Otto von Heinemann: Die Helmstedter Handschriften. Bd. 3: Codex Guelferbytanus 1001 bis 1438 Helmst. (1888) S. 110 (Vorläufige Beschreibung)

Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 1203 Helmst.

Pap. 14 × 10 cm 160 Bll. 16. Jahrh. Von zwei verschie denen Händen. Mit rothen Überschriften und Anfangsbuchstaben.

Ebd.: Holzdeckel mit dunkeim gepressten Leder überzogen, die Schliesser abgerissen.

Prov. u. Gesch.: —

Plattdeutsche Gedichte nebst einer Prosaerzählung, nämlich: 1) f. 1–37. Zeno. 2) f. 37'–41'. Der Baumgarten (bomgarde). 3) f. 41'–44'. Lob der Frauen (Vruwenloff). 4) f. 44'–46'. Rathsversammlung der Thiere. 5) f. 46'–47. Die drei besten Christen, Juden und Heiden. 6) f. 47–71'. Fabelhafte Geschichte Alexanders des Grossen (Yan Alex ander). In Prosa. 7) f. 72–80'. Leben der h. Marina (Van der hilgen iuncfruwen sunte Marinen). 8) f. 81–107'. Reisen des h. Brandan. 9) f. 108–142' (hier beginnt die zweite Hand). Flos und Blancheflos (Yan Flosse und Blankflosse). 10) f. 143–159'. Theophilus. Schlussschrift: Et sic est finis. Ach wat was ik vro Do ik sach finito libro. 11) f. 159–160. Carmen Latinum. „O Deus, o Christe, Quid portat rusticus iste“ etc. Die ganze Handschrift, mit Ausnahme von 11), herausgegeben von P. J. Bruns, Romantische und andere Gedichte in Altplattdeutscher Sprache. 1798, wo sich (XIII–XV) auch eine Beschreibung der Handschrift findet. 8) allein herausgegeben von K. Schröder, St. Brandan S. 125–160, 10) allein unter dem Titel Theophilus nd. Schauspiel von Hoffmann von Fallersleben. 1854, 49–93.