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Beschreibung von Helmstedt, ehem. Universitätsbibliothek, Pgt. Frgm. 25
Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil II: Cod. Guelf. 277 bis 370 Helmst. Mit einem Anhang: Die mittelalterlichen Handschriften und Fragmente der Ehemaligen Universitätsbibliothek Helmstedt, beschrieben von Bertram Lesser (im Erscheinen).
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Programms Erschließung und Digitalisierung handschriftlicher und gedruckter Überlieferung
Handschriftentitel: Lectionarium plenarium
Entstehungsort: Norddeutschland
Entstehungszeit: 13. Jh., Mitte
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 1 Doppelbl.
Format: 26 × 42,5 cm
Zustand: Der obere Teil eines Doppelbl. (die ursprüngliche Maße eines Einzelbl. betrugen ca. 35 x 26 cm) ist für die Verwendung als Einbandüberzug an den Kanten gefaltet und entsprechend beschnitten; die Perforationen zeigen, dass es für einen Einband mit durchgezogenene Bünden (laced-case binding, vermutlich im 17. Jh.) verwendet worden ist. Die ehemalige Außenseite ist stark gebräunt.
Seiteneinrichtung: 23 × 19,5 cm, zweispaltig (beschnitten, Spalten jeweils 9 cm breit), noch max. 33 tintenliniierte Zeilen erhalten, Punkturen an den Blatträndern sichtbar.
Hände: Regelmäßige frühe Textualis von einer Hand.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Rubriziert, am Beginn der einzelnen Lektionen abwechselnd rote und blaue Fleuronnéelombarden mit schlichtem konturbegleitenden Fadenranken in der Gegenfarbe, im Binnenfeld meist spiralig gedreht.
Entstehung der Handschrift: Das makulierte Plenarlektionar, aus dem das Fragment stammt, dürfte aufgrund der Schriftmerkmale in der Mitte des 13. Jh. in Norddeutschland entstanden sein.
Erwerb der Handschrift: Da nicht vermerkt ist, für welchen Druck das Fragment als Einbandüberzug verwendet wurde (eine Rückenbeschriftung fehlt), kann sein Weg in die Universitätsbibliothek Helmstedt nicht mehr ermittelt werden.
Inhalt:
1. 1ra–2vb Lectionarium plenarium (Proprium de tempore). Das Doppelbl. enthält folgende Evangelien- und Epistelperikopen: (1ra) Col 1,15–18 und Mt 5,33–42; (1rb) Lc 20,1–8 und Col 2,8–13; (1va) Mt 19,16–21 und Feria sexta ad Philemonem: Phil 2,1–4; (1va–b) Mc 8,22–26; (1vb) Feria septima ad Corinthios: II Cor 6,11–16 und Mt 13,24–30; (2ra) Mt 17,10–17 und Feria quarta ad Thymotheum: I Tim 2,1–5; (2rb) Lc 10,21–24, Iac 2,14–17 und Lc 18,15–17; (2va) Hbr 13,3–7 und Mc 10,17–21; (2vb) Iac 3,15–18 und Mc 5,1–11. Eine genauere liturgische Zuordnung ist nicht möglich; 1va auf dem Kopfsteg eine spätere (14. Jh.) vorgenommene Einordnung: dominica VII, die allerdings nicht zur originalen Rubrik passt.

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Für die Nutzung weiterer Daten wie Digitalisaten gelten gegebenenfalls andere Lizenzen. Vgl. die Copyright Information der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.