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Beschreibung von Cod. Guelf. 615 Helmst. (Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil III: Cod. Guelf. 371 bis 460 Helmst., beschrieben von Bertram Lesser (in Vorbereitung).)
geplant: Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil IV: Cod. Guelf. 462 bis 615 Helmst., beschrieben von Bertram Lesser.
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Programms Erschließung und Digitalisierung handschriftlicher und gedruckter Überlieferung
Manuscript title: Theologische Sammelhandschrift
Place of origin: Clus, Benediktinerkloster
Date of origin: 1375–1405
Catalogue number: Heinemann-Nr. 664
Support:
Extent: XII, 168 Bl.
Format: 20,5 × 14–14,5 cm
Foliation: Bleistiftfoliierung modern: 1168, die ersten zwölf leeren Bl. ungez.
Collation: I+1 (ungez.). V (ungez). VI (12). V (22). 2 VI (46). V (56). 3 IV (80). IV–1 (87). IV–4 (91). IV (99). VII (113). VI–6 (119). VI–6 (125). III+1 (132). IV (140). V (150). IV (158). V (168). Die Mitte der Lagen (mit Ausnahme der ersten und der beiden letzten) ist mit Pergamentfalzen als Heftverstärkung versehen (vgl. bei den Fragmenten).
Binding: Spätgotischer Holzdeckelband, mit braungefärbtem Schafsleder überzogen. Streicheisenlinien (Dreilinieneisen, Rechteckfelder). Einzelstempel Siegel, Umschrift Guilh. de Lut.: EBDB s009265. Wahrscheinlich einer der frühesten Einbände aus der Cluser Werkstatt "Johannes von Brakel" (EBDB w000352). Drei Doppelbünde. Eine Riemenschließe mit Stiftlager in schlichter, kaum gespaltener Vogelkopfform und breitem Schließenriemen, der Schließenhaken, vermutlich mit kronenartig verziertem Ende, ist verloren. Zur weiteren Verwendung derartiger Schließen vgl. bei Cod. Guelf. 543 Helmst. Auf dem VD stark beschädigtes Signaturschild der Konventsbibliothek Clus mit der rubrizierten Aufschrift … 38 … . Vgl. zum Einband Petersen Bucheinbände, 50f. mit Abb. XXVI.
Origin of the manuscript: Die sieben Teile des Codex wurden zwischen 1375 und 1400 von verschiedenen Schreibern, darunter denjenigen, die auch große Teile von Cod. Guelf. 373 Helmst. und 646 Helmst. angefertigt haben, vollendet. Die angeschmutzten äußeren Bl. der Faszikel lassen auf eine anfangs getrennte Aufbewahrung schließen. Sie wurden um 1490 vom Cluser Buchbinder und Bibliothekar Johannes von Brakel um eine zusätzliche vorgesetzte Papierlage ergänzt und in der gegenwärtigen Form zusammengebunden, vgl. Lesser Johannes von Brakel, 89–92. Der 1497 verstorbene Cluser Konventuale und Schreiber Conradus Hammenstedt hat nach Ausweis zahlreicher Marginalien und Vermerke den Codex intensiv durchgearbeitet und für sein Rapiarium in Cod. Guelf. 1359 Helmst. ausgewertet; vgl. zu ihm mit der älteren Literatur Lesser Clus, 191.
Acquisition of the manuscript: Der Codex wurde am 3.2.1624 zusammen mit dem Großteil der Bücher des Konvents in die Universitätsbibliothek Helmstedt überführt. 1644 in deren Handschriftenkatalog (Cod. Guelf. 27.2 Aug. 2°, 16v) als Sermo qui incipit: Vidit Iacob scalam. Meditationes B. Bernhardi. Liber de triplici statu bonoroum incipientium, proficientium et perfectorum. In der mitte ist etwas heraus geschnitten unter den Theologici [MSSti] in quarto nachgewiesen; im Katalog von 1797 (BA III, 52) unter Nr. 686 vom Helmstedter Bibliothekar P. J. Bruns ausführlich beschrieben.
Bibliography
Manuscript part: Spiegel
Place of origin: Clus, Benediktinerkloster
Date of origin: 14. Jh.
Support: Pergament
Extent: 1 Bl.
Format: 20,5 × 13,5 cm
Condition: Das Fragment ist aus dem rechten unteren Teil eines Bl. herausgeschnitten.
Page layout: 18,5 × 8,5 cm (beschnitten), noch 7 tintenlinierte Textzeilen erhalten.
Hands:
  • Haupttext in regelmäßiger Textura von einer Hand,
  • darunter zwei Zeilen in Textualis von einer Hand des 15. Jh. nachgetragen.
Musical notations: Über jeder Zeile ein Notensystem; Mischform aus Metzer und Hufnagelnotation auf fünf Linien, c-Linie rot, f-Linie gelb.
Display script / Decoration: Rubriziert, rote Lombarden und schwarz-rote Cadellen.
Contents:
1. HS Antiphonale (Commune sanctorum). Aufgrund des erheblichen Beschnitts sind noch Teile der Antiphonen CAO 3429 und 4952 sowie der Versikel CAO 8040 in commune unius confessoris zu erkennen. Von späterer Hand sind auf dem Fußsteg die notierten Antiphonen CAO 2937 und 3535 in commune plurimorum martyrum mit den entsprechenden Psalmversen hinzugefügt.
Filiation: Zur weiteren Verwendung der Makulatur aus diesem Antiphonale vgl. bei Cod. Guelf. 543 Helmst.
Manuscript part: Falze
Place of origin: Clus, Benediktinerkloster
Date of origin: 14. Jh., 2. Hälfte
Support: Pergament
Condition: Insgesamt 18 schmale, wohl aus einem Bl. geschnittene Pergamentfalze.
Hands: Regelmäßige Textualis von einer Hand; Gesangsteile in kleinerer Schrift abgesetzt.
Contents:
1. Missale (Proprium de tempore, pars aestivalis). Soweit noch erkennbar, enthalten die schmalen Falze den Introitus CANTUS g01079 mit Versikel g01079c, einen Teil der Lesung Act 1,1–3 sowie die Collecta Deshusses 497 in festo Ascensionis domini.
Manuscript part: I
Place of origin: Clus, Benediktinerkloster
Date of origin: um 1490
Support:
  • Papier
  • Wasserzeichen: Dreiberg mit zweikonturiger Stange, darüber zweikonturiges Kreuz: WZIS DE1335-PO-152203 (1493, ein weiterer Typ nicht nachweisbar, auch in Cod. Guelf. 373 Helmst.). Ochsenkopf mit Augen und Nasenlöchern, darüber einkonturige Stange, darüber Stern (nicht nachweisbar).
Extent: XII Bl.
Format: 20,5 × 14 cm
Condition: Das erste Bl. der ersten Lage wurde als Spiegel an den VS geklebt.
Contents:
1. Die ersten zwölf leeren ungez. Bl. wurden bei der Bindung des Codex vom Buchbinder Johannes von Brakel vorgesetzt.
Manuscript part: II
Place of origin: Clus, Benediktinerkloster
Date of origin: um 1400
Support:
Extent: 56 Bl.
Format: 20,5 × 14,5 cm
Condition: Nach Bl. 22 fehlt eine Lage unbestimmten Umfangs (Textverlust).
Page layout: 15,5 × 16 cm, einspaltig, 39–41 Zeilen.
Hands: Zwei Hände,
Display script / Decoration: Rubriziert, rote (23r–30v abwechselnd blaue und rote) Lombarden.
Contents:
  1. 1r9v Tractatus de ascensionibus et descensionibus per gradus virtutum.Vidit Jacob scalam stantem super terram [Gn 28,12]. Fugienti Jacob iram fratris sui Esau ostensa est ei ista scala que vitam virtuosam significat … — … unde dixit: Hic ure hic seca ut in eternum parcas etc. Der Traktat behandelt Jakobs Traum von der Himmelsleiter mit den daran auf- und niedersteigenden Engeln (Gn 28,12), die sich der Mensch, der in den Tugenden fortschreiten möchte, sinnbildlich mit Hilfe der die zwölf Tierkreiszeichen im Jahreskreis durchlaufenden Sonne vorstellen soll, welche durch die ersten sechs Zeichen des Tierkreises von Dezember bis Juni auf- und durch die übrigen wieder absteigt. Dabei werden die Monate mit ihren Tierkreiszeichen benannt, beginnend bei Dezember und Steinbock (einige Monate und Tierkreiszeichen zusätzlich volkssprachlich als volborne mit steynbok, hartmant mit waßermant[sic], hornunc, mayus mit zcwillinghe, brachmant, heuwemant, owist, owistin[sic], herbistmant mit charant und wintermant), die jeweils nach astrologischer und theologischer Bedeutung interpretiert werden. Der Traktat ist bislang nur hier nachgewiesen und ungedruckt. Zahlreiche Marginalien von der Hand des Cluser Mönchs Conradus Hammenstedt.
  2. 9v21v Ps.-Bernardus Claraevallensis: Meditationes piissimae de cognitione humanae conditionis. >Incipiunt meditaciones beati Bernhardi<. Multi multa sciunt et seipsos nesciunt alios inspiciunt et seipsos deserunt … — … videas solem iusticie sponsum cum sponsa perspicies unum eundem dominum qui vivit et regnat per omnia secula seculorum Amen.
    Filiation: Zu Parallelüberlieferung, Ausgaben und Literatur vgl. 608 Helmst., 170r–180v.
  3. 21v De X praeceptis versus memoriales. Vor bzw. hinter den zehn Versen sind die beiden Rubriken X precepta und Decem plage Egypti angegeben. Dazu Walther I 19627.
  4. 21v De confessione versus IV.>Nota condiciones vere confessionis<. Vier Verse, dazu Walther I 18302.
  5. 21v Versus de religione. >Nota de religione<. Vier Verse, als Chiasmus um das gemeinsame Wort pio angeordnet. Vgl. dazu Walther I 16564.
  6. 21v De examine sanguinis versus IV.>Nota examen sanguinis<. Vier Verse, ähnlich Walther I 17274.
  7. 21v22v Excerpta de angelis et hominibus ex libris moralium in Iob Gregorii I papae deprompta. At virtutes que in divino animo fixe perstiterunt lapsis superbientibus angelis hoc in munere retribucionis acceperunt … — … enim pollicetur temporalia ut mentibus hominum ea supplicia leviget que deus … (Text bricht ab.) Die beiden letzten Worte sind bereits als Reklamante der nächsten Lage auf dem Fußsteg vermerkt; der Schluss der Exzerptsammlung fehlt aufgrund von Blattverlust. Enthalten sind insgesamt folgende zehn durch Rubriken gekennzeichneten Exzerpte (21v): Beatus Gregorius libro Job XXV capitulo XL: De lapsu angelorum: Greg. M. moral. 27,39,65, Druck: CC SL 143B, 1383; (21v–22r): De statu angelorum: Ps.-Beda: Quaestiones super Genesim (dort als Gregor-Zitat), Druck: PL 93, 246B; (22r): De mutabilitate angelorum: Greg. M. moral. 5,38,68, Druck: CC SL 143, 267; De libero arbitrio angelorum: Greg. M. moral. 5,38,68, Druck: CC SL 143, 268; De merito angelorum: Greg. M. moral. 34,7,13, Druck: CC SL 143B, 1742; De mortalitate anime et angeli: Greg. M. moral. 4,1,5 und 8,10,21, Druck: CC SL 143, 167 und 397; (22r–v) Quomodo deus cuncta similiter creavit Job 32: Greg. M. moral. 32,12,16, Druck: CC SL 143B, 1640; (22v) De humilitate necessaria in omnibus bonis Job libro XIX capitulo XXVII: Greg. M. moral. 19,21,34, Druck: CC SL 143A, 983f.; De contemplacione Job libro 19 capitulo 50: Greg. M. moral. 30,16,54, Druck: CC SL 143B, 1528 und De suggestione dyaboli Job libro 24 capitulo XIo: Greg. M. moral. 24,7,14, Druck: CC SL 143B, 1197.
    Filiation: Weitere Exzerpte in Cod. Guelf. 87.6 Aug. 12°, 212r–219v; 50.4 Aug. 4°, 1r–24v; Fragmente in Cod. Guelf. 404.5 Novi (3); 404.8.2 Novi (12); 404.8.2 Novi (21); 404.8.5 Novi (4b). Buch VI–X jeweils in Cod. Guelf. 323 Helmst., 1v–143v; Cod. Guelf. 443 Helmst.; Buch XVII–XXIX in Cod. Guelf. 10 Helmst.; Buch I–XVIII in 385 Helmst.; Buch XIX–XXXV in 386 Helmst.; vollständig in Cod. Guelf. 27.12 Aug. 2°.
    Literatur
  8. 23r30v Bonaventura: De triplici via. >Incipit liber de triplici statu bonorum incipiencium proficiencium et perfectorum<. Ecce descripsi eam tripliciter … [Prv 22,20]. Cum omnis sciencia gerat trinitatis insigne et precipue illa que docetur in sacra scriptura debet in se representare vestigium trinitatis … — … amplectanda per osculum et dilectionem et hoc Seraphin. Amen.
    Filiation: Zu Parallelüberlieferung und Literatur vgl. bei Cod. Guelf. 550 Helmst., 372r–379v.
    Edition
  9. 30v De choris angelorum nota.Summa archangeli denunciant minima angeli. Maior maiora peragit minor ordo minima … — … Exsuperant omnem Seraphyn 'flammancia' scilicet caritate dei 'sensu' id est scienciam. Das in dieser Form bislang nur hier nachgewiesene und ungedruckte Stück wurde von späterer Hand nachgetragen. Die Bezeichnungen der neun Engelsordnungen sind in marg. ausgeworfen.
  10. 30v De iudicio hominum nota.>Augustinus<. Ad Chorinthios 3o dicitur: Nolite ante tempus iudicare [I Cor 4,4] etc. Ignoscatur et nobis quod de hominibus aliquando immo assidue non vera sentimus … — … non possumus quia homines sumus iudicia tamen diffinitas firmasque sentencias continere debemus. Von der gleichen Hand wie der vorstehende Text nachgetragen. Weitgehend wörtlich zitiert aus: Aug. in euang. Ioh. 90,2, Druck: CC SL 36, 551f.
  11. 31r56r Bonaventura: Soliloquium de quattuor mentalibus exercitiis. >Incipit liber qui intytulatur ymago vite<. Flecto genua mea ad patrem … [Eph 3,14]. Paulus apostolus vas eterne electionis sacrarium divine sanctificacionis speculum et exemplar superne contemplacionis in verbis premissis ostendit nobis mentalem exercitacionis ortum … — … siciat caro mea donec intrem in gaudium domini mei qui est trinus et unus benedictus in secula Amen. >Explicit ymago vita<.
    Filiation: Zu Parallelüberlieferung und Literatur vgl. bei Cod. Guelf. 602 Helmst., 203v–211v.
    Edition
    Zahlreiche Marginalien von der Hand des Cluser Mönchs Conradus Hammenstedt.
  12. 56v Sententiae theologicae diversae. Von anderer Hand wurden insgesamt elf meist kurze Merksätze theologischen Inhalts notiert wie z. B.: Nota: Bona naturalia sunt racio et intellectus memoria et ingenium bona gratuita sunt virtutes et sciencie. Vide in compendio. Der einzige längere Abschnitt ist der an zweiter Stelle stehende De VII gradibus ecclesiae: Nota: Gradus ecclesiastici sunt quos dominus in seipso complevit. Lector fuit cum aperuit librum Ysaie … — … episcopus cum levavit manus super capita discipulorum dicendo: Accipite spiritum sanctum quorum etc. Ähnlich auch in den Hss. Erfurt, UFB Erfurt/Gotha, Dep. Erf. CA 4° 391, 110v (Erfurt, 655); Köln, HA, GB 4° 80, 56r (Köln HA 2, 88). – Auf dem Fußsteg schließlich steht der rubrizierte und weitgehend verblasste Schreibervermerk: Orate pro scriptore propter deum et beatam virginem.
Manuscript part: III
Place of origin: Clus, Benediktinerkloster
Date of origin: 14. Jh., 4. Viertel
Support:
  • Papier
  • Wasserzeichen: Bock, ganze Figur, steigend, ohne Beizeichen (zwei Typen, nicht nachweisbar).
Extent: 43 Bl.
Format: 20,5 × 14,5 cm
Condition: Nach Bl. 87 wurden 5 Bl. herausgerissen (Textverlust).
Page layout: 14–14,5 × 9 cm, einspaltig, 34–40 Zeilen.
Hands: Zwei Hände,
  • Haupthand in älterer gotischer Kursive (identisch mit Hand 2 in Teil II): 57r99r;
  • 99v Nachtrag des späten 15. Jh. in Bastarda.
Display script / Decoration:
  • 57r96v rubriziert, rote Lombarden.
  • 57r rote Fleuronnéelombarde P in Unzialform über 5 Zeilen mit konturbegleitenden roten und schwarzen Fibrillen und geometrischen Ornamenten im Binnenfeld.
Contents:
  1. 57r96v Guilelmus de Lancea: Diaeta salutis (partim). Peccatum est vitandum propter tria: Est enim deformitas quam deus detestatur iniquitas quam dyabolus amplexatur infirmitas quam mundus dissipatur … — … vinum conditum ad literam dicitur nektar et fugatur vinum mundane tribulacionis conditum dulci memoria dominice passionis.
    Filiation: Das offenbar planvoll angelegte Exzerpt enthält jeweils geringfügig modifiziert nur tit. I, tit. V, tit. II,5–7, tit. IV, tit. III, tit. II,1–4 sowie tit. VII und ergänzt damit die von zweiten Schreiber dieser Hs. in Cod. Guelf. 646 Helmst., 103v–123v, angelegte Textauswahl zu einem vollständigen Exemplar. Den vollständigen Text vgl. in Cod. Guelf. 879 Helmst., 1r–57r; 19.26.5 Aug. 4°, 1r–88v, sowie im handschriftlichen Teil des Cluser Mischbandes E 219.4° Helmst., 2ra–81vb (separate Foliierung). Das vorliegende Exzerpt findet sich separat nochmals in Hildesheim, DB, Hs 718, 163ra–204ra (Hildesheim 2, 16).
    Drucke
    • RETM G3000-10/5–10/100;
    • Bonaventurae opera Peltier 8, 247–346, hier in der Abfolge der Hs. 249–262, 290–304, 268–275, 283–290, 275–282, 263–268 und 311–326.
    Literatur
  2. 97r99r Themata dominicalia per circulum anni.Dominica prima de adventu de hystoria 'Aspiciebam in visu' et sumitur de Daniele VII et invenies distinctionem Dyonisii a quarto usque in finem … — … In nativitate sancti Johannes Baptiste 'Sapiencia edificavit' Symmachi IIII 'Surrexit Helyas quasi ignis' Origenis VI. In festo Johannis et Pauli … (Text bricht ab). Der in dieser Form bislang nur hier nachgewiesene Text listet die während des Stundengebets im Laufe des Kirchenjahres (von dominica I adventus bis dominica XXIIII post pentecosten) zu lesenden Bibel- und Homilientexte mit Initium auf; (99r) gefolgt von den Lesungen zu den Heiligenfesten von vigilia Andreae (29.11.) bis zum Beginn von Johannis et Pauli (26.6.). Warum die Zusammenstellung nicht beendet wurde und mitten im Text abbricht, ist nicht ersichtlich. Sie ersetzt oder ergänzt offenbar die zur vorhergehenden "Diaeta salutis" gehörende Lektionentafel, vgl. diese u.a. in Cod. Guelf. 646 Helmst., 98r–103r.
  3. 99v Tabula capitum excerpti diaetae salutis. Ista continentur in isto libello per ordinem et primo de peccato vitando. De VII capitalibus vicys in generali … — … De mundicia. De pace. De paciencia etc. Das Kapitelverzeichnis nimmt die Rubriken der "Summa vitiorum et virtutum" (oben, 57r–96v) auf und wurde im späteren 15. Jh. auf dem freigelassenen Bl. nachgetragen. Es ist weitgehend identisch mit dem Kapitelregister in Cod. Guelf. 879 Helmst., 63ra–b.
Manuscript part: IV
Place of origin: Clus, Benediktinerkloster
Date of origin: 1400
Support:
Extent: 20 Bl.
Format: 20,5 × 14,5 cm
Condition: Nach Bl. 119 wurden die letzten sechs Bl. der letzten Lage herausgetrennt (Textverlust).
Page layout: 16 × 10 cm, einspaltig, 43–46 Zeilen.
Hands: Ältere gotische Kursive von einer Hand; identisch mit der Haupthand der Teile III und VII.
Display script / Decoration: Rubriziert, 100r–114v abwechselnd blaue und rote Lombarden und Paragraphenzeichen, danach beides nur noch rot.
Contents:
  1. 100r113r Innocentius III papa: De miseria humanae conditionis. >Liber de miseria hominis Lotharii cardinalis<. Quare de vulva matris egressus sum ut viderem laborem et dolorem et consumerentur in confusione dies mei … — … frigus et flamma sulphur et ignis ardens sine fine a quibus omnibus liberet nos qui est benedictus in secula seculorum Amen. >Explicit liber Lotharii levite cardinalis de miseria seu vilitate condicionis humane qui scilicet Lotharius Innocencius papa tertius postea dictus est. Anno domini Mo CCCCmo in profesto undecim milium virginum martirum gloriosarum<. Der Prolog fehlt; die Kapitelteilung weicht z. T. von den Ausgaben ab.
    Filiation: Auch in Cod. Guelf. 152 Helmst., 190ra-203va; 353 Helmst., 88ra–108va; 596 Helmst., 412r (Exzerpt); 1230 Helmst., 19r–124r; 75.3 Aug. 2°, 1r–16r; 233 Gud. lat., 2r–v (Exzerpt); 404.8 (35) Novi (Fragment).
    Ausgaben
    • PL 217, 701–746;
    • Macarrone Miseria, 1–98 (XX Hs. genannt);
    • Lotario dei Segni, De miseria conditionis humanae, hrsg. von R. E. Lewis, Athens, Ga. 1978 (The Chaucer Library), 93–233 (252 Hs. genannt).
    Literatur
    • Bloomfield 1753 und Suppl.;
    • C. Egger, Papst Innocenz III., De missarum mysteriis. Studien und Vorarbeiten zu einer kritischen Edition, mit besonderer Berücksichtigung der schriftstellerischen Persönlichkeit des Papstes, Phil. Diss. Wien 1996, 103–118;
    • 2VL 4, 390–392.
  2. 113r De homine vincenti nota.Vincens meretur mortis anime evasionem Apokalipsis secundo: Qui vicerit non ledetur a morte secunda [Apc 2,11] … — … in throno sicut et ego vici et sedi cum patre meo in throno eius [Apc 3,21]. Insgesamt acht Aussagen über die Verdienste der Überwindung gemäß den entsprechenden Stelle in Apc 2 und 3.
    Filiation: Eine zweifellos nach dieser Hs. genommene Abschrift findet sich im als Manuale cuiusdam pauperis fratris in Clusa betitelten Rapiarium des Conradus Hammenstedt, vgl. Cod. Guelf. 1359 Helmst., 166v167v.
  3. 113v114v Petrus de Alliaco: Tractatus de cognitione dei. Qui in sui creatoris cognicione et bona vita cupit proficere primo ad cognoscendam vitam propriam tota intencione totis viribus debet laborare … — … libenter confiteatur pure plane frequenter breviter et discrete. Quod nobis concedat. >Explicit tractatus consciencie perfecte<. Die Textfassung entspricht der Ausgabe.
    Filiation: Längere, aber untereinander identische Fassungen in Cod. Guelf. 667 Helmst., 209r–214r; 1234 Helmst., 66r–74v; 269 Extrav., 32r–37r, und Hannover, GWLB, Ms I 251a, 131r–137r (Hannover NLB 2, 100).
    Edition
    • E. Vansteenberghe, Un "programme de vie" de la fin du Moyen Âge. Le De exercitio proficientium de Pierre d'Ailly?, in: Aus der Geisteswelt des Mittelalters. Studien und Texte Martin Grabmann zur Vollendung des 60. Lebensjahres von Freunden und Schülern gewidmet, hrsg. von A. Lang, J. Lechner und M. Schmaus, Halbbd. 2, Münster/W. 1935 (Beiträge zur Geschichte der Philosophie und Theologie des Mittelalters. Texte und Untersuchungen, Suppl. 3/2), 1231–1246, Text 1238–1242).
    Literatur
  4. 114v117r Guilelmus de Monte Lauduno: Sacramentale (partim, de indulgentiis). >Nota de indulgencia<. Samaritanus offerens stabulario denarios duos ait: Curam infirmi habeas et quodcumque fratre erogaveris egroto cum rediero reddam tibi [Lc 10,35] … — … ad plura penitencie opera peragenda corroboratur. Die Autorzuweisung erfolgte gemäß der einzigen bislang bekannten Parallelüberlieferung des Exzerpts in der Hs. Uppsala, UB, C 172, 23r–25v (Uppsala 2, 224), die aus dem von Bischof Nicolaus Hermanni geweihten Birgittenkloster Vadstena in der Diözese Linköping stammt (vgl. unten, 150v). Zum Verf. des ungedruckten Textes vgl.
  5. 117r De peccato et poenitentia nota. Nota peccator peccando offendit deum immo et ecclesiam id est totum collegium fidelium … — … de consecratione distinctione III 'Sine penitencia' [De cons. D.4 c.99] et c. 'Baptismi' [De cons. D.4 c.34] de penitencia distinctione 5 'Contrarium' [De poen. D.5 c.3]. Teilweise und abweichend in: Repetitionum In Universas Fere Iuris Canonici Partes, Materiasque Sane Frequentiores, Bd.1: Omnes Decreti Repetitiones Complectens … , Coloniae Agrippinae 1618, 390. Als Quelle ist dort wiederum das ungedruckte 'Sacramentale' des Guilelmus de Monte Lauduno angegeben.
  6. 117r De sacerdotio nota. Melchisedech chananeus fuit non de genere iudeorum ordinem autem eius multis modis interpretamur quod solus rex fuit et sacerdos … — … qui tunc nuncupabantur principes sacerdotum nunc episcopi nominantur. Der kurze Text benutzt mit geringfügigen Modifikationen Hier. epist. 73,3 (Druck: CSEL 55, 15f.) und Isid. eccl. off. 2,5,1–3 und 2,7,1 (Druck: CC SL 113, 56f. und 67f.).
  7. 117v119v De proprietatibus daemonum nota.Nota hic modicum de materia satis rara: Primum de energumenis secundum de pietate et de invocacione eorum tercium ne credatur demonibus quartum de cognicione demonum et facilitate motus … — … de sortilegiis multa exempla habemus in sascra scriptura quia ergo eis uti non licet … (Text bricht ab). Der ungedruckte und in dieser Form bislang nur hier nachgewiesene Text ist aus Zitaten zahlreicher Autoritäten montiert und in marginal gez. Abschnitte (vorhanden sind noch Nr. 1–23) gegliedert. Der Schluss fehlt aufgrund von Blattverlust.
Manuscript part: V
Place of origin: Clus, Benediktinerkloster
Date of origin: um 1400
Support:
  • Papier
  • Wasserzeichen: Glocke, zwischen zwei Bindedrähten, ohne Beizeichen, Klöppel mit der Kontur des Randes verschmolzen: WZIS DE8580-HAAB_Q_68_252 (1402, ein weiterer Typ nicht nachweisbar).
Extent: 13 Bl.
Format: 20,5 × 14,5 cm
Condition: Vor Bl. 120 wurden die ersten sechs Bl. der ersten Lage herausgetrennt (Textverlust).
Page layout: 16–16,5 × 10 cm, einspaltig, 40–42 Zeilen.
Hands: Zwei Hände,
  • Hand 1 (Haupthand, jüngere gotische Kursive): 120r132r (auch unten in Teil VI sowie in Cod. Guelf. 373 Helmst., 123va–155rb);
  • 132rv gleichzeitiger Nachtrag einer zweiten Hand in älterer gotischer Kursive (auch unten in Teil VI, 140v).
Display script / Decoration: Rubriziert, rote Lombarden.
Contents:
  1. 120r122r Johannes de Schonhavia: Epistula II in Eemsteyn de cursu monachi (ultima pars tantum). (Text setzt ein) … et facile a dyabolo illaqueatur qui circa curam carnis sue nimis occupantur. Quapropter karissime stude iuxta regulam nostram carnem tuam edomare … … — … ac vicissitudinem michi rependas ut meam negligenciam et inopiam tuis oracionibus adiuves et subleves. Vale in eo qui operatus est salutem in medio terre. >Explicit secunda epistola cuidam novicio missa in Emsteyna etc.< Der weitaus größte Teil des Textes fehlt aufgrund von Blattverlust. Ungedruckt. Vollständig in Cod. Guelf. 1230 Helmst., 139r–169r; ein Exzerpt in Cod. Guelf. 369 Helmst., 212rb–va.
    Literatur
    • A. Gruijs, Jean de Schoonhoven (1356–1432) Son interpretation de I Jean 2,15 "N’ai-mes pas ce monde, ni ce qui est dans ce monde." – 'De contemptu huius mundi'. Texte et études, Nijmegen 1967, 122 (Hs. genannt, Sigle Wo5);
    • A. Gruijs, , E. Persoons, Index des manuscrits contenant les œuvres de Jean de Schoonhoven (1356–1432), in: Scriptorium 20 (1966), 75–82 (81 Hs. genannt, Sigle Wo5);
    • Petrus Trudonensis, 145 Nr. 92 (Hs. genannt);
    • Tatarzyński Dzieła, 230f. Nr. 8 (Hs. genannt).
  2. 122r130r Tractatus de communicatione ac sumptione venerabilis sacramenti eucharistiae.Unaqueque fidelis anima libenter ac desiderantissime debet communicare corpori et sanguini domini nostri Ihesu Christi propter quinque causas … — … et sollicite roga eum quod te amplius non permittat redire ad vomitum sed te verbo suo manenti firmet in evum Amen. >Explicit quidam tractatus de sacramento eucharistie<. Der gesamte, in dieser Form ungedruckte Text besteht aus mehreren, vielfach aus modifiziert zitierten Autoritäten kompilierten Abschnitten, die auch z. T. separat überliefert sind:
    Filiation: Fragmentarische Fassungen vgl. in Cod. Guelf. 602 Helmst., 194v–198v; Düsseldorf, UB, Ms. B 147, 13v–17r (Düsseldorf 2, 180). Der erste Abschnitt (endet 123v mit: … vacabimus et videbimus amabimus et laudabimus sine fine ad quod nos perducat Ihesus Christus filius qui est benedictus in secula Amen … ) findet sich separat in den handschriftlichen Teilen der Mischbände E 127.4° Helmst., 15v–17v (wie Cod. Guelf. 602 Helmst. aus dem Zisterzienserinnenkloster Wöltingerode); Gotha, Forschungsbibliothek, Mon.typ. s. l. et a. fol. (124)107 (= Chart. A. 1350), 6r–v (Gotha 1, 190, im Benediktinerkloster St. Blasius in Northeim für das Benediktinerkloster Bursfelde gebunden). Der zweite Abschnitt (123v) findet sich separat auch in Koblenz, LHA, Best. 701 Nr. 213, 40v (Koblenz 2, 132).
  3. 130r132r Ps.-Bernardus Claraevallensis: Formula honestae vitae. Petis a me fili et frater karissime quod numquam et nusquam a suo provisore audivi petivisse … — … ubicumque fueris et ubicumque perrexeris tecum porta et in eternum non peribis. >Explicit epistola beati Bernhardi de honestate vite<.
    Filiation: Jeweils textidentische Fassungen in den voneinander abhängigen Hss. Cod. Guelf. 667 Helmst., 181r–183v; 1144 Helmst., 23v–27r; 1234 Helmst., 9v–14v; Hannover, GWLB, Ms I 251a, 54r–57v (Hannover NLB 2, 98). Außerdem als Teil eines größeren Mosaiktraktats in Cod. Guelf. 590 Helmst., 52r–54r.
    Druck
    • PL 184, 1167B–1172A, hier bis 1170C (das zweite 'Monitum' fehlt).
    Literatur
    • Glorieux Pour revaloriser Migne, 73;
    • Bloomfield 3897.
  4. 132rv De VI missis votivis pro defuncto in purgatorio commorante nota.Nota de sex missis quas quicumque cum devocione pro anima alicuius in purgatorio existente legeret et si usque in diem iudicii puniri deberet liberabitur … — … quia possibile est quod in quacumque missa spiritualiter pro aliquo lecta fiet liberacio tanto tunc prelibet. Zu derartigen, weit verbreiteten Zusammenstellungen des sog. gregorianischen Messsenars vgl. Franz Messe, 253–265, bes. 259–261.
  5. 132v De anathemate versus memoriales. Vier Verse, dazu Walther II 28862 und 32696 (in ungekehrter Reihenfolge = Walther I 17864). Darunter ein getilgter Vermerk des Rubrikators sowie ein Verweis auf den anschließenden Text (Sequitur speculum peccatoris editum a beato Augustino Episcopo) von der Hand des Conradus Hammenstedt.
Manuscript part: VI
Place of origin: Clus, Benediktinerkloster
Date of origin: um 1400
Support:
Extent: 8 Bl.
Format: 20,5 × 14,5 cm
Page layout: 17 × 10,5–11 cm, einspaltig, meist 34 Zeilen.
Hands: Zwei Hände,
  • Hand 1 (Haupthand, jüngere gotische Kursive, wie oben, Teil V): 133r140v;
  • 140v gleichzeitiger Nachtrag einer zweiten Hand in älterer gotischer Kursive (auch oben in Teil V, 132rv).
Display script / Decoration: Rubriziert, rote Lombarden.
Contents:
  1. 133r140v Ps.-Augustinus: Speculum peccatoris. >Incipit liber qui dicitur speculum peccatorum in nomine domini Amen<. Quoniam karissimi in via huius vite fugientis sumus dies nostri sicut umbra pretereunt … — … per hec eternam dampnacionem evadas et cum domino nostro Ihesu Christo vitam eternam possideas quod tibi concedat qui est in secula benedictus Amen. >Et sic finitur speculum peccatoris editum a beato Augustino<.
    Filiation: Zu Parallelüberlieferung und Literatur vgl. bei Cod. Guelf. 602 Helmst., 147r–152v, dazu Kurz 5/1, 230 Nr. 148 (Hs. genannt).
    Druck
    • PL 40, 983–992;
    • Roth Sündenspiegel, 183–226 (ohne Kenntnnis dieser Hs.).
  2. 140v Exemplum de cursu vitae hominis. Rex quidam cuidam philosopho multas questiones inter quas quesivit: Quis est homo et cui similis est … — … cum septem sociis qui eum cotidie molestant scilicet fames sitis frigus estus lassitudo infirmitas mors. Das Exempel ist häufig und variant überliefert, vgl. etwa Mainz, StB, Hs. I 215a, 55v (Mainz 2, 231) und Uppsala, UB, C 400, 40v (Uppsala 4, 665). Es wurde jeweils modifiziert und gekürzt aus der gleichen Quelle, den "Gesta Romanorum", cap. 36, übernommen, vgl. Gesta Romanorum, 334–336. Darunter von gleicher Hand der Satz: Augustinus super psalmum 38: Molendinum puto omnem mundum istum quia rota quadam temporum volvitur et amatores suos conterit [Aug. in psalm. 36,1,2].
Manuscript part: VII
Place of origin: Clus, Benediktinerkloster
Date of origin: 14. Jh., 4. Viertel
Support:
  • Papier
  • Wasserzeichen: Feldflasche rund (zwei Typen, nicht nachweisbar).
Extent: 10 Bl.
Format: 20,5 × 14,5 cm
Page layout: 17 × 10,5 cm, einspaltig, 44–48 Zeilen.
Hands: Ältere gotische Kursive von einer Hand; identisch mit der Haupthand der Teile III und IV (sonst siehe oben).
Display script / Decoration:
  • Rubriziert, rote Lombarden.
  • 141r rote Fleuronnéelombarde M in Unzialform über 4 Zeilen mit konturbegleitenden blauen Fibrillen.
Contents:
  1. 141r150r Matthaeus de Cracovia: Dialogus rationis et conscientiae de crebra communione. >Libellus editus a magistro Matheo de Cracovia de altercacione racionis et consciencie super celebracione misse seu sacra communione<. Da die erste Zeile der Rubrik bei der Neubindung erheblich beschnitten wurde, trug 56v auf dem Kopfsteg der Cluser Mönch Conradus Hammenstedt (vgl. oben) den verstümmelten Text (Libellus editus … altercacione racionis etc. … ) nach und verband beide Stellen mittels einer hinweisenden Crux (†).
    • (141r) Prologus. Multorum tam clericorum quam laycorum querela est non modica occupacio gravis et questio dubiosa … — … et ex hoc eligens quid sit agendum.
    • (141r150r) Textus. >Racio et consciencia concordant de altercacione habenda super celebracione missarum sive sacra communione eukaristie<. Aggrediatur igitur racio conscienciam utpote minus iuste agentem vel nimis timidam in hec verba … — … pro viatico datum est nobis corpus domini nostri Ihesu Christi qui cum patre et spiritu sancto vivit et regnat in seculorum secula benedictus.
    >In Ihesu Christi nomine explicit libellus magistri Mathei de Cracovia tractans de altercacione racionis et consciencie super celebracione misse sive sacra communione<.
    Druck
    • M. z Krakowa Opuscula theologica, 367–409 (362 Hs. genannt).
    Filiation: Zu Parallelüberlieferung, weiteren Ausgaben und Literatur vgl. bei Cod. Guelf. 602 Helmst., 21r–40r; bes. Tatarzyński, 80f. (diese Hs.).
  2. 150r De communione nota.>De communicando<. Fovens domum aut larem accuset non confitentes et non communicantes in die pasche et doceant eos Pater noster et fidem … —
    Filiation: Bislang nur noch aus dem ebenfalls aus Clus stammenden Cod. Guelf. 203 Helmst., 131ra, bekannt und ungedruckt.
  3. 150v De inhibita communione nota ex statutis ecclesiae Lincopiensis Sueciae deprompta. Dei gracia episcopus dilectis in Christo filiis universis et singulis ecclesiarum curatis nostre dyocesis salutem in domino. Volumus et in virtute sancte obediencie districte precipiendo mandamus … Primo quod nullus inconfessus accedat ad perceptionem corporis Christi … — … quod nulli monachi vel clerici habent potestatem predatores absolvendi nisi prius satisfecerint cum effectu nec ipsi audeant penitentes assecurare contra aliquem articulum premissorum.
    Filiation: Textidentisch auch in dem ebenfalls aus Clus stammenden Cod. Guelf. 203 Helmst., 131ra–b, überliefert.
    Der Text ist weitgehend wörtlich (zu Beginn anonymisiert und im letzten Punkt leicht gekürzt) entnommen aus den Synodalstatuten von Nicolaus Hermanni (Nils Hermansson), 1375–1391 Bischof der schwedischen Diözese Linköping, vgl. zu ihm Eubel 1, 319. Druck des Originals: Statuta synodalia veteris ecclesiae sveogothicae, post. celeb. M. a Celse edidit H. Reuterdahl, Lund 1841, 72–74 Nr. III.
  4. 150v De communione tempore proscriptionis nota.Qui alium proscribit si hoc ex rancore odii noscitur emanasse communicare non permittatur … — … durante igitur proscriptione communicare potest dummodo de peccato penituit pro quo proscriptus est.
    Filiation: In dieser Form bislang nur noch aus dem ebenfalls aus Clus stammenden Cod. Guelf. 203 Helmst., 131rb, bekannt.
  5. 150v De magis non communicandis nota.Mortuo amputans manum quodammodo videtur temptare deum et aliquo modo videtur quod talis sit sorciarius ex conspiracione demonum … — … de corde suo deserint et convenientem penitenciam egerint communicare permittantur.
    Filiation: Bislang nur noch aus dem ebenfalls aus Clus stammenden Cod. Guelf. 203 Helmst., 131ra–b (Fußsteg), bekannt und ungedruckt.
Manuscript part: VIII
Place of origin: Clus, Benediktinerkloster
Date of origin: 14. Jh., 4. Viertel
Support:
  • Papier
  • Wasserzeichen: Zwei Kreise übereinander, dazwischen Stange (nicht nachweisbar). Zwei Kreise übereinander, darüber Kreuz (nicht nachweisbar).
Extent: 18 Bl.
Format: 20,5 × 14,5 cm
Condition: Nach Bl. 158 fehlt eine unbestimmte Anzahl von Bll., vermutlich eine Lage (Textverlust).
Page layout: 17 × 11 cm, meist einspaltig, nur 159ravb und 168ra–b zweispaltig (Spalten jeweils 5–5,5 cm breit), je nach Hand 30–32, bei Nachträgen bis zu 40 Zeilen.
Hands: Zwei Haupt- und zwei Nachtragshände,
  • Haupthand 1 (ältere gotische Kursive): 151r158v, 159rava und 168rava;
  • Haupthand 2 (jüngere gotische Kursive): 160r167v.
  • Die meisten Nachträge (158v, 159va–b und 168v) fügte in späten 15. Jh. Conradus Hammenstedt in einer charakteristischen Bastarda hinzu,
  • lediglich 158v steht ein gleichzeitiger Zusatz in älterer gotischer Kursive.
Display script / Decoration:
  • 151r158r rubriziert, rote Lombarden, sonst kein Buchschmuck und Raum für Lombarden bzw. Initialen ausgespart.
  • 151r rote Fleuronnéelombarde Q über 6 Zeilen in Unzialform mit vielfältig geschwungenen roten Konturbegleitstrichen mit Fibrillen- und Punktbesatz; im Binnenfeld ein rotes Knospenbüschel.
Contents:
  1. 151r158r Stella clericorum.[Q]uasi stella matutina in medio nebule [Sir 50,6] id est peccatorum. Proprietates huius stelle matutine possunt referri ad quemlibet doctorem fidei id est sacerdotem … — … sacerdotale honorandi quia ipse deus in ipsis honoratur cuius camerarii sunt et ministri. Tu autem.
    Filiation: Das in den meisten Hss. angefügte Schlusskapitel (Dominus transiens de hoc mundo ad patrem … periculosius est sedere peremptorium est iacere … ) fehlt, Kapitel 22 ist an der gleichen Stelle wie in Cod. Guelf. 771 Helmst., 186va–193vb, gekürzt. Ebenfalls ohne Schlusskapitel und mit zweigeteiltem Kapitel 22 auch in Cod. Guelf. 414 Helmst., 113va–118vb; 83.5 Aug. 2°, 67vb–72va; Cod. Guelf. 809 Helmst., 188v–194v; ein Auszug in Cod. Guelf. 310 Helmst., 204vb. Weitere gekürzte Fassungen in Cod. Guelf. 203 Helmst., 125va–130vb; 384 Helmst., 200va–206rb; 72.1 Aug. 2°, 38ra–44va; 590 Helmst., 40v–52r (in eine größere Exzerptsammlung integriert). Vollständig in 50.6 Aug. 4°, 122r–132r. Kommentierte Fassungen (alle mit gekürztem Grundtext, meist bis Ende cap. 21), 1. Incipit des Kommentars: Architector philosophie in libro de celo et mundo: Cod. Guelf. 30.1 Aug. 2°, 295r–314v; 76.26 Aug. 2°, 204r–215v (Textverlust durch Wasserschaden); 14.5 Aug. 4°, 83r–108v; 19.26.6 Aug. 4°, 1r–43v; 2. Incipit des Kommentars: Theologica veritas est diadema sapientis: Cod. Guelf. 18.33 Aug. 4°, 213r–256r; 3. Incipit des Kommentars: Iste liber qui intitulatur stella clericorum: Cod. Guelf. 589 Novi, 37r–56v.
    Drucke
    Literatur
    • Bloomfield Nr. 4435;
    • García y García Manuscritos, 401 Nr. 147.
  2. 158v Versus. Von der Schreiberhand des vorhergehenden Textes wurden folgende 10 Verse eingetragen: 1. der Vers Qui semel est sanctus qui bis homo bestia qui plus (Walther I 15653 = Walther II, jeweils Hs. genannt, aber nicht korrekt wiedergegeben); 2. der Vers Melius est malorum habere odium quam consorcium eorum; fehlt in den Repertorien, aus: Jacobus de Benevento: Viridarium consolationis 2,17 (Druck: Bibliotheca Casinensis seu codicum manuscriptorum qui in tabulario Casinensi asservantur series…, Bd. 4, Monte Cassino 1880, 277, separate Paginierung); 3. das Distichon
    Composito lacte fetenti queso cibate
    Qui putas extinctum crimen per temporis usum
    (fehlt in den Repertorien, aus Bernardus Bottonius: Glossa ordinaria ad X. 1.4.4). Direkt im Anschluss folgt:
    Presul Martine cum Christo qui sine fine
    Regnas in celis pro me precor esto fidelis
    … — …
    Gemma sacerdotum rutilante lumine clarens
    Omni labe carens me commendo tibi totum.
    Die sechs so in den Repertorien nicht nachgewiesenen Verse auf den heiligen Martin von Tours sind offenbar Beispiele für verschieden gereimte leoninische Hexameter, wobei die beiden ersten einen Zäsurreim im gleichen Vers aufweisen (Inreim), in den beiden mittleren (
    Inclite confessor stirpe alme nobilitatis
    Nunc intercessor pater almiflue bonitatis
    ) liegt ein Paarreim der Kola vor und nach der Zäsur vor, in den beiden letzten findet sich schließlich ein Kreuzreim der Kola.
  3. 158v Sententiae versusque. Drei z. T. nur syllabarisch angeführte (hier in Majuskeln), interlinear etwa gleichzeitig mit dem Haupttext ergänzte Merksätze, zunächst über Häresien: DYvinitatem NEGAT ARrius SACRI sed HUMAnitatem MANIcheus SENTIT non ponit argumentum racionalem APOLLInaris MARCIOn et hereses dicte tibi quatuor hoc sunt. Es folgen zwei in den Repertorien fehlende Merkverse über die Eigenschaften eines Bischofs nach I Tim 3,2–10:
    Cri vir vi pru et or hos pu doc per ti cu do ne
    Hii sunt articuli quas tradit regula Pauli.
    Die Erklärung (Cri = non criminosus, vir = unius uxoris, vi = non vinolentus etc.) ist jeweils supra lin. hinzugefügt.
  4. 158v De humili versus IV.>Poeta<. Asperius nichil est humili cum surgit in altum … — … Quam servi rabies in libera colla furentis. Vier Verse aus Claud. in Eutropium liber I,181–184; im späten 15. Jh. von Conradus Hammenstedt ergänzt.
    Filiation: Im Kontext weiterer Claudianverse auch in Cod. Guelf. 578 Helmst., 26v.
    Edition
    • MGH AA 10, 80;
    • Hall Claudiani Carmina, 150.
    Literatur
    • P. Lehmann, Skandinavische Reisefrüchte. Neue Folge, 2. Nachlese, in: Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen 25 (1938), 155–172 und 243–258, hier 159 (Hs. genannt);
    • Walther I, 1576 (Hs. genannt).
  5. 158v Dictum de potestate. Ebenfalls von Conradus Hammenstedt wurde folgende Sentenz nachgetragen: Sapiens: [Maximam] potestatem habens potestatis creatorem iuxta possibilitatem suam debet imitari sicut mansuetudo in subiectos signum est nobilitatis sic crudelitas in subiectos signum est rusticitatis Proverbiorum XXXo[,21]: Per tria movetur terra et quartum sustinere non potest. Quelle ist offenbar Guilelmus Peraldus: Summa de vitiis VI,29, hier nach der Ausgabe: Guillelmi Peraldi OP … Summæ virtutum ac vitiorum tomus secundus qui appellatur Summa vitiorum, Lugduni 1668, 293.
  6. 159rava Johannes de Deo: Decretum abbreviatum (ultima pars tantum). Der größte Teil des Textes fehlt durch den Verlust einer Lage; erhalten ist der Abschnitt zu C.31 qu.1 – De cons. D.5 c.40: (Text setzt ein)[pos]sit duci in uxorem que primo polluta est per adulterum. Solucio potest nisi dederit ei fidem … … — … In quinta de confirmacione et ieiunio. Terminatur liber in duobus capitulis de spiritu sancto. Amen. Expliciunt flores decretorum.
    Filiation: Vollständig und mit z. T. abweichendem Wortlaut auch in Cod. Guelf. 12 Helmst., 4ra–vb; 276 Helmst., 172vb–176ra; 344 Helmst., 10rb–13vb; 76.26 Aug. 2°,132ra–137rb.
    Separatdruck
    Literatur
    • Stintzing, 38–41;
    • Schulte 2, 96 Nr. 9B;
    • Hove, 484;
    • DDC 6, 99;
    • Díaz y Díaz, 270f. Nr. 1267;
    • García y García Canonística 1, 406 Nr. 2;
    • G. Murano, Una collezione de testi copiata da Francesco Sanuto (sec. XV med.), in: Aevum 82 (2008), 491–504, hier 491f., 497–499 zur Diskussion der Autorschaft.
  7. 159va–b Excerpta de natura dei ex Elucidario Honorii Augustodunensis deprompta. Die offenbar als Ergänzung zum verlorenen Teil des vorhergehenden "Decretum abbreviatum" wiederum von Conradus Hammenstedt angelegte Exzerptsammlung (Quantum homini licet scire sic deus est substancia spiritualis tam inestimabilis pulchritudinis … — … unde dicitur: Deus non est antiquior quam creature sue tempore sed dignitate, verbunden durch marginale Verweiszeichen) umfasst Teile der Kapitel 1,1, 1,2 und 1,4 des Elucidarius von Honorius Augustodunensis. Druck: PL 172, 1109A–1176D, hier 1110B–1111C und 1112 B.
    Filiation: Zu Parallelüberlieferung und Literatur vgl. Cod. Guelf. 542 Helmst., 37ra–42rb.
  8. 159vb De dignitate sacerdotis nota.Cui enim angelorum Christus umquam tradidit quod dignis et deo devotis concessit sacerdotibus … — … Item apostolus Corinthios IIII: Nescitis quod templum dei estis [I Cor 3,16] etc. Der kurze Text wurde von der gleichen Hand wie das vorhergehende Stück nachgetragen und ist in dieser Form ungedruckt und bislang nur hier nachgewiesen.
  9. 160r167v Hugo de Sancto Caro: Tractatus super missam. [D]icit apostolus ad Ephesios VI: Induite vos armatura dei … [Eph 6,11]. Hec armatura est vestis sacerdotalis septemplicis virtutis significativa representativa vestium Christi … — … in festivis diebus dicitur 'Ite missa est' et est sensus Ite ad propria quia missa consummata est. >Amen. Amen<.
    Drucke
    • RETM H2440-80/5–80/50; außerdem
    • GW 13581; 13592;
    • Hugonis a St. Charo Tractatus super missam seu Speculum ecclesiae, ed. G. Sölch, Münster 1940 (Opuscula et textus historiam ecclesiae eiusque vitam atque doctrinam illustrantia. Series liturgica 9), 8–52.
    Literatur: Glorieux Répertoire 1, 48 Nr. 2aw; Kaeppeli 1990 und Suppl.; Bloomfield 1589; CALMA 6, 392 Nr. 13.
  10. 168ra De V libris decretalium versus memoriales. Fünf Verse, vgl. zur Parallelüberlieferung Cod. Guelf. 529 Helmst., 317r. Dazu Walther I 13719.
  11. 168rava Bonantonius de Sancto Petro: Versus de rubricis V librorum decretalium (prima pars tantum).
    Trinus constituit rescribit consuetudo
    Postulat eligit huic transfert sunt pallia cedit
    … — …
    Vendo conducto permuto de pheodisque
    Pignus et iste fideiussor solvit dedit atque
    (Text bricht ab).
    … Die 26 erhaltenen Merkverse enthalten die inhaltlichen Schlagwörter der Rubriken der einzelnen Dekretalienbücher des 'Liber extra': Für das erste Buch sind elf, für das zweite acht Verse reserviert; die Darstellung bricht im dritten Buch nach sieben Versen bei X 3.24 ab.
    Filiation: Die Verse fehlen in den einschlägigen Repertorien und sind bislang nur noch aus einer Hs. aus dem Privatbesitz des Rechtshistorikers Domenico Maffei (1925–2009) bekannt, vgl. Cod. Nr. 5, 1rc, beschrieben in: E. Mecacci, Alcune notizie sul fondo manoscritti della raccolta Maffei, in: Manoscritti, editoria e biblioteche dal medioevo all'età contemporanea: studi offerti a Domenico Maffei per il suo ottantesimo compleanno, hrsg. von M. Ascheri und G. Colli, Bd. 2, Roma 2006 (Roma nel rinascimento), 731–834, hier 740f. Das Werk wird dort in der Schlussrubrik dem sonst unbekannten Rechtsgelehrten (oder Studenten?) Bonantonius de Sancto Petro aus Mantua zugeschrieben.
  12. 168va Probationes pennae. Von späterer Hand unter dem vorstehenden Gedicht das komputistische Distichon zur Berechnung der Indiktion:
    Si per quindenos domini diviseris annos
    Tres simul adiunges indictio sit tibi presens.
    Aus dem sog. 'Computus magistri Jacobi', Druck: Computus Magistri Jacobi, 78. Daneben von gleicher Hand der Schriftvers Ps 6,2.
  13. 168v Hymnus in festo nativitatis domini (T6). >Gloria in excelsis<.
    Dies est leticie in ortu regali
    Nam processit hodie ventre virginali
    … — …
    Solus et altissimus
    Tu es Iesu Christe
    >Cum sancto spiritu<. Der weit verbreitete und von Conradus Hammenstedt nachgetragene Hymnus liegt hier in einer Fassung mit zehn Strophen vor, der jeweils ein Stück aus dem "Gloria" vorangestellt ist. Gemäß dem Druck bei Mone 1, 62f. Nr. 47, lautet die Strophenfolge: 1, 2, 6, 4, 3, 5, 7, Zusatzstrophe (bislang ungedruckt), 9, 8. Vgl. außerdem P. Wackernagel, Hymnen und Sequenzen, vom Anfang des 4. bis Ende des 16. Jahrhunderts, Leipzig 1864 (Das deutsche Kirchenlied von der ältesten Zeit bis zu Anfang des XVII. Jahrhunderts 1), 206f. Nr. 332; Chevalier 4610; Walther I 4450; 2VL 2, 89–93.

Abgekürzt zitierte Literatur

2VL Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, 12 Bde., hrsg. von K. Ruh u. a., 2., völlig neu bearbeitete Aufl., Berlin, New York 1978–2005, Ergänzungsbde.: Deutscher Humanismus 1480–1520. Verfasserlexikon, 3 Bde., hrsg. von F. J. Worstbrock, Berlin, New York 2005–2015
Bloomfield M. W. Bloomfield, Incipits of Latin Works on the Virtues and Vices 1100–1500 A.D., Cambridge/Mass. 1979 (Publications of the Medieval Academy of America 88)
Bonaventurae opera Doctoris Seraphici S. Bonaventurae S. R. E. Episcopi Cardinalis opera omnia … edita studio et cura P. P. Collegii a S. Bonaventura … , Bd. 1–10, Ad Claras Aquas (Quaracchi) 1898–1901
Bonaventurae opera Peltier S. R. E. Cardinalis S. Bonaventurae ex ordine minorum episcopi Albanensis eximii ecclesiae doctoris opera omnia … cura et studio A. C. Peltier, Bd. 1–15, Paris 1864–1871
CALMA C.A.L.M.A. Compendium auctorum latinorum medii aevi, hrsg. von M. Lapidge u. a., Bd. 1–, Firenze 1999–
CANTUS CANTUS: A Database for Latin Ecclesiastical Chant. Indices of chants in selected manuscripts and early printed sources of the liturgical Office (http://cantus.uwaterloo.ca//)
CAO R.-J. Hesbert, Corpus antiphonalium officii, Bd. 1–6, Rom 1963–1979 (Rerum ecclesiasticarum documenta. Series maior 7–12)
CC SL Corpus Christianorum. Series Latina, Bd. 1–, Turnhout 1954–
Chevalier Repertorium hymnologicum. Catalogue des chants, hymnes, proses, séquences, tropes en usage dans l'église latine depuis les origines jusqu'à nos jours, Bd. 1–6, ed. par U. Chevalier, Louvain u. a. 1892–1921
Computus Magistri Jacobi Computus Magistri Jacobi. Een schoolboek voor tijdrekenkunde uit 1436, editie van de tekst, met een inleiding en een samenvattende parafrase door M. Gumbert-Hepp, Hilversum 1987 (Middeleeuwse studies en bronnen 7)
CPL Clavis patrum Latinorum, hrsg. von E. Dekkers, Steenbrugge u.a. 31995 (Corpus Christianorum. Series Latina)
CPPM Clavis patristica pseudepigraphorum medii aevi, hrsg. von I. Machielsen, Turnhout 1990– (Corpus Christianorum. Series Latina)
CSEL Corpus scriptorum ecclesiasticorum Latinorum, Bd. 1–, Wien 1866–
DDC Dictionnaire de droit canonique, Bd. 1–7, hrsg. von R. Naz, Paris 1935–1965
Deshusses J. Deshusses, Le sacramentaire Grégorien. Ses principales formes d'après les plus anciens manuscrits, 3 Bde., Fribourg 1971–1982 (Spicilegium Friburgense 16, 24, 28)
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Distelbrink B. Distelbrink, Bonaventurae scripta: authentica, dubia vel spuria critice recensita, Rom 1975 (Subsidia scientifica Franciscalia 5)
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Hall Claudiani Carmina Claudii Claudiani Carmina edidit J. B. Hall, Leipzig 1985 (Bibliotheca scriptorum Graecorum et Romanorum Teubneriana)
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