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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juli 1651


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 181v-205r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Juli 1651
Bernburg
  • Wind
  • Hasenjagd
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit dem Leibarzt Dr. Levin Fischer sowie dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Administratives
02. Juli 1651
Bernburg
  • Gewitter
  • Ausfall der Wochenpredigt wegen Jahrmarkts
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Ankunft des anhaltisch-dessauischen Rats und Hofmeisters Wilhelm Heinrich von Freyberg
03. Juli 1651
Bernburg
  • Wind und Kälte
  • Nachrichten
  • Abreise von Freyberg nach Köthen und Dessau
  • Gespräch mit Ludwig
04. Juli 1651
Bernburg
  • Lachsfang
  • Abreise des Kammermeisters Tobias Steffeck
  • Spaziergänge zur Krähenhütte und Mühle
  • Ausritt auf die Felder
05. Juli 1651
Bernburg
  • Regen
  • Nachrichten
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergänge
06. Juli 1651
Bernburg
  • Regen
  • Anhörung zweier Predigten
  • Reise der Gemahlin Eleonora Sophia, der Schwester Sophia Margaretha und des jüngsten Sohnes Karl Ursinus nach Plötzkau
  • Erkrankung der fürstlichen Tauben
07. Juli 1651
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Gespräch mit Ludwig
  • Rückkehr von Steffeck aus Leipzig
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Begegnung mit Fürst August und dessen ältestem Sohn Ernst Gottlieb auf den Feldern
  • Bericht durch den Harzgeröder Hofrat Kaspar Pfau
08. Juli 1651
Bernburg
  • Gespräche mit dem Amtmann Georg Reichardt und dem Kammerrat Dr. Joachim Mechovius
  • Dr. Mechovius als Mittagsgast
  • Unterhaltung mit einem durchreisenden jungen Schlegel
  • Gartenaufenthalt mit der Gemahlin
09. Juli 1651
Bernburg → Baalberge → Bernburg
  • Anhörung der Predigt zum Bettag
  • Nächtliche Klopfgeräusche als schlechtes Vorzeichen
  • Ausfahrt mit der Gemahlin nach Baalberge
10. Juli 1651
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit dem Köthener Apothekergesellen Johann Friedrich Schweitzer
  • Administratives
  • Dr. Fischer als Essensgast
11. Juli 1651
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Verlorene Hoffnung der Gemahlin
  • Reise der Schwestern Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde sowie von Karl Ursinus nach Aderstedt
12. Juli 1651
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit dem Küchenmeister Philipp Güder und Reichardt
  • Korrespondenz
  • Ausritt auf die Felder
  • Nachrichten
  • Ankunft des früheren Kammerjunkers Ernst Dietrich von Röder und des ehemaligen Hofjunkers Hans Christoph von Witzscher
13. Juli 1651
Bernburg
  • Kirchgang am Vormittag
  • Unpässlichkeit der Gemahlin
  • Helena von Rindtorf, der Superintendent Joachim Plato, Dr. Mechovius, Steffeck, Witzscher, Röder, Frau von Peccatel und die Kammerjungfer Börstel als Essensgäste
  • Nachrichten
  • Sechsundsiebzigster Geburtstag von Fürst August
  • Abschied von Plato sowie des Rektors und Diakons Andreas Hesius bei Schwester Sophia Margaretha
14. Juli 1651
Bernburg → Dessau
  • Lachsfang
  • Plötzliches Unwohlsein von Dorothea Bathilde
  • Gesundheitliche Besserung bei der Gemahlin
  • Reise mit Sophia Margaretha nach Dessau
  • Hochzeitsfeierlichkeiten von Fürst Johann Kasimir und Sophia Margaretha
15. Juli 1651
Dessau
  • Fortsetzung der Hochzeitsfeierlichkeiten
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
16. Juli 1651
Dessau → Bernburg
  • Lachsfang
  • Administratives
  • Abschluss der Hochzeitsfeierlichkeiten
  • Rückreise nach Bernburg
  • Gute Gesundheit der Kinder
17. Juli 1651
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Besuche bei der Fürstin Johanna und der jüngsten Schwester Dorothea Bathilde
  • Wirtschaftssachen
18. Juli 1651
Bernburg
  • Lachsfang
  • Gespräche mit dem Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger und Steffeck
  • Nachrichten
  • Fürstin Johanna als Mittagsgast
  • Abreise der Cousine und von Dorothea Bathilde nach Plötzkau
19. Juli 1651
Bernburg
  • Lachsfang
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang auf die Roggenfelder
  • Nachrichten
20. Juli 1651
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Frau von Rindtorf, Heinrich von Krosigk, Steffeck und Jonius als Mittagsgäste
  • Ausfahrt mit der Gemahlin nach Zepzig
  • Wirtschaftssachen
21. Juli 1651
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Korrespondenz
  • Ausritt mit Karl Ursinus nach Zepzig
  • Eingebung
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Warten auf Post vom ältesten Sohn Viktor Amadeus
  • Wirtschaftssachen
22. Juli 1651
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Liste von Gründen gegen den Eintritt in auswärtige Dienste
23. Juli 1651
Bernburg → Prederitz → Zepzig → Bernburg
  • Gespräch mit Ludwig
  • Ausfahrt der Gemahlin nach Baalberge
  • Bericht durch den Amtsschreiber Wolfgang Sutorius
  • Erntebedingte Einstellung der Wochenpredigten
  • Besuch durch den Baalbergener Pfarrer Bartholomäus Friderici
  • Nachrichten
  • Ausritt nach Prederitz und Zepzig
  • Korrespondenz
  • Administratives
24. Juli 1651
Bernburg
  • Gespräche mit dem Talstädter Bürgermeister Martin Tornau und Dr. Fischer
  • Besuch durch Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha
  • Gewitter
  • Dr. Fischer als Mittagsgast
25. Juli 1651
Bernburg
  • Administratives und Wirtschaftssachen
19. Juli 1651
Bernburg
  • Ausritt in die Weinberge und zur Zernitzer Brücke
  • Warmes Wetter
  • Besuch durch den Lehnsmann Joachim von Böltzig und dessen Sohn Otto Rudolf
27. Juli 1651
Bernburg
  • Regen
  • Anhörung zweier Predigten
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
28. Juli 1651
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
29. Juli 1651
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Bericht durch Ludwig
  • Nächtliches Umfallen des fürstlichen Gehstockes
  • Lieferung eines Rehs aus Ballenstedt oder Harzgerode
  • Gartenaufenthalt mit der Gemahlin
30. Juli 1651
Bernburg → Zepzig → Baalberge → Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Geldangelegenheiten
  • Ausfahrt der Gemahlin nach Plötzkau
  • Ausritt mit Karl Ursinus nach Zepzig und Baalberge
31. Juli 1651
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Beratungen mit Reichardt
  • Rückkehr des Kammerdieners Ludwig Rober aus Köthen, Dessau und Zerbst
|| [[Handschrift: 181v]]

Dienstag den 1. Julij ; 1651.

<Windig.>

<1 hasen, Abraham von Rindtorf [.]>


Jn Oeconomicis , travagliiret.


Doctor Fischern, den Medicum , bey mir gehabt,
Jtem: Secretarium Paul Ludwigen; <in andern dingen.>


Böse buben, castigiren laßen.


Allerley anstallten gemacht, zum hochzeitlichen
Beylager, weil Jungfer Lenore, mitt
hanß Geörge lackayen, wiederkommen,
von Leiptzigk. etcetera


Die wintergerste, ist aufgemeßen worden,
von drey schogken, 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 6 Schefel (Scheffel)schfl: 3 Viertel (Hohlmaß)v:


Avis von Ballenstedt, verworrene händel.
Der Amptmann Märtin Schmidt, ist krangk.


Orandum est, ut sit mens sana, in corpore sano! 1

Mittwoch den 2. Julij ; 1651.

<Regen, windt, donner.>


heütte, ist iahrmargkt alhier zu Bernburgk
Mariæ heimsuchung. Die wochenpredigt, wirdt
eingestellet.


Jch habe meine briefe, nach Croßen, in
haagen, undt nacher Saroßpatagk verfertiget.
Gott gebe, daß die wol durchkommen, undt alles, wol
antreffen mögen!


Abermals avis von Ballenstedt wegen Kohlmanns.


Freybergk von Deßaw, ist ankommen.

|| [[Handschrift: 182r]]

Donnerstag den 3. Julij ; 1651.

<Windig. Kälte.>


Gestern, sol das hagelwetter, umb Oschmarßleben
herümb, großen schaden gethan haben. Gott bewahre
vor ferrneren unheyl!


Die pogken regieren auch auf dem hause Ballenstedt
undter deßelben kornschreibers kindern.


Freybergk ist wieder forth, auf Cöhten, und Deßaw.


Secretarius Paul Ludwig ist bey mir gewesen, in allerley expediendis .


Avis : daß die bey Laucha, endtsprungene quelle,
(nach deme unlengst berichteten, erdtfall),
große wunderzeichen, an krangken, undt
bresthafte thue, mehr als zu Hornhausen,
undt anderstwo. Gottes gühte ist zu preisen!


Avis : das gestern, daß donnerwetter, alß die
leütte in der kirche, gewesen, undt der pfarrer
auf der Cantzel zu Ermschleben, noch gestanden,
im Schlößlein daselbst, eingeschlagen, undt
das halbe Schloß, deme von hoym, abgebrandt. perge
Ergo ; heist es: Seye nicht Stoltz, sondern förchte dich!2


Zu Oscherßleben, sol es auch eingeschlagen, undt
eine Scheüne abgebrandt haben. perge Gott bewahre
vor mehrerem, undt größerem unheyl!


Bey Oschmarßleben, sol der hagel digke ge-
fallen sein, undt schaden gethan haben, gestriges tages.

|| [[Handschrift: 182v]]

Freitag den 4ten: Julij ; 1651.

<1 lachß, von 12 Pfund (libra)℔: >


Tobias Steffeck de Kolodey est party. Le bon Dieü le vueille
conduire, & reconduire heüreüsement!


A spasso , auf die krähenhütte, welche von bösen
buben, sehr ist ruiniret worden.


Postea in der Mühle, aldar der neẅe
zieheergkner gerichtet wirdt. Gott gebe
zu glügk! segen! undt succeß!


Jch bin hinauß geritten, meine felder
zu besehen, sampt dem Segen, den unß Gott zeiget.
perge

Samstag den 5ten: Julij ; 1651.

<Regen.>


Avis : daß gestern, hertzogk Julius heinrich,
von Saxen Lawenburg zu Gaterßleben durch,
auf Schöninghen wiederumb paßiret.


Ich habe heütte meine wochenrechnung,
undt Oeconomysachen, mir vortragen laßen.


Spatziret, in gartten, in die Mühle, & alibj .
(nach deme es zu regenen aufgehöret,) undt man
hat den zieheerckner, in der mühle, zu richten,
angefangen, wiewol es langsam, von statten gehet.


heütte ist abermalß eine Fehre von oben
herab, alhier ankommen. Die neẅlichste, sol nach
wirschleben, die itzige, sol nachm Gibichenstein.

|| [[Handschrift: 183r]]

Sonntag den 6ten: Julij ; 1651.


<Regen.>


Man besorget, eine Naße Erndte. Gott
helfe unß doch, auß nöhten, gnediglich!


Jn die kirche, conjunctim ! Jonius der caplan,
hat geprediget.


Nachmittagß, ist meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin,
mit Schwester Sofie Margrithe, vndt
Carolo Ursino, nacher Plötzkaw, gefahren,
Jch aber, in die kirche, alhier vorm berge
Bernburgk, undt in die Nachmittagspredigt,
so Magister Menzelius gehalten.


Unsere Tauben, so wir alhier haben, in den
Taubenschlägen, kriegen die pogken. Jst seltzam!
undt ist eine anstegkung zu befahren. heütte
hat man es erst deprehendirt. Gott bewahre!
daß solch übel, unsere kinder, nicht inficire!

<Windig.>


Jch habe Secretarium Paul Ludwig bey Mir gehabt,
expedienda expediren zu laßen.


Tobias Steffeck von Kolodey ist glügklich wiederkommen, von Leiptzigk
(Gott lob!)[.]


Schreiben, von Croßen, entpfangen, en bons termes .

|| [[Handschrift: 183v]]


Die Avisen geben:


Daß die Cosagken, mitt den gefangenen
deützschen, grawsam umbgehen, undt
einen Obrist leütnant Budler lebendig geschunden.


Sonst sol der König in Polen, sie zurücka
getrieben, undt etwas geschlagen haben,
auch noch der Poßpolite Rußenie erwarten,
undt über 100000 Mann, gut volgk, stargk sein.


<General> Chmielinsky, sol die festung, Caminiez
Podolsky, dem Türgken verschrieben, aber
viel volgk, davor verlohren, undt vergebens
gestürmet haben, also, (re infecta ) abgezogen sein.


Jn Ungarn, erregen sich auch, neẅe motus
undt der Kayser, stärgket die grentzfestungen.


Jn Candiâ tentiren die Türgken, neẅe
gewaltt, wie auch bey Corfu, undt in Dal-
matia . Es wirdt ihnen aber, begegnet.


Die Engelländischen Parlamentischen greiffen
ohne undterscheidt, Frantzösische E Malthe-
sische , undt holländische Schiffe ahn. Undt ob
Sie wol mit den Türgken confœderiret,
trawen ihnen doch die Türgken selber nicht.

|| [[Handschrift: 184r]]


Jn Schottlandt stärgket sich der König, in hofnung
seine Feinde, zu überwältigen. hingegen,
stärgken sich die Engelländer, zu waßer, und lande,
undt haben die festen Jnsulen Sorles, mit
accord, erobert.


Jm haagen, hat es das ansehen, alß seye
man, der Engelländischen Gesandten vom Parlament auch
überdrüßjg, undt sie seindt abgezogen.


Der Chur Brandenburgische undt Pfaltz Neẅburgische
krieg, hat ein ansehen, zum gühtlichen vergleich.


Jn Frangkreich, sucht man des Cardinals
Mazzarinj, restitution, undt schickt ihm
geldt vollauff, ex parte Reginæ , darwider
Düc d'Orleans, undt Prince de Condè, sich setzen.


Zu Rom, continuirt der pabst, seine domination,
undt zu Napolj, geschehen große armaturen.


Catalogna gehet vermuhtlich, verlohren.


König in Portugall, promittirt, dem König in Frankreich
iährlich, eine million goldes zum kriege,
wenn er continujren, undt nicht friede machen will,
mit Spannien.


Der Ertzhertzogk, rüstet in Flandern, undt
Brabant, drey stargke armèen auß, contra Frangkreich[.]

|| [[Handschrift: 184v]]


Alß ich diesen Nachmittag, hinauß
spatziren gegangen, mit Carolo Ursino,
auf meine Felder, ist mir, herrvetter
Fürst Augustus begegnet, mit vetter Ernst
Gottlieb, undt ist abgestiegen, undt hat
sich, mit mir, undterredet. Postea : ist
er forthgereiset, nacher Plötzkaw, zu. perge


Der hofraht Pfaw, hat mir zugesprochen,
undt referiret, wie es zu Cöhten, abge-
lauffen? Die animj Nobilium , seindt
sehr exacerbiret. Sie haben auch, die
Städte (außer Bernburgk) endtlich, an
sich gezogen, undt suchen, einen Condominat,
ia gar eine superioritet, über unß. Sie
wollen die schulden, nicht separiren laßen,
Suchen einen privateigennutz, undt an
sich ziehung der schulden, <etwan> umb 100 ThalerThlr: Tausendt,
so Sie doch vollkommen einschreiben, undt haben
keine, oder gar geringe affection zur Fürstlichen
herrschaft, machen factiones , wollen von den
Freẅlein Steẅren, nichts hören, die Fürstliche herr-
schaft, zur haftung, vor ihre verderbte
undterthanen, zwingen, (darzu ich wol, || [[Handschrift: 185r]]
in die 30000 ThalerThlr: an itzo, würde hehrschießen
müßen, undt nicht einen heller werth, wieder
bekommen, auß öden, verwüsteten gühtern.)
Sie aber, die Nobiles , haben ihre compensatio-
nes , undt wol conservirte gühter, Sie
wollen unß Leges vorschreiben, wie wir
regieren sollen, mengen regierungssachen,
in die landtrechnungßTäge, welches doch
niemalß braüchlich gewesen. Suchen den
Schuldenlast zu haüffen, damit sie nur
Condominj sein, undt viel extraordinarias auß-
gaben, machen, auch ein Parlament for-
miren, undt der Fürstlichen herrschaft, die Spitze
biehten können, scheẅen sich auch nicht,
wieder die Fürstliche herrschaft, publice , bey ihren
gastereyen, zu reden, undt ihre Deputirte
ahnzutasten. Jn Summa : ihr Dominium ,
thut ihnen wohl, Sie droẅen unß, mit Kayserlichen
Commissionen, wollen die Fürstliche herrschaft, niedrig
bey der erden, allezeit halten, undter dem Schein
der Schuldenlast, regieren, undt dominiren,
(wieder Erbhuldigung, undt lehenspflicht, undt also
doppelte Vincula ), nichts achten, undt sich also ins nest, setzen. || [[Handschrift: 185v]]
Die Städte haben anfangß, nicht darzu
sich verstehen wollen, aber endtlich seindt
sie herbey gebracht worden, mit dem punct
der haftung. Die Ritterschaft undt
Städte haften, alß selbstschuldige,
wir Fürsten aber, haften, alß
executores , nicht als selbstzahler.


Die Ritterschaft haben noch wol-
conservirte gühter, haben viel com-
pensationes , undt durch Tschachereyen
(wie vorgemeldet vors hundert, oft Tau-
sendt) die Steẅern, an sich gebracht,
ich aber, undt mein bruder, haben Unsere
Patrimonialgelder, in diesem Antheil
stegken, welches ein großes ist, davor
ein gantzes Ampt, nemlich Plötzkaw,
vor iahren, auß freündtbrüderlicher Nach-
gebung <Meines Sehligen herrn vattern >, undt pur lautterem, gutem,
willen, liberalissime , abgetretten worden.
Undt dieser Antheil ist notorie rujniret,
also: daß auß der Vastation nichts oder wenig
zu erheben, undt billich, die Fürstliche herrschaft übertragen,
nicht aber, die Schulden, ihnen wieder anhejm geschoben, werden sollten.

|| [[Handschrift: 186r]]


Man trennet die herrschaft selber, doch
hochnöhtig hat, wieder solche aufgeworfene
selbgemachte genandte Stende, oder landt-
Schände 3, zusammen zu halten.


Domine! in quæ nos reservastj Tempora! 4
Die posteritet, ist billich, auch zu beklagen!
undt zu verwahren. perge


Le Prince Augüste, (quoy qu'aagè, de 76 ans)
m'osa tourmenter, ceste pourmenade,
(de moy si bien jntentionnèe) avec picquan-
teries, contre sa conscience. Car comme
ie le priois, avec beaucoup de respect, &
de sübmissions, qu'il luy pleüst avancer
le payement, dü Dot matrimonial, de ma
seür Sophia Margaretha & que ie ne pensois a mal, il
repartit: Ah il faut aussy traitter amia-
blement la landtschaft, ils feront bien quelque
chose! ie rèspondis: Je le souhaitte, & Votre Altesse peüt
beaucoup, comme Senior , & Directeür , etcetera aussy
Votre Altesse a regognü, en sa derniere lettre, les merites, de
feü Son Altesse & que ceste seüle occasion, dürant ma regence,
meritoit telle recognoissance. Jl repliqua brüsquement:
Ouy da! vostre Pere, eüst deü retenir les 500000 Dalers, || [[Handschrift: 186v]]
qu'il a perdü en la guerre de Boheme,
avec cela, on eüst peü fermer ün bon
trou, aux debtes dü pays. Je repartis:
Je ne scache, que 60000 florins, que
feü Son Altesse ait prestè de ses propres de-
niers. Et a la veritè, la landtschaft,
n'a rien contribuè, a la guerre de Bo-
heme iadis, aussy n'est on nüllement
obbligè, a leür en rendre conte. Si
Son Altesse a perdü 50000 Dalers, environ,
ou aultant vaillant, (car il a perdü
non seülement, de l'argent, ains aussy
dès meübles, dès tapisseries, dès habits,
armes, vaisselle d'argent , &cetera) les nommèz
Estats, de ce pays icy, ne luy ont rien
donnè a cela, & on devroit honorer, la
memoire, d'ün si Vertueüx, & genereüx
Prince, qui leür a fait dès grands services,
& leür a bien proffitè, les sept annèes,
türbülentes, et dernieres, de son regime,
plüs que cela, aux troubles, sür tout, dü Düc de
Fridlande, & aussy singülierement au Prince Augüste || [[Handschrift: 187r]]
lequel, a cause dü bienfait de Plötzkaw, nous
est obbligè, & s'est aussy soy mesme obbligè,
a üne particüliere recognoissance, & gratitüde!
Mais cela s'oublie? ie ne scay pourquoy?
Jl devroit ponderer la sentence:
De mortuis, et absentibus; nihil, nisj bonum!


Lés Depütèz, dü Prince Jean, se sont fort
ioincts, aux nostres, c'est a dire a Docteur Mechovius, & a
Caspar Pfaw, & veülent aussy la separation
dès debtes, affin d'abbattre l'empire nou-
veau, des Estats dü Pays, & pour se re-
mettre au siege de Prince. Jl ne veüt
pas aussy, que l'on tienne üne Diete gene-
ralle landtTag, sj on ne separe les debtes?
voyant, qu'on dèscoche tant dès flesches, contre
lés Princes, & qu'on ne fait rien, a cés Dietes,
que dèspendre l'argent, mal à propos, & dispüter
lès droicts dès Princes. Lés Directeürs, Boden-
hausen , le landtSyndicus, landtrentmeister,
landtrendtschreiber, & aultres, s'enrichissent.
La noblesse jouit de leürs biens, magnifiquement.
Les Villes iouissent de leür bonne agricültüre &
Brasserie. Les Princes, demeürent miserables!

|| [[Handschrift: 187v]]


Mon frere, est allè de Rome, (la ou il èscrit
que regne le comble de tous vices, & excèz
jmaginables) à Florence, de lá, il pense,
de faire, ün tour, en Sicile, & á Malthe,
puis revenir vers le Danübe, par Vienne,
& icy. Dieu le conserve! en sès bons desseings!


Le Prince Lebrecht, est allè de Paris,
(ou il a estè ün peü malade, & galeüx)
en Limousin, vers Adolfe de Börstel[.]


La guerre de Brandenburg & de Neẅbourg,
(croyt on;) se devoir[!] bien tost appayser!
par l'entremise, dès Puissances voysines.


< Nota Bene [:]> Encores, que lés Estats, (ainsy nommèz, de
ce pays), disent: que le Pact, de l'an 1611
obblige lès Princes, a s'obbliger pour leurs
süjets, touchant lès tribüts , (haften, vor
die Streẅern) si est ce, que chasque con-
tract, est à entendre : rebus sic stantibus,
et in eodem statu permanentibus . Or
on scait bien, comme nous sommes ruinèz!
Puis on scait, que le mot haften, dès Prin-
ces, s'entend autrement, que dès süjets. || [[Handschrift: 188r]]
Nous tenons , wir haften, comme Princes
regnans, & execütans nos Droits, eulx
tiennent, comme süjets, & rèspondans eux
mesmes , wie selbst zahlende bürgen.


Aussy au Pact, ou transaction de l'an
1611 il y a, qu'au temps de guerre,
(ce qui est , inter causus reservatos ) lès
Princes doyvent estre secourüs, & assistèz,
iüsqu'a se saysir dès tribüts, sans reproche.
Es sol vor keinen eingriff gehalten werden:
die peregrinatio transmarina , Freẅlein
Steẅer, gefängnüß eines Fürsten, im
kriege, augenscheinliche ruin durch krieg
undt fehden, item : hagelschaden, Mißwachß,
et talia !


Sie haben auch, von fehrgeldern, Freybrawen,
accisen, Taxgeldt in den Cantzeleyen, undt
dergleichen dingen, geredet, welche doch
niemalß, auf die landtrechnungßTäge gehörig
gewesen, noch ihnen competiren, unß vorzu-
schreiben, oder darüber, ohne noth, zu klagen.


Sieder anno 1603 da die Schuldenlast
kawm 104000 ThalerThlr: gewesen, haben Sie sie erhöhet,
auff 4[00000,] 5[00000] biß in 600000 ReichsthalerRthlr: et cetera

|| [[Handschrift: 188v]]

Dienstag den 8ten: Julij ; 1651.


Mit Reichardten geredet.


Postea mit dem CammerRaht, Doctor Mechovio,
undt es seindt mir, die gesterigen händel,
mehr als zu viel confirmirt, undt
die Prothocolla vorgezeiget worden.
Je l'ay retenü, á disner. perge


Ein iunger Schlegel, hat mir zugesprochen,
in transitu nacher Cöhten, zu wandern.


Jn garten, avec Madame. perge

Mittwoch den 9ten: Julij ; 1651.


Am heüttigen BehtTage, conjunctim in
die kirche, vorm berge, da Er Jonius
geprediget, undt auch der geschloßenen
Christfürstlichen handlung gedachtt,
undt dieselbige, in das allgemeine
gebeht, daß sie Gott segenen wolle, etcetera
mitt inseriret, undt eingerügkt
worden, nach der predigt. Faxit Deus!


J'ay entendü heürter, trois coups
ceste nuict sombre & obscüre. Ie crains,
que cela ne me denote rien de bon, &
ie trouve grande resistance, pour le voyage || [[Handschrift: 189r]]
de Dessaw, Dieu m'y vueille garder de
malheür, avec lés miens! & divertir tout
dommage, inconveniens, infamie, mèsdisances,
dèshonneür, opprobre, & contrarietèz!
comme aussy toute maladie, & mortalitèz!
de nous tous, quj sommes ensemble, & de mon
pauvre fils, Victor Amadèe! quj est par pays!
& dü petit Charles Ürsin, quj est avec moy.
et cetera


Nacher Palbergk avec Madame gefahren. et cetera
undt daselbst, zu nachts gegeßen.

Donnerstag den 10ten: Julij ; 1651.


Geschrieben, auf die post, an Victor meinen Sohn.


Ein junges pürschlein, Schweitzer genandt,
einen Apotecker gesellen, auß Cöhten, so in Böh-
men , undt Oesterreich gediehnet, habe ich
examiniret, wegen der greẅlichen, undt
gewaltsahmen Päbstischen reformation5, welche
an itzo daselbst im schwange gehet, undt
welche er zum theil selbsten, mitt angesehen,
wie (sonderlich auf des Fürsten von Lobkowitz
gühtern) den leütten, mit gewaltt, in
den kirchen, die hostien <ins maul> eingeschoben, undt
die etwas renitenten, übel geschlagen worden?

|| [[Handschrift: 189v]]


J'ay eü beaucoup dès affaires, avec les
domestiques, & avec lés preparatifs,
a nostre solennitè. < Doctor Fischer, ist auch extra, dar gewesen.>

Freitag den 11ten: Julij ; 1651. Neumond


Gawens Schiffe 5 seindt gestern abendt, mit
80 wispel getreydig, ankommen.


La speranza, di 19 settimane della mîa
Consorte, s'è riperduta per un spavento d'hierj,
proceduto de' gridj intempestivj de'canj, ella
pensando che quej gridj fossero procedutj, da
nostri fanciullj danneggiatj. etcetera etcetera etcetera
Cosa da niente! può cagionar gran danno!
Jddîo la riconfortì.


Die Schwestern, alle beyde, seindt diesen
Nachmittag, zum herrnvetter Fürst Augusto,
undt deßen Gemahlin, nacher Aderstedt,
gefahren, abschiedt zu nehmen, wegen der
vorhabenden rayse, nach Deßaw. et cetera
undt seindt darnach, von dannen wiederkommen.
Mein Carolus Ursjnus, ist auch mitt gewesen,
der hat auch, mit Fürst Augusto geangelt. et cetera
undt etzliche pärße, gefangen.

|| [[Handschrift: 190r]]

Samstag den 12ten: Julij , 1651.


Oeconomica tractirt, alhier, zu Bernburgk.


Philip Güdern, bey Mir, gehabtt, < Postea : Reichardten.>


Post von Ballenstedt, bekommen.


Gegen abendt, bin ich hinauß, auf meine
Felder, geritten.


Diese Tage ist ein Agyrta , (so ein Promotus
Doctor Medicinæ zu Frangkfurth an der
Oder gewesen) alhier erschienen, undt
hat wollen auf dem Margk, seinen
Theriack undt andere sachen, außschreyen,
dieweil ihn aber, Doctor Fischer, undt andere,
zuvorhero, examiniren wollen, undt sich
geschähmet, daß ein promotus Doctor ,
auf die bangk steigen sollte, ist er durch-
gegangen, undt hat sich nicht examiniren
laßen wollen, auch vielleicht seiner kunst,
undt schlechten wißenschaft, scheẅ getragen.
Mundus, vult decipj! 6 Ergo: cavendj sunt jmpostores!


Ernst Röder, undt Wischer, haben sich, diesen abendt
alhier zu Bernburgk, zur undterthenigen auf-
warttung, eingestellet.

|| [[Handschrift: 190v]]

Sonntag den 13den: Julij ; 1651.


Vormittagß, cum sororibus, et Liberis , zur
kirchen, da dann Er Jonius, auch, die vorseyende
heyrath, undt Fürstliches beylager, abgekündiget,
undt segen gewüntzschet. Gott erfülle es, mit gnaden!


Ma femme, s'est absentèe, comme indisposte. perge


Extra: die Rindtorfinn, den Superintendenten
Platonem, < Doctor Mechovium >[,] Tobias Steffeck von Kolodey gehabt, ohne die ordinarios extra-
ordinarios , alß Wischern, Rödern, die Peckadelinn,
die iungfer Börstelinn, etcetera etcetera etcetera[.]


Die avisen, von Erfurdt, geben:


Daß die Kayserliche Mayestät gerne, dero Sohn, zum Römischen
König, vorm ReichsTag, wollte erwehlen laßen.


Jtem : das die Frantzösischen undt Schwedischen
deputirte, noch zu Nürnbergk, wehren, den
Münsterischen Friedenschluß, zu effectuiren.


Mit der evacuation Frangkenthal,
wollte es noch nicht forth. Sie hingegen, in der
garnison, theten sich, proviantiren.


Landgraf Ernst, wehre (leyder!) Päbstisch
worden, undt disputirte, mit seinen
brüdern, undt vettern, eine Neẅe landeßtheilung.


heütte ist des herrnvettern Fürst Augustj, geburts-
Tag, an deme er 76 iahr, altt worden. Gott laße es
ihm, wol gedeyen, undt gebe ihm noch viel guter iahr, undt Stunden!

|| [[Handschrift: 191r]]


Jn den Avisen, stunde auch, daß das Päbstische refor-
miren 7, in Böhmen, undt in Oesterreich, so strenge
als iemalß, vor sich, gienge.


Domine! in quæ nos reservastj tempora! 8


Die Geistlichen, alß: Superintendens Plato,
undt Hesius haben abschiedt genommen, a sorore ,
undt mit segen, valediciret. perge Gott
laße es wol bekleben!

Montag den 14den: Julij ; 1651.


<1 lachß gefangen.>


Alß wir heütte in den præparatoriis der rayse
nach Deßaw, begriffen gewesen, ist die Schwester,
Freẅlein Dorothea Bathildis, gantz hinfällig worden.


Gestern, ist auch Meine herzlieb(st)e gemahlin unpaß gewesen.
Es fähet sich aber ahn, mit ihr, zu beßern, (Gott lob!)


Jch finde viel resistentzen, zu dieser solennitet!
Gott helfe über[w]in[d]en!


Nachm frühestügk, habe ich mich, in die 70 personen
stargk, mit der lieben Schwester, Freẅlein Sofia
Margaretha, nacher Deßaw erhoben, auf ange-
stelletes Fürstliches beylager, undt Freẅdenfest.
An der grentze, seindt unß, geleittsleütte
entgegen geschickt worden, (nach dem herrvetter
Fürst Augustus, bey Pißdorf, zu unß, gestoßen wahr)
undt unferrne Dessaw, ist uns, der Fürstliche braüttigam, || [[Handschrift: 191v]]
entgegen kommen, mit stargkem ansehlichem Comitat,
(darundter, die beyden iungen vettern, von Plötz-
kaw , so dann, vetter hanß Geörge begriffen
gewesen) undt Adel, wie auch anderm, iäger:
undt gewöhnlichem gesinde. Sie hatten
höerpaugken, undt 6 Trompter, bey sich,
ich aber brachte 3 Trompter mitt,
zu Deßaw, ritten wir ordentlich ejn
mit allen freẅden, nach dem der Fürstliche
Braüttigam, im felde vorgedacht unß
angenommen, undt vom pferde absitzende,
die brautt beneventiret, neben unß freünden.


Diesen abendt, ist noch das Fürstliche Bey-
lager im großen Sahl, ansehlich celebriret
worden, undt die Trawe, vom Superintendenten
Raumero, (nach gehalt[e]ne[m] schönem Sermon)
geschehen. Jch, undt Fürst Augustus
führeten, die Fürstliche brautt, meine
Freẅlein Schwester, Sofia Margaretha,
die vettern von Plötzkaw aber, nemlich:
Fürst Ernst Gottlieb, undt Fürst Emanuel
führten den braüttigam, Fürst Johann Casimir
zu Anhaltt, zur Trawe. Der Oberste Werder || [[Handschrift: 192r]]
so auch zu meinem träin gehörig, undt sich darein
ergab, (mit 8 pferden, undt 10 personen) that die
übergabe beym brauttbette, ansehlich, mei-
net wegen, der von Freybergk, hofmeister
undt Raht zu Deßaw, that die dangksagung,
auch gar beredtsam, undt ist dieser heylige
ohne zweifel, Gott dem herren, wolgefällige
actus , wol beschloßen worden.


Den abendt, hat man stadtlich tractjret,
mit blasen, undt musiciren, zu gewöhnlicher
festivitet, undt rechter zeitt, nichts ge-
spahret, undt nach der malzeitt, undt
gebeht, im Saal getantzt, sonderlich die
Ehren: undt Fagkel Täntze nicht undterlaßen.


Des Morgens, umb 5 uhr, ist
man erst, voneinander, gegangen.


Jch habe heütte umb vollziehung
der Ehepacten, undt des verzichts an-
gehalten, aber vergebens, weil es auch
Fürst Augustus dissuadirt, andere aber, gerahten.


Vom Tantze hat sich, der liebe allte
76iährige Fürst Augustus, (welcher gestern, in
das 77. iahr seines allters, eingetretten) absentiret.

|| [[Handschrift: 192v]]

Dienstag den 15ten: Julij ; 1651.


Diesen Morgen ist man umb 5 uhr allererst, vom Nächt-
lichen Tantz, von einander gegangen, undt hat man die
Fürstliche brautt, hinundter in ihr zimmer begleittet.


Darnach, haben sich, die Mannspersonen absentiret,
undt hat meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, an Mutters Stelle
dem braüttigam, die brautt überlifert,
nach höflichen, <vorhergehenden> baldt darauf, <mehr in ernst als Schertz> folgenden vo con-
certationen , weil man die brautt, diesen
Tag, noch undter den Freẅlein behalten, aber
dem braüttigam, diese schalckheit mißfallen wollen.


Es hat unser keiner viel geruhet, sondern
theilß, seindt in die kirche zur predigt gegangen,
theilß haben etwa ein par, oder aufs meiste
drey Stunden, geschlafen, darnach ist man
zur malzeitt gegangen, da dann, der herr
braüttigam oben ahn, sitzen müßen, wiewol
er es ungerne gewilliget, weil es nur
eine abendthochzeitt sein sollen, an deren
gestern abendt, die brautt, oben ahn, ge-
seßen. Jl y a eü dès mèsentendüs, ün peü ,
(inter pocula !) que l'authoritè dü Prince Augüste
a bien tost, appaysèes, et deprimèes, sous lés cendres .


Nachmittage hat man wieder, mit Tantzen,
undt frölich sein, zugebracht.

|| [[Handschrift: 193r]]


Zu Abends, hat sich, mein vetter, Fürst Johann Casimir, wegen
unpaßligkeitt, von der mahlzeitt, absentiret, undt
man hat doch über Tische, zimlich getrungken, durch
verahnlassung, undt Treẅhertzigkeit, des lieben alten
Fürst Augustj, undt man ist spähte zu bette gegangen, nem-
lich, gegen 2 uhr, Nach Mitternachtt. Der Braüttigam
aber, (nach dem er auch nachmittages, zweymal sich
absentiret, undt außzuruhen, begeben) hat sich den
abendt gar nicht sehen laßen. Die Brautt aber, ist
bey der gesellschaft blieben, undt außgedawret,
wiewol Sie die rose, an Schengkel bekommen.


Die iunge pursche, hat auch noch die nacht ge-
tantzt, nemlich: die iungen herren, undt Freẅlein,
Jungkern, undt Jungfern.


Die angekommene avisen, haben mitgebrachtt:


Daß die Cosagken, undt Tartarn, von den Polen,
totaliter geschlagen worden, undt in einem blutigen
treffen, (welches in di[e ... Ta]ge lang, gewähret)
wehren in die 200000 Mann, von beyden theilen,
geblieben. Der König in Polen, wehre in der person, darbey gewesen.
Es recolligirten sich aber doch, solche völgker, aufs neẅe,
undt erwarteten weitteren endtsatz. Begehrten
keinen frieden, mit den Polen, einzugehen, unangesehen
es ihnen, ihr, der Cosacken General Chmielinsky ge-
rahten. Der Große Cham[!], wehre gestorben.

|| [[Handschrift: 193v]]


Die Türgken setzen Candia hart zu, laßen sich
auch in Dalmatia , undt Sclavonia stargk sehen,
wollen Catharo belägern, hingegen rüstet sich Ve-
nedig , zur gegenwehre, zu waßer, undt zu lande!


Der Kayser, præparirt sich, zu einem Reichß-
Tage, wil seinen Sohn, zum Römischen König, haben,
trawet dem Türgken, auch nicht allerdingß,
und vertröstet unß, mit der evacuation Fran-
ckenthal , wann die gelder einkähmen?


Zu Nürnbergk beschwehren sich, die Frantzösischen
undt Schwedischen abgeordneten, über der langweiligen
execution, des FriedenSchlußes.


Jn Dennemargk, wil daß Veneficium
noch nicht geglaübet werden, sondern viel mehr
ein Oberster verdacht, daß er die hure corrumpirt
hette, also zu sagen.


Die Tractaten zu Lübegk, zwischen Schweden,
undt Polen, sollen noc[h] vor sich gehen.


Es gibt mißverstände zwischen der iungen
undt allten Princeßin von Uranien.
Die beyden wittiben, prætendiren auf
das gouvernement von Orange. Es
dörfte wol ein Tertius darüber sich immisciren.


Man hoft, auß Engelland und Schottlandt, General || [[Handschrift: 194r]]
Cromwell, seye geschlagen.


Chur Brandeburg undt Pfaltz Neẅburg, seindt
einander, noch in den haaren, undt bewerben sich, umb assistentzen,
Etzliche nachtbarn zwahr, suchen sie zu accordiren, aber die
verbitterungen, nehmen zu. Lottringen, gehet zu Pfaltz
Neẅburgk. Der Ertzhertzogk, hat den gesuchten secours , recusiret.
Chur Brandeburg wirbt stargk, undt verleßet sich, auf die Staaden.

Mittwoch den 16den: Julij ; 1651.


<1 lachß zu Bernburg gefangen.>


Man hat diesen Morgen, in publicis , undt auch im
negocio Religionis , etzliche nöthige schreiben, vollnzogen.
Gott gebe, zu glügk! und succeß!


Die Rähte, undt hofofficirer, undt bediente
seindt von beyden Theilen (gewöhnlicher weyse)
beschenckt worden, wie auch die Trompter, Musican-
ten, undt andere, so aufwartten helfen. Mein
vetter, Fürst Johann Casimir, hat auch, Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin,
beschenckt, mit einem demantenen creützlein
von golde. Mir hat er seinen ahnpartt, an all-
hiesigen <zu Bernburgk stehenden> Stügken, undt ich ihm hinwieder,
meinen ahnpartt, an 1[8] doppelhacken, (so noch
ungetheilet, in der Rüstkammer zu Deßaw,
vorhanden liegen) præ[sen]tiret, an stadt anderer
gewöhnlichen Schwägerlichen præsenten, undt
seindt also nach gehaltenen FrüheStügken, in den
gemächern, allerseits friedlich, und höflich, geschieden.

|| [[Handschrift: 194v]]


Die gute iunge Fraw Schwester, Sofia
Margaretha, hat gar beweglich valediciret.


herrvetter Fürst Augustus, nahm abschiedt in meinen gemach
undt fuhr darvon. Seine iunge herren, aber
undt Printz hanß Geörge, haben mich hinauß
zu pferde, cum pompa wieder begleittet,
ein stügke weges. Fürst Johann Casimir,
nahm im Schloßplatze, von unß abschiedt. Der
Oberste Werder, Obrist leütnant Diepholtz, Obrist wacht-
meister Duderstatt, undt andere, viel vom
adel inngleichem, sonderlich auch, die Rähte <der Oberste Werder[,] Canzler Doctor Müller >, Cantzler
Milagius, Freybergk, Gehse, der alte Walcwitz,
so CammerJunckers stelle ordinarie vertritt,
an itzo aber, Marschalcksstelle vertretten,
nebst Zigesarn. Lochaw, wahr vorschneyder.
Zogen also ruhig, mit den unserigen, wieder nach
Bernburgk, undt ließen etzliche zu Deßaw, bey der braut[.]


Allein, daß p[r]incipalste, habe ich gestern einzuzeich-
nen, (bey der großen, mir ungewöhnlichen, unruhe!)
vergeßen, daß nemlich [nach e]tzlicher Tergiversiren,
des morgends, mit nüchternem Munde, der
verzicht, von Meiner Fraw Schwester Liebden dem her-
kommen nach, eydlich beschehen, in meiner præsentz, || [[Handschrift: 195r]]
undt in gegenwarth Meines vettern, Fürst Johann Casimirs
seiner, undt meiner Rähte, wie ich solches absonderlich
habe prothocolliren, undt reserviren laßen.
Gott lob! undt dangk! daß alles, noch so wol,
vollnbracht ist, er gebe ferner glück undt segen!
so wol den neẅen eheleütten, alß unß allerseitß!
undt erfülle die vielen gethanen, Schrift:
undt Mündtliche gute wüntzsche, vota , undt
gratulationes ! zu seines heiligen nahmens ehre,
undt unsers Fürstlichen uhrallten hauses, besten, Amen!


Zu Bernburgk, haben wir, zu unserer (Gott
lob) glügklichen wiederkunft, die lieben kinder,
undt alles in paßlichem zustande gefunden, undt
das man in voller erndte, begriffen. Gott segene
ferner, reichlich, mit gnaden! hin: undt hehr!
undt erleichtere doch gnediglich! väterlich!
undt mildiglich! meine große obliegende
beschwehrungen, anliegen, creütz, undt unvermögen!
nebenst anderen vielen malis domesticis. perge


Sprich doch, nur ein wortt, herr Jesu, so kan
deine rechte handt, alles endern, undt wenden!
Ne quæso, more judicis, quid egerim, quid dixerim, quid cogi-
tarim; pondera! Peccata sed mea omnia, tuo cruore deleas! 9

|| [[Handschrift: 195v]]

Donnerstag den 17den: Julij ; 1651.


Briefe geschrieben, nacher Croßen, undt sonst schreiben laßen.


Freẅlein Johännchen, von Plötzkau undt Schwester Dorothea Bathilde besucht,
diese hat sich (Gott lob,) recolligiret. Gott gebe!
das so bestandt habe!


Jch habe in Oeconomicis , vielerley anzuordnen, gefunden.

Freitag den 18den: Julij ; 1651.


<1 lachß gefangen.>


Mit Negromonte, undt Tobias Steffeck von Kolodey allerley importantzen,
zu reden gehabt.


< Avis , das> Zu Deßaw, sie schon haben überb 1000 lächße, Gefangen.


Freẅlein Johännchen, von Plötzkaw, hat zu Mittage,
mit unß, gegeßen, nebenst Schwester Dorothea Bathildis,
welche hinüber, nacher Plötzkaw, gefahren mitteinander.


< hertzogk Ernst, von Gohta, kömpt heütte, nacher Plötzkaw.>

Samstag den 19den: Julij ; 1651. et cetera

<1 lachß, von 9 Pfund (libra)℔: gefangen.>


J'ai èscrit, au C. W.c


Commission ertheilet, wegen visitation, der Maltze, welche
(Gott lob) zimblich wol, auf meiner seitte, abgegangen,
undt etwaß betrug, erfahren worden.


A spasso , auf meine rogkenbreitte, gegangen,
undt gesehen, daß diese Tage, von den Schnittern, zwey
Sechtzigk, 30 Schockßo: 14 garben rogken, abgebracht
worden, Gott laße mirs, wol gedeyen<!> Sie thun:
255 hauffen, 14 garben.

|| [[Handschrift: 196r]]


Avis , undt schreiben von Ballenstedt, das zu Königeroda
undt Dangkeroda, das wetter großen schaden gethan,
undt viel getreydig verderbet hette.


Auf dem hause Ballenstedt graßiren die pogken,
undt liegen daran, des Ambtschreibers, drey kinder.
Gott gebe beßerung, alles übelstandeß!


Cest accident, m'empeschera, d'aller á Ballenstedt, afin
de n'entascher mès enfans!


Diesen Nachmittag, hat Augustus Ludwig von Einsidel
deß hofmeisters Söhnlein, die pogken bekommen. Gott
helfe ihm! undt bewahre, unsere liebe kinder!

Sonntag den 20ten: Julij ; 1651.

< <Text:> Matthäus 7.10 von falschen Propheten.>


Jn die kirche conjunctim , da Er Jonius geprediget.


Extra zu Mittage, die Rindtorfjnn, Krosigk von
Alßleben, Tobias Steffeck von Kolodey undt Caplan Jonius.


Nachmittags, cum filiolo, & tribus filiabus11 zur kirchen,
wiederumb, da dann, der pfarrer von Dohndorf, Angelocrator
geprediget, die Epistel des heüttigen Texts.


A spasso con Madama , auf dem kleinen kützschlein
nacher Zeptzigk, unser getreydig, zu besehen. Es seindt
undter der gerste, sehr viel disteln, undt unkrautt.
Der weitzen, ist brandicht. Scheinet also, wir werden
nicht eben, so gar eine reiche erndte genießen. Jedoch stehet
alles, in Gottes handen!

|| [[Handschrift: 196v]]

Montag den 21ten: Julij ; 1651.


hertzogk Ernst von Weymar, ist von Plötzkaw, nacher
Zerbst, verrayset, undt hat an mich, geschrieben, mich
vertröstende, im rügkwege mir zuzusprechen.


Jch bin mit Carolo Ursino, hinauß, nacher
Zeptzigk, undt auf meine felder, geritten.


Nota Bene Nota Bene[:] Jnfluenza d'una coltellata sopra
la sommità del mîo capo, nella guerra mari-
tima contr'il Turco, e forse sarà mortale!
È, ben<!> vada il resto! se Diô lo vuole?


Schreiben, von Wien, Hall, undt Leiptzigk.


Die avisen geben, die confirmation der Pollnischen
Victorie, wieder die Tartarn, undt Cosagken, undt
das auf beyden seitten, viel volgk geblieben, auch
ansehliche häupter, undt Officirer. Jnsonderheit, wehre
es den ersten Tag, mit den Polen, schlecht gestanden,
endtlich aber hetten sie obgesiget, undt 40000 Mann,
vom gegentheil niedergemacht, auch den Cosagken,
so friede begehrt, keine andere conditiones , alß
sich, auf gnade, undt ungnade zu ergeben, undt
den General Chmielinsky, zu überlifern,
vorgeschrieben.

|| [[Handschrift: 197r]]


Jn Engelland undt Schottlandt, stünden die sachen, so
undt so. Cromwell, wehre genesen, undt gienge auf
die Schotten. Diese aber, stärgkten sich, undt hetten
die factiones , undt Nahmen undterschiedlicher
secten, alß: Preßbyterianer, Malignanten,
Königische, undt Argailisten, abgeschaft, undt
trachteten in Engellandt. hertzogk von Lottringen,
nehme sich, der Jrrländer, ahn. Der Parlament(ar)ische
gesandte12 im haag, hette eben nicht die verlangte
satisfaction, erhalten.


König in Portugall, suchte hülfe, bey den Moren-
königen , wieder Spannien, undt erwartete
dannenhero, einer großen Machtt.


Jn Frangkreich, hofte Cardinal Mazzarinj,
alß ein Päbstlicher Legat, honorifice , wieder einzukommen,
undterm prætext, Frangkreich mit Spannien,
zu vergleichen, undt zum Friede, zu disponiren.
Dem Prince de Condè, würde sehr nachgestellet.
Die Spannischen undt Frantzösischen armèen, mar-
chirten auf einander.


Pfaltz Neẅburgk hat auch ein Manifest laßen
außgehen, darinnen beschwehrt er sich sehr, über Chur
Brandenburg der ihn also, absque ulla denunciatione Bellj,
violenter , überfallen hette, derivirt von sich alle Culpam , || [[Handschrift: 197v]]
der Mißverstände, undt beschuldigungen, auf daß gegen-
theil , beschönet seine Sache, so gut er kan, undt
mahnet die beampten, vom Chur Brandeburgischen gehorsam,
gäntzlich abe[!]. Er hat lottringhische secours bekommen,
undt der Kayser hat Chur Brandeburg mit der
Acht, undt Strafe des Friedbruchs, gedroẅet,
wo er die wafen, nicht niederlegte?


Die Königinn in Schweden, ist von einem trungk
kaltes waßers, den sie in die hitze, gethan, krangk
worden, baldt aber wieder genesen, auf einer rayse.


Die Tractaten, zu Lübegk, gehen noch, vor sich.


Die Türgken, sollen noch mit den Neẅen Regen-
ten in Engellandt, correspondiren, undt wol stehen,
auch vom Türckischen Kayser selbst, admittiret werden.


Der Venezianer krieg, gehet noch, so, undt so,
von statten, undt wirdt zu waßer, undt lande,
(pro posse !) continuiret, wieder den Erbfeindt. perge


Zu Rom, sollen gar heimliche practicken, undt
Consilia vor sein, auch wieder Spannien selbst.


Viel Banditen, werden ertapt, undt hin-
gerichtet, so wol, alß ihre fautores , im Päbstlichen
Stado, undt in dem Königreich Neapolj.

|| [[Handschrift: 198r]]


Ce m'est ün crevecoeur, que ie ne voy, nj entends
rien, de mon fils, quj est allè, en Hongrie. Dieu m'en
vueille faire entendre, dés bonnes nouvelles!
J'apprehends, avec crainte, lés mauvayses!
ce, que Dieu ne vueille pas, en son ire, par sa
bontè jnfinie! & par sa misericorde jnèspuisable!


Jn den avisen, stunde auch:


Daß man zu Paris, ein buch, offendtlich verbrennen
laßen, durch den hengker: Defensio populj Anglj-
canj, contra Defensionem Regiam, Salmasij; et cetera genandt,
weil es alle Monarchien, will dempfen, undt
vernichten. Domine! jn quæ nos reservastj tempora! 13


Es stunde inngleichem: das der Churfürst von Brandenburg
die herren Staaden, umb secours , wieder Pfaltz Neẅburg,
ersucht, Sie hetten es aber, abgeschlagen, undt sich lieber,
zur gühtlichen jnterposition, erbotten. Der Churfürst,
wehre von <auß> dem haag, nacher Cleve, wieder ankommen.


Der Pabst, wehre mit den Venezianern, nicht zu
frieden, weil dieselben, den zehenden, von ihren geist-
lichen, zum Türgkenkriege, forderten.


Die Maltheser galleren, hetten wieder gutte
beütten, von eroberten Türckischen Schiffen, gemacht. perge

|| [[Handschrift: 198v]]


Es seindt Victualien, von Ballenstedt, ankommen.


6 Schiffe seindt von Calbe wieder herauff kommen, ledig.

Dienstag den 22ten: Julij ; 1651.


Schreiben vom hertzogk Wilhelm von Weymar, < froide .>


Rationes contra; Vocationem externam, sive putativam :
1. Maxima resistentia nunquam jntermittens.
2. Jmportunitas creditorum. 3. Defectus mediorum.
4. Malitia adversariorum, qui litigiis deprimere
meam sortem, satagunt. Ergo authoritas recuperanda
nunc, aut nunquam! Deo volente! Jnter adversarios
pono, inimicos inter nos, <(etiam ex intimis)> et externos, Magnos &
parvos! 5. Crescente ætate, crescit imbecilli-
tas naturæ, ingravescentibus morbis, difficile
erit, remedia sustentationis, quærere.
6. Status huius regionis, miserrimus, ubj omnia
confuse tractantur, Principes sunt inter
sese discordes, invidj, ac æmulj. Consiliarij
quidam, quærunt honores, opes, et dominium
sup ra <er> reliquos. Nobilitas, & cives aliquj,
<(ad jnstar populi Anglicani, et Parlamentariorum ibidem,)>
aliam formam regiminis, non Monarchicj,
sed Aristocraticj, petunt, cum eversione Principum.
Maximj Principes, et Vicinj potentiores, nos devo-
rare cupiunt. Cuncta, sursum deorsum Vertuntur! || [[Handschrift: 199r]]
7. Vocatio jnterna, ex maxima parte, jam
impleta esse poterit, attamen in residuo adhuc
aliquid manere, mihj videtur. Faxit Deus!
8. Sunt mihi prætensiones honestæ, si Deus
affuerit, viresque addiderit, consiliis nostris?
9. Mortalitas tam inaudita, et frequens,
carissimorum filiorum, calcar mihi addit, ut
alium locum quæram, quem Deus mihi, mon-
stravit, aut monstrabit, ad meliorem sortem!
Sed quis audet aggredj tantas res? deficjentibus mediis?
10. Contemptus extraordinarius, qui mihi evenit multos
annos jam, ab uxore propria, ab amicis, <a fratre[,]> cognatis,
patruis, patruelibus, <servis, subditis> & aliis, quj iura sanguinis
<et officia debita> neglexerunt, omnia infortunia, mihj imputarunt,
parvo, seü nullo solatio, me juvarunt, horrendas
vastationes bonorum meorum, siccis oculis,
aspexerunt, <apud exteros, & subditos, me traduxerunt> & mihi misere afflicto, sæpius
afflictiones <majores, imo> ingentes addiderunt, imo: in bellj
calamitate, calamitates auxerunt, & cumu-
larunt, nec respirandj facultatem, dederunt,
subditos, contra me, irritarunt & nihil reliqui
fecerunt, (ut videbatur!) ad vitam mihi <iam civili morte perempto prorsum> contumeliose eripiendam!

|| [[Handschrift: 199v]]

Mittwoch den 23ten: Julij ; 1651.


Jch habe Secretarium Paul Ludwig bey mir gehabt, in importanzen.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist hinauß spatziren, nach Palberg
gefahren.


Wolfgang Sutorius, hat mir, in Oeconomicis , referiret.


Die wochenpredigten, werden numehr, von wegen der
lieben Erndte, biß aufs dangkfest (gebe gott) eingestellet,
damit man nicht, stühlen, undt bängken, predigen dörfe.


Der pfarrer von Palbergk, Bartolomeus Fridericj,
ist bey mir gewesen, con poca sodisfazzione !
Quilibet Faber; suæ Fortunæ! 14


Gestern ist zu Staßfurth, ein Hardenberg, von einem
Wilßdorf, erstochen worden. Der Thäter, ist endtwichen.


Jch bin hinauß, nach Pröderitz, undt Zeptzigk
geritten, von rogken haben sie zu Pröderitz 140 hauffen,
undt zu Zeptzigk 463 hauffen aufbracht, undt
an der gerste gemeyet.


Avis vom hertzog Ernst, daß er Morgen, (gebe gott)
zu Mittage, alhier sein will, 19 personen, und
18 pferde stargk.


Doctor Fischer der Medicus , hat die Apoteke alhier
zu Bernburgk, visitiert, undt dieselbe beßer versehen,
als man vermeinet, befunden.

|| [[Handschrift: 200r]]

Donnerstag den 24ten: Julij ; 1651.


Bürgermeister Tornaw, postea : Doctor Levinus Fischer, der Medicus
seindt bey mir, gewesen, in diversis , zu relationniren. perge


Vormittags, ist noch hertzogk Ernst von Saxen
Weymar, anhero kommen, mit 18 personen, 19 pferdend .
Er hat mit unß, zu mittage, gegeßen, wol discurirt,
undt ist gegen 4 uhr, forth, nacher Plötzkaw, hat sich,
zu aller affection, undt freundtschaft, anerbotten.


Alß er ankahm, da donnerte es, als er abzoge,
da <donnerte es wieder, undt> regenete es zimlich! C'est ün Prince prüdent,
Vertueux, & fort accomply! expert aux affaires.


Jn seinem train , wahr: der Stallmeister
Wangenheim, der CammerJungker Segkendorff,
undt ein Medicus , Doctor Glaß.


Wischer, ist auch wieder zu unß kommen, vormittags
undt hat dem hertzog, vorm trincken, gestanden.
Rindtorf, mir, undt meiner herzlieb(st)e gemahlin Liebden auch Wischer.
Röder, hat vorgeschnitten.


Zu Deßaw, ist dieser hertzogk, auch nur eine
Mahlzeitt, gewesen, nemlich: gestern abendt,
dahin er, von Zerbst, gekommen.


Doctor Fischer, ist auch extra zu Mittage, bey uns gewesen[.]


Der hofmeister Einsidel, hat aufgewartet, endlich, post abitum
Ducis , sich absentiret, wegen seines kindes blattern.

|| [[Handschrift: 200v]]

Freitag den 25ten: Julij ; 1651. <Jacobj.>


Jn Oeconomicis , Regierungs: undt justitziensachen,
habe ich expedienda expediret, undt gewöhn-
liche Conversationes , nicht verabseümet,
item : nach der Erndte gefraget, undt
das Proverb: Quod caret alterna requie; du-
rabile non est! 15 auch observiret, undt practiciret. perge

Samstag den 26. Julij ; 1651.


Jch bin hinauß, in die weinberge geritten,
undt an die Zernitzer brügke, in zimlich warmen
wetter, vormittags.


Extra zu Mittage, den allten Peltzigk
gehabt, welcher seinen Sohn Otto e zu meiner
gemahlin pagen, præsentiret. perge

Sonntag den 27ten: Julij ; 1651.

<Regenwetter.>


Jn die kirche, vorm berge, cum filiolo Carolo Ursino .
Der pfarrer von Cörmigk Valentinus Reichardt, hat
geprediget.


Die avisen von Erfurdt, geben:


Daß in Frangkreich, große mißverstände, undt
Mißtrawen, vorgehen, zwischen der Königinn,
undt dem Printzen, von Condè.

|| [[Handschrift: 201r]]


Jtem : daß der König in Engellandt, sich dem Cromwell
nähert, undt viel Engelländer, nachdengklich macht.


Jtem : daß die große Victoria in Polen,
wieder die Tartaren, hetten am meisten, ein-
gebüßet, die Cosagken, wehren bey zeitten
außgerißen, undt ihr General Chmielinsky
hette einen heimlichen verstandt, mit dem
Könige, in Polen, gehabt.


Jn Dennemargk, undt Schweden,
wehre große theẅrung, an brodt, etcetera[.]


Chur Brandeburgs krieg, würde vor eine
præcipitantz gehalten. Die pfaffen, am
Rheinstrohm, stelleten sich, in verfaßung.
Der Kayser droẅete, mit der Acht,
undt hette ein pœnalmandat, auß-
gehen laßen, wieder Chur Brandeburg wegen
restitution der Thumbprobstey halberstadt.


Die Nürnbergischen Tractaten, würden nacher
Frangkfurt, am Mayn, verleget.

|| [[Handschrift: 201v]]


Nachmittage, wieder in die kirche, conjunctim , da
Er Jonius geprediget.

Montag den 28ten: Julij ; 1651. et cetera


Jn Oeconomicis , mit Tobias Steffeck von Kolodey mit Jakob Ludwig Schwartzenberger
undt Wolfgang Sutorio, zu handthieren gehabt; Jtem :
mit dem allten Sekerka. perge


Schreiben von Saroschpatagk auß Ungarn,
von meinem Sohn, Victorio Amedeo, de dato
den 23. Julij; stylo veteri entpfangen, daß des iungen
Ragozzj beylager, (Gott lob) wol abge-
lauffen, undt alles wol angestellet gewesen[.]
Die personen, werden sehr gelobet. Aber
mein Sohn, befindet sonst, allerley mängel
undt defect in beüttel, so Gott beßern wolle!
Die Chur Pfältzischen Gesandten16, undt
andere mögen nicht wol bey gelde sein.
Gott gebe nur, daß Sie weder am leibe
noch am gemühte, noch im beüttel, in ihrem
rügkwege, mangel leiden mögen.
Die Wallachen, sollen auch im gebürge ihnen
aufgepaßet haben, Gott hat sie aber, noch vor
unglügk bewahret gnediglich! dem seye lob! || [[Handschrift: 202r]]
Er helfe ferner, mit gnaden!


Jtem : habe ich schreiben, von der Churfürstin, von Croßen
entpfangen. Die iunge Churfürstinn, sol gar schwach
sein, undt ihr abermals leider! unrichtig gegangen.
Gott woll ihren zustande beßern!


Der krieg, mit Pfaltz Neẅburgk, ist noch nicht
beygeleget, undt wirdt vor eine Præcipitantz gehalten.


Die Avisen geben:


Der Chur Brandenburgische krieg, mit Pfaltz Neẅburg noch underhandelt
würde, wiewol Pfaltz Neẅburg die Staaden disgustiret, undt 4000
lottringher, zu hülfe bekommen, auch sonst animirt würde.
Die Geistlichen würben, zu ihrer landeßdefension,
zu Cölln, Paderborn, Münster, etcetera etcetera etcetera[.]


Die Spannier, undt Frantzosen, gehen wiedereinander,
zu felde, in den Niederlanden, in Jtalien, undt Catalonien.
Jn Flandern, bringt die Frantzösische irruption große
desolation. Jn Piemont, ist viel deützsch: Bayerisch
volgk ankommen. Jn Catalogna , sonderlich zu Barcelona
grassiret die pest erschregklich, also: das die
leütte haüffig auf den gaßen, todt hinfallen.
Durch diese mortalitet, hunger, undt ängstigung,
hoffen die Spannier, Barcelona zu recuperiren,
undt Ballaquier zu übermeistern.


Zu Napolj, ist der ViceRè, wieder in großem ansehen.


Der Pabst hat eine Stadtliche fontana in Piazza Navona
gebawet, so man vor das achte wunder der weltt, halten will.

|| [[Handschrift: 202v]]


Zu Wien, stirbts an der pest. Der Kayser sol nach Prag kommen.
Die bettler, so Evangelisch, undt nicht Catohlisch werden
wollen, wie die Romanisten wollen, werden zum ersten mahl
mit ernsten wortten, durch die bettelRichter abgewiesen,
undt mit keinem zeichen, wie die Päbstischen zum allmosen
samlen, erlaubet. Zum andern mahl, ist befohlen, Sie
in die eisen zu schlagen, undt in dem Stadtgraben, sie
arbeitten zu laßen. Werden die zum dritten mahl
betretten, sollen sie mit ruhten außgestrichen,
undt des landes verwiesen werden, wo sie sich
noch nicht accommodiren wollen?


Die große Victoria des Königes in Polen, wieder
die Tartaren, continuiret, undt das die ersten
zweene tage dieses treffens, (zu welchem der
Große Cham[!], die Polen mit ihrem Könige, auß-
gefordert ,) sie die Polen zimlich eingebüßet,
undt in die 12000 Mann, auch viel woywoden,
undt hohe Officirer, verlohren. Den dritten, undt
letzten tag aber dieser Schlacht, undt haüpt-
treffens , sollen die Tartaren, in gäntzliche
Flucht gebracht, undt Stügke, bagage muni-
tion, auch in die 30000 Mann, verlohren haben.
Der große Cham[!], wehre mit nawer noht,
darvon kommen, seiner verwandten aber, undt || [[Handschrift: 203r]]
diehner wehren etzliche viel gefangen, auch theils blieben.
Der Chmielinsky aber, als er der Tartarn flucht gesehen,
hette er sich mit 100000 Mann, Cosagken, in eine wagen-
burgk retiriret, undt verschantzt. Der König aber,
hette ihn umbsetzt, undt spielet auf sie mit
Stügken, granaten, undt feẅerballen, in hofnung,
sie baldt, zur submission zu zwingen. Theilß
wollen, der große Cham[!], wehre mit einer Stügk-
kugel getroffen, worden, undt ümbkommen, da-
rauf hetten die Tartarn, den Chmielinsky auß
grimm, in die eisen geschlagen, undt hetten ihn also
flüchtig, mit sich, in die Tartarey geführet,
als ob er uhrsach, an dem unheyl wehre?
<Die Cosacken aber, hetten fluchs einen andern General erwehlet.>
Es wehren auf beyden seitten, wol 400000 Mann,
gegen einander gestanden, undt der König in
Polen, hat durch diese Schlacht, groß lob, erworben.


Jn Schweden, wehre Dorstensohn, gewesener
GeneralFeldtmarschalck, wegen seiner großen
Thaten, mit ansehlicher pomp, undt solenniteten,
zur erde bestattet worden. Die Königinn hette
selber, dem conduct beygewohnet. perge Zu Lübeck,
giengen die Tractaten, mit Polen, vor sich, welchen
der muht, wegen der Victorie, sehr gewachßen wehre.


Jn Dennemarck kähme viel verborgenes, durch die
inquisition an tag, undt müste sich, Hannibal Sehestedt, || [[Handschrift: 203v]]
des StadthalterAmpts, in Norwegen, aller digniteten, Titul,
Ehrenämpter, auch gühter verzeyhen, viel Königliche schulden
bezahlen, auch restituiren, waß man ihm vor diesem zur ar-
mirung etzlicher Schiffe, an gelde, eingehändiget, undt die sol-
datesca in Norwegen, vollkömblich bezahlen, auch Langelandt
vor 60000 Thaler, vom graf Rantzow, wieder einlösen,
undt verschwehren, keinem außländischen potentaten
zu dienen, sondern nur stille undt privatjm , in Denne-
margk sich aufzuhalten, und nimmermehr wieder in Nor-
wegen zu kommen, <da er ohne das aller gühter verlustig worden> noch ichtwaß, wieder selbigen estat , zu
practiciren, noch wieder die Crohne Dennemargk[.]
Diese schwehre conditiones , hat er eingegangen, undt undterschreiben müßen, hat er nicht einen schwehreren
sententz erwartten wollen. Generalleütenambt
Bawer, undt andere kriegßofficirer, seindt zum Könige,
nach Coppenhagen, beruffen worden, undt man inqueriret
noch, auf den Reichßhofmeister Ulefeldt.


Die Türgken, rüsten mächtig, auf Candia, erwarten
Engelländischen secours , undt hoffen selbiges Königreich,
zu emportiren. hingegen armiren die Venezianer auch,
undt haben in Dalmatia undt Albania, nebenst den
Morlacchi , etwaß succeß gehabt.


Die Schotten hoffen mit ihrem Könige das beste
wieder die Engelländer, vorzunehmen, undt eine
Schlacht, in Gottes nahmen, mit Cromwell zu wagen. || [[Handschrift: 204r]]
Der König, macht sich in Schottlandt stargk, undt gantz
absolut. hingegen fahren die neẅen Regenten in Anglia
mit ihren Violentzen forth, strafen viel leütte, umb
ihr geldt, ehre, undt leib, undt sollen große victorien
in Jrrlandt, erhalten haben, schonen weder geistliche
noch weltliche. Jhre zweene Gesandten, seindt im
Haag stadtlich beschenckt worden, ieder, mit einem
güldenen handtfaß und gießbegken, von 10000 Gulden (florenus)f:
ein ieder Secretarius der Legation, hat bekommen, eine
güldene kette, von 800 Gulden (florenus)f: Jedoch höret man, von
keiner haüptsächlichen alliance , noch zur zeitt. perge


Jn Frangkreich, gibt es großes Mißtrawen zwischen Cardjnals Mazzarinj, deßen wiederkunft, der Printz
nicht leiden will, undt weil man anschläge auf
seine des Printzen person, gemacht, hat er sich auf sein
casteel nach Saint Maur, <von Paris > retiriret, alda er einen
stargken anhang bekömpt, undt von seiner fidelitet
an das Parlament zu Paris, eine Protestation ergehen laßen,
darinnen er sonderlich, umb außschaffung des Cardinals,
bittet, undt selbige rahten thut.


Das vorgewesene Pœnalmandat, contra Chur Brandenburg
sol der Kayser (auf jntercession, der Schwedischen[,] heßischen,
undt Brandenburgischen gesandten17,) in gütlichere wege, undt
Compositionsmittel, moderiret haben. perge

|| [[Handschrift: 204v]]

Dienstag den 29. Julij ; 1651.


<Windig, wie gestern.>


Paul Ludwig Secretarius ist bey mir gewesen, allerley zu refe-
riren, undt expedienda vorzutragen.


<Ceste nuict, en èscrivant de mon fils Viktor Amadeus & de l'Electeur de Brandenburg > mon Baston, sür lequel ie m'appuye, que <quand>
ie marche, tomba sans cause apparente, dans
ün coin, loin de moy, á terre, dans mon poile.


Ein Rehe von Ballenstedt, oder hatzgeroda[!], pour argent .


Jn gartten avec Madame . et cetera

Mittwoch den 30ten: Julij ; 1651.


Jn Oeconomysachen, undt correspondentzen,
(post sacra peracta ) laboriret.


Postea , durch Paul Ludwig undt Tobias Steffeck von Kolodey tractaten
zugeleget, in wiederkaüflichen zinßsachen.


Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin, ist Nachmittags
nacher Plötzkaw, gezogen und abendts wiederkommen.


Jch aber, bin mit Carolo Ursino, nacher Zeptzigk,
undt Palbergk, undt unser getreydig zu besehen,
spatziren geritten. Gott wolle es unß, gesegenen!
undt wol gedeyen laßen!


Briefe im vorrath, geschrieben, an die Churfürstliche
wittibe zu Croßen, undt an meinen Sohn, Victor Amadeus.

|| [[Handschrift: 205r]]

Donnerstag den 31. Julij ; 1651.


Post von Ballenstedt, bekommen.


Jch habe mit Georg Reichardt allerley conferiret, in Justi-
tziensachen, in Oeconomicis , undt anderen dingen. perge
auch sonsten anstaltt gemacht, wegen meiner abrayse. perge


Mein kammerdiehner, Ludwig Rober, ist von Cöhten,
Deßaw, undt Zerbst, wiederkommen, mit schreiben, undt
allerley expeditionen.


Textapparat
a Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b "haben sie schon über" im Original korrigiert in "sie schon haben über".
c Abkürzung nicht auflösbar.
d "mit 19 pferden, 18 personen" im Original korrigiert in "mit 18 personen, 19 pferden".
e Danach hat Christian II. eine Lücke gelassen, in die vermutlich der zweite Vorname eingetragen werden sollte.

Kommentar
1 Zitat aus Iuv. 10, 356 (ed. Adamietz 1993, S. 228f.).
2 Rm 11,20.
3 Vermutlich pejorative Bedeutung als "Schande des Landes".
4 Ein dem Polykarp von Smyrna zugeschriebener Ausspruch, überliefert durch den Heiligen Irenäus von Lyon, zitiert nach Rufin. hist. eccl. 5,20 (ed. Schwartz/Mommsen 21999, S. 484f.).
5 Hier: Gegenreformation.
6 Zitat aus Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
7 Hier: die Gegenreformation durchführen.
8 Ein dem Polykarp von Smyrna zugeschriebener Ausspruch, überliefert durch den Heiligen Irenäus von Lyon, zitiert nach Rufin. hist. eccl. 5,20 (ed. Schwartz/Mommsen 21999, S. 484f.).
9 Zitat aus Flaminio: De rebus divinis carmina, o. S.
10 Mt 7,15-20.
11 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
12 Entweder Oliver St John oder Walter Strickland.
13 Ein dem Polykarp von Smyrna zugeschriebener Ausspruch, überliefert durch den Heiligen Irenäus von Lyon, zitiert nach Rufin. hist. eccl. 5,20 (ed. Schwartz/Mommsen 21999, S. 484f.).
14 Zitat nach Ps-Sall. rep. 1,1,2 (ed. Eisenhut/Lindauer 32006, S. 318f.).
15 Zitat aus Ov. epist. 4,89 (ed. Häuptli 22001, S. 38f.).
16 Personen nicht ermittelt.
17 Personen nicht ermittelt.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1651_07.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abbringen
abmähen, abschneiden, entfernen
Abendhochzeit
abends stattfindende (bescheidenere) Hochzeitsfeier
abkündigen
von einer erhöhten Stelle aus bekanntgeben
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
admittiren
gestatten, zulassen
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber (meist Gewogenheit, Zuneigung)
anfahen
anfangen
Anpart
Anteil
Argyllist
Anhänger des schottischen Politikers Archibald Campbell, 1st Marquess of Argyll (1598/1607-1661)
Armatur
Rüstung
aufmessen
(z. B. Getreide) gehäuft (im Gegensatz zu gestrichen) messen
aufpassen
anlegen
aufpassen
auflauern
aufwerfen
(ein Zeichen) aufstellen, sichtbar anbringen
aufwerfen
sich erheben, sich empören, sich entgegenstellen
aufwerfen
jemanden oder sich erheben oder in eine bestimmte Position bringen/erhöhen
aufwerfen
etwas (Erdmaterialien o. ä.) aufhäufen
ausdauern
überstehen, aushalten, ertragen
ausfordern
zum Kampf herausfordern
ausschreien
ein Gerücht verbeiten, jemanden ins Gerede bringen/verleumden
ausschreien
etwas (mit Preisangabe) feilbieten, versteigern
ausstreichen
auspeitschen, schlagen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bars
Barsch
befahren
(be)fürchten
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
bekleben
leben, fortleben, fortbestehen
beneventiren
gut aufnehmen, freundlich empfangen
besorgen
befürchten, fürchten
betreten
ertappen, erwischen
Bettelrichter
von der Obrigkeit mit der Aufsicht über das Bettelwesen Beauftragter
brandicht
brandig
brandicht
vom Brand (Krankheit bei Bäumen und Getreide) befallen
bresthaft
mit einem körperlichen oder geistigen Mangel behaftet, krank, gebrechlich
castigiren
züchtigen, strafen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
competiren
im Rangkonflikt stehen
competiren
konkurrieren
competiren
gebühren, zuständig sein
Compositionsmittel
Mittel zur (friedlichen) Beilegung eines Konflikts
Concertation
Streit, Wortgefecht, Disputieren
Condominat
Mitherrschaft, Mitregierung
Confirmation
Bestätigung
confirmiren
bestätigen
conserviren
in unverändertem Zustand erhalten
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Defect
Mangel
deprehendiren
begreifen, ergreifen
deriviren
etwas wegleiten, auf jemanden oder etwas übertragen
Desolation
Verwüstung, Verödung
Dignitet
Würde, Standeswürde
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
dissuadiren
abraten, ausreden
Domination
Herrschaft, Vorherrschaft
dominiren
das große Wort führen, schimpfen, schelten
Doppelhaken
schweres Gewehr, das beim Abfeuern auf eine Gabel gelegt wird
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
effectuiren
ausführen, durchführen
effectuiren
bewirken
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eingriff
Schmälerung eines Rechtes, Rechtsverletzung
einschreiben
etwas eintragen
emportiren
einnehmen, erobern
Erbhuldigung
Treuegelöbnis, das der hierarchisch auf nächst niedrigerer Stufe einem hierarchisch Höhergestellten im Rahmen der Lehensverfassung leistet
exacerbiren
erbittern
examiniren
ausfragen
examiniren
verhören
examiniren
prüfen
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
Feuerball
mit einem Brandsatz (brennbaren Ballen) versehenes Artilleriegeschoss
Fidelitet
Treue
Fräuleinsteuer
bei Vermählung einer Tochter des Herrscherhauses von den Untertanen zur Beschaffung der Aussteuer zu entrichtende Abgabe
Freibrauen
das Brauen, ohne eine Abgabe davon zu entrichten, wie auch die Erlaubnis dazu
Freund
Verwandter
gastereien
mit einem aufwändigen Gastmahl bewirten
Gegenteil
Feind, Gegner
Gießbecken
Handwaschbecken
Handfaß
Behälter zum Waschen der Hände und des Gesichtes
Haufen
Raummaß für Feldfrüchte oder Holz
Haupttreffen
große, bedeutsame Schlacht
Heerpauke
Kesselpauke
herschießen
als Darlehen hergeben, vorschießen
Hofoffizier
Inhaber eines Hofamtes
ichtwas
(irgend)etwas
immisciren
einmischen
immisciren
hineindrängen, hineinziehen
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
Inquisition
Untersuchung, Ermittlung, Verhör
inseriren
beifügen, beilegen
inseriren
schriftlich eintragen
inseriren
einfügen, einsetzen
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
Interposition
Vermittlung
Irrumption
Einfall, Einbruch
Landesdefension
Landesverteidigung
Landrechnungstag
Tag der jährliche Rechnungslegung über die Einnahmen und Ausgaben eines Landes
Landschaft
Landstände
langweilig
langwierig
ledig
frei
ledig
leer, leerstehend
Lehenspflicht
die aus der Eingehung eines Lehensverhältnisses entspringende besondere Treue- und Leistungspflicht eines Lehensmannes
Malignanten
Sammelbegriff der schottischen Covenanters für ihre politischen Gegner
Mariä Heimsuchung (Visitatio Mariae)
Gedenktag an den Besuch der schwangeren Maria bei ihrer Verwandten Elisabeth (2. Juli)
moderiren
mindern, herabsetzen, (mäßigend) abändern, modifizieren
moderiren
(sich) mäßigen, zähmen
Mohrenkönig
Bezeichnung für den Herrscher eines nordafrikanischen Barbareskenstaates
nau
knapp
observiren
einhalten, beachten
Patrimonialgeld
Einnahme aus dem väterlichen Grundbesitz
Pönalmandat
obrigkeitlicher Stafbefehl
practiciren
geschickt und einfallsreich verhandeln, Ränke schmieden, unlautere Machenschaften betreiben
Practike
Intrige, List, schädliche Handlung
Präcipitanz
Übereilung
präsentiren
schenken, als Geschenk geben
präsentiren
beschenken
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
Prätext
Vorwand, Scheingrund
principal
wichtigst, bedeutendst
promittiren
versprechen, zusagen
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
relationiren
berichten, Bericht erstatten
reserviren
vorbehalten, ausnehmen
reserviren
aufbewahren, aufheben
Roggenbreite
Roggenfeld
Romanist
Pejorativ für Anhänger der römisch-katholischen Kirche
Rose
auch als Rotlauf bezeichnete flächenhaft ausgebreitete Hautentzündung
Schalkheit
Täuschung, Betrug, Hinterlist
Schock
Bund bzw. Haufen (z. B. von Garben, Stroh oder Holz)
Sechziger
Stückmaß
Sechziger
Flächenmaß
Selbstzahler
Hauptschuldner, der persönlich zu einer (Geld-)Leistung verpflichtet ist
Sentenz
Gerichtsurteil, Rechtsspruch
sieder
seit
spielen
feuern, schießen
spielen
abzielen
Stück
Geschütz, Kanone
Stückkugel
Kanonenkugel
Submission
Unterwerfung, Demütigung
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Superioritet
höhere Stellung, Vorrang, Obergewalt, Oberherrschaft
Taxgeld
Kanzleigebühr (insbesondere Gebühr für die Ausfertigung von Urkunden durch eine Kanzlei)
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
tergiversiren
zögern, sich weigern, Ausflüchte suchen
Theriak
Mixtur, der heilende Wirkung zugeschrieben wurde; Gegenmittel gegen allerlei Vergiftungen; (angebliches) Universal- bzw. Wundermittel
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
Trompter
Trompeter
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
umsetzen
umstellen, umzingeln
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
Vastation
Verwüstung
in Verfassung stellen
Bereitschaft herstellen, geordnete Anstalten machen, insbesondere Kriegsvorbereitungen treffen
verschreiben
schriftlich versichern
verschreiben
schriftlich empfehlen
verschreiben
schriftlich mitteilen
verschreiben
schriftlich vorladen
verschreiben
schriftlich zusichern
verschwören
einen Meineid schwören
verschwören
stark schwören
verschwören
abschwören
Verstand
Einverständnis, Einvernehmen
Verstand
Sinn, Auffassung, Auslegung
verzeihen
verzichten, aufgeben
Victorie
Sieg
Visitation
Besuch
Visitation
Prüfung, Untersuchung
visitiren
besuchen
visitiren
untersuchen, begutachten
Volk
Truppen
vollziehen
unterschreiben
wiederkäuflich
durch Rückzahlung ablösbar
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Wissenschaft
Kenntnis, Wissen
wohlconservirt
in gutem Zustand erhalten
Zieherker
Gerüst, worauf die Arbeiter beim Heben und Senken des Rades an einer besonderen Vorrichtung (Pansterzeug) stehen, die gehoben oder gesenkt werden kann, um den Wasserstand für das Mühlrad zu regulieren
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; 1617 Gründerin und Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Enthaltende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Berengar von Anhalt-Bernburg

geb. 1626
gest. 1627
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Bogislaw von Anhalt-Bernburg

geb. 1633
gest. 1634
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürst Christian III. von Anhalt-Bernburg

geb. 1631
gest. 1631
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Ferdinand Christian von Anhalt-Bernburg

geb. 1643
gest. 1645
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1629
gest. 1629
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau

geb. 1606
gest. 1643
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1631 Offizier in kaiserlichen Kriegsdiensten; seit 1632 Inhaber der Ämter Wörlitz und Radegast; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

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Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

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Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

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Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Friedrich von Baur
Friedrich von Bawyr

geb. ca. 1600
gest. 1667
Anm.: Sohn des Christoph von Baur (1561-1650); bis 1641 schwedischer Kriegskommissar, Obristleutnant und Obrist (1636-1640); 1642-1645 Generalmajor in dänischen und schleswig-holsteinisch-gottorfischen Diensten; nach 1646 dänischer Generalleutnant; zuletzt kurbrandenburgischer Generalleutnant (1654-1661) und Kriegsrat (1656-1661); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strenge").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Cuno Ordemar von Bodenhausen

geb. 1598
gest. 1654
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); Erbherr auf Bodenhausen, Niedergandern, Görzig und Rhode; anhaltischer Landrat und Kriegskommissar; mehrfach Gesandter der Fürsten von Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bequeme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Joachim (2) von Böltzig

gest. spätestens 1667
Anm.: Sohn des Christoph von Böltzig auf Brachstedt; Erbherr auf Staßfurt und Köckern; zudem anhaltisch-bernburgischer Lehnsmann.
Otto Rudolf von Böltzig

geb. 1636
gest. 1712
Anm.: Sohn des Joachim (2) von Böltzig (gest. spätestens 1667); Erbherr auf Zschortau (ab 1679) und Rodickau; seit 1651 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1667 in schwedischen Kriegsdiensten.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
N. N. von Börstel (2)

Anm.: Um 1651 vermutlich Kammerjungfer.
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d’Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Butler

Anm.: Vermutlich irischer Adliger; um 1651 wahrscheinlich polnischer Obristleutnant und Kriegsgefangener der Kosaken.
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Christian III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian III. von Schleswig-Holstein

geb. 1503
gest. 1559
Anm.: Sohn des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen (1471-1533); seit 1534 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Dänemark, Haus
Könige von Dänemark

Anm.: Seit 1448 Haus Oldenburg.
Hieronymus Diepholz

Anm.: Um 1633/34 nassauisch-dillenburgischer Rittmeister; um 1647 hessisch-kasselischer Obristleutnant; Erbherr auf Jonitz (ab 1647) und Sollnitz (seit 1648).
Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Charles Du Bois
Baron Charles d' Avaugour

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Unehelicher, doch 1615 legitimierter Sohn des Claude d'Avaugour, Comte de Vertus (1581-1637); ab 1629 französischer Diplomat; 1633-1641 diplomatische Missionen im Heiligen Römischen Reich, Dänemark, Schweden, Polen und bei den Generalstaaten; 1643-1648 französischer Resident bei der Armee Schwedens; 1643-1649 zudem schwedischer Obrist; 1649-1651 französischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; seit 1654 Botschafter in Stockholm.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Duderstadt

Anm.: Um 1650 Obristwachtmeister.
August Ludwig von Einsiedel

geb. 1644
gest. 1707
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz und Bernburg; ab 1654 fürstlicher Edelknabe in Bernburg (noch 1660); 1667-1672 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1672-1674 Offizier der Obersächsischen Kreistruppen; 1674-1676 Wittumsrat und Hofmeister der Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1613-1676) in Lüchow; 1677 Rückkehr nach Bernburg zur Verwaltung seiner Güter; seit 1679 Rat und Hofmeister des Fürsten Emanuel Lebrecht von Anhalt-Köthen (1671-1704); 1685-1692 zugleich Amtshauptmann von Köthen und Nienburg/Saale; ab 1692 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Kammerdirektor; seit 1702 auch Gesamtrat der anhaltisch-bernburgischen Gesamtkanzlei; ab 1706 zudem Landrat für das Teilfürstentum Anhalt-Bernburg; zuletzt ebenso Direktor des gesamten Fürstentums Anhalt; vgl. Andreas Knochenhauer: Das Dem Herrn gewiedmete Leben und seelige Sterben der Gläubigen [...], Zerbst 1707, S. 23-30.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister in Bernburg; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christian Engelhardt
Christian Angelocrator

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des späteren Köthener Hofpredigers und Superintendenten Daniel Engelhardt (1569-1635); 1635-1637 schwedischer Feldprediger bei Feldmarschall Johan Banér (1596-1641); 1637-1643 Pfarrer von Pißdorf; seit 1643 Pfarrer in Dohndorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 204.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Hans Heinrich Gau

Anm.: Pirnaer Handelsmann, der ab dem Jahr 1650 eine Saaleschleuse in Bernburg bauen wollte; 1661-1664 Salzfaktor in Dresden.
Bernhard Gese

geb. 1595
gest. 1659
Anm.: Sohn des Coswiger Superintendenten Joachim Gese (1561-1623); Besuch der Gymnasien in Zerbst und Joachimsthal (1618); 1620 Studium in Frankfurt (Oder); 1622-1626 Konrektor an der reformierten Schule in Cölln an der Spree; Stadtkämmerer (1628) und Bürgermeister (1629) von Dessau; ab 1630 anhaltisch-dessauischer Lehns- und Justizsekretär; seit 1639 Landrentmeister; ab 1641 Kammerrat; seit 1647 auch Kanzleirat; vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 382f.

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Balthasar Glaß

geb. 1596
gest. 1666
Anm.: Sohn des schwarzburgisch-sondershausischen Archivsekretärs Balthasar Glaß (gest. 1635); Studium in Jena; Dr. med.; zunächst gräflich-schwarzburgischer Hofarzt in Arnstadt; seit 1644 Leibarzt des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601-1675).

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N. N. Göse

Anm.: Um 1651 Syndikus der Anhaltischen Landschaft.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
N. N. von Hardenberg

gest. 1651
Anm.: Vermutlich norddeutscher Adliger, der im Juli 1651 durch N. N. von Wolffersdorff (3) erstochen worden sein soll.
Bernhard Herre

geb. 1604
gest. 1682
Anm.: Zunächst fürstlicher Botenmeister in Dessau; spätestens seit 1643 anhaltischer Landrentmeister.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

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Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels
Landgraf Ernst von Hessen-Kassel

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1641 Volontär in französischen Kriegsdiensten; danach hessisch-kasselischer Kapitän (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1648); seit 1649 Titularlandgraf von Hessen-Rheinfels unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; 1651 Konversion zum katholischen Glauben; Erbe der Mediat-Landgrafschaften Hessen-Eschwege (1655) und Hessen-Rotenburg (1658); 1663 Ernennung zum kaiserlichen Feldmarschallleutnant (Stellung jedoch nicht angetreten).

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Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg
Landgraf Hermann von Hessen-Kassel

geb. 1607
gest. 1658
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Koadjutor des Stifts Hersfeld; seit 1622 Propst des hersfeldischen Klosters Petersberg; ab 1627 Titularlandgraf von Hessen-Rotenburg unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fütternde").

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Irenäus von Lyon (Heiliger)
Bischof Irenäus von Lugdunum (Lyon)

geb. ca. 135
gest. ca. 200
Anm.: Kirchenvater und Heiliger.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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N. N. Knüttel (1)

Anm.: Um 1651 lebendes Kind des Matthias Knüttel.
N. N. Knüttel (2)

Anm.: Um 1651 lebendes Kind des Matthias Knüttel.
Christian Knüttel

geb. 1650
Anm.: Sohn des Matthias Knüttel.
Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Johann Laue

geb. 1595
gest. 1683
Anm.: Sohn des Ermslebener Brauers und Rademachers Hans Laue; ab 1609 Schüler in Aschersleben; seit 1614 Besuch des Wolfenbütteler Gymnasiums; ab 1616 Studium in Helmstedt; 1619 Hauslehrer in Braunschweig; seit 1620 Hofmeister in Helmstedt; danach bis 1623 Lehrer in Halberstadt und Magdeburg; um 1621 Mag. an der Universität Wittenberg; 1623-1625 Diakon und ab 1625 Oberpfarrer in Ermsleben; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 5, Leipzig 2007, S. 292.

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Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz
Fürst Václav Eusebius z Lobkovic
Wenzel Eusebius Popel von Lobkowitz
Václav Eusebius Popel z Lobkovic
Herzog Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb. 1609
gest. 1677
Anm.: Sohn des Sidonius Adalbert Popel von Lobkowitz (1568-1628); ab 1628 Fürst; kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschall (1647); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; ab 1646 Herzog von Schlesien-Sagan; seit 1647 Geheimer Rat; 1650-1665 Hofkriegsratspräsident; 1651/52 zugleich Oberstkanzler von Böhmen; 1665-1674 Obersthofmeister; ab 1670 erster Minister von Kaiser Leopold I. (1640-1705); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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N. N. von Lochau

Anm.: Vermutlich anhaltischer Adliger, der sich im Januar 1642 wahrscheinlich in kursächsischer Gefangenschaft befand.
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Gottfried Müller

geb. 1577
gest. 1654
Anm.: Sohn des Ascherslebener Bürgermeisters und Syndikus Dr. jur. Andreas Müller (1547-1610); Studium in Helmstedt (1593), Jena (1596) und Wittenberg (1599); Dr. utr. jur.; ab 1616 anhaltisch-dessauischer Rat und Kanzler; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufweckende").
Gräfin Amalia von Nassau-Dillenburg
Fürstin Amalia von Oranien
Geburtsname: Gräfin Amalia zu Solms-Braunfels

geb. 1602
gest. 1675
Anm.: Tochter des Grafen Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels (1563-1623); seit 1619 Hofdame der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); 1625-1647 Ehe mit Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Bengt Gabrielsson Oxenstierna af Korsholm och Wasa

geb. 1623
gest. 1702
Anm.: Sohn des späteren schwedischen Reichsadmirals Gabriel Bengtsson Oxenstierna (1586-1656); 1650/51 schwedischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; ab 1654 Reichs- und Kanzleirat; Generalgouverneur von Warschau (1655-1659) und Livland (1662-1665); 1671-1680 Reichskanzleirat; 1674/75 schwedischer Botschafter in Wien; seit 1680 Kanzleipräsident.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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N. N. von Peccatel

Anm.: Um 1649 Gemahlin des Strelitzer Amtshauptmanns Georg von Peccatel.
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Polykarp von Smyrna
Bischof Polykarp von Smyrna

geb. ca. 69
gest. ca. 155
Anm.: Apostolischer Vater und Märtyrer.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sigismund II. Rákóczi
II. Rákóczi Zsigmond
Graf Sigismund von Munkatsch

geb. 1622
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); vor 1648 Erhebung zum Grafen von Munkatsch.

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Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Raumer

geb. 1610
gest. 1691
Anm.: Sohn des Gerbers Friedrich Raumer (gest. 1666) aus Eschenbach (Operpfalz); Schulbesuch in Auerbach und Weißenburg; Studium in Leipzig, Wittenberg, Marburg und Tübingen; ab 1635 Hauslehrer in Dessau; 1636-1638 Pfarrer in Jeßnitz; 1638-1646 Subdiakon und seit 1646 Archidiakon an St. Marien sowie Superintendent, Hofprediger und Konsistorialrat in Dessau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 386.

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Valentin Reichard

gest. 1661
Anm.: Geboren in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1636 Lehrer in Großweissandt; 1636/37 Pestpfarrer in Köthen; Pfarrer in Edderitz (1637/38?), Neudorf (1638?-1641) und Cörmigk (seit 1641); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 387.
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Georg Anton von Rodenstein
Bischof Georg Anton von Worms

geb. 1579
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Otto von Rodenstein; ab 1594 Domherr in Speyer; 1610 Priesterweihe; seit 1609 Domherr in Worms; ab 1612 Domherr in Mainz; 1622-1629 Domdekan in Speyer; seit 1629 Bischof von Worms; daneben 1634-1638 Domdekan und ab 1638 Dompropst in Mainz.

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Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

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Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

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N. N. (von) Schlegel (3)

Anm.: Um 1651 junger, vermutlich anhaltischer Adliger.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Dina Schumacher
Geburtsname: Dina Vinhofvers

geb. 1620
gest. 1651
Anm.: Geboren in Kopenhagen als Tochter deutscher Eltern; in den 1640er Jahren Ehe mit Daniel Schumacher; 1650 Beschuldigung ihres angeblichen Geliebten, des dänischen Reichshofmeisters Graf Corfitz Ulfeldt (1606-1664), und seiner Gemahlin Leonora Christina (1621-1698) der Planung eines Giftanschlages auf König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); 1651 Hinrichtung wegen Erhebung falscher Anschuldigungen.

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Johann Friedrich Schweitzer
Johan Frederik Helvetius

geb. 1630
gest. 1709
Anm.: Sohn des Köthener Juristen Balthasar Schweitzer; um 1651 Apothekergeselle in Köthen; um 1654 Studium der Medizin in Harderwijk (1656 Promotion zum Dr. med.); danach Arzt und Alchemist in Amsterdam (bis ca. 1676) und Den Haag; angeblich Leibarzt des Fürsten Wilhelm III. von Oranien (1650-1702).

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Veit Ludwig von Seckendorff

geb. 1626
gest. 1692
Anm.: Sohn des Joachim Ludwig von Seckendorff; ab 1645 Fähnrich der Leibgarde bzw. Hofmeister des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt, ab 1648 Hofjunker des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha, 1651 gothaischer Hof- und Justizrat, 1656 Geheimer Hof und Kammerrat sowie Hofrichter in Jena, 1663 Wirklicher Geheimer Rat und Kanzler; ab 1664 Geheimrat, Kanzler und Konsistorialpräsident des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz (1619-1681); ab 1682 auf seinem Gut Meuselwitz; 1692 Gründungskanzler der Universität Halle; ab 1654 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hülfreiche").

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Hannibal Sehested

geb. 1609
gest. 1666
Anm.: Sohn des Claus Maltesen Sehested (1558-1612); ab 1632 königlicher Hofjunker; mehrfach diplomatische Missionen; 1637-1639 Hofmeister des Königssohnes Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein (1622-1656); 1640-1651 Reichsrat; 1642-1651 Generalgouverneur von Norwegen; 1651-1658 Leben im Ausland; seit 1660 Reichsschatzmeister und erneut Reichsrat.

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Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Oliver St John

geb. ca. 1598
gest. 1673
Anm.: Sohn des Oliver St John of Cayshoe; ab 1615 Studium der Rechte in Cambridge; 1626 Zulassung als Advokat; 1640-1653 Mitglied des Parlaments (House of Commons); 1641-1648 Solicitor General for England and Wales; 1648-1160 Chief Justice of the Common Pleas; 1651 englischer Gesandter in Den Haag; seit 1651 Kanzler der Universität Cambridge.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Walter Strickland

geb. ca. 1598
gest. 1671
Anm.: Sohn des Walter Strickland of Boynton (gest. 1636); 1618 Aufnahme in das Gray's Inn als Barrister (Anwalt); ab 1619 Studium in Cambridge; 1642-1650 Gesandter des englischen Parlaments bei den niederländischen Generalstaaten in Den Haag; 1645-1660 Mitglied des House of Commons (mit Unterbrechungen); 1651 Teilnahme an einer Gesandtschaft in den Niederlanden; 1651/52 zudem Mitglied des Council of State; seit 1654 Hauptmann (Captain) der Leibwache des Lordprotektors Oliver Cormwell (1599-1658); 1657-1660 Mitglied des House of Lords; 1658/59 Mitglied im Rat von Richard Cromwell (1626-1712); 1659 Mitglied im Committee of Safety; 1660 Rückzug von allen Ämtern.

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Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Graf Lennart Torstensson af Ortala

geb. 1603
gest. 1651
Anm.: Sohn des Torsten Lennartsson (1561-1631); ab 1618 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1624 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1628), Obrist (1630), General (1632) und Feldmarschall (1641); ab 1641 auch Reichsrat; 1641-1648 Generalgouverneur von Pommern; seit 1648 Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

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Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

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Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein
Albrecht Václav Eusebius z Valdštejna
Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein
Fürst Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht VIII. von Mecklenburg
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb. 1583
gest. 1634
Anm.: Sohn des Wilhelm von Waldstein (1547-1595); 1606 Konversion zum katholischen Glauben; 1607 kaiserlicher Hauptmann; 1615-1618 Obrist der mährischen Stände; kaiserlicher Obrist (1619), Generalfeldwachtmeister (1623) und zweimal Oberbefehlshaber der Armee des Kaisers (1625-1630 und 1632-1634); 1623 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1624 Fürst und seit 1625 Herzog von Friedland; 1628-1631 Herzog von Mecklenburg; ab 1628 Herzog von Schlesien-Sagan; 1634 Absetzung und Ermordung wegen Hochverrats; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Esche von Wallwitz

geb. 1588
gest. 1653
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz; Kammerjunker, Kriegskommissar und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); um 1630/41 Leutnant; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reizende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jørgen Walter

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Geboren in Holstein; dänischer Obristleutnant (um 1645) und Obrist (1651); seit 1645 Erbherr auf Rohlstorff in Holstein; 1651 königlicher Rat und Ausweisung aus Dänemark wegen Planung eines Giftanschlages auf König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); danach bis 1668 Leben im Exil; 1649 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg von Wangenheim

geb. 1606
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg Melchior von Wangenheim (1580-1628); Erbherr auf Tüngeda und Wangenheim; 1640–1652 Stallmeister und 1652-1659 Haushofmeister des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601-1675); vermutlich seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Freymühtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Wolffersdorff (3)

Anm.: Adliger, der im Juli 1651 N. N. von Hardenberg erstochen haben soll.
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Ziegesar (1)

Anm.: Um 1651 vermutlich landsässiger Adliger in Anhalt.
Aderstedt
weiterführende Informationen
Albanien (Montenegro), Provinz
Anm.: Verwaltungseinheit der Republik Venedig.
Alsleben
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Balaguer
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brabant, Herzogtum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Cattaro (Kotor)
weiterführende Informationen
Cörmigk
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Dankerode
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dohndorf
weiterführende Informationen
Donau, Fluss
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Florenz (Firenze)
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankfurt (Oder)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Giebichenstein, Burg
weiterführende Informationen
Großwirschleben
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Hessen-Darmstadt, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hornhausen
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kamieniec Podolski (Kamjanez-Podilskyj)
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Bestandteil der spanischen Krone.
Kirchenstaat
weiterführende Informationen
Kleve
weiterführende Informationen
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Königerode
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Korfu, Insel
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Langeland, Insel
weiterführende Informationen
Laucha an der Unstrut
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Limousin
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Malta (Inselgruppe)
weiterführende Informationen
Münster, Hochstift
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Bestandteil der spanischen Krone.
Neugattersleben
weiterführende Informationen
Niederlande, Spanische
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Norwegen, Königreich
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Österreich unter der Enns (Niederösterreich), Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Orange, Fürstentum
weiterführende Informationen
Oschersleben
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osmarsleben
weiterführende Informationen
Paderborn, Hochstift
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Pfalz-Neuburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Piemont
weiterführende Informationen
Pissdorf
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Plötzkau, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt; 1611-1665 unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum (vgl. Anhalt-Plötzkau, Fürstentum).
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Prederitz
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung bei Gröna südlich von Bernburg.
Rhein, Fluss
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Saint-Maur, Schloss (Saint-Maur-des-Fossés)
Anm.: Im Jahr 1796 zerstörtes Schloss auf dem Boden einer ehemaligen Abtei, das seit 1589 den Princes de Condé gehörte.
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sárospatak
weiterführende Informationen
Schöningen
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Scilly-Inseln (Isles of Scilly)
weiterführende Informationen
Sizilien (Sicilia), Insel
weiterführende Informationen
Slawonien
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Staßfurt
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Walachei, Fürstentum
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Zernitz
weiterführende Informationen
Anhalt, Landstände
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Halberstadt, Dompropstei
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Parlement de Paris
weiterführende Informationen
Marcantonio Flaminio: De Rebvs Divinis Carmina Ad Margaritam Henrici Gallorum Regis sororem, Antwerpen: Christophe Plantin, 1558. [Nachweis im GVK]
Sebastian Franck: Paradoxa, hg. von Siegfried Wollgast, Berlin: 1995. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Decimus Iunius Iuvenalis: Saturae = Satiren. Lateinisch-deutsch, hg. von Joachim Adamietz, München: 1993. [Nachweis im GVK]
John Milton: Defensio Pro Populo Anglicano. Contra Claudii Anonimi, alias Salmasii, Defensionem Regiam, London: William Dugard, 1651. [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Liebesbriefe = Heroides - Epistulae. Lateinisch-deutsch, hg. von Bruno W. Häuptli, Düsseldorf/Zürich: 2001. [Nachweis im GVK]
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg: Von Gottes gnaden wir Wolffgang Wilhelm Pfaltzgraff bey Rhein/ in Bäyern/ [...] Geben hiermit jedermenniglichen/ insonderheit aber Unseren Ambtleuthen/ [...] zu wissen/ was gestalt vor wenig Tagen eine starcke anzahl ChurBrandenburgischen Kriegsvolcks zu Roß un[d] Fuß/ ganz unnversehens/ uns ohne einige (nach dem jüngst im Jahr 1647 zwischen Sein deß Herrn Chur-Fürsten Liebden und Uns auffgerichten Vertrags) vorher beschehene denunciation einiger wider Uns habender Ansprach [...], o. O.: 1651. [Nachweis im GVK]
Rufinus: Die Bücher I bis V, in: Eusebius Werke. Zweiter Band. Die Kirchengeschichte. Die Lateinische Übersetzung des Rufinus, Teil 1, hg. von Eduard Schwartz / Theodor Mommsen / Friedhelm Winkelmann, Berlin: 1999, S. 512-1040. [Nachweis im GVK]
Gaius Sallustius Crispus: Epistulae ad Caesarem senem de re publica, in: Werke. Lateinisch und deutsch, hg. von Werner Eisenhut / Joseph Lindauer, Düsseldorf: 2006, S. 318-349. [Nachweis im GVK]