Text

➨ Hinweis: Zur Zeit sind geringfügige Änderungen und Korrekturen am Text und in den Apparaten noch möglich.

Nach Abschluss der Edition werden etwaige Korrekturen und Ergänzungen in einem Änderungsregister gelistet.

Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Mai 1654


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 194r-222r (vgl. Quellenbeschreibung).

Zitierlink für den aktuellen Monat: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/id/edoc_ed000228_fg_1654_05_sm/start.htm

Bearbeitungsstand: transkribiert, kommentiert und korrigiert

[Zitierhinweis]
[Inhaltsverzeichnis]
01. Mai 1654
Bernburg
  • Regen und Frühnebel
  • Lachsfang
  • Wunderliche Vorkommnisse in der Walpurgisnacht
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Stadt- und Leibarzt Dr. Levin Fischer und Sekretär Christoph Bährenreutter als Essensgäste
  • Grenzstreitigkeiten
02. Mai 1654
Bernburg
  • Schönes Wetter
  • Lachsfang
  • Spaziergang nach erledigten Geschäften und Gottesdienst
  • Korrespondenz
  • Spazierfahrt der Gemahlin Eleonora Sophia mit dem jüngeren Sohn Karl Ursinus und einigen Töchtern
  • Gespräch mit dem Hofrat Christoph von Jena
03. Mai 1654
Bernburg
  • Regen
  • Lachsfang
  • Abreise des Stallmeisters Abraham von Rindtorf nach Ballenstedt
  • Gespräche mit Bährenreutter und Jena
  • Interzession des Küsters Salomon Nefe für den inhaftierten Eberhard Thydick
04. Mai 1654
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Zweimaliger Kirchgang zu Christi Himmelfahrt
  • Katharina von Wallwitz und Amtmann Georg Reichardt als Mittagsgäste
  • Grenzstreitigkeiten
  • Unterredung mit Jena und Gesamtrat Kaspar Pfau
  • Verweigerte Annahme eines fehltitulierten Briefes
  • Neuigkeiten
05. Mai 1654
Bernburg → Baalberge → Zepzig → Bernburg
  • Frische Luft
  • Unterredung mit dem Küchenmeister Philipp Güder
  • Anhörung der Visionen des Kuhirten Nikolaus Steiger
  • Korrespondenz
  • Ausritt mit Karl Ursinus nach Baalberge und Zepzig
  • Durchreise des Fürsten Johann Georg II.
  • Neuigkeiten
06. Mai 1654
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Besuch durch Jakob Anton von Krosigk
07. Mai 1654
Bernburg
  • Lachsfang
  • Ertrag der Schafschur vom Vortag
  • Rückkehr Rindtorfs
  • Neuigkeiten
  • Kirchgang mit dem Sohn und drei Töchtern
  • Dr. Fischer und der französische Hauptmann Rouselle als Mittagsgäste
  • Ausfall der Nachmittagspredigt
08. Mai 1654
Bernburg
  • Lachsfang
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr Wartenslebens
09. Mai 1654
Bernburg
  • Lachsfang
  • Besuch durch Johann Berndt
  • Gespräch mit Reichardt
  • Reichardt, Bährenreutter und Kanzleisekretär Georg Knüttel als Mittagsgäste
  • Überdruss in Schuld- und Steuerangelegenheiten
  • Rückkehr des Lakaien Hans Georg Berger
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr des Kammerdieners Ludwig Röber
10. Mai 1654
Bernburg
  • Regen
  • Kirchgang mit dem Sohn
  • Maria Susanna und Anna Hedwig von Wietersheim sowie Hofprediger Johann Menzelius, Berndt und Kammermeister Tobias Steffeck von Kolodey als Mittagsgäste
  • Besuch durch Volrad und Jakob Anton von Krosigk in Steuerschuldsachen
  • Wollertrag
  • Abholen von Weinpfählen
11. Mai 1654
Bernburg
  • Lachsfang
  • Korrespondenz
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Neuigkeiten
  • Besuch durch Brigitta und Katharina von Krosigk
  • Bestrafung betrunkener Bediensteter
12. Mai 1654
Bernburg
  • Wildlieferung aus Ballenstedt
  • Unterredung mit Jena
  • Rückkehr des Amttschreibers Wolfgang Sutorius mit Weinpfählen
  • Gespräch mit Hofrat Paul Ludwig
  • Lektüre einer Leichenpredigt
13. Mai 1654
Bernburg
  • Schönes Wetter und etwas Wind
  • Abreise der beiden Frauen von Krosigk
  • Spaziergang nach erledigten Geschäften
  • Unteredungen mit Jena, Rindtorf, Steffeck von Kolodey und anderen
14. Mai 1654
Bernburg
  • Kühle, dann Regen
  • Zweimaliger Kirchgang mit Ehefrau und Kindern zum Pfingstsonntag
15. Mai 1654
Bernburg
  • Regen
  • Lachsfang
  • Zweimaliger Kirchgang zum Pfingsmontag
  • Superintendent Joachim Plato, Frau von Wallwitz, Kammerrat Dr. Joachim Mechovius und Dr. Fischer als Mittagsgäste
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
16. Mai 1654
Bernburg → Altenburg → Nienburg/Saale → Altenburg → Bernburg
  • Unterredung mit Jena
  • Schlossdiakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgast
  • Ausflug mit Gemahlin und Kindern zum Pfingsttanz bei Nienburg
  • Besuch durch die Fürsten Lebrecht und Emanuel
  • Neuigkeiten
  • Grenzstreitigkeiten
  • Drei Unglücksfälle
17. Mai 1654
Bernburg
  • Fohlendes Kutschpferd
  • Anhörung der Visionen des Zerbster Bürgers Hans Kornführer
  • Spaziergang mit Steffeck von Kolodey
  • Unterredungen mit dem Hofjunker Christian Wilhelm von Wartensleben, dem Köthener Ratskämmerer Martin Hanckwitz und Jena
18. Mai 1654
Bernburg
  • Gespräche mit Küchenmeister Philipp Güder und Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger
  • Entgegennahme von Bittschriften
  • Erledigungen
  • Unterredung mit Jena
  • Finanzangelegenheiten
  • Spazierfahrt mit der Gemahlin
  • Neuigkeiten
  • Ankündigung des anhaltischen Landrechnungstages
19. Mai 1654
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Dichter Morgennebel, dann sonniges, kaltes Wetter
  • Verwaltungs- und Wirtschaftssachen
  • Ausritt nach Zepzig und Besichtigung der Felder
  • Gespräch mit Jonius
  • Besuch durch den Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
  • Spaziergang am Morgen
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr des Kammerschreibers Johann Senf
20. Mai 1654
Bernburg
  • Abschied Schmidts
  • Entgegennahme der Kammerrechnungen vom Kammerschreiber Hans Friedrich Eckardt
  • Gespräch mit Senf
  • Wirtschaftssachen
  • Unterredung mit Jena
  • Besuch der Vorbereitunsgpredigt zum Abendmahl mit dem Sohn
  • Rückkehr Rindtorfs aus Plötzkau
21. Mai 1654
Bernburg
  • Predigtbesuch und Empfang des Abendmahls
  • Menzelius und Reichardt als Mittagsgäste
  • Zweiter Kirchgang
  • Abreise des Hofböttchers Hans Schuster
  • Unterredung mit Jena
22. Mai 1654
Bernburg
  • Dr. Mechovius und Dr. Fischer als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Spaziergang mit der Gemahlin
  • Grenzangelegenheiten
23. Mai 1654
Bernburg
  • Regen und Gewitter
  • Besuch durch den Dohndorfer Pfarrer Christian Engelhardt
  • Abreise von Jena und Dr. Mechovius
  • Neuigkeiten
  • Besuch durch Ernst Gottlieb von Börstel, August Ernst von Erlach und zwei adlige Damen zu einem Gastmahl
  • Entlassung des alten und Indienstnahme eines neuen Mundkochs
24. Mai 1654
Bernburg
  • Kirchgang
  • Börstel als Mittagsgast
  • Verabschiedung Börstels
  • Abreise Rindtorfs
  • Neuigkeiten
  • Besuch durch den Studenten Gottfried Sebastian Reinhardt
  • Besuch durch den ungarischen Adligen von Besing
  • Unterredung mit Senf
  • Rückkehr Bährenreutters
25. Mai 1654
Bernburg → Baalberge → Bernburg
  • Gespräche mit Bährenreutter, Ludwig und Senf
  • Aderlass bei der Gemahlin und den Fürstinnen Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta
  • Dr. Fischer als Mittagsgast
  • Verschiebung der geplanten Reise nach Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Ausflug mit der Gemahlin nach Baalberge
26. Mai 1654
Bernburg
  • Warmes Wetter
  • Rückkehr von Katharina von Krosigk
  • Verschiedene Gespräche
  • Unglück Ludwigs am Vortag
  • Inhalt des Gesprächs mit Ludwig vom Vortag
27. Mai 1654
Bernburg
  • Behandlungen durch Dr. Fischer und den Hofbarbier Johann Wenzel Rothe
  • Dr. Fischer und Börstel als Mittagsgäste
  • Wirtschaftsangelegenheiten
  • Abschickung des Lakaien Michael Ringk
  • Rückkehr von Rindtorf und Jena
28. Mai 1654
Bernburg
  • Morgendlicher Aderlass
  • Kirchgang mit Ehefrau und Kindern
  • Katharina von Krosigk, Menzelius und andere als Mittagsgäste
  • Weiterer Kirchgang
  • Begutachtung durch Dr. Fischer
  • Besuch bei und Verabschiedung von Helena von Rindtorf
  • Vereidigung zweier Bediensteter
29. Mai 1654
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abreise der Jungfer von Krosigk mit der fürstlichen Sprachlehrerin Elizabeth Trowell
  • Administratives
  • Dr. Fischer und Bährenreutter als Mittagsgäste
  • Ankunft Pfaus
  • Verabschiedung Abraham von Rindtorfs
30. Mai 1654
Bernburg → Ballenstedt
  • Kühles Wetter
  • Vorbereitung der Abreise
  • Abreise nach Ballenstedt
  • Besuch durch den Ballenstedter Amttschreiber Matthias Knüttel und den Amtmannssohn David Schmidt
  • Neuigkeiten
  • Abreise von Abraham und Helena von Rindtorf nach Karlsbad
  • Spaziergang nach erledigten Geschäften
31. Mai 1654
Ballenstedt
  • Geldzahlungen
  • Rezept für einen Hustensirup
  • Unterredung mit Martin Schmidt
  • Besuch durch den ehemaligen Kammerjunker Ernst Dietrich von Röder
  • Neuigkeiten
  • Spaziergang am Vormittag
  • Ausritt am Nachmittag
  • Vergebliche Bemühungen
  • Verabschiedung des von Wartensleben
|| [[Handschrift: 194r]]

Montag den 1. May; 1654.

<Regen. Frühenebell.>

<1 lachs.>


Diese walpurgis<Nacht>, hat Meiner gemahlin Liebden hofmeisterinn
Fraw Ritzawinn, in ihrem Schürtzbandt, drey
gemachte knohten gefunden, und verbrandt.
Die Jungfer Wirleben, alß Sie, nach ihrem
krangken hündelein sehen wollen, in der nachtt,
hat ihr bette gantz umbgekehrt gefunden,
<undt einen locken grawe haar, darundter nur 3 Schwartze gewesen in einen Pappier.>
Wartemßleben, ist in seinem lager,
etwaß rauhes auf die handt kommen.
Alß er daßelbe nun, hinweg ge-
schlengkert, hat er gemeckert, wie ein
bogk, oder ziege. perge Solche drey erzehlte stücke
seindt mir wunderseltzam vorgekommen.

|| [[Handschrift: 194v]]


Schreiben von Meinem Sohn, Viktor Amadeus auß Siena,
dahin er (Gott lob!) glücklich von Rom, wieder
angelanget. Es ist ihm aber, auf sein
linckes auge, ein böser fluß gefallen,
welcher ihn, am progreß, seiner rayse
verhindert. Gott wolle ihn darvon baldt
mit gnaden, liberiren. Das Datum wahr, vom 10. ⁄ 20ten: Aprill et cetera


Die Avisen geben: daß zwahr der friede zwischen
Engelland und hollandt, richtig seye, gleichwol
aber, die abnehmung der Schiffe, und armatu-
ren, beyderseitß, noch continuire. Die Engellische
große armada, vagire, an den Frantzösischen Cüsten.
Der König in Schottlandt, und Printz Robert,
wehren noch zu Paris, verlangten nach
sicherer anlendung, und vffenthalt in dem
Königreich Schottlandt, einzukommen.
General Midleton, und andere dem
Könige wolaffectionirte, theten ihr bestes,
die Schotten zu armiren, und anzuführen,
auch die Contributiones, zu erpreßen.
Vor die in Dennemargk, im arrest gewesene Engelische
Schiffe, müsten die Staaden, 14 Tonnen goldes, geben.

|| [[Handschrift: 195r]]


Mit Frangkreich tractirte zwahr Lord Protector
Cromwell, und ehrte seine gesandten. Jedoch,
trawete der König in Frankreich nicht wol, und ließe
seine Seestädte, wie auch Rochelle fortifi-
ciren, und der genandten hugonotten, sich versichern,
welche zwahr unschuldig sein, und gehorsam
ihrem Könige, und hoher Obrigkeitt, gerne leisten.


Die Portughesen, haben daß Reciff,
die vornehmste Festung, der holländer,
in Brasilien, mit gewaltt, eingenommen,
und viel holländer, niedergemachtt.


Spannien, siehet sich auch vor, und will
den Engelländern, wegen ihrer großen
aufrüstung, keines weges, trawen.


Die Schotten, sollen auß dem Gebirge,
herundter gekommen, undt die Engel-
ländischen aufs haüpt geschlagen,
beütte gemacht, undt Schiffe<tücke> vernagelt haben.


Jn Schweden, continuirt, die mutation
des Regiments. Graf Montecuculj Kayserlicher
Ambassador, ist von dannen, wieder abgerayset, mit
dem Conte Caprara, des Piccolominj Schwester Sohn,
und zu Regenspurgk ankommen.

|| [[Handschrift: 195v]]


Die Kayserliche abrayse, wahr wider, in etwas verschoben,
dann Jhre Mayestät gerne dem Reichsabschiedt
beywohnen, auch Chur Meintz, und Chur
Pfaltz, (welche beyde wieder zur stelle) per-
söhnlich, beleyhen wollen. Interim ist
auch der Kayserliche gesandte, graf von Starhem-
bergk, (welcher zu Brüßel gewesen,
und wegen Lottringhen, mit<und> in der Chur
Cöllnischen, Lüttich concernirenden, Streittsache,
mit dem Ertzhertzogk, tractiret) auch nach
Regenspurg wiederkommen, allerundterthenigst zu referiren.


hertzogk Christian, von Megklenburg und andere
seindt auch daselbst erschiehnen, am Kayserlichen hofe.


Die Türgken, haben vor Clin, den Venezia-
nern, 3000 Mann, rujniret, halb gefangen,
halb niedergemacht, darundter viel
deützsche gewesen sein sollen, welche sich
Tapfer gewehret. Die gefangenen, führet
der Bascha von Boßna, im Triumph, nach
Constantinopel, der Türgken sollen darbey
in die 1000 geblieben sein. Diese grosse || [[Handschrift: 196r]]
Niederlage der Christen, hat die Morlacchj
bewogen, sich auch wieder in ihr gebirge zu
retiriren, und beßerer gelegenheitt, zu erwartten,
Die Venezianer, thun versehung, diese schahrte
außzuwetzen, und Dalmatiam, mit anderm
volgk, undt geldt, zu providiren, auß
Candia, und andern orthen her.


Die Moßkowiter, werden numehr von Polen
auch heimgesucht. Der Feldtherr Radzivil
hoffet Sie, auß Kiow, zu schlagen. Die
Tartarn, wollen eher den Polen, alß
ihnen assistiren. Die Cosagken, seindt
des schwehren Moßkowiter Jochs, und scharfen
Tirannischen Regiments, schon überdrüßig
und müde, jncliniren wieder, auf die
Königlich Pollnische seitte, darzu Sie der Bo-
hun, (welcher an Chmielinßky stadt, vom
Könige, verordnet, und albereit, viel Cosacken
an sich gezogen) zu disponiren, verhoffet.


Zu Prag, ist die Unruhe, zwischen den Studenten,
Soldaten, und Jüden, wieder gestillet, durch authori-
tet des Ertzbischoffs, und Cardinald von Harrach, auch || [[Handschrift: 196v]]
anderer Kayßerlicher landofficirer, welche anitzo,
auf selbigem landTage, ahnwesend sein.


Der Pabst, hat das Podagra, ins einem
83. iahr, stargk bekommen. Gott wolle
ihm, darvon helffen. Er theilet sonsten
noch, stattliche Beneficia auß, undt be-
reichert seine freünde, insonderheitt:
Madonna Olympia!


Frangkreich, undt Spannien, liegen annoch
gegeneinander zu felde. Gott bewahre gne-
diglich, meinen Sohn, Viktor Amadeus welcher gedengkt
nacher Meilandt, durch die partheyen, zu
raysen, und memorabilia zu besehen.
ach Gott! bewahr ihn, väterlich. vor unglück!
und wolle ihn ia, weder straucheln, noch fallen,
iemalß laßen! perge


Der Churfürst, von Cölln, und Pfaltzgraf
von Neẅburgk, haben ihre Reichß-
lehen, (durch Abgesandten), bey dem Kayser,
entpfangen.


Doctor Fischer, und Secretär Bärnreütt, extra gehabtt.

|| [[Handschrift: 197r]]


Dem hofrath, Caspar Pfawen, habe ich, (in abwe-
sen, meines bruders Liebden) ordre ertheilet, gewaltt,
mit gewaltt, abzutreiben, und den Stollber-
gischen (welche unß eine halbe Meile
landeß abnehmen, und durch das Zippen-
feldt, (so doch unstreittig Anhaltisches Territo-
rium ist, und bleibet) ihre gräntze,
de facto, & armata manu, nehmen
und ziehen wollen, zu begegnen, darzu
ich dann, die Undterthanen des Amptß
Ballenstedt, vfbiehten laßen, und assistiren
will, der zuversichtt, es werde unser Senior,
auß Gernroda, dergleichen anstaltt
verfügen. Sie sollen schon viel Mann-
schaft, im Gräflich Stollbergischen aufgebotten
haben, und gemeinet sein, wie gemeldet
par force, ihr höchstes Unrechtt,
(welches einem Friedensbruch, nicht ungleich)
zu manuteniren, und wieder recht, zu behaüpten perge
Diese zunöhtigung, macht Mir, seltzahme gedangken.

|| [[Handschrift: 197v]]

Dienstag den 2. May; 1654.

<Schön wetter.>

<1 lachß.>


A spasso, den Segen, im felde, zu besehen, wie
auch, den einen weinbergk; den Caninichen-
gartten, et talia! post negocia, et sacra
peracta.


Die Regenspurgische relation, Numero 72 nacher Regenspurg<Plötzkaw>
addreßirt, und im Voto, mich, mit Fürst hanß
Liebden conformiret.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist hinauß, zur Zigel-
Scheüne spatziren gefahren, und daß ange-
kommene holtzschif besichtiget. Carl Ursinus ist
auch mitgeritten perge und ein par Töchter1, mittgefahren.


Conversatio, mit Jehna.


Schreiben, vom herrn von Schrahtembach, auß
hanover, vom 14den: Aprill.

Mittwoch den 3. May; 1654.

<Regen.>

<1 lachß.>


Mein Stallmeister, undt CammerJungker,
Abraham von Rindtorf, ist heütte nacher
Ballenstedt, verrayset.


hofraht Jehna, undt Secretär Bährenreütt,
haben sich, in undterschiedlichen expeditionibus
præsentiret.

|| [[Handschrift: 198r]]


Salomon Neve, ist bey mir gewesen. Klaget über
den gesterigen handel, da Märtin Fehse, vom
trunckenen Didike, mit einem Meßer, gestochen
worden, und Didike darüber, vom Amptmann
Reichardt, in daß ärgste gefängnüß gestegkt
worden. Nun hette es, mit Fehsen, keine Noht,
er gienge schon herümber. hingegen, wehre der
ander, (welcher in seinem gartten, spatziren gehen
wollen) vom Bürgermeister Fueß, in die Schengke, zur ge-
sellschaft, genöhtiget, und gezwungen worden.
Sie hetten ihm, uhrsache gegeben, in deme Sie, von
dem vorigen landrichter Rusten, übel geredet,
und auf den abgestorbenen, geschmähet. Das
hette er, von so einem, ehrlichen allten, wolver-
dienten Manne, seinem antecessore, undt
als seines weibes <vorigem> gewesenem Ehemanne,
nicht leiden können, Sondern vertheidiget.
Darüber, wehren drey, von der zechgesellschaft
zugleich, über ihn hehrgefallen, mit prügeln,
bangkbeinen, und dergleichen, und hetten
ihn, iämmerlich ding, zerschlagen, zerprügelt,
auch in den zerbrochenen kachelofen, geworfen,
und daselbst vollends übel zugerichtet, wie
auch, in einen Finger, gestochen, also hette er sich || [[Handschrift: 198v]]
abgenöhtigter dinge, zu rettung seines lebens,
wehren müßen, weil sie ihm auch, seine
bahrte genommen, und hette Fehsen, durch seinen
geldbeüttel, und stargkes Fuhrmannsleder
etwas gestochen, das sie von ihm abgelaßen.
Sein kopf, wehre ihm, in seiner iugendt,
übel zerhawen, und zerschlagen, auch
viel knochen herauß genommen worden.
Also: köndte ihm, der Trungk, baldt schaden.
Man hette ihn mögen, seiner wege gehen
laßen. Er gedächte, weder zu weichen,
noch zu wangken. Bähte, weil es, so un-
reümisch, in dem finstern gefängnüß
wehre, daß er keine Nacht mehr, da-
rinnen außzudawren, sich getrawete,
man möchte ihn doch, in das förderste carcer
setzen, da er mehr luft haben, lesen, schrei-
ben, und seine noht aufsetzen, sich verbinden
laßen, auch weniger anfechtung, haben köndte.
Er wüste baldt nicht, was er gethan hette, als
aber die drey seine feinde, alß: Bürgermeister Schmidt[!]2, Fehse
und hanß Tappe, ihn so unchristlich tractiret, || [[Handschrift: 199r]]
und den Amptmann rufen laßen, derselbige auch
incontinentj, die <ärgste> jncarceration, (ohne weittere
verhör,) anbefohlen, hetter er Didike, auß unge-
dultt, die wortt heraußer gestoßen: Du
Amptmann, du wehrest es beßer werth,
das man dich beyführte, alß ich perge Diese
wortt, hetten ihn, den Amptmann, sehr offen-
diret, und paßiones, wieder ihn, erwegket. perge
Bähte umb Gottes willen, mich seiner
ahnzunehmen. perge Er hette kawm, vor 8 Pfennig (denarius)d:
werth, vertrungken. Jch habe befohlen, ihn zu
relaxiren, nach promittirter besserung. et cetera

Donnerstag den 4ten: May; 1654. HimmelfahrtsTag.


Risposta von Hall, wegen Pfaltzgrave Ludwigß.


Jn die kirche, conjunctim, am himmelfahrtsFest,
und BehtTage, zugleich. Unßer hofprediger
Mencelius, hat sich, von seiner außgestandenen
krangkheit, wiederumb außgemacht, undt
eine schöne predigt gethan. Gott erhalte jhn!
De Ascensione Christj, & Sessione ad dexteram
Patris, erudite, concionabatur perge


Extra zu Mittage, über die Ordinarij:extraordina-
rien3, die Fraw Wallwitzinn, und den Amptmann Georg Reichardt gehabt.

|| [[Handschrift: 199v]]


Nachmittagß, mit Carolo Ursino, zur predigt
des Diaconj Ionij; et cetera auch von der himmelfahrt Christj.


Schreiben, vom Caspar Pfaw, daß die Stollberger,
etwaß mitiores werden, und eine Mündliche
Conferentz begehren, ob die sache zu componiren?


Schreiben von hall, daß pfaltzgraf Ludwig
Philips, von dannen, Morgen (gebe gott) abraysen
dörfte perge gegen Weymar zu perge


Conferentz, mit Jehna, und Caspar Pfaw,
ist hinwieder, bescheiden worden.


Ein brief, und invitation zur Fürstlich Pommerschen
sepultur, des letztverstorbenen hertzogs
Bogislaj, meines Schwagers Sehligen gegen den
25ten: May: ist mir, von ChurBrandeburg Liebden
durch einen eigenen bohten, zugeschickt
worden, dieweil aber, der Titul, eines
graven zu Aßcanien, und herren zu Bernburgk
nicht darauf, wie sichs gebühret, gestanden,
Alß habe ich diesen brief, weder eröfnet,
noch beantwortett. Meine herzlieb(st)e gemahlin, aber
(alß welche ebenmäßig invitiret worden) hat ihren
brieff, ohne bedengken, erbrochen, und darauß den || [[Handschrift: 200r]]
Jnnhalt ersehen, wirdt ihn auch, (iedoch mit etwas
Reservat,) beantwortten, und den fehler, antten4
müßen. Mais elle est opiniastre, a le vouloir
donner a entendre, à part, seulement á Monsieur Schwerin,
& non a l'Electeur mesme. perge le complimentant. perge


Avis, das am Sonnabendt acht Tage, eine stargke
wolckenbrust, oder wolgkenbruch, im Aldenburgischen
dorf Gehren gefallen, die meisten haüser
überschwemmet, viel volgks, und in die
500 stück viehes, erträngket, und also,
großen schaden gethan. Es sollen auch darbey
sehr große schloßen, undt stücker eiß, ge-
fallen sein. Wenig leütte, seyen entrunnen.
Gott erbarme sich, der elenden! perge

Freitag den 5ten: May; 1654.

<Frische luft, wie gestern.>


Philipp Güder bey Mir gehabt. Postea Ph<Nickel> Staiger, den
kuhehirtten, mit seinen Visionibus gehört. Er præsa-
giiret von pest, von Theẅrung, krieg, Mißwachß, etcetera
Gott wolle alles unheil, gnediglich wenden!
und unß mit freẅden erscheinen! inmaßen dieser
kerll auch, die annäherung des letzten Tages
Prophezeyet, und von seltzahmen Visionen, redet. perge

|| [[Handschrift: 200v]]


Ein eigener bohte von Stettin, ist ahnkommen, gar
höfliche invitationschreiben, an Mich, und an
Meine herzlieb(st)e gemahlin, mittbringende, von der Königinn
in Schweden, de dato Upsall, vom 1. Martij;
gegen den 25ten: May, darinnen, nichts
vergeßen worden, ahn complimenten, und Tituln. perge


Nachmittages, bin ich hinauß spatziren ge-
ritten, mit Carolo Ursino, gen Palbergk, auch
allhier, undt zu Zeptzigk, auf meine felder.


Vetter Hanß Geörge von Deßaw, ist alhier
durchpaßiret, nacher Plötzkaw, gehende, und
hat sich bey Mir, durch seinen vom Adel, Liligenaw
ahnmelden, und zugleich endtschuldigen <laßen> auch etzliche
briefe, vor mich, und die Meynigen, überantwortett.


Zweene relationes, seindt auß Regenspurg abermalß
einkommen de Numeris 73 undt 74. Der Kayser, ist im vfbruch.
Der ReichßTag, wirdt prorogirt, auf 2 iahr lang.
Die Deputationes ordinariæ, & extraordinariæ gehen vor sich.
Der Punctus justitiæ, et creditorum, wie auch Cameræ
wirdt decidiret, nebst dem articulo<paragrapho> in Instrumento Pacis
de Jndaganda. Mit Lottringhen, wird tractirt, ob etwas
von seinen Postulatis, zu moderiren? Der Stadt Brehmen, wirdt
assistirt contra Svecos. Die Stadt Embden, wirdt mitt || [[Handschrift: 201r]]
in die OostFriesische Contribution gezogen, und von andern
contributionen abgemahnet. Frangkreich wirdt zur pacj-
fication und ersetzung der schäden, den Chur: und Fürsten
so ihnen von seinen garnisonen, auß Philipsburgk, und
andern grentzortten, geschehen, ahnvermahnet, die
Unmittelbahre, freye ReichßRitterschaft (welche
sich von den contributionen ad Cameram, ia gar
vom ReichsSchluß, eximiren will) wirdt tentirt, in die
contribution, nacher Speyer, zur Cammer, das ihrige herbey zu
tragen, alß die solches beneficij auch zu genießen, und viel
lose händel, und lites alda, moviren sollen, wie
etzliche Fürsten, und Stände, votiret. Der Kayserlich
Confirmirte Anhaltische landtTagesschluß, wirdt alß
ein particularis casus inseriret, undt in den Reichsab-
schiedt mitt eingetragen, auch nebst dem hollsteinischen
recht, von der allgemeinen regul, der creditorum
im Reich, eximiret. Chur Meintz, hat seine Reichß-
lehen, persöhnlich entpfangen, in begleittung, des
Bischofs von Regenspurg und Fürsten, von Lobkowitz.
Churfürst von heidelbergk, ist auch wieder zu Re-
genspurg auf der post ahnkommen. Der Kayser begehret
von den Ständen, wegen großer aufgewandter spesen,
über bewilligte 100 Monat, (welche zu den publicis mehr,
als zu Jhrer Mayestät Cammer, gekommen) noch 60 Monat. hertzog Adolff
von || [[Handschrift: 201v]]
Meckelnburg klaget heftig, wieder seinen Sohn, hertzogk
Christian, welcher an itzo, in der person zu Regenspurg
ist, und auch seinen herrvatter, anklaget.
Die Fürsten wollen an den König, in Frankreich nicht schrei-
ben, weil er den Titul, Regia Majestas, prætendiret. perge

Samstag den 6. May; 1654.


Jch habe an die Königinn, in Schweden, wieder
geschrieben, wie auch, an den hertzogk von
Crouy, unsere Stellen, bey der sepul-
tur, zu vertretten, oder vertretten zu laßen, ihn
freündlich ersuchende. Meine herzlieb(st)e gemahlin, hat
auch, an Chur Brandenburg geschrieben, ich
aber nicht, ne m'ayant donnè, le tiltre; nj
d'Ascanie, nj de Bernbourg.) perge


Jacob Antony, von Krosigk, hat sich
bey Mir, præsentiret, in seinen anliegen.

Sonntag den 7. May; 1654.

<1 lachß.>


Gestern, hat man meinen schafen, die wolle
abgenommen, und nur 2 Sägke voll gemacht,
(in præsentia Ludwig Röbers) wegen des Schafsterbens.


Abraham von Rindtorf ist auch, von Ballenstedt wiederkommen,
gestern abendt.


Avis, ex Hollandia, von dem Chevalier Wickevoort5 || [[Handschrift: 202r]]
etcetera daß zwahr der friede zwischen Engelland und hollandt
geschloßen, und ratificiret, auch publiciret, allein
die freẅdenfeẅer, werden nicht groß urgiret,
dieweil der gemeine Mann, übel zufriedena,
das die 2 Deputirten, der Staaden in Londen,
ohne vorbewust des dritten, herr Jongsthal
ihres collegen, wie auch, der Generalitet, einen
heimlichen Arickel geschloßen, das der Printz
von Uranien, und alle seine erben, excludiret
sein solten, von allen hohen chargen, des Staats,
darüber, seindt die deputirten, von den andern
provintzien, schwührig worden, und das volck
murmuriret sehr. Ja, ihrer 5 auß Staaden
von hollandt, und 5 von den Städten, haben offent-
lich, protestiret, wieder die gefaßte resolution
zu lande, und zu waßer, solchen vergleich zu accepti-
ren. Die Provintz Frießlandt, hat sich scharf
darwider geleget, und die andern Provintzien,
wollen dergleichen thun. Auch, dem Cromwell
mißfallen solche ratificationes, mit contradictionen.
Die Schotten, haben große progreß. Portughesen, sollen den
Reciff, in Brasilien, occupiret haben. Ein Mußkowitischer legatus
im haag, kündiget den krieg, wieder Polen ahn. Ein ander6
von Brehmen, suchet hülffe, und assistentz, wieder Schweden.

|| [[Handschrift: 202v]]


Vormittagß, zur kirchen, gefahren, mit drey
meiner Töchter7, undt Carolo Ursino, da der
hofprediger Mencelius, wol geprediget.


Extra zu Mittage, gehabt Doctor Fischern,
(wegen Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin, hauptwehes)
und einen Frantzösischen Capitain, Rousselle
genandt, welcher auß Candia, kommen perge


Die Nachmittagßpredigt, ist einge-
stellet worden, dieweil der Diaconus
Jonius, sich schwach befunden.

<1 lachß.>


Schreiben von Croßen, de Madame l'Electrice, & de Herdesianus perge
Jtem: von Meinem bruder, Fürst Friedrich zu welchem Einsidel
gestoßen, welcher, (wann er zweene Tage spähter
nach Venedig kommen wehre) meinen bruder ver-
fehlet haben würde. Jhre Liebden gedengken, nacher Rom[,]
Napolj, Sicilien, Malta, Corsica, Sardinia
zu gehen. Sie haben zwahr auch, Corfu, Ze-
phalonia, und Zante sehen wollen, woferne es
die zeitt, undt gelegenheit, leiden möchte?
Jtem: von meinem Sohn, Viktor Amadeus und hammeln. Mein Sohn,
gedengkt, Milano, Genoua, Pavia, und andere orth, || [[Handschrift: 203r]]
(nicht ohne gefahr, der Frantzösischen und Spannischen parthien,)
zu besjchtigen. Gott bewahre vor unglügk, allerseitß.


Die Avisen geben:


Das der hollendische undt Engellendische friede ratificirt
seye, auch, auf der Publication, beruhe. Spannien hette auch
begehrt includiret zu werden, aber zu spähte.
Dennemargk wehre mitt eingeschloßen. Frangkreich,
hette gefahr, in Normandie, undt Bretaigne, zu besorgen.
Die armatur der hollender und Engelländer
wehre sehr groß. General Midleton, victorisirte
in Schottlandt. Die suspecte personen, würden vom
Cromwell, sowol Geist: alß weltliche, verhaftet.
In den endtlegenen Seeorthen, continuirten
die prisen, auf dem Meer, biß zum Schluße.
Jrrland wehre, vom Cromwell, subjugiret.


Der Kayser, hette den vfbruch von Regenspurg
auf wenige Tage, verschoben, gleichwol alle
præparatoria, zu waßer, und lande, darzu gemacht.


hertzogk Frantz von Lottringhen, wehre vom Ertz-
hertzogk zu Brüßel, herrlich entpfangen worden,
würde seines herrn bruders, hertzog Carlls, armèe, (so
noch 6000 Mann, Stargk wehre) commendiren.
hertzog Carll, hette etwas mehrere Freyheit, in seinem
carcere, als vorhin, erlanget, in gartten zu spatziren.

|| [[Handschrift: 203v]]


Die Festung, La Baßèe, wehre von den Spannischen
blocquiret, und belägert.


Briesach, würde vom Gouverneur8, in Philipsburg
guberniret werden, undt Harcour außziehen.


Dem Könige, in Frankreich würden, undterschiedliche
heyrathen vorgeschlagen, 1. von des pabsts
Bahse9, mit vielem gelde. 2. eine von des
Königes, in Portugall Tochter, mit viel millionen.
3. eine von des hertzogs, von Modena, schwester.
4. Jtem: des Königes in Engellandt, Schwester.
5. Jtem: eine Prjnceßin von Parma10. Die wahl,
wirdt, bey dem Könige, stehen! perge


Der König in Spannien, macht praeparatoria, Roses
zu belägern, undt zu recuperiren.


Der König in Portugall, hat bey Oliva,
die Spannischen geschlagen, viel gefangen,
andere niedergemacht, und Oliva, eingenommen.


Die Festung Reciff, sollen die Portughesen
in Brasilien, auch eingenommen, und viel
hollender, Todtgeschlagen haben.


Der hertzoginn von Savoya, hat der König in Frankreich
eine große Summa geldes, wiedergeben laßen, wegen
erlittener einquartirung, in Piemont.

|| [[Handschrift: 204r]]


Die Venezianer, erlangen abermalß succurß wieder
den Türgken, vom Pabst, und von den Malthesern.
Jhre niederlage in Dalmatia, vor Clin, continujrt.
Sie hoffen aber, die Schahrt, bald wieder, außzuwetzen.
Die Festung Candia, wirdt vom Türgken, hart belägert.
Jhr Bailo Cappello, ist noch, zu Adrianopel, im arrest.
Sie machen beyderseitß, so wol Türgken, alß
Christen, große præparatoria zum kriege,
zu waßer, undt zu lande.


Der Pollnische ReichßTag zu Warschow hat sich
zerschlagen. Die Nuncij terrarum, seindt
nicht eines, mit dem Könige. Jm Iunio, sol ein
neẅer ReichßTag, wieder angehen. Die Cosagken,
und Moßkowiter, mißtrawen zwahr, einander,
iedoch, köndten sie leicht, mit den Tartarn
wieder die Kron Pohlen, sich vereinbahren.
Der König will in Preüßen, oder Littawen, verreysen.


Die Königin in Schweden, zeücht ihre hofstadt
ein, will in Deützschlandt, und Jtalien raysen.
Der Pfaltzgrave, wirdt sich baldt, kröhnen laßen.
Sie haben, eine armèe, von 30000 Mann, beysammen.


Vor Brehmen, nimbt Königsmargk, alle avenuën
ein. Die Stadt, macht gegen verfaßungen, zu lande, undt
wasser. Königsmarck zwinget die Pawren und landvolgk, zum Schantzen.

|| [[Handschrift: 204v]]


Der landtTag, zu Prag, gehet vor sich, und werden
darneben, undterschiedliche propositionspuncten,
referiret.


Wartemßleben, hat sich wieder eingestellet.

Dienstag den 9. May; 1654.

<1 lachß.>


Hanß Bernds, ist abermalß, bey Mir gewesen.


Postea: der Amptmann Georg Reichardt und andere, in Oeconomicis.


Extra zu Mittage, behalten, S Georg Reichardt Amptmann,
item Secretär Bährenreütt, Georg Knüttel undt andere.
Hans Berndt hat nicht bleiben wollen. Jch habe große
fastidia gehabt, nicht allein, mit hanß Bernds
schuldtsache, wieder die Krosigk, zu Erxleben,
Sondern auch, ihrer heüttigen opposition
halben, wieder eine anbefohlene execution
in Steẅersachen.


Hans Georg Berger, ist von Hamburgk, wiederkommen.


Schreiben von Deßaw, daß mein Schwager krangk
und die gelbesucht bekommen. Gott wolle ihn baldt
restituiren! gnediglich. Wegen weinpfähle,
undt anders, hat mir, der Cammerdiener, auch ab-
rechnung gebracht. Die gute allte fraw Hesin
Obrist Werders SchwiegerMutter, hat numehr auch || [[Handschrift: 205r]]
am Sonnabendt, diese weltt, gesegenet. Gott genade ihr!


Viel fieber, undt krangkheitten, sollen, in der Margk
in Megklenburg wie auch, auf unserer Nachtbarschaft,
graßiren.


Ludwig Röber ist von Deßaw, wiederkommen.

Mittwoch den 10. May; 1654.

<Regen.>


Jn die kirche, mit Carolo Ursino, gezogen.


Extra zu Mittage gehabt, die Fraw von
Wieterßhejm, den hofprediger, Jtem: den
Hanß Bernds, deß von Wieterßheim Tochter,
dann Tobias Steffeck von Kolodey ist (wolmeritirter) Ordinarius,
extraordinarius.


Die Krosigk, von Erxleben, alß: Rittmeister
Volradt, undt Jacob Antony, seindt
erschienen, alhier aufm Schloße, Nachmittags
den gesterigen, geklagten exceß, zu
excusiren, und zu verglimpfen.
Sie berufen sich, auf den Obristen Werder, alß
undterDirectorem, Jtem: auf den außspruch, des
bevorstehenden landrechnungsTages, wollen
endlich, die geforderte 26 ThalerThlr: Steẅern, (welche
schon Andreæ 1653 fällig gewesen) cum protestatione, geben.
Jch aber admittire, keine Protestation, und agnoscire keine superiores || [[Handschrift: 205v]]
im lande, habe auch sonst zu schaffen, ihnen die ge-
behtene audientz, nicht zu verstatten, und da
Sie, die 26 ThalerThlr: guhtwillig geben, will
ich mich bedengken, wie ichs noch, mit der
antung11, (damit ich Sie gestern, bedroẅet,
sonderlich: den Jacob Antony von Krosigk wegen
seines trotzbiehtens, und stargker Opposition)
ahnstellen möchte? Die jnterpretation
eines landtTagesSchlußes, und fürstlichen
vergleiche, kömbt, weder der landschaft
noch dem undterDirectorj, über unß,
keines weges, zu. Mundus; regitur, Opinionibus.


Endlich, haben Sie sich doch, zur zahlung, erbotten,
undt umb verschonung, auch abnehmung der
execution, gebehten.


Jch habe 20 Steine, 11 Pfund (libra) wolle von hier
und von Zeptzigk bekommen, mehr nicht. Pacience!


Meine wagen, und leüttlin, diese Nacht,
nach weinpfählen, geschigkt. Gott geleitte Sie!

<2 lächße.>


An Erlachen, schreiben lassen, per Tobias Steffeck von Kolodey in
den Steẅersachen.

|| [[Handschrift: 206r]]


Jtem: auf die Leiptziger post, geschrieben, nacher Croßen,
an die Churfürstin zu Croßen, undt an Herdesianum.


Post, und Victualien, von Ballenstedt.


Aviß: daß mein vetter, und Schwager, Fürst Iohann Casimir
gar krangk seye, an der gelben suchtt. Gott
wolle es baldt mit ihme, zur beßerung, schigken!


Die Jungfer Krosigkinn, ist mit ihrer
Mutter, von der Chur:Princeßinn, unvorsehens,
anhero kommen, meiner herzlieb(st)en gemahlin, Liebden wieder zuzusprechen. perge


Castiga vellacos, borrachos, en nuestra casa.

Freitag den 12ten: May; 1654.

<1 Rehe, und 1 Hasen, von Ballenstedt.>


Conferentz, wie täglich, mit dem von Jehna.


Wolfgang Sutorius, hat sich, mit den weinpfählen
von Quahlendorf, frühe wieder eingestellet.


hofrath, Paul Ludwig ist auch bey mir gewesen,
allerley expedienda, zu referiren. Gott wolle
unsere labores, gesegenen!


Jn der leichpredigtt, Meines vettern, hertzogk
Geörge Rudolfs, von der Lignitz Sehligen gelesen.

|| [[Handschrift: 206v]]

Samstag den 13den: May; 1654.

<Schön wetter, doch etwas windig.>


Die Krosigkinn von Badegast, ist mit
ihrer Tochter, wieder forth, nacher halle.


A spasso, post peracta negocia, aufs feldt
und weinbergk, dißeyt der Sahle.


Mit rechnungen, und Oeconomysachen,
conferentzen mit Jehna, Rindtorf, Tobias Steffeck von Kolodey
undt andern Officirern, geschäftig gewesen.

Sonntag den 14. May; 1654. <Pfingsten.>

<Kühle wetter, mane, regen sero.>


Jn die kirche, conjunctim, mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin,
und allen anwesenden kindern. Der hofprediger
Mencelius, hat einen schönen Sermon. gethan.
Gott wolle seinen Heiligen Geist, kräftiglich.
in unß, und allen Christlichen zuhörern, wirgken laßen!
zu unserer Seelen, ewigen heyl! und Sehligkeitt!


Nachmittags, wiederumb conjunctim, in
die kirche, da abermahls der hofprediger
den PfingstText, wol continuiret.
Gott gebe krafft dem donner, seines wortts!
undt erweiche, die Adamantische hertzen.

|| [[Handschrift: 207r]]

Montag den 15. May; 1654. PfingstMontag.

<Regen.>

<3 lächße.>


Conjunctim, zur kirchen, zweymhal.


Der Superintendens Plato, hat<hat> vormittagß,
in unserer kirche, vorm berge, geprediget,
ist auch extra zu Mittage, nebenst der
Fraw Wallwitzinn, Doctor Mechovio,
undt Doctor Fischern, behallten worden.


Nachmittags, hat der caplan jonius, geprediget,
und ein vergleichung, zwischen den Pfingsten
des Allten, und des Neẅen <Testaments>, ahngestellet,
darbey erudite erweisende, daß die Neẅen
viel herrlicher, klährer, undt kräftiger
seyen, in der Sichtbahren außgießung, des
Heiligen Geistes, alß die <Tunckelen> allten, und schatten-
bilder, der neẅen<im alten Testament>, nicht gewesen,
wiewol Christus, gestern, heütte, undt
derselbige auch, in ewigkeitt, sejn, und bleiben wirdt.


Die Avisen geben: daß der friede zwischen Engelland
undt Hollandt, zwahr geschloßen, iedoch wehre
es nachdengklich, das die Staaden von hollandt,
den General Staaden, und den andern provintzien, zuwiederb,
das hauß Uranien, (einseittig) von allen hohen chargen, excludiret.

|| [[Handschrift: 207v]]


Spannien, undt Frangkreich, aduliren den Cromwell,
wehren gerne mitt eingeschloßen, tractiren, undter-
einander selber friede, und scheẅen Cromwells machtt.


Die Schotten, Tummeln sich annoch, und
ihre Victorien continujren. Portugall
dörfte die Engelländer und holländer, übern halß
kriegen, in Brasilien, oder sonsten.


hertzog Frantz von Lottringhen, ist zu
Brüßel, ahnkommen, und splendide beneven-
tiret worden. Sein Bruder, hertzog Carll,
hat in seinem gefängnüß, numehr, größere
libertet erlanget, et cetera


Briesach, wirdt von den Königlich Frantzösischen
völgkern, blocquirt, weil Harcour, nicht
allerdings, pariren will.


In Catalonien, und im Milanesjschen,
liegen noch die Frantzosen, und Spannier, gegeneinander.


Der Pabst, macht Cardinäle, und
machet sein hauß, groß, durch alliantzen.


Die Türgken, und Venezianer, er-
größern, ihre Macht, zu wasser, und lande,
einander zu begegnen.

|| [[Handschrift: 208r]]


Der Moßkowiter, ist im stargken anzuge, wieder
die Cron Pohlen, den Cosagken, zu hülfe, in
dreyen undterschiedlichen armèen. Der
König in Polen, stellet sich in mehrere gegenver-
faßungen. Suchet geldmittel, und völgker.


Der Kayser, sol numehr, den 5. May aller
erst aufbrechen, ist nicht einig mit den
Ständen, auch dem ReichßTage, zu Regenspurgk
in allen puncten, sondern, de restitutione
ex Capite Amnistitiæ, & gravaminum perge


Graf Johann von Naßaw Sahrbrücken,
hat abermalß scharfe briefe, an seinen
Sohn, (so päbstisch worden), wie auch, an
den Kayserlichen hofmarschall, Graven
von Starhembergk, abgehen laßen,
welche in offentlichem drugk, sein.


Venj Sancte Spiritus, Et emitte cælitus,
Lucis tuæ radium! Consolator Optime,
Dulcis Hospes Animæ, Dulce refrigerium.
Sine tuo Numine, Nihil est in homine;
Nihil est innoxium! Da salutis exitum,
Da Perenne gaudium!12

|| [[Handschrift: 208v]]

Dienstag den 16den: May; 1654.


Conferentz, mit Jehna, undt andern.


Extra zu Mittage, den Caplan jonium gehabtt.


Nachmittagß, mit Meiner gemahlin, undt kindern,
hinauß hindter Altenburgk, gegen Nienburgk
gefahren, und selbigem pfingstTantz, auf
der wiese, (so iährlich, wegen der weyde,
undt koppeletrift, gehalten, muß werden)
zugesehen. Die vettern, von Plötzkaw,
Fürst Ernst Lebrechtt, und Fürst Jmmanuel,
seindt auch zu unß kommen, mir eine Visite
zu geben, (als dai<Sie> sich undterwegens
schriftlich, durch ihren hofmeister Freybergk
ahngemeldet, wie ich schon undterwegenes wahr)
und haben etwaß, mitt zugesehen. Darnach,
seindt wir wieder, nach gehaltenem
gespräche, von einander, gezogen.
Bey unß wahren, Stallmeister Rindtorff, War-
temßleben, Tobias Steffeck von Kolodey wie auch Jehna, undt
zimlicher comitat, bey ihnen hofmeister Freybergk,
nebenst Geiseln, Michelj, und in die 14 pferde. perge

|| [[Handschrift: 209r]]


Avis: daß der Kayser, wegen unpäßligkeitt, am
7. May, den ReichßTag geendet, den abschiedt
publiciren laßen, undt zu Schiffe geseßen. Gott
wolle Jhre Mayestät undt Mayesteten, glügklich
behüten, bewahren, und geleitten, auf wegen,
undt staigen! und allerseitß gedeyen geben! perge


Avis: daß der Obristleütnant Stammer, zu
Rammelburgk, plötzlich gestorben. Jst ein
feiner edelmann, und wolanstendiger
Vasall, gewesen. Er hat nur, zweene
Tage, krangk gelegen. E Disce Morj!


Avis: daß die Graven von Stollbergk, neẅe
gräntzhändel machen, undt Kayserliche Commißion
außbitten wollen. Tandem vincit Veritas!


On a eü trois malheurs, aujourd'huy, a nos
pourmenades, 1. üne belle levrette de mon
fils, nommèe Machende, a mis le pièd, sous la roue,
dü carosse, dès Damoyselles, en courrant, le faysant
crier, en luy cassant ün ongle. 2. Mademoyselle
Trowelle, allant a pied, avec mes filles apres soupper,
encores pourmener est tombèe, en pasmoyson, de la seignèe || [[Handschrift: 209v]]
de son bras, soufferte a ce mattin, & la veine, s'ouvrit.
3. Mon Page Albert Sekrka, a failly d'estre
tuè par ün cheval, (en revenant, de la dance)
car il demeura avec son pièd, dans l'estrier
retour<tombè qu'il> estoit avec le cheval, & le bidet
frappa dü pied près de sa teste, & dès tempes,
la ou s'il eüst arrivè, c'estoit fait de luy.
Il pouvoit aussy rompre, ou deschirer,
en trainant, ün pièd, ou une jambe.
Dieu soit louè, quj l'a benignement garenty!

Mittwoch den 17den: May; 1654.


Meine Ungarische kutzschenStuhte, hat
gefohlet, und ein fein Stuhtenfohlen, gebracht.
Gott wolle es bewahren! und mir, wol ge-
deyen laßen!


Kornführer, von Zerbst, hat sich wieder
præsentirt, mit seinen Visionen, undt re-
monstrationen. etcetera Gott wolle ihn,
durch seinen Heiligen Geist, auf ebener bahn, führen,
und von seltzahmen imaginationen, nicht verleitten laßen!

|| [[Handschrift: 210r]]


A spasso, zu Fuß, mit Tobias Steffeck von Kolodey in gartten, aufs
Forwergk, undt andere orth, zuzusehen. perge


Conferentz, mit Wartemßleben, postea:
mit hangkwitz, so von Cöhten hehrkommen. perge
Jtem: mit Jehna, ut quotidie perge

Donnerstag den 18den: May; 1654.


Philipp Güder bey mir gewesen, und Schwartzenberger perge


Supplicationes ahngenommen, ut quotidie perge?


Expedienda expediret, per Tobias Steffeck von Kolodey und andere.


Jehna, den hofrath, bey mir gehabtt, undt
mit Bürgermeister Kern, einen guten accord, wegen der
Stadt Kalbe, wiederkäuflicher zinßen,
getroffen. Gott gebe zu glügk! und Segen!


Mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden vor abends, spatziren
gefahren, nach dero ziegelscheüne zu perge


Nül pain, sans peine! Nülle rose, sans èspine. perge


Relationes von Regenspurg de Numeris 75 und 76 perge


Der Kayser, ist hinweg, den 8. May; ChurMeintz, undt
Chur Pfaltz, haben Jhre Mayestät begleittet. ChurPfaltz
ist hinweg gegangen, mit den ChurSäxischen und Brandenburgischen
gesandten, auß der kirchen, als die elevation, agiret,

|| [[Handschrift: 210v]]


Der Reichßabschiedt, ist publiciret. Viel
sachen, werden auf den prorogirten Reichstag,
in 2 iahren verschobene. Jnterim; gehet
die Deputation zu Franckfurth, forth.
Viel dinge, werden auch, vor den Kayserlichen
Reichshofrath, gezogen. Die 100 Monat,
wie auch, die 60 wollen schwehrlich be-
williget werden. Mit der evacuation
der Vechta, hemmen es, die Schweden.
Lottringhen, tractirt auf die helfte,
dörfte von 300 mille auf 100 mille und also noch
auf das 1⁄3 theil, kommen. Der grave von
OostFrießlandt, ist zum ReichßFürsten,
gemacht worden, hat vor sein Diploma
müßen 10000 ReichsthalerRthlr: geben. Dem
Königsmargk, ist befohlen, die Stadt
Brehmen, nicht zu inquietiren.
Die Cammergerichtsziele, werden verdoppelt.
Das iustitzienwesen, in beßere ordnung, reduciret.

|| [[Handschrift: 211r]]


Der landtrechnungßTag, wirdt jntimirt, vom
OberDirectorio. Die vom Außschuß, werden
beschrieben. Das Seniorat wirdt erhöhet
id est: die gesampträhte! Præjudicia!

Freitag den 19den: May; 1654.

<digker böser Nebel mane.>


Travagliirt, in publicis, et Oeconomicis.


Den hofraht Jehna, mit Rindtorf, und andern,
nacher Zeptzigk, und nach meinen Eckern, solche
zu besehen, und auf deren rechte culturam
zu gedengken, außgeschickt. Gott gebe zu glück!


Den Caplan Jonium, bey mir gehabt.


Postea, hat sich der allte Amptmann zu
Ballenstedt, Märtin Schmidt, præsentiret.


A spasso vormittags, in schönem wetter, undt
SonnenSchein, wiewol es frühe, gar kaldt
zu sein pfleget. Aufm hartz, sol es ge-
schneyet haben. Am hartz, und alhier,
hat es in den Feyertagen, gereiffet.


Avis von Deßaw, das sichs (Gott lob) mit dem
vetter, und Schwager, anfänget zu beßern. Gott
gebe gesegnete continuation solches wolstandes.

|| [[Handschrift: 211v]]


Hanß Senff, hat sich, von seiner rayse,
inß Altenburgische, (Gott lob!) wieder
eingestellet, mit paßlicher expedition.

Samstag den 20ten: May; 1654.


Der Amptmann, Märtin Schmidt, hat seinen
undterthänigen abscheidt genommen, in meinung,
nacher Sanderßleben, und Ballenstedt,
wieder zu gehen. Gott geleitte ihn!


Hans Friedrich Eckardt hat mir, die Cammerrech-
nungen gebracht. <Hans Senf hat sich auch wieder praesentirt[.]>


Küchenschreiber, und andere bediente in Oeconomi-
cis expediret. Mit Jehna conferiret.


Sacra vorgenommen, und tractirt,
gegen die præparation.


Nachmittagß, mit Carolo Ursino, in
die vorbereittungßzeitten<predigt> gezogen,
so der hofprediger Mencelius, auß dem
51. psalm, erudite gehalten, und den
Spruch: Schaffe in mir Gott, ein reines hertz, et cetera13
schön außgeleget, sonderlich den Articul, ob? und
wie weitt? der Heilige Geist, oder vielmehr die gaben || [[Handschrift: 212r]]
deßelben, zu verliehren seyen? Dann der heilige
Geist der kindtschaft, bleibet ewiglich, bey
seinen außerwehlten, wie bey König Davidt,
obschon die Freẅdigkeitt, des gemühts,
und andere Tugenden, und gaben, auf
eine zeittlang, oder gantz, verlohren werden können.
Eigentlich zu reden, kan der heilige Geist,
wo er ist, weder gäntzlich, noch endtlich,
Nimmermehr, verlohren werden. Er ist auch
nie, bey Saul dem heüchler, gewesen. Aber
die schönen gaben, so auch Gottlosen, gemein
sein, alß: Stärgke, kraft, Tapferkeitt, vor-
sichtigkeitt, und andere Tugenden, können
auch den Gottlosen, bißweilen mittgethei-
let, auch wol wieder abgenommen werden,
gleich wie die Sonne scheinet, über böse, und
guhte, undt regenet über gerechte, und ungerechte. et cetera


Rindtorf, ist zu Plötzkaw, gewesen, undt
von dannen wiederkommen, y ayant
reçeu satisfaction, en sés desirs.

|| [[Handschrift: 212v]]

Sonntag den 21ten: May; 1654. Trinitatis


heütte, habe ich, mit Carolo Ursino,
und den nobilibus, auch anderm comitat,
der predigt, undt zum Theil<einen theils derselben>, der Heiligen
Communion, <mit Mir> beygewohnet, welche
Carl Ursinus numehr, zum 7den: mahl (,Gott lob!)
gehallten. Gott stärgke ihn ferner,
in wahrer bestendigkeitt, zu seiner Seelen
Sehligkeitt! und überfülle ihn, mit
seines heiligen Geistes gaben, sibenfaltt!


Extra gehabtt zu Mittage, den
hofprediger Mencelium, undt
den Amptmann Georg Reichardt[.]


Nachmittagß, coniunctim, in die kirche,
undt predigt, des jonij.

<Bottajo partito.>


Conversatio; mit Jehna.

Montag den 22ten: May; 1654.


Extra zu Mittage, gehabtt Doctor Mechovium,
undt Doctor Fischern.


Schreiben, von Genoua, von Viktor Amadeus das es ihm (Gott || [[Handschrift: 213r]]
seye lob, ehr, und dangk gesagt, vor diese
gnadenreiche gühte, die Seine Göttliche Allmacht,
continouiren wolle!) noch wol ergehe, undt
mit dem bösen bluß, in dem lincken auge,
(so gefährlich gewesen!) in etwas sich ge-
beßert. Er hat abermalß eine
kurtze, schöne, wiewol gefährliche
excursion gethan, auf Pisa, Livorno,
Lucca, Piacenza, Milano, Pavia,
Genoua, also wiederumb zweymahl den
Appeninum paßiret, gehet nun nach
Nizza, Gott wolle ihn, durch seine heiligen
Engel, geleitten! und sicherlich, führen!
auch mit gehörigen Mitteln, außrüsten!


Die Avisen geben:
daß der friede zwischen dem Protectore der
Engellischen Republicq, Cromwell, undt den General
herren Staaden, zwahr richtig, undt verglichen. Es
protestirten aber darwieder, Frießlandt,
Zeelandt, undt Grüninghen drey provintzien,
dörffte ein Bellum intestinum causiren. perge

|| [[Handschrift: 213v]]


Die Schotten, continuiren, in ihren armaturen.


Der protector droẅet Frangkreich. Die
Frantzösische Seeflotta, sol von den Engelländern,
totaliter geschlagen, undt ruiniret sein.
Die Engelländer, so in Bretaigne, und Normandie
wohnen, seindt in gefahr gewesen, von
den Frantzosen, (in der furie
über solcher bösen zeittung,) erschlagen zu werden,
wann man nicht, armata manu, abgewehret
hette?


Der Ertzhertzogk sol krangk sein, und den
Königlich Frantzösischen gesandten14, (welcher vor den
hertzogk von Lottringhen, jntercediret,
und denselbigen sehen wollen, aber nicht
gedörft) schlecht tractiren, auch bewachen,
und eher, als er gerne gewoltt, forth-
wandern laßen.


Zu Briesach, streübet sich noch, die besatzung,
will nicht außziehen, und die festung, die
wirdt blocquirt von den Lafertischen.
Das Mißtrawen, wächset beyderseitß.

|| [[Handschrift: 214r]]


Der König in Frankreich wirdt tentiret, vom pabst, mit
reichen heyrathen, undt alliancen.


Königlich Porthugesischer gesandter, will noch nicht
admittiret werden zu Rom, und die Königlich
Spannischen gesandten, und ministrj, contraminiren,
auch mit concedirung, der Geistlichen Beneficien.


Der Moßkowiter, undt die Cosagken, tentiren
waß Sie können, wieder die Krohn Polen.
Die hospodaren, und Fürst Ragozzi, bleiben
dem Könige, treẅ:affectioniret. Der
Türckische Kayser, hat die Königlich Pollnische
Legation, herrlich entpfangen, und trac-
tiret, hingegen, der Cosagken gesandten15,
in ihrer præsentz köpfen laßen, auch
dem TartarCham[!] geschrieben, er sollte
der Crone Polen, beystehen, hingegen,
den Moßkowiter, undt Cosagken, bekriegen.


Der Kayser, hat ein scharfes mandatum
avocatorium, an den Königßmargk, undt
selbiges landes Stände, ergehen laßen, bey Strafe
des landtFriedebruchs, etcetera sich, an der Stadt Brehmen,
nicht gerner, zu vergreiffen.

|| [[Handschrift: 214v]]


Die Vechta, ist numehr, (Gott lob) evacuiret,
undt dem Bjschof zu Münster, restitujret.


Auß Candiâ; hat man wenig avisen, undt
es mag daselbst schlecht stehen, vor Venedig.


Der aufbruch, des Kaysers, von Regenspurg
wirdt auch, confirmiret. Die Kayserliche prin-
ceßinn, sol etwas unpaß sein. Derowegen
das angestallte salve schießen, ist
eingestellet worden. Jhre Mayestät wollen
zu Straubinghen, in etwas subsistiren
bey Chur Bayern.


Spannien, und Frangkreich, incliniren
wieder zu friedenstractaten, durch undter-
handlung Chur Cölln perge


Pfaltz Neẅburgk, sol werben.


A spasso, in gartten mit Meiner gemahlin, vor abends.


Georg Reichardt der Amptmann, ist bey mir gewesen.


hofraht Jehna, hat abschiedt genommen,
gleich wie Doctor Mechovio, welche beyde hofrath,
Pfawen, ich adiungire, contra Stollbergenses,
unsere grentzbefugnüße, zu verwahren.

|| [[Handschrift: 215r]]

Dienstag den 23. May; 1654.


Nachmittage regen.
donnerwetter


Der pfarrer, von Dohndorf, Angelocrator, ist bey mir gewesen.


Die Rähte, seindt heütte frühe forth, nach
hartzgeroda zu. Gott wolle sie geleitten!
und gute expedition verleyhen. perge


Avis: daß vetter Lebrechtt, zu Plötzkaw,
auch am Fieber, krangk worden seye. Gott
beßere, den übelstandt! perge


Ernst Gottlieb, von Börstel, ist herkommen,
Jtem: Erlach, nach deme sie, von meinem
Carolo Ursino zu einem grasemahl, inviti-
ret worden. Wegen des regens aber,
hat die collation, und dispensirte recre-
ation, undten im Sahl, müßen gehalten werden et cetera
(Gott gebe, ohne Sünde!) Christian heinrich, von
Börstel, Werder von Gröptzigk, Krosigk16
von Erxleben, und andere, so ebenmäßig,
invitirt worden, haben sich endtschuldiget.
Es seinst auch über die ordinarij: undt
extraordinarii allhiesige Jungfern, noch eine Aße-
burginn, und eine Krosigkinn, mit Erlach, anhero kommen.

|| [[Handschrift: 215v]]


Joachim Schenderle, der neẅe Mundkoch,
von Cöhten, (so zu Regenspurg aufm ReichßTage,
bey Abgesandten, vornehmer Fürsten,
gediehnet) hat sich heütte, zum ersten
mahl, in meinen diensten, eingestellet,
und den alten digken Wentzel koch,
(welcher mir, sieder anno 1628. iahr hero,
gediehnet, und nicht wol mehr forth kan)
habe ich, in gnaden, erlaßen, und zum
Schengkenamptt, des Rahts kellers,
vorm berge, ihn befördert. Gott gebe
mir, und ihnen, gesegnetes glügk!
undt gedeyen! perge

Mittwoch den 24ten: May; 1654.


Jn die kirche, conjunctim perge


Ernst Gottlieb, von Börstel, ist extra
zu mittage, (nach beygewohnter predigt)
bey mir geblieben. Darnach, hat
er abschjedt genommen, in meynung, zu
Chur Brandenburgs Liebden seinem herren, zu gehen.

|| [[Handschrift: 216r]]


Abraham von Rindtorf zeücht auch heütte, nach Ballenstedt.


Avis: daß es sich, mit Meinem Schwager, Fürst Iohann Casimir ge-
beßert habe, (Gott lob! der gebe gendige continuation!)
undt daß heütte, der landgraf Fritz, nacher
Deßaw, kommen solle!


Ein iunger Studiosus, Gottfried Reinhardt,
des Martinj Reinhardj, pfarrers zu Opperoda
Sohn, hat sich præsentiret, und umb re-
commendation, zur beförderung, eines
stipendij, gebehten.


Ein Ungar, nennet sich (nobilem von
Besing,) hat sich auch præsentiret, undt
gratuliret, in meynung, es wehre gestern,
mein geburtsTag gewesen, weil unsere kinder,
so fröhlich wahren. Sed erravit! valde! perge


Avis; (mit leidmuth,) das meine Fraw
Schwester, die Hertzoginn von Mecklenburgk,
das dreytägige Fieber, ahngestoßen, Gott wolle
es, mit Jhrer Liebden baldt zur beßerung, gnediglich fügen! perge


Hans Senf ist bey mir gewesen, me dèscouvrant,
sès sollicitüdes sincerement. perge


<Christof> Bährenreütt, der Secretarius, ist, wiederkommen von Zerbst.

|| [[Handschrift: 216v]]

Donnerstag den 25ten: May; 1654.


Secretär Bärnreütt, welcher von Zerbst
wiederkommen, hat sich præsentiret. Postea:
der hofrath, Paulus Ludwig. Jtem: Hanß Senff. et cetera


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, und beyde Elltiste Töchter,
haben zur ader gelaßen. Gott laße es ihnen, wol gedeyen!
Doctor Fischer, ist darbey gewesen, in præsentia,
und extra behalten worden, zu Mittage.


Die vorgahabte rayse, nacher Ballenstedt,
ist wieder verschoben.


Jch habe wieder an hertzogk Julius
heinrich von Sachßen Lawenburgk ge-
schrieben, undt Jhrer Liebden geantwortett.


Risposta, verantworttungsweise, von den
Trohten, mit nachdengklichen ahnzügligkeitten.
Gott dempfe alle ungehorsahme undterthanen!


A ma fille aisnèe, le sang, n'a pas voulü couler,
l'estüvier, a mal trouvè, La veine, et l'a
touchèe, deux fois, avec la lancette Allemande,
(flihte!) ne la voyant pas. Puis, l'a fort lièe, au
dessüs, et au dessous dü bras, qu'ün peu de sang,
en est ruissellè.


Mit Madame nacher Palbergk, gefahren, und daselbst abend-
mahlzeitt gehalten, nach dem wir den Segen Gottes, im felde gesehen. et cetera

|| [[Handschrift: 217r]]

Freitag den 26<ten:> May; 1654.

<Warm wetter, wie gestern.>


Die Jungfer Krosigkinn, ist von der ChurPrin-
ceßinn, wieder ahnkommen, gestern abendt. perge


Es hat allerley conversation gegeben.


J'ay sceü, que mon Conseiller de la cour, Paul Ludwig s'en
allant hier de moy, en bas, & puis á son jardin
de la Ville, il rencontra ün malheür, a üne rüe,
par inadvertence, d'ün insolent sellier, lequel
pensant jetter, üne grosse pierre, à ün chien
qu'il vit par sa fenestre, sür la rüe,
ne vid pas venir, à travers, d'ün coin,
le bon Paulus, auquel il donna a la teste
a üne tempe, de la pierre, & l'eüst assommè
(apparemment!,) si de bonne fortüne, son
achappeau fort, et sa grosse Perrüque,
n'eüst soustenü, & affoibly, la force
dü coup, qui neantmois se fit sentir a luy
vifuement, & l'endommagea a la teste assèz
fort. Le malheur, nous talonne, par tout, lors
que nous y pensons le moins, souventes fois.
Dieu soit louè, quj l'a encores preservè, & garenty.
Nota Bene[:] C'est ün grand cas, comme ie discouvrois avec luy auparavant || [[Handschrift: 217v]]
de choses èstranges, comme le monde moderne est per-
verty, & süjet aux corrüptions, vendans corps
et ame, & comme les jüstes jügemens de Dieu, en-
suivent? &cetera ie trouvay sès responces, pas
si pertinentes, comme de coustüme. Ie le trouvay
plüstost triste, pensif, süjet a variation,
& comme ün homme, quj a quelque chose, sür le
cour, ou la conscience chargèe, ou bien,
qui doibt avoir ün malheur! Ô misere hümajne.
Fata possunt præviderj; non evitarj! perge
Ambula coram me, & esto jnteger17, dicit Iehova.
Il me parla mesme aussy d'ün chien, accompa-
rant, (comme; sans y penser!) ün Grand Capitajne
(Königsmarck) a ün chien, disant de fürie: Ün
chien enragè, ne court pas neüf iours,
dit on en Proverbe Allemand. Ie m'èsmer-
veillay grandement, de ceste impertinente
comparayson. Sæpe: ludit in humanis, Divina
sapientia rebus perge 18
Ergo: Semper Vigilandum; et Orandum!

|| [[Handschrift: 218r]]

Samstag den 27ten: May; 1654.


Doctor Fischern, (welcher Mich, am husten curiret,)
bey Mir gehabtt, und extra zu Mittage, nebst
Ernst Gottlieb Börstel, behalten.


In Oeconomysachen, laboriret.


Michael Ringk nacher Wien geschickt. Gott gebe, zu glück! und succeß!


Hans Wenzel Rothe mich barbiren laßen.


Abraham von Rindtorf ist von Ballenstedt, wiederkommen, wie
auch unlengst hernach, Jehna, der hofrath, von hartz-
geroda, von den Stollbergischen Tractaten,
(Gott lob!) glügklich wiederkommen ist. perge

Sonntag den 28. May; 1654.


heütte Morgen, habe ich zur Ader gelaßen,
allhier zu Bernburgk, so lange nicht geschehen.
Jst Gott lob, (der gebe zu gesegnetem gedeyen!)
wol gerahten, durch hanß Wentzel Rohte,
meinen hofbalbirer Chyrurgum, und Feldschährer.


Postea: conjunctim, cum uxore, et liberis
zur kirchen, den Text: anzuhören, vom Reichen
Mann, und armen Lazaro, welchen der hofprediger
Mencelius, erudite außgeleget. nach der predigtt, ist
die Excomm[u]nication, wieder den halßstarrigen Blaspheman-
ten, Didike, (w[e]lcher kirchenbuße thun sollen, aber nicht gewoltt) || [[Handschrift: 218v]]
offentlich, von der Cantzel, abgekündiget worden.
Wirdt also reijcirt, und vor kein Mittgliedt
der wahren kirche, mehr gehalten, noch
zun heiligen Sacramenten admittiret, biß er
buße, und bekehrung, wahrhaftig erweiset.


Extra zu Mittage, gehabt, die Jungfer
Krosigkinn, den hofprediger Mencelium,
undt andere ordinarios extraordinarios perge


Nachmittagß, abermalß conjunctim in
die kirche, undt predigt, des Diaconj Jonij,
undt Catechisation, Ern Mencelij;


Doctor Fischer, ist zu mir kommen, hat mein
bluht besehen, qui est fort mal sain,
touchant l'impüritè dès poulmons,
si la force de la natüre, ne l'a repoussè?
Orandum est; ut sit mens sana,
in corpore sano!19


Jch habe die Fraw Rindtorfinn, bes[u]chtt,
welche ihren abschiedt genommen.


Ludwig heinrich Meüsenholdt, Carolj
Ursinj Cammerdiehner, undt der koch, s[e]indt in
diversis functionibus, vereydet worden. Gott gebe zu segen!

|| [[Handschrift: 219r]]

Montag den 29ten: May; 1654.


Die avisen, und berichtschreiben, geben:


Daß der Kayser, Kayserinn, undt König wol ange-
lendet zu Wien, undt Trimphirlich entpfangen
worden. Undterwegens, Straubinghen, hat
Jhre MMMajestäten[,] die Churfürstin, von Bayern, undt
der Churfürst, stattlich tractiret. Der
Reichsabschiedt, wirdt publiciret.


Der Ertzhertzogk Leopoldus, ist wieder genesen.


hertzog Carll von Lottringhen, ist damitt nicht
zufriedenc, das seinem bruder hertzog Frantzen
alle seine chargen, reichthumb, und digniteten
übergeben worden. Die Lottringische armèe ist schwührig.


Die Kayserliche princeßinn, hat die kindeßblattern,
darumb hat man zu Regenspurg beym abschied
nicht salve schießen dörfen. Jhre Majesttät
haben auch zu Lintz, wegen graßirender
blattern, nicht außsteigen wollen. Die
Churfürsten von Meintz, und heidelbergk
gehen wieder nach hause von Regenspurg[.] Der Spannische
Ambassador gehet zu lande, von W Regenspurg
nacher Wien. Der Päbstliche Nuncius aber zu wasser.

|| [[Handschrift: 219v]]


Zu Briesach, hat es viel tumultuirens,
und dißcrepantzen gegeben. Endlich, ist
doch die Sache componiret, beyderseits
geisel gegeben, und der außzug des Prince
de Harcourt, befördert worden.


Cardinal Mazzarinj hat den lendenStein.


Die Cröhnung zu Rheims, des Königes, in
Frankreich sol numehr celebriret werden.


Der Visconte de Türenne, wirdt beym
Könige, hochgehalten, geehret, und begabet.


Man traẅet in Frankreich dem Cromwell, nicht
recht, weil seine Schiffe, an den Custen,
von Britannien undt Guienne, herümber
fladdern, Gleichwol, flattiret man ihn.


Jn hollandt, und Engelland, ist der
Friede, befestiget, und werden die
dangk: undt Freẅdenfeste, bey beyden
Republicquen stattlich celebriret.


Der Adel, in Dennemargk, wil nicht
ratificiren, den Frieden, welchen der
König, mit den Staaden, (damalß, in anderm
Stande,) getroffen.

|| [[Handschrift: 220r]]


Der Engelländische Protector, vermeinet die
Schotten, numehr baldt zu bezwingen.


Die Königin in Schweden, verharret in
ihrem jntent, und befördert selber, die
Cröhnung, des pfaltzgraven. Gegen
das fürstlich Pommerische leichbegängnüß,
hat man, ahn Königlicher und Churfürstlicher seitte,
nichts ermangeln laßen, ahn præparatorijs.


Die Venezianer, haben schaden gelitten, durch
ungewitter, an schiffen, wie auch, an durch
daß böse donnerwetter, bey Candia.


Die Städte, Genua, und Final, seindt
wieder einander, wegen der handlung,
der König, in Spannien, hat destwegen,
den Genuesern, jm Königreich Napolj,
alle ihre gühter, undt einkommen, verarrestiret.


Königßmargk, hat, unerachtet des Kayserlichen,
ernsten mandats, forthgefahren, und noch
einen festen platz, Bederckeße genandt) den
Brehmern, abgenommen, welche bey den Staaden,
umb secours, sollicitiren, wie auch, ejn Moßkowitischer
gesandter, im Haagen, ist, volck, undt waffen, zu begehren.

|| [[Handschrift: 220v]]


Die Jungfer Krosigkinn, ist heütte
hinweg, nacher Deßaw, undt ferner
zur ChurPrinceßinn. Unsere
Jungfer Trowell, gibt ihr, (auf
begehren der Churprinceßinn), das
geleidte.


Es hat heütte, gegen den landt-
rechungßTag, nacher Deßaw, zu thun gegeben,
auch sonst mit andern verworrenen händeln.


Der Medicus, Doctor Fischer, ist extra
zu Mittage, bey unß, geblieben,
wie auch, <der Secretär Bährenreütt, welcher> Carolum Ursinum meinen
Sohn, jnterimsweise, informiret.


Caspar Pfaw, ist anhero kommen, undt
hat die Megkelburgischen Gesandten, von Regenspurg ahngesprochen, auch allerley
dienliche nachrichtt, von ihnen, erhalten.
Er zeüchtt Morgen, wilß Gott,
auf den landtrechungßTag, nacher Deßaw,
undt nimbt instructiones, mit sich.

|| [[Handschrift: 221r]]


Abschiedt, hat diesen abendt, Abraham von
Rindtorf, von mir genommen, in Meynung, Morgen
(gebe gott) mit seiner Frawen, nach dem Carlßbade
zu, zu verraysen. Gott gebe, <zu> gesegneten succeß!

Dienstag den 30ten: May; 1654.

<Kühl wetter.>


Undterschiedliche personen, bey mir
gehabtt, wegen meiner abraise, nacher Ballenstedt.


Nachm einegenommenen Frühestück, bin ich forthgewandert,
mit Carolo Ursino, undt Christian, von Wartemßleben, in allem:
14 personen, undt 14 pferde, stargk, nach Ballenstedt zu, aldar wir,
durch Gottes genade, glügklich ankommen, in feinem kühlem wetter.


Mattheß Cnüttel, der Amptschreiber, undt Davidt Schmidt,
des Amptmanns Sohn, haben sich, bey mir, (successive) præsentiret.


Avis von Deßaw, das sichs (Gott lob!) mit Meiner Fraw
Schwester, der Hertzogin zu Strehlitz Liebden gebeßert, hingegen
Schwester Dorothea Bathilde krangk worden. Gott wolle es gleichßfalß,
zur gesegneten beßerung, baldt fügen! (Martin Hanckwitz a aussy
èsplüchè, et sondè, si a Dessau on concedoit le pouvoir absolü,
a la Princesse, sür sès chevaulx de Carosse, sans que le
Prince, ou mary, s'en osast soucier, & receü la rèsponce, qu'il
luy falloit, a son indiscrete, et discordante Proposition!)


heütte Morgen, ist auch Rindtorff, mit seiner Frawen, aufge-
brochen, von Bernburgk, dieselbe, inß Carllsbadt, zu führen. Gott geleitte Sie!


A spasso; umb die Teiche, undt andere zubehörungen, mich zu ergetzen,
allhier zu Ballenstedt, vor abends, post peracta negocia.

|| [[Handschrift: 221v]]

Mittwoch den 31ten: May; 1654.

1 Groscheng: Carl Ursinus
ThalerThlr:
10

-

noch Christian von Wartensleben
über vorige 10 ThalerThlr:


Recipe[:] Syrupum Veronicae Unzen iij
Isopi Unzen ij
Loch Sanum Unzen ij
de Pulmone Vulpis Unze j Unzen ij
Sacharj Rosarii Unzen Schockß.
Oleum Anisj distillatum Unze j
Syrupus liquiritia, Unze j
Misce; fiat Syrupum perge
Signatum[:] Ejn dünnes Säftlein, vor den hußten, Abends, undt
Morgendts, ist oft bewehrt, vor den truckenen hußten,
Es löset sehr von der brust, undt stillet den husten,
allezeit ein halb löffel voll, darvon eingenommen. perge
Vor Sawren wein, undt Eßigk, Saltz, undt stargk gewürtze-
ter Speise, muß man sich hüten, diß Recept, hat mir Hans Wenzel Rothe
mein hofbalbirer, mittgetheilet. Gott wolle es gesegenen!


Den Amptmann, Märtin Schmidt, habe ich, bey mir
gehabtt. perge Postea: ist Ernst Dietrich Röder, mein hiebevor
gewesener CammerJungker, auch alhier zu Ballenstedt,
ahnkommen, mir undterthenig aufzuwartten.


Avis: das zu Quedlinburgk; Halberstadt, undt
Grüninghen, auf Landgraf Fritzen, stargk zuge-
schickt werde, weil er (wiewol außer der zeitt)
an denen orthen beiß<tz>en will.


A spasso vorMittags, inß Forwergk, umb die
Teiche, und sonsten hin: undt wieder, zu fuße.


Nachmittage, hinauß geritten, meinen neẅen baw, der Scheüne,
zu besehen, und getreidig, im Felde. Es ist (Gott lob!) wol angefangen,
von 37 gebände <74 ellen lang, undt 16 ellen breitt>. Gott laße unß alles, wol genießen!

|| [[Handschrift: 222r]]


Frustra: et jncassum laboravj, bey hauptmann Börsteln, bey
henning Stammern, durch Davidt Schmiden. Pacience! si tous
mes desseings, vont á recülons?


Diesen abendt, hat Christian, von Wartemßleben, von
Mir, einen sehnlichen abschiedt genommen. er gehet zu
seinem Stiefvatter, dem Freyherren von Schrahtembach,
sich zu equippiren, undt Trachtet in fremde lande
zu raysen. Gott gebe ihm glück! undt Segen! undt
laße ihn, (unsere zuchtt) allezeitt, in seinen wegen
wandeln!


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 In Frage kommen hier Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
2 Möglicherweise hier eigentlich Bürgermeister Balthasar Fuß gemeint.
3 Hier: die außerordentlichen Essensgäste.
4 Hier: ahnden.
5 Identifizierung unsicher.
6 Person nicht ermittelt.
7 In Frage kommen hier Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
8 Identifizierung unsicher.
9 Möglicherweise Flaminia oder Anna Pamhphilj.
10 In Frage kommen hier Maria Maddalena und Maria Caterina Farnese.
11 Hier: Ahnung.
12 Zitat aus der Pfingstsequenz "Veni Sancte Spiritus" in Graduale de Tempore (1614), S. 382-385.
13 Ps 51,12.
14 Identifizierung unsicher.
15 Personen nicht ermittelt.
16 Identifizierung unsicher.
17 Gn 17,1.
18 Zitat nach Ov. Pont. 4,3,49 (ed. Willige/Holzberg 52011, S. 482f.).
19 Zitat aus Iuv. 10, 356 (ed. Adamietz 1993, S. 228f.).
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1654_05.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
adjungiren
anfügen, anhängen
adjungiren
beigeben, zuordnen
admittiren
gestatten, zulassen
adulieren
schmeicheln, schön tun
affectionirt
gewogen, geneigt
agnosciren
anerkennen
Ambassador
Gesandter, Botschafter
Andreastag
Gedenktag für den Heiligen Andreas (30. November)
anstoßen
anfallen, angreifen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Armatur
Rüstung
Avenü
Zugang, Zufahrt(sstraße)
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bailo
ständiger Gesandter der Republik Venedig in Konstantinopel
beneventiren
gut aufnehmen, freundlich empfangen
besorgen
befürchten, fürchten
blasphemant
gotteslästerlich
causiren
verursachen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
confirmiren
bestätigen
conformiren
beistimmen, übereinstimmen, sich fügen
conformiren
anpassen
conformiren
abstimmen, vergleichen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contraminiren
entgegenarbeiten
contraminiren
einen Stollen graben, um das unterirdische Legen von Pulver zur Sprengung von Befestigungsanlagen durch den Feind zu verhindern
Dignitet
Würde, Standeswürde
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
disponiren
etwas verteilen, über etwas verfügen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
excludiren
ausschließen
Fluß
Katarrh (Entzündung der Schleimhäute)
Fluß
Rheuma, Gicht
Freund
Verwandter
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Grasmahl
eine im Freien eingenommene Mahlzeit
guberniren
verwalten, regieren
guberniren
sich verhalten
Hofbalbier
Hofbarbier
incliniren
zu etwas neigen
inquietiren
beunruhigen
Intent
Absicht, Vorhaben
intimiren
bekannt machen
Invitation
Einladung
Invitationsschreiben
schriftliche Einladung
invitiren
einladen
Leidmut
Betrübnis, Kummer, Traurigkeit
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
moderiren
mindern, herabsetzen, (mäßigend) abändern, modifizieren
moderiren
(sich) mäßigen, zähmen
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
Mutation
Veränderung
offendiren
beleidigen, kränken
Pacification
Beilegung von Streitigkeiten, Befriedung
Partei
kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde
Partei
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partei
(sich gegenüberstehende) Seite
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
Präparation
Vorbereitung
präsagi(i)ren
mutmaßen, ahnen, voraussagen
promittiren
versprechen, zusagen
providiren
versorgen, versehen
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
Reichsabschied
Zusammenfassung der Beschlüsse eines Reichstages, wobei verschiedene Einzelgesetze wiedergegeben oder zahlreiche Einzelnormen kompiliert werden
rejiciren
verwerfen, abweisen
rejiciren
abwerfen, wegstoßen, zurückdrängen
rejiciren
(auf jemanden) schieben, verweisen
rejiciren
ausstoßen
Relation
Bericht
relaxiren
freilassen
relaxiren
rückgängig machen, annullieren, aufheben
Remonstration
(gerichtliche) Erwiderung, Gegenvorstellung, Einwand
Reservat
vorbehaltenes Recht, Sonderrecht
Reservat
Vorbehalt, Einschränkung, geltend gemachtes Bedenken
restituiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
Römermonat
monatliche Kosten für die Unterhaltung und Besoldung des Reichsheeres
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
Stein
Gewichtseinheit für Flachs, Talg und Wolle
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
subjugiren
unterwerfen
subsistiren
zu leben haben, auskommen
subsistiren
haltmachen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Succurs
(militärische) Unterstützung, Hilfe
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
tummeln
(ein Pferd) in bestimmten Gangarten zur Übung reiten
tummeln
in heftige Bewegung versetzen
tummeln
sich in Unruhe/Aufruhr befinden
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
unräumisch
nicht geräumig, beengt
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
verglimpfen
besänftigen, zur Mäßigung/zum gütlichen Vergleich bringen, zum Rechtsanspruch/Recht verhelfen
verglimpfen
als passend schildern
Victorie
Sieg
victorisiren
siegen, siegreich sein
Volk
Truppen
Weinpfahl
Pfahl, an dem der Weinstock im Weinberg befestiget wird
wiederkäuflich
durch Rückzahlung ablösbar
wohlaffectionirt
günstig gewogen, sehr zugeneigt
wohlmeritirt
sehr verdient
Zeitung
Nachricht
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
N. N. von der Asseburg (3)

Anm.: Um 1654 vermutlich unverheiratete Angehörige des niedersächsischen Adelsgeschlechts.
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Paul de Batz
Paul de Baas
Paul de Castelmore

geb. 1609/10
gest. 1703
Anm.: Sohn des Bertrand de Batz-Castelmore (gest. 1635), Seigneur de Castelmore et de la Plagne; Baron de Castelmore; ab 1640 Musketier des Königs, später Leutnant (1642) und Capitain (1643) in der Königlichen Garde; 1654 französischer Gesandter in London.
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Maria Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1610
gest. 1665
Anm.: Tochter des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); 1635-1651 Ehe mit Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
N. N. von Besing

Anm.: Ungarischer Adliger; um 1654 in Bernburg.
Hiëronymus van Beverningh

geb. 1614
gest. 1690
Anm.: Sohn des Melchior van Beverningh; Studium in Leiden; ab 1644 Mitglied der Vroedschap von Gouda; 1646-1648 und 1650/51 Stadtrat in Gouda; 1652-1655 Mitglied der Generalstaaten; 1653/54 niederländischer Gesandter in England; 1657-1666 Thesaurier-generaal der Vereinigten Niederlande; später niederländischer Gesandter bei den Friedensverhandlungen von Breda (1667/68) und Nimwegen (1675-1679).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Mikołaj Bieganowski

geb. 1601
gest. 1674
Anm.: Sohn des Fähnrichs Stanisław Bieganowski (Wappengemeinschaft: Grzymała); 1625-1652 in polnischen Kriegsdiensten; Obwódny (Quartiermeister) der Armee in der Ukraine (1638–1645); Podstoli (Truchsess) von Lemberg (1643–1644); Chorąży (Fähnrich) von Lemberg (1644–1658); Starost von Mostów und Janów (1646); Kastellan von Podlachien (1658-1660) und von Kamieniec (1660-1674); wiederholt Abgeordneter des Sejm (1646, 1652, 1655); mehrfach königlich-polnischer Gesandter ins Osmanische Reich, u. a. 1647 und 1654.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Friedrich von Blumenthal

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Sohn des Christoph von Blumenthal (1579-1624); ab 1633 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat sowie Kammerjunker; 1635-1641 Direktor des Kriegsrats; mehrfach Gesandter Kurbrandenburgs, u. a. beim Kurfürstentag (1636) sowie den beiden Reichstagen (1640/41 und 1653/54) in Regensburg; 1638 Generalkommissar der kurbrandenburgischen Truppen in Kleve; 1638-1641 wirklicher Geheimer Rat; seit 1646 kaiserlicher Rat und Oberster Kriegskommissar; 1649 Generalkriegskommissar des Westfälischen Reichskreises; 1649 kaiserlicher Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1649/50 Reichshofrat; ab 1649 zudem kurfürstlicher Statthalter von Halberstadt und Amtshauptmann von Gröningen; seit 1651 kurbrandenburgischer Staatskammerrat; 1652/53 Direktor des Geheimen Rates; 1646 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Iwan Bohun

geb. ca. 1618
gest. 1664
Anm.: Ukrainischer Kosakenobrist und Heerführer der Saporoger Kosaken während des Aufstandes von Hetman Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657) gegen die Herrschaft von Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Antoine de Bordeaux

geb. ca. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Guillaume de Bordeaux, Seigneur de Neuville (gest. 1673); Seigneur de Genitay, de Neufville et de Gambais; ab 1640 Conseiller au parlement de Paris; seit 1642 Maître des requêtes; ab 1651 Président au Grand conseil; seit 1652 französischer Gesandter in London.

Weiterführende Informationen in VIAF
Bosanac Fazli Pascha

Anm.: 1651/52 und 1653-1655 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Bosnien.
Henriette de Bourbon
Duchesse Henriette d' Orléans
Duchesse Henriette d' Anjou
Duchesse Henriette de Chartres
Duchesse Henriette de Valois
Geburtsname: Prinzessin Henrietta von England, Schottland und Irland

geb. 1644
gest. 1670
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); seit 1661 Ehe mit Philippe de Bourbon, Duc d'Orléans (1640-1701).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis de Boutillac
Comte Louis de Cerny

Anm.: Sohn des Jean de Boutillac (gest. 1630?); seit 1651 französischer Gouverneur von Philippsburg.
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri Brasset
Henri Brassart

geb. 1595
gest. ca. 1665
Anm.: Seit 1616 Sekretär des französischen Residenten in Brüssel; seit 1627 Sekretär der französischen Gesandtschaft und 1634-1654 französischer Resident in Den Haag.

Weiterführende Informationen in VIAF
Giovanni (2) Cappello

geb. 1584
gest. 1662
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Lorenzo Cappello (1555-1625) di Piero; 1612 Mitglied der Quarantia civil nova; 1615 bzw. 1618 Mitglied der Quarantia ordinaria; 1615 Provveditore alla Sanità; 1616 Auditor novissimo; 1625 Vorsitzender des Rates der Zehn; 1625 Podestà von Brescia; 1627 Mitglied der Pregadi; 1628 Savia alla mercanzia; 1630-1633 venezianischer Bailo (Repräsentant) und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1641-1642 und 1647-1649 Provveditore generale in Terraferma; 1652/53 erneut Bailo und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel; 1653-1658 in Adrianopel inhaftiert; ab 1653 Prokurator von San Marco. .
Conte Lodovico Girolamo Caprara di Pantano

geb. 1629
gest. 1695
Anm.: Sohn des Bologneser Patriziers Niccolò Caprara, Conte di Pantano (1580-1634); kaiserlicher Rittmeister, Obristleutnant (1650) und Obrist (1656); später toskanischer Sergente Generale di battaglia.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Vittoria Caprara di Pantano
Geburtsname: Contessa Vittoria Piccolomini d'Aragona

geb. ca. 1595
gest. nach 1652
Anm.: Tochter des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); seit ca. 1620 Ehe mit dem Bologneser Patrizier Niccolò Caprara, Conte di Pantano (1580-1634).
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ernst Bogislaw von Croÿ
Administrator Ernst Bogislaw von Cammin

geb. 1620
gest. 1684
Anm.: Sohn des Ernest de Croÿ, Comte de Fontenoy-le-Château et Bayon (1583-1620); ab 1624 Herzog von Croÿ; Erbe des persönlichen Besitzes der 1637 im Mannesstamm ausgestorbenen Herzöge von Pommern (Greifen); 1637-1650 Administrator des Hochstifts Cammin; 1665-1678 kurbrandenburgischer Statthalter von Hinterpommern; 1684 kurfürstlicher Statthalter des Herzogtums Preußen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Wenzel Czerny
Václav Czerny

gest. 1659
Anm.: Geboren in Böhmen; seit 1628 Mundkoch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1636); um 1637 Betreiber der Ratsschenke in der Bernburger Bergstadt; 1639-1654 erneut fürstlicher Mundkoch; um auch 1642 Gastwirt "Zu den Drei Kronen"; seit 1654 Schenke des Ratskellers in der Bergstadt.
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Katharina Margaretha von Ditten

gest. 1667
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1652/55 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1658 Ehe mit Levin von Ditten (1624-1696); vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Anna Doria
Principessa Anna di Melfi e Valditaro
Geburtsname: Anna Pamphilj

geb. 1652
gest. 1728
Anm.: Tochter des Camillo Francesco Maria Pamphilj, Principe di San Martino al Cimino (1622-1666); seit 1671 Ehe mit Giovanni Andrea Doria, Principe di Melfi e Valditaro (1653-1737).
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Engelhardt
Christian Angelocrator

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des späteren Köthener Hofpredigers und Superintendenten Daniel Engelhardt (1569-1635); 1635-1637 schwedischer Feldprediger bei Feldmarschall Johan Banér (1596-1641); 1637-1643 Pfarrer von Pißdorf; seit 1643 Pfarrer in Dohndorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 204.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Katharina Henrietta von England
Königin Katharina Henrietta von Schottland
Königin Katharina Henrietta von Irland
Geburtsname: Infantin Katharina Henrietta von Portugal

geb. 1638
gest. 1705
Anm.: Tochter des Königs Johann IV. von Portugal (1604-1656); 1662-1685 Ehe mit König Karl II. von England, Schottland und Irland (1630-1685); 1692 Rückkehr nach Portugal; seit 1704 portugiesische Regentin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Eleonora Maria von Erlach

geb. 1608
gest. nach 1655
Anm.: Tochter des Burkhard von Erlach (1566-1640); um 1652/55 vermutlich Hofjungfer in Bernburg.
Francesco I d' Este
Duca Francesco I di Modena e Reggio

geb. 1610
gest. 1658
Anm.: Sohn des Alfonso III d'Este, Duca di Modena e Reggio (1591-1644); ab 1629 Duca di Modena e Reggio; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Maria Caterina Farnese

geb. 1637
gest. 1684
Anm.: Tochter des Odoardo I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1612-1646); Karmeliterin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Maria Maddalena Farnese

geb. 1633
gest. 1693
Anm.: Tochter des Odoardo I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1612-1646).
Martin Fehse

gest. 1666
Anm.: Bürger, Acker- und Fuhrmann zu Bernburg; um 1644/46 Kirchvater an St. Aegidien zu Bernburg; um 1651 Viertelsherr des Rats der Bergstadt; um 1653/56 Bauherr und um 1666 Kämmerer der Bergstadt.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Ernst von Freyberg

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Erbherr auf Elsdorf; Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; um 1639 im Dienst des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); um 1643/49 und erneut ab 1656 Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); um 1650/56 anhaltisch-plötzkauischer Rat und Hofmeister; später Hofmeister und ab 1660 auch Wittumsrat der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); spätestens seit 1642 Mitglied des Größeren, später auch des Engeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; zugleich Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich d. J. von Friesen

geb. 1610
gest. 1680
Anm.: Sohn des Heinrich d. Ä. von Friesen (1578-1659); ab 1639 kursächsischer Hofrat; danach mehrere diplomatische Missionen, u. a. als kurfürstlicher Gesandter auf den Regensburger Reichstagen von 1640/41 und 1653/54; seit 1650 Geheimer Rat; ab 1665 Direktor des Geheimen Rats; 1653 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Belohnende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Sächsische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf bzw. Fürst Franz Egon von Fürstenberg
Bischof Franz Egon von Straßburg
Bischof Franz Egon von Metz

geb. 1626
gest. 1682
Anm.: Sohn des Grafen Egon VIII. von Fürstenberg (1588-1635); ab 1644 Domherr in Köln; 1649/50 Gesandter für das Kurfürstentum Köln und das Hochstift Münster auf dem Nürnberger Exekutionstag; seit 1650 kurkölnischer erster Minister und Obristhofmeister; 1653/54 kurfürstlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; 1655-1663 Domdechant in Köln; 1658-1663 Bischof von Metz (ohne päpstliche Bestätigung); ab 1660 Domherr in Speyer und Fürstabt von Stablo-Malmedy; seit 1663 Dompropst in Köln und Bischof von Straßburg; 1664 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Balthasar Fuß

geb. 1596
gest. 1668
Anm.: Sohn des Bernburger Kürschners und Ratskämmerers Matthias Fuß; um 1624/26 Ratsbauherr, um 1628 Ratskämmerer und spätestens seit 1630 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt; zugleich Inhaber des Gasthofs "Zum Weißen Ross".
Christoph Bernhard von Galen
Bischof Christoph Bernhard von Münster
Abt Christoph Bernhard von Corvey

geb. 1606
gest. 1678
Anm.: Sohn des Dietrich von Galen (ca. 1570-1645); Domherr, 1630-1634 Domthesaurar, 1634-1642 Geistlicher Rat, ab 1642 Domküster und 1643-1650 bischöflicher Geheimer Rat in Münster; seit 1650 Bischof von Münster; ab 1661 zudem Fürstabt von Corvey.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
N. N. Geisel

Anm.: Seit 1651 Hofmeister des Fürsten Emanuel von Anhalt-Plötzkau (1631-1670).
Anna Hedwig Geuder von Heroldsberg
Anna Hedwig Rabensteiner
Geburtsname: Anna Hedwig von Wietersheim

geb. ca. 1640
gest. 1697
Anm.: Tochter des Heinrich Julius (Wolf) von Wietersheim (1584-1645); vor 1665 Kammerjungfer zu Ballenstedt; seit 1665 Ehe mit Philipp Karl Geuder von Heroldsberg (1636-1694).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Franz von Giese

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Gebürtig aus Herford; Dr. jur. utr.; Erbherr auf Sinningen; in Diensten der Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm (1578-1653) und Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1615–1690) als Kammerdirektor (um 1631/40), Hofratspräsident bzw. Kanzler (um 1642/48), Geheimer Rat und Kanzler (um 1655) bzw. Oberkanzler (um 1663); pfalz-neuburgischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1652-1654); 1667 Erhebung in den Freiherrenstand.
Gerasim Golownin

Anm.: 1654 moskowitische Gesandter nach Den Haag.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ernst Adalbert von Harrach
Erzbischof Ernst Adalbert von Prag
Bischof Ernst Adalbert von Trient

geb. 1598
gest. 1667
Anm.: Sohn des Karl von Harrach (1570-1628); ab 1621 Cameriere segreto von Papst Gregor XV. (1554-1623); seit 1623 Erzbischof von Prag; ab 1626 Kardinal; seit 1665 auch Bischof von Trient.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Katharina (von) Heise
Katharina von Waldow
Geburtsname: Katharina von Randow

geb. 1568
gest. 1654
Anm.: Verm. Tochter des Albrecht von Randow (gest. ca. 1605) auf Loburg und Zollchow; 1598-1602 erste Ehe mit dem anhaltisch-dessauischen Kammerrat, Hofmarschall und Stallmeister Wolfgang von Waldow (1560-1605); seit 1606 zweite Ehe mit August Ernst (von) Heise auf Reinsdorf (1580-1613); vgl. Olof v. Randow: Die Randows. Eine Familiengeschichte, Neustadt a. d. Aisch 2001, S. 199-201.
Christian Herdesianus
Christian von Hardesheim

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bernburger Goldschmieds Bartholomäus Hardesheim (gest. 1625); Studium in Frankfurt/Oder (1624) und Wittenberg (1626); ab 1628 Reise in die Niederlande, England und Frankreich; seit 1635 Geheimsekretär sowie nach 1640 Hof- und Justizrat der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 3, Hannover 1979, S. 1467f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
König David von Israel

Anm.: Biblische Figur; Herrscher des vereinigten Königreichs Israel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Saul von Israel

Anm.: Nach der Bibel erster König der Israeliten.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Allart Pieter van Jongestal

geb. 1612
gest. 1676
Anm.: Sohn des Wijbrand van Jongestal; Jurist; 1637-1655 Rat und seit 1655 erster Präsident am Hof van Friesland; niederländischer Gesandter bei den Friedensverhandlungen in London (1653/54) und Breda (1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
David Kern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Zittauer Brauers David Kern (gest. 1633); um 1624/33 Stadtschreiber und um 1638/54 Bürgermeister in Calbe; seit 1655 Möllenvogt in Magdeburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Kornführer

Anm.: Um 1651/54 Visionen habender Bürger in Zerbst.
N. N. von Krosigk (3)

Anm.: Um 1654 vermutlich unverheiratete Angehörige des mitteldeutschen Adelsgeschlechts.
Brigitta (1) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Radestock

geb. ca. 1580/85
gest. nach 1654
Anm.: Tochter des Heinrich von Radestock (gest. vor 1609); 1609-1620 Ehe mit Bernhard von Krosigk (1582-1620).
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Katharina (1) von Krosigk

geb. ca. 1613
gest. 1672
Anm.: Tochter des Bernhard von Krosigk (1582-1620); um 1653 Aufenthalt am kurfürstlichen Hof in Dresden; spätestens 1668 Leben in Halle (Saale).
Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Lilgenau

Anm.: Möglicherweise Sohn des Cyprian Jonas von Lilgenau; um 1654 wohl Hofjunker bei Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693).
Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz
Fürst Václav Eusebius z Lobkovic
Wenzel Eusebius Popel von Lobkowitz
Václav Eusebius Popel z Lobkovic
Herzog Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb. 1609
gest. 1677
Anm.: Sohn des Sidonius Adalbert Popel von Lobkowitz (1568-1628); ab 1628 Fürst; kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschall (1647); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; ab 1646 Herzog von Schlesien-Sagan; seit 1647 Geheimer Rat; 1650-1665 Hofkriegsratspräsident; 1651/52 zugleich Oberstkanzler von Böhmen; 1665-1674 Obersthofmeister; ab 1670 erster Minister von Kaiser Leopold I. (1640-1705); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Eleonora Maria Josepha von Lothringen und Bar
Königin Eleonora Maria Josepha von Polen
Großfürstin Eleonora Maria Josepha von Litauen
Geburtsname: Erzherzogin Eleonora Maria Josepha von Österreich

geb. 1653
gest. 1697
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1670-1673 erste Ehe mit König Michael I. von Polen (1640-1673); 1678-1690 zweite Ehe mit Herzog Karl V. von Lothringen und Bar (1643-1690).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Herzog Nikolaus II. Franz von Lothringen und Bar
Bischof Nikolaus Franz von Toul

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); 1624-1634 Bischof von Toul; seit 1627 Kardinal; 1634 regierender Herzog von Lothringen und Bar anstelle seines Bruders Karl IV. (1604-1675), noch im gleichen Jahr Flucht und anschließend Leben im Exil; 1648 Rückkehr in den geistlichen Stand; 1654-1659 Oberbefehlshaber der lothringischen Armee.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ludwig Heinrich von Meusenholt

geb. 1632
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des schwedischen Obristen Johann von Meusenholt; seit 1653 Page und Kammerdiener des Fürsten Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) (noch 1655).
N. N. Micheli

Anm.: Um 1654/56 fürstlicher Kammerjunker in Plötzkau.
Earl John of Middleton

geb. ca. 1608
gest. 1674
Anm.: Sohn des Robert Middleton of Caldhame; zunächst Kriegsdienst in Frankreich; bis 1648 militärische Kommandos im Dienst der schottischen Covenanters und des englischen Parlaments; 1648-1654 royalistischer Offizier; 1655-1660 im Exil mit der königlichen Familie; seit 1656 1st Earl of Middleton; 1660-1663 Commander in chief der Armee in Schottland; 1661/62 zudem Lord High Commissioner to the Parliament of Scotland; 1663-1668 Governor of Rochester Castle; seit 1670 Governor of English Tangier.

Weiterführende Informationen in VIAF
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Agnes Christina von Miltitz
Geburtsname: Agnes Christina von Werleben

Anm.: Thüringische Adlige; spätestens ab 1648 fürstliche Hofjungfer in Bernburg (bis 1656); seit 1656 Ehe mit Georg Friedrich von Miltitz (geb. 1627).
Conte bzw. Principe Raimondo Montecuccoli

geb. 1609
gest. 1680
Anm.: Sohn des Conte Galeotto Montecuccoli (1570-1619); kaiserlicher Musketier (1625), Obrist (1635-1645), Generalfeldwachtmeister (1642), Feldmarschalleutnant (1644), General der Kavallerie (1648), Feldmarschall (1658) und Generalleutnant (1664); 1639-1642 schwedischer Kriegsgefangener; ab 1645 kaiserlicher Kämmerer und Hofkriegsrat; seit 1668 Hofkriegsratspräsident; 1651 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1668 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Francisco de Moura Corte Real y Melo
Marquês Francisco de Castelo Rodrigo
Conde Francisco de Lumiares
Duca Francesco di Nocero

geb. 1621
gest. 1675
Anm.: Sohn des portugiesischen Adligen Manuel de Moura e Corte Real, Marquês de Castelo Rodrigo (1590-1651); 1648-1656 spanischer Botschafter in Wien; ab 1651 Marquês de Castelo Rodrigo und Conde de Lumiares; seit 1656 Duca di Nocera (im Königreich Neapel); Vizekönig von Sardinien (1657-1661) und Katalonien (1663/64); 1664-1668 Statthalter der Spanischen Niederlande; seit 1669 königlicher Caballerizo mayor (Großstallmeister).

Weiterführende Informationen in VIAF
Graf Johann d. Ä. von Nassau-Idstein
Graf Johann von Nassau-Weilburg-Saarbrücken

geb. 1603
gest. 1677
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig II. von Nassau-Weilburg-Saarbrücken (gest. 1627); seit 1629 regierender Graf von Nassau-Idstein.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie
Graf Johann d. J. von Nassau-Idstein

geb. 1638
gest. 1658
Anm.: Sohn des Grafen Johann d. Ä. von Nassau-Idstein (1603-1677); 1653 nach Konversion zum katholischen Glauben von seinem Vater verstoßen.
Nassau-Oranien, Haus
Fürsten von Oranien

Anm.: Zweig der Grafen von Nassau, der seit 1530 im Besitz des Fürstentums Oranien war.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Salomon Nefe

geb. 1606
gest. 1662
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Bürgers Hans Nefe; ab 1641 Küster (Äditus) an der Bernburger Schlosskirche St. Aegidien (noch 1653); seit spätestens 1642 zugleich Stadtschreiber der Bernburger Bergstadt (noch 1649); zuletzt Schulmeister in Ilberstedt.
Daniel Nicolai von Greiffencrantz

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Geboren in Parchim; Studium in Rostock (ab 1629) und Bourges (1645 Promotion zum Dr. jur.); 1648-1656 mecklenburgisch-schwerinischer Hof-, Kammer- und Kanzleirat; 1653/54 mecklenburgischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1656 Kanzler der Herzogtümer Bremen und Verden; 1664 Nobilitierung ("Nicolai von Greiffenkrantz").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Willem Nieupoort

geb. 1607
gest. 1678
Anm.: Sohn des Willem Nieupoort; 1636-1672 Mitglied der Vroedschap van Schiedam; 1653/54 niederländischer Gesandter in England; 1654-1657 außerordentlicher und 1657-1660 ordentlicher Botschafter in London.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf bzw. Fürst Enno Ludwig von Ostfriesland

geb. 1632
gest. 1660
Anm.: Sohn des Grafen Ulrich II. von Ostfriesland (1605-1648); ab 1651 regierender Graf und seit 1654 Fürst von Ostfriesland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Flaminia Pallavicino
Principessa Flaminia di Civitella
Flaminia Savelli
Principessa Flaminia di Albano
Geburtsname: Flaminia Pamphilj

geb. 1651
gest. 1709
Anm.: Tochter des Camillo Francesco Maria Pamphilj, Principe di San Martino al Cimino (1622-1666); 1670-1672 erste Ehe mit Bernardino Savelli, Principe di Albano (1653-1672); 1676-1679 zweite Ehe mit Niccolò Saverio Pallavicino, Principe di Civitella (1654-1679).
Pamphili, Familie

Anm.: Römische Adelsfamilie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Olimpia (1) Pamphilj
Olimpia Nini
Geburtsname: Olimpia Maidalchini

geb. 1591
gest. 1657
Anm.: Tochter des Sforza Maidalchini (1561-1623); 1608-1611 erste Ehe mit Paolo Nini (1588-1611); 1612-1639 zweite Ehe mit Pamphilio Pamphilj (1563/64-1639); Schwägerin und enge Beraterin von Papst Innozenz X. (1574-1655).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Scipione Pannocchieschi d'Elci
Erzbischof Scipione von Pisa
Bischof Scipione von Pienza

geb. 1598
gest. 1670
Anm.: Sohn des Conte Orso Niccolò Pannocchieschi d'Elci; 1629 Priesterweihe; 1631-1636 Bischof von Pienza; 1636-1663 Erzbischof von Pisa; Apostolischer Nuntius in Venedig (1646-1652) bzw. am Wiener Kaiserhof (1652-1658); seit 1658 Kardinalpriester von Santa Sabina.

Weiterführende Informationen in VIAF
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Duchessa Anna Beatrice Pico della Mirandola
Geburtsname: Anna Beatrice d' Este

geb. 1626
gest. 1690
Anm.: Tochter des Alfonso III d'Este, Duca di Modena e Reggio (1591-1644); seit 1656 Ehe mit Alessandro II. Pico, Duca di Mirandola, Marchese di Concordia (1631-1691).

Weiterführende Informationen
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern-Stettin
Bischof Bogislaw von Cammin

geb. 1580
gest. 1637
Anm.: Sohn des Herzogs Bogislaw XIII. von Pommern-Stettin (1544-1606); ab 1622 regierender Herzog von Pommern-Stettin und Titularbischof von Cammin; seit 1625 Landesfürst des gesamten Herzogtums Pommern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Gottfried Sebastian Reinhardt

geb. 1632
gest. 1697
Anm.: Sohn des Opperöder Pfarrers Martin Reinhardt (1605-1662); um 1654 Student; 1653?-1669 Pfarrer in Kleinschierstedt; 1669-1683 Pfarrer in Drohndorf; 1683-1697 Subdiakon und 1697 Diakon an St. Marien zu Dessau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 389.
Martin Reinhardt

geb. 1605
gest. 1662
Anm.: Sohn des Harzgeröder Superintendenten Konrad Reinhardt (1567-1638); um 1633 Bürger und Juris Practicus in Köthen; Pfarrer in Cörmigk (1635-1638), Radisleben (1638-1642) und Opperode (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 389.
Balthasar Joachim von Rieben

gest. nach 1663
Anm.: Sohn des Jürgen von Rieben (1589-1644); Erbherr auf Schönhausen, Voigtsdorf, Matzdorf und Lauerhagen; mecklenburgischer Landrat; 1653/54 mecklenburgischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Elisabeth von Ritzau

Anm.: Möglicherweise mecklenburgische oder märkische Adlige; um 1650/56 ("alte") Hofmeisterin der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
N. N. Rousselle

Anm.: Spätestens 1654 Hauptmann in französischen Diensten.
Christoph (1) Rust
Christoph Rost

geb. 1576/77
gest. 1647
Anm.: Spätestens 1625 bis 1636 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt; seit 1636 Landrichter.
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin Magdalena Sibylla von Sachsen
Geburtsname: Markgräfin Magdalena Sibylla von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1612
gest. 1687
Anm.: Tochter des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); 1638-1680 Ehe mit Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen (1613-1680); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Freundliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri II de Saint-Nectaire
Duc Henri de La Ferté-Senneterre

geb. 1599
gest. 1681
Anm.: Sohn des Henri I de Saint-Nectaire, Marquis de La Ferté-Nabert (1573-1662); französischer Capitaine (ab ca. 1627), Mestre de camp, Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général (1648) und Maréchal de France (1651); seit 1643 Gouverneur des Herzogtums Lothringen; ab 1665 Duc de La Ferté-Senneterre und Pair de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Duchessa Cristina di Savoia
Geburtsname: Dauphine Christina von Frankreich und Navarra

geb. 1606
gest. 1663
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1619-1637 Ehe mit Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); 1637-1648 Regentin des Herzogtums Savoyen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Bertram von Scheidt
Johann Bertram von Weschpfennig

geb. 1580
gest. 1662
Anm.: Sohn des Wilhelm von Scheidt, genannt Weschpfennig (ca. 1535-1611); Erbherr auf Bröl (Herrenbröl), Heltorf, Saurenbach und Rötzinghofen; ab 1591 pfälzisch-neuburgischer Edelknabe; seit 1609 in jülich-bergischen Diensten; Amtmann von Angermund (ab 1610) und Landsberg; seit 1620 jülich-bergischer Geheimer Rat; ab 1621 bergischer Landmarschall; seit 1625 Direktor des bergischen Landtages; später auch Obersthofmeister des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653) in den Herzogtümern Jülich und Berg; dessen Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress (1645-1648) und dem Regensburger Reichstag (1652-1654); 1642 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Schenderle

Anm.: Gebürtig aus Köthen; seit 1654 Mundkoch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Herzog Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Schlesien-Liegnitz und Schlesien-Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
David Schmidt

geb. ca. 1630/32
gest. nach 1660
Anm.: Sohn des Harzgeröder Amtsschreibers und späteren Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt; seit 1648 Studium am Gymnasium Illustre in Zerbst; um 1658/60 Amtsverweser der Ämter Ballenstedt und Hoym.
Heinrich Schmidt

gest. 1668
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); um 1643 Kirchvater an St. Aegidien zu Bernburg; seit 1644 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Schuster
Hans Schuester

Anm.: Geboren in Gemünden am Main; Bürger und Böttchermeister in Bernburg; seit 1650 zugleich fürstlicher Hofböttcher in Bernburg (noch 1655).
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Otto von Schwerin

geb. 1616
gest. 1679
Anm.: Sohn des pommerschen Landrates und Amtshauptmanns von Ueckermünde Otto von Schwerin; ab 1638 Kammerjunker des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1640 in Diensten von dessen Sohn, Kurfürst Friedrich Wilhelms (1620-1688) als Hof- und Kammergerichtsrat (1641), Wirklicher Geheimer Rat (1645), Lehnsrat sowie Oberhofmeister der Kurfürstin Louise Henrietta (1627-1667) (1646), Oberostdirektor (1652), Kammerdirektor (1654?), Erbkämmerer der Kurmark (1654), (interimistischer) Kanzler (1657), Erster Minister und Oberpräsident des Geheimen Rates (1658) sowie Hofmeister und Erzieher der kurfürstlichen Söhne (1662); seit 1660 Domprobst des Brandenburger Domkapitels; 1648 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Rechtschaffene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Heinrich (von) Stammer

geb. 1603
gest. 1654
Anm.: Sohn des Eckhard Heinrich (von) Stammer (gest. 1630); Erbherr auf Ballenstedt und Wahren; 1620 Aufwärter bei Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1656) in Wien; kaiserlicher Fähnrich (1621-1624) und Hauptmann (1624-1629); 1635/36 kursächsischer Obristleutnant; zuletzt Domherr in Magdeburg (ab 1641) und Naumburg (seit 1647); Pfandinhaber des gräflich mansfeldischen Amts Rammelburg; vgl. Reinhard Bakius: Beatus Beate Defunctorum Status [...], Eisleben 1655, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henning (von) Stammer

geb. 1581
gest. 1660
Anm.: Sohn des magdeburgischen Amtshauptmanns Arndt (von) Stammer (gest. 1626) in Querfurt; Erbherr auf Ballenstedt, Wörlitz, Wedlitz und Wispitz (Anhalt); ca. 1605-1608 in spanischen Kriegsdiensten; ca. 1610-1618 kursächsischer Kammerjunker; Angehöriger des engeren Ständeausschusses und gelegentlich Kriegskommissar des Fürstentums Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hitzige"); vgl. Andreas Hesius: Herrliche Belohnung Der Standhafftigen Kämpffer und überwinder [...], Köthen 1661, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Heinrich Wilhelm von Starhemberg

geb. 1593
gest. 1675
Anm.: Sohn des Reichard von Starhemberg (1570-1613); ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; 1630 Konversion zum katholischen Glauben; 1631-1637 Hofmarschall von König Ferdinand III. (1608-1657); 1637-1671 kaiserlicher Obersthofmarschall; seit 1656 Geheimer Rat; ab 1672 Landeshauptmann von Oberösterreich; 1643 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 246-259.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann Reichard von Starhemberg

geb. 1608
gest. 1661
Anm.: Sohn des Erasmus d. Ä. von Starhemberg (1575-1648); 1640-1650 oberösterreichischer Herrenstandsverordneter; wirklicher kaiserlicher Kämmerer (1644), Obrist (1647), Generalfeldwachtmeister (1657) und Feldmarschallleutnant (1660); Hofkriegsrat; 1643 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 269f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gheorghe Ștefan
Fürst (Woiwode) Gheorghe von Moldau
István Görgicze

gest. 1668
Anm.: Sohn des Bojaren Dumitrașcu Ceaur; leitender Miniter (Logofate) des moldauischen Fürsten Vasile Lupu (ca. 1595-1661); 1652/53 Anführer eines Aufstandes gegen den Regenten; 13. April 1653 bis 8. Mai 1653 und 16. Juli 1653 bis 13. März 1658 Fürst (Woiwode) von Moldau; danach Leben im Exil; 1668 Suizid in Stettin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Maria Elisabeth von Steffeck von Kolodey
Geburtsname: Maria Elisabeth von Schierstedt

gest. 1690
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; um 1643/55 vermutlich Bernburger Hofjungfer; seit 1674 Ehe mit Tobias Steffeck von Kolodey (1615-1679).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Nikolaus Steiger

Anm.: Um 1654 Kuhhirte in Bernburg, der Visionen erfuhr.
Stolberg, Familie
Grafen von Stolberg

Anm.: Harzer Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Johann (1) Tappe

gest. nach 1659
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Amtmanns David Tappe (gest. 1625); um 1644/57 fürstlicher Amts- bzw. Kornschreiber in Bernburg; seit 1649 ebenso Stadtkämmerer der Bernburger Bergstadt (noch 1659); um 1651/53 zugleich Stadtschreiber; um 1656/57 Amtsschreiber.
Anna Thydick
Anna Rust
Geburtsname: Anna Molweide

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgers Matthias Molweide; 1626-1647 erste Ehe mit Christoph Rust (1576/77-1647); seit 1650 zweite Ehe mit Eberhard Thydick.
Eberhard Thydick
Eberhard Didike

gest. nach 1654/vor 1664
Anm.: Vor 1650 Bürger und Brauer in Egeln; um 1653/54 in Bernburg ansässig.
Trotha, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Elizabeth Trowell

Anm.: Katholische und unverheiratete Engländerin, die seit 1652 als Sprachlehrerin die fürstlichen Kinder in Bernburg unterrichtete.
Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Graf Franz Wilhelm von Wartenberg
Bischof Franz Wilhelm von Osnabrück
Bischof Franz Wilhelm von Verden
Bischof Franz Wilhelm von Minden
Bischof Franz Wilhelm von Regensburg

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des Herzogs Ferdinand von Bayern (1550-1608), dessen Kinder 1602 zu Grafen von Wartenberg erhoben wurden; 1614-1621 Präsident des bayerischen Geistlichen Rates; 1621-1640 kurkölnischer Obersthofmeister und Geheimratspräsident; ab 1625 Bischof von Osnabrück; 1629/30 kaiserlicher Kommissar für die Exekution des Restitutionsedikts zwischen Rhein und Elbe; zudem Bischof von Verden (1630/31) und Minden (1630-1648); 1643-1648 kurkölnischer Hauptgesandter auf dem Friedenskongress in Münster und Osnabrück; seit 1649 auch Bischof von Regensburg; ab 1660 Kardinal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Joachim van Wickevoort
Joachim van Wicquefort

geb. 1596
gest. 1670
Anm.: Sohn des Antwerpener Kaufmanns Jasper Jansz van Wickevoort (1554-1634); langjähriger Agent des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden; seit 1639 hessisch-kasselischer Resident in Den Haag (bis mindestens 1659).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Heinrich Julius (Wolf) von Wietersheim

geb. 1584
gest. 1645
Anm.: Sohn des 1592 nobilitierten schaumburgischen Kanzlers Anton Smeckeworst, genannt Wietersheim (1539-1614); Erbherr auf Schöningen (bis 1637), Opperode (ab 1622) und Wörbzig; 1611-1613 Rat des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); seit 1618 Hofmeister und Kammerrat des Herzogs Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); um 1622 auch Rittmeister in dessen Armee; ab 1623 halberstädtischer Stiftshauptmann sowie Amtshauptmann von Gatersleben und Niendorf; 1630 Reisehofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1630-1637 Geheimer Rat und Stiftshofmeister der Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg (1587-1645); seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausziehende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Maria Susanna von Wietersheim
Geburtsname: Maria Susanna von Bila

geb. 1610
gest. 1697
Anm.: Tochter des anhaltisch-dessauischen Hofrats Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1626); 1642-1645 Ehe Heinrich Julius (Wolf) von Wietersheim (1584-1645).
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Helena Zaborsky
Helena Zabořsky

Anm.: Vermutlich Tochter des böhmischen Adligen N. N. Zaborsky (gest. 1636); seit 1637 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Adrianopel (Edirne)
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Apennin(en)
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
(Bad) Bederkesa
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Breisach am Rhein
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Bretagne
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dohndorf
weiterführende Informationen
Emden
weiterführende Informationen
England, Schottland und Irland, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Finale Ligure
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Genua (Genova)
weiterführende Informationen
Gernrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Göhren (bei Altenburg)
weiterführende Informationen
Gröbzig
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
weiterführende Informationen
Großbadegast
weiterführende Informationen
Guyenne
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kaninchengarten
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg bei Bernburg.
Karlsbad (Karlovy Vary)
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kefalonia, Insel
weiterführende Informationen
Kiew
weiterführende Informationen
Knin
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Korfu, Insel
weiterführende Informationen
Korsika, Insel
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
La Bassée
weiterführende Informationen
La Rochelle
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Linz
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
Livorno
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lucca
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège), Hochstift
weiterführende Informationen
Mailand (Milano)
weiterführende Informationen
Mailand, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Malta (Inselgruppe)
weiterführende Informationen
Mecklenburg-Güstrow, Herzogtum
weiterführende Informationen
Mecklenburg-Schwerin, Herzogtum
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederländisch-Brasilien (Neuholland)
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale)
weiterführende Informationen
Nizza (Nice)
weiterführende Informationen
Normandie
weiterführende Informationen
Oliva de la Frontera
weiterführende Informationen
Opperode
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostfriesland, Grafschaft
weiterführende Informationen
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Pavia
weiterführende Informationen
Philippsburg
weiterführende Informationen

Anm.: Bis 1615 Stadt Udenheim.
Piacenza
weiterführende Informationen
Piemont
weiterführende Informationen
Pisa
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Preußen (königlich-polnischer Teil)
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Quellendorf
weiterführende Informationen
Rammelburg
weiterführende Informationen
Recife (Maurícia/Mauritsstad)
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Reims
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roses
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen-Altenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Sandersleben
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sardinien (Sardinia), Insel
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Siena
weiterführende Informationen
Sizilien (Sicilia), Insel
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Speyer
weiterführende Informationen
Stettin (Szczecin)
weiterführende Informationen
Stolberg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Straubing
weiterführende Informationen
Uppsala
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Zakynthos, Insel
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Zippenfeld
Anm.: Grenzterritorium des Fürstentums Anhalt-Harzgerode, von der Grafschaft Stolberg beansprucht.
Anhalt, Landstände
Anhalt, Großer Ausschuss der Landstände
Bernburg, Rat der Bergstadt
Friesland, Provinzialstände
Gelderland, Provinzialstände
Groningen (Stadt und Umland), Provinzialstände
Holland, Provinzialstände
weiterführende Informationen
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Overijssel, Provinzialstände
Seeland (Zeeland), Provinzialstände
Utrecht, Provinzialstände
Artickel Deß zwischen dem Durchleuchtigen Herrn/ Herrn Olivier Cromwel/ Protectorn der Republic von Engel: Schott: und Irland/ [et]c. einer: und den Hochmögenden Herren General Staden der Vereinigten Niederländischen Provincien/ anderseits/ zu Westmünster geschlossenen ewigen Friedens/ Verein und Verbündnuß, Frankfurt am Main: Wilhelm Serlin, 1654. [Nachweis im GVK]
Graduale de Tempore iuxta Ritum Sacrosanctae Romanae Ecclesiae. Editio Princeps (1614). Edizione anastatica, Introduzione e Appendice, hg. von Giacomo Baroffio / Manlio Sodi, Città del Vaticano: 2001. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Decimus Iunius Iuvenalis: Saturae = Satiren. Lateinisch-deutsch, hg. von Joachim Adamietz, München: 1993. [Nachweis im GVK]
Kaiser Ferdinand III. (Heiliges Römisches Reich): Reichs-Abschied zu Regenspurg 1654. : [... Gegeben in Unser und des Heil. Reichs Stadt Regenspurg den 17. Tag des Monats Maii Anno 1654. ...], o. O.: 1654. [Nachweis im GVK]
Kaspar Keseler: Ehren-Lob Gottsfürchtiger Regenten : Von Gott dem H. Geiste/ durch die Feder deß Königlichen Propheten Davids/ im LXXXII. Ps. am VI. v. entworffen/ Und bey deß [...] Herrn George-Rudolffs/ Hertzogs in Schlesien zur Liegnitz [...] Leichen Begängnüs/ [...] in Liegnitz den 14. Maii, dieses 1653sten Jahres/ aufgesucht und geprediget, Liegnitz: k. A., 1653. [Nachweis im GVK]
Graf Johann von Nassau-Idstein: Warhafftiger Abtruck/ Deren von dem Hochwohlgebornen Herrn/ Herrn Johannsen Grafen zu Nassaw/ Saarbrücken/ [et]c. Vom dato Itzstein den 19. Septembris/ 10. und 14. Octobris/ Anno 1653. an seinen zur Römisch Päpstischen Religion getrettenen Sohn/ und Hof-Marschalln/ Heinrich Wilhelm Herrn von Starenberg/ [et]c. gethanen Dreyen unterschiedlichen Schreiben. Nachgedruckt zu männiglichs Wissenschafft, o. O.: 1654. [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Epistulae ex Ponto = Briefe vom Schwarzen Meer, in: Briefe aus der Verbannung. Tristia. Epistulae ex Ponto. Lateinisch und deutsch, übers. von Wilhelm Willige / Niklas Holzberg, Mannheim: 2011, S. 292-546. [Nachweis im GVK]