<Regen. et cetera Aprillenwetter.>
hofmeister Wallwitz, ist heütte, nacher Deßaw.
Tobias Steffeck von Kolodey nach Plötzkaw, <welcher wol wiederkommen.>
hofrath Paul Ludwig ist bey mir gewesen, allerley
importantzen, zu referiren, wol 20erley.
Jch habe nacher Ballenstedt, an Jehna,
den hofraht, itzigen Steẅercommissarium
geschrieben.
A spasso, an die Sahle, welche sehr groß ist.
Gestern, hat man zum ersten mahl, in diesem
iahr, 2 frische lächße, heütte aber, 6 gefangen,
durch Gottes segen. Sonst fangen sich, viel Neunaugena.
Gott seye gedangkt, vor seine gühte. Er
wolle seinen Segen, vermehren, und gedeyen laßen!
2½ Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, seindt alhier, in die 100 Morgen,
und 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten zu Zeptzigk geseet. Gott wolle es
gesegenen! und gedeyen laßen!
<Regen. 3 lächße.>
Vf unsern Sahl, hat der Superintendens,
Er Plato, geprediget. Jst extra behalten
worden, neben dem CammerRaht, Doctor Mechovio.
Conferenze, mit Sekerka, Ern Platone,
und andern, successive.
Nachmittagß, hat der Diaconus Jonius, gewöhn-
lichermaßen, in der kirche, geprediget, dahin
ich mit Carolo Ursino, gezogen. perge
Schreiben von Jehna, von Ballenstedt.
Abermahlige relation auß Regenspurg
von Zerbst, undt Deßaw bekommen, nebenst
andern sachen, in publicis.
Schreiben, von Breßlaw, entredeux.
Numehr, ists die zehe Achte post, daß Mir
nichts, von meinem lieben frommen
Sohn, Victorio Amadeo, auß Italia
zukommen. Gott bewahre vor bösen avisen,
das er micht in unglügk, noch undter die
Mörder, gerathen, viel weniger, in gefährliche
krangkheit, gefallen sein möchte! Numehr
wirdt es iährig, Morgen den 4. April und übermorgen Mittwoch☿ Meines lieben
|| [[Handschrift: 174v]]
Frommen, Sohns, Erdmanns Gideons Sehliger, absterben,
welcher anno: 1649 verblichen, und sterben müßen.
Gott strafe die iehnigen! so es Muhtwillig, vervhrsachet,
und den Gottsehligen frommen Sohn, schändlich verwahrloset!
und laße mich ia, von Victore Amedeo, nicht dergleichen
hören!
Die Avisen geben:
Daß hertzog Frantz von Lottringhen, seines bruders
Carolj armèe, commandiren, undt die schätze
wiederhaben solle. Der accord mit Chur
Cölln, zu Lüttich, wehre getroffen. Die
Frantzosen, und Spannischen, blieben, in
selbigem lande neütral!
Frangkreich accordirt, mit Cromwell,
wie auch die Staaden, interim: brächte er
doch, eine formidable Schifarmada zusammen,
und nehme den Staaden, viel schiffe hinweg.
Jn Schottland, mag es schwache verfaßung geben.
Der König in Engelland, lawret noch darauf,
ob er dahin kommen könne? Die hansee-
Städte, König in Dennemargk, und andere
mehr, flattiren die Machtt, des Cromwells.
Der Kayser, will sich nicht abwendig machen
laßen, von dero vorgehabten rayse, nach Wien,
Unangesehen Chur Brandeburg sich undterstanden,
Jhre Mayestät mit vielen motiven, aufzuhalten.
Die venezianer, haben von den Türgken,
schläge gekriegt, vor <der Festung> Clin, und viel tapfere
leütte, wie auch Morlacken, eingebüßt,
undt in schneller eil abziehen müßen.
Zu Warschow, sol auf dem Pollnischen Reichß-
Tag, alles langsam, undt schläferig, von statten
gehen, interim: die Cosagken progreß haben.
Jm haag, sucht der Maltheser orden,
mit Kayserlicher recommendation, seine comptereyen,
und confiscirte gühter wieder. Die
Staaden, haben es entpfunden, daß man sie usur-
patores genandt.
Mandata avocatoria, werden vom Kayser
außgelaßen, und affigiret, wieder frembde werbungen.
Der Pabst, macht viel Cardinäle, und gibt
den armen Cardinälen, geldt verehrungen.
Jn Piemont, sollen, die Spannier, wieder die
Frantzosen, in Roussillion und Catalonien aber,
die Frantzösischen armèen, wieder die Spannier, prævaliren!
perge
Von Hall ist auch aviß einkommen, daß der
vornehme künstler, undt Organist <Samuel Scheidt>, in summa
miseria, et paupertate, gestorben. Man
hette ihn, ex proprio, nicht begraben können,
so wenig hette man, bey ihm, gefunden.
Man hette ihn nur, ex publico ærario,
umb Gottes willes<n>, begraben müßen.
Da heißet es wol: kunst, gehet nach brodt.
Jch habe seines gleichen, jnstrumentisten, weder
inn: noch außerhalb Deützschlandes, gehöret,
noch gesehen. Ein vortreflicher Musicus, ist er gewesen!
Omnia sunt Vana, et transitoria!
Meinem Sohn, Carolo Ursino, seindt diesen
Nachmittag, 40 Caninichen, (darundter
viel drächtige, undt zu 8[,] 9[,] 10 iungen
im leibe, gehabtt) von einem Thier, er-
würget worden, im Caninichenberge. Ob
es nun, ein Wolf, <oder wilde katze, oder> Fuchß, oder bährwolff
gewesen, kan man nicht wißen.
Wenig Frewde, ist mir, und den Meinigen,
in diesem unglücksehligen lande, undt orth,
beschehret. Patientia! Seidthero, habe ich erfahren, daß
in des Thiers excrementis viel federn, korn, und ein eiserner
nagel, daselbst gefunden worden. es hat nur gewürget, nicht gefressen. et cetera
Alhier, ist ein wispel gersten, und zu Zeptzigk
auch ein wispel gersten, gesehet, Gott gebe zu
glück! Segen! undt wachßthumb!
Hans Senf ist von seiner ablegation
wiederkommen, re infecta: remedijs suspensivis!
hat aber das Seinige gethan, und quid sibj
vult responsio? mittgebracht. Patientia!
<großer windt.>
Die Sahle ist sehr groß worden.
Hans Senf bey Mir gehabtt. perge Postea: Doctor Fischer. perge
Postea Secretarius Bährenreütt, in expediendis.
Ein Feẅermaẅer oder Schornstein,
an unserer Silberkammer hat gebrandt,
Jst aber, Gott lob, wol gelescht worden,
Gott bewahre, vor mehrerem unglügk!
Doctor Fischer, der Medicus, hat sich auch præsentiret.
Jch habe heütte wieder ein Füllichen
bekommen, ein Stuhten Fohlen, von einer braunen.
Gott laße mirs zu glück! und segen gedeyen!
Fürst Johann Casimir ist mit 20 pferden, über die Fehre paßirt,
Nachmittage umb 1 uhr, nach Plötzkaw, zu, Jtem:
baldt darnach, in die 24 auß dem Cöthnischen Antheil
beschriebene vom Adel, wiewol die Sahle sehr wächßt.
Wallwitz, ist von Deßaw, auch wiederankommen.
Gestern, ist heütte gesehet, alhier, 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:
undt zu Zeptzigk, 3 Schefel (Scheffel)schfl: An haber
aber, ist zu Zeptzigk gesehet: 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 15 Schefel (Scheffel)schfl:
Gott gebe zu wachßthumb! undt geseg-
netem gedeyen!
Avis: daß hertzogk Christian von Mecklenburg
(alß Königlich hispanischer General Major)
als er nacher hamburgk heimlich durchgehen
wollen, wehre in einer herberge, bey der
Mahlzeitt sitzende, überfallen ertapt,
übel tractirt, gefangen, und zu
seinem herrnvatter, also geführet worden.
Er hette sich zwahr wagker defendirt,
aber wieder die Menge, nichts außrichten
können. Sein Obrist leütnant hette den Corporal
welcher seinen herren, bey dem leibe ge-
kriegt, alsobaldt durchschoßen, hernacher
aber, wehre alles, über undt über, gegangen.
|| [[Handschrift: 177r]]
Ach! des übelstandeß, und großen unglügkß!
Es heißt ia: Bleibe Fromm, und halte dich recht,
denn solchem, wirdt es zu letzt, wolgehen!1 perge
heütte, nachm Frühestügk bin ich, mit Ca-
rolo Ursino, Doctor Mechovio, Wallwitz, Rindtorf[,]
Tobias Steffeck von Kolodey und Wartemßleben, nacher Plötzkaw
aufs begräbnüß, Fürst Ernst Gottliebs Sehliger
undt habe aldar, nicht allein, der
frommen FrawMuhmen, <und> den beyden
vettern, Fürst Lebrecht, und Fürst Jmmanuelj,
das leidt, gebührend geklaget, Sondern
auch Fürst Johann Casimir, und Fürst hanßen,
auch Fürst Hans Georg und vetter Wilmchen, alda gefunden.
Nach etzlichen conferentzen, ist der
leichconduct, gar ansehlich bestellet worden.
Magister Sax, von Cöhten, hat die leich-
predigt gethan, weil der hofprediger
aldar krangk, ad Romanos 82 denen die Gott
lieben, müßen alle dinge zum besten diehnen.
Die solennia, seindt observiret worden.
Nach der predigt, und sepultur, bin ich wieder,
(dimission erhaltende,) mit Carl Ursinus nacher Bernburg gezogen.
Jnndeßen, habe ich, in Meiner ResidentzStatt
Bernburgk, in allen dreyen kirchen, auch
laßen leichpredigtten halten, undt die
Personalia ablesen, dem Sehligen
vetter, Fürst Ernst Gottlieb, zu ehren.
Gott wolle unser hauß, wieder
aufrichten! trösten! erfreẅen!
<1 lachß, von 19 Pfund (libra)℔:>
Schreiben von Wolf Curdt, von Einsidel,
auß Arnstedt, zum ersten mahl. Gott helfe
ihm ferner, mit gnaden!
Avis: daß vorgestern, 1. Ein feiner kerll, so hofmeister
auf meinem Fuhrwergk3 zu Ballenstedt, werden
sollen, sich von einem wagen zu nichte gefallen, also:
das er vor Todt, aufgehoben worden. Jtem: 2. das
der hanß, ein alter knechtt, bey den pferden,
(welcher mir lange allhier, und zu Ballenstedt
gediehnet) einen wagen aufhalten wollen, welcher
umbgeschlagen, und ihm die handt zerknirschet, <und verderbet.>
Jtem: 3. daß die eingezogene hexe zu Gün-
tersperge, im gefängnüß, vom Sathan, getödtet,
und ihr der halß umbgedrehet worden! Horrendum est!
heütte hat man die Marder gehetzt, welche
die 40 Caninichen sol getödtet haben. perge Revange!
Vormittagß, ist der Alte Wingkel von Wettin
in der Cantzeley, mit dem guhte, so er zu Gröptzigk
an ägkern hat, (meo nomine) beliehen worden. Gott gebe zu glügk!
auf beyden Theilen. perge
Nachmittags hat beyde vettern, Fürst Iohann Casimir und Fürst Hanß,
mit ihren comitaten, allhier über die Fehre paßirt,
von Plötzkaw, zurügkkommendeb. Fürst hanß, hat
seinen Stallmeister Krahen, zu Meiner gemahlin
geschickt, und (nescio cur,<?>) sie complementiren
laßen, undt endtschuldigen, daß er diesen Mittag,
wie er gewillet gewesen, alhier nicht ein-
sprechen können. Ergo; ist zu præsumiren, qu'elle
l'a invitè<e>, en ma mayson, secrettement.
Jch habe ihn zwahr gestern zu Plötzkaw,
selber gebehten, einmahl bey mir vorlieb, zu
nehmen, er hats aber, excusiret, undt sich
erklähret, mit seiner gemahlin, in kurtzem,
einen tour durch das Fürstenthumb, sonderlich
anhero, undt an den hartz, zu thun.
J'ay fait distribuër, dès collectes, a mes
Ministres appauvris, ce; quj les a recréez, Dieu Mercy!
Maître Menzelius a prins treshümble & trescordial congè, a ce
soir, avant soupper. Dieu vueille benir, son Voyage,
desseing, & bonne intention, avec desirable süccèz,
par sa Sainte grace! paternellement! perge
1 wispel haber, zu Zeptzigk, undt 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 3 Schefel (Scheffel)schfl:
gersten alhier, sehen laßen. Gott gebe zu Segen!
Der hofrath, Paul Ludwig ist bey mir gewesen, allerley
zu referiren, undt expeditiones, zu befördern.
heütte ist: Magister Johannes Abrahamus
Mencelius forth, Gott wolle jhn geleitten!
zu seinem vorhaben, glügk, Segen, undt succeß
verleyhen! und ihn sicher, hin: undt her, führen!
20 Schefel (Scheffel)schfl: haber zu Zeptzigk, seen laßen!
Gott gebe, zu Segen! undt gedeyen!
Secretarius Bährenreütt, hat sich præsentiret.
perge
Postea: Philipp Güder, in diversis expediendis.
Endtlich Vormittags, Paulum Ludwigen gehabtt[.]
Wallwitz, ist nach Magdeburg in Madame sachen.
A spasso inß Feldt mit Carolo Ursino.
10 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seindt alhier, und 4 Scheffelschffl: 1 Viertel (Hohlmaß)v: zu dem
Zeptzigk geseet worden. Gott segene es! und gebe gedeyen!
<Jch habe, an Jehna, geschrieben.>
Der hofprediger Mencelius, hat auf meinem
Sahl geprediget. Jst extra behalten
worden, <und hat mit mir conferiret. perge>
Nachmittagß, mit Carolo Ursino, in die
predigtt des <Caplans> jonij, gezogen, da dann, nach
der predigt, die Catechisation, wieder angefangen worden,
und hat, (finita concione) der hofprediger Mence-
lius, die Catechisation heütte verrichtet,
mit Sieben knaben, welche in der kirche, gestanden.
Der Junge Magirus, des Medicj, zu Zerbst,
Bruder, ein Märgker, (welcher gestern ankommen,
undt die Vices, des Magistri Mencelij, in seinem
abwesen, ersetzen soll, Gott gebe zu glück,
bey der jnstitution, meines Carolj Ursinj!)
hat sich, bey Mir, præsentiret. perge
heütte habe ich, (Gott seye lob! Ehr!
undt dangk!) von meinem Sohn, Viktor Amadeus
erwünschte Schreiben, auß Rom, er-
halten, das er, die rayse dahin, wie
auch, nach Ancona, Napolj, &cetera wol verrichtet.
|| [[Handschrift: 179v]]
Gott helfe ihm, ferner, mit gnaden!
hammeln, hat mir auch geschrieben. perge <Jtem: Mein
bruder, Fürst Friedrich[.]>
Jtem: Adolf Börstel auß Frangkreich.
Jtem: die Churfürstinn, auß Croßen.
Jtem: Jehna, auß Ballenstedt, <und ihm geantwortett.>
<Doctor Mechovius, und der Amptmann
Georg Reichardt bey mir, gewesen.>
Die Avisen geben:
Daß die holländer und Engelländer, noch nicht friede
gemachtt. Cromwell, hette kein Armistitium
eingehen wollen. Sie nehmen einander, noch
weidlich schiffe, und gühter, beyderseitß.
Theilß zweifeln an diesem Friede. perge
Printz Ruprecht, sol auch, sein bestes Schif
verlohren haben. Jn Schottlandt,
armiren die Schotten, so gut sie können.
Cromwell, ist mit dem Titul, Mon Cousin,
vom Könige in Frangkreich nicht vergenüget
Sondern will, das Prædicat: Mon Frere,
haben. A cader và, chi troppo sale!
Jn Frankreich ist der Prince de Condè, nicht
allein, in die Acht, erklähret, Sondern auch, in
effigie, offentlich, a la place de Greve, durch den
Nachrichter, endthaüptet worden, ignominiose,
|| [[Handschrift: 180r]]
den Düc de Lorrayne, wil man in Spannien führen.
Düc François bekömbt seine chargen. Seine Tochter
aber, seine Juweelen, so 4 millionen werth.
Jn Briesach, befreündet sich, Prince de Harcour,
mit dem Cardinal Mazzarinj, und macht alles gut,
waß zuvor, hat übel gedeüttet werden wollen.
Der Cardinal de Rèez sitzt noch gefangen.
Die Königinn, in Schweden, bleibt beständig
in ihrem vorsatz, die krohne zu resigniren,
und dem pfaltzgraven aufzusetzen.
Der Moßkowiter, hat progreß, in Polen.
hat den Metropoliten von Kiof, in die
große Stolice, oder Stadt Moßkaw,
führen laßen, und gefangen setzen, weil er
sich, dem Patriarchen daselbst, nicht undter-
werfen, Sondern, undter dem Patriarchen zu Constantj-
nopel, bleiben will. Dieweil er auch, absolute
in den ergebenen Provintzien, dominiret, leges
sumptuarias machet, verschwendungen verbeütt,
wie auch das Tabacktringken, und <den> brandteweinschangk,
sol es die Pollnischen underthanen, auch viel Cosagken, sehr
gereẅen, als die der Pollnischen sanfften libertet gewohnt,
undt dieses Joch, vor unerträglich achten. Chmielinßky sol
auch von ihnen, außgerissen sein, nach Saporow, zu. perge
Der ReichßTag, zu Warschow, sol sich zerschlagen haben,
und des Königes sachen, nicht wol stehen.
Der Türckische Kayser, sol der Cron Pohlen, legaten
wol admittirt und tractirt, hingegen der Cosagken
gesandten4, haben in die Eisen schlagen, und nieder-
hawen laßen, auch gute Nachtbarschaft
zu halten, vertröstet haben. Dieweil aber der
große Visier, zu der alliance, mit den
Cosagken, gerahten, hette der großTürcke
denselbigen NiederSebeln, und dem Cham[!]
in der Tartarey, commandiren laßen, von
den Cosagken, abzustehen, undt der Cron
Polen, wieder ihre feinde, zu assistiren.
Die venezianer, haben stöße gekriegt,
vor der Festung, Clin, gleichwol, hetten
die Türgken, auch viel volck, darbey
eingebüßet. Auf beyden seitten, wirdt
stargk armiret. Der Türgke hat 12
kriegesSchiffe, bekommen, auß: Engellandt,
hollandt, undt Frangkreich.
Der Kayser, ist noch zu Regenspurgk, hat
die rayse, des abzugs, in etwas verschoben.
|| [[Handschrift: 181r]]
Man arbeittet auß, den Punctum Justitiæ, &
usurarum, <vor allen andern. perge>
Vor Brehmen, hats dem Königßmargk mißlungen,
welcher der burgk, unversehens, sich bemächtigen
wollen. Sie wirdt, numehr beßer, fortificiret,
besetzt, proviantiret, und verwahret. perge
Vetter Hans Georg hat Stellbogen hergeschigkt, welcher
einen schönen weißen Geerfalcken, im nahmen
vetter Hans Georgs von Deßaw, meinem Carl Ursinus gebrachtt.
Gott gebe, zu glügk! undt succeß!
Jn gesterigen avisen, stunde auch, die
unglügksehlige procedur, hertzog Christians
von Megklenburg welcher wieder seinen
herrnvatter, armiret, und darüber gefangen worden.
et cetera
Ach! waß erleben wir nicht? <Ergo Vigilandum; & Orandum!>
hofmeister Freybergk, hat in transitu, bey Mir,
eingesprochen, complimentiret wegen seiner herren,
der vettern von Plötzkaw, welche Mir, im rück-
wege, zusprechen wollen, und seind nach Deßaw.
Er bringt particular bericht, daß die Engelländer
mit Frangkreich, accordiret, und in 3 wochen, auch mit
den Staaden, schlüßig werden sollen. Jnterim leßet
|| [[Handschrift: 181v]]
Cromwell, 90 schiffe, mit 18000 Mann,
recta, auf den Sundt zu, gehen! So sol auch, graf
Königßmargk dennoch, die Burgk vor Brehmen,
(ob ihm schon der erste anschlag mißlungen)
hinweg bekommen haben.
Hans Senf ist bey Mir gewesen. perge
Conferenze, mit Wallwitz, Rindtorf, & alijs.
2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: nacher Pfuel gesehet, gersten,
19 Schefel (Scheffel)schfl: haber, zu Zeptzigk gesehet.
Gott gebe zu glück! wachßthumb!
undt gedeyen!
<1 hasen gehetzt.>
Jn die kirche, mit Carolo Ursino.
Nachmittags, mit Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin, nach Pfuhle,
undt Peüßen, in schönem wetter, spatziren gefahren. perge
Meine beyde Elltisten Töchter, seindt auch mittgefah-
ren, Carolus Ursinus aber, ist mittgeritten, undt hat
gehetzt, undterwegens.
Mein Cammerdiener Ludwig Rober, leßet
zu Palbergk taüffen, seinen erstgebornen Sohn,
darzu er Mich, und meine andere Tochter, wi[e]
|| [[Handschrift: 182r]]
auch Carolum Ursinum, zu gevattern, erbehten, die-
weil darneben auch, Mein Stallmeister, und Cammer-
iungker Abraham von Rindtorf, nebenst Jungfer
Wirleben, und mein Adelicher Aufwärtter,
Tobiaß Steffegk von Kolodey, gleichßfalß er-
behten worden, Alß habe ich ihnen, unsere
drey stellen, zu vertretten, (mutatis mutandis)
mitt aufgetragen. Gott gebe, zu glück! und Segen!
perge
| 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: | 4 Schefel (Scheffel)schfl: | haber, ist zu Bernburg gesehet, |
| – | 16 Schefel (Scheffel)schfl: | 3 Viertel (Hohlmaß)v: haber, zu Zeptzigk, gesehet. |
perge
Nach gesterigen dißcurßen, mit Wallwitz, habe ich
heütte, am postTage, nicht allein geschrieben, Sondern auch
præparatoria gemacht, pour obvier aux desseings, nujsibles!
Der Neẅe Præceptor Magirus, hat heütte angefangen
Carolum Ursinum, jnterimsweise, zu informiren, biß
Magister Mencelius, (gebe gott) wiederkömbt, Gott gebe zu Segen!
glück! und succeß!
Briefe nach Croßen, Paris, Venedig, undt Rom geschrieben,
id est: an die Churfürstliche wittibe, ahn Adolf von Börstel,
ahn Meinen bruder, Fürst Friederich, an Meinen Sohn, Viktor Amadeus[.]
Gott gebe ihnen allerseitß, leben, und gesundtheitt! Amen!
<21 Scheffelschffl: gersten, zu Zeptzigk, und 8 Schefel (Scheffel)schfl:
haber, zu Bernburg gesehet. Gott gebe zu Segen!>
<Nachmittagß, Regen, undt donner.>
Oeconomysachen vorgehabt. <2 Hasen, von der hatz.
1 Hase, von Ballenstedt[.]>
A spasso, die Nachtigall singen hören. perge
Discorsj mit Wallwitz gehabtt, von wegen
seiner bevorstehenden rayse, die Gott zu gutem
ende, richten wolle!
Carl Ursinus ist hinauß hetzen geritten.
Einer von Spohr, Churfürstlich Säxischer raht, ist hiedurch
paßiret, nacher Quedlinburg zu, aldar er haüpt-
mann wirdt. Gott gebe! daß er gute Nacht-
bahrschaft, halten möge!
Die Jungfern Dütten, haben diesen abendt, á
Dieu, gesagt, und wollen Morgen (gebe gott) verraysen. perge
<Regen. Windt.>
Unsere beyde Jungfern Dütten, seindt verrayset, nacher
Böhmen zu, Wallwitz gibt ihnen, das geleidte. Gott
seye ihr bester geleidtsmann, und führe sie wol, zu
ihrem bruder! Wartemßleben, reittet auch, ein
stügk weges mitt. Gott laße alles gute, wol gelingen[.]
Die Fraw von Wieterßheim, (welche gestern, anhero,
zu Meiner herzlieb(st)en gemahlin, mit 2 Töchtern, kommen,) ist heütte
Nachmittages, wieder verrayset.
18 Scheffelschffl: gersten, zu Zeptzigk, und: 12 Schefel (Scheffel)schfl: haber, alhier
|| [[Handschrift: 183r]]
seen laßen, wie auch, allhier undter das wickfutter,
1 Schefel (Scheffel)schfl: haber, und undter das wickfutter, zu Zeptzigk
1 Schefel (Scheffel)schfl: gerste. Gott wolle alles, wol gedeyen laßen!
<2 lächße.>
Es ist diesen Morgen frühe, ein digker, nach Schwefel
Stingkender Nebel, gewesen.
Jn die kirche, mit Carl Ursinus gezogen, <in des hofpredigers predigt.>
Extra zu Mittage, den hofprediger Mencelium gehabtt.
perge
Nachmittags mit Carl Ursinus wieder zur kirchen, et cetera in des Jonij
predigt, undt Catechisation. perge
Relation von Regenspurg Numero 70. Jhre Kayserliche Mayestät
wollen hinweg. Stellen das unerörterte, auf deputation:
undt künftigen ReichßTag, so in 2 oder 3 iahren, zu
halten. Begehren, man wolle, etzliche dinge
erörtern, welche noch unexpedirt, und leichte
vollends, zur perfection zu bringen. Jhre Mayestät versehen
sich, man werde, mit dero Kayserlichen verrichtungen, zufriedenc
sein, alß: daß die restitution, mit HindterPommern, richtig
worden, Jtem: der vergleich, zwischen Chur Pfaltz, undt
Pfaltz Simmern, der vergleich, im Hauße Heßen,
die evacuation der vechte, der accord, im Stift
Lüttich, zwischen Chur Cölln, undt den lottringhischen, et cetera
der Punctus justitiæ, biß auf ein weniges. perge Die Stände
hingegen, sähen den Kayser, gerne länger, zu Regenspurg
|| [[Handschrift: 183v]]
undt vermeinen, es seye noch zu wenig absolvirt. Vielleicht
möchten endlich Jhre Mayestät sich noch, drey wochen lang,
halten laßen, vielleicht auch nicht. Sje haben sonst,
den 20. Aprilis stylo novo forthgewoltt. hertzogk
Frantz von Lottringhen, ist auch, mit geringem train,
daselbst ahnkommen, undt hat bey den Kayserlichen,
undt Königlichen personen, audientz gehabtt. Sol seines
herrn bruders, chargen, antretten. Die Gernrödische
lehen, wollen wir auch suchen, aufs neẅe, alß auch,
die Reichßlehen. Man begehret abermalß, von
Deßaw auß, wir sollen auß unsern Cammern,
die Senioratspeesen übertragen. Jst ein praejuditz!
Der landrechnungßTag, zu Deßaw, sol auch
noch, vor ablauff des Monats May, gehalten werden.
Chur Saxen, schreibet ahn unß, undt erinnert
die einbringung, der Satisfactiongelder,
jnnstendigst. Die undterschiedenen leidigen
fälle, der Regierenden herren, in unserm hause, werden
dem Kayser, durch den Seniorem, notificiret,
undt die lehen, von ihme, in unserer aller Nahmen,
allerundterthenigst gesucht.
Secretarius Bährenreütt, ist bey mir gewesen.
Schreiben von Augspurgk vom Einsidel vndt
von Venedig, von Meinem Bruder, Fürst Friedrich[.]
Die Avisen melden: daß der friede nicht allein zwischen
Frangkreich und Engellandt, sondern auch mit hollandt
endlich geschloßen, undt die Staaden, 14 Tonnen Goldes☉des
dem Cromwell, zur satisfaction, geben müßten.
Dennemargk, wehre auch includiret. hingegen
würden Sie conjunctim, auf Spannien zu, gehen,
si credere, fas est! mit ihrer großem armatur.
General Midleton, sol inndeßen die Schotten,
armiren, und auf des Königes seitte, ziehen.
Die Jrren, sol Cromwell mehrentheilß
subiugiren, und theilß wegschigken.
Der König in Frankreich hat den Prince de Condè
und mehr großen, seines anhangs, in das crimen
læsæ Majestatis, an leib <ehr> undt gühtern, condemnirt.
in offentlichem Parlament, und nicht gestatten
wollen, das seine anverwandte hertzogen,
de Guise, Espernon, Joyeuse, Candalles, hinweg
gehen dörfen, wie Sie zwahr, willens gewesen.
Jn Catalonien, und umb Roses, prosperiren
wieder, die Spannische waffen.
Hertzogk Frantz von Lottringhen, sol seines bruders
völgker commandiren, und etwas von deßen confiscirten
guht, wieder bekommen.
Der Mareschal de la Ferte, hat sich durch tracta-
ten, der plätze homburgk und Landstuel bemächti-
get, undt die Lottringher, herauß gebracht. Der
Churfürst von Trier aber, hat Hammerstein occupiret.
Die Tractaten des Königs in Frankreich mit Prince de Harcour,
wegen Briesach, sollen richtig sein.
Der Kayser, wil, den 27. Aprilis, von Regenspurg
hinweg, undt hat über 140 schiffe, darzu ordiniren
laßen. Die Stände, bitten zwahr, umb lengere gedultt,
allein es dörfte schwehrlich geschehen. Chur Pfaltz,
sol auch wieder, nach Regenspurg kommen wollen.
Jn Schweden, macht man præparatoria, zu einer
Cröhnung, und neẅen ReichßTage, auch zu re-
dressirung der neẅen verenderung, mit der Königinn.
et cetera
Jn Polen, gibts dissidia, der ReichßTag, gehet
schlecht ab. Es scheinet auch, alß ob die Moß-
kowiter, und Cosacken, durchdringen dörften,
und dem Friede mit den Tartarn, nicht zu trawen.
Die Stadt Candia, ist vom Türgken, noch belägert,
General Gil de Haaß, sol mit einem Printzen von Parma
|| [[Handschrift: 185r]]
undt dem Generalissimo Mocenigo, noch einmal dahin
gehen, zur gegenwehre. Jn Dalmatia, mag es
auch schlecht, vor die venezianer, stehen.
Zu Napolj, gibt es immerzu unsicherheit, auf den
Straßen. Der bergk Vesuvius, sol auch wieder
brennen, undt feẅer außwerffen.
Der Großhertzogk von Florentz, schicket
auch Residenten5, zum Cromwell, nach Londen.
Chur Cölln, hat seinen accord, mit dem Ertz-
hertzogk, und mit Lottringhen gemacht, durch inter-
vention Kayserlicher Mayestät wegen des krieges im Stift
Lüttich, und gedenckt numehr, der Stadt Cölln,
beßer zuzusetzen.
General graf Königßmargk, wendet seine
gedangken, wieder die Stadt Brehmen,
davor er die Burgk erobert, undt 3000
Mann, so zum secours, auß der Stadt, angezogen,
zertrennet, und wieder in die Stadt, getrieben.
Die pest, sol sich in Schweden, Polen, undt
Preüßen, nicht mehr vermergken laßen.
Der Frantzösische Ambassadeur zu Regenspurgk
(muß Vautourte sein!) sol in agone liegen. perge
Zu Nürnbergk, undt an andern orthen, hats gebrandt,
ist aber noch gedempft worden, wie auch alhier auf
der vicinia zu Sch Geleidte, da dann, dem von
Schkehla, großer schade geschehen. Gott wolle es beßern!
Gestern, ist unsere fuhre, (welche die Jungfern
nacher halla gebracht) wiederkommen.
Die Krosigkinn von Erxleben, ist heütte
bey Meiner herzlieb(st)en gemahlin, allhier gewesen.
<Schön wetter.>
Den Magirum, habe ich wieder, (auß gewißen
uhrsachen), dimittiret, und Secretario Christophoro Bäh-
renreütt, die jnterims-jnformation, biß der Ma-
gister Mencelius, (gebe gott) wiederkommen solle, anver-
trawet. Gott gebe, zu glügk! Segen! und succeß!
Avis: daß viel herrschaften, zum Berlin, bey-
sammen sein, alß: der Allte Administrator, von
halle, der Pfaltzgrave Ludwig Philips,
mitd seiner Liebden gantzen familia, Printz Moritz,
von Naßaw, Landgrave Fritz, von heßen, Caßel,
und zuförderst, die Churfürstliche wittwe, von Croßen, mit
Princesse Catherine, ihrer Freẅlein Schwester Liebden
die hertzoginn von hollstein, (meine Bahse,) hertzogk Friederich
|| [[Handschrift: 186r]]
zu Norburgk Liebdens gemahlin, und noch andere, also: daß
der Churfürst von Brandenburg mit gästen, oftermalß
wol überladen wirdt. Er hat aber auch, viel lande,
undt leütte solche herren, wol zu tractiren, wo
ferrne die Schulden, solches zulaßen?
Jch habe den landRichter Bergen, bey Mir gehabtt.
Postea: Doctor Levinum Fischern, bey mir gehabtt,
welcher nach Leiptzigk will.
Friederich Börstel, ist vor der mahlzeitt kommen,
excusiret den Vorbeygang, der vettern, von
Plötzkaw, mit versichern, daß Sie in kurtzem
wiederkommen werden, von der sepultur, von Cöhten.
Undt sie haben sich, gar höflich recommendiren laßen.
perge
Die Fraw von Wieterßheim, hat im rückwege
von Wörptzigk, abermahl bey Meiner herzlieb(st)en gemahlin
Liebden, allhier eingesprochen.
1 Einen wispel, und 22 Schefel (Scheffel)schfl: haber, zu Prö-
deritz, sehen laßen, in præsentja Zachariæ Trompeter
dieweil Oberlender, nacher Zerbst, verschickt ist. perge
Gott laße es zum wachßthumb! und Segen, gedeyen! perge
Wartenßleben, ist von Halla, wiederkommen,
dahin er, unsern Jungfern, das geleidte gegeben gehabtt,
und auch vor sich selbst, den Administrator angesprochen. perge
heütte, ist meines Sohns, Carolj Ursinj, geburtsTag,
an deme er, durch Gottes gnade, daß 12te. iahr,
seines allters, vollendet, undt daß 13. iahr,
durch Gottes mildreichen segen, angetretten.
Gott wolle ihn ferner laßen wachßen,
wolgedeyen, undt in seiner liebe, in seiner
erkandnüß, in seinem Segen, erhalten! vollbe-
reitten! kräftigen! stärgken! umb Christj willen. perge
Jhm seye, lob, ehr, und dangk, gesagt, in Ewig-
keitt, durch Christum Jesum, unsern Erlöser, Amen. perge
Diesen Morgen, ist der ärgerliche handel,
und vorgegangene scheltwortt, und schlägerey,
zwischen dem Cammerschreiber, Hanß Senff, undt
dem neẅen geschwohrnen avisenbohten, Matz
Nettke, durch meine verordnete Commißarien,
Doctor Mechovium CammerRaht, Abraham Von Rindtorf,
Stallmeister, und CammerJungker, Tobiaß Steffegk
von Kolodey, Aufwärtter, undt CammerJungker<meister>
wie auch Geörge Cnütteln, Cantzeleyverwandten,
(welcher loco Secretarij, darbey gewesen, und prothocollirt)
mit mühe, doch endlich (Gott lob!) verglichen, und beygelegt worden.
Extra, habe ich zu Mittage gehabt: Doctor Mechovium[,]
Tobias Steffeck von Kolodey und den Diacoum jonium perge
Avis: das es gantz falsch ist, waß man von
Deßaw, undt Strehlitz, vor gewiß berichtet,
wie nemlich, hertzog Christian, von Mecklenburg
gefangen sein sollte, Sintemahl er neẅlichst,
bey Halle vorüber paßiret, nach dem Kayser zu,
seine Sachen, außzufechten.
Risposta von Zerbst, vom Medico Doctore Magiro,
touchant le service, de son frere, en termes, dèsgoustèz. et cetera
Jn die kirche, und wochenpredigtt, mit zweyen
Töchtern6, undt Carolo Ursino. perge
Georg Reichardt der Amptmann, ist bey Mir gewesen.
heütte Nachmittages, seindt die vettern von Plötzkaw,
alhier durchpaßiret, mit: 20 pferden, ohngefehr,
dem Morgen angestelletem leichbegengnüß,
der Sehligen Fraw Muhme, zu Cöhten, beyzu-
wohnen, darzu ich aber nicht jnvitirt, noch erbehten worden.
heütte, seindt gesehet: 12 Schefel (Scheffel)schfl: haber, in die Gottß-
agker Breitte, und gestern, 3 Schefel (Scheffel)schfl: nach Pröderitz.
Gott wolle alles, wol gerahten! und gedeyen laßen!
<Regen, gegen abendt.>
<1 hase, von der hatz.>
Am heüttigen postTage, habe ich geschrieben, nacher Venedig.
Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist nachmittage, nacher
Plötzkaw gezogen, die FrawMuhme, in ihrer
einsamkeitt, und unpaßligkeit, zu besuchen.
Sie hat zwey Töchter, Ernesta, und Angelica
mittgenommen, eine Jungfer, und eine Magdt,
auf ihrer kutzsche, mit 6 pferden, Wartemßleben,
der Jungker, ein page, Peltzigk; und ein Stall-
pursche, ist mittgeritten, und ein lackay, mittgelauffen.
Gott gebe eine glügkliche gute rayse!
Georg Reichardt den Amptmann, abermalß, bey mir gehabtt. perge
Es wirdt mir alles, sawer, und schwehr.
Wartemßleben, ist mit den leütten, und pferden,e
heütte hat man, im Amptte, die lämmer gehammelt.
Es ist ein sehr großer abgang, wegen des Schafesterbens,
gespühret, und nur 53 <als: 29> hammel, und <24> zibbenlämmer,
erfunden worden, in einer solchen Schäferey. Patientia!
Numero 71 ist wiederumb, eine Relation, von
Regenspurgk einkommen. Der Kayser, will hinweg.
Die Stände wollen den ReichßTag prorogirt,
undt die unerörtertte puncta, zu anderer zeitt,
ohne ferrneres außschreiben, decidiret wißen.
<1 Hasen, Carl Ursinus gehetzt.>
Gestern, seindt noch, 18 Schefel (Scheffel)schfl: haber, alhier zum For-
wergke gesehet worden. Gott gesegene es! undt
laße es unß, wol gedeyen! Numehr,
ist die Saht des lieben Sommergetreydigs,
allhier, undt zu Zeptzigk, diß iahr, beschloßen.
Gott laße zu Segen! und gutem fruchtbahrem
wachßthumb, Mirs wol gerahten!
Mein hofprediger Mencelius, ist gar krangk
worden, am Fieber. Gott wolle es beßern!
A spasso, in gartten, in Stall, und sonsten,
in itzigem schönen Fruchtbahrem wetter.
Secretarius Bährenreütt, und Philipp Güder gehabtt, in di-
versimodis, zu referiren.
Die vettern, undt Freẅlein von Plötzkaw, seindt
wieder vom begräbnüß zu Cöhten, (aldar sie, dem
Fürstlichen leichbegengnüß, beygewohnt,) kommen, undt
gegen 6 uhr, vor abends, alhier vorüber paßirt.
Jch habe Wartemßleben, mit kutzschen, undt
pferden, hinüber, nacher Plötzkaw, nachmittags, wieder
geschigkt, Meine herzlieb(st)e Gemahlin, abzuholen. Sie hat
mir aber, zu abends, ihren lackayen geschickt, und sagen
laßen, Sie wolte heütte dort bleiben, und die Fürstin
aldar, wolte Sie nicht weglaßen. perge
Samstag♄ den 22ten: Aprilis, 1654. <Graphisch nicht darstellbares (spiralartiges) Symbol mit nicht ermittelter Bedeutung.[...] Graphisch nicht darstellbares (spiralartiges) Symbol mit nicht ermittelter Bedeutung.[...] Graphisch nicht darstellbares (spiralartiges) Symbol mit nicht ermittelter Bedeutung.[...]>
Der pfarrer von Opperoda, Martinus Reinhardus, ist
bey Mir gewesen, Seine, und seiner <mitt>undterthanen
Noht, zu klagen. Jch habe ihm schreiben, an Jehna,
mittgegeben.
Præparatoria gemacht, zum landrechnungsTage.
Jn Oeconomicis, dem Cammerschreiber ordre ertheilt
und wochenrechnungen abgehöret.
Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist zur Mittagßmalzeitt
wiederkommen, mit ihrem Comitat, von Plötzkaw.
Avis: Que la Düchesse d'Altenburgk, (fille de l'Electeur
de Saxen) & celle de Merseburgk, (niepce de ma femme!)
sont allèes incognuës, par les ruës de Leipsigk[!], a la
foire, en habits de bourgeoises, portans au bras, dès
panniers, et corbeilles, mais on a monstrè au doigt,
sür elles, & nos Damoyselles, les ont veuës, en
leur passage, vers la, comme elles ont voulü
poursuivre leur voyage! Lès Grands, se peuvent
cacher difficillement. Ün chascün a, la mire, & la
visèe, sür eulx! il se faut donc, sagement gouverner!
et cetera
Hanß Berndts, ist auß der Schlesie, wiederkommen,
hat das Seinige præstiret, mit Schafgotzsch, undt
Zedlitz, wiewol nicht alles nach wuntzsch, bey den hertzogen
fund Landstenden, erhalten werden können.
Sonntag☉ den 23ten: Aprill; 1654.
Jn die kirche, mit Meiner gemahlin, Sohn, und Töchtern,
gezogen. Der caplan Jonius, hat geprediget, die-
weil der hofprediger Mencelius, krangk ist.
Extra zu Mittage jonium gehabtt.
perge
Nachmittage, mit Carolo Ursino, wieder in die kirche,
da Er Marggravius, geprediget, undt den 13. psalm7
außgeleget, Jonius aber, Catechisiret.
Hanß Berndts, undt Hanß Senff, seindt
successive, bey Mir gewesen, in diversis negocijs.
Mit dem einen, wahr ich occupat, wegen einer
depesche, nacher Prag, undt Breßlaw, mit dem
andern, wegen einer verschickung, darinnen
er des Altenburger holtzes halben, von Meiner gemahlin
Liebden expediret wirdt. Gott gebe zu glück! und bestem!
perge
Nach dem abendeßen, ist Hans Berndt wieder bey
Mir gewesen, und hat allerley gute contenta mir
referiret.
L'Electeur de Saxe, a rescrit a ma femme,
se plaignant de ce qu'on demande la solde, deüe
a feü mon Frere; le Prince Ernest, de bonne memoire,
qu'il avoit plüs dèspencè, aux Quartiers, qu'il faul-
droit derechef assembler lès Princes, et Estats,
iadis assemblèz, l'an 1631 a Leipsigk[!], & se faire
payer, lès contribütions deuës, entre lesquels ie serois aussy comprins.
|| [[Handschrift: 189v]]
Voire! mais ie luy feray bien, ün autre dèsconte!
Ô mèscognoissance! Que n'avons nous pas souffert?
nj dèspencè, pour luy? Est cela le guerdon, de
mon frere, pour avoir dèspencè, sa Vie, en son service?
Montag☽ den 24. Aprill; 1654.
<Schöner, fruchtbahrer Regen, fast die gantze Nacht.>
<1 lachß, von 14 Pfund (libra)℔:>
Gott lob! und dangk! es hat schön geregenet. perge
Die Avisen <geben>: daß die Holländischen undt Engelländischen, Tractaten,
nur auf der subscription, beruhen. Jnterim,
armiren Sie stargk, auf beyden Theilen.
Die Schotten, halten fest an ihrem Könige,
undt hoffen, (vermittelst Göttlicher verleyhung)
ein großes, zu præstiren.
Frangkreich, hat cunctiret, in seinen tractaten,
darüber der Cromwell, sol Calais blocquirt haben.
Der Churfürst von Cölln, undt der Ertzhertzogk,
seindt beyeinander gewesen, zu Scharfenhövel,
und seindt, mit großer affection, voneinander geschieden.
Der König in Spannien, sol den Engelländern,
Duynkercken eingereümbt haben, umb sich ihrer
desto beßer zu bediehnen.
Jn Catalonien, sollen die Königlich Spannischen
waffen, sehr prosperiren, wie auch, in der graf-
schafft Roussillion.
Cromwell stellet sich, alß wolle er den Reformir-
ten, in Frankreich große hülfe thun.
König in Dennemargk, hoft auch, einen guhten
accord, mit Engellandt, zu erlangen.
Die Königin in Engellandt, gehet in Savoye,
zu jhrer Schwester, der Madame Royalle.
Der Kayser, præparirt sich, zum abzug,
von Regenspurgk. Chur heidelbergk,
kömpt auch dahin, abschied zu nehmen,
undt gar nach Straubingen, mit Chur
Bayern, zu conferiren.
Zu Prag, ist ein landTag, Kayserlicher Mayestät zum besten.
Jn Dalmatia, liegen die Türgken, vor Zara,
und Sebenico, setzen auch, der Festung Candia,
hartt zu. Die venezianer, haben vollauf zu
thun, sich zu wehren, zu waßer, und zu lande.
Vor der festung Clin, haben sie stargk eingebüßet.
Die Moßkowiter, haben noch, ein auge, auf Polen.
Jn Polen, dißentiren die humoren, gleichwol, mag
die gefahr, so gar groß nicht sein. Der ReichsTag,
ist zwahr zerschlagen, <zu Warschaw> allein, er sol im Junio, (gebe gott)
reassumiret werden. Die Fürsten Radzivil gehen in Littawen.
Der geldtMangel, ist groß, bey der Soldatesca.
Jn Schweden, continuirt die Königin, in ihrem
vorhaben, der abtrettung der Cron, und
theilet inndeßen, mit liberaliteten, undt
erhöhung, in Graven:[,] herren: und Edelleütte
Stände, viel und mancherley gnaden auß.
Der pfaltzgrave Generalissimus aber, præparirt
sich, zum Königreich.
Der Pabst, hat auch zu schaffen, seine,
Spannisch gesinnete Cardinäle, in ordnung
zu bringen.
Die Spannischen, im stado de Milano, ver-
wahren sich, gegen die furia, des einfalß, der Frantzosen.
perge
Die Königinn in Engelland rayset in Savoyen,
zu ihrer Fraw Schwester, der Madame Royalle. perge
Jch habe eine extraordinariam nacher Leiptzigk
geschickt, wegen Breßlawischen Advocatens8. perge
Gott gebe zu glügklichem succeß!
A spasso, in schönem wetter, an den Caninichenberg,
kleinen weinbergk, haberbreitte, pfaffenpusch, in
gartten, an die Sahle, etcetera[.] Vormittagß regenete es,
nachmittage, wahr es Sonnenschein, und guht wetter.
Ein lachß, von 14 Pfund (libra)℔: die Fischer, heütte gefangen.
Nacher Dessaw, geschrieben, und nach Zerbst schreiben lassen.
<1 Lachß von 18 Pfund (libra)℔:>
Avis von Deßaw, daß pfaltzgrave Ludwig
Philips, von Simmern, vorgestern, zu Deßaw,
ahnkommen, in die 69 pferde, undt 65 personen
stargk. Er hat Seine gemahlin, Sohn, undt
Tochter, mit 4 iungfern, 5 Junckern, einem Raht,
und etzliche schreiber, und viel <be>dienten, bey sich.
Machen das hauß, recht voll.
Jch bin hinauß geritten, mein getreydig
zu besehen, hat Gott lob! der helfe ferner gnedig,
ein feines gesegenetes ansehen.
Extra zu Mittage, den Medicum, Doctor Fischern,
(welcher von Leiptzigk wiederkommen) gehabt. perge
Vorgesteriges Sontags, hat der Amptschreiber,
Wolf Sutorius, seine Fraw, und kinder9 wollen, in
einem kahn, über die Sahle, am Pfaffenpusch führen.
Alß sie nun, am ufer, gestanden, undt er herüber
fahren wollen, daß handwergk aber, nicht recht
gelernet, hat ihn der Strohm, erwischet, undt
über den Tham10, hinundter getrieben, da er dann,
mitten aufm Thamb, heraußer gesprungen, an den kahn,
sich gehalten, so viel er gekondt, und dennoch umbgeworfen
und an dem kniehe sehr beschädiget worden, bis er wieder gerettet word[en.]
A spasso, gefahren, mit Madame, und dreyen
Töchtern11, nacher <Zeptzigk[,]> Palbergk, Poley, etcetera auf unsere
Felder. perge
<Digker Nebel mane.
Abends donner, und regen.>
Jn die wochenpredigt, conjunctim, cum uxore,
et liberis, (biß auf die zwey kleinesten) da der Caplan
Jonius, den 23. psalm12, schön außgeleget. Unser
hofprediger, ist noch Matt, undt krangk. Jedoch, hat
man dangksagung, auf der Cantzel, gethan, das sichs etwas
zur beßerung, mit ihm angelaßen. Gott lob, und dangk
der wolle ferner, mit gnaden helfen, und mir diesen
Mann erhalten! zu seinen ehren, und der rechtglaübigen
Gemeinde, Trost, undt undterricht in der Gottsehligkeitt!
Avis; daß in dies Cöhten, in dreyen haüsern,
die pest regieret, so auch heimlich gehalten worden,
numehr aber, hette sichs, Gott lob! gebeßert,
Gott bewahre unß, vor mehreren landtplagen! perge
Conversatio, mit dem von Sekerka, postea:
mit dem Amptmann, Geörge Reichardt. perge
Abermahlige briefe, von Zerbst, so wol, von
dem Doctore Johanne Magiro, alß seinem bruder
Joachimo Magiro, welcher unlengst, allhier gewesen.
Jch habe Secretarium Bährenreütt, bey Mir gehabtt. perge
Schreiben, von der Schwester von Deßaw, und von Pfaltz-
graf Ludwig Philips Liebden[.] Er hat zweene Tage lang,
die intention gehabt, anhero zu kommen, endlich aber,
sich resolvirt, nacher halle zu, zu gehen, weil er
zu eilen, undt selbiges, sein geradester weg wehre,
wie er anfangs, nicht vermeinet. Zu dem, excu-
sirt er sich auch, das ihm, sein train, undterwegens,
zu stargk worden, und mich ungerne, molestiren wollte.
Die Schwester, schreibet undter andern auch, er
hette einen pagen, an den pocken, oder Masern
krangk aldar, wovor man sich, sehr förchtete,
weil er seine gemahlin, und Sohn undt Tochter,
bey sich hette. perge Sie bitten mich zwahr hinzu-
kommen, mit 4 oder 5 pferden, gleichsam, auf der
post, Morgen frühe, weil er Freytagß, nacher
halle will. Mais, ie ne me puis resouldre!
Es hat dje gantze Nachtt hindurch, schön geregenet,
Gott lob! undt dangk. et cetera Gott vermehre, seinen Segen!
et cetera
Bey dem gestrigen donner, zu Abends, hat es gehagelt,
und es sein zu Palbergk, wie Knipkeülichen groß, steine
gefallen.
Den landRichter Bergen, bey Mir gehabtt, in Rechnungssachen.
Doctor Fischer, ist bey Mir gewesen, allerley zu remonstriren! perge
<An Kayser, habe ich geschrieben. Gott gebe zu glück! und succeß! <in Silesiacis.>>
<Regen.>
Jn des Doctoris Parej buch, Christlich, und gründtlich
Bedengken, vom Brodt, und Brodtbrechen im Heiligen
Abendmahl des herren, intituliret, so sehr erbaẅlich
ist, habe ich mit lust, undt Nutzen, gelesen. Gott
wolle die irrenden lehrer, und zuhörer, auch wieder
auf den rechten weg, zur warheitt, leitten! und führen!
Philipp Güder bey Mir gewesen, jn Oeconomicis. perge
hofrath Jehna, ist wiederkommen, von Ballenstedt[.]
Aviso: daß der Churfürst von Sachßen, in
eigener person, zu Altenburgk, erschienen,
die neẅe Freẅde, des kindttaüffens,
des iungen gebornen printzen daselbst, alß
Großherrvater, mitt zu celebriren.
Die Masern, undt pogken, regieren, in
der Chur Brandenburg stargk.
Des Graven von Stollbergk, leütte
machen unß lose händel am hartz, fallen
unß ein, und nehmen, eine halbe Meile
landeß vor, in ihre gräntze, de facto, zu ziehen.
<Jm lande, will mir, die jnvidia
Meine bierSteẅren, wieder entziehen. perge>
<3 lächße, vormittags[,] 4 lächße nachmittags gefangen.>
Mit Jehna, conversirt, von jmportantzen.
Postea, mit hanß Berndts. <Jtem: mit Paul Ludwig[.]>
Es ist abermalß, eine Relation, von Regenspurg
Numero 72 ahnkommen. Jhre Kayserliche Mayestät beharren
auf dero Resolution, den 18. ⁄ 28. huius, vfzubrechen,
und zu Straubingen, (aldar die Churfürstliche wittibe
von Bayern, und ihr herr Sohn, der Churfürst
erscheinen, und den Kayser, tractiren wollen)
das erste nachtlager zu halten.
Chur Meintz, will noch, seine lehen, vor
dem vfbruch, persöhnlich empfahen.
Der Punctus iustitiæ, ist zimlicher
maßen, elaboriret, iedoch gibt es noch discrepantzen.
Der hertzogk, Frantz von Lottringhen, will
die plätze nicht evacuiren, alß auf die
mit Seiner Liebden herren bruder, geschloßene <conditiones, undt> transaction.
et cetera
Chur heidelberg, will noch einmal, nach Re-
genspurg kommen, vom Kayser abschied zu nehmen.
Der Frantzösische Ambassadeur Monsieur Vautorte,
ist, an der Schwindsuchtt, zu Regenspurg gestorben.
hat sich zu den Jesuitern, begraben lassen, daselbst, sein
Hertz aber, den Patribus Jesuitis, nacher Paris, gesandt. Wird be-
dawret, wegen seiner Qualiteten, und guter manier, zu tractiren
|| [[Handschrift: 193v]]
wie auch, die Kayserlichen rähte, damitt zu gewinnen.
Ein Junger Bährenreütt, so auß hollandt
kommen, hat sich præsentiret, und saget,
der friede seye geschloßen, zwischen Holland undt
Engellandt.
Jn die kirche, conjunctim. Er Jonius, Diaconus
hat geprediget, weil der hofprediger noch krangk ist.
Extra zu Mittage, behalten, Doctor Mechovium,
undt den Diaconum jonium. perge Die andern, seindt
Ordinarij; mehrentheilß.
Zu abends, extra gehabt, die wallwitzinn.
Nachmittags hat geprediget, der Concrector. perge
Jch bin aber, nicht hinein gegangen. Jedoch
hat man ihn gelobet. Er ist Conrector,
undt Cantor zugleich. Gott vermehre, seine gaben!
Schreiben von meinem bruder, Fürst Friedrich auß Venedig,
das der luttrische pfarrer13, in 3 Tagen, auß der
Stadt, undt in 8 Tagen, auß dem Stado,
hat forthgemußt. Mit dem reformirten14,
gehet man gelinder umb, dieweil man
ein absehen hat, auf Engelland, hollandt,
Schweitzer, Grawpündtner, et cetera und andere.
|| [[Handschrift: 194r]]
Mein Bruder, gedengkt eines Theilß, die Tractaten
mit der Republicq, (so in nöhten stecktt) zu acceptiren,
anders Theilß aber, in Sicilien, Maltha, Corsica[,]
Sardinia, und wieder in Frankreich zu raysen.
Verlanget Einsidelß ahnkunft, vom
9ten: Martij, zu Padoua. Sonst, dörfte mein
bruder, andere resolutiones ergreiffen.
Erklähret sich sonst freündbrüderlich, gegen Mir.
perge
