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        <fileDesc>
            <titleStmt>
                <title>Wissen als Erbauung – zur Theatralität der Präsentation von Wissen aus aller
                    Welt im <hi rend="italics">Neuen Welt=Bott</hi></title>
                <author>
                    <name type="person">
                        <forename>Renate</forename>
                        <surname>Dürr</surname>
                    </name>
                </author>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>Elektronische Ausgabe nach TEI P5</edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <idno type="werk-ID">ebooks/ed000156</idno>
                <idno type="ppn">000000000</idno>
                <publisher>
                    <name type="org">Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</name>
                    <address>
                        <street>Lessingplatz 1</street>
                        <name type="city">Wolfenbuettel</name>
                        <postCode>D-38299</postCode>
                        <name type="country">Germany</name> 
                    </address>
                </publisher>
                <date>2011</date>
                <availability status="restricted">
                    <p> Available at <ref target="http://diglib.hab.de/ebooks/ed000156/start.htm ">
                            (c) Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</ref>
                    </p>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <notesStmt>
                <note type="register">
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                </note>
            </notesStmt>
            <sourceDesc>
                <p>digital source</p>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <encodingDesc>
            <projectDesc>
                <p>Erstellt im Projekt <ref target="http://www.theatra.de">Welt und Wissen auf der
                        Bühne. Die Theatrum-Literatur der Frühen Neuzeit</ref></p>
            </projectDesc>
        </encodingDesc>
    </teiHeader>
    <text>
        <body xml:lang="de">


            <div type="section">
                <head>Einleitung</head>
                <div type="section">
                    <head>Wissen als Erbauung</head>

                <p>Seit geraumer Zeit diskutiert die neuere Wissenschaftsgeschichte den Zusammenhang
                    und die wechselseitigen Implikationen von ‚Religion‘ und ‚Wissenschaft‘ in der
                    Vormoderne. Deutlich wurde, dass, was zunächst auf einen kleinen Kreis von
                    Physikotheologen konzentriert erschien, im 16. bis 18. Jahrhundert die
                    Naturerforschung und die Wissenschaften überhaupt beförderte (<bibl><ref
                            type="bibliography" target="#dixon_science_2010">Dixon</ref></bibl>;
                            <bibl><ref type="bibliography" target="#fried_aufstieg_2001"
                        >Fried</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#trepp_erforschung_2009">Trepp 2009</ref></bibl>). Natur- und
                    Gotteserkenntnis, Gotteslob und Wissenschaften gehörten bis weit ins 18.
                    Jahrhundert hinein über die Konfessionen hinweg zusammen. Ebenfalls seit einiger
                    Zeit werden der Zusammenhang und die wechselseitigen Implikationen zwischen
                    europäischer Expansion und Expansion europäischer Wissenschaften diskutiert
                            (<bibl><ref type="bibliography" target="#dürr_expansionen_2005"
                            >Dürr/Engel/Süßmann 2005</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#malley_jesuits_1999">O’Malley</ref></bibl>; <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#liebau_mission_2010"
                        >Liebau/Nehring</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#figueroa_jesuitas_2005">Millones
                    Figueroa/Ledezma</ref></bibl>). Die entstehenden Wissenschaften profitierten von
                    den zahlreichen Beobachtungen, die Europäer im Zuge der Entdeckungen und
                    Eroberungen machten. Nicht selten erhielten solche Unternehmungen sogar
                    explizite Forschungsaufträge (<bibl><ref type="bibliography"
                            target="#brendecke_imperium_2009">Brendecke</ref></bibl>; <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#angster_erdbeeren_2012"
                        >Angster</ref></bibl>). Im Zentrum dieser Bemühungen standen leitmotivisch
                    die ‚(eigene) Erfahrung‘ und ‚Erkenntnis‘ im Unterschied zum gelehrten
                    Bücherwissen, auch wenn die Rhetorik des ‚Neuen‘ manchmal lauter war als die
                    dann tatsächlich vollzogene Abkehr von antiken Wissensidealen (<bibl><ref
                            type="bibliography" target="#daston_introduction_2006"
                        >Daston/Park</ref></bibl>). Entscheidend daran ist jedoch, dass dieser
                    Prozess nun weniger als eine ‚Revolution der Wissenschaften‘ durch einige
                    zentrale Forscherpersönlichkeiten beschrieben wird denn als ein langwieriger Weg
                    der Ablösung (<bibl><ref type="bibliography" target="#shapin_wissen_2001"
                            >Shapin</ref></bibl>). Seither geraten auch die vielen Missionare in den
                    Blick, die nicht nur als ‚cultural brokers‘ zwischen Europa und West- wie
                    Ostindien vermittelten, sondern auch an diesem Prozess der Sammlung und
                    Klassifikation neuen Wissens entscheidenden Anteil hatten (siehe <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#dürr_sprachreflexion_2010">Dürr
                        2010a</ref></bibl> mit weiterer Literatur). Denn sie bewegten sich häufig an
                    den Rändern der den Europäern bekannten Welt, hielten sich in diesen Räumen
                    häufig jahrzehntelang auf und bemühten sich (wenn auch mit wechselndem Erfolg)
                    seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts um Verständigung. Sie erhielten
                    darum Einblicke in Kulturen sowie die dortige Fauna und Flora, die anderen oft
                    verwehrt blieben. Im 16. und 17. Jahrhundert spielten vor allem Jesuiten in
                    diesem Wissenstransfer eine nachhaltige Rolle; seit dem 18. Jahrhundert kam
                    außerdem die pietistische, etwa die hallisch-dänisch-englische Mission hinzu.
                    Jesuitische wie pietistische Missionare wurden angehalten, regelmäßig Bericht zu
                    erstatten, wobei diese Berichte der internen Kommunikation über die weiten
                    Entfernungen hinweg und der Information potentieller Spenderkreise dienten
                            (<bibl><ref type="bibliography"
                            target="#friedrich_beispielgeschichten_2007">Friedrich
                    2007</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#friedrich_circulating_2008">Friedrich 2008</ref></bibl>;
                            <bibl><ref type="bibliography" target="#gleixner_frömmigkeit_2010"
                            >Gleixner 2010</ref></bibl>). Zugleich hatte die schriftliche
                    Selbstreflexion sowohl in pietistischen Kreisen als auch im Jesuitenorden eine
                    religiös-meditative Selbstvergewisserungsfunktion (<bibl><ref
                            type="bibliography" target="#hausberger_jesuiten_1995">Hausberger
                            1995</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#clossey_salvation_2008">Clossey</ref></bibl>; <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#gleixner_pietismus_2005">Gleixner
                            2005</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#dürr_funktionen_2007">Dürr 2007b</ref></bibl>). Diese über
                    Jahre hinweg eingeübte Praxis hatte außerdem Folgen für die Erfassung und
                    Beobachtung naturkundlicher Phänomene selbst, wie Paul Nelles gezeigt hat
                            (<bibl><ref type="bibliography" target="#nelles_seeing_2010"
                            >Nelles</ref></bibl>). Denn die ignatianischen Meditationsübungen
                    beförderten eine bestimmte Form der Aufmerksamkeit, des Beobachtens und
                    systematischen Erfassens, wie auch eine bestimmte Form der schriftlichen
                    Fixierung, die jedem Detail, dem Außergewöhnlichen wie auch dem
                    Typisch-Allgemeinen, besondere Bedeutung zumaß (zu dem langsamen Wandel der
                    Wahrnehmung vom Besonderen zum Allgemeinen siehe z.B. <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#daston_aufmerksamkeit_2000">Daston
                            2000</ref></bibl>). </p>
                <p> </p>
                <p>Seit dem 18. Jahrhundert begann man das in diesen Missionen erworbene Wissen über
                    periodisch erscheinende Publikationsorgane einer breiteren Öffentlichkeit zur
                    Verfügung zu stellen, wobei die Indienstnahme des Mediums Zeitschrift für den
                    Wissenstransfer und die Erbauung noch einmal den engen Konnex zwischen der
                    europäischen <hi rend="italics">Respublica litteraria</hi> und den Missionaren
                    zu dieser Zeit offenbart, können doch Zeitschriften seit dem ausgehenden 17.
                    Jahrhundert als das zentrale Mittel des Wissensaustausches innerhalb der
                    europäischen Gelehrtenwelt betrachtet werden (<bibl><ref type="bibliography"
                            target="#gierl_korrespondenzen_2004">Gierl</ref></bibl>; siehe auch
                            <bibl><ref type="bibliography" target="#dülmen_gespräche_2002">van
                            Dülmen 2002</ref></bibl>). Den Anfang machte eine von dem Jesuiten P. Le
                    Gobien herausgegebene Sammlung, die seit dem zweiten Band des Jahres 1703 den
                    Zusammenhang von Wissen und Erbauung explizit im Titel trägt:
                            <bibl><title>Lettres édifiantes et curieuses écrites des Missions
                            étrangères par quelques missionnaires de la Compagnie de
                        Jésus</title></bibl>. Dabei erscheint dieser Titel als eine bewusste
                    Zuspitzung des Inhaltes dieser Briefe, hatte P. Le Gobien doch seine Sammlung im
                    ersten Jahr noch sehr allgemein <bibl><title>Lettres de quelques missionnaires
                            de la Compagnie de Jésus</title></bibl> überschrieben (siehe die
                    bibliographische Übersicht über die <bibl><title>Lettres
                        édifiantes</title></bibl> in: <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#vissiere_lettres_2001">Vissière/Vissière</ref></bibl>, S.
                    29-32, hier S. 29f.). </p>
                <p>Es folgten seit 1710 die pietistischen <ref
                        target="http://192.124.243.55/digbib/hb.htm"><bibl><title>Halleschen
                                Berichte</title></bibl></ref> (<bibl><ref type="bibliography"
                            target="#rajan_missionare_2010">Kamath Rajan</ref></bibl>; <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#trepp_missionierung_2010">Trepp
                        2010</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#liebau_dinge_2012">Liebau</ref></bibl>), seit 1726 der
                    jesuitische <ref target="http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-76631"
                                ><bibl><title>Neue Welt=Bott</title></bibl></ref> (Stöcklein, Bd. 1;
                    siehe dazu an neueren Forschungen <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#hausberger_stöcklein_2007">Hausberger 2007</ref></bibl>;
                            <bibl><ref type="bibliography" target="#dürr_welt-bott_2007">Dürr
                            2007a</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#dürr_kulturtransfer_2007">Dürr 2007b</ref></bibl>; <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#strasser_kartisierung_2010"
                        >Strasser</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#gonzalez_berichterstattung_2011">Borja González</ref></bibl>,
                    S. 124-166). Alle diese Zeitschriften erschienen über Jahrzehnte hinweg. Allen
                    wird eine weite, jeweils über den engeren Kreis konfessioneller Zugehörigkeit
                    hinausgehende Leserschaft bescheinigt. So verwies P. de Querbeuf 1780 in der
                    Vorrede zur neuen Ausgabe der <bibl><title>Lettres édifiantes et
                            curieuses</title></bibl> auf die vielen Dissertationen, die von den
                    Berichten der Missionare profitiert hätten, wie er im Übrigen diese Neuausgabe
                    auch damit begründete, dass sie Anreiz für alle zukünftigen Missionare sein
                    könne, noch viel zielstrebiger ihre freie Zeit den Wissenschaften zu widmen und
                    damit Frankreich einen Dienst zu erweisen (Querbeuf, S. IX). </p>
                <p> </p>
                <p>Auch die im Folgenden im Zentrum dieses Artikels stehende Briefsammlung, der
                            <bibl><title>Neue Welt=Bott</title></bibl>, steht in dieser Tradition,
                    wie ebenfalls dem <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3015792"
                        >Titelblatt</ref> zu entnehmen ist, auf welchem P. Joseph Stöcklein explizit
                    auf die <bibl><title>Lettres édifiantes et curieuses</title></bibl> Bezug nimmt.
                    Auch er verweist über das <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3015791"
                        >Titelkupfer</ref> (Abb. 1) und in verschiedenen Vorreden auf die doppelte
                    Zielsetzung der Wissensvermittlung und der Erbauung durch die Veröffentlichung
                    dieser Briefe (dazu ausführlich <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#dürr_welt-bott_2007">Dürr 2007a</ref></bibl>).<figure>
                        <head>Abb. 1</head>
                        <graphic url="http://diglib.hab.de/ebooks/ed000156/images/duerr_1.jpg"/>
                        <figDesc>Der Neue Welt=Bott, Titelkupfer</figDesc>
                    </figure> Sehr viel expliziter als die Herausgeber der <bibl><title>Lettres
                            édifiantes et curieuses</title></bibl> hat dabei Joseph Stöcklein den
                    ‚interessierten Leser‘ im Blick, dem er über verschiedene Lesehilfen den Zugang
                    zu dem ausgebreiteten Wissen zu erleichtern versucht. Das wird in seinen
                    vierfach untergliederten Vorreden deutlich. Nach einer vergleichsweise kurzen
                    Widmung <quote>An Die so wol im Himmel bereits frolockende/ als auf Erden wider
                        die Hölle in allen Vier Welt=Theilen annoch streitende Missionarios der
                        Gesellschaft JEsu</quote> (Stöcklein, Bd. 1, <quote>Zuschrifft</quote>,
                    unpag. [<ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3015795"
                        >S. 1</ref>]) wenden sich die übrigen drei Teile an den Leser dieser
                    Berichte (hingegen richten sich die Vorreden der <bibl><title>Lettres édifiantes
                            et curieuses</title></bibl> allein an die Ordensbrüder), dem zunächst
                    das Werk als Ganzes vorgestellt und anschließend erläutert wird, wie die
                    Sammlung zu verstehen, wie sie zu nutzen sei. Expliziter noch als die
                            <bibl><title>Lettres édifiantes et curieuses</title></bibl> scheint mir
                    darum der <bibl><title>Neue Welt=Bott</title></bibl> ein explizites Projekt der
                    Wissenspopularisierung zu sein (dazu allgemein <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#dürr_wissenspopularisierung_2011">Dürr 2011</ref></bibl>).
                    Nicht zuletzt darum bemühte sich Stöcklein um Begrenzung der Druckkosten, indem
                    er nur wenige Abbildungen beifügte, wie er schreibt (Stöcklein, Bd. 1,
                        <quote>Vorbericht an den Leser</quote>, <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3015805"
                        >unpag.</ref>). </p>
                <p>Außerdem erläutert Stöcklein, was immer er für das Verständnis der Briefe für
                    wichtig hält (Stöcklein, Bd. 1, <quote><ref
                            target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3015798"
                            >Allgemeine Vorrede des Verfassers über dieses gantze
                        Werck</ref></quote>; <quote><ref
                            target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3015803"
                            >Vorbericht an den Leser. Alles was dem günstigen Leser zu sagen hab/
                            besteht kürtzlich in folgenden Stücken</ref></quote>; <quote><ref
                            target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3015806"
                            >Von etlichen zur Schiffahrt und zur See=Kunst gehörigen
                        Worten</ref></quote>, alle unpag.): sein Vorgehen beim Sammeln,
                    Zusammenstellen, Kürzen und Übersetzen der Briefe; die Aussprache
                    fremdsprachlicher Ortsbezeichnungen; eine kleine Einführung in die
                    Schifffahrtskunst und die entsprechenden Begrifflichkeiten, womit er schon an
                    dieser prominenten Stelle auf den Zusammenhang von ‚Fahren‘ und ‚Erfahrung‘ oder
                    allgemein von Erfahrung und Wissenserwerb verweist. Schließlich erklärt er in
                    seinen Vorreden ausführlich, wie der Leser sich in der Flut von Informationen
                    zurecht finden könne. So hat Stöcklein, im Unterschied zu der buntgemischten
                    Zusammenstellung der Missionsberichte in den <bibl><title>Lettres édifiantes et
                            curieuses</title></bibl>, die Briefe chronologisch und nach Weltregionen
                    sortiert, den Stoff darüber hinaus formal und sprachlich vereinheitlicht. Einer
                    leichteren Orientierung dienen außerdem die kleinen Inhaltszusammenfassungen vor
                    jedem Brief, die noch dazu typographisch herausgehoben sind, und die
                    ausführlichen Register am Ende jedes Bandes. Für eine bessere Lesbarkeit der
                    Briefe achtete Stöcklein außerdem auf thematische Abwechslung, damit er den
                    Leser zugleich <quote>erbauete und ergötzte</quote> (Stöcklein, Bd. 1, Teil 6,
                        <quote>Vorrede</quote>, unpag. [<ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016480"
                        >S. 2</ref>]), und die Anschaulichkeit der Berichte, die sich dadurch
                    ergibt, dass er das Wissen in ihren jeweiligen Geschichten belässt: einem
                        <quote>Schau=Spiel</quote> gleich, <quote>in welchem/ wie in dem
                        Schach=Spiel/ allerhand Personen auf der Bühne sich denen Zuschauern</quote>
                    vorstellen (Stöcklein, Bd. 1, Teil 4, <quote>Vorrede</quote>, unpag. [<ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3020071"
                        >S. 1</ref>]). </p>
                <p>Auch mit dieser Theatermetapher konnte Stöcklein Assoziationen zu den Momenten
                    Erbauung und Wissensvermittlung wecken. Denn erstens ist das <hi rend="italics"
                        >Theatrum mundi</hi> in der europäischen Tradition ein Sinnbild für die
                    Vergeblichkeit von Welt und die Hoffnung auf göttliche Lenkung und Besserung,
                    wie es wenig später auch Johann Gottlieb Zedlers
                            <bibl><title>Universal-Lexicon</title></bibl> formuliert, in dem es mit
                    Anspielung auf 1. Kor. 4,9 heißt: <quote>Wenn der Apostel saget, dass er und
                        andere der Welt ein Schauspiel geworden, so war in selbigem, dem
                        äusserlichen und zeitlichen nach, viel trauriges und betrübtes zu sehen,
                        dabei sich aber innerlich Trost und Freude, und endlich ein Ausgang ewiger
                        Herrlichkeit und voller Vergnügung fand.</quote> (Zedler, Bd. 34, <ref
                        target="http://www.zedler-lexikon.de/blaettern/einzelseite.html?zedlerseite=ze340531&amp;bandnummer=34&amp;seitenzahl=0531&amp;dateiformat=1&amp;supplement=0"
                        >Sp. 1035-1036</ref>) Zugleich verweist die Metapher auf das erfolgreiche
                    Jesuitentheater, in welchem ebenfalls die Frage nach der göttlichen Providenz
                    und die Evozierung von Furcht und Freude im Vordergrund standen (<bibl><ref
                            type="bibliography" target="#rädle_spiel_1981">Rädle</ref></bibl>).
                    Zweitens war seit dem 17. Jahrhundert eine geradezu ausufernde <hi
                        rend="italics">Theatrum</hi>-Literatur entstanden, in der unter dem
                    Stichwort ‚Theatrum‘ oder ‚Schauplatz‘ die enzyklopädische Zusammenstellung von
                    Wissensbeständen aus aller Welt angestrebt wurde (<bibl><ref type="bibliography"
                            target="#quecke_schauplätze_2003">Quecke</ref></bibl>, S. 17; <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#roßbach_theatermetaphorik_2005">Roßbach
                            2005</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#schock_metaphorik_2008">Roßbach 2008</ref></bibl>; <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#roßbach_theatrum_2012">Roßbach
                        2012</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#roßbach_welt_2012">Roßbach 2012</ref></bibl>; <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#meierhofer_sonne_2010"
                        >Meierhofer</ref></bibl>, S. 8f.; zur europäischen Tradition der <hi
                        rend="italics">Theatrum mundi</hi>-Metapher siehe <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#christian_theatrum_1987"
                        >Christian</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#euringer_zuschauer_2000">Euringer 2000</ref></bibl>). </p>
                <p> </p>
                <p>Die These, die ich im Folgenden zur Diskussion stellen möchte, lautet darum, dass
                    die jesuitische Missionszeitschrift <bibl><title>Der Neue
                        Welt=Bott</title></bibl> mit der <hi rend="italics">Theatrum</hi>-Literatur
                    eng verbunden ist, auch wenn der Titel darauf keinerlei Bezug nimmt. Zentral
                    erscheint mir dabei, dass Stöcklein das Wissen in den Geschichten beließ. Wissen
                    im Rahmen ganzer Geschichten zu präsentieren, betont die Singularität des
                    Wissens und der jeweiligen Erkenntnisprozesse. Dazu gehört eine konkrete
                    zeitliche wie räumliche Lokalisierung der Geschehnisse, die Stöcklein so
                    essentiell erschien, dass er sich weigerte, Briefe ohne exakte Orts- oder
                    Zeitangabe abzudrucken (Stöcklein, Bd. 1, <quote>Vorbericht an den
                    Leser</quote>, unpag. [<ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3015805"
                        >8tens</ref>]). In allen Briefen finden sich folglich zahllose Ortsangaben
                    in detailverliebter Kleinteiligkeit. Und Stöcklein bemühte sich um
                    Kartenmaterial, mit dem er die Berichte und Geschehnisse noch einmal und
                    anschaulicher, wenn auch in vielen Fällen für europäische Leser kaum
                    erhellender, genau zu verorten versuchte. Im Folgenden möchte ich darum am
                    Beispiel einiger Karten und Skizzen die Implikationen dieser Verortungen für das
                    Denken in Geschichten diskutieren. </p>
                    
                </div>
                    <div type="section">
                        <head>Der <hi rend="italics">Neue Welt=Bott</hi></head>
                    
                <p>Zwischen 1726 und 1761 erschien der <bibl><title>Neue Welt=Bott</title></bibl> in
                    insgesamt 40 Teilen, die zusammen etwa 4500 eng bedruckte Folio-Seiten umfassen
                    und 812 durchnummerierte Schreiben von Jesuiten aus den verschiedensten Gegenden
                    der Welt enthalten (dazu ausführlich <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#dürr_welt-bott_2007">Dürr 2007a</ref></bibl>). In diesen
                    Reisebeschreibungen und Berichten schildern die Missionare aus ihrer Perspektive
                    die Gefahren des Meeres und des Urwaldes, den ersten Kontakt mit den Menschen
                    fremder Länder, deren Sitten und Gebräuche, klimatische Bedingungen ihrer neuen
                    Lebensräume, die dortige Fauna und Flora sowie die Fortschritte und Rückschläge
                    ihrer Missionsarbeit. Im <bibl><title>Neuen Welt=Bott</title></bibl> wird
                    folglich das präsentierte Wissen als Teil einer Geschichte performativ in Szene
                    gesetzt. Trotz seiner radikalen Kürzungen auf etwa ein Viertel des
                    Gesamtumfanges der eingegangenen Briefe und seiner Behauptung, Wiederholungen
                    streichen zu wollen (Stöcklein, Bd. 1, <quote>Vorbericht an den Leser</quote>,
                    unpag. [<ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3015803"
                        >2tens</ref>]), lässt Stöcklein wichtige Eckpfeiler der jeweiligen
                    Geschichte stehen. Dazu gehören zum einen die einleitenden Anredefloskeln, weil
                    sie Authentizität verleihen können. Des Weiteren behält Stöcklein auch meist die
                    häufig sehr ausführlichen Reisebeschreibungen bei, in welchen vor allem der
                    mühselige und gefahrvolle Weg von Europa in die Welt und damit der
                    entbehrungsreiche Weg zu den neuen Erfahrungen beschrieben wird. Vermutlich
                    belässt er sie trotz oder gerade wegen ihrer immer wiederkehrenden Ähnlichkeit,
                    weil diese – einem Versuchsaufbau gleich – die Voraussetzungen für die vielen
                    Informationen, die auf den Leser anschließend warten, eloquent in Szene setzen. </p>
                <p>Insgesamt kommt der <bibl><title>Neue Welt=Bott</title></bibl> fast ohne
                    illustrierendes Material aus. Das einzige Gliederungsprinzip der Seiten sind die
                    Einteilung in zwei Spalten und die Nummerierung sowie die etwas herausgehobene
                    Zusammenfassung des Inhaltes vor dem einzelnen Brief. Auf den insgesamt etwa 900
                    Folioseiten des ersten Bandes sind nur drei Abbildungen zu finden: eine
                    chinesische Glocke, ein Märtyrer in China und eine Abbildung chinesischer
                    Schriftzeichen. Im Unterschied dazu druckte Stöcklein immerhin elf Karten im
                    ersten Band ab (zu der bei Stöcklein greifbaren Kartenproduktion auch <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#strasser_kartisierung_2010"
                        >Strasser</ref></bibl>). Dass sich dahinter das Prinzip der genauen
                    Lokalisierung verbirgt – und nicht etwa nur das zufällige Ergebnis der Sendungen
                    widerspiegelt – ist einem ausführlichen Eintrag im Anschluss an das Register zu
                    entnehmen, in welchem Stöcklein bedauert, die <quote>so sehnlich verlangte
                        Land=Karten</quote> des Paters Bouchet nun doch noch nicht erhalten zu
                    haben, sie aber unverzüglich <quote>nachstechen und abdrucken [zu lassen]/ damit
                        sie entweder in ihr behöriges Ort/ oder/ wann es zu spath wäre/ dem IX.
                        Theil einverleibet werde</quote> (Stöcklein, Bd. 1, <quote>Index rerum
                        memorabilium</quote>, <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3020397"
                            >unpag.</ref>). </p></div></div>
                       
            <div type="section">
                <head>Zur Dynamik der Wissenspräsentation im <hi rend="italics">Neuen Welt=Bott</hi></head>
                <div type="section">
                    <head>Das Wissen in den Karten</head>
            <p>
                            
                            
                            <figure>
                            <head>Abb. 2</head>
                            <graphic url="http://diglib.hab.de/ebooks/ed000156/images/duerr_2.jpg"/>
                            <figDesc>Der Neue Welt=Bott: Mission bei den Moschen, Karte</figDesc>
                        </figure>Karten sollten eine genaue Lokalisierung der Berichte erleichtern (Abb. 2). Sie haben insofern die Funktion einer Authentifizierung dieser
                    Berichte, die sich jedoch manchmal gleich auf mehrere Schreiben übertragen
                    lässt, wie man etwa bei der Karte über die Mission bei den Moschen nachlesen
                    kann. Sie gehört zu einem Brief des böhmischen Jesuiten Stanislaus Arlet, könne
                    aber auch die Lektüre des 90. Schreibens im vierten und des 112. Berichtes im
                    fünften Teil erleichtern, wie Stöcklein schreibt (Stöcklein, Bd. 1, 5. Teil, Nr.
                    112, nach S. 62). Dieser Hinweis zeigt im Übrigen, wie langfristig Joseph
                    Stöcklein das Erscheinen der Berichte im Voraus geplant und die Briefe
                    unterschiedlichen Teilen zugewiesen hatte. Die Karte selbst stellt einen
                    Ausschnitt des Vizekönigreiches Peru im Gebiet des heutigen Bolivien dar.
                    Während die mächtigen Kordilleren nur angedeutet sind, stellen – wie üblich zu
                    dieser Zeit – die Flussläufe das wichtigste interne Orientierungsmoment dar. Den
                    Ausschnitt selbst konnte, wer sich mit Längen- und Breitengraden auskannte,
                    anhand der am Rand der Karte verlaufenden Zahlenangaben situieren. Abgesehen
                    davon allerdings, dass die Frage der Längengradberechnung in dieser Zeit noch
                    keineswegs zufriedenstellend gelöst war, ist ein solches nautisches Wissen beim
                    durchschnittlichen europäischen Leser solcher Briefsammlungen kaum zu erwarten
                            (<bibl><ref type="bibliography" target="#andrewes_longitude_1996"
                            >Andrewes</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#wepster_theory_2010">Wepster</ref></bibl>). Dass sie dennoch
                    beigefügt wurden, lässt sich zum einen als Authentifizierungsstrategie
                    interpretieren; zum anderen zeigt dies, dass diese Karten nicht in erster Linie
                    für den europäischen Leser hergestellt worden sind, sondern zunächst einmal
                    interne Hilfsmittel für die Reisenden vor Ort, dabei wohl vor allem für die
                    Missionare dieser Gegend, darstellten. Entsprechend exakt sind die Positionen
                    der Reduktionen und Städte des Vizekönigreiches sowie die Wiedergabe der
                    Flussläufe eingetragen, auch wenn diese mit ihren Schlängellinien durchaus
                    stilisiert erscheinen. </p>
                <p>Anders verhält es sich mit internen Maßangaben, wie etwa denjenigen in einer
                    Karte über das südindische <quote>Königreich Carnate</quote> (Abb. 3), die von
                    einem französischen Jesuiten erstellt worden ist und für die deutsche
                    Leserschaft nun durch Stöcklein eine deutsche Meilenlegende erhält (Stöcklein,
                    Bd. 1, Teil 3, Nr. 76, <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016148"
                        >nach S. 64</ref>).<figure>
                        <head>Abb. 3</head>
                        <graphic url="http://diglib.hab.de/ebooks/ed000156/images/duerr_3.jpg"/>
                        <figDesc>Der Neue Welt=Bott: Königreich Carnate, Karte</figDesc>
                    </figure> Auch hier finden wir wieder die Lokalisierung über die Breiten- und
                    Längengrade und einen Hinweis auf die genordete Perspektive dieser Karte.
                    Ansonsten aber wirkt sie seltsam leer. Außerdem sind die wenigen genannten Orte
                    (mit Ausnahme der Residenzstadt) keineswegs zentrale Städte dieses Königreiches
                    gewesen. Wenn man diese Skizze etwa mit der Karte über das Königreich Carnate
                    von Jacques-Nicolas Bellin von 1752 (Abb. 4) vergleicht, wird deutlich, dass man
                    außer der Hauptstadt Cangivaron (heute Kanchipuram) im Südwesten des Landes
                    keinen Ort wiederfinden kann.<figure>
                        <head>Abb. 4</head>
                        <graphic url="http://diglib.hab.de/ebooks/ed000156/images/duerr_4.jpg"/>
                        <figDesc>Jacques-Nicolas Bellin: Karte des Königsreichs Carnate
                            (1752)</figDesc>
                    </figure> Auch wird die Position der Hauptstadt (im Unterschied etwa zur Karte
                    von Bellin) um etwa zwei Grad nördlicher als tatsächlich angegeben. Schließlich
                    stellt die Karte – auch wenn die beigefügten Grenzlinien etwas anderes nahelegen
                    – keineswegs das Regnum Carnate dieser Zeit dar, sondern einen Ausschnitt von
                    etwas über 15 deutsche Meilen Ausdehnung in nord-südlicher wie west-östlicher
                    Richtung. Offenbar ging es hier weniger um die genaue Verortung der Städte und
                    Dörfer selbst. Stattdessen diente die Karte der besseren Orientierung beim Lesen
                    des Berichtes, dem sie beigelegt worden war, hatte P. Mauduit doch sämtliche
                    Orte dieser Karte im Verlaufe einiger Wochen bereist. Sie dient also der
                    Visualisierung von Reisestationen über einen Ausschnitt, der wie mit einer Lupe
                    vergrößert, aus dem Zusammenhang gerissen, die Perspektive dieses Missionars
                    wiedergibt. Der Reisebericht selbst geht die einzelnen Unterkünfte ab, in denen
                    der Pater untergekommen ist und welche er stets mit unterschiedlichen
                    Geschichten verbindet; Geschichten im Übrigen, die von keinerlei Verständnis für
                    die dortige Kultur und Bevölkerung gekennzeichnet sind (Stöcklein, Bd. 1, Teil
                    3, Nr. 76, <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016147"
                        >S. 64-69</ref>). </p>
                <p> </p>
                <p>Heutzutage würde man die perlenartig aufgereihten Geschichten des Pater Mauduit
                    entlang seiner Reise vermutlich weniger mit der Theater- als mit einer
                    Filmmetapher zu fassen versuchen. Denn die Orte wechseln; verbunden werden sie
                    durch die eine Perspektive des reisenden Missionars und seine Interpretationen
                    der Erlebnisse. Viel stärker an eine Theaterszene erinnert dagegen die nun zu
                    erläuternde Karte über das Umfeld von Nagasaki (Abb. 5), die, nach dem
                    beigefügten Maßstab zu urteilen, die letzten zweieinhalb Meilen des Flusslaufes
                    von Nagasaki vor der Mündung ins Meer zeigt (Stöcklein, Bd. 1, Nr. 98, nach S. 30).<figure>
                        <head>Abb. 5</head>
                        <graphic url="http://diglib.hab.de/ebooks/ed000156/images/duerr_5.jpg"/>
                        <figDesc>Der Neue Welt=Bott: Nagasaki, Karte</figDesc>
                    </figure> Der Ausschnitt wird also kleiner, der Maßstab größer; die Perspektiven
                    werden vielfältiger. Diese Karte liegt einem 17 Folioseiten starken Bericht des
                    P. Jean de Fonteney aus dem Jahre 1704 bei. Sie selbst wird auf etwas mehr als
                    einer Folioseite erklärt, wobei die Funktion dieser ganzen Szenerie in diesem
                    ausführlichen Bericht über die komplexe Situation in China wohl vor allem darin
                    liegt, die offene Haltung Chinas um 1700 der abweisenden Handels- und
                    Glaubenspolitik Japans gegenüberzustellen (siehe dazu die Überblicksdarstellung
                    bei <bibl><ref type="bibliography" target="#collani_jesuiten_2012"
                        >Collani</ref></bibl>). Auf Nagasaki kommt der französische Pater aus Anlass
                    der Beschreibung der Verhältnisse in Nimpo zu sprechen, einer von Nagasaki nur
                    drei bis vier Tage Schiffsfahrt entfernten chinesischen Hafenstadt. Nach seiner
                    eigenen Schilderung fasst er zusammen, was er von Pater Gollet erfahren habe,
                    der sein Wissen seinerseits den Berichten zweier handelsreisender Chinesen
                    verdankte. Von ihnen stammt auch der beigefügte Riss, von dem es heißt, dass ihn
                    Pater Fontenay <quote>also, wie ich ihn empfangen hab</quote>, eingefügt habe
                    (Stöcklein, Bd. 1, Nr. 98, <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016378"
                        >S. 31</ref>). Dass es sich bei dieser Skizze indessen um eine Bearbeitung
                    durch Joseph Stöcklein handelt, zeigt der Vergleich mit der französischen Karte
                    in den <bibl><title>Lettres édifiantes et curieuses</title></bibl>, über die es
                    im Übrigen ebenfalls heißt: <quote>Les Chinois m’ont tracé un crayon de l’entrée
                        de la riviere de Nangazacki: le voici tel qu’ils me l’ont donné.</quote>
                    (Lettres édifiantes et curieuses des mission étrangeres, Paris 1708, Bd. 8, nach
                    S. 126). Beide Karten wurden jedoch vermutlich bearbeitet, wenigstens über die
                    beigefügten Erläuterungen, wie Abb. 5 (Stöcklein, Bd. 1, 5. Teil, Nr. 98, nach
                    S. 30) und Abb. 6 (Lettres édifiantes et curieuses des mission étrangeres, Paris
                    1708, Bd. 8, nach S. 126) zeigen.<figure>
                        <head>Abb. 6</head>
                        <graphic url="http://diglib.hab.de/ebooks/ed000156/images/duerr_6.jpg"/>
                        <figDesc>Lettres édifiantes: Nagasaki, Karte</figDesc>
                    </figure> Darüber hinaus sind in Stöckleins Fassung einige Änderungen
                    festzustellen, die wohl kaum zufällig sind. So lässt er Informationen weg, die
                    ihm unwichtig erscheinen, wie den Namen des Generals unter B, die Erläuterung
                    der gestrichelten Linie um die Stadt unter A oder die Erläuterung im Bild
                    selbst, dass die mächtigen Berge das gesamte Areal dominierten, die hier nur
                    noch beschrieben werden als <quote><ref
                            target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016342"
                            >Berge, wo die Christen seind gemartert worden</ref></quote>. Dafür fügt
                    er auf einem der Berge zwei stilisierte und im Maßstab übergroße Kreuzeszeichen
                    ein, die in der französischen Vorlage fehlen, deutet auf einer der vorgelagerten
                    Inseln einen kleinen, gerade Rauch absondernden Vulkankrater an und markiert
                    gleich an drei Stellen die Fließrichtung des Flusses, der damit ungeheuer
                    dynamisch wirkt. Auch überträgt er Meilenangaben in die für eine bestimmte
                    Strecke benötigte Zeit. Dies passt zusammen mit den langen Schattenwürfen in der
                    deutschen Version, die die Illusion einer bestimmten Tageszeit hervorrufen –
                    auch wenn die Sonne danach im Norden stehen müsste (die unten angefügte
                    Erläuterung <quote>Oriens</quote> muss ein Fehler sein; gemeint war wohl
                    Okzidens; dies fehlt ebenfalls in der französischen Vorlage). Diese Skizze ist
                    folglich weniger als Karte denn als eine Momentaufnahme zu lesen, einer
                    Theaterskizze vergleichbar, die anzeigen soll, wo die Protagonisten stehen und
                    wohin sie sich im Folgenden wenden. Das ist bei der hier bearbeiteten Szenerie
                    umso bemerkenswerter, als es sich ja gerade nicht um eine Geschichte im engeren
                    Sinne, sondern um einen Zustand handelt, der die Situation der Chinesen und
                    Niederländer (die die einzigen zugelassenen Handelsnationen waren) in Nagasaki
                    betrifft. Über die Skizze indessen wird diese Zustandsbeschreibung wenigstens
                    andeutungsweise zu einer Geschichte mit klaren Raum- und Zeitkoordinaten. </p>
                </div>
<div type="section">
    <head>Das Wissen in den Geschichten</head>
                    
                <p>‚Erbauen und ergötzen‘ also wollte Stöcklein mit seiner Briefsammlung; und das
                    bedeutete für ihn, die Informationen und Nachrichten aus aller Welt in
                    Geschichten zu belassen und diese konkret zu verorten. Geschichten wiederum sind
                    emotional aufgeladen. Vor allem die Affekte Furcht und Freude haben in den
                    Schilderungen der Jesuiten eine herausragende Bedeutung: die Furcht etwa im
                    Zusammenhang mit den Gefahren der Reise, einer in feindlicher Umgebung
                    schwierigen Missionsarbeit oder gar dem Märtyrertod, dem Stöcklein über die
                    Märtyrerlisten am Ende jeder Lieferung noch einmal besondere Aufmerksamkeit
                    schenkt; die erlösende Freude wiederum über größere oder kleinere
                    Missionserfolge schwingt auch da, wo nichts dergleichen zu berichten ist, als
                    Hoffnung wenigstens implizit immer mit in der Erwartung von Gottes wunderbarer
                    Unterstützung. Dabei hält sich Joseph Stöcklein diesbezüglich ganz im Zeichen
                    seiner in Aufklärung begriffenen Zeit recht bedeckt, wie er in den letzten
                    Zeilen des ersten Bandes noch einmal bekräftigt: <quote>Drittens bezeuge ich
                        abermal gantz feyerlich/ daß/ was ich in diesem gantzen Buch und in dessen
                        Index von Heiligen/ von Martyrer/ Blutzeugen/ Heiligthümern/ Mirackeln/
                        Wunderzeichen und dergleichen Sachen geschriben hab; ich alles nach der
                        Bulla Urbani VIII. P.P. will verstanden haben/ mithin einem jeglichen/ was
                        er hiervon glauben solle und wolle/ frey heimstelle; biß der H. Apostolische
                        Stuhl/ oder die H. allgemeine Christliche Kirch darüber werden ausgesprochen
                        haben.</quote> (Stöcklein, Bd. 1, Index, <quote>Beschluß</quote>, <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016887"
                        >unpag.</ref>) </p>
                <p> </p>
                <p>Geschichten und Emotionen prägten also den Erkenntnisprozess der Missionare, den
                    sie nun über ihre Berichte und den Abdruck im <bibl><title>Neuen
                            Welt=Bott</title></bibl> auch an europäische Leser weitergaben. Mit
                    diesem Ansatz der Belehrung über die Hervorrufung von Emotionen oder Affekten
                    kann Stöcklein an die zeitgenössische, jesuitische Theatertheorie anknüpfen, die
                    sich im 17. Jahrhundert detailliert mit dem antiken Ideal <quote>prodesse et
                        delectare</quote> auseinandersetzte (<bibl><ref type="bibliography"
                            target="#erlach_unterhaltung_2006">Erlach</ref></bibl>; <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#paschoud_monde_2008">Paschoud</ref></bibl>,
                    S. 4). Wenn auch gewiss unter dem Vorbehalt, dass Ergötzen kein Selbstzweck
                    werden dürfe, so bestätigen die von Thomas Erlach in seiner Studie über das
                    Jesuitentheater untersuchten Autoren, für wie wichtig das Ergötzen für das
                    Verstehen gehalten wurde und wie explizit man dieses als didaktisches Mittel für
                    die Theateraufführungen anzuwenden gedachte. Ausführlich erläuterten die Autoren
                    dabei den Zusammenhang von Affekt und Wirkung und damit auch den Zusammenhang
                    von Affekt und Wissen. Damit bewegte man sich in den Bahnen der
                    spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Affektenlehre, die Emotionen im
                    aristotelischen Sinne als eine Bewegung der Seele interpretierte, welche
                    ihrerseits zu Erkenntnis führe. Mit Rückgriff auf Thomas von Aquin galt diese
                    Bewegung der Seele und damit Erkenntnis als eine Folge des Wirkens Gottes im
                    Menschen (<bibl><ref type="bibliography" target="#newmark_passion_2008"
                            >Newmark</ref></bibl>; siehe auch mit Diskussion der religiösen
                    Implikationen dieses Zusammenhangs <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#dürr_laienprophetien_2013">Dürr 2013</ref></bibl>). </p>
                <p>Wissen in Geschichten zu belassen kann demzufolge im Sinne der Theatermetapher
                    als ein didaktisches Mittel interpretiert werden. Denn die über Geschichten
                    hervorgerufenen Affekte galten als die Basis von Erkenntnis, verstanden als
                    Wissen <hi rend="italics">und</hi> Erbauung. Insofern hat die genaue
                    Lokalisierung der Geschichten auch die didaktische Funktion einer imaginativen
                    Anschaulichkeit, unabhängig von dem tatsächlichen Informationsgehalt der
                    Ortsangaben und Karten für europäische Leser. Wissen in Geschichten zu belassen
                    implizierte aber darüber hinaus, die Erfahrung des jeweils berichtenden
                    Missionars und dessen Lebensumstände hervorzuheben. Dieser Ansatz lässt sich
                    folglich auch in die seit dem 16. Jahrhundert immer nachhaltigeren Debatten über
                    den Stellenwert von Erfahrung im Gegensatz zu gelehrter Tradition einbetten.
                    Seit dem 16. Jahrhundert ist diese Debatte auch im Jesuitenorden geführt worden,
                    etwa durch José de Acosta, der in seinem weithin beachteten Missionshandbuch
                            <bibl><title>De procuranda indorum salute</title></bibl> von 1588 die
                    ‚oculata experientia‘ der Missionare vor Ort dem toten Bücherwissen gelehrter
                    Theologen gegenübergestellt hatte (dazu ausführlich <bibl><ref
                            type="bibliography" target="#dürr_translation_oJ">Dürr: Early Modern
                            Translation Theories [i.Dr.]</ref></bibl>). Diese ‚oculata experientia‘
                    war für Acosta zunächst einmal die ausschlaggebende Bedingung für eine
                    erfolgreiche Mission. Sie bezog sich darüber hinaus aber auch auf alle übrigen
                    Momente des jeweiligen Wirkungsortes. José de Acosta selbst hat in seiner
                    ebenfalls vielbeachteten <bibl><title>Historia natural y moral de las
                            Indias</title></bibl> von 1590 den Zusammenhang von naturräumlichen
                    Bedingungen und kulturellen Entwicklungen diskutiert und damit Thesen
                    vorweggenommen, die in Europa ab dem ausgehenden 17. Jahrhundert allenthalben
                    vertreten werden sollten (<bibl><ref type="bibliography"
                            target="#acosta_historia_1987">Acosta</ref></bibl>). Noch Alexander von
                    Humboldt setzte sich ausführlich mit der <bibl><title>Historia natural y
                            moral</title></bibl> auseinander (<bibl><ref type="bibliography"
                            target="#rebok_humboldt_2001">Rebok</ref></bibl>). </p>
                <p>Insofern als die genaue Kenntnis der kulturräumlichen und natürlichen
                    Begebenheiten vor Ort als eine Voraussetzung für Mission angesehen wurde, ist es
                    nicht verwunderlich, dass jesuitische Gelehrte in aller Welt begannen, die
                    Sitten und Gebräuche der einheimischen Bevölkerung sowie deren Sprachen zu
                    erforschen, die Naturgegebenheiten zu erkunden und Karten zu zeichnen, sich mit
                    der Fauna und Flora der Gegend auseinanderzusetzen und dickleibige Kompendien zu
                    schreiben (dazu ausführlich <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#dürr_sprachreflexion_2010">Dürr 2010a</ref></bibl>; Dürr
                    2010b). Jesuitischer Missionar zu sein, implizierte, ein Spezialist der
                    kulturellen und natürlichen Bedingungen vor Ort zu werden. Und trotz des im
                    Jesuitenorden so eloquent verteidigten Gehorsamsgebotes gibt es viele Beispiele
                    innerhalb des Jesuitenordens, die zeigen, dass im Zweifelsfalle der Kenntnis vor
                    Ort der Vorrang vor der europäischen Tradition oder einer in Rom getroffenen
                    Entscheidung gegeben würde (siehe dazu die eben fertiggestellte Dissertation von
                            <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#fechner_entscheidungsfindung_2012">Fabian
                    Fechner</ref></bibl>). Daraus entwickelte oder festigte sich ein für den ganzen
                    Orden typisches Denken vom Einzelfall her, und das wiederum bedeutete im
                    Zusammenhang mit Missionen in aller Welt ein Denken, das die jeweilige Situation
                    vor Ort für sehr wichtig hielt. </p>
                <p>Diese Kenntnis des Einzelfalls beruhte auf der persönlichen Erfahrung und den
                    jeweils damit verbundenen Geschichten. Das Singuläre gehörte folglich immer zu
                    einem – wenn auch spezifischen – Ganzen. Die aus Furcht und Freude durch
                    göttlichen Einfluss gewonnene Erkenntnis bezog sich damit immer auf die ganze
                    göttliche Weltordnung, wenn auch in einer zum Teil geradezu relativistischen
                    Perspektive. Dies kann zum Beispiel an den vielen Registereinträgen zu Tieren
                    abgelesen werden, von denen die jesuitischen Missionare in ihren Briefen
                    berichten. Denn in den meisten Fällen werden die Tiere als Elemente der
                    jeweiligen Gegend begriffen. So lauten die Einträge über den Tiger etwa
                    folgendermaßen: <quote>Tigerthier in America. I.52. in China. IV.5. in
                        Paraquaria. II.56. seqq. in Java. III.4. in Ost=Indien. III.49. in Persien.
                        IV.75. in Bengala am Ganges IV.94. an dem Marannon. II.71. in Abyssina.
                        VIII.57.</quote> (Stöcklein, Bd. 1, <quote>Index Rerum Memorabilium</quote>,
                    unpag. [<ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016880"
                        >T.</ref>]) Der Tiger wird also als Element seiner Umgebung begriffen mit je
                    spezifischen Eigenheiten; erst in zweiter Linie können alle Einträge zusammen
                    auch etwas über das Verständnis vom Tiger dieser Zeit überhaupt verdeutlichen. </p>
                <p>Die Vorstellung eines engen Zusammenhangs von Natur- und Kulturbegebenheiten wird
                    in anderen Einträgen noch deutlicher, so beispielsweise in Bezug auf das
                    Krokodil, über das man laut Registereintrag Folgendes erfahren könne in den
                    Briefen: <quote>Crocodill, ein Lindwurm in Ost= und West=Indien. I.52. ist
                        nirgend ärger/ als an dem Ganges-Strom. IV.95. Die Crocodill werden in
                        Madura und der Gegend in denen Stadtgräben ernehrt; weil sie zur Zeit der
                        Belagerung dem Feind grossen Abbruch thuen. VII.119.</quote> (Stöcklein, Bd.
                    1, <quote>Index Rerum Memorabilium</quote>, unpag. [<ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016838"
                        >C.</ref>]) Der enge Zusammenhang von Natur- und Kulturbeschreibungen wird
                    deutlich, insofern etwa der eine Bericht von den Krokodilen im Ganges nahtlos
                    übergeht in eine Diskussion über die religiöse Bedeutung des Flusses für die
                    Hindus, die diesen trotz aller Gefahren verschiedentlich nutzten (Stöcklein, Bd.
                    1, Teil 4, Nr. 93, <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016312"
                        >S. 95</ref>), oder wenn ein anderes Schreiben von den Krokodilen in den
                    Gräben der derzeitigen Residenzstadt des Königs von Madura, Trischirapali,
                    direkt überleitet zu einer Reflexion über die aufwändigen und teuren
                    Befestigungsanlagen dieser Stadt sowie die Nutzungsregeln der vier Stadttore,
                    von denen eines zugemauert, das andere allein dem weiblichen Hofgesinde
                    vorbehalten sei (Stöcklein, Bd. 1, Teil 7, Nr. 183, <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016742"
                        >S. 119</ref>). Die Neigung Stöckleins, auch Zustandsbeschreibungen in
                    Geschichten zu kleiden, wird auch hier noch einmal deutlich, ist doch der
                    Registereintrag über die Krokodile länger als die entsprechende Passage im Text:
                        <quote>Der Wasser=Graben/ so die Vestung umringet/ ist tieff und bereit/
                        auch mit etlichen Crocodillen noch mehrers versichert. Er muss ein grosses
                        Geld gekostet haben […]</quote> (<ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016742"
                        >ebd.</ref>). </p>
                <p>Stehen bei den bislang zitierten Registerstichworten die Tier-Mensch-Beziehungen
                    im Vordergrund, so gibt es schließlich Einträge, in denen die Besonderheiten der
                    Tiere überhaupt als Ausdruck einer bestimmten Kultur vor Ort interpretiert
                    werden, wie etwa hinsichtlich der Affen, von denen es im Register heißt:
                        <quote>Affen reiten zu Pferdt und fahren zu Schiff I. 38. ihre Menge und
                        Art. I. 52. seynd gut zu essen. I. 68. Affenbrücke zwischen der Fischerküste
                        in Ost=Indien und der Insel Ceilan. III.48. Affen sollen schwehre Krieg
                        geführt haben. ibidem. Sie werden als Götter angebeten III.65. auch sonst in
                        Ehren gehalten IV.89. Affen=Spithal IV.90. Affen thuen denen Holländern
                        Abbruch. IV.99. werden als Götter bey denen Tempeln in Indien verehrt.
                        V.115. Affen in Abyssinâ kurtzweilig. VIII.57.</quote> (Stöcklein, Bd. 1,
                        <quote>Index Rerum Memorabilium</quote>, unpag. [<ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3020135"
                        >A.</ref>]) </p>
                <p>Doch Wissen in Geschichten zu präsentieren, das zeigt sich hier, bedeutet
                    Assoziationen zu wecken, ohne deren Implikationen grundlegend diskutieren zu
                    müssen. So geraten die Beschreibungen der Affengesellschaften, ob nun bewusst
                    oder nicht, unversehens zu einer Allegorie für die barbarische Kultur, die die
                    Europäer fast überall anzutreffen meinten. Besonders anschaulich geriet dies P.
                    Mancher, der 1682 von den Philippinen Folgendes berichtet: <quote>Dern Affen
                        siehet man gantze Kriegs=Heer/ welche auf dem Feld hin und her ziehen/ sich
                        auf die Pferd setzen/ und wie Männer herum reiten. Bey denen Flüssen aber
                        steigen sie in die Schiffe/ auf welchen sie rudern/ auch wie Steuer=Leuthe
                        mit denselben auf= und abfahren: in denen Wäldern seynd sie nicht so
                        kurtzweilig; dann sie verfolgen und greiffen die Leuthe an/ gemeiniglich zu
                        ihrem eignen Verderben/ denn sie werden gefangen. In ihrem Leib und in den
                        Hirschen wird der kostbare Stein Bezoar gefunden.</quote> (Stöcklein, Bd. 1,
                    Teil 1, Nr. 12, <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3015863"
                        >S. 38</ref>) Bei Pater Mauduit, von dessen Reise durch das Königreich
                    Carnate ja schon die Rede war, wird der Affe zum Symbol für die Götzenanbetung,
                    gegen die der Missionar mit Kruzifix und Gesängen vorzugehen versucht: So
                    schreibt er über seine Station in Ayankolam: <quote>Ich hielte mich allda eine
                        kleine Weil bey einem lieben Christen/ den ich unlängst getaufft hatte/ auf/
                        und gienge weiters biß zu einem Tempel/ in welchem ein Aff als GOtt verehrt
                        wird/ und bliebe in diesem Götzen=Haus über Nacht. Ich henckte daselbst das
                        Crucifix=Bild an einen Pfeiler/ vor welchem ich mich samt meinen Catechisten
                        auf das Angesicht geworffen/ und das Lob des wahren GOttes mit heller Stimm
                        eine Zeit lang abgesungen hab.</quote> (Stöcklein, Bd. 1, Teil 3, Nr. 76,
                        <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016150"
                        >S. 65</ref>) Affengesellschaften als Symbol für barbarische Kulturen,
                    Affenanbetung als Kennzeichen für heidnisches Götzentum – mit diesen
                    Tiergeschichten sagen die Jesuiten vor allem etwas über die eigene pejorative
                    Sicht auf die zu missionierende Gesellschaft aus. </p>
                <p>Schließlich impliziert das Verfahren, Wissen in Geschichten zu präsentieren,
                    vielerlei Deutungen möglich zu machen, die Stöcklein nur sparsam kommentiert,
                    etwa über die Vorreden zu jedem Teil, die Zusammenfassungen vor dem einzelnen
                    Brief und die Registereinträge am Ende des Bandes, in denen er bestimmte
                    Geschichten oder Ereignisse hervorhebt, andere übergeht. Sind auch die meisten
                    Berichte von einer grundlegend eurozentrischen Sicht der Geschehnisse geprägt,
                    so finden sich daneben auch Erzählungen mit überraschenden Einsichten, wie etwa
                    diejenige des P. de Tartre, der an seinen Vater über die kleine Insel Gorée
                    gegenüber der Küste Senegals Folgendes schreibt: <quote>Ihre Speiß bestehet aus
                        Hirs/ maßen der Boden kaum was anders hervor bringt; dannoch leben diese
                        arme Leute damit gantz vergnügt/ gehen lächlend daher/ und halten gäntzlich
                        dafür/ ihr wiewol unfruchtbares und sprötes Land seye das irrdische
                        Paradeis/ welches sie mit keinem andern Vatterland vertauschen würden/ wann
                        nicht die Brügel deren Europäern ihnen das sonst so süsse Leben versäuerten.
                        Sie schätzen sich um so viel besser/ dann andere Völcker in Africa, als sie
                        dieselben an Schwärtze übertreffen; da sie seynd liechtschwartz/ wie das
                        Eben=Holtz/ und glauben/ die weisse Farbe stehe denen Menschen übel/ denen
                        Teuffeln aber wohl an.</quote> (Stöcklein, Bd. 1, Teil 3, Nr. 65, <ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016082"
                        >S. 3</ref>) Oder um mit der gewohnten Prägnanz des Pater Stöckleins in
                    seinem Register über diese Episode zu schließen: <quote>Schwartze Farb ist in
                        Mohrenland Englisch; die weisse hingegen teufflisch. III.3. Jene ist in
                        Ost=Indien so gar Göttlich. IV.96.</quote> (Stöcklein, Bd. 1, <quote>Index
                        Rerum Memorabilium</quote>, unpag. [<ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3016874"
                        >S.</ref>]) </p>
</div></div>
            
                <div type="section">
                    <head>Schluss</head>
                <p>Missionszeitschriften wie der <bibl><title>Neue Welt=Bott</title></bibl> sind –
                    darauf habe ich eingangs hingewiesen – eng mit den sich im 18. Jahrhundert noch
                    einmal intensivierenden Kommunikationsformen der europäischen <hi rend="italics"
                        >Respublica litteraria</hi> verbunden. Sie sind als Projekte einer
                    Wissenspopularisierung außerdem als Teil der europäischen Aufklärung zu
                    interpretieren. Schließlich spiegeln sich in diesen Briefen und Zeitschriften
                    erste Momente einer Globalisierungserfahrung im 18. Jahrhundert (<bibl><ref
                            type="bibliography" target="#osterhammel_globalisierung_2007"
                            >Osterhammel</ref></bibl>; <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#conrad_global_2007">Conrad/Eckert</ref></bibl>). Diese
                    Globalisierungserfahrung wiederum hat in erster Linie etwas mit der ungeheuren
                    Menge an Informationen zu tun, die nach Europa gelangte. Wie erwähnt, sind im
                            <bibl><title>Neuen Welt=Bott</title></bibl> im Verlaufe der vierzig
                    Jahre seines Bestehens 812 Schreiben von Missionaren erschienen, die zusammen
                    etwa 4500 Folioseiten umfassen. Doch obwohl Stöcklein bei seiner Bearbeitung der
                    Briefe vor allem Wiederholungen weggelassen hat, wie er selber betont,
                    diskutiert zwanzig Jahre später der neue Herausgeber des
                            <bibl><title>Welt=Botts</title></bibl>, Peter Probst, die Wahrnehmung
                    von Redundanz auch der gedruckten Berichte. Denn vielen Briefen seien kaum mehr
                        <quote>Seltsamkeiten</quote> zu entnehmen, weil man nun alles schon sehr oft
                    gelesen und gehört habe. Weil man aber mit diesen Erfahrungsberichten die eigene
                    Reise in die jeweiligen Länder vorbereiten könne, befürworte auch er weiterhin
                    deren Abdruck (Probst, Bd. 4.1, Vorrede). Zumindest in den Köpfen der
                    Herausgeber ist folglich in den zurückliegenden zwanzig Jahren die Welt
                    zusammengewachsen. Joseph Stöcklein jedenfalls hatte in seiner Vorrede zum 1.
                    Band von 1726 den Abdruck der Reiseschreibungen noch damit begründet, dass man
                    mit ihnen das Reisen vermeiden könne, weil nun <quote>ein neugieriger Leser
                        [nun, R.D.]/ ohne einen Schritt zu thuen/ zu Hauß sitzend mit blosser Lesung
                        dergleichen Schrifften die gantze Welt durchwandern</quote> könne
                    (Stöcklein, Bd.1, Allgemeine Vorrede des Verfassers über dieses gantze Werck,
                    unpag. [<ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3015798"
                        >S. 1</ref>]). </p>
                <p>Die Welt ist also kleiner geworden im 18. Jahrhundert, wenigstens in den Köpfen
                    der lesekundigen Europäer. Die Informationsdichte wiederum, dabei vor allem der
                    kleine Fokus der hier versammelten Berichte, ist so erschlagend, dass man sich
                    fragen muss, ob und in welcher Weise diese Nachrichten überhaupt rezipiert
                    werden konnten. Denn sie erzählen mit unterschiedlichem Schwerpunkt und
                    keineswegs widerspruchsfrei den Lebensweg, die Erlebnisse und Sichtweisen
                    einzelner Missionare. Sie fokussieren unverbunden auf sehr verschiedene Räume,
                    die nur sparsam in einen größeren Kontext eingebettet werden. Und sie berichten
                    höchst unterschiedlich: mal stärker von persönlichen Erfahrungen, mal stärker
                    über politische Ereignisse, dann wieder im Duktus einer Länderbeschreibung von
                    den Sitten und Gebräuchen, der Fauna und Flora einer Region. Man kann diesen
                    Briefen pharmazeutische Rezepte entnehmen. Man kann sie als christliche
                    Erbauungsberichte lesen. Man kann aber auch vieles über die Agency der
                    einheimischen Bevölkerung erfahren. Intransigenz steht neben einer erstaunlichen
                    Offenheit gegenüber anderen Kulturen, eurozentrische Sichtweise neben einer
                    impliziten oder expliziten Europakritik, Tierbeschreibungen neben Städtelob und
                    so fort. </p>
                <p>Diese Vielfalt der Einblicke war dem Herausgeber des <bibl><title>Neuen
                            Welt=Botts</title></bibl>, Joseph Stöcklein, nicht nur bewusst, sondern
                    er hielt sie für ein besonderes Signum seiner Sammlung. Denn er bezeichnet sie
                    als einen <quote>Jahrmarck</quote> (Stöcklein, Bd. 1, Allgemeine Vorrede des
                    Verfassers über dieses gantze Werck, unpag. [<ref
                        target="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3015799"
                        >S. 2</ref>]) der Informationen, bei dem sich jeder das ihn Interessierende
                    heraussuchen könne (siehe auch <bibl><ref type="bibliography"
                            target="#dürr_expansionen_2005">Dürr 2005</ref></bibl>). Zugleich
                    versuchte Stöcklein, Ordnung in diese Vielfalt zu bringen und damit der
                    Beliebigkeit von Weltsichten entgegenzuwirken. Offenbar ging schon mit dieser
                    ersten Globalisierungserfahrung das Gefühl einer Überforderung durch zu viele,
                    zu disparate Informationen einher. Die einführenden Vorreden, das kommentierende
                    Register, die kleinen Zusammenfassungen vor jedem Brief und auch die
                    Präsentation der Informationen in ihren Geschichten dienten der
                    Informationsreduktion. Der Jahrmarkt wurde damit zum Theater.</p>

            </div>

            <div type="bibliography">
                <head>Bibliographische Nachweise und Forschungsliteratur</head>
                <div type="bibliography">
                    <head>Quellen</head>
                    <listBibl>

                        <bibl xml:id="acosta_historia_1987">José de Acosta: Historia natural y moral
                            de las Indias. Hg. v. José Alcina Franch. Madrid 1987<ptr type="gbv" cRef="04240293X"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="probst_welt-bott_1748">Petrus Probst (Hg.): Der Neue Welt=Bott
                            mit allerhand nachrichten deren Missionarien Soc. Jesu Allerhand So
                            Lehr= als Geist=reiche Brief/ Schrifften und Reis=Beschreibungen/ Welche
                            von denen Missionariis der Gesellschafft JEsu Aus Beyden Indien/ und
                            anderen Über Meer gelegenen Ländern, Meistenteils von An1730. bis 1740.
                            in Europa angelangt seynd. Aus handschrifftlichen Urkunden, und anderen
                            bewehrten Nachrichten/ zusammen getragen von Petro Probst, einem
                            Priester der selben Gesellschaft. Wien 1748, Bd. 4/1</bibl>
                        <bibl xml:id="querbeuf_preface_1780">P. de Querbeuf: Préface, in: Ders.
                            (Hg.): Lettres édifiantes et curieuses, écrites des missions étrangères.
                            Nouvelle édition. Paris 1780, Bd. 1, S. VII-IX<ptr type="gbv" subtype="main_entry" cRef="146315111"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="stöcklein_welt-bott_1726">Joseph Stöcklein (Hg.): Der Neue
                            Welt=Bott mit allerhand nachrichten deren Missionarien Soc. JESU
                            Allerhand So Lehr= als Geist=reiche Brief/ Schrifften und
                            Reis=Beschreibungen/ Welche von denen Missionariis der Gesellschafft
                            JEsu Aus Beyden Indien/ und anderen Über Meer gelegenen Ländern Seit An.
                            1642. Biß auf das Jahr 1726. in Europa angelangt seynd. Jetzt zum
                            erstenmal Theils aus Handschrifftlichen Urkunden/ theils aus denen
                            Französischen Lettres Edifiantes verteutscht und zusammen getragen von
                            Joseph Stöcklein, gedachter Societät JEsu Priester. Augsburg, Grätz, Bd.
                            1, 1726<ptr type="gbv" subtype="main_entry" cRef="099847825"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="vissiere_lettres_2001">Isabelle Vissière, Jean-Louis Vissière
                            (Hg.): Lettres édifiantes et curieuses des jésuites de Chine, 1702-1776.
                            Paris 2001</bibl>
                        <bibl xml:id="zedler_universal-lexikon_1742">Johann Heinrich Zedler: <ref
                                target="http://www.zedler-lexikon.de/">Grosses vollständiges
                                Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste</ref>. 68 Bde.
                            Halle, Leipzig 1732-1754, Bd. 34 (1742)<ptr type="opac" cRef="190288302"></ptr></bibl>

                    </listBibl>
                </div>

                <div type="bibliography">
                    <head>Forschungsliteratur</head>
                    <listBibl>
                        <bibl xml:id="andrewes_longitude_1996">William J.H. Andrewes (Hg.): The
                            Quest for Longitude. Cambridge Mass. 1996<ptr type="gbv" cRef="213197774"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="angster_erdbeeren_2012">Julia Angster: Erdbeeren und Piraten.
                            Die Royal Navy und die Ordnung der Welt, 1770-1860. Göttingen
                            2012<ptr type="opac" cRef="679186719"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="gonzalez_berichterstattung_2011">Galaxis Borja González:
                            Jesuitische Berichterstattung über die Neue Welt. Zur
                            Veröffentlichungs-, Verbreitungs- und Rezeptionsgeschichte jesuitischer
                            Americana auf dem deutschen Buchmarkt im Zeitalter der Aufklärung.
                            Göttingen 2011<ptr type="opac" cRef="658443062"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="brendecke_imperium_2009">Arndt Brendecke: Imperium und
                            Empirie. Funktionen des Wissens in der spanischen Kolonialherrschaft.
                            Köln [u.a.] 2009<ptr type="opac" cRef="599834536"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="christian_theatrum_1987">Lynda G. Christian: Theatrum mundi.
                            The History of an Idea. New York, London 1987<ptr type="gbv" cRef="192749536"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="clossey_salvation_2008">Luke Clossey: Salvation and
                            Globalization in the Early Jesuit Missions. Cambridge 2008<ptr type="opac" cRef="546678823"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="collani_jesuiten_2012">Claudia von Collani: Von Jesuiten,
                            Kaisern und Kanonen. China und Europa – eine wechselvolle Geschichte.
                            Darmstadt 2012<ptr type="opac" cRef="673045277"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="conrad_global_2007">Sebastian Conrad, Andreas Eckert: Global,
                            Globalisierung, multiple Modernen: Zur Geschichtsschriebung der modernen
                            Welt, in: Sebastian Conrad [et al.] (Hg.): Globalgeschichte. Theorien,
                            Ansätze, Themen. Frankfurt/Main 2007, S. 7-49<ptr type="gbv" subtype="main_entry" cRef="522166946"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="daston_aufmerksamkeit_2000">Lorraine Daston: Eine kurze
                            Geschichte der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit. München 2000<ptr type="opac" cRef="331877589"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="daston_introduction_2006">Lorraine Daston, Katherine Park:
                            Introduction: The age of the New, in: Lorraine Daston, Katherina Park
                            (Hg.): The Cambridge History of Science. Cambridge 2006, S. 1-17</bibl>
                        <bibl xml:id="dixon_science_2010">Thomas Dixon [et al.] (Hg.): Science and
                            Religion. New Historical Perspectives. Cambridge 2010<ptr type="gbv" cRef="686749928"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="dülmen_gespräche_2002">Richard van Dülmen: Gespräche,
                            Korrespondenzen, Sozietäten. Leibniz’ dialogische Philosophie, in:
                            Richard van Dülmen, Sina Rauschenbach (Hg.): Denkwelten um 1700. Zehn
                            intellektuelle Profile. Köln [u.a.] 2002, S. 123-140<ptr type="gbv" cRef="605830649"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="dülmen_denkwelten_2002">Richard van Dülmen, Sina Rauschenbach
                            (Hg.): Denkwelten um 1700. Zehn intellektuelle Profile. Köln [u.a.]
                            2002, S. 123-140<ptr type="gbv" cRef="349581002"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="dülmen_macht_2004">Richard van Dülmen, Sina Rauschenbach
                            (Hg.): Macht des Wissens. Die Entstehung der modernen
                            Wissensgesellschaft. Köln [u.a.] 2004<ptr type="opac" cRef="374673284"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="dürr_expansionen_2005">Renate Dürr, Gisela Engel, Johannes
                            Süßmann (Hg.): Expansionen in der Frühen Neuzeit. Berlin 2005<ptr type="opac" cRef="478009585"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="dürr_welt-bott_2007">Renate Dürr: Der "Neue Welt-Bott" als
                            Markt der Informationen? Wissenstransfer als Moment jesuitischer
                            Identitätsbildung, in: Zeitschrift für historische Forschung 34 (2007),
                            S. 441-466<ptr type="opac" subtype="main_entry" cRef="129309338"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="dürr_kulturtransfer_2007">Renate Dürr: Wechselseitiger
                            Kulturtransfer – Jesuiten und Guaraní in den Reduktionen von Paraguay,
                            in: Nation – Europa – Welt. Identitätsentwürfe vom Mittelalter bis 1800,
                            hg. v. Ingrid Baumgärtner u.a., Frankfurt am Main 2007, S.
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                        <bibl xml:id="dürr_funktionen_2007">Renate Dürr: Funktionen des Schreibens,
                            in: Irene Dingel, Wolf-Dietrich Schäufele (Hg.): Autobiographien und
                            Selbstzeugnisse als Zeugnisse der Kommunikation und
                            Selbstvergewisserung, in: Kommunikation und Transfer im Christentum der
                            Frühen Neuzeit. Mainz 2007, S. 17-31<ptr type="opac" subtype="main_entry" cRef="559709706"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="dürr_sprachreflexion_2010">Renate Dürr: Sprachreflexion in der
                            Mission. Die Bedeutung der Kommunikation in den sprachtheoretischen
                            Überlegungen von José de Acosta S.J. und Antonio Ruiz de Montoya S.J. im
                            ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhundert, in: Geschichte und
                            Gesellschaft 36 (2010), H. 2, S. 161-196<ptr type="gbv" cRef="631311459"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="dürr_übersetzung_2010">Renate Dürr: Übersetzung als
                            Wissenstransfer: das Beispiel der Guaraní-Wörterbücher von Antonio Ruiz
                            de Montoya SJ (1639-1640), in: Mark Häberlein, Alexander Keese (Hg.):
                            Sprachgrenzen – Sprachkontakte – kulturelle Vermittler. Kommunikation
                            zwischen Europäern und Außereuropäern (16.-20. Jahrhundert). Stuttgart
                            2010, S. 177-201<ptr type="opac" subtype="main_entry" cRef="632508094"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="dürr_wissenspopularisierung_2011">Renate Dürr:
                            Wissenspopularisierung in der Aufklärung: das Kasseler Kunsthaus im
                            Blickpunkt von "Liebhabern und Reisenden", 1769-1779, in: Andreas Gardt,
                            Mireille Schnyder, Jürgen Wolf (Hg.): Buchkultur und Wissensvermittlung
                            in Mittelalter und Früher Neuzeit. Festschrift für Claudia Brinker-von
                            der Heyde. Berlin [u.a.] 2011, S. 147-162<ptr type="gbv" cRef="721541976"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="dürr_laienprophetien_2013">Renate Dürr: Laienprophetien. Zur
                            Emotionalisierung politischer Phantasien im 17. Jahrhundert, in: Claudia
                            Jarzebowski, Anne Kwaschik (Hg.): Performing emotions. Interdisziplinäre
                            Perspektiven auf das Verhältnis von Politik und Emotion in der Frühen
                            Neuzeit und in der Moderne. Göttingen 2013, S. 17-42<ptr type="gbv" subtype="main_entry" cRef="684161109"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="dürr_translation_oJ">Renate Dürr: Early Modern Translation
                            Theories as Mission Theories: A case study of José de Acosta "De
                            procuranda indorum salute" (1588), in: Helmuth Puff, Ulrike Strasser,
                            Christopher Wild (Hg.): Cultures of Communication. Theologies of Media.
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                        <bibl xml:id="erlach_unterhaltung_2006">Thomas Erlach: Unterhaltung und
                            Belehrung im Jesuitentheater um 1700. Untersuchungen zu Musik, Text und
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                        <bibl xml:id="euringer_zuschauer_2000">Martin Euringer: Zuschauer des
                            Welttheaters. Lebensrolle, Theatermetapher und gelingendes Selbst in der
                            Frühen Neuzeit. Darmstadt 2000<ptr type="gbv" cRef="323330320"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="fechner_entscheidungsfindung_2012">Fabian Fechner:
                            Entscheidungsfindung in der Gesellschaft Jesu. Die Provinzkongregationen
                            der Jesuiten in Paraguay (1608-1762). Diss. Tübingen 2012</bibl>
                        <bibl xml:id="fried_aufstieg_2001">Johannes Fried: Aufstieg aus dem
                            Untergang. Apokalyptisches Denken und die Entstehung der modernen
                            Naturwissenschaft im Mittelalter. München 2001<ptr type="opac" cRef="330993666"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="friedrich_beispielgeschichten_2007">Markus Friedrich:
                            Beispielgeschichten in den "Litterae Annuae". Überlegungen zur
                            Gestaltung und Funktion einer vernachlässigten Literaturgattung, in:
                            Nicolas Pethes [et al.] (Hg.): Das Beispiel, Epistemologie des
                            Exemplarischen. Berlin 2007, S. 143-166<ptr type="gbv" cRef="634965115"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="friedrich_circulating_2008">Markus Friedrich: Circulating and
                            Compiling the Litterae Annuae. Towards a History of the Jesuit System of
                            Communication, in: Archivum Historicum Societatis Iesu 77 (2008), S.
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                        <bibl xml:id="gardt_buchkultur_2011">Andreas Gardt, Mireille Schnyder,
                            Jürgen Wolf (Hg.): Buchkultur und Wissensvermittlung in Mittelalter und
                            Früher Neuzeit. Festschrift für Claudia Brinker-von der Heyde. Berlin
                            [u.a.] 2011<ptr type="opac" cRef="129062189"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="gierl_korrespondenzen_2004">Martin Gierl: Korrespondenzen,
                            Disputationen, Zeitschriften. Wissensorganisation und die Entwicklung
                            der gelehrten Medienrepublik zwischen 1670 und 1730, in: Richard v.
                            Dülmen, Sina Rauschenbach (Hg.): Macht des Wissens. Die Entstehung der
                            modernen Wissensgesellschaft. Köln [u.a.] 2004, S. 417-438<ptr type="opac" cRef="605834997"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="gleixner_pietismus_2005">Ulrike Gleixner: Pietismus und
                            Bürgertum. Eine historische Anthropologie der Frömmigkeit Württemberg
                            17.-19. Jahrhundert. Göttingen 2005<ptr type="opac" cRef="476177987"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="gleixner_frömmigkeit_2010">Ulrike Gleixner: Expansive
                            Frömmigkeit. Das hallische Netzwerk der Indienmission im 18.
                            Jahrhundert, in: Heike Liebau, Andreas Nehring (Hg.): Mission und
                            Forschung: Translokale Wissensproduktion zwischen Indien und Europa im
                            18. und 19. Jahrhundert. Halle 2010, S. 57-66<ptr type="gbv" cRef="715711180"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="häberlein_sprachgrenzen_2010">Mark Häberlein, Alexander Keese
                            (Hg.): Sprachgrenzen – Sprachkontakte – kulturelle Vermittler.
                            Kommunikation zwischen Europäern und Außereuropäern (16.-20.
                            Jahrhundert). Stuttgart 2010<ptr type="opac" cRef="632508094"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="hausberger_jesuiten_1995">Bernd Hausberger: Jesuiten aus
                            Mitteleuropa im kolonialen Mexiko. Eine Bio-Bibliographie. Wien, München
                            1995<ptr type="gbv" cRef="188964452"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="hausberger_stöcklein_2007">Bernd Hausberger: El padre Joseph
                            Stöcklein o el arte de inscribir el mundo a la fe, in: Karl Kohut, María
                            Critina Torales Pacheco (Hg.): Desde los confines de los imperios
                            ibéricos. Mexiko 2007, S. 631-662<ptr type="opac" cRef="548805970"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="jarzebowski_emotions_2013">Claudia Jarzebowski, Anne Kwaschik
                            (Hg.): Performing emotions. Interdisziplinäre Perspektiven auf das
                            Verhältnis von Politik und Emotion in der Frühen Neuzeit und in der
                            Moderne. Göttingen 2013<ptr type="gbv" cRef="684161109"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="rajan_missionare_2010">Rekha Kamath Rajan: Der Beitrag der
                            Dänisch-Halleschen Missionare zum europäischen Wissen über Indien im 18.
                            Jahrhundert, in: Heike Liebau, Andreas Nehring (Hg.): Mission und
                            Forschung: Translokale Wissensproduktion zwischen Indien und Europa im
                            18. und 19. Jahrhundert. Halle 2010, S. 93-112<ptr type="opac" subtype="main_entry" cRef="635465345"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="kohut_confines_2007">Karl Kohut, María Critina Torales Pacheco
                            (Hg.): Desde los confines de los imperios ibéricos. Mexiko 2007<ptr type="opac" cRef="548805970"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="küster_theatrum_2003">Ulf Küster (Hg.): Theatrum mundi. Die
                            Welt als Bühne. München 2003<ptr type="gbv" cRef="370712668"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="liebau_dinge_2012">Heike Liebau: "Alle Dinge, die zu wissen
                            nöthig sind". Religiös-soziale Übersetzungsprozesse im kolonialen
                            Indien, in: Geschichte und Gesellschaft 38 (2012), H. 2, S.
                            243-271<ptr type="opac" subtype="main_entry" cRef="129417513"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="liebau_mission_2010">Heike Liebau, Andreas Nehring (Hg.):
                            Mission und Forschung: Translokale Wissensproduktion zwischen Indien und
                            Europa im 18. und 19. Jahrhundert Halle 2010<ptr type="opac" cRef="635465345"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="martin_begegnungen_2005">Ariane Martin, Nikola Roßbach (Hg.):
                            Begegnungen: Bühne und Berufe in der Kulturgeschichte des Theaters.
                            Tübingen 2005<ptr type="gbv" cRef="478450648"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="meierhofer_sonne_2010">Christian Meierhofer: Alles neu unter
                            der Sonne. Das Sammelschrifttum der Frühen Neuzeit und die Entstehung
                            der Nachricht. Würzburg 2010<ptr type="opac" cRef="629395179"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="figueroa_jesuitas_2005">Luis Millones Figueroa, Domingo
                            Ledezma (Hg.): El saber de los jesuitas, historias naturales y el Nuevo
                            Mundo. Frankfurt/Main, Madrid 2005<ptr type="gbv" cRef="486215075"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="nelles_seeing_2010">Paul Nelles: Seeing and Writing. The Art
                            of Observation in the Early Jesuit Missions, in: Intellectual History
                            Review 20 (2010), S. 317-333<ptr type="opac" subtype="main_entry" cRef="545784107"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="newmark_passion_2008">Catherine Newmark: Passion – Affekt –
                            Gefühl. Philosophische Theorien der Emotionen zwischen Aristoteles und
                            Kant. Hamburg 2008<ptr type="opac" cRef="558185894"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="malley_jesuits_1999">John O’Malley SJ. [et al.] (Hg.): The
                            Jesuits. Cultures, Sciences, and the Arts, 1540-1773. Toronto [u.a.]
                            1999<ptr type="opac" cRef="268377561"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="osterhammel_globalisierung_2007">Jürgen Osterhammel:
                            Geschichte der Globalisierung. Dimensionen, Prozesse, Epochen. 4. Aufl.
                            München 2007<ptr type="gbv" cRef="748849068"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="paschoud_monde_2008">Adrien Paschoud: Le monde améridien au
                            miroir des ‚Lettres édifiantes et curieuses’. Oxford 2008<ptr type="opac" cRef="57316021X"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="pethes_beispiel_2007">Nicolas Pethes [et al.] (Hg.): Das
                            Beispiel, Epistemologie des Exemplarischen. Berlin 2007<ptr type="opac" cRef="537633561"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="puff_cultures_oJ">Helmuth Puff, Ulrike Strasser, Christopher
                            Wild (Hg.): Cultures of Communication. Theologies of Media. Toronto
                            [i.Dr.]</bibl>
                        <bibl xml:id="quecke_schauplätze_2003">Ursula Quecke: Quod erat
                            demonstrandum. Schauplätze der Wissenschaft des 16.-18. Jahrhunderts,
                            in: Ulf Küster (Hg.): Theatrum mundi. Die Welt als Bühne. München 2003,
                            S. 17-21<ptr type="gbv" subtype="main_entry" cRef="370712668"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="rädle_spiel_1981">Fidel Rädle: Gottes ernstgemeintes Spiel.
                            Überlegungen zum welttheatralischen Charakter des Jesuitendramas, in:
                            Franz Link, Günter Niggl (Hg.): Theatrum mundi. Götter, Gott und
                            Spielleiter im Drama von der Antike bis zur Gegenwart. Berlin 1981, S.
                            135-159<ptr type="opac" subtype="main_entry" cRef="023877650"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="rebok_humboldt_2001">Sandra Rebok: <ref
                                target="http://www.uni-potsdam.de/u/romanistik/humboldt/hin/rebok-HIN3.htm"
                                >Alejandro de Humboldt y el modelo de la Historia Natural y
                                Moral</ref>, in: Humboldt im Netz, Nr. II, 3 (2001)</bibl>
                        <bibl xml:id="roßbach_theatermetaphorik_2005">Nikola Roßbach:
                            Theatermetaphorik in Wissenschaft und Wissenschaftstheorie um 1700:
                            Gottfried Wilhelm Leibniz, in: Ariane Martin, dies. (Hg.): Begegnungen:
                            Bühne und Berufe in der Kulturgeschichte des Theaters. Tübingen 2005, S.
                            15-29<ptr type="gbv" subtype="main_entry" cRef="478450648"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="roßbach_welt_2012">Nikola Roßbach, Thomas Stäcker (Hg.): <ref
                                target="http://diglib.hab.de/edoc/ed000132/startx.htm">Welt und
                                Wissen auf der Bühne. Die Theatrum-Literatur der Frühen Neuzeit.
                                Repertorium.</ref> Unter Mitarbeit von Flemming Schock, Constanze
                            Baum, Imke Harjes und Sabine Kalff. Wolfenbüttel 2012</bibl>
                        <bibl xml:id="roßbach_theatrum_2012">Nikola Roßbach, Flemming Schock,
                            Constanze Baum (Hg.): <ref
                                target="http://diglib.hab.de/ebooks/ed000081/start.htm">Das Theatrum
                                Europaeum. Wissensarchitektur einer Jahrhundertchronik.</ref> Unter
                            Mitarbeit von Désirée Müller. Wolfenbüttel 2012<ptr type="opac" cRef="729354032"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="schock_metaphorik_2008">Flemming Schock, Oswald Bauer, Ariane
                            Koller, metaphorik.de (Hg.): <ref target="http://www.metaphorik.de/14/"
                                >Dimensionen der Theatrum-Metapher in der Frühen Neuzeit. Ordnung
                                und Repräsentation von Wissen.</ref> Hannover 2008<ptr type="opac" cRef="594797950"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="shapin_wissen_2001">Steven Shapin: Woher stammt das Wissen in
                            der wissenschaftlichen Revolution?, in: Michael Hagner (Hg.): Ansichten
                            einer Wissenschaftsgeschichte. Frankfurt/Main 2001, S. 43-103<ptr type="opac" subtype="main_entry" cRef="337612072"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="strasser_kartisierung_2010">Ulrike Strasser: Die Kartierung
                            der Palaosinseln. Geographische Imagination und Wissenstransfer zwischen
                            europäischen Jesuiten und mikronesischen Insulanern um 1700, in:
                            Geschichte und Gesellschaft 36 (2010), H. 2, S. 197-230<ptr type="gbv" cRef="631311548"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="trepp_erforschung_2009">Anne-Charlott Trepp: Von der
                            Glückseligkeit alles zu wissen. Die Erforschung der Natur als religiöse
                            Praxis in der Frühen Neuzeit. Frankfurt/Main 2009<ptr type="opac" cRef="600595404"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="trepp_missionierung_2010">Anne-Charlott Trepp: Von der
                            Missionierung der Seelen zur Erforschung der Natur. Die
                            Dänisch-Hallesche Südindienmission im ausgehenden 18. Jahrhundert, in:
                            Geschichte und Gesellschaft 36 (2010), H. 2, S. 231-256<ptr type="gbv" cRef="63186105X"></ptr></bibl>
                        <bibl xml:id="wepster_theory_2010">Steven Wepster: Between Theory and
                            Observation. Tobias Mayer’s Explorations of Luna Motion, 1751-1755.
                            Berlin 2010</bibl>

                    </listBibl>
                </div>
            

            <div type="bibliography">
                <head>Abbildungsnachweise</head>
                <listBibl>
                    <bibl xml:id="abb_1">Abb. 1: NWB Titelkupfer, Württembergische
                        Landesbibliothek.</bibl>
                    <bibl xml:id="abb_2">Abb. 2: NWB, Bd. 1, Nr. 50, nach S. 62, Württembergische
                        Landesbibliothek.</bibl>
                    <bibl xml:id="abb_3">Abb. 3: NWB, Bd. 1, Nr. 76, nach S. 64, Württembergische
                        Landesbibliothek.</bibl>
                    <bibl xml:id="abb_4">Abb. 4: <ref
                            target="http://www.mapandmaps.com/de/indien---ceylon/542-india-carnate-ceylon-candi-antique-map-by-bellin-1752.html"
                            >De La Carte de l' Inde de Deca du Gange</ref>, IIe Feuille von
                        Jacques-Nicolas Bellin 1752 (Stand: 9.10.2012).</bibl>
                    <bibl xml:id="abb_5">Abb. 5: NWB, Bd. 1, Nr. 98, nach S. 30, Württembergische
                        Landesbibliothek.</bibl>
                    <bibl xml:id="abb_6">Abb. 6: Lettres édifiantes, Bd. 8, 1708, n S.126,
                        Evangelisches Stift Tübingen.</bibl>


                </listBibl>
            </div></div>
        </body>
    </text>

</TEI>
