Otto von Heinemann: Die Helmstedter Handschriften. Bd. 3: Codex Guelferbytanus 1001 bis 1438 Helmst. (1888) S. 12 (Vorläufige Beschreibung)
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 1014 Helmst.
Pergam. 19 × 14 cm 97 Bll. 13.-14. Jahrh. Mit rothen Überschriften und Anfangsbuchstaben, auf den ersten 9 Bll. auch mit einer Reihe von in Roth, Blau oder Grün ausgeführten Initialen.
Ebd.: Alt und merkioürdig. Holzdeckel mit gepresstem gelblichen Leder überzogen. In der Mitte des Vorder- und Hinterdeckels Metallbeschläge, ebenso an den vier Ecken. Der Mittdbeschlag des Vorderdeckels stellt Christus am Kreuze zwischen Johannes und Maria, derjenige auf dem Hinterdeckel Christus als Weltenrichter dar. Die Ecken sind mit brakteatenähnlichen Rundstücken von demselben Metall verziert. Von den beiden Schliessern (Lederriemen) ist nur noch einer vorhanden.
Prov. u. Gesch.: f. 1 findet sich von alter Hand die Bemerkung: Notum sit hoc scriptum omnibus inspecturis, quod Henricus prepositus noster contulit nobis viginti sex libros in Waltingerod. unum librum missale (das Übrige fehlt). Auf dem vorderen Innerdeckel: Auss Woltingrode inn Wolffenbuttel einkommen den 14. Martii anno (15)72.
Ordo divini officii, premissis (f. 1'–9) canticis sacris cum notis musicis. f. 97'. Diploma Iohannis episcopi Hildeshemensis abbatisse et conventui in Wöltingerode datum „in castro nostro Sturwaldis (Steuer - wald) a. D. 1400, ipso die conceptionis b. Marie, quo illis permittitur, ut festum annuntiationis b. Marie v., quando in ebdomada paschali venire contigerit, in vigilia Palmarum peragant“.