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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Mai 1635
[Inhaltsverzeichnis]
01. Mai 1635
02. Mai 1635
03. Mai 1635
04. Mai 1635
05. Mai 1635
06. Mai 1635
07. Mai 1635
08. Mai 1635
09. Mai 1635
10. Mai 1635
11. Mai 1635
12. Mai 1635
13. Mai 1635
14. Mai 1635
15. Mai 1635
16. Mai 1635
17. Mai 1635
18. Mai 1635
19. Mai 1635
20. Mai 1635
21. Mai 1635
22. Mai 1635
23. Mai 1635
24. Mai 1635
25. Mai 1635
26. Mai 1635
27. Mai 1635
28. Mai 1635
29. Mai 1635
30. Mai 1635
31. Mai 1635
|| [[Handschrift: 254r]]

Freitag 30. April. ⁄ 10. May, aFreitag den 1. ⁄ 11. May:


bFrüh haben Jhre Fürstliche gnaden das Proviant[-], vndt zeüghauß besehen,
darin zimlicher vorath befunden[.]


Darauf Jhre Fürstliche gnaden sich Naher Thirna begeben, vndt
vnterwegenß vf Schela so dem Cardinal Ba-
sman zustendig zukommen, Von dannen Nach Sehret
so dem Graff Stanislao Turzo zugehöret,
vndt Schinta nicht fern davon ist, Jtem:
Forgatschin alldar ein brüderhoff Welchen Jhre Fürstliche gnaden be-
sehen, Wie sie Jhre handtwercke fleißig veriben,
vndt reinlich in Jhren wercksteten seyn,
zue Thirna, welcheß eine Wollerbawete Vngarische
Statt, haben Jhre Fürstliche gnaden die Thumbkirche vndt
etzliche monumenta darinnen, wie auch daß
hauß da Bethlehem Gabor inlogirt, vndt
deß Cardinals Basmans schönen garten Welcher
vor der Statt Liegt besehen, Eß werden auch
alldar wie in gantz Vngarn die dreyerley religio-
nen Bäpstisch, Luterisch vndt reformirt, gelitten,
zue Thirna ist Fürst Berndt zue Anhalt perge
gestorben, Wie auch Vnserß erachtenß Fürst
hannß Ernsteß, <cfürstliche gnaden aber zu Wien. Wahren beyde Obersten in Vngern, vndt berühmbte helden. perge>
<einer vor Erla, der ander vor Weißemburgk, in selbigen Schlachten renommirt.>

|| [[Handschrift: 254v]]

dSamstag den 2. ⁄ 12. May.


Nach dem Jhre Fürstliche gnaden von Thirna auffgebrochen gegen
Preßburg zue, vndt kaum 1 Meile wegeß von Thirna
außgefahren, haben Sie im felde die Fürstin in
Siebenbürgen (deß Churfürsten zue Brandenbur[g]
Leibliche Schwester) Reiten vndt hetzen sehen,
dabey dan der Obriste zue Neüheüsel vndt General
Creyßobriste vber selbige Revier Graff Steffa[n]
Palffy ( Vndt ein zimlicher Comitat zue Ro[ß]
vndt zue wagen von damen vndt Cavalliri si[ch]
auch befunden[.] Beyderseitß Jhre Jhre Fürstliche Fürstliche gnaden gnaden
haben der Fürstin zugesprochen, welche Jhren Jhren Fürstlichen Fürstlichen gnaden zu[r]
ehren vom Pferde abgestiegen, vndt Jhnen gar
freündlich vndt Nahe Anverwantlich zugeredet[.]
Jnngleichen haben Jhre Fürstliche gnaden hernacher auch Graff
Steffan Palffi vndt seine Gemahlin auch Ei[n]
Frewlen Tochter, Wie auch die herrn von
Schalenberg, Borsida, vndt Bemberg salutir[t,]
Vndt weil Jhre Jhre Fürstliche Fürstliche gnaden keine Reitpferde gehabt sich
auff die Kutsche zue der Fraw Graffi[n]
gesetzet, Vndt der Princeßin wie sie selbe[r]
die winde am stricke gefuhret gesetzet vndt
sehr woll zue Pferde geseßen, mitt vorwunde-
rung zugesehen, vndt allso mitteinander nach
vollbrachter recreation im felde wieder zue
Thirna eingezogen, Nach deme Jhren Jhren Fürstlichen gnaden
vndt zuforderst Jhrer Fürstlichen Durchlaucht auß Sieben-
bürgen der Junge Graff Palffi mitt einer
feinen Ritterschafft auß Thirna entgegen
geritten, zue Thirna haben
vorhochgedachte Jhre Durchleüchtigkeitt die Fürstin
in 7bürgen mitt Jhren Jhren Fürstlichen Fürstlichen gnaden gnaden vndt den andern Ca-
valliren Mittagßmahlzeitt gehalten, So Graf[f]
Palffy außgerichtet,


Nach der Mahlzeitt hatt man mitt würffel[n]
Grand mercy gespielet, vndt spielen lernen,
darnach ist man auffgebrochen Von Thirna nahe[r] || [[Handschrift: 255r]]
Pudmeritz 2 MeilenMeil. Jst ein dorff, herrn
Graff Palffy auch zustendig, Allda man sich auch
mitt Grand mercy Spielen, vndt gesang einer Jung-
fraw nach gehaltener abendmahlzeitt recreiret,

Sonntag den 3. ⁄ 13. May


Von Pudmeritz nach Biberßburg 2 Meilen,
Jst ein festeß schloß Graffen Palffi vorgedacht
zugehörig, vndt seine residentz, Liegt auff einem
berge, am holtze, vndt ist mitt starcken mawren[,]
Rundelen, vndt zimlichen wall, darauff, Wie
auch auf den Pasteyen stücke stehen, woll vorsehen,
hatt auch seinen graben vndt gute starcke thore, etcetera[.]
Jhre Durchlaucht vndt Fürstliche Fürstliche gnaden gnaden seint im Schloße, welcheß
schöne hohe vndt weite gemächer in zimlicher anzahl
hatt herumb gegangen vndt haben eß mitt Lust besehen,
seint auch alda allerseitß gar Ansehnlich vndt woll
logiret, tractiret, vndt bedienet worden,


Noch vor der Mittagß mahlzeitt hatt haben Jhre Jhre Fürstliche Fürstliche gnaden
auch deß herrn Graffen zeüghauß auf dem
Schloße besehen vndt zimlichen vorat darinnen von
allerhandt Munition[,] gewehr vndt ander Nohtturft
befunden, daneben Auch in den gewelbern
Eine Wein Preße, darauß der Wein allso fort
in den keller in welcheß faß man beliebet den
Wein zufüllen, allso fort geleitet werden kan,
Nach mittagß haben Jhre Jhre Fürstliche gnaden die keller besichtiget
deren 5 vbereinander seyn, Vndt mitt Wein
stattlich vorsehen, Es ist noch ein sechster keller
seitabwartß vndt haben Sie auch in fein
Compendium die faße in die keller
theilß zuheben, vndt abz Niederzulaßen, Theilß
auch auf Rollwäglein ohne sonderbahre mühe
fortzuschieben, Eß ist auch woll zue notiren
daß darinnen ein sehr tieffer brun
in die 103 klaffter tieff ohne daß waßer || [[Handschrift: 255v]]
Welcheß 10 klafter tief seyn soll, zusehe[n,]
darein Jhre Jhre Fürstliche Fürstliche gnaden mitt verwunderung gesehen,
Wie lange ein brennendt Licht Vndt Pappir hin[un]-
ter geworffen gebrennet, Noch vielmehr
wie lange eß gewehret, daß eine große waßer-
kanne hinunter außgeschüttett worden, Allso
daß man eß kaum in langer zeitt gar leise hö[ren]
können, Vndt ist zue Admiriren Wie man
diesen brunnen habe aufmauren Vndt aufführen
können, Eß soll auch spectra darinne[n]
geben, Vndt man hatt Vnß auch erzehlet, da[ß]
vor wenig jahren ein Geiger hinunter gefa[l]-
len, Vndt ehe er noch inß waßer kommen
von der dampfluft getödtet worden,


Jhre Jhre Fürstliche Fürstliche gnaden vndt Dero bedienten ist im keller
Vnterschiedlicher guter wein zukosten præsen-
tiret worden[.]


Nota Bene[:] Jn den Gewölbern, Sonderlich Vnter den
Rundelen haben Jhre Jhre Fürstliche Fürstliche gnaden auch gute statliche
Contra minen vndt vorburgene schießlöcher
auch heimliche außfälle, wie zue Comorre[n]
observiret, vndt sich vber die dicke der
starcken gemäwer verwundert,


herr Graff Palffi vndt die andern obge-
nanten herrn haben Jhren Jhren Fürstlichen Fürstlichen gnaden an allen orten
wo etwaß zubesichtigen mitt großer höfligke[it]
aufgewartet,


Deß Nachmittageß ist auch ein schießen ge-
halten worden, da die Princeßin selber
mittgeschoßen. herr Graff Palffy hatt
ein schon Pferdt mitt statlichen Vngarischen
sattell vndt zeüg zum besten geben, Er hatt
eß aber wieder seinen willen, wieder gewon-
nen vndt Ob erß Er eß schon begehret auch
Jnnstendig darumb angehalten, So hatt man doch
nicht wieder zum andern mahl drumb schießen
Noch eß Jhm aufsetzen laßen wollen, eEiner hatte
mehr glück als der ander im Schießen, Nach graf Palfy wahren
mein vetter, der von Brandenburg vndt herr Borsida, dje nechsten || [[Handschrift: 256r]]
zum ziel. Jch verfehlete der scheibe gantz vndt gar, 2 mal,
mitt einem endtlehnten, niemals zuvor von mir versuchtem
Rohr.


Nach der Abendtmahlzeitt, haben wir, auff deützsch,
vndt vngrisch getantzett, welches gar ein gravitetisch
tantzen, vndt nach dem Tact gehen muß, wenn sich
die Vngern, nur nicht vollsauffen. Jch habe auch mitt
der Fürstin, (zum erstenmal nach ihres herren Tode,
wiewol sie schwehrlich dran gewoltt) auf deützsch,
vndt vngrisch getantzett, auch mitt der gräfin, ihrem
Freẅlein, auch ezlichen iungfern, (oder Mägden.)


     Montag den 4. ⁄ 14. May:
Abends spähte, ist ein feẅerwerck gehalten
worden, vndt hat man etzliche rackeetlein fliegen laßen,


Darnach von der princeßinn auß 7benbürgen, Jtem: der
gräfin, vndt freẅlein, perge abschiedt genommen.


Graf Palfy, ist mitt in vnser losament gegangen,
wie öfters vndt alda abschiedt genommen, wie wol
iedermann bezecht, er aber allezeitt sehr discret,
vndt höflich gewesen, sich auch offerirt, Morgen gebe gott wieder
aufzuwarten, vndt zum höchsten gebehten, länger zu bleiben.

Montag den 4. ⁄ 14. May.


[Meilenm.]
Jn aller frühe von Biberspurg, mjtt herren Palfy
kutzschen, vndt Caleße, (weil wir vnsere Mieht-
wagen weggeschicktt) auch seinem Stallmeister, weg- || [[Handschrift: 256v]]
gezogen, vndt gefahren auf Moder, ein freyes Städtlein



1
von dannen, auf einen flecken vndt Schloß Besingen,
so herrn Palfy zuständig, zukommen, von dar
1
auf Sankt Geörgen, ein flecken vndt Schlößlein, eidem
zugehörig, daselbst er vnß zu Mittage tractiren laßen[.]
Es hat auch in einem keller daselbst, viel vorrath
von guten weinen, vndt einen waßerbehalter
von hüpschen fischen, in dem keller drinne.

½
Von Sankt Geörgen nach Preßburgk
Jst die haüptstadt in Nieder Vngern, so dem Römischen
Kayser zustendig, an der Donaw, lustig gelegen,
aber nicht sonderlich groß. Das Schloß ligt auf
einem berge, (welcher die Stadt mitt ihren vorstädten, ganz
commendiret,) Jst jnnwendig hüpsch gebawet gewesen,
aber gehet auch sehr ein, weil nichts reparirt wirdt, auch
die contributiones in Vngern, nicht zu den festungen gelaßen
werden. Zu deme, so haben die geistlichen jn Vngern, das
meiste einkommen, sicut & alibj, vndt nehmen von den ge-
huldigten pawren auch auß des Türgken landen, jm Ertz-
Stift Gran, vndt sonsten stadtliche intraden. Der Türck
aber hingegen, soll sejne vngrischen contributiones, zum vndterhalt
der soldatesca, vndt zu erhaltung seiner grenzhaüser,
(wie referiret wirdt) nur allein anwenden.

                                           <Summa>

<5 Meilenm:>


Das Schloß ist ratione situationis feste, weil es hoch
gelegen, hat auch Starcke, Mawren vndt Rundeelen, || [[Handschrift: 257r]]
ist mitt Stügken nach Notturfft versehen, wirdt
von vngern vndt deützschen bewacht, etwan mitt
100 Mann an itzo. Es hat auch einen tieffen ziehbrun-
nen darinnen, vndt noch <ein> andern brunnen. herr
hanß Palfy commandirt daselbst, war aber
absens, ist auch verwahrer, der vngrischen kronen.


Man hat vns den ort gezeiget, wo der graf
Tampier, darvor geblieben, vndt wie hinein
mitt stügken geschoßen worden, Jtem: wo ein
Mußcketirer eine<die> wache an der Mawer
verschlafen, vndt eine große höhe hinundter
in graben gefallen, das es fast vnglaüblich
daß er bey leben blieben, Er lebet aber noch, vndt
hat also sein recht, a selber außgestanden, die eine
wendelstiege im Schloß biß oben hinauf hat 128
staffeln, ist das merckmahl vndt wahrzeichen, daß
man zu Preßburg aufm Schloß ist gewesen.
Es wahren auch drey gefangene Türcken in diesem
Schloß, welche sich ranzioniren sollten, einer
mitt 600 ThalernThlrn:[.] Bahten vmb Allmosen.

|| [[Handschrift: 257v]]


Diesen abendt, hat vnß im wirtshause drundten, der
Raht zu Preßburg, den wein verehret, vndt nach dem
wir vom Schloß zu Preßburg wieder herundter gefahren,
vndt den lustigen prospect, auf die Thonaw,
vndt schöne awen, auch aufs landt hinein,
zur genüge contemplirt, seindt wir noch vmb die
Stadt etwas spatziren gefahren.

Dienstag den 5. ⁄ 15. May:


Meilenm.
Von Preßburg auf Wolfsthal 1
haimburg, ein Städtlein, vndt hohes Schloß
daran aufm berge, so fest ist, vndt der
berg wegen der zaüberhexen, wie der
Blockersberg bey vnß, beschrien,



1
Deützschen Altemburg ½
Regelsbrunn
alda gefüttert zu Mittage.
Peternell 1
die Fischatt 1
Schwechatt 2
Sinnering 1
vf Sankt Marx ½
vf Wien ½


Nicht weitt von Sankt Marx das Neẅe
gebeẅ vndt den schönen garten alda besehen, so || [[Handschrift: 258r]]
Jhrer Mayestät zugehörig.


Nota Bene[:] Graf Palfy berichtete zu Biberspurg, das die
Bosner Türcken, im anzuge hehrwarts sein sollten.


Der Türckische Kayser heißet: Murath Han, des
Achmets sohn. Der itzige Primo Vezier, heist<ß>et,
Halil Bassa, der Bassa zu Ofen, Safir Bascia,
soll ein gewaltiger Tyrann sein, ist auch ein
Visir bassa deren 12 als geheime Rähte, des
GroßTürcken seindt, der general wieder
den Persianer heist: Murtasan Bascia,
des Türckischen Kaysers Schwager. Vmb der æmu-
lation
willen so er in Polen, mitt Abbassa
Bassa gehabt, ist selbiger krieg so vbel gelungen
vndt der Abbassa auß befehl des Sultans
ob er schon, ein tapferer kriegerischer Mann
gewesen, strangulirt worden, weil er zu der
ruptur mitt Polen vornehmlich gerahten. Alß
vor wenig iahren, der Murtasan, welcher groß
lob, im kriege eingelegt, vom Türckischen Kayser, eilends
citirt worden, hat er vermeint er wehre angeben,
vndt müste sterben, Wie der GroßTürck seine forcht
vermercktt, hat er ihm einen güldenstück caftan,
vndt<geschickt,> vndt ihn zu seinem Schwager erkohren,
auch zu ferrnerer Treẅ, vndt bestendigkeitt vermahnet.

|| [[Handschrift: 258v]]


Graff Palfy soll 16000 ThalerThlr: Jährlich einzukommen
haben.


Der Türckische Kayser soll so ein Tyrann sein, daß er
nicht allein seines gefallens richten leßet, wen
er will, wie auch ihrem hochgeehrten Pabst
dem Mufty wiederfahren, sondern er hat auch
seine Kayserinn vorm Jahr, wollen laßen mitt
ihrem Töchterlein1 ins waßer werfen, weil
Sie ihm keinen Sohn gebracht. Jhre Mutter2 hat Sie
mitt mühe loß gebehten, vndt abbitten müßen,
mitt zusage, wann Sie wieder Schwanger würde,
daß Sie alßdann einen Sohn vbers iahr, bringen wollte.


Die Türckischen propheten, sollen den vndtergang
ihres Reichs weißagen, weil es schon, von Mahumet
her vber mille Jahr gestanden.


Zu Neẅegebeẅ im garten begegneten vndt salu-
tirten vns, die bischoffe von Wirtzburg vndt Osenbrück.

Mittwoch den 6. ⁄ 16. May.


habe mich heütte jnnegehalten, vndt mitt der post nach
hause geschrieben, auch dannenhero schreiben bekom-
men, angenehme vndt vnangenehme.

Donnerstag den 7. ⁄ 17. May. himmelfahrtstag.


Nach hofe. Es hat sich mitt Jhrer Kayserlichen Mayestät etwas gebeßert.
Man verhoft den frieden gewiß, ob schon vielerley
iudicia darvon gefallen.

|| [[Handschrift: 259r]]


Mein vetter Marggraf hanß Jörge ist heütte
zu Mittage, wie auch <vor>gestern <abends> mein gast gewesen,
Jtem: neben seinem hofmeister, Jtem: der Oberste
Kollnitzsch herr Ernst, Jtem: herr Geyer, so
vor diesem, bey mir, in diensten gewesen,
Jtem: herr Löben, perge


Vorgestern abends, aßen etzliche offizirer
mitt, alß der Oberste hinderßom, der Oberste
Cordon der iünger, Jtem: der Güldenstern auß Polen,
vndt der Obrist leutnant Müller, (Nota Bene Les rudes discours,
de Hinderßem yvrognes. Nachmals habe ich mich
laßen alleine, mitt meinen gästen spejsen.)
Dazumahl aße auch <mitt> herr Löben, vndt der vngrische
Stallmeister des Palfy Christianus <fLindner von Grünaichel> g(welchen
ich folgenden tages, honorifice abgefertiget, encores
qu'il ne pouvoit quelquesfois desdire la rudesse
Hongroise), quoy qu'il eust bien estudiè & voyagè,
scavant de huict langages.


Nachmittags heütte, seindt wir in Prater, ein lust-
holtz gefahren, vndt haben etzliche Dames vndt Ca-
vaglierj gesehen, <auch die fraw, Paul Palfin.>


Nota Bene[:] Attraits du costè de l'Occident. perge Nota Bene Nota Bene[.]

|| [[Handschrift: 259v]]

Freitag den 8. ⁄ 18. May:


heütte ist Standtrecht, zum 3<2>. mal, vber den
Graf Cratzen gehalten worden.


Vnser gewesener dollmetzscher in Vngern
(so aber nicht vngrisch gekondt, sonst ein guter
fleißiger Mann) Davidt Enderle hat mir
allerley rara referirt, von antidotis.


herr Geyer; kan den Grafen Schlick nicht
antreffen, wejl er jmmer subterfugia
sucht, vndt es scheinet, mein suchen, seye
bey ihm nicht angenehm. Pacienza!


Er Geyer ist auch bey mir gewesen, vndt er-
zeiget sich gar willig vndt diensthaftig.


Der alte hahn des Margrafen hofmeister ist auch
bey mir gewesen, vndt habe gar confidenter,
mitt ihme geredet.


Mein vetter vndt sein hofmeister meine gäste
zu Mittage. <Darnach gespielt.>


herr Löben bey mir gewesen.


Jtem: Secretarij Landsperger des herrn Schafgotzschens.


Abermals nach hoff, wie auch heütte Morgen.

|| [[Handschrift: 260r]]

Samstag den 9. ⁄ 19. May.


Die beleyhung des bischofs Franciscj zu
Bamberg, heütte gesehen, wie er Sie in eigner
person entpfangen accompagnè de l'Evesque d'Osenbrück
& du Marquis de Baden. Er ist ein Hatzfeldt. <Nota Bene[:] der actus, gieng kniende vor, wie gebraüchlich. Der graf von Harrach, trug dem Kayser, das schwerdt vor, deßen knopf, er küßen, vndt auf das Evangeliumbuch schweren muste, sicut moris: der Bischof ließe anfangs seinen Cantzler hindter sich kniende reden, darnach that er selber die dancksagung. Die beyden Fürsten knieten neben ihm. Er nennete sich (durchn Cantzler) Jhrer Mayestät gehorsamsten armen caplan, vndt berief sich auch, auf die concordaten, so der Kayser mitt dem Pabst hatt, Jn der antwortt ließ auch der Kayser seiner Treẅen bestendigen dienste gedencken, vndt sagten Jhre Majestät darnach a part, zum Pfalzgrafen von Neẅburg der bischoff hette beßer geredet, || [[Handschrift: 260v]] hAlß Sein Cantzler, vndt werden durch den von der Reck Seine ben[e] merita gewaltig extollirt, Gestallt er dan auch Sich zue Jhre[r] Mayestät fernern diensten vndt allen vormögen, Auch gebett vor Jhrer Mayestät wollfahrt, vndt sieg wieder Dero feinde, gar eifferig offeriret, Von Fürstlichen Personen wahr[en] dabey der Bischoff von Wien, der Teützsche Meister, <der Pfaltz graff von Neüburg. perge> Jllustrissimi Nostri Fürst Christianß zue Anhalt perge Fürstliche gnaden[,] Marggraff hanß Georg von Brandenburg, perge der Fürst von Eggenberg, der Fürst von Lobkowitz, vndt ein gantzen hauffen Cavalliri, ohne die Fürsten vndt andere, so mitt dem Bischoff von Bamberg kahmen, Nota Bene[:] Ob er schon auch Bischoff zue Würtzburg ist So hatt er doch anitzo wegen Bamberg die Lehen allein empfangen, Nota[:] dieser Bischoff hatt nicht allein ietztgedachte beyde stat[t]liche Stiffter benebenst dem hertzogthumb Francken, Sondern Er hatt auch ein schön stück Landeß in Kärndten, die Statt Villach vndt in die zwantzig Ämbter, klein vndt groß, Auch schöne Bergkwercke, etcetera perge <vndt jagten. etcetera>>


iDem Obersten Cordon zugesprochen, vnd vielen andern.
le Marquis Johann Georg de Brandenburg & Geyer, & Jean Löw & son maître d'hostel
ont estè mes hostes, <a disner>, <non senza disgustj.>


Pestwitz Obrist leutnant hat mich angesprochen.

|| [[Handschrift: 260v]]


Avis: das in OberSteyer, vndt Kärndten, die
pawren rebellirt, zimliche exceß vervbt, vndt
ezliche schlößer geplündert, <weil Sie von ihren herrn allzusehr tribulirt werden.>


Beym Conte d'Onnata, extraordinario Spannischem Ambassador
mich anmelden laßen, per la vecchia amicizia,
bin aber protrahirt worden, wie auch vom grafen
von Schlick. perge


Vmb 5 vhr, bin ich zum Conte d'Onnata extraor[dinario]
Spannischen Ambassador gefahren. Er hat sich gar höflich,
erbotten, der alten kunde erinnert, vndt meines
valors etcetera auch sich bedanckt, daß ich ihm, was
ich bey Kayserlicher Mayestät anbracht, communiciren wollen,
vndt seindt beyderseits, in terminis generalibus,
iedoch gar höflich, verblieben. Nota Bene[:] Gönnete mir so
viel guts, daß er wüntzschte, wir in unitate fidej, || [[Handschrift: 261r]]
alle eines sein möchten. Nota Bene[:] Con liga no se
toman gran paxaros. Nun heist liga auf
Spannisch, leim, vndt bündnüß in zweyerley
bedeüttungen. Redete mitt großer moderation,
vom König in Frankreich vndt Ertzbischof von Trier, welcher
ledig sein soll, nicht wie ein gefangener gehal-
ten, vndt improbirte gar modeste, dieselbigen
actiones, insonderheitt mitt Lottringen, sagte
auch: der hertzog von Parma, hette sich selber pœnitentz
auferlegt wegen Piacenza, daß er numehr sich
in schulden vertieffen, vndt die Frantzosen vnter-
halten müste, ia baldt land vndt leütte, bey
Rom, ein stadtlich Fürstenthumb versetzen,
da er zuvor, wie ein kleiner könig, leben,
vndt von Spannien selber e mitt vndterhalten
werden können. Jtem: der König in Vngern,
würde aufn Mittwoch gebe gott gewiß verraysen,
vndt zu felde ziehen. Wegen des friedens,
wollte er sich nichts penetriren laßen, gab
mir die oberstelle, vndt begleitete mich biß
hinundter an die kutzsche, wie sehr ich
auch darvor bahte vndt protestirte, bevorab
weil er kräncklich, vndt vbel zu fuß ist.
Cooperatio Regis Hispaniae zum friede, mitt ChurSaxen.

|| [[Handschrift: 261v]]

Sonntag den 10. ⁄ 20. May:


herr Rudolf von hofkirchen, ist zu mir kommen,
Jch habe ihm 2 ducaten verehren laßen.


Es ist ein tage oder drey her gar kalt ge-
wesen, wirdt dem weinwachs schaden thun


Zu Mittage bin ich auch beym Grafen von harrach,
zu gast gewesen, wie auch die Bischoffe von Osenbrück
vndt Wien, der alte vndt iunge Marggraf von
Brandenburg[,] der Marggraf von Baden, Fürst von
Eggemberg, Fürst von Dietrichstain, Graf von Fürstemberg,
vndt der haußwirtt. Darnach vmb die Stadt spatzi-
ren gefahren perge mitt Marggraf hanß Geörgen.


Der Pfaltzgraf von Neẅburg, hat mir die ehre
gethan, vndt mich in meinem schlechten losament
besuchtt, auch vorgelesen, was er wegen der præ-
cedentz
vber den Nunccium vndt prætendirt, zu der
behaüptung der eminentz seines hauses, auch was er
destwegen an den Pabst vndt Kayser, allen Fürste[n]
zu ehren, geschrieben. Er will auch haben, es solle
kein Fürst in der person, einen churfürstlichen gesandten
laßen vber sich gehen, <vndt hat viel fundamenta.>


Jn der anticamera habe ich auch heütte Morgen,
mitt einem iungen Fürsten von Modena kundtschaft
gemacht.


Ein dennemärkischer Gesandter Friederich Günther ist ankommen.

|| [[Handschrift: 262r]]

Montag den 11. ⁄ 21. May.


Mitt dem Marggrafen von Baden, habe jch zu Mittage,
gegeßen. Darnach habe ich den Pfaltzgrafen von
Abends vmb
Neẅburg, visitirt, in seinem losament. Abends,
vmb 4 vhr, bey Kayßerlicher Mayestät audientz gehabtt,
vndt ein Memorial deroselben in meinen sachen,
vbergeben. Pestwitz will mir auch satisfaction
leisten, ob calumnias, de illo dictas. Lamentj
del Geyer, <per la precedenza dj Johann Löw &cetera[.]>

Dienstag den 12. ⁄ 22. May:


Zu Gaste gewesen, bey dem Fürsten von Eggemberg,
welcher vns vber alle maßen stadtlich, tractirt.
Es befanden sich noch darbey, der Bischof von Osna-
brück, <der> Mar<Bischof> von Wien, Marggraf von Baden,
Marggraf hanß Geörge von Brandenburg[,] der Fürst von
Lobkowitz, Fürst von Dietrichstain, Graf von Harrach,
vndt Graf von Fürstemberg.


Nachmittags, beym König audientz gehabtt, noch vor
dem Margrafen von Baden. habe auch in des Königs
anticamera, mitt dem Nuntio; (ein Baglionj von ge-
schlecht,) mich bekandt gemachtt. <Rex hat sich alles guts erbohten.>


heütte Morgen; war ich auch zu hofe, auf ehe wir
noch zum Fürsten von Eggemberg fuhren.

|| [[Handschrift: 262v]]


Von des Königs audientz, fuhr ich vergebens beym
Freyherrn von Strahlendorf vorüber, vndt zum Graf
Schligken, welcher mich 1. des Kaysers, vndt Kö-
nigs guter affection versichert, vndt wie Sie so gar
geneigt wehren, mich wol zu accommodiren.
2. Proponirten, endtweder dem Könige, noch ejne zeit-
lang im felde aufzuwarten, weil kejne stelle
vacirte, oder 3. selber vorschläge zu thun, wie
ich ein carico, beym Churfürsten von Saxen, vber sein
volck, das er dem Kayser wieder den Frantzosen
wirdt zu hülfe schigken, bekommen köndte, 4. oder aber
auf anderer Stände vndt Städte beüttel werben.
Jch sollte den sachen ein wenig nachdencken. &cetera
<Nota Bene[:] Jhre Majestät sähen mich lieber, als andere, die weder kalt, noch warm wehren[;] Nota [Bene][.]>


Nota Bene Nota Bene[:] heütte Morgen, in der anticamera, ließ der
Kayser, mir, durch Jhre Liebden den herrn bischof zu Wien,
sagen, wie Sie vndt der König beyderseits, mir von herzen
affectionirt, vndt alles liebs vndt guts, zu erzeigen,
geneigt wehren, hetten meine sachen erwogen, vndt
remittirten mich, in der ersten, (wegen kriegsbestallung)
an den Graf Schljcken, kriegsrahtpræsidenten,
in der andern, an den Reichsvicecantzler, herrn von Strahlen-
dorf wegen meiner assignation, in der dritten, wegen Böhmischer
prætension an den Böhmischen Cantzler, Graffen Schlawata, also || [[Handschrift: 263r]]
daß jch bey <ihnen> allen dreyen, destwegen zu sollicitiren.
Nota Bene[:] Graf Schlick vertrawte mir auch, das numehr, der
friede mitt Chur Saxen, zwar geschloßen, aber noch nicht
publicirt, vndt weil ich eine vorschrift, an Chur
Sachsen begehrte, so sagte er, es schickte sich nicht,
das der Kayser, an den Churfürsten, als seinen
feindt, erst schriebe, da doch der Churfürst, noch nie
an Jhre Mayestät geschrieben. Ringraziato sja Jd-
dio, weil es so weitt gekommen, der gebe
ferrner bestandt, vndt glücklichen succeß.


Vorgestern, hat der Graf von Wolckenstain, extraor-
dinarij Chur:Bayrischen gesandter, die arrham der
Ertzhertzoginn præsentirt, nemljch: ein kleinodt,
von 20 mille ThalerThlr: werth. Das beylager, soll (wie man
vermeint,) den 22. Julij, vor sich gehen.


herr von Strahlendorf, (welcher kranck vndt bettlägerig
ist) will meiner Morgen frühe gebe gott vmb 9 erwarten.


Jhre Mayestät der Kayser, wie auch der König,
wollen Morgen gebe gott aufbrechen, der Kayser nacher
Baden, die Kayserinn vndt das Frawenzimmer, mitt
dahin, der König aber, nacher Budweiß, vndt auf
Regenspurg zu: etcetera

|| [[Handschrift: 263v]]

Mittwoch den 13. ⁄ 23. May:


Gestern abendt, hat mich der Pfaltzgraf von Neẅburg
visitiren, vndt zum mittritt hinauß mitt dem
Kayser invitiren laßen, ich habe mich aber endtschuldigen müßen.


Jngleichem auch hat mich Oberster Kollnitzsch besuchen,
vndt nach meinem zustandt fragen laßen.


Diesen Morgen hat Oberster Cordon, (welcher das
panckeet der Fridländischen zu Eger gehalten3) abschiedt
von mir genommen, in meinem losament. Er will nacher
Prag verraysen.


Der Kayser, vndt die Kayserinn, auch Königinn,
seindt nacher Baden, de i<d>er König aber, naher
Budweiß (von dannen will er auf Regenspurg)
verraysett. Gott geleitte Jhre Mayestteten[.]


Jch bin zum Reichsvicecantzler, vndt an itzo,
Reichshofrahtsvice Præsidenten, (welcher am podagra
kranck, vndt bettlägerig ist) gefahren, dem war
meine sache gantz vnrecht vom Bischof von Wien,
referirt worden, vndt wie sollen Sie einem helfen,
wenn Sie ein ding nicht recht einnehmen. Gestern
deücht mich, war der Graf Schlick, meiner sachen
halber, auch vnrecht informirt.


<Schreiben von Madame wie Fürst Friedrich Jhrer Liebden ejnen Schimpff, vber den andern, anthut. Il faudra ressentir telles jnjures! Responsum a Madame;>

|| [[Handschrift: 264r]]


Der Oberste Manteüffel, ein lifländer, hat mjch
in meinem losament besuchtt. Er ist in der Schlacht
vor Leiptzig, hertzogk Adolfs von Hollstein
Obrist leüttnant gewesen, vndt damals gefangen, vndt
vbel verwundet worden, <a depuis fait de grands services a l'Empereur a Francfort an der Oder.>


<Avis: vnd> Zeitung daß der Oberste Fernemont, (welchen ich noch
vorgestern gesehen) mitt 7ben: Regimentern, nach
dem Feltlin zu, welches der Frantzose eingenommen,
commendirt worden. So sollen auch die Vscochi wieder
auf sein, vndt nicht allein bey Zegna, sondern auch,
bey Trieste, lose händel machen.


Der Fürst von Lobkowitz, ejn wackerer herr,
hat mich diesen abendt besuchtt, vndt visitirt.

Donnerstag den 14. ⁄ 24. May:


Nach dem ich Marggraf hanß Geörgen (welcher
heütte Morgen, mitt Tausendt Gulden (florenus)f: in seinen nöhten,
von wegen Kayßerlicher Mayestät erfreẅet worden)
in seinem losament besucht, bin ich vmb die Stadt
herümber gefahren, Seindt 6 Thore, vndt heißen:
1. daß Cärner Thor[,] 2. BurgkThor, 3. Schotten Thor,
4. das neẅe Thor, welches aber zugehalten wirdt,
5. der Rohte Thurm, vor welchem auch, eine waßer-
pforte, auf die Thonaw. 6. Das StubenThor, welches
<zu> abends, vmb geldt, nach sperrung der andern Thor,
biß vmb 10 zum einlaß dienet.

|| [[Handschrift: 264v]]


habe auch zum Graf Schligken geschicktt, welcher
heütte Artzney eingenommen, vndt Morgen selber zu mir
kommen will. Jtem: zum Reichsvicecantzler,
welcher mir sagen laßen, Morgen würde Jhrer Kayserlichen
Mayestät meine sache referirt werden, da ich doch
schon derselben selber mündtlich Anbringen gethan,
vndt Schriftliches memorial vbergeben, auch Jhre
Mayestät durch den herrn Bischof von Wien, mir sagen laßen,
der von Strahlendorf, sollte mir in dieser sache
bescheidt geben, vndt was Sie mir sonsten viel liebs
vndt guts erweysen köndten, das wollten Sie hertz-
lich gern thun, etcetera viel erbiehtens, vnd<Es>j muß die
sache endtweder nicht recht eingenommen werden wollen,
(wie mir auch von<bey> andern alhier geschehen) oder sonsten
difficulteten geben. <herr Loẅ, mein gast zu Mittage:>


Avis: daß herr Schafgotzsch vndt Schaftemberg, sollen
zu Regenspurg degradirt, vndt torquirt werden!


Jtem: daß man den friedensschluß darumb nicht publiciren
will, damitt die Kayserlichen so wol als ChurSächsischen soldaten wegen
ihrer bezahlung, nicht mutjniren.


Nachmittags bin ich zur Marggräfin Gonzaga, geborner
hertzoginn zu Sachßen Lawenburg gefahren. Mein vetter,
Margraf hanß Geörge ist mitt hingezogen zu dieser visit[e][.]
Er fuhr mitt mir auß meinem losament, vndt im rück-
wege begleitet ich ihn, in das seinige. Postea zog ich wieder nach hauß
et cetera[.]

|| [[Handschrift: 265r]]

Freitag den 15. ⁄ 25. May:

<lettre du Duc Julius Heinrich de Sachsen Lauenburg von Regensburg der bitt mich, vor ihn, beym Kayser zu jntercediren.>


Marggraf hanß Jörge vndt sein hofmeister,
der Oberste Geörg Kollnitzsch, vndt der
Oberste Manteüffel, seindt meine gäste
zu Mittage gewesen, <wie auch herr Löben.>


Als ich vermeint, meine sachen, wehren gar
confidenter vndt wol eingenommen, habe ich
müßen dem Secretario des ViceCantzlers des <herrn> von
Strahlendorf, aufs neẅe sagen laßen, was
ich begehrte, damitt jch er in der sachen
recht referiren köndte, eben als wenn ich dem
Kayser, kein memorial vbergeben hette. perge perge perge
Vndt also ists offenbahr, wieder des Kaysers
willen, <vndt auch den meynigen.>


Nachmittags bin ich mitt dem Marggrafen,
zu der alten Gräfin von Manßfeldt gefahren,
welche gar contract ist. Es seindt auch
andere Damen dahin kommen, als ihre Tochter,
die von Losenstain, vndt die Fraw, vndt
Freẅlein von hofkirchen.


Graf Schlick procrastinirt auch seine
visite auff Morgen. Patientia!

|| [[Handschrift: 265v]]

Samstag den 16. ⁄ 26. May:


Es hat die Nachtt, vndt heütte, stargk gereg-
nett. herzogs Julij hejnrjchs, sein Secretarius,
ist wiederumb bey mir gewesen, helt vmb
antwortt an.


Vor die lange weile will ich den paß so Jhre
Kayserliche Mayestät mir in Vngern mittgeben, alhier abcopiiren:
Wir Ferdinandt der Ander, von Gottes gnaden, Erwöhlter
Römischer Kayser, zu allen zeitten, Mehrer des Reichs, in Germanien[,]
zu hungarn[,] Böhaimb, Dalmatien, Croatien vndt Schlavonien
König ⁊cetera[,] Ertzhertzog zu Oesterreich, hertzog zu Burgundt, Steyer,
Khärndten, Crain vndt Wirtemberg, Ober: vndt NiderSchle-
sien, Marggraf zu Mähren, Ober: vndt Niderlaußnitz,
Grave zu Tyrol vndt Görtz perge Endtbiehten Nota
allen vndt ieden Geist: vndt weltlichen Obrigkeitten,
landtsaßen, vndterthanen, vndt getreẅe, wie auch al-
len Obersten, obristen leüttenampten, Rittmaistern, haupt-
leütten, leüttenandten, Fendrichen, wachtmeistern,
Befehlichshabern, vndt in gemein allen kriegsleütten,
zu Roß vndt Fueß, waß nation, würden, Standes oder
wesens, die sein, vnsern gruß, guten willen, gnade
vndt alles guts. Vndt geben denselben hiemitt gnedigst
zu vernehmen, das mitt vnserm gnedigistem vorwißen,
vndt bewilligung, Fürweiser diß vnser kammerer,
bestellter Oberster, vndt lieber getreẅer Christian || [[Handschrift: 266r]]
Freyherr von Dona4, nacher hungarn die gräntzen
zu besehen, verraysen thut. Demnach eüch obbemelten
allen vndt ieden Jnsonderheitt gnedig vndt ernstlich
befehlende daß ihr gedachten Freyherrn von Dohna,
sampt bey sich habenden persohnen, Roßen, vndt sachen,
nicht allein aller orthen, zu waßer vndt landt,
frey, sicher, vnverhindert, vndt vnaufgehaltner,
durchkommen[,] paßiren vndt Repaßiren laßen,
ainige verhindernüß, beschwähr, noch wiedersatz
nicht zufügen, weniger von andern zu beschehen ver-
statten, Sondern vielmehr zu solcher seiner rayß, al-
len guten wolgenaigt: vndt beförderlichen willen,
hülfe[,] vorschub vndt assistentz erweysen, auch da von-
nöhten, auf sein geziemendes begehren, mitt con-
voy
, frischer<n> lehen: vndt Postpferden versehen,
vndt befördern sollet, Jnn welchem ihr nicht
weniger vnsern gnedigsten willen vndt Mey-
nung vollziehen, werdett. Geben in vnserer Stadt
Wien, den Fünfften MonatsTag May: im Sechtzehen-
hundertt Fünff vndt dreißigsten, vnserer Reiche:
des Römischen im Sechtzehenden, des Hungarischen im
Siebenzehenden, vndt des Böhmischen im achtzehenden iahren./.

Ferdinandt. perge
hendrich Schlick, Graff
zu Passaw perge manu propria.

Loco Sigilli
Ad mandatum Sacræ
Cæsareæ Maiestatis proprium./.
herr heinrich freiherr Kielmann. manu propria

|| [[Handschrift: 266v]]


Nota Bene Nota Bene Nota Bene[:] das Kayserliche Diploma, welches ich ver-
gangenen herbst, in der lehenssache erhalten, lauttet
also, wie folgett:
Wir Ferdinandt der Ander von Gottes gnaden, Er-
wöhlter Römischer Kayser, zu allen zeitten, Mehrer des
Reichs, in Germanien[,] zu hungarn, Böhaimb, Dalma-
tien, Croatien, vndt Sclavonien ⁊cetera König, Ertzhertzog
zu Oesterreich, Hertzog zu Burgundt, Steyer, Kärndten,
Crain vndt Würtemberg, Grave zu Tyrol ⁊cetera Bekennen
offentlich mitt diesem Brief, vndt thun kundt ieder-
menniglichen, waß maßen vnß, der Hochgebohrne,
Christian, Fürst zu Anhaltt, Grave zu Ascanien, vndt
herr zu Bernburg, perge für sich, vndt im nahmen dero
Bruders vndt vettern, wegen ertheilung der beleh-
nung, im fall es vnß allergnedigst beliebte, vndt wir
ettwan wegen der im Heiligen Römischen Reich noch wehrender
kriegsvnruhe, oder manglung mehrerer zu gemelter
Belehnung nothwendigen requisiten, kein bedencken tragen
sollten, oder aber im widerigen biß sich gedachte vnruhe
im Reich legen würdet, dieselbe mitt ferrnerem jn-
dult
, das solcher verzug deroselben, auch ihren lehens-
Erben, Brudern, vndt vettern, ohne præjuditz vndt Nach-
theil seye, zu versehen, in vnderthenigkeitt ersuchtt,
vndt gebehten hatt, demnach aber die von Seiner Liebden beyge-
legte Gewältt, etwas altt am dato sich befinden, vndt || [[Handschrift: 267r]]
inmittelst die Sachen im heyligen Römischen Reich,
sich sehr verändert haben, daß wir dannenhero die
gesuchte belehnung, oder außfertigung deß Jndults
gebehtener massen der zeitt zu ertheilen, bedencken
tragen, Alß erklären wir vnß in kraft die-
ses vnsers Kayßerlichen Diplomatis dahin, das wir
ins künftige Seiner Liebden beschehenes<n> anmeldens
inngedenck sein wollen, vndt daß dieser ver-
zugk Seiner Liebden vndt dero lehenserben, vnnachtheilig
sein solle, Mitt vhrkundt dieses brieffs, besi-
gelt mitt vnserm Kayserlichen aufgedrucktem
Secret Jnnsiegel, der geben ist in vnserer Stadt
Wien, den Acht vndt zwantzigsten Augustj,
Anno Sechtzehenhundertt vier vndt dreißig,
vnserer Reiche, deß Römischen im Sechtzehenden,
deß hungarischen im Siebenzehenden, vndt des
Böhmischen im Achtzehenden./.
Ferdinandt

     Vidit
Peter heinrich von Strahlendorff: 
         manu propria

Ad mandatum Sacræ Cæsareæ
Majestatis proprium,

Johann Söldner. manu propria

|| [[Handschrift: 267v]]

Sonntag den 17. ⁄ 27. May: Pfjngsten.


Es hat noch immer fort geregnet, ein drey tage vndt
Nacht hero. Jst auch sehr kalt gewesen, perge vndt
windig, also daß zwischen hier vndt Baden, gestriges
Tages, ein dennemärckischer diener baldt erfrohren wehre.
Solch wetter, wirdt dem wein, vndt feldfrüchten großen
schaden thun, wie albereitt geschehen.


habe nachmittags Thomas Benckendorf zum herren von Strahlendorf geschickt,
bescheidt zu begehren. Sein kämmerling, hat erstlich
difficulteten gemacht, hinein zu gehen, weil (seinem
vorgeben nach,) sein herr gestern, mitt Johann Löben albe-
reitt auß den sachen geredet hette, da es doch notorium
daß Johann Löw gestern zu Baden gewesen. Wie ihm nun
der vngrundt durch Thomas Benckendorf repræsentirt worden,
hat er schande halben, müßen hinein gehen, eben
wie der Fürst von Lobkowitz in Thomas Benckendorfs præsentz
heraußer gegangen, da ist er hinejn, vndt fluchs
wieder herauß, mitt vorwenden, Sejn herr schlieffe,
welches doch alsofortt nicht sein können, weil
der Fürst von Lobkowitz allererst bey ihm gewesen. Patientia!

Montag den 18. ⁄ 28. May: Pfingstmontag.


Jn dem ich alle Tage ia alle stunden der visite erwarte,
erfahre ich daß diese Nacht der Graff Schlick, auf der
post nacher Budweiß, verraysen müßen, zum König. Pati- || [[Handschrift: 268r]]
entia!


Zur neẅlich alhier vor ein par tagen angekommenen
Fürstin in 7benbürgen, durch anregung Margraf hanß Jörgen
wegen dero visite geschicktt. Responsio[:] Sie hette
heütte Artzney eingenommen, Morgen gebe gott wollten
Sie vnser beyder zu welcher stunde wir wollten,
erwarten.


herr Löben hat mich besuchtt, vndt geklagt, vber
den bösen weg, vndt kalte naße wetter, nacher
Baden, aber gelobtt, wie Jhre Kayserliche Mayestät constantiam
devotionis des Königs in Dennemark (per legatum eius
anbrachtt) so trefflich wol aufgenommen, etcetera etcetera[.]
Es seindt auch die spargirte zeitungen; alß würbe
der König, wieder den Kayser, <per eundem legatum> abgelajnet worden.

Dienstag den 19. ⁄ 29. May:


heütte ist Marggraf hanß Geörge, wie
auch Geyer, benebenst dem Obersten Manteüfel,
meine gäste zu Mittage gewesen, vndt ha-
ben die zwey schönen gärten, des Kiel-
manns, vndt bürgemeister[!] Mosers, nachmittags besichtigett.


Der Fürstin auß 7benbürgen, haben
wir auch, in ihrem losament aufgewartett,
vndt Jhre Liebden visjtirt.

|| [[Handschrift: 268v]]


Zeitung daß der Erbfeindt in zweyen hauffen, nemlich einer
auf Neẅhaüsel, der ander auf Lippa zu, mar-
chire, vndt sich sehr stärcke.


Jtem: das ein treffen abermals vorgangen,
darinnen hertzog Bernhardt auff einer,
Jean de Werth aber auf der andern seitten,
vndt beydertheils viel volcks geblieben.
Vndt es soll die Frantzösische armèe,
(darbey der König persöhnlich gegen-
wärtig) vber 100 mille starck, bey Sankt Gallen,
ankommen seyn. Exitus dabit fidem.


herr Geyer ist zu mir kommen diesen Morgen,
point de credit perge in materia dj pecunia!


herr Loẅ, ist nachmals auch bey mir gewesen, berichtett,
das Graf Schlawata, Obrist Cantzler des König-
reichs Böhmen, sich wiederumb gegen mir recommendjren
laßen, vndt zu allem gutem anerbohten. Man will
aber die Böhmischen obligationes in originalj sehen.
Nescio, quo fine? Ob man mir Sie will gar
nehmen, vndt andern schencken, oder aber ob man || [[Handschrift: 269r]]
meinen copien, (welche ich Jhrer Kayserlichen Mayestät
vberlifert vndt beygelegt, bey das memorial)
nicht trawen will, quasj vero, ich so
vermeßen vndt vnbesonnen sein sollte, Jhrer
Kayserlichen Mayestät etwas vngegründtes zu vbergeben.
So kan mir auch Jhrer Mayestät bescheidt
nichts helfen, wann die handtschriften nicht
sollten richtig sein, daran nicht zu dubitiren.


Mein vetter Marggraf hanß Jörge, vndt herr Loẅ,
seindt meine gäste zu Mittage, gewesen.


Nachmittags bin ich mitt Meinem vetter, zum
Pfaltzgrafen von Neẅburg gefahren, welcher
vnß mitt schönen dißcurßen entretenirt.


Zeitung daß der König in Engellandt, einen vnver-
sehenen ejnfall jn Franckreich gethan, vndt die
Stadt Rochelle, wje auch Montauban eingenommen.


heütte ist es in der Stadt Wien alhier,
erschollen vndt kündig worden, das der friede
zwischen dem Kayser, vndt Churfürsten
von Saxen, richtig vndt gewiß seye. Jst a-
bermal eine fortuna vorn Kayser, weil sich
eben der Frantzose, vndt Türcke so starck moviren.


Nota Bene[:] Cæsar hat zum Pfaltzgrafen gesagt, hertzog Julius Heinrich von Sachsen Lauenburg
wehre heimtückisch.

|| [[Handschrift: 269v]]


Pfaltzgraf will neben mir, die jntercessjon, an
Kayser thun, schriftlich, oder mündtlich, vor Herzog Julius Heinrich von Sachsen Lauenburg[.]


Nota: der Spannische Ambassador gibt dem Pfalzgrafen
daß prædicat Vuestra Serenidad, vndt er gibt ihm
wieder Vostra Eccellenza[.] Er hat auch daß prædicat
Eẅer Liebden Vuessa Dileccion, in Spannien, gegen
die Grandes gebrauchtt, vndt erst auf die
bahn gebrachtt, dann es zuvor, nicht in vsu ge-
wesen, so wenig alß in Italien. Es kan nur
einer ein grandes sein in einem geschlechte, nempe
das haüpt deßelbigen. Seindt gemeiniglich Fürsten.
Der herrn grandes dj Spagna ihren brüdern
vndt vornehmsten am brett nach ihnen, hat er
gegeben das prædicat Eccellenza[,] mindern aber
Vostra Signoria Jllustrissima (wiewol diß auch in Spannien
nicht bräuchlich, dann Vostra Signoria ist bey ihnen so
viel, als bey den Jtaliänern Vostra Signoria Jllustrissima
vndt Vuestra Mercèd <in Spannien> so viel, als Vostra Signoria in Italien)
wiewol manchen ihre eigene diener nur Vostra Signoria
titulirt, nur damitt er die Serenidad
oder Altezza, von ihnen erhalten möchte.
Die Grandes aber haben ihm Dileccion wieder gegeben. || [[Handschrift: 270r]]
Die andern aber wie gesagt Serenidad, oder
Altezza, welches ihm dem Pfalzgrafen gleich gegolten.
Jst auch eben eins, vndt heist auf deützsch Durchlauchtt
darüber er auch ein decret vom Kayser hatt, daß
man ihn soll Durchläuchtigkeitt heißen.
Nota Bene[:] der conte d'Onnata aber Spannischer Ambassador gibt den
Ertzhertzogen Altezza, ihm aber Serenidad,
alß wenn es minder wehre alß Altezza,
da doch der hertzog von Venedig selbigen Tittul
Serenità alß ein königliches haüpt usurpirt,
auch vorzeitten die gebornen vndt erwehlten
könige in der Christenheitt also genennet worden.


Er preiset gewaltig, die große gnade,
so ihm in Spannien wiederfahren, vndt wie
ihm vber 300 Titolatj vor Madrill mitt
windlichtern entgegen geritten, deren
aufwärter vndt diener, ihn einbegleittende
zu fuß gegangen. Der König in Spannien,
hat ihn die gantze zeitt vber ezliche
Monat[!] zehrfrey gehalten. Er hat vber 80 per-
sonen, von den seinigen, bey sich gehabt, vndt der
König hat ihm noch vber 200 personen zugeord-
nett, die ihm stets auffwarten müßen. Rex Hispaniae
hat ihn nicht allein in der Stadt, sondern auch vber landt tractjren || [[Handschrift: 270v]]
laßen, ihm viel ehre erwiesen, vndt alles nach
seinem wuntzsch expedition gegeben. Des Pfalzgra-
fen Sohn hat der vorige König in Spannien,
zum pahtengeschencke 4000 ReichsthalerRthlr: Jähr-
lich eingebunden, es ist aber, in etzlichen iahren,
nichts darvon eingekommen. So hat auch sein Sohn
ein Regiment gehabt in Jülischen landen. Sieder
der neütralitet aber, so mitt den Staden
vndt den Schwedischen aufgerichtett, ist das Regi-
ment (so gleichwol auch, der König jn Spannien
vndterhalten) abgedanckt worden, pour ne donner
ombrage a personne. Nota Bene[:] Es scheinet auß ezlichen
circumstantiis, das dieser herr, ad secundas nup-
tias mitt einer, auß seinem hause geschritten,
nicht so sehr, vmb der grandezza einerley hauses
willen, alß darumb, weil seine gemahlin dem
Printzen von Vranien befreündet, dadurch die Staden
desto besser zu coarctiren, weil Sie vngerne zur neu-
tralitet verstehen wollen. Seine gemahlin, jst noch
vnser Religion zugethan, vndt ihre großfrawMutter,
die Churfürstlich Pfaltzgräfliche wittibe zu Berlin, des Prjntzen
von vranien Schwester. Sje aber die gemahljn, ist herzog
Hans zu Zweybrück Tochter.

|| [[Handschrift: 271r]]


Er Pfalzgraf Wolf Wilhelm hat zwischen Spannien
vndt Franckreich den frieden, wegen des Feltlins
auf seiner rayse durch Frankreich in hin vnd her ra raysen
nach Spanien helfen stiften.


Nota: Jhre Liebden haben sich auch dem Kayser nicht
obscure an præsentirt, selber auf seinen kosten zu
raysen, vndt legationsweise den friede in Frankreich
oder Engellandt, inn Deützschlandt hin vndt wieder
zu tractiren, Man hat es aber bißhero noch nicht accep-
tirt. Möchte inskünftige erfolgen.


Schreiben von Meinem bruder Fürst Friedrich sehr freündtlich,
Jtem: von Fürst Augusto <auch gar in schönen worten 1. per paura der außbittung deß Cöthnischen Antheilß, 2. wegen des worts Protestirende, so die Kayserlichen sollen in der friedenshandlung außgelescht haben. Welche beyde Stück, vns sehr præjudizirlich, in <gesampten:> landt: vndt gewißenssachen, sejn würden. Nescio: an Fürst Friedrich vndt Fürst August das proverbium practiziren: Fistula dulce canit, volucrem dum decjpit Auceps.5 Jedoch charitas optime judicat, aut semper meliora; de proximis, <wann nicht die contrariæ actiones notoriæ seindt.>> (Jtem: vom fantasten Rosino pour pardon)[.]

|| [[Handschrift: 271v]]

Donnerstag den 21. ⁄ 31. May:


Zu Geyern abermal geschicktt, wegen außenblei-
benden wechselß. Aber der Mann mitt dem gelde
ist nicht zu hause, vndt meine leütte auß dem
Fürstenthumb schigken mir nichts. Dieser poße,
das ich so gantz wehre destituirt gewesen, ist
mir noch nie wiederfahren, als an itzo,
vndt solches vervrsachet nur die vnordnung
de celles personnes quj sont demeurèz in patria[.]


Es hat heütte abermal sehr stargk ge-
regnet, wie in den pfingstfeyertagen auch,
(außer gestriges) vndt die Thonaw wirdt
groß, die wege tief, vndt vbel fortzuraysen.


Diverty l'jmportunitè de Nauwach, a midy;
& celle du chanoine6 Sparr, hier au soir.


Mein vetter, Marggraf hanß Jörge, ist
mitt herrn Löben nacher Baden zu Kayßerlicher Mayestät[.]


Nota Bene[:] Es ist auch in den pfingstfeyertägen, auch zuvor
vndt hernach, wie gleichsfalß heütte, (wie vorgedacht)
nicht allein regenicht, sondern sehr kalt wetter ge-
wesen, also daß man einheitzen müßen, welches
gleichwol, ein rarum contingens, vndt selzam in der <iahres>zejtt.

|| [[Handschrift: 272r]]

Wien.
Freitag den 22. May: ⁄ 1. Iunij.


Es hat heütte wie gestern auch die Nacht gar stargk
geregnett, vndt ist denen so zu raysen, oder im al-
hiesigen itzwehrendem Jahrmarckt zu thun haben,
gar eine schlechte freẅde, gestallt dann Mein
vetter Marggraf hanß Jörge, mitt herrn Löben,
gestriges abends spähte, vmb 9 vhr von Baden
wiederkommen, nach dem Mein vetter, bey Kayßerlicher Mayestät
audientz gehabtt. Jhre Mayestät haben auch be-
fohlen, man sollte mir, meine patenta außfertigen.
Gott gebe, zu glücklicher expedition, dann mir
solcher gestaltt, die weile sehr lang wirdt. perge
Jn den vbrigen bewusten sachen, soll Johann Löw auf künftigen
Sontag, gebe gott wieder nach Baden hinauß.


Mein vetter, Marggraf hanß Geörge, vndt der
herr Loẅ, seindt meine gäste zu Mittage gewesen.


Markgraf hans Georg berichtett, daß der König habe einmal zu Eberß-
dorff nach Pater Lemmermann <des Kaysers beicht vatter>, mitt einem Tolch
gestochen, daß er endtspringen müßen, weil er ihn
gar zu viel Reformiren wollen. Jtem: es hette eben
dieser König, zu Vngern vndt Böhmen, seinen <eigenen> beicht-
vatter, den Pater Ganser, (eben vmb der vrsache
willen, daß er ihn auch zu viel reformiren vndt in politicis
strafen wollen, alß hette er den Nördlingern, Rotenburgern[,]
Regenspurgern vndt andern zu viel nachgegeben, etcetera) || [[Handschrift: 272v]]
von sich quasj cum ignominia geschicktt, vndt gesagt,
er sollte in daß Jesuiter collegium nach Grätz ziehen,
vndt ob schon selbiger nacher Wien gewoltt, es dem
Kayser zu klagen, So hat iedoch der König ihm
aufferlegt biß auf weitteren bescheidt nicht
nach Wien sondern nach Grätz zu ziehen, vndt ihn
dahin mitt zehrgeldt, wagen vndt Pferden ver-
sehen laßen. Dieses hat Doctor Fenck des Königs
Cantzler Markgraf hans Georg selber referirt.


Nota: dieweil der König, in etzlichen sachen, zu weitt
soll gegangen sein, hat ihm der Kayser, den
herren deützschen Meister, den Grafen von Traut-
manßdorf, <den Marchese del grano[,]> den herren von Tiefempach, &cetera zu
kriegsrähten, benebenst dem general leutnant gallaaß, vndt
Feldtmarschall Piccolominj, zugeordnet, in Reichssachen
aber, auch zween Reichshofrähte, alß ejnen grafen
von Wolckenstein, vndt den herren Cran, mitt
deren zuthun, in wichtigen sachen, welche keinen
verzugk leiden wollen, alß Generalissimus
des Kaysers zu schließen. An itzo zwar,
ist der kriegsrahtpræsident herr graf Schlick
(deßen stelle interim herr Löbell vertritt)
zum König nacher Budweiß vom Kayser geschicktt, || [[Handschrift: 273r]]
etzliche sac sagen, wie ich auch darvor halte,
er werde gar baldt wiederkommen, andere
vermeynen er werde beym König verbleiben,
vndt also bleiben meine sachen, in suspenso.


Nota[:] Graf Wolf von Manßfeldt, der Oberste,
hat eylends nach Raab gemust, <gestern.>


Mein vetter, Markgraf hans Georg sagt mir auch diese particu-
larität
, daß eben an dem Tage der friedlandt
seye exequirt worden, wie er das Jahr <zuvor>, so
viel vornehme Offizirer, vnschuldiger
weyse, (weil er ihnen selber zur flucht
vor Lützen, vrsache gegeben) offentlich
zu Prag, schändtlich vndt Schmählich richten laßen.
Nota Bene[:] der Kayser hat gestern selber zu Markgraf hans Georg gesagt,
Jhre Mayestät erfreẅeten sich, daß numehr, der
friede richtig, vndt geschloßen wehre.


Der Wirtzburgische Thumbherr7 Sparr, (so aber
einen sparren zu wenig hatt) ist <an> diesen Nachmittag,
bey mir gewesen. perge


J'ay escrit a Fürst Augustus & a Madame ma
Treschere Compaigne, <& a mon frere, & a ma soeur, la Princesse Anne Sofie.>

|| [[Handschrift: 273v]]

Samstag den 23. May: ⁄ 2. Junij.


Mitt meinem vettern, Markgraf hans Georg spatziren gefahren.
Jhn darnach zu gaste gehabtt, vndt Nachmittags
abschiedt von Jhrer Liebden genommen. Nota Bene[:] zu Mittage
war auch der Wirtzburgische Thumbherr8 Sparr,
& vndt wir vertieften vnß, so wejtt jns
gespräch, daß ich ihm einen becher, jns gesichte
goß, vndt jm wergk war, jhn die Stiege
hinundter, werfen zu laßen, wo ich meines
vettern nicht geschont hette, <vndt Seines pfaffenrock[s.]>


Nachmittags ist der Nauwach kommen, vndt hat
sich mitt seiner lautte, vndt gesang, hören laßen,
alß ich noch, mitt dem Margrafen, granmercy
spielte.


herr Löben, hat mir, vom Schatzmeister Curlandt,
mille ThalerThlr: sur mon joyaulx, zu wegen gebrachtt.

heütte Morgen ist vnß auch ein vornehmer Pollnischer
herr, der Woywoda Rußky (welcher nach Cracaw
zeüchtt) vor der Stadt begegnett, hatte ezliche
Pollnische Reütter bey sich mitt bogen vndt pflichtzsch-
pfeilen
. Er aber fuhr selb 6te. in einer kutzsche,
mitt 6 pferden, vndt <es> folgeten ihm noch, andere,
kutzschen, vndt pferde.

|| [[Handschrift: 274r]]

Sonntag den 24. May: ⁄ 3. Junij:


heütte hat man alhier au<zu> Wien, auf den
Cantzelln abgekündiget, daß der friede
zwischen Kayserlicher Mayestät vndt Chur Saxen <auch Brandenburg> ge-
schloßen seye. Gott seye es gedancktt.


Der herr Geyer hat mich besuchtt.


Bürgemeister[!] Alemann von Magdeburg
vndt der Kayserliche Cammerdiener Nauwach,
seindt meine gäste zu Mittage gewesen.


heütte Morgen, ist mein vetter, Marggraf hanß Geörge,
<von Brandenburg> verraysett, nacher Budweiß zu, vndt hat hiemitt
seinen völligen abschiedt, von Jhrer Kayserlicher Mayestät[.]


Zeitung daß der König in Vngern mitt ChurSachsen, endtweder zu Pilsen,
oder zu Eger, wegen coniunction beyder armèen auf ein
mündtliches gespräch werde zusammenkommen. Die Schlesischen
Stände sollen zwar, wie<auch> in diesem Fridenschluß be-
griffen sein, doch mitt gewißen conditionen, vndt daß Sie
vor allen dingen, bey Jhrer Kayserlichen Mayestät ihre begangene
rebellion depreciren sollen. Der Spannische extraordinar Ambassador
hat den Neẅgeworbenen Cosagken, (welche außer des
Troß 16000 starck sein sollen) das anrittgeldt, sampt
etlichen MonathSoldt, hinein geschicktt, die sollen ehistes,
wieder Franckreich geführet werden.

|| [[Handschrift: 274v]]


Des Churfürsten von Bayern hochzeitt, soll den 15den: Julij,
alhier zu Wien, (wie man sagt) gehalten werden,
darzu werden schon allerhandt præparatoria gemachtt.
Der Steyerischen pawren Rebellion ist noch nicht gar
gestiltt, sondern hat sich gar hinein in Crain gezogen,
wie sie dann daselbst auch etliche orth außgeplündert,
vndt verbrennt, auch mitt den leütten vbel verfahren[,]
man hoft aber diese rebellanten sollen baldt gestiltt
werden, weil man von allen orten, wieder sie, im anzug.
Zu proviantirung der Kayserlichen armada im Römischen Reich, wirdt
noch immerzu allerley getreydt, vndt andere sachen auf der
Thonaw, hinauff geführt. Die Pollacken werden ihren marsch
ins Reich durch Böhmen nehmen, darumb wirdt nicht ferrne
von Leüthmeritz, eine brücke vber die Elbe geschlagen, perge
Es verlauth auch daß die Kayßerlichen in Böhmen, vndt Schlesien, ligende
Regimenter, daselbst ab vndt auch ins Reich, werden geführt
werden. So ist auch daß Spannisch volck so wol in Nider:
als welschlandt, zum aufbruch fertig. Der Türgk hat
seine stargke Schifarmada in 2 hauffen getheilt, vndt
ein theil das Schwartze Meer, den andern theil aber den archipelago
zu beschützen verordnet, vndt also ist Malta dieser
gefahr erlediget worden. So wirdt auch eine Mächtige
Spannische Schiffarmada wieder Franckreich ehistes
außlauffen, zu denen auch, 20 Engelländische gallionen
stoßen sollen, eine wichtige impresa vorzunehmen. || [[Handschrift: 275r]]
Die Croahten haben eine große furcht vndter den
Frantzosen, albereitt mitt ihren Streiffereyen
vervrsacht, also daß die Frantzosen gewaltig außreißen,
sollen, vndt keinen stich halten wollen. Der
hertzog von Lottringen thut sich sehr stärgken, hat
schon vber 4 mille Mann beysammen, (wie außgegeben
wirdt) soll schon das meiste theil seines landes
wieder eingenommen haben, vndt an itzo Müm-
pelgardt belägern. Jm Reich sollen die Frantzo-
sen die meisten plätze quittiren, vndt sich nach dem
Feltlin begeben, vndt wirdt sich nun allem
ansehen nach, der krieg wieder in das welsch-
landt vndt in Franckreich spiehlen. Jhre Emi-
nentz herr Cardinal Paßmann, Ertzbischoff zu
Gran, haben zu Thyrna in Vngern, eine vniver-
sitet gestiftett, so Sie auß eigenem Seckel
erbawen laßen, vndt weil die Stadt Augspurg
Jhrer Kayserlichen Mayestät 300000 Gulden (florenus)f: erlegen müßen, alß haben
ihre eminentz selbiger Stadt zu beförderlichster able-
gung obermelter Summa 100 mille ReichsthalerRthlr: bahr dargeliehen,
welche bey selbiger Stadt, alß ein ewiges Stifft, ligen
bleiben, von welchem jnteresse die Professores, dieser
neẅen Vniversitet erhalten werden sollen.

|| [[Handschrift: 275v]]


herr Löw so gestern von Baden wiederkommen, bringt bescheidt,
daß meine sachen noch in schlechten terminis stehen,
die Böhmische ist vom grafen Schlawata, an die
hofkammer remittirt, die Schlickische bleibt gar
stecken, die pensjon ist auch bißhero, verzögert,
die Schwartzburgischen salvaguardien sollen außgeferti-
gett werden, vndt man soll von iederer 12 ReichsthalerRthlr:
geben. Les Grands, font ce qu'ils veulent,
& ne se laissent presser, moins encor, leurs favorits,
& les moindres apprennent a faire de mesme.


Jch habe zwar vermejnt, es wehre mitt den
mille ThalerThlr: so mir, der Schatzmeister, Curlandt, vor-
strecken sollen, richtig gewesen, So hat es doch
nicht sein können, weil er zur hochzeitt des
Churfürsten von Bayern (gegen den 15den: Julij, stylo novo) muß
dem Kayßer, geldt zu wege brjngen, vndt
andere ziehen den kopf auß der Schljnge. J'en
meurs d'jmpatience, <& m<'>e<n> desespere!!!>


Endtlich, hat mir durch Johann Löws fleiß, der Cammer-
furrirer
hertz, mitt mille ThalerThlr: gegen doppelte versicherung
außgeholfen, auf ein Jahr lang, mitt 6 pro cento: || [[Handschrift: 276r]]
zu verzinßen. Il m'a fallu engager le beau joyaulx
de Savoie quj vaut bien 2 mille ThalerThlr: & nonobstant cela,
Johann Löw a estè contraint, d'estre respondant & d'engager
ses biens, en cas que je manquasse. Ainsy le monde
aujourd'huy, est mesfiant, sans disti<ncti>on des personnes.


<Jch habe den alten hahn, Brandenburgischen hofmeister in mein losament, laßen nehmen, pour ne l'abbandonner.>


Nota Bene[:] Johann Löw estime, á 2 mille Gulden (florenus)f: maintenant, sa maschoire de licorne,
cela feroit 1333 ReichsthalerRthlr: 30 Creuzercr: croyant le vendre aux
villes Hanseatjques, <a Hamburg ou par de lá.>


Somnium: daß ich in guter Gesellschafft gewesen, vndt an
einer Runden Taffel geseßen. Röder hette mir lange aufge-
wartett, endtlich als ich ihm was anders befehlen wollen,
hette er mitt fleiß, oder auß Mißverstandt, sich auch an
die Tafel (weil noch eine stelle ledig) sich zur<zur seitte> gegen
mir vber, gesetzt. Anfangs hette michs verdroßen, doch
endtlich hette ichs also geschehen laßen, vndt wie er ein
glaß wein, nach dem andern <auß>getruncken, hette ich gesagt,
Man sollte ihm den Tittul der weinichte oder weinreiche geben,
<[v]ndt> vbern kopf legen, vndt aufschreiben. Daß hette ihn erstlich
verdrießen wollen, darnach aber hette er mitt freẅden angese-
hen, daß mir selber ein zettel auf den kopf wehre ge-
legt worden, darauf wehre gestanden: der Gesegnete.
Die vbrige Gesellschafft hette sich auch darüber erfreẅet,
vndt in dem instantj wachte ich auff. Gott laße mirs guts bedeütten. || [[Handschrift: 276v]]
Amen.


Wir haben mitt bestürtzung gehört, daß herr
Schafgotzsch, solle sein zu Regenspurg, torquirt worden.


herr Geyer, vndt herr Löẅ, sejndt zu Mittage, meine
gäste gewesen. haben vndter andern auch voriges referirt,
Jtem: von andern mehr, welche zu Regenspurg sitzen. Jtem: haben Sie
erzehlt, das heütte wieder eine Reformation9 alhier in Oesterreich a[n]-
gestellet wirdt, das auch die Jehnigen, so <in> der Niederlage seyn,
(welches ein großes einkommen tragen soll) fortmüßen, vndt
das landt reümen, wann Sie nicht wollen Catohlisch werden.


Jtem: daß heütte noch Stubenrecht, vber den Obersten Cratzen,
gehalten worden. Das dritte, vndt letzte Standtrecht, werde
in kurtzem, hernacher folgen.


Le temps me dure estrangement, icy a Vienne,
n'ayant nulle compagnie, & ne pouvant estre expediè.
O Dieu ayde! & exauce moy!


Mein Thomaß Benckendorff Secretarius ist mir gestern
auch kranck worden, hat so ein reißen in den gliedern vndt auch
haüptwehe. Gott helfe ihm zur beßerung, wie auch dem Bra[ndenburgischen]
hofmeister hahn, welcher auch kranck in diesem hause darnide[r]
ligt. So ist mein neẅer kammerdiener, der Sebastian
auch vnpaß worden. Vndt man hat große mühe vndt arbei[t,]
medicos zu bekommen, welche zu den krancken gehen, so wol vmb || [[Handschrift: 277r]]
der Religion willen, alß das Sie mitt geschäfften vndt
pacienten sehr vberhaüfft sein.


Nota Bene[:] J'avois un songe ce mattin, que j'ay oubliè, & n'en
ay retenu qu'un cercle au quel il y avoit force
escritures que je lisois, & dans ce cercle estoyent
comprins d'autres cercles, Je ne scay plus ce qu'il
y avoit d'escrit, mais bien entendis ie sur la fin, une
voix quj me dit en ma langue matternelle: der zirckel ist vmb-
gelauffen. Nota Bene[:] & me semble qu'il me falloit oublier ex-
pressèment le reste, d'autant que j'avois de la resistance
en escrivant dans ce journal, le songe hier, & le faysois
neantmoins, car on n'ose pas tousjours manifester telles
jnfluences, ou jnspirations.


Nota Bene[:] l'anneau de ma soeur Anna Sophia <attachè d'elle mesme> m'est tombè aussy du bras ce
mattin, peut estre que cela sera le cercle. Deus avertat clementer
mala omina! & omnia mala præsagia!


Pour passer un peu le temps, & mon impacience quj dure
encores, je suis allè autour de la ville, en carosse.


Risposta dj Baden a Johann Löw daß der Reichshofraht,
vndt Secretarius Johann Söldner, jn des Kaysers ge-
schäften zu thun, vndt derowegen nicht antworten
können. Jtem: von einem andern daß ich aufn donnerstag
zu Mittage soll zu Baden sein, so wollen mir,
Jhre Kayserliche Mayestät, audientz ertheilen. etcetera
Le premier poinct accroist mon impacience! || [[Handschrift: 277v]]
etcetera Avis; daß vor ein par Tagen, dem Pfaltzgrafen
von Neẅburg wegen des gewäßers, nicht ferrne vo[n]
Baden, zwey<drey> pferde sampt dem vorreütter,
vor der kutzsche ertruncken, vndt wann Sie die
strenge nicht abgehawen hetten, wehren die Andern
pferde auch ersoffen.


herr Löb ist bey mir gewesen, nachmittags haben vns
verglichen, wegen der rayse, nach Baden.


Zeitung das die Rebellion der pawren in SteyerMarck continuir[t]
vndt es dörfte wol ein großes Feẅer drauß endtstehen.
haben albereitt viel örter geplündert, auch Stügke vndt
allerley gewehr bey sich. Gott steẅre allem vnheyl.


Es ist nichts mitt dieser post, vor mich ankommen.


herr Geyer hat mich besucht, vndt kutzschen vndt pferde offerirt[.]


Oberster Manteüffel hat mich nachmittags besuchtt. perge

Donnerstag den 28. May: ⁄ 7. Iunij:


Meilenm.
Bin heütte nach Baden in einer landtkutzsche, selb 6te. gefahren,
zur angesagten audientz, ligt von Wjen

4


Das kalte Aprillenwetter wehret noch immerfort
mitt verwunderung in dieser zeitt, vndt hat heütte
wiederumb sehr gewehet vndt gestürmet, auch geregnet,
insonderheitt den Nachmittag.


Wie ich zu Baden ankahm, begegneten mir eben, Jhre
Kayßerliche Mayestät in der proceßion des Frohnleichnambs, || [[Handschrift: 278r]]
vndt trugen selber eine Fackel in der handt, giengen
bahr haüpt, vndt knieten nieder, etzlich mal an den
aufgerichteten altären vndterwegens, mitt großer devotion.
Der Ertzhertzog Leopoldt Wilhelm gieng auch vor Jhrer Mayestät
her, mitt einer fackel in der handt, vndt die Cammerherren,
auch andere hofofficirer, vndt vornehme herren, knieten auch,
vndt trugen fackeln in den händen. Nota: der Spannische Ambassador Conte d'Onnata
kniete nicht, wie auch der Graf von Althajmb, vielleicht wegen
alters vndt Schwachheitt willen. Pfalzgraf von Neẅburg kam zu spähte.
Wenn daß Sacrament auf den altären (auf den gaßen) niderge-
setzt wardt, vndt geklingelt zum niederfallen, schlug die heer-
paucken, und bliesen die Trompter, darnach mußten kleine
büblein weiß angethan, etwas geistliches außruffen.
Auf das Sacrament folgete der Kayser, vndt der hof. Voran
aber, wurden viel fahnen, in proceßion getragen, durch
allerley zunften.


So baldt als solches verrichtett, muste ich Alsobaldt zu
Jhrer Mayestät kommen ins zimmer, vndt audientz haben,
da hörten mich Jhre Mayestät vultu hilarj & sereno an, vndt
waren gar leühtsehlig. Nahmen die<meine> gratulationes zur
badecur der Kayserinn, vndt Jhrer Kayserlichen Mayestät zum friede
vndt beruhigung der Christenheittk, sehr wol auf an.
Schertzten gar mildiglich darzwischen, weil ich dem Kayser
zur badecur glück wüntzschte, das er nicht haben wollte,
weil er nicht sondern Imperatrix Sie gebrauchte, vndt weil
Jhre Mayestät der guten wartung gewohnt wehren, köndten Sie nicht || [[Handschrift: 278v]]
von ihr bleiben. Stelleten es mir anheimb, ob ich zu<nach> hause ver-
raysen, oder alhi<zu> Wien der Chur Bayrischen hochzeitt er-
warten wollte, darzu Jhre Mayestät sehr inclinirten,
weil Sie auf den 15den: Julij: angestellet wehre,
vndt nicht so gar ferrne. Wegen meiner pension,
vndt anticjpation derselben, auch vorgeschlagenen assignation,
hetten Jhre Mayestät meinen vorschlag nicht vor gut angese-
hen, wollten aber gern auf andere Mittel bedacht sein.
Wie ingleichem hetten Sie mir gern gratificiren wollen,
wegen der Böhmischen prætension. Es wehre aber das geldt,
wieder Jhre Kayserliche Mayestät, in einer offentlichen rebellion
angewendet worden, vndt daß Jhre Mayestät es candide rauß
sagen müsten, so wüsten Sie nicht, auß waß vrsachen,
die gehorsamen vndt vnschuldigen, sollten vor die <vn>gehor-
samen vndt schuldigen gestrafft werden. perge Jn der
kriegssache solle Jch mitt herren Obersten Löbell
(an Stadt des verrayseten Grafen Schlickens) reden, vndt
Jhrer Mayestät weitter referiren laßen, Si Er müste es wißen.
Jch thete zwar eben nicht vnrecht daran, Jhre Mayestät verarge-
ten mir es auch nicht, daß ich vor hertzog Julius henrichen vndt
den Schafgotzschen bähte. Es stünde mir frey zu bitten, Jhre Mayest[ät]
aber, köndten dennoch drauf anordnen, vndt thun was Sie wollten.
Sie sagten auch, der hertzog Julius heinrich, köndte noch wol eine weil[e]
sitzen bleiben. Sie wehren mitt mir wol zu frieden. Jch möchte || [[Handschrift: 279r]]
derselben im hause, oder zu felde aufwartten. Jhre Mayestät
dimittirten mich also mitt allen gnaden vndt versicherung
derselbigen. <Nota Bene[:] Was wirdt Chur Sachsen darzu sagen, wann ich in seinem lande wollte werben lassen?>


Pfaltz Neẅburg alß ich wieder hinauß gienge, fragten was
Si ich so lange darinnen gemacht hette, vndt was
mein anbringen vndt werbung wehre. Jch sagte was ich ver-
meinte, das sich sagen ließe. etcetera <Jl faut payer le monde; de monnoye courrante.>


Darnach bahte mich, Graf Porcia, wie auch der herr
Oberste kammerherr, zur freytafel, vndt ich den
Pfaltzgrafen, (a ma punition) da gab es Allerley
disputes von der Religion, vndt nachdenckliche reden, <auch in Politicis.>


Nachmittags, mitt Doctor Liebenthal, heßendarmstedtischen
residenten bekandt worden. J'ay apprins de luy, comme d'un
sujet fort capable[,] beaucoup de choses, & particulierement
touchant les traittèz de paix, <plusieurs particularitèz: comme:>


La pacification avec Saxe et Brandenburg, & tous les Princes E-
vangeliques, quj veulent, <comme les Duc<s> de Weymar, Hessen etcetera[.]>


Les biens Ecclesiastiques retiendront pour 40 ans les possesseurs,
s'entend ceux quj sont confisquèz apres l'accord de Passaw,
ceux de devant demeurants a eternitè.


Tout sera rendu quj a estè occupè apres 1627 aux Evangeliques,
& aprés 1630 aux Catoliques. <Les Princes & Estats de Silesie <y sont> aussy comprins.>


L'Empereur ira avec 50000 hommes contre France, & Saxe contre Swede,
s'ils ne s'accommodent. Saxe tiendra de 20 a 30 mille hommes plus ou mojns. etcetera


Pour le Palatinat & Wirtemberg il y a de la difficultè.


Meckelburg payera de mulcte, 100 mille Dalers, en 4:e. termes, & sera
comprins aussy bien, que les autres Princes & villes, horsmis les
villes quj ont capitulè.

|| [[Handschrift: 279v]]


Meilenm.
Nachmittags bin ich wieder nach Wien von Baden
Jch habe auch das badt zu Baden besehen, da Männer
vndt weiber mitteinander baden, vndt es eigene badt-
gerechtigkeitten hatt, <will man anders nicht gestraft sein.>
4


Alles silber wirdt schwartz so hinein kömbt.
Es hat zwey bäder, eines hat die Kayserinn <zu ihrem gebrauch> ver-
wahren laßen, das haben wir nicht sehen können.


Propositions de Johann Löw an Fürst August zu schreiben, 1. wegen renovirter
vollmachten, darzu man sich einmal zu Regensburg offerirt, vndt
res schwehrlich integra mehr ist. <Wann der ältiste in der familia stürbe, köndte man es aufs neẅe suchen sonst vnnöhtig. Sachßenrech[t] etcetera etcetera etcetera[.]> 2. Tax der regalien
den hofofficirern oder hohen ämptern, nichts in die canzeley
von freyen Reichsfürsten lehen. Vndt man muß eben so
viel geben, wann ich die lehen mittentpfangen laße als
wenn ich Sie alleine entpfange. 3. Confirmatio privilegio[rum]
wehre nicht nöhtig weil Dominus feudj noch lebte[.] Nota Bene[:] gleichwo[l]
aber das Magdeburgische10 zu observiren vndt copialiter beyzu-
legen, auch per decretum von Kayserlicher Mayestät bey strafe die observantz
anzubefehlen. etcetera


Die salvaguardien vor die Fraw Muhme von
Schwartzburg auf ihr leibgeding, seindt auch außgefertiget
vmb 12 ReichsthalerRthlr: Schreibgebühr, jn die Cantzeley.


<Zeitung daß Mein Schwager hertzog Julius von Wirtemberg mitt Todt abgangen.>

|| [[Handschrift: 280r]]

Freitag den 29. May: ⁄ 8. Iunij:


Nach hauß angefangen zu schreiben, an Fürst Augustum[,] an den
Præsidenten, an die Fraw Muhme zu Krannichfeldt,
vndt an Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, <Jtem: an Johann Syber.>


Nachmittags, hat mich der Oberste Manteüffel besuchtt,
vndt inter alia referirt, das der Oberste Logy Anhero
geschrieben an seine Fraw, er wehre dermaßen zuge-
richtett worden, zu Regenspurgk, daß er nichts mehr,
alß den Todt wüntzschte. Man vermeint, es seye wegen
Schmertzen der tortur. Dergleichen wirdt von herrn Schaf-
gotzschen vndt Schaftembergern auch gesagt, wiewol ichs noch
nicht glaüben kan, dieweil man kejne cavaglierj zu tor-
quiren
pfleget, ja auch kejne Doctores wollen sich pejnigen
laßen, vermöge der rechten <wie auch milites nicht>. Die sachen sejndt zwar, mir zu
hoch, alß der im Rechten, nicht studiret, aber in crimine
læsæ Majestatis, & quæ vitam jpsam Cæsaris con-
cernunt, (wie diese gefangenen inculpirt werden,) pflegen
die Obrigkeitten wol <billich> das recht zu schärfen, nach dem dicto:
Atrocia delicta puniuntur atrocibus pœnis. Jedoch
muß auch eine Obrigkeitt wol zusehen, daß die nocentes
cum innocentibus nicht verwickelt, vndt das crimen læsæ
Majestatis recht notorium seye. Anderst kan leichtlich
ein crimen læsæ Maiestatis einem aufgeladen werden, das noch nicht recht
manifest ist, wie deßen in Franckreich vndt Engellandt exempla vorhanden. || [[Handschrift: 280v]]
etcetera Jhre Kayserliche Mayestät vnser Allergnädigister herr aber,
alß Summa justitia ipsa, werden den sachen, schon recht
zu thun wißen, beßer als Außländische Könige welc[he]
ihre jura bißweilen aufsetzen laßen, wie Sie wollen,
vndt dem Jurj Cæsareo nicht vndterworfen sejn mögen. et cetera


Je me fay habiller en du satin nojr, ne scachant
pas encores, si le Duc Juljus, est vif ou mort. Vne
aulne de sattin figurè, couste jcy: 3¾ Gulden (florenus)f:[,] du sattin simp[le]
Gulden (florenus)f:[,] l'aulne du taffetas noir; 2¼ Gulden (florenus)f:[.] L'aulne d'icy; [&]
l'aulne de Brabandt, sont esgales. Il me faut, 8 aulne[s]
pour un habit de sattin, <jcy.> <Visites; vndt warnungen herrn Löbens et cetera des follies de Pfaltzgraf Wolfgang Wilhelm par jntervalles[.]>

Samstag den 30. May: ⁄ 9. Junij:

<Al dj d'hoggi sono datate le <mie> lettere a casa. [perge]>


Zeitung daß es in dem hennebergischen[,] <heßischen> vndt Schmalkaldischen, noch
immer händel gibt, mitt den Schwedischen. hertzog Wilhelm,
Landtgraf Wilhelm, Feldtmarschalck Banner, wie auch
hertzog Geörge zu Lüneburg sollen zu hildeßheim beysammen
sein, neben andern hohen offizirern, vndt landtständen.


Die Schwedischen, wollen auch Wolfenbüttel blocqujren.


Die Spannische Silberflotta so ankommen, soll sich auf 15 mill[io]-
nen reich befinden, rüsten sich starck auf WestJndien.
Die Spannischen werden ehistes in 24 mille starck nach der Mosel
zu felde ziehen. hertzog Berndt mustert sein volck, bey
Kayserslauttern. Hertzog von Lottringen, hat Mümpelgard
blocquirt. König in Frankreich aber den Reingrafen vndt den Maréchal de la Force
vndt de Breze, mitt 35 mille Mann zu fuß vndt 5 mille pferden dahin || [[Handschrift: 281r]]
commandirt wieder den herzog von Lottringen[.]


Jn den Grawbündten, vndt jm Veltlin, haben die Franzosen
auch händel. Savoya soll Frantzösisch worden sein<sich erklärt haben.>


Jn der Spannischen Schifarmada zwischen Messina vndt
Napolj, soll die Capitan galera des Marchese di Santa
Croce generals, in brandt gerahten, vndt in die 70 personen
darauf blieben sein. Sollen sonsten in die 36 spannische
galleren vndt 16 runde Schiffe, in selbiger armada
beysammen, vndt darauf 6200 Soldaten zu fuß, vndt
300 zu roß sich befinden. Theils meynen, Sie werden sich
mitt der Engelländischen Schiffarmada vor Rochelle,
conjungiren. Es wirdt auch, an den Spannischen
gräntzen, wieder Franckreich, viel volck zusammen
geführt, Scheinet, alß wolle es noch harte stöße setzen.
Zu Nürnberg ist eine vnerhörte Theẅrung, drey Sjmmer
korn, seyen neẅlich vmb hundert ReichsthalerReichsThlr: verkauft
worden. Der Prjntz von Vranien, ist mitt seiner armèe,
zu Neẅmögen, ankommen, vndt hat Chur Cölln die neutralitet
aufgekündiget. Franckreich ist auch im anzuge auf Picardie,
vndt hat einen aufbott in seinem gantzen Königreich ergehen
laßen. Der GroßTürck ist mitt 300 mille Mann, gegen
Persia aufgebrochen, die Schifarmada aber, hat er in
zweene hauffen getheilt, einen in den Archipelago, die<den>
anderen, aufs Schwartze Meer. Jst also Malta der Ge-
fahr befreyet.

|| [[Handschrift: 281v]]


Nota Bene[:] diesen Morgen hat mir allerley getraẅmet, vn-
dter andern, wie ich mitt herrvatter Seliger an einer Tafel
geseßen, vorm Tisch, herrvatter Seliger aber, oben an, vndt
viel leütte mehr, es hette auch allerley dißcurs gegeben,
Endtlich aber, wehren wir gescheiden von einander, vndt
ich wehre in ein groß Pallatium kommen, da wehren
schöne kammern, inne gewesen, ich von einer kammer
in die ander gegangen, vndt allerley leütte hinc jnde
angetroffen, deützsche, Spannier, Jtaliäner vndt Nieder-
länder, perge insonderheitt aber hetten mir die Spannier vndt Italj;
im transitu große ehrerbiehtung erzeigt, vndt biß-
weilen mitt mir discurrirt, wiewol ich sehr geeilet,
vndt mich nicht wollen aufhalten laßen, Jch habe das
meiste vergeßen, nur so viel habe ich davon behalten, daß
an einer kammer, die alte Gräfin von Manßfeldt mei-
nen kammerJuncker Rödern aufgehalten, als ich schon passirt
gewesen, vndt ihm schöne kleinodien, ihrer Tochter, zeigen
wollen, darauf wehre ein weiß Tuch gedeckt gewe-
Nota Benesen, vndt ein schönes auge von Corniol, cristall vndt
rubinen auchl andern edelgstein (einem rechten auge ähn-
lich) oben auf gelegen, das hette ich geschwinde in trans[i]-
tu gesehen, vndt er hette wunder gesagt, was vnter
dem Tuch, vor schöne sachen <von kleinodien vndt edelgesteinen etcetera> gelegen wehren. Er
hat aber auch fortgeeilet, mir nach. Als wir
Nota Bene nun auß<in> dem Pallast, auf eine schöne grüne wiese,<ferrner gegangen, hette mir ein alter>, || [[Handschrift: 282r]]
vndt zu ende derselbigen an etzliche ba
Jtaliäner ein schön buch gezeiget, darinnen viel kost-
bahre gemälde gestanden, vndter andern mein conter-
fect
<in miniatur>, in einem grünen kleide, da ich wehre immobilis
mitt dem rügken an einem <Starcken> bawm gestanden, vndt
Nota Bene ein Engel mitt einem weißen hembd, geg<vndt> flügeln
Nota Bene zur lincken vor mir etwas, der ander Engel aber
Nota Bene zur rechten hinter mir, eben also <geflügelt vndt> gekleidet wie
der vorige, nemlich mitt einem weißen hembde,
vndt hatten beyde grüne kräntze wie <von> palmenbaẅmen
auf den haüptern, die hembder aber waren gegürtett,
am gürtel, vndt Sie die Engelchen nahmen mich sehr
Nota Bene fleißig in acht, also daß ich nicht kondte belejdiget
Nota Bene werden, weil ich auch, den schönen grünen bawm, am
Nota Bene rücken, mich beschützende, hindter mir hatte, vndt ich
stundt gantz dichte daran. Vber mir, dauchte mich,
stunde am bawm, ein zettel angeschlagen, vber
Nota Bene meinem haüpt, darauf stunde geschrieben, mitt
Nota Bene großen güldenen buchstaben: Il custodito: welches
Nota Bene die vorgedachten nationes <ihrer> etzliche, so dabey stunden,
höchlichen admirirten. Die deützschen sagten, ey das ist
vber alle maßen schön[,] <herrlich vndt wundersahm>, vndt zeigten es einer dem andern,
die wallonen, Spannier, vndt welschen preiseten es
auch in ihren sprachen gar sehr, vndt mich deücht, ein Span-
Nota Benenier sagte: Bien guardado es a quien Dios guarda.
Die Jtaliäner sagten: <Ô buona guardia,> Buona custodia. ô beato huomo! etcetera || [[Handschrift: 282v]]
etcetera o felice Principe, che glj Angelj custodiscono. perge
Jch hette es aber nicht gewust noch gesehen, wann mir
es Mein vetter Marggraf hanß Jörge von Brandenburg nicht
gezeiget hette, dann wie mir der Jtaliäner das buch
wiese, kam er ohngefehr auß der anticamera
darzu (denn mich dauchte, der Pallast vndt der
Kayserliche pallast, wurde alles eins) vndt kuckte
mitt hinein in das buch, was an den andern gemälden
zu notiren ist mir entfallen. Der Margraf aber sagte
zu mir: Euer Liebden nehmens in achtt, da sehen sie ihr con-
terfect
, das seindt Euer Liebden wie Sie die Engel zum Ver-
dugo führen, vndt man will ein mirackel drauß
machen, Jst das nicht ein schöner poße, etcetera vndt er
lachte gar hönisch darzu. Mir gefiel es aber
<gar> sehr wol. Baldt dauchte mich, wie der Margrafe
<wehre> wegkommen, (als er gesagt, er hielte es vor Narren-
wergk,) vndt es wehre darnach kejn gemählde
mehr, sondern alles recht, revera gewesen vndt gesche-
Nota Benehen, darüber horte ich starck <wie an der Thür> anklopfen vndt
muste <drüber> aufwachen. Gott gebe nur, daß mir der Trawm
(wie er das ansehen hatt) gutes, vndt nichts böses be-
deütte, die Engelchen sahen zwar den Todten kindern,
wie man Sie in den Westerhembdlein, pfleget zu
mahlen, nicht vnähnlich, ob etwan meine zween Söhne, || [[Handschrift: 283r]]
<Nota Bene[:] Ex arbore potest Arca fierj?, Nota Bene[:] applicuj me arborj tam arcte cum pileo negro, Nota Bene[:] zum Verdugo führen quj mortuus <est.> Nota Bene Jtem: verbum custodia! Jtem: anklopfen.>
Nota Bene einer mir im Tode vorgehen, der ander baldt folgen,
vndt ich also <nach dem willen Gottes> außsterben soll, sine hærede masculo.
<oder ob meine person in Schimpf vndt Gefahr gerahten solle innocentemente[.]>
Aber doch macht es mir <wieder> einen muht, daß sie größer
wahren, als meine kinder, (wo jch recht behalten habe,)
dann Sie wahren, so wie knaben, von 10 in 12 Jahren
groß, vndt schön gefärbt, jm angesicht, nicht bleichfärbig
Nota Bene als Todten. Sie beschützten mich, <mitt ihren flügeln> <vor[-]>mi vndt hinderwarts,
auf den seitten des schönen dicken Schattechten
bawms sehr fleißig <vndt waren Sehr sorgfältig vor mich Sie>
<prangen auch mitt gantzem leibe vndt flüchelchen zur seitte vor[-] vndt hinder mich, wenn iemandt nür zu nahe kahm, vndt Schaweten denn immer nach mir.>, vndt es kam viel volcks
dahin, ob es aber meine feinde, vndt verfolger
gewesen, weil sie mir folgeten, habe ich
vergeßen, halte es aber vor gewiß, weil ich selber
<an> dem bawm mich hielte, vndt ihn gar nicht mitt
dem rügken <vndt mitt dem haüpt so mitt einem Schwartzen hut bedecktt> verlaßen wollte, auch selber der mey-
Nota Bene
psalm:
9111:
vmbra
Altissimj;
nung wahr, es köndte mir solcher gestaltt, kein
leidt wiederfahren, vndt danckte Gott vor solchen
heiligen beystandt, vndt Englische himmlische beschirmung.
Nota Bene
Ψaλm:
9112 et
3413 de
custo-
dia Angelorum.
Ob Sie die Engel palmenzweige in händen hatten,
habe ich gleichsfalß vergeßen, Mich deücht es aber
nicht, vielmehr bedünckt mich, Sie seyen vor, vndt hjnter
mjr, so etwas zur sejtten, mitt dem bawm, angefeßelt
Nota Bene gewesen, vndt ich hette mich auch, gar fest, an den bawm,
zwischen ihnen halten müßen, vndter der güldenen vber-
schrifft. <So wehre ich sicher gewesen, <vndt wol bewahrt[.]>> Gott gebe mir allezeitt, es seye wachend, oder
Schlafendt, die rechten heiligen engel, die himmlischen Geisterlein zu bey- || [[Handschrift: 283v]]
ständen <vndter dem Schatten des Allmächtigen vndt schirm des höchsten>, vndt laße Sie in keiner noht, von mir wegbleiben.
Es ist sonsten wol ein schöner Trawm, <vndt denckwürdig. perge>


Der Oberste Kollonitzsch, hat zu mir geschickt, vndt
sich bey mir anmelden laßen, Jch habe mich aber endt-
schuldiget, wegen des posttages, vndt daß ich zu schreiben hette.


Wjr haben heütte, erdbeeren, zum Neẅem vom Jahr, ge-
geßen.


J'ay estè fort tendrement passionnè tout cejourd'huy, a
cause de ce songe si admirable, dont je ne me souvienne en a-
voir eu de semblable toute ma vie. I'espere, que le bon Dieu me
fera ressentir les effects de sa grace, mesmes en ceste vie, &
me delivrera par sa grace, de toutes mes afflictions, & crevecoeu[rs.]
Ainsy soit il! Sis patiens; & sapiens, disoit un ancien[.] [perge]
Petrarca dit: L'alma ch'è sol da Dio fatta gentile,
       Che già d'altruj non può venir tal grazia!
     Simile al suo Fattor stato ritiene,
     Però dj perdonar maj non è sazia,
   A chi co'l cuore e co'l sembiante humile,
 Dopò quantunque offese a mercè viene,
E se contra suo stile, ella sostiene, d'esser molto pregat[a]
 D'esser molto pregata, in luj si specchia,
 E fa'l perche'l peccar più si pavente,
 Che non ben sj ripente,
 Da un mal, chi dell'altro s'apparecchia!14

|| [[Handschrift: 284r]]


Zeitung das zwischen dem general <leutnant> Gallaaß vndt den Frantzosen,
bey Speyer, ein ernsthaftes treffen vorgegangen.


Jtem: daß nach beschehenem Friedensschluß zu Prag
alle große Stücke dreymal gelöset, vndt
auch von der soldatesca daselbst drey salven ge-
geben worden. Zu vbernehmung des Churfürstlich Säxischen
kriegsvolcks, soll Marchese di Grana, verordnet
sein, deßgleichen in Schlesien zu vbernehmung der von
ChurSachsen occupirten plätze, commissarij verordnet,
vndt es continuirt daß auch die Schlesinger auf
gewiße maße, in diesen frieden mitt eingeschloßen.


Vor die neẅgeworbene Pollacken, hat man 120000
ReichsthalerRthlr: in die Schlesie geschickt, welche von hinnen
auß, mitt 100 Mußcketirern, dort hineyn convoyirt
seindt worden. Der König hat sich von Budweiß
nach Prag erhoben, möchten so lange alda verharren,
biß die conjunction richtig, vndt möchte wol der Chur-
fürst in eigener person dahin gelangen. Der Frantzose
soll mitt seinem anhang, von diesem friede gantz
außgeschloßen sein, es seye dann, das er alle im Römischen
Reich, so wol in deützsch: als welschen landen, occupir-
te plätze restitujren thue. Alle andere, so diesen
Frieden genießen wollen, haben von ankündigung deßen,
zehen Tage frist, sich einverleiben zu laßen, die aber nicht || [[Handschrift: 284v]]
wirdt man vor offentliche feinde halten. Die mejsten
Evangelischen Reichsstände aber melden sich an. Die Cron
Spannien läst noch hin vndt wieder stargk werben, weil
der Frantzose vndt die holländer, sich näher wieder das
hochlöblichste Ertzhauß Oesterreich verbunden haben, denen
man numehr gewachsen genueg sein wirdt. Des Churfürsten
zu Bayern hochzeitt, wirdt noch auf den 15den: Julij, alhier
gehalten werden. Der Fürst von Modena vndt Fürst von
Lobkowitz aber, seindt beyde ins Kayßerliche feldtläger verrayset.
Man sagt gar starck, der Pabst werde einen Legatum
a latere anhero schigken, vndt friedenspuncten zwischen
dem Kayßerlichen hauß Oesterreich, vndt dem König in Frankreich
proponiren laßen.

Sonntag den 31. May. ⁄ 10. Iunij.


Die wirtin auf 2 wochen contentiren laßen, zu solchem
behuff, wie auch meine diener wegen Ostern völlig zu
contentiren, Thomas Benckendorf zu berechnen zugestellet – – 71 ducaten[.]


Jn einem hause zugesehen, wie der stadtliche vmbgang
auß der Jesuiter kirchen, ist gehalten worden, <noch> wegen
des Fronleichnambs, mitt vielen fahnen, altaren,
lichtern, vndt allerley leütten, auch heerpaucken vndt
Trommeten, der bischoff von Wirtzburg vndt der von
Osnabrück, mitt vielen andern herren, seindt per-
söhnlich darbey gewesen.

|| [[Handschrift: 285r]]


Darnach bin ich auf die eine pastey am
Cärner Thor, gegangen, vndt habe gesehen, wie
die stücke seindt auf allen pasteyen zum
letzten mahl zur frölichkeitt des getroffenen
friedens mitt ChurSaxen, loßgebrennet worden.
Die beyden ersten mahl habe ichs gehöret, das
dritte mahl gehöret vndt mitt angesehen. Es
stunden auf dieser pasteye, 10 stücke meistljch
neẅ gegoßen. Gott lob, daß es so weitt gekom-
men, er verleyhe vns bestendigen frieden. Amen.


Zum Graf Schligken, habe ich geschickt, ihm zu sei-
ner wiederkunft gratuliren laßen, vndt mich Jhme
recommendiren, auch anmelden, weil ich von wegen Kayserlicher
Mayestät etwas mitt ihme zu reden hette, ob es vndt
wo es seine gelegenheitt leyden wollte, daß wir
köndten zusammen kommen, alhier oder zu Baden, <& quando?>


Er hat mir wieder laßen ejnen guten Morgen vermelden,
vndt sagen, er müste heütte mitt abfertigung
eines Bayerischen Gesandten zubrjngen, welcher ei-
lends fortmüste, (la mesme excuse dont il se ser-
voit jl y a <plus de> dix jours) Morgen wils Gott aber, wollte
er kommen, vndt mir aufwarten. perge Ceste froideur
est trop palpable, & me donne d'estranges jmaginations. || [[Handschrift: 285v]]
perge perge perge


Textapparat
a Schreiberwechsel zu Christian II.
b Schreiberwechsel zu unbekannt.
c Schreiberwechsel zu Christian II.
d Schreiberwechsel zu unbekannt.
e Schreiberwechsel zu Christian II.
f Schreiberwechsel zu unbekannt.
g Schreiberwechsel zu Christian II.
h Schreiberwechsel zu unbekannt.
i Schreiberwechsel zu Christian II.
j Gestrichenes im Original verwischt.
k "Christen" und "heitt" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
l Streichung von "rubinen auch" wieder aufgehoben.

Kommentar
1 Person nicht ermittelt.
2 Person nicht ermittelt.
3 Gemeint ist hiermit die Ermordung Wallensteins am 25. Februar 1634.
4 Christian II. reiste hier möglicherweise aus Sicherheitsgründen unter dem Namen des (ost)preußischen Adelsgeschlechts Dohna, aus dem zum Beispiel sein früherer Erzieher Christoph von Dohna stammt.
5 Zitat aus Dist. Cat. 1,27 (ed. Duff/Duff 1982, S. 600).
6 Irrtum Christians II.: Bei Sparr handelte es sich um keinen Domherren, sondern um einen Kapitularkanoniker des Stifts Neumünster in Würzburg.
7 Irrtum Christians II.: Bei Sparr handelte es sich um keinen Domherren, sondern um einen Kapitularkanoniker des Stifts Neumünster in Würzburg.
8 Irrtum Christians II.: Bei Sparr handelte es sich um keinen Domherren, sondern um einen Kapitularkanoniker des Stifts Neumünster in Würzburg.
9 Gegenreformation
10 Gemeint ist hier das Magdeburger Recht, welches keine konkrete Kodifikation, sondern ein im Einzelfall sehr variables Konglomerat von Normen und Rechtsvorstellungen umfasst, das ausgehend von Magdeburg die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rechtsordnungen Mittel- und Osteuropas entscheidend mitgeprägt hat.
11 Ps 91,1.
12 Ps 91,4.
13 Ps 34,8.
14 Zitat aus Petrarca: Canzoniere, S. 60-63.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1635_05.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abkündigen
von einer erhöhten Stelle aus bekanntgeben
ableinen
ablehnen, zurückweisen
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
admiriren
bewundern
Aemulation
Nacheifer, Wetteifer
Aemulation
Eifersucht, Missgunst
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber; meist Gewogenheit, Zuneigung
affectionirt
gewogen, geneigt
alsofort
immerfort, immerzu
Ambassador
Abgesandter, Botschafter
Anrittgeld
Handgeld bei der Musterung
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Assignation
(schriftliche) Anweisung, Zahlungsanweisung
Assignation
Quartierzuweisung
Aufbot
Zusammenruf des Heeres
Ausbittung
Freibittung, Losbittung
Bassa
Statthalter einer osmanischen Provinz
befreundet
verwandt
Beilager
Hochzeit, erster Beischlaf
Beleihung
Belehnung
coarctiren
nötigen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
contempliren
(beschaulich) nachdenken, überlegen
contempliren
betrachten
contentiren
zufrieden stellen
Conterfect
Bildnis
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contract
zurückgezogen, sparsam, verkrümmt, gelähmt
Contremine
unterirdischer Gang mit Sprengladung, den der Belagerte anlegt, um den Minierern des Belagerers entgegenzuwirken
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
depreciren
Abbitte tun
destituiren
verlassen
destituiren
absetzen
Difficultet
Schwierigkeit
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
dubitiren
zweifeln, bezweifeln
ein
ungefähr
einbinden
dem Täufling ein Geldgeschenk machen
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
Eminenz
Erhabenheit, Hoheit
entreteniren
unterhalten
erledigen
befreien, freilassen
exequiren
(eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
extolliren
erheben
gelde
unfruchtbar, unträchtig oder als zur Zucht ungeeignet ausgesondert (etwa bei Schafen); auch gelle.
gelle
unfruchtbar, unträchtig oder als zur Zucht ungeeignet ausgesondert (etwa bei Schafen), auch gelde.
Generalquartiermeister
Vorgesetzter aller Quartiermeister
Gewehr
Bewaffnung
Grand Merci
Würfelspiel
gratificiren
sich gefällig erweisen
Großfraumutter
Großmutter
Großtürke
Sultan des Osmanischen Reiches
Hofoffizier
Inhaber eines Hofamtes
improbiren
missbilligen, tadeln
incliniren
zu etwas neigen
inculpiren
beschuldigen
Indult
provisorische Lehensverleihung
inlogiren
Quartier nehmen
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
Interesse
Zinsertrag eines Kapitals
Interesse
Nutzen, Gewinn, Ertrag
Intraden
Einkünfte
invitiren
einladen
Karneol
eine gelbliche bis blutrote Varietät des Halbedelsteins Chalcedon
Kastner
eigentlich Verwalter des Kornspeichers, teils auch Amtmann über alle Einkünfte
ledig
frei
ledig
leer, leerstehend
Leibgeding
auf Lebenszeit verliehenes Eigentum für den persönlichen Unterhalt
Losament
Unterkunft, Wohnraum
lustig
vergnüglich, anmutig, ergötzlich, von angenehmer Erscheinung
Memorial
Denkschrift und Information über noch zu erledigende Aufgaben, Bittschrift
Memorial
Erinnerungsschrift
moviren
bewegen, verändern
moviren
anreizen, verursachen
mutiniren
meutern
Niederlage
Niederlassung, Zweigstelle eines Gewerbetreibenden
Oberstelle
erste Stelle, Vortritt
Observanz
Aufsicht, Beobachtung
Observanz
durch Übung (oder Ausübung mit Billigung der zur Rechtsetzung befugten Personen) zum Recht gewordenes Herkommen
observiren
einhalten, beachten
Particularität
Einzelheit
penetriren
durchdringen, durchsetzen, auf jemanden eindringen
Pension
Gnaden- oder Ruhegehalt
Pension
Kostgeld
Pension
Dienstgeld, Besoldung
Pflitschpfeil
Pfeil, der mit Hilfe eines Bogens abgeschossen wird
Praecedenz
Vortritt, Vorrang
praejudicirlich
nachteilig, eine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
praesentiren
schenken, als Geschenk geben
praesentiren
beschenken
procrastiniren
aufschieben, verschieben
proponiren
vortragen
proponiren
vorstellen
proponiren
vorschlagen
proponiren
beantragen
Prospect
Aussicht
protrahiren
verzögern, aufschieben
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Unteroffizier
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben, beenden
ranzioniren
Lösegeld fordern
reformiren
abdanken
reformiren
ermahnen, zurechtweisen
remittiren
zugestehen
remittiren
verweisen
remittiren
(Geld oder Wechsel) schicken
remittiren
nachlassen, erlassen
repassiren
zurückkehren
Requisit
Erfordernis, Zubehör
Rohr
Handfeuerwaffe
Salva Guardia
militärischer Schutz, Schutzwache
Salva Guardia
sicheres Geleit durch Soldaten
Salva Guardia
Schutzbrief für Reisende
Salva Guardia
Schutzbrief gegen weitere Kontributionen und andere Sonderzahlungen
selbsechst
eine Person mit noch fünf anderen, zu sechst
sieder
seit
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ersuchen
sorgfältig
besorgt sein, sich Sorgen machen
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
Staffel
Stufe
Stubenrecht
tagendes Kriegsrecht (Kriegsgericht)
Stück
Geschütz
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tax
Gebühr
Tax
Berechnung, Schätzung
in guten/schlechten/weiten Terminis stehen
(voraussichtlich) gut/schlecht/unvorhersagbar ausgehen
Thum(b)herr
Domherr
Thum(b)kirche
Domkirche
torquiren
foltern
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
tribuliren
ängstigen, plagen, quälen
Trommete
Trompete
Trompter
Trompeter
ungefähr
zufällig
Ungrund
unberechtigte Begründung
Uskoken
Freischärler aus zumeist kroatischen, aber auch serbischen Flüchtlingen, die aus osmanisch besetzten Gebieten Kroatiens, Bosniens und der Herzegowina stammten
vaciren
offen sein
vaciren
frei sein
Valor
Geltung
Valor
Wert
verehren
schenken
visitiren
besuchen
Volk
Truppen
Westerhemd
Taufhemd
Wind
Windhund (großer schlanker Jagdhund)
Zeitung
Nachricht
Abaza Mehmed Pascha

geb. 1576
gest. 1634
Anm.: Geboren in Georgien; Verschleppung und Versklavung als Kind; danach Karriere in der osmanischen Administration; 1605-1607 Beteiligung an einem Aufstand in Anatolien; ab 1617 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Varosia; seit 1620 Beylerbey von Erzurum; 1622/23 Anführer einer Rebellion gegen Sultan Mustafa I. (1591-1639); 1628-1631 Beylerbey von Bosnien; 1633/34 Heerführer im polnisch-osmanischen Krieg.

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Jacques (d') Abelin

Anm.: Um 1614 gräflicher Hofmaler in Bentheim; um 1626 Kaufmann in Amsterdam.
Graf Babo I. von Abensberg

gest. 1001/02
Anm.: Angehöriger des Adelsgeschlechts der Babonen; 975-980 Graf im westlichen Donaugau; seit 983 Burggraf von Regensburg; Stammvater der Grafen von Abensberg.

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Graf Niklas von Abensberg

geb. 1441
gest. 1485
Anm.: Sohn des Grafen Johann III. von Abensberg (gest. 1475/76); Rat der Herzöge von Bayern-Landshut; bayerischer Pfleger von Graisbach, Riedenburg und Kehlheim.

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Abraham N. N.

geb. 1634
Anm.: Jüdischer Junge, der am 30. Juli 1634 in Venedig beschnitten wurde.
Abraham

Anm.: Biblische Figur.

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Absalom
Abschalom

Anm.: Biblische Figur.

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Achates

Anm.: Figur der römischen Mythologie; in Vergils "Aeneis" der beste Freund und Gefährte des trojanischen Helden Aeneas.

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Achill(es)

Anm.: Heldenfigur der griechischen Mythologie; Hauptheld der Ilias des Homer.

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Actaeon
Aktaion

Anm.: Antike mythische Gestalt, die nach Ovid auf der Jagd Diana und ihre Nymphen beim Bad überraschte, deshalb von ihr in einen Hirsch verwandelt und von den eigenen Hunden zerfleischt wurde.

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Adam

Anm.: Biblische Figur; Stammvater der Menschheit.

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Salomon Adam

gest. 1640
Anm.: Schwedischer Hauptmann, Obristleutant und Obrist (ab 1632) schottischer Herkunft; seit 1636 Kommandant von Magdeburg (mit Hans Drake), wegen Übergabe der Stadt zum Tode verurteilt, später jedoch unter Verlust seines Regiments begnadigt.
Jürgen Aderkas

geb. 1603
gest. 1631
Anm.: Sohn des Jürgen von Aderkas (1563-1602); schwedischer Obrist.
N. N. Adler (1)

Anm.: Mutter von N. N. Adler (2); um 1636 alte Wirtin im sächsischen Königstein; früher im Dienst des Grafen Johann Kasimir von Lynar (1569-1619) und des Berliner Kurfürstenhofes.
N. N. Adler (2)

Anm.: Feuerwerker des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).
Hendrik Adler

Anm.: Ca. 1622-1628 Schöffe (Ratsherr) sowie mehrfach Bürgermeister von Harderwijk.
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Adonai

Anm.: Eine der Umschreibungen für Jehova (Gottes Eigenname) im Tanach.

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Valentin Adrian

Anm.: Um 1629 vermutlich Kaufmann in Braunschweig.
Königin Kleopatra VII. Philopator von Ägypten

geb. 69 v. Chr.
gest. 30 v. Chr.
Anm.: Tochter des Ptolemaios XII. Neos Dionysos (gest. 51 v. Chr.); 51-47 v. Chr. gemeinsame Regentschaft mit ihrem Bruder Prolemaios XIII. (61-47 v. Chr.); seit 47 v. Chr. faktische Alleinherrscherin in römischer Abhänigkeit; Selbstmord nach endgültiger Niederlage gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ptolemaios II. Philadelphos von Ägypten

geb. 308 v. Chr.
gest. 246 v. Chr.
Anm.: Sohn des Ptolemaios I. Soter (367/66 v. Chr.-283/82 v. Chr.), ab 306 v. Chr. König von Ägypten; seit 285 v. Chr. Mitregent seines Vaters und ab 283/82 v. Chr. ägyptischer Alleinherrscher.

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Ännchen N. N.

Anm.: Um 1630/34 Kammermagd der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); im Januar 1634 Verlobte des fürstlichen Kammerdieners Johann Schumann (gest. 1636).
Aeolus
Aiolos

Anm.: Griechisch-römischer Gott und Beherrscher der Winde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johan van Aerssen

geb. 1579
gest. 1654
Anm.: Sohn des Cornelis van Aerssen (1545–1627); Herr von Wernhout; 1613-1625 niederländischer Drost der Baronie Breda; seit 1637 Bürgermeister von Breda.

Weiterführende Informationen in VIAF
Kaiser Fasilides von Äthiopien
Kaiser Alam Sagad von Äthiopien

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Sohn des Kaisers Sissinios (Malak Sagad III.) von Äthiopien (1572-1632); seit 1632 Kaiser von Äthiopien.

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Kaiser Jakob von Äthiopien
Kaiser Malak Sagad II. von Äthiopien

gest. 1606
Anm.: Sohn des Kaisers Sarsa Dengel (Malak Sagad I.) von Äthiopien (1550-1597); 1597-1603 und seit 1604 Kaiser von Äthiopien.
Fernando Afán de Rivera y Enríquez
Duque Fernando de Alcalá de los Gazules
Marqués Fernando de Tarifa
Conde Fernando de Los Molares

geb. 1583
gest. 1637
Anm.: Sohn des Fernando Enríquez de Ribera y Cortés (geb. 1529); spanischer General und Politiker; zunächst Generalkapitän von Katalonien; 1619-1622 Vizekönig von Katalonien; 1629-1631 Vizekönig von Neapel; 1632-1635 Vizekönig von Sizilien; 1636 Gouverneur des Herzogtums Mailand; ebenso spanischer Botschafter und Generalvikar in Italien unter Papst Urban VIII. (1568-1644).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Afrasiyab Pascha

gest. 1624
Anm.: Durch Ämterkauf seit 1612 Beylerbey von Basra, der weitgehend unabhängig vom Sultan regierte; Begründer der Dynastie Al-Afrasiyab, die bis 1668 in Basra herrschte.
Aglaia

Anm.: Eine der drei griechischen Göttinnen der Anmut (Grazien).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adam Christian Agricola

geb. 1593
gest. 1645
Anm.: Sohn des Teschener Hofpredigers und Superintendenten Johann Agricola (gest. 1609); reformierter Theologe; Studium in Leipzig und Frankfurt/Oder; 1620-1622 Hofprediger des Markgrafen Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622-1629 Hofprediger in Güstrow; 1629-1636 Dom- und Hofprediger in Berlin; seit 1636 Hofprediger in Königsberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Georg Agricola

geb. 1558
gest. 1633
Anm.: Sohn des Amberger Arztes Dr. Georg Agricola (1530-1575); ab 1582 Studium in Heidelberg (1585 Bacc.); 1588-1593 Medizinstudium in Wittenberg; 1594-1614 und 1621-1629 Stadtarzt in Amberg; seit 1629 praktischer Arzt in Regensburg.

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Peter Agricola

gest. 1648
Anm.: Bis 1631 fürstlicher Kanzleischreiber in Bernburg; um 1635/43 Sekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim

geb. 1486
gest. 1535
Anm.: Sohn des Kölner Bürgers Heinrich von Nettesheim; deutscher Universalgelehrter, Theologe, Jurist, Arzt und Philosoph; 1499-1502 Studium in Köln; 1509 Dozent an der Universität Dole; 1509/10 Bergrat der Stadt Köln; Dozent an den Universitäten Köln (1511) und Pavia (1512 und 1515); 1512 kaiserlicher Offizier; 1515 Promotion zum Dr. med. und Dr. jur. utr. in Pavia; 1518-1520 Stadtsyndikus in Metz; 1521-1523 Arzt in Genf; 1523 Stadtarzt in Fribourg; 1524-1527 Leibarzt der verwitweten Louise de Valois, Duchesse d'Angoulême (1476-1531); 1528/29 Arzt in Antwerpen; 1529/30 Archivar und Historiograph der niederländischen Regentin Erzherzogin Margaretha von Österreich (1480-1530).

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Francisco d' Aguilar
Isaaco Levi Buendia

Anm.: Portugiesischer Jude, der in Brüssel erst zum Katholizismus, später in den Vereinigten Niederlanden zum reformierten Glauben konvertierte; um 1627 Sprachmeister für Spanisch unter dem Theologieprofessor Constantin L'Empereur (1591-1648) in Harderwijk; im Januar 1627 ebenso Spanischlehrer des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; vgl. Klaus Conermann (Hg.): Briefe der Fruchtbringenden Gesellschaft und Beilagen: Die Zeit Fürst Ludwigs von Anhalt-Köthen 1617-1650, Reihe I, Abt. A: Köthen, Bd. 2, Tübingen 1998, S. 104-106.
Ahizade Hüseyin Efendi

geb. 1572
gest. 1634
Anm.: Seit 1632 Mufti von Konstantinopel (Schaich al-Islām); 1634 Hinrichtung wegen angeblicher Verschwörung gegen Sultan Murad IV. (1612-1640).
N. N. von Ahlefeld

Anm.: Um 1637 Rittmeister.
Sophia von Ahlefeld
Sophia von Baudissin
Geburtsname: Sophia von Rantzau

geb. 1620
gest. 1697
Anm.: Tochter des Gerhard von Rantzau (1558-1627); 1633-1646 erste Ehe mit Wolf Heinrich von Baudissin (1597-1646); 1650-1670 zweite Ehe mit Cai von Ahlefeld (1591-1670).
Ahmed Pascha

Anm.: Um 1615/17 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Kanischa.
Hans Jakob Aichinger

Anm.: Regensburger Tuchhändler; Innerer Rat (1606-1634), Kämmerer (1614, 1616/17, 1619/20, 1622/23, 1625, 1628 und 1630/31), Ungeldherr (1620-1625) und Steuerherr (1625-1634) der Reichsstadt Regensburg; vgl. Werner Fees-Buchecker: Rat und politische Führungsschicht der Reichsstadt Regensburg 1485-1650. Studien zur Verfassungs- und Sozialgeschichte Regensburgs in der Frühen Neuzeit, Diss. München 1998, S. 214.
Foppe van Aitzema

geb. ca. 1580
gest. 1637
Anm.: Sohn des Schelte van Aitzema; Studium in Franeker, Leiden, Helmstedt und Wittenberg; 1607-1613 herzoglicher Rat in Wolfenbüttel; 1612/13 zugleich Kanzler des Hochstifts Halberstadt; Gesandter der Generalstaaten, u. a. bei der Hanse in Lübeck bzw. Hamburg (seit 1617) und am Wiener Kaiserhof (1636/37); 1637 Konversion zum katholischen Glauben.

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Lieuwe van Aitzema

geb. 1600
gest. 1669
Anm.: Sohn des Meinardus van Aitzema und Neffe des Foppe van Aitzema (ca. 1580-1637); niederländischer Diplomat, Historiker, Jurist und Staatsmann; um 1633/45 Resident der Hansestädte in Den Haag.

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Lorenzo Ajazza

geb. ca. 1590
gest. 1634
Anm.: Piemontesischer Adliger aus Vercelli; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; 1631/32 kaiserlicher Obristleutnant; danach lothringisch-spanischer Obrist.
Esprit Alard
Esprit d' Esplan
Marquis Esprit de Grimault

geb. 1595
gest. 1630
Anm.: Sohn des Notars Jacques Allard; Favorit des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); ab 1617 Grand maréchal des logis de la Maison du Roy; um 1624 Gouverneur der Festung und Stadt Meulan; 1626 (vermutlich außerdentlicher) französischer Gesandter in Den Haag; seit 1627 Marquis de Grimault.
Charles d' Albert
Duc Charles de Luynes

geb. 1578
gest. 1621
Anm.: Sohn des Honoré d'Albert (gest. 1592); ab 1611 Falkner und bald darauf Favorit des jungen Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1616 Grand fauconnier; ab 1619 Gouverneur der Picardie; seit 1621 Connétable von Frankreich; ab 1619 erster Duc de Luynes und Pair de France.

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Justus Albinus

geb. 1584
gest. 1635
Anm.: Sohn des Plauener Schuhmachers Justus Albinus; 1615-1619 Pfarrer der Dessauer Georgenkirche; Diakon (1619-1622), Archidiakon (1622-1625) und Pfarrer an St. Marien (ab 1625) sowie seit 1625 Superintendent in Dessau.

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Hans Albrecht

Anm.: 1625-1628 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1626-1628 zudem Küchenschreiber ihres Gemahls Christian d. J.
Antônio de Albuquerque Maranhão

gest. 1667
Anm.: Sohn des Jerômino de Albuquerque Maranhão (1548-1632); 1622-1634 Gouverneur von Paraíba.
Aldobrandini, Familie

Anm.: Italienisches Adelsgeschlecht.

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Aldobrandino Aldobrandini

geb. 1593
gest. 1634
Anm.: Sohn des Gian Francesco Aldobrandini (1545-1601), ab 1597 erster Principe di Sarsina e Meldola; seit 1612 Großprior des Malteserordens in Rom; 1616-1619 Kommandeur der maltesischen Flotte; 1622/23 Admiral der päpstlichen Galeeren; ab 1623 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1631); seit 1628 kaiserlicher Kämmerer; vgl. Robert Laurentius Dauber: Johanniter-Malteser-Ritter unter kaiserlichen Fahnen 1523-1918, Gnas 2007, S. 106f.
(Giovanni) Giorgio Aldobrandini
Principe (Giovanni) Giorgio di Meldola e Sarsina
Principe (Giovanni) Giorgio di Rossano
Duca (Giovanni) Giorgio di Carpineto

geb. 1591
gest. 1637
Anm.: Sohn des Gian Francesco Aldobrandini (1545-1601), ab 1597 erster Principe di Sarsina e Meldola; seit 1601 Principe di Sarsina e Meldola; ab 1610 erster Principe di Rossano; seit 1621 Nepot von Papst Gregor XV. (1554-1623); Karriere als Komandant der päpstlichen Garde, General der Kurie und päpstlicher Botschafter in Spanien; ab 1630 Duca di Carpineto.
Graf Johann von Aldringen

geb. 1588
gest. 1634
Anm.: Sohn des Leonhard Aldringen; zunächst Schreiber in der Luxemburger Landeskanzlei; kaiserlicher (1618-1620) und spanischer Hauptmann (1620/21); 1621-1623 bayerischer Obristleutnant; kaiserlicher Obrist (1622), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631) und Feldmarschall (1632); seit 1624 Hofkriegsrat und Oberkommissar für das Heerwesen; 1629/30 Kommissar für die Exekution des Restitutionsedikts im Obersächsischen Reichskreis; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632).

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Matthias Alefeldt

Anm.: Um 1628 Bauer in Reinstedt.
Johann Alemann

geb. 1596
gest. 1636
Anm.: Sohn des Magdeburger Bürgermeisters Johann Martin Alemann (1554-1618); 1611-1615 Studium in Wittenberg und Jena; 1618-1629 Ratsherr in Magdeburg; ab 1625 Wortführer der kaiserlichen Partei in der Stadt; 1626-1629 kaiserlicher Statthalter in Magdeburg; seit 1630 magdeburgischer Steuereinnehmer und Amtmann in Wolmirstedt; 1633 Kommissar bei der kaiserlichen Armee in Hildesheim.

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N. N. Alfeldt

Anm.: Um 1628 vermutlich Untertan im Amt Ballenstedt.
Ali Agha

Anm.: Im Frühjahr 1637 Leiter einer türkischen Gesandtschaft in Wien.
Dante Alighieri

geb. 1265
gest. 1321
Anm.: Sohn des florentinischen Adligen und Geldverleihers Alighiero Alighieri (gest. 1281/82); einer der bedeutendsten italienischen Dichter des Mittelalters; seit 1295 politische Karriere in Florenz; 1302 Auschluss von allen Ämtern, Konfiskation seiner Güter und Verbannung; danach Aufenthalte vor allem in Mittel- und Oberitalien.

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Alkibiades

geb. ca. 450 v. Chr.
gest. 404 v. Chr.
Anm.: Griechischer Redner, Feldherr und Politiker in Athen.

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Gräfin Maria Eva Elisabeth von Althan(n)
Geburtsname: Gräfin Maria Eva Elisabeth von Sternberg
Geburtsname: Gräfin Marie Eva Alžběta ze Šternberka

geb. 1605
gest. 1638
Anm.: Tochter des Grafen Adam von Sternberg (gest. 1623); 1627-1636 Ehe mit Graf Michael Adolph von Althan(n) (1574-1636).
Gräfin Maria Margaretha von Althan(n)
Gräfin Maria Margaretha Slawata
Gräfin Marie Markéty Slavata
Geburtsname: Maria Margaretha von Eggenberg

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Tochter des Johann Ulrich von Eggenberg (1568-1634); 1626-1632 erste Ehe mit Graf Adam Paul Slawata (1604-1657), die für ungültig erklärt wurde; vor 1638-1649 zweite Ehe mit Graf Michael Johann von Althan(n) (1607-1649).
Graf Michael Adolph von Althan(n)

geb. 1574
gest. 1636
Anm.: Sohn des Christoph von Althan(n) (1529-1589); um 1598/99 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1600 Kommandant der kaiserlichen Leibgarde, später Obrist (1601), Feldmarschall (1607) und Hofkriegsrat; 1608 Landobrist des Erzherzogtums Österreich ob der Enns; 1618 Mitbegründer des kurzlebigen Ritterordens Ordo Militiae Christianae, dessen deutsch-polnisch-ungarischem Zweig er als Großmeister vorstand; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1610 Erhebung in den Grafenstand.

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Graf Michael Johann von Althan(n)

geb. 1607
gest. 1649
Anm.: Sohn des Michael Adolph von Althan(n) (1574-1636); 1610 Erhebung in den Grafenstand; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; seit 1644 Oberstjägermeister.

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Johann Heinrich Alting

geb. 1583
gest. 1644
Anm.: Sohn des reformierten Geistlichen Menso Alting (1541-1612); Theologiestudium in Groningen und Herborn; ab 1613 Dogmatikprofessor in Heidelberg und Dr. theol.; seit 1616 Direktor des Collegium Sapientiae in Heidelberg; 1622 Flucht aus Heidelberg in die Niederlande; ab 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; seit 1627 Theologieprofessor in Groningen.

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Giovanni Altoviti

gest. 1655
Anm.: Florentinischer Adliger; toskanischer Resident in Mailand (1614-1618) und am Kaiserhof (1618-1627).
Antonio Álvarez de Toledo y Beaumont
Duque Antonio de Alba de Tormes
Duque Antonio de Huéscar
Marqués Antonio de Coria

geb. 1568
gest. 1639
Anm.: Sohn des Diego Álvarez de Toledo y Enríquez de Guzmán, Conde de Lerín (1542-1583); ab 1583 Duque de Alba, Duque de Huéscar und Marqués de Coria; 1622-1629 Vizekönig von Neapel; seit 1629 Mayordomo mayor des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1599 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Fadrique Álvarez de Toledo y Mendoza
Marqués Fadrique de Villanueva de Valdueza

geb. 1580
gest. 1634
Anm.: Sohn des Pedro Álvarez de Toledo Osorio, Marqués de Villafranca del Bierzo (1546-1627); 1617-1625 Generalkapitän (Kommandeur) der spanischen Atlantikflotte; ab 1625 General von Portugal und Generalkapitän der Armee von Brasilien; seit 1634 Marqués de Villanueva de Valdueza.

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Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel
Duque Fernando de Alba de Tormes
Marqués Fernando de Coria

geb. 1507
gest. 1582
Anm.: Sohn des García Álvarez de Toledo y Zúñiga, Marqués de Coria (gest. 1510); spanischer Grande; ab 1510 Marqués de Coria; seit 1531 Duque de Alba; 1532 Befehlshaber der spanischen Hilfstruppen gegen die Türken in Ungarn; 1535 Teilnahme an der Eroberung von Tunis; ab 1541 nacheinander Mayordomo Mayor der Könige Karl I. (1500-1558) und Philipp II. von Spanien (1527-1598); Consejero de Estado; 1542 Feldherr gegen die französische Armee bei Perpignan; 1546/47 Kommandeur der spanischen Tercios im Schmalkaldischen Krieg; 1555-1559 spanischer Generalkapitän in Italien; 1555/56 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1556-1559 Vizekönig von Neapel; 1567-1573 Statthalter und militärischer Oberbefehlshaber in den Spanischen Niederlanden; seit 1580 Vizekönig und Condestable von Portugal; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Alvensleben, Familie

Anm.: Altmärkisches Adelsgeschlecht.

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Christina von Alvensleben
Geburtsname: Christina von Dieskau

geb. 1589
gest. 1636
Anm.: Tochter des Hieronymus von Dieskau (1565-1625); 1613-1627 Ehe mit Gebhard von Alvensleben (1584-1627); seit 1634 Begleiterin und Hofmeisterin der Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen (1599-1654).
Cuno von Alvensleben

geb. 1588
gest. 1638
Anm.: Sohn des Gebhard von Alvensleben (1543-1609); Erbherr auf Calbe im Werder, Neugattersleben und Randau (bei Magdeburg); ab 1610 Domherr und später Senior des Erzstifts Magdeburg; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reifende").

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Amalek

Anm.: Biblische Figur.

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Ambrosius N. N.

Anm.: Geboren in Bayern; um 1629 kursächsischer Rat; um 1636 Kammerdiener der verwitweten Kurfürstin Hedwig von Sachsen (1581-1641).
Heiliger Ambrosius
Erzbischof Ambrosius von Mailand

geb. 339
gest. 397
Anm.: Sohn des Aurelius Ambrosius, römischer Präfekt der Provinz Gallia Narbonensis; Jurist, Theologe und Kirchenvater; ab 365 Tätigkeit als Anwalt bei Gericht; 372/73 Präfekt der römischen Provinz Aemilia-Liguria; seit 374 Erzbischof von Mailand.

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Georg Am Ende

geb. 1572
gest. 1624
Anm.: Geboren in Dresden; ab 1598 Jesuit; seit 1619 Hofprediger von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Amor
Cupido

Anm.: Römischer Gott und allegorische Personifikation der Liebe.

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Rostain d' Ancezune
Marquis Rostain de Caderousse (oder Codolet)

gest. 1649
Anm.: Sohn des Jean-Vincent d'Ancezune, ab 1622 Marquis de Caderousse oder Codolet (gest. 1632/33); um 1629/30 französischer Colonel d'Infanterie; spätestens seit 1633 Marquis de Caderousse (oder Codolet).
Heinrich Cornelius Anchinoander

Anm.: Deutscher Arzt und Philologe; 1615 Lehrer für die italienische Sprache in Hamburg; 1616 Promotion zum Dr. med. an der Universität Basel.

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Andreas (1) N. N.

Anm.: Um 1628 kaiserliche Kroatenschutzwache des Harzgeröder Amtshauptmannes Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641).
Andreas (2) N. N.

Anm.: Um 1633/36 Leibkutscher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Heiliger Andreas

gest. 60
Anm.: Apostel.

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Giovan Battista Andreini
Lelio

geb. 1576
gest. 1654
Anm.: Sohn des Schauspielers, Impresarios und Autoren Francesco Andreini (1548-1624); berühmter Schauspieler, Konduktor und Stückeschreiber; zunächst Mitglied der elterlichen Comedia-dell'Arte-Truppe "Compagnia dei Comici Gelosi"; 1601 Gründung der eigenen Truppe Compagnia dei Comici Fedeli ("I Fedeli"), die große Erfolge in Italien und Frankreich feierte; Schutz und die Förderung durch die Herzöge von Mantua, Vincenzo (1562-1612), Francesco IV (1586-1612) und Ferdinando Gonzaga (1587-1626); vgl. Pierre Louis Duchartre: The Italian Comedy. The Improvisation Scenarios, Lives, Attributes, Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Commedia dell'Arte, New York 1966, S. 94-96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 260-262; Robert Henke: Performance and Literature in the Commedia dell'Arte, Cambridge 2002, S. 210-215; Allardyce Nicoll: World of Harlequin. A Critical Study of the Commedia dell'Arte, Cambridge [u. a.] 1986, 171-175; Roberto Tessari: Commedia dell'Arte: La Maschera e l'Ombra, Milano 1981, S. 6; ders.: La Commedia dell’Arte. Genesi d’una società dello spettacolo, Roma/Bari 2013, S. 58f., 95, 102, 168-170 und 172-178.

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Virginia Andreini
La Florinda
Geburtsname: Virginia Ramponi

geb. 1583
gest. 1630/31
Anm.: Erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin; seit 1601 Ehe mit Giovan Battista Andreini, mit dem sie die Schauspieler-Compagnie "I Fedeli" leitete; Künstlername nach dem von ihrem Mann verfassten, 1603 in Florenz uraufgeführten Stück "La Florinda"; vgl. Siro Ferrone: La Commedia dell'Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI-XVIII secolo), Torino 2014, S. 306-308; Emily Wilbourne: Seventeenth-Century Opera and the Sound of the Commedia dell’Arte, Chicago/London 2016, passim.
Virginia Andreini
La Lidia
Geburtsname: Virginia Rotari

Anm.: Tochter des Schauspielers Baldo Rotari; bereits 1613 und 1621-1623 Mitglied ("Lidia") der Schauspielertruppe "I Fedeli", deren Leiter Giovan Battista Andreini (1576-1654) sie nach einem langjährigen Verhältnis und dem Tod dessen erster Frau Virginia im Jahr 1631 heiratete; vgl. Giulio Piccini: L’epistolario d’Arlecchino (Tristano Martinelli 1556–1631), Florenz 1896, S. 27; Pierre-Louis Duchartre: The Italian Comedy. The Improvisation Scenarios Lives Attributes Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Comedia dell’Arte, New York 1966, S. 96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 261 und 307; John Rudlin / Olly Crick: Commedia dell’Arte. A Handbook for Troupes, New York 2001, S. 49.
Angern, Familie

Anm.: Im Erzstift Magdeburg ansässiges Adelsgeschlecht.
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier., NDB
Fürst Bernhard von Anhalt

geb. 1571
gest. 1596
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1595/96 Obrist des Obersächsischen Reichskreises im Langen Türkenkrieg.

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Fürst Joachim Ernst von Anhalt

geb. 1536
gest. 1586
Anm.: Sohn des Fürsten Johann IV. von Anhalt-Zerbst (1504-1551) und Großvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1562-1570 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard (1540-1570) regierender, seit 1570 alleinregierender Fürst von Anhalt.

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Fürst Johann Ernst von Anhalt

geb. 1578
gest. 1601
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1601 kaiserlicher Obrist im Langen Türkenkrieg.

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Fürst Otto II. von Anhalt-Aschersleben

geb. ca. 1260
gest. 1315
Anm.: Sohn des Fürsten Otto I. von Anhalt-Aschersleben (gest. 1304); seit 1304 regierender Fürst von Anhalt-Aschersleben.

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Fürstin Agnes Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1612
gest. 1629
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Amalia Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1597
gest. 1605
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Amoena Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1609
gest. 1628
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; führte gemeinsam mit ihrer Tochter Eleonora Maria (1600-1657) seit 1617 die "Noble Académie des Loyales" oder "Getreue Gesellschaft", eine Gesellschaft hochadliger reformierter Damen.

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Fürstin Anna Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1603
gest. 1611
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürst Albrecht von Anhalt-Bernburg
Bischof Albrecht I. von Halberstadt

gest. 1324
Anm.: Sohn des Fürsten Bernhard I. von Anhalt-Bernburg (1218-1287); seit 1304 Bischof von Halberstadt.
Fürst Berengar von Anhalt-Bernburg

geb. 1626
gest. 1627
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Bernhard II. von Anhalt-Bernburg

geb. ca. 1260
gest. 1322
Anm.: Sohn des Fürsten Bernhard I. von Anhalt-Bernburg (1218-1287); seit 1287 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1316-1322 letzter askanischer Inhaber der Grafschaft Aschersleben.
Fürst Bogislaw von Anhalt-Bernburg

geb. 1633
gest. 1634
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen, nach deren Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) geächtet; Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-24); 1624 Aufhebung der Reichsacht; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürst Christian III. von Anhalt-Bernburg

geb. 1631
gest. 1631
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Friedrich Ludwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1619
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1629
gest. 1629
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Louise Amalia von Anhalt-Bernburg

geb. 1606
gest. 1635
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1627
gest. 1627
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürstin Anna Katharina von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
Geburtsname: Gräfin Anna Katharina zur Lippe-Detmold

geb. 1612
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Simon VII. zur Lippe-Detmold (1587-1627); seit 1657 Ehe mit Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Anna Maria von Anhalt-Dessau

geb. 1591
gest. 1637
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Pfalzgräfin Dorothea von Pfalz-Simmern

geb. 1581
gest. 1631
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Simmern (1543-1592); 1595-1618 Ehe mit Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618); seit 1619 Witwensitz auf Schloss Sandersleben.

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1625
gest. 1626
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Friedrich Moritz von Anhalt-Dessau

geb. 1600
gest. 1610
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau

geb. 1606
gest. 1643
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; seit 1632 Inhaber der Ämter Wörlitz und Radegast; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Heinrich Waldemar von Anhalt-Dessau

geb. 1604
gest. 1606
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Joachim von Anhalt-Dessau

geb. 1509
gest. 1561
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516); 1527-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann IV. (1504-1551) und Georg III. (1507-1553) regierender (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha), danach alleinherrschender Fürst von Anhalt-Dessau.

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Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Dessau

geb. 1592
gest. 1615
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau

geb. 1567
gest. 1618
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1603-1606 Regent des Fürstentums Anhalt (im Namen seiner Brüder); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Dessau und Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlriechende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürstin Juliana von Anhalt-Dessau

geb. 1626
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).

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Fürstin Amalia Louise von Anhalt-Köthen

geb. 1634
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Amoena Amalia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Amoena Amalia von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1586
gest. 1625
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Louise Amoena von Anhalt-Köthen

geb. 1609
gest. 1625
Anm.: Tochter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst Ludwig d. J. von Anhalt-Köthen

geb. 1607
gest. 1624
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Saftige").

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Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).

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Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").
Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen
Fürst Wolfgang von Anhalt-Bernburg

geb. 1492
gest. 1566
Anm.: Sohn des Fürsten Waldemar VI. von Anhalt (1450-1508); alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen (1508-1562) und Anhalt-Bernburg (1544-1562) sowie 1508-1544 gemeinsame Regierung mit seinen Dessauer Vettern Johann IV. (1504-1551), Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) in Anhalt-Bernburg und Anhalt-Zerbst; seit 1525 Förderer der Reformation in Anhalt; 1547-1552 Reichsacht wegen Beteiligung am Schmalkaldischen Krieg.

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea von Anhalt-Plötzkau

geb. 1623
gest. 1637
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Ehrenpreis von Anhalt-Plötzkau

geb. 1625
gest. 1626
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Emanuel (1631-1670) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Georg III. von Anhalt-Plötzkau
Fürst Georg III. von Anhalt-Dessau

geb. 1507
gest. 1553
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516); 1525-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann IV. (1504-1551) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); ab 1526 Dompropst in Magdeburg; seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Plötzkau; 1544-1549 Koadjutor des Bistums Merseburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653).
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Adolph von Anhalt-Zerbst
Bischof Adolph von Merseburg

geb. 1458
gest. 1526
Anm.: Sohn des Fürsten Adolph von Anhalt-Zerbst (1405-1473); 1489-1516 Dompropst in Magdeburg; ab 1507 Koadjutor des Bischofs Thilo von Merseburg (1443-1514); seit 1514 Bischof von Merseburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Fürstin Dorothea Hedwig von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Dorothea Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1587
gest. 1609
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564–1613); seit 1605 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Witwensitz in Coswig (Anhalt).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Zerbst

geb. 1617
gest. 1639
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst
Fürst Johann IV. von Anhalt-Dessau

geb. 1504
gest. 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1516-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; bis 1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Magdalena (1583-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst und schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann XVI. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Witwensitz in Coswig (Anhalt).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst

geb. 1576
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Süße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anna N. N.

Anm.: Um 1630/32 Dienerin der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Anna Christina N. N.

Anm.: Um 1629 lebende, davor vermutlich zum Christentum konvertierte Türkin mit sehr langen Haaren.
Anna Maria N. N.

geb. ca. 1612/13
Anm.: Stummes Mädchen aus Braunschweig; zunächst Erziehung am Schöninger Witwenhof der Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1573-1626); danach Leben im Kloster Wolmirstedt; soll im August/September 1630 in Wasserleben plötzlich gesprochen haben.
Robert Anstruther

geb. 1578
gest. 1644/45
Anm.: Sohn des schottischen Master of the Royal Household James Anstruther; ab 1589 Page am Kopenhagener Hof; seit 1606 dänischer Agent am schottischen bzw. englischen Königshof; danach mehrfach englischer Diplomat (1612/13 Vermittlung des Friedens von Knäred zwischen Schweden und Dänemark, 1624/25 Aushandlung eines dänisch-englisches Bündnisses); ab 1621 Gentleman of the Bedchamber; später Privy Councillor des Königs Karl I. von England (1600-1649); 1630 englischer Gesandter auf dem Regensburger Kurfürstentag; 1633/34 Teilnahme am Heilbronner Konvent, kurzzeitig englischer Resident in Hamburg und Gesandter an verschiedenen deutschen Höfen; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fleißige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Antenor

Anm.: Mythische Gestalt (Sohn des Aesyetes und der Cleomestra, Rat des Königs Priamos in Troja und sagenhafter Gründer von Padua) aus Homers "Ilias" und Vergils "Aeneis".

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Anthoni

Anm.: Um 1621 kaiserlicher Rittmeister wallonischer Herkunft.
Alfonso Antonini

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Girolamo Antonini; seit 1616 in venezianischen Kriegsdiensten, um 1623 als Generalkommissar der Kavallerie in Dalmatien; außerdem Astronom und Mathematiker, der bei Galileo Galilei (1564-1642) studierte.
Antonio N. N.

Anm.: Um 1623 Reitlehrer in Padua.
Marcus Antonius

geb. 86/83/82 v. Chr.
gest. 30 v. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Konsuls Marcus Antonius Orator (143-87 v. Chr.); Vertrauter von Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.); seit 50 v. Chr. römischer Augur; 44 v. Chr. Konsul; 43-32 v. Chr. Triumvir; danach erfolgloser Krieg gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Heiliger Antonius

geb. 1195
gest. 1231
Anm.: Portugiesischer Franziskaner, Kirchenlehrer und Prediger in Padua.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. d' Antrevar et Lissare (1)

Anm.: Französischer Adliger und Bruder von N. N. d'Antrevar et Lissare (2).
N. N. d' Antrevar et Lissare (2)

Anm.: Französischer Adliger und Bruder von N. N. d'Antrevar et Lissare (1).
Georg Anwander

gest. nach 1634
Anm.: Um 1610/12 Pfarrer in Kaufbeuren; später Exulant in Anhalt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jeremias Apfel

Anm.: Geboren in Waltershausen/Thüringen; um 1614 Studium in Erfurt; 1623 Kantor in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1624/25 Pfarrer in Dürnsricht und Schmidgaden; 1626 Emigration nach Nürnberg.
N. N. Apfelmann

Anm.: Kaiserlicher Hauptmann, welcher 1620 dem Heer der böhmischen Konföderierten unter Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg seine Dienste angeboten hat.
Apoll

Anm.: Griechisch-römischer Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der Sittenreinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und Künste.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Appiani, Familie

Anm.: Italienisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Caecus Appius Claudius

geb. ca. 300 v. Chr.
Anm.: Römischer Politiker und Redner.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf N. N. von Arco (1)

Anm.: Angehöriger des Trientiner Adelsgeschlechts.
Graf N. N. von Arco (2)

Anm.: Angehöriger des Trientiner Adelsgeschlechts.
Graf Johann Baptist von Arco

geb. 1588
gest. 1628
Anm.: Sohn des Grafen Prosper von Arco (gest. 1607); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer.
N. N. Ardenhofer

Anm.: Um 1628 kaiserlicher Obristwachtmeister.
Ludwig Arendt

Anm.: Anhaltischer Untertan.
Wilm Arendts

Anm.: Geboren in Harderwijk; um 1626 niederländischer Schiffer, der früher in Ostindien gelebt hat.
Felipe de Areyzaga y Avandagno
Felipe de Areyçaga y Avendano

Anm.: Geboren an der Biskaya; spanischer Obristleutnant (1620), welcher in der Schlacht am Weißen Berg den Verwundungsschuss auf den Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg abgegeben haben will, und Obrist (1621-1628).
Ludovico Ariosto

geb. 1474
gest. 1533
Anm.: Sohn des italienischen Adligen und Militärs Niccolò Ariosto (1433-1500); italienischer Dichter und Humanist; ab 1484 Besuch der Lateinschule und seit 1489 Rechtsstudium in Ferrara; 1493 Beitritt zu einer Schauspielgruppe, die am herzoglichen Hof von Ferrara Stücke aufführte; 1500-1503 Hauptmann und Kommandant einer Grenzfestung bei Canossa; 1503-1517 Sekretär des Kardinals Ippolito d'Este (1479-1520); ab 1518 in Diensten des Duca Alfonso I. di Ferrara, Modena e Reggio (1476-1534); 1522-1525 Gouverneur der Provinz Garfagnana; 1525 Intendant des Hoftheaters in Ferrara und kurz danach Rückzug ins Privatleben.

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Aristarchos von Samothrake

geb. ca. 216 v. Chr.
gest. 144 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria.

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Aristophanes von Byzanz

geb. 257 v. Chr.
gest. 180 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria.

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Aristoteles

geb. 384 v. Chr.
gest. 322 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philosoph und Universalgelehrter.

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N. N. von Arnim

Anm.: Um 1622/23 Hauptmann.
Hans Georg von Arnim

geb. 1583
gest. 1641
Anm.: Sohn des Bernd von Arnim (1550-1611); 1613-1617 schwedischer Obrist; 1621 Wechsel in polnische Kriegsdienste; 1624/25 erneut schwedischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1627-1629) und Feldmarschall (1628/29); 1631/32 kurbrandenburgischer Obrist; 1631-1635 kursächsischer Obrist Feldmarschall; 1637/38 in schwedischer Gefangenschaft; 1638 erneuter Eintritt in kaiserlich-kursächsische Dienste; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gepriesene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina Dorothea von Arnim
Geburtsname: Katharina Dorothea von Hoym

geb. 1619
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian Julius von Hoym (1586-1656); seit 1638 Ehe mit Wolf Christoph von Arnim (1607-1668).
Andreas Arnold

gest. nach 1628
Anm.: Holländer; im Frühjahr 1624 Kammerdiener des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; um 1627 fürstlicher Kammerdiener in Bernburg.
Matthias Arnoldin von Clarstein

geb. ca. 1575
gest. 1649
Anm.: Geboren in Böhmen; Dr. jur.; ab ca. 1605 kaiserlicher Appellationssekretär; seit 1612 Hofkammersekretär; ab 1618 Hofkammerrat; seit 1626 erster Sekretär der Reichskanzlei und Protokollführer des Geheimen Rates; ab 1628 Reichshofrat; nach 1639 schrittweiser Rückzug aus seinen Amtsgeschäften; 1623 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde.

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Arnsberg, Familie
Grafen von Arnsberg

Anm.: Im Jahr 1371 ausgestorbenes westfälisches Reichsgrafengeschlecht.

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Wolf von Arnswaldt

Anm.: Thüringischer Adliger; 1630 Abgesandter der Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt (1584-1652) auf der Beerdigung des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630).
Sebastian Arthofer von Schützenberg

Anm.: Österreichischer Adliger; kaiserlischer Obristwachtmeister (1627) und Obrist.
N. N. von Aschersleben

Anm.: Pommerischer Adliger; um 1626 Student am Gymnasium Illustre Harderwijk.
Johann Gottfried von Aschhausen
Bischof Johann Gottfried von Bamberg
Bischof Johann Gottfried von Würzburg

geb. 1575
gest. 1622
Anm.: Sohn des bischöflich-würzburgischen Amtmanns Gottfried von Aschhausen (gest. 1581); Domherr in Bamberg (1593) und Würzburg (1596); ab 1604 Dekan des Ritterstifts Comburg; seit 1609 Bischof von Bamberg; ab 1617 auch Bischof von Würzburg.

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Gaspare Aselli

geb. 1581
gest. 1625
Anm.: Geboren in Cremona; Medizinstudium in Pavia; danach Chirurg in Mailand; 1612-1620 leitender Feldchirurg der spanischen Armee in Italien; 1622 Entdecker der Lymphgefäße; seit 1624 Professor für Anatomie in Pavia.

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John Ashburnham

geb. 1603
gest. 1671
Anm.: Sohn des Adligen John Ashburnham (gest. 1620); ab ca. 1622 im Dienst der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); seit 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; ca. 1626-1628 Vorsteher des Haushaltes von Kurfürstin Elisabeth; 1628 Groom of the bedchamber (Kammerjunker) des Königs Karl I. von England (1600-1649) und Parlamentsmitglied; 1643 Ausschluss aus dem Parlament und Konfiskation seiner Güter als Parteigänger der Königs; 1644 Schatzmeister der königlichen Armee; 1646 Flucht nach Paris über die Niederlande; 1647 wieder in Diensten von König Karl I.; ab 1648 mehrfach in Gefangenschaft und erneute teilweise Enteignung als Royalist; nach der Restauration Diplomat für König Karl II. von England (1630-1685); 1661-1667 erneut Parlamentsmitglied.

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Askanier, Dynastie

Anm.: Deutsche Herrscherdynastie, die vor allem das Fürstentum Anhalt, die Markgrafschaft Brandenburg sowie die Herzogtümer Sachsen-Lauenburg und Sachsen-Wittenberg regierte.

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Asmodi
Asmodäus

Anm.: Dämon aus der jüdischen Mythologie.
N. N. Aspan von Haag

Anm.: Um 1621/22 kaiserlicher Rittmeister.
Esther Aspan von Haag
Geburtsname: Ester von Gera

gest. nach 1645
Anm.: Tochter des Christoph von Gera (gest. 1609) zu Arnfels; seit 1610 Ehe mit Hans Joachim Aspan von Haag (gest. 1645).
Hans Joachim Aspan von Haag

gest. 1645
Anm.: Sohn des Landrats Jakob Aspan von Haag (gest. 1610); Herr auf Lichtenhaag, Hartheim und Wimspach.

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Asseburg, Familie

Anm.: Niedersächsisches Adelsgeschlecht.
Agnes von der Asseburg
Geburtsname: Agnes von Schauroth

gest. 1652
Anm.: Erste Ehefrau des Bernhard von der Asseburg (1593-1657).
Bernhard von der Asseburg

geb. 1593
gest. 1657
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Wallhausen.
Busso von der Asseburg

geb. 1586
gest. 1646
Anm.: Sohn des August von der Assenburg (1545-1604); Erbherr auf Falkenstein (Unterharz), Neindorf und Peseckendorf.

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Eleonora Elisabeth von der Asseburg

geb. 1637
gest. 1664
Anm.: Tochter des Johann August von der Asseburg (1611-1660).
Johann von der Asseburg

geb. 1578
gest. 1651
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Schermcke.
Johann August von der Asseburg

geb. 1611
gest. 1660
Anm.: Sohn des Christoph Johann von der Asseburg (1580-1651); Erbherr auf Ampfurth und Eggenstedt.
Ludwig d. Ä. von der Asseburg

geb. 1546
gest. 1633
Anm.: Sohn des Johann von der Asseburg (1511-1567); Erbherr auf Wallhausen, Schermcke und Hinnenburg.

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Ludwig d. J. von der Asseburg

geb. 1583
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Wallhausen und Hinnenburg; 1597-1602 Edelknabe des Grafen Georg Eberhard zu Solms-Lich (1568-1602); danach Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1611-1613 in dänischen Kriegsdiensten als Leutnant und Rittmeister; 1613/14 braunschweigisch-wolfenbüttelischer Rittmeister; 1618-1620 Rittmeister der böhmischen Konföderierten; ligistischer Obristleutnant (1622-1625) und Obrist (1625-1627); ca. 1627-1634 kaiserlicher Obrist.
Maria Elisabeth von der Asseburg
Geburtsname: Maria Elisabeth von Erffa

geb. nach 1593
gest. 1639
Anm.: Tochter des Hans Hartmann von Erffa (1551-1610); seit 1616 Ehe mit Ludwig d. J. von der Asseburg (1583-1669).
Sophia Dorothea von der Asseburg
Geburtsname: Sophia Dorothea von Lützow

geb. ca. 1615
gest. 1641
Anm.: Tochter des Joachim (2) von Lützow; ab ca. 1626 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1635 Ehe mit Johann August von der Asseburg (1611-1660).
Pierre Asselineau

gest. vor 1634
Anm.: Sohn eines hugenottischen Arztes in Orléans; Flucht vor den französischen Religionskriegen nach Italien; vermutlich Medizinstudium in Padua; danach Arzt in Venedig.
König Sanherib von Assyrien
König Sanherib von Babylonien

geb. ca. 745 v. Chr.
gest. 680 v. Chr.
Anm.: Sohn des Königs Sargon II. von Assyrien (gest. 705 v. Chr.); ab 705 v. Chr. König von Assyrien; 705–703 v. Chr. und seit 688 v. Chr. auch König von Babylonien; biblische Figur.

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António de Ataíde
Conde António de Castro Daire
Conde António da Castanheira

geb. 1567
gest. 1647
Anm.: Sohn des António de Ataíde, Conde da Castanheira (gest. 1603); ab 1587 militärische Karriere als General der spanischen Galeeren, General der Küstenarmada, Infantrieobrist, Kapitänmajor der Indischen Flotte (1611/12) und Generalkapitän der portugiesischen Flotte (1618-1621); Kämmerer des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); Hofmarschall der Königin Isabel von Spanien (1602–1644); portugiesischer Staatsrat; Ratspräsident von Aragon; seit 1625 Conde de Castro Daire; 1629 außerordentlicher spanischer Botschafter in Wien; 1631-1633 Gouverneur von Portugal; ab 1637 Conde da Castanheira; 1641 kurzzeitige Verhaftung wegen prospanischer Haltung.

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N. N. Athenäus

Anm.: Ehefrau des Meisdorfer Pfarrers Valentin Athenäus (gest. vor 1628) und um 1628 Hofbesitzerin in Reinstedt.
Valentin Athenäus
Valentin Athen

gest. vor 1628
Anm.: Geboren in Aschersleben; Studium in Leipzig (1601), Helmstedt (1603) und Wittenberg (1604); 1608 Mag. (Leipzig); seit 1615 Pfarrer in Meisdorf (bei Falkenstein/Harz); Hausbesitzer in Reinstedt.
Graf Johann Friedrich von Attems

geb. 1593
gest. 1663
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); kaiserlicher Obrist und Kämmerer; später auch Hofkriegsrat; seit 1643 Oberststallmeister der verwitweten Kaiserin Eleonora (1598-1655); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Johann Jakob von Attems

geb. 1598
gest. 1670
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); kaiserlicher Obrist; ab 1625 kaiserlicher Kämmerer ; seit 1667 Landesverweser des Herzogtums Kärnten; 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Maximilian Hermann von Attems

geb. 1604/07
gest. 1684
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); Kämmerer und Geheimer Rat des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Gräfin Ursula von Attems
Geburtsname: Ursula Breuner

geb. 1568
gest. 1641
Anm.: Tochter des Kaspar Breuner (1530-1570); 1588-1611 Ehe mit Hermann von Attems (1564-1611); 1623-1624 Obersthofmeisterin der Erzherzoginnen Maria Anna (1610-1665) und Caecilia Renata (1611-1644); 1624-1637 Obersthofmeisterin der Kaiserin Eleonora (1598-1655); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Théodore Agrippa d' Aubigné
Théodore Agrippa d'Aubigné

geb. 1550/52
gest. 1630
Anm.: Sohn des Richters Jean d'Aubigné, Seigneur de Brie en Xaintonge (gest. 1563); 1568-1570 Teilnahme am dritten Hugenottenkrieg; 1573-1577 Écuyer sowie 1587-1593 hoher Militär und Verwaltungsbeamter des Königs Heinrich III. von Navarra (1553-1610); danach Rückzug aus der Politik und Tätigkeit als Autor literarischer und historischer Werke; 1620 Verbannung wegen Beteiligung an einer erfolglosen Verschwörung gegen den königlichen Favoriten Charles d’Albert, Duc de Luynes (1578-1621); danach Exil in Genf.

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Elisabeth Auer von Herrenkirchen
Elisabeth von Hirschaidt
Geburtsname: Elisabeth Kuttner von Kuniz

geb. 1591
gest. 1652
Anm.: Erste Ehe mit Hans Ludwig von Hirschaidt (Hirschhayd); seit 1634 zweite Ehe mit Wolf Helmhard von Auer (1610-1660).

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Wolf Helmhard Auer von Herrenkirchen

geb. 1610
gest. 1660
Anm.: Oberösterreichischer Exulant; seit 1624 Hofjunker des Grafen Friedrich Kasimir von Ortenburg (1591-1658); vor 1634 vorübergehend in Kriegsdiensten.
Graf N. N. von Auersperg

Anm.: Angehöriger des Krainer Adelsgeschlechts.
N. N. Auffgang

Anm.: Um 1629 Harzer Salpetersieder unter dem kaiserlichen Obristen Johann David Pecker von der Ehr (gest. 1659).
N. N. Augustin

Anm.: Seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Ballenstedt.
Heiliger Augustinus
Bischof Augustinus von Hippo

geb. 354
gest. 430
Anm.: Christlicher Kirchenlehrer und Philosoph; seit 395 Bischof von Hippo.

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Luis de Avalos

Anm.: Spanischer Adliger; 1529 vermutlich Maestro del Campo und Kommandeur der spanischen Truppen während der ersten türkischen Belagerung Wiens; wahrscheinlich 1532 kommandierender Offizier unter Fernando Alvarez, Duque de Alba (1507-1582), gegen die Türken in Ungarn.
Martín de Axpe y Zárate

geb. 1594
gest. 1640
Anm.: Sohn des Dr. jur. Juan García de Axpe y Sierra; seit 1631 Staats- und Kriegssekretär des Kardinalinfanten Fernando von Spanien (1609/10-1641); daneben auch mehrfach diplomatische Missionen.
Axt, Familie

Anm.: Polnisch-schlesisches Adelsgeschlecht.
Johann von Axt

gest. 1634
Anm.: Schlesischer Adliger; 1630-1632 Stallmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fernando (Antonio) de Ayala Fonseca y Toledo
Conde Fernando (Antonio) de Ayala
Marqués Fernando (Antonio) de Tarazona

geb. 1600
gest. 1676
Anm.: Sohn des Antonio Francisco de Ayala, ab 1602 Conde de Ayala; seit 1622 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General der Kavallerie (1634); 1632-1648 Marqués de Tarazona (de iure uxoris); nach 1634 Conde de Ayala; ab 1655 Comendador de Bastimentos de Castilla; ebenso königlicher Kämmerer; 1660-1663 Generalkapitän und Vizekönig von Sizilien; seit 1666 spanischer Kriegs- und Staatsrat.

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Georg Ayrmann

geb. ca. 1575
gest. 1651
Anm.: Sohn des Georg Ayrmann (gest. vor 1600) aus Bamberg; Nürnberger Kaufmann; ab ca. 1600 Handelsdiener bei der Petzschen Handlung; seit 1602 Nürnberger Bürger; ab 1608 Genannter des Größeren Rats der Reichstadt; ab ca. 1610 mit eigener Handelsgesellschaft mit Hauptsitz in Nürnberg und zweitweise in Leipzig; 1623 Nobilitierung; vgl. Lambert F. Peters: Der Handel Nürnbergs am Anfang des Dreißigjährigen Krieges. Strukturkomponenten, Unternehmen und Unternehmer - eine quantitative Analyse. Stuttgart 1994, S. 213-275.

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König Nebukadnezar II. von Babylonien

geb. ca. 640 v. Chr.
gest. 562 v. Chr.
Anm.: Sohn des späteren Königs Nabopolassar von Babylonien (gest. 625 v. Chr.); 605-562 v. Chr. König von Babylonien; biblische Figur.

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Bacchus

Anm.: Römischer Gott des Weines und der Fruchtbarkeit.

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N. N. Backofen (1)

Anm.: Um 1626/27 Ehefrau des Arztes Dr. Bartholomäus Backofen.
N. N. Backofen (2)

Anm.: Um 1631 anhaltisch-köthnischer Untertan.
Bartholomäus Backofen

Anm.: Geboren in Susteren (Herzogtum Jülich); ab 1611 Medizinstudium in Franeker; Promotion zum Dr. med.; seit 1619 praktizierender Arzt in Harderwijk; 1626/27 Hausarzt des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; vgl. Klaus Conermann (Hg.): Briefe der Fruchtbringenden Gesellschaft und Beilagen: Die Zeit Fürst Ludwigs von Anhalt-Köthen 1617-1650, Reihe I, Abt. A: Köthen, Bd. 2, Tübingen 1998, S. 103f.
Baden, Haus
Markgrafen von Baden

Anm.: Südwestdeutsches Reichsfürstengeschlecht.

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Markgraf Eduard Fortunat von Baden-Baden

geb. 1565
gest. 1600
Anm.: Sohn des Markgrafen Christoph II. von Baden-Rodemachern (1537-1575), dessen Nebenlinie Eduard Fortunat fortsetzte, bevor er 1588 die Markgrafschaft Baden-Baden übernahm und bis 1594 regierte; Besetzung des hochverschuldeten Landes durch die Durlacher Vettern; Flucht Eduard Fortunats; dubiose Machenschaften, Kriegsdienste, schließlich Unfalltod auf Burg Kastellaun.

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Markgräfin Louise Christina von Baden-Baden
Geburtsname: Luisa Cristina di Savoia-Carignano

geb. 1627
gest. 1689
Anm.: Tochter des Tommaso Francesco di Savoia, Principe di Carignano (1596-1656); 1653-1669 Ehe mit Markgraf Ferdinand Maximilian von Baden-Baden (1625-1669).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Wilhelm von Baden-Baden

geb. 1593
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Eduard Fortunat von Baden-Baden (1565-1600); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Baden (1631-1634 Vertreibung durch die Schweden), 1634-1648 ebenso von Baden-Durlach; ab 1630 kaiserlicher Geheimer Rat sowie Obrist (1630-1646), Generalfeldwachtmeister (1633) und Feldzeugmeister (1635); seit 1652 Reichskammerrichter; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Markgräfin Barbara von Baden-Durlach
Geburtsname: Herzogin Barbara von Württemberg

geb. 1593
gest. 1627
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich I. von Württemberg (1557-1608) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1616 Ehe mit Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgräfin Barbara von Baden-Durlach

geb. 1618
gest. 1623
Anm.: Tochter des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).
Markgraf Christoph von Baden-Durlach

geb. 1603
gest. 1632
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); bis 1624 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1625 diplomatische Mission für seinen Vater in Frankreich; 1627 dänischer Obrist; 1632 schwedischer Obrist.

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Markgräfin Eleonora von Baden-Durlach
Geburtsname: Gräfin Eleonora von Solms-Laubach

geb. 1605
gest. 1633
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht Otto I. von Solms-Laubach (1576-1610); seit 1627 Ehe mit Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).

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Markgraf Ernst Friedrich von Baden-Durlach

geb. 1560
gest. 1604
Anm.: Ältester Sohn Markgraf Karls II. von Baden Durlach (1529-1577); 1583 Einrichtung des Gymnasium Ernestinum in Durlach, nach der vormundschaftlichen Regierung 1584 Landesteilung mit den beiden Brüdern und Regierungsantritt im nördlichen Teil der Markgrafschaft Baden-Durlach mit den Hauptorten Durlach und Pforzheim; 1594 Besetzung der völlig überschuldeten Markgrafschaft Baden-Baden, daraus resultierende Konflikte mit dem Kaiser; 1594 Mitbegründer des protestantischen Heilbronner Bündnisses (Vorläufer der protestantischen Union); 1599 formeller Übertritt vom lutherischen zum reformierten Bekenntnis, damit verbundene konfessionelle Konflikte vor allem mit der Stadt Pforzheim. Er starb kinderlos, Bruder Georg Friedrich (1573-1638) vereinigte alle Durlacher Landesteile.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach

geb. 1594
gest. 1659
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Durlach; 1634-1649 abgesetzt und Leben im Exil; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verwandte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Markgraf Friedrich VI. von Baden-Durlach

geb. 1617
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659); schwedischer General (1655) und Generalfeldmarschall (1656); ab 1659 regierender Markgraf von Baden-Durlach; seit 1674 Reichsgeneralfeldmarschall; ab 1676 auch kaiserlicher Feldmarschall.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach

geb. 1573
gest. 1638
Anm.: Sohn des Markgrafen Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577); ab 1604 regierender Markgraf von Baden-Durlach; General der Protestantischen Union; 1621/22 antikaiserlicher Feldherr; 1622 Abdankung zugunsten seines Sohnes Friedrich V. (1594-1659); 1627 dänischer Generalleutnant; seit 1634 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Markgraf Karl von Baden-Durlach

geb. 1598
gest. 1625
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); Rittmeister (1619) und Obrist (1620/21) im Unionsheer; 1622 badisch-durlachischer Obrist; 1623 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1625 Kampf für die Franzosen im Veltlin; vgl. Johann Christian Sachs: Einleitung in die Geschichte der Marggravschaft und des marggrävlichen altfürstlichen Hauses Baden, 4. Teil, Karlsruhe 1770, S. 493-498.

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Markgraf Karl Magnus von Baden-Durlach

geb. 1621
gest. 1658
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659); schwedischer Rittmeister (1640), Obristleutnant (1641), Obrist (1644-1649 und seit 1655) sowie Generalleutnant (1655).

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Markgräfin Sibylla von Baden-Durlach

geb. 1622
gest. 1639
Anm.: Tochter des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).
Alessandro Badoèr

Anm.: Venezianischer Patrizier; 1622/23 Podestà (Amtmann) von Monselice.
Christian Bär

Anm.: Um 1635 Untertan des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Hans Bär

Anm.: Um 1633 vermutlich anhaltisch-bernburgischer Untertan und Pferdehalter.
Baglioni, Familie

Anm.: Oberitalienisches Adelsgeschlecht aus Perugia.

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Malatesta Baglioni
Bischof Malatesta von Pesaro
Bischof Malatesta von Assisi

geb. 1581
gest. 1648
Anm.: Sohn des Gianpaolo Baglioni (1552-1608); 1612-1641 Bischof von Pesaro; 1634-1639 Apostolischer Nuntius am Wiener Kaiserhof; seit 1641 Bischof von Assisi.
Orazio Baglioni

geb. 1582
gest. 1617
Anm.: Sohn des Gianpaolo Baglioni (1552-1608); zuletzt venezianischer General.
Everardus Balck

geb. 1590
gest. 1628
Anm.: Geboren in Deventer; Promotion zum Dr. jur. an der Akademie in Bourges; 1625/26 außerordentlicher Juraprofessor sowie seit 1626 ordentlicher Professor für Jura und Ethik (Philosophia practica) am Gymnasium Illustre Harderwijk.
Alois Baldiron

gest. 1632
Anm.: Geboren im Trentino; ab 1596 in habsburgischen Kriegsdiensten; 1621/22 Oberbefehlshaber der habsburgischen Truppen während der Bündner Wirren und des Prättigauer Aufstandes; 1623/24 und seit 1630 kaiserlicher Obrist; 1630 Erhebung in der Freiherrenstand.

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Balthasar (1) N. N.

Anm.: Alter Jagdknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, der 1636 vom Luthertum zum Calvinismus konvertierte.
Balthasar (2) N. N.

Anm.: Bis 1630 Lakai des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Balthasar (3) N. N.

Anm.: 1630-1634 und erneut seit 1637 Bereiter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Joost Banckert
Joost van Trappen

geb. ca. 1597/99
gest. 1647
Anm.: Sohn des Marinekapitäns Michiel van Trappen, genannt Banckert; 1624 niederländischer Marinekapitän; Kapitän (1624-1636) und Vizeadmiral (1628) der Niederländischen Westindien-Kompanie; seit 1636 erneut in Marinediensten als Konteradmiral (1637) und Vizeadmiral (1637/38); Kapitän (1645) und Vizeadmiral (1646/47) der Niederländischen Westindien-Kompanie.
Graf Gustaf Adam Banér
Der "tolle" Banér

geb. 1624
gest. 1681
Anm.: Sohn des Johan Banér (1596-1641); ab 1653 königlicher Kämmerer; später Obrist der Garde, Stallmeister und Geheimer Rat; seit 1674 Präsident des Kriegsrats; ab 1678 Generalgouverneur von Ingermanland und Kexholms; 1651 Erhebung in den Grafenstand.

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Johan Banér

geb. 1596
gest. 1641
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Banér (1547-1600); schwedischer Obrist (1621), Generalmajor (1623), General der Infanterie (1630) sowie Feldmarschall im Nieder- und Obersächsischen Reichskreis (1634); ab 1630 Reichsrat; seit 1634 Oberbefehlsshaber der schwedischen Armee in Deutschland; ab 1638 zugleich Generalgouverneur in Pommern; seit 1633 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Haltende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Elisabeth Juliana Banér
Gräfin Elisabeth Juliana von Löwenstein
Geburtsname: Gräfin Elisabeth Juliana von Erbach

geb. 1600
gest. 1640
Anm.: Tochter des Grafen Georg von Erbach (1548-1605/08); 1620-1633 erste Ehe mit Graf Georg Ludwig von Löwenstein-Scharfeneck (1587-1633); seit 1636 zweite Ehe mit Johan Banér (1596-1641).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Katharina Elisabeth Banér
Geburtsname: Katharina Elisabeth von Pfuel

geb. 1598
gest. 1636
Anm.: Tochter des Adam von Pfuel (1562-1626); seit 1623 Ehe mit Johan Banér (1596-1641).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Claus Banse

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Johann Banse d. J.

Anm.: Bernburger Bürger und Sattelhofbesitzer; 1628 und 1631 Bürgermeister der Talstadt Bernburg.
François de Baradas

geb. 1602
gest. 1684
Anm.: Burgundischer Adliger; 1624-1626 Favorit des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); Aufstieg vom Pagen der Petite Écurie zum Premier Écuyer, Premier gentilhomme de la Chambre du Roi (1626/27), Schlosshauptmann von Saint-Germain-en-Laye und Lieutenant du roi in der Champagne.
Barbara N. N.

geb. 1629
Anm.: In Kempten geborenes Mädchen, das in seinem Geburtsjahr an verschiedenen Stellen des ganzen Körpers behaart gewesen sein soll.
Agostino Barbarigo

geb. 1516
gest. 1571
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Giovanni Barbarigo; 1554-1557 Botschafter der Republik Venedig in Frankreich; 1561-1564 Luogotenente (Gouverneur) von Friaul; 1564-1567 Capitano (Stadthauptmann) von Padua; seit 1570 Admiral (capitano generale da mar) der venezianischen Kriegsflotte.
N. N. Barbaro

Anm.: Venezianischer Patrizier, der 1623 für das Amt des Dogen kandidiert haben soll.
Antonio Barberini
Bischof Antonio von Frascati
Erzbischof Antonius von Reims
Bischof Antonio von Palestrina

geb. 1608
gest. 1671
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630) und Neffe von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1627 Kardinal; 1628-1632 Präfekt der Apostolischen Signatur; seit 1632 Präfekt der Glaubenskongregation; ab 1638 Kämmerer der Römischen Kirche; seit 1653 Großalmosenier von Frankreich; 1655–1661 Bischof von Frascati; ab 1657 Erzbischof von Reims und Pair de France; seit 1661 Bischof von Palestrina.

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Antonio Marcello Barberini
Bischof Antonio Marcello von Senigallia

geb. 1569
gest. 1646
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1624 Kardinal; 1625-1628 Bischof von Senigallia; 1629-1633 römischer Großinquisitor; seit 1633 Bibliothekar und Großpönitentiar der Römischen Kirche.

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Carlo Barberini
Duca Carlo di Monterotondo

geb. 1562
gest. 1630
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); Generalleutnant der päpstlichen Armee; ab 1623 Gonfaloniere der Heiligen Römischen Kirche; seit 1627 Duca di Monterotondo.

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Francesco Barberini
Bischof Francesco von Sabina
Bischof Francesco von Ostia (e Velletri)

geb. 1597
gest. 1679
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630); Neffe und 1623-1644 Kardinalnepot von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1633 römischer Großinquisitor; seit 1645 Bischof von Sabina; ab 1666 Bischof von Ostia (e Velletri).

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Taddeo Barberini
Principe Taddeo di Palestrina

geb. 1603
gest. 1647
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630) und Neffe von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1627 Principe di Palestrina; 1631-1644 Präfekt von Rom; 1639-1644 Gonfaloniere der Römischen Kirche; 1641-1644 Befehlshaber der päpstlichen Armee.

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Marchese Giulio Barbolani di Montauto
Conte Giulio di Montauto

geb. ca. 1585
gest. 1641
Anm.: Sohn des Bartolomeo Barbolani di Montauto (gest. 1599); ab 1618 toskanischer Admiral gegen die Barbareskenkorsaren; seit 1620 kaiserlicher Hofkriegsrat und Kämmerer; 1621-1623 und ab 1635 Festungskommandant von Livorno; seit 1630 Conte di Montauto; 1635 Erhebung in den Markgrafenstand.
Marchese Montauto Barbolani di Montauto

geb. ca. 1590
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bartolomeo Barbolani di Montauto (gest. 1599); 1608-1612 und seit 1623 kaiserlicher Kämmerer; auch kaiserlicher Obrist; 1635 Erhebung in den Markgrafenstand.
Barby, Familie
Grafen von Barby und Mühlingen

Anm.: Mitteldeutsches Reichsgrafengeschlecht.
Graf Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen

geb. 1597
gest. 1641
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); ab 1609 gemeinschaftliche Regierung mit seinem jüngeren Bruder Jost Günther (1598-1651); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dienliche").

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Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen

geb. 1598
gest. 1651
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); 1609-1641 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Albrecht Friedrich (1597-1641), danach Vormundschaft über dessen Sohn August Ludwig (1639-1659); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Güldene").

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Gräfin Sophia von Barby und Mühlingen
Geburtsname: Gräfin Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt

geb. 1579
gest. 1630
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); 1595-1609 Ehe mit Graf Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609).

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Gräfin Sophia Ursula von Barby und Mühlingen
Geburtsname: Gräfin Sophia Ursula von Oldenburg-Delmenhorst

geb. 1601
gest. 1642
Anm.: Tochter des Grafen Anton II. von Oldenburg-Delmenhorst (1550-1619); 1633-1641 Ehe mit Graf Albrecht Friedrich Barby und Mühlingen (1597-1641).

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Graf Wolfgang von Barby und Mühlingen

geb. 1502
gest. 1565
Anm.: Sohn des Grafen Burkhard von Barby und Mühlingen (gest. 1505); seit 1535 regierender Graf von Barby und Mühlingen; zudem langjähriger kursächsischer Geheimer Rat.
Hermann Barnemann

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
N. N. Barozzi

Anm.: Venezianischer Patrizier; um 1623 Olivetanermönch im Eremo del Monte Rua.
N. N. Bartfeldt

Anm.: Um 1629 kaiserlicher Fähnrich.
Leonhard Bartholdus

gest. 1629
Anm.: Geboren in Amberg; Theologiestudium in Altdorf (1599), Leipzig (1602) und Wittenberg (1603); 1603 Magister; 1604 Diakon in Kemnath; 1606-1626 Spitalprediger in Amberg; 1626 Emigration aus der Oberpfalz; seit 1626 Pfarrer in Kleinpaschleben.
Tilman Barwasser

geb. 1592
gest. 1643
Anm.: Bürger, Goldschmied und Juwelier in Leipzig.

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Johann Franz von Barwitz
Johann Franz von Fernemont

geb. 1597
gest. 1676
Anm.: Sohn des Johann Anton von Barwitz; kaiserlicher Obristleutnant (1627), Obrist (1630-1643 und 1645-1650), Generalwachtmeister (1640) und Generalfeldzeugmeister (1642); spätestens seit 1655 auch Hofkriegsrat; 1623 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Kristoffer Basse

Anm.: Dänischer Adliger; Herr auf Sørup und Urup; königlicher Amtmann auf den Schlössern Frederiksborg und Abrahamstrup (1614-1623) sowie Kronborg (1619-1623).
François de Bassompierre
Marquis François de Haroué

geb. 1579
gest. 1646
Anm.: Sohn des lothringischen Adligen Christophe de Bassompierre (1547-1596); 1603 Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1621-1629 in französischen Kriegsdiensten gegen die Hugenotten als Maréchal de camp (1621) und Maréchal de France (1622); diplomatische Missionen in Spanien (1621), der Schweiz (1625) und England (1626); 1631-1643 in Haft als Gegner des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1623 Marquis d'Haroué.

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Bastian N. N.

Anm.: Um 1631 Bereiter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Graf Adam Batthyány
Batthyány Ádám

geb. 1609
gest. 1659
Anm.: Sohn des Franz Batthyány (1577-1625); 1629 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1630 kaiserlicher Kämmerer; seit 1640 Generalkapitän für die Gebiete in Ungarn diesseits der Donau; 1630 Erhebung in den Grafenstand.

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Giovanni Battista
Johann Baptista

gest. 1630
Anm.: Italienischer Abstammung; um 1630 Rittmeister in kaiserlichen Diensten; im selben Jahr Übertritt in schwedische Dienste und Beteiligung an einem Hinterhalt gegen Gustav II. Adolph von Schweden, wofür er hingerichtet wurde.
Hans Michael de Bauby

Anm.: Um 1628 kaiserlicher Leutnant.
Wolf Heinrich von Baudissin

geb. 1597
gest. 1646
Anm.: Sohn des Christoph von Baudissin (gest. 1618); 1615 venezianischer Leutnant; 1620 Teilnahme an der Schlacht am Weißen Berg als böhmisch-kurpfälzischer Rittmeister; 1625-1627 dänischer Reiterobrist; schwedischer Obrist (1628-1633) und Generalleutnant (1631-1633); 1635/36 kursächsischer Generalleutnant; seit 1641 polnischer Gesandter in Kopenhagen.

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Nicolas de Baugy

geb. 1574
gest. 1641
Anm.: Sohn des André de Baugy; ab 1602 königlicher Maître d'hôtel; französischer Resident am Kaiserhof (1600-1624) und in Brüssel (1624-1626); Botschafter bei den Generalstaaten (1628-1634); seit 1635 Conseiller d'Etat und Conseiller du conseil privé.
Jakob Bauhof

Anm.: Um 1631 kaiserlicher Kriegskommissar.
Friedrich von Baur
Friedrich von Bawyr

geb. ca. 1600
gest. 1667
Anm.: Sohn des Christoph von Baur (1561-1650); bis 1641 schwedischer Kriegskommissar, Obristleutnant und Obrist (1636-1640); 1642-1645 Generalmajor in dänischen und schleswig-holsteinisch-gottorfischen Diensten; zuletzt kurbrandenburgischer Generalleutnant (1654-1661) und Kriegsrat (1656-1661); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strenge").

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Johann Christoph von Baur
Johann Christoph von Bawyr

geb. ca. 1598
gest. 1676
Anm.: Sohn des Christoph von Baur (1561-1650); bis 1635 Rat und Stallmeister des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); 1631-1635 zugleich schwedischer Kriegskommissar und Oberhauptmann in den Stiften Magdeburg und Halberstadt; später kurpfälzischer Generalkommissar und Geheimer Rat; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wärmende").

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Guillaume de Bautru
Comte Guillaume de Serrant

geb. 1588
gest. 1665
Anm.: Sohn des Guillaume de Bautru; französischer Diplomat und Schriftsteller; zunächst militärische Laufbahn bis zum Maître de camp (1622); diplomatische Missionen nach Spanien, England und Savoyen; ab 1631 Introducteur des ambassadeurs chez le roi; später Conseiller d'État; 1634 Gründungsmitglied der Académie Française; seit 1636 Comte de Serrant.

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Bayern, Haus
Herzöge von Bayern
Kurfürsten von Bayern

Anm.: Seit 1180 reichsfürstliche Dynastie der Wittelsbacher.

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Herzog Albrecht von Bayern
Landgraf Albrecht von Leuchtenberg

geb. 1584
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1646 Regent der Landgrafschaft Leuchtenberg durch seit 1636 bestehende Lehnsanwartschaft über seine Gemahlin Mechthilde von Leuchtenberg (1588–1634), der Tante des letzten Landgrafen Maximilian Adam (1611-1646); 1651-1654 Kuradministrator von Bayern.

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Herzog Albrecht V. von Bayern

geb. 1528
gest. 1579
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Bayern (1493-1550); ab 1550 regierender Herzog von Bayern; seit 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzogin Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Anna von Österreich

geb. 1528
gest. 1590
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand I. (1503-1564); 1546-1579 Ehe mit Herzog Albrecht V. von Bayern (1528-1579).

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Herzog Christoph von Bayern

geb. 1449
gest. 1493
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht III. von Bayern (1401-1460); 1476/77 Kriegsdienst für König Matthias I. Corvinus von Ungarn (1443-1490).

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Herzog Ernst von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ernst von Köln
Bischof Ernst von Münster
Bischof Ernst von Lüttich
Bischof Ernst von Hildesheim
Bischof Ernst von Freising

geb. 1554
gest. 1612
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht V. von Bayern (1528-1579); Bischof von Freising (ab 1566), Hildesheim (seit 1573) und Lüttich (ab 1581); seit 1583 Erzbischof und Kurfürst von Köln; ab 1584 auch Bischof von Münster.

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Herzogin bzw. Kurfürstin Elisabeth (Renata) von Bayern
Geburtsname: Herzogin Elisabeth (Renata) von Lothringen

geb. 1574
gest. 1635
Anm.: Tochter des Herzogs Karl III. von Lothringen (1543-1608); seit 1595 Ehe mit Herzog bzw. Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

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Herzog Ferdinand (1) von Bayern

geb. 1550
gest. 1608
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); aus seiner morganatischen Ehe mit Maria von Pettenbeck (1574-1619) ging 1602 die Wittelsbacher-Seitenlinie der Grafen von Wartenberg hervor.

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Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern (bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Karl Johann Franz von Bayern

geb. 1618
gest. 1640
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ludwig V. von Bayern
Markgraf Ludwig I. von Brandenburg
Graf Ludwig I. von Tirol

geb. 1315
gest. 1361
Anm.: Sohn von Kaiser Ludwig IV. (1281/82-1347); 1323-1351 Markgraf von Brandenburg; ab 1342 Graf von Tirol; 1347-1349 Herzog von Bayern; seit 1349 Herzog von Oberbayern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Margaretha (Maultasch) von Bayern
Markgräfin Margaretha (Maultasch) von Brandenburg
Gräfin Margaretha (Maultasch) von Tirol
Margaretha (Maultasch) von Luxemburg
Geburtsname: Herzogin Margaretha (Maultasch) von Kärnten und Krain

geb. 1318
gest. 1369
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich von Kärnten und Krain (1265-1335); 1330-1341 erste Ehe mit Johann Heinrich von Luxemburg (1322-1375); seit 1335 Erbgräfin von Tirol; 1342-1361 zweite Ehe mit Markgraf Ludwig I. von Brandenburg, später Herzog Ludwig V. von Bayern (1315-1361).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Maria Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1610
gest. 1665
Anm.: Tochter des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1635-1651 Ehe mit Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Odilo von Bayern

geb. vor 700
gest. 748
Anm.: Sohn des alamannischen Herzogs Gottfried (gest. 709) aus dem Haus der Agilolfinger; seit 736 regierender Herzog von Bayern.

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Herzog Otto I. von Bayern
Pfalzgraf Otto V. von Bayern

geb. ca. 1117/20
gest. 1183
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Otto IV. von Bayern (gest. 1156); ab 1156 regierender Pfalzgraf und seit 1180 erster Herzog von Bayern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Renata von Bayern
Geburtsname: Herzogin Renata von Lothringen

geb. 1544
gest. 1602
Anm.: Tochter des Herzogs Franz I. von Lothringen (1517-1545); seit 1568 Ehe mit Herzog Wilhelm V. von Bayern (1548-1626).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Theodo I. von Bayern

geb. vor 630
gest. 680
Anm.: Angehöriger der Dynastie der Agilolfinger; seit ca. 640 regierender Herzog von Bayern.

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Wilhelm von Bayern
Wilhelm von Höllinghofen
Abt Wilhelm von Stablo-Malmedy

geb. 1587/90
gest. 1657
Anm.: Unehelicher Sohn des Kurfürsten Ernst von Köln (1554-1612); 1600 väterliche Legitimisierung; 1618-1624 Landdrost des Herzogtums Westphalen; ab 1629 Oberstkämmerer und Geheimer Rat des Kurfürsten Ferdinand von Köln (1577-1650); seit 1636 Koadjutor des Klosters Stablo; ab 1650 Abt des reichsunmittelbaren Doppelklosters Stablo-Malmedy; 1610 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Wilhelm V. von Bayern

geb. 1548
gest. 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht V. von Bayern (1528-1579); 1579-1597 regierender Herzog von Bayern (Abdankung zugunsten seines ältesten Sohnes Maximilian I.); seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Ludwig VII. von Bayern-Ingolstadt

geb. 1368
gest. 1447
Anm.: Sohn des Herzogs Stephan III. von Bayern (gest. 1413); seit 1413 regierender Herzog von Bayern-Ingolstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Bayram Pascha

gest. 1638
Anm.: 1626-1628 Gouverneur von Ägypten; ab 1628 Wesir; seit 1637 Großwesir des Osmanischen Reiches.
René Bays

Anm.: Um 1628/34 Kaufmann in Lyon.
Álvaro de Bazán y Benavides
Marqués Álvaro de Santa Cruz de Mudela
Marqués Álvaro del Viso

geb. 1571
gest. 1646
Anm.: Sohn des Álvaro de Bazán y Guzmán, Marqués de Santa Cruz de Mudela (1526-1588); ab 1598 Marqués de Santa Cruz de Mudela; seit 1611 Marqués del Viso; spanischer Admiral und General; 1630-1631 Gouverneur des Herzogtums Mailand; Kriegs- und Staatsrat sowie Kämmerer des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); Hofmarschall der Königin Elisabeth von Spanien (1602-1644).
Martin Becanus
Martin Verbeeck
Martin van der Beeck
Martin Schellekens

geb. 1563
gest. 1624
Anm.: Geboren in Hilvarenbeek (Nordbrabant); seit 1583 Jesuit; zunächst Lehrer für Philosophie an der Universität Köln, danach 22 Jahre für Theologie an den Universitäten Würzburg, Mainz und Wien; 1620-1623 Beichtvater von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Eduard Becker

geb. 1577
gest. 1639
Anm.: Sohn des Leipziger Kaufmanns Aegidius Becker (gest. 1589); Kaufmannslehre in Köln; danach Kaufmann in Leipzig; seit 1624 Ratsherr.

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Christian Beckmann

geb. 1580
gest. 1648
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); ab 1599 Studium der Theologie in Leipzig, Wittenberg und Jena; 1604 Promotion zum Mag. phil. an der Universität Leipzig; Schulrektor in Naumburg (1608-1612), Mühlhausen (1612-1615) und Amberg (1615-1625); 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1625-1627 Schulrektor in Bernburg; seit 1627 Pfarrer an der Nikolaikirche sowie Superintendent und Professor für Theologie am Gymnasium illustre in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Philipp Beckmann

geb. ca. 1592
gest. 1666
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); 1620-1625 Pfarrer in Kirchenthumbach; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Radisleben; 1638-1644 Superintendent in Coswig/Anhalt; seit 1645 Pfarrer in Quellendorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 212.
N. N. Begker

Anm.: Um 1633 schwedischer Obrist.
Christoph Behaim

geb. 1562
gest. 1624
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Paul Behaim (1519-1568); ab 1590 Genannter im Großen Rat, seit 1595 Alter Genannter im Kleinen Rat, ab 1600 jüngerer Bürgermeister, seit 1612 älterer Bürgermeister und ab 1622 Älterer Herr der Reichsstadt Nürnberg; vgl. Peter Fleischmann: Rat und Patriziat in Nürnberg, Bd. 2, Nürnberg 2008, S. 328f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Lukas Friedrich Behaim

geb. 1587
gest. 1648
Anm.: Sohn des Paul Behaim (1557-1621); ab 1614 Schöffe am Bauerngericht, seit 1622 Alter Genannter des Rats, ab 1625 jüngerer Bürgermeister und seit 1642 Älterer Herr der Reichsstadt Nürnberg; ca. 1619-1621 politischer Ratgeber des böhmischen "Winterkönigs" Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); vgl. Peter Fleischmann: Rat und Patriziat in Nürnberg, Bd. 2, Nürnberg 2008, S. 329f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Johann Friedrich Behr

geb. 1605
gest. 1645
Anm.: Sohn des lüneburgischen Adligen Dietrich Behr (1575-1632); seit 1622 Domherr in Magdeburg; danach bis 1628 auf Kavalierstour; 1623 Assessor der deutschen Nation an der Juristenfakultät in Padua; vgl. Johannes Fürsen: Timenda Et Tremenda salutis operatio [...], Bremen 1645, S. 57-96.

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Hans Behtmann

gest. 1634
Anm.: Seit 1630 Bürgermeister von Hoym.
Roberto Francesco Romolo Bellarmino
Erzbischof Roberto Francesco Romolo von Capua

geb. 1542
gest. 1621
Anm.: Sohn des Montepulcianoer Patriziers Vincenzo Bellarmini; bedeutender katholischer Kontroverstheologe; ab 1560 Jesuit; Studium der Philosophie, Theologie und Astronomie in Rom (1560-1563), Florenz, Monreale, Padua (1567-1569) und Löwen (1569/70); 1570-1576 Dozent für Theologie an der Universität Löwen; 1576-1594 Professor für Apologetik und 1592-1594 Rektor am Collgium Romanum; 1594-1597 Leiter der Provinz Neapel des Jesuitenordens; seit 1599 Kardinal; 1602-1605 Erzbischof von Capua; 1617/18 Camerlengo del Collegio Cardinalizio.

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N. N. Bellegeois

Anm.: Um 1636 kursächsischer Hauptmann.
N. N. von Bemberg

Anm.: Angehöriger eines nicht ermittelten Adelsgeschlechts.
Joachim Christoph Benckendorf

geb. ca. 1600
gest. 1652
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; Studium in Frankfurt/Oder (1612) und Königsberg (1625); 1629 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Königsberg; seit 1646 kurbrandenburgischer Rat und Resident in Danzig.
Thomas Benckendorf

gest. vor 1665
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Kammersekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1647 auch Amtmann von Bernburg; später kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock.
Beneckendorff, Familie

Anm.: Märkisches und meißnisches Adelsgeschlecht.

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Benedetto Benedetti
Bischof Benedetto von Caorle

geb. ca. 1556
gest. 1629
Anm.: Venezianischer Patrizier; seit 1610 Bischof von Caorle.
Benedikt von Nursia

geb. ca. 480
gest. 547
Anm.: Gründer des Benediktinerordens; Heiliger.

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N. N. Benier

Anm.: Um 1627 Maler in Harderwijk, der sich als Adliger ausgab.
N. N. Benovius

Anm.: Verbreitete 1632 Prophezeiungen über einen Übertritt Wallensteins in schwedische Dienste und den baldigen Fall Wiens.
Bentheim, Familie
Grafen von Bentheim

Anm.: Nordwestdeutsches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Gräfin Anna Amalia von Bentheim und Steinfurt
Geburtsname: Gräfin Anna Amalia von Isenburg-Büdingen

geb. 1591
gest. 1667
Anm.: Tochter des Grafen Wolfgang Ernst I. von Isenburg-Büdingen (1560-1633); 1608-1643 Ehe mit Graf Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643).

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Graf Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt

geb. 1580
gest. 1643
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); 1606-1610 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Wilhelm Heinrich (1584-1632) regierender Graf von Bentheim und Steinfurt; 1610-1632 alleiniger Regent der Grafschaft Bentheim; seit 1632 alleinregierender Graf von Bentheim und Steinfurt.

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Graf Friedrich Ludolph von Bentheim-Alpen

geb. 1587
gest. 1629
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1606 Inhaber der Herrschaft Alpen; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergetzende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Konrad Gumprecht von Bentheim-Limburg

geb. 1585
gest. 1618
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Streinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1612 regierender Graf von Bentheim-Limburg.
Graf Wilhelm von Bentheim-Limburg

geb. 1617
gest. 1626
Anm.: Sohn des Grafen Konrad Gumprecht von Bentheim-Limburg (1585-1618).
Gräfin Magdalena von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Neuenahr-Alpen und Limburg

geb. 1551
gest. 1627
Anm.: Tochter des Grafen Gumprecht II. von Neuenahr-Alpen und Limburg (gest. 1555) und Großmutter Fürst Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1573-1606 Ehe mit Graf Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606).
Gräfin Anna Elisabeth von Bentheim-Steinfurt
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Dessau

geb. 1598
gest. 1660
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1617-1632 Ehe mit Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt (1584-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt

geb. 1584
gest. 1632
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1604 Domherr in Straßburg; 1606-1610 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Arnold Jobst (1580-1643) regierender Graf von Bentheim und Steinfurt; seit 1610 alleiniger Regent der Grafschaft Steinfurt; ab 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kräftige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Adolph von Bentheim-Tecklenburg

geb. 1577
gest. 1623
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 regierender Graf von Bentheim-Tecklenburg und Herr von Rheda.

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Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
Geburtsname: Fürstin Johanna Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1612
gest. 1695
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1636 Ehe mit Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
Philipp Heinrich von Benting
Philips Hendrik van Bentinck

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Maarten van Bentinck zu Lewenborg (gest. 1625); pfälzisch-neuburgischer Hof- und Oberjägermeister; 1623 Amtmann von Düren und Nörvenich.
N. N. von Berbisdorff

gest. 1629
Anm.: Meißnisch-böhmischer Adliger; zuletzt Kammerherr des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) im niederländischen Exil.
Friedrich von Berbisdorff

geb. 1608
gest. 1684
Anm.: Sohn des Sebastian von Berbisdorff; 1629-1631 in kaiserlichen, 1632-1635 und erneut 1636 in kursächsischen Kriegsdiensten; 1636/37 schwedischer Kriegsgefangener; ab 1642 Domkapitular zu Naumburg; seit 1648 Stiftsrat bei der Zeitzer Regierung; 1651 Wahl zum Naumburger Domdechanten; ab 1662 Appellationsrat in Dresden und Hauptmann des Vogtländischen Kreises; seit 1681 kursächsischer Geheimer Rat; vgl. Johann Zader: Der Erlöseten des Herrn frölicher Hin- und Einzug in das him[m]lische Zion [...], Zeitz 1684, S. 40-51.
Wemberich van Berchem

geb. 1581
gest. 1653
Anm.: Geboren in Doesburg; um 1607 im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie; niederländischer Kapitän eines Kriegsschiffes (1621) und Vizeadmiral (1628).

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Johann Jakob Berchtold von Ungarschitz

geb. ca. 1585
gest. 1641
Anm.: Sohn des Matthias Berchtold; Dr. jur.; ab 1618 niederösterreichischer Regimentsrat; ab 1623 Rat und seit 1627 Direktor der Hofkammer; 1633 Erhebung in den Freiherrenstand.
Maximilian Berchtold von Sachsengang

Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Johann Baptist Berchtold; bereits um 1602 kaiserlicher Rat und Vizedom von Österreich unter der Ems; seit 1606 Hofkammerrat; auch niederösterreichischer Regimentsrat; 1621 kaiserlicher Kommissar für den in Wiener Neustadt inhaftierten Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
N. N. von Berenburg

Anm.: Um 1636 Hofjunker in Altenburg.
Johann von Berge
Johann von Bergen

Anm.: Um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653), 1642/49 fürstlich-anhaltischer Obereinnehmer.
Martin Berger

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Graf Hendrik van den Bergh
Markgraf Hendrik von Bergen op Zoom

geb. 1573
gest. 1638
Anm.: Sohn des Grafen Willem IV. van den Bergh (1537-1586); spanischer General und Statthalter von Obergeldern (Opper-Gelre); in den 1630er Jahren Anführer einer antispanischen Bewegung in den südlichen katholischen Niederlanden; seit 1632 niederländischer Obrist.

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Gräfin Hieronyma Katharina van den Bergh
Markgräfin Hieronyma Katharina von Bergen op Zoom
Geburtsname: Hieronyma Katharina von Spaur und Flavon

geb. 1600
gest. 1683
Anm.: Tochter des Georg Friedrich von Spaur und Flavon; 1629-1638 Ehe mit Graf Hendrik van den Bergh (1573-1638).
Johann Berghöfer

gest. 1636(?)
Anm.: Ab 1622 hessisch-kasselischer Rittmeister; 1626 Rittmeister unter Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar (1594-1626); danach dänischer und hessisch-kasselischer Obrist; seit 1631 schwedischer Obrist.
Johann (Peter) Bergius

geb. 1587
gest. 1658
Anm.: Vater des Stettiner Stadtpredigers Konrad Bergius (1544-1592); Theologiestudium in Heidelberg und Straßburg; 1614-1617 außerordentlicher und 1617-1624 ordentlicher Professor der Theologie sowie 1619 Rektor der Universität Frankfurt/Oder; ab 1623 kurfürstlicher Hofprediger; seit 1637 Konsistorialrat in Berlin.

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N. N. van Bergk (1)

Anm.: Holländischer Adliger; um 1627 Drost von Twente.
N. N. van Bergk (2)

Anm.: Sohn des Twenter Drosten N. N. van Bergk (1); um 1627 kaiserlicher Fähnrich.
Friedrich von Bergk

gest. nach 1623
Anm.: Mitglied einer Antwerpener Exulantenfamilie, die ab 1569/70 in Nürnberg lebte; Nürnberger Kaufmann; seit 1620 Teilhaber der Imhoffschen Handelsgesellschaft; vgl. Gerhard Seibold: Die Imhoffsche Handelsgesellschaft in den Jahren 1579-1635, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 64 (1977), S. 207f.
Beringer

Anm.: Mönch; Schreiber und Miniaturmaler an der Hofschule des westfränkischen Königs und Kaisers Karl II. (823-877); um 870 zusammen mit Liuthard Verfasser des Codex Aureus von Sankt Emmeram.

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N. N. Berka von Duba
N. N. Berka z Dubé

Anm.: Böhmischer Adliger.
Christian Berka von Duba
Kristián Berka z Dubé
Christian Adersbach Berka von Duba
Kristián Adršpach Berka z Dubé

Anm.: Böhmischer Adliger; 1619 Gesandter der böhmischen Stände auf dem Frankfurter Wahltag; ca. 1620/21 Enteignung wegen Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand und Emigration aus Böhmen; bis 1632 Kammerherr des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Gottlob Berka von Duba
Bohuchval Berka z Dubé

gest. nach 1623
Anm.: Sohn des Alexander Albrecht Berka von Duba; Herr auf Weißwasser (Bělá), Hühnerwasser (Kuřívody) und Chiesch (Chyše); 1618-1620 Teilnahme am böhmischen Ständeaufstand; 1619/20 Oberstburggraf des Königreiches Böhmen; 1621 Todesurteil in Abwesenheit.

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N. N. Berkowsky
N. N. Beřkovský

Anm.: Vermutlich böhmischer Adliger (Beřkovský ze Šebířova); um 1636 Obristleutnant im schwedischen Regiment des Herzogs Franz Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1604-1658).
Curt Ernst von Berlepsch

geb. 1588
gest. 1659
Anm.: Sohn des Curt Thilo von Berlepsch (1540-1589); Erbherr auf Roßla, Grossurleben, Thamsbrück und Eichenzell.

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Erich Volkmar von Berlepsch

geb. 1581
gest. 1641
Anm.: Sohn des Curt Thilo von Berlepsch (1540-1589); ab 1622 Erbherr auf Großurleben; seit 1620 Oberamtmann und später Vizekanzler der Niedergrafschaft Katzenelnbogen; in den 1630er Jahren schwedischer und kursächsischer Kriegskommissar; zudem gräflich-stolbergischer Amtmann von Roßla.
Bernard N. N.

Anm.: Gaukler, der Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg am 22. September 1632 im Traum erschien.
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 vermutlich Kriegskassenverwalter des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632).
David Berner

Anm.: Um 1628 Bauer in Hoym.
Jakob Berner

Anm.: Um 1628 Bauer in Hoym.
N. N. Bernhardin (1)

Anm.: 1609/10 Leutnant der Leibgarde zu Fuß des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); um 1630 Hautpmann.
N. N. Bernhardin (2)

Anm.: Um 1636 kaiserlicher Obristleutnant.
Veit Bernhardt

Anm.: Um 1635 Wiener Kaufmann.
Johann Bernier

Anm.: Künstler, der eine Gedenktafel für den kaiserlichen Feldmarschall Graf Adolph von Schwarzenberg (1551-1600) in Raab (Győr) schuf.
N. N. Bernmann

Anm.: Bruder von Hans Bernmann.
Hans Bernmann

Anm.: Um 1628 vermutlich Untertan in Harzgerode.
Bertram N. N.

Anm.: Bis September 1631 Einspänniger des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach angeblich schwedischer Kornett.
Hans Jakob Beßerer

Anm.: Nürnberger Krämer.
Gabriel Bethlen
Bethlen Gábor
Fürst Gabriel von Siebenbürgen

geb. 1580
gest. 1629
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); seit 1613 Fürst von Siebenbürgen; 1619-1626 Anführer eines antihabsburgischen Aufstandes im königlichen Ungarn; 1620/21 gewählter König von Ungarn.

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Stephan Bethlen
Bethlen István
Fürst Stephan von Siebenbürgen

geb. 1582
gest. 1648
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); 1630 für 60 Tage Fürst von Siebenbürgen; 1636 Feldzug gegen seinen Nachfolger Georg Rákóczi (1593-1648) mit türkischer Unterstützung.

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Maximilien de Béthune
Duc Maximilien de Sully
Prince Maximilien d' Henrichemont et de Boisbelle
Marquis Maximilien de Nogent-le-Rotrou
Marquis Maximilien de Rosny

geb. 1559
gest. 1641
Anm.: Sohn des Hugenotten François de Béthune, Baron de Rosny (ca. 1532-1575); ab 1580 Kämmerer und später Rat des Königs Heinrich III. von Navarra (1553-1610); 1587-1591 Teilnahme an dessen Feldzügen; 1596-1598 französischer Conseiller aux Finances; 1598-1611 Surintendant des Finances; 1599-1610 Grand maître de l'artillerie de France; seit 1604 Gouverneur von Poitou; 1601-1611 Gouverneur de la Bastille; 1602-1610 Surintendant des fortifications; ab 1634 Maréchal de France; seit 1601 Marquis de Rosny; ab 1605 Prince souverain d'Henrichemont et de Boisbelle; seit 1606 Duc de Sully und Pair de France; ab 1624 Marquis de Nogent-le-Rotrou.

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N. N. Bette

Anm.: Unbekannte Person.
N. N. Betting

Anm.: Um 1626 Major in der Festung Doesburg.
Conte Gregorio della Bevilacqua-Minerbe

geb. 1589
gest. 1629
Anm.: Sohn des Conte Claudio della Bevilacqua-Minerbe (1558-1614); 1615 Capitano der venezianischen Kürassiere; 1619 Governatore della Banda Generale d'Armi della Gente in Verona.
Carsten Beyer

geb. 1574
gest. 1644
Anm.: Sohn des herzoglichen Sekretärs Georg Beyer (1522-1587) in Hadersleben; seit 1613 Bürgermeister in Flensburg (St. Marien).

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Francesco Biboni

gest. 1664
Anm.: Florentiner Adliger; seit ca. 1632 polnischer Resident am Wiener Kaiserhof.
Alessandro Bichi
Bischof Alessandro von Carpentras
Bischof Alessandro von Isola

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Sienaer Patriziers Vincenzo Bichi; 1628-1630 Bischof von Isola; Apostolischer Nuntius in Neapel (1628-1630) und Paris (1630-1634); ab 1630 Bischof von Carpentras; seit 1633 Kardinal.

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Bieberstein, Familie
Bibersztajn, Familie
Biberštejn, Familie

Anm.: Ursprünglich meißnisches, später auch in Böhmen, den beiden Lausitzen und Schlesien begütertes Adelsgeschlecht.

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Lorenz Biedermann

gest. 1606
Anm.: Geboren in Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg und Basel; Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; ca. 1587-1603 gesamtanhaltischer Kanzler in Dessau; seit 1603 Inhaftierung wegen angeblicher Planung eines Mordanschlages auf Kurfürst Christian II. von Sachsen (1583-1611) bei Gräfenhainichen.

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Biedersee, Familie

Anm.: Anhaltisches Adelsgeschlecht.
N. N. von Biedersee

Anm.: Um 1628 junger Angehöriger des anhaltischen Adelsgeschlechts
Georg von Biedersee

gest. 1633
Anm.: Sohn des Georg von Biedersee; Erbherr auf Ilberstedt.
Matthias von Biedersee

Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee; Erbherr auf Ilberstedt; langjähriger Kriegskommissar des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Aufseher über die Ämter des Teilfürstentums Anhalt-Köthen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Niederlegende").
Sten Svantesson Bielke

geb. 1598
gest. 1638
Anm.: Sohn des Svante Turesson Bielke (1567-1609); ab 1625 königlicher Kämmerer; 1631-1633 schwedischer Legat in Pommern; seit 1633 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern und schwedischer Reichsrat; ab 1636 Generallegat Schwedens im Heiligen Römischen Reich.

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Wilhelm Bien(n)er

geb. ca. 1590
gest. 1651
Anm.: Sohn des Christoph Bien(n)er, Beamter des Deutschen Ordens an der Komturei Kapfenburg bei Lauchheim; Rechtsstudium in Freiburg (Breisgau) und Ingolstadt; 1610 Promotion zum Dr. jur.; zunächst Marschall und Rat des Markgrafen Karl von Burgau (1560-1618); danach Kanzler des Bischofs von Freising; 1625-1630 kurbayerischer Kanzler in Amberg; 1630 Reichshofrat; 1630-1638 Tiroler Kanzler; 1638-1650 erzherzoglicher Hofkanzler in Innsbruck; 1651 Enthauptung wegen angeblicher Untreue.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
N. N. von Bierbaum

Anm.: Um 1622 Herr auf Rednitzhembach.
Marchesa Anna Biglia
Contessa Anna di Saronno, Gerola e Campalestro
Geburtsname: Anna Serbelloni

geb. ca. 1590
Anm.: Tochter des Alessandro Serbelloni, Conte di Dovera (1545-1605); Gemahlin des Antonio Biglia, Conte di Saronno, Gerola e Campalestro (ca. 1570/80-1643).
Marchese Antonio Biglia
Conte Antonio di Saronno, Gerola e Campalestro

geb. ca. 1570/80
gest. 1643
Anm.: Sohn des Baldassare Biglia, Conte di Saronno, Gerola e Campalestro (geb. ca. 1550); ab 1617 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1620-1622 und 1632/33) und Generalfeldwachtmeister (1632); zudem spanisch-mailändischer General der Kavallerie; 1623 Erhebung in den Markgrafenstand.

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Bila, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.
N. N. von Bila (1)

geb. ca. 1621/22
Anm.: Sohn des Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1628); seit 1629 Edelknabe der Schwestern des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
N. N. von Bila (2)
Geburtsname: N. N. von Röder

Anm.: 1636/37 Gemahlin des Hans Christian von Bila (1607-1637).
Christoph Sigmund von Bila

geb. ca. 1565
gest. nach 1620/vor 1628
Anm.: Sohn des kursächsischen Rates und Merseburger Stiftshauptmanns Heinrich von Bila (1535-1584); anhaltischer Rat; 1619-1623 braunschweigisch-cellescher Berghauptmann in Clausthal-Zellerfeld; Erbherr auf Reupzig und Primsdorf.

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Hans Christian von Bila

geb. 1607
gest. 1637
Anm.: Sohn des Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1628); Anfang 1630 königlich-schwedischer Hofjunker; seit 1633 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und dessen Kriegskommissar im Amt Ballenstedt.
Maria von Bila
Geburtsname: Maria von Krosigk

geb. ca. 1580
gest. nach 1633
Anm.: Tochter des Adolph von Krosigk; nach 1603 zweite Gemahlin des Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1628).
Nikolaus Bille
Nikolaus Gülle

Anm.: Um 1628 Bauer in Badeborn.
Hans Rudolph von Bindtauf

geb. 1593
gest. 1631
Anm.: Sohn des Adolph d. Ä. von Bindtauf; ab 1606 Spießjunge am kurfürstlichen Hof in Dresden; nach 1611 einige Jahre kurfürstlicher Edelknabe und Silberjunge; seit 1616 Erlernen des Kriegshandwerks in den Niederlanden; kaiserlicher Obristleutnant (1626) und Obrist (1631); ab 1631 kürsächsischer Obrist und Generalwachtmeister; vgl. Matthias Hoë von Hoënegg: Herrliches Lob/ und Fürtreffligkeit eines guten Namens [...], Dresden 1633, o. S.
Ludwig Wilhelm von Bindtauf

gest. 1637
Anm.: Sohn des Adolph d. Ä. von Bindtauf; Herr des freien Sattelhofes zu Kleinwülknitz.
Teodoro Binelli

Anm.: Staatssekretär des Duca Carlo Emanuele I di Savoia (1562-1630); savoyischer Abgesandter in Wien (ca. 1629-1631) und auf dem Regensburger Kurfürstentag (1630); danach Senator, Staatsrat und Presidente e Generale delle finanze di Piemonte; seit 1634 Presidente e Generale di finanze di Savoia.
N. N. von Birkholz

Anm.: Page der Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg (1579-1624); um 1630 kaiserlicher Rittmeister.
Christoph von Bischofsheim

Anm.: Oberpfälzischer Adliger; Landsasse auf Pollanten; 1620/21 Pfleger von Helfenberg und Holnstein; 1627 Emigration aus der Oberpfalz.
Christoph von Bismarck

geb. 1583
gest. 1655
Anm.: Sohn des Pantaleon von Bismarck (1539-1604); Erbherr auf Briest, Krevese und Döbbelin; Domherr in Magdeburg; Mitverordneter des Engeren Ausschusses der kurmärkischen Landstände; seit 1626 kurbrandenburgischer Kriegskommissar der Altmark.

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Giovanmaria Bissini

Anm.: Um 1618/23 Florentiner Agent des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).
Blasius N. N.

Anm.: Um 1630 Musketier des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Charles de Blanchefort de Créquy
Duc Charles de Lesdiguières
Marquis Charles de Vizille et Treffort

geb. 1573
gest. 1638
Anm.: Sohn des Antoine de Blanchefort, Seigneur de Saint-Janvrin et Chrétienne d’Aguerre; ab 1594 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1600) und Maréchal de France (1622); seit 1610 Lieutenant-général der Dauphiné; außerordentlicher französischer Botschafter in Rom (1633) und Venedig (1634); ab 1626 Duc de Lesdiguières und Pair de France.

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Blandina N. N.

Anm.: Um 1633 Kinderfrau des Prinzen Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg (1632-1649).
Otto Ludwig von Blankart

gest. 1633
Anm.: Sohn des Arnold von Blankart zu Odenhausen; seit 1622 ligistischer Obrist; Gouverneur von Kaiserswerth; Vogt von Vilich; Amtmann von Rheindorf.
Johann von Blansdorf

Anm.: Vermutlich Sohn des Dresdner Bürgermeisters Johann von Blansdorf d. Ä. (Amtszeit 1589-1605); Herr auf Corbitz und Elbersdorf; um 1604 Studium in Altdorf; um 1630 kursächsischer Hofrat sowie Gesandter in Wien und auf dem Regensburger Kurfürstentag; später in Straßburg und Lyon.

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Johann Konrad Blarer von Geyersberg

Anm.: Pfälzischer Adliger; 1619 kurpfälzischer Gesandter bei der Frankfurter Kaiserwahl; seit ca. 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; 1634 Abgesandter der Kurpfalz auf dem Frankfurter Konvent; 1649 kurpfälzischer Administrator des Klosters Limburg.
Johann Jakob Blarer von Wartensee
Propst Johann Jakob von Ellwangen

geb. ca. 1575
gest. 1654
Anm.: Sohn des Ellwanger Hofmeisters und Stadtvogts Diethelm Blarer von Wartensee (gest. 1629); ab 1600 Kapitular in Ellwangen; seit 1621 Propst der reichsunmittelbaren Propstei Ellwangen; 1631-1635 Exil in Bayern, Salzburg und Tirol.

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Kaspar Blarer von Wartensee

Anm.: Sohn des des Ellwanger Hofmeisters und Stadtvogts Diethelm Blarer von Wartensee (gest. 1629); kurbayerischer Kämmerer und Obrist.
Lorenz von Blaskowitz
Lovrenc de Blaskovic

Anm.: Rittmeister (1628) und Obrist (1632-1636) eines kaiserlichen Kroatenregiments.
Quirijn de Blau
Krijn de Blaeu

geb. 1555
gest. 1633
Anm.: Um 1588/92 niederländischer Hauptmann; seit 1602 Gouverneur und Oberkommandant in Coevorden.
Jacques du Blé
Marquis Jacques d' Uxelles

geb. ca. 1580
gest. 1629
Anm.: Sohn des Antoine du Blé, Baron d'Uxelles (gest. 1616); ab 1611 Gouverneur der Stadt und Festung Chalon; Lieutenant-général der Bourgogne; bis zum Offiziersdienst als Maître de champ (1613) und Maréchal de camp (1625); seit 1613 Conseiller d'État; ab 1621 Chevalier des Ordres du Roi.
Martin Blenenbergk

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Joost Willemszoon Block

gest. nach 1656
Anm.: Seit 1628 Kapitän eines niederländischen Kriegsschiffes.
Valentin Blockau

Anm.: Um 1628 Bauer in Badeborn.
Abraham Bloemaert

geb. 1567 oder 1564
gest. zwischen 1646 und 1651
Anm.: Sohn des niederländischen Bildhauers und Architekten Cornelis Bloemaert (ca. 1540-1593); ab 1575 künstlerischer Unterricht in Utrecht, 1581-83 in Paris; 1591-93 mit seinem Vater in Amsterdam; 1593 Einrichtung eines eigenen Ateliers in Utrecht; ab 1594 Dekan der Utrechter Sattlergilde; 1611 Beteiligung an der Neugründung der St.-Lukas-Gilde, deren Dekan er 1618 wurde; durch seine vielen Schüler übte er großen Einfluss auf die niederländische Malerei aus.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Hendrick Bloemaert

geb. 1601/02
gest. 1672
Anm.: Sohn des niederländischen Malers und Kupferstechers Abraham Bloemart; zunächst Unterricht bei seinem Vater; ab 1626 oder 1627 Reise nach Italien, unter anderem nach Rom; 1630 zum Kurfürstentag in Regensburg; spätestens 1631 wieder in Utrecht und Mitglied der St.-Lukas-Gilde; 1643-64 Dekan der Gilde; bekannt für seine Porträts und als Übersetzer von Guarinis "Pastor fido" (erschienen 1650).

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Joachim Friedrich von Blumenthal

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Sohn des Christoph von Blumenthal (1579-1624); ab 1633 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat sowie Kammerjunker; 1635-1641 Direktor des Kriegsrats; mehrfach Gesandter Kurbrandenburgs, u. a. beim Kurfürstentag (1636) und den beiden Reichstagen (1641 und 1653/54) in Regensburg; 1638 Generalkommissar der kurbrandenburgischen Truppen in Kleve; 1638-1641 wirklicher Geheimer Rat; seit 1646 kaiserlicher Rat und Oberster Kriegskommissar; 1649 Generalkriegskommissar des Westfälischen Reichskreises; 1649 kaiserlicher Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionstag; 1649/50 Reichshofrat; ab 1649 kurbrandenburgischer Statthalter von Halberstadt und Amtshauptmann von Gröningen; seit 1651 Staatskammerrat; 1652/53 Direktor des Geheimen Rates; 1646 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Camillo Boccamaggiore di Cropelli

geb. ca. 1600
gest. 1650
Anm.: Mundschenk und Vorschneider von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); 1647-1650 kaiserlicher Obrist; Vizestallmeister des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662).

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Nikolaus Bock

Anm.: Angehöriger einer Hallenser Hallorenfamilie; magdeburgischer (1630) und schwedischer Obrist (1630/31).
Sigmund Levin Bock von Wülfingen

geb. ca. 1630
gest. 1662
Anm.: Sohn des Wulbrand Georg Bock von Wülfingen (1590-1651); Erbherr auf Elze, Gronau, Neuhaus und Paßbruch; Pfandinhaber der gräflich-mansfeldischen Güter in Morungen und Leinungen.
Wulbrand Georg Bock von Wülfingen

geb. 1590
gest. 1651
Anm.: Sohn des Jobst Brun Bock von Wülfingen (ca. 1566-1593); Erbherr auf Elze und Gronau, seit 1631 auch auf Neuhaus und Paßbruch; Domherr in Magdeburg und Naumburg; Pfandinhaber der gräflich-mansfeldischen Güter in Morungen und Leinungen.

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Bernhard Bockelmann

gest. 1648
Anm.: Kaufmann und Kirchenregistrator in Wolfenbüttel.
Heinrich Bockelmann

gest. 1655
Anm.: Bürgermeister von Wolfenbüttel.
Albrecht von Bodenteich
Albrecht von Bodendieck

gest. 1650
Anm.: Sohn des Werner von Bodenteich; Erbherr auf Göddenstedt.
Werner von Bodenteich
Werner von Bodendieck

Anm.: Sohn des Oswald von Bodenteich (gest. 1587); Erbherr auf Göddenstedt; vor 1600 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); um 1614 lüneburgischer Landrat.
N. N. von Bodenhausen

Anm.: Angehöriger des nord- und mitteldeutschen Adelsgeschlechts.
Bodo von Bodenhausen

geb. 1603
gest. 1636
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); 1627 Begleiter des Fürsten Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632) nach Wien; 1630/31 kaiserlicher Rittmeister unter diesem; 1632 Rittmeister unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); später bis 1635 kursächsischer Obristleutnant; seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hübsche").

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Cuno Ordemar von Bodenhausen

geb. 1598
gest. 1654
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); Erbherr auf Bodenhausen, Niedergandern, Görzig und Rhode; anhaltischer Landrat und Kriegskommissar; mehrfach Gesandter der Fürsten von Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bequeme").

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Curt von Bodenhausen

geb. 1604
gest. 1632
Anm.: Sohn des Kraft von Bodenhausen (1568-1626); in kursächsischen (1620-1622 und 1632) sowie niederländischen Kriegsdiensten (1629-1631); seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erläuternde").

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Kraft von Bodenhausen

geb. 1568
gest. 1626
Anm.: Sohn des Otto Heinrich von Bodenhausen (1534-1577); Erbherr auf Wülfingerode und Radis; 1587-1591 erst Page, dann Hofjunker in Marburg; 1591/92 Kornett in Frankreich unter Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1594 Rittmeister in Ungarn; 1599 hessisch-kasselischer Rittmeister gegen die Spanier; seit 1612 kurmainzischer Rat und Assessor am Oberen Landgericht auf dem Eichsfeld; kursächsischer Rittmeister (um 1620) und Obrist (1621/22); ab 1624 Amtshauptmann von Torgau und Liebenwerda; zeitweise auch kursächsischer Gesandter in Braunschweig; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochtreibende").

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Otto von Bodenhausen

geb. 1596
gest. 1644
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); brandenburgisch-bayreuthischer Geheimer Rat; 1639-1644 Landeshauptmann von Hof.

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Jean Bodin

geb. ca. 1529/30
gest. 1596
Anm.: Französischer Staatstheoretiker und Philosoph.

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Christoph Böhm(e)

Anm.: Um 1631 Verwalter eines anhaltisch-bernburgischen Gutes(?)
Hans Böhm(e)

Anm.: Um 1630/32 Bediensteter des Fürsten Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632).
Theophil Böhm

gest. 1626
Anm.: Geboren in Zwickau; ab 1599 Studium in Leipzig (1607 Bacc., 1608 Mag.); 1614 Relegation wegen Calvinismusverdachts; 1615-1620 Rektor und Diakon in Gernrode; seit 1620 Pfarrer in Ballenstedt.

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Jakob Böhme

geb. 1575
gest. 1624
Anm.: Sohn des Alt-Seidenberger Bauern Jakob Böhme (gest. 1618); dreijährige Schuhmacherlehre in Seidenberg; seit 1599 Schuhmachermeister in Görlitz; Mystiker, christlicher Theosoph und neuplatonisch-paracelsisch gesprägter Philosoph einer biblisch-spekulativen Natur- und Natursprachenlehre, der nie studiert hat.

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König Georg von Böhmen
Georg von Podiebrad
Jiří z Poděbrad

geb. 1420
gest. 1471
Anm.: Sohn des Viktorin von Podiebrad (1403-1427); seit 1458 König von Böhmen.

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König Johann von Böhmen
Markgraf Johann von Mähren
Graf Johann I. von Luxemburg

geb. 1296
gest. 1346
Anm.: Sohn des Grafen Heinrich VII. von Luxemburg, ab 1308 Kaiser Heinrich VII. (1278/79-1313); seit 1311 König von Böhmen; 1311-1333 Markgraf von Mähren; 1311-1335 Titularkönig von Polen; ab 1313 Graf von Luxemburg.

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Königin Maria von Böhmen
Königin Maria von Ungarn
Erzherzogin Maria von Österreich
Geburtsname: Maria Jagiello

geb. 1503
gest. 1547
Anm.: Tochter des Königs Wladislaw II. von Böhmen und Ungarn (1456-1516); ab 1521 Ehe mit Erzherzog Ferdinand I. von Österreich (1503-1564), seit 1526 König von Böhmen und Ungarn.

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König Wladislaw II. von Böhmen
König Wladislaw II. von Ungarn
König Wladislaw II. von Kroatien und Slawonien

geb. 1456
gest. 1516
Anm.: Sohn des Königs Kasimir IV. Andreas von Polen (1427-1492); ab 1471 König von Böhmen (bis 1490 Gegenkönig zu Matthias I. Corvinus); seit 1490 König von Ungarn, Kroatien und Slawonien.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Lothar Dietrich von Bönninghausen

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Adolph von Bönninghausen (gest. vor 1633); um 1616 in spanischen Kriegsdiensten; spätestens ab 1622 ligistischer Rittmeister; kaiserlicher Obrist (1629), Generalfeldwachtmeister (1634) und Feldmarschalleutnant (1639/40); 1645-1647 französischer Maréchal de camp; 1647/48 erneut kaiserlicher Obrist und Feldmarschalleutnant; 1634 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Helmut Lahrkamp: Lothar Dietrich Freiherr von Bönninghausen. Ein westfälischer Söldnerführer des Dreißigjährigen Krieges, in: Westfälische Zeitschrift 108 (1958), S. 239-366.

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Börstel, Familie

Anm.: Aus dem Erzstift Magdeburg stammendes Adelsgeschlecht.
N. N. von Börstel (1)

Anm.: Sohn des Hans von Börstel (gest. 1618).
N. N. von Börstel (2)

Anm.: Um 1635 Kammerjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640).
N. N. von Börstel (3)

gest. 1635
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647).
N. N. von Börstel (4)

geb. 1629
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647).
Adolph von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1543-1619); langjähriger Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof.
Anna von Boerstel
Geburtsname: Anna Stopler

geb. 1552
gest. 1632
Anm.: Tochter des braunschweigisch-wolfenbüttelischen Geheimen Rates und Kanzlers Dr. Johann Stopler (gest. 1553); 1574-1619 Ehe mit Curt von Börstel (1543-1619).

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Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; ab 1641 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und bis 1648 Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde").

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Curt (1) von Börstel

gest. 1572
Anm.: Sohn des Curt von Börstel; Erbherr auf Westeregeln, Bleckendorf und Hatmarsleben.
Curt (2) von Börstel

geb. 1543
gest. 1619
Anm.: Sohn des Curt von Börstel (gest. 1572); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Gentz; nach 1572 Hofmeister des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); anschließend Rat des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); Amtshauptmann in Köthen (1579-1582) und Warmsdorf (1582-1604); ab 1606 Oberhauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Bernburg; seit 1610 Direktor der anhaltischen Landschaft.
Curt (3) von Börstel

geb. 1611
gest. 1645
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); ab 1635 Rat und Hofmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bestreitende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Curt Christoph von Börstel

gest. 1655
Anm.: Sohn des Curt von Börstel (gest. 1602); wiederholt Gesandter in Diensten des Hauses Anhalt; Erbherr auf Biesenrode; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wiederfindende").
Dorothea Louise von Börstel

Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); um 1629/33 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Ehe mit Hans Ernst von Börstel (gest. 1644).
Emanuel von Börstel

Anm.: Sohn des Adolph von Börstel (1591-1656).
Ernst von Börstel

geb. ca. 1588/90
gest. 1623
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1543-1619); um 1612 Hof- oder Kammerjunker des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); danach Hofmeister des jungen Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1618 Präfekt der Ritterschule Collegium Mauritianum in Kassel; zuletzt hessisch-kasselischer Geheimer Rat und Oberhofmarschall; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Truckene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Friedrich (1) von Börstel

geb. ca. 1590
gest. vor 1628
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1543-1619); zunächst kurpfälzischer Stallmeister; danach in Diensten des Henri de La Tour d'Auvergne, Duc de Bouillon (1555-1623); vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 204.
Friedrich (2) von Börstel

gest. 1681
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); schwedischer Gardeleutnant (1655), Gardeobristleutnant (1662), Obrist (1665) und Generalmajor (nach 1678); zuletzt Kommandant von Göteborg; 1676 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 205.
Georg Adolph von Börstel

Anm.: Sohn des Adolph von Börstel (1591-1656).
Hans von Börstel

gest. 1618
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1543-1619); anhaltischer Amtshauptmann von Gernrode, Bernburg und Ballenstedt.
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1644
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode; seit 1634 ebenso Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich von Börstel

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1543-1619); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; 1623-1639 Regierungspräsident sowie Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; danach weiterhin Berater des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ludwig von Börstel

geb. ca. 1585
gest. 1632
Anm.: Sohn des Curt von Börstel (1543-1619); kurbrandenburgischer Rat sowie Amtshauptmann von Lebus und Fürstenwalde; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wirkende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Samuel von Börstel

Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1619); Amtshauptmann von Gernrode.
Susanna von Boerstel
Geburtsname: Susanna von Rhemen

gest. 1658
Anm.: Zunächst Hofjungfer der Fürstin Amoena Amalia von Anhalt-Köthen (1586-1625); 1623-1647 Ehe mit Heinrich von Börstel (1581-1647).
Wolf von Börstel

geb. ca. 1555/65
Anm.: Sohn des Curt von Börstel (gest. 1572); Stadthauptmann (1605), Kammerjunker, Rat und Schlosshauptmann (1608) in Dessau; seit 1638 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; Amtshauptmann in Bernburg und Ballenstedt.
Nicolas Boëtius

gest. 1632
Anm.: Schwedischer Sergeant-Major-Général (1628) und Generalmajor (1632).
Henning Böttiger

Anm.: Um 1628 Untertan in Hoym.
Anna van Boetzelaer
Gräfin Anna von Nassau-LaLecq
Geburtsname: Anna van der Noot

geb. 1605
gest. 1642
Anm.: Tochter des Karel van der Noot, Heer von Hoogwoude und Aartswoude (1565-1614); 1627 erste Ehe mit Graf Wilhelm von Nassau-LaLecq (1601-1627); seit 1631 zweite Ehe mit Philips Jacob van Boetzelaer (1601-1652).
Heinrich Bohne

Anm.: Um 1628 Untertan in Badeborn.
N. N. Bolegno

Anm.: Um 1623 venezianischer "Schiffoberst".
Hans Bolhorn

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Ottavio Bolognini

Anm.: 1634 Agent der Herzöge von Modena und Savoyen in Wien.
N. N. Bolsinger

Anm.: Um 1634 in Den Haag.
N. N. Bon

Anm.: Um 1630 kaiserlicher Rittmeister.
Wilhelm von dem Bongart

geb. 1598
gest. 1631
Anm.: Sohn des Werner von dem Bongart; seit 1619 in ligistischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1624) und Obrist (1629); 1629 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Michael Kaiser: Ein niederrheinischer Kriegsunternehmer im Dreißigjährigen Krieg. Wilhelm von dem Bongart (1598–1631), in: Rheinische Vierteljahrsblätter 82 (2018), S. 81-106.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Etienne de Bonne
Vicomte Etienne de Tallard

geb. ca. 1550
gest. 1636
Anm.: Sohn des Charles de Bonne, Seigneur d'Auriac (gest. 1592); Seigneur d'Auriac; französischer Capitaine (1597) und Maréchal de camp (1620); ab 1600/05 Vicomte de Tallard; seit 1631 Conseiller d'état und Lieutenant-général des Lyonnais.
François de Bonne
Duc François de Lesdiguières

geb. 1543
gest. 1626
Anm.: Sohn des Jean de Bonne, Seigneur de Lesdiguières (gest. 1548); hugenottischer Heerführer in der Dauphiné und Provence; ab 1591 Gouverneur von Grenoble; seit 1595 Conseiller d'État; 1597-1610 Lieutenant-général der Dauphiné; in königlichen Kriegsdiensten als Maréchal de France (1609) und Maréchal général des camps et armées du roi (1621); ab 1611 Duc de Lesdiguières und Pair de France; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1622 letzter Connétable de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Scipione Borghese
Scipione Caffarelli
Erzbischof Scipione von Bologna
Bischof Scipione von Sabina

geb. 1576
gest. 1633
Anm.: Sohn des Francisco Caffarelli und der Ortensia Borghese; 1605 Adoption durch seinen Onkel Papst Paul V. (1552-1621); 1605–1621 dessen Kardinalnepot; 1609–1618 Bibliothekar der Römischen Kirche; 1610-1612 Erzbischof von Bologna; ab 1610 Großpönitentiar sowie Kardinalprotektor für die Deutsche Nation; 1629–1633 Bischof von Sabina.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Balthasar Borgiß

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Martin Borgiß

Anm.: Um 1628/29 Bauer in Rieder.
N. N. Borgk

Anm.: Um 1634 schwedischer Kapitän-Leutnant.
N. N. Bornemisza

Anm.: Ungarischer Adliger; um 1635 kaiserlicher Rittmeister.
N. N. Bornmann

Anm.: Um 1631/32 Untertan in Harzgerode.
Adam von Borwitz und Hartenstein

geb. 1594
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henricus von Borwitz (gest. 1614); auf Herzogswaldau, hatte schon als Page Herzog Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639) auf Reisen begleitet; hochgebildet nach vielen Reisen und Universitätsaufenthalten in Deutschland und Europa; seit 1626 Herzog Johann Christians Rat, 1628 Kammerrat und dann Kammerdirektor, ging mit dem Herzog ins kriegsbedingte Exil nach Preußen; 1649 Landeshauptmann des Fürstentums Brieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Borzita von Martinitz, Familie
Bořita z Martinic, Familie

Anm.: Böhmisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Borzita von Martinitz (1)
N. N. Bořita z Martinic (1)

Anm.: Böhmischer Adliger.
N. N. Borzita von Martinitz (2)
N. N. Bořita z Martinic (2)

Anm.: Böhmischer Adliger; um 1632 kaiserlicher Obrist.
Jaroslaus Borzita von Martinitz
Jaroslav Bořita z Martinic
Graf Jaroslaus von Martinitz
Graf Jaroslav z Martinic

geb. 1582
gest. 1649
Anm.: Sohn des Jaroslaus Borzita von Martinitz (1549-1581); Herr auf Smetschno, Okoř, Malíkovice und Sternberg; ab 1603 kaiserlicher Rat; 1609-1618 Hofmarschall des Königreiches Böhmen; 1617 Berufung in das böhmische Statthalterkollegium; am 23. Mai 1618 eines der drei Opfer des zweiten Prager Fenstersturzes; danach bis 1622 im Exil; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; ab 1623 kaiserlicher Geheimer Rat; seit 1624 Oberstlandrichter, 1625-1628 Oberstlandkämmerer, 1628-1638 Obersthofmeister und 1638-1649 Oberstburggraf des Königreiches Böhmen; 1648 in schwedischer Kriegsgefangenschaft; 1621 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christoph Bosch

geb. 1575
gest. 1631
Anm.: Sohn des Nürnberger Handelsmanns Hans Bosch (1541-1613); Kaufmann und Mitglied des Größeren Rats der Reichsstadt Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Bosch

geb. 1574
gest. 1628
Anm.: Sohn des Nürnberger Handelsmanns Hans Bosch (1541-1613); Rechtsstudium u. a. in Altdorf, Dr. jur.; um 1599 Assessor am Heidelberger Hofgericht; 1605 zugleich Schultheiß von Heidelberg; später Nürnberger Korrespondent und Agent des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); zuletzt Advokat am Reichskammergericht in Speyer; vgl. Georg Andreas Will: Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon Bd. 1, Nürnberg 1755, S. 138.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Karl von Bose

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Ernst von Bose (gest. 1625); 1614-1617 Soldat in zwei Leibregimentern des Königs von Frankreich; 1618-1620 Fähnrich und Capitainleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1621-1625 kaiserlicher Obristwachtmeister; kursächsischer Obristleutant (1631/32) und Obrist (1635-1644); Amtshauptmann von Zwickau und Werdau (ab 1649) sowie Stolberg (seit 1653); ab 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bewahrende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kaspar Bose d. Ä.

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Luppaer Schuldieners Johann Bose (gest. 1597); Bürger und Juwelier in Leipzig; ab 1629 Ratsherr; seit 1638 Baumeister.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Paul Bose

geb. 1594
gest. 1664
Anm.: Sohn des Luppaer Schuldieners Johann Bose (gest. 1597); Bürger und Juwelier in Leipzig; ab 1609 Lehre bei dem Nürnberger Goldschmied Lorenz Tiezick; 1614-1621 Wanderschaft durch Österreich, Ungarn, Böhmen und Mähren; 1621-1624 Handelsgehilfe und seit 1624 Teilhaber im Leipziger Juweliergeschäft seines Bruders Kaspar (1577-1650).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. de Bossi

Anm.: Um 1631 italienischstämmiger Sekretär von Jean T'sercleas de Tilly.
Joachim von Bothmer

geb. 1579
gest. 1629
Anm.: Niedersächsischer Adliger; 1617 braunschweigisch-lüneburgischer Rat in Celle; seit 1617 Abt des landsässigen Klosters St. Michaelis in Lüneburg.
Bourbonen, Dynastie

Anm.: Seit 1589 regierende Königsdynastie in Frankreich.
César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Alençon
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston de Valois

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); seit 1643 Lieutenant-général du royaume.

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Henri II de Bourbon
Prince Henri II de Condé
Duc Henri d' Albret
Duc Henri de Bellegarde
Duc Henri de Châteauroux
Duc Henri d' Enghien
Duc Henri de Montmorency

geb. 1588
gest. 1646
Anm.: Sohn des Henri I de Bourbon, Prince de Condé (1552-1588); ab 1588 Prince de Condé; 1588-1606 Duc d’Enghien; 1612-1620 Vice-roi de Nouvelle-France; 1616/17 und seit 1619 Gouverneur des Berry; ab 1631 auch Gouverneur der Bourgogne; seit 1632 Duc de Châteauroux, de Montmorency, d'Albret et de Bellegarde; ab 1643 Grand maître, Grand veneur und Grand louvetier de France.

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Louis (1) de Bourbon
Comte Louis de Soissons

geb. 1604
gest. 1641
Anm.: Sohn des Charles de Bourbon, Comte de Soissons (1566-1612); ab 1612 Comte de Soissons und Grand maître de France; Gouverneur der Dauphiné (seit 1612) und Champagne (ab 1631); nach 1631 Feldherr der französischen Armee.

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Louis (2) de Bourbon
Duc Louis de Mercœur
Duc Louis de Vendôme
Duc Louis d' Étampes
Duc Louis de Beaufort
Duc Louis de Penthièvre

geb. 1612
gest. 1669
Anm.: Sohn des César de Bourbon, Duc de Vendôme (1594-1665); ab 1612 Duc de Mercœur; in franzöischen Kriegsdiensten als Volontär (1630-1640), Regimentsinhaber (1649) sowie Armeekommandeur in der Provence (1652) und Lombardei (1656); 1649-1651 Lieutenant Général de Catalogne; seit 1665 Duc de Vendôme, Beaufort, Penthièvre et d'Étampes; ab 1667 Kardinal.

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Duc Alexandre I de Bournonville
Comte Alexandre I de Henin
Vicomte Alexandre I de Barlin

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Oudard de Bournonville, Comte de Henin et Vicomte de Barlin (1533-1585); ab 1608 Duc de Bournonville; 1612 Abgesandter des Statthalters der spanischen Niederlande, Erzherzog Albrecht von Österreich (1559-1621), nach Frankreich; seit 1619 spanischer Obrist; Gesandter der Statthalterin Erzherzogin Isabella Clara Eugenia von Österreich (1566-1633) in Wien (1627) und Paris (1630); 1631-1633 Gouverneur der Flandre wallonne und Einsatz für die Unabhängigkeit der Niederlande von Spanien; ab 1634 Exil in Lyon; seit 1624 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Claude Bouthillier
Comte Claude de Chavigny

geb. 1581
gest. 1652
Anm.: Sohn des Denis Bouthillier, Seigneur de Fouilletourte et du Petit-Thouars (ca. 1540-1622); ab 1613 Rat im Parlement de Paris; seit 1619 französischer Conseiller d'État und Sekretär der verwitweten Königin Maria von Frankreich (1575-1642); 1628/29 Secrétaire d'État de la Marine; 1629-1632 Secrétaire d'État des Affaires étrangères; 1632-1643 Surintendant des finances.

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Léon Bouthillier
Comte Léon de Chavigny
Comte Léon de Buzançais

geb. 1608
gest. 1652
Anm.: Sohn des Claude Bouthillier, Comte de Chavigny (1581-1652); 1632-1643 franzöischer Secrétaire d'État des Affaires étrangères; 1645-1648 Hauptgesandter Frankreichs bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster; zweimalige Verhaftung während der Fronde.

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Benjamin Bouwinghausen von Wallmerode

geb. 1571
gest. 1635
Anm.: Sohn des Hermann Konrad Bouwinghausen (1535-1588); württembergischer Obrist (1622/23), Geheimer Rat und Kriegsrat; 1605-1612 Statthalter des vom französischen König Heinrich IV. (1553-1610) an Württemberg verpfändeten Herzogtums Alençon in der Normandie; mehrfach württembergischer Gesandter, u. a. auf dem Regensburger Fürstentag (1622/23).

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Jakob von Boy

Anm.: 1630/31 magdeburgischer Obrist; danach schwedischer Obristleutnant und Obrist (1634-1638).
Nikolaus Boy

Anm.: Um 1634 schwedischer Hauptmann im Leibregiment des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).
Anna Konstanze von Boyneburg
Anna Konstanze von Bemelberg
Gräfin Anna Konstanze von Helfenstein
Geburtsname: Gräfin Anna Konstanze von Fürstenberg

geb. 1577
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Joachim von Fürstenberg (1538-1598) auf Heiligenberg; 1601 erste Ehe mit Graf Rudolph von Helfenstein (1560-1601); 1604-1626 zweite Ehe mit Konrad d. J. von Boyneburg (1578-1626).
Konrad d. J. von Boyneburg
Konrad d. J. von Bemelberg

geb. 1578
gest. 1626
Anm.: Sohn des Konrad d. Ä. von Boyneburg (1552-1618); seit 1602 bayerischer Hofrat; 1604-1606 Hofratspräsident; 1606-1616 Pfleger in Wemding; zuletzt Tiroler Statthalter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Innsbruck.

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Marcantonio Bragadin

geb. 1523
gest. 1571
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Marco Bragadin; ab 1543 militärische Karriere in der venezianischen Kriegsflotte; seit 1569 Oberbefehlshaber und Gouverneur von Zypern.

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Tycho Brahe
Tyge Ottesen Brahe

geb. 1546
gest. 1601
Anm.: Sohn des Otte Tygesson Brahe (1518-1571); ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; danach bedeutender Astronom; ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; 1576-1597 astronomische Forschungen in den Sternwarten Uraniborg und Stjerneborg auf der Öresundinsel Ven; seit 1599 Hofmathematiker von Kaiser Rudolph II. (1552-1612).

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N. N. von Braitenbach

Anm.: Um 1628 vermutlich kaiserlicher Offizier in Timmenrode.
Giulio Cesare Brancaccio

geb. 1515
gest. 1586
Anm.: Süditalienischer Adliger; spätestens 1535 in neapolitanischen Kriegsdiensten, später Kriegsdienst unter Karl V.; ab 1554 in französischen Kriegsdiensten und königlicher Kämmerer unter Heinrich II. sowie dessen Nachfolgern; 1573 in spanischen Kriegsdiensten gegen Tunis; 1577-83 Sänger am Hof von Ferrara unter Herzog Alfonso II. d'Este (1533-1597); daneben auch Autor eines Kommentars mit Übersetzung zu Cäsars Commentarii de bello Gallico (Venedig 1581 u.ö.).

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Brandenburg, Haus
Kurfürsten von Brandenburg
Markgrafen von Brandenburg

Anm.: Seit 1415 reichsfürstliche Dynastie der Hohenzollern., NDB
Markgraf Albrecht (der Bär) von Brandenburg
Markgraf Albrecht (der Bär) der Nordmark
Herzog Albrecht (der Bär) von Sachsen
Markgraf Albrecht (der Bär) der Lausitz
Graf Albrecht (der Bär) von Weimar-Orlamünde
Graf Albrecht (der Bär) von Ballenstedt

geb. ca. 1100
gest. 1170
Anm.: Sohn des Grafen Otto von Ballenstedt (gest. 1123); ab 1123 Graf von Ballenstedt; 1124-1131 Markgraf der Lausitz; seit 1134 Markgraf der Nordmark (ab 1157 Brandenburg); 1138-1142 Herzog von Sachsen; seit 1140 Graf von Weimar-Orlamünde.

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Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb. 1587
gest. 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1627 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; dänischer Obrist (1625-1627) und Generalleutnant (1626); 1630/31 auch magdeburgischer Obrist; 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanziell entschädigt durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

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Markgräfin Dorothea von Brandenburg
Geburtsname: Herzogin Dorothea von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1596
gest. 1643
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); seit 1615 Ehe mit Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg, Administrator von Magdeburg (1587-1665).

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Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640).

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg
Herzog Georg Wilhelm in Preußen

geb. 1595
gest. 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1619 Statthalter in Jülich-Kleve; ab 1619 Kurfürst von Brandenburg; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufrichtende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Markgraf Johann von Brandenburg

geb. 1597
gest. 1627
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Kurfürst Johann Georg von Brandenburg

geb. 1525
gest. 1598
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg (1505-1571); seit 1571 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Markgraf Johann Georg von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1637
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1630 spanischer und kaiserlicher Obrist; 1631-1634 schwedischer Obrist; 1634/35 in kaiserlicher Gefangenschaft; seit 1634 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg
Herzog Johann Sigismund in Preußen

geb. 1572
gest. 1619
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Friedrich von Brandenburg (1546-1608); seit 1608 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Markgraf Sigismund von Brandenburg

geb. 1592
gest. 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1620/21 böhmisch-konföderierter und kurpfälzischer Obrist; kurbrandenburgischer Statthalter in der Grafschaft Mark (1627, 1632, 1636) und im Herzogtum Kleve (1639); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Treffliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb. 1620
gest. 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Sophia).

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Markgraf Christian von Brandenburg-Ansbach

geb. 1623
gest. 1643
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625).

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Markgraf Friedrich von Brandenburg-Ansbach

geb. 1616
gest. 1634
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1625 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach unter Vormundschaft seiner Mutter Sophia); 1634 Tod als schwedischer Offizier in der Schlacht bei Nördlingen.

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Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach

geb. 1583
gest. 1625
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Herzogin Sophia von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1563
gest. 1639
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1579-1603 Ehe mit Markgraf Georg Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach (1539-1603); danach Witwensitz in Gifhorn.

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Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Gräfin Sophia zu Solms-Laubach

geb. 1594
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg I. zu Solms-Laubach (1547–1600); 1612-1625 Ehe mit Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); 1625-1639 vormundschaftliche Regentin der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach für ihre Söhne Friedrich (1616-1634) und Albrecht (1620-1667).

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Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1581
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollblühende").

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Markgraf Erdmann August von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1615
gest. 1651
Anm.: Sohn des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

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Markgraf Georg Albrecht von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1619
gest. 1666
Anm.: Sohn des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

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Markgräfin Maria von Brandenburg-Bayreuth
Geburtsname: Herzogin Maria in Preußen

geb. 1579
gest. 1649
Anm.: Tochter des Herzogs Albrecht Friedrich in Preußen (1553–1618); seit 1604 Ehe mit Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

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Markgräfin Sophia von Brandenburg-Bayreuth
Geburtsname: Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach

geb. 1614
gest. 1646
Anm.: Tochter des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1641 Ehe mit Markgraf Erdmann August von Brandenburg-Bayreuth (1615-1651).

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Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf
Herzog Johann Georg von Schlesien-Jägerndorf
Administrator Johann Georg von Straßburg

geb. 1577
gest. 1624
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1592-1604 Administrator des Hochstifts Straßburg; ab 1606 regierender Herzog von Schlesien-Jägerndorf; 1613 Konversion zum Calvinismus; 1613-1617 kurfürstlicher Statthalter in der Markgrafschaft Brandenburg; seit 1616 Herrenmeister der Ballai Brandenburg des Johanniterordens; 1619/20 General-Feldoberst der schlesischen Stände, die sich der Confoederatio Bohemica angeschlossen hatten; 1621 Verhängung der Reichsacht; danach Teilnahme an den antikaiserlichen Feldzügen des siebenbürgischen Fürsten Gabriel Bethlen (1580-1629).

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Graf Christoph Karl von Brandenstein

geb. 1593
gest. 1640
Anm.: Sohn des Esaias von Brandenstein (1567-1623); ab 1613 sächsisch-altenburgischer Hof- und Justizrat; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; bis 1632 kursächsischer Berg- und Kammerrat; 1630 kurfürstlicher Gesandter in Wien und auf dem Regensburger Kurfürstentag; 1632 kursächsischer Obrist; 1632-1635 schwedischer Obrist; 1633 schwedischer Reichsschatzmeister und Mitglied des Consilium formatum (Heilbronner Bund); nach dem Prager Frieden gegen den Willen des sächsischen Kurfürsten weiterhin in schwedischen Diensten, deshalb 1637 auf einer Reise nach Wien Verhaftung und lebenslange Gefangenschaft in Dresden; 1629 Erhebung in den Grafenstand.

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N. N. Brandon

Anm.: Um 1630/31 kaiserlich-ligistischer Leutnant.
N. N. von Brandt (1)

Anm.: Um 1626 stellvertretender Kommandeur von Deventer.
N. N. von Brandt (2)

Anm.: Vermutlich ostpreußischer Adliger; Page des Andreas Napierski (um 1632) und des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (seit 1633).
Andreas Brandt

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Andreas Wilhelm von Brandt

gest. nach 1644
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Adeligen Hans Christoph von Brandt (gest. 1622); 1629 Emigration nach Regensburg; ca. 1633/34 in schwedischen Kriegsdiensten; nach der Schlacht von Nördlingen kurzzeitig in bayerischer Kriegsgefangenschaft.
Johann Brandt (1)

gest. 1637
Anm.: Dr. jur.; zuletzt Kanzler des Bischofs von Würzburg.
Johann Brandt (2)

gest. nach 1666
Anm.: Dr. med.; ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland; ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Physikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, seit Ostern 1650 des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und dessen verwitweter Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle/Saale 1980, S. 38.
Jakob Braun

Anm.: Um 1628 Bauer in Radisleben.
Joachim Braun

Anm.: Um 1629 Bauer in Radisleben.
Lorenz Braun

gest. ca. 1638
Anm.: Dr. jur. utr.; seit 1613 sächsisch-weimarischer Kammer-, Hof- und Konsistorialrat sowie wichtigster Berater des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1660).

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N. N. von Braunmann

Anm.: Pommerischer Adliger; um 1626 Student am Gymnasium Illustre Harderwijck.
Hans von Braunscheig

Anm.: Um 1631/32 schwedischer Generalquartiermeister unter Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1660).
Silvester von Braunscheig

Anm.: Dr. jur.; um 1630 Kanzler des Herzogtums Pommern; 1630 pommerscher Gesandter auf dem Regensburger Kurfürstentag.
Herzogin Anna Eleonora von Braunschweig-Calenberg
Geburtsname: Landgräfin Anna Eleonora von Hessen-Darmstadt

geb. 1601
gest. 1659
Anm.: Tochter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1617-1641 Ehe mit Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641).

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Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg

geb. 1582
gest. 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1611/12 dänischer Obrist bzw. Generalwachtmeister; 1619-1624 und 1634 General des Niedersächsischen Reichskreises; 1626-1630 kaiserlicher Obrist; 1630-1635 schwedischer General; ab 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1636 Hannover als Residenz); seit 1636 Befehlshaber einer kleinen unabhängigen Welfenarmee; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Reichsfürstliche Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (d. Ä.) von Braunschweig-Lüneburg
Administrator August von Ratzeburg

geb. 1568
gest. 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); ab 1610 Administrator des Hochstifts Ratzeburg; seit 1633 regierender Herzog in den Fürstentümern Lüneburg und Grubenhagen sowie seit 1635 auch Calenberg-Göttingen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Christian (d. Ä.) von Braunschweig-Lüneburg
Administrator Christian von Minden

geb. 1566
gest. 1633
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1599-1625 Administrator des Hochstifts Minden; ab 1611 regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg; seit 1617 auch Regent des Fürstentums Grubenhagen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1574
gest. 1648
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); ab 1602 Domherr und seit 1603 Dompropst zu Bremen; ab 1619 Domherr zu Verden; seit 1636 regierender Herzog in den Fürstentümern Lüneburg und Grubenhagen; ab 1643 Koadjutor des Hochstifts Ratzeburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Johann von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1583
gest. 1628
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592).

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Herzog Magnus von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1577
gest. 1632
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592).
Kurfürstin bzw. Herzogin Sophia von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Pfalzgräfin Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1630
gest. 1714
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1658-1698 Ehe mit Herzog bzw. Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698); seit 1701 designierte Thronfolgerin der britischen Monarchie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1535
gest. 1592
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg (1497-1546); 1559-1569 gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich (1533-1598) und seit 1569 allein regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg.

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Herzog Julius Ernst von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1571
gest. 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); seit 1598 Regent der Herrschaft Dannenberg.

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Herzogin Anna Margaretha von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb. 1567
gest. 1643
Anm.: Tochter des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528–1603); seit 1601 Pröpstin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

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Herzog Hedwig von Braunschweig-Lüneburg-Harburg
Geburtsname: Herzogin Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1580
gest. 1657
Anm.: Tochter des Herzogs Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1528-1589); 1621-1641 Ehe mit Herzog Otto III. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1572-1641).
Herzog Otto III. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb. 1572
gest. 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603); seit 1606 gemeinschaftliche Regierung der Herrschaft Harburg mit seinem älteren Bruder Wilhelm August (1564-1642).

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Herzog Wilhelm August von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb. 1564
gest. 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603); 1603-1606 gemeinschaftliche Regierung der Herrschaft Harburg mit seinem jüngeren Bruder Christoph (1570-1606) und 1606-1641 mit dem jüngsten Bruder Otto III. (1572-1641), ab 1641 Alleinherrschaft.

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Braunschweig-Wolfenbüttel, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Reichsfürstliche Dynastie der Welfen.

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Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen.

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Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); Studium in Rostock (1594), Tübingen (1595-1598) und Straßburg (1598); Reisen nach Italien (1598-1600) sowie in die Niederlande, nach England und Frankreich (1602/03); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

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Herzog Christian (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Christian von Halberstadt
Der tolle Halberstädter

geb. 1599
gest. 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); 1616-1623 Administrator des Bistums Halberstadt; ab 1621 Söldnerführer in kurpfälzischen und niederländischen, zuletzt in dänischen Diensten; seit 1624 Ritter des Hosenbandordens.

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Herzogin Dorothea von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Fürstin Dorothea von Anhalt-Zerbst

geb. 1607
gest. 1634
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); seit 1623 Ehe mit Herzog August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666).

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Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von Dänemark und Norwegen

geb. 1573
gest. 1626
Anm.: Tochter des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); 1590-1613 Ehe mit Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); seit 1614 Witwensitz in Schöningen.

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Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Calenberg
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Grubenhagen

geb. 1591
gest. 1634
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); ab 1613 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel und Braunschweig-Calenberg sowie Braunschweig-Grubenhagen (bis 1617); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dauerhafte").

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Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Heinrich Julius von Halberstadt
Administrator Heinrich Julius von Minden

geb. 1564
gest. 1613
Anm.: Sohn des Herzogs Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1528-1589); ab 1578 Administrator des Hochstifts Halberstadt; 1582-1585 Administrator des Hochstifts Minden; seit 1589 regierender Herzog in den Fürstentümern Wolfenbüttel und Calenberg sowie ab 1596 auch in Grubenhagen; seit 1607 auch Direktor des kaiserlichen Geheimen Rates in Prag.

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Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Herzogin Sophia Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1635-1666 Ehe mit Herzog August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666).

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Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; ab 1618 in niederländischen Kriegsdiensten als Obrist (1623), General (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von ’s-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672)).

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Pieter Cornelis van Brederode

geb. ca. 1559
gest. 1637
Anm.: Geboren in Den Haag; Dr. jur.; niederländischer Gesandter an verschiedenen deutschen Höfen; niederländischer Agent in Frankfurt am Main (1602-1622) und in der Schweiz (seit 1623); vgl. Klaus Conermann (Hg.): Briefe der Fruchtbringenden Gesellschaft und Beilagen: Die Zeit Fürst Ludwigs von Anhalt-Köthen 1617-1650, Zweiter Band: 1627-1629, S. 400f..

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Augustin Bredimus

gest. ca. 1640
Anm.: In den 1620er Jahren Übersetzer des spanischen Generalkapitäns in Lissabon; nach 1632 kaiserlicher Generalkonsul und spätestens ab 1637 Konsul der Hanse in Madrid.

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Bredow, Familie

Anm.: Mittelmärkisches Adelsgeschlecht.

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Hans Heinrich von Bredow

geb. 1584
gest. 1641
Anm.: Ab 1621 Domherr und seit 1624 Dompropst zu Brandenburg an der Havel.
Wichard Erdmann von Bredow

gest. 1653
Anm.: Ab 1620 Domherr, spätestens seit 1636 auch Senior des Domkapitels zu Brandenburg an der Havel.
Johann Friedrich Breithaupt

Anm.: Seit 1628 hessisch-kasselischer Reichshofratsagent.
N. N. Breitsprach

Anm.: Um 1628 vermutlich Untertan im Amt Ballenstedt.
Johann Friedrich Breitzke

Anm.: Um 1629 Regimentsschultheiß des kaiserlichen Obristen Johann David Pecker von der Ehr (gest. 1659).
N. N. Bremer

Anm.: Um 1623 in Flensburg.
N. N. Brendell

Anm.: Um 1626 Rittmeister.
Breuner, Familie

Anm.: Österreichisch-steierisches Adelsgeschlecht.

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Anna Maria Breuner
Geburtsname: Anna Maria von Trauttmansdorff

geb. 1583
gest. 1642
Anm.: Tochter des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); bis 1616 Ehe mit Kaspar Breuner (1530-1616).
Friedrich Breuner

geb. 1542
gest. 1583
Anm.: Sohn des Philipp Breuner (1498/1500-1556); 1583 kaiserlicher Gesandter in Konstantinopel, wo er starb.
Georg Seifried Breuner

geb. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Seifried Leonhard Breuner (1596-1667).
(Anna) Johanna Breuner
Geburtsname: (Anna) Johanna von Hollenegg

geb. 1590
gest. 1654
Anm.: 1633-1651 Ehe mit Seifried Christoph Breuner (1569-1651).
Maximilian Breuner

geb. 1592
gest. 1635
Anm.: Sohn des Jakob Breuner (1566-1606); seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; innerösterreichischer Hofkammerpräsident und Geheimer Rat; 1630-1633 Präsident der österreichischen Hofkammer.

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Philipp Friedrich Breuner

geb. 1601
gest. 1638
Anm.: Sohn des Kaspar Breuner (1530-1616); kaiserlicher Obrist (1625), Generalfeldwachtmeister (1635) und Feldzeugmeister (1637).

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Seifried Breuner

geb. 1538
gest. 1594
Anm.: Sohn des Philipp Breuner (1498/1500-1556); 1568-1581 Reichshofrat; Kämmerer von Kaiser Rudolph II. (1552-1612); seit 1587 niederösterreichischer Regimentsrat; 1587-1591 Statthalter von Niederösterreich; später auch Geheimer Rat.

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Seifried Christoph Breuner

geb. 1569
gest. 1651
Anm.: Sohn des Seifried Breuner (1538-1594); ab 1597 Hofkammerrat; um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1618 kaiserlicher Kämmerer; 1619-1623 Hofkammerpräsident; ab 1619 Geheimer Rat; 1620-1626 niederösterreichischer Landmarschall; 1626-1640 Statthalter von Niederösterreich; 1624 Erhebung in den Grafenstand; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Seifried Leonhard Breuner

geb. 1596
gest. 1667
Anm.: Sohn des Seifried Christoph Breuner (1569-1651); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; nach 1637 Hofkriegsrat; zuletzt Geheimer Rat von Kaiser Leopold I.

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Alexander von Brietzke

geb. 1589
gest. 1640
Anm.: Sohn des Heine von Brietzke; ab 1604 Page, später Vorschneider und seit 1619 Oberschenk am Berliner Kurfürstenhof; vgl. Peter Vehr: Leichpredigt/ Auß dem tröstlichen Kern-Sprüchlein I. Johan. I. Das Blut Jesu Christi/ [...], Berlin 1640, o. S.

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Johan Alphert Brinck

geb. ca. 1575/80
gest. 1653
Anm.: Sohn des Harderwijker Bürgermeisters Alphert Brinck (gest. 1617); um 1626 niederländischer Hauptmann; 1650 Bürgermeister von Harderwijk.
Ernst Brinck

geb. 1581
gest. 1649
Anm.: Sohn des Harderwijker Bürgermeisters Alphert Brinck (gest. 1617); Studium in Leiden (1597) und Paris (1602-1604); Reisen nach Deutschland, die Schweiz und England (1607); 1612-1615 Sekretär des niederländischen Gesandten in Konstantinopel; ab 1618 Rentmeister und seit 1619 mehrfach Bürgermeister von Harderwijk; ab 1648 erster Bibliothekar der Universität in Harderwijk.

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Wilhelm von Brincken
Wilhelm von dem Brinck

gest. 1637
Anm.: Schwedischer Major (1630) und Obrist (1633-1635); 1635/36 kursächsischer Obrist; 1636/37 kaiserlicher Obrist; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beregnete").
Johann Friedrich von Britzky

Anm.: Angeblich zunächst Schneider und Kammerdiener von Wallenstein (1583-1634); kaiserlicher Kriegskommissar (1631/32) und Obristwachtmeister.
Heino von Brösigke

geb. ca. 1602
gest. 1653
Anm.: Sohn des Dietrich von Brösigke (1573-1639) auf Ketzür; um 1623 in Padua.
Graf Johann Jakob von Bronckhorst-Batenburg
Graf Johann Jakob von Anholt

geb. 1582
gest. 1630
Anm.: Sohn des Jakob von Bronckhorst (1553-1582); ab 1603 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als Hauptmann (1605); 1609-1620 kaiserlicher Obrist; bayerisch-ligistischer Feldmarschallleutnant (1620), Generalwachtmeister (1621) und Feldmarschall (1622); seit 1629 kaiserlicher Feldmarschall; ab 1629 Landvogt von Vorderösterreich und des Elsaß; 1621 Erhebung in den Grafenstand; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Francescuolo da Brossano

gest. 1405
Anm.: Sohn des Amizolo da Brossano aus Mailand; Amtsträger in der Verwaltung unter den Visconti in Mailand; ab 1361 Ehe mit Francesca (1343-1384), der unehelichen Erbtochter von Francesco Petrarca (1304-1374); seit 1385 im Dienst der Familie Carrara.
Pierre de Brossard

geb. 1594
gest. 1638
Anm.: Schwedischer Obristleutnant (um 1632) und Obrist (1633-1637).
Abraham von Brüneck

Anm.: 1632-1636 schwedischer Obrist.
Abraham Bruggemann

Anm.: Um 1628 landwirtschaftlicher Gehilfe des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg in Ballenstedt.
N. N. de Bruijn

gest. 1627
Anm.: Vermutlich Harderwijker Adliger.
Charles Brûlart de Léon

geb. 1571
gest. 1649
Anm.: Sohn des französischen Ministers Pierre Brûlart (ca. 1535-1608); Domherr in Paris; Abt von Joyenval und Néauphile; Prior von Léon; ab 1597 geistlicher Conseiller am Parlament von Paris; französischer Gesandter in Venedig (1610-1620), in der Schweiz (1629/30), auf dem Regensburger Kurfürstentag (1630) und in Wien (1630/31); seit 1635 Conseiller d'État; 1642/43 französischer Gesandter in Parma und Rom.

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Nicolas Brulart
Marquis Nicolas de Sillery
Vicomte Nicolas de Puisieux
Vicomte Nicolas de Ludes

geb. 1544
gest. 1624
Anm.: Sohn des Pierre Brulart, Präsident der dritten Berufungskammer am Pariser Parlament; ab 1573 Mitglied, 1574-1584 Vorsitzender der Petitionskammer und 1584-1587 Präsident der Berufungskammer des Pariser Parlaments; 1587-1595 französischer Gesandter bei der schweizerischen Eidgenossenschaft; seit 1597 Präsident des Pariser Parlaments; 1601/02 außerordentlicher französischer Gesandter in der Schweiz; ab 1604 Justizminister; seit 1605 Kanzler des Königreichs Navarrra, ab 1607 auch des Königreichs Frankreich; 1623/24 außerdem Siegelbewahrer.

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Pierre Brûlart

geb. ca. 1535
gest. 1608
Anm.: Sohn des Noel Brûlart (1486-1557); Seigneur de Genlis et Crosne; ab 1557 Sekretär des Königs Heinrich II. von Frankreich; 1569-1588 französischer Außenminister.
Christian Brumbey

Anm.: Um 1628 Sekretär des anhaltisch-bernburgischen Regierungspräsidenten Heinrich von Börstel (1581-1647); um 1630/31 Obereinnehmer des Teilfürstentums Anhalt-Bernburg.
Georg Adam Brunner

geb. 1580
gest. 1652
Anm.: Geboren in Schweinfurt; Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Basel; ab 1604 Advokat in Magdeburg; seit 1610 Syndikus des Magdeburger Domkapitels; 1620 zudem Dompropstei-Verwalter; ab 1637 magdeburgischer Hof- und Rehgierungsrat in Halle/Saale.

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Matthias Brunninger

Anm.: Um 1628 kaiserlicher Soldat.
Adam Bruxius

geb. 1572
gest. 1639
Anm.: Geboren in Sprottau; Studium in Breslau, Heidelberg, Padua and Basel; Dr. med.; praktischer Arzt in Sprottau.

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Gerhard Bube

Anm.: Um 1630 vermutlich Getreidehändler in Gerbstedt.
Emmerich Wilhelm von Bubenheim
Emmerich Wilhelm Specht von Bubenheim

Anm.: Burggraf von Mainz; Untermarschall des Kurfürsten Anselm Kasimir von Mainz (1583-1647).
N. N. von Bubna
N. N. z Bubna

Anm.: Böhmischer Adliger.
Graf Heinrich Johann von Bubna
Graf Jindřich Jan z Bubna

geb. 1596
gest. 1653
Anm.: Sohn des Niklas Wratislaw von Bubna (1569-1617); seit 1617 kaiserlicher Kämmerer; 1649-1653 Landeshauptmann von Glatz; Erhebung in den Freiherren- (1629) und Grafenstand (1644).
Hermann Felix von Bubna
Heřman Felix z Bubna

gest. 1660
Anm.: Sohn des Niklas Wratislaw von Bubna (1569-1617); um 1630/31 Kämmerer von Wallenstein (1583-1634); 1629 Erhebung in den Freiherrenstand.
Johann Warleych von Bubna
Jan Varlich z Bubna

geb. 1570
gest. 1635
Anm.: Sohn des Hermann Warleych von Bubna (gest. 1602); zunächst kaiserlicher Obrist; Obristleutnant (1609), Obrist (1611) und Generalwachtmeister (1618) der böhmischen Ständearmee; 1621 Verurteilung zum Tode und Verlust der Güter; danach in dänischen und schwedischen Kriegsdiensten; 1631 schwedischer Generalmajor; 1633 Kontaktperson zwischen Wallenstein (1583-1634) und dem schwedischen Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654).
N. N. Buchholtz

Anm.: Um 1623 in Regensburg.
Marcus Buchholtz

Anm.: Um 1630 Pfarrer in Ditfurt.
N. N. von Buchwald
N. N. von Buchholz

Anm.: Um 1630 kaiserlicher Rittmeister.
Wolf von Buchwald

geb. 1588
gest. 1637
Anm.: Sohn des Joachim von Buchwald (1553-1635); Erbherr auf Pronstorf und Rastorf; seit 1613 Hofmarschall des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); später königlicher Landrat; 1625/26 dänischer Obrist; 1631-1637 Propst des Klosters Preetz.
Lukas Budin

gest. 1631
Anm.: Geboren in Stadtamhof; seit 1619 Abt des landsässigen Benediktinerklosters Prüfening bei Regensburg.
Bülow, Familie

Anm.: Norddeutsches Adelsgeschlecht.

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N. N. von Bülow

Anm.: Um 1636 Kammerjunker des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636).
Joachim von Bülow

geb. 1585
gest. 1643
Anm.: Sohn des Joachim von Bülow (gest. 1587); Erbherr auf Gudow, Segram, Lehsten, Bandekow und Wehningen; sächsisch-lauenburgischer Landrat.
Johann von Bülow

geb. nach 1600
gest. 1676(?)
Anm.: Sohn des Victor von Bülow (1570-1616) auf Gartow; Erbherr auf Gartow, Berendshagen, Pustohl und Klein Schwechten; kursächsischer Capitän-Leutnant der Leibkompanie des Fürsten Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632).
Julius von Bülow

geb. 1575
gest. 1639
Anm.: Sohn des Wolfenbütteler Hofschenks Hans von Bülow (1533-1618); Erbherr auf Essenrode und Brunsrode; 1605-1607 Geheimer Rat und Hofmeister in Hitzacker; 1608 Hofmeister des Grafen Friedrich Kasimir von Ortenburg (1591-1658); ab 1610 Geheimer Rat und Hofmeister in Dannenberg; seit 1612 braunschweigisch-lüneburgischer Geheimer Rat und Kammerrat; 1615-1637 Statthalter von Celle; 1631 Gesandter auf dem Leipziger Konvent für die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg sowie die Städte Lüneburg, Minden und Ratzeburg; ab 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zerteilende").

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N. N. von Bünau

Anm.: Um 1636 Bediensteter des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).
Heinrich (1) von Bünau

geb. ca. 1590
gest. 1660
Anm.: Sohn des Heinrich von Bünau (1544-1593) auf Pahren; Erbherr auf Friedeburg und Pahren; um 1629 Kammerjunker und Oberforstmeister im reichsunmittelbaren Stift Quedlinburg.
Heinrich (2) von Bünau

geb. 1591
gest. 1635
Anm.: Sohn des Rudolph von Bünau (1558-1609) auf Eulau; ca. 1618-1620 böhmisch-konföderierter Hauptmann; um 1625 kursächsischer Kammerjunker; kursächsischer Obristwachtmeister (1631) und Obrist (seit 1633).
Rudolph von Bünau

geb. 1593
gest. 1647
Anm.: Sohn des Heinrich von Bünau (1548-1600); vor 1631 Hofrat des Herzogs Johann Philipp von Sachsen-Altenburg (1597-1639); ab 1639 Wittums-Rat der Herzogin Elisabeth von Sachsen-Altenburg (1593-1650) und Hauptmann auf deren Witwensitz in Dornburg; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versorgende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Andreas von Buggenhagen

geb. 1583
gest. 1652
Anm.: Sohn des Degenhardt d. J. von Buggenhagen (gest. 1591); ab 1610 pommerischer Landerbmarschall; 1612 auch Ernennung zum Landrat; Geheimer Rat (1623-1628, 1631-1636) und Hofmarschall (1623-1627) des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); vgl. Joachim Mencel: Des heiligen Apostels Pauli Guter Kampf/ Vollendeter Lauf/ Gehaltener Glaube/ Sampt der darauf erlangten Krone der Gerechtigkeit [...], Berlin 1653, S. 58ff.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Michelangelo Buonarroti
Michelangelo

geb. 1475
gest. 1564
Anm.: Sohn des Capreser Podestà (Amtmannes) Lodovico di Leonardo Buonarroti Simoni; bedeutender italienischer Maler, Bildhauer, Baumeister (Architekt) und Dichter der Hochrenaissance; 1487-1494 Ausbildung bei dem Bildhauher Domenico Ghirlandaio (1448-1494) und an der Kunstschule der Medici in Florenz; seit 1496 Tätigkeit vor allem in Florenz und Rom.

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Kaspar Burckhardt

gest. 1621
Anm.: Geboren in Bamberg; Nürnberger Kaufmann; seit 1575 Genannter des Größeren Rats der Reichstadt Nürnberg; vgl. Lambert F. Peters: Der Handel Nürnbergs am Anfang des Dreißigjährigen Krieges. Strukturkomponenten, Unternehmen und Unternehmer - eine quantitative Analyse, Stuttgart 1994, S. 332.
Markgraf Karl von Burgau
Karl von Österreich

geb. 1560
gest. 1618
Anm.: Sohn des späteren Tiroler Erzherzogs Ferdinand II. von Österreich (1529-1595) aus dessen morganatischer Ehe mit der Augsburger Patriziertochter Philippine Welser (1527-1580); 1586 erfolglose Kandidatur als König von Polen; 1586-1588 spanischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1592 und 1594/95) und Generalleutnant (1595/96); seit 1595 Markgraf von Burgau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Niklas von Burghaus

geb. 1591
gest. 1640
Anm.: Sohn des Niklas von Burghaus (1562-1619); kaiserlicher Rat; 1619-1621 und 1631-1637 Landeshauptmann des Herzogtums Schlesien-Münsterberg und Frankensteiner Weichbildes; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer.
N. N. von Burgsdorff (1)

gest. vor 1631
Anm.: In Eger verstorbener Angehöriger des brandenburgischen Adelsgeschlechts.
N. N. von Burgsdorff (2)

Anm.: Um 1636 dicker Angehöriger des brandenburgischen Adelsgeschlechts.
Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise als Kommandant nach Küstrin (1638) verbannt; ab 1641 Geheimer Rat; seit 1642 kurfürstlicher Oberkammerherr und Befehlshaber der märkischen Festungen; ab 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

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Burgund, Haus
Herzöge von Burgund

Anm.: Im Jahr 1477 ausgestorbener Seitenzweig der französischen Königsdynastie Valois.
Herzogin Maria von Burgund
Erzherzogin Maria von Österreich

geb. 1457
gest. 1482
Anm.: Tochter des Herzogs Karl der Kühne von Burgund (1433-1477); seit 1477 Ehe mit dem späteren Kaiser Maximilian I. (1459-1519).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Burkhard N. N.

Anm.: Bis Oktober 1628 Lakai des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Filippo Burlamacchi

geb. 1575
gest. 1643
Anm.: Sohn des Lucceser Adligen Michele Burlamacchi (1531-1590); Kaufmann in Amsterdam (1606-1625 mit Bankrott) und London (nach 1625).
Nikolaus von Buschhausen

gest. vor 1632
Anm.: Anhaltischer Adliger; zunächst Page und noch 1626 im Gefolge des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach vermutlich niederländischer Hauptmann; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft (Der Heilsamste).
N. N. Bußke

Anm.: Um 1628 Hausbesitzerin in Ballenstedt.
James Christian Butler

Anm.: Irischer Adliger; 1617-1629 und 1633-1635 in polnischen, 1630-1633 in kaiserlichen sowie ab 1636 in spanischen Kriegsdiensten (seit 1625 Obrist).
Graf Walter Butler

geb. ca. 1600
gest. 1634
Anm.: Sohn des irischen Adligen Peter Butler of Roscrea; kaiserlicher Obristleutnant (1631) und Obrist (1633-1635), der 1634 seinen Oberbefehlshaber Wallenstein (1583-1634) tötete; seit 1634 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Erhebung in den Grafenstand.

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Gerlach Buxtorf

gest. 1628
Anm.: Sohn des waldeckischen Kanzlers Dr. Joachim Buxtorf (gest. 1626); 1612 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; seit 1614 Archivar und Syndikus der Stadt Bremen; 1628 bremischer Gesandter an den Kaiserhof.

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Heinrich Byern

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Gräfin Louise van Bylandt
Geburtsname: Burggräfin Louise von Dohna

geb. 1633
gest. 1690
Anm.: Tochter des Burggrafen Christoph von Dohna (1583-1637); seit 1662 Ehe mit Graf Floris Otto Hendrik van Bylandt (1638-1701).
Gaius Iulius Caesar

geb. 100 v. Chr.
gest. 44 v. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Politikers Gaius Iulius Caesar (gest. 85 v. Chr.); römischer Feldherr, Staatsmann und Schriftsteller; ab 81 v. Chr. militärische Laufbahn; politische Karriere als Quaestor (69 oder 68 v. Chr.), Ädil (65 v. Chr.), Pontifex Maximus (63 v. Chr.), Praetor (62 v. Chr.), Triumvir und Konsul (59 v. Chr.), Prokonsul in Gallien (58–49 v. Chr.), Konsul (48 v. Chr.) und Diktator (seit 46 v. Chr.).

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Joachim Caesar

geb. ca. 1580
gest. 1648
Anm.: Sohn des Hallenser Gymnasiallehrers Christoph Caesar (1540-1604); Jurist und Übersetzer; Studium in Leipzig (1604) und Jena (1605); Hof- und Justizrat des magdeburgischen Administrators Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg (1587-1665); 1628 wahrscheinlich im Dienst des Grafen Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst (1583-1667); ca. 1630-1635 schwedischer Regierungsrat in den Stiftern Magdeburg und Halberstadt; danach Flucht wegen Sodomievorwürfen.

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Calandrini, Familie

Anm.: Im 16. Jahrhundert aus Lucca ausgewanderte reformierte Kaufmannsfamilie.
Filippo Calandrini

geb. 1587
gest. 1649
Anm.: Sohn des reformierten Bankiers und Seidenhändlers Giovanni Calandrini (1544-1623), der 1567 aus Lucca emigriert war; Kaufmann in Amsterdam; um 1626 Tätigkeit für die Fürsten von Anhalt; zuletzt Leben in Batavia (Jakarta).

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N. N. Calbe

Anm.: Um 1633 vermutlich Bediensteter des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).
Heinrich Adolph von Calchum
Heinrich Adolph von Calcheim
Heinrich Adolph von Lohausen

Anm.: Sohn des Ludolph von Calchum (1571-1649); holländischer Rittmeister und Neffe des Wilhelm von Calchum, genannt Lohausen (1584-1640), in dessen schwedischem Regiment er Anfang des Jahres 1636 als Hauptmann diente; vgl. Ernst von Schaumburg: Wilhelm von Calckum genannt Lohausen, Königl. Schwedischer und Herzogl. Mecklenburgischer General-Major, Elberfeld 1866, S. 204.
Hermann Gumprecht von Calchum
Hermann Gumprecht von Calcheim
Hermann Gumprecht von Lohausen

gest. 1675
Anm.: Sohn des Ludolph von Calchum (1571-1649) und Neffe des Wilhelm von Calchum, genannt Lohausen (1584-1640), in dessen schwedischem Regiment er Anfang des Jahres 1636 als Hauptmann diente; zuletzt braunschweigisch-lüneburgischer Generalmajor; vgl. Ernst von Schaumburg: Wilhelm von Calckum genannt Lohausen, Königl. Schwedischer und Herzogl. Mecklenburgischer General-Major, Elberfeld 1866, S. 204.
Johann Friedrich von Calchum
Johann Friedrich von Calcheim
Johann Friedrich von Leuchtmar

Anm.: Sohn des Wilhelm von Calchum auf Leuchtmar und Spich; 1627-1640 Erzieher und Hofmeister des Kurprinzen Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); außerdem kurbrandenburgischer Rat (ab 1629) und Geheimer Rat (seit 1641); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 513.

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Reinhard Werner von Calchum
Reinhard Werner von Calcheim
Reinhard Werner von Lohausen

Anm.: Sohn des Ludolph von Calchum (1571-1649); holländischer Rittmeister und Neffe des Wilhelm von Calchum, genannt Lohausen (1584-1640), in dessen schwedischem Regiment er Anfang des Jahres 1636 als Hauptmann diente; vgl. Ernst von Schaumburg: Wilhelm von Calckum genannt Lohausen, Königl. Schwedischer und Herzogl. Mecklenburgischer General-Major, Elberfeld 1866, S. 204.
Wilhelm von Calchum
Wilhelm von Calcheim
Wilhelm von Lohausen

geb. 1584
gest. 1640
Anm.: Sohn des Heinrich von Calchum; zunächst Hofjunker in Pfalz-Zweibrücken; ab 1602 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1610 kurbrandenburgischer Leutnant; 1614 Hauptmann unter Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); 1615-1620 Kapitän der kurfürstlich-brandenburgischen Leibgarde; 1619 auch Obristleutnant der schlesischen Stände; 1622 Obrist unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622-1625 Obrist, Geheimer Rat und Statthalter des Grafen Anthon Günther von Oldenburg (1583-1667); 1625/26 dänischer Kriegsrat, Obrist und Generalkriegskommissar; 1628/29 Obrist der Stadt Bremen; seit 1630 Kriegsrat und Oberst des Herzogs Adolph Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1631-1635 schwedischer Kommandant von Wismar, Generalmajor (Sergeant-Major-General) und Kommandeur der niedersächsischen Armee; 1632-1635 schwedischer Kommandant von Magdeburg; ab 1636 mecklenburgischer Geheimer Rat und Kriegsrat, Obristfeldwachtmeister und Kommandant von Rostock; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Feste").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Curt Reinicke von Callenberg

geb. 1607
gest. 1671
Anm.: Sohn des Hermann von Callenberg (1539-1610); Erbherr auf Muskau, Wettesingen und Westheim; ab 1626 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Fähnrich (1629), Leutnant (1630/31), Capitainleutnant (1631) und Hauptmann (1632-1634); kursächsischer Obristwachtmeister (1635-1638