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Beschreibung von Cod. Guelf. 81.16 Aug. 2° (Heinemann-Nr. 2806)
Otto v. Heinemann: Die Augusteischen Handschriften 4. Cod. Guelf. 77.4 Aug. 2° — 34 Aug. 4°. Frankfurt/M.: Klostermann, 1966 (Nachdruck d. Ausg. 1900). S. 3032
Handschriftentitel: Beicht- und Bussspiegel Aus Anonymns Neveletanus
Entstehungszeit: 15. Jahrh.
Alternative Schreibung: Cod. Guelf. 81. 16. Aug. fol.
Katalognummer: Heinemann-Nr. 2806
Beschreibstoff: Pap.
Umfang: 70 Bll.
Seiteneinrichtung: zweispaltig
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Mit rothen Ueberschriften und Anfangsbuchstaben, f. 2, 42′ und 58 grössere, aber ziemlich rohe Initialen.
Einband: Holzdeckel mit gepresstem rothen Leder überzogen: noch ein Schliesser. Auf dem äusseren Vorderdeckel ein Pergamentstück mit folgendem Titel: von todsunden, auch von tugenden, auch vii selczamer peyspil.
Provenienz der Handschrift:
  • Auf der Rückseite des ersten Vorderblattes finden sich folgende Notizen:
  • a) Item maister Niklas von Dinkelspuchel hat ain puch gemacht dewthtsch den frawen zu sand Jacob ze Wien vnd in dem puch ist das Pater noster begriffen das sol gar ain ordenlich puch sein uber all dewthsche puecher, daraus wil ich schreiben. Es halt vilfachs von vnser frawen. Dicz puch ist in der stat Wien viel Quentten abgeschriben.
  • b) (von anderer Hand): Zu Sant Clarn in Nurmbergk.
  • c) Do man czalt Tausent vierhundert vnde ym lxviij Jar an dem tag dez heiligen Felicis ein pabst vnd ein martrer do gab herr Heinrich Meihssner Burger zu Nurnbergk seiner Tochter Swester Elena herein dicz puch Got zu lob vnde dem Convent zu Lob.
Inhalt:
  1. f. 1–35. Beicht- und Bussspiegel, mit voraufgehendem Register oder Tafel.
  2. Am Schluss der letzteren roth:
  3. O fili care noli nimis alte volare:
    Si nimis alte volas, poteris conburere pennas.
  4. Am Schluss des Ganzen ebenso:
  5. Hospitium vile, sa wer wein, swarcz prot, quoque lang mile, hec sunt in Sueuia. Si non vis credere lauff dar.
  6. f. 35′–36′. Sp. 1. Ein guter Spruch von Spilarn.
  7. In Versen:
  8. Ach wurffelspil du poses ampt,
    Welch edles herz sich dein nicht schampt.
  9. Angehängt ist:
  10. f. 36′. Sp. 2.–38. Gebet zu Gott und Ermahnung an den Menschen.
  11. Got vater sun heiliger gaist
    Aller tugnt ein vollaist.
  12. Schlussschrift (schwarz): Et sic est finis:(roth in Kapitälchen): WER MER VERÇERT DENN ER GEWINT OB ER VERDIRBT DES IST WOL RAT.
  13. f. 42–68. Fabeln nach den Lateinischen Fabeldichtern, nämlich:
    1. (f. 42′–58′. Sp. 1.) Avienus (Avianus) 62 Fabeln. Schlussschrift (roth): Hie endet sich Anianus vnd hebt sich an Esopus, der sagt von dem han, der den Jaspis in dem mist vand. Die einzelnen Fabeln sind von Lessings Hand numeriert.
    2. (f. 58′. Sp. 2.–68. Sp. 2.) Aus Anonymns Neveletanus (24 Fabeln). Voran geht der no. 4) (f. 39–41) das Register oder die Tafel zu diesem Stück und f. 42 (roth) ein langer Titel, der folgendermassen lautet: Der Anuanch dizz puches vnd dizer nachgeschriben ler ist worden erfunden vnd erdacht in der Stat zu Athen in Chrichenland von zwain hochen heidnischen maistern weltleicher Chunst. Der ainer was genant Auianus, der ander Esopus. Die selben haben dicz puch durch pezsrung menschleicher sitt erfunden vnd gechert in pispel vnd gelaichnuzz vnuernunfftiger tier also daz da uon ein yegleich mensch an sitten gaistleich vnd auch weltlaich wol mag gepezzert werden vnd auch sein leben dar nach regieren vnd gelaiten mug. Vnde dair selb ler vnde Weisung ist dar nach pey des Kaiser Tibernii ((so)) Czeiten von einem hochem maister Romolo genant von Chrichischer sprach in Latein gechert. Nu hab ich durch nucz ainualtiger layen, die dizer ler in lateinischer sprach nicht geniezzen mochten oder dar villeicht nicht vollichleich begraiffen vnde versten chunden, dis nachgeschriben ler vnde waizzung, nach dem vnder ich verstee ausz lateinischer sprach, gedacht in deutsch zu cheren, wie wol ich geprechen dez sinns zu diser arbait an mir selbern wol enphind vnd auch vmb darselb geturstichait straffung gewartund pin. Yedoch lazz ich ez durch dair lieb, dar ich zu diser ler vnd weisung hab, nicht vnderwegen vnde vach daz also an.
  14. Schlussschrift von 4):
  15. (schwarz):
  16. Et sic est finis.
  17. (roth):
  18. Aspice, mortalis, pro te datur hostia talis,
    Ut vivas morior, non est dilectio maior.
  19. Dann in rothen Kapitälchen mit Versetzung der Silben: VOVI GOE CITI NVSMIDO LONO TEMOR RISTOCAPE SET VT GISMA TVRTAVERCON ET VATVI. d. i. Vivo Ego Tici(t) Dominus Nolo Morte(m) Pecatoris Set Ut Magis Convertatur Et Vivat.
  20. Endlich (gleichfalls roth): Anno mo cccco xijo, xxxo die mensis Januarii obiit domina preclare nobilitatis Wilburgis de Pettaw pie memorie.
  • f. 68′–70 Ein offen beycht. (von anderer späterer Hand).


  • Die Katalogdaten sind Public Domain.

    Für die Nutzung weiterer Daten wie Digitalisaten gelten gegebenenfalls andere Lizenzen. Vgl. die Copyright Information der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.