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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Februar 1654


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 127v-148r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Februar 1654
Bernburg
  • Gestrige Entdeckung eines neuen Sterns am Himmel
  • Abreise des Kammerjunkers und Stallmeisters Abraham von Rindtorf nach Großalsleben
  • Nachrichten
  • Gespräche mit dem Harzgeröder Hofrat Kaspar Pfau und Heinrich Julius von Wietersheim
  • Besichtigung eines missgestalteten Mannes
  • Darbietung eines Gauklers
02. Februar 1654
Bernburg
  • Kälte, Wind und Schnee
  • Bericht durch den Leibarzt Dr. Levin Fischer
  • Gespräch mit dem Hofrat Christoph von Jena
  • Gastmahl der Hofadligen beim Diakon und Schulrektor Andreas Hesius
  • Korrespondenz
03. Februar 1654
Bernburg
  • Schnee
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Beratungen mit Jena sowie dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius
04. Februar 1654
Bernburg
  • Frost und Schnee
  • Nachrichten
05. Februar 1654
Bernburg
  • Kälte
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Gespräch und Mittagessen mit dem Pfarrer Georg Enderling
  • Korrespondenz
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Wirtschaftssachen
  • Springen und Toben des fürstlichen Leibpferdes
06. Februar 1654
Bernburg
  • Kälte, Wind, Schnee und Unwetter
  • Hasenjagd
  • Krankheit des fürstlichen Leibpferdes
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Qualvoller Tod des kranken Pferdes
07. Februar 1654
Bernburg
  • Glatteis
  • Wirtschaftssachen
  • Obduktion des toten Pferdes
  • Gespräche mit Jena, dem Küchenmeister Philipp Güder und dem Kammerschreiber Johann Senf
08. Februar 1654
Bernburg
  • Kälte
  • Kirchgang zum Bettag
  • Administratives
  • Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgast
  • Abendspaziergang mit dem jüngeren Sohn Karl Ursinus
  • Korrespondenz
09. Februar 1654
Bernburg
  • Frost
  • Posttag
  • Gestrige erfolglose Hasenjagd
  • Getöteter Reiher in der Schlossküche
  • Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger als Mittagsgast
  • Beratungen mit Jena sowie dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius
10. Februar 1654
Bernburg
  • Frost
  • Beratung und Mittagessen mit dem Kammerrat Dr. Joachim Mechovius sowie den Hofrat und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Spaziergang
  • Rückkehr von Rindtorf aus Großalsleben
11. Februar 1654
Bernburg
  • Frost
  • Administratives
  • Beratung mit Jena
  • Sinnsprüche
12. Februar 1654
Bernburg
  • Frost am Vor- und Tauwetter am Nachmittag
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf und Katharina von Wallwitz als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Entsendung des Kammermeisters Tobias Steffeck nach Plötzkau
13. Februar 1654
Bernburg
  • Frost, Schnee und Glatteis
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abreise von Dr. Mechovius und Pfau nach Dessau
  • Beratung mit Jena
14. Februar 1654
Bernburg
  • Kälte und schönes Wetter
  • Dr. Fischer als Mittagsgast
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Beratung mit Jena und Rindtorf
15. Februar 1654
Bernburg
  • Morgenfrost
  • Anhörung der Predigt
  • Audienz für den früheren Hofjunker August Ernst von Erlach
  • Erlach als Essensgast
  • Gespräch mit Güder
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr des Frauenzimmer-Hofmeisters Johann Esche von Wallwitz aus Dessau
16. Februar 1654
Bernburg
  • Frost
  • Beratung mit Wallwitz
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
17. Februar 1654
Bernburg
  • Frostige Kälte mit Sonnenschein
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Dr. Mechovius, Ludwig, Johann Lorenz von Lucke, der Amtsrat Georg Banse und der Amtmann Georg Reichardt als Mittagsgäste
  • Rückkehr des Lakaien Johann Balthasar Oberlender mit dem Pagen Otto Rudolf von Böltzig
18. Februar 1654
Bernburg
  • Frost und Sonnenschein
  • Hasenjagd
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit Jena, Güder und dem Kammerschreiber Hans Friedrich Eckardt
  • Spaziergang am Vormittag
  • Korrespondenz
19. Februar 1654
Bernburg
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Früherer anhaltisch-dessauischer Rat und Hofmeister Christian Heinrich von Börstel, Steffeck und der Superintendent Joachim Plato als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Gespräch mit Börstel, Wallwitz, Jena und Rindtorf
20. Februar 1654
Bernburg
  • Frostige Kälte und Sonnenschein
  • Gespräch mit Güder
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Aufwartung durch Senf
21. Februar 1654
Bernburg
  • Frost und Sonnenschein
  • Gespräche mit Güder, Jena, Rindtorf, Steffeck und dem früheren Prinzenlehrer Martin Hanckwitz
  • Abferting der Abgesandten des ehemaligen Kammerjunkers und Stallmeisters Karl Heinrich von Nostitz
  • Administratives
  • Hanckwitz als Abendgast
  • Korrespondenz
22. Februar 1654
Bernburg
  • Frost und Sonnenschein
  • Gespräch mit Reichardt
  • Kirchgang
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Hanckwitz als Mittagsgast
  • Beratung mit Jena, Hanckwitz und Wallwitz
  • Entsendung von Dr. Mechovius nach Plötzkau
23. Februar 1654
Bernburg
  • Fuchs- und Hasenjagd
  • Administratives
  • Verspätete Abreise von Dr. Mechovius nach Plötzkau
  • Korrespondenz
  • Beratung mit Jena, Reichardt und dem Kammerjunker Wolf Curt von Einsiedel
  • Erster Lachsfang des Jahres
24. Februar 1654
Bernburg
  • Frost und Sonnenschein
  • Zweiundfünfzigster Geburtstag von Gemahlin Eleonora Sophia
  • Administratives
  • Spaziergang mit Karl Ursinus bei schönem Wetter
  • Feuerwerk am Abend
  • Nachrichten
25. Februar 1654
Bernburg
  • Tauwetter und Regen
  • Hasenjagd
  • Wetterregel zum gestrigen Matthiastag
  • Nachrichten
26. Februar 1654
Bernburg
  • Wind, Schnee und Sonnenschein
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Hofprediger Menzelius, Ladislaus Pribik Sekyrka und Frau von Wallwitz als Essensgäste
  • Beratungen mit Menzelius und Sekyrka
  • Ende der Bestrafung des Kammerpagen Albrecht Czenek Sekyrka
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Spielen der fürstlichen Kinder im Speisesaal
  • Empfang des Abendmahls durch die anwesenden Lutheraner
27. Februar 1654
Bernburg
  • Nebel und Schnee
  • Gespräch mit Güder
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
28. Februar 1654
Bernburg
  • Morgenfrost
  • Korrespondenz
  • Häufige Unpässlichkeit von Dr. Mechovius
  • Nachmittagsspaziergang bei schönem Wetter
  • Gespräch mit der Gemahlin, Jena und Rindtorf
|| [[Handschrift: 127v]]

Mittwoch den 1. Februarij; 1654.


Gestern spähte, hat sich, ein neẅer Tunckeler
Stern, über dem EülenSpiegel1, etwaß zur
lingken handt, sehen laßen. <Mag seine bedeüttung haben.>


Abraham von Rindtorff, ist heütte
zu seinen brüdern, nacher Großen Alßleben,
verrayset, sonderlich aber, seinem angekomme-
nen bruder Matthiaßen, dem Thumbdechant
von Fulda, zuzusprechen. Gott gebe ihm glück!


Diesen Morgen, hat sich ein pawer, in
brandtwein, mauseTodt gesoffen, beym
Feldtschehrer. Jst abermal eine greẅliche
warnung, undt Göttliche anmahnung,
sich, vor lastern, und vorsetzlichen groben
Sünden, zu hüten, undt vorzusehen.
Gebe Gott, das dieses schreckliche
ende, den armen Menschen, nicht umb die Seele
gebracht, sondern noch, zu einem sehligen, letzten
Seüftzer, in seinem hertzen, verahnlaßen habe mögen!
und rawm, zur wahren, (wiewol kurtzen) buße, geben!
Sonst heißt es: Qualem te jnvenio, talem te iudico. perge || [[Handschrift: 128r]]
Dieser arme Mann, ist von Deßaw herkommen, undt
hat den Balb[i]rer von Deßaw, welcher an itzo allhier
bey Meinem ho[f]balbirer, Hanß Wentzel Rohte,
(sonst Feldtsch[e]hrer geheißen) ist, abholen wollen.
Jst aber [scho]n trungken gewesen, undt haben
also ihrer v[i]ere, noch, vor 2 Groscheng: brandtwein,
bey ihm au[ß]getrungken. Baldt hat sich, der
pawer, hin[d]ter den ofen geleget, ist still
undt blaß [worden], un[d ges]torben. Mag
wol zuvor e[...]t, am halse gehabt
haben, und i[st ...]telt, oder eingegür-
tet gewese[n, sonde]rn auch, an der Schöp-
fung des At[ems gehin]dert. perge


Caspar Pfaw, ist heü[tte an]kommen, damit
man mit ihme, von [...]tigem covent
zu Deßaw, [...]ne. Er hat sich
auch, bey Mir, [præsentir]t.


Wieterßheim [h]at sich auch præsentiret,
weil er aber, [s]ehr forthgeeilet, undt
ein ander mahl [w]iederkommen will, habe ich
ihm, dißmahl, oh[n]e audientz, erlaübett.


Ein gebrechlicher kleiner kerll, ¾ ellen lang,
wie ein zwargk, hat sich præsentirt. Jst leichte, wie
ein kindt, hat arme, u[n]d füsse gekrümmet, und sehr dünne. || [[Handschrift: 128v]]
Jst von husem, auß hollstein, und [(]seines bruders
bericht nach, auch seinem eigenen) ein zwilling,
mit demselben, fein gewachßenen kerll,
in 28 iahr altt. hat einen ko[p]f, und bartt
wie andere Menschen, des alters. Jst sonst
sehr gebrechlich, und am leibe, zusammen
gewachßen, ein elendes Sp[e]cktakel.
Sol sonst, wol eßen, undt [tr]ingken, auch
jn die kirche[n zur p]re[digt] und communjon
sich tragen laße[n, auch so]nst nirgends,
hin kommen, alß: w[ohin man ih]n, träget?
Orandum est[! ut sit me]ns sana, in
[corpore sa]no!2 perge


Nach diesem Sch[auspi]el, hat auch einer,
ein Ey, in einen S[... gebra]cht, und gezeiget,
welches zuvor [...]en gewesen.
Es seindt<ist>: Modus, acq[ui]rendj panem!


Das Männlein, (so eines Tagelöhners Sohn,
sein soll) habe ich, auf der großen wage, in der
küche wiegen laßen. [E]s hat mit kleidern,
Mantel, und allem, gleichwol 45 Pfund (libra)℔: gewogen.
Jst sonst sehr leicht aufzuheb[e]n gewesen, wie ein
kindt, Seine arme, undt beine lagen auf eine Seitte, || [[Handschrift: 129r]]
undt wahren, wie ein Skeledon. Man siehet keinen
bauch, noch Nabel, an ihm. Die hüften kommen ihm
fluchß oben an der brust, zur seitten auß dem leibe,
undt ist wol eine rechte Mißgeburth. Seine
Mutter, mag (mit ihm Schwanger gehende), sich
an Todten beinen, oder anderm, versehen haben, oder
erschrogken sein. Gleichwol hats dem andern
zwillinge, nicht geschadet. Vielleicht, seindt
auch die zwillinge, in Mutterleibe, unrecht
übereinander gelegen? Jst eine schwehre
creützeslaßt, die jhm doch Gott, auch kan erleichtern
dem armen Menschen, wenn er sich ahn Gott helt,
Sintemahl Gott der herr, Niemanden mehr auf-
leget, alß er ertragen kan, ob es schon anders
vor der weltt, scheinet? Dienet auch denen
zur warnung, welche gerade glied-
maßen haben, daß sie Gott dem herren, vor diese
große gnade, undt gesundtheit des leibes,
fleißig dangken, undt ihre glieder, undt
leibeskräffte, nicht zu waffen der Unge-
rechtigkeitt, begeben, noch Mißbrauchen
sollen. Gesundtheit, ist ein edles kleinott,
undt ie beßer, dann reichthumb! Gott seye gepreiset, vor
seine Mildreiche gaben, und wir rühmen uns auch, der Trübsallen!

|| [[Handschrift: 129v]]

Donnerstag den 2. Februarij; 1654.

<Kälte. Windt. mane, und sero; Schnee.>


Doctor Fischer, ist bey Mir gewesen, zu referiren, wegen
des gesterigen Unglügkfalß bey dem Balbirer.
Gott wende mehrere Strafen, gnediglich ab!


Jehna, habe ich auch gehöret, umb gut-
achten, in etzlichen übergebenen suppljcationen.
Darnach, ist er, mit den hofiungkern, undt
hofiungfern, zu Ern Hesio, zu gaste gegangen.
Sie haben sich selbst undtereinander unlengst
an ihrer Tafel gestraft, wer nicht zur
hochzeitt beym hofprediger, sich einfinden
würde, derselbe solte ein convivium
zu geben, schuldig, und verbunden sein.
Also, ist die reye, an den guten Diaconum
Hesium, kommen, djeweil derselbe sich
nicht, beym hofprediger, am nähern, hat ein-
gestellet, undt muß ihnen, einen freyen
Schmauß, geben, (vornehmlich: instinctu Gynecæj.)


Geschrieben, nach Croßen, und schreiben
laßen, nacher Pariß, Leiptzigk, halle, wien. et cetera

|| [[Handschrift: 130r]]

Freitag den 3. Februarij; 1654.


<Schnee.>


heütte seindt abermal 23 wagen, mit
getreydig, von Sanderßleben, über die
Fehre, frey paßiret, und haben 54
pferde mittgebracht, nacher Deßaw gehende.


Erlach, jst erschienen, (citirter maßen)
zur dißcußion, seiner Steẅern, bey dem
hofrath Jehna, und bey dem Amptmann Georg Reichardt
alß Steẅer Commißarien, hieroben, aufm Schloße.


Conferentzen, mit Jehna, undt mit Magister Menzelius
perge


Hans Friedrich Eckardt jst auch hieroben gewesen, die
rechnungen, undt Oeconomysachen, einzuantwortten.


Diesen abendt, seindt auch, von Fürst hanßen
mit paß, versehene wagen, anhero kommen,
10 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber, frey überzubringen.

Samstag den 4ten: Februarij; 1654.

<Froßt. Käldte. Schnee.>


Abermahlige Relation, von Regenspurg Numero 61. Chur Brandenburg
will ersetzung, seiner Pommerischen jntraden, haben. Chur Pfaltz
inngleichem, von der lottringher satisfaction, wegen
erlittener schäden, am Rhejn. Schweden, will wegen
seiner länder im Reich, sich zu der vechtischen verpflegung
nichts verstehen, noch per maiora, sich binden laßen. perge

|| [[Handschrift: 130v]]


Der Kayser, beklaget sich, daß man ihn, so lange
aufhelt, zu Regenspurg mit hindahnsetzung, Jhrer Kayserlichen
Mayestät obliegenden, schwehren geschäften, in dero
Erblanden, undt zu præjuditz, dero Gesundtheitt.
Suchet per decretum, die ReichßStände, möchten doch, ihre
consilia, undt conclusa, zum ende, befördern.

Sonntag den 5ten: Februarij; 1654.


<Käldte.>


Magister Enderling, hat auf unserm Sahl geprediget,
und ist extra zu Mittage behalten worden, nach
dem ich mit ihme, conversiret.


Ein scharfes anzügliches schreiben, habe ich, von
Zerbst, wegen des guten ehrlichen Jehna bekommen.
Calumniarj audacter! semper aliquid hæret. perge


Nachmittagß, wieder zur kirchen, in die
predigt des Jonij, mit Carolo Ursino.


Er Jonius, hat vom Sündlichem heidnischem
Bacchj Fest, und Faßnachtsleben, mit
uhrsachen, lehren, und sonderbahren
exempeln, Christlich abgemahnet.


23 wagen, mit 50 pferden, seindt im rückwege
von Deßaw, nacher Sanderßleben, wiederumb frey
über paßirt.


Mein krangker Fuchß, hat übel gethan, gesprun-
gen, undt getobet, als ob jhn, die Hexen ritten! Gott beßere es!

|| [[Handschrift: 131r]]

Montag den 6ten: Februarij; 1654.

<Käldte. Windt. Schnee. ungewitter.>

<7 hasen, Carl Ursinus in den gärten, gefangen. perge>


Mein Fuchß, hat die Nacht, übel gethan, hoch ge-
sprungen, biß in die ruffen, (da er doch sonsten,
weder stehen, noch gehen kan) ist gählingen,
aufgeschwollen, am leibe, baldt wieder einge-
fallen, undt hat sich ahngestellet, alß ob er
von hexen, geritten würde. Gott
strafe! undt beßere, dieses übel!


Schreiben, von Strehlitz, Leiptzigk, halle. perge


Die ordinarij avisen, geben: daß der friede
zwischen Engelland undt hollandt, zwahr geschloßen,
dennoch aber, haspeley, darzwischen kommen dörfte,
weil alle Niederlendische Provintzien, njcht dareyn willigen.


Die hochländer in Schottlandt, armiren noch stargk
hingegen, suchet der neẅe Protector Olivier, Sie zu dempfen.


Der Cromwell, schreibt sich numehr Olivier,
undt helt sich königlich. Residirt in Withal.


Printz von Condè, recerchirt[!] seine Tochter3,
vor seinen Sohn, item: hülfe, undt alliance.
König in Frangkreich, gibt gute worth,
gratuliret jhme, und suchet freündschafft.


Cromwell, findet wiederstand auch in Jrrlandt.
Dennemargk, ist mit Mühe, eingeschloßen,
in den Englischen frieden. Jn remotis regionibus,
wirdt zeitt gelaßen, zur publication.

|| [[Handschrift: 131v]]


Printz von Condè, wirdt declariret, zu Pariß, in crimen
læsæ Majestatis, undt sich, ins gefängnüß zu stellen,
wieder welches urtheil, viel Printzen, seine freünde,
protestando, sich legen.


Befort, wirdt noch stargk belägert, vom Maréchal
de la Fertè, und der Conte de la Süze wehret sich.


Jn Catalogna, haben die Frantzosen, etwaß progreß.


König in Engellandt, ist in miserrimo statu, undt
wirdt von iedermann, fast verlaßen, undt außgeschloßen.
Printz Robert, undt Printz Moritz, dienen ihme noch,
treẅlich, undt ahnverwandtlich. Andere aber, deseriren ihn,
sonderlich, in Gallia; undt Belgio.


Der Pabst, tractirt friede, zwischen Frangkreich und Spannien.


Der Kayser, wehre gern, von Regenspurg hinweg.


Lottringhen, macht noch händel, jm Stift Lüttich,
wiewol die Chur Cöllnische jhm, tapfere resistentz thun.


Jm Stjft hildeßheim, jm Fürstenthumb Minden,
und hertzogthumb Brehmen, wirdt geworden.


Die Schweden, haben jalousie, von etzlichen orthen.


Die venezianer, erwehren sjch noch, der Türgken,
in Candia, undt Dalmatia. Sje, die Türgken,
moviren sich auch, an den Ungarischen gräntzen.


J'ay eu dès lettres, de peü de Valeür, cejourd'huy,
d'Erlach, & de Trohte4, au poinct dès Tribüts. Jl
semble; que toute la Noblesse, me soit rebelle, de-
puis la Diete Provincialle. et cetera

|| [[Handschrift: 132r]]


Unsere Fischer allhier zu Bernburgk, haben heütte
das Netze über einen hüpschen Reiger, geworffen, undt
ihn also erhaschet, undt gefangen, im Fischer Netze.


Mein leibpferdt der Fuchß, hat diesen
abendt, nach vielem quehlen, sein ende erlan-
get, und ist gar umbgefallen. Jst
wol schade! und zu erbarmen! daß ich
so elendiglich, umb ein gut pferdt, gekommen.
Gott gebe mir wieder andere, an die stelle!

Dienstag den 7ten: Februarij; 1654.

<glatteiß.>


Gestern Abendt, hat hertzogk Julius heinrich
von Sachßen Lawenburgk, auß Schlagkenwerdt
2 fuhren, mit 30 CentnerC: käßen Böhmische, anhero
geschigkt, und zollfrey zu paßiren begehrt,
so auch geschehen. Sie seindt erst auf Leiptzig,
darnach, auf Zerbst zu, gegangen, haben
Fischwahren, vor die verkaufte käse,
einkauffen sollen, aber nicht erlanget,
also gehen sie auf Staßfurth, Saltz dargegen
zu erhandeln. Tel trafficq, ne sie pas
bien, aux Princes!


Jch habe frühe, den Fuchs laßen aufhawen. Man
hat (dem gemeinen wahn zu folge) gar kein || [[Handschrift: 132v]]
zauberwergk, in ihm gefunden, sondern viel mehr
ein heßliches großes, ungeheẅres geschwühr,
mitten im hertzen, darüber man sich sehr
zu verwundern, wie es doch das arme pferdt,
so lange hat treiben, leben, undt sich damitt
quehlen können so lange zeitt. Die lunge
ist ein klein wenig, auch anbrüchig gewesen,
Sonst, der Magen, leber, Miltz, gehirn,
alles frisch, undt gesundt, gewesen.
Das gedärm, hat ein klein wenig
angefangen, sich zu alteriren. Die<Jn den>
Schengkeln, seindt an den<die> Nerven
zusammen <oder an>gewachßen gewesen, undt
das Margk in knochen verwelgkt.
Mag vielleicht, von dem durchziehen
der Saile von haaren, g veruhrsachet
worden sein, alß der gaul zu Erxleben
gestanden, und aldar, vom Schmidt,
wieder die zauberey, vexieret worden.
Er ist sonst voller geblühte gewesen,
welches an verzauberten Thieren, nicht || [[Handschrift: 133r]]
sein solle können, weil dem verlautt nach, alles
verzauberte, kein geblühte im leibe, oder
gliedmaßen, sol behalten mögen. Gleichwol
finden sich alhier leütte, welche vermeinen,
vor ein par Tagen, hette es sehr getantzt
undt gesprungen, in einem losament, da
die hiebevor verdächtige personen losiert,
(nemlich: der entloffene Geörge Muß-
cketirer, und sein weib) alß ob die
zaüberey nunmehr ihre würgkung
gethan, und außzufliehen gesinnet wehre?
Dennoch, vermeinen die Meisten ver-
ständige, daß alhier, die krangkheit
gar natürlich, und keine zaube-
rey darbey, zu observiren wol seye!
Vielleicht, kan der gaul, alß ein
frisch gewesener, und nach den Stuhten
begieriger hengst, vor iahren, mit
springen sich im leibe verletzt, und da-
durch veruhrsacht haben, das daß
geblühte in andern, anbrüchig worden, ie mehr
und mehr, gefaulet, und endlich im hertzen, zu einem
bösen geschwühr worden. Dienet doch, zur information.

|| [[Handschrift: 133v]]


Jehna, Philipp Güder, undt Hans Senf successive
bey Mir gehabt, in allerley expediendis.


2 Amptßwagen, mit getreydig seindt
abermalß frey überpaßirt, als ob es
zur hofStadt nacher Deßaw, gehörig.
Der paß, wahr vom Obrist leutnant Mjcrander,
undterschrieben. Es kömpt gar zu ofte[!]. perge

Mittwoch den 8ten: Februarij; 1654.


<Käldte.>


Am heüttigen ahngestallten BehtTage,
zur kirche, mit Carolo Ursino. Der
hofprediger, hat auch die Paßion
angefangen. Gott gebe zur beßerung
unsers lebens, und unser aller Sehligkeitt!


Darnach, ist der neẅe Avisenbohte
Mattheß Netteke, in Eidt, und pflichtt,
genommen worden. Gott gebe zu glück! und Segen!


Extra zu Mittage, den hofprediger Mence-
lium gehabtt.


Jn die Mühle, Forwergk, gartten, Stall, et cetera
mit Carl Ursinus gegen abendt, spatziret.


Briefe auß Hollandt bekommen, vom Godefroid Hottona[.]

|| [[Handschrift: 134r]]

Donnerstag den 9ten: Februarij; 1654.


<Frost.>


heütte ist PostTag, zu den briefen, undt missiven.
perge


Gestern, hat Carl Ursinus vergebens, im Pfaffenpusche
nach hasen, geiagtt.


Der schöne Raiger, (den unß neẅlichst
das glügk im waßer, beschehret) ist gestern
Todt in der küche, gelegen, und hatte einen
Schnitt in der kähle. Sie sagen, er
seye gestorben. Ja! er mußte wol!
vielleicht, umb der schönen federn willen.
Mein Carl Ursinus hat wenig glück, zu sejnen
gethieren, und ich auch! Patientia!


Extra zu Mittage, Schwartzenbergern, gehabtt.


Conferenze; mit Jehna, undt Magistro Mencelio,
successive. Gott gebe! zu Segen! undt glück!

Freitag den: 10ten: Februarij; 1654.

<Froßt. perge>


Die Rähte, Doctor Mechovius, undt Paulus Ludwig,
seindt bey mir gewesen, wegen der
Propositionspuncten zu Deßaw, zu deliberiren,
darauf auch, ein Conclusum, resolviret worden.


Sie seindt extra; zu Mittage geblieben,
darnach aber, depeschirt worden. <A spasso, nachmittage[s.]>

|| [[Handschrift: 134v]]


Abraham von Rindtorff, ist von Großen
Alßleben, von seinen brüdern, wiederkommen,
und sonderlich, hat sich, sein Bruder,
der Thumbdechant von Fulda, gegen mir,
recommendiren laßen.

Samstag den 11ten: Februarij; 1654.


<Frost.>


Jch habe allerley jntrighj gehabtt, nicht
allein gestern abendt spähte, zwischen
meinem kammerpagen, undt Cammerdiehner,
Sondern auch, diesen Morgen, wegen
des hollsteinischen gärtners Caspar Birgkmanns
großem Trotz, undt übermuhts, in
abforderung, einer Prætensionen.
Gott gebe mir, Treẅe, Fromme, fleißige,
bestendige, undt bescheidene diehner!


Conferentz, mit Jehna, welcher auch, in
Einsidelischer erbschaft vergleichungßsache, sich
gebrauchen laßen, und heütte einen versuch gethan.


Dulcia non meruit; quj non gustavit amara!
Es heißt auch, in vielen dingen: Difficilia; quæ pulchra.5

|| [[Handschrift: 135r]]

Sonntag den 12ten: Februar 1654.

<Frost vormittage. Thauwetter Nachmittags[.]>


Er Marggravius, hat hieroben geprediget, aufm
Sahl, Jst extra behalten worden, neben der Wallwitzjnn,
welche von Deßaw, wiederkommen jst.


Nachmittagß, wieder in die kirche, mit Carolo
Ursino, undt den Junckern, da die Passion gepre-
diget worden.


Tobias Steffeck von Kolodey nacher Plötzkau geschickt, vetter Ernst Gottlieb
zu besuchen, wie auch vetter Lebrechtt, etcetera[.]
vetter Ernst Gottlieb, hat daß Fieber.
Der Grave von Sonderßhaußen, ist aldar.
höfliche erbiehten, seindt erfolget. perge

Montag den 13den: Februarij; 1654.

<Frost. Schnee. glatteiß.>


Abermalß, kömbt ein kornschreiber,
von Deßaw, mit einem paß, auf 33
wagen, mitt getreydig, nacher Sanderßleben,
undt Fregkleben. Müßen also wiederumb,
zweymal paßiret werden, frey: über die Sahle.
meine Fehre zu verderben, und meine intraden, zu
verseümen. Worümb, paßiren sie nicht, zu Wirschleben?


Jtzt kömbt von der andern seitte wieder, ein paß
vom ObristLeutnant Micrander, auff drey freye getreidigwagen.

|| [[Handschrift: 135v]]


Schreiben, von Croßen, undt Breßlaw.


Die Avisen geben: daß der friede, zwischen
Engellandt, undt hollandt, zwahr gemacht,
auch von den 4 mächtigsten Provintzien6,
angenommen worden, allein die Engelländer
haben die Armistitium, vor erlangter resolution
aller Provintzien, nicht einwilligen wollen.
Jrritiren jnndeßen, die Niederländer, mitt
abnahme ihrer Schiffe, und geben dadurch jalousie,
daß sich, solcher friede, noch wol zerschlagen dörfte,
zumahl, da der Königlich Frantzösische Ambassadeür
im haag, vigiliret, undt sich beklaget,
daß Seines Königes, guhtgemeinte offerten,
mit 30 kriegesSchiffen, und großem gelde,
zur assistentz, diesen ihme wiederlichen
Frieden, nur desto mehr befördert hetten.


Der König in Frangkreich, wie auch der
Printz von Condè, tractiren beyderseitß,
mit dem Lord Protecteür, dem Olivier
Cromwell, durch ihre gesandten7, zu Londen.
Die Schotten, seindt noch, in armis, undt
wolgemuth, auff ihres Königes seitten.

|| [[Handschrift: 136r]]


Jn Frankreich sol der printz von Condè, alß criminel de
Leze Majestè, declariret werden. Befort, ist noch
belägert, vom Maréchal de la Fertè, welcher es mit
miniren, vergebens tractiret. Der Pabst handelt
friede zwischen Spannien, undt Frangkreich. perge
Roses, ist auch noch, vom Don Juan d'Austria, belägert.


Die Portughesen, sollen an den Castiglianischen
gräntzen, totaliter geschlagen sein.


Der Churfürst von Cölln, ist persöhnlich zu
Felde, im Stift Lüttich. Nimbt Frantzösische
Königliche assistentz, wieder die lottringher,
undt Spannier, an.


Zu Regenspurg meditirt der Kayser, den abzug.
Es gibt hochzeitten, undter den Rähten, und officirern.
Die Kayserinn, mag unpaß gewesen sein,
an pogken, es beßert sich aber, Gott lob.
Der König in Engellandt, hoffet noch, auf ein subsidium!
Die Reformation8 in Schlesien, continujret.


Der König in Polen, hat, intestinos motus,
undt eine gefahr, der absetzung, wegen
gemachten, übel gedeütteten Friedens, mit den
Tartarn, und Cosagken, zu besorgen.


Schweden, meditirt einen krieg, contra Polen.
Die infection, sol sich (Gott lob!) miltern. perge

|| [[Handschrift: 136v]]


Der CammerRath, Doctor Mechovius, undt meines
bruders, hofrath, Caspar Pfaw, seindt heütte
forth, im Nahmen Gottes, dem angesetzten
Convent, zu Deßaw, beyzuwohnen,
in Meinem nahmen, der ich auch, in vollmacht
Meines bruders, Pfawen, committiret.
Gott gebe! zu glügklichem succeß!
undt unserer guten vergenügung, in so
vielen wichtigen deliberandis! perge


Conferentz, mit Jehna.

Dienstag den: 14den: Februarij; 1654.

<Käldte. Schön wetter.>


Extra: habe ich zu Mittage, den Medicum,
Doctor Fischer, gehabtt.


Oeconomysachen, zu übersehen, gehabtt.


Nachmittagß, hat man Friederich
Gebhardt, von Trohta vorgehabt,
wegen der Steẅerresta, (da dann,
Meine, zur Steẅerdißcußion verordnete
Commissarien, Jehna, undt Reichardt,
viel zu Thun gehabtt, ihn zur billigkeitt,
zu persuadiren) darvon er sich außschließen, || [[Handschrift: 137r]]
undt wie fast alle vom Adel im lande, durch
ungleiche deüttung, des neẅlichsten landtTagß-
receß, gar eximiren will. Das meiste ist, das
weder Trohta, noch Erlach, noch andere edel-
leütte, unsere verglichene NebenReceße,
noch nicht gelesen, und nur dem<den> hauptre-
ceß, (welchen der Kayser confirmiret,
und eine Strafe darauf geleget), ahn-
gesehen, und demselben, inhæriren wollen! perge


Conferentz, mit Jehna, Rindtorf, undt andern. perge

Mittwoch den 15den: Februarij; 1654.


<Froßt mane.>


Jn die kirche, zur paßionpredigtt, Ern Menzelij
mit Carolo Ursino, undt den Jungkern.


Erlach, hat sich, (citirter maßen), præsentirt.
<audientz, undt bescheidt erlanget, auch extra geblieben.>


Philipp Güder, ist bey mir gewesen.


Schriftliche erklährung, jst, von Krosigk,
von Bösem, einkommen, an statt, das er
sich persöhnlich (abermalß, erforderter
maßen) sistiren sollen.


heütte, kömbt wiederumb, ein frey
paß vff 36 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: getreydig, von Deßaw,
so der Obrist leutnant Micrander, successive abzuführen.

|| [[Handschrift: 137v]]


Wallwitz, ist von Deßaw, wiederkommen,
nach verrichteten exequien seines Seligen
vatters, undt bestalten neẅen Oeconomy.
Gott gebe zu Segen! undt wohlstandt!
perge

Donnerstag den 16den: Februarij; 1654.


<Frost.>


Conferentz, mit Wallwitz.


Mein hofbötticher, hanß Schuester, ist
mitt 26 eymer, Frangkenwein,
von Wirtzburgk, glügklich wiederkommen.
Jch habe bezahlen müßen:
<ThalerThlr:> <Groscheng.> <Pfennige (denarii)d>
65 vor 26 eymer wein.
65 Fuhrlohn, von den 26 Eimern.
9 vor die Fäßer.
1 den paß, zu undterschreiben,
zu Würtzburgk.
9 2 zehrung. et cetera

149

ThalerThlr:


2 Groscheng.


Jch habe, nacher Deßaw, undt Croßen, geschrieben,
nach Leiptzigk, undt Halle aber, schreiben laßen.
Gott gebe aller orthen, zu glücklichem succeß!
perge

|| [[Handschrift: 138r]]

Freitag den 17den: Februarij; 1654.

<Frost. Käldte, iedoch Sonnenschein, als viel Tage hero.>


Meine Rähte, haben noch, mitt Commißionen,
jmmerforth, zu thun, undt die zeitt, wirdt wol
vertrieben. Die Steẅerdißcussion, macht
Jehna, undt Reichardten, zeitt vertreib, ge-
nung. Darzu kommen viel andere jnter-
ruptiones, mit Nebensachen, und supplicationen,
da man mir referiren, und bescheidt undt
resolution erwartten muß.


heütte, wirdt abermalß, der vergleich,
der Einsidelischen, vorgenommen. Doctor Mechovius
(welcher gestern von Deßaw, spähte wiederkommen)
sol darbey sein. Jtem: Jehna, Paulus,
Obristleutnant Lugk, undt Panße. Gott gebe zu Segen! perge


Risposta von Sanderßleben, <entredeüx, vom Obristleutnant Micrander[.]>


Die relation von Deßaw, ist ambigua in vielem.


Relatio; von Regenspurg Numero 62. Der Kayser will
im Aprill hinweg. Chur Brandenburg suchet
noch, die parification. Die Kayserinn
hat die Masern. Gott beßere es. Die
neẅen Fürsten, wollen <zur session> von Chur Brandenburg nicht admittirt
werden, vor der allten Fürsten, abgesandten. perge || [[Handschrift: 138v]]
wiewol Sie schon, den Poßeß, jhrer seßionen
eingenommen. Ein grave von Thun, auß der
Steẅermargk, ist Ertzbischof von Saltzburgk
worden, und also: die hofnung den haüsern,
Oesterreich, undt Bayern, darzu zu gelegen,
benommen worden, in deme der iüngere
Ertzhertzogk zu Jnsprugk, bischof zu
Augspurgk; ihme solche ehre einge-
bildet, wie auch der bischof zu Frey-
singen, hertzogk Albrechts, von Bayern, Sohn.


Der Neẅerwöhlte Ertzbischof, hat
sich, auf beschehenes complementiren,
sehr wol, gegen unser hauß, erbiehten
laßen, undt will nichts minder, alß
sein vorfahr, löblich gethan, des Reichß,
undt deßen Mittglieder, bestes suchen.


Naßaw, alß ein alttes Kayserliches,
<Fürstliches, undt> gräfliches hauß, protestiret auch, wieder
die præcedentz der neẅen haüser, et cetera[.]
Suchet assistentz, bey allen alten, casate! perge

|| [[Handschrift: 139r]]


Die Tractaten zwischen Holland und Engellandt,
und der geldmangel auß Spannien, verwirret
sehr, die Kayserlichen, undt des hauß Oesterreich,
Consilia, zu Regenspurgk.


Doctor Mechovius; Paulus Ludwig, Obrist leutnant Lugk,
Geörge Panße, seindt alle neben dem
Amptmann, extra hieroben zu Mittage,
behalten worden. Es will aber, mit
dem Einsidelischen vergleich, noch nicht forth.
Gott gebe endtlichen Nachdrugk! perge


Oberlender, ist mit dem Page Peltzigk,
wiederkommen. Seindt vergebens, bey deßen
vater, gewesen, ein Rehe, abzuholen,
auf 7 meilen weges, von hinnen,
welches eben, alß sie ankommen, von
einem wolff, njedergerißen, und gefreßen worden.

Samstag den 18den: Februarij; 1654. perge

<Froßt. Sonnenschein.>

<2 Hasen Carl Ursinus gehetzt. perge>


Jn rechnung: undt Oeconomysachen laborirt.


Jehna, bey mir gehabtt, mane, postea:
Philipp Güder, endtlich: vormittage, Hans Friedrich Eckardt[.]


A spasso, an die Sahle, gartten, Mühle,
umbs Schloß, und dergleichen, vormittages.

|| [[Handschrift: 139v]]


Schreiben, undt notification von Gohta,
durch einen eigenen Trompter, der neẅ-
geburtt eines abermahligen Freẅleins,
darzu wirdt, Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin,
zu gevattern, gebehten! Mir aber,
wirdt es höflich, notjficiret.

Sonntag den 19den: Februarij; 1654.


Er Plato Superintendens, hat hieroben
geprediget.


Extra zu Mittage, über die ordinarij
extraordinarien9, auch extra gehabtt:
Christian heinrich, von Börstel, Tobias Steffeck von Kolodey
undt Ern Platonem, nach deme Sie
zuvor acceß bey mir gehabtt,
und in ihren desiderijs gehöret worden.
perge


Schreiben, von Deßaw, mit vier Biberschwäntzen.


Jn die kirche, undt Paßionpredigtt, des Jonij
Diaconj, gezogen, nebst Carolo Ursino.


Conversatio, mit Börsteln, Wallwitz, Jehna,
Rindtorff,

|| [[Handschrift: 140r]]

Montag den 20ten: Februarij; 1654.

<Froßt. Käldte. SonnenSchein.>


Philipp Güder, ist bey Mir gewesen, in Oeconomicis.


Briefe, (Gott lob, undt dangk,) auß Jtalien,
von Meinem Sohn, und hammel; <auch auß Wien[,]> Jtem: auß
Curland und Wirtembergk, gratulationes.


Die Avisen geben: daß der Kayser, den 20. Aprill
auß Regenspurg abraysen, und die wahl eines
neẅen Palatinj, in hungarn, <befördern> wie auch,
der gefahr, des Türgken, an den gräntzfestungen,
vorbawen wolle. Der Römische König,
ist, Gott lob, wieder wol auff.
Zu Regenspurgk, machen sich, die Cavalliers
undt Damas, lustig, mit Faßnachts-
recreationen.


Die Spannischen, Condejschen, und lottringhischen
völgker, graßiren annoch, im Stift Lüttich,
unerachtet der beschehenen warnungen.
Befort, hat sich, dem König, in Frankreich ergeben.
Briesach, und Prince de Harcourt ist gestillet.
Prince de Condè, wirdt in die Acht, von seinem
Könige, erklähret. Prince de Conty, undt
Düc de Longueville, ihr Schwager, seindt außgesöhnet.

|| [[Handschrift: 140v]]


Zu Marseille, hat ein Seeraüber (undter dem
Prætext, Königlicher habender ordre,) ein gut Schiff,
auß dem haven, hinweg genommen.


Der friede zwischen Engelland undt hollandt,
continuiret zwahr, dennoch aber, wegen
des Armistitij (,so werwaigert worden,) gehen
noch die Schiffe, auf einander. Die Schotten,
im gebirge, stärgken sich sehr, werden
außm Niederlande, mit munition,
Proviandt, undt waffen, versehen.
General Midleton, stößet zu ihnen,
vor den König, in GroßBritannien.


Dennemargk, und Parlament,
correspondiren mitteinander.
General Cromwell, oder Lord Protecteür
manutenirt gewaltig, seine authoritet,


Jn Schweden, wirdt auch, der Engelländische
Parlamentische gesandte, wol tractirt,
und ein auge, auf die Stadt Brehmen,
geschlagen, dieselbe mit gewaltt, zu
bezwingen, und völgker, inß reich, zu schicken.

|| [[Handschrift: 141r]]


Der arme Sußky, so sich, alß ein Fürst Sußky,
von der Großfürstlichen linien, in der Moß-
kaw, damalß herrschende, derivirend
angegeben, undt sich, in hollstein, undter den
Schutz, hertzogk Friederichs, zu Gottorff
salviret, (von ihme aber, dem itzigen Groß-
Fürsten, auf sonderbahres begehren, über-
lifert worden,) sol erstlich, in der Moßkaw,
iämmerlich torquiret, und gepeiniget,
hernachmalß aber, mit abhawung, seiner
hände, undt füße, wie auch endlich, des kopfs,
und anschlagung offentlich, solcher glieder,
sein vom leben, zum Tode, hingerichtet worden.


Die Türgken, so wol alß die venezianer,
machen wiederumb, große præparatoria
zu jhrem kriege, zu waßer, und zu lande.


Jn Polen, stehet den Ständen, der friede nicht
ahn. Sie halten den König, vor sußpect, alß
ob er, mit den Tartarn, undt Cosagken
colludire, durch dieselbigen sich, absolut
zu machen, und dörften auf itzigen ReichßTage
zu Warschaw, seltzame Sachen, auf die bahn,
bringen. Vielleicht, dörfte auch, solcher Friede (welchen
der Moßkowiter, den Cosagken, zum besten, favorisirt), umbgestossen werden[.]

|| [[Handschrift: 141v]]


Die Schweitzer, sollen zu Commißarien, undt
Undterhändlern, gebraucht werden, zwischen
Engelländern undt holländern. perge


Der Pabst, hat seinen vetter, den Cardinal
Pamphilio bandisiret, darumb, das derselbe,
zu gut Spannisch gewesen, undt dem Spannischen
Ambassador in Rom, zu zeitlich, entdegktt,
und auß dem rath, geschwätzt, daß der
Portughesische Ambassador, solte admittirt,
und alß ein Königlicher Legatus, tractirt werden.


Hans Senf hat sich præsentiret, vor abendts.

Dienstag den 21ten: Februarij; 1654.

<Frost. Sonnenschein.>


Philipp Güder, bey Mir gehabtt. perge


Nostitz leütte, wieder abgefertiget. perge


Allerley intrighj, zu rechte, gebrachtt.


Mit Jehna, Rindtorf, Tobias Steffeck von Kolodey conversiret.


hangkwitz, hat sich bey Mir præsentiret
und ist über dem abendeßen extra behalten worden.


Wiederwerttige briefe, vom dumbcapitul
von halberstadt, wegen einer eingezogenen
wiese, (davon Sie zwey mal, die lehen verseßen,
wo nicht noch mehr mahl) bekommen.

|| [[Handschrift: 142r]]

Mittwoch den 22ten: Februarij; 1654.

<Frost. SonnenSchein☉Schein. perge>


Jch habe den Amptmann, Georg Reichardt bey Mir
gehabtt, in importantzen, que Dieu benie!
undt übelen berichtt, von hecklingen bekommen.
perge


On y persecüte, le Ministre, & on ne bastit
point de Temple, ni donne, ce, qu'il faut,
au cült Divin. On efface, le chant,
de nos Pseaulmes, & nostre Catechisme,
& on y introduit la necessitè dès chan-
sans Lütheriennes, & dü Catechisme,
de Lüther, Mesm<&> de sès escrits, & de
Chemnitius. Mesme on a fait battre
a ün soupper, le Ministre! perge


Jn die kirche, mit Carolo Ursino, &cetera[.]


Schreiben, von Meinem bruder, Fürst Friedrich, da er
beklaget, daß mein Sohn, Victor, unahnge-
meldet, vorüber gezogen, und sonderlich,
mir avisiret, das sehlige absterben, und
schönes ende, welches der Theẅre Mann,
Mein lieber, Alter, bekandter, undt Freündt,
Pater Fulgentius, dell'ordine de' Servj <zu venedig, gantz>, Christlich, genommen.
<Gott ersetze diesen Riß! und tröste <wieder> die Rechtglaübigen daselbst!>

|| [[Handschrift: 142v]]


Man hat in einer lehenssache, mit dem dombca-
pitul, zu Halberstadt, viel zu Thun gehabtt.


Extra hangkwitz, zu Mittage, behalten.


Conferentz, mit Jehna, Hangkwitz,
Walwitz, undt andern. perge


Wegen der Erbhuldigung, (welche Morgen,
Gebe Gott zu Plötzkaw, vorgehen sol, undt
Mir, vertrösteter maßen, nicht, von den
Plötzkawischen vettern, notificiret
worden) habe ich dennoch vigiliret,
und zu verwahrung, unsers Bernburgischen
succeßionrechtes, den Cammer: undt
Regierungßraht [a]llhier, Doctor Mechovium
abgeordnet, mit Creditifen, solchem
actuj, beyzuwohnen.

Donnerstag den 23. Februarij; 1654.

<2 hasen, 1 Fux, Carl Ursinus gehetzt.>


heütte geschicht die Erbhuldigung zu Plötz-
kaw. Jch habe wollen Doctor Mechovium, von wegen
meines hohen jnteresse, dahin schicken, unserer
Bernburgischen linien, ihr recht, darbey wol zu
verwahren, damit man nicht, post festum, || [[Handschrift: 143r]]
et post Vulneratam Causam, hette dörfen
etwan remedia suchen müßen. Alleine Doctor
Mechovius, undter dem prætext des besorglichen
Truncks, hat gestern mit dem creditif,
nicht forthgewoltt, und heütte frühe aller-
erst forthzugehen sich gestern erbotten,
heütte vormittage aber allererst,
umb 8 uhr, (da es zu spähte, und iehner
actus schon angesetzt gewesen) mirs avi-
siret, und des Cantzlers Milagij beylage
produciret, alß obs demselben, alß einem
gesampten Rath, frembde vorkähme,
das ich diese abordnung, deputiret, da
er doch auf alles, wol acht gegeben, undt
Mir in keinem, præjudiciren laßen würde,
es würde es auch Cöhten, zu Wulfen,
nicht begehren, da man doch, ein gleichmeßiges
jnteresse, zu prætendiren. hat sich also Doctor Mecho-
vius abschregken laßen, gleich alß ob man
nicht wüste, waß von<r> ein undterscheidt,
mit dem succeßionsrecht zu Wulfen, undt
alhier wehre? was zu Zerbst <zu Fürst Augustj zeitten>, bey der vormund-
schaft huldigung, vor Præjudicia vorgegangen,
und wie Milagius und Knoche, hin: und wieder bestalt sein? || [[Handschrift: 143v]]
welche leicht, vor Deputirte, paßiren können, nicht
allein, alß gesampt Rähte, Sondern auch, alß
Plötzkawische, undt Cöthnische jn particularj
bestalte Rähte. Gott verhüte præjudicia!
Sie geben vor, Sie wollen es recht machen,
und post festum, wollen Sie mirs avisiren.
Worumb haben dann, Fürst Augustus, undt
Fürst Ludwig, meiner huldigung, allhier zu
Bernburgk, persöhnlich beygewohnet?
und in meine Aempter, ihre nebenDeputirte
abgeordnet, mitt darbey zu sein?
Worumb hat man mich aber, alß exe-
cutorem Fürst Ludwigß Testaments,
bey der Cöthnischen huldigung nicht
invitiret? Auch das heüttige zu Plötz-
kaw, habe ich nur, per indirectum,
erfahren, ohngefehr, durch einen pawer,
so über land darzu erfordert worden,
und meinem Cammermeister, es referiret.
Man will mir, Meine Authoritet
nehmen, undt beschneiden, da Sie doch, mit
zunehmenden iahren, auch zunehmen sollte!

|| [[Handschrift: 144r]]


Am heüttigen postTage, habe ich, nacher Siena,
undt venedig, an meinen Sohn Viktor Amadeus und bruder, geschrieben.
Gott laße es wol durchkommen! und sie wol finden!


Conferentz, mit Jehna, Richardt, wie auch
mitt Einsidel, undt andern. perge


heütte ist zum ersten mahl diß Jahr,
ein lachß alhier zu Bernburg gefangen worden.

Freitag den 24ten: Februarij;

<Frost. Sonnenschein☉schein.>


heütte ist Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin, geburts-
Tag, an deme sie 51 iahr erlebet, und
numehr, in das 52. iahr, ihres allters, gehet.
Gott gebe! das Sie Gottes segen, ferner
spühren, undt erhalten, auch in der rechten
Forchtt des höchsten, ihre zeitt zubringen möge!
Gott wende auch, alle ärgernüße!


Der Einsidelische vergleich, ist abermal
vorgenommen worden. Gott laße ihn succediren!
Man hat aber nichts außrichten können, die-
weil die taxation, weder geendiget, noch eingeschickt.


Jch bin spatziren gegangen, in schönem wetter,
mit Carolo Ursino, post negocia peracta, vorm Mittagßeßen.

|| [[Handschrift: 144v]]


Meine herzlieb(st)e gemahlin, ist hin: und hehr, angebunden worden.
Et on est, comme contraint, a faire cela!
Jch habe ihrer Liebden über die großen Theẅren, undt
kostbahren præsenten, welche ich ihr, vor
diesen zeitten, gegeben, ahn Ringen,
Juweelen, Tringkgeschirren, anderen
rariteten, auch Landtgühtern, an itzo,
nach meiner gelegenheitt, in die haußhal-
tung geschencktt, zehen Eimer wein,
und zum Neẅen iahr, bekahm sie auch
zehen Eimer, ohne das holtz zu Aldten-
burgk, welches ich Jhrer Liebden verehret,
da mir doch, zum wiederanbaw, selbiger
hertzogk, vor 500 ThalerThlr: holtz præsentjret,
welches alles, Meiner gemahlin ich schencke.


Meine Töchter, haben vor abends, Meiner
gemahlin zu ehren, schön musiciret, undt
gesungen, in Meiner gemahlin gemach, mit
zuziehung der Engelländischen Jungfer
Trowell, und eines jnstrumentisten, Hanß
Geörgens Berger, mehrentheils Geistliche lieder.

|| [[Handschrift: 145r]]


Nach dem abendeßen im finstern, hat instinctu
Gynecæj, ein klein Feẅerwergk müßen gemacht,
werden, vom Tobias Steffeck von Kolodey da dann rackeetlein gestie-
gen in die höhe, und etzliche Schwärmerlein,
herüber geflogen. Questa cosa, sarebbe
più convenevolo, per glj huominj, che per le Donne!
Mà bisogna perdonare, a moltj errorj! perge Unsere
hofpursche eines theilß, hat auch im platz da-
rundter Feẅer gegeben, undt es ist eine
gute kurtzweile vor Carolum Ursinum gewesen. perge


Avis: daß es zu Quedlinburg stirbet, an einer
heimlichen Seüche, welche man der pest
gleich, aber verschwiegen helt. Gott
bewahre vor mehreren landplagen!

Samstag den 25. Februar 1654.

<Thawwetter. Regen.>

<2 hasen, Carl Ursinus gehezt.>


Der gesterige tag Matthiæ, hat heütte
seine regul gehalten: Sanct Mattheiß,
bricht daß Eiß, Find' er keins, So macht er Eiß! perge
Dann er hat noch Eiß, gestern gefunden.


Numero 63 ist abermalß, eine relation auß
Regenspurg ankommen, mit allerley sachen, wegen
Lottringhen, Vechte, Schwedischen[,] Neẅer Fürsten,
Matricul repartition, Cammergerichtsziele, undt dergleichen.
et cetera
<auch intimationes, von Chur Saxen, sonderlich: wegen inhibition der werbungen.>

|| [[Handschrift: 145v]]

Sonntag den 26ten: Februarij; 1654.

<Salvia Wind. Schnee. Sonnenschein☉schein, ut in Aprilj.>


Unser hofprediger Mencelius, hat auf unserm
Sahl, geprediget. Jst extra behalten worden,
wie auch der iunge Sekerka, welcher von
Dreßden, ahnkommen. Jtem: Walwitz fraw.
perge


Conferenze, mit Sekerka juniorj,
mit Mencelio. perge und andern, dann der
Elltiste Sohn, des alten Sekerka
ist anhero kommen, umb seines Gottesdiensts
willen. perge Der iüngere Albrechtt, mein
page, ist heütte, (nach 14iähriger[!] <poenitentz und> gedultt,)
zur aufwarttung, wieder admittirt worden.


Nachmittags, in die Paßionpredigt, Ern jonij et cetera
mit Carolo Ursino, undt denen nobilibus.


Meine kinder, haben, (unangesehen der
Trawer, unser selbst, undt etzlicher Adelichen,
alß Wallwitz, und Einsidels, umb ihre
väter) instinctu Dominæ Matris, aufm
EßSahl, spiehlen müßen, und schwermen,
weil es am geburtsTag Meiner gemahlin,
umb des allzuspähten Feẅerwergks
willen, nachgeblieben. Sie die lutheraner haben auch, ihre Communion || [[Handschrift: 146r]]
vor. Sed! opus operatum, omnia salvat! ut putant! perge
Gott bewahre! vor Scandalis! und erroribus! Amen!

Montag den 27ten: Februarij; 1654.


<Nebel. Schnee.>


Philipp Güdern, bey Mir gehabtt.


Die Tractaten, wegen Einsidelischen vergleichs,
seindt abermalß vorgenommen worden.


Briefe auß Croßen, Breßlaw, Venedig,
Rom, etcetera[.]


Die avisen geben: das zwahr, die holländer
undt Engelländer, in vollen Tractaten, begriffen,
gleichwol der Cromwell (welchen man an
itzo, den Protectorem Angliæ, undt Seine
Hoheitt, tituliret (mit Spannien, Schweden,
den Frantzösischen Printzen und anderen,
auch heimlich tractirt, und stargk armiret,
das so baldt krieg, alß friede zu hoffen,
zumahl, da etzliche Niederländische Provintzien, mit
der ratification, sich noch aufhalten,
undt Frangkreich, stargk contramjniret.
Die Schotten, kriegen zufall, und seindt
Meister, über die Engelländer, in ihrem lande.


Die Niederländer und Engelländer, continuiren, mit
abnehmung der Schiffe, gegeneinander, zu beyden Theilen,
dieweil der friede, noch nicht publiciret ist.

|| [[Handschrift: 146v]]


Jn Schweden, ist zwahr noch die Pest, aber nicht heftig,
und man wirbt stargk, in selbigem Reiche. Es
werden auch viel Officia, verendert und beschnitten.
Die Consilia zum kriege, werden geheim gehalten.


Jn Polen, deliberirt man, auf dem ReichßTage
zu Warschow. Ein Cosagke, sol nach dem General
Chmielinßky, gehawen, undt ihn, in eine
Achßel getroffen haben, weil er den
Polen, ihnen den Cosagken, zum praeiuditz, ihrer opinion
nach, zu viel nachgegeben. Der König, wirdt
auch beschuldiget, alß ob er es der krohne,
zum Nachtheil, mit den feinden, zu sehr halte?
sich dadurch, absolut zu machen. Dörfte
solcher gestaltt, einen bösen Pollnischen ReichßTag geben.
Die Tartarn, undt Cosagken, sollen
zweene große Provintzien, in selbigem
Reich, durchstraift, außgeplündert,
und 300000 Seelen, hinweg geführet haben.


Die Türgken, continuiren auch, ihre
armaturen, und sol der Usaim Bassa,
General in Canêa, dem landvolgk, in Candiâ || [[Handschrift: 147r]]
großen schaden zugefüget, auch viel arme pawern
iämmerlich haben hinrichten laßen, weil dieselben
proviant, und andere Notturften, den Christen,
in die festung Candia, zugeführet. Der Gene-
ral del Mare, ist nicht endthaüptet, (wie un-
lengst berichtet wardt) Sondern sein Sohn10, hat
200000 ReichßThaler, an gelde, vor ihn gegeben,
undt er hat auch, eine außerlesene schöne
Griechische Jungfraw11, dem Türgkischen Kayser
præsentiret, und damitt, sein leben salviret.
Dann der GroßTürgke, sol diese Griechinn,
über alle andere weiber, und concubinen
lieben, hat sie auch schon zur Kayserinn crönen laßen.
hingegen, hat der Muftj, zu Constanti-
nopel, seinen kopf, verliehren müßen.
Die venezianer, continuiren auch, ihre defension,
und haben in Dalmatia, etwas succeß gehabtt. perge


Der Kayser, wehre gern, von Regenspurgk
hinweg, im Aprill. Die Stände aber, bitten
darvor, undt trawen sich nicht, so baldt,
mit den Consultationibus, fertig zu werden.


Der Pabst, leßet seine gräntzen, gegen
Toscana zu, beßer verwahren, undt fortificiren.

|| [[Handschrift: 147v]]


Die Moßkowiter rüsten sich stargk, (alß man
meinet), den Cosagken zum besten. perge


Gestern Sontagß, alß der guhte Superin-
tendens, Er Plato, in der allten Stadt-
kirche geprediget, und kawm auf die
helfte kommen, hat er, wegen zufallender
Schwachheit, innehalten, schweigen, und von
der Cantzel herundter gehen müßen. Man
hat ihn angestrichen, und so fern er-
quicket, das er noch in seinen Stuel
gehen, sich erholen, und darnach das heilige
Abendmahl, (welches eben celebriret worden)
hat administriren helfen können. Gott
stärgke! und friste sein leben, dem allten
Frommen Mann! Er bekömbt ofte[!] nu-
mehr eine zeitt hero, dergleichen anstöße. perge

Dienstag den 28. Februar 1654.


<Froßt, mane.>


Nacher Croßen, und venedig im vorrath,
geschrieben. Gott gebe gesegnete progreß!


Mein CammerRath, Doctor Mechovius wirdt mir auch
Schwach! hat oft große beschwehrung, vom Stein,
rücken: und seittenwehe. Properamus, ad finem! || [[Handschrift: 148r]]
Gott wolle beßerung, und segen verleyhen!


A spasso, in schönem wetter, Nachmittages.


Conversatio, mit Madame; Jehna, Rindtorf, etcetera[.]


Textapparat
a Auflösung unsicher.

Kommentar
1 Eulenspiegelturm (früherer Bergfried des Bernburger Schlosses).
2 Zitat aus Iuv. 10, 356 (ed. Adamietz 1993, S. 228f.).
3 Entweder Mary oder Frances Cromwell.
4 Entweder Friedrich Gebhard oder Wolf Thilo von Trotha.
5 Zitat nach Erasmus: Adagia, S. 22.
6 Identifizierung teilweise unsicher.
7 Nur teilweise ermittelt.
8 Hier: Gegenreformation.
9 Hier: die außerordentlichen Essensgäste.
10 Person nicht ermittelt.
11 Person nicht ermittelt.
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XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
Acceß
Zutritt
admittiren
gestatten, zulassen
alteriren
verwandeln, verändern
alteriren
(sich) aufregen
alteriren
aus der Fassung bringen, erschrecken, aufregen
anbrüchig
schadhaft, faul, unrein
Anstoß
Angriff (der Gesundheit), (körperliche) Beeinträchtigung, Schaden
Anstoß
Hindernis, Behinderung, Unterbrechung, Beeinträchtigung
Anstoß
(militärischer) Angriff
anstreichen
berühren
Armatur
Rüstung
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avisenbote
Nachrichtenbote
Balbier
Barbier
bandisiren
verbannen
bandisiren
ächten
besorgen
befürchten, fürchten
besorglich
zu Besorgnis Anlass gebend, heikel, zu befürchtend
committiren
(jemanden) beauftragen
committiren
(etwas) auftragen
complimentiren
höflich reden, Ehre erweisen
confirmiren
bestätigen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contraminiren
entgegenarbeiten
contraminiren
einen Stollen graben, um das unterirdische Legen von Pulver zur Sprengung von Befestigungsanlagen durch den Feind zu verhindern
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
Defension
Verteidigung
deliberiren
überlegen, beratschlagen
deseriren
jemanden verlassen, etwas aufgeben
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
gähling
plötzlich, unversehens
genung
genug
Haspelei
hastiges und ungeordnetes Agieren
Hauptrezeß
wichtige Beschlussfassung, endgültige Entscheidung eines Rechtsstreites
Hofbalbier
Hofbarbier
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
inhaeriren
anhängen, an etwas festhalten, fest darauf bestehen
Inhibition
obrigkeitlicher bzw. gerichtlicher Untersagungsbefehl, Verbot
Instrumentist
Musiker
Intraden
Einkünfte
invitiren
einladen
irritiren
reizen, antreiben, bewegen
Kammergerichtsziel
durch die Reichsstände zu entrichtender Beitrag zur Unterhaltung des Reichskammergerichts
Landtagsrezeß
schriftlich niedergelegtes Ergebnis der auf einem Landtag geführten Verhandlungen, das mit Unterschrift und Siegel beider Seiten durch die landesfürstliche Publizierung Rechtskraft erhält
Landvolk
Landestruppen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
losiren
jemanden unterbringen, mit Unterkunft versehen
losiren
Quartier haben, wohnen
losiren
einquartieren
lustig machen
sich vergnügen, ergötzen
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
Matrikel
Verzeichnis der Personen und Güter einer Korporation (Reich, Reichskreis, Territorium) mit den Lastenanteilen bei gemeinsamen Aufgaben
Matthiastag
Gedenktag für den Apostel Matthias (24. Februar)
miniren
einen Stollen graben, um durch das Legen von Pulver feindliche Befestigungsanlagen zu sprengen
Missiv
Sendschreiben
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
nachbleiben
unterlassen werden, nicht geschehen, unterbleiben
Nebenrezeß
Urkunde über ergänzende Beschlüsse eines Gremiums oder eines Teiles desselben
Offizier
Amtsträger, Beamter, Bediensteter
Opinion
Meinung
Parification
Gleichstellung
passiren
gelten lassen
passiren
(die Zeit) verbringen, zubringen
persuadiren
überreden, überzeugen
Posseß
Besitz
Präcedenz
Vortritt, Vorrang
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
präsentiren
schenken, als Geschenk geben
präsentiren
beschenken
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
Prätext
Vorwand, Scheingrund
produciren
vorführen, vorlegen, vorweisen
recherchiren
nachsuchen
Reiger
Reiher
Relation
Bericht
Repartition
Zuteilung, Verteilung, Austeilung
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Ruffe
Schorf über einer Wunde, einem Geschwür, einer Beule und ähnlichem
Ruffe
Kajüte
salviren
retten
Scheledon
Skelett
schwärmen
lustig, geräuschvoll, zügellos sein/umherschweifen
Session
Sitz, Platz
Session
Sitzung
sistiren
sich einfinden, vorstellig werden
succediren
folgen, nachfolgen
succediren
erfolgreich sein, Glück haben
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Supplication
Bittschrift
Teil
Partei, Seite
Thum(b)dechant
Domdechant (zweiter Vorsteher eines Domkapitels)
torquiren
foltern
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Trompter
Trompeter
ungefähr
zufällig
verehren
schenken
verehren
beschenken
versitzen
versäumen, verjähren
vigiliren
wachsam sein, auf etwas Acht geben
Volk
Truppen
zeitlich
rechtzeitig
zeitlich
früh, zeitig
zeitlich
vorzeitig
Zufall
unerwartete spürbare Veränderung der Gesundheit
Zufall
Ereignis, Vorfall
Zufall
etwas, das einem zufällt
Zufall
Zulauf, Parteinahme, Beistand
Zwarg
kleines Männlein oder Weiblein
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anhalt-Bernburg, Haus
Fürsten von Anhalt-Bernburg

Anm.: Seit 1603 bestehende Nebenlinie des reichsfürstlichen Hauses Anhalt.Weiterführende Informationen in der NDB
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Timoschka Ankudinow
(Pseudo-)Fürst Iwan Schuiski

gest. 1654
Anm.: Aus dem Moskauer Reich geflohener Schreiber, welcher sich als Sohn des verstorbenen Zaren Wassili IV. (1552-1612) ausgab; 1650-1652 Aufenthalte als Thronprätendent am polnischen und schwedischen Königshof; 1652/53 Exil in Schleswig-Holstein; 1654 Hinrichtung in Moskau.
Diego de Aragón y Tagliavia
Duque Diego de Terranova
Príncipe Diego de Castelvetrano
Marqués Diego de Ávola
Marqués Diego de Favara

geb. ca. 1596
gest. 1663
Anm.: Sohn des Carlos II de Aragón y Tagliavia, ab 1599 Duque de Terranova (gest. 1605); seit 1616 Kämmerer des späteren Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1624 Duque de Terranova, Príncipe de Castelvetrano und Marqués de Ávola y de Favara sowie Gran almirante y Gran condestable del Reino de Sicilia und Capitán general de la Caballería Ligera de Sicilia; spanischer Botschafter in Wien (1644-1648) und Rom (1653-1657); zudem Consejero de Estado y de Guerra; ab 1651 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bacchus

Anm.: Römischer Gott des Weines und der Fruchtbarkeit.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bahâî Mehmed Efendi

geb. 1595
gest. 1654
Anm.: Sohn des Hocazade Abdülaziz Efendi (1575-1618); Richter (Qādī) von Thessaloniki (1631-1633), Aleppo (1633-1638), Damaskus (1638-1644), Edirne (1644/45) und Istanbul (1645/46); 1646/47 Heeresrichter (Kazasker) für Anatolien und Rumelien; 1649-1651 und seit 1652 Mufti von Konstantinopel (Schaich al-Islām).
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Herzog Albrecht von Bayern
Herzog Albrecht von Leuchtenberg

geb. 1584
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); 1646-1650 Regent der Landgrafschaft Leuchtenberg durch seit 1636 bestehende Lehnsanwartschaft über seine Gemahlin Mechthilde von Leuchtenberg (1588–1634), der Tante des letzten Landgrafen Maximilian Adam (1611-1646); seit 1650 Reichsgraf von Haag; 1651-1654 zudem Kuradministrator von Bayern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Albrecht Sigismund von Bayern
Bischof Albrecht Sigismund von Freising
Bischof Albrecht Sigismund von Regensburg

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); 1640-1651 Koadjutor und ab 1652 Bischof von Freising; seit 1668 auch Bischof von Regensburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bayern, Haus
Herzöge von Bayern
Kurfürsten von Bayern

Anm.: Seit 1180 reichsfürstliche Dynastie der Wittelsbacher.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Mary Belasyse
Viscountess bzw. Countess Mary Fauconberg
Geburtsname: Mary Cromwell

geb. 1637
gest. 1713
Anm.: Tochter von Oliver Cromwell (1599-1658); 1657-1700 Ehe mit Thomas Belasyse, 2nd Viscount (später 1st Earl) Fauconberg (ca. 1627-1700).
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Kaspar Birgkmann

Anm.: Gebürtiger Holsteiner; um 1654 fürstlicher Gärtner in Bernburg.
Joachim (2) von Böltzig

gest. spätestens 1667
Anm.: Sohn des Christoph von Böltzig auf Brachstedt; Erbherr auf Staßfurt und Köckern; zudem anhaltisch-bernburgischer Lehnsmann.
Otto Rudolf von Böltzig

geb. 1636
gest. 1712
Anm.: Sohn des Joachim (2) von Böltzig (gest. spätestens 1667); Erbherr auf Zschortau (ab 1679) und Rodickau; seit 1651 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1667 in schwedischen Kriegsdiensten.
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Antoine de Bordeaux

geb. ca. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Guillaume de Bordeaux, Seigneur de Neuville (gest. 1673); Seigneur de Genitay, de Neufville et de Gambais; ab 1640 Conseiller au parlement de Paris; seit 1642 Maître des requêtes; ab 1651 Président au Grand conseil; seit 1652 französischer Gesandter in London.

Weiterführende Informationen in VIAF
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri-Jules de Bourbon
Prince Henri-Jules de Condé
Duc Henri-Jules de Guise
Duc Henri-Jules de Bellegarde
Duc Henri-Jules de Châteauroux
Duc Henri-Jules d' Enghien
Duc Henri-Jules de Montmorency

geb. 1643
gest. 1709
Anm.: Sohn des Louis II de Bourbon, Prince de Condé (1621-1686); 1646-1686 Duc d’Enghien; 1660-1685 Grand maître de France; französischer Maréchal de camp (1672) und Lieutenant général (1673); ab 1686 Prince de Condé sowie Duc de Bellegarde et de Châteauroux; 1686-1689 Duc de Montmorency; seit 1688 Duc de Guise.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gaspard de Champagne
Comte Gaspard de La Suze

geb. 1617
gest. 1694
Anm.: Sohn des hugenottischen Adligen Louis de Champagne, Comte de La Suze (gest. 1636); seit 1636 Comte de La Suze; französischer Maître de camp (um 1649) und Lieutenant-général des armées du Roi; zudem Conseiller du Roi; 1653 Teilnahme an der Fronde.
Pierre (Hector) Chanut

geb. 1601
gest. 1662
Anm.: Geboren in Riom (heute Département Puy-de-Dôme); französischer Gesandter in Stockholm (1646-1649) und Den Haag (1653-1655); dazwischen 1651/52 Vermittler bei den polnisch-schwedischen Friedensverhandlungen in Lübeck; seit 1655 Conseiller d'Etat.

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Martin Chemnitz

geb. 1522
gest. 1586
Anm.: Sohn des Treuenbrietzener Kaufmannes und Tuchmachers Paul Chemnitz (gest. um 1533); 1542/43 Schullehrer in Calbe; Studium in Frankfurt/Oder (1543-1545) und Wittenberg (1545-1547); seit 1547 Schulleiter in Königsberg; 1548 Mag. an der dortigen Universität; 1550-1553 herzoglich-preußischer Hofbibliothekar; 1554-1567 Koadjutor des Braunschweiger Superintendenten Joachim Mörlin (1514-1571); 1567-1584 Superintendent in Braunschweig; bedeutender lutherischer Theologe und Reformator.

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Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Matthias Cratius

geb. 1628
gest. 1669
Anm.: Sohn des Heinrich Kratz aus Ilberstedt; seit 1651 Pfarrer in Hecklingen, vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 322.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Einsiedel, Familie

Anm.: Meißnisches Adelsgeschlecht.

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Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Jacques d' Estampes
Marquis Jacques de La Ferté-Imbault

geb. 1590
gest. 1668
Anm.: Sohn des Claude d'Estampes, Seigneur de La Ferté-Imbault (1526-1591); französischer Mestre de camp de cavalerie (1610), Maréchal de camp (1622), Colonel général der Schottischen Garde (1645) und Maréchal de France (1651); 1641-1643 Botschafter von Frankreich in England; später Conseiller d’État; seit 1651 Marquis de La Ferté-Imbault.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Gazi Hüseyin Pascha
Deli Hüseyin Pascha

gest. 1659
Anm.: Geboren in Yenişehir; Teilnahme an den Feldzügen nach Bagdad und Jerewan; 1634/35 Kapudan Pascha (Großadmiral) der osmanischen Marine; danach Statthalter in Ägypten (1635-1637), Anatolien (1638/39), Silistra (1640), Bosnien, Bagdad (1644) und Ofen (1644/45); dazwischen 1640 abermals Kapudan Pascha; seit 1646 militärischer Oberbefehlshaber auf Kreta; dazwischen 28. Februar bis 5. März 1656 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1658 erneut Kapudan Pascha; 1659 Hinrichtung.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Godefroid Hotton

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Geboren in Stavelot (bei Lüttich); Studium der reformierten Theologie in Heidelberg und Genf (bis 1621); später Prediger in Frankenthal, Aix und Bremen (bis 1629); danach Pfarrer der wallonisch-reformierten Gemeinden in Limbourg (bis 1633) und Amsterdam (seit 1634).

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Kara Murad Pascha

geb. 1611
gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Albaner; militärische Karriere im Janitscharenkorps, ab 1648 dessen Kommandeur; Mai 1649 bis August 1650 und Mai bis August 1655 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1650-1653 Beylerbey (Gouverneur) von Ofen; 1653-1655 Kapudan Pascha (Großadmiral); 1655 Beylerbey des Ejalet Damaskus.
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Volrad Ludolf von Krosigk

geb. 1620
gest. 1671
Anm.: Sohn des Volrad von Krosigk (1577-1626); Erberr auf Poplitz, Beesen, Gröna, Plötzkau und Laublingen; 1633 Page bei Christoph Vitzthum von Eckstädt (1594-1653); bis ca. 1641 in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1651 Angehöriger des Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1646 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Liebe"); vgl. Jacob Tögel: Der allergröste und beste Sterbe-Trost [...], Halle (Saale) [1671], fol. Gij v-Hij v.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Graf Paris von Lodron
Erzbischof Paris von Salzburg

geb. 1586
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Niklas von Lodron (1549-1621); Domherr in Trient (1605) und Salzburg (1606); 1616-1619 Salzburger Dompropst und Präsident der erzbischöflichen Hofkammer; seit 1619 Erzbischof von Salzburg.

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Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Johann Lorenz von Lucke

gest. 1684
Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Kaspar von Lucke (gest. 1655?); seit 1651 Erbherr auf Waldau; schwedischer Obristleutnant.
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Fulgenzio Micanzio
Fulgentius, Frater

geb. 1570
gest. 1654
Anm.: Geboren in Passirano; früher Eintritt in den Servitenorden; theologische Klosterausbildung in Brescia und Venedig; 1597-1600 Lehrer für Theologie am Kloster Santa Maria del Monte in Vicenza; 1600-1606 Dozent für Theologie in Bologna; 1606-1623 Sekretär des obersten venezianischen Theologen Paolo Sarpi (1552-1623); daneben 1609/10 auch Tätigkeit für Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) in Venedig; seit 1623 oberster Theologe der Republik Venedig.

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Wilhelm von Micrander

gest. 1676
Anm.: Sohn des kaiserlichen Obristleutnants N. N. Micrander; 1628 Hofmeister des Grafen Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms (1593-1635); ab 1630 Genfer Bürger; Offizier in kursächsischen Diensten, u. a. Hauptmann (1634/37) und Obristleutnant (1639); Wechsel in kaiserliche (um 1643) bzw. schwedische Dienste (um 1645/48); 1649-1658 Geheimer Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; zugleich kaiserlicher Obristleutnant; 1657-1660 erneut in schwedischen und zuletzt wieder in kaiserlichen Diensten als Obristleutnant bzw. Obrist (spätestens 1671); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entledigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Earl John of Middleton

geb. ca. 1608
gest. 1674
Anm.: Sohn des Robert Middleton of Caldhame; zunächst Kriegsdienst in Frankreich; bis 1648 militärische Kommandos im Dienst der schottischen Covenanters und des englischen Parlaments; 1648-1654 royalistischer Offizier; 1655-1660 im Exil mit der königlichen Familie; seit 1656 1st Earl of Middleton; 1660-1663 Commander in chief der Armee in Schottland; 1661/62 zudem Lord High Commissioner to the Parliament of Scotland; 1663-1668 Governor of Rochester Castle; seit 1670 Governor of English Tangier.

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Nassau, Familie
Grafen bzw. Fürsten von Nassau

Anm.: Teilweise in den Fürstenstand erhobenes hessisches Reichsgrafengeschlecht.

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Matthias Netteke

Anm.: Seit 1654 fürstlicher Nachrichtenbote in Bernburg.
Vicente Nogueira

geb. 1586
gest. 1654
Anm.: Sohn des portugiesischen Adligen Francisco Nogueira; Studium in Complutense, Salamanca, Valladolid und Coimbra; 1612 Priesterweihe; ab 1618 Kanoniker der Kathedrale von Lissabon; seit 1634 Leben in Rom als bedeutender Büchersammler; ab 1643 auch Agent der portugiesischen Krone am Heiligen Stuhl.

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Karl Heinrich von Nostitz

geb. 1613
gest. 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Nostitz (1563-1629); vor 1632 Page bei seinem Vetter Johann von Axt; 1632-1634 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1634-1636 Musketier, Student der Ritterakademie und Kammerjunker in Orange; 1636-1641 Kammerjunker und seit 1639 zugleich Stallmeister Christians II., den er auf Reisen nach Polen, in die Niederlande, ins Reich und nach Frankreich begleitete; 1641 Rückkehr in die Oberlausitz; ab 1644 Landeskommissar im Kreis Bautzen; seit 1650 auch Hofgerichtsassessor; ab 1672 kursächsischer Kämmerer; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glatte").

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Sigismund Franz von Österreich
Bischof Sigismund Franz von Augsburg
Bischof Sigismund Franz von Gurk
Bischof Sigismund Franz von Trient

geb. 1630
gest. 1665
Anm.: Sohn des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; ab 1646 Bischof von Augsburg; seit 1653 Bischof von Gurk; ab 1659 Bischof von Trient; seit 1662 regierender Landesfürst von Tirol; ab 1663 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Camillo Francesco Maria Pamphilj
Principe Camillo Francesco Maria di San Martino al Cimino

geb. 1622
gest. 1666
Anm.: Sohn des Pamphilio Pamphilj (1563/64-1639) und Neffe des späteren Papstes Innonzenz X. (1574-1655); ab 1644 General der päpstlichen Armee; 1644-1647 Kardinal; 1645-1647 Präfekt der Apostolischn Singnatur; seit 1647 Principe di San Martino al Cimino.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Daniel von Rindtorf

geb. ca. 1600
gest. 1679
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben; um 1645/46 Amtshauptmann von Großalsleben.
Kaspar von Rindtorf

geb. ca. 1605
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben.
Matthias Benedikt von Rindtorf

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); 1638-1643 Propst des Klosters Petersberg; seit 1640 Propst des Klosters Neuenberg; um 1646/63 Dekan des Stifts Fulda.
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Frances Russell
Frances Rich
Geburtsname: Frances Cromwell

geb. 1638
gest. 1720
Anm.: Tochter von Oliver Cromwell (1599-1658); 1657/58 erste Ehe mit Robert Rich (1634-1658); 1663-1669 zweite Ehe mit Baronet John Russell (gest. 1669).

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Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb. 1603
gest. 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer Obrist (1632/33) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg und Sachsen-Coburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

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Herzogin Dorothea Maria von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzogin Dorothea Maria von Sachsen-Gotha

geb. 1654
gest. 1682
Anm.: Tochter des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601-1675).

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Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1597
gest. 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

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Schuiski, Dynastie
Fürsten Schuiski

Anm.: Von den Rurikiden abstammende Fürsten von Nischni Nowgorod-Susdal (bis ins 15. Jahrhundert), das 1606-1610 einen Zaren des Moskauer Reiches stellte.

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Hans Schuster
Hans Schuester

Anm.: Geboren in Gemünden am Main; Bürger und Böttchermeister in Bernburg; seit 1650 zugleich fürstlicher Hofböttcher in Bernburg (noch 1655).
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Graf Anton Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Sohn des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578-1642); 1642-1651 gemeinsam mit seinen Brüdern Christian Günther II. (1616-1666) und Ludwig Günther II. (1621-1681) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen; ab 1651 alleiniger Regent in Sondershausen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgültige").

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
N. N. Seydeler

Anm.: Ehefrau des fürstlichen Musketiers Georg Seydeler in Bernburg.
Georg Seydeler

Anm.: Um 1649/52 fürstlicher Musketier in Bernburg.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Graf Guidobald von Thun
Erzbischof Guidobald von Salzburg
Bischof Guidobald von Regensburg

geb. 1616
gest. 1668
Anm.: Sohn des Johann Sigmund von Thun (1594-1646); 1629 Erhebung in den Grafenstand; 1645 Priesterweihe; ab 1654 Erzbischof von Salzburg; seit 1662 kaiserlicher Prinzipalkommissar auf dem Immerwährenden Reichstag in Regensburg; ab 1666 auch Bischof von Regensburg; seit 1667 Kardinal.

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Friedrich Gebhard von Trotha

geb. 1613
gest. 1677
Anm.: Sohn des Melchior Andreas von Trotha (1580-1634); Erbherr auf Gänsefurth; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 160-204.

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Wolf Thilo von Trotha

geb. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Gänsefurth und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 215-310.

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Elizabeth Trowell

Anm.: Katholische und unverheiratete Engländerin, die seit 1652 als Sprachlehrerin die fürstlichen Kinder in Bernburg unterrichtete.
Esche von Wallwitz

geb. 1588
gest. 1653
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz; Kammerjunker, Kriegskommissar und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); um 1630/41 Leutnant; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reizende").

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Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

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Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Bulstrode Whitlocke

geb. 1605
gest. 1675
Anm.: Sohn des Juristen James Whitelocke (1570-1632); 1620-1622 Studium in Oxford; 1622-1626 juristische Ausbildung am Inn of Court Middle Temple; 1626 Mitglied des englischen Parlaments; ab 1628 Schatzmeister der Honourable Society of the Middle Temple; später Recorder of Abingdon (1632-1649), Oxford (1647-1649) und Bristol (1651-1655); 1640-1660 Abgeordneter des Long Parliament; 1648-1656 und 1659 Commissioner of Parliament's Great Seal; 1649-1653 und 1659 Mitglied des English Council of State; 1653/54 englischer Botschafter in Stockholm; 1659 Rückzug von allen öffentlichen Ämtern; 1654 Ritterschlag.

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Heinrich Julius von Wietersheim

geb. ca. 1624
gest. 1669
Anm.: Sohn des schleswig-holsteinisch-gottorfischen Kanzlers Anton (1) von Wietersheim (1587-1647); Erbherr auf Stadthagen und Sachsenhagen.
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

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Altenburg
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anm.: 1611-1665 existierendes, jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Augsburg, Hochstift
weiterführende Informationen
Beesen (Beesenlaublingen)
weiterführende Informationen
Belfort
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Breisach am Rhein
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
England, Schottland und Irland, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Freckleben
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Fulda
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
weiterführende Informationen
Großalsleben
weiterführende Informationen
Großwirschleben
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Highlands
weiterführende Informationen
Hildesheim, Hochstift
weiterführende Informationen
Hinterpommern
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Husum
weiterführende Informationen
Innsbruck
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kastilien, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Kurland, Herzogtum
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège), Hochstift
weiterführende Informationen
Marseille
weiterführende Informationen
Minden, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Moskau
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Rhein, Fluss
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roses
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Salzburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Sandersleben
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlackenwerth (Ostrov nad Ohří)
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Siena
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Staßfurt
weiterführende Informationen
Steiermark, Herzogtum
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Toskana, Großherzogtum (Florenz, Großherzogtum)
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Verden, Hochstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Vorpommern, Herzogtum (Schwedisch Pommern)
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Whitehall Palace (London)
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Württemberg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Würzburg
weiterführende Informationen
Wulfen
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Halberstadt, Domkapitel
weiterführende Informationen
Serviten (Ordo Servorum Mariae)
weiterführende Informationen
Erasmus von Rotterdam: Collected Works of Erasmus: Adages II i 1 to II vi 100, übers. von R. A. B. Mynors, Toronto/Buffalo/London: 1991. ( Collected Works of Erasmus 33 ) [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Decimus Iunius Iuvenalis: Saturae = Satiren. Lateinisch-deutsch, hg. von Joachim Adamietz, München: 1993. [Nachweis im GVK]
Martin Luther: Der große Katechismus, Gütersloh: 1995. [Nachweis im GVK]