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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: August 1656


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 354v-383v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. August 1656
Bernburg
  • Hasen- und Wolfsjagd
  • Besuch durch den Hofprediger Johann Menzelius
  • Korrespondenz
  • Gestriges Gespräch mit dem Nachrichtenboten Matthias Netteke
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen
02. August 1656
Bernburg
  • Abreise des Stalljungen Martin Ulrich
  • Wirtschaftssachen
  • Probleme bei der Zepziger Fohlenhaltung
  • Ausritt der Söhne Viktor Amadeus und Karl Ursinus mit dem Hofrat Christoph von Jena, dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf sowie dem Hofjunker Tobias Steffeck nach Zepzig
03. August 1656
Bernburg
  • Nachrichten
  • Anhörung zweier Predigten
  • Halsentzündung von Karl Ursinus
  • Rundgang mit Inspektionen
  • Verzehr eines Saale-Karpfens
04. August 1656
Bernburg
  • Keine Besserung der Halsentzündung von Karl Ursinus
  • Wirtschaftssachen
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Anfertigung eines fürstlichen Porträts
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gartenspaziergang mit Gemahlin Eleonora Sophia
05. August 1656
Bernburg
  • Gespräch mit Jena
  • Administratives
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Korrespondenz
06. August 1656
Bernburg
  • Geschwollene Wange von Karl Ursinus
  • Anhörung der Predigt
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgast
  • Administratives
  • Gespräch und Essen mit den Brüdern Jakob Anton und Ludolf Lorenz von Krosigk
07. August 1656
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Starke Seitenstechen
  • Regen nach heftigem Mittagsgewitter
  • Nachrichten
  • Wirtschaftssachen
08. August 1656
Bernburg
  • Regen
  • Hasenjagd
  • Gespräche mit dem Küchenmeister Philipp Güder, Viktor Amadeus, Jena, Steffeck und Rindtorf
  • Administratives
  • Leichte Besserung der Gesundheit von Karl Ursinus
  • Halsentzündung der jüngsten Tochter Anna Elisabeth
  • Nachrichten
09. August 1656
Bernburg
  • Vorgestrige Niederschläge
  • Wirtschaftssachen
  • Besserung der Gesundheit von Karl Ursinus und Anna Elisabeth
  • Behandlungen durch den Hofbarbier Johann Wenzel Rothe
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
10. August 1656
Bernburg
  • Rückkehr von Ulrich
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius und der Pfarrer Georg Enderling als Essensgäste
  • Gespräche mit dem Hofmeister Gottlob Sekyrka, Dr. Mechovius, Enderling und Steffeck
  • Verzicht auf Kirchgang am Nachmittag
  • Starke gesundheitliche Beschwerden
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin und Anna Elisabeth
11. August 1656
Bernburg
  • Sehr starker Regen
  • Siebenundfünfzigster Geburtstag
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
12. August 1656
Bernburg
  • Erneute Schmerzen
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
13. August 1656
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Nachlassende Schmerzen
  • Anfertigung eines fürstlichen Porträts
  • Gespräche mit Güder, Rindtorf, Steffeck und Jena
  • Besuch durch den anhaltisch-plötzkauischen Kammerjunker Micheli
14. August 1656
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Abreise von Jena nach Aken
  • Ausritt mit Pferdewechsel
15. August 1656
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Hasen- und Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Beratung und Mittagessen mit dem Harzgeröder Hofrat Paul Ludwig
  • Abfertigungen nach Ballenstedt und Badeborn
  • Gute Behandlung des Steinleidens durch Rothe
  • Gespräche mit dem Frauenzimmer-Hofmeister Johann Esche von Wallwitz, Jena und Steffeck
  • Abreise von Wallwitz nach Dessau
  • Inspektion der Bauarbeiten an ihrem Haus durch die Gemahlin und Ludwig
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
16. August 1656
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit dem Kammerschreiber Johann Senf, Güder, Steffeck und dem Amtmann Georg Reichardt
  • Lerchenfang am Abend
  • Lektüre während Behandlung des Steinleidens
17. August 1656
Bernburg
  • Nachrichten
  • Anhörung zweier Predigten
  • David Schmidt und Menzelius als Essensgäste
  • Abfertigung von Schmidt
  • Korrespondenz
18. August 1656
Bernburg
  • Besuch durch den anhaltisch-dessauischen Pagen Christoph Heinrich von Wülcknitz
  • Korrespondenz
  • Spaziergang in den Lustgarten und Schlosskeller
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit Jena, Steffeck und dem Stadtvogt Johann Christian Hammel
  • Aufwartung durch den Konvertiten Adam Laurentius Renxien
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
19. August 1656
Bernburg
  • Regen
  • Nachrichten
  • Gespräche mit Güder, Senf und Steffeck
  • Korrespondenz
  • Abreise von Karl Ursinus mit Hammel nach Dessau
  • Berichte durch Jena und Reichardt
  • Besuch durch Graf Philip Moritz Kinsky von Wchinitz und Tettau
  • Rückkehr von Wallwitz aus Dessau
20. August 1656
Bernburg
  • Nachrichten
  • Schmerzen vom Stein
21. August 1656
Bernburg
  • Anhaltende Schmerzen bis zum Mittag
  • Gespräch mit Reichardt
  • Nachrichten
  • Beratung mit Jena
  • Korrespondenz
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Erneute Schmerzen nach dem Mittagessen
22. August 1656
Bernburg
  • Anhaltende Schmerzen
  • Entzündete Wangen der Kinder Viktor Amadeus, Anna Sophia und Anna Elisabeth
  • Gespräche mit dem Sekretär Christoph Bährenreutter und Güder
23. August 1656
Bernburg
  • Behandlung der Schmerzen
  • Gestrige Rückkehr des Leibarzts Dr. Levin Fischer vom Kaiserhof
  • Hirsch aus Dessau
  • Entzündete Wangen von Viktor Amadeus, Anna Sophia und Anna Elisabeth
  • Gestrige Hasenlieferung aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Bad
  • Krankenpflege durch die Gemahlin
24. August 1656
Bernburg
  • Fortwährende Schmerzen mit Unterbrechungen
  • Keine Besserung der Gesundheit von Viktor Amadeus
  • Nachrichten
  • Behandlung durch Dr. Fischer
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Dr. Mechovius, Dr. Fischer und der Schulrektor Heinrich Heseler als Mittagsgäste
  • Niederkunft der Katharina von Wallwitz während der Predigt
  • Besuch der Gemahlin bei Fürstin Sibylla in Plötzkau
  • Abschied vom Grafen Kinsky von Wchinitz und Tettau
25. August 1656
Bernburg
  • Anhaltende Nierenschmerzen
  • Abreise des Grafen Kinsky von Wchinitz und Tettau
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Besuch der früheren Bediensteten Bella Ludwig bei Fürstin Eleonora Sophia
  • Administratives
  • Besserung der Gesundheit von Viktor Amadeus, Anna Sophia und Anna Elisabeth
  • Korrespondenz
  • Bad
26. August 1656
Bernburg
  • Gespräch mit dem Küster Salomon Nefe
  • Rasur durch Rothe
  • Dr. Fischer als Essensgast
  • Behandlung der erneuten Schmerzen vom Stein durch Rothe
27. August 1656
Bernburg
  • Anhaltende Schmerzen
  • Geschwollene Wangen bei Viktor Amadeus und allen fünf Töchtern
  • Gespräche mit Bährenreutter, Güder, der Gemahlin, Viktor Amadeus und Steffeck
  • Rückkehr von Karl Ursinus aus Dessau
  • Bad und Einreiben mit Ölen
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
28. August 1656
Bernburg
  • Reif
  • Nächtliche Schmerzen
  • Gestrige Beratung mit Jena
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Rückkehr des Ludolf Lorenz von Krosigk aus Wolfenbüttel
  • Besuch durch Viktor Amadeus
  • Anhaltende Krankheit bei Viktor Amadeus und den Töchtern
  • Bad
29. August 1656
Bernburg
  • Hasenlieferung aus Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Zeitweilige Schmerzen in der Nacht
  • Gespräche mit Jena, Güder und Rothe
  • Starke Schmerzen nach dem Mittagessen
  • Bad
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
30. August 1656
Bernburg
  • Gespräch mit Dr. Fischer
  • Schmerzen ab Mitternacht
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr des Medizinstudenten Konrad Fischer aus Italien
  • Nachlassende Schmerzen am späten Nachmittag
  • Rezept aus Oswald Gabelkovers "Artzneybuch"
  • Abendgespräche mit Viktor Amadeus und Jena
  • Ankunft des Kammerjunkers Ernst Dietrich von Röder
31. August 1656
Bernburg
  • Schmerzlose Nacht
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Jonius und Dr. Fischer als Mittagsgäste
  • Gespräche mit Rindtorf, Röder, der Gemahlin, Viktor Amadeus, Hammel und Schmidt
|| [[Handschrift: 354v]]

Freitag den 1. Augustj; 1656.

<3 Hasen Carl Ursinus gehetzt.>


Post expedita negocia, ist der hofprediger
zu mir kommen, mir die beschriebene leichpredigt,
mittbringende, undt præsentirende.


J'ay èscrit, a Nathanael Jahn[.] Dieu benie, ce desseing!
et cetera


Unser avisenbohte Matz Netke, nach dem er
gestern abendt, mit freẅden erzehlet, wie
ihm das Nürnbergische pflaster, (welches
ich ihm, geschigkt, vor einen bösen hundesbiß,
so er auff nähermahligen rayse, nach Leiptzigk
bekommen, am kniehe,) durch Gottes gnade, sehr wol || [[Handschrift: 355r]]
geholffen, da ihm sonst nichts helfen wollen)a und sich
bereitt gemacht, alß heütte, wieder forthzuwandern, gleich-
wol aber ein pferdt gemiehtet, ist daßelbe baldt
mit ihm gestürtzet, undt hat ihn sehr verderbet,
am haüptt, undt an Undterschiedlichen orthen, seines
leibes, also: daß wenn er in seinem beruf, eines
bohtenlaüffers zu fuß, geblieben wehre, er sich
beßer darbey, würde befunden haben. Unglück!
Gott wolle ihn wieder zu rechte bringen. perge
Jch habe interim, einen andern, forthlauffen laßen müßen.
Gott gebe mir glück, an allen benöhtigten orthen!


Meine Söhne, seindt nachmittage, auf 2 wölfe
außgezogen, so in dem Dröblischen pusch, gesehen
worden. Würde ein glück sein, wo Sie die noch anträffen?
Victor Amadeus, ist umb 4 uhr, vor abends, wie-
derkommen. haben sie aber, noch nicht, auß dem
pusch, (welcher sehr dicke) herauß kriegen können.


6 Schnerren seindt von Ballenstedt anhero geschickt worden,
dörften wol die letzten sein, diß iahr.


Mein Sohn Victor, ist hinauß gegangen, auf
meiner herzlieb(st)en gemahlin Dröblische wiese, hasen
zu schießen, zu abendts.


Carolus Ursinus, hat drey hasen gehetzt.


Rindtorff, und Tobias Steffeck von Kolodey haben in der Erndte zugesehen. perge

|| [[Handschrift: 355v]]

Samstag den 2. Augustj; 1656.


Martin Ulrichb ist heütte forth, Dieu le Vueille benignement
conduire, & reconduire, avec heureux exploict!
et cetera


Einen Reütter, nach Ballenstedt geschigkt, mit
einem iungen Rohtschimmel, zum reitten
dienlich in der erndte, dem homeester zu Padeborn.


Hans Senf bey mir gehabt, wegen der rechnungen.


Avis: daß vor ein par Tagen, unser Fohlenhirtte
zu Zeptzigk, endtlauffen, nach dem er die Fohlen
Mir, selbsten, und vielen Privatis, einen sehr
großen schaden, in getreydig, thun laßen.
Ja die Fohlen selber, haben mehr schaden
als frommen darvon gehabt, in dem sie die
gerste, in der großen hitze, gefreßen, und
nicht darbey sauffen können, also ist ihnen
die gerste im Magen verquollen, daß sie
bersten müßen, inmaßen zwey schöne
Fohlen, schon umbgefallen. Jn Summa, alles
wil unß, in unserer haußhaltung, nur
sawer, undt schwehr gemacht werden. perge


Nota Bene[:] heütte, alß meine Söhne hinauß, nach Zeptzigk geritten,
haben Sie erfahren, daß ein böser Bube, über die
wände, in den FohlenStall, gestiegen, diesen Morgen, || [[Handschrift: 356r]]
und drey Fohlen, alß: meinen schönen Wallwitz, Carolj
Ursinj, sein Räpchen, und des armen pfarrers zu Palbergk,
sein Füchßlein, mit einem Meßer, inß eingeweide
gestoßen, daß sie gestorben, und noch 5 andere
(über diese) weyde wundt gemacht, darnach ist
der Gottlose schelm endtwichen, also: das man nicht
weiß, ob es der Fohlenhirtte, auß desperation,
selber gethan, oder einer, von denen privat-
personen, welchen die unwißenden Thiere,
im Felde, schaden gethan, sich also rächenen wollen.
Gott wolle, diese FrevelThat, offenbahren! und straffen!
et cetera


Nachmittage, seindt meine Söhne hinauß
geritten, undt haben den hofrath Jena, Stall-
meister Rindtorff, und Tobiaß Steffegk von
Kolodey, mittgenommen, der That noch beßer
nachzuforschen. Es ist aber dahin kommen, das
man gewiß darvor gehalten, es hette die
pferde, also eingesperret, gehawen, undt
geschlagen, ein kempe, oder hawend Schwein,
welches auch zugleich mitt eingesperret
gewesen, durch große verwarlosung, des
HofeMejsters, undt des Forwergkgesindes,
so billich zu bestrafen wehre, oder den schaden, gut zu machen hette.

|| [[Handschrift: 356v]]

Sonntag den 3. Augustj; 1656.


Avis: daß die Aeptißinn von Quedlinburgk
mit ihren Stiftßfreẅlein, und einem graven
Czarneckj, So dann, eine grävin von hollach,
(geborne pfaltzgrävin) wittibe, mit 2 Töchtern1,
einem Sohn2, wie au[ch] ein grave von Schwartz-
burgk, in allem 60 pferde stargk, unvor-
sehens, zu Plötzkaw, gestern ankommen.
Ces hostes, n'y sont pas trop aggreables.
Die FrawMuhme ist krangk, dero hof-
meisterinn, und theilß freẅlein, unpaß.


Jn die kirche gezogen, mit beyden
Söhnen, undt zweyen Töchtern 3. perge Textus
Lucas 164 vom Ungetreẅen haußhalter.
et cetera
Gott gebe! daß sich böse verwallter
daran spiegeln mögen, und sich beßern!
et cetera


Mein Sohn Carolus Ursinus, hat gestern frühe
einen bösen halß gekriegt, also, daß ihm die
Mandeln geschwollen. Undt dieweil ers
allererst in dieser Nacht gesaget, habe ich
den Balbirer, nach der predigt holen laßen,
Gott gebe zur genesung, und zu gutem gedeyen! et cetera

|| [[Handschrift: 357r]]


Nachmittage, in die Catechismuspredigt gezogen,
mit Victore Amadeo, undt dreyen Töchtern5. perge


Postea: anß Thor, das neẅe Maẅerlein, und andere
sachen zu besehen, und durch das Forwergk, und gartten,
wieder inß Schloß.


Wir haben heütte von einem schönen Carpen, ge-
geßen, welchen man alhier in der Sahle gefangen,
so neün pfundt gewogen. Geschicht sellten! perge

Montag den 4ten: Augustj; 1656.


Mit Carolo Ursino, beßert sichs noch nicht,
Sondern die halßgeschwulst, sengket sich,
undt wirdt ie länger, ie ärger. Gott
wolle sichs erbarmen, undt linderung geben!


Ô Seigneur! ne me pünis, en ton jre embrassèe!
perge


Hans Senf hat seine wochenrechnung, übergeben. perge


Ein karren von Ballenstedt mit etwas Victualien,
ist ankommen.


Jch habe Mich, (auf freündtliches begehren) abcon-
terfeyen laßen, zum gedechtnüß, wenn wir Todt sein.
perge


Schreiben von Croßen, das die pest ihnen nahe
kümbt, Gott bewahre ferner gnediglich! Jtem: daß
zwischen Polen, Schweden, und Chur: Brandenburg friede
tractirt wirdt, und die Staadischen Schiffe, vor Dantzigk liegen,
<der Frantzösische und die Stadischen gesandten, seindt sonst mediatores Pacificationis.>

|| [[Handschrift: 357v]]


Jch habe auch schreiben auß Frangkreich von Adolf
Börstels Sehligem wittwe bekommen.


Die Ordinarienavisen, und particularschreiben geben:


Daß in Polen, zwischen beyden Königen, zusampt
Chur: Brandenburg friede tractiret wirdt.
Die Polen wollen zwahr vorhero noch eine
Schlacht lifern, wenn ihr König wollte?
Waß zu Warschaw, vorgegangen, wirdt
confirmirt.


Fürst Bogislaus Radzivil, und General Douglaß,
haben die festung Tickozin, glücklich entsetzt.


Die Samogiten rebelliren annoch.


Dje pest, graßiret in Preüßen, undt in
Polen, undt kömbt gar, biß nacher Croßen.


Der König in Dennemargk, hat den Staadischen
Admiral, herrn von Opdam, zum Ritter,
geschlagen, und ihme, den orden des
Elephanten verehret. Die Staadische
Flotta, ist auf Dantzigk zu, gegangen,
iedoch bemühet sich der Frantzösische undt
Staadische Ambassador, friede zu machen.

|| [[Handschrift: 358r]]


Cromwell, hat mit Portugal, auf nähermahlige,
berichtete conditiones, pacificiret.


Der Don Jean d'Austria, hat Valenchiennes
wol entsetzt, dem Prince de Condè alle gefangene
Frantzosen, geschengkt, und der Stadt, wegen erwie-
sener tapferkeit, und mannlichen resistentz,
die befreyung, auf drey iahr lang, von allen
accisen, und schatzungen, erlaßen.
Numehr, schreiben Sie, von 5000 Frantzosen,
so erwi<geblieben> sein sollen, und sie hetten Sie
zum dritten mal, mit großer reputation,<solution,>
repoußiret, also: daß die Spannischen abweichen
wollen. Endlich aber, hetten sie (auf zu-
sprechen, und anführen, des Printzen von Condè,)
noch einen versuch gethan, undt durchgedrungen,
mit des Caracena, seinen machinis
über die linien, über die Palissaden, über alles.
Undt alß der Printz von Condè, den Mareschal
de la Fertè, selbst gefangen, hette er zu
ihm gesagt, wann es General Türenne gewesen
wehre, hette es ihm nur die Mühe, noch einer ladung,
Seiner Pistolen, kosten sollen. Der Visconte de Turc || [[Handschrift: 358v]]
Der Visconte de Türenne, jnndeßen, recolligirt
sich, hat mit dem Cardinal Mazzarinj, sich
undterredet, undt hoffet, auf einen stargken
entsatz, auß Frangkreich, damit er den
Spannischen hinwider, begegnen könne.


Der Düc de Guise, wirdt der Königin
Christina, entgegen geschickt, sie zu ent-
pfangen, weil sie auf Marseille
kömpt, nach Paris will, undt überall
friede zu stiften, suchet.


Der Pabst, hat ihr 10000 krohnen,
zum abzuge verehrt, <und 2 galleren mitgegeben.>


Die pest, graßiret noch sehr, zu
Napolj, zu Rom, undt dorth herumb.
Die venezianer, thun fleißige vorbawung,
damit solch unheyl, in ihr landt nicht komme.


Dem Duca dj Mantoua, leßet der König
in Spannien, anbiehten, das Königreich Sardinia
vor seine beyde hertzogthümber Mantoua
und Monferrat, damit er desto baß, dem
König in Frangkreich, in Jtalien, wiederstehen könne, || [[Handschrift: 359r]]
es ist aber, noch nicht acceptirt.


Vor den Dardanellj, wartten der venezianer
armaden, noch auff, wieder den Türgken, welcher
seine aufrührer gestillet, undt nicht allein
zu waßer, sondern auch zu lande, in Boßnia,
undt Dalmatia, sich sehr verstärcket.


Der Kayser, leßet zu Wien, und anderst-
wo, gefängnüße bawen, umb etzliche
entdegkte conspiranten, hinein zu setzen.
Alß neẅlich, ein herr von Sintzendorf,
nach hofe, gewoltt, ist auß des Spannischen
Ambassadors losament, ein page vor ihm,
und ein lackay, hindter ihme gehend, er-
schoßen worden. Sol auf ihn, sein gemeint gewesen.


Zu des Ungarischen Königs, und der Kay-
serinn Cröhnung, zu Prag, rüstet man sich,
und wollen Jhre Mayestät den 17. Augustj, dahin kommen.


Ein Tartarischer gesandter zu Wien, hat
dem Kayser, undt dem Ungarischen König, gra-
tulationes, wegen seines großen Chams[!], nebenst
2 kleppern, gebracht, und ist, mit geschengken,
undt bahrschafft, wieder abgefertiget worden.

|| [[Handschrift: 359v]]


Mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin, bin ich, vor abendß, in den
gartten, spatziren gegangen.

Dienstag den 5ten: Augustj; 1656.


Mit Jena, conversirt.


Expedienda expedirt.


Mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin, in gartten spatzirt.


Jm vorrath, nacher Croßen, geschrieben.

Mittwoch den 6ten: Augustj; 1656.


Carl Ursinus' bagke bleibet noch sehr digke, und machet
unß sorgfältig, (unerachtet der Balbirer
fleißig zu ihm gehet) Gott gebe doch, daß es
sich baldt beßern, und die geschwulst
fallen möge! perge


Jn die kirche, mit Victore Amadeo, undt
zweyen Töchtern6, gezogen, am heüttigen behtTage,
da ein Studiosus Theologiæ, <mein pahte> Christian Müller,
d von Ballenstedt, des landrichters Bergen
alhier, kinderpræceptor, vor den hofprediger,
(welcher eilends krangk worden) predigen
müßen. Gott beßere es, mit dem guten hofprediger.


Extra zu Mittage, den Diaconum jonium, gehabt,
welcher auch gar neẅlich erst, stargke dolores calculj, überwunden.

|| [[Handschrift: 360r]]


Beyde Krosigk von Erxleben, Lu Jacob Antony,
undt Lüdolff Lorentz seindt anhero kommen,
vor der malzeitt, über der meßung, in hanß
Berendts, wiese sache, sich zu beschwehren.


Jch habe sie, zum eßen, behalten,
undt ihnen, (nach zuvor gepflogener
undterredung, mit hofrath Jena,) audientz
verstattet, da es dann allerley
reden gegeben. perge

Donnerstag den 7. Augustj; 1656.


<2 hasen, Carl Ursinus gehezt[.]>


Jch habe diesen Morgen, eine stargke attacque
von Seitenstechen, so auch vom Stein gehabt. Es hat
sich aber, durch Gottes mildreichen Segen, nach
etzlichen stunden, gemiltert, deßen gnade alles
zuzuschreiben, und billich davor zu dangken.


Gott hat unß, ein stargk donnerwetter,
(iedoch ohne sonderbahre Schläge) zugeschigktt,
umb mittag, und darnach einen schönen, hoch-
verlangten regen, beschehret. Er seye davor
gepreiset, undt vollende seiner gnade, gaben. perge
Gestern donnerte es zwar auch, regenete
aber nicht, und klaget alles, über die hitze, und dürre.

|| [[Handschrift: 360v]]


Abermahlige post von Ballenstedt, das die Erndte,
(Gott lob! undt dangk!) wol von statten gehet,
daß mein Bruder, Fürst Friederich wiederumb
glücklich, zu Genff, angelanget, (Gott lob,)
undt das die Seüche, der pestilentz, noch
heftig zu Brehmen, graßire, die einbringung
der Steẅerretardaten, wil gar schwehr,
bey den foraneis, gemacht werden, sonderlich
bey den Ascherßlebern, Sinß: undt Ermßlebern.

Freitag den 8ten: Augustj; 1656.

<Regen, Nachmittage.>


<3 hasen Viktor Amadeus gehezt.>


Philipp Güdern, (post expeditiones solitas)
bey Mir, gehabt, von wegen der bierSteẅren, &cetera &cetera[.]


Mit Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt so dann, mit Jena,
Tobias Steffeck von Kolodey undt Rindtorfen, succeßive
conversiret. perge


Die supplicationes, wie fast täglich, in verdrieß-
lichen, undt Unverdrießlichen Sachen <einkommen>, expediret.


Wiewol Carolo Ursino, seine geschwulst
am bagken, noch nicht vergangen, S. Sondern
auch in die andere bagke, gekommen, So ver-
zeücht sichs doch, Gott lob, und dangk, ein
wenig, und die gehoffte beßerung, erscheinet[.] || [[Handschrift: 361r]]
Anne Lyßgen aber, hat man vor abends auch in den
halß sehen müßen, und ist dem lieben kinde, der zapfen
geschoßen, und die Mandeln geschwollen. Gott wolle
es doch auch gnediglich, zur bäldisten beßerung schigken!
Die halßwehe, seindt an itzo, gemein, undt gefährlich. perge


Avis: das Geörge Glaun, ein Brawer, undt
Rahtsherr, zu Zerbst, in zimlichem allter, gestorben.
Er war, vor iahren, mein Schütze, und hege-
reütter, alhier zu Bernburgk. Wuste sich, mit
den gräntzen, trifften, weydewergk, schießen,
sehr wol zu behelffen, undt leistete mir,
dazumal treẅe dienste. Er war auch
sehr Gottßförchtig, eyferig, und andächtig
in der religion, undt hatte ein aufrich-
tig, Treẅ gemühte, schöne wißenschaften,
in seinem beruff, und gute erfahrung.
Er war auch, sehr fleißig. Gott belohne
es ihm, im ewigen leben! und beschehre
Mir, mehr dergleichen Treẅe diehner,
da leyder an itzo, (in dieser argen weltt,)
die Schöne Tugendt, der Treẅe, und fidelitet,
nur wildprath, und gar seltzam ist!

|| [[Handschrift: 361v]]

Samstag den 9ten: Augustj; 1656.


Vorgestern, alß es alhier regenete, hat es zu Zeptzigk
stargk geschloßet, wje knippkaülchen groß. es ist
aber gut gewesen, das es nicht mehr, das liebe
getreydig auf dem halm stehende, sondern schon
niedergemeyhet gefunden, hat also (Gott lob)
wenig schaden gethan.


Diesen Morgen, habe ich zugebracht, (post sacra
peracta) wie gewöhnlich, mit rechnungen,
mit Hans Senf mit Andreas Hetzler undt andern Oeconomicis.


Mit meinen kindern, alß: Carolo Ursino,
undt Anna Elisabetha, leßet sichs, zur
beßerung ahn, Gott seye lob! ehr! und dangk!
davor gesaget, der wolle geben, das es
bestandt habe, und sein wergk vollführen,
zu seinen ehren, und allerseitß Sehligkeitt!
et cetera


Den Balbirer, frühe, undt spähte bey Mir
gehabt, wegen meiner affectuum,
in abwesen des Medicj. Gott gebe, zu
Segen! succeß! undt gedeyen! perge Er hat auch
Anne Lyßgen, fleißig curiret, und Gott
hat gnade, undt Segen, darzu gegeben! perge <Jhm Seye lob, und dangk, davor gesaget perge>

|| [[Handschrift: 362r]]


Avis von Deßaw, daß am Montage, die grävin
von hohenlohe, (geborne pfaltzgrävin) mit ihrem train,
auf Deßaw, gekommen, und daselbst gar satisfait,
biß heütte, verblieben, heütte aber, wehren Sie, von
dannen, nacher Croßen, aufgebrochen, und die Schwester,
hette ihnen, daß geleidte, biß an die Elbe, gegeben.


On a Volontiers, dès hostes, á Dessa, & a Plötzka,
mais, c'est le chemin, a s'endebter! perge


Ædificare domos, et corpora pascere multa;
Ad paupertatem, proximus est aditus. perge


Die Fürstin, von Zerbst, sol mit dreyen Söhnen,
nacher Dreßen[!], zum großherrnvatter, gezogen sein,
Doctor Pichtel, Raht zu Oldenburgk, sol auch mitt sein.


Umb Berlin herumb, ist es unsicher gewesen,
wegen der Chur: Brandenburgischen völcker, welche numehr
aufgebrochen. hingegen, sol groß schregken wegen
besorgenden einfalß der Polen, sein. perge


Dieses weiß die gute Fraw grävin Liebden wol
und daß es umb Croßen herumb, wegen der
Seüche, gefährlich ist, und also dörfte dero
ankunfft zu Croßen, nicht angenehme sein.
Mais, chascüne personne, retient son Opinion! perge

|| [[Handschrift: 362v]]

Sonntag den 10ten: Augustj; 1656.


Martin Ulrichd ist wiederkommen, von F: oder Ez:e dilatorisch: Nathanael Jahn[.]


Avis: daß die zeittung falsch ist, mit General
Commißario Schmidt, daß derselbe seye, von den
Polen, erschlagen worden. Er lebet noch frisch,
undt gesundt, und endthelt sich, auf seinen gütern.


Jch habe auf meinem Sahl, den Magister Enderling,
predigen laßen. Text: Lucas 197 8 von zerstöhrung Jerusalem.
perge


Extra: Doctor Mechovium, undt Magister Enderling, gehabt.


Avis: daß die hofemeisterinn zu Plötzkaw,
eine von Loden, (hofmeisters Wallwitz Mutter
Schwester) Todes verblichen. Sic fuit, in fatis!9
Transeundum est! Memento morj! perge


Mit Sekerka, Doctor Mechovio, Magistro Enderling,
undt Tobias Steffeck von Kolodey succeßive conversiret. perge


Man hat vom Berlin, undt Königsberg,
gewaltige Victorien gebracht, so die
Schweden, wieder die Polen, vor Warschaw,
solten gewonnen haben, nebenst der Stadt warschaw.
Tempus docebit! perge


Nachmittags, wirdt in den kirchen, die historia
von zerstöhrung der Stadt Jerusalem, gelesen. Jch habe || [[Handschrift: 363r]]
mich, (alß ein Patient), inne gehalten. perge <Gott beßere es!>


Lès Vomissemens de l'estomac, (sauf respect) me tour-
mentent presque tous les jours. Je croy, que cela
procede, dü mauvais breuvage, veü:que la
biere de Zerbst, est corrompuë, & dèsaggreable
á boire, avant la Saint Bartelemy, & le Vin
est tout gastè, par les meschants bouthilliers.
Ainsy il faut bien perdre sa bonne santè,
& forte constitütion. perge La mauvayse toulx,
m'afflige aussy, jours, & nuict, quasj in-
cessament, & le mal dü dos, dès reins, &
de la gravelle, est le plüs douleureux de mès
maulx. Telles concürrences dès foiblesses,
alterent grandement, ceste annèe, ma forte
complexion, & renversent presque, sans
dessüs dessous, ma bonne natüre, qui
en 30 ans, & plüs, ne scait, que c'est
d'üne Vraye maladie, nonobstant mès
voyages, & grandes courvèes faites, par
tant de maüvais air, & <de> pays, en guerre, &
en Paix, oultre la Consideration, de mès blesseüres.

|| [[Handschrift: 363v]]


Vor Abends, mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden in gartten,
spatziren gegangen. Anne Lyßgen, war auch
mitt, wie zum öftern, geschicht, und Gott ist zu
dangken, der ihr, und Carolo Ursino, so wol ge-
holfen hatt. Er helfe ferner, mit gnaden! perge

Montag den 11ten: Augustj; 1656.

<Regen, sehr stargk. et cetera>


heütte ist mein geburtsTag, an dem ich aber-
mal ein Jahr meiner sterbligkeitt, habe zu-
rügkf geleget, undt ein neẅes angetretten.
Gott dem herren, seye Ehr, lob, und dangk
gesaget, vor seine gühte, und erwiesene
wolthaten. Er helfe, das wir Sie recht
erkennen, preisen, und gebrauchen, nach
seinem gnedigen willen und wolgefallen,
und kröhne unß ferner, mit seinem
reichen Segen, mildiglich, hier zeittlich,
und dorth ewiglich! Amen! Amen! Amen!
perge


Es seindt mir schöne, und vielfältige, theilß
Mündtliche, theilß Schrifftliche, gratulationes
zu Meinem angetrettenen 58. iahr, beschehen,
Gott erfülle alles, mit gnaden, nach Sehligkeitt! || [[Handschrift: 364r]]
Sonsten, haben meine kinder, sehr schöne Vota gethan,
Mein Sohn Victor Amadeus, hat mich, mit Description
seiner Churländischen rayße, die Töchter aber
haben Mich, mit allerley gentillesses und artigen
Sachen, ihrer hände arbeitt, <und schönen reden> angebunden. perge Gott
gesegene Sie allzumahl, und Carolum Ursinum
inngleichem, welcher mich, mit einer deützschen
rede mündtlich, und mit einer lateinischen
gratulation, Schrifftlich, angebunden. perge


Doctor Mechovius, Cammerrath, hofmeister Wallwitz,
hofrath Jena, hofrath Paulus Ludwig, Sekerka,
Rindtorf, Tobias Steffeck von Kolodey[,] Wallwitz Fraw, und andere,
haben ihre gratulationes, zu meinem, die natalj,
wol abgeleget. Gott erfülle ihre gute wüntzsche!
undt segene Sie hinwider, reichlich davor, mit den ihrigen!
et cetera


Die Avisen geben: daß der König in Schweden, undt
gewaltige Victoriam, drey Tage fechtende er-
halten, die Polen auß dem felde geschlagen,
ihre, und der Tartarn, machtt gebrochen,
Bagage, geschütz, und beütten, nebenst der Stadt
Warschaw erobert, und nur: 700 Mann, die Polen
aber 4000 Mann, verlohren, und König Casimirus, || [[Handschrift: 364v]]
wehre nebenst dero gemahlin, selb sechste
außgerißen. Die verbitterung, wehre so
groß gewesen, das sie keinem fast quar-
tier gegeben: die Königlich Schwedischen hetten
nur: 10 undt die Chur: Brandenburgischen nur 8
gefangen genommen, und ihnen quartier gegeben.


Die hollendische flotta sol 44
Schiffe stargk, vor Dantzigk liegen, nichts
feindliches wieder die Schweden attentiren,
nur den frieden, und die commercia befördern
wollen. Die Schweden seindt jaloux darüber.


Der Moßkowiter, hat auch ein absehen
auf die händel, dörfte in Liflandt, oder
in Jngermannlandt, einfallen.


Der Kayser schickt etzliche Regimenter,
undt geschütze an die Schlesische gräntzen,
etzliche auch, undter dem general Encke-
forth, in Jtalien, wieder die Frantzosen,
undt wieder den Duca di Modena, deßen völcker
vor Valenza greẅlich sollen eingebüsset haben, || [[Handschrift: 365r]]
undt geschlagen sein.


Jhre Kayserliche Mayestät sollen zur kröhnung, des
Böhmischen Königes, und der Kayserinn, den: 17. Augustj:
nacher Prag kommen, mit halber hofstadt.


Die Pest, sol in Jtalien, erschrecklich, an
den Preüßischen, Schlesischen undt Pollnischen gräntzen
aber, auch graßiren.


Cromwell hat mit Schweden, alliance geschloßen.
Nimbt geldt von Portugall. Wirdt tribulirt,
von den Londischen kaufleütten, dieweil dieselben,
sich über die ruin, so Sie von den Spannischen,
erleiden müßen, beklagen, und auf den
frieden, oder beßern Schutz, dringen.


Frangkreich, recolligirt sich, mit geldt
undt volgk, undter dem Maréchal de Türenne.
Condè, ist von den Spannischen, belägert.
Maréchal de la Fertè, hat freyheit, auf parolle.
Der König in Frankreich tractiret friede, mit
dem Könige in Spannien, ohne des Pabsts, mediation.
Die Königin Christina auß Schweden, will
nach Paris kommen. Sol dèsfrayirt, und wol entpfangen werden[.]

|| [[Handschrift: 365v]]


Die venezianer, solten undter ihrem General
Marcello, an den Dardanellj, eine große Victoria
wieder den Türgken erhalten haben, also: daß
4000 Christen Schklaven liberiret,
5000 Türgken, geblieben, und so viel
gefangen, auch viel galleren, und Schiffe
versengkt, undt erobert worden.


Der Pabst förchtet sich greẅlich vor
der pest, auch vor seine person, und wil
fast niemand trawen, oder audientz geben.
Sie müßen ferne von ihm stehen. Auf
seine Galleren, und an etzlichen orthen
seines Dominij, ist die Seüche, auch schon
eingerißen. Zu Napolj, ist das elendt der
armen leütte, so haüffig, krangk werden
und dahin sterben, auch einander nicht
helfen, noch begraben werden können,
unermeßlich. Die Begker sterben auch,
und es ermangelt ihnen, am brodt.
Die Königin Christina, hat zu Genoua
nicht eingelaßen werden wollen, auß || [[Handschrift: 366r]]
solcher Beysorge. Man hat sie aber, mit con-
fitüren, vor 500 krohnen werth, regaliret,
und draußen, auf den Schiffen, und galleren,
halten laßen. Zu Marseille, sol Sie vom
Düc de Guise, im nahmen des Königes, in
Frangkreich, beßer entpfangen werden.


Spannien tentiret eine alliance, mit
den unirten provintzien, wieder den
Cromwell, welcher den holländern, ihre
Schiffe, leßet visitiren, und wegnehmen.


Auß OostJndien, sollen wieder, viel reich-
beladene Schiffe, in Holland und Zeelandt,
ankommen sein.


Portugall helt es, mit Cromwell, undt
hat ihme schon, eine Summa geldes, auf die
Pacta, außgezahlet.


Der Portughesische gesandte, sol noch zu
Rom, recipirt werden, und macht sich
gefast, nebenst seinen leütten, <heimlich> armirt,
zu erscheinen, wieder der Spannier, machinationes.

|| [[Handschrift: 366v]]

Dienstag den 12ten: Augustj; 1656.


Mès att[ac]ques sont revenüs ceste nuict, et
la Concürrence d'jnfirmitèz, ne me veut encores
abbandonner. perge Le bon Dieu, m'assiste, et me
vueille alleger mès maulx, & me garder
d'jmpacience, affin:que ie ne murmüre point!
perge


Jch habe diesen Tag, mit Medicamenten, und chirurgij-
sachen mehrentheilß zugebracht. Gott gebe, daß wir
dienliche remedia, zu meinem affectu, finden mögen!


Ô der Edlen gabe der gesundheitt, wer Sie haben,
und behalten kan! Krangk sein, ist eine böse plage,
und macht alles verdrießlich, Jedoch, muß man auch
die krangkheitten, (alß väterliche züchtigungen,)
mit Christlicher gedultt, von der handt Gottes, auch
annehmen, und nicht im creütz, murren, oder wiederbellen.


Post von Oosten, und Westen, bekommen, Nemlich:
von Deßaw, undt Ballenstedt. perge


Vetter Hanß Geörge, ist nicht bey der großen
Schlacht, wieder die Polen, undt Tartarn, vor War-
schaw mitt gewesen, Sondern, er helt sich, in seinen
Preüßischen Quartieren, und mehrentheils, bey
der Königinn, (deren leibregiment, er führet)
zu Margenburgk, auff, hat sonst gefahr außgestanden.

|| [[Handschrift: 367r]]

Mittwoch den 13den: Augustj; 1656.


<2 hasen, meine Söhne gehetzt.>


Mein schmertze, <in renibus> hat sich Gott lob, gemiltert, ich habe
gute ruhe diese nachtt, gehabt, Gottes gnade, (wel-
cher zu allem gedeyen gegeben,) und des Balbirers
Hanß Wentzel Rohte, fleiß, und gebrauchte
inner: und eüßerliche medicamenten, (weil er
abends, und Morgends, zu mir kömptt) haben das
beste gethan, Gott helfe mir ferner, auß allen
Nöhten, leibes, undt der Seelen! perge Jhm seye dangk
gesagt, vor alle zeitliche, undt ewige wolthaten! perge


Zum andern mal, bin ich heütte dem Mahler
und abcontrafeyer, geseßen, das, so innstendig
begehrte conterfect, zum gedechtnüß, alhier zu laßen.
Achte sonst wenig, (zumahl bey zunehmendem
allter,) solcher, undt anderer Vaniteten. perge


Philipp Güdern, bey mir, gehabt. Mit Rindtorffen,
Tobias Steffeck von Kolodey und andern, allerley anstallten, gemacht.


Michelj Cammeriungker von Plötzkaw, ist anhero
geschigkt worden, mich zu besuchen, und nach meinem
zustandt, zu fragen, welchem ich zugesprochen, undt
ihn wieder abgefertiget, mit gehörigen curialien.


hofrath Jena, bey mir gehabt, welcher Morgen, (gebe gott)
nacher Agken, seinen bruder bescheiden, und dahin verraysen will.

|| [[Handschrift: 367v]]

Donnerstag den 14den: Augustj; 1656.


An meine Fraw Schwester, nach Deßaw, geschrieben,
durch hofrath Jena, welcher nacher Agken, gezogen, undt
alle Tage, gelegenheit von Zerbst, nach Deßaw, hat.
perge


Jch bin ein wenig hinauß geritten, wiewol
mein Türcke, nicht recht hat gehen wollen,
undt ich absitzen müßen, auf ein ander pferdt.
Der hußte, hat ihn sehr geplaget, Mag von
ungequollener gerste, so er in abgang des habers,
gefreßen, herkommen sein, undt der klepper,
ist Steinaltt. Pereunt omnia; et mutantur!
Jst sonst, ejn außbündiges, kerngutes pferdt. et cetera

Freitag den 14<15>den: Augustj; 1656.


<6 Hasen, von Ballenstedt 3 von hier.>


hofrath, Paulus Ludwig, ist bey Mir, gewesen,
mancherley expedienda, vorzutragen. Jch habe
ihn extra, zu Mittage, behalten.


Depesche, nacher Ballenstedt undt Padeborn, bestellet.


Die cooperation meines Balbirers, hat mir
gut gethan, wegen meines calculj, an
deme ich (Gott lob) linderung fühle. Es scheinet,
daß er sich brechen, undt minujren leßet,
weil viel Saadt, von Mir gehet, iedoch, sein
wir noch nicht, über den zaun. Gott helffe ferner!
perge

|| [[Handschrift: 368r]]


Jch habe wallwitz, Jena, Tobias Steffeck von Kolodey undt
andere vor mir gehabt. Wallwitz, ist zu dem Obristen
Werder, undt nacher Deßaw, verrayset. perge


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin ist in ihr hauß, spatziren
gegangen, den baw zu befördern, hat den
Hofrath, Paulum Ludwigen, mittgenommen,
alß einen guten Architectum! perge Gut
wehre es, das alles, mit gutem Fundament,
angefangen, continouirt, und außgeführet würde!
perge


Nach Coßwigk wieder geschrieben,
wie auch nach Quedlinburg ad sedandos
impetus muliebres, irrationabiles! perge


Post von Ballenstedt, mit Victualien.


Der Oberste Heister, ist heütte bey Padeborn
mit seinen Kayserlichen trouppen, vorüber paßirt,
hat gute ordre gehalten, und nicht einen
Mann, außreitten laßen.


Die Clevischen völgker, so vor Chur
Brandenburgk, geworben, sollen auch im
anzuge, undt hofrath Weiler, von halberstadt
ihnen entgegen geschjckt sein. Man vermeinet
aber nicht, das Sie uns jncommodiren werden. Gott verhütes!

|| [[Handschrift: 368v]]

Samstag den 16den: Augustj; 1656.


<2 Hasen, meine Söhne, gehetzt.>


Jn Oeconomysachen, travaglijret, Hans Senf, Philipp Güder, Tobias Steffeck von Kolodey
undt andere, wie auch: Georg Reichardt den AmptMann bey mir gehabt.


Meine Söhne, seindt diesen abendt, in person
außgegangen, mit hofrath Jena, undt
andern, lerchen streichen, und wiewol
es noch etwaß zeitlich im iahr ist (denn
4 wochen, vor, und 4 wochen, nach
Michaelis, helt man es, inß gemein,
vor die beste zeitt, lerchen zu streichen)
haben Sie doch 26 gefangen, <Gott lob!>


Jnndeßen habe ich mich innegehalten,
gelesen, undt die cur, contra calculum,
mit dem schmieren, undt einnehmen, contjnujrt.
Gott der öberste Artzt, gebe ferner
seinen Segen! undt gedeyen! perge

Sonntag den 17den: Augustj; 1656.


Der bekehrte Münch, Adamus Renxiem,
hat in dem kirchlein, vor Waldaw,
geprediget, und großen zulauf gehabt.
Gott gebe! das er kein heüchler, Sondern
ein guter rechtschaffener Christ, worden sein möge!
et cetera

|| [[Handschrift: 369r]]


Avis: daß zu Wolfenbüttel, eine hochzeitt, undt
Fürstliches Beylager, vorgehe, zwischen dem Mittelsten
herren, hertzogk Antonio, von Braunschweig,
undt dem freẅlein von hollstein, meines Schwagers
hertzog Friederichs Liebden Tochter, welche Eptißinn
zu Ganderßhejm10, und zu Wolfenbüttel am hofe
gewesen. Gott gebe ihnen, seinen Segen!
perge


Avis von Ballenstedt daß die kinderpogken
aldar einreißen, das die pest zu Brehmen,
noch continouiret, daß der Oberste Didemann
plötzlich in Quedlinburgk gestorben, wie
auch etzliche vornehme leütte in Hal-
berstadt. Der herbst, bringet seüchen.
et cetera


Jn die kirche gezogen, mit zweyen
Söhnen, undt zweyen Töchtern 11. Text:
Lucas 1812 vom Phariseer, undt zöllner. et cetera


Davidt Schmidt, ist neben dem hofprediger
Mencelio, extra behalten worden.


Nachmittages, habe ich ihn Schmidt, wieder expedirt.


Darnach, bin ich wieder in die kirche gezogen,
mit beyden Söhnen, und zweyen andern Töchter,
da Er Jonius, den Articulum, de Sanctissima Trinitate, erudite tractir[t][.]

|| [[Handschrift: 369v]]


Er Thulemeyer, Churfürstlicher wittib zu Croßen, hofprediger,
hat mir, und andern, exemplaria zugeschickt
von der leichpredigt13, so er über den Tödtlichen
hintritt, Christianj Herdesianj Bernburgensis
Sehligen Churfürstlichen hof: undt justitzien Rahts,
gehalten, darbey auch der personalia
und Epicedia gedrugkt, und wol zu lesen, sein.


Ergo Memento morj!

Montag den 18den: Augustj; 1656.


Ein page (wilcknitz) ist von Deßaw, kommen,
mit schreiben, darinnen mein Sohn Carll
zur Schwein: und hirschiagtt, begehret
wirdt, (aufn Stutz.) Sie melden auch,
der König in Polen, seye gefangen.


Jch bin, in den lustgartten, wie auch,
in meinen Schloßkeller, spatzirt,
allerhandt Unordnungen, zu remedijren.


Hans Senf[,] Andreas Hetzler haben mit Oeconomyrechnungen,
einzugeben, zu thun, gehabt.


Mit Jena, mit Tobias Steffeck von Kolodey[,] mit andern
zu reden, und zu thun, gehabt, dieweil
das volgk, so Ungehorsam, und wiederspenstig ist.
et cetera

|| [[Handschrift: 370r]]


Adamus Renxien, (so gestern zu Waldaw,
geprediget). hat sich bey mir præsentiret,
und etwaß Satisfaction, erhalten.


Hammeln, habe ich bey mir gehabt, welcher
mit Carolo Ursino, nacher Deßaw, raysen soll.
Gott gebe zu glück! undt succeß! undt
bewahre vor bösen accidenten! perge


Schreiben von Croßen. perge


Die avisen, confirmiren der Schweden Victoria
contra Polen, mit vielen umbständen,
undt daß die holländer noch vor Dantzigk
mit ihrer flotta, liegen, wollen ungerne
Feind gegen Schweden sein. Die Dantzigker
mustern alle Engelländer auß. Der Moß-
kowiter, versichert Chur:Brandenburg seiner
Freündtschafft, und aßistentz. Das der
König in Polen, gewiß gefangen sein soll
wil noch zweifelhaftig gemacht werden.
perge


Der Kayser, kömbt nacher Prag, mit
halber hofstadt, die Cröhnung der Kayserinn
und iungen Königes, wie auch die landt-
Tags deliberationes, zu befördern. General
Piccolominj, ist Todes verblichen, mîo grand amico. || [[Handschrift: 370v]]
Verliehre ich also, alle bekandte patronen,
am Kayserlichen hofe, nacheinander. Patientia!
General Wachmeister Enckeforth, ist
vom Kayser, stadtlich beschengkt, mit
bahrschafft, und gühtern, auch zum
graven gemacht, und mit 12000
Mann, wieder den Duca dj Modena, ge-
schickt worden, weil derselbige nicht
will den Kayser, vor seinen lehen-
herren erkennen, noch die lehen, ge-
bührlich suchen, wie ofte er auch daran
erinnert worden!


Die gewaltige Victoria, der vene-
zianer, wieder den Türcken, vor den
Dardanellj, continouiret, und das der
General Marcello selbst geblieben,
und ein Mocenigo, an seine stelle kommen.
Die Türcken hetten kaum 23 Schiffe,
und galleren, darvon gebracht, die
Christen hetten auch 3 große Schiffe
verloren, Sclaven liberirt, wie neülich gemeldet.

|| [[Handschrift: 371r]]


Der Pabst förchtet sich greẅlich vor der pest,
und vor den Spannischen conspirationen, wegen
Portugal, derowegen, viel große herren
und Damas, eingezogen, auch theilß gerichtet,
und darbey, der Münche, und Pfaffen, nicht ver-
schonet worden. Valenza sol nach belä-
gert sein.


Die Königinn Christina, ist mit vier
Päbstlichen galleren, in Frangkreich ankommen,
und wirdt wol tractirt, und kostfrey gehalten.


Jn Catalonien, regen sich wieder, die Fran-
tzosen, undter ihrem Obersten, Balthasar.


Der Düc d'Orleans, kömbt wieder
nach hoff zum Könige, nach la Fere,
wil seine Töchter außstatten, eine dem
Könige, die andere, dem hertzogk Ferdinand
von Lottringhen, die dritte, dem Düc d'Anjou.
General Türenne, thut, waß er kan,
den schaden, vor Valenchiennes, zu ersetzen.
Die Spannischen haben Condè belägert,
undt hartt stringiret. Don Jean d'Austria
bekömbt 500000 kronen, in wexel, vom König in Spannien,

|| [[Handschrift: 371v]]


Cromwell wil Frangkreich eine armèe zuschigken,
undt Spannien bekriegen, hofft auch, die
Staaden in ihre alliance zu bringen,
welche ebenmeßig, von Spannien, tentirt
werden. Die verarrestirten
Schiffe, hat er den holländern, laßen
wieder geben, und die gühter, relaxiren.
Zwo verlorn geschätzte Spannische galleo-
nen, haben sich, mit großem Reichthumb,
wieder gefunden. Die Engelländer
lawren, auf eine neẅe Spannische silberflotta.


Man vermeint, es werde zwischen
beyden Crohnen, Spannien, und Franckreich,
friede tractiret.


Der Ertzhertzogk Leopoldt Wilhelm,
sol auch mitt nach Prage kommen, von
dannen, in sein Bisthumb Neüße, in
die Schlesie, gehen. Etzliche Regi-
menter, mögen an den Schlesischen grentzen ligen.


Zur Lipstadt, sol das wetter, einge-
schlagen, und 600 haüser, abgebrandt haben.

|| [[Handschrift: 372r]]

Dienstag den 19den: Augustj; 1656.


<Regen.>


Daß die Churfürstliche wittwe zu Croßen, zweene
fälle nacheinander, die Stiege hinab, mit gefahr,
gethan, wirdt daher avisiret. Gott seye gedangkt,
der sie errettet hat, der wolle Jhre Liebden noch lange
zeitt, fristen! und erhalten! perge Man ominiret
ihren bäldisten Todt, dahero, ich wil es aber nicht
also argumentiren. Sie ist noch, eine Seüle,
eine Stütze, ein Auffenthalt ihres hauses, ihrer
verwandten, undt bekandten, insonderheit aber,
ihrer armen undterthanen, Sie stehet, mit
ihrem gebeth, vor den riß, Sie ist vielen er-
baẅlich, mit ihrem Christlichem leben, undt
wandel, und ist wol ein pfeiler, der
kirchen Gottes, undt wahren religion! perge
Würde manchem, allzufrühe, abgehen.
perge


Jch habe Philipp Güdern, bey Mir gehabt,
wie auch Hanß Senff, in diversis functionibus.
Tobias Steffeck von Kolodey ist nun fast stündtlich, ia täglich, bey Mir.


Nach Croßen, wieder geschrieben, per
una steffetta straordinaria, che Dîo benedica!


Mein Sohn Carll ist heütte forth nach Deßaw,
<Hammeln ist mit ihm, in allem selb fünffte. Gott seye geleittsMan[n!]>

|| [[Handschrift: 372v]]


Der hofrath Jena, und AmptMann Georg Reichardt
haben sich angemeldet, und allerley zu expediren,
referiret.


Moritz Philipp, Grave von Kinßky, undt
Tettaw, hat sich angemeldet, undt dienste
præsentiret. Jch habe mit ihm eine zeit-
lang geredet, nach verstatteter audientz.


Jl a de l'esprit, mais ie ne puis encores
penetrer l'jnterieur, de son cœur, ce quj
n'appartient, qu'a Dieu seul, scrütateur
dès coeurs, lequel nous vueille garentir
de tous desordres, & jnconveniens.


Wallwitz kömbt wieder von Deßaw,
bekräftiget die zeittung, daß der König, in
Polen, vom pfaltzgraven von Sultzbach, gefangen worden,
de qua nova adhuc valde dubito! perge

Mittwoch den 20ten: Augustj; 1656.


Avis: daß der König, und Königin in Polen, von den
Chur: Brandenburgischen völgkern, gefangen worden. Jtem:
das Enckeforts völgker, rebelliret, und nicht nach
Jtalien, gewoltt, ia Sie hetten, ihren General
erschoßen, und wehren in ihre alte quartier, in O-
berOesterreich, wieder gezogen.

|| [[Handschrift: 373r]]


Secretarius Bährenreüth, hat diese zeittung, von Plötzkaw,
(alda sie es vor gewiß halten) mittgebracht, alß er aldort
seines Bruders hochzeitt, beygewohnet.


Alß ich ein par Tage hero vermeint frisch und gesundt
zu sein, und keinen anstoß, (außer den hußten) son-
derlich zu haben, ist mich der affectus calculj, mit
seittengrimmen, wieder ankommen, und hat mich, so wol
die gantze nachtt, alß heütte diesen Tag, sehr jncommodirt.
Gott wolle mich doch, von solchem übel, erlösen, auch
linderung, und beßerung, mir baldt verleyhen! perge
Damit ich desto geschickter seye, ihme, und meinem
Nechsten, recht zu diehnen.
perge


Es kommen greẅliche dinge, von dem endtwichenen
Böttcher, Märtin Röseler, an den Tag, von ehebruch, von ab-
treibung kinder, von vorsatz, seine eigenes weib,
mit Maüßepulver, hinzurichtten, und die hure,
zu heyrathen, welche sich, mit ihrem bluth, undter-
schreiben müßen, zwey iahr, auf ihn zu wartten,
davon schon eines, herundter ist. et cetera Gott dempfe das übel
und gebe mir doch, Fromme diener, undt undterthanen!
perge

Donnerstag den 21. Augustj; 1656.


Mon mal, ne veut pas cesser encores. Dieu me deli-
vre, de la Concürrence dés maulx, quj se renouvel-
lent, & me tourmentent jour, & nuict, sans cesse! || [[Handschrift: 373v]]
Ô Dieu ayes pitiè de moy! ô Dieu exauces moy!
Aussy l'a il fait le bon Dieu, avant le repas
encores, me donnant allegement inesperè, ce que ie
le prie de continüer! A luy, en sera la gloire!
et cetera


Mit dem AmptMann Georg Reichardt geredet, wegen
Rößlers boßheit, und betrieglicher greẅlicher händel.
Man formiret articulos darüber, und schigket nach
den Responsis Prudentum.


heütte leßet Wallwitz, seine Muhme
die von Loden, gewesene hofmeisterinn zu
Plötzkaw, alda begraben.


Conferentz, mit hofrath Jena, welcher mir auch
allerley entdegkt, von nachdengklichen Afterreden,
so auf Bährenreütts hochzeitt, zu Plötzkaw, von
Gebhard Paris von dem werder (unverantwortlicher weise) vorgegangen.
Le Monde pervers, ne peut, nj <ne> veut reposer!


Jch habe, nacher Croßen, geschrieben.


Mit Madame, vor dem abendeßen, in garten, spatzirt.


Eine extraordinarij von Leiptzigk, erhalten,
der Kayser, sol zu Prage, eingezogen sein.


Mon mal s'est renouvellè, üne heure, apres
Midy, & düre encores. Dieu me donne allegement!

|| [[Handschrift: 374r]]

Freitag den 22ten: Augustj; 1656.


Mes douleurs ont continuè la nuict, jüsqu'au
mattin, que ie dormois ün peu. Le bon Dieu me
vueille delivrer de ce mal, & de tout autre, & me
rendre la pristine santè, me gardant d'jmpacience,
& me la pardonnant gracieusement, en Iesus Christ. perge


Meine schmertzen, im rügken, kommen immer wieder,
und laßen mir wenig ruhe. Gott erbarme sichs!


Man thut alles, mit wiederwillen, unlußt, undt
verdruß, wenn man krangk ist! Ach! der edlen
gabe der Gesundheitt, wenn man sie hat, mag
man sie wol Gott zu ehren, recht anlegen. perge
Aber wer achtet das gute, biß die böse Tage kommen?
Mein Sohn Victor, hat von gestern abendt her, eine
böse bagke, wie auch Anne Sofichen, und Anne Lyßgen.
Die Flüße werden sehr rege. Gott helfe überwinden!


Secretarius Bährenreüth, Philip Güder, und andere
bey mir gewesen, in diversis functionibus. perge non
obstantibus doloribus renum!

Samstag den 23. Augustj; 1656.


Durch auflegung, hopfen, kümmel, Camillenblumen,
undt Süßer Milch, in einer Schweinsblase,
(so die alte Krosigkin von Erxleben, gerahten, welche
gestern, mit ihrer SchwigerTochter, alhier gewesen) || [[Handschrift: 374v]]
hat mir Gott die schmertzen diese Nacht, miti-
giret, dieweil aber eine constipatio alvj, darzu
kömbtt, (unerachtet ich gestern frühe, undt
gestern abendt, Englische purgierpillen, ein-
genommen, so biß dato, mir stegken geblieben)
alß wil es noch nicht allerdings recht thun.


Doctor Fischer, ist vom Kayserlichen hofe gestern
wiederkommen, und hat sich bey mir præsen-
tiret, auch viel nachdengkliche sachen, referiret.


Ein wagen, mit einem Spießhirsch, von
Deßaw bekommen, den Carolus Ursinus geschoßen.
Er sol auch aldorth, noch einen, mit: 10 enden, ge-
schoßen, und sonst mit iagen, gute lußt gehabt haben.


Mein Sohn Victor, ist mit seinen haüpt-
flüßen, und geschwollenen bagken, noch sehr ge-
plaget, wie auch beyde Töchter, Anne Sofie,
und Anne Lyßgen. Gott gebe unß allen, beßerung!


Gestern, seindt 11 hasen, von Ballenstedt ankommen.


Jch habe wieder nach Deßaw, geschrieben.


v Nachmittags, haben wir, (Gott lob,) die gestrigen
pillen, angefangen operation, und liberation, in alvo,
zu bringen. Gott helfe ferner, auch vom Stein! in gnaden!
et cetera

|| [[Handschrift: 375r]]


Vor der abendmalzeitt, habe ich, (auf Doctor Fischers rath)
gebadet, in einem wannenbadt, von Camillen,
pappeln, und Melißenkraüttern, welches mir durch
Göttliche, hochpreißliche gnade, linderung am Stein,
gebracht. Gott gebe! das solche beßerung, continujren,
und bestandt haben möge! perge Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin
hat mir treẅlichen beystandt heütte, und vorige
Tage, geleistet, mich gepfleget, und gewartett,
Gott wolle es Jhrer Liebden alhier zeitlich, undt dorth
ewig belohnen! perge


Mein Sohn Victor Amadeus, ist gar nicht wol, an
seiner geschwollenen bagke, undt haüptflüßen.
Gott wolle es bald beßern! und auch vetter Le-
berecht helfen, welcher auch gähling krangk sol worden sein.

Sonntag den 24ten: Augustj; 1656.


Gestern abendt, hat mich zwahr, der Stein wieder
angefochten, und hat zimlich, die Nacht hin-
durch, biß gegen Morgen, continuiret. Umb
drey uhr aber, ohngefehr, hat es remittirt.
Umb 6 ist es wiederkommen, doch nicht so hefftig,
hat also seine jntervalla, nach Gottes gnedigem
willen, das Man nicht Stoltz sein, sondern sich förch-
ten, und Gott vor augen haben solle. Er hat auch unsere || [[Handschrift: 375v]]
Nieren, in seiner gewaltt, wie Davidt sprichtt,
und die züchtigen unß des Nachts14, etcetera[.] Das
seindt alles, strafen der Sünden. perge


Mein Sohn Victor, ist auch noch nicht restuiret.
Gott helfe unß allerseitß, zur beßerung!


Avis: daß der Bartolomej Margkt, zu
Zerbst, zimlich gut, und die pferde, sehr wolfail
gewesen, in dem in die 2000 hingebracht worden,
<wie> auch, viel viehes, aber nicht auß Polen.


Doctor Fischern bey mir gehabt, contra calculum
zu gebrauchen.


hieroben predigen laßen, aufm Sahl, Heslerum.


Doctor Mechovium, Doctor Fischern, und Heßlerum
extra zu Mittage gehabt.


Jn währender predigt, ist hofmeisters
Wallwitz haußfraw, aufm Schloße
einer iungen Tochter, durch Gottes
gnade genesen, der gebe ihr ferner
seinen Segen! <und stärcke Mutter, und kindt! et cetera>


Nachmittage, ist Meine freundliche herzlieb(st)e
gemahlin, hinüber nacher Plötzkaw
gefahren. Interim: habe ich mich, gequehlet. || [[Handschrift: 376r]]
Ô Dieu, donne moy relasche; ô Dieu! exauces
moy. Donne moy repos, en ce jour de Sabbath!
& aux jours consecütifs! par ton Saulveur, Amen!
perge


Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin, ist mit meinen beyden
Elltisten Töchtern, noch vorm abendeßen, von
Plötzkaw, wieder zu mir kommen, alda Sie
die allte FrawMuhme gesprochen, welche
niemandts von Fürstlichen personen, alß Freẅ-
lein Johannchen, bey sich gehabt. Die
andern Fürstlichen, seindt mit vetter
Lebrechtt, auf der pröbstin hochzeitt,
mit herren Crzenetzky, nacher Quedlinburg
mit gebührlichem comitat, gezogen.


Die allte FrawMuhme, hat groß mitt-
leiden, gegen mir, wegen des Steins, contes-
tiren laßen, und rath mittgetheilet,
Gott wolle es Jhrer Liebden wieder vergelten!
perge


Den guten, Unglücksehligen, sonst wolqua-
lifizirten graven Kinßky, habe ich heütte
nolens volens, gäntzlich dimittiren
müßen, dieweil ihn fast niemandt dulden
können, auch ihme, sehr übel nachgeredet worden.

|| [[Handschrift: 376v]]

Montag den 25. Augustj; 1656.


Meine renes haben mich gestern, und die Nacht
hindurch, biß an den Morgen, <gezüchtiget> da dann zu erach-
ten, waß vor ruhe, ich darbey haben könne?
Gott wolle mich doch, auß diesem übel,
auch liberiren!


Graf Kinßky, ist forth, wehemühtig,
und kleinlautt. Gott wolle ihn trösten!
et cetera


Avis: daß hertzogk Hanß Ernst zu
Weymar, mit einem Freẅlein von hollstein
Sonderburgk, in der Stille, beylager gehalten.
Die FrawMutter, hat sie ihm, inß hauß gebracht.
Gott gebe ihnen, glügk! undt Segen!
perge


Hans Senf bey mir gehabt, der seine wochen-
rechnung, iust helt, und am Montage, überlifert.


Umb 10 uhr vormittags, ist unsere alte
dienerinn Bella, des hofraths Paulj Lud-
wigs Fraw, zu meiner herzlieb(st)en gemahlin ge-
kommen, sie zu besuchen, und mich zu sehen,
da ich dann eben hinauf kommende, etwas
linderung, Gott lob, meiner schmertzen,
gespühret, Gott gebe continuation! undt
das die beßerung, bestandt haben möge!
et cetera

|| [[Handschrift: 377r]]


Von Deßaw, avis von Carolo Ursino, daß Sie
abermalß glück gehabt, mit iagen etzlicher
bachen, und Frischlinge, Er schigkt mir, eine
bache her, undt will auf den Mittwoch, (gebe gott)
sich wieder alhier einstellen. Gott gebe, zu glück: et cetera
Segen! undt gutem gedeyen! perge


Mit Jena, mit Rindtorf, mit Tobias Steffeck von Kolodey undt
andern, gewöhnlicher maßen, tägliche anstaltt,
gemachtt.


Mein Sohn, Victor Amadeus, ist noch nicht
völlig restituiret, iedoch beßert sichs, mit
ihme, wie auch, mit beyden Töchtern, Anne
Sofichen, undt Anne Lyßgen. perge Gott helfe
ferner, mit gnaden! perge


Schreiben vom hertzog Wilhelm von Sachßen
Weymar, welcher mir freündlich notificiret
die heyrath, seines elltisten iungen herren. perge


Die Avisen geben: daß Kayserliche Mayestät zu Prag
ankommen, und dero völgker, in Schlesien, giengen,
Sie haben dem Frantzösischen Ambassadeur, undt
etzlichen vornehmen, die Antecamera, verbiehten
laßen, und fordern, das Elsaß, oder die 3 millio-
nen vermöge Instumentj pacis, von Frankreich wieder.

|| [[Handschrift: 377v]]


Frantzosen, haben noch Valenza, im stado
dj Milano, occupiret, und den Spannischen
entsatz verhindert.


Enckefort sol noch, mit den Kayserlichen völ-
ckern, wieder den Duca dj Modena, gehen.


Die Pest graßiret noch zu Napolj
erbärmlich. Es sollen fast alle Medicj,
Apotecker, Balbirer, Becker, etcetera daran
gestorben, und große hungersNoth sein.
Jn Calabrien, sol baldt alles außsterben.


Zu Rom hingegen, mindert sich die
Seüche. Königin Christina ist von dar
hinweg nach Marsillien, mit 10000
kronen, verehrung, vom Pabst, zum zehrgelde.


Die conspiration zu Rom, der Spannier
wegen des Portughesischen gesandten admißion
ist entdegkt, der Pabst hütet sich sehr
vor gifft, verendert seine köche[,] seine
Schengken, sein Silbergeschirr, undt
schaffet auß die Müßiggänger, die Pilgrim
in deren Gestaltt, viel Spannier eingeschlichen[.] || [[Handschrift: 378r]]
hat es auch selber, dem Spannischen Ambassador verwiesen.


Sardinia, wirdt noch von Spannien, dem Duca
dj Mantoua, alß ein königreich, vor sein landt,
offeriret, nur die Frantzosen, auß Jtalia, zu halten.


Der venezianer ansehliche Victoria, an den
Dardanellj, wieder den Türcken, wirdt confir-
miret, wiewol mit verlust ihres Generals
Marcello, welcher mit einer Stückkugel er-
schoßen worden, iedoch aber, die Freẅde des
Sieges noch erlebet. An seine stelle, ist
ein Mocenigo verordnet, welcher in der
Schlacht, die Avanguardia in der Armada
geführet, und viel zum Siege, contribuiret,
in dem er auch ein auge, in der Schlacht verlo-
ren. Es sollen sich, die 7 Maltheser galleren,
in dieser Schlacht, sehr wol gehalten haben,
wie auch der Principe di Parma, und viel
andere, und es sol unermeßliche beütten, gege-
ben haben. Viel Türgken, seindt anß landt,
geschwummen, viel auch ertrungken, undt
sonst umbkommen, und ihre Machtt, gebrochen
worden. Der Türckische Kayser, ist darüber, so er-
grimmet, daß er viel seiner Officirer, richten, und einziehen laßen[.]

|| [[Handschrift: 378v]]


Jn Frangkreich, wirdt die Königin Christina
herrlich entpfangen, undt dèsfrayiret.
Man vermeinet, Sie seye mediatricin
des friedens, zwischen Spannien, und Franckreich[.]
Es sollen schon, in die 23 articulj aufgesetzt,
undt in die 20 verglichen sein. Über die
annoch übrigen, sollen die Pares Franciæ,
und die Mareschaulx de France, gehöret
und beruffen werden. Don Jean d'Austria
sol legitimirt, und die succeßion des
Königreichs Spannien, heütte, oder Morgen haben,
hingegen, die jnfantin, dem Könige in
Frankreich mit stattlichem brauttschatz, undt
verzicht der lande, gegeben werden.
Stehet aber, noch alles, auf tractaten.


Condè haben die Spannischen, auch
eingenommen, auß mangel proviandts.
Visconte de Türenne, recolligiret, undt
stärcket seine armèe.


Der Düc d'Orleans, ist bey dem Könige gewesen
zu La Fere.

|| [[Handschrift: 379r]]


Cromwell dörfte händel kriegen, mit den Staaden.
Der Schwedische gesandte, ist auch von Londen hinweg.
Die Engelländische gemeine ist schwürig, gegen das
itzige Regiment. Beklagen sich, über der Span-
nier progreß, und beütten, so Sie ihnen abnehmen.


Die holländer wollen Dantzigk, mit volgk
und geldt endtsetzen, woferne kein vergleich
getroffen wirdt. Opdam, ist noch daselbst.
Die Schweden armiren auch, in der OostSee.
Es ist noch nicht klahr, das der König in
Polen, gefangen seye. Aber noch eine
Schlacht, sollen die Schweden, gewonnen haben.
König Casimirus, hat ernstlich an Chur
Brandenburg alß einen Vasallum geschrieben,
wie auch der Ertzbischof von Gnesen, im Nahmem
der Senatorum regnj, und ihm, das er Eidt-
brüchig worden, scharf verwiesen, und das er
aufs wenigste nicht neütral verblieben,
droẅen ihm, er solle in dreyen Tagen, das
Königreich Polen raümen, oder andere hostili-
teten erfahren. etcetera Douglaß sol geschlagen sein.
Die Cosacken, wollen wiederumb Schwedisch werden.

|| [[Handschrift: 379v]]


Der Türckische Kayser, leßet die haüser
zu Constantinopel, spoliiren, undt
mit gewaltt geld herauß nehmen, et cetera
damitt er sich, an den venezianern,
rächenen, undt seines verlusts erholen könne.


Diesen abendt, habe ich wieder, in
einem kraütterbadt, von camillen,
pappeln, undt Melißen, gebadet, undt
zimlich wol darauf, Gott lob, und
dangk geruhet, der wolle ferner,
dem übel, steẅren! und abhelffen!
perge

Dienstag den 26. Augustj; 1656.


Salomon Neve, ist, bey Mir, gewesen, undt
an Mich, von den herren herren Geistlichen, geschickt worden.


Jch habe mich barbiren laßen, da undter
andern, der Balbirer Hans Wenzel Rothe mir erzehlet,
wie er einen armen knaben, von 10 iahren,
altt, ohngefehr, in der cuhr hette, undt
fast restituirt wehre, welcher unsäg-
liche, unleidliche pein, am Stein, erlitten. || [[Handschrift: 380r]]
Gottes handt thut noch immerdar große wunder,
wenn wir es nur spühren, und mergken köndten?
wie auch des höchsten gühte, dangkbarlich genung
preisen wollten, undt möchten? vor seine wolthaten?


Doctor Fischern, bey mir gehabtt, und extra behalten.


Nachmittage, bald nach der Mittagßmalzeitt
hat mich mein affectus calculj, wieder ange-
stoßen, und tormentiret. Auch das kraütter-
bad so ich vorm abendeßen gebraucht, hat
weder helfen, noch recht thun wollen. Der
Balbirer, hat (auf meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin
begehren), mich, mit camillen: und weiß
ljlgenöhl schmieren müßen. hilft aber nichts.
Muß ich mich also quählen. Gott erbarme es! perge

Mittwoch den 27. Augustj; 1656.


Die Nacht hindurch, ist es immer in vorigem
affligirendem Stande, mit mir, verblieben,
und noch heütte. Gott miltere! Gott beßere!
perge


Mein Sohn Victor, und alle 5 Töchter, haben
geschwollene bagken. Die lufft muß unrein sein.
Gott wolle die beßerung, baldt erscheinen laßen!
perge


Je ne scay, si la Venayson, ou les Viandes, me sont pas bien,
nettes, ou bien saines? Dieu vueille benir! & guerir!

|| [[Handschrift: 380v]]


Secretarius Bährenreüth, jst bey mir erschienen, <mit geldt.>


Postea: Philipp Güder, welcher in Medicjnalien, gebraucht.


Mit meiner Freundlichen herzlieb(st)en gemahlin, wie täglich, zum öftern geschicht
conversiret, so dann mit Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt wie auch
mit Tobias Steffeck von Kolodey undt andern.


Carolus Ursinus, ist nachmittags, von Deßaw
wiederkommen, sonst content, mais il a eü dü
mèsentendü avec mon cousin de Cöhten. Dieu
vueille rèstablir! & conserver la Concorde!
perge


Man hat groß Mittleiden, zu Deßaw contestirt
über meinem zustandt, Gott belohne es ihnen!


Jch habe wiederumb, vor abends, gebadet,
hat wenig geholffen, und mich schmieren laßen,
mit Agtsteinöhl, und wacholderöhl.


Post von Ballenstedt daß die Schäfersache, von
Padeborn, schwehr gemacht, und disputirt
wirdt von der Quedlinburgischen Regierung. Sie
haben die gütliche handlung ihren Schäfern
(so im willens hatten, sich zu vergleichen)
inhjbiret, und suchen extrema. Jst eine
schlechte linderung, meines übels.


Sorgfältige, und außführliche schreiben, von
Meiner Schwester von Deßaw, entpfangen. perge

|| [[Handschrift: 381r]]


Avis: daß zu Weymar den vierdten Tag, nach des
Elltern Printzen, beylager, der iüngste Printz
daselbst, hertzogk Friderich, (ein feiner qualifi-
cirter, und leüttsehliger herr) Todes
verblichen. Also hat freẅde, und leidt,
baldt nacheinander, abgewechßelt. perge
Gott tröste, die hierüber <hoch>betrübte Elltern,
und nahe blutsfreünde! und ersetze den riß,
in selbigem hause, perge <mit gnaden! perge>

Donnerstag den 28. Augustj; 1656.


<Reiff.>


Die Nacht, habe ich mich wieder hindurch ge-
quehlet. Gott wolle die verlangte linde-
rung, undt bestendige beßerung, baldt schigken! perge


Mit hofrath Jena, noch gestern abendt
spähte conferieret, welcher vor mein bette
kommen müßen, und heütte in die Cantzeley
zu gehen hat.


An hertzogk Wilhelms Liebden (gratulando)
wieder geschrieben, und vor die notification, gedangkt.


Die Vomitus, (salvo honore) hußten, und andere beschwer-
den, haben mich, neben dem Stein, gestern, und heütte
auch angegriffen. Nulla Calamitas sola!15 perge
Aber, die rechte handt, des höchsten, kan alles endern. perge

|| [[Handschrift: 381v]]


Avisen: daß zu Frangkfurth an der Oder, undt
sonst hin: undt wieder in der Margkt, wie auch
in Preüßen, und Schlesien, zu Breßlaw, zu
Wohlau, zur Lignitz, die pest einreißet.
Gott behüte, vor diesen, undt andern
landtplagen! perge unß, und unsern Nechsten!


Ludolf Lorenz von Krosjgk, ist von Wolfenbüttel
wiederkommen, alda es magnificq zugegangen,
undt ein köstlich ballet getantzet
worden, so 12000 ThalerThlr, gekostet haben solle!
Vanitas Vanitatum! & omnia Vanitas!16


Mein Sohn Victor hat mich besucht,
der kleine hat ohne daß, sein quartier
undt liegerstädte, bey Mir.


Victor und meine Töchter, haben noch alle
geschwollene köpfe, und bagken, so Gott
beßern wolle. perge


Diesen abendt wieder das badt gebrauchtt.
Gott laße mirs zur beßerung, gedeyen!
inmaßen, Gott seye gedangkt, es mir doch
etwaß linderung, gebracht. Gott wolle die
völlige beßerung, mit gnaden, erscheinen laßen!

|| [[Handschrift: 382r]]

Freitag den 29ten: Augustj; 1656.

<4 hasen, von Ballenstedt[.] 2 hasen, meine Söhne gehezt[.]>


Jch habe zwar, per jntervalla, die Nachtt,
schmertzen entpfunden, iedoch etwaß (Gott lob)
geruhet. Gott helfe ferner überwinden! perge
und seye gepreiset, vor seine gühte. perge


hofrath Jena, ist bey mir gewesen.


Postea: Apotecker Philipp Güder, und Balbirer.


Meine dolores, haben mich nachmittage, fluchß nach
dem eßen, (unverhoft) heftig wieder afficiret,
Jch habe endlich, (nechst feẅrigem gebeth)
kein expediens gewußt, die dolores zu mi-
tigiren, alß gegen abendt, wiederumb, ein
badt zu gebrauchen. Gott gebe zur genesung!


Post von Ballenstedt undt bösen avis, von
abscheẅlichen, Sodomitischen händeln.
Gott wolle das landt, vom Sathan, reinigen!


Sonst seindt condolentzen, auch dannenhero,
undt von Plötzkaw, gekommen. Gott gesegene
davor, die guten Treẅhertzigen Freünde,
undt andere leütte, so es gut meynen. perge
Gott bewahre, einen ieglichen, an seinem orth,
vor unheyl undt bösen zufällen. perge

|| [[Handschrift: 382v]]

Samstag den 30ten: Augustj; 1656.


Doctor Fischern bey mir gehabt.


Das gesterige badt ist mir (Gott lob) nicht
übel bekommen, und hat Mir linderung,
und etwaß schlaf verahnlaßet, allein,
nach Mitternachtt, haben sich die conti-
nuirliche dolores, biß dato, wieder
gefunden. Gott wolle mich baldt liberiren!


<Philipp Güder[,]> Hans Senf[,] Andreas Hetzler und andere, haben sich mit
ihren rechnungen, eingestellet.


Conradt Fischer, des Doctoris Levinj Sohn, ist
auß Jtalien, wiederkommen, alda er zu
Padoua, meinen bruder, Fürst Friedrich noch gesprochen,
und deßen Humanitet, endtwichen.
gelobet. Jst sonsten der Pest, endtwichen,
bey zeitten, wegen genawer, undt scharfer
aufsichtt, der venezianer.


Gegen abendt, umb 5 uhr, haben sich,
meine dolores, Gott lob, undt dangk, mitigirt,
und Gott hat gnade, undt gedeyen, zu einem
schlechten gebrauchten remedio, auß dem
Wirtembergischen Artzneybuch, gegeben, Gott gebe! || [[Handschrift: 383r]]
das es continuation, und bestandt haben.
und wir Gottes gühte, mit freẅdigem Munde,
heütte, Morgen, und die gantze woche hin-
durch, aufm dangkfest, ia die gantze zeitt,
unsers lebens, herrlich rühmen, und preisen mögen!
et cetera


Daß Recept, so meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin,
im Wirtembergischen Artzneybuch, folio 174 gefunden,
und mir gerahten, und gebraucht, war
nachfolgendes: Nim leinsamen, käsepappeln,
iedes 2 hände voll, und Sechß feigen, laß alles
klein zerschnitten, in einem maß waßers, sieden,
biß der leinsamen, wol waich wirdt. Dann
trucke es, auß dem waßer, und thue darzu,
ungewäßert ButterSchmaltz, ein vierling.
Möchte man aber, in eil, solches nicht haben, so nim
sonst Butter, oder gesotten Milchschmaltz, und drey
löffel voll gersten Meel. Thue es alles, in ei-
nen Mörser, und stoß wol undtereinander,
darnach, streiche es, auf ein blaw wüllen
Tuch, und lege es also warm über, wo dir
wehe ist. Es hilfft, ob Gott will? Deßen heiliger
nahme seye, gepreiset, vor solche wißenschafften!
er gebe ferner seinen Segen! glück! und gedeyen!
perge

|| [[Handschrift: 383v]]


Mit meinem Sohn Viktor Amadeus[,] mit hofrath Jena
und andern, diesen abendt, geredet, und Gottes
gühte gepreiset.


Ernst Dietrich Röder, hat sich eingestellet.

Sonntag den 31. Augustj; 1656.


Gott hat mir diese Nachtt ruhe verliehen,
und die großen schmertzen hinweg ge-
nommen, deßen großen, und herrlichen
Nahmen, ich hiermitt lobe, preise,
und dangke vor seine wolthaten.


Er wolle mir ferner gnedig sein, undt
so ich noch leben, und seiner kirche dienen
sol, mich doch gesundt leben laßen.
Groß seindt die wercke des herren,
wer ihr achtet, ex Ψαλmo: 11117.


Predigen laßen auf unserm Sahl, den
Diaconum Jonium, denselben, wie auch
Doctor Fischern, zu Mittage, extra behalten.


Mit Rindtorf, Rödern, und andern discuriret,
insonderheit aber, meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin vielfäl-
tig, bey mir gehabt, undt Victorem Amadeum[,]
item: Hammeln et cetera Davidt Schmidt, &cetera perge


Textapparat
a Gestrichene Klammer im Original verwischt.
b Auflösung unsicher.
c Die Passage "Der Visconte de Tur" ist zu streichen.
d Auflösung unsicher.
e Beide Abkürzungen nicht auflösbar.
f Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 In Frage kommen dafür die damals unverheirateten Gräfinnen Margaretha Hedwig, Sophia Magdalena und Eleonora Clara von Hohenlohe-Neuenstein sowie die Gräfin Charlotte Susanna Maria Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein.
2 Entweder Graf Johann Friedrich I., Kraft Magnus, Siegfried, Wolfgang Julius, Johann Ludwig oder Philipp Maximilian Johann von Hohenlohe-Neuenstein.
3 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia und Anna Elisabeth.
4 Lc 16,1-8.
5 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia und Anna Elisabeth.
6 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia und Anna Elisabeth.
7 Lc 19.
8 Irrtum Christians II.: Die korrekte Bibelstelle ist 4 Rg 25,8-21.
9 Zitatanklang an Ov. fast. 1,481 (ed. Holzberg 42012, S. 32f.).
10 Irrtum Christians II.: Die Herzogin war zu keinem Zeitpunkt Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts.
11 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia und Anna Elisabeth.
12 Lc 18,9-14.
13 Druck nicht ermittelt.
14 Ps 16,7.
15 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
16 Ecl 1,2.
17 Ps 111,2.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1656_08.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abconterfeien
abmalen, im Bild wiedergeben
Abconterfeier
Gebäude-, Landschafts- oder Porträtmaler
Accident
Krankheitsanfall, Begleitumstände bzw. Symptome einer Krankheit
Accident
Missgeschick, Unglück
Admission
Zugang, Zulassung, Zutritt
afficiren
bewegen, rühren, einwirken
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Afterrede
üble Nachrede, Verleumdung
Agtsteinöl
Bernsteinöl
Anstoß
Angriff (der Gesundheit), (körperliche) Beeinträchtigung, Schaden
Anstoß
Hindernis, Behinderung, Unterbrechung, Beeinträchtigung
Anstoß
(militärischer) Angriff
anstoßen
anfallen, angreifen
argumentiren
schlussfolgern
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
artig
kunstvoll, meisterhaft
artig
fruchtbar
attentiren
versuchen, wagen
auf den Stutz
plötzlich, sogleich, auf der Stelle
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avisenbote
Nachrichtenbote
Balbier
Barbier
Bartholomäustag
Gedenktag für den Heiligen Bartholomäus (24. August)
baß
besser
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Beisorge
Sorge, Besorgnis, Bedenken, Furcht
bescheiden
einberufen, vorladen
bescheiden
unterrichten, informieren
beschreiben
schriftlich ein- oder vorladen
beschreiben
auftragen, befehlen, vorschreiben
besorgen
befürchten, fürchten
Blutsfreund
Blutsverwandter
Butterschmalz
ausgelassene Butter, Speisefett
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
confirmiren
bestätigen
Confitüre
Süßwaren, Konfekt
Conspirant
Verschwörer
Conterfect
Bildnis
contestiren
bezeugen
contestiren
eine Auseinandersetzung in Gang bringen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Curialien
Höflichkeiten, Förmlichkeiten
defrayiren
jemanden verköstigen, freihalten
Desperation
Verzweiflung
dick
dicht
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
einziehen
verhaften
Englische Purgierpille (Frankfurter Pille)
Abführmittel
enthalten
sich aufhalten
Extraordinarije
außerordentliche/gesonderte Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Fidelitet
Treue
Fluß
Katarrh (Entzündung der Schleimhäute)
Fluß
Rheuma, Gicht
Freund
Verwandter
Füchslein
kleines Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
gähling
plötzlich, unversehens
Gemeine
(Kirchen)Gemeinde, Gesamtheit der Einwohner eines Ortes
genung
genug
hauendes Schwein
über fünf Jahre altes und deshalb besonders gefährliches Wildschwein
Hauptfluss
schmerzhafte Entzündung im Kopf
Hegereiter
berittener Aufseher über Holz und Wild
Hofmeister
vom Besitzer eingesetzter Verwalter eines Landgutes
Homester
Hofmeister (vom Besitzer eingesetzter Verwalter eines Landgutes)
Hostilitet
Feindseligkeit
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
Kämpe
zahmer Eber, Zuchteber
Käsepappel
Buschwindröschen
Karpen
Karpfen
Knipkeulchen
Marmorkügelchen, mit denen Kinder spielen
köstlich
teuer, aufwändig
köstlich
prächtig, herrlich, schön
köstlich
kostbar
kostfrei
frei von Kosten
Lerchen streichen
Lerchen mit Hilfe eines Netzes massenhaft fangen
Liberation
Befreiung, Freilassung
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Mäusepulver
Mäusegift
Maß
Raummaß, Hohlmaß
Mediatricin
Vermittlerin
Medicinalie
Arznei, Medikament
Michaelistag
Gedenktag für den Erzengel Michael (29. September)
Milchschmalz
Sahne, Rahm
minuiren
vermindern, verringern
mitigiren
lindern, abmildern
nähermalig
neulich, kürzlich, jüngst
Nürnberger Pflaster
Wundpflaster, das unter Verwendung verschiedener Öle hergestellt wird
ominiren
prophezeien
Operation
Wirkung
Ordinaravis
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht oder Zeitung
pacificiren
(miteinander) vergleichen, einig werden, aussöhnen, Frieden schließen
Particularschreiben
Einzelschreiben
recipiren
etwas (zur eigenen gedanklichen Verarbeitung, Beurteilung, Entscheidung) aufnehmen
recipiren
(in eine Körperschaft) aufnehmen
recipiren
(durch eine Körperschaft oder Person) annehmen, empfangen
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
regaliren
(reichlich) bewirten
relaxiren
freilassen
relaxiren
rückgängig machen, annullieren, aufheben
remedi(i)ren
abhelfen
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
repoussiren
zurückdrängen, zurücktreiben
Resolution
Entschlossenheit
restituiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
restuiren
zurückgeben, restituieren
restuiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
Rotschimmel
Schimmel, dessen Farbe ins Rötliche tendiert
Schatzung
Erpressung von Geld als außerordentliche Kontribution
Schatzung
(häufig wegen einer Notlage erhobene) Abgabe, Steuer
schießen
schnell herumfahren
schießen
schnell wachsen
schießen
plötzlich schmerzen
schloßen
graupeln, hageln
Schnerre
Schnarrdrossel
selbfünft
eine Person mit noch vier anderen, zu fünft
selbsechst
eine Person mit noch fünf anderen, zu sechst
seltsam
selten, unhäufig, bemerkenswert
sorgfältig
besorgt sein, sich Sorgen machend
sorgfältig
sich eifrig kümmernd, fürsorglich, sehr bemüht
Spießhirsch
Junghirsch mit dem ersten noch unverästeltem Geweih
spoliiren
berauben, plündern
Steuerretardat
noch ausstehende Steuerschuld
stringiren
binden, verpflichten
stringiren
berühren
stringiren
abschneiden
Stückkugel
Kanonenkugel
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
tormentiren
foltern, quälen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
tribuliren
plagen, quälen
Vanitet
Eitelkeit, Nichtigkeit, Vergänglichkeit
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
verehren
schenken
verehren
beschenken
Verehrung
Beschenkung, Geschenk
Verwahrlosung
Nachlässigkeit, Unachtsamkeit
verweisen
vorwerfen, vorhalten, zum Vorwurf machen, tadeln
Victorie
Sieg
vielfältig
vielfach, vielmalig, oft, wiederholt
Vierling
Hohlmaß
Volk
Truppen
widerbellen
sich mit Worten widersetzen, widersprechen
wildbret
selten, fremd, unbekannt
Wissenschaft
Kenntnis, Wissen
zeitlich
rechtzeitig
zeitlich
früh, zeitig
zeitlich
vorzeitig
Zeitung
Nachricht
Zufall
unerwartete spürbare Veränderung der Gesundheit
Zufall
Ereignis, Vorfall
Zufall
etwas, das einem zufällt
Zufall
Zulauf, Parteinahme, Beistand
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

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Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

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Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

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Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürst Anton Günther von Anhalt-Zerbst

geb. 1653
gest. 1714
Anm.: Sohn des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); ab 1674 in niederländischen Kriegsdiensten; 1676 Offizier in der Reichsarmee; seit 1683 in kursächsischen Kriegsdiensten; kurbrandenburgischer bzw. preußischer Obrist (1689), Generalmajor (1698) und Generalleutnant (1705); ab 1690 Kommandant in Ath (Brabant); seit 1672 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürtreffliche").

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Fürst Johann Adolf von Anhalt-Zerbst

geb. 1654
gest. 1726
Anm.: Sohn des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); Offizier in braunschweigisch-lüneburgischen (1674), niederländischen (1675, 1689 und 1692), dänischen (1676), kurbrandenburgischen (1677) und kaiserlichen Diensten (1684); seit 1672 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starkriechende").

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Fürst Karl Wilhelm von Anhalt-Zerbst

geb. 1652
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); ab 1667 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst (bis 1674 unter Vormundschaft); seit 1672 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schattichte").

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Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

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Diego de Aragón y Tagliavia
Duque Diego de Terranova
Príncipe Diego de Castelvetrano
Marqués Diego de Ávola
Marqués Diego de Favara

geb. ca. 1596
gest. 1663
Anm.: Sohn des Carlos II de Aragón y Tagliavia, ab 1599 Duque de Terranova (gest. 1605); seit 1616 Kämmerer des späteren Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1624 Duque de Terranova, Príncipe de Castelvetrano und Marqués de Ávola y de Favara sowie Gran almirante y Gran condestable del Reino de Sicilia und Capitán general de la Caballería Ligera de Sicilia; spanischer Botschafter in Wien (1644-1648) und Rom (1653-1657); zudem Consejero de Estado y de Guerra; ab 1651 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

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Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Gottlieb Bährenreutter
Gottlieb Bernreuth

Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652).
Johann von Balthazar

geb. 1600
gest. 1688
Anm.: Geboren in Simmern; zunächst in schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Capitaine (1634), Lieutenant-colonel (1641), Colonel und Lieutenant-général (1654); seit 1657 kurpfälzischer Truppenkommandeur; um 1668 Rückzug in die Schweiz (Kauf der Baronnie de Prangins im Waadt).
Luis Francisco de Benavides Carrillo de Toledo
Marqués Luis Francisco de Caracena
Marqués Luis Francisco de Frómista
Conde Luis Francisco de Pinto

geb. 1608
gest. 1668
Anm.: Sohn des Luis Francisco de Benavides y Cortés, Marqués de Frómista; Marqués de Caracena und de Frómista sowie Conde de Pinto; seit 1629 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General; 1648-1656 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1659-1664 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1664/65 Inhaber des Oberkommandos im Restaurationskrieg gegen Portugal.

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David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Christer Bonde

geb. 1621
gest. 1659
Anm.: Sohn des Carl Bonde (1581-1652); 1642-1653 Assessor am schwedischen Bergskollegium; ab 1653 Reichsrat; 1655/56 schwedischer Gesandter in England; 1655/56 Rat und seit 1656 Präsident des Kommerskollegium.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Philippe de Bourbon
Duc Philippe d' Anjou
Duc Philippe d' Orléans
Duc Philippe de Chartres
Duc Philippe de Valois
Duc Philippe de Nemours
Duc Philippe de Montpensier
Duc Philippe de Beaupréau
Duc Philippe de Châtellerault

geb. 1640
gest. 1701
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIV. (1638-1715); 1640-1668 Duc d'Anjou; ab 1660 Duc d'Orléans, de Chartres et de Valois; seit 1672 Duc de Nemours; ab 1695 Duc de Montpensier; ferner Duc de Beaupréau und de Châtellerault.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Brandenburg, Haus
Kurfürsten von Brandenburg
Markgrafen von Brandenburg

Anm.: Seit 1415 reichsfürstliche Dynastie der Hohenzollern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1633
gest. 1714
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1667 Statthalter für seinen Bruder Rudolf August (1627-1704); 1685-1704 Mitregent des Herzogtums; seit 1704 alleinregierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; 1709 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Elisabeth Juliana von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Herzogin Elisabeth Juliana von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1634
gest. 1704
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); seit 1656 Ehe mit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Frederik van Dorp

geb. 1612
gest. 1679
Anm.: Sohn des Frederik van Dorp (1547-1612); Herr von Maasdam; 1642-1649 außerordentlicher Rat und 1649-1670 Rat am Gerichtshof von Holland, Zeeland und West-Friesland; 1656 niederländischer Gesandter in Preußen, Schweden und Polen; seit 1663 Mitglied der Ritterschaft von Holland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Robert Douglas of Whittinghame
Graf Robert von Skänninge

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Douglas of Whittinghame (gest. 1626); ab 1627 Page des seit 1622 in Schweden lebenden Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Fähnrich (1630), Hauptmann (1632), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1643), Generalleutnant (1647), General und Kriegsrat (1651), Feldmarschallleutnant (1656) und Feldmarschall (1657); 1646/47 Gouverneur in Schwaben; 1652-1654 schwedischer Reichsstallmeister; ab 1658 Geheimrat im Senat sowie Oberbefehlshaber in Estland und Livland; Erhebung zum Baron von Skålby (1651) und zum Grafen von Skänninge (1654); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lebhafte").

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Graf Adrian von Enckevort

geb. 1603
gest. 1663
Anm.: Sohn des bayerisch-ligistischen Obristwachtmeisters Wilhelm von Enckevort (gest. 1621); ab 1619 in kurbayerisch-ligistischen und seit 1629 kaiserlichen Kriegsdiensten u. a. als Obristleutnant (1631), Obrist (1634), Generalfeldwachtmeister (1636), Feldmarschallleutnant (1644), Feldzeugmeister und Hofkriegsrat (1647); ab 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1648/49 kurbayerischer Feldmarschall; seit 1656 kaiserlicher Wirklicher Geheimer Rat; ab 1658 kaiserlicher Feldmarschall; 1658 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Antonio Schmidt-Brentano: Die kaiserlichen Generale 1618-1655. Ein biographisches Lexikon, Wien 2022, S. 139-143.

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
Francesco I d' Este
Duca Francesco I di Modena e Reggio

geb. 1610
gest. 1658
Anm.: Sohn des Alfonso III d'Este, Duca di Modena e Reggio (1591-1644); ab 1629 Duca di Modena e Reggio; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Orazio Farnese

geb. 1636
gest. 1656
Anm.: Sohn des Odoardo I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1612-1646); zuletzt venezianischer General im Türkenkrieg um Kreta.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Konrad (2) Fischer

Anm.: Jüngster Sohn des Bernburger Stadt- und fürstlichen Leibarztes Dr. Levin Fischer; im Sommer 1656 Student der Medizin in Padua.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Königin Maria Theresia von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Maria Theresia von Spanien

geb. 1638
gest. 1683
Anm.: Tochter des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); seit 1660 Ehe mit König Ludwig XIV. von Frankreich (1638-1715).

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Georg Glaum
Georg Glaun

gest. 1656
Anm.: Spätestens 1624 bis 1637 fürstlicher Jäger und Hegereiter in Bernburg; seit 1637 Kämmerer in der Bernburger Bergstadt; zuletzt Brauer und Ratsherr in Zerbst.
Carlo III Gonzaga di Nevers
Duc Charles II de Nevers et Rethel
Duca Carlo II di Mantova e Monferrato
Duc Charles IV de Mayenne

geb. 1629
gest. 1665
Anm.: Sohn des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1632-1654 Duc de Mayenne; seit 1637 Duca di Mantova e Monferrato; 1637-1659 zudem Duc de Nevers et Rethel (bis 1647 unter Vormundschaft).

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Gottfried von Heister

geb. 1609
gest. 1679
Anm.: Sohn des Sigbert von Heister; ab ca. 1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Fähnrich, Kornet, Rittmeister, Obristwachtmeister, Obristleutnant (spätestens 1632-1639), Obrist (1639-1648 und seit 1656), Generalfeldwachtmeister (1657), Feldmarschalleutnant (1664) und Feldzeugmeister (1672); ab 1671 kaiserlicher Kämmerer; seit 1672 zudem Vizepräsident des Hofkriegsrats; 1664 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. P. F. Philippus: Christlich-Catholische Leich-Predig [...], Hildesheim [1679], S. 1-7.

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Christian Herdesianus
Christian von Hardesheim

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bernburger Goldschmieds Bartholomäus Hardesheim (gest. 1625); Studium in Frankfurt/Oder (1624) und Wittenberg (1626); ab 1628 Reise in die Niederlande, England und Frankreich; seit 1635 Geheimsekretär sowie nach 1640 Hof- und Justizrat der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 3, Hannover 1979, S. 1467f.

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Heinrich Heseler

geb. 1628
gest. 1716
Anm.: Sohn des Bernburger Schlossbäckermeisters Georg Heseler; 1645-1650 Studium der Theologie in Bremen; 1650/51 Prediger in Bernburg; 1652-1656 Pfarrer in Hohnsdorf; 1656-1660 Schulrektor in Bernburg; seit 1660 Oberprediger in Hoym; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.
Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
Graf Johann Ludwig von Hohenlohe-Neuenstein-Künzelsau
Graf Johann Ludwig von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1625
gest. 1689
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); 1641-1677 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; ab 1677 alleinregierender Graf von Hohenlohe in Künzelsau.

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Graf Johann Friedrich I. von Hohenlohe-Neuenstein-Öhringen
Graf Johann Friedrich I. von Gleichen-Ohrdruf
Graf Johann Friedrich I. von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1617
gest. 1702
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); ab 1641 Regent der Grafschaft Obergleichen in Ohrdruf; 1641-1677 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; ab 1677 alleinregierender Graf von Hohenlohe in Öhringen; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitbare").

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Graf Siegfried von Hohenlohe-Neuenstein-Weikersheim
Graf Siegfried von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1619
gest. 1684
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1583-1641); bis 1641 in schwedischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Rittmeister (noch 1643) und Obristleutnant (1644); 1641-1677 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; seit 1677 alleinregierender Graf von Hohenlohe in Weikersheim.

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Graf Kraft Magnus von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1618
gest. 1670
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); seit 1641 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein.

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Graf Philipp Maximilian Johann von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1630
gest. 1658
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); seit 1641 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; Tod bei einem Duell in Weerth (Holland-Limburg).
Gräfin Sophia von Hohenlohe-Neuenstein
Gräfin Sophia von Gleichen-Ohrdruf
Geburtsname: Pfalzgräfin Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld

geb. 1593
gest. 1676
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Karl I. von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1560-1600); 1615-1641 Ehe mit Graf Kraft von Hohenlohe-Neuenstein und Gleichen-Ohrdruf (1583-1641).
Gräfin Sophia Magdalena von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1628
gest. 1680
Anm.: Tochter des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein und Gleichen-Ohrdruf (1583-1641).
Graf Wolfgang Julius von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1622
gest. 1698
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); 1641-1677 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender und ab 1677 alleinregierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; 1644-1652 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal de camp (1650); 1652-1657 Maréchal de camp unter dem Frondeur Louis II de Bourbon, Prince de Condé (1621-1686); seit 1658 Generalleutnant und ab 1664 Generalfeldmarschall der Truppen des Rheinbundes.

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Pieter de Huybert

geb. 1622
gest. 1697
Anm.: Sohn des Middelburger Kaufmannes Anthony de Huybert (1585-1630); Herr von Burg und Kraaienstein; ab 1646 Stadtrat in Middelburg; niederländischer Gesandter in Preußen, Schweden und Polen (1656) sowie Polen und Kurbrandenburg (1659/60); 1659-1664 Sekretär der Staaten von Zeeland; 1664-1687 Ratspensionär von Zeeland; seit 1687 Mitglied des Staatsrats der Vereinigten Niederlande.

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König David von Israel

Anm.: Biblische Figur; Herrscher des vereinigten Königreichs Israel.

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Nathanael Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649).
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Rudolf von Jena

geb. 1622
gest. 1670
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Tuchhändler in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Leopold I.
König Leopold I. von Böhmen
König Leopold I. von Ungarn
Erzherzog Leopold V. von Österreich

geb. 1640
gest. 1705
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand III. von Österreich (1608-1657); ab 1655 König von Ungarn; seit 1656 König von Böhmen; ab 1657 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1658 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1654 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Mehmed IV. Giray Khan (Krim)

Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); 1641-1644 und 1654-1666 Krim-Khan.
Graf Philip Moritz Kinsky von Wchinitz und Tettau
Graf Filip Mořic Kinský z Vchynic a Tetova

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm Kinsky von Wchinitz und Tettau (1574-1634).
Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

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Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

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Rosimunda Juliana von Krosigk
Geburtsname: Rosimunda Juliana von Closen

geb. 1628
gest. 1694/98
Anm.: Tochter des Johann Friedrich von Closen; 1656-1673 Ehe mit Ludolf Lorenz von Krosigk (1627-1673).

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Elisabeth Krzineczky von Ronow
Gräfin Elisabeth von Ronow und Bieberstein
Geburtsname: Elisabeth von Bieberstein

geb. 1623
gest. 1683
Anm.: Tochter des Johann Wilhelm von Bieberstein (gest. 1624); 1649-1656 Pröpstin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; ab 1656 Ehe mit Johann Albrecht Krzineczky von Ronow, seit 1670 Graf von Ronow und Bieberstein (1625-1707).

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Johann Albrecht Krzineczky von Ronow
Graf Johann Albrecht von Ronow und Bieberstein

geb. 1625
gest. 1707
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Johann Albrecht Krzineczky von Ronow (gest. 1637); Erbherr auf Oppurg, Knau und Grünau im Vogtland; ab 1652 kursächsischer Kammerherr; 1655 kurfürstlicher Gesandter am Wiener Kaiserhof; 1675-1680 mecklenburgisch-güstrowischer Geheimer Rat und Oberhofmarschall; 1680-1700 zunächst brandenburgisch-bayreuthischer Geheimer Rat, Oberhofmarschall und Landeshauptmann in Hof, später Oberpräsident und Premierminister; seit 1700 sächsisch-zeitzischer Geheimer Rat und Oberhauptmann des Neustädtischen Kreises; 1670 Erhebung zum Grafen von Ronow und Bieberstein; vgl. Christian Feustel: Der Durch das Jammer-Thal gehende Graf von Ronov und Biberstein [...], Greiz, S. 58-78.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Charlotte Le Brun
Charlotte von Börstel
Geburtsname: Charlotte de Farou

geb. ca. 1622
gest. 1705
Anm.: Tochter des Isaac de Farou (1570-1644); 1651-1656 erste Ehe mit Adolf von Börstel (1591-1656); nach 1656 zweite Ehe mit Joseph Le Brun.
Andrzej Leszczyński
Erzbischof Andrzej von Gniezno
Bischof Andrzej von Chełmno
Bischof Andrzej von Kamieniec

geb. ca. 1608
gest. 1658
Anm.: Sohn des Wacław Leszczyński (ca. 1576-1628); ab 1623 Domherr in Krakau; seit 1628 Propst von Łęczyca; 1633 Priesterweihe; 1640-1646 Bischof von Kamieniec; 1645-1650 Unterkronkanzler des Königreiches Polen; 1646-1652 Bischof von Chełmno; 1646-1653 Dompropst von Płock; 1650-1653 Großkronkanzler des Königreiches Polen; ab 1652 Erzbischof von Gniezno.

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Gräfin Charlotte Susanna Maria Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein
Geburtsname: Gräfin Charlotte Susanna Maria von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1626
gest. 1666
Anm.: Tochter des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1583-1641); seit 1650 Ehe mit Graf Ludwig Wierich Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein (1622-1668).

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Anna Magdalena von Loden
Geburtsname: Anna Magdalena von Rochow

gest. 1638
Anm.: Tochter des Jakob von Rochow zu Golzow; spätestens 1649 anhaltisch-plötzkauische Hofmeisterin, zuletzt der verwitweten Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau (1590-1659).
Élisabeth-Marguerite de Lorraine
Duchesse Élisabeth-Marguerite de Guise
Duchesse Élisabeth-Marguerite de Joyeuse
Princesse Élisabeth-Marguerite de Joinville
Geburtsname: Élisabeth-Marguerite de Bourbon

geb. 1646
gest. 1696
Anm.: Tochter des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); 1667-1671 Ehe mit Louis Joseph de Lorraine, Duc de Guise (1650-1671).
Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Erbprinz Ferdinand Philipp von Lothringen und Bar

geb. 1639
gest. 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Nikolaus II. von Lothringen und Bar (1609-1670).

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Bella Ludwig

geb. 1580/81
gest. 1665
Anm.: Zunächst fürstliche Bedienstete in Bernburg; erste Ehe mit Michael Ludwig (gest. vor 1630); seit 1630 zweite Ehe mit Paul Ludwig (1603-1684).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Antoine de Lumbres

geb. 1598
gest. 1676
Anm.: Sohn des Jacques de Lumbres; Seigneur d'Herbinghen, de Marquise, de Dannes et de Longvilliers; Jurist; französischer Gesandter, u. a. in Kurtrier (1635), Lüttich (1646-1650), Berlin (1655/56), Polen (1656-1665) und Braunschweig (1665/66).

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Lorenzo Marcello

geb. 1603
gest. 1656
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Andrea Marcello; militärische Karriere in der venezianischen Kriegsflotte als Kapitän (1625), Patron all'Arsenale (1628), Provveditore dell'armata (1641), Provveditore estraordinario in armata (1648) und Capitano generale da Mar (1655).

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Margherita Luisa de' Medici
Granduchessa Margherita Luisa di Toscana
Geburtsname: Marguerite-Louise de Bourbon

geb. 1645
gest. 1721
Anm.: Tochter des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); seit 1670 Ehe mit Cosimo III de' Medici, Granduca di Toscana (1642-1723).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Meidan Gasi Aga

Anm.: 1655 und 1656 Abgesandter des Krim-Khanats nach Wien.
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Micheli

Anm.: Um 1654/56 fürstlicher Kammerjunker in Plötzkau.
Lazzaro Mocenigo

geb. 1624
gest. 1657
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Giovanni Mocenigo (1587-1633); seit 1646 Dienst in der venezianischen Kriegsflotte als Vizekommandant (1649) und Kommandant einer Galeere (1650), Capitano delle navi (1654) und Capitano generale da Mar (1656).

Weiterführende Informationen in VIAF
Francisco de Moura Corte Real y Melo
Marquês Francisco de Castelo Rodrigo
Conde Francisco de Lumiares
Duca Francesco di Nocero

geb. 1621
gest. 1675
Anm.: Sohn des portugiesischen Adligen Manuel de Moura e Corte Real, Marquês de Castelo Rodrigo (1590-1651); 1648-1656 spanischer Botschafter in Wien; ab 1651 Marquês de Castelo Rodrigo und Conde de Lumiares; seit 1656 Duca di Nocera (im Königreich Neapel); Vizekönig von Sardinien (1657-1661) und Katalonien (1663/64); 1664-1668 Statthalter der Spanischen Niederlande; seit 1669 königlicher Caballerizo mayor (Großstallmeister).

Weiterführende Informationen in VIAF
Christian Müller

Anm.: Geboren in Ballenstedt; um 1656 Student der Theologie und Präzeptor der Kinder des Bernburger Landrichters David von Bergen (1616-1682).
Gräfin Eleonora Clara von Nassau-Saarbrücken
Geburtsname: Gräfin Eleonora Clara von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1632
gest. 1709
Anm.: Tochter des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1583-1641); 1662-1677 Ehe mit Graf Gustav Adolf von Nassau-Saarbrücken (1632-1677); 1677-1685 Regentin der Grafschaften Saarbrücken und Saarwerden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Salomon Nefe

geb. 1606
gest. 1662
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Bürgers Hans Nefe; ab 1641 Küster (Äditus) an der Bernburger Schlosskirche St. Aegidien (noch 1653); seit spätestens 1642 zugleich Stadtschreiber der Bernburger Bergstadt (noch 1649); zuletzt Schulmeister in Ilberstedt.
Matthias Netteke

Anm.: Seit 1654 fürstlicher Nachrichtenbote in Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Papst Alexander VII.
Erzbischof Fabio von Imola
Bischof Fabio von Nardò
Fabio Chigi

geb. 1599
gest. 1667
Anm.: Sohn des Sieneser Bankiers Flavio Chigi (1548-1611); 1635-1652 Bischof von Nardò; 1639-1651 Apostolischer Nuntius in Köln, als solcher auch päpstlicher Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1649); ab 1652 Kardinal; 1652-1655 Kardinalstaatssekretär; 1653-1655 zudem Erzbischof von Imola; seit 1655 Papst.

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Pfalzgraf Philipp Florinus von Pfalz-Sulzbach

geb. 1630
gest. 1703
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen August von Pfalz-Sulzbach (1582-1632); zunächst in lothringischen Kriegsdiensten; schwedischer Obrist (1655) und General (bis 1660); 1662 venezianischer Generalissimus; ab 1664 kaiserlicher Feldmarschall; seit 1675 kurbayerischer Feldmarschall.

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Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

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Gräfin Margaretha Hedwig von Nassau-Saarbrücken
Geburtsname: Gräfin Margaretha Hedwig von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1625
gest. 1676
Anm.: Tochter des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1583-1641); 1658-1671 Ehe mit Pfalzgraf Karl II. Otto von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1625-1671).
Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Konrad Balthasar Pichtel

geb. 1605
gest. 1656
Anm.: Sohn des kurpfälzischen Oberhofzehenden Balthasar Pichtel (gest. 1620); Studium in Altdorf (1620), Wittenberg (1623), Leipzig und Frankfurt/Oder; danach Jurist am Reichskammergericht, in Wittenberg (1628/29), Dresden (1629/30) und Holstein (ab 1630); 1632 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg; seit 1635 Geheimer Rat und Praetor Pupillaris des Grafen Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst (1583-1667); um 1642/43 abgeordneter Berater des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1645-1648 gräflich-oldenburgischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; ab 1642 Mitglied in der Fruchtbringenden Gesellschaft („Der Überwindende“).

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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Fürst Bogusław Radziwiłł
Fürst Boguslavas Radvila

geb. 1620
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten Janusz Radziwiłł (1579-1620); bis 1636 unter Vormundschaft seiner Mutter Elisabeth Sophia (1589-1629) und seines Onkels Krzysztof (1585-1640); 1636 Page am polnischen Königshof; 1640-1642 mit Prinz Johann Kasimir von Polen (1609-1672) in niederländischen Kriegsdiensten; 1643-1648 Aufenthalt in Frankreich und den Niederlanden mit diplomatischer Tätigkeit; ab 1648 Kommandant der königlich-polnischen Leibwache; 1651 Oberbefehl über die deutschen Truppen im polnischen Heer; 1654/55 litauischer Großfeldherr; 1655-1657 Ächtung durch die polnische Krone; 1656 schwedischer Generalfeldmarschall; seit 1656 kurbrandenburgischer Generalleutnant; ab 1657 kurfürstlicher Statthalter im Herzogtum Preußen.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Adam Laurentius Renxien
Adam Laurentius Renxius

gest. 1663
Anm.: Geboren in Hafnerzell (Hochstift Passau); zunächst Mönch im Franziskanerkloster Dettelbach (bei Würzburg); 1655 Konversion zum reformierten Glauben in Bernburg; 1657-1661 Diakon in Ballenstedt; seit 1661 Pfarrer in Cörmigk; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 391.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Margaretha Röseler
Margaretha Köhler
Geburtsname: Margaretha Kurrau

geb. 1603
gest. 1659
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgers und Schneiders Christoph Kurrau (gest. 1636); 1626-1642 erste Ehe mit Hans Köhler (gest. 1642); seit 1643 zweite Ehe mit dem Bernburger Böttchermeisters Martin Röseler (gest. 1666).
Martin Röseler
Martin Riselar

gest. 1666
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Christoph Röseler (gest. vor 1643); Bürger und Böttchermeister in Bernburg; spätestens 1643 bis 1650 zugleich Hofböttcher und fürstlicher Mundschenk; wegen Ehebruchs entlaufen; angeblich in Westindien gestorben.
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Herzogin Christina Elisabetha von Sachsen-Weimar
Geburtsname: Herzogin Christina Elisabetha von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1638
gest. 1679
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1607-1653); seit 1656 Ehe mit Herzog Johann Ernst II. von Sachsen-Weimar (1627-1683).
Herzogin Eleonora Dorothea von Sachsen-Weimar
Geburtsname: Fürstin Eleonora Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1602
gest. 1664
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1625-1662 Ehe mit Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); seit 1619 Gründungsmitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Demütige").

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Herzog Friedrich (2) von Sachsen-Weimar

geb. 1640
gest. 1656
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedenreiche").

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Sachsen-Weimar, Haus
Herzöge von Sachsen-Weimar

Anm.: Seit 1572 bestehende Seitenlinie der ernestinischen Herzöge von Sachsen.
Herzog Johann Ernst II. von Sachsen-Weimar

geb. 1627
gest. 1683
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); ab 1662 regierender Herzog von Sachsen-Weimar; seit 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Richtigste").

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Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Henri II de Saint-Nectaire
Duc Henri de La Ferté-Senneterre

geb. 1599
gest. 1681
Anm.: Sohn des Henri I de Saint-Nectaire, Marquis de La Ferté-Nabert (1573-1662); französischer Capitaine (ab ca. 1627), Mestre de camp, Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général (1648) und Maréchal de France (1651); seit 1643 Gouverneur des Herzogtums Lothringen; ab 1665 Duc de La Ferté-Senneterre und Pair de France.

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Duchessa Francesca Maddalena di Savoia
Geburtsname: Françoise-Madeleine de Bourbon

geb. 1648
gest. 1664
Anm.: Tochter des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); seit 1663 Ehe mit Duca Carlo Emanuele II di Savoia (1634-1675).

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Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1581
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

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Christian Schmidt

gest. 1656
Anm.: Angeblich polnischstämmiger Schlesier; um 1645/50 schwedischer Kriegskommissar im Hochstift Halberstadt; vor 1656 Generalkriegskommissar des Königs Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660) in Polen; 1656 Ermordung auf einer Reise.
David Schmidt

geb. ca. 1630/32
gest. nach 1660
Anm.: Sohn des Harzgeröder Amtsschreibers und späteren Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt; seit 1648 Studium am Gymnasium Illustre in Zerbst; um 1658/60 Amtsverweser der Ämter Ballenstedt und Hoym.
Graf Anton Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Sohn des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578-1642); 1642-1651 gemeinsam mit seinen Brüdern Christian Günther II. (1616-1666) und Ludwig Günther II. (1621-1681) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen; ab 1651 alleiniger Regent in Sondershausen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgültige").

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Königin Hedwig Eleonora von Schweden
Geburtsname: Herzogin Hedwig Eleonora von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1636
gest. 1715
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1654-1660 Ehe mit König Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660).

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
N. N. von Sinzendorf

Anm.: Österreichischer Adliger, auf den 1656 in Wien ein erfolgloser Mordanschlag aus dem Haus des spanischen Botschafters Francisco de Moura Corte Real y Melo, Marquês de Castelo Rodrigo (1621-1675), verübt worden sein soll.
Govert van Slingelandt

geb. 1620
gest. 1690
Anm.: Sohn des Barthoud van Slingelandt (1590-1638); ab 1653 Pensionär von Dordrecht; niederländischer Gesandter in Preußen, Schweden und Polen (1656) sowie Dänemark (1659); seit 1664 Sekretär des Staatsrats der Vereinigten Niederlande.

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Francisco de Sousa Coutinho

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gonçalo Vaz Coutinho; seit 1623 Vertreter des Hauses Bragança in Madrid; portugiesischer Sonderbotschafter in Kopenhagen und Stockholm (1641) sowie Gesandter in Den Haag (1643-1650), Paris (1651-1653) und Rom (1655-1658).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Heinrich Thulemeyer

geb. 1619
gest. 1676
Anm.: Reformierter Prediger; bis 1647 gräflich-ortenburgischer Hofprediger; 1647-1660 Hofprediger der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660) und seit 1651 auch Pfarrer in Crossen (Oder).

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Joachim Tiedemann

gest. 1656
Anm.: Schwedischer Obristleutnant (um 1637) und Obrist (um 1648).
Martin Ulrich

Anm.: Um 1646/56 fürstlicher Stalljunge in Bernburg.
Dorothea von Wallwitz
Geburtsname: Dorothea von Rochow

gest. 1638
Anm.: Tochter des Jakob von Rochow zu Golzow; seit 1610 Ehe mit Esche von Wallwitz (1588-1653).
Ernesta Viktoria von Wallwitz

geb. 1656
Anm.: Tochter des Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

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Katharina von Wallwitz
Geburtsname: Katharina von Miltitz

geb. 1629
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); seit 1650 Ehe mit Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Jacob van Wassenaer Obdam

geb. 1610
gest. 1665
Anm.: Sohn des holländischen Admiralleutnants Johan van Duvenvoorde Wassenaer (1574-1623); zunächst niederländischer Hauptmann (1631) und Obrist (1643); seit 1653 Admiralleutnant von Holland und Westfriesland (Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsmarine).

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Leonhard Weiler

gest. nach 1673
Anm.: Sohn des späteren kurbrandenburgischen Hofrentmeisters und Amtskammerrats Christian Weiler (1590-1638); Erbherr auf Gröningen; kurbrandenburgischer Regierungs- und Konsistorialrat im Fürstentum Halberstadt sowie Kanzleidirektor der Grafschaft Regenstein.

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Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Robert de Wignacourt

Anm.: Vermutlich Sohn des Philippe de Wignacourt, Seigneur de Fontaine-Tatinghem; Seigneur de Fontaine; 1652 französischer Resident beim Reichstag zu Regensburg; 1656 französischer Gesandter in Wien.
Christoph Heinrich von Wülcknitz

geb. 1640
gest. 1700
Anm.: Sohn des Christoph Ernst von Wülcknitz (gest. 1641); zunächst Page des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); danach anhaltisch-dessauischer Jagd- und Kammerjunker, Jägermeister (1668), Kammerrat und Kammerdirektor; später kurbrandenburgischer Kammerherr sowie Amtshauptmann von Calbe, Gottesgnad, Aken, Moritzburg und Gibichenstein; zudem anhaltischer Landrat; vgl. Johann Conrad Womrath: Aller Rechtglaubigen Christen Höchster Adel/ [...], Dessau 1700, S. 85-88.

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Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Johannes Ysbrands

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heeronymus Ysbrands; ab 1651 Amtmann und seit 1664 Stadtrat in Groningen; zudem niederländischer Gesandter in Preußen, Schweden und Polen (1656), Kurbrandenburg (1656-1659) und Schweden (1665) sowie bei den Friedensverhandlungen von Köln (1673/74) und Nijmegen (1678/79).

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Aken
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Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bosnien, Ejalet
weiterführende Informationen

Anm.: Verwaltungseinheit des Osmanischen Reiches.
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Bremen
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Condé-sur-l'Escaut
weiterführende Informationen
Coswig (Anhalt)
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Dardanellen
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbel
weiterführende Informationen
Dröbelscher Busch
Anm.: Waldgebiet am linken Saaleufer bei Dröbel nahe Bernburg.
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
Elsass, Landgrafschaft
Anm.: Habsburgische Besitzungen im Elsass.
England, Schottland und Irland, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Frankfurt (Oder)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Gandersheim, Stift
weiterführende Informationen
Genf (Genève)
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Genua (Genova)
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Halberstadt
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Hohenerxleben
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Holland, Provinz (Grafschaft)
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Ingermanland
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Italien
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Jerusalem
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Kalabrien (Calabria)
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Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kirchenstaat
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Kleve, Herzogtum
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Königsberg (Kaliningrad)
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Konstantinopel (İstanbul)
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Krim, Khanat
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Kurland, Herzogtum
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La Fère
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Leipzig
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Liegnitz (Legnica)
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Lippstadt
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Livland, Herzogtum
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London
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Mailand, Herzogtum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Mantua, Herzogtum
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Marienburg (Malbork)
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Marseille
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Montferrat, Herzogtum
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Neapel (Napoli)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Österreich ob der Enns (Oberösterreich), Erzherzogtum
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Oldenburg
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Osmanisches Reich
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Ostindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Ostsee
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Padua (Padova)
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Paris
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Plötzkau
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Polen, Königreich
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Quedlinburg
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Quedlinburg, Stift
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Rom (Roma)
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Saale, Fluss
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Samogitien (Schamaiten)
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sardinien, Königreich
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Schlesien-Neisse, Herzogtum
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Anm.: Territorium der Bischöfe von Breslau, in dem sie sowohl die geistliche als auch die weltliche Macht ausübten.
Schlesien, Herzogtum
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Schweden, Königreich
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Sinsleben
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Spanien, Königreich
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Tykocin
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Valenciennes
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Valenza
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Waldau
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Warschau (Warszawa)
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Weimar
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Wien
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Wohlau (Wołów)
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Wolfenbüttel
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Zepzig
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Zerbst
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Elefantenorden
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Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
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Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]
Oswald Gabelkover: Artzneybuch. Darinnen/ Auß gnädigem Befelch/ Weiland deß [...] Herrn Ludwigen/ Hertzogen zu Würtemberg und Theck [...] Fast für alle deß Menschlichen Leibs Anligen und Gebrechen/ außerlesene und bewehrte Artzneyen [...] auß vielen Hohen und Nidern Stands Personen geschriebnen Artzneybüchern zusamen getragen/ und in den Truck verfertiget sind, Frankfurt (Main) und Tübingen: Johann Jakob Porß Erben, Johann Berner Witwe und Erben sowie Georg Gruppenbach, 1641. [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Johannes Mencelius: Christliche Leichpredigt/ Bey der traurig-Fürstlichen Leichbegängnüs Der [...] Fürstin [...] Dorothea-Bathildis/ Fürstin zu Anhalt/ Gräfin zu Ascanien/ Fräuleins zu Bernburg und Zerbst. Welches Den 7. May [...] auff dem Fürstlichen Hause zu Bernburg [...] entschlaffen/ Den 25. Iunii aber dieses lauffenden 1656. Jahres/ in der Schloskirchen [...] beygesetzet worden, Köthen: Fürstliche Druckerei, 1656. [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Fasti = Festkalender. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin: 2012. [Nachweis im GVK]