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Beschreibung von Cod. Guelf. 404.7 Novi (2)
Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil II: Cod. Guelf. 277 bis 370 Helmst. Mit einem Anhang: Die mittelalterlichen Handschriften und Fragmente der Ehemaligen Universitätsbibliothek Helmstedt, beschrieben von Bertram Lesser (im Erscheinen).
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Programms Erschließung und Digitalisierung handschriftlicher und gedruckter Überlieferung
Handschriftentitel: Breviarium
Entstehungsort: Gandersheim, Kanonissenstift
Entstehungszeit: 11. Jh.
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 1 Bl.
Format: 29 × 18,5 cm
Seitennummerierung: Bleistiftfoliierung modern.
Seiteneinrichtung: 23,5 × 14,5 cm, einspaltig, 25 blindliniierte Zeilen.
Hände: Späte karolingische Minuskel von einer Hand, Gesangsteile in kleinerer Schrift abgesetzt.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Rubriziert.
Spätere Ergänzungen: 2v alte Helmstedter Signatur T. 147c, daneben der Vermerk Hymni (16./17. Jh., auch in Cod. Guelf. 170 Helmst. und 302 Helmst.).
Entstehung der Handschrift: Von dem Codex discissus, einem im Kanonissenstift Gandersheim geschriebenen Brevier des 11. Jh., sind bislang 9 Fragmente bekannt: Die drei als Cod. Guelf. 404.7 (2) Novi gesammelten Bl. (wovon Bl. 2 ursprünglich den VS von Cod. Guelf. 301 Helmst. (s. oben) bildete, die beiden übrigen Bl. stammen aus zwei mit dieser Hs. identischen, zwischen 1815 und 1843 wohl als Dubletten veräußerten Hymnaren); Cod. Guelf. 404.7 (6) Novi (1 Bl.); Cod. Guelf. 172 Helmst., Ir–v; Cod. Guelf. 301 Helmst., HS (s. oben); Cod. Guelf. 302 Helmst., VS und HS sowie das als Archivalienumschlag benutzte, heute abgelöste Fragment in NLA – StA Wolfenbüttel, 12 Slg. 3 Nr. 28. Zur Schriftheimat des Codex vgl.
  • Bodarwé, 479;
  • Hoffmann Schreibschulen, 74, 77–79.
Provenienz der Handschrift: Wann das Brevier makuliert wurde und auf welchem Wege es als Ganzes oder fragmentiert ins Benediktinerinnenkloster Brunshausen oder in den Besitz des Braunschweiger Buchbinders Johannes Bernardi gelangte, ist nicht mehr nachweisbar.
Erwerb der Handschrift: Die Fragmente wurden mit ihren neuen Überlieferungsträgern gegen Ende des 16. Jh. nach Helmstedt und von dort schließlich 1815 nach Wolfenbüttel gebracht, wo sie im 19. Jh. herausgelöst und separiert wurden. Eine summarische und nicht korrekte Beschreibung vgl. im 1870/71 von O. von Heinemann angefertigten "Catalogus Librorum Manuscriptorum, qui sub titulo Novorum in bibliotheca Augusta asservantur" (Cod. Guelf. 158 Noviss.2°, 99r) als Fragmentum libri missalis s. X; identisch verzeichnet von Franz Köhler in seinem handschriftlichen Katalog der Codices Novi (BA I, 417, ungez. Karteikarte "404.7 Novi fol.a").
Inhalt:
1. 2r–v Breviarium. Enthält (2r–v) zu feria VI hebd. I Quadragesimaedas zu den kleinen Horen folgende Stücke: Kurzlesungen (Lv 6,2 und Ez 18.20–21 und Io 5,4) und und Collecta (Deshusses 188) ad primam; Ad tertiam Lesung (Lv 6,2 und) Collecta (Deshusses 866); Ad sextam die Antiphona (CAO 2362), Lectio (Ez 18,27) und Collecta (Deshusses 867); Ad nonam die Antiphona (CAO 4483), Lectio (Is 55,7) und Collecta (Deshusses 846) sowie in II vesperis (Antiphon abgekürzt und überklebt), Lectio (Is 55,8), In evangelium antiphona (CAO 5301) und Collecta (CC Corp. orat. 1004a). – Folgt (2v) Sabbato hebd. I Quadragesimae das Invitatorium (CAO 1064) sowie Lectio I (Nm 3,5–9), Lectio II (Nm 3,11–13) und der Beginn von Lectio III (Nm 3,14–15) ohne Responsorien.
Bibliographie

Abgekürzt zitierte Literatur

Bodarwé K. Bodarwé, Sanctimoniales litteratae. Schriftlichkeit und Bildung in den ottonischen Frauenkommunitäten Gandersheim, Essen und Quedlinburg, Münster/Westf. 2004 (Institut für Kirchengeschichtliche Forschung des Bistums Essen, Quellen und Studien 10)
Butzmann H. Butzmann, Die mittelalterlichen Handschriften der Gruppen Extravagantes, Novi und Novissimi, Frankfurt/M. 1972 (Kataloge der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Die Neue Reihe 15)
CAO R.-J. Hesbert, Corpus antiphonalium officii, Bd. 1–6, Rom 1963–1979 (Rerum ecclesiasticarum documenta. Series maior 7–12)
CC Corp. orat. Corpus orationum, Bd. 1–14, hrsg. von E. E. Moeller, J. M. Clément und B. Coppieters ’t Wallant, Turnhout 1992–2004 (Corpus Christianorum. Series Latina 160)
Deshusses J. Deshusses, Le sacramentaire Grégorien. Ses principales formes d'après les plus anciens manuscrits, 3 Bde., Fribourg 1971–1982 (Spicilegium Friburgense 16, 24, 28)
Hoffmann Schreibschulen H. Hoffmann, Schreibschulen und Buchmalerei. Handschriften und Texte des 9.–11. Jahrhunderts, Hannover 2012 (MGH Schriften 65)

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