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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Oktober 1654


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 319av-321v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Oktober 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Johann Lorenz von Lucke, der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, der Leibarzt Dr. Levin Fischer und der Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgäste
  • Aufwartung durch den Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf
02. Oktober 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Gespräch mit dem Amtmann Georg Reichardt
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr des Hofrats Christoph von Jena aus Ballenstedt
03. Oktober 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Gespräche mit dem Küchenmeister Philipp Güder, dem Prinzenlehrer und Altenburger Pfarrer Johann Abraham Menzelius, Jena, David Schmidt und Reichardt
  • Spaziergang auf den Acker
04. Oktober 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Anhörung der Predigt und Bettag
  • Gespräche mit Reichardt, Jena und Güder
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Spaziergang zur neuen Fischerei
05. Oktober 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
06. Oktober 1654
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Abfertigung des Ballenstedter Amts- und Kornschreibers Matthias Knüttel
  • Wirtschaftssachen
  • Beratungen mit Jena
  • Ausritt in die Weinberge
07. Oktober 1654
Bernburg
  • Vogelfang
  • Spaziergang zum Vogelherd
  • Rückkehr des Frauenzimmer-Hofmeisters Johann Esche von Wallwitz aus Berlin
  • Beratung mit Jena
  • Gespräch mit dem anhaltisch-dessauischen Sekretär Rudolf Gottfried von Knichen
  • Abfertigung von Schmidt
  • Korrespondenz
|| [[Handschrift: 319av]]

Sonntag☉ den 1. October 1654.

<5 Mandel kleine vogel.>


<8 lerchen.>


Zur kirchen, conjunctim, vormittages.


Extra zu Mittage, gehabt, Obrist leütnant
Lugk, Doctor Mechovium, Doctor Fischern,
undt den hofprediger Menzelium.


Rindtorf, hat sich auch außge-
macht, wiewol er, an seinem arm,
sehr übel zu paß ist. Gott beßere es!


Nachmittages, mit Carolo Ursino,
wieder in die predigtt, welche Marg-
gravius gehalten, wegen des jonij
morgender hochzeitt, seines Sohns.

Montag☽ den 2. October 1654.

<13 lerchen. 85 kleine vogel.>


Der Amptmann, Georg Reichardt ist bey mir gewesen.


Schreiben, von Croßen, Genff, von Meinem
Bruder, undt Sohn, item: von Prag, item:
von Leiptzigk, halle, &cetera[.]


Die Avisen geben:


Daß die Frantzosen, biß auf 6 meilen, von
Brüßel straifen, undt sich in Quèsnoy
verschantzen. haben triumphiret,
undt Freẅden Fest ahngestellet, auch
dem Ertzhertzogk vier vornehme, gefangene || [[Handschrift: 319r]]
Spannier, und dem Prince de Condè sein zur beütte
erlangtes bagage (so viel wieder zu bekommen ge-
wesen) wiedergeschigkt. Gleichwol aber, werden
des Condej adhærenten, in effigie, iustificiret. Der
Mareschal, und Prince de Türenne, commandiret
alleine die armèe, (weil der Maréchal la Ferte
in Sawerbrunn, nach Bourbon, und Maréchal de Hocquin-
court, in sein gubernament, nacher Peronne, wieder
gezogen) Jhm, dem Prince de Türenne, zu gefallen,
hat der König, die chambre mipartie, in Languedocq
wieder angerichtet, undt das freye exercitium
religionis, an vielen orthen, wieder restitujret,
da es eingezogen gewesen. Der König in Frankreich
hat den Düc de Rhèz, und 8 complices,
(welche dem Cardinal, zu seiner außfluchtt,
auß Nantes, nach Sankt Sebastian, geholfen)
nebst dem[!] Thumbherren zu Paris, welche das
Te Deum laudamus, über seiner delivrance,
zu Nostre Dame, gesungen, in daß crimen
læsæ Majestatis, condemniret.
Zu Perpignan ist eine conspiration wieder
die Frantzosen, entdegkt, und etzliche Münche,
so darahn schuldig, iustificiret worden. Der
König will den Genuesern, contra Spannien, assistiren.

|| [[Handschrift: 319v]]


Die Spannier, recolligiren sich, in Flandern,
Brabant, Jtalien, Catalonien, haben groß
geldt in die Niederlande übermacht. Wollen
Genua demühtigen. Wartten auf des
Pabsts Todt. haben die entdegkte
conspirationen zu Casal, und Barce-
lona gestraft. Machen gegen-
verfaßung, wieder den Düc de
Guise, welcher Genoua, oder Neapoljs
bekriegen sol wollen.


Cromwell, tractirt auch, mit
Frangkreich. Schützet vor, die re-
formirte religion in Europa zu de-
fendiren, undt zu erweittern. Stabiliret,
seine authoritet, ie mehr, und mehr.
Setzet, ein neẅes Parlament nieder.
Zwinget die Staaden, ihnen den Engelländern
85000 Pfund (libra)pf: Sterlings, vor den schaden, in
Oostindien, auch gantze Jnsulen, einzuraümen,
macht alliance, mit Schweden, Dennemark[,]
Portugall, hollandt, Schweitzerischen
Cantons, undt herrschet in Engelland[,] Schottland undt Irrlandt, || [[Handschrift: 320r]]
so absolute, alß kein König, iemalß gethan.


Der König in Schweden, præsentirt sich, zur hochzeitt.
Graf Erich, Oxenstiern, rayset mit 250 personen,
die Brautt abzuholen. Sein herrvatter, der allte
ReichßCantzler, ist mit Todt, abgegangen,
ein berühmbter herr, Axel Ochßenstierna.
Graf Todt, wirdt zur Königin, auß Schweden,
nacher Antwerpen, gesandt. Selbige Königinn,
wirdt sehr von Brüßel auß, complimentirt.
Wißmar, hat den Schweden, gehuldiget.
Die Stadt Brehmen, (alß von iedermann
verlaßen) gehet alles ein, waß die Schwedischen
Generalln von ihr, fordern. Geben geldt,
Stügke, munition, wieder. Nehmen sich, der
Thumbherren, nicht mehr ahn. Dörfen auch,
von niemandt, secours begehren, noch ihre völ-
gker, weitter, alß über ihre vorstadt, in denen
zweyen Monaten, des Stillestands, kommen lassen,
und seindt also, wie verlohren. Gott erbarme es!


Die pest, nimbt ab, in Dennemargk, Schweden,
undt in Oesterreich, und Ungarn. Der
landtTag, zu Preßburgk, ist wieder verschoben.
Der Kayser ist mehrentheilß, zu Eberßdorf,
kömpt bißweilen, auff einen Mittag, nach Wien.

|| [[Handschrift: 320v]]


Auf die Türgken, wirdt gestraift, <in Ungarn.>
Jn Dalmatia, und Candia, gibt es vicissi-
tudines, und wehren sich die Venetj, wohl.


Der Moßkowiter harret ein wenig
nach seiner Victoria, wieder den Radzivil
welcher numehr, verglimpfet wirdt.
Und sollen sich, viel völgker wieder
herbey samlen.


Avis von Berlin, vom hofmeister Wallwitz,
daß er in stadtlicher Compagnie,
des Churfürsten von Brandenburgk[,]
der Princeßinn von Uranien, undt
anderer großen, nicht allein die solen-
niteten der reception mitt angesehen,
sondern auch von Brandenburgk, biß
nachm Berlin, mittgerayset.


Der hofrath Jehna, ist von Ballen-
stedt, wiederkommen, avec dequoy!
Dieu le nous face bien employer!


<Avis: daß der guhte Allte, Böhmische exulant, Johannes Theodorus Sixt, von Ottersfeldt[!], zu Dreßen[!] gestorben. Erat Orthodoxus!>

|| [[Handschrift: 321r]]

Dienstag♂ den 3. October 1654.

<20 kleine vogel.>


<18 lerchen.>


Philipp Güdern, Magister Mencelium, hofrath Jehna, undt
Davidt Schmidt, successive, bey mir, gehabtt.


A spasso, auf meinen agker, und winttersaht.


Den Amptmann Georg Reichardt bey mir gehabtt.

Mittwoch☿ den 4ten: October 1654.

<28 kleine vogel.>


<20 lerchen.>


Am heüttigen behtTage, conjunctim, in die kirche,
zur predigtt, Ern Mencelij; auß dem dritten psalm1. perge


Mit Amptmann Georg Reichardt geredet, <Jtem: mit Iena, mit Philipp Güder[.]>


Den Schäfer, habe ich heütte wegziehen, vndt die
Schafe, (so mergklich abgenommen) zehlen laßen. perge


Brjefe von Güsterow, von beyden Schwestern, bekommen.


A spasso, zu der neẅen numehr erbaweten Fischerey.

Donnerstag♃ den 5ten: October 1654.

<72 kleine vogel.>


<31 lerchen.>


Briefe geschrieben, in diversa loca! Gott laße
alles, wol durchkommen! I'ay eü bien de la peine!


heütte, hat sich, die weinlese angefangen.
Gott gebe, zu glügk! undt Segen!


Auß dem Aderstettischen berge, haben
die kutzscher, gegen abendt, eingebracht:
 13 Eimer, 59 kannen, Mosts.
Gott lasse alles wol! und ferner gedeyen!
perge

|| [[Handschrift: 321v]]

Freitag♀ den 6. October 1654.

<28 kleine vogel.>


<2 hasen. 8 lerchen.>


Matz Cnüttel, ist nacher Ballenstedt, abge-
fertiget worden. Die Oeconomica stehen mißlich.


Jch habe, (wie gewöhnlich!) mit hofrath Iena,
conferiret, von undterschiedlichen anliegen,
Morgends, undt abendts.


Nachmittage, bin ich hinauß geritten, in die weinberge.


Es gehet etwas unglügklich zu, bey der weinlese.
Gestern, ist der wagen zerbrochen, heütte
wiederumb, und viel wein zu nichte worden,
weil die lyte umbgefallen, und den wintzer
beym Aderstettischen berge, in rücken, hart be-
schädiget. Gott gebe! das sich alles beßern möge!

Samstag♄ den 7. October 1654.

<90 kleine vögel, vom Vogelherde.>


<25 lerchen, <die lerchenstreicher.>>


Auf den vogelherdt, spatzirt, post peracta negocia.


hofmeister Wallwitz, jst vom Berljn, wiederkommen.


Mit hofrath Jehna, habe ich, vielerley, zu conferiren,
undt zu expediren, wie allezeit, gehabtt.


Secretarius Kniche, (welcher zu Regenspurgk
aufm ReichßTage, gewesen,) hat sich auch præsentiret.


Davidt Schmidt, ist auch erschiehnen, aber, er
ist baldt wieder depeschiret worden.


Dilatorische risposta, vom Berlin.


Kommentar
1 Ps 3.
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Adhaerent
Anhänger
Ausflucht
Flucht vor etwas, Flucht aus einer gefährlichen Lage
ausmachen
vollenden
ausmachen
verzieren
ausmachen
sich aufmachen, aufbrechen, ausziehen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
complimentiren
höflich reden, Ehre erweisen
condemniren
verurteilen, verdammen
defendiren
verteidigen
depeschiren
schnell abfertigen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
Exulant
aus Glaubensgründen vertriebene Person (meist für vertriebene Protestanten aus den habsburgischen Erbländern und anderen rekatholisierten Territorien)
Gegenverfassung
Gegenmaßnahme
Gubernament
Regierung, Herrschaft
Gubernament
militärische Befehlshaberschaft über einen bestimmten Ort
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
Kanne
Hohlmaß für Flüssigkeiten
Leite
Fass zum Transport von Fischen oder Weintrauben
Lerchenstreicher
Person, die mit Hilfe eines Netzes massenhaft Lerchen fängt
Mandel
Anzahl von fünfzehn
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
stabiliren
fest machen, versichern, bestätigen
Stillstand
Waffenstillstand
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
verglimpfen
besänftigen, zur Mäßigung/zum gütlichen Vergleich bringen, zum Rechtsanspruch/Recht verhelfen
verglimpfen
als passend schildern
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Volk
Truppen
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Jacques d' Estampes
Marquis Jacques de La Ferté-Imbault

geb. 1590
gest. 1668
Anm.: Sohn des Claude d'Estampes, Seigneur de La Ferté-Imbault (1526-1591); französischer Mestre de camp de cavalerie (1610), Maréchal de camp (1622), Colonel général der Schottischen Garde (1645) und Maréchal de France (1651); 1641-1643 Botschafter von Frankreich in England; später Conseiller d’État; seit 1651 Marquis de La Ferté-Imbault.

Weiterführende Informationen in VIAF
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jean-François Paul de Gondi
Erzbischof Jean-François Paul von Paris
Kardinal de Retz

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Sohn des Philippe-Emmanuel de Gondi, Comte de Joigny (1580-1662) (aus dem Haus der Duc de Retz); 1638 Priesterweihe; 1643-1654 Koadjutor und designierter Nachfolger seines Großonkels Jean-François de Gondi, Erzbischof von Paris (1584-1654); ab 1644 zugleich Titularerzbischof von Korinth; 1648-1652 Beteiligung an der Fronde; seit 1652 Kardinal; 1652-1654 Inhaftierung als Frondeur; 1654-1662 Leben im Exil und (nominell) Erzbischof von Paris; Verfasser bedeutender Memoiren.

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Pierre de Gondi
Duc Pierre de Retz
Comte Pierre de Joigny
Marquis Pierre de Belle-Île

geb. 1602
gest. 1676
Anm.: Sohn des Philippe-Emmanuel de Gondi, Comte de Joigny (1580-1662); ab 1625 Comte de Joigny und Marquis de Belle-Île; 1626-1635 Général des galères de France et Lieutenant général ès mers du Levant; seit 1634 "jeune" Duc de Retz und Pair de France.

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Christian Jonius

geb. ca. 1625/30
gest. 1685
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Bartholomäus Jonius (1603-1657); bereits um 1646/48 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, bis 1649 als Küchenschreiber; danach bis 1654 Aufenthalt in Utrecht; um 1656/57 fürstlicher Kammerdiener und zuletzt Kammerschreiber in Bernburg.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Rudolf Gottfried von Knichen

geb. ca. 1605
gest. 1682
Anm.: Sohn des späteren anhaltisch-zerbstischen Rats und Kanzlers Andreas von Knichen (1560-1621); anhaltisch-dessauischer Sekretär (um 1652/54) und Rat (seit 1658); später herzoglicher und zuletzt kaiserlicher Rat in Liegnitz.

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Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Johann Lorenz von Lucke

gest. 1684
Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Kaspar von Lucke (gest. 1655?); seit 1651 Erbherr auf Waldau; schwedischer Obristleutnant.
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Charles de Monchy
Marquis Charles de Hocquincourt

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Georges de Monchy, Seigneur d’Hocquincourt; 1635-1639 Lieutenant-genéral von Santerre sowie Gouverneur von Péronne und Montdidier; französischer Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général des Armées du Roi (1645) und Maréchal de France (1651); seit 1642 Grand Prévôt de l’Hôtel du Roi; 1645-1655 erneut Gouverneur von Péronne, Montdidier und Roye; nach 1651 Erhebung zum Marquis d'Hocquincourt; 1652-1656 Gouverneur von Ham; 1655 Wechsel in spanische Kriegsdienste.

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Johann Theodor Sixtus von Ottersdorf
Jan Theodor Sixt z Ottersdorfu

geb. ca. 1569
gest. 1654
Anm.: Sohn des Prager Bürgers und Humanisten Sixtus von Ottersdorf (ca. 1500-1583); ab 1589 Studium in Wittenberg; 1618/19 Mitglied des Direktoriums der böhmischen Ständeregierung; 1621-1623 nach der Niederschlagung des Ständeaufstandes Verhaftung und Begnadigung nach Todesurteil; 1627 Emigration nach Pirna; um 1640 Aufenthalt in Zittau; seit 1644 Leben in Dresden (1654 Bürgerrecht).
Graf Axel Gustafsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Gustaf Gabrielsson Oxenstierna (1551-1597); ab 1604 königlicher Kammerjunker; seit 1609 Reichsrat; ab 1612 schwedischer Reichskanzler; 1632/34-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1645 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewünschte").

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Graf Erik Axelsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1624
gest. 1656
Anm.: Sohn des schwedischen Reichskanzlers Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654); ab 1643 schwedischer Obrist; 1646-1652 Gouverneur von Reval und über Estland; seit 1651 Reichsrat; ab 1652 Präsident des Kommerskollegium; 1654 Reichsvize- und seit 1654 Reichskanzler.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
David Schmidt

geb. ca. 1630/32
gest. nach 1660
Anm.: Sohn des Harzgeröder Amtsschreibers und späteren Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt; seit 1648 Studium am Gymnasium Illustre in Zerbst; um 1658/60 Amtsverweser der Ämter Ballenstedt und Hoym.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Königin Hedwig Eleonora von Schweden
Geburtsname: Herzogin Hedwig Eleonora von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1636
gest. 1715
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1654-1660 Ehe mit König Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660).

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Claes Åkesson Tott af Karleborg

geb. 1630
gest. 1674
Anm.: Sohn des Åke Henriksson Tott (1598-1640); ab 1654 schwedischer Reichsrat; 1654-1656 Reichskanzleirat und Reichsstallmeister; schwedischer Generalmajor (1656), Generalleutnant (1658) und Feldmarschall (1665); 1661/62 Botschafter in Paris; 1664/65 Oberstatthalter von Stockholm; 1665-1671 Generalgouverneur von Livland; seit 1672 erneut Botschafter in Frankreich; 1652 Erhebung in den Grafenstand (af Karleborg).

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Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Aderstedt
weiterführende Informationen
Antwerpen
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Ballenstedt
weiterführende Informationen
Barcelona
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Berlin
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Bourbonne-les-Bains
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Brabant, Herzogtum
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Brandenburg an der Havel
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Bremen
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Brüssel (Brussels, Bruxelles)
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Casale Monferrato
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Dresden
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England, Schottland und Irland, Commonwealth von
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Europa
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Flandern, Grafschaft
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Frankreich, Königreich
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Genf (Genève)
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Genua, Republik (Repubblica di Genova)
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Güstrow
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Halle (Saale)
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Italien
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Kaiserebersdorf
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Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kreta (Candia), Insel
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Le Quesnoy
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Leipzig
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Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Nantes
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande, Spanische
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Österreich, Erzherzogtum
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Osmanisches Reich
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Ostindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Péronne
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Perpignan
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Preßburg (Bratislava)
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Regensburg
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San Sebastián (Donostia)
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Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Spanien, Königreich
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Ungarn, Königreich
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Wien
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Wismar
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Bremen, Domkapitel
Chambre mi-partie (Chambre de l'Édit) de Languedoc
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England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Paris, Domkapitel
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