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            <titleStmt>
                <title>Johannes Rempen: Schau-Bühne Der Evangelischen Warheit</title>
                <author>
                    <forename>Stefan</forename>
                    <surname>Laube</surname>
                </author>
            </titleStmt>
            <publicationStmt>
                <idno type="workID">http://diglib.hab.de/edoc/ed000074/start.htm</idno>
                <publisher>
                    <name type="org">Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</name>
                    <address>
                        <street>Lessingplatz 1</street>

                        <name type="city">Wolfenbuettel</name>
                        <postCode>D-38299</postCode>
                        <name type="country">Germany</name>
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                <date when="2010-12-01">2011</date>
                <availability status="restricted">
                    <p> Available at <ref target="http://diglib.hab.de/werke/ed000074/start.htm"> (c) Herzog
                            August Bibliothek Wolfenbüttel</ref>
                    </p>
                </availability>
            </publicationStmt>
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                <bibl>
                    <title>Schau-Bühne Der Evangelischen Warheit</title>
                    <author>
                        <forename>Johannes</forename>
                        <surname>Rempen</surname>
                    </author>
                </bibl>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
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            <projectDesc>
                <p xml:id="theat">
                    <ref target="http://www.theatra.de">Theatrum-Literatur der Frühen
                        Neuzeit</ref>
                </p>
            </projectDesc>
        </encodingDesc> 
    </teiHeader>
    <text>
        <body>
            <div type="bibliography">
                <head>Titel</head>
                <listBibl>
                    <biblStruct type="source">
                        <monogr>
                            <title>
                                <ref target="http://diglib.hab.de/drucke/tm-4f-24/start.htm?image=00011">
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                                </ref>Schau-Bühne Der Evangelischen Warheit Worauff alle Päbstische
                                Glaubens-Streitigkeiten und Haupt-Controversien Mit der Papisten neuesten
                                Erfindungen/ Ausflüchten und Subtilitäten der gantzen Papistischen
                                streitbahren Theologiæ vollkommentlich fürgestellet/ Und Alle Papistische
                                Einwürffe Aus GOttes Wort und eigenen Grund-Sätzen der Päbstischen Lehr kurtz
                                und deutlich zurück getrieben werden durch Joannem Rempen, Vormahls der
                                Päbstischen Theologiæ Professorem Jetztund aber Probsten des Closters St.
                                Laurentii vor Schöningen und Professorem auf der Julius-Universität zu
                                Helmstedt/ Nunmehr zum Anderen mahl in Druck gegeben Und mit Beantwortung
                                Funffzig Papistischer Motiven Warum niemand mit gutem Gewissen Lutherisch
                                werden möge/ Wie auch Mit einem vollständigen Haupt-Register Vergrössert.
                                Leipzig und Wolffenbüttel/ Verlegts <rs type="person" ref="#godfried_freytag">Godfried Freytag</rs>s seel. Wittibe.
                                1721.</title>
                            <imprint>
                                <pubPlace>Leipzig und Frankfurt</pubPlace>
                                
                                <date when="1709">1709</date>
                            </imprint>
                            <extent>Titelseite (Kupfertafel), 280 pag. S u. 220 pag. S., 2°.</extent>
                        </monogr>
                        <idno type="opac">151132100</idno>

                        <note type="copies">
                            <list>
                                <head>Standorte des Erstdrucks</head>

                                <label>British Library London</label>
                                <item>Sign. 1489.d.13</item>
                                <label>Dombibliothek Hildesheim</label>
                                <item>Sign. 2 Jb 0355</item>
                                <label>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</label>
                                <item>Sign. M: Tm 4° 23</item>
                                <label>Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar</label>
                                <item>Sign. 2° IX : 1</item>
                                <label>Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Schwerin</label>
                                <item>Sign. AB 175415 (1/2)</item>
                                <label>National Library of Scotland Edinburgh</label>
                                <item>Sign. DC.l.215(26) </item>
                                <label>Staatsbibliothek zu Berlin</label>
                                <item>Sign. 4“@Dh 10644-1/2</item>
                                <label>Universitäts- und Stadtbibliothek Köln</label>
                                <item>Sign. GBIV8293</item>
                                <label>Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt Halle</label>
                                <item>Sign. AB 175415 (1/2)</item>
                                <label>Universitätsbibliothek Freiburg</label>
                                <item>Sign. N 2828,f</item>
                                
                                <label>Universitätsbibliothek Rostock</label>
                                <item>Sign. Fg-15</item>
                                
                            </list>
                        </note>
                    </biblStruct>
                </listBibl>
            </div>
            <div type="author">
                <head>Verfasser</head>
                <p><rs type="author" ref="#rempen_johann">Johann Rempen</rs> (1663-1744) wuchs als Sohn eines gut situierten Kornhändlers in Paderborn
                    auf. Als Student der dortigen Universität erhielt er schon im Alter von 17 Jahren die
                    Magisterwürde. 1680 trat er in Trier in den Jesuitenorden ein. 1682 war er Repetent am
                    Hildesheimer Jesuitenkolleg. Ab 1687 fungierte er dort als Professor für alte Sprachen,
                    Dichtkunst, Logik und Metaphysik, ab 1698 als Theologieprofessor. Zudem wirkte er in
                    Hildesheim auch als Domprediger. In dieser Zeit gab er auf Latein ein Verzeichnis der
                    Bischöfe zu Hildesheim heraus, das in deutscher Übersetzung 1701 veröffentlicht wurde.
                    1704 trat er bei den Jesuiten aus, um bei den Benediktinern ebenfalls als Professor der
                    Philosophie und Theologie tätig zu sein. Bei beiden Orden machte er sich als
                    leidenschaftlicher Gegner des Protestantismus einen Namen. Insbesondere verfasste er gegen
                    <rs type="person" ref="#mayer_johann_friedrich">Johann Friedrich Mayer</rs>, einen Professor in Greifswald, Streitschriften. Je tiefer er sich
                    nun zur Widerlegung in die evangelische Glaubenslehre versenkte, desto mehr scheint er
                    sich von deren Überzeugungskraft angesprochen gefühlt zu haben. Denn am 8. September 1707
                    konvertierte er in Hildesheim zur evangelischen Kirche. Sogleich bemühte er sich bei der
                    Regierung in Hannover um eine außerordentliche Professur in Helmstedt, die ihm auch 1708
                    in der philosophischen Fakultät übertragen wurde. Sein Glaubensübertritt löste auf
                    katholischer Seite Invektiven aus, auf die er mit seiner 1709 erschienenen
                            <bibl><title>Schau-Bühne Der Evangelischen Warheit</title></bibl> antwortete. 1718
                    wurde Rempen zum Propst des Kloster St. Lorenz bei Schöningen ernannt. 1724 erhielt er
                    eine ordentliche Professur in der philosophischen Fakultät. Ab 1726 verbrachte er seinen
                    Lebensabend in Wolfenbüttel, wo er 1744 starb.</p>
            </div>
            <div type="history_of_the_work">
                <head>Publikation</head>
                <div type="principal_editions">
                    <head>Erstdruck</head>
                    <p>Erschienen 1709 in Leipzig und Frankfurt.</p>
                </div>
                <div type="other_editions">
                    <head>Weitere Ausgaben</head>

                    <p>Die zweite Ausgabe erschien 1721 in Leipzig und Wolfenbüttel. Sie ist vermehrt um eine
                        weitere Schrift von Rempen mit dem Titel <bibl><title>Fünfzig Motiven, oder
                                Bewegungsursachen, warum niemand mit gutem Gewissen Lutherisch werden [...]
                                nebst funfzig Gegenmotiven, warum niemand mit guten Gewissen Papistisch
                                werden, oder da er schon papistisch ist, im Pabstthum verharren
                            möge</title></bibl>.</p>
                    <div type="digital_editions">
                        <head>Digitale Ausgabe</head>
                        <bibl><note type="copies">
                        <ref target="http://diglib.hab.de/drucke/tm-4f-24/start.htm">Wolfenbüttel: Herzog
                            August Bibliothek 2009 (= Theatrum-Literatur der Frühen Neuzeit)</ref>. Vorlage:
                        Exemplar der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Sign. M: Tm 4° 23.</note></bibl>
                </div></div>
            </div>
            <div type="contents">
                <head>Inhalt</head>
                <p>Die mit einem Register und einem Inhaltsverzeichnis versehene Abhandlung ist aus zwei
                    Bänden zusammengesetzt. Sie besteht aus ausführlichen Antworten zu mehr als dreißig
                    Fragekomplexen. Der erste Band beschäftigt sich mit der Kirche als Institution, mit dem
                    Status der Heiligen Schrift sowie mit den Eigenschaften des gerechtfertigten Glaubens. Der
                    zweite Band behandelt kapitelweise Merkmale der konkreten Glaubenspraxis wie die Anzahl
                    der Sakramente (<ref target="http://diglib.hab.de/drucke/tm-4f-24/start.htm?image=00301">Kap. 1</ref>) oder das heilige Abendmahl (<ref
                        target="http://diglib.hab.de/drucke/tm-4f-24/start.htm?image=00365">Kap. 3</ref>).
                    Auch das Fegefeuer (<ref
                        target="http://diglib.hab.de/drucke/tm-4f-24/start.htm?image=00489">Kap. 12</ref>)
                    und das Fasten (<ref target="http://diglib.hab.de/drucke/tm-4f-24/start.htm?image=00504">Kap. 13</ref>) sind Gegenstand der Untersuchungen. Der Text ist durchweg bestimmt
                    durch Rede und Gegenrede, wobei auch Thesen des katholischen Gegners zu Wort kommen, aber
                    nur um sie sogleich zu entkräften. So geht es im elften Kapitel des zweiten Bandes um die
                    Anrufung der Heiligen. Die dritte Frage, auf die Rempen auf 13 Seiten reagiert (<ref
                        target="http://diglib.hab.de/drucke/tm-4f-24/start.htm?image=00476">S.
                    176-189</ref>), lautet: <quote>Ob die Papisten in ihrer Verehrung der Bilder und Reliquien
                        Abgötterey und Götzen-Dienst begehen?</quote> Zunächst referiert der Verfasser die
                    Position der Katholiken, z.B. mit dem Argument, dass ebenso, wie Fürstenbildnisse
                    respektiert würden, auch den Heiligenbildern die Ehre nicht versagt werden könne. Dieses
                    Argument lässt Rempen allein deswegen nicht gelten, weil niemand, der dem Fürsten ein
                    Anliegen vortragen wolle, genötigt werde, vor seinem Bildnis betend niederzuknieen.</p>
                <p><hi rend="italics">Bildgehalt</hi>: Rempens Verzicht auf Kupferstiche in seiner Abhandlung
                    steht im Einklang mit dem Frontispiz, auf dem das evangelische Prinzip der <quote>sola
                        scriptura</quote> visualisiert ist. Im Bildfeld einer auf einem Podest angebrachten
                    Kartusche ist der Autor selbst in schreibender Pose und sitzender Haltung dargestellt.
                    Rempen, der eine Allongeperücke trägt, wird von einer rechts oben befindlichen Sonne, auf
                    der ein aufgeschlagenes Buch mit dem Bibelvers <quote>Im Anfang war das Wort</quote>
                    abgebildet ist, bestrahlt. Dazu sind Verse abgedruckt, die vom dichterisch begabten Rempen
                    selber stammen dürften: <quote>Das Pabsttum ist nur finster Dunst/ Darin der Pabst nur
                        pralet:/ Gott’s Wort ist mir durch Himmels Gunst/ das Licht, so mich
                        bestrahelt.</quote>
                </p>
            </div>

            <div type="classification">
                <head>Kontext und Klassifizierung</head>
                <p>Rempens <bibl><title>Schau-Bühne Der Evangelischen Warheit</title></bibl> gehört zur
                    Gattung der theologischen Kontroversliteratur. Der Autor erklärt, dass er in erster Linie
                    durch das Studium des <bibl><title>Examen concilii Tridentini</title></bibl> (1578) des
                    <rs type="author" ref="#chemnitz_martin">Martin Chemnitz</rs> von der Fehlentwicklung des Papsttums sowie der Richtigkeit der
                    Lutherischen Lehre überzeugt worden sei. In seiner <bibl><title>Schau-Bühne Der
                            Evangelischen Warheit</title></bibl> verfolgt Rempen nun die Absicht, seinen
                    Glaubenswechsel zu rechtfertigen, indem er sich vom Katholizismus polemisch abgrenzt. Ein
                    advokatorischer, antithetisch-argumentativer Duktus dominiert die Ausführungen, wobei es
                    auch darum geht, den neuen Glauben dogmatisch zu fixieren. Die Schrift steckt somit auch
                    ein Feld ab, das in der modernen Theologie als Konfessionskunde firmiert. Allerdings geht
                    es Rempen nicht darum, die einzelnen christlichen Denominationen in ihren historischen,
                    systematischen und praktischen Dimensionen gleichberechtigt darzustellen.</p>
                <p>Zur <hi rend="italics">Theatrum</hi>-Literatur gehört dieses Werk nicht nur wegen der im
                    Titel genannten deutschen Variante <quote>Schaubühne</quote>. Zudem ist dem Autor der
                    Begriff in seiner Bedeutung als <quote>theatrum mundi</quote> bewusst, wenn er sich in der
                    Vorrede auf einen <ref target="http://diglib.hab.de/drucke/tm-4f-24/start.htm?image=00013"
                        >Spruch  <rs type="person" ref="#salomo_israel_koenig">Salomo</rs>s</ref> stützt, dass die göttliche Weißheit auf Erden ihr Spiel treibe.
                    Rempen weiß nicht, ob er es als Trauer- oder Lustspiel bezeichnen soll, dass ihn Gott im
                        <quote>Päpstischen Babel gebohren auff die Schau-Bühne dieser Welt gestellet</quote>
                        (<ref target="http://diglib.hab.de/drucke/tm-4f-24/start.htm?image=00013">S. 1</ref>)
                    habe. Die katholische Variante des christlichen Glaubens mutiert für den Konvertiten
                    hingegen ohne Fundament in Gottes Wort zu einem <quote>Affen-Spiel für Gott</quote> (<ref
                        target="http://diglib.hab.de/drucke/tm-4f-24/start.htm?image=00013">S. 1</ref>). </p>
            </div>
            <div type="rezeption">
                <head>Rezeption</head>
                <p>Rempens <bibl><title>Schau-Bühne Der Evangelischen Warheit</title></bibl> war keine große,
                    über den regionalen Rahmen hinausgehende Wirkung beschieden. </p>
            </div>
            <div type="bibliography">
                <head>Bibliographische Nachweise und Forschungsliteratur</head>
                <listBibl>
                    <bibl xml:id="jöcher_lexicon_1750">Christian Gottlieb Jöcher: Allgemeines
                        Gelehrten-Lexicon. 4 Bde., Leipzig 1750-1751, Bd. 3, Sp. 2008</bibl>
                    <bibl xml:id="lotz-heumann_mißfelder_pohlig_einleitung_2007">Ute Lotz-Heumann,
                        Jan-Friedrich Mißfelder, Matthias Pohlig: Einleitung, in: Dies. (Hg.): Konversion und
                        Konfession in der Frühen Neuzeit. Gütersloh 2007, S. 11-33</bibl>
                    <bibl xml:id="zimmermann_rempen_1889">Paul Zimmermann: Art. „Rempen, Johann“, in:
                        Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. durch die Historische Kommission bei der
                        Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 56 Bde., Leipzig 1875-1912, Bd. 28 (1889), S.
                        200-202</bibl>
                </listBibl>
            </div>
        </body>
    </text>
</TEI>
