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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juli 1654


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 244r-269r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Juli 1654
Bernburg → Ballenstedt
  • Stürmisches Wetter
  • Mit Fürst Karl Ursinus und ausgewählten Bediensteten Aufbruch nach Ballenstedt
  • Bericht durch Henning Stammer
  • Nachricht von der Reiseroute des Landgrafen Friedrich von Hessen-Eschwege
  • Zahnbehandlung durch Hofbarbier Johann Wenzel Rothe
  • Untersuchung Fürst Karl Ursinus‘ durch Rothe
  • Nachricht einer Selbsttötung
  • Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
02. Juli 1654
Ballenstedt
  • Beängstigender Traum
  • Predigtanhörungen
  • Anhaltende Schwellung Fürst Karl Ursinus‘
  • Pfarrer Petrus Gothus als Essensgast
  • Lieferung durch Lakai Martin Haug
  • Entenjagd
  • Besuch des Obristen Peter Frisch durch Stammer
03. Juli 1654
Ballenstedt
  • Tatendrang trotz Widrigkeiten
  • Überprüfung einer Strafsache
  • Unterredungen mit Sekretär Christoph Bährenreutter und Gothus
  • Gothus als Essensgast
  • Erkrankung des Sattelknechts Friedrich Holst
  • Spaziergang
  • Nachrichten aus dem Aus- und Inland
04. Juli 1654
Ballenstedt → Harsleben → Halberstadt
  • Nachricht von der Geburt von Herzogin Sophia von Sachsen-Weißenfels
  • Mit Fürst Karl Ursinus und ausgewählten Bediensteten Reise nach Halberstadt
05. Juli 1654
Halberstadt → Ströbeck → Osterwieck → Hornburg → Schladen → Gebhardshagen
  • Auf verschlungenen Wegen und bei schlechtem Wetter Reise nach Gebhardshagen
  • Zweifel an der Kompetenz des Kutschers
  • Vielseitiger Ackerbau im Braunschweigischen Lande
  • Abschickung des Kammerschreibers Johann Senf
06. Juli 1654
Gebhardshagen → Hildesheim
  • Wechselhaftes Wetter
  • Reise nach Hildesheim und Einquartierung
  • Beschreibung der Braunschweigischen Landschaft
  • Besichtigung der Sehenswürdigkeiten durch Fürst Karl Ursinus
  • Kassenführung
  • Rückkehr Stammers
07. Juli 1654
Hildesheim → Springe → Münder → Hülsede
  • Gutes Wetter
  • Kassenführung
  • Besichtigungen in einem Leichenschauhaus
  • Reise nach Hülsede
  • Mutmaßliche Festschüsse zu Ehren Herzog Georg Wilhelms von Braunschweig-Lüneburg
08. Juli 1654
Hülsede → Arensburg, Schloss → Bückeburg
  • Über Arensburg Weiterreise nach Bückeburg
  • Schäden an der Kutsche aufgrund schlechter Wegqualität
  • Besichtigung von inhaftierten Hexen
  • Gastfreundschaftliche Aufnahme am Hof des Grafen Philipp zur Lippe-Alverdissen
  • Gedanken zu Graf Philipp und seiner Familie
  • Beschreibung der Tischordnung
09. Juli 1654
Bückeburg
  • Kirchgänge
  • Besichtigung der wertvollen Einrichtungen und Ausstattungen
  • Besichtigung des Gartens und der Umgebung
  • Nachricht vom Regierungsantritt Herzog Gustav Adolfs von Mecklenburg-Güstrow
  • Erläuterungen zu Finanzierungen im Haus Hessen-Kassel
  • Beschreibung von Gepflogenheiten auf dem Regensburger Reichstag
  • Beschreibung von Regelungen zur Landesherrschaft
10. Juli 1654
Bückeburg
  • Morgendliche Verfassung gemäß vorabendlichen Alkoholkonsums
  • Weitere Besichtigungen Karl Ursinus‘
  • Abreise des Obristen Ernst von Stolzenberg, des Pfarrers Johannes Appelius und eines von Ditfurth
  • Kirchgang
  • Tanz und Billard
  • Spazierfahrt
11. Juli 1654
Bückeburg → Minden → hartum → Fiestel → Ippenburg, Schloss
  • Abschied vom Grafen und von der Gräfin zur Lippe-Alverdissen
  • Gestrige Besichtigung der militärischen Truppen vor Ort
  • Kassenführung
  • Anfänglich Wegbegleitung durch den Grafen
  • Reise nach Schloss Ippenburg und Besichtigung der Anlage
  • Ende der bisweilen hohen Kontributionsabgaben
  • Schlechte Wegqualität und Regen
12. Juli 1654
Ippenburg, Schloss → Osnabrück → Tecklenburg
  • Nächtliche Reparatur einer am Vortag eingestürzten Brücke
  • Kassenführung
  • Reise nach Tecklenburg
  • Begrüßung durch Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg und seine Familie
  • Gespräch mit Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg und Gräfin Anna Elisabeth von Bentheim-Steinfurt
  • Alkoholkonsum Fürst Karl Ursinus‘ beim Essen mit Graf Johann Adolf von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
13. Juli 1654
Tecklenburg
  • Gespräche mit dem Grafen und der Gräfin von Bentheim-Tecklenburg-Limburg und der Gräfin von Bentheim-Steinfurt
  • Besichtigung von Sehenswürdigkeiten
  • Spaziergang Fürst Karl Ursinus‘
  • Besehen des jungen Grafen Friedrich Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
  • Nachrichten aus dem In- und Ausland
14. Juli 1654
Tecklenburg
  • Wechselhaftes Wetter
  • Angenehmer Zeitvertreib
  • Besichtigung von Sehenswürdigkeiten
  • Ausschank alkoholischer Getränke
  • Abreise des Kornetts Hans Bohne
15. Juli 1654
Tecklenburg → Westerkappeln → Ihorst
  • Morgendlicher Nebel
  • Über Westerkappeln Reise nach Ihorst, anfänglich begleitet vom Grafen von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
  • Andere Reiseroute für Fürst Karl Ursinus
  • Nachricht von der Ankunft von Königin Christina von Schweden in Oldenburg
  • Austausch der Reisepferde zur Erholung
16. Juli 1654
Ihorst → Huntlosen
  • Reise nach Huntlosen zum Witwensitz der Gräfin Anna Sofia af Wasaborg
  • Gastfreundliche Unterbringung im noch im Bau befindlichen Schloss
  • Beschreibung der Schlossanlage
  • Trauer um den vor einiger Zeit verstorbenen Grafen Gustaf Gustafsson af Wasaborg
  • Inkognito-Reise der Königin von Schweden
17. Juli 1654
Huntlosen → Oldenburg
  • Abschied und Reise nach Oldenburg
  • Unterbringung in einem Wirtshaus durch den Stadtkommandanten Maul
  • Besuch durch Rat Dr.Konrad Balthasar Pichtel
  • Aufenthalt des Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst in Rastede
  • Nachrichten von Königin von Schweden und militärischen Auseinandersetzungen im Umland
  • Viel Regen
  • Besichtigung von zwei besonderen Schimmeln
18. Juli 1654
Oldenburg
  • Wechselhaftes Wetter
  • Gespräch mit dem Grafen von Oldenburg und Delmenhorst
  • Nachricht vom Tod von König Ferdinand IV.
  • Mittagessen und Gespräch mit Gräfin Sophia Katharina von Oldenburg und Delmenhorst
  • Unterhaltung und Zeitvertreib
  • Besuch durch Friedrich Matthias von Wolzogen
19. Juli 1654
Oldenburg → Huntlosen
  • Kirchgang
  • Besichtigung von Sehenswürdigkeiten mit der Gräfin
  • Verabschiedung und Reise nach Huntlosen
  • Besuch bei Gräfin Anna Sofia af Wasaborg und abermalige Abschiednahme
20. Juli 1654
Huntlosen → Dinklage, Burg
  • Regen
  • Reise nach Burg Dinklage und Aufnahme durch einen von Ledebur
  • Besichtigung der Burganlage
  • Nähe zum Fluss Vechte und Sichtung von Heideland und Kornfeldern
  • Weiterhin Kampfhandlungen bei Bremen
  • Sorge um Fürst Karl Ursinus
21. Juli 1654
Dinklage, Burg → Tecklenburg
  • Wechselhaftes Wetter
  • Reise nach Tecklenburg durch Heide- und Waldlandschaften
  • Sichtung der reisenden Königin von Schweden durch den Grafen von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
  • Widerstand gegen den Münster Bischof Christoph Bernhard von Galen
  • Bestätigung des Todes König Ferdinands IV.
22. Juli 1654
Tecklenburg
  • Betrübnis über den Reiseaufwands
  • Gespräche und Zeitvertreib mit den Gräfinnen von Bentheim-Tecklenburg-Limburg und von Bentheim-Steinfurt
  • Spaziergang mit den Grafen von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
  • Mittagessen in Anwesenheit des Kanzlers Dr. Arnold Hausbrand
23. Juli 1654
Tecklenburg
  • Predigtanhörungen
  • Mittagessen in Anwesenheit Haubrands
  • Zeitvertreib mit dem Grafen von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
24. Juli 1654
Tecklenburg → Neuenhaus
  • Reise nach Neuenhaus
  • Anfängliche Begleitung durch den Grafen von Bentheim-Tecklenburg-Limburg und seinen Sohn
  • Verabschiedung und Weiterreise
25. Juli 1654
Neuenhaus → Uelsen → Venebrugge → Hardenberg → Zwolle
  • Weiterreise nach Zwolle
  • Scheitern einer Fischmahlzeit in Hardenberg
  • Betrunkene am Stadttor von Zwolle
  • Viele landwirtschaftliche Nutzflächen
  • Kürzliche Durchreise Fürst Karl Ursinus‘ und der Königin von Schweden
  • Streitigkeiten um den Lingener Drosten Rutger van Haersolte
26. Juli 1654
Zwolle → Kampen → Amsterdam
  • Reise nach Kampen an der Issel und Weiterreise nach Amsterdam
  • Bewunderung einer Holzbrücke, des Kampener Rathauses und einer Kirche
  • Landwirtschaftliche Nutzflächen
  • Frühstück in Kampen
  • Fährfahrt nach Amsterdam
  • Einkehr in eine Unterkunft
27. Juli 1654
Amsterdam
  • Korrespondenz und Abschickung Haugs
  • Besichtigung von Amsterdamer Sehenswürdigkeiten
  • Kaufen diverser Objekte
  • Ankunft der Königin von Schweden in den Niederlanden
  • Diverse Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
28. Juli 1654
Amsterdam
  • Schönes Wetter
  • Behandlung durch den Arzt Gaillard
  • Durch den Englandkrieg bedingte Teuerung aller möglichen Waren
  • Erwähnung des angeblich berühmten Arztes Dr. Gerard Nicolaes Valckenier aus Amsterdam
29. Juli 1654
Amsterdam
  • Warmes Wetter
  • Ergebnislose Rückkehr Haugs und Abwesenheit Dr. Valckeniers
  • Einnahme von Medizin
  • Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
  • Besuch durch den ehemaligen Kellerjungen Hans Schröhter und durch Dr. Gaillard
  • Besichtigung Amsterdams durch Bedienstete
  • Spaltung der niederländischen Bevölkerung hinsichtlich Oliver Cromwell und Fürst Wilhelm III. von Oranien
  • Nahende Sonnenfinsternis
  • Erneute Abschickung Haugs
30. Juli 1654
Amsterdam
  • Warmes Wetter
  • Einnahme von Medizin
  • Kirchgänge der Bediensteten
  • Besuch durch Schröhter
  • Aufstellung der reformierten und lutherischen Kirchenbesucher in Amsterdam
  • Korrespondenz
31. Juli 1654
Amsterdam
  • Wechselhaftes Wetter
  • Rekapitulation der bisherigen Reisedauer
  • Bettruhe wegen eingenommener Medizin
  • Rückkehr des Wirts aus Köln
|| [[Handschrift: 244r]]

Samstag den 1. Julij; 1654.

<Sturmwindt zu Mittage.>


Dieweil Carolus Ursinus, etwas linderung gehabtt,
alß seindt wir, im nahmen Gottes, gar frühe
aufgebrochen, (in kühlem wetter,) nach genommenem
abschiedt, in die 19 personen, undt 16 pferde stargk,
von Bernburg wiederumb nacher Ballenstedt,
ob Gott der herr, numehr, zum dritten ange-
fangenen Mahl, mein vorhaben, undt intent, gesegenen möchte?

|| [[Handschrift: 244v]]


Henning Stammer hat relation gethan, von seiner
verrichtung, quæ fuit magis speciosa,
quam fructuosa! Patientia! Zu Hamburg1


Avis: daß Landtgraf Fritz, zwahr
eine Nacht, zu halberstadt, gelegen,
darnach aber, gen Grühningen
kommen, daselbst etzliche tage
gelegen, undt mit seinen falcken,
undt vögeln, zur beiße, in die
16 gute Schöpße, verzehret,
<auch hin: und wieder, getreydig verdorben.>


Darnach, nacher Wolfenbüttel
gezogen, in meynung, nacher hamburgk
sich zu wenden, und dorthin Seine ge-
mahlin, zu bescheiden, von dar ab,
in Schweden, zu gehen. Gott geleitte ihn!


Der hofbalbirer, oder feldtschehrer,
hat mir alhier zu Ballenstedt, einen
vorderzahn, außreißen müßen,
vor welchem ich sonst nicht eßen können.


Jch hatte ihn, von Bernburgk mittgenommen || [[Handschrift: 245r]]
wegen Carolj Ursinj, zustandeß, an den Mandeln.
Avis: daß sich vorgestern, eine weibsperson
zu Ermßleben, auß Schwehrmuth erhengkt.
Gott bewahre, alle, fromme Christen,
vor solcher verzweiffelung!


Die Avisen, von Quedlinburg geben:


Das die Königinn, in Schweden, (mit großen
solenniteten) ihr Königreich, undt Reichßin
signia, dem pfaltzgraven, resigniret,
undt übergeben.


Daß die Tartarn, Wallacher, Moldawer
undt Siebenbürger, den Polen, wieder die
Cosagken, und Mußkowiter, assistiren
wollen, und weil der König die große
Bulawa, oder Feldhauptmannschaft in der
Lyttaw, dem Fürsten Radziwil, nicht geben
will, dörfte solches, innerliche motus, veruhrsachen.
Der Pollnische Reichstag, wirdt zu Warschow, gehalten.


Die Donnerwetter, thun hin: und wieder
schaden, insonderheit sol am schönen gebeẅde, des
thurms, undt Münsters, zu Straßburgk, über
drey tonnen goldes, schade geschehen sein.


Die Stadt Brehmen, victorisiret, mit der Burgk,
und invadiret das landt, so Königsmarck undter sich hatt.

|| [[Handschrift: 245v]]


Jn eroberung der Burgk, sollen die Brehmer,
kawm 20 Mann verlohren haben, und großen
vorrath, von Stügken, gewehr, munition
und proviant gefunden haben, auch über
300 gefangene bekommen, und fast so viel
geblieben, in der burgk, undt in den
Schantzen, etzliche 100 Mann, haben auch
capituliret, undt seindt abgezogen.
Undter den todten, sollen 2 Obersten,
alß Forbusch, undt Braun, gefunden
worden sein, und sehr vom Königsmargk, be-
klaget werden, wie auch, ein Stügkhauptmann.


Die Schotten, sollen den Engelländern
obgesiget, undt den General Mongk
totaliter geschlagen haben, er selbst auch
geblieben sein.


Cromwell, verstärgket seine
leibguardij, und sol über 500 personen,
(welche an der conspiration jnteressirt)
einziehen haben laßen, und mit 1200 Mann,
die besatzung, in dem tour, verstärgken.

|| [[Handschrift: 246r]]


Die Frantzosen, undt Spannier gedengken
gegeneinander, zu felde, zu ziehen.

Sonntag den 2. Julij; 1654.a

<Böse somnia von Viktor Amadeus. Gott bewahre! davor.>


Jch habe alhier aufm hause BallenStedt,
nach gesterigem stargkem winde,
Regen, und käldte, heütte vormittage
Ern Peter Gohta <aufm Sahl> predigen laßen.


Carolj Ursinj bagke, ist noch
geschwollen, (wiewol er sie gestern
auch nicht viel geschonet, im reitten
in der luft), etc! Gott beßere, das unheyl!
undt laße ihn ia, (nach väterlichem willen
in gnadenreichem Segen) gesundt bleiben, Amen!
wie auch Victorem Amadeum, zusampt den
geschwisterigen, der FrawMutter, und hinterlaßenen!


Extra zu Mittage, Ern Peter Goht
gehabt, undt mit ihm conversiret.


Nachmittags, bin ich hinundter, in flegken,
mit beyden Rödern, zur kirchen, gefahren,
undt habe, der Nachmittagspredigt, Ern
Stannij, zugehöret. Carl Ursinus (weil es windig) habe
ich auff dem hauße, gelaßen.

|| [[Handschrift: 246v]]


Der Märtin lackay, hat sich eingestellet,
undt etzliche kleider, vor Carl Ursinus undt den Comitat,
nachgebracht, mit schreiben, vom Tobias Steffeck von Kolodey et cetera


heütte abendts, hat der forster, eine seltzahme
Mohrendte, (mit einem rohtgelben pläßlein,
auf dem Schnabel) geschoßen, auf meinem
großen teiche, undterm fenster.


Henning Stammer ist, zum Arnstain, beym
Obrist Frisch2 gewesen, (reluctante Minerva!)

Montag den 3. julij; 1654.


Jch werde, hinc jnde, exagitiret,
nichts vorzunehmen, (adversantibus fatis!)
Gott gebe, bestendigen guten rath!


J'ay fait examiner le grand
forfait, et l'enormitè, qu'ün garçon,
a perpetrè icy, a Ballenstedt,
avec üne fille, avec üne chevre,
et avec deux veaux. Cela me fait
herisser les cheveüx! Aulcüns l'addoucissent,
Mais le fait, est notoire, & confessè desja. Le
bon Dieu, ne nous vueille pünir, en son ire,
et discerner lés bons, d'avec les forfaiteurs, & impenitens!

|| [[Handschrift: 247r]]


Der Secretarius Bährenreütt, hat sich præsentiret,
mir, in etzlichen anliegen, an handen zu gehen, Gott
gebe zu glück! undt succeß! So ist auch, Er Peter
Goht, wiederumb bey Mir gewesen, undt
hat seines Sohns desideria, zu einem stipendio,
anbrachtt, item: in einem conscientzienfall, sein
undterthänigsten unmaßgebiges Videtur, abgegeben.
Gott leitte unß ia ferner, auf seinen wegen!


Er Petrus Goht, ist zu Mittage, bey unß, geblieben.
Friederich Holst, mein Sattelknechtt, jst mir krangk
worden, welchen ich auch übel endtrahten kan. Il semble; que
tous les Elemens, me resistent; et contrarient!


Nil facias, dicasve, jnvita Minerva!


Ces choses, me confondent, avec mes gens! perge


Nachmittage, bin ich auf meine getreydigfelder spatziren
gegangen, alhier zu Ballenstedt, den Segen Gottes, ahn
weitzen, rogken, gersten, undt hafer, zum theil, zu beschawen
undt zu preisen. Gott laße unß deßen, wol genießen! perge et cetera


Die avisen geben: das die kröhnung, des Königs
in Frankreich zu Rheims, prächtig, undt friedlich abgegangen,
undt das die Engelländer, noch Frankreich attacquiren wollten.


Cromwell, ist vielen conjurationen, subject, strafet
aber auch heftig. Die Schotten, sollen victorisirt haben.


hertzogk von Lottringhen, wirdt von Antorf, nach Madrill
geführet.


Königsmargk, (welcher Brehmen blocquiren wollen), wirdt
in Staade, blocquiret, von Ertzhertzoglichen völgkern.

|| [[Handschrift: 247v]]


Die resignation in Schweden, ist geschehen, so
wol, alß dje kröhnung, des pfaltzgraven.
Die Königinn, gehet nach Pommern zu.


Jn Polen, hat der feldherr Radzivil,
sein intent, mit der großen Bulawa, erhalten.
Der Türgke ist gut Pollnisch. Die Tartarn,
wollen den Cosagken, nicht mehr helfen.
Die Mußkowiter, progrediren. Der
Reichstag zu Warschow, gehet forth.


Die Türgken, sollen sich, mit den
Venezianern, vor den Dardanellj, ge-
schlagen haben. Exitus acta probat!


Bey Catharo, 3 meil darvon haben
Sie, eine Stadt gestürmet, und seindt
wieder heraußer geschlagen worden.


Zeelandt, Frießlandt, undt
Overijßel<Grüeningen>, opponiren sich, dem
holländischem undt Engelländischem frieden,
Jnsonderheit, wegen des hauses Uranien.


Chur Cölln, undt Pfaltz Neẅburgk
seindt auch wieder einander.


Jn der Schweitz, ist ein Engelländischer
Resident, ahnkommen.


Post von Bernburg mit diesen avisen. perge

|| [[Handschrift: 248r]]

Dienstag den 4ten: Julij; 1654.


Auf die angekommene notification von halle
(wegen iüngstgebornen freẅleins)
habe ich wieder geantwortett, den
feldtscherer, einen lackayen, einen
bohten, mit der pagkwagenfuhre, wieder
zurügkb, nacher Bernburgk, schigkende.
Gott gebe allerseitß, glügk! und Segen!


Nachm frühestügk, seindt wir, im Nahmen Gottes,
aufgebrochen, ich, mit Carolo Ursino, beyden Rödern
gebrüdern, undt Secretario Bährenreütt, jtem: zweyen
Kammerdiehnern, zweyen Pagen, zweyen lackayen,
einem Musicanten, zweyen raysigen, zweyen kutzschern,
auch, mit Hanß Senffen, unserm Cammerschreiber, undt
furrirer, nebst 2 anspännern, vorn packwagen,
undt also, mit 6 raysigen, 6 kutzschpferden, undt
4 anspannpferde, in die 19 personen, undt 16 pferde
stargk, mein intent (pro posse!) forthzusetzen, undt
seindt also forthgezogen, von BallenStedt, bey Quedlin-
burgk vorüber, au durch<bey> Dietfurth durch die Bude,
und alsoforth, nacher harschleben, auf Halberstadt zu 3 meilen
aldar übel, undterkommen können. <Rittmeister Volradt Krosigk begegnete uns vorm thore, auf eine Caleße.>


Mein Carl Ursinus hat die klöster, undt den dumb, alhier zu halberstadt
besichtiget. Ein Arnstedt, thumbherr von Magdeburg ist in unserer herberge,
zum güldenen Stern. perge

|| [[Handschrift: 248v]]

Mittwoch den 5ten: Julij; 1654.

<Regen. Unlustig wetter.>


Meilen[m.]
Von Halberstadt, nach Streipeke, ein dorf, da alle
pawren, im Schacht spielen müßen, anders werden
sie nicht geduldet.


1.
Ampt (illic, den thumbherren zustendig
Oosterwyck, eine feste Stadt, alda
Chur Brandenburgische besatzung ist.
1.

1.
Schladen, so inß Stift Hildeßheim
gehörig, undt Chur Cöllnisch numehr ist.
alda wir gefüttert und kalte küche
gehalten, im dorf. Es ist sonst ein
Schloß allda, undt ein Amptmann darauf.

2.
Zwischen Oosterwyck und Schladen,
kahmen wir auch, auf Horenburgk zu.
Nachmittage, biß nach Geberdtshagen,
(welches dem hertzog zu Wolfenbüttel
zustendig) gezogen.




2
7. meilen

aber sehr irre gefahren, wegen
vermachter wege, und also die heüttigen
Siben meilen, in bösem, regenichten wetter
undt wegen, gar gerne, auf neüne
gute, (unsern armen pferden, zu schaden,) gebracht.
Der Landkutzscher, (welchen wir, an stadt des
pagkwagens, gedinget, umb 10 ThalerThlr: den geraden
weg, nacher Hildeßheim, zu fahren, von halberstadt || [[Handschrift: 249r]]
hehr, dann wir haben, Wolfenbüttel auf 2 mejlen
zur rechten handt, liegen laßen) wahr auch mitt schuldt
an diesem irre fahren, wiewol <er> es der verzeünung
undt unvermuhteten versperrung der besten wege
imputiren wollte.


Wir haben auch nachmittge, also reisende,
zur lingken handt, die Löbenburgk auf
dem gebirge liegende gesehen, so Chur
Cöllnisch, und vom Obersten Esther, die Amptie-
rung daselbst, verwaltet wirdt.


Zu Geberdtshagen, ist auch ein Schloß, undt
Ampthauß.


Jm halberStedtischen, wächßt schön getreydig,
allerley gattung, item: wirdt viel Aniß gebawet,
diß: undt ienseits halberStadt. So haben wir
auch, einen reichen kornbaw, jm Braunschwei-
gischen, gesehen, von allerley arth getreydigß,
auch Erbsen, bohnen, flachß, undt dergleichen,
So dann auch hopfengärtten. perge


J'ay envoyè ce mattin, Iean Moustarde, à Braunschweig
Dieu vueille, que ce soit avec süccèz, et que la
grande resistance, que ie trouve, en plüsieurs choses,
en ce mien voyage entreprins, et en ma bonne
intention, ne m'apporte de l'empeschement, et
dü malheür, en mon progréz! l'homme propose; mais
Dieu dispose! Jl nous vueille; heüreüsement conduire!

|| [[Handschrift: 249v]]

Donnerstag den 6ten: Julij; 1654.


Regen, vormittage.
Schön wetter, nachmittags


Meilen[m.]
Von Geberdtshagen, (alda man gefrühestügktt) nacher hildeßheim: 4.

in einem futter, zimlich große. Man hat die herberge, beym
schwartzen Adler, genommen, und accordirt, zu 6 groschen an der tafel,
zu 4 groschen an der diehner tisch.


Undterwegens, nicht allein ein hüpsch getreydiglandt
gehabtt, sondern auch feine haüser gesehen, als salder
zur rechten, Lichtenburgk zur lingken, und andere
mehr, deren Braunschweigische nahmen, mir entfallen.


Das Stifft Hildesheim, gehöret numehr, dem
Churfürsten von Cölln, zu.


Carolus Ursinus, ist herumb gegangen, den
Thumb, und andere memoranda, zu besehen, allhier
in Hildeßheim.

<
Nota Bene[:] Einnahmen: 13 ThalerThlr: 21 groschen - ducaten
3 ThalerThlr: - groschen - ducaten
2 ThalerThlr: - groschen -
9 ThalerThlr: - groschen - ex bursa
Summa 27 ThalerThlr: 21 groschen
>

<
Noch 14 ThalerThlr: zu hildeßheim.
Henning Stammer 4 ThalerThlr: zu hülsten.
Ludwig Röber 5 ThalerThlr: zu Bickeburg.
>


Außgabe:
ThalerThlr: groschen ducaten
- 6 - Dienstag den 4. julij; vor 6 zitronen, zu halberstadt.
- 21 - dem landtkutzscher, auf die handt.
- 1 - Roßartzney vor den kohlmann.
5 19 - in halberstadt, zehrung, den 4. Julij.
- 1 8 zu Schladen, vor die pferde, zu hefften, <Mittwoch> 5. julij.
1 9 - alda zu mittage, verzehrt, (nebst unser
der kalten küche) mit 16 personen, undt 11 pferden.
- 1 - zu Geberdtshagen, ein pferdt zu heften. et cetera.
1 - - Henning Stammer nacher Braunschweig, zur zehrung.
- 6 - dem bohten, welcher unß, den weg gewiesen,
von Geberdtshagen, nacher Hildeßheim.
Summa 9 ThalerThlr: 16 groschen 8 ducaten


Henning Stammer ist wiederkommen, mit dilatorischer expedition, von Braunschweig.

|| [[Handschrift: 250r]]

Freitag den 7ten: Julij; 1654.

<Schön wetter.>

<Außgabe>


ThalerThlr: groschen ducaten
9 - - Noch dem landtkutzscher, so unß von halberstadt,
nacher hildeßheim, geführet, den 6. julij.
5 22 - Zu Geberdtshagen verzehrt, mit 18 personen, 11 pferden.
- 2 - in hildeßheim, ejn kastenschloß zu repariren, den 7. julij.
- 7 6 Secretario Bährenreütt, alß er mit Carl Ursinus außgegangen.
- 2 - Vor ein langscheidt, ahn die kutzsche.
- 10 - Dem Sattler, in hildeßhejm, vor eine gurtt, undt
einen Spahnriehmen, an die kutzsche, nebst den
hulftern, der pistolen, außzubeßern, den 7. Julij.
15 ThalerThlr: 19 groschen 6 ducaten


A spasso, mit Ernst Röder, eine Schkeledon, eines justifi-
cirten Jtalieners, zu sehen, welchen hertzogk Geörge, noch
richten laßen, umb unthaten willen, und einem feldt-
schehrer, überlaßen. Die hautt, hat er auch, gahr machen
laßen, undt unß gezeiget. Jst sehr dick, und braun,
weil der kerll, gar schwartz, und tungkel von farben,
gewesen, Er, derselbe feldschehrer, (numehr Stadtbalbi-
rer, zu Hildeßheim,) hat vnß auch gezeiget, ejn Cranium
eines andern übelthäters, welches oben mitten in der
Sutura, ein Os bregmatis, hatt. Solchen knochen, findet man
gar selten, in den Menschen haüptern. Er hats aber observirt
das ers noch, bey ein pahr übelthätern, gesehen. Er referirt
auch, undter andern <und wiehe uns, an dem kopffe> das, wenn man trepaniren, <Nota Bene> oder den
hirnknochen, aufschrauben muß, damit die zerbrochene
knochen, (von einem unfall,!) nicht etwas, aufs gehirn, fallen,
dasselbe dempfen, schwührig, underköhtig, machen, convulsiones
veruhrsachen, so müsse man es nicht, in der Sutura, sondern, neben bey, thun. et cetera
und also dem gehirn, lufft geben, aber mit bescheidenheitt.

|| [[Handschrift: 250v]]


Meilen[m.]
Von Hildeßheim, nachm frühestügk, gen Calenberg,
nachm Spring, ein Städtlein, alles Calenbergisch
1.. nach Mindern, und 1 meile nach Ültzen3,
ein dorf, und Edelmanns hauß.

Calenbergk, ist ein festes Schloß, undt
ein Fürstenthumb, dem hertzogk
Geörge Wilhelm, zugehörig.
Man hat heütte 6 mahl auß Stügken,
baldt nach unß hören schießen zu hildeßheim.
Man vermeinet, es seye gedachter hertzogk
von Hanover, daselbst ankommen.<,> <andere melden, umb meinent willen ob ich schon vermeint, unbekandt zu sein.>

Samstag den 8. Julij: 1654.


Meilen[m.]
Von hülsten, (nicht Ültzen) auß der bösen herberge, nacher
Arnspergk, so Schawenburgisch ist,
alda auf dem gräflichen hause ein-
gesprochen, weil unß ein radt zerbrochen,
mein leibpferdt, und ein kutzschpferdt,
hinckendt gewesen, und andere remoræ,
in dem bösen bergichten wege, eingefallen.
Der Amptmann4, hat unß wol gehalten,
in der eil, und etzliche eingezogene hexen, gezeiget.

3
Von dannen, nacher Bückeburg, alda mir der
höfliche grave Philips, entgegen kommen zu roß,
in der Stadt, und vorher geritten, als ich gefahren,
biß an sein schönes hauß, welches von Arnspurg
ein böser schregklicher weg.




1

|| [[Handschrift: 251r]]


Wir seindt allhier, wol logiret, undt tractiret worden.
Alß man zur malzeitt, gegangen, habe ich die Fürstin, (geborne
landgrävin von Caßel Fraw Juliana) angesprochen. Sie hat 5
töchter, iunge freẅlein. Nur eines, ist mitt zu tische gegangen,
zwey<ein> kleineres, ist zum<beym> confect geholet, und zu der Fürstin
gesetzet worden. Ein Söhnlein, ist abgestorben, wie auch, ein
freẅlein, undt ein erbe, in diesem lande, wirdt sehr verlanget.
Gott wolle es, an diesem orth, wie auch bey ChurBrandenburg
in gnaden, geben, undt beschehren! Bey der malzeitt, befande
sich auch, mein lieber allter bekandter, Balthasar Freyherr
von Schrahtembach, item: seine Fraw, Wartemßlebens Mutter,
undt Er Apelius, hofprediger, auch von alters hehr, wolbekandt.


Nach dem eßen, habe ich, mit der Fürstin, conversiret,
darnach gute Nacht gegeben, undt der graf hat mich
allezeit, in mein zimmer, (so schön, und wol meubliret ist)
wieder accompagniret, auch zur tafel, und andern
solennien, iederzeit abgeholet. Jch muste an der tafel
alleine oben ahn, sitzen. Der grave saß vorm tische, die
Fürstin, gegen über, zur lingken, undt mein Sohn Carll,
muste bey ihr sitzen, wiewol der grave, zur Oberstelle,
ihn sehr nöhtigete, ich es aber nicht wegen seiner iungen iahre
zugeben wollte <iedoch geschahe es, im stehen, undt waschen.> Dieser Graf Philips, ist 53 iahr
altt, ein frommer tugendtliebender herr, hat wol gerayset,
in Spannien, Frangkreich, Jtalien, Niederlande, etcetera hat auch
in Böhmischen, undt Niederländischen kriegen, sich sein versuchtt. Jst eifrig,
unserer reformirten Religion, zugethan. Sein herr bruder, Graff
Otto, lebet noch, wohnet zu Brakel, undt sol Sechß Söhne haben.

|| [[Handschrift: 251v]]


Der Obrist leütnant Stoltzenbergk, wahr auch ohngefehr
allhier, (undt erinnerte sich wol, des Fürstenthumbs
Anhaltt,) vertratt itzundt, in abwesen des ordinarij hof-
meisters, die Marschalckstelle. Ein Dietfurt, von
geschlecht, ordinarij hofiungker, schnitte vor, stando,
undt ein Schotte, Andersohn, stunde mir, vorm tringken.
Sonst servirten, keine vom Adel.

Sonntag den 9. julij; 1654.


Jn der schönen kirche, oder hofcapelle, haben wir
oben von der bohrkirche, predigen hören, Ern Apelium,
gar erudite, undt annehmlich, nach seinen lengst
bekandten, von Gott verliehenen, guten gaben.


Darnach, schöne gemächer besehen, sonderlich aber
das güldene, und die gemählde, conterfect, Marmel-
tisch, und pflaster darinnen.


Gespeiset, wie gestern. Darnach, wieder
zur kirchen, die Nachmittagspredigt ahnzuhören.
Sie wahr, der vormittägigen, nicht gleich. Ein luttrischer
studiosus, hielte Sie, in ermanglung, eines andern, undt
blieb bißweilen, etwaß stegken, brach auch das ende, etwaß
kurtz abe, unvermuhtend.


Postea: die übrigen schönen gemächer, (darundter noch
ein güldenes ist, an der Fürstin Losament) besehen, wie auch,
zweene Sähle, undt die kirche, innwendig, von undten, da
dann viel goldt, schnitzwergk, und etwaß Mahlwergk || [[Handschrift: 252r]]
innen ist, und schawwürdig. Es hat auch eine feine
Orgel, undt feine gemälde, darinnen. Fürst Ernst von
Schawenburgk, ein großmühtiger herr, hat diese Capelle,
wie auch das gantze hauß, bawen laßen, schön
geziehret, <die kirche, mit marmor, gepflastert> und große unkosten, darauf, gewendet.
Er hatte eine Landgrävin von heßen. Man saget,
das goldt allein, so in der kirche zu sehen, und hin
undt wieder in den zimmern, habe 70000 Reichsthaler
gekostet. Derselbe grave und Fürst, ist plötzlich
gestorben. Man sagt, der windt, habe, 40000
Reichsthaler, so er auf einem tisch, gehabt, hinweg
geführet, das man nicht wißen kan, wohin solch
groß geldt, kommen? Vielleicht, ist es, ein windt
mit zweyen beinen gewesen, welcher es weggetragen!


Nach genungsahmer besichtigung, dieser sachen, auch
des Sahles, darinnen Mein bruder, sein beylager
gehalten, und der Metallenen, und steinernen
statuen, vorm thor, am graben, seindt wir nach
der Stadtkirchen zugefahren, welche schön, groß, undt
helle ist. Fürst Ernst, hat sie auch erbawet, undt kein
bildnüß hinein setzen laßen. Es seindt schöne, weiße,
Steinerne Seülen darinnen, darauf das gewölbe der gantzen
kirchen, beruhet, und eine schöne große, berühmbte orgel
darinnen. Der Grave, darf nicht im lande reformiren, sondern muß
diese Stadt, und land luttrisch bleiben lassen, nicht also wie in der grafschaft lippe.

|| [[Handschrift: 252v]]


Darnach, wieder aufs schloß, über den doppelten graben,
und die Fürstin abgeholet, und mitteinander, nach dem
gartten, (so 440 schritt lang ist, und mit allerley
bluhmen, einem lusthaüßlein, von geflochtenem
garttenzeünenwergk versehen, auch feine allèes,
und compartementen hatt) zu, gefahren, auch
hindurch, und rings herumb, spatziren fahren
können, mit 6 pferden, von dannen, weitter
aufs feldt hinauß, zu einer wjndmühle, und dann
im wiederkehren, eine haspel gesehen, welche ein schlechter
haußmann, oder Jnnwohner, ingeniose gemacht,
mit figuren, eines cavalliers, un<und> einer Jungfraw,
so zum fenster hinauß, ihme nachsiehet, und das fenster
baldt wieder zu machet, item: oben andere so da steine
wetzen, und dergleichen dinge, wenn sich die haspel
umbdrehet, so regen sich die figuren.


Avis: das vetter Gustaf Adolf von Megklenburgk
numehr in seine regierung getretten. Gott gebe Jhrer Liebden
glück, segen, bestendige gesundheitt, gesegneten
hohen wohlstandt, und die wahre weißheitt,
und Gottesfurcht, darzu, und laße ihn löblich regieren!


Ein Freẅlein von Heßen, bekömbtt von ihrer ge-
sampten landschafft, des Caßelischen, und Darmstedtischen
Landes mitteinander, 20000 gülden, auß den Cammern || [[Handschrift: 253r]]
aber, ieglichen Antheilß, noch 10000 Gulden (florenus)f..


Das führen der Damen, ist indifferent, wirdt an
etzlichen Chur: und Fürstlichen höfen, gebraucht, ahn etzlichen
Fürstlichen recht deützschen höfen, so nicht, nach den Niederlanden
zu, liegen, gantz nichts geachtet, und wirdt auch, an manchen
orthen, difficultiret.


Die Fürstinnen, zu Regenspurg haben auf dem Reichß-
tage, bey den gastereyen, und visiten, ihre fraẅlein
undt Jungfern, nicht mittnehmen dörfen, Sondern von
Cavaglieren sich müßen bediehnen laßen.


Diese Aempter, der grafschaft Schawenburg alß
Stadthagen, Bückeburg, undt Arnspergk, fallen dem
hause heßen Caßel, wieder anheim, wann grave
Philips, ohne Männliche erben, abgehen sollte?


Sachßenhagen, kömbt halb dem hause Braunschweig zu.
Schawenburgk, undt Rodenbergk aber, zweene
stattliche Aempter, haben schon die Caßelischen.

Montag den 10ten: Julij; 1654.


Wol außgeschlafen, hoc est lange, iedoch mit wenig ruhe,
weil gesteriges abends, unvermuhtende, auf Obrist leütnant
Stoltzenbergs treẅhertzigen antrieb, der (sonst nüchterne
undt mäßige) graf Philips, zu tringken, mit Mir, an-
gefangen, deßen ich mich nicht versehen, und darinnen
bin übel, von meinen diehnern secundiret, und in acht ge-
nommen worden. Patientia! Olim hæc, meminisse, juvabit!5 perge

|| [[Handschrift: 253v]]


Gestern, wurde auch, von außen, der Stall, undt das
ballhauß, besichtiget. heütte Morgen, ist mein kleiner
hinein gegangen, mit seinen leüttlin, und dem von Dietfurth.


Obrist leütnant Stoltzenbergk, undt Er Apelius, wie auch, des
von Dietfurtts bruder, (welcher gestern alhier
wahr) seindt heütte <Dietfurth gestern> wieder verrayset.


Vormittags, gegen <umb> 10 uhr, hat man behtstunde, in der
Schloßcapelle gehalten, einen lobwaßerspsalm, den
25. Vor, und nach gesungen, in der Bibel, ein capitel
gelesen, und die Noth, der Christenheit, Gott vorge-
tragen, in einem allgemeinen gebeht, deme allen
wir, alß Jch, undt Carolus Ursinus, nebst dem graven,
undt grävin<Fürstinn>, gerne beygewohnet. Gott wolle uns erhören!
und gnediglich gewehren! perge


Nach gehaltener Mittagßmalzeitt, haben
die Freẅlein, mit Carll, und den Jungkern, einen
Tantz gehalten.


Darnach, habe ich, mit dem graven, und theilß
Jungkern, auf der tafel, im billard, lange gespielet.
Bey der tafel, wahren, drey freẅlein, <nach uns> nebst einem
Rath, Doctor Peßel, <so auch Professor zu Rinteln ist> nach unß, undt unsern Jungkern.


Wir seindt darnach, mit der Fürstin, undt dem
graven, spatziren gefahren, ins feldt, darzu auch der
herr von Schrahtembach, wie auch zum billardSpiel, || [[Handschrift: 254r]]
aber nicht zur Mittagßmahlzeitt, gekommen.
Zu abends, ist er zur mahlzeitt, kommen, wie auch, der
Doctor Peßell, Man hat heütte, mäßig gelebet. perge

Dienstag den 11ten: Julij; 1654.


Gestern abendt, von der Fürstin, in ihrem zimmer,
und von dem graven, in dem Meynigen, treẅhertzigen
abschiedt genommen, wie auch, vom grave<Freyherren> von Schrahtembach.


Wir giengen auch gestern, umb den wall, spatziren,
mit dem graven, und sahen: 4 parteyen darahn,
und ein stück oder Neüne. Die besatzung, auf diesem
Schloß, ist von 30 Mann stargk ahn itzo.

6 gute groschen<ThalerThlr:> inß haus verehret.
1 ThalerThlr: denen, so aufs gemach, gewartett.
2 ThalerThlr: Henning Stammer zu berechnen, die kutzsche, zu repariren,
<dem page, vor die Pistolen> wie auch, vor die raysigen, allerley zu beßern. perge


Der Graf, hat mich zweymal bitten laßen, undt auf-
wegken diesen Morgen, ich möchte doch noch heütte alhier
verbleiben, undt mit ihm, nach Stadthagen gefahren,
die begräbnüß aldar, zu besichtigen. Dieweil aber,
schon gestern, abschiedt gäntzlich genommen, undt heütte,
alles bestellet, habe ich mich müßen endtschuldigen,
undt er ist mit Mir, biß auf Minden, an der Wehser, undt ein
gut stügk ienseitß, höflich mittgefahren, darnach abschied nehmende,
undt im rügkwege, (gebe gott) ihme wieder zuzusprechen, mich bittende.
Von Minden, (eine feine feste ChurBrandenburgische Stadt) auf etzliche || [[Handschrift: 254v]]
Meilen[m.]
dörfer, zukommen, undt zu Fistel angelanget
ein dorf, undt Edelmannshof, der einer von Münch ist,
und Rittmeister, undter den Staaden. Sein diehner
wahr gar unhöflich, wollte unß in vorgewandter
abwesenheitt seines Jungkern, nicht einnehmen, noch
die 4 Mawren, zum abtritt nur, mit meiner
ohne das, beyhabenden kalten küche, gönnen, da ich
doch auch das futter vor die pferde, außm gasthofe oder
krug, holen laßen wollte, allein er kondte es in
seinen kopf nicht bringen, noch verantwortten.
Musten also, in einem heßlichen, (vielleicht
darzu behexten) kruge abtretten, und vorlieb nehmen.
3½.
Wahr also von Bückeburgk nacher Minden 1.
Von dar, auf hartem ½.
Daher auf fistel. 2½.
Nachmittage auf Jpenborch, ein Adelich hauß
Alhier, nahm unß einer von Bosch, höflich auf.
2.

Jch besahe, (wiewol es spähte wahr) mit meinem Sohn,
Jungkern, undt diehnern, seinen schönen gartten, wall,
undt wolerbawtes hauß, capelle, orgel, conterfecte
und dergleichen, und wurde in der eil, wol tractiret.


Das hauß, hat drey waßergräben, und ist im kriege,
nie eingenommen worden, mit gewaltt.


Jn diesem Julio, ist der erste Monat, in 30 iahren,
hero, daß die pawren dieses Landeß, nicht mehr contribuiren.


Dieser edelmann, hat seine lehen, vom bischoff zu || [[Handschrift: 255r]]
Osenbrügk, es ist aber auch ein Erbguht, Er hat hohe undt
Niedere iagtten, welches undter 50 von adeln, dieses Stifts,
nur 6 haben sollen. Undter denen 50 seindt in die 30 recht bgeseße-
ne von Adel, die andern seindt theilß iunge leütte, theilß
mittelbelehnte, oder Jnnwohnende im Lande. Das Stift sol
über 5 meilen weges, nicht groß sein, undt doch bißweilen
in einem tage, 1000 ThalerThlr: haben contribujren müßen, also das
Sie in manchem Monat, den Schwedischen, 30000 ThalerThlr: gegeben.


heütte hatten wir zwahr zimlich ebenen weg, ie im
felde, und <etwas> holtze, es wahr aber doch bißweilen Morastich,
undt mit höltzern überleget, und also holpericht
zu fahren. Reitten kondte ich nicht wol, weil
mein pferdt leider! noch sehr hincket, undt
ichs kaum forthzubringen getrawe. Gott
helfe mit gnaden, hindurch! Die meile
von Bückeburg, nach Minden, wahr etwaß
böser, als der andere weg. Es hat, heütte gerege-
net, und ist unbeständig wetter gewesen.

Mittwoch den 12ten: Julij; 1654.


Diesen Morgen, haben wir in guten betten, außschlafen
müßen, weil gestern, baldt nach unß, die brügke
über den großen graben, durch einen schwehren
übergeführten bawm, zerbrochen, undt der pawer
kawm unbeschädiget Gott Lob, übergefahren.
Man hat sie aber wiederumb repariret.

|| [[Handschrift: 255v]]


Thaler[Thlr:]
10 Henning Stammer zu berechnen, gegeben.


Meilen[gute m.]
Vollends, nacher Tecklenburgk gerayset, seindt von Jpenborch,
undterwegens, (auf 2 meilen) fuhren wir, durch Osnabrügk..
4.


Der weg, wahr heütte, zimblich böse, und brachten
über den acht vier Westphälischen meilen, in die neun stunden, zu.


Zu Tecklenburg wardt ich, von beyden Fürstlichen Basen,
vom vetter Graf Moritz, und seinem Sohn, graf hanß
Adolf, item: von den 6 freẅlein, im hofe, wol ent-
pfangen, undt beneventiret. Darnach, gieng ich, mit
den Fürstinnen, in ihre gemach. Mein Sohn, Carll, aber,
muste, mit dem iungen Graven, collation halten,
darbey sich auch, Travelmann, (alhiesiger hofmeister numehr)
befandt, item: ein hardt von geschlecht, des neẅlichst abgelebten
hofmeisters, Sohn, undt ein Lottern, nebst unsern leütten.


Charles, a chopinè! Dieu le conserve! & garentisse!

Donnerstag den 13. Julij; 1654.


Allerley, gute, conversation gehabtt, mit
den Bahsen, wie auch, mit dem vetter, welchem ich,
in meo conclavj,) meine desideria, in etwas, entdegkt,
und dilatorische antworth, mehr, als repulsam be-
kommen. Darnach, habe ich, die Fürstinnen, besuchtt,
jn jhrem zimmer. Postea: in graf Moritz, zimmer,
allerley rariteten, bücher, und ein Rhanoceros horn,<eine Greiffenklawe>
besehen, darnach, den Altahn, und ein schönes außsehen, || [[Handschrift: 256r]]
theils vor: theilß nachmittags, beschawet, und die zeitt
zu paßiren, gehabtt.


Carl Ursinus ist undterdeßen, hin: und wider, spatzirt,
mit dem iungen Graven.


Den iüngstgebornen graven <Friederich Moritz>, (welcher vor 8
tagen, kawm eingesegenet worden, und in die 40
wochen, altt sein soll,) habe ich heütte auch, der hofmeiste-
rinn auf dem arm gesehen, und es ist, (Gott behüte es,
vor unfall gnediglich!) noch ein feines frisches kindt. perge


Avisen: daß die Königinn, in Schweden, nach ihrer resignation
nach Spaa, will. Die Princesse Royalle, und viel andere
gesellschaft, ist auch daselbst, inmaßen man auch, des Königs
in Engellandt, alldar gewärtig, und anderer gesellschafft.


Zu Rom, hat der Spannische Ambassador Duca de Terra Nova, den
weißen zelter, mit 7000 krohnen, dem Pabst, præsentiret.


Zu Genua, ist eine brügke eingefallen, darüber man
stügke geführet, und hat leütte beschädiget.


Vor den Dardanellj, sollen die Venezianer, guhte Officirer,
und Commendanten, verlohren haben.


Arras, wirdt von den Spannischen belägert. Die Fran-
tzosen, rüsten sich, zum endtsatz.


Stenay, wehret sich auch noch, contra, Spannein<Gallos>.
Zu Brehmen, continuirt noch, das unwesen.


Cromwell, manutenirt seine authoritet, die Staaden consultiren,
wegen des Secreten articuls, das hauß Uranien, betreffende.

Freitag den 14den: Julij; 1654.

<Unsteht wetter, wie gestern, undt auch in vorigen tagen, baldt regen, baldt anders.>


heütte seindt wir allhier, zu Tecklenburgk, stille
gelegen, undt haben unß laßen wol sein.


vormittags, seindt (wie gestern,) die guten Morgen
von den Fürstinnen, und von dem graven, durch vom
Adel, undt Officirer, gebracht worden.


Am frühestügk, hats nicht ermangelt.


Endlich, nach gehaltener conversation, mit Monsieur
hardt, (welcher in Jtalien, bey dem graven von
Arch, gewesen,) und nach dem Morgengebeth,
bin ich zu den Fürstinnen, wieder gegangen.


Nach der Mahlzeitt, habe ich, mit meinem
vetter, graf Moritz, im billard, gespiehlet,
darnach, im Schach gezogen. Er hat mir
auch schöne pocalen, von Rhynoceroshorn, von
elendsklawen, undt dergleichen, sehen laßen,
undt hat mich allezeit, gar höflich, in mein
gemach, accompagniret.


Zu abends, hat man wieder chopiniret.


Meine desideria, wollen nicht rutzschen. perge


Der Cornet Bohne6 (Brandenburgisch) ist forth, nacher
Brehmen. Gott wolle ihn geleitten! perge

|| [[Handschrift: 257r]]

Samstag den 15. Julij; 1654.

<Nebel mane.>


Nach eingenommenen frühestügk, bin ich hinweg gezogen, von
Tecklenburgk. Mein vetter, graf Moritz, und sein Sohn,
accompagnirten mich, biß über die gräntze, wie auch Carl Ursinus
deme ich, eine kleine excursion permittiret, mit Bährenreütt[er]
und seinen leüttlin, Ludwig heinrich Meüsenholdt, und Bidersehe,
undt Peltzigk, Gott gebe, zu glügk! segen undt succeß!


Meilen[m.]
Von Tecklenburg nach genommenem abschied, nacher Capel, ein dorf
ist noch Tecklenburgisch. Darnach, gen<ins> Münsterische,
underschiedliche dörfer, auch die compterey tage, biß
wir endlich, zu Jehorst, bey einem Edelmann, undt
1.
Rittmeister Lipperheyde, eingekehret,
<On le loue fort, mais il estoit yvre. perge>
4.
Summa 5 meilen


Avis: Daß die Königinn, in Schweden, sol zu Oldenburg
anlangen, undt auch dahin gebehten seye!
Es wahr, noch ein ander Rittmeister7, bey ihm. Der junge
hardt, rayset auch mit Mir, und ich habe die Tecklenburger
kutzschen, und pferde, laße mittlerweile, die Mei-
nigen, außruhen, undt sich recolligiren.

Sonntag den 16den: julij; 1654.


Meilen[m.]
Von Jhorst nacher hundelose
zu der grävin von Wasenburgk des Gustavj
gravens, wittibe. Sie ist eine geborne grävin
zu Wiedt, hat 3 freẅlein, undt einen Sohn. hat
mich wol logiret, und tractiret, in ihrem neẅen
schönem hause, an deme noch gebawet wirdt.
4½.

Undterwegens, kalte küche, gehalten, an<in> einem dorff, darinnen
eine schöne weitt außgebreitete linde, gewesen.

|| [[Handschrift: 257v]]


Es seindt auch, zwey schöne angerichtete, neẅe gärtten,
bey hundelose. Jm. hause, stehet ein Stügk, undt vor dem
hause, auch eines. Jch besahe das hauß. Es hat feine
rundeel, undt einen schönen Sahl, ist ein langlecht
quadrat, iedoch hats zween engee, und 2 lange
Seitten. Jst noch nicht völlig außgebawet.


Die grävin, ist gar höflich, erinnert sich,
der verwandtnüß, undt hat auch noch, ihrer
Schwestern eine, undt 2 iungfern8, bey sich.
Jst eine verständige, kluge, Dame. Betrawret
ihren lieben herren, graf Gustavum Sehliger,
welcher vor einem ¾ iahren gestorben, deßen
leiche, noch alhier stehet, undt baldt in Schweden,
sol geschickt werden. Die Königinn, ist unbe-
kandt, in Mannßkleidung, herauß durch Denne-
margk kommen, gar abentheẅerlich, undt
hat nur 7 cavagliers, aber gantz kein
frawenvolgk, bey sich, gehabt, der train,
von 70 personen, ist, zu waßer, gefolget. On
luy a remis, 200000 Dalers, pour faire son
voyage, et elle pretend, la Pomeranie.


Ein Tecklenburgk, von geschlechte, ist auch, allhier, in
ihren diensten. Jst Römisch Catohlisch. Sa mere, l'a seduit! et cetera

|| [[Handschrift: 258r]]

Montag den 17den: Iulij; 1654.


Meilen[m.]
Nach langer conversation, mit der Grävin, und nach
gehaltener guter mahlzeitt, mitteinander, auch nach
genommenem abschiedt, bin ich vollends, nach Oldenburgk
gefahren, lieget von hundelose.



2.

Sie rechnen es nur, vor 1½ meilen, Westphälische,
durch viel heydelandt. Tecklenburg ist etwas mittgeritten.


Der Commendant und Major zu Oldenburgk, Maul
hat mich beneventiret, und in ein wirtzhauß be-
herberget. Darnach ist Doctor Pichtel, <mein alter bekandter> gräflich Oldenburgischer
Raht, zu mir kommen. Der grave, ist mit seinen
Officirern, undt suitte verrayset, nach Rastedt.


Man hat gar undterschiedliche aviß, von
der Königin, in Schweden, ahnkunft, und rayse,
undt wiedereinander lauffende zeittungen.


Vorgestern, sollen die Brehmer, mit 3000
Mann außgefallen, sein, undt ein landt, an der
Wehser, <im Stift, oder hertzogthumb Brehmen> in contribution, gesetzet haben.


Der Grave Anthon Günther von Oldenburgk
(mein lieber alter freündt und bekandter)
<helt sich neütral in diesem Brehmischen unwesen, conserviret sich wol,>
<und> ist, meiner ahnkunft, durch eigenen Trompter9,
verständiget worden, den ihm, seine leütte, nachgesandt. perge
Er ist numehr, im 71. iahr, seines alters, sol gar geruhig
sein. Er hat 4000 Mann beysammen, (geworben volgk) darvon
liegen, 500 alhier, die übrigen, an den gräntzen, undt an den Päßen. || [[Handschrift: 258v]]
Einen schönen regenbogen, zur rechten handt, stehen gesehen,
wiewol es heütte sehr geregenet.
Zwey perlenfarbe pferde, seindt vorüber geführet
worden, vor Meinem losament. Der Grave, schengkt
sie, der Königin in Schweden, welche hiebevor, deren
7 bekommen, undt ein par davon, abgegangen.

Dienstag den 18den: Julij; 1654.

<Regen. windt. ungestümb, wetter>


Diesen Morgen, ist der grave, zu mir, inß wirtzhauß
kommen, (nach dem er vorhero, zweene officirer, zu
mir gesandt, mich zu beneventiren) und wir seindt
mitteinander, aufs Schloß, gefahren, alda hat mir
der höfliche allte herr, das geleidte, biß hinauf
in mein losament, (nicht ohne beschwehrung) gegeben.


Jch habe meine desideria anbracht, sed ir-
rito conatu! Pacience!


Böse zeittung, daß der Römische König, solle todt sein.
Gott wende, alles unheil, gnediglich!


Bey der Mittagsmahlzejtt, habe ich, die grävin,
(geborne hertzoginn von hollstejn) angesprochen.


Nach der mahlzeitt, habe ich, Jhre Liebden, in ihrem losament,
besucht. Sie hat ejn freẅlejn von Barby, bey sich.


Nach genungsahmer conversation, habe ich, mit dem
graven, etzliche pferde, vorführen, und reitten sehen.
Ein Rittmeister Preen10, hat auch mit uns gegeßen.


herr Wohlzogen, hat mich besucht, mit<mein> Allter bekandter.

|| [[Handschrift: 259r]]


Nota Bene[:] l'art, dü Vieil escuyer Grabo, (vielle Thähr.)<unguentum armis>

Mittwoch den 19den: Julij; 1654.


Mit dem graven, zur kirchen, undt wochenpredigtt, gefahren, so
ein studiosus Theologiæ, gehalten, ex capitulo 2 ad Timotheum der feste
grundt Gottes, bestehen, undt hat diesen Sigel, der herre
kennet die Seinen, und es trette ab, von aller unge-
rechtigkeitt, wer den Nahmen Christj, nennet!11


Nach der predigtt, habe ich mich bey der Grävin<Fürstin> laßen
anmelden, da Sie mir dann ihr cabinet, undt
schöne rariteten darinnen, von gemählden, conter-
fecten, undt abrißen, insonderheit aber, schöne kästlein
gezeiget, darundter eines, mit agathen, jaspis,
Amethisten, Lapis lazurj, undt andern köst-
lichem zierrath, wol zusehen, welches von dem
Großhertzogk zu Florentz, herkommen, ein anders
vom Churfürsten von Brandenburg welches gar
hüpsch, von Agtstein, gemacht ist, und andere
schöne sachen mehr.


Nach gehaltener mahlzeitt, bin ich wieder
hinweg, und habe gebührlich abschied genommen.
Der grave, ist ein Stügk weges, mit mir, hinauß
gefahren, und es seind, mir zu ehren, 6 oder 7 schüße,
auß stügken, geschehen.


Meilen[m.]
Das Nachtlager, habe ich wieder zu Hundelose, gehalten, 1½.

|| [[Handschrift: 259v]]


Die höfliche Grävin, hat mich gar gerne aufgenommen,
wiewol Sie, ein krangkes freẅlein, im hause
hatt. Jch habe baldt nach meiner ahnkunft,
vor: und über der Malzeitt, viel mit ihr
conversiret. An der tafel, saße ich, oben
gantz alleine, (wie auch, zu Oldenburgk
geschehen) zu meiner rechten, saß das fr die
grävin, zur lingken, das freẅlein von Wiedt12,
ihre schwester, und neben der, die Elltiste
tochter, der grävin. Bey der grävin aber
saßen nacheinander, unsere drey Jungkern,
als: beyde Röder, undt hardt, bey dem freẅlein
aber, saße eine Jungfer13, und der von Tecklenburgk,
undten an der tafel, saße Henricus Bergius, ein Præ-
ceptor der gräflichen kinder.


Zu abends, habe ich, von der Grävin, in ihrem losament
wieder abschiedt genommen, wie auch, von den ihrigen.

Donnerstag den 20ten: Julij; 1654.

<Regenwetter c>


Meilen[m.]
Frühe hinweg, von Hundelosen, nacher Dingßlaken 4.

Undterwegens gefüttert, zu Buhkim<Bahke,> (3 meilen) biß dahin,
ist Tecklenburgk mittgeritten, und hat mit unß
kaldte küche, gehalten. Dingßlaken, ist ein adelich
hauß, einem allten, von Ledebur, zugehörig, welcher uns || [[Handschrift: 260r]]
gar willig aufgenommen, beherberget, und tractiret. Est Lutherisch


Jch habe, seinen feinen lustgartten, waßergräben,
und zimmer, besehen, vor die lange weile, inmaßen
wir zeittlich dahin kommen, und ferner, keine rechte
bequehme herberge, heütte hetten haben können.


Die Vechte, lag auch undterwegens, eine meile zur seitte.
Unser Trompter14 von Tegklenburg jst heütte voran
geritten, seinem herren, meine wiederkunft ahn-
zuzeigen.


Dingßlaken, gehöret auch, inß Stifft Münster.


Tout est en crainte, a cause du feu, quj s'allüme
à Brehmen. On apprehend icy, ün prompt secours,
de Messieurs les Estats, et dès Villes prochaines,
pour ceulx de Brehmen. Les Evesques, se
servent de ceste occasion, pour tirer dès jmposts,
de leürs süjets, et dés sübsides.


Wir haben heütte, viel heyde, wiederumb ge-
habt, iedoch auch, kornfelder gesehen, welche,
durch eine eigene manier, abgemeyet werden.


Nota Bene[:] Je suis fort en peine, pour mon petit Charles,
craignant pour luy, quelque fatalitè, soit
peril par terre, ou par eau, soit: maladie, soit:
autre füneste accident que Dieu vueille divertir
benignement, & paternellement, par sa Sainte grac[e.]

|| [[Handschrift: 260v]]

Freitag den 21. Julij; 1654.

<Regen. unsteht wetter.>


Meilen[m.]
Von Dingßlaken, nacher Tecklenburgk 6.

Undterwegens zu Bramich, gefüttert, und (wie in
Westfahlen gewöhnlich) durch viel heyde kommen.
Es hat auch viel waldt auf den seitten.
<(Nota Bene[:] es seindt aber gerne von Oldenburg nach Tecklenburg 14 meilen. perge)>


Bey capel, einem dorf, (so eine meile, von
Tegklenburg gelegen, undt dem vetter, zugehörig)
habe ichs erfahren, das der vetter, graf Moritz,
mit seinem Sohn, nacher Lengerick geritten, ( 1 Meilenm. von
dannen, dem vetter, zustendig) die Königinn in
Schweden, vorüber paßiren zu sehen, wie auch
geschehen, darnach, seindt Sie, kurtz vor
meiner wiederankunft, zu Tecklenburgk,
noch wiederkommen, undt haben mich, im platz bene-
ventirt, so wol die Fürstinnen <undt>, die <6> freẅlein,
mit den Jungkern,


Die Königinn, sol nur, eine in einer caroße,
mit 4 pferden, gefahren sein, mit dreyen cavalliers.
Sie hat Mannskleider angehabt, unbekandt
sein wollen, und fleißig, nach vetter Moritz, undt
den Seinigen, wie auch, nach mir, gefraget, kein einiges
frawensbildt bey sich gehabt, und nur noch einen wagen,
darauff noch 4 gemeine diehner, gefahren. gehet nach Spaa. || [[Handschrift: 261r]]
Jch habe, mit vetter Moritz weitter geredet sed auxilium
et consilium non invenio. Divinum Auxilium maneat
nobiscum!


Der Churfürst von Brandenburg leßet Edelleütte, so
libere geredet, in den Bergischen Landen, beym
Kopf nehmen, befihlcht sie, lebendig, oder todt,
ihme zu lifern. Die Herrschafft Linghen, stehet auf gutem
wege, wieder nacher Tecklenburg zu kommen. Gott gebe es!


A Münster il y a tintamarre, contre
Evesque, qui est accüsè de concüssions,
et de tirannie. Le Doyen disgraciè, pour
avoir parlè ingenuëment, est remis,
mais avec soupçon, et retenuë, et mèsfiance.


Der Römische König Ferdinandus IV. ist gewiß, an
den blattern, undt petecchien gestorben
den 8. julij, zu Wien, stilo novo. Wirdt sehr be-
dawret, (wie billich). Der Römische Kayser, recol-
ligiret sich, auß der consternation, gibt schon
wieder audientzen. Seltzahme signa, undt
omina, mit dem Stern, mit dem Adler, mit
den 3 vom Türgken geschlagenen leibcompagnien,
Jtem: mit einem fall, über des Königes Cammer,
werden referiret, und wie geduldig er gestorben seye?


Sein nähester bruder, Leopoldus, sol 14 iahr alt, und Martial sein.

|| [[Handschrift: 261v]]

Samstag den 22. Julij; 1654.


heütte ists drey wochen, daß ich von Bernburg aufge-
brochen. Je plains la perte dü temps, la peine, et
les travaulx, sans avoir fait chose, quj vaille.


L'homme propose; mais Dieu dispose!15 perge


Jch bin nach<vor>mittags, inß Morgengebeth, mit meinen
Bahsen, gegangen, Darnach, etzliche schöne pocaln,
tringkgeschirr, begken, undt dergleichen, gesehen, welche
der Fürstin, graf Moritzen gemahlin Liebden seindt zu
gevatterngeschengke, præsentiret worden, wie auch
etzliche erbStügke, von GroßfrawMutter her.


Nachmittags, seindt die vettern, mit Mir,
herüber spatziren gegangen, auf den wall,
auf den thurm, auf deßen höhe wir geklettert
undt sonsten, wo etwas zu spatziren<nach dem fingerhuet, so ein tief loch, im thurm, undt das wahrzeichen alhier, darbey man den willkommen außtringkt, zu spatziren. et cetera>
<Einen Soldaten gesehen, welcher noch lebet, und zweymahl eine sehr trefliche höhe herundter gefallen.>


Doctor haußbrandt, der Cantzler alhier, hat, mit
unß zu Mittage, gegeßen, extraordinarie, undt
zu abends kahm an, ein Tappe. Lottem, schnitte
vor, heütte, beyde malzeitten, hofmeister
Travelmann, warff die handsquehle. hardt
und Lottem gaben mitt waßer, und hardt
stunde mir auch, vorm tringken.


Jn beyder Fürstinnen zimmern, bin ich undter-
schiedlich gewesen, zu conversiren, und die zeitt, zu paßiren.

|| [[Handschrift: 262r]]

Sonntag den 23. Julij; 1654.


hieroben zu Tecklenburg aufm Schloß, predigt gehöret, im Sahl,
vormittags, Ern Leonhardt, einen Oberpfältzer, exulanten,
welcher schon, in die 20 iahr lang alhier gewesen.


Nach der predigt, die Fürstinnen besucht, undt zur tafel
ist auch, Doctor haußbrandt, gewesen, und am nebentisch, der prediger.


Nachmittagß, in die Stadtkirche, conjunctim gefahren,
da man georgelt, undt Er Schramm, eine stadtliche,
reformirte predigt, vom Heiligen Abendtmahl, gehalten.


Der höfliche Graf Moritz, hat sich beflißen,
mir in allem, die zeitt, zu vertreiben, und viel mit
mir, conversiret.

Montag den 24. Julij; 1654.


Meilen[m.]
Von Tecklenburgk, (alda ich gestern, von den Dames,
abschiedt genommen) nacher Neẅhauß

10 gute Meilen[m.].

Der höfliche vetter Moritz, undt sein Sohn, seindt
mit mir gezogen, biß zur kaldten küche,
welche in einem dorf, Schole <5 Meilenm. weges> genandt, gehalten
worden. Erst, kahmen wir, auf andere dörfer
zu, alß: Ledde, Metting, etc. in gutem fruchtt:
und mastlande, wiewol es auch Morastich gewesen.


Meine diener und pagkwagen, haben vor Tecklenburg
auff ebener erde, greẅlich umgeworfen. Gestern,
hat ein stargker hagel, undt SchawerSchlag, nur an
einem orth, den Koch16, so vorahn geschigkt worden, die kalte || [[Handschrift: 262v]]
küche, zuzurichten, überfallen, undt geplaget.


Von Schole, zog der vetter, und sejn Sohn, noch
mit mir, biß an die Embs, und paßirten, nahe
bey Linghen, vorüber. Da kahm, der Vice-
drost17 herauß, baht mich hinein, und gab
uns, wein zu tringken. Jch trangk ein
glaß auß, undt endtschuldigete mich, hinein
zu ziehen. Nahm meinen gebührenden ab-
schiedt, von dem treẅhertzigen vetter Moritz,
von seinem Sohn, undt Jungkern, bekahm
andere pferde, und fuhren, begab mich, mit
meinen leüttlin, in die fehre, undt zogen
vollends forth, biß nach Neẅhauß, in die
Grafschafft Bentheim, und ließen,
Bentheim, Schüttdorf, und Northorn,
zur seitten, auf der lingken handt, liegen.


Man vermuhtet auch alhier, die Köni-
ginn in Schweden. Carl Ursinus ist Donnerstag alhier durch,
auf Schwoll paßiret. Gott wolle ihn, geleitten!


Zu Neẅhauß, hat mich, der Bentheimische Rent-
meister18 tractirt, undt außquittiret.

|| [[Handschrift: 263r]]

Dienstag den 25. julij; 1654.


Meilen[m.]
Von Neẅenhueß auf Ültzen, ein dorf, so noch
Gräflich Bentheimisch ist

1.
1.
Venderbrügk, ein Stadisches, mit garni-
son versehenes gräntzhauß in der Twente.
Haerdenbergk, in Sallandt,
aldar gefüttert.


1.
Summa 3. Meilenm.
Von dannen, nacher Schwoll
eine schöne feste Stadische Stadt, in Overyßel,
ist vorzeitten, eine Reichß: undt hanse-
Stadt, gewesen.
4. Meilenm.


Mala omina! heütte zu Hardenbergk, wardt
ein sehr großer hecht gefangen, in meiner præsentz
auß dem Fischkasten, mir zur mahlzeitt, alleine,
er endtwuschte unß, auß den händen, undt
schlipferte sich durch, zweymahl. Das erste mahl
wurde er wieder ertapt, daß ander mahl gieng er
durch, in die Vechte hinein, mit großem unmuth
des wirtts, und meiner, so gern darvon, gegeßen.


Vor Schwoll, wurden wir grob bewillkommet
am Thor, von vollen leütten, wegen des wegepfennings.


Schwoll lieget an der rivier der Vechte.


Viel heide heütte gesehen, doch auch gut fruchtt:
und weidelandt, auch pferde und viehe genung gesehen.

|| [[Handschrift: 263v]]


Carolus Ursinus, ist vor drey tagen, allhier
gewesen, undt nacher Campen, gegangen.


Die Königinn in Schweden, sol gestern
auch sein alhier gewesen, zum roten hirsch.


Vier compagnien zu fuß, undt eine zu roß,
liegen alhier zu Schwoll, in garnison, gut volgk,
aber es seindt Schwache compagnien die Reütter,
zu 40 die fußvölgker, zu 60 70 80 Mann
stargk.


Es gibt dissidia, in Overyßel, die Stadt
Deventer, will kurtzumb, den Droßt, von
Linghen, (hartsoldt) welchen, die andern
Stände, sonderlich Schwoll, und Campen
zum Droßt in der Twente erwehlet, per
majora durchdringen, undt ihn, (so alhier ist)
mit gewaltt, einsetzen wollen, nicht haben,
noch annehmen. Deventer hingegen, alß die haüpt-
Stadt, schützet ihre præeminentz, und Privilegien,
vor, undt hat die Ritterschafft mehrentheilß,
auf ihrer seitten. Dörfte wol zu thätlig-
keitten, undter ihnen, außschlagen, wo ferrne
der handel, durch authoritet, der herren Staden, nicht
componiret, undt beygeleget wirdt?

|| [[Handschrift: 264r]]

Mittwoch den 26ten: julij; 1654.


Meilen[m.]
Von Schwoll, nacher Campen
so gleichßfalls, eine schöne Stadt, zu Overyßel
gehörig ist. Der JßelStrohm rinnet vorher.
Wir, seindt über die schöne höltzerne brügke
daselbst, gefahren. Jst sehr schön gebawet,
und mit holtzwergk und portalln gezieret.
Mich deüchtt, ich habe mein lebetage, keine
schönere höltzerne brügke gesehen. Sie hat, in
die 12 Joch, und ist also gemacht, das an den
zugbrügken, so sich aufheben, die Maßt-
baẅme undt Sehgel darundter paßiren können.
2 oder 3 uhr gahens.

Zu Campen, haben wir das rahthauß <und> eine
schöne große kirche, besehen, darnach, gefrühestügkt.


Diesen Morgen, von Cam Schwoll, nach Campen,
hatten wir einen schönen lustigen weg, zwischen
den feldern, und weydelandt, Sahen viel viehes
sehr fette ochßen, in großer menge undt feine pferde.d


Nach dem frühestücke, (welches theẅer bezahlt, und
über einem weggekommenen Stügke fleisch, großer despect
geschehen) mit dem fehrschiffe von Campen, umb 9 uhr, abge-
stoßen, und mit gelindem, oft verendertem, contrarij
windt, forthgeseigelt, <12 oder 14 meilen> nacher Amsterdam zu, biß endlich,
(als wir in der SuderSee, bey den Jnseln, Enß, undt
Urgk vorüber wahren,) ein guter Oost: und Sudoost-
windt kommen, so uns die Nacht wolforthgebracht, Gott
lob, nacher Amsterdam zu, so wir aber allererst, umb 5 uhr, des || [[Handschrift: 264v]]
Morgends, erreichen kondten, weil der bawm alßdann
eröfnet wardt, undt kahmen also, in die herberge, zum
Allten Printzen, von Uranien, in Amsterdam, nach
dem wir, von den travaillien der rayse, zu lande,
undt zu waßer, auch von dem geschrey der kinder,
auf dem Schiffe, von dem blögken der Schafe,
undt anderer unlußt, liberiret worden. Es
wahr unsteht regenwetter, die nacht, undt die
wolgken sahen trübe auß, und grawam, daß
wir unß, eines Sturms, mitten auf der Sudersehe
befahreten, aber Gott half gnediglich, noch hindurch.


Bey dem fall, von Urgk, sol es gefährlich sein.


Man kondte auch, Harderwyck, Elburgk,
undt andere Städte, liegen sehen. Gott helfe ferner,
mit gnaden, durch alles labyrinth!

Donnerstag den 27ten: julij; 1654.


Jch habe, nacher Bernburgk, Tegklenburgk, undt
Haerderwyck geschrieben, item: an Secretarius Bähren-
reütt, ob er noch zu ertappen, mit Carolo Ursino,
durch Hans Georg Berger. Gott gebe es doch! Damit
er sich nicht, ohne mich, hazardire, zumahl, auf der See!


Nachmittage, bin ich, mit den Junckern, und Ludwig Röber
zum neẅen Rahthause, (welches gebawet wirdt
aufs stattlichste,) gegangen, wie auch in die Neẅe
kirche, ein schönes gebeẅde, So auch, auf die Börße, || [[Handschrift: 265r]]
alhier in Amsterdam. J'ay acheptè neüf boittes
d'Angleterre, pour le tabacq, ou autre chose, item, ün
verre bigarrè, auquel on void plüsieurs couleurs,
pour ün florin d'or, puis, pour ün Dücat, a deux Dalers,
dès petites peintüres, a diverses façons, en deux
boittes, avec üne besicle, ou perspective.


J'ay envoyè, Märtin haug, le lacquay, vers
Tecklenbourg, avec lettres, s'il ne rencontre, ün
Messager, á Haerderwyck? Dieu le vueille,
conduire! et reconduire, avec bonheür, & süccéz!
en benissant mès desseings!


Die Couranten geben: das die Königinn in Schweden
erwartet werde, in den Niederlanden.


Jtem: Daß der neẅe König in Schweden, seinen Ober-
kämmerern, <zu denen Chur: undt Fürsten> inß reich, schigke, und viel völgker aufbiehte,
das Feldtmarschalck Wrangel, albereit, mit
etzlichen Regimentern zu Wißmar ankommen,
undt das Stift Brehmen, endtsetzen solle.


hingegen, haben die in der Stadt, progreße,
und haben das Landt zu Wursten, in contribution
gesetzet, fahren forth, und haben das gantze Stifft
Ferden, <auch> in contribution, gezogen.


Die NiederSäxische Fürsten, halten, eine zu-
sammenkunfft, in hamburgk.

|| [[Handschrift: 265v]]


Der Türgke, hat die Venezianer, vor den Darda-
nellj, in etwaß erleget, also: das viel volcks,
<Schiffe,> und Officirer, geblieben, allein, Sie sollen sich,
wieder erholet, undt den Sieg, endlich erhalten haben.


Zu Wien, ist man trawrig, und occupat,
mit den exequien, des abgeleibten Römischen Königs,
glorwürdigen gedechtnüß. Jhre Kayserliche Mayestäten geben
doch wieder audientzen. Der Ungarische
landttag, sol auch, vor sich, gehen.


Vor Arras, oder Atrecht, haben die
Spannischen, alle außerwergke, eingenommen,
und verhoffen in kurtzem, die Stadt zu empor-
tiren, unerachtet stargker gegenwehre,
weil es der Visconte de Türenne, numehr
nicht entsetzen kan. hingegen, thun die Frantzo-
sen, große gewaltt, vor Stenay, (in præsentz
ihres Königes,) achten keine schläge, oder ver-
lust, in Stürmen, und hoffen, es einzubekommen.


Cromwell exequiret scharf, hat des Portu-
ghesischen Ambassadeurs bruder, (unangesehen
vieler vorbitte) richten laßen, und nur
vom galgen, mit dem Schwertt, begnadiget,
auch viel andere <zu> iustificiren befohlen. Er
Procediret auch, wieder die predicanten, welche || [[Handschrift: 266r]]
nicht nach seinem willen, predigen, und wil sie absetzen.
Jn Schottland, sollen die Engelländer, stöße bekommen
haben, auß einer, ihnen unvorsichtigen, embüscade.


Der Mußkowiter, gehet auf Polen zu, darumb
der hertzogk von Cuhrlandt, sol nachm Berlin
ankommen sein, vielleicht, secours zu begehren.


Ein fein knäblein, von 12 iahren, hat sich alhier
verlohren. Wirdt wieder gesuchtt, mit Süßen
wortten, und geldt davor gebotten, deme,
so es lifern würde, es wirdt auch versprochen
von seinen Elltern, das Sie nicht genaw, auf
die that, inquiriren, oder nachforschen wollen.


Est res deploranda; et pessimj exemplj! perge


Man saget, die Königinn, in Schweden, seye allhier ahnkommen. perge

Freitag den 28ten: Julij; 1654.

<Schön wetter.>


Jch habe, alhier in Amsterdam, mich, in eine kleine cuhr,
begeben, wegen meines hustens, und besorgenden calculj,
mit Doctor Gaillard. Gott gebe, zu glügk! undt Segen! perge et cetera
Er ist berühmt, undter vielen Doctorn, und Medicis allhier,
Jst aber, eben selber, gar krangk gewesen, an den dolo-
ribus calculj, und an einem fieber, darahn er sich numehr
durch Gottes gnade, curiret. Nota Bene[:] Remedia Andernacj! perge


Es ist alles, durch den Engellischen krieg, theẅer worden,
Man kaüffet, die Untze Bezoar, an itzo, vor 36 Gulden (florenus)f holländische
vor einen schlechten Purgiertrangk, muß ich geben,
6 Schillinge, oder 36 Stüber.

|| [[Handschrift: 266v]]


Ün grand Medecin, ou Chirürgien, nommè: Gerardus Nicolaes Valckenier
habitant icy, op de Singel, in de vergulde Engel, het
twede huys, van de luttersche kercke, oft op een
huyß, nahet hoeckhuyß, van de luttrische kercke
daer een Ordinael-korf, en een brief daerop, met
Breugk-banden voor de deur hangt, s'offre a guerir, par
dessüs tous autres: 1. Le mal de Naples, inveterè avec toutes
les Circonstances, quj arrivent a telles gens. 2. Les rompüs,
soit au nombril, ou en d'autres parties. Il ne couppe rien
& guerit doucement, (moyennant l'ayde de Dieu) quand
on auroit eü, ce mal, 10 ou 20 ans. 3. Il ayde, et remedie,
(par la grace de Dieu), aux impotens, ou encharmèz, aux
actions, ou fonctions dü mariage, soit homme, ou femme.
4 Tout cela s'entend, sür hommes, femmes, et enfans, et
il espere, d'ayder, en trois, ou 4e semaines, a telles
personnes infirmes, sans demander aulcün denier,
iüsqu'a ce, qu'on soye guery, au lieu, que d'autres
prennent d'argent d'avance, et arrestent leur Paciens,
ün an, ün demy an, souventes fois, et davantage!
Dieu garde, qu'on n'aye pas besoing de luy! ni qu'on
le mèsprise, en cas de necessitè! Dieu nous soit propice!

Samstag den 29ten: julij; 1654.

<warm wetter.>


Märtin Lackay, ist diesen Morgen, mit der Nachtschuytte
von Haerderwijck, (re infecta; invita Minerva!) wieder
anhero, nacher Amsterdam kommen. Valckenier, ist nicht ahnzutreffen
gewesen. Man saget, er seye alhier, oder zu Franiker, zusampt der
Frawen, in diesen feriis canicularibus. Jch laße inquiriren.


heütte, habe ich wieder, den gesterigen purgiertrangk gebraucht.

|| [[Handschrift: 267r]]


Die itzigen Couranten geben: das Cromwell sich, mit dem König in Portugall
vertragen, und verglichen, auch die hochländer in Schottlandt, zu dempfen, suche <und viel Frantzösische Schiffe, hinweg nehmen laße.>


Zwischen Genua, undt Finale, wachßen die feindtsehligkeitten, undt
die Crohnen, Spannien, und Frangkreich, werden mitt eingemenget.


Vor Stenay, sol es scharf hergehen, und viel volgks bleiben, wie auch
vor Arras, ob schon die Spannier, mehr hofnung haben, dieses zu erobern,
als die Frantzosen, iehnes, von deßen circumstantzien, die avisen angefüllet sein. perge


Die Stadt Brehmen, tummelt sich noch, und setzet die umbliegende
Lande, in contribution. perge


Die Pest, graßiret stargk, in Coppenhagen. Es sollen, in die
400 Menschen, wochentlich, darahn sterben, theils wollen von 1500 schwatzen.


Man discuriret undterschiedlich, von dem todt, des Römischen Königes,
der Ungarische LandtTag, continuiret annoch, wie auch, die ver-
gaderinge im haag, der Staaden, von Hollandt ende WestFrießlandt.


Die Alte Princesse Douairiere, macht sich bereitt, nachm Berlin zu gehen.


Das gefechte vor den Dardanellj, ist also bewandt. Die Türgkische
flotte, wahr, (dem bericht nach) stargk 33 Orlogsschiffe, 2 pincken,
62 galleren, 6 galleazzen, 14 schiffen, auß Barbaria, und anderen
kleinen fahrzeüge. Diese armada, haben die Venezianer
befochten, den 26. Maij; stilo novo nur, mit 2 galleazzen, 8 galleren,
und 16 OorlogsSchiffen, stargk, gantzer 9 stunden lang,
biß Sie endlich, den feindt, auf die Flucht gebracht, welcher
nach der Jnsul Schio, gewichen, nach dem Sie die Türgken,
6000 Mann, eine Maona, 3 andere Schiffe, und einige
galleren verlohren. Auf der Venezianer seitte, sollen
drey Schiffe, so in den grundt gegangen, als verbrandt, undt
900 Mann, todt geblieben sein. General Delfino, hat Sie commandirt.
General Foscolo, (anderstwo seyende), hat Sie mit 20 galleren, 4 galleaßen,
und 18 schiffen, verfolget, als auch General Mocenigo, mit 5 galleren, und 13 Orlogsschiffen.

|| [[Handschrift: 267v]]


Hanß Schröhter, weinschencke, undt Bürger, in dieser Stadt,
(so anno 1636 in der plünderung zu Bernburgk, mein Keller-
iunge wahr, undt sich seidthero, seinem handtwergk, nach-
gezogen, und alhier geheyrathet, und gut vermögen
erworben, auch die hochdeützsche Sprache, in eilff iahren,
seines allhiesigen auffenthalts, vergeßen) hat sich bey
mir undterthenig præsentiret, und audientz erlanget,
mit bedinge, mich nicht zu melden. perge


An Valcquenier, habe ich wieder geschrieben, welcher
aufm Lande, drey meilen, von hinnen, sein solle.


Doctor Gaillard, der Medicus, hat mich nachmittage, wieder
besuchtt, und allerley mit Mir conversiret. Scheinet,
ein gelehrter, vorsichtiger, undt erfahrner Practicus, zu sein.
Jch habe ihn remuneriret. perge Er schilt Cromwell, vor einen Tyrannen. perge


Meine leütte, haben inndeßen weil ich purgiret,
diese Stadt Amsterdam, undt memorabilia darinnen <wie auch vorige Tage> besehen. perge


<Nota Bene[:]> Die Bürger alhier, seindt alle mehrentheilß,
auf des Printzen von Uranien, seitte, undt wollen
von seiner cassation, oder außmusterung des hauses,
nichts hören, haben auch keine andere fahnen,
oder flaggen, wann sie auf die wache, ziehen,
alß von des Printzen farbe, undt flaggen, hören
wollen, die andern, aber, so ihnen die Bürgermeister
aufgedrungen, durchschoßen, undt verderbet. hingegen
aber, ist der Magistrat, alhier, wieder den Printzen. Etzliche,
jedoch, nicht alle, im haagen, auch. Die anderen Provintzien alle seindt guht
auff des Printzen, von Uranien, undt des hauses Nassaw seitte, || [[Handschrift: 268r]]
wieder die, vom Cromwell, gesuchte, und vielleicht von den
Staaden von Hollandt, heimlich, geschloßene exclusion. Dörfte
wol ein Bellum jntestinum verahnlaßen, wo es Gott der
herr, nicht gnediglich verhütet?


Die Königinn, von Schweden, sol schon von hinnen, hinweg
sein, undt der reẅkauff, des abgetrettenen Königreichs,
Sie albereitt ahnkommen, wegen verlohrner authoritet. perge
Nota Bene[:] Man redet viel, und schreibet wundere dinge, undt
bedeüttungen, von der großen dengkwürdigen finster-
nüß, welche künftigen Mittwoch, den 2⁄12 Augustj, (wilß
Gott,) an der Sonnen, einfallen soll. Gott gebe! das
die bösen omina, undt andeüttungen, so darauß ge-
urtheilet werden, nicht mögen wahr werden! und ein
ieglicher frommer Christ, mehr auf den Schöpfer, alß auf
daß geschöpffe, seine augen, hin wenden, und wahre
hertzliche buße thun, und beßerung, spühren laßen möge!


Märtin haug, ist wiederumb forth, nacher Campen, Schwoll,
undt Tecklenburgk. Gott wolle ihn gnediglich geleitten!
und mit guter expedition, wieder zu mir führen!

Sonntag den 30ten: Julij; 1654.

<Warm wetter.>


heütte habe ich das letzte dritte theil, meiner
Artzney gebrauchtt, Gott wolle mirs laßen wolgedeyen.


Biß dato, ist mirs (Gott lob!) wegen des hustens, sehr
wol bekommen. Gott helfe ferner, mit gnaden!


Meine leütte alle, habe ich heißen in die kirche,
gehen, und bin alleine geblieben, in der herberge.

|| [[Handschrift: 268v]]


Hanß Schröhter, ist abermalß, bey Mir gewesen,
und hat mir herrlichen Frantzenwein, præsentirt.
Il m'a recommendè sa seür, la femme de Ioachim
Maul (pauvre desolèe;) & ce Joachim, est frere de
George Maul, Boulenger, assèz riche, mais sans
charitè, envers son propre frere.


Alhier, in Amsterdam, pflegen 54 compagnien
Bürger, am Sontage, nach den predigten, gegen 6
uhr, zu abendts, aufzuziehen, iede: zu 150 Mann
stargk, darauß die Mannschaft zu urtheilen,
ob schon etzliche sich endtschuldigen, nicht ein-
stellen, und mit geldt loßkaüffen. perge

<
150
54 Multiplicatio
600
75
8100 Facit. perge
>


Unsere leütte berichten,
das in der reformirten, hoch-
deützschen kirche, (darinnen
Sie diesen Morgen, zwahr
Niederdeützsche predigt, gehöret,)
etzliche 1000 Menschen, gewesen seyen!


In der deützschen Luttrischen kirche, will
berichtet werden, alß sollen, in die 20000
Menschen, diesen vormittag, gewesen sein. perge


J'ay èscrit a la Haye, par l'esquif ordinajre,
a Messieurs Wickevoort et Maurice19. Dieu face prosperer mès desseings!


Nachmittage, seindt meine leütte, wieder in die Hoch-
deützsche kirche gegangen, da dann hochdeützsch geprediget
worden.

|| [[Handschrift: 269r]]

Montag den 31ten: Julij; 1654.

<Regen. unsteht. bald SonnenSchein.>


Avanthier, c'estoyent, 4e semaines, que ie partis, de Bernbourg,
le bon Dieu, vueille avancer mès desseings!


Jch habe mich heütte, noch inne gehalten, alhier in Amsterdam,
wegen voriger dreytägiger purgation, gelesen, geschrieben, perge et cetera


Der wirtt, ist diesen abendt, von Cölln, wiederankommen.


Textapparat
a Bislang unidentifiziertes Kreissymbol.
b Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Bislang unidentifiziertes Kreissymbol.
d Im Original "fette ochßen, undt feine pferde, in großer menge." korrigiert in "fette ochßen, in großer menge undt feine pferde.".

Kommentar
1 Auflösung unsicher.
2 Identifizierung unsicher.
3 Verwechslung Christians II. der Städte Uelzen und Hülsede.
4 Person nicht ermittelt.
5 Zitat aus Verg. Aen. 1, 203 (ed. Holzberg 2015, S. 54f.).
6 Identifizierung unsicher.
7 Person nicht ermittelt.
8 Personen nicht ermittelt.
9 Person nicht ermittelt.
10 Identifizierung unsicher.
11 2. Tim 2,19.
12 Hier kommen sowohl Elisabeth Katharina von Palant-Breitenbend als auch Gräfin Sybilla Christina zu Leiningen-Westerburg-Oberbronn in Frage.
13 Person nicht ermittelt.
14 Person nicht ermittelt.
15 Zitat nach Thomas von Kempen: De imitatione Christi, S. 82f.
16 Person nicht ermittelt.
17 Person nicht ermittelt.
18 Person nicht ermittelt.
19 Identifizierung unsicher.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1654_07.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
ableiben
sterben
accompagniren
begleiten
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
Agat
Achat
Altahn
Großvater
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
ausquittiren
hinausgeleiten
ausquittiren
jemanden freihalten, jemandes Verpflegung bestreiten
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Beiße
Beize
beneventiren
gut aufnehmen, freundlich empfangen
Bulawa
historischer Kommandostab der Saporoger Kosaken
Cassation
Abschaffung, Abdankung, Auflösung
chopiniren
stark, viel trinken
Collation
Mahlzeit (außerhalb des Mittagessens)
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
Confect
durch Einkochen von Früchten, Gewürzen, Honig usw. hergestellte Süßigkeit (auch als Arzneimittel verwendet)
Conjuration
Verschwörung
Conscienzsache
Angelegenheit des (religiösen) Gewissens
conserviren
in unverändertem Zustand erhalten
consultiren
(gemeinsam über etwas) beraten, beratschlagen
Conterfect
Bildnis
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Courante
zirkulierende Zeitung
Courante
lebhaft-schneller Tanz im Dreiertakt (Tripeltakt)
difficultiren
erschweren
difficultiren
ablehnen, kritisieren
difficultiren
sich widersetzen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
emportiren
einnehmen, erobern
exagitiren
aufregen, reizen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
Handquehle
Handtuch
imputiren
zurechnen, zur Last legen
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
Intent
Absicht, Vorhaben
interessirt
teilhaftig, beteiligt
leibguardia
Leibwache, Leibgarde
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
occupat
beschäftigt, in Anspruch genommen
Partei
kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde
Partei
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partei
(sich gegenüberstehende) Seite
passiren
gelten lassen
passiren
(die Zeit) verbringen, zubringen
Petechie
Blutung aus den Kapillaren in die Haut oder Schleimhäute, die auf eine Störung der Blutstillung hinweist
Präeminenz
Vorrang
Präeminenz
Herrschaftsrecht(e) bzw. Hoheitsgewalt eines Oberherrn
präsentiren
schenken, als Geschenk geben
präsentiren
beschenken
progredi(i)ren
fortschreiten, vorgehen, vorrücken
Purgation
Anwendung eines Abführmittels zur Reinigung des Darms (als eines der ausleitendenen Verfahren der Humoralpathologie)
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
Relation
Bericht
Resignation
Rücktritt, Abdankung
resigniren
Verzicht leisten, entsagen
resigniren
abdanken, (ein Amt) aufgeben
Rivier
Gebiet, Revier
Solennie
Feierlichkeit, Festlichkeit
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
subject
untertan
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Travaille
Mühe, Qual, Arbeit
victorisiren
siegen, siegreich sein
Visite
Besuch
Volk
Truppen
Zeitung
Nachricht
N. N. von Almesloe
N. N. von Tapp(e)

Anm.: Vermutlich Sohn des Otto von Almesloe, genannt Tappe (gest. vor 1652); um 1654 im Dienst des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
N. N. Anderson (1)

Anm.: Um 1654 schottischer Adliger am Hof des Grafen Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681).
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia von Sachsen-Weißenfels

geb. 1654
gest. 1724
Anm.: Tochter des Herzogs August von Sachsen-Weißenfels, Administrator von Magdeburg (1614-1680); 1676-1718 Ehe mit Fürst Karl Wilhelm von Anhalt-Zerbst (1652-1718).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Agnes von Anhalt (2)
Geburtsname: Gräfin Agnes von Barby und Mühlingen

geb. 1540
gest. 1569
Anm.: Tochter des Grafen Wolfgang I. von Barby-Mühlingen (1502-1565); ab 1560 Ehe mit Fürst Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586).

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Johannes Appelius

geb. ca. 1590
gest. 1668/71
Anm.: Geboren in Auerbach an der Bergstraße; Studium in Heidelberg, Rostock, Greifswald, Wittenberg und Frankfurt/Oder (1616); 1619-1632 Domprediger in Cölln; Hofprediger in Güstrow (1632-1636/37) und Bückeburg (seit 1638).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Diego de Aragón y Tagliavia
Duque Diego de Terranova
Príncipe Diego de Castelvetrano
Marqués Diego de Ávola
Marqués Diego de Favara

geb. ca. 1596
gest. 1663
Anm.: Sohn des Carlos II de Aragón y Tagliavia, ab 1599 Duque de Terranova (gest. 1605); seit 1616 Kämmerer des späteren Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1624 Duque de Terranova, Príncipe de Castelvetrano und Marqués de Ávola y de Favara sowie Gran almirante y Gran condestable del Reino de Sicilia und Capitán general de la Caballería Ligera de Sicilia; spanischer Botschafter in Wien (1644-1648) und Rom (1653-1657); zudem Consejero de Estado y de Guerra; ab 1651 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Prosper von Arco

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann Baptist von Arco (1588-1628); kaiserlicher Obrist, Generalfeldwachtmeister (1649) und Feldzeugmeister (1674); ab 1650 kaiserlicher Kämmerer; seit 1665 auch kurbayerischer Feldzeugmeister.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Erasmus Christian von Arnstedt

geb. 1628
gest. 1706
Anm.: Sohn des Hieronymus Brand von Arndtedt; 1648 Antritt der Dompräbende in Magdeburg; ab 1650 Studium in Straßburg und ab 1655 Domkapitular in Magdeburg sowie ab 1694 Domdechant ebendort.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gräfin Anna Elisabeth von Bentheim-Steinfurt
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Dessau

geb. 1598
gest. 1660
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1617-1632 Ehe mit Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt (1584-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Anna Elisabeth von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1645
gest. 1694
Anm.: Tochter des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
Gräfin Emilia Charlotte von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1651
gest. 1713
Anm.: Tochter des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674); Äbtissin des Damenstifts Leeden.
Graf Friedrich Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1653
gest. 1710
Anm.: Sohn des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674); regierender Graf von Limburg (1680/81-1710) und Tecklenburg (beansprucht, faktisch seit 1701 preußisch besetzt) sowie Herr von Rheda (1701-1710); spätestens 1677 bischöflich-münsterischer Obrist, 1677-1686 in dänischen Diensten.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann Adolf von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1637
gest. 1704
Anm.: Sohn des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674); regierender Graf von Tecklenburg (seit 1674) und Limburg (1674-1681) sowie Herr von Rheda (1674-1699).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
Geburtsname: Fürstin Johanna Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1612
gest. 1695
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1674 Ehe mit Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
Geburtsname: Gräfin Johanna Dorothea zur Lippe-Alverdissen

geb. 1649
gest. 1695
Anm.: Tochter des Grafen Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681); seit 1664 Ehe mit Graf Johann Adolf von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1637-1701).
Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1615
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623); seit 1624 regierender Graf von Tecklenburg und Limburg sowie Herr von Rheda (bis 1634 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Sophia Agnes Eleonora von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1638
gest. 1691
Anm.: Tochter des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf N. N. von Bentheim-Tecklenburg

Anm.: Um 1654 katholischer Angehöriger des nordwestdeutschen Reichsgrafengeschlechts am Witwensitz der Gräfin Anna Sophia af Wasaborg (1616-1695) in Huntlosen.
Heinrich Berg

Anm.: Um 1654 Präzeptor der Grafen und Gräfinnen af Wasaborg.
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
August Bernhard von Biedersee

geb. 1637
gest. 1707
Anm.: Sohn des Adam von Biedersee (gest. 1655); 1649-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1673/78 fürstlicher Stallmeister in Bernburg.
Otto Rudolf von Böltzig

geb. 1636
gest. 1712
Anm.: Sohn des Joachim (2) von Böltzig (gest. spätestens 1667); Erbherr auf Zschortau (ab 1679) und Rodickau; seit 1651 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1667 in schwedischen Kriegsdiensten.
Hans Bohne

Anm.: Um 1651 Sekretär der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660) in Crossen an der Oder.
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ulrich Braun

gest. 1654
Anm.: Spätestens seit 1639 schwedischer Obrist.
Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg
Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1582
gest. 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1611/12 dänischer Obrist bzw. Generalwachtmeister; 1619-1624 und 1634 General des Niedersächsischen Reichskreises; 1626-1630 kaiserlicher Obrist; 1630-1635 schwedischer General; ab 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1636 Hannover als Residenz); seit 1636 Befehlshaber einer kleinen unabhängigen Armee der welfischen Teilfürstentümer Calenberg-Göttingen, Lüneburg-Celle und Wolfenbüttel; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Calenberg

geb. 1624
gest. 1705
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1648-1665) und Braunschweig-Lüneburg (seit 1665).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gräfin Elisabeth Philippina von Breuner
Geburtsname: Gräfin Elisabeth Philippina zur Lippe-Alverdissen

geb. 1652
gest. 1703
Anm.: Tochter des Grafen Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681); seit 1680 Ehe mit Graf Philipp Christoph Breuner (gest. 1708).
N. N. von dem Bussche

Anm.: Um 1654 auf Schloss Ippenburg lebender Angehöriger des ursprünglich westfälischen Adelsgeschlechts.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Ditfurth (2)

Anm.: Angehöriger des Harzer Adelsgeschlechts und um 1654 Hojunker des Grafen Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681).
N. N. von Ditfurth (3)

Anm.: Angehöriger des Harzer Adelsgeschlechts und um 1654 Bruder des schaumburgischen Hofjunkers von Ditfurth.
Giuseppe Dolfin

geb. 1622
gest. 1674
Anm.: Sohn des Nicolò di Piero; militärischer Laufbahn und Teilnahme an der Verteidigung Candias; ab ca. 1650 Generalkapitän und 1654 Teilnahme in der Schlacht vor den Dardanellen.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Esther (1)

Anm.: Um 1654 Obristleutnant oder Obrist in kurkölnischen Diensten.
William Forbus
William Forbes

geb. 1614
gest. 1654
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Arthur 9/10th Lord Forbes (gest. 1641); ab 1634 in schwedischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obristleutnant (1643) und Obrist (1647); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sonderliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in VIAF
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Peter Frisch

Anm.: Um 1628 kaiserlicher Unteroffizier.
N. N. Gaillard

Anm.: Um 1654 katholischer Arzt in Amsterdam.
Christoph Bernhard von Galen
Bischof Christoph Bernhard von Münster
Abt Christoph Bernhard von Corvey

geb. 1606
gest. 1678
Anm.: Sohn des Dietrich von Galen (ca. 1570-1645); Domherr, 1630-1634 Domthesaurar, 1634-1642 Geistlicher Rat, ab 1642 Domküster und 1643-1650 bischöflicher Geheimer Rat in Münster; seit 1650 Bischof von Münster; ab 1661 zudem Fürstabt von Corvey.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
N. N. Gothus (1)
N. N. Goth(a) (1)

Anm.: Um 1654 Sohn des Ballenstedter Pfarrers Petrus Gothus (1599-1670).
Petrus Gothus
Peter Goth(a)

geb. 1599
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Petrus Gothus; 1625 Pestprediger in Bernburg und Koadjutor an der Nikolaikirche; Pfarrer in Schielo (1626-1633), Poley (1633-1642), Baalberge (1636-1642) und Ballenstedt (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 261.
Adolf Friedrich von Grabow

Anm.: Mecklenburgisch-pommerscher Adliger; 1618-1624 dänischer Oberstzeugmeister; seit 1619 Vizepräsident der Dänischen Ostindien-Kompanie; 1624-1626 Berghauptmann von Kongsberg in Norwegen.
Rutger van Haersolte

geb. ca. 1605
gest. 1674
Anm.: Seit 1632 Drost der Stadt und Grafschaft Lingen.

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Hans (6) N. N.

Anm.: Um 1639 Jägerjunge des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 fürstlicher Förster in Ballenstedt.
N. N. von Harde (1)

gest. 1654
Anm.: Westfälischer Adliger; zuletzt Hofmeister des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
N. N. von Harde (2)

Anm.: Sohn des gräflichen Hofmeisters N. N. von Harde (1) (gest. 1654) in Tecklenburg; um 1645/54 im Dienst des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Arnold Hausbrand

Anm.: Dr. jur; um 1654 vermutlich geheimer Rat, Landrichter und Kanzler in der Grafschaft Tecklenburg.
Landgräfin Eleonora Katharina von Hessen-Eschwege
Geburtsname: Pfalzgräfin Eleonora Katharina von Pfalz-Zweibrücken-Kleefeld

geb. 1626
gest. 1692
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); 1646-1655 Ehe mit Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege (1617-1655); seit 1655 Witwensitz in Osterholz.

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Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

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Landgräfin Juliana von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Juliana von Nassau-Siegen

geb. 1587
gest. 1643
Anm.: Tochter des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); 1603-1632 Ehe mit Landgraf Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632).

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Friedrich Holst

Anm.: Möglicherweise Sohn des fürstlichen Stallknechts Friedrich Georg Holst; um 1652/56 Stall- bzw. Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Leopold I.
König Leopold I. von Böhmen
König Leopold I. von Ungarn
Erzherzog Leopold V. von Österreich

geb. 1640
gest. 1705
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand III. von Österreich (1608-1657); ab 1655 König von Ungarn; seit 1656 König von Böhmen; ab 1657 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1658 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1654 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Jakob Kettler
Herzog Jakob von Kurland und Semgallen

geb. 1610
gest. 1682
Anm.: Sohn des Wilhelm Kettler, bis 1615 Herzog von Kurland und Semgallen (1574-1640); 1615-1621 Erziehung am kurfürstlichen Hof in Berlin; ab 1638 Mitregent im Herzogtum Kurland und Semgallen; seit 1642 regierender Herzog von Kurland und Semgallen.

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König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Gräfin Charlotte Juliana von Kuefstein
Geburtsname: Gräfin Charlotte Juliana zur Lippe-Alverdissen

geb. 1654
gest. 1684
Anm.: Tochter des Grafen Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681); seit 1676 Ehe mit Graf Hans Heinrich von Kuefstein (1643-1687).
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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N. N. von Ledebur (1)

Anm.: Angehöriger des westfälischen Adelsgeschlechts; um 1654 Herr der Dietrichsburg in Dinklage (Burg Dinklage).
Gräfin Anna Elisabeth Wilhelmina von Leiningen-Westerburg-Neuleiningen
Gräfin Anna Elisabeth Wilhelmina von Bentheim-Steinfurt
Geburtsname: Gräfin Anna Elisabeth Wilhelmina von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1641
gest. 1696
Anm.: Tochter des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674); 1661-1668 erste Ehe mit Graf Philipp Konrad von Bentheim-Steinfurt (1627-1668); seit 1684 zweite Ehe mit Graf Georg II. Karl Ludwig von Leiningen-Westerburg-Neuleiningen (1666-1726).

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Gräfin Sybilla Christina zu Leiningen-Westerburg-Oberbrunn
Geburtsname: Gräfin Sybilla Christina von Wied-Runkel

geb. 1631
gest. 1707
Anm.: Tochter von Graf Hermanns II. von Wied (1581–1631); Ehe mit Graf Johann Ludwig zu Leiningen-Westerburg-Oberbrunn (1625-1665).
N. N. Leonhardt (2)

Anm.: Oberpfälzischer Exulant und um 1654 Pfarrer in Tecklenburg.
Gräfin Eleonora Sophia zur Lippe-Alverdissen

geb. 1648
gest. 1671
Anm.: Tochter des Grafen Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681).
Gräfin Elisabeth zur Lippe-Alverdissen

geb. 1646
gest. 1646
Anm.: Tochter des Grafen Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681).
Graf Philipp zur Lippe-Alverdissen
Graf Philipp von Schaumburg-Lippe

geb. 1601
gest. 1681
Anm.: Sohn des Grafen Simon VI. zur Lippe (1555–1613); um 1620 Rittmeister unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); ab 1613 Regent in den lippischen Ämtern Alverdissen und Lipperode; seit 1647 durch Erbe regierender Graf von Schaumburg-Lippe; ab 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Annehmliche").

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Gräfin Sophia zur Lippe-Alverdissen
Gräfin Sophia von Schaumburg-Lippe
Geburtsname: Landgräfin Sophia von Hessen-Kassel

geb. 1615
gest. 1670
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1644 Ehe mit Graf Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681).

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Graf Wilhelm Bernhard zur Lippe-Alverdissen

geb. 1651
gest. 1651
Anm.: Sohn des Grafen Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681).
Graf August zur Lippe-Brake

geb. 1643
gest. 1701
Anm.: Sohn des Grafen Otto zur Lippe-Brake (1589-1657); Karriere beim Militär; ab 1684 Mitglied beim Deutschen Orden; ab 1688 Landkomtur der Ballei Hessen.

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Graf Friedrich zur Lippe-Brake

geb. 1638
gest. 1684
Anm.: Sohn des Grafen Otto zur Lippe-Brake (1589-1657).
Graf Georg zur Lippe-Brake

geb. 1641
gest. 1703
Anm.: Sohn des Grafen Otto zur Lippe-Brake (1589-1657).
Graf Kasimir zur Lippe-Brake

geb. 1627
gest. 1700
Anm.: Sohn des Grafen Otto zur Lippe-Brake (1589-1657); Studium in Marburg und Bildungsreise nach Brüssel, Paris, Lyon, Genf und Italien; ab 1650 Unterstützung des Vaters bei Regierungsgeschäften; ab 1657 Inhaber der Paragiatherrschaft über Lippe-Brake.

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Gräfin Ludowika Margaretha zur Lippe-Brake
Geburtsname: Gräfin Ludowika Margaretha von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1648
gest. 1722
Anm.: Tochter des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674); 1667-1690 Ehe mit Graf Wilhelm zur Lippe-Brake (1634-1690).
Graf Moritz zur Lippe-Brake

geb. 1635
gest. 1666
Anm.: Sohn des Grafen Otto zur Lippe-Brake (1589-1657).
Graf Otto zur Lippe-Brake

geb. 1589
gest. 1657
Anm.: Sohn des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1617 niederländischer Rittmeister; 1618-1620 Hauptmann unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); ab 1621 Inhaber der Paragiatherrschaft über Lippe-Brake; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Braune").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Wilhelm zur Lippe-Brake

geb. 1634
gest. 1690
Anm.: Sohn des Grafen Otto zur Lippe-Brake (1589-1657).
N. N. von Lipperheide zu Ihorst (1)

Anm.: Um 1654 Rittmeister und Herr zu Ihorst.
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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N. N. von Lutten

Anm.: Westfälischer Adliger; um 1654 im Dienst des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
Bernhard von Mallinckrodt

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Heinrich von Mallinckrodt zu Küchen und Dahlhausen (1548-1628); ab 1622 Domherr in Münster und ab 1623 Domdechan; 1652 Protest gegen 1650 gewählten Bischof Christoph Bernhard von Galen (1601-1678) und Ausschluss aus dem Domkapitel Münsters bis hin zur Exkommunikation durch von Galen 1654; Fortführung des Protests und Aufbringung der Münster Bürger und Flucht nach Köln; 1657 Rückkehr nach Münster und endgültige Ingewahrsamnahme.

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N. N. Maul (1)
Geburtsname: N. N. Schröhter

Anm.: Schwester des einstigen Kellerjungen Hans Schröhter und um 1654 Ehefrau des Joachim Maul (1605-1677).
N. N. Maul (2)

Anm.: Um 1654 Major und Stadtkommandant in Oldenburg.
Georg Maul

Anm.: Sohn des Bernburger Bäckermeisters Georg Maul (1583-1660); um 1654 selbst Bäckermeister.
Joachim Maul

geb. 1605
gest. 1677
Anm.: Sohn des Bernburger Bäckermeisters Georg Maul (1583-1660); seit 1649 Bauherr der Bernburger Talstadt; spätestens 1677 Stadtkämmerer.
Theobald Maurice
Theobald Moritz

gest. 1654
Anm.: Geboren in Metz; ab 1602 Erzieher der Schwestern des Kurprinzen Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Sekretär der Kurfürsten Friedrich IV. (1609/10) und Friedrich V. von der Pfalz (1612-1632); seit 1623 zudem Leiter der kurpfälzischen Exilkanzlei in Den Haag; ab 1632 Sekretär der verwitweten Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); vgl. Nadine Akkerman (Hg.): The Correspondence of Elizabeth Stuart, Queen of Bohemia. Volume I: 1603-1631, Oxford 2015, S. 964.
Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolf von Ratzeburg

geb. 1633
gest. 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

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Ferdinando II de' Medici
Granduca Ferdinando II di Toscana

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

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Ludwig Heinrich von Meusenholt

geb. 1632
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des schwedischen Obristen Johann von Meusenholt; seit 1653 Page und Kammerdiener des Fürsten Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) (noch 1655).
Alvise Mocenigo
Leonardo Mocenigo

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Mocenigo; ab 1609 Mitglied des Maggior Consiglio; 1613-1615 Provveditore e Capitano a Legnago; 1621/22 Provveditore e Capitano della flottiglia di fuste del Lago di Garda; 1622/23 Provveditore ad Asola; später u. a. Provveditore sopra Danari (1633/34, 1637/38 und 1640/41), Provveditore alle Fortezze e Governatore di galea grossa (1638/39) und Kommandant einer Galeere (1645/46); 1646/47 Provveditore generale delle Tre Isole; 1647/48 Provveditore generale in Candia; 1648-1651 und seit 1653 Capitano generale da Mar.

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George Monck
Duke George of Albemarle

geb. 1608
gest. 1670
Anm.: Sohn des englischen Adligen Thomas Monck (1570-1627); 1625-1638 in niederländischen Kriegsdiensten; danach englischer Lieutenant colonel (1639/40) und Colonel (1641-1644); 1644-1647 Gefangener des Parlaments; ab 1647 Offizier der Parlamentsarmee, zuletzt als Colonel (1651/52), General at sea (1652/53) und Commander-in-Chief in Schottland (1654-1660); 1660 Mitglied des englischen Parlaments; seit 1660 1st Duke of Albemarle; 1660-1662 Lord Deputy of Ireland; ab 1660 Custos Rotulorum und Lord Lieutenant of Devon; seit 1662 auch Lord Lieutenant of Middlesex; 1666/67 Captain general der englischen Kriegsflotte; ab 1667 Lord High Treasurer.

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N. N. von Münch (3)

Anm.: Angehöriger des westfälisch-niedersächsischen Adelsgeschlechts und um 1654 Eigentümer der Ellerburg bei Fiestel.
Nassau-Oranien, Haus
Fürsten von Oranien

Anm.: Zweig der Grafen von Nassau, der seit 1530 im Besitz des Fürstentums Oranien war.

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Gräfin Sophia Katharina von Oldenburg und Delmenhorst
Gräfin Sophia Katharina von Oldenburg
Geburtsname: Herzogin Sophia Katharina von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Tochter des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); 1635-1667 Ehe mit Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst (1583-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin bzw. Fürstin Sophie von Ostfriesland
Geburtsname: Gräfin Sophie von Barby und Mühlingen

geb. 1636
gest. 1677
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht Friedrich I. von Barby-Mühlingen; ab 1656 Ehe mit Graf bzw. Fürst Enno Ludwig von Ostfriesland (1632-1660).
Elisabeth Katharina von Palant-Breitenbend
Geburtsname: Gräfin Elisabeth Katharina von Wied-Runkel

geb. 1628
gest. nach 1654
Anm.: Tochter von Graf Hermanns II. von Wied (1581–1631); Ehe mit Johann Wilhelm von Palant-Breitenbend (gest. 1654).
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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John Pell

geb. 1611
gest. 1685
Anm.: Sohn des Southwicker Pfarrers und Rektors John Pell; ab 1624 Studium in Cambridge in den Fächern Latein und Griechisch mit anschließender Lehrtätigkeit in Sussex und London; ab 1643 Professor für Mathematik in Amsterdam und ab 1646 in Breda; 1654 bis 1658 als Gesandter Oliver Cromwells in der Schweiz ohne politische Ziele erfolgreich umsetzen zu können; Aufnahme einer kirchlichen Karriere und ab 1661 Tätigkeit als Vikar in Essex.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
David Pestel

geb. 1601
gest. 1662
Anm.: Sohn des Mindener Ratsherrn Johann Pestel, Studium der Rechtswissenschaften in Rinteln und Rostock; 1634 Promotion zum Dr. jur. in Marburg und ab 16411 Professor der Rechte in Rinteln; ab 1646 Konsistorialpräsident in Bückeburg und 1648 schaumburgischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedensschluss.
Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Konrad Balthasar Pichtel

geb. 1605
gest. 1656
Anm.: Sohn des kurpfälzischen Oberhofzehenden Balthasar Pichtel (gest. 1620); Studium in Altdorf (1620), Wittenberg (1623), Leipzig und Frankfurt/Oder; danach Jurist am Reichskammergericht, in Wittenberg (1628/29), Dresden (1629/30) und Holstein (ab 1630); 1632 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg; seit 1635 Geheimer Rat und Praetor Pupillaris des Grafen Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst (1583-1667); um 1642/43 abgeordneter Berater des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1645-1648 gräflich-oldenburgischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; ab 1642 Mitglied in der Fruchtbringenden Gesellschaft („Der Überwindende“).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Adam Ehrenreich (von) Preen

geb. 1631
gest. 1702
Anm.: Angehöriger des mecklenburgischen Adelsgeschlechts und um 1654 vermutlich als Rittmeister in dänischen Militärdiensten.
Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Christian von Röder

geb. 1610
gest. 1697
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Harzgerode; um 1635 Aufwärter des kaiserlichen Obristen Peter von Götz (gest. 1638).
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
João Rodrigues de Sá e Meneses
Conde João Rodrigues de Penaguião

geb. 1619
gest. 1658
Anm.: Sohn des Francisco de Sá e Meneses, Conde de Penaguião (1598-1647); ab 1647 Conde de Penaguião; seit 1641 königlich-portugiesischer Kammerherr; ab 1642 Mitglied des Staats- und Kriegsrats; 1652-1655 außerordentlicher Botschafter in London.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pantaleão de Sá e Meneses

gest. 1654
Anm.: Sohn des Francisco de Sá e Meneses, Conde de Penaguião (1598-1647); 1654 Hinrichtung als Aufrührer und Mörder in London.
Graf bzw. Fürst Ernst von Schaumburg
Graf bzw. Fürst Ernst von Holstein-Pinneberg

geb. 1669
gest. 1622
Anm.: Sohn des Grafen Otto IV. von Schaumburg und Holstein (gest. 1576); ab 1601 regierender Graf von Schaumburg und Holstein-Pinneberg; 1619 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin bzw. Fürstin Hedwig von Schaumburg
Gräfin bzw. Fürstin Hedwig von Holstein-Pinneberg
Geburtsname: Landgräfin Hedwig von Hessen-Kassel

geb. 1569
gest. 1644
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel (1532-1592); 1597-1622 Ehe mit Graf (bzw. ab 1619 Fürst) Ernst von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1569-1622).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Herzogin Hedwig Louise von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck
Geburtsname: Gräfin Hedwig Louise zur Lippe-Alverdissen

geb. 1650
gest. 1731
Anm.: Tochter des Grafen Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681); 1676-1689 Ehe mit Herzog August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck (1652-1689).
N. N. Schramm (1)

Anm.: Um 1654 reformierter Pfarrer in Tecklenburg.
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Justina Luzia von Schrattenbach
Geburtsname: Justina Luzia von Knigge
Justina Luzia von Rehden
Justina Luzia von Wartensleben

geb. 1602
gest. nach 1650
Anm.: Tochter des Jobst von Knigge (1572-1626); vor 1630 erste Ehe mit N. N. von Rehden; 1630-1633 zweite Ehe mit Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); seit 1634 dritte Ehe mit Balthasar von Schrattenbach.
Hans Schröhter

Anm.: Um 1636 fürstlicher Kellerjunge in Bernburg; um 1654 Bürger und Weinschenk in Amsterdam.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Henning (von) Stammer

geb. 1581
gest. 1660
Anm.: Sohn des magdeburgischen Amtshauptmanns Arndt (von) Stammer (gest. 1626) in Querfurt; Erbherr auf Ballenstedt, Wörlitz, Wedlitz und Wispitz (Anhalt); ca. 1605-1608 in spanischen Kriegsdiensten; ca. 1610-1618 kursächsischer Kammerjunker; Angehöriger des engeren Ständeausschusses und gelegentlich Kriegskommissar des Fürstentums Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hitzige"); vgl. Andreas Hesius: Herrliche Belohnung Der Standhafftigen Kämpffer und überwinder [...], Köthen 1661, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Georg Stannius

geb. ca. 1625
gest. 1701
Anm.: Sohn des aus der Oberpfalz vertriebenen Pfarrers Johann Stannius (ca. 1593-1636); 1654-1656 Diakon in Ballenstedt; 1656-1676 Pfarrer in Badeborn; seit 1676 Oberprediger in Ballenstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 436.
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Ernst von Stolzenberg

gest. nach 1664
Anm.: Niedersächsischer Adliger; Erbherr auf Luttmersen; schwedischer Major (um 1649) und Obrist; später in Hamburg bzw. in Schweden.
Gottfried Travelmann

gest. 1659
Anm.: Westfälischer Adliger aus Münsteraner Erbmännergeschlecht; zunächst Page und später bis höchstens 1629 Stallmeister des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); spätestens ab 1654 gräflicher Hofmeister in Tecklenburg; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dicke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gerard Nicolaes Valckenier

Anm.: Dr. med.(?); Arzt und Chirurg in Amsterdam.
Graf Franz Wilhelm von Wartenberg
Bischof Franz Wilhelm von Osnabrück
Bischof Franz Wilhelm von Verden
Bischof Franz Wilhelm von Minden
Bischof Franz Wilhelm von Regensburg

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des Herzogs Ferdinand von Bayern (1550-1608), dessen Kinder 1602 zu Grafen von Wartenberg erhoben wurden; 1614-1621 Präsident des bayerischen Geistlichen Rates; 1621-1640 kurkölnischer Obersthofmeister und Geheimratspräsident; ab 1625 Bischof von Osnabrück; 1629/30 kaiserlicher Kommissar für die Exekution des Restitutionsedikts zwischen Rhein und Elbe; zudem Bischof von Verden (1630/31) und Minden (1630-1648); 1643-1648 kurkölnischer Hauptgesandter auf dem Friedenskongress in Münster und Osnabrück; seit 1649 auch Bischof von Regensburg; ab 1660 Kardinal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Gräfin Anna Sofia af Wasaborg
Geburtsname: Gräfin Anna Sophia von Wied-Runkel

geb. 1616
gest. 1694
Anm.: Tochter des Grafen Hermann II. von Wied-Runkel (1581–1631); ca. 1640-1653 Ehe mit Graf Gustaf Gustafsson af Wasaborg (1616-1653).
Charlotte af Wasaborg

gest. 1655
Anm.: Tochter des Grafen Gustaf Gustafsson af Wasaborg (1616-1653).
Graf Gustaf Adolf af Wasaborg

geb. 1653
gest. 1732
Anm.: Sohn des Grafen Gustaf Gustafsson af Wasaborg (1616-1653); braunschweigisch-lüneburgischer Rittmeister (1676) und Obristleutnant (bis 1680); danach Leben auf seinem Landgut.
Graf Gustaf Gustafsson af Wasaborg
Gustaf Gustafsson
Administrator Gustav von Osnabrück

geb. 1616
gest. 1653
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); ab 1633 schwedischer Obrist; 1634-1648 "postulierter Administrator" des Hochstifts Osnabrück; seit 1645 Gouverneur von Estland; ab 1646 schwedischer Reichsrat; seit 1650 Inhaber der Herrschaft Wildeshausen und Huntlosen; 1637 Nobilitierung ("af Wasaborg"); 1646 Erhebung in den Freiherren- und Grafenstand.

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Sofia af Wasaborg

geb. 1654
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Gustaf Gustafsson af Wasaborg (1616-1653).
Joachim van Wickevoort
Joachim van Wicquefort

geb. 1596
gest. 1670
Anm.: Sohn des Antwerpener Kaufmanns Jasper Jansz van Wickevoort (1554-1634); langjähriger Agent des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden; seit 1639 hessisch-kasselischer Resident in Den Haag (bis mindestens 1659).

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Gräfin Konradina Ludowika von Wied-Neuwied
Geburtsname: Gräfin Konradina Ludowika von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1647
gest. 1705
Anm.: Tochter des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674); 1686-1698 Ehe mit Graf Friedrich von Wied-Neuwied (1618-1698).
Johann Winter von Andernach

geb. 1502
gest. 1574
Anm.: Dr. med.; gebürtig aus Andernach; frühe humanistische und philosophische Studien in Utrecht, Deventer und Marburg; Tätigkeit als Schulrektor in Goslar und Fortführung eigener Studien in Löwen; 1525 Aufnahme des Studiums der Medizin in Lüttich, 1528 Fortführung in Paris und 1532 Promotion zum Dr. med.; 1533 Ernennung zum Magister regens der Medizins durch die medizinische Fakultät der Sorbonne und 1534 Aufnahme als Professor der Medizin ebendort. Tätigkeiten als königlicher Leibarzt, als Übersetzer und als praktizierender Arzt in Paris, Metz und Straßburg; Publizist und Pestarzt während der Epidemien in Straßburg in den Jahren 1541 und 1563; 1540 Erhebung in den Adelsstand.

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Friedrich Matthias von Wolzogen

gest. 1681
Anm.: Sohn des Matthias von Wolzogen (1588-1665); Erbherr auf Missingdorf; zunächst Hofjunker des Grafen Anton Günther von Oldenburg (1583-1667); 1653/54 oldenburgischer Gesandter in London; seit 1657 Hofmeister der Gräfin Elisabeth Ungnad von Weissenwolff (1614-1683); vgl. Karl August Alfred von Wolzogen und Neuhaus: Geschichte des Reichsfreiherrlich von Wolzogen’schen Geschlechts, Bd. 1, Leipzig 1859, S. 56f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christina Wrangel
Geburtsname: Kristina af Wasaborg

geb. 1644
gest. 1709
Anm.: Tochter des Grafen Gustaf Gustafsson af Wasaborg (1616-1653); 1665-1675 Ehe mit Wolmar Herman Wrangel (1641-1675).
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Antwerpen
weiterführende Informationen
Arensburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Schaumburg.
Arensburg, Schloss
weiterführende Informationen
Arnstein, Burg
weiterführende Informationen
Arras
weiterführende Informationen
Bakum
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bentheim (Bad Bentheim)
weiterführende Informationen
Bentheim, Grafschaft
weiterführende Informationen
Berberei (Barbareskenstaaten)
weiterführende Informationen
Bergisches Land
weiterführende Informationen

Anm.: Landschaft zwischen Ruhr, Rhein und Sieg im Gebiet des Herzogtums Berg.
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bode, Fluss
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brakel
weiterführende Informationen
Bramsche
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Braunschweig
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Bückeburg
weiterführende Informationen
Bückeburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Schaumburg.
Burg
weiterführende Informationen
Calenberg[-Göttingen], Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Calenberg (Alt Calenberg), Schloss
Anm.: Im 16. Jahrhundert zur Festung ausgebaute und ab 1690 abgebrochene Schlossanlage an der Leine bei Pattensen-Schulenburg (Region Hannover).
Cattaro (Kotor)
weiterführende Informationen
Chios, Insel
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dardanellen
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Deventer
weiterführende Informationen
Dinklage, Burg
weiterführende Informationen
Ditfurt
weiterführende Informationen
Elburg
weiterführende Informationen
Ems, Fluss
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Ens, Insel
Anm.: Bis Anfang des 19. Jahrhunderts südlicher, zur niederländischen Provinz Overijssel gehörender Teil der ehemaligen Zuiderzee-Insel Schokland (heute Noordoostpolder).
Ermsleben
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Fiestel
weiterführende Informationen
Finale Ligure
weiterführende Informationen
Franeker
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Gebhardshagen
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Genua (Genova)
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Hardenberg
weiterführende Informationen
Harderwijk
weiterführende Informationen
Harsleben
weiterführende Informationen
Hartum
weiterführende Informationen
Hessen-Darmstadt, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hildesheim
weiterführende Informationen
Hildesheim, Hochstift
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Hornburg
weiterführende Informationen
Hülsede
weiterführende Informationen
Huntlosen
weiterführende Informationen
Ihorst
weiterführende Informationen
Ippenburg, Schloss
weiterführende Informationen
Issel (Oude IJssel), Fluss
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Italien
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Kampen
weiterführende Informationen
Köln
weiterführende Informationen
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
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Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
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Ledde
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Lengerich
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Lichtenberg
weiterführende Informationen
Lingen
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Lingen, Grafschaft
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Lippe, Grafschaft
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Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
Löwenburg (Lauenberg), Burg
Anm.: Hochmittelalterliche Burganlage im Dasseler Ortsteil Lauenberg.
Madrid
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Magdeburg
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Mettingen
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Minden
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Moldau, Fürstentum
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Münder (Bad Münder am Deister)
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Münster
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Münster, Hochstift
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Neuenhaus
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Niedersächsischer Reichskreis
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Nordhorn
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Oldenburg
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Osmanisches Reich
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Osnabrück
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Osnabrück, Hochstift
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Osterwieck
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Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Quedlinburg
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Rastede
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Regensburg
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Reims
weiterführende Informationen
Rinteln
weiterführende Informationen
Rodenberg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Schaumburg.
Rom (Roma)
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Sachsenhagen, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Schaumburg.
Salland
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Sallern
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schale
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Schaumburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Schaumburg.
Schaumburg, Grafschaft
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Schladen
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Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schüttorf
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Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Siebenbürgen, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Spa
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Spanien, Königreich
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Springe
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Staade
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Stadthagen
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Stadthagen, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Schaumburg.
Stenay
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Straßburg (Strasbourg)
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Ströbeck
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Tecklenburg
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Tecklenburg, Grafschaft
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Twente
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Uelsen
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Uelzen
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Ungarn, Königreich
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Urk, Insel
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Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Vechta
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Venebrugge
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Verden, Hochstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
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Walachei, Fürstentum
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weser, Fluss
weiterführende Informationen
Westerkappeln
weiterführende Informationen
Westfalen
weiterführende Informationen
Westfriesland
Anm.: Küstenregion der niederländischen Provinzen Groningen und Friesland.
Wien
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Wismar
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Wursten
weiterführende Informationen
Zuiderzee
weiterführende Informationen

Anm.: Ehemalige Nordseebucht auf dem Gebiet des heutigen Ijsselmeeres und der Provinz Flevoland.
Zwolle
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Ambrosius Lobwasser: Der Psalter desz Königlichen Propheten Dauids. Jn deutsche reymen verstendiglich vnd deutlich gebracht, mit vorgehender anzeigung der reymen weise, auch eines jeden Psalmes Inhalt, Leipzig: Hans Steinman und Ernst Vögelin, 1576. [Nachweis im GVK]
Thomas von Kempen: De imitatione Christi = Nachfolge Christi, in: De imitatione Christi. Nachfolge Christi und vier andere Schriften. Lateinisch und deutsch, hg. von Friedrich Eichler, München: 1966, S. 31-493. [Nachweis im GVK]
Publius Vergilius Maro: Aeneis. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin/Boston: 2015. [Nachweis im GVK]