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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: September 1656


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIIIb, fol. 384r-404v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. September 1656
Bernburg
  • Jahrmarkt
  • Gespräche mit dem Landrichter David von Bergen und dem Hofrat Christoph von Jena
  • Geldangelegenheiten
  • Mitteilungen durch anhaltisch-plötzkauische Boten
  • Wirtschaftssachen
  • Kleiner Stein im Urin
  • Behandlung durch den Leibarzt Dr. Levin Fischer
  • Korrespondenz
  • Besuch durch Fürst Lebrecht
  • Ratschläge durch Fürstin Sibylla, die Schwester Sophia Margaretha und die Cousine Eva Katharina
  • Abschied von David Schmidt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
02. September 1656
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit Dr. Fischer
  • Besuch durch den anhaltisch-plötzkauischen Kammerjunker Micheli
  • Nachrichten
03. September 1656
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Jena, dem Amtmann Georg Reichardt und dem Köthener Ratskämmerer Martin Hanckwitz
  • Reichardt und Hanckwitz als Essensgäste
  • Rückkehr des Frauenzimmer-Hofmeisters Johann Esche von Wallwitz aus Dessau
  • Besuch des älteren Sohnes Viktor Amadeus bei Fürst Wilhelm Ludwig in Nienburg (Saale)
04. September 1656
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Hasenlieferung aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit dem Hofmeister Gottlob Sekyrka
  • Administratives
  • Bericht durch Viktor Amadeus
  • Wirtschaftssachen
  • Unterhaltung mit Jena
  • Starkes Erbrechen
05. September 1656
Bernburg
  • Vogellieferung aus dem Harz
  • Weiterhin Mattheit und Husten
  • Erbrechen und Schüttelfrost nach dem Mittagessen
  • Korrespondenz
  • Vogelfang
  • Nachrichten
  • Gespräch mit Jena
06. September 1656
Bernburg
  • Schlaf trotz Husten
  • Gespräche mit Dr. Fischer, dem Kammerschreiber Johann Senf und dem Küchenmeister Philipp Güder
  • Vorbereitung auf den Empfang des Abendmahls
  • Lerchen- und Rebhühnerfang
  • Erbrechen und Schüttelfrost nach dem Mittagessen
  • Anhörung der Predigt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
07. September 1656
Bernburg
  • Regen
  • Vogelfang
  • Anhörung zweier Predigten und Empfang des Abendmahls zum Erntedankfest
  • Anhaltender Husten mit Erbrechen nach dem Mittagessen
  • Nachrichten
  • Starker Wind in der Nacht
  • Gespräche mit Wallwitz, der Gemahlin Eleonora Sophia, Viktor Amadeus und Jena
08. September 1656
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit Jena
  • Nathanael Jahn als Mittagsgast
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
09. September 1656
Bernburg
  • Vogelfang
  • Gespräche mit Jena
  • Administratives
  • Gewöhnliche Unterhaltungen mit der Gemahlin und Viktor Amadeus
  • Durchreise der Gräfin Sophia von Hohenlohe-Neuenstein
  • Ankunft der Witwe Maria Susanna von Wietersheim
10. September 1656
Bernburg
  • Morgennebel
  • Vogelfang
  • Gestriges Erbrechen und anhaltender Husten
  • Kirchgang zum Bettag
  • Dreimaliges Erbrechen nach dem Mittagessen
  • Spaziergang der Töchter in die Weinberge bei schönem Wetter
  • Gespräch mit Senf
  • Abschied von Jena
  • Wirtschaftssachen
11. September 1656
Bernburg
  • Vogelfang
  • Abreise von Senf und Jena
  • Gespräche mit Güder, Wallwitz und dem Stadtvogt Johann Christian Hammel
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Nachrichten
  • Abschied vom Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf
  • Abendschießen durch die Söhne Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Wirtschaftssachen
12. September 1656
Bernburg
  • Vogelfang
  • Gespräche mit Dr. Fischer und dem Diakon Bartholomäus Jonius
  • Traum
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Beratungen mit Reichardt und Sekyrka
  • Kopf- und Bauchschmerzen
  • Zweimaliges Erbrechen
13. September 1656
Bernburg
  • Vogelfang
  • Morgennebel
  • Gestrige Fuchs- und heutige Hasenjagd
  • Hasen- und Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Gespräche mit dem Harzgeröder Hofrat Paul Ludwig und Hammel
  • Korrespondenz
  • Viermaliges Erbrechen
  • Erfolglose Behandlung des anhaltenden Hustens
  • Unterhaltungen mit dem Hofbarbier Johann Wenzel Rothe, Güder, dem Kammerjunker Ernst Dietrich von Röder und dem Hofjunker Tobias Steffeck
14. September 1656
Bernburg
  • Regen
  • Lerchenfang
  • Einnahme von Arznei gegen Husten und Kopfschmerzen
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Jonius als Mittagsgast
  • Bauchschmerzen nach dem Essen
  • Trinken eines Glases Landwein
  • Kirchgang von Viktor Amadeus und Karl Ursinus am Nachmittag
  • Korrespondenz
  • Erbrechen am Abend
15. September 1656
Bernburg
  • Vogelfang
  • Nachlassende Schmerzen am Morgen
  • Besuch durch Micheli
  • Korrespondenz
  • Abschied von Sekyrka
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
16. September 1656
Bernburg
  • Vogelfang
  • Abreise von Sekyrka
  • Früherer Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger als Mittagsgast
  • Administratives
  • Taufe der Ernesta Viktoria von Wallwitz
  • Ankunft des Georg Friedrich von Miltitz
  • Korrespondenz
  • Schachspiel mit der Gemahlin
  • Erbrechen und Bauchschmerzen am Abend
17. September 1656
Bernburg
  • Gespräch mit Güder
  • Administratives
  • Anhaltende Bauchschmerzen
  • Teilnahme der Kinder an der Wallwitzischen Tauffeier
  • Behandlung durch Rothe
18. September 1656
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Schmerzhafte Nacht
  • Erbrechen
  • Abreise der meisten Taufgäste des Frauenzimmer-Hofmeisters Wallwitz
  • Administratives
  • Abreise von Reichardt nach Zerbst
  • Diagnosen durch Dr. Fischer und den Köthener Hofarzt Dr. Johann Brandt
19. September 1656
Bernburg
  • Zweimaliges Erbrechen
  • Anhaltende Bauchschmerzen
  • Erfolglose Behandlungen durch Rothe und Dr. Fischer
  • Ankunft eines Boten aus Weimar
  • Korrespondenz
  • Rückkehr von Rindtorf aus Alsleben
20. September 1656
Bernburg
  • Nächtliche Schmerzen
  • Erbrechen und Schluckauf
  • Gespräche mit Dr. Fischer, Rothe und Güder
  • Nachrichten
21. September 1656
Bernburg
  • Bauchschmerzen, Erbrechen und Schluckauf in der Nacht
  • Zweimaliger Einlauf
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Dr. Fischer und der Hofprediger Johann Menzelius als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Arznei aus Plötzkau
  • Erfolglose Rückkehr von Senf aus Lüttich
22. September 1656
Bernburg
  • Erbrechen und Schluckauf in der Nacht
  • Besuche durch den Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, Dr. Fischer und Ludwig
  • Erkundigung durch Fürst Lebrecht
|| [[Handschrift: 384r]]

Montag den 1. September 1656. Ægidij.


heütte, ist Jahrmarckt alhier zu Bernburgk.


Den landRichter Bergen, habe ich bey mir gehabtt.


Postea: Davidt Schmidt, cum solvendis. perge <(Nota Bene[:] 4 Ungharj:)>


Visites, rath, undt offerten, von Plötzkaw, durch expreßen perge


Hans Senf, hat seine wochenrechnung, eingegeben.


Ein klein roht steinlein, ist diesen Morgen, in meiner
urin, gefunden worden. <Gott wende ab, fernere plagen.>


Emplastrj loco, aufzulegen, die dolores zu mitigiren,
hat der Medicus, Doctor Fischer, geordnet:
Rezept[:] Chamillen blumen, zwo hände voll,
kümmel Sahmen, 2 loht,
Saltz 2 hände voll.
zusammen zerstoßen, zerschnitten, in einen beüttel
gethan, gar warm aufgeleget.


Schreiben, von meinem bruder, Fürst Friedrich auß Colonges, vom
15. ⁄ 25den: Augustj. Jtem: von Croßen, item: von Weymar
klage notification des Todes, hertzogk Friderichs Sehligen[,]
item: von halle, freẅden notification, der
geburtt, einer iungen Tochter, item: von der
Schwester zu Strehlitz allerley nachrichttung.


Vetter Lebrechtt, ist diesen nachmittag, von
Plötzkaw, zu mir gekommen, und hat mir, eine höfliche
undt Treẅhertzige Visite gegeben, postea wieder forth.

|| [[Handschrift: 384v]]


Die FrawMuhme von Plötzkaw, wie auch, die Schwester
von Deßaw, und Freẅlein Eva Catherina, haben auch
allerley guten rath, mittgetheilet. Gott belohne ihre
Treẅhertzige gute intention, undt affection! perge


Jena den hofrath, bey mir gehabt, undt
Davidt Schmidt dimittiret.


Die avisen geben: das Erßkein gestorben
bey den Polen, in captivitate, non absque suspi-
cione venenj!


Die Polen, sollen vor Cracaw, wiederumb
geschlagen sein. Der Moßkowiter, sol
haben Dünaburgk, und Jngermanlandt ein-
genommen, auch Riga belägert.


Bey, und in Dantzigk, liegen noch die
holländer, mit dem Admiral Opdam.


Chur: Brandenburg separirt seine armèe
von der Königlichen Schwedischen.


Die pest graßiret in Preüßen, undt
in der Marck.


Der Apothegker Cornet von Berlin, welcher sich
vermeßen, und verschwohren, den König Casimirum
gefangen gesehen zu haben, hat zur Strafe seiner
lügen, einen gantzen Tag, auf dem esel sitzen || [[Handschrift: 385r]]
müssen, und man hat ihm vorn an die brust
einen zettel angehengt, mit lateinischen großen
buchstaben: Nova, hindten auf dem rügken aber
auch einen zettel, mit deützschen großen buchstaben:
Neẅe zeittungen. perge


Jn Schweden, werden in die 60000 Mann
aufgebotten, und viel Schiffe, zur defension des
königreichs.


Die Frantzösischen und Staadischen Ambassadeurs,
interponiren sich, zum friede zwischen Polen, und Schweden.
perge


Cromwell hat 50 Fregatten in den Sundt
gesandt. Opdam schickt ihnen: 10 OrlogsSchiffe entgegen.


König in Dennemargk, ist auß Norwegen,
wiederkommen, alda er seinem Sohne, huldigen laßen.


Königin Christina tractiret friede zwischen
Spannien, undt Frangkreich, auf des Pabsts ge-
heiß, undt jnstruction.


Don Jean d'Austria, hat auch Condè ein-
genommen, und 3000 Frantzosen, so mangel an
proviandt gehabt, mit Sack und pagk, auch
zweyen eisernen Stügken, abziehen laßen, den
commendanten aber, in arrest behalten, biß zum
abtrag der schäden, so er mit exactionen gethan.

|| [[Handschrift: 385v]]


Visconte de Turenne, recolligirt sich, und hat neẅe
impresen vor. Vor Saint Venant aber, haben die Frantzosen
einen anschlag gehabt, so ihnen mißlungen, und sie darüber,
800 Mann, verlohren.


Vor Valenza im Milanese können die Frantzosen
auch nicht fortkommen, wegen großer resistentz der
Spannischen, und der Kayser, hat dem Duca di
Modena, einen Heroldt geschigkt, und ihm befehlen
laßen, das hertzogthumb Meylandt, (alß Reichslehen)
zu quittiren. Die armèe sol auch dahin
marchiren ein 12000 deützsche, den Spannischen zu hülfe.


Die Königin auß Schweden, wirdt herrlich tractirt
undt dèsfrayirt, in gantz Franckreich, auf königlichen
befehl. Düc d'Orleans, ist wieder vom hofe
weg, mit contento, nacher Bloys.


Die pest graßiret noch zu Napolj, Es wirdt
der zustandt erbärmlich beschrieben, wie vornehme
leütte, (so ihr gesinde verlohren,) selber holtz tragen
und andere arbeit thun müßen, wie ihrer viel
verhungern auß mangel brodts, wie die kinder
auf den gaßen verschmachten, so ihre elltern
und freünde verlohren, wie die cadavera von
den Raben, und andern Raubvögeln gefreßen
und die lufft vertunckelt wirdt? wie so gar || [[Handschrift: 386r]]
wenig hülfe einer dem andern, leisten kan, da die
Medicj, Apotecker, Balbirer, Begker, wie auch andere
handwercksleütte, und Priester, Münche, etcetera gestorben,
wie über 170000 Menschen, an der pest umbkommen,
und also mehr Todte, alß lebendige, daselbst vorhanden.
Der ViceRè, hat 60000 cörper laßen ver-
brennen, (mit grawsamen gestangk,) undt
70000 in gruben werfen, die Schklaven von
den galleren, haben darzu helfen müßen.
Jst ein iämmerlich elendt! Ja! es seindt auch
viel cadavera inß Meer, geworfen worden,
und alß vornehme herren, schöner fische genoßen,
so darauß gefangen worden, haben sie alsobaldt die
Seüche, an halß bekommen. Goldt, Silber,
edelgesteine sollen nichts werth sein, gegen
das liebe brodt. hunde, katzen, und dergleichen, so
ihre herren verloren, lauffen auch auf den gaßen
herumb, heülen, schreyen, und greiffen, wo sie können,
die cadavera an. Jn Calabrîa sol es noch ärger
sein, und fast kein Mensch am leben bleiben. Gott
erbarme sich, der armen, übel geplagten leütte!


Zu Canêa, ist auch fast alles außgestorben. Der
Usaim Bascha daselbst, hat ein bildt Machomets, || [[Handschrift: 386v]]
laßen aufrichtten, und in proceßion herümber tragen,
der hofnung, es solte durch solche devotion, die pest
nachlaßen. Alß es aber nichts helfen wollen, hat
er die Christen alda ermahnet, ihren Gott
auch anzuruffen, umb abwendung solcher
Seüche, undt schwehren Strafe, welches sie
andächtig gethan, und sol die pest darauf nach-
gelaßen haben, welches dem Usaim Bassa
nachdengken gemacht. perge


Nach der Victoria vor den Dardanellj, sol
der Venezianer armada, sich vor Tenedos gele-
get haben, in meinung, solches einzunehmen.


Zu Constantinopel, hat man freẅdenFeẅer,
und Fest gehalten, alß ob der Türcke victorisirt
hette<?>, (da doch nur der eintzige Mann, von
consideration, der venezianische general Marcello
geblieben,) und das ist darumb geschehen,
damitt das aufrührische volck, der pöbel
gestillet würde, wiewol es endlich doch auß-
brechen muß, undt den Stich, nicht halten dörffte.


Die Maltheser galleren, seindt mit ihren eroberten
beütten, wieder nach hause gegangen. Die venezianische
sähen gerne, das Sie die Victorie hetten helffen ihnen
prosequiren, vor Tenedos.

|| [[Handschrift: 387r]]

Dienstag den 2. September 1656.

<4 Rinder, vor 26 ThalerThlr: 3 Groscheng: aufm Marckt, gestern erkaufft.>


Doctor Fischern bey mir gehabt, und ihm referiret, wie (Gott
lob) meine calculj dolores nachließen, und ich ruhen
köndte! Der Appetit zum eßen, kähme allmählich wieder,
(wiewol gestern abendt, zweene stargke Vomitus
mich ankommen) der hußten aber continuirt, undt
stärgket sich, die Mattigkeit, ist auch noch vorhanden,
iedoch muß man dem lieben Gott stille halten,
im übrigen, das beste hoffen, undt seine gühte preisen.


Nachmittage, ist Michelj, zu mir kommen,
mich, wegen vetter Lebrechts Liebden besuchende,
undt einen Stein, contra calculum
an den pulß, anzubinden, wie auch, eine
stärckende krafftbrühe, mittbringende.


Avis: das der iunge Lincke, in seinen
besten iahren, alß er nach Agken, geritten,
plötzlich, die Colicam bekommen, und gestorben.
Er war unlengst alhier, noch zur auf-
warttung, bey dem leichbegengnüß, beschrieben.
Ergo: Vive; memor lethj!1 perge Exempla movent! perge


Fuhre von Ballenstedt, mit liferung, 20
Hammel, und: 20 MertzSchaffe.

|| [[Handschrift: 387v]]

Mittwoch den 3. September 1656.


Briefe im vorrath, geschrieben.


Jena den hofrath, lange, undt etzliche mahl
bey mir gehabtt.


Jtem: den Amptmann, Georg Reichardt[,] Jtem: Martinum
Hangkwitz, so extra behalten worden.


Wallwitz, ist, von Deßaw, wiederkommen.


Jch habe meine ruhe, wegen hustens, undt
Mattigkeit, gebrauchtt, und dennoch expedienda
nicht negligiret. Gott erhalte mich, in seiner gnade!
et cetera


Mein Sohn Victor Amadeus, ist gegen abendt,
hinüber nach Nienburgk, von dem vetter zu
Cöhten, (welcher daselbst ist, undt iaget,
baldt aber, peregriniren will) seinen
abschiedt, freündlich zu nehmen. Er hat
meinen Sohn, dahin gebehten, und invitiret.
Gott erhalte, das gute vernehmen, undt
die liebe einigkeitt, in unserm hause! et cetera
undt gesegene, alle gute vorhaben! perge


Mein gemeldter Sohn, ist noch vor nachts,
von Nienburgk, wiederkommen.

|| [[Handschrift: 388r]]

Donnerstag den 4. September 1656.

<2 hasen Carl Ursinus gehetzt[.] 5 Hasen von Ballenstedt[.]>


Briefe geschrieben, nach Croßen, nach Weymar, nach
Genff, nach Strehlitz, Halla, Leiptzigk, per me, & alios.
perge


Mit Hofmeister Sekerka, geredet.


Supplicationes, wie täglich, bekommen.


Mein Victor, hat relation gethan, von
seiner gesterigen rayse, und verrichtung, nacher Nienburg,
und ist alles, Gott lob, höflich und wol abgegangen,
auch nichts wiedriges, wegen Carolj Ursinj,
neẅlichsten handels, gedacht worden. Es
stehet auch also, einträchtiger, Christlicher,
verträglicher, undt beßer! perge Vis Unita; fortior!
et cetera


Victualien, und schlechtt Erndteregister,
so von Ballenstedt, undt Padeborn, eingeschickt
worden. Gott strafe doch einmal scheinbar-
lich, solche Meineydigen, welche unß, den
Segen, Gottes, des liebreichen vatters, in
einen Fluch, verwandeln, und verkehren wollen.


Jch habe diesen abendt, mit Jena conversirt[.]


Postea: einen Stargken, 2[-,] 3mal reite-
rirten Vomitum bekommen, vielleicht darumb,
das ich mich, zum hammelfleisch, und kohleßen,
nöhtigen laßen. Semper versamur, in metu!
vel: inter Spem, & metum.

|| [[Handschrift: 388v]]

Freitag den 5. September 1656.

<1 Haselhun, 15 grvogel vom hartz.>


Meine Mattigkeitt, undt hußten, helt noch
starck an, ich weiß nicht, ob auch noch
ein innerliches heimliches Fieber, verhanden[!]
sein möchte? iedoch muß man dem Allmächtigen
stille halten, und seinen willen preisen.
perge


Nach der Mittagsmalzeitt, wiederumb einen
Vomitum gehabt, und etwas frost, auch helt
der Stargke hußten, fast unableßig an,
habe mich darauf zu bette geleget, wegen
der Mattigkeit, ob ich gegen vorhabende devotion
zu kräfften, kommen köndte? Gott gebe es!
undt wende alles arge!


Diese ruhe, ist mir auch zerstöhret
worden, in dem eilig ein bohte von hatzgeroda[!]
kommen, <per Caspar Pfaw> mit schreiben, von meinem bruder,
Fürst Friedrich der reaßumirt, an itzo allererst
seine Tractaten mit Venedig, hoft
große Sachen, und wil meinem Sohn,
Viktor Amadeus ein Regiment geben, wann erst
alles befestiget? jnterim sol er sich, nach
Officirern, umbthun. Sed unde? in hisce turbis.

|| [[Handschrift: 389r]]


Man hat mich (ohne consideration) eilig
zu antwortten, gezwungen. Gott gebe glück! et cetera


heütte hat der vogelsteller angefangen
vogel zu stellen, auf dem herde. Daß
lerchenstreichen, ist etzliche Tage her,
auch wol von statten gegangen. perge
Gott gebe in allem, ferner glück! perge


Vetter Jmmanuel, ist auch bey meinem
bruder, ankommen, zu Genff, peut estre, qu'il
s'engagera aussy. Plüsieurs, veulent
maintenant battre le Türcq, apres la der-
niere Victoire, iügeans par l'evenement
comme s'il estoit desja entierement rompü
& dèsfait, dont il s'en faut encores beau-
coup, & il a prou dés forces, pour se deffendre
contre les Venitiens, sj Dieu, n'y met la main.


On propose a mon Frere, ün mariage
de la fille aisnèe, dü deffünct General
d'Erlach, avec dote, de 100000 Pistolets,
et quelques biens stables, mais ie ne pense pas,
que mon frere, y vouldra condescendre. perge

|| [[Handschrift: 389v]]


Mit Hoffrath Jena, viel conversiret.
Gott gesegene, unsere consilia! perge

Samstag den 6ten: September 1656. perge


Jch habe zimlich geruhet, Gott lob, wiewol
der böse hußte, per jntervalla anhelt.
Gott helfe mir doch auch ab, von dieser plage[.]
Es sticht mich zum hertzen, und fast in allen
gliedern, wenn ich so hußte? Das
abnehmen, ist sehr groß bey mir, und
mag wol eine Schwindtsuchtt, einschleichen. perge
Gott helfe remedijren! oder überwinden!
perge


Doctor Fischern, Hans Senf perge Philipp Güder in diversis expediendis,
bey Mir, gehabt.


Zur Heiligen communion, mich præpariret. Gott
gebe würdiglich! perge


Meine Söhne, undt der hofrath Jena, haben die Tage
einmal, selber angefangen, lerchen zu streichen, undt
26 lerchen, gefangen.


Postea: hat man Rotten gemacht, alß: Hanß
Baltzer Oberlender, page Bidersehe, Peterß große vor-
reütter, die haben gefangen: zum ersten mal: 6 Räp-
hüner, 13 lerchen, zum andern mal aber: 32 lerchen.


Die andere Rotte, kammerdiener, Hanß Jacob Busch, || [[Handschrift: 390r]]
Cammerschreiber Hanß Senff, Toffel Reittschmidt,
haben zum ersten mahl gefangen, 17 lerchen,
zum andern mal aber, (welches heütte diese Nacht
gewesen) 12 lerchen. Sie endtschuldigen sich, das Sie
von den Jrrwischen, undt lichtmännlein, sehr seyen
verführet worden.


Die dritte Rotte, Andreß hetzler, küchenschreiber,
Cammerdiehner: hanß Kothe, Märtin haugk lackay,
haben 14 lerchen zum ersten mal gefangen.


Die vierdte rotte, page Peltzigk, Cammerdiener
Kersten jonius, ein vorreütter, auß dem Stalle,
Sie haben: 24 lerchen, gefangen.


Frawenzimmers iunger Cammerschreiber, der
page Lampe, Friederich Sattelknechtt, machen
die 5.te Rotte, haben 17 lerchen, prima vice, gefangen.


Rindtorfs knechtt, Peter kutzscher, leinewebers
iunge, machen die 6.te Rotte, haben 38 lerchen, zum
ersten mal, glücklich gefangen.


Bötticher geselle, Märtin Stalliunge, Jungferknecht
der alte wende, machen die 7.de Rotte, haben nur
5 lerchen, zum anfang, gefangen.

|| [[Handschrift: 390v]]


8. Zum achtten, ist verordnet, der haußknechtt
Paul, der Banckkocha[,] Martin vogelsteller[,]
Schneidergeselle, und haben: 32 lerchen, zum
ersten mal, fæliciter gefangen.


heütte alsobaldt, nach gehaltener Mittagßmalzeitt,
habe ich einen Vomitum, undt Froßt bekommen.
Dörfte wol, ein heimlich MagenFieber, sein, dieweil
michs schon etzliche mahl, angekommen. perge


Gott hat mir kräffte verliehen, daß ich mit
beyden meinen Söhnen, habe können, zur vorberei-
tung zum Heiligen abendmal, fahren, und der predigtt,
und ablesung der præparation, andächtig zuhören.
Gott seye gedangkt, vor seine gühte! Er
helfe ferner mit gnaden! auch Morgendes Tages,
(wilß Gott) und alle Tage meines lebens, damit
ich im hause des herren, seine Gottesdienste
anschawen, und denselben Christlich beywohnen möge.


Er Jonius hat geprediget, ex capitulo 2 joelis2,
und hofprediger Mencelius, hat die præparation
abgelesen. perge <Gott mache, unß, zu würdigen Tischgenoßen!>


Avis: auß Berlin, das die rohte Ruhr, und pest
in Preüßen, und am Churfürstlichen hoflager, (welches
auß Polen wiederkommen) regieren. Der König in Schweden
welcher Crackaw, mit 5000 Mann, verstärckt, || [[Handschrift: 391r]]
sol auch mit seiner armèe, nacher Preüßen zu, zurückb
gehen, vielleicht Dantzigk, zu blocquiren. König in Polen,
samlet eine große machtt, vor Reüßisch Lemberg,
wil gerne friede tractiren, wenn sich nicht sein Adel,
und Poßpolite Rußenie, so stargk dawider legten.
Sie, die Polen, machen sich 200000 Mann stargk,
man zweifelt aber, an ihrer: conduitte, conseil,
& resolütion! Graf von Waldeck, gehet in Littawen,
etzliche völcker, so sich ihnen wiedersetzen, aufzuschlagen.
Monsieur de Lumbres, Frantzösischer legatus, bemühet sich
sehr, mit der interposition des Friedens. Gott
erbarme sich doch einmal, des vielen Christenbluts! perge
Des alten berühmbten Erßkein todt, continuiret.
Der Moßkowiter, sol auch in Jngermanlandt,
mit dem Könige, jn Schweden, vollen krieg haben,
und Riga belägern wollen, wiewol die Schweden
vorgeben, Sie hetten schon mit wenigen hunderten,
viel tausendt Moßkowiter, zertrennet, und geschlagen.
Gantz Schweden, ist in alarm, und armiret
zu waßer, und zu lande. Die Priesterschaft,
der Adel, die bürger, die pawren, alle Schwe-
dische Stände, stegken die köpfe zusammen,
so vielen, und mancherley feinden, zu resistiren.
Dennemarck, und hollandt, wirdt auch nicht getrawet[.]

|| [[Handschrift: 391v]]

Sonntag den 7den: September 1656.

<Regen.>

<9 lerchen die streicher[,] 15 kleine vogel der vogelsteller.>


Gott hat mein gebeth erhöret, und mir kräffte
verliehen, in der kirchen Gottes, mit beyden meinen
Söhnen, und anderm comitat, in feiner frequentz,
predigt anzuhören, und der heiligen communion beyzu-
wohnen, auch sonst Christliche Allmosen, zu geben.
Jhm seye lob: und dangk gesagt, vor solche
gnade! er wolle unß alles zur Sehligkeitt
gedeyen laßen! und seinen segen vermehren.


Die stargke schnappe, so ich zuvorn erlitten,
der dichte regen, die frostige zeitt,
(so einen krangken eher afficirt, als einen gesunden)
hat mich ein wenig, zum ersten mal, alterirt,
und Matt gemacht. Doch ist Gott zu dangken,
daß die erste außfahrt, nach meiner
erlittenen Schwachheit, noch so wol gerathen.
Gott helfe mir ferner, mit gnaden! et cetera


Nach der malzeitt, hat mir der anhaltende
hußte, wiederumb einen Vomitum, causiret.


Avis: daß Wolfen abgebrandt, auch hin:
undt wieder, Feẅer angeleget werden,
von Mordbrennern, welche der Pabst, sol auß-
schicken, quod vix credo. Interim: Vigilandum! || [[Handschrift: 392r]]
et orandum! perge Diese Nacht, ist ein starcker wind gewesen.
et cetera


Es gibt viel armen, und frembde bettler. Neẅ-
lich, ist einer, mit krücken, gesehen worden, so gebettelt,
alß er nun inß freye Feldt kommen, und vermeinet,
man sehe ihn nicht mehr, hat er die krügken,
auf seine achßeln genommen, und ist frisch,
und ohne mangel, darvon gegangen. Der
wehre wol reiff, zur Strafe, gewesen! perge


Nachmittage, mit meinen Söhnen, und
comitat, wieder zur kirchen, in stargkem regen,
da der caplan jonius, das Evangelium Lucas 173
von den 10 Außsätzigen, wol außgeleget,
dieweil der hofprediger Mencelius, diesen
morgen, einen Text, auß dem 104. psalm,
vers 134 und ferner etzliche verß, (auf die Erndte
und heüttige dangkfest, sich wol applicirende)
zu erklähren, vor sich genommen. Also hat man
das heüttige Erndte: undt dangkfest, (Gott lob)
wol celebriret. Gott gebe ferner<en> gnadenSegen!
perge


Mit Wallwitz, geredet, zimlich lange.
Mit meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden <undt> mit Meinem Sohn, Viktor Amadeus ist
es nicht nöhtig aufzuschreiben, weil ich zum öfftern, mit ihnen rede.
Hofrath Jena, habe ich auch bey mir gehabt spähte.

|| [[Handschrift: 392v]]

Montag den 8ten: September 1656.

<3 Hasen, Carl Ursinus gehetzt.>

<9 lerchen. 15 kleine vogel.>


Hans Senf bey mir gehabt, mit der wochenrechnung.


hofrath Jena, in diversis expediendis, gehöret.


Nathanael Jahn, hat sich praesentiret, kömpt von Dresen[!],
ist extra: zu Mittage, behalten worden.


Schreiben, von meinem Bruder Fürst Friedrich abermalß.


Die Avisen, geben: daß der Kayser, Kayserinn, König, Ertz-
hertzogk, zu Prag, seyen, undt die kröhnung<e>s: zeitten
also determiniret hetten, das Sie verhoffen, den 17. ⁄ 27. diß [Monats]
wieder aufzubrechen. Der Ertzhertzogk Leopoldus,
marchirte nach den Schlesischen gräntzen zu, wiewol
doch ihrer viel davor hielten, er hette ein auge,
auf das Stifft halberstadt, andere auf Polen, undt
auff daß Meisterthumb, in Preüßen.


Von dem Könige in Frankreich werden die 3 Millionen,
oder das Elsaß, stargk begehret. Er wil
aber, Königlich Spannische ceßion, und approbation, zuvor sehen.


Turenne, ist zu schwach gewesen, Condè zu entsetzen.
Anitzo gehet auf ihn, die Spannische armèe. Er hat sich
aber, retiriret, und fest gemachtt<geleget.> Jnterim:
hat Don Jean, Saint Gulain, attacquiret.


Cromwell, hat Schiffe, vor Duynkirchen, undt Osten-
de, geschickt. Königinn Christina, wirdt in
Franckreich, wol tractirt, und herrlich gehalten, || [[Handschrift: 393r]]
wil den Frieden, zwischen Franckreich, undt
Spannien, vermitteln helffen, darzu sich eigentlich,
Düc d'Orleans, und Don Jean d'Austria, (alß: Ar-
bitrj, sollen wollen gebrauchen laßen. Frangkreich
aber, begehret nur, einen Stillestandt, auf 3 iahr,
ob man jnterim, zu einem gäntzlichen Frieden, könne
gelangen? Spannien hingegen, auf 9 iahr lang,
neben andern conditionen, von denen, an nähern, gemeldet worden.


Valenza helt sich noch. Kayserliche Mayestät gedencken
annoch den hertzog von Modena, zu bekriegen.


Die pest graßiret noch forth, und forth, un-
menschlich, undt erbärmlich, zu Napolj, sondern
greiffe auch zu Rom, und im lande, zimlich, umb
sich. Ein venezianischer Ambassador sol daselbst
gestorben sein, wie auch andere, Reiche, undt
arme. Dem Pabst, ist nicht wol darbey.
Dem Cardinal Orsino, hat man seinen pallast
gesperret, weil ein diener, darauß gestorben.
Die lazareth, werden baldt mit verdächtigen
personen, (ohne ansehen,) angefüllet. Sie hoffen
die Königinn Christina, sol wieder nach Rom,
kommen, und thun ihr, große offerten, sonderlich,
da ihr, die intraden, auß Pommern, entstehen sollten?

|| [[Handschrift: 393v]]


Die venezianer, prosequiren noch, ihre Victoria
vor der Türckischen Festung Tenedos, hingegen
wil der Türckische Kayser, mit der Christen kauf-
leütte gelde, sich seines schadens, dreyfach,
erholen. Wer sich ein wenig opponiret, her-
zugeben, ist alsobaldt, seines kopfs, verlustig.


Der Moßkowiter, ist numehr, offentlicher
feindt, der Schweden, in Jngermanlandt, hat
Dünaburgk erobert, und ist auch in Liflandt
eingefallen, hat den hertzogk von Churlandt,
durch eine Legation, zwingen wollen, von den
andern alliantzen, und Schutzverwandnüßen
ab: und zu ihme allein, zu tretten. Jst aber
kurtz abgefertiget worden. Jn Schweden,
ist großer alarm, und außrüstung zu
waßer, und zu lande. Dem König in Denne-
marck, und den Holländern, trawet man
nicht zu viel, unerachtet, mit diesen tractiret
wirdt. König in Polen, nachte gerne friede
wenn seine Stände wollten? Man Etzliche
Cosagken, und Tartarn, offeriren sich, zu
des Königes in Schweden, diensten.

|| [[Handschrift: 394r]]


Chur Brandenburg ist wieder zu Königsberg. Die
Seüche, graßiret sehr in Preüßen, sonderlich: zu
Thoren, Marienburgk, Elbingen, und sol
sehr gefährlich, und anstegkendt sein, wie auch
in der Marck. Gott beßere, den zustandt!


Am Rhein, sollen sich auch neẅe motus, erregen,
in dem der Churfürst Pfaltzgraf, bey Bacharach,
die zölle einzunehmen, befugt sein will,
hingegen: Chur Meintz, vor sich, solche disputiren.


Die Römische Catohlische, wollen sich, in eine
nähere liga, zusammen verfügen, und trawen
den Evangelischen nicht, et hi, viceversa idem faciunt.


Chur Brandenburg continouirt noch, seine
werbungen, und hat aufs neẅe, patenta
ertheilet, auf: 12 Regimenter, so auß dem
Clevischen, kommen sollen. Jst schlechte appa-
rentz, zum frieden!


Der General Maior Streiff, (auf Schwedischer
seitten), sol mit 400 Mann, 4000 Moßkowiter,
geschlagen, und gute Officirer, verloren haben.
Zu Reval, förchtten etzliche eher, einen anfall,
als zu Riga, wiewol beydes, der Czaar, gerne hette?
Jn Dünaburg sollen Sie alles, niedergemacht haben.
perge

|| [[Handschrift: 394v]]

Dienstag den 9ten: September 1656.

<45 lerchen. 1½ Schockßo: kleine Vogel.>


Das lerchenstreichen, und vogelstellen, gehet
Gott lob, wol von statten. Gott mehre, seinen Segen!
et cetera


hofrath Jena, ist bey Mir, gewesen.


Avis: von Ballenstedt daß man zu Quedlinburgk
gedencket repreßalien vorzunehmen, wegen
der Strafe sache, und sonst andere berichtt dahero.


Die gewöhnlichen conversationes, mit Meiner gemahlin Liebden
mit meinem Sohn, Viktor Amadeus und andern, seindt nicht nach-
geblieben. Gott laße unß, erbaẅliche gespräche,
gute früchtte bringen! perge


Die grävin von hollach, geborne Pfaltzgrävin,
ist mit ihrem Sohn5, beyden Töchtern6, und comitat
in die 26 pferde stargk, (nach eingeschigktem
endtschuldigungs:schreiben, an Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin)
umb drey Uhr, nachmittages, alhier zu
Bernburgk, über unsere Fehre, paßiret,
und nach Plötzkaw zu, gegangen, von Deßaw
kommende. Mag, im Cöhtnischen, oder zu Wulffen,
mittagesmalzeitt gehalten haben. Sie
hats erfahren, das ich krangk bin, hat mich
derhalben, nicht incommodiren wollen, sonderlich:
da Sie weiß, das Meine herzlieb(st)e gemahlin, nicht wol von
mir, abkommen, und bey andern leütten, sein kan. perge

|| [[Handschrift: 395r]]


La necessitè de nos affaires, nous apprend quelquesfois
a n'estre pas trop hospitalliers, principallement
envers ceux, quj n'en ont pas de besoing, et
quj ne viennent, <que> par cüriositè, nous visiter.
Mais á Dessaw, & á Plötzkaw, on a d'autres
maximes, que partie, de nos Peres, & Oncles,
n'a pas ainsy pratticquèes, mesme de mon temps.
perge


Quot capita! tot sensus! perge


Aurea mediocritas, inter nimium, et parum!
Les jntrodüctions, dès exemples, de luxüre,
& de dissolütion, sont tresprejüdiciables. perge
& on les attire facillement, en consequence! perge


Die Wieterßheiminn von Ballenstedt ist herkommen.


Mit hofrath Jena, conversiret.
perge

Mittwoch den 10ten: September 1656.

<Nebel, mane.>

<3 lerchen. 5 Mandel kleine vogel.>


Gestern, habe ich zwey Vomitus gehabt,
der huste, und die Mattigkeit, halten noch
stargk bey mir an. <Gott gebe kräfte, nach seinem willen!>


Am heüttigen behtTage, (conjunctim) in die
kirche, da der hofprediger, den 125. ψalm7 expliciret.


Extra: zu Mittage, die Wieterßheiminn,
Doctor Mechovium, und den Hofprediger, behalten laßen.

|| [[Handschrift: 395v]]


Drey Vomitus, nach dem Mittageseßen gehabt,
vielleicht, von wegen des kalten rosinlein-
waßers, welches unermeßlich kalt gewesen.
Bier, habe ich noch nicht, daß da taug,
Wein, ist auch ungleich, theilß stinckendt,
theilß zu stargk, undt hitzig, also: das
ich eine recidivam, wegen des Steins,
beförchtten müste. Muß mich also gedulden!
et cetera
Patientia vincit omnia! perge


Jn schönem wetter, seindt nachmittags, meine
Töchter, in die weinberge, spatzirt. perge


Hans Senf zu abends bey mir gehabt,
pour certaines causes, que Dieu benie!


Den hofrath Jena, diesen abendt, á Dieu
gesaget, dieweil er morgen, (gebe gott) nacher
Zerbst, verreysen wjll, auf 14 Tage.


½ Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: Weitzen, ist gesehet worden alhier
zu Bernburg[.] Gott gebe zu glück!

Donnerstag den 11. September 1656.

<24 lerchen. 2 Schockßo: 45 kleine Vogel.>


Hans Senf ist forth, in Gottes nahmen. Dieu
benie son expedition!


hofrath Jena, ist auch nacher Zerbst, verrayset.


<Philipp Güder bey mir gewesen.>

|| [[Handschrift: 396r]]


Mit Wallwitz, und andern, conversiret.


Nach Genff, und Croßen, geschrieben.


Undterschiedliche sachen, einkommen. 1. wegen
des MüntzprobationTages, so der Churfürst von Saxen,
zu Leiptzigk, angesetzet, gegen den 1. Octobris
(gebe gott) und hette sollen zu Frangkfurth, an der
Oder, gehalten werden. Jst aber schon 2mahl
überhüpft, und numehr, auß bekandten
ursachen, transferiret worden. 2. wegen
des losen handelß, Gebhard Paris von dem Werder so er mit
seiner zunge, (auf Bährenreütts, hochzeitt,
zu Plötzkaw), wieder Meine Rähte, undt
mich selber, unverantworttlicher weise, angerichtet,
darauf ich eine commißion, angeordnet.
3. wegen der Wieterßheiminn, und
gleichmeßig begehrter portion, auß dem
guhte Opperoda. 4. wegen des regierenden
herren Eberhardj hertzogs zu Wirtemberg,
gebehtener collecte, zur erbawung, einer
kirchen, zu Schorndorff. 5. Wegen der Quedlinburgischen
SchäferSache, 6. wegen hurereySachen, zu
Rheinstedt. 7. wegen abgebung, Steuern zu Riedern. perge
<da etzliche wollen dilation haben, und was ihnen verarrestirt, wegbringen.>

|| [[Handschrift: 396v]]


Avis: daß die Aeptißinn von Quedlinburgk
auch wieder nacher Quedli Plötzkaw kömpt, wie
auch, der herr von Ronnof, (id est: Czernetzky,)
also: daß sie immerforth, gäste haben, &
ie crains, qu'ils s'endebteront! perge


Rindtorfen, zu abends, valediciret, welcher
morgen, (gebe gott) zu seinen brüdern, verraysen will.


Hammeln, so von Zerbst, wiederkommen, auch
gehöret.


Meine Söhne, seindt zu abends hinauß
schießen gegangen, wie sie zum öfftern
thun. Gott bewahre sie im finstern,
vor unglück! Gestern hat Carll
eine wilde katze, geschoßen. perge


Meine große fehre, muß heütte
repariret werden, dieweil sie etwas
wandelbahr worden, ist mir ein
großer schade, an itzo, gegen die Leipziger Meße
da die Fuhren, am meisten gehen, undt
sich hinweg gewehnen dörfften.
Commoda, & jncommoda, seindt immer beysammen.
<heütte hat eben, <auch> die Sahle, am Furth, wachßen müßen.>

|| [[Handschrift: 397r]]


heütte fängt man zu Zerbst an, das neẅe
Bier, zu brawen. Gott gebe zu glück! und Segen!
perge

Freitag den 12ten: September 1656.

<17 lerchen. 2 Schockßo: 45 kleine vogel.>


Doctor Fischern, den Medicum bey mir gehabt. <J'ay songè ce mattin: Que j'eusse estè malade, gisant en ün lict, dans ün Palais plein de galleries, en dedans, & dans üne de ces galleries ouvertes, l'on m'eüst aussy couchè, Cela m'eüst faschè, (sans remede), & levant mes yeux en haut, i'eüsse veü, üne quantitè de malades, vis, a vis, & a l'entour, gisants, en cés galleries ouvertes trois ou 4te. galleries, estant l'üne, par dessüs l'autre. Ce signe, me dèspleüst. et cetera>


Avis: daß des pfarrers zu Peißen Mutter8
hexerey beschuldiget wirdt, und zu Calbe
eingezogen worden, (dieweil sie, jhre
Magd, (so es außgesaget) persuadiret,
das sie ihr etzliche Hostien, oder oblaten,
bringen müßen. Waß sie nun darmitt
gemacht? oder ob sie hexerey getrieben,
weiß man noch nicht. Gott steẅre, dem übel!


Caplan jonius, ist auch hieroben gewesen.

|| [[Handschrift: 397v]]


Den AmptMann, Georg Reichardt bey mir gehabt, wegen
der commißion, in Gebhard Paris Werders sachen, jtem: wegen der fehre,
so gebawet wirdt, jtem: wegen verpachtung des Dröblischen
Werderleins, vor: 10 ThalerThlr: selbigen pawern, und etzlicher
weyden alhier über der Sahle, dem korbmacher,
vor 6 ThalerThlr: perge Das Dröblische werderlein, hatte er
zuvor, vor 10 ThalerThlr: im pachtt, so hat ihnen aber,
der pawren von Dröbell ihr vieh, viel zuschanden
gemachtt, darüber er bewogen worden,
selbigen pachtt, zu resigniren, die pawren aber,
in den pachtt, wieder zu tretten, und er
der korbmacher obgedachte weiden, dagegen anzunehmen.
Gott gebe allerseitß, bestendige, sichere handlung!


hofmeister Sekerka, bey mir gehabt, undt
sowol wegen der commißion, alß anderer sachen, mit <ihm> geredet.
Er wirdt, aufn dinstag, (gebe gott) mit meiner
Schwester, von Deßaw, verraysen, zu der
Schwester von Strehlitz, und seine Stief-
Tochter9, mittnehmen.


Diesen Morgen, ein ungewöhnliches haüptwehe,
doch nicht heftig, (vielleicht vom bösen nebel)
und nach der Mittagsmalzeit ein bauchgrimmen
bekommen. hat sich doch endlich, (Gott lob!) verzogen. || [[Handschrift: 397ar]]
Jch habe mich, mit giftöel, schmieren laßen.
Die waßertrüncke, Juleppe, und dergleichen
bringen solche früchtte, undt verderben mir, den Magen.
Bier, und wein, taugen nichts, waß sol ich denn trincken?


Avis: das auch zu Prage, die pest einreißet,
und der Kayser, derenthalben, zu Kemnitz, sich aufhelt.
Kömbt unß also, die böse jnfection, immer näher! perge
Gott kehre! und wende, alles unheyl, in gnaden! perge


Bald nach dem grimmen, habe ich, zwey Vomitus,
bekommen, also bleibet mein Magen, im exercitio
evomendj. perge Gott restaurire, vorige stärgke!


Avis: von Caspar Pfaw, (nebenst 15 großvogeln)
daß das Pollnische wesen, noch ein gefährliches außsehen
habe, sonderlich, weil der Moßcowiter, die Schweden
so hart angreiffet, dadurch ihre Macht dißi-
piret, auch die pest, undter der soldatesca zim-
lich einreißet. Jn der Margk schleichet
dieselbe auch ie mehr, und mehr ein, also
daß auch der iunge Chur:Printz, zu Grü-
ningen, von Berlin auß, erwartet wirdt.
Man besorget, die Polen, dörften einen
streiff, in Pommern, und in die Neẅe Marckt thun.
Das feẅer zu Wulfen, sol angeleget sein.

|| [[Handschrift: 397av]]

Samstag den 13. September 1656.

<37 lerchen. 45 kleine vögel.>

<Nebel mane.>


<3 hasen, Carl Ursinus gehetzt[.] 4 hasen von Ballenstedt und ein Rehe.>


Mein Sohn Victor, hat gestern abendt, einen
Fuchß, geschoßen.


Den hofrath, Paul Ludwig bey mir, gehabt. perge


Nach Zerbst, an HofRat Jena, schreiben laßen,
nebenst Caspar Pfawens, mjßive.


Die rechnungen, der wochen, einrichten laßen.


Hammeln bey mir gehabt.


Vormittage, einen Vomitum, gehabt, auß zorn.
Nachmittage wieder einen. Der hußten
helt hefftig ahn. perge Ein remedium von Leipzig
so ich darzu gebraucht, und ein arcanum
eines lungenöhls sein soll, hat mir
mercklichen schaden, zur lunge, gethan,
werde es numehr, (nach dreymahligem
gebrauch) einstellen. Darneben, war
eine Salbe, wormitt ich die brußt
schmieren mußte, die gab aber, einen
so bösem[!] fœtorem, daß mir oft gar
übel darvon wurde. Ob mit einem
spiritu Vitriolj, oder Salis, oder sulphuris,
das lungenöhl, imbibiret worden, weiß man
noch nicht. Jnterim, ist es mir hochschädlich[.]

|| [[Handschrift: 398r]]


Jch habe Hans Wenzel Rothe und Philipp Güder bey mir gehabt.
Mit Rödern, Tobias Steffeck von Kolodey und andern, conversiret.


Abermalß auf den abendt, einen kleinen<zwey>
Vomitus gehabt. Mein Magen, scheẅet alle super-
flua, undt cruditeten. perge

Sonntag den 14den: September 1656.

<Regen.>


<25 lerchen.>


Dieweil ich haüptwehe, entpfunden, nebst dem hußten,
alß habe ich pillen eingenommen. Gott laße
mir sie, wol gedeyen! nach seinem gnedigen willen!
perge


Die Oeconomia totius corporis mej, scheinet etwas
destruiret zu sein. Etzliche Medicj, wollen sagen,
ich hette ein schwindsüchtiges, heimliches
magenfiber, welches schlecht vor mich, sein wollte?
Jedoch, wie Gott will? Transeundum est! perge perge


Post von Ballenstedt vom Davidt Schmidt. perge
<nebenst 40 großvogeln.>


Jch habe hieroben, auf unserm Sahl, Ern Jonium predigen laßen,
undt extra behalten, zu Mittage.


Bauchgrimmen, und reißen, nachm eßen, wiederbekommen, vom
hußten, und Victus ratione, vielleicht auch, von der pille.


Einen Trungk vieriährigen landwein, vom Paulo
Ludwigen holen laßen, und ein glaß darvon getrungken.
Gott laße mirs, wol bekommen! perge und bewahre mich
auch ferner, vor dem Stein, so mancher wein, causiret.
perge

|| [[Handschrift: 398v]]


Meine Söhne, seindt nachmittage, mit den Junckern,
in die kirche gezogen. Der Concrector, hat geprediget.
Jch habe mich, wegen meiner Schwachheitten, undt
daß ich heütte morgen, eine pille eingenommen, inne gehalten.
Gott liberire mich <doch> auch, von dieser quahl, und grimmen!
perge
und hußten, undt stechen, undt allem bösem! perge
Leben mit pein, ist kejn leben, sondern, ein täglicher Todt.
(Mallem morj! quam <diutius> excruciarj! et cetera)


Risposta, vom HofRat Jena, von Zerbst. Die lufft,
ist Gott lob, noch rein daselbst. Doctor Pichtel, ist aldar
gewesen, senza dubio, con prattiche. perge


Einen Vomitum noch diesen abend gehabt, doch geringe[.]
Wolte Gott,! der leib wehre mir offen davor,
und das bauchgrimmen wolte nachlaßen!
perge

Montag den 15den: September 1656.

<14 lerchen. 24 kleine vogel.>


Diesen Morgen, habe ich, (Gott seye
es gedangkt,) wieder linderung, vom
grimmen gespührt, und einen offenen leib
bekommen. Gott helfe ferner, mit gnaden!


<Der CammerJunker> Michelj von Plötzkaw, ist wieder zu mir geschickt
worden, mich zu besuchen, und nach meinem zustandt
zu fragen. <Jch habe ihn wieder gebührlich abgefertiget.>


Nacher Ballenstedt und Padeborn, schreiben laßen.

|| [[Handschrift: 399r]]


Der alte Sekerka, hat seinen undterthänigen abschied
genommen, in meinung, Morgen (gebe gott) nacher Deßaw, zu
verraysen, von dannen er, mit der Schwester Liebden
nacher Sandaw, (auf einer conferentz, mit der Schwester
Liebden von Strehlitz) aufwarttende, mittraysen soll.
Gott gebe allerseitß, zu glück! segen! undt succeß!
et cetera


Dem Wallwitz, haben die hunde, drey vom Obersten
Werder verehrte, und alhier, (biß aufs brahten,)
schon gespickte, und zugerichtete, aber, in einem
offenen kerller, übel verwahrte, hasen,
aufgefreßen. Muß sich also umb andere bewerben!
perge
Non minor est Virtus, quam quærere, parta tuerj.10


Schreiben, auß Croßen.


Die avisen geben, daß die venezianer, nach der Victorie
die festung Tenedos, nahe bey den Dardanellj, einge-
nommen haben, undt 700 darinnen gelegene Türgken
abziehen laßen. 40 Stücke, haben sie auch darinnen
gefunden, und noch 20 darzu gethan, auch so viel
Christen, als Türgken darinnen gelegen, zur be-
satzung hinein geleget. Nun gilt es, der Jnsel
Stalimene, oder Lemnos. Der Spannische gesandte
zu Wien, hat auch über dieser Christen Victoria,
FreẅdenFeste, 3 Tage lang gehalten. || [[Handschrift: 399v]]
Der Türckische Kayser aber, ist so ergrimmet, daß
er selber in der Stadt Constantinopel herümber
geritten, dem General Bascha, und etzlichen
außgerißenen Schiffecapitains, wie auch dem
venezianischen Residenten Ballerinj, die köpfe abge-
hawen, (unerachtet sich dieser, in des Frantzösischen
Ambassadeurs losament, retiriret, und
nicht nach hofe, zur Ottomannischen Pforten,
(ob er schon gerufen, aber auch gewarnet
worden) kommen wollen) und viel reiche
kaufleütte spoliirt, sonderlich, waß Christen
sein, mit deren geldt, er sich seines schadens,
undt verlusts, dreymal wieder zu erholen
gedengket, und wer sich wiedersetzet, baldt
sterben muß, auf welche maße, er schon
in die 6 millionen, bahr zum kriege,
zusammen gebracht haben sol, undt
hat befohlen, alsobaldt, 100 krieges-
Schiffe, 100 galleren, und galleazzen,
und 20 maonen, außzurüsten, mit
anderm Fahrzeüge mehr, und revange, zu suchen.

|| [[Handschrift: 400r]]


Zu Napolj, sol ein grawsames ungewitter,
gleichsam, durch ein miracul, die grawsahme
pest vertrieben, und die lufft, gereiniget haben.
Zu Rom, sol auch das sterben, nachlaßen.
Valenza ist von den Spannischen von Meylandt
auß, endtsetzet, und die Frantzosen auß allen
ihren Außerwergken, getrieben worden. Dörften
schwehrlich subsistiren.


Die Königinn Christina, ist zu Lion, undt
Mascon, herrlich entpfangen worden. Wirdt
in gantz Frangkreich königlich tractiret, und
gehet nach Fontainebelleeau, Paris, Com-
piegne, an königlichen hoff. etcetera


Der Düc d'Orleans, hat des Königs ac-
cord oder alliance, mit Cromwell, keines we-
ges gut heißen, noch mit seiner undterschrift
(ob es schon der König, und Cardinal innstendig
begehret) approbiren wollen.


Die reformirten in Frangkreich haben sich
neẅer verfolgung, und cassation aller privile-
gien, de anno 1652 gegeben, zu besorgen, weil
die Clerisey anderer gestalt nicht, dem Könige, ein || [[Handschrift: 400v]]
großes zu contribujren, verheißen.


Dem Maréchal de la Ferte, so auf parolle
loß ist, hat der König, und Cardinal freundlich
zugesprochen, sein unglück beklaget, seine
Tapferkeitt, gerühmet, und ihn ferner
animiret.


Visconte de Turenne, stärgket sich zwar,
hütet sich aber sehr, vorm Don Jean, da-
mit er nicht, zum schlagen, gezwungen
werde, und leget sich feste, wo er kan.


Zwischen Spannien, undt Frangkreich,
wirdt noch heimlich, und unvermergkt friede
tractiret.


Cromwell hat ein scharfes wachendes
auge darauf, siehet es nicht gerne.
Vermeinet Duynkirchen, und Oostende,
wegzukriegen. hat die Admiralln
Blake, und Montaigü, vor Malaga
in Spannien, von Cadix auß, geschigkt,
die Stadt beschießen, und etzliche Schiffe
davor, hinweg nehmen laßen, selber aber || [[Handschrift: 401r]]
volgk undt Schiffe, auch zugebüßet.


Das neẅe Parlament zu Londen, sol mit
allerley leütten, und auch mit Anabaptisten be-
setzt werden, darüber die gemeine, gar schwührig
ist. Zwey Obersten, so zu hart geredet,
seindt degradiret, und infamiret worden.


Der Römische Kayser, hat die kröhnungen, der
Kayserinn, und seines Sohns des Königes, zu
Prag, laßen vor sich gehen. Gedengket, auf
bäldisten abzugk, noch im Septembrj.


Der Ertzhertzogk Leopoldt, gehet
nacher Schlesien.


Die pest in Schlesien, sol auch abnehmen,
sol durch Todtengräber, (so man gestraft,)
allermeist außkommen, und vermehret, worden
sein.


König in Polen, wil friede tractiren, hat
Lublin vorgeschlagen, zun tractaten.
Warsaw, wirdt gantz demoliret.
König in Schweden, ist in Preüßen, hat sich
mit den holländern verglichen, undt Dantzigk
ist taliter qualiter, mitteingenommen. || [[Handschrift: 401v]]
Sonst liegen noch dähnische und holländische
Orlogßschiffe, vor Dantzigk.


Zu Marienburgk, Elbingen, und andern orthen,
sol die pest, etwaß remittiren.


Der Churfürst von Brandenburg ist auch
wieder zu Königßbergk.


Der Moßkowiter wolte ihn gerne
vom Schweden, absondern, er wil oder
kan aber nicht. Dörfte derowegen
etwaß außstehen müßen.


Der Czaar, sol Dünaburgk, Koken-
hausen, und andere plätze eingenommen,
sehr tyrannisirt, auch Riga formaliter
belägert haben. Die Schweden, haben
zwar, in kleinen treffen, wieder ihn Vic-
torisiret, iedoch, ist die Macht der Moßkowiter
sehr groß, Jngermanland verlohren,
undt großer alarm, in Schweden, und Liflandt.


Die Cosagken, mit dem Chmielnicky, wollen
ia dem Könige in Schweden zufallen, und die
Moldawer, in die 60000 streittbahre Mann. || [[Handschrift: 402r]]
Die weißen Tartarn hingegen, sollen in die
Moßkaw, eingefallen sein, welches den Czaar
stutzig machet.


Pfaltz Neẅburgk, gedengket auch, sich
in postur des krieges zu stellen, wie auch
Chur Pfaltz, am Rhein, Chur Meintz, und andere.


Zu Frangkfurth am Mayn, suchet der
Ambassadeur von Frankreich andere Stände, zu überreden,
der Kayser, habe wieder den friedenschluß
gehandelt, in deme Jhre Mayestät in die
Niederlanden, und in Jtalien, deützsche
völgker, wieder die Frantzosen, hinumb gelaßen,
droẅet, wo man es nicht einstelle?


Die Frantzösischen gesandten, in Polen, Monsieur
d'Avaugour, & Monsieur de Lombres,
bemühen sich sehr, zur interposition des
Friedens, zwischen beyden Königen.


Der König in Polen, sol keinen secours,
vom Kayser erhalten haben, wie sehr auch
sein legat, HinderSohn, derentwegen sollicitirt.
Der Fürst Ragozzi, sol noch stille sitzen, und sehen,
wo das Spiel, noch hinauß fallen möchte?

|| [[Handschrift: 402v]]

Dienstag den 16den: September 1656.

<15 lerchen. 1½ Schockßo: kleine Vogel.>


Der Alte Sekerka, ist mit seiner StiefTochter11,
nacher Deßaw, gezogen, Gott geleitte sie dahin!
und förters, auf ihrer rayse, glücklich, hin: und her.
perge


Schwartzenberger, ist extra zu Mittage hieroben
behalten, und ist mit ihm geredet worden, von wegen
haltung credits, in Leiptzigk, gegen die Meße, <(wilß Gott)>


Befehliche, seindt, an den Amptmann zu Ballenstedt ergangen.


heütte nachmittage, hat hofmeister Wallwitz,
das angestellete kindttaüffen, seines Töchterleins,
(mit meiner gnädigen bewilligung) angestellet.
Die vornehmsten gevattern, seindt gewesen:
hertzogk Ernst, zu Gohta, und mein Sohn Victor
Amadeus, welcher beyde stellen, vertretten.
Darnach, Freẅlein Johannchen, von Plötzkaw,
und meine Tochter, Ernesta Augusta, welche beyde
stellen, meine Tochter, auch zu vertretten, auf sich genommen.
Jtem: ein grave von Schwartzburg Arnstedt, undt
viel vom Adel, von 18 biß 20 gevatter utriusque sexus,
die meisten aber, seindt außengeblieben, undt
haben abgeschrieben. Gott gebe! daß alles, wol abgehe!
et cetera


Miltitz, ist auch anhero kommen, von Pudlewitz.


Post von Ballenstedt, undt Padeborn. Mit Madame
nachm eßen, im Schach gespielet, weil unsere kinder || [[Handschrift: 403r]]
dem kindtaufbancquet, des Wallwitz, beygewohnet.


M Christ Einen kleinen Vomitum, zu abends gehabt.
Der leib ist auch etwaß erhärtet, und gibt grimmen.
Gott lindere! und wende mehrere accidentzien!

Mittwoch den 17den: September 1656.


Philipp Güder, bey mir gehabt, <und andere. perge>


Nacher Ballenstedt expedienda expediret. perge


Nachmittages allererst, von der obduratione alvj,
<nur> in etwaß, liberiret worden, und zwar einen harten
sedem gehabt (so sich gestopft gehabt, sieder
gestern, und heütte her) dennoch, hat sich die
linderung, des grimmens, umb den nabel,
und rechten schoß, nicht finden wollen, darüber
ich ohngefehr, eines neẅen affectus gewahr
worden, nemlich: einer zimlichen beüle,
in sinu dextro, also: daß vom vielen
hußten, etwaß im leibe, mag zerbrochen sein.
Gott helfe mir doch, auß denen gebrechen!
et cetera


Bey Wallwitz, haben meine kinder, und
meiste gesellschafft, auf den abend, wieder
einsprechen müßen. perge Jch sehe, solchen luxum,
und überfluß, nicht gerne, und liebe, die frugalitet
aber die weltt, ist dem luxuj, alzuviel ergeben.
perge

|| [[Handschrift: 403v]]


Den Balbirer, Hans wenzel Rothe <zu Mittage> bey mir gehabt. Er hat sich
endtsetzt über der gefahr, aber doch, sich recolligiret,
in hofnung, der gnädigen remedijrung, von oben herab.
Darzu Gott, seinen Segen, geben wolle! perge


Jch habe diesen abendt, Englische Pillen, gebraucht,
Gott laße mir sie, wol gedeyen, und vertreibe
mir doch, daß reißen, undt bauchgrimmen, undt
andere, noch ärgere, innerliche gebrechen! et cetera


Der Balbirer, hat mich auch schmieren müßen
mit allerley lindernden olyteten, umb den Nabel
und an den schaden der beüle.

Donnerstag den 18. September 1656.


<Windig.>


Jch habe mich diese nacht, zimlich gequehlet,
mit dem Nabelgrimmen, und andern doloribus,
unerachtet ich gestern abend nichts mehr, alß
nur von einem Süpplein gegeßen, und mit
dem hußten, (welcher zwar alles, im
leibe rege machet, und die dolores augiret)
nicht gar zu viel, obruiret worden.


Die Vomitus aber, die Nacht, undt
diesen Morgen, haben sich zimlich wieder
gefunden, wolte lieber, die constipatio
Ventris, hette davor, ein ende. Gott helfe mit gnaden!

|| [[Handschrift: 403ar]]


Wallwitz gäste, seindt heütte wieder voneiander
gezogen, die Krosigk und Krosigkin, Mutter, und
Fraw, wie auch seine Schwester, und noch eine Jungfer,
Börstel12, ist wieder hinundter in die Stadt.
Miltitz, ist mit seiner Frawen, noch alhier
geblieben, heütte.


Jch habe diesen Morgen, ein laxativum
gebraucht. Jst alles über sich gegangen! perge


<in publicis> Expedirt: 1. wegen des Churfürsten von Saxen
verbotts, von den Vicinis, getreydig zu kauffen,
darwider wir unß opponiren. 2. Wegen
publication, der erneẅerter Legum
Gymnasij, zu coercirung der Studiosorum.
perge
Gott gebe zu glück! und aufnehmen! perge


Der Amptmann Georg Reichardt ist nacher Zerbst. perge


Doctor Fischern, ist bey uns gewesen, und hat sein
judicium gefellet. Achtet die beüle vor
keinen bruch. Wil sie mit pflastern nicht
viel irritiret haben. Die eröfnung des
leibes, helt er vor hochnöhtig, und das man dem
hußten, (so alles im leibe verderbet), steẅre.
Besorget innerliche apostemata. Doctor Brand, ist
anderer meynung, besorget einen bruch, wil die
erweichung, mit pflastern, haben. perge

|| [[Handschrift: 403av]]

Freitag den 19den: September 1656.


Zwey Vomitus, die Nacht, undt
morgen gehabt. Die constipatio alvj, und
Nabelkrümmen13, währet noch.


Doctor Fischer, ist bey mir gewesen, zuvor
der Balbirer.


Ein lackay von Weymar, hat an
mich, vom hertzogk, und hertzoginn
schreiben gebracht, und ist ferner
nach Deßaw, zum Obristen Werder, Obrist leütnant
Micrander, hofmeister Freybergk[,]
Paris Werder, Cantzler Milagium
umb dergleichen, nemlich: reime zu machen,
auf hertzog Friederich Sehliger.


Rindtorf, ist wiederkommen, von Alßleben.


Nach dem die gestern abends, eingenommene
pillen, mir nichts helfen, noch den leib,
eröfnen wollen, habe ich noch vormittags,
ein laxativum gebraucht, so auch nichts
geholfen, die dolores, und grimmen, haben
continuiret, mit der verstopfung, || [[Handschrift: 404r]]
end[lich h]at man mir suppositoria gebrauch[t]
so auch [nic]hts geholfen. Gott erbarme sich Meiner.


Gar [auf]n abendt, im bette, hat man mir
ein cri[stir] gebraucht, so nichts operiret.

Samstag [de]n 20ten: September 1656.


Diese [na]cht meine dolores continuiret.
Den M[or]gen, etwaß von zigenmilch getrun-
cken, den greẅlichen Schlugken, und hitze
darauf, zu dempfen. Darnach etwaß
vom residuo, des gestrigen clystirs,
gebraucht, so etwas linderung, (gott lob)
gebracht, aber nicht allerdingß. Gott
helfe doch zu völliger restitution!


Vomitus, singultus, & talia gehabt.


Doctor Fischer, bey mir gewesen, als auch der
Balbirer, Philipp Güder, und andere. Es ist
[au]ch ein bruchbandt, mir adhibiret worden[.]
Gott gebe zu glück! und genesung!


[...] Hempo von Knesebegk, sol neẅlich an
[... har]tleibigkeit, gestorben sein, gleich
[... haü]ptmann Caspar Ernst
[von Knoche] [an ei]nem singultu.
[...] & orandum! et cetera

|| [[Handschrift: 404v]]

Sonntag den 21. September 1656


Nach dem ich mich, die gantze nacht, [mit d]em
Bauchgrimmen, und singultu, sehr geq[uäl]et,
auch vomiret, habe ich diesen Morgen, ein [clyst]ier
gebraucht, so mir Philip Güder appli[cire]t,
welches den leib eröfnet zweymal, G[ott lo]b.


Doctor Fischer, ist auch kommen. Jst extr[a n]eben
dem hofprediger, (welcher auf unserm [Sa]hl
geprediget, von der wittwen Sohn, zu Na[i]m14)
zu Mittage, behalten worden.


Condolentzen, und remedia von Plötzka.


Johann Senf, ist wiederkommen, vom Lüttich, re jnfecta.

Montag den 22. September 1656.


Die Nacht, starcke singultus, und Vomitus
gehabt.


Doctor Mechovius, Doctor Fischer, und Paulus Ludwig
haben mich besucht.


Vetter Lebrechtt, hat durch einen ex-
preßen, nach meinem zustande, fragen laßen.


Textapparat
a Dahinter hat Christian II. eine Lücke gelassen, in die er vermutlich den Personennamen nachtragen wollte.
b Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Zitat aus Pers. 5,153 (ed. Kißel 1990, S. 54f.).
2 Ioel 2.
3 Lc 17,11-19.
4 Ps 104,13.
5 Entweder Graf Johann Friedrich I., Kraft Magnus, Siegfried, Wolfgang Julius, Johann Ludwig oder Philipp Maximilian Johann von Hohenlohe-Neuenstein.
6 In Frage kommen dafür die damals unverheirateten Gräfinnen Margaretha Hedwig, Sophia Magdalena und Eleonora Clara von Hohenlohe-Neuenstein sowie die Gräfin Charlotte Susanna Maria Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein.
7 Ps 125.
8 Irrtum Christians II.: Es kann sich nicht um die Mutter des Pfarrers handeln, die bereits zwanzig Jahre zuvor gestorben war.
9 Person nicht ermittelt.
10 Zitat aus Ov. ars 2,13 (ed. Holzberg 2011, S. 96f.).
11 Person nicht ermittelt.
12 Identifizierung unsicher.
13 Hier: Nabelgrimmen.
14 Lc 7,11-17.
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Accidenz
unglückliches Ereignis, Unglück
Accidenz
zufälliges Ereignis
Accidenz
Nebeneinkunft, Nebeneinnahme
Accidenz
Krankheitsanfall, Begleitumstände bzw. Symptome einer Krankheit
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
adhibiren
zuziehen, anwenden
Ägidiustag
Gedenktag für den Heiligen Ägidius (1. September)
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber (meist Gewogenheit, Zuneigung)
afficiren
bewegen, rühren, einwirken
allerdings
ganz und gar, gänzlich, vollständig
alteriren
verwandeln, verändern
alteriren
(sich) aufregen
alteriren
aus der Fassung bringen, erschrecken, aufregen
Apparenz
Anschein
Approbation
Billigung, Zustimmung
approbiren
billigen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Aufnehmen
Förderung, Wohlfahrt
aufschlagen
zurückschlagen, in die Flucht schlagen, besiegen
aufschlagen
(den Preis) erhöhen
augiren
zunehmen, vergrößern, vermehren
Außenwerk
Befestigungsanlage außerhalb des Hauptwalles
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Balbier
Barbier
Bankkoch
für Pfannengerichte verantwortlicher Koch
beschreiben
schriftlich ein- oder vorladen
beschreiben
auftragen, befehlen, vorschreiben
besorgen
befürchten, fürchten
Cassation
Abschaffung, Abdankung, Auflösung
causiren
verursachen
Cession
Überlassung, Abtretung
Coercirung
Bestrafung, Züchtigung
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Consideration
Überlegung, (eingehende) Betrachtung, reifliche Erwägung
Consideration
Wichtigkeit
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Cristier
in den Mastdarm eingeführte Flüssigkeit zur Darmspülung bzw. -reinigung bei Verstopfung (Einlauf)
Cruditet
roher, nicht assimilierbarer Rückstand im Verdauungstrakt
Defension
Verteidigung
defrayiren
jemanden verköstigen, freihalten
Devotion
Andacht, Frömmigkeitsübung
Dilation
Aufschub
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
dissipiren
zerstreuen, auflösen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
einziehen
verhaften
Englische Pille (Frankfurter Pille)
Abführmittel
erholen
sich schadlos halten
Exaction
(gewaltsame) Einforderung, Eintreibung, Einziehung
Expresser
mit einem wichtigen eiligen Einzelauftrag entsandter Bote
Freund
Verwandter
Frugalitet
Einfachheit, Bescheidenheit
Galeazze
Galeasse (Ruderkriegsschiff)
Gemeine
(Kirchen)Gemeinde, Gesamtheit der Einwohner eines Ortes
Giftöl
gegen eine Vergiftung angewandte Flüssigkeit
Großvogel
allgemeine Bezeichnung für größere essbare Vögel
Herd (Vogelherd)
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
imbibiren
(eine Substanz) mit Flüssigkeit durchziehen lassen
Imprese
Unternehmung
infamiren
jemanden in üblen Ruf bringen
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Interposition
Vermittlung
Intraden
Einkünfte
invitiren
einladen
irritiren
reizen, antreiben, bewegen
Julep
erfrischendes wohlschmeckendes Getränk, das aus Wasser, Sirup und Säften oder Spirituosen gemischt wird
Lerchen streichen
Lerchen mit Hilfe eines Netzes massenhaft fangen
Lerchenstreichen
massenhaftes Fangen von Lerchen mit Hilfe eines Netzes
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Lichtmännlein
Irrlicht
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Mandel
Anzahl von fünfzehn
Maone
eine türkische Galeasse (Ruderkriegsschiff), die kleiner als eine venezianische Galeasse ist
Meistertum
Herrschaftsbereich eines Ritterordens
Merzschaf
wegen seiner Untauglichkeit zur Zucht aus der Herde ausgesondertes Schaf
Missiv
Sendschreiben
mitigiren
lindern, abmildern
Münzprobationstag
Versammlung von Reichsständen mit Münzrecht zur Regelung des Münzwesens
nachbleiben
unterlassen werden, nicht geschehen, unterbleiben
obruiren
überlasten
Olitet
wohlriechende Öle, Essenzen und Salben
operiren
wirken
peregriniren
reisen, sich auf Wanderschaft begeben
peregriniren
bewandert sein
persuadiren
überreden, überzeugen
Postur
Stellung, Haltung, Lage
Präparation
Vorbereitung
prosequiren
etwas verfolgen, vorantreiben
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
Reißen
mit einem heftigen Ziehen verbundener Schmerz
reiteriren
wiederholen
Reitschmied
Hufschmied
Relation
Bericht
remedi(i)ren
abhelfen
Remedi(i)rung
Abhilfe
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
Repressalie
Recht, sich am Eigentum Fremder für die Nichterfüllung einer Verpflichtung oder die fehlende Wiedergutmachung erlittenen Unrechts schadlos zu halten, auch wenn diese hierfür unmittelbar nicht verantwortlich waren
resigniren
Verzicht leisten, entsagen
resigniren
abdanken, (ein Amt) aufgeben
Restitution
Genesung, (gesundheitliche) Wiederherstellung
Rosinleinwasser
Rosinenwasser (altes Heilmittel zur Entgiftung der Leber)
Rote Ruhr
Ruhr mit schleimig-blutigem Stuhl
scheinbarlich
sichtbar, augenfällig, offenkundig
Schnappe
Niederlage, Schlappe
Schutzverwandtnis
(vertraglich begründetes) Beistands- und Schutzverhältnis
sieder
seit
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
spoliiren
berauben, plündern
Stillstand
Waffenstillstand
Streicher
Person, die mit Hilfe eines Netzes massenhaft Lerchen fängt
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
stutzig
widerspenstig, trotzig, hartnäckig
stutzig
stockend
subsistiren
zu leben haben, auskommen
subsistiren
haltmachen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
taug
tauglich
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
überhüpfen
übergehen, auslassen, überspringen, unbeachtet lassen
ungefähr
zufällig
ungleich
übel, schlimm
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
verehren
schenken
verehren
beschenken
verschwören
einen Meineid schwören
verschwören
stark schwören
verschwören
abschwören
Victorie
Sieg
victorisiren
siegen, siegreich sein
Vogelstellen
Vogelfängerei
Volk
Truppen
wandelbar
nicht mehr in gutem Zustand, baufällig
Weiße Tataren
Turkvölker
Zeitung
Nachricht
zubüßen
hinzutun
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
García de Avellaneda y Haro
García de Haro y Sotomayor
Conde García de Castrillo

geb. 1584
gest. 1670
Anm.: Sohn des Luis Méndez de Haro y Sotomayor; ab 1623 de iure uxore Conde de Castrillo; seit 1625 Mitglied des Rats und der Kammer von Kastilien sowie Kammerherr des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1629 Mitglied des Consejo de Estado; 1632-1653 Präsident des Consejo de Indias; 1643-1645 zugleich Präsident des Consejo de Hacienda; 1653-1658 Vizekönig von Neapel und 1655-1658 auch Präsident des spanischen Consejo de Italia; 1658-1660 Mayordomo mayor des Königs; 1658-1668 zudem Präsident des Consejo de Castilla; seit 1665 Mitglied des Vormundschaftsrates für König Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in VIAF
Gottlieb Bährenreutter
Gottlieb Bernreuth

Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652).
Giovanni Battista Ballarino

geb. 1603
gest. 1666
Anm.: Geboren auf Murano; 1621 Promotion zum Dr. phil.; zunächst Sekretär verschiedener Amtsträger der Republik Venedig; 1635-1638 venezianischer Resident in Wien; danach erneute Übernahme zahlreicher Sekretariatsposten; seit 1653/54 venezianischer Gesandter in Konstantinopel.
David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
August Bernhard von Biedersee

geb. 1637
gest. 1707
Anm.: Sohn des Adam von Biedersee (gest. 1655); 1649-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1673/78 fürstlicher Stallmeister in Bernburg.
Robert Blake

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Humphrey Blake; 1640, 1645, 1653, 1654 und 1656 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); ab 1646 englischer General at sea; seit 1656 Lord Warden of the Cinque Ports.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Otto Rudolf von Böltzig

geb. 1636
gest. 1712
Anm.: Sohn des Joachim (2) von Böltzig (gest. spätestens 1667); Erbherr auf Zschortau (ab 1679) und Rodickau; seit 1651 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1667 in schwedischen Kriegsdiensten.
Agnes von Börstel

geb. 1630
gest. nach 1656
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647).
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Markgraf Karl Emil von Brandenburg

geb. 1655
gest. 1674
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Hans Jakob Busch

geb. 1631
gest. 1668
Anm.: Sohn des fürstlichen Leib- und Hofarzts Jakob Busch (gest. 1657) in Dessau; um 1656/57 fürstlicher Kammerdiener in Bernburg; zuletzt in Dessau ansässig.
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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N. N. Cornet

Anm.: Um 1656 Aptheker in Berlin.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Christian V. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian V. von Schleswig-Holstein
Graf Christian VIII. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1646
gest. 1699
Anm.: Sohn des späteren Königs Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); seit 1670 König von Dänemark und Norwegen, regierender Herzog von Schleswig-Holstein sowie Regent der Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Katharina Susanna von Döringenberg‏‎
Geburtsname: Katharina Susanna von Erlach

geb. 1629
gest. 1691‎
Anm.: Tochter des Johann Ludwig von Erlach (1595-1650); 1657-1680 Ehe mit Johann Kaspar von Döringenberg‏‎ (1616-1680).

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Frederik van Dorp

geb. 1612
gest. 1679
Anm.: Sohn des Frederik van Dorp (1547-1612); Herr von Maasdam; 1642-1649 außerordentlicher Rat und 1649-1670 Rat am Gerichtshof von Holland, Zeeland und West-Friesland; 1656 niederländischer Gesandter in Preußen, Schweden und Polen; seit 1663 Mitglied der Ritterschaft von Holland.

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Charles Du Bois
Baron Charles d' Avaugour

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Unehelicher, doch 1615 legitimierter Sohn des Claude d'Avaugour, Comte de Vertus (1581-1637); ab 1629 französischer Diplomat; 1633-1641 diplomatische Missionen im Heiligen Römischen Reich, Dänemark, Schweden, Polen und bei den Generalstaaten; 1643-1648 französischer Resident bei der Armee Schwedens; 1643-1649 zudem schwedischer Obrist; 1649-1651 französischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; seit 1654 Botschafter in Stockholm.

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N. N. Du Passage

Anm.: Französischer Lieutenant-général; 1656 Kommandant von Condé-sur-l'Escaut.
Johann Ludwig von Erlach

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Rudolf von Erlach (1563-1617); 1611-1616 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); zunächst im Kriegsdienst für die Republik Venedig (1616), dann als Fähnrich bzw. Hauptmann der Protestantischen Union und böhmischen Konföderierten (1618-1620); 1621 Major unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622 Hauptmann unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1622/23 Obristleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); zeitweise Kammerjunker und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; 1625-1627 schwedischer Obrist und Generalquartiermeister; Mitglied des Großen (1627-1629) und Kleinen Berner Rates (1629-1638); 1630/31 in französischen Kriegsdiensten; 1633-1638 Oberbefehlshaber der Berner Truppen im Aargau; Obrist (1637) und Generalmajor (1638) unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) und seit 1638 Gouverneur von Breisach; nach dem Tod des Herzogs einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen Diensten (1639-1647); später Generalleutnant (1647) und Kommandant (1649) der französischen Armee im Reich; 1650 Maréchal de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Alexander Erskein
Alexander Erskine

geb. 1598
gest. 1656
Anm.: Sohn des schottischen Adligen und Greifswalder Kaufmanns Walter Erskein (1569-1643); ab 1628 in schwedischen Diensten als Hofrat und Agent in Stralsund; 1632-1634 Resident für Thüringen in Erfurt; 1634-1636 Kriegsrat bei der Hauptarmee; seit 1637 pommerscher Assistenzrat; ab 1643 Präsident des pommerschen Appellationsgerichts; 1645/46 Assistenzrat des schwedischen Generalfeldmarschalls Lennart Torstensson (1603-1651) in Leipzig; 1647/48 Vertreter der von der schwedischen Armee erhobenen Entschädigungsansprüche beim Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Kriegsratspräsident und Reichsrat; 1649/50 Unterhändler auf dem Nürnberger Exekutionskongress; Rat in den schwedisch besetzten Herzogtümern Bremen (1650) und Verden (1652); ab 1653 Kriegs- und Etatspräsident der Herzogtümer Bremen und Verden; seit 1655 Kriegspräsident der schwedischen Armee in Polen; 1656 polnischer Kriegsgefangener; 1655 Erhebung in den Freiherrenstand; ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürsichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jacques d' Estampes
Marquis Jacques de La Ferté-Imbault

geb. 1590
gest. 1668
Anm.: Sohn des Claude d'Estampes, Seigneur de La Ferté-Imbault (1526-1591); französischer Mestre de camp de cavalerie (1610), Maréchal de camp (1622), Colonel général der Schottischen Garde (1645) und Maréchal de France (1651); 1641-1643 Botschafter von Frankreich in England; später Conseiller d’État; seit 1651 Marquis de La Ferté-Imbault.

Weiterführende Informationen in VIAF
Francesco I d' Este
Duca Francesco I di Modena e Reggio

geb. 1610
gest. 1658
Anm.: Sohn des Alfonso III d'Este, Duca di Modena e Reggio (1591-1644); ab 1629 Duca di Modena e Reggio; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gazi Hüseyin Pascha
Deli Hüseyin Pascha

gest. 1659
Anm.: Geboren in Yenişehir; Teilnahme an den Feldzügen nach Bagdad und Jerewan; 1634/35 Kapudan Pascha (Großadmiral) der osmanischen Marine; danach Statthalter in Ägypten (1635-1637), Anatolien (1638/39), Silistra (1640), Bosnien, Bagdad (1644) und Ofen (1644/45); dazwischen 1640 abermals Kapudan Pascha; seit 1646 militärischer Oberbefehlshaber auf Kreta; dazwischen 28. Februar bis 5. März 1656 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1658 erneut Kapudan Pascha; 1659 Hinrichtung.
Girolamo Giustinian(i)

geb. 1611
gest. 1656
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Pietro Giustinian(i); Gesandter der Republik Venedig in den Vereinigten Niederlanden (1636-1641), Frankreich (1641-1644), Spanien (1644-1648), Wien (1651-1654) und Rom (seit 1655).

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Robert de Gravel

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des französischen Diplomaten Jacques de Gravel; zeitweise Sekretär des Kardinals Jules Mazarin (1602-1661); französischer Resident in Köln (1653) und Straßburg (1653-1656) sowie Gesandter auf dem Frankfurter Deputationstag (1656), bei den Verhandlungen zum Rheinbund (1658), auf dem Immerwährenden Reichstag von Regensburg (1663-1674) und bei der Schweizer Eidgenossenschaft in Solothurn (seit 1676).

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Peter Große

Anm.: Um 1656 fürstlicher Vorreiter in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Johann Christoph Heine
Johann Christoph Heinius

geb. 1628
gest. 1701
Anm.: Sohn des Brambacher, dann Nuthaer Pfarrers Stephan Heine (1600-1665); bereits vor 1652 Kantor und ab 1652 zugleich Konrektor der Schule in Bernburg; seit 1658 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996,S. 278.
Christoph Heldt

Anm.: Seit 1652 berittener Knecht und Reitschmied des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
John Henderson

Anm.: Schottischer katholischer Adliger; zunächst vermutlich zwischen 1625 und 1629 in dänischen Kriegsdiensten; 1630-1632 schwedischer Obristleutnant; 1633-1638 kaiserlicher Obrist; 1642-1649 royalistischer Colonel und Diplomant im englischen Bürgerkrieg; 1656/57 polnischer Obrist; 1657/58 dänischer General.
Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
Graf Johann Ludwig von Hohenlohe-Neuenstein-Künzelsau
Graf Johann Ludwig von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1625
gest. 1689
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); 1641-1677 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; ab 1677 alleinregierender Graf von Hohenlohe in Künzelsau.

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Graf Johann Friedrich I. von Hohenlohe-Neuenstein-Öhringen
Graf Johann Friedrich I. von Gleichen-Ohrdruf
Graf Johann Friedrich I. von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1617
gest. 1702
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); ab 1641 Regent der Grafschaft Obergleichen in Ohrdruf; 1641-1677 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; ab 1677 alleinregierender Graf von Hohenlohe in Öhringen; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitbare").

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Graf Siegfried von Hohenlohe-Neuenstein-Weikersheim
Graf Siegfried von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1619
gest. 1684
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1583-1641); bis 1641 in schwedischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Rittmeister (noch 1643) und Obristleutnant (1644); 1641-1677 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; seit 1677 alleinregierender Graf von Hohenlohe in Weikersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Kraft Magnus von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1618
gest. 1670
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); seit 1641 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Philipp Maximilian Johann von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1630
gest. 1658
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); seit 1641 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; Tod bei einem Duell in Weerth (Holland-Limburg).
Gräfin Sophia von Hohenlohe-Neuenstein
Gräfin Sophia von Gleichen-Ohrdruf
Geburtsname: Pfalzgräfin Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld

geb. 1593
gest. 1676
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Karl I. von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1560-1600); 1615-1641 Ehe mit Graf Kraft von Hohenlohe-Neuenstein und Gleichen-Ohrdruf (1583-1641).
Gräfin Sophia Magdalena von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1628
gest. 1680
Anm.: Tochter des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein und Gleichen-Ohrdruf (1583-1641).
Graf Wolfgang Julius von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1622
gest. 1698
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); 1641-1677 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender und ab 1677 alleinregierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; 1644-1652 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal de camp (1650); 1652-1657 Maréchal de camp unter dem Frondeur Louis II de Bourbon, Prince de Condé (1621-1686); seit 1658 Generalleutnant und ab 1664 Generalfeldmarschall der Truppen des Rheinbundes.

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Friedrich Holst

Anm.: Möglicherweise Sohn des fürstlichen Stallknechts Friedrich Georg Holst; um 1652/56 Stall- bzw. Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Pieter de Huybert

geb. 1622
gest. 1697
Anm.: Sohn des Middelburger Kaufmannes Anthony de Huybert (1585-1630); Herr von Burg und Kraaienstein; ab 1646 Stadtrat in Middelburg; niederländischer Gesandter in Preußen, Schweden und Polen (1656) sowie Polen und Kurbrandenburg (1659/60); 1659-1664 Sekretär der Staaten von Zeeland; 1664-1687 Ratspensionär von Zeeland; seit 1687 Mitglied des Staatsrats der Vereinigten Niederlande.

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Nathanael Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649).
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Christian Jonius

geb. ca. 1625/30
gest. 1685
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Bartholomäus Jonius (1603-1657); bereits um 1646/48 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, bis 1649 als Küchenschreiber; danach bis 1654 Aufenthalt in Utrecht; um 1656/57 fürstlicher Kammerdiener und zuletzt Kammerschreiber in Bernburg.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Leopold I.
König Leopold I. von Böhmen
König Leopold I. von Ungarn
Erzherzog Leopold V. von Österreich

geb. 1640
gest. 1705
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand III. von Österreich (1608-1657); ab 1655 König von Ungarn; seit 1656 König von Böhmen; ab 1657 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1658 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1654 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Jakob Kettler
Herzog Jakob von Kurland und Semgallen

geb. 1610
gest. 1682
Anm.: Sohn des Wilhelm Kettler, bis 1615 Herzog von Kurland und Semgallen (1574-1640); 1615-1621 Erziehung am kurfürstlichen Hof in Berlin; ab 1638 Mitregent im Herzogtum Kurland und Semgallen; seit 1642 regierender Herzog von Kurland und Semgallen.

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Hempo (1) von dem Knesebeck

geb. 1595
gest. 1656
Anm.: Sohn des Thomas von dem Knesebeck (1559-1625); 1618-1626 zunächst Kammerjunker und Stallmeister, bald darauf Rat und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 kurbrandenburgischer Kriegskommissar; seit 1646 Landeshauptmann der Altmark und Direktor der altmärkischen Ritterschaft; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gute").

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Kaspar Ernst von Knoch(e)

geb. 1582
gest. 1641
Anm.: Sohn des Kaspar von Knoch (gest. 1588/89); Erbherr auf Trinum; 1597-1602 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1606-1632 Amtshauptmann von Harzgerode und Güntersberge; 1632-1636 schwedischer Rat und Amtshauptmann der halberstädtischen Ämter Oschersleben und Schlanstedt; ab 1636 Angehöriger des engeren Ständeausschusses im Fürstentum Anhalt; seit 1639 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Hofmarschall sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausbreitende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Kothe

gest. 1696
Anm.: Seit Januar 1651 füstlicher Prinzen-Kammerdiener in Bernburg; spätestens 1662 Stadtschreiber und zuletzt Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Katharina (2) von Krosigk

geb. 1628
gest. 1661
Anm.: Tochter des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630), die kurz vor der Hochzeit mit Andreas von Meyendorff auf Ummendorf starb.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Rosimunda Juliana von Krosigk
Geburtsname: Rosimunda Juliana von Closen

geb. 1628
gest. 1694/98
Anm.: Tochter des Johann Friedrich von Closen; 1656-1673 Ehe mit Ludolf Lorenz von Krosigk (1627-1673).

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Johann Albrecht Krzineczky von Ronow
Graf Johann Albrecht von Ronow und Bieberstein

geb. 1625
gest. 1707
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Johann Albrecht Krzineczky von Ronow (gest. 1637); Erbherr auf Oppurg, Knau und Grünau im Vogtland; ab 1652 kursächsischer Kammerherr; 1655 kurfürstlicher Gesandter am Wiener Kaiserhof; 1675-1680 mecklenburgisch-güstrowischer Geheimer Rat und Oberhofmarschall; 1680-1700 zunächst brandenburgisch-bayreuthischer Geheimer Rat, Oberhofmarschall und Landeshauptmann in Hof, später Oberpräsident und Premierminister; seit 1700 sächsisch-zeitzischer Geheimer Rat und Oberhauptmann des Neustädtischen Kreises; 1670 Erhebung zum Grafen von Ronow und Bieberstein; vgl. Christian Feustel: Der Durch das Jammer-Thal gehende Graf von Ronov und Biberstein [...], Greiz, S. 58-78.

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Jean de La Haye

Anm.: Seigneur de Vantelet; 1639-1665 französischer Botschafter in Konstantinopel.
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Ernst Gottlieb (von) Lampe

geb. ca. 1640
gest. 1675
Anm.: Sohn des Ernst Konrad (von) Lampe (gest. 1644); Erbherr auf Güsten; um 1650/56 fürstlicher Page in Bernburg; spätestens 1666 in kurmainzischen Kriegsdiensten in Erfurt, um 1668 als Leutnant; zuletzt kaiserlicher Leutnant.
Gräfin Charlotte Susanna Maria Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein
Geburtsname: Gräfin Charlotte Susanna Maria von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1626
gest. 1666
Anm.: Tochter des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1583-1641); seit 1650 Ehe mit Graf Ludwig Wierich Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein (1622-1668).

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Georg von Lincke
Georg von Lencke

gest. 1656
Anm.: Anhaltischer Adliger; Erbherr auf Kleinwülknitz.
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Antoine de Lumbres

geb. 1598
gest. 1676
Anm.: Sohn des Jacques de Lumbres; Seigneur d'Herbinghen, de Marquise, de Dannes et de Longvilliers; Jurist; französischer Gesandter, u. a. in Kurtrier (1635), Lüttich (1646-1650), Berlin (1655/56), Polen (1656-1665) und Braunschweig (1665/66).

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Lorenzo Marcello

geb. 1603
gest. 1656
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Andrea Marcello; militärische Karriere in der venezianischen Kriegsflotte als Kapitän (1625), Patron all'Arsenale (1628), Provveditore dell'armata (1641), Provveditore estraordinario in armata (1648) und Capitano generale da Mar (1655).

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Martin (3) N. N.

Anm.: Um 1656 fürstlicher Vogelsteller in Bernburg.
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Michael (5) N. N.

Anm.: Um 1652 Geselle des Hofböttchers Hans Schuster in Bernburg.
N. N. Micheli

Anm.: Um 1654/56 fürstlicher Kammerjunker in Plötzkau.
Wilhelm von Micrander

gest. 1676
Anm.: Sohn des kaiserlichen Obristleutnants N. N. Micrander; 1628 Hofmeister des Grafen Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms (1593-1635); ab 1630 Genfer Bürger; Offizier in kursächsischen Diensten, u. a. Hauptmann (1634/37) und Obristleutnant (1639); Wechsel in kaiserliche (um 1643) bzw. schwedische Dienste (um 1645/48); 1649-1658 Geheimer Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; zugleich kaiserlicher Obristleutnant; 1657-1660 erneut in schwedischen und zuletzt wieder in kaiserlichen Diensten als Obristleutnant bzw. Obrist (spätestens 1671); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entledigende").

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Agnes Christina von Miltitz
Geburtsname: Agnes Christina von Werleben

Anm.: Thüringische Adlige; spätestens ab 1648 fürstliche Hofjungfer in Bernburg (bis 1656); seit 1656 Ehe mit Georg Friedrich von Miltitz (geb. 1627).
Georg Friedrich von Miltitz

geb. 1627
gest. nach 1669
Anm.: Sohn des Christian von Miltitz (ca. 1601-1631); Erbherr auf Podelwitz, Priesteblich und Groß Rosenburg.
Mohammed

geb. ca. 570
gest. 632
Anm.: Prophet und Religionsstifter des Islam.

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Edward Montagu
Earl Edward of Sandwich

geb. 1625
gest. 1672
Anm.: Sohn des Sidney Montagu (gest. 1644); 1644/45 Obrist der englischen Parlamentsarmee; 1645-1657 und 1660 Abgeordneter des Parlaments; 1653-1659 Mitglied des English Council of State; 1656-1660 General at sea; 1660 Erhebung zum Earl of Sandwich; 1660-1671 Master of the Great Wardrobe; ab 1660 auch Lord Lieutenant und Custos Rotulorum of Huntingdonshire; zudem englischer Botschafter in Portugal (1661/62) und Spanien (1666-1668); seit 1660 Ritter des Hosenbandordens.

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Francisco de Moura Corte Real y Melo
Marquês Francisco de Castelo Rodrigo
Conde Francisco de Lumiares
Duca Francesco di Nocero

geb. 1621
gest. 1675
Anm.: Sohn des portugiesischen Adligen Manuel de Moura e Corte Real, Marquês de Castelo Rodrigo (1590-1651); 1648-1656 spanischer Botschafter in Wien; ab 1651 Marquês de Castelo Rodrigo und Conde de Lumiares; seit 1656 Duca di Nocera (im Königreich Neapel); Vizekönig von Sardinien (1657-1661) und Katalonien (1663/64); 1664-1668 Statthalter der Spanischen Niederlande; seit 1669 königlicher Caballerizo mayor (Großstallmeister).

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Gräfin Eleonora Clara von Nassau-Saarbrücken
Geburtsname: Gräfin Eleonora Clara von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1632
gest. 1709
Anm.: Tochter des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1583-1641); 1662-1677 Ehe mit Graf Gustav Adolf von Nassau-Saarbrücken (1632-1677); 1677-1685 Regentin der Grafschaften Saarbrücken und Saarwerden.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Virginio Orsini
Bischof Virginio von Frascati
Bischof Virginio von Albano

geb. 1615
gest. 1676
Anm.: Sohn des Ferdinando Orsini (gest. 1660); Teilnahme als Ritter des Malteserordens an den Türkenkriegen; ab 1641 Kardinal; Bischof von Albano (1671-1675) und Frascati (seit 1675).

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Papst Alexander VII.
Erzbischof Fabio von Imola
Bischof Fabio von Nardò
Fabio Chigi

geb. 1599
gest. 1667
Anm.: Sohn des Sieneser Bankiers Flavio Chigi (1548-1611); 1635-1652 Bischof von Nardò; 1639-1651 Apostolischer Nuntius in Köln, als solcher auch päpstlicher Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1649); ab 1652 Kardinal; 1652-1655 Kardinalstaatssekretär; 1653-1655 zudem Erzbischof von Imola; seit 1655 Papst.

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Peter (6) N. N.

Anm.: Um 1656 fürstlicher Kutscher in Bernburg.
Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

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Gräfin Margaretha Hedwig von Nassau-Saarbrücken
Geburtsname: Gräfin Margaretha Hedwig von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1625
gest. 1676
Anm.: Tochter des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1583-1641); 1658-1671 Ehe mit Pfalzgraf Karl II. Otto von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1625-1671).
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Konrad Balthasar Pichtel

geb. 1605
gest. 1656
Anm.: Sohn des kurpfälzischen Oberhofzehenden Balthasar Pichtel (gest. 1620); Studium in Altdorf (1620), Wittenberg (1623), Leipzig und Frankfurt/Oder; danach Jurist am Reichskammergericht, in Wittenberg (1628/29), Dresden (1629/30) und Holstein (ab 1630); 1632 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg; seit 1635 Geheimer Rat und Praetor Pupillaris des Grafen Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst (1583-1667); um 1642/43 abgeordneter Berater des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1645-1648 gräflich-oldenburgischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; ab 1642 Mitglied in der Fruchtbringenden Gesellschaft („Der Überwindende“).

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Daniel von Rindtorf

geb. ca. 1600
gest. 1679
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben; um 1645/46 Amtshauptmann von Großalsleben.
Kaspar von Rindtorf

geb. ca. 1605
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben.
Matthias Benedikt von Rindtorf

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); 1638-1643 Propst des Klosters Petersberg; seit 1640 Propst des Klosters Neuenberg; um 1646/63 Dekan des Stifts Fulda.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

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Herzogin Eleonora Dorothea von Sachsen-Weimar
Geburtsname: Fürstin Eleonora Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1602
gest. 1664
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1625-1662 Ehe mit Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); seit 1619 Gründungsmitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Demütige").

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Herzog Friedrich (2) von Sachsen-Weimar

geb. 1640
gest. 1656
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedenreiche").

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Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Sarı Kenan Pascha

gest. 1659
Anm.: Gebürtiger Russe; Sklave des ägyptischen Gouverneurs Bakırcı Ahmed Pascha; ab 1647 dritter Wesir; 1648-1652 Aufenthalt auf Kreta; Beylerbey (Provinzgouverneur) von Ofen (1653-1655) und Silistra (1656); 3. Mai bis 18. Juli 1656 Kapudan Pascha (Großadmiral); 1658 Kaymakam; 1659 Ermordung; vgl. Anton Gévay: Versuch eines chronologischen Verzeichnisses der türkischen Statthalter von Ofen, in: Der österreichische Geschichtsforscher, Bd. 2 (1841), S. 82f.
Herzogin Christina von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Christina von Sachsen-Weißenfels

geb. 1656
gest. 1698
Anm.: Tochter des Herzogs August von Sachsen-Weißenfels, Administrator von Magdeburg (1614-1680); seit 1676 Ehe mit Herzog August Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1646-1705).

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David Schmidt

geb. ca. 1630/32
gest. nach 1660
Anm.: Sohn des Harzgeröder Amtsschreibers und späteren Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt; seit 1648 Studium am Gymnasium Illustre in Zerbst; um 1658/60 Amtsverweser der Ämter Ballenstedt und Hoym.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Graf Christian Günther von Schwarzburg-Arnstadt
Graf Christian Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1616
gest. 1666
Anm.: Sohn des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578–1642); 1642-1651 gemeinsam mit seinen Brüdern Anton Günther I. (1620-1666) und Ludwig Günther II. (1621-1681) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen; ab 1651 alleiniger Regent in Arnstadt; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewährte").

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Johann Senf

Anm.: Geboren in "Colba im Osterlande"; um 1648/51 vermutlich Kaufmann in Halle (Saale); seit 1652 fürstlicher Kammerschreiber in Bernburg; um 1656 geheimer Kammerdiener und Kammerschreiber.
Anna Seyffart
Geburtsname: Anna Eberlein

gest. 1636
Anm.: Tochter des Balthasar Eberlein; seit 1627 Ehe mit dem Hallenser Pfänner Liborius Seyffart (1586-1638).
Karl Seyffart

geb. 1630
gest. 1681
Anm.: Sohn des Hallenser Pfänners Liborius Seyffart (1586-1638); ab 1650 Studium in Wittenberg (Mag.); Pfarrer in Unterpeißen (1656), Lependorf (1656-1661) und Gröbzig (seit 1661); daneben Tätigkeit als Dichter; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V.: Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 8, Leipzig 2008, S. 228, sowie Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 431f.

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Govert van Slingelandt

geb. 1620
gest. 1690
Anm.: Sohn des Barthoud van Slingelandt (1590-1638); ab 1653 Pensionär von Dordrecht; niederländischer Gesandter in Preußen, Schweden und Polen (1656) sowie Dänemark (1659); seit 1664 Sekretär des Staatsrats der Vereinigten Niederlande.

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Heinrich Ernst Streiff von Lauenstein

geb. nach 1610
gest. vor 1662
Anm.: Sohn des Johann Reinhold Streiff von Lauenstein (gest. 1632); schwedischer Obrist und Generalmajor (1656).
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Martin Ulrich

Anm.: Um 1646/56 fürstlicher Stalljunge in Bernburg.
Paul Ulrich

Anm.: Seit 1653 fürstlicher Hausknecht in Bernburg (noch 1656).
Graf Georg Friedrich von Waldeck-Eisenberg
Fürst Georg Friedrich von Waldeck
Graf Georg Friedrich von Cuylenburg

geb. 1620
gest. 1692
Anm.: Sohn des Grafen Wolrad IV. von Waldeck-Eisenberg (1588-1640); ab 1642 niederländischer Kapitän; seit 1651 kurbrandenburgischer Staatskammerrat, Generalleutnant, Geheimer Rat und Kriegsrat; ab 1652 Dompropst in Halberstadt und Johanniter-Komtur in Lagow; 1653-1658 leitender Minister im Kurfürstentum Brandenburg; 1658-1660 schwedischer General; seit 1663 Feldmarschalleutnant der westfälischen Kreistruppen; ab 1664 Regent der Grafschaften Cuylenburg und Waldeck-Eisenberg; seit 1665 kaiserlicher Feldmarschall; ab 1672 niederländischer Feldmarschall; seit 1681 Generalfeldmarschall der Reichs- und Kreistruppen; 1682 Erhebung in den Reichsfürstenstand; ab 1688 Generalkapitän der Niederlande; seit 1689 Herrenmeister der Balley Brandenburg des Johanniterordens; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 609.

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Ernesta Viktoria von Wallwitz

geb. 1656
Anm.: Tochter des Johann Esche von Wallwitz (geb. 1620).
Johann Esche von Wallwitz

geb. 1620
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz (1588-1653); 1653/54 Hofmeister der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); ab 1654 fürstlicher Rat und Frauenzimmer-Hofmeister in Bernburg (noch 1656); um 1664 sächsisch-gothaischer Prinzen-Hofmeister; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbannende").

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Jacob van Wassenaer Obdam

geb. 1610
gest. 1665
Anm.: Sohn des holländischen Admiralleutnants Johan van Duvenvoorde Wassenaer (1574-1623); zunächst niederländischer Hauptmann (1631) und Obrist (1643); seit 1653 Admiralleutnant von Holland und Westfriesland (Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsmarine).

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N. N. Wende

Anm.: Um 1656 alter fürstlicher Jungfernknecht in Bernburg.
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Paris von dem Werder

geb. 1623
gest. 1674
Anm.: Sohn des Dietrich von dem Werder (1584-1657); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Reupzig und Bräsen; vor 1646 Page am Dessauer Hof; später anhaltisch-dessauischer Rat; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedfertige").

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Maria Susanna von Wietersheim
Geburtsname: Maria Susanna von Bila

geb. 1610
gest. 1697
Anm.: Tochter des anhaltisch-dessauischen Hofrats Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1626); 1642-1645 Ehe Heinrich Julius (Wolf) von Wietersheim (1584-1645).
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

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Johannes Ysbrands

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heeronymus Ysbrands; ab 1651 Amtmann und seit 1664 Stadtrat in Groningen; zudem niederländischer Gesandter in Preußen, Schweden und Polen (1656), Kurbrandenburg (1656-1659) und Schweden (1665) sowie bei den Friedensverhandlungen von Köln (1673/74) und Nijmegen (1678/79).

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Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

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Aken
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Alsleben
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
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Bacharach
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Badeborn
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Blois
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Cádiz
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Calbe
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Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Chemnitz
weiterführende Informationen
Collonges-sous-Salève
weiterführende Informationen
Compiègne
weiterführende Informationen
Condé-sur-l'Escaut
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Dardanellen
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbel
weiterführende Informationen
Dröbelsches Werderlein
Anm.: Waldgebiet an der Saale bei Dröbel.
Dünaburg (Daugavpils)
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Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
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Elbing (Elbląg)
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Elsass, Landgrafschaft
Anm.: Habsburgische Besitzungen im Elsass.
Fontainebleau
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Frankfurt (Main)
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Frankfurt (Oder)
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Frankreich, Königreich
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Genf (Genève)
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Gröningen
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Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Halle (Saale)
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Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
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Hinterpommern, Herzogtum (Brandenburgisch Pommern)
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Ingermanland
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Italien
weiterführende Informationen
Kalabrien (Calabria)
weiterführende Informationen
Kleve, Herzogtum
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Königsberg (Kaliningrad)
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Köthen
weiterführende Informationen
Kokenhusen (Koknese)
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Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Krakau (Kraków)
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
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Leipzig
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Lemberg (Lwiw)
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Limnos, Insel
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Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
Livland, Herzogtum
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London
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Lublin
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège)
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Lyon
weiterführende Informationen
Mâcon
weiterführende Informationen
Mailand (Milano)
weiterführende Informationen
Mailand, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Málaga
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Marienburg (Malbork)
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Mittelmeer
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Naïn
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Neapel (Napoli)
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Neumark (Nowa Marchia)
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Niederlande, Spanische
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nienburg (Saale)
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Norwegen, Königreich
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Öresund (Øresund)
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Oostende
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Opperode
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Osmanisches Reich
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Paris
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Plötzkau
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Podelwitz
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Polen, Königreich
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Prag (Praha)
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Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Preußen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Quedlinburg, Stift
weiterführende Informationen
Reinstedt
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Reval (Tallinn)
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Rhein, Fluss
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Rieder
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Riga
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Saint-Ghislain
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Saint-Venant
weiterführende Informationen
Sandau (Elbe)
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schorndorf
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Tenedos (Bozcaada), Festung
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Thorn (Toruń)
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Unterpeißen (Niederpeißen)
Anm.: Im Erzstift Magdeburg gelegener Ortsteil von Peißen.
Valenza
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Vorpommern, Herzogtum (Schwedisch Pommern)
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Warschau (Warszawa)
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Weimar
weiterführende Informationen
Wien
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Wulfen
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Zerbst
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England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Gymnasium Illustre Zerbst
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Anm.: Im Jahr 1582 gegründete höhere Landesschule für das gesamte Fürstentum Anhalt.
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Polen, Stände der Rzeczpospolita
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Liebeskunst = Ars amatoria. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin: 2011. [Nachweis im GVK]
Aulus Persius Flaccus: Satiren, hg. von Walter Kißel, Heidelberg: 1990. [Nachweis im GVK]