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Beschreibung von Cod. Guelf. 595 Helmst.
Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil IV: Cod. Guelf. 462 bis 615 Helmst., beschrieben von Bertram Lesser (in Vorbereitung).
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Programms Erschließung und Digitalisierung handschriftlicher und gedruckter Überlieferung
Manuscript title: Alexander de Villa Dei
Place of origin: Südniedersachsen
Date of origin: 15. Jh., 2. Viertel
Catalogue number:
  • Heinemann-Nr. 643
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer, 32412377,T
Support:
Extent: 59 Bl.
Format: 22 × 15 cm
Zwischen den Verszeilen breiter Durchschuss für interlineare Glossen und Kommentierung.
Foliation: Bleistiftfoliierung modern: 159.
Collation: 4 VI (48). III (54). III–1 (59).
Page layout: 17–18 × 10–11 cm, Kommentartext uneinheitlich ein- und zweispaltig, bei Versen 17–19, beim Kommentar bis zu 50 Zeilen.
Hands: Jüngere gotische Kursive (Verszeilen in vergrößerter Bastarda als Auszeichnungsschrift) von einer Hand.
Display script / Decoration: Keinerlei Buchschmuck, Raum für Lombarden ausgespart.
Additions: Auf dem bei der Neubindung hinzugefügten Vorsatzbl. eine Inhaltsangabe von der Hand des Wolfenbütteler Bibliothekars O. von Heinemann: Alexandri de Villa Dei a) de quantitate syllabarum, b) de accentibus (in fine mutil.) cum commento.
Binding:
  • Der ursprüngliche gotische Einband ist verloren. Dabei dürfte es sich aufgrund des Erhaltungszustandes des Buchblocks wie bei den meisten übrigen Überlieferungsträgern dieses Textes, die bei Cod. Guelf. 518 Helmst. genannt sind, um einen Koperteinband gehandelt haben.
  • Barocker Einband (Pappdeckel) mit einem (zweitverwendeten?) Überzug aus dunkelbraun gefärbtem, mit goldgeprägten floralen Elementen (Rolle an den Vorderkanten, Eckverzierungen sowie einer großen ovalen Kartusche auf dem Rücken) verziertem Kalbsleder.
Origin of the manuscript: Der Codex wurde im südniedersächsischen Raum im zweiten Viertel des 15. Jh. geschrieben.
Acquisition of the manuscript: Wann und über welche Vorbesitzer die Hs. in die Universitätsbibliothek Helmstedt gelangte, ist unbekannt; sie wird erstmals 1797 im Handschriftenkatalog von P. J. Bruns (BA III, 52) unter Nr. 776 beschrieben: Institutio metrica prosodiæ cum commento. chart. 4.
Contents:
1. 1r–59v Alexander de Villa Dei: Doctrinale (partim, cum commento).
  • (1ra–59v) Commentum. Circa inicium huius libri tercie partis nota in presenti litera determinatur de quarta specie grammatice sciencie que dicitur prosodia … — … Maior est in regno celorum similiter in Aut quia ergo cor tuum. Sequitur greca per accentum.
  • (2v–59r) Textus. [P]andere proposui per versus sillaba queque
    Quanta sit et pauca proponam congrua metris
    … — … ut coniunctive voces et prepositive
    In circumflexis extremis aut in acutis
    Usu non credo quidquam differre moderno
    Sed primas medias modo pronunciat usus
    Circumflectendas aliter quam iure gravandas … (Text bricht ab).
    Enthalten sind die Verse 1550–2298 mit den vier zitierten Zusatzversen; im Text zahlreiche Abweichungen, z. T. Auslassungen. Die Verse sind nicht fortlaufend geschrieben, sondern einzelne Versgruppen – meist auf einer Rectoseite – wechseln sich mit den zugehörigen Kommentarpassagen auf den Versoseiten ab. Druck: Reichling Doctrinale, 7–178, hier 100–153 (ohne diese Hs.); zu weiteren Ausgaben, Parallelüberlieferung und Literatur vgl. Cod. Guelf. 518 Helmst.
Bibliography

Revisions:
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer hinzugefügt (schassan, 2019-08-20)
  • Normdaten ergänzt bzw. korrigiert. (schassan, 2015-09-04)

Abgekürzt zitierte Literatur

Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
Reichling Doctrinale Das Doctrinale des Alexander de Villa-Dei. Kritisch-exegetische Ausgabe mit Einleitung, Verzeichniss der Handschriften und Drucke nebst Registern, bearbeitet von D. Reichling, Berlin 1893 (Monumenta Germaniae paedagogica 12)
WZIS Wasserzeichen-Informationssystem. Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart (http://www.wasserzeichen-online.de/wzis/index.php)
WZMA Wasserzeichen des Mittelalters (WZMA). Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien (http://www.ksbm.oeaw.ac.at/wz/wzma.php)

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