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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: August 1654


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 269r-300r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. August 1654
Amsterdam
  • Kühles Wetter mit Platzregen
  • Ankunft des jüngeren Sohnes Karl Ursinus
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
02. August 1654
Amsterdam
  • Bedecktes, regnerisches und windiges Wetter
  • Traum
  • Verdächtigungen durch die Niederländer
  • Verzicht auf Kirchgang wegen Krankheit
  • Gespräch mit dem Wirt
  • Korrespondenz
  • Sonnenfinsternis
03. August 1654
Amsterdam
  • Einkäufe in der Stadt
  • Unterwegs Begegnung mit einigen Fräulein van Brederode
  • Nachrichten
  • Besuch durch den Weinschenken Hans Schröhter
04. August 1654
Amsterdam
  • Trübes, windiges und regnerisches Wetter
  • Abreise von Karl Ursinus nach Den Haag
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Besuch durch den Arzt und Chirurgen Gerard Nicolaes Valckenier
05. August 1654
Amsterdam
  • Besichtigung des Zuchthauses, von fünf Kirchen, des ehemaligen Schützenhauses und dreier Grachten mit dem Kammerjunker Ernst Dietrich von Röder und dem Pagen Otto Rudolf von Böltzig
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Erneuter Besuch durch Valckenier
06. August 1654
Amsterdam
  • Erfolglose Rückkehr des Lakaien Martin Haug aus Tecklenburg
  • Anhörung der französischen und der hochdeutschen Predigt
  • Besuch durch den früheren Küchenschreiber Christian Jonius
  • Zeitweiliger Verlust eines Taschentuches
  • Sonntäglicher Aufzug der bewaffneten Amsterdamer Bürgerschaft
  • Nachrichten
  • Gespräch mit der Wirtin
  • Korrespondenz
07. August 1654
Amsterdam
  • Rückkehr von Karl Ursinus aus Den Haag
  • Nachrichten
  • Mitteilungen durch den alten Delfter Prediger Samuel de L'Echerpière
  • Zwei Besuche durch den reformierten Pfarrer Godefroid Hotton
  • Korrespondenz
08. August 1654
Amsterdam → Harderwijk
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuche durch den aus Köthen stammenden Medizin-Studenten Johann Friedrich Schweitzer, Valckenier und Schröhter
  • Abschied von den Wirtsleuten
  • Schifffahrt nach Harderwijk
  • Besuch durch Ernst van Hoeclum
09. August 1654
Harderwijk → Elspeet → Vaassen → Deventer
  • Weiterreise nach Deventer
  • Unterwegs Besichtigung einer Kupfermühle in Vaassen
10. August 1654
Deventer → Holten → Goor → Delden
  • Stadtbesichtigung durch Karl Ursinus
  • Weiterfahrt nach Delden
  • Unterwegs Streit mit den Wirtsleuten in Holten
11. August 1654
Delden → Oldenzaal → Bentheim
  • Schönes warmes Wetter
  • Weiterreise nach Bentheim
  • Bewirtung durch Graf Ernst Wilhelm von Bentheim und Steinfurt
  • Fünfundfünfzigster Geburtstag
12. August 1654
Bentheim
  • Ruhetag in Bentheim
  • Gespräche mit dem Grafen von Bentheim und Steinfurt sowie dessen Landdrosten Bernhard von Heyden
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
13. August 1654
Bentheim
  • Wind und Sturm
  • Anhörung zweier Predigten
  • Besichtigung des gräflichen Schlosses, Gartens und Pferdestalles
  • Besuch bei Gräfin Anna Amalia von Bentheim und Steinfurt
  • Trinken und Abschied am Abend
14. August 1654
Bentheim
  • Weiterhin windiges Wetter
  • Verlängerung des Aufenthalts in Bentheim
  • Erkrankung der Gräfin von Bentheim und Steinfurt
  • Ankunft von Jonius aus Amsterdam und Utrecht
  • Unterhaltung mit dem Grafen von Bentheim und Steinfurt, Graf Johann Ernst I. von Isenburg-Büdingen und dem gräflich-bentheimischen Rat Dr. Wilhelm Pagenstecher am Vormittag
  • Lesen und Schreiben
  • Nachmittagsspaziergang mit dem Grafen von Bentheim und Steinfurt
  • Zeitvertreib von Karl Ursinus mit Brettspiel, Spaziergängen, Kanonenschüssen und Besichtigung der Rüstkammer
  • Gespräche und Trinken am Abend
15. August 1654
Bentheim → Rheine → Bevergern → Riesenbeck → Tecklenburg
  • Starker Wind
  • Gespräch mit dem Grafen von Bentheim und Steinfurt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Streckenweises Geleit durch die Grafen von Bentheim und Steinfurt und Isenburg-Büdingen
  • Weiterfahrt nach Tecklenburg
  • Unterwegs Abholung durch Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg, dessen ältesten Sohn Johann Adolf und Graf Philipp zur Lippe-Alverdissen
  • Begrüßung durch die Cousine Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
  • Beratung mit dem Grafen von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
  • Tanz nach dem Abendessen
16. August 1654
Tecklenburg
  • Abreise des Grafen zur Lippe-Alverdissen mit seiner Gemahlin Sophia und zwei Töchtern nach Bückeburg
  • Rückkehr des gräflichen Hofmeister-Stellvertreters Wolff mit den geliehenen Pferden, Kutschen und Wagen nach Bentheim
  • Gestrige Landschaft
  • Schwächeanfall bei der Nachmittagsunterhaltung
  • Abschied von der Grafenfamilie am Abend
17. August 1654
Tecklenburg → Osnabrück → Ostercappeln → Levern
  • Weiterreise nach Levern
  • Streckenweise Begleitung durch die Grafen Moritz und Johann Adolf von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
  • Dauerregen
  • Bewirtung durch den gräflichen Bediensteten Harde in Ostercappeln
  • Keine Unterkunft im Damenstift Levern
  • Unterwegs Gespräch mit Christoph von Almesloe, genannt Tappe
  • Landschaft
  • Nächtliche Mondfinsternis
18. August 1654
Levern → Rahden → Diepenau → Uchte → Liebenau
  • Weiterfahrt nach Liebenau
  • Unterwegs Bewirtung durch den Drosten Philipp Friedrich Christoph von Pretlack in Uchte
  • Beurlaubung des Sekretärs Christoph Bährenreutter und des Kammerdieners Ludwig Heinrich von Meusenholt
  • Abfertigung des gräflichen Trompeters Johann nach Tecklenburg
19. August 1654
Liebenau → Nienburg
  • Weiterreise nach Nienburg (Weser)
  • Besuche durch den braunschweigisch-lüneburgischen Hauptmann und Stadtkommandanten Curt Hartwig Neuhoff sowie den Bürgermeister Gideon Daniel Hake
  • Geldangelegenheiten
  • Korrespondenz
  • Spaziergang mit Karl Ursinus auf der Stadtbefestigung
20. August 1654
Nienburg → Neustadt am Rübenberge
  • Erneuter Besuch durch Hake
  • Kirchgang
  • Hake als Mittagsgast
  • Abschied von Hake und Neuhoff
  • Weiterfahrt nach Neustadt am Rübenberge
  • Vegetation unterwegs
21. August 1654
Neustadt am Rübenberge → Hannover → Anderten → Peine
  • Schönes Wetter
  • Weiterreise nach Peine
  • Rätsel des Propheten Jona
22. August 1654
Peine → Braunschweig
  • Schönes Wetter
  • Weiterfahrt nach Braunschweig
  • Kontaktaufnahme mit den Bürgermeistern Tobias Olfen und Tilemann von Damm
  • Besuch durch einen Herrn Langjahr
  • Besichtigung eines alten Geschützes mit Karl Ursinus
  • Ankunft der schwedischen Abgesandten Nikolaus von Höpken und Adolf Benedikt von Marschalck zum Niedersächsischen Kreistag
  • Langjahr als Abendgast
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
23. August 1654
Braunschweig
  • Administratives
  • Gespräch mit dem Wirt N. N. von Horn
  • Besichtigung des Doms durch Karl Ursinus
  • Mitteilung durch den Braunschweiger Rat
  • Besuch durch den Stadtsyndikus Johann Burchard Baumgarten
  • Unterhaltung und Abendessen mit Langjahr
  • Korrespondenz
24. August 1654
Braunschweig → Schöppenstedt → Hessendamm → Hessen → Dardesheim
  • Kälte mit Reifbildung am Morgen
  • Frühstück mit Karl Ursinus, Christian und Ernst Dietrich von Röder sowie Horn
  • Besuche durch Langjahr und einen Herrn von Voß
  • Ehrenvolle Fahrt durch Braunschweig
  • Weiterreise nach Dardesheim
  • Übernachtung im Amtshaus
25. August 1654
Dardesheim → Halberstadt → Harsleben → Badeborn → Ballenstedt → Bernburg
  • Geldangelegenheiten
  • Kälte und Nebel am Morgen
  • Weiterfahrt nach Ballenstedt [und Bernburg]
  • Ausflug von Karl Ursinus mit dem Kammerjunker Röder nach Gröningen
  • Unterwegs Essen mit dem Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt in Badeborn
  • Nachrichten
  • Gespräche mit dem Amtsschreiber Matthias Knüttel und David Schmidt in Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen
26. August 1654
Bernburg
  • Reif am Morgen
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Gespräche mit dem Hofmeister Gottlob Sekyrka, dem Frauenzimmer-Hofmeister Johann Esche von Wallwitz, dem Hofrat Christoph von Jena und dem Kammermeister Tobias Steffeck am gestrigen Abend
  • Dieselben, der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius und der Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgäste
  • Gestrige Verletzung des Hündchens und gestriger Tod des Jagdfalken von Karl Ursinus als schlechte Vorzeichen
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Jena, dem Amtmann Georg Reichardt, dem Kammerschreiber Johann Senf und dem Landrichter David von Bergen
  • Auftrag zum Krankenbesuch bei dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf sowie dessen Gemahlin Helena
27. August 1654
Bernburg
  • Versehen beim vorigen Tagebucheintrag
28. August 1654
Bernburg
  • Bericht durch den Hofrat und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gespräche mit dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius, dem Küchenmeister Philipp Güder und dem Kammerschreiber Johann Senf
  • Korrespondenz
  • Abreise von Karl Ursinus mit dem Kammerjunker Röder nach Ballenstedt
  • Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius als Mittagsgast
29. August 1654
Bernburg
  • Regen nach langer Trockenheit
  • Administratives
  • Besichtigung des Kabinetts des älteren Sohnes Viktor Amadeus
  • Gespräche mit Jena und Sekyrka
  • Erster Aderlass bei Wallwitz
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
30. August 1654
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Gespräche mit Bährenreutter, dem Schneider Hans Burckhardt, Senf, dem Kammerschreiber Hans Friedrich Eckardt und Wallwitz
  • Nachrichten
  • Spaziergang nach Besichtigung der neuen Kutsche
  • Hofprediger Menzelius als Abendgast
31. August 1654
Bernburg
  • Viehmarkt in Bernburg
  • Früherer Prinzenlehrer und Sekretär Martin Hanckwitz sowie der aktuelle Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius als Mittagsgäste
  • Erfolglose Anmeldung durch den Leibarzt Dr. Levin Fischer
  • Gespräche mit Jena
|| [[Handschrift: 269r]]

<platzregen. Kühle.>


Diesen Morgen zeittlich, umb 7 uhr, bin ich mit unver-
muhteter ahnkunfft, Carolj Ursinj, mit den seinigen,
(nach dem er, den Haag, undt die Hollendischen Städte,
mehrentheilß, wie auch Breda, und was dengkwürdig,
in kurtzer zeitt, besehen) alhier, in Amsterdam,
erfreẅet worden. Gott seye lob! ehr! und dangk!
gesagt, der wolle unß ferner, mit gnaden helffen! perge
undt alles wiedrige väterlich abwenden! perge umb
Christj willen. Amen! Amen! AMEN! perge


Die Avisen, oder Courranten geben:


Daß 8000 Mann, auß Schweden, ahnkommen, den Königßmargk,
contra Brehmen, zu endtsetzen, und das der neẅe König, in Schweden,
fleißig zu rahte gehet, iedoch hoft man, diß unwesen, solle
in der gühte, beygeleget werden, dieweil zu Quedlinburgk
destwegen, die NiederSächsischen CrayßStende, versamlet sein.


Die Königinn, auß Schweden, Christina, sol unbekandt zu
Antwerpen, ahnkommen sein, undt nacher Duyßeldorff, undt
Spaa zu, gehen wollen.

|| [[Handschrift: 269v]]


Die Festung Arras, wehret sich annoch, und der gouverneur
darinnen, thut tapfere außfälle, Visconte de Türenne
hat auch ein wachendes auge, darauf, sie zu endtsetzen,
und die Spannischen confoyen, so in ihr läger wollen,
zu schlagen, dieweil aber, die Frantzosen, mit Stenay
noch sehr viel auch zu schaffen haben, der Spannische
Commendant darinnen sich Tapfer wehret, und die
Circumvallation umb Arras, oder Atrecht, schon
befestiget, undt geschloßen ist, alß dörfte der
endtsatz schwehr fallen, und Arras baldt übergehen.


Zwischen Genua undt Finale, continuiren
die feindtsehligkeitten. Der König in Frangkreich
schigket den Genuesern, 20 Orlogsschiffe, und andere
Notturften, zu hülfe. Die Cardinäle, d'Estj,
undt Barberinj, <lassen> werben, vor Franckreich, darüber
sich der Spannische Ambassador beym Pabst, beklaget. perge


Die venezianer, haben noch kleine progreßen
zu waßer, mit abgenommenen Türckjschen Schiffen,
(dem bericht nach) nach voriger battaille.


Die Schotten, resistiren noch, den Engelländern,
welche fast vor den hochländern, im gebirge, den kürtzern
ziehen. Cromwell, hat den Frantzösischen, venezianischen
und Oldenburgischen, Gesandten, gehöret, und abgefertiget. || [[Handschrift: 270r]]
An den ersten, hat er allerley desideria, auch wegen der
Reformirten in Frangkreich, und den versicherungsplatz, Brest
in Britannien, begehrende, gelangen laßen, so nicht gar
angenehm gewesen. Der venezianische hat secours, wieder
den Türgken gesucht. Des dritten ansuchen, wirdt nicht ge-
meldet. Der bescheidt, mag mehrentheilß dilatorisch gefallen
sein. Der Ambassadeur von Portugal, gehet auch, von dannen,
und nimbt seines iustificirten bruders, leichnam, mit sich.


Zu Baden, seindt die Eydgenoßen, versamlet gewesen,
undt haben malcontent, wieder abgefertiget, we<den> Frantzösischen
Ambassadeür, welcher erneẅerung der alliance mit sei-
nem Könige gesucht, weil sie solche nicht eingehen wollen,
biß man ihnen, wegen ihres großen rügkstandes,
welchen sie annoch zu fordern) satißfaction thun würde!


Die 600 Portughesen, so zu Madrill gefangen
geseßen, (weil Sie heimlich Juden gewesen, viel
ärgerliches dinges, gethan, und sich offentlich, als Christen,
ahngestellet) hat der König in Spannien, zwahr zum
Tode, condemniren, hernachmalß aber, begnadigen,
und allzumahl, auf die galleren, schmieden laßen.


heütte, haben wir in Amsterdam, glaubwürdigen bericht einge-
nommen, das nicht allein, viel kaufleütte, zu 20 biß in 30 Tonnen
goldes reich sein, alhier, sondern auch einer, auf des Printzen Grafft,
wohnhaft, Jeronimus Deützsch genandt, 3 in 4 Tonnen Schatzes, vor
sich gehabt hette, darnach aber, eine kauffmanns Tochter, mit || [[Handschrift: 270v]]
20 Tonnen goldes, erheyrathet, undt also 24 Tonnen
goldes, zusammen, erworben hette. Ohne wehre
es nicht, das auch kaufleütte alhier, zu 15 in 16
Tonnen goldes reich, stadtlich bancquerotte spie-
leten, (weil ihnen andere, nicht innehielten,)
und hetten sich schon, über 30 solcher bancque-
rottirer, in die Souverainetet des Feldtmar-
schalcks, herren von Brederode, (da man ihnen, nichts
thun darff, nemlich zu Vianen,) salvirt, undt begeben.
perge

Mittwoch den 2. <12. stylo novo> Augustj; 1654.


<Windig, Trübe, regenicht, iedoch, nicht ungewöhnlich.>


J'ay eü ün vilain songe, comme si ma fille <Eleonora hedwig> seroit devenuë
enceincte, (ne scachant, elle mesme, comment)? d'ün, quj
ne l'auroit en apres, voulü èspouser, comme elle estoit
près d'accoucher. <Mais> Songes, sont mensonges souvent! perge


On me tient icy süspect, comme si i'estois Papiste, &
Jmperial, & venois de Vienne? Ma robbe de dueil, ma
retenuë en mon logis, et autres façons de faire,
contribuëent, a ce soupçcon, quoy que nous disions, au
contraire, touchant la religion. Cependant, cès Provinces
ont la püce a l'oreille, leur paix avec Cromwell,
n'estant pas bien ferme, et establie. L'Empereur
(disent ils) se gouverne, par les conseils d'Espaigne,
va redemander les Commenderies de Malthe, pour cest'
ordre de Chevallerie, item: les biens appartenans iadis, || [[Handschrift: 271r]]
a l'Eveschè d'Ütrecht, a l'Evesque de Münster, au
Conte de Tecklenbourg, & aultres estats, de l'Empire, item:
les villes Hanseatiques, et autresfois Jmperialles: Campen,
Swoll, et Deventer, seülement pour rompre avec eux, &
faire jour a l'Espagnol, et pescher, en eau trouble. Ainsy
iügent icy, les craintifs, <soupçonneulx> apprehensifs, quj prennent tout, au pis.
perge


Unser comitat, ist vormittags, in die hochdeützsche wochenpre-
digt, gegangen. Jch habe mich inne gehalten, weil ich noch
ein Paciente bin, undt wegen der Finsternüß. perge


Der wirth, (so neẅlichst von Cölln, wiederkommen,)
hat mir zugesprochen.


Jch habe, an Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, per Hamburgk, nacher
Bernburgk, geschrieben.


Nota Bene[:] Die so groß gemachte, erschregkliche Sonnenfinsternüß,
(da etzliche geschrieben, die vögel, würden vom himmel fallen,
und nicht wißen, wo Sie hinfliegen, die Sternen würden
am hellen Tage erscheinen, man würde lichter ahn-
stegken müßen, zu sehen, undt dergleichen, item: es wehre
dergleichen erschregkliche Eclypsis, noch nie gewesen,
weil die weltt gestanden, und der weltt, undter-
gang bedeütten, et similia!) ist eingetretten, ohngefehr
umb 9 uhr vormittages. Wir haben es auch kaum gemergkt,
undt es ist etwaß windig, undt trübe regenicht,
kein ungewöhnliches wetter, aber, gewesen. Sie mag
ein par Stunden, lang, gewehret haben. Gott laße
Sie uns, nichts böses, weder ominiren! noch effectuiren!

|| [[Handschrift: 271v]]

Donnerstag den 3. ⁄ 13den: Augustj 1654.


Jch bin wenig, mit Ernst Rödern, außgegangen,
nach der Börße zu, undt habe allerley kästchen,
zahnstecherfuttrahl, Meßerstiel, und dergleichen,
vor ein Thaler, oder 5 eingekaufft, pour rapporter
au Pays, a la jeünesse, s'il plaist, á Dieu?
<Mein> Mei kammerdiehner folgte mir, sonst niemandt.
Die andern, ließe ich, zum Theil, zu hause,
zum Theil, ließe ich Sie, mit Carolo Ursino,
herümber gehen, die Stadt zu besehen.


Ein par Freẅlein von Brederode1, seindt mir
auf der gaße, begegnet, und haben unß wol
observiret. Jch habe aber, meine person
verstellet, undt verborgen, so viel ich gekondt,
undt so viel sichs hat leiden wollen, inmaßen sie
auch auf die Börße gekommen, bey die krähmer,
undt mich noch genawer consideriret. Mais,
ie n'ay pas fait semblant, de les congnoistre, quoy
qu'elles se plaçoyent, tout prés de moy, en par-
lant, a üne merciere, & i'ay fait, l'incivil. perge


Gestern abendt, sol der Feldtmarschalck, herr von
Brederode, Graf in hollandt2, mit zweyen caroßen,
undt vielem Frawenzimmer, alhier ankommen sejn.


<5 Gulden (florenus)f: 6 Stüber, an 6 mit Silber gezierten, artigen kästlein.>
<1 Gulden (florenus)f: vor ein Schreibzeüg, auch mit Silber gezieret.> || [[Handschrift: 272r]]
1 Gulden (florenus)f: 16 Stüber (flandrisch-burgundische bzw. niederländische Münze)St: ahn zweyen Elfenbeinernen MeßerStiehlen,
mit compaßen, und zahnStechers.
8 Stüber (flandrisch-burgundische bzw. niederländische Münze)St: vor zwey beinerne zahnstecherfuttrahl.
3 Gulden (florenus)f: 12 Stüber (flandrisch-burgundische bzw. niederländische Münze)St: vor vier Meßerschahlen, mit gefärbten
Agtstein, artig gemacht.

Summa

12 Gulden (florenus)f:

2 Stüber (flandrisch-burgundische bzw. niederländische Münze)St:

ist die Außgabe, auf der Börße, diesen Morgen.
perge


<Hans Schröhter, ist wieder bey Mir gewesen. Malevadorj.>


Die zufuhr dieser Stadt Amsterdam, ist groß, wegen
des friedens, mit Spannien, undt Engellandt. Der zugker,
undt gewürtze, werden wolfailer, Fischtran, und solche sachen! perge
Cromwells ahnschlag, die niederlage der handlung, nacher
Antwerpen zu legen, wirdt gehindert, und gehemmet.
Allein, beförchten sich, die kaufleütte, undt ihre
bewindthebber, vor ihre OostJndianische flotta, wenn
sie, über der linie, von den Engelländern, ertapt,
und übermeistert solte werden? Solches liefe nicht,
wieder den FriedenSchluß. Sie haben ihnen aber
doch, viel convoyerschiffe, entgegen geschicktt.
perge


On dit, que Monsieur de Brederode, est icy, pour
faire enqueste, sür quelques contes, et livres
perdüs, par les Consüls, dont Messieurs les Estats,
veülent, qu'on leur rende compte!


Des Graven, von Oldenburgk, Sohn, ist auch allhier, undt
auß Engellandt, wiederkommen. Sol seine, von den Capers,
abgenommene mobilien, mehrentheilß, wiederbekommen haben! perge

|| [[Handschrift: 272v]]

Freitag den 4. ⁄ 14den: Augustj; 1654.


<Trübe. windig. regen.>


Meinen Sohn, C<arolo> Ursino, habe ich, noch eine excursion
in Haag, concediret, denselbigen, etwas beßer, zu
besehen, dieweil sie neẅlichst, zu sehr eilen müßen,
undt ich ohne das, vergebens, alhier in Amsterdam,
zu wartten habe. perge Gott bewahre ihn, und unß
allerseitß, vor unglück! und gebe Segen! undt succeß! perge
Seine raysegeferten, und aufwartende, seindt vf
dieses Mahl, Christian Röder, Secretarius Bährenreütt,
<M>Ein kammerdiener Ludwig Rober, (deme die gelegenheit
im Haag wol bekandt ist) Sein page Bidersehe, die
übrigen, habe ich, bey mir behalten, alß nemlich:
Ernst Dietrich Röder, meinen CammerJungker, den
Page Peltzigk, Jtem: meines Sohns Cammerdiener, Ludwig
heinrich Meüsenholdt, (so mit haüptwehe befallen)
Hanß Geörge Berger, gewesenen lackayen, itzigen
Musicanten, meinen Cammerschreiber, hanß Senff,
<Hans Balthasar> Oberlender lackayen, undt Märtin haug <lackay>, wirdt
auch numehr baldt<täglich>, von Tecklenburg wieder erwartett.
Gott helfe, das überall bey unß, und den unserigen,
glück, undt Segen, zu finden seye! perge J'aurois bon besoing,
de conseil, & assistence!


Nota Bene Avis: daß gestern 4 compagnien, plötzlich, in den haagen
kommen, welche, (unverwarnter dinge,) des Printzen
von Uranien, garde, überwältiget, undt undtergestegkt, || [[Handschrift: 273r]]
haben Sie sich also, (wieder ihren willen), undterstellen müßen.
Dörfte, ein nachdengkliches Spiel, setzen! Gott bewahre, vor
Aufruhr, undt das mein Carllchen, nicht unvorsehens,
mitt impliciret werde! hette ich daß gewust,<?> ich wolte
ihn nicht haben, dahin ziehen laßen! perge <Sed; quid hoc ad nos pertinet? perge>


Omnis subita mutatio, periculosa est! perge


Anderer aviß: daß diese Tage <im Sturmwindt, am Montag, oder Dienstag>, unserer alten Frawen
im hause, Schwägerinn, alß Sie von Haerderwygk
hiehehr, im Fehrschiffe, saigeln wollen, unvorsichtig
am bortt gestanden, undt in daß waßer gefallen,
und elendiglich, ertrungken. Man hat sie nicht retten
können, weil das Schiff, in vollem seigeln sol gegan-
gen sein, und kein boht, oder nachen, nachgeführet
haben. Es ist auch unmüglich gewesen, also uhrplötzlich
im ungewitter, das Schiff zu wenden, undt zu kehren.
Den cörper, hat man noch biß dato, nicht finden können.
Das weib, hat über die 30 iahr, mit ihrem Mann, im
Ehestande wol gelebet. Er ist ein zimmerMann, im la-
zareth, und wil sich gar nicht trösten laßen.
Sie haben drey erwachßene kinder, (so albereitt
ihre brodt erwerben können,) noch am leben. Das weib,
hat den Taback, (welchen einer, undten im Schiffe
getrungken,) nicht riechen können. Jst darumb hinauf
gestiegen, an borth getretten, nach dem Sie ihre ringe,
Silbergeschmeide, und beste kleider, und sachen, von sich geleget,
und gar baldt, (als Sie der Schiffer gewarnet, und das Schiff, im ungewitter
zu regieren, mühe gehabt) über borth gefallen.

|| [[Handschrift: 273v]]


Dergleichen unglück, geschicht mannichmalß, so wol
auf der See, alß in den binnenwatern. perge Darumb heißt es:
Memento morj! und vorsichtigkeitt, thut wol von nöhten,
in allen dingen, in unserm thun, leben! und wandel. perge


Quj amat periculum; peribit in eo3, Ergo; vigilandum!
& Orandum. Deus, operatur, (ordinarie) per media! perge


Endlich, habe ich heütte, nach langem wartten,
etzlicher Tage, eine dilatorische iedoch, guht gemeinte
responsion, vom Monsieur Valckenier, entpfangen.
Derselbige, vertröstet mich, auf eine Mündtliche
conferentz et cetera[.]


On parle mal icy, a Amstelredam, de
Monsieur de Brederode, d'aultant qu'il s'est
retirè icy, lors, qu'on dèstroussoit la garde
Prince d'Orange, pour dire: J'ay estè absent.
Jl devoit assister (selon le dire, dü peüple
icy!) a son püpille, et parent, recognoistre
lès grands services, rendüs a cest estat,
par son Pere, ayeül, et Bisayeül, & n'estre
point si ingrat, et mèscognoissant, de cercher[!]
sa ruine, a l'instigation, dü perfide Cromwell,
& avoir pitiè, d'ün doux enfant, de 4:e. ans.
Voyla, comme le peuple icy, parle ünanimement!


Gegen 2<3>en uhr, nachmittags, jst auch, der gute Valcquenier,
bey mir, erschienen, undt hat viel mit Mir, conversiret,
<in die drey Stunden lang.>

|| [[Handschrift: 274r]]

Samstag den 5. ⁄ 15den: Augustj; 1654.


Jch bin diesen Morgen, außgegangen, mit Rödern, undt
dem page Peltzigk, so mir gefolget, und haben daß
zuchthauß <besehen> darinnen 24 personen, so Brasilienholtz
und ander holtz schneiden müßen, alle Tage, ein ieder
50 pfundt, anders kriegen sie schläge, und nichts zu
eßen, biß sie alles verfertigen, undt einholen,
undt viel kleine buben, so garn wirgken, undt zu
Bomesin, oder parchendt machen, seindt auch darinnen,
mehrentheilß böse buben, undt ungerahtene kinder,
so jhren Elltern, ungehorsam, undt kein gut thun wollen,
auch theilß von den größeren, mit ruhten, außge-
strichen, und mit brandtmalen gezeichnet sein.
Sie müßen arbeitten, undt dörfen nicht müßig gehen.
halten ihre behtstunde, undt werden zum guten,
vermahnet. Theilß werden auf wenig, theils
auf viel iahr, condemniret, theilß so lange Sie
leben, nach gestaltt ihres verbrechens, und conditionen.
Postea: die luttrische kirche, ein schön gebeẅe,
darinnen, (des küsters, fast unglaüblichem bericht
nach) in die 10000 Menschen, sollen stehen, undt sitzen können.
Jtem: die Engelländische, undt eine Ministen kirche, welche
beyde, nicht gar groß, iedoch fein gebawet wahren. || [[Handschrift: 274v]]
Jtem: die duhle und Schildereyen darinnen,
auch gartten besehen. Sie wirdt aber nicht mehr
gebraucht, wie vor iahren, da die Bürger
nach der Scheibe schoßen, und ihre recreationes
hatten, Sondern, solche freẅdenspiel seindt
eingestellet, undt dieser, undt dergleichen
plätze, theilß verhüret, oder vermiehtet,
theilß verbawet, theilß verkauft, vom
Bürgemeister[!], undt Raht. perge


Die westerkirche, haben wir auch consideriret,
mit dem schönen neẅen Thurm, welcher darahn
gebawet wirdt, nicht ferne von der Kaysers-
grafft, welche schöne grafft, alß auch
die herrengraft, die Printzengrafft,
und andere, ich wiederumb, die zeitt zu ver-
treiben, besehen, wiewol vor iahren, solches auch geschehen.


Die Couranten geben:


Das die Schotten, von den Engelländern, geschlagen
seyen, undt inß gebirge verfolget werden.


Der ander Sohn des Cromwells, würde numehr
auch, zu einem Rahtsherren, undt Mittglied des
Engelländischen Parlaments, ahngenommen.


Stenay hette sich, dem Könige in Frankreich ergeben.

|| [[Handschrift: 275r]]


Mit Arras, stünde es gleichsfalß, in extremis, wiewol
der König in Frankreich den Ertzhertzogk und die Spannischen, abzutreiben,
und die festung, zu endtsetzen, gedächte, Es hetten aber,
die Spannischen, schon alle Außerwergk eingenommen,
undt den endtsatz gleichsam abgeschnitten, durch die
Circumvallation, und viele wolbesetzte schantzen,
undt päße, auch accordirt, auf den 15den: huius,
(wirdt heütte sein, nach dem neẅen stylo) einzu-
ziehen, wo ferne es nicht secours, inndeßen bekähme.


Die Brehmer, hetten die Vechte4, die haüser
Reyding, undt Tollenhuysen, eingenommen. General
Königsmargk aber, wehre auf sie lohß gegangen,
und hetten also mitteinander geschlagen,
daß beyderseitß, viel volcks geblieben.


Zu Wißmar, wehren 8 Schwedische Orlogsschiffe
mit volgk angelendet. Jn der wehser, solten auch
noch 17 Schiffe, mit Schwedischem volck ahnkommen.


Die Garde im haag, <so> in 400 Mann bestanden, solte
numehr, biß in 600 verstärgkt werden, iedoch in 4
Compagnien, derhalben die capitains Perseval, Beaumont,
Paw, Sterrenburgk, dahin marchiret, und sie vertheilet.
Die Officirer, von der vorigen garde, hat man sonst, mit chargen
contentiret, nemlich: den Lieutenant von der Garde, Doublet undt
auch der<n> FahnTrager Juncker Willem, ieden zu Capitain, <alibi> gemacht.

|| [[Handschrift: 275v]]


Bey Genua, ist der Commendeur de Ruyter, mit bey
sich habenden Schiffen, und waßerMacht, vorbey
paßiret, auf Livorno, zu.


Der Tartarische Cham[!], und die Cosagken,
sollen mit der Krohn Polen, einen ewigen friede
gemacht haben, zu großer freẅde, undt ver-
genügung der herren, und undterthanen, in
Pohlen, Littaw, undt Preüßen, &cetera zu großem
verdrieß, und bekümmernüß aber, der Moß-
kowiter, undt des Türgkischen Kaysers.


Die Türckische SeeArmada, ist von Chio, auß,
zu Sehgel, gegangen, und die venezianische,
ist ihnen, von Capo Spada auß, gefolget, da-
rauß ein scharfes Seegefechte, erfolgen dörffte.


Zu Londen, ist gefahr gewesen, wegen brandes,
so in die Schiffe, gerahten, undt nicht allein
undterschiedliche Schiffe, (so mit öel, pech, <pulfer> undt
andern leichtlich anstegkenden wahren, geladen)
ergriffen, sondern gar in die Stadt, und haüser
geschlagen. Cromwell leßet drey Armaden
außrüsten, eine: das landt zu beschützen, die
andern beyde, sollen auf eine geheime, undt
wichtige impresa, ihr absehen, gerichtet haben.
perge


Jtem:a || [[Handschrift: 276r]]
<Das> Der Römische Kayser, hat dem Könige, in Frangkreich, durch
zwey mißiven, den Todt, des Römischen Königes, ahngekündiget.


Die Frantzosen, in Catalonien, hoffen noch, Roses, zu
vertheidigen, undt mit den Spannischen, zu schlagen.


Die holländische und zeeländische Schiffe, kommen nun reich-
lich ahn, auß West: undt OostJndien, auß Frangkreich, Moscovien,
undt andern landen, bringen reiche außbeütten, mit sich,
in hofnung, es sollen numehr wieder die commercia
floriren, undt (weil Sie friede, vor Engellandt,
undt Spannien, haben,) die Sehgelation, sicher, undt
wol von statten, gehen.


herr Valckenier, ist fast diesen gantzen Nachmittag,
wieder bey mir gewesen, undt haben die zeit, mit
schönen dißcurßen, zugebracht, auch endtlich, ihm
sehnlich, á Dieu, gesagt. Gott erhalte unß lange,
diesen Frommen, Gottsehligen Mann! perge undt
alle lichter, der wahren, rechtglaübigen kirchen! perge

Sonntag den 6. ⁄ 16den: Augustj; 1654.


Der, mit verlangen, erwartete, Märtin lackay,
hat sich diesen Morgen, von Tecklenburg mit briefen,
undt antworth, wieder (Gott lob) zwahr ein-
gestellet, aber der gehofte effect, dieser depesche,
ist an bewustem orth, zu waßer worden. Paci-
ence; par force, sinon par amiable douceur! Pacience!
perge

|| [[Handschrift: 276v]]


Vormittags, bin ich mit Ernst Rödern, einem
Page, und einem kammerdiehner, in die Frantzö-
sische, oder Frantze kerke, gegangen, zu singen,
zu behten, das wortt Gottes, predigen zu hören,
das Sacrament der Heiligen Tauffe, dreyen
kindern, auf einmal, administriren zu sehen,
undt die gewöhnlichen Allmosen, zum
Gottesdienst zu geben. Der Text: wahr:
Johannes 195 wie Pilatus, Jesum geißeln ließ,
und wie ihme, dem lieben Frommen heylandt,
die dornene krohne, aufs haüpt, gesetzet
wardt, auch die kleider abgenommen, undt
der PurpurMantel angeleget, etcetera welches
der prediger, <Monsieur Bassecour>, gar wol explicirte,
undt Christj, schwehres leyden, sonderlich in diesen
dreyen Textpuncten, auf die uhrsach unserer
großen Sünden, applicirte, unß zur buße,
und vor Sünden, wol zu hüten, und Christum,
nicht wieder, aufs neẅe, zu creützigen, vermahnende.


Nachmittags, bin ich, mit Theilß meiner leüttlin,
in eine gute predigt gegangen, in der Schönen,
hochdeützschen kirche. Die predigt hat <Er> Cribbius gehalten.

|| [[Handschrift: 277r]]


Christianus Jonius, welcher von Ütrecht, (alda er
etzliche gefahr<iahr> gewesen, und sich aufgehalten)
mit der gelehrten Jungfer Schuermännin, oder dero
bruder, ohngefehr anhero gekommen, und mich in
der hochdeützschen kirche, gesehen, hat sich bey Mir
præsentiret, und nach seinem vatter, dem caplan
jonio, fleißig gefraget. Je luy ay deffendü, de
me dèscouvrir. perge


J'ay perdü ün mou<s>choir, en ce grand Temple,
& ne pensant jamais le recouvrir[!], parmy tant de
peüple (quoy que j'eüsse estè bien placè, en üne
chaire, commode) apres estre retournè en mon logis,
& alors seülement, m'en appercevant, Jean George
Berger, renvoyè en arriere, de mon hostellerie, l'a
recouvert[!], par la fidelle diligence & soing,
dü cüstode, ou sonneur dès cloches. Tel petit
heür, m'anime, a reprendre les vieilles
errhes, et a tousiours bien esperer, nonobstant
la grande resistance, quj me trouble maintesfois.


Die Bürgerschaft, ist heütte aufgezogen, (nach der letzten
predigt) und haben treflich, mit ihren Mußckeeten sich hören
lassen, gleich wie gestern, und vorgestern, die ahnkommenden Schiffe,
ihre Stügke, donnern liessen, fast den gantzen Tag.

|| [[Handschrift: 277v]]


Gestern, ist der verlohrne cörper, des ertrungke-
nen weibes, von den Schiffern, wieder gefunden, und einbracht worden.


Unsere wirthin, erzehlet auch, wie unlengst,
auf der schmahlen farth nach Ütrecht, zwey
wagkere Preüßische vom Adel, ertrungken seyen,
und nicht gerettet werden können, in deme der eine
außwendig auf dem borth der Schuytte gegangen,
und inß waßer, geplumpt, der andere aber,
ihn herauß ziehen wollen, und darüber auch
ersoffen. Es sollen zweene brüder gewesen
sein. Sie hat sie aber, nicht zu nennen, gewußt. perge
Ergo: Vive memor Lethj! 6 in omnibus locis! perge
Rühme dich nicht, des Morgenden Tages, dann du
weißest nicht, waß sich heütte, begeben mag?7 perge


Von der Bürgerschaft, pflegen alle Sontage,
nur zwey Fähnlein, aufzuziehen, aber
wol staffiret, undt außgeputzt, mit Sturm-
hauben, Federpüschen, kollern, picquen, undt
Mußkeeten. perge <auch zum Theil, mit brustharnisch.>


Aviß: das der Freyherr von Steinbogk albereitt
bey dem General Königßmargk, arriviret seye,
undt der Wrangel Feldtmarschalck, mit mehreren
Schwedischen völgkern, baldt nachfolgen werde.

|| [[Handschrift: 278r]]


Zu Tegklemburgk, haben sie am Mittwoch, einen
Fast:[,] buß: undt behtTag gehalten, wegen besorgter
erschregklichen Finsternüß, hernachmalß aber,
sich verwundern müßen, das es ein wenig nur
Nebelicht wetter, undt nicht so abscheẅlich
gewesen, wie es etzliche Calenderschreiber
machen wollen. Es ist daselbst, wie allhier
in Amsterdam, nur ein kleiner Nebel, undt
gar nichts sonderliches, auch nichts langwieriges,
von solcher Sonnen Finsternüß, zu sehen gewesen.
Gott wolle dennoch, nach seiner Allmacht,
und gühte, alles wiedrige, gnediglich abwenden,
und allem bösem, kräfftiglich, steẅren, und wehren!


Die wirttjn, jm Printzen, von Uranien, ist zu
mir kommen, undt hat mir, eine Schachtel, mit his-
panischer marmelade, præsentiret, und aufgedrungen.
Jst sonst, mit mir, und meinen leüttlin, wol zufriedenb,
lobet unsere eingezogenheit, undt Sittsamkeitt,
auch das wir unß, so wol, vergenügen laßen! perge
Sie sagt, Sje habe nicht allezeit, solche gäste! perge


Diesen abendt, habe ich Doctor Valckenier noch einmal
Schriftlich, á Dieu gesagt, weil er Morgen, (gebe gott) verray-
sen will) und mit einem Sonnenbildnüßbildnüß, beschenckt. Gott gebe
ihm ferner Segen! glück! undt succeß! perge

|| [[Handschrift: 278v]]

Montag den 7. ⁄ 17den: Augustj; 1654.


Diesen Morgen, umb 7 uhr, bin ich, mit der
wiederkunfft Carolj Ursinj, mit seinem Comi-
tat, auß dem haag, hertzlich erfreẅet worden,
Gott lob, undt dangk! Der helfe ferner mit gnaden! perge
undt gebe unß seinen gnadenreichen segen,
nunc, et in posterum! Amen! Amen! Amen! perge


Sonst, höret man, viel unahnmuhtige sachen. perge


Cromwelln, hat man außm haag, remittiren müßen,
14 Tonnen goldes, vor die in Dennemargk verarrestir-
te Schiffe, und es sol noch mehr, nachfolgen,
vor den taxirten schaden. hingegen, kommen die
1300 schiffe, undt Fahrzeügk, (darundter in
die 80 capitalschiffe gerechnet sein) so
die Engelländer, den Holländern <in wehrendem kriege> abgenommen,
in keine consideration, und gehören zur Amnistie.


Cromwell, dringet noch sehr darauf, das man
das hauß Uranien, außm lande schaffen, undt
die Königlichen vom hause Stuardt, auch nicht ein-
laßen solle. Etzliche undter den Staaden, geben
gehör. Andere aber, zusampt dem gemeinen
Mann, in allen vereinigten Provintzien, undt
Städten, abhorriren dieses anmuhten von Cromwell,
undt detestiren an etzlichen Principallen, diese übergroße || [[Handschrift: 279r]]
undangkbarkeit, wollen lieber sterben, undt
bey dem hochverdienten hause Naßaw,
undt Uranien, guht und blut aufsetzen, alß in
solche schnöde, und gantz unverantworttliche
unerkendtlichkeitt, einwilligen.


Die Garde des Printzen, ist gleichwol undter-
gestellet, undt verendert worden. Dörfte
noch ein wunderlich Spiel geben. Gott stehe, der
gerechten sache bey! undt helfe den unschuldigen!
undt undtergedruckten! in gnaden! perge


Der Fromme Gottsehlige, Frantzösische prediger
zu Delfft, Monsieur de la Riviere, lebet noch, alß
ein 80iähriger alter emeritus, so 52 iahr, im
predigamptt gewesen, und numehr, schwach, contract,
und übel zu paß ist. hat mir viel gutes sagen
laßen, undt Carolo Ursino, (welcher ihn be-
sucht, und seine rariteten sich zeigen laßen)
auf seinem Siechbette, viel Segen gewüntzschet.
hoffet baldt, auf eine Sehlige auflösung, welche
ihm Gott der Allmächtige, gerne geben, und ihme
seine beylage, unzweifelich, bewahren wirdt.


Der gewesene Heßische Resident Wyckforth, ist
nicht zu hause, Sondern nach Antwerpen verrayset, und
seine kunst cammer, im Haag, distrahiret gewesen.

|| [[Handschrift: 279v]]


Der gute Secretarius Moritz aber, (mein allter
bekandter) ist schon vor einem ¼ iahr verstorben,
habe ich also vergebens, an ihn, und an Monsieur
Wyckfordt, dißmahl geschrieben.


Cromwell droẅet, mit der Ruptur, wo
ferrne man nicht darzu thun wirdt, die
haüser Uranien, und Naßaw, außzutilgen,
undt auch das Königliche hauß Stuardt, zu verbannen.


Die gewesene Königinn in Böhmen, leidet
im haag, große noth, Jst über 100000 ReichsthalerRthlr:
schuldig. hat oft mangel, an Victualien,
wein, brodt, Saltz, <kleidung> und dergleichen.
Grähmet sich sehr, wie auch, Princesse Louyse
welche bey ihr ist. Theilß diehner, sonderlich
Anglj, berauben, undt betriegen Sie.
Der geschmugk, und beste mobilien, seindt
versetzet. Jhr Sohn, der Churfürst, wirdt
sehr karg. Schigkt kein geldt. Offeriret ihr
zwahr, seine Tafel, wenn Sie nach heidel-
bergk kähme, will ihr aber vorschreiben,
die anzahl des eingezogenen Comitats,
undt das Sie ihre Elltiste, und beste deützsche
diehner abschaffen solle, darundter Secretarium Maurice || [[Handschrift: 280r]]
auch gewesen, welcher sich vor seinem ende, sehr darü-
ber gegrähmet, auch solches vielleicht dadurch, acceleriret
worden. Servir, e non aggradir, è una, delle tre
cose, da morir! perge


Cromwell offeriret sich, der Königinn zu helfen, wenn
er nur ein ersuchbrieflein, von ihr sähe? Sie ist aber
so großmühtig, das Sie lieber alles außstehen,
undt mit waßer, und broht, vorlieb nehmen,
und auf Gott vertrawen will, (der der
rechte Meister zu helfen ist) als ihme dem
Cromwell, sich submittiren, auß bekandten
und welttkündigen uhrsachen.


Die herren Staaden, haben schon viel
bey ihr gethan, undt wollen noch etwaß
thun, damit Sie auf den herbst, (wilß Gott)
könne forthreisen, nach der pfaltz zu, auß
diesen landen. Pfaltzgraf Ruprecht, wolte
gerne helfen, hat aber seine Schätze, undt
eroberte beütten, undt bahrschaften, durch
Schifbruch, wieder verlohren.


Die Princessin von Uranien, die allte ist unpaß.
Die iunge Princesse Royalle, ist zu Spaa, wie auch,
der König in Engellandt, ihr herr Bruder.


Der Neẅe König in Schweden, rüstet sich, zu einem Neẅen
kriege, in Deützschlandt, wegen der Reformation8.

|| [[Handschrift: 280v]]


Monsieur Hotton, der Frantzösische prediger, ist noch
vormittages, zu mir kommen, undt <hat> mir, eine ver-
traẅliche Visite, gegeben, auch viel gute sachen, referiret.


Cromwell, envoye Duræus, et encores ün autre
ministre ses èspions, a l'entour, pour seduire lés
Cantons Protestans, en Suijsse, & leurs Antistites.


Jl desire, qu'on chasse, de cès Provinces, 40
ministres, entre lèsquels, Hotton craint, d'estre
ün, pour avoir parlè librement, & sincerement.
Jl apprehend, que Cromwell sera ün second Attila,
et le Fleau, dü Christianisme.


La Reyne de Swede, est dèsapprouvèe en sès faits,
pour s'addonner trop, a dès libertinages, & a l'Atheisme.
Elle a estimè lès bonnes lettres, autresfois,
maintenant elle hayt, de gens de lettres.


Le nouveau Roy, de Swede, est bon & doux,
quj ne hayt point, nostre religion.


Le Roy d'Angleterre, va avec Madame sa seür,
a Meurs, de Spaa, puis fait estat, d'aller
encores, en Èscosse, avant l'hyver.


Le Roy dès Romains, & le feü Prince d'Orange,
ont prins presque, üne mesme fin, dü mal
Venimeüx de la petite Verolle. Le Prince d'Orange || [[Handschrift: 281r]]
a dit, deux jours avant sa mort, a ün Ministre:
J'ay tèsmoignè mon zele, en la vraye religion, et le
tèsmoigneray encores, jüsqu'a la mort, C'est a Vous
Ministres, que ceux de la faction contraire, en ce
Pays icy, en veülent, mais d'aultant que ie suis
vostre Protecteur, c'est donc principallement á
moy, qu'ils en veülent.


La faction de Barneveldt, et les Arminiens,
sont tous portèz, d'üne grande Passion, pour Cromwell,
sür tout, aulcüns dés Estats en Hollande, & le
Magistrat, de ceste ville d'Amsterdam, quj donnent
la Loy aux autres, quj ne peuvent oublier,
(nonobstant l'Amnistie, stipülèe, et püblièe!)
le dernier siege, mis devant ceste Ville, ni la
mort de Barnefeldt, nj leurs erreurs disseminèz.
Ceux, quj ont invectivè, sür le meürte dü
feü Roy d'Angleterre, & l'ont detestè, avec
parolles, & animositèz extraordinaires,
parlent maintenant tout á rebours, et
louent Cromwell, comme ün Sainct dü Ciel.


L'accord, entre la Swede, & l'Angleterre,
n'est pas si honteux, que la composition Hollandoyse,
1. La Swede, s'y reserve la Preeminence. 2. Elle ne
parle qu'avec termes convenables, s'accordant, avec la
Repüblique, et avec l'Estat, d'Angleterre, ne nommant || [[Handschrift: 281v]]
ni Cromwell, nj a l'exclüsion de la Royaultè.
3. N'entrant nüllement, en alliance offensive,
nj defensive, avec eulx, ains s'accordant seü-
lement, pour le commerce, dü trafficq, et de la
navigation libbre. Ainsy, que la Repütation,
de la Couronne de Swede, a estè bien observèe,
en cest'accommodement, avec leur jnterest.


L'Electeür Palatin, obblige le monde, par
sa vertü, scavoir, et bonnes meurs. Jl
a tenü a Ratisbonne, üne conference, avec
le Pere Valerianus, sans que l'autre eüst
peü gaigner, quelque chose, sür son ascendant.
Jl tèsmoigne, dü dèsplaysir, de la revolte
de son frere, le Prince Edouard, et de la fer-
metè aux bons fondemens, apprins de la Religion.
S'il se changeroit? (ce qu'on n'espere jamais)
il le feroit, contre sa propre Conscience.


Le Vieil Daniel Tossanus, qui est á Heidel-
bergk, pour ordonner la reformation, et ce quj
est <de> besoing, aux Eglises, et èscoles, a estè touchè
d'Apoplexie, le bon Homme, (beau Pere düdit Hotton,)
ainsy: qu'il deviendra a l'avenir, incapable,
á telles fonctions. Le Chancellier Rochaw, est || [[Handschrift: 282r]]
beaufrere, de Monsieur de la Riviere, car ils ont deüx seurs,
de la famille noble, de Lopéz, exilèe d'Espaigne. Ce
Chancellier, á Heidelberg, est fort capable, mais on le
charge trop d'affaires.


Le mèsnage, entre l'Electeur, et l'Electrice, de Hei-
delbergk, n'est pas bon. Elle dit, en püblicq, á table,
& ailleurs, dès fascheüses parolles. L'Electeur la süp-
porte, mais quand sa Pacience, est trop offensèe,
il luy rèspond, en bon Mary, lequel est obbligè
aussy, de proteger sès seurs, contre la fürie, &
soupçons dèsreiglèes, de ceste femme, laquelle seroit
aultrement, de bon esprit, sj elle ne laschoit par
trop, la bride, a sès Passions?


Madame la Princesse Douairiere, s'en va, á l'E-
lecteür de Brandenbourg. Elle a dès belles qualitèz,
aussy elle s'est jnteressèe, dü temps passè, aux
affaires, d'estat, & au gouvernement, dès affaires,
mais on la tient, pour ün hümeür altier,
hautain, &cetera et elle n'est pas trop aymèe,
sür tout, de ceulx, quj tiennent le timon, en main.


L'Estat <de> maintenant, ne fait rien, pour la re-
ligion, qu'avec foibles jntercessions, au respect,
dès Membres èsloignèz, et ne monstre plüs, sa
force, & vigueür comme jadis. L'interest les aveügle! perge


Laurent de Ghèer, a encores l'exercice libre, de la Religion a Stockholm. || [[Handschrift: 282v]]
Ün Wolzogen, est avec luy, frere de celuy, quj de-
meüre à Oldenburgk.


Cromwell, a fait restitüer, aux freres de
Gheer, cinq navires, chargèes, de beaux biens,
& de quelque or, de Guinea, quj les a remis,
ün peü, en estre, aultrement, ils estoyent
reduits, a la pauvretè, et <a la> misere. Ce fait,
dü General Cromwell; est louable!


Ün aultre Wolzogen, Socinien, cousin désdit
s'arreste, a la Cour dü Roy de Pouloigne.


On admire, l'jnadvertence, dü Roy, et dès
Estats de Swede, qu'ils ont ainsy permis, (contre
la repütation,) que la Reyne, èschappast, de la sorte,
hors dü Royaulme.


Monsieur Hotton desapprouve, qu'on parle mal
en chaire, et en Püblicq, dès actions, dès
Princes, & grands. Jl croyt, qu'on le doit dire
a eux mesmes, <ce quj les touche, ou leur manque> n'alterer point, les peüples
á seditions, & a mèspris, comme font aulcüns
Ministres, mesmes, par ün zele jntempestif.


Si cès Provinces ünies, s'èsmeuvent ünefois,
a rebeller contre l'estat, on lés pourra mal-
aysêment dompter. L'hümeür, de ces Peüples, est cognü!
perge

|| [[Handschrift: 283r]]


Pour la mort dü Roy dès Romains, il y en a, quj ne
craignent, nülle alteration, en l'Empire, mais cela
est de difficille croyance, les autres deux fils, de l'Empereur
estans encores, en aage de minoritè, & on n'a pas
d'exemple, qu'ün Roy dès Romains, en ait<ait estè> èsleü, en
l'aage de minorennitè, dès Electeurs, en plüsieurs
siecles.


Le Roy de Swede, a tort, de faire la guerre
a ceulx de Brehmen, & a tort aussy, s'il recommen-
ce la guerre, en l'Empire,<?> veü: qu'il ne peüt
oster la Puissance a l'Empereur de refformer, en
sès Pays hereditaires, s'il ne veüt rompre
le droict qu'il a luy mesme, & tous les
Princes Souverains, en leurs Terres?


Le Medecin, Docteur Gaillard, est, de l'Eglise Romai-
ne, fort zelè Papiste.


Maître Menzelius n'a veü, qu'ünefois, Monsieur Hotton, (chargè
d'autres affaires) quj l'a sommè de revenir
une autre fois, ou il l'auroit satisfait,
mais il n'est point revenü, quoy qu'il luy
en eüst donnè, de l'esperance.


Leurs Eglises, (icy, en ce Pays) Françoyses sont
pauvres, et doyvent par an, 70000 florins (Gulden)f: pour le sous-
tien dès Synodes, dès Eglises, et pour lés pauvres!
perge

|| [[Handschrift: 283v]]


Au Couronnement dü nouveau Roy de Swede, lés
Ecclesiastiques, ont tenü üne assemblèe, a l'instinct
de l'Archevesque d'Upsall, & de quelques aultres
Ecclesiastiques & Politiques, de leur faction, pour
proposer, que le formülaire de la Concorde
(concordienbuch) füst aussy reçeü en ce
Royaulme lá, Mais l'Evesque de Streg-
neß, avec quelques autres, bien jntentionnèz,
se sont opposèz, a ceste jmpertinence, &
le Roy s'est joinct, a leur party, dissua-
dans, et empeschans, que cela ne se fist,
& conseillans oultre cela, que l'on devoit
recevoir, Calixtus, & ceux de son opinion,
pour bons freres, & leur conceder, au Royaul-
me de Swede, toute libertè. <Cela est notable! perge>


La Reyne, s'est gouvernèe, par le conseil
d'ün Medecin, & d'ün Officier Atheiste
François, quj a estè par cy devant, avec le Prince
de Condè. perge <J'ay oubliè, leurs noms. perge>


Gegen abendt, ist herr Hotton, wieder zu mir
kommen, hat sich excusirt, wegen deßen, so ich ihm
auffgetragen, undt abschiedt genommen. <Tout va, le pas d'éscrevisse.>


Ein holländischer Schiffer, welcher auß Spannien kommen, ist || [[Handschrift: 284r]]
von eines andern Schiffes Mastbawm, übel zer-
quetzscht worden. Man höret viel unglügksfälle!


heütte, ist eine Declaration der Staaden, von
hollandt, gedrugkt, fail getragen, worumb
Sie nicht anders, mit Engellandt, hetten friede
haben können, alß durch die exclusion, des
hauses Uranien, von allen chargen, zu ewigen
zeitten. Jst nachdengklich! und dörften auf solche
Schriften, böse effect folgen, inmaßen die
verenderung der leibgardy im haagen,
solches albereitt genungsam contestiret.
Jl semble; que ceste Puissante Ville d'Am-
sterdam, et la Province, de Hollande, donne
la loy, a toutes les aultres, sür tout, lors
qu'ils auront les forces d'Angleterre, de
leur costè. Jch bin recht in der ärgsten
conjunctur, oder Constellation der zeitt,
anhero kommen. Tout est, en dèsfiance! & en crainte!
Dieu vueille remedier, a cés maulx, par sa bontè infinie:
et par sa Paternelle, et Divine misericorde, & ToutePuissance.


Es hat den holländern, wol gethan, daß Sie biß
dato, ohne ein haüpt, und Gouverneür, (welcher Sie
im zawm halten, und alle factiones, verwehren können)
nach des Prinzen von Uranien, Tode, gelebet, wolten es gerne länger <also> treiben.
perge

|| [[Handschrift: 284v]]


Die zum Lawenstain, gefangen saßen,
wahr hatten geschwohren, sich niemalß,
in sachen, und diensten, welche den Staat
beträffen, gebrauchen mehr zu laßen,
haben es aber nicht gehalten, sondern
sitzen itzundt mehrentheilß am Steẅer-
ruder, und wollen vielleicht ihre Rach-
gier, an dem unschuldigen kinde, undt
bluht von Uranien, mit hülfe der Engel-
länder, (welche auf das hauß Stuardt
verbittert sein, so mit Uranien vermenget
ist) bey dieser gelegenheit, undangkbahrer
weise, außschütten, und solten auch lande
undt leütte darüber, zu grunde gehen.


Leyden, und haerlem, haben sich in Neẅ-
lichster vergaderung der Staaden von hollandt,
vorn Printzen, erklähret. Die andern
scheinen einträchtig zu sein, und mögen
nach den landtStädten, wenig fragen.


Die SeeStädte, seindt considerabler, doch
siehet alles auf Amsterdam, und achten die
andern Provintzien, nicht gar viel.

|| [[Handschrift: 285r]]


Jn Amsterdam, sollen 2000 brügken sein.
Sie die Stadt, oder der Magistrat derselben,
halten auch heimliche Soldaten, undt warttgelder
bey die 1000 Mann perge die bürger desto baß zu
zwingen, und zu subiugiren, <von langer zeitt hero! perge>


Theils meynen, Cromwell werde Gouverneür in
Hollandt werden, wie vorzeitten, der Grave von
Lycester, andere werfen die wahl, auf den Graven
oder Neẅgemachten Fürsten, von OostFrießlandt.
Sie sagen, sie haben so guhte macht, ohne licentz
der Frisen, einen eigenen gouverneür zu
erwehlen, alß Sie die Friesen gehabtt,
Graf Wilhelm, graf Ernst, graf heinrich
von Naßaw, undt den itzigen graven
oder Fürsten Wihelm, zu erwehlen.
Worümb Hollandt, alß die Mächtigste,
undt vornehmere Provintz, nicht eben so
viel undt mehr macht solte haben, alß
Frießlandt, undt Gröeninghen, umb des
allgemeinen bestens willen.


Lès flesches, sont encores entieres, mais le lien
quj les tient encores ensemble, c'est a dire ün Gouverneür,
ün Chef, leür manque, á present. (Anarchia!)

|| [[Handschrift: 285v]]


Comme la guerre estoit, on empescha l'Admiral
Tromp, tant qu'on pouvoit, a bien faire, et a
gaigner le dessüs, de son ennemy. Dès Escadrons
entiers, de 20 et plüs de navires de guerre,
l'abbandonnerent au plüs fort dü combat, sans
cause apparente. A leur retour, ils fürent bien
veü, et receü, comme s'ils auroyent bien fait leur
devoir? On ne vit point de testes tranchèes,
ni dès süpplices convenables, a tels traistres
ou füyards. Tromp mesme, se creüt vendü, et trahy,
& fit neantmoins tousiours son mieux, pour sa
Patrie, & pour la mayson d'Orange, en homme de bien,
et de Valeür èsprouvèe. Aulcüns fürent bien
ayses, a se dèsfaire de luy, pour loyer, de sès
grands, et signalèz services, par üne insigne, et
detestable ingratitüde. Il pouvoit ünefois rompre,
& dèsfaire, l'Admiral des Anglois, Black, mais
Paw, ün dès Ambassadeurs Hollandois, sürvint, d'Angle-
terre, luy parla, et l'entretinst tant, que
Black eüst moyen non seülement a se retirer
á saulvetè, ains aussy, a se renforcer, pour
venir fondre, puis apres, á temps, et a loysir
avec doubles forces, sür les escadrons de abban-
donnèz et denüèz de tout secours, dü bon Tromp,
et a les battre, pour gaigner depuis, les meilleurs
Vaisseaulx des Hollandois, et avec iceux mesmes, || [[Handschrift: 286r]]
les vaincre, en la guerre maritime, de sorte que la
faction de Barnevelt, des Arminiens et Ministes, quj
regne maintenant, en ce Pays, ayant pratticquèe
ceste trahison, pouvoit dire: Vous voyèz; comme nous
sommes enervèz, comme Dieu, ne benit point, nos armes?
nous ne scaurions point sübsister, contre ce Puissant
ennemy. Jl se faut laisser vaincre, tout á fait,
ou s'accommoder, avec luy comme nous pourrons?
Et par ce moyen, aulcüns croyent, que ces mau-
vais compatriotes mesme, ont insistè par leurs
Ambassadeürs, plüs, sür la cassation de la mayson
d'Orange, que Cromwell mesme, et sür d'aultres
poincts prejüdiciables, tant a l'honneür, qu'a l'interest
de cest'estat, qui est en danger de se perdre, ou <a se> dissouldre.


Diesen abendt, hat Er Falckenier, an mich, noch
geschrieben, weil er noch heütte, unvermuhtendt
alhier verharren, undt wartten müßen.

Dienstag den 8. ⁄ 18den: Augustj; 1654.


Es gehet stargk die sage, alhier in Amsterdam,
daß Cromwell solle mit 8 gallionen herüber
in den Haag, ehistes Tages kommen, undt die
Protection, über diese lande, zusampt dem
gouvernement annehmen. Jns gemein, wirdt ge-
sprochen, man würde innerhalb Monats Frist,
grosse unvermuhtete veränderungen, in diesen landen, sehen! perge

|| [[Handschrift: 286v]]


Man sagt auch, Printz Wilhelm, zu Löevarden, sol heimlich
14000 Mann werben.


Johann Friederich Schweitzer, von Cöhten, ein Medicinæ
studiosus, ist bey mir gewesen. Die Königinn, undt die
Princeßinn jm haag, hetten sehr gerne Carllchen gesehen,
undt haben ihn nachgeschigkt.


Er Valquenier, ist diesen Morgen, noch einmahl zu
mir kommen, gehet in den haagen, aldar es sol schon
in 20 haüsern, an der pest sterben. Wirdt heim-
lich gehalten. Gott bewahre ihn! und allerseitß
gnediglich!


Die couranten geben:


Das es zu Copenhagen, mit der pest, noch scharf anhelt,
und 600 Menschen wochentlich sterben.


Der König in Dennemargk, ist, in hollstein, wie
auch, zu hamburgk, gewesen.


Der neẅe König in Schweden, freyet, umb
die andere Tochter9, des hertzogs zu hollstein gottorff,
hat schon abgesandt dahin, undt meditiret
die Rache, wieder die Stadt Brehmen,
welchen, in einer unglücklichen rencontre,
viel volgk abgeschlagen worden.


Arras, versiret in extremis, und sol
die Frantzösische armèe, (nach eroberung Stenay)
des Ertzhertzogs läger, undt Circumvallation || [[Handschrift: 287r]]
an 4 orthen, haben ahngefallen, aber mit verlust
2000 Mann, abgetrieben worden sein.


Die Türgken, haben etzliche ChristenSchiffe, bey Morea
wieder hinweg genommen.


Jm Frangkenlande, zu Unnatz undt Bollnhauser10,
(zwey dörfer, dem herren von Pibra zustendig) hat
man in der luft, gesehen, den herren Christum, mit
einem großen creütz, SchweißTuch, undt Nägelmahlen,
neben etzlichen Engeln, umb ihn herumb, in die drey
Studen lang, und hette seine rechte handt, ge-
halten, über den Thüringer waldt, den lingken
arm aber, über Frangkenlandt, außgestregkt.
Solches hette der pfarrer von Pibra, selber
ahn den Superintendenten von Arnstedt, in der
Grafschaft Schwartzburgk, geschrieben, undt
würde, vor eine gewiße warheitt, von vielen
leütten, bekräftiget, undt mit eyden bestärgket.
Darauf wehre noch gefolget, ein neẅer comet Stern,
und andere zeichen am himmel, undt auf erden.


Zu Wien, wehre ein großes erdbeben gewesen,
und am hellen Mittage, am himmel, ein klahrer Stern
gesehen worden, 3 Tage lang, vor des Römischen Königes Tode,
der knopf, undt Spitze, vom höchsten Thurm, in Deützschlandt
zu Straßburgk, nemlich, ist auch eingefallen.


Nach dem absterben, des Römischen Königes, seindt des Römischen Königs
wapen, plötzlich von einer kupfern pforte, herundter gefallen || [[Handschrift: 287v]]
undt zweene Adler, (welche wol 16 iahr lang, in
der Kayßerlichen Burgk gewesen,) so baldt der Römische
König, Todt wahr, nahmen, wieder ihre ge-
wohnheitt, die fluchtt, auf Sankt Steffans Thurn[!],
allwo sie von den andern vögeln, also getri-
buliret wurden, das der eine darüber,
gantz hinweg flog, unwißendt wohin? der
ander aber, (weil er nicht weichen wollte
oder kondte) hat man aufm dache, ein loch
gemacht, damit er sich, vor den anfallenden
vögeln, verbergen können. Man berichtet
auch, aufs neẅe, von Wien, daß wiederumb
ein Sterrn, am hellen Mittage, daselbst gesehen wirdt.


Es scheinet, daß die Schotten, sich noch halten,
undt am gebirge, tapfer wehren.


Die päbstische cantons, in der Schweitz, haben
den protestirenden Cantons11, sagen laßen, Sie
möchten sich doch mit Cromwell, in keine alli-
ance einlaßen, oder darvon abstehen, Sie wollten
Sie, von wegen des Königes, in Spannien, undt
der Jtaliänischen Printzen, versichern, daß
Sie in allen dero landen, undt herrschaften,
Freyes exercitium der Religion, haben sollten. || [[Handschrift: 288r]]
Cromwell, hat dennoch, die Union, mit Spannien, in
großer Consideration.


Es continuirt, daß drey große flotten, in Engellandt
fertig liegen, die eine, au das landt, zu bewahren,
die andere und dritte, auf große, und geheime
ahnschläge, über Meer.


Der König, in Franckreich, hat Stenay erobert,
undt ist daselbst, den 6. Augustj; stylo novo eingezogen.


Hanß Schröhter, hat sich auch præsentiret, abschiedt
zu nehmen, undt hat mich, mit wein, beschenckt, in
unser Flaschenfutter.


Ein Schiffer, hat undter unserem Cammerfenster,
einen bötticher, fast zu Tode geschlagen, auf
seinem Schiffe. Wirdt der Justitiæ zu Theil werden.
perge


Gestern, hat eine iungfer (bürgerstandes) sich auß
desperation erhengkt, darumb dieweil ihre Eltern,
(welche beyde luttrisch sein, und sie auch in selbiger
Religion aufferzogen) nicht verstatten wollen,
das Sie, einen wackern iungen gesellen,
von unserer religion, nehmen sollte, unangese-
hen, das Sie beyderseitß einander hertzlich
geliebet, und auch einander, wol werth gewesen.
Waß hat nun diese austeritet, außgerichtet?


Alhier in Amsterdam, mag man nicht frey sprechen
oder reden, wieder Cromwell, und wieder den Staat
wie hiebevorn. Jhrer viel seindt darüber, jncarcerirt worden || [[Handschrift: 288v]]
zu 4[,] 5 in 6 wochen lang, mit waßer, undt
brodt in finstern kerkern, gespeiset, undt
übel tractiret. Solches, hat andere, frey
mehr, zu reden, abgeschregkt, andere
minas, zu geschweigen. Jedoch spricht der
gemeine unerfahrne Mann, wie ihm der
Schnabel gewachßen ist. Denn diß
freye volgk, wil sich also, die zungen, nicht
binden laßen.


Diesen abendt, hat mir, der wirtth, undt
wirttin, im Printzen von Uranien, (gute,
redliche leütte), valediciret. Und ich bin
gegen 7 uhr, in das vehrschiff getretten,
mit Carolo Ursino, meinen Jungkern, bedienten,
undt Comitat, nacher Haerderwyck zu gehen,
so von Amsterdam, ohngefehr sein mag, entlegen
zu waßer, von 8 biß in die 10 meilen.
Es wahr auch ein Frantzose, im Schiff, bey unß,
den wir, in der ruffe, oder cayhüte litten,
ein ältlicher feiner Mann, de Brueil genandt,
so vorzeitten, ein Soldat gewesen, undter dem
regiment dès gardes, des Königes in Franckreich
an itzo aber, <im haag> Tantzmeister ist, undt
einer vom Adel, ein cadet, sein will, auch
vorlengst, eine Spannische, vom Adel, geheyrathet hat. || [[Handschrift: 289r]]
Gott gab unß guten windt, also das wir in wenig
stunden, in der Nacht, haerderwyck erreichten, und mit
dem Tage, unß in einer Schuytte, übersetzen, undt
hinein bringen ließen. Die leüttlin wahren froh,
da sie mich sahen, das ich noch lebte, und mirs noch
paßlich ergienge, weil ich anno 1627 eine geraume
zeitt, daselbst, mich aufgehalten hatte, mit Meiner gemahlin.
perge


Ein iunger höckelum, kahm zu mir, deßen bruder,
welcher mein page gewesen, vor 30 iahren, undt
an itzo aufm lande wohnet.

Mittwoch den 9. ⁄ 19den: Augustj; 1654.


Meilenm.
Also wahren wir des Morgens, <frühe> zu haerderwyck
in Gelderlandt, trungken ein wenig brandte-
wein, (nach eingenommener Seheluft, und wen<viel>
unruhe, auf dem Schiffe) und bekahmen, 2 wagen,
und einen karren, auf Deventer zu
in 9 stunden, zu fahren, ohne das pleistern,
welches 2mal geschach, als nemlich das
erste mahl zu Elßbit, auf zwey meilen,
das andere zu wasen, alda unser Frantzose
von unß schiede, und zu einem vom Adel (von
Kannebergk nahe darbey) wanderte. Wir
besahen eine kupfermüle darneben.




6


Wir reyseten heütte, durch viel heyde, doch sahen
wir auch, gärtten[,] weide, und getreydig.

|| [[Handschrift: 289v]]


Deventer, ligt an der yßel, ist die hauptStadt
in Overyßel, eine feine große Stadt, iedoch
etwas auf die alte manier, erbawet.
hat <3> feine kirchen, <Stadthauß> undt <andere> haüser. hat einen
schönen wall, (darauf gegen die Jßel
baẅme lustig gepflantzet stehen,)
undt hüpsche bollwergke. <Jst wol fortificiret.>


Drey Compagnien zu fuß, undt 3 Compagnien zu roß,
liegen ahn itzo, in Deventer. Sie sollen aber, etwaß
Schwach sein, die compagnien[.]

Donnerstag den 10. ⁄ 20den: Augustj; 1654.


Mein Sohn, hat die Stadt ein wenig besehen.


Meilenm.
Nachm FrüheStück, umb 11 uhr, mit wagen
undt karren, forthgezogen, in theẅrer vrachtt,
von Deventer, nacher Bentheim, undt heütte
nur gerayset, nacher Delden
Von Deventer, nacher holtum, einem dorf
undter dem droßt in Zallandt, a<zwo> meilen,
oder vier Stunden, alda hat man gepleistert,
undt weil wir schon <zu Deventer> gegeßen, undt das
bier <zu holtum> sawer gewesen, und keinem annehmlich,
auch wenig äpfel von einem bawm, geschüttelt
worden, als hat man Schimpffliche worth, vom || [[Handschrift: 289ar]]
wirtt, und von der wirttin, hören müßen, also
das es wenig gefehlet, das man nicht (retorquendo)
a verbis, ad verbora, gekommen wehre. Sie haben
mit arrest nehmen, gedroẅet, und gewoltt, ich solte
zahlen, waß ich, und meine leütte, (außer
einer übelschmegkenden kanne biers, und wenig
birn, vor Carolum Ursinum) nicht bekommen. Jch
habe, gantz nichts, genoßen, und bin ein wenig,
an der Thür, auf einem Stuel geseßen, auß-
ruhende, bin auch, im hauße herumb gegangen,
mit urlaub, auf ein heimlich gemach, im Stalle,
daßelbe hin: und wieder gehen, haben sie auch
alß eine beschwehrung, ahnrechnen wollen.
Sonderlich, haben Sie, mit meinem Cammerdiehner,
und mit Hanß Geörge Berger, scharf contestirt.
Es scheinet, die Fuhrleütte, helfen den wirtten,
damit sie durch die gäste, ihre zeche, bezahlt
kriegen. Gott helfe unß wieder, zu guten leütten!



4


Von holtem, nach Goer, ein flegken, 2 stunden, oder 1<Eine> <meile.>
lieget in der Twentte.


Von dannen, nach Delden, 2 Stunde, oder eine meile[.]
Dieses seind also, die vier meilen.


Delden, ist ein Städtlein, gehöret, undter den drost
von Twentte. heütte haben wir heidelandt, auch viel
weyde vor vieh, und pferde, auch etwas getreidig, und holtz gehabt.

|| [[Handschrift: 289av]]

Freitag den 11. ⁄ 21. Augustj; 1654.


<Warm, schön wetter.>


Meilenm.
Von Delden, nach Oldenzeel, ejne stadt, noch in die
Twentte, gehörig
aldar gefüttert. Unferne, von Delden,
paßirten wir, bey einer<m> edelmannß-
hause, helden genandt, einem Riperda,
zustendig. Jst ein fein hauß, undt gartten. perge

2<3>


Meilenm.
Von Oldenzeel, nacher Bentheim
alda ich, graf Ernst Wilhelm, wie
auch einen Grafen von Eisenbergk, seiner Fraw-
Mutter bruder, nemlich, graf hanß Ernsten
ahngetroffen. Man hat mich freundlich entpfangen,
wol logiret, undt tractiret.
3


An der Tafel, bey der abendtmahlzeit, saßen:
Jch, mein Sohn, beyde Grafen, meine beyde
Jungkern, mein Secretarius, der alte drost
heide, der allte, 75Jährige hofmeister,
Stampo, (beyde, meine allte bekandten)
<Jtem:> ein Wolfen, von geschlecht, ein Raht Ba-
genstegker, ein prædicant. perge


Es gab allerley dißcurs.


J'ay 56<5> ans, aujourd'huy; Dieu soit louè, & nous benie!

|| [[Handschrift: 289br]]

Samstag den 12. ⁄ 22ten: Augustj; 1654.


Jch habe allhier, zu Bentheim, wol außgeruhet, guter
dißcurß, genoßen, undt meine desideria dem vetter
vorgetragen, welcher mich anfangs, dilatorisch,
beantwortett, hernachmalß, durch dero alten
Raht und droßt, Heide, eigentlich beantwortten
laßen, sich zum Theil excusirende, zum theil
allerley suadelen gebende.


J'ay èscrit, de bon anchre, au Prince Palatin de Neuburgc Dieu
me face la grace! que mes desseings, reüssissent!


Avis bekommen, das nicht allein der König in Dennemark
sondern auch, der hertzogk von hollstein Gottorpf, und
Fürst hanß zu Anhaltt, neben dem graven von Oldenburg
mit dem Protectore Olivier Cromwell tractirt,
und mit in den Frieden eingeschloßen werden sollen.
hingegen, wirdt daß gantze hauß Stuardt,
viel Englische herren, auch die<as> gegentheil in Schott-
landt, wie auch das hauß Naßaw, so den Staaden
dienet, benandtlich, Printz Wilhelm zu Löevarden,
Printz Moritz, zu Cleve, graf Fritz zu Rheinbergk,
der Rheingrave zu Maestrich, gouverneurs, nebenst
dem<n> herrn von Beverweert, Sulestein, Sommelßdyck, undt
andern, <in die 40 Belgæ> wie auch Wyckefort, und etzliche Niederlendische Pre-
dicanten, tanquam proditores, et Perturbatores pacis, aussgeschlossen!!!

|| [[Handschrift: 289bv]]

Sonntag den 13. ⁄ 23ten: Augustj; 1654.


<Windig. Sturm.>


heütte haben wir zwey predigten, gehöret,
in der capelle, allh...<ie>r zu Bentheim, eines
Oberlendischen predigers, genandt Metternach,
vor: undt nachmittage, wahr wol anzuhören.


Jch habe auch des graven neẅerbawten Sahl,
Schildereyen, rariteten, losament, allerley
schöne geschirre, von Agatha, Jaspis, etcetera uhrwergk[,]
undt Müntze, und andern artligkeitten, gesehen.


Jch habe auch den gartten, besehen, und die
Stügke, deren 12 sein, darundter zwey,
12pfündige, genandt Europa, und Africa,
so die Landgrävin, von heßen ihm geschengktt,
die übrigen, hat er zum theil selber gießen
laßen, zum Theil sonst erlanget.


Die Grävin, seine FrawMutter,
habe ich auch besucht, eine geborne von Eisenberg,
undt den pferdeStall, besehen, da-
rinnen wahren, ein 12 pferde, des graven,
undt ein 12 pferde, deß graven von Eisenbergk.


Auff den abendt, hat man poculiret, undt
abscheidt genommen, darnach aber, hat mich der
grave nöhtigen lassen, durch einen von Adel, noch hier zu bleiben.

|| [[Handschrift: 289cr]]

Montag den 14. ⁄ 24ten: Augustj; 1654.


<Noch windig wetter.>


Wiewol ich gestern, auf erlaßung, vertröstung bekommen,
So hat mich doch, mein höflicher vetter, Graf Ernst
Wilhelm, von Bentheim, noch heütte aufgehalten,
undt meine expedienda maturiret, auch gestern
abendt, alß ich schon abgekleidet gewesen, durch
den von Etzdorf, gar sehr bitten laßen, noch heütte
alhier zu verharren, undt ihm, diese ehre, ahnzuthun,
inmaßen heütte wiederholet worden, durch Ernst
Dietrich Rödern, welchen ich zu ihm, geschickt, undt
umb m ahnschaffung, pferde, und wagen, angesuchtt,
aber dißmal nichts erhalten können.


Die gute alte Grävin, ist heütte sehr
krangk, am Podagra, und Stein, gewesen,
Elle a aussy ün autre accident grief, reçeu
en sès couches, avec son fils puisnè. Gott beßere
es! und lindere, den schmertzlichen zustandt! perge


Gestern, ist auch, der iunge jonius von Amster-
dam, und Ütrecht ahnkommen, mit mir, den weg
in daß Fürstenthumb Anhaltt, zu seinem vatter,
(geliebt es Gott), mitt zu raysen.


Conversation gehabt, wie gestern, gehabtt, mit
beyden Graven. Mein vetter, hat auch den einen Doctor
Bagenstegker, seinen raht bey mir gehabt, in jmportantzen.

|| [[Handschrift: 289cv]]


Nachmittags, habe ich, geschrieben, gelesen,
undt expedienda expediret. Postea: bin ich
zu des graven losament, gegangen, undt alß
ich ihn da nicht gefunden, bin ich mit meinen
leütten, hinundter in platz gegangen, da
der grave im Thor wahr, undt Carllchen
eine lußt, mit schießen, auß kleinen Stügklein
gemacht hatte. Jch gieng mit Meinem
vetter, vorß Thor, in gartten, spatziren,
tractirten seria, mitteinander, undt
im rückwege, sahe ich auch, so ein Stücklein
loß schießen, fuhrte ohngefehr eine kugel,
eines lots schwehr, artig gemachtt.


Mein Carolus Ursinus, hat diesen nachmittag,
zugebracht, jm brehtspiel, mit dem graven,
von Jsemburg, darnach, wahr er hinauß
spatziret, mit dem graven von Bentheim,
und da hatten sie, die Stücklein, loßgebrandt,
endlich, hatte er, die Rüstkammer, besehen.


Muß er also seine zeitt, auf dieser reise,
nicht mitt studieren, in diesen feriis
canicularibus, sondern mit besichtigungen,
und pourmenades, auch mit etwaß ruhe
von den travaillien, zubringen. Gott segene
undt erhalte ihn, in seiner furchtt, und allem gutem!

|| [[Handschrift: 289dr]]


Den abendt, hat man mit guten dißcurßen, auch etwas
mit poculiren, zugebracht. Gott verzeyhe unß, unsere
sünden! Es ist zwahr, nur ad hilaritatem usque, undt
nicht mit vorsetzlichen exceßen, treẅhertzig, die
Maße, undt ordentliche Diæt, überschritten worden,
wie <leyder!> mos antiquus, in Germania, mit sich bringet.

Dienstag den 15. ⁄ 25. Augustj; 1654.

<Windig, ungestümb.>


Mit meinem vetter, graf Ernst Wilhelm, von Bentheim,
habe ich diesen Morgen, allerley conversirt, in publicis
et privatis. Er hat all mancherley avisen bekommen,
undter andern auch diese: daß Arras, sich wol noch
defendirte, es lägen 4000 Soldaten, darinnen, undt
der König, in Frangkreich, kähme in person, davor, mit
einem Mächtigen läger, undt aufbott des arrierebans,
hette an 4 orthen, die Spannische circumvallation,
attacquiret, und hofte annoch durchzubrechen, zum
endtsatz. Die päße würden auch, zu den convoyen
undt proviandtirung, inß Spannische läger, abgeschnitten,
undt die bürgerschaft, in Arras, wehre gut Spannisch.


Ein iunger hertzogk, von Hollstein, des hertzogs zu Gottorff
Sohn, wehre zu Paris, an einem aposthemate, in der seitte, gestorben.


Die Türgken, setzten noch Candia hartt zu. Die venezianer,
rüsteten sich stargk, dargegen.


Die verenderung der guarde, in dem Haag, wie auch,
die Engelländischen und Niederlendischen avisen, <werden confirmirt, undt> continuiren.

|| [[Handschrift: 289dv]]


Beyde Graven, von Bentheim, undt Eisenbergk, seindt
mit Mir hinauß gezogen, (der erste, mit mir gefahren,
der andere geritten) mir, daß geleidte, gebende,
ein guht stügke weges, ein pahr stunden lang.


meilen.
Darnach, hat man Treẅhertzigen abschiedt genommen,
Jch fuhre fortt, auf das Münsterische Städtlein
Rhene, zu, ligt von Bentheim.


2 oder 4 Stunden
Von dannen auf Bevergern, ein fest hauß
und städtlein darahn, welches neẅlich
die Münsterischen, den Staaden, durch list
abgenommen.
1 oder 2 Stunden
Reisenberg, alda kaldte küche gehalten. ½ oder 1 Stunde
Tecklenburg 1½ oder 3 Stunden.


Der hofmeister Wolffen, hat mich, bey der kaldten
küche, im Nahmen seines herren, tractiret, undt
ist den gantzen weg, mittgeritten.


Eine guhte ecke von Tecklaburgk, seindt
mir, graf Moritz, und sein Sohn, der Elltiste,
wie auch graf Philips, von der Lippe, entgegen
gefahren, und haben mich, mit ziemlichem comitat,
eingeholet.


Zu Tegklenburgk, entpfienge mich, jm hofe,
die Muhme, graf Moritz gemahlin, mit ihren Töchtern,
undt ich begleittete Jhre Liebden wieder, in dero zimmer.
Der Bey vetter, graf Moritz aber, <und sein Sohn> mich, in mein losament, || [[Handschrift: 289er]]
Als ich ein wenig mich abgeleget, habe ich baldt darnach
occasion gesucht, mit meinem vetter, (so wieder zu mir kommen)
in particuliere conferentz, zu tretten.


Bey der Abendtmalzeitt, gab es gute conversation,
undt pocula. Darnach, wurde getantzt, darinnen
dann die Fürstin von Bückeburgk, sich sehr wol
sehen ließ, undt ein Mayestetisch wesen præsentirte.


Umb Mitternacht, gienge man wieder voneinander.

Mittwoch den 16. ⁄ 26ten: Augustj; 1654.


Graf Philips, von der Lippe, (den ich, unvorsehens,
gestern allhier angetroffen, nach dem er, drey Tage
lang, stille gelegen, am Sonnabendt, ahngekommen
seyende!) ist, mit seiner Fürstlichen gemahlin, undt
zweyen Töchtern, <auch comitat> diesen vormittag, wieder,
gegen Bückeburg zu, wi<verrayset,> und hat<ben> sich gestern,
gar höflich, gegen mir, erzeiget, auch heütte offeriren laßen.


Der hofmeister Wolf, ist auch, mit den Benthei-
mischen pferden, <kutzschen, undt wagen> wieder zu seinem herren, gezogen.
Er vertritt, die hofmeister Stelle, dieweil der allte, 75
iährige hofmeister Stampo, zu Bentheim, unvermögen, undt
bawfällig wirdt. Derselbe, hat doch gleichwol, fleißig
auffgewartett, alß wir, zu Benthejm, wahren, auch mir, valediciret.
perge


Ob schon heyde, und holtz, undterwegens, neben der viehe-
zuchtt, zu sehen, undt zu spühren wahr, So gab es doch
auch, hin, und wieder, (gestriges Tages,) Agkerbaw, undt kornfrüchte.


Nota Bene Defaillance, & infirmitè, quj m'arriva, ceste apres disnèe, en conversant.
perge || [[Handschrift: 289ev]]
avec lés Princesses, & Monsieur le Conte. perge


Von den Fürstinnen, habe ich, diesen Abendt,
abschiedt genommen, wie auch etwaß von graf Moritzen[.]

Donnerstag den 17. ⁄ 27ten: Augustj; 1654.


meilen.
Von Tecklemburgk nach Oostcapel
alda wir kaldte küchen gehalten,
nach dem wir zu Osnabrügk, zwo meilen
von Tecklenburg durchpaßiret.


Baldt aber nach meinem aufbruch undt
eiligem forthreisen, von Tecklenburg kahmen
erstlich hofmeister Travelmann, undt
der iunge Grave, zu mir auf den platz,
(als ich schon aufgeseßen wahr) mit bitten,
excusiren, undt protestiren. Jch wanderte
aber, forth, nach höflicher gegenbezeigung.


Alß ich nun auß Tecklaburgk gantz
hinweg wahr, eine halbe oder ¾ stunden
weges, folgeten unß, graf Moritz, undt
sein Sohn, nach, undt præsentirten sich, mit
höflichem erbiehten, Mein vetter, satzte
sich, zu mir, auf die kutzsche, undt redete
wol 1½ Stunden, mit mir, noch allerhandt
schöne gespräche, und an einer bösen brügke || [[Handschrift: 289fr]]
(welche bawfällig wahr, und meines vorreütters pferdt
beynahe hinein gefallen, und getretten wehre) im Oßna-
brügkischen Stift, nahmen wir abschied von einander,
gar treẅhertzig. Es hat heütte stargk geregenet,
mehrentheilß, den gantzen Tag.


Meilenm.
Die beyden vom Adel, Müllner, undt hardt,
wahren flugks anfangs zur stelle, undt ritten mitt hinauß.
Mit dem graven aber, und seinem Sohn, kehreten
Lottem, undt Müllner, wieder ümb. hardt aber
bliebe bey unß, biß zur kaldten küche, undt ließ
mich tractiren, zu Oostcapel, alda nahm er
abscheidt, nach dem eßen, undt ich ritte forth,
auf Lävern zu, ein kloster
alda ein Probst, undt ClosterJungfern sein.
Allein, man hatte wenig lußt, unß zu herbergen.
Baldt excusirte man, die absentz des Probsts,
baldt des Schreibers, baldt das Armuth, undt
verwüstung vom kriege hehr, baldt wahren
die Schlüßel zu den gemächern, des klosters,
nicht vorhanden, baldt war nicht Stallung genung.







2


Endtlich, mußte ich, das kloster von außen,
ansehen, undt wurde, in einem schlechten hauße,
etwas accommodirt. Diß Päpstische kloster, gehöret,
undter das Chur:Brandenburgische Fürstenthumb, Minden.
perge


<Eine Stunde vom Osnabrückischen dorff sprach mich, ein iunger Tappe ahn.> || [[Handschrift: 289fv]]
Der kahm herundter gegangen, von seinem hause
Tappenburgk, am dorfd und wahr ein
bruders Sohn, des Kayserlichen Obersten Tappe, undt deßen,
welcher page hiebevor, zu Cöhten, gewesen.


Wir haben heütte mehrentheilß heyde,
undt weidelandt, auch etwaß holtz, undt
M getreydig gesehen, wie auch zimlich viel Vieh.


heütte, in der Nacht, ist eine MondFinsternüß,
zwischen 11 undt 12 uhren. Gott wende alles arge!

Freitag den 18. ⁄ 28. Augustj; 1654.


Meilem.
Von Lävern, (alda man unß außquittiret) nach Rade,
Jst Mindisch, und numehr ChurBrandenburgisch.
1


Meilenm.
Von dannen nacher Diepenow, ist lüneburgisch
zur grafschaft Hoye, gehörig.
1
Von dar, auf die Uchtte
alda unß der Obrist leütenampt Breitlage,
droßt, undt Jnnhaber des ortts, tractiret.
2
Der vetter, graf Moritz, entpfähet, über
die Uchtt, undt Freẅdenbergk, die lehen, von heßen Caßel.
Nachmittage, biß gen Lievenow
Dieser orth, gehöret nach Zelle. Lieget zimlich feste.
Der Amptmann, hat uns, (in abwesen des drosts12, || [[Handschrift: 289gr]]
nach etwaß verdrießlichen verzugk), aufgenommen.
2 <große Meilenm.>


Die Uchtte ist sehr ruinirt, undt der Thurn[!] gesprenget.
Es gehören 15 dörffer, zu diesem Amptte Uchtt. Von
dar ist Secretarius, Bährenreütt, undt heinrich Meü-
senholdt, von unß ab, zu ihren befreündten, inß Brehmische,
mit meiner erlaubnüß, gegangen.


Johann, den alten Tegklemburgischen Trompetter,
habe ich auch zur Uchtt, wieder abgefertiget, und mit den
vorspannpferden, ziehen laßen. Gott geleitte unß, allerseitß.


Man hat unß, eine große meile weges, in der irre
herumb geführet, biß wir nacher, Lievenow, ankommen.

Samstag den 19den: Augustj; 1654. perge


Meilem.
Jch habe noch, zur Lievenaw, gefüttert, undt gefrühestügktt.
Darnach, seindt wir vollends, nach der Nyenburgk, an der weser,
gefahren. Seindt Jst nur entlegen, von dannen


1 perge


Ehe wir in die Stadt, kahmen, paßirten wir am Thor,
die Wehser, über, eine höltzerne, wandelbahre brügke.


Der Capitain, Curdt hartwich, <Neẅhoff> welcher, über zwey compagnien
daß commando hat alhier, (dann stärgker ist an itzo, diese
besatzung, nicht, es sol aber, noch eine compagnie darzu kommen.)
hat sich præsentiret, bey Mir, undt eine Schildtwache, vor mein
losament, stellen laßen.


Gideon Daniel Hacke, <elltister Bürgermeister, zur Nyenburgk> (des hofraths, heinrich Hacken, zu
Plötzkaw, vatters bruder) Fürstlich Braunschweigisch Lüneburgischer
Schatzverordneter, der Niedergrafschafft Hoya, alhier zu Nienburg wohnende,
hiebevor gewesener gräflich Bentheimischer Rentmeister, hat sich, bey mir præsentiret.
Mais la premiere rèsponce, & expedition, est dilatoire, et ne vaut rien, quoy que civile.

|| [[Handschrift: 289gv]]


La Vieille Douairiere de Coßwigk, ma Tante, reçoit par an
d'icy, six cents Dalers, au nom de son frere, le Conte d'Oldenburg,
lequel luy a cedè ceste somme, l'ayant emprüntèe, (c'est a dire
le capital) aux Dücs, de Brunswigk, et Lüneburgk; ce
quj fera dixmille Dalers, le capital. Et 12000 Dalers,
viennent pareillement d'emprünt, de l'Eveschè de Münster,
pour laquelle somme, semblablement, sont demeurèz
respondans les Contes de Bentheim, auxquels, la
Contè de Hoya, (laquelle a environ dix Baillages)
paye icy, par an, lès pensions, á certains termes,
lors qu'elles èschèent.


Burckardt Friese, oder Vreese, (noble) est aussy
ün dès ordonnèz, a la garde dü Thresor, (èspuisè)
Jtem: Friederich von Fullen, zu Wölpe, landTrost,
(noble) est aussy ordonnè a ce thresor. Jtem: il y a
ün èscrivain, au thresor, (que l'on tient, estre, fort vuide,
nonobstant ce grand tiltre vain!)


Jch habe an den herren von Schrahtembach, nach Bückeburgk
geschrieben. perge Darnach, bin ich, mit Carl Ursinus und meinen leütten,
auf den wall, spatziren gegangen, die Stügke, (so mehren-
theils, von eisen) die bollwergke, und Außenwergke, zu besehen.

Sonntag den 20ten: Augustj; 1654.


Jch habe den allten hacke, frühe wieder bey mir
gehabtt, mais mon affaire, ne va pas bien, ains à recülons.


Als es vormittags, zeitt, zur predigt gewesen, bin ich,
zur kichen, gegangen, undt der commendant, nebenst noch
einem capitain, haben mich abgeholet.

|| [[Handschrift: 289hr]]


Die kirche, ist fein gewölbet, undt renoviret, nicht übrig groß,
hat zwey orgeln, undt henget voller begräbnüßfahnen,
dann in der belägerung, vor iahren, (da der Oberste Limpach,
gegen den General Tilly, es defendiret), viel officirer, geblieben.


Die predigtt, ward gehalten, von einem luttrischen prediger,
welcher zu helmstädt studiret gehabt. Er hatte einen
schwartzen rogk ahn, wie unsere reformirte prediger, undt
kroche auch nicht undter die Cantzel, wenn er vater
unser, behtete, Sondern er behtete es lautt. Vorm
Altar aber, wahr der pfarrer, so die Epistel, undt
darnach das Evangelium, singende ablase, mit einem
Meßgewandt ahngethan, machte, reverentzen vor dem
Crucifix, und brauchte abgöttische ceremonien, mit
creütz machen, und dergleichen, Er half auch, die commu-
nion mit dem kelch, administriren, und goß den communi-
canten, die da vor ihm kniheten, den wein, in den Mundt,
der ander, so ihnen, die oblaten, in den Mundt schobe,
hatte eine gantz weiße casel, oder Alben ahn,
darauf nicht so viel creütz und mysteria gestigkt
wahren, wie auch auf des andern, seinem Chorrogk.
Die Musica wahr gut, undt wurde per jntervalla gehalten.


Zur mahlzeitt, habe ich den alten haagke behalten,
der commendant, und sein neben capitain, endtschuldigten sich,
weil der eine, zu hertzogk Christian Ludwig, seinem herren forthraysen sollen.


Meilenm.
Nach dem eßen, valedicirten mir, der Mitteßer hagke, und auch der
Commendante. Wir wanderten, nach der Neẅstadt am Rübenberge, eine Festung:

3


Heide, undt holtz underwegens. viel Farrenkrautt, wie in Westpfalen. || [[Handschrift: 289hv]]
Es gab in Westphalen, nicht allejn, viel Farrenkrautt,
büchen, <haselnüße> undt Eichelmaßt, Sondern auch, sehr viel brammbeeren.

Montag den 21. Augustj; 1654.

<Schön wetter.>


Meilenm.
Von der Neẅstadt, nach Ander hanover
bey der Stadt, und festung, nahe vorüber.
3
Der hertzogk Geörg Wilhelm, ist
an itzo, zu Rückling, auf der iagtt, so eine
meile von hanover gelegen. On dit, qu'il
a estè averty de ma venuë! perge
Meilenm.
Vollends, nach Andern, ein dorf
aldar gefüttert, ob schon wenig vorhanden.
1
Nachmittage, vollends, nach Peine
ein Städtlein, undt paß, dem hertzoge zu
Zell, Christian Ludwigen, zuständig.
3

                     <Summa>

<7 Meilenm.>


Guht getreydelandt, haben wir heütte, gesehen,
Jtem: viel schönes viehes, kühe, Rinder, undt
Schaafe, auf der weyde. Die Erndte, wirdt
mit macht, getrieben, alhier zu lande, undt
es wundert mich, das sie noch nicht vollendet ist.
et cetera


Ein Rätzel, von Jona, in der unserer herberge
am Marcktt, gefunden; wie folget:
Es wahr ein Mann, an einem orth,
Er sahe nicht, undt höret kein wortt, || [[Handschrift: 289ir]]
Er saß nicht, undt stundt auch nicht,
Sonn, undt Mond, beschien ihn nicht,
Er kahm forth, wußte nicht, an welchen orth,
Er hatte, keine Speise, noch trangk,
Er lebte, undt wahr nicht krangk,
Er wahr nicht, im himmel, und nicht, auf erden,
Auch nicht undter der Erden,
Unser keiner, kan ihm gleich werden,
Waß er wahr, daß sindt wir alle,
Lieber! rath mir, daß, zu gefalle. perge

Dienstag den 22ten: Augustj; 1654.

<Schön wetter. perge>


Meilenm.
Nach dem frühestügk, zu Peine, gen Braunschweig
durch feine ländereyen reich, an getreydig, und vieheweide,
auch etwaß holtz, und undterschiedliche dörfer.
3


Jch habe zum Bürgermeister Ülften, <den Elltisten Bürgermeister> geschickt, der sich neẅlichst,
(alß ich zu hildeßheim war, undt Hans Senf anhero sandte)
so wol erbotten, wehre ich nur dazumahl, <hie>herkommen,<?>
allein, an itzo, ist er bettlägerig, undt Todtkrangk,
So viel ist an der zeitt, undt Occasion gelegen! habe
derentwegen, zu dem andern Bürgermeister Thann, müßen
schicken, derselbige, ist in der kirche, undt Catechismuspredigtt,
(abermal remoræ!) il semble, que mon fait, ira le pas d'èscrevisse!
Pacience! Fronte capillata est; posthac Occasio calva!13 perge

|| [[Handschrift: 289ih]]


Bürgermeister Thann, n'est pas, sj civil, comme estoit l'aztre. Il
est ün peu grossier. Jl y a bien de la difference,
entre ceux quj ont voyagè, et veü le Monde,
& entre ces cocqs, quj n'ont senty que leur fümier!


Monsieur Langiahr, so mich hiebevorn gekandt, undt
seidthero Stallmeister, bey dem Schwedischen graffen
Magno de la Garde, gewesen, auch noch, sein
Pensionarius, von hauß auß, ist, und an itzo, einen
proceß, wegen seiner Frawen von Sallern) alhier
außzuüben hat, hat sich, bey mir præsentiret,
mich auch, zu fuße, nebenst meinen Junckern, begleittet,
alß ich zu der Faulen Mette, gefahren,
nebenst<zusampt> Carolo Ursino. Dieses, ist ein großes
Stügk, lieget auf einer pasteyen des walles,
(unferrne von Sankt Michaelis Thor) wirdt die
Faule Mette, genandt, weil sie wol faulentzet,
und immerforth da lieget. Jst sehr weitt, undt
siehet einem Böhler14, oder Mörsel, gleicher, alß einem
Stück, oder canon. Mag eine <Steinerne> kugel, von 500
Pfund (libra)℔: schießen, oder werfen, und sie träget weitt,
über das waßer, undt Moraß, <biß an eine Mühle.> Man kan fast
darinnen sitzen, inmaßen Sie sagen, ein Schuester,
habe, (salvo honore) ein par Schue, darinnen verfertiget. Das || [[Handschrift: 289jr]]
ist aber, also zu verstehen, Wann er innwendig geseßen, am
im Mundtloch, undt die beine herauß gehengkt, welches leicht
zu thun, unser etzliche, es auch versucht. Mein kleiner Carll, hat
gar wol und bequehmlich, in dem laufft, sitzen können,
große stargke kerll aber, seindt gar darinnen gelegen.


Dieser Mortier, oder große Stügkbüchßen, ist gegoßen,
der überschrift nach, anno: 1411. Jm Diametro, ist es
hoch undt breitt, 5 MannsSpannen, der pulversagk
innwendig, 3½ Spannen, im umbkreiß, oder circkel innwendig
11 Spannen, die digke außwendig, am Mundloch, wahr
14 Spannen, die gantze länge deßelben, wahr nur, 13 Spannen.
Es stunden auch noch andere 3 oder 4 feine alte undt
neẅe, 24pfündige, Metallene Stügke, darbey, auf
selbigem bollwergke, oder pasteye, <und sonst hin, und wieder, auff dem walle[.]> Es ist alles irregular,
undt auf die allte manier, erbawet.


Alß wir wieder zurügkee, zu unserm losament,
des güldenen loẅens, fuhren, kahmen Schwedische
gesandten, mit einer carosse, mit 6 pferden, und mit
einem packwagen, eben auch dahin. Sie wurden
erstlich, vor Königliche gesandten, außgegeben, darnach
aber erfuhre ichs, das Sie von der Regierung, von
Staade, geschickt wehren, im nahmen des hertzogthumbs
Brehmen, und Ferden, alhier in Braunschweig, auf dem auß-
geschriebenen NiederSäxischen CrayßTage, zu erscheinen, und zu Votiren.
Sie heißen: 1. Nicolaus, von Höpken, Director, und Vicecantzler zu Staade.
2. Der ander, ist, ein Marschalgk von Geschlecht, Schwedischer CantzeleyRath.

|| [[Handschrift: 289jv]]


Zur abendtmahlzeitt, habe ich, Monsieur Langiahr behallten.
Jl a estüdiè, parle les langues, a voyagè, est courtisan,
& Politique, et fort süffisant, mais ün peu trop
passionnè, pour les Swedois, (se repentant, d'estre
nè Austrichien) & fort obstinè, a maintenur sès
discours, contre quj, que ce soit! & a rejetter les ray-
sonnemens d'autruy, se playsant a s'entendre, soy mesme!
Jl est zelè Lütherien. perge Nihil est, ab omni parte, beatum!15


Die Avisen, alhier zu Braunschweig geben:


Daß Arras, zwahr in extremis, versire, (mangel
an munition, leidende) es hette auch der Printz von Condè,
mit verlußt, seines gantzen Regiments, ein horn-
wergk an der einen pforte, eingenommen, und
wehre darüber, in eine handt, mit einer
granate, beschädiget worden, (wiewol ihn Son
Altesse Jmperiale, der Ertzhertzogk gewarnet
seine person, nicht also zu hasardiren, er aber
gesinnet seye, Arras zu emportiren, oder daß
leben aufzusetzen) So theten aber doch, die
Frantzosen darinnen, auf ihres Königes, ahn-
zug, sich verlaßende, tapfere gegenwehre,
und wollten, von keiner übergabe, hören.
Der König in Frankreich undt der Mareschal, de Türenne, || [[Handschrift: 290r]]
lägen persöhnlich, mit 40000 Mann, davor, hetten die doppelte
feste circumVallation, der Spannischen, mit großer furie
angegriffen, wehren aber, mit verlußt, 3000 Mann, und guter
Officirer, abgeschlagen worden. Gleichwol hielten sie
die convoyen ab, welche inß Spannische läger, wollten,
und erwarteten den arriereban, und gantzen
aufbott, des königreichs. Alßdann, wollte der König,
noch einen versuch, mit der gantzen armèe, thun,
undt sollte auch, die helfte derselben, darauf
gehen, ob durchzubrechen müglich? Wehre eine große
impresa, undt für Menschlichen augen, unmüglich!
(Wer ist nun schuldig, an so vielem vergoßenem Christen-
bluht, undt waß noch ferner vergoßen möchte werden?
perge)


Der Cardinal de Rhèz, ist durch hülfe seines
bruders, des Düc de Rhéz auß seiner gefängnüß,
des Schloßes, zu Angiers, entrunnen, darumb, die
Thumbherren z zu Paris, in der haüptkirchen, de Nostre Dame,
das Te Deum laudamus, gesungen, und triumphiret,
welches, der gouverneur, (wie gerne er auch gewoltt),
nicht zu verhindern, vermochtt.


Cromwell, wil nicht leiden, das die holländer, sollen
den Brehmern, wieder seine alliirten Schweden, hülfe
leisten. Vielleicht, will er Sie selber, endtsetzen, und occupiren.


Der König in Schweden, rüstet sich zu seinem beylager, im herbst,
wiewol groß klagen zu Gottorff ist, wegen des verstorbenen Elltisten || [[Handschrift: 290v]]
Printzen, Fridericj, in Paris, welcher, 18 iahr altt, undt von
großer hofnung, gewesen. Jst zu bedawren! perge


Die große See:armaturen, in Engellandt,
continujren. Man weiß noch nicht, wohin, sie
angesehen? Es gibt aber, undterschiedliche opinionen.


Der König, in Schweden, verstärgket auch, seine
Generalln, vor Brehmen, mit volgk.


Zu Copenhagen, zu Dantzigk, zu Preßburgk,
sol die pest, graßiren. Der Kayser, hat
des letzeren ortts wegen, den Ungarischen
landtTag, verschieben müßen.


Der König in Polen, gebraucht sich, nicht
allein, der Pollnischen[,] littawer, und deützschen
völgker, wieder die Moßkowiter, undt
Cosagken, (welche Schmolenßko hart belägert)
sondern auch der Tartarn, weßentwegen,
er auch, an den großen Cham[!], geschrieben,
die angebottene Türgkische hülfe aber, verworfen.
Die Fürsten Radzivil, Janusch, und Bogislaus,
thun ihr bestes, ihr vaterland, zu defendiren,
sonderlich Lyttawen.


Der neẅe Hoßpodar, in der Wallachey,
hat des alten Hospodars, gemahlin, endthaüpten, || [[Handschrift: 291r]]
undt ihrem iungen Söhnlein16, die Nase abschneiden, undt
ihn dadurch, untüchtig, zur succeßion, machen laßen.
(Ô grawsamkeitt! undter diesen Barbarischen völgkern! perge)


Die Türgken, in Dalmatia, haben einen anschlag, auf
Clissa, undt Spalatro, <vor> derowegen sich, die venezianer,
zur gegen wehre gefast machen. Jn Candiâ, gehet es
noch, nach der allten weise, und die venezianischen generalln,
haben etzliche proviantSchiffe bekommen, welche in
Canêa, einlauffen wollen.


Der König, in Spannien, improbirt die action, seiner
ministrorum, das sie Genoua abtrünnig gemachtt,
undt mit Finale, in einander, gehetzt, will sie
kurtzumb wieder, vereiniget, undt das feẅer gedempft wißen.
perge


Jn Catalonien, hat der Prince de Conty, wiederumb,
progreßen. Erobert, kleine Städte, undt Castellen.


Der Cromwell, verfolget etzliche prædicanten,
so allzufrey geprediget, mit gefängnüß, verwei-
sungen, undt andern strafen.


General Midleton, undt seine Schotten, seindt
vom Engelländischen General Mongk, undt Obersten
Morgan, gäntzlich geschlagen, über welcher Victorie
die hollendischen Ambassadeurs17 zu Londen, (welche die satis-
faction gelder, wegen derer, in Dennemarck, hiebevor, ver-
arrestirten Schiffe, überbringen müssen) dem Cromwell, gratuliret! perge

|| [[Handschrift: 291v]]

Mittwoch den 23. Augustj; 1654.


Diesen Morgen seindt meine desideria, in pleno,
dem Rath, alhier zu Braunschweig vom Bürgermeister Thann, vorgetragen
worden. On en verra l'effect, apprehendè!
Sie haben viel wesens, wollen haben, von
schriftlichen Memoriallen, undt dergleichen, so ich
aber, recusirt. On manifeste, par ceste proce-
düre, nos actions, & l'on ne gaigne rien.


Der wirth allhier, hat noch mehr, alß
gestern abendts, darauf gedrungen, ich
möchte doch zugleich, mit den Schwedischen
Abgesandten speisen, es fiehle ihm gar zu
beschwehrlich zweyerley tractamenten
zu geben. Er hette sie zwahr, die Legaten,
noch nicht darüber vernommen, zweifelte aber
doch nicht, Sie würden es gar gerne thun,
es wehren höfliche, <vornehme> und nicht so schlechte leütte,
als man sich einbilden möchte? Sie wehren wol
würdig, mit mir, zu eßen. Gestern, wehren
Sie spähte ahnkommen, und wehren müde gewesen,
von der rayse, hetten auch gerne allein
bleiben wollen, aber heütte, wehre es, ein anders. || [[Handschrift: 292r]]
Jch aber, dringe darauf, (weil ich hußte, und vielleicht,
heütte forth wollte, da ich köndte?) Sie möchten mich, und meine
leüttlin, alleine speisen, undt eher, ein Frühestügk, alß eine Mahl-
zeitt geben, zumahl, da wir gestern, alleine gespeiset.
J'apprehens aussy lès soupçons, divers jnterests, discours offen-
sifs, demandes jmportünes, de ce, que j'ay fait, & fay icy, &
peut estre dès competences mal-ordonnèes. Jls ne sont
point Ambassadeurs Royaulx, et vouldront estre traittèz a la Royalle,
paraventüre. On ne scauroit assèz, se contregarder! perge


Vor eßens, seindt noch die Fürstlichen wolfenbüttelischen Gesandten18,
in unser losament kommen, die Schwedischen zu besuchen.


Carolus Ursinus, ist nach dem dumb zu, geritten, denselben zu besehen.


Der Rath, hat mir, nach gehaltener Deliberation, sagen
laßen, umb 10 uhr, vormittags, Sie köndten noch nicht recht
schlüßig werden, in meinen desideriis, wolten aber sehen,
ob Sie nachmittage, umb 1 oder 2 uhr, iemanden, auß
ihrem Mittel, zu Mir, abordnen köndten, undt ihre erkläh-
rung, wißen laßen, inndeßen, bahten Sie mich, mich zu gedulden.


Umb 2 uhr, kahm der consulent, oder consiliarius,
dieser Stadt Braunschweig, Bawmgartten, zu Mir,
(nach gebehtener audientz!) machte, viel ziehrliche, undt
schöne complimenten, im nahmen, dieser Stadt, undt
offerirte jhre affection, treflich, excusirte, die langsahme
beneventirung, und, (weil ich wartten müßen,) wolten Sie mich auß-
quittiren, erinnerten sich, der gevatterschafft, und bahten umb guhte
recommendation, bey Kayserlicher Mayestät[,] beym hause Braunschweig, undt || [[Handschrift: 292v]]
andern, bahten, umb geheimhaltung, meiner desiderien,
(wie ich auch,!) sonderlich, vor den Schwedischen, undt andern
gesandten, von denen sie gantz nichts wißen wollten,
viel weniger, von der jntimation, des krayßTages
allhier, welches ihnen frembde, undt wundersam
vorkömbt. Die assignation, Cæsareæ Maiestatis können
sie darumb nicht annehmen, dieweil 1. (ihres
wißens,) die völligen, 100 RömerMonat,
nicht bewilliget wehren, sondern nur, die
25 undt die 13 bekandte perge 2. Wann schon
alles richtig, undt verwilliget, so wehre es
einer hohen person, (welche er nicht nennen
dörfte, wüßte Sie auch eigentlich nicht)
schon ahngewiesen, also das es, in ihren mächten
nicht stünde, mir zu gratificiren, wie
sonst ihre willfährige <pflicht[,]> schuldigkeitt, undt
undterthenige affection, solches erforderte[.]
Dieser Mann, wahr sehr höflich. Sonsten,
klagte er, daß der Director ihres rahts, der
Elltiste Bürgemejster[!], Todtkrangk wehre, undt
viel auß ihrem Mittel, theils gestorben, theils
sehr krangk (cela me donne, des arrierepensèes)
ich würde schlecht aufgewartet, bähte, ich möchte
doch vorljeb nehmen. etcetera etcetera etcetera <Offerirte inßkünftige, gute Officia.>

|| [[Handschrift: 293r]]


Nachmittages, habe ich die meiste zeitt, mit dißcuriren, mit
Langiahr, zugebracht, habe denselben auch zur abendtmalzeitt
wieder behalten. Jl a tenü de bons propos, estant moins
passionnè qu'hier! et plüs solide. Jl est rüsè, se scachant accom-
moder, mais il n'a sceü penetrer, mès jntentions, & desseings,
entreprins, & encores a poursuivre, Dieu aydant! perge


Geschrieben, nacher Caßel, Heidelbergk, Darmstadt,
Stugkardt, Kayßerslauttern, und Hanß Geörge Bergern,
zum Musico, recommendirt. Gott gebe succeß, aufs
wenigste, ahn meinem orth! nach seinem gnedigen wjllen! perge

Donnerstag den 24ten: Augustj; 1654.

<Reiff, käldte, des Morgens.>


Das frühestügk, mit meinem Sohn, undt Jungkern, eingenommen,
unser wirth, (einer, von Horn) hat sich darbey præsentiret,
So habe ich denselben, dißmahl, mitteßen laßen. Sein
vatter, ist Elltister Bürgemeister[!], alhier in Braunschweigk
gewesen, hat auch lehen: undt landgühter, undter dem hertzogk.


Nachm Frühestügk, ist Langiahr wiederkommen, abschied zu
nehmen, wie auch ein Foß, sich sehen laßen, und andere.


Bin also abgereyset, von Braunschweig, (welches 15 kirchen,
9 Thor, undt 5 weichbilder, und rathhaüser, haben soll)
undt ist zimblicher zulauff, unß zu sehen, gewesen. Vorm<Am> Thore
da wir hinauß gezogen, stunde eine compagnie, in armis,
mir zu ehren, undt es wurden mir auch zu ehren 4 Stügke gelöset. || [[Handschrift: 293v]]
Es sollen über die 100 Stügke, auf dem wall,
hin: und wieder, zerstreẅet liegen, und noch im
zeüghause in die 80 sein, iedoch, in unordnung,
undt unaufgereümbt, derentwegen, sich auch gestern
der Magistrat, endtschuldigen laßen, das Sie mir,
ihr zeüghauß, nicht sehen laßen dörften.


Alß ich, beym vornehmbsten rathhause, in der
Allten Stadt, vorüber paßirte, kahmen eben die
Schwedischen Gesandten, (so daselbst, mit den
Fürstlich Magdeburgischen[,] auch Braunschweigisch lüneburgischen19,
undt andern, versamlet gewesen) herundter,
und w erzeigeten sich, gegen mir, gar ehrerbietig.


Meilenm.
Von Braunschweig, auf Schöppenstedt 4
Heßen damm, und durch heßen 2
Därschen, ein Städtlein, undt Amptt, ahn
itzo, dem graven von Waldegk, neẅen
Thumbprobst zu halberstadt, zustendig
Jst eigentlich nur eine halbe meile,
aber, wie man es rechnet, schreibe ichs auff.


1

<7 Meilenm:>


Daß landt, ist kornreich, wie bekandt,
und an itzo, ist noch alles, in voller erndte,
sonderlich lieget das Sommergetreydig, meistlich, noch im Felde.


Wir ließen Wolffenbüttel, wol auf eine meile weges, liegen. perge

|| [[Handschrift: 294r]]


Wir haben auf dem Ampthause gelegen, alda ein Amptmann,
undt Amptschreiber20 ist. Zu anfangs haben sie sich excusiret,
endtlich aber, mich aufgenommen, weil nichts in der herberge, zu
bekommen gewesen. Dieser orth, ist durch krieg, undt brandt,
sehr ruiniret.

Freitag den 25ten: Augustj; 1654.


<Steuerresta, 21 ThalerThlr:>

<Käldte Nebel mane.>


Meilenm
Von Därschen, auf Halberstadt
alda ist Carolus Ursinus von mir geschieden,
undt mit Ernst Rödern, nacher Grüningen
geritten, selbiges hauß, kirche, und Faß zu besehen.
2
Jch aber, bin forth, durch harßleben, vorüber,
bey Ditfurth, vorüber, auf Padeborn zu gefahren
alda bey dem Amptmann Martino Schmidt, mahl-
zeitt gehalten, undt auf meinem hofe, meine pferde
füttern laßen, theilß auch vorahn, nacher Ballenstedt geschickt.


<Nota Bene[:]> Der erste anbligk, wahr lugubris, alß ich
den Amptmann, in einer schwartzen binde, und Trawer-
habit, ersahe, weil seine Fraw, vor 4 wochen,
verschieden. Gott tröste, die affligirten!


Mein allter diehner, undt CammerJungker, Rindtorff,
sol zu Bernburgk, (als er vermeint ein Rehe auf einer
breitte, zu eriagen) einen arm außgefallen, und verdorben haben.
Tobias Steffegk, hat auch damalß, einen heßlichen fall, in
ein Fuchßloch, nicht ohne gefahr, gethan.

|| [[Handschrift: 294v]]


Bodenhausens Söhnlein, ein kindt von 10 iahren, hat in ab-
wesenheit seines vatters, ein großes pferdt, reitten
wollen, nach dem er sich, auf einem kleinen, satt
geritten, und seines vatters schreiber, (dem er re-
commendirt worden) so lange genöhtiget, biß er
ihn, wieder seinen willen, auf das große pferdt,
(welches sonst, gar altt, steiff, und fromb gewesen)
endlich sitzen laßen. So baldt der knabe, darauf
geritten, hat es angefangen, stargk zu toben,
undt zu traben, endlich gar außzureißen, undt
das kindt, auß dem Sattel, zu werfen, also: das
es im staigbügel behengken blieben, und weitt
geschlaift, arm, undt beine zerbrochen, undt
der kopf iämmerlich zerschmettert, auch dadurch sein
leidiges ende, zum höchsten bekümmernüß, der
betrübten Elltern, ohne rettung, und hülfsMittel
acceleriret worden. Jst wol erbärmlich zu hören!


Bey diesen fällen, mag, nicht viel gutes, gewesen sein.
Gott tröste! die affligirten! undt bewahre einem
ieglichen, allerseitß die Seinigen, vor unglück!


Tappe, der Schuester, vorm berge, zu Bernburgk,
ist plötzlich, an einem aposthema, lebendig, und Todt, gewesen,
wiewol er ein iunger stargker Mensch wahr.

|| [[Handschrift: 295r]]


Die alte Tappin, (gewesene AmptFraw, vor vielen iahren)
ist auch neẅlichst geschwinde gestorben.


Salomon Muschwitz, in der Stadt <Bernburgk>, ist verschieden, <ein alter Soldat, und alter Anhaltischer diener. perge>


Der große Kersten, ist Todtkrangk. Viel andere,
sollen endtweder Todt, oder krangk, alda sein. Gott
wolle alle landplagen, in gnaden abwenden! undt
die schwehren strafen, lindern! perge


Die Römerzüge, seindt außgeschrieben, gegen Michaelis,
einzubringen.


Die Fürstin von Zerbst, ist inndeßen, zu Bernburgk
bey meiner gemahlin Liebden undt gar lustig gewesen.


Mein Bruder, Fürst Friederich, ist mit leibs[-],
undt lebensgefahr, durch die Moren, undt Türgken,
in marj Mediterraneo, auf den Frantzösischen cüsten,
endlich (Gott lob,) angelendet, undt Nach Genf
kommen, alda er die conversation, meines Sohns,
Victoris Amadej, vor sich, gefunden, undt mitt-
einander viel umbzugehen, ahnlaß gewonnen.
Gott gebe gnade! Segen! succeß! gesundheitt,
eintrachtt, Sicherheitt, Tugendtliche wergke,
undt übungen, in wahrer Gottesforchtt, zu allen Theilen! perge


Meilem.
Von Padeborn, vollends nacher Ballenstedt21, nachmittage
alda mir der Amptschreiber Cnüttel, und der iunge
Davidt Schmidt, des Amptmannes Sohn undterthänig zugesprochen, und aufgewartet[.]
½

|| [[Handschrift: 295v]]


Die Erndte, ist mehrentheilß geschehen, iedoch lieget
noch der haber, in schwaden, auf den feldern.
Daß winttergetreydig, undt der gersten,
seindt eingeführet, geben nicht viel, in schogken,
undt scheffeln, (der Schreiber, bericht nach)
undt füllen gleichwol die Scheünen, sehr, mit Stohe.
Pacience! Dieu vueille pünir, l'jnfidelitè!
& ne retirer, sès benedictions, de nous! perge


Carolus Ursinus, ist von Grühningen, auch
Gott lob, wol wiederkommen. Gott wolle
ihn ferner, vor unglügk, bewahren! perge undt
an leib, undt Seele, segenen! perge


On a nouvelles á Dessaw, que ie soye devenü
a á Amsterdam, soudainement, fort malade,
et que i'y soye gisant a la mort, gardant le lict.
Milagius le chancellier, en a eü, et donnè l'avis,
par ceste Principautè. Dieumercy, ie vis encores!


Avis: daß der neẅe König in Schweden, etzliche
Regimenter, nacher Pommern zu, wieder die Stadt
Brehmen, marchiren laße, hingegen, wehren schon
zehen Kayserliche Regimenter, am Thüringer waldt,
zu Jlmenaw, ahnkommen, der Stadt Brehmen, zu hülffe.

|| [[Handschrift: 296r]]

Samstag den 26ten: Augustj; 1654.


<Reiff, mane.>


Jn die kirche, (conjunctim) vormittages, alhier zu Bernburg
et cetera


Gestern abendt, noch conversiret, mit Sekerka, Wallwitz,
Jehna, Tobias Steffeck von Kolodey &cetera[.]


heütte zu Mittage, über die vorigen, extra gehabtt,
den CammerRath, Doctor Mechovium, undt hofprediger Mencelium.
perge


Mala omina gestern! Meines Carolj Ursinj hündlein,
Coridon, (welches die gantze reise unahngestoßen durch-
kommen) ist gestern, bey Güsten, von dreyen Schäferhunden
ahngefallen, undt von dem einen, sehr gebißen,
undt fast erwürget worden. Vorgestern, alß
den Tag, vor unserer ahnkunft, ist, der schöne
weiße Gehrfalck, meines Söhnleins, gestorben! perge


Schreiben, von Fürst Friedrich[,] von Viktor Amadeus auß Genf. Der erste
hat große gefahr, und attacquen, in marj Medi-
terraneo, von Seeraübern, gehabtt. Der ander, lernet
fleißig, reitten, fechten, Tantzen, Voltigiren, picque
schwingen, Musicam, und die Sprachen, hat aber einen
bösen Fluß, am lingken auge, den er oft curiren
laßen muß. Gott wende es, zur erwüntzschten
beßerung! undt daß man media habe, nachzusetzen!


Nachmittags, wieder in die kirche, conjunctim.

|| [[Handschrift: 296v]]


Darnach, habe ich, den hofrath Jehna, postea:
den Amptmann Richardt, item: hanß Senff, item:
den landrichter Bergen, successive, bey
mir gehabt, in diversis functionibus.


Schreiben, von Caßel. Annunciatio, der neẅgeburth,
eines iungen Sohns, mit freẅden. Gott erhalte ihn!


Von Croßen auch undterschiedliche aviß.


Den krangken Rindtorf, und seine Fraw,
habe ich, durch Rödern, besuchen laßen.

Sonntag den 27. Augustj; 1654.


Jch bin irre worden, im Tage, in dem
ich vorige paginam, nicht undter den Sonna-
bendt, sondern, undter den Sontag, schreiben
sollen, vom kirchen gehen, besuchung der
krangken, undt dergleichen. perge

Montag den 28ten: Augustj; 1654.


Erarre; Humanum est! perseverare Diabolicum.22


Der hofrath, Paulus Ludwig, ist diesen Morgen,
bey mir gewesen, vorzutragen, undt zu referi-
ren, was in meiner absentz vorgegangen.


Mein alter diehner, Christian Groß, sonst der
Große Kersten genandt, ist diesen Morgen an der || [[Handschrift: 297r]]
Schwindtsuchtt, sehliglich verschieden. Gott belohne
seinen eifer, undt Treẅe! und rechne ihm, seine
Schwachheitten nicht zu, umb Christj willen! perge


Magister Mencelius, hat sich auch præsentiret, undt
von seiner rayße in hollandt, und erlittenen
Sturm, nel ritorno auf hamburgk, relation gethan.


Abermahlige schreiben von Genff, von meinem Sohn
Viktor Amadeus[,] vom hammeln, undt Einsideln, entpfangen. Gott
lob! undt dangk! meines Sohnes, augenflüße, seindt
curiret, und er exerciret sich wieder, wie zuvorn.
Gott helfe ferner, mit gnadenreichem Segen! perge
zu allem erwüntzschtem wolergehen. perge


Avis: daß im Deßawischen, einer von heese,
einen Zanthier, erstochen, weil ihre kornfuhren
ineinander gefahren, und der eine, des andern
Fuhrmann, darüber flächling, mit dem degen,
abgeschmiehret. Liederliche uhrsachen!


Philipp Güder, hat sich auch præsentiret, mit
seinen zetteln, undt relationen.


Mon fils, Charles, est allè, á Ballenstedt, avec
Röder, et trois serviteurs.


Magistrum Mencelium, extra zu Mittage, behalten.

|| [[Handschrift: 297v]]


Schreiben, von Caspar Pfaw, und undterschiedliche supplicationes,
von Bürgermeister Tornaw, vom Doctor Fischer, Geistlichen, und andern.


Die Avisen geben:


Daß Arras, vom Frantzosen, endtsetzet, undt
der Visconte, oder Prince de Türenne, mit der
Frantzösischen armèe, undt Adel, des arrierebans,
glügklich, durchgebrochen seye, und die Spannische
circumvallation, undt feste wergke, (wieder
aller Menschen gedangken,) forciret habe,
der Ertzhertzogk, hette sich, nacher Douay, mit
3000 Mann, retiriret, der hertzogk von
Lottringhen, mit seinen völgkern, nach Ryßel,
und der Printz von Condè, nach Valenchiennes.


Der Cardinal de Rhèz, ist auß dem Schloße
zu Nantes, durch hülfe seines bruders, ge-
wiß entrunnen, und <hat> an einem Sail, sich
herundter gelaßen. Jst auf einem
Schiflein darnach darvon gefahren,
nach Blois, zum Düc d'Orleans.
Zu Paris, hat man, das Te Deum laudamus
darüber gesungen, in der kirchen, de Nostre Dame;
und den Cardinal de Milleraye23, welcher ordre || [[Handschrift: 298r]]
gehabt, ihn zu bewachen, undt noch schärfer zu custodiren,
etwaß in ungleichen verdacht, gezogen.


Es continuirt, daß der gute iunge Printz von
Hollstein Gottorf, zu Paris, an einem giftigen fieber
oder malignitet, gestorben.


Jtem: das Cromwell, große dinge vorhabe,
mit seinen armaturen, und dem König in Dennemargk
(nach geschloßenem Friede), den zollfreyen durchpaß
durch den Sundt, und die freye handlung, auf
Norwegen, abzwingen, und den dähnischen Agenten
in Londen, darzu nöhtigen wolle.


Die exclusion, des hauses Uranien, undt
die Dißidia der Staaden, continuiren.


Der König, in Spannien, sähe gerne, die Genueser,
reconcilijret, weil aller credit, darüber
periclitiret. Die Jndianische Sjlber Flotta
aber, sol mit 7 millionen, bahr, und mit
13 registrirten millionen, zu Calis Malis,
in salvo, arriviret sein.


Der Türgke hat abermal Canêa endtsetzt,
und proviantiret, undt setzet Dalmatien, hartt zu.
Jn einem Treffen, bey Tine, haben die venezianer,
etzliche Schiffe, erobert.

|| [[Handschrift: 298v]]


Der Chmielinßky, sol haben, dem Tartarischen
Cham[!], (weil er sich, mit Polen, vereiniget)
mit gift, vergeben laßen, undt ih<seinen bruder> erinnert,
weil derselbe succediren würde, es mit ihm,
undt den Cosagken, zu halten.


Der Römische Kayser, ist intentioniret,
seinen Sohn, Leopoldum, zum Ungarischen Könige,
kröhnen zu laßen, wiewol die graßi-
rende Seüche zu Preßburgk, und die ein-
schleichende zu Wien, hinderlich darahn ist.
Jhre Kayserliche Mayestät haben die exequien
dero herrn Sohnes, des Römischen Königes, zu Wien,
solenniter gehalten, Seindt darnach, wieder
nach Eberßdorf gezogen, und haben, sub
poena bannj, Jmperialis beyden parthien, im
Brehmischen unwesen, anbefohlen, die waffen
niederzulegen, undt die hostiliteten, einzustellen.


Pfaltzgrave Ruprecht, ist am Kayserlichen hofe,
mit ... 12 personen, undt 2 moren, erschienen,
vor den König, in Engellandt, secours zu sollicitiren.

|| [[Handschrift: 299r]]


Des Graven von Wasemburgk, Gustavj Sehligen leichnam, ist
zu Wißmar ankommen, und bey der abfuhre nacher Schweden,
mit salven, undt Canonschüßen, zu guter letzte, honoriret worden.


Philipp Güder, ist bey mir wiederumb zu abends,
gewesen. Jtem: Hanß Senff. perge Depesche neufue;
Dieu la benie! perge

Dienstag den 29ten: Augustj; 1654.

<Regen, so in vielen wochen außengeblieben.>


Jch habe, viel Cantzeley sachen, durchlesen, in publicis,
undt in Polizey: undt andern sachen, <auch in Oeconomicis.>


Postea; in meines Sohnes, Victoris, cabinet, undt
büchern, mich umbgesehen. <Postea: seine kleider lassen lüften.>


Mit dem hofrat Jehna, viel conversiret.
item: mit meinem Hofmeister Sekerka,


Wallwitz, der Frawenzimmer hofmeister,
hat heütte zum erstenmahl, zur ader, gelaßen,
unahngesehen er 30 iahr schon altt ist. Gott
laße es ihm, wol gedeyen.


Jch habe, an meinen Sohn Viktor Amadeus nacher Genff,
item: an meinen bruder, dorthin, So dann auch,
ahn die Churfürstliche wittibe nacher Croßen, gegen
die post, geschrieben. Gott helfe, das alles
wol durchkomme!


Jehna hat die Erndte, nebenst andern sachen,
beobachtet. Gott gebe! zu Segen! perge

|| [[Handschrift: 299v]]


<Windig.>


Secretarius Bährenreütt, hat sich præsentiret.
Postea Jean, le coustürier. perge Postea: Jean Moustarde.


Hanß Eckardt, der Cammerschreiber, hat sich auch
einmahl <ein>gestellet, undt die rechnungen vorgetragen.


hofmeister Wallwitz, hat mir auch briefe, von
wegen meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin, vorgetragen.
Cela, m'est ennuyeux! et fascheux! Je
suis par tout; en inquietüde! perge


Christian Groß, ist diesen Nachmittag
alhier begraben worden. Gott belohne, seine Treẅe,
jm ewigen leben! perge Amen!


Nachmittags, bin ich zu meinen Fohlen, und dann
ahn die Sahle, undt kleinen weinbergk, spatzirt,
nach dem ich, mit Jehna, die neẅgemachte
kutzsche besehen.


Der hofprediger Mencelius, ist diesen abendt
zu mir kommen, Mir große exorbitantzien, Von
Doctor Fischers Sohn, Julio, im nahmen des Consisto-
rij, vorzutragen. Et libera nos, ab omnj Malo!24
Jch habe ihn extra zur <abendt>mahlzeitt, behallten.

Donnerstag den 31. Augustj; 1654.


heütte ist vieheMargkt, allhier, zu Bernburgk. Jch
habe küchen Rinder, einkauffen laßen.

|| [[Handschrift: 300r]]


Martinus Hangkwitz, mein Secretarius von Cöhten,
hat sich præsentiret, wie auch Magister Mencelius, welche
zu Mittage behalten worden.


Doctor Fischer, hat sich auch angemeldet, sans obtenir audience.


Discorsj, mit hofrath Jehna, gehabt, von ahngelegenheitten.


Textapparat
a Abweichende Kustode.
b Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Auflösung unsicher.
d Dahinter hat Christian II. eine Lücke gelassen, in die er später vermutlich den Ortsnamen (Bohmte) eintragen wollte.
e Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 In Betracht kommen hierfür Juliana, Anna Trajectana, Louise Christina, Hedwig Agnes und Amelia Wilhelmina van Brederode.
2 Irrtum Christians II.: Brederode entstammte lediglich einer unehelichen Seitenlinie der Grafen von Holland (Gerulfinger).
3 Sir 3,27.
4 Irrtum Christians II.: Es handelt sich um eine Verwechslung mit Verden.
5 Io 19.
6 Zitat aus Pers. 5,153 (ed. Kißel 1990, S. 54f.).
7 Prv 27,1.
8 Hier: Gegenreformation.
9 Irrtum Christians II.: Es handelt sich nicht um die zweite, sondern um die vierte Tochter.
10 Orte nicht ermittelt.
11 Hier: protestantische Orte.
12 Beide Personen nicht ermittelt.
13 Zitat nach Dist. Cat. 2,26 (ed. Duff/Duff 1982, S. 608).
14 Hier: Böller.
15 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
16 Irrtum Christians II.: Das Paar hatte keine leiblichen Kinder, sondern lediglich einen damals bereits verstorbenen Adoptivsohn Mateiaş.
17 Personen nicht ermittelt.
18 Personen nicht ermittelt.
19 Personen nicht ermittelt.
20 Beide Personen nicht ermittelt.
21 Hier: Laut dem folgenden Tageseintrag vom 26. August muss Christian II. am Abend in Bernburg eingetroffen sein.
22 Zitatanklänge an Cic. Phil. 12,5 ("Cuiusvis hominis est errare; nullius nisi insipientis perseverare in errore."; ed. Fuhrmann/Nickel 2013, S. 432f.) sowie Aug. serm. 164,14 ("Humanum fuit errare, diabolicum est per animositatem in errore manere."; ed. Migne 1865, Sp. 901f.).
23 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um den Maréchal de La Meilleraye.
24 Mt 6,13.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1654_08.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abhorriren
etwas verabscheuen, vor etwas zurückschrecken
abkleiden
die Kleider oder Ausrüstung ablegen
abschmieren
verprügeln
abschmieren
schroff abfertigen, die Leviten lesen
acceleriren
fördern, vorantreiben
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber (meist Gewogenheit, Zuneigung)
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Agat
Achat
Agtstein
Bernstein
ankündigen
jemanden etwas mitteilen, verkünden
ankündigen
erklären
anlenden
anlanden
anmuten
zumuten, verlangen, auffordern
anmuten
(etwas Unannehmbares) begehren, erbitten
Anschlag
Plan, Absicht
appliciren
(sich zu etwas) eignen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Armatur
Rüstung
Arriereban
allgemeines Aufgebot zur Heeresfolge
arriviren
ankommen, eintreffen
artig
kunstvoll, meisterhaft
artig
fruchtbar
Artlichkeit
kunstvoller, zierlicher, hübscher Gegenstand
Assignation
(schriftliche) Anweisung, Zahlungsanweisung
Assignation
Quartierzuweisung
Aufbot
Zusammenruf des Heeres, Aufgebot zur Heeresfolge
aufsetzen
(einen Berittenen) ausrüsten, als Soldat zum Aufgebot geben
aufsetzen
auf das Spiel setzen, riskieren
Augenfluß
Augenentzündung
ausfallen
aus dem Gedächtnis entfallen
ausfallen
sich verrenken, etwas ausrenken
ausputzen
herausputzen, zurechtmachen, zieren, schmücken
ausquittiren
hinausgeleiten
ausquittiren
jemanden freihalten, jemandes Verpflegung bestreiten
Außenwerk
Befestigungsanlage außerhalb des Hauptwalles
ausstreichen
auspeitschen, schlagen
auswendig
draußen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bankrott spielen
zahlungsunfähig werden
Bankrottierer
Bankrotteur
baß
besser
baufällig
schwach, gebrechlich, hinfällig
Befreunde
Verwandte
Beilage
Hilfe, Beistand
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Beneventirung
gute Aufnahme, freundliches Empfangen
besorgen
befürchten, fürchten
Bomesin
(leichter) Baumwollstoff‹, Mischgewebe mit Seide
Brasilienholz
Rotholz, Brasilholz
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Capitalschiff
Hauptschiff
Circumvallation
Umwallung, Verschanzung
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
condemniren
verurteilen, verdammen
confirmiren
bestätigen
considerabel
ansehnlich, beträchtlich
Consideration
Überlegung, (eingehende) Betrachtung, reifliche Erwägung
Consideration
Wichtigkeit
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
Consulent
Ratgeber, Rechtsberater, Anwalt
contentiren
zufriedenstellen
contestiren
bezeugen
contestiren
eine Auseinandersetzung in Gang bringen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contract
verkrümmt, gelähmt
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
Convoyschiff
Schiff zum Begleitschutz für andere Schiffe
Courante
zirkulierende Zeitung
Courante
lebhaft-schneller Tanz im Dreiertakt (Tripeltakt)
custodiren
bewachen
defendiren
verteidigen
Deliberation
Beratschlagung, Erwägung, Überlegung
Desiderie
Anliegen, Wunsch, Verlangen, Forderung
Desperation
Verzweiflung
detestiren
verabscheuen
distrahiren
ablenken, zerstreuen, unaufmerksam/achtlos machen
distrahiren
trennen, auseinanderziehen, zerstreuen
Dule
Schützenhaus
Dum(b)
Dom
effectuiren
ausführen, durchführen
effectuiren
bewirken
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
emportiren
einnehmen, erobern
excusiren
entschuldigen
exerciren
(aus)üben
Exorbitanz
Überschreitung des Maßes, Übergriff
Fähnlein
kleinste Gliederungseinheit der Infanterie (Kompanie)
Flaschenfutter
Behältnis zum Transport von Getränkeflaschen
Fluß
Katarrh (Entzündung der Schleimhäute)
Fluß
Rheuma, Gicht
Gegenteil
Feind, Gegner
genung
genug
genungsam
genügend, hinreichend
Graft
Gracht, Wassergraben
gratificiren
sich gefällig erweisen, einem Wunsch entsprechen
Guarde
Schutzwache, Wache, Garde
heimliches Gemach
Abort
honoriren
ehren
Hornwerk
aus zwei Halbbastionen bestehendes Außenwerk einer Festung
Hostilitet
Feindseligkeit
impliciren
verwickeln
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
improbiren
missbilligen, tadeln
incarceriren
einkerkern
intentioniren
beabsichtigen, vorhaben
Intimation
Bekanntmachung, Mitteilung
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
Knopf
Turmkugel (oft vergoldete Metallkapsel auf der Spitze eines Turmes)
Knopf
kleiner rundlicher Körper am Ende eines Gegenstandes (z. B. eines Degens, Sattels oder Stockes)
Licenz
Berechtigung, Erlaubnis, Freiheit
lösen
(eine Feuerwaffe) losgehen lassen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
losbrennen
abfeuern
lustig
vergnüglich, anmutig, ergötzlich, von angenehmer Erscheinung
lustig
(etwas) begehrend, verlangend, gierig (auf), geneigt (zu)
lustig
rührig, munter
maturiren
beschleunigen
Memorial
Denkschrift und Information über noch zu erledigende Aufgaben, Bittschrift
Memorial
Erinnerungsschrift
Messerschale
Messergriff
Messerstiel
Messergriff
Michaelistag
Gedenktag für den Erzengel Michael (29. September)
Minist
Mennonit
Missiv
Sendschreiben
Mittel
Mitte
Mörsel
Mörser (Steilfeuergeschütz zum Abschuss von Brand- und Sprengkugeln)
Moraß
Morast
Niederlage
Niederlassung, Zweigstelle eines Gewerbetreibenden
Niederlage
zwangsweises Abladen, (Zwischen-)Lagern und eventuelles Feilbieten von Waren durchreisender Kaufleute
ominiren
prophezeien
Opinion
Meinung
periclitiren
in Gefahr geraten, gefährdet/bedroht sein, auf dem Spiel stehen
periclitiren
zugrunde gehen
pleistern
sich auf der Reise in einem Gasthaus erfrischen oder ausruhen
poculiren
zechen
Polizeisache
Angelegenheit, welche die Herstellung und/oder Erhaltung des Zustandes guter Ordnung (des Gemeinwesens) betrifft
präsentiren
schenken, als Geschenk geben
präsentiren
beschenken
Principal
Vorgesetzter, Oberhaupt
Pulversack
Pulverkammer in einem Geschütz
reconciliiren
aussöhnen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
Relation
Bericht
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
Responsion
Antwort
Römermonat
monatliche Kosten für die Unterhaltung und Besoldung des Reichsheeres
Römerzug
von den Reichsständen zu entrichtender, in Matrikeln festgelegter finanzieller Beitrag, der ursprünglich zur Finanzierung des Begleitzuges der deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom, später zur Deckung der monatlichen Kosten für die Unterhaltung und Besoldung von Truppenkontingenten des Reichs und der Kreise diente
Ruffe
Schorf über einer Wunde, einem Geschwür, einer Beule und ähnlichem
Ruffe
Kajüte
Ruptur
Bruch, Trennung
salviren
retten
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
Schilderei
bildliche Darstellung, Gemälde
Schock
Bund bzw. Haufen (z. B. von Garben, Stroh oder Holz)
Schüte
langes, breites und flachgebautes Schiff, das vor allem zur Fluss- und Kanalfahrt dient
Schwad
Feld- oder Ackerstreifen von der Breite eines Sensenhiebes
Schwad
auf Feld oder Wiese liegende lange Reihe geernteter Feldfrüchte oder abgemähten Grases
Seearmada
Kriegsflotte
Seearmatur
Rüstung zum Seekrieg
Segelation
Seefahrt, (einzelne) Seereise
seigeln
segeln
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Stückbüchse
Geschütz, Kanone
Stücklein
Narrenstreich, Schelmenstück, spitzbübische und betrügerische Kniffe
Stücklein
kleines Geschütz
Sturmhaube
Helm
Suadele
Überredung
subjugiren
unterwerfen
submittiren
unterwerfen
succediren
folgen, nachfolgen
succediren
erfolgreich sein, Glück haben
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Teil
Partei, Seite
Thum(b)propst
Dompropst (Vorsteher und Vertreter eines Domkapitels nach außen)
Tractament
Behandlung
Tractament
Bewirtung, Verpflegung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Travaille
Mühe, Qual, Arbeit
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
tribuliren
plagen, quälen
trinken
rauchen
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
übrig
übermäßig
ungefähr
zufällig
unterstecken
Soldaten, die unvollständigen Kompanien oder Regimentern eingegliedert werden
Urlaub
Erlaubnis
Urlaub
Entfernung, Weggang
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
vergeben
vergiften
vergeben
mit schlechter/schädlicher Absicht geben
vergeben
eine Sache aufgeben
verhüren
vermieten
versiren
sich bewegen, sich befinden, schweben
versiren
sich mit etwas beschäftigen, mit etwas umgehen
Victorie
Sieg
Volk
Truppen
vorlängst
längst, schon vor langer Zeit
wandelbar
nicht mehr in gutem Zustand, baufällig
Wartegeld
Überbrückungssold für die Zeit zwischen der Anwerbung und dem Kriegseinsatz
Wassermacht
Streitmacht zur See, Kriegsflotte
Zahnstecher
Zahnstocher
Zahnstecherfutteral
Hülle für Zahnstocher
zeitlich
rechtzeitig
zeitlich
früh, zeitig
zeitlich
vorzeitig
Cornelis van Aerssen

geb. 1600
gest. 1662
Anm.: Sohn des François van Aerssen (1574–1641); Herr von Sommelsdijk, Wernhout, Plaat, Den Bommel und Spijck; seit 1641 niederländischer Obrist; 1647-1652 Gouverneur von Nijmegen; 1651 Ausschluss aus der holländischen Ritterschaft als Anhänger des Hauses Nassau-Oranien.

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Graf Anton von Aldenburg

geb. 1633
gest. 1680
Anm.: Unehelicher Sohn des Grafen Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst (1583-1667); 1646 Nobilitierung; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1653); Inhaber des Amtes Varel (ab 1654), der Vogtei Jade (seit 1655) und der Herrschaft Kniphausen (ab 1657/58); seit 1667 dänischer Statthalter der Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst; ab 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geschätzte").

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Graf Christoph von Almesloe
Christoph von Tapp(e)

Anm.: Sohn des Otto von Almesloe, genannt Tappe (gest. vor 1652); seit 1652 Erbherr auf Tappenburg und Berthelsdorf, später auch auf Hartau und Faulbrück; zeitweise in niederländischen Kriegsdiensten; Erhebung in den Freiherren- (1688) und Grafenstand (1705).
Jobst von Almesloe
Jobst von Tapp(e)

geb. 1590/1600
gest. 1652
Anm.: Sohn des Otto d. Ä. von Almesloe, genannt Tappe, auf Tappenburg; Erbherr auf Tappenburg, Ober Peilau und Berthelsdorf; 1643-1650 kaiserlicher Obrist.

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Otto von Almesloe
Otto von Tapp(e)

gest. vor 1652
Anm.: Sohn des Otto d. Ä. von Almesloe, genannt Tappe, auf Tappenburg; Page des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); später niederländischer Obrist.
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb. 1585
gest. 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Leben in Wittenberg bzw. Oldenburg (1633-1642); seit 1642 Witwensitz in Coswig (Anhalt).

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Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

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Diego de Aragón y Tagliavia
Duque Diego de Terranova
Príncipe Diego de Castelvetrano
Marqués Diego de Ávola
Marqués Diego de Favara

geb. ca. 1596
gest. 1663
Anm.: Sohn des Carlos II de Aragón y Tagliavia, ab 1599 Duque de Terranova (gest. 1605); seit 1616 Kämmerer des späteren Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1624 Duque de Terranova, Príncipe de Castelvetrano und Marqués de Ávola y de Favara sowie Gran almirante y Gran condestable del Reino de Sicilia und Capitán general de la Caballería Ligera de Sicilia; spanischer Botschafter in Wien (1644-1648) und Rom (1653-1657); zudem Consejero de Estado y de Guerra; ab 1651 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Johann Baldovius
Johann Baldauf

geb. 1604
gest. 1662
Anm.: Geboren in Kulmbach; Studium in Helmstedt (ab 1629), Wittenberg (1633 Mag.) und Leipzig (seit 1634); 1637-1640 Lehrtätigkeit am Leipziger kleinen Fürstenkolleg; Professor für hebräische Sprache in Leipzig (1638/39) und Helmstedt (1639-1642); ab 1642 erster Pfarrer in Nienburg (Weser); seit 1643 zudem Superintendent der Grafschaft Hoya.

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Antonio Barberini
Erzbischof Antonius von Reims
Bischof Antonio von Frascati
Bischof Antonio von Palestrina

geb. 1608
gest. 1671
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630) und Neffe von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1627 Kardinal; 1628-1632 Präfekt der Apostolischen Signatur; seit 1632 Präfekt der Glaubenskongregation; ab 1638 Kämmerer der Römischen Kirche; seit 1653 Großalmosenier von Frankreich; 1655–1661 Bischof von Frascati; ab 1657 Erzbischof von Reims und Pair de France; seit 1661 Bischof von Palestrina.

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Elena Basarab
Fürstin (Woiwodin) Elena der Walachei
Geburtsname: Elena Năsturel

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Tochter des Radu Năsturel; ab ca. 1612 Ehe mit Matei Basarab, seit 1632 Fürst der Walachei (1580-1654).
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

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Mateiaş Basarab
Mateiaş Năsturel

geb. ca. 1635
gest. 1652
Anm.: Sohn des Bojaren Udrişte Năsturel (ca. 1596-1659); Adoption durch Matei Basarab, Fürst der Walachei (1580-1654).
Johann Burchard Baumgarten

geb. 1624
gest. 1685
Anm.: Sohn des Hildesheimer Juristen Dr. Hermann Baumgarten (1586-1636); 1641-1648 Studium in Helmstedt, Straßburg, Heidelberg, Marburg, Leipzig und Jena; Stadtsyndikus von Wernigerode (1650-1653) und Braunschweig (1653-1675); 1675-1682 Syndikus und seit 1682 Bürgermeister der Stadt Lüneburg; vgl. Caspar Hermann Sandhagen: Der Außerwehlten Kinder Gottes Fäster Trost/ wider ihrer Feinde Anklage und Verdammung für dem Gerichte Gottes/ [...], [Lüneburg] 1685, S. 52-54.

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N. N. van Beaumont

Anm.: Um 1654 niederländischer Hauptmann.
Graf Ernst Wilhelm von Bentheim-Bentheim
Graf Ernst Wilhelm von Bentheim und Steinfurt

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Grafen Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643); regierender Graf von Bentheim (ab 1643) und Steinfurt (1643-1656); seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielmögende").

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Graf Philipp Konrad von Bentheim-Steinfurt

geb. 1627
gest. 1668
Anm.: Sohn des Grafen Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643); seit 1656 regierender Graf von Steinfurt.

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Gräfin Anna Elisabeth von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1645
gest. 1694
Anm.: Tochter des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
Gräfin Emilia Charlotte von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1651
gest. 1713
Anm.: Tochter des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674); Äbtissin des Damenstifts Leeden.
Graf Johann Adolf von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1637
gest. 1704
Anm.: Sohn des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674); regierender Graf von Tecklenburg (seit 1674) und Limburg (1674-1681) sowie Herr von Rheda (1674-1699).

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Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
Geburtsname: Fürstin Johanna Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1612
gest. 1695
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1674 Ehe mit Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).

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Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
Geburtsname: Gräfin Johanna Dorothea zur Lippe-Alverdissen

geb. 1649
gest. 1695
Anm.: Tochter des Grafen Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681); seit 1664 Ehe mit Graf Johann Adolf von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1637-1701).
Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1615
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623); seit 1624 regierender Graf von Tecklenburg und Limburg sowie Herr von Rheda (bis 1634 unter Vormundschaft).

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Gräfin Sophia Agnes Eleonora von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1638
gest. 1691
Anm.: Tochter des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).

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Gräfin Anna Amalia von Bentheim und Steinfurt
Geburtsname: Gräfin Anna Amalia von Isenburg-Büdingen

geb. 1591
gest. 1667
Anm.: Tochter des Grafen Wolfgang Ernst I. von Isenburg-Büdingen (1560-1633); 1608-1643 Ehe mit Graf Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643).

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Bentheim, Familie
Grafen von Bentheim

Anm.: Nordwestdeutsches Reichsgrafengeschlecht.

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David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Hiëronymus van Beverningh

geb. 1614
gest. 1690
Anm.: Sohn des Melchior van Beverningh; Studium in Leiden; ab 1644 Mitglied der Vroedschap von Gouda; 1646-1648 und 1650/51 Stadtrat in Gouda; 1652-1655 Mitglied der Generalstaaten; 1653/54 niederländischer Gesandter in England; 1657-1666 Thesaurier-generaal der Vereinigten Niederlande; später niederländischer Gesandter bei den Friedensverhandlungen von Breda (1667/68) und Nimwegen (1675-1679).

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Nicolaas Christoffel van Bevervoorde

geb. 1596
gest. 1678
Anm.: Sohn des Joost van Bevervoorde; Herr von Oldemeule; seit 1626 Mitglied der Ritterschaft von Overijssel; 1627-1631 Rat der niederländischen Generalitätsrechenkammer; 1633-1636 Kommissar der Admiralität von Rotterdam; 1637-1641 Abgeordneter der Provinzialstände (Staaten) von Overijssel; 1654-1660 Landdrost (Amtsverwalter) von Twente.
Hans Kaspar von Bibra

geb. 1628
gest. 1701
Anm.: Sohn des Hans Kaspar von Bibra (1586-1641); Erbherr auf Bibra, Höchheim und Brennhausen; seit 1654 Untermarschall des Hochstifts Würzburg.
Jan Bicker

geb. 1591
gest. 1653
Anm.: Sohn des Amsterdamer Kaufmanns Gerrit Pieterszoon Bicker (1554-1604); Schiffsbaumeister in Amsterdam; 1647 und 1651 Schepen sowie 1653 Bürgermeister von Amsterdam.

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August Bernhard von Biedersee

geb. 1637
gest. 1707
Anm.: Sohn des Adam von Biedersee (gest. 1655); 1649-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1673/78 fürstlicher Stallmeister in Bernburg.
Robert Blake

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Humphrey Blake; 1640, 1645, 1653, 1654 und 1656 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); ab 1646 englischer General at sea; seit 1656 Lord Warden of the Cinque Ports.

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Cuno Ordemar von Bodenhausen

geb. 1598
gest. 1654
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); Erbherr auf Bodenhausen, Niedergandern, Görzig und Rhode; anhaltischer Landrat und Kriegskommissar; mehrfach Gesandter der Fürsten von Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bequeme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ernst Lebrecht von Bodenhausen

geb. 1644
gest. 1654
Anm.: Sohn des Cuno Ordemar von Bodenhausen (1598-1654).

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Maria von Bodenhausen
Geburtsname: Maria von Quitzow

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Tochter des Henning von Quitzow (gest. 1608); 1628-1654 Ehe mit Cuno Ordemar von Bodenhausen (1598-1654).

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Otto Rudolf von Böltzig

geb. 1636
gest. 1712
Anm.: Sohn des Joachim (2) von Böltzig (gest. spätestens 1667); Erbherr auf Zschortau (ab 1679) und Rodickau; seit 1651 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1667 in schwedischen Kriegsdiensten.
Antoine de Bordeaux

geb. ca. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Guillaume de Bordeaux, Seigneur de Neuville (gest. 1673); Seigneur de Genitay, de Neufville et de Gambais; ab 1640 Conseiller au parlement de Paris; seit 1642 Maître des requêtes; ab 1651 Président au Grand conseil; seit 1652 französischer Gesandter in London.

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Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Calenberg

geb. 1624
gest. 1705
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1648-1665) und Braunschweig-Lüneburg (seit 1665).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin bzw. Herzogin Sophia von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Pfalzgräfin Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1630
gest. 1714
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1658-1698 Ehe mit Herzog bzw. Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698); seit 1701 designierte Thronfolgerin der britischen Monarchie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Braunschweig-Wolfenbüttel, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hedwig Agnes van Brederode

geb. 1643
gest. 1684
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655).
Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Obrist (1633), Generalleutnant der Artillerie (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von 's-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Juliana van Brederode

geb. ca. 1622
gest. 1668
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655).
Theodor Broyhan

Anm.: 1647-1662 zweiter Pfarrer (Stadtprediger) in Nienburg (Weser).
N. N. de Brueil (1)

Anm.: Zunächst Soldat des königlich-französischen Leibregiments (Régiment des gardes); um 1654 Tanzmeister in Den Haag.
N. N. de Brueil (2)

Anm.: Spanische Adlige, die vor 1654 den Tanzmeister N. N. de Brueil (1) in Den Haag heiratete.
Hans Burckhardt

geb. ca. 1605
Anm.: Geboren in Politz (Police nad Metují) in Böhmen; vermutlich Exulant; um 1641 in Wolfenbüttel; um 1650/54 Schneider in Bernburg.
Georg Calixt(us)
Georg Calissen

geb. 1586
gest. 1656
Anm.: Sohn des Medelbyer Pfarrers Johann Callisen, genannt Calixtus (1539-1618); Studium der Philosophie (1603-1607, Mag. phil.) und Theologie (1607-1609) in Helmstedt; 1609-1613 Studienreise durch Deutschland, die Niederlande, England und Frankreich; seit 1614 Professor für Theologie und 1616 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Helmstedt; seit 1636 Abt von Königslutter; bedeutendster lutherischer Ireniker des 17. Jahrhunderts.

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Amable-Guillelmine de Caumont
Marquise Amable-Guillelmine de Montpouillan
Geburtsname: Amelia Wilhelmina van Brederode

geb. 1643
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655); seit 1664 Ehe mit Armand-Nompar de Caumont, Marquis de Montpouillan (1615-1701).
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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N. N. Colbrant

Anm.: Spanischer Obrist und Kriegsrat; 1654 Gouverneur von Stenay.
Henry Cromwell

geb. 1628
gest. 1674
Anm.: Sohn von Oliver Cromwell (1599–1658); seit 1650 Colonel der englischen Parlamentsarmee; 1654-1659 Mitglied des Protectorate Parliament; 1657-1659 Lord Deputy of Ireland; danach Rückzug aus der Politik.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Tile(mann) von Damm

geb. 1595
gest. 1671
Anm.: Sohn des Braunschweiger Ratsherren Georg von Damm (1547-1630); 1643-1651 Küchenkämmerer und 1654-1670 Bürgermeister der Altstadt von Braunschweig.

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Benjamin De Geer
Benjamin de Geer

geb. 1634
gest. 1657
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652).
Emanuel De Geer
Emanuel de Geer

geb. 1624
gest. 1692
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); Herr auf Leufsta; schwedischer Hüttenbesitzer.

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Jean De Geer
Jan de Geer

geb. 1632
gest. 1696
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); Herr auf Godegård; schwedischer Hüttenbesitzer.

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Laurens De Geer
Laurens de Geer

geb. 1614
gest. 1666
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); Erbherr auf Österby; Kaufmann und Hüttenbesitzer; schwedischer Kommissar in den Niederlanden.

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Louis (2) De Geer
Lodewijk (2) de Geer

geb. 1622
gest. 1695
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); Erbherr auf Finspång, Ringstaholm und Fossala sowie Rhynhusen und Nyvaal; ab 1645 schwedischer Obrist; seit 1677 Assessor des Bergskollegiums in Schweden.
Steven De Geer
Steven de Geer

geb. 1629
gest. 1685
Anm.: Sohn des niederländischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652); Herr auf Gimo; schwedischer Hüttenbesitzer.
Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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Geertruid Deutz
Geburtsname: Geertruid Bicker

geb. 1634
gest. 1702
Anm.: Tochter des Amsterdamer Patriziers Jan Bicker (1591-1653); 1654-1673 Ehe mit dem Amsterdamer Händler und Bankier Jean Deutz (1618-1673).
Jean Deutz

geb. 1618
gest. 1673
Anm.: Sohn des Amsterdamer Kaufmannes Johan Deutz (1581-1638); bedeutender holländischer Händler und Bankier in Amsterdam.
Burggräfin Louise Christina von Dohna
Geburtsname: Louise Christina van Brederode

geb. 1639
gest. 1660
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655); seit 1658 Ehe mit Burggraf Fabian von Dohna (1617-1668).
N. N. Doublet

Anm.: Niederländischer Kapitänleutnant (bis 1654) und Hauptmann (seit 1654).
Robert Dudley
Earl Robert of Leicester

geb. 1532
gest. 1588
Anm.: Sohn des John Dudley, 1st Duke of Northumberland (1504-1553); 1553/54 Inhaftierung nach Hinrichtung seines Vaters; ab 1558 wichtigster Favorit der Königin Elisabeth I. von England (1533-1603); 1558-1587 Master of the Horse; seit 1562 Mitglied des Privy council; ab 1564 1st Earl of Leicester; seit 1584 Lord Steward of the Royal Household; 1585-1587 Generalgouverneur der Vereinigten Niederlande und Kommandeur der englischen Hilfstruppen; ab 1559 Ritter des Hosenbandordens.

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John Dury
Johannes Duraeus

geb. 1596
gest. 1680
Anm.: Sohn des Edinburgher presbyterianischen Pfarrers Robert Durie (1555-1616), der 1606 nach Holland emigrieren musste; Studium in Leiden, Sedan und Oxford; 1621 Tätigkeit als Erzieher in Frankreich; 1624-1626 Prediger einer geheimem reformierten Gemeinde in Köln; 1628 anglikanischer Pfarrer in Elbing; ab 1630 Reisen nach England, Deutschland, den Niederlanden, Schweden, Dänemark und in die Schweiz, um eine Union der evangelischen Konfessionen zu erreichen; seit 1661 Leben in Kassel und Fortsetzung seiner Unionsbestrebungen.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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England, Haus
Könige von England

Anm.: Seit 1603 aus der Dynastie der Stuart.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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Rinaldo d' Este
Bischof Rinaldo von Reggio-Emilia
Bischof Rainaldus von Montpellier
Bischof Rinaldo von Palestrina

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Alfonso III d'Este, Duca di Modena e Reggio (1591-1644); ab 1641 Kardinal; seit 1650 Bischof von Reggio-Emilia; 1653-1655 Bischof von Montpellier; ab 1671 Kardinalbischof von Palestrina.

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N. N. von Etzdorf

Anm.: Um 1654 im Dienst des Grafen Ernst Wilhelm von Bentheim und Steinfurt (1623-1693).
Julius Fischer

Anm.: Sohn des Bernburger Stadt- und fürstlichen Leibarztes Dr. Levin Fischer.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Burkhard Frese

Anm.: Niedersächsischer Adliger; braunschweigisch-lüneburgischer Schatzrat der Grafschaft Hoya.
Friedrich von Fullen

geb. 1592
gest. 1663
Anm.: Sohn des Friedrich von Fullen (gest. 1602); Erbherr auf Eystrup und Renzelfelde; Drost von Steierberg und Wölpe; zudem braunschweigisch-lüneburgischer Schatzrat der Grafschaft Hoya.

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N. N. Gaillard

Anm.: Um 1654 katholischer Arzt in Amsterdam.
Christoph Bernhard von Galen
Bischof Christoph Bernhard von Münster
Abt Christoph Bernhard von Corvey

geb. 1606
gest. 1678
Anm.: Sohn des Dietrich von Galen (ca. 1570-1645); Domherr, 1630-1634 Domthesaurar, 1634-1642 Geistlicher Rat, ab 1642 Domküster und 1643-1650 bischöflicher Geheimer Rat in Münster; seit 1650 Bischof von Münster; ab 1661 zudem Fürstabt von Corvey.

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Jean-François Paul de Gondi
Erzbischof Jean-François Paul von Paris
Kardinal de Retz

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Sohn des Philippe-Emmanuel de Gondi, Comte de Joigny (1580-1662) (aus dem Haus der Duc de Retz); 1638 Priesterweihe; 1643-1654 Koadjutor und designierter Nachfolger seines Großonkels Jean-François de Gondi, Erzbischof von Paris (1584-1654); ab 1644 zugleich Titularerzbischof von Korinth; 1648-1652 Beteiligung an der Fronde; seit 1652 Kardinal; 1652-1654 Inhaftierung als Frondeur; 1654-1662 Leben im Exil und (nominell) Erzbischof von Paris; Verfasser bedeutender Memoiren.

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Pierre de Gondi
Duc Pierre de Retz
Comte Pierre de Joigny
Marquis Pierre de Belle-Île

geb. 1602
gest. 1676
Anm.: Sohn des Philippe-Emmanuel de Gondi, Comte de Joigny (1580-1662); ab 1625 Comte de Joigny und Marquis de Belle-Île; 1626-1635 Général des galères de France et Lieutenant général ès mers du Levant; seit 1634 "jeune" Duc de Retz und Pair de France.

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Johannes Matthiae Gothus
Bischof Johannes Matthiae von Strängnäs
Johannes Matthiae

geb. 1592
gest. 1670
Anm.: Sohn des Pfarrers Matthias Petri Upplänning (1533-1610) in Västra Husby; Studium in Uppsala, Rostock, Helmstedt, Wittenberg, Leipzig und Gießen; 1625-1629 Rektor und Lehrer für Theologie am Collegium illustre in Stockholm; 1629-1632 Hofprediger des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1633-1643 Präzeptor der Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1640 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Uppsala; 1643-1664 Bischof von Strängnäs.

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Petrus Gribius

gest. 1666
Anm.: Prediger der englischen Gemeinde in Middelburg (1642-1652) und an der hochdeutschen Kirche in Amsterdam (seit 1652).
Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Gideon Daniel Hake

geb. 1580
gest. 1670
Anm.: Sohn des braunschweigisch-lüneburgischen Rats und gräflich-hoyaischen Kanzlers Rupert Hake (1537-1612); gräflich-bentheimischer Rentmeister; 1625-1666 Bürgermeister von Nienburg (Weser); zudem braunschweigisch-lüneburgischer Schatzrat der Grafschaft Hoya.
Heinrich von Hake

geb. 1621
gest. 1693
Anm.: Sohn des braunschweigisch-lüneburgischen Rats sowie oldenburgisch-delmenhorstischen Rats und Kanzlers Robert Hake (1580-1649); Schulbesuch in Bremen; Studium in Leiden, Basel (1647 Dr. jur.) und Straßburg; um 1652/65 Hofrat in Plötzkau; ab 1665 fürstlicher Vormundschaftsrat, Kanzler und Kammerdirektor in Köthen; 1686 Nobilitierung; seit 1654 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Jüngere") .

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Robert Hake

geb. 1580
gest. 1649
Anm.: Sohn des braunschweigisch-lüneburgischen Rats und gräflich-hoyaischen Kanzlers Rupert Hake (1537-1612); Vizekanzler der Grafschaft Hoya; gräflicher Rat und Kanzler in Oldenburg und Delmenhorst; braunschweigisch-lüneburgischer Rat; 1647 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Harde (2)

Anm.: Sohn des gräflichen Hofmeisters N. N. von Harde (1) (gest. 1654) in Tecklenburg; um 1645/54 im Dienst des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Erdmann Christoph (von) Heise

Anm.: Sohn des Jobst Christoph (von) Heise auf Fraßdorf; Erbherr auf Fraßdorf und Staßfurt.
Landgräfin Hedwig Sophia von Hessen-Kassel
Geburtsname: Markgräfin Hedwig Sophia von Brandenburg

geb. 1623
gest. 1683
Anm.: Tochter des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); 1649-1663 Ehe mit Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel (1629-1663); 1663-1677 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihre unmündigen Söhne Wilhelm VII. (1651-1670) und Karl (1654-1730).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgraf Karl (2) von Hessen-Kassel

geb. 1654
gest. 1730
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm VI. von Hessen-Kassel (1629-1663); seit 1670 regierender Landgraf von Hessen-Kassel (bis 1677 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Bernhard von Heyden

geb. ca. 1585
Anm.: Vermutlich Sohn des Menso von Heyden auf Nienborg, Astrup und Rechede; Burgherr von Nienborg und Herr von Wohnung; um 1626/54 Landdrost von Bentheim.
Ernst van Hoeclum

geb. 1624
gest. 1661
Anm.: Sohn des Gerhart van Hoeclum (1581-1647).
Willem van Hoeclum

geb. 1614
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gerhart van Hoeclum (1581-1647); 1627-1629 Page des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; später gräflich-limburgischer Edelknabe.
Nikolaus von Höpken

geb. 1601
gest. 1671
Anm.: Sohn des Stader Ratsherrn Balthasar Höpke auf Melau; Erbherr auf Melau und Asesersand; Studium in Rostock und Jena (1625 Promotion zum Dr. jur.); zunächst Stadtsyndikus und ab 1645 Bürgermeister von Stade; 1650-1663 Geheimer Kammerrat und Regierungsrat der schwedischen Regierung für die Herzogtümer Bremen und Verden in Stade; seit 1652 Geheimer Rat und Direktor des Konsistoriums; 1649 Nobilitierung.

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Adrian von Horn

geb. 1571
gest. 1640
Anm.: Sohn des Braunschweiger Patriziers Gerd von Horn (1530-1579); 1596/97 Teilnahme am Langen Türkenkrieg bei den Bayerischen Kreistruppen; ab 1618 Hauptmann, seit 1621 Ratsherr, 1622-1624 Bruchkämmerer, 1624/25 Kämmerer und ab 1625 Bürgermeister der Altstadt von Braunschweig; vgl. Jacob Weller: Die hertzliche Barmhertzigkeit/ durch welche uns besucht hat der Auffgang aus der Höhe [...], Braunschweig 1640, o. S.

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N. N. von Horn (2)

Anm.: Sohn des späteren Braunschweiger Bürgermeisters Adrian von Horn (1571-1640).
Godefroid Hotton

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Geboren in Stavelot (bei Lüttich); Studium der reformierten Theologie in Heidelberg und Genf (bis 1621); später Prediger in Frankenthal, Aix und Bremen (bis 1629); danach Pfarrer der wallonisch-reformierten Gemeinden in Limbourg (bis 1633) und Amsterdam (seit 1634).

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Graf Johann Ernst I. von Isenburg-Büdingen

geb. 1625
gest. 1673
Anm.: Sohn des Grafen Wolfgang Ernst I. von Isenburg-Büdingen (1560-1633); bis 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1661 regierender Graf von Isenburg-Büdingen in Büdingen.

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Elbert van Isendoorn à Blois

geb. 1601
gest. 1680
Anm.: Sohn des Marten van Isendoorn à Blois (gest. 1632); Herr auf Cannenburgh und Stockum; Deichgraf der Veluwe.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Johann (2) N. N.

Anm.: Um 1654 alter gräflicher Trompeter in Tecklenburg.
Jona

Anm.: Prophet und biblische Figur.

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Allart Pieter van Jongestal

geb. 1612
gest. 1676
Anm.: Sohn des Wijbrand van Jongestal; Jurist; 1637-1655 Rat und seit 1655 erster Präsident am Hof van Friesland; niederländischer Gesandter bei den Friedensverhandlungen in London (1653/54) und Breda (1667).

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Christian Jonius

geb. ca. 1625/30
gest. 1685
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Bartholomäus Jonius (1603-1657); bereits um 1646/48 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, bis 1649 als Küchenschreiber; danach bis 1654 Aufenthalt in Utrecht; um 1656/57 fürstlicher Kammerdiener und zuletzt Kammerschreiber in Bernburg.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Leopold I.
König Leopold I. von Böhmen
König Leopold I. von Ungarn
Erzherzog Leopold V. von Österreich

geb. 1640
gest. 1705
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand III. von Österreich (1608-1657); ab 1655 König von Ungarn; seit 1656 König von Böhmen; ab 1657 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1658 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1654 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Mehmed IV. Giray Khan (Krim)

Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); 1641-1644 und 1654-1666 Krim-Khan.
Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
König (Hunnenreich) Attila

gest. 453
Anm.: Sohn des hunnischen Stammesführers Mundzuk; ab 434 mit seinem Bruder Bleda und seit 444/45 allein herrschender König der Hunnen.

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König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Martine de L'Echerpière
Martine Gregory
Geburtsname: Martine Lopez de Villanova

geb. 1593
gest. 1678
Anm.: Tochter des Kölner Kaufmanns Martin Lopez de Villanova; erste Ehe mit Sir Francis Gregory; 1652-1660 zweite Ehe mit Samuel de L'Echerpière (1574-1660).
Samuel de L'Echerpière

geb. 1574
gest. 1660
Anm.: Aus der Normandie in die Niederlande emigrierter reformierter Adliger; Seigneur de La Rivière; Hofmeister des jungen Floris II. von Palant, ab 1598 Graf von Culemborg (1577-1639); später Prediger in Rouen; seit 1621 Pastor der wallonischen Gemeinde in Delft.

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François de L'Hôpital
Comte François de Rosnay

geb. 1583
gest. 1660
Anm.: Sohn des Louis de L'Hôpital; Seigneur du Hallier; 1615-1655 in französischen Kriegsdiensten als Sous-lieutenant des gendarmes de la garde (1615), Maréchal de camp (1621), Lieutenant général (1637) und Maréchal de France (1643); ab 1643 Gouverneur der Champagne; 1648-1657 Gouverneur von Paris; seit 1651 Comte de Rosnay.

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Jean de La Barde
Marquis Jean de Marolles-sur-Seine

geb. 1602
gest. 1692
Anm.: Zunächst Baron, später Marquis de Marolles-sur-Seine; 1635-1644 französischer Premier commis des affaires étrangères; 1645/46 Resident Frankreichs in Osnabrück; 1648-1660 ordentlicher und 1661-1663 außerordentlicher französischer Botschafter in Solothurn.

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Nicolas de La Bassecour

gest. 1677
Anm.: Sohn des Amsterdamer Predigers Fabrice de La Bassecour (gest. 1650); reformierter Prediger in Vlissingen (1639-1650) und der Wallonischen Gemeinde in Amsterdam (seit 1650).
Charles de La Porte
Marquis bzw. Duc Charles de La Meilleraye

geb. 1602
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles de La Porte, Seigneur de la Meilleraye; seit 1632 Lieutenant-général de Bretagne; militärische Karriere als Grand maître de l'artillerie de France (1632), Lieutenant-général des armées du roi (1635) und Maréchal de France (1639); seit 1643 Gouverneur der Bretagne in Nantes; 1648/49 Surintendant des Finances; 1663 Erhebung vom Marquis zum Duc de La Meilleraye.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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N. N. Langjahr von Puchberg (1)

Anm.: Adliger Exulant aus Oberösterreich; um 1649 Stallmeister und um 1654 "Pensionarius von Haus aus" des schwedischen Generals und Reichsrats Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö (1622-1686).
N. N. Langjahr von Puchberg (2)
Geburtsname: N. N. von Saldern

Anm.: Vermutlich niedersächsische Adlige; um 1654 Gemahlin des N. N. Langjahr von Puchberg (1).
Nikodemus Lappe

geb. 1582
gest. 1663
Anm.: Sohn des Remdaer Amtsschössers Anreas Lappe; ab 1600 Studium in Jena (1606 Mag.); 1610-1615 Subdiakon in Weimar; 1615-1619 Pastor in Tann (Rhön); 1619-1621 Diakon, 1621-1629 Archidiakon, 1629-1635 Inspektor über Kirchen und Schulen sowie seit 1635 Oberpfarrer und Superintendent in Arnstadt.

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Isaak Lardiin von Limbach
Isaak von Limpach

gest. 1627
Anm.: Obristleutnant (1621-1623) und Obrist (1623-1626) unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1626/27 dänischer Obrist und Kommandant von Nienburg (Weser).
Gräfin Anna Elisabeth Wilhelmina von Leiningen-Westerburg-Neuleiningen
Gräfin Anna Elisabeth Wilhelmina von Bentheim-Steinfurt
Geburtsname: Gräfin Anna Elisabeth Wilhelmina von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1641
gest. 1696
Anm.: Tochter des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674); 1661-1668 erste Ehe mit Graf Philipp Konrad von Bentheim-Steinfurt (1627-1668); seit 1684 zweite Ehe mit Graf Georg II. Karl Ludwig von Leiningen-Westerburg-Neuleiningen (1666-1726).

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Johannes Canuti Lenaeus
Erzbischof Johannes Canuti von Uppsala
Johannes Canuti

geb. 1573
gest. 1669
Anm.: Sohn des königlichen Hofpredigers Canutus Petri Gestricius; Studium in Uppsala (ab 1595), Wittenberg (seit 1597) und Helmstedt (ab 1601); 1604-1607 Professor für Logik an der Universität Uppsala; 1607-1610 Studium der Theologie in Wittenberg und Rostock; 1610-1613 Professor für Griechisch und Hebräisch sowie seit 1613 Professor für Theologie an der Universität Uppsala; 1638-1647 zudem Dompropst in Uppsala; seit 1647 Prokanzler der Universität und Erzbischof von Uppsala.

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Gräfin Eleonora Sophia zur Lippe-Alverdissen

geb. 1648
gest. 1671
Anm.: Tochter des Grafen Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681).
Graf Philipp zur Lippe-Alverdissen
Graf Philipp von Schaumburg-Lippe

geb. 1601
gest. 1681
Anm.: Sohn des Grafen Simon VI. zur Lippe (1555–1613); um 1620 Rittmeister unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); ab 1613 Regent in den lippischen Ämtern Alverdissen und Lipperode; seit 1647 durch Erbe regierender Graf von Schaumburg-Lippe; ab 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Annehmliche").

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Gräfin Sophia zur Lippe-Alverdissen
Gräfin Sophia von Schaumburg-Lippe
Geburtsname: Landgräfin Sophia von Hessen-Kassel

geb. 1615
gest. 1670
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1644 Ehe mit Graf Philipp zur Lippe-Alverdissen (1601-1681).

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Gräfin Ludowika Margaretha zur Lippe-Brake
Geburtsname: Gräfin Ludowika Margaretha von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1648
gest. 1722
Anm.: Tochter des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674); 1667-1690 Ehe mit Graf Wilhelm zur Lippe-Brake (1634-1690).
Lopez de Villanova, Familie

Anm.: Spanisches Adelsgeschlecht, dessen protestantische Mitglieder im 16. Jahrhundert zuerst in die Niederlande und dann ins Rheinland emigrierten.
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
N. N. von Lutten

Anm.: Westfälischer Adliger; um 1654 im Dienst des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
Valerian von Magnis
Maximilian de Magni

geb. 1586
gest. 1661
Anm.: Sohn des kaiserlichen Geheimen Rates Konstantin von Magnis (1527-1606); ab 1602 Kapuziner; nach der Priesterweihe Tätigkeit als bedeutender Prediger, philosophischer Lektor und Provinzial der österreichisch-böhmischen Ordensprovinz; daneben Berater des Kaisers und verschiedener Fürsten; seit 1645 Apostolischer Missionar für Kursachsen, Hessen, Brandenburg und Danzig.

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Adolf Benedikt von Marschalck

gest. 1658
Anm.: Adliger aus dem Erzstift Bremen; schwedischer Kanzlei- und Justizrat der Herzogtümer Bremen und Verden in Stade.
Theobald Maurice
Theobald Moritz

gest. 1654
Anm.: Geboren in Metz; ab 1602 Erzieher der Schwestern des Kurprinzen Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Sekretär der Kurfürsten Friedrich IV. (1609/10) und Friedrich V. von der Pfalz (1612-1632); seit 1623 zudem Leiter der kurpfälzischen Exilkanzlei in Den Haag; ab 1632 Sekretär der verwitweten Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); vgl. Nadine Akkerman (Hg.): The Correspondence of Elizabeth Stuart, Queen of Bohemia. Volume I: 1603-1631, Oxford 2015, S. 964.
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Johann Adam Metternach

Anm.: Dr. theol.; bis 1655 gräflicher Hofprediger in Bentheim; 1655-1681 Pastor in Steinfurt.

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Ludwig Heinrich von Meusenholt

geb. 1632
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des schwedischen Obristen Johann von Meusenholt; seit 1653 Page und Kammerdiener des Fürsten Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) (noch 1655).
Earl John of Middleton

geb. ca. 1608
gest. 1674
Anm.: Sohn des Robert Middleton of Caldhame; zunächst Kriegsdienst in Frankreich; bis 1648 militärische Kommandos im Dienst der schottischen Covenanters und des englischen Parlaments; 1648-1654 royalistischer Offizier; 1655-1660 im Exil mit der königlichen Familie; seit 1656 1st Earl of Middleton; 1660-1663 Commander in chief der Armee in Schottland; 1661/62 zudem Lord High Commissioner to the Parliament of Scotland; 1663-1668 Governor of Rochester Castle; seit 1670 Governor of English Tangier.

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Alvise Mocenigo
Leonardo Mocenigo

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Mocenigo; ab 1609 Mitglied des Maggior Consiglio; 1613-1615 Provveditore e Capitano a Legnago; 1621/22 Provveditore e Capitano della flottiglia di fuste del Lago di Garda; 1622/23 Provveditore ad Asola; später u. a. Provveditore sopra Danari (1633/34, 1637/38 und 1640/41), Provveditore alle Fortezze e Governatore di galea grossa (1638/39) und Kommandant einer Galeere (1645/46); 1646/47 Provveditore generale delle Tre Isole; 1647/48 Provveditore generale in Candia; 1648-1651 und seit 1653 Capitano generale da Mar.

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George Monck
Duke George of Albemarle

geb. 1608
gest. 1670
Anm.: Sohn des englischen Adligen Thomas Monck (1570-1627); 1625-1638 in niederländischen Kriegsdiensten; danach englischer Lieutenant colonel (1639/40) und Colonel (1641-1644); 1644-1647 Gefangener des Parlaments; ab 1647 Offizier der Parlamentsarmee, zuletzt als Colonel (1651/52), General at sea (1652/53) und Commander-in-Chief in Schottland (1654-1660); 1660 Mitglied des englischen Parlaments; seit 1660 1st Duke of Albemarle; 1660-1662 Lord Deputy of Ireland; ab 1660 Custos Rotulorum und Lord Lieutenant of Devon; seit 1662 auch Lord Lieutenant of Middlesex; 1666/67 Captain general der englischen Kriegsflotte; ab 1667 Lord High Treasurer.

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Baronet Thomas Morgan

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Geboren in Wales; ab 1620 Soldat in niederländischen Kriegsdiensten; nach 1642 militärische Karriere im englischen Parlamentsheer, zuletzt als Major-General (1651) und Deputy Commander-in-Chief in Schottland (1659/60); 1645-1648 parlamentarischer Governor of Gloucester; 1658 Nobilitierung; 1660 Unterstützer der Stuart Restoration in Edinburgh; 1661 Erhebung zum Baronet; seit 1665 Lieutenant Governor of Jersey.
N. N. Müllner

Anm.: Möglicherweise Exulant aus dem böhmischen Adelsgeschlecht Müllner von Mühlhausen (Milnár z Milhauzu); um 1654 im Dienst des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
Salomon (2) Muschwitz
Salomon (2) Munschwitz

geb. ca. 1577
gest. 1654
Anm.: Teilnahme am Langen Türkenkrieg; ca. 1618-1620 Fourier des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1625 Hoffourir von dessen Sohn Christian II.; um 1642/50 Bürger in Bernburg sowie fürstlicher Pachtinhaber.
Ludwig von Nassau-Beverweerd

geb. 1602
gest. 1665
Anm.: Unehelicher Sohn des Fürsten Moritz von Oranien (1567-1625); ab 1626 Herr von Beverweerd und Odijk, seit 1627 auch von Lek; ab 1629 in niederländischen Kriegsdiensten, u. a. als Obrist (1632) und Generalmajor (1643); seit 1636 Mitglied der holländischen Ritterschaft; Gouverneur von Bergen op Zoom (1643) und 's-Hertogenbosch (1658); 1660 außerordentlicher Botschafter in England.

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Graf Ernst Kasimir von Nassau-Diez

geb. 1573
gest. 1632
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); ab 1594 in niederländischen Kriegsdiensten als Obrist (1599-1631) und Feldmarschall (1607); seit 1620 Statthalter von Friesland, ab 1625 auch von Groningen und Drenthe; seit 1607 regierender Graf von Nassau-Diez.

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Graf Heinrich Kasimir I. von Nassau-Diez

geb. 1612
gest. 1640
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Kasimir von Nassau Diez (1573-1632); Koadjutor (1619) und Landkomtur (1620) der Deutschordensballei Utrecht; seit 1632 regierender Graf von Nassau-Diez sowie Statthalter von Friesland, Groningen und Drenthe.

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Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Diez

geb. 1613
gest. 1664
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Kasimir von Nassau-Diez (1573-1632); zunächst in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1640 Statthalter von Friesland, seit 1650 auch von Groningen und Drenthe; 1650 Schlüsselrolle beim gescheiterten Umsturzversuch des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); 1640-1654 regierender Graf und ab 1654 erster Fürst von Nassau-Diez.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Wilhelm Ludwig von Nassau-Dillenburg

geb. 1560
gest. 1620
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); ab 1578 niederländischer Obrist; Statthalter von Friesland (seit 1584), Groningen (ab 1594) und Drenthe (seit 1596); ab 1606 regierender Graf von Nassau-Dillenburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Gräfin Amalia von Nassau-Dillenburg
Fürstin Amalia von Oranien
Geburtsname: Gräfin Amalia zu Solms-Braunfels

geb. 1602
gest. 1675
Anm.: Tochter des Grafen Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels (1563-1623); seit 1619 Hofdame der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); 1625-1647 Ehe mit Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).

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Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

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Nassau-Oranien, Haus
Fürsten von Oranien

Anm.: Zweig der Grafen von Nassau, der seit 1530 im Besitz des Fürstentums Oranien war.

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Wilhelm I. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm I. von Oranien

geb. 1533
gest. 1584
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1487-1559); ab 1544 Fürst von Oranien; 1559-1567 und seit 1572 Statthalter von Holland, Seeland und Utrecht, ab 1580 auch von Friesland; Anführer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien; 1584 Ermordung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

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Graf bzw. Fürst Georg Friedrich (Ludwig) von Nassau-Siegen

geb. 1606
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); niederländischer Hauptmann (1627), Rittmeister (1633), Major (1637) und Obrist (1642); ab 1638 regierender Graf von Nassau-Siegen; 1648-1658 niederländischer Statthalter von Rheinberg; seit 1658 Gouverneur von Bergen op Zoom; 1664 Erhebung in den Fürstenstand.

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Friedrich von Nassau-Zuylestein

geb. 1624
gest. 1672
Anm.: Unehelicher Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1640 Herr von Zuylestein; niederländischer Hauptmann (1640) und General (1672); 1659-1666 Hofmeister des Fürsten Wilhelm III. von Oranien (1650-1702).

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Nassau, Familie
Grafen bzw. Fürsten von Nassau

Anm.: Teilweise in den Fürstenstand erhobenes hessisches Reichsgrafengeschlecht.

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Curt Hartwig von Neuhoff

Anm.: Um 1654 braunschweigisch-lüneburgischer Hauptmann und Kommandant in Nienburg (Weser).
Willem Nieupoort

geb. 1607
gest. 1678
Anm.: Sohn des Willem Nieupoort; 1636-1672 Mitglied der Vroedschap van Schiedam; 1653/54 niederländischer Gesandter in England; 1654-1657 außerordentlicher und 1657-1660 ordentlicher Botschafter in London.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Karl Joseph von Österreich
Bischof Karl Joseph von Passau
Bischof Karl Joseph von Breslau
Bischof Karl Joseph von Olmütz

geb. 1649
gest. 1664
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); ab 1662 Bischof von Passau und Olmütz sowie Hochmeister des Deutschen Ordens; seit 1663 auch Bischof von Breslau.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Johan van Oldenbarnevelt

geb. 1547
gest. 1619
Anm.: Sohn des Amersfoorter Kaufmanns Gerrit van Oudenbarnevelt (1516-1589); Rechtsstudium in Löwen (1566), Bourges (1566/67), Köln (1567), Heidelberg (1568) und Padua (1569); 1568 Konversion zum Calvinismus; Advokat am obersten Gerichtshof von Holland (1570-1572) und der Delfter Wasserbehörde (1572-1576); 1576-1586 Ratspensionär (wichtigster juristischer Berater) der Stadt Rotterdam; seit 1586 Landesadvokat von Holland; 1618 als Gegner des Statthalters Fürst Moritz von Oranien (1567-1625) verhaftet; 1619 Hinrichtung.

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Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Tobias Olfen

geb. 1597
gest. 1654
Anm.: Sohn des Braunschweiger Kaufmanns Wilhelm Olfen; Studium in Helmstedt (1616-1618) und Altdorf (ab 1618); Bildungsreise nach Genf (1623) und Frankreich (1624); seit 1625 Sekretär des „Engen Rates“, ab 1631 Ratsherr, 1632-1636 Gerichtsherr, 1642 Kleiner Bürgermeister und 1643-1653 Großer Bürgermeister der Altstadt von Braunschweig; 1654 Burg- und Apothekerherr; zudem Verfasser einer handschriftlichen Chronik der Braunschweiger Stadtgeschichte.

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Graf bzw. Fürst Enno Ludwig von Ostfriesland

geb. 1632
gest. 1660
Anm.: Sohn des Grafen Ulrich II. von Ostfriesland (1605-1648); ab 1651 regierender Graf und seit 1654 Fürst von Ostfriesland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Wilhelm Pagenstecher

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Sohn des gräflich-bentheimischen Kanzlers Johann Pagenstecher (1575-1650); Dr. jur.; gräflich-bentheimischer Rat; 1653/54 Gesandter der Grafen von Bentheim auf dem Regensburger Reichstag; seit 1656 gräflicher Regierungsrat in Steinfurt.
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Lorenzo Pauluzzi

Anm.: Bis 1652 Sekretär des venezianischen Gesandten Niccolò Sagredo (1606-1676) in Paris; 1652-1655 Resident der Republik Venedig in London.
Adriaen Pauw

geb. 1585
gest. 1653
Anm.: Sohn des Amsterdamer Bürgermeisters Reynier Pauw (1564-1635); Herr von Heemstede, Hoogersmilde, Bennebroek und Nieuwerkerk; Kaufmann in Amsterdam; 1611-1637 Pensionaris der Stadt Amsterdam; ab 1618 wiederholt in diplomatischen Diensten; seit 1627 Rat und Rechenmeister der Provinzen Holland und Westfriesland; 1631-1636 Ratspensionär (Regierungschef) der Provinz Holland; 1646-1648 Gesandter der Provinz Holland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643); 1648-1652 präsidierender Rat und Rechenmeister der Domänen von Holland und Westfriesland; 1651-1653 erneut Ratspensionär; 1649 und 1652 niederländischer Gesandter in London.

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N. N. Pauw

Anm.: Um 1654 niederländischer Hauptmann.
N. N. de Perceval

Anm.: Um 1654 niederländischer Hauptmann.
Paulus van de Perre

geb. ca. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des Adriaan van de Perre (gest. 1618); 1636/37 und 1639 Schöffe, 1638 und 1641-1644 Rat, 1638 und 1643 Tresorier, 1640 Bürgermeister, 1645-1651 Sekretär und seit 1650 Pensionär der Stadt Middelburg; 1651/52 und 1653 außerordentlicher niederländischer Gesandter in England.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern

geb. 1625
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1645 heimliche Konversion zum katholischen Glauben; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgräfin Louise Hollandine von Pfalz-Simmern

geb. 1622
gest. 1709
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Kindheit in Den Haag und Ausbildung in Leiden; 1657 Flucht nach Antwerpen; 1658 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1659 Nonne und seit 1664 Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Maubuisson.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Charlotte von der Pfalz
Geburtsname: Landgräfin Charlotte von Hessen-Kassel

geb. 1627
gest. 1686
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1650-1657 (geschiedene) Ehe mit Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Pontius Pilatus

Anm.: 26-36 n. Chr. römischer Präfekt (Statthalter) in den Provinzen Judäa und Samaria; biblische Figur.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Philipp Friedrich Christoph von Pretlack

geb. ca. 1627
gest. 1697
Anm.: Sohn des Kaspar von Pretlack (gest. 1644) auf Desdau; Erbherr auf Freudenberg, Eystrup und Riede; schwedischer Obristleutnant (um 1654) und Obrist; ab ca. 1653 durch Heirat Erbdrost von Uchte und Freudenberg; seit 1677 Kanoniker in Bassum.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Fürst Bogusław Radziwiłł
Fürst Boguslavas Radvila

geb. 1620
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten Janusz Radziwiłł (1579-1620); bis 1636 unter Vormundschaft seiner Mutter Elisabeth Sophia (1589-1629) und seines Onkels Krzysztof (1585-1640); 1636 Page am polnischen Königshof; 1640-1642 mit Prinz Johann Kasimir von Polen (1609-1672) in niederländischen Kriegsdiensten; 1643-1648 Aufenthalt in Frankreich und den Niederlanden mit diplomatischer Tätigkeit; ab 1648 Kommandant der königlich-polnischen Leibwache; 1651 Oberbefehl über die deutschen Truppen im polnischen Heer; 1654/55 litauischer Großfeldherr; 1655-1657 Ächtung durch die polnische Krone; 1656 schwedischer Generalfeldmarschall; seit 1656 kurbrandenburgischer Generalleutnant; ab 1657 kurfürstlicher Statthalter im Herzogtum Preußen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Willem Ripperda

geb. ca. 1600
gest. 1669
Anm.: Sohn des Unico Ripperda (gest. 1625); Herr von Hengelo, Boekelo, Boxbergen und Rijsenburg; zunächst in niederländischen Kriegsdiensten, u. a. als Rittmeister (1623); ab 1631 Mitglied der Ritterschaft der Provinz Overijssel; 1633-1663 Vertreter der Ritterschaft Overijssels bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Overijssel beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1644).

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Elisabeth von Rochow
Geburtsname: Elisabeth Lopez de Villanova

geb. 1608
gest. 1677
Anm.: Tochter des Kölner Kaufmanns Martin Lopez de Villanova; 1630-1654 Ehe mit Hans Zacharias von Rochow (1603-1654).
Hans Zacharias von Rochow

geb. 1603
gest. 1654
Anm.: Sohn des Wolf Dietrich von Rochow (1577-1653); zunächst in niederländischen und schwedischen Kriegsdiensten; 1631-1636 mecklenburgisch-güstrowischer Geheimer Rat; 1638-1640 Geheimer Rat und Pinneberger Statthalter des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); 1642-1650 im Dienst der verwitweten Herzogin Christina Margaretha von Sachsen-Lauenburg (1615-1666); ab 1651 kurpfälzischer Geheimer Rat und Kanzler; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Trucknende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Christian von Röder

geb. 1610
gest. 1697
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Harzgerode; um 1635 Aufwärter des kaiserlichen Obristen Peter von Götz (gest. 1638).
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Henrik Villumsen Rosenvinge

geb. 1604
gest. 1667
Anm.: Sohn des Helsingører Zollschreibers Villum Mortensen Rosenvinge (1587-1637); Herr von Lystager und Flakkebjerg; Studium in Kopenhagen (1622), Leiden (1628) und Oxford; 1640 Mitglied der dänischen Gesandtschaft nach Spanien unter Hannibal Sehested (1609-1666) als dessen Geschäftsführer und Hofmeister; 1642-1650 königlich-dänischer Agent und Resident in Madrid; später wiederholt diplomatische Missionen, u. a. in England (1651/52, 1654, 1655 und 1659/60), den Niederlanden (1655/56), Kurbrandenburg und Danzig (1657).
Michiel Adriaenszoon de Ruyter

geb. 1607
gest. 1676
Anm.: Sohn des Seemannes und späteren Bierlieferanten Adriaen Michielszoon de Ruyter; ab 1618 Ausbildung zum Seemann; 1633-1635 Steuermann auf einem Walfangschiff; 1637-1640 Kapitän bei der Vlissinger Lampsen-Reederei; 1641 Schout-bij-nacht (Konteradmiral) der niederländischen Kriegsmarine; danach Handelsschiffkapitän und Kaufmann; 1652-1654 Geschwaderkommandeur der Admiralität von Zeeland; 1654-1665 Vizeadmiral der Admiralität von Amsterdam; 1665-1675 Admiralleutnant und seit 1675 General-Admiralleutnant der niederländischen Kriegsflotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
João Rodrigues de Sá e Meneses
Conde João Rodrigues de Penaguião

geb. 1619
gest. 1658
Anm.: Sohn des Francisco de Sá e Meneses, Conde de Penaguião (1598-1647); ab 1647 Conde de Penaguião; seit 1641 königlich-portugiesischer Kammerherr; ab 1642 Mitglied des Staats- und Kriegsrats; 1652-1655 außerordentlicher Botschafter in London.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pantaleão de Sá e Meneses

gest. 1654
Anm.: Sohn des Francisco de Sá e Meneses, Conde de Penaguião (1598-1647); 1654 Hinrichtung als Aufrührer und Mörder in London.
Wild- und Rheingraf Friedrich Magnus zu Salm-Dhaun-Neuweiler

geb. 1606
gest. 1673
Anm.: Sohn des Wild- und Rheingrafen Friedrich zu Salm-Dhaun-Neuweiler (1547-1608); ab 1624 in niederländischen Kriegsdiensten, u. a. als Obrist (1635), General der Kavallerie (1665) und Generalleutnant (1668); seit 1642 Gouverneur der Festungsstadt Sluis; ab 1648 Gouverneur von Maastricht.

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Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1635
gest. 1654
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659).

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Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1597
gest. 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
David Schmidt

geb. ca. 1630/32
gest. nach 1660
Anm.: Sohn des Harzgeröder Amtsschreibers und späteren Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt; seit 1648 Studium am Gymnasium Illustre in Zerbst; um 1658/60 Amtsverweser der Ämter Ballenstedt und Hoym.
Margaretha Schmidt
Geburtsname: Margaretha Limpach

gest. 1654
Anm.: Spätestens seit 1636 Ehefrau des Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt (gest. 1657?).
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Schröhter

Anm.: Um 1636 fürstlicher Kellerjunge in Bernburg; um 1654 Bürger und Weinschenk in Amsterdam.
Jean de Schulemberg
Comte Jean de Montdejeu

geb. 1598
gest. 1671
Anm.: Sohn des Jean de Schulemberg, Seigneur de Montdejeu; französischer Kornett (1614), Capitain (1619), Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1639) und Maréchal der France (1658); Gouverneur von Rue (1637-1652), Le Crotoy (1637-1656) und Arras (1652-1665); 1661-1665 Lieutenant-général des Artois; seit 1665 Gouverneur des Berry.

Weiterführende Informationen in VIAF
Anna Maria van Schurman
Anna Maria von Schürmann

geb. 1607
gest. 1678
Anm.: Tochter des Frederik van Schurman (gest. 1623), der als Reformierter aus Antwerpen geflohen war; bis 1669 Leben als unverheiratete Gelehrte überwiegend in Utrecht; danach Labadistin an wechselnden Orten.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johan Godschalck van Schurman
Johann Gottschalk von Schürmann

geb. 1605
gest. 1664
Anm.: Sohn des Frederik van Schurman (gest. 1623), der als Reformierter aus Antwerpen geflohen war; 1623-1626 Studium in Franeker; danach Leben als Privatgelehrter in Utrecht.

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Königin Hedwig Eleonora von Schweden
Geburtsname: Herzogin Hedwig Eleonora von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1636
gest. 1715
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1654-1660 Ehe mit König Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660).

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Johann Friedrich Schweitzer
Johan Frederik Helvetius

geb. 1630
gest. 1709
Anm.: Sohn des Köthener Juristen Balthasar Schweitzer; um 1651 Apothekergeselle in Köthen; um 1654 Studium der Medizin in Harderwijk (1656 Promotion zum Dr. med.); danach Arzt und Alchemist in Amsterdam (bis ca. 1676) und Den Haag; angeblich Leibarzt des Fürsten Wilhelm III. von Oranien (1650-1702).

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Kaspar Seiffart

geb. 1622
gest. 1701
Anm.: Geboren in Bibra (Grabfeld); Studium in Jena (ab 1644) und Altdorf (1648/49); 1649-1663 Pfarrer in Bibra (Entlassung wegen Streitigkeiten mit dem Kirchenpatron und der Gemeinde); 1664/65 Pfarrer in Krassolzheim; seit 1665 Pfarrer in Weigenheim.
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Constantin Șerban
Fürst (Woiwode) Constantin der Walachei
Fürst (Woiwode) Constantin von Moldau

gest. 1685
Anm.: Sohn des Radu Șerban, Fürst der Walachei (gest. 1620); 1654-1658 Fürst (Woiwode) der Walachei; 1659 und 1661 zudem Fürst (Woiwode) von Moldau.

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Bertold von Stampa

geb. ca. 1579
Anm.: Graubündener Adliger; Erbherr auf Schulenburg; spätestens seit 1613 Hofmeister des Grafen Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Graf Gustaf Otto Gustafsson Stenbock af Bogesund

geb. 1614
gest. 1685
Anm.: Sohn des Gustaf Eriksson Stenbock (1575-1629); in schwedischen Kriegsdiensten als Reiter (1631), Kornett (1632), Fähnrich (1633), Hauptmann (1633), Major (1636), Obristleutnant (1636), Obrist (1637), Generalmajor (1643), Generalleutant (1647), General (1648) und Feldmarschall (1656); ab 1644 Oberkommandant in Minden bzw. seit 1645 in Westfalen; ab 1652 Reichsrat; 1652-1654 Gouverneur in Riga; seit 1653 Kriegsrat; 1655-1657 Reichszeugmeister; 1658-1664 Generalgouverneur für Skåne, Halland und Blekinge; 1660-1680 Gesetzessprecher für Norrlands lagsaga; 1664-1676 Reichsadmiral; ab 1676 Oberstadmiral; seit 1682 Königlicher Rat; 1651 Erhebung in den Grafenstand (Bogesund).
N. N. Sterrenburg

Anm.: Um 1654 niederländischer Hauptmann.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Jean T'Serclaes de Tilly
Graf Johann von Tilly

geb. 1559
gest. 1632
Anm.: Sohn des Martin T'Serclaes de Tilly (gest. 1597); zunächst in spanischen und lothringischen Kriegsdiensten; kaiserlicher Obristleutnant (1600), Generalfeldwachtmeister (1601), Obrist (1602), Feldzeugmeister (1602-1604) und Feldmarschall (1605) in Ungarn; ab 1610 Generalleutnant der Katholischen Liga; seit 1630 auch kaiserlicher Generalleutnant; 1622 Erhebung in den Grafenstand.

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Johann (2) Tappe

geb. 1624
gest. 1654
Anm.: Sohn des Bernburger Amtsschreibers David Tappe (gest. 1636); Schustermeister in der Bernburger Bergstadt.
Sibylla Tappe
Sibylla Fabricius
Geburtsname: Sibylla Spiegel

geb. 1582
gest. 1654
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgermeisters Johann Spiegel; 1610/11 erste Ehe mit dem Bernburger Superintendenten Theodor Fabricius (1549-1611); 1615-1625 zweite Ehe mit dem Bernburger Amtmann David Tappe (gest. 1625).
Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Daniel Tossanus

geb. 1590
gest. 1655
Anm.: Sohn das Pfarrers Samuel Tossanus (geb. 1542/46); ab 1615 Lehrer und seit 1619 Konrektor am Kloster Neuhausen bei Worms; bis 1621 Lehrer am Sapienzkolleg in Heidelberg; 1624-1627 Prediger bei der wallonischen Gemeinde in Frankenthal; ab 1627 Rektor am Gymnasium in Basel; seit 1650 Ephorus am Heidelberger Sapienzkolleg; ab 1651 zudem Prediger der wallonischen Gemeinde und Kirchenrat in Heidelberg.

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Gottfried Travelmann

gest. 1659
Anm.: Westfälischer Adliger aus Münsteraner Erbmännergeschlecht; zunächst Page und später bis höchstens 1629 Stallmeister des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); spätestens ab 1654 gräflicher Hofmeister in Tecklenburg; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dicke").

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Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

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Gerard Nicolaes Valckenier

Anm.: Dr. med.(?); Arzt und Chirurg in Amsterdam.
Johann Heinrich von Vincke

geb. 1604
gest. 1670
Anm.: Sohn des Jobst Kaspar von Vincke zu Kilver; Erbherr auf Kilver, Siedlinghausen und Brunskappel; Domherr und Senior von Minden; 1632/33 Administrator und seit 1643 Propst des Damenstifts Levern.

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Hiddo van Voorst

geb. 1603
gest. 1660
Anm.: Sohn des Derk van Voorst (gest. 1650); Herr von Hagenvoorde und Bergentheim; ab 1628 Mitglied der Ritterschaft von Overijssel; 1630-1633 Kommissar der Admiralität von Rotterdam; 1643/44 Abgeordneter der Provinzialstände (Staaten) von Overijssel; seit 1644 Landdrost von Salland.
N. N. von Voß (2)

Anm.: Vermutlich norddeutscher Adliger, der sich um 1654 in Braunschweig aufhielt.
Graf Georg Friedrich von Waldeck-Eisenberg
Fürst Georg Friedrich von Waldeck
Graf Georg Friedrich von Cuylenburg

geb. 1620
gest. 1692
Anm.: Sohn des Grafen Wolrad IV. von Waldeck-Eisenberg (1588-1640); ab 1642 niederländischer Kapitän; seit 1651 kurbrandenburgischer Staatskammerrat, Generalleutnant, Geheimer Rat und Kriegsrat; ab 1652 Dompropst in Halberstadt und Johanniter-Komtur in Lagow; 1653-1658 leitender Minister im Kurfürstentum Brandenburg; 1658-1660 schwedischer General; seit 1663 Feldmarschalleutnant der westfälischen Kreistruppen; ab 1664 Regent der Grafschaften Cuylenburg und Waldeck-Eisenberg; seit 1665 kaiserlicher Feldmarschall; ab 1672 niederländischer Feldmarschall; seit 1681 Generalfeldmarschall der Reichs- und Kreistruppen; 1682 Erhebung in den Reichsfürstenstand; ab 1688 Generalkapitän der Niederlande; seit 1689 Herrenmeister der Balley Brandenburg des Johanniterordens; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 609.

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Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Gustaf Gustafsson af Wasaborg
Gustaf Gustafsson
Administrator Gustav von Osnabrück

geb. 1616
gest. 1653
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); ab 1633 schwedischer Obrist; 1634-1648 "postulierter Administrator" des Hochstifts Osnabrück; seit 1645 Gouverneur von Estland; ab 1646 schwedischer Reichsrat; seit 1650 Inhaber der Herrschaft Wildeshausen und Huntlosen; 1637 Nobilitierung ("af Wasaborg"); 1646 Erhebung in den Freiherren- und Grafenstand.

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Joachim van Wickevoort
Joachim van Wicquefort

geb. 1596
gest. 1670
Anm.: Sohn des Antwerpener Kaufmanns Jasper Jansz van Wickevoort (1554-1634); langjähriger Agent des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden; seit 1639 hessisch-kasselischer Resident in Den Haag (bis mindestens 1659).

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Gräfin Konradina Ludowika von Wied-Neuwied
Geburtsname: Gräfin Konradina Ludowika von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1647
gest. 1705
Anm.: Tochter des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674); 1686-1698 Ehe mit Graf Friedrich von Wied-Neuwied (1618-1698).
Gräfin Anna Trajectana von Wied-Runkel
Geburtsname: Anna Trajectana van Brederode

geb. ca. 1625/26
gest. 1672
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655); seit 1670 Ehe mit Graf Georg Hermann Reinhard von Wied-Runkel (1640-1690).
N. N. Willem

Anm.: Niederländischer "Fahnträger-Junker" (bis 1654) und Hauptmann (seit 1654).
N. N. von Wolff (3)

Anm.: Um 1654 gräflicher Hofmeister-Stellvertreter in Bentheim.
Friedrich Günther von Wolzogen

gest. 1680
Anm.: Sohn des Matthias von Wolzogen (1588-1665); Erbherr auf Blumerode (Schlesien); seit 1669 Rat und Hofmarschall der Herzöge Christian (1618-1672) und Georg Wilhelm von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau (1660-1675); vgl. Karl August Alfred von Wolzogen und Neuhaus: Geschichte des Reichsfreiherrlich von Wolzogen’schen Geschlechts, Bd. 1, Leipzig 1859, S. 58f.
Friedrich Matthias von Wolzogen

gest. 1681
Anm.: Sohn des Matthias von Wolzogen (1588-1665); Erbherr auf Missingdorf; zunächst Hofjunker des Grafen Anton Günther von Oldenburg (1583-1667); 1653/54 oldenburgischer Gesandter in London; seit 1657 Hofmeister der Gräfin Elisabeth Ungnad von Weissenwolff (1614-1683); vgl. Karl August Alfred von Wolzogen und Neuhaus: Geschichte des Reichsfreiherrlich von Wolzogen’schen Geschlechts, Bd. 1, Leipzig 1859, S. 56f.

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Johann Ludwig von Wolzogen

geb. 1600
gest. 1661
Anm.: Sohn des Hans Christoph von Wolzogen (1557-1620); um 1625 Emigration von Niederösterreich nach Polen; dort Anhänger des Unitarismus und Sozinianismus; publizierender Philosoph, Mathematiker und Theologe; vgl. Karl August Alfred von Wolzogen und Neuhaus: Geschichte des Reichsfreiherrlich von Wolzogen’schen Geschlechts, Bd. 1, Leipzig 1859, S. 251-302.

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Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

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Hans Wilhelm von Zanthier

gest. 1654
Anm.: Mitteldeutscher Adliger, der durch Erdmann Christoph von Heise getötet wurde.
Amsterdam
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Anderten
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Angers
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Anhalt-Dessau, Fürstentum
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Anhalt, Fürstentum
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Antwerpen
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Arnstadt
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Arras
weiterführende Informationen
Badeborn
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Baden (Aargau)
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Basel, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Bentheim (Bad Bentheim)
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Bentheim, Grafschaft
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Bern, Stadt und Republik
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Bernburg
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Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bevergern
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Bibra
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Blois
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Braunschweig
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Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Braunschweig, Altewiek (Weichbild)
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Anm.: Bis 1671 eigenständiger Stadtteil (Weichbild) von Braunschweig.
Braunschweig, Altstadt (Weichbild)
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Anm.: Bis 1671 eigenständiger Stadtteil (Weichbild) von Braunschweig.
Braunschweig, Hagen (Weichbild)
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Anm.: Bis 1671 eigenständiger Stadtteil (Weichbild) von Braunschweig.
Braunschweig, Neustadt (Weichbild)
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Anm.: Bis 1671 eigenständiger Stadtteil (Weichbild) von Braunschweig.
Braunschweig, Sack (Weichbild)
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Anm.: Bis 1671 eigenständiger Stadtteil (Weichbild) von Braunschweig.
Breda
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Bremen
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Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
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Brest
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Bretagne
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Bückeburg
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Cádiz
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Calenberg[-Göttingen], Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Candia (Irákleion)
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Canea (Chania)
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Cannenburgh, Schloss
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Celle
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Chios
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Clissa (Klis)
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Coswig (Anhalt)
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Danzig (Gdańsk)
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Dardesheim
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Dardesheim, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Hochstifts bzw. Fürstentums Halberstadt.
Darmstadt
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Delden
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Delft
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Deventer
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Diepenau
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Ditfurt
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Douai
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Düsseldorf
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Elspeet
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England, Schottland und Irland, Commonwealth von
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Finale Ligure, Markgrafschaft
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Franken
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Frankreich, Königreich
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Freiburg im Üechtland (Fribourg), Stadtstaat
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Freudenberg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel.
Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Genf (Genève)
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Genua (Genova)
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Genua, Republik (Repubblica di Genova)
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Goor
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Gottorf
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Gröningen
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Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Güsten
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Guinea
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Haarlem
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Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
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Halberstadt
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Hamburg
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Hannover
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Harderwijk
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Harsleben
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Heidelberg
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Helmstedt
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Hengelo
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Hessen
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Hessen-Kassel, Landgrafschaft
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Hessendamm
Anm.: Der westlichste von drei historischen Überquerungen des Großen Bruchs als Teil der Fernstraße zwischen Wolfenbüttel und Halberstadt zwischen Mattierzoll und Hessen (heutige Bundesstraße 79).
Highlands
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Hildesheim
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Holland, Provinz (Grafschaft)
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Holstein, Herzogtum
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Holten
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Hoya, Grafschaft
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Hoya, Niedergrafschaft
Anm.: Braunschweigisch-lüneburgischer Anteil der Grafschaft Hoya.
IJssel, Fluss
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Ilmenau
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Indien
Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff sowohl für den amerikanischen Kontinent (Westindien) als auch für die südasiatischen Gebiete von Vorder- und Hinterindien sowie des Malaiischen Archipels (Ostindien).
Italien
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Kaiserebersdorf
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Kaiserslautern
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Kampen
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Kap Spada (Ákra Spátha)
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Kassel
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Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve
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Köln
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Köthen
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Kopenhagen (København)
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Kreta (Candia), Insel
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Krim, Khanat
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Leeuwarden
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Leiden
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Levern
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Liebenau
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Lille (Rijsel)
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Litauen, Großfürstentum
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Livorno
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Loevestein, Schloss
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London
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Lüneburg, Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Luzern, Stadtstaat
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Maastricht
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Madrid
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Magdeburg, Erzstift
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Minden, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Mittelmeer
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Moers
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Morea (Peloponnes), Halbinsel
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Münster, Hochstift
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Nantes
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Neustadt am Rübenberge
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Niedersächsischer Reichskreis
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Nienburg (Weser)
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Norwegen, Königreich
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Öresund (Øresund)
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Oldenburg
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Oldenburg, Grafschaft
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Oldenzaal
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Osmanisches Reich
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Osnabrück
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Osnabrück, Hochstift
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Ostercappeln
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Ostindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Paris
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Peine
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Pfalz, Kurfürstentum
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Plötzkau
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Polen, Königreich
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Portugal, Königreich
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Preßburg (Bratislava)
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Preußen (königlich-polnischer Teil)
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Quedlinburg
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Rahden
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Regensburg
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Rheinberg
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Rheine
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Ricklingen
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Riede
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Riesenbeck
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Roses
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Saale, Fluss
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schaffhausen, Stadtstaat
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Schöppenstedt
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzburg, Grafschaft
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Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Schwyz, Land
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Smolensk
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Solothurn, Stadtstaat
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Spa
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Spalato (Split)
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Spanien, Königreich
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Stade
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Stenay
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Stockholm
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Straßburg (Strasbourg)
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Stuttgart
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Tappenburg, Gut
Anm.: Ehemaliges, südlich von Bohmte (Landkreis Osnabrück) gelegenes Rittergut.
Tecklenburg
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Thedinghausen
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Thüringer Wald
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Tinos, Insel
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Twente
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Uchte
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Uchte, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel.
Ungarn, Königreich
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Unterwalden, Land
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Uri, Land
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Utrecht
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Utrecht, Erzbistum
Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Vaassen
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Valenciennes
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Vechta
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Verden
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Verden, Hochstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
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Vianen, Herrschaft
Anm.: Bis 1725 reichsunmittelbares Territorium in der heutigen niederländischen Provinz Utrecht.
Vorpommern, Herzogtum (Schwedisch Pommern)
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Weser, Fluss
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Westfalen
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Westindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
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Wismar
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Wölpe
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Wolfenbüttel
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Zerbst
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Zürich, Stadtstaat
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Zwolle
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Amsterdam, Magistrat
Anm.: Kollegialorgan der Stadtverwaltung, das aus vier Bürgermeistern (darunter einem regierenden) und einigen Ratsherren (Schepen) bestand.
Amsterdamer Börse
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Anm.: Im Jahr 1611 gegründete Warenbörse, an der seit 1612 auch mit Wertpapieren gehandelt wurde.
Bernburg, Konsistorium
Anm.: Landesherrliche kirchliche Verwaltungs- und Justizbehörde im Teilfürstentum Anhalt-Bernburg.
Braunschweig, Rat der Altstadt (Weichbild)
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Hanse(bund)
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Holland, Provinzialstände
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Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
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Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederländische Ostindien-Kompanie (Verenigde Oostindische Compagnie)
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Anm.: Im Jahr 1602 gegründete Handelskompanie für Ostasien (Indonesien).
Niederlande, Generalstaaten
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Paris, Domkapitel
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Schweden, Stände
Aurelius Augustinus: Opera omnia, Bd. 5,1, hg. von Jacques Paul Migne, Paris: 1865. ( Patrologiae cursus completus/Series Latina 38 ) [Nachweis im GVK]
Marcus Tullius Cicero: Orationes Philippicae = Die philippischen Reden. Lateinisch und deutsch, übers. von Manfred Fuhrmann / Rainer Nickel, Berlin: 2013. [Nachweis im GVK]
Deductie oft declaratie van de staaten van Holland, ingestellt ende dienende tot justificatie van't verleenen van seechere acte van seclusie baechende 't employ van den Heere Prince van Oraigne, by de hoch-gemelte Heeren staten van Hollandt ende West-Vrieslandt op den vierden May 1654 gepasseert etc. met grondige refutatie van't gene daer jegens by, ofte van wegen eenige provincien is voort-gebracht, S'Gravenhage (Den Haag): Hillebrandt Jacobsz van Wouw, 1654. [Nachweis im GVK]
Dicta Catonis, in: Minor Latin Poets. In two Volumes, Bd. 2, übers. von J. Wight Duff / Arnold M. Duff, Cambridge, MA/London: 1982, S. 582-639. [Nachweis im GVK]
Der Frieden von Münster vom 30. Januar 1648, in: Der Frieden von Münster 1648. Der Vertragstext nach einem zeitgenössischen Druck und die Beschreibung der Ratifikationsfeiern, hg. von Gerd Dethlefs, Münster: 1998, S. 70-143. [Nachweis im GVK]
Artickel Deß zwischen dem Durchleuchtigen Herrn/ Herrn Olivier Cromwel/ Protectorn der Republic von Engel: Schott: und Irland/ [et]c. einer: und den Hochmögenden Herren General Staden der Vereinigten Niederländischen Provincien/ anderseits/ zu Westmünster geschlossenen ewigen Friedens/ Verein und Verbündnuß, Frankfurt am Main: Wilhelm Serlin, 1654. [Nachweis im GVK]
Quintus Horatius Flaccus: Oden, in: Oden und Epoden. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2002, S. 8-261. [Nachweis im GVK]
Das Konkordienbuch, in: Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Vollständige Neuedition, hg. von Irene Dingel, Göttingen: 2014, S. 6-1652. [Nachweis im GVK]
Die Konkordienformel, in: Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Vollständige Neuedition, hg. von Irene Dingel, Göttingen: 2014, S. 1165-1610. [Nachweis im GVK]
Martin Luther: Der große Katechismus, Gütersloh: 1995. [Nachweis im GVK]
Aulus Persius Flaccus: Satiren, hg. von Walter Kißel, Heidelberg: 1990. [Nachweis im GVK]