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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: September 1654


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 300r-319ar (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. September 1654
Bernburg
  • Administratives
  • Rückkehr des jüngeren Sohnes Karl Ursinus aus Ballenstedt
  • Gespräch mit dem Hofrat Christoph von Jena
02. September 1654
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gestrige Hasenlieferung aus Ballenstedt
  • Jahrmarkt bei schönem Wetter
  • Wirtschaftssachen
  • Ausritt mit Karl Ursinus
  • Gespräche mit Jena und dem Frauenzimmer-Hofmeister Johann Esche von Wallwitz
03. September 1654
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
04. September 1654
Bernburg
  • Gespräch mit dem Kammerschreiber Johann Senf
  • Hasenjagd
  • Bericht durch den Sekretär Christoph Bährenreutter
  • Besuch der Gemahlin Eleonora Sophia durch den Leibarzt Dr. Levin Fischer
  • Spaziergang an die Saale
05. September 1654
Bernburg
  • Gespräch mit dem Bürgermeister Martin Tornau
  • Abreise der ältesten Töchter Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta mit Jakob Anton von Krosigk und Wallwitz nach Halle (Saale)
  • Erneuter Besuch der Gemahlin durch Dr. Fischer
06. September 1654
Bernburg
  • Schwülwarmes Wetter
  • Korrespondenz
  • Weggang des Lakaien und Musikers Hans Georg Berger
  • Kirchgang zum Bettag
  • Nachrichten
  • Gespräch mit Dr. Fischer
  • Hofprediger Johann Menzelius als Mittags- und der Diakon Bartholomäus Jonius als Abendgast
07. September 1654
Bernburg
  • Schwülwarmes Wetter
  • Hasenlieferung aus Ballenstedt
  • Abreise des Kammermeisters Tobias Steffeck
  • Krankenbesuch bei Abraham und Helena von Rindtorf
  • Ankunft des Christoph von Eichen
  • Besuch der Gemahlin durch die Witwe Brigitta von Krosigk
  • Gespräch mit Jena
  • Audienz für Eichen
  • Korrespondenz
08. September 1654
Bernburg
  • Warmes Wetter
  • Vogelfang
  • Gespräch mit Jena
  • Administratives
  • Spaziergänge
  • Eichen als Mittagsgast
  • Korrespondenz
09. September 1654
Bernburg
  • Regnerische Nacht und warmer Tag
  • Vogelfang
  • Gespräche mit dem Kammerschreiber Hans Friedrich Eckardt, dem Küchenmeister Philipp Güder, dem Hofbarbier Johann Wenzel Rothe und Jena
  • Ausstattung des Kammerpagen Albrecht Czenek Sekyrka mit einem Degen
  • Ankunft des sächsisch-weimarischen Prinzen-Hofmeisters Simon Heinrich von Schweichhausen und des früheren Hofjunkers Christoph Wilhelm Schlegel
  • Korrespondenz
10. September 1654
Bernburg
  • Vogel- und Hechtfang
  • Korrespondenz
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Administratives
  • Schweichhausen und der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Mittagsgäste
  • Spaziergang der Töchter Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth zum Weinberg
11. September 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Urlaubsgesuch durch Bährenreutter
  • Ritt von Schweichhausen nach Köthen
  • Bewahrung von Jena vor einem gefährlichen Treffen
  • Gespräch mit dem Landrichter David von Bergen
  • Dr. Fischer als Mittagsgast
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Besuch durch den Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius
12. September 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Abendspaziergang
  • Rückkehr von Schweichhausen aus Köthen
  • Gespräch mit Schweichhausen, Jena und dem Hofmeister Gottlob Sekyrka
13. September 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Jena, dem Amtmann Georg Reichardt und dem Bediensteten Johann Berndt
  • Abreise von Schweichhausen nach Plötzkau und Weimar
  • Reichardt und Berndt als Essensgäste
14. September 1654
Bernburg
  • Spukendes Gespenst auf dem Schloss
  • Gespräch mit dem Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
  • Korrespondenz
15. September 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Aufregungen
  • Beratung mit Jena
  • Nachrichten
  • Rückkehr von Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta aus Halle (Saale)
16. September 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Hasen- und Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Abschied vom Herrn von Krosigk
  • Beratung mit Jena
  • Administratives
  • Spaziergang mit Karl Ursinus zum Vogelherd
  • Anhörung der Predigt
  • Nachrichten
  • Rückkehr des Ludwig von Wuthenau aus Heidelberg
  • Korrespondenz
17. September 1654
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten und Empfang des Abendmahls zum Erntedankfest
  • Hofprediger Menzelius als Mittagsgast
  • Starker Platzregen am Nachmittag
18. September 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Korrespondenz
  • Rückkehr von Bährenreutter aus Zerbst
  • Gespräche mit Güder und Wallwitz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Spaziergang zur neuen Fischerei
  • Ausfahrt der Töchter in die Weinberge
  • Traum von Karl Ursinus
19. September 1654
Bernburg
  • Gestrige Hasenjagd
  • Heutiger Vogelfang
  • Gespräch mit dem Hofrat und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Entsendung von Wallwitz nach Zerbst
  • Abschied vom Hofmeister Sekyrka, vom Kammerjunker Ernst Dietrich von Röder und von Jena
  • Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius als Mittagsgast
  • Korrespondenz
20. September 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Abfertigung von T. T.
  • Abreise von Hofmeister Sekyrka, Jena und Röder
  • Anhörung der Predigt
  • Jonius, der Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius sowie Berndt als Mittagsgäste
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Bestrafung des Kammerdieners Ludwig Röber mit Ungnade
  • Krankenbesuch bei Herrn und Frau von Rindtorf
21. September 1654
Bernburg
  • Vogelfang und Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Eichen sowie den Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Menzelius als Essensgäste
  • Gespräche mit Güder und dem Köthener Hofbarbier Johann Hanemann
  • Rückkehr der Kutsche aus Ballenstedt
22. September 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Regen
  • Spaziergänge
  • Nachrichten
23. September 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit Bährenreutter und Reichardt
  • Erneuter Besuch der Gemahlin durch Dr. Fischer
  • Korrespondenz
  • Admininstratives
24. September 1654
Bernburg
  • Regen
  • Kirchgang am Vormittag
  • Früherer anhaltisch-dessauischer Hofmeister Christian Heinrich von Börstel und Dr. Mechovius als Mittagsgäste
  • Besuch durch den Dessauer Studenten Christoph Kin(it)scher
  • Nachrichten
  • Zwei Träume
  • Lesen statt Nachmittagskirchgang
  • Administratives
25. September 1654
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit Senf, Rothe und dem Amtsschreiber Christian Tappe
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
26. September 1654
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Regen
  • Vereidigung von Kin(it)scher als fürstlicher Kammerdiener
  • Ankunft von Güder mit Geld
  • Gespräch und Mittagessen mit Dr. Mechovius
27. September 1654
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Schönes Wetter
  • Hasenjagd
  • Ausritt nach Zepzig
  • Dienstantritt des August Ludwig von Einsiedel
  • Spaziergang zur neuen Fischerei
28. September 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Schönes Wetter
  • Korrespondenz
  • Dr. Fischer und Christoph Jahn als Mittagsgäste
29. September 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Größere Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Anhörung zweier Predigten zum Michaelistag
  • Johann Lorenz von Lucke, Dr. Fischer und Katharina von Wallwitz als Mittagsgäste
30. September 1654
Bernburg
  • Schönes Wetter
  • Vogelfang
  • Gespräch mit Ludwig
  • Administratives
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Ausritt in die Weinberge
|| [[Handschrift: 300r]]


Mit Supplicationen, und andern negociis, zu thun, gehabtt.


Carolus Ursinus, ist mit seinem kleinen comitat, von
Ballenstedt, wiederkommen, haben einen Rehebogk, 2 hasen,
3 wachteln, undt eine lerche, mitgebrachtt.


Die hatz, ist sehr verwüstet, durch einen von
Oppen, welcher mit dem von Wulfen, und andern
vom Adeln, undt ihren iungen, und knechtten,
die Felder, durchzeüchtt, die hatz verwüstet,
das liebe getreydig, den armen leütten, ver-
dirbet, und mit also schaden zufüget. Der
Hauptmann zu hoym, hat diesen Oppen,
(zur ungebühr!) die hatz verpachtet. Dieser
aber, gebraucht sichs wohl, dieweil ihm,
der Churfürst von Brandenburgk, seine p hatz
undt iagtten, nehmen laßen.


Mit Jehna, undt andern, conversiret. perge

|| [[Handschrift: 300v]]

Samstag den 2. September 1654.

<2 hasen, hier, heütte. 2 hasen gestern, von Ballenstedt[.]>


Es ist gestern, undt heütte, iahrmarckt
alhier zu Bernburgk, in feinem wetter, gewesen.
Sonst pfleget es, im Ægidij Marck, gemeiniglich
alhier, zu regenen.


Oeconomica vorgehabtt.


hinauß geritten, mit Carl Ursinus der hat
2 hasen, von der hatz, eingebracht.


Discorsj mit Jehna, Wallwitz, undt andern.

Sonntag den 3. September 1654. perge


Conjunctim, zur kirchen. Der hofprediger Mencelius,
hat den Text außgeleget, Matthäus 61. Niemandt
kan zweyen herren diehnen, etcetera[.]


Nachmittags, mit Carolo Ursino, zur kirchen,
in des Diaconj Jonij, predigtt.


Die ankommenden avisen geben:


Das es allzugewiß, daß die Frantzosen, durch die
doppelte Circumvallation vor Arras, mit
Machtt, undt großem verlußt an volgk, durchge-
brochen, die Festung, (so fast in der Spannischen
händen, schon gewesen) endtsetzet, des Ertzhertzogs
armèe geschlagen, zertrennet, die gantze
infanterie, ruiniret, Stügke, munition[,]
Bagage, und alles erobert. Der Ertzhertzogk || [[Handschrift: 301r]]
hette kawm, mit 3000 pferden, nacher Douay, sich sal-
viren können, der Prince de Condè nacher Cambray,
der hertzogk von Lottringhen, wehre gefangen,
Prince de Condè aber verwundet, alles, in confusion.
Der Cardinal Mazzarinj, hette wieder aller
Generalln, undt Officirer einrathen, diesen
rath, der attacque, des festen lägers, geschloßen,
undt exequiren laßen. Wehre sonst in sicher-
heit, bey dem Könige, zu Peronne, undterdeßen
(alß 13 meilen darvon) geblieben. Es wehre
ein groß volgk, auf der Frantzosen, seitte
geblieben, die übrigen, wehren über
die Cörper, der gebliebenen, undt mit
angefülleten enfans perdüs, in den gräben,
übergelauffen, undt durchgedrungen.


Jn der grafschaft Roussillon, mag
es auch, wunderlich hergehen.


Cromwell, ist den conspirationen,
noch undterworfen, undt gebraucht rigorem.
Die Schotten seindt zwahr geschlagen,
aber nicht gedempft, und stärgken sich
wieder, im gebirge, durch hülffe, der Frantzosen.

|| [[Handschrift: 301v]]


Genoua, undt Finale, certiren annoch.


<Protector> Cromwell, helt seine armaden, außgerüstet,
undter den Admirallen, Black, undt Pen.


Die Niederlendischen Provintzien, seindt noch
uneins, undtereinander, wegen exclusion
des hauses Uranien, undt Naßaw.


Königsmargk, setzet Brehmen, hartt zu
iedoch, bemühet man sich, zu gütlichem
vergleich.


Der neẅe König in Schweden, suchet
alliance, mit Gottorff.


Zu Coppenhagen, hat sollen der Sonnenfinsternüß☉finster-
nüß
, den undtergang selbiger Stadt denotiren,
darüber groß schregken, ohnmacht, endtlauffen,
bey vielen endtstanden. Jst aber, noch gnedig
iedoch schregklich, anzusehen gewesen, undt
abgangen, iedoch sterben wochentlich
aldar, in die 700 personen, an der peste,
auch viel aufm lande. Zu Stogkholm
ist die Eclypsis, auch gesehen worden.


Zu Preßburgk, lesset die Seüche nach,
und die Ungarischen Stende, wollen den
neẅe König, in ihrem lande kröhnen.

|| [[Handschrift: 302r]]


Der krieg, zwischen dem Türgken, und Venedig
continuiret heftig. Canêa ist wieder endtsetzet.


Der Moßkowiter macht in Polen, viel zu
schaffen. Sol doch vom Feldherren Radzivil,
geschlagen sein. Die Tartarn, halten
es, mit dem Könige in Polen, die Moßko-
witer aber, mit den Cosagken.
perge


Die Princeßin von Uranien, zeücht nachm Berlin.
perge


Fuenterabia, sol auch von den Frantzosen, belägert sein.


Hanß Senff, ist bey mir gewesen. <1 Hase von der haz.>


Secretarius Bährenreütt, hat sich præsentiret,
undt auß der Cantzeley vorzutragen,
gehabtt. Darnach, hat er sich wieder, zur
jnformation Carolj Ursinj, bequehmet.


Doctor Fischer, ist bey Madame, gewesen.


A spasso, ahn die Sahle, gegangen.


Carl Ursinus ist hinauß, hetzen geritten.

Dienstag den 5. September 1654.


Bürgermeister Tornaw, hat sich præsentiret, in seinem anliegen.


Meine beyden Elltisten Töchter, seindt auff die Einseg-
nung, nacher halle gezogen, erbehtener massen.

|| [[Handschrift: 302v]]


Jacob Antonij von Krosigk, ist erschiehnen,
weil er zur aufwarttung meiner Töchter,
beschrieben. perge hofmeister Wallwitz, zeücht
auch mitt. Gott gebe, zu gesegnetem succeß!


Meine herzlieb(st)e gemahlin, hat heütte wieder
Doctor Fischern, bey sich gehabt, und zu keifen,
ahnlaß gesucht. Gott dempfe ihre böse
zunge, und große boßheit, gegen Mir! perge

Mittwoch den 6ten: September 1654.

<geschwuhl, warm wetter.>


J'ay expediè, üne depesche jmportante,
que Dieu vueille benir! & faire prosperer!
et cetera


Hanß Geörge Berger, der Musicus, zeüchtt
abermahl forth, mit RecommendationSchreiben.
Gott verhelfe ihm, zu redlichem intent!


Am heüttigen behtTage, conjunctim
zur kirchen, predigtt, gebeht, undt Allmosen.


Gestern, hat sich des predigers Heßlerj
hochzeitt angefangen, und wehret noch.
Gott gebe ihnen, seinen Segen!


Doctor Fischer, der Medicus, hat sich præsentiret,
und wegen meiner Tochter2 geredet, auch
sein anliegen, wegen seines Sohns, wehe-
mühtig eröffnet.

|| [[Handschrift: 303r]]


Der Hofprediger Mencelius, ist extra zu Mittage,
behalten worden. undt zu abendts, Er jonius.


Post von Ballenstedt wegen der hatz.

Donnerstag den 7. September 1654.

<geschwuhl warm wetter.>

<6 Hasen von Ballenstedt[.]>


Tobias Steffeck von Kolodey ist forth. Gott geleitte ihn! undt
wolle ihn mir wiederbringen, mit gesegneter
expedition! con sodisfazzione, e allegrezza! perge


Jch habe beyde Lazaros3, Rindtorfen,
undt seine Fraw, besucht, undt ihn
verbinden sehen. Gott wolle es, mit beyden,
zur erwüntzschten beßerung schigken!
undt die Artzneyen gesegenen!


Ein Junger Eiche, hat sich præsentiret,
in vermeindten Schuldtprætensionen.


Die Allte Krosigkinn, von Erxleben, ist anhero,
zu Meiner gemahlin Liebden kommen, von halle, (rapporter)[.]


Post von Ballenstedt mit 6 hasen, und einer Anzahl butter.


Mit Jehna, conversiret.


Jch habe endtlich, Christof von Eichen, gegen
abendt, spähte, audientz gegeben. <Jl s'est revoltè. et cetera>


An meinen Sohn, Viktor Amadeus geschrieben (par occasion.)
aber nur, superfjcialiter.

|| [[Handschrift: 303v]]

Freitag den 8. September 1654.

<Warm wetter.>

<19 kleine vogel.>


Jch bin bey dem hofrath Jehna gewesen.


Postea expediret expedienda.


Spatziren gegangen, an die Sahle, undt
zu den Caninichen.


Extra: noch zu Mittage, den iungen Eichen gehabtt.


Schreiben von Nordtburg, gegen den 21. diß[es Monats],
zum begräbnüß zu Rügenwolde, der
abgeleibten hertzoginn in Pommern, zu erscheinen.


Eiche ist nachmittags wieder verrayset.


Jch bin a spasso gegangen, in den kunst-
gartten, an die Sahle, weinbergk etcetera[.]

Samstag den 9. September 1654.

<Schön regen die nacht. Warm den Tag.>

<26 kleine vogel.>


Hans Friedrich Eckardt[,] Philipp Güder, Hans Wenzel Rothe bey mir gehabt.


Albrecht Sekerka, habe ich heütte wehr-
haftig gemacht. Gott gebe, zu glück, und Segen!


Simon heinrich, von Schwechhausen,
ist von Weymar, zu mir kommen, mit
briefen, vom hertzogk wilhelm.


Christof Wilhelm Schlegel, hat sich auch
eingestellet.


Jch habe also heütte vielerley conversation gehabt,
wie auch, mit Jehna.

|| [[Handschrift: 304r]]


<60 vögel.>


Ein großer hecht, von 15 Pfund (libra)℔: ist diesen Morgen
gefangen worden, alhier, in der Sahle.


Schreiben von halla, aldar man gestern,
meine Töchter, nicht dimittiren wollen.
Bitten, umb endtschuldigung, etcetera und werden
lieb, und werth, gehalten. Eleonora Hedwig,
vertritt der hertzoginn von Hertzbergk,
undt der hertzoginn zu Brigk, (geborne zu Meckelburg)
Stellen, und Ernesta Augusta, hat, daß
kindt, zur einsegnung, getragen. Man
helt ringrennen, scheibenSchießen, Täntze,
comœdien, kopfrennen, und allerley kurtzweil.


Conciunctim, zur kirchen, Text: Lucas 74 von
der wittwen Sohn, zu Naim. <Didike ist von seiner excommunication wieder absolviret. Gott beßere ihn!>


Extra zu Mittage, Schwechhausen, undt
Doctor Mechovium, gehabt, über die ordinarien extraordjnarien5.


Es hat allerley gute dißcurßen gegeben.


Nachmittage wieder coniunctim, zur kirchen.


Meine Töchter, seindt darnach, zum weinberge
spatzirt perge J'ay retenü mon Conseiller d'üne dange-
reüse conference, á Agken. perge Dieu le preserve!
perge

|| [[Handschrift: 304v]]

Montag den 11ten: September 1654.

<45 kleine vogel vom vogelherdt.>


Secretarius Bährenreütt, ist bey mir gewesen,
umb urlaub bittende, nach Zerbst.


Schwechhausen, ist nacher Cöhten, geritten.


J'ay retenü, mon Conseiller Jehna, de son
perilleux voyage, & conference, avec sès
ennemis, á Agken. Dieu le conserve!


Der landrichter Bergen, ist bey
mir gewesen, m'apportant dequoy,
& reprenant dès commissions.


Extra zu Mittage, Doctor Fischern, gehabtt.


Die Avisen, geben:


Daß die große Victoria vor Arras, continujre.
Waß General Turenne, undt alle hohe
Officirer, der Königlichen Frantzösischen armèe,
wiederrahten, undt vor inpracticable
gehalten, hette des Cardinals Mazza-
rinj, und etzlicher wenige raht, vor guht,
befunden, undt der König befohlen, zu exe-
quiren. Also hetten die drey Tapferen
Generalln, undt Mareschaulx de
France, als: Türenne, la Ferte, || [[Handschrift: 305r]]
undt Hocquincourt, mannlich exequiret. Der
letzte, Hocquincourt hette des hertzogs, von Lottringhen,
(übel verwachtes) quartier angefallen, und nach
geringem wiederstandt, erobert, undt durch-
gebrochen, hette auch mit seiner cavallerie,
biß an die Stadt Arras, hinein gedrungen,
undt durch die Stadt, auf die andere seitte,
paßirende, das Spannische volgk zu trennen,
und zu schlagen, (mit hülfe, des außfallen-
den, undt in extremis versirenden Gouver-
neurs, welcher in solchen nöhten gewesen,
daß er die Stadt zu übergeben, gedachtt)
angefangen. Jnndeßen, hette Türenne,
das stargke quartier, und circumvallation
des Tapferen Printzen de Condè, angegriffen,
derselbige hette sich gewaltig gewehret,
undt zu 10 oder 12 mahl, die Türennischen
repoußiret, darüber auch Türenne in
einen arm, verwundet, und geschoßen worden
wehre, endtlich aber hette die Tapferkeitt
des Türenne, durchgedrungen, und die Conde-
ischen, (so sich nacher Cambray, retiriret) überwältiget[.] || [[Handschrift: 305v]]
Es wehren gantze Regimenter, undt Brigaden,
Spannische, auf ihre knie <Nieder>gefallen, und hetten
erbärmlich, umb ihr leben, gebehten. La
Ferte, wehre auch fast zu einer zeitt, mit
seinen trouppen, durchgebrochen. Die Spannischen
hetten etzliche 60 stügken geschützes,
3000 bagagiwagen, undt etzliche 1000
Mann, verlohren. Dieser Tag, wehre eben
feyerlich, dem Sainct Louys, gewesen,
und solte numehr auch, in gantz Frangkreich,
La grande journèe d'Arras, genennet
werden. Die Frantzosen, verfolgen
ihre victorie, und haben Cambray berennet,
machen große beütten, im platten lande,
und jubiliren sehr, über der Victoria.
Sie gestehen nur, 400 Mann, im anfall
des Spannischen lägers, verlohren zu haben,
und sagen, die Spannischen hetten, 3000 Mann,
eingebüßet, neben anderm großen verlust.
Der gefangene Düc Charles de Lorreine,
ist, zu Sankt Sebastiano, ahnkommen, und wirdt
weitter, in Spannien geführet.

|| [[Handschrift: 306r]]


Man vermeinet, wann Arras erobert, hetten die
Spannischen, vor Brehmen, gehen, und daßelbe endtsetzen
wollen, <wieder die Schweden.>


Cromwell hingegen, hat die Königlich Frantzösische
Saltzflotta geschlagen, und etzliche Orlogsschiffe
in grund geschoßen. Er trawet noch nicht aller-
dings, den Staaden, schigket eine armèe dahin,
die andere in die Mittelländische See, die
dritte, in WestJndien. Er mag auch, ein auge
auf Jrrlandt, und Brehmen haben. Zu
Hamptoncourt, werden ihm, die gemächer,
Königlich zugerichtet, und zur residentz,
außstaffiret, waß er im Sinne mag haben?
Er schigkt auch neẅe predicanten, in Schottlandt,
undt mustert auß dem Parlament, <zu Londen> die
iehnigen glieder, so ihme zuwiedera sein.
Die Schotten, seindt sehr gedempft, undt in
Jrrlandt, ergibt sich, ein herr, eine Stadt,
nach der andern.


Düc de Guise, will dem Könige in Portugall
eine armèe zuführen, und hat einen anschlag,
auff Andalusia. hingegen, ist die grosse reiche
Silberflotta, vor den König in Spannien, zu Cadis, ankommen.

|| [[Handschrift: 306v]]


Der krieg, zwischen Genoua, undt Finale,
ist noch nicht gestillet.


Der Pabst, ist sehr krangk, also: das man
an seinem leben, desperiret. Er macht
Legata, undt sol 400000 krohnen, sampt
Silbergeschirr, undt Juweelen, den Seinigen
vermacht, darneben aber, in den Schatz
der Engelburgk, zwo millionen, niederge-
leget haben. Der Principe Lodoisio,
kan noch nicht wieder, zu gnaden kommen.


Daß erdbebem[!], sol in die 6 Städte, im
Königreich Neapolis, erschüttert, viel
haüser niedergeworfen, viel menschen
erschlagen haben. Die Städte, und plätze,
werden auch, mit nahmen, genennet.


Die Venezianer, und Türgken, richten weitter
nichts haüptsächliches auß, weder in Candiâ,
noch in Dalmatia, iedoch rüsten Sie sich stargk
zu waßer, und zu lande, gegeneinander.


Jn Polen, stehets übel, und sol der Feldt-
herr Radzivil mit seiner gantzen littaw-
ischen armèe, von dem Moßkowiter, auß dem
Felde, geschlagen sein. Er sol mit 8000 Mann || [[Handschrift: 307r]]
nur, die Moßkowiter, (so 150000 damalß stargk
und allerley Christen, darundter gewesen) ange-
fallen, und sich sehr Tapfer, gehalten haben.
Der große Czaar, sol mit großer pomp
und magnificentz, auch mit vielen ceremonien,
einweyhung der armèe, und dergleichen,
in person außgezogen <sein>, und 300000 Mann, mittge-
nommen haben. Chmielinßky, wehre auch, mit
40000 Cosagken, zu ihm gestoßen.


Der König, in Schweden, fordert von dem
Könige, in Pohlen, den Tittul <wieder>, eines Königes
in Schweden, oder, er will einen strich mit
dem degen, dardurch machen. Schmolenßko,
wirdt vor verlohren geschätzet.


Brehmen, der Stadt, wirdt von den Schweden,
hartt zugesetzet, die Kayserlichen mandata wenig
geachtett, und die friedenßcomposition
gehet schläferig von statten, ob sich schon die
NiederSächßischen undt westpfählische Stände,
eyferig darümb, bemühen sollen. Die
assistentz, der Staaden, sol auch, vom Königßmargk,
geschlagen sein.

|| [[Handschrift: 307v]]


Der lord Protector Cromwell, sol Brest, undt
Nantes, vom Könige in Frangkreich, zur versicherung
der Reformirten, begehren, wie auch Duynkirchen,
von den Spannischen, umb eine diversion zu machen
den Frantzosen.


Die hochzeitt zu Aldtenburgk, hat in
die 50000 ReichsthalerRthlr: gekostet, und die verehrten
præsenten, sollen sich, auf 18000 belauffen.
Per un puoco dj fumo,<!> cotante spese?


Schreiben, von Geneve, Berljn, Wien, (etcetera)
Tobias Steffeck von Kolodey zu mir genommen, usque ad reditum,
Deo dante! So hat auch, Tobias Steffeck von Kolodey auß Leipzig
an mich, geschrieben. Gott gebe unß glück!


Nachmittags ist Magister Mencelius, bey mir gewesen.


Avis: von Strehlitz, das auch, Schwester Dorothea
Bathildis, bald alhier wieder, sich ein-
finden, undt erscheinen will.


Es stunde auch, jn den heüttigen avisen,
daß der hertzogk Jacobus von Cuhrlandt
hette dem Kayser, einen schönen alltar,
von BernStein geschigktt, deßen Macher-
lohn, allein, in die 25000 ReichsThaler,
sol gekostet haben.

|| [[Handschrift: 308r]]

Dienstag den 12ten: September 1654.


<2 Schockßo: kleine vogel.>


Die durch Erdbeben, erschütterte örther, im -
nigreich Napolj, heißen. Sora, alda die kirche
eingefallen, undt 10 Menschen Todtgeschlagen.
Roccasecca alda fast alle haüser, übern
hauffen, gefallen, und den meistentheil der
Jnnwohner darundter, zerschmettert.
Zu Jsolo, undt Arpino, stürtzten die kirchen,
undt etzliche haüser, zu Jsoletta und Aquin
aber (welcher hertzog, auß furchtt, inß feldt
flüchtete) die meisten haüser herab. Zu Rom,
hat man es auch empfunden, doch ohne schaden,
wie auch ohne zweifel, zu Neapels.


Bey Zürich, in der Schweitz, hat es aber-
mal bluht geregnet, (inmaßen auch kurtz
vor der pawren Rebellion, geschehen)
derentwegen, haben Sie einen fast:[,] buß:
und behtTag, in ihren Reformirten, undt
bundesgenoßenen orthen, und landen, ange-
stellet, alß auch zu Genff, gehalten
wirdt, alda Sie, eines überfals, vom Savoyer,
sich besorgen, undt davor gewarnet worden.

|| [[Handschrift: 308v]]


Jn Publicis, wegen der Reichs lehen, schreiben
von Fürst Johann Casimirn, undt von Fürst Hans einkommen.


A spasso zu abends, an die Sahle, weinbergk,
Mühle, undt vogelherde.


Schwechhausen, ist von Cöhten, wiederkommen.


Conferentz, mit ihme, Jehna, undt
Sekerka gehabt.

Mittwoch den 13den: September 1654.


<1 Schockßo: kleine vogel.>


Nachricht, von Hans Senf bekommen. perge


hofrath Jehna, zugesprochen.


Schreiben von halla, wegen meiner Töchter,
undt wieder dahin geschrieben.


Schwechhausen, ist wieder verrayset,
nacher Plötzkaw, von dannen nacher Weymar
zu gehen.


Den Amptmann, Georg Reichardt bey Mir, gehabtt.
Jtem: hanß Berndts, und extra behalten.

Donnerstag den 14den: September 1654.


Ein Spectrum, hat diese nacht, umb 12 uhr
aufm Sahl, unsere leütte, tribuliret, undt
geängstiget, wie auch, unsere hunde,
wenn es nur Tobias Steffeck von Kolodey nichts böses, ominiren
wollte, noch andern, die uns lieb sein?

|| [[Handschrift: 309r]]


Der Amptmann, Märtin Schmidt, von Ballenstedt, ist
anhero kommen, und hat sich præsentiret.


Briefe geschrieben, hinc inde! perge <per Leiptzigk. perge>

Freitag den 15den: September 1654.

<29 kleine vogel, vom vogelherdt.>


Baldt hier, baldt dar, exagitiret worden, Patientia!


Conferentz, mit meinem, von Zerbst auß, verfolgtem
hofrath Jehna, gehabt. Gott wolle ihn trösten,
undt mir gnade verleyhen! daß ich ihme, in seiner
gerechten Sache, gutes patrocinium, leisten könne!


Man höret heütte abermal von einem unglügk
in deme gestern abendt, ein knechtt, zu Aldtenburgk
in Erlachs pusch, von zweyen öbstern, vermuhtlich, ist
erschlagen worden. Man wirdt darauf inquiriren.
perge
Gott wende alle landtstrafen! und uhrsachen
derselbigen!


Meine Töchter, die beyden Elltisten, seindt mit gutem
contento, (nebst ihrem comitat) von Halla, wiederkommen,
allda viel solenniteten vorgegangen.

Samstag den 16den: September 1654.

<45 kleine vogel.>

<1 Rehe, 6 hasen von Ballenstedt[.]>


Jacob Antonij von Krosigk, ist dimittiret worden,
nach geleisteter aufwarttung, zu Halle.


Conferentz, mit Jehna, <undt expedienda, expedirt.>


Jch habe erst, sacra tractirt, endtlich bin ich vor der Mahlzeitt,
mit Carolo Ursino, zum vogelherdt, gegangen.

|| [[Handschrift: 309v]]


Jch bin, mit Carolo Ursino, in die præparation
predigt, gezogen, so Er Menzelius, der hofprediger, gehalten.
Gott gebe unß, gnadenhungerige hertzen! et cetera


Hanß Geörge Berger, hat bey hertzogk
Christian, von Sachßen, dienst bekommen. Also
seindt ihme, Meine 8 recommendationschreiben,
an Chur: undt Fürsten, unnütz: und vergebens.


1 Rehe, 6 hasen, undt andere Victualien
hat Zacharias Trompetter, von Ballenstedt
mitgebracht. Gott laße es uns, recht genießen!
et cetera


Wutena, ist von heidelbergk wiederkommen,
hat mir, ein schreiben von Princesse Elizabeth,
eingeschigkt. et cetera


Ein seltzamer avis kömpt ein, daß der kerll
so bey Aldenburg verlohren, und ermordet
sein solle, sich wieder gefunden, vor eine Schengke
kommen, zerrißen, zerlumpt, mit meinem
bluhtigen Strich, über den leib, und seltzame
reden geführt, als ob er zu Magdeburg undt
anderer orthen, ferne in selbiger nacht, ge-
wesen? und in einem walde, von einem
Schwartzen hunde, und Schwartzen kuhe,
angefallen worden. Baldt darnach, wehre
er, mit weib, undt kindern, verschwunden. || [[Handschrift: 310r]]
Jch habe, die incarcerirten, auf caution, wieder
loß gelaßen, weil der kerll wieder gesehen worden.

Sonntag den 17den: September 1654. perge


Zur kirchen, mit Carolo Ursino, und zweyen
Mittelsten Töchtern. perge am heüttigen erndtedangk-
fest, die predigt auß dem 2. capitel Hoseæ6,
so Mencelius der hofprediger, wol ex: und ap-
pliciret, ahnzuhören, allmosen zu geben,
zu Singen, zu behten, undt wir herren,
nebst dreyen vom Adeln, alß beyde Sekerka
vater, undt Sohn, und Ernst Dietrich Röder,
zusampt vielen diehnern, undt bürgern, (utriusque
sexus) der angestalten Heiligen communion, bey-
zuwohnen. Gott seye dangk, vor seine gnade!
Er wolle unß, den glauben, stärgken, und vermehren!
auch zeitlich, undt ewig, segenen! perge


Extra zu Mittage, den hofprediger Mencelium gehabtt.


Nachmittage, wieder zur kirchen, mit Carolo Ursino, & nobilibus.
in die predigtt, Ern jonij; des Diaconj.


Zwischen der Mittagßmahlzeitt, undt der nachmittags-
predigtt, fiel ein stargker platzregen ein, verlohr sich aber
baldt, und war keinem hinderlich, in die kirche, zu gehen. et cetera

|| [[Handschrift: 310v]]

Montag den 18den: September 1654.


<2 Schockßo: kleine vogel.>


Risposta von F.b dilatorisch.


Secretarius Bährenreütt, ist von Zerbst, wiederkommen,
und hat undterthänig relation abgeleget.


Philipp Güder, ist bey mir gewesen.


Schreiben, von Dreßden, Paris, Leiptzigk. etcetera


Die avisen geben:


Daß viel Tapfere Ritterßleütte, undter den
Frantzosen, vor Arraß, geblieben, undt
der Prince de Condè, auf den Spannischen seitten,
so wol alß der General Türenne, auf der
Frantzösischen seitte, sich signalirt gemacht. Es
continuirt, daß das geschütze, und bagage,
der Spannischen, jm Stiche, geblieben. Der
König, und Königinn in Frankreich sollen in Arras
Gott offendtlich gedangkt, und auch in
Paris, das Te Deum laudamus, haben singen
laßen, und mit acclamationen, undt
iubiliren, Feẅerbrennen, und dergleichen
Triumphirlich, eingezogen sein. Türenne, ist
absolut zum General, über alles volgk,
erklähret, hat einen straiff, in Hennegaw, || [[Handschrift: 311r]]
gethan, städte, undt flegken, geplündert, verbrandt, undt
schregken eingeiagt, auch die Stadt Condè eingenommen.


Der gefangene hertzogk von Lottringhen, hertzog
Carll, sol den gouverneür7 zu Granada, (alda
er geseßen) mit 200000 pistoletten, corrumpirt haben,
und seindt mitteinander, jn Münchskleidern,
nacher Portugall zu, endtrunnen.


Jn Catalonien, haben die Frantzosen, einen anschlag
auf Barcellona, (undter dem Printzen de Conty) gehabt,
welcher aber entdegkt, worden.<undt die> conspiranten
eingezogen, undt von den Cataloniern <selbst> verrahten worden.
Es gibt treffen, auf beyden Theilen.


Die Engelländer, iagen den Frantzosen, in Poictou
und Anjou, einen terrorem ein, und seindt mitt
40 Orlogsschiffen, auf die Jnseln, de Rhè, undt
Saint Martin, zu, gegangen, auch an das feste landt,
außgestiegen. Theilß meynen zwahr, diese
flotte, seye auf Spannien zu, gemeinet.


Die Schotten, tummeln sich noch, undter dem Middelton,
und haben, ihre berge, Seen, <Inseln> und gebrochen landt,
zur retirada, vnd vffenthalt.


Das Parlament, zu Londen, sol numehr, meisten-
theilß, mit Presbyterianern, bestellet sein.

|| [[Handschrift: 311v]]


Die pest, höret auf zu Copenhagen.


Die Königinn in Schweden, ist zu Antwerpen,
zeücht hin: und wider, nach Brüßel, undt
wirdt wol tractiret, vom Ertzhertzogk,
welcher nach Spaa, gedengket.


Der Stadt Brehmen, setzen die Schweden
hartt zu. Jnndeßen, wirdt composition tractiret.


Der Moßkowiter, Victorie, wieder die
Polen, continuiret, undt daß es in Littawen,
wie auch zu Schmolenßko, in Reüßen, in
der ukrayne, gefährlich stehe.


Der König, in Schweden, beobachtet darneben,
sein jnteresse, und will krieg führen,
wo nicht der König in Polen, den Schwedischen
Titul fahren leßet?


Die Türgken, undt venezianer, in Candiâ,
undt Dalmatia, versiren annoch, in alten terminis.


Der Alte Pabst, sol restitujret sein.


Graf Gustavus Sehliger sol zu Wasemburgk
begraben sein.


Jn Jtalien, will noch nicht friede erfolgen,
zwischen Spannien, undt Genoua.

|| [[Handschrift: 312r]]


A spasso, bin ich gegangen, an die neẅe Fischerey,
und hoffe, Sie solle baldt absolviret werden, (gebe gott)[.]


Conversatio, mit Walwitz, und andern.


Meine Töchter, seindt in die weinberge, gefahren.


Nota Bene[:] Diesen Morgen, habe ich, aufzuzeichnen, vergeßen,
den bösen Trawm, welchen Carolus Ursinus
gehabt, von Victoris Amadej, Todt, in frembden
landen, da er doch darnach, wiederkommen wehre.


Gott wolle, alle böse omina, gnediglich abwenden!

Dienstag den 19den: September 1654.

<1 hase, gehetzt, gestern.>

<4 lerchen[,] 1 wachtel die lerchenstreicher.>

<1 Schockßo: 23 kleine vogel.>


Der hofrath, Paulus Ludwig, ist bey mir gewesen.


hofmeister Wallwitz, wirdt von mir, nachm Zerbst
geschigkt, Fürst Johannßen, zu disponiren, die un-
gnade, wieder meinen hofrath Jehna, sampt
dem proceß, fallen zu laßen, undt die Schimpf-
liche abermahlige citation, (da er Morgen
tanquam reus, hat zu Zerbst, sich stellen
und erscheinen sollen) aufzuheben. Gott
gebe zu glügklichem succeß! Er will
sonst auch, von dannen, auf Berlin, in Privatis.


<hofmeister> Sekerka, hat auch Valedicirt. will in
Böhmen, in seinen privatis, raysen. Gott gebe, zu segen!

|| [[Handschrift: 312v]]


Extra gehabt, zu Mittage, Magistrum Mencelium,
wiewol er numehr, die labores, der jnformation
Carolj Ursinj, mit Secretario Bährenreütt,
(welcher auch hieroben gewesen) theilen wirdt.


Schreiben, von Deßaw, bekommen, undt
avis: das gestern Morgen, der liebe
fromme alte diehner, und Elltiste Rath,
unsers hauses, Doctor Gottfried Müller,
Cantzler zu Deßaw, im 77. iahr, sei-
nes hohen alters, todes verfahren.
Gott gebe ihm, am iüngsten Tage,
eine fröliche aufferstehung, zum
ewigen leben! Amen! Amen!


Ernst Dietrich Röder, hat mir auch,
valedicjret, wie auch, hofrath Jena.

Mittwoch den 20ten: September 1654.


<18 vögelein.>


J'ay depeschè, T: T:c Dieu donne; bon
süccèz, a ce Voyage!


Mein hof, ist wie der Mond. Er nimbt ab, undt zu.
heütte seindt Sekerka, Jehna, Röder, alle
drey auf einmahl, hinweg gezogen. heütte
a
gestern aber, Wallwitz. Rindtorf ist || [[Handschrift: 313r]]
krangk. habe Tobias Steffegk, ist auch ver-
schigkt. haben wir also keinen Jungker,
zur aufwarttung, alß den iungen, neẅlich
wehrhaftig gemachten, Albrecht Sekerka.


Die wochenpredigtten, gehen wieder ahn. Jch
habe Sie mit Carolo Ursino, undt zweyen
meiner Töchter8, besuchtt.


Er Jonius, und Mencelius Magister wie auch
hanß Bernds, seindt zu Mittage, extra
geblieben.


Avis: daß General Königßmarck die Burgk,
vor Brehmen, mit list eingenommen, undt
durch intercipirter briefe verwechßlung,
impatroniret, auch daß außgezogene
volgk, theilß niedergehawen, theilß
geplündert, in wehrendem armistitio.
Jtzt läge er, vor der Stadt, schon undter
den Stügken. On luy a prophetisè, qu'il
prendra la Ville, mais que l'Empereur la
reprendra, & le fera tailler en 4:e. quartiers.


Die Princessin von Uranien, ist zu Grüningen,
gehet nachm Berlin, und wirdt herrlich gehalten.

|| [[Handschrift: 313v]]


J'ay disgraciè, mon Valet de chambre, Ludwig Röber et cetera[.]


Jch habe Rindtorf, und seine Fraw, besucht.

Donnerstag den 21. September 1654.

<2 Schockßo: Fingken. 6 lerchen.>

<3 hasen gehetzt.>


Briefe geschrieben, nacher Genff, undt Ballenstedt[.]


Extra gehabt, den iungen Eiche, Magister Mencelium,
undt andere.


Philipp Güder, bey mir gehabt, wie auch, den
allten erfahrnen hofbalbirer hahnemann
von Cöhten, der da sagt, es wehre Rin-
dtorfen numehr, an dem gelengke, des Achßel-
beins, (so, im einrichten, etwas versehen worden)
nicht zu helffen, sondern nur ein wenig,
zu lindern, undt dahin zu sehen, damitt
die handt, wieder zu rechte gebracht
werden möge. Gott wolle helfen!


Risposta von Ballenstedt, ist die Calesche
so Jehna hingebracht, wiederkommen, und
es seindt briefe, undt Victualien, an 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: rogken,
mittgekommen.

Freitag den 22ten: September 1654.

<43 kleine vogel, lerchen 10 lerchen[.]>

<Regen.>


A spasso, zum vogelherdt, post peracta negocia,
Nachmittage, wieder spatziren, post expedien-
da, expedita.

|| [[Handschrift: 314r]]


Avis: das der feine herr, von Biberstein, in der
Laußnitz, (welcher meinem Sohn Victorio Amadeo
auf der rayße in Ungarn, so gute gesell-
schaft geleistet) plötzlich gestorben seye.
Ach schade! Ergo: Vive; memor lethj!9
Man vermeinet, es seye per insidias deren,
so auf seine gühter, expectantz gehabt,
geschehen. Wehre zu beklagen! und zu strafen!

Samstag den 23ten: September 1654.

<59 kleine vogel vom vogelherdt[.]>


Oeconomica zu tractiren gehabtt.


Secretarius Bährenreütt, ist bey mir gewesen.


Docteur Fischer, s'est derechef presentè, a Madame,
comme hier et avanthier.


Den Amptmann, Georg Reichardt bey mir gehabtt.


Schreiben von Zerbst, vom Wallwitz, bekommen.
Mit den herrenbrawen, macht mir, Fürst hanß,
lose händel, undt colludiret, mit dem StadtRath,
gleich, als ob man Mir, solchen Mundttrungk, nicht
gönnen möchte? Mit Jehna, will es auch
nicht forth. Man hat ihn, in contumaciam
wollen condemniren, gleichwol ist solches,
noch, auf meine vorbitte, (ut ferunt:) nachgeblieben. || [[Handschrift: 314v]]
Dennoch, will man ihn anderwerts citiren,
undt haben, er sol sich sistiren. etcetera

Sonntag den 24ten: September 1654. perge


<Regen.>


Jn die kirche, mit zweyen Töchtern10,
undt Carolo Ursjno, <vor Mittages. perge>


Extra: zu Mittage, hat aufgewartett,
der hofmeister Börstel, undt Doctor Mechovius.


Ein Studiosus, genant Kinitscher, von Deßaw,
bürtig, hat sich bey mir præsentiret,
auf recommendation, Christopherj Bährenreütts.
Gott gebe mir glügk, zu ihm! Son
Pere, a estè cuysinier, a la cour de
Deßaw, et son Grand Pere, Tailleür.
Sein bruder, ist Cantzeliste, daselbst.


Devant deux jours, en plein Midy, üne de
nos servantes, a veü courrir ün lappin
ou conil blanc, par la cour dü chasteau
puis elle l'a veü, se guinder en haut
avec üne longue queüe, vers la Tour
bleuë, puis il est Volè a la tour rouge
comme üne plüme, puis se virevou-
tant, par dessüs nos toicts, il s'est perdü.

|| [[Handschrift: 315r]]


J'ay songè devant peu de jours, comme le Prince
Jean George a Dessaw, perdoit sa chair
au corps, & aux bras, desseichant pitoyablement[.]


Ce mattin je songeay, d'avoir estè present
a üne armèe, que l'on ramassoit, contre le
Türc, sous Monseigneur mon Pere. Que lés
Princes Augüste, Louys, & Jean Casimir,
mes Oncles, & Cousin, voulans se joindre
a l'armèe, avec moy il nous eüst fallü
passer, üne grande riviere, dans ün
petit bacq. Le Prince Casimir, m'eust appellè
de venir, entrer comme eux dans ce bacq,
& comme i'estois prompt, a y condescendre,
il dit: Non; laissèz entrer mon cheval
plüstost. En dispütans lá dessüs, ce cheval
bay, sürvint, & me mordit aux genoulx
tant, qu'il me le fallüst laisser passer, de-
vant moy, & pensant entrer, ils s'en alle-
rent de la rade, rians de moy, ainsy biffè. || [[Handschrift: 315v]]
Moy, pensif & triste d'estre demeurè ainsy en
arriere, me retiray, en üne mayson a la rade,
avec force Officiers, & soldats. Puis, m'estant
assèz plaint, de mon jnfortüne, il me semble,
que ie me trouvois, tout dèspoullè, en
ma robbe de Chambre. J'allay dormir
(me semble) & ayant assèz dormy, il
n'y eüt pas ün de més serviteurs avec
moy, dont i'eüs honte, devant tant
d'autre monde, iüsqu'a ce, que ie vis
ün petit garçon lequel i'appellay, pour
querir Schwartzenberger, et en ces
entrefaites, ie m'èsveillay.


Nachmittage, habe ich mich der kirche endt-
halten, und sonsten gelesen, wegen des all-
zustargken catharres, etzlicher Tage hero,
undt bösen wetters. Meine diehner
aber, eines Theils, seindt zur kirchen
gegangen, andere, seindt <zu> gevattern gestanden,
in andern kirchen.


Nach der predigt, seindt noch expedienda,
zu expediren gewesen.

|| [[Handschrift: 316r]]

Montag den 25. September 1654.

<2 Hasen, Carl Ursinus gehetzt. perge>

<87 kleine vogel.>


Oeconomysachen, expediren laßen. <10 heidelerchen.>


Hans Senf undt darnach, Hans Wenzel Rothe bey mir gehabtt,
Jtem Christian Tappe, den Amptschreiber.


Schreiben, vom NiederSächßischen Crayß, vom König in Schweden,
alß hertzogk in Brehmen, und vom hertzogk Augusto zu
Braunschweig, an Mich geschrieben, wegen der
gesindeordnung. Jm nahmen des Königes,
undt auf deßen befehl, undterschreibet es,
Hanß Christof Königßmargk, <(per Cöhten)[.]>


Jtem: ein pacqueet von Croßen, und
eines von Genff, bekommen.


Die avisen geben:


Daß nach dem entsatz Arras, der Viscomte de Türenne,
in hohem ansehen, undt auch Quesnoy, undt
Landrechy erobert, und ein groß theil,
des platten landeß, in Contribution, ge-
setzet habe, undt reiche beütten machen.
Der Düc de Lorraine, excusiret sich,
bringt attestation, seines valors, undt
gethanen genungsahmen gegenwehre[,]
inculpirt dje Spannischen, in Solis quartier.
Die Spannische armèe, sol sich wieder recolligiren. || [[Handschrift: 316v]]
Zu Barcellona, hat den Frantzosen, die gestiftete
conspiration, nicht glügken wollen. Die conspi-
ranten seindt eingezogen, und man macht ihnen,
ihren Proceß, bey den Spanniern.


Der König, in Frangkreich, und sein gan-
tzer hof, hat die Trawer, wegen des -
mischen Königes, angeleget.


Der Düc de Guise, trachtet wieder
nach dem Königreich Neapels.


Cromwell, tractiret, mit Frangkreich,
undt Spannien, zugleich.


Der Pabst, ist Todtkrangk, schickt
sich, zum sterben, macht legata undt
Testamentliche, große verordnungen,
leßet auch zween zölle aufheben,
so dem volgk beschwehrlich gewesen.


Jn Abbruzzo, und Apulia, ist
noch große furchtt, undt schregken, von
wegen vorgegangener erschrecklicher
Erdbebem{!]. Die leüttlein behten, gehen
in proceßionen, wohnen im Felde, vor forcht
der eingefallenen Städte, undt dörfer, || [[Handschrift: 317r]]
das arme vieh, laüft in der irre herumb, blegket
und schreyet (auf ihre arth,) die haüpter, etwaß gen
himmel hebende, zu Gott, und ist forchtt, undt
elendt vollauff in selbigem lande, in deme
die Frantzosen, mit ihren anschlägen, den
schregken, noch größer machen. Umb Sicilien
undt Calabrien, finden sich viel Corsaren.


Der handel, zwischen Genoua und Spannien
ist noch nicht gestillet.


Jm Montferrat, undt Mjlanese, samlen
die Spannier, und Frantzosen, ihre armaden.


Der Türgke wirdt mächtig, zu waßer,
undt lande, in Candiâ, und Dalmatia.
Die venezianer, richten wenig auß.


Die Moßkowiter, haben große progreß in
Littawen, sieder der Niederlage, des Fürsten Rad-
zivils, darauf die Schweden auch ein auge
schlagen, und auß Liflandt, völgker anmarchiren
laßen. Die Polen verlaßen sich, auf die hülfe,
undt einfall der Tartarn, in die Moßkaw.
Die Cosagken hingegen, trachten, die Ukraine
zu defendiren. Die meiste jnfanterie, undt Ca-
vallerie, sol sein darauf gegangen, als Fürst Radzivil gefochten,
er hat 2 schösse11 bekommen, und mit nawer noht, sich salviret. || [[Handschrift: 317v]]
Geschütz, und bagage, sol verlohren sein.


Die Königin in Schweden, welche zu Antwerpen,
vom Ertzhertzogk besucht worden, hat sich sehr
bekümmert, über den entsatz Arras, also:
das Sie sich auch drey Tage, deßentwegen
inne gehalten, und zu bette geleget.


Die Provintz Ütrecht, leßet die
Uranischen flaggen, offentlich fliegen.
Overysel hat sich numehr auch, zu
den 5 provintzien gesellet, undt
sich, vor das hauß Orange, pure erklähret.
hollandt, undt Amsterdam titubiren noch,
undt fangen ahn, sich vor den andern, zu förchtten.


Midleton Königlich Engelländischer general, hat
sich, auß Schottlandt, in Jrrlandt,
begeben, in selbigem königreich, seinem
Könige, beßere dienste, zu thun.


Es continuiret, das hertzogk Carll
von Lottringhen, auß Spannien, entrunnen.


Der Persianer, sol auch, mit großer
Machtt, wieder Pole Moßkaw, auf sejn,
undt die Reiche Casan, undt Astracan, wieder
haben wollen.

|| [[Handschrift: 318r]]


Auß particularbrieffen, von Braunschweig, hat man,
das Königßmargk die Burgk vor Brehmen, eingenommen,
undt den accord, mit gefangen nehmen, niedermachen,
undt undterstellen, gebrochen. Darnach, undter
ihre Stügke kommen, undt der armen Stadt, eine solche
Furchtt eingeiaget, daß Sie endlich, (weil Sie sehen,
das Sie fast, von iedermann verlaßen, undt
keinen entsatz zu hoffen,) durch interposition
Chur Brandeburgs undt anderer, mit general Königs-
margk, auf 2 Monat, einen Stillestandt
gemacht, ob inndeßen ein gäntzlicher accord
getroffen werden köndte? und folgende
conditionen, haben Sie eingewilliget:
1. Alsobaldt, dem General Königßmarck 15000 ReichsthalerRthlr:
bahr zu erlegen. 2. Alle abgenommene Stügke
munition, und ablata wiederzugeben.
3. Es solle sich, die Stadt, der Thumbherren,
keines weges, annehmen. Darauf
sollen alle hostiliteten, in währenden
zweene Monaten, cessiren, und versucht
inndeßen, werden, ob das haüptwergk
zu Componiren? Gott gebe beßerung,
in allen billichen, unpræiudicirlichen dingen!
perge

|| [[Handschrift: 318v]]

Dienstag den 26ten: September 1654.

<13 lerchen.>


<Regen.>


Christoff Kinscher, von Deßaw, ist heütte
zu Meinem kammerdiehner auff: undt
in Eidt, undt pflichtt, genommen worden,
Gott gebe, alß ein hertzenkündiger,
darzu glück! Segen! undt gedeyen!
perge


Philipp Güder, hat sich eingestellet, mit
etzlichen geldern.


Doctor Mechovius, ist bey mir gewesen, undt extra
zu Mittage, geblieben.

Mittwoch den 27ten: September 1654.

<Schön wetter.>

<1 Hase Carl Ursinus gehezt>


Jch bin hinauß geritten, nacher Zeptzigk.


Rudolf Augustus von Einsidel12, hat heütte, seinen
dienst, zum ersten mahl, angetretten. Gott
gebe, zu glück! undt succeß!


A spasso, an die neẅe Fischerey, welche
numehr fertig ist. Gott gebe zu bestandt!

Donnerstag den 28ten: September 1654.

<2 Schockßo: undt 1 mandel kleine Vogel.>


<Bel tempo.>


Am heüttigen postTage, geschrieben.


Extra gehabt, zu Mittage, Doctor Fischern,
undt Christopherum Jahn, so von Berlin, undt
auß Pommern, vom graven von Effern, kommen, undt
Mir allerley memoranda referiret.

|| [[Handschrift: 319ar]]

Freitag den 29ten: September 1654. <Michaelis, fest.>

<1 Schockßo: 15 kleine vogel.>

<15 lerchen.>


<11 großvogel von Ballenstedt.>


Post von hofrath Jehna, auß Ballenstedt et cetera[.]


Jn die kirche, und predigt vormittags,
mit zweyen Töchtern, <Ernesta Augusta undt Anna Sophia> undt Carolo Ursino.


Extra gehabt, zu Mittage, den Obrist
leütnant Lugk, undt Doctor Fischern, undt
die Wallwitzinn.


Nachmittags, wieder in die kirche, undt predigtt
Ern jonij; (vormittages, predigte, der hofprediger
Mencelius) mit zweyen anderen Töchtern <Eleonora Hedwig und Angelika>,
undt Carolo Ursino.

Samstag den 30ten: September 1654.

<Schön wetter.>

<15 lerchen. 75 kleine vögel.>


hofrath Paulus Ludwig, ist bey mir gewesen, allerley
expedienda zu referiren. Capitulum Halberstadiense,
henget sich, an Fürst Iohann Casimir, alß Seniorem, wegen
der wiese im hecklingischen, hat auch aldar
die lehen gesuchtt. Ie reprotesteray!


Hans Friedrich Eckardt, bey mir zu thun gehabt, wegen
der wochenrechnungen.


Dergleichen schreiben, wie an Mich, ist auch, von Königß-
margk, undt hertzogk Augusto, von Braunschweig, an
die andere herrschafft, wegen der gesindeordnung, gelanget.


A spasso hinauß geritten, in die weinberge.


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Hinter der nicht auflösbaren Abkürzung hat Christian II. eine Lücke gelassen, in die er vermutlich den Orts- oder Personennamen nachtragen wollte.
c Abkürzung nicht auflösbar.

Kommentar
1 Mt 6,24.
2 Entweder Angelika, Anna Sophia, Maria oder Anna Elisabeth.
3 Anspielung auf den Heiligen Lazarus, welcher nach der Bibel durch Jesus von den Toten auferweckt wurde.
4 Lc 7,11-17.
5 Hier: die gewöhnlichen außerordentlichen Essensgäste.
6 Os 2.
7 Person nicht ermittelt.
8 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
9 Zitat aus Pers. 5,153 (ed. Kißel 1990, S. 54f.).
10 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
11 Hier: Schüsse.
12 Vermutlich Irrtum Christians II.: Es handelte sich wahrscheinlich um den Edelknaben August Ludwig von Einsiedel.
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ableiben
sterben
absolviren
vollenden, abschließen
absolviren
jemanden von etwas befreien, freisprechen, entbinden
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
Ägidiustag
Gedenktag für den Heiligen Ägidius (1. September)
Anschlag
Plan, Absicht
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Attestation
schriftliches Zeugnis
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bagagewagen
Gepäckwagen
beobachten
beachten, einhalten
beschreiben
schriftlich ein- oder vorladen
beschreiben
auftragen, befehlen, vorschreiben
besorgen
befürchten, fürchten
Brigade
größere taktische Einheit bei der Infanterie
certiren
streiten, wetteifern
cessiren
aufhören, wegfallen
Circumvallation
Umwallung, Verschanzung
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
Composition
(friedliche) Beilegung eines Konflikts
condemniren
verurteilen, verdammen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
defendiren
verteidigen
denotiren
bezeichnen
denotiren
auf etwas schließen lassen
desperiren
keine Hoffnung haben, verzweifeln
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
disponiren
etwas verteilen, über etwas verfügen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
einziehen
verhaften
exagitiren
aufregen, reizen
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Expectanz
Anwartschaft bzw. Aussicht auf etwas
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
Friedenscomposition
friedliche Beilegung eines militärischen Konflikts
gebrochenes Land
durch Moräste, Flüsse, Gräben, Anhöhen usw. unterbrochene Landschaft
genungsam
genügend, hinreichend
geschwül
schwül, feuchtheiß, drückend
Großvogel
allgemeine Bezeichnung für größere essbare Vögel
Hauptwerk
Hauptsache
Herrenbrauen
Brauen für eine fürstliche Hofhaltung gegen Geld oder Gerstenlieferung
Hofbalbier
Hofbarbier
Hostilitet
Feindseligkeit
impatroniren
sich bemächtigen, Herr über etwas werden, etwas einnehmen, erobern
incarceriren
einkerkern
inculpiren
beschuldigen
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
Intent
Absicht, Vorhaben
intercipiren
abfangen
intercipiren
unterbrechen
Interposition
Vermittlung
Kopfrennen
Reiterspiel, bei dem mit Lanze, Wurfspieß, Pistole oder Degen eine Türken- oder Mohrenkopfattrappe getroffen werden musste
Kunstgarten
Garten an der Wasserkunst
Lerchenstreicher
Person, die mit Hilfe eines Netzes massenhaft Lerchen fängt
Magnificenz
Herrlichkeit
Mandel
Anzahl von fünfzehn
Michaelistag
Gedenktag für den Erzengel Michael (29. September)
nachbleiben
unterlassen werden, nicht geschehen, unterbleiben
nau
knapp
Öbster
Obsthändler
ominiren
prophezeien
Particularbericht
gesonderter Brief
Pistolette
Pistole (spanische Goldmünze)
Präparationspredigt
Predigt zur Vorbereitung auf den Empfang des Abendmahls
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
Relation
Bericht
repoussiren
zurückdrängen, zurücktreiben
restituiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
Ringrennen
Wettkampf, bei dem der Reiter in vollem Galopp mit der Lanze oder dem Wurfpfeil einen Ring berühren musste
salviren
retten
Schuldprätention
Forderung zur Rückzahlung von Geldschulden
sieder
seit
signaliren
sich sehen lassen, auf sich aufmerksam machen
sistiren
sich einfinden, vorstellig werden
Stillstand
Waffenstillstand
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Supplication
Bittschrift
Teil
Partei, Seite
in alten/vorigen/(sehr) guten/passlichen/weit(läufig)en/verwirrten/ziemlichen Terminis
in altem/unverändertem/(sehr) gutem/annehmbarem/ungewissem/unklarem/angemessenem Zustand
titubiren
schwanken, unsicher sein
Todes verfahren
sterben
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
tribuliren
plagen, quälen
tummeln
(ein Pferd) in bestimmten Gangarten zur Übung reiten
tummeln
in heftige Bewegung versetzen
tummeln
sich in Unruhe/Aufruhr befinden
unpräjudicirlich
nicht nachteilig, keine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
Valor
Mut, Tapferkeit
Valor
Wert
verehren
schenken
verehren
beschenken
versiren
sich bewegen, sich befinden, schweben
versiren
sich mit etwas beschäftigen, mit etwas umgehen
Verwechslung
Änderung, Veränderung
Victorie
Sieg
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Volk
Truppen
wehrhaftig machen
in einer Zeremonie den Degen überreichen
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia von Sachsen-Weißenfels

geb. 1654
gest. 1724
Anm.: Tochter des Herzogs August von Sachsen-Weißenfels, Administrator von Magdeburg (1614-1680); 1676-1718 Ehe mit Fürst Karl Wilhelm von Anhalt-Zerbst (1652-1718).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Ulrich Wenzel von Bieberstein

geb. 1618
gest. 1654
Anm.: Sohn des Johann Wilhelm von Bieberstein (gest. 1624); Erbherr auf Forst und Pförten; kurbrandenburgischer Kammerherr.
Robert Blake

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Humphrey Blake; 1640, 1645, 1653, 1654 und 1656 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); ab 1646 englischer General at sea; seit 1656 Lord Warden of the Cinque Ports.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ugo Boncompagni
Duca Ugo di Sora

geb. 1614
gest. 1676
Anm.: Sohn des Gregorio Boncompagni, Duca di Sora (1590-1628); seit 1636 Duca di Sora; nach 1640 spanischer Generalkapitän des Königreichs Neapel.
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Anna Eleonora von Braunschweig-Calenberg
Herzogin Anna Eleonora von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Landgräfin Anna Eleonora von Hessen-Darmstadt

geb. 1601
gest. 1659
Anm.: Tochter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1617-1641 Ehe mit Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg bzw. Braunschweig-Calenberg (1582-1641); danach Witwensitz auf Schloss Herzberg am Harz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Graf (Jobst) Gerhard von Efferen
Graf (Jobst) Gerhard von Hall

geb. 1625
gest. 1670/73
Anm.: Sohn des schwedischen Obristen Adolf Dietrich von Efferen, genannt Hall (1595-1631); um 1658 schwedischer Obrist; nach 1650 Erhebung in den Grafenstand.
Christoph von Eichen
Christoph von der Eich

Anm.: Vermutlich Sohn des Uriel von Eichen (1597-1649).
August Ludwig von Einsiedel

geb. 1644
gest. 1707
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz und Bernburg; ab 1654 fürstlicher Edelknabe in Bernburg (noch 1660); 1667-1672 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1672-1674 Offizier der Obersächsischen Kreistruppen; 1674-1676 Wittumsrat und Hofmeister der Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1613-1676) in Lüchow; 1677 Rückkehr nach Bernburg zur Verwaltung seiner Güter; seit 1679 Rat und Hofmeister des Fürsten Emanuel Lebrecht von Anhalt-Köthen (1671-1704); 1685-1692 zugleich Amtshauptmann von Köthen und Nienburg/Saale; ab 1692 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Kammerdirektor; seit 1702 auch Gesamtrat der anhaltisch-bernburgischen Gesamtkanzlei; ab 1706 zudem Landrat für das Teilfürstentum Anhalt-Bernburg; zuletzt ebenso Direktor des gesamten Fürstentums Anhalt; vgl. Andreas Knochenhauer: Das Dem Herrn gewiedmete Leben und seelige Sterben der Gläubigen [...], Zerbst 1707, S. 23-30.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Jacques d' Estampes
Marquis Jacques de La Ferté-Imbault

geb. 1590
gest. 1668
Anm.: Sohn des Claude d'Estampes, Seigneur de La Ferté-Imbault (1526-1591); französischer Mestre de camp de cavalerie (1610), Maréchal de camp (1622), Colonel général der Schottischen Garde (1645) und Maréchal de France (1651); 1641-1643 Botschafter von Frankreich in England; später Conseiller d’État; seit 1651 Marquis de La Ferté-Imbault.

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Julius Fischer

Anm.: Sohn des Bernburger Stadt- und fürstlichen Leibarztes Dr. Levin Fischer.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig IX. (der Heilige) von Frankreich

geb. 1214
gest. 1270
Anm.: Sohn des Königs Ludwig VII. von Frankreich (1187-1226); seit 1226 König von Frankreich (bis 1235 unter Vormundschaft).

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Hanemann

gest. 1661
Anm.: Bürger und Barbier in Köthen; um 1654/60 auch fürstlicher Hofbarbier und Chirurg.
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Heinrich Heseler

geb. 1628
gest. 1716
Anm.: Sohn des Bernburger Schlossbäckermeisters Georg Heseler; 1645-1650 Studium der Theologie in Bremen; 1650/51 Prediger in Bernburg; 1652-1656 Pfarrer in Hohnsdorf; 1656-1660 Schulrektor in Bernburg; seit 1660 Oberprediger in Hoym; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.
Christoph (2) Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649); um 1643 Student am Gymnasium Illustre in Zerbst; bis 1651 Hofmeister und um 1654 erneut im Dienst des schwedischen Offiziers (Jobst) Gerhard von Efferen (1625-1670/73).
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Jakob Kettler
Herzog Jakob von Kurland und Semgallen

geb. 1610
gest. 1682
Anm.: Sohn des Wilhelm Kettler, bis 1615 Herzog von Kurland und Semgallen (1574-1640); 1615-1621 Erziehung am kurfürstlichen Hof in Berlin; ab 1638 Mitregent im Herzogtum Kurland und Semgallen; seit 1642 regierender Herzog von Kurland und Semgallen.

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N. N. Kin(it)scher (1)

Anm.: Fürstlicher Hofschneider in Dessau.
N. N. Kin(it)scher (2)

Anm.: Sohn des Dessauer Hofschneiders N. N. Kin(it)scher (1); fürstlicher Hofkoch in Dessau.
N. N. Kin(it)scher (3)

Anm.: Sohn des Dessauer Hofkochs N. N. Kin(it)scher (2); um 1654 fürstlicher Kanzlist in Dessau.
Christoph Kin(it)scher

Anm.: Sohn des Dessauer Hofkochs N. N. Kin(it)scher (2); bis 1654 Student; seit 1654 fürstlicher Kammerdiener in Bernburg.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

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Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Lazarus von Bethanien Heiliger

Anm.: Biblische Figur.

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Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Johann Lorenz von Lucke

gest. 1684
Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Kaspar von Lucke (gest. 1655?); seit 1651 Erbherr auf Waldau; schwedischer Obristleutnant.
Niccolò I Ludovisi
Principe Niccolò I di Piombino
Principe Niccolò I di Gallicano
Principe Niccolò I di Venosa
Duca Niccolò I di Zagarolo
Duca Niccolò I di Fiano

geb. 1610
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bologneser Patriziers Orazio Ludovisi, ab 1621 Duca di Fiano (1561-1624); Principe di Venosa (seit 1629), Gallicano (ab 1632) e Piombino (seit 1634); Duca di Zagarolo (ab 1632) und Fiano (seit 1640); 1645 Kommandant der päpstlichen Flotte im Candia-Krieg; spanischer Vizekönig von Aragon (1660-1662) und Sardinien (ab 1662); seit 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Earl John of Middleton

geb. ca. 1608
gest. 1674
Anm.: Sohn des Robert Middleton of Caldhame; zunächst Kriegsdienst in Frankreich; bis 1648 militärische Kommandos im Dienst der schottischen Covenanters und des englischen Parlaments; 1648-1654 royalistischer Offizier; 1655-1660 im Exil mit der königlichen Familie; seit 1656 1st Earl of Middleton; 1660-1663 Commander in chief der Armee in Schottland; 1661/62 zudem Lord High Commissioner to the Parliament of Scotland; 1663-1668 Governor of Rochester Castle; seit 1670 Governor of English Tangier.

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Charles de Monchy
Marquis Charles de Hocquincourt

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Georges de Monchy, Seigneur d’Hocquincourt; 1635-1639 Lieutenant-genéral von Santerre sowie Gouverneur von Péronne und Montdidier; französischer Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général des Armées du Roi (1645) und Maréchal de France (1651); seit 1642 Grand Prévôt de l’Hôtel du Roi; 1645-1655 erneut Gouverneur von Péronne, Montdidier und Roye; nach 1651 Erhebung zum Marquis d'Hocquincourt; 1652-1656 Gouverneur von Ham; 1655 Wechsel in spanische Kriegsdienste.

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Gottfried Müller

geb. 1577
gest. 1654
Anm.: Sohn des Ascherslebener Bürgermeisters und Syndikus Dr. jur. Andreas Müller (1547-1610); Studium in Helmstedt (1593), Jena (1596) und Wittenberg (1599); Dr. utr. jur.; ab 1616 anhaltisch-dessauischer Rat und Kanzler; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufweckende").
Nassau-Oranien, Haus
Fürsten von Oranien

Anm.: Zweig der Grafen von Nassau, der seit 1530 im Besitz des Fürstentums Oranien war.

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Kuno Friedrich von Oppen

geb. 1611
gest. 1686
Anm.: Sohn des Hans Heinrich von Oppen auf Schlalach; Erbherr auf Alt-Gatersleben und Schlalach; vor 1637 kaiserlicher Rittmeister; Mitglied des Engeren Ausschusses der Ritterschaft im Fürstentum Halberstadt.
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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William Penn

geb. 1621
gest. 1670
Anm.: Sohn des englischen Kapitäns Giles Penn; 1642-1644 Kapitän, 1644-1648 Konteradmiral, 1648-1650 Vizeadmiral und 1650-1652 Kommandant der Südflotte der Kriegsmarine des Parlaments; 1653/54 General der englischen Flotte; 1654/55 Kommandant der Westindien-Flotte; seit 1660 Commissioner of the Navy Board und Mitglied des Parlaments (House of Commons).

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Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzogin Elisabeth von Pommern
Herzogin Elisabeth von Pommern-Stettin
Geburtsname: Herzogin Elisabeth von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1580
gest. 1653
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1615-1637 Ehe mit Herzog Bogislaw XIV. von Pommern (1580-1637); danach Witwensitz in Rügenwalde (Darłowo).

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg

geb. 1615
gest. 1691
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Merseburg (kursächsische Sekundogenitur); seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kröhnende").

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Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Liegnitz
Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1628
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1649-1663 Ehe mit Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Brieg bzw. Schlesien-Liegnitz (1616-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1597
gest. 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Jean de Schulemberg
Comte Jean de Montdejeu

geb. 1598
gest. 1671
Anm.: Sohn des Jean de Schulemberg, Seigneur de Montdejeu; französischer Kornett (1614), Capitain (1619), Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1639) und Maréchal der France (1658); Gouverneur von Rue (1637-1652), Le Crotoy (1637-1656) und Arras (1652-1665); 1661-1665 Lieutenant-général des Artois; seit 1665 Gouverneur des Berry.

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Fernando de Solís y Vargas de Carvajal

geb. ca. 1603
gest. 1669
Anm.: Spanischer Adliger; spanischer Hauptmann (1638), Obrist (1648) und Generalkapitän der Artillerie von Flandern (1653-1658); seit 1661 Festungskommandant von Antwerpen.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Christian Tappe

geb. 1631
gest. 1682
Anm.: Sohn des Bernburger Amtsschreibers David Tappe (gest. 1636); vor 1653 in schwedischen Diensten; um 1654/55 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg; um 1657/58 Stadtkämmerer und Stadtschreiber sowie spätestens 1682 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Eberhard Thydick
Eberhard Didike

gest. nach 1654/vor 1664
Anm.: Vor 1650 Bürger und Brauer in Egeln; um 1653/54 in Bernburg ansässig.
Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Graf Gustaf Gustafsson af Wasaborg
Gustaf Gustafsson
Administrator Gustav von Osnabrück

geb. 1616
gest. 1653
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); ab 1633 schwedischer Obrist; 1634-1648 "postulierter Administrator" des Hochstifts Osnabrück; seit 1645 Gouverneur von Estland; ab 1646 schwedischer Reichsrat; seit 1650 Inhaber der Herrschaft Wildeshausen und Huntlosen; 1637 Nobilitierung ("af Wasaborg"); 1646 Erhebung in den Freiherren- und Grafenstand.

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Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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N. N. von Wulffen

Anm.: Um 1647/54 vermutlich landsässiger Adliger im Hochstift Halberstadt.
Ludwig von Wuthenau

geb. 1614
gest. 1669
Anm.: Sohn des Albrecht von Wuthenau (gest. 1622); Erbherr auf Cösitz (bis 1665), Zeundorf, Trebbichau und Groß Trinum.
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

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Abruzzen (Abruzzo)
weiterführende Informationen

Anm.: Region im Königreich Neapel.
Aken
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Altenburg
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Andalusien
weiterführende Informationen
Anjou
weiterführende Informationen
Antwerpen
weiterführende Informationen
Apulien (Puglia)
weiterführende Informationen

Anm.: Region im Königreich Neapel.
Aquino
weiterführende Informationen
Arpino
weiterführende Informationen
Arras
weiterführende Informationen
Astrachan, Khanat
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barcelona
weiterführende Informationen
Basel, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bern, Stadt und Republik
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Braunschweig
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Brest
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Burg
weiterführende Informationen
Cádiz
weiterführende Informationen
Cambrai
weiterführende Informationen
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Condé-sur-l'Escaut
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Douai
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Engelsburg (Castel Sant'Angelo, Rom)
weiterführende Informationen
England, Schottland und Irland, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Finale Ligure, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Fuenterrabía (Hondarribia)
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Genf (Genève)
weiterführende Informationen
Genua, Republik (Repubblica di Genova)
weiterführende Informationen
Granada
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hampton Court Palace (London)
weiterführende Informationen
Hecklingen, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt, die im Jahr 1571 dem landsässigen Adelsgeschlecht Trotha als erbliches Lehen übertragen wurde.
Heidelberg
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hennegau (Hainaut), Grafschaft
weiterführende Informationen
Herzberg am Harz
weiterführende Informationen
Highlands
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Île de Ré
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Isola del Liri
weiterführende Informationen
Isoletta
weiterführende Informationen
Italien
weiterführende Informationen
Kalabrien (Calabria)
weiterführende Informationen
Kasan, Khanat
weiterführende Informationen

Anm.: Bis 1552 tatarisches Nachfolgeterritorium der Goldenen Horde.
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleinrussland
Anm.: Ostslawischsprachiges Gebiet im Südosten des Königreiches Polen in der heutigen Ukraine.
Köthen
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Landrecies
weiterführende Informationen
Lausitz
weiterführende Informationen

Anm.: Historische, in die Markgrafschaften Nieder- und Oberlausitz geteilte Landschaft.
Le Quesnoy
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
Livland, Herzogtum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mailand, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Mittelmeer
weiterführende Informationen
Montferrat, Herzogtum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Naïn
weiterführende Informationen
Nantes
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Niedersächsischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Norburg (Nordborg)
weiterführende Informationen
Nystad/Vasaborg (Uusikaupunki)
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Péronne
weiterführende Informationen
Persien (Iran)
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Poitou
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Preßburg (Bratislava)
weiterführende Informationen
Roccasecca
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roussillon, Grafschaft
Anm.: Teil des Königreiches Spanien, seit 1659 französische Provinz.
Rügenwalde (Darłowo)
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Saint-Martin, Insel
weiterführende Informationen
San Sebastián (Donostia)
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Savoyen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schaffhausen, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Sizilien (Sicilia), Insel
weiterführende Informationen
Smolensk
weiterführende Informationen
Sora
weiterführende Informationen
Spa
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Ukraine
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Westindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Zürich
weiterführende Informationen
Zürich, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Bremen, Domkapitel
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Halberstadt, Domkapitel
weiterführende Informationen
Ungarn, Stände
Zerbst, Rat der Stadt
weiterführende Informationen
Aulus Persius Flaccus: Satiren, hg. von Walter Kißel, Heidelberg: 1990. [Nachweis im GVK]