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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juni 1656


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 322r-341v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
14. Juni 1656
Bernburg
  • Gespräch mit Hofrat Paul Ludwig
  • Ludwig, Amtmann Georg Reichardt, Sekretär Christoph Bährenreutter und Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Spaziergang mit der Gemahlin Fürstin Sophia Eleonora im Garten
15. Juni 1656
Bernburg
  • Predigt auf dem Schloss
  • Schulrektor Heinrich Heseler zur Audienz und als Mittagsgast
  • Proklamation der Eheschließung des Kammerschreibers Johann Senf
  • Kirchgang mit den Söhnen Fürst Viktor Amadeus und Fürst Karl Ursinus
16. Juni 1656
Bernburg
  • Unterredungen mit dem Talstädter Bürgermeister Martin Tornau und Senf
  • Spaziergang mit der Gemahlin
  • Vorbereitungen zur Bestattung der Schwester Dorothea Bathilde
  • Gespräche mit Reichardt, dem Hofmeister Gottlob Sekyrka sowie dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Ridntorf
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
17. Juni 1656
Bernburg
  • Religiöse Handlungen und weltliche Tätigkeiten
  • Spaziergänge
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Gespräch mit Reichardt und dem Stadtvogt Johann Christian Hammel
  • Rückkehr des Frauenhofmeisters Johann Esche von Wallwitz
  • Schäden am Getreide durch Witterung und freilaufendes Nutzvieh
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Gespräch mit Wallwitz
18. Juni 1656
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Anhörung der Predigt
  • Nächtlicher Regen
  • Gespräche mit dem Küchenmeister Philipp Güder und Reichardt
  • Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf als Mittagsgast
  • Gespräch mit dem Obristleutnant Johann Lorenz von Lucke
  • Geisterhafte Jagdgeräusche während der Hasenjagd des Sohnes Karl Ursinus
  • Rückkehr der Bierfuhren
19. Juni 1656
Bernburg
  • Hasenjagd der Söhne
  • Regen
  • Abschickungen
  • Spaziergang
  • Einladungen zur Trauerfeierlichkeit
  • Gespräch mit dem Amtsschreiber Johann Tappe
  • Furrierzettel aus Dessau
20. Juni 1656
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gespräch mit dem Ratskämmerer Ottmar Baumeister und Stadtschreiber Joachim Ernst Schör
  • Spaziergang mit Viktor Amadeus
  • Gespräch mit Wallwitz
  • Ausritt mit Karl Ursinus in die Weinberge
  • Gespräch mit Ludwig
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
21. Juni 1656
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Getötete Krähen
  • Rückkehr des Lakaien Martin Haug mit Utensilien zur Trauerfeier
  • Weitere Abschickungen
  • Gespräch mit Senf
  • Vorbereitungen für die Trauerfeier und die geplanten Hochzeiten
  • Korrespondenz
  • Ankunft von Ernst Dietrich und August Friedrich von Röder
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besichtigung des Sarges der Schwester
  • Spaziergang mit der Gemahlin
22. Juni 1656
Bernburg
  • Erkrankung der Hofmeistersgattin Katharina Sekyrka von Sedschitz
  • Briefsendung und Wildlieferung aus Ballenstedt
  • Predigt auf dem Schloss
  • Dr. Mechovius und Pfarrer Georg Enderling als Mittagsgäste
  • Kirchgang mit den Söhnen
  • Gespräch mit Hofmeister Sekyrka
  • Besichtigung der Fürstengruft und der dortigen Särge
  • Absagen zur Trauerfeier
  • Neuigkeiten
23. Juni 1656
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Erledigungen und Anordnungen an Kammermeister Tobias Steffeck von Kolodey, Senf und andere
  • Geitreideschäden durch freilaufende Nutztiere und Pferde
  • Neuigkeiten
  • Vorbereitungen zur Bestattung
  • Korrespondenz
  • Ankunft des Ballenstedter Amtmannsohnes David Schmidt
  • Kriegsnachrichten
24. Juni 1656
Bernburg
  • Wildlieferung aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Hammel und Wallwitz
  • Nachrichten
  • Ankunft mehrerer Adliger, der Fürsten Johann Kasimir, Wilhelm Ludwig und Wilhelm sowie der Fürstinnen Sophia Margaretha und Eva Katharina zur Trauerfeier
  • Heimliche Begrüßung der Familie
  • Separate Mahlzeit mit der Gemahlin und zwei Töchtern
25. Juni 1656
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Bestattung der verstorbenen Schwester
26. Juni 1656
Bernburg
  • Verwaltungsangelegenheiten
  • Korrespondenz
  • Abreise einiger adliger Gäste
  • Absendung Ludwigs zur Verhandlung mit Fürstin Sophia Margaretha
  • Hochzeit von Senf
  • Gespräch mit Fürst Johann Kasimir sowie dessen Frau und Tochter
  • Gespräche mit Lucke und Paris von dem Werder
  • Ankunft des Plötzkauer Hofmeisters Hans Ernst von Freyberg
  • Hochzeit von Georg Friedrich von Miltitz und Hofjungfer Agnes Christina von Werleben
27. Juni 1656
Bernburg
  • Abreise Fürst Wilhelm Ludwigs
  • Geschenke aus der Erbschaft der Verstorbenen für die fürstlichen Kinder
  • Gespräch mit Ludwig
  • Gespräch mit Fürst Johann Kasimir und Sophia Margaretha und deren Verabschiedung
  • Speisung der adligen Hochzeitsgäste auf dem Saal
  • Abschickung nach Pommern
  • Anfall vom Steinleiden
28. Juni 1656
Bernburg
  • Inventarisierung der Hinterlassenschaft der Schwester
  • Gespräch mit Senf
  • Nachlassende Schmerzen von Nierensteinen, jedoch Husten
  • Ausritt mit Karl Ursinus
  • Gespräch mit Wallwitz
29. Juni 1656
Bernburg
  • Kirchgang
  • Dr. Mechovius, Dr. Fischer und Miltitz als Mittagsgäste
  • Auslassen der Nachmittagspredigt
  • Gespräche mit Wallwitz
  • Abgang eines linsengroßen Nierensteins
30. Juni 1656
Bernburg
  • Abreise der Söhne nach Ballenstedt zur Vogeljagd
  • Gespräche mit Reichardt, Senf, Dr. Fischer, Steffeck und Tornau
  • Korrespondenz
  • Stiftungsangelegenheiten
  • Tornau, Miltitz und Schwartzenberger als Mittagsgäste
  • Abschied von Miltitz
  • Ankunft des Hofrats Christoph von Jena
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
|| [[Handschrift: 322r]]

[Samstag, 14. Juni].


Hoffrath Paulus Ludwig, ist auch bey Mir gewesen,
wegen Tobias Steffeck von Kolodey eines, undt daß andere, anzubringen,
auch sonsten, wegen anstaltt, des Fürstlichen leichbegengnüß[es.]


Jst extra behalten worden, wie auch der Amptmann,
Bährenreüth, Schwartzenberger, undt andere.a


An die Schwester Sophia Margaretha nacher Deßaw, geschrieben.


Avis: daß vor wenig Tagen, eine wolgkenbrust zu
Ermßleben, gefallen, zwey haüser verderbet,
und auch Ernst Rödern, an einem gebeẅ, schaden gethan. perge


Mit meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin, nachmittage
in den gartten, spatzirt, allerley conversando. perge

Sonntag den 15den: Iunij; 1656.


Der Rector Heßlerus, hat auf unserm Sahl
vormittags, erudite geprediget, den gewöhnlichen
Text: Lucas 14 vom großen Abendtmahl.1 perge


Er ist (nach gehabter audientz,) zu Mittage,
extra behalten worden.


Hanß Senff, der Cammerschreiber, ist
heütte mit seiner hollsteinischen Maria
Paschin, von der Cantzel, in der kirche,
abgekündiget worden. Gott gebe zu glück! und Segen! perge


Nachmittage, bin ich mit meinen Söhnen, in
die kirche, zur predigt gezogen, in des jonij predigt.

|| [[Handschrift: 322v]]


Bürgermeister Tornaw, ist bey mir gewesen, postea: Hans Senf


Meine herzlieb(st)e gemahlin, ist in ihr <braw>hauß, und gartten,
spatzirt.


Des leichproceßes halben, habe ich anstaltt gemacht[.]
Gott gebe, daß alles, mit friede, ruhr, guter
gesundheitt, undt zufriedenheitt, ohne unordnung
undt wiederwertigkeitt, abgehen möge! perge


Jch habe meinen Oldenburger, im platz, ein
wenig spadetziren, und ledig herumb, im krayß
tummeln laßen. Gott gebe mir glück! zu diesem
undt andern pferden. Meine gaüle können
an itzo, nicht wol auß dem Schloße kommen
wegen annoch umgebawter brügken.


Der AmptMann, Georg Reichardt ist bey mir gewesen.
Jtem: Sekerka, Rindtorf und andere, dann
meine Söhne, wie auch andere Tägliche
ia stündtliche conversanten, rechene ich
nicht, dieweil ich sie ofte, und fast stetigs
bey mir habe, und mit ihnen, unzehlich viel
umbzugehen pflege. Gott erhalte Mir lange
solche conversation! et cetera


Schreiben von Croßen, undt Venedig. Die avisen || [[Handschrift: 323r]]
geben: daß der König in Schweden, fernere progreß
habe, undt die Polen geschlagen, auch Dantzigk
scharf zusetze, und die festung Weixelmünde
zu erobern verhoffe. Die Polen, wehren
auch vor der stadt warschaw, so Sie recuperirt,
geschlagen, und außgeiagt. hingegen,
gienge Admiral Ruytter, und Viceadmiral
Tromp, mit einer Schwed<stargken> flotte, durch
den Sundt, in die OostSee, vielleicht nach Dantzigk.
Die Moßkowiter liegen, noch im Armbrust,
die Tartarn, und Cosagken moviren
sich, in großer mänge, mit dem Könige
Casimiro, Polen zu recuperiren. Die
Schotten, und Engelländer, so der
König in Schweden, zum entsatz haben
sollen, wollen nicht forth, über die Elbe,
ohne geldt. Man suchet sie aber, zu stillen.
Cromwell wirdt sehr angefochten, von den
kaufleütten, zu Londen, deren reich beladene
Schiffe, zu gantzen Millionen, die Spannischen
von Duynkercken, und Ostende hinweggenommen.

|| [[Handschrift: 323v]]


Cromwell erbeütt sich, ihnen zur satisfaction
Duynkirchen zu waßer, zu belägern, und den
König in Frangkreich zu bewegen, das es auf
seiner seitte zu lande, geschehe.


Sein Admiral Blake, lieget vor Cadix,
oder Gades, (so die holländer Calis Malis,
nennen) der gubernator2 der Spannier, in der
Jnsel, hat ihn genöhtiget, aufs landt
zu kommen, umb sich ein wenig, zu erfrischen,
er hat aber höflich geantwortett, es
wehre an itzo, gar heiß, im Sommer, auf
selbigem eylande, er wolte schon auf
ein ander mal kommen. An itzo, wehre
die Seelufft kühler, und ihm, und seinen
volck, bequehmer, Thete sich bedangken. perge
hat numehr Spannien, und Portugal zu feinde,
iedoch tractiret Cromwells agent, mit
dem Könige in Spannien, und suchet
sonderlich libertatem conscientiæ vor die
Engelländer, und restitutionem ablatorum.


Mit Frangkreich stehet Cromwell wol.

|| [[Handschrift: 324r]]


Der König in Frankreich hat der Königin in Engellandt,
und dem Düc d'yorck ernstlich befohlen, nichts
feindtsehliges, gegen Cromwells gesandten vorzunehmen.


Der Päbstliche Nuncius zu Paris, ist mit
selbiger Clerisey, zerfallen, von wegen, des
Cardinals de Rhèz.


Visconte de Türenne, hat vor Avesnes,
drey Spannische regimenter geschlagen.


Duca dj Modena, hat dem Cardinal Maz-
zarinj 500 außerlesene Jtaliänische Solda-
ten, zur leibguardia geschickt, dieser,
wil iehnem hingegen, zur dangksagung,
500 außerlesene Frantzösische Soldaten, zuschigken.


Jn Catalonien, progrediren, die Spannischen.


Der Pabst macht Cardinäle, und theilet
Empter auß, Suchet eine liga, mit dem
Kayser, mit Spannien, und den Jtalienischen Fürsten,
die Frantzosen, auß dem lande, zu treiben.
Die Portughesischen Ertz: undt Bischoffe,
wil er doch wieder installiret wißen,
und numehr laßen es die Spannier auch geschehen.

|| [[Handschrift: 324v]]


Die Königinn Christina, bemühet sich sehr,
durch ihre jnterposition, allerley uneinig-
keitten, zwischen großen, und kleinen, zu
vergleichen, und kömpt dadurch, in große
reputation, inmaßen Sie auch, den Duca
dj Parma, mit dem Pabst, verglichen.


Jm Königreich Napolj, sol die pest
heftig graßiren, sonderlich in der Stadt
Napolj. Jst derowegen zu Rom, bandisiret.


Zu Palermo in Sicilien, ist ein Aufruhr
gewesen, darüber drey Rädlinß-
führer gehenckt, und der Tumult, gestillet worden.


Zu Venedig, ist ein hertzogk vom hause
Cornaro erwehlet worden, welcher nur: 18 tage
gelebet, und auch die festa dell' Ascensa
durch einen Procurator di Sant Marco, Pesaro,
in währender seiner schwachheit, halten laßen müßem.


Die Türgken, haben bey gutem windt
und wetter, Canea, nach wuntzsch, undt
willen, proviantiret, und mit volgk, endtsetzet.

|| [[Handschrift: 325r]]


Die eingezogenen und gebrochene commercien, zwischen
Malta, und dem Römischen Kirchenstado, hat der
Pabst, (auf der Königinn in Schweden, jnterven-
tion,) wieder zugelaßen, und angerichtet.


Cromwell, sol einen heimlichen anschlag
auf Cività Vecchia, gehabt haben,
welcher entdegkt worden.


Der Venezianische Ambassador Quirinj, ist auß
Spannien, zu Genoua in salvo, arrivirt.


Don Juan d'Austria, sol gar strenge
regieren zu Brüßel, an: und absetzen. perge


Der Ertzhertzogk Leopoldt, sol stadtlich
zu Wien, entpfangen werden.


Die holländer schigken wieder, eine ansehliche
flotta, in OostJndien.


Der Protector Cromwell, hat ihnen undter-
schiedliche Schiffe, verarrestiren laßen,
dieweil Sie mit Spannien, an itzo, colludiren,
und hat des vielen protestirens, des hol-
ländischen gesandten, zu Londen, nicht geachtet.


Zu Königßberg, wirdt gute wache gehalten, undt
es seindt sieder vorgangener verrähterey, undter-
schiedliche verübte exceße, gestrafft worden.

|| [[Handschrift: 325v]]

Dienstag den 17den: Iunij; 1656.


Post peracta sacra, et prophana, bin ich ein
wenig, in gartten, und an die neẅe Schloß-
brügke spatziret.


Schreiben von Deßaw, bekommen.


Jtem: auß Böhmen, vom alten Marggraven
Christian Wilhelm, welcher mir Seiner Liebden gemah-
lin absterben freündtlich notificiret.


Mit dem Amptmann Georg Reichardt und mit dem
Stadtvogtt, hammeln, geredet, von Amptß:
undt Stadtsachen.


A spasso in gartten, mit Madame.


Wallwitz ist wiederkommen.


Das liebe getreydig, bleibet wegen großer
hitze, und dürre, sehr außen, wie auch das
heẅ, und wirdt ein Mißwachß besorget.
Jch bin auch, sonst in meinem getreydig, un-
glücklich, diß iahr, in dem nicht allein,
die Fohlen zu Zeptzigk, mir darinnen
mit durchlauffen, undt abfreßen, großen
Schaden gethan, Sondern, es thun auch alhier || [[Handschrift: 326r]]
(reverenter) die Schweine, und die gänße, mir
dergleichen, wie sehr man auch dargegen,
sich leget, undt abwehren leßet. Nun!
Gott wirdt unß, dennoch, unser bescheiden
Theil, bescheren! und seinen Segen, nicht gar entziehen!
der gnedige, undt Barmhertzige vater perge


Abliferung, etzlicher Victualien, von Ballenstedt[.]


Conferentz, in vielen sachen, mit Wallwitzen.

Mittwoch den 18den: Junij; 1656.


Avis: daß daß wetter zu Leiptzigk, drey-
mal eingeschlagen, das man auch vermeinet,
der iüngste Tag, wehre vorhanden.


So hat zu Croßen, unlengst das wetter
in einem Neẅerbaweten Schafstall der
Churfürstlichen wittibe, eingeschlagen, undt
denselben abgebrandt, iedoch ohne schaden
des viehes.


Zu Ermßleben, hat neẅlich, ein wolgkenbruch
zwo haüser vernichtet.


Zu Northausen, Hanover, und aufm Hartz, ist
hagelschaden geschehen. Also höret man viel leides.

|| [[Handschrift: 326v]]


Am heüttigen Mittwoche, bin ich mit meinen
Söhnen, in die gewöhnliche wochenpredigt, gezogen.


Es hat diese nacht, ein wenig geregenet. Gott
zeiget unß doch noch, seine gühte! wiewol
es unß menschen, gar sparsam anscheinet.
Er kan auch ein weniges, gesegenen! perge


Er Marggravius, hat geprediget,
ex Apocalypsi Capitel 3 <den Spruch> Siehe ich stehe vor
der Thür, undt klopfe an, etcetera3 gar de-
vote alles explicirende.


Philipp Güder bey mir gehabt.


Ern Marggravium, extra zu Mittage, behalten.


Den Amptmann, Geörge Richardt, bey mir, gehabt.


Obristleutnant Luck, ist auch hieroben gewesen, wegen
des vorhabenden pachts, mit Warmßdorff. et cetera


Ce soir, mon fils Charles, allant avec 4 ou 5
personnes, sür le tard, pour voir, s'il pourroit
rencontrer, & tirer ün lievre, devant le
bois dès Prestes, (Pfaffenpusch) ils entendirent
chasser, & sonner le cornet de Veneur, (iägerhorn)
naifuement. Cela doit aussy arriver souvert
au lieu, la ou estoit campè Gallaas, devant 12 ans[.]

|| [[Handschrift: 327r]]


Meine bierfuhren, seindt von Zerbst, mit 6 faßen
(zu 4 ThalerThlr) wiederkommen. Avis kömbt mitt, daß
die Schweden von den Pohlen, vor Dantzigk, auf-
geschlagen seyn, und daß die holländer, zu
waßer, selbige Stadt, entsetzt hetten. perge


Fides sit; penes authorem! Die zeittungen,
werden sehr corrumpirt.

Donnerstag den 19den: Junij; 1656.

<2 Hasen, Carl Ursinus und Heinrich Hundejunge4. 2 hasen, Viktor Amadeus gehetzt.>


Es ist heütte, manches Menschen, sehnlicher wuntzsch,
erfüllet worden, in dem, Gott der herr, unser
allgemeines, und absonderliches gebeth, erhöret,
und regen hat laßen auf erden, in dieser
großen dürre. Gott gebe! das es conti-
nouiren, und frucht bringen, und wir
den Segen, recht mit dangksagung, <gebrauchen, undt> genießen, mögen! perge


Nacher Deßaw, und Cöhten, geschicktt,
Trawertücher, Silber, und anders, abzuholen perge


A spaßo, an die brügke, undt in gartten perge


Etzliche, zum Fürstlichen leichbegängnüß, beschrieben, vom
Adel, endtschuldigen sich, theilß, mit ehehafften,
theilß mit leibesSchwachheitt, theilß: das sie von
andern <herrn>, beschrieben, also: daß Sie Mir außfallen,
und <ich> auff ersetzung, ihrer stellen, bedacht sein muß.


Hanß Tappe den Amptschreiber, bey mir gehabt.

|| [[Handschrift: 327v]]


Schreiben von Deßaw, zu abendts spähte, zusampt
dem Furrierzettel, auf 45 personen, undt
31 pferde. Gott helfe unß, mit ruhe
undt glügk, zusammen perge auch mit gesundtheit,
welche ich an mir, etwaß bawfällig befinde. perge Patience!

Freitag den 20ten: Iunij; 1656.

<3 hasen, Viktor Amadeus einbracht.>


Zweene Rahtsverwandten, auß der Stadt, Othmar,
und der Stadtschreiber, seindt herauf deputirt worden,
noch in der Sache, den Tieffen keller betreffende.


Post peracta negocia, in gartten, an die brügke
undt umb das hauß spatziren gegangen, mit Viktor Amadeus Fürst zu anhalt.


Mit Wallwitz, conversiret. Il y a dés mès-
entendüs, entre luy, & Sekerka, que je tasche, de composer!


Jch bin mit Carolo Ursino, in die weinberge
geritten, sonderlich den Rahtsbergk, Langenbergk,
Mahseberg, undt Kochßbergk, und gesehen, wie die
weinstögke voll trauben, hängen, wie der
wein abblühet, und gewartett wirdt? auch gegen
die weinlese, Gottes Segen, (wilß Gott) zu hoffen?


Darnach, zu Schloße, alß ich wieder zu rücke
kommen, mit hofrath Paulo Ludwigen, conferiret,
undt unanmuhtige schreiben, von Quedlinburg bekommen.

|| [[Handschrift: 328r]]


Es hilft kein schonen, unerachtet der Tieffen Trawer,
undt vorseyenden Fürstlichen leichbegengnüß.

<Cantzler, und rähte sunt male moratj.>


Avis: daß Hertzogk Hanß Geörge, von Sachßen
Weymar, zu Deßaw, ankommen, undt zu Chur Bran-
denburgk gehet, in dienste sich einzulaßen.

Samstag den 21ten: junij; 1656. perge

<2 hasen eingebracht, (amazza cornice)>


Gestern, ist Märtin lackay, mit den
Trawertüchern, und andern sachen, von Deßaw, wiederkommen.


heütte werden noch mehr sachen abgeholt, und viel
fuhren außgeschicktt. Gott helfe! daß es an nichts ermangeln möge! perge


Hans Senf hieroben, wegen der rechnungen, gehabtt.


Sonst gibt es viel zu thun, undt zu bestellen, wegen
des Fürstlichen leichbegengnüßen, der Schwester Seeligen
undt mitt darein, incurrirenden hochzeitten. perge
Difficilia! quæ pulchra!5 perge


Schreiben, auß Zerbst vom hofraht Jena.


Der Ernst Röder, ist ankommen, mit seinem Söhnlein,
Gott gebe zu glück! segen! und gedeyen.
Sein sohn, sol alhier page bleiben, bey Carolo Ursino. perge


Avis: daß die herren Staaden, in den vereingten
Provintzien, sehr übel zufriedenb sein, mit dem vergleich,
welchen Chur:Brandenburg mit dem Könige in Schweden gemacht
undt daß man baldt, novellen, vernehmen dörffte.

|| [[Handschrift: 328v]]


Avis: daß der beru<bey> den Schweden, estimirte, General
Commißarius Schmidt, ob er schon begühtert, im Stift
Halberstadt, und von iahren, gewesen, auch
genungsam schon hiebevor, im kriege, erworben
gehabt, alß er wei<noch> mehr erwerben, und in den
Pollnischen krieg, zum Könige in Schweden raysen
wollen, undterwegens, von einer Pollnischen
partie, angefallen, und iämmerlich erschlagen
worden. Seine sprache, hat ihm nicht durch-
helfen können, unangesehen er, ein waßerPole
gewesen. Dann da hat numehr, alle
gnade, und barmhertzigkeitt, ein ende!


Jm Chur: Brandenburgischen läger, sol eine böse ma-
lignische Seüche, graßiren, undt viel hinnehmen.
Darahn sol auch, der Obrist Borgkerßdorf Sohn (der
Commendant zu Halberstadt ist), sein Sohn darahn
gestorben sein, auch viel andere Officirer, und Soldaten. perge


Jch habe gegen abendt, den Sargk besichtiget, wie
er gemahlt, mit verßen und Sprüchen, überschrieben
ist. Gott laße den verblichenen Cörper, wol
darinnen ruhen, und gebe unß, die Sehlige Nachfolge!


Mit Madame, ein wenig, in gartten, spatziret, || [[Handschrift: 329r]]
vor dem Abendeßen, biß unß, der stargke windt,
undt die beysorge, eines Regens, anlaß gegeben, baldt
wieder heraußer zu gehen. Die blumen, undt
gewächße, stehen sonst gar fein darinnen, undt
geben die baẅme und stauden, hofnung, zu guten
Früchtten, ein iegliches zu seiner zeitt! Ach! daß
wir arme menschen, auch rechtschaffene Früchtte,
der Christlichen liebe, der gedultt, und anderer
Fürstlichen Tugenden, in wahrem, ungefärbtem
glauben, recht bringen möchten?
Gottes gnade, und des Heiligen Geistes kraft, wolle
unß stärgken! vollbereitten! kräfftigen! gründen! perge

Sonntag den 22ten: Junij; 1656. <Dominica 3 post Trinitatis>

<Text: Lucas 15. Vom verlornen Schaff, undt groschen.6>


Sekerka des hofmeisters Fraw, ist Todtkrangk,
Gott wolle ihr helfen überwinden!


Post, von Ballenstedt mit federwjldpreth.


Magister Enderling, hat vor unserm gemach, auf
dem gewöhnlichen Sahl, geprediget.


Den CammerRath, Doctor Mechovium, zusampt
dem pfarrer, extra zu Mittage, gehabt.


Nachmittage, mit meinen Söhnen, in die Nachmit-
tagspredigt des jonij gezogen: Text: vom verlornen Sohn, Lucas 15.7

|| [[Handschrift: 329v]]


Mit hofmeister Sekerka, conversiret, und ihm
jnformation geben laßen, wegen bevorstehender so-
lennien, und ihn consoliret, in seinem haußcreütz[.]


Jch habe zu abends, mit Carolo Ursino,
undt dreyen Junckern, die grufft in der
kirche besehen, und eines, undt das andere
wie auch, die situation, wo der Sargk
der Schwester Sehliger stehen sol, consideri-
ret, undt daß es der 18de sein, undt
daß gewelbe damit voll werden,
und inß künfftige, zu erweittern, sein will[.]


Von Plötzkaw, ist der Alten FrawMuhme
anherokunft, zum leichbegengnüß, abgeschrieben
worden, von wegen Jhrer Liebden unpaßligkeitt. Jst
zu beklagen!


Unter obigen 18 Särgen, stehet auch einer, von
dem Freẅlein Ehrenpreißlein Sehligen von Plötzkaw, welche
vor iahren, alhier gestorben. Die übrigen,
seindt meiner lieben Elltern, <bruders undt> geschwi<e>stern,
undt kinder leichen, so im herren, endtschlafen,
Die gebeine mag ich nicht verrügken, noch die
Särge, näher zusammenstellen, viel weniger || [[Handschrift: 330r]]
den Creützweg dadurch, zumawren laßen, Sonst
köndten etwa mehr Särge, im gewölbe stehen, dahin-
gegen, keiner köndte durchgehen, zu den leichen
zu kommen, sonst würde man übersteigen, undt
auf den Särgen, (unleidlich!) gehen, und tretten müßen.
Unsere gebeine, und der unserigen, solten
billich, nicht verrückt, noch hin undt her,
(nach einmal erlangter ruhestedte,) beweget werden. perge


Avis: daß 2000 pferde, vor Chur Brandenburg
auß den Jülichischen landen, heütte im ha<l>berstädtischen
ankommen, ferner nach Preüßen zu, zu gehen,
Gott helffe! daß Sie unß, keine ungelegenheit machen.

Montag den 23ten: Iunij; 1656.

<2 hasen, Viktor Amadeus[.]>


Mit anstallten, erinnern, undt anschaffung der
Notturfften, bey itzigem vorhaben, zu thun gehabt.


Tobias Steffeck von Kolodey, Hans Senf, und andern, einem ieglichen,
in seinen verrichtungen, und functionen, ordre,
gegeben. Gott verleihe gnade! daß alles wol abgehe! perge


Waß nicht die Schweine, undt gänße,
in meinem getreydig, verderbet, und schaden gethan,
Solches müßen numehr, alhier auch zu Bernburgk,
der bürger, pferde thun, derer in meinem getreide
gestern herumb gelauffen, und sich geweidet. Schade überall. || [[Handschrift: 330v]]
Solche sachen, solten einem die haußhaltung verleidten. perge


Avis: daß hertzogk Moritz von Sachßen beylager,
mit hertzogk Wilhelms Freẅlein zu Weymar
den 2. julij, noch sol, (wilß Gott) vor sich gehen.
Gott gebe ihnen seinen Segen! Einer lachtt,
der andere weint. Omnium rerum Vicissitudo! perge
Ergo: Freẅet eüch, mit den frölichen, (iedoch, im herren!)
undt weinet, mit den weinenden. perge


Auf importunes, unnachleßiges, verdrießliches
anhalten, Meiner gemahlin, undt prætendirte
verlangen, meiner Schwester Seeligen (darvon Sie mjr
doch nichts gesaget) habe ichs endlich geschehen
laßen müßen, das der schwester Freẅlein
Dorothee Bathildis Sehliger, Sargk, bey meinem
Marichen Sehliger, unferne von des herrn-
vatters <Seligen> füßen, und zur andern seitten bey
Schwester Loysa Sehliger gestellet, der
durchgang zugemawert, und der
Sargk darauf gesetzet, der allerletzte
Standt aber, meiner gemahlin bey Erdtmann
Gideon Sehliger, (ihren seltzahmen einbildungen
nach) gelaßen werde, wiewol ich auch hoffe
darneben platz zu haben, wann Gott will?

|| [[Handschrift: 331r]]


Schreiben, von Venedig, von Fürst Friedrich und Einsideln.


Davidt Schmidt, ist ankommen, von Ballenstedt[.] Saget, es
fange ahn, unsicher zu werden, wegen der Chur: Brandenburgischen völgker.


Die avisen geben: daß der König in Schweden, der Stadt
Dantzigk, zu waßer, und lande, hartt zusetze,
und sie zu bezwingen verhoffe. Man helt die zeit-
tungen, alß ob der König, vor Warschaw, geschlagen
und das König Casimirus alles recuperiret in
Polen, vor Jesuwitrisch spargirte fabeln. Die
holländer, werden vom Könige, sehr careßirt,
und wollen viel darahn zweifeln, ob sie die
Stadt Dantzigk entsetzen, und den König, irritiren werden?
Der Moßcowiter, sitzet stille, Siehet dem Spiel
zu, und behelt, waß er occupiret.


Chur:Brandenburg hat den Tartarischen gesandten,
abgefertiget, sich mit Schweden, engagjret,
und seine leüttlin gestraft, welche zu Königs-
bergk, die Pollnischen exulanten, spoliirt haben.


Die Staaden, schicken ihre vornehmste Schiffe,
in die OostSee, tractiren aber doch, als mediatores.


Cromwell verbindet sich genaw, mit Schweden,
so wol alß <mit> Frangkreich. Schigket beyden, völcker zu.


Die Duynkercker, Ostender, und andere Spannischen,
nehmen den Engelländern, viel Schiffe ab, welches
bey den kaufleütten, und bey dem gemeinen mann, murren veruhrsacht || [[Handschrift: 331v]]
zumahl, da man Sie, aufs neẅe, hoch schätzen, undt
stargke defensionsanlagen, machen will. Der
Protector hoft aber, Duynkirchen, Ostende, undt
dieselbigen örtter, mit hülfe der Frantzosen,
gar einzunehmen. Jn Spannien, tractiret er
zwahr auch, allein, ohne Nutzen. Er wil die ge-
wißensfreyheit in allen Spannischen Reichen, und ländern
vor seine Engelländer, haben, allein, die Refor-
mirten, seindt ohne daß, schon bandisiret, undt
die Römisch:Catohlischen, Engell: und Schottländer,
so in Spannien, am Meer wohnen, mögen
zwar geduldet werden, iedoch müßen Sie sich,
auf 30 meilen weges, in das land hinein begeben.


Der König in Spannien, armirt gewaltig,
wieder die Engelländer, und sol Admiral
Blaeke, schon vor Cadix, abgezogen, undt
nach Portugal zu , gegangen sein. Jn
Jamaica vermeinen die Anglj, daß ihre
sachen, noch wol stehen.


Der König in Frangkreich hat dem Prince de Conty,
den Titul, eines Generalissimj in Catalonien, gegeben, || [[Handschrift: 332r]]
Der Prince de Tarante, ist in arrest genommen, undt
in daß Casteel zu Amiens geführet worden, weil er viel-
leicht zu frey vor die religion, oder auch sonsten
geredet, und sich beschwehret, daß er nicht beßer
befördert werden köndte. Sein Oheim, der Visconte
de Turenne hat sich seiner zwar angenommen,
Sol aber, Todtkrangk worden sein, nach dem
er mit dem Cardinal Mazzarinj, conversiret.
Sonst sol Valenchiennes, ein platz von importantz
unvermuhtende, von den Frantzosen, sein in-
vestiret worden, und bey ihnen hofnung zur
eroberung, sein. Don Iuan d'Austria, leßet
hingegen, præparatoria zum entsatz, und zur gegen-
wehre machen, der König in Frankreich verhoffet noch,
den Duca dj Mantoua, auf seiner seitte, zu erhalten.


Zu Napolj, wie auch in Romagna, Toscana,
Bolognese, sol schon die pest heftig graßiren,
also: das auch der Pabst Cività Vecchia, mit
seiner eigenen Reütterey, berennen, und gebiehten
laßen, niederzuhawen, wer heraußer wolte?
damit andere orth, nicht auch, inficiret würden!
Auf Cività Vecchia, sollen sonst, die Frantzosen, undt
Engelländer, einen anschlag gehabt haben, also: das der || [[Handschrift: 332v]]
Gubernator8 daselbst, (male sibj conscius)
heimlich entwichen. Der Pabst, macht legha
mit dem Kayser, mit dem Könige in Spannien,
und den Jtaliänischen Fürsten. Zu Rom
haben sich, in einer Damen, la Principessa dj Boter[a]
genandt, in ihrem hause, 300 Spannisch:gesinnete,
versamlet, in meynung, den Don Francisco
de Sousa, Königlich Portughesischer Ambassador zu ermorden,
es ist aber, der anschlag entdegkt, und er
gewarnet, der Princeßin aber, vom
Pabst gebotten, die Stadt zu reümen, hingegen,
etzliche, so man ertapt, eingezogen worden.


Zu Venedig, ist wiederumb ein neẅe
Doge erwehlet, vom hause Vallierj, welcher
auch, wie der vorige Cornaro, fluchs anfangs
krangk worden, und wol baldt auch sterben
dörfte, wie ihm prophezeyet ist worden.
Interim, helt man doch zu Venedig, die
gewöhnlichen, Regatten, und Freẅdenfeste
bey der cröhnung. Fünf reich beladene
kauffmannsSchiffe, sollen die Türckischen || [[Handschrift: 333r]]
Seeraüber, hinweg genommen, und dadurch, die jnter-
eßenten zu Venedig, in großen schaden, und verlust, gebracht haben.
Der Venezianer armada lieget vor den Darda-
nellj, den Türgken, das außlauffen, zu verwehren.
Zu Constantinopel, sol die zwytracht der Sol-
daten, mit dem Ottomanischen hofe, noch währen.
Sie beschuldigen sonderlich sehr, die alte Kayserinn9,
daß solche, nebst etzlichen Officirern, ursach, an
solchem Unheyl, seye. Die Spahi, laßen sich
noch begühtigen, und mit gelde, stillen, die
Janitzscharen aber, haben viel vornehme
köpfe, (dem bericht nach) abgerißen.


Ertzhertzogk Leopoldt Wilhelm, sol zu
Wien, ankommen sein. Theilß Kayßerliche völgker,
sollen, nach dem Niederlande, andere, nach
Schlesien zu, marchiren. Der Königlich Frantzösische
gesandte, zu Wien, sol malcontent sein, weil
er, (seiner opinion nach) nicht herrlich genung, gehalten worden.


Die Schweitzer sollen ihre Mißhelligkeitten,
zu Baden, numehr totaliter verglichen, undt beyge-
leget haben, wiewol es schweer hergegangen.

|| [[Handschrift: 333v]]

Dienstag den 24ten: Iunij; 1656. Iohannistermin.


Abermalß post, undt Victualien, von Ballenstedt.


Etwaß resolution, auß Schlesien, erhalten, wiewol
in die zimlich lange harrebangk, Gott gebe
zu glück! undt forthgang! perge <antequam moriar! et cetera>


Den Stadtvogtt Hammeln, bey mir gehabtt.


Mit Walwitzen conversiret, (welcher den
gästen von Deßaw, <an die grentze> entgegen reitten <und sie annehmen> wirdt,
undt des Gynecæj, capriccj, moderiret, pro
posse.


An die FrawMuhme, von Plötzkaw, wieder
eine höfliche antworth, ergehen laßen, auf dero
zugeschriebene endtschuldigung, dero
nicht erscheinens, und gebehtene
anderweittige verordnung, dero Stelle. perge
Gott wolle Jhrer Liebden zu dero reconvalescentz,
auß gnaden, wieder verhelffen! perge


Avis: daß Hempo von Knesebegk landeß-
hauptmann in der Alten Margk, Churfürstlich
Brandenburgischer Raht, ein wagkerer gelehrter,
und wolqualificirter vom Adel, welcher
hiebevorn, mit unß, im Böhmischen kriege, || [[Handschrift: 334r]]
undt sonsten zu hofe, und auf raysen, bey herrn-
vatter Sehligen alß Raht, undt CammerJungker
aufgewartett, auch gutes, undt böses, mit Jhrer
Gnaden, und meinem Bruder Sehliger, außgestanden,
Todes verblichen. Gott genade ihm! Also
gehen alte Treẅe diehner, undt bekandten,
nacheinander hinweg, undt weisen unß, den
weg, den wir ihnen dermaleins, nachwandeln
sollen. Beatj mortuj; quj in Domino moriuntur. Apocalypse10
perge


Etzliche vom Adel, alß: zweene Rindtorff,
ein Krop, und der braüttigam Miltitz,
seindt ankommen, und Jngerßleben alhier
hat auch mitt aufgewartett. Gestern
kahm Röders bruder an, von hartzgeroda
Christian Röder.


Zwischen, 6 und 7 uhr zu abends,
kahm mein vetter, und Schwager, Fürst Iohann Casimir mit
dero herzlieb(st)er gemahlin, wie auch Freẅlein
Eva Catherina, und den beyden iungen
vettern, von Cöhten, und von hatzgeroda[!],
auch übrigem ansehlichem comitat, ahn. Jch
erwartete ihrer, (unvermergkt) in Fürst Iohann Casimirs zimmer, || [[Handschrift: 334v]]
(denn, alß kläger, war ichs gar nicht schuldig,
auß meinem gemach, biß zum leichconduct zu gehen)
da wurden die gehörigen condolentzen, undt
curialia, gegen dem vetter, undt Schwager,
gegen dero gemahlin, undt Freẅlein Eva
Catherina, abgeleget, darnach gienge
ich, mit meiner Fraw Schwester Liebden an dero
losament die leüchtte, darneben, undt
verstahle mich, oben durch die gemächer
wieder durch. Ließe mich auch endt-
schuldigen, undt wegen unpaßligkeitt,
wie auch, alß kläger, mit Meiner
gemahlin, undt <2> Töchtern, Angelica, undt
Anna Lyßgen, alleine speisen. Die
übrigen kinder, warteten dem
vetter, und Seiner gemahlin, in des
herrn vettern gemach, (darinnen gespeiset
wardt) auff, und mein vetter, undt
Schwager, ließ seine mittgebrachte vom
adel, Freybergk, Schuelenburgk11, Zanthier12,
Randaw, undt Hoffrath Herman <auch> mit sich, eßen.

|| [[Handschrift: 335r]]


Christof Wilhelm Schlegel, hat abgeschrieben,
weil seine Fraw, eben eines Todten Söhnleins genesen.
Gott tröste ihn, und Sie, in ihrer affliction.


So lieget auch Erlachs Fraw, im puerperio,
welche Gott stärgken, und ihr die laßt,
und Joch, erleichtern wolle!


Knesebegk ist außen geblieben, dieweil sein
vatter gestorben, wie oben gemeldet.

Mittwoch den 25ten: Junij; 1656.


Jn Pommern, nach Treptaw, geschrieben, undt
die addreße nacher Stolpe, recommendiret. Gott gebe zu glück!


Theilß vom adel, schreiben ab, wegen leibes-
unpaßligkeitt, und wenig seindt noch erschienen.
Unser seindt 14 Fürstliche personen, so da mittgehen.
Man hat in den gemächern, absonderlich gefrühestückt.
Darnach, ist zu rechter zeitt, viermal geleüttet,
die Clerisey aufgezogen, die Adelichen,
und andern aufwarttungen, verrichtet,
und der conduct der Fürstlichen leiche, der
Schwester Sehligen solenniter begangen worden.
Die leichpredigt, und darzu gehörige gesänge,
und gebeth, wol absolviret, und die leiche inß
gewölbe, gesetzet, undt beerdiget worden. || [[Handschrift: 335v]]
Gott laße Sie ruhig bleiben, biß an den
iüngsten Tag, und helfe unß dermaleins,
mit freẅden, wiederumb zusammen!


Es ist in meinem gemach, gespeiset
worden, zu abends, die Trawer malzeitt
wir Fürstliche: 14 personen, saßen
darahn, und weil noch platz übrig,
ließe ich, den von Freybergk, Raht,
und hofmeister von Deßaw, wie auch,
hofrath Pfawen, mitt an die Tafel,
(so zweene vorsitze hatte) setzen.
Sonst gienge alles, in der Stille zu.

Donnerstag den 26. Junij; 1656.


heütte, ist die Inventur, auf der Eptißinn hofe,
durch Fürst Iohann Casimir vndt meine commißarien, vor-
genommen worden.


Addreße von Deßaw, in des gymnasij sachen,
bekommen.


Etzliche vom Adel, seindt dimmittiret,
dieweil Sie gar nicht bleiben wollen, <apud nuptias.>

|| [[Handschrift: 336r]]


Jch habe in angelegenheitten, den hofrath Paulum
Ludwig, zu Meiner Frawschwester Liebden geschigkt. perge
Elle a ün peu trouvè estrange, au commencement,
més jüstes desirs, (mais toutesfois avec
grande moderation & civilitè), enfin, elle
s'est accommodèe, de plüs près, a quelque satisfaction,
& i'ay aussy cedè, en beaucoup, d'affection fraternelle. perge
prenant ün fardeau, sür moy, non necessaire.


Hanß Senff, mein geheimer kammerdiehner, undt
Cammerschreiber, ist mit Maria Paschin, FreẅleinMagdt,
in der kirche, getrawet worden, nachmittage,
nach vier uhr. Gott gebe ihnen, seinen Segen!
Die Brautt, hat geführet, der Obristleütnant Lugk,
alß Fürst Iohann Casimirs abgeordneter und hofmeister Sekerka,
alß meiner. <es folgten Adeliche und andere Frawen, sei<un>dt Jungfern seind> Den Braüttigam aber: Ernst Dietrich
Röder, und hofrath Paulus Ludwig. <Andere Rähte, undt hofofficirer, auch hoffdiener, giengen auch mitt.>


Nachmittage, habe ich meinem vetter, Fürst Iohann Casimir
und dero herzlieb(st)en gemahlin Liebden wie auch Freẅlein Eva,
da sie allerseitß, in meiner gemahlin stube kahmen)
zugesprochen, und seindt lange daroben gewesen.
Jhre Liebden haben dero leütte, mehrentheilß verschicktt.
Jch habe, dem Obristleütenampt Luck, in meinem
gemach, zugesprochen, wie auch, Pariß Werdern.

|| [[Handschrift: 336v]]


Gegen abendt, seindt Meines vettern, leütte
wiederkommen.


hofmeister Freybergk von Plötzkaw, ist von
vetter Lebrechtt, zu Fürst Johann Casimirn, abge-
ordnet worden, ihn mit den Seinigen, nacher
Plötzkaw, zu invitiren, auf morgen, (gebe gott)
er hat sich aber endtschuldiget.


Auf den abendt spähte, ist die
Adeliche hochzeitt Geörge Friderichs
von Miltitz, mit unserer Jungfraw
Agnes Christina von Wirle, oder Wirleben,
gehalten worden, welcher proceß anderß-
wo aufgezeichnet ist. Gott gebe ihnen
seinen Segen, und eine friedliche ihme
wolgefällige Christliche ehe, wie
von Geislichen, und weltlichen ihnen
vielfältig gewüntzschet worden. Der
hofprediger Mencelius, hat den Sermon, undt
die Trawe verrichtet, Wallwitz aber
mit einer zierlichen schönen oration, die übergabe || [[Handschrift: 337r]]
der Brautt, am bette, dem Braüttigam, in Mein
undt meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden nahmen, und Doctor Mechovius,
hat die dancksagung, wol abgefaßet gethan.
Fürst Johann Casimir, und ich, haben die
Brautt geführet, Mein Sohn Victor aber
undt der Cöhtnische vetter Wilhelm Ludwig,
den Braüttigam, von, und zu der Trawe.


Muteten, und psalmen, hat man gesungen,
sonst keine Musick gehabt, in dieser tieffen
Trawer. Umb 10 uhr, zu abendts
ist man erst zur Tafel kommen, da brautt
undt Braüttigam, wie auch die Fürstlichen
personen, durch vom Adel, <mit dem tringken> serviret, undt
auch durch zwey vom adel, vorgeschnitten
ist worden. hofmeister Walwitz, alß der
brautt Freündt, hofmeister Freybergk
von Deßaw, und Doctor Mechovius, saßen
auch mitt, an unserer langen Tafel.
Es wurde mittelmeßig getrungken,
und umb 2 uhr, kam man, von der Tafel.
Der Hoffprediger behtete, vor: und nach der malzeitt.

|| [[Handschrift: 337v]]

Freitag den 27ten: Junij; 1656.


heütte frühe, umb 4 uhr, ist der vetter von
Cöhten, verrayset, nach Cöhten zu, en carosse.


Meine Söhne, und Töchter, seindt (in considera-
tion, meiner Sehligen schwester Liebden verlaßenschafft,
darahn ich wol am erbe, mitt zu participi-
ren hette gehabt, wenn man den rechten
nachgehen wollen?) von der Frawen
Schwester von Deßaw, theilß mit schönen
ringen, theilß mitt kleinodien, theilß
mit perlen, und rareteten, ansehlich beschengkt
worden.


hofrath, Paulus Ludwig, ist bey mir gewesen,
den vergleich, mit der Fraw Schwester Liebden in richtig-
keitt, zu bringen.


Nach dem mein vetter, und Schwager, Fürst Johann Casimir
mit den seinigen, gefrühestügkt, bin ich hinü-
ber gegangen, habe noch lange, mit ihrer Liebden
discuriret, endlich haben wir einander
Treẅhertzig Valdicirt, sonderlich, die Fraw
Schwester, welche gar wehemühtig worden. perge

|| [[Handschrift: 338r]]


Dieweil die gestrige hochzeitt, nur eine
abendthochzeitt gewesen, Alß habe ich mich
mit meiner herzlieb(st)en gemahlin, und kindern, alleine,
in meinem gemach, speisen laßen, undt
Brautt, und braüttigam, draußen, auf dem
Sahl, mit den meynigen, Adelichen, gegeßen.


Die Depesche in Pommern, nacher Treptow, und addreße nacher Stolpe
ist also expediret, das Sie durch eigenen bohten,
Morgen (gebe gott) forthgehen kan, und sol. Gott
gebe zu glügk! Segen! und forthgang! perge


Attacques, vom calculo. Gott wolle linderung geben! perge

Samstag den 28ten: Junij; 1656.


Gestern seindt auch die Sigel <vor Schwester Dorothea Bathildes Sehliger gemach> durch verordnete
Commißarien, eröfnet, undt der Fraw Freyberginn,
im nahmen, der Fraw Schwester Liebden kisten, undt
kasten, undt alles, waß darinnen gewesen, <mobilien, etcetera> ex-
tradiret worden. <Hans Senf ist bey Mir gewesen.>


Nach dem, meine empfundene SteinesSchmertzen, diese
Nacht, durch Gottes hochpreißlichen gnaden Segen, nach-
gelaßen, (der hußten zwar nicht) bin ich diesen
Morgen, mit Carolo Ursino, auf meine breitten,
hinauß reitten, da Sie schon anfangen zu meyen.
Gott erhalte, undt vermehre uns, seinen gnadenSegen! perge

|| [[Handschrift: 338v]]


Mit Wallwitz, habe ich viel: undt
mancherley geredet, von vergangenen solenniteten.
Er hat auch dangksage gethan, im nahmen
der brautt, und Braüttigams, vor alle erwie-
sene gnade, ehre, undt außrichtungen.

<Petrj Paulj> Sonntag den 29ten: Iunij; 1656.

<Regen.>


Jn die kirche conjunctim gezogen.


Doctor Mechovium, Doctor Fischer, undt den
Braüttigam <Miltitz>, extra gehabt.


Nachmittage, die besuchung der predigt eingestellt.


Mit Wallwitz, viel dißcuriret.


Ein zimlicher calculus ist diesen Morgen,
von mir gegangen, <groß> wie eine linße. Gott
lob, daß ich darvon liberiret bin! perge er
wolle mich ferner, vor solchen schmertzen, bewahren
durch seine gnadenreiche gühte! und
barmhertzigkeitt, und mich, vor zorn,
und ungedultt, gnädiglich beüten! perge

Montag den 30ten: Iunij; 1656.


Meine Söhne Victor, und Carll, seindt alle
beyde, nacher Ballenstedt verrayset, in den reiffen
vogelbeeren, schnerren, und andere vögel, zu schießen. || [[Handschrift: 339r]]
Gott wolle ihnen, eine glückliche rayse, undt wie-
derkunfft verleyhen! und sie vor unglügk gnediglich bewahren! perge


Den Amptmann, Georg Reichardt[,] Jtem: Hans Senf bey mir gehabt,
item: den Doctor Fischer, (succeßive), in diversimodis expediendis perge
Tobias Steffeck von Kolodey nun, (so fast daß Directorium, von allen sachen
führet) ist täglich, ia oft stündlich bey mir, in vielfältig,
ihme obligenden expeditionibus.


Jn der OostFrießländischen sache, haben die herren-
vettern, Fürst Johann Casimir, Fürst Hanß, undt
Fürst Lebrechtt, rescribiret, undt sich, <zu Meiner assistentz> wegen intro-
duction deßelbigen neẅen Fürsten, undt
vermehrung, eines Evangelischen Voti, gar wol
erklähret, wann ein ReichßsTag solte gehalten,
undt die Sache weitter gesucht werden?


Die Testamentarien, seindt an itzo, alhier
zu Bernburgk, versamlet, in Fürst Wolfgang Sehliger
Testaments Stiftungen, und verordnungen, zu procediren.
Es ist: 1. Christian heinrich von Börstel. 2. hanß Ernst
von Freybergk, 3. Superintendens alhier.
4. Der Superintendens von Cöhten. 5. Ein Bürger-
meister alhier.13 6. Ein Bürgemeister[!], von Cöhten.14 perge
Gott gebe! das Sie etwaß Nützliches, deliberiren,
undt außarbeitten mögen! perge

|| [[Handschrift: 339v]]


Bürgermeister Tornaw, ist herauf kommen, klaget, daß
er von Börsteln injuriirt, und affrontirt worden.
Jch habe ihn extra bey dem eßen behalten
laßen, neben, Miltitz, Schwartzenberger,
undt andern.


Miltitz, hat seinen undterthänigsten abschiedt
genommen. Wil die brautt, in kurtzem abholen.


Nachmittage, habe ich wiederumb mit
Bürgermeister Tornaw, geredet, werde inquiriren,
undt in billichen dingen, ihme schutz halten.


hofrath Jena, ist von Zerbst wiederkommen.


Meine Söhne werden auf eine Wolfs-
iagt invitirt, nacher Deßaw, undt seindt
nicht alhier. <Jena ist bey mir gewesen. perge >


Schreiben von Croßen, Halle, Leiptzigk.


Avis auß Rom, daß der Duca dj Bracciano,
ein löblicher herr, haüpt vom hause Ursin,
mit Todt abgegangen, undt wirdt Fürst Friedrich notificiret.


An Meinen Sohn Viktor Amadeus geschrieben.


Die Avisen geben: Daß der König in Schweden mit Chur
Brandenburg sich gäntzlich verglichen, undt eine alliance
offensive, et defensive, contra Polen, geschloßen.

|| [[Handschrift: 340r]]


Die Stadt Dantzigk, wehre hart blocquiret, und ihr
schon, daß frische waßer, (außer der brunnen) abgeschnitten,
undt die neben Schantzen, vom Könige in Schweden, erobert.
Warschaw wehre entsetzt, viel Stürme
davor, abgeschlagen, und ein Schatz, von 400000 ThalerThlr:
werth, im Schloße gefunden worden. König Casimirus,
wehre auch numehr davor abgezogen, ob er schon
40000 Mann, beysammen gehabt. Wittenbergk,
Eschken, undt andere tapfere leütte, lägen darinnen.


Der Kayser, hette einen gesandten, den grafen
von Pöttingen, zum Könige in Schweden, geschigkt,
welcher wol 14 tage, in Warschaw gelegen,
endlich aber nicht länger eingesperret sein wollen.


Der Czaar, sol noch, ein auge, auf Liflandt haben.


Die Staaden cunctiren, mit dem entsatz
Dantzigk, dieweil alle Städte, darwi-
der sein, mit Schweden, nicht zu brechen, außer
Amsterdam.


Vetter Hanß Geörge sol mit 6 compagnien
in Stettin, eingezogen sein.


Zwischen Frangkreich, Schweden, Engellandt,
Dennemarck, Hollandt, Moßkaw, sol eine
confederation vor sein.

|| [[Handschrift: 340v]]


Der König in Frangkreich, hat dem Marchese Mancinj,
des Cardinals vetter, daß Generalat über die
Schweitzer, gegeben, wornach viel competitores gestre-
bet, nachdem es durch den Todt, des Mareschal
de Schömberg erloschen, daßelbe Amptt.


Es continuirt, daß der Prince de Tarante, in daß
castell zu Amiens, in arrest, geführt worden.


Die Clerisey wil nichts contribuiren,
man demolire dann wieder 260 kirchen,
den reformirten, so man ihnen, anno: 1652
aufzubawen, verwilliget, und sieder
Königs Ludovicj XIII. Tode geschehen.


Valenchiennes sollen die Frantzosen
belägert haben. Die Spannischen wollen
es entsetzen, weil Graf Hennin nur
mit 1000 Mann, in besatzung, liget.


hertzog Carll von Lottringhen, sol
loß kommen, wenn dadurch, der König in
Spannien, seine völgker, kan an sich ziehen.


Jn Catalonien, haben die Spannischen
das Præ.

|| [[Handschrift: 341r]]


Der Nuncius zu Madrill, helt genawe jntelli-
gentzen, doch heimlich mit dem Nuncio zu Paris.


Die Spannier, nehmen noch überall Schiffe den
Engelländern, und haben Calis Malis, undt
Gibraltar, so wol versehen, das daselbst der
Admiral Blaecke, nichts außrichten können.


Der Düc d'yorgk hat zum Könige in En-
gellandt, seinem bruder, gewoltt, ihm zu
helfen, und zu dienen, allein, der König in Frankreich
hat es ihme, nicht gestatten wollen, auß
beysorge, die andern Engelländer, so in seinen
diensten wehren, dörften auch dahin gehen.


Zu Napolj graßiret die pest dermaßen, das
zu 6[,] 7[,] 800 Menschen, in manchem Tage sterben,
undt die benachtbarten einen abscheẅ, davor haben.


Der Pabst hat der Donna Olympia befohlen,
einen kasten mit 400 mille kronen, so bey Pabsts
Innocentij X. bette gestanden, zu restituiren,
darüber Sie gar trawrig, andere aber, frölich worden.


Jn Jtalien, stärgken sich die Frantzosen, und Spannier.
Duca di Mantoua, bleibet neutral. Duca di Modena
hat einen anschlag auff Vercellj gehabt, so mißlungen. || [[Handschrift: 341v]]
Etlichen Officirern aber, in der Festung, welche
umb die verrähterey gewußt, wirdt mit
einem scharfen proceß, nach dem sie eingezogen
worden, gedroẅet.


Der Venezianer armada, sol wieder
vor den Dardanellj, liegen.


Textapparat
a Im Original "wie auch, Schwartzenberger Bährenreüth, der Amptmann, undt andere" korrigiert in "wie auch der Amptmann, Bährenreüth, Schwartzenberger, undt andere.".
b Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Lc 14,12-25.
2 Person nicht ermittelt.
3 Apc 3,10.
4 Identifizierung unsicher.
5 Zitat nach Erasmus: Adagia, S. 22.
6 Lc 15,4-10.
7 Lc 15,11-32.
8 Person nicht ermittelt.
9 Identifizierung unsicher.
10 Apc 14,13.
11 Identifizierung unsicher.
12 Identifizierung unsicher.
13 Infrage kommen die Talstädter Bürgermeister Joachim Döring, Christoph Seese und Martin Tornau sowie die Bergstädter Bürgermeister Balthasar Fuß, Christoph Spiegel und Heinrich Schmidt.
14 Infrage kommen Christoph Öhler oder Joachim Ulrich.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1656_06.xml
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abschreiben
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das vorher geschriebene aufkündigen, widerrufen
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schriftliche Nachricht, Zuschrift
Affliction
Qual, Plage, Ängstigung
affrontiren
beleidigen, kränken
Ambassador
Gesandter, Botschafter
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
arriviren
ankommen, eintreffen
aufschlagen
zurückschlagen, in die Flucht schlagen, besiegen
aufschlagen
(den Preis) erhöhen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
bandisiren
verbannen
bandisiren
ächten
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Beisorge
Sorge, Besorgnis, Bedenken, Furcht
besorgen
befürchten, fürchten
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
caressiren
umschmeicheln
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
consoliren
trösten
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
cunctiren
zögern
deliberiren
überlegen, beratschlagen
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
einziehen
verhaften
extradiren
an einen Berechtigten aushändigen/übergeben
Exulant
aus Glaubensgründen vertriebene Person (meist für vertriebene Protestanten aus den habsburgischen Erbländern und anderen rekatholisierten Territorien)
genungsam
genügend, hinreichend
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
incurriren
einfließen, einlaufen
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
Intelligenz
Einverständnis
Intelligenz
(geheime) Zuträgerschaft, Informanten, Spitzel
investiren
belehnen
investiren
in ein Amt einsetzen
investiren
besetzen
invitiren
einladen
Johannistermin
zum Gedenktag für Sankt Johannes den Täufer (24. Juni) gesetzte Fälligkeit einer Zahlungsfrist
leibguardia
Leibwache, Leibgarde
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
moderiren
mindern, herabsetzen, (mäßigend) abändern, modifizieren
moderiren
(sich) mäßigen, zähmen
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
Mutete
Motette [i. e. mehrstimmigen Vokalmusik]
Novelle
Neuigkeit
Opinion
Meinung
Oration
Rede
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
progredi(i)ren
fortschreiten, vorgehen, vorrücken
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
rescribiren
zurückschreiben, antworten
rescribiren
eine Verfügung erlassen, anordnen
schätzen
mit außerordentlicher Geldzahlung (Ranzion) belegen, besteuern
Schnerre
Schnarrdrossel
sieder
seit
Sipahi (Spahi)
Reiter im osmanischen Heer
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
spoliiren
berauben, plündern
Tag Peter und Paul
Gedenktag für die beiden Apostel Petrus und Paulus (29. Juni)
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Trinitatis
Fest der Heiligen Dreifaltigkeit (erster Sonntag nach Pfingsten)
tummeln
(ein Pferd) in bestimmten Gangarten zur Übung reiten
tummeln
in heftige Bewegung versetzen
tummeln
sich in Unruhe/Aufruhr befinden
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
Volk
Truppen
Wasserpolen
polnischstämmige Bevölkerungsgruppe in Schlesien mit einem eigenem polnischen Dialekt unter deutschen und tschechischen Spracheinflüssen
Zeitung
Nachricht
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürst Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1643
gest. 1709
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Neffe Christians II.; seit 1670 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode.

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Fürstin Agnes Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1612
gest. 1629
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Züchtige"); seit 1628 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Amoena Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1609
gest. 1628
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Sparsame"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; 1617 Gründerin und Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Enthaltende").

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Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Holdselige").

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Fürst Berengar von Anhalt-Bernburg

geb. 1626
gest. 1627
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Bogislaw von Anhalt-Bernburg

geb. 1633
gest. 1634
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürst Christian III. von Anhalt-Bernburg

geb. 1631
gest. 1631
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

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Fürst Ferdinand Christian von Anhalt-Bernburg

geb. 1643
gest. 1645
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1629
gest. 1629
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Louise Amalia von Anhalt-Bernburg

geb. 1606
gest. 1635
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; seit 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Sanftmütige").

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

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Fürstin Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1627
gest. 1627
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen
Fürst Wolfgang von Anhalt-Bernburg

geb. 1492
gest. 1566
Anm.: Sohn des Fürsten Waldemar VI. von Anhalt (1450-1508); alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen (1508-1562) und Anhalt-Bernburg (1544-1562) sowie 1508-1544 gemeinsame Regierung mit seinen Dessauer Vettern Johann IV. (1504-1551), Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) in Anhalt-Bernburg und Anhalt-Zerbst; seit 1525 Förderer der Reformation in Anhalt; 1547-1552 Reichsacht wegen Beteiligung am Schmalkaldischen Krieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Fürstin Ehrenpreis von Anhalt-Plötzkau

geb. 1625
gest. 1626
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

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Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Ott(o)mar Baumeister d. Ä.

geb. 1590/91
gest. 1670
Anm.: Sohn des Johann Baumeister aus Soest; spätestens 1639 Bauherr, 1640 vermutlich Reitherr und 1645 bis 1658 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Robert Blake

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Humphrey Blake; 1640, 1645, 1653, 1654 und 1656 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); ab 1646 englischer General at sea; seit 1656 Lord Warden of the Cinque Ports.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Prince Alexandre (II) Hippolyte Balthazar de Bournonville
Comte Alexandre II de Hénin-Liétard

geb. 1616
gest. 1690
Anm.: Sohn des Duc Alexandre I de Bournonville, Comte de Hénin-Liétard et Vicomte de Barlin (1533-1585); kaiserlicher Rittmeister (1638), Obrist (1641) und Generalfeldwachtmeister (1648); ab 1649 kaiserlicher Kämmerer; seit 1650 spanischer Generalkapitän; ab 1656 Comte de Hénin-Liétard; seit 1658 Prince de Bournonville; ab 1672 kaiserlicher Generalfeldmarschall und Ordensritter vom Goldenen Vlies; seit 1676 spanischer Maestre de campo general und Mitglied des Kriegsrats; später Vizekönig von Katalonien (1678-1684) und Navarra (ab 1686).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgräfin Barbara Eusebia von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Barbara Eusebia Borzita von Martinitz
Geburtsname: Gräfin Barbora Eusebie Bořitova z Martinic
Gräfin Barbara Eusebia von Wrtby
Gräfin Barbora Eusebie z Vrtby

geb. ca. 1605
gest. 1656
Anm.: Tochter des Grafen Jaroslaus Borzita von Martinitz (1582-1649); 1630-1648 erste Ehe mit Graf Sezima Johann von Wrtby (1578-1648); seit 1650 zweite Ehe mit Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg (1587-1665).
Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb. 1587
gest. 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1631 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; dänischer Obrist (1625-1627) und Generalleutnant (1626); 1630/31 auch erzstiftisch-magdeburgischer Obrist; 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanzielle Entschädigung durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ernst Ludwig von Burgsdorff

gest. 1656
Anm.: Sohn des Hans Christoph von Burgsdorff (1602-1672); kurbrandenburgischer Kornett (1656) und möglicherweise Rittmeister.
Hans Christoph von Burgsdorff

geb. 1602
gest. 1672
Anm.: Sohn des Christoph Ulrich von Burgsdorff (gest. ca. 1605/06); Obrist zunächst in schwedischen, später in kurbrandenburgischen Diensten; spätestens seit 1645 schwedischer Kommandant in Halberstadt (bis 1648) und Oberkommandant im gesamten Fürstentum Halberstadt (1648-1650); danach kurbrandenburgischer Kommandant von Halberstadt (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Margherita Colonna
Principessa Margherita di Butera
Principessa Margherita di Pietraperzia
Duchessa Margherita di Tagliacozzo
Geburtsname: Margherita Branciforte

geb. 1605
gest. 1659
Anm.: Tochter des Francesco Branciforte, 4. Principe di Butera e Pietraperzia (1575-1622); seit 1622 Nachfolgerin ihres Vaters als 5. Principessa di Butera e Pietraperzia; 1625-1641 Ehe mit Federico Colonna, Duca di Tagliacozzo (1601-1641).
Cornaro, Familie
Cornèr, Familie

Anm.: Venezianische Patrizierfamilie.
Francesco Cornaro
Francesco Cornèr

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Giovanni Cornaro (1556-1629), ab 1625 Doge der Republik Venedig; 1618 Provveditore al Cottimo di Londra, dann Provveditore alle Rason vecchie; ab 1619 wiederholt Mitglied im Senat (Consiglio dei Pregadi) (1619, 1622-1624, 1630, 1636, 1639, 1640, 1644, 1646-1648, 1650-1655) bzw. der Zonta des Senats (1631, 1632, 1633, 1641, 1642); 1624 Consigliere delle leggi bzw. Depositario del Banco del giro; 1630-1631 Capo des Sestiere San Polo; ab 1630 zugleich Regolatore sopra le Scritture; 1631 erneut Depositario del Banco del giro; 1631-1633 und 1652 Provveditore sopra gli Ospedali e i Luoghi pii; 1632-1634 und ab 1637 Provveditore in Zecca; 1634-1636 Capitano (Stadthauptmann) von Brescia; 1636-1637 Provveditore sopra i Monti; 1638 und erneut 1645 Mitglied im Consiglio dei Dieci (Rat der Zehn); 1639 Inquisitore alle Legne; 1640-1641 Savio alla Mercanzia; 1640 Tansadore des Sestiere Santa Croce; 1641 Depositario in Zecca; 1641-1642 Provveditore in Zecca; 1642 Provveditore sopra i Denari; 1642, 1646 und 1651 Esecutore contro la Bestemmia; 1644-1646 Provveditore sopra i Monasteri; 1645 Tansadore des Sestiere San Polo; 1645 Inquisitore all’Ufficio del sale; 1648 Provveditore sopra la costruzione della chiesa di S. Maria della Salute; 1653 Riformatore allo Studio di Padova; 1655 Regolatore alla Scrittura sowie Savio alle Acque; 1656 Doge der Republik Venedig.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

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König Jakob II. von England
König Jakob II. von Irland
König Jakob VII. von Schottland

geb. 1633
gest. 1701
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1644-1685 Duke of York; 1685-1689 König von England und Schottland; 1685-1690 König von Irland; von seiner Absetzung durch die Glorious Revolution (1688/89) bis zu seinem Tod jakobitischer Thronprätendent; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Sibylla Eleonora von Erlach
Geburtsname: Sibylla Eleonora von Börstel

geb. 1619
gest. 1670
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); 1635-1642 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1642 Ehe mit August Ernst von Erlach (1616-1684).

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Alexander Erskein
Alexander Erskine

geb. 1598
gest. 1656
Anm.: Sohn des schottischen Adligen und Greifswalder Kaufmanns Walter Erskein (1569-1643); ab 1628 in schwedischen Diensten als Hofrat und Agent in Stralsund; 1632-1634 Resident für Thüringen in Erfurt; 1634-1636 Kriegsrat bei der Hauptarmee; seit 1637 pommerscher Assistenzrat; ab 1643 Präsident des pommerschen Appellationsgerichts; 1645/46 Assistenzrat des schwedischen Generalfeldmarschalls Lennart Torstensson (1603-1651) in Leipzig; 1647/48 Vertreter der von der schwedischen Armee erhobenen Entschädigungsansprüche beim Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Kriegsratspräsident und Reichsrat; 1649/50 Unterhändler auf dem Nürnberger Exekutionskongress; Rat in den schwedisch besetzten Herzogtümern Bremen (1650) und Verden (1652); ab 1653 Kriegs- und Etatspräsident der Herzogtümer Bremen und Verden; seit 1655 Kriegspräsident der schwedischen Armee in Polen; 1656 polnischer Kriegsgefangener; 1655 Erhebung in den Freiherrenstand; ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürsichtige").

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Francesco I d' Este
Duca Francesco I di Modena e Reggio

geb. 1610
gest. 1658
Anm.: Sohn des Alfonso III d'Este, Duca di Modena e Reggio (1591-1644); ab 1629 Duca di Modena e Reggio; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Ranuccio II Farnese
Duca Ranuccio II di Parma e Piacenza
Duca Ranuccio II di Castro

geb. 1630
gest. 1694
Anm.: Sohn des Odoardo I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1612-1646); seit 1646 Duca di Parma e Piacenza und 1646-1649 Duca di Castro (bis 1648 unter Vormundschaft).

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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König Ludwig XIII. von Frankreich
König Ludwig II. von Navarra

geb. 1601
gest. 1643
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); seit 1610 König von Frankreich und Navarra (bis 1617 unter Regentschaft seiner Mutter Maria).

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Elisabeth Magdalena von Freyberg
Geburtsname: Elisabeth Magdalena von Oeynhausen

geb. 1610
gest. 1672
Anm.: Tochter des Moritz von Oeynhausen (1568-1624) auf Belmede; seit 1626 Hofjungfer in Bernburg; 1628-1669 Ehe mit Hans Ernst von Freyberg (1605-1669); spätestens 1656 Hofmeisterin der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); vgl. Julius v. Oeynhausen: Geschichte des Geschlechts von Oeynhausen, Bd. 3, Frankfurt am Main 1889, S. 389-391.

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Hans Ernst von Freyberg

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Erbherr auf Elsdorf; Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; um 1639 im Dienst des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); um 1643/49 und erneut ab 1656 Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); um 1650/56 anhaltisch-plötzkauischer Rat und Hofmeister; später Hofmeister und ab 1660 auch Wittumsrat der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); spätestens seit 1642 Mitglied des Größeren, später auch des Engeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; zugleich Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

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Balthasar Fuß

geb. 1596
gest. 1668
Anm.: Sohn des Bernburger Kürschners und Ratskämmerers Matthias Fuß; um 1624/26 Ratsbauherr, um 1628 Ratskämmerer und spätestens seit 1630 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt; zugleich Inhaber des Gasthofs "Zum Weißen Ross".
Graf Matthias Gallas
Duca Matthias di Lucèra

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen und kaiserlichen Kriegsdiensten (1615-1617); 1626-1630 ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1629), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632); seit 1635 Duca di Lucèra.

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Jean-François Paul de Gondi
Erzbischof Jean-François Paul von Paris
Kardinal de Retz

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Sohn des Philippe-Emmanuel de Gondi, Comte de Joigny (1580-1662) (aus dem Haus der Duc de Retz); 1638 Priesterweihe; 1643-1654 Koadjutor und designierter Nachfolger seines Großonkels Jean-François de Gondi, Erzbischof von Paris (1584-1654); ab 1644 zugleich Titularerzbischof von Korinth; 1648-1652 Beteiligung an der Fronde; seit 1652 Kardinal; 1652-1654 Inhaftierung als Frondeur; 1654-1662 Leben im Exil und (nominell) Erzbischof von Paris; Verfasser bedeutender Memoiren.

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Carlo III Gonzaga di Nevers
Duc Charles II de Nevers et Rethel
Duca Carlo II di Mantova e Monferrato
Duc Charles IV de Mayenne

geb. 1629
gest. 1665
Anm.: Sohn des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1632-1654 Duc de Mayenne; seit 1637 Duca di Mantova e Monferrato; 1637-1659 zudem Duc de Nevers et Rethel (bis 1647 unter Vormundschaft).

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Niccolò Guidi di Bagno
Erzbischof Niccolò von Athenae
Erzbischof Niccolò von Senigallia

geb. 1583
gest. 1663
Anm.: Sohn des Fabrizio Guidi di Bagno; zunächst in päpstlichen (zuletzt als General) und spanischen Kriegsdiensten; 1644-1657 Titularerzbischof von Athenae; 1643-1656 Apostolischer Nuntius in Frankreich; ab 1657 Kardinal; seit 1658 Erzbischof (ad personam) von Senigallia.

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Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Haseki Sultan (Osmanisches Reich) Ayşe

geb. 1614
gest. ca. 1680
Anm.: Seit 1630 Hauptfrau (Haseki Sultan) von Sultan Murad IV. (1612-1640), dem sie mehrere Söhne gebar.
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Heinrich (2) N. N.

Anm.: Um 1651 Hunde- bzw. Jägerjunge des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Georg Hermann

geb. 1608
gest. 1666
Anm.: Sohn des Georg Hermann (ca. 1570-1651); Studium in Zerbst und Bremen; 1630-1636 Präzeptor verschiedener junger Adliger; 1636-1641 Advokat in Dessau; 1641-1644 fürstlicher "Amtsverwalter" in Dessau; 1648-1657 anhaltisch-dessauischer Hof- und Kanzleirat; seit 1657 Kanzleidirektor; vgl. Georg Raumer: Hiobs Meinung/ Streit und Hoffnung von der Todten Menschen Leben [...], Köthen 1667, o. S.

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Heinrich Heseler

geb. 1628
gest. 1716
Anm.: Sohn des Bernburger Schlossbäckermeisters Georg Heseler; 1645-1650 Studium der Theologie in Bremen; 1650/51 Prediger in Bernburg; 1652-1656 Pfarrer in Hohnsdorf; 1656-1660 Schulrektor in Bernburg; seit 1660 Oberprediger in Hoym; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.
Kaspar von Ingersleben

gest. 1684
Anm.: Vermutlich aus dem Erzstift Magdeburg stammender Adliger, der in Bernburg lebte.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Hempo (1) von dem Knesebeck

geb. 1595
gest. 1656
Anm.: Sohn des Thomas von dem Knesebeck (1559-1625); 1618-1626 zunächst Kammerjunker und Stallmeister, bald darauf Rat und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 kurbrandenburgischer Kriegskommissar; seit 1646 Landeshauptmann der Altmark und Direktor der altmärkischen Ritterschaft; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gute").

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Thomas (3) von dem Knesebeck

geb. 1628
gest. 1689
Anm.: Sohn des Hempo von dem Knesebeck (1595-1656); 1659 anhaltischer Gesandter in Wien; 1660-1665 Geheimer Rat und Hofmeister des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); 1665-1670 Wittumsrat und Hofmeister der Fürstin Elisabeth Charlotte (1647-1723) sowie Hofmarschall aller anhaltischen Höfe; 1670-1672 brandenburgisch-bayreuthischer Geheimer Rat, Oberhofmarschall und Kammerdirektor; 1672-1688 Oberhofmeister der Kurfürstin Dorothea Sophia von Brandenburg (1636-1689); zugleich kurbrandenburgischer Geheimer Rat (bis 1689), Landeshauptmann der Altmark (seit 1680) sowie Kammergerichts- und Konsistorialpräsident (1686); seit 1661 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gesegnete").

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Daniel Friedrich von Kropff

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Angehöriger des erzstift-magdeburgischen Adelsgeschlechts; Sohn des Wipprecht von Kropff (gest. 1632); Erbherr zu Gröningen.
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
William Lockhart of Lee

geb. 1621
gest. 1675
Anm.: Sohn von Sir James Lockhart, Laird of Lee (1596-1674); vor 1644 französischer Rittmeister; 1644-1651 Obristleutnant (1644) und Obrist (1648) der schottischen Covenanters; 1654 Commissioner for Justice für Schottland; 1656-1660 außerordentlicher englischer Resident bzw. Botschafter in Paris; 1658-1660 zugleich englischer Gouverneur von Dünkirchen; Mitglied in den Parlamenten des englischen Commonwealth (1653) bzw. des Protektorats in Westminster (1654/55, 1656-1658) sowie im schottischen Parlament (1669-1672); 1671 außerordentlicher Gesandter nach Kurbrandenburg und Braunschweig-Lüneburg; 1673-1675 erneut englischer Botschafter in Frankreich.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Johann Lorenz von Lucke

gest. 1684
Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Kaspar von Lucke (gest. 1655?); seit 1651 Erbherr auf Waldau; schwedischer Obristleutnant.
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Francesco Maria Mancini

geb. 1606
gest. 1672
Anm.: Sohn des Barone Paolo Mancini (gest. 1635); 1633 päpstlicher Statthalter der Städte Terni, Norcia, Todi und der gesamten Sabina; Referent des Obersten Gerichtshofs der Apostolischen Signatur; 1645-1660 Sekretär der Kongregation für gute Regierungsführung (Congregatio boni regiminis); 1660-1670 Kardinaldiakon von San Vito und San Modesto; seit 1661 auch Kommendatarabt von La Chaise-Dieu, Saint-Lucien de Beauvais und Saint-Pierre de Préaux (als Nachfolger des Kardinals Mazarin); 1670-1672 Kardinalpriester von San Matteo in Merulana; Testamentsvollstrecker des Nachlasses von Kardinal Mazarin in Italien.

Weiterführende Informationen in VIAF
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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(Carlo) Camillo Massimo
Patriarch Camillo von Jerusalem

geb. 1620
gest. 1677
Anm.: Sohn des Giacomo Luigi Massimo, Marchese di Arsoli; päpstlicher Hausprälat; seit 1651 Kleriker der Apostolischen Kammer; 1653-1670 Bischof und (lateinischer) (Titular-)Patriarch von Jerusalem; Apostolischer Nuntius in Spanien (1654-1656); seit 1670 Kardinal sowie Kardinaldiakon von Santa Maria in Dominica (1671-1673), Sant'Eusebio (1673-1676) bzw. Sant'Anastasia (1676-1677).

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Agnes Christina von Miltitz
Geburtsname: Agnes Christina von Werleben

Anm.: Thüringische Adlige; spätestens ab 1648 fürstliche Hofjungfer in Bernburg (bis 1656); seit 1656 Ehe mit Georg Friedrich von Miltitz (geb. 1627).
Georg Friedrich von Miltitz

geb. 1627
gest. nach 1669
Anm.: Sohn des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); Erbherr auf Podelwitz, Priesteblich und Groß Rosenburg.
Sanduny Mehmet Ali Murze
Sanduny Mehmet 'Alī Mirzā

Anm.: 1656 Gesandter des Khans der Krimtartaren Mehmed IV. Giray in Kurbrandenburg.
Willem Nieupoort

geb. 1607
gest. 1678
Anm.: Sohn des Willem Nieupoort; 1636-1672 Mitglied der Vroedschap van Schiedam; 1653/54 niederländischer Gesandter in England; 1654-1657 außerordentlicher und 1657-1660 ordentlicher Botschafter in London.

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Christoph Öhler
Christoph Oeler

gest. 1658
Anm.: Vermutlich Sohn des Köthener Bürgermeisters Johann Öhler (gest. nach 1601); um 1620 Ratskellerverwalter; um 1628/58 Bürgermeister von Köthen.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Orsini, Familie

Anm.: Römisches Hochadelsgeschlecht.

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Paolo Giordano II Orsini
Duca Paolo Giordano II di Bracciano
Principe Paolo Giordano di Piombino

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Virgionio Orsini, Duca di Bracciano (1572-1615); seit 1615 Duca di Bracciano; 1622-1628 Principe di Piombino (de jure uxoris); 1625 Erhebung in den Reichsfürstenstand.

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Graf bzw. Fürst Enno Ludwig von Ostfriesland

geb. 1632
gest. 1660
Anm.: Sohn des Grafen Ulrich II. von Ostfriesland (1605-1648); ab 1651 regierender Graf und seit 1654 Fürst von Ostfriesland.

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Olimpia (1) Pamphilj
Olimpia Nini
Geburtsname: Olimpia Maidalchini

geb. 1591
gest. 1657
Anm.: Tochter des Sforza Maidalchini (1561-1623); 1608-1611 erste Ehe mit Paolo Nini (1588-1611); 1612-1639 zweite Ehe mit Pamphilio Pamphilj (1563/64-1639); Schwägerin und enge Beraterin von Papst Innozenz X. (1574-1655).

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Papst Alexander VII.
Erzbischof Fabio von Imola
Bischof Fabio von Nardò
Fabio Chigi

geb. 1599
gest. 1667
Anm.: Sohn des Sieneser Bankiers Flavio Chigi (1548-1611); 1635-1652 Bischof von Nardò; 1639-1651 Apostolischer Nuntius in Köln, als solcher auch päpstlicher Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1649); ab 1652 Kardinal; 1652-1655 Kardinalstaatssekretär; 1653-1655 zudem Erzbischof von Imola; seit 1655 Papst.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Giovanni Pesaro

geb. 1589
gest. 1659
Anm.: Sohn venezianischen Patriziers Vettore Pesaro; venezianischer Botschafter in Savoyen (1620/21), Frankreich (1621-1624), England (1624-1626) und Rom (1630-1632); 1631 Savio des Dogen; ab 1641 Prokurator von San Marco; seit 1658 Doge der Republik Venedig.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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Graf Franz Eusebius von Pötting

geb. 1627
gest. 1678
Anm.: Sohn des Friedrich von Pötting (1577-1642); 1647 Appellationsrat; 1649-1664 Vizekanzler von Böhmen; seit 1650 Reichskämmerer; 1656 kaiserlicher Sondergesandter zum König Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660) nach Polen; 1663-1674 kaiserlicher Botschafter in Madrid; 1649 Erhebung in den Grafenstand; seit 1663 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Giacomo Querini

geb. 1619
gest. 1677
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Francesco Querini (1585-1660); Mitglied der venezianischen Gesandtschaft unter Alvise Contarini (1597-1651) beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1643/44); Savio agli Ordini (1645); Governatore di Galea (1647); Savio die Terraferma (1651); venezianischer Gesandter in Spanien (1652-1656 und 1659-1661); Savio alle Acque (1659); Ernennung zum Ritter (Caballero) in Spanien (1661); Botschafter in Rom (1662-1668); Ratsherr für den Stadtteil Dorsoduro (1668-1669); Mitglied des Rats (1670); Bailo (Repräsentant) der Republik Venedig in Konstantinopel (1671-1675); Ratsherr für den Stadtteil Castello (1675-1676); Mitglied des Senats (1676-1677).
Johann Ernst von Randow

gest. 1673
Anm.: Sohn des Hans Kaspar von Randow (1584-1633) auf Loburg, Padegrim und Neudorf (b. Brieg); Erbherr auf Neudorf und Polnisch Jägel; um 1656/59 Kammerjunker des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); später liegnitz-briegischer Kammerjunker; vgl. Olof v. Randow: Die Randows. Eine Familiengeschichte, Neustadt a. d. Aisch 2001, S. 420f.
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Daniel von Rindtorf

geb. ca. 1600
gest. 1679
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben; um 1645/46 Amtshauptmann von Großalsleben.
Kaspar von Rindtorf

geb. ca. 1605
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben.
August Friedrich von Röder

Anm.: Sohn des Ernst Dietrich von Röder (ca. 1608-1686); seit 1656 Edelknabe des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Christian von Röder

geb. 1610
gest. 1697
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Harzgerode; um 1635 Aufwärter des kaiserlichen Obristen Peter von Götz (gest. 1638).
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Michiel Adriaenszoon de Ruyter

geb. 1607
gest. 1676
Anm.: Sohn des Seemannes und späteren Bierlieferanten Adriaen Michielszoon de Ruyter; ab 1618 Ausbildung zum Seemann; 1633-1635 Steuermann auf einem Walfangschiff; 1637-1640 Kapitän bei der Vlissinger Lampsen-Reederei; 1641 Schout-bij-nacht (Konteradmiral) der niederländischen Kriegsmarine; danach Handelsschiffkapitän und Kaufmann; 1652-1654 Geschwaderkommandeur der Admiralität von Zeeland; 1654-1665 Vizeadmiral der Admiralität von Amsterdam; 1665-1675 Admiralleutnant und seit 1675 General-Admiralleutnant der niederländischen Kriegsflotte.

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Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

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Herzog Johann Georg I. von Sachsen-Eisenach

geb. 1634
gest. 1686
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); 1655-1660 in kurbrandenburgischen Kriegsdiensten als Obrist (1656), Generalmajor (1658) und Generalwagenmeister (1659); 1668-1671 Regent und ab 1671 regierender Herzog von Sachsen-Eisenach; 1674/75 kaiserlicher Obrist und Feldmarschallleutnant; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Trachtende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Dorothea Maria von Sachsen-Zeitz
Geburtsname: Herzogin Dorothea Maria von Sachsen-Weimar

geb. 1641
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); seit 1656 Ehe mit Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz (1619-1681).

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Herzog Moritz (1) von Sachsen-Zeitz

geb. 1619
gest. 1681
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Zeitz (kursächsische Sekundogenitur); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sittsame").

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Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Katharina (von) Schlegel
Geburtsname: Katharina (von) Spiegel

gest. 1678
Anm.: Tochter des kursächsischen Amtshauptmanns Dietrich (von) Spiegel auf Paubitzsch; seit spätestens 1646 Ehe mit Christoph Wilhelm (von) Schlegel (gest. 1679).
Christian Schmidt

gest. 1656
Anm.: Angeblich polnischstämmiger Schlesier; um 1645/50 schwedischer Kriegskommissar im Hochstift Halberstadt; vor 1656 Generalkriegskommissar des Königs Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660) in Polen; 1656 Ermordung auf einer Reise.
David Schmidt

geb. ca. 1630/32
gest. nach 1660
Anm.: Sohn des Harzgeröder Amtsschreibers und späteren Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt; seit 1648 Studium am Gymnasium Illustre in Zerbst; um 1658/60 Amtsverweser der Ämter Ballenstedt und Hoym.
Heinrich Schmidt

gest. 1668
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); um 1643 Kirchvater an St. Aegidien zu Bernburg; seit 1644 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Joachim Ernst Schör

geb. 1616
gest. 1665
Anm.: Geboren in Zerbst; um 1648/57 Stadtschreiber in der Talstadt zu Bernburg; spätestens 1658 auch Gerichtsschreiber; ab 1658 Bürgermeister der Talstadt.
Charles de Schomberg
Duc Charles d' Halluin
Comte Charles de Nanteuil-le-Haudouin

geb. 1601
gest. 1656
Anm.: Sohn des Henri de Schomberg, Comte de Nanteuil-le-Haudouin (1575-1632); ab 1620 durch Heirat Duc d'Halluin; seit 1632 Comte de Nanteuil-le-Haudouin; 1633-1645 Gouverneur des Languedoc; ab 1637 Maréchal de France; seit 1645 Gouverneur der Festung Metz und der Trois-Évêchés; ab 1647 zudem Colonel général des Cent-Suisses et Grisons; 1648/49 auch französischer Vizekönig von Katalonien.

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Johann Kasimir von der Schulenburg

geb. 1623
gest. 1672
Anm.: Sohn des Levin von der Schulenburg (1581-1640); Erbherr auf Schochwitz, Liebsdorf, Erdeborn und Lütgendorf; seit 1669 anhaltischer Landrat; vgl. Johann Friedrich Danneil: Das Geschlecht der von der Schulenburg, Bd. 2, Salzwedel 1847, S. 508f.

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christoph Seese

gest. 1677
Anm.: Geboren in Zerbst; um 1644 Stadtleutnant und seit 1646 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1646-1649, 1651, 1654, 1657, 1660, 1662, 1668 und 1671 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Katharina Sekyrka von Sedschitz
Kateřina Sekerka ze Sedčic
Geburtsname: Katharina Audrzky von Audritz
Geburtsname: Kateřina Údrcký z Údrče

gest. 1656
Anm.: Erste Gemahlin des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658).
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Maria Senf
Geburtsname: Maria Pasch

Anm.: Gebürtig aus Lübeck; vor 1656 fürstliches Kammermädchen in Bernburg; seit 1656 Ehe mit dem Kammerscheiber Johann Senf.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Francisco de Sousa Coutinho

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gonçalo Vaz Coutinho; seit 1623 Vertreter des Hauses Bragança in Madrid; portugiesischer Sonderbotschafter in Kopenhagen und Stockholm (1641) sowie Gesandter in Den Haag (1643-1650), Paris (1651-1653) und Rom (1655-1658).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Christoph Spiegel

geb. 1596
gest. 1666
Anm.: Sohn des Bernburger Rentmeisters Johann Spiegel; um 1627/36 Ratsbauherr und spätestens seit 1637 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Johann (1) Tappe

gest. nach 1659
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Amtmanns David Tappe (gest. 1625); um 1644/57 fürstlicher Amts- bzw. Kornschreiber in Bernburg; seit 1649 ebenso Stadtkämmerer der Bernburger Bergstadt (noch 1659); um 1651/53 zugleich Stadtschreiber; um 1656/57 Amtsschreiber.
Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Cornelis Maartenszoon Tromp
Graf Cornelis Maartenszoon von Sølvesborg

geb. 1629
gest. 1691
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Maarten Harpertszoon Tromp (1598-1653); 1645 Lieutnant (1645), Kapitän (1649), Konteradmiral (1653), Vizeadmiral (1665) und Lieutenant-Admiral-General (1679) der niederländischen Marine; dazwischen 1658-1662 Entzug des Kommandos wegen illegaler Handelsgeschäfte; 1666-1673 zeitweilige Entlassung aus dem Kriegsdienst; seit 1676 dänischer Admiral-General im Schonischen Krieg; 1677 Erhebung zum Grafen von Sølvesborg.

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Joachim Ulrich

gest. 1661
Anm.: Um 1628/36 Ratskämmerer und um 1636/61 Bürgermeister der Stadt Köthen.
Bertuccio Valier

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Silvestro Valier (1569-1622); 1621 Savio agli Ordini bzw. Camerlengo di Comun; 1624 Capitano (Stadthauptmann) von Bergamo; ab 1625 acht Mal Savio di Terraferma (zuletzt 1633); seit 1626 Mitglied der Zonta des Senats; 1626 Provveditore alle Artiglierie; ab 1628 mehrfach Savio alla Mercanzia; 1629 Commissario in campo; vier Mal Mitglied des Dogenrats (Consigliere ducale) (1633, 1638, 1639, 1642); ab 1633 auch Mitglied im Consiglio dei Dieci (Rat der Zehn); zehn Mal ordentlicher Senator; ab 1636 neun Mal Cassiere di Collegio und Savio del Consiglio; zwischen 1639 und 1655 auch Savio all’Eresia, Esecutore alla Bestemmia, Provveditori sopra i Monasteri usw.; 1636 Provveditore generale in Palmanova; 1641 Commissario sopra i confini in Friuli; 1643-1644 Provveditore; 1646 Podestà von Brescia; 1652-1654 Deputato sopra la fabbrica della Salute 1656-1658 Doge der Republik Venedig.

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Valier, Familie
Valiero, Familie

Anm.: Venezianische Patrizierfamilie.
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Paris von dem Werder

geb. 1623
gest. 1674
Anm.: Sohn des Dietrich von dem Werder (1584-1657); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Reupzig und Bräsen; vor 1646 Page am Dessauer Hof; später anhaltisch-dessauischer Rat; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedfertige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Robert de Wignacourt

Anm.: Vermutlich Sohn des Philippe de Wignacourt, Seigneur de Fontaine-Tatinghem; Seigneur de Fontaine; 1652 französischer Resident beim Reichstag zu Regensburg; 1656 französischer Gesandter in Wien.
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

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Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Heinrich von Zanthier

gest. 1663
Anm.: Sohn des Erhardt von Zanthier (gest. 1634) auf Salzfurt, Capelle und Thalheim; Erbherr auf Salzfurt; um 1639/47 Hofjunker in Dessau.
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

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Altmark
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Amiens
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Amsterdam
weiterführende Informationen
Aragón, Königreich
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Asturien, Fürstentum
Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Avesnes-sur-Helpe (Avenne aan de Helpe)
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Baden (Aargau)
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Böhmen, Königreich
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Burgund, Freigrafschaft (Franche-Comté)
weiterführende Informationen
Cádiz
weiterführende Informationen
Cádiz, Insel
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Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Charolais, Grafschaft
weiterführende Informationen
Civitavecchia
weiterführende Informationen
Córdoba, Königreich
Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Dardanellen
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Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
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England, Schottland und Irland, Commonwealth von
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Ermsleben
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
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Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Galicien, Königreich
Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Genua (Genova)
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Gibraltar
weiterführende Informationen
Granada, Königreich
Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Halberstadt
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Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Halle (Saale)
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Hannover
weiterführende Informationen
Harz
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Harzgerode
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Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Italien
weiterführende Informationen
Jaén, Königreich
Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Jamaica, Insel
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Jülich, Herzogtum
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Kastilien, Königreich
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kirchenstaat
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Kochsberg (Kukesberg/Küxberg)
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg.
Königsberg (Kaliningrad)
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Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Langer Berg (Saale)
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg am Hang linkerhand von Wipper und Saale westlich von Bernburg zwischen dem heutigen Tiergarten und der Zörnitzer Mühle.
Leipzig
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León, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Livland, Herzogtum
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London
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Madrid
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Mailand, Herzogtum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Mallorca, Königreich
Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Malta (Inselgruppe)
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Maseberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg.
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Murcia, Königreich
Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Neapel (Napoli)
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Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Neuspanien (Nueva España), Vizekönigreich
weiterführende Informationen
Niederlande, Spanische
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nordhausen
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Öresund (Øresund)
weiterführende Informationen
Oostende
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Osmanisches Reich
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Ostfriesland, Grafschaft
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Ostindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Ostsee
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Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Palermo
weiterführende Informationen
Paris
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Peru, Vizekönigreich
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Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Plötzkau
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Portugal, Königreich
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Preußen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Quedlinburg
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Ratsberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg.
Rom (Roma)
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Romagna
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sardinien, Königreich
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Schlesien, Herzogtum
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Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Sizilien (Sicilia), Insel
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Sizilien, Königreich
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Spanien, Königreich
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Stettin (Szczecin)
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Stolp (Słupsk)
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Toledo, Königreich
Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Toskana, Großherzogtum (Florenz, Großherzogtum)
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Treptow an der Rega (Trzebiatów)
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Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Valencia, Königreich
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Valenciennes
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Venedig (Venezia)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Vercelli
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Warmsdorf
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Warschau (Warszawa)
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Weichselmünde (Wisłoujście), Festung
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Weimar
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Wien
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Bernburg, Rat der Talstadt (Alt- und Neustadt)
Confoederatio Bohemica (Böhmische Konföderation)
Anm.: 1619/20 bestehende Union der protestantischen Stände von Böhmen, Schlesien, Mähren, Ober- und Niederlausitz.
Gymnasium Illustre Zerbst
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1582 gegründete höhere Landesschule für das gesamte Fürstentum Anhalt.
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Erasmus von Rotterdam: Collected Works of Erasmus: Adages II i 1 to II vi 100, übers. von R. A. B. Mynors, Toronto/Buffalo/London: 1991. ( Collected Works of Erasmus 33 ) [Nachweis im GVK]