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Beschreibung von Lüneburg, Ratsbücherei, Jurid. E 2° 46
Handschriften der Ratsbücherei Lüneburg, Bd. 3: Die theologischen Handschriften: Quartreihe. Die juristischen Handschriften, beschrieben von M. Stähli, Wiesbaden, 1981 (Mittelalterliche Handschriften in Niedersachsen 4), S. 151.
Handschriftentitel: Fragment: Schwabenspiegel - Sachsenspiegel
Entstehungszeit: 14. Jh.1
Katalognummer: Manuscripta Mediaevalia Objektnummer, 90124407,T
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 16 Bl.
Format: 30 × 22,5-24 cm
Lagenstruktur: Die acht Bogen waren verwendet als Spiegel eines im Michaeliskloster Lüneburg befindlichen, sechsbändigen Corpus iuris, gedruckt von François Fradins 1514-18. Bei jedem Bogen ist die Hälfte einer Spalte weggeschnitten. Ursprünglich waren die Bogen in fünf aufeinanderfolgenden Quaternionen enthalten, und zwar der erste Bogen als inneres Doppelblatt von A, der zweite und dritte Bogen sowie der vierte und fünfte Bogen jeweils als äußeres und inneres Doppelblatt von B und C, der sechste Bogen als äußeres Doppelblatt von D, der siebente und achte Bogen als zweites und drittes Doppelblatt von E. 6v findet sich die Kustode I/viii h..
Seiteneinrichtung: Schriftraum: 23,5-24,5 × 19-19,5 cm, 29-31 Zeilen, Tintenliniierung, zweispaltig.
Schrift:

Textualis formata fere rotunda.

Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
  • Einfache rote Lombarden und rote Kapitelzählung.
  • 11vb die rote Überschrift: Hir begint daz lenrecht.
  • 4v, 7v, 11v /12r und 16r finden sich Reste des Exlibris des Michaelisklosters Lüneburg.
Hauptsprache: Mundart: Schwabenspiegel ostmitteldeutsch mit niederdeutschem Einschlag, Kapitel 323/324 und Sachsenspiegel niederdeutsch.
Inhalt:
1ra-11va, 11vb-16vb Schwabenspiegel Landrecht und Sachsenspiegel Lehnrecht. mit fortlaufender Kapitelzählung. Der Schwabenspiegel schließt mit Kapitel 322. Er umfaßt aber mehr Artikel, da durch einen Irrtum in der Zählung Kapitel 273 und 274 doppelt erscheinen. Im Anschluß an den Schwabenspiegel finden sich 11va-vb die Kapitel 323 Valt eyn gevel bi ener menen strate … und 324 Wert en man dot geslagen … , deren Herkunft bisher nicht ermittelt ist.
  • Nach Eckhardt s. u. S. 256 kann es sich aufgrund des Dialekts nicht um einen Bestandteil des Schwabenspiegels handeln. In Kapitel 398 des Sachsenspiegels findet sich eine Lücke im Text, übersprungen sind Artikel 44-53 der Homeyerschen Zählung.
  • Editionen: E. Spangenberg: Beyträge zu den Teutschen Rechten des Mittelalters, Halle 1822, S. 215-227.
  • Schwabenspiegel: A. Eckhardt: Schwabenspiegel Kurzform, MGH Fontes iuris germanici antiqui (1961) N.S.4,2.
  • R. Grosse: Schwabenspiegel Kurzform, MGH Fontes iuris germanici antiqui (1964) N.S.5, mit ausführlicher Beschreibung des Fragments.
  • Sachsenspiegel mit Kapitel 323 und 324: A. Eckhardt: Das Sachsenspiegel Lehnrecht des Lüneburger Fragments, in: DA 17 (1961) S. 254ff., mit ausführlicher Beschreibung des Fragments und genauer Inhaltsangabe.
Bibliographie

Abgekürzt zitierte Literatur

Homeyer Rechtsbücher G. Homeyer, Die deutschen Rechtsbücher des Mittelalters und ihre Handschriften, Weimar 1931/1934
Homeyer Rechtsbücher G. Homeyer, Die deutschen Rechtsbücher des Mittelalters und ihre Handschriften, Weimar 1931/1934
Martini A. Martini, Beiträge zur Kenntnis der Bibliothek des Klosters St. Michaelis in Lüneburg, Lüneburg 1827

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