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Beschreibung von Göttingen, Staats- und Universitätsbibliothek, 8° Cod. Ms. philol. 106
Patrizia Carmassi: In Vorbereitung: Katalog der mittelalterlichen lateinischen Handschriften der SUB Göttingen, beschrieben von Patrizia Carmassi.
Handschriftentitel: Gualterus Anglicus, Eberhardus Bremensis
Entstehungsort: Tangermünde
Entstehungszeit: 1462 und 1461
,
Beschreibstoff:
  • Papier
  • Die Handschrift besteht aus zwei Teilen.
  • Wasserzeichen: 1. Ochsenkopf, frei, mit Ober- und Unterzeichen an Stange, oben und unten einkonturige Stange. Oben Blume, ohne weiteres Beizeichen. Unten Dreieck, mit Schragen, drei Punkte, zwei Kreuzsprossen. Mit Augen: WZIS DE0510-CodII12_96_312. (1461). 2. Ochsenkopf, frei, mit Ober- und Unterzeichen an Stange, oben und unten einkonturige Stange. Oben Blume, ohne weiteres Beizeichen. Unten Dreieck, mit Schragen, drei Punkte, zwei Kreuzsprossen. Mit Augen: WZIS DE0510-CodII12_96_313. (1461). 3. Dreiberg, frei. Beizeichen zweikonturige Stange. Kreuz, einfaches lateinisches Kreuz, ohne weiteres Beizeichen, Kreuzbalken gerade, Grundlinie einfach: WZIS DE0510-CodII12_96_33. (1461). 4. Dreiberg, frei. Beizeichen zweikonturige Stange. Kreuz, einfaches lateinisches Kreuz, ohne weiteres Beizeichen, Kreuzbalken gerade, Grundlinie einfach: WZIS DE0510-CodII12_96_23. (1461).
Umfang: I, 68 Bl.
Format: 22 × 16 cm
Seitennummerierung: Moderne Foliierung (Bleistift), nicht kontinuierlich durchgeführt. Neues vorderes Vorsatzblatt (I) nicht foliiert. Altes Vorsatzblatt aus Pergament mit 1 foliiert. Zwischen fol. 36 und 37 ein leeres Blatt, nicht foliiert: hier 36a. Letzte 5 Blätter nicht foliiert.
Lagenstruktur: 1 Bl. VI+1 (13). VI (25). VI+1 (37). V (47). VI+1 (60). II+3 (67).
Zustand: Flecken und Gebrauchsspuren. Wasserränder und fehlende Stellen am oberen Blattrand (fol. 66-67). Buchschnitt wellig. Löcher durch Wurmfraß.
Einband: Moderner Pappeinband aus dem 18./19. Jh. Überzug aus hellbraunem marmoriertem Papier (Pattern: Pulled). VS, HS und vorderes Vorsatzblatt aus Papier. Auf VS moderne Signatur (Bleistift), aufgeklebter Papierzettel mit Angabe zum vorhandenen Mikrofilm und Ausschnitt aus Meyers Katalog zu dieser Handschrift. Vor fol. I ein loser Papierzettel zur Benutzung der Handschrift. Auf HS (Bleistift) bibliothekarische Prüfangaben (Gewicht), getilgt. Auf dem Rücken ein grüner Papierzettel mit handgeschriebenem Titel Aesopi fabulae und ein zweites Papierschild mit moderner Signatur, auf einem älteren Zettel geklebt.
Zustand: Überzugspapier gerissen, berieben und mit Fehlstellen.
Zusatzmaterial: Fragment: Als vorderes Vorsatzblatt wurde vor dem modernen Einband ein Blatt aus einem Sakramentar des 12. Jh. wiederverwendet.
Inhalt:
  • Ir-v leer.
  • 1r-v Sakramentar (Fragment). Messformulare für die Totenmessen. 1r: [Pro] pluribus defunctis laicis; Pro parentibus defunctis; 1v: Pro defuncto penitente. Ein Blatt, Pergament, 21,5 x 15 cm. Schriftraum: 17,5 x 11 cm. 19 Zeilen. 12. Jh. Zweite Hälfte. Carolino-Gothica. Herkunft: Deutschland (Norddeutschland). Das liturgische Buch war länger im Gebrauch: Auf Recto- und Versoseite nachgetragene Messformulare in Bastarda (15. Jh.), darunter für die Messe Pro parentibus (1v). Rubriziert. Rote Lombarden als Initialen. [mini]sterium fideliter dependerunt perpetua sanctorum societate laetentur. Per … — (= CC Corp. orat., Nr. 2968). … Deus cui soli competit medicinam praestare post mortem praesta quaesumus ut anima famuli tui N terrenis. (= CC Corp. orat., Nr. 1145). (1r) Auf dem oberen Seitensteg alte Signatur, in brauner Tinte geschrieben: Misc. 4to 13. Mit Bezug auf den Katalog der Helmstedter Universität von 1644 unter der Sparte Miscellanei MSSti in quarto (siehe unten).
Bibliographie
Handschriftenteil: Pars I
Handschriftentitel: Gualterus Anglicus
Entstehungsort: Tangermünde
Entstehungszeit: 1462
Beschreibstoff: Papier
Umfang: 37 Bl.
Format: 22 × 16 cm
Seiteneinrichtung: Einspaltig. Zeilenzahl stark variierend wegen Wechsels von Poesie und Prosa. Bei den versifizierten Fabeln größerer Abstand zwischen den Zeilen, um Raum für Interlinearglossen zu lassen. 18-18,5 × 10,5 cm
Hände: . Bastarda von der Hand des Schreibers Tilomannus Bothe (siehe Kolophon fol. 36v und unter Herkunft).
Schrift: Die Titel der einzelnen Fabeln am Rande geschrieben.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Zwei ca. 2 cm hohe Initialen für Prolog und Haupttext, gezeichnet in brauner Tinte.
2r: I(ncipiunt); V(t). Lange Serifen. Bei dem V rechter Buchstabenstamm mit Flechtband auf dunklem Grund gefüllt.
Entstehung der Handschrift: Die Handschrift wurde laut Kolophon fol. 36v in Tangermünde geschrieben. Schreiber war Tilomannus (Theodericus) Bothe alias Uffelman. Dieser ist in der Zeit von 1462 bis 1497 als Cantor und Prior im Benediktinerkloster Clus im Bistum Hildesheim dokumentiert. Er war Sohn eines Gandersheimer Bürgers und starb 1497. Vor seinem Eintritt ins Kloster war er in der Lateinschule in Tangermünde zusammen mit Andreas Soteflesch, ebenfalls später Mönch in Clus, als Lehrer tätig. Zu seiner Person vgl. Herbst Klus, S. 20, 38, 78, 84-86, 88; Goetting 2, S. 186, 282-83; Tilomannus Bothe (GSN: 016-03801-001), in Germania Sacra, http://personendatenbank.germania-sacra.de/index/gsn/016-03801-001 (Abgerufen: 26.02.2020); Lesser Clus, S. 191, 204, 211, 216. Im Jahr 1461 schrieb Tilomannus Bothe zu Tangermünde auch die Handschrift, heute Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 612 Helmst.: Explicit Compendium theoloyce veritatis per me Tilomannum Bothen in Tangermundis anno domini Millesimo quadringentesimo sexagesimo primo post Bartholomei pro quo deus benedictus in evum (fol. 158v). Vgl. Beschreibung der Handschrift in Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil 4: Cod. Guelf. 462 bis 615 Helmst., beschrieben von Bertram Lesser (im Druck). Zwei Jahre später (30.07.1463) erscheint er in Clus als Schreiber des Vermerks Lectus est collatio [!] in Clusa et finitus in die Abdon et Sennes anno domini 1463 per Thilomanum Botonum: Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 153 Helmst., fol. 215r. Vgl. Dieter Merzbacher: Katalog der mittelalterlichen Helmstedter Handschriften. T. 1: Cod. Guelf. 1 bis 276 Helmst. Beschrieben von Helmar Härtel, Christian Heitzmann, Dieter Merzbacher und Bertram Lesser, Wiesbaden 2012, S. 168-173. Seine Tätigkeit als Schreiber in Clus ist auch durch weitere Kolophone belegt, wie z. B. Cod. Guelf. 1161 Helmst. (1469), fol. 167r. Vgl. Lesser Clus, S. 221.
Provenienz der Handschrift: Provenienz: Die Handschrift (Teil I und II) kam mit anderen Codices aus Clus und mit der Bibliothek der Blasiusabtei in Northeim 1624 in die Universitätsbibliothek Helmstedt, als Folge einer Verfügung vom Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Lüneburg (1591-1634). Die Handschrift wird unter der Gruppe der Miscellanei MSSti in quarto im Bibliothekskatalog verzeichnet, der vom Helmstedter Bibliothekar C. Schrader im Jahr 1644 verfasst wurde. Vgl. Cod. Guelf. 27.2 Aug. 2°, fol. 30v: Fabulæ Æsopi carminicè cum Commentario. Labyrinthus sive lamentacio diversarum miseriarum Rectoris Scholarium, carminicè. Dazu Lesser Clus, S. 170-171; Id., Beschreibung von Cod. Guelf. 608 Helmst. zu fol. 89v-114r. Der Codex ist im Handschriftenkatalog der Helmstedter Universitätsbibliothek von P. J. Bruns (1797, BA III, 52) unter der Nr. 565 als Fabulae Aesopi metrice. b. Laborintus per Tilomannum Uffelmann de Gandersem 1461. ch. 4 beschrieben.
Erwerb der Handschrift: Die Handschrift kam von Helmstedt nach Göttingen am 31.10.1810. Vgl. B. Lesser, Einleitung, in Wolfenbüttel Helmst. 1, S. LVI-LVII. Als die Codices Helmstadienses im Juli 1815 von Göttingen nach Wolfenbüttel abtransportiert wurden, fehlte diese Handschrift. Vgl. die nachgetragene Randnotiz "deest" im oben erwähnten Katalog Bruns. Zu der Rückgabe s. Lesser, Einleitung, S. LXII-LXIII und Anhang, S. XCI, mit Erwähnung dieser Handschrift: "1815 in Göttingen verblieben"..
Inhalt:
2r-36v Gualterus Anglicus: Aesopus (sive Anonymus Neveleti sive Romulus elegiacus) cum commento et glossis. Ohne Überschrift. Alternierend Vers- und Prosateile.
  • (2r) Auf dem unteren Seitensteg zwei alte Signaturen, in brauner und schwarzer Tinte geschrieben: XXIX, gestrichen und ersetzt mit LVI. Aus der Helmstedter Universitätbibliothek (freundlicher Hinweis von B. Lesser).
  • (2r-36v) Fabulae elegiacae. Ut iuvet et prosit conatur pagina praesens … — … fabula declarat datque quod intus habet. Kommentar in Prosa und Glossen in kleinerer Schrift. Moderne Zählung der Fabeln am Rande von 1 bis 60 (Bleistift). Wie bei Cod. Guelf. 185 Helmst. Fabel 26 steht nach Fabel 20; Fabel 21 und 21a ohne Teilung; Ergänzung der gleichen Verse fol. 27v. Dazu Busdraghi L'Esopus, S. 32, Anm. 145. (27v) Bei Fabel 48 zwischen v. 26 und 27 frauenfeindlicher Zusatz von vier Versen: "Inquit tunc miles ... in ore viro". Siehe Busdraghi L'Esopus, S. 153, Anm. 26.
  • (2r-36v) Commentum. Incipiunt fabulae Esopi ad detestationem viciorum et virtutum instructionem … — … ut dicit philosophus quarto ethicorum et decimo. Ad quam beatitudinem nos perducat qui sine fine vivit et regnat dominus noster Ihesus Christus per omnia benedictus Amen. Nicht identisch mit dem Prosa-Kommentar in Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 185 Helmst., ediert in Wright "Hie lert uns der meister", S. 74-105. Vgl. Beschreibung der Handschrift von Dieter Merzbacher, in Katalog der mittelalterlichen Helmstedter Handschriften. T. 1: Cod. Guelf. 1 bis 276 Helmst. Beschrieben von Helmar Härtel, Christian Heitzmann, Dieter Merzbacher, Bertram Lesser. Wiesbaden: Harrassowitz, 2012, S. 230-236. Parallelüberlieferung zu diesem Kommentar erwähnt in Wright The fables, S. 9, Anm. 32. Weitere Handschriften mit Prosa-Kommentaren, darunter die Göttinger Handschrift, zitiert in: Busdraghi L'Esopus, S. 8, Anm. 6.
  • (36v) Et sic est finis huius Anno domini 1462 etc. in Tangermundis.
  • (36ar-v) leer.
Edition (Fabulae)
  • L. Hervieux, Les fabulistes latins: depuis le siècle d'Auguste jusqu'à la fin du moyen âge. Tome 2: Phèdre et ses anciens imitateurs directs et indirects, Paris 1894, S. 316-351.
  • Wright The fables.
  • Busdraghi L'Esopus, unter Erwähnung dieser Handschrift, S. 8, und Nr. 58, S. 210.
Literatur
  • Walther I 19812.
  • S. Boldrini, L'"Aesopus" di Gualtiero Anglico, in La favolistica latina in distici elegiaci. Atti del convegno internazionale, Assisi, 26-28 ottobre 1990, a cura di G. Catanzaro, Assisi 1991 (Centro Studi Poesia Latina in Distici Elegiaci 2), S. 79-106.
  • Wright "Hie lert uns der meister".
  • A. Bisanti, Le favole di Aviano e la loro fortuna nel Medioevo, Firenze 2010 (Millennio medievale 85. Millennio medievale. Strumenti e studi 25).
  • C. Roccaro, Sull'autore dell'"Aesopus" comunemente attribuito a Gualtiero Anglico, in Scritti minori di Cataldo Roccaro, Palermo 1999 (Pan 17), S. 241-253.
  • Galterius Anglicus, in CALMA 3 (2011), S. 640-642 (A. Bisanti).
  • R. Nöcker, Volkssprachiges Proverbium in der Gelehrtenkultur: ein lateinischer Fabelkommentar des 15. Jahrhunderts mit deutschen Reimpaarepimythien. Untersuchung und Edition, Berlin 2015 (Deutsche Literatur 16). (Handschrift erwähnt S. 10 für den lateinische Kommentar).
Handschriftenteil: Pars II
Handschriftentitel: Eberhardus Bremensis
Entstehungsort: Tangermünde
Entstehungszeit: 1461
Beschreibstoff: Papier
Umfang: 31 Bl.
Format: 22 × 16 cm
Seiteneinrichtung: Eine oder zwei Spalten. Auf fol. 60v-62v (mit Beispielen von verschiedenen Versformen) ist der Haupttext in zwei Spalten geschrieben, so dass mit den Marginalglossen ein Layout des Blattes mit vier Spalten entsteht. 17-20 × 12,5 cm
Hände: . Bastarda von der Hand des Schreibers Tilomannus Bothe (vgl. Kolophon fol. 62v).
Interlinearglossen und Kommentar in Form von Scholien in kleinerem Schriftformat. Die Textabschnitte des Kommentars sind meistens am Rande geschrieben, einige aber werden bis in die mittlere Spalte fortgesetzt und unterbrechen den Fluss des Haupttextes. Die Scholien haben häufig einen Titel, der manchmal auch quer zum Text geschrieben ist. Gelegentlich Paragraphenzeichen mit Zahl des jeweiligen Kapitels am Rande.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Rubriziert und gestrichelt. Die Farbe Rot wird nur auf fol. 37v-38r und 48r benutzt.
37v: 1,5 cm rote Initiale, einfache Lombarde.
Entstehung der Handschrift: Die Handschrift wurde laut Kolophon fol. 62v in Tangermunde 1461 durch Tilomannus Bothe geschrieben. Siehe auch Pars I.
Provenienz der Handschrift: Provenienz: Zur Geschichte der Handschrift siehe Pars I.
Inhalt:
  • 37r leer bis auf moderner Inhaltsangabe (Bleistift): Eberhardus Bethuniensis Labyrinthus.
  • 37v-62v Eberhardus Bremensis: Laborintus (cum commento et glossis). >Prologus in Laborinthus<. Diese Rubric wurde vertikal zum Text auf dem linken Seitensteg geschrieben. Pygerius me traxit amor iussitque Camena … — … Ex omni parte mala sunt vicina petendis. Explicit Laborintus per me Tilomannum Uffelman de Gandershem Anno domini Millesimo quadringentesimo sexagesimo primo post Mauricii In Tangermundis. O A Q. [= nach dem 22. September 1461]. In vier Traktate gegliedert; diese jeweils in Capitula unterteilt. Der Name des Autors Evherardus in einer Glosse am rechten Seitensteg fol. 37v. Item autor praesentis libri fuit Evherardus quondam rector in Bremensi monte.
    • (37v-62v) Nicolaus de Dybin: Commentarius in Eberhardi Alemanni Laborintum. Iste liber cuius subiectum est diversarum miseriarum lamentatio sive demonstratio rectoris scholarium … — … filius Ihesus Christus ducat ad celestia benedictus in saecula Amen. Vgl. H. Szklenar, Magister Nicolaus de Dybin. Vorstudien zu einer Edition seiner Schriften. Ein Beitrag zur Geschichte der literarischen Rhetorik im späteren Mittelalter, München 1981 (Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters 65), S. 85-99, 229-267; Id., Nicolaus de Dybin als Kommentator des Laborintus, in Philologie als Kulturwissenschaft. Studien zur Literatur und Geschichte der Mittelalters. Festschrift für Karl Stackmann zum 65. Geburtstag, hg. von L. Grenzmann, H. Herkommer und D. Wuttke, Göttingen 1987, S. 230-241, darin Teiledition S. 240-241; Id., Nikolaus von Dybin, in 2VL 6, Sp. 1062-1068, hier Sp. 1065. Überliefert auch in Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 965 Helmst., fol. 194r-210v und Cod. Guelf. 18.30 Aug. 4°, fol. 250r-263v; München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 28588, fol. 1r-33v: Siehe Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München, Clm 28461-28615, beschrieben von D. Kudorfer, Wiesbaden 1991, S. 201 (Handschriften nicht von Szklenar verzeichnet).
    • (37v) >Capitulum primum tractatus primi de miseria rectoris ante rem<. Exhorret natura
    • (43v) >Tractatus 2us tocius libri<. [T]hematis inicio quamvis
    • (51r) >Tractatus tercius de modo metrificandi<. [V]iribus apta suis pueris ut lectio datur
    • (60r) >Tractatus 4us et ultimus tocius de arte ritmica<. [S]arcina doctoris qualis sit
    • (63r-67v) leer.
    Druck
    • Leyser, S. 795-854.
    • E. Faral, Les arts poétiques du XIIe et du XIIIe siècle. Recherches et documents sur la technique littéraire du moyen âge, Paris 1924 (ND Genève, Paris 1982) (Bibliothèque de l'Ecole des Hautes Etudes, 4. Section Sciences Historiques et Philologiques 238), S. 336-377.
    • Eine moderne kritische Edition fehlt.
    Literatur
    • Walther I 1613, 9148, 14114.
    • P. Glorieux, La Faculté des Arts et ses maîtres au XIIIe siècle, Paris 1971 (Etudes de philosophie médiévale 59), Nr 96, S. 134.
    • 2VL 2, Sp. 273–276 (F. J. Worstbrock).
    • Th. Haye, Der "Laborintus" Eberhards des Deutschen. Zur Überlieferung und Rezeption eines spätmittelalterlichen Klassikers, in Revue d'histoire des textes 8 (2013), S. 339-370 (alle ohne Erwähnung dieser Handschrift).
    • J.-Y. Tilliette, Un programme de lectures poétiques au XIIIe siècle: Evrard l'Allemand, "Laborintus", vv. 599-686, in Filologia Mediolatina 24 (2017), S. 49-69.
    • Eberhard der Deutsche Laborintus. Nach dem Text von Edmond Faral herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Justin Vollmann, Basel 2020.

Abgekürzt zitierte Literatur

2VL Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, 12 Bde., hrsg. von K. Ruh u. a., 2., völlig neu bearbeitete Aufl., Berlin, New York 1978–2005, Ergänzungsbde.: Deutscher Humanismus 1480–1520. Verfasserlexikon, 3 Bde., hrsg. von F. J. Worstbrock, Berlin, New York 2005–2015
Busdraghi L'Esopus L'Esopus attribuito a Gualtiero Anglico. A cura di P. Busdraghi, Genova 2005 (Favolisti latini medievali e umanistici 10. Pubblicazioni del DARFICLET N.S. 214)
CALMA C.A.L.M.A. Compendium auctorum latinorum medii aevi, hrsg. von M. Lapidge u. a., Bd. 1–, Firenze 1999–
CC Corp. orat. Corpus orationum, Bd. 1–14, hrsg. von E. Moeller, J. M. Clément und B. Coppieters ’t Wallant, Turnhout 1992–2004 (Corpus Christianorum. Series Latina 160)
Goetting 2 H. Goetting, Das Bistum Hildesheim, Bd. 2: Das Benediktiner(innen)kloster Brunshausen. Das Benediktinerinnenkloster St. Marien vor Gandersheim. Das Benediktinerkloster Clus. Das Franziskanerkloster Gandersheim, Berlin, New York 1974 (Germania Sacra N.F. 8)
Göttingen 1 Die Handschriften in Göttingen, Bd. 1: Universitäts-Bibliothek: Philologie, Literärgeschichte, Philosophie, Jurisprudenz, beschrieben von W. Meyer, Berlin 1893 (Verzeichniss der Handschriften im Preussischen Staate, Abt. 1: Hannover, Bd. 1: Die Handschriften in Göttingen, Teil 2)
Herbst Klus H. Herbst, Das Benediktinerkloster Klus bei Gandersheim und die Bursfelder Reform, Leipzig, Berlin 1932 (Beiträge zur Kulturgeschichte des Mittelalters und der Renaissance 50)
Lesser Clus B. Lesser, Die Benediktiner von Clus und ihre Bücher. Exemplarische Analyse und Rekonstruktion der Konventsbibliothek, in: Zentrum oder Peripherie? Kulturtransfer in Hildesheim und im Raum Niedersachsen (12.–15. Jahrhundert), hrsg. von M. E. Müller und J. Reiche, Wiesbaden 2017 (Wolfenbütteler Mittelalter-Studien 32), 165–228
Leyser Polycarpi Leyseri… Historia Poetarum Et Poematum Medii Aevi Decem Post Annvm A Nato Christo CCCC Seculorum…, Hallae 1741
Walther I H. Walther, Initia carminum ac versuum medii aevi posterioris Latinorum, Göttingen 1959 (Carmina medii aevi posterioris Latina 1)
Wolfenbüttel Helmst. 1 Katalog der mittelalterlichen Helmstedter Handschriften, Teil 1: Cod. Guelf. 1 bis 276 Helmst., beschrieben von H. Härtel, C. Heitzmann, D. Merzbacher, B. Lesser, Wiesbaden 2012
Wright "Hie lert uns der meister" A. E. Wright, "Hie lert uns der meister". Latin commentary and the German fable 1350 - 1500, Tempe, Ariz. 2001 (Medieval and Renaissance texts and studies 218)
Wright The fables A. E. Wright, The fables of 'Walter of England'. Edited from Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Codex Guelferbytanus 185 Helmstadiensis, Toronto 1997 (Toronto medieval Latin texts 25)
WZIS Wasserzeichen-Informationssystem. Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart (http://www.wasserzeichen-online.de/wzis/index.php)

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