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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Januar 1646


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XVIIIa, fol. 74r-123v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Januar 1646
Bentheim
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Anhörung zweier Predigten zum Neujahrstag
  • Gespräche mit der Gräfin Anna Amalia von Bentheim und Steinfurt, deren Sohn Ernst Wilhelm, dem früheren Hofmeister Bertold von Stampa, dem amtierenden Hofmeister Leonhard Buchfelder und einem Herrn von Etzbach
02. Januar 1646
Bentheim
  • Gespräch mit dem Kanzler Dr. Johann Pagenstecher
  • Besichtigung von Schloss und Stall
  • Gespräche mit dem Grafen von Bentheim und Steinfurt sowie dessen jüngeren Bruder Philipp Konrad
03. Januar 1646
Bentheim → Enschede → Haaksbergen
  • Gestriger Abschied von der Gräfin von Bentheim und Steinfurt sowie dem Landdrosten Bernhard von Heyden
  • Begleitung durch die beiden Grafen von Bentheim und Steinfurt bis über die Grenze
  • Weiterreise nach Haaksbergen bei starker Kälte
  • Erinnerung an kurzzeitige spanische Gefangenschaft im Jahr 1626
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
04. Januar 1646
Haaksbergen → Groenlo → Lichtenvoorde → Terborg
  • Truppenstärke in Haaksbergen
  • Streit mit dem Gastwirt
  • Weiterfahrt nach Terborg
  • Begrüßung und Bewirtung durch Graf Georg Ernst von Limburg-Styrum und Bronckhorst
  • Gespräche mit der kranken Gräfin Magdalena von Limburg-Styrum und Bronckhorst, ihrer Tochter Maria Magdalena sowie Gräfin Anna Amalia von Bentheim und Steinfurt
05. Januar 1646
Terborg
  • Gespräche mit der Gräfin und dem Grafen von Limburg-Styrum und Bronckhorst
  • Besichtigung des gräflichen Gartens
  • Korrespondenz
06. Januar 1646
Terborg → Doetinchem → Doesburg → Arnheim
  • Keine Feier des Dreikönigsfestes in Terborg
  • Unwohlsein der Gräfin von Limburg-Styrum und Bronckhorst
  • Unverschämtheit zweier betrunkener fürstlicher Lakaien
  • Weiterreise nach Arnheim
  • Unterwegs Gespräch mit dem alten niederländischen Major Sluyter in Doesburg
  • Kriegsnachrichten
  • Schwerer Unfall einer der fürstlichen Kutschen
  • Verpflegung im Gasthaus "Zum Pfauen"
07. Januar 1646
Arnheim → Rhenen → Doorn → Utrecht
  • Gültige Kalender in den niederländischen Provinzen
  • Notizen zur Provinz Gelderland
  • Bettag
  • Weiterfahrt nach Utrecht
  • Unterwegs Besichtigung des Schlosses der verwitweten Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz in Rhenen
  • Einzug ins Gasthaus "Zum großen Fass Rheinwein"
08. Januar 1646
Utrecht → Woerden → Koudekerk aan den Rijn
  • Aufbruch nach Leiden ohne die Söhne Erdmann Gideon und Viktor Amadeus
  • Schlechte Vorzeichen
  • Weiterreise bis Koudekerk aan den Rijn
09. Januar 1646
Koudekerk aan den Rijn → Delft
  • Streit mit der Wirtin
  • Weiterfahrt nach Delft
  • Entsendung des fürstlichen Kammermeisters Tobias Steffeck nach Den Haag
  • Eigenes Unglück
10. Januar 1646
Delft
  • Erneute Entsendung von Steffeck nach Den Haag
  • Spaziergang um die Stadt
  • Besichtigung der Alten und Neuen Kirche sowie des Prinzenhofes und Rathauses
  • Rückkehr von Steffeck mit dem früheren fürstlichen Kammerdiener Melchior Örtel
  • Gespräch mit Örtel
  • Ankunft des fürstlichen Kopisten Hans Friedrich Eckardt
  • Einkauf
  • Anhaltende starke Kälte
11. Januar 1646
Delft
  • Gestrige Ankunft von Erdmann Gideon und Viktor Amadeus aus Utrecht und Leiden
  • Bericht durch die Söhne
  • Anhörung zweier Predigten
  • Stadtbesichtigung durch die Söhne
  • Abwesenheit des kurbrandenburgischen Agenten Christian von Heimbach und des Grafen Johann Moritz von Nassau-Siegen
  • Anmeldung bei Fürst Friedrich Heinrich von Oranien in Den Haag
  • Frommes niederländisches Volk
12. Januar 1646
Delft → Den Haag
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuch mit Erdmann Gideon und Viktor Amadeus beim Fürsten von Oranien in Den Haag
13. Januar 1646
Den Haag
  • Gestriges Gespräch mit dem Fürsten von Oranien
  • Besuch durch den hessisch-kasselischen Residenten Joachim van Wickevoort
  • Anmeldung bei Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
  • Korrespondenz
  • Audienz mit Erdmann Gideon und Viktor Amadeus bei der Kurfürstin von der Pfalz
14. Januar 1646
Den Haag
  • Besichtigung des Mauritshuis
  • Besuche durch den kurpfälzischen Witwen-Sekretär Theobald Maurice, den fürstlich-oranischen Hofjunker Christian Friedrich von Einsiedel und Wickevoort
  • Kontaktaufnahme zum früheren Hofmeister Johann von Mario
15. Januar 1646
Den Haag → Rijswijk → Ter Nieuburch → Honselersdijk → Honselaarsdijk, Schloss → Den Haag
  • Träume
  • Besichtigung der Schlösser Ter Nieuburch und Honselaarsdijk mit Erdmann Gideon und Viktor Amadeus
  • Nachrichten
  • Schnee und Wind
16. Januar 1646
Den Haag
  • Mitteilung durch Wickevoort
  • Entsendung von Steffeck zu Graf Ulrich II. von Ostfriesland
  • Besuch durch Wickevoort
  • Vergebliches Warten auf den Grafen von Ostfriesland
  • Gespräch mit Mario
  • Besuch durch den Prediger Kaspar Streso
  • Weitere Stadtbesichtigung durch Erdmann Gideon und Viktor Amadeus
  • Abholung der Söhne durch Einsiedel zum Statthalterhof
  • Nachrichten
17. Januar 1646
Den Haag → Delft
  • Schlechtes Reisewetter
  • Nachrichten
  • Entsendung des Majors und Bernburger Stadtkommandanten Hans Albrecht von Halck zum niederländischen Feldmarschall Jan Wolfert van Brederode sowie von Steffeck zum Grafen von Ostfriesland und zu Wickevoort
  • Besuch durch Brederode
  • Korrespondenz
  • Rückkehr nach Delft
18. Januar 1646
Delft
  • Starke Kälte
  • Schlittenfahrt von Erdmann Gideon und Viktor Amadeus nach Rotterdam
  • Anhörung zweier Predigten in der französischen Kirche
  • Entsendung von Steffeck nach Den Haag
  • Korrespondenz
  • Rückkehr der Söhne aus Rotterdam und Delfshaven
19. Januar 1646
Delft
  • Schnee und Regen
  • Befürchteter schwieriger Reiseweg
  • Traum
  • Rückkehr von Steffeck aus Den Haag
  • Korrespondenz
  • Unwohlsein wegen schlechter Luft
  • Erneute Entsendung von Steffeck nach Den Haag
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
20. Januar 1646
Delft
  • Einnahme von Arznei mit Erdmann Gideon und Viktor Amadeus
  • Abreise von Halck nach Den Haag
  • Ausflug des fürstlichen Pagen Georg Heinrich von Biedersee mit Eckardt nach Rotterdam
  • Erneute Entsendung von Steffeck nach Den Haag
  • Vergleich der Verpflegungskosten in Delft und Den Haag
  • Rückkehr von Steffeck, Halck, Biedersee und Eckardt
  • Nachrichten
21. Januar 1646
Delft
  • Erneute Entsendung von Steffeck nach Den Haag
  • Gestrige Rettung eines Kindes durch den fürstlichen Kammerjunker Ernst Dietrich von Röder
  • Vierzehnter Geburtstag von Erdmann Gideon
  • Rückkehr von Örtel aus Seeland und von Steffeck aus Den Haag
  • Nachrichten
22. Januar 1646
Delft
  • Entsendung des Kammerjunkers und Stallmeisters Abraham von Rindtorf nach Terborg und Kleve
  • Besteigung des Turms der Alten Kirche bei Schnee und Wind
  • Besichtigung der Neuen und der lutherischen Kirche
  • Einwohnerzahl von Delft
  • Rückkehr von Steffeck aus Den Haag
  • Einkäufe
  • Nachrichten
  • Besuch des Predigers Samuel de L'Echerpière durch Halck
  • Hilfsangebot durch L'Echerpière
23. Januar 1646
Delft
  • Entsendung von Steffeck nach Den Haag
  • Korrespondenz
  • Wachstum der niederländischen Städte
  • Besuch von Erdmann Gideon und Viktor Amadeus bei L'Echerpière
  • Ständige Sorge um die noch lebenden Kinder
  • Rückkehr von Steffeck aus Den Haag
  • Nachrichten
24. Januar 1646
Delft → Den Haag → Delft
  • Kaltes und windiges Wetter
  • Entsendung von Steffeck nach Den Haag
  • Anmeldung bei Fürstin Amalia von Oranien
  • Mittagsspaziergang bei schönem Wetter
  • Audienz bei der Fürstin von Oranien in Den Haag
  • Besuch bei Gräfin Katharina Belgica von Hanau-Münzenberg
  • Rückkehr nach Delft
25. Januar 1646
Delft
  • Nebel
  • Anhörung zweier Predigten und Beobachtung einer Abendmahlsfeier in der französischen Kirche
  • Gestriges Gespräch mit der Fürstin von Oranien
  • Rückkehr von Steffeck aus Den Haag
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
26. Januar 1646
Delft
  • Entsendung von Steffeck nach Den Haag
  • Besichtigung der Kunstkammer von L'Echerpière
  • Gespräch mit dem französischen Prediger
  • Rückkehr von Steffeck aus Den Haag
27. Januar 1646
Delft
  • Anhörung der Predigt
  • Beschreibung der Kunstkammer von L'Echerpière
  • Rückkehr von Steffeck aus Den Haag
  • Geldangelegenheiten
28. Januar 1646
Delft
  • Sechster Tag im Gasthaus "Vergoldete Windmühle"
  • Frequenz der Delfter Gottesdienste
  • Kürzliches und heutiges Gespräch mit L'Echerpière
  • Entsendung von Steffeck nach Den Haag
  • Anmeldung bei Prinz Wilhelm II. von Oranien
  • Verschiedene Ärgernisse
  • Frühe Rückkehr von Steffeck
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
29. Januar 1646
Delft → Rijswijk → Delft
  • Gestrige Entsendung von Halck nach Den Haag
  • Heiteres Wetter
  • Gespräch mit dem jungen Prinzen von Oranien in Rijswijk
  • Ankunft des Lakaien Christian aus Terborg
  • Bericht durch Steffeck
30. Januar 1646
Delft → Den Haag
  • Gestriges Gespräch mit dem jungen Prinzen von Oranien
  • Reise mit Erdmann Gideon und Viktor Amadeus nach Den Haag
  • Audienz bei Prinzessin Maria Henrietta von Oranien
  • Besuch bei Brederode
31. Januar 1646
Den Haag → Delft
  • Geldangelegenheiten
  • Korrespondenz
  • Überraschende Abreise von Brederode
  • Langes Warten auf Rindtorf
  • Besuch durch den niederländischen Obristen Charles de Rechignevoisin
  • Rückkehr mit Erdmann Gideon und Viktor Amadeus nach Delft
  • Unterwegs Surz von Biedersee in einen Kanal
|| [[Handschrift: 74r]]

Donnerstag den 1. Januarij: 1646.


Quod Fœlix, et Faustum sit, in omnj genere!


J'ay sceu hier des singularitèz estranges, de ce-
luy, que je iüge, pour mon plüs grand ennemy main-
tenant. Non omne quod splendet; aurum est!
Jl est bon de se pouvoir contregarder, de telles gens
quj exercent des faussetèz, & meschancetèz,
trop manifestes! Mais c'est üne tresgrande
honte, que Fürst Friedrich n'a mieux regardè a son honneur,
& a celuy de sa mayson, en plüsieurs choses. Dieu
quj retribuera a ün chacün selon l'œuvre de ses
mains, convertisse sa füreur, en douceur, & en bien.

|| [[Handschrift: 74v]]


Wir haben alhier aufm hauße Bentheim
zweymal predigt gehöret, vndt den Neẅen Jahrs
Tag, gefeyret.


Conversirt mit der Fraw Grävin, vndt dann
auch mit dem graven, vndt per intervalla mit
Theilß seiner bedienten, sonderlich mit dem alten
hofmeister Stampo, einem grawpündtner, welcher
lange, vndt viel Jahr, alhier in diensten, gewesen,
vndt ich ihn vor 25 iahren, gekandt. Jtem: mit
des graven hofmeister vndt Raht, <Leonhardt> Buchfelder, ein Palatinus
vndt dann mit des iüngeren graven præceptorn,
so auch mit einem vom Adel, Etzbach. etcetera


Messieurs les Estats, ont 700 compagnies d'infanterie
et <80> de cavallerie, en leur solde, <par terre & 300 compagnies sür mer>. Jls veulent
ioindre les compagnies, des flottes Orientales,
et Occidentales, afin quelles se puissent tant
mieulx deffendre l'üne l'autre, celle de l'Oost s'ac-
croissant, mais l'autre se diminüant fort, ce que<a quoy>
neantmoins les marchands, & bewindthebbers,
s'opposent fort et ferme, puis que cela semble pre-
iüdicier, a leur gain, & interest particülier, qu'ils
tirent de la flotte Jndienne Orientale particülierement.

|| [[Handschrift: 75r]]

Freitag den 2. Januarij: 1646.


Waß von obigem Asterismo an, geschrieben, auf dieser
pagina, gehöret, vndter den andern Januarij dieser Zeitt.a


<Den Cantzler, Doctor Bagenstecker, (meinen alten bekandten) angesprochen, darnach Meines vettern, losament im Turm besehen Nachmittags bin ich sonderlich seine gallerie, da schöne abriße, gemälde, kupferstück, vndt dergleichen sein.>


<Nachmittags jst der grave, auf den Türmen, vndt sonsten auf der mawer mit mir herümber spatzirt, den prospect, die Stügke, vndt anders, sehen zu laßen. Wir seindt auch in seinem Stall gewesen, darinnen ein 13 feiner pferde gestanden, auch ein Pavian, mit einer blawen Nase, zu sehen gewesen.>


Conversationes mit dem graven, welcher zwar, nur im 23. Jahr,
aber hat wol studiert, kan seine sprachen, Frantzösisch vndt Italiänisch,
hat fein peregriniret, ist in vera fide orthodoxa wol fundirt,
hat einen guten verstandt, stadtliche memoriam, wolre-
denheitt, vndt eine feine præsentz, lebt nüchtern,
vndt mäßig, nimbt seine sachen, vndt sein Regenten-
Ampt, wol in acht, vndt meritirt land' vndt leutte
zu regieren. Sein iunger bruder studirt gar
fleißig, redet schon sprachen, ist Munter, vndt hat
zu allerley sachen große lußt, vndt beliebung.
Gott wolle Sie beyderseitß, erhalten.

|| [[Handschrift: 75v]]

Samstag den 3. Januarij: 1646.


Meilenm.
Nach gesterigem genommenem abschied von der Fraw
grävin, wie auch von allen vndt ieden vom Adeln
vndt Rähten, (darundter auch der alte droßt
von Bentheim, heide gewesen) ist doch heüte der
graff neben seinem bruder wieder zu mir, gekommen,
vndt haben mich, biß v̈ber die gräntze vndt
landtwehre, eine Stunde weges von Bentheim,
zu kutzschen begleittet, darnach sehnlich vale-
diciret. Rayseten wir also fortt, von Bent-
heim, nach dem flegken Enschede
alda in einem b<h>ause, so dem graven gehörig,
kalte küche gehalten. An diesem orth,
habe ich mich erinnert, wie ich anno 1626 von einer
Spannischen partie vor der herberge, angefallen,
vndt auß mißverstandt nacher Oldensehl cum
thesauris nostris, gefangen geführet worden.









2


An itzo aber liegt alhier, 1 compagnie zu fuß vndt
25 pferde, Stadische Garnison. Oldensehl ist ge-
schleift, Lingen von des Printzen volck besetzt,
vndt hat man sich vor den Spannischen, sieder
Sie Wesel, Rheinbergk, Maestrich, Gennep,
Groll, vndt andere plätze verlohren, alhier in || [[Handschrift: 76r]]
der Twent, nichts leichtlich zu besorgen.


Meilenm.
Von Enschede nach dem eßen, gen Oxbergen
Jst ein hüpsch dorf, auch in der Twent gelegen,
vndt numehr alles Stadisch.
2


Vndterwegens, begegnete mir ein bohte, mit
schreiben, an die Base von Gröenaw. Kahm von
Borch, vndt weil ich wußte, das von mir etwaß
meldung geschehen darinnen würde, habe ich sie
erbrochen, vndt gesehen, 1. das die Fraw Base,
des graven von Stirumb gemahlin, sehr vnpaß
am Fieber, vndt catharren, welches leydmühtig,
zu vernehmen, gott wolle baldt beßerung schigken.
2. Das Sie vndt ihr herr, vnser mit verlangen,
vndt mit freẅden, erwartten. 3. Daß meine
dissegnj, so mir dahin gerahten worden, null vndt
nichtig, vielleicht auch durch böse vndterbawung
zu waßer gemacht worden! Patientia!


Der heüttige weg, hat viel eiß gehabt, vndt
wir seindt mehrentheils durch heyde, vndt mo-
raß kommen, so aber, von wegen grimmiger, immer-
forth continuirender kälte, v̈berl<g>etragen. Jn
25 Jahren wollen etzliche, daß solche große kälte
in diesen Westphählischen landen, (da die lufft temperirt,
vndt nicht zu warm, oder zu kalt pfleget zu sein) nicht ge-
wesen.

|| [[Handschrift: 76v]]

Sonntag den 4ten: Januarij: 1646.


Zu Oxberg, liegen 45 Mann zu fuß, vndt 25 pferde.


On a eu des dispütes, avec l'hoste, a cause de son indiscretion!


Meilenm.
Von Oxberg nacher Lichtenfordt zur kalten küche
nach dem wir, auf 2 Meilenm. von Oxbergen durch die festung
Groll gefahren.
3
Lichtenfoorde gehört dem graven von Styrumb zu.
Von dannen nacher Borch
allda graf Geörg Ernst von Styrumb,
mich gar höflich empfangen, wol logiret,
vndt tractiret. Seine gemahlin, Meiner
Sehligen FrawMutter leibliche Schwester,
hat mich sehr gerne gesehen, wiewol
Sie gantz schwach, vndt kranck ist
an fiebern, catharren, vndt v̈berlauffung
der galle. Sie hat nur eine eintzige
Tochter, fräulein Maria Magdalena, vmb die
sich viel freyer bewerben, vndt angeben,
wegen stadtlicher gühter, vndt reichtumbs,
so zwischen 13 vndt 14 iahren altt, ist. Sie hat
auch das Mittelste Freẅlein von Bentheimb, Anne
Ameley, bey sich. Es hat gute discours gegeben,
zumahl auch ein Edelmann, von Graf Moritz von Naßaw,
der mit ihm, in Brasilien die rayse gethan, zur stelle gewesen.

2

|| [[Handschrift: 77r]]


Groll, vndt diese örther, werden in die Provintz Gel-
derlandt, gerechnet, zu der grafschafft Zütphen.


Der grave von Steyrumb, muß auch den Spannischen,
nacher Geldern, contribuiren, es ist ihm zwar inhibirt
von den Staden, er muß es aber heimlich thun, wil er
anders auf seinen gühtern, im frieden leben, inmaßen
der Printz von Vranien, von etzlichen seinen gühtern,
selber thun muß. Jch halte doch, es geschehe connivendo.


Er der grave, ist Maior v̈ber ein Regiment zu pferde,
vndt hat eine compagnie zu Roß, auch eine zu fuß, vndter
der armèe der herren Staden.

Montag den 5ten: Januarij: 1646.


heütte bin ich alhier zu Borch, still gelegen, habe
mir laßen wol sein, vndt mehrentheils die zeitt
mit conversiren mit der Fraw Base, zugebracht,
wie mir dann auch der Grave fleißige gesell-
schafft geleistet, vndt die Freẅlein meinen Söhnen.
perge


Jch habe auch den schönen gartten alhier bese-
hen, welchen der grave, hat vor etzlichen Jahren,
anlegen laßen, vndt er ist schauwürdig, wegen der
schönen compartementen, allèen, flecht: vndt bindt-
wergk, guter ordnung, frembden gewächßen,
puschwergk, vndt obstgarten, auch weydestriften,
hindter demselben, vndt dergleichen.


Depesche nacher Warendorf[,] Rheda[,] Tecklenburg vndt Bentheim. et cetera

|| [[Handschrift: 77v]]


J'ay dèscouvert aulcüne de mes sollicitüdes a Madame
la Contesse ma Tante, & puis apres, a Monsieur le Conte
a cachün à part, mais apres leur conference particuliere
ils m'ont rèspondü en commün assèz courtoysement.
Neantmoins i'ay peu comprendre que Monsieur le Conte
estoit sürprins, & que Ma Tante estoit ün peu
retenüe & paraventüre preoccupèe, par mes
envieux, & ennemis domestiques, car elle le
scavoit tres-bien il y a long temps. Jl est ün
Seigneur fort accomply, & courtois, elle est bonne
mèsnagere, & a beaucoup dü pouvoir, a la mode
de ce pays. Toutesfois c'est ün Matrimojne beny.
Dieu les vueille conserver longues annèes!

Dienstag den 6ten: Januarij: 1646.


Ob schon die kirchen alhier reformiret sein, so ist
doch das Fest der heiligen drey Könige, nicht celebriret
worden. habe derowegen, meinen progreß resolviret.


Meine Frau Base, ist wieder vnpaß gewesen,
vndt hat mich sieder gestern nachmittags nicht
gesprochen, auch sich heütte excusiren laßen.


Mes deux frippons de lacquays ont
commis des insolences inexcüsables contre
le Major Halcke leur maître d'hostel, par yvrognerie. || [[Handschrift: 78r]]
J'ay priè Monsieur le Conte, de les chastier, puis qu'ils
ont deshonorè sa mayson aussy bien, que ma personne
& mes Officiers. Jl me l'a promis, & c'estoit le temps,
que i'en avois le plüs affaire, de ces canailles.


Meilenm.
Jch habe meine pferde alhier stehen laßen, vndt
habe vnserm lieben höflichem graven von Styrumb
valediciret, auch seine kutzschpferde mittgenommen,
biß nach Arnheimb
oder 7 stunden. Vndterwegens, eine vhr
gahens, war das städtlein Dotecum. Zwey
stunden darvon Doesburgk stadt vndt
Festung, noch alles in der grafschaft Zütphen
gelegen. Darnach hindter Doeßburg
giengen wir v̈ber die Jßel, in einem
flachen Schiffe, hielten in einer herberge
vnferne von der Yßel, kalte küche, da
kahm der alte Schlüter Stadtmaior
zu vnß, vndt discourirte von vielen geschichten,
dann er noch, bey der Schlacht vor Nieuport,
in Flandern gewesen, auch darnach in vielen
Occasionen, weil er 45 Jahr, dem kriege
gefolget. Man sagt alhier, der Printz
von Vranien seye Todt, man will es aber weder
hoffen, noch glaüben.
perge



4

|| [[Handschrift: 78v]]


Zu Doeßburg liegen an itzo mehr nicht, als 3 compagnien
in garnison. Die bürger wüntzschten, das ihrer
fünf mal so viel wehren, vmb beßerer nahrung
willen, dergleichen wuntzsch, bey vnß, in Deützsch-
landt, gar anders, zu geschehen pfleget!


Die meisten compagnien seindt an itzo in Flan-
dern, & il me semble, que ces costes icy, soyent
peu gardèes. Gleichwol hat man nachricht,
daß die Spannischen zu Gelder vndt an andern
orthen, mit eißsporen sich gefaßt gemacht,
vndt ihre pferde schärfen laßen.


So baldt wir v̈ber die Jßel wahren,
vb (darüber im Sommer, eine Schiffbrügke
pfleget zu sein) kahmen wir in das Theil
von Gelderlandt, welches man die Velawe
heißet, vndt haben diß: vndt ienseit der Jßel
heütte feine adeliche haüser liegen sehen.


Die andere kutzsche hat einen greẅ-
lichen fall in einen tiefen graben gethan,
also das die Räder oben gestanden. Vnsere
diener, wehren ersoffen, sonderlich Tobias Steffeck von Kolodey
<welcher vndten im schlage geseßen, auf den alles gefallen>
(welchen das vnglügk zu verfolgen pfleget)
wann das eiß gebrochen wehre, & il s'est fait || [[Handschrift: 79r]]
mal! Louè soit Dieu, quj l'a voulü conserver. Je
le prie, qu'il le face a luy, & a nous tous encores á
l'avenir! car i'ay peur, pour mes enfans, & pour moy
mesme de telles cheütes. Dieu nous en garde benignement!


On a accordè avec l'hoste au Paon à Arnheim,
pour 25 solds la personne a ma table, (y comprins
le Vin, & la biere) & 12 solds, chasque valet, (y com-
prins la biere)[.] J'ay renvoyè les chevaulx
Conte, a ses biens proche d'icy.


A Arnheim, l'on ne veut rien scavoir de
la mort dü Prince d'Orange, comme a Doesburg.

Mittwoch den 7ten: Januarij: 1646.


Jn Hollandt, vndt Seelandt alleine gebraucht man
den Neẅen, in den v̈brigen 5 provintzien aber,
den Alten kalender.


Doeßburgk bewachen die Soldaten, Arn-
heim aber, die bürger, wann schon garnison
darinnen logiret.


Nieumägen, ist eigentlich die haüptStadt
in Gelderlandt, iedoch seindt die Staden dieses
Fürstenthumbs zu Arnheim ordinarie, darumb
dann Arnheim, vor das haupt zu achten.

|| [[Handschrift: 79v]]


heütte ist ein fast: vndt BehtTag angeordnet, in diesen
Niederländischen Provintzien, zu wiederbringung des
friedens, in Deützschlandt, vnserem lieben vatterlande.
Gott wolle alle treẅhertzige seüftzen erhören!


Meilenm.
Wir seindt fortt, von Arnheim, nach V̈trecht
oder viel mehr, 14 stunden, oder vhren gaenß,
wie sie es nennen.
9


Zu Wageningen, endet sich Gelderlandt.


Zu Rhene, haben wir gefüttert, lieget schon im
Stift V̈trecht auf 6 vhr gaens, von Arnheim.


Es ist ein schöner pallast alda zu sehen, der Köni-
gin in Böhmen pallast, genandt, hat in die 70 zimmer,
wol meublirt, mit schönen Tapezereyen, vndt ge-
zieret, mit vielen conterfecten, vndt gemälden, oder
Schildereyen. Jst ordentlich gebawet, mit einer
facciata, vndt zweene flügel daran, von gebackenen
steinen zweene wanderungen v̈bereinander,
das dach, ist mit schifer, gedegkt, vndt es hat auch
Cammern darundter. Ein schönes gärtlein daran,
wie auch bawmgarten, vndt ein hirschen wald
zum iagen. Der kleine Rhein, fließt alda vorüber.


Vndterwegens feine dörfer vndt haüser gesehen
liegen, auch in theils dörfern gepleistert, wie die
Fuhrleütte es nennen. Vndter andern zu Doren, war der || [[Handschrift: 80r]]
geitz der leütte so vnersättlich, daß wir fast den ein-
gang inß hauß bezahlen mußten, vndt vor das hundert
kleine geringe reißholtz oder fagots, muß man 1 ReichsthalerRthlr
bezahlen. Sie schalten, daß wir nur mit bier vorlieb
nahmen, vndt in heüttiger grimmiger kälte nicht
Spannischen wein tringken mochten, ihnen zum besten.


Zu V̈trecht inß Dowlaeß, oder große faß Reinwein
eingezogen, alda wir zwar fein logiret, aber 6
schillinge, vor einen iedern an der herren Tafel, oder
36 stüber, vndt 15 stüver, vor einen diener geben
müßen, bier, vndt Frantzenwein mitt eingerechnet
ohne das holtz, vndt Torff, zum brennen. perge


Den Fuhrleütten, haben wir von Arnheim biß
hieher, vor iegliche person, einen Reichsthaler geben
müßen, Thun: 13 ReichsthalerRthlr:

Donnerstag den 8ten: Januarij: 1646.


Resolution genommen, Meine Söhne alhier zu V̈trecht, ein wenig
zu laßen, die Stadt zu besehen, vndt ich bin forth, selb Siebende,
im Nahmen Gottes, nacher Leyden, (nach stunden gerechnet, seindt
es zehen v̈hren gahens, wiewol etzliche nur von 8 oder 9 vhren sagen.)
Darbey eines theilß zu notiren, daß man viel geschwinder
fahren, alß gehen kan, anderß Theils aber die fußsteige
offt viel näher, bequehmer, vndt leichter zu raysen sein.
Mit Schlitten gienge es auf den waßercanalen wol ge-
schwinder vndt gemächlicher zu, aber es ist sehr wiederrahten
worden, weil dem eiß, nicht aller orthen, zu trawen.

|| [[Handschrift: 70v]]


haben also lieber die zeit in grimmiger kälte (alß
in vielen Jahren, in hollandt nicht gewesen) verlängert
mit rollwagen, auf holprichtem wege, vndt die vnkosten
nicht angesehen, alß vnß muhtwillig in gefahr zu
stürtzen, zumahl etzliche omina infausta mich gewar-
net, sonderlich aber, <1.> der fall mit der kutzsche zu Teck-
lemburg. 2. Der gesterige sturtz von der brügke mit
dem wagen, darauf Tobias geseßen. 3. Das gestern
auf dem dorfe da wir nachmittags gepleistert, ein
Frantzose in vnsere herberge gekommen, welcher auf
ebenem wege, zu fuß fallende, einen arm gebrochen.


Gott bewahre auch gnediglich, meine lieben kinder!


<vhr gahens.>
heütte haben wir v̈ber viel brügken, vndt waßer
gemußt, haben zu Woude in hollandt gefüttert,
vndt seindt zu Cawkercken v̈ber nacht gelegen,
lieget von V̈trecht, wie es die fuhrleütte rechnen
Dann wir etwaß zu spähte zu V̈trecht aufgewesen,
auch die kälte, vns, vndt vnsern leütten, hart zugesetzet.
Es sol nur noch eine stunde zu fahren, vndt 1½ vhren
gahens nach Leyden sein, von diesem dorff, dahin
wir gegen 7 vhren zu nachts, gelanget.



9


Jn diesen landen findet man v̈berall gute
aber theẅre herbergen, fast auf allen dörfern. perge

|| [[Handschrift: 81r]]

Freitag den 9ten: Januarij: 1645[!].


vhr gaens.
Von Cawkercken, (allda wir nichts, alß fische zu eßen be-
kommen, nebst butter, vndt käse) vndt doch wegen v̈bermäßiger
schinderey, vndt abforderung der wirttin, crackeel
gehabt, also daß sie vnß wagen vndt pferde verarrestjren
laßen wollen, biß sie ihren <allzuvnverantwortlichen> willen erlanget)
nacher Delft
alda die vnbilligkeit vndt schinderey,
auch sehr groß gewesen. Die leütte seindt in herbergen
doch dem geldtgeitz, allzusehr ergeben!





4


Nachmittage, habe ich Tobiaßen, nachm haag, geschigkt
afin de cercher[!], l'Agent de Br<andenburg> & iceluy s'est perdü,
estant allè a Emmeryck, sans mon sceu. perge Ainsy
il semble, que je soye predestinè a estre malheureux,
& que j'aye fait le voyage de Borch icy, en vain. perge
avec tant des fraix, & dèspences. perge Tobiaß ist
zu fuß hingegangen, vndt auf einem Schlitten wiederkommen.
perge

Samstag den 10ten: Januarij:


Tobias Steffeck von Kolodey abermal in hagen geschickt, ein ander tem-
perament zu versuchen.


Jnndeßen habe ich den tour alhier zu Delft vmb
die Stadt gethan, zu fuß in 1½ stunden. Es seindt gute
Mawren, vndt alte rundeel, gute gräben, hüpsche
baẅme, auf den gängen, gegen der mawer v̈ber, dann in
einer landtstadt, keine sonderbahre festung nöhtig.

|| [[Handschrift: 81v]]


Jn der alten kercke gewesen, darinnen des Admi-
rals Pieter Heyn sein grab von Marmel. Er ligt
wie in einem bette, alles von weißem Marmor
gehawen, vndt blaw vndt weiße Marmel-
seülen, vmb das grab herumb. Mit güldenen
buchstaben stehen seine Thaten angeschrieben,
auf schwartzem Marmel, sonderlich wie er die
große Silberflotta erobert, anno 1629 vndt die
Fahnen mit Burgundischen creützen, welche er
den Duynkirchern abgenommen, hengen v̈ber dem
grabe. Die kirche ist 118 Meiner Schritte
lang, vndt 50 breitt.


Darnach des Printzen hof, aufs neẅe besehen,
da des itzigen Printzen von Vranien, sein herrvatter,
Printz Wilhelm Sehliger, Meüchelmörderischer weyse
erschoßen worden, vndt wie die kugeln in die
Mawer gegangen, auch etzliche losamenter,
vndt Schildereyen darinnen. Werden an itzo,
von einem Engelländischen herren, bewohnet.


Von dannen in das Stadthauß, die losamen-
ter vndt schildereyen darauf zu besichtigen,
wo die Rahtsherren sich vergadern.

|| [[Handschrift: 82r]]


Endlich die Neẅe kercke aufs neẅe besehen.
Die ist 150 meiner Schritt lang, vndt 40 breitt.
Darinnen vorgedachten Printzen stadtliches monu-
mentum, von Marmel, vndt metallenen
bildern, wie er sitzet, zu besehen, vndt ich
vor diesem alles aufgezeichnet, wie nemlich
der Printz Wilhelm, des itzigen Printzen herrvater, auf
einem Stul sitzet, mitten zwischen den Marmelseü-
len. Er aber ist von Metall gemacht, die Mar-
melseülen, blaw, vndt gelb. Jn den winckeln
des monumentj, stehen vier bilder, von Metall,
alß die Justitia, mit der waage, die libertas
der Niederlender, die kirche Gottes (mit einem
buch, in einer, vndt mit einem kirchlein in der
andern handt,) vndt die Tranquillitas, sive Pax. perge
Es seindt auch sonsten, noch andere Epitaphia
darinnen, von den vornehmsten, vndter den herren Staden.


7 pforten hat Delft, darundter ein kleines
pförtlein, diese Stadt hat vndterschiedliche
waßercanäle, vndt feine vorstädte, gärten
darvor, weydetriften, vndt ist im Sommer, gar
lustig, im grimmigen winter aber, wie an
itzo, ists nirgendts gar anmuhtig. et cetera

|| [[Handschrift: 82v]]


Tobiaß, ist auß dem haagen wiederkommen, vndt
hat Melchior Oertel mitgebracht, meinen alten
kammerdiener, den ich aufm weißen berge, noch
angenommen. Er hat sich gesetzt zu harderwyck
anno: 1626 alß ich daselbst mich aufhielte,
vndt ist an itzo bey der artillerie der herren
Staden. Er bekandte mir, daß schon vor 8 Tagen,
man meiner wehre im haage gewärtig gewesen,
da ichs doch keinem Menschen gesaget, es müßen
nur conjecturæ sein. Mais Monsieur le Conte
Maurice, sür lequel ie m'abbandonnois le
plüs, est desja party, & cela m'incommode
merveilleusement <et plüs encores, l'absence de Heimbach> en tous mes desseings.
Jl me semble, que ce voyage, ne m'est
point heureux, <au moins tres difficile. Difficilia! quæ pulchra.1>


hänßel der copiist, welchen ich zu Leyden
gelaßen, meine Söhne zu recht zu weisen,
ist diesen abendt wiederkommen, vndt ver-
meint, er habe ihrer verfehlet, weil sie
so lange außen bleiben. Gott bewahre ia
gnediglich vor vnglück. Je me prefigüre
des estranges pensèes. Dieu les en preserve
benignement par sa Sainte grace.

|| [[Handschrift: 83r]]


Eine weiße bärenhautt, (so auß WestJndien
gekommen,) habe ich alhier zu Delfft, vmb 9½ holländischer
gülden, gekaufft. Jst eine raritet. perge


Jn dieser grimmigen großen kälte, sol vorgestern
ein Mann im haagen erfroren sein, ihrer viele sich
erfrört haben, auch die Donaw, vndt der Rhein
hart zugefroren sein. Sie hat numehr in die vier
wochen continuirt, macht gute bahne, vndt kömpt
den Schlittenfahrern wol zu paß, nicht aber
denen, so gegen den wintter, v̈bel bekleidet sein.

Sonntag den 11ten: ⁄ <21.> Januarij: 1646.


Gestern abendt, hat mich noch, meiner Söhne
glückliche vnversehrte ankunft, mit den ihrigen,
von V̈trecht, auf Leyden, (da an beyden orthen
sie viel rariteten besichtiget) hertzlich
erfreẅet, vndt sie haben mir viel zu er-
zehlen gewußt, von allen schönen Sachen,
die ihnen vorkommen, vndt sonderlich, des weitt-
berühmbten, Doctor Spanheimij, treẅe assistentz
vndt wie willig, vndt höflich, er ihnen an handen
gegangen zu Leyden, sehr gepriesen. Gott gebe
solchen guthertzigen leütten, wieder viel glügk
vndt Segen, vndt daß man wol antreffen möge!

|| [[Handschrift: 83v]]


heütte vormittags habe ich, in der alten kirche alhier
zu Delfft, predigt gehöret, nachmittags aber, in der
Neẅen kirche, vndt es seindt gute lehrer, vndt
Andächtige zuhörer alhier: Sehr wol hats
vndter andern mir gefallen, daß man in daß
allgemeine gebeht, die Noht deß bedrangeten
Deützschlandes, mitt eingeschloßen. Gott
wolle alle guthertzige wüntzsche erhören!


Meine Söhne haben alhier die Stadt auch wol
besehen.


Je suis fort perplex, a cause de l'absence
de l'Agent de Brandenbourg, (lequel a tous
mes pappiers, entre ses mains) & le Monsieur le Conte
Maurice de Nassaw, & de tous ceux quj me pour-
royent ayder. J'ay fait ce voyage, avec
tant des fraix, & despences, ay endürè tant
d'incommoditèz, de froid excessif, & autres
èsmotions dü penible voyage, avec mes
pauvres enfans! Je suis icy, avec des fraix
excessifs, & ne puis recüler, (re infecta) nj m'a-
vancer. Dieu me delivre de ce labyrinthe, par
sa Sainte grace! & benignitè! Amen!

|| [[Handschrift: 84r]]


Jch habe den Major halcken, nacher dem
haag, diesen abendt geschickt, mich, beym Printzen
von Vranien, anzumelden. Gott gebe mir doch
einmal glück, vndt beschehre mir gute gönner!


Diesen spähten abendt, avisiret Halcke, er habe schon
beym Printzen von Vranien, audientz gehabt, der wehre
wol content, ich möchte Morgen wilß Gott zwischen
4 vndt 5 vhren, (da am wenigsten leütte aufwar-
ten theten, vndt er alleine wehre) nachmittags zu
ihm kommen, wiewol er lieber gesehen hette, ich hette
ihm eine stunde ernennet, wie mirs gebühret
hette, wolte er gerne aufgewartett haben.


Nota: diesen abendt ist in den Niederlendischen
kirchen, wieder geprediget worden, vndt also drey-
mal diesen Sontag. Jst ein devotes volck.

Montag den 12. ⁄ 22ten: Januarij: 1646.


Die avisen geben: daß der alte hertzog zu Venedig, gestorben,
Er hat vermeint die Türgken zu schlagen. Jst auch schon
zum general erwellt vndt 80 iahr altt gewesenc,
et cetera[.]


Jtem: daß in Engellandt der krieg noch heftig continujrt.


Die Kayserliche armèe, vndt der Ertzhertzog, sich sehr stärgken.


Zu Bremen, die Königin in Polen, schon angelanget.


Jm Stift V̈trecht, v̈ber 500 Schafe, von den wölffen
niedergerißen worden, vndt von wegen solcher klagen, in
die 72 dörfer, zur wolffsiagt, auffgebotten.

|| [[Handschrift: 84v]]


Gegen bestimpte zeit, bin ich in haagen kommen, habe
dem alten Printzen von Vranien, in seinem losament
zugesprochen. Er hatte zwar seine kleider, vndt Mantel
an, gieng mir auch entgegen an die Thür, sahe ältlich
zwar, iedoch frisch auß, aber die füße wolten nicht
recht forth, wegen des Podagræ, iedoch machte er sich
gar stargk, satzte sich zu mir vors feẅer, gab
mir die Oberstelle vndt excusirte sich sehr, worumb
ich nicht bekandt sein wolte? vndt approbirte
meine rayson. Offerirte sich zu aller guten recommen-
dation, wegen Meiner prætensionen, fragte nacher
Münster, vndt Oßnabrück, sonderlich nach dem graven
von Trauttmanßdorf, hatte gute hofnung zum frieden
vndt zur inclusion der reformierten zumahl da auch nun,
die Stadischen gesandten eingezogen wehren, vndt
gedachte auch, in Engellandt stünde es darauff,
daß friede werden sollte, vndt der König würde mit
300 pferden, nacher Londen kommen. Condolirte mit
Meinem zustandt, nach welchem er gar fleißig
fragte, wie es zu Bernburgk daher gegangen
wehre? Wegen der Stadischen sachen, riehte er, Agenten
zu gebrauchen, vndt wolte nicht viel, darumb
wißen, als obs ihm Jakob Ludwig Schwartzenberger nicht berichtet hette?
vndt machte viel Complimenten, accompagnirte || [[Handschrift: 85r]]
mich auch etwaß vor die Thür, ließe aber beyde Meine
Söhne hineyn kommen, welche er sehr lobte, daß sie wolge-
stalt wehren, vndt beklagte, daß sie kein Frantzösisch,
noch Niederdeützsch, sprechen köndten. Fragte auch,
nach Carolo Ursino, seinem pahten. Er wolte
mich weitter accompagniren, ich bahte aber sehr davor,
vndt sahe das man ihn sonst führen mußte. Also
verrichtete der Cammerjungker, Monsieur de Boursenay<Broßmann>
die fernere complimenten, wiewol er nach
seinem Sohn, dem Jungen Printzen, geschickt hatte.
wenn ich mich ein wenig länger aufgehalten hette?
Jch wahr ein Stündlein, bey ihme, vndt er offerirte
sich, gar höflich, zu intercessionen, vndt anderem.
et cetera

Dienstag den 13. ⁄ 23. Januarij: 1646.


Der Printz von Vranien, verwun[der]te sich auch gestern,
v̈ber Fürst Friedrichs prætensionen, vndt bekümmernüß, gar sehr,
vndt erwiese sich, mir gerne zu assistiren. Gott gebe es!


Er klagte auch, er hette einen Pollnischen Medicum
gebraucht numehr drey Jahr lang, welcher ihn
am Podagra curiren wollen. Es bliebe aber darbey.


Von meinen prætensionen bey den herren Staden, stellete
er sich etwaß vnwißendt, vndt verlangte Nachricht.
Schlug mir auch den heßischen Agenten Wyckfort
vor, nach welchem ich heütte Tobias Steffeck von Kolodey geschickt habe.
<Jl semble que le Prince se mèsle malvolontiers aux affaires de finances.>

|| [[Handschrift: 85v]]


Er sagte auch der Printz, die landtgrävin wehre
eine heroische vnd Tugendtsahme Fürstin, würde
sehr gerühmet, vndt führte jhre sachen, weißlich.


Der heßische Agent, Wyckforth hat sich
bey mir eingestellet, weil heimbach, nicht an-
wesend, sondern zu Cleve sein soll, vndt ich
habe ihm, etzliche Meiner acten, vndtergeben.


Zu Secretarium Maurice geschickt, vmb eine
vnbekandte, oder Privataudientz, bey der
Königin in Böhmen schuldigermaßen, anzuhalten. Solche
ist mir bewilliget, gegen: 3 vhr, nachmittags,
mit vielen höflichen gratulationen, vndt complimenten.


Wyckfoort habe ich auch ein schreiben an die Fraw
landtgrävin, gegeben.


Vmb die bestimpte zeitt, bin ich zur Königinn in Böhmen
gefahren, Jhre Königlichen Würden haben mich durch Secretarium
Maurice empfangen laßen. Dero iüngste Tochter,
wie auch Pfaltzgraf Philips dero Sohn (so Rittmeister
vndter den herren Staden ist) kahm auch darzu, vndt
sprach, mich, vndt Meine Söhne an, vndt er gieng
v̈ber eine weile wieder hinweg, auß der Königinn
zimmer. Sie aber discurrirte wol eine stunde lang
mit mir, von allerley geschichten. War sehr höf- || [[Handschrift: 86r]]
lich, vndt Treẅhertzig mit offerten, vndt complimenten.
Erinnerte sich der alten dienste, wüntzschte hoch den
frieden, erst in Engellandt ihrem vaterlandt, darnach
in Deützschlandt, sampt der restitution der Pfaltz, welche
Sie vermeinte, durch den Englischen frieden, befördert zu
werden. Klagte, daß der König in Engellandt also traducj-
ret würde, alß ob er Päbstisch, wehre, welches doch
nichts wehre, vndt die Parlamentischen selber, sich
an itzo, vor solchem außsprengen, schähmen müßten.
Ja sie die Parlamentsherren hetten briefe interci-
piret, die der König an die Königinn geschrieben,
darauß sein eiver zur religion, mehr alß zu viel
zu ersehen, vndt sie es selber nicht gedacht hetten.
Die ceremonien, mit dem Neigen, vor dem all-
tar vndt dergleichen, wehren nicht befohlen,
wer es thete, möchts verantwortten. Die kriege
wehren daselbst blutig, wegen der verbitterung,
vndt daß es ein offen landt wehre, vndt keine
Festungen hette. Man müßte sich wol alda
schmeißen. Jhre Söhne Robert vndt Moritz theten
dem Könige ihrem vettern, gute dienste, vndt
darumb müßte Sie Niemandt verdengken.
Den Vicekönig von Jrrlandt, alß einen guten reformierten
Christen, hette man zur vngebühr verfolget. || [[Handschrift: 86v]]
Der Ertzbischof zu Candelberg wehre zwar eiverig
der wahren religion zugethan gewesen, aber
hochmühtig, Ehrgeitzig, vndt der zu vnnöhtigen
Neẅerungen lußt gehabt. Wehre von geringem
herkommen, vndt sie wollte, das er vor 20 Jahren,
gestorben wehre. Jm Oberhause des Parlements
wehren die meiste noblesse auf des Königes
seitte, vndt kawm der 4.te theil, im Parlament.
Jm vndterhause wehren wol 400 personen gewe-
sen. An itzo wehren ihrer auch bey weittem,
nicht so viel. Vndt es stünde auf tractaten,
wie gestern ebenmeßig der Printz von Vranien sagte,
mit des Königes, einzug, nacher Londen mit 300 pferden[.]
Schottlandt, hette beym Könige, nicht wol ge-
handelt, dann ihnen der König, viel guts gethan,
vndt sie hetten ihn mit vndanck gelohnet, vndt
wehren Parlamentisch worden. Jedoch wehren
viel noch gut auf des Königs seitten, sonderlich der
graf von Montroß ein cavaglier von 30 Jahren,
welcher zuvor, nie kein Soldat gewesen, aber
auß schuldiger affection, sein courage vndt
gute resolution, dem Könige devovirte,
vndt gut glück darbey hette. || [[Handschrift: 87r]]
Den Jrrländischen rebellen, trawete der König nicht
zum besten, weil sie Ertzpapistisch, tirannisch, vndt
grawsam, wieder die Protestanten wehren, hetten
v̈ber die 150000 reformirte Christen, iämmerlicher
weyse, auf allerley manier, ermordet. Der König
hette einen Stillstandt, mit ihnen gemacht gehabt,
damit die protestanten (deren sich niemandt an-
genommen, sondern nur alles dem Parlament in Engel-
landt, zum kriege wieder den König zugelauffen,
vndt inndeßen, der armen verfolgten Christen
in Jrrlandt vergeßen,) luft kriegen, vndt ruhe ha-
ben sollten, aber man hette auch diese gute intention
des Königes, anderst gedeüttet, vndt außgeleget.


Zuvor wehre sie gut Schwedisch gewesen, aber
der lose handel mit Dennemargk, (weil es ihr gar
zu nahe inß geblühte, vndt in die Freündtschafft
gienge,) töchte gantz im grunde nichts. Es wehre
itzt eine zeit des leydens, vndt da man sich, seine
erlittene ruin zu klagen, vndt größerer gewalt,
zuzuschreiben, nicht schähmen müßte.


Das gemeine gebeht vor den König in Engellandt ihren
leiblichen bruder, hette Sie nie vndterlaßen, Sie wolte
ihre Prædicanten zum fenster hinauß werfen, wann
Sie anderst theten. Jch solte nicht alles glaüben,
was ich hörete, vndt was die leütte spargirten. || [[Handschrift: 87v]]
Ja das Parlament selber, ließe noch allezeit, gar
fleißig vor den König behten, vndt erkenneten ihn,
vor ihren König, ob sie schon seine feinde wehren.


Jhr Sohn, der Churfürst, wehre nützer in Engel-
landt, als anderstwo, müßte helfen friede stiften.


Das Parlament gebe ihr der Königinn, nicht
einen deüt. Sie begehrte auch nichts von ihnen.
Denn was vor intraden, ihro, auß Engellandt,
von ihrem herrnvater, vndt herrnbruder geord-
net wehren, die müßten ihr wol werden,
vndt darvon hette das Parlament nicht macht
zu disponiren, ihres gefallens.


Meine Söhne gefiehlen ihr, sehr wol, vndt sagte
Sie hette sie hertzlich lieb, die verwandtnüß
mit Meiner gemahlin, wehre zu groß vndt zu nahe,
daß Sie sie nicht lieben solte. Es wehren auch
liebe schöne kinder, vndt Sie wuntzschte ihnen
alles gutes, mit vielen complimenten vndt offerten.


Sie lobte auch gar sehr vetter hanß Geörgen,
den Sie vnlengst gesehen, daß er ein feiner wolge-
zogener herr wehre. Jtem: vetter Johannsen, welcher
auch neẅlichst alhier gewesen, vndt ihr aufge-
wartett, von Oldenburg anhero kommende.

|| [[Handschrift: 88r]]


Fragte gar fleißig nach Meiner gemahlin, Fraw
vndt Freẅlein Schwestern, vndt dero zustandt.
Sie lobte den hertzog Christian von Meckelburg
welcher dem Könige in Franckreich dienet, vndt
vermeinte, ihm gefiehlen seines herrnvaters proce-
duren, wieder meine schwester, gar nicht.


Sie tadelte ihres Sohnes Pfaltzgraf Edouard
abfall von der religion sehr hoch. Die andere
Thorheit mit der heyrath in Franckreich, hette
sie ihme noch eher verzeyhen wollen. Seine eigene
gemahlin hette nichts darvon gewußt, vom
abfall, vndt wehre eine gute Fraw, hette
es auch nicht begehrt, daß er päbstisch werden
solte. Aber eine person, so ihr der Königin in Böhmen
nahe b angienge, hette wol schuldt daran.
(ie croy, que c'est la Roine d'Angleterre,
mais ie n'osois demander) Gott möchte es beßern!
Da seüftzete sie, vndt kahmen ihr die Threnen, in
die augen. Vom Grafen von Trauttmanßdorf
zu Münster, hatte sie gute opinion, deß friedens halben.


Jch lobte vndt extollirte auch sehr des Kaysers
affection zu Printz Roberten, welches sie anhörte,
in hofnung die Königlich Engelländische bestallung köndte
dem Kayser gar nicht zu wieder sein. etcetera

|| [[Handschrift: 88v]]


Elle demandoit fort particülierement aussy, sj
j'avois veu sa niepce (c'est a dire la Princesse Royalle)
& que ie trouverois la Haye bien changèe,
& bien aggrandie.


Elle a aussy veu deux jeünes Dücs de Hollstein
quj estoyent incognüs, mais cognüs de tout le Monde,
louant fort aussy les fils du Düc George de
Lünenburg, les deux aisnèz, sür tout le second.


Elle dit aussy: que son Fils Philippe, le Prince
de Talmont (converty a nostre religion, & fils
dü Papiste Düc de la Trimouille) & le jeune
Prince d'Orange avec quelques autres Cavagliers,
s'exerçoyent a ün ballet, pour dancer vers le
carésme prenant. Le Mareschal de
Chastillon, brave & ancien serviteur, de la
Couronne de France, est trespassè, avec regret
de tous ceux, que l'ont bien cognü, sür tout, en
ce pays icy, & en France. Rantzaw, s'est revoltè,
mais Gassion point. La Roine dit, qu'on n'estime
point en France les revoltèz, parce qu'ils n'ont
point d'appuy, & que l'on ne se fie pas, en leur infi-
delitèz.

|| [[Handschrift: 89r]]


Elle m'a fait ammeiner, par un carosse, à deux
chevaulx, en son logis, & rammejner ainsy, au mjen,
avec mes deux fils. perge


J'ay escrit a Middelburg par Melchior Oertel, Dieu
vueille faire tout bien succeder, & contregarder le bon homme
des attacques maritimes, Amen!


Die Königinn beklagte sich auch sehr, v̈ber die extraordinarij
grimme kälte, vndt das vndterschiedliche leütte, sonderlich
kinder, auf den straßen erfrohren wehren, erzehlete sie!


Sie sagte die Königin in Polen wehre auf Oldenburgk
zu, gegangen.

Mittwoch den 14. ⁄ 24den: Januarij: 1646.


Alhier im haag, habe ich in der Morgenstunde (weil
die leütte alhier sehr lange schlafen, vndt spähte eßen)
das weittberühmbte neẅe hauß, des graf
hanß Moritzen von Naßaw, besichtiget, vndt
zwar v̈ber 10 cammern darinnen nicht, aber sehr
schön meübliret, mit extraordinarie köstlichen Tape-
zereyen, schönen betten, großen cristallin spiegeln,
Tischen von brasilien holtz, gewaltigen schönen
gemälden vndt schildereyen, sonderlich in den Sählen, vndt
cabinetten, befunden, auch camine von Marmor,
vndter andern aber schöne kästlein, Tisch<leüchter>, vndt Stüle
von Elffenbein, in dem einen zimmer. Die büffets wahren
mehrentheils verschloßen. Vndter der erden (so kostbahr,) wohnet die hauß- || [[Handschrift: 89v]]
haltung. Seine FrawMutter, des generals, graf hanß
Moritz, hat auch ein schön bette, mit eigenen handen,
hinein gestickt, verehret. Man sagt: er werde
ein cabinet mit gantzem Elfenbein bekleiden
laßen. Von der güldenen Tafel, wil niemandt
nichts wißen. Die bewindthebber der West-
Jndianischen compagnie sollen das hauß mit großem
kosten, ihm zu ehren haben außbawen laßen,
wiewol ers, vor Jahren, angefangen. Er ist
an itzo nacher Wesel in sein gubernament ver-
rayset, von dannen vermeint man, werde er,
nacher Caßel gehen, pour recerche[!] d'ün mariage,
que Dieu vueille benir! Er ist ein lieber
wagkerer herr, Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin Liebden Schwester
Sohn, vndt helt seine FrawMutter in großen
ehren, lieb, vndt werth, vndt hat große
reputation in diesen landen, nicht allein
wegen der gethanen extraordinariae rayse in
WestJndien, sondern auch wegen seiner Tu-
gendt, vndt schönen tapferen qualiteten, also
daß wir vnß seiner freündtschaft nicht zu schähmen.
Gott wolle ihn lange erhalten, seiner kirchen, vndt
seinen freünden, zu gut, vndt zu seiner selbst eigenen
wolfahrt, hier zeittlich, vndt dortt ewig. et cetera

|| [[Handschrift: 90r]]


Secretarius Maurice, alß der Elltisten bekandten einer,
hat mich besucht, vndt gar Treẅhertzig, mit Mir conversiret,
auch die Noht sejner Könjginn, wegen des Englischen krieges, angezogen.


Christian Friederich von Einsidel, der Princeßinn Cammer-
Jungker, ist auch zu mir kommen, me confessant: que
devant 15 iours desja, le Prince Auguste auroit
èscrit a Berlepsch, precisèment le temps, que ie
viendrois icy. Or ie ne l'ay resolü, qu'auiourd'huy
il y a huict jours, & ne l'ay dit auparavant a
ame vivante. Telles informations, semblent estre
faites, par sorcelleries, ou arts magiques, & ne
peuvent autrement estre, que conjectüres, vray
semblables[!], non asseürèes, mais le pis est, qu'elles
se forgent, par envie, malvueillance, & jalousie de
mes hayneux, & envieux, & ennemis de ma Fortüne.


Dem Obersten Mario, Meinem alten diener, habe ich Meine
ankunft, laßen anmelden, ob er zu mir kommen köndte? Er
hat sich zur verschwiegenheit, erbotten, vndt sehr v̈ber
Meiner ankunft sich erfreẅet, aber mit leibesSchwach-
heit sich endtschuldiget, vndt gemeinet, er würde
mich numehr, sein lebeTag nicht mehr sehen.


Der Agent Wyckforth, ist wieder bey mir gewesen,
gibt mir gar schlechten Trost, in Mejnen sachen.
Gott mag sichs erbarmen! Wer weiß wer heütte
oder Morgen, des andern wieder bedörffen möchte?

|| [[Handschrift: 90v]]

Donnerstag den 15. ⁄ 25.den Januarij: 1646.


Böse somnia gehabt von kranckheitten, Meiner
lieben Söhne, sonderlich Victoris Amadej. Gott wolle
sie gnediglich bewahren, segenen, fristen, vndterhalten!


Mit meinen Söhnen, bin ich nacher Ryßwyck vndt
hundßlaerdyck gefahren, das eine eine halbe vhr
gaens, das ander 3 vhren gaens von hinnen,
des Printzen von Vranien zweene schöne haüser.


Jn dem ersten, seindt 32 cammern, darundter
etzliche, mit Marmelsteinen caminen, vndterschied-
licher farben vndt gattung, feine allèen, schöne
meübles, Tapezereyen, vndt schildereyen,
auch viel vergüldeten gemächern. Das hauß
ist v̈ber 2 stogkwergk nicht hoch, vndt in einer
facciata gebawet, vor 14 iahren erst, vom
itzigen Printzen, vndt hat ein schönes ansehen[.]


Vnferrne darvon, ist an dem gartten, das
schöne Pomerantzenhauß <mit 9 warmen öffen>, vndt ansehliche grotten
darinnen, welche kostbahr, mit bruststatuen
geziehret, vndt mit schönem Muschelwergk,
perleMutter, weißen vndt roten corallen, vndt
dergleichen, wol außgemacht sein. Die bawm:
vndt lußtgärten, lassen sich auch wol ansehen, vndt
wehre alles im sommer, noch viel schöner, vndt lustiger.

|| [[Handschrift: 91r]]


Der Stall, den Printz Moritz Sehliger gebawet, welcher
auch vor zeitten von mir besehen worden, lieget im dorf,
2 Mußkeetenschöße2 vom hause, darinnen besahen
wir des Printzen schöne beschähler, Stuhten, vndt
Fohlen, mehrentheils Barbaren, vndt Polacken,
vndt dann auch andere Thiere, alß <Schwartze> schweine, auß Bra-
silien, groß vndt klein, ein blaw vndt weißes elendt
auß der Moßkaw, ein kleiner danhirsch, auß OostJndien,
gemeine hirsche vndt rehe von Oldenburgk, ein
schönes rahnes pferdtlein von 5 Jahren <ün Obero>, so graf Moritz
auß Brasilien mittgebracht, Jtem: ein roht: vndt
weißes, dann auch schwartz vndt weiße schaafe
so er dahero gebracht, vndt ihre wolle den haaren
gleich ist, welche die Schießhunde tragen, ein schwarz
vndt weißer bock auß Jndien, auch andere gemei-
ne alhiesige ziegen, vndt ziegenbögke, stehen alle
in ständen im stall, vndt werden wol gewartett.


Zu Hundßlaerdyck seindt in die: 46 cammern,
auch wol meübliret, mit schönen Tapezereyen[,]
vergüldeten gemächern, gemälden, conterfecten
gallerien, altan, vndt Marmelsteinernen camine.
Jst zwey Stockwergk oder wanderungen hoch, alles
von gebackenen Steinen gebawet, vndt mit Schifer ge-
deckt, in die langlechte vierung, sehr sauber vndt polit.
hat auch an den egken runde cabinet, feine Sähle[,] || [[Handschrift: 91v]]
hin: vndt wieder schöne spigel, schöne bette, Tapezereyen,
vndt dergleichen, auch viel conterfect, vndt gemälde,
mutatis mutandis wie zu Ryßwyck, vndt einen feinen
waßergraben, auch vorhaüser, darinnen schöne Stallungen
vndt die hofkirche, so noch nicht außgebawet.


Schönen lußtgarten, vndt bawmgarten, vndt
allerley delicias terrestres, so die Jugendt, mit
lußt, angesehen. Ce Prince d'Orange, se peüt
dire <bien> heureux, en ce monde!


Man sagt: es werde der Junge Printz Wilhelm, mit
seiner gemahlin, der Princesse Royalle, alhier zu wohnen
kommen. Vor ihrem gemach, stehen alle Könige, vndt
die Kayser, so zu vnserer zeitt, gelebt haben, auch
noch leben, gemahlet eigentlich, nach lebensgröße,
in einer feinen gallerie. Die Treppen, Sähle,
vndt eingang alhier, zu Honslaerdyck, wie auch
zu Ryßwyck, seindt auch wol zu consideriren,
vndt die Marmelsteinerne schöne Saülen, in der
entrèe. hette man zeitt v̈brig gehabt, man hette
viel, mit anschawen vertreiben können. Die Jn-
dianische Victorien, dieser Provintzien, stunden auch dar
abgemahlet, vndt viel<er> officirer conterfecte.


Es hat heütte geschneyet, vndt gewehet, vndt scheinet
das wetter wolle auffbrechen.

|| [[Handschrift: 92r]]


J'ay sceu de bon lieu: que le Prince Augüste auroit escrit
a Monsieur Berlepsch, Escuyer de Madame la Princesse d'Orange
qu par ce cocquin de la Rüe, (maistre de langue
á Leyden, calomniateur, vain & ostentateur,
Agent de mon frere) que ie viendrois icy, le priant
delivrer incontinent a Messieurs les Estats, sans
delay, üne lettre enclose, (sans doubte contre
ma personne, afin de continüer l'arrest de mon
payement) ce qui s'estoit fait par le dit: la Ruë.


Ô Dieu, pünis mes adversaires, & delivre
moy, de tant de malheurs, ennuis, torts, &
fascheries, precipitant en abisme<!>, mes enne-
mis inconvertibles, & les tiens aussy!

Freitag den 16. ⁄ 26ten: Januarij: 1646.


Der Hessische Agent Wyckforth, hat heütte beßere
sperantz Tobias Steffeck von Kolodey (welchen ich zu ihme geschickt)
gemacht, alß vorige Tage. Gott gebe, das es gelinge!


J'ay envoyè le mesme Tobias Steffeck de Kolodey au Conte d'OstFriesland
que l'on tenoit hier, pour malade, mais cejourd'huy
il est derechef sorty. Nous nous accorderons, pour
nous assembler en üne mayson tierce, ainsy incog-
nüs, soit chèz le Colonel Mario, ou ailleurs. perge
Dieu vueille; que cest entreveuë soit heureuse!

|| [[Handschrift: 92v]]


Der Wyckforth ist noch, vor der malzeit, zu mir kommen,
mit bericht, daß der itzige Præsident alhier, (herr von
Gent, auß Geldern) ihme avisirt, die gelder, würden
zwar, zusammen gebracht, aber dadurch accrochiret,
das vor 10 Tagen, von hartzgeroda auß, wehre ge-
schrieben, die gelder gehörten nicht mir zu, Sondern
den landtStenden, im Fürstenthumb Anhaltt. Nun
wehre man alhier, gar genaw, vndt an sich hal-
tend:, in geldtsachen, sonderlich, wenn man, ejne
kleine vrsache fünde, es hette einer sonst so gut
recht, alß er immer wollte! Jch habe ihm noch-
malß, die acta vndtergeben, vndt gebehten, mein
bestes zu sollicitiren.


Der graf von OostFrießlandt, hat sich des Obersten
Mario hauß, nachmittags vmb 3 vhr, belieben laßen,
Alß ich nun dahin kommen, schickt er seiner Rähte
einen zu Mir, leßt complimenten machen, vndt
sagen, im finstern würde sichs beßer fügen, weil
ich incognito sein wolte, ich möchte ihm doch eine
andere stunde sagen laßen, oder sonst, waß ich ihm
etwa zu befehlen, vndt worinnen er Mir dienen
köndte? Cela me picquant, i'ay respondü avec com-
plimens, mais ne me suis rien èsclaircy, & ay dit:
que ie l'avois attendü long temps, a l'heure assignèe, || [[Handschrift: 93r]]
mais puis que je voyois, que cela ne pouvoit estre, il
falloit remettre, nostre entreveuë, a üne autre Occasion,
car i'avois envie, de partir d'icy, á ce soir.


Darnach, habe ich viel, mit Meinem alten gewesenen
diener, dem Obersten Mario, conversiret, vndt der
allten geschichten vnß erinnert. Er ist numehr 70½ Jahr
alt, vndt sehr eingefallen, vndt außgedörret, aber
lustig noch von gemüth. Gott wolle ihn stärgken!


Er Streso (auß Cöthen) der vornehmste pfarrer
im haagen an itzo, hat mich besucht, vndt viel
conferiret, aber sich sehr, v̈ber der vnchristlichen
opposition, meiner gegener, verwundert.


Meine Söhne haben vollens den haag besehen,
vndt waß darinnen remarquable sein mag?


Streso sagte auch, daß die collecten numehr getheilet
wehren, vndt halb nacher Bernburgk, halb nacher Cöhten ver-
schickt worden, weil man sich nicht vergleichen mögen. Er
bahte sehr, vmb v̈bersendung der quittungen, zur belegung seiner
rechnung, dem Synodo.


Der Junge Ejnsjdel, hat sich wieder, bey mir præsentiret,
vndt meine Söhne, zur princesse Royalle, vndt zum Prin-
tzen von Vranien, vnbekandt geführet, sie eßen zu sehen.


C'est ün grand cas, que les François mesme, ont
exhortè les Evangeliques de s'accorder, afin de n'estre
mangèz & consüméz, l'ün apres l'autre!

|| [[Handschrift: 93v]]

Samstag den 17. ⁄ 27. Januarij: 1646.


Daß wetter fängt numehr an, aufzubrechen,
vndt wir dörften, eine böse rayse haben.
Difficilia quæ pulchra!3 hette man nur noch
nutzen darvon.


Le Prince d'Orange, est fort süjet, non seulement
au podagre ou gouttes, mais aussy, a l'Asthma,
ce qui l'empesche de dormir, & Madame sa femme
a la gravelle. Maintenant elle a force ca-
tharres incommodes. Ainsy on void, que la felicitè
des grands en ce monde, (quoy que rare), est im-
parfaitte! Dieu donne a tous les siens, la vraye feljcitè!


J'ay envoyè le Magior Halcke au Baron
de Brederode, Maréchal General de Camp, & Tobias Steffeck de Kolodey
au Comte d'OstFrise avec commissions, item: a Wyck-
fort, Dieu leur donne bonne fortüne! & souhait-
table expedition pour mes affaires!


La premier derniere de Tobias Steffeck de Kolodey s'est aneantie, &
allèe en fümèe, c'est a dire en des complimens, condoleances,
& excüses tres-courtoyses, de Monsieur le Conte d'OstFrise,
en alleguant ses propres necessitèz fort amplement, &
les griefs, qu'il avoit, me priant, de les recommander a
Sa Majestè Imperiale, a Madame la Landgrävinn, & au Comte de Trauttmansdorff[.]
De mes pretensions icy, il n'a sceu mot encores.

|| [[Handschrift: 94r]]


Le Baron de Brederode, m'a fait dire par Halcke,
avec force complimens, de vouloir venir en mon
logis, a deux heures apres midy, avec 3 ou 4 valets
seulement, & non en ün lieu tiers vers Mario, comme
je desirois, afin de demeurer tant plüs incognü.


Qu'il auroit sceu devant quelques jours desja
que i'estois icy, & qu'il m'auroit rendü son devoir,
s'il eust peü èsplücher mon logis. Jl auroit souvent
fait demander la Roine de Boheme aprés moy, mais
elle l'eust tousjours fait nier, disant que i'en serois
dèsja party d'icy, la bonne Dame. Qu'il avoit
ce mattin prins medecine, neantmoins ne manque-
roit de venir. Jl avoit sa robbe de chambre, comme
aussy le Conte, tous deux sür les 10 heures.


Wyckforth, m'a congratulè aussy au voyage. perge
s'est fort offert, & m'a renvoyè quelque pappier. perge


Nachmittags, ist der herr von Brederode, Feldtmar-
schalck zu mir in mein losament gekommen, vndt
hat sich wol vndt höflich, gegen mir erbotten,
auch der alten kunde vndt verwandtnüß des
hauses Bentheim, sich erinnert, mit aller höflig-
keitt. Er hat auch Meine Söhne, gar gern gese-
hen, vndt sie æstimiret, auch sich verwundert, daß
Sje in dieser großen extraordinario kälte haben raysen können.

|| [[Handschrift: 94v]]


Darnach habe ich mich wieder aufgemacht, mit Meinen
Söhnen, nach Delfft zu, dahin wir gefahren, in 1½ vhren.


Gott wolle doch vnsere expeditiones gendiglich ge-
segenen, succeß verleyhen, vndt die schwehren zeitten
lindern, vndt beßern!

Sonntag den 18. ⁄ 28ten: Januarij: 1646.

<Abermals, große Kälte.>


Jch habe meinen Söhnen, erlaübet, Rotterdam, vndt
die Schiffe, zu besehen, von hinnen auß, auff Schlitten.
perge


Bin mit halcken, vndt Tobiaß, nebst einem pagen,
in die Frantzösische kirche gegangen, vndt haben
daselbt, mit gebehtet, mitt gesungen, vndt predigt
gehöret, eines Frantzösischen predigers, Monsieur de la Rivie-
re <Solere>, genandt. Es ist doch eine gnade Gottes,
vndt eine schöne gabe, wann man in vndterschied-
lichen sprachen, vndt zungen, mag Gott loben!


Nachmittags wieder in die Frantzösische kirche, da Monsieur
Solere abermalß diserte geprediget, de controversiis
Cænæ. Er ist ein Jesuiter, in seiner Jugendt gewesen,
vndt ein Spannier von geburth. Jst auch etzliche
Jahr, in WestJndien gewesen, vndt mit Graf
Moritzen, wieder auß Brasilien, gekommen. Er hat
einen Spannischen accent im reden, redet sonsten
<wol vndt> geschwinde Frantzösisch. Jst v̈ber: 60 iahr allt.
Der rechte pfarrer alhier in der Frantzösischen kirche, heißt:
Monsieur de la Riviere, ein 70iähriger, so an itzo kranck ist.

|| [[Handschrift: 95r]]


Tobias Steffeck von Kolodey aufn abendt in haag geschickt, mit
schreiben an Feldtmarschalck, Freyherrn von Brede-
rode. Gott gebe doch einmal zu glücklicher
expedition, nach so vieler angst vndt quahl,
vngemach, vndt wiederwertigkeitten.
Jch bin ia, so wol des Schrifft: alß mündlichen
sollicitirens, auch anderer großen Mühesehlig-
keitten, vndt verdrußes, Matt: vndt Müde. Gott
helfe mit gnaden, v̈berwinden, vndt emergiren!


Meine Söhne, seindt von Rotterdam, vndt Delfshaven
glücklich wiederkommen, noch bey Tage, Gott lob, ohne anstoß.

Montag den 19. ⁄ 29ten: Januarij: 1646.


heütte, gehet das wetter alhier zu Delfft wieder auff,
vndt es hat erst geschneyet, darnach geregenet.


haben wir vns also diesem nach, eines bösen weges,
(pour avoir tant attendu avec fraix peut estre en vajn)
zu besorgen! Nihil est ab omnj parte beatum!4


J'ay songè d'ün veau rouge & blanc, que i'eusse
amadouè & portè sur les bras, avec admiration de
mes serviteurs, puis apres d'ün cheval <beau, mais> meschant &
restif, auprès düquel i'eusse eu peur long temps,
de passer, <car tout le monde le dissuadoit.> Or il falloit y passer, c'estoit ün bay,
craignant les rüades. En fin, ie me füsse resolü
& l'eusse accostè. Jl m'eust doucement amadouè, &
seroit devenü petit poullain, avec admiration des assistans!

|| [[Handschrift: 95v]]


Tobias Steffeck von Kolodey ist von<außm> haag, vmb 1 vhr Nachmittages
wiederkommen, hat mir <ein> höfliches brieflein vom Freyherren
von Brederode mitgebracht, wie auch gute vertröstung
vom Agenten Wyckfordt. Gott gebe doch einmal
den so sehnlich erwüntzschten effect!


Jch habe mich v̈bel befunden, wegen des gestangks,
den daß Thauwetter, in den waßern so in
den canalen sein, oder sonsten gegeben. Der Aer
ist viel liberior <in Deützschlandt>, alß in diesen niedrigen regionibus.


Tobias Steffeck von Kolodey abermalß in haag geschickt, zum Baron de Brede-
rode, wie auch zum Agenten Wyckforth, aber es hat
die Sache noch nicht rutzschen wollen. Vndt man hat die
Original obligation, sehen wollen, dieselbe hat nun heimbach
in handen. Ach daß ich so vnglücksehlig bin!


Die ordinarij avisen, oder courranten, alhier zu Delft, oder
auß dem haagen, bringen mitt: das die Schweden auf den
Ertzhertzog, vndt hatzfeldt zu gehen, intentioniret, vndt es dörfte
baldt eine Feldtschlacht zu hören sein. Gott gebe friede!


Kayserliche Mayestät gienge auf Regenspurgk, vndt die
Kayserinn wehre wieder Schwanger.


Es wehre zwar ein landTag zu Preßburg vor,
daselbst hin, gedächte auch der Kayser, wegen erwehlung
eines neẅen Palatinj, darzu sich Ragozzj Sohn, sehr drünge.


Der Düc de la Vallette, venezianischer General,
hette die festung Canea in Candiâ wieder belägert,
vndt Giovannj Cappello wehre general zur See,
erwehlet, an des verstorbenen hertzogs, statt. || [[Handschrift: 96r]]
Man vermeint aber, es sollte ein Giustiniano hertzog werden.


Ragozzj, vndt der Türgke, hetten einen frieden beym Römischen Kayser,
nach wuntzsch vndt willen, erhalten.


Die Pollnische brautt, wehre zu hamburgk arrivirt, vndt
stadtlich empfangen vndt beschenckt worden, wie auch zu Bremen,
das Königliche beylager aber, solte nicht zu Dantzigk, sondern
zu Krakow in Polen, sampt der Crönung werden.


Graf Woldemar, würbe stargk zu Stargardt in
Preüßen, zu roß, vndt fuß, zu waß ende, wüste man nicht,
nach dem er auß der Moßkaw, wiederkommen.


Ein falscher Demetrius hette sich wieder in der
Moßkaw, aufgeworffen. Er wehre aber so weitt herundter
kommen, das er numehr nicht allein außweichen, sondern
auch bey dem Pollnischen Obersten Oselinsky <Regiments>schreiber
hette werde müßen.


<Nota Bene[:]> Magdeburg wehre stargk von den Schweden, blocquirt,
wiewol sich die hanseestädte, stargk interponirten.


Der König, in Portugall, hette 5 Städte, durch
stargken einfall der Spannier vndter dem Marchese
dj Leganes, verloren, vndter andern seine Erbstatt Braganza.


Sie sagten vngescheẅet zu Lißbona sie müßten
die holländer in Brasilien vollends außrotten.
Jnndeßen armiren stargk, zur See, diese vndt iehne.


Zu Münster continuiren stargk die friedenstractaten
vndt haben nicht allein die Frantzösischen, sondern auch
baldt hernach die Spannischen Ambassadeurs, mit
grosser pompe, die Stadischen Ambassadeurs visitiret.


Der Pabst, ist gut Spannisch, böse Frantzösisch.

|| [[Handschrift: 96v]]

Dienstag den 20. ⁄ 30ten: Januarij: 1646.


Jch habe mit meinen beyden Söhnen, Erdtmann Gideon, vndt
Victorio Amedeo, Manna eingenommen, alhier zu Delft, Gott
gebe das es vnß allen zur gesundtheit, in diesem Thauwetter,
wol bekommen möge! Die dosis, eines ieglichen, ist drey
loht, vndt man hat durch ein rein serviet, warm bier
durchgehen <laßen> vndt die manna im serviet v̈bergoßen, also das
sie geschmoltzen, vndt alle impuritet <ist> im serviet geblieben,
die kraft aber auß dem medicament, mit dem bier
eingetrungken worden. Das loht kostet alhier 2 Stüber. perge


<Maior> halcke ist nachm haag zu, Biedersehe vndt der copiist
hanß Eckardt, seindt nach Rotterdam gewandert, zu ki<h>cken,
wie die holländer sagen, id est: das landt zu besehen. perge


Gestern, hat auch halcke, den Frantzösischen prædicanten,
Monsieur de la Riviere, gesucht, ab weil wir vom Doctor
Spanheimio, an denselben addressiret worden, er ist aber
nicht anzutreffen, sondern in haag verrayset gewesen. perge


Tobias Steffeck von Kolodey wieder in haag geschickt. O herr hilff!
o herr, laß vnß doch alle vnsere anschläge, wol gelingen!


Es ist alhier zu Delft, theẅrer alß im haag. Daselbst ha-
ben wir, im wilden Mann, nur einen holländischen gülden, von der
person, an der herren Tafel, geben dörfen, vndt vor einen
diener, einen halben, gülden, (ohne die extra des vndter-
trungks, frühestügks, Spannischen weins, lichter, vndt Feẅers
welche extra zwar, etwaß hoch liefen) Frantzen wein,
vndt Holländisches bier, mjtt eingeschloßen, alhier zu Delft aber || [[Handschrift: 97r]]
in der güldenen windtmühle, wil sich der wirtt nichts
abdingen laßen, auch nicht nach der person rechnen, Sondern
er rechnet v̈ber haüpt, zu: 16 oder 17 Gulden (florenus)f: die malzeitt,
vndt die extra kommen auch hoch, da wir doch im haag
beßer accommodirt gewesen! Je despens ün grand
argent, & ne voy encores gueres d'esperance
dü proffit recerchè[!], pour moy, & les miens!


Tobias Steffeck von Kolodey est revenü de la Haye, ne peut assèz louer,
la diligence, & bonne affection, de Monsieur le Baron de Brederode,
(Dieu luy en vueille donner la retribütion & benediction
d'en haut) car il a fait par sa puissante jnstance,
que mon affaire, (quj s'en alloit a la longue, par l'oppositi-
on de mon frere, & d'autres pretendüs pretendans,)
qu'auiourd'huy, a estè proposè, deliberè, & resolü au
Conseil, mais on veut, que je face encores donner
ün Memorial, dequelle façon ie desire estre payè?
& ie croy, que la sübtilitè & avarice de Wyckfordt,
lequel iouoit l'affaire a la longue, pour l'entrainer,
ou y gaigner, a causè cest'appendice! Car Wyckfoort
remarque que je n'ay pas l'obligation, entre mes
mains. Difficilia! quæ pulchra!5 Dieu vueille, par sa
grace, que ie puisse avoir les obligations, bien tost, en main!


Der Maior Halcke, ist auch wiederkommen außm haag,
mit bericht, daß Streso mir gerahten, den Griffier Musch,
vndt Pensionarium Catz, wol in acht zu nehmen, wegen meiner
Prætensionen, vndt an Sie zu schreiben. perge

|| [[Handschrift: 97v]]


Bidersehe, vndt hanß Eckardt, seindt diesen abendt spähte
von Rotterdam, Schiedam, vndt Delfshaven wiederkommen. haben
an diesen orthen, die Schiffe vndt rariteten besichtiget,
vndter andern, ein Orlogsschiff, so vor drey wochen,
ein Duynkercker, schon v̈bermannet, undt v̈ber-
meistert gehabt. Alß nun der holländer im Schiffe
gesehen, das v̈ber die 30 Mann mehr alß er ge-
habt, eingestiegen, hat er seine leüttlein, vndten
in das Schiff, gezogen, es gewaget, vndt eine
Tonne pulver, vndter den Öbersten boden, darauf
daß dickste volck gestanden, gesetzt, vndt also
den öbersten boden, mit den eingestiegenen Span-
niern, in die lufft gesprenget, mit solchem
glück, das den seinigen darauß kein schade
endtstanden, vndt nicht ein eintziger beschädiget,
ob schon das schiff, hindten vndt forne, vndt an allen
egken, sehr zerschmettert worden. Alß der
Duynkircher gesehen, das das pulver angegangen,
hat er vermeinet, es würde alles im feẅer auf-
fliegen, vndt hat sich bey zeitten, darvon gemacht,
mit seinem Schiff. Diß ist wol ein sonderbahres,
nicht viel erhörtes Stügk, vndt abentheẅer gewesen!
Man hats auch albereit, in den gedrugkten avisen,
oder couranten, gehabt, vndt neẅlich gelesen. perge

|| [[Handschrift: 98r]]

Mittwoch den 21. ⁄ 31ten: Januarij: 1646.

<Zu Delft, in Hollandt.>


Jch habe Tobiaß Steffegk abermal in haagen, geschickt.
Gott helfe zu glück, in gnaden!


Hier mon gentilhomme de chamber, Erneste Theodore de
Röder, a saulvè la vie, a ün enfant, en nostre hostellerie.
Car comme il alloit a l'èscart, passant derriere l'escuyrie,
<il vid que> cest'enfant, estoit tombè dans üne lacüne, ou bourbier,
& estant fort petit encores, ne se pouvoit ayder. Ainsy,
il<il y a accourüt &> le releva, comme mort, et tout roidy de la froideur de
l'eau, le mit au giron, & voyant qu'il n'avoit presque
plüs de sentiment, nj d'èsmotion, & qu'il estoit comme
estouffè dans la dite fange, il le rapporta promptement
au feu, & le fit chauffer, de sorte, qu'il se reprinst, peu á
peu, comme d'ün sommeil letargique, ses parens sürvindrent,
accüsans leur nonchalence, & de leurs servantes, & re-
mercians grandement Röder, de sa pietè, & charitè exercèe,
en saulvant ainsy la vie, au pauvre petit pouppon!
En tels cas, s'apperçoit manifestement la Providence Divine,
si èsmerveillable, & digne de louange, en toutes ses oeuvres! perge


heütte ist, meines elltisten, annoch lebenden Sohns, Erdtmann
Gideons, geburtsTag, an welchem er, 14 Tage<Jahr,> völljg außbracht,
Gott wolle ihn lange zeitt, stärgken, fristen, vndt erhalten!


Melchior Oertel, ist auß Seelandt, mit contento
vndt zimblicher expedition glücklich wiederkommen, nach dem er
nicht geringe gefahr, wegen der Eißschollen, außgestanden. et cetera

|| [[Handschrift: 98v]]


Tobias Steffeck von Kolodey ist wiederkommen auß dem haag. Meine sachen laßen
sich noch verzüglich, vndt beschwehrlich an. O der schwehren sollicitatur!
Mon meilleur amy, & patron, le Baron de Brederode s'en va aussy
a Amsterdam. Ô Dieu, ne m'abbandonne point, quand tous
mes parens, et amis m'abbandonneroyent! car ie suis, ton en-
fant, & j'attends ton salüt!

Donnerstag den 22. Januarij: ⁄ 1. Februarij: anno: 1646.


J'ay prins resolütion, d'envoyer Rindtorff, mon gentilhomme
de chambre, vers Borch, & Cleve. Dieu benie nos desseings
par sa Sainte grace!


J'ay veu la tour de la Vieille Eglise, & comme nous y
montasmes, il neigoit, & tempestoit soudainement, ainsy que
la serenitè dü ciel s'offüsquant, on ne peust pas beaucoup voir.
Toutesfois nous observasmes le prospect, sür la Haye, Leyden,
Briel, Gravesande, V̈trecht, & Amsterdam, &cetera[.] Il y a plüs
de 300 degrèz, a monter. Mais sür la Tour, de l'Eglise neufue
il y a: 416 degrèz, la ou nous ne montasmes pas, a cause qu'on
y a, a bastir, maintenant, <ains contemplasmes de nouveau, le monüment Prince d'Orange[.]>


Je suis aussy allè voir, l'Eglise Lütherienne, iolyement bastie
sans images, sans aultels, & plüs en forme de sale, que d'Eglise.
Les Ministes[!], c'est a dire Anabaptistes, & les Arminiens ont aussy
leurs congregations, mais les Papistes, encores qu'ils les ont, sj
ne les ont ils pas, si ouvertement, afin d'eviter la füreur de
la popülace! Laquelle se ressouvient encore dés crûautéz dü Düc d'Albe. et cetera

|| [[Handschrift: 99r]]


On conte 20000 ames dans la ville de Delft.


Tobias Steffeck von Kolodey ist außm haag abermalß wiederkommen, vndt
es hat sich, die vertröstete resolution der herren Staden,
noch nicht einstellen wollen, wieder verhoffen!


Gli Agentj sono gentj, co'qualj besogna parlar per una
sarbatana.


Jch habe allerley kupferstügke von bildnüßen, vndt
ländern, vmb, vndt vor, 20 Gulden (florenus)f: eingekaufft. et cetera


J'ay sceu, que les affaires aux WestJndes, non
seulement ne vont pas bien, a cause de la trahison
& invasion des Portüguais, mais aussy aux OostIndes,
le General Diemen y estant mort, & y ayant ün substj-
tüt en sa place Lüning, lequel n'est pas capable de regir,
ni a estè iügè tel, dü General aux derniers abois. Ce-
pendant il s'ingere, & est favorisè de trois dü conseil
de guerre en ces quartiers là. Les trois autres tiennent
encores bon, pour la vefue, & le party dü defünct, car Lüning
a donnè coulpe a la vefue, d'avoir fait trafficq secret
avec les Diamants, au prejüdice dü püblic de la compagnie,
ce qui ne se verifie pas. Cependant ceste division, cause
de la mèsfiance, & les Officiers & soldats sont confüs,
ne scachans a quj obeir, dont pourroit souldre üne guerre
civile & dommageable a ces Provinces. En telle sorte ce feu
a desja fait que les actions de la Compagnie Orientale, se rab-
battent & dèsfaillent de 50 a 27 pour cent.

|| [[Handschrift: 99v]]


Der Major halcke, hat den Frantzösischen prædicanten besucht,
den Monsieur de la Riviere, deßen discretion, geschickligkeit,
vndt höfligkeit, auch gute curiositet, er sehr gerühmet.


Ün homme prüdent a jügè auiourd'huy, qu'il iroit de la Diete
a Münster, & de ces traittèz, comme de ceulx dü Concile de Trente,
la ou on auroit traittè & negociè de 12 a 15 ans, & rien effec-
tüè, que d'accroistre les animositèz contre les Protestans perge
sous ombre de reformer l'Eglise & de desirer la paix!


Der pfarrer <la Riviere> hat einen Frantzösischen Sergeanten, alsobaldt diesen
abendt anhero geschigkt, mi vnß, zu einem guten losament zu verhelfen.
Wir haben vnß aber, der, (auf Ern Spanheimij erfolgte recommendation
anerbottenen willfahrung) bedangkt, weil wir alle Tage, rayse-
fertig, auch gerne allein sein so wollen. et cetera

Freitag den 23. Januarij ⁄ 2. Februarij: 1646.


Tobias Steffeck von Kolodey abermal in haagen geschickt, mit schreiben, an Printzen
von Vranien, vndt Feldtmarschall Brederode, wenn es doch, helfen wollte?


Die Stadt Delft, wie auch fast alle andere Städte in hol-
landt, werden immer größer gebawet, vndt weil diese
Provincien, an Nahrung, vndt Reichthumb, zunehmen, Sonder-
lich durch die Jndianischen Schätze, Schiffarth<en> in viel
länder, vndt durch die commercien, so kan es nicht fehlen,
sie müßen volckreicher werden, vndt der krieg zu waßer
vndt zu lande, macht sie immer<ie länger ie> reicher, da andere
<länder,> ärmer, durch den vnordentlichen krieg werden.

|| [[Handschrift: 100r]]


Meine Söhne, seindt heütte Morgen, bey Monsieur de la
Riviere, gewesen, seine schöne kunstkammer, zu besehen,
vndt es hat ihm gar wolgefallen, das man ihm, (also
vnbekandter weyse zwar) die ehre angethan, Er hat
ihnen, alle rariteten, selber gezeiget, wiewol er sie nicht
gekandt, iedoch vor Junge Freyherren, vndt schöne kinder,
sie gehalten. Gott wolle sie stärgken, fristen, segenen,
vndt in Gottesfurcht, vndt Christfürstlichen Tugenden,
ihme zu ehren, vndt der Christenheit zu Trost, vndt
aufnehmen, sie ferner gendiglich erhalten, vndt wol ge-
rahten laßen, daß sie allezeit, Gott, vndt Menschen,
wolgefallen mögen, vndt würdiglich, vor ihm, wandeln!
auch vor allem vnheyl, vndt wiederwertigkeit, befreyet bleiben. perge


Je suis tousiours en apprehension, pour eulx, & timide, a cause
de la mortalitè passèe, de tant de mes enfans, sür tout, des fils,
car six <de mes enfans> sont desia morts <au Seigneur>, assavoir, 1. Beringer, 2. Joachim Ernst,
3. Christian, 4. Bogislaus, 5. & Ferdinandt Christian, & 6.
la premiere de toutes, ma fille Sophie, tous de bienheureuse
memoire, ainsy que vivent encores, tant qu'il plaira au
bon Dieu, trois fils, & cinq filles, c'est a dire Erdmann Gideon,
Victor Ayme-Dieu, & Charles Ürsin. Item: Eleonore
Hedwjg, Erneste Augüste, Angelique, Anne Sophie,
& Marie, comme i'espere que i'en auray dü pays, des bon-
nes & aggreables nouvelles, par ma femme! Dieu le vueille!

|| [[Handschrift: 100v]]


Tobias Steffeck von Kolodey, ist diesen abendt, außm haagen,
wiederkommen. Jl y a des longueurs, des lenteurs, & d'irresolütions!
aussy bien, qu'ailleurs, en semblables sollicitations. J'en suis
tout las, & harassè, l'hoste de ceans, me vuidant cependant
la bource bravement, sans misericorde, & pitiè. perge


Wyckfordt, a livrè a Monsieur le Prince d'Orange, ma lettre,
par son Secretaire[.] Le Prince, s'est courtoysement offert,
& veut parler au President6. C'est ün grand cas, que
les Presidents, au conseil des Etats, se changent toutes
les sepmaines, ainsy: ce que l'ün scait, l'autre l'ignore,
& l'affaire vient tousjours, á estre recommencèe par infor-
mations, memoriaulx, & choses semblables, lors que, ün igno-
rant, ou mal affectionnè a l'affaire, presjde. Les pension-
naires, Griffiers, & Secretaires, a la mode des Advocats,
ont leur mire, & visèe, a pescher, en eau trouble, & sont
fort avares, & chicquaneurs, a se pourvoir, avec l'hameçon d'or,
pour eulx, & leurs familles. Le Proverbe se verifie aussy icy:


Quid non mortalia pectora cogis? Aurj sacra fames!7
Jtem: Crescjt amor nummj! quantum ipsa pecunia crescit!8
Jtem: Quo plus sunt potæ, plus sitiuntur aquæ!9


Le Baron de Brederode, mon grand amy, n'est pas encores re-
venü d'Amsterdam, & je m'ennuye de ce penible seiour,
& d'üne attente si fascheuse, & mal assaysonnèe!

|| [[Handschrift: 101r]]

Samstag den 24ten: Januarij: ⁄ 3ten: Februarij: 1646.

<Windt, vndt abermahlige, eingetrettene kälte, diesen tag.>


E'paruemj mirabil vanitade; Fermar in cose, il cuor che'l tempo preme:
Che mentre più le stringj, son passate; Però, chi del suo stato, cura, ô teme,?
Proveggia ben; mentr'è l'arbitrio intiero, Fondar in luoco stabile, sua speme!10
<dice il Petrarca.>


Tobias Steffeck von Kolodey abermal hineyn geschickt,
in den Haag, afin de solliciter la resolütion desirable,
& pour me procürer, üne conference, de l'anncienne cognoissance. perge
Dieu vueille alleger ünefois, mes ennuys, peines, & fascheries!


Hans Albrecht von Halck habe ich darnach auch, in den haag, geschickt, Mir
eine audientz, bey der Princeßjnn, von Vranien, alß Meiner
alten bekandtinn, zu procuriren. Gott gebe, das ich dadurch nicht impin-
gire, oder andere offendire, car on est fort chattouilleux icy aux
cour<t>s, en matiere de visites! On peut aysèment gaster, ce
quj est bien commencè, mais le monde cependant, veut estre
repeü de ceremonies, des complimens, & de vanitèz!


Je suis allè pourmener sür le midy, en ün temps beau,
& serain, d'icy, à Delft, a pièd, vers la Haye, plüs qu'a my
chemin, & retournè puis apres.


Halcke est revenü bien tost, me procürant l'audience desirèe,
chèz Madame la Princesse, entre 3 et 4 heures apres Midy, et quoy
que Madame la Princesse d'Orange, ne m'avoit voulü prescrire l'heure
ains la laisser à mon choix, si at on en fin (puis que je voulois
estre incognü) choisy ceste-heure. Mais il me fallüt attendre quel-
que espace de temps, à l'Antichambre, d'autant que la Princesse
estoit sortie avec Monsieur le Prince, a Schevelingen, la ou il n'a || [[Handschrift: 101v]]
estè de sept ans, & le temps estant beau aujourd'huy, il s'a voulü
recrèer. Cependant ie regarday, les pourtraits, les beaux
chandeliers, la table d'argent, les tapis d'Jnde, & ce
qu'il y a de beau, en ceste Antichambre. En fin la
Princesse venant par üne allèe secrete en son cabinet,
elle m'y fit entrer & m'accueillit avec joye & cour-
toysie, se plaignant de ne m'oser rendre le respect &
honneur convenable, a cause que ie voulois estre in-
cognü. Jl me fallut asseoir auprès d'elle, vers le feu.
Trois de ses filles, & üne Princesse de Portügall11, se
tenoyent de bout vers la fenestre, causans avec mes
fils, lors qu'ils vindrent, apres avoir fait reverence
a Madame la Princesse, laquelle les baysa a l'Hollan-
doyse les prenans par la teste, comme ils vouloyent luy<a>
salüer a l'Allemande, & il falloit bayser tout le reste,
de mesme que je fis aussy. Elle conversa prüdemment
avec moy de plüsieurs choses, souhaittant la paix d'Allemaigne,
ardemment, & parlant avec beaucoup de moderation & de
respect de l'Empereur souhaittant l'ünitè des membres
de l'Empire avec le chef, plüs que'avec les couronnes
Estrangeres, & la Libertè de religion. Elle s'enquit
fort particülierement de l'Estat d'Allemaigne & de || [[Handschrift: 102r]]
ce, que je scavois dés traittèz de Münster & Osnabrück
desquels elle avoit peu d'esperance nonobstant les bonnes mines, & inclj-
nations des Potentats. Jl semble, qu'ils inclinent icy, en ce pays,
avec<a> la Paix avec Espaigne dont elle louoit les honnestes proce-
düres demonstrèes des Ambassadeurs Espaignols, aux Ambassadeurs de Messieurs
les Estats, honnorèz d'eux aultant que les testes couronnèes,
par visites, tiltres, & autres demonstrations, mais ils n'osent,
a cause de l'alliance trop estroitte, avec la France, laquelle
ne veut point de paix, sinon tresavantageuse, & les Estats
de ces Provinces jcy, pourroyent avoir üne paix tresavan-
tageuse, s'ils vouloyent, avec l'Espaigne. Elle dit
aussy, que la France seroit fort èspuisèe, par tant
de tailles, & d'imposts, & que France & Swede, desiroyent
trop de pays aux traittèz de Münster & Osnabrück[.] Elle s'enquit fort,
de mon estat, & de celuy de mon pays, deplorable certes!


L'affaire de Dennemarck & d'Angleterre luy estoit
fort à contrecoeur, estant dü costè des Roys, & excüsant
Messieurs les Estats, qu'ils auroyent tenü le party des Swe-
dois, non comme partisans, mais comme neütres, afin de re-
mettre tout l'affaire dü peage dü Sund, en son ancienne
moderation & reigle ordonnèe, sans envahir, nj gaster
les pays, & terres dü Roy, comme ont fait les Swedois.


L'Empereur dit elle, est point tenü pour ennemy, ains pour amy de
cest estat, & on l'honorera tousjours deuëment. Elle me
demanda beaucoup, de la cour de Sa Maiestè et de ses Vertüs, || [[Handschrift: 102v]]
lesquelles ie louay franchement, & avec Veritè. On
parla beaucoup aussy de Monsieur l'Electeur de Brandenbourg,
de ses hautes qualitèz, & pourquoy il ne se marioit
point? etcetera etcetera <Elle estoit treszelèe pour l'Allemaigne.>


Mes enfans, luy pleurent grandement. perge Elle
s'offrit, a bonne recommendation, de mes affaires, & fit mine
de les estimer iüstes, mais que l'on ne seroit pas
contentè sj promptement. Que Monsieur de Brederode,
n'estoit pas, des Estats Generaulx, ains seulement des
Estats de Hollande. Jl me semble, qu'elle vouloit dire,
qu'il se falloit addresser, pour cela, aux Estats Generaulx.


Jl y avoit aussy, üne gouvernante & üne Damoyselle
dans la chambre. Les autres Dames, & Cavalliers, at-
tendoyent a l'Antichambre, entre lesquels, mesme
estoit Monsieur le Conte d'Oostfrise <& Madame la Contesse de Naßaw>, mais le Maior halcke,
füt fait entrer aussy, avec mes enfans, a la chambre
dü cabinet, <contre la coustüme.>


Apres m'estre retirè, & accompagnè, de deux vieils
gentilshommes de Madame la Princesse, ie m'en allay
en temps obscür, vers Madame la vieille Contesse
de Hanaw, soeur dü Prince d'Orange, laquelle me
tesmoigna de la bienvueillance, & discourüt perti- || [[Handschrift: 103r]]
nemment de plüsieurs choses, de son affection á l'Allemaigne, &
de son zele, a la Religion, dissuadant les mariages contraj-
res en cela, mais le dèsfaut de l'ouyë l'jncommodant,
sa fille la Contesse Charlotte de Hanaw fist l'interprete
& parla d'elle mesme beaucoup avec moy. Jl y avoit
aussy üne Princesse de Portügall (seur de l'autre)12
fort courtoyse & galante. Les femmes & filles, avec nos
gens attendirent á l'Antichambre. Jl fallüt salü-
er tout, en ceste mayson, a la Hollandoyse, avec
baysers. Tout estoit bon, mais je m'apperceus
qu'on iettoit mes sollicitations bien loin de toute espe-
rance, & quoy qu'on s'offrit á intercessions, si voy ie,
qu'on y a mesmes a pretendre semblables choses.


Madame dit aussy: Faites ce qui vous plaira,
personne ne vous cognoist icy, sinon tout le monde,
& vous voulèz estre incognü, sans faire cognoissan-
ce, a vous plüs proffitable? Elle estoit mal edifièe
de mes voyages, croyant que tous les maulx a Bern-
bourg s'estoyent faits, en mon absence, ce qui n'est pas.
Elle croyoit aussy, qu'ün Prince auroit aultant
souffert, & paty, comme l'autre. Dü Prince Jean
& de son changement aux reformations, elle estoit tres-
mal satisfaitte. <Nous retournasmes encores ce soir à Delft.>

|| [[Handschrift: 103v]]

Sonntag den 25ten: Januarij: ⁄ 4. Februarij: 1646. <Dies Paulj stilo veterj[.]>

<Nebelicht wetter.>


Jn die Frantzösische kirche, da abermal Monsieur Solere
geprediget, vndt darnach die communion, mit guter ordnung,
stehende celebriret worden. Erstlich stunden der pfarrer la
Riviere, vndt die Elltisten der gemeine, vmb den Tisch deß
herren, her, vndt empfiengen einer, nach dem andern, von gedachtem
prediger Solere, das brodt, vndt den wein des herren, auß sei-
ner handt, (nicht wie die hollender, welche sitzen vmb den
Tisch des herren her, vndt nur die ersten vndt nähesten vmb
den pfarrer, auß seiner handt, die Göttlichen wahrzeichen
vndt Sigel brodts vndt weins empfangen, vndt darnach
den andern zuschieben, vmb welcher ceremonien willen aber
sich niemandt von der gemeine deß herren, abzusondern,
noch außzuschließen, da die lehre rein vndt lautter
geprediget wirdt) darnach kam ein Oberster, Monsieur
de la Mayson-neufue, vndt etzliche oficirer, nebenst <etzlichen> des
Magistrat<s> der Stadt Delft, vndt communicirten auch also,
vndt wurde solcher gestaltt continuiret. Gott gebe das
alle zuhörer, würdige Tischgenoßen sein mögen! Je me repens
de n'avoir commüniè avec eulx!


Madame la Princesse dit aussy hier, que le Düc Augüste
de Hollstein qui sert les Estats, comme Capitane de cavallerie
auroit èspousè üne Contesse de Delmenhorst, avec 40 mille ReichsthalerReichsthlr: || [[Handschrift: 104r]]
argent comptant, qu'il desiroit d'employer, pour achepter
ün bien en Hollande, s'èsbahissant, qu'il desiroit faire
cela en ün pays estranger, & non en sa propre Patrie. perge
Je luy dis, comme elle me le demandoit, que c'estoit le
nepheu de ma femme. Elle repartit, que i'estois parent,
ou alliè, de toutes les grandes maysons d'Allemaigne.
Je replicquay, qu'a la Veritè ce m'estoit ün honneur,
mais qui m'aydoit bien peu, chacün regardant a
soy mesme, a ses jnterests, & a sa propre conservation,
& plüsieurs quoy que volontaires, estoyent eux mesmes
rüinèz & necessiteux, dont en ce siecle les grands
Empereurs, & Roys mesems, sentoyent vivement, leur
part, & n'en estoyent nüllement exempts en leur Grandeur.


Elle celebra fort aussy les Vertüs du Roy de Dennemarck
& qu'en son ancien aage, il monstroit tant de Valeur,
& de prüdence, ayant sceu faire sa paix au vray temps
qu'il falloit, afin de ne perdre tout le reste, & qu'il se-
roit à souhaitter, que le Roy d'Angleterre fist de mesme,
combien que c'estoit üne chose bien plüs intolerable, de
faire la guerre a ses süjets, que de la faire a ün Royaul-
me voysin, comme le Dannemargk a la Swede. Qu'en ce
pays icy, on ne vouldroit pas volontiers, que nj la Swede,
nj la France devinssent trop puissantes, & redoutables,
combien qu'ouvertement, il ne le falloit pas dire, nj püblier.

|| [[Handschrift: 104v]]


Apres disner, a deux heures, ie suis derechef allè a l'Eglise
Françoyse, & d'autant que mes fils, avoyent envie par -
riositè de la voir aussy, (apres avoir ouy ce mattin le presche
Belgique au nouveau grand Temple) nous nous separasmes
en deux trouppes, afin d'estre tant mieulx incognüs, &
<nous reioignans ensemble aux degrèz quj vont en haut vis a vis dü ministre>
prismes place a l'Eglise au haut, parmy le peuple assèz
a l'èscart, entendans prescher Monsieur de la Riviere, ün Mi-
nistre fort eloquent. Dieu le vueille long temps conserver, & fortifier.


Jl institua aussy des nouveaulx anciens, apres le presche,
avec beaucoup, de belles admonitions, de leur charge, remerciant
les aultres, au nom de la commüne, de leur diligence & bonne con-
duitte, en l'œuvre dü Seigneur, demonstrèe, etcetera etcetera etcetera[.]


Ce m'est üne grande joye d'estre, & de pouvoir demeurer, &
continuër, en des sainctes compagnies, & conversations, la
ou se trouvent parmy indübitablement, les Anges bienheureux.
perge


O quam bonum est habitare, in tabernaculis Altissimj!


Tobias Steffeck von Kolodey ist abermals, gegen abendt, außm haag, wiederkommen,
hat zwar, gute vertröstung, vom herren von Brederode, mit
befrembdung der verweilung, vndt Nachläßigkeit des vorigen
wochenpræsidenten13 (deßen regierung sich heütte endiget)
mittgebracht, vndt ist wieder auf morgen wilß Gott, bescheiden,
das cras, cras, aber wehret Meinem beüttel allzulange!
vndt ist mir fast auch despectirlich. Jl me semble, que Dieu
pünit mon impacience, & veut èspreuver en moy, üne meilleure Pacience!

|| [[Handschrift: 105r]]


Die avisen, oder couranten geben:


Daß der Ertzhertzogk gewillet, mit den Schwedischen in Böhmen
abermals eine Feldtschlacht zu wagen, nach dem die Chur-
Bayerischen, auch zu den Kayserlichen gestoßen.


Jtem: daß Wrangel das feste hauß, vndt Stadt Brixen
mit accord, auß mangel munition erobert, <in Böhmen.>


Das zu Münster, vndt Osnabrück gute hofnung zum frieden, wiewol
die postulata der Frantzosen, vndt Schweden sehr hoch gespan-
net sein sollen. Jehne fordern das Elsaß, neben vielen andern
satisfactionen, diese aber, Pommern, vndt Schlesien, neben
andern dingen. Etzliche Protestirende, begehren auch vielerley.
Gott gebe doch einmal friede!


Die Spannischen geben den Stadischen Plenipotentziarien
zu Münster sehr gute wortt, vndt biehten ihnen gute conditiones
zum frieden an, wie man fast selber, wüntzschen möchte?


Piccolominj ist General wieder die holländer, der hertzog
von Lottringen aber, wieder die Frantzosen, vom Spannier
erwehlet, mit großer versicherung aller intraden der
länder, Limburg, vndt Lützemburg, zu genießen. Die
Frantzosen hingegen, wollen den hertzog von Lottringen,
gantz vom Frieden außgeschloßen wißen.


General leütnant Königsmargk ist abermal zu Bernburg
gewesen, wegen der Magdeburger blocquade, vndt wieder nach Hal-
berstadt marchiret. Wirdt ohne schaden, nicht abgegangen sejn! || [[Handschrift: 105v]]
Solche avisen, erfreẅen mich nicht!


Der Kayser fordert wieder gelt, Steẅern, vndt Schatzungen
auß Oesterreich zum kriege, zun grentzfestungen, vndt
sonst, zu vnendtbehrlichen spesen.


Der Düc de la Valletta hat Canea in Candia,
mit 20 mille Mann, stargk belägert vndt beschoßen.


Es scheinet Franckreich dörfte mit dem
Pabst, in einen krieg, gerahten, vmb der Barbarinj
actionen willen.


Jn Engellandt, schweben noch, die animositeten.


Jn Portugall, prosperiren, die Castiglianischen waffen.


Das Casteel Vigevano, in Lombardiâ, haben
die Spannischen, den Frantzosen, abgenommen.


Eine stargke neẅgeworbene partie Reütter,
ist der raysenden Königin in Polen, nahe vor Lübeck
in ihr bagage gefallen, vndt hat in die 60000 ThalerThlr:
werth spoliiret. Der Rädleinsführer, ist aber
erdapt worden. Wirdt seinen lohn bekommen.


Die Spannischen haben ein auge, auf das landt
von Waeß, bey itzigem froßt.


Zu Maestricht ist die Maase aufgegangen, vndt
hat so wol an Mühlen, alß an Schiffen schaden gethan.


Die wölffe so auß den Obern landen v̈ber das eiß
kommen, beschädigen vieh vndt schaffe. etcetera etcetera

|| [[Handschrift: 106r]]


Jtem: das die heßischen, daß feste Schloß Marpurgk
eingenommen haben.

Montag den 26. Januarij: ⁄ 5. Februarij: 1646.


Tobias Steffeck von Kolodey wieder in haagen geschigkt. Gott gebe guten effect!


Jch habe des Monsieur de la Riviere artige kunstkammer, vndt
schöne rariteten darinnen, besichtiget. Jl est gentilhomme
de Normandie, bien apparentè, fort zelè en la religion,
ennemy de toute hypocrisie, & en l'aage de 72 ans.
<Feu> Son Pere, a estè a la cour de Henry le Grand de bonne mémoire
& a fort bien entendü l'ingegnerie, & d'autres belles sciences.


Jl ne souhaitte pas la paix a Münster & Osnabrück croyant que
tout redondera au dommage & au preiüdice des refor-
mèz & a leur exclüsion. Qu'il vault mieux mourir
l'espèe a la main, & vivre sous le Türc, (pouvant rachep-
ter le tribüt des enfans) avec libertè de conscience,
que de se laisser ainsy gourmander des Papistes ido-
latres plüs que nüls payens, de nom Chrestiens, mais
d'effect Antichrists <& des vrays sots idolatres>, quj mangent leur Dieu, quj ne tien-
nent, ni foy nj loy, a ceulx qu'ils appellent heretiques, &cetera[.]
Jl dit aussy: Que le Roy d'Angleterre & Messieurs les Estats
auroyent vendü, & trahy les pauvres Rochellois, le premier y
envoyant le Düc de Boucquingham, pour se faire emprünter
d'eux a toute son armèe, cinq<trois> mois de vivres, sous ombre || [[Handschrift: 106v]]
de le vouloir rendre, et que d'Angleterre on ne pouvoit
avoir des vivres, a cause des vents contraires, mais on
ne leur a rien rendü, & la Rochelle n'eust pas estè per-
duë si elle eust tenuë encores bon, iusqu'en hyver
avec la provision des dites Vivres, & sj Messieurs les Estats
n'eussent envoyè l'Amiral Haultin les combattre
plüs par rayson d'estat, & d'alliance, que de conscience.


Qu'il eust prins congè de Haultin en Zeelande luy
disant, s'il alloit contre les ennemis de la France
il le tiendroit pour recommendè en ses prieres á Dieu, pour avoir
bonne Victojre & heureuse issüe, mais s'il alloit com-
battre, par raysons trop Politiques, les Vrays fidelles
& faysoit la guerre a l'Eglise de Dieu, ou a l'Eternel
mesmes, il prjoit Dieu, de le confondre, ou le faire noyer
& enfoncer, avec tous ses vaisseaulx, &cetera car en matie-
re dü service de Dieu, il ne pouvoit point flatter, nj faire
l'hypocrite. Que le Roy d'Angleterre auroit prins 150000
florins, des collectes, que les Anglois depütoyent aux re-
formèz de France, disant les leur vouloir envoyer, mais
il les auroit retenü honteusement dedans ses coffres.


Que le Vieil celebre Monsieur de Moulin vivoit encores a Sedan
en l'aage de 78 ans, èscrivant encores des livres, & preschant.
Que le Roy de France laissoit en toute libertè, ceste Eglise là, || [[Handschrift: 107r]]
mais qu'il y avoit bien des gens, quj vouloyent casser
la tenuë des Edicts, aux reformèz a la cour dü Roy de France[.]


Que son frere auroit estè tüè au costè dü Prince de Por-
tügall, comme il auroit estè prins près de Geldre, des gens
Cardinal Jnfante, & abbandonnè de plüsieurs.


Jl louoit fort les Princesses de Portügall, les 4:e.
soeurs14 quj sont en ce pays icy, mais l'aisnèe quj
s'est marieè en Suisse il y a plüsieurs annèes a
ün escolier Chrone, n'est plüs tenuë d'eulx pour
leur seur, ou parente, nj de Monsieur le Prince d'Orange
son Oncle maternel mesmes.


Tobias Steffeck von Kolodey ist wiederkommen, mit beßeren vertröstun-
gen, vom Printzen, vndt Feldtmarschalck, auch Præsidenten15,
me faysant languir icy, mais Tobie tesmoigne
bien fort, son devoir, sa fidelitè & sa diligence.
Dieu l'en benie; & luy en vueille donner la retribütion
meritèe!

Dienstag den 27. Januarij: ⁄ 6. Februarij: 1646.


Wir seindt abermals, in die Frantzösische kirche, ge-
gangen, da Monsieur Solere, geprediget, auß dem Apostel
Juda16 schriftmeßig, vndt Tröstlich, gleichwol darbey,
daß Straffampt, wieder die verächter Göttlichen wortts,
nicht vergeßende, vndt die remedia zeigende, wie der
ewigen verdamnüß zu entgehen? Gott lasse sein wort frucht bringen!

|| [[Handschrift: 107v]]


Jn des Monsieur de la Riviere kunstkammer gestern, war
viel vndt mancherley raritet zu besehen, vndter andern,


Jm Eingang des hauses vndt hoffe: Ein kopf vom Meerkalb, mit zweyen
vndterwarts gekrümmeten zähnen ohngefehr einer halben elen lang, hervor ra-
gende. Ein groß schulderblatt von einem wallfisch. Ein wirbel vom rückgradt
vom wallfisch. Ein weißer Corallenbawm ohngefehr 1½ ellen hoch, einer Spannen
dick, von treflicher schwehre.


Vndten in einer studierstuben: Ein kästlein, oder Schräncklein, innwendig mit
schönem Spiegelglaß bekleidet, darinnen ein schön gemachtes lußtgärtlein zu
sehen, von allerhandt theilß von glaß, theilß von Schmeltzwergk (èsmajl) gemachtten
blumenwergk vndt baẅmlein, welches sein des Riviere vatter Sehliger selbst
gearbeitet, sehr künstlich. Es wahren darinnen, weintrauben, von wachß,
vndt Terpentin, vnserm weingewächß dem ansehen nach, gantz gleich, Jtem:
etzlicher potentaten goldtbildtnüße, vndt <dann> deß Königes in Schweden bildtnüß
von weißem Be<ö>rnstein gar artig abconterfeyet, vndt in gelben Börn: oder
Agtstein, eingefaßet, sehr künstlich. Jtem: etzliche geprägete Müntze von Silber,
Einer Königin von Navarra, Jeanne d'Albret, des Henricj Magnj FrawMutter
bildnüß, welches ebenfalß Monsieur Riviere vatter 3 Jahr nach ihrem Todt,
auß bloßer einbildung der gedechtnüß, gemacht, vndt sehr wol getroffen,
also das es Henricus: IV. oder Magnus, alsobaldt im ersten anblick, wol erkandt.
Jtem: Jüdische Müntze, alß einen Silberling, wovor Judas Christum vnsern Erlöser, verrahten,
Jtem: einen Seckel deß heyligthumbs. perge Zwey Muster in Christall geschnitten, das
eine wie ein hertz formiret, einer halben welschen nuß fast groß, das ander
etwas kleiner vndt alß ein Tafeldemant geschnitten, dergleichen der König in
Spannien, zwey Orientalische gute demanten, in seinem Schatz zu Madrill
haben soll, welche beyde rechte diamanten von 3[00000] biß in 500000 gülden, ge-
schätzet werden. Es waren auch in der stube eine zimbliche anzahl von
Straußen eyern, oben vmb den gesimbsen, herumb. Jtem: eine Menge großer || [[Handschrift: 108r]]
schöner, wie auch kleiner Muscheln. Jtem: Ein gelbächtiger wiedehopff,
so bey Portugall im Meer, aufm Schiff gefangen worden, <vndt andere rariteten.>


Jm hause, vndt in einer Nebenkammer:


Ein langer kahn von leder, spitz auf beyden enden zugebawet, wie die
Groenländischen Schifflein, ohngefehr 9 ellen lang, vndt eine breitt in
der Mitten, auch so hoch. Es hat ein loch in der Mitte so groß, das sich ein
kerll mit vorauß gestrackten beinen, da hineyn setzen kan, gestaltt dann
der Riviere vnß erzehlete, alß solten die Jnnwohner, auß dem Freto
d'Avis, wann sie sich also gesetzt vndt das loch vmb ihren leib, zu dem
ende zugeschüret, das kein waßer durchdringen kan, eine zimbliche
rayse, in die offenbahre See darmit verrichten. Dergleichen
ist mir auch von den Grünländern, vndt ihren ebenmäßigen Schiflein,
zu Copenhagen, Dresen[!], München, vndt andern orthen, sonderlich auch
zu Enckhuysen in deß Paludanj kunstkammer, erzehlet worden.
Das Ruder wormitt sie diesen kahn, oder Schiflein regieren, lag da-
rinnen, war ohngefehr einer zimblichen handt vndten breitt.


Er zeigete vnß auch, allerhandt außländische schöne Citronen,
pomerantzen:[,] Myrten: vndt rosemarien baẅmlein, so er in einer
stuben hatte. perge Zweene zugespitzte hörner, deren das eine schwartz:
daß andere weißlicht war, iedes ohngefehr 1½ ellen lang, so das
Thier Rhinoceros, auf dem kopf führen soll. Jtem: das kürtzere
schwartze gekrümbte horn, welches dieses Thier Rhinoceros, auf
der Nase träget, dergleichen ich, zu Dresen[!], Napolj, Enckhuysen, vndt
anderer orthen mehr, gesehen. Siehet einem kurtzen kuhorn nicht vnähnlich.
Jtem: stunden dar, gegoßene idola der Jndianer, Oracula, vndt vndter
andern, ein künstlich gebundener Hercules mit den händen, auffm rügken.
Zweene Schildtkroten gedörret zeigete er vnß auch. Jtem: einen || [[Handschrift: 108v]]
Jndianischen Scorpion, oben auf dem rügken, gleich einer Schildtkröten,
hat füße gleich großen Spinnen. Der Schwantz war ohngefähr länger
als eines Menschen finger, vndt wurde gesagt, das die WestJndianer
ihre pflitzschpfeile darauß formiren sollten. Jtem: wiese er vns
einen kleinen gläsern fisch, innwendig hohl, der war so
künstlich gemacht, das wann man hineyn bließ, vndt man den
kopf des Fisches, ehe die lufft herauß gieng, ins waßer stegkte,
so zog er sich gantz voll waßer, durch ein kleines löchlein
im Munde. Wolte man das waßer wieder herauß haben (damit
es darinnen nicht bliebe, vndt stingkendt würde) mußte wiederumb
darein geblasen, oder gehaucht werden, alß dann trieb die darinnen
geblasene vndt verhaltene lufft, das waßer mit macht wie-
derumb herauß, alß eines Springbrunnens.


Jn die Oberkammer, da seine biblitoheck stunde:


Schnäbel vndt kopf von vogeln, so zimlich lang, vndt dicke wahren.
Von farben, sahe man v̈berauß schöne vögel, in Schachteln liegen,
alß einen paradißvogel, rohte, blawe, goldtgelbe vögel, Jtem:
kleine vögel, kleiner alß die zaunkönige, mit langen subtilen schnäbeln
fast so lang, alß die vögelein selber. Ein Endtvogel, weiß vndt Schwartz
so in marj Balthico, sol gefangen werden, Sein schnabel war lang-
lecht breitt. Greiffesklawen. hembder von Fischdärmen, so die
leüttlein an dem freto d'Avis tragen sollen. Es siehet auß, wie
eine gedrögete blase. Ein kleidt von subtilen zubereitetem leder,
gar dünne gleich einer blasen, daran war eine Schiffskappe[,]
hosen vndt wammes, vndt sagt man das die accolæ des Fretj Davis, || [[Handschrift: 109r]]
sich solches kleydes gebrauchten, wann sie in obgedachtem kahn,
oder Schifflein, in die See, fahren wollen. Jtem: sahe man allerley
gattungen seltzamer Schuhe, auß Jndien vndt Türckey.
Ein großer Jndianischer Schildt, von digkem leder, gleich
einer stargken Elendshaut, schoßfrey vor die pfejle.


Vndterschiedliche Schwerdtfische, Eines großen Schwertt,
war 9 Spannen lang, vndt hatte auf ieder seitte 19 zagken
eines fingergliedes lang, von knochen. Jtem: Crocodill.
Jtem: große Eydexen aus Jndien, so die Jndianer eßen. perge
Ein Königlicher Jndianischer Rogk von carmasinrohten papageyen[-], vndt
Rabenfedern, das Futter, darauf die Federn gemacht, war nichts
alß ein Netze darein wahren die federn gestrickt. Jtem:
vier Königliche Mützen, von carmesinrohten papegeyfedern, oben
mit weißen federn, geziehret, deren zwey lenglicht vom
kopf herundter hängen, vndt zwey rundt. Jtem: wurden vnß
gezeiget: Testiculj vom Crocodill, gaben einen geruch von sich,
wie eine zibehtkatze, Jtem: membra naturalia, eines wall-
fisches, 4 oder 5 ellen lang. Jtem: semina der bawmwollen,
seindt schwartze körner, wie bohnen groß. Jtem: Moßkowitrische
katzen, so einen geruch von sich gaben, gleich einer zibehtkatzen.
mit einem glatten schwantze. Jtem: Meerfledermauß, die nicht
flieget, sondern sich im waßer helt, vndt hat floßfedern.
Jtem: ein fliegender Fisch, der einem häring gleich siehet, wann ihn an-
dere verfolgen, so fleücht er v̈berm waßer, so lange biß ihm die
flügel truckenen, alßdann feltt er endtweder wieder inß wasser,
oder in die vorüber fahrende Schiffe.

|| [[Handschrift: 109v]]


Jtem: kleine Meerwürme, sahen gleich den Meerpferden, Hippopotamis.
Risenzahn, wie der Mittelfinger, an einem Menschen.


Ein schöner Occidentalischer Bezoardstein, alß ein Endteney
groß, vndt grawlechtig. Jndianische bonen, die schale
war einer guten handt breitt, vndt die gantze länge
der Schoten, einer Ellen lang. Ein runder schilt auß China
von solcher materia, darauß das rohte lack gemacht wirdt.


Vndter allerhandt schönen büchern, die er hatte, war auch
ein buch in folio, in Frantzösischer Sprache gar schön ge-
schrieben, des Sancti Augustinj de Civitate Dej, welches buch, der
König Franciscus primus, zu Fontainebelle-eau, dieses
Monsieur de La Riviere, Adelichen vorelltern, auß seiner Königlichen
Bibliotheck selber verehret, vndt ein manuscriptum wahr.


Zwey Jndianische gestrigkte betten hiengen auch daselbst,
das eine war vom Jndianischen Palmenbawm. Seine ge-
strigkte Maaschen wahren ohne knoten. Das andere wahr
von weißer bawmwolle, gestrickt. Wann die Jndianer
darinnen schlafen wollen, binden sie, sie an zwey baẅmen,
vndt schweben also zwischen himmel vndt erden, damit sie des
Nachts, vor dem giftigen vngezifer, Schlangen, vndt flöhen,
gesichert sein. Monsieur de La Rivière ist mit Seiner Frawen
im Sommer, offt hierinnen gelegen. Es ist feste, vndt bricht nicht.
Jtem: Nüße vom Palmenbawm, deren etzliche auß den Schalen,
etzliche noch in den Schalen, eines kopfs groß verwickelt.

|| [[Handschrift: 110r]]


<Jtem: Indianische Tinte, hart, so man bey sich tragen kan, vndt netzen.>


Jtem: seiden pappier, deßen sich die von China, gebrauchen
sollen. Es schläget sehr durch, so das mans nur, auf einer
seytte, beschreiben kan. Jst sonst schön, sanfft, vndt weiß.


Jtem: Papyrus innwendige rinden vom bawm, so
auch in Egypten wachßen soll, darauf man vorzeitten
geschrieben. Jtem: Ein langlechter Moßkowitrischer brief,
deßen Syllaben, mit vielen Griechischen buchstaben,
vermenget wahren. Jtem: Ein Mußkowitisches schnuptuch,
mit güldenen spitzen. Jtem: Einen Schwantz vom Elefanten,
deßen haare, wie draht, schwartz, vndt leßet sich
biegen, wie fischbeine. Jtem: Ein Segel vom netze,
außm wallfische, deßen sich die accolæ fretj
Davis in obgedachtem Schiflein, gebrauchen sollen.
Seine gestaltt war, wie anderer Thiere Netz, alleine
zimlich breitt, vndt lang. Jtem: Crocodill[-] vndt löẅenzähne,
die das zahnwehe vertreiben sollen, wann sie darmitt
gerieben werden. Jtem: Egyptische heẅschregken, von welchen
Johannes Baptista in der wüsten gegeßen. Sie sahe
vnsern grillen, oder feldtheimichen <von gestaltt, nicht aber von farben> in etwaß gleich.
allein war digker vndt lenger von halß vndt kopff
vndt größer von Flügeln. Solche heẅschrecken in menge
haben länder verwüstet, das korn vom felde gefreßen,
vndt große Theẅrung vervhrsachet. <Seindt grün.>

|| [[Handschrift: 110v]]


Jtem: Eine lange handt von einer Syrene, oder MeerJung-
fraw, deßen deren breitte, vnangesehen der daumen
darvon verlohren wahr, vnserer kinder præceptor
Hanckwitz, nicht vmbspannen kondte. Jtem:
eine schlange von Neün Schritten. Jtem: Jndianisch
brodt, das wirdt auß giftigen baumwurtzeln gemacht
darvon die Thiere, wann sie solche eßen, mitten
auff, bersten. Allein wann sie wol gekocht, soll sie
daß gift verliehren, alßdann wirdt sie zu Mehl
vndt brodt gemacht, vndt siehet gleich dem zucker-
brodt, vndt schmeckt süße wie Mandeln. Jch habe
selber, mit lußt darvon gegeßen. Ein stügk Von
demselben brodt, sagten sie, wehre 22 Jahr altt.


Man wiese vnß auch, allerhandt Mörderische waffen,
frembder nationen, vndter andern, eine Axt, deßen
Schneide von stein, gleich dem Serpentin, das Mittelste
von eysen, so in dem Stein fest eingefüget, das Oberste
darinnen der stiehl stegkt, von festem Gummj. Mit
solcher hacke sollen die Jndianer, ihre feinde erschlagen.
Jtem: Brasilianische mörderische waffen, von holtz, gleich
einem spahten. Jtem: Persianische Flitzbogen, mit ein-
warts gebogener krümme. Jtem: Jndianische pfeile,
zween ellen ohngefehr lang.

|| [[Handschrift: 111r]]


Noch eine arth, von zweyschneidigen Schwertern,
dem ansehen nach: 1½ ellen lang, vndt zwey finger
breitt, mit krum gebogener spitze, damit die Chj-
neser zugleich stoßen, vndt schneiden sollen. Jtem:
allerhandt Jndianische Thiere, deren des einen, fell
Schwartz vndt lang von haaren, nicht von sonderlicher
höhe, vndt länge, Jst formiret wie eine Meerkatze
vndt von den Jndianern, so abgerichtet, das mans an
stadt eines iungens oder dieners gebrauchen kan,
waßer zu holen, bier zu zapfen, vndt dergleichen zu
thun, wie die Cobelt, an etzlichen orthen. Ein ander Thier
hieß auf Jndianisch Mararimma17, in der größe, wie eine
zimliche otter, aber dicke, vndt mit beinernen
Schupen, angethan. Sein kopf sahe einem Taxkopf
gleich, hatte einen langen glatten Schwantz, kurtze
beine, vndt krumme klawen, eines fingers dick, vndt
lang. Das dritte, wardt auf Jndianjsch Tattu,
auf Spannisch, Armadillo genandt, hatte auch bei-
nerne Schupen, Sahe schier auß, wie die Mararima
wiewol es an größe derselben nicht gleichet.
Sollen gar gut zu eßen sein. Der gute Monsieur de la Ri-
viere bemühete sich sehr, in großer kälte, mir alles sel-
ber zu zeigen, vndt, weil er keine kinder, wil ers gerne alles verlassen. || [[Handschrift: 111v]]
Er sagte, er würde doch mit diesen dingen (so er
zur lußt, vndt curiositet, auf erden gesamlet)
nicht reicher gen himmel in Paradiß fahren. Er
hette noch eine handt, voller Tage, zu leben, vndt
einen andern bruder, noch v̈brig, welcher nur 2 Jahr
iünger, alß er, auch vnverheyrathet wehre. Seine
anderen freünde, wehren weggestorben. Einem
großen herren, so curioß, möchte er gern diese rariteten
vor 10 mille holländische Gulden (florenus)f: laßen. Ein kaufmann zu Amsterdam
so ein minist18, hette ihm schon 6000 Gulden (florenus)f: gebotten,
er hette es ihm aber nicht darumb geben wollen,
zumahl da selbiger wiedertaüffer, es andern
verkeüffen, vndt seine Tschacherey darmit treiben wollen.


Wir sahen auch, sehr viel große, vndt noch mehr,
kleine Muscheln, darzu petrificirte Muscheln,
in guter quantitet, so nemlich, jn grotten materie,
also worden wahren. Jtem: Agtstein, vndt fliegen,
Vndt andere sachen darinnen. Jtem: etzliche cocos-
nüße, in ordinarij größe, vndter andern, eine extraordinarie
große, alß ein langlechter kürbiß. Vielerley bohnen.
Allerley kleine rariteten. Es ist vnmüglich alles so
eigentlich zu notiren vndt aufzuschreiben. Die Stadt || [[Handschrift: 112r]]
Jerusalem war auch schön in holtz geschnitten. <Jtem: einen eysernen pænitentzgürtel gesehen, des guten Printzen von Portugall mit scharfen zagken. Jtem: eine kette oder paternoster von Todten köpfen, so ein Spannier geführt vermeinende wieder büchßen vndt pistolen außer der Stügke damit fest zu sein, hat aber einen Schuß von des Riviere bruder auß einem Pistol bekommen, vndt seinen vnfug, erkandt.>


Jl disoit aussy, le ministre la Riviere, que
les Lüthériens nous persecütoyent aussy vifuement,
en Allemagne que les Papistes, & qu'il ne se falloit fier,
nj aux üns, nj aux autes, aux traittèz de Pacification.


Tobias Steffeck von Kolodey kömbt zu abends wieder außm haag, lobt die
guten officia des herrn von Brederode, vndt seiner leütte,
vndt daß die resolution zu meiner befriedigung erfolget
seye, von den herren Staden, welche es, dem Thresorier Brasset,
anbefohlen, der sich dann sehr wol erbotten, vndt die bil-
ligkeit meiner anforderung, erkandt, auch dem Einnehmer
Doublet, laßt gegeben, derselbige aber, hat sich absentiret,
vndt in seinem hauße nicht finden laßen wollen.


Difficilia! quæ pulchra!19 Gott gebe doch succeß!

Mittwoch den 28ten: Januarij: ⁄ 7ten: Februarij: 1646.

<(Questo dì, è il sesto, che si deve al nostro hoste, quì in Delft nel molino avento jndorato.)>


On va tous les jours, icy, au presche, deux fois, (horsmis le Lündy
et Sammedy,) mais le Dimanche, on presche trois fois aux temples Belgiques,
mais au presche françois, on va ünefois la semaine, le Mardy, & trois
fois, le Dimanche. Telles devotions, ne peuvent estre, que loualbes. Dieu les
vueille conserver, & mültiplier, avec beaucoup de bonnes œuvres, &
fruicts, dignes de repentance, & consecütifs de la Vive Foy, Chrestienne!
afin que le nombre des èsleüs, & des fidelles, soit mültipliè, & produyse la
vraye Iüstice, quj est en Jesüs Christ, avec la charitè dü prochain, & autres Vertüs christiennes[.]

|| [[Handschrift: 112v]]


Monsieur de la Riviere dit aussy dernierement: Que l'on nous avoit
mal informè, touchant Monsieur Solere, car il n'auroit iamais estè
Jesuite, ains Dominicain, mais qu'il y avoit long temps, qu'il
s'estoit converty, & cela estoit vray, qu'il estoit Espagnol,
de nation, & ün homme fort zelè, & craignant Dieu.


J'ay renvoyè Tobias Steffeck von Kolodey a la Haye. Dieu vueille cooperer
a me rendre bienheureux! & me dilivrer de ce labyrinthe!


Hans Albrecht von Halck zum Jungen Printzen von Vranien, geschickt,
wegen eines congresses, sich zu berahten, ob es sich, also vn-
bekandter weyse, schigken möchte? vndt wo?


Je m'ennvuye en ce seiour icy, non seulement a cau-
se des fraix, & despens, mais aussy de tant de fasche-
ries, ennuyeuses sollicitations, püanteur des eaux,
a l'entour de nostre logis, air nübileux, & aultres
incommoditèz, avec l'odeur venimeuse, & sülphü<u>rienne,
dü feu dés tourbes, mal seichèes, quj nous tüe, &
nous aggrave les cerveaulx, & la poictrine, afin de
nous accabler, de toulx, & de catharres extraordinajres,
& nous aveugler de fümèe, mal saine perge Majs
la vocation est de diverse natüre, & il la faut suivre!
nonobstant les importünitèz, qu'elle nous occasionne!


Miser' chi speme in cosa mortal pone, Mà chi non ve la pone!
Et se' si truova alla fine jngannato; è ben ragione.
Oh ciechi! il tanto affaticare che giova, Tuttj tornate alla
Gran Madre antica, E' il nome Vostro appena si ritruova.20
perge

|| [[Handschrift: 113r]]


Tobias Steffeck von Kolodey ist zeitlich wiederkommen, hat wol laboriret.
Der herr von Brederode, hat seine gewöhnliche affection reali-
ter mit fleißiger sollicitatur leüchten laßen. Gott wolle
ihn davor wieder vielfältig, sampt den Seinigen gese-
genen. Brasset erkennet die billigkeit, weil Meine
vorelltern, ihnen in ihren nöhten haben assistiret,
vndt offeriret sich gar wol, hat auch Doublet be-
lastet. Doublet aber, wil gern, das seinige thun,
iedoch klaget er, das noch nicht alles auß den
Provintzien, beysammen wehre. Ütrecht hette das
seinige, herbey getragen, nemlich 1200 Gulden (florenus)f: Jn Zee-
landt, wehre wegen des eyßes, nicht wol fortzu-
kommen. Hollandt, wehre in die 12000 Gulden (florenus)f: darzu
zu contribuiren, schuldig, vndt also mehr, alß die
helffe, köndte eine solche post, so baldt nicht zu-
sammen bringen, vndt dergleichen excüses. Jnte-
rim will Wyckfordt dem ansehen nach, auf des
herrn von Brederode innstendiges erinnern, vielleicht
sein bestes thun, vndt etwas vorschießen. Gott gebe es!
Das ärgste ist, daß ich die Originalobligationes, nicht
bey Meiner handt habe. Jtem: Mit der Pillegave,
wil es nicht recht fortt. Sie halten es vor refüsirt, bey
der Provintz Hollandt, weil ich nicht gewartett mit dem
kindttaüffen, wie sie sagen, (es ist dem aber nicht also) biß ihnen
mein invitationschreiben wehre v̈berlifert worden. perge

|| [[Handschrift: 113v]]


J'ay éscrit a Monsieur Wyckfordt, le remerciant de ses peines,
& le priant d'achever la bonne œuvre.


Die courranten oder avisen, so heütte einkommen, berichten:


Das der Printz von Wallis in Cornuwallien vom Parlamentischen geschlagen,
wie auch die Königlichen in Schottlandt, vndt das Pleymüyden entsetzt seye,
hingegen des Königes in Engellandt hinkunft nacher Sc Londen, vom Parlament
nicht acceptirt, noch approbiret werden wolle.


Jn Jrrlandt rüstete man sich gewaltig, wieder die Portughesen, in Brasilia
welche daselbst lose verrähterische händel machten, vndt die armen
gefangenen v̈bel quehleten, in die wälder brächten, vndt vnange-
sehen gegebenen quartiers, de sang froid, iämmerlich ermordeten,
auch einen holländischen capitain <Ian Blaer> von Gorcum, gar geschunden hetten.
Die armen Brasilianer, welche sich zu der warheit, des Evangelij
bekehret, durch Gottes gnade, vndt der reformirten prædicanten
dienst, laßen sie stranguliren vndt aufhengken, wann sie sie bekommen.
Die Juden laßen sie lebendig auf verbrennen, vndt hausen also
in selbigem lande, sehr Tirannisch vndt grawsam, also das nicht
allein die Bewindthebber, sondern auch die herren Staden selbst
gezwungen werden, stargk zu armiren, vndt sie zu bestrafen. <Zumahl da viel verrähter ihnen zum secours auß der Bahia de todos los Sanctos, vndt Rio de Gennero <an>kommen. perge>


<Bey> Vlißingen, sol die eißfahrt, in 30 Jahren, so stargk nicht gegangen
sein, alß dieses Jahr.


Jn Franckreich, sterben etzliche alte Officirer hinweg. Wieder
das hauß Oesterreich, wirdt stargk armiret, so wol gegen Deützsch-
landt, alß Jtalien vndt Spannien. Die Frantzösischen Ritter von Malta
seindt alle wieder aufgebotten wieder den Türgken, vom Großmeister.
Man vermeinet, es dörfte wol der Frantzösische Ambassadeur an der Ottomannischen
Porten, Monsieur de la Haye, lebensgefahr, außstehen müßen, von Türgken, || [[Handschrift: 114r]]
vndt gählingen, friede oder Stillstandt mit den venezianern
gemacht werden, die Jnsel Malta, desto beßer zu v̈berfallen.


Die venezianer aber, stärgken sich doch, zu waßer, vndt zu
lande, vndt trawen dem Türgken nicht, haben es auch keine
vhrsache. Bey Zara soll ein stargkes treffen vorgegangen,
vndt viel Türgken, geblieben sein.


Zu Münster, gibts replicquen, duplicas, vndt triplicas,
vndt trawet keiner dem andern recht. Gott gebe guten friede!


Melander, hat wollen Marpurg entsetzen, ist aber zu spähte
kommen, dann der heßische General Maior Geyse, hats schon
mit accord, eingenommen.


Etzliche dänische trouppen, seindt ohne verhinderung der Schwedi-
schen, durch das Stift Bremen, nach Westphalen zu, paßiret, zu den
Kayserlichen zu stoßen.


Die Postulata der Frantzosen, vndt Schweden, seindt vnerschwinglich.


Der Ertzherztog Leopoldus, gehet mit Macht, auf die Schweden,
dieselbige zum stande, vndt, zu einer Schlacht, zu bringen.


Jn Magdeburgk sollen 300 Mann, von der hanselstädte
volck, geleget, vndt selbiger handel wegen der neütralitet
accommodiret werden. Gott gebe, das es geschehe!


Der König in Spannien, hat 2 millionen, vndt 800000 kronen,
remittirt, zur continuation des krieges, in die Niederlande.


Die rebellen in Jrrlandt sollen auch geschlagen sein.


Der Mareschal de Gassion, fortificiret Armentiers, vndt hat
ein par compagnien Spannische, in Flandern, geschlagen.


Der Kayser behtet fleißig, vndt helt processiones persönlich.


Den venedigern wirdt volck auß den Grisons, vndt vom hertzog von Parma
anpræsentiret. Jede gondel zu Venedig, gibt 20 Ducaten iährlich, so lange der krieg währet.

|| [[Handschrift: 114v]]

Donnerstag den 29. Januarij. ⁄ 8. Februarij. 1646.


Alß ich den Maior halcken, gestern im Haagen gehabt, vndt den
Jungen Printzen Wilhelm von Vranien ansprechen laßen, ob ich die
ehre haben möchte, ihn zu sehen, wo es ihm am besten beliebig sein
möchte, im haag, oder zu Ryßwick, oder coniunctim bey der
Princesse Royalle, hat er sich sehr höflich erwiesen, mit
großem respect von Mir geredet, wol 4 oder 5 mal anhero
zu kommen sich offeriret, (welches aber halcke allezeit
höflich abgelehnet, weil ich vnbekandt sein wollte)
Meine Söhne proprio motu, auch zu sehen, begehret, vndt sehnlich
nach mir verlanget, der Eltern gute affection zu continuiren,
vndt sich bedanckt, daß ich seiner gemahlin, der Princesse
Royalle auch die Ehre geben wolte, dieselbe zu besuchen,
wormitt ich sie hoch verobligiren würde, gar fleißig, nach
meinem zustandt, vndt waß ich alhier, zu Delft, machte,<?>
gefraget, vndt endtlich gesaget, weil ichs ihme commandirte,
das er den orth Ryßwick wehlen solte, so wolte ers thun,
vndt morgen wilß Gott, alß heütte, Nachmittages, vmb drey
vhr, meiner erwartten, im fall mirs also beliebig wehre,
sonst wolte er gerne hieher, nacher Delft, gekommen sein, vndt
mir, die visite gegeben haben, welche Mir gebührte. &cetera


On loue fort, ce jeüne Prince, qu'il est bien modeste, & accomply,
& tresbien nourry. Dieu le vueille benir, & conserver!


<Jl s'est èsbahy, que je voulois encores estre incognü, en ce pays icy. et cetera>

|| [[Handschrift: 115r]]


Jl s'est exercè a ün ballet, & pour cela Halcke ne l'a sceu
voir hier au soir, que sür les six heures.


heütte gehet daß wetter, gantz auff, doch gleichwol
fahren die leütte in schlitten, auf der gaßen, theilß
mitt, theilß ohne schellen. Wann es ein hochdeützscher
thäte, müste er ein deützscher gecke, oder Muff sein.


Der Oberste Maysonneufue ein Frantzoß alhier zu Delfft,
hat mir seine schöne kutzsche, mit zweene pferdten geliehen,
vndt bin ich also, mit Meinen Söhnen, gen Ryßwick gefahren,
woselbst ich eher, alß der Printz Wilhelm von Vranien ankommen,
welcher aber baldt gefolget, mir zugesprochen, vndt in einer
gallerie, eine Stunde lang, mit Mir auf: vndt ab, gegangen.


Jl est ün Prince fort gentil, posè, modeste & bien nourry,
m'a fort bien entretenü, & s'est courtoysement offert, & puis
m'a accompganè jusqu'a mon carosse. <Jl s'exerce a la Haye, a ün ballet. et cetera>


Jl demandoit des affaires d'Allemagne, de l'estat de mon
pays, de la distance d'icy là, de la guerre, de la pacification
de Münster, & Osnabrügk, de la chasse des oyes saulvages,
dont il en a tirè, 28 aux Duynes près de Schevelingen, en
ün jour, en ün mauvais temps, n'a gueres.


Jl me raccontoit, que la tyrannie des Portügais, aux
gazettes d'hier, procedoit de ce, que l'armèe navale
Hollandoyse des bewindthebbers, auroit auparavant battü
la leure, & prins: 700 soldats prisonniers, qu'ils auroyent
tous fait saulter, & jetter dans la mer, ainsy ils rendoyent || [[Handschrift: 115v]]
maintenant aux prisonniers Hollandois, la pareille, mais
que l'on y envoyoit 6000 hommes, aux despens de la compagnie
Occidentale, pour faire üne descente en terre, au
Brasil, & pour en chasser les Portuguais. Que tout
le Brasil estoit perdü, jusqu'au Reciff, üne forte
place auprès de la mer, qu'on alloit secourir.


Que si la paix generale, se faysoit a Münster,
ou la trefue entre l'Espaigne & les Estats, le Por-
tügal seroit exclüs par tout, & ne trouveroit nül appuy,
ayant offencè tous partis. Les Espagnols se moc-
quoyent d'eux, & les tenoyent, pour leur plüs chetifs
& foibles ennemis. Entre ces 6000 hommes susdits Messieurs les
Estats, prestent a la Compagnie 1500 hommes, de leur armèe.


Que les Portugais, estoyent des fayseurs de rodomontades,
& auroyent des moeurs, contraires a celles de ces
pays icy, tesmoing[:] ün Ambassadeur21 de Portügall a Paris,
quj auroit voulü galantiser la Roine de France,
luy disant des mots, fort indecents, & mal convena-
bles, dont il auroit estè terriblement mocquè des françois.


Que Monsieur des loges auroit le regiment de Monsieur de Mayson-
neufue, & qu'il y avoit cinq regiments d'infanterie
Françoyse icy, aux despens de Messieurs les Estats, & point dü
Roy, & 4 regiments Anglois, & Escossois.

|| [[Handschrift: 116r]]


Der kleine Kersten, ist von Borch, ankommen, gibt ver-
tröstung, von Rindorfs ehisten wiederkunft, welcher der
parthien halben, nicht so baldt fortkommen können. Es
wehren auch schreiben, auß dem Fürstenthumb ankommen,
welche Rindorf bey sich behalten.


Zu Ryßwick sprach mir auch Tobias Steffeck von Kolodey zu. Wyckfort
erbeüt sich wol. Es scheinet heütte alß wolle bey
Doublet, der hundt anfangen zu hingken. Brederode
ist in privatis occupirt, wie auch Wyckforth. Jl
faut battre le fer, tandis qu'il est chaud!

Freitag den 30ten: Januarij: ⁄ 9. Februarij: 1646.


Le Prince dist aussy hier, que les Espagnols avoyent la coustüme
de tuër par trahison les grands. Que le Cardinal Jnfante,
(comme nous regardions son pourtrait) auroit estè empoisonnè
au dire de plüsieurs. Que son grand Pere, auroit estè
assassinè. Que le nouveau Roy de Portügall, auroit
à attendre la mesme fortüne, desja souvent a luy
menacèe. Que cela n'estoit point genereux, nj louable,
& s'ils faysoyent telles choses, a leur sang royal propre,
que ne feroyent ils, aux estrangers, ou a leurs ennemis?


Je suis allè a la Haye, avec mes fils, pour voir la Princesse Royalle,
apres avoir fait demander l'heure, par Monsieur Halcke, de son maistre
d'hostel22, & elle me l'a fait donner vers les cinq heures.

|| [[Handschrift: 116v]]


Mais a 4½ heures, ie me suis presentè, & la gouvernante23
m'a incontinent introduite, me rencontrant a l'Antichambre.


J'ay donc fait la reverence, a Madame la Princesse
Royalle, sans la bayser, puis qu'elle ne se presentoit
autrement a Moy, qu'avec üne profonde reverence,
& avec la teste retirèe, ün regard plein de douceur
& retenuë, avec quelque crainte, car elle est bien jeune
encores, fort gentille, posèe, et retirèe. Elle monstroit de me
voir volontiers en ceste visite, & me demandoit, combien j'a-
vois estè en ce pays icy, & quand j'avois estè en Angleterre?


Jl y avoit ün vieil, & ün jeüne Cavaglier auprès, qui èscou-
toyent attentivement tous proches, ce que je disois. Jtem:
üne vieille gouvernante, & deux Damoyselles. L'audience
devoit estre retirèe, & incognüe, comme j'avois desirè.


Voyant donc que ceste petite gentille Altesse Royale
estoit fort retenuë, craintive, & quj parloit peu, je me re-
tiray tant plüstost d'elle, & on me monstra fort bon visage,
faysant aussy entrer mes enfans. La Dame d'honneur la-
quelle m'avoit receuë a l'Antichambre, m'y raccompagna
aussy, & apres a la sortie, deux gentilshommes, iusqu'en bas des
degrèz. La Princesse Royalle s'appelle Henriette Marie,
fille dü Roy Charles, a present regnant en la Grande Bretaigne.

|| [[Handschrift: 117r]]


De là j'allay vers Monsieur le Baron de Brederode, Maréchal General de
camp. Je le vis près d'üne heure, & parlay a luy dans son cabinet,
laissant mes enfans, en sa chambre, avec nos gentilshommes & les siens.
Jl s'offrit plein de bonne Volontè, & m'a assistè aussy fort courtoy-
sement, ayant fait venir des Depütèz de Messieurs les Estats, a luy
& leur parlant pour moy, plüs que pour soy mesmes, comme il m'a asseurè,
d'avoir fait cejourd'huy encores, ne desirant de solliciter, les
40 mille florins (Gulden)f: de reste, que Messieurs les Estats, luy doyvent de ses gages.


Jl s'abbandonne fort, en mes affaires sür Wyckfordt, mais
ie ne scay? Son Segretaire a aussy assistè mon Tobias Steffeck de Kolodey,
fort fidellement, envers Brasset, & Doublet. Monsieur de Brederode
avoit des divers Discours, fort amiables & iüdicieux, entr'au-
tres, d'üne nouvelle forteresse, qu'on devoit bastir, au pays de
Hesse, dont on avoit demandè son conseil, & celuy de Messieurs les
Estats, mais il ne me la nomma point. Jtem: Que le nouveau
Roy de Portügall, auroit fort mal prins ses mesüres, de
leur oster aux Estats, en Bresil, ce qu'ils ont conquis, sür
le Roy d'Espaigne, leur ennemy, par droict de guerre, en
üne sayson, ou l'on traitte la paix üniverselle, quj pourroit re-
donder a l'exclüsion dü dit Roy, ne trouvant de telle sorte
appuy, en nülle part, & on s'estoit abbandonnè sür son amitiè
(non alliance, car il n'y en a point encores euë defaite)
ne croyant point, qu'il deüst permettre a ses gens de proceder
avec trahison, & par süpercheries inexcüsables. Que le Recif || [[Handschrift: 117v]]
en Brasilie, üne tresforte & imprenable place, & plüsieurs autres
encores, tenoyent bon, pour Messieurs les Estats, & qu'on y en-
voyoit üne armèe Navale de 6000 hommes, afin de les reduy-
re a la rayson, & pour les chastier des crüautèz exercèes,
ou leur rendre la pareille.


Qu'il y avoit d'ordinaire en la solde de Messieurs les
Estats 700 compagnies d'Jnfanterie, 78 ou 80 de cavallerie
& 300 navires de guerre, sür chacüne au moins, cent
hommes armèz, sans les mariniers, connestables, mate-
lots, & passagers, & sans conter les Officiers. Que cela
coustoit ün grand argent, a entretenir, & la Hollande seüle,
contribüoit a la guerre, 19 millions de livres, ce quj pou-
voit bien èspuiser üne Province. Qu'on avoit quasi plüs
des affaires, sür les bras, & des fraix a faire, qu'on n'en
pouvoit fournir. Que les conquestes, & garnisons, & fortifi-
cations, coustoyent beaucoup, & le pays de Waes, s'estoit accor-
a 184 mille florins (Gulden)f: par an de contribütion, (si i'ay bien retenü)
Jtem: les Ambassades Ordinaires, & extraordinaires, le secours
des allièz, qu'on ne pouvoit abbandonner, tout cela coustoit
merveilleusement. Que l'estat estoit fort pauvre & endebtè
mais quelques particüliers riches, & on n'emprüntoit pas volon-
tiers á credit, a Messieurs les Estats. Je voyois bien, dit il, moy || [[Handschrift: 118r]]
mesme, par mon exemple, comme la Province d'Hollande avoit
tant de peine a me contenter, ne pouvant mettre, 10 ou 12 mille
florins (Gulden)f: ensemble. Je repartis a tout, le mieux, que je pouvois, &
scavois, mais il estoit prest, comme principal membre de ceste
Province, aux repliques, courtoyses, & civiles. Jl me dit aussy,
qu'il y avoit cinq souverainetèz, icy a l'entour, dèsquelles
il n'estoit loysible de faire appel, nj a Messieurs les Estats,
nj a personne, comme Büeren, Leerdam, & yselstein, Contè
& Seigneuries appartenantes au Prince d'Orange, Jtem: la Con-
de Cülenburg, & la Seigneurie de Vianen quj est á luy.
Si ün malfaitteur, Bancquerouttier, ou qui que ce soit,
s'y saulve, on ne le peut poursuivre, voire si on le rede-
mandoit de la part de Messieurs les Estats, il seroit refüsè
des dits Seigneurs afin de conserver leurs Droitcs. Ils le
chastieroyent plüstost eulx mesmes, selon son merite, que
de les livrer. Ütrecht dit il a payè sa quote, pour moy,
les autres Provinces point encores, a cause de quelque
intrigue, & de la glace, quj empesche les Voyages. Hier
encores a estè prins, ün petit Vaisseau Hollandois, dés Duyn-
cquerquois, devant Schävelingen, & il fait fort malseür,
de naviger sür la mer, sür tout avec de l'argent, soit en
Zeelande, soit en Frise, soit ailleurs. Le 12:me ou 13.me de ce
mois, se feroit üne Diete de ceste Province icy, mais Mardy || [[Handschrift: 118v]]
qui vient, ie croy, sera destinè, au commencement de l'as-
semblèe. Jl s'en va a Ütrecht, la ou est allè ce mattin
Monsieur le jeune Prince d'Orange, a la chasse, & au marchè
des chevaulx. Je vis aussy Madame sa femme (nèe Contesse
de Solms, sœur de Madame la Princesse d'Orange) quj
fait ses couches, & je la salüay au lict, a la Hollandoyse
(apres avoir salüè de mesmes, Madame la Contesse de
Nassaw, vefue dü feu Conte Guillaulme Maréchal de
Camp general, de bonne memojre, laquelle me rencontra
a la sortie de la dite chambre des couches de Madame
de Brederode) conversant avec elle ün peu, mais deux
Princesses24, filles de la Roine de Boheme, comme on l'appelle[,]
trois jeünes Contesses de Naßaw, & trois de Dohna,
outre qddeux ou trois filles25 dü Baron, sürvindrent, quj
m'assiegerent & m'esblouirent tellement, dans ceste
chambre estroitte pour tant de monde, que ie devins
tout penaud, les voyant tout a l'entour de moy, entre
le lict des couches, & la cheminèe, & ne pouvant ainsy
demeurer jncognü, mal asseurè si ie devois bayser les
filles Royalles, ou non, ainsy ie n'en baisay dre toutes
apres les Dames süsdites, pas üne, faysant mine de les
<vouloir> aller voir, üne autre fois, a leurs logis. Ce courtois
Seigneur donc m'accompagnant jusqu'au carosse de la Roine || [[Handschrift: 119r]]
que l'on m'avoit prestè de sa cour, ie partis de là, non tant
confüs, comme remply de bonne esperance de tous ces beaux
offres, me promettant, que tant de peine & de travail ne sera
point infrüctüeuse, nj en l'ün, nj en l'autre, comme aussy
füst ressouvenü des jnterests dü capital, qu'il les falloit
demander, mais je me contenteray, de quelque autre
gratification, & courtoysie. Nous parlions aussy
de la rade de Schävelingen, quj n'est qu'a üne ½ heure d'icy,
de la Haye, si les Espagnols n'y pouvoyent aborder, &
embarasser avec 4[000] ou 5000 hommes, toute la Haye, ün jour
a l'improuviste, en menant le Prince & Messieurs les Estats
& tant de grandes Dames & Seigneurs en ün moment quasj
prisonniers, & mettant par ün tel exploict, tout le reste
en confüsion? il dist: qu'on en avoit bien parlè autresfois,
puis que la Haye estoit sj ouverte, comme ün Village,
par l'opposition des Villes Voysines, quj luy dispütent
les Droicts de ville, qu'il n'y a point de mürailles, ains
seulement ün fossè & des ponts levis, vers Schävelingen seülement
ün meschant rempar, Mais qu'il falloit considerer, qu'il y
a ün grand peüple a la Haye, de braves Officiers, & sol-
dats, outre la garde ordinaire dü Prince & la Bourgeoy-
sie, lesquels ne se lairroyent ainsy sürprendre de la sorte,
qu'on a par tout, de bons èspions, par mer, & par terre, quj aver-
tiroyent assèz, avant que pouvoir estre ainsy abordè ou sür-
prins, que les navires de guerre n'estoyent si fort èsloignèz || [[Handschrift: 119v]]
& les vaisseaulx quj croysent la mer, vont & viennent tousjours
ainsy que nülle force maritime n'oseroit comparoistre
sans estre apperceuë, mais ce quj est le plüs considerable, c'est
qu'on doibt scavoir que la marèe, le flüx & reflüx de la
mer, empescheroit la moindre dürèe ou sübsistance de telle
invasion, car ils seroyent noyèz, ou prins, avant que
pouvoir faire le moindre exploict, ou que de pouvoir s'en re-
tourner, & leurs vaisseaulx demeureroyent au sec, pendant
que l'armèe navale de Messieurs les Estats sürviendroit, &
les iroit attacquer, enfoncer, & reduyre á neant.


Des trefues avec le Roy d'Espaigne, il est d'opinion,
qu'elles se feront difficillement, car dit il: encores que
Messieurs les Estats vouldroyent, si ne peuvent ils pas,
d'autant qu'ils sont trop estroittement allièz avec la
France, & les üns ne peuvent rien faire en telles choses
d'Estat, ou de separation, quj concerne les deux Puissances
invariablement sans le consentement des aultres. Or la
France ne demande pas cela, d'avoir toute seule, leur
ennemy sür les bras, & ne voulant faire paix, avec la
mayson d'Austriche, si ce n'est avec ün tresgrand avantage
c'est a dire qu'on luy laisse tous les Pays de Conqueste, sans dispü-
te, jüsqu'au rivage dü Rhyn, en Allemaigne, & les Places
gaignèes en Flandre, & aux autres Provinces dü Pays-Bas
& qu'on excluë le Düc de Lorraine, & tout ce quj leur dèsplaist
& qu'on reçoyve tout ce, qu'ils veulent prescrire á l'Empeur & || [[Handschrift: 120r]]
a l'Espaigne. Il n'y a donc gueres d'apparence, qu'en telle
postüre, on puisse condescendre a üne Paix, ou trefue avec
l'Espagnol, sj la condition des affaires, ne se change, ou
que les articles soyent si avantageux, qu'on ne les
puisse, nj doive refüser. Il louoit fort le Conte de
Trauttmanßdorff, ayant ouy dire, qu'iceluy estoit fort
civil, & autrement bien inclinè a la paix, laquelle il nous
souhaittoit fort, en Allemaigne, car en ce Pays icy, on s'en-
richit plüs, par la guerre, que l'on ne s'appauvrit, au
rebours, de nous autres miserables, en la chere Patrie.
Jl est libre des Contribütions, & des accises, pour sa Personne,
puis qu'il contribuë son sang, comme Guerrier & Maréchal
de camp General de l'armèe, de mesme qu'est le Prince
d'Orange aussy, autrement il y a de la difficültè, a
obtenir ceste Libertè, pour les Grands mesmes.


Monsieur de Brederode tient üne belle cour, beau train, belles
livrèes, estant bien logè & servy, ayant presque tousjours
table ouverte. Cejourd'huy a encores mangè avec luy
le Prince de Talmont, & quelques autres Officiers a disner
sür tout aussy deux ou trois, dü conseil de Messieurs les Estats
Generaulx, qu'il a invitèz, pour conferer avec eulx, en mes
pretensions. Sa premiere femme, a estè seur dü feü Conte
Guillaulme de Naßaw, Maréchal de camp, General, defünct,
& de ces deux femmes il a neuf filles, & ün fils seulement. Trois
de ses filles sont marièes, l'üne a ün Baron ou Visconte de Dohna
fils dü feü Baron Christofle, mon si grand amy, l'autre a ün ieüne Conte || [[Handschrift: 120v]]
de Solms, & la troisièsme, a ün Baron Slabata de Boheme.
Monsieur de Brederode, est fort riche, en biens, mais endebtè a cause
de la grande dèspence qu'il luy convient, de faire. Jl dist
que le Conte Maurice de Nassaw, iroit a Münster, afin de
parler au Conte de Trauttmanßdorff, pour ses affaires parti-
cülieres seulement pour deux ou trois jours, comme en poste.

Samstag den 31. Januarij: ⁄ 10ten: Februarij: 1646.


Wyckfoort hat gute worth vorgesetzt, gegen Tobias Steffeck von Kolodey mit bericht,
daß er heütte mit zweene committirten Rähten auß den General
Staden, geredet, dieselbigen sagten, Meine prætensionen wehren
richtig, vndt gantz klahr, nur ermangelte es am gelde,
so zusammen zu bringen, Er wolte sich aber bemühen, ob anticipa-
tionsweyse, etwaß zu erhalten? hette das geldt selber nicht,
wolte sich aber, bey andern gerne vmbthun. Demain, on devoit
revenir a luy, en affaires d'argent, on ne se hastoit pas si vistement
voire-mais, comme si üne sollicitation de 40 ans, estoit trop
soudaine, & hastèe? & comme si ie n'eusse dèspencè desja assèz
pour obtenir mes desirs? par tant d'envoys, & renvoys, par ma
presence Personnelle, & autres chicquaneries?


Jl m'a aussy escrit Wyckfoort avec des beaux complimens,
mèslèes de difficültèz, & ie ne me fie pas bien de luy.


Le Seigneur de Brederode est party ce mattin, a cinq heures
inopinèment. Cela m'occasionne differentes pensèes! & ie suis agitè
de plüsieurs difficültèz, & labyrinthes, quj me lambicquent le cerveau || [[Handschrift: 121r]]
ne me laissans bien reposer, nj jour, nj nuict. Ô Dieu donne
moy heureuse issuë de tant d'intrigues! & fay, que je ne soye venü
icy, pour estre la ballieure dü Monde & la mocquerie de tous mes
adversaires! Jl semble que maintenant ün chacün me vueille
plümer, & qu'on vueille en quelques endroicts, triompher de mes
dèspouilles. Nulla calamitas sola.26 Voicy Abraham de Rindtorf
lequel oultrepasse son instrüction, demeurant si long temps, en
voye!


Diesen Nachmittag habe ich alhier, den Obersten Monsieur Desloges,
v̈ber ein Frantzösisch Regiment zu Fuß, meinen alten bekandten,
sieder anno 1617 her, da ich ihn zu Paris gesehen, alß er deß
Königes Ludovicj XIII. page wahr, (vndt sein bruder baldt
hernacher zu mir kahm, vndt mein page etzliche iahr wardt,
biß ich denselben wehrhaftig machte, vndt er von den paw-
ren in Böhmen, alß ein Soldat vndter meiner compagnie, auf
partie außen, <iämmerlich> erschlagen wardt) zusprechen müßen, zumal er
meiner ankunfft, schon verstendiget gewesen. Er ist sehr gerne
zu mir kommen. Wir haben einander an die alten geschichte,
sonderlich, an Seine liebe Elltern Sehliger, erinnert, vndt an ihre
gute affection vndt dienste perge Jtem: einander vnsere abentheẅer
erzehlet, vndt sonsten allerley conversiret. Er ist in großen
gnaden, bey dem alten, vndt iungen Printzen. Wirdt einem
Baron glejch gehalten, seine Mutter wurde von iedermann,
Madame DesLoges genandt, nicht Madamoyselle, wie alle
Edele Frawen, in Frangkreich. Dem Monsieur de Maysonneufue
hat er sein Regiment, vmb vndt vor 20000 frangken, abgekaufft. || [[Handschrift: 121v]]
Sonst gibt man wol 50[000] in 60000 Frangken, vor eine solche charge.
Weil aber der Printz von Vranien, diesem Dèsloges schon die
sürvivance des andern, versprochen hatte, hat er ihm gut-
willig die 20 mille gegeben, darmit es nicht schiene, alß hofte
er, auf des andern Todt, vndt damit auch der alte (alß
welcher kräncklich, vndt nicht wol forth mehr kondte,)
desto lieber abzutretten, bewogen würden.


Jl dict que le Prince d'Orange est comme absolü
& Roy effectuel en ce pays, non pas de nom. Car
les Estats ne concluënt rien sans luy en demander
son avis. Jls ne font execüter ün criminel aux
villes, s'il obtient sa grace, & il leur peut donner
la grace, car on ne l'execüte point, sans son avis.
Jl met les gouverneurs en toutes les places
a 20[,] 30 iusqu'a 50 mille francs de gage & rente par an,
sans en demander congè a personne. Jl donne toutes
les charges, en campaigne, sans licence d'aulcün.
Jl les donne aussy aux garnisons absoluement
aux estrangers, c'est a dire aux Allemands, Anglois, François
& Escossois, mais a ceux dü pays, quand il est en garni-
son, & qu'il y a des compagnies vacquantes, les Estats
de chasque province, ou cela est, ont la nomination
de trois personnes, pour estre capitaines, & de l'ün des
trois le Prince en peut choysir ün, & s'ils luy dèsplay- || [[Handschrift: 122r]]
sent il les peut rejetter tous trois, & donner au Lieutenant
ou a l'Enseigne, la compagnie, s'il veut. Jl dit aussy, qu'en-
cores qu'il y ait avec luy, aux armèes, dés Depütèz
de Messieurs les Estats, si ne luy peuvent ils rien prescri-
re. Jl les demande bien quelquesfois leur conseil par
honneur, mais n'est pas obligè de le faire tousiours,
& peut conclürre, ce qu'il veut sans eulx. Jl
estime le vieil Prince d'Orange extremement heureux,
que vingt ans, en ça, il n'aye rien entreprins, pas
aulcün siege important, qu'il n'en soit venü á bout.
Jl le tient à bon droict, pour riche, qu'il a tous les
ans, de ses domaines & Seigneuries 700000 francs, &
de ses gages 200 mille sont ensemble 900 mille florins (Gulden)f: Mais qu'il
fait des grands bastimens, non necessaires, tès-
moing Ryßwyck qui luy couste 500 mille florins (Gulden)f: & il donnera
pour üne place ou il y aura 7 ou 8 arbres, 20 a 30 mille florins (Gulden)f[.]
Jtem: la Princesse Royalle luy couste beaucoup á entretenir
avec magnificence, traittement, livrèes & grand train,
Jtem: il a prestè au Roy d'Angleterre, des grandes sommes,
qui l'ont endebtè. Il ne gaigne rien des Jndes, que
le disme de ce quj se prend sür les ennemis. Le reste
qui concerne le commerce, il n'y touche point, & le laisse
aux marchands, quoy qu'il y ait, or, argent, Pierreries,
yvoire, & d'autres precieux thresors, afin de n'estre diffamè || [[Handschrift: 122v]]
car il a le coeur haut, & genereux, & fait grand cas, de
sa repütation, ayant des biens, a süffisance. La Princesse
d'Orange dèspend beaucoup aussy, en bastimens, Bien est
vray, qu'ils sont bons mesnagèrs de l'argent au-
trement, le vieil Prince & la Princesse & ne jettent
rien en voye, s'ils n'y prennent ün goust particülier.
Le jeune Prince d'Orange dèspend, de 150 iusqu'a 200 mille
francs, par an. Monsieur Des Loges se plaint, que
Messieurs les Estats, ne payent plüs si bien, comme
ils ont fait autresfois, & qu'il y a de la peine,
a estre satisfait d'eux. Jl a 12 compagnies en son regiment
de: 100 hommes chasque compagnie parmy lesquelles il laisse
au bon vieulx Colonel Monsieur de la Mayson-neufue
aussy sa compagnie encores, afin qu'il en tire ses gages.
Jl a <eu> la seur d'ün de Messieurs les Estats d'Hollande,
nommè Monsieur Vandermeülen, lequel me pourra estre
serviable en mes affaires[.] Ceste femme luy est morte
il y a 5 ans, luy laissant ün fils, & deux filles.
Jl m'a fort priè & conviè pour üne autre fois, si ie
revenois a la Haye, en son logis, & a fait force
offres, a moy, & a mes fils, se souvenant des anciennes
gratifications de Son Altesse feu mon Pere, & de moy aussy, faites
a son Pere & Mere, & a son frere. &cetera Dieu vueille qu'il m'ayde!

|| [[Handschrift: 123r]]


Jl se plaint fort, que noirmont l'annèe passèe ne s'est
addressè a luy, qu'il eust esperè, me vouloir rendre de bons services.


De la paix de Münster, il a peu d'esperance, a cause des demandes
trop extraorbitantes, dès Couronnes, s'ils ne rabbattent de leurs
pretensions. Nota Bene[:] Monsieur de Beringhen son cousin germain,
s'est revoltè, & est premier èscuyer de la petite èscuyrie
Roy, de France, quj est ün office de 500 mille livres vaillant,
Jl fait des services, & des amitièz, a tout le Monde. perge
Nota Bene 240 mille:2=120 mille <Livres tournois> de 120 Livres tournois subtrahé 20 Livres tournois le reste net, se si può, etcetera etcetera[.]


Apres avoir assèz parlè avec le bon Colonel, &
qu'il m'eust reprins, de n'estre plüs a la mode, comme j'a-
vois estè autresfois a Paris, ün beau jeüne Prince
tant louè & honorè, ie luy dis, que la grande Barbe
que j'aurois apportèe dü pays, y estoit bien a la
mode d'ün froid hyver, & üne barbe de dueil, mais
icy ie la faysois coupper, Madame la Princesse
d'Orange, m'en ayant ressouvenüe, & le froid cessant.
Les bottes & cuirs d'èsperons, seroyent facillement chan-
gèes, mais qu'en tant d'annèes i'avois oubliè
les nouvelles modes, & ne me souciois plüs, apres
estre si long temps mariè, d'aggrèer aux ieünes
Dames, parmy tant de croix, de tribülations, & afflictions
souffertes, luy raccontant nos dèsordres & calamitèz.

|| [[Handschrift: 123v]]


Conversant librement & familierement avec luy, ie le fis aussy
mettre son chappeau a la françoyse, en ces chambres froides,
& en fin ie le laissay aller, bien content de m'avoir veu,
& pour moy, ie m'en allay a Delft, avec mes enfans,
& mon petit train, assèz tard. Jl est fort de la religion
le dit DesLoges, & il monstre ün tresbon zele. Dieu l'y
vueille confirmer!


A cause de l'iniquitè des charrettiers, ie fis aller ün
page, & ün valet de chambre a pièd, vers Delfft, nonobstandt
la pluye, & le dèsgel, ce qu'ils firent, mais d'autant
qu'il faysoit fort obscür, le page (Biedersehe) pensant
aller le vray sentier, tomba a costè, jusqu'au col,
dans ün canal, ou il se seroit noyè, si la glace
n'eust tenuë encores quelque peu, en quelque endroict.
Dieumercy, quj l'a contregardè. Il le vueille faire
cheminer en ses voyes, & aux voyes de sa Vocation à bon
èscient, car il est vray, qu'il a estè fort nonchalent[,]
insolent & grand yvrogne ün temps en ça, me causant
beaucoup de dèsplaysir & üne aversion contre luy, la-
quelle me l'a fait asprement chastier encores hier,
puis que les remonstrances, & paroles ne vouloyent plüs
servir, nj ayder á son amendement, nj a sa conversion!


Si jeunesse vouloit? & vieillesse pouvoit, ils feroyent
force bonnes choses!


Textapparat
a Eintrag bezieht sich auf die letzten beiden Absätze des Vortages, die im Original mit einem Sternchen gekennzeichnet sind.
b Im Original verwischt.
c "gewesen, vndt 80 iahr altt" im Original korrigiert in "vndt 80 iahr altt gewesen".
d Im Original verwischt.

Kommentar
1 Zitat nach Erasmus: Adagia, S. 22.
2 Hier: Musketenschüsse.
3 Zitat nach Erasmus: Adagia, S. 22.
4 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
5 Zitat nach Erasmus: Adagia, S. 22.
6 Person nicht ermittelt.
7 Zitat aus Verg. Aen. 3, 56f. (ed. Holzberg 2015, S. 144f.).
8 Zitat nach Iuv. 14, 139 (ed. Adamietz 1993, S. 284f.).
9 Zitat aus Ov. fast. 1, 216 (ed. Holzberg 42012, S. 18f.).
10 Zitat aus Petrarca: Triumphi, S. 654f., Z. 40-45.
11 In Betracht kommen die Infantinnen Emilia Louise, Anna Louise Frisia, Juliana Katharina, Mauritia Eleonora und Sabina Delphica von Portugal.
12 In Betracht kommen die Infantinnen Emilia Louise, Anna Louise Frisia, Juliana Katharina, Mauritia Eleonora und Sabina Delphica von Portugal.
13 Person nicht ermittelt.
14 In Betracht kommen die Infantinnen Emilia Louise, Anna Louise Frisia, Juliana Katharina, Mauritia Eleonora und Sabina Delphica von Portugal.
15 Person nicht ermittelt.
16 Iud.
17 Vermutlich Schuppentier.
18 Wahrscheinlich Besitzer eines Bergwerks (Mine).
19 Zitat nach Erasmus: Adagia, S. 22.
20 Zitat aus Petrarca: Triumphi, S. 606f., Z. 85-90.
21 Person nicht ermittelt.
22 Person nicht ermittelt.
23 Person nicht ermittelt.
24 In Betracht kommen die Pfalzgräfinnen Elisabeth, Louise Hollandine, Henrietta Maria und Sophia von Pfalz-Simmern.
25 In Betracht kommen vermutlich nur Burggräfin Sophia Dorothea von Dohna, Juliana van Brederode, Gräfin Florentina zu Solms-Hungen, Anna Trajectana van Brederode und Amalia Margaretha Slawata von Chlum.
26 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
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accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
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Vereinbarung, Vergleich
Accord
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accrochiren
sich an etwas stoßen, stocken
addressiren
schreiben
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber (meist Gewogenheit, Zuneigung)
Agent
(diplomatischer) Geschäftsträger
Agtstein
Bernstein
anpräsentiren
etwas oder jemanden eindringlich anbieten
Anschlag
Plan, Absicht
Anstoß
Angriff (der Gesundheit), (körperliche) Beeinträchtigung, Schaden
Anstoß
Hindernis, Behinderung, Unterbrechung, Beeinträchtigung
Anstoß
(militärischer) Angriff
anticipationsweise
im Voraus leistend
anziehen
anführen, erwähnen
approbiren
billigen
arriviren
ankommen, eintreffen
artig
kunstvoll, meisterhaft
artig
fruchtbar
aufwerfen
(ein Zeichen) aufstellen, sichtbar anbringen
aufwerfen
sich erheben, sich empören, sich entgegenstellen
aufwerfen
jemanden oder sich erheben oder in eine bestimmte Position bringen/erhöhen
aufwerfen
etwas (Erdmaterialien o. ä.) aufhäufen
ausmachen
vollenden
ausmachen
verzieren
ausmachen
sich aufmachen, aufbrechen, ausziehen
aussprengen
verbreiten, unter die Leute bringen, bekannt machen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Barber (Barbar)
nordafrikanisches Berber-Pferd
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
belasten
jemanden beauftragen
besorgen
befürchten, fürchten
Commercien
Handelsgeschäfte
committiren
(jemanden) beauftragen
committiren
(etwas) auftragen
Compartement
abgeteilter Raum, abgegrenzter Gartenbereich
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
Congreß
Treffen, Zusammenkunft
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
Conterfect
Bildnis
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
Courante
zirkulierende Zeitung
curios
neugierig
Curiositet
Neugier
devoviren
sich für jemanden opfern, jemand etwas angeloben
dick
dicht
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
disponiren
etwas verteilen, über etwas verfügen
droegen
trocknen
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
Eisfahrt
Eisgang
Elend
Elch
Elendshaut
Elchleder
emergiren
emporkommen, herauskommen
Entvogel
Ente
excusiren
entschuldigen
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
extolliren
erheben, preisen, rühmen
Feldheimchen
Feldgrille
Flitschbogen
kleiner Bogen oder Armbrust zum Abschuss von Pfeilen
Flitschpfeil
Pfeil, der mit Hilfe eines Flitschbogens (kleiner Bogen oder Armbrust) abgeschossen wird
Franz(en)wein
französischer Wein
Freund
Verwandter
Freundschaft
Verwandtschaft
Friedenstractat
Friedensverhandlung
gähling
plötzlich, unversehens
gelbächtig
gelblich
Gemeine
(Kirchen)Gemeinde, Gesamtheit der Einwohner eines Ortes
Griffier
Erster Kanzleisekretär einer niederlänischen Provinz bzw. der Generalstaaten
Gubernament
Regierung, Herrschaft
Gubernament
militärische Befehlshaberschaft über einen bestimmten Ort
Hochdeutscher
Süddeutscher (Deutscher aus dem Gebiet südlich des Mains)
impingiren
anstoßen
impingiren
gegen Gesetze verstoßen
impingiren
treiben, drängen
Impuritet
Verunreinigung
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
intentioniren
beabsichtigen, vorhaben
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
intercipiren
abfangen
intercipiren
unterbrechen
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Intraden
Einkünfte
Invitationsschreiben
schriftliche Einladung
köstlich
teuer, aufwändig
köstlich
prächtig, herrlich, schön
kostbar
kostspielig
künstlich
kunstfertig, geschickt
Landwehr
Schutz- und Verteidigungsanlage unterschiedlicher Art (z. B. Erdwall, Graben, Damm oder Mauerbefestigung) gegen militärische Angriffe oder Überfälle, auch Damm gegen Überschwemmung
langlecht
ziemlich lang
Last
Maß- und Gewichtseinheit (sowohl unbestimmt, z. B. als Fassungsvermögen eines Wagens oder Schiffes, als auch gewichtsmäßig festgelegt)
Last
Auftrag, Befehl, Weisung
Losament
Unterkunft, Wohnraum
lustig
vergnüglich, anmutig, ergötzlich, von angenehmer Erscheinung
lustig
(etwas) begehrend, verlangend, gierig (auf), geneigt (zu)
lustig
rührig, munter
Meerfledermaus
Seefledermaus (Fischart)
Meerkalb
Seehund
Meerpferd
Walross
meritiren
verdienen
Moraß
Morast
Muff
Spottwort der Niederländer für einen Norddeutschen
Oberstelle
erste Stelle, Vortritt
occupiren
beschäftigen, in Anspruch nehmen
offendiren
beleidigen, kränken
Opinion
Meinung
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
Paternoster
Rosenkranz
peregriniren
reisen, sich auf Wanderschaft begeben
peregriniren
bewandert sein
pleistern
sich auf der Reise in einem Gasthaus erfrischen oder ausruhen
Pönitentgürtel
Gürtel, welcher in der katholischen Kirche zur Buße oder Strafe angelegt werden musste
polit
poliert
procuriren
besorgen, beschaffen
procuriren
für eine Sache eintreten
Prospect
Aussicht
rahn
schlank, dünn, schmächtig
Reisholz
Reisigholz
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Rollwagen
einfacher Fuhrmannswagen
schärfen
das Hufeisen schärfen
Schatzung
Erpressung von Geld als außerordentliche Kontribution
Schatzung
(häufig wegen einer Notlage erhobene) Abgabe, Steuer
Schilderei
bildliche Darstellung, Gemälde
Schinderei
Wucher
schmeißen
(sich mit jemandem) schlagen/prügeln
schußfrei
für eine Gewehr- oder Geschützkugel undurchdringbar
selbsiebend
eine Person mit noch sechs anderen, zu siebt
Sergeant
Feldwebel
sieder
seit
Sollicitatur
Betreibung, Förderung einer (Rechts-)Angelegenheit
Sollicitatur
Gesuch um rasche Erledigung einer anhängigen Rechtssache
Sollicitatur
Forderung
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
Speranz
Hoffnung
spoliiren
berauben, plündern
Stillstand
Waffenstillstand
Stück
Geschütz, Kanone
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tafeldemant
flacher Diamant
Tapezerei
Wandteppich, mehrere zusammengehörige Tapeten verschiedener Art, Gobelin
Temperament
Vergleich, Mittelweg, richtiges Maß
Temperament
Mäßigung, Zurückhaltung
tögen
taugen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
traduciren
übersetzen
traduciren
verleumden, in ein schlechtes Licht rücken
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
übertragen
tragfähig sein
übertragen
eine Last auf sich nehmen, ertragen, dulden
übertragen
verschonen, bewahren
untergeben
anvertrauen
Untertrunk
Trunk zum Mittag oder tagsüber zwischendurch
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
verehren
schenken
verehren
beschenken
verobligiren
verpflichten
Verweilung
Verzögerung
Victorie
Sieg
vielfältig
vielfach, vielmalig, oft, wiederholt
visitiren
besuchen
visitiren
untersuchen, begutachten
Volk
Truppen
Vorhaus
ein vor einem Hauptgebäude liegendes, mit ihm verbundenes, aber doch als selbständiges Bauglied erkennbares Gebäude
Wanderung
Wandelgang
wehrhaftig machen
in einer Zeremonie den Degen überreichen
Weidetrift
Weideland; Weg, auf dem das Vieh zur Weide getrieben wird
welsche Nuss
Walnuss
Willfahrung
Handlung nach jemandes Willen
zeitlich
rechtzeitig
zeitlich
früh, zeitig
zeitlich
vorzeitig
Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel
Duque Fernando de Alba de Tormes
Marqués Fernando de Coria

geb. 1507
gest. 1582
Anm.: Sohn des García Álvarez de Toledo y Zúñiga, Marqués de Coria (gest. 1510); spanischer Grande; ab 1510 4. Marqués de Coria; seit 1531 3. Duque de Alba; 1532 Befehlshaber der spanischen Hilfstruppen gegen die Türken in Ungarn; 1535 Teilnahme an der Eroberung von Tunis; ab 1541 nacheinander Mayordomo Mayor der Könige Karl I. (1500-1558) und Philipp II. von Spanien (1527-1598); Consejero de Estado; 1542 Feldherr gegen die französische Armee bei Perpignan; 1546/47 Kommandeur der spanischen Tercios im Schmalkaldischen Krieg; 1555-1559 spanischer Generalkapitän in Italien; 1555/56 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1556-1559 Vizekönig von Neapel; 1567-1573 Statthalter und militärischer Oberbefehlshaber in den Spanischen Niederlanden; seit 1580 Vizekönig und Condestable von Portugal; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; 1617 Gründerin und Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Enthaltende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Berengar von Anhalt-Bernburg

geb. 1626
gest. 1627
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Bogislaw von Anhalt-Bernburg

geb. 1633
gest. 1634
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Christian III. von Anhalt-Bernburg

geb. 1631
gest. 1631
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ferdinand Christian von Anhalt-Bernburg

geb. 1643
gest. 1645
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1629
gest. 1629
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1627
gest. 1627
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Henrietta Katharina von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Gräfin Henrietta Katharina von Nassau-Dillenburg

geb. 1637
gest. 1708
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); 1659-1693 Ehe mit Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); seit 1693 Witwensitz auf Schloss Oranienbaum.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Barberini, Familie

Anm.: Florentiner Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Ernst Wilhelm von Bentheim-Bentheim
Graf Ernst Wilhelm von Bentheim und Steinfurt

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Grafen Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643); regierender Graf von Bentheim (ab 1643) und Steinfurt (1643-1656); seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielmögende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Philipp Konrad von Bentheim-Steinfurt

geb. 1627
gest. 1668
Anm.: Sohn des Grafen Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643); seit 1656 regierender Graf von Steinfurt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Anna Amalia von Bentheim und Steinfurt
Geburtsname: Gräfin Anna Amalia von Isenburg-Büdingen

geb. 1591
gest. 1667
Anm.: Tochter des Grafen Wolfgang Ernst I. von Isenburg-Büdingen (1560-1633); 1608-1643 Ehe mit Graf Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bentheim, Familie
Grafen von Bentheim

Anm.: Nordwestdeutsches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Joseph de Bergaigne
Erzbischof Joseph von Cambrai
Bischof Joseph von ’s-Hertogenbosch

geb. 1588
gest. 1647
Anm.: Geboren in Antwerpen; 1612 Eintritt in den Orden der Franziskaner-Observanten; Studium und Promotion zum Dr. theol. et phil.; danach Lehrtätigkeit in Köln und Mainz; ab 1616 Provinzial der rheinischen Ordensprovinz; seit 1618 Definitor beim Generalkapitel in Salamanca sowie Generalkommissar des Ordens in Deutschland und den Niederlanden; 1641-1645 Bischof von 's-Hertogenbosch; ab 1645 Erzbischof von Cambrai; seit 1645 auch spanischer Gesandter auf den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Henri de Beringhen

geb. 1603
gest. 1692
Anm.: Sohn des Pierre de Beringhen, Seigneur d'Armainvilliers et de Gretz (gest. 1619); Seigneur d'Armainvilliers et de Gretz; zunächst erster Kammerdiener des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1631-1643 in schwedischen Kriegsdiensten; ab 1644 mehrfach französischer Diplomat in den Niederlanden; seit 1645 Premier écuyer de la petite écurie du Roi; später französischer Maréchal de camp; Festungskommandant von Marseille.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sittich von Berlepsch

geb. 1587
gest. 1662
Anm.: Sohn des kursächsischen Rats Curt Thilo von Berlepsch (1540-1589); Erbherr auf Großurleben, Thamsbrück und Eichenzell; Pfandinhaber des gräflich-stolbergischen Amts Roßla; Page des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); um 1634 in Diensten des Grafen Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg (1605-1638); 1635 mit dessen Mutter Gräfin Katharina Belgica (1578-1648) ins französische bzw. niederländische Exil; 1637-1651 Hofjunker und Stallmeister der Fürstin Amalia von Oranien (1602-1675); ab 1653 Rückzug auf seine Güter; vgl. Johannes Conrad: Davidischer JammerSpiegel [...], Schmalkalden 1666, S.26-48.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Heinrich von Biedersee

geb. 1623
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee (gest. 1653); Erbherr auf Amesdorf; seit 1639 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675), später bis 1648 ihres Gemahls Christian II.; bis 1653 Mitglied der kurbrandenburgischen Leibgarde.
Jan Blaer

gest. 1645
Anm.: Zuletzt niederländischer Hauptmann in Brasilien.
Gaspar de Bracamonte y Guzmán
Conde Gaspar de Peñaranda

geb. 1595
gest. 1676
Anm.: Sohn des Alonso de Bracamonte y Guzmán, Conde de Peñaranda (1563-1622); zunächst geistliche Laufbahn; durch Heirat seiner Nichte Conde de Peñaranda und Grande von Spanien; ab 1642 Kammerherr des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); 1645-1648 spanischer Generalbevollmächtigter bei den Friedensverhandlungen in Münster; nach 1648 spanischer Gesandter in Den Haag; 1650 Rückkehr nach Spanien; 1651-1653 Presidente del Consejo de Órdenes; 1653-1671 Presidente del Consejo de Indias; 1659-1664 Vizekönig von Neapel; seit 1664 spanischer Kriegs- und Staatsrat; ab 1665 Mitglied des Regentschaftsrates für den minderjährigen König Karl II. (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Govert Dirckszoon Brasser

geb. 1590/1606
gest. 1654
Anm.: Sohn des Delfter Kaufmanns Dirck Willemszoon Brasser (ca. 1545-1622); Pensionär von Delft; mehrfach diplomatische Missionen für die niederländischen Generalstaaten; seit 1637 Generalschatzmeister der Vereinigten Niederlande.

Weiterführende Informationen in VIAF
Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg
Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1582
gest. 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1611/12 dänischer Obrist bzw. Generalwachtmeister; 1619-1624 und 1634 General des Niedersächsischen Reichskreises; 1626-1630 kaiserlicher Obrist; 1630-1635 schwedischer General; ab 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1636 Hannover als Residenz); seit 1636 Befehlshaber einer kleinen unabhängigen Armee der welfischen Teilfürstentümer Calenberg-Göttingen, Lüneburg-Celle und Wolfenbüttel; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Calenberg

geb. 1624
gest. 1705
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1648-1665) und Braunschweig-Lüneburg (seit 1665).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Kurfürstin bzw. Herzogin Sophia von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Pfalzgräfin Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1630
gest. 1714
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1658-1698 Ehe mit Herzog bzw. Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698); seit 1701 designierte Thronfolgerin der britischen Monarchie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Anna Johanna van Brederode
Geburtsname: Gräfin Anna Johanna von Nassau-Siegen

geb. 1594
gest. 1636
Anm.: Tochter des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); seit 1619 Ehe mit Jan Wolfert van Brederode (1599-1655).
Hedwig Agnes van Brederode

geb. 1643
gest. 1684
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655).
Hendrik van Brederode

geb. 1638
gest. 1657
Anm.: Sohn des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655); seit 1655 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Rittmeister (1652) und Obrist (1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Obrist (1633), Generalleutnant der Artillerie (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von 's-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Juliana van Brederode

geb. ca. 1622
gest. 1668
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655).
Louise Christina van Brederode
Geburtsname: Gräfin Louise Christina zu Solms-Braunfels

geb. 1606
gest. 1669
Anm.: Tochter des Grafen Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels (1563-1623); 1638-1655 Ehe mit Jan Wolfert van Brederode (1599-1655).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Walravina van Brederode

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655).
N. N. van Brossmann

Anm.: Um 1646 Kammerjunker des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).
Antoine Brun

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Sohn des Dôler Parlamentsrates Claude Brun (gest. 1621); 1622 Promotion zum Dr. jur.; ab 1622 Anwalt in Dôle; seit 1626 diplomatische Missionen, u. a. nach Brüssel (1627-1629); ab 1632 Procureur Générale am Parlament zu Dôle; 1636/37 Organisator der Verteidigung der Stadt gegen die Franzosen; 1640/41 Teilnahme am Regensburger Reichstag; seit 1642 Staatsrat von Flandern und Burgund; 1643-1648 spanischer Bevollmächtigter für Burgund bei den Friedensverhandlungen in Münster; ab 1649 spanischer Botschafter in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Leonhard Buchfelder

geb. 1600
gest. 1647
Anm.: Geboren in der Eschenbach; gräflicher Rat und Hofmeister in Bentheim.
Gräfin Louise van Bylandt
Geburtsname: Burggräfin Louise von Dohna

geb. 1633
gest. 1690
Anm.: Tochter des Burggrafen Christoph von Dohna (1583-1637); seit 1662 Ehe mit Graf Floris Otto Hendrik van Bylandt (1638-1701).
Giovanni (1) Cappello

geb. 1573
gest. 1653
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Andrea Cappello (1537-1581) di Alvise; 1606 Patron des Arsenals; 1609 Mitglied der Dieci savi sopra Rialto (Zehn Weisen über Rialto); 1622 Provveditore sopra i Boschi (Verwalter der Wälder); 1626 Mitglied der Sechziger (Sessanta dei Pregadi); 1628 Ratsherr des Stadtteils Cannaregio sowie Proveditore al Sal; 1629 außerordentlicher Proveditore in Crema und im Cremasco; 1632 Inquisitor in armata; 1634 Proveditore dell'Arsenale; 1635/36 Podestà von Brescia; 1646/47 Generalkapitän der Flotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jacob Cats

geb. 1577
gest. 1660
Anm.: Sohn des Adriaen Corneliszoon Cats in Brouwershaven; Herr von Wulpen und Finningly; Studium in Leiden und Orléans (Dr. jur.); Anwalt in Middelburg und im Haag; 1621-1623 Pensionär von Middelburg; 1623-1636 Pensionär von Dordrecht; 1629-1631 und 1636-1651 Ratspensionär von Holland sowie Mitglied der niederländischen Generalstaaten; 1651/52 außerordentlicher Gesandter in London; daneben Tätigkeit als Dichter; 1627 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Amable-Guillelmine de Caumont
Marquise Amable-Guillelmine de Montpouillan
Geburtsname: Amelia Wilhelmina van Brederode

geb. 1643
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655); seit 1664 Ehe mit Armand-Nompar de Caumont, Marquis de Montpouillan (1615-1701).
Christian (2) N. N.

Anm.: Um 1643/47 Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Adriaen Clant tot Stedum

geb. 1599
gest. 1665
Anm.: Sohn des Eilco Clant (gest. 1614); 1631-1642 Mitglied der "Gedeputerden Staten"; 1643-1651 Vertreter der Ritterschaft der Provinz Groningen bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Groningen beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Duc Gaspard I de Coligny à Châtillon-sur-Loing
Comte Gaspard II de Coligny

geb. 1584
gest. 1646
Anm.: Sohn des Comte François de Coligny (1557-1591); ab 1601 Comte de Coligny; seit 1622 französischer Maréchal; ab 1643 Duc de Coligny à Châtillon-sur-Loing und Pair de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jean-Théodore de Croll

geb. 1598
gest. 1640
Anm.: Obrist und Generalquartiermeister des Duca Odoardo I di Parma (1612-1646).
Maria Belgia de Croll
Geburtsname: Infantin Maria Belgia von Portugal

geb. 1598
gest. 1647
Anm.: Tochter des portugiesischen Thronprätendenten Manuel von Portugal (1568-1638); 1629-1640 Ehe mit Jean-Théodore de Croll (1598-1640).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Antonio van Diemen

geb. 1593
gest. 1645
Anm.: Sohn des Culemborger Bürgermeisters Bartolomeus van Diemen; bis 1616 Kaufmann in Amsterdam (Bankrott); ab ca. 1618 im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie in Batavia (Jakarta), u. a. als Unterkaufmann (1621-1623), Oberkaufmann (1623/24), Mitglied des Rates von Indien (seit 1625), Handelsdirektor (1629-1635) und Generalgouverneur von Niederländisch-Indien (ab 1635).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Burggraf Christian Albrecht von Dohna

geb. 1621
gest. 1677
Anm.: Sohn des Burggrafen Christoph von Dohna (1583-1637); zunächst niederländischer Kornett (1636) und Obrist (1648); danach kurbrandenburgischer Obrist (1655), Generalleutnant (1656), General der Infanterie (1666) und Generalfeldzeugmeister (1672); ab 1656 auch Geheimer Rat und Gouverneur von Küstrin; seit 1657 Statthalter von Halberstadt und Amtshauptmann von Gröningen; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 463f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Burggraf Christoph von Dohna

geb. 1583
gest. 1637
Anm.: Sohn des Burggrafen Achatius von Dohna (1533-1601); 1606/07 Pariser Reisebegleiter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630), der ihn anschließend in seine Dienste nahm, u. a. als Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1615 kurpfälzischer Geheimer Rat und Diplomat; 1619 Landvogt in Neuburg; 1620 Oberstkämmerer des Königreichs Böhmen; 1620 Flucht zuerst nach Kurbrandenburg, 1624 nach Ostpreußen, 1626 in die Niederlande; seit 1629 Gouverneur des Fürstentums Orange; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Burggräfin Henrietta Amalia von Dohna

geb. 1626
gest. 1655
Anm.: Tochter des Burggrafen Christoph von Dohna (1583-1637); seit 1649 Ehe mit Burggraf Fabian von Dohna (1617-1668).
Burggräfin Katharina von Dohna

geb. 1627
gest. 1697
Anm.: Tochter des Burggrafen Christoph von Dohna (1583-1637).
Burggräfin Louise Christina von Dohna
Geburtsname: Louise Christina van Brederode

geb. 1639
gest. 1660
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655); seit 1658 Ehe mit Burggraf Fabian von Dohna (1617-1668).
Burggräfin Sophia Dorothea von Dohna
Geburtsname: Sophia Dorothea van Brederode

geb. 1620
gest. 1678
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655); seit 1644 Ehe mit Burggraf Christian Albrecht von Dohna (1621-1677).
Frans van Donia

geb. 1580
gest. 1651
Anm.: Sohn des Kempe van Donia (gest. 1622); vor 1643 Vertreter der Ritterschaft der Provinz Friesland bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Friesland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philips Doubleth

geb. 1590
gest. 1660
Anm.: Sohn des Generalsteuereinnehmers Philips Janszoon Doubleth (gest. 1612); Herr von Sint Annaland; Jurist; 1619-1642 Sekretär des Magistrats von Den Haag; Rentmeister von Holland; 1629-1653 Generalsteuereinnehmer der Vereinigten Niederlande.
Pierre Du Moulin
Petrus Molinaeus

geb. 1568
gest. 1658
Anm.: Sohn des reformierten Pfarrers Joachim Du Moulin; französischer calvinistischer Theologe; 1588-1592 Studium in Cambridge; 1592-1597 Professor für Philosophie an der Universität Leiden; Pastor in Grigny (1599-1601), Ablon (1601-1606) und Charenton-le-Pont (1606-1615); 1615 Verleihung des Doktortitels durch die Universität Cambridge; seit 1621 Pastor in Sedan und Professor für Theologie an der dortigen Hugenottenakademie; daneben 1624/25 Pastor der französischen Kirche in London.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Gräfin Anna Amalia von Efferen
Geburtsname: Gräfin Anna Amalia von Bentheim und Steinfurt

gest. 1668
Anm.: Tochter des Grafen Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643); seit 1667 Ehe mit Graf Gerhard von Efferen (geb. 1625).
Christian Friedrich von Einsiedel

geb. ca. 1621
gest. 1649
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); 1636-1638 Edelknabe des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1638-1641 Page des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1645 Hofjunker des Fürsten Friedrich Heinrich von Nassau-Oranien (1584-1647), vielleicht auch Hofmeister des Prinzen Wilhelm II. (1626-1650); seit 1647 niederländischer Rittmeister und Kammerjunker Wilhelms II.; zuletzt niederländischer Obrist in Brasilien; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Berötete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Jakob I. von England
König Jakob I. von Irland
König Jakob VI. von Schottland

geb. 1566
gest. 1625
Anm.: Sohn der Königin Maria I. von Schottland (1542-1587); ab 1567 König von Schottland (bis 1583 unter verschiedenen Regenten); seit 1603 auch König von England und Irland; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Francesco (1) Erizzo

geb. 1566
gest. 1646
Anm.: Sohn des Benedetto Erizzo; venezianischer Diplomat u. a. am Wiener Kaiserhof; seit 1631 Doge der Republik Venedig.

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N. N. von Etzbach

Anm.: Um 1646 vermutlich Inhaber des Rittergutes Langen in Bentheim.
Falscher Dimitri (V)

gest. 1653
Anm.: Hochstapler, der sich um 1645/46 als der unter rätselhaften Umständen ums Leben gekommene Zarewitsch Dimitri Iwanowitsch (1582-1591) ausgab; 1646 vermutlich Regimentsschreiber in Polen; später Aufenthalte in Livland und Holstein; 1653 Auslieferung an das Moskauer Reich und Ermordung.
Odoardo I Farnese
Duca Odoardo I di Parma e Piacenza
Duca Odoardo I di Castro

geb. 1612
gest. 1646
Anm.: Sohn des Ranuccio I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1569-1622); ab 1621 Gonfaloniere der katholischen Kirche; seit 1622 Duca di Parma e Piacenza und Duca di Castro (bis 1628 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Franz I. von Frankreich

geb. 1494
gest. 1547
Anm.: Sohn des Charles de Valois, Comte d’Angoulême (1459-1496); ab 1515 König von Frankreich; seit 1516 Ordensritter vom Goldenen Vlies; ab 1527 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Heinrich IV. von Frankreich
König Heinrich III. von Navarra

geb. 1553
gest. 1610
Anm.: Sohn des Antoine de Bourbon, Duc de Vendôme (1518-1562); ab 1572 König von Navarra; seit 1589/94 König von Frankreich; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIII. von Frankreich
König Ludwig II. von Navarra

geb. 1601
gest. 1643
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); seit 1610 König von Frankreich und Navarra (bis 1617 unter Regentschaft seiner Mutter Maria).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Comte Jean de Gassion

geb. 1609
gest. 1647
Anm.: Sohn des Hugenotten Jacques de Gassion (ca. 1565-1631); 1625-1627 und 1629/30 in savoyischen Kriegsdiensten; dazwischen 1627-1629 Leutnant unter dem hugenottischen Heerführer Duc Henri de Rohan (1579-1638); 1630-1635 schwedischer Obrist; danach französischer Mestre de camp (1635), Maréchal de camp (1638), Mestre de camp général de la cavalerie (1641), Maréchal de France (1643), Lieutenant-général de l’Armée de Flandre (1644) und Kommandant der Flandernarmee (1647); seit 1643 Conseiller d'État; Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Barthold van Gent

gest. 1650
Anm.: Sohn des geldrischen Rats Cornelis van Gent (gest. 1614); ab 1614 Mitglied der Ritterschaft von Nijmegen; seit 1625 Rat und Rechenmeister von Gelderland; ab 1640 Amtmann von Bommel, Tieler- und Bommelerwaarden; Deputierter der Ritterschaft der Provinz Gelderland bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Gelderland und Sprecher der gesamten niederländischen Delegation beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann von Geyso

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des hessischen Rentmeisters Peter Geyse (1555-1613) in Borken; zunächst in niederländischen, schwedischen, polnischen und russischen Kriegsdiensten; 1620 böhmisch-konföderierter Hautmann; danach Rittmeister unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626) bzw. Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); 1626-1628 dänischer Major; ab 1628 landgräflicher Amtmann in Eschwege; hessisch-kasselischer Generalquartiermeister und Obristleutnant (1630), Obrist (1630), Generalmajor (1644) und Generalleutnant (1647); seit 1648 Geheimer Kriegsrat und Gouverneur von Kassel; 1658 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
N. N. Giustinian(i)

Anm.: Venezianischer Patrizier, der im Jahr 1646 für das Amt des Dogen von Venedig kandidiert haben soll.
Maria van Goltstein
Geburtsname: Marie de Rechignevoisin

Anm.: Tochter des Charles (2) de Rechignevoision, Seigneur des Loges (ca. 1600-1649); seit 1660 Ehe mit Philip van Goltstein (1630-1675).
James Graham
Earl bzw. Marquess James of Montrose

geb. 1612
gest. 1650
Anm.: Sohn des John Graham, 4th Earl of Montrose (1573-1626); ab 1626 5th Earl und seit 1644 1st Marquess of Montrose; 1644-1646 Kommandeur der royalistischen Truppen als Lord Lieutenant (1644) und Captain-general of Scotland (1645); 1650 eigenmächtige Landung auf den Orkney-Inseln und Hinrichtung als Kriegsgefangener des schottischen Parlaments in Edinburgh.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Diego Mexía Felípez de Guzmán y Dávila
Marqués Diego Mexía Felípez de Leganés

geb. 1580
gest. 1655
Anm.: Sohn des Diego Velázquez Dávila y Bracamonte, Marqués de Loriana (gest. ca. 1597); ab 1600 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General der Kavallerie in Flandern (1626), Maestre de campo general (1630) und Capitán general (1635); seit 1626 Mitglied des Consejo de Estado; ab 1627 Marqués de Leganés; 1628-1653 Presidente del Consejo de Flandes; 1635-1641 Gouverneur von Mailand; 1645-1648 Vizekönig von Katalonien; seit 1653 Presidente del Consejo de Italia; außerdem bedeutender Kunstsammler.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Albrecht von Halck

gest. 1658
Anm.: Mitteldeutscher Adliger; zeitweilig Herr auf Crüchern; 1620 Kriegsdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626), später unter König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1646 Major und Stadtkommandant von Bernburg; ab 1646 Kammerjunker und seit 1647 Stallmeister der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlschmeckende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gräfin Charlotte Louise von Hanau-Münzenberg

geb. 1597
gest. 1649
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); zuletzt Leben am Kasseler Hof.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Katharina Belgica von Hanau-Münzenberg
Geburtsname: Gräfin Katharina Belgica von Nassau-Dillenburg

geb. 1578
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); 1596-1612 Ehe mit Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1612-1626 Regentin der Grafschaft Hanau-Münzenberg für ihren Sohn Philipp Moritz (1605-1638).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Melchior von Hatzfeldt
Graf Melchior von Gleichen

geb. 1593
gest. 1658
Anm.: Sohn des kurmainzischen Rates Sebastian von Hatzfeldt (1566-1631); kaiserlicher Obristleutnant (1625), Obrist (1632), Feldmarschallleutnant (1633), Generalfeldzeugmeister (1634), Feldmarschall (1635-1646) und Generalfeldmarschall (1657); ab 1639 gemeinsam mit seinem Bruder Hermann (1603-1673) regierender Graf von Gleichen; seit 1642 kaiserlicher Geheimer Rat; 1635 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian von Heimbach

Anm.: Um 1641/46 kurbrandenburgischer Agent in Den Haag.
Herakles

Anm.: Figur der griechischen Mythologie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Bernhard von Heyden

geb. ca. 1585
Anm.: Vermutlich Sohn des Menso von Heyden auf Nienborg, Astrup und Rechede; Burgherr von Nienborg und Herr von Wohnung; um 1626/54 Landdrost von Bentheim.
Piet Pieterszoon Heyn

geb. 1578
gest. 1629
Anm.: Sohn des Delfshavener Kapitäns Pieter Corneliszoon Heyn (gest. 1623); früher Erwerb in der Seefahrt; 1598-1602 und 1603-1607 spanischer Gefangener; 1607-1612 im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie, zuletzt als Kapitän; 1623-1628 Vize-Admiral der Niederländischen Westindien-Kompanie; 1629 Admiralleutnant (d. h. faktischer Oberbefehlshaber) der niederländische Flotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Maria van der Hoolck
Maria Constant
Maria van Diemen
Maria Kunst
Geburtsname: Maria van Aelst

geb. 1607
gest. 1674
Anm.: Tochter des Kapitäns Aart van Aelst; erste Ehe mit Bartholomeus Kunst; 1630-1645 zweite Ehe mit Antonio van Diemen (1593-1645); bis 1660 dritte Ehe mit Carel Constant (gest. 1660); seit 1661 vierte Ehe mit dem Utrechter Bürgermeister Gijsbert van der Hoolck (1598-1680).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johannes der Täufer Heiliger

Anm.: Biblischer Prophet.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Judas Ischariot

Anm.: Apostel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Justitia

Anm.: Allegorische Personifikation der Gerechtigkeit und Rechtspflege.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb. 1578
gest. 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Matthias
König Matthias II. von Böhmen
König Matthias II. von Ungarn
Erzherzog Matthias von Österreich

geb. 1557
gest. 1619
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Maximilian II. (1527-1576); 1593-1608 Statthalter von Niederösterreich; ab 1608 regierender Erzherzog von Österreich; 1608-1618 König von Ungarn; 1611-1617 König von Böhmen; seit 1612 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Rudolf II.
König Rudolf II. von Böhmen
König Rudolf II. von Ungarn
Erzherzog Rudolf V. von Österreich

geb. 1552
gest. 1612
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Maximilian II. (1527-1576); 1571–1576 Statthalter von Niederösterreich; 1572–1608 König von Ungarn; 1575–1611 König von Böhmen; 1576–1608 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1576 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1578 Ritter des Hosenbandordens; seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Anna
Königin Maria Anna von Böhmen
Königin Maria Anna von Ungarn
Erzherzogin Maria Anna von Österreich
Geburtsname: Infantin Maria Anna von Spanien

geb. 1606
gest. 1646
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); seit 1631 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Johan de Knuyt

geb. 1587
gest. 1654
Anm.: Sohn des Middelburger Licentmeisters Laurents de Knuyt; Ratsherr und ab 1612 Bürgermeister von Middelburg; seit 1616 Deputierter der Provinz Zeeland bei der Generalitätsrechenkammer in Den Haag; Rat des Statthalters Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); Vorsitzender der Zeeländer Staaten; Vorsteher der Ritterschaft von Zeeland bei den Generalstaaten; 1646/47 Gesandter der Provinz Zeeland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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N. N. de L'Echerpière (1)

gest. vor 1646
Anm.: Französischer Adliger aus der Normandie und Vater des Delfter Predigers Samuel de L'Echerpière (1574-1660); zeitweise im Dienst des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610).
N. N. de L'Echerpière (2)

gest. 1638
Anm.: Französischer Adliger aus der Normandie und Bruder des Delfter Predigers Samuel de L'Echerpière (1574-1660); zuletzt in niederländischen Kriegsdiensten.
N. N. de L'Echerpière (4)

gest. vor 1652
Anm.: Vor 1646 Gemahlin des französischen Adligen und Delfter Predigers Samuel de L'Echerpière (1574-1660).
Samuel de L'Echerpière

geb. 1574
gest. 1660
Anm.: Aus der Normandie in die Niederlande emigrierter reformierter Adliger; Seigneur de La Rivière; Hofmeister des jungen Floris II. von Palant, ab 1598 Graf von Culemborg (1577-1639); später Prediger in Rouen; seit 1621 Pastor der wallonischen Gemeinde in Delft.

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Jean de La Haye

Anm.: Seigneur de Vantelet; 1639-1665 französischer Botschafter in Konstantinopel.
N. N. La Rue

Anm.: Um 1646 Sprachlehrer in Leiden.
Henri de La Trémoïlle
Duc Henri de Thouars
Prince Henri de Talmont
Prince Henri de Tarente

geb. 1598
gest. 1674
Anm.: Sohn des Claude de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1566-1604); 1604-1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1604-1668 und 1672-1674 Duc de Thouars; 1628 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 französischer Maître-de-camp-général; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Jean-Paul Lascaris-Castellar

geb. 1560
gest. 1657
Anm.: Sohn des Jean Lascaris de Vintimille; ab 1584 Ritter und seit 1636 Großmeister des Malteserordens.

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William Laud
Erzbischof William von Canterbury

geb. 1573
gest. 1645
Anm.: Sohn des Readinger Tuchmachers William Laud; ab 1589 Studium in Oxford; 1601 Ordination als Pfarrer; 1611-1621 Präsident des Oxforder St. John's College; 1616-1621 Dekan von Gloucester; Bischof von St. Davids (1621-1626), Bath und Wells (1626-1628) sowie London (1628-1633); 1630-1641 zudem Kanzler der Universität Oxford; seit 1633 Erzbischof von Canterbury und Kanzler des Trinity College Dublin; 1635/36 auch First Lord of the Treasury; 1640 Inhaftierung durch das Lange Parlament; 1645 Enthauptung in London.

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Cornelis van der Lijn

geb. 1608
gest. 1679
Anm.: Geboren in Alkmaar; ab 1627 Aufenthalt in Batavia (Jakarta); 1632-1636 Generalbuchhalter, seit 1639/41 Mitglied des Rats von Indien und 1642-1646 Handelsdirektor der Niederländischen Ostindien-Kompanie; 1646-1650 Generalgouverneur von Niederländisch-Indien; 1650 Rückkehr in die Niederlande; 1668-1678 Bürgermeister von Alkmaar.
Graf Georg Ernst von Limburg-Styrum und Bronckhorst

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des Grafen Jobst von Limburg-Styrum (1560-1621); niederländischer Kapitän (1625) und Major (1641).
Gräfin Magdalena von Limburg-Styrum und Bronckhorst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1591
gest. 1649
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1631 Ehe mit Graf Georg Ernst von Limburg-Styrum und Bronckhorst (1593-1661).

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Johann von Mario zu Gammerslewe
Johan van Mario

geb. ca. 1574
gest. 1651
Anm.: Ab 1598 in den Niederlanden lebender Italiener; 1619/20 Obristleutnant unter Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645) bzw. Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 im Dienst der Fürsten von Oranien, zuletzt als Obrist (um 1629/30); 1624/25 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Goldgelbe").
Johan van Mathenesse

geb. 1596
gest. 1653
Anm.: Sohn des Adriaen van Mathenesse (gest. 1621); ab 1626 Mitglied der holländischen Ritterschaft; 1646-1648 Gesandter der Provinzen Holland und Friesland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Theobald Maurice
Theobald Moritz

gest. 1654
Anm.: Geboren in Metz; ab 1602 Erzieher der Schwestern des Kurprinzen Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Sekretär der Kurfürsten Friedrich IV. (1609/10) und Friedrich V. von der Pfalz (1612-1632); seit 1623 zudem Leiter der kurpfälzischen Exilkanzlei in Den Haag; ab 1632 Sekretär der verwitweten Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); vgl. Nadine Akkerman (Hg.): The Correspondence of Elizabeth Stuart, Queen of Bohemia. Volume I: 1603-1631, Oxford 2015, S. 964.
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

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Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

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Peter Melander
Graf Peter von Holzappel
Peter Eppelmann

geb. 1589
gest. 1648
Anm.: Sohn des gräflich-nassauischen Landreiters Wilhelm Eppelmann (gest. 1592); Besuch des Pädagogiums bei der Hohen Schule zu Herborn; um 1604 Studium in Leiden; Page des Grafen Johann Ernst von Nassau-Siegen (1582-1617); 1615-1617 und 1625–1631 in venezianischen Kriegsdiensten; 1620 Obrist eines Schweizerregiments in Basel; 1633-1640 hessisch-kasselischer Generalleutnant und Kriegsrat; seit 1642 kaiserlicher Feldmarschall; 1641 Erhebung in den Grafenstand.

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Claude de Mesmes
Comte Claude d' Avaux

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Jean-Jacques de Mesmes (1560-1642); ab 1617 Mitglied im Grand Conseil; seit 1623 Maître des requêtes und Conseiller d'État; französischer Gesandter in Venedig (1627-1632) und Rom (1632-1634); 1634-1637 diplomatische Missionen in Dänemark, Polen und Schweden; 1637-1642 außerordentlicher Gesandter bei den Hansestädten (Hamburg); 1644-1648 französischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; ab 1649 Surintendant des finances; seit 1638 Comte d'Avaux.

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Adriaen van der Mijle

geb. ca. 1604
gest. 1665
Anm.: Sohn des Cornelis van der Mijle (ca. 1578-1642); Mitglied der holländischen Ritterschaft; niederländischer Hauptmann (1629), Obrist (1654) und Generalleutnant; Gouverneur von Willemstad.
Cornelis Musch

geb. ca. 1592
gest. 1650
Anm.: Sohn des Rotterdamer Kaufmanns Jan Jacobsz. Musch (gest. 1610); Herr von Waalsdorp, Nieuwveen und Carnisse; Studium in Leiden (1612) und Orléans (1617; Dr. jur.); Anwalt am Gerichtshof von Holland; ab 1619 Sekretär der Stadt Rotterdam; 1628-1650 Erster Kanzleisekretär (Griffier) der Generalstaaten; seit 1643 zudem Deichbauschöffe (Hoogheemrad) in Delfland; ab 1645 zugleich Großvogt der Freien Länder von Flandern; 1634/36 Nobilitierung zum Ritter.
Gräfin bzw. Fürstin Albertina Agnes von Nassau-Diez
Geburtsname: Gräfin Albertina Agnes von Nassau-Dillenburg

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); 1652-1664 Ehe mit Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Dietz (1613-1664); 1664-1679 amtierende Statthalterin von Friesland, Groningen und Drenthe für ihren unmündigen Sohn Heinrich Kasimir II. (1657-1696).

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Gräfin Amalia von Nassau-Dillenburg
Fürstin Amalia von Oranien
Geburtsname: Gräfin Amalia zu Solms-Braunfels

geb. 1602
gest. 1675
Anm.: Tochter des Grafen Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels (1563-1623); seit 1619 Hofdame der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); 1625-1647 Ehe mit Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Moritz von Nassau-Dillenburg
Fürst Moritz von Oranien

geb. 1567
gest. 1625
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1584 Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1618 auch Fürst von Orange.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Graf Wilhelm I. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm I. von Oranien

geb. 1533
gest. 1584
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1487-1559); ab 1544 Fürst von Oranien; 1559-1567 und seit 1572 Statthalter von Holland, Seeland und Utrecht, ab 1580 auch von Friesland; Anführer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien; 1584 Ermordung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Gräfin Christina von Nassau-Siegen-Hilchenbach
Geburtsname: Gräfin Christina von Erbach

geb. 1596
gest. 1646
Anm.: Tochter des Grafen Georg III. von Erbach (1548-1605); 1619-1642 Ehe mit Graf Wilhelm von Nassau-Siegen-Hilchenbach (1592-1642).
Graf Moritz Friedrich von Nassau-Siegen-Hilchenbach

geb. 1621
gest. 1638
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm von Nassau-Siegen-Hilchenbach (1592-1642); seit 1636 niederländischer Hauptmann.
Graf Wilhelm von Nassau-Siegen-Hilchenbach

geb. 1592
gest. 1642
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); niederländischer Kapitän (1615), Obrist (1622) und Feldmarschall (1633); ab 1623 regierender Graf von Nassau-Siegen in Hilchenbach; Gouverneur von Emmerik (1625/26), Heusden (1626-1637) und Sluis (seit 1637).

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Gräfin Margaretha von Nassau-Siegen
Geburtsname: Herzogin Margaretha von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1583
gest. 1658
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1603-1623 Ehe mit Graf Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623).

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Gräfin Maria Magdalena von Nassau-Siegen
Geburtsname: Gräfin Maria Magdalena von Limburg-Styrum und Bronckhorst

geb. 1632
gest. 1707
Anm.: Tochter des Grafen Georg Ernst von Limburg-Styrum und Bronckhorst (1593-1661); 1646-1652 Ehe mit Graf Heinrich von Nassau-Siegen (1611-1652).
Gräfin bzw. Fürstin Mauritia Eleonora von Nassau-Siegen
Geburtsname: Infantin Mauritia Eleonora von Portugal

geb. 1609
gest. 1674
Anm.: Tochter des portugiesischen Thronprätendenten Manuel von Portugal (1568-1638); ab 1629 Leben am Hof des niederländischen Statthalters in Den Haag; seit 1647 Ehe mit Graf bzw. Fürst Georg Friedrich von Nassau-Siegen (1606-1674).

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Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

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Melchior Örtel

Anm.: Ca. 1620-1627 Kammerdiener der Prinzen Christian d. J. und Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); seit 1626 Leben in Harderwijk; um 1646 in niederländischen Kriegsdiensten.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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N. N. Ossoliński

Anm.: Polnischer Magnat; um 1646 polnischer Obrist.
Graf Ulrich II. von Ostfriesland

geb. 1605
gest. 1648
Anm.: Sohn des Grafen Enno III. von Ostfriesland (1563-1625); seit 1628 regierender Graf von Ostfriesland.

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Johann Pagenstecher

geb. 1575
gest. 1650
Anm.: Sohn des Warendorfer Ratsherrn und Bürgermeisters Werner Pagenstecher (1546-1636); Studium in Zerbst (1598), Leipzig (1599), Marburg (1601 Promotion zum Dr. jur. in Marburg) und Heidelberg (1601); 1602-1610 Rechtsprofessor und 1604-1609 auch Prorektor am Gymnasium Illustre Arnoldinum in Steinfurt; bis 1610 Assessor am dortigen Hofgericht; ab 1610 gräflicher Rat, später Kanzler, Hofrichter und seit 1633 Oberkirchenratspräsident in Bentheim.

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Bernardus Paludanus
Berent ten Broecke

geb. 1550
gest. 1633
Anm.: Sohn des Berent ten Broecke; niederländischer Arzt, Botaniker und Gelehrter; Besuch der Lateinschule in Zwolle; ab 1573 Studium in Heidelberg; 1578-1580 Medizinstudium in Padua (1580 Promotion zum Dr. phil et med.); 1581-1585 Stadtarzt in Zwolle; seit 1585 Stadtarzt in Enkhuizen; Besitzer eines berühmten Raritätenkabinetts.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Adriaen Pauw

geb. 1585
gest. 1653
Anm.: Sohn des Amsterdamer Bürgermeisters Reynier Pauw (1564-1635); Herr von Heemstede, Hoogersmilde, Bennebroek und Nieuwerkerk; Kaufmann in Amsterdam; 1611-1637 Pensionaris der Stadt Amsterdam; ab 1618 wiederholt in diplomatischen Diensten; seit 1627 Rat und Rechenmeister der Provinzen Holland und Westfriesland; 1631-1636 Ratspensionär (Regierungschef) der Provinz Holland; 1646-1648 Gesandter der Provinz Holland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643); 1648-1652 präsidierender Rat und Rechenmeister der Domänen von Holland und Westfriesland; 1651-1653 erneut Ratspensionär; 1649 und 1652 niederländischer Gesandter in London.

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Francesco Petrarca

geb. 1304
gest. 1374
Anm.: Sohn des Arezzoer Notars Pietro di Parenzo, genannt Petracco/Patraca; italienischer Dichter und Mitbegründer des Renaissance-Humanismus; abgebrochenes Jurastudium in Montpellier (1316-1320) und Bologna (1320-1323); seit 1326 Leben in Avignon, Fontaine-de-Vaucluse, Mailand, Venedig und Arquà; 1341 Krönung zum poeta laureatus auf dem Kapitol in Rom.

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Pfalzgräfin Anna von Pfalz-Simmern
Geburtsname: Anna Gonzaga di Nevers

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1663 Ehe mit Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern (1625-1663); 1660/61 Surintendante de la Maison de la Reine de France.

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Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern

geb. 1625
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1645 heimliche Konversion zum katholischen Glauben; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

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Pfalzgräfin Louise Hollandine von Pfalz-Simmern

geb. 1622
gest. 1709
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Kindheit in Den Haag und Ausbildung in Leiden; 1657 Flucht nach Antwerpen; 1658 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1659 Nonne und seit 1664 Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Maubuisson.

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Pfalzgräfin Maria (Henrietta) von Pfalz-Simmern
Geburtsname: Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg

geb. 1642
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); 1666-1674 Ehe mit Pfalzgraf Ludwig Heinrich Moritz von Pfalz-Simmern (1640-1674).

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern

geb. 1627
gest. 1650
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Erziehung in Den Haag und am französischen Hof; danach niederländischer Rittmeister; 1646 Flucht aus den Vereinigten Niederlanden nach der Tötung des französischen Emigranten Jacques de L'Epinay im Duell; zuletzt lothringischer Obrist.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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König Sigismund III. von Polen
König Sigismund von Schweden
Großfürst Sigismund IV. von Litauen

geb. 1566
gest. 1632
Anm.: Sohn des Königs Johann III. von Schweden (1537-1592); ab 1587 König von Polen und Großfürst von Litauen; 1592-1599 König von Schweden (Absetzung durch den schwedischen Reichstag); seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Infantin Anna Louise Frisia von Portugal

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Tochter des portugiesischen Thronprätendenten Manuel von Portugal (1568-1638); seit 1629 Leben am Hof des niederländischen Statthalters in Den Haag.

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Infantin Emilia Louise von Portugal

geb. 1603
gest. 1670
Anm.: Tochter des portugiesischen Thronprätendenten Manuel von Portugal (1568-1638); seit 1629 Leben am Hof des niederländischen Statthalters in Den Haag.

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Infantin Juliana Katharina von Portugal

geb. 1607
gest. 1680
Anm.: Tochter des portugiesischen Thronprätendenten Manuel von Portugal (1568-1638); seit 1629 Leben am Hof des niederländischen Statthalters in Den Haag.

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Infant Manuel António von Portugal

geb. 1600
gest. 1666
Anm.: Sohn des portugiesischen Thronprätendenten Manuel von Portugal (1568-1638); 1619-1623 Gouverneur des Fürstentums Orange; ab 1626 spanischer Rittmeister; 1628 Einritt in den Karmeliterorden und Priesterweihe in Brüssel; 1633 Flucht aus dem Kloster nach Holland; 1634 Konversion zum reformierten Glauben; 1638 niederländischer Rittmeister; 1638 als spanischer Kriegsgefangener Rückkehr ins Kloster und Übertritt zum katholischen Glauben; 1643 Rekonversion zum Calvinismus; später niederländischer Hauptmann (1645) und Obrist; seit 1656 Gouverneur von Steenwijk und Kommandant von Elburg.

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Infantin Sabina Delphica von Portugal

geb. 1612
gest. 1670
Anm.: Tochter des portugiesischen Thronprätendenten Manuel von Portugal (1568-1638); seit 1629 Leben am Hof des niederländischen Statthalters in Den Haag.

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Georg I. Rákóczi
I. Rákóczi György
Fürst Georg I. von Siebenbürgen

geb. 1593
gest. 1648
Anm.: Sohn des Sigismund Rákóczi (1544-1608); seit 1630 Fürst von Siebenbürgen.

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Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Henrietta Maria Rákóczi
Rákóczi Henrietta Mária
Gräfin Henrietta Maria von Munkatsch
Geburtsname: Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern

geb. 1626
gest. 1651
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1651 Ehe mit Sigismund II. Rákóczi, Graf von Munkatsch (1622-1652).

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Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

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Ameline de Rechignevoisin

gest. 1663
Anm.: Tochter des Charles (2) de Rechignevoision, Seigneur des Loges (ca. 1600-1649).
Charles (1) de Rechignevoisin

Anm.: Sohn des Bernard de Rechignevoisin, Seigneur des Loges; um 1603 Gentilhomme ordinaire de la Chambre du roi.
Charles (2) de Rechignevoisin

geb. ca. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Charles (1) de Rechignevoisin, Seigneur des Loges; um 1617 Page des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); um 1646 niederländischer Obrist.
Gabriel (1) de Rechignevoisin

gest. 1620
Anm.: Sohn des Charles (1) de Rechignevoisin, Seigneur des Loges; Seigneur de Marais; nach 1617 Page und 1620 niederländischer Hauptmann des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Gabriel (2) de Rechignevoisin

Anm.: Sohn des Guy des Rechignevoisin, Seigneur de Queuille; seit 1629 Seigneur de La Maison-neuve; vor 1646 niederländischer Obrist.
Henri de Rechignevoisin

gest. 1665
Anm.: Sohn des Charles (2) de Rechignevoisin, Seigneur des Loges (ca. 1600-1649); Seigneur des Loges; niederländischer Rittmeister.
Madeléne de Rechignevoisin
Geburtsname: Magdalena van der Mijle

geb. ca. 1607
gest. 1640
Anm.: Tochter des Cornelis van der Mijle (ca. 1578-1642); Ehe mit Charles (2) de Rechignevoisin, Seigneur des Loges (ca. 1600-1649).
Marie de Rechignevoisin
Geburtsname: Marie Bruneau

geb. 1585
gest. 1641
Anm.: Tochter des reichen Hugenotten und königlichen Sekretärs Sébastian Bruneau; seit 1599 Ehe mit Charles (1) de Rechignevoisin, Seigneur des Loges; ca. 1615-1629 Betreiberin eines bedeutenden literarischen Salons in Paris; danach Rückzug in das Limousin zu einer ihrer Töchter.
Godart van Reede

geb. 1588
gest. 1648
Anm.: Sohn des Gerard van Reede (gest. 1612); 1600-1618 Domherr in Utrecht; ab 1618 Mitglied der Ritterschaft der Provinz Utrecht; Vertreter Utrechts bei den Generalstaaten; seit 1644 Statthalter der Lehen der Provinz Utrecht und der Abtei St. Paulus; 1646-1648 Gesandter der Provinz Utrecht beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Willem Ripperda

geb. ca. 1600
gest. 1669
Anm.: Sohn des Unico Ripperda (gest. 1625); Herr von Hengelo, Boekelo, Boxbergen und Rijsenburg; zunächst in niederländischen Kriegsdiensten, u. a. als Rittmeister (1623); ab 1631 Mitglied der Ritterschaft der Provinz Overijssel; 1633-1663 Vertreter der Ritterschaft Overijssels bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Overijssel beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1644).

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Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Herzog August Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck

geb. 1612
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); um 1646 niederländischer Rittmeister; seit 1646 Herr auf Beck bei Löhne in Westfalen; später schwedischer Obrist.

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Herzogin Clara von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck
Geburtsname: Gräfin Clara von Oldenburg-Delmenhorst

geb. 1606
gest. 1647
Anm.: Tochter des Grafen Anton II. von Oldenburg-Delmenhorst (1550-1619); seit 1645 Ehe mit Herzog August Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck (1612-1675).

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Herzog N. N. von Schleswig-Holstein (1)

Anm.: Um 1646 junger Angehöriger des norddeutschen Reichsfürstengeschlechts.
Herzog N. N. von Schleswig-Holstein (2)

Anm.: Um 1646 junger Angehöriger des norddeutschen Reichsfürstengeschlechts.
Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1622
gest. 1656
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); kaiserlicher Obrist (1647-1650) und Feldmarschallleutnant (1649); ab 1649 kaiserlicher Kämmerer und Reichshofrat; seit 1655 schwedischer Obrist.

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
König Gustav II. Adolf von Schweden

geb. 1594
gest. 1632
Anm.: Sohn des Königs Karl IX. von Schweden (1550-1611); ab 1611 König von Schweden; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl IX. von Schweden
Herzog Karl von Södermanland

geb. 1550
gest. 1611
Anm.: Sohn des Königs Gustav I. von Schweden (1496-1560); ab 1569 Herzog von Södermanland; 1599-1604 Reichsverweser von Schweden; seit 1604 König von Schweden.

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Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

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Albrecht Heinrich Slawata von Chlum
Albrecht Jindřich Slavata z Chlumu

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich Michael Slawata von Chlum (1588-1620); ca. 1620 Emigration nach Holland; seit 1631 schwedischer Rittmeister; dnach in niederländischen Kriegsdiensten.

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N. N. Sluyter

Anm.: Seit spätestens 1600 in niederländischen Kriegsdiensten; um 1646 Major in Doesburg.
Vincent Joachim Soler
Vicente Joaquín Soler

geb. ca. 1595
gest. 1665
Anm.: Geboren in Valencia; zunächst Augustinermönch, der in Frankreich zum Calvinismus konvertierte; danach Pfarrer in der Normandie; 1636-1643 Prediger der Niederländischen Westindinen-Kompanie; seit 1645 Pfarrer in Delft.

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Gräfin Florentina zu Solms-Hungen
Geburtsname: Florentina van Brederode

geb. 1624
gest. 1698
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655); 1645-1678 Ehe mit Graf Moritz zu Solms-Hungen (1622-1678).
Graf Moritz von Solms-Hungen

geb. 1622
gest. 1678
Anm.: Sohn des Grafen Reinhard zu Solms-Hungen (1573-1630); ab 1642 niederländischer Obrist; seit 1669 in hessisch-kasselischen Kriegsdiensten.

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Friedrich Spanheim d. Ä.

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Amberger Pädagogium-Rektors Wigand Spanheim (gest. 1620); Studium in Heidelberg (1614-1619) und Genf (1619/20); 1621-1623 Privatlehrer bei Jean de Bonne, Baron de Vitrolles; Professor für Philosophie (1626-1631) und Theologie (1631-1642) sowie 1633-1637 auch Rektor der Akademie in Genf; 1642 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Basel; seit 1642 Professor für Theologie in Leiden.

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Infant Fernando von Spanien und Portugal
Don Fernando de Austria
Erzbischof Fernando von Toledo

geb. 1609/10
gest. 1641
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1619 Kardinal; seit 1620 Erzbischof von Toledo; 1632/33 Vizekönig von Katalonien; Statthalter des Herzogtums Mailand (1633/34) und der Spanischen Niederlande (ab 1633); seit 1633 spanischer Feldherr.

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Spanien, Haus
Könige von Spanien

Anm.: Seit 1516 spanische Linie der Habsburger.

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König Philipp III. von Spanien
König Philipp II. von Portugal
König Philipp II. von Neapel-Sizilien
König Philipp II. von Sardinien

geb. 1578
gest. 1621
Anm.: Sohn des Königs Philipp II. von Spanien (1527-1598); ab 1598 König von Spanien, Portugal, Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1583 Ritter und ab 1598 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Bertold von Stampa

geb. ca. 1579
Anm.: Graubündener Adliger; Erbherr auf Schulenburg; spätestens seit 1613 Hofmeister des Grafen Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Kaspar Streso

geb. ca. 1603
gest. 1664
Anm.: Sohn des Köthener Superintendenten Adam Streso (1571-1626); reformierter Prediger in Münster (1637/38) und Den Haag (seit 1638).

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Graf Maximilian von Trauttmansdorff

geb. 1584
gest. 1650
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1609-1618 Reichshofrat; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; spätestens seit 1627 Geheimer Rat; ab 1635 Obersthofmeister von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); wenig später auch Präsident des Geheimen Rates; mehrfach wichtige diplomatische Missionen, u. a. als Unterhändler des Nikolsburger (1622), Prager (1635) und Westfälischen Friedens (1645-1647); 1623 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Viscount George Villiers
Earl, Marquess bzw. Duke George (1) of Buckingham

geb. 1592
gest. 1628
Anm.: Sohn von Sir George Villiers (1550-1606); Günstling und leitender Minister der Könige Jakob I. (1566-1625) und Karl I. von England (1600-1649); ab 1615 Gentleman of the Bedchamber; seit 1616 Master of the Horse; ab 1619 Lord High Admiral; seit 1616 1st Viscount Villiers und Peer of England; ab 1617 1st Earl, seit 1618 1st Marquess und ab 1623 1st Duke of Buckingham; seit 1616 Ritter des Hosenbandordens.

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Gräfin Elisabeth Charlotte von Waldeck-Eisenberg
Fürstin Elisabeth Charlotte von Waldeck
Gräfin Elisabeth Charlotte von Cuylenburg
Geburtsname: Gräfin Elisabeth Charlotte von Nassau-Siegen-Hilchenbach

geb. 1626
gest. 1694
Anm.: Tochter des Grafen Wilhelm von Nassau-Siegen-Hilchenbach (1592-1642); 1643-1692 Ehe mit Graf bzw. Fürst Georg Friedrich von Waldeck(-Eisenberg) (1620-1692).
Gräfin Maria Magdalena von Waldeck-Eisenberg
Gräfin Maria Magdalena von Cuylenburg
Geburtsname: Gräfin Maria Magdalena von Nassau-Siegen-Hilchenbach

geb. 1622
gest. 1647
Anm.: Tochter des Grafen Wilhelm von Nassau-Siegen-Hilchenbach (1592-1642); 1639-1645 Ehe mit Graf Philipp Dietrich von Waldeck-Eisenberg (1614-1645).
Gräfin Wilhelmina Christina von Waldeck-Wildungen
Geburtsname: Gräfin Wilhelmina Christina von Nassau-Siegen-Hilchenbach

geb. 1629
gest. 1700
Anm.: Tochter des Grafen Wilhelm von Nassau-Siegen-Hilchenbach (1592-1642); 1660-1669 Ehe mit Graf Josias von Waldeck-Wildungen (1636-1669).

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Baron bzw. Viscount Thomas Wentworth
Earl Thomas of Strafford

geb. 1593
gest. 1641
Anm.: Sohn des Sir William Wentworth, 1st Baronet (gest. 1614); ab 1614 2nd Baronet; 1614, 1621, 1624/25 und 1628 Mitglied des englischen House of Commons; 1626/27 entschiedener Gegner der Zwangsanleihe zur Kriegsfinanzierung; 1628 Aussöhnung mit König Karl I. von England (1600-1649); Erhebung zum Baron (1628) und Viscount (1629); seit 1628 Präsident des Council of the North; 1632-1640 zudem Lord Deputy (Lord Lieutenant) of Ireland; 1634–1640 auch Vice-admiral of Munster; ab 1640 1st Earl of Strafford; 1641 Verurteilung wegen angeblichen Hochverrats durch das Englische Parlament und Enthauptung in London.

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Joachim van Wickevoort
Joachim van Wicquefort

geb. 1596/1600
gest. 1670
Anm.: Sohn des Antwerpener Kaufmanns Caspar van Wickevoort (1554-1634); langjähriger Agent des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden; seit 1639 hessisch-kasselischer Resident in Den Haag (bis mindestens 1659).

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Gräfin Anna Trajectana von Wied-Runkel
Geburtsname: Anna Trajectana van Brederode

geb. ca. 1625/26
gest. 1672
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655); seit 1670 Ehe mit Graf Georg Hermann Reinhard von Wied-Runkel (1640-1690).
Gräfin Amalia Margaretha von Windischgrätz
Amalia Margaretha Slawata von Chlum
Emílie Markéty Slavatová z Chlumu
Geburtsname: Amalia Margaretha van Brederode

geb. ca. 1626/30
gest. 1663
Anm.: Tochter des Jan Wolfert van Brederode (1599-1655); 1645-1661 erste Ehe mit Albrecht Heinrich Slawata von Chlum (1617-1661); 1663 zweite Ehe mit Graf Gottlieb von Windischgrätz (1630-1695).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Willem de Zoete

geb. 1565
gest. 1637
Anm.: Sohn des Alexander de Zoete; Herr von Haultain; 1601-1627 Leutnant-Admiral von Zeeland; seit 1627 Gouverneur von Sluis.

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Ägypten
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Amsterdam
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Anhalt, Fürstentum
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Armentièrs
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Arnheim (Arnhem)
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Atlantischer Ozean
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Baía de Todos os Santos
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Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
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Bentheim (Bad Bentheim)
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Bentheim, Grafschaft
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Bernburg
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Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Böhmen, Königreich
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Bragança
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Brasilien
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Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Bremen
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Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
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Brielle
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Brüx (Most)
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Buren, Grafschaft
Anm.: Bis 1795 reichsunmittelbares Territorium in der heutigen niederländischen Provinz Gelderland.
Canea (Chania)
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China, Kaiserreich
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Cornwall, Grafschaft
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Cuylenburg, Grafschaft
Anm.: Bis 1720 reichsunmittelbares Territorium in der heutigen niederländischen Provinz Gelderland.
Dänemark, Königreich
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Danzig (Gdańsk)
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Davisstraße (Davis Strait)
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Delfshaven
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Delft
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Doesburg
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Doetinchem
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Donau, Fluss
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Doorn
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Dresden
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Elsass
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Emmerich
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England, Königreich
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Enkhuizen
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Enschede
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Flandern, Grafschaft
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Fontainebleau
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Frankreich, Königreich
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Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Geldern
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Gennep
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Gorinchem
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Graubünden (Freistaat der Drei Bünde)
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Grönland (Grønland)
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Groenlo (Grol)
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Gronau (Westfalen)
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Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Großbritannien
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Haaksbergen
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Halberstadt
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Hamburg
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Harderwijk
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Harzgerode
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Hessen-Kassel, Landgrafschaft
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Hessen, Landgrafschaft
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Holland, Provinz (Grafschaft)
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Honselaarsdijk, Schloss (Honselersdijk)
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Honselersdijk
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IJsselstein, Herrschaft (Baronie)
Anm.: Bis 1795 reichsunmittelbares Territorium in der heutigen niederländischen Provinz Utrecht.
Indien
Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff sowohl für den amerikanischen Kontinent (Westindien) als auch für die südasiatischen Gebiete von Vorder- und Hinterindien sowie des Malaiischen Archipels (Ostindien).
Irland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Issel (Oude IJssel), Fluss
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Italien
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Jerusalem
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Kassel
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Kastilien, Königreich
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Anm.: Bestandteil der spanischen Krone.
Kleve
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Köthen
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Kopenhagen (København)
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Koudekerk aan den Rijn
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Krakau (Kraków)
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Kreta (Candia), Insel
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Krommerijn (Kromme Rijn), Fluss
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La Rochelle
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Landeswarte (Hněvín), Burg (Brüx)
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Leerdam, Grafschaft
Anm.: Bis 1795 reichsunmittelbares Territorium in der heutigen niederländischen Provinz Utrecht.
Leiden
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Lichtenvoorde
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Limburg, Grafschaft
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Lingen
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Lissabon (Lisboa)
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Lombardei (Lombardia)
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London
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Lübeck
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Luxemburg, Herzogtum
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Maas (Meuse), Fluss
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Maastricht
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Madrid
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Magdeburg
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Malta (Inselgruppe)
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Marburg an der Lahn
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Middelburg
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Moskauer Reich (Großrussland)
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München
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Münster
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Neapel (Napoli)
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Niederländisch-Brasilien (Neuholland)
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Spanische
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nieuwpoort
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Nijmegen
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Nordsee
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Normandie
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Öresund (Øresund)
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Österreich, Erzherzogtum
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Oldenburg
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Oldenburg, Grafschaft
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Oldenzaal
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Osmanisches Reich
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Osnabrück
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Ostindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Ostsee
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Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Paris
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Persien (Iran)
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Pfalz, Kurfürstentum
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Plymouth
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Portugal, Königreich
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Preßburg (Bratislava)
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Recife (Maurícia/Mauritsstad)
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Regensburg
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Rheda (Rheda-Wiedenbrück)
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Rhein, Fluss
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Rheinberg
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Rhenen
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Rijswijk
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Rio de Janeiro
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Rotterdam
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's-Gravenzande
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Scheveningen
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Schlesien, Herzogtum
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Sedan
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Spanien, Königreich
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Stargard in Preußen (Starogard Gdański)
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Steinfurt, Grafschaft
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Tecklenburg
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Ter Nieuburch (Nieuwburg), Schloss (Rijswijk)
Anm.: In den Jahren 1630 bis 1636 errichtetes und 1790 wegen Baufälligkeit abgerissenes Sommerschloss der Fürsten von Oranien bei Rijswijk.
Terborg
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Trient (Trento)
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Twente
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Utrecht
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Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Veluwe, Quartier
Anm.: Verwaltungseinheit der Provinz Gelderland.
Venedig (Venezia)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Vianen, Herrschaft
Anm.: Bis 1725 reichsunmittelbares Territorium in der heutigen niederländischen Provinz Utrecht.
Vigevano
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Vlissingen
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Waasland
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Wageningen
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Warendorf
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Weißer Berg (Bílá hora)
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Wesel
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Westfalen
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Westindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Woerden
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Zara (Zadar)
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Zutphen, Grafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Teil der niederländischen Provinz Gelderland.
Anhalt, Landstände
Delft, Rat der Stadt
Dominikaner (Ordo Fratrum Praedicatorum)
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Duinkerker (Dünkirchener) Freibeuter
Anm.: Freibeuter, die während des Achtzigjährigen Krieges (1568-1648) im spanischen Auftrag von der flämischen Küste (v. a. Dünkirchen) aus Kaperfahrten gegen die Vereinigten Niederlande unternahmen.
England, Oberhaus (House of Lords)
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England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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England, Unterhaus (House of Commons)
weiterführende Informationen
Friesland, Provinzialstände
Gelderland, Provinzialstände
Groningen (Stadt und Umland), Provinzialstände
Hanse(bund)
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Holland, Provinzialstände
weiterführende Informationen
Irische Katholische Konföderation (Konföderation von Kilkenny)
Anm.: In den Jahren 1642 bis 1649 bestehende Organisation der irischen Selbstverwaltung.
Jesuiten (Societas Jesu)
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Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
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Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederländische Ostindien-Kompanie (Verenigde Oostindische Compagnie)
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Anm.: Im Jahr 1602 gegründete Handelskompanie für Ostasien (Indonesien).
Niederländische Westindien-Kompanie (Vereenigde Nederlandsche West-Indische Compagnie)
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Anm.: Im Jahr 1621 gegründete niederländische Handelskompanie für Westafrika und Amerika.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Overijssel, Provinzialstände
Seeland (Zeeland), Provinzialstände
Utrecht, Provinzialstände
Erasmus von Rotterdam: Collected Works of Erasmus: Adages II i 1 to II vi 100, übers. von R. A. B. Mynors, Toronto/Buffalo/London: 1991. ( Collected Works of Erasmus 33 ) [Nachweis im GVK]
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]
Friedensvertrag von Linz zwischen Ferdinand III. und Siebenbürgen (16. Dezember 1645), in: Österreichische Staatsverträge: Fürstentum Siebenbürgen (1526-1690), hg. von Roderich Gooss, Wien/Leipzig: 1911, S. 772-784. [Nachweis im GVK]
Quintus Horatius Flaccus: Oden, in: Oden und Epoden. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2002, S. 8-261. [Nachweis im GVK]
Decimus Iunius Iuvenalis: Saturae = Satiren. Lateinisch-deutsch, hg. von Joachim Adamietz, München: 1993. [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Fasti = Festkalender. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin: 2012. [Nachweis im GVK]
Francesco Petrarca: Triumphi = Triumphe, in: Das lyrische Werk: italienisch und deutsch, übers. von Karl Förster / Hans Grote, Düsseldorf/Zürich: 2002, S. 543-673. [Nachweis im GVK]
Publius Vergilius Maro: Aeneis. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin/Boston: 2015. [Nachweis im GVK]