geritten, und hat 2 hasen, einbrachtt.


Die wölfe, ihrer vier, seindt heütte
undter meine schaffe kommen, und haben
eines gewürget, den kopf abgerißen,
dem andern, ein Stügk, auß dem leibe.


Üne chienne <blanche> en nostre Gynecèe
fort petite, a enfantè cinq, petits
chiens, & a mangè lés pattes de devant
d'ün d'iceulx. Cela est extraordinaire.


Jch habe Tobias Steffeck von Kolodey zu Magister Enderling,
undt zu Philipp Güdern, geschickt, auß uhrsachen.

|| [[Handschrift: 115r]]

Sonntag den 15den: Januarij; 1654.

<Schlüpfericht koticht.>


Der Superintendent Er Plato, hat auf unserm
Sahl geprediget, undt ist extra behalten.


Nachmittage, mit Carolo Ursino, wieder zur
kirchen, undt predigtt Ern Jonij;


Conversationes, gehalten, post sacra peracta.

Montag den 16den: januarij; 1654.

<2 hasen Carl Ursinus gehezt.>

<gelinde wetter.>


Oeconomica, Politica, wie auch Ecclesiastica, zu
tractiren gehabt, und einen scrupel den Geistlichen,
wegen einer Päbstischen gevatterschaft, decidiret. perge


Fürst Johann Casimir, ist mit Meiner Fraw Schwester
Liebden dero gemahlin, alhier, über die Fehre,
paßirt, nacher Plötzkaw, der apertur, Fürst
Augustj Sehliger Testaments, beyzuwohnen.


Carolus Ursinus, hat 2 hasen gehetzt.

Dienstag den 17den: Januarij; 1654.

<Schön, helle wetter.>


Einsidel, ist heütte, nacher hoym, undt Reinstedt,
geritten, mit seinem vetter, hanß Ernst von Börstel,
undt mit dem hofraht Pfawen, wegen Meines
bruders, Fürst Friedrich begehren, sich zu besprechen.
Gott gebe, zu glück! undt succeß! On
a de besoing, de tels Vertüeux, & bien qualifièz nobles!


Verworre händel, mit geistlichen, und weltlichen
gehabt, occasionnè; par le désordonnè regime feminin! et cetera

|| [[Handschrift: 115v]]


Diesen Nachmittag, in schönem wetter, haben
wir im Krumphalß, geiagt, und 10 hasen,
undt 2 füchße, darinnen, und in dem
bawmgartten, gefangen, nach dem der
Keßelpusch, auch außgetrieben gewesen.


Erwüntzschte briefe, auß Jtalien,
von Siena von meinem Sohn, Viktor Amadeus undt
seinem Ephoro, entpfangen. Gott gebe continuation!
Jtem: schreiben, von Croßen, Berlin, hilpoltstain,
und auch, von venedig, von meinem bruder, Fürst Friedrich[.]


Die Avisen geben: das Cromwell, der neẅe
Protector Angliæ[,] <Scotiæ et Jrlandiæ>, mit großen solenniteten,
erwehlet, ihm alles nach wuntzsch undt
willen ergehe, 200000 pfundt Sterlingß, zum
iährlichen undterhalt, undt eine armèe
von 30000 Mann, destiniret, und etzliche
leges, von dem neẅen Parlament, seinen
creaturen, ihme zum besten, gemacht
worden. Jnterim: mehren sich die hochländer
in Schottlandt, auf Königlicher seitte, eine
Feẅrige ruhte, ist über Edinburgk, nacher
Suyden zu, gesehen worden. General Horrison || [[Handschrift: 116r]]
ist vom Cromwell dißgustiret, und suchet viel
Engelländer, auf seine, oder gar auf des Königes
seitte, zu ziehen, undt gibt also viel factiones.


Zu den friedenstractaten, mit den Staaden, er-
weiset Cromwell, große beliebung, wiewol er
sich auch gewaltig, zu forthsetzung des krieges rüstet.


Der König in Engellandt sucht hülfe bey Frangk-
reich. Will in den haag, umb mit den Staaden,
sein bestes, zu consultiren.


Die holländer, haben im Texel, und sonsten
durch neẅlichsten Sturm, und erdbebem[!], viel
Schiffe abermalß verlohren, auch in der
Beemster, durch brandt (so von dem hanf end
außmachen, endtstanden) großen schaden erlitten.


Zu hamburgk, hat das hohe waßer, auch
großen schaden gethan.


Chur Cölln, hat noch mit seiner Stadt,
wie auch, mit dem lottringhischen volgk
im Stift Lüttich, dißidia.


Die Königlichen Frantzösischen haben Befort,
Ordentlich belägert.


Zu Saint Omer, ist eine Frantzösische verrähterey
entdegkt, die Thäter aber eingezogen. perge

|| [[Handschrift: 116v]]


Bey Regenspurg in einem dorf, sol die pest anfangen
einzuschleichen, und Kayserliche und Königliche Mayesteten
gewillet sein baldt aufzubrechen, in erwe-
gung, das die Ungern einen landtTag,
urgiren, wegen des Türgken, einbrechendem
gewaltt, und wegen creation eines neẅen Palatinj.


Jn Polen, hat der König, einen præjudicir-
lichen friede, mit den Tartarn, undt Co-
sagken, einwilligen, und alle retardaten
an peltzen, undt geldern, iehnen, zum abzuge
diesen aber, die resti abgenommene kirchen
undt Privilegia, restitujren, und vermehren
müßen. Der General schmielinßky,
bekömbt noch zween starosteyen,
undt andere Recompenßen. Der König,
und sein höer, ist gantz umbringet
gewesen. hat sich müßen accommodiren.


Die Pest, sol in Preüßen nachlaßen.


Die venezianer, haben auch noch mit
dem Türcken viel zu schaffen, wiewol
Sie secours suchen, und durch die Morlacchj
in Bosnia große einfälle gethan.

|| [[Handschrift: 117r]]


Jn Jtalia will auch Frangkreich, mit Spannien,
zum frieden sich ahnlaßen. hingegen, sol in Ca-
talogna, undt Portugall der krieg, desto eyfriger
forthgesetzt werden.


Der Pabst, macht sich lustig, mit seiner
Donna Olympia, und sie wirdt reich.


Avis confident: Que deux servantes, au
Gynecèe de Darmstadt, ont converties, deüx
Princesses, l'üne, qu'a espousè le Prince
Palatin, de Neẅbourg, & l'autre, c'est
l'aisnèe dès non marièes. Ces servantes,
estans nüllement des ignorantes, ains
des nonnains, ou religieüses secrettes,
ont avec dexteritè cachèe, avancè in-
sensiblement a ceste revolte.
Madame la Landgrave Mere, en est
ésperduë, comme aussy le Pere. Jls tiennent
la fille non marièe, en grande sübiection,
affin de la rammener au Lütheranisme,
& veülent aller à Dresen[!] la mettre, sous
la correction, & redüction dü Pere grand. perge

|| [[Handschrift: 117v]]

Mittwoch den 18den: Januarij; 1654.

<Frost. Nebelicht digk tota die.>


Schreiben, nacher Plötzkaw, eines an die vettern,
undt eines, an Meinen Schwager, Fürst Iohann Casimir alß vor-
mundt zu Cöhten, abgehen laßen, damit das
unzeittige brawen, im Cöhtnischen und Plötz-
kawischen, nebenst dem verbott, bey Strafe
alhier zu Bernburg bier zu holen, und zu laden,
möchte eingestellet, ihre Nahrung
nicht geschwächet, auß der Stadt ein
dorf gemacht, und meine jntraden
gehemmet werden, contra Pacta conventa
und landtTagesSchlüße, auch observantz
dieses orths, (ohne der unordnung, welche
im kriege eingeschlichen, und eingerißen)
Jch würde sonst nicht nachlaßen, Mein
rechtt zu prosequiren, und zu manuteniren.


Es ist eine Schande, man brawet zu Güsten,
Wulffen, Niemburgk, Biendorf, Warmstorf, Plötz-
kaw, nicht nur allein, vor die haußhaltung, Sondern
man zwinget auch die Schengken, ihr lose bier
zu nehmen, undt das beßere bier alhier (unerachtet || [[Handschrift: 118r]]
ich es nur auf 4 Pfennige (denarii)d: und also, in billichen Tax,
gesetzet) wieder die pacta, und privilegia, fahren
zu laßen. Die Schwehren onera, so auf die
brawer geleget, seindt intuitu der nahrung
geschehen. Wann solche gekränckt wirdt,
So lieget alles darnider. Auf der dörfer
Schengken, undt neẅerliches brawen, ist
weder bier: noch landtSteẅer, geleget.
Summa iniquitas! Wo bleibet: Fehrgeldt,
TafelThaler, zufuhre? bierSteẅer? landSteẅer?
Nahrung der bürger? Wer will aufbawen?
inmaßen man sich außdrügklich, verlautten
leßet, man könne allhier, nicht aufbawen,
wann solche Neẅerung, nicht abgeschaft
solte werden? Keiner würde bleiben können!
perge


Avis von Plötzkaw, daß Fürst Iohann Casimir und Seiner Liebden ge-
mahlin, meine Schwester, Morgen (gebe gott) anhe-
ro will kommen.


Jn die kirche, undt wochenpredigtt,
mit Carolo Ursino, gezogen.


Den hofrath, Paulum Ludwigen, bey
Mir gehabtt.


Nacher Tecklenburg den bohten, wieder abgefertiget.

|| [[Handschrift: 118v]]

Donnerstag den 19den: Januarij; 1654.

<Froßt, helle wetter.>


Viel zu schreiben gehabt, auf die post, vormittags
nacher Siena, Croßen, venedig, Fulda, etcetera[.]


Mein Carolus Ursinus, ist hinauß geritten,
einen wolf, zu hetzen. Er hat ihn aber,
nicht bekommen können, ob er ihn schon gehetzt,
dieweil der wolf, zu stargk gewesen.


Mein vetter, undt Schwager, Fürst Johann Casimirs
Liebden ist mit dero gemahlin Liebden von Plötzkaw, an-
hero kommen, mit eilf pferden. hatten den von
Freybergk, undt zweene Adeliche Jungfern,
bey sich.


Es hat allerley gute conversation, heütte gegeben.

Freitag den 20ten: januarij; 1654.

<gelinde wetter.>


Conferentz, mit Fürst Iohann Casimir mündtlich.


Er hat auch, durch seinen Rath, und hofmeister,
Freybergk, mit Meinen Rähten, conferiren laßen,
welche bey mjr gewesen, und referiret.
So hat auch Doctor Mechovius, (welcher Morgen
(gebe gott) nacher Deßaw, auf des alten, Esche,
von Wallwitz, begräbnüß soll, unsere
Stellen, zu vertretten,) seinen undterthänigen abschiedt, genommen. || [[Handschrift: 119r]]
Der junge Ernst Gottlieb von Börstel, jst auch
anhero kommen, extra zu bleiben, undt aufzuwartten.

Samstag den 21. januarij; 1654.

<Käldte.>


Nach eingenommenem Frühestügk, ist Fürst Iohann Casimir mit
dero herzlieb(st)en gemahlin, undt comitat, wieder abgerayset,
nacher Deßaw zu. Gott wolle sie geleitten!


J'ay fait ün present, d'ün bassin, & d'üne es-
guiere, d'argent dorè, a madame ma seür, ne
luy ayant rien donnè, a sès nopces dü soir, (abendt
hochzeitt genandt) pour l'avoir ainsy accordè,
entre nous. Elle l'a a prins, ceste mienne me-
moire, en fort bonne part, & quoy qu'elle voye
malvolontiers, que je s<M>'incommode, & desire
plüstost, a me servir, & aux miens, si est ce,
qu'elle a fort daignè & honorè, ce tèsmoigna-
ge, de mon affection! Dieu l'en benie!


Doctor Mechovium, habe ich auch diesen Morgen, nacher
Deßaw, geschicktt, dem begräbnüß, des guten
Esche, von Wallwitz Sehligen, beyzuwohnen,
in unserm Nahmen, undt sonst auch allerhandt
puncten, daselbst zu hofe, in richtigkeitt zu bringen.
Gott gebe, erwüntzschten guten succeß!

|| [[Handschrift: 119v]]

Sonntag den 22ten: Januarij; 1654.

<Frost. hagel[.] windt[.]>


Jch habe aufm Sahl, Ern Hesium, predigen
laßen, und extra behalten, neben Doctor Fischern,
die Krosigkin von Badegast, undt ihre
Tochter, ist auch noch alhier, in die 5.te woche.


Nachmittagß, wieder zur kirchen, mit
Carolo Ursino, in des Diaconj Jonij, predigtt.


Die Zerbster bier fuhre, mit Magistro Mencelio,
(welcher den Münch zu bekehren, undt zu
undterrichten, dem Rectorj des Gymnasij
zu Zerbst, Heinsio, undtergeben)
kahm gestern abendt, glücklich ahn,
mit schreiben von dem Schloße.


Conferentz, mit Jehna, more solito.


Spatziergänge, post sacra peracta in den
gartten, undt Forwergk.


Conversatio; mit Meiner gemahlin, und den Jungkern.

Montag den 23ten: januarij; 1654.


Hans Senf bey mir gehabtt, Jtem: Jehna, item: Magister Menzelius[.]


Der hofraht Jehna, fähret forth, in seiner aufrichtigen
intention, mit der SteẅerDiscussion.

|| [[Handschrift: 120r]]


Diesen Nachmittag, ist unsere hofpursche, Adel, undt
Unadel, Jungfern, undt Frawen, (mehrentheilß), zu
des hofpredigers Menzelij, StiefTochter hochzeitt,
mit dem Kremplinger, verwallter zu Werderßhausen,
erbehtener maßen, (mit unserm consenß,) gegangen.
Gott gebe ihnen, s[e]inen Segen! perge insonderheitt, den an-
gehenden jungen Eheleütten. perge


Schreiben von Dreßden, und andern a orthen, zum Neuiahr.
perge


Die Avisen, melden. Daß der Pollnische friede
mit den Cosagken, und Tartarn, gewiß seye,
wiewol mit schlechter reputation, der Krohne Polen.
hingegen, wollen die Moßkowiter, den König
bekriegen, undt der Undter Cantzler in Polen,
sol den Adel, sehr aufwigkeln. Es ist auch,
ein neẅer Pollnischer gesandter6, in Regenspurgk, ahn-
kommen, welcher aufs neẅe succurß begehret.


Zu Regenspurgk, ist man noch fleißig, zu
wergke, mit den consultationibus,
es wirdt viel deliberiret, aber wenig effectuirt.
Der Königlich Frantzösische Ambassadeur hat sich, über den
lottringhischen einfall, jns Lütticher landt, undt
erweitterung jhrer quartier, (mit Printz:
Condeischer, undt Spannischer assistentz,) sehr beschweh-
ret, undt remediirung, so wol, als die Chur: Cöllnischen
gesandten, gesucht.

|| [[Handschrift: 120v]]


Der General Cromwell, braucht, alß Protector Angliæ
numehr, in undterschriften, nur seinen vornahmen,
Olivier, undt leßet sich Altesse schellten.
Sol mit den Stadischen gesandten, friede, undt
vereinigung tractiren. Es stößet sich nur, an
Dennemargk, welches die Staaden includiren
wollen, er aber excludiret haben will.
Die hochländer in Schottlandt, seindt zwahr
noch in armis, undt die Jrrländer, sollen
auch zimliche progreß, vorn König, haben, iedoch
wirdt ihnen auch stargke resistentz, opponiret.


Frangkreich, stellet sich, alß wolte es, dem
Könige in Engellandt, undt den Staaden, helfen.


Vor Roses, sollen die Königlich Frantzösische[n]
viel volgks, verlohren haben.


Der Prince de Condè, wirdt in daß crimen
læsæ Majestatis, condemniret, undt seine
gühter, dem Prince de Conty, seinem bruder,
geschengkt. Befort, ist noch, von den Königlich
Frantzösischen belägert, und umb Basel herumb,
geschehen viel angriffe, undt jnsolentzien.


Jn Piemont, will der hertzogk von Savoya, || [[Handschrift: 121r]]
die wintterquartier der Frantzosen, nicht leiden,
werden sie sich also, in das Delphinat, retjriren.


Auß Portugall, wirdt viel geldt, nach Rom
geschigkt, vor den Pabst, undt seine Cardjnäle.


Die Niederländer, sollen im letzten Sturm,
vor Texel, undt ander[st]wo, über die 30 Schiffe
verlohren haben. [...]gen die Engelländer
in Marj Medite[rraneo] [...]en, auch eingebüßt haben.


Der Römisch[e König] [ve]rlobet sich, mit der
Jnfantin von [Spanni]en, seiner Schwester Tochter.


Die Türg[ken] [w]ollen diesen Sommer, stargk
zu felde, cont[ra] [Vene]dig, kommen, wie auch, zur See.
Die venezianer, [haben di]e [Fe]stung Candia, wol
proviantiret[, mit] [volg]k, und munition, versehen.
Die Morlacc[hi], a[uß] [A]lbania, machen ihnen, den
Türgken, mit straifen, auch zu schaffen.


Zu Upsal in Schweden, wirdt der Engelländische
Cromwellische Gesandte, stadtlich empfangen.
Die pest, in Stogkholm, sol etwaß nachlaßen.


Jn Schlesie, sol ein böser Mensch, ein Jäger,
welcher alle seine Eheliche kinder umbgebracht,
und ihre hertzen gefreßen, seine hurenkinder
aber, leben lasen, und in die 253 Mord, begangen,
seinen verdienten lohn, zur Ölße, iämmerlich entpfangen haben.

|| [[Handschrift: 121v]]

Dienstag den 24ten: D Januarij; 1654.


<Froßt.>


Nachm früheStügk, bin ich, mit Carolo Ur-
sino, in das Dröblische höltzlein, auf die
Jagtt, gezogen. haben: 2 wölfe, etzliche
Füchße, undt [has]en, im Jagen, gehabtt,
aber nur 4 [hasen gefang]en. Vetter
Ernst Gottlieb, v[on] [Plötzka]w, ist auch zu
unß kommen, nach v[...]etem iagen
undt kleiner convers[ation] aber, wieder
von unß geschiede[n. Der] eine wolf,
(welcher gehetzt w[urde) hat v]iel hunde
beschädiget, undt is[t entkomm]en. Der ander,
welchen ich gesehen, mir aber nicht, zum
Schuß kommen, ist auch durchgegangen.


Doctor Mechovius, ist diesen abendt, von
Deßaw, (aldar er, Walwiz leichbegengnüß,
meo nomine, beygewohnet, und sonst bey
Fürst Iohann Casimir werbungen ablegen müßen) wiederkommen.


Unsere hofDames, undt Edelleütte, seindt
wieder zur hochzeitt, gegangen, in [d]es hofpredigers
hauß, undt werden die geschengke [a]ußthejlen.

|| [[Handschrift: 122r]]

Mittwoch den 25. Januarij; 1654.


<Käldte.>


Jn die kirche, mit Carolo Ursino, da dann, Er
Marggravius, den 133. psalm7, fein außgeleget. perge


Doctor Mechovius, (so auch mitt aufgewartett, zur
kirchen,) ist extra zue Mittage geblieben, undt
hat seine relation, von der Deßawischen
expedition, abgeleget, auch briefe wiedergebracht,
so wol von Fürst Johann Casimirs Liebden alß von des von
Walwitz wittwe, undt Sohn. perge

Donnerstag den 26ten: januarij; 1654.


<Froßt.>


Die Trohten, von hecklingen, undt Gensefurth,
seindt heütte, zu der Steẅer:Commißion, erschienen.


Schreiben von Dreßden, mit vorschrift, von Chur-
Saxen, in Schuldtsachen.


Mein Sohn, Carolus Ursinus, hat diesen Nach-
mittag, (auf beschehene andeüttung), im Dröblischen
holtz, abermalß geiaget, undt von 6 wölfen,
so darinnen gewesen, zweene bekommen,
den einen, hat Rindtorf, den andern, oberlender geschoßen.


Conferentzen, mit Jehna, mit Magistro Mencelio,
mit andern, gehalten.

|| [[Handschrift: 122v]]

Freitag den 27ten: Januarij; 1654.


<Schnee.>


hofraht Paulus, ist bey Mir gewesen.


Man hat die Trohten abermalß vorgehabtt,
in Steẅersachen, ob, accord zu treffen?
Welcher, (Deo dante!) noch avantageüx gefallen.


Gebhardt Friederich, von Trohta, undt der Obrist leutnant
Lugk, seindt extra zu Mittage geblieben,
undt zur Audientz, admittiret worden.


Avis: daß Freẅlein Clara von Schwartzburgk,
(welche ich noch vor zwey iahren, in der wiederkunft
von der rayse, nacher heidelbergk, frisch undt
gesundt, wie hiebevor allhier gesehen) ein
feines, höfliches, wolerzogenes, undt wolgestall-
tes Freẅlein, Todes verblichen. <Ergo> Memento morj! perge

Samstag den 28ten: Januarij; 1654.


<Nebel.>


Oeconomica, undt rechnungen examinirt,
post devotionem solitam.


Extra: zu Mittage, gehabt, Doctor Fischern.


Hans wenzel Rothe ist bey mir gewesen.


Eine Relation, Numero 60 jst von Regenspurg einkommen,
und referiret worden, wie die Chur Cöllnischen, lot-
tringhischen, Savoyschen, Mantuanischen, Vechtische, || [[Handschrift: 123r]]
undt andere Sachen, stehen? Jnsonderheitt aber, die
grawsahme verrähterey, welche der Conte de Bassene
vorgehabtt, (in dem er, alß Gouverneür zu Saint Omer,
denselbigen platz, und noch 3 andere, alß Grevelin-
gen, Duynkirchen, und noch einen, den Frantzo-
sen, verkaüffen, und Grand Mareschal de France,
werden wollen) und niemanden communicirt,
alß einem Apt Mercy genandt. Alß nun der
Ertzhertzogk, (welchen man auf der iagtt, ge-
fangen nehmen, nach Paris <zu> führen, den General
Conde de Fuensaldaigna aber, und viel andere
Officirer darbey, zu ermorden, vorgehabtt)
ein schwehr hertz, bekommen, undt die besatzung
zu Saint Omer, verändern laßen, ist darüber, der
Graf Baßene erschrogken, und hat den Apt
zu sich erfordert, auch heimlich ermorden wollen,
in gäntzlicher meynung, derselbe hette den an-
schlag entdegket. Dieser aber, hat mit bitten,
und remonstriren, seine unschuldt an Tag gegeben,
und ist kawm hinweg gelaßen worden, da er dann,
auß rachgier, undt auch die impunitet zu erlangen,
dem Ertzhertzogk Leopoldt Wilhelm, alles offenbahret. Er ist
aber, so wol als der Graff, eingezogen, und auff das Castell
zu Antwerpen, gefangen gesetzet worden. || [[Handschrift: 123v]]
Man hat, 200000 Pistoletten, bey dem Graven,
undt 800000 krohnen, in des Aptts hause, gefunden,
undt eingezogen. Mag mehrentheilß Frantzösisch
geldt sein. Jst eine greẅliche verrähterey,
dergleichen, ich kawm, sieder der Friedt-
ländischen conjuration, gehört zu haben, gedengke.
Ein ieder, diehne doch, seiner<m> herren, undt
ordentlichen Obrigkeitt, (pflichtschuldiger
maßen,) ehrlich, aufrichtig, Treẅ: und redlich!
So behelt man ein gutes gewißen, undt
hat sich, weder vor Gottes, noch der Menschen
Strafe, zu förchtten, noch zu endtsetzen! perge


Le beau ioly perroquet, de Charles, est mort
cejourd'huy, avec cris. Cest enfant,
n'a gueres de bon heur, avec ses animaulx,
quj luy meurent la plüs grande part. perge

Sonntag den 29ten: Januarij; 1654. perge


<Froßt.>


Jch habe aufm Sahl, Ern Jonium predigen
laßen, undt extra, zu Mittage, nebenst
Doctor Mechovio, behallten, und zur Audientz, admittirt.


Jehna, undt den Amptmann, Georg Reichardt nacher hegklingen,
geschicktt, eine besichtigung vorzunehmen. Gott || [[Handschrift: 124r]]
gebe zu glügk!


Nachmittagß, hat der pfarrer von Poley,
Rheinschmidt geprediget, alhier vorm berge.
Jch bin aber dißmahl, nicht hingefahren.
perge


Schreiben, auß OostFrießlandt, bekommen.


Jehna, undt Georg Reichardt seindt zu Gänsefurth und Hecklingen gewesen.
Gott gebe zu allem gutem succeß!

Montag den 30ten: Januarij; 1654.

<Schnee. Kälte. Schön wetter.>

<1 hase von der hatz.>


Philipp Güder, (welcher gleichsam miraculose
curirt worden, durch Gottes gnade), hat sich bey
mir præsentiret, seine Noth, und anligen
geklaget, die unschuldt dociret, undt die Rache
Gott befohlen, darneben aber, in Oeconomysachen,
allerley guten raht, mittgetheilet. Gott
bewahre, und schütze ihn ferner, und seye gepreiset,
vor seine hülfreiche handt, und milde gühte!


Extra zu Mittage, den Superintendenten
von Cöhten, Magister Daniel Sachßen, gehabtt,
darnach aber, zur audientz, ihn admittiret.


Briefe, von Croßen, Berlin, Breßlaw,
Leiptzigk, Dreßen[!], Halle, Pariß, und von
anderen orthen, entpfangen.

|| [[Handschrift: 124v]]


Die Avisen, und berichtschreiben, geben:


Das der friede, zwischen dem Olivier, und Cromwell
(alß absoluten gewaltthaber, des Königreichs
Engellandt, und ihr Protector) und den holländern
numehr richtig, und Dennemargk auch mitt ein-
geschloßen seye. Jnterim stärgken sich, die
Schotten, undt Jrrländer, wieder die Engelländer,
undt haben biß dato, guten progreß. hingegen,
gedengket Cromwell, mit seiner Mächtigen
flotta, von 100 Schiffen, Frangkreich, zu bekriegen,
undt sol der Prince de Condè, in alliance
mit ihm, stehen.


Jn Schweden, wirdt stargk geworben, undt
volgk aufgebotten, in die 36000 Mann.


Der Spannische, und Engelländische Ambassadeürs,
sollen sehr willkommen zu Upsal, bey der
Königinn, sein, und geheime sachen, tractiren.


Jn Polen, continuirt der Friede, mit
den Tartarn, und Cosagken, mit wenig ehre
undt Nutzen. Doch will die Crohne, difficulte-
ten machen, die Tractaten mit dem Könige, zu
ratificiren, auff bevorstehendem ReichsTage, viel || [[Handschrift: 125r]]
weniger, den König mehr inß feldt, zu erlaßen.


Der Moßkowiter rüstet sich wieder Polen,
und suchet deßen approbation, und conjunction mit Schweden.


Die Türgken, gedengken noch, den venezianern
diesen Sommer, ein heißes badt zu bestellen.
haben ihren General köpfen laßen, dieweil
derselbige so lange zu Rhodiß, vorigen Sommer,
vergebens zugebracht, und ihre armada
nicht angegriffen, noch hinweg geschlagen.
Die venezianer, hingegen, haben die Jnsul Chio,
undter ihre contribution gesetzet.


Dje Königliche Frantzosen, undter dem Mareschal
de la Ferte, setzen Befort hartt zu, undt
wollen es miniren, unerachtet des Felsens,
darauf das Castell h gelegen. hingegen thut
der Conte de la Süze, tapfere außfälle.
Der hertzogk von Wirtembergk zu Mümpel-
gard, treibet gewaltt, mit gewaltt ab,
und erzeiget sich feindlich, gegen die Königlichen
dieweil Sie sein land, mit Feẅer, undt
Schwertt, verderben.


Der König, hat den Printz von Condè in die Acht, er-
klähret, seine confiscirte gühter, (weil Sie sein bruder
Printz von Conty; nicht annehmen wollen) der || [[Handschrift: 125v]]
Königin in Engellandt, geschengktt, das Amptt
aber, des Grand Maistre, de France, dem
Printz Thomaso von Savoya, übergeben.


Jn Catalogna erholen sich die Frantzosen,
und haben Roseß, in Roussillon endtsetzt.


Der König in Spannien, hat den Marquis
de Sainte Croix, einziehen laßen, weil
er die Frantzösische Seearmada vor
Bourdeaux, in der Garonne, nicht
angegriffen.


Die heyrath, zwischen dem Römischen
Könige, undt der infantin von Spannien,
sol beschloßen sein.


Die lottringhischen völgker, sollen
mit hülfe der Spannischen, und Condeischen
erbärmlich hausen, in dem Stifte Lüttich,
und weder Geistliche noch welttliche, kirchen,
klöster, Spittäler verschonen. Der Churfürst
von Cölln, wirbt waß er kan, zur gegen-
wehre, und suchet hülffe, bey dem Reich. || [[Handschrift: 126r]]
Die avocatoria, seind zwahr zu Regenspurg vom
Kayser, ergangen, Sonst dörfte die gesuchte
hülfe, den Ständen, etwas sawer ahnkommen.


Jhre Kayserliche Mayestät sollen eine rayse, nacher
Saltzburgk, zu Thun, gewillet sein.


Die scharfen reformationes, in Schlesien
wieder die Evangelischen, sollen schtrenge
forthgehen, und große exceß darbey
verübet werden.


40 wagen, mit 136 Pfund (libra)pf: seindt heütte
frey, über die Fehre, paßiret, von Deßaw,
nacher Sanderß: undt Fregkleben, getreydig,
zur hofstadt, und zun herrenbrawen abzuholen.
perge


Conferentz, mit Jehna.

Dienstag den 31ten: Januarij; 1654.


<Frost.>


Der iahrmarck, continuiret annoch, allhier
zu Bernburgk.


Hanß Cohten, Meines Sohns Viktor Amadeus seine<Cammerdieners>
Schwester, (welche zu Aldtenburgk, bey
Erlachen gediehnet) hat sich von einer Landt-
streicherischen Holländerinn, verführen lassen,
Silberwergk gestohlen, und ist mit ihr, dar-
von gelauffen. Le monde; est trespervers! perge

|| [[Handschrift: 126v]]


On dit dès choses horribles, & incroyables,
dü Général Königßmargk, & de sa fin. perge


Meine Tochter Ernesta Augusta, (welche
etzliche Tage hero, krangk am fieber gewesen)
hat heütte zum ersten mahl, in præsentz
Doctor Fischers, zur ader gelaßen. Gott gebe!
das ihr, diese erste Aderlaße, (in
dieser kallten Monatzeitt) wol
bekommen möge! und zur gesundheitt
gereiche! Le medecin, hayt les seignèes,
mais on l'a induit a cela, par caprice
feminin. Dieu vueille! que cela, ne soit,
precipitè, nj inconsiderè!


Krosigk von Bösem, ist anhero kommen. Suchet
remission seiner legawischen Steẅren
vf 400 ThalerThlr: Jch habe ihm, eines, und das
andere remonstriret. Das Fohlen,
so mir zu Bösem, außm Stalle, gestohlen worden,
hat der kerll, (welcher am nähern mahl,
im Krumphalse saß, undt der Magdeburger
Thumbprobstey, nacher Lebnitz, undter über-
lifert wurde) bekandt, kurtz zuvor, ehe er || [[Handschrift: 127r]]
gehenckt worden, das ers gestohlen. Ergo: hieße es:
Quj non habet in ære; luat in corpore! perge


Er, dieser Krosigk, wie auch, Krosigk von Alß-
leben, haben mittzugesehen, wie ein kerll,
auf der laine, auf<über> meinem Schloßplatz,
getantzt, sich gehangen, geschwungen,
und allerley poßen gerißen.


Darnach, hat einer, sich auf seinem leibe,
einen <sehr grossen> schwehren Stein, dann auch, ein
hufeisen, von 7 Pfund (libra)℔: entzwey schlagen laßen.


Nach deme haben sie, kleine Comœdien,
mit puppen, gespiehlet, der meine kinder zugesehen.
Auß der gaückelTasche, habe ich sie nicht spielen
laßen mögen, weil man solches öfter gesehen,
undt die Trawer, noch frisch ist. perge


heütte seindt, Fürst Johann Casimirs wagen, mit getreide
beladen, von Sanderß: undt Fregkleben, wieder zu-
rügkeb, gegangen, und alhjer, über die Fehre, repaßirt.


Avis: daß zu Egeln, 2 haüser, sollen gesperret
sein, wegen der einschleichenden infection, darüber
sich wol zu verwundern, in dieser käldte. Gott
wolle fernere landtplagen, gnediglich abwenden, und lindern.


Textapparat
a Abweichende Kustode.
b Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um den neuen Fürsten von Moldau.
2 Zitat aus Hor. Ars Poet. 139 (ed. Horaz: Ars poetica, S. 12f.).
3 Vermutlich nur teilweise ermittelt.
4 Hier: geschah.
5 Zitat nach Thomas von Kempen: De imitatione Christi, S. 82f.
6 Person nicht ermittelt.
7 Ps 133.
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XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
Abendhochzeit
abends stattfindende (bescheidenere) Hochzeitsfeier
Ablegation
Absendung, Entsendung
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
Adhaerent
Anhänger
Admission
Zugang, Zulassung, Zutritt
admittiren
gestatten, zulassen
Adversitet
Widerwärtigkeit, Ungunst
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Ambassador
Gesandter, Botschafter
Anschlag
Plan, Absicht
Apertur
Eröffnung, Öffnung
Approbation
Billigung, Zustimmung
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Baumgarten
Nutzgarten mit Obst- oder Nussbäumen, Obstgarten
Beifall
Billigung, Beistand, Hilfe, Unterstützung
bekleiben
bleiben, fortbestehen, Bestand haben
beleihen
belehnen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
committiren
(jemanden) beauftragen
committiren
(etwas) auftragen
Compterey (Komturei)
Pfründe bzw. Amt eines Komturs
condemniren
verurteilen, verdammen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
Conjuration
Verschwörung
Conservation
Erhaltung, Bewahrung
Consideration
Überlegung, (eingehende) Betrachtung, reifliche Erwägung
Consideration
Wichtigkeit
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
consultiren
(gemeinsam über etwas) beraten, beratschlagen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Creation
Ernennung (auch durch Wahl), Einsetzung
Creatur
Günstling
creiren
jemanden in ein Amt wählen oder zu einem Amt ernennen, jemanden zu etwas machen
decidiren
bestimmen, entscheiden
defendiren
verteidigen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
Deputat
Aufwendung für den Lebensunterhalt
Deputat
Unterhaltsleistung
destiniren
bestimmen, beordern, festlegen
dick
dicht
Difficultet
Schwierigkeit
Dignitet
Würde, Standeswürde
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
dissolviren
auflösen
Dreikönigstag (Tag der Erscheinung des Herrn = Epiphanias)
Gedenktag für das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu aufgrund der Anbetung durch die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland (6. Januar)
effectuiren
ausführen, durchführen
effectuiren
bewirken
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
einziehen
verhaften
erlustigen
belustigen, ergötzen, erheitern
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung
Faction
(politische) Partei
Faction
(politische) Entzweiung
Freund
Verwandter
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Gegenpromeße
Gegenversprechen
Herrenbrauen
Brauen für eine fürstliche Hofhaltung gegen Geld oder Gerstenlieferung
Immedietet
Unmittelbarkeit (unmittelbare Zuordung von Körperschaften, Gütern und Personen zu Kaiser und Reich ohne Vermittlung durch einen Landesherrn)
Impunitet
Straflosigkeit
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
Intelligenz
Einverständnis
Intelligenz
(geheime) Zuträgerschaft, Informanten, Spitzel
Intraden
Einkünfte
kotig
schmutzig, dreckig
Landsteuer
allgemeine an den Landesherrn zu entrichtende Abgabe (zumeist auf Grundbesitz oder andere Vermögensgüter)
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
lose
unwertig, untauglich
lustig machen
sich vergnügen, ergötzen
Mannlehen
nur auf männliche Familienmitglieder vererbbares Lehen
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
miniren
einen Stollen graben, um durch das Legen von Pulver feindliche Befestigungsanlagen zu sprengen
Observanz
Befolgung
Observanz
durch Übung (oder Ausübung mit Billigung der zur Rechtsetzung befugten Personen) zum Recht gewordenes Herkommen
Observanz
herkömmliche Gewohnheit
Offizier
Amtsträger, Beamter, Bediensteter
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Pistolette
Pistole (spanische Goldmünze)
präjudicirlich
nachteilig, eine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
Promeße
Versprechen
prosequiren
etwas verfolgen, vorantreiben
Refusion
Erstattung der Kosten
Relation
Bericht
Remedi(i)rung
Abhilfe
Remission
Verzicht auf einen Anspruch, Nachlass auf eine Forderung
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
remonstriren
Gegenvorstellungen machen, einwenden, entgegenhalten
repassiren
zurückkehren
Retardat
ausstehende (Rest-)Schuld, Zahlungsrückstand
Retraction
Zurückziehen
Schriftsasse
Inhaber eines Guts, der dem Landesherren unmittelbar untersteht und von der Niedergerichtsbarkeit exempt ist
Seearmada
Kriegsflotte
Sepultur
Begräbnis, Beerdigung, Bestattung
sieder
seit
Silberwerk
aus Silber gefertigter Gebrauchs-, Zier- oder Schmuckgegenstand
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Succurs
(militärische) Unterstützung, Hilfe
Tafeltaler
an den Landesherrn zu entrichtende Brausteuer
Tax
Steuer, Abgabe
Tax
(von Rechts wegen vorgenommene) Schätzung, Festsetzung von Kosten
Tax
Zahlung, Gebühr
Teil
Partei, Seite
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Überlast
übermäßige Belastung, Belästigung, Beschwerung
unzeitig
nicht zur rechten Zeit
unzeitig
vorzeitig
in Verfassung stellen
Bereitschaft herstellen, geordnete Anstalten machen, insbesondere Kriegsvorbereitungen treffen
verschwiegenes Lehen
Lehen, bei dem die Belehnung nicht erneuert ist
Volk
Truppen
Vorschrift
schriftliche Empfehlung
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Graf bzw. Fürst Johann Weikhart von Auersperg
Herzog Johann Weikhart von Schlesien-Münsterberg

geb. 1615
gest. 1677
Anm.: Sohn des Dietrich von Auersperg (1578-1634); ab 1640 Reichshofrat; kaiserlicher Gesandter in Den Haag (1641) und Primargesandter in Osnabrück (1643/44); 1644-1654 Erzieher und Obersthofmeister von König Ferdinand IV. (1633-1654); 1646-1669 Geheimer Rat; seit 1654 Herzog von Schlesien-Münsterberg; 1655-1657 auch Obersthofmeister; 1669 Verbannung vom Kaiserhof wegen Hochverrats; Erhebung in den Grafen- (1630) und Fürstenstand (1653); ab 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Álvaro de Bazán y Manrique de Lara
Marqués Álvaro III de Santa Cruz de Mudela
Marqués Álvaro I del Viso

gest. 1660
Anm.: Sohn des Álvaro de Bazán y Benavides, Marqués de Santa Cruz de Mudela (1571-1646); ab 1611 Marqués del Viso; seit 1644 Marqués de Santa Cruz de Mudela; spanischer Admiral und General.
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Hiëronymus van Beverningh

geb. 1614
gest. 1690
Anm.: Sohn des Melchior van Beverningh; Studium in Leiden; ab 1644 Mitglied der Vroedschap von Gouda; 1646-1648 und 1650/51 Stadtrat in Gouda; 1652-1655 Mitglied der Generalstaaten; 1653/54 niederländischer Gesandter in England; 1657-1666 Thesaurier-generaal der Vereinigten Niederlande; später niederländischer Gesandter bei den Friedensverhandlungen von Breda (1667/68) und Nimwegen (1675-1679).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Friedrich (2) von Börstel

geb. 1627
gest. 1681
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1654 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); schwedischer Gardeleutnant (1655), Gardeobristleutnant (1662), Obrist (1665) und Generalmajor (1678); Kommandant von Göteborg (1674) bzw. Bohus (1678); später Oberkommandant von Göteborg; 1676 Erhebung in den Freiherrenstand.
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Susanna von Börstel
Geburtsname: Susanna van Rhemen

gest. 1680
Anm.: Tochter des Steffen van Rhemen (1565-1644) aus Deventer; zunächst Hofjungfer der Fürstin Amoena Amalia von Anhalt-Köthen (1586-1625); 1623-1647 Ehe mit Heinrich von Börstel (1581-1647).
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb. 1620
gest. 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Markgräfin Sophia).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Antoine Brun

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Sohn des Dôler Parlamentsrates Claude Brun (gest. 1621); 1622 Promotion zum Dr. jur.; ab 1622 Anwalt in Dôle; seit 1626 diplomatische Missionen, u. a. nach Brüssel (1627-1629); ab 1632 Procureur Générale am Parlament zu Dôle; 1636/37 Organisator der Verteidigung der Stadt gegen die Franzosen; 1640/41 Teilnahme am Regensburger Reichstag; seit 1642 Staatsrat von Flandern und Burgund; 1643-1648 spanischer Bevollmächtigter für Burgund bei den Friedensverhandlungen in Münster; ab 1649 spanischer Botschafter in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Peter Buschmann

geb. ca. 1604
gest. 1673
Anm.: Sohn des bischöflich-paderbornischen Rats und Driburger Amtmannes Johann Buschmann (gest. 1630); Studium in Paderborn (1619), Tübingen (1623) und Freiburg (1624); Promotion zum Dr. jur. utr.; 1630-1632 kurfürstlicher Rat im Herzogtum Westfalen; 1632-1648 Kanzler des Hochstifts Paderborn; 1644-1648 kurkölnischer Gesandter bei den Westfälischen Friedensverhandlungen; seit 1648 Kanzler des Geheimen Rats im Kurfürstentum Köln; 1653/54 kurfürstlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; vgl. Wilhelm Honselmann: Peter Buschmann, Kanzler in Paderborn und Köln (1604-1673), in: Westfälische Zeitschrift 120 (1970), S. 385-398.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
François Cazet de Vautorte
Comte François de Vautorte

geb. 1607
gest. 1654
Anm.: Sohn des Louis Cazet, Seigneur de Vautorte (1586-1651); Conseiller am Parlement de Bretagne; später Avocat général au grand conseil d'état in Paris; seit 1645 französischer Intendant de justice et finances für das Hochstift Speyer, das Erzstift Mainz, die Markgrafschaft Baden und die Unterpfalz; 1647/48 Intendant de justice bei der französischen Rheinarmee; Gesandter Frankreichs auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649/50) und dem Regensburger Reichstag (1653/54); Conseiller d'État; 1653 Erhebung zum Comte de Vautorte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaspard de Champagne
Comte Gaspard de La Suze

geb. 1617
gest. 1694
Anm.: Sohn des hugenottischen Adligen Louis de Champagne, Comte de La Suze (gest. 1636); seit 1636 Comte de La Suze; französischer Maître de camp (um 1649) und Lieutenant-général des armées du Roi; zudem Conseiller du Roi; 1653 Teilnahme an der Fronde.
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf bzw. Fürst Maximilian von Dietrichstein

geb. 1596
gest. 1655
Anm.: Sohn des Grafen Sigmund von Dietrichstein (1560-1602); ab 1614 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1622-1637 Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora (1598-1655); seit 1651 kaiserlicher Obersthofmeister sowie Mitglied und Präsident des Geheimen Rates; 1629 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Jacques d' Estampes
Marquis Jacques de La Ferté-Imbault

geb. 1590
gest. 1668
Anm.: Sohn des Claude d'Estampes, Seigneur de La Ferté-Imbault (1526-1591); französischer Mestre de camp de cavalerie (1610), Maréchal de camp (1622), Colonel général der Schottischen Garde (1645) und Maréchal de France (1651); 1641-1643 Botschafter von Frankreich in England; später Conseiller d’État; seit 1651 Marquis de La Ferté-Imbault.

Weiterführende Informationen in VIAF
Rinaldo d' Este
Bischof Rinaldo von Reggio-Emilia
Bischof Rainaldus von Montpellier
Bischof Rinaldo von Palestrina

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Alfonso III d'Este, Duca di Modena e Reggio (1591-1644); ab 1641 Kardinal; seit 1650 Bischof von Reggio-Emilia; 1653-1655 Bischof von Montpellier; ab 1671 Kardinalbischof von Palestrina.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Claus Eve

Anm.: Bis 1654 Bauer in Hoym.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Nicolas Fournier von Neideck

gest. 1655
Anm.: Secrétaire d'État und Surintendant des Postes des Herzogs Karl IV. von Lothringen und Bar (1604-1675); 1653/54 lothringischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; 1654 Erhebung in den Freiherrenstand.
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf bzw. Fürst Franz Egon von Fürstenberg
Bischof Franz Egon von Straßburg
Bischof Franz Egon von Metz

geb. 1626
gest. 1682
Anm.: Sohn des Grafen Egon VIII. von Fürstenberg (1588-1635); ab 1644 Domherr in Köln; 1649/50 Gesandter für das Kurfürstentum Köln und das Hochstift Münster auf dem Nürnberger Exekutionstag; seit 1650 kurkölnischer erster Minister und Obristhofmeister; 1653/54 kurfürstlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; 1655-1663 Domdechant in Köln; 1658-1663 Bischof von Metz (ohne päpstliche Bestätigung); ab 1660 Domherr in Speyer und Fürstabt von Stablo-Malmedy; seit 1663 Dompropst in Köln und Bischof von Straßburg; 1664 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gazi Hüseyin Pascha
Deli Hüseyin Pascha

gest. 1659
Anm.: Geboren in Yenişehir; Teilnahme an den Feldzügen nach Bagdad und Jerewan; 1634/35 Kapudan Pascha (Großadmiral) der osmanischen Marine; danach Statthalter in Ägypten (1635-1637), Anatolien (1638/39), Silistra (1640), Bosnien, Bagdad (1644) und Ofen (1644/45); dazwischen 1640 abermals Kapudan Pascha; seit 1646 militärischer Oberbefehlshaber auf Kreta; dazwischen 28. Februar bis 5. März 1656 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1658 erneut Kapudan Pascha; 1659 Hinrichtung.
Heinrich Gottlieb Güder

geb. 1643
gest. 1682
Anm.: Sohn des fürstlichen Küchenmeisters Philipp Güder (1605-1669) in Bernburg; um 1680/82 Lektor im "Kloster" (Hospital und Armenhaus) zu Bernburg.
Johann Christoph Güder

geb. 1637
gest. nach 1671
Anm.: Sohn des fürstlichen Küchenmeisters Philipp Güder (1605-1669) in Bernburg; Tischlermeister in Bernburg.
Maria (2) Güder
Geburtsname: Maria Bauermeister

geb. 1622
gest. nach 1667
Anm.: Tochter des Bernburger Stadtkämmerers Othomar Bauermeister (1591-1670); seit 1648 Ehe mit dem fürstlichen Küchenmeister Philipp Güder (1605-1669) in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Thomas Harrison

geb. 1616
gest. 1660
Anm.: Sohn des Bürgermeisters Richard Harrison in Newcastle-under-Lyme; studierter Jurist; Captain (1643), Lieutenant-colonel (1644) und Major-general (1651) der englischen Parlamentsarmee; 1646-1653 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); seit 1653 mehrmalige Verhaftung als Gegner des Lordprotektorats; 1660 Hinrichtung als "Königsmörder" in London.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Simon Heinsius
Simon Heinze

gest. 1660
Anm.: Geboren in Coswig (Anhalt); Studium in Zerbst (1628) und Frankfurt/Oder (1632); ab 1634 Schulrektor in Berlin; seit 1640 Professor für Hebräisch und Logik sowie ab 1653 zugleich Rektor am Gymnasium illustre in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Landgräfin Sophia Eleonora von Hessen-Darmstadt
Geburtsname: Herzogin Sophia Eleonora von Sachsen

geb. 1609
gest. 1671
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1627-1661 Ehe mit Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg
Landgraf Hermann von Hessen-Kassel

geb. 1607
gest. 1658
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Koadjutor des Stifts Hersfeld; seit 1622 Propst des hersfeldischen Klosters Petersberg; ab 1627 Titularlandgraf von Hessen-Rotenburg unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fütternde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ambrosius van Horne
Comte Ambroise de Baucigny (Bassigny)

geb. 1609
gest. 1656
Anm.: Sohn des Gerard van Horne, Comte de Baucigny (1560-1612); ab 1612 Comte de Baucigny (Bassigny); spanischer Obrist und Generalkapitän (1646); zudem Gouverneur der Grafschaft Artois.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Allart Pieter van Jongestal

geb. 1612
gest. 1676
Anm.: Sohn des Wijbrand van Jongestal; Jurist; 1637-1655 Rat und seit 1655 erster Präsident am Hof van Friesland; niederländischer Gesandter bei den Friedensverhandlungen in London (1653/54) und Breda (1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Margarita Theresa
Königin Margarita Theresa von Böhmen
Königin Margarita Theresa von Ungarn
Erzherzogin Margarita Theresa von Österreich
Geburtsname: Infantin Margarita Theresa von Spanien

geb. 1651
gest. 1673
Anm.: Tochter des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); seit 1666 Ehe mit Kaiser Leopold I. (1640-1705).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Kara Murad Pascha

geb. 1611
gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Albaner; militärische Karriere im Janitscharenkorps, ab 1648 dessen Kommandeur; Mai 1649 bis August 1650 und Mai bis August 1655 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1650-1653 Beylerbey (Gouverneur) von Ofen; 1653-1655 Kapudan Pascha (Großadmiral); 1655 Beylerbey des Ejalet Damaskus.
Koca Derviş Mehmet Pascha
Mehmet Pascha

gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Tscherkesse; 1635/36 Teilnahme am türkischen Feldzug gegen Persien; Beylerbey (Provinzgouverneur) von Damaskus (1637/38), Diyarbekir (1638/39), Bagdad (1639-1642), Aleppo (seit 1642), Anatolien, Silistra und Bosnien (1648/49); 1649/50 und 1652/53 Kapudan Pascha (Großadmiral) der osmanischen Marine; 1653/54 Großwesir des Osmanischen Reiches.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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N. N. Kothe

Anm.: Schwester des fürstlichen Prinzen-Kammerdieners Johann Kothe (gest. 1696); bis 1654 Dienerin des August Ernst von Erlach (1616-1684) in Altenburg (bei Nienburg/Saale).
Johann Kothe

gest. 1696
Anm.: Seit Januar 1651 füstlicher Prinzen-Kammerdiener in Bernburg; spätestens 1662 Stadtschreiber und zuletzt Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Anna Magdalena Kremplinger
Geburtsname: Anna Magdalena Kübitz

Anm.: Tochter von N. N. Kübitz und Stieftochter des Bernburger Hofpredigers und Pfarrers Johann Menzelius (ca. 1596-1671); seit 1654 Ehe mit dem Werdershausener Verwalter Wolfgang Matthias Kremplinger.
Wolfgang Matthias Kremplinger

Anm.: Um 1654 Verwalter in Werdershausen.
Brigitta (1) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Radestock

geb. ca. 1580/85
gest. nach 1654
Anm.: Tochter des Heinrich von Radestock (gest. vor 1609); 1609-1620 Ehe mit Bernhard von Krosigk (1582-1620).
Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Katharina (1) von Krosigk

geb. ca. 1613
gest. 1672
Anm.: Tochter des Bernhard von Krosigk (1582-1620); um 1653 Aufenthalt am kurfürstlichen Hof in Dresden; spätestens 1668 Leben in Halle (Saale).
Volrad Ludolf von Krosigk

geb. 1620
gest. 1671
Anm.: Sohn des Volrad von Krosigk (1577-1626); Erberr auf Poplitz, Beesen, Gröna, Plötzkau und Laublingen; 1633 Page bei Christoph Vitzthum von Eckstädt (1594-1653); bis ca. 1641 in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1651 Angehöriger des Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1646 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Liebe"); vgl. Jacob Tögel: Der allergröste und beste Sterbe-Trost [...], Halle (Saale) [1671], fol. Gij v-Hij v.

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Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

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Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz
Fürst Václav Eusebius z Lobkovic
Wenzel Eusebius Popel von Lobkowitz
Václav Eusebius Popel z Lobkovic
Herzog Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb. 1609
gest. 1677
Anm.: Sohn des Sidonius Adalbert Popel von Lobkowitz (1568-1628); ab 1628 Fürst; kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschall (1647); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; ab 1646 Herzog von Schlesien-Sagan; seit 1647 Geheimer Rat; 1650-1665 Hofkriegsratspräsident; 1651/52 zugleich Oberstkanzler von Böhmen; 1665-1674 Obersthofmeister; ab 1670 erster Minister von Kaiser Leopold I. (1640-1705); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Anne de Lorraine
Princesse Anne de Lillebonne
Duchesse Anne de Joyeuse
Geburtsname: Anne de Lorraine-Vaudémont

geb. 1639
gest. 1720
Anm.: Tochter des Herzogs Karl IV. von Lothringen und Bar (1604-1675); 1660-1694 Ehe mit François-Marie de Lorraine, Prince de Lillebonne et Duc de Joyeuse (1624-1694).

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Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Louis (2) de Lorraine
Comte Louis d' Armagnac
Comte Louis de Brionne
Comte Louis de Charny
Prince Louis de Lambesc

geb. 1641
gest. 1718
Anm.: Sohn des Henri de Lorraine, Comte d'Harcourt (1601-1666); ab 1666 Comte d'Armagnac, de Charny und de Brionne; 1658-1677 Grand Écuyer de France; seit 1692 Prince de Lambesc; ab 1666 Gouverneur des Anjou.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Johann Lorenz von Lucke

gest. 1684
Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Kaspar von Lucke (gest. 1655?); seit 1651 Erbherr auf Waldau; schwedischer Obristleutnant.
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Pierre-Ernest de Mercy

geb. 1617
Anm.: Sohn des Pierre-Ernest de Mercy (gest. 1619); 1638-1649 Abt von Acey; 1646-1653 Propst der Stiftskirche Saint-Pierre in Lille; 1654-1661 in spanischer Haft wegen Hochverrats.
Michael (5) N. N.

Anm.: Um 1652 Geselle des Hofböttchers Hans Schuster in Bernburg.
Earl John of Middleton

geb. ca. 1608
gest. 1674
Anm.: Sohn des Robert Middleton of Caldhame; zunächst Kriegsdienst in Frankreich; bis 1648 militärische Kommandos im Dienst der schottischen Covenanters und des englischen Parlaments; 1648-1654 royalistischer Offizier; 1655-1660 im Exil mit der königlichen Familie; seit 1656 1st Earl of Middleton; 1660-1663 Commander in chief der Armee in Schottland; 1661/62 zudem Lord High Commissioner to the Parliament of Scotland; 1663-1668 Governor of Rochester Castle; seit 1670 Governor of English Tangier.

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Johann Ernst Müller

Anm.: Mönch und Priester des Benediktinerordens, der um 1652 zum reformierten Glauben konvertierte.
Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Diez

geb. 1613
gest. 1664
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Kasimir von Nassau-Diez (1573-1632); zunächst in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1640 Statthalter von Friesland, seit 1650 auch von Groningen und Drenthe; 1650 Schlüsselrolle beim gescheiterten Umsturzversuch des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); 1640-1654 regierender Graf und ab 1654 erster Fürst von Nassau-Diez.

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Nassau, Familie
Grafen bzw. Fürsten von Nassau

Anm.: Teilweise in den Fürstenstand erhobenes hessisches Reichsgrafengeschlecht.

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Willem Nieupoort

geb. 1607
gest. 1678
Anm.: Sohn des Willem Nieupoort; 1636-1672 Mitglied der Vroedschap van Schiedam; 1653/54 niederländischer Gesandter in England; 1654-1657 außerordentlicher und 1657-1660 ordentlicher Botschafter in London.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Olimpia (1) Pamphilj
Olimpia Nini
Geburtsname: Olimpia Maidalchini

geb. 1591
gest. 1657
Anm.: Tochter des Sforza Maidalchini (1561-1623); 1608-1611 erste Ehe mit Paolo Nini (1588-1611); 1612-1639 zweite Ehe mit Pamphilio Pamphilj (1563/64-1639); Schwägerin und enge Beraterin von Papst Innozenz X. (1574-1655).

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Alonso Pérez de Vivero y Menchaca
Conde Alonso de Fuensaldaña
Vizconde Alonso de Altamira

geb. 1603
gest. 1661
Anm.: Sohn des Juan Pérez de Vivero, Conde de Fuensaldaña y Vizconde de Altamira; nach dem Tod des Vaters Conde de Fuensaldaña y Vizconde de Altamira; spanischer Capitán (1632), Maestre de campo (1636), General (1640) und Generalkapitän (1648); 1656-1660 Gouverneur von Mailand; 1660/61 außerordentlicher Botschafter in Paris.

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Paulus van de Perre

geb. ca. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des Adriaan van de Perre (gest. 1618); 1636/37 und 1639 Schöffe, 1638 und 1641-1644 Rat, 1638 und 1643 Tresorier, 1640 Bürgermeister, 1645-1651 Sekretär und seit 1650 Pensionär der Stadt Middelburg; 1651/52 und 1653 außerordentlicher niederländischer Gesandter in England.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Elisabeth Amalia von der Pfalz
Pfalzgräfin Elisabeth Amalia von Pfalz-Neuburg
Herzogin Elisabeth Amalia von Jülich und Berg
Geburtsname: Landgräfin Elisabeth Amalia von Hessen-Darmstadt

geb. 1635
gest. 1709
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); 1653-1690 Ehe mit Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, seit 1685 Kurfürst von der Pfalz (1615-1690).

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Antonio Pimentel de Prado

geb. 1604
gest. 1671/72
Anm.: Sohn des Lorenzo Pimentel de Prado; 1646-1651 spanischer Gouverneur von Nieuwpoort; 1652-1654 Gesandter Spaniens in Stockholm und Vertrauter der Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1655/56 nach deren Abdankung Aufenthalt bei ihr in Rom; 1659 spanischer Gesandter in Paris; 1660-1670 Gouverneur von Cadiz; seit 1670 Rat und Befehlshaber der spanischen Armee in Antwerpen.

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzog Bogislaw XIV. von Pommern
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern-Stettin
Bischof Bogislaw von Cammin

geb. 1580
gest. 1637
Anm.: Sohn des Herzogs Bogislaw XIII. von Pommern-Stettin (1544-1606); ab 1622 regierender Herzog von Pommern-Stettin und Titularbischof von Cammin; seit 1625 Landesfürst des gesamten Herzogtums Pommern.

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Herzogin Elisabeth von Pommern
Herzogin Elisabeth von Pommern-Stettin
Geburtsname: Herzogin Elisabeth von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1580
gest. 1653
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1615-1637 Ehe mit Herzog Bogislaw XIV. von Pommern (1580-1637); danach Witwensitz in Rügenwalde (Darłowo).

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Johann Christian Reinschmidt

geb. 1627
gest. 1666
Anm.: Sohn des Dessauer Amtsschreibers Christian Reinschmidt; seit 1652 Pfarrer in Poley; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 390.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Christian Ernst von Röder

geb. 1613
gest. 1674
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Hans Wolf Ernst von Röder (gest. 1631); Erbherr auf Hoym.
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

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Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Tommaso Francesco di Savoia-Carignano
Principe Tommaso Francesco di Carignano
Comte Thomas-François de Soissons
Comte Thomas-François de Dreux

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I di Savoia (1562-1630); ab 1620 Principe di Carignano; spätenstens seit 1634 spanischer General; ab 1641 de iure uxoris Comte de Soissons et de Dreux; seit 1642 Generalissimus der Armeen Frankreichs und Savoyens in Italien; ab 1654 Grand maître de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Duca Carlo Emanuele II di Savoia

geb. 1634
gest. 1675
Anm.: Sohn des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1638 Duca di Savoia, bis 1648 unter der Regentschaft seiner Mutter Cristina (1606-1663), die bis zu ihrem Tod faktisch weiterregierte.

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Graf Christoph Leopold von Schaffgotsch

geb. 1623
gest. 1703
Anm.: Sohn des Hans Ulrich von Schaffgotsch (1595-1635); 1636 Konversion zum katholischen Glauben; zunächst in kaiserlichen Kriegsdiensten (1647 Hauptmann); ab 1649 erster Oberamtsrat in Schlesien; seit 1654 kaiserlicher Kämmerer; ab 1655 Vizepräsident der schlesischen Kammer; seit 1665 Präsident der schlesischen Kammer sowie Landeshauptmann des Herzogtums Schweidnitz-Jauer; 1672-1675 auch amtierender Oberlandeshauptmann von Schlesien; 1654 Erhebung in den Grafenstand; ab 1694 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Gräfin Clara Sabina von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1623
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578-1642).

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gheorghe Ștefan
Fürst (Woiwode) Gheorghe von Moldau
István Görgicze

gest. 1668
Anm.: Sohn des Bojaren Dumitrașcu Ceaur; leitender Miniter (Logofate) des moldauischen Fürsten Vasile Lupu (ca. 1595-1661); 1652/53 Anführer eines Aufstandes gegen den Regenten; 13. April 1653 bis 8. Mai 1653 und 16. Juli 1653 bis 13. März 1658 Fürst (Woiwode) von Moldau; danach Leben im Exil; 1668 Suizid in Stettin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Gräfin Louise Christina von Stolberg-Stolberg
Geburtsname: Landgräfin Louise Christina von Hessen-Darmstadt

geb. 1636
gest. 1697
Anm.: Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); seit 1665 Ehe mit Graf Christoph Ludwig I. von Stolberg-Stolberg (1634-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Friedrich Gebhard von Trotha

geb. 1613
gest. 1677
Anm.: Sohn des Melchior Andreas von Trotha (1580-1634); Erbherr auf Gänsefurth; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 160-204.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wolf Thilo von Trotha

geb. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Gänsefurth und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 215-310.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Andrzej Trzebicki
Bischof Andrzej von Krakau
Bischof Andrzej von Przemyśl

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wieluńer Kastellans Marcin Trzebicki; Domherr in Płock (ab 1633), Gnesen (seit 1642) und Krakau (ab 1644); 1652-1658 Unterkronkanzler des Königreiches Polen; 1655-1658 Bischof von Przemyśl; seit 1658 Bischof von Krakau; 1653 polnischer Gesandter beim Regensburger Reichstag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein
Albrecht Václav Eusebius z Valdštejna
Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein
Fürst Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht VIII. von Mecklenburg
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb. 1583
gest. 1634
Anm.: Sohn des Wilhelm von Waldstein (1547-1595); 1606 Konversion zum katholischen Glauben; 1607 kaiserlicher Hauptmann; 1615-1618 Obrist der mährischen Stände; kaiserlicher Obrist (1619), Generalfeldwachtmeister (1623) und zweimal Oberbefehlshaber der Armee des Kaisers (1625-1630 und 1632-1634); 1623 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1624 Fürst und seit 1625 Herzog von Friedland; 1628-1631 Herzog von Mecklenburg; ab 1628 Herzog von Schlesien-Sagan; 1634 Absetzung und Ermordung wegen Hochverrats; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Anna Dorothea von Wallwitz
Anna Dorothea von Hartlow
Geburtsname: Anna Dorothea von Schenck

geb. 1603/04
gest. 1689
Anm.: Erste Ehe mit Christoph von Hartlow; 1639-1653 zweite Ehe mit Esche von Wallwitz (1588-1653).
Esche von Wallwitz

geb. 1588
gest. 1653
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz; Kammerjunker, Kriegskommissar und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); um 1630/41 Leutnant; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reizende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Katharina Margaretha Wentzel
Geburtsname: Katharina Margaretha Güder

geb. 1653
gest. nach 1672
Anm.: Tochter des fürstlichen Küchenmeisters Philipp Güder (1605-1669) in Bernburg; seit 1672 Ehe mit dem Ballenstedter Bürger und Töpfermeisters Jakob Wentzel.
Johann Weyland

geb. 1601
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Böttchers Joachim Weyland (gest. 1610); zunächst Reitherr, um 1624 Kämmerer sowie seit 1634 Bürgermeister (1634, 1636, 1639, 1642 regierend) der Talstadt von Bernburg.
Bulstrode Whitlocke

geb. 1605
gest. 1675
Anm.: Sohn des Juristen James Whitelocke (1570-1632); 1620-1622 Studium in Oxford; 1622-1626 juristische Ausbildung am Inn of Court Middle Temple; 1626 Mitglied des englischen Parlaments; ab 1628 Schatzmeister der Honourable Society of the Middle Temple; später Recorder of Abingdon (1632-1649), Oxford (1647-1649) und Bristol (1651-1655); 1640-1660 Abgeordneter des Long Parliament; 1648-1656 und 1659 Commissioner of Parliament's Great Seal; 1649-1653 und 1659 Mitglied des English Council of State; 1653/54 englischer Botschafter in Stockholm; 1659 Rückzug von allen öffentlichen Ämtern; 1654 Ritterschlag.

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Herzog Leopold Friedrich von Württemberg-Mömpelgard

geb. 1624
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Ludwig Friedrich von Württemberg-Mömpelgard (1586-1631); seit 1631 regierender Herzog von Württemberg-Mömpelgard (bis 1645 unter Vormundschaft).

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Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Albanien (Montenegro), Provinz
Anm.: Verwaltungseinheit der Republik Venedig.
Alsleben
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anm.: 1611-1665 existierendes, jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Antwerpen
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Basel
weiterführende Informationen
Basel, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Beemster
weiterführende Informationen
Beesen (Beesenlaublingen)
weiterführende Informationen
Belfort
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Biendorf
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Bordils
weiterführende Informationen
Bosnien, Ejalet
weiterführende Informationen

Anm.: Verwaltungseinheit des Osmanischen Reiches.
Breisach am Rhein
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Chios
weiterführende Informationen
Chios, Insel
weiterführende Informationen
Ciudad Rodrigo
weiterführende Informationen
Coswig (Anhalt)
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Darmstadt
weiterführende Informationen
Dauphiné
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbelscher Busch
Anm.: Waldgebiet am linken Saaleufer bei Dröbel nahe Bernburg.
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Edinburgh
weiterführende Informationen
Egeln
weiterführende Informationen
England, Schottland und Irland, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Franken
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Freckleben
weiterführende Informationen
Fulda
weiterführende Informationen
Gänsefurth
weiterführende Informationen
Garonne, Fluss
weiterführende Informationen
Göteborg
weiterführende Informationen
Gravelines (Grevelingen)
weiterführende Informationen
Grönischer Busch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Gröna.
Güsten
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heidelberg
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Highlands
weiterführende Informationen
Hilpoltstein
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Jülich, Herzogtum
weiterführende Informationen
Kastilien, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kesselbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Kleinbadegast
weiterführende Informationen
Kleve
weiterführende Informationen
Köln
weiterführende Informationen
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Krumbholz (Krumbhals)
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Kurrheinischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Leau
weiterführende Informationen
Leeuwarden
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Löbnitz an der Linde
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège), Hochstift
weiterführende Informationen
Mantua, Herzogtum
weiterführende Informationen
Merseburg
weiterführende Informationen
Mittelmeer
weiterführende Informationen
Mömpelgard (Montbéliard)
weiterführende Informationen
Mömpelgard (Montbéliard), Grafschaft
weiterführende Informationen
Montferrat, Herzogtum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Mouzon
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale)
weiterführende Informationen
Oels (Oleśnica)
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostfriesland, Grafschaft
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Philippsburg
weiterführende Informationen

Anm.: Bis 1615 Stadt Udenheim.
Piemont
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Poley
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Regensburg
weiterführende Informationen
Reinstedt
weiterführende Informationen
Rhodos (Ródos)
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roses
weiterführende Informationen
Roussillon
weiterführende Informationen
Rügenwalde (Darłowo)
weiterführende Informationen
Saint-Omer
weiterführende Informationen
Sainte-Menehould
weiterführende Informationen
Salzburg
weiterführende Informationen
Sandersleben
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzruthenien
Anm.: Teil des Königreiches Polen (heute im Westen von Belarus).
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Siebenbürgen, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Siena
weiterführende Informationen
Smolensk
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
Texel, Insel
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Uppsala
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Warmsdorf
weiterführende Informationen
Weißer Berg (Bílá hora)
weiterführende Informationen
Werdershausen
weiterführende Informationen
Westfalen
weiterführende Informationen
Wulfen
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Corpus Catholicorum
weiterführende Informationen
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Gymnasium Illustre Zerbst
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1582 gegründete höhere Landesschule für das gesamte Fürstentum Anhalt.
Heiliges Römisches Reich, Kurfürstenrat (Kurfürstenkollegium)
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichsfürstenrat
weiterführende Informationen
Johanniter (Ordo Militiae Sancti Johannis Baptistae Hospitalis Hierosolimitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1538 aus der Ballei Brandenburg hervorgegangener evangelischer Zweig des Malteserordens (eigentlich "Johanniter").
Magdeburg, Dompropstei
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Quintus Horatius Flaccus: Ars poetica = Die Dichtkunst. Lateinisch/Deutsch, hg. von Eckart Schäfer, Stuttgart: 2008. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Thomas von Kempen: De imitatione Christi = Nachfolge Christi, in: De imitatione Christi. Nachfolge Christi und vier andere Schriften. Lateinisch und deutsch, hg. von Friedrich Eichler, München: 1966, S. 31-493. [Nachweis im GVK]