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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: April 1654


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 173v-194r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. April 1654
Bernburg
  • Aprilwetter mit Regen
  • Abreise des Frauenzimmer-Hofmeisters Johann Esche von Wallwitz nach Dessau
  • Verrichtung des Kammermeisters Tobias Steffeck in Plötzkau
  • Bericht durch den Hofrat und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Korrespondenz
  • Lachsfang
  • Wirtschaftssachen
02. April 1654
Bernburg
  • Regen
  • Lachsfang
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Superintendent Joachim Plato und der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Essensgäste
  • Beratungen mit dem Hofmeister Gottlob Sekyrka und Plato
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Korrespondenz
03. April 1654
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Vergebliches Warten auf Post vom älteren Sohn Viktor Amadeus aus Italien
  • Morgiger Jahrestag des Todes von Fürst Erdmann Gideon
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Verendete Kaninchen des jüngeren Sohnes Karl Ursinus
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr des abgesandten Kammerschreibers Johann Senf
04. April 1654
Bernburg
  • Starker Wind
  • Hochwasser der Saale
  • Gespräche mit Senf, dem Leibarzt Dr. Levin Fischer und dem Sekretär Christoph Bährenreutter
  • Schornsteinbrand an der Silberkammer
  • Geburt eines fürstlichen Fohlens
  • Durchreise von Fürst Johann Kasimir und mehreren Adligen
  • Rückkehr von Wallwitz aus Dessau
  • Wirtschaftssachen
  • Beratung mit Wallwitz
05. April 1654
Bernburg → Plötzkau → Bernburg
  • Nachrichten
  • Reise mit Karl Ursinus, Dr. Mechovius, Wallwitz, dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf, Steffeck und dem Hofjunker Christian Wilhelm von Wartensleben nach Plötzkau
  • Begräbnis von Fürst Ernst Gottlieb
  • Rückkehr nach Bernburg
  • Administratives
06. April 1654
Bernburg
  • Lachsfang
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Administratives
  • Durchreise der Fürsten Johann Kasimir und Johann VI.
  • Besuch des anhaltisch-zerbstischen Kammerjunkers und Stallmeisters Kasimir Dietrich von Krage bei Fürstin Eleonora Sophia
  • Abschied von dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius
  • Wirtschaftssachen
07. April 1654
Bernburg
  • Bericht durch Ludwig
  • Abreise von Menzelius
  • Wirtschaftssachen
08. April 1654
Bernburg
  • Gespräche mit Bährenreutter, dem Küchenmeister Philipp Güder und Ludwig
  • Abreise von Wallwitz nach Magdeburg
  • Feldspaziergang mit Karl Ursinus
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
09. April 1654
Bernburg
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Hofprediger Johann Menzelius als Essensgast
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Gespräch mit dem neuen Interims-Prinzenlehrer Joachim Magirus
10. April 1654
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Dr. Mechovius und dem Amtmann Georg Reichardt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Jagdfalke aus Dessau für Karl Ursinus
11. April 1654
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuch durch den anhaltisch-dessauischen Hofmeister und Rat Wilhelm Heinrich von Freyberg
  • Gespräch mit Senf
  • Beratungen mit Wallwitz und Rindtorf
  • Wirtschaftssachen
12. April 1654
Bernburg → Pful → Peißen → Bernburg
  • Hasenjagd
  • Kirchgang
  • Ausfahrt mit der Gemahlin, den älteren Töchtern Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta sowie Karl Ursinus bei schönem Wetter nach Pful und Peißen
  • Taufe des ältesten Sohnes von Kammerdiener Ludwig Röber
  • Wirtschaftssachen
13. April 1654
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Beginn der Tätigkeit von Magirus als Interims-Prinzenlehrer
  • Wirtschaftssachen
14. April 1654
Bernburg
  • Nachmittagsgewitter
  • Wirtschaftssachen
  • Hasenjagd
  • Singende Nachtigall bei Spaziergang
  • Gespräche mit Wallwitz
  • Durchreise des neuen Quedlinburger Stiftshauptmanns Hans Christoph von Spor
  • Abschied von den Kammerjungfern Eleonora Elisabeth und Katharina Margaretha von Ditten
15. April 1654
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Abreise beider Fräulein von Ditten nach Böhmen
  • Gestriger und heutiger Besuch der Witwe Maria Susanna von Wietersheim mit ihren Töchtern Maria Eleonora und Juliana Sophia bei Fürstin Eleonora Sophia
  • Wirtschaftssachen
16. April 1654
Bernburg
  • Lachsfang
  • Dichter Morgennebel
  • Zweimaliger Kirchgang zum Sonntag Jubilate
  • Hofprediger Menzelius als Mittagsgast
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit Bährenreutter
  • Rückkehr der Kammerjungfern-Kutsche aus Halle (Saale)
  • Besuch der Witwe Brigitta von Krosigk bei der Gemahlin
17. April 1654
Bernburg
  • Schönes Wetter
  • Entlassung von Magirus und Ernennung von Bährenreutter zum neuen Interims-Prinzenlehrer
  • Nachrichten
  • Gespräche mit dem Landrichter David von Bergen, Dr. Fischer und dem Harzgeröder Kammerjunker Friedrich von Börstel
  • Erneuter Besuch der Frau von Wietersheim bei Fürstin Eleonora Sophia
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr von Wartensleben aus Halle (Saale)
18. April 1654
Bernburg
  • Zwölfter Geburtstag von Karl Ursinus
  • Administratives
  • Dr. Mechovius, Steffeck und der Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgäste
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
19. April 1654
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch mit Reichardt
  • Durchreise der Fürsten Lebrecht und Emanuel
  • Wirtschaftssachen
20. April 1654
Bernburg
  • Regen gegen Abend
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Abreise der Gemahlin mit den Töchtern Ernesta Augusta und Angelika nach Plötzkau
  • Gespräch mit Reichardt
  • Mühsamkeit aller Tätigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
21. April 1654
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Wirtschaftssachen
  • Erkrankung des Hofpredigers Menzelius
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Gespräche mit Bährenreutter und Güder
  • Durchreise der Fürsten Lebrecht und Emanuel mit ihren Schwestern Johanna, Sophia und Elisabeth
  • Entsendung von Wartensleben nach Plötzkau
  • Mitteilung durch die Gemahlin
22. April 1654
Bernburg
  • Gespräch mit dem Opperöder Pfarrer Martin Reinhardt
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Wirtschaftssachen
  • Ankunft der Gemahlin aus Plötzkau
  • Nachrichten
  • Rückkehr des Bediensteten Johann Berndt aus Schlesien
23. April 1654
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Jonius als Mittagsgast
  • Gespräche mit Berndt und Senf
  • Korrespondenz
24. April 1654
Bernburg → Pfaffenbusch → Bernburg
  • Regen in der Nacht
  • Lachsfang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abfertigung nach Leipzig
  • Spaziergang bei schönem Nachmittagswetter zum Pfaffenbusch
  • Korrespondenz
25. April 1654
Bernburg → Zepzig → Baalberge → Poley → Bernburg
  • Lachsfang
  • Nachrichten
  • Ausritt auf die Felder
  • Dr. Fischer als Mittagsgast
  • Spazierfahrt mit der Gemahlin und drei Töchtern nach Zepzig, Baalberge und Poley
26. April 1654
Bernburg
  • Morgennebel und Abendgewitter
  • Anhörung der Predigt
  • Nachrichten
  • Gspräche mit Sekyrka, Reichardt und Bährenreutter
  • Korrespondenz
27. April 1654
Bernburg
  • Regen über die ganze Nacht
  • Gestriges Abendgewitter mit Hagel
  • Gespräche mit Bergen und Dr. Fischer
  • Korrespondenz
28. April 1654
Bernburg
  • Regen
  • Lektüre
  • Gespräch mit Güder
  • Rückkehr des Hofrats Christoph von Jena aus Ballenstedt
  • Nachrichten
  • Administratives
29. April 1654
Bernburg
  • Lachsfang
  • Gespräche mit Jena, Berndt und Ludwig
  • Nachrichten
  • Besuch durch einen jungen Bährenreutter
30. April 1654
Bernburg
  • Anhörung der Predigt zum Sonntag Rogate
  • Dr. Mechovius und Jonius als Mittagsgäste
  • Katharina von Wallwitz als Abendgast
  • Kein Kirchgang am Nachmittag
  • Korrespondenz
|| [[Handschrift: 173v]]

Samstag den 1. Aprilis, 1654.

<Regen. et cetera Aprillenwetter.>


hofmeister Wallwitz, ist heütte, nacher Deßaw.


Tobias Steffeck von Kolodey nach Plötzkaw, <welcher wol wiederkommen.>


hofrath Paul Ludwig ist bey mir gewesen, allerley
importantzen, zu referiren, wol 20erley.


Jch habe nacher Ballenstedt, an Jehna,
den hofraht, itzigen Steẅercommissarium
geschrieben.


A spasso, an die Sahle, welche sehr groß ist.
Gestern, hat man zum ersten mahl, in diesem
iahr, 2 frische lächße, heütte aber, 6 gefangen,
durch Gottes segen. Sonst fangen sich, viel Neunaugena.
Gott seye gedangkt, vor seine gühte. Er
wolle seinen Segen, vermehren, und gedeyen laßen!


Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, seindt alhier, in die 100 Morgen,
und 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten zu Zeptzigk geseet. Gott wolle es
gesegenen! und gedeyen laßen!

|| [[Handschrift: 174r]]

Sonntag den 2. Aprilis; 1654. Dominica Quasjmodogenitj!


<Regen. 3 lächße.>


Vf unsern Sahl, hat der Superintendens,
Er Plato, geprediget. Jst extra behalten
worden, neben dem CammerRaht, Doctor Mechovio.


Conferenze, mit Sekerka, Ern Platone,
und andern, successive.


Nachmittagß, hat der Diaconus Jonius, gewöhn-
lichermaßen, in der kirche, geprediget, dahin
ich mit Carolo Ursino, gezogen. perge


Schreiben von Jehna, von Ballenstedt.


Abermahlige relation auß Regenspurg
von Zerbst, undt Deßaw bekommen, nebenst
andern sachen, in publicis.

Montag den 3. Aprilis, 1654.


Schreiben, von Breßlaw, entredeux.
Numehr, ists die zehe Achte post, daß Mir
nichts, von meinem lieben frommen
Sohn, Victorio Amadeo, auß Italia
zukommen. Gott bewahre vor bösen avisen,
das er micht in unglügk, noch undter die
Mörder, gerathen, viel weniger, in gefährliche
krangkheit, gefallen sein möchte! Numehr
wirdt es iährig, Morgen den 4. April und übermorgen Mittwoch Meines lieben || [[Handschrift: 174v]]
Frommen, Sohns, Erdmanns Gideons Sehliger, absterben,
welcher anno: 1649 verblichen, und sterben müßen.
Gott strafe die iehnigen! so es Muhtwillig, vervhrsachet,
und den Gottsehligen frommen Sohn, schändlich verwahrloset!
und laße mich ia, von Victore Amedeo, nicht dergleichen
hören!


Die Avisen geben:


Daß hertzog Frantz von Lottringhen, seines bruders
Carolj armèe, commandiren, undt die schätze
wiederhaben solle. Der accord mit Chur
Cölln, zu Lüttich, wehre getroffen. Die
Frantzosen, und Spannischen, blieben, in
selbigem lande neütral!


Frangkreich accordirt, mit Cromwell,
wie auch die Staaden, interim: brächte er
doch, eine formidable Schifarmada zusammen,
und nehme den Staaden, viel schiffe hinweg.
Jn Schottland, mag es schwache verfaßung geben.
Der König in Engelland, lawret noch darauf,
ob er dahin kommen könne? Die hansee-
Städte, König in Dennemargk, und andere
mehr, flattiren die Machtt, des Cromwells.

|| [[Handschrift: 175r]]


Der Kayser, will sich nicht abwendig machen
laßen, von dero vorgehabten rayse, nach Wien,
Unangesehen Chur Brandeburg sich undterstanden,
Jhre Mayestät mit vielen motiven, aufzuhalten.


Die venezianer, haben von den Türgken,
schläge gekriegt, vor <der Festung> Clin, und viel tapfere
leütte, wie auch Morlacken, eingebüßt,
undt in schneller eil abziehen müßen.


Zu Warschow, sol auf dem Pollnischen Reichß-
Tag, alles langsam, undt schläferig, von statten
gehen, interim: die Cosagken progreß haben.


Jm haag, sucht der Maltheser orden,
mit Kayserlicher recommendation, seine comptereyen,
und confiscirte gühter wieder. Die
Staaden, haben es entpfunden, daß man sie usur-
patores genandt.


Mandata avocatoria, werden vom Kayser
außgelaßen, und affigiret, wieder frembde werbungen.


Der Pabst, macht viel Cardinäle, und gibt
den armen Cardinälen, geldt verehrungen.


Jn Piemont, sollen, die Spannier, wieder die
Frantzosen, in Roussillion und Catalonien aber,
die Frantzösischen armèen, wieder die Spannier, prævaliren!
perge

|| [[Handschrift: 175v]]


Von Hall ist auch aviß einkommen, daß der
vornehme künstler, undt Organist <Samuel Scheidt>, in summa
miseria, et paupertate, gestorben. Man
hette ihn, ex proprio, nicht begraben können,
so wenig hette man, bey ihm, gefunden.
Man hette ihn nur, ex publico ærario,
umb Gottes willes<n>, begraben müßen.
Da heißet es wol: kunst, gehet nach brodt.
Jch habe seines gleichen, jnstrumentisten, weder
inn: noch außerhalb Deützschlandes, gehöret,
noch gesehen. Ein vortreflicher Musicus, ist er gewesen!
Omnia sunt Vana, et transitoria!


Meinem Sohn, Carolo Ursino, seindt diesen
Nachmittag, 40 Caninichen, (darundter
viel drächtige, undt zu 8[,] 9[,] 10 iungen
im leibe, gehabtt) von einem Thier, er-
würget worden, im Caninichenberge. Ob
es nun, ein Wolf, <oder wilde katze, oder> Fuchß, oder bährwolff
gewesen, kan man nicht wißen.
Wenig Frewde, ist mir, und den Meinigen,
in diesem unglücksehligen lande, undt orth,
beschehret. Patientia! Seidthero, habe ich erfahren, daß
in des Thiers excrementis viel federn, korn, und ein eiserner
nagel, daselbst gefunden worden. es hat nur gewürget, nicht gefressen. et cetera

|| [[Handschrift: 176r]]


Alhier, ist ein wispel gersten, und zu Zeptzigk
auch ein wispel gersten, gesehet, Gott gebe zu
glück! Segen! undt wachßthumb!


Hans Senf ist von seiner ablegation
wiederkommen, re infecta: remedijs suspensivis!
hat aber das Seinige gethan, und quid sibj
vult responsio? mittgebracht. Patientia!

Dienstag den 4ten: Aprilis; 1654.

<großer windt.>


Die Sahle ist sehr groß worden.


Hans Senf bey Mir gehabtt. perge Postea: Doctor Fischer. perge


Postea Secretarius Bährenreütt, in expediendis.


Ein Feẅermaẅer oder Schornstein,
an unserer Silberkammer hat gebrandt,
Jst aber, Gott lob, wol gelescht worden,
Gott bewahre, vor mehrerem unglügk!


Doctor Fischer, der Medicus, hat sich auch præsentiret.


Jch habe heütte wieder ein Füllichen
bekommen, ein Stuhten Fohlen, von einer braunen.
Gott laße mirs zu glück! und segen gedeyen!


Fürst Johann Casimir ist mit 20 pferden, über die Fehre paßirt,
Nachmittage umb 1 uhr, nach Plötzkaw, zu, Jtem:
baldt darnach, in die 24 auß dem Cöthnischen Antheil
beschriebene vom Adel, wiewol die Sahle sehr wächßt.

|| [[Handschrift: 176v]]


Wallwitz, ist von Deßaw, auch wiederankommen.


Gestern, ist heütte gesehet, alhier, 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:
undt zu Zeptzigk, 3 Schefel (Scheffel)schfl: An haber
aber, ist zu Zeptzigk gesehet: 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 15 Schefel (Scheffel)schfl:
Gott gebe zu wachßthumb! undt geseg-
netem gedeyen!


Conferentz, mit dem Wallwitz.
perge

Mittwoch den 5ten: Aprilis; 1654. perge


Avis: daß hertzogk Christian von Mecklenburg
(alß Königlich hispanischer General Major)
als er nacher hamburgk heimlich durchgehen
wollen, wehre in einer herberge, bey der
Mahlzeitt sitzende, überfallen ertapt,
übel tractirt, gefangen, und zu
seinem herrnvatter, also geführet worden.
Er hette sich zwahr wagker defendirt,
aber wieder die Menge, nichts außrichten
können. Sein Obrist leütnant hette den Corporal
welcher seinen herren, bey dem leibe ge-
kriegt, alsobaldt durchschoßen, hernacher
aber, wehre alles, über undt über, gegangen. || [[Handschrift: 177r]]
Ach! des übelstandeß, und großen unglügkß!
Es heißt ia: Bleibe Fromm, und halte dich recht,
denn solchem, wirdt es zu letzt, wolgehen!1 perge


heütte, nachm Frühestügk bin ich, mit Ca-
rolo Ursino, Doctor Mechovio, Wallwitz, Rindtorf[,]
Tobias Steffeck von Kolodey und Wartemßleben, nacher Plötzkaw
aufs begräbnüß, Fürst Ernst Gottliebs Sehliger
undt habe aldar, nicht allein, der
frommen FrawMuhmen, <und> den beyden
vettern, Fürst Lebrecht, und Fürst Jmmanuelj,
das leidt, gebührend geklaget, Sondern
auch Fürst Johann Casimir, und Fürst hanßen,
auch Fürst Hans Georg und vetter Wilmchen, alda gefunden.
Nach etzlichen conferentzen, ist der
leichconduct, gar ansehlich bestellet worden.
Magister Sax, von Cöhten, hat die leich-
predigt gethan, weil der hofprediger
aldar krangk, ad Romanos 82 denen die Gott
lieben, müßen alle dinge zum besten diehnen.
Die solennia, seindt observiret worden.


Nach der predigt, und sepultur, bin ich wieder,
(dimission erhaltende,) mit Carl Ursinus nacher Bernburg gezogen.

|| [[Handschrift: 177v]]


Jnndeßen, habe ich, in Meiner ResidentzStatt
Bernburgk, in allen dreyen kirchen, auch
laßen leichpredigtten halten, undt die
Personalia ablesen, dem Sehligen
vetter, Fürst Ernst Gottlieb, zu ehren.
Gott wolle unser hauß, wieder
aufrichten! trösten! erfreẅen!

Donnerstag den 6ten: Aprilis, 1654

<1 lachß, von 19 Pfund (libra)℔:>


Schreiben von Wolf Curdt, von Einsidel,
auß Arnstedt, zum ersten mahl. Gott helfe
ihm ferner, mit gnaden!


Avis: daß vorgestern, 1. Ein feiner kerll, so hofmeister
auf meinem Fuhrwergk3 zu Ballenstedt, werden
sollen, sich von einem wagen zu nichte gefallen, also:
das er vor Todt, aufgehoben worden. Jtem: 2. das
der hanß, ein alter knechtt, bey den pferden,
(welcher mir lange allhier, und zu Ballenstedt
gediehnet) einen wagen aufhalten wollen, welcher
umbgeschlagen, und ihm die handt zerknirschet, <und verderbet.>
Jtem: 3. daß die eingezogene hexe zu Gün-
tersperge, im gefängnüß, vom Sathan, getödtet,
und ihr der halß umbgedrehet worden! Horrendum est!

|| [[Handschrift: 178r]]


heütte hat man die Marder gehetzt, welche
die 40 Caninichen sol getödtet haben. perge Revange!


Vormittagß, ist der Alte Wingkel von Wettin
in der Cantzeley, mit dem guhte, so er zu Gröptzigk
an ägkern hat, (meo nomine) beliehen worden. Gott gebe zu glügk!
auf beyden Theilen. perge


Nachmittags hat beyde vettern, Fürst Iohann Casimir und Fürst Hanß,
mit ihren comitaten, allhier über die Fehre paßirt,
von Plötzkaw, zurügkkommendeb. Fürst hanß, hat
seinen Stallmeister Krahen, zu Meiner gemahlin
geschickt, und (nescio cur,<?>) sie complementiren
laßen, undt endtschuldigen, daß er diesen Mittag,
wie er gewillet gewesen, alhier nicht ein-
sprechen können. Ergo; ist zu præsumiren, qu'elle
l'a invitè<e>, en ma mayson, secrettement.
Jch habe ihn zwahr gestern zu Plötzkaw,
selber gebehten, einmahl bey mir vorlieb, zu
nehmen, er hats aber, excusiret, undt sich
erklähret, mit seiner gemahlin, in kurtzem,
einen tour durch das Fürstenthumb, sonderlich
anhero, undt an den hartz, zu thun.


J'ay fait distribuër, dès collectes, a mes
Ministres appauvris, ce; quj les a recréez, Dieu Mercy!

|| [[Handschrift: 178v]]


Maître Menzelius a prins treshümble & trescordial congè, a ce
soir, avant soupper. Dieu vueille benir, son Voyage,
desseing, & bonne intention, avec desirable süccèz,
par sa Sainte grace! paternellement! perge


1 wispel haber, zu Zeptzigk, undt 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 3 Schefel (Scheffel)schfl:
gersten alhier, sehen laßen. Gott gebe zu Segen!

Freitag den 7. Aprilis, 1654.


Der hofrath, Paul Ludwig ist bey mir gewesen, allerley
zu referiren, undt expeditiones, zu befördern.


heütte ist: Magister Johannes Abrahamus
Mencelius forth, Gott wolle jhn geleitten!
zu seinem vorhaben, glügk, Segen, undt succeß
verleyhen! und ihn sicher, hin: undt her, führen!


20 Schefel (Scheffel)schfl: haber zu Zeptzigk, seen laßen!
Gott gebe, zu Segen! undt gedeyen!

Samstag den 8ten: Aprilis; 1654. perge


Secretarius Bährenreütt, hat sich præsentiret.
perge


Postea: Philipp Güder, in diversis expediendis.


Endtlich Vormittags, Paulum Ludwigen gehabtt[.]


Wallwitz, ist nach Magdeburg in Madame sachen.


A spasso inß Feldt mit Carolo Ursino.


10 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seindt alhier, und 4 Scheffelschffl: 1 Viertel (Hohlmaß)v: zu dem
Zeptzigk geseet worden. Gott segene es! und gebe gedeyen!


<Jch habe, an Jehna, geschrieben.>

|| [[Handschrift: 179r]]

Sonntag den 9ten: Aprilis, 1654.


Der hofprediger Mencelius, hat auf meinem
Sahl geprediget. Jst extra behalten
worden, <und hat mit mir conferiret. perge>


Nachmittagß, mit Carolo Ursino, in die
predigtt des <Caplans> jonij, gezogen, da dann, nach
der predigt, die Catechisation, wieder angefangen worden,
und hat, (finita concione) der hofprediger Mence-
lius, die Catechisation heütte verrichtet,
mit Sieben knaben, welche in der kirche, gestanden.


Der Junge Magirus, des Medicj, zu Zerbst,
Bruder, ein Märgker, (welcher gestern ankommen,
undt die Vices, des Magistri Mencelij, in seinem
abwesen, ersetzen soll, Gott gebe zu glück,
bey der jnstitution, meines Carolj Ursinj!)
hat sich, bey Mir, præsentiret. perge

Montag den 10ten: Aprilis; 1654. et cetera


heütte habe ich, (Gott seye lob! Ehr!
undt dangk!) von meinem Sohn, Viktor Amadeus
erwünschte Schreiben, auß Rom, er-
halten, das er, die rayse dahin, wie
auch, nach Ancona, Napolj, &cetera wol verrichtet. || [[Handschrift: 179v]]
Gott helfe ihm, ferner, mit gnaden!
hammeln, hat mir auch geschrieben. perge <Jtem: Mein bruder, Fürst Friedrich[.]>


Jtem: Adolf Börstel auß Frangkreich.


Jtem: die Churfürstinn, auß Croßen.


Jtem: Jehna, auß Ballenstedt, <und ihm geantwortett.>


<Doctor Mechovius, und der Amptmann Georg Reichardt bey mir, gewesen.>


Die Avisen geben:


Daß die holländer und Engelländer, noch nicht friede
gemachtt. Cromwell, hette kein Armistitium
eingehen wollen. Sie nehmen einander, noch
weidlich schiffe, und gühter, beyderseitß.
Theilß zweifeln an diesem Friede. perge
Printz Ruprecht, sol auch, sein bestes Schif
verlohren haben. Jn Schottlandt,
armiren die Schotten, so gut sie können.
Cromwell, ist mit dem Titul, Mon Cousin,
vom Könige in Frangkreich nicht vergenüget
Sondern will, das Prædicat: Mon Frere,
haben. A cader và, chi troppo sale!


Jn Frankreich ist der Prince de Condè, nicht
allein, in die Acht, erklähret, Sondern auch, in
effigie, offentlich, a la place de Greve, durch den
Nachrichter, endthaüptet worden, ignominiose, || [[Handschrift: 180r]]
den Düc de Lorrayne, wil man in Spannien führen.
Düc François bekömbt seine chargen. Seine Tochter
aber, seine Juweelen, so 4 millionen werth.
Jn Briesach, befreündet sich, Prince de Harcour,
mit dem Cardinal Mazzarinj, und macht alles gut,
waß zuvor, hat übel gedeüttet werden wollen.
Der Cardinal de Rèez sitzt noch gefangen.


Die Königinn, in Schweden, bleibt beständig
in ihrem vorsatz, die krohne zu resigniren,
und dem pfaltzgraven aufzusetzen.


Der Moßkowiter, hat progreß, in Polen.
hat den Metropoliten von Kiof, in die
große Stolice, oder Stadt Moßkaw,
führen laßen, und gefangen setzen, weil er
sich, dem Patriarchen daselbst, nicht undter-
werfen, Sondern, undter dem Patriarchen zu Constantj-
nopel, bleiben will. Dieweil er auch, absolute
in den ergebenen Provintzien, dominiret, leges
sumptuarias machet, verschwendungen verbeütt,
wie auch das Tabacktringken, und <den> brandteweinschangk,
sol es die Pollnischen underthanen, auch viel Cosagken, sehr
gereẅen, als die der Pollnischen sanfften libertet gewohnt,
undt dieses Joch, vor unerträglich achten. Chmielinßky sol
auch von ihnen, außgerissen sein, nach Saporow, zu. perge

|| [[Handschrift: 180v]]


Der ReichßTag, zu Warschow, sol sich zerschlagen haben,
und des Königes sachen, nicht wol stehen.


Der Türckische Kayser, sol der Cron Pohlen, legaten
wol admittirt und tractirt, hingegen der Cosagken
gesandten4, haben in die Eisen schlagen, und nieder-
hawen laßen, auch gute Nachtbarschaft
zu halten, vertröstet haben. Dieweil aber der
große Visier, zu der alliance, mit den
Cosagken, gerahten, hette der großTürcke
denselbigen NiederSebeln, und dem Cham[!]
in der Tartarey, commandiren laßen, von
den Cosagken, abzustehen, undt der Cron
Polen, wieder ihre feinde, zu assistiren.


Die venezianer, haben stöße gekriegt,
vor der Festung, Clin, gleichwol, hetten
die Türgken, auch viel volck, darbey
eingebüßet. Auf beyden seitten, wirdt
stargk armiret. Der Türgke hat 12
kriegesSchiffe, bekommen, auß: Engellandt,
hollandt, undt Frangkreich.


Der Kayser, ist noch zu Regenspurgk, hat
die rayse, des abzugs, in etwas verschoben. || [[Handschrift: 181r]]
Man arbeittet auß, den Punctum Justitiæ, &
usurarum, <vor allen andern. perge>


Vor Brehmen, hats dem Königßmargk mißlungen,
welcher der burgk, unversehens, sich bemächtigen
wollen. Sie wirdt, numehr beßer, fortificiret,
besetzt, proviantiret, und verwahret. perge


Vetter Hans Georg hat Stellbogen hergeschigkt, welcher
einen schönen weißen Geerfalcken, im nahmen
vetter Hans Georgs von Deßaw, meinem Carl Ursinus gebrachtt.
Gott gebe, zu glügk! undt succeß!

Dienstag den 11ten: Aprilis; 1654.


Jn gesterigen avisen, stunde auch, die
unglügksehlige procedur, hertzog Christians
von Megklenburg welcher wieder seinen
herrnvatter, armiret, und darüber gefangen worden.
et cetera


Ach! waß erleben wir nicht? <Ergo Vigilandum; & Orandum!>


hofmeister Freybergk, hat in transitu, bey Mir,
eingesprochen, complimentiret wegen seiner herren,
der vettern von Plötzkaw, welche Mir, im rück-
wege, zusprechen wollen, und seind nach Deßaw.
Er bringt particular bericht, daß die Engelländer
mit Frangkreich, accordiret, und in 3 wochen, auch mit
den Staaden, schlüßig werden sollen. Jnterim leßet || [[Handschrift: 181v]]
Cromwell, 90 schiffe, mit 18000 Mann,
recta, auf den Sundt zu, gehen! So sol auch, graf
Königßmargk dennoch, die Burgk vor Brehmen,
(ob ihm schon der erste anschlag mißlungen)
hinweg bekommen haben.


Hans Senf ist bey Mir gewesen. perge


Conferenze, mit Wallwitz, Rindtorf, & alijs.


2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: nacher Pfuel gesehet, gersten,
19 Schefel (Scheffel)schfl: haber, zu Zeptzigk gesehet.
Gott gebe zu glück! wachßthumb!
undt gedeyen!

Mittwoch den 12ten: Aprilis; 1654.


<1 hasen gehetzt.>


Jn die kirche, mit Carolo Ursino.


Nachmittags, mit Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin, nach Pfuhle,
undt Peüßen, in schönem wetter, spatziren gefahren. perge
Meine beyde Elltisten Töchter, seindt auch mittgefah-
ren, Carolus Ursinus aber, ist mittgeritten, undt hat
gehetzt, undterwegens.


Mein Cammerdiener Ludwig Rober, leßet
zu Palbergk taüffen, seinen erstgebornen Sohn,
darzu er Mich, und meine andere Tochter, wi[e] || [[Handschrift: 182r]]
auch Carolum Ursinum, zu gevattern, erbehten, die-
weil darneben auch, Mein Stallmeister, und Cammer-
iungker Abraham von Rindtorf, nebenst Jungfer
Wirleben, und mein Adelicher Aufwärtter,
Tobiaß Steffegk von Kolodey, gleichßfalß er-
behten worden, Alß habe ich ihnen, unsere
drey stellen, zu vertretten, (mutatis mutandis)
mitt aufgetragen. Gott gebe, zu glück! und Segen!
perge


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 4 Schefel (Scheffel)schfl: haber, ist zu Bernburg gesehet,
16 Schefel (Scheffel)schfl: 3 Viertel (Hohlmaß)v: haber, zu Zeptzigk, gesehet.
Gott gebe, zu glügk! Segen! und wachßthumb!
perge

Donnerstag den 13den: Aprilis; 1654


Nach gesterigen dißcurßen, mit Wallwitz, habe ich
heütte, am postTage, nicht allein geschrieben, Sondern auch
præparatoria gemacht, pour obvier aux desseings, nujsibles!


Der Neẅe Præceptor Magirus, hat heütte angefangen
Carolum Ursinum, jnterimsweise, zu informiren, biß
Magister Mencelius, (gebe gott) wiederkömbt, Gott gebe zu Segen!
glück! und succeß!


Briefe nach Croßen, Paris, Venedig, undt Rom geschrieben,
id est: an die Churfürstliche wittibe, ahn Adolf von Börstel,
ahn Meinen bruder, Fürst Friederich, an Meinen Sohn, Viktor Amadeus[.]
Gott gebe ihnen allerseitß, leben, und gesundtheitt! Amen!


<21 Scheffelschffl: gersten, zu Zeptzigk, und 8 Schefel (Scheffel)schfl: haber, zu Bernburg gesehet. Gott gebe zu Segen!>

|| [[Handschrift: 182v]]

Freitag den 14den: Aprilis; 1654.

<Nachmittagß, Regen, undt donner.>


Oeconomysachen vorgehabt. <2 Hasen, von der hatz. 1 Hase, von Ballenstedt[.]>


A spasso, die Nachtigall singen hören. perge


Discorsj mit Wallwitz gehabtt, von wegen
seiner bevorstehenden rayse, die Gott zu gutem
ende, richten wolle!


Carl Ursinus ist hinauß hetzen geritten.


Einer von Spohr, Churfürstlich Säxischer raht, ist hiedurch
paßiret, nacher Quedlinburg zu, aldar er haüpt-
mann wirdt. Gott gebe! daß er gute Nacht-
bahrschaft, halten möge!


Die Jungfern Dütten, haben diesen abendt, á
Dieu, gesagt, und wollen Morgen (gebe gott) verraysen. perge

Samstag den 15den: Aprilis; 1654.

<Regen. Windt.>


Unsere beyde Jungfern Dütten, seindt verrayset, nacher
Böhmen zu, Wallwitz gibt ihnen, das geleidte. Gott
seye ihr bester geleidtsmann, und führe sie wol, zu
ihrem bruder! Wartemßleben, reittet auch, ein
stügk weges mitt. Gott laße alles gute, wol gelingen[.]


Die Fraw von Wieterßheim, (welche gestern, anhero,
zu Meiner herzlieb(st)en gemahlin, mit 2 Töchtern, kommen,) ist heütte
Nachmittages, wieder verrayset.


18 Scheffelschffl: gersten, zu Zeptzigk, und: 12 Schefel (Scheffel)schfl: haber, alhier || [[Handschrift: 183r]]
seen laßen, wie auch, allhier undter das wickfutter,
1 Schefel (Scheffel)schfl: haber, und undter das wickfutter, zu Zeptzigk
1 Schefel (Scheffel)schfl: gerste. Gott wolle alles, wol gedeyen laßen!

Sonntag den 16den: Aprilis; 1654. Jubilate.

<2 lächße.>


<Digker nebel mane[.]>


Es ist diesen Morgen frühe, ein digker, nach Schwefel
Stingkender Nebel, gewesen.


Jn die kirche, mit Carl Ursinus gezogen, <in des hofpredigers predigt.>


Extra zu Mittage, den hofprediger Mencelium gehabtt.
perge


Nachmittags mit Carl Ursinus wieder zur kirchen, et cetera in des Jonij
predigt, undt Catechisation. perge


Relation von Regenspurg Numero 70. Jhre Kayserliche Mayestät
wollen hinweg. Stellen das unerörterte, auf deputation:
undt künftigen ReichßTag, so in 2 oder 3 iahren, zu
halten. Begehren, man wolle, etzliche dinge
erörtern, welche noch unexpedirt, und leichte
vollends, zur perfection zu bringen. Jhre Mayestät versehen
sich, man werde, mit dero Kayserlichen verrichtungen, zufriedenc
sein, alß: daß die restitution, mit HindterPommern, richtig
worden, Jtem: der vergleich, zwischen Chur Pfaltz, undt
Pfaltz Simmern, der vergleich, im Hauße Heßen,
die evacuation der vechte, der accord, im Stift
Lüttich, zwischen Chur Cölln, undt den lottringhischen, et cetera
der Punctus justitiæ, biß auf ein weniges. perge Die Stände
hingegen, sähen den Kayser, gerne länger, zu Regenspurg || [[Handschrift: 183v]]
undt vermeinen, es seye noch zu wenig absolvirt. Vielleicht
möchten endlich Jhre Mayestät sich noch, drey wochen lang,
halten laßen, vielleicht auch nicht. Sje haben sonst,
den 20. Aprilis stylo novo forthgewoltt. hertzogk
Frantz von Lottringhen, ist auch, mit geringem train,
daselbst ahnkommen, undt hat bey den Kayserlichen,
undt Königlichen personen, audientz gehabtt. Sol seines
herrn bruders, chargen, antretten. Die Gernrödische
lehen, wollen wir auch suchen, aufs neẅe, alß auch,
die Reichßlehen. Man begehret abermalß, von
Deßaw auß, wir sollen auß unsern Cammern,
die Senioratspeesen übertragen. Jst ein praejuditz!
Der landrechnungßTag, zu Deßaw, sol auch
noch, vor ablauff des Monats May, gehalten werden.
Chur Saxen, schreibet ahn unß, undt erinnert
die einbringung, der Satisfactiongelder,
jnnstendigst. Die undterschiedenen leidigen
fälle, der Regierenden herren, in unserm hause, werden
dem Kayser, durch den Seniorem, notificiret,
undt die lehen, von ihme, in unserer aller Nahmen,
allerundterthenigst gesucht.


Secretarius Bährenreütt, ist bey mir gewesen.

|| [[Handschrift: 184r]]


Schreiben von Augspurgk vom Einsidel vndt
von Venedig, von Meinem Bruder, Fürst Friedrich[.]


Die Avisen melden: daß der friede nicht allein zwischen
Frangkreich und Engellandt, sondern auch mit hollandt
endlich geschloßen, undt die Staaden, 14 Tonnen Goldes☉des
dem Cromwell, zur satisfaction, geben müßten.
Dennemargk, wehre auch includiret. hingegen
würden Sie conjunctim, auf Spannien zu, gehen,
si credere, fas est! mit ihrer großem armatur.


General Midleton, sol inndeßen die Schotten,
armiren, und auf des Königes seitte, ziehen.


Die Jrren, sol Cromwell mehrentheilß
subiugiren, und theilß wegschigken.


Der König in Frankreich hat den Prince de Condè
und mehr großen, seines anhangs, in das crimen
læsæ Majestatis, an leib <ehr> undt gühtern, condemnirt.
in offentlichem Parlament, und nicht gestatten
wollen, das seine anverwandte hertzogen,
de Guise, Espernon, Joyeuse, Candalles, hinweg
gehen dörfen, wie Sie zwahr, willens gewesen.


Jn Catalonien, und umb Roses, prosperiren
wieder, die Spannische waffen.

|| [[Handschrift: 184v]]


Hertzogk Frantz von Lottringhen, sol seines bruders
völgker commandiren, und etwas von deßen confiscirten
guht, wieder bekommen.


Der Mareschal de la Ferte, hat sich durch tracta-
ten, der plätze homburgk und Landstuel bemächti-
get, undt die Lottringher, herauß gebracht. Der
Churfürst von Trier aber, hat Hammerstein occupiret.
Die Tractaten des Königs in Frankreich mit Prince de Harcour,
wegen Briesach, sollen richtig sein.


Der Kayser, wil, den 27. Aprilis, von Regenspurg
hinweg, undt hat über 140 schiffe, darzu ordiniren
laßen. Die Stände, bitten zwahr, umb lengere gedultt,
allein es dörfte schwehrlich geschehen. Chur Pfaltz,
sol auch wieder, nach Regenspurg kommen wollen.


Jn Schweden, macht man præparatoria, zu einer
Cröhnung, und neẅen ReichßTage, auch zu re-
dressirung der neẅen verenderung, mit der Königinn.
et cetera


Jn Polen, gibts dissidia, der ReichßTag, gehet
schlecht ab. Es scheinet auch, alß ob die Moß-
kowiter, und Cosacken, durchdringen dörften,
und dem Friede mit den Tartarn, nicht zu trawen.


Die Stadt Candia, ist vom Türgken, noch belägert,
General Gil de Haaß, sol mit einem Printzen von Parma || [[Handschrift: 185r]]
undt dem Generalissimo Mocenigo, noch einmal dahin
gehen, zur gegenwehre. Jn Dalmatia, mag es
auch schlecht, vor die venezianer, stehen.


Zu Napolj, gibt es immerzu unsicherheit, auf den
Straßen. Der bergk Vesuvius, sol auch wieder
brennen, undt feẅer außwerffen.


Der Großhertzogk von Florentz, schicket
auch Residenten5, zum Cromwell, nach Londen.


Chur Cölln, hat seinen accord, mit dem Ertz-
hertzogk, und mit Lottringhen gemacht, durch inter-
vention Kayserlicher Mayestät wegen des krieges im Stift
Lüttich, und gedenckt numehr, der Stadt Cölln,
beßer zuzusetzen.


General graf Königßmargk, wendet seine
gedangken, wieder die Stadt Brehmen,
davor er die Burgk erobert, undt 3000
Mann, so zum secours, auß der Stadt, angezogen,
zertrennet, und wieder in die Stadt, getrieben.


Die pest, sol sich in Schweden, Polen, undt
Preüßen, nicht mehr vermergken laßen.


Der Frantzösische Ambassadeur zu Regenspurgk
(muß Vautourte sein!) sol in agone liegen. perge

|| [[Handschrift: 185v]]


Zu Nürnbergk, undt an andern orthen, hats gebrandt,
ist aber noch gedempft worden, wie auch alhier auf
der vicinia zu Sch Geleidte, da dann, dem von
Schkehla, großer schade geschehen. Gott wolle es beßern!


Gestern, ist unsere fuhre, (welche die Jungfern
nacher halla gebracht) wiederkommen.


Die Krosigkinn von Erxleben, ist heütte
bey Meiner herzlieb(st)en gemahlin, allhier gewesen.

Montag den 17den: Aprilis; 1654.


<Schön wetter.>


Den Magirum, habe ich wieder, (auß gewißen
uhrsachen), dimittiret, und Secretario Christophoro Bäh-
renreütt, die jnterims-jnformation, biß der Ma-
gister Mencelius, (gebe gott) wiederkommen solle, anver-
trawet. Gott gebe, zu glügk! Segen! und succeß!


Avis: daß viel herrschaften, zum Berlin, bey-
sammen sein, alß: der Allte Administrator, von
halle, der Pfaltzgrave Ludwig Philips,
mitd seiner Liebden gantzen familia, Printz Moritz,
von Naßaw, Landgrave Fritz, von heßen, Caßel,
und zuförderst, die Churfürstliche wittwe, von Croßen, mit
Princesse Catherine, ihrer Freẅlein Schwester Liebden
die hertzoginn von hollstein, (meine Bahse,) hertzogk Friederich || [[Handschrift: 186r]]
zu Norburgk Liebdens gemahlin, und noch andere, also: daß
der Churfürst von Brandenburg mit gästen, oftermalß
wol überladen wirdt. Er hat aber auch, viel lande,
undt leütte solche herren, wol zu tractiren, wo
ferrne die Schulden, solches zulaßen?


Jch habe den landRichter Bergen, bey Mir gehabtt.


Postea: Doctor Levinum Fischern, bey mir gehabtt,
welcher nach Leiptzigk will.


Friederich Börstel, ist vor der mahlzeitt kommen,
excusiret den Vorbeygang, der vettern, von
Plötzkaw, mit versichern, daß Sie in kurtzem
wiederkommen werden, von der sepultur, von Cöhten.
Undt sie haben sich, gar höflich recommendiren laßen.
perge


Die Fraw von Wieterßheim, hat im rückwege
von Wörptzigk, abermahl bey Meiner herzlieb(st)en gemahlin
Liebden, allhier eingesprochen.


1 Einen wispel, und 22 Schefel (Scheffel)schfl: haber, zu Prö-
deritz, sehen laßen, in præsentja Zachariæ Trompeter
dieweil Oberlender, nacher Zerbst, verschickt ist. perge
Gott laße es zum wachßthumb! und Segen, gedeyen! perge


Wartenßleben, ist von Halla, wiederkommen,
dahin er, unsern Jungfern, das geleidte gegeben gehabtt,
und auch vor sich selbst, den Administrator angesprochen. perge

|| [[Handschrift: 186v]]

Dienstag den 18den: Aprilis; 1654.


heütte, ist meines Sohns, Carolj Ursinj, geburtsTag,
an deme er, durch Gottes gnade, daß 12te. iahr,
seines allters, vollendet, undt daß 13. iahr,
durch Gottes mildreichen segen, angetretten.
Gott wolle ihn ferner laßen wachßen,
wolgedeyen, undt in seiner liebe, in seiner
erkandnüß, in seinem Segen, erhalten! vollbe-
reitten! kräftigen! stärgken! umb Christj willen. perge
Jhm seye, lob, ehr, und dangk, gesagt, in Ewig-
keitt, durch Christum Jesum, unsern Erlöser, Amen. perge


Diesen Morgen, ist der ärgerliche handel,
und vorgegangene scheltwortt, und schlägerey,
zwischen dem Cammerschreiber, Hanß Senff, undt
dem neẅen geschwohrnen avisenbohten, Matz
Nettke, durch meine verordnete Commißarien,
Doctor Mechovium CammerRaht, Abraham Von Rindtorf,
Stallmeister, und CammerJungker, Tobiaß Steffegk
von Kolodey, Aufwärtter, undt CammerJungker<meister>
wie auch Geörge Cnütteln, Cantzeleyverwandten,
(welcher loco Secretarij, darbey gewesen, und prothocollirt)
mit mühe, doch endlich (Gott lob!) verglichen, und beygelegt worden.

|| [[Handschrift: 187r]]


Extra, habe ich zu Mittage gehabt: Doctor Mechovium[,]
Tobias Steffeck von Kolodey und den Diacoum jonium perge


Avis: das es gantz falsch ist, waß man von
Deßaw, undt Strehlitz, vor gewiß berichtet,
wie nemlich, hertzog Christian, von Mecklenburg
gefangen sein sollte, Sintemahl er neẅlichst,
bey Halle vorüber paßiret, nach dem Kayser zu,
seine Sachen, außzufechten.


Risposta von Zerbst, vom Medico Doctore Magiro,
touchant le service, de son frere, en termes, dèsgoustèz. et cetera

Mittwoch den 19den: Aprilis; 1654. perge


Jn die kirche, und wochenpredigtt, mit zweyen
Töchtern6, undt Carolo Ursino. perge


Georg Reichardt der Amptmann, ist bey Mir gewesen.


heütte Nachmittages, seindt die vettern von Plötzkaw,
alhier durchpaßiret, mit: 20 pferden, ohngefehr,
dem Morgen angestelletem leichbegengnüß,
der Sehligen Fraw Muhme, zu Cöhten, beyzu-
wohnen, darzu ich aber nicht jnvitirt, noch erbehten worden.


heütte, seindt gesehet: 12 Schefel (Scheffel)schfl: haber, in die Gottß-
agker Breitte, und gestern, 3 Schefel (Scheffel)schfl: nach Pröderitz.
Gott wolle alles, wol gerahten! und gedeyen laßen!

|| [[Handschrift: 187v]]

Donnerstag den 20ten: Aprilis; 1654

<Regen, gegen abendt.>


<1 hase, von der hatz.>


Am heüttigen postTage, habe ich geschrieben, nacher Venedig.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist nachmittage, nacher
Plötzkaw gezogen, die FrawMuhme, in ihrer
einsamkeitt, und unpaßligkeit, zu besuchen.


Sie hat zwey Töchter, Ernesta, und Angelica
mittgenommen, eine Jungfer, und eine Magdt,
auf ihrer kutzsche, mit 6 pferden, Wartemßleben,
der Jungker, ein page, Peltzigk; und ein Stall-
pursche, ist mittgeritten, und ein lackay, mittgelauffen.
Gott gebe eine glügkliche gute rayse!


Georg Reichardt den Amptmann, abermalß, bey mir gehabtt. perge


Es wirdt mir alles, sawer, und schwehr.


Wartemßleben, ist mit den leütten, und pferden,e


heütte hat man, im Amptte, die lämmer gehammelt.
Es ist ein sehr großer abgang, wegen des Schafesterbens,
gespühret, und nur 53 <als: 29> hammel, und <24> zibbenlämmer,
erfunden worden, in einer solchen Schäferey. Patientia!


Numero 71 ist wiederumb, eine Relation, von
Regenspurgk einkommen. Der Kayser, will hinweg.
Die Stände wollen den ReichßTag prorogirt,
undt die unerörtertte puncta, zu anderer zeitt,
ohne ferrneres außschreiben, decidiret wißen.

|| [[Handschrift: 188r]]

Freitag den 21. Aprilis; 1654.


<1 Hasen, Carl Ursinus gehetzt.>


Gestern, seindt noch, 18 Schefel (Scheffel)schfl: haber, alhier zum For-
wergke gesehet worden. Gott gesegene es! undt
laße es unß, wol gedeyen! Numehr,
ist die Saht des lieben Sommergetreydigs,
allhier, undt zu Zeptzigk, diß iahr, beschloßen.
Gott laße zu Segen! und gutem fruchtbahrem
wachßthumb, Mirs wol gerahten!


Mein hofprediger Mencelius, ist gar krangk
worden, am Fieber. Gott wolle es beßern!


A spasso, in gartten, in Stall, und sonsten,
in itzigem schönen Fruchtbahrem wetter.


Secretarius Bährenreütt, und Philipp Güder gehabtt, in di-
versimodis, zu referiren.


Die vettern, undt Freẅlein von Plötzkaw, seindt
wieder vom begräbnüß zu Cöhten, (aldar sie, dem
Fürstlichen leichbegengnüß, beygewohnt,) kommen, undt
gegen 6 uhr, vor abends, alhier vorüber paßirt.


Jch habe Wartemßleben, mit kutzschen, undt
pferden, hinüber, nacher Plötzkaw, nachmittags, wieder
geschigkt, Meine herzlieb(st)e Gemahlin, abzuholen. Sie hat
mir aber, zu abends, ihren lackayen geschickt, und sagen
laßen, Sie wolte heütte dort bleiben, und die Fürstin
aldar, wolte Sie nicht weglaßen. perge

|| [[Handschrift: 188v]]


Der pfarrer von Opperoda, Martinus Reinhardus, ist
bey Mir gewesen, Seine, und seiner <mitt>undterthanen
Noht, zu klagen. Jch habe ihm schreiben, an Jehna,
mittgegeben.


Præparatoria gemacht, zum landrechnungsTage.


Jn Oeconomicis, dem Cammerschreiber ordre ertheilt
und wochenrechnungen abgehöret.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist zur Mittagßmalzeitt
wiederkommen, mit ihrem Comitat, von Plötzkaw.


Avis: Que la Düchesse d'Altenburgk, (fille de l'Electeur
de Saxen) & celle de Merseburgk, (niepce de ma femme!)
sont allèes incognuës, par les ruës de Leipsigk[!], a la
foire, en habits de bourgeoises, portans au bras, dès
panniers, et corbeilles, mais on a monstrè au doigt,
sür elles, & nos Damoyselles, les ont veuës, en
leur passage, vers la, comme elles ont voulü
poursuivre leur voyage! Lès Grands, se peuvent
cacher difficillement. Ün chascün a, la mire, & la
visèe, sür eulx! il se faut donc, sagement gouverner!
et cetera


Hanß Berndts, ist auß der Schlesie, wiederkommen,
hat das Seinige præstiret, mit Schafgotzsch, undt
Zedlitz, wiewol nicht alles nach wuntzsch, bey den hertzogen
fund Landstenden, erhalten werden können.

|| [[Handschrift: 189r]]

Sonntag den 23ten: Aprill; 1654.


Jn die kirche, mit Meiner gemahlin, Sohn, und Töchtern,
gezogen. Der caplan Jonius, hat geprediget, die-
weil der hofprediger Mencelius, krangk ist.


Extra zu Mittage jonium gehabtt.
perge


Nachmittage, mit Carolo Ursino, wieder in die kirche,
da Er Marggravius, geprediget, undt den 13. psalm7
außgeleget, Jonius aber, Catechisiret.


Hanß Berndts, undt Hanß Senff, seindt
successive, bey Mir gewesen, in diversis negocijs.


Mit dem einen, wahr ich occupat, wegen einer
depesche, nacher Prag, undt Breßlaw, mit dem
andern, wegen einer verschickung, darinnen
er des Altenburger holtzes halben, von Meiner gemahlin
Liebden expediret wirdt. Gott gebe zu glück! und bestem!
perge


Nach dem abendeßen, ist Hans Berndt wieder bey
Mir gewesen, und hat allerley gute contenta mir
referiret.


L'Electeur de Saxe, a rescrit a ma femme,
se plaignant de ce qu'on demande la solde, deüe
a feü mon Frere; le Prince Ernest, de bonne memoire,
qu'il avoit plüs dèspencè, aux Quartiers, qu'il faul-
droit derechef assembler lès Princes, et Estats,
iadis assemblèz, l'an 1631 a Leipsigk[!], & se faire
payer, lès contribütions deuës, entre lesquels ie serois aussy comprins. || [[Handschrift: 189v]]
Voire! mais ie luy feray bien, ün autre dèsconte!


Ô mèscognoissance! Que n'avons nous pas souffert?
nj dèspencè, pour luy? Est cela le guerdon, de
mon frere, pour avoir dèspencè, sa Vie, en son service?

Montag den 24. Aprill; 1654.

<Schöner, fruchtbahrer Regen, fast die gantze Nacht.>

<1 lachß, von 14 Pfund (libra)℔:>


Gott lob! und dangk! es hat schön geregenet. perge


Die Avisen <geben>: daß die Holländischen undt Engelländischen, Tractaten,
nur auf der subscription, beruhen. Jnterim,
armiren Sie stargk, auf beyden Theilen.


Die Schotten, halten fest an ihrem Könige,
undt hoffen, (vermittelst Göttlicher verleyhung)
ein großes, zu præstiren.


Frangkreich, hat cunctiret, in seinen tractaten,
darüber der Cromwell, sol Calais blocquirt haben.


Der Churfürst von Cölln, undt der Ertzhertzogk,
seindt beyeinander gewesen, zu Scharfenhövel,
und seindt, mit großer affection, voneinander geschieden.


Der König in Spannien, sol den Engelländern,
Duynkercken eingereümbt haben, umb sich ihrer
desto beßer zu bediehnen.


Jn Catalonien, sollen die Königlich Spannischen
waffen, sehr prosperiren, wie auch, in der graf-
schafft Roussillion.

|| [[Handschrift: 190r]]


Cromwell stellet sich, alß wolle er den Reformir-
ten, in Frankreich große hülfe thun.


König in Dennemargk, hoft auch, einen guhten
accord, mit Engellandt, zu erlangen.


Die Königin in Engellandt, gehet in Savoye,
zu jhrer Schwester, der Madame Royalle.


Der Kayser, præparirt sich, zum abzug,
von Regenspurgk. Chur heidelbergk,
kömpt auch dahin, abschied zu nehmen,
undt gar nach Straubingen, mit Chur
Bayern, zu conferiren.


Zu Prag, ist ein landTag, Kayserlicher Mayestät zum besten.


Jn Dalmatia, liegen die Türgken, vor Zara,
und Sebenico, setzen auch, der Festung Candia,
hartt zu. Die venezianer, haben vollauf zu
thun, sich zu wehren, zu waßer, und zu lande.
Vor der festung Clin, haben sie stargk eingebüßet.


Die Moßkowiter, haben noch, ein auge, auf Polen.
Jn Polen, dißentiren die humoren, gleichwol, mag
die gefahr, so gar groß nicht sein. Der ReichsTag,
ist zwahr zerschlagen, <zu Warschaw> allein, er sol im Junio, (gebe gott)
reassumiret werden. Die Fürsten Radzivil gehen in Littawen.
Der geldtMangel, ist groß, bey der Soldatesca.

|| [[Handschrift: 190v]]


Jn Schweden, continuirt die Königin, in ihrem
vorhaben, der abtrettung der Cron, und
theilet inndeßen, mit liberaliteten, undt
erhöhung, in Graven:[,] herren: und Edelleütte
Stände, viel und mancherley gnaden auß.
Der pfaltzgrave Generalissimus aber, præparirt
sich, zum Königreich.


Der Pabst, hat auch zu schaffen, seine,
Spannisch gesinnete Cardinäle, in ordnung
zu bringen.


Die Spannischen, im stado de Milano, ver-
wahren sich, gegen die furia, des einfalß, der Frantzosen.
perge


Die Königinn in Engelland rayset in Savoyen,
zu ihrer Fraw Schwester, der Madame Royalle. perge


Jch habe eine extraordinariam nacher Leiptzigk
geschickt, wegen Breßlawischen Advocatens8. perge
Gott gebe zu glügklichem succeß!


A spasso, in schönem wetter, an den Caninichenberg,
kleinen weinbergk, haberbreitte, pfaffenpusch, in
gartten, an die Sahle, etcetera[.] Vormittagß regenete es,
nachmittage, wahr es Sonnenschein, und guht wetter.


Ein lachß, von 14 Pfund (libra)℔: die Fischer, heütte gefangen.


Nacher Dessaw, geschrieben, und nach Zerbst schreiben lassen.

|| [[Handschrift: 191r]]

Dienstag den 25ten: Aprilis; 1654.


<1 Lachß von 18 Pfund (libra)℔:>


Avis von Deßaw, daß pfaltzgrave Ludwig
Philips, von Simmern, vorgestern, zu Deßaw,
ahnkommen, in die 69 pferde, undt 65 personen
stargk. Er hat Seine gemahlin, Sohn, undt
Tochter, mit 4 iungfern, 5 Junckern, einem Raht,
und etzliche schreiber, und viel <be>dienten, bey sich.
Machen das hauß, recht voll.


Jch bin hinauß geritten, mein getreydig
zu besehen, hat Gott lob! der helfe ferner gnedig,
ein feines gesegenetes ansehen.


Extra zu Mittage, den Medicum, Doctor Fischern,
(welcher von Leiptzigk wiederkommen) gehabt. perge


Vorgesteriges Sontags, hat der Amptschreiber,
Wolf Sutorius, seine Fraw, und kinder9 wollen, in
einem kahn, über die Sahle, am Pfaffenpusch führen.
Alß sie nun, am ufer, gestanden, undt er herüber
fahren wollen, daß handwergk aber, nicht recht
gelernet, hat ihn der Strohm, erwischet, undt
über den Tham10, hinundter getrieben, da er dann,
mitten aufm Thamb, heraußer gesprungen, an den kahn,
sich gehalten, so viel er gekondt, und dennoch umbgeworfen
und an dem kniehe sehr beschädiget worden, bis er wieder gerettet word[en.]

|| [[Handschrift: 191v]]


A spasso, gefahren, mit Madame, und dreyen
Töchtern11, nacher <Zeptzigk[,]> Palbergk, Poley, etcetera auf unsere
Felder. perge

Mittwoch den 26. Aprilis; 1654.


<Digker Nebel mane. Abends donner, und regen.>


Jn die wochenpredigt, conjunctim, cum uxore,
et liberis, (biß auf die zwey kleinesten) da der Caplan
Jonius, den 23. psalm12, schön außgeleget. Unser
hofprediger, ist noch Matt, undt krangk. Jedoch, hat
man dangksagung, auf der Cantzel, gethan, das sichs etwas
zur beßerung, mit ihm angelaßen. Gott lob, und dangk
der wolle ferner, mit gnaden helfen, und mir diesen
Mann erhalten! zu seinen ehren, und der rechtglaübigen
Gemeinde, Trost, undt undterricht in der Gottsehligkeitt!


Avis; daß in dies Cöhten, in dreyen haüsern,
die pest regieret, so auch heimlich gehalten worden,
numehr aber, hette sichs, Gott lob! gebeßert,
Gott bewahre unß, vor mehreren landtplagen! perge


Conversatio, mit dem von Sekerka, postea:
mit dem Amptmann, Geörge Reichardt. perge


Abermahlige briefe, von Zerbst, so wol, von
dem Doctore Johanne Magiro, alß seinem bruder
Joachimo Magiro, welcher unlengst, allhier gewesen.


Jch habe Secretarium Bährenreütt, bey Mir gehabtt. perge

|| [[Handschrift: 192r]]


Schreiben, von der Schwester von Deßaw, und von Pfaltz-
graf Ludwig Philips Liebden[.] Er hat zweene Tage lang,
die intention gehabt, anhero zu kommen, endlich aber,
sich resolvirt, nacher halle zu, zu gehen, weil er
zu eilen, undt selbiges, sein geradester weg wehre,
wie er anfangs, nicht vermeinet. Zu dem, excu-
sirt er sich auch, das ihm, sein train, undterwegens,
zu stargk worden, und mich ungerne, molestiren wollte.
Die Schwester, schreibet undter andern auch, er
hette einen pagen, an den pocken, oder Masern
krangk aldar, wovor man sich, sehr förchtete,
weil er seine gemahlin, und Sohn undt Tochter,
bey sich hette. perge Sie bitten mich zwahr hinzu-
kommen, mit 4 oder 5 pferden, gleichsam, auf der
post, Morgen frühe, weil er Freytagß, nacher
halle will. Mais, ie ne me puis resouldre!

Donnerstag den 27ten: Aprilis, 1654


Es hat dje gantze Nachtt hindurch, schön geregenet,
Gott lob! undt dangk. et cetera Gott vermehre, seinen Segen!
et cetera


Bey dem gestrigen donner, zu Abends, hat es gehagelt,
und es sein zu Palbergk, wie Knipkeülichen groß, steine
gefallen.


Den landRichter Bergen, bey Mir gehabtt, in Rechnungssachen.


Doctor Fischer, ist bey Mir gewesen, allerley zu remonstriren! perge


<An Kayser, habe ich geschrieben. Gott gebe zu glück! und succeß! <in Silesiacis.>>

|| [[Handschrift: 192v]]

Freitag den 28ten: Aprilis; 1654.


<Regen.>


Jn des Doctoris Parej buch, Christlich, und gründtlich
Bedengken, vom Brodt, und Brodtbrechen im Heiligen
Abendmahl des herren, intituliret, so sehr erbaẅlich
ist, habe ich mit lust, undt Nutzen, gelesen. Gott
wolle die irrenden lehrer, und zuhörer, auch wieder
auf den rechten weg, zur warheitt, leitten! und führen!


Philipp Güder bey Mir gewesen, jn Oeconomicis. perge


hofrath Jehna, ist wiederkommen, von Ballenstedt[.]


Aviso: daß der Churfürst von Sachßen, in
eigener person, zu Altenburgk, erschienen,
die neẅe Freẅde, des kindttaüffens,
des iungen gebornen printzen daselbst, alß
Großherrvater, mitt zu celebriren.


Die Masern, undt pogken, regieren, in
der Chur Brandenburg stargk.


Des Graven von Stollbergk, leütte
machen unß lose händel am hartz, fallen
unß ein, und nehmen, eine halbe Meile
landeß vor, in ihre gräntze, de facto, zu ziehen.


<Jm lande, will mir, die jnvidia Meine bierSteẅren, wieder entziehen. perge>

|| [[Handschrift: 193r]]

Samstag den 29ten: Aprilis, 1654.

<3 lächße, vormittags[,] 4 lächße nachmittags gefangen.>


Mit Jehna, conversirt, von jmportantzen.


Postea, mit hanß Berndts. <Jtem: mit Paul Ludwig[.]>


Es ist abermalß, eine Relation, von Regenspurg
Numero 72 ahnkommen. Jhre Kayserliche Mayestät beharren
auf dero Resolution, den 18. ⁄ 28. huius, vfzubrechen,
und zu Straubingen, (aldar die Churfürstliche wittibe
von Bayern, und ihr herr Sohn, der Churfürst
erscheinen, und den Kayser, tractiren wollen)
das erste nachtlager zu halten.


Chur Meintz, will noch, seine lehen, vor
dem vfbruch, persöhnlich empfahen.


Der Punctus iustitiæ, ist zimlicher
maßen, elaboriret, iedoch gibt es noch discrepantzen.


Der hertzogk, Frantz von Lottringhen, will
die plätze nicht evacuiren, alß auf die
mit Seiner Liebden herren bruder, geschloßene <conditiones, undt> transaction.
et cetera


Chur heidelberg, will noch einmal, nach Re-
genspurg kommen, vom Kayser abschied zu nehmen.


Der Frantzösische Ambassadeur Monsieur Vautorte,
ist, an der Schwindsuchtt, zu Regenspurg gestorben.
hat sich zu den Jesuitern, begraben lassen, daselbst, sein
Hertz aber, den Patribus Jesuitis, nacher Paris, gesandt. Wird be-
dawret, wegen seiner Qualiteten, und guter manier, zu tractiren || [[Handschrift: 193v]]
wie auch, die Kayserlichen rähte, damitt zu gewinnen.


Ein Junger Bährenreütt, so auß hollandt
kommen, hat sich præsentiret, und saget,
der friede seye geschloßen, zwischen Holland undt
Engellandt.

Sonntag den 30ten: Aprilis, 1654. Dominica Rogationum.


Jn die kirche, conjunctim. Er Jonius, Diaconus
hat geprediget, weil der hofprediger noch krangk ist.


Extra zu Mittage, behalten, Doctor Mechovium,
undt den Diaconum jonium. perge Die andern, seindt
Ordinarij; mehrentheilß.


Zu abends, extra gehabt, die wallwitzinn.


Nachmittags hat geprediget, der Concrector. perge
Jch bin aber, nicht hinein gegangen. Jedoch
hat man ihn gelobet. Er ist Conrector,
undt Cantor zugleich. Gott vermehre, seine gaben!


Schreiben von meinem bruder, Fürst Friedrich auß Venedig,
das der luttrische pfarrer13, in 3 Tagen, auß der
Stadt, undt in 8 Tagen, auß dem Stado,
hat forthgemußt. Mit dem reformirten14,
gehet man gelinder umb, dieweil man
ein absehen hat, auf Engelland, hollandt,
Schweitzer, Grawpündtner, et cetera und andere. || [[Handschrift: 194r]]
Mein Bruder, gedengkt eines Theilß, die Tractaten
mit der Republicq, (so in nöhten stecktt) zu acceptiren,
anders Theilß aber, in Sicilien, Maltha, Corsica[,]
Sardinia, und wieder in Frankreich zu raysen.
Verlanget Einsidelß ahnkunft, vom
9ten: Martij, zu Padoua. Sonst, dörfte mein
bruder, andere resolutiones ergreiffen.
Erklähret sich sonst freündbrüderlich, gegen Mir.
perge


Textapparat
a Im Original steht "9augen" für "Neunaugen".
b Die Wortbestandteile "zu" und "rügkkommende" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Im Original "der Ludwig Philips Pfaltzgrave, mit" korrigiert in "der Pfaltzgrave Ludwig Philips, mit".
e Satz bricht hier ab.
f Davor hat Christian II. eine Lücke gelassen, in die er später vermutlich die Namen der schlesischen Herzöge eintragen wollte.

Kommentar
1 Ps 37,37.
2 Rm 8,28.
3 Hier: Vorwerk.
4 Personen nicht ermittelt.
5 Personen nicht ermittelt.
6 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
7 Ps 13.
8 Person nicht ermittelt.
9 Vermutlich nur teilweise ermittelt.
10 Hier: Damm.
11 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
12 Ps 23.
13 Person nicht ermittelt.
14 Person nicht ermittelt.
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XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
Ablegation
Absendung, Entsendung
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
admittiren
gestatten, zulassen
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber (meist Gewogenheit, Zuneigung)
affigiren
aushängen, anheften
Armatur
Rüstung
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avisenbote
Nachrichtenbote
Bärwolf
Werwolf (ein monsterartiges, alles zerstörendes und nicht mit Waffen bekämpfbares Tier)
beleihen
belehnen
beschreiben
schriftlich ein- oder vorladen
beschreiben
auftragen, befehlen, vorschreiben
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
complimentiren
höflich reden, Ehre erweisen
Compterey (Komturei)
Pfründe bzw. Amt eines Komturs
condemniren
verurteilen, verdammen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
cunctiren
zögern
decidiren
bestimmen, entscheiden
defendiren
verteidigen
Deputationstag
Tagung eines Reichsausschusses außerhalb der Reichstagssitzungen
dick
dicht
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
Discrepanz
Meinungsverschiedenheit, Misshelligkeit
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
einziehen
verhaften
elaboriren
ausarbeiten
erfinden
entdecken, finden
erfinden
befinden, ansehen
erfinden
auffinden, vorfinden
excusiren
entschuldigen
Füll(i)chen
Fohlen
Großherrvater
Großvater
Großtürke
Sultan des Osmanischen Reiches
hammeln
männliche Lämmer verschneiden
Hofmeister
vom Besitzer eingesetzter Verwalter eines Landgutes
Humor
Laune, Stimmung
Humor
Wesen, Naturell
Humor
Gesinnung
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
informiren
belehren, unterrichten
Institution
Anweisung, Einrichtung, Unterweisung
Instrumentist
Musiker
Interimsinformation
vorübergehende Belehrung, einstweiliger Unterricht
interimsweise
vorläufig, übergangsweise
intituliren
betiteln, mit einem Titel versehen
invitiren
einladen
Jubilate
dritter Sonntag nach Ostern
Kaninchenberg
Anhöhe mit einem Kaninchenbau
Kanzleiverwandter
vorwiegend niederer Kanzleibediensteter
Knipkeulchen
Marmorkügelchen, mit denen Kinder spielen
Landrechnungstag
Tag der jährliche Rechnungslegung über die Einnahmen und Ausgaben eines Landes
Liberalitet
Freigebigkeit, Freisinnigkeit
Morlaken
romanische Volksgruppe an der dalmatischen Küste
Nachrichter
Vollstrecker eines Strafurteils, Scharfrichter
observiren
einhalten, beachten
occupat
beschäftigt, in Anspruch genommen
ordiniren
verordnen, befehlen, festlegen
ordiniren
regeln, einrichten
ordiniren
jemanden bestimmen, beauftragen, einsetzen
ordiniren
in einem liturgischen Akt eine kirchliche Weihe (meist Priesterweihe) erteilen (in der katholischen Kirche), in ein geistliches Amt einsetzen (in der evangelischen Kirche)
Parlament
oberster regionaler Gerichtshof in Frankreich
Particularbericht
gesonderter Bericht
prästiren
darreichen, leisten
prävaliren
schadlos halten
prävaliren
dem Übergewicht beugen
prävaliren
überwiegen, vorherrschen, dominieren
prorogiren
verlängern, aufschieben
Quasimodogeniti
erster Sonntag nach Ostern (weißer Sonntag)
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
Redressirung
Richtigstellung, Berichtigung
Redressirung
Wiederherstellung
Relation
Bericht
remonstriren
Gegenvorstellungen machen, einwenden, entgegenhalten
resigniren
Verzicht leisten, entsagen
resigniren
abdanken, (ein Amt) aufgeben
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
Schiffarmada
Kriegsflotte
Senioratspesen
Ausgaben, die für den Ältesten bzw. Oberhaupt eines Adelshauses anfallen
Sepultur
Begräbnis, Beerdigung, Bestattung
subjugiren
unterwerfen
Subscription
Unterschrift, Unterzeichnung
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tabaktrinken
Rauchen von Tabak
Teil
Partei, Seite
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Transaction
Vereinbarung, Kompromiss, Vergleich
Verehrung
Beschenkung, Geschenk
Verfassung
Bereitschaft (insbesondere zum Krieg)
verwahrlosen
etwas wenig beachten, missachten
Volk
Truppen
vollbereiten
ganz zubereiten
vollbereiten
stärken, kräftigen
Wick(en)futter
Futtermischung aus Erbsen, Wicken, Gerste und Hafer
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Zibbenlamm
weibliches Lamm
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

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Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

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Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

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Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

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Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

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Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
N. N. Bährenreutter
N. N. Bernreuth

Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652).
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Maria Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1610
gest. 1665
Anm.: Tochter des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); 1635-1651 Ehe mit Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

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David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Otto Rudolf von Böltzig

geb. 1636
gest. 1712
Anm.: Sohn des Joachim (2) von Böltzig (gest. spätestens 1667); Erbherr auf Zschortau (ab 1679) und Rodickau; seit 1651 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1667 in schwedischen Kriegsdiensten.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Friedrich (2) von Börstel

geb. 1627
gest. 1681
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1654 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); schwedischer Gardeleutnant (1655), Gardeobristleutnant (1662), Obrist (1665) und Generalmajor (1678); Kommandant von Göteborg (1674) bzw. Bohus (1678); später Oberkommandant von Göteborg; 1676 Erhebung in den Freiherrenstand.
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb. 1587
gest. 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1631 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; dänischer Obrist (1625-1627) und Generalleutnant (1626); 1630/31 auch erzstiftisch-magdeburgischer Obrist; 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanzielle Entschädigung durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

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Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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François Cazet de Vautorte
Comte François de Vautorte

geb. 1607
gest. 1654
Anm.: Sohn des Louis Cazet, Seigneur de Vautorte (1586-1651); Conseiller am Parlement de Bretagne; später Avocat général au grand conseil d'état in Paris; seit 1645 französischer Intendant de justice et finances für das Hochstift Speyer, das Erzstift Mainz, die Markgrafschaft Baden und die Unterpfalz; 1647/48 Intendant de justice bei der französischen Rheinarmee; Gesandter Frankreichs auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649/50) und dem Regensburger Reichstag (1653/54); Conseiller d'État; 1653 Erhebung zum Comte de Vautorte.

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Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Katharina Margaretha von Ditten

gest. 1667
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1652/55 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1658 Ehe mit Levin von Ditten (1624-1696); vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Jacques d' Estampes
Marquis Jacques de La Ferté-Imbault

geb. 1590
gest. 1668
Anm.: Sohn des Claude d'Estampes, Seigneur de La Ferté-Imbault (1526-1591); französischer Mestre de camp de cavalerie (1610), Maréchal de camp (1622), Colonel général der Schottischen Garde (1645) und Maréchal de France (1651); 1641-1643 Botschafter von Frankreich in England; später Conseiller d’État; seit 1651 Marquis de La Ferté-Imbault.

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Orazio Farnese

geb. 1636
gest. 1656
Anm.: Sohn des Odoardo I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1612-1646); zuletzt venezianischer General im Türkenkrieg um Kreta.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jean-François Paul de Gondi
Erzbischof Jean-François Paul von Paris
Kardinal de Retz

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Sohn des Philippe-Emmanuel de Gondi, Comte de Joigny (1580-1662) (aus dem Haus der Duc de Retz); 1638 Priesterweihe; 1643-1654 Koadjutor und designierter Nachfolger seines Großonkels Jean-François de Gondi, Erzbischof von Paris (1584-1654); ab 1644 zugleich Titularerzbischof von Korinth; 1648-1652 Beteiligung an der Fronde; seit 1652 Kardinal; 1652-1654 Inhaftierung als Frondeur; 1654-1662 Leben im Exil und (nominell) Erzbischof von Paris; Verfasser bedeutender Memoiren.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Hans (8) N. N.

Anm.: Fürstlicher Stallknecht zuerst in Ballenstedt, danach in Bernburg (um 1641).
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Johann Christoph Heine
Johann Christoph Heinius

geb. 1628
gest. 1701
Anm.: Sohn des Brambacher, dann Nuthaer Pfarrers Stephan Heine (1600-1665); bereits vor 1652 Kantor und ab 1652 zugleich Konrektor der Schule in Bernburg; seit 1658 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996,S. 278.
Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Hessen, Haus
Landgrafen von Hessen

Anm.: Aus der Dynastie der Reginare (Brabant) im Jahr 1264 hervorgegangenes deutsches Reichsfürstengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
Koca Derviş Mehmet Pascha
Mehmet Pascha

gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Tscherkesse; 1635/36 Teilnahme am türkischen Feldzug gegen Persien; Beylerbey (Provinzgouverneur) von Damaskus (1637/38), Diyarbekir (1638/39), Bagdad (1639-1642), Aleppo (seit 1642), Anatolien, Silistra und Bosnien (1648/49); 1649/50 und 1652/53 Kapudan Pascha (Großadmiral) der osmanischen Marine; 1653/54 Großwesir des Osmanischen Reiches.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Patriarch Paisius I. von Konstantinopel
Metropolit Paisius I. von Ephesos
Metropolit Paisius I. von Kyzikos
Metropolit Paisius I. von Larissa

gest. ca. 1688
Anm.: Geboren auf Lesbos; Metropolit von Ephesos (1642-1645) und Larissa (1645-1652); 1652/53 und 1654/55 Patriarch von Konstantinopel; seit 1655 Metropolit von Ephesos und Kyzikos.

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Silvester Kosiw
Metropolit Silvester von Kiew
Bischof Silvester von Mogiljow, Mstislavl und Orscha

geb. ca. 1607
gest. 1657
Anm.: Ruthenischer Adliger; 1635-1647 Bischof von Mogiljow, Mstislavl und Orscha; seit 1647 Metropolit von Kiew.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kasimir Dietrich von Krage

geb. 1615
gest. 1667
Anm.: Sohn des Heinrich von Krage (gest. 1630); Erbherr auf Gödnitz und Schrenz; 1631-1635 in schwedischen Kriegsdiensten, u. a. als Fähnrich (1634); 1635-1637 kursächsischer Kornett; vor 1650 fürstlicher Hofjunker, ab 1650 Kammerjunker und um 1654 Stallmeister in Zerbst; seit 1658 Zerbster Amtshauptmann; ab 1665 anhaltisch-zerbstischer Hofmarschall, Landeshauptmann und Kammerrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbestehende"); vgl. Johann Dürr: Scutum Fidei Nobilissimum [...], Zerbst 1667, fol. G r-Hij v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Anne de Lorraine
Princesse Anne de Lillebonne
Duchesse Anne de Joyeuse
Geburtsname: Anne de Lorraine-Vaudémont

geb. 1639
gest. 1720
Anm.: Tochter des Herzogs Karl IV. von Lothringen und Bar (1604-1675); 1660-1694 Ehe mit François-Marie de Lorraine, Prince de Lillebonne et Duc de Joyeuse (1624-1694).

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Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis (1) de Lorraine
Duc Louis de Joyeuse
Duc Louis d' Angoulême
Prince Louis de Joinville

geb. 1622
gest. 1654
Anm.: Sohn des Charles de Lorraine, Duc de Guise et Prince de Joinville (1571-1640); ab 1644 Grand Chambellan de France; seit 1647 Duc de Joyeuse; ab 1653 Duc d'Angoulême; 1654 Prince de Joinville.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Herzog Nikolaus II. Franz von Lothringen und Bar
Bischof Nikolaus Franz von Toul

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); 1624-1634 Bischof von Toul; seit 1627 Kardinal; 1634 regierender Herzog von Lothringen und Bar anstelle seines Bruders Karl IV. (1604-1675), noch im gleichen Jahr Flucht und anschließend Leben im Exil; 1648 Rückkehr in den geistlichen Stand; 1654-1659 Oberbefehlshaber der lothringischen Armee.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Joachim Magirus

Anm.: Jüngerer Sohn des Philosophen Prof. Tobias Magirus (1586-1652) in Frankfurt/Oder; vermutlich reformierter Theologe; wenige Tage im April 1654 Interims-Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Johannes Magirus

geb. 1615
gest. 1697
Anm.: Sohn des Philosophen Prof. Tobias Magirus (1586-1652) in Frankfurt/Oder; Studium der Mathematik und Medizin in Wittenberg (1635/36), Frankfurt/Oder, Frankreich und Leiden; danach Arzt und Mathematiker in Berlin; ab 1646 Leibarzt der verwitweten Königin Maria Eleonora von Schweden (1599-1655); 1651-1656 Stadtarzt in Zerbst; 1652-1656 zudem Professor für Mathematik und Physik am Gymnasium Illustre Zerbst; 1656-1659 Professor für Mathematik und seit 1659 Professor für Geschichte in Marburg; ab 1670 zudem Leibarzt der Landgräfin Hedwig Sophia von Hessen-Kassel (1623-1683); seit 1676 auch hessisch-kasselischer Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Ferdinando II de' Medici
Granduca Ferdinando II di Toscana

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Earl John of Middleton

geb. ca. 1608
gest. 1674
Anm.: Sohn des Robert Middleton of Caldhame; zunächst Kriegsdienst in Frankreich; bis 1648 militärische Kommandos im Dienst der schottischen Covenanters und des englischen Parlaments; 1648-1654 royalistischer Offizier; 1655-1660 im Exil mit der königlichen Familie; seit 1656 1st Earl of Middleton; 1660-1663 Commander in chief der Armee in Schottland; 1661/62 zudem Lord High Commissioner to the Parliament of Scotland; 1663-1668 Governor of Rochester Castle; seit 1670 Governor of English Tangier.

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Agnes Christina von Miltitz
Geburtsname: Agnes Christina von Werleben

Anm.: Thüringische Adlige; spätestens ab 1648 fürstliche Hofjungfer in Bernburg (bis 1656); seit 1656 Ehe mit Georg Friedrich von Miltitz (geb. 1627).
Alvise Mocenigo
Leonardo Mocenigo

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Mocenigo; ab 1609 Mitglied des Maggior Consiglio; 1613-1615 Provveditore e Capitano a Legnago; 1621/22 Provveditore e Capitano della flottiglia di fuste del Lago di Garda; 1622/23 Provveditore ad Asola; später u. a. Provveditore sopra Danari (1633/34, 1637/38 und 1640/41), Provveditore alle Fortezze e Governatore di galea grossa (1638/39) und Kommandant einer Galeere (1645/46); 1646/47 Provveditore generale delle Tre Isole; 1647/48 Provveditore generale in Candia; 1648-1651 und seit 1653 Capitano generale da Mar.

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Patriarch Nikon von Moskau
Metropolit Nikon von Nowgorod

geb. 1605
gest. 1681
Anm.: Geboren in Weldemanowo bei Nischni Nowgorod; 1647-1652 Metropolit von Nowgorod; 1652-1658/67 Patriarch von Moskau (1658 erzwungener Rückzug ins Kloster Neu-Jerusalem in Istra, endgültige Absetzung 1667); 1667-1681 Gefangenschaft.

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Matthias Netteke

Anm.: Seit 1654 fürstlicher Nachrichtenbote in Bernburg.
Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

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Louis-Charles-Gaston de Nogaret de La Valette
Comte bzw. Duc Louis-Charles-Gaston de Candale
Marquis Louis-Charles-Gaston de La Valette

geb. 1627
gest. 1658
Anm.: Sohn des Bernard de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon et de La Valette (1592-1661); ab 1627 Marquis de La Valette; 1627-1639 Comte und seit 1639 Duc de Candale; französischer Colonel (1649), Kommandant der Guyenne-Armee (1652-1654) und Lieutenant-général der Katalonien-Armee (ab 1654); seit 1651 zudem Gouverneur und Lieutenant-général der Haute und Basse Auvergne.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

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Pfalzgraf Ludwig Heinrich Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1640
gest. 1674
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655); ab 1655 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim, zunächst unter Vormundschaft des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); seit 1654 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Tugendhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

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Pfalzgräfin Maria Eleonora von Pfalz-Simmern
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1607
gest. 1675
Anm.: Tochter des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1631-1655 Ehe mit Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655); 1655-1658 Regentin des Fürstentums Pfalz-Simmern.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Fürst Bogusław Radziwiłł
Fürst Boguslavas Radvila

geb. 1620
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten Janusz Radziwiłł (1579-1620); bis 1636 unter Vormundschaft seiner Mutter Elisabeth Sophia (1589-1629) und seines Onkels Krzysztof (1585-1640); 1636 Page am polnischen Königshof; 1640-1642 mit Prinz Johann Kasimir von Polen (1609-1672) in niederländischen Kriegsdiensten; 1643-1648 Aufenthalt in Frankreich und den Niederlanden mit diplomatischer Tätigkeit; ab 1648 Kommandant der königlich-polnischen Leibwache; 1651 Oberbefehl über die deutschen Truppen im polnischen Heer; 1654/55 litauischer Großfeldherr; 1655-1657 Ächtung durch die polnische Krone; 1656 schwedischer Generalfeldmarschall; seit 1656 kurbrandenburgischer Generalleutnant; ab 1657 kurfürstlicher Statthalter im Herzogtum Preußen.

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Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Martin Reinhardt

geb. 1605
gest. 1662
Anm.: Sohn des Harzgeröder Superintendenten Konrad Reinhardt (1567-1638); um 1633 Bürger und Juris Practicus in Köthen; Pfarrer in Cörmigk (1635-1638), Radisleben (1638-1642) und Opperode (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 389.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
N. N. Röber
N. N. Rober

geb. 1654
Anm.: Erstgeborener Sohn des fürstlichen Kammerdieners Ludwig Röber (1619/20-1687).
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Christian von Sachsen-Altenburg-Coburg

geb. 1654
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen-Altenburg-Coburg
Prinzessin Magdalena Sibylla von Dänemark und Norwegen
Geburtsname: Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen

geb. 1617
gest. 1668
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1634-1647 erste Ehe mit Kronprinz Christian von Dänemark und Norwegen (1603-1647); ab 1652 zweite Ehe mit Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gütige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Christiana von Sachsen-Merseburg
Geburtsname: Herzogin Christiana von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1634
gest. 1701
Anm.: Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663); 1650-1691 Ehe mit Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg (1615-1691).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Duchessa Cristina di Savoia
Geburtsname: Dauphine Christina von Frankreich und Navarra

geb. 1606
gest. 1663
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1619-1637 Ehe mit Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); 1637-1648 Regentin des Herzogtums Savoyen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Christoph Leopold von Schaffgotsch

geb. 1623
gest. 1703
Anm.: Sohn des Hans Ulrich von Schaffgotsch (1595-1635); 1636 Konversion zum katholischen Glauben; zunächst in kaiserlichen Kriegsdiensten (1647 Hauptmann); ab 1649 erster Oberamtsrat in Schlesien; seit 1654 kaiserlicher Kämmerer; ab 1655 Vizepräsident der schlesischen Kammer; seit 1665 Präsident der schlesischen Kammer sowie Landeshauptmann des Herzogtums Schweidnitz-Jauer; 1672-1675 auch amtierender Oberlandeshauptmann von Schlesien; 1654 Erhebung in den Grafenstand; ab 1694 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Samuel Scheidt

geb. 1587
gest. 1654
Anm.: Sohn des Hallenser Bürgers Konrad Scheidt (1555-1618); Komponist; 1603-1607 Organist an der Moritzkirche in Halle (Saale); ab 1609 Hoforganist sowie 1619-1625 und seit 1638 Hofkapellmeister des in Halle residierenden Administrators von Magdeburg; 1628-1631 Musikdirektor an der Hallenser Marienkirche.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Stephan Hermann von Schkölen

geb. 1614
gest. 1658
Anm.: Sohn des Rittmeisters und Ratsherrn Hans Christoph von Schkölen (gest. 1639) zu Groß Salze; Pfänner und Erbherr auf Groß Salze (Bad Salzelmen) und Glöthe; 1631-1634 Page bei Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1634-1639 in kursächsischen Kriegsdiensten als Einspänniger bzw. Kornett (um 1636/39); seit 1641 Ratsherr in Groß Salze.
Herzogin Elisabeth Maria Charlotte von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Maria Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1638
gest. 1664
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655); seit 1660 Ehe mit Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz (1611-1664).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Eleonora von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg
Geburtsname: Fürstin Eleonora von Anhalt-Zerbst

geb. 1608
gest. 1681
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1632-1658 Ehe mit Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658).

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Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1581
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Hans Christoph von Spor

gest. 1677
Anm.: Sohn des Christoph von Spor; kursächsischer Hofrat und Kammerherr; 1653-1665 Stiftshauptmann in Quedlinburg; seit 1665 Direktor des Wittenberger Hofgerichts und Hauptmann des Kurkreises.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
N. N. Stellbogen

Anm.: Um 1654 anhaltisch-dessauischer Bediensteter.
Konstantin Stellmacher

Anm.: Mecklenburgisch-schwerinischer Obristleutnant; 1653 Gesandter des Herzogs Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin (1623-1692) an den kaiserlichen Hof.
Graf Johann Martin von Stolberg-Stolberg

geb. 1594
gest. 1669
Anm.: Sohn des Grafen Christoph von Stolberg (1567-1638); 1639-1645 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Heinrich Ernst (1593-1672) Regent in allen stolbergischen Territorien; ab 1645 alleinregierender Graf von Stolberg; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bestehende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Rudolf Stubenrauch

geb. 1594
gest. 1655
Anm.: Sohn des Dessauer Diakons Johann Stubenrauch (1558-1608); 1619-1622 Lehrer in Köthen; 1622-1625 Pfarrer in Osternienburg; 1625/26 Pfarrer in Großweißandt; 1626-1629 Diakon an der Zerbster Nikolaikirche; seit 1629 Pfarrer und Inspektor sowie Hofprediger in Plötzkau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 441f.

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Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Anna Sutorius
Geburtsname: Anna Böhm

gest. nach 1654
Anm.: Tochter des Ballenstedter Pfarrers Theophil Böhm (gest. 1626); seit 1636 Ehefrau des Bernburger Amtsschreibers Wolfgang Sutorius.
Christian Sutorius

geb. 1648
Anm.: Sohn des fürstlichen Gutsverwalters Wolfgang Sutorius in Zepzig.
Gottfried Sutorius

geb. 1650
Anm.: Sohn des fürstlichen Gutsverwalters Wolfgang Sutorius in Zepzig.
Karl Leonhard Sutorius

geb. 1653
Anm.: Sohn des fürstlichen Gutsverwalters Wolfgang Sutorius in Zepzig.
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Juliana Sophia von Wietersheim

geb. 1646
Anm.: Tochter des Heinrich Julius (Wolf) von Wietersheim (1584-1645).
Maria Eleonora von Wietersheim

geb. 1642
gest. 1723
Anm.: Tochter des Heinrich Julius (Wolf) von Wietersheim (1584-1645); bis 1693 Ehe mit Friedrich von Wietersheim (1637-1693).
Maria Susanna von Wietersheim
Geburtsname: Maria Susanna von Bila

geb. 1610
gest. 1697
Anm.: Tochter des anhaltisch-dessauischen Hofrats Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1626); 1642-1645 Ehe Heinrich Julius (Wolf) von Wietersheim (1584-1645).
Hans Christoph aus dem Winckel

geb. 1631
gest. 1675
Anm.: Sohn des Christoph aus dem Winckel (1581-1636) auf Wettin, Brandis und Oppin; Erbherr auf Brandis und Oppin.
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph von Zedlitz

geb. 1585
gest. 1657
Anm.: Sohn des Brieger und Liegnitzer Landeshauptmannes Wenzel von Zedlitz (1551-1613); Erbherr auf Bienowitz und Grünthal; ab 1610 schlesisch-liegnitzischer Rat und Hofrichter; 1617-1626 Hofmarschall des Herzogs Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau (1595-1653); seit 1626 Landeshauptmann des Herzogtums Schlesien-Liegnitz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Altenburg
weiterführende Informationen
Ancona
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Arnstadt
weiterführende Informationen
Augsburg
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Breisach am Rhein
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Burg
weiterführende Informationen
Calais
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
England, Schottland und Irland, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erxleben
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Gernrode, Stift
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Glöthe
weiterführende Informationen
Graubünden (Freistaat der Drei Bünde)
weiterführende Informationen
Gröbzig
weiterführende Informationen
Güntersberge
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hammerstein
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hinterpommern, Herzogtum (Brandenburgisch Pommern)
weiterführende Informationen
Homburg
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Knin
weiterführende Informationen
Köln
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Korsika, Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Landstuhl
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège)
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège), Hochstift
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mailand, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Malta (Inselgruppe)
weiterführende Informationen
Moskau
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Öresund (Øresund)
weiterführende Informationen
Opperode
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Padua (Padova)
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Peißen
weiterführende Informationen

Anm.: Geteilt in Oberpeißen (Fürstentum Anhalt) und Unterpeißen (Erzstift Magdeburg).
Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Piemont
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Poley
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Prederitz
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung bei Gröna südlich von Bernburg.
Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roses
weiterführende Informationen
Roussillon, Grafschaft
Anm.: Teil des Königreiches Spanien, seit 1659 französische Provinz.
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Saporischschja
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sardinien (Sardinia), Insel
weiterführende Informationen
Savoyen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Scherpenheuvel
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Sebenico (Šibenik)
weiterführende Informationen
Sizilien (Sicilia), Insel
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Straubing
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Vesuv, Berg (Monte Vesuvio)
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Wettin (Wettin-Löbejün)
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wörbzig
weiterführende Informationen
Zara (Zadar)
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Hanse(bund)
weiterführende Informationen
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Schlesien, Landstände
Artickel Deß zwischen dem Durchleuchtigen Herrn/ Herrn Olivier Cromwel/ Protectorn der Republic von Engel: Schott: und Irland/ [et]c. einer: und den Hochmögenden Herren General Staden der Vereinigten Niederländischen Provincien/ anderseits/ zu Westmünster geschlossenen ewigen Friedens/ Verein und Verbündnuß, Frankfurt am Main: Wilhelm Serlin, 1654. [Nachweis im GVK]
David Pareus: Christlich vnd gruendlich Bedencken vom Brot vnnd Brotbrechen im H. Abendmal des HErren. Allen Gelehrten vnd Vngelehrten sonderlich den einfaeltigen dieser zeit nuetzlich zu lesen [...], Amberg: Michael Forster, 1600. [Nachweis im GVK]