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Beschreibung von Cod. Guelf. 38.26 Aug. 2° (Heinemann-Nr. 2478)
Otto v. Heinemann: Die Augusteischen Handschriften 3. Cod. Guelf. 32.7 Aug. 2° — 77.3 Aug. 2°. Frankfurt/M.: Klostermann, 1966 (Nachdruck d. Ausg. 1898). S. 205208
Handschriftentitel: Politische Schriften betreffs des Reichsregiments und des Religionsfriedens aus dem 16. Jahrh. — Satirisches, Pasquille, fingierte Gespräche; Documente betreffs des Mexelreinischen Streites, der Occupation von Mündelheim, des Freybergisch-Ehingischen Streites
Entstehungszeit: 17. Jahrh.
Alternative Schreibung: Cod. Guelf. 38. 26. Aug. fol.
Katalognummer: Heinemann-Nr. 2478
Beschreibstoff: Pap.
Umfang: 558 foliierte Bll., davon zwischen Druckschriften verwandten Inhalts 9, am Ende 31 beschriebene Bll.
Format: 31 × 22 cm
Hände:
Einband: Weisser Pergamentband mit gelben Bindebändern, von denen 2 fehlen.
Inhalt:
  1. Politische Schriften betreffs des Reichsregiments und des Religionsfriedens aus dem 16. Jahrh. — Satirisches, Pasquille, fingierte Gespräche; Documente betreffs des Mexelreinischen Streites, der Occupation von Mündelheim, des Freybergisch-Ehingischen Streites.
  2. f. 11–20′. Die Verschreibung und Verwillung des Herren Carle, Römischer und Hispanischer König gegen dem heiligen Reiche, d. d. 1519. Juli 3.
  3. f. 21–46′. Protestschrift gegen unberechtigten Bann und Excommunication.
  4. f. 47–146′. Ausführliche, nach 170 Punkten geordnete Darlegung von Mängeln, die im Reichsregiment hervorgetreten, nebst Vorschlägen zur Abhilfe.
  5. f. 149–276′. Wolbegründte, aus Documentis gezogene Information und Bericht, was es mit den strittigen Clostersachen, derowegen die Papisten das Justizwesen vnbillig sperren, auch ingemein allen andern nach dem Passawischen Vertrag reformirter und in gleicher Gefahr stehender Kirchen, Schulen, Pfarren und andern geistlichen Gütern, Gefällen und Einkhommen für ein Gelegenheit habe; darbei zu sehen, wie gefahrlich nun vil Jahr her sub specie juris ein ungleiche, weitgreifende Declaration und Einziehung des hochbeteurten Religionsfridens den Evangelischen zu Nachtheil am Kais. Kammergericht von etlichen pabstlichen Beisitzern gesucht, und wessen man in puncto Revisionis ungeacht des 98jhärigen Regenspurgischen Abschieds alisfals befuegt und in Acht zu nemen.
  6. f. 279–296. Kurtz Bedencken, welchermass ein Stand des Reichs, so mit grossen Ausgaben beladen, sich derselben erledigen, auch seine Gefäll und Einkommen verbässeren möge.
  7. f. 301–308′. Relatio, was vff dem den 9. November29. October 1611 zu Forcheim von der loblichen fränkischen Ständen Abgesandten gehaltenen Conventen gehandlet und verrichtet worden.
  8. f. 314. Stück eines anonymen lat. Briefes an einen Ungenannten.
  9. f. 314–319′. Literae ad amicum datae mit angehängten Theoremata discutienda.
  10. f. 319′–321. Satirisches in lat. Distichen: 1) Vesperae Siculae, Nuptiae Gallicae, Bacchanalia Bohemica, 2) Metamorphosis Leopoldi, 3) in Phaetonta Bohemiae, 4) Anagrammatismus Leopold O. Dölpel, 5) Leopoldus Anagramm, 6) in Tennagel ab ordinibus captum.
  11. f. 323–327′. Pasquillus. Von dem Abbt zu Kempten und die Stadt Kempten betreffendt. Inc.: „Von Gottes Ungnaden, Heinrich, Abbt des durstigen Stifts und Huerenhauses Kempten. Heinricus abbas bin ich genannt.“. Von Gottes Ungnaden, Heinrich, Abbt des durstigen Stifts und Huerenhauses Kempten. Heinricus abbas bin ich genannt.
  12. f. 329–330. Ein Soldaten-Lied vom Ausgang des Leopaldischen Passawer Krieges. „Wan die Pfaffen Kriegsleutt geben.“. Wan die Pfaffen Kriegsleutt geben.
  13. f. 331–331′. Pasquillus: Gespräch zwischen Simplicitas und Pasquillus: „Pasquil, lieben Herren mein.“. Pasquil, lieben Herren mein.
  14. f. 332–336′. Dialogus zwischen einem Praedicanten, Jesuiten, Landsknecht, wie denn auch mit einem Edel-, Kauf- und Bauersmann. Ein Soldat beschleust.
  15. f. 341–347. Colloquium commune. 1615. Es werden aufgeführt: Sathanas, ein West-Indianer, Türck, Polagg, Spanier und Italianer, Teutscher.
  16. f. 348–357. Dialogus oder Gesprech von jetzigem Zuestandt unsers gelieben Vaterlandts. Interlocutores: Conrad und Ludwig.
  17. f. 358–376′. Colloquium oder vertraulichs Gesprech Peregrini, Adam, Abels und Cain von jetzigen Zustandt des Reichs Teutscher Nation.
  18. f. 378–401′. Dialogus zwischen der Zeit und Gerücht oder Fama. Schlussschrift: Anhang des Colloquii und vertraulichen Gesprächs Peregrini von jetzigem Zustandt des Reichs. Erstlich französisch beschrieben und neulich in unsere teutsche Sprach vorsetzet.
  19. f. 402–408′. Familiare et liberum peregrini cuiusdam cum Adamo, Abelo et Caino de praesenti imperii Germanorum statu colloquium.
  20. f. 410–417. Adhaerentia colloquii Peregrini de praesenti statu imperii Romani, primo lingua Gallica, nunc vero Teutonica publicatum colloquium. (= 17.).
  21. f. 418–435. Kurtzer und einfeltiger Discurs von dreyen Nachbauren, als einem Papisten, Calvinisten und Lutheraner. Auf jetzige Zeit als 1614 gerichtet.
  22. f. 436–453′. Klagredt dreyer Personen, eines Engelländers, Hispanniers und eines Holländers über die grosse Gefahr, so ihrem Vadterlandt und insgemein der ganzen Welt obliegen thuet. 1615.
  23. f. 454–474′. Gernspachischer Engel und Offenburgischer Teuffel, ein Gesprech zweyer römisch-catholischer Gaister wegen zweyer besessenen Weibsbildern, sambt zweyen Elogiis und einem Anagrammatismo Andrae Frusii Jesuitae, zu Ehren verfertiget durch einen bekannten Lutheraner zue Christlingen ao. 1615. „Es ist ain Sprichwort jetzt gemain.“. Es ist ain Sprichwort jetzt gemain.
  24. f. 476–491. Dialogus zwischen einem Prädicanten und Jesuiter über den betrüebten Zustand, so jetzo in der Welt laider allzugemain ist, ao. 1616.
  25. f. 496–496′. Copia. Kay. (Matthias) Abmanung an Herzog in Bayern wegen angebotnen Kauffs der Mexlreinischen Pretension in den Freundtspergischen Güetern, d. d. Lintz, 1614. Aug. 13.
  26. f. 498–499. Schreiben Kaisers Matthias an Wolf Veit von Mexlrein, Freiherrn zu Waldeck, d. d. Lintz, Aug. 13 ao. 1614.
  27. f. 500–501′. Schreiben des Bischofs Jacob v. Constanz und Reichenau an Christoph Fugger, Freiherr von Kirchberg und Weisshorn, d. d. 1614. Decemb. 11.21.
  28. f. 502–517′. 6 Schreiben, welche die gewaltsame Occupation von Schloss Mündelheim durch Maximilian von Baiern betreffen, d. d. 1616. October. Am Ende defect. Vorausgeschickt ist ein Verzeichniss der Schreiben.
  29. f. 518–525. Copie eines Schreibens der Frau Christoph Fugger, geb. Gräfin Schwarzenberg, wegen der Freundtspergischen Erbschaft an einen Kurfürsten, d. d. Augspurg, 1616. d. 9.19. April.
  30. f. 526–526′. Des Bischofs Jacob von Constanz Schreiben an den Kaiser betreffs der Occupation von Mündelheim durch den Herzog von Baiern, d. d. Meersburg, 1616. Sept. 29.
  31. f. 529–532′. Copia Schreibens an Erzherzog Maximilian vom Freiherrn Georg Ludw. von Freyberg, d. d. Öpfing, 1616. Mai 6.
  32. f. 532′–539′. Desgl. d. d. Öpffingen, 1616. Mai 111, sambt einem summarischen Extract vieler Ehingischer Landsfriedenbrügigen Gewalt- und Thathandlungen, dardurch der Herr von Freyberg zur erlaubten nothwendigen Defension billich gedrungen worden.
  33. f. 540–541′. Desgleichen, d. d. Öpfingen, 1616. Mai 29.19.
  34. f. 542. Schreiben des Erzherzogs Maximilian an den Herrn von Freyberg, d. d. Insprugg, 1616. Mai 19.
  35. f. 543–544. Schreiben des Kaisers Matthias an Johann Georg Graf zu Hohenzollern und Sigmaringen, Bischof von Augsburg in Sachen des Herrn von Freyberg, d. d. Prag, 1616. Mai 16.
  36. f. 545–545′. Mahnschreiben des Kaisers Matthias an den Bischof von Augsburg betreffs der Freybergschen Angelegenheit, d. d. Prag, 1616. Mai 20.
  37. f. 545′–546. Desgl., d. d. Prag, 1616. Mai 17.
  38. f. 547. Schreiben des Erzherzogs Maximilian an Georg Ludwig von Freyberg, d. d. Coblenz, 1616. Januar 10.
  39. f. 548–551, 552–553, 554–556. Drei von dem Notarius publicus G. Schlegell vollzogene Requisitions-Instrumente betreffs Ehingens, d. d. 13. Dec., 10. Jan., 23. Febr.
  40. f. 558–558′. Schreiben des Bischofs Heinrich zu Augsburg an Georg Ludw. von Freyberg, d. d. Dillingen, 1616. Aug. 12.
  41. Fol. 1–10 enthält ein Inhaltsverzeichniss.

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