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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: März 1654


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 148r-173v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. März 1654
Bernburg
  • Wechselhaftes Wetter
  • Kirchgang
  • Brandenburgischer Kammerherr Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz als Essensgast
  • Tagesreise des Rats Johann Esche von Wallwitz nach Gröbzig
  • Geleit von Brigitta und Katharina von Krosigk nach Dessau
  • Bierlieferung aus Zerbst
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang
  • Getreideschäden und Sterben von Nutztieren
02. März 1654
Bernburg
  • Morgendlicher Frost
  • Abreise Sekyrkas
  • Regierungssachen
  • Christoph Wilhelm, Matthias, und Hans Heinrich von Schlegel als Essengäste
  • Besuch durch die Pfarrer Petrus Gothus und Daniel Engelhardt
  • Besuch durch die Pfarrer Petrus Gothus und Daniel Engelhardt
03. März 1654
Bernburg
  • Diverse Jagdausbeute
  • Wechselhaftes Wetter
  • Besuch durch Gothus
  • Unterredung mit Jena
  • Abfertigung Jenas nach Ballenstedt
  • Christoph Wilhelm von Schlegel als Essensgast
04. März 1654
Bernburg
  • Besorgniserregender Traum
  • Regen und Wind
  • Erfolgreiche Hasenjagd Fürst Karl Ursinus‘
  • Abreise Jenas und Schlegels
  • Leibarzt Dr. Levin Fischer als Essensgast
05. März 1654
Bernburg
  • Schneetau
  • Predigtanhörungen
  • Kammerrat Joachim Mechovius als Essensgast
  • Reichstagsneuigkeiten
  • Unterredungen mit Gottlob Sekyrka von Sedschitz, Wallwitz, und Stallmeister Abraham von Rindtorf
06. März 1654
Bernburg
  • Frost
  • Himmelsphänomen in Ilberstedt
  • Rückkehr des Schusters Konrad Siebe
  • Nachrichten vom Reichstagsgeschehen und weitere Neuigkeiten
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Essensgast
  • Besuch durch den Sekretär Melchior Nehring
07. März 1654
Bernburg
  • Frost
  • Nachricht vom Tod des Fürsten Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau
  • Bericht von der Trauer in Plötzkau durch Hofjunker Tobias Steffeck von Kolodey
  • Getreideaussaat
  • Korrespondenz
08. März 1654
Bernburg
  • Frost
  • Reh- und Hasenjagd
  • Gemeinschaftlicher Kirchgang
  • Unterredung mit Rindtorf und weiteren
  • Dr. Fischer als Essensgast
  • Getreideaussaat
  • Gespräch mit Amtmann Georg Reichardt und weiteren
  • Verhandlungen Fürstin Eleonora Sophias mit Hamburger Kaufleuten
  • Abreise des Alslebener Pfarrers Otto Gise
09. März 1654
Bernburg
  • Frost
  • Korrespondenz
  • Kommunion Fürstin Eleonora Sophias
  • Katharina von Wallwitz und weitere als Essensgäste
  • Hoher Krankenstand in Plötzkau
  • Unterredung mit Magister Johann Abraham Menzelius und weiteren
  • Getreideaussaat
10. März 1654
Bernburg
  • Frost
  • Fragwürdige Eheschließung des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Unterredungen
  • Handelsbeschluss Fürstin Eleonora Sophias mit Kaufleuten
  • Zwillingsgeburt beim Einspänniger Joachim Metzsch
  • Spaziergang
  • Getreideaussaat
11. März 1654
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gutes Wetter
  • Getreideaussaat
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Unterredungen
  • Bibliotheksbegehung
  • Kranken- und Todesfälle bei Nutztieren
  • Mäuse- und Witterungsschäden beim Getreide
12. März 1654
Bernburg
  • Frost
  • Predigtanhörungen der Diakone Andreas Hesius und Jonius
  • Hesius und Katharina von Wallwitz als Essensgäste
  • Besuch durch Reichardt
  • Tagesreise Fürstin Eleonora Sophias nach Plötzkau
  • Korrespondenz und Regierungssachen
13. März 1654
Bernburg
  • Verschickung des Kammerdieners Ludwig Röber
  • Nachrichten aus dem Ausland und vom Reichstagsgeschehen
  • Erfolglosigkeit Johann Berndts in Schlesien
  • Getreideaussaat
  • Besuch durch einen Schneider
  • Verabschiedung Rindtorfs nach Ballenstedt
14. März 1654
Bernburg
  • Regen
  • Besuch durch Sekretär Christoph Bährenreuter
  • Abreise Rindtorfs
  • Unterredungen mit Menzelius, Henning Stammer und Paul Ludwig
  • Getreideaussaat
  • Nachrichten vom plötzlichen Tod eines Löwenpaars in Dresden
  • Geburt von Herzog Christian von Sachsen-Altenburg-Coburg
  • Heiratsversprechen zwischen Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz und Herzogin Dorothea Maria von Sachsen-Zeitz
  • Kurzfristige Todesangst um Wallwitz
15. März 1654
Bernburg
  • Regen
  • Erfolgreiche Erholung von Wallwitz
  • Himmelsphänomen in Halle
  • Kirchgang mit Fürst Karl Ursinus
  • Besuch durch den Okulisten Hummel aus Werdau
  • Einladung durch Herzog Ernst I. der Fromme von Sachsen-Gotha-Altenburg
  • Getreideaussaat
16. März 1654
Bernburg
  • Regen
  • Korrespondenz
  • Besuch durch Reichardt
  • Verabschiedung des Kammerjunkers Wolf Curt von Einsiedel und Steffecks
  • Reichstagsneuigkeiten
  • Getreideaussaat
17. März 1654
Bernburg
  • Frost
  • Bericht Stammers vom Tod des Schulmeisters Johann Güder
  • Spaziergang
  • Rückkehr Einsiedels und Steffecks
  • Getreideaussaat
  • Unterredung mit Menzelius, Einsiedel und Steffeck
  • Ablehnung eines potenziellen Bediensteten
18. März 1654
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Vermehrte Sterbefälle bei gleichzeitig hoher Geburtenrate
  • Unfall von zweien von Steffecks Knechten
  • Getreideaussaat
  • Korrespondenz
19. März 1654
Bernburg
  • Predigtanhörungen
  • Pferdekauf
  • Mechovius, Jonius und Steffeck als Essensgäste
  • Genesung Wallwitz‘
  • Verschlechterte gesundheitliche Verfassung von Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
20. März 1654
Bernburg
  • Behandlung durch den Augenarzt Hummel
  • Verschickung Röbers und des Kammerdieners Hans Friedrich Eckardt
  • Korrespondenz
  • Auslandsnachrichten
  • Getreideaussaat
  • Besuch durch Stammer
  • Geplante Abreise Kaiser Ferdinands III. aus Regensburg
  • Nachricht vom Tod von Fürstin Sophia und dem Kaufmann Martin Schmertosch von Riesenthal
21. März 1654
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Böser Traum
  • Nachricht zum Tod von Fürstin Sophia
  • Besuch durch Dr. Fischer und den Hofprediger Johann Menzelius
  • Getreideaussaat
22. März 1654
Bernburg
  • Nasskaltes Wetter
  • Reh- und Fischlieferung aus Dessau
  • Unterredung mit Reichardt, Einsiedel, Küchenmeister Philipp Güder und Magister Johann Abraham Menzelius
  • Abschickung Einsiedels zu Hofrat Kaspar Pfau
  • Rückkehr Röbers aus Zerbst
23. März 1654
Bernburg
  • Schnee
  • Kirchgang
  • Einladung zur Beerdigung von Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau
  • Korrespondenz
  • Geburt eines Fohlens
  • Diverse Lebens- und Haushaltsmittel aus Ballenstedt
  • Rückkehr des Hofjunkers Christian Wilhelm von Wartensleben
24. März 1654
Bernburg
  • Nasskaltes Wetter
  • Hofprediger Johann Menzelius zur Predigt und als Essensgast
  • Rückkehr und Bericht Einsiedels und Wartenslebens
  • Besuch durch Dr. Fischer
  • Getreideaussaat
25. März 1654
Bernburg
  • Nasskaltes Wetter
  • Absage des Fests von Mariä Verkündung zugunsten der Vorbereitungen für das Osterfest
  • Kirchgang
  • Unterredungen mit Einsiedel und Wartensleben
26. März 1654
Bernburg
  • Gemeinsame Kirchgänge
  • Korrespondenz
  • Auslandsnachrichten
  • Abreisevorhaben Kaiser Ferdinands III. aus Regensburg
  • Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg gegen Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin
27. März 1654
Bernburg
  • Predigtanhörung und Kirchgang
  • Pfarrer Daniel Marggraf als Essensgast
  • Besuch durch den Landrichter David von Bergen
  • Unterredungen mit Sekyrka, Einsiedel, Wartensleben und Steffeck
  • Verabschiedung Einsiedels nach Italien
28. März 1654
Bernburg
  • Wind
  • Abreise Einsiedels
  • Besuch und Bericht durch Bährenreuter
  • Unverständliches Verhalten von Hunden und Eulen
  • Kammerjunker Friedrich von Börstel und Dr. Fischer als Essensgäste
  • Nachricht vom Tod der Generäle Christoph Martin von Degenfeld und Claus Dietrich von Sperreuter
  • Schlechte Behandlung des Generals Gil de Haes in Venedig
29. März 1654
Bernburg
  • Regenwetter
  • Abschickung
  • Unterredung mit Magister Johann Abraham Menzelius, Rindtorf und Wallwitz
  • Nachricht von Ankunft und Weiterreise Einsiedels aus Harzgerode
  • Verhaftung einer Zauberin
  • Getreideaussaat
30. März 1654
Bernburg
  • Gutes Wetter
  • Besuch durch Pfarrer Georg Friedrich Wieder
  • Ludwig von Wuthenau zur Verabschiedung und als Essensgast
  • Bericht durch Hofprediger Johann Menzelius
  • Angeblich ärztlicher Behandlungsfehler als Todesursache von Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau
  • Getreideaussaat
31. März 1654
Bernburg
  • Lachsfang
  • Wechselhaftes Wetter
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Spaziergang
  • Besuch durch David Schmidt aus Ballenstedt
|| [[Handschrift: 148r]]

Mittwoch den 1. Martij; 1654.

<Frost, mane. A meridie, schönes wetter.>


Am heüttigen behttage, in die kirche, mit Carolo
Ursino, undt den nobilibus.


<Extra zu mittage, wahr Capitain Sekerka, so valediciret.>


Wallwitz, ist nach Gröptzigk, undt
wieder gegen abendt, anhero kommen.


Gestern, ist die Krosigkin von Badegast,
mit ihrer Tochter nacher Deßaw, dahin ich
Sie führen laßen müßen.


heütte, seindt meine Zerbst[isch]en bier, fuhren,
wiederkommen, von Zerbst, undt Deßaw.


Man hat heütte, in Steẅer: undt andern
Sachen, viel zu expediren gehabtt, undt
hat man sich, mit Krosigk von Bösem verglichen.


A spasso, an die Bornicker awe.


Die Maüse, und froßt, beschädigen, das
liebe getreydig, undt die Schafe sterben.


Also: haben wir, immer adversiteten.


Dulcia non meruit; quj non gustavit amara!

|| [[Handschrift: 148v]]

Donnerstag den 2. Martij; 1654.

<Froßt mane.>


Sekerka junior, ist forth. Gott geleitte ihn!
Jch bin sehr obruiret worden, mit leütten, undt
geschäften. Sed; labor improbus; omnia vincit!


Drey Schlegel gebrüder, zu Mittage seindt
extra ahnkommen, und geblieben.


Die prediger, Er Peter Gohta, von Ballenstedt,
undt Angelocrator, von Dohndorf, haben sich
auch præsentiret. Seindt aber kurtz dimittirt
worden, weil es posttag, und sonst viel zu schaffen!


Conferenze mit Jehna, & alijs.

<1 Fuchs. 2 hasen. 1 Räphun. 1 wilde endte.>

<Frost. SonneSchein.>


Er Petrus Goht, ist wiederumb, bey Mir
gewesen, undt consoliret worden. Darnach,
ist er, (nach erlangter Dimission), wieder gen Ballenstedt
verrayset, sein predigamptt, nicht zu verseümen.


Mit dem hofraht, Jehna, habe ich diesen
Morgen, in vielen jmportantzen, raht gehalten,
wie auch, gegen abendt. Gott gebe, zu glück! und succeß!
und rette auch, in seinen eigenen Sachen, seine unschuldt!


Er hat mir Valedicirt, dieweil er Morgen (gebe gott) nacher
Ballenstedt, zur Steẅerdiscußion, zu verraysen, willens. <et cetera>


Christoff Wilhelm Schlegel, ist heütte extra hier geblieben.

|| [[Handschrift: 149r]]

Samstag den 4. Martij; 1654.

<J'ay songè, comme l'Empereur seroit malade a la mort. Dieu l'en preserve! & nous face entendre meilleures nouvelles, de nostre Sire!>

<Regen. Windt.>

<1 Hasen, 1 Räphun. 1 wildendte>


Mein Rath Jehna, ist forth. Gott wolle ihn geleitten! perge
undt unß mit raht, undt trost, nie verlaßen! perge


Schlegel, jst auch, wieder, forthgewandert.


Doctor Fischer, wahr extra zu Mittage, bey unß,
undt haben von allerley arcanis, geredet.


Mein Sohn Carolus Ursinus, ist wie gestern,
hetzen geritten, und hat einen hasen, gefangen.

Sonntag den 5ten: Martij; 1654. Dominica lætare!

<Schnee. Thauwetter.>


Magister Enderling, hat auf unserm Sahl geprediget.
Extra zu Mittage, Doctor Mechovius, & alij! et cetera


Relation von Regenspurg Numero 64 von der Cammer-
iustitzien, vndt Fiscalordnung, Jtem:
von eines Graven Piccolominj comædie, so
vor dem Kayser gehalten, undt den Spannischen
Ambassador (wegen seiner nation), hoch offendiret,
von der Crabahten rebellion, so in armis
(wegen ihrer landeßherren, großen preßuren)
sein, mit den Wallachen, sich conjungiren, undt
undter den Schutz, des Türcken, sich begeben wollen.

|| [[Handschrift: 149v]]


Conferenze, mit Sekerka, Wallwitz, Rindtorff,
Nachmittagß, wieder zur kirchen, und Paßionspredigt, Ern Jonij Diaconj, mit Carolo Ursino.

Montag den 6ten: Martij; 1654.

<Frost mane.>


Avis: daß an dem 2. diß Donnerstag zu Jlverstedt
fast von der gantzen gemeine zu Nachts gesehen
worden sein, 4 große Sternen, alß der Mond
die eine halbe Stunde gestanden, undt
hernacher, in einen klumpen, gelauffen
und feẅrige Strahlen, von sich gegeben,
letzlich, seindt eytel Schwartze Männer
herfür gekommen. Über der Stadt Zerbst
sol auch am himmel, ein weiß Creütz,
gestanden sein, nebenst 3 oder 4 todes-
Särgen, sol von vielen personen, gesehen sein.
Die bedeüttung, ist dem lieben Gott
bekandt, iedoch: wie Mein Gott will,?
denn vor dem lieben Jüngsten tage,
müßen noch wunder, und zeichen geschehen,
wann wir Menschen, unß doch nur bekehren,
undt buße thun möchten? Eja! venj; Domine Jesu

|| [[Handschrift: 150r]]


Conrad Sibe, ein Schuester, und bürger alhier,
(welcher 15 iahr lang, außen gewesen, undt
zu Genf, und Bern, mehrentheilß sich auf-
gehalten, und briefe mitgebracht, auch
allerley bericht, mir gethan) hat sich præsentirt,
begehret sich, mit Gott, und ehren, zu ernehren.


Sein Bruder, Martin Sjbe, ist auch allhier,
ein Schuester, und bürger, welcher ohngefehr
vor zwey iahren, auß Schweden wieder-
kommende, bey Mir, sich einstellete, undt
der Königinn paß, vorzeigete. Gott helfe
daß viel undterthanen, sich allhier
einstellen, wieder anbawen, und mit
ehren, und gutem gewißen, sich wol nehren mögen!


Er ist auch Sibe, zu Straßburgk, Nürn-
bergk, Augspurgk, Regenspurgk gewesen,
und hat den Kayser gesehen.


Die Avisen geben:


Das der Kayser, gar sehr urgire, die consul-
tationes zu Regenspurg und den abzug aldar,
wegen vorhabender leibescuhr, undt des
landttages in Ungarn. etcetera

|| [[Handschrift: 150v]]


Der hertzogk von Lottringhen, sol im arrest
scharf sein, weül er einen anschlag auf
des Ertzhertzogs Leopoldj, person, undt
eine Collusion, mit den Frantzosen, ge-
habt haben solle. Der Ertzhertzogk
hette Sechß millionen bahres geldes,
in seinem pallast, neben vielen zu-
weelen gefunden, und hinweg nehmen
laßen. Lusus Fortunæ; variatur imagine <Lunæ>
Crescit, decrescit, constans
persistere nescit!


Man hat einen andern Spannischen
Gesandten, an des verstorbenen
Brüns, stelle, in haagen, geschicktt.


Die holländischen Tractaten,
mit Engellandt, werden ratificiret.


Cromwell dominiret, alß ein hoher gast,
besuchet bancquetten, leßet sich
wol bediehnen, und fraget nach || [[Handschrift: 151r]]
Niemandt. Frangkreich, fänget ihm auch ahn,
zu aduliren. Die Schotten aber, wehren sich
Mannlich, und haben mit großer resolutj-
on die Engelländer in der vornehmsten
Jnsel, (die Levis heißt, undt die erste
oder principalste der Hebridum jnsularum
ist, undt heißet), überwältiget, undt
sich derselbigen, wie auch solches, sichern
havens, bemächtiget, Sonst auch die
Engelländer, im Lande, geschlagen.


Jnterim: dominiret, und bancquetiret
Cromwell, fraget nichts darnach,
verläßet sich, auf seine Macht,
und schicket völgker dorthjn.
Prince de Conty, submittiret sich,
dem Könige in Franckreich und freyet die
Bahse, des Cardinals Mazzarinj.


Befort, undt andere plätze, ergeben
sich, dem Könige in Frankreich. Dem Marchese
de Santa Croce, wirdt der Proceß, in Spannien
gemacht, darumb, das er in der Garomne
die Frantzösische armada nicht angegriffen, sondern gewichen.

|| [[Handschrift: 151v]]


Der Großhertzog von Toscana, adulirt
auch, die Engelländer, des Cromwells.
Die Protestirenden Schweitzerischen
Cantons, seindt mediatores in den
Tractaten, zwischen Engelland undt
hollandt, dahin sie, zu beyden parten,
jhren deputirten Stocker, abgesandt.


<Die Staaden, erlangen die Neütralitet, bey dem Reich.>


Venedig, krieget noch, mit ihrem
feinde. Der Türgke, ist schon biß
an die thore, der festung Candia
kommen, aber wieder herauß ge-
schlagen, und getrieben worden.


Der Mußkowiter, hat drey
armèen beysammen, und will
daß Königreich Polen, an dreyen orthen
attacquiren, nemlich: an einem
orth, bey Pleßkow, mit 40 mille Mann,
an einem andern, auch, mit mille Mann,
am dritten, nemlich: bey Schmolenßko,
will der Große Czaar, selbsten, mit || [[Handschrift: 152r]]
170000 Mann, außerlesener Soldaten, zu roß
und fuß, Jnn: undt Außländischen, marchj-
ren, und einfallen, selbige haüptStadt
Schmolenßko, wegnehmen, und seine
armaturen zum justificiren,
auch den Cosagken, seinen glaubenßgenoßen
zur recuperirung, ihrer abgenommenen
kirchen treẅlich verhelfen.
hingegen, förchtet sich, der König
in Polen nicht, braucht gegenwehre
auf itzigem Pollnischen Reichßtage
zu Warschow, zeücht den Mäch-
tigen Fürsten Radzivil, in der
Littaw, an sich, und hat gut courage.
<Die Tartarn, sollen, 3200000 Seelen <auß Polen> endtführet haben.>


Zu Warschow, ist man inndeßen
lustig, auf des Bacchj fest, <oder Bachanaljen> mit
Comædien, Balletten, Täntzen,
und allerley Freẅden inventjonen,
wie zu Regenspurgk, München, undt
anderstwo, (mutatis mutandis! perge)

|| [[Handschrift: 152v]]


Extra zu Mittage, habe ich den Diaconum
Jonium gehabtt. Paulo post: ist der
Melchior Möhring, Secretarius von
Eisenach, in seinen Privatis, anhero kommen,
undt hat allerley, mit Mir conversiret,
undt undterthänig(st)en bericht gethan. perge

Dienstag den 7. Martij; 1654.

<Frost.>


Nota Bene[:] Trawriger unverhofter avis, kömbt
von Plötzkaw ein, <aus hochbetrübten gemüth, undt gantz bestürtztem hertzen> mit einer anverwandt-
lichen Notification, an mich, von beyden
vettern, Fürst Lebrechtt, undt Fürst Jmmanueln,
wie Gott der Allerhöchste nach deßen uner-
forschlichen Providentz und väterlichem willen,
<sich väterlich gefallen lassen> den weilandt hochgebornen Fürsten, herren
Ernst Gottlieben, Fürst zu Anhaltt, etcetera ihren
freundlichen vielgeliebten herrn bruder, Christmilder
gedächtnüß, (nach dem Seine Liebden vor vier
wochen, Tertiana Spuria zu laboriren,
angefangen, welches hernach, in tertianam
exquisitam oder Cavson degeneriret,
wordurch dann, eine Diarrhæa maligna,

|| [[Handschrift: 153r]]


mit vielen convulsionibus, causiret), die vergan-
gene Nacht, zwischen 12 undt 1 uhren, durch einen
gar Sanften, Stillen undt Sehligen Todt, auß
dem Jammer, undt elendt, dieses zeitlichen
lebens, abzufordern, die unsterbliche Seele
aber, zu sich, in die Ewige himmlische glorij,
und herrligkeitt, einzunehmen, und zu versetzen,
deren wir, Christlicher bescheidenheit nach,
auch die vollkommene ewige ruhe, und benediction
billich gönnen, undt laßen, (schreiben Sie!) unß
aber darüber, auß treẅhertzlicher liebe, undt
Affection, höchst krängken, und betrüben
müßen, Gott deren vater alles Trosts darbey
in brünstiger Andachtt, anruffende, daß Er die
Hochgeborne Fürstin, ihrer Liebden hochgeehrte gnedige
FrawMutter, hertzgeliebte Fraẅlein Schwestern
undt Sie<ihnen> inß gesampt, seines Heiligen Geistes
gnadenhülfe, undt beystandt, väterlich
verleyhen wolle, solche tiefschneidende
hertzenswunde, und anderweitten
Schmertzlichen riß, in Christlicher Standt-
hafter gedultt, zu überwinden, auch allen
unfall, und wiederwertigkeit, der allweisen
Göttlichen Regierung, und Schigkung, heimzustellen.

|| [[Handschrift: 153v]]


Gleich wie sie sich nun, auch undter andern, ge-
trösten, das ich dieses trawrigen todesfalß
halber, mit ihnen, auß nahe anverwanter
vetterlicher bewegung, eine Christ: und hertz-
liche Condolentz tragen werde, Alß haben
Sie, solche unverenderliche Gottesschickung,
ur<mir> hiermit notificiren, und zu aller
freündvetterlichen getreẅer freündt-
schaft, sich anbefehlen wollen, etcetera etcetera etcetera
Jch habe kurtz zuvor, (nach vernommenen
eüßerlichem avis, und gerüchte, des ge-
meinen geschreyes) meinen vertrawten
diehner, Tobias Steffeck von Kolodey zu pferde, nacher
Plötzkaw, zum überfluß, geschickt, sich,
der Sachen beschaffenheit, eigentlich
zu erkundigen.


Gott wolle ia, das liebe volgk,
die frawMutter, sampt den kindern,
zu Plötzkau trösten, segnen, stärgken, undt
erquigken, alß ein vatter der elenden,
trostlosen, wittwen, und waysen.
Ach herr schone! ach herr hilff! ach herre, seye gnedig! et cetera

|| [[Handschrift: 154r]]


Als Tobias Steffeck von Kolodey von Plötzkau wiederkommen, hat er von
dem erbärmlichen, allgemeinem luctu zu Plötzkaw
referiret, und wie der liebe Fürst, vetter Ernst
Gottlieb, Sehlig so ein schönes, Gottsehliges, ver-
nünftiges, tröstliches ende genommen? wie die
liebe Fürstin, die FrawMutter, sehr wehe-
mühtig, und übel thut? gleichwol aber
auch, sich fein zu trösten, weiß, wie sonsten
fast alle in summa consternatione, et
mœrore animj, sich befinden, über dem
unvermuhtendem abgang, eines solchen
löblichen, iungen, tapferen, frommen Fürstens. et cetera
Gott wolle ia in gnaden, mit seiner
hülfe, und trost, von ihnen, nicht weichen!
auch Sie, und unß nimmermehr verlaßen! perge


wispel Gersten, seindt heütte
zum ersten Mahl alhier vor Bernburg
außgesehet worden, in præsentz Johann Balthasar Oberlenders.
Gott gebe, zu segen! wachßthumb! und gedeyen!


Jch habe heütte allerhandt condolentzen,
undt Conferentzen gehalten, auch an Jehna ge-
schrieben, nach dem ich von ihme, briefe bekommen. et cetera

|| [[Handschrift: 154v]]

Mittwoch den 8. Martij; 1654.

<1 hase, so gefunden, daß ihn ein Schäferhundt gefangen.>

<Frost. 1 Rehe.>


Jn die wochen: undt Paßion-
predigt, mit Carolo Ursino, & nobilibus, gezogen.


Conferentz, mit Rindtorfen, Doctor Fischern,
(welcher extra zu Mittage, behalten worden)
Tobias Steffeck von Kolodey Magistro Mencelio, und anderen. perge


Ein Rehe von Deßaw ankommen.


Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, seind wieder außgeseet
allhier, (wie gestern) nachmittagß,
dann man vormittags, wegen des Frosts,
nicht seen können. Gott gebe, zu Segen! perge
wachßthumb! und gedeyen! perge


Henning Stammer ist bey Mir, gewesen, in angelegenheitten,
wie auch, der Amptmann, Georg Reichardt und andere.


Meine herzlieb(st)e gemahlin, hat mit zweyen
Hamburger kaufleütten, tractiren laßen,
wegen ihrer navigation, und kornhandlung,
gar embsiglich. Gott segene! was sehlig ist.


So ist auch heütte, der Neẅe luttrische
Beichtvatter, von Gaterßleben, geholet worden.


Jst pfarrer zu Gaterßleben. Er Otto Gehse || [[Handschrift: 155r]]
der gewesene beichtvatter, (welcher zu Alßleben pfarrer
und Superintendens ist) wirdt nicht mehr gefordert.
Nam erat homo placidus & pacificus, nec
damnabat, (ut jntelligo;) orthodoxos nostros,
neque approbabat, per totum, errores Ubiquitariorum.
Man hat sich sehr bemühet, in unserm Gy-
necoeo, so wol unsere Pontificios, alß
Lutheranos, zur beichte und morgenden
Comm predigt, und Communion, zu beruffen,
und zu jnvitiren, damit der hauffe groß
würde, wiewol es nur ein privatum
exercitium, Meiner herzlieb(st)en gemahlin allein, zu
ehren und gefallen, concediret sein
sollte, und den Ehepactis, auch erster Observantz
diese conniventz, (so zum öfteren, in statu
uxoris meæ prægnantis, eingerißen)
ungemäß ist. Jch laße aber nicht zu,
(ad evitanda impedimenta reforma-
tionis nostræ, & scandala!) das andere,
auß der Stadt, mitt darzu gehen, Sondern
nur den hofdienern, und Diehnerinnen, wirdt es gestattet!
Gott wolle die Jrrenden bekehren!

|| [[Handschrift: 155v]]

Donnerstag den 9ten: Martij; 1654.

<Frost mane.>


Geschrieben, nach Venedig, Croßen,
undt Siena. Gott gebe succeß!


Meine herzlieb(st)e gemahlin, hat heütte ihre
Communion gehalten, und mit großem
frohlocken, die Päbstische Jungfer
Trouwell, mitt darzu gebracht. perge


Extra: zu Mittage, gehabt,
die Wallwitzinn, undt den
frembden Magister1.


Aviß von Plötzkaw, daß ein
Freẅlein, daselbst, item: der
gewesene CammerJungker Michelj,
Jtem: Eine Cammerjungfraw, undt
Ernst Gottlieb, von Börstel, an fe-
bribus malignis, krangk darnider
lägen. Gott beßere es! und verhüte
gnediglich, mehr unfälle! und mortaliteten! et cetera


Conferentzen, mit Magistro Mencelio, und andern.

|| [[Handschrift: 156r]]


Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, seind heütte nachmittags
außgesehet worden, Gott gebe zu Segen! und genoß!

Freitag den 10ten: Martij; 1654.

<Froßt, des Morgens, wie eine zeitlang hero.>


Avis: das hertzogk Hanß, von hollstein, zu
Eüttin, Bischof zu Lübegk, drey predicanten,
an seine gemahlin, (welche vesana ist) ge-
schicktt, und sie cathegorisch befragen laßen,
ob sie sich noch gedächte wieder zu ihm zu
verfügen, und als eine Eheliche gemahlin
gebührlich, zu accomodiren. Sie hette
darauf geantwortett, Mit nichten, Sie
gedächte weder nun oder nimmer, ihme
an die seitte mehr zu kommen, & talia!
Darauf hette sich, gedachter hertzog Hanß,
resolviret, ihme eine waschmagd an die
lincke handt, trawen zu laßen, ohne zweifel
mit rath, seiner consulenten, und Theologen,
welche manchem herren, nach dem Munde
sprechen, und immerhin geldt nehmen,
wie deßen exempla, gantzer faculteten
leyder! vorhanden sein! perge

|| [[Handschrift: 156v]]


Conferentz, mit Wallwitz, mit Magister Menzelius undt andern.
Die Tractaten, zwischen Meiner gemahlin Liebden undt
den hamburger zweyen kaufleütten, ha-
ben sich heütte geendiget, wegen ihrer
kornladung, und navigation. Gott gebe!
Das man, nur nicht, impingire, undt
weder an der Reputatjon, noch an andern
medijs, schifbruch leide!


Gestern, ist Joachim Metzsch, Eheweib,
in die wochen kommen, undt hat zweene
zwillinge, zur weltt, bracht. Diß
sol schon das eilfte pahr zwillinge
sein, welche diß iahr, in dieser Stadt
und vorm berge Bernburgk, zur
weltt, gebohren worden. Gott gebe, das
Sie gesegnet seyen! undt daß es eine
vermehrung des volcks im Lande, andeütten,
undt im wergk, erfüllen möge!


A spasso, dahin gegangen, da man sehet,
an der gerichtsbreitte. Gott gebe zu segen! perge
heütte seindt wiederumb, nachmittages,
Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, außgesehet. Gott laße es gedeyen!

|| [[Handschrift: 157r]]

Samstag den 11ten: Martij; 1654.

<1 hase, Carl Ursinus gehetzt.>


Schön wetter, gewesen, undt gesehet worden.
Jch habe, an Jehna, nacher Ballenstedt geschrieben.
Rechnungen, vorgenommen.


Conferenze, mit Rindtorfen, Einsjdeln, Tobias Steffeck von Kolodey
undt andern, gehabtt. Le Monde, n'est plüs grüe!


Jn der Bibliotheca, mich umbgesehen. perge
Trotha, ist, vor die Cantzeley, erfordert.
1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: und 6 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, heütte außsehen
laßen. Gott gebe! zu Segen! und genoß!
Seindt also numehr, (Gott Lob!) 7 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: undt
6 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, undten an der gerichtsbreitte
<inß Mittelgewende> gegen dem Stejnbruche, außgeseet. Gott
wolle es reichlich wachßen, und gedeyen
laßen! Mir, undt den Meynigen, zum besten!
undt aufnehmen! nach <seinem> gnedigem, willen, und wolgefallen!


Meine, und andere Schaafe, continujren, zu
krongken, und zu sterben. Es muß jmmerzu, ein
gebrechen und mangel, in der Oeconomia, sein.
Nihil est; ab omnj parte, beatum!2
Man gibt solchem unrath, schuldt, der langwierigen
käldte, der geringen weyde, den vielen Maüsen,
(so das erdreich, vergiftet) et talia! et cetera Gott beßere es.

|| [[Handschrift: 157v]]

Sonntag den 12ten: Martij; 1654. Dominica judica! perge

<Frost, mane.>


Er Hesius, hat, aufm Sahl, geprediget,
undt ist extra zu Mittage, geblieben,
nebenst der Wallwitzinn.


Der Amptmann, Georg Reichardt hat sich praesentjret.
Meine gemahlin, ist hinüber nacher Plötzkaw
abermalß gezogen, zu trösten, und helfen!


Nachmittagß, in die kirche, mit Carolo
Ursino, in die Paßionpredigtt, Ern
Jonij.


heütte ist auch die abkündi-
gung geschehen, wegen der zu
Plötzkaw, eingefallenen betrübnüß.
Gott tröste, unser affligirtes hauß!


Gegen abendt, jst Meine gemahlin, von Plötzkau
wiederkommen.


Risposta von Ballenstedt, darauf ich gehörige
verordnung, in der Cantzeley, wegen vieler
intrighj, mit den Nobilibus, gethan. perge

|| [[Handschrift: 158r]]

Montag den 13. Martij; 1654.


Jch habe Ludwig Röber nacher Zerbst undta
geschicktt, etwas zu versagen, von getreydig.
Gott gebe zu glück! und succeß!


Die Ordinarien, von Leiptzigk, geben:
Daß der arrest, des hertzogs Carll von Lottringhen,
zu Brüßel, continuiret, das er, (wol convoyiret)
nach dem Castell zu Andtorf, geführet worden.
Seine chargen, hat sein bruder, der hertzogk
Frantz von Lottringhen, zu Wien bekommen.
Die Officirer, undt Obersten, seindt vor: wie nach,
geblieben. Nur die person, des hertzogs, ist verendert,
wegen der großen exceß, so ihme jmputirt werden.
Der Ertzhertzogk, Leopoldt Wilhelm, hat sein
geldt, und Juweelen, in die 6 millionen werth,
sequestriren laßen, wie auch, seinen Pagador,
undt Secretarium, in arrest genommen. Er hat
auch, ein Patent, oder Manifest außgehen laßen,
worümb dieses, hat müßen, auf befehl des
Königs in hispanien, vorgenommen werden?
Sein gesandter, zu Regenspurgk, Monsieur Fournier,
wirdt nicht mehr, zu den sessionibus admittiret,
weil sein herr, vor eines feindt des Reichs, erkandt wirdt.

|| [[Handschrift: 158v]]


Die Frantzosen, schicken: 8000 Mann, zu, dem
Churfürsten von Cölln, inß Stift Lüttich, undter
gelben fahnen, und ReichsAdler, darinnen,
alß Reichßgenoßen.


Jnterim: will der König in Frankreich Briesach
umbsonst haben, schicket: den Marechal de
la Ferte Senneterre, dahin. Allein, der
Conte de Harcour, will also nicht weichen.
Daß Elsaß, dörfte, darüber leyden!


Prince de Conty, hat hochzeitt gehalten,
mit des Cardinals Mazzarinj, baase,
mit großer pompe, und stattlichem dotalitio,
Prince de Condè, sein bruder aber, ist
damit nicht content, und helt sich, zu
Brüßel auf, beym Ertzhertzoge.


Die Staaden, machen friede, mit
Cromwell, verbiehten, man solle bey
leibs: und lebensStrafe, von der Engelischen
sache, nicht übel reden. Jnterim: Rüstet
sich Cromwell sehr stargk, zur See,
und hat eine conjuration, wieder ihn, || [[Handschrift: 159r]]
zu Londen, entdegkt, und über 20 jnteressenten
im weinhause, ertapt, und gefangen, welche
ihn, den Protector, und seinen geheimen
rath3, haben, endtweder auf einem Convivio,
oder auf der iagt, fangen, hinrichten, oder gar
zu den Schotten, (welche sich noch animoß
erweisen, auf des Königes seitten,
und deßelbigen ahnkunft verlangen!)
hinführen wollen. Die Jrrländer,
sollen auch noch Standthaftig, auf des Königes seitte sein. Der König in
Franckreich so wol alß die Staaden, flattiren
den Cromwell. Dörften wol, zugleich accordjren,
inmaßen auch, Ertzhertzogk Leopoldt Wilhelm,
dergleichen thut. Ô wunder! über wunder!


Die Moßkowiter, und Cosagken, seindt
vereiniget. Sollen schon vier Städte,
den Polen, abgewonnen haben, und ihr progreß,
große alteration, auf itzigem Pollnischen Reichs-
Tage, zu Warschow, bringen. Der König
ist gewillet, in Littawen, zu raysen. perge

|| [[Handschrift: 159v]]


Die Türgken, erzeigen sich noch gar böse,
haben Candia gestürmet, aber nichts
gewonnen. Seindt abgeschlagen worden,
und haben viel armer pawren, Christen,
und Landleütte, in selbiger Jnsel, undt
Königreich, gespißet, darumb, weil
sie den Christen, und ihrer Obrigkeitt,
proviandt zugeführet. Ô! Barbarische
grawsamkeitt! Zu Constantinopel,
seindt auch verenderungen vorgegangen,
dieweil der Türckische Kayser, den
Mufty endthaüpten, undt den Capitan
Bascia, oder: Bassa del Mare, absetzen
laßen, und der Amurath Bassa, welcher
stadthalter, zu Ofen, in Ungarn, gewesen,
ist an die stelle kommen.


Jn Schlesjen, continujren, die Re-
formationes, und verfolgungen heftig.


Engelland, und hollandt, mögen auch
etwaß, wieder Portugall, in Oost: undt
WestJndien, im Sjnne haben.

|| [[Handschrift: 159v]]


Zu Bourdeaux, ist wieder ein vfstand gewesen,
wegen etzlicher particulierpersonen, denen
man nicht allerdingß, glauben halten wollen.


Den Lottringhischen trouppen, hat der König in
Spannien, zweene Monat Soldt, geben laßen,
sie in Spannischen Diensten, zu behalten, weil etzliche
undter ihnen, guht Frantzösisch sein mögen. perge


Mein bruder, Fürst Friedrich hat an Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin geschrieben,
von Padua auß.


Der Hanß Berndts, hat auch an Paul Ludwig geschrieben,
das es mit seiner sollicjtatur, bey der Lignitzischen,
undt Wohlawischen landschaft, gar nicht forth will,
undt die hertzoge, ihme auch nicht helfen können,
noch wollen, also: daß seine verschickung abermals vergebens. et cetera


Zwelf<y> wispel gersten, hat Wolfgang Sutorius mit
Zacharias Trompetter, heütte außseen
laßen, bey Zeptzigk, zum Forwergk Zeptzigk.
Allerley dißcurs, gehabt, mit Einsidel
Wallwitz, Rindtorf, undt andern.


Ein neẅer Frantzösischer Schneider, ein holländer,
hat sich præsentiret.


Abraham von Rindtorf hat abschied genommen, nacher Ballenstedt,
zu raysen, dem ich, an Jehna, briefe mittgegeben.

|| [[Handschrift: 160v]]

Dienstag den 14den: Martij; 1654.

<Regen, wie gestern abendt.>


Secretarius Bährenreütt, ist bey mir gewesen,
in privatis.


Abraham von Rindtorf, mein Stallmeister,
und CammerJungker, gehet nacher Ballenstedt,
in seinen geschäften. Gott geleitte ihn!


Discorsj; mit Magister Menzelius auch Henning Stammer bey Mir,
gehabt, in rebus diversis.


Paul Ludwig ist nachmittags bey mir gewesen,
viel jmportantzen, zu expediren.


2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 6 Schefel (Scheffel)schfl: seindt wieder zu Zeptzigk
außgeseet. Gott gebe, zu Segen! und gedeyen!


Aviß: das zu Dreßden, der große loẅe,
(welcher wol abgerichtet gewesen) undt
die loẅinn bald nacheinander gestorben.
Gibet böse omina! quæ Deus divertat!


Jtem: daß der hertzogk Friederich
Wilhelm, zu Saxen Aldtenburgk einen
iungen Sohn, bekommen, wieder männigliches
vermuhtet.


Item: das der hertzogk Moritz von Dresen[!],
mit hertzog Wilhelms zu Weymar, tochter, versprochen.

|| [[Handschrift: 161r]]


Diesen abendt, (alß wir über tische saßen) wardt ein großer
lermen, wie nemlich, Johann Esche von Wallwitz, meiner gemahlin
hofmeister, plötzlich todtkrangk worden, einen Stichfluß bekommen,
undt in letzten zügen, läge, köndte weder reden, noch hören.
Alß nun, weiber, Jungfern, und theilß Junckern, dahin
liefen, (nach deme die Pagen, und andere diener, erst, das ge-
schrey gebracht, und seiner frawen elendes klagen,
undt queruljren, berichtet) Wie auch der Medicus, Doctor Fischer,
berufen wardt, und baldt im finstern, auß der Stadt,
herauf kahm, wardt es baldt beßer, der pulß kahm
wieder, die oh<n>machten, ließen nach. Er hat gebehtet,
hat seine weib, undt kinder, <durch Tobias Steffeck von Kolodey> mir, recommendiren laßen,
(auf allen fall,) undt sich endlich, fein wieder gefunden,
nach dem er, den letzten a Dieu, Seiner frommen Fraw, zu sagen,
vermeinet, undt sie gehertzet, undt gesegenet!


Er ist sonst ein iunger Mann, nicht viel über 30 iahr
altt, wirdt, (ob Gott will!) diesen Strauß, wol überwinden.
Gott gebe seinen Segen! und gedeyen! zu den Medjcamenten! perge

Mittwoch den 15den: Martij; 1654.

<Regen.>


Mit Wallwitz, ist es gestern abendt, durch Gottes gnade,
undt Doctor Fischers, adhibirte cur, bald beßer worden. Gott
helfe ferner, zur genesung!


Avis: daß man zu halle, am himmel, zwey armèen
in der Nacht, wieder einander Streittende gesehen,
so endlich eine Schwartze wolgke, zertrieben, jtem: drey
weisse creütze, am himmel. Deus avertat, mala Omina!

|| [[Handschrift: 161v]]


Jn die kirche, undt Paßionpredigtt, mit Carolo
Ursino, gezogen.


Ha Hummelius, ein Oculist, ist bey Mir gewesen.
Ludwig Röber ist von Deßaw, Zerbst, und Cöhten, wiederkommen.
Schreiben von Gohta, von hertzog Ernst, Liebden der
bittet nochmalß, meine herzlieb(st)e gemahlin, alß gevatterinn
zur Einsegnung, und mich alß gast, dahin,
auf sein Schloß, Friedenstein, unaußbleiblich,
Mittwochß, nach Quasjmodogenitj! perge
Den 5. Aprilis, (Gebe Gott) Mais le dueil, nous excüsera!


2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:

2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:

gerste, seindt heütte wiederumb, zu
Zeptzigk außgesehet, und nach Pröderitz,
21 Schefel (Scheffel)schfl: gerste. Gott wolle beyderley,
zu wachßthumb, und Segen, gedeyen laßen.

Donnerstag den 16den: Martij; 1654.

<Regen.>


Schreiben, vom Cantzler Milagio, auß Cöhten.
Den Amptmann, Georg Reichardt habe ich bey mir gehabtt.
Meine Jungkern, Einsideln, undt Tobias Steffeck von Kolodey
erlaübet, aufs begräbnüß, des Obrist leütnant Krosigks,
nacher Alßleben.


Relation von Regensburg Numero 66: Kayser, eilet nach hauß. Fürst von
Lichtenstein, will in den Fürstenraht auch, via executionis.
Mit Lottringhen, ists allzuwahr. hertzog Frantz aber, bekömptt
hertzog Carls, Chargen. Vecht, macht noch händel, und die repartition.

|| [[Handschrift: 162r]]


Schweden, spreützt sich sehr, wegen admission der Stadt Brehmen.
Chur Brandenburg dringet noch, auf seine guarantia
weil er so lange nach dem frieden, die Pommerischen Lande
nicht genoßen. Aber, die Stände, opponiren sich, dargegen.
In puncto justitiæ, wirdt stargk, gearbeitett.
Wegen des subsidij; vor den König, in Engellandt,
wirdt noch travaglijret. Die repartition, nach
der Nürnbergischen vergleichung, ist præjudicirlich,
wirdt difficultirt, und disputjrt, gleichwol
muß man, pro nunc darbey bleiben. Müm-
pelgardt, hat ein Votum erhalten, iedoch, sol
es Hennebergk, nachgehen. Von der Deputation,
wirdt abermalß geredet. Naßaw, suchet
zwey Vota, eines sucht die Päbstische, das an-
dere, die Evangelische linea. Doctor heher, hat
darwieder, protestiret, undt unserm hause,
auf solchen fall, zweene Vota, <auch> bedinget,
(ce, quj est, fort mal prins, de nostre Senjorat;
au lieu, de l'en remercier!) Chur Brandenburg
simuliret, alß ob er unß, den Titul, graven zu
Aßcanien, geben wolle, sans doute; avec prejüdice.
Die zaunschleifferinn, ist an den Kayser gefallen,
wegen particularschulden, in der Landschafft, Man hat
Sie aber ab, und an den LandtTagesSchluß, verwiesen.

|| [[Handschrift: 162v]]


heütte seindt zu Zeptzigk, 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 4 Schefel (Scheffel)schfl: gersten,
gesezt, und, zu Pröderitz, (über gesteriges) noch 4 Schefel (Scheffel)schfl:
Gott gebe, zu Segen! wachßthumb! undt gedeyen! et cetera


Jch habe nacher Croßen, undt Siena, geschrieben.
Gott laße uns, auch daher, etwas gutes hören!

Freitag den 17den: Martij; 1654.

<Nachtfroßt. SonnenSchein☉Schein.>


Henning Stammer wahr bey mir, berichtet Mir, wie Philipp
Güders bruder Johann, gar geschwinde, iedoch
Christlich, und bey guter vernunft, verschieden.
In manu Dej, sunt sortes nostræ!
Vive! memor lethj!4 perge et cetera


A spasso, in feinem wetter, in die Saht. perge


Einsidel, undt Tobias Steffeck von Kolodey seindt von Alßleben, von
der begräbnüß, noch vormittags wiederkommen.


A ce sermon fünebre, il a fallü neantmoins,
qu'on attacquast, nos gens, au poinct, de l'Election.


1 wispel, und 1 Schefel (Scheffel)schfl: gerste, seindt heütte
zu Zeptzigk; undt 1 wispel 7 Schefel (Scheffel)schfl:
haber, allhier, gesehet worden. Gott gebe,
zu Segen! Wachßthumb! undt gedeyen!


Conferentz, mit Magister Menzelius Einsideln, Tobias Steffeck von Kolodey


Ein Frantzose, hat sich praesentirt, zum kammerdiener,
so aber nicht angenommen worden.

|| [[Handschrift: 163r]]

Samstag den 18. Martij; 1654.

<Nachtfroßt. SonneSchein. Trübe.>


Oeconomica tractirt, mit dem Cammer Schreiber,
Hans Friedrich Eckardt undt andern.


Es sterben viel leütte, an Manns: und weibspersonen,
gählingen hinweg, sonderlich: ahn Sechßwöchnerinnen,
alhier, und auf den dörfern. hingegen, werden auch
viel zwillinge gebohren. Omnium rerum Vicissitudo!


Gestern, hat Tobias Steffeck von Kolodey ein unglügk gehabt, in dem
zweene seiner knechtte, alß Sie taubenräder aufle-
gen wollen, von oben herab, auf Steine, (so die Maẅrer
ohngefehr liegen laßen) gefallen, undt sich sehr verder-
bet. Können auch nicht in das feldt kommen, in
itziger Sahmzeit, mit seinen pferden, zu pflügen.
Also: ist immer unglügk, schwährigkeit, Sawre
Mühe, undt arbeitt, bey der haußhaltung. Patientia!
Die allte malediction faselt noch: Jn sudore vultus5, et cetera


1 wispel hafer, zu Zeptzigk<allhier> außsehen laßen,
Gott gebe, zu segen! undt glügk sehligen gedeyen!
Rindtorf, ist von Ballenstedt, wiederkommen,
hat hasen, und Räphun mitgebracht.
Jtem: briefe, von <dem von> Jehna, und auß dem Amptte,
mit relationen, ihrer verrichtungen. Gott gebe zu glück!

|| [[Handschrift: 163v]]

Sonntag den 19den: Martij; 1654. PalmenSontag.


Er Jonius, hat hieroben, aufm Sahl, geprediget.
Jch habe einen hengst, einen Blaw-
Schimmel, umb 60 ThalerThlr:, vom Matz Simon
von Padeborn, erkauft. Wirdt auf
Pfingsten, (geliebts Gott) 4 iahr altt.
Gott gebe mir glück! und gedeyen darzu!
Extra zu Mittage, Doctor Mechovium, undt
Ern Ionium gehabtt, wie auch Tobias Steffeck von Kolodey zum öftern.


Nachmittage, wieder zur kirchen, <mit Carl Ursinus> undt
dieweil ein verordneter studiosus, (heine)
nicht erschienen, zum predigen, Alß hat
man Paßionlieder gesungen, undt der
hofprediger hat sich (in diesem geschwinden,
unvermuhtetem fall), baldt resolviret,
undten, in der kirche, (da die behtstunde
pfleget abgelesen, und gehalten zu werden!)
den 22. psalm6, darnach, das 53. Capittel
Jesaiæ7, undt das gebeht, mit Andachtt,
abzulesen. Postea: ist: Ô Lamb Gottes,
unschuldig, etcetera etcetera etcetera gesungen, und damitt beschloßen worden.


Jch habe Wallwitz, besuchen laßen. Es beßert sich,
mit jhme, Gott Lob!

|| [[Handschrift: 164r]]


Man hat heütte, böse zeittungen, von der Fürstin
von Cöhten, sagen wollen. Gott erbarme sich Ihrer Liebden.

Montag den 20ten: Martij; 1654.


Hummelius, der Oculist, von Werdaw, bey
Zwigka, (welcher dem ReichßViceCantzler
herrn von Strahlendorf, Jtem: graf Gallaaß,
und andern gedienet, auch theils geholfen)
hat mir heütte etzliche recepta communicjrt.


Ludwig Röber abermalß nacher Zerbst, geschigktt,
mit vier wispel weitzen. Gott gebe
zu glügk! Jtem: Hans Friedrich Eckardt hat Madame
nacher Magdeburg geschigktt. perge et cetera


Briefe von Croßen, Breßlaw, und Regenspurg[.]


Zeittungen, undt avisen: daß der gute Pfaltz-
graf Moritz, auf der See, (welche er quittiren
wollen, weil es ihm, sein hertz gesaget)
ertrungken. Wehre mir hertzlich leidt!
Jtem: daß die Elisabetha, gewesene Königinn
in Böhmen, nacher heidelbergk, zöge.


Die Holländer und Engelländer tractiren, annoch,
nehmen aber einander weidlich, Schiffe ab.
Jnterim, hat sich Frangkreich, zum accord, mit
Engellandt, genähert, und Mazzarinj, stärgket || [[Handschrift: 164v]]
sich mit alliantzen des Printzen von Conty,
des Mareschal de la Milleraye Sohn, und anderer.


Zu Briesach, ist der accord, mit dem
Printzen<Conte> de Harcour, noch nicht richtig.
Der König in Engelland, sol auß Frangkreich
weichen, iedoch, seine iährliche pension,
vom Könige in Frankreich vor, wie nach bekommen.


Jn Schottland; ist der General Midleton,
mit waffen, und gewehr, in salvo, arriviret,
Jn Jrrland sollen die Jrren, wiederumb
geschlagen sein.


2 wispel haber, seindt alhier geseet,
und2 wispel hafer, zu Zeptzigk.


Gott wolle beyderley segenen! undt
wolgedeyen laßen.


Henning Stammer bey mir gehabt. Dieu benie;
mon propos! et la MERE DES VIVANS!


Schweden, rüstet sich, gegen hollandt, oder andere.
Der Moßkowiter, hat den Chmielinßky,
gantz an sich gezogen, und die Ukrayne
auch ein großes theil von Schwartz Reüßen,
dadurch, erobert. Die Cosagken, sollen || [[Handschrift: 165r]]
sich mehrentheilß, den Woywoden des Großfürsten
in der Moßkaw, ergeben haben. Chmielinßky
undt die, so sich dem GroßFürsten, ergeben, undt
ihme geschwohren, unangesehen sie Griechisches
glaubens, sein, dieweil Sie vom Patriarchen
zu Constantinopel, dependiren, und nicht vom
Patriarcha, in der Moßkaw, haben sich
umbtauffen laßen müßen, wie die avisen, melden.
Sie haben auch, der bündnüß mit den Tartarn
absagen müßen. Kiof, und viel andere
Städte, sollen in des Moßkow: Großen Czaars,
handen sein: Jnterim: deliberiret der
König, in Polen, auf dem Reichßtage, zu
Warschow, von der gegenwehre,
und man vermeinet, Printz Janus Radzivil
solle Feldtherr werden.


Der Persianer, sol auch, in die 200 mille Mann
wieder die Türgken, zu felde haben.
Die Morlacchj tummeln sich, in Dalmatia.
Zu waßer, rüstet sich auch Venedig,
undt der Türgke, stargk wiedereinander.


Zu Regenspurg rüstet sich Cæsar, zum aufbruch! et cetera

|| [[Handschrift: 165v]]


Die historia, wirdt außführlich beschrieben,
wie man den hertzogk Carll von Lottringhen,
zu Brüßel, undterm prætext, eines eilenden
kriegeßrahts, zum Ertzhertzogk, durch
hohe Officirer erfordert, und Tumult
zu verhüten, leise gegangen, auch auf
alles gute ordre gestellet, ihn auf daß
Castell zu Andtorf, geführet, undt
seiner armèe, sich versichert.
Der Printz von Condè, hingegen, sol
vom Ertzhertzogk, wol gehalten werden.


Avis, (ohne <gebührliche> notification) daß schon vor-
gestern, die liebe gottsehlige Tugendt-
reiche FrawMuhme, zu Cöhten,
(geborne Gräfin von der Lippe) todes
verblichen. Gott seye, Jhrer Sehlig Liebden gnedig!
Jch habe wol eine treẅe freündin
an Jhrer Liebden verlohren. Sed! transeundum est!
Gott tröste alle affligirten! undt
unser gantzes hauß!


J'ay deseignè derechef, üne ex-
pedition jmportant, que Dieu vueille benir! perge

|| [[Handschrift: 166r]]


Es ist gewiß, daß am Freytage, in Leiptzigk, der
redliche alte, Martin Schmehrtosche, zu Risenthal,
ein kauf: und handelßmann, exulant auß Böhmen,
aber gutes vermögens, mit tode abgangen: Gott
genade ihm! Er hat unsere briefe nach Venedig,
und Siena, per Augspurgk, bestaltt. Gott laße
auch dieses, meinem Sohn, Viktor Amadeus nichts böses ominjren!

Dienstag den 21ten: Martij; 1654.

<Regen. wind.>


Ein Somnium gehabt: wie mein bruder,
Fürst Friedrich in der Brenta, (mit unser, undt
unserer aller geschwisterigen, großen leidwesen)
ertrungken wehre. Man hette ihn nicht
retten können. Gott gebe! Daß es nicht wahr seye!


Notification, ist diesen Morgen, ahnkommen,
wegen des abermahligen rißes, und trawerfalß,
in unserm hause, durch abforderung zu
Cöhten, Frawen Sophien, (wie gestern ge-
dachtt) welche sanft und sehlig, getrost
undt freẅdig, in wahrer erkendtnüß,
und anruffung, ihres Erlösers, Jesu Christj,
bey gutem verstande, diese weltt, gesegnet.
Fürst Iohann Casimir avisiret mirs, von Deßaw, alß vormundt,
undt im Nahmen seines pflegeSohns, Printz Wilhelm Ludwig condolenter.

|| [[Handschrift: 166v]]


Doctor Fischer, ist vormittags, bey Mir gewesen.
Nachmittages, der hofprediger Menzelius.
16 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seindt heütte zu Zeptzigk geseet.
Gott gebe zu segen! Wachßthumb! und gedeyen!

Mittwoch den 22ten: Martij; 1654.

<Regen. Windt. Schnee.>

<1 Rehe, 2 läxe zu 18 und 19 Pfund (libra) vo Deßa.>


Der Amptmann Georg Reichardt ist bey mir gewesen,
sich bescheidts, zu erholen, und expedienda
zu expediren.


Postea: mein Wolf Curdt von Einsidel,
welcher zu meinem bruder, Fürst Friedrich gedengkt.


postea: Philipp Güdern gehabtt.


Deinceps, Magistrum Mencelium.


Einsidel, ist an den hartz geritten, Caspar Pfawen
zuzusprechen, undt seine sachen richtig zu
machen, Gott gebe zu glück! undt succeß!


Ludwig Röber ist von Zerbst, und Deßaw,
wiederkommen, mit 2 faß, Zerbstischen biers,
1 Rehe, undt 2 lächßen.

grüner Donnerstag den 23. Martij; 1654.

<Froßt. Schnee.>


Jn die kirche, mit Carl Ursinus et Nobilibus.


Invitatio, zur begräbnüß, nacher Plötzkaw, Vetter Ernst Gottlieb
gegen den 5. Aprill, den 4ten: einzukommen, mit Carl Ursinus.

|| [[Handschrift: 167r]]


Jch habe nach Croßen, geschrieben.


Eine Braune Stuhte, im Obergespann
hat undter der vormittagßpredigt
gefohlet, und ein hengstfohlen gebracht,
Gott gebe zu glück! und gedeyen!


Von Ballenstedt seindt Victualien, ankommen:
1 Rehe, 1 hasen, 2 schweine, 1 kalb, 2 lämmer,
3 Schefel (Scheffel)schfl: weitzen Mehl, 46 Pfund (libra) butter,
9 Schockßo: Eyer, 3 Mandel besem[!].


Wartemßleben, ist wiederkommen.

Freitag den 24ten: Martij; 1654.

<Windt <nacht> Frost. Schnee.>


Der hofprediger Mencelius, hat auf unserm
Sahl geprediget, und ist extra behalten
worden, zu Mittage.


Einsidel ist vom hartz, wiederkommen,
vom Caspar Pfaw, bey deme er gewesen,
undt hat mir undterthänig(st)e relation abgeleget,
item: Wartemßleben.


Postea: hat sich, Doctor Fischer, præsentjret.
16 Schefel (Scheffel)schfl: hafer, seindt zu Zeptzigk außgesehet.
Gott gebe, zu Segen! glück! und gedeyen.

|| [[Handschrift: 167v]]

Samstag den 25. Martij; 1654.

<Schnee. Regen. Schlagkwetter.>


Es ist heütte; zwahr, Festum Annunciationis
Mariæ, sive festum Conceptionis Christj, undt
pfleget allhier zu Bernburgk, (doch nicht
überall im Fürstenthumb Anhaltt,) ge-
feyret zu werden. Dann, wie ichs ge-
funden, So habe ichs gelaßen, und nichts
leichtlich neẅes einführen, noch innovi-
ren wollen! Dieweil aber, die Ostern-
ferien, mitt einfallen, und viel zu thun,
zu meditiren, und zu predigen, ist, auch
die zuhörer, sich zum heiligen abendmal heütte
eigentlich præpariren sollen, Alß habe
ich mit raht der Geistlichen, dieses fest,
(ihnen zu gute), heütte eingestellet, undt
silentio præteriren laßen, zumahl da
es nicht universaliter, bey den Re-
formirten recipiret ist, und in Christiana
libertate bestehet, (ich vermeine alß ein
festum conceptionis Christj, nicht aber, als
ein Päbstisches Marienfest, Sonst wehre es ärgerlich, || [[Handschrift: 168r]]
undt superstitioß, und zu verwerfen!) ob man cele-
briren wolle? oder nicht, zumahl<in erwegung> das man doch
heütte, ohne das, und in vorigen, und künftigen
ferien, sacra tractiret hat, und tractiren wirdt. perge
Gott gebe mit Andacht! friede! undt liebe! perge


Jn die vorbereittungßpredigt, bin ich,
mit Carolo Ursino, und meinen nobilibus,
gezogen. Gott gebe andächtige! Zerschlagene!
undt Bußbegierige hertzen!


Er Jonius, hat geprediget, auß dem 130. Psalm8.
Conferenze, mit Einsideln, undt Wartemßleben.

Sonntag den 26ten: Martij; 1654.


Jn die kirche, am heüttigen Heiligen Osterfest,
mit Carolo Ursino; undt anderm Comitat.
Der hofprediger Mencelius, hat eine
schöne predigt gethan. Bey der
Communion, seindt von Adelichen, Mir,
und Carolo Ursino gefolget, der allte
Sekerka, undt Wolf Curdt von Einsidel,
(dann Wartemßleben sich nicht præparirt
gehabt, Rindtorf, und Tobias Steffeck von Kolodey aber, luttherisch sein) || [[Handschrift: 168v]]
und eine schöne menge communicanten,
von hofe dienern, undt andern bürgern.
So dann, undter den Adelichen
weibespersonen, Einsidelß Stieff-
Mutter, mit ihrer Elltisten Tochter,
und eine feine frequentz, von weibspersonen.
Gott wolle seine gemeine stärgken,
und die irrenden, durch seinen Heiligen
Geist, erleüchten, undt bekehren!


Nachmittag, (wie billich!)
wieder in die kirche, mit
Carolo Ursino, undt meinen
obgemeldten, fünf nobilibus perge da
abermalß, hofprediger Mencelius
eine schöne Osterpredigt, gethan. perge
Gott gebe kraft, dem donner, seines wortts!
undt erweiche die hertzen, der so
gar Muhtwilligen Außenbleiber!


Schreiben, von Croßen, undt Breßlaw.


Die Ordinarij avisen geben: daß
die Moßkowiter, zweene große Länder || [[Handschrift: 169r]]
der Krohn Polen, abgenommen, nemlich: die Ukrayne
undt Rußlandt, mehrentheilß. Es sol auch der
Chmielinßky, mächtig betrogen sein, in dem
er aller seiner hofnung, von den Mußkowitern
frustriret worden, unangesehen, er sich umbtaüffen
laßen. Die Gesandten, so er zum Türckischen
Kayser, geschickt, sol derselbige haben, nieder-
hawen laßen, weil er in feindschaft
mit Mußkaw stehet. Der Reichstag,
zu Warschow, sol schläferig, von statten, gehen.


Zu Stockholm, will die Königin ihre
Regierung, dem pfaltzgraven Generalissimo
resigniren.


Engellandt, undt hollandt, accordiren
mitteinander, interim aber, nehmen
Sie einander schiffe ab. Frangkreich,
tractiret auch mit Cromwell, und schreibet
ihm: Mon Cousin. perge


Jn Schottland, schwingen sich, die Köni-
gischen empor, welche der König in Frankreich
unerachtet iurium sanguinis, auß seinem Lande
wegweisen will.

|| [[Handschrift: 169v]]


Der hertzogk, von Lottringhen, beütt viel
rantzion ahn, vor seine erledigung. Es
will aber nichts helfen. Sein bruder,
hertzogk Frantz, bekömbt seine chargen.


Befort, hat der König in Frankreich, ge-
wonnen, Briesach, aber noch nicht.


Der Kayser, eilet von Regenspurg hinweg,
und will, die consultationes, befördert haben.


Der Türgke, will seine Machtt,
in Dalmatiam, und gegen die Jnseln,
Corfu, Cephalonia und Zante, wenden,
weil er die festung Candia, vor Unü-
berwindtlich helt!


Auß Savoya, haben die Frantzösische
völgker, hinweg gemußt, undt
andere quartier nehmen.


Die Tartarn, wollen in der Moßkaw,
einfallen.


hertzogk Christian Ludwig zu Zelle,
hat völgker beysammen, wieder hertzogk
Christian von Megkelnburgk, zu Stinekeburgk9.

|| [[Handschrift: 170r]]

Montag den 27ten: Martij; 1654.


Am heüttigen OsterMontage, hat Er Marggra-
vius, auf unserm Sahl, geprediget. Jst
darnach, extra zu Mittage, behalten worden,
nebst der Wallwitzinn, und andern extraordjnarien.


Nachmittagß, bin ich, mit Carolo Ursino, wieder
in die kirche, und Jonij Osterpredigt anzu-
hören gezogen. Gott gebe unß die wahre
OsternFreẅde, in unsern hertzen!


Den landRichter, Davidt von Bergen, habe
ich bey Mir gehabtt, in angelegenheitten.


Conferenze mit Sekerka, Einsideln,
Wartemßleben, Tobias Steffeck von Kolodey etcetera.


Wolf Curdt von Einsidel, mein CammerJungker
(welcher, von iugendt auff, mir, und meinen
Söhnen, aufgewartett, undt wol gediehnet,
sich auch fein, auf raysen, und im kriege, ver-
suchtt, in historien, undt guten büchern, gelesen,
die frantzösische sprache, fein erlernet, und gute
naturalia hatt, auch von guten dißcurßen,
und schöner præsentz ist, und der reformirten Religi-
on, zugethan) hat seinen undterthänig(st)en treẅhertzigen abschied
genommen, gehet zu Meinem bruder, Fürst Friedrich nach Jtalien zu!

|| [[Handschrift: 170v]]


Gott wolle jhn begleitten! ihn, in seinen wegen
wandeln laßen! auch sicher, hin: und her, führen! perge et cetera


Jch habe, mit ihm, an Meinen Brudern
Fürst Friedrich nach Venedig, und an Meinen Sohn,
nacher Siena, geschrieben, Gott gebe! Das
ia mein Sohn, möge unverletzt, frisch
und gesundt, mein schreiben, entpfangen!
und auch, mein bruder, im wolstande
sich befinden! Dieu vueille relever,
et alleger mes soucis! que i'ay pour mon
bon fils, Viktor Amadeus particülierement!

Dienstag den 28. Martij; 1654.

<Windt.>


Wolf Curtt von Einsidel, ist forth, nach
Italien zu, Gott wolle ihn, geleitten!


Secretarius Bährenreütt, hat sich præsentirt
zu referiren, von seiner Zerbst[isch]en rayße.


Nota Bene[:]Ein drey Tage, undt Nacht her, haben
unsere windthunde, im graben iämmerlich
gewinselt, undt geheület, (unangesehen
Sie wol gespeiset, undt geträngket
werden) die Eülen lassen sich auch hören.
Gott helffe mit gnaden! Das es nichts böses ominire!

|| [[Handschrift: 171r]]


Friederich Börstel, wie auch Doctor Fischer,
seindt zu Mittage, extra bey unß gewesen.


Avis: daß der deützsche General der
Venezianer, der herr, von Degenfeldt,
in Dalmatia, gestorben, wie auch der
General Sperreütter, zu Jnspruck verblichen.


Sic! Mors, Omnia. solvit! perge


Daß ist der endliche lohn, tapferer leütte! perge


General, Gil de Haaß, sol auch gar übel
sein tractirt worden, von etzlichen Venezianischen
generalln, gefangen, und in die eisen ge-
schlagen, nach geleisteten sehr guten
diensten, und großen thaten in Candia
wieder den Türgken. Er hat nicht dißi-
muliren, noch den iehnigen, nachgeben
können, welche ihm commandiren sollen,
und den krieg nicht verstanden. Endlich,
hat man ihn unschuldig befunden, undt
loß laßen müßen. Gleichwol, ist er,
noch im arrest, in der Venezianer stado.
und ist vor heimlicher Nachstellung, nicht gesichert! perge

|| [[Handschrift: 171v]]

Mittwoch den 29ten: Martij; 1654.

<Regen. Windt. perge>


Depesche, nacher Deßaw.


Conferentz, mit Magister Menzelius mit Rindtorf, Wallwitz.


Justitia; cum esse desijt in Mundo, successit
Status Ratio, calamitatum Mare!


Aviß, von hartzgeroda, mit meinen pferden, so
Einsideln, dorthin gebracht, daß er (Gott lob)
wol überkommen, und weitter gedengkt. Gott
helfe ihm! Jtem: daß man aldort, eine zaüberinn
eingezogen. Gott straffe die übelthäter!
und rette die unschuldt! perge


2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:,
– –

12 Schefel (Scheffel)schfl:
10 Schefel (Scheffel)schfl:

haber <gersten> zu Zeptzigk, undt
<haber> alhier, seen laßen.
Gott gebe zu Segen! und wachßthumb!

Donnerstag den 30ten: Martij; 1654.

<Schön wetter.>


Der pfarrer von Jeßnitz, Weyder (deßen
vatter, und bruder, mir vor iahren, in küchen:
und kellerschreiberey zu Ballenstedt, gedienet)
hat sich bey Mir præsentiret.


Postea: Der von Wutena, abschied zu
nehmen, weil er, nach heidelbergk, raysen will.
Blieb extra zu Mittage.

|| [[Handschrift: 172r]]


Endlich, kahm noch vormittagß, der hofprediger
Mencelius, zu Mir, allerley, in Ecclesiasticis,
zu referiren.


Nota Bene[:] Der Aviß, kömbt, ie länger, ie stärgker, daß
der tu wackere, iunge, blühende herr,
unser vetter, Fürst Ernst Gottlieb, Sehliger,
in dero krangkheitt, seye übel curirt,
und verseümt worden, durch den Medicum
von Magdeburgk, Doctor Haimburgern, (welchen
etzliche, Doctor heimbringer, per ironiam
nennen, id est daß er bald einen heimbringet,
ad Patres hinauf!) so ihm in seinem Tertian-
fiber, zu stargke medicamenta
wie auch, zu viel Aderlaß, sol gebraucht haben.
Jst diß nicht ein elendt? Jst diß nicht erbärmlich?


Me ne servasse; ut essent, qui me perderent!


Gott laße unß, ia nicht in die hände
unwißender, und unachtsahmer Medicorum
gerahten! Malj Medicj, pestes sunt Rerum pubilcis.


A Medico indocto, a cibo bis cocto;
A Mala Muliere! perge
Libera nos, Domine!

|| [[Handschrift: 172v]]


heütte seindt allhier, in die 100 Morgen
ein wispel gersten, geseet. Gott gebe,
zu glügk! Segen! undt gedeyen! wie auch
nach Zeptzigk, 4 Schefel (Scheffel)schfl: 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gesehet worden.
Gott gebe gleichßfalß zu Segen! und gedeyen!

Freitag den 31. Martij; 1654.

<Regen. Schön.>

<2 frische lächße, zum 1. mal gefangen.>


Relationes von Regenspurg Numero 67 und 68
mit addreßen, von Zerbst, undt Deßaw.


Jntroductio der neẅen Fürsten, undt
Naßaw hat 2 vota, Nach Salm, undt
Dietrichstain, ist Nassau hadamar introducjrt
nomine Cæsaris, durch den Bischof von Re-
genspurgk; und Osnabrügk. Nach
Dietrichstain, vo<und> Piccolominj,
vor Awerspergk ist Nassau Dillenburgk
jntroduciret. Sie haben aber treflich
darwider, alß elltere haüser, pro-
testiret, inmaßen auch, der Fürst
von Lichtenstain, gethan, sine fructu!

|| [[Handschrift: 173r]]


Der Kayser ist noch resolviret, den 20ten: Aprill
abzuraysen. Die consilia werden, (pro posse) maturirt.


Die creditsachen, werden sehr debattiret, ob man
secundum rigorem juris, oder secundum humanitatem
& æquatatem, zu verfahren? Da dann, das letzte
scheinet zu prævaliren, und gleichwol eine
distinction gemacht wirdt, inter depauperatos
ex bellj calamitate, absque culpa ipsorum, &
inter prodigos, malignos, ac pauperes, ex culpa ipsorum,
damit so wol die creditores, alß debitores,
(so beyderseitß gelitten) bleiben können.


Mit Frangkreich, hat man zu thun, wegen
restitution der Philipsburgk, und wegen der
Mantuanischen Sachen, contra Savoya,
deßen beleyhung, verzögert werden wjll.


Die evacuation Vechtt, (so im Aprilj geschehen
soll), gibt auch allerley zu thun, wie auch,
die abrechnungen, mit den Königlich Schwedischen Commißarien.


Die Lottringh[isch]en tractaten, kommen numehr, in
einen andern Standt, gleichwol, wirdt mit
hertzog Frantz eben die restitution der plätze
abgehandelt, welche in seines gefangenen
bruders, hertzogk Carlls, händen gewesen, wie
auch die abführung der völcker aus dem Stift Lüttich.

|| [[Handschrift: 173v]]


A spasso, an die Sahle, in schönem wetter,
darnach aber, ists, in Aprillenwetter, de-
generiret.


Der Amptmann von Ballenstedt und Jehna, haben
mir, des Amptmanns Sohn geschigkt, avec soulas.


Risposta von Deßaw, entpfangen.


Textapparat
a Danach hat Christian II. eine Lücke gelassen, in der er wahrscheinlich den entsprechenden Ortsnamen, vermutlich Dessau oder Köthen, nachtragen wollte.

Kommentar
1 Person nicht ermittelt.
2 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
3 Identifizierung unsicher.
4 Zitat aus Pers. 5,153 (ed. Kißel 1990, S. 54f.).
5 Gn 3,19.
6 Ps 22.
7 Is 53.
8 Ps 130.
9 Ort nicht ermittelt
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1654_03.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
adhibiren
zuziehen, anwenden
Admission
Zugang, Zulassung, Zutritt
admittiren
gestatten, zulassen
adulieren
schmeicheln, schön tun
Adversitet
Widerwärtigkeit, Ungunst
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Alteration
Aufregung, Ärger
Alteration
Veränderung (zum Schlimmeren)
animos
beherzt, leidenschaftlich, mutig
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Armatur
Rüstung
arriviren
ankommen, eintreffen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
bancquetiren
üppige Festmähler halten, schlemmen, prassen
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
causiren
verursachen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
Conjuration
Verschwörung
consoliren
trösten
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
dependiren
abhängen, abhängig sein
difficultiren
erschweren
difficultiren
ablehnen, kritisieren
difficultiren
sich widersetzen
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
dissimuliren
sich verstellen, verheimlichen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
gähling
plötzlich, unversehens
Gemeine
(Kirchen)Gemeinde, Gesamtheit der Einwohner eines Ortes
impingiren
anstoßen
impingiren
gegen Gesetze verstoßen
impingiren
treiben, drängen
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
imputiren
zurechnen, zur Last legen
innoviren
Neuerung(en) vornehmen
Interessent
Beteiligter, Teilhaber
invitiren
einladen
Judica
fünfter Sonntag der Passionszeit
Krabate
Kroate (Sammelbegriff für einen in der Regel aus Südost- oder Osteuropa stammenden Angehörigen der leichten Reiterei)
Laetare
vierter Fastensonntag
Malediction
Verfluchung, Verwünschung
Mandel
Anzahl von fünfzehn
maturiren
beschleunigen
Mortalitet
Sterbefall
obruiren
überlasten
offendiren
beleidigen, kränken
ominiren
prophezeien
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Parte
Anteil, Teil, etwas Zugeteiltes
Parte
Kriegs- oder Verhandlungspartei
Particular
Privatperson
präjudicirlich
nachteilig, eine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
präteriren
übergehen
Prätext
Vorwand, Scheingrund
prävaliren
schadlos halten
prävaliren
dem Übergewicht beugen
prävaliren
überwiegen, vorherrschen, dominieren
Pressur
Beschwerung, Bedrückung
principal
wichtigst, bedeutendst
Quasimodogeniti
erster Sonntag nach Ostern (weißer Sonntag)
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
recipiren
etwas (zur eigenen gedanklichen Verarbeitung, Beurteilung, Entscheidung) aufnehmen
recipiren
(in eine Körperschaft) aufnehmen
recipiren
(durch eine Körperschaft oder Person) annehmen, empfangen
Relation
Bericht
Repartition
Zuteilung, Verteilung, Austeilung
resigniren
Verzicht leisten, entsagen
resigniren
abdanken, (ein Amt) aufgeben
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Sollicitatur
Betreibung, Förderung einer (Rechts-)Angelegenheit
Sollicitatur
Gesuch um rasche Erledigung einer anhängigen Rechtssache
Sollicitatur
Forderung
Stichfluß
Katarrh (Entzündung der Schleimhäute), der den Patienten plötzlich erstickt
submittiren
unterwerfen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
tummeln
(ein Pferd) in bestimmten Gangarten zur Übung reiten
tummeln
in heftige Bewegung versetzen
tummeln
sich in Unruhe/Aufruhr befinden
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
Volk
Truppen
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Zeitung
Nachricht
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Graf bzw. Fürst Johann Weikhart von Auersperg
Herzog Johann Weikhart von Schlesien-Münsterberg

geb. 1615
gest. 1677
Anm.: Sohn des Dietrich von Auersperg (1578-1634); ab 1640 Reichshofrat; kaiserlicher Gesandter in Den Haag (1641) und Primargesandter in Osnabrück (1643/44); 1644-1654 Erzieher und Obersthofmeister von König Ferdinand IV. (1633-1654); 1646-1669 Geheimer Rat; seit 1654 Herzog von Schlesien-Münsterberg; 1655-1657 auch Obersthofmeister; 1669 Verbannung vom Kaiserhof wegen Hochverrats; Erhebung in den Grafen- (1630) und Fürstenstand (1653); ab 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Bacchus

Anm.: Römischer Gott des Weines und der Fruchtbarkeit.

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Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

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Álvaro de Bazán y Manrique de Lara
Marqués Álvaro III de Santa Cruz de Mudela
Marqués Álvaro I del Viso

gest. 1660
Anm.: Sohn des Álvaro de Bazán y Benavides, Marqués de Santa Cruz de Mudela (1571-1646); ab 1611 Marqués del Viso; seit 1644 Marqués de Santa Cruz de Mudela; spanischer Admiral und General.
David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Matthias Bioerenklou
Matthias Mylonius

geb. 1607
gest. 1671
Anm.: Sohn des Müllers Erik Mattsson; ab 1627 Studium in Uppsala; 1632-1637 Lehrer des späteren schwedischen Reichskanzlers Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö (1622-1686); seit 1637 Rhetorikprofessor an der Universität Uppsala; daneben ab 1640 königlich-schwedischer Kanzleisekretär; 1643-1647 schwedischer Gesandtschaftssekretär in Osnabrück; 1647-1649 Resident in Münster; 1650-1656 Rat und seit 1656 Präsident der Regierung des Herzogtums Bremen; schwedischer Gesandter in Wien (1651) und auf dem Regensburger Reichstag für Pommern (1653/54); 1659 diplomatische Mission in Frankreich; ab 1661 Hofkanzler der Vormundschaftsregierung; seit 1664 Reichsrat und Kanzleirat; Nobilitierung 1646.

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Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Friedrich (2) von Börstel

geb. 1627
gest. 1681
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1654 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); schwedischer Gardeleutnant (1655), Gardeobristleutnant (1662), Obrist (1665) und Generalmajor (1678); Kommandant von Göteborg (1674) bzw. Bohus (1678); später Oberkommandant von Göteborg; 1676 Erhebung in den Freiherrenstand.
Friedrich Bohle

geb. 1601
gest. 1658
Anm.: Geboren in Miltau (Lettland); um 1630 herzoglich-pommerscher Sekretär; ab 1640 schwedischer Hofrat; seit 1652/53 Kanzler der Regierung von Schwedisch-Pommern; 1653/54 Gesandter auf dem Regensburger Reichstag für die Herzogtümer Bremen und Verden; 1646 Nobilitierung.

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Anne Marie de Bourbon
Princesse Anne Marie de Conti
Geburtsname: Anne Marie Martinozzi

geb. 1637
gest. 1672
Anm.: Tochter des Geronimo Martinozzo; 1654-1666 Ehe mit Armand de Bourbon, Prince de Conti (1629-1666).

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Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Antoine Brun

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Sohn des Dôler Parlamentsrates Claude Brun (gest. 1621); 1622 Promotion zum Dr. jur.; ab 1622 Anwalt in Dôle; seit 1626 diplomatische Missionen, u. a. nach Brüssel (1627-1629); ab 1632 Procureur Générale am Parlament zu Dôle; 1636/37 Organisator der Verteidigung der Stadt gegen die Franzosen; 1640/41 Teilnahme am Regensburger Reichstag; seit 1642 Staatsrat von Flandern und Burgund; 1643-1648 spanischer Bevollmächtigter für Burgund bei den Friedensverhandlungen in Münster; ab 1649 spanischer Botschafter in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1632
gest. 1653
Anm.: Sohn des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657); seit 1648 Hauptmann unter seinem Vater im Kosakenaufstand gegen Polen-Litauen.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Christoph Martin von Degenfeld

geb. 1599
gest. 1653
Anm.: Sohn des Konrad von Degenfeld (gest. 1600); 1619 Dienst in der Leibkompanie zu Pferd des Markgrafen Karl von Baden-Durlach (1598-1625); 1621-1630 in kaiserlich-ligistischen Kriegsdiensten, ab 1622 als Obristwachtmeister; 1632/33 schwedischer Obrist; 1635-1642 Colonel général de la cavallerie étrangère im franzsösischen Heer; 1642-1649 venezianischer Reitergeneral; seit 1645 auch Generalgouverneur von Dalmatien und Albanien.

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Johann Delius

geb. 1621
gest. 1694
Anm.: Sohn des Badersleber Pfarrers Jacobus Delius (gest. 1650); 1648-1694 Pfarrer zu Gatersleben; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 2, Leipzig 2004, S. 293.

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Graf bzw. Fürst Maximilian von Dietrichstein

geb. 1596
gest. 1655
Anm.: Sohn des Grafen Sigmund von Dietrichstein (1560-1602); ab 1614 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1622-1637 Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora (1598-1655); seit 1651 kaiserlicher Obersthofmeister sowie Mitglied und Präsident des Geheimen Rates; 1629 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Ebu Saîd Mehmed Efendi
Esad Efendizâde Ebû Saîd Mehmed

geb. 1594
gest. 1662
Anm.: Sohn des Hoca Sadeddin Efendizâde Sheikhulislâm Esad Efendi; Richter (Qādī) von Damaskus (1621-1623), Bursa (1623), Galata (1623), Istanbul (1624/25 und 1627-1629); Heeresrichter (Kazasker) für Anatolien (1629/30) und Rumelien 1630/31 und seit 1640); 1644-1646, 1651/52 und 1654/55 Mufti von Konstantinopel (Schaich al-Islām).
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Justina Maria von Einsiedel
Geburtsname: Justina Maria von Schierstedt

gest. 1700
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; bis 1640 Hofjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); 1640-1653 Ehe mit Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653).
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
Daniel Engelhardt
Daniel Angelocrator

geb. 1569
gest. 1635
Anm.: Sohn des Korbacher Bäckers Justus Engelhardt; Pfarrer in Martinshagen (1597-1601), Istha bei Wolfhagen (1601-1607) und Frankenberg/Hessen (1607-1612); Archidiakon (1612-1614) und Superintendent (1614-1624) in Marburg; 1625/26 Pfarrer in Gudensberg; 1626/27 Konsistorialassessor in Kassel; 1627-1632 Oberpfarrer der Jakobskirche und Superintendent in Köthen; seit 1632 Köthener Hofprediger; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Eva

Anm.: Biblische Figur; Stammmutter der Menschheit.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Nicolas Fournier von Neideck

gest. 1655
Anm.: Secrétaire d'État und Surintendant des Postes des Herzogs Karl IV. von Lothringen und Bar (1604-1675); 1653/54 lothringischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; 1654 Erhebung in den Freiherrenstand.
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Graf Matthias Gallas
Duca Matthias di Lucèra

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen und kaiserlichen Kriegsdiensten (1615-1617); 1626-1630 ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1629), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632); seit 1635 Duca di Lucèra.

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Esteban de Gamarra y Contreras

geb. 1593
gest. 1671
Anm.: Sohn des Generalkommissars Juan de Contreras y Gamarra in Brüssel; seit 1617 in Militärdiensten u. a. als Hauptmann (1621), Obristleutnant (1631), Obrist (1639), General der Artillerie (1646) und Feldmarschall sowie Kriegsrat in Flandern (1651); ab 1635 Kammerherr des Kardinalinfanten Fernando von Spanien (1609/10-1641); 1652 spanischer Gesandter in Schweden; vor 1654 spanischer Statthalter von Gent; 1654-1671 ständiger Gesandter, schließlich Botschafter bei den Vereinigten Niederlanden in Den Haag.

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Otto Gise
Otto Gesenius

gest. 1658
Anm.: Sohn des Strenznaundorfer Pfarrers Joachim Göse; seit 1625 Prediger an der Stiftskirche St. Johannes Baptistae in Alsleben; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 3, Leipzig 2005, S. 277.
Petrus Gothus
Peter Goth(a)

geb. 1599
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Petrus Gothus; 1625 Pestprediger in Bernburg und Koadjutor an der Nikolaikirche; Pfarrer in Schielo (1626-1633), Poley (1633-1642), Baalberge (1636-1642) und Ballenstedt (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 261.
Johann Güder

geb. 1602
gest. 1654
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); spätestens 1635 bis 1639 Baccalaureus an der Bernburger Stadtschule; um 1651/54 Schulmeister in Giersleben.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

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Michael Hermann von Hagen

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Sohn des Sigmund von Hagen (1564-1631); Erbherr auf Biendorf; 1645-1651 Hof- bzw. Kammerjunker des Herzogs August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680); 1659-1661 Hofmeister und Rat der Fürsten Lebrecht (1622-1669) und Emanuel von Anhalt-Plötzkau (1631-1670); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Georg Achatz Heher

geb. 1601
gest. 1667
Anm.: Sohn des Jursiten Georg Heher aus Nürnberg; Studium in Altdorf (1616-1620; Dr. jur. 1623) und Jena (1622); ab 1624 Advokat in Nürnberg; seit 1628 Assessor am dortigen Untergericht sowie Konsulent in Altmühl; ab 1630 Stadtgerichts-Konsulent in Nürnberg; seit 1632 Rat der schwedischen Regierung in Würzburg; 1633 Vizekanzler und Direktor der Regensburger Kriegskanzlei unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1636 erneut Konsulent in Nürnberg; ab 1640 sächsisch-gothaischer Hofrat; 1645-1648 Gesandter der Herzöge von Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha, der Fürsten von Anhalt sowie der Reichsstadt Nürnberg auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 sächsisch-gothaischer Oberamtmann in Königsberg, Heldburg, Eisfeld und Veilsdorf; 1649/50 Gesandter der ernestinischen Herzöge auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1653/54 sächsisch-gothaischer und anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1659 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; 1644 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mittheilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
David Heimburger

geb. 1613
gest. 1663
Anm.: Sohn des Quedlinburger Sattlers David Heimburger; ab 1628 Studium in Leipzig; danach Hauslehrer in Quedlinburg und Königsberg; 1640 Promotion zum Dr. med. an der Universität Königsberg; seit 1642 Stadtarzt in Magdeburg; daneben auch fürstlicher Leibarzt in Köthen und Plötzkau sowie gräflich-mansfeldischer Leibarzt; vgl. Caspar Andreae: Medicorum Piorum Et Persona Et Corona [...], Magdeburg 1663, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Christoph Heine
Johann Christoph Heinius

geb. 1628
gest. 1701
Anm.: Sohn des Brambacher, dann Nuthaer Pfarrers Stephan Heine (1600-1665); bereits vor 1652 Kantor und ab 1652 zugleich Konrektor der Schule in Bernburg; seit 1658 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996,S. 278.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Hummel

Anm.: Um 1654 Augenarzt in Werdau.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kara Murad Pascha

geb. 1611
gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Albaner; militärische Karriere im Janitscharenkorps, ab 1648 dessen Kommandeur; Mai 1649 bis August 1650 und Mai bis August 1655 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1650-1653 Beylerbey (Gouverneur) von Ofen; 1653-1655 Kapudan Pascha (Großadmiral); 1655 Beylerbey des Ejalet Damaskus.
Brigitta (1) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Radestock

geb. ca. 1580/85
gest. nach 1654
Anm.: Tochter des Heinrich von Radestock (gest. vor 1609); 1609-1620 Ehe mit Bernhard von Krosigk (1582-1620).
Katharina (1) von Krosigk

geb. ca. 1613
gest. 1672
Anm.: Tochter des Bernhard von Krosigk (1582-1620); um 1653 Aufenthalt am kurfürstlichen Hof in Dresden; spätestens 1668 Leben in Halle (Saale).
Lorenz Adolf von Krosigk

gest. 1654
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (1578-1623) auf Alsleben; Erbherr auf Alsleben; seit 1643 kursächsischer Obristleutnant.
Volrad Ludolf von Krosigk

geb. 1620
gest. 1671
Anm.: Sohn des Volrad von Krosigk (1577-1626); Erberr auf Poplitz, Beesen, Gröna, Plötzkau und Laublingen; 1633 Page bei Christoph Vitzthum von Eckstädt (1594-1653); bis ca. 1641 in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1651 Angehöriger des Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1646 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Liebe"); vgl. Jacob Tögel: Der allergröste und beste Sterbe-Trost [...], Halle (Saale) [1671], fol. Gij v-Hij v.

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Charles de La Porte
Marquis bzw. Duc Charles de La Meilleraye

geb. 1602
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles de La Porte, Seigneur de la Meilleraye; seit 1632 Lieutenant-général de Bretagne; militärische Karriere als Grand maître de l'artillerie de France (1632), Lieutenant-général des armées du roi (1635) und Maréchal de France (1639); seit 1643 Gouverneur der Bretagne in Nantes; 1648/49 Surintendant des Finances; 1663 Erhebung vom Marquis zum Duc de La Meilleraye.

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Fürst Gundaker von Liechtenstein

geb. 1580
gest. 1658
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); ab 1599 kaiserlicher Kämmerer; 1602 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1606 Hofkammerrat; 1615/16 und 1619-1623 Hofkammerpräsident; ab 1621 Geheimer Rat; 1624-1626 Obersthofmeister; 1623 Erhebung in den Fürstenstand.

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Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein
Herzog Karl Eusebius von Schlesien-Jägerndorf
Herzog Karl Eusebius von Schlesien-Troppau

geb. 1611
gest. 1684
Anm.: Sohn des Karl von Liechtenstein (1569-1627); ab 1627 Herzog von Schlesien-Jägerndorf und Schlesien-Troppau sowie Fürst von Liechtenstein und Oberhaupt der Familie (bis 1632 unter Vormundschaft seines Onkels Maximilian); 1639-1641 Oberlandeshauptmann von Schlesien.

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Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Herzog Nikolaus II. Franz von Lothringen und Bar
Bischof Nikolaus Franz von Toul

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); 1624-1634 Bischof von Toul; seit 1627 Kardinal; 1634 regierender Herzog von Lothringen und Bar anstelle seines Bruders Karl IV. (1604-1675), noch im gleichen Jahr Flucht und anschließend Leben im Exil; 1648 Rückkehr in den geistlichen Stand; 1654-1659 Oberbefehlshaber der lothringischen Armee.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Maria Heilige

Anm.: Mutter von Jesus Christus, weshalb sie als "Muttergottes" bzw. "Gottesgebärerin" verehrt wird.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

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Ferdinando II de' Medici
Granduca Ferdinando II di Toscana

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
N. N. Metzsch (2)

geb. 1654
Anm.: Kind des fürstlichen Einspänniger Joachim Metzsch (gest. 1657).
N. N. Metzsch (3)

geb. 1654
Anm.: Kind des fürstlichen Einspänniger Joachim Metzsch (gest. 1657).
Joachim Metzsch
Joachim Mötzsch

gest. 1657
Anm.: Geboren in Amberg; spätestens seit 1642 fürstlicher Einspänniger in Bernburg.
Maria Metzsch
Geburtsname: Maria Fuß

geb. 1628
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgermeisters Balthasar Fuß (1596-1668); seit 1643 Ehe mit dem fürstlichen Einspänniger Joachim Metzsch.
Earl John of Middleton

geb. ca. 1608
gest. 1674
Anm.: Sohn des Robert Middleton of Caldhame; zunächst Kriegsdienst in Frankreich; bis 1648 militärische Kommandos im Dienst der schottischen Covenanters und des englischen Parlaments; 1648-1654 royalistischer Offizier; 1655-1660 im Exil mit der königlichen Familie; seit 1656 1st Earl of Middleton; 1660-1663 Commander in chief der Armee in Schottland; 1661/62 zudem Lord High Commissioner to the Parliament of Scotland; 1663-1668 Governor of Rochester Castle; seit 1670 Governor of English Tangier.

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Charles de Montgugué

geb. 1635
gest. 1706
Anm.: Sohn des Charles de La Porte, Marquis de la Meilleraye (1602-1664).
Graf bzw. Fürst Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg

geb. 1594
gest. 1662
Anm.: Sohn des Grafen Georg von Nassau-Dillenburg (1562-1623); 1623-1652 regierender Graf und ab 1652 Fürst von Nassau-Dillenburg; 1631-1635 schwedischer Obrist; seit 1635 kaiserlicher Generalfeldwachtmeister.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Graf bzw. Fürst Moritz Heinrich von Nassau-Hadamar

geb. 1626
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); zunächst in hessisch-darmstädtischen Kriegsdiensten; ab 1640 kaiserlicher Obrist; 1646 hessisch-kasselischer Kriegsgefangener; 1650 Erhebung in den Fürstenstand; seit 1653 regierender Fürst von Nassau-Hadamar; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hegende").

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Nassau, Familie
Grafen bzw. Fürsten von Nassau

Anm.: Teilweise in den Fürstenstand erhobenes hessisches Reichsgrafengeschlecht.

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Melchior Nehring

Anm.: Um 1651 Sekretär der Herzogin Dorothea von Sachsen-Eisenach (1601-1675).
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Papst Pius II.
Fürstbischof Enea Silvio von Ermland
Bischof Enea Silvio von Triest
Enea Silvio Piccolomini

geb. 1405
gest. 1464
Anm.: Sohn des Silvio Piccolomini; bis ca. 1452 Tätigkeit als Poet, Universitätsdozent und Sekretär geistlicher Würdenträger; ab 1444 Wechsel in den geistlichen Stand und ab 1447 Bischof von Triest; ab 1457 Fürstbischof von Ermland und seit 1458 Papst.

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Albrycht Stanisław Radziwiłł
Albertas Stanislovas Radvila

geb. 1593
gest. 1656
Anm.: Sohn des litauischen Großmarschalls Stanislaw Pius Radziwiłł (1559-1599); 1618-1622 Starost von Łuck; litauischer Vizegroßkanzler (1619-1623) und Großkanzler (ab 1623); außerdem Starost von Vilnius (seit 1623), Kowel, Tuchola, Gniew, Pinskas, Wieluń, Daugpilis, Kobrynas und Šiauliai.

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Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Herzog Christian von Sachsen-Altenburg-Coburg

geb. 1654
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669).

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Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb. 1603
gest. 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer Obrist (1632/33) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg und Sachsen-Coburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Dorothea von Sachsen-Eisenach
Geburtsname: Herzogin Dorothea von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1628-1633 Koadjutorin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; 1633-1644 Ehe mit Herzog Albrecht von Sachsen-Weimar bzw. Sachsen-Eisenach (1599-1644); seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Freudige").

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Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Dorothea Maria von Sachsen-Zeitz
Geburtsname: Herzogin Dorothea Maria von Sachsen-Weimar

geb. 1641
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); seit 1656 Ehe mit Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz (1619-1681).

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Herzog Moritz (1) von Sachsen-Zeitz

geb. 1619
gest. 1681
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Zeitz (kursächsische Sekundogenitur); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sittsame").

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Henri II de Saint-Nectaire
Duc Henri de La Ferté-Senneterre

geb. 1599
gest. 1681
Anm.: Sohn des Henri I de Saint-Nectaire, Marquis de La Ferté-Nabert (1573-1662); französischer Capitaine (ab ca. 1627), Mestre de camp, Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général (1648) und Maréchal de France (1651); seit 1643 Gouverneur des Herzogtums Lothringen; ab 1665 Duc de La Ferté-Senneterre und Pair de France.

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Fürst Leopold Philipp Karl zu Salm

geb. 1619/20
gest. 1663
Anm.: Sohn des Wild- und Rheingrafen Philipp Otto zu Salm (1575-1634); 1623 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1636 regierender Fürst zu Salm; seit 1640 kaiserlicher Obrist; ab 1647 venezianischer Obrist; 1648-1650 lothringischer Feldmarschall; seit 1656 französischer Generalleutnant für alle Truppen deutscher Nation; 1659 Generalfeldmarschall der Truppen des Rheinischen Bundes.

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Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Hans Heinrich (von) Schlegel

geb. 1624
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lokkende").
Matthias (von) Schlegel

geb. 1619
gest. 1669
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau, später auf Calbe; französischer Kornett und Leutnant (bis 1650); um 1656/60 schwedischer Major; um 1669 französischer Major.

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Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Brieg

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Ludwig (1616-1663) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Ohlau und Schlesien-Wohlau; seit 1664 auch Herzog von Schlesien-Brieg und Schlesien-Liegnitz; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beliebige")

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Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg

geb. 1611
gest. 1664
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1635-1639 Statthalter im Herzogtum Schlesien-Brieg; 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Ludwig (1616-1663) und Christian (1618-1672) regierender, ab 1653 alleiniger Herzog von Schlesien-Brieg; seit 1663 auch Herzog von Schlesien-Liegnitz; ab 1639 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unfehlbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Liegnitz
Herzog Ludwig von Schlesien-Brieg

geb. 1616
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Christian (1618-1672) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Liegnitz; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilsame").

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Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

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Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Julia Felizitas von Württemberg-Weiltingen

geb. 1619
gest. 1661
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); 1640-1653 Ehe mit Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1653 Ehescheidung auf dessen Initiative; nach 1636 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Dankbare").
Martin Schmertosch von Riesenthal
Martin Smertos z Rysontlialu

geb. 1564
gest. 1654
Anm.: Bürgermeister und Kaufmann in der Prager Altstadt; ab 1627 Exulant in Kursachsen, zuächst als Kaufmann in Torgau, seit 1630 in Leipzig; 1631-1634 Aufenthalt in Böhmen; 1651 Verleihung des Leipziger Bürgerrechts.

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David Schmidt

geb. ca. 1630/32
gest. nach 1660
Anm.: Sohn des Harzgeröder Amtsschreibers und späteren Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt; seit 1648 Studium am Gymnasium Illustre in Zerbst; um 1658/60 Amtsverweser der Ämter Ballenstedt und Hoym.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Ladislaus Pribik Sekyrka von Sedschitz
Ladislav Přibík Sekerka ze Sedčic

geb. 1624
gest. 1686
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); vor 1652 kurbrandenburgischer Hauptmann; später kurfürstlicher Kammerherr und Kommandant der Leibgarde in Berlin.
Konrad Siebe

Anm.: Sohn des Bernburger Schusters Daniel Siebe (gest. vor 1650); um 1650 Schuhmachermeister in Bernburg.
Martin Siebe

geb. 1623
gest. 1687
Anm.: Sohn des Bernburger Schusters Daniel Siebe (gest. vor 1650); um 1650 Schuhmachermeister in Bernburg.
Matthias Simon

Anm.: Um 1628/39 Bauer in Badeborn.
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Claus Dietrich von Sperreuter
Claus Dietrich von Sperreuth

geb. ca. 1600
gest. 1653
Anm.: Geboren in Mecklenburg; zunächst in Kriegsdiensten der böhmischen Stände, Braunschweig-Lüneburgs, Dänemarks (1621) und des Grafen Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); ab 1623 in schwedischen Diensten als Major (1628), Obrist (1629-1635) und Generalmajor (1634/35); seit 1636 kaiserlicher Obrist und Generalfeldwachtmeister; 1645 kurbayerischer Obrist und Generalwagenmeister; 1647-1650 venezianischer General; ab 1651 Statthalter von Vorderösterreich in Freiburg/Breisgau; 1641 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Henning (von) Stammer

geb. 1581
gest. 1660
Anm.: Sohn des magdeburgischen Amtshauptmanns Arndt (von) Stammer (gest. 1626) in Querfurt; Erbherr auf Ballenstedt, Wörlitz, Wedlitz und Wispitz (Anhalt); ca. 1605-1608 in spanischen Kriegsdiensten; ca. 1610-1618 kursächsischer Kammerjunker; Angehöriger des engeren Ständeausschusses und gelegentlich Kriegskommissar des Fürstentums Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hitzige"); vgl. Andreas Hesius: Herrliche Belohnung Der Standhafftigen Kämpffer und überwinder [...], Köthen 1661, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Johann Jakob Stokar

geb. 1615
gest. 1681
Anm.: Sohn des Schaffhausener Reichsvogts Franz Stokar; ab 1632 Studium in Straßburg; 1635 Bildungsreise nach Frankreich und England sowie die Niederlande; seit 1647 Landvogt von Locarno; 1652/53 diplomatische Mission zur Vermittlung zwischen den Niederlanden und England.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Peter Heinrich von Stralendorff

geb. 1580
gest. 1637
Anm.: Sohn des Leopold von Stralendorff (gest. 1623); ab 1605 Reichshofrat; seit 1620 Reichshofratsvizepräsident; später Geheimer Rat; ab 1627 auch Reichsvizekanzler (1623-1627 bereits kommissarisch) und kaiserlicher Kämmerer; 1625 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
John Thurloe

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Thomas Thurloe; Jurastudium in der Anwaltskammer Lincoln’s Inn; ab 1635 Sekretär parlamentarischer Kommissare in Uxbridge und ab 1652 Mitglied der Regierung unter Oliver Cromwell.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wolf Friedrich von Trotha

geb. ca. 1583
gest. 1637
Anm.: Sohn des Friedrich von Trotha (ca. 1550-1615); Erbherr auf Hecklingen, Schkopau und Teutschenthal; zeitweise Fähnrich; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchstärkende"); vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 92-129.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Elizabeth Trowell

Anm.: Katholische und unverheiratete Engländerin, die seit 1652 als Sprachlehrerin die fürstlichen Kinder in Bernburg unterrichtete.
Ascanius Christian von Wallwitz

geb. 1652
Anm.: Sohn des Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Dorothea Sophia von Wallwitz

geb. 1653
Anm.: Tochter des Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Graf Franz Wilhelm von Wartenberg
Bischof Franz Wilhelm von Osnabrück
Bischof Franz Wilhelm von Verden
Bischof Franz Wilhelm von Minden
Bischof Franz Wilhelm von Regensburg

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des Herzogs Ferdinand von Bayern (1550-1608), dessen Kinder 1602 zu Grafen von Wartenberg erhoben wurden; 1614-1621 Präsident des bayerischen Geistlichen Rates; 1621-1640 kurkölnischer Obersthofmeister und Geheimratspräsident; ab 1625 Bischof von Osnabrück; 1629/30 kaiserlicher Kommissar für die Exekution des Restitutionsedikts zwischen Rhein und Elbe; zudem Bischof von Verden (1630/31) und Minden (1630-1648); 1643-1648 kurkölnischer Hauptgesandter auf dem Friedenskongress in Münster und Osnabrück; seit 1649 auch Bischof von Regensburg; ab 1660 Kardinal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Friedrich Weider

geb. ca. 1569
Anm.: Förster und Verwalter in der Oberpfalz; ca. 1606-1613 Amtsrichter im oberpfälzischen Falkenberg; vor 1628 Emigration; 1628/29 Küchen- und Kellerschreiber des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Georg Friedrich Weider

geb. 1601
gest. 1662
Anm.: Sohn des Friedrich Weider; vor 1628 Emigration aus der Oberpfalz; ab 1638 Pferrer in Jessnitz.
Sigmund Weider

Anm.: Sohn des Friedrich Weider; vor 1628 Emigration aus der Oberpfalz; seit 1628 zusammen mit seinem Vater Küchen- und Kellerschreiber des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Ludwig von Wuthenau

geb. 1614
gest. 1669
Anm.: Sohn des Albrecht von Wuthenau (gest. 1622); Erbherr auf Cösitz (bis 1665), Zeundorf, Trebbichau und Groß Trinum.
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Elisabeth Zaunschleiffer
Geburtsname: Elisabeth Curdes

gest. nach 1660
Anm.: Bis 1630 vermutlich Ehefrau des Dessauer und Sanderslebener Schlossvogts Johann Zaunschleiffer (gest. 1630).
Graf Nikolaus Zrinski
Graf Nikola Zrinski
Zrínyi Miklós (Gróf)

geb. 1620
gest. 1664
Anm.: Sohn des Grafen Georg Zrinski (1599-1626); seit 1638 königlich-ungarischer Offizier; seit 1646 General; 1647-1664 Ban von Kroatien.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Alsleben
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Augsburg
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Beesen (Beesenlaublingen)
weiterführende Informationen
Belfort
weiterführende Informationen
Bern
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Bornische Aue
Anm.: Nach der wüstgefallenen Siedlung Borna benannte Aue an der Saale zwischen Bernburg und Gröna in der Gegend des heutigen Bernburger Stadtteils Neuborna.
Breisach am Rhein
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Brenta, Fluss
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Celle
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dohndorf
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Elsass, Landgrafschaft
Anm.: Habsburgische Besitzungen im Elsass.
England, Schottland und Irland, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Eutin
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friedenstein, Schloss (Gotha)
weiterführende Informationen
Garonne, Fluss
weiterführende Informationen
Gatersleben
weiterführende Informationen
Genf (Genève)
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Gröbzig
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heidelberg
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Henneberg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Ilberstedt
weiterführende Informationen
Innsbruck
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Jeßnitz
weiterführende Informationen
Kefalonia, Insel
weiterführende Informationen
Kiew
weiterführende Informationen
Kleinbadegast
weiterführende Informationen
Kleinrussland
Anm.: Ostslawischsprachiges Gebiet im Südosten des Königreiches Polen in der heutigen Ukraine.
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Korfu, Insel
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lewis with Harris, Insel
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège), Hochstift
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mantua, Herzogtum
weiterführende Informationen
Mömpelgard (Montbéliard), Grafschaft
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
München
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nova Candia, Festung
Anm.: In den Jahren 1650 bis 1652 zur Belagerung der Stadt Candia (Iraklio) errichtete osmanische Festung.
Nürnberg
weiterführende Informationen
Ofen (Buda)
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Padua (Padova)
weiterführende Informationen
Persien (Iran)
weiterführende Informationen
Philippsburg
weiterführende Informationen

Anm.: Bis 1615 Stadt Udenheim.
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prederitz
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung bei Gröna südlich von Bernburg.
Pskow
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzruthenien
Anm.: Teil des Königreiches Polen (heute im Westen von Belarus).
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Siena
weiterführende Informationen
Smolensk
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Straßburg (Strasbourg)
weiterführende Informationen
Ukraine
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Walachei, Fürstentum
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Werdau
weiterführende Informationen
Westindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
weiterführende Informationen
Zakynthos, Insel
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Zwickau
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichsfürstenrat
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Schlesien-Liegnitz, Landstände
Schlesien-Wohlau, Landstände
Quintus Horatius Flaccus: Oden, in: Oden und Epoden. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2002, S. 8-261. [Nachweis im GVK]
Aulus Persius Flaccus: Satiren, hg. von Walter Kißel, Heidelberg: 1990. [Nachweis im GVK]