de :: en
Permalink: PURL

Suche

Anzeigen als: OAI :: XML :: Print

Beschreibung von Cod. Guelf. 327 Helmst.
Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil II: Cod. Guelf. 277 bis 370 Helmst. Mit einem Anhang: Die mittelalterlichen Handschriften und Fragmente der Ehemaligen Universitätsbibliothek Helmstedt, beschrieben von Bertram Lesser (im Erscheinen).
Handschriftentitel: Capitula librorum Veteris et Novi Testamenti
Entstehungsort: Norddeutschland
Entstehungszeit: um 1430
Katalognummer:
  • Heinemann-Nr. 362
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer, 32412190,T
Beschreibstoff:
Umfang: 72 Bl.
Format: 29,5 × 21,5 cm
Seitennummerierung: Bleistiftfoliierung modern: 172.
Lagenstruktur: 4 VI (48). VI–1 (59). VII–1 (72).
Zustand: Buchblock bei Neubindung beschnitten.
Seiteneinrichtung: 22 × 15 cm, zweispaltig (Spalten 6,5–7 cm breit), 38–42 Zeilen.
Hände: Regelmäßige, saubere jüngere gotische Kursive von einer Hand.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Rubriziert, rote Lombarden, Repräsentanten vielfach noch erkennbar.
Spätere Ergänzungen: Zahlreiche Marginalien, Ergänzungen und Korrekturen des Schreibers und mehrerer anderer Hände. Die Bemerkungen sind in den meisten Fällen lateinisch, 42r eine volkssprachliche Notiz zu Prv 29: Wann schalck zu herrn werden so hute sich menniclich.
Einband: Halblederband des 19. Jh. mit einem Rückenüberzug aus braungefärbtem, möglicherweise zweitverwendetem Schafsleder, die Pappdeckel sind mit rotschraffiertem Papier kaschiert. Da u.a. der Druck 36.2.1 Geometr. 2° einen gleichartigen Einband trägt, dürfte der Einband der Hs. wohl ebenfalls in Wolfenbüttel angefertigt worden sein. Geringfügiger Wurmfraß.
Entstehung der Handschrift: Im norddeutschen Raum um 1430 entstanden, vermutlich Teil eines aufgelösten, heute nicht mehr identifizierbaren Sammel- oder Mischbandes.
Erwerb der Handschrift: Wann und über welche Vorbesitzer die Hs. in die Universitätsbibliothek Helmstedt gelangte, ist unbekannt; sie wird erstmals 1797 im Handschriftenkatalog von P. J. Bruns (BA III, 51) unter Nr. 134 als Argumenta librorum biblicorum. chart. fol. beschrieben.
Inhalt:
  1. 1r Guilelmus Brito: Versus memoriales de libris bibliae.
    Sunt Genes Ex Le [Nu Deu Iosu Iu Ruth Reg Paral] Esdre
    Thobias Iudith Hester Iob Salomonque Sap Eccle
    … — …
    Actus canonice comitantur post Apo scribas
    Una Iacob Pe due tres Iohan unica Iude.
    Druck (zuletzt): Summa Britonis sive Guillelmi Britonis Expositiones vocabularum Biblie, hrsg. von L. W. Daly und B. A. Daly, Bd. 1, Padua 1975 (Thesaurus Mundi 15), XXIf. Literatur: Walther I 18824; Stegmüller RB 8616; CALMA 4, 613 Nr. 6. Auf Kopf- und Fußsteg nachgetragen, erste Zeile durch Beschnitt fragmentiert.
  2. 1ra–72vb Capitula omnium librorum bibliae sacrae. Frater Ambrosius etc. Mallens aliena verecunde discere quam sua impudenter ingerere … — … qui vult accipiat aquam vite gratis etc. >Et sic est finis<. Der hier unikal überlieferte Text enthält Kapitelsummarien zum Prolog zu den libri historiales (Stegmüller RB 284) und zu allen Büchern der Vulgata. Zur Orientierung sind die Titel der Bibelbücher als lebende Seitentitel und in marg. die Kapitelnummern ausgeworfen. Ungedruckt. Zur Hs. s. Stegmüller RB 11722.
Bibliographie

Korrekturen, Ergänzungen:
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer hinzugefügt (schassan, 2019-08-20)
  • Normdaten ergänzt bzw. korrigiert. (schassan, 2015-09-04)

Abgekürzt zitierte Literatur

CALMA C.A.L.M.A. Compendium auctorum latinorum medii aevi, hrsg. von M. Lapidge u. a., Bd. 1–, Firenze 1999–
Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
Stegmüller RB F. Stegmüller, Repertorium biblicum medii aevi, Bd. 1–11, Madrid 1950–1980
Walther I H. Walther, Initia carminum ac versuum medii aevi posterioris Latinorum, Göttingen 1959 (Carmina medii aevi posterioris Latina 1)
WZIS Wasserzeichen-Informationssystem. Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart (http://www.wasserzeichen-online.de/wzis/index.php)
WZMA Wasserzeichen des Mittelalters (WZMA). Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien (http://www.ksbm.oeaw.ac.at/wz/wzma.php)

  • Weitere Literaturnachweise im OPAC suchen.
  • Weitere Literaturnachweise suchen (ehem. Handschriftendokumentation)

Dieses Dokument steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz (CC BY-SA).

Für die Nutzung weiterer Daten wie Digitalisaten gelten gegebenenfalls andere Lizenzen. Vgl. die Copyright Information der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.